SPORTaktiv Bikeguide 2019

Sportaktiv.Magazin

BIKE

G U I D E 2 0 1 9


NO

MORE

EXCUSES.

THE NEXT GENERATION 2019

LANG UND ENTSPANNT

27,5”+/29"

130mm

DURCH DICK UND DÜNN

27,5”+/29"

150mm

ÜBER STOCK UND STEIN

27,5”+/29"

180mm

Mit dem NOX HYBRID XC TRAIL bieten

wir ein Bike für alle, die lange und

entspannt unterwegs sein möchten

aber auch für jene die bei ihren

Cross-Country Touren an ihre Grenzen

gehen und darüber hinaus wachsen

wollen.

Mit dem NOX HYBRID ALL-MOUNTAIN

5.9 mit 150 mm Federweg haben wir

genau das richtige Bike für dich, wenn

du auf der Suche nach einem wahren

Alleskönner bist. Ein Bike, das mit dir

bei jeder Tour durch dick und dünn

geht!

Mit dem NOX HYBRID ENDURO 7.1

haben wir eine optimale Symbiose aus

Muskelkraft und Elekto-Unterstützung

im Extrembereich geschaffen. Ein

Bike für Fahrer, die echte Abenteuer

leben und dabei auch noch jede

Menge Freude am Biken haben.

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EDITORIAL

CHRISTOPH HEIGL

SPORTaktiv-Redakteur

christoph.heigl@styria.com

KEIN ENDE

IN SICHT

Perfekt. Genau zum richtigen Zeitpunkt habt ihr unseren druckfrischen

Bike-Guide in Händen. Der Schnee ist – fast überall – weg, die Saison hat

begonnen. Gleich mit ein paar Aufregern. Wenn in einem Tourenbuch

die „40 Supertrails in den Alpen“ (Delius Klasing) vorgestellt werden und

kein einziger davon ist aus der Alpenrepublik Österreich, tut das weh.

Auch unserem Tourismus. Der legt sich fürs Biken nämlich mächtig ins

Zeug. Das größte legale Bikeangebot gibt es rund um die

Urlauberhochburgen und die Hotspots in Tirol und Salzburg.

Österreich ist aber leider europaweit auch für seine für Biker gesetzlich

gesperrten Forststraßen und Wanderwege berühmt. Schweiz und Italien

preschen davon. Dass jetzt ausgerechnet Österreich eine Imagekam pagne

mit dem Spruch „You like it? Bike it!“ lanciert, sorgt für Diskussion,

mitunter auch Spott und Häme. Die Naturfreunde Österreich werden

jedenfalls nicht müde, wenigstens für „freie Fahrt“ auf Forststraßen zu

trommeln. Kein Ende in Sicht.

Coverfoto: Centurion; Foto: Thomas Polzer

Immer größer werdende Trailnetzwerke sind eine Möglichkeit, das Biken

zu legalisieren. Modernere Gesetze wären das andere. Wir haben versucht,

auf den 188 Seiten für Überblick zu sorgen, Lust aufs Biken zu machen,

mit Menschen zu sprechen, deren Leidenschaft das (E-)Biken ist, unsere

Partner im Tourismus vorzustellen und die wichtigsten Innovationen und

Bike-Kategorien der Branche zu präsentieren.

Nebenbei bemerkt: Der Editorial-Schreiber (mit dem selbem Geburtsjahr

wie Österreichs Forst gesetz, 1975) feiert im April ein kleines Jubiläum:

30 Jahre Mountainbiken. 1989 stand es als Firmgeschenk da, ein wunderschönes

Bianchi-Citybike. Celeste, Biopace, Daumenhebel, was brauchst

du mehr? Lichtanlage und Kotschützer waren rasch entfernt, was damals

(Eltern, Polizei) nicht so gut ankam. Auf in die Natur. Der Beginn

einer Leidenschaft. Kein Ende in Sicht.

Wir sehen uns am Trail,

Christoph

Short Stack

Helmet

Flexi Knee Pads

Enduro

Every trail should

be one to remember

DeeLuxe Sportartikel Handels GmbH

Europastrasse, SPORTaktiv 8 3

6322 Kirchbichl - Austria

Phone: +43.5332.930 81 - Fax: +43.5332.930 200


INHALT

PROLOG

12 MIT TURBO IN DIE BREITE

Bike-Prophet Hari Maier im Interview

16 REPUBLIK OHNE GRENZEN

Söldener Erfolg mit Ötztaler Dialekt

24 OLM VOLLE RELOADED

Laura Stigger zwischen WM-Gold und Schulstress

28 BIKEN MIT CAPTAIN FUTURE

Alles über Sram, Wireless und das gute alte Biken

EMOTION UND SERVICE

34 HERR THOMAS SUCHT DAS GLÜCK

Die vielen Fragen beim Bikekauf und ihre Antworten

44 E-BIKE-WM! GEHT‘S NOCH?

Kritischer Blick in die Zukunft der Rennszene

60 SPIELBERGWEG 207

Zu Besuch bei Mountainbike-Familie Höll

68 STS UND DIE ÜBERDOSIS TRAIL

Österreich sucht die ÖNORM für Bikestrecken

88 GORILLA UND GRAZIEN

SPORTaktiv und der Ladies-Day am Wexl-Trail

102 BREMSEN LOSLASSEN UND ABSPRINGEN

Helene Fruhwirth startet im Bike-Business wieder durch

134 SOFTWARE UND SCHMIERFETT

Schrauber-Tipps für das E-Bike

148 DIE FREIHEIT, DIE ICH MEINE

Über die Schönheit des Radfahrens im Gelände

174 COOLE SCHULE

Ein Plädoyer für die Bikeschule

24

88

BIKES IM ÜBERBLICK

40 VOM DRAHTESEL ZUM RENNPFERD

Fullys und Hardtails für schnelle Zeiten

56 JEKYLL UND HYDE

Die besten Bikes für Tour und All Mountain

74 DIE KRACHMACHER

Die potenten Spaßmaschinen im Überblick

96 AUF KEINEN FALL ROSA

Die besten Ladybikes der Saison

122 MIT SCHUB

E-Mountainbikes für die große Tour

140 MINI-MOTOCROSSER

Die Top-Bikes der Sparte E-Enduro

DAHEIM UND ANDERSWO

156 VON GROSSEN UND KLEINEN LÖSUNGEN

Kurt Tropper ist Biker, Touristiker und Rennveranstalter

162 NEXT STOP TOKIO

Zwei Burschen radeln von Graz nach Tokio

182 RITT AUF DEM VULKAN

Hans Reys Erfahrungen, diesmal in bella Napoli

Fotos: Mirja Geh/Red Bull Content Pool, Thomas Polzer


NEU

SPORTNAHRUNG MIT SYSTEM

MAXIMALE AUSDAUER

SUPER PLUS TREIBSTOFF FÜR BIKER

SPORT

COLA

mit Koffein

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NOCH MEHR

SINGLETRAILS

UND INFOS

Das wird ein gutes Jahr:

Wir schreiben 2019 und

im Wienerwald wird das

Streckennetz auf 1250

Kilometer erweitert. Von 40

km Singletrails wird auf 80

km verdoppelt, der Asphaltanteil

sinkt auf 32 Prozent.

Der Wienerwald Tourismus

unternimmt große Anstrengungen,

mit seinen Partnern,

den Gemeinden des Wienerwalds,

der Stadt Wien,

den Grundeigentümern und

ausgewählten Vertretern

der Bike-Community (z.B.

Verein Wienerwald Trails),

ein attraktives, zukunftsweisendes

MTB-Streckennetz

zu etablieren.

Vorrangiges Ziel ist, einen

ausgewogenen Mix an Strecken

für den Einsteiger und

nicht so geübten Mountainbiker

über den Genussfahrer

bis hin zu den technisch anspruchsvollen

Fun und Flow

suchenden Biker anzubieten.

Auf der Website wird laufend

über die Neuerungen und

Streckenfreigaben berichtet,

denn im Laufe der Saison

wird die Beschilderung

komplett ausgetauscht. Bis

dahin: Geduld, Vorsicht und

Fair Play.

www.wienerwald.info/

mountainbiken

Foto: Niederösterreich Werbung/

Markus Frühmann

6 SPORTaktiv


SPORTaktiv

7


KITZALPBIKE:

VON HART

BIS ZART

Der KitzAlpBike zählt zu den

härtesten, aber auch schönsten

Mountainbike-Marathons

der Rennsaison. Quer

durch und über die Kitzbüheler

Alpen kombiniert

die „Streif der Mountainbiker“

auf 90 Kilometern

und 3800 Höhenmetern

respekteinflößende Uphills

und anspruchsvolle Trails,

umrahmt von einer traumhaften

Berglandschaft, die

Gäste aus der ganzen Welt in

ihren Bann zieht. Hier setzt

man sich gerne den Strapazen

eines Marathons aus, wird

man doch mit viel Dopamin

und jeder Menge Adrenalin

belohnt, was so manchen

Athleten einen spontanen

Juchzer entlockt.

Hunderte Zuseher an den

Hotspots und entlang der

Strecke motivieren die

Teilnehmer, das Letzte aus

sich rauszuholen. Wie auf

der berüchtigten Choralpe,

wo auf den letzten Metern

vor dem Gipfel über tausend

Fans ein Spalier bilden und

alle Athleten bis zum Schluss

anfeuern. Das ist einzigartig!

www.kitzalpbike.at

Foto: Erwin Haiden

8 SPORTaktiv


SPORTaktiv

9


10 SPORTaktiv


„SCHLAG DEN

WASI“ BEI DEN

E-BIKE-DAYS

Eine Branche steht unter Strom!

Von 24. bis 26. Mai dreht sich

im Olympiapark München

wieder alles um das elektrisch

unterstützte Bike. Über 150

Aussteller, 30 mehr als im

Vorjahr, zeigen bei den E Bike

Days 2019 (epowered by Bosch),

was der Markt hergibt. Sie laden

zum Schauen, Staunen und

Testen ein – an allen drei Tagen

bei kostenlosem Eintritt.

Einer, der vom elektrischen

Virus schon lang infiziert ist, ist

Ski-Doppel-Olympiasieger Markus

Wasmeier. Der sympathische

Bayer ist ein echter E-Bike-Experte

und neuer Botschafter der

E-Bike-Days. Bei der „Haibike

Challenge: Schlag den Wasi!“

können Besucher am eigens

kreierten eMTB-Parcours im

Geschicklichkeits-Contest gegen

den 55-Jährigen antreten.

www.ebikedays.de

Foto: Bosch E Bike Days/Kaufmann

SPORTaktiv

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MIT TURBO

IN DIE BREITE

MOUNTAINBIKEN WIRD ZUM

BREITENSPORT, WIE ES DAS

SKIFAHREN EINMAL WAR.

UND DIE GROSSE MASSE VON

OPA BIS ENKERL FÄHRT

ELEKTRISCH. (E-)MTB-

ENTHUSIAST UND

VORDENKER HARI MAIER,

INITIATOR DES „MTB

KONGRESS ÖSTERREICH“,

HAT ABER NICHT NUR

VISIONEN. ER VERSTEHT ES

AUCH, SIE MIT ARGUMENTEN

UND HUMOR ZU

UNTERMAUERN.

INTERVIEW: CHRISTOF DOMENIG

12 SPORTaktiv


HARALD MAIER

aus Hof bei Salzburg ist 57,

I nitiator des „Moutainbike

Kongress Österreich“ und

E-MTB-Destinationsentwickler.

Der 4. Mountainbike Kongress

findet von 1.–3. Oktober 2019

wieder in Saalbach (S) statt.

www.mountainbikekongress.at

Hari, bei meiner Anfrage warst du auf La

Palma. Auf Flucht vorm mitteleuropäischen

Traumwinter?

(Lacht) Nicht ganz … Ein Vorteil an meinen

Projekten „Mountainbike Kongress“ und

„Destinationsentwicklung“ ist, dass ich arbeiten

und biken ideal verbinden kann. Im

Winter bin ich immer drei Monate auf La

Palma, weil sich hier die Bikebranche fast geschlossen

trifft. Es ist perfekt zum Netzwerken,

um Neuigkeiten zu erfahren, Visionen

auszutauschen. Dass man dazu Rad fahren

geht, ist eh klar, weil man sich ja auch viel

besser unterhalten kann als in Businessatmosphäre

mit einer Stunde Zeitfenster.

Welches Gespräch deines heurigen Bikewinters

fällt dir als Erstes ein?

Pah, das ist schwer, weil es enorm viele inspirierende

Gespräche waren. Oft über ganz

klassische Themen. Etwa Hebelwirkungen,

wie wir den Sport noch mehr in die Breite

bringen. Ein sehr interessantes Gespräch war

mit Prof. Swen Malthe John über die Pläne

der WHO. Die Weltgesundheitsorganisation

hat ihren „Global Plan for Physical Activity

2018–2030“ ausgearbeitet, um Bewegungsmangel

und die damit verbundenen Probleme

zu reduzieren. Da ist das Radthema

intensiv drin. Gesundheit ist ein hochinteressanter

zusätzlicher Hebel, um das Biken

in die Breite zu bringen wie es mit dem

Sport allein niemals geht. Das E-Bike ist

genau jenes Tool, das es jedem ermöglicht,

sich gesund und mit kleinem Zeitaufwand

effektiv zu bewegen. Swen wird bei unserem

4. MTB-Kongress Anfang Oktober einen

Vortrag halten und wir werden quasi das

E-MTB auf Krankenschein propagieren.

Fotos: Christian Bernroider, Uli Stanciu

„Das E-MTB wird in zehn Jahren einen

Anteil von 80 Prozent haben“, hast du mal

gesagt. Folglich hast du auf La Palma mehr

Zeit auf dem E- als auf dem normalen Bike

verbracht ...?

Ich war eher 90:10 mit dem normalen Bike

unterwegs. Warum? Wegen der Shuttle und

weil ein Enduro auf technisch anspruchs-

SPORTaktiv

13


vollen Trails schon noch spannender zu

bewegen ist. Das „E“ ist dafür auf vielen

anderen Touren lustiger. Und mit dem

Anteil „80:20“ fürs E-Bike in zehn Jahren:

Das wird so. Es ist immer wieder

spannend, Rückmeldungen von Menschen

zu hören, die zum ersten Mal auf

einem E-Bike unterwegs sind.

Was sind da die Hauptargumente?

Ein Argument ist die Zeit – was man in

kurzer Zeit machen kann. Der „Socialising“-Effekt

ist interessant, du kannst

Sport in unterschiedlich starken Freundesgruppen

und als Pärchen ausüben.

Ganz typisch, was ich kürzlich miterlebt

habe: Beim Welcome-Drink sagt er, er

setzt sich nur seiner Frau zuliebe aufs

E-Bike. Nach 20 Minuten biken: „Geil

ist es schon.“ Nach zwei Stunden. „Ich

frag mal meinen Bikehändler.“ Zwei

Tage später hat er eines bestellt. Der

Punkt ist: Du kannst zum E-Bike endlos

viele Argumente aufzählen, aber im

Endeffekt keinem so gut erklären, wie

wenn er es selbst erlebt. Du musst es erfahren

im wahrsten Sinn des Wortes.

Laut „Intersport Sportreport“ wollen

sich 750.000 Menschen in Österreich

„in Kürze“ ein E-Bike kaufen. Sind das

deiner Ansicht nach eher Rad-Umsteiger

oder Neueinsteiger?

Die Zahl kann ich mir sehr gut vorstellen.

Es werden zu einem guten Teil Einsteiger

sein. Das E-MTB ist die perfekte

Demokratisierung unseres Sports. Du

entscheidest, wie du fahren willst, nicht

das Gelände. Zu Beginn soll man ja im

Flachen fahren und Grundlage aufbauen

– und wie, wenn du in den Alpen daheim

bist? Finde einmal schöne, flache

Strecken! Mit dem E-Bike dosierst du

die Belastung, wie du sie brauchst. In

Gruppen: Keiner reißt ab, weil der eine

im Eco und der andere im Turbo fährt.

Und alle haben gemeinsam ihre Gaudi.

Durchs E-Bike werden Mountainbikeund

Trekkingrad-Segment zusammenwachsen,

schreibst du in deinem Blog.

Wie ist das zu erklären?

Es gibt diese Studie, die in Europa 23

Prozent Roadbiker, 26 Prozent Moun-

Der „Mountainbike

Kongress“

vernetzt im

Herbst 2019 bereits

zum vierten

Mal Entscheidungsträger

aus

Bikeszene und

Tourismus.

tainbiker und 51 Prozent Trekkingbiker

ausweist. Ja, mit dem E-MTB fusionieren

die Segmente MTB und Trekking.

Der normale Trekkingbiker wird sich auf

keine Maschine mit 160 mm Federweg

setzen, aber auf ein E-MTB mit 100

mm, mit Vollfederung, und er wird eine

ganz andere Fahrfreude und ein neues

Fahrgefühl erleben. Wiederum vielfach

auf La Palma gesehen. Wenn man das

Ganze dann noch mit Fahrtechnik auflädt,

damit der Neuling den Berg nicht

nur gut hochkommt, sondern auch wieder

runter – dann hat man das Potenzial

für ein riesenerfolgreiches Tool.

Werden die neuen Mountainbiker

auch auf die Berge und in die Wälder

fahren? Oder mit ihrem E-MTB auf

Radwegen dahinrollen?

Sie fahren ja schon jetzt in die Berge.

Man sieht es ja, was im Sommer auf

manchen Hütten los ist. Wenn ich einem

Touristiker die Sportart E-MTB

vorstelle, sind das oft Leute, die mit

Mountainbiken keine Erfahrung haben.

Als Erstes fahren wir ein Stück am Radweg,

dann auf einem Forstweg, schließlich

auf einem Güterweg und zum

Schluss auf einem einfachen Waldwegerl.

Dann kommt die spannende Frage:


DU KANNST ZUM|

E-MTB ENDLOS|

ARGUMENTE|

AUFZÄHLEN. ABER|

IM ENDEFFEKT MUSST|

DU ES ERFAHREN,|

IM WAHRSTEN|

SINN DES WORTES.|

Was hat dir jetzt am besten gefallen? Eh

klar, das Wegerl.

„Von der Nische in die Breite“ ist vom

Start weg eine Vision, die du mit dem

MTB-Kongress verfolgst. Wie breit

kann denn das Mountainbiken wirklich

werden?

So breit, wie das Skifahren es einmal war

– und nicht wie es heute noch ist. Bei

Einführung der Pflicht-Schulskikurse in

den 1970er-Jahren haben zwei Drittel in

meiner Klasse keine Ski gehabt. Lösung:

14 SPORTaktiv


Fotos: Daniel Roos, Flyer

Die Industrie hat die Ski gesponsert

– und jeder weiß, was sich entwickelt

hat. Warum nicht das Ganze mit

E-MTB-Sportwochen wiederholen?

Zum Starten: Wir haben in Österreich

160 Sportschulen mit 30.000 Schülern.

Wenn man jede Schule mithilfe der

Industrie mit 20, 25 E-Bikes ausstattet,

ist der Aufwand überschaubar und es

kommen 30.000 Schüler mit einer

Sportart in Kontakt. Wenn von diesen

20 Prozent bei der Sache bleiben und

noch je vier Freunde infizieren, haben

wir 30.000 neue Botschafter pro Jahr.

Du hast im Vorjahr das „Projekt20“

initiiert – mit dem Ziel 20 Prozent Anteil

des MTB-Urlaubers am Sommertourismus,

von 4 Prozent Ausgangslage.

In welchem Zeitraum ist das

gedacht? Und wird es da nicht eng in

den Wäldern und Bergen?

Ein Zeitrahmen funktioniert bei der

Frage nicht. Klar, es fehlt noch viel.

Aber es tut sich auch enorm viel, wir

haben viele kleine Mosaiksteinchen, die

uns weiterbringen. Zum Platzproblem:

Die Sorge höre ich öfter – oder erkenne

es an der Körpersprache, wenn ich meine

Pläne wo vorstelle. Es geht einfach

um die Lenkung und Verteilung. Man

sieht es ja auch anderswo: Wenn du

im Sommer an manchem Bergsee bist,

Menschenmassen, einfach zu viel. Ein

paar Kilometer weiter bist du allein in

der Bergwelt. Wesentlich ist: Das E-

Bike wird so oder so ein Riesenthema,

weil es ja anders als die Ski nicht nur im

Urlaub, sondern auch im Alltag nutzbar

ist. Die Jungen in den Städten brauchen

schon heute kein Auto mehr. E-Bikes

ersetzen auch am Land in den Familien

schon jetzt das Zweitauto. Die Gesellschaft

ändert sich, das E-MTB bringt

Gesundheit und Fahrspaß. Was liegt

näher, als dieses Potenzial touristisch gut

gelenkt zu nutzen?

Wie sieht eigentlich die traditionelle

Biker-Community deine Vision eines

niedrigschwelligen Mountain bike-

Breitensports?

(Lacht) Also ich glaube, wer sich damit

wirklich beschäftigt, hat es schon begriffen.

Jene, die den Nimbus von Schweiß,

Kraft und Leistung verteidigen und der

Meinung sind, dass nur auf den Berg

soll, wer ihn sich ehrlich verdient: Das

ist eine aussterbende Rasse. Obwohl:

Auch heute bin ich noch ab und zu

in Männergruppen unterwegs, alle in

meinem Alter, zwischen 50 und 60. Alle

mit einem roten Schädel und ich, als

einziger am E-MTB, hab meine Gaudi.

Ich habe aber auch schon mit so vielen

geredet, die vom Saulus zum Paulus

wurden. „Ich setz mich doch nicht auf

ein E-Bike.“ Heute fahren sie in der

Mittagspause auf den Berg, weil sie so

begeistert sind. Was sich mit einem

normalen Bike schon zeitlich niemals

ausgegangen wäre.

„Ich liebe es, neben meiner Hausrunde auch

neue Gebiete zu erkunden. Dafür nehme ich auch

gerne größere Bemühungen auf mich um neue

Bergregionen, Kulturen, Menschen und natürlich

die einzigartigen Trails kennen zu lernen.“

ANDY RIEGER MIT DEM NEUEN TRANS ALPINE PRO 28

SPORTaktiv

15


DIE REPUBLIK|

OHNE GRENZEN|

BEST PRACTICE IM

MOUNTAINBIKE-SEGMENT:

IN SÖLDEN HAT MAN

KEINEN BIKEPARK GEBAUT,

SONDERN EINE REPUBLIK

MIT WITZIGER IDENTITÄT

ERSCHAFFEN. MIT

REISEPASS, VISASTEMPEL,

STAATSFEIERTAG, HYMNE

UND BIER. UND MAN

VERGISST DIE

EINHEIMISCHEN NICHT.

VON CHRISTOPH HEIGL

Dominik Linser schaut aus seinem

Büro im ersten Stock der Tourismuszentrale

Sölden. Der vom

Skiweltcup bekannte Rettenbachferner

und die durch James Bond („Spectre“)

berühmte Bergstation sind in Griffweite,

die Skipisten führen bis vor die Haustür.

Der Söldener Destinationsleiter weiß:

Oben ist noch meterweise Schnee, im

Tal herunten auf 1377 Metern Seehöhe

wird in den nächsten Wochen aber die

Metamorphose stattfinden vom Skiort

zum Wander- und Biker-Hotspot. Die

Baupläne auf Linsers Schreibtisch stapeln

sich, Mander, ’s isch Zeit.

Linser, ein Einheimischer, früher

Langläufer, dann selbst Mountainbiker,

ist einer der Gründungsväter der Bike

Republic. Den eigentlichen Startschuss

zum Bikeboom gab zunächst die geforderte

Fusion der Tourismusverbände im

Tal von sieben auf einen. Das Schärfen

der Profile forderte von jedem Ort ein

zweites Sommerstandbein neben dem

Wandern. Sölden schnappte sich das

Mountainbiken, immerhin hatte man

eine Handvoll legaler Trails. Mit dem

Tiroler MTB-Modell als Basis (u. a.

Versicherungsschutz und ein kleines

Entgelt) und einem Stapel Verträgen in

den Händen klapperte eine kleine Gruppe

die Grundbesitzer ab, Stück für Stück

wuchsen die legalen Abschnitte. „Ich

habe in fünf Jahren 400 Einzelverträge

abgeschlossen“, erzählt Linser vom nicht

immer einfachen Prozedere.

Linser begann als einziger Angestellter

der Republik, mittlerweile hat das Kernteam

(Administration, Management,

Bautätigkeit) vier Köpfe. Know-how

kam von den Destinationen-Entwicklern

von Allegra, der Bike-Verband

IMBA schickte die besten Traildesigner

der Welt. Für das Bauen und Pflegen

der Trails hat man 20 Mitarbeiter, am

Höhepunkt der Bautätigkeiten können

es auch bis zu 60 sein – seit 2017 wird

Sölden als größte Trailbaustelle der Welt

bezeichnet. Schlüsselkriterien: Man baut

ökologisch nachhaltig, massentauglich

und in gutem Einvernehmen mit Landwirtschaft

und Naturschutz.

Rasantes Wachstum

Die Bike Republic hat mittlerweile

eine beachtliche Größe (siehe Infobox).

2014 begann man mit dem Budget von

einer Million Euro, einem Lift und 37

Kilometer Trails. Auf Anhieb schaffte

man über den ersten Sommer 50.000

Liftfahrten von Bikern. Die Zuwächse

waren atemberaubend, 2018 hatte man

schon 140.000 Fahrten auf drei Liftanlagen.

Bis 2020 werden noch einmal zwei

Millionen Euro investiert (Gesamtsumme

dann schon 6,7 Mio. Euro), dann

hat die Republik 82 km Singletrails. Mit

den bestehenden MTB-Routen im Tal

und der TransTimmel-Route übers Timmelsjoch

nach Italien ein Eldorado des

Fotos: Bike Republic/Rudi Wyhlidal, Chr. Heigl

16 SPORTaktiv


IM GESAMTEN ÖTZTAL 850 KM BIKESTRECKEN

(46 TOUREN – 7 LEICHTE, 21 MITTLERE, 18 SCHWERE)

BIKEN BIS AUF

2666 METER

6 LIFTANLAGEN

33 KM NATURTRAILS

(15 STRECKEN)

BIKE-OPENING:

7. BIS 10. JUNI

30.000 HÖHENMETER

www.bikerepublic-soelden.com

42 KM GEBAUTE TRAILS

(ACHT SHAPED LINES)

11 VERLEIHSTELLEN

2 PUMPTRACKS

Bikens. Finanziert werden die Projekte

der Republik durch die Einnahmen der

Liftkarten (Tageskarte 39 Euro) und

den Infrastrukturtopf, der durch einen

„Nächtigungseuro“ aus den 2,4 Millionen

jährlichen Nächtigungen (Sölden

ist die Nummer 2 in Österreich hinter

Wien) gefüttert wird.

Für Linser ist entscheidend, dass die

MTB-Strecken nicht allzu schwer sind.

SPORTaktiv

17


„Ich habe mir vor dem Beginn keinen

einzigen anderen Bikepark angeschaut,

aber früher Biketouren mit Gästen

gemacht. Ich weiß, was man ihnen

zutrauen kann.“ Downhiller sind nicht

die Zielgruppe, sondern normale Biker

und Endurofahrer. Auch wichtig: die

Trennung von Wander- und Bikewegen

sowie Haupt- und Querverbindungen

in „Blau“ mit max. 7 Prozent Gefälle.

Insofern freut es Linser, auch viele Einsteiger,

immer mehr weibliche Bikerinnen

und sogar Kinder in der Republik

willkommen zu heißen. „Wir versuchen,

Nachwuchs zu generieren und den Sport

größer zu machen.“ Das umfangreiche

Renn- und Eventprogramm (u. a.

Schnitzeljagd, Jugendcamps, Trailmaster

Challenge) sorgt gleichermaßen für

Adrenalin, Spaß und Biker-Spirit, Pläne

für ein Weltcuprennen oder Großevent

liegen in der Schublade.

Im 3000-Einwohner-Ort mit der

wahnwitzigen Dichte von 40 Sportgeschäften

werden bei den Wintersportartikeln

gerade die „Sale“-Taferl

angesteckt, die Händler stellen Bikes

und Verleih-Räder in die Sonne vor den

Shop. Das Biken boomt und sorgt für

eine jüngeres, dynamischeres Publikum.

Linser: „Früher waren wir im Winter

mit dem Gast per Du, im Sommer per

Sie. Jetzt sind wir ganzjährig per Du.“

Und die Menschen spüren die Begeisterung

fürs Biken. „Wir sind anders, wir

sind manchmal schwierig. Aber wir sind

ehrlich und haben viel Herzblut.“

Almen gegen Palmen

In Österreich bildet Sölden mit Saalbach-Leogang

die Speerspitze im Mountainbike-Tourismus.

Langfristig wollen

die Tiroler europaweit die Nummer eins

sein, vergleichbaren Destinationen in

Frankreich und Skandinavien will man

den Rang ablaufen. Mit vielen heimischen

Mitbewerbern gibt es deshalb

regen Austausch. „Wir legen unsere Entwicklungsarbeit

den anderen offen. Wir

müssen gemeinsam arbeiten. Beim Werben

um den Urlaubsgast heißt es schon

Almen gegen Palmen“, meint Linser.

10 Prozent der Sommergäste sind

in Sölden Mountainbiker, Tendenz

DAS KREATIVE KONZEPT|

Die Trails heißen nicht Thriller, Flowline

oder Rattlesnake, sondern bieten

echten Ötztaler Dialekt, einen der ältesten

bajuwarischen Dialekte: Broate

Line, Ohn Line, Lettn Line, Zaahe Line,

Ollweite Line oder die Teäre Line, die

Naturtrails heißen Bartiges Bödele,

Schteckler Trail und Nene Trail. „Nene

ist bei uns der Opa“, schmunzelt Marketing-Chefin

Manuela Holzknecht.

„Und der Trail heißt so, weil da unsere

Großväter schon heruntergewandert

sind.“ Die Charakteristik der Strecken

wird vom Team formuliert und von einer

Werbeagentur mit dem passenden

Ötztaler Dialekt versehen. Das finden

Gäste und Einheimische witzig.

Wer in der Republic mitmachen will,

muss ins „Einbürgerungsamt“,

bekommt einen Reisepass und darin

für jeden gefahrenen Trail einen

Visastempel. Das sorgt für Belohnung

(es gibt Goodies) und als positiven

Nebeneffekt für eine gewisse Lenkung

der Biker auf beide Talseiten. Wer alle

Trails bzw. Stempel hat, bekommt eine

Urkunde mit der Auszeichnung

„Jetz bisch a Dosiger.“

Es gibt in der Republik eine eigene

Hymne, ein eigenes Bier und einen

Nationalfeiertag, an dem die

Republikaner über Projekte und

neue Trails abstimmen.

2000 Biker waren im Vorjahr am

stärksten Tag gleichzeitig auf den

Trails. Süddeutschland ist das größte

Einzugsgebiet im D-A-CH-Raum, in

England wird auch geworben.

Die Zielregion geht von Norditalien

bis Norddeutschland, als Vision

bis Polen und Osteuropa.

steigend. Die von Hari Maier („Mountainbike-Kongress

Saalbach“) als Vision

stehenden 20 Prozent Anteil am

Sommertourismus sind in Sölden nicht

undenkbar. „Als Hotspot könnten wir

das sogar übertreffen“, vermutet Linser.

Als Marktpotenzial hat man in fünf,

sechs Jahren elf Millionen Euro Umsatz

als Ziel. „Die Zwischenschritte dorthin

haben wir übererfüllt.“

Bei den Marektingideen noch einmal

zurück zum Skisport: „Die Publicity des

Weltcupauftakts müssten wir fürs Biken

nutzen“, schießt es Linser durch den

Kopf. Eine verrückte Idee hat er mit Ted

Ligety bereits grob umrissen. Der US-

Skistar hat sich beschwert, dass er nach

dem Skirennen die Autokolonne und

den Stau runter vom Gletscher höchst

ärgerlich findet. Linser, rasch zu Stelle,

machte den Vorschlag, Ligety solle heuer

im Oktober nach dem Abschwingen im

Ziel nicht zum Auto hasten, sondern

sich lässig auf ein Mountainbike schmeißen

und parallel zur Blechlawine über

die MTB-Trails der Republic ins Tal

gleiten. Gelingt’s, wäre es ein super Marketing-Gag.

Ja, Sölden hat immer schon

ein wenig anders gedacht.

18 SPORTaktiv


NEVER STOP

EXPLORING.

PROWLER

SONIC 12

KTM-BIKES.AT

SPORTaktiv

19


20 SPORTaktiv


ZWISCHEN

BERGEN UND

PUMPTRACK

Eingebettet zwischen Nationalpark

Hohe Tauern und Kitzbüheler

Alpen liegt die Region

Mittersill-Hollersbach-Stuhlfelden

– und dort erwartet dich das

pure Bikevergnügen. Mountainbiker

können aus rund 130

Touren im Nationalpark Hohe

Tauern wählen und als ideale

Steighilfe die Panoramabahn

Kitzbüheler Alpen in Anspruch

nehmen. An der Bergstation

Resterhöhe eröffnen sich idyllische

Almwege, über die man

auch in die Seitentäler gelangt.

Noch ein Tipp: Am 10. & 11.

Mai steht der neue Pumptrack

in der Pump’n’Skill Area in

Mittersill im Mittelpunkt. Beim

„Red Bull Pump Track World

Championship Qualifier“ kann

jeder ab 16 mitfighten. Oder

sich das neue Spektakel als

Zuschauer geben. Jede Menge

Partystimmung ist garantiert.

www.mittersill.info

Foto: Salzburger Land Tourismus

SPORTaktiv

21


Auch SCOTT ist heuer SPORTaktiv-Teamsponsor

und präsentiert

bei der Trophy-Bike- Messe

u.a. das neue Spark RC 900.

FAHR MIT UNS

DIE TROPHY

DIE SALZKAMMERGUT-

TROPHY VOM 12. BIS 14. JULI

VERWANDELT BAD GOISERN

WIEDER IN ÖSTERREICHS

MTB-MEKKA. SPORTAKTIV

SUCHT SCHON TRADITIONELL

WIEDER TEAMFAHRER!

Eine Besonderheit der Trophy ist die

„Slow-Motion-Teamwertung“: Es gilt als

Team eine möglichst große Kilometerzahl

zu schaffen. Gemeinsam mit 50 Lesern versuchen

wir, wie in den letzten Jahren auch heuer wieder

ganz vorne dabei zu sein – als „Dowe-SPORTaktiv-Team“.

Alle, die bei der Anmeldung unsere

Teamnummer „55“ angeben, sind automatisch

Teammitglieder.

ANMELDUNG

Sei mit uns dabei von

12. bis 14. Juli in

Bad Goisern!

www.trophy.at/

anmeldung

SPEZIAL-ANGEBOT

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Diesmal gibt es auch einen Hotelpartner,

der ein eigenes Paket mit

Sonderpreisen für Trophy-Fahrer

zusammenstellt. Das Narzissen Vital

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Übernachtungen inkl. Frühstücksbuffet,

Solebad, Sauna sowie Medical

Fitness ab € 245. Sonderpreis für

Begleitperson ohne Trophy-Startplatz:

€ 195 (pro Pers/DZ).

Anmeldung:

Narzissen Vital Resort Bad Aussee

Pötschenstraße 172

T. +43 36 22/553 00-200

E-Mail: hotel@vitalresort.at

www.vitalresort.at

Viele Goodies

Alle 50 Teamfahrer bekommen das

Dowe-Team-Trikot mit Trägerhose, den Syncros-Flaschenhalter

samt Multitool und das Xenofit-Paket

mit Gel, Tee und Trinkflasche. Die ersten

20 Anmeldungen bekommen zusätzlich den Thule-Bikerucksack.

Rasch anmelden unter:

www.trophy.at/anmeldung

Fotos: Marc Schwarz, Hersteller

22 SPORTaktiv


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23


LAURA STIGGER

GEBOREN AM 25. SEPTEMBER 2000

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HEIMATORT: HAIMING.

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MEISTERIN MTB, JUNIOREN-WELT-

MEISTERIN RENNRAD, 5 X EM-GOLD

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VEREIN: URC ÖTZTAL

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SPECIALIZED, ÖTZTAL

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1. ALBSTADT (GER), 17.–19. MAI

2. NOVE MESTO (CZE), 24.–26. MAI

3. VALLNORD (AND), 5. –7. JULI

4. LES GETS (FRA), 12.–14.JULI

5. VAL DI SOLE (ITA), 2.–4. AUGUST

6. LENZERHEIDE (SUI), 9.–11. AUGUST

7. SNOWSHOE (USA),

6.–8. SEPTEMBER

WELTMEISTERSCHAFT:

MONT-SAINTE-ANNE (CAN),

28. AUGUST–1. SEPTEMBER

24 SPORTaktiv


OLM

VOLLE

RELOADED

Foto: Red Bull Content Pool

DAS JAHR

DANACH. 2018

GEWANN LAURA

STIGGER VIEL

GOLD UND VIELE

HERZEN. HEUER

WIRD EIN

SCHWIERIGES

JAHR FÜR DIE

18-JÄHRIGE.

AUCH, WEIL

ZWISCHEN

WELTCUP UND WM

NOCH DIE SCHULE

AM PLAN STEHT.

VON CHRISTOPH HEIGL

Ö

sterreichs Radsensation des Vorjahres

heißt Laura. Laura Stigger.

Klingt wie ein Secret Agent

aus der neuesten Netflix-Crime-Serie,

ist aber ein fröhlicher Blondschopf aus

Haiming. Wenig topsecret ist sie Insidern

schon länger bekannt, denn bei der

Serie an Jugend-Europameisterschaften

in Stattegg bei Graz hatte die Tirolerin

ebenso serienhaften Erfolg und feierte

EM-Titel am Stück, vier Mal innerhalb

von vier Jahren. 2017 gewann Stigger

überhaupt jedes Rennen, inklusive Junioren-Weltmeisterschaft.

Ein Kunststück,

das sie 2018 wiederholte.

Dann kam allerdings der Knüller: Die

Mountainbikerin wurde überraschend

vom Verband für die Rennrad-WM in

Tirol nominiert, spielte ihre Klasse auch

auf den dünnen Reifen aus und fuhr im

erst zweiten Straßenrennen ihrer Karriere

zum Weltmeistertitel bei den Juniorinnen.

Quasi als Dessert: Silber bei den

olympischen Jugendspielen. Logische

und verdiente Folge: Österreichs Radsportlerin

des Jahres!

„Olm volle“ ist Lauras Motto im

Sport, Ötztaler Dialekt und in ihrer

Diktion so etwas wie „immer Vollgas“.

Dabei muss die 18-Jährige mit ihrer

Energie gut haushalten. Rennen rund

um den Erdball, Zeit für Training und

SPORTaktiv

25


Olm volle. Das erste

Bikerennen in Verona

endete gleich wieder

mit einem Sieg von

Laura Stigger.

Regeneration, Medientermine,

Sponsorenverpflichtungen – in den

letzten Monaten ist viel auf die junge

Tirolerin eingeprasselt. „Der Trubel

war speziell im Herbst nach der

Heim-WM sehr groß, aber ich hab

alles genossen“, erzählt sie tapfer.

Anders als echte Vollprofis hat die

junge Weltmeisterin aber auch einen

„Beruf“. Sie ist Schülerin im Sportgymnasium,

besucht im fünfjährigen

Zweig die vierte Klasse und muss

sich neben Flugplänen, Course Preview

und Siegerehrungen auch mit

Mathe, Bio und Geo beschäftigen.

„Bis jetzt ist sich das ganz gut ausgegangen“,

lächelt Stigger. „Bis zur Matura

im nächsten Jahr ist die Schule

schon sehr wichtig.“

Auf dem Weg zur Profikarriere

hat sie viele Begleiter. Lauras Eltern

Helene und Jochen sind sehr dahinter,

ihr Trainer Rupert Scheiber natürlich

auch, und um Medien- und

PR-Angelegenheiten kümmert sich

Peter Leitner. Dass dabei behutsam

entschieden wird, beweisen diese

Zeilen: Die für SPORTaktiv geplante

Homestory mit Bikeausfahrt musste

leider gestrichen werden. Schule,

Training und Wettkampf hatten Vorrang.

Wir sagen: Schade, aber wohl

eine gute Entscheidung im Sinne der

jungen Sportlerin.

Bike & Rennrad

Welche Tipps sie für unsere Leser

hat, hat sie dann genauso am Telefon

erklärt (siehe Infobox), wie ihre Liebe

zum Biken. „Am liebsten fahre ich

technisch schwierige und steile Trails,

dort liegen meine Stärken.“ Rund

um Haiming kann sie sich genauso

austoben wie in der Bike Republic in

Sölden. Zwischendurch wechselt sie

auch aufs Rennrad, mit dem sie ihre

Grundlageneinheiten bestreitet. Bike

oder Rennrad? „Mir taugt beides, am

Rennrad ist halt der Speed lässig.“

Straßenrennen stehen heuer vorerst

aber keine am Plan.

Mit neuem Vertrag beim Top-

Team Specialized in der Tasche

begann die Wettkampfsaison, wie

die vorige endete: mit einem Sieg,

und zwar beim Verona MTB International

in Italien – olm volle! Mitte

Mai beginnt dann die Weltcupsaison

und da hat Stigger eine gewaltige

Herausforderung. „Ich starte heuer

erstmals in der U23-Kategorie, die

Konkurrentinnen sind also bis zu

vier Jahre älter. Ich schaue, dass ich

so viele Punkte wie möglich für

die Weltrang liste sammle.“ Dazu

kommen jetzt die extrem schwierigen

Worldcup-Kurse, über die z. B.

auch die Herrenelite rund um Nino

Schurter, Matthieu van der Poel und

Co. brettert. Die Ziele steckt sich

Stigger im Premierenjahr noch nicht

so hoch. Es bleiben schließlich noch

genügend Saisonen für olm volle.

Fotos: Ernst Lorenzi

26 SPORTaktiv


TIPPS DER JUNGEN

WELTMEISTERIN

PERSKINDOL

MASSAGE

AUSRÜSTUNG

NIE OHNE HELM UND HANDSCHUHE FAH-

REN! ES KANN BEIM MOUNTAINBIKEN ZU

STÜRZEN KOMMEN. DANN IST DER HELM

DER EINZIG WIRKSAME SCHUTZ GEGEN

KOPFVERLETZUNGEN. DIE HANDSCHUHE

VERBESSERN DEN HALT AM LENKER UND

KÖNNEN AUCH GROBE ABSCHÜRFUNGEN

VERHINDERN, FALLS EIN STURZ PASSIERT.


ES IST

WICHTIG,

SICH

LANGSAM

AN DEN

SPORT

HERAN­

ZUTASTEN.


SATTELHÖHE

DER SATTEL SOLLTE CIRCA AUF HÜFTHÖHE

GESTELLT SEIN. DAS IST DIE IDEALE POSI-

TION, UM DIE KRAFT AUF DIE PEDALE ZU

ÜBERTRAGEN. AUSSERDEM SCHÜTZT DIESE

POSITION VOR FEHLBELASTUNGEN.

KOORDINATION

UM SEIN MOUNTAINBIKE GUT ZU

BEHERRSCHEN, SIND LAUFENDE KOORDI-

NATIONSÜBUNGEN EMPFEHLENSWERT.

DANN VERLIERT MAN IN DER EINEN ODER

ANDERN SCHWIERIGEN SITUATION NICHT

SO SCHNELL DIE BALANCE.

BREMSEN

WENN MÖGLICH, SOLLTE DIE BREMSE NUR

MIT EINEM FINGER BETÄTIGT WERDEN.

KLINGT ANFANGS VIELLEICHT SCHWIERIG,

IST BEI ENTSPRECHENDER ÜBUNG ABER

RELATIV PROBLEMLOS UMZUSETZEN.

MOUNTAINBIKE

WER LÄNGERE TOUREN PLANT, SOLLTE IM

VORFELD AUF ALLE FÄLLE SEIN BIKE AUF

DIE TECHNISCHE TAUGLICHKEIT PRÜ-

FEN LASSEN. DENN ES KÖNNEN SCHON

KLEINIGKEITEN DAZU FÜHREN, DASS DIE

STUNDENLANGE AUSFAHRT NICHT ZUM

ERHOFFTEN VERGNÜGEN WIRD.

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SPORTaktiv

27


BIKEN MIT

CAPTAIN

FUTURE?

RADFAHREN? WIE RETRO.

2019 FINDET BIKING 4.0

STATT. JETZT HABEN AUCH

SATTELSTÜTZEN EINEN

AKKU UND MAN FRAGT SICH,

WIE MAN FRÜHER OHNE

DIESEN SCHNICKSCHNACK

ÜBERHAUPT BIKEN KONNTE.

VON CHRISTOPH HEIGL

28 SPORTaktiv


Foto: Haibike

Bitte Update abwarten. Pairing Status.

Nehmen Sie Platz im Cockpit, Ihr Bike

hebt gleich ab. So beginnt beim Biker

der Moderne die Activity, die man früher

Radfahren nannte. Aufsteigen und losfahren?

Auf welchem Planeten leben Sie?

Der rechte Schalthebel sucht via Funkprotokoll

das hintere Schaltwerk, der linke

Schalthebel gleichzeitig die Datenverbindung

zur versenkbaren Sattelstütze. Blink,

blink, grünes Licht. Kabel gibt es keine

mehr, nur die Scheibenbremsen werden

noch old school angesteuert. In der Zwischenzeit

hat sich der Crash-Notfallsender

am Helm mit dem Handy verbunden.

Überhaupt leistet der Minicomputer vulgo

Telefon gerade Akkordarbeit, denn das

Handy macht das Akku-Status-Update

am Elektroantrieb (samt Drehmomentanpassung

laut Nutzerprofil), verbindet

sich mit dem voll personalisierbaren LED-

Licht am Lenker, checkt, ob die Sensoren

in der Smartbottle, früher Trinkflasche,

genügend Elektrolytgetränk für die Tour

entdecken und prüft per Bluetooth-Ventil

den Luftdruck in den Reifen. Gut, dass

sich wenigstens das LCD-Display der

Brille selbst nach der Lichtstärke justiert.

Ach ja, gewünschte GPS-Route und

emotionaler Befindlichkeitsstatus (Smiley,

Bizeps, Wutbirn) werden noch ins Smartphone

gewischt. Losfahren. Halt! Der

Bikecomputer synct sich gerade mit dem

Powermeter in der Kurbel und der Brustgurt

mit der Sportwatch. Ein Frühstart

wäre jetzt fatal, Watt- und Pulswerte wären

später nicht korrekt auf Strava hochladbar.

Katastrophe, alles umsonst.

Keine Sorge, die ganzen Prozesse laufen

alle innerhalb von Sekunden ab. Viele Biker

sind trotzdem schon schweißgebadet,

zittern beim Gedanken, dass einer der 14

Akkus während der Hausrunde versagt,

und gehen erschöpft duschen. Wagemutige

stellen sich dem Daten- und Sync-Dschungel

und starten in ihre Trailrunde.

Zugegeben, ein bissl haben wir bei obigem

Szenario übertrieben. Aber erfunden

ist rein gar nichts. Im Folgenden die News

für den Massenmarkt:

Innovation

Das größte Hallo gab es, als der US-Komponentenriese

Sram seine neue Premium-Schaltgruppe

AXS („Access“, sprich:

äxäs) vorstellte. Bei Rennrädern gibt es

dieses kabellose Schalten via Funkprotokoll

schon seit drei Jahren, jetzt kriegen

auch Biker zwei Schaltgruppen auf Basis

der 12-fach-Eagle. Schalthebel (mit CR-

2032-Batterie) und Schaltwerk (mit Akku,

der 20 Stunden halten soll) sprechen über

Funk miteinander. Schaltvorgänge und

Kassettengrößen kann man – ja! – via

App am Handy konfigurieren. Der linke

„Schalthebel“, bei Einfach-Antrieben ja

arbeitslos, bedient die AXS-Reverb-Sattelstütze

(mit Akku) von Tochterfirma

RockShox und ist vielmehr „Controller“

als Schalthebel, denn man kann den Tasten

per App unterschiedliche Funktionen

zuordnen. Mit AXS fallen viele Kabel weg,

was Rahmenbauer, Schrauber und generell

Freunde cleaner Optik erfreut. Kosten?

„Sauteuer“, schreien Kritiker, „Premiumklasse“,

sagt Sram. Laut ersten Tests

schaltet die knapp 2000 Euro teure Schaltung

schneller, präziser und selbst unter

SPORTaktiv

29


Volllast. Die größte Entwicklung seit Erfindung

der Index-Schaltung Ende der 80er-Jahre, jubeln

erste Tester. Konkurrent Shimano ist aktuell einen

Schritt hinten, bringt immerhin bei der neuen

XTR die erste Zwölffach-Gruppe. Rotors hydraulische

13-fach-Schaltung wird wohl ein Nischenprodukt

bleiben.

Integration

Wie bei den Kabeln, die ganz verschwinden oder

im Lenker/Vorbau versteckt werden, zieht sich

das Thema Integration vor allem über die E-Bikes

hinweg. Wie das die Testsieger und preisgekrönten

State-of-the-Art-Bikes von Specialized und

Haibike lösen, steht im Artikel rechts. Und so wie

die Entwicklungsabteilungen brummen, ist das

noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Geometrietrend

Was sich in den letzten Jahren abgezeichnet hat,

setzt sich fort. Die Bikes werden in der Regel

größer, länger, infolgedessen leider aber auch

,,SAUTEUER ODER

PREMIUM? NEUE TECHNIK

ZIEHT ZUNÄCHST

HOHE PREISE NACH SICH.“

schwerer. 29 Zoll große Laufräder sind fast überall die

Regel (Ausnahme Enduro, E-MTB), durch die längere,

flachere Geometrie der Bikes werden sie im Gelände

noch tauglicher und für Anfänger sicherer. Radikale

Konzepte von innovativen kleinen Marken wie Pole

aus Finnland, Mondraker oder Nicolai aus Deutschland

(extrem flache Lenkwinkel, extrem steile Sitzwinkel)

befeuern den Trend auch im Mainstream. Bei findigen

Herstellern wie Scott, Canyon oder Cannondale

lassen sich Dämpfer und damit Geometrie während

der Fahrt für bergauf und bergab optimieren.

Generell gilt, die Innovationen bei Schaltung, Federung

und Laufrädern ziehen zunächst sehr, sehr hohe

Preise nach sich. Die AXS-Sattelstütze allein kostet

800 Euro.Trost für den Kunden: Später rutschen die

Neuheiten in die günstigeren Preiskategorien des Massenmarktes

und werden für Normalsterbliche leistbar.

Wie viel Geld man ausgeben sollte, um seine Bike-Bedürfnisse

zu decken, findet man in unserer Kaufberatung

ab Seite 34.

DAS KANN

EIN E-MTB

IM JAHR 2019

Bei der E-Bike-Entwicklung wird momentan

das meiste Geld investiert. Aus den

Fabrikstoren rollen am anderen Ende preisgekrönte

Räder wie das XDURO AllMtn 8.0 von

Haibike, der vielfache Testsieger Specialized

Levo und Flyers Uproc-Serie. Haibike setzt auf

den bärenstarken Motor von TQ (120 Nm!)

mit Pinring-Getriebe und Spezialkettenblatt,

ein Display mit vier Screens und einen 630

Wh-Akku. Der Speed-Sensor am Hinterrad

misst die aktuelle Geschwindigkeit 18 Mal (!)

pro Radumdrehung. Mit dem eConnect-System

(Bluetooth, SIM-Karte, GPS) werden

absolute Vernetzung und smarte Funktionen

möglich – ein Technologie-Wunderwerk, das

selbst das Frontlicht und zwei Rücklichter (in

den Sitzstreben) integriert. „Ein Highlight“,

weiß der Tiroler E-MTB-Experte Christoph

Malin, „aber das Bike polarisiert auch.“ Er

spricht sich übrigens für noch stärkere Motoren

aus. „Beim Guiding machen wir genug

Erfahrung mit Einsteigern und Urlaubern, die

selbst nicht einmal 60 Watt treten und 200

Höhenmeter nur mit fünf Pausen schaffen.

Wir brauchen noch stärkere Antriebe, um Kettenrauchern,

Älteren und Reha-Patienten das

E-Bike schmackhaft zu machen“, sagt er. „Aber

ich weiß auch, dass jetzt schon viele schreien,

das E-MTB sei zu stark.“

In Sachen Handling stellt das Specialized

Levo die Benchmark. Das radikal reduzierte

Design verzichtet komplett auf Displays.

Schaltknopf und Akkuanzeige findet man

formschön und minimalistisch-dezent im

30 SPORTaktiv


Fotos: Simplon, Sram

Oberrohr. Das Geheimnis des Levo-Erfolges:

Es fährt sich wie ein normales

Mountainbike. Entgegen dem

E-MTB-Standard von 27,5 Zoll rollt

das Levo auf 29ern, Haibike kombiniert

29er vorne (2,5 Zoll breit) mit einem

2,8 breiten 27,5-Reifen hinten – auch

für Malin eine Ideallösung. Die Top-Bikes

sind allerdings teuer (7000 bis

12.000 Euro) und nach wie vor schwer.

Mit dem interessanten Konzept weniger

Gewicht, weniger Leistung und

weniger Akku schicken die Franzosen

von Lapierre ihr eZesty ins Rennen. Das

Bike kann man ohne Motor mit 15,6

kg fahren (knapp über normalem Enduro-Niveau),

mit dem Fazua-Antrieb

kommt es auf nur 18,4 kg. „Es ist deutlich

schwächer. Mit normalen E-MTBs

wird man nicht mithalten“, schätzt Malin.

„Ich erwarte sowieso, dass sich das

E-Segment aufspalten wird: in bewusst

schwächere E-Bikes, in ganz starke E-

Bikes und zusätzlich werden die E-Gravelbikes

als nächster Trend kommen.“

Moderne Displays bieten alle Fahrdaten

samt Restreichweite, Wattanzeige,

selbst Navi-Funktionen und Karten. Bei

bestimmter Kilometerleistung ruft eine

Service-Warnung zum Besuch der Werkstatt.

Was Malin sich noch wünscht:

„Zum einen bessere Bergübersetzungen

Funky. Die größten Innovationen gibt

es heuer bei E-Bikes und der neuen

Sram-Schaltung, die völlig ohne

Schaltkabel und nur mit einer Schaltwippe

(oben im Bild) auskommt.

für uns in den Alpen, 11-42er-Kassetten

sind da einfach zu wenig. Und

bei den Scheibenbremsen braucht

es am E-MTB vorne in Zukunft

230er-Bremsscheiben. Mit Anhänger

oder Kindern kommt man schnell auf

140 kg Gesamtgewicht.“ Seine Prognose:

„Schon auf der Eurobike wird man

für 2020 neue Ideen finden.“

SPORTaktiv

31


LEVO LEGT DIE

LATTE HOCH

RADIKAL REDUZIERT. WIE FÜHLT

SICH EIN SERIENTESTSIEGER AN?

DAS LEGENDÄRE SPECIALIZED

LEVO IM SPORTAKTIV-EINZELTEST.

VORWEG: DAS LEVO IST EINDEUTIG

MEHR ALS NUR EIN SEHR GUTES

E-BIKE.

SPECIALIZED LEVO EXPERT

Neuer FACT-9m-Carbon-Rahmen mit

Alu-Hinterbau, neuer Custom-Turbo-

2.1-Motor (von Brose) mit Rx-Trail-

Tune-Software, 700-Wh-Akku.

Dämpfer: RockShox Deluxe 150 mm

Gabel: RockShox Pike 150 mm

Sram Code R Bremsen, Schaltung

Sram X1 1 x 11, Laufräder: 29 x 2,6

Gewicht: 21,4 kg komplett mit

Pedalen, UVP € 8199,–

Da steht es also, das Levo von US-Gigant

Specialized. En masse heimsten

E-Mountainbikes dieser Serie bereits

Preise ein. Das Levo gilt als eines der

besten E-Bikes der Welt, wenn nicht

überhaupt als das beste – vor allem was

das Handling am Trail betrifft.

Aufregend anders am Levo ist die radikale

Reduzierung auf das Wesentliche.

Klar, Motor und Akku sind wie bei jedem

E-Bike an Bord, aber die Schlichtheit

des Cockpits begeistert. Kein klobiges

Display stört das Auge und lenkt

den Biker mit Navi-Funktion, Kalorienanzeige

und Restreichweite ab. Das

Levo hat gar kein Display, zumindest

nicht am Lenker. Dezent am Oberrohr

verbirgt sich der Einschaltknopf, eine

blaue 10-fach-LED als Akkuanzeige und

die kleine Power-LED – alles zusammen

so groß wie ein kleiner Finger. So elegant

stand noch kein E-Mountainbike

da. Ein ebenfalls auf das Wesentliche

(nämlich + und -) reduzierter Taster liegt

am Lenker in Daumenweite. Wenn wir

schon dabei sind: Genial ist das integrierte

Multitool im Gabelschaft.

Das Wichtigste: the Ride. Wie jedes

Specialized sitzt auch das Levo wie auf

den Leib geschneidert. Und es offenbart

sich sofort, warum dieses Bike Testsiege

einfährt. Es ist – unabhängig vom elektrischen

Antrieb – ein extrem stimmiges

Mountainbike. 66 Grad Lenkwinkel

und 150 mm Federweg sorgen für Ruhe

an der Front, die 29-Zoll-Laufräder mit

den hauseigenen 2,6er-Butcher-Reifen

generieren sagenhaften Grip. Das Bike

dampft wie ein Bügeleisen über schwierige

Trails. Bremsen, Sattel, Lenker – alles

tiptop. Und natürlich auch der Motor,

eine Brose-Entwicklung, der in drei

Stufen vollen Schub garantiert, der 700

Wh große Akku hat genug Puste.

Yes, dear Specialized, es ist Jammern

auf höchstem Niveau, aber wenn wir

uns was wünschen dürften, hätten wir

gerne für schwierige Uphills eine leichtere

Übersetzung als Srams Elffach mit

11-42er-Kassette und 32-42 als leichtestem

Gang. Sonst? Die Latte liegt hoch.

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

32 SPORTaktiv


3 oder 4 Etappen

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bis zu 6.250 Höhenmeter

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33


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34 SPORTaktiv


HERR THOMAS

SUCHT DAS GLÜCK

ALLMOUNTAIN, REACH

UND ENDURO. KEINE

AHNUNG, WAS DAS IST?

UND WIE SOLLST DU DANN

ZUM RICHTIGEN BIKE

KOMMEN? 9 FRAGEN RUND

UM DEN BIKEKAUF.

VON CHRISTOPH HEIGL

FOTOS: THOMAS POLZER

Hallo. Mein Name ist Thomas und

ich habe ein Problem.“ So beginnt

keine Beichte einer großen

Schwäche, sondern die Story einer großen

Leidenschaft. „Ich würde mir gerne

ein neues Mountainbike kaufen, aber

ich habe keinen blassen Schimmer, was

Tour, Trail oder Enduro ist. Wo soll ich

beginnen?“ Dem Manne kann geholfen

werden. SPORTaktiv und die personifizierten

Antworten bei vielen Fragen

rund ums Thema Kaufberatung. Vielleicht

bist du genau wie unser Thomas?

Oder vielleicht biegst du bei einer der

Fragen anders ab. Auf jeden Fall solltest

du mit dem Bikeguide in der Hand und

diesem Fragenkatalog deinem Traumbike

ein Stück näher kommen

Noch kurz zur Person: Thomas ist 43,

sportlich, verfolgt das Thema Mountainbike

aber so wie wohl 99 Prozent der

Menschheit nur am Rande. Zu Hause

hat er ein Rennrad, ein Triathlonrad –

und sein KTM-Bike, ein in die Jahre

gekommenes 26-Zoll-Hardtail. „Das

ist superrobust, ich war superzufrieden,

aber es ist steinalt.“ Um seiner Radliebe

und dem Fitnessgedanken wieder mehr

zu frönen, soll ein neues Bike her.

1. Frage: E-Bike oder Normalbike?

„Zuerst war die Idee da, selbst ein

E-Bike zu bauen“, schmunzelt der

gelernte Elektroniker und Softwarentwickler.

Als Technikbegeisterter hatte er

schnell zwei Freunde in den Plan eingeweiht,

„ein superstarkes Fungerät“ mit

einem B-Ware-Rahmen aufzubauen. Mit

ordentlich Leistung und großem Akku.

Ein klärendes Gespräch mit seiner Frau

ergab: kein E-Bike. Thomas: „Ich will

Sport betreiben, fit bleiben und ein, zwei

Kilo loswerden.“ Antwort: Normalbike.

2. Frage: Hardtail oder Fully?

„Früher war ich mehr aufs Bergauffahren

aus“, erzählt der Steirer, der noch nie

ein Full-Suspension besessen hat. „Jetzt

gibt es eine bessere, ausgereifte Technik.

Ein Fully ist nicht mehr so schwer wie

früher und der Fun-Faktor ist ein ganz

anderer, denke ich mir.“ Antwort: Fully.

3. Frage: Soll es neu sein oder darf

es ein gutes Gebrauchtes sein?

„Wenn ich gutes Geld investiere, soll

das Rad topaktuell sein“, sagt Thomas.

Dass einzig und allein der Schriftzug

am Schaltwerk nicht mehr so ein Kriterium

ist wie früher („LX, DX, XT oder

XTR?“), erstaunt ihn. Egal, ob Schaltgruppen

von Shimano oder Sram, 1 x

12 oder 2 x 11, sie funktionieren alle

perfekt, Unterschiede kaum feststellbar.

4. Frage: Wird es als Erstbike verwendet?

Oder zur Ergänzung als

Zweitbike, Drittbike, Viertbike?

„Der Trend geht zum Viertbike“, witzeln

jene, die schon drei Bikes besitzen und

sich, um die Sammlung zu vervollständigen,

ein Fatbike, Enduro, Hardtail,

Gravelbike oder einen Downhiller kaufen.

Das sind Produkte, die im richtigen

Umfeld Sinn machen. Wird ein Rad als

One-for-all-Bike verwendet, sollte es

aber ein Allrounder mit vielen Talenten

sein. Das weiß auch Thomas: „Ich fahre

wahrscheinlich keine Rennen und suche

einen Allrounder.“ Antwort: Erstbike.

SPORTaktiv

35


WELLNESS

FÜR DIE

KETTE

Der Vorteil beim

Kauf eines Bikes

im Bikeshop:

Experten wie

Andreas Ertl

(rechts, Radaktiv

Graz) können auf

die Bedürfnisse

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4-fach exzellent. Es löst Schmutz,

reinigt die Kette, schmiert und

schützt sie. Schmutz, Verharzungen

haben keine Chance, auch nicht in

engsten Passungen wie Ketteninnenlagern

bzw. -triebbuchsen. Beide

Fluids bilden einen nicht klebenden

Schmierfilm, der ein übermäßiges

Verschmutzen im Ketteninneren

verhindert, sie können direkt nach

der Bike-Wäsche verwendet werden

und sind dank Pinsel einfach und

ohne Sprühnebel anzuwenden. Das

106 Plus reinigt und schmiert ebenfalls

in einem Arbeitsgang und ist

neben dem MTB auch für E-Bikes

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5. Frage: Race-Fully? Touren-Fully?

Trailfully? Enduro?

Thomas stockt. Die Begriffe sagen ihm

gar nichts. Dazu muss man auch überlegen,

in welchem Gelände man das

Bike vorrangig nutzen will. Isar-Trails

in München? Innsbrucker Nordkette?

Oststeirisches Hügelland? Saalbach?

„Ich will ein superlässiges Fully. In der

Tendenz soll es eher leicht als robust

und auch bergauf super sein.“ Federwege

um 120 bis 130 mm sowie sperrbare

Federelemente sind ein Thema.

Als Zielgewicht kreisen wir 11,5 bis 13

kg ein. Antwort: Wir suchen irgendwas

zwischen vielseitigem Race-Fully

und uphill-starkem Tourenbike.

6. Frage: 29 Zoll oder 27,5 Zoll?

„Mir wäre recht, wenn das Bike

technisch nicht gleich wieder aus der

Mode ist. Wobei ich nicht auf Look

stehe, ich bin als Techniker praktisch

veranlagt.“ Der Trend geht in fast allen

Kategorien zu 29-Zoll-Laufrädern,

Thomas lässt diese Frage offen, bei seiner

Körpergröße (176 cm) fährt er mit

27,5 Zoll genauso gut. Wäre Thomas

noch größer, müsste man ihm 29 Zoll

nachdrücklich ans Herz legen. Antwort:

offen, Tendenz zum 29er.

7. Frage: Es wird ernst. Internetkauf

oder Händler vor Ort?

Dazu hat Thomas eine klare Meinung.

„Wenn ich die Wahl habe, kaufe ich

vor Ort. Jeder Händler, jeder Shop

hat großen Wert für die Region.“ Dass

Internetmarken und Versender ohne

Händlernetz günstigere Preise anbieten,

leuchtet ihm ein. „Aber erstens

will ich vor dem Kauf auf dem Bike

sitzen und zweitens ist mir Bike-Shoppen

im Internet nicht sympathisch.“

Antwort: Händler.

8. Gibt es eine Marke der Wahl?

Es gibt Biker mit Vorlieben für bestimmte

Marken. Die sind heilig. Das

Konkurrenzprodukt XY kommt nie in

Frage. Thomas ist pragmatisch: „Die

Marke ist mir egal.“ Antwort: nein.

9. Die Millionenfrage: Wie hoch ist

das Budget?

Eine der Kernfragen, ganz am Schluss.

Dass mehr Euros weniger Kilos und

im Regelfall ein besseres Bike ermöglichen,

muss leider vorausgesetzt

werden. Dennoch finden sich auch in

unteren und mittleren Preiskategorien

Schmankerl. Im Internet auf „% Sale“

zu klicken, hilft auch beim Kalkulieren.

Als kleine Faustregel: Hardtails

machen ab 1000 Euro im Gelände

Spaß, Touren-Fullys ab etwa 1500

Euro und Enduros ab 2000. Bis 5000,

6000 Euro werden Bikes tatsächlich

noch besser, alles darüber ist entweder

echte Exklusivität, Liebhaberei oder

ein High-End-E-Bike. Klar aber: Ein

10.000-Euro-Bike ist nicht doppelt so

gut wie ein 5000-Euro-Bike.

Thomas hat 2500 Euro als Richtwert

angegeben („absolute Schmerzgrenze

sind 3000“), damit findet er garantiert

sein Traumbike. Seine Wahl ist mittlerweile

auf zwei Bikes eingegrenzt (Trek

Fuel und Orbea Occam). Er ist eifrig

am Testen. Entscheidung demnächst!

Fotos: Thomas Polzer, Canyon

36 SPORTaktiv


DER PREISVERGLEICH: EIN BLICK ZU CANYON

Der Direktversender aus Koblenz (D) ist

der Branchenprimus im Online-Versand,

räumt nicht nur regelmäßig die Preis-Leistungs-Tipps

ab, sondern ist mit seinem 40

Personen starken Entwicklerteam auch bei

den Innovationen im Spitzenbereich. „Die

Ersparnis ohne Händlernetz fließt bei uns in

Entwicklung, Kommunikation und Produktinnovation“,

erklärt Kommunikationsmanager

Thorsten Lewandowski.

Wir haben uns für einen Vergleich angeschaut:

Was liefert das Tourenfully Neuron

mit 130 mm Federweg um 1599 Euro (AL

6.0), um 3199 Euro (CF 9.0) und um 4999 Euro

(CF 9.0 Limited)? Wo macht der Preis einen

echten Unterschied?

Das günstigste Neuron AL setzt auf einen

Alurahmen, die zwei teureren auf Carbon.

„Natürlich macht das einen Gewichtsunterschied

aus“, so Lewandowski. „Doch

entscheidender verändert sich die Bike-

Performance an anderen Stellen. Und nicht

immer ist das teurere Bike für den Kunden

auch das bessere.“ Gabel und Dämpfer

sprechen in den teureren Versionen feiner

an, punkten vor allem mit größerer

Haltbarkeit. Wenig Unterschiede gibt es

bei den Schaltgruppen, SLX bis XTR oder

Eagle funktionieren durch die Bank höchst

zuverlässig. Entscheidender für Preis und

Fahrverhalten (Gewicht) sind die Laufräder.

„Deshalb verbauen wir nur wirklich gute

Laufräder. Zwischen dem Mavic-Laufrad

und den DT-Swiss-Topmodellen liegen bei

Gewicht und Nabenlanglebigkeit aber doch

spürbare Performanceverbesserungen.“

Bei Cockpit, Sätteln und Stützen halten die

Eigenmarken Iridium den Preis niedrig, die

Performance bleibt top.

Fazit: Elf Modelle gibt es vom Neuron von

1599,– bis 5599,–. Den größten Unterschied

machen Laufräder und die Qualität der Federung.

Das CF 9.0 Limited kostet 3 x so viel

wie das AL 6.0 und wiegt 2,2 kg weniger.

NEURON AL 6.0

Der Einstieg in die

Neuron-Liga: Alurahmen,

RockShox Recon RL, Fox

Float DPS, SLX/XT,

Mavic/Shimano/

Schwalbe Nobby Nic,

14,40 kg, € 1599,-

NEURON CF 9.0

Ein Modell aus der

preislichen Mittelklasse:

Carbonrahmen, Fox 34

Performance, Fox Float

DPS, XT, DT Swiss XM

1501/Maxxis Forekaster,

13,20 kg, € 3199,–

Ist deIn rad noch Im

wInterschlaf, oder

schon ready to bIke?

NEURON CF 9.0

LIMITED

Das zweitteuerste Neuron

(Unlimited um 5599,–):

Carbonrahmen, Fox 34

Factory, Fox Float DPS

Factory, X01 Eagle, Sram

Code RSC, DT Swiss XMC

1200/Maxxis Forecaster,

12,20 kg, € 4999,–

WERKZEUGtaschE

compact kit / BtL-117

SPORTaktiv

37


SAALBACH HINTERGLEMM

WILLKOMMEN IM

HOME OF LÄSSIG!

Auf 1003 m Seehöhe inmitten des

Salzburger Landes liegt Saalbach

Hinterglemm, die wohl lässigste

Bikeregion der Alpen.

Auf der Suche nach gemütlichen

Touren, genussvollen eBike-Routen

und flowigen Trails? Oder

doch lieber fordernden Marathonstrecken?

Egal, für welche Mountainbike

Disziplin dein Herz schlägt: Saalbach

Hinterglemm bietet mit 400 Kilometern

markierten Wegen, Strecken und Trails

die perfekte Mischung für jedermann.

Adrenalin und Suchtpotenzial bieten

die zahlreichen Singletrails und Downhill-Tracks.

Mit vier Seilbahnen mit

Biketransport und dem benachbarten

Bikepark Leogang lässt sich eine Woche

Bikeurlaub locker füllen.

eMTB – geladenes Vergnügen

Spannung auf dem Bike bietet die Region

ohnehin. Mit dem eMTB-Boom

wird dieser Spannung aber gleich eine

ganz andere Bedeutung zugeschrieben.

Die Ladestationen am Berg sind einsatzbereit,

die Verleihshops haben ihren

Bestand aufgestockt und alle Mountainbikewege

und Trails sind natürlich auch

für eBiker uneingeschränkt befahrbar.

Eigens ausgewiesene eBike-Strecken sind

lediglich Tourentipps, die besonders für

eMountainbiker geeignet sind. Einkehren,

aufladen und weiterradeln lautet

die Devise, wenn man sein Bike bequem

auf einer Hütte wieder auflädt, während

man eine kurze Erholungspause einlegt.

Die BIG-5 Bike Challenge...

vereint fünf Seilbahnen und fünf Berge

rund um Saalbach Hinterglemm und

Leogang zu einer großen XXL-Tour, um

das absolute Maximum an Vergnügen an

einem Tag erleben zu können. Die Tour

bietet die perfekte Chance, die Schönheit

der Bergwelt rund um Saalbach Hinterglemm

zu erleben und seine eigene

Ausdauer zu messen. Um die Kräfte zu

schonen, können bei der Challenge immer

wieder die Seilbahnen für den komfortablen

Aufstieg zu Hilfe genommen

werden. Wer aber noch zusätzliche Höhenmeter

abstauben möchte, dem steht

es natürlich auf dieser Tour frei, auf die

Bergbahn zu verzichten und seinen Lieblingsberg

aus eigener Kraft zu erklimmen.

Aber aufgepasst: Für die gesamte Runde

benötigt man, auch unter Zuhilfenahme

der fünf Seilbahnen, annähernd einen

vollen Tag. Am Ende des Tages zählt

nicht nur die Befahrung aller fünf Berge,

sondern es zählen auch die zusätzlich bewältigten

Höhenmeter.

In Saalbach Hinterglemm mit Leogang

als Nachbar findet man keinen klassischen

Bikepark. Man findet Mountainbike-Glück

vom Feinsten! Fünf Berge,

die unterschiedlichstes Terrain bieten, dazugehörige

Seilbahnen mit Biketransport,

und das alles inmitten einer traumhaften

Bergkulisse, machen das Gebiet zu einem

einzigarten Bike-Erlebnis.

Fotos: ©saalbach.com, Nathan Hughes, Daniel Roos,

Klemens König, Tom Bause

38 SPORTaktiv


MEHR INFOS

über die Region,

Unterkunftsmöglichkeiten

sowie weitere Attraktionen

www.saalbach.com

Fünf gute Gründe für Saalbachund

Glemmride-Neulinge, warum

ihr spätestens dieses Jahr

unbedingt dabei sein solltet:

1. Der FMB-Gold-Slopestyle ist in

seiner Art einzigartig

2. Die Partys sind legendär

3. Speed und Adrenalin beim Specialized

Rookies Cup presented by IXS

4. Das Herzstück des Festivals:

die Expo-Area

5. Lässigste Bikeregion Österreichs

„HIGH FIVE!“

BEIM GLEMMRIDE-

FESTIVAL

5 Tage, 5 Partys, 5 Gründe

Das GlemmRide-Bike-Festival feiert

Fünfjähriges und lädt mit einem Tag

Verlängerung wieder zum internationalen

Bike- und Party Gathering

im SalzburgerLand. Von 3. bis 7.

Juli wird der Mountainbike-Hotspot

der Alpen wieder zum Sammelplatz

für Hobbybiker, Szene-Promis und

Slopestyle-Stars.

BERGWEISE EVENTS

Die Veranstaltungen in einer der lässigsten

Urlaubsdestination der Alpen

sind stets Highlights, die Action, Spannung

und große Emotionen versprechen.

Auf einen Blick die wichtigsten

Veranstaltungen der Bikesaison 2019:

GLEMMRIDE BIKE FESTIVAL

3.–7. Juli

LAKE OF CHARITY

26.–28. Juli

WORLD GAMES OF

MOUNTAINBIKING

5.–8. September

SPORTaktiv

39


1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

40 SPORTaktiv


4. LADY-BIKES 5. TOUREN-E-MTB

6. ENDURO E-MTB

VOM DRAHTESEL

ZUM RENNPFERD

Die Einstiegsliga und gleichzeitig die Abrundung in der

Königsklasse: Das klassische Hardtail startet den Reigen der

sechs Kategorien in unserer Übersicht. Das Hardtail deckt den

Grundbedarf des Bikers ab, ermöglicht – zumindest grundsätzlich

– günstige Preise und lässt sich ab etwa 700 bis 1000 Euro

vernünftig im Gelände bewegen. Diese Drahtesel haben allerdings

noch rund 13 kg. Mittelklasse etwa von 2000 bis 3500

Euro. Luxus-Hardtails sind prädestiniert für Rennstrecken, als

puristische Kunstwerke auch Sammelobjekt für Freaks, kosten

aber gut und gerne 5000 Euro und mehr. Edelrenner wie das

Simplon Razorblade, das Specialized Epic und das Canyon

Exceed bieten Rahmengewichte von knapp 880 Gramm und Gesamtpakete

um die 8,5 kg – fast so leicht wie Rennräder. Grundsätzlich

würden Hardtails für 80 Prozent aller Biker für Ausritte

auf Forststraßen und Waldwegen reichen. Die Faszination Fully

drängt es aber in die Kategorie der aussterbenden Spezies.

Wer auf mehr Komfort oder ruppigere Strecken steht, greift

zum vollgefederten Race-Fully. Für diese Maschinen ab 10

Kilogramm müssen allerdings schon andere Summen auf der

nach oben offenen Luxusskala hingeblättert werden. Superleichte

Carbonlaufräder, sperrbare Federelemente und elektronische

Dämpfer sind die Speerspitze der Entwicklung rund um

Worldcup, Olympia und Weltmeisterschaften.

BASICS

BAUART Hardtail (nur mit Federgabel) oder

Full-Suspension („Fully“)

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

Alu (billig) oder Carbon (teuer)

100 bis 120 mm, meist sperrbare

Federgabel

Bergauffahren, Steifigkeit,

gute, direkte Kraft übertragung

8,5 bis 13 kg

29 Zoll als Standard, 27,5 ganz selten

Schnelles, niedriges Profil,

Reifenbreiten um 2,2 Zoll etabliert

Foto: Centurion

SPORTaktiv

41


RACE MODE BIKES FÜR DEN STARTBLOCK: FÜR PROFIS,

HOBBYRACER UND DIE SCHNELLE JUGEND.

ERSTKLASSIGES HANDLING

HOCHWERTIGE RAHMEN-DETAILS

DT-SWISS-LAUFRÄDER

STEVENS SONORA RX

RAHMEN: Carbon SL HMF

LAUFRÄDER: 29 x 2,4

GABEL: Fox 32 Float Rhythm, 100 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle

BREMSEN: Shimano Deore, 180/160 mm

GEWICHT: 10,7 kg

PREIS (UVP): € 2399,–

www.stevensbikes.de

EXKLUSIVER, LEICHTER RAHMEN

RIDER-FIRST-ENGINEERED-VERFAHREN

BRAIN-SYSTEM

SPECIALIZED S-WORKS EPIC

RAHMEN: Rider-First-Engineered-Rahmen und Hinterbau

aus FACT-12m-Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,3/2,1

GABEL: Custom RockShox, 100 mm

DÄMPFER: Custom RockShox SID WC Brain, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle

BREMSEN: Sram Level Ultimate

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 9299,–

www.specialized.com/de

FEDERLEICHT 27,5 ALU

RAHMEN: Federleicht 27,5er Alu

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,1

GABEL: Magura TS8R oder Fox 32 Step Cast oder Federleicht

Carbon Starrgabel

SCHALTUNG: Sram GX 1x11 oder besser

BREMSEN: Magura MT4 oder Magura MT8

GEWICHT: ab 7,3 kg mit Federgabel; ab 6,7 kg

mit Starrgabel; Basis 8,4 kg

PREIS (UVP): € 2880,–

www.federleicht-bike.at

FEDERLEICHT 26 TRAIL

RAHMEN: Federleicht 26er Alu, hergestellt in der EU

LAUFRÄDER: 26 x 2,1

GABEL: Magura TS8R oder Fox 32 Performance

SCHALTUNG: Sram GX 11s oder besser

BREMSEN: Magura MT4 oder Magura MT8

GEWICHT: ab 8,2 kg mit Starrgabel; Basis 8,9 kg

PREIS (UVP): ab € 2880,–

www.federleicht-bike.at

FÜR KINDER AB 130 CM

FEDERLEICHTES RACEBIKE

INDIVIDUELL KONFIGURIERBAR

FÜR KINDER AB 125 CM

MAXIMALER FAHRSPASS ABSEITS DER RENNSTRECKE

ROBUSTER, TIEF LIEGENDER RAHMEN

Fotos: Hersteller

42 SPORTaktiv


GESCHWINDIGKEIT TRIFFT STEIFIGKEIT

SUPERLEICHT

FÜRS PODIUM

GIANT ANTHEM ADV PRO 29 1

RAHMEN: Advanced-Grade Composite

LAUFRÄDER: 29 x 2,25

GABEL: Fox 32 Float SC Performance

Elite, 100 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS Performance

Elite, 100 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Sram Level TL, 180/160 mm

GEWICHT: 10,7 kg

PREIS (UVP): € 4699,90

www.giant-bicycles.com/at

SUPERLIGHT

AUSSERGEWÖHNLICHER KOMFORT

SCHNELLIGKEIT, LAUFRUHE UND AGILITÄT

SIMPLON RAZORBLADE

29 LLL SL

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,30

GABEL: RockShox oder Fox (frei

konfigurierbar)

SCHALTUNG: Sram oder Shimano

(frei konfigurierbar)

BREMSEN: Shimano oder Magura

(frei konfigurierbar)

GEWICHT: ab 8,7 kg

PREIS (UVP): € 3899,–

www.simplon.com

SUPERLEICHTER RAHMEN

SHIMANO-XTR-SCHALTUNG

SRAM X01 EAGLE

SLL-STAIGHT-LINE-LINK-DÄMPFUNG

PERFORMANCE CARBON

1X12-XX1 SCHALTUNG

CENTURION BACKFIRE CARBON

4000

RAHMEN: Carbon RCF

LAUFRÄDER: 29 x 2,25

GABEL: Fox 32 Float SC Factory, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR

BREMSEN: Sram X01 Eagle

GEWICHT: 8,8 kg

PREIS (UVP): € 5899,–

www.centurion.de

KTM SCARP PRESTIGE 12

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,25

GABEL: Fox 32 A Float SC, 100 mm

DÄMPFER: Fox A Float DPS,

Performance Elite, 90 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle

BREMSEN: Magura MT8N, 160/160 mm

GEWICHT: 10,3 kg

PREIS (UVP): € 5899,–

www.ktm-bikes.at

MOVENTOR

UNTER-

WEGS IM

GELÄNDE

Anspruchsvolle Trails und fahrerisches

Können verlangen nach optimalem

Schutz. Der Moventor sorgt abseits der

Straßen für Fahrspaß pur – und dank

seiner innovativen Technologien auch

für die notwendige Sicherheit.

abus.com

SPORTaktiv

43


E-BIKE-WM!

GEHT‘S NOCH?

44 SPORTaktiv


TA-TA-TATAM! UCI PROUDLY PRESENTS:

2019 UCI WORLD CHAMPIONSHIPS FOR

E-MOUNTAIN BIKE IN MONT-SAINT-ANNE

CANADA! THE FIRST EVER ….

VON JÜRGEN PAIL

Bevor wir uns schriftstellerisch auf den

messerscharf schmalen Grat zwischen

Ironie und Zynismus begeben, wollen

wir uns einmal an den harten Fakten

abarbeiten. Auch um glaubhaft darstellen

zu können, dass die aktuelle I(rr)nnovation

des Weltradsportverbandes UCI das

Gift in den Batterien der Bikes belässt

und nicht als Fake (Bike) News verspritzt.

Fotos: Facebook/Moustache

19/250/25/7,3 –

Der Zahlencode der WM

19 Jahre und älter müssen Teilnehmer

sein, die sich auf E-Bikes mit einer

Motornenndauerleistung von 250 elektrifizierten

Watt schwingen, sich bis zu

einer maximalen Geschwindigkeit von

25 km/h motorunterstützt boosten lassen

und dann ihre WM-Karriere auf einem

7,3 km langen Cross-Country-Rundkurs

mit eigenen Füßen zum Ziele treten müssen.

Die Mitnahme von Zweitakkus oder

deren Applizierung in den „Feed/Technical

Assistance Zones“ ist ausdrücklich

nicht erlaubt. Falls es jemals TV-Bilder

von E-Bike-Rennen geben wird, fällt damit

der geneigte Formel-E-Bike-Zuschauer

um die schon in der motorsportlichen

Formel 1 und Formel E beliebten Boxenstopps

mit Auftanken beziehungsweise

Batteriewechsel um, die dortorts meist

für die einzigen Spannungsmomente

sorgen. Laufradwechsel und sonstige Reparaturarbeiten

sind analog zum echten

XCO-Sport auch bei der ersten WM der

Elektrischen am 28. August 2019 erlaubt.

Und zu letzter Letzt: Die Bikes müssen

der Kategorie Pedelec (Akronym für

Pedal Electric Cycle) entsprechen. Die

Spaßverderber der UCI wollen den Teilnehmern

doch allen Ernstes zumuten,

dass sich der Motor erst beim eigenkräftigen

Treten zuschalten darf. Dabei wäre so

ein Gashebel analog zur Grip-Shift-Schaltung

doch ach so bequem.

Nachdem die Stromkosten im E-Biker-Haushalt

ja irgendwie bezahlt werden

müssen, ist ein Preisgeld von je €

1500,– für die Sieger bei Damen und

Herren ausgelobt. Die Flugkosten nach

Kanada werden sich damit vielleicht auch

ausgehen, obwohl der Flieger ja Kerosin

verfeuert und noch nicht als E-Flyer mit

dem Sonnensegel durch die Lüfte gleitet.

Vom Olympiasieger zum

E-Bike-Botschafter

Ohne hierorts näher auf Sartre und Camus

und den Existenzialismus eingehen

zu wollen, stellen sich an dieser Stelle

doch wesentliche existenzielle Fragen, die

der Autor beliebt auf gut Steirisch zu stellen:

Za wos sull des guat sein? Wer sull

do mitmochn? Wem bringt des wos und

üwahaupt?

Die Antworten finden sich mangels

Vorhandenseins von E-Bikes zu deren

Lebzeiten nicht bei Sartre und Camus,

aber personifiziert im mehrfachen Weltmeister

und zweifachen Olympiasieger

Julien Absalon doch auch in Frankreich.

Absalon, der vor fast genau einem Jahr

vom olympischen Sport zurückgetreten

ist, tritt seither weiter in die Pedale. Als

E-Bike-Botschafter für eine französische

Radmarke und frischgebackener

französischer Meister 2018 im „E-Bike-Cross-Country“.

Nach den Videos

vom Rennen in Villard-de-Lans (FRA)

zu urteilen, hat es ihm einen außerordentlichen

Spaß gemacht. Entgegen

der vor nicht allzu langer Zeit unter

Muskelkraftbikern landläufig verbreiteten

Meinung, dass E-Biker entweder

altersmäßig 70+, gewichtsmäßig 100+

oder frisch herzoperiert sind, bietet Julien

SPORTaktiv

45


INFORMATIONEN

WWW.UCI.ORG

WWW.VELIRIUM.COM

WWW.FACEBOOK.COM/JULIENABSALONMTB

Absalon ein gänzlich anderes, stromlinienförmiges

Bild und beantwortet

allein durch sein Sein und sein Tun alle

Fragen in einem Aufwaschen: Die Bike-,

Elektro- und Energieindustrien wollen

es haben, weil sie Geld damit verdienen.

Ehemalige Radsportgrößen starten mit

dem Erstakku ihre Zweitkarriere. Die

Hobbybiker wollen Spaß haben und

ihr Geld ausgeben können, statt auf der

Bank keine Zinsen dafür zu kriegen. Die

Radsportverbände wollen überall dabei

sein, wo sich die Fahrräder drehen. Die

Fahrradhändler atmen auf und finanziell

mit dem Verkaufsschlager E-Bike tief

durch. Der klassische „Teufelskreis“ aus

Geldverdienen am Spaß und Spaß am

Geldverdienen dreht sich mit fettem Radius

entlang eines großen Umfangs.

Die glänzenden Augen

der „Fahrräter“

Was heißt das jetzt aber ganz existenzialistisch

niedergebrochen auf das reine

Sein, die nackte Existenz des E- oder

Geradenochnicht-E-Bikers? Wer schon

einmal in die feucht glänzenden Augen

eines frisch von der E-Bike-Testfahrt

zurückgekommenen Biker-Kollegen geschaut

hat, findet in der schimmernden

Netzhaut alle Fragen mit einem Schlage

beantwortet. Die reine Freude am Gerät

und seiner Leistungsfähigkeit lässt selbst

gestandene Bike-Puristen als elektrisiert-euphorisierte

Elektro-Mutanten daher

kommen. Vor ihrem eigenen Herzblut

rechtfertigen sie sich dann noch

halbherzig blutend mit Sprachformeln

wie: „Kaufen werde ich mir aber keines“.

Die Augen erzählen aber anderes

und semantisch betrachtet muss man in

obigem Satz nur das k von keines weglassen

und wir sind der heraufdräuenden

Mutation ins Elektrische auf der heißen

Spur. Es wackeln also selbst die Puristen

schon in die Richtung, wo sich die üblichen

Verdächtigen als E-Bike-Kunden

bereits befinden. UCI und Absalon sei

Dank hat mit der E-Bike-WM jetzt

wirklich jeder alle Argumente für mehr

Spaß und weniger Anstrengung am

Bike auf seiner Seite.

Der Hintergrund

hinterm Grund

Wer dem „Za wos?“ in Bezug auf die

Notwendigkeit einer Aufnahme des

E-Bike-Sports in den Verantwortungsbereich

der UCI und die Ausrichtung

einer offiziellen UCI-E-Bike-WM wirklich

auf den Grund gehen will, kommt

nicht umhin, in die Tiefen der internationalen

Sportpolitik einzutauchen. In

dieser Tiefsee der Einflussbereiche und

geldeswerten Besserlebenskämpfe von

Funktionären und Verbänden geht es

Für Downhill-

Fahrten und

Rennen

46 SPORTaktiv

Thule Rail Hydration Pack

Speziell auf aggressive Abfahrten und Enduro-Rennen abgestimmt, vereint

der Thule Rail das ReTrakt Trinkschlauchsystem mit einer sicheren Passform

und einfachsten Zugriffsmöglichkeiten. Der Thule Rail ist in zwei verschiedenen

Größen, 12L Pro, 12L sowie 8L und zwei unterschiedlichen Farben, Covert und

Obsidian, erhältlich.


E-Mountainbikes mit

Startnummern wird

man bald häufiger

sehen. Sogar ein

Olympiasieger und

Weltmeister wie

Julien Absalon (links)

fährt E-Bike-Rennen.

O tempora, o mores!

manchmal ans Eingemachte. Wie man

hört, liest sich die Geschichte zur Überraschung

aller, die sie zum ersten Mal

hören, so: Die Fédération Internationale

de Motocyclisme (FIM) hat sich einmal

leise für den Bereich E-Bike interessiert

und lautstark über eine Integration einer

E-Bike-Rennszene in den Motorradsport

nachgedacht. Die Begründung liegt

rein sprachlich auf der Hand: 2 Räder

+ 1 Motor = 1 Motorfahrrad und Motorsport

auf zwei Rädern ist Sache der

FIM. Dem musste die Union Cycliste

Internationale (UCI) als Weltradsportverband

natürlich etwas entgegenhalten,

nämlich: „Ein Fahrrad ist ein Fahrrad,

egal, ob mit oder ohne Motor!“ So kam

es also, dass in diesem Match um Geld

und Einfluss die weltmeisterlichen Fel-

EXISTENZIELLE FRAGEN?|

DIE ANTWORTEN|

FINDEN SICH NICHT|

BEI SARTRE UND CAMUS,|

ABER PERSONIFIZIERT|

IM WELTMEISTER UND|

OLYMPIASIEGER JULIEN|

ABSALON DOCH|

AUCH IN FRANKREICH.|

der einmal schnell besetzt, bestellt und

zur Ernte vorbereitet werden mussten.

Hätte die UCI diesen Schritt versäumt,

wäre die E-Bike-Industrie mit allen

ihren Werbemillionen möglicherweise

in Richtung Motorsport abgewandert.

Jegliche Quersubventionierung vom

E..lektrischen Bikesport zum E..chten

Mountainbikesport wäre damit auf allen

Ebenen bis hin zur Nachwuchsförderung

schwierig geworden.

Zum Schluss bleibt vor und hinter

diesem Hintergrund völlig frei von Ironie

nur die Erkenntnis, dass eine „elektrogedopte“

Weltmeisterschaft unter Ägide

eines olympischen Sportverbandes zwar

übel, aber offensichtlich ein notwendiges

Übel ist. Julien und die anderen Teilnehmer

werden sicher viel Spaß haben.

ROKO, ihr Fachhändler in Österreich. Tel. +43 (0) 161 626 11 30 oder autoteile@roko.at

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SPORTaktiv

47


MICHAEL

GÖLLES

ist Sportwissenschafter,

Bike-Coach und ehemaliger

Downhill-Staatsmeister.

www.schoeckl-trail-area.at

DA

SCHAU

HER!

DIE ÄUGLEIN, DEIN

FREUND UND HELFER.

DIE SPORTAKTIV-

FAHRTECHNIKSERIE,

PART II: DIE BLICKFÜHRUNG.

VON CHRISTOPH HEIGL

FOTOS: THOMAS POLZER

Mit ein paar Tipps zum richtigen

Bremsen sind wir ins Mountainbike-Frühjahr

gestartet. Jetzt setzen

wir unsere Serie fort, wollen das Gelände

Schritt für Schritt mit dem Rad erobern,

Ängste überwinden und Hürden abbauen,

ganz niederschwellig, alles im blauen Bereich.

Dazu holen wir uns auch einen Experten

ins Boot: Michael Gölles. Der Grazer

ist Sportwissenschafter, Bike-Coach, war

Downhill-Staatsmeister und ist der Lokalmatador

auf vielen neuen Strecken rund

um die steirische Landeshauptstadt.

Das, was er uns mitten im Wald erklärt,

hört sich zunächst nicht nach Raketenwissenschaft

an, dennoch rumpeln wenige Augenblicke

nach unserem Fototermin ein

paar schwer Unbedarfte an uns vorbei, ma-

chen alles falsch, was man falsch machen

kann und bauen sich nicht unspektakulär

in die Botanik ein.

Also aufgepasst. „Für fast jede Situation

beim Biken ist der Blick entscheidend“,

sagt Gölles. Der Blick in den Trail hinein,

der Blick zur Kurve, der Blick auf den fiesen

Felsen, auf die Matschrinne, den tiefhängenden

Ast, den entgegenkommenden

Wanderer.

Wir starten mit dem Kurvenfahren. „Nie

geradeaus vors Vorderrad starren“, rät Gölles,

„denn unweigerlich fixierst du dabei das

Gelände vor dir und vernachlässigst den

Blick nach vorne.“ Sein Tipp: Als Erstes

entscheiden, wo man die Kurve ansetzen

will, und dann sofort aus der Kurve bzw.

aus dem Anlieger rausschauen und ein paar

48 SPORTaktiv


,,

FÜR FAST JEDE

SITUATION

BEIM BIKEN

IST DER BLICK

ENTSCHEIDEND.

Meter nach vor blicken. In der Kurve

selbst dann das Außenpedal nach unten

drücken und belasten, um viel Grip aufzubauen,

und das Innenpedal hochziehen.

„Ich sag immer, das ist wie beim

Skifahren“, erklärt Gölles, „da belastet

man beim Carven auch den Außenski.

Biken funktioniert von der Druckverteilung

her ganz ähnlich.“ Diese Pedalstellungen

und vor allem das Wechelspiel

zwischen Linkskurven und Rechtskurven

sollte man ganz in Ruhe, vielleicht

sogar auf einem Parkplatz üben. Nach

diesem „Trockenwedeln“ gelingt der

Flowtrail gleich viel besser.

Und dann kommt das Hindernis: ein

Wurzelstock, ein Baum, ein großer

Stein. „Nie auf das Hindernis starren

und es panisch fixieren, sonst zieht es

dich unweigerlich an“, weiß Gölles. Besser:

vorbeischauen, Umfahrungen, Ideallinien

suchen. Der Blick führt dich um

die Falle herum. Weiters sollte man immer

VOR dem Hindernis oder der Kurve

die richtige Geschwindigkeit haben,

Vorderbremse und Hinterbremse gleichmäßig

und dosiert ziehen. Dann Gewicht

zentral halten, damit das Vorderrad

Druck und Grip bekommt.

Die richtige Blickführung ist auch bei

einer anderen beliebten Stolperfalle

wichtig: kleinen Stufen, Wurzeln und

Absätzen auf der Strecke. Erkennt man

sie rechtzeitig, weil man ja vorschaut,

hat man genug Zeit zum Reagieren.

Zum Abspringen, zum gezielten Hinunterzirkeln

– oder wenn nichts mehr hilft

– zum Absteigen.

SPORTaktiv

49


TRAINING FÜR

ABFAHRERIN RAMONA SIEBEN-

HOFER ZEIGT MIT SPORTWISSEN-

SCHAFTER BERND MARL DREI

ÜBUNGEN, DIE DAS FUNDAMENT

ZUM BIKE-SPASS SCHAFFEN.

BIKER

VON KLAUS MOLIDOR

Mein Multitool:

Das

X-TEP

Lynx

v

Mit Rang drei im Abfahrtsweltcup

und zwei Weltcupsiegen

hat Ramona Siebenhofer die erfolgreichste

Saison ihrer Karriere hinter

sich. Nach dem Urlaub beginnt ihr

Training aber natürlich lange vor dem

ersten Schnee. Ein Teil des Trainings

ist immer auch: Rad fahren. Auf dem

1

HÜFTE MOBILISIEREN

Bike und dem Rennrad holt sie sich

die Grundlagenausdauer und das mit

einer Menge Spaß. Dafür braucht es

aber Grundvoraussetzungen, die auch

ihr benötigt. Wie man die schafft,

zeigt SPORTaktiv-Lesern Ramona

Siebenhofer, instruiert von Sportwissenschafter

Bernd Marl.

Extrem wichtig, damit gelingt die Bewegung effizienter. Auch wenn

du beim Radfahren den Bewegungsradius leicht hinkriegst – mit

einer mobilen Hüfte geht alles viel besser. Also einen langen Ausfallschritt

machen, ein Bein im rechten Winkel abstellen, Arme daneben

aufstützen. Das gestreckte Bein halten oder mit dem Knie 10 bis 15

Mal runter und wieder hoch gehen, das Ganze drei Mal wiederholen.

Das X-TEP Lynx 5.5 mit 140mm

Federweg, Shimano E8000 Motor und

reichweitenstarkem 720Wh Akku:

DRAUFSETZEN

LOSFAHREN

GAS GEBEN

2 RUMPFSTABILITÄT 3

Gerade auch beim Biken sehr

wichtig, wenn du dich in eine

Kurve legst, muss der Rumpf

stabil bleiben. Die Übung: Auf

den Rücken legen, Oberschenkel

90 Grad abwinkeln und mit

den Händen eine Faszienrolle

oder Ähnliches gegen die Beine

drücken. Dann ein Bein durchstrecken

und den Arm nach

hinten. Pro Seite 10–15 WH, 3

Sätze. „Das Einklemmen der Rolle

sorgt für eine Vorspannung im

Rumpf, die notwendig ist, um die

Übung sauber auszuführen.“

HÜFTE–WIRBEL-

SÄULE–SCHULTERN

Diese Kombiübung spricht viel

auf einmal an. Gerade die Brustwirbelsäule

ist bei Radfahrern

durch die gebückte Haltung oft

das Problem. Die Übung: Aus

dem schulterbreiten Stand nach

vorne beugen, bis die Fingerspitzen

den Boden berühren, in die

Hocke gehen, Hände bleiben auf

den Innenseiten der Beine. Immer

auf eine aufrechte Haltung

achten. Dann die Arme nacheinander

nach oben strecken und

wieder aufstehen.

Fotos: Thomas Polzer

50 SPORTaktiv


1

Sporternährung

2

Foto: Andreas Meyer/Mountain Bike Hollidays

3

SPORTaktiv

51

www.xenofit.de


TUNING

FÜR DIE FÜSSE

WORAUF ES BEIM

BIKE-FITTING ANKOMMT

UND WIE MAN MIT EIN PAAR

TRICKS MEHR POWER UND

KOMFORT ERLEBEN KANN.

VORHANG AUF FÜR DAS

FUSSGEWÖLBE.

VON CHRISTOPH HEIGL

FOTOS: THOMAS POLZER

52 SPORTaktiv


JÜRGEN

KNAUSZ

ist Bike-Fitter mit Profi-

Ausrüstung, im Geschäft

in Pöls und auf Anfrage.

T. +43 676/9704 723

ww.radsportknausz.at

D

as Fahrrad genau auf seinen Körper

anzupassen – das nennt man Bikefitting.

Die Hände umklammern Lenker bzw.

Griffe in perfekter Haltung, Füße und

Beine übertragen die Kraft exakt aufs

Pedal, der Hintern sitzt auf einem idealen

Sattel und der ganze Körper nimmt

die richtige Position ein. So ermüdet

man weniger, hat weniger Schmerzen,

mehr Komfort, mehr Freude, mehr Power.

Jürgen Knausz ist ein Experte und

hat Dutzenden Radfahrern zu mehr Performance

verholfen. Er nimmt sich die

Zeit, die Wünsche und Vorlieben seiner

Kunden zu erfragen. „Die Grundlage

jedes Bike-Fittings ist das Gespräch und

dass man sich wirklich Zeit nimmt. Nur

so lerne ich den Kunden und seine Vorlieben

kennen.“

Der Bike-Fitting-Experte hat diesmal

etwas Besonderes für uns parat. „Viele

geben gutes Geld für einen Radschuh

aus, eine sicher lohnende Investition,

aber die wenigsten bedenken dabei,

welches Potenzial in der Einlegesohle

schlummert“, führt der Murtaler ein.

Vor allem in günstigen Modellen ist die

Einlage oft nur ein dünner Schaumstoff,

der kaum eine Funktion hat und nach

wenigen Monaten sowieso platt gedrückt

ist. Teurere Schuhe haben bessere,

qualitativ hochwertigere und steifere

Schuheinlagen, aber auch die sind noch

lange nicht die Idealform. Wer Unsummen

für neues Equipment ausgibt,

sollte ein paar Euro für die wichtigste

Verbindung zwischen Fuß und Schuh

aufsparen.

„Radschuhe sind meist sehr steif“,

weiß Knausz, „beim Treten lastet

dadurch sehr hoher Druck auf dem

Fuß und der Sohle. Hier ist ständig

Bewegung, Schmerzen entstehen.“ Die

können minimiert und die Kraftübertragung

sogar verbessert werden, wenn

durch die Einlage eine möglichst große

Kontaktfläche zwischen Fuß und Schuh

entsteht. Neuralgischer Punkt ist dabei

das Fußgewölbe, das bei allen Menschen

unterschiedlich stark und hoch ausgeprägt

ist. Gerade das Fußgewölbe gilt es

zu unterstützen.

Auftritt Jürgen Knausz. Er vermisst

die Sohle, bestimmt Schuhgröße und

Ristbreite, definiert Normal-, Hohloder

Senk- bzw. Plattfuß. Danach steigt

man in ein spezielles Gelkissen, in dem

der individuelle Fußabdruck zurückbleibt.

Ein grob passendes Sohlenmuster

wird per Fön erwärmt, hineingelegt

und angedrückt. Nach der Auskühlzeit

von 30 Minuten ist es fertig und wird

mit einer Schere an der Originaleinlage

zurechtgeschnitten, voilà, die individuell

angepasste Einlage. Der Vorteil:

Sollte sie auf Anhieb nicht perfekt

DIE GRUNDLAGE|

JEDES BIKE-FITTINGS|

IST DAS GESPRÄCH|

UND DASS MAN SICH|

WIRKLICH ZEIT|

|NIMMT.|

passen, macht man die Einlage wieder

warm und kann nachjustieren. Knausz:

„Bikefitting ist kein fertiges Produkt,

sondern ein Prozess.“

Grundsätzlich rät Knausz, bei einem

neuen Fahrrad auf keinen Fall das

Schuhwerk zu vernachlässigen. Allzu oft

sieht er Radfahrer mit 08/15-Turnschuhen

am Bike, so entstehen Problemzonen,

Schmerzen. „Steife Radschuhe

wirken Wunder“, sagt Knausz. Und

sorgen mit der richtigen Einlage für ein

unschlagbares Duo.

SPORTaktiv

53


DER SATTEL IST

EINE WISSENSCHAFT

Weniger Schmerzen, mehr Genuss. SQlab ist

Experte für Ergonomie (Becken, Hand, Fuß)

und hat spezielle Radsättel im Programm.

In der griechischen Mythologie gilt

Asklepios (auf Deutsch: Äskulap) als

Gott der Heilkunst. Davon und von

der Darstellung mit Stock samt Schlange

ließ sich zu Beginn der 2000er-Jahre

Ex-Wettkampfsportler Tobias Hild

inspirieren, als er die Marke SQlab

gründete. Mittlerweile hat sich SQlab

spezialisiert auf die drei Kontaktstellen

zum Rad: Hand, Becken und Fuß.

2002 hat SQlab als erster Sattelhersteller

deren Wichtigkeit entdeckt und

die Sitzknochenvermessung erfunden.

Damit kamen ergonomisch neue Ansätze

auf den Markt. Denn nur wenn man

den Abstand der Sitzknochen kennt,

kann man die optimale Sattelbreite

errechnen. SQlab-Sättel gibt es in den

Breiten von 12 bis 24 Zentimeter.

Um übrigens gleich mit dem Mythos

„weicher, angenehmer Sattel“ aufzuräumen:

Ein zu weicher Fahrradsattel

wird nach 30 bis 45 Minuten Fahrtzeit

meistens sehr unbequem. Der Grund

liegt darin, dass die Sitzknochen so

weit einsinken, dass tieferliegendes,

empfindliches Gewebe wie Muskel- und

Sehnenansätze gereizt werden. Schmerzen

entstehen. Durch das Einsinken

werden der Dammbereich beim Mann

und der bei Frauen tieferliegende

Schambeinbogen belastet. Ein weich

gepolsterter Sattel „dichtet“ zudem den

Blutfluss ganz besonders stark ab. Fazit:

Weiche Sättel eignen sich meist nur für

kurze Strecken.

Weniger Druck

Wer länger am Rad sitzen will, braucht

also den optimalen Sitz. Eine Vermessung

des Sitzknochenabstandes beim

SQlab-Fachhändler ist ein erster Schritt,

erleichtert die Sattelwahl und erspart

lange Testfahrten. Mit dieser Analyse

sind auch gar nicht zwingend unterschiedliche

Modelle für Mann und Frau

nötig.

SQlab hat die Druckverteilung nach

medizinischen Gesichtspunkten beobachtet

und den Stufensattel gebaut, der

hinten leicht erhöht ist und über zwei

Stufen flacher zur Sattelnase führt. Weniger

Druck im Dammbereich, mehr

Freiraum und keine Taubheitsgefühle

sind die Folge, in der richtigen Breite die

perfekte Lösung – für Männer und für

Frauen gleichermaßen. Zusätzlich hat

man die Satteltechnologie SQlab active

im Programm. Das active-System ermöglicht

eine physiologisch korrekte Mitbewegung

des Beckens. Dadurch wird der

Tritt runder, die Bandscheiben werden

entlastet und der Komfort wird erhöht.

ANZEIGE / Foto: SQlab

54 SPORTaktiv


DIE MARKE

Die deutsche Firma

SQlab ist Spezialist für

Ergonomie und die Kontaktpunkte

Mensch/Rad.

SQlab führt Sättel, Griffe,

Lenker, Vorbauten,

Pedale, Einlegesohlen

und Zubehör. Zudem

produziert SQlab Hosenpolster

z. B. für Vaude,

Maloja und Ekoi.

www.sq-lab.com

SQLAB SATTELBREITENSYSTEM

Um Taubheitsgefühle, Druck und Schmerzen zu

verhindern, hat SQlab den Stufensattel erfunden,

der in bis zu vier unterschiedlichen Breiten

angeboten wird. So ist garantiert, dass die Sitzknochen

vollständig auf dem Sattel aufliegen

und der empfindliche Dammbereich und der

Schambeinbogen entlastet werden.

SPORTaktiv

55


1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

JEKYLL & HYDE

Die Alleskönner unter den Bikes: Touren- bzw.

Allmountain-Bikes sind vollgefederte Räder, die

alles mitmachen, bergauf genauso Stärken zeigen wie

bergab. Man kann damit MTB-Marathons fahren,

durch eine „Muskelkur“ in den letzten Jahren hat sich

diese Kategorie aber deutlich in Richtung Enduro und

technische Trails entwickelt. Die Federwege sind auf

120 bis 150 Millimeter angewachsen, die Ausstattung

wurde robuster. Durch moderne Geometrien (langer

Radstand, flacher Lenkwinkel) machen diese Bikes jetzt

in den Downhills noch mehr Spaß, zeigen aber auch

bergauf ihre Stärken – klassische Allzweckbikes eben, die

lange Touren lieben, knackige Singletracks und schwere

Abfahrten. Spezialsysteme lassen zu, dass Geometrie und

Winkel sogar on the fly geändert werden können (z. B.

Scott Twinloc, Canyon Shapeshifter, Cannondale Gemini,

Bold TwistLoc). Die Bikes wechseln also bergab und

bergauf zwischen zwei Gesichtern. Wie Jekyll und Hyde.

Nur findet man sie nicht mit Low-Budget-Philosophie.

Zumindest 1500 bis 2000 Euro sollte man schon

investieren. Die gute Mittelklasse bewegt sich zwischen

2500 und 4000 Euro und hat um die 13 kg – Tendenz

aufgrund des Enduro-Trends leicht steigend.

Zweckdienlicher Hinweis: In dieser Kategorie, wie in

vielen anderen, finden sich „Grenzgänger“, die durch unterschiedliche

Konzepte bei Ausstattung und Geometrie

in der benachbarten Kategorie wildern, z. B. Racebikes

mit Trail-Charakter und Tourenbikes mit Enduro-Genen.

Scharf abgezäunt sind die Reviere nicht.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

Carbon, bei günstigen Modellen

Aluminium

120 bis 150 mm, optional

sperrbare Federelemente

Bergauf- und Bergabfahren,

tourentaugliche Geometrie

12 bis 14,5 kg

LAUFRÄDER 29 Zoll, vereinzelt 27,5

REIFEN

meistens um 2,4 Zoll, griffiges

Profil, Kompromiss aus gutem

Rollverhalten und Grip

Foto: KTM

56 SPORTaktiv


4. LADY-BIKES 5. TOUREN-E-MTB

6. ENDURO E-MTB

SPORTaktiv

57


DO IT ALL

DIE ALLESKÖNNER FÜR TOUR UND

ALL MOUNTAIN MACHEN JEDEN SPASS MIT.

KINDERLEICHTE KABELFÜHRUNG

29ER-TRAIL-GEOMETRIE

SWAT-BOX IM UNTERROHR

SPECIALIZED MEN’S STUMPJUMPER

COMP CARBON 29

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: Fox Float Rhythm 34, 150 mm

DÄMPFER: Fox DPS Performance, 140 mm

SCHALTUNG: Sram 12-fach NX Eagle

BREMSEN: Sram Guide RSC 200/180 mm

GEWICHT: 12,5 kg

PREIS (UVP): € 4299,–

www.specialized.com

RENNERPROBT BEI DER EWS

TRAILBIKE MIT ALLROUNDQUALITÄTEN

430 MM KURZE KETTENSTREBEN

BH BIKES LYNX 5 LT CARBON 7.9

RAHMEN: Ballistic Carbon Layup

LAUFRÄDER: 29 x 2,3

GABEL: Fox 36 Factory Grip2, 150 mm

DÄMPFER: Fox DPX2 Evol Factory Kashima,

130 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Shimano XTR Trail, 180 mm

GEWICHT: 13,2 kg

PREIS (UVP): € 5299,–

www.bhbikes.com

TWINLOC-FEDERUNGSSYSTEM

GENIUS-HMX-CARBONFASER-RAHMEN

SRAM X01 EAGLE SCHALTUNG

SCOTT GENIUS 900 TUNED

RAHMEN: Genius Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: Fox 34 Float Factory Air, 150 mm

DÄMPFER: Fox Nude TR Evol Trunnion, 100–150 mm

SCHALTUNG: Sram X01 / Eagle

BREMSEN: Sram Guide RSC 200/180 mm

GEWICHT: 12,4 kg

PREIS (UVP): € 6999,–

www.scott-sports.com

HOCHWERTIGER CARBONRAHMEN

LEICHT UND ROBUST

INTERNE KABELFÜHRUNG

BMC SPEEDFOX ONE

RAHMEN: Speedfox 01 Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,35

GABEL: RockShox Pike RCT3, 130 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, Performance

Elite, 120 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle

BREMSEN: Sram Guide Ultimate,

180/180 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 5999,–

www.bmc-switzerland.com

Fotos: Hersteller

58 SPORTaktiv


MODERNE GEOMETRIE

ALLROUND-TALENT

27,5-ER-TAUGLICH

ROSE ROOT MILLER 4

RAHMEN: Aluminium 7005

LAUFRÄDER: 29 x 2,3

GABEL: Fox 34 Fit4 DPS, 140 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, 140 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle 12-fach

BREMSEN: Sram Guide RSC 200/180 mm

GEWICHT: ca. 13,1 kg

PREIS (UVP): € 3699,–

www.rosebikes.de

120-MILLIMETER-FAHRWERK

HERAUSRAGENDE KINEMATIK

GERINGES GEWICHT

SIMPLON CIREX 120

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 Zoll

GABEL: RockShox Reba oder Sid, 120 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe, 120 mm

SCHALTUNG: Sram oder Shimano

(frei konfigurierbar)

BREMSEN: Shimano oder Magura

(frei konfigurierbar)

GEWICHT: ab 10,3 kg

PREIS (UVP): € 3949,–

www.simplon.com

OPTIMIERTE ALL-MOUNTAIN-GEOMETRIE

130 MM FEDERWEG

SMART INTEGRIERTE STASHBOX

BERGAMONT CONTRAIL ELITE

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,35

GABEL: Fox 32 Float Performance, 130 mm

DÄMPFER: Fox Float Performance, 130 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Sram Level TL, 180/180 mm

GEWICHT: ca. 12,7 kg

PREIS (UVP): € 3999,–

www.bergamont.com

INTEGRIERTE CABLE CHANNELS

ZUSÄTZLICH GEDICHTETE HINTERBAULAGER

WERKZEUGLOSE BEDIENUNG DER HINTERACHSE

CANYON NEURON CF 9.0

RAHMEN: Neuron CF Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,35

GABEL: Fox 34 Performance, 130 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, 130 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano SLX M7000, 180 mm

GEWICHT: 13,2 kg

PREIS (UVP): € 3199,–

www.canyon.com/de-de

SPORTaktiv

59


SPIELBERGWEG 207

WALTER UND SABINE

HÖLL GENIESSEN MIT

IHREM SPIELBERGHAUS IN

SAALBACH KULTSTATUS

ALS MOUNTAINBIKE-

GASTGEBER. TOCHTER VALI

HÖLL IST MIT 17 GERADE

DABEI, DIE DOWNHILL-WELT

NIEDERZUREISSEN.

HÖCHSTE ZEIT, DER

FAMILIE HÖLL EINEN

BESUCH ABZUSTATTEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

A

uch ein Navi kann irren und beispielsweise

einen Weg, der im Sommer nur mit Bike

und im März nur zu Fuß und unter Lawinengefahr

bewältigbar ist, als Straße ansehen.

Womit man, wenn man „Spielbergweg

207“ in Saalbach eingegeben hat, in Hochfilzen

strandet. Also nicht nur im falschen

Ort, sondern wenn schon, denn schon, im

falschen Tal und falschen Bundesland.

„Du bist aber nicht der Erste, dem das

passiert ist“, versichern Walter und Sabine

Höll. 50 Kilometer Umweg, eine kurze

Skidoo-Fahrt und eine gute Stunde später

sitzen wir in der Lounge ihres Spielberghauses

auf 1311 m Höhe. Walter und Sabine

sind Pioniere als Bike-Gastgeber. Begonnen

hat alles mit einer „extrem einfachen

Skihütte“, erzählt Walter. 1992, damals

23-jährig, war er als Mountainbike-Animateur

auf Kreta, als ein Anruf kam – sein

Vater war krank geworden: „Ich bin im

Sommer heim zum Helfen und hab schon

im September die Hütte übernommen.“

Die Sommersaisonen liefen in den

1990er-Jahren mehr schlecht als recht. Bis

der Steuerberater den Hölls empfahl, den

Sommer über lieber gleich zuzusperren.

Oder sich etwas zu überlegen, was Walter

und Sabine Höll auch taten.

An Mountainbiker als Zielgruppe dachte

damals noch niemand. „Wir waren aber

beide immer schon Biker, also haben wir

das halt versucht.“ Die ersten Pauschalen

und Guiding-Angebote lösten noch keinen

Ansturm aus. Durch „netzwerken, auf jedem

Festival dabeisein“ wurden die Bikergäste

Fotos: Spielberghaus/Familie Höll

60 SPORTaktiv


aber dennoch immer mehr. Was heute

Social Media übernimmt, lief damals

noch oldschool als Mundpropaganda. So

kam der Stein dann eben ins Rollen ...

„99 Prozent Biker“

2005 hatte das Spielberghaus 250 Übernachtungen

im Sommer, erzählt Walter

Höll, jetzt sind es jährlich rund 3000

– was bei 18 Zimmern mit 45 Betten

schon eine sehr gute Auslastung bedeutet.

„Und 99 Prozent der Gäste sind

Mountainbiker.“

Ebenfalls 2005 wurde ein Trip nach

Whistler zur wichtigen Inspiration für

die Hölls: „Auf dem Heimflug war mir

klar: Ich muss selber einen Trail bauen“,

erzählt Walter. Resultat war der Höllentrail

– „und wir waren wahrscheinlich

die erste Hütte mit eigenem Trail“.

Klar ändert sich in einem immer noch

jungen Sport wie dem Mountainbiken

einiges in knapp zwanzig Jahren – also

der Zeitspanne, seit das Spielberghaus

im Sommer die Biker anzieht. Am Anfang

kamen Gäste, die stolz auf ihre aus

dem Sperrmüll gefischten und danach

eigenhändig aufgebauten Bikes waren.

Heute seien die Räder der Gäste im

Schnitt wohl um die 3000 Euro wert.

Anderes bleibt aber auch bestehen:

Dass Gäste und Gastgeber im Spielberghaus

– logisch – das gemeinsame Hobby

verbindet, und dass es genau das ist,

was die Community besonders schätzt.

Walter und Sabine wiederum schätzen

speziell an ihren bikenden Gästen, dass

sie im Vergleich zu Skifahrern kein Halligalli

brauchen – Stichwort „Après-Ski“.

„Aber auch ich musste früher oft bis drei

in der Früh mit unserer Handvoll Gäste

zusammensitzen.“

Die Mountainbiker seien Naturgenießer,

wollten biken und mit Gleichgesinnten

zusammensein und sie seien

SPORTaktiv

61


Siegerbusserl

von Mama und

Papa: Vali Höll

feierte im Vorjahr

sieben Weltcupsiege

in sieben

Rennen in der

Juniorenklasse.

Obwohl sie 2019 erstmals in der Elite

antreten dürfte, fährt sie noch einmal

bei den Juniorinnen. Die Eltern sind bei

den Rennen, wann immer es geht, dabei.

„Wenn die Vali fährt, steigt der Puls

auch einmal auf 130 im Stehen“, erzählt

Walter. Den siebenjährigen Jonathan,

der bei unserem Gespräch öfters vorkaum

einmal später als um Mitternacht

im Bett. „Wir tun auch bewusst keine

Fernseher ins Zimmer“, sagt Walter Höll

über die Gastgeber-Philosophie.

Sieben Rennen, sieben Siege

In den Spielberghaus-Anfangszeiten teilte

sich die Bike-Community noch mehr

als heute in die Höhenmeter-Fetischisten

und Adrenalin-Junkies. Für Erstere

holten sich Walter und Sabine früher die

Kondition im Frühling auf Mallorca, auf

dem Rennrad. Die Bike Transalp sind

beide einmal als Mixed-Team gefahren.

Insgesamt wären sie jedoch stets eher

locker mit der Bike-Rennszene verbunden

gewesen, und da hauptsächlich bei

Downhill- und Freeriderennen („aber

nie im Spitzenfeld dabei“).

Das Renn-Gen hat die heute 17-jährige

Valentina Höll also nur bedingt von

ihren Eltern geerbt. „Talent“ fällt aber

wohl in die Kategorie Untertreibung,

und die Bedingungen rund um die elterliche

„Bikerhütte“ waren wohl auch

nicht die schlechtesten: „Vali ist von

klein auf auf allem gesessen, was Räder

hat. Mit acht hat sie die zehnjährigen

Buben versagelt“, erzählt Papa Walter.

Mit zwölf hatte sie schon ihren ersten

Sponsor, mit 14 fuhr sie im Europacup.

In ihrer ersten Weltcupsaison 2018 hat

Vali Höll alle sieben Rennen in der Juniorenklasse

gewonnen und sich darüber

hinaus den WM-Titel bei den Juniorinnen

gesichert – eine einmalige Serie.

BIKEN WIRD

IMMER MEHR ZUM

FAMILIEN SPORT

UND DER

FRAUENANTEIL

IST EXTREM

GESTIEGEN.

beischaut, zieht es übrigens nicht so sehr

zum Bike wie seine große Schwester. Er

sei dafür ausdauernder zu Fuß unterwegs.

Also: Wenn man später von einem

Trailrunner Jonathan Höll lesen sollte:

Bei uns habt ihr es zuerst gelesen.

Immer mehr Familien biken

Dass sich beim Biken noch vieles

entwickeln wird, davon sind die Hölls

überzeugt. Es werde noch viel mehr

zum Familien- und auch Frauenthema

werden, als es sich sowieso schon längst

abzeichnet. Die Frauen-Fahrtechnikcamps

im Spielberghaus, bei denen auch

Sabine Höll coacht, sind jedes Jahr rasch

ausgebucht. Generell werde der Sport

noch breiter werden: Seit dem Vorjahr

stehen zehn E-MTBs zum Leihen in

der Spielberghaus-Garage. „Eine coole

Sache und es ist egal, wie fit du bist. Das

E-MTB trägt auch zu mehr Verständnis

fürs Biken bei“, findet Walter Höll. Der

sich übrigens davor hütet, noch einmal

vorschnell zu urteilen: „Am Anfang hatten

wir immer Hardtails. Als die Sabine

nach einem Fahrtechnikkurs am Gardasee

ein Fully wollte, hab ich noch gesagt:

Das braucht doch kein Mensch.“

Lustig ist auch, was den Hölls ein

Vier-Stern-Hotelier einmal sagte: „Und

ihr deckt’s also den Low-Budget-Bereich

ab.“ Dass mittlerweile viele andere Gastgeber

die Biker als Gästegruppe entdeckt

haben, tangiert Walter und Sabine Höll

überhaupt nicht. Im Spielberghaus wissen

Mountainbiker nämlich genau, dass

sie bekommen, was sie suchen – und das

schon seit Zeiten, als sie anderswo noch

schief angeschaut wurden.

Ab der Saison 2019 findet man im

Spielberghaus auch eine Sauna – wenn

auch „eine große Garage zum Abstellen,

eine gut ausgestattete Werkstatt und ein

gescheiter Waschplatz schon wichtiger

sind“, sagen Walter und Sabine Höll.

Lässige Gastgeber hat man an der Adresse

Spielbergweg 207 sowieso. Und

alles mitten in der Bergeinsamkeit. Man

muss also nur noch seinem Navi beibringen,

wie man dort hinfindet.

Foto: Spielberghaus/Familie Höll

62 SPORTaktiv


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SPORTaktiv 63

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64 SPORTaktiv


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Die Salzkammergut Trophy

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Welterberegion Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut

ist für ihre

Extremdistanz mit 210 Kilometern

und mehr als 7.000 Höhenmetern

bekannt – ein wahrer Ritt

durch die Hölle.

Dabei gibt es in der Bilderbuchlandschaft

rund um Bad

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passende Distanzen. Ob 22 oder

37 Kilometer für all jene, die

ihren ersten MTB-Marathon in

Angriff nehmen wollen, oder die

Strecken über 53, 74 oder 119

Kilometer, auf denen ambitionierte

Radsportler ihre Kondition auf

die Probe stellen können. Dazu

gibt’s einen eigenen Marathon für

Gravelbikes und einen Bewerb für

e-Mountainbikes.

Heiße Wettkämpfe und coole

Partys neben den Rennstrecken

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Zwischen dem Kleinzeller Granitmarathon

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dem Mondsee-5-Seen-Marathon

(30.06.) oder dem King of the

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Mountainbiker, zum Teilnehmen

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Foto: Salzkammergut Trophy – Dachstein mit

Gosausee (© sportograf.de)

SPORTaktiv

65


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Bike Downhill Weltcup

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Der Bikepark Leogang ist ein Hotspot

für Biker und Österreichs einziger

Austragungsort des UCI MTB Downhill

Weltcups. 2019 wird er noch um

einige Attraktionen reicher: Im Sommer

eröffnen der neue Antonius-Trail und

die Steinberg–Line – wobei Letztere ein

absolutes Highlight wird: Zehn Kilometer

lang, 969 Höhenmeter und angenehm

befahrbare Kurven versprechen

Spaß für alle. Neu im Bikepark Leogang

ist auch der 5000 m2 große Pumptrack.

In der Region gibt es auch zwei weitere

schmale, von Hand gebaute Singletrails

mit traumhaften Aussichten: der Forsthof-Trail

und der Schwarzleo-Trail.

Wer sich zum ersten Mal mit dem

Mountainbiken auseinandersetzen

möchte, ist im Riders Playground an der

Talstation der Leoganger Bergbahnen

bestens aufgehoben. Der zählt zu den

größten Einsteigerparks in Europa.

Aufladen und einchecken

Saalfelden Leogang gehört auch zu den

größten E-Bike-Regionen weltweit und

eignet sich bestens für ausgedehnte

Elektro-Radtouren. An zahlreichen

Tankstellen, in Partnerhotels, Sportgeschäften

und sogar auf Almen können

die E-Biker während der Rast ihre

Akkus aufladen.

In den spezialisierten Bike-Hotels

ist man ganz auf Radfahrer eingestellt.

Von abschließbaren Fahrradkellern über

Leihwerkzeug bis hin zum Wäscheservice

ist dort das Service für Biker

maßgeschneidert.

Fotos: Saalfelden Leogang Touristik/Klemens König

66 SPORTaktiv


Gerüstet für den Trail mit

dem Giro-Helm Montaro

Mips und das neue

Giro-Schuhmodell

Privateer Lace ist ein

echter Alleskönner.

OLIVE UND

ALL MOUNTAIN

Die Merinosocken

machen jedes

Abenteuer mit. Die

Handschuhe

bieten Schutz und

Top-Lenkgefühl.

GIROS NEUE MOUNTAIN-KOLLEKTION

IST NUR NICHT NUR FUNKTIONELL

EIN HIGHLIGHT, SONDERN AUCH

OPTISCH EINE AUGENWEIDE.

ANZEIGE / Fotos: Giro

Rechtzeitig zum Beginn der neuen

Bikesaison trumpft US-Hersteller

Giro mit einer neuen und sehr stylishen

All-Mountain-Kollektion auf. Fashion trifft

Safety ist das Motto.

Der neue Helm MONTARO (mit

Mips-System) fühlt sich überall wohl, ob

lange Anstiege oder technische Abfahrten.

Mit Roc Loc Air, P.O.V. Plus Visier, Goggle

Integration und integrierter Halterung für

Kamera oder Helmlampe spielt der Montaro

(16 Belüftungsöffnungen, 370 g) technisch

alle Stückerln. Ebenfalls in der trendigen

Bikefarbe Olive kommen die Trailgloves

Giro XEN, die Protektion, Passform und

ein Top-Lenkgefühl vereinen. Die neuen

Schuhmodelle PRIVATEER (Herren) und

MANTA (Damen) vertrauen auf die aggressive

und bewährte Nylon- und Gummisohle,

das Schnürsystem garantiert Komfort

und guten Sitz. Apropos: Dafür sorgen auch

die Merinosocken in – richtig – Olive.

Giro ist der US-Spezialist

für Helme

und Bikebekleidung.

Hauptsitz in Santa

Cruz, Kalifornien.

www.giro-sports.com

SPORTaktiv

67


VORLAGE TIROLER

MTB-MODELL 2.0,

DIE SINGLETRAIL-KLASSEN

GRÜN – SEHR LEICHT

Für Trail-Einsteiger, nur Grundkenntnisse

erforderlich, leichte

Stürze dennoch möglich. Sehr

flach (max. 9 bis 15 %), gleichmäßiger,

griffiger Untergrund, keine

Wurzeln, keine Steine, keine Hindernisse,

lange und weite Kurven,

keine Sprünge, Breite mind. 1 m.

BLAU - LEICHT

Für Einsteiger und Fortgeschrittene,

gute Balance nötig, Stürze in

ungefährliches Gelände möglich.

Flach (Durchschnitt bis 12 %, max.

30 %), ungleichmäßige Oberfläche,

vereinzelt Wurzeln und

Steine, kleine Absätze, enge, aber

leicht fahrbare Kurven, Sprünge

überrollbar, Breite mind. 60 Zentimeter.

ROT – MITTELSCHWIERIG

VON STS UND

DER ÜBERDOSIS

TRAIL

WELCHE SCHWIERIGKEIT HABEN

MTB-STRECKEN? WAS KANN ICH

MIR ZUTRAUEN? ÖSTERREICH SUCHT

HEUER DIE ÖNORM FÜR MTB-STRECKEN

UND HAT IM SOMMER ERSTE

PILOTPROJEKTE LAUFEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Für Fortgeschrittene, sehr gute

Technik und Balance erforderlich,

Stürze aus größerer Höhe

möglich. Steil (Durchschnitt bis 20

%, max 60 %), teils lose, schnell

wechselnde Untergründe mit

Wurzeln und Steinen, Absätze

und Stufen, sehr enge und steile

Kurven, Sprünge nicht überrollbar

aber umfahrbar, Breite mind. 30

Zentimeter.

SCHWARZ – SCHWIERIG

Für Experten, exzellente Technik

notwendig, Absturzgefahr, Lebensgefahr.

Extrem steil (Durchschnitt

mind. 20 %, max. mehr als 70 %),

sehr lose, große Steine, sehr hohe

Absätze und Stufen, extrem steile

und enge Kurven, Sprünge nicht

überrollbar und nicht umfahrbar,

Breite 20 Zentimeter.

www.bergwelt-miteinander.at

Biken boomt. In Österreich nutzen

800.000 Radfahrer ihre Mountainbikes.

Aus Deutschland werden

Zahlen überliefert, wonach im Jahr

2018 mehr als 11 Millionen Deutsche

„ab und zu“ biken und 3,77 Millionen

„häufig“ Mountainbike fahren (Quelle:

Statista 2019). Der erfreuliche Trend zu

Bike und Natur bewirkt, dass darunter

sehr viele Einsteiger sind, die erste Kontakte

mit Forststraßen, Waldwegen und

Singletrails knüpfen. Nicht alle finden

auf Anhieb den adäquaten Schwierigkeitsgrad.

Manche fadisieren sich, andere

sind überfordert.

Skalen, Pläne und Systeme, die die

Schwierigkeit von MTB-Trails beschreiben,

gibt es seit den Anfangstagen.

Ob die legendären Moser-Guides vom

Gardasee, Farbsysteme, Buchstaben-

codes oder Sternderl-Leisten für Panorama,

Kondition und Schwierigkeitsgrad

– sämtliche Ansätze drehen sich um die

kaum lösbare Aufgabe, Dutzende Eigenheiten

von Mutter Natur in ein auf

einen Blick fassbares Schema zu pressen.

Wie bewertet man kurz und anschaulich

einen ganz leichten Waldweg, den

Kleinkinder fahren können, wo aber

eine riesige Steinstufe lauert? Leicht

oder unfahrbar? Wie bewertet man

die Fahrtdauer, wenn eine Tour zwar

fahrtechnisch einfach ist, aber 8 Stunden

dauert? Wie Trails, die trocken

ein Kinderspiel, bei Nässe aber eine

unfahrbare Challenge sind? Zudem ist

auch der Typ Mountainbiker sehr unterschiedlich:

Der Urlauber will zwischen

Wellness-Nachmittag und Abendbuffet

die zwei Stunden effektiv nutzen und

Foto: iStock

68 SPORTaktiv


saugt Daten wie Kilometer, Höhenmeter,

Steigungsprozente, Erlebnisfaktor

und Strava-Segmente gierig auf. Er ist

auf jede Info angewiesen, Überraschungen

und Herausforderungen braucht er

nicht. Der gegensätzliche Zugang ist der

des Abenteurers, der ganz ohne Plan aufbricht,

nur das Unbekannte sucht und

dann von „diesem einen Trail“ schwärmt,

den er irgendwo in einem abgelegenen

Tal gefunden hat. Oder sich eben episch

verkoffert hat. Die Geschmäcker sind

verschieden. „Die Schwierigkeit ist, alles

unter einen Hut zu bringen“, sagt Jürgen

Pail, der als steirischer MTB-Verantwortlicher

auch so seine Erfahrungen

gemacht hat. Man kann jeden Meter der

Strecke vermessen, prozentuell für Schotter,

Waldboden, Gras, leicht/schwer etc.

ausweisen und mehrfärbige Höhenprofile

zeichnen. „Unglaublich aufwendig.

Das ist der technokratische Ansatz“, sagt

Pail. Im Gegensatz dazu kann er dem,

wie er es nennt, „sinnlich-emotionalen

Ansatz“ fast mehr abgewinnen. „Ein aussagekräftiges

Bild vom Trail, wo ich mir

denke, da muss ich hin, und daneben ein

Glas Rotwein, das mir quasi die Belohnung

illustriert. Mehr brauch ich nicht.“

In Deutschland wird seit Jahren die

Singletrail-Skala (STS) hergenommen,

nach Österreich ist sie kaum übergeschwappt.

In sechs Schwierigkeitsklassen

werden von S 0 bis S 5 alle denkbaren

Hindernisse und technischen Erfordernisse

beschrieben.

ÖNORM als neuer Ansatz

In den Tourismusregionen, die das Biken

immer mehr entdecken, braucht

es einfache, für alle rasch verständliche

Lösungen. Aus dieser Ecke kommt auch

der neueste Vorstoß. „Der Sport geht in

die Breite und es gibt große Unsicherheiten

bei Betreibern, was Beschilderung

und Schwierigkeitsgrade betrifft“, holt

Hubert Leibl aus. Der Wiener leitet in

SPORTaktiv

69


DIPL. ING.

HUBERT LEIBL

ist studierter Kulturtechniker

und leitet die Arbeitsgruppe

der Trail-ÖNORM.

www.balzamico.at

WAS IST EIN

STANDARD BZW.

EINE ÖNORM?

Wien ein Ingenieurbüro für Kulturtechnik

und Wasserwirtschaft, selbst ist der

Diplom-Ingenieur seit Jahren begeisterter

Mountainbiker. Mit der Firma

Bal zamico Trail Design entwickelt er

Mountainbike-Anlagen wie Bikeparks

und Pumptracks. „Durch die Beschäftigung

mit Mountainbike-Destinationen

hat man ständig mit der Schwierigkeit

der Bewertung und Beschilderung von

Strecken zu tun.“ Leibl war mit dem

Status quo nicht zufrieden. Auf seinen

Antrag hin wurde durch das Austrian

Standards Institute eine Arbeitsgruppe


FÜR DEN SOMMER

WOLLEN WIR DREI

STRECKEN DEFINIEREN,

UM DIE ÖNORM IN DER

PRAXIS ZU TESTEN.

zur Erarbeitung einer „Mountainbike-ÖNORM“

eröffnet. Die ÖNORM

soll Anforderungen an die Planung,

Ausführung und den Betrieb von ausschließlich

für das Mountainbiken

errichteten Wegen und Baulichkeiten

definieren sowie Orientierung, Kommunikation

und Schwierigkeitsklassifizierungen

geben. Leibl selbst leitet diese

Gruppe und berichtet vom aktuellen

Stand: „Jetzt im April wollen wir die

Kategorien finalisieren, bis zum Sommer

drei Teststrecken ausschildern und im

Herbst in die Finalphase einbiegen. Die

ÖNORM sollte bis Mitte 2020 stehen.“

So wie alle Normen in Österreich ist

STANDARDS (Z. B. ÖNORMEN

UND ISO-STANDARDS) SIND VON

FACHLEUTEN ENTWICKELTE

EMPFEHLUNGEN. SIE SIND

LÖSUNGEN FÜR KONKRETE

ANWENDUNGSFÄLLE UND

BRANCHENÜBERGREIFENDE

HERAUSFORDERUNGEN DER

WIRTSCHAFT UND DES

ÖFFENTLICHEN BEREICHS.

ALS AKTUELLES UND

ANERKANNTES PRAXISWISSEN

STELLEN STANDARDS SICHER,

DASS EINS ZUM ANDEREN PASST

UND UNSER MODERNES LEBEN

TÄGLICH FUNKTIONIERT.

(DEFINITION LT.

WWW.AUSTRIAN-STANDARDS.AT)

WWW.BALZAMICO.AT

WWW.SINGLETRAIL-SKALA.DE

dann auch die Mountainbike-ÖNORM

kein Gesetz, betont Leibl, „aber sie definiert

die Mindeststandards.“ In erster

Linie soll die Norm auf neu zu bauende

Trails angewendet werden, sie macht

aber auch im Nachhinein bereits bestehende

Strecken normierbar.

Als Vorlage für die neue österreichische

Norm dient zum einen das einfache

und weltweit gängige System der Skipistenkategorisierung

in den drei bzw.

vier Farben Grün, Blau, Rot, Schwarz

und zum anderen das seit 1997 bestehende

Tiroler MTB-Modell, das alle

Routen tirolweit einheitlich beschildert

und das mit den Tourismusverbänden

kooperiert. Die Streckeninfos

kommen von Open Government Data

(OGD). „Wir haben Gestaltungsspielraum

und es geht auch um einheitliche

Layouts etc.“, erklärt Leibl. Eine

Herausforderung ist, die Beschreibungen

so zu gestalten, dass sie für

die Tiroler und Salzburger Bergwelt

genauso gültig ist wie für sanftere

Landschaften in Niederösterreich oder

im Burgenland.

Übrigens ist, analog zu den Graden

bei Kletterrouten, immer die schwierigste

Passage des Trails ausschlaggebend

für die Bewertung. Beispiel:

Ein leichter („blauer“) Trail mit einer

schwierigen („schwarzen“) Passage

wird als schwarzer Trail kategorisiert.

„Das ist für uns die einzig machbare

Lösung.“ Die deutsche STS hingegen

erlaubt auch differenzierende Definitionen

wie „S 2 mit zwei S-4-Passagen“.

Sie komme für Österreich nicht infrage,

so Leibl, weil sie „sehr spezialisiert

und wohl nur für Hardcore-Biker“

anwendbar ist.

Fotos: iStock, Leibl

70 SPORTaktiv


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TRAILBOSS

IM ANFLUG

GIANT ENTHÜLLT SEINE BRANDNEUEN

TRANCE-29-TRAILBIKES. MIT DER NEUESTEN

GENERATION DER MAESTRO-FEDERUNG

UND DER TOP-TRAIL-GEOMETRIE VEREINT

DAS TRANCE SPEED, STABILITÄT UND

KONTROLLE IM GELÄNDE.

ANZEIGE / Fotos: Giant

72 SPORTaktiv


JOE

STAUB

Giant Offroad Development Manager

www.giant-bicycles.com

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Was bewirkt Giants auf 29-Zoll-Laufräder

abgestimmte Geometrie?

ECKDATEN

TRANCE ADVANCED

PRO 29 1

RAHMEN: Giant Trance

Advanced Pro Carbon

DÄMPFER: Fox Performance Float

DPX2, Metric Trunnion, 115 mm,

Maestro Suspension

FEDERGABEL: Fox 34 Performance

Float, 130 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Sram Guide T 180 mm

LAUFRÄDER: Giant TRX 1 Carbon

Laufradsystem/Giant DBL TWO

by DT Swiss 360/Sapim-Speichen

REIFEN: Maxxis Minnion

DHF/DHR EXO 29 x 2,3

GEWICHT: 12,8 kg

PREIS: 4799,90 Euro

2 ALLUXX-SL-VARIANTEN:

ab 2599,90 bis 3999,90 Euro

3 VOLLCARBON-VARIANTEN:

ab 4199,90 bis 7999,90 Euro

www.giant-bicycles.com/at

Dank großem 29-Zoll-Durchmesser

rollen die Räder souveräner und stabiler

im Gelände. Kürzere Kettenstreben, längeres

Oberrohr – alles wurde überdacht

und perfekt ausbalanciert. Mit der neuen

Trance-Serie hast du mehr Schwung für

technische Anstiege und mehr Sicherheit,

um über schnelle Singletrails zu fliegen.

Was bringt das Trail-Tuned-Fahrwerk?

Das Ergebnis ist eine sensationelle Agilität

und Effizienz bergauf und enorme

Kontrolle auf schnellen Abfahrten. Die

neue Geometrie hat einen flachen 66,5-

Grad-Lenkwinkel und einen 74,5 Grad

steilen Sitzwinkel. Zusätzlich bietet die

Gabel 44 mm Offset. Schwieriges Gelände

ist plötzlich das einfachste der Welt.

Das Maestro-System ist überarbeitet?

Der neue Carbon-Umlenkhebel erhöht

die Steifigkeit, das Maestro-Federungssystem

nutzt jetzt die neue Trunnion-Dämpferaufnahme,

die Platz für

mehr Dämpferhub lässt und so für ein

feineres Ansprechverhalten sorgt. Die

115 mm am Heck passen optimal zur

130 mm-Federgabel.

SPORTaktiv

73


1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

DIE KRACHMACHER

Oberhalb des All-Mountain-Segments angesiedelt haben die

Enduro-Bikes in den letzten Jahren viele Trends ausgelöst

und sogar eigene Rennserien bekommen. Die Enduros sind

bergauf noch passabel zu pedalieren, spielen ihre Trümpfe

aber vor allem im schweren Gelände und bergab aus. Flache,

lange Geometrien und eine aufrechte Sitzposition machen

Spaß und sorgen für Flow. Die Federwege beginnen bei 140

mm und sind auf bis zu 170 mm und mehr angewachsen. Das

sind kleine Downhill-Geschosse, die vor nichts zurückschrecken.

Auch bei Endurobikes sind verstellbare Geometrien und

Dämpfer groß in Mode und erweitern das Einsatzgebiet, weil

man das Rad speziell fürs Bergauffahren straffen und steiler

stellen und fürs Bergabheizen weicher und flacher abstimmen

kann.

Bei Enduro-Bikes ist alles auf Handling, Haltbarkeit und

Grip ausgelegt. Sie sind deshalb schwerer und liegen richtig

ausgewachsen um die 14, 15 kg und darüber. Viele „Brummer“

werden aber ohnehin in Bikeparks und mit Shuttles

verwendet, das Übergewicht spielt also keine große Rolle.

Preislich beginnen Enduros auch erhöht und starten ab 2000

bis 2500 Euro. Nach oben – wie immer – keine Grenzen.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

Carbon und Alu

140 bis 180 mm

Downhill, schweres Gelände, Handling

13,5 bis 16 kg

27,5 und 29 Zoll

etwa 2,6 Zoll, aggressives Profil,

pannensicher

Foto: Giant/Jake‘s Point of View

74 SPORTaktiv


4. LADY-BIKES 5. TOUREN-E-MTB

6. ENDURO E-MTB

SPORTaktiv

75


KA WUMM

FEUER FREI FÜR DIE ENDUROS.

DIESE BOLIDEN HABEN ORDENTLICH PULVER.

170 MM FEDERWEG

TWINLOC FEDERUNGSSYSTEM

CARBON-HMX-RAHMEN

SCOTT RANSOM 900 TUNED

RAHMEN: Ransom Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,4

GABEL: Fox 36 Float Factory Air, 170 mm

DÄMPFER: Fox Nude TR Evol Trunnion, 170 mm

SCHALTUNG: Sram X01

BREMSEN: Sram Code RSC 4 Piston Disc,

200/180 mm

GEWICHT: ca. 13.2 kg

PREIS (UVP): € 7599,–

www.scott-sports.com/at

160 MM FEDERWEG

INTEGRIERTE STASHBOX

AUSGEWOGENE GEOMETRIE

BERGAMONT TRAILSTER 10

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER: 29 x 2,3

GABEL: Fox 36 Float Performance, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float Performance X2,

145 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Sram Guide RS, 200/180 mm

GEWICHT: 14,8 kg

PREIS (UVP): € 3999,–

www.bergamont.com/at

PERFORMANCE CARBON

STRAIGHT LINE LINK

150 MM FEDERWEG

KTM PROWLER SONIC 12

RAHMEN: Prowler Performance Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,35

GABEL: Fox 36 K Float, 150 mm

DÄMPFER: Fox K Float DPS, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR M9100

BREMSEN: Shimano XTR M9120 4-Piston/ Rotor

180/180 mm

GEWICHT: 12,6 kg

PREIS (UVP): € 6799,–

www.ktm-bikes.at

FORTSCHRITTLICHSTE FEDERUNGSTECHNIK

27,5 ZOLL – AGILITÄT UND KONTROLLE

ENDURO-GEOMETRIE

GIANT REIGN ADVANCED 0

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,5

GABEL: DVO custom-tuned Diamond D1,

170 mm

DÄMPFER: DVO Jade Coil, 160 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle

BREMSEN: Sram Code RSC,

200 mm/180 mm

GEWICHT: 13,1 kg

PREIS (UVP): € 7399,90

www.giant-bicycles.com/at

Fotos: Hersteller

76 SPORTaktiv


TOP PREIS-LEISTUNG

LEICHTER ALUMINIUMRAHMEN

HOCHWERTIGE FEDERGABEL

TREK REMEDY 8

RAHMEN: Alpha Platinum Aluminium

LAUFRÄDER: 27.5 x 2,6

GABEL: RockShox Lyric, Debon Air, 160 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe RT3, 150 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Sram Guide R

GEWICHT: 14,6 kg

PREIS (UVP): € 2999,–

www.trekbikes.com/de

GEOMETRIE-VERSTELL-SYSTEM

VOLL-CARBON-RAHMEN

MODERNE GEOMETRIE

ROSE PEAK 4 EN

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,35

GABEL: Fox 36 Float Fit RC2 Factory, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float X2 Factory, 165 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle 12-fach

BREMSEN: Sram Guide RSC 200/180 mm

GEWICHT: ca. 13,4 kg

PREIS (UVP): € 4599,–

www.rosebikes.de

ROBUSTER, ABER LEICHTER RAHMEN

ÖHLINS-TTX-COIL-DÄMPFER

ÖHLINS-RXF-36-ÖL-LUFT-FEDERGABEL

SPECIALIZED ENDURO PRO

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: Öhlins RXF 36, 160 mm

DÄMPFER: Öhlins TTX Coil, 160 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: SramCode R, 200/200 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 7699,–

www.specialized.com/de

LEICHTER VOLLCARBONRAHMEN

ANTRIEBSNEUTRALE KINEMATIK

HOCHEFFIZIENTES ENDURO

SIMPLON RAPCON 160

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,4/2,8

GABEL: RockShox und Fox (optional), 160 mm

DÄMPFER: RockShox, 160 mm

SCHALTUNG: Sram und Shimano (optional)

BREMSEN: Shimano und Magura MT (optional)

GEWICHT: ab 12 kg

PREIS (UVP): € ab 4349,–

www.simplon.com

SPORTaktiv

77


RADIKAL

NEUE IDEEN

BMC STELLT MIT DEM NEUEN

FOURSTROKE EIN RADIKALES

RACEBIKE AUF DIE REIFEN.

ENTWICKELT FÜR PROFIS UND

KOMPROMISSLOSE HOBBY-RENN-

FAHRER. SUPERLEICHT,

SUPERSTEIF, EIN WUNDERWERK

AN INNOVATIONEN.

ANZEIGE / Foto: BMC

78 SPORTaktiv


HANS-PETER KUNER

Marketingmanager bei BMC

www.bmc-switzerland.com

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

BMC FOURSTROKE O1 ONE

RAHMEN: Carbon, Fourstroke 01 – Advanced Pivot System,

mit Sattelstütze Race Application Dropper und

80 mm Absenkung

DÄMPFER: Fox Float DPS Factory, 100 mm

FEDERGABEL: Fox Float 32 SC Factory Remote, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle

BREMSEN: Sram Level Ultimate

NABEN/FELGEN: DT Swiss XRC 1200/

DT Swiss XRC 1200 Carbon 25

REIFEN: Vittoria Barzo TR, 29 x 2,25

GEWICHT: 10,4 KG

PREIS: € 9999,–

WEITERE MODELLE:

01 TWO € 7999,–

01 THREE € 5999,–

www.bmc-switzerland.com

Was kann die innovative Sattelstütze

Race Application Dropper RAD?

Wenn Form auf Funktion trifft, ist es

RAD! Das beschreibt die erste integrierte,

absenkbare Sattelstütze für XC-Rennen.

Technisch immer anspruchsvollere

XC-Strecken und der Wunsch nach

möglichst geringem Gewicht sind die

beiden Voraussetzungen für die RAD.

80 mm Absenkung, 100 Gramm leichter

als herkömmliche Stützen, 30 % stabiler

durch die elliptische Form.

Die neue Geometrie ist radikal anders!

Extrem schnell im Uphill und attackieren

im Downhill – die Kurse im

Worldcup verlangen ein Umdenken in

Konstruktion und Geometrie. Ein extrem

flacher Lenkwinkel mit 67,5 Grad

und gesteigerte Steifigkeit des Rahmens

bringen die entscheidenden Vorteile

Was ist noch neu?

Gewichtsersparnis durch weniger verbaute

Teile, jedes Element wurde gewichtsoptimiert.

Dazu ein integrierter

Gabelanschlag, ein gerades Unterrohr für

mehr Steifigkeit im Lenkkopf, einlaminierte

Kabelkanäle, kürzere Kettenstreben,

steiferes Tretlager und der Mudflap

– unser bislang radikalstes Racebike.

SPORTaktiv

79


GEBÜNDELTE

6 LÄNDER, 20 BIKEPARKS,

160 TRAILS. DIE 20

BESTEN BIKEPARKS

EUROPAS WERDEN

IN DER GRAVITY

CARD ZUSAMMENGE-

FASST. HEUER NEU IM

LIFT-VERBUND:

DIE PETZEN IN KÄRNTEN

UND WILLINGEN (GER).

UND FAST ÜBERALL IN

ÖSTERREICH

SCHIESSEN DERZEIT

DIE LEGALEN TRAILS AUS

DEM BODEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

S

C

H

W

E

R

K

R

A

F

T

In der Mountainbike-Diktion gilt „Gravity“

(zu Deutsch: Schwerkraft) als Umschreibung

für in erster Linie hügelabwärtsgewandtes

Fahrradfahren. Also runter. Zurückverwandelt

ins Rennenglisch: Downhill.Weil

es gar nicht so wenige sind, die den Sinn des

Bikens im Downhill sehen – und das ist ja

auch die Ursprungsform des Sports an der historischen

Geburtsstätte in Marin County nahe

San Francisco – haben sich nicht nur viele

Betreiber auf Downhillstrecken und Bikeparks

konzentriert, sondern sich in der Evolution

auch Kategorien wie Enduro-Bikes, Freerider

und Downhill-Boliden entwickelt.

Foto: Leogang/Clemens König

80 SPORTaktiv


Seit vielen Jahren gibt es in Europa

einen Zusammenschluss vieler Parks, die

im Ticketing nach außen gemeinsam

mit der Gravity Card auftreten – einer

Liftkarte, die eine Saison lang für alle

Parks gilt. 20 Bikedestinationen aus

Deutschland, Österreich, Tschechien,

Schweiz, Slowenien und Italien (Reschenpass)

locken mit 160 Trails. Die

Initiative ging einst von den Leoganger

Bergbahnen aus, die mit Kornel Grundner

auch den Geschäftsführer stellen.

Die Gravity-Mitglieder betreiben ihre

jeweiligen Seilbahn- und Liftanlagen

sowie Bikeparks und Downhillstrecken

aber eigenverantwortlich und rechtlich

selbstständig. Der Erwerb der Gravity-Saisonkarte

berechtigt zur Benutzung

der Bergbahnen und Freizeiteinrichtungen.

Wie beim Skifahren ist der Spaß

nicht ganz billig: Das Jahresticket kostet

für Erwachsene 470 Euro und rentiert

sich, umgerechnet auf die jeweiligen Tageskarten,

ab dem etwa 13. Besuch eines

der Bikeparks.

„Früher waren die Zielgruppe die

Downhiller“, erzählt Michael Marte, der

Marketing-Verantwortliche und selbst

– klar – ein Biker. „Jetzt hat der Enduro-Boom

nicht nur mehr Biker in die

Parks gebracht, sondern auch für eine

Veränderung der Strecken gesorgt.“ Waren

es früher heftige Downhillstrecken,

sind jetzt Enduro-Trails (etwas langsamer,

kürzere Sprünge) in Mode. „Der

Sport entwickelt sich ständig weiter, wir

müssen am Puls der Zeit bleiben“, weiß

Marte. Die 3-Länder-Trails am Reschenpass,

Sölden und Saalbach sind für ihn

die besten Beispiele der neuen Trailart.

E-Biker sind in den Bikeparks noch selten,

Enduro-E-Biker, die bergauf keinen

Lift brauchen, sind aber gerade dabei,

die Trails zu erobern und bergauf die

„Uphill-Flowtrails“ zu nutzen.

20 Partner gibt es schon. Was ist die

Obergrenze? „Wir streben nicht nach

größtmöglicher Quantität, im Gegenteil“,

sagt Marte. „Wir wollen ein gewisses

Qualitätslevel sicherstellen, dem

Kunden ein vollständiges Bikeerlebnis

garantieren und auch eine gewisse geografische

Abdeckung erreichen.“ Top-Infrastruktur

mit Bergbahn, Bikeverleih,

Waschanlage und einem entsprechenden

Streckennetz sind die wichtigsten Kriterien,

die die Gravity-Card-Partner selbst

als Standard definieren. „Wir haben immer

wieder Bewerber, die wir vertrösten

müssen, die wir aber in der Entwicklung

beobachten.“

Die Saison startet

Noch wird in vielen Destinationen

kräftig gebaggert, aber wenn im Frühjahr

die Baumaschinen, Schaufeln und

Planierraupen weg sind, ist garantiert

wieder der Teufel los: Sölden ist mit seiner

Bike Republic sowieso ein Vorreiter.

Als Rennveranstalter hat auch Saalfelden-Leogang

längst eine Reputation, die

die nationalen Grenzen sprengt. Mehr

als eine Million Euro steckt die Region

gerade in den Ausbau der Bike-Infrastruktur,

mit dem neuen Namen „The

Epic Bikepark Leogang“ öffnet das

Herz der Trails am 10. Mai seine Tore.

Mit Willingen in Deutschland und der

Petzen im österreichischen Kärnten sind

zwei neue Destinationen bei der Gravity

Card dabei.

Doch nicht nur in den bestehenden

Bikeparks und Trail-Mekkas wurde

eifrig gebaggert. Im Süden Österreichs

SPORTaktiv

81


können die Biker die Eröffnung des

groß angekündigten neuen Trails in Bad

Kleinkirchheim kaum erwarten. Als

„längster Flow-Country-Trail Europas“

soll die Strecke 15,9 km lang (!) ins Tal

führen und damit auch die Petzen mit

dem überlangen Flowtrail (11 km) als

Rekordhalter überflügeln. Der Trail-Einstieg

befindet sich auf 2055 m Seehöhe,

runter geht es mit den Bikes über 1000

Höhenmeter und mit durchschnittlich

nur 8 % Gefälle – das sollte vor allem

Einsteiger und Gravity-Schnupperlehrlinge

ansprechen.

Übrigens verzichten wir in der Übersicht

über alle Bikeparks und Trails auf

die exakten Eröffnungstermine, weil

hierzulande ein Wintercomeback oder

ein Unwetter schnell alles über den

Haufen werfen kann. Einige sind schon

offen, die meisten sperren im April/Mai

auf, die sicher aktuellsten Daten findest

du auf den jeweiligen Websites bzw.

Social-Media-Kanälen.

GRAVITY CARD

ÖSTERREICH

Bikepark Leogang (Salzburg): www.bikepark.saalfelden-leogang.com

Saalbach-Hinterglemm (Salzburg): www.saalbach.com

Bikepark Wagrain (Salzburg): www.snow-space.com

Bikepark Semmering (Niederösterreich/Steiermark): www.semmering.com

Schladming-Dachstein (Steiermark): Reiteralmtrails ab Juni 2019 in Betrieb,

Schladming wegen Gondelumbau geschlossen www.bikepark-schladming.at

Bikepark Tirol (Steinach am Brenner/T.): www.wipptal.at,

www.bikepark-info.com

Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis (Tirol): www.bike-sfl.at

Bikepark Brandnertal (Bürserberg/Vorarlberg): www.bikepark-brandnertal.at

Bike Republic Sölden (Tirol): www.bikerepublic.soelden.com

Bikepark Wurbauerkogel (Windischgarsten/OÖ): www.wurbauerkogel.at

3-Länder-Enduro-Trails Reschenpass (Nauders/Tirol bzw. Italien):

www.3-laenderendurotrails.com

Bikepark Innsbruck (Mutters/Tirol):

www.bikepark-innsbruck.com

MTB-Zone Bikepark Petzen (Kärnten):

www.mtbzone-bikepark.com/de/petzen

MIT LOLLIPOP &

STEILWAND

Der Bikepark Wurbauerkogel in

Windischgarsten hat viel zu bieten,

tolle Bike-Erlebnisse für Freerider

und Familien, den größten Wallride

Österreichs und die Downhill-Staatsmeisterschaft.

Inmitten der Region Pyhrn-Priel hat der

Bikepark Wurbauerkogel für jeden etwas

im Programm. Die Schwierigkeit der

Strecken lässt sich an den Namen ablesen.

„Blue Lollipop“ ist zum Beispiel für

Einsteiger, während sich auf den Downhill

„Black Widow“ nur noch Experten

wagen sollten. Begehrtes Bikepark-

Feature und im Bild zu sehen: der größte

Wallride Österreichs. Während sich

die Profis heuer am 25. und 26. Mai bei

der österreichischen Downhill-Staatsmeisterschaft

matchen, kann sich der

Bike-Nachwuchs auf dem Pumptrack an

höhere Aufgaben herantasten. Und im

Pyhrn-Priel-Bikecenter mit Verleih und

Werkstatt lädt eine gemütliche Sonnenterrasse

zum „After Ride Chill“ ein.

Neu: das Bikecenter beim 4,5 km

langen Singletrail bei der Wurzeralm-

Standseilbahn.

Öffnungszeiten: durchgehend von

11. 5. bis 6. 10. Wochenendbetrieb

ab 20. Bikepark 4. und von 12.10. bis 27.10.

T. +43/36 Wurbauerkogel 87/24 100-40

www.trailogie.at

ANZEIGE/Foto: Bikepark Wurbauerkogel

82 SPORTaktiv


DEUTSCHLAND

Bikepark Winterberg (Nordrhein-Westfalen): www.bikepark-winterberg.de

MTB-Zone Geisskopf (Bischofsmais/Bayern):

www.mtbzone-bikepark.com/de/geisskopf

MTB-Zone Bikepark Willingen (Hessen):

www.mtbzone-bikepark.com/de/willingen

TSCHECHIEN

Bikepark Spicak (Zelezna Ruda): www.sumava.spicak.cz

SCHWEIZ

Lenzerheide Bikepark: www.arosalenzerheide.swiss/de

SLOWENIEN

Bikepark Kranjska Gora: www.bike-park.si

Bikepark Krvavec (Cerklje na Gorenjskem): www.rtc-krvavec.si

PREISE GRAVITY CARD

Erwachsene € 470,–,

Jugendliche € 355,–, Kinder € 222,– (Jahrgänge 2003 bis 2012),

Gültigkeit 13. April bis 3. November.

www.gravity-card.com

WEITERE BIKEPARKS,

SAISONSTARTS UND

ÖFFNUNGSZEITEN:

www.bikepark-info.com

Übersicht über Trails auch auf der Website des

Gravity-Magazins „Lines“ auf

www.lines-mag.at

z. B.

• Wienerwald Trails und Hohe Wand Wiese

• Wexl Trails in St. Corona

• Bikepark Lienz

• Flow-Country-Trail in Bad Kleinkirchheim

• Area One und Baumgartnerhöhe in Villach

• Flowtrails am Nassfeld

• Flowtrails Koralpe

• Schöckl Trail Area und Plabutschtrails in Graz

• Bikearena Aflenz & Bikepark Mariazell

„WIR VERSTEHEN

KINDER“

Superleichte und leistbare Fahrräder,

die speziell für Kinder gebaut werden

– dafür steht woom, die vielfach

ausgezeichnete Fahrradmarke, die

sich zu 100 Prozent den Kindern verschrieben

hat.

ANZEIGE/Fotos: Gerhard Schmolke, Woom

Jedes Detail an den Rädern von woom

ist durchdacht. Es werden ausschließlich

Teile verbaut, die speziell für die

Anforderungen von Kindern konstruiert

worden sind. Heraus kommen dabei

Lauf- und Kinderäder von eineinhalb

bis 14 Jahren, die hochqualitativ und

sicher sind. Denn, so Mitgründer Christian

Bezdeka: „Unsere Mission ist es,

Millionen von Kindern die Liebe zum

Radfahren zu vermitteln.“ Und dafür

sind die woom-Räder perfekt.

WOOM AKTION|

Wer bis Ende Mai ein

woombike bestellt und als

Code „SPORTaktiv“ angibt,

zahlt keine Versandgebühr.

www.woombikes.at

SPORTaktiv

83


GRAVITY

VOR DEN TOREN VON GRAZ

DIE SCHÖCKL TRAIL AREA IST IN DEN

ALPEN EINZIGARTIG UND EIN ECHTES

GRAVITY-PARADIES.

Infos und Termine:

13. April: Kindertag

18. August: Enduro Gradec

30. November: Xmas Charity

www.schoeckl-trail.area.at

Direkt vor den Toren der steirischen

Landeshauptstadt wartet am Hausberg

der Grazer, dem Schöckl, die längste

seilbahnunterstützte Bike-Saison der

Alpen. Gefahren wird seit Ende März bis 4.

November 2019, von Montag bis Sonntag.

Aber auch dazwischen finden Gravity-Biker

ideale Bedingungen vor, da der Schöckl

trotz Seilbahn kein Skigebiet ist.

Südlage und Kalkstein sorgen dafür, dass

die Strecken schnell trocken sind, weil Wasser

durch den Kalk rasch abfließt.

Gibim und Gedscho

Dazu findet ihr am Schöckl knackige

Naturtrails von rot bis triple-schwarz.

Der „Gibim“ (für: Gib ihm) verläuft im

flacheren Gelände und ist die meistbenutzte

Strecke der Trail Area, bietet aber Steine

und Wurzeln und an den schwierigsten

Stellen einfachere Umfahrungen. Der „Gedscho“

(für: Geht schon) bietet dafür alles,

was die Hardcore-Fraktion sucht, und wird

nicht umsonst als die „Streif des Mountainbikens“

bezeichnet. Das Schöne daran: All

diese Strecken wurden mit wenig Eingriff in

die Natur geschaffen.

Im Zielbereich findet man dann klassische,

gebaggerte Bikeparkstrecken mit

großen Anlegern und Jumps sowie einen

großen „blauen“ Bereich mit Pumptrack,

Übungskurven und -sprüngen.

ANZEIGE/Fotos: The Gap Mountainbiking, Mario Bühner

84 SPORTaktiv


Foto: Wolfgang Watzke

EIN TICKET

160 TRAILS | 20 BIKEPARKS | 6 LÄNDER

spicak.cz

Bikepark

TIROL

Bikepark

Wurbauerkogel

GREEN: R169 G212 B44

BLACK: R0 G0 B0

WWW.GRAVITY-CARD.COM

SPORTaktiv

85


IM FLOW ÜBER

DIE REITERALM

Diesen Sommer öffnen die Reiteralm-Trails

ihre Pforten. Bis in den

Frühherbst könnt ihr dann im Flow

ins Tals rauschen. Dort haben auch

Einsteiger ihren Bikespaß.

Rund 15 Kilometer sehr „flowige“ Trails,

warten ab diesen Sommer in der Region

Schladming-Dachstein auf Biker. Und

zwar nicht nur auf Experten, sondern

vor allem auch auf Einsteiger und

Familien, denn die Singletrails auf der

Reiteralm sind leicht bis mittelschwer.

Mit dem Preunegg Jet kommst du von

Freitag bis Dienstag direkt zum Startpunkt

der 6 Trails. Alle Strecken sind auf

Naturwaldboden mit wenig bis mittlerem

Gefälle gebaut und haben teils

Holzelemente und Brücken eingebaut,

die für gute Abwechslung sorgen. Zudem

gibt es die Reiteralm-Junior-Trails

für den Bike-Nachwuchs, die ebenfalls

in mehrere Schwierigkeitsgrade aufgeteilt

sind.

Und wer ohne Bike und Ausrüstung

kommt, den stattet das Bikecenter Reiteralm

direkt bei der Talstation Preunegg

Jet mit dem richtigen Equipment aus.

KONTAKT

Reiteralm Bergbahnen

Gleiming 34

8973 Schladming

T. +43/64 54/73 57 0

info@reiteralm.at

www.reiteralm-trails.at

ANZEIGE/Foto: Lorenz Masser Fotografie

WETTKAMPF MIT

VIEL SPASS

Die Bosch eMTB-Challenge, die auch

heuer wieder im Rahmen der Salzkammergut-Trophy

von 12. bis 14.

Juli in Österreich Station macht, ist

eine Wettkampfserie mit maximalem

Spaßfaktor.

In Deutschland, der Schweiz, Frankreich,

Italien und Großbritannien

macht die eMTB-Challenge von Bosch

powered by Trek schon Station. Und

natürlich in Österreich bei der Salzkammergut-Trophy.

Wie beliebt die Rennserie

mit Spaßfaktor bereits ist, zeigen die

Anmeldezahlen. Aufgrund der großen

Nachfrage sind die Startplätze heuer

erstmals auf 150 pro Veranstaltung limitiert.

Im Schnitt müssen die Fahrer

35 Kilometer und 1000 Höhenmeter

bewältigen, Fahrtechnik und Orientierung

sind dabei ebenso wichtig wie

Kondition und cleveres Akku-Management.

Gefahren wird in drei

Klassen, die das gesamte Biker-Spektrum

abdecken: Amateur, Advanced

und Explorer, wobei in Letzterer ohne

Zeitmessung gefahren wird und der

Spaß eindeutig im Vordergrund steht.

GEFÜHRTE TESTFAHRTEN

MIT GRETA WEITHALER

Von 12. bis 14. Juli

Fr. 13 Uhr,

Sa.: 9.45, 13, 15, 17 und 18.30 Uhr.

So.: 9.30, 11.30 Uhr

www.trophy.at/MTB-Touren

Foto: Daniel Hug

86 SPORTaktiv


PERFECT FIT!

Die Bike-Shorts Cape York

von QLOOM sind aus einem

hochelastischen 4-Wege-

Stretchmaterial gefertigt.

Die per Laser geschnittenen

Lüftungslöcher machen diese

Qloom-Short zur perfekten

Sommerhose. Finde zur Short

das perfekte Shirt:

www.qloom.com

GÜTESIEGEL

MADE IN ENGLAND

Der britische Komponenten-Experte

HOPE genießt Kultstatus in Bikerkreisen.

Das werden die neuen Evo Cranks noch

untermauern. Die innovativen Kurbeln sind

leichter (560 g) und steifer und sorgen mit

dem selbstabziehenden Kurbelarm für eine

einfachere Montage.

www.hopetech.com

BIKE

NEWS

KUNTERBUNTER RUNTER|

Auf den Namen „Short Stack NoShock“

hört der neue All-Mountain-Helm von

SHRED. Das Rotational-Energy-System

(RES) ist die superleichte Lösung gegen

Rotationskräfte beim Aufprall, der

bienenwabenartige Slytech-Schaum

dämpft. Und erst der Style!

www.shredoptics.com

Fotos: Hersteller

SCHAUMSTOFF

ALS TRAUMSTOFF

Der Air-Liner von VITTORIA ist

ein auf Schaumstoff basierender

Durchschlagschutz für Tubeless-

Reifen, um die Felge zu schützen,

mehr Grip zu bieten und Pannen zu

verhindern. In vier Größen von 1,9

bis 4,0 Zoll erhältlich. Made in Italy.

www.vittoria.com/eu/tire-insert

FASTER HYDRATION

Zuckerfrei und in Apotheken-

Qualität ist der „Erste Sport-Eistee“

MVD – Mineral Vitamin Drink. Das

hochwertige Elektrolytgetränk enthält

Magnesium und Zink, ideal für

Trainingseinheiten bis 60 Minuten und

auch täglich im Alltag für Jung bis Alt

für mehr Ausdauer, ideal mischbar mit

CARBO plus. Am besten täglich frisch

gemischt.Mach aus Wasser Energie.

www.peeroton.com

SPORTaktiv

87


SPORTaktiv am Bike:

Claudia (links) wird

von Bikeguide Michi

instruiert, dann geht

es für sie und Nicole

(Bild rechts) auf

den Flowtrail.

GORILLA

UND GRAZIEN

NOCH NIE AM BIKE UND DANN GLEICH EIN

BIKEPARK UND FLOWTRAIL?

SPORTAKTIV VON 0 AUF 100.

VON NICOLE THÜRINGER

FOTOS: THOMAS POLZER

Die Zeit ist gekommen und wir folgen dem Ruf

des Trails. Meine Hände zittern vor Aufregung

und meine Beine werden plötzlich ganz weich.

Ich bin angespannt, verkrampft und in meinem Kopf

spielen sich erste Sturzszenarien ab. „Grundposition“,

ruft mir der Guide zu, und bevor ich losstarte, nicke

ich den anderen noch locker flockig zu, um meine

Unsicherheit zu überspielen. Obwohl ich innerlich

unruhig bin, ein flaues Gefühl im Magen habe und

mein Herz wie verrückt rast. Der Helm und die

Knie- und Ellbogenschützer engen mich ein und am

liebsten würde ich das Bike einfach hinschmeißen.

Wie zum Teufel bin ich hier gelandet und warum tue

ich mir das überhaupt an?

Darf ich vorstellen: Die zwei SPORTaktiv-Onlineredakteurinnen

Claudia & Nicole. Sportlich, angriffslustig,

elegant. Wir beweisen, dass Frauen mindestens

genauso gut biken können und überlassen

88 SPORTaktiv


den Herren der Schöpfung das Mountainbikefeld

nicht kampflos. Biken als

reine Männerdomäne? Fehlanzeige! Wir

starten ein kleines Bike-Experiment, bei

dem wir als komplette Bike-Neulinge

an der Seite eines Mountainbike-Guides

einen Tag lang in die Welt der Wexl

Trails in St. Corona (NÖ) eintauchen

dürfen.

Das erste Mal

Zur Begrüßung werden wir von Wexl-

Trail-Sonnenschein und Bike-Lady Ines

in Empfang genommen. Sie selbst ist

leidenschaftliche Bikerin und ganz aus

dem Häuschen, als sie von der neuen

Frauenverstärkung in der Mountainbike-Szene

erfährt. Bevor das ganze Bike-Trara

losgeht, gibt uns Guide Michi

einen kurzen Überblick über den Park

und unser Tagesprogramm. Ein unheimlich

sympathischer Kerl und ein absoluter

Bike-Pro, der seit mehr als zehn

Jahren auf dem Fahrrad unterwegs ist.

Wir starten mit einer Theorie-Session

und Michi erklärt uns die Basics des

Bikens und der Fahrtechnik. Dabei

jongliert er nur so mit exotischen Bike-Begriffen

und ich muss gestehen, dass

ich außer der Hardware eines Fahrrads,

wie Lenkung und Sattel, so gut wie

nichts kannte. Das Fahrrad war für mich

immer ein funktionelles Ding. Abgesehen

davon, dass ich als Kind zur Schule

geradelt bin oder während meiner Studienzeit

mit blumengeschmücktem Stadtrad

in Wien herumgekurvt bin, habe

ich das Bike nie als Sportgerät benutzt.

Mach den Gorilla!

Für unser Trockentraining geht es zum

Parkplatz. Um zunächst einmal ein

Gefühl für das Fahrrad zu bekommen,

schieben wir das Bike neben uns entlang,

von links nach rechts, zuerst mit

beiden Händen, danach mit nur einer

Hand, am Asphalt, dann auf Schotter.

Wir lernen die Grundlagen der Kurvenund

Bremstechnik, indem wir entlang

von Hütchen Slalom fahren oder mit

hoher Geschwindigkeit anfahren, um

danach rasch zu bremsen. „Jetzt üben

wir die Grundposition des Bikens und

machen den Gorilla“, schmunzelt uns

SPORTaktiv

89


Michi zu. Im selben Moment treffen sich Claudias

und mein Blick: „Zwei Grazien und eine

machohafte Gorillahaltung? Schlechter Scherz!“

Doch ehe wir darüber nachdenken können, wie

dämlich wir als aufgeplusterte Gorillas am Bike

aussehen würden – schwups, sind wir schon in

der Grundposition. Bei dieser Haltung liegt der

Körperschwerpunkt zentral über dem Tretlager

und man steht mit angewinkelten Beinen auf

den Pedalen, Arme sind ebenfalls angewinkelt.

So kann man beispielsweise bei Hindernissen

schneller reagieren.

Ach, und Balance am Bike? Negativ! Während

ich in meinen Yogakursen nur so vor Ausgeglichenheit

strotze, ist beim Biken auf einmal die

Balance weg. Futsch. Erst nach mehrmaligem

Probieren schaffe ich es, mit vorausschauendem

Blick durch zwei parallel aufgelegte Schnüre zu

fahren.

Doch es hilft alles nix und wir müssen jetzt

beweisen, was wir draufhaben, und wagen uns

zum Mini-Bikepark. Der Mini-Bikepark ist der

Ort, an dem Väter Freudentränen vergießen,

weil der jüngste Nachwuchs zum ersten Mal am

Laufrad den Parcours fährt. Hier schreiben die


BEIM YOGA STROTZE

ICH NUR SO VOR

AUSGEGLICHENHEIT,

BEIM BIKEN IST

DIE BALANCE WEG.

FUTSCH.

INFO

Die Wexl Trails liegen in

St. Corona am Wechsel (NÖ)

und bieten ideales

Gelände für Anfänger. Plus:

Pumptrack, Bikeshop,

Bikeschule, Verleih, Guiding.

www.wexltrails.at

Uproc7

Es geht um die

Freiheit, Gipfel zu

erklimmen.

-----

Erfahre mehr unter

www.flyer-bikes.com/mountain

90 SPORTaktiv

www.facebook.com/flyerbikes


Zunächst erklärt

uns Michi die

Bikes, am

Parkplatz gibt es

dann erste Tipps

für uns Neulinge.

jüngsten Biker Geschichte. Inklusive Claudia und

mir. Zum ersten Mal fahren wir den Parcours

und zirkeln durch die Anlieger-Kurven, bevor es

auf die „echten“ Trails geht.

Freiheit und Flow

Biken fordert nicht nur Körper, sondern auch

Geist. Wenn du einen Trail fährst, brauchst du

hundertprozentige Fokussierung. Ein besonderer

Thrill sind die Sekunden, bevor du in den Trail

einsteigst, wenn das Herz ein bisschen schneller

pocht und du es kaum erwarten kannst, loszulegen.

Das schärft noch mal die Sinne und verhilft

einem zu mehr Entschlossenheit. Du spürst die

Kontrolle über das Bike und gleichzeitig ist es

eine Lockerheit und ein Gefühl von Leichtigkeit,

das den ganzen Körper durchflutet.

Der Flowtrail schlängelt sich zwar relativ flach

durch den Wald, beansprucht mich aber trotzdem

und bei den Kurven muss ich meine Geschwindigkeit

oft drosseln, um nicht aus der Bahn zu geraten

und sie sauber auszufahren. Wir sporteln auf eine

spielerische Art und Weise. Fazit: Vorausschauend

fahren, nicht zu schnell werden, Kurven nicht unterschätzen,

rechtzeitig bremsen und darauf achten,

das Körpergewicht möglichst zentral zu halten.

Am Ende sind wir richtig k.o., aber auch ein

bisschen stolz über unseren schnellen Fortschritt.

Zugegeben, richtig biken lernt man zwar nicht

an einem Tag, doch mit den richtigen Tricks

kann man einiges rausholen. Es war ein absolutes

Privileg, einen Tag lang von einem echten

Bike-Pro lernen zu dürfen. Besonders cool fand

ich den gemeinschaftlichen Spirit und den haben

wir definitiv auch bei den Wexl Trails zu spüren

bekommen.

In unserer Leistungsgesellschaft dreht sich ohnehin

immer alles um „schneller, höher, weiter“.

Am liebsten würden wir jeden Schritt, jeden Kilometer

und jeden Höhenmeter messen. Beim Biken

habe ich das Gefühl, dass der Moment zählt

und dass der Spaß im Vordergrund steht. Sobald

man sich am Bike sicher fühlt, den Moment

genießt und im „Flow“ ist, bringt der Sport ein

unheimliches Freiheitsgefühl mit sich. Für zwei

Online-Redakteurinnen war die Premiere auf

den Trails jedenfalls ein kleiner Meilenstein und

die Grazien können sich nur allzu gut vorstellen,

künftig noch öfter in die Pedale zu treten und

zum Gorilla zurückzukehren.

© Saalbach.com / Christian Woeckinger © Saalbach.com / bause.at

®

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DAS SPORT- & WOHLFÜHLHOTEL

IM SALZBURGER LAND

FÜR BIKER, WANDERER UND FAMILIEN

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Schwarzacherweg 157 | A-5754 Hinterglemm

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Tel. +43 6541 6332 | hotel@hasenauer.at

91


HIGHTECH-

STRICKFABRIK

Klima-Wind-

Tunnel, 3D- Body-

Scanner, medizinische

Abteilung.

Strick-Experte

UYN wird seit

jeher von Innovationen

getrieben.

Und rüstet jetzt

Stars und Hobbysportler

aus.

Design, Funktionalität und

Innovation treiben seit jeher die

Familie Redini und ihr Unternehmen

an. Ende der 1950er-Jahre

hat Firmengründer Guido Redini mit

Damensocken eine aufregende Reise

angetreten und in den vergangenen 70

Jahren ist aus der lombardischen Manufaktur

mit „Trerè Innovation“ ein internationaler

Wegweiser geworden. Die

Richtung vorgeben und nicht Trends

hinterherlaufen ist ein Credo und heute

vertrauen auch die ÖSV-Stars rund um

Marcel Hirscher bei den Baselayern auf

das Wissen und die Technik von UYN.

„Unleash your Nature – Entfessle deine

Natur“ setzt mit einer einzigartigen

Gewebetechnik neue Maßstäbe in der

Sportbekleidung. Für UYN wurde das

Stricken zwar nicht neu erfunden, aber

auf eine neue Ebene gehoben.

Der dreidimensionale Aufbau des Stoffes

schafft die Voraussetzung, Athleten

aktiv zu unterstützen. Durch eine feine

Komposition aus Fasern, Struktur und

Materialstärke ist es möglich, einen

durchgehenden Stoff zu erzeugen, der

exakt auf die Bedürfnisse der einzelnen

Körperzonen abgestimmt ist. Stabilität,

Kompression, Wärmeregulierung oder

Atmungsaktivität – der Athlet bekommt

das, was er wo benötigt. Um künftig

noch besser die Ansprüche der Sportler

abdecken zu können, wird in Asola

auf mehr als 3500 Quadratmetern ein

Forschungs- und Entwicklungszentrum

mit einem Klima-Wind-Tunnel,

3D-Body-Scannern und einer sportmedizinischer

Abteilung errichtet. „Unsere

Kernkompetenz liegt seit Jahren im

Bereich der Baselayer, also der Unterwäsche

und der Socken“, sagt Giuseppe

Bovo, Brandmanager bei UYN,

„da haben wir einen reichen Schatz

an Erfahrungen gesammelt, den wir

nun in die Entwicklung unserer ersten

Lauf- und Radbekleidung einfließen

haben lassen.“ So wird mit Natex eine

Nylonfaser verarbeitet, die aus dem Öl

der Rizinussamen erzeugt wird. „Sie ist

um 25 Prozent leichter als vergleichbare

ANZEIGE Fotos: Alice Russolo

92 SPORTaktiv


Giuseppe Bovo

vom Baselayer-

Experten UYN hat

als erster Italiener

1990 den Ötztaler

Radmarathon

gewonnen.

DIE ALPHA-

BIKING-LINIE

Um an seine Grenzen zu

gehen, braucht man eine

Ausrüstung, die keine

Kompromisse eingeht. Die

Alpha-Bike-Kollektion unterstützt

auf dem Weg zur

Hochleistung.

www.uynsports.com

Nylonfasern und trocknet auch um bis

zu 50 Prozent schneller“, sagt Bovo,

der 1990 den Ötztaler Radmarathon

gewonnen hat. Mit speziellen Konstruktionen

wie Hypermotion2 wird

bei UYN die Anzahl störender Nähte

minimiert. „Das Material ist leicht, angenehm

weich und wird nicht nass. Die

Bewegungsfreiheit in den Schultern ist

einzigartig“, sagt Bovo. „Entfessle deine

Natur. Das ist nicht einfach ein Spruch,

das funktioniert wirklich.“

SPORTaktiv

93


STARKE KOMBI

FÜR SAUWETTER

AGU hat den Klassiker der

Schlechtwetterbekleidung, seit

1977 mit Auszeichnungen

überhäuft, wieder neu

aufgelegt. „The Original“ hat

hochwertige Materialien und

den traditionellen Streifenlook.

www.agu.com/en

READY

DIE BIKESAISON HAT GERADE SO|

RICHTIG BEGONNEN. HAST DU DEINE|

AUSRÜSTUNG PARAT? HIER NOCH|

EIN PAAR SCHNELLE TIPPS.|

SPOTLIGHT|

Das Spitzenmodell „LS 760 I-Go Vision“

von TRELOCK hat eine minutengenaue

Akkuanzeige und kann mittels Level-

Funktion am LCD-Display exakt

horizontal ausgerichtet werden, um

niemanden zu blenden. 5 Stufen, bis zu

100 Lux, per USB aufladbar.

www.trelock.de

KOPFSACHE

Schaut gut aus und schützt. Der modische

Enduro – und All-Mountain-Helm von BBB

hat zwölf Ventilationsöffnungen und das

TriFit-System für einhändige Bedienung. Die

antibakteriellen Innenpolster sind waschbar.

www.bbbcycling.com

Fotos: Hersteller

STONEMAN

TAURISTA

360°-Alpenpanorama: Auf 123 km mit

gewaltigen 4500 Höhenmetern führt

die exklusive Österreichausgabe des

„Stoneman by Roland Stauder powered

by Rocky Mountain“ entlang

von Almwiesen und Berghütten.

In 3 Etappen führt die Tour von Flachau

über das Grießenkareck und durch den

Bikepark nach Wagrain-Kleinarl. Über

Altenmarkt-Zauchensee geht es hinauf

zum 1768 m hohen Rossbrand bei Radstadt.

Ein überwältigender 360°-Panoramablick

über 150 markante Alpengipfel

wie Dachstein, Bischofsmütze oder

Großglockner krönt die Auffahrt. Der

Stoneman Taurista passiert in Richtung

Süden auf 1860 m die Almlandschaft

des Oberhüttensees – eingebettet in die

schroffen Berge der Schladminger und

Radstädter Tauern. Mit dem 2110 m

hohen Königsanstieg führt die Mountainbike-Challenge

Stoneman Taurista

auch durch Obertauern und zurück

nach Flachau. Starterpakete inkl. Starterkarte

bei Logis-Partnern oder Flachau

Tourismus erhältlich. Übernachtungspackages:

www.flachau.com/stoneman

KONTAKT

Flachau Tourismus

T. +43/64 57/22 14

info@flachau.com

www.flachau.com/stoneman

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94 SPORTaktiv


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SPORTaktiv 95

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1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

AUF KEINEN

FALL ROSA!

Im Vorjahr haben wir die Lady-Bikes nach langer

Diskussion aus unserer Auflistung gestrichen. Viele

Hersteller sind sich auch jetzt nicht sicher, ob es eigene

Räder für Frauen und Männer braucht. Es gäbe in der

Regel weniger anatomische Unterschiede zwischen

den Geschlechtern als im Spezialfall zwischen unterschiedlich

gebauten, großen und kleinen Männern

oder zwischen einzelnen Frauen, wird oft als Argument

genannt. Es leisten sich auch nur wenige Hersteller den

Luxus, wirklich eigene Damen-Modelle anzubieten.

Oft wird der Rahmen gleich gelassen und es werden

nur Anbauteile wie Sattel, Lenker, Griffe, Vorbau

geändert und in weiblicheren Farben lackiert. Über das

Thema Dämpfung bei der im Normalfall doch deutlich

leichteren Damenwelt trauen sich auch nicht alle

drüber.

Doch unübersehbar sitzen immer mehr Frauen auf

sportlichen Mountainbikes und halten auf Trails, bei

Touren und im Bikepark mit. Gut so, sagen wir! Und

deshalb haben wir heuer wieder einen Überblick über

spezielle Bikes für Frauen im Bikeguide.

Allerdings muss betont werden, dass „Lady-Bikes“

noch viel weniger eine treffende Schubladisierung ist,

als es die anderen Kartegorien sind. Denn extra für

Damen entwickelte Räder können genauso leichte

Hardtails sein wie Tourenbikes, E-Bikes, fetzige Enduros,

29 Zoll und 27,5. Insofern bieten sich hier keine

verallgemeinernden Basics an, nur der Hinweis, dass die

Bikes auf die weibliche Anatomie (Beinlänge, Oberkörper,

Becken, Schultern) optimiert sind. Zum Schluss

eine Bitte der Damen („Auf keinen Fall Rosa!“) und der

Hinweis, dass Frauen mit passenden „Männerbikes“

natürlich genauso hervorragend biken können.

Foto: Trek/Wolfgang Watzke

96 SPORTaktiv


4. LADY-BIKES

5. TOUREN-E-MTB

6. ENDURO E-MTB

SPORTaktiv

97


LADYKRACHER LEICHTE HARDTAILS UND FÄHIGE

TRAILBIKES, FOR LADYS ONLY.

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SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Magura MT4, 180/160 mm

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RAHMEN: Aluminium 6061 TB

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,25

GABEL: SR Suntour Raidon XC RL-R Air,

100 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore

BREMSEN: Shimano BR-MT400

GEWICHT: 12,8 kg

PREIS (UVP): € 899,–

www.stevensbikes.de

TREK FUEL EX 8 WOMEN’S

RAHMEN: Alpha Platinum Aluminium

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,8

GABEL: Fox Rhythm 34 Float, 140 mm

DÄMPFER: Fox Performance Float Evol, 130 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Shimano Deore

GEWICHT: 14,51 kg

PREIS (UVP): € 2999,–

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SCHNELLE 29“-LAUFRÄDER

SPECIALIZED WOMEN’S STUMP-

JUMPER ST COMP CARBON

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,3

GABEL: Fox Float Rhythm 34, 130 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS Performance,

120 mm

SCHALTUNG: Sram NX Eagle

BREMSEN: Sram Guide R, 200/180 mm

GEWICHT: k. A.

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Fotos: Hersteller

98 SPORTaktiv


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CANYON SPECTRAL WMN AL 4.0

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LAUFRÄDER: 27,5 x 2,4

GABEL: Fox 34 Rhythm, 150 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS Performance, 140 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano MT400, 180 mm

GEWICHT: 14,6 kg

PREIS (UVP): € 1899,–

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SHIMANO DEORE XT

MAXXIS-IKON-REIFEN

100 MM FEDERWEG

CENTURION EVE PRO 800

RAHMEN: Centurion EVE Pro

LAUFRÄDER: 29 x 2,25

GABEL: Manitou Machete Comp

Remote, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano Acera

GEWICHT: 12,60

PREIS (UVP): € 1299,–

www.centurion.de

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RAHMEN: Carbon-Vorderbau/Aluminium-

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LAUFRÄDER: 27,5 x 2,5

GABEL: Fox Performance Elite 36 Float, 150 mm

DÄMPFER: Fox Performance Float, 140 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle

BREMSEN: Sram Guide RS, 180 mm

GEWICHT: 12,4 kg

PREIS (UVP): € 4699,–

www.liv-cycling.com

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KOMFORTABEL UND SPORTLICH

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CONWAY ML 5

RAHMEN: Conway Lady, Alu

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,25

GABEL: RST Blaze, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore

BREMSEN: Shimano BR-MT200, 160 mm

GEWICHT: 14,4 kg

PREIS (UVP): € 599,95

www.conway-bikes.de

SPORTaktiv

99


Bike Trail Hahnenkamm?

Kitzbüheler Horn? Überblick

über Radtouren in Kitzbühel

maps.kitzbuehel.com

IN KITZBÜHEL IST

JETZT RADSAISON

Kitzbühel Tourismus

Hinterstadt 18

6370 Kitzbühel

servus@kitzbuehel.com

bike.kitzbuehel.com

DAS TIROLER SKI-MEKKA

HAT AUCH IM SOMMER VIEL

ZU BIETEN. AM HAHNEN-

KAMM ERÖFFNET IM JULI EIN

NEUER BIKE-TRAIL UND DIE

Ö-TOUR MACHT HEUER SOGAR

ZWEI MAL STATION.

D

ie abwechslungsreiche Landschaft

Kitzbühels ist nicht nur prädestiniert fürs

Skifahren. Auch mit dem Rad – egal, ob

Rennrad, Mountain- oder E-Bike – lässt

sich die Gegend rund um die Gamsstadt

auf 340 Kilometern erobern (im ganzen

Bezirk sind es sogar 1100 Kilometer).

Als neues Mountainbike-Highlight wird

heuer der Bike Trail Hahnenkamm die

Biker anziehen. Die Eröffnung des neuen

Flowtrails ist für den 6. Juli geplant.

Für Mountainbiker und Rennradfahrer

ist das Kitzbüheler Horn ein Berg, den

jeder einmal bewältigt haben will. Er gilt

als Klassiker der internationalen Radsportszene.

Auf der Alpenstraße werden

bei einer durchgehenden Steigung von 10

bis 22 Prozent auf nur 10 Kilometer Strecke

rund 900 Höhenmeter vom Tal bis

zum Alpenhaus überwunden. Biker können

oben noch zusätzliche 320 Höhenmeter

zum Gipfel in Angriff nehmen.

Tipp: die permanente Zeitmessanlage

zum Alpenhaus.

Das 20. Jubiläum

Dann kommen die Profis: Kitzbühel ist

mit dem Horn bereits zum 20. Mal Etappenort

der Österreich-Rundfahrt. Zu diesem

Jubiläum endet die vorletzte Etappe

am 11. Juli in der Jochbergerstraße, die

Finaletappe führt am nächsten Tag über

zwei kurze und eine längere Runde auf

das Kitzbüheler Horn.

Vor dem Rennen der Profis findet am

12. Juli für Hobbyfahrer die zweite Auflage

der Kitzbüheler Horn Bike Attack mit

kostenloser Auffahrt für Zuschauer statt.

Fotos: Kitzbühel Tourismus | Michael Werlberger, medialounge

100 SPORTaktiv


SPORTaktiv 101


BREMSEN

LOSLASSEN UND ABSPRINGEN

HELENE FRUHWIRTH (35) WEISS,

WAS BEI DROPS UND OBSTACLES

IM BIKEPARK ZU TUN IST – UND WIE

MAN GROSSE HINDERNISSE IM

LEBEN MEISTERT.

VON MANUELA MANDL

Helene ist Fourcross-Athletin. Sie

fährt also gleichzeitig mit drei anderen

Frauen auf Bikes (speziellen

Mountainbikes, „4X“-Bikes) mit Maximalgeschwindigkeit

durch einen vorgegebenen

Kurs mit diversen Features wie

riesigen Sprüngen, Steilkurven, Drops

und Richtungstoren.

Helene ist aber auch Passagierin.

Einmal ist das Leben schon ganz überraschend,

ganz scharf abgebogen mit ihr.

Dass sie heute noch so biken kann, ist

längst nicht selbstverständlich. Wenn

man Helene so sieht, kann man beides

schwer glauben – dass sie eine extreme

Bikerin ist und dass ihr Leben von ein

paar Jahren an der Kippe stand.

Vor uns steht eine schlanke, blonde

Frau mit extrem gutem Style. Ihre

Augen blitzen, sobald das Wort „Bike“

fällt. Was Helene am Rennenfahren

reizt: die Herausforderung, die eigenen

Grenzen zu erweitern. Beim Start

muss man sich „zsamreißen“ – für die

Renndauer sind keine Fehler erlaubt,

sonst wird es ziemlich schmerzhaft.

Die Strecken reizen oft die Gesetze der

Physik aus, manche Sprünge kosten den

Athletinnen einiges an Überwindung.

Angefangen hat die Leidenschaft für

Rennen bei Helene eigentlich aus einer

Not heraus: Bei ihren ersten Rennen

um die Jahrtausendwende waren die

Rennstrecken echte Highlights. Man

konnte Strecken befahren, die sonst

nicht freigegeben waren. Das perfekte

Flowerlebnis, bevor es Bikeparks in der

heutigen Form gab.

„Ich bin ein Wettkampfmensch. Bei

den Rennen am Wochenende konnte

ich Sachen ausprobieren, riskieren, meine

Grenzen erweitern. Manchmal stand

ich mit Tränen im Startgate und habe

mich gefürchtet, aber ich wollte unbedingt

gewinnen.“

Tränen in den Augen, gefürchtet.

Damit sind wir wieder beim großen

Einschnitt, der zeigt, dass das strahlende

Äußere nicht heißen muss, dass im

Leben immer die Sonne scheint. 2013

stürzt Helene mit dem Mountainbike –

nichts gänzlich Ungewöhnliches. Bei einer

Untersuchung wird eher zufällig eine

Anomalie im Gehirn festgestellt. Ein

Tumor. Gutartig zwar, aber dennoch mit

dem Potenzial lebensgefährliche Kom-

Fotos: Helene Fruhwirth, Haibike

102 SPORTaktiv


HELENE

FRUHWIRTH

wohnt in Mödling.

JOB: Bikecoach, Athletin, Shopverkäuferin.

DINGE, DIE MIR WICHTIG SIND: Familie,

Freunde, mein Hund, Biken und Sport.

BIKEN HEISST FÜR MICH: Natur, viel Spaß,

Profisport, Grenzerlebnisse, Siege.

GRÖSSTE ERFOLGE:

WM Bronze-Medaille 2017 im Four-Cross,

Overallweltcup Fourcross 2014/15,

Goldenes Verdienstkreuz der

Republik Österreich 2018

FOLLOW ME:

Facebook:

www.facebook.com/HeleneFruhwirth/

Instagram: @helenefruhwirth

www.helenefruhwirth.com

SPORTaktiv

103


plikationen zu verursachen oder das Gehirn

dauerhaft zu schädigen. Also muss er entfernt

werden.

Doch Helene Fruhwirth bleibt in dieser Extremsituation

so pragmatisch und zielorientiert,

wie sie auch Rennen absolviert. Nach aufwendigen

Voruntersuchungen wird sie im Wiener

AKH operiert, auch im Rudolfinerhaus betreut.

Spätfolgen gibt es keine. Im Gegenteil: In den

darauffolgenden Jahren feiert sie ihre größten

Erfolge und gewinnt die Bronzemedaille bei

der WM 2017. Für die Leistungen verlieh ihr

die Republik Österreich 2018 das Goldene

Verdienstkreuz. „Es war ziemlich schön, vom

Staat eine Anerkennung für meine sportlichen

Leistungen zu bekommen.“

Dabei hat sich das Interesse am Biken durch

einen puren Zufall entwickelt: Beim Gassigehen

mit ihrem Hund als Jugendliche kam sie in

der Hinterbrühl an einer MTB-Strecke vorbei.

Sie war von der Dynamik und Geschwindigkeit

fasziniert. Danach wünschte sie sich bei jeder

Gelegenheit von ihren Eltern ein Mountainbike.

Zielstrebig erlernte sie nach unzähligen

Versuchen und mit vielen Stürzen alleine die

Strecke ohne Bremsen durchzufahren. Erst

CHOSEN BY

WINNERS

ROX 12.0 SPORT


Für mich ist der ROX 12.0 SPORT die

ideale Mischung aus Trainingscomputer

und Navigationsgerät.


Sina Frei

U23 Europameisterin MTB XC0 2018

U23 Weltcupgesamtsiegerin MTB XCO 2018

„MIT EINEM E-BIKE

KANN MAN NACH DER

ARBEIT SCHNELL WO

RAUFFAHREN UND

EINEN TRAIL STATT

EINMAL DREIMAL

FAHREN – DAS IST

DER ASPEKT, DER MIR

EXTREM GEFÄLLT.”

104 SPORTaktiv

www.sigmasport.com


dann sprach sie die anderen Mountainbiker

vor Ort an. Die Rennen motivieren

Helene, immer besser zu werden.

Die Steigerung

Mittlerweile ist die Vermittlung der

Leidenschaft fürs Biken ein großer

Schwerpunkt im Leben der 35-Jährigen.

Als studierte Sportwissenschafterin

und Sportmanagerin leitet sie die

„Vienna Bike Academy“, ihre eigene

Bikeschule, wo sie Biketechnikkurse

und mit „Niva! NoDiva“ auch Women

Only Racecamps anbietet. Bei den

Camps zeigt sie den Teilnehmerinnen

einen Weg zur gefahrlosen Steigerung

ihres Eigenkönnens.

Bei den Women-only-Camps gibt’s

auch noch eine zusätzliche Komponente:

„Frauen glauben zu wenig an

sich selbst und trauen sich nicht so viel

zu“ – wenn dann eine Frau wie Helene

Gas gibt und zuerst springt, ist das für

die Teilnehmerinnen eine Inspiration.

Schließlich ist es beim Biken oft

das Gefährlichste, die Bremsen zum

falschen Zeitpunkt zu betätigen. Vor

dem Ob stacle muss man die Bremsen

einfach loslassen, „durchbremsen“ und

zweifeln ist dann gefährlicher als einfach

laufen lassen.

Gerade bei Race-Camps profitieren

junge Athletinnen von ihren Jahren an

Erfahrung im internationalen Rennzirkus.

Beim Trackwalk, der Streckenbesichtigung

vorab, wird jede Kurve

genau analysiert. Welche Linie ist die

schnellste, wo liegen die Schwierigkeiten?

Natürlich coacht Helene nicht nur

Frauen, sondern gibt ihr Wissen empathisch

und strukturiert an Bikerinnen

und Biker verschiedener Könnensstufen

weiter. Als Haibike-Hero wird

Helene auch bei unseren SPORTaktiv-

E-MTB-Women-Days von 20. bis 23.

Juni in St. Anton coachen.

Neben Technik und Fitness ist auch

ein technisch intaktes und passendes

Bike für den Fahrspaß ausschlaggebend.

Und da ist Helene ein Fan der

Do-it-yourself-Mentalität. Wie lernt

man nun, sein eigenes Bike richtig in

Schuss zu halten? Pragmatische Antwort:

Bike-Magazine und Youtube-

Videos.

Tipps zum Finale

Als Frau muss man in manchen Situationen

besonders selbstbewusst agieren.

Helene weiß einige Bikepark-Anekdoten

zu erzählen: Wenn sie ohne Sponsorenkleidung

unterwegs ist, droppen

einige Männer absichtlich vor ihr in

den Trail, weil sie glauben eine Frau

bremst sie nur. „Denen fahr ich dann

richtig knapp auf, sodass sie ein bissl

gestresst sind“, grinst sie. Bleibt also

noch viel zu tun, um Klischees beim

Biken zu überwinden. Was Helene all

den Frauen da draußen sagen möchte:

„Macht euch selbst ein Bild, verlasst

euch auf euer Bauchgefühl und nicht

auf die lautesten Kommentare. Und

glaubt immer an euch selbst!“

ANZEIGE Fotos: Vaude

RADBEKLEIDUNG

UNTER STROM

Mit dem eMoab-Shirt und den

eMoab-Shorts präsentiert VAUDE

ein Bekleidungsduo speziell für die

Bedürfnisse von E-Mountainbikern.

E-Biker haben etwas andere Bedürfnisse

als ihre „stromlosen“ Kollegen. Um

diesen gerecht zu werden, hat VAUDE

mit E-Bike-Visionär Stefan Schlie die

eMoab-Shirt und -Shorts entworfen.

Wo liegen die Unterschiede? Generell

sind beim E-Biken ein verbesserter

Windschutz aufgrund stärkeren

Fahrtwinds sowie robuste Materialien

gefragt, um den höheren Belastungen

standzuhalten.

Beim eMoab-Shirt setzt VAUDE auf

winddichte Materialien und eine optimierte

Temperaturregulierung. Ein extralanger

Reißverschluss bietet optimale

Belüftung in jeder Fahrsituation.

Die eMoab-Shorts bieten dank eines

speziellen Softshell-Materials an der

Vorderseite ebenfalls besonders zuverlässigen

Windschutz, während der verstärkte

Gesäßbereich mit Silikonprints

auch bei höheren Geschwindigkeiten

und bergauf für einen festen Halt auf

dem Sattel sorgt.

MEHR INFOS

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SPORTaktiv

105


FLACHER TRETER

Mit dem GR 700 bringt

SHIMANO einen Flat-

Pedal-Schuh auf den

Markt, der dank Michelin-

Außensohle aus Gummi

für hervorragenden Halt

auf Pedal und Boden sorgt.

Sprunggelenk und Zehen sind

extra geschützt.

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BIKE

LIEBLING DER

TOUREN-BIKER

Komplett überarbeitet sitzt

der Trans Alpine Pro 28 von

DEUTER perfekt auf dem

Trail und sorgt durch geringe

Auflagefläche des Airstripes-

Rückensystems für beste

Belüftung. Funktionelle

Aufteilung und das große Fach

machen ihn zum Bikerliebling.

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KNIE NIEDER

Crash-Absorb-Polster,

maximale Belüftung und

Mobilität sorgen beim Enduro

Knee Guard von DAINESE für

tollen Tragekomfort. Er wurde

auch an die Form des Knies

angepasst. Kunststoffplatten

an Knie und Unterschenkel

lassen dich nach einem Sturz

am Boden gleiten.

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NAVI UND

TRAININGSGERÄT

Der GPS-Bike-Computer

Rox 12.0 von SIGMA

kombiniert Kartennavigation

und ein Trainingssystem

mit einem strukturierten

Bedienkonzept und starker

Hardware. Eine WiFi-

Schnittstelle sorgt für schnelle

Datenübertragung sowie eine

direkte Anbindung an STRAVA,

Komoot, GPSies oder Training

Peaks.

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Fotos: Hersteller

106 SPORTaktiv


Erleben Sie einen Tag mit neuen Seiten.

Menschen. Geschichten. Perspektiven.

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SPORTaktiv

107


W

as sie eint: Alle lieben das Radeln, wegen der

„Bewegung in der Natur“, weil man „abschalten

und einfach im Flow“ sein kann.

Die Triathletin Valerie aus Graz ist mit dem

Rennrad und dem Zeitfahrrad unterwegs,

Nina aus Wien und Sabrina aus Innsbruck

sind Mountainbikerinnen. Alle haben Wege

gefunden, mehrere Stunden Biken pro Woche

in ihren Alltag zu integrieren.

Valerie arbeitet mit einem professionellen

Trainer zusammen und hat einen straffen

Zeitplan. Schließlich muss man für Triathlon

auch Laufen und Schwimmen trainieren

sowie das Krafttraining sehr strukturiert

angehen. Ihr Tagesablauf ist durch den

Sport geprägt, nur so gehen sich durchschnittlich

15 Stunden Training pro Woche

neben ihrem Job aus.

Nina arbeitet als IT-Managerin in Wien

und ist in einer normalen Arbeitswoche

während der Bikesaison bis zu 12 Stunden

auf dem Bike, außerhalb der Saison oder

wenn viel zu tun ist, können es aber auch

nur 3 bis 4 Stunden sein, zusätzlich macht

sie Krafttraining, Stabilisationstraining und

Yoga. So viele Stunden auf dem Rad funktionieren

am besten mit Routinen. „Ich

habe mir angewöhnt früh aufzustehen und

vor der Arbeit eine gemütliche Runde zu

drehen. Das funktioniert gerade im Sommer

besonders gut und man startet mit viel

Energie in den Tag.“

Sabrina lebt in Innsbruck und ihr Rad

ist ihr „Verkehrsmittel Nummer 1“, das

ist nicht nur für die Seele, sondern auch

für die Umwelt gut. Im Winter ist sie im

Schnee unterwegs und geht Skitouren, im

Sommer gehen sich pro Woche ein bis zwei

Runden am Abend aus – und am Wochenende

größere Touren, wenn sie nicht gerade

coacht. Der Ausgleich zum Biken sind regelmäßige

Pilateseinheiten.

„Mit dem Rad nach Hause ‚rollen‘ ist

FRAUEN KÖNNEN

FRAUEN DIDAKTISCH

EINIGES BESSER

VERMITTELN. DA

KOMMT MEISTENS

AUCH DAS EGO

WENIGER IN DIE

QUERE.

Fotos: WINNI, Markus Fruehmann

108 SPORTaktiv


FRAUEN

IM SATTEL

Leidenschaftliche

Bikerinnen: Nina

(oben), Valerie

(links) und Sabrina

im Trail-Einsatz.

BIKEN IST IN GANZ VERSCHIEDENEN

LEBENSSITUATIONEN EINE BEREI-

CHERUNG. WIR HABEN WEIBLICHEN

BIKEGUIDES AUS GANZ ÖSTERREICH

DIE WICHTIGEN FRAGEN DES LEBENS

GESTELLT. DREI FRAUEN AN UNTER-

SCHIEDLICHEN ORTEN, IN VERSCHIE-

DENEN LEBENSSITUATIONEN.

VON MANUELA MANDL

wunderbar zum Kopfauslüften nach

einem Tag in der Arbeit.“

Was sind nun die wichtigsten Tipps

für alle Frauen, die auch mit dem Biken

beginnen wollen? Zuerst mit Fachberatung

das richtige Rad ausleihen

beziehungsweise kaufen. Die Geometrie

des Rahmens ist ausschlaggebend für

die spätere Performance und auf Sattel,

Griffe und Pedale/Radschuhe sollte man

besonderes Augenmerk legen. Das sind

die direkten Berührungspunkte mit dem

Rad und unpassende Produkte können

hier zu großer Frustration (und Schmerzen,

von Sehnenscheidenentzündung bis

wunden Stellen) führen. Es gibt hier besondere,

ergonomische und frauenspezifische

Produkte (z.B. Sättel von SQlab

oder Fahrräder von Liv). Die Bikerinnen

sind sich einig: Ganz am Beginn der

Bikeleidenschaft sollte man unabhängig

von der Disziplin ein Grundlagen-Fahrtechniktraining

absolvieren.

Nina: „Das bringt schnell Erfolgserlebnisse

und man tut sich später leichter,

wenn es um größere technische Herausforderungen

geht.“

Auch für Rennradfahrerinnen macht

ein Techniktraining Sinn, so radelte

Valerie am Anfang mit zu hohem Kraftaufwand

und hatte dann Probleme mit

dem beim Triathlon anschließenden

Laufen. Also: „Weniger kraftvoll, aber

dafür mit höherer Frequenz treten, um

auf dieselben Watt zu kommen. 85

Umdrehungen pro Minute sollten es im

Flachen sein. Im Winter, wenn speziell

die Grundlage trainiert wird, kann man

auch mit 90 Umdrehungen radeln.“

Und dann heißt es erst mal „üben,

üben, üben“, sagt Sabrina.

Um die Motivation zu steigern und

Ausdauer aufzubauen, macht es Sinn,

sich einem Verein oder einer Crew

am Heimatort anzuschließen. Es gibt

viele Vereine wie WienerWaldTrails

SPORTaktiv

109


(www.wienerwaldtrails.at) in Wien, die

Ausfahrten anbieten, aber auch reine

Frauenvereine, wie die Velochicks (www.

velochicks.at) mit Communities in

Wien, Graz und Salzburg. Außerdem

werden österreichweit kostenfrei die Liv

Women’s Rides angeboten. (www.facebook.com/LivCyclingAustria/)

Wer sein Können steigern will, sollte

ein intensiveres, mehrtägiges Bikecamp

besuchen. Gerade Women-only-Camps

werden vermehrt angeboten. „Frauen

können anderen Frauen das Thema in

einigen Fällen didaktisch besser vermitteln.

Da kommt meistens auch das Ego

weniger in die Quere“, sagt Nina mit

einem Lächeln. Außerdem lernt man so

bikebegeisterte Menschen am Heimatort

kennen. Im Juli findet in Innsbruck das

Women’s Educational Camp (12.–14.7.)

statt, mit ausschließlich weiblichen Guides.

Wir von SPORTaktiv veranstalten

heuer sogar drei reine Frauen-Camps,

alle Infos dazu auf www.sportaktiv.com.

Nina und Sabrina guiden nebenberuflich

beziehungsweise ehrenamtlich.

Sabrina coacht alle zwei Wochen auch

Kinder zwischen 6 und 14 Jahren in den

Bergen um Innsbruck. Was muss man

können, um Guide zu werden? Nina

meint: „Man sollte eine gewisse Erfahrung

und fahrtechnisches Grundkönnen

mitbringen und in der Lage sein, in

bekanntem und unbekanntem Gebiet zu

guiden.“ Also, so Sabrina „Karten lesen

und gut mit Menschen umgehen.

Leidenschaft vermitteln

Staatliche Ausbildungen zum Mountainbike-Instruktor

bieten die Bundessportakademien

an. Vereine wie der Alpenverein

beziehungsweise der Verband

alpiner Vereine (www.vavoe.at) und die

Vereinigung österreichischer Radführer

(BikePro.at) bilden auch Guides aus.

Bei der Ausbildung von bikepro.at wird

vorausgesetzt, dass man 1500 hm und

60 km über mehrere Tage hintereinander

problemlos bewältigen kann und

auch mit technische Sektionen auf Trails

vertraut ist. Die Bezahlung reicht zum

Überleben, allerdings ist Guiden körperlich

extrem herausfordernd. Das ist auch

der Grund, warum die von uns befragten

Guides den Job nur nebenberuflich

ausüben.

Was aber beide Guides sagen: Es ist ein

extrem lohnender Nebenjob, die Leidenschaft

zum Mountainbiken zu vermitteln

und die schnellen Fortschritte in

Gruppen zu beobachten. Und vor allem

würden sich alle über mehr Frauen am

Bike freuen.

Mountainbiken eröffnet auch ganz

neue Möglichkeiten, Naturräume hautnah

und umweltfreundlich zu erleben.

Die Alpen bieten unglaubliche Möglichkeiten,

aber auch die hügelige Voralpenlandschaft

im Osten Österreichs ist

perfektes Biketerrain.

Also, Ladies, mit den Worten von

Sabrina: „Geht raus und habt Spaß!“

110 SPORTaktiv


Alle Daten, Fakten, Preise

zu den Kinder- und Jugend-

Mountainbikes zwischen

20“ und 29“ sowie alle

weiteren Infos:

www.federleicht-bike.at

LEICHT, LEICHTER,

FEDERLEICHT

ANZEIGE / Fotos: Federleicht Bike

FEDERLEICHT BIKE

BESCHÄFTIGT SICH SEIT

2011 MIT DER ENTWICK-

LUNG VON KINDERBIKES

UND KOMPONENTEN.

RESULTAT SIND DIE

BESTEN NACHWUCHS-

MOUNTAINBIKES AUF

DEM MARKT.

Die Philosophie, die Federleicht Bike

verfolgt, ist in vielerlei Hinsicht

einzigartig. Die von Alexander Friedl,

Mountainbiker und Vater von drei

Kindern, gegründete Bikeschmiede in

Graz bietet etwa als einziger Hersteller

selbst entwickelte Komponenten wie

Kurbelgarnituren, Sättel oder Rahmen.

Diese sind den üblichen Zukaufteilen

hinsichtlich Qualität, Ergonomie und

Gewicht weit überlegen.

Das Federleicht 24er

Disc passt Kindern ab

110 cm. Ab 6 kg,

UVP: ab € 2780,–

Bei den Bikes wird der „29er-Gedanke“

– kleiner Rahmen/große Räder – konsequent

umgesetzt. Das „Early Large

Wheel System“ ermöglicht es, frühzeitig

große Laufräder zu fahren, ohne

Abstriche bei Handling oder Agilität.

Bei Federleicht Bike sind 26˝-Laufräder

passend, wo andere Anbieter 24˝ oder

gar 20˝ empfehlen.

Als einziger Hersteller bietet Federleicht

Bike auch Kurbelgarnituren von

120 bis 160 mm in 10-mm-Abstufung

an. Die passende Kurbellänge ist

wichtig, um einen runden Tritt und

eine hohe Trittfrequenz zu fördern und

Gelenksprobleme zu vermeiden.

Kein anderer Hersteller entwickelt

und fertigt alle eigenen Komponenten

in Österreich. Ein Großteil der Rahmen

wird in der EU gefertigt.

Die gesamte Federleicht-Mannschaft

hat langjährige Wettbewerbserfahrung.

Die Mission: Die leichtesten und besten

Bikes für den Nachwuchs zu schaffen –

auf und abseits der Rennstrecke.

SPORTaktiv

111


MEHR ZUR

BIKE-DESTINATION

INNSBRUCK

www.innsbruck.info/biking

FLOWIG,

KULTIG,

SPORTLICH

VON GEMÜTLICH BIS

EXTREM HERAUSFOR-

DERND. VOM SIGHT-

SEEING BIS ZU EINEM

DER STEILSTEN

SINGLETRAILS EUROPAS:

DIE BIKE-DESTINATION

INNSBRUCK HAT VIELE

SPANNENDE SEITEN.

Crankworx steht für das größte Gravity-

Mountainbike-Festival der Welt und

bildet dieses Jahr mit Innsbruck den einzigen

Europa-Stopp der World Tour. Der Bikepark

Innsbruck ist Austragungsort von Crankworx

und „The First One“ und „The Chainless

One“ sind nur einige der Singletrails im Bikepark

Innsbruck, die Nachwuchsfahrern und

Familien ebenso Vergnügen bereiten. Wer

noch nicht genug hat, testet sein Können auf

dem offiziellen Crankworx Pumptrack an der

Talstation des Bikepark-Innsbruck.

Gut zu wissen: Mit der Bike City Card

erobert man alle Singletrails rund um Innsbruck

wie den Bikepark Innsbruck, die Innsbrucker

Nordkette, die Trails der Elferlifte in

Neustift im Stubaital und den Bikepark Tirol

in Steinach am Brenner. Apropos Singletrails:

Einer der technisch anspruchsvollsten in

Europa, dazu noch steil, lang und schwierig,

heißt Nordkette Singletrail und führt 1000

Meter von der Seegrube auf die Hungerburg

oberhalb Innsbrucks. Nicht immer lässt diese

Downhill-Challenge den Fahrern noch genug

Aufmerksamkeit für den fantastischen Blick

auf die Stadt – wo auch das Après-Bike zum

Sport dazugehört. Ob Bierlokal, Irish Pub,

Edel-Hamburger, Bar oder Clubbing, für die

passende Stimmung und zum Austausch guter

Tipps trifft man sich im entspannten Ambiente.

Innsbruck verfügt zudem über ein bestens

ausgebautes, gewartetes und beschildertes

Mountainbike-Wegenetz, das sich zwischen

600 und 2200 Metern Höhe ausbreitet. Von

Anfängern jeder Altersstufe bis zu Bikern

mit Biss finden alle ihre Traumrouten. Viele

Gelegenheiten zum entspannten Biken bieten

etwa die zahlreichen Almen in der Region

Innsbruck. Nicht nur Wanderer, sondern

auch geübte Mountainbiker genießen Gipfelerlebnisse,

wenn sie etwa den Innsbrucker

Hausberg, den 2248 Meter hohen Patscherkofel,

per Bike erklimmen.

Fotos: Innsbruck Tourismus

112 SPORTaktiv


The

Global

Platform

Die Zukunft

startet hier

& jetzt!

Entdecke

Fahrradund

Mikromobilitäts-

Lösungen von morgen

4. – 7. Sept. 2019

Messe Friedrichshafen, Deutschland

open to public

FESTIVAL DAY

7. Sept.

eurobike-show.de

SPORTaktiv 113

#EUROBIKESHOW


KLEIDER

MACHEN

BIKER

ENG UND SCHNELL – DER KLASSIKER

In der Welt der Radmode ist beides

etabliert: Style und Funktion.

Auf Zweiteres setzen die Anhänger

der klassischen Kollektion.

Leicht und schnell soll es sein,

die Hose schwarz, die Trikots

eng, gerne mit einem dynamischen

Schriftzug. „Das spricht

den Racer und klassischen Tourenbiker

an“, sagt Andreas Ertl,

der Experte bei „RadAktiv“ in

Graz. „90 Prozent dieser Kunden

wollen Shorts mit Trägern, 10

Prozent ohne Träger.“ Die Helme

sind nicht mehr die minimalistischen

Rennschüsseln von früher,

sondern tiefergezogen und bieten

alle modernen Sicherheitsmerkmale.

Der Klassiker schätzt Kurzfinger-Handschuhe

(vielleicht,

weil er auch Rennradfahrer ist)

und harte Schuhe für Klickpedale.

Leichte Windjacken und

ärmellose Gilets sind genauso auf

der Ausstattungsliste wie schnittige

Sportbrillen für die Vollendung

des Racer-Looks.

114 SPORTaktiv


DAS PERFEKTE RAD HAST DU SCHON IN DER

GARAGE. ABER JETZT WILLST DU AUCH AM

BERG, AM TRAIL, IM BIKEPARK UND VOR

ALLEM BEIM EISSCHLECKEN EINE GUTE

FIGUR MACHEN. ALSO REIN INS

BIKEROUTFIT, ES IST SO STYLISH

WIE NOCH NIE.

VON CHRISTOPH HEIGL

FOTOS: THOMAS POLZER

LOCKER & LÄSSIG – DER WEIBLICHE STYLE

ANDREAS ERTL

ist Experte für alle Fragen

rund ums Rad und

Store-Leiter bei

„RadAktiv“ in Graz.

www.radaktiv.at

„Immer mehr Männer greifen

zu weiblichen Schnitten und

Farben“, lacht Andreas Ertl. Die

Bikemode wird trotz Top-Funktion

immer stylisher, pastellige

und erdige Farben dominieren.

Mit diesem Look kann man auch

noch lässig zum Einkaufen oder

zum Après-Bike. Die Hosen sind

weite Baggy-Shorts (zum Teil

mit Innenhosen), in diversen

Taschen verschwinden Handy,

Autoschlüssel und Notfall-5er.

Die Trikots sind fast wie T-Shirts,

weitgeschnitten und ohne Reißverschluss.

Statt knittriger Windjacken

setzt der Style-Biker lieber

Hoodies ein, wenn es später oder

kälter wird. Die Sockenmode

erlaubt aktuell Wadenlänge, das

bietet mehr Schutz am Trail. Bei

den Schuhen sind robuste Trailmodelle

mit griffiger Sohle en

vogue – durch den Endurotrend

für Klickpedale und die wieder

trendigen Flatpedals. Handschuhe?

Langfinger, what else?

SPORTaktiv

115


ICH BIN EIN ENDUROBIKER!

DEIN BERGERLEBNIS AUF ZWEI RÄDERN

Cruisen im Tal, steil bergauf oder rasant am Singletrail

talwärts? Zell am See-Kaprun erfüllt alle Bikerwünsche.

SALZBURG. 240 Kilometer Routen und Freeride-Trails

versprechen eine perfekte Spielwiese für jeden Biker. Die

vielseitige Landschaft bietet einfaches Terrain und sanfte

Berge ebenso wie knackige Herausforderungen im hochalpinen

Gelände. Der Anschluss an das 2000 Kilometer

lange Radwegenetz der Hohen Tauern ist inklusive. Das ist

perfekt für Genussradler, sportliche Mountainbiker und

abenteuerlustige Downhiller. Die Zell-am-See-Kaprun-

Touren-App lotst alle Radler per GPS-Navigation sicher

durch die Region. www.zellamsee-kaprun.com

Foto: David Schultheiß

Knapp vor dem richtiger Downhiller

greift der trendige Endurobiker ins

Regal: Ellbogenschützer, Knieprotektoren

und Trinkrucksack sind logisch

und fast Pflicht, denn die Trails

verlangen ihm alles ab, bergauf und

bergab. Der Vollvisierhelm ist ein

Safety-Plus, mit abnehmbarer unterer

Kinnpartie macht er auch bergauf

gute Laune.

Die Schuhe sind im All-Mountain-Style,

griffig, robust und haben

einen erhöhten Knöchelschutz. Auch

hier: SPD-System oder Flatpedals.

Mit Langarmshirts und Hoodies bist

du voll im Trend, die Hosen sind so

weit wie möglich. Die Handschuhe

sind robust und sollen bei Stürzen

schützen – denn die sind hier nicht

auszuschließen.

Bei den Farben dominieren die

traditionell dezenten, erdigen Töne.

Modefarbe heuer: Olive.

116 SPORTaktiv


WILLKOMMEN

AUF TOP-NIVEAU

WELCOME HOME!

Schwingen Sie sich in den Sattel und erkunden

Sie bei traumhaften Bedingungen auf und abseits

der Trails herrliche Berglandschaften.

welcomehome.holiday/bike

SPORTaktiv

117


UYN ALPHA BIKING SHIRT SHORT

SLEEVES

• Hypermotion² für noch mehr

Bewegungsfreiheit im Schultergürtel

• Meta-Ribs für eine korrekte Körperhaltung,

was den Brustkorb

erweitert und die Atmung erleichtert

• T-Hexagon für eine optimale

Klimaregulierung

PREIS (UVP): € 149,–

www.uynsports.com

LÖFFLER BIKE SHIRT FLOW

• schnell trocknend und

atmungsaktiv

• sehr angenehmer Tragekomfort

• praktische Zip-Rückentasche

• Reflektoren

• großteils in Österreich – vom

Strick weg – produziert

PREIS (UVP): € 69,99

www.loeffler.at

UYN ALPHA BIKING BIB SHORT

• einmalige Kombination aus nahtloser

Konstruktion für Beine/Träger und einer

Dynamic Flow-Einlage im Gesäßbereich

und an der Bein-Innenseite

• Dynamic Flow für optimale

Belüftung und wenig Reibung

• Ultramotion für korrekte Körper haltung

und uneingeschränkte

Bewegungsfreiheit

PREIS (UVP): € 199,–

LÖFFLER BIKE SHORTS

ROMANO

• 4-Wege-Stretch

• PFC-freie, wasser- und

schmutzabweisende

Imprägnierung

• herausnehmbare, hochwertige

hotBOND®-Light-Rad-

Innenhose

PREIS (UVP): € 149,99

DER TRAIL ALS

LAUFSTEG

SO MODISCH WAREN BIKEHOSEN|

UND TRIKOTS NOCH NIE. UNSERE|

FAVORITEN IM ÜBERBLICK.|

PEARL IZUMI MTB LTD JERSEY

• Transfer-Dry-Gewebe sorgt für

optimalen Feuchtigkeitstransport

• durchgehender Belüftungsreißverschluss

• lockerer Bund- und Ärmelabschluss

PREIS (UVP): € 79,95

www.pearlizumi.com

PEARL IZUMI CANYON PRINT

SHORT

• leichtes und dehnbares

2-Wege-Transfer-Gewebe

• umweltfreundliche

C6-DWR-Behandlung, wasser-

und schmutzabweisend

• neue Premium-Innenhose mit

SELECT-Escape-1:1®-Sitzpolster

PREIS (UVP): € 99,95

Fotos: Hersteller

118 SPORTaktiv


DOWE CARBON PRO TRIKOT

• leistungserhaltend und hochfunktionell

dank Carbonfasern

• wärmeregulierend

• sportiver Schnitt

• antibakteriell und antistatisch

PREIS (UVP): € 99,90

www.dowe-shop.com

DOWE ULTRA II BIBSHORT

• Outlast Ultra II Pad: reduziert

Wärme, transportiert Feuchtigkeit

und verringert Reibung

• Power-Lycra: sorgt für den

perfekten Sitz mit 3D-Passform

PREIS (UVP): € 199,90

DOWE RACE SHORT

• ultraleicht und robust

• Dowe Air Control – kein

Hitzestau mehr

• innovatives DOWE-Anti-Rutsch-

System

PREIS (UVP): € 99,90

DAINESE AWA TEE 4

• das spezielle ‚Hydrophilic Fibre Yarn‘ auf

der Innenseite nimmt Feuchtigkeit auf

• das ‚Hydrophobic Fibre Yarn‘ auf der

Außenseite stößt Wasser ab

PREIS (UVP): € 79,90

www.dainese.com

DAINESE AWA SHORT

• Leichtgewichtshorts für

All-Mountain-Einsätze

• trocknen sehr schnell,

deshalb auch nach dem

Biken sehr angenehm zu

tragen

PREIS (UVP): € 99,–

VAUDE LESSEAM SHIRT

• nachhaltig produzierte

Radbekleidung

• seamless, also nahtlos

• unterschiedliche Strickzonen

sorgen dafür, dass Körperfeuchtigkeit

schnell nach außen

verdampfen kann

• meshartiger Strickbereich an

der Rückenpartie bietet eine

besonders gute Belüftung

PREIS (UVP): € 55,–

www.vaude.com

VAUDE SQLAB LESSEAM SHORTS

• ergonomischer SQlab-Sitzpolster

• wurde speziell für komfortorientierte

Mountainbiker und sportliche

Trekkingfahrer mit einer aufrechteren

Sitzposition entwickelt und sorgt auch

auf längeren Strecken für das

entscheidende Plus an Komfort

PREIS (UVP): € 80,–

SPORTaktiv

119


AUS DEM

ZILLERTAL

WO LÄSST ES SICH BESSER MOUNTAINBIKES

BAUEN ALS DORT, WO SIE ZUM EINSATZ

KOMMEN? CARSTEN SOMMER HAT DIE

PRODUKTION SEINER NOX CYCLES VON BERLIN

MITTEN IN DIE ALPEN NACH ZELL AM ZILLER VERLEGT.

NOX HYBRID ALL-MOUNTAIN 5.9 PRO

RAHMEN: Hybrid All-Mountain 5.9 Pro

FEDERUNG: Fox 160 mm vorne und 150 mm hinten

SCHALTUNG: SRAM X0 Eagle 12-fach

MOTOR: Brose Drive S

AKKU: 630 Wh, per

Klick-Verschluss entnehmbar

BREMSEN: Magura MT7

LAUFRÄDER: Stan’s Notubes

Flow Team 27,5

REIFEN: Continental Baron/Trail King 2,6

PREISE: je nach Modell

(Comp, Expert, Pro) zwischen

4399,– und 6399,– Euro

www.noxcycles.com

ANZEIGE / Fotos: Rudi Wyhlidal

120 SPORTaktiv


MICHAEL

FORSTINGER

ist bei NOX zuständig für Marketing und

passionierter Enduro- und DH-Fahrer.

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Was ist für Sie der besondere Reiz

am E-Bike?

Von Berlin ins Zillertal? „In der alpinen Umgebung können

unsere Bikes wesentlich besser auf Herz und Nieren

getestet werden – und wir sind näher am Kunden“, erklärt

Carsten Sommer, Geschäftsführer von NOX, den Schritt.

2017 hat er die Produktion aus Berlin nach Zell verlegt.

Das beste aus zwei Welten kombiniert NOX nun nach dem

Motto „German Design – built in Austria“. Denn Entwicklung

und Engineering sitzen nach wie vor in Deutschlands Hauptstadt

und profitieren dort von der unmittelbaren Nachbarschaft zum

renommierten Motorenhersteller Brose. Der bewährte Antrieb

zählt nicht nur zu den leisesten und feinfühligsten am Markt,

sondern ermöglicht durch die vollständige Entkoppelung im

Leerlauf auch ohne Motor ein natürliches Fahrradfahren.

Die perfekte Symbiose aus Muskelkraft und Antrieb ist für

NOX die Zukunft des Mountainbikens, die Deutsch-Tiroler

haben deshalb die „Nox Hybrid“-Serie entwickelt, mit der von

gemütlichen und ausgedehnten Cross-Country-Touren bis zu

anspruchsvollen und extremen Trailabfahrten alles möglich ist.

Ein Vertreter dieser Zunft ist das All Mountain 5.9 (siehe

Modell links), das mit dem bärenstarken Brose-Antrieb,

630 Wh-Akku und 150 mm Federweg für alle Trails gerüstet

ist. Das Bike setzt je nach Modell auf klassische All-Mountain-Komponenten

von Fox, RockShox und Continental und

hat für Touren sogar eine Trinkflaschenaufnahme. Bei den

Laufrädern sind 27,5+ und 29 Zoll möglich.

Das E-Biken ermöglicht einen

leichten Einstieg in einen gesunden

Sport, den man je nach Unterstützungslevel,

Bikemodell und

Trail beschaffenheit bis zum Exzess

betreiben kann – das perfekte

„Spielzeug“ für die Alpenregion.

Ist E-Biken mittlerweile auch

„sexy“ geworden?

Absolut! E-Biken ist längst kein

Eingeständnis mehr, es ohne Unterstützung

nicht zu schaffen. Das

merken wir ganz stark an unserer

immer jünger werdenden Käuferschicht.

Die Einsatzmöglichkeiten

unserer Bikes reichen vom umweltfreundlichen

Autoersatz im Alltag

über Langstrecken-Alpentouren bis

zum extremen Downhillrennen.

Was kann man in Zukunft noch

alles von NOX erwarten?

Wir haben wahnsinnig spannende

Projekte in der Pipeline. E-Biken

hat so viele Facetten. Diese zu eruieren

und ins Rad zu transformieren,

ist unser klarer Fokus. Daran

arbeiten wir täglich und mit voller

Leidenschaft.

SPORTaktiv

121


1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

MIT SCHUB

Keine Kategorie ist in den vergangenen Jahren so unter

Strom gestanden wie das E-Bike, in unserem Fall die

Geländevariante E-Mountainbike. Für viele wurde es zur

idealen Einstiegshilfe in den Bikesport. Wer nur schnuppern

will, die Kondition nicht hat, mit dem Partner mithalten will,

ein Wehwehchen kompensieren muss oder einfach Spaß beim

Biken haben will, kommt am E-MTB fast nicht vorbei.

Die Technik und die aufgerüsteten Forschungsabteilungen

der Bike- und Antriebshersteller erlauben von Saison zu Saison

große Entwicklungsschritte, was Motoreffizienz, Akkuleistung

und generell das „Feeling“ beim Kurbeln betrifft.

Einsteigen kann man in die E-Welt analog zu den „Muskelbikes“

mit dem klassischen Hardtail mit Federgabel. Bis

zu 120 mm Federweg und griffige Reifen (meist im breiten

Plus-Format) geben Sicherheit bei ersten Geländeausflügen,

aber auch auf Asphalt schnurren die E-Brummer zielstrebig

dahin. Die Power-Motoren von Bosch, Shimano, Brose, Panasonic

und Co. sind leistungsmäßig über jeden Zweifel erhaben

und dürfen bis max. 600 Watt und 25 km/h anschieben. Speziell

abgestimmte Federelemente, eigene E-Bike-Schaltungskomponenten

(starke Kette!) und futuristische Features auf

den Displays sorgen für Spaß und Sicherheit.

Wem das Hardtail nicht reicht, der findet in den E-Tourenfullys

potente Sportkameraden. Bis zu 150 mm Federweg

vorne und hinten, starke Bremsen und bis zu 630 Wh große

Akkus lassen viele Abenteuer zu. Die Hersteller haben weiter

an der Gewichtsschraube gedreht, ab 20 kg ist man bei klassischen

Mittelmotoren dabei. Alternative Motorenkonzepte

(Antrieb via Nabe bzw. Sattelrohr) ermöglichen Bikes mit 11,

12 kg. Preise? Ab etwa 2500 Euro (Hardtail) bzw. 3500 Euro

(Fully).

BASICS

BAUART Hardtail oder Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

122 SPORTaktiv

Carbon, Alu

100 bis 150 mm

starke Motoren, wechselbare Akkus

12 bis 24 kg

27,5 Zoll, selten 29 bzw. Mix

2,5 bis 2,8 Zoll breit

Foto: Centurion/Alex Ganster


4. LADY-BIKES 5. TOUREN-E-MTB

6. ENDURO E-MTB

SPORTaktiv

123


HELFERLEIN

ANTRIEBSSTARKE BIKEKONZEPTE FÜR

E-BIKE-EINSTEIGER UND FORTGESCHRITTENE.

GROSSER 720-WH-AKKU

PERFEKTE INTEGRATION

LEISTUNGSSTARKER ALLROUNDER

BH BIKES XTEP PRO-S

MOTOR/AKKU: Shimano E8000 / 720Wh

RAHMEN: X-Serie, Aluminium

LAUFRÄDER: 27,5 x 2.8

GABEL: Fox 32 Float Rhythm, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano XT

BREMSEN: Shimano SLX, 200 mm

GEWICHT: 21,9 kg

PREIS (UVP): € 4999,–

www.bhbikes.com

1400 HM REICHHÖHE

LINEAR UNTERSTÜTZENDE MOTOR-CHARAKTERISTIK

ANTRIEBSNEUTRALES FAHRVERHALTEN AB 25KM/H

TECHNIBIKE VOTARO-HT

MOTOR/AKKU: Continental 36V / Lithium-

Ionen-Akku 600 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,4

GABEL: Fox Performance Series 34 Float,

120 mm

SCHALTUNG: Sram GX 1x11

BREMSEN: Magura MT5, 180 mm

GEWICHT: 21 kg

PREIS (UVP): € 3999,–

www.technibike.de

SCHEINWERFER MIT TAGFAHRLICHT UND FERNLICHT

AUSGESTATTET MIT ECONNECT

HAIBIKE TWIN TAILLIGHTS

HAIBIKE XDURO ALLMTN 10.0

MOTOR/AKKU: Flyon HPR120S/630 Wh

RAHMEN: Carbon/Aluminium

LAUFRÄDER: 29 x 2,5 bzw. 27,5 x 2,8

GABEL: DT Swiss F535-One Lockout, 150 mm

DÄMPFER: DT Swiss R535 One, 150 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle

BREMSEN: Magura MT7, 203 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 8.999,–

www.haibike.com

PANASONIC-GX0-ANTRIEB MIT 90 NM

KAPAZITÄTSSTARKER 630-WH-AKKU

VIELSEITIGES ALL-MOUNTAIN-FULLY

FLYER UPROC4 6.30

MOTOR/AKKU: Panasonic 36V GX0 Front Mount

RAHMEN: Full Suspension, Aluminium

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 34 Performance Float E-Bike, 140 mm

DÄMPFER: Fox Performance Float, 140 mm

SCHALTUNG: Shimano XT/SLX

BREMSEN: Shimano ZEE M640, 203/180 mm

GEWICHT: ca. 24 kg

PREIS (UVP): € 4499,–

www.flyer-bikes.com

Fotos: Hersteller

124 SPORTaktiv


DESIGNED IN GERMANY

BUILT IN AUSTRIA

MULITALENT FÜR WALD UND STADT

NOX HYBRID XC TOUR

MOTOR/AKKU: Brose Drive S Alu Mittelmotor 36 V/250 W/

URV8 630 Wh Unterrohr-Wechselakku

RAHMEN: NOX Frame XCTour Hybrid

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,8

GABEL: SR Suntour XCM 34, 130 mm

SCHALTUNG: Sram NX 11fach Schaltung

BREMSEN: Magura MT

GEWICHT: 24,2 kg

PREIS (UVP): € 3899,–

www.noxcycles.com

HOCHWERTIGER CARBONRAHMEN

GERINGES GEWICHT

BIS 160 MM FEDERWEG

SIMPLON STEAMER CARBON

MOTOR/AKKU: Shimano E 800 Steps, 500 Wh

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: RockShox und Fox 36 (optional),

150–160 mm

DÄMPFER: RockShox deluxe, 150 mm

SCHALTUNG: Sram GX1 Eagle oder Shimano

Deore XT (optional)

BREMSEN: Shimano oder Magura (optional),

203/180 mm

GEWICHT: ab 21,5 kg

PREIS (UVP): ab € 6399,-

www.simplon.com

ROCKSHOX-FEDERGABEL

1X11-ANTRIEB VON SHIMANO

E-MTB-SYSTEM VON BOSCH

TREK POWERFLY 7

MOTOR/AKKU: Bosch Powertube, 500 Wh

RAHMEN: Alpha Platinum Aluminium

LAUFRÄDER: 29 x 2,4

GABEL: RockShox Sektor R, 100 mm

SCHALTUNG: Sram NX Eagle

BREMSEN: Shimano Deore XT

GEWICHT: 22,4 kg

PREIS (UVP): € 3899,–

www.trekbikes.com

SPEZIELLER E-MTB-SATTEL

WERKZEUGLOSE BEDIENUNG DER HINTERACHSE

USB-PORT AM OBERROHR

CANYON NEURON ON AL 5.0

MOTOR/AKKU: Shimano Steps E8000 /

Shimano Steps E8010 504 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: RockShox Recon RL, 130 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe R, 130 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano MT501, 180 mm

GEWICHT: 22,7 kg

PREIS (UVP): € 3199,–

www.canyon.com

SPORTaktiv

125


BOSCH PERFORMANCE CX MITTELMOTOR

HOCHWERTIGE FOX GABEL UND DÄMPFER

SCHWALBE HANS DAMPF BEREIFUNG

CONWAY E MF 527 PLUS

MOTOR/AKKU: Bosch Mittelmotor Performance CX, 36 V,

250 Wh/ Bosch 500 Wh

RAHMEN: Conway Fully IT Bosch, Alu

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox Rythm 34 Float, 140 mm

DÄMPFUNG: Fox Float EVOL LV

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano BR-MT520, 203 mm

GEWICHT: 23,8 kg

PREIS (UVP): € 3999,95

www.ffgfasfasfasfa

E-BIKE-SPEZIFISCHE RAHMENTECHNOLOGIE

BIG-WHEEL-CONCEPT

APS-SUSPENSION

BMC DNA SPEEDFOX AMP ALLOY

MOTOR/AKKU: Shimano Steps MTB E-8000,

250 W / Shimano Steps MTB E-8020, 500 Wh

RAHMEN: Speedfox AMP Carbon

LAUFRÄDER: 29 x 2,35

GABEL: Fox Float 34

SCHALTUNG: Fox Float DPS

BREMSEN: Shimano XT Deore, 200/200 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 4999,–

www.bmc-switzerland.com

BOSCH-PERFORMANCE-CX-MOTOR

HOCHLEISTUNGS-PEDELEC

INTUBE

CENTURION E-FIRE SPORT R2500 I

MOTOR/AKKU: Bosch Performance Line CX /

Bosch PowerTube 500 Wh

RAHMEN: Centurion E-Fire Sport

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,25

GABEL: SR Suntour NCX-D Air

SCHALTUNG: Shimano SLX

BREMSEN: Shimano Deore XT

GEWICHT: 24,6 kg

PREIS (UVP): € 3499,–

www.centurion.de

SHIMANO-E8000-TECHNOLOGIE

MODERNE ALL-MOUNTAIN-GEOMETRIE

MAVIC-E-XA-ELITE-LAUFRADSATZ

BERGAMONT E-TRAILSTER ELITE 27

MOTOR/AKKU: Shimano E8000, 250 W, 36 V/

Shimano BT-E8020, 504 Wh,

RAHMEN: Aluminium L-6061 Ultra Lite

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Performance Elite

DÄMPFER: Fox Float Performance

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle

BREMSEN: Sram Code R, 200/200 mm

GEWICHT: 24,9 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.bergamont.com

Fotos: Hersteller

126 SPORTaktiv


E-MTB WOMEN CAMP

www.sportaktiv.com

Fotos: St. Anton Tourismus/Patrick Bätz, Hersteller, Bosch, Helene Fruhwirth, Salzkammergut Trophy

1. E-MOUNTAINBIKE

WOMEN-CAMP IN

ST. ANTON AM ARLBERG

20. bis 23. Juni 2019

(Donnerstag bis Sonntag)

3 Übernachtungen im Hotel Schwarzer

Adler in St. Anton am Arlberg

• Halbpension

• kostenfreies WLAN

• 3 E-Bike-Touren (zwei längere, eine

kürzere) in St. Anton mit Bosch-

Uphill-Flow-Expertin Greta Weithaler,

Haibike-Botschafterin Helene Fruhwirth

und weiblichen Guides

• Fahrtechniktraining mit Greta Weithaler

und Helene Fruhwirth

• Thule-Bikerucksack als Geschenk

• Top-Testräder von Haibike

• Massage

• optional SPORTaktiv-Campschutz

powered by Nürnberger Versicherung

für die Dauer des Camps

PREIS: € 350,– pro Person im DZ

(Aufenthalt im Doppelzimmer Standard,

Einzelzimmeraufschlag auf Anfrage)

PREIS für den Guide: € 40,– pro Person

(wird vor Ort abgerechnet)

TEILNEHMERINNEN

max. 15 Personen

PROGRAMM

Donnerstag, 20. Juni

• selbstständige Anreise

• gemeinsames Abendessen der

Teilnehmerinnen mit den Guides (19 Uhr)

Freitag, 21. Juni

• Ausgabe/Einstellen der E-MTBs

• 1. gemeinsame Ausfahrt (rund 4 Stunden)

mit Fahrtechniktraining

• Massage

Samstag, 22. Juni

• 2. Ausfahrt (rund 5 Stunden)

• Massage

• gemeinsames Abendessen (19 Uhr)

Sonntag, 23. Juni

• kurze Abschlusstour (ca. 2 Stunden)

Programmänderungen vorbehalten

DAS ANGEBOT:

4 TAGE UND 3 NÄCHTE

MIT HALBPENSION, TESTRAD

UND GESCHENKEN UM € 350,–

DEINE GESCHENKE

Wir statten dich mit Goodies

unserer Partner aus: Thule

schenkt dir einen edlen Bikerucksack,

Bosch sorgt für trockene

Füße und von Peeroton

gibt es Energie für unterwegs.

ZUM TESTEN|

Haibike stellt eine Flotte an

Testbikes zur Verfügung wie

z. B. das SDURO Full-

Seven 9.0 mit 120

mm Federweg und

Bosch-Antrieb.

DIE UNTERKUNFT

Hotel Schwarzer Adler ****s

in St. Anton am Arlberg

Helene Fruhwirth (Haibike,

oben) und Greta Weithaler

von Bosch stehen beim

Camp als Profi-Coaches

zur Verfügung.

ZIMMERBUCHUNG

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv E-MTB-WOMEN-CAMP“

Hotel Schwarzer Adler ****s

sport & spa

Fam. Tschol GmbH

6580 St. Anton am Arlberg

hotel@schwarzeradler.com

www.schwarzeradler.com


TRAUMKULISSE

FÜR ALLE BIKER

1000 KILOMETER RADWEGE UND DAZU

DER ATEMBERAUBENDE AUSBLICK AUF

DIE UMLIEGENDE BERGWELT DER

KITZBÜHELER ALPEN.

FERIENREGION HOHE SALVE

Innsbrucker Straße 1

6300 Wörgl

info@hohe-salve.com

www.hohe-salve.com

EVENT-TIPP

Beim „eldoRADo Bike & Run

Festival“ am 18. und 19. Mai

warten in Angerberg

spektakuläre Strecken,

traumhafte Panoramen und

echte Herausforderungen

auf Marathonbiker

und Trailrunner.

www.eldorado-festival.at

Wintersportlern muss man die

Ferienregion Hohe Salve und die

Kitzbüheler Alpen nicht näher erklären,

ein Winterparadies der Extraklasse. Doch

auch im Sommer zeigen die acht Orte

um den schönsten Aussichtsberg Tirols,

die Hohe Salve (1829 m), ihre Exzellenz.

1000 km Radwege mit rund 38.000

Höhenmetern garantieren Bikespass ohne

Ende. Rundumblicke auf die Traumkulisse

von Wildem Kaiser, Kitzbüheler Horn,

Hohe Salve, Großvenediger und Großglockner

gibt’s inklusive.

Familien, Mountainbiker und Elektroradler

treten ins Vergnügen. Die sanften

Grasberge und breiten Talschaften bieten

aber auch passionierten Straßenrennradfahrern

ein weites Betätigungsfeld. Für

das leibliche Wohl wird in urgemütlichen

Almwirtschaften und Wirtshäusern gesorgt

– Wohlbefinden für Körper und

Seele. Ambitionierte Mountainbiker nehmen

den KAT Bike in Angriff, der in vier

Etappen über 180 km von der Hohen

Salve bis ins Pillerseetal führt. Für jeden

Abschnitt stehen Varianten zur Wahl, die

von 2820 bis 6250 Höhenmeter reichen.

Gut markiert führen die Wege über einsame

Bergstraßen und Graspfade, vorbei

an urigen Almhütten, hinauf zu den

Weitblick-Highlights der Region. Komplett

organisiert mit Karten, Gepäcktransport,

Hotel und Halbpension bieten

die KAT-Bike-Pauschalen sorgenfreie

Bike-Erlebnisse von Juni bis Oktober

(ab € 389,99 pro Person im DZ für 3

Nächte).

Gästekarte = Fahrkarte

Dank hervorragender Bahnanbindung

können Gäste stressfrei in die Region

reisen. Vor Ort nutzen Sie die Gästekarte

als Fahrkarte – diese inkludiert die Fahrt

in allen Nahverkehrszügen der ÖBB von

Wörgl bis nach Hochfilzen und in allen

Bussen in der Region.

Fotos: Norbert Eisele-Hein, Kurt Tropper

128 SPORTaktiv


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Begeisterung?

KENNT KEINE GRENZEN.

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Genießen Sie Ihre Radsaison in den Kitzbühler Alpen

und lassen Sie sich von unserem Mountainbikeguide die schönsten Biketouren

in der Region zeigen. Gönnen Sie Ihren Beinen und Ihrem Bewegungsapparat

die richtige Entspannung und lassen Sie sich von unseren Masseuren die

Muskulatur lockern. Zusätzlich rdern wir Ihre Durchblutung durch die

aktive Regeneration in unserem Hydroxeur Bad.

Meierhofgasse 26 | 6361 Hopfgarten im Brixental

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T +43 5335 2420 | welcome@hohesalve.at


VON HUTTWIL

BIS INS ZILLERTAL.

SPORTAKTIV AUF

HAUSBESUCH BEI

DEN E-BIKE-SPEZIALISTEN

FLYER UND NOX.

QUALITÄT UND

LEIDENSCHAFT

130 SPORTaktiv


FLYER

Schweizer Qualität,

E-Bike-Pionier seit 1995,

in Summe 300 Mitarbeiter,

5000 Räder pro Monat in der

Fertigung. Premium-E-Bikes

für jedes Bedürfnis

(Tour, Urban, Mountain)

www.flyer-bikes.com

ANZEIGE/Fotos: Arnold Pauly

Es bedarf oft großer Worte. Und

manchmal reicht die bloße Sinneserfassung

durch die Augen. Da steht er,

der „Rote Büffel“, und plötzlich sieht man

25 Jahre E-Bike-Evolution auf einen Blick

und braucht keine Erklärung. Wir stehen

im Museum beim Schweizer E-Bike-Pionier

Flyer. Hier in Huttwil im Kanton Bern am

Rande des Emmentals. Die Holzdecke im

Emmentaler Look und als Architekturelement

die Säulen wie Speichen angeordnet

sagen klar: Hier wird Fahrrad gelebt.

Der Rote Büffel ist ein abenteuerlich

adaptiertes, klassisches Herrenfahrrad in

Weinrot aus dem Jahr 1993, mit Lkw-Batterie,

Amperemeter und wahnwitzigem Antriebskonzept.

Das steht im modernen und

durch viel Glas luftigen Showroom im Teil

namens „Museum“ und darf von den jährlich

10.000 Besuchern besichtigt werden.

Der Büffel als Spaßprojekt war der Anfang.

1995 begann unter der Marke Flyer die

Produktion einer ersten ernstzunehmenden

Kleinserie. Flyer feiert im nächsten Jahr sein

25. Jubiläum, keine Marke in Europa kann

auf so eine Historie verweisen. Pioniere

werden die Schweizer genannt, zu Recht.

Mit dem Headquarter in Huttwil ist Flyer

mit 250 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber

im überschaubar großen Ort, die

Schweiz selbst ist bei der E-Bike-Nutzung

dem Rest Europas schon ein Stück voraus,

auch schnelle Pedelecs bis 45 km/h sieht

man an jeder Ecke.

Die riesigen Flyer-Hallen sind topmodern,

die Fotovoltaikanlage am Dach

erzeugt mehr Strom, als die Firma verbrauchen

kann, auch das Regenwasser wird

genutzt. Energie braucht man, immerhin

hat man hier Labor, Prüfstand, Administration,

Management, die komplette Fertigung

und eine eigene Entwicklungsabteilung im

Haus. Flyer ist stolz, die Software für die

individuellen Lösungen selbst herzustellen.

„Unsere Plattform FIT vernetzt alle Komponenten

am Rad“, sagt Simon, der helle

Kopf der Entwicklungsabteilung und zeigt

uns die Eigenproduktionen bei den Schaltern

und Displays.

Flyer hat als Erster das Potenzial von

motorisierten Rädern erkannt und ist heute

noch am Puls der Zeit. Die Uproc-Serie

zählt zu den besten E-MTBs, die man

derzeit kaufen kann, und in den Tiefen der

Hallen gibt es mehr: Dutzende Modelle,

Tiefeinsteiger, Urbanbikes, Cityflitzer. „Wir

sind ein Vollanbieter“, erklärt Anja Knaus,

die Leiterin der Unternehmenskommunikation.

Zudem arbeitet man seit Anbeginn

eng mit Tourismusagenturen zusammen, ist

Sponsor für die beliebten Radrouten durch

die Schweiz („Herzroute“) und bietet auch

jetzt noch organisierte Ausfahrten mit regionaler

Kulinarik und Lagerfeuer an.

5000 Fahrräder werden hier in Huttwil

im Monat gebaut, selbst Laufräder werden

aufwendig eingespeicht. Über das Fachhändlernetz

beliefert man die Kunden im

Hauptmarkt Deutschland, Schweiz und

Österreich. Das fahrradverrückte Frankreich

steht als nächstes auf der Expansionskarte.

Auf der grünen Wiese

Ähnlich spektakulär schöne Landschaft,

anderes Land, wir sind in Österreich gelandet,

im traumhaften Zillertal. Die Wiesen

sind saftig grün, von oben blitzen noch

die weißen Riesen herunter. Und hier hat

es sich NOX Cycles häuslich eingerichtet.

„Mountainbikes gehören in die Berge“,

lacht Carsten Sommer im Vorbeigehen. Der

Geschäftsführer der kleinen E-Bike-Schmiede

hat seine Firma 2017 kurzerhand aus

Berlin nach Zell übersiedelt. „Ich habe

mich in die Landschaft einfach verliebt.“ In

Deutschland gibt es die Marke NOX schon

seit 2004, man war für wettbewerbsfähige

Gravity-Bikes bekannt, im Enduro- und

Downhillbereich haben sich die Berliner

einen guten Namen gemacht. Vor ein

paar Jahren startete NOX neu durch und

SPORTaktiv

131


produziert nur noch E-Mountainbikes.

„Wir sind quasi ein ,Start-up +‘“, scherzt

Michael Forstinger, der fürs Marketing

verantwortlich ist. In Berlin sitzen die

Abteilungen Entwicklung und Konstruktion,

dort pflegt man auch besten

Kontakt zu den Nachbarn von Antriebslieferant

Brose, Tirol beherbergt das dynamische,

pulsierende Element.

Die Zentrale im Zillertal ist im zweiten

Stock eines eher unscheinbaren

Gebäudes. Das Erdgeschoss ist abwechselnd

Skiverleih und NOX-Showroom.

Drüber sammeln sich die Jungs von

NOX, die Dichte an Bärten, Hauben,

Käppis und Tätowierungen ist hoch.

Hier wird sinniert, gebastelt, probiert,

verpackt – und mit Enthusiasmus Bike

gefahren. Mal auf YouTube „Welcome

to NOX“ eingeben und den Leuten bei

der Arbeit zuschauen. „Let’s go for a

lunchride“, schreit einer und die ganze

Bude hechtet aufs E-Bike. Dass die

Fotos: Rudi Wyhlidal

NOX CYCLES

German Design, built in Austria.

Marke seit 2004 in Berlin am

Markt, seit 2017 Neuausrichtung

in Zell am Ziller,

15 Mitarbeiter, Maß statt

Masse, E-Mountainbikes

mit Leidenschaft

www.noxcycles.com

KITZALPBIKE MTB FESTIVAL

KIRCHBERG . BRIXEN . WESTENDORF

22.-30. JUNI 2019

kitzalpbike.com

132 SPORTaktiv


,,WIR

STEHEN

FÜR LEIDEN-

SCHAFT,

SPIRIT UND

FITNESS

IN VOLLER

BANDBREITE.“

halbe Belegschaft aus dem Downhill/

Endurobereich kommt, sieht man auch

hier. Von Bikern für Biker. „Wir sind

eine Hightech-Manufaktur und stehen

für Leidenschaft, Spirit und Fitness

in voller Bandbreite“, umschreibt das

Forstinger. Übrigens: Drei Serien mit

markant quadratischem Unterrohr

bauen die Zillertalberliner aktuell. Ein

Cross-Country (Hardtail) und zwei

E-Fullys als All-Mountain bzw. Enduro.

Ein Urban-Projekt ist in der Pipeline,

aber auch das wird – wie bei NOX

üblich – kein Bike von der Stange. Per

Konfigurator kann man sein Traumbike

selbst zusammenstellen.

Ach ja, der Name! Wenn man die

drei Buchstaben von NOX untereinander

reiht, entsteht wie bei einem

Kreuzworträtsel No mOre eXcuses,

keine Ausreden. Perfect E-Bike, perfect

Day. Unter diesem Motto werden die

Neo-Tiroler gerade richtig lebendig.

HOTELS

SAALBACH HINTERGLEMM

Die bike’n soul Hotels in Saalbach Hinterglemm füllen ein breites Spektrum an

Unterkünften, von Luxushotels bis hin zu Appartments, die Entscheidung liegt bei Ihnen.

400 km Bikestrecken für Freerider, Downhiller & Tourenbiker lassen keine Wünsche offen.

Mit Guiding, speziellen Bike-Vorteilen, bike‘n soul Shops & Rentals sowie einem eigenen

Bike-InfoCenter sind die bike’n soul Hotels Ihre Top-Adresse für einen lässigen und

unkomplizierten Bikeurlaub!

TIPP:

bike‘n soul UP & DOWN Package mit Guiding und speziellen Vorteilen für Biker!

SPORTaktiv

133


SOFTWARE UND

SCHMIERFETT

ALLES ELEKTRONIK

ODER WAS? WAS DER

E-BIKE-BOOM FÜR SCHRAUBER

BEDEUTET – DAHEIM IN DER

GARAGE UND IN DEN

WERKSTÄTTEN DER HÄNDLER.

VON CHRISTOF DOMENIG

FOTO: THOMAS POLZER

Alle reden vom E-MTB, manche

haben schon eines, viele wünschen

sich eines (einige wenige

verwünschen es auch). Schnäppchen

sind die kraftzuschießenden Bikes jedenfalls

keine und da stellt sich fast

zwangsläufig die Frage: Wie kann man

den „Schatz“, einmal gehoben, dann

möglichst gut pflegen und im Wert

erhalten? Muss man als Besitzer eines

E-Mountainbikes seine Heimwerkstatt

neu ausstatten? Oder muss das Hightech-Werk’l

dann bei Kleinigkeiten

schon zum Profi in die Werkstatt – weil

mit der Technisierung und dem Einzug

der Elektronik die simple Reparierbarkeit

flöten geht?

Roman Neubauer, Bikehändler in

Graz, gibt dazu gleich grundsätzliche

Entwarnung: „Für den Biker selbst ändert

sich mit einem E-Mountainbike

kaum etwas. Die fahrradspezifischen

Komponenten sind exakt gleich zu warten

wie bei jedem gewöhnlichen Mountainbike.

Und das elektronische System

selbst ist weitgehend wartungsfrei. Ausnahme

ist der Akku – aber auch da ist

die Wartung keine Hexerei.“

Im Einzelnen: Bei den mechanischen

Teilen ist mit höherem Verschleiß

„Laptop statt

Schraubenzieher“

heißt

es auch für

Roman Neubauer

immer

öfter.

zu rechnen. Das betrifft die E-Bike-

Antriebskomponenten (also Kette,

Zahnkranz und Kurbelblatt) aufgrund

der Motorpower. Und die Bremsen aufgrund

des höheren Gewichts. Es heißt

also: Etwas öfter die entsprechenden Teile

prüfen und pflegen bzw. dem Fachhändler

zum Service überlassen. Wer viel

fährt, sollte einmal jährlich seinem Bike

ein Service gönnen. Es gilt aber auch:

Eine Schaltung lässt sich beim E-Bike

genauso und mit den gleichen Werkzeugen

einstellen wie eine Schaltung beim

motorlosen Bike. Selbiges gelte auch bei

den anderen mechanischen Komponenten

– und übrigens auch für elektronische

Schaltungen.

Eher schon hat sich in den Profi-

Werkstätten durchs E-Bike einiges

geändert: Da hat mit der Elektronik

134 SPORTaktiv


ROMAN NEUBAUER

ist Inhaber von

„Zweirad Neubauer“ in Graz.

www.neubauer-zweirad.at

AUF EINEN BLICK

Das E-Bike regelmäßig waschen,

dafür den Akku und falls möglich das

Display abnehmen. Keinen Hochdruckreiniger

verwenden, ansonsten

sind Wasser und handelsübliche

Pflegemittel unproblematisch.

Wenn nicht in Gebrauch, Akku

abnehmen und in trockener

Umgebung bei einer Raumtemperatur

zwischen 15 bis 20 Grad aufbewahren.

Der ideale Ladezustand zum

Lagern liegt bei 30 bis 60 Prozent.

Auf die Bremsbeläge und die

Antriebskomponenten achten, der

Verschleiß ist größer

als bei normalen Bikes.

Bike regelmäßig zum Service

bringen, von Zeit zu Zeit

Softwareupdates

aufspielen lassen.

die Software Einzug gehalten. Nicht

einfacher wird die Sache, weil jeder Motorenhersteller

seine eigenen Diagnoseprogramme

hat, auf die Fahrradmechaniker

jeweils eigens eingeschult werden.

„Wenn du dich bei Bosch auskennst,

hast du von Shimano noch keinen Tau“,

so formuliert es Neubauer.

Für Heimschrauber ist bei elektronischen

Problemen sowieso nichts selbst

zu richten, weil die benötigte Software

für sie nicht zugänglich ist. Für die

Werkstattprofis gilt jedoch: „Es gibt

kaum einen Fehler, den wir nicht selbst

beheben können“ – sehr selten komme

es vor, dass ein Teil an den Hersteller

eingeschickt werden müsse. Auch hier

eine Ausnahme von der Regel: Eine

Akku-Reparatur ist kaum möglich. Der

Händler prüft, ob die Ursache wirklich

der Akku ist – dann werden die defekten

Stromspeicher ausgetauscht.

Warum man sein E-MTB ab und zu

zum Händler stellen sollte, liegt auch

an den Softwareupdates, die Hersteller

verordnen: „Da geht es zum Beispiel

um Reichweitenverbesserung.“ Updates

werden beim Service aufgespielt. Wobei

gilt: Auch feinfühlige Naturen spüren

in der Praxis kaum Unterschiede durch

eine neue Motorsoftware, sondern können

sich einfach über weiterhin klaglosen

Betrieb freuen.

SPORTaktiv

135


DA SCHLÄGT

DAS BIKER-HERZ HÖHER

Die unvergleichliche Landschaft mit dem breiten Talboden,

den blühenden Almlandschaften sowie dem imposanten

Panorama mit zahlreichen Dreitausendern bietet

die besten Voraussetzungen, das Zillertal mit dem Bike

zu erkunden. Hier findet jeder seine Traumstrecke.

Kontakt und Info:

T. +43/52 88/87 1 87

holiday@zillertal.at

www.zillertal.at

Das Zillertal ist weit über Tirols Grenzen

bekannt für seine hervorragenden

Hütten und topmodernen Bergbahnen

im Winter. In diesen Genuss kommen im

Sommer auch Biker, denn sie müssen sich

nicht immer auf reine Muskelkraft verlassen,

um die Gipfel der Zillertaler und Tuxer

Alpen zu erreichen. Die Lösung sind die

Sommerbergbahnen, die mit der Zillertal-Activcard

in der Trikottasche täglich

eine Berg- und Talfahrt gratis anbieten. An

den Talstationen können Biker über Zufahrtsrampen

fahren, um ebenerdig in die

Gondeln einzusteigen. Dies erspart die Vorderraddemontage.

So erreicht jeder nahezu

mühelos die schönsten Ausgangspunkte für

grandiose Panoramarunden. Während man

die ersten Höhenmeter überfliegt, hat man

Zeit die Natur zu bewundern und weiß,

was das Zillertal zu einer der Top-Bike-

Destinationen der Alpen macht.

Bike & hike: Mit Tritt und Schritt ans Ziel

Mountainbiken boomt, Wandern ist wieder

schwer angesagt und das E-Mountainbiken

lässt momentan kaum jemanden kalt. Eine

Kombination daraus eröffnet völlig neue

Dimensionen. Mit dem Rad geht es entlang

eines Sees oder durch Almlandschaften zum

sicheren Bike-Parkplatz, oftmals sogar mit

E-Ladestation. So lassen sich die langen

Gehstrecken leicht überbrücken und entlegenere

Gipfel oder Hütten in einer Tagestour

erreichen.

Das Rad wird am Ausgangspunkt der

Wanderung sicher geparkt, geladen und

abgesperrt. Weiter geht es auf „Schusters

Rappen“ zum Gipfel oder zur Hütte weiter

oben. Und nach der Wanderung fährt

man nicht mit dem Auto oder Bus ins Tal,

sondern wieder im Sattel des Bikes – die

Natur bedankt sich für den ökologischen

Fußabdruck.

Fotos: TVB Zillertal

136 SPORTaktiv


ANZEIGE/Foto: Markus Kreiner

GIPFELSTURM &

STERNFAHRT

Die bikeCULTure-Region Graz bietet

Strecken und Veranstaltungen für

alle Biketypen. Los geht es am

30. April mit dem großen

Bike-Opening in Stattegg bei Graz.

Gipfelsturm ohne schwierige Trails rund

um und auf den Schöckl, genussvoll

sternfahren aus der ganzen Region nach

Hitzendorf, österreichische MTB-Enduro-Meisterschaften

auf den Schöckl-

Trails und Cross-Country-Rennen für

Kids und Profis.

Die bikeCULTure-Region Graz

entwickelt wieder eine magische Anziehungskraft

auf die Bike-Community.

Vom Bergauf-Biker über gemütliche

Genussradler bis hin zu den Trail-Typen

der Enduro-Szene und den Profis bei

den UCI-Rennen findet praktisch jeder

Mountainbiker das Spiegelbild seines

Bike-Profils in den Höhenprofilen der

bikeCULTure-Strecken und -Rennen

wieder! Los geht es von 30. April bis

1. Mai mit dem Grazer Bike-Opening

Stattegg, der Junior Challenge und der

ÖM Eliminator.

SparkRC_Product_210x135mm_Advertisement_2018_BIKE_SCOTT_Sports_DE.pdf 1 18.03.19 15:14

TERMINE

30. APRIL–1. MAI:

Grazer Bike-Opening

Stattegg,

Junior Challenge,

ÖM Eliminator.

10. JUNI:

bikeCULTure-Sternfahrt

nach Hitzendorf.

15.–18. AUGUST:

Grazer Bike-Festival

Stattegg, UCI C1,

UCI Junior World Series,

ÖM Enduro,

Schöckl-Gipfelsturm,

MTB-Challenge.

ALLE INFOS

www.bike09.at

www.bikeCULTure.at

www.regiongraz.at

www.schoeckl-trail-area.at

SPORTaktiv

137


ISCHGL IRONBIKE:

EIN KLASSIKER

WIRD 25

Was 1994 als Tagesrennen für

Locals begann, ist heute ein

Rennen mit Fahrern aus aller Welt,

das stets für neue Rekorde sorgt.

Der Ischgl Ironbike feiert am 3. August

2019 sein 25. Jubiläum. Was mit einem

Tagesrennen für Locals begann, ist mittlerweile

ein viertägiges Mountainbike-Festival

geworden, das Teilnehmer aus verschiedensten

Ländern anzieht. In den Kategorien „Stage

Race“ mit Einzelzeitfahren, „Alpenhaus Trophy

Night Hill Climb“, „Cross Country Short

Track“ und dem Marathon über die Hard-Distanz

können sich Amateure mit den Profis

messen, die um UCI-Punkte für die Weltrangliste

fighten.

Abgerundet wird diese einmalige Erfahrung

mit einem vielfältigen Rahmenprogramm, das

den Ischgl Ironbike vom 31. Juli bis zum 3.

August zum Festival werden lässt, bei dem es

– entsprechend dem Motto „Ischgl Ironbike –

Relax. If you can …“ – sehr schwerfallen wird,

eine ruhige Minute zu finden. Jeder einzelne

Tag ist vollgepackt mit spannenden Events,

die den Puls von Teilnehmern ebenso wie von

Zusehern beschleunigen.

Gratis-Startplatz

Das 25-Jahre-Jubiläum muss gebührend

gefeiert werden, das liegt auf der Hand. Daher

starten 2019 alle Athleten, die im Jahr 1994

geboren wurden, kostenlos. So funktioniert es:

zum Ischgl Ironbike anmelden, Geburtsdatum

eingeben, am Renntag einen gültigen Licht-

bildausweis vorweisen und keine Startgebühr

bezahlen!

Wer auf Gesamtsieg gepolt ist, muss vom 31.

Juli bis 3. August 2019 alle vier Rennen des

Ischgl Ironbike Stage Race absolvieren. Gestartet

wird mit einem knackigen Einzelzeitfahren,

weiter geht’s mit dem nächtlichen Hill Climb

bei Flutlicht rauf auf die Idalp und dem spektakulären

„Cross Country Short Track“.

Am Samstag steht das Königsrennen, der

„Ischgl Ironbike Marathon Hard“, auf dem

Fotos: TVB Paznaun – Ischgl

138 SPORTaktiv


KONTAKT

TVB Paznaun/Ischgl

Dorfstraße 43

6561 Ischgl

T. +43/50 990 100

info@paznaun-ischgl.com

facebook.com/ischglironbike

Instagram: @ischglironbike

www.ischgl.com

Auf die Kleinsten wartet ein Pumptrack und die Kids- und

Junior-Trophy, auf die Großen vier harte Rennen, in denen es

um den Gesamtsieg bei der Jubiläumsauflage geht.

Programm. Hier zählt jede Sekunde, denn für

das Gesamtergebnis werden alle Zeiten addiert.

Gut zu wissen: Das Rennen steht Profis und

Amateuren offen und wird für beide Klassen

getrennt gewertet.

Top-Kulinarik

Auf höchstem Niveau präsentiert sich auch die

Küche, die alle Teilnehmer und Besucher des

Ischgl Ironbike am Silvrettaparkplatz versorgt.

Kein geringerer als Haubenkoch Martin Sieberer

schwingt mit seinem Team den Kochlöffel

und sorgt für kulinarische Hochgenüsse. Top-

DJs und Livebands sorgen am Freitag und

Samstag für beste Stimmung am Eventplatz.

Der Pumptrack und die Kids- und Junior-Trophy

lässt untertags die Herzen aller kleinen und

großen Bikefans höher schlagen.

Spartipp: Athleten, die sich bis zum 31. Mai

2019 anmelden, zahlen vergünstigte Startgelder.

Weitere Infos und Anmeldung unter:

www.ironbike.com

SPORTaktiv

139


1. HARDTAILS UND

RACE-FULLYS

2. TOUR UND ALL-

MOUNTAIN

3. ENDURO

140 SPORTaktiv


4. LADY-BIKES 5. TOUREN-E-MTB 6. ENDURO E-MTB

MINI-MOTOCROSSER

Bikes ab etwa 160 mm Federweg heißen seit ein

paar Jahren Enduro. Haben sie einen Motor,

sind sie folglich E-Enduros. Und was man früher

kaum für möglich hielt, ist (auch dank geschicktem

Marketing, Imagepolitur durch Profi-Biker

und Aufnahme seitens des Weltradsportverbandes

UCI) Realität: Selbst fitte Sportler und Hardcore-Mountainbiker

greifen zum Spaßgerät und

fräsen über ihre Trails. Bergauf lassen sich jetzt

Wege beschreiten, die früher undenkbar waren,

dank Motorpower und guter Fahrtechnik jetzt

aber zum Fahrspaß werden. „E-Enduristen“ lieben

schwere Trails bergauf, legen ihren Fokus aber auf

die Performance im Downhill. Da soll es krachen.

Flache Lenkwinkel und potente Fahrwerke sorgen

für nach oben zeigende Mundwinkel.

Diese Bikes sind wegen der robusten Auslegung

nicht leicht – in der Regel 21 kg aufwärts – und

nicht günstig. Unter 5000 Euro wird man schwer

ein taugliches E-Enduro finden.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

Alu oder Carbon

140 bis 180 mm

Downhill, Handling

18 bis 28 kg

LAUFRÄDER 27,5 oder Mix mit 29

REIFEN

2,4 bis 2,8 Zoll,

aggressives Profil

Foto: Nox/Rudi Wyhlidal

SPORTaktiv

141


E-ENDUROS

VIEL FEDERWEG, POTENTE FAHRWERKE

ROBUSTE KOMPONENTEN – DAS GEHT AB!

DIMMIX 29“ VORNE 27,5+ HINTEN

BOSCH-POWERTUBE-AKKU

160 MM FEDERWEG

KTM MACINA KAPOHO 2971

MOTOR/AKKU: Powertube Horizontal 500 Wh

RAHMEN: Aluminium 27,5+

LAUFRÄDER: 29 vorne und 27,5 hinten

GABEL: Fox 36 A Float, 160 mm

DÄMPFER: Fox A Float, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR

BREMSEN: Shimano XTR, 203/180 mm

GEWICHT: 23,8 kg

PREIS (UVP): € 5899,–

www.ktm-bikes.at

NEUER DRIVE-S-MAG-MOTOR

VOLLCARBON-RAHMEN

120 % STEIFER ALS ALU-VERSION

BH BIKES ATOMX CARBON

LYNX 6

MOTOR/AKKU: Brose Drive S Mag / 720 Wh

RAHMEN: High Modulus Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,8

GABEL: Fox 36 Float Performance, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano XT

BREMSEN: Shimano SLX, 200 mm

GEWICHT: ca. 22 kg

PREIS (UVP): € 6999,–

www.bhbikes.com

TESTSIEGER

KRAFTVOLLER SHIMANO-ANTRIEB

PERFEKTE GEOMETRIEAUSLEGUNG

CENTURION NUMINIS TRAIL E F3500

MOTOR/AKKU: Shimano E8000 / Shimano E8010 500 Wh

RAHMEN: Centurion Numinis TrailE

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Factory, 140 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX2 Factory, 135 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano EBOOO

GEWICHT: 21,7 kg

PREIS (UVP): € 6199,–

www.centurion.de

TRIPLE BUTTED ALUMINIUMRAHMEN

SHIMANO STEPS-ANTRIEB

FOX E-BIKE+

STEVENS E-SLEDGE+ ES

MOTOR/AKKU: Shimano Steps E8000

RAHMEN: Aluminium 7005 TB

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,8

GABEL: Fox 36 Float Performance, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, 150mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT Di2 Shadow+

BREMSEN: Shimano Deore XT, 180 mm

GEWICHT: 22,2 kg

PREIS (UVP): € 5299,–

www.stevensbikes.de

Fotos: Hersteller

142 SPORTaktiv


E-MTB SPEZIFISCHE GEOMETRIE

APS – ADVANCED PIVOT SYSTEM

TWIN HOLLOW-CORE TECHNOLOGY

BMC TRAILFOX AMP SX

MOTOR/AKKU: Shimano STEPS MTB E-8000, 250 W /

Shimano STEPS MTB E-8020, 500 Wh

RAHMEN: Trailfox AMP – Carbon

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,5

GABEL: Fox Float 36, 170 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX2, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XT, Shadow Plus

BREMSEN: Magura MT7 200/200 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 7999,–

www.bmc-switzerland.com/at-de

PANASONIC-GX0-ANTRIEB MIT 90 NM

KAPAZITÄTSSTARKER 630-WH-AKKU

NEUE GEOMETRIE FÜR DYNAMIK UND AGILITÄT

FLYER UPROC 7 6.30

MOTOR/AKKU: Panasonic 36V GX0 Front

Mount / 630-Wh-Akku

RAHMEN: Full Suspension, Aluminium

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: RockShox Lyrik RC, 160 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe RC3, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano XT/SLX

BREMSEN: Shimano ZEE M640, 203/180 mm

GEWICHT: ca. 24 kg

PREIS (UVP): € 4999,–

www.flyer-bikes.com

SHIMANO-MITTELMOTOR

SHIMANO DEORE XT

MAGIC MARY & HANS DAMPF

CONWAY E WME 727

MOTOR/AKKU: Shimano Mittelmotor E8000,

250 W / Shimano 36 V, 504 Wh

RAHMEN: Conway Fully E8000, Aluminuim

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox Factory 36 Float, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX 2, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano Deore XT, 203 mm

GEWICHT: 21,9 kg

PREIS (UVP): € 4999,95

www.conway-bikes.de

SHIMANO STEPS E8000 MITTELMOTOR

FOX FEDERGABEL UND DÄMPFER

SHIMANO DEORE XT

HUSQVARNA BICYCLES HC 9

MOTOR/AKKU: Shimano Steps E8000,

250 W/Simplo, 630 Wh

RAHMEN: Aluminium 6061

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 36 K Float, 180 mm

DÄMPFER: Fox Float X2, 180 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano Deore XT, 203/203 mm

GEWICHT: 24,8 kg

PREIS (UVP): € 7199,–

www.husqvarna-bicycles.com

SPORTaktiv

143


ENERGYPAK MIT 500 WH

E-BIKE-APP

MAESTRO-FEDERUNG

GIANT TRANCE E+ SX 1 PRO

MOTOR/AKKU: Giant SyncDrive Pro, 360 % tuneable

support, powered by YAMAHA

RAHMEN: Aluxx SL-grade aluminum

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 36 Performance, 160 mm

DÄMPFER: Fox Performance Elite, 140 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT

BREMSEN: Shimano BR-MT520, 203 mm

GEWICHT: 24,1 kg

PREIS (UVP): € 4999,–

www.giant-bicycles.com/at

180 MM FEDERWEG

ALUMINIUM-RAHMEN MIT TRAIL-GEOMETRIE

CUSTOM-TURBO-1.2E-MOTOR

SPECIALIZED TURBO KENEVO

COMP

MOTOR/AKKU: Specialized 1.2E, custom Rx

Trail-tuned motor, 250 W/ Akku 460 Wh

RAHMEN: Specialized M5 Premium Aluminum

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,6

GABEL: RockShox Yari RC, 180 mm

DÄMPFER: Fox Van RC Coil, 180 mm

SCHALTUNG: Shimano SLX

BREMSEN: SRAM Guide RE, 200/200 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 4599,–

www.specialized.com/de

GENIUS-ERIDE-ALU-RAHMEN

TWINLOC-FEDERUNGSSYSTEM

500 WH-INT.- AKKU

SCOTT ERIDE GENIUS 910

MOTOR/AKKU: Shimano STEPS E8000, 250 W

RAHMEN: Alurahmen

LAUFRÄDER: 29 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Performance Elite Air, 150 mm

DÄMPFER: Fox Nude T Evol Trunnion, 100–150 mm

SCHALTUNG: Sram NX Eagle

BREMSEN: Shimano BR-M640, 203 mm

GEWICHT: 23,7 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.scott-sports.com/at

SKYBEAMER 5000 MIT

TAGFAHRLICHT UND FERNLICHT

AUSGESTATTET MIT ECONNECT

HAIBIKE XDURO NDURO 10.0

MOTOR/AKKU: Flyon HPR120S/Akku: 630 Wh

RAHMEN: Haibike Carbon/Aluminium

LAUFRÄDER: 27.5 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Factory 180 mm

DÄMPFER: Fox Float X2 Factory 180 mm

SCHALTUNG: Sram EX1

BREMSEN: Magura MT7

GEWICHT: 28 kg

PREIS (UVP): € 8999,–

www.haibike.com/de

Fotos: Hersteller

144 SPORTaktiv


UNTERWEGS

E-BIKES LADEN

ANZEIGE/Fotos: bike energy

E-Biken liegt voll im Trend.

Doch was tun, wenn sich

unterwegs die Ladung des

Akkus dem Ende zuneigt?

E-Biken ohne Sorgen, dass der Akku nicht

ausreicht? Das macht das intelligente Ladekabel

von bike-energy möglich, das auch bei

jeder Witterung im Freien verwendet werden

kann. E-Biker können ihren Akku auch

ohne Heimladegerät aufladen – in Tourismusregionen,

bei Gaststätten und Cafés.

Das Kabel erkennt den jeweiligen Akku sofort

und lädt ihn mit optimaler Leistung bis

zu zweimal schneller auf. Das erfreut nicht

nur die E-Biker selbst, die sich sorgenfrei auf

ihre Lieblingstour machen können. Für den

Betreiber ist die Ladestation ein willkommener

Gästemagnet.

Weitere Infos zur bike-energy-Ladestation

findest du unter:

verkauf@bike-energy.com

www.bike-energy.com

#weareenergy

DEINE ZEIT

GEHÖRT DIR.

#myridemytime

bergamont.com

SPORTaktiv

145


FLAGGSCHIFF

FÜR DIE ALPEN

140 MM FEDERWEG, FEINSTE

KOMPONENTENWAHL UND

EIN BÄRENSTARKER MOTOR:

TECHNIBIKE STELLT MIT DEM

VOTARO FS EIN „E-BIKE FÜR

ALLE“ AUF DIE RÄDER. DANK

600 WH AKKU SIND BIS ZU

120 KM UND 1400 HM

MÖGLICH.

146 SPORTaktiv


MARC PRÜM

ist Geschäftsführer

beim E-Bike-Hersteller

Technibike

www.technibike.de

TECHNIBIKE VOTARO FS

MOTOR: Continental 36 V

AKKU: Lithium Ionen 600 Wh

RAHMEN: Aluminium

DÄMPFER: Fox Float DPS Evol, 140 mm

FEDERGABEL: Fox Factory 34 Float, 140 mm

SCHALTUNG: Sram GX

BREMSEN: Magura MT5

LAUFRÄDER: 27,5 x 2,4

PREIS: € 4999,–

www.technibike.de

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Was zeichnet das Flaggschiff der

ersten Modellrange aus dem Hause

Technibike aus?

Hochwertige Komponenten, eine

formschöne Akku-Integration und eine

hervorragende Motorleistung. Uns war

es wichtig, dass wir mit diesem Bike eine

große Zielgruppe erreichen. Deshalb

haben wir uns für ein 140-mm-Trailbike

entschieden, das dem sportiven Biker auf

der Feierabendrunde ein Lächeln auf die

Lippen zaubert und auf alpinen Trails

über genügend Reserven verfügt.

Du hast die Motorleistung angesprochen.

Was erwartet den Käufer beim

Continental 36V?

In erster Linie ein Kraftpaket, das mit

bis zu 90 Nm Drehmoment unterstützt.

Dazu eine lineare Unterstützungscharakteristik

und die Besonderheit, dass

sich das Bike jenseits der 25 Km/h antriebsneutral

bewegen lässt. Komplettiert

durch einen leistungsstarken Akku-Pack,

der mit über 600 Wh eine Reichhöhe

von bis zu 1400 hm ermöglicht.

ANZEIGE / Fotos: Technibike

Wie geht es bei Technibike weiter?

Auch zukünftig werden wir unsere

Entwicklungsarbeit der E-Mobilität

widmen. Die Planungen laufen auf

Hochtouren und schließen die eine oder

andere Herausforderung, die der urbane

Arbeitsalltag mit sich bringt, mit ein.

Mehr wird noch nicht verraten.

SPORTaktiv

147


148 SPORTaktiv


DIE FREIHEIT,

DIE ICH MEINE

DAS RAD UND ICH. WARUM DAS RADFAHREN IM

GELÄNDE IMMER SCHON EINE FASZINATION FÜR

MICH WAR UND ES AUCH BLEIBEN WIRD.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: iStock, Christoph Heigl

W

as ist jetzt eigentlich so toll, so schön

am Radfahren im Gelände? Ist es nicht

nur anstrengend? Ist es die meditative

Wiederholung der Tritte, das eigene

Schnaufen, die Vögel, die Geräusche des Waldes,

der Wind in den Blättern? Oder das Schaffen,

das Tun, das Vordringen in Sphären, die

eigentlich nicht dem Fahrrad vorbehalten sind?

Das Rad, das war für mich schon immer

Freiheit, ein im Prinzip einfaches Ding, das

starke Emotionen auszulösen vermag. Zwei

meiner schönsten und einprägsamsten Kindheitserinnerungen

verdanke ich dem Fahrrad.

Die erste: Ende der 1970er-Jahre im Volksgarten

in Graz. Ich auf einem weißen Kinderrad

mit rotem Sattel, mein Papa einen halben

Schritt dahinter, die Stützräder daheim im

Keller. „Uuund treten, treten, treten“, höre ich

meinen Vater reden, die rechte Hand am Sattel,

um mir das Gleichgewicht zu ermöglichen.

„Treten, treten, treten“, höre ich, bis ich mich

mutig in eine Linkskurve lege und sehe: Der

Papa steht schon 20 Meter weiter hinten. „Ich

kann Rad fahren“, durchzuckt es das Hirn des

schmächtigen End-Vierers. Freiheit, der erste

Schritt in die Selbstständigkeit, eine unglaubliche

Ausweitung des Aktionsradius. Unvergessen,

auch fast 40 Jahre danach.

Die zweite Erinnerung: das erste BMX. Wolltest

du in den 1980ern was gelten, war dieses

„Bicycle Moto Xross“ unerlässlich. An einem

sonnigen Samstagvormittag war es so weit.

Ein Traum in Schwarz mit gelben Polstern am

Lenker und am Oberrohr. Und erst die Fahrt

vom kleinen Fahrradgeschäft nach Hause. Alleine

durch enge Gasserln, alleine, obwohl ich

weder 12 Jahre alt war noch den Fahrradschein

hatte. Die Brust weit von der Freiheit, der Kopf

voll Glück. Von da an war das Ding bei jedem

Sonntagsspaziergang und bei vielen Wanderungen

dabei. Rad fahren, wo andere „nur“ gehen.

Durchs herbstliche Laub rascheln, durch den

Gatsch pflügen. Später dann im Dunkeln auf

der nahen Baustelle mit Freunden im Schnee

herumkurven, kleine Hügel rauf und runter,

zarte Sprungversuche.

Am Ende immer das Gefühl, etwas geschafft

zu haben, das man noch nie gemacht hat. Eine

Welt betreten zu haben, zu der nicht jeder

Zugang hatte. „Great things never came out of

comfort zones“, hab ich kürzlich auf einem Häferl

gelesen. Das trifft es wohl auf den Punkt.

Mit dem BMX habe ich die Komfortzone

verlassen und bin genau diesen Schritt oder

besser Tritt darüber gegangen, der gerade noch

schaffbar und gerade kein Klacks mehr war. Ich

hab den Flow gespürt, ehe der „Flow“ gewusst

hat, dass es mich gibt. Dann kamen die 1990er

und mit ihnen andere Ablenkungen, Interessen

und vor allem Mountainbikes. Sportgeräte, die

ich als BMXler abgelehnt habe.

Radfahren war für mich Mittel zum Zweck

geworden. Leidenschaft sieht anders aus. Erst

mit meinen Söhnen hab ich mich dann zu

einem Mountainbike überwunden und wieder

sanft, sehr sanft begonnen, die ausgetretenen

Pfade zu verlassen. Biken würde ich das nicht

nennen. Aber so ganz langsam ist die alte

SPORTaktiv

149


Foto: Tony Hutcheson

www.bikehotels.it

BikeHotels Südtirol.

Urlaub von Mountainbiker*innen

für Mountainbiker*innen.

Nothing else matters.

#BikenistChefsache

Liebe zurückgekehrt. Dieses Verlangen, etwas

zu tun, das die Erwartungshaltung bricht. Denn

wenn mich immer schon etwas fasziniert hat und

wenn mich heute immer noch etwas fasziniert,

dann sind es die Brüche. Wenn Dinge an Orten

auftauchen, wo man sie nicht erwarten würde,

außerhalb ihres natürlichen Habitats. So wie mein

ältester Freund, der sich mitten in der Nacht sein

Snowboard geschnappt hat, auf den Schloßberg in

Graz gegangen ist und damit bis auf den Hauptplatz

gefahren ist. Wenn man so will, war das

im Rückblick mit ein Auslöser dafür, warum ich

mich wieder mit dem Fahrrad ins Gelände gewagt

habe. Auf einen Berg zu fahren, mit Muskelkraft,

und dann die eine Abfahrt zu genießen. Der Lohn

für den Schweiß, so unmittelbar und direkt und

gleichzeitig ohne die Gefahr einer Lawine.

Seit der Zweirad-Initialzündung im Park ist das

Leben für mich immer komplexer geworden. Studium,

Arbeit, digitale Revolution und vor allem

Verkehr, Hektik, Reizüberflutung. Da braucht es

einen Gegenpol, der den Geist in ruhige und lange

Schwingungen bringt und nicht wild auf und

ab oszilliert im Tempo einer Nähmaschine.

Auf dem Bike fällt der Stress ab. Schon auf dem

Weg in den Wald bläst der Fahrtwind die Alltagsgedanken

weg. Sobald es dann bergauf geht, wird es

meditativ. Treten, schnaufen, treten, schnaufen. So

bei mir bin ich selten. Ich spüre den Brustkorb, die

Oberschenkel, die Handballen. Mit jedem Lufteinsaugen

gleite ich weiter in die Meditation. Und

dann der Ausblick – grün, grün, grün. Eine Wohltat

für die Augen, kein blaues Licht von Computerbildschirmen

oder Handys. Dafür trotz all des

„Für uns ist Mountainbiken Herzenssache und unsere

Heimat, der „wilden Osten” Südtirols, das lohnendste

Bikerevier überhaupt. Wir freuen uns auf euch!”

Agnes und Edith Innerhofer

Hotel Innerhofer *** | www.hotel-innerhofer.com

Der Autor in aller

Früh, dabei

dem Nebel

davonzubiken

„Mein Herz schlägt für die Berge und für alles was

damit zu tun hat. Es ist einfach genial, dass die

Bike- und Bergsaison rund um Naturns so lang wie

nirgends sonst in den Alpen ist!“

150 SPORTaktiv

Thomas Schuler

Hotel Ansitz Schulerhof | www.schulerhof.it


Atemlärms Stille und die Geräusche des Waldes.

Auf dem Bike bist du auch nie allein. Die Maschine

ist dir nicht nur Vehikel zu Freude und

Aufstieg, sondern bester Freund und Rettungsboot

zugleich. Das Alu gewordene psychologische

Hintertürl für den Fall, dass die Kraft ausgeht.

Was beim Laufen am Berg ein Problem ist, fällt

hier weg. Geht es nicht mehr bergauf, wende ich

die Maschine und rolle heim. Das Gefühl dieser

Exitstrategie im Hinterkopf lässt mich mehr wagen.

So erweitere ich die Komfortzone von Mal zu

Mal und trete doch immer wieder aus ihr hinaus.

Bergab meide ich schon Forstwege und versuche

EINE 100-JÄHRIGE

ERFOLGSGESCHICHTE

Die Marke Lazer wurde 1919 gegründet

und ist damit die älteste Helmmarke. Im

Jubiläumsjahr gibt es zwei neue MTB-

Helme: den „Coyote“ und den „Impala“.

,,TRETEN, SCHNAUFEN,

TRETEN, SCHNAUFEN.

SO BEI MIR BIN ICH

SELTEN.“

mich an leichten Trails, dem mittlerweile neuen

Fully wird es nicht so bald zu schwer.

Es ist für mich – und das wird es auch bleiben

– aber immer eine besinnliche Tätigkeit. Ein Erlebnis

für Körper, Geist und Seele und nicht eines

für Strava und virtuelle oder reale Bike-Stammtischgespräche

über Wurzelteppiche, Downhillpassagen,

Winkel- und Federweg-Diskussionen.

Freedom statt Freakyness.

Biken erweitert den Horizont. Meine unmittelbare

Umgebung habe ich erst in jüngster Zeit

so richtig kennengelernt – auf Feierabendrunden

mit Freunden. Da glückt sogar die Quadratur des

Kreises. Aus dem Büro mit dem Rad nach Hause,

über einen Berg hinaufschwitzen und einen Trail

hinunter. Stunden danach pumpen dann die Endorphine

noch durch den ganzen Körper und das

Freiheitsgefühl aus der Kindheit flackert wieder

auf.

Mit dem Bike rückt die Möglichkeit eines

Abenteuers, zu dem ich jederzeit aufbrechen kann

und von dem ich rechtzeitig zum Abendessen

wieder zurück sein kann an die eigene Haustür

heran. Der deutsche Schriftsteller und Journalist

Alfred Kerr hat eine Theaterkritik einmal sehr

treffend so geschrieben: „Die Vorstellung begann

um acht Uhr, als ich zwei Stunden später auf die

Uhr schaute, war es 8.30 Uhr.“ Mit dem Fahrrad

im Gelände verhält es sich genau umgekehrt.

ANZEIGE / Fotos: Lazer

O

b die Brüder Lacroix 1919 ahnten, was ihnen

mit der Gründung ihres Unternehmens im

belgischen Nivelles gelingen sollte? 100 Jahre

später ist LAZER mit Radhelmen weltweit erfolgreich,

seit 2016 unter dem Dach von Shimano.

Heuer neu im Programm ist der Lazer Coyote

(unteres Bild): Ein In-Mold-Helm mit 21 Lüftungsöffnungen,

verstellbarem Visier und hohem

Schutz im Schläfen- und Hinterkopfbereich. Er ist

auch stark im Preis-Leistungs-Verhältnis: Um

€ 109,95 mit MIPS und € 89,95 ohne MIPS.

Der neue ultimative Trail-MTB-Helm ist der

Lazer Impala (oberes Bild), mit noch besserem

Style und Performance: um € 149,95 mit MIPS

und € 129,95 ohne MIPS. Beide Helme gibt es in

mehreren Farben sowie edlem Mattschwarz.

Mehr zur Helm- und Brillenmarke mit 100-jähriger

Erfolgsgeschichte auf www.lazersport.com

SPORTaktiv

151


BIKEN MIT EINER

OLYMPIASIEGERIN

INFOS & BUCHUNGEN

BODENMAIS TOURISMUS

D-94249 Bodenmais/Bayern

T. 49 99 24/778-155

veranstalter@bodenmais.de

www.bodenmais.de

Auf geht‘s nach Bodenmais

im Bayerischen Wald: In diesem

Bikerevier mit Geheimtipp-Charakter

nimmt dich Deutschlands

erfolgreichste Mountainbikerin

Sabine Spitz mit auf Tour.

PACKAGE-TIPP

BIKECAMPS MIT SABINE SPITZ

Termine: 13.–16. Juni,

4.–17. Juli

7.–10. Juli 2019

Inkludiert sind:

3 Übernachtungen mit HP im

Sporthotel „Natura“

2 geführte Tagestouren mit

Sabine Spitz

1 Grillabend mit Lagerfeuer

Vorträge, Fragestunde u.v.m.

PREIS: ab € 299,– p. P. im DZ

Dürfen wir dir einen neuen Geheimtipp

für Mountainbiker verraten?

Bodenmais! Die Wälder rund um den

Urlaubsort Nummer 1 im Bayerischen

Wald bieten flowige Trails, Mountainbikewege

mit grandiosen Aussichten,

zahlreiche Gipfel und urige Einkehrmöglichkeiten.

Im Juni und Juli erwartet dich sogar

ein besonderes Schmankerl: Olympiasiegerin

Sabine Spitz nimmt dich mit auf

Tour und zeigt dir die abwechslungsreichen

Strecken rund um Bodenmais.

Genuss, Spaß und Gemütlichkeit stehen

bei ihren drei viertägigen Bikecamps im

Vordergrund. Bei jeweils zwei Tagestouren

führt dich Sabine Spitz durch die

herrlichen Bergmischwälder des Bayerischen

Waldes vorbei an atemberaubenden

Naturschauspielen. Unterwegs

bleibt natürlich Zeit für nette Gespräche,

die sich bei einem Grillabend am

Lagerfeuer gerne vertiefen lassen.

Eine entspannte und lockere Atmosphäre

bietet auch deine Unterkunft,

das brandneue Sport- und Bike-Hotel

„Natura“. Für drei Nächte mit Halbpension

wirst du hier unter Gleichgesinnten

eine entspannte Zeit verbringen

und spannenden Vorträgen von Sabine

Spitz zu Themen wie Ernährung oder

Training lauschen.

Auch top: In Bodenmais sind gerade

17 neue Bikestrecken entstanden. Von

Kinder- über Hütten- und Rundtouren

bis hin zu Etappentouren auf den Spuren

der Trans Bayerwald ist für jeden

Bikertyp die passende Strecke dabei!

Fotos: Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH/ Ralf Schäuble

152 SPORTaktiv


TVB OSTBAYERN

D-93059 Regensburg

Tel.: 0941/58 53 9-0

E-Mail: info@transbayerwald.de

www.transbayerwald.de

ABENTEUER

TRANS BAYERWALD

FORDERND, WILD, AUSSICHTSREICH

UND GRÜN: DAS ALLES IST DIE NEUE

TRANS BAYERWALD-TOUR IN BAYERN.

Fotos: Andreas Meyer

Ein klingender Name, der hält, was er

verspricht: Die Trans Bayerwald ist

eine neue Mountainbikerunde, die auf

insgesamt 700 Kilometern und mit 17.000

Höhenmetern zwischen Furth im Wald

und Passau durch den Bayerischen Wald

führt. Die Tour ist fahrtechnisch einfach,

konditionell durchaus fordernd und dabei

ein besonders ursprüngliches Erlebnis. Ein

wahres Bikeabenteuer in der Kultur- und

Naturlandschaft des Bayerischen Waldes.

Die Runde kann man auf einer Nord- und

einer Südroute mit je sieben Etappen fahren.

Der MTB-Zone-Bikepark Geißkopf

und das MTB-Paradies Sankt Englmar befinden

sich ebenso auf der Trans Bayerwald

wie Touren am Hohenbogen oder durch

den Nationalpark Bayerischer Wald.

Kostenloses Starterpaket holen

Tipp: Das kostenlose Starterpaket für das

Abenteuer mit vielen Informationen und

Tipps kann man einfach per E-Mail an

info@trans-bayerwald.de anfordern.Weitere

Infos gibt’s auf: www.trans-bayerwald.de

SPORTaktiv

153


E-MTB WOMEN CAMP

www.sportaktiv.com

2. E-MOUNTAINBIKE-

WOMEN-CAMP

23. bis 26. Mai 2019

(Donnerstag bis Sonntag)

3 Übernachtungen im Narzissen

Vital Resort **** in Bad Aussee

• Halbpension

• kostenfreies WLAN

• 3 E-Bike-Touren (2 längere, 1 kürzere)

im Ausseerland-Salzkammergut mit

Bosch-Uphill-Flow-Expertin Greta

Weithaler und weiblichen Guides des

Narzissen Vital Resorts

• Fahrtechniktraining mit Greta Weithaler

• Bikehelm von ABUS als Geschenk

• Testrad von FLYER

• Relaxen im Solebad

• regenerierende „Narzissen Vital Resort“-

Wadenpackung

• optional SPORTaktiv-Campschutz

powered by Nürnberger Versicherung

für die Dauer des Camps

PREIS: € 395,– pro Person im DZ Standard

(EZ-Zuschlag pro Person € 90,– )

TEILNEHMERINNEN

max. 15 Personen

PROGRAMM

Donnerstag, 23. Mai

• selbstständige Anreise

• gemeinsames Abendessen der Teilnehmerinnen

mit den Guides (19 Uhr)

Freitag, 24. Mai

• Ausgabe/Einstellen der E-MTBs

• 1. gemeinsame Ausfahrt (rund 4 Stunden)

mit Fahrtechniktraining

• „Narzissen Vital-Resort“-Wadenpackung

Samstag, 25. Mai

• 2. Ausfahrt (rund 5 Stunden)

• gemeinsames Abendessen (19 Uhr)

Sonntag, 26. Mai

• kurze Abschlusstour (ca. 2 Stunden)

Programmänderungen vorbehalten

DAS ANGEBOT:

4 TAGE UND 3 NÄCHTE

MIT HALBPENSION, TESTRAD

UND GESCHENKEN AB € 395,–

DEIN GESCHENK

Diesen superlässigen Bikehelm

von ABUS und 1 Paar

Radsocken gibt es als

Geschenk für alle Damen.

Dazu ein Sportnahrungspaket

von Peeroton für genügend

Energie unterwegs.

ZUM TESTEN

FLYER versorgt uns mit

Top-Testbikes wie z. B.

mit dem Uproc 3, ein

bärenstarkes

E-MTB mit

Bosch-

Antrieb.

Greta Weithaler (l.) von

Bosch steht im Camp

als Uphill-Flow-Expertin

zur Verfügung.

DIE UNTERKUNFT

Das Narzissen Vital Resort Bad Aussee

inmitten der Ausseer Bergwelt

ZIMMERBUCHUNG

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv E-MTB-WOMEN-CAMP“

Narzissen Vital Resort Bad Aussee

Pötschenstraße 172

T.: +43 36 22/553 00-202

E-Mail: reservierung@vitalresort.at

www.vitalresort.at

Fotos: Narzissen Vital Resort, Hersteller, Bosch Salzkammergut Trophy

154 SPORTaktiv


INFOS & BUCHUNGEN

NARZISSEN VITAL RESORT

A-8990 Bad Aussee

T. +43 36 22/55 300-200

M. hotel@vitalresort.at

www.vitalresort.at

BIKE-GENUSS IM

AUSSEERLAND

AKTIVITÄT, ENTSPANNUNG UND

VITALITÄT UMGEBEN VON EINER

MAGISCHEN NATURKULISSE: DAS

VERSPRICHT DAS NARZISSEN VITAL

RESORT IN BAD AUSSEE.

Ex-Profi Lukas Islitzer

geht mit Gästen auf

Tour.

Fotos: Narzissen Vital Resort

PACKAGE-TIPP

4 Nächte zum Preis von 3 (Anreise

nur Sonntag). Inklusive

Solepackung und Narzissen Vital

Resort Inklusivleistungen sowie

ein MTB-Energiepaket

INTENSIV-PAKET

inkl. Techniktraining in der Bike-

Arena Obertraun und geführter

Intensiv-Radtour (Dauer ca. 4–6

h) mit professionellem Guide.

AB € 486,– pro Person

EINSTEIGER-PAKET

inkl. Radfitting und geführter

Kennenlern-Radtour mit

professionellem Guide.

AB € 414,– pro Person

Eine herrliche Berg- und Seenlandschaft

kombiniert mit jeder Menge

Möglichkeiten, diese auf zwei Rädern

zu erkunden: Besser geht’s nicht. Rund

75 Touren, 1450 Kilometer und knapp

40.000 Höhenmeter werden Bike-Begeisterten

in Bad Aussee – übrigens dem

geografischen Mittelpunkt Österreichs –

vor die Füße gelegt.

Die Mountainbike-Strecken rund um

den Dachstein locken jährlich zahlreiche

ambitionierte Biker ins Salzkammergut.

Doch egal, ob Fortgeschrittener, Einsteiger

oder Genießer: Das Angebot ist ideal

für jeden Anspruch.

Der beste Stützpunkt zum Erkunden

der Bikeregion ist das Narzissen Vital

Resort in Bad Aussee. Das 4-Sterne-Hotel

bietet einen Raum mit Radständern

und E-Bike-Ladestation, einen Waschplatz

und Werkzeug für Reparaturen.

Mountainbikes und E-Bikes (auch

Rennräder) können gemietet werden

und seit 2019 bietet das Haus auch

Bike-Packages mit geführten Touren

von Ex-Bikeprofi Lukas Islitzer.

Weil nach einer Tour Erholung gefragt

ist, ist man im Narzissen Vital Resort

ebenfalls goldrichtig. Entspannung

bietet das Solebad mit dem natürlichen

Heilmittel der Region, der Ausseer Sole.

Dazu kommt ein 600 m² großer Saunabereich.

Viel Raum zum Wohlfühlen

erwartet die Gäste auch in jeder der 52

Suiten. Ein traumhafter Panoramablick

auf die Berge schürt schon die Vorfreude

darauf, sich am nächsten Morgen

wieder aufs Bike zu schwingen.

SPORTaktiv

155


VON

GROSSEN

UND KLEINEN LÖSUNGEN

WAS DENKT

EIN TOURISTIKER UND

BIKER ÜBER

LEGALES BIKEN,

NEUE ZIELGRUPPEN

UND DAS

TOURISTISCHE

WEST-OST-GEFÄLLE

IN ÖSTERREICH?

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: Tropper, Erwin Haiden

156 SPORTaktiv


KURT TROPPER

Ist stellvertretender

Geschäftsführer im

Tourismusverband

Kitzbüheler Alpen – Brixental,

zuständig für Werbung und den

Produktbereich Bike

(u.a. KAT-Bike, Kitzalpbike),

Veranstalter des Hillclimbs

beim Kitzalpbike-Festival)

www.kitzbueheler-alpen.com

www.kitzalpbike.at

D

ie Vorfreude auf die Bikesaison ist bei Kurt

Tropper nicht zu überhören. Nicht nur, weil

er in seinem Tourismusverband Kitzbüheler

Alpen – Brixental für das Mountainbiken

zuständig ist, sondern weil er selbst leidenschaftlicher

Biker, Hobbyracer und Rennveranstalter

ist.

Das Biken bleibt im Aufwind. Als Beweis:

„Brixen ist kein großer Ort, aber wir

haben ein Sportgeschäft, das heuer 100

E-Mountainbikes zum Ausleihen hat.“

Diese „technische Revolution“, wie es

Tropper nennt, hat dem Biketourismus

neue Türen geöffnet. „Biken war früher etwas

für Superfitte. Jetzt fahren Hinz und

Kunz auf den Berg.“ Das E-Mountainbike

lässt Frauen mit Männern mithalten,

bringt ältere Menschen wieder mit dem

Sport in Kontakt und bietet ein Urlaubsangebot.

SPORTaktiv

157


Kurt Tropper ist

Touristiker und Mountainbiker.

Für seine

Rennen und die Salzkammergut-Trophy

(Bild) wird er sogar

zum Vollblutracer.

Die in Österreich jetzt zum Saisonstart

wieder aufpoppende Diskussion

um legales Biken verfolgt Tropper natürlich.

Aber betont sachlich kommentiert

er die in Mountainbikekreisen mit

Häme bedachte Radkampagne der Österreich-Werbung

(„You like it? Bike

it!“) samt etwas verunglücktem Videoauftritt

von Ministerin Elisabeth Köstinger

und Social-Media-Populismus

seitens der Biker. „Köstinger ist Ministerin

für Landwirtschaft und Tourismus,

ich hoffe, dass sie Konstruktives

zusammenbringt. Wir müssen gemeinsam

etwas schaffen.“

Auch Tropper sieht diesbezüglich in

Österreich ein West-Ost-Gefälle. In

Tirol und Salzburg gibt es ein großes

Streckennetz an legalen Mountain bike-

BASISLAGER IN DEN ALPEN

Kitzbühel

Zillertal

Hinterstoder

Ötztal

Montafon

Berchtes gaden

Neuschwanstein

Oberstdorf

Unkompliziert, trendig, preiswert und

mitten in den Alpen gelegen. Damit sind

die Explorer Hotels die passende Location,

um aktiv in die Berge zu starten. Lockere

Atmosphäre, modernes Design und sportliche

Gäste versprechen Urlaubsfeeling für

Entdecker. Die Design-Zimmer bieten genug

Stauraum für die Sportausrüstung und eine

gemütliche Sitzecke mit Bergblick. Kurz: das

ideale Basislager für Sport in der Natur.

BIKE DEAL

• 3 bis 6 Nächte im trendigen Design-Zimmer

• 1 geführte Mountainbike-Halbtagestour

• Sport-Spa

• gratis WLAN

• MTB-Verleih (gegen Gebühr) und Werkbank

ab € 149,– p.P.

T. +43/55 58/20 333 445

www.explorer-hotels.com/sommer

Explorer Hotels Entwicklungs GmbH

An der Breitach 3, 87538 Fischen

GF: K. Leveringhaus

Fotos: Explorer Hotels

158 SPORTaktiv


angeboten. Das ist zum einen auf die

Tourismushochburgen im Westen zurückzuführen,

zum anderen auf das

seit 1997 (!) bestehende Tiroler

Mountainbikemodell, das Rechtssicherheit,

Versicherungsschutz und ein

Leitsystem beeinhaltet. „Wir und die

Salzburger sind Vorreiter, das war Pionierarbeit“,

weiß der Tiroler. „Bei uns

ist viel Landwirtschaft und es gibt

Gott sei Dank noch viele Bauern. Im

Osten Österreichs gibt es mehr Großgrund-

und Waldbesitz. Da ist weniger

Verständnis für Tourismus und Freizeitverhalten

vorhanden.“ Von der Politik

wünscht sich Tropper, dass sie öffentliches

Interesse bewertet und im

Sinne der Lenkungsmaßnahmen gesetzliche

Verbesserungen schafft. „Dafür,

dass alles freigegeben wird, bin ich

zwar nicht, aber der österreichische

Staat muss sich was überlegen. Erholung

im Wald sehe ich als öffentliches

Recht.“ Und Tropper plädiert dafür,

außerhalb der Tourismusgebiete den

Einheimischen als Bikerzielgruppe

nicht zu vergessen.

Viel Potenzial

Der Tourismusverband umfasst nur

die Orte Westendorf, Brixen und

Kirchberg, generiert aber beachtliche

1,7 Millionen Nächtigungen im Jahr.

Die Nähe zu Deutschland und die

holländischen Urlauber sind der größte

Faktor. „Und wir haben früh das

Potenzial des Mountainbikens erkannt.

Wir haben die ideale Topographie

mit den Almen und Seitentälern –

ein Paradies für Skitouren und Biken.“

1000 Kilometer Radwege hat die Region,

davon sind 800 km MTB-Routen.

Schon seit 1995 veranstaltet man den

Kitzalpbike-Marathon, eines der größten

Rennen Österreichs. Für das

25-Jahr-Jubiläum 2020 ist die Erweiterung

Richtung Kitzbühel und neuen

Hahnenkamm-Trail in Planung. Der

KAT-Bike verbindet vier Tagesetappen

quer durch die Kitzbüheler Alpen, das

Angebot an Trails ist groß. „Und das

passt besser zu unserer Region, als

wenn wir einen Bikepark hinstellen.“

Fazit: Die Tiroler zeigen mit großen

und kleinen Lösungen vor, wie es gehen

kann. Wäre doch gelacht, wenn nicht

ganz Österreich davon lernen kann ...

© TVB Serfaus-Fiss-Ladis, Franz Oss

****Su perior

Hotel TIROL Fiss

Hier lebt der GENUSS

~ 50 Zimmer und Suiten

~ Gipfel-Spa (ab 16 Jahren) mit Rooftop-Infinity-Pool

~ Eigener Family-Spa

~ Verwöhnpension „TIROL“ mit ausgezeichneter Küche

~ Herzliche Gastfreundschaft

~ Top Rad-Region Serfaus-Fiss-Ladis für Bikes, E-Bikes, MTBs,

Downhill, Bikepark u.v.m.

2 Nächte mit ¾-Pension und € 30,- Spa-Gutschein

AB € 318,- P.P.

Familie Pregenzer GmbH & Co KG, Hubert Pregenzer, Angerweg 1, A-6358 Fiss, Tel.: +43 5476 6358, info@hotel-tirol.net

Mehr auf: www.hotel-tirol.net

SPORTaktiv

159


VOLL IM FLOW

AM BRENNSEE

Sporthotel Brennseehof

Seestraße 19

9544 Feld am See, Kärnten

T. +43 42 46/24 95

hotel@brennseehof.com

brennseehof.com

WER LUST AUF BEWEGTE FERIEN MIT

DER FAMILIE HAT, IST IM BRENNSEE-

HOF IN FELD AM SEE (K) RICHTIG.

BIKE-SPASS INKLUSIVE!

PACKAGE-TIPP

FRÜHJAHRS BIKE-DEAL

7 Nächte mit 3/4 Pension im DZ

inkl. aller Genussleistungen

€ 20,– Wellnessgutschein p.P.,

1 Haustour, 2x1/2-tägig geführte Touren,

Karte, Trinkflasche, Massage

AB € 749.– P. P. (OHNE BIKE) BZW.

€ 779 (MIT BIKE)

BUCHBAR VON

4. MAI–6. JULI 2019

Die Zutaten für einen tollen Urlaub

mit den Kids? Ein familiengeführtes

Hotel, Freizeit- und Wellnesseinrichtungen

sowie spannende Biketouren. Wo

das zu finden ist? Im Brennseehof in den

Kärntner Nockbergen!

Das Kinderhotel bietet eine wöchentliche

60-h-Kinderbetreuung, Kinderspielplätze

und noch vieles mehr. Mama

und Papa können sich in der Zwischenzeit

in den Radsattel schwingen oder in

der Seewellness-Anlage entspannte Momente

genießen. Apropos Rad fahren:

Über 1000 km beschilderte Bike touren

sind hier zu „erradeln“, wobei alle Könnerstufen

dank anspruchsvoller Freeride-Touren,

dem neuen Flow-Trail bis

hin zum familiengerechten Seeradweg

die passende Strecke finden.

Der Brennseehof hat sich dem Zweirad

verschrieben und bietet mit dem

Bikekompetenzzentrum von Wolfgang

Krainer ein Wochenprogramm mit

Techniktraining, E-Bike-Touren, Kidson-Bike

& Co. An „bikefreien“ Tagen

nutzt man die Tennisplätze, geht segeln

oder surfen oder gönnt sich ein Schmankerl

aus der erstklassigen Küche.

Fotos: Bad Kleinkirchheim Region Marketing GmbH/Franz Gerdl, Sporthotel Brennseehof

DAS SPORTAKTIV-

BIKE-FLOW-CAMP

19. bis 22. September 2019

in Feld am See, Kärnten

3 Nächte mit Verwöhnpension im Doppelzimmer;

nach Wahl im Vier-Sterne- Superior-SPORTaktiv-

Hotel „Brennseehof “ in Feld am See; oder als noch

günstigere Variante in der nebenan gelegenen

Sportpension „Seehof “

Frühstück, Mittag- und Abendessen auch für die

Sportpensions-Gäste im „Brennseehof “

Begleitung und Betreuung durch Profi-Guides der

Sportschule Krainer

als Geschenk: ein BUFF-SPORTaktiv- Headband

und eine Dose Panaceo

optional SPORTaktiv-Bergschutz powered by Nürnberger-Versicherung

SPORTaktiv für die Dauer des 160 Camps

CAMPLEITUNG

Sportschule Krainer

(www.sportschule.at)

SPEZIALPREISE

FÜRS

EXKLUSIVE CAMP:

€ 415,– (****S Hotel

Brennseehof)

oder € 385,– (Sportpension

Seehof)

PROGRAMM

3 geguidete Mountainbike-Tages touren

mit hohem Singletrail anteil Befahrung des

neuen Flow-Trails in den Nockbergen

(Einteilung in drei Leistungsgruppen)

Fahrtechniktipps von den Profi-Guides

Testmöglichkeit von Hardtails und Fullys

ZIELGRUPPE

aktive Mountainbiker

(Hobbyfahrer & ambitionierte Biker)

TEILNEHMER

maximal 25

ANMELDUNG

Direkt (und rasch) beim

Hotel „Brennseehof “ buchen –

die ersten 25 kommen zum Zug!

Hotel „Brennseehof“

Seestraße 19, 9544 Feld am See

Tel.: +43 (0) 42 46/24 95

E-Mail: hotel@brennseehof.com

Web: www.brennseehof.com


Die AWA-Black-

Kollektion von

Dainese. Stile

italiano trifft

umweltbewusste

Fortbewegung.

www.dainese.com

ITALIENISCHER STIL|

FÜR DEN RAD-ALLTAG

PROTEKTOR-SPEZIALIST DAINESE

BRINGT ZUM ERSTEN MAL EINE KOLLEK-

TION FÜR STILBEWUSSTE ALLTAGS-

RADFAHRER AUF DEN MARKT.

ANZEIGE / Fotos: Dainese.com

Radfahren ist nicht immer nur biken

oder Kilometer fressen am Rennrad.

Immer mehr Leute fahren einfach

mit dem Fahrrad zur Arbeit. Mit der

AWA-Black-Kollektion hat der italienische

Protektor-Spezialist Dainese nun eine

Kollektion auf den Markt gebracht, die den

Rad-Pendlern Style und Funktionalität verspricht

– bei allen Witterungsverhältnissen.

Das Layering-System vertraut auf innovative

Materialien aus der Rennsportwelt und ist

herausragend in Bezug auf Undurchlässigkeit,

Wetterschutz und Komfort. In zahlreichen

Taschen finden alle wichtigen Accessoires

Platz, reflektierende Einsätze sorgen

für hohe Sicherheit im „Verkehrswahnsinn“

der Städte. „Eine Kollektion, bei der die

Funktionalität in Ästhetik umgesetzt wird“,

erklärt Art Director Renato Montagner.

„Gedacht für alle, die das Fahrrad als

umweltfreundliches Fortbewegungsmittel

nutzen.“

SPORTaktiv

161



UNSERE ZIELE SIND,

NICHT AUFZUGEBEN

UND DASS UNSERE

FREUNDSCHAFT NICHT

ZERBRICHT.

FABIO (22, RECHTS)

UND ELIAS (19)


162 SPORTaktiv


NEXT STOP

TOKIO

ZWEI JUNGE STEIRER RADELN VON GRAZ NACH JAPAN.

MIT VIELEN FRAGEZEICHEN, EINEM ZELT UND EINEM EURO

PRO KILOMETER. SPORTAKTIV BEGLEITET SIE AUF IHRER

14.000 KILOMETER LANGEN REISE. TEXTLICH, WOHLGEMERKT.

VON CHRISTOPH HEIGL

Fotos: www.graz-tokyo.at

Die Statements machen neugierig.

„Wir sind davon überzeugt, dass

viele Menschen unerfüllte Träume

in sich tragen und sie nur deswegen

nicht leben, weil die Gesellschaft etwas

anderes von ihnen erwartet. Wir wollen

den Menschen aufzeigen, dass es essenziell

ist, seine Träume zu verwirklichen.“

Bumm, das sitzt. Und es geht weiter.

„Wir sind der Meinung, dass in jedem

Menschen mehr steckt, als er sich selber

zutraut. Die Angst vor dem Scheitern

und der innere Schweinehund stehen

einem meistens im Weg.“ Diese Sätze

stammen nicht von renommierten Philosophen

oder weisen Gesellschaftskritikern.

Sie finden sich auf der Homepage

von Elias Trenn (19) und Fabio Lang

(22), zwei aufgeweckten Burschen aus

Graz. Dass viele ihrer Alterskollegen

gerade normale gesellschaftskonforme

Pfade (Beruf, Studium etc.) betreten,

nehmen sie zum Anlass, genau das Gegenteil

zu machen.

Schauplatz Ostungarn, nahe der rumänischen

Grenze bei Oradea. Fabio

und Elias sind am 10. März vom Grazer

Uhrturm in Richtung Japan, also in

Richtung Oststeiermark, aufgebrochen.

„Wir sind ganz gut vorangekommen“,

berichten die beiden. Geschlafen wurde

bislang nur im Zelt. „Das Wildcampen

war die ersten Tage sehr ungewöhnlich,

wir hatten ständig Angst, dass uns

jemand erwischt. Mittlerweile fühlen

wir uns sicher, es ist zur Routine

geworden“, schreiben sie. „Zweimal

hatten wir das Glück, zu Kaffee eingeladen

worden zu sein. Aus der zweiten

Einladung wurde ein Abendessen und

eine Übernachtung. Attila und seine

Freundin zeigten uns, was ungarische

Gastfreundschaft bedeutet.“ Nämlich:

das Nationalgetränk Palinka.

Doch auch erste Sorgenfalten gibt es:

Fabios Steißbein und Knie schmerzen

und sind angeschwollen, eine Zwangspause

wurde nötig. Dinge, die sie daheim

vergessen haben (Wasserfilter, ein

weiterer Wassersack und Halstücher)

wurden ihnen dabei nachgeschickt. Die

Reise dauert noch lange.

Die etwas anderen Typen

SPORTaktiv-Leser kennen und schätzen

unsere Porträts von Sportlern oder

auch ganz normalen Menschen, die

Außergewöhnliches leisten. Die meisten

haben sehr konkrete Vorstellungen,

einen ausgetüftelten Plan, besondere

körperliche Fähigkeiten. Unsere zwei

Burschen haben das alles nicht. Sie

haben vor allem eines: ganz viel Abenteuerlust.

„Unsere Ziele sind, nicht aufzugeben

und dass unsere Freundschaft

nicht zerbricht“, sagt Fabio und schaut

zu Elias. Sie kennen sich aus Volksschulzeiten.

Möglichst viele Länder wollen

sie auf der Reise nach Tokio erleben und

möglichst viele Kulturen.

Ihre Motivation muss sehr stark sein,

denn sie lassen sich relativ bedenkenlos

in das Abenteuer ein. Vor dem Start

der 14.000 Kilometer langen Strapaz

nach der bislang längsten Radfahrt ihres

Lebens befragt, sagt Fabio: „55 km.

In die Südsteiermark.“ Fitnesscenter,

Muskeltraining, Ergometerradeln über

den Winter? Fehlanzeige. Elias kann zumindest

auf gute DNA bauen, denn sein

Papa ist früher durch den Jemen geradelt

und bis nach England. „Insofern haben

meine Eltern wohl geahnt, dass ich so

was auch einmal machen will“, grinst

der großgewachsene Blondschopf. „Gemischte

Reaktionen“ will Fabio aus seinem

Umfeld erhalten haben. „Manche

finden das voll cool, aber meine Großeltern

haben echt Bedenken und Angst.

Die vielen fremden Länder!“ Gerade so

was spornt die Jungs aber an. „Erfüllt

eure Träume!“ steht auf der Website über

einem Bild mit der auf eine Weltkarte

SPORTaktiv

163


gekritzelten Reiseroute. „Genau dieser bewusst

naive Ansatz taugt mir bei unserem

Projekt“, strahlt Fabio. „Wir wollen andere

motivieren, auch aufzubrechen.“ Im Blog

auf www.graz-tokyo.at kann man sie begleiten,

SPORTaktiv wird in den kommenden

Ausgaben von den Herausforderungen berichten,

auch einen Film werden sie drehen.

Die Strecke führt durch zwölf Länder,

über Gebirgspässe, durch Wüsten. Die

Grenzübertritte sind genau geplant, die

Strecken dazwischen eher vage. Über Russland

und Kasachstan geht es durch China

und bis Shanghai. Von dort nehmen die

Grazer den Flieger nach Südkorea und anschließend

die Fähre nach Japan. Warum

eigentlich Tokio? Fabio: „Wir haben vor

DIE STRECKE

12 Länder, 14.000 km. Durch Osteuropa, Russland

und China geht es nach Shanghai. Von

dort im Flieger nach Südkorea, mit der Fähre

nach Japan und ins Ziel nach Tokio.

www. graz-tokyo.at

zwei Jahren die Doku der Hoepner-Brüder

gesehen. Die sind von Berlin nach Shanghai

geradelt. Da haben wir gesagt: Dann

nehmen wir Tokio.“

Bis Ende November wollen sie in Tokio

angekommen sein. Bei günstigem Verlauf

der Reise. Im Schnitt wollen sie 50 Kilometer

pro Tag fahren. Theoretisch hätten sie

aber sogar ein Jahr Zeit, denn Ausbildung

und Jusstudium pausieren offiziell. „Wir

wollen uns keinen Stress machen. Wir sind

ja keine Spitzensportler.“

EDGE ®

SERIE

MIT DEN BENUTZERFREUNDLICHEN

FAHRRADCOMPUTERN VON GARMIN KOMMST

DU SICHER AN DEIN ZIEL.

5 € pro Person

14.000 Euro haben sie als Budget für die

14.000 Kilometer seit dem Projektstart

2017 gesammelt. Sie haben einige Partner,

die für Rückenwind sorgen, KTM etwa

stellt neue, robuste Trekkingbikes zur Verfügung.

Wie viel Asphalt und wie viel unbefestigte

Straßen warten? „Keine Ahnung,

mal schauen.“ Essen wollen sie jedenfalls

164 SPORTaktiv

GARMIN.COM


Erste Wochen,

erste Pannen,

die Reise hat erst

begonnen.

Der Filzstift

zeichnet die

Strecke grob vor,

genau geplant

sind nur die Grenzübertritte.

Dazwischen:

Abenteuer.

C

M

Y

CM

MY

Fotos: www.graz-tokyo.at

Reis und viel Gemüse. Mit nur 10 Euro pro

Tag wird kalkuliert. „5 Euro pro Person.

Ab Rumänien geht das sicher.“ Genächtigt

wird bis auf wenige Ausnahmen im

Zelt, navigiert mit einer Handy-App und

SIM-Karten für jedes Land.

Das Schwierigste in der Planung sind die

Visa für Russland und China, erzählen sie,

weil sie keine Hotelbuchungen als Reisebeleg

vorlegen können. Bis zum Tag vor der

Abfahrt blieb vieles unklar. Auch, ob sie in

China mit den Rädern überhaupt einreisen

dürfen, wird sich erst am Tag X zeigen.

Macht nix, genau so soll ein Abenteuer

nach ihrem Geschmack ausschauen.

Wenn Fabio und Elias dann in Tokio

ankommen, wollen sie – je nach Zeitpunkt

– etwas Urlaub machen und die japanische

Kultur kennenlernen. Was sie nach

der Rückkehr nach Österreich erwartet?

Studium? Beruf? Fades, abenteuerloses Alltagsleben?

„Wir werden verändert zurückkommen“,

sagt Fabio, der wie Elias schon

verändert aufgebrochen ist. Bart und Haare

wurden komplett abrasiert. „Was danach

kommt, halte ich für mich völlig offen.“

CY

CMY

K

SPORTaktiv

165


BIKEWORLD OF

MOUNTAINS & LAKES

Das Versprechen „grenzenloser

Bike-Erlebnisse“

kann man in der Kärntner

Region Nassfeld-Pressegger

See – Lesachtal

– Weissensee durchaus

wörtlich nehmen.

Karnische Alpen, Julische Alpen

und Gailtaler Alpen sind gleichzeitig

Bühne und Kulisse dieser

grenzenlosen „BIKEworld“ – in Österreich

und Italien. Grenzenlose Freiheit

erlebt ihr auf den 41 markierten MTBund

Radrouten sowie Bikerunden. Die

Vision: gemeinsam mit den italienischen

Nachbarn eine BIKEworld anzubieten,

die Gäste begeistert.

Ein Herzstück dieser neuen BIKE-

World ist die „TRAILworld of Mountains“:

Hinter diesem Namen verbergen

sich 12 Singletrails, davon neun am

Nassfeld sowie drei am Weissensee.

Nagelneu ist der Flowtrail „MEX-Line

1“ in Tröpolach. Das Versprechen: Die

„TRAILworld of Mountains“ wird stetig

größer und wird auch in Zukunft

deutlich weiterentwickelt.

Alle Trails sind über Bikerouten erreichbar.

Vor allem aber auch bequem

mit den Sommerbergbahnen, sowohl

am Nassfeld (dort sind es gleich drei

Bahnen) als auch am Weissensee.

Für noch mehr Unabhängigkeit sorgt

Fotos: NLW Tourismus Marketing GmbH.

166 SPORTaktiv


INFO & SERVICE

www.nassfeld.at

M. info@nassfeld.at

T. +43 (0) 42 85/82 41

www.weissensee.com

M. info@weissensee.com

T. +43 (0) 47 13/22 20

PACKAGE-TIPP

• 3 Übernachtungen

• Nassfeld +CARDholiday

• 1 Tag Bergbahnen-

Biketransport

Preise:

ÜF ab € 133,–

HP ab € 206,–

FÜNF HIGHLIGHTS

das Verleihsystem Papin, mit dem jeder

ganz easy ein Bike oder ein E-Bike ausborgen

und an einer beliebigen Stelle

wieder abgeben kann.

Für Familien bestens geeignet ist zum

Beispiel eine genussvolle E-Bike-Tour

entlang des Gailtalradweges. Und weil die

Kärntner „BIKEworld of Mountains &

Lakes“ auch wesentlich von der Kombination

zwischen Bergen und Seen geprägt

ist, gehört nach dem Biken ein Sprung in

den badewarmen Pressegger See oder den

Weissensee einfach fix dazu!

41 MTB-ROUTEN MIT 850 KILOMETERN

IN ÖSTERREICH UND ITALIEN

Kraftvoll bergauf fahren, die vier

Sommerberg bahnen nützen oder das E-Bike

leihen – ganz wie es dir gefällt.

Tipp: Den Gailttal-Radweg kann man auch

mit dem Alpe-Adria-Radweg kombinieren.

12 SINGLE TRAILS UND DER NEUE

FLOW TRAIL „MEX-LINE 1“

Single sind hier nur die Trails: Du bist Teil

einer großen Community, die sich auf den

Trails oder an der Bergbahn trifft.

BIKE- UND E-BIKE-VERLEIH: ÜBERALL

AUSLEIHEN, ÜBERALL ABGEBEN

Du möchtest täglich ein neues Bike

probieren? Du bevorzugst Bus oder Zug

für die Rückfahrt? Alles kein Problem –

gib das Bike einfach beim

nächstgelegenen Verleih ab.

DIE NASSFELD „+CARD holiday“

Baden im Pressegger See, drei

Sommerbergbahnen benützen,

geführte Biketouren genießen: Das

alles und noch viel mehr inkludiert

die „+Card holiday“.

Du kannst ganz ohne weitere

Kosten (exkl. Biketransport) deinen

Urlaub genießen.

NASSFELD „MOUNTAIN

BIKE PEAK“

5.–7. Juli 2019: Das MTB-Event

in den sonnigen Südalpen.

Sei Teil der Community!

www.bikepeak.nassfeld.at

SPORTaktiv

167


DEIN FREUND

UND HELFER

WASSER, TOOLS, HANDY.|

OHNE BIKERUCKSACK SOLLTEST DU AUF|

KEINE LÄNGERE TOUR AUFBRECHEN.|

KOMPERDELL TOURPACK M

• mehrschichtiger Cross-Bike-7.1-

FB-Rückenprotektor aus adaptivem

Dual-Density Foam, EN-geprüft 1621-2

• anatomisch geformtes Rückenteil

• leicht und flexibel

• höchste Schutzwerte

• schlanker Nierengurt für beste Passform

• CARGO PACK mit viel Stauraum und 50 %

Volumensvergrößerung,

PREIS (UVP): € 189,95

www.komperdell.com

OSPREY RAVEN 14 W

• speziell angepasster

Damenrucksack

• AirScape-Rückenplatte mit

Schaumstoffrippen für

Tragekomfort und Passform

• inklusive 2.5L-Hydraulics-LT-

Trinkblase

• BioStretch Hüft- und

Schultergurt

• Integriertes aufrollbares

ToolWrap

• LidLock-Fahrradhelmbefestigung

PREIS (UVP): € 140,–

www.ospreyeurope.at

TATONKA BAIX 15

• kleiner, kompakter

Bikerucksack mit 15 Liter Volumen

und kraftschlüssigem Sitz

• lässt sich durch einen Bauchgurt

fixieren

• ist mit Trinksystemvorbereitung,

Reißverschluss-Fronttasche inklusive

Helmhalterung und seitlichen

Netztaschen ausgestattet

PREIS (UVP): € 55,–

www.tatonka.com

THULE RAIL 12L PRO

• trinken ohne anzuhalten mit dem

freihändigen ReTrakt-Schlauchrückholsystem

• Schutz des unteren Rückens

und der Wirbelsäule vor Stößen

und Verletzungen

• perfekter Halt für aggressives

Downhillfahren und Sprünge

dank sicherer Passform

• verbessertes Fahrverhalten des

Fahrrads und geringere Muskelbelastung

dank optimaler Gewichtsverteilung

und niedrigem

Schwerpunkt

PREIS (UVP): € 199,95

www.thule.com/de-de

Fotos: Hersteller

168 SPORTaktiv


VAUDE EBRACKET 28

• hochfunktioneller All-Mountain-Rucksack

speziell für die Bedürfnisse der E-Biker

konzipiert

• separates Fach für zweiten Akku und Ladegerät

• Rückenpolster stärker aufgepolstert und

Schulterträger stabiler als bei anderen

Bikerucksäcken, um höheren Gewichtsanforderungen

beim E-Biken gerecht

zu werden

• umweltfreundlich hergestellt

PREIS (UVP): € 160,–

www.vaude.com

BBB MARATOUR BSB-101

• ergonomisch geformter Tagestour-

Rucksack mit angenehmer Polsterung

• perfekt für das Zwei-Liter-Trinksystem

BSB-105

• alle Reißverschlüsse sind auch mit

Handschuhen einfach zu öffnen

PREIS (UVP): € 89,99

https://bbbcycling.com

ORTLIEB ATRACK 25

• wasserdichter Reise- und

Outdoorrucksack

• innovatives Verschluss- und

Bedienkonzept mit großer Reißverschlussöffnung

am Rücken

• Schulterträger mit stufenloser

Rückenlängenverstellung

• atmungsaktive Rückenauflagenflächen,

gepolsterter Hüftgurt,

Hüftgurttaschen, Netzaußentaschen,

entfernbare

Kompressionsgurte, Daisy-Chains

auf der Front

PREIS (UVP): € 179,95

www.ortlieb.com/de

DEUTER TRANS ALPINE PRO

• Helmhalterung (Full-Face-tauglich)

• eigene Brillenhalterung am

Schulterträger

• verstärktes Trägermaterial zum

Tragen des Bikes

• ausgeklügeltes und großes

Organisationsfach für Kleinteile

und Werkzeug

• neues Meshmaterial sowie

Rückensystem

• abtrennbares Nasswäschefach

PREIS (UVP): € 179,95

www.deuter.com

SPORTaktiv

169


BIKEN IN BRIXEN:

STADT, LAND,

FLOW!

Brixen in Südtirol ist der

erste Mountainbike-Hotspot

südlich des Brenners.

Und das hat gute Gründe.

Mountainbiker lieben die Natur, das

Erlebnis. Und sie lieben Südtirol

mit seinen unzähligen Trails und

Forstwegen. Südtirol wiederum liebt seine

Mountainbiker-Gäste – die südlich des Brenners

die Region Brixen als ersten lohnenden

Bike-Hotspot vorfinden. Hier trifft man auf

sonnige Gemüter, heiteres Wetter von April

bis November und eine herzliche Willkommenskultur.

Erst 2018 öffnete der Brixen-Bikepark auf

der Plose seine Lines. Vier Strecken von sehr

easy bis anspruchsvoll finden sich dort – für

drei davon zeichnen sich die Whistler-Väter

von Gravity Logic aus. Was Biker hier

erwartet? Viel Flow für jede Könnerstufe,

viele Tiefenmeter, Airtime auf der Hammer

Line und fahrtechnische Challenges auf der

Palm Pro Line. Für Familien perfekt ist die

easy Jerry Line, die nie zu steil, nie zu ruppig

und nie zu eng angelegt ist. Die Adrenalin-

Junkies hingegen sollten sich die Sky Line

hinunterstürzen: 1000 Höhenmeter vom

Start bis zum Ziel, steile Stücke und pures

Fahrvergnügen sind garantiert!

Wie es sich für einen Bikepark gehört,

wird nicht geshuttelt, sondern geliftelt. Alle

Lines sind mit der Plose-Kabinenbahn von

St. Andrä aus erreichbar und starten beim

Liftausstieg an der Bergstation. Zudem ist

der Palmschoß-Sessellift in Betrieb, um wieder

zurück zur Bergstation zu gelangen.

Von geführten Touren bis Fahrtechniktrainings

und „Specials“ gibt es weitere

Top-Angebote für Biker. Das Kids-Camp im

August oder das Women-Camp im August

und September sind perfekt für bikebegeisterte

Familien. Den „Wow-Moment“ erlebt

man bei der Sonnenaufgangstour auf der

Plose. Seit 2011 hostet die Region auch das

MOUNTAINBIKE-Testival und ist daher

Schauplatz der größten Bike-Expo Südtirols.

Heuer geht es vom 19. bis 22. September

über die Bühne.

Brixen bietet auch den perfekten Lifestyle.

Denn neben dem Biken zählen auch gutes

Essen, gemütliche Hütten, herrliche Aussichten

und natürlich pures Genießen! Traditionelle

Südtiroler Küche, gemixt mit mediterranem

Touch, findet man in der Stadt

wie am Berg. Den Abend kann man bei einem

Aperitivo in der City ausklingen lassen.

Und die Möglichkeiten zum Übernachten

sind ebenso vielfältig wie verlockend: Im

urbanen Hotel, in einem Appartement oder

direkt am Berg in den Almhütten kann jeder

seinen Traum-Urlaubsstützpunkt finden.

BRIXEN TOURISMUS

brixenbike@brixen.org

www.brixen.org/bike

Geführte Touren und Camps:

Bikeschule Plose Bike

www.plosebike.com

Bikeschule BrixBike

www.brixbike.it

MOUNTAINBIKE

Testival Brixen

19.–22. September

www.mountainbiketestival.de

170 SPORTaktiv


VOM BACHERHOF|

ZUM BACHER’STAY|

TOLLES ERÖFFNUNGSANGEBOT

IM NEUEN APPARTEMENTHAUS

„BACHER’STAY“ AUF DER PLOSE.

Aus Alt mach Neu: Aus der Pension

Bacherhof wurde das neue Bacher’stay.

Es bietet 10 wunderschöne Appartements auf

der Plose, dem Hausberg über Brixen. Du

wohnst dort stilvoll, aber mit der gewohnten

Lässigkeit; modern, aber mit der benötigten

Behaglichkeit. Oder anders gesagt: Alpine Gemütlichkeit

trifft auf urbane Zwanglosigkeit.

Gäste können sich außerdem auf täglich geführte

Touren von der hauseigenen Bikeschule

Plose Bike freuen!

In der Stadt Brixen

wie in der Bergwelt

darüber finden

Mountainbiker alles,

was den Urlaub

schöner macht.

ANGEBOTS-TIPP

Zur Eröffnung des neuen Bacher’stay bekommst du

ab einem Aufenthalt von 4 Tagen eine Übernachtung

geschenkt, also: „4=3“.

Bei einem Aufenthalt von sieben Tagen ersparst du dir gleich

zwei Übernachtungen, heißt: „7=5“

Wähle zwischen deiner passenden Appartementkategorie:

Rookie, Intermediate, Advanced, Expert

Das Angebot gilt bis 1. Juni 2019

Fotos: Brixen Tourismus

Bacher‘stay

I-39042 Brixen/Südtirol

T. +39/04 72/83 48 46

info@bacherstay.com

www.bacherstay.com

SPORTaktiv

171


BOLLE TRACKDOWN MIPS

• anpassbares Visier

• Opti-Dock-System zum sicheren

Verstauen der Brille während der Fahrt

• AViD-Progressive-EPS-Konstruktion für

bestmöglichen Schutz und optimale

Belüftung

• MIPS-Technologie für mehr Schutz vor

Rotationsbewegungen, die bei einem angewinkelten

Aufprall auf das Gehirn wirken

PREIS (UVP): € 149,99

www.bolle.com

KEINE HALBEN

SACHEN

100 % STYLE UND VOLLE PUNKTE BEI DER|

SICHERHEIT. FÜR ALLE BIKER MIT KÖPFCHEN.|

ABUS MONTRAILER ACE MIPS

• In-Mold für langlebige Verbindung der

Außenschale mit dem stoßabsorbierenden

Helmmaterial (EPS)

• Ponytail-Kompatibilität: Helm für Zopf-

Trägerinnen gut geeignet

• gute Ventilation durch 5 Luftein- und 7

Luftauslässe, die durch Strömungskanäle

verbunden sind

• halb umschließender, mit Verstellsystem

verbundener Kunststoffring für optimale

Stabilität und Formschlüssigkeit

PREIS (UVP): € 199,95

www.abus.com

SHRED SHORT STACK NOSHOCK

SHRASTA

• überlegene Passform, außergewöhnlicher

Komfort

• strategisch designt und optimiert

• Shred-Rotational-Enery-System für

die Bekämpfung von Rotationskräften

• mit Slytech erweitert für optimale

Sicherheit

• strategisches System mit 20 Belüftungsöffnungen

PREIS (UVP): € 140,–

https://shredoptics.com

LAZER COYOTE

• verzichtet auf unnötigen Schnickschnack

und fokussiert auf das

Wesentliche

• Top-Belüftung: 21 große

Belüftungsöffnungen

• bester Schutz

• hoher Tragekomfort

• leicht: 320 g

PREIS (UVP): € 109,95 mit MIPS

www.lazersport.com

GIRO MONTARO MIPS

• die kompakte Helmschale ist für

besseren Schutz weit heruntergezogen

• das Roc-Loc®-Air-Anpassungssystem

steigert die Belüftung und verbessert die

Passform

• hydrophile, antimikrobielle Pads

für noch mehr Kühlung und einen

angenehmen Tragekomfort

PREIS (UVP): € 179,99

www.giro.com

Fotos: Hersteller

172 SPORTaktiv


LADIES-BIKECAMP FÜR EINSTEIGERINNEN

www.sportaktiv.com

Fotos: Heiko Mandl/Alrbergerhof

DAS 3. SPORTAKTIV-

LADIES-BIKECAMP

Termin: 07.–10. Juni 2019

im Naturpark Weissensee

TEILNEHMER

max. 24, die in 3 Gruppen aufgeteilt werden

und mit wechselnden Guides fahren

ZIELGRUPPE

Bike-Einsteigerinnen

CAMPINHALT

• Technik und Trailtechnik mit

Angie Hohenwarter

• Abfahren auf unseren

3 Weissensee-Trails

• Schrauber-Workshop

• Bike- und SEEnerlebnis

LEISTUNGEN

• 3 Übernachtungen im

Hotel Arlbergerhof Vital im

Naturpark Weissensee

• Verpflegung: Halbpension mit kulinarischen

Genüssen aus Christines Küche

• Teilnahme am dreitägigen Bikecamp-

Programm, an zwei Tagen mit Angie

Hohenwarter als Guide

• optional SPORTaktiv-Campschutz

powered by Nürnberger für die Dauer

des Camps

• exklusives Maloja-Ladies-Shirt

• Gratis-Bergbahnbenutzung

• Top-Preis für SPORTaktiv-Leserinnen:

€ 365,– p. P.

• Aufpreis für Einzelzimmer: € 30,–

BUCHUNGEN

Direkt beim Hotel Arlbergerhof

am Weissensee: T. 0 47 13/22 80

info@arlbergerhof.at

Infos zum Hotel: www.arlbergerhof.at

Es gelten die allg. Bedingungen des

österreichischen Hotelgesetzes

DEIN GESCHENK

Ein Ultrasun-LSF-30-Sports-Gel; ein

Top-Sportnahrungspaket von Peeroton;

und ein SPORTaktiv-Headband

von BUFF

DAS ANGEBOT:

3 NÄCHTE IM

ARLBERGERHOF

VITAL UND 2 TAGE

BIKEN MIT ANGIE

HOHENWARTER

UM € 365,–

Die Vorfreude ist riesig – denn eine

der bekanntesten Bikerinnen der

heimischen Szene wird die Teilnehmerinnen

beim 3. SPORTaktiv-

Ladies-Bikecamp begleiten: Angie

Hohenwarter verbringt mit euch unvergessliche

Tage im Naturpark Weissensee.

Beim Techniktraining kommen Einsteigerinnen

voll auf ihre Kosten, bei den

Touren steht der Teamgeist ganz klar

im Vordergrund. Die Ex-Downhillerin

nimmt euch mit und zeigt euch die

schönsten Plätze am See.

Die Umgebung könnte nicht besser

sein. Denn die Region Weissensee ist

ein echtes Naturparadies für Biker. In

Kombination mit dem Hybridschiff

„MS Alpenperle“ ergeben sich zahlreiche

Tourenmöglichkeiten.

Residieren werden die Teilnehmerinnen

bei unserem Camp im besten

ANGIE HOHENWARTER

fuhr Four-Cross- und

Downhill-Rennen. Heute

reist die Kärntnerin um

die Welt, immer auf

der Suche nach

den besten Trails.

Stützpunkt: dem Arlbergerhof Vital am

Weissensee. Hausherr Peter Schwarzenbacher

ist sonst selbst der beste Guide

für seine bikenden Gäste – bloß diesmal

wird er Angie Hohenwarter den Vortritt

lassen ...

WEISSENSEE

Spielplatz der Natur

SPORTaktiv

173


COOLE

SCHULE

EIN SKIFAHRERLEBEN

BEGINNT FAST IMMER IN

EINER SKISCHULE. BEIM

MOUNTAINBIKEN SOLLTE

ES NICHT ANDERS SEIN,

MEINT PETER SCHROTT-

MAYER, DER EIN LEHR-

KONZEPT FÜRS KINDER-

BIKEN ENTWICKELT HAT.

VON CHRISTOF DOMENIG

Soll man bikenden Kindern schon

Grundsätze der Fahrtechnik näherbringen?

Oder sie einfach tun

und ausprobieren lassen? „Sowohl als

auch“, sagt Peter Schrottmayer. Das eine

schließt nämlich das andere nicht aus,

sagt der Leiter der Bikeschule im Trailcenter

Hohe Wand Wiese in Wien.

Schrottmayer hat ein Mountain bike-

Fahrtechniklehrkonzept entwickelt, abgestimmt

auf verschiedene Altersstufen

von den ganz kleinen Bike-Debütanten

bis zum Erwachsenenalter. „Beim Skifahren

gibt es festgeschriebene Lehrpläne.

Im Mountainbiken jedoch nichts

in dieser Richtung.“ Und um noch

beim Vergleich mit den Winternationalsport

zu bleiben: Dort leuchte jedem

ein, „dass eine gewisse Skitechnik als

Grundlage sinnvoll ist. Beim Biken ist

es genauso – aber die Sportart ist noch

so jung, dass das noch nicht allgemein

so gesehen wird.“ Zumindest gelte das,

wenn man Mountainbiken nicht nur als

Dahinrollen auf Forststraßen begreife.

Geht es nach Schrottmayer, macht es

aber für jedes Kind Sinn, hochwertige

Fahrtechnikkurse zu besuchen oder im

Vereinstraining zu lernen. Auch als zusätzliches

Sicherheitspolster beim Fahren

im Straßenverkehr. Dass Kinder in eine

Bikeschule dürfen, sollte so selbstverständlich

sein wie der Skischulbesuch

zum Einstieg ins Skifahren.

Hütchen, Schnur und Kreide

Rad fahren lernen Kinder heute am

besten mit dem Laufrad. Und schon da

ist es sinnvoll, ihnen mountainbikespezifische

Fahrtechnik näherzubringen,

sagt Schrottmayer. „In jedem Park oder

Waldstück gibt es kleine Trampelpfade,

Böschungen, Rodelhügel. Mit ein paar

Hütchen, einer Schnur und einer Kreide

ENGE KURVEN SIND

DAS UM UND AUF

FÜRS GLEICH GEWICHT,

KLEINE STUFEN

UND RÜTTELPISTEN

MACHEN

RIESENSPASS.

kann man ganz schnell einen Parcours

mit Slalom, Spurgasse und Ziel für die

Zielbremsung aufbauen. Kinder lieben

es, wenn sie dabei selbst kreativ sein

dürfen und Mitspracherecht besitzen“,

erklärt der 30-Jährige studierte Sportpädagoge.

Als Elternteil oder Trainer fährt man

am besten selbst mit. Oder versucht es.

Schrottmayers Neffe ist fünfeinhalb, „er

Fotos: Woom Bikes, Peter Schrottmayer

174 SPORTaktiv


MAG. PETER SCHROTTMAYER

ist 30 und Leiter der Bikeschule im Trailcenter

„Hohe Wand Wiese“ in Wien sowie Ausbildner

bei „Bikepro“. www.hohewandwiese.com

www.bikepro.com

Für die Naturfreunde bildet er von 2.–5. Mai

erstmals „Kinder-MTB- Betreuer/-innen“ aus.

www.akademie.naturfreunde.at

liebt es, mir mit seinem kleinen Rad so

enge Kurven vorzufahren, dass ich mit

meinem keine Chance habe, dranzubleiben.“

Enge Kurven seien generell

das Um und Auf fürs Gleichgewicht.

Gruppensituationen motivieren, kleine

Wettkämpfe machen Spaß. „Kleine Stufen

und Rüttelpisten sowieso.“ Und spätestens

da ist man also schon mittendrin

in der Bike-Fahrtechnik.

Wie schaut es mit dem passenden Rad

aus? „Kinderräder sind oft zu schwer

und entsprechen genauso häufig nicht

den kindlichen Proportionen“, weiß

Peter Schrottmayer. Seine Empfehlung:

„Es gibt Firmen, die sich auf wirklich

kindgerechte Räder spezialisiert haben,

zum Beispiel die heimische Marke

woom.“ Zwischen „normalem“ Rad und

Mountainbike müsse man dabei gar

nicht unterscheiden: „Kinder brauchen

keine Federgabel und erst recht keinen

Hinterbau-Dämpfer: beide machen das

Rad nur schwer und funktionieren bei

dem geringen Gewicht auch gar nicht.“

Werden Kinder von klein auf regelmäßig

zum Fahren auf kleinen Wegerln

ermutigt, steige automatisch die Lust

auf mehr. Mit vier, fünf könnten manche

Kinder schon leichte Trails fahren.

Auch hier kann man Fahrtechnikgrundsätze

altersgerecht verpacken: „Für das

Trailverhalten – stehend, die Ellbogen

gebeugt und nach außen gedreht –

spielen wir Gorilla. Weil Gorillas eben

so ausschauen. Oder: Das Vorderrad

wird nach der Stufe gleich zum Boden

gedrückt, weil es den Boden lieb hat

und nicht lange getrennt sein will.“ Mit

zunehmendem Alter bräuchten Kinder

dann solche „Motivationshilfen“ auch

nicht mehr, „sie entwickeln selbst die

SPORTaktiv

175


intrinsische Motivation dafür, etwas

besser machen zu wollen“.

Alles ausprobieren lassen

Generelle Empfehlungen, in welchem

Alter man Kindern welches Können

zutrauen und mit welchen Aufgaben

konfrontieren könne: Solche

Angaben seien stets mit Vorsicht zu

genießen, sagt Schrottmayer. Was

mancher Fünfjährige schon könne,

lerne ein anderes Kind vielleicht mit

sieben oder noch später. Ungeduld

ist dabei fehl am Platz. Generell gilt:

„Kinder lernen faszinierend schnell.

Enorm wichtig für die motorische

Entwicklung ist, sie alles ausprobieren

und auch Fehler machen zu lassen.“

Natürlich in abgesichertem Rahmen.

Vermeiden sollte man, Kids zu etwas

zu drängen. „Da entstehen schnell negative

Assiziationen mit und das Bike

verstaubt in der Folge im Keller.“

Wie eingangs schon erwähnt,

sind Grundkenntnisse in Mountainbike-Fahrtechnik

auch für die

Teilnahme am Straßenverkehr ein

Sicherheitsfaktor. Nicht im Radalltag,

sehr wohl in Extremsituationen. Etwa

Rollsplit oder eine aufgehende Autotür:

„Um solche Situationen sicher

zu meistern, braucht es Fahrkönnen,

das man am besten beim Mountainbiken

lernt.“ Und das gilt für große

genauso wie für kleine Biker.

PAPA HAT‘S

GERICHTET

WENN DIE KIDS EINEM SCHON UM DIE

OHREN FAHREN: DANN KÖNNTE EIN

RAD VON ALEXANDER FRIEDL EIN THE-

MA SEIN. „FEDERLEICHT“ HEISSEN DIE

BIKES, DIE GROSSE NEIDISCH MACHEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

Der Name „Federleicht“ sagt

viel, aber nicht alles über die

Produkteigenschaften. Denn neben

zu hohem Gewicht muss man bei

Kinder-Mountainbikes aus der Großserie

in vielen Punkten Kompromisse

in Kauf nehmen, sagt Federleicht-

Bike-Gründer Alexander Friedl: „Die

Rahmengeometrie passt meist überhaupt

nicht, die Front ist zu hoch, die

Kettenstreben sind zu lang. Laufräder

sind viel zu klein.“ Oder: „Manchmal

werden Erwachsenen-Kurbeln verbaut

– oder die Kurbeln einfach gekürzt,

womit die Länge, aber die Breite überhaupt

nicht passt.“

Der gebürtige Wiener Alexander

Friedl fuhr Mountainbikerennen und

arbeitete in Graz in der Autoindustrie.

Für seinen ersten Sohn kaufte er ein

9-Kilo-Rad als Erstrad und war schockiert,

als er es zerlegte und die Teile

auf die Waage legte. So begann 2011

die Geschichte der Kinder-Mountainbikeschmiede

– mit einer leichten Kurbel.

Weitere Teile folgten bald – und

Ende 2012 das erste komplette Rad.

Heute hat das Unternehmen drei

Mitarbeiter und bietet neben Tuningteilen

edle Kinder- und Jugend-Mountainbikes

zwischen 20 und 29 Zoll.

Das 20-Zoll-Rad wiegt 5,4 kg, andere

Bikes der Größe oft das Doppelte. Das

29er gibt es ab 7,3 kg.

Was beim Blick auf das Datenblatt

der Federleicht-Bikes auch schnell

DIE RÄDER SIND SICHER

DIE KOMPROMISS-

LOSESTEN AM MARKT.

DER WIEDERVERKAUFS-

WERT RELATIVIERT

DEN PREIS.

auffällt, sind die Größenempfehlungen:

Das 20-Zoll-Rad wird ab 100 cm Körpergröße

empfohlen, das 24er ab 110.

Andere Hersteller empfehlen für 100 cm

14, für 110 cm 16 Zoll. Setzen so große

Laufräder nicht schon ein sehr gutes

Fahrkönnen der Kids voraus? „Unsere

kompakten Rahmen wirken sich so gut

aufs Handling aus, dass für die großen

Räder genau die Vorteile zum Tragen

kommen, die die Industrie bei der Einführung

der 29er auf und ab gepredigt

hat“, sagt Alexander Friedl. Also: Viel

bessere Rolleigenschaften, einfacheres

Überfahren von Wurzeln und anderen

Hindernissen, bessere Traktion ...

Die Räder werden zwar überwiegend

in Nachwuchs-Cross-Country-Rennen

eingesetzt, „Federleicht ist die erfolgreichste

Marke im Nachwuchsrennsport

Fotos: Federleicht Bike

176 SPORTaktiv


VON ALASKA NACH FEUERLAND

MIT DEM RAD

Nicht nur die

eigenen drei

Kids sind auf

Alexander

Friedls Bikes

erfolgreich

unterwegs.

23.112 km und 195.800 Höhenmeter

in 95 Tagen

Mehr Infos zu dieser sensationellen Reise

auf www.chiba.de/stories/jonas-deichmann

einschließlich U13“, erklärt Alexander

Friedl. Siege fahren auch seine eigenen

drei Kinder (die heute 12, 10 und 7

sind) ein. Die Bikes sind aber trotz des

leichten Gewichts stabil genug für alle

Einsätze im Alltag und auf Trails, betont

Friedl. Ein 26er-Trailbike ist mittlerweile

zusätzlich im Programm.

Alle Komponenten sind sorgfältig

ausgewählt oder selbst entwickelt, viele

werden in Österreich gefertigt: „Aus

dem vollen gefräste Kurbeln, handeingespeichte

Laufradsätze und Carbonsättel“.

Alexander Friedl und Mitarbeiter

beraten auch, wenn es darum geht,

Kinderräder zu tunen. „Mittlerweile

verkaufen wir aber hauptsächlich Kom-

plettbikes“, erklärt der Unternehmer.

Und der Preis? Ab 2380 Euro beginnt

der Einstieg in die Welt der Federleicht-Bikes.

Da müssen wohl auch

gutverdienende Eltern einmal schlucken,

wenn man weiß, dass Kindern

nach 1,5 bis 2 Jahren ein Rad oft zu

klein geworden ist. „Unsere Räder

sind sicher die schlüssigsten und

kompromisslosesten am Markt“, sagt

Alexander Friedl. Der auch betont,

dass sich am Gebrauchtmarkt sehr

gute Preise erzielen lassen. Ein Blick

auf www.federleicht-bike.at oder in

den Schauraum im Norden von Graz

lohnt sich jedenfalls – nicht bloß für

absolute Bike-Enthusiasten.

Jonas Deichmann

„Die Hände sind der wichtigste Kontakt

zum Rad. Beim Lenken, Bremsen

und Schalten darf die Funktion der

Hände nicht eingeschränkt sein. Ich

vertraue deshalb auf BioXCell, um

Taubheitsgefühle an den Händen

effektiv zu verhinden.“

>> 2017 - Weltrekord für die

schnellste Fahrraddurchquerung

Eurasiens.

(14.331 km in 64 Tagen)

>> 2015 - Weltumrundung mit dem

SPORTaktiv 177

Fahrrad (64.000 km)


MOUNTAINBIKEN

MIT AUSSICHT

Die Mountainbike-Szene entdeckt

die Region Villach – Faaker See –

Ossiacher See immer mehr als

attraktive Destination

Die Region Villach – Faaker See – Ossiacher

See liegt derzeit bei Mountainbikern

aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum

hoch im Kurs. Nagelneu gestaltete und naturnah

und harmonisch in die Nordhänge der

Karawanken eingebettete Bergabfahrten, so bezeichnete

Trails für Kids, Anfänger und Profis,

locken immer mehr Radfreaks in Österreichs

südlichstes Bundesland. Immer mit dabei: der

Blick auf einen der vielen herrlichen Badeseen

mit Trinkwasserqualität.

Früher Saisonstart

Ein großer Vorteil der Mountainbike-Destination

Kärnten ist das südliche, mildere

Klima: Wenn im Frühling in den Alpen noch

meterhoch Schnee liegt, treten die Biker auf

den Kärntner Sonnenseiten bereits kräftig in

die Pedale und eröffnen im Frühling, nach

den abgeschlossenen Aufräumarbeiten auf den

Strecken, die Radsaison.

Bei der Weiterentwicklung des Angebotes,

das speziell alpine Radler ansprechen soll,

haben die Verantwortlichen jetzt ordentlich

Fahrtwind gemacht. Neben dem Bau von zwei

familienfreundlichen Flowtrails, die im Mai

eröffnet werden, wurde auch das Übungsgelände

„areaONE“ auf dem Kumitzberg in Villach

erweitert. Neben den bestehenden Trails in

den Karawanken wie Kopein-, Shorty- oder

Samonigg-Trail punktet die Region auch mit

grenzüberschreitenden Raderlebnissen für

Genuss- und Freizeitradler. Viele Radgäste

strampeln mit Cross- oder E-Bike auf dem

Drauradweg nach Slowenien oder über ehemalige

Eisenbahntrassen am Alpen-Adria-Radweg

an die Küsten Norditaliens.

Bikerszene entdeckt Villach

In der Region Villach – Faaker See – Ossia-

Fotos: Martin Hofmann

178 SPORTaktiv


TRAILS IN DER REGION

VILLACH – FAAKER SEE –

OSSIACHER SEE

KOPEIN-TRAIL

Länge 1,8 km, 160 Höhenmeter,

Schwierigkeit mittel

SAMONIGG-TRAIL

Länge 1,9 km, 260 Höhenmeter,

Schwierigkeit mittel bis schwer

FLOWGARTNER-TRAIL (neu 2019)

Länge 2,3 km, 160 Höhenmeter,

Schwierigkeit leicht

ISCHNIG-TRAIL (neu 2019)

Länge 2,3 km, 160 Höhenmeter,

Schwierigkeit leicht

SHORTY-TRAIL

Länge 0,6 km, 80 Höhenmeter,

Schwierigkeit mittel

LOWGARTNER TRAIL (neu 2019)

Länge 1,0 km, Höhenmeter 60m

Schwierigkeit leicht

www.lake.bike

Neue, legale Trails und herrliche Ausblicke

auf die Kärntner Seen machen

Biken im südlichsten Bundesland

Österreichs zum Genuss.

cher See wurde vor zwei Jahren mit Andreas

Holzer erstmals ein Radbeauftragter eingestellt.

Holzer kümmert sich hauptsächlich um die

Entwicklung der Mountainbike-Projekte und

die gesamte Servicekette. „Die internationale

Bikerszene ist schon auf uns aufmerksam

geworden und etabliert sich mittlerweile bereits

zu einer nächtigungsrelevanten Gästegruppe,

die nun bei uns in Zukunft nahezu ganzjährig

Top-Routen in zunehmender Zahl vorfinden

wird“, betont Holzer.

Radgäste werden auch online über das neue

Infoportal „www.lake.bike“ auf alle Routen

aufmerksam gemacht. Die Kärntner setzen

auch immer stärker auf legalisierte und topausgebaute

Mountainbike-Trails. Mit „lake.

bike“ wurde jetzt ein eigener deutlicher

Markenauftritt speziell von Mountainbikern

für Mountainbiker gestartet. Bei der Entwicklung

neuer Mountainbike-Angebote schalten

Tourismusregion, Tourismusverbände und

Gemeinden jetzt noch einen Gang höher. In

den vergangenen Monaten wurde das Angebot

durch neue Strecken im ehemaligen Skigebiet

„Baumgartnerhöhe“ bei Finkenstein mit dem

Flowgartner und Lowgartner Trail erweitert, die

am 25.–26. Mai 2019 eröffnet werden.

SPORTaktiv

179


EIN NEUER FLOW-TRAIL

GEHÖRT GEFEIERT

Bike ins Auto

und ab auf die

Sonnenseite von

Österreichs Bergwelt:

Mit dem „NASSFELD

MOUNTAIN BIKE

PEAK“ feiern die

BikeDays in den

Südalpen heuer

Premiere.

Am Fuße des Nassfelds dreht

sich Anfang Juli erstmals alles

rund ums Bike. Vor allem ums

Mountainbike einschließlich des

E-MTB. Von der Einweihung

des neuen Nassfeld Flow-Trails

„MEX-Line 1“ über die Österreichischen

Meisterschaften im

Mountainbike-HillClimb, E-BIKE-

MTB-HillClimb, diverse Junior-

MTB-Challenges bis hin zum

Straßen-Bergrennen und zum Familien-Radwandertag

wird extraviel

geboten. Jede Menge Musik, Show

und Kulinarik sind auch inklusive –

man kann schon voraussagen: Diese

Premiere wird ihre Fortsetzung

finden.

Fotos: Nassfeld Mountain Bike Peak

180 SPORTaktiv


DAS PROGRAMM

FREITAG, 5. JULI

17 Uhr: 15. Nassfeld Rad Classic um die

Wulfenia-Trophy – das Bergrennen

für jedermann

19 Uhr: Siegerehrung und Nudelparty

SAMSTAG, 6. JULI

8 Uhr: Start des Familienradwandertags

am R3 (powered by KEM) zum neuen

Flow-Trail nach Tröpolach

10 Uhr: Junior Mountainbike Challenge

XCO & ARBÖ Kärnten Sport – der

Nachwuchscup im Cross Country

für die Klassen U5 bis U17

12 Uhr: Grillfest & Schmankerln

13 Uhr: Einweihung des neuen Flow-Trails

„MEX-Line 1“

14 Uhr: Siegerehrung der Junior Challenge

und des Nachwuchscups mit Livemusik

& ShowACTs

Shuttlebusse für die Rückfahrt im Rahmen

des Familienradwandertags

SONNTAG, 7. JULI

10 Uhr: Start zum Nassfeld Pramollo Hero

E-Bike Challenge für Jedermann

Mountainbike Hillclimb – Österr.

Meisterschaft mit Preisgeldern bis

zu € 500,–

Mountainbike Hillclimb –

Hobbyklasse

14 Uhr: Siegerehrung des Nassfeld

Pramollo Hero mit großem Grillfest

ALLE INFOS UND

AUSSCHREIBUNGEN:

www.bikepeak.nassfeld.at

SPORTaktiv

181


V

or 2000 Jahren gab es eine Explosion, die

100.000 Mal so stark war wie jene bei der

Detonation der Atombombe auf Hiroshima

1945. Der Vesuv brach aus, spuckte Lava

und Asche über 32 Kilometer in die Luft

und begrub zahlreiche römische Siedlungen

unter einem Schwall an Vulkangestein und

Asche. Die bekanntesten davon waren Pompeji

und Herculaneum.

In diese Region führte mich mein jüngstes

Urban Adventure. Wir wollten die historische

Stadt Neapel und ihr Umland in

fünf Tagen auf Bikes durchqueren. Von der

atemberaubenden Amalfiküste über Pompeji

zum Krater des Vesuv, hinein in den Großstadtdschungel.

Geschichte, Kultur, Verkehr

und Chaos der 3000 Jahre alten Straßen von

Napoli bis zur wunderschönen Insel Ischia

in der Bucht von Neapel.

Während ich den Trip plante, hörte ich

noch von allen Seiten Warnungen, wie gefährlich

die Stadt ist, wie exorbitant hoch die

Kriminalitätsrate ist, wie einflussreich und

korrupt die Camorra nicht sei. Das hat mich

schon sehr nervös gemacht. Zudem haben

dann noch zwei italienische Fotografen, die

ich eingeladen hatte, abgesagt. „Viel zu gefährlich.“

Noch vor dem Start würden wir

ausgeraubt und überfallen werden.

Schließlich konnte ich den Schweizer

Fotografen Martin Bissig und den französischen

Filmer Cedric Tassan überzeugen,

mich zu begleiten, und wir trafen uns am

Golf von Salerno in der Touristenstadt

Amalfi, umrahmt von dramatischen Klippen

an der Küste. Dabei war auch Ottavio Massa,

ein italienischer Bikeguide, der mir bei

der Planung geholfen und den Kontakt zu

den einheimischen Fahrern hergestellt hatte.

RITT AUF

DEM

VULKAN

Das köstlichste Eis der Welt

Amalfis Kultur hat über Jahrhunderte geblüht,

von den alten Griechen, die in der

Gegend gesiedelt haben, über einen der

wichtigsten Häfen des Mittelalters bis hin

zur beliebten Destination für Flitterwochen.

Essen und Restaurants haben die Erwartungen

voll und ganz erfüllt. Pasta al dente,

Meeresfrüchte von den örtlichen Fischern,

herzhafte Tomaten, Olivenöl, Wein und das

köstlichste Eis der Welt waren ein großarti-

Fotos: Martin Bissig

182 SPORTaktiv


LAVA, ASCHE UND

3000 JAHRE GESCHICHTE ODER:

MIT DEM BIKE UM UND DURCH

BELLA NAPOLI. EIN URBAN ADVENTURE

DER EXTRAKLASSE.

VON HANS REY

SPORTaktiv

183


ger Auftakt, bevor wir früh am nächsten

Morgen auf den berühmten „Pfad der

Götter“-Trail gestartet sind, der die

steilen Klippen überquert und durch die

Dörfer über der Küste führt.

Der Pfad ist weder ein wirklicher

Biketrail noch ist er anfängerfreundlich.

Man darf sich weder von der

exponierten Lage noch von den Stufen

einschüchtern lassen. Teile des Trails

führen durch private Gärten und winzige

Orte mit Straßen, die so schmal sind,

dass selbst ein kleines Auto gerade einmal

durchpasst. Dafür bietet der Trail

unfassbare Ausblicke. Wie heißt es so

schön? Neapel sehen und sterben – dazu

waren wir aber noch nicht bereit. Es war

ja erst Tag 1 und wir waren schon dabei,

Italien von seiner schönsten Seite zu erleben

– abgesehen vom Wetter. Ein paar

dunkle Wolken warfen ihre Schatten

auf uns und nach dem Pfad der Götter

mussten wir einer Bar bei einem Espresso

Schutz suchen, ehe wir den Berg

überqueren konnten, der die Amalfiküste

von der Bucht von Neapel trennt. Wir

waren auf normalen Fullys unterwegs,

während ich für Stadtetappen den Einsatz

von E-Bikes geplant hatte.

Das Naturschauspiel

Nach einem frühen Start erreichten wir

am zweiten Tag den Krater des Vesuvs.

Als Überraschungsgast hat uns meine

Schwester Silvia, die in Italien lebt, begleitet.

Die Fahrt am Kraterrand wird

mir immer in Erinnerung bleiben, mit

den Blicken auf Neapel, Pompeji und

die Küste bis hin zur Insel Ischia, wo

meine TransNapoli in ein paar Tagen enden

würde. Der Krater ist 300 Meter tief

und misst 610 Meter im Durchmesser.

Seine heutige Form hat er beim letzten

Ausbruch 1944 erhalten. Die Location

war wahrscheinlich die spektakulärste,

an der ich je gefahren bin. Und glaubt

mir, ich bin in meiner Bikerlaufbahn an

vielen unglaublichen Orten gewesen.

Dank einer Spezialgenehmigung

hatten wir die guten Trails auf der Rückseite

des Vulkans für uns alleine – nach

Waldbränden ist das Gebiet nämlich

gesperrt. Hier herrscht ein Mikroklima

mit üppiger Vegetation am Monte Somma

und im Tal der Riesen, beide Teil des

Vesuv-Massivs. Der Berg selbst ist heute

1281 Meter hoch. Vor der berüchtigten

Eruption war er noch doppelt so hoch.

Es war regelrecht unheimlich, an die

Zerstörung zu denken, die exakt an

dem Ort stattgefunden hat, an dem wir

gefahren sind, und wie es gewesen sein

muss, als der Berg gewütet hat. Wir

fragten uns, wann der wohl wieder böse

wird und Lava spuckt? Die Schwefeldämpfe

sind ein Zeichen dafür, dass es

nur eine Frage der Zeit ist. Noch deutlicher

hat das die Ankunft in Pompeji

und Herculaneum gemacht. Im Jahr 79

n. Chr. hat das Leben hier abrupt geendet

und die körperlichen Überreste der

Bewohner, konserviert unter der Asche,

geben Zeugnis davon.

Tag 3 war der Start in den städtischen

Tumult. Ich wechselte auf mein E-Bike,

AUFTAKT ZUR

GRÖSSTEN SERIE

In St. Veit an der Gölsen (NÖ) startet

am 28. April mit der Mountainbike

Challenge die größte Marathon-Serie

Österreichs. Bis 17. August wird

an acht weiteren Stationen fleißig

geradelt.

Die Mountainbike Challenge startet im

niederösterreichischen Alpenvorland.

Die Anmeldezahlen zeigen, dass der

Kurs in St. Veit an der Gölsen ideal ist,

um die Winterpause aus den Knochen

zu schütteln: moderate, nicht allzu lange

Anstiege, größtenteils griffiger Untergrund

und wenig technisch anspruchsvolle

Abfahrten in herrlich frühlingshafter

Umgebung. Schon eine Woche

später steigt in Krumbach der „Bike the

Bugles Marathon“, der heuer seinen 25.

Geburtstag feiert. Egal, ob als Einzelstarter

oder im Team mit Freunden und

Kollegen: Die Teilnahme an einem Challenge-Marathon

ist ein tolles Sport- und

Naturerlebnis mit Gleichgesinnten!

Weitere Challenge-Stationen sind: Maria

Lankowitz (18. Mai), Kleinzell

(9. Juni), Pöllau (22. Juni), Kirchberg

(29. Juni), Bad Goisern (13. Juli), Mank

(10. August), Graz/Stattegg (17. August).

Mehr Infos unter:

www.mountainbike-challenge.at

ANZEIGE/Foto: Sportograf

184 SPORTaktiv



BIKES STELLTEN|

SICH ALS DAS|

PERFEKTE FAHRZEUG|

HERAUS, UM DIESE|

PULSIERENDE STADT|

ZU SEHEN UND ZU|

FÜHLEN.|

um die Straßen und Nachbarschaften der

antiken Stadt zu erobern, in der heute eine

Million Menschen lebt. Der Verkehr in

Neapel ist verrückt, mit einer Lärm-Kakofonie,

einer Mischung aus schreienden

Hupen und quietschenden Bremsen, ausgelöst

von Autos und Motorrädern, die sich

im Gewühl um ihren Platz auf der Straße

raufen.

Aber siehe da: Bikes stellten sich als das

perfekte Fahrzeug heraus, um diese pulsierende

Stadt zu sehen und zu fühlen. Der

neapolitanische Verkehr ist berüchtigt,

chaotisch und funktioniert auf wundersame

Weise doch wie selbstverständlich. Um ihm

auszuweichen, kann man die Seitengässchen

nehmen und die vielen Stiegenaufund

Abgänge, die die Stadtviertel miteinander

verbinden. Neapel, das bedeutet alte

Straßen, über die Wäscheleinen gespannt

sind. Märkte mit farbenfrohen Früchten

und Gemüse, frische Meeresfrüchte, Pizzastände,

Cafés, Souvenirläden. Die älteste

Pizzeria der Welt befindet sich hier und

man kann darüber streiten, ob man die

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SPORTaktiv

185


este Pizza der Welt nicht tatsächlich in

Napoli bekommt.

Am vierten Tag sind wir an der Küstenlinie

entlanggefahren, vom Zentrum

in den Norden der Stadt, zum alten

Hafen Pozzuoli und Europas „jüngstem“

Berg, dem Monte Nuovo, der nur 134

Meter hoch und das Ergebnis eines Vulkanausbruchs

vor 450 Jahren ist. Wir

konnten sogar die faszinierende Unterwelt

erkunden, die „Napoli Sotteranea“,

und sind durch antike Korridore und

Tunnel gefahren, die schon vor Christi

Geburt als Keller, Schutzräume und Zisternen

genutzt wurden.

Gleich in der Nähe von Diego Maradonas

ehemaliger Wirkungsstätte, dem

Stadio San Paolo, wurden wir an Napolis

gewaltiges Giftmüllproblem erinnert.

Die korrupte Camorra hat Giftmüll

einfach irgendwo abgeladen und damit

viele Plätze und Dörfer vergiftet. Ein

Industriegelände nahe der Küste von

Bagnoli ist jetzt eine kontaminierte und

völlig unzugängliche Geisterstadt.

Mein Geständnis

Ich gestehe: Ich liebe E-Bikes. Auch

wenn ich noch nicht dazu bereit bin, auf

normale Bikes zu verzichten. Mir gefällt

die Extraleistung beim Treten und man

kann damit nicht nur weiter und steilere

Sachen fahren. Mit E-Bikes werden

sogar Stiegenaufgänge zu einer Möglichkeit

– und davon haben wir viele

gefunden. Der Motor gibt dem Bike ein

bisschen extra „Vavavoom“. Er öffnet

viele neue Zweirad-Möglichkeiten.

Am nächsten Morgen haben wir ganz

früh die Fähre von Pozzuoli nach Ischia

genommen. Die idyllische Insel ist

nur 10 mal 7 Kilometer groß, über ihr

thront der Monte Epomeo als höchster

Punkt. Es hat sich ausgezahlt, bis auf

789 Meter zum Gipfel hochzuklettern,

auch wenn es geregnet hat. Nach ein

paar Tagen in der Stadt bekamen wir

eine ordentliche Dosis „echtes Biken“

– das Trail-Netzwerk in den Bergen ist

fantastisch, die Fahrten sind sehr technisch

auf steinigem Untergrund. Vorbei

an heißen Thermalquellen und durch

Auch wenn es

so aussieht wie

Mailand...das ist

nicht in Mailand,

sondern die weltberühmte

Galleria

Umberto in Napoli.

ein paar Weinberge radelten wir ins Ziel,

das malerische Fischerdorf Sant’Angelo.

Die Neapolitaner sind laut, gestikulieren

dramatisch und sie sprühen vor Gefühlen,

Wärme und Leidenschaft. Ihre

ungebremste Begeisterung für das Leben

müssen sie mit einfachem, aber exzellentem

Essen füttern, hergestellt aus Gemüse

und Früchten, die unter der warmen

Sonne und auf dem vulkanischen Boden

prächtig gedeihen. Wenn du das Leben

in Italien als „La Dolce Vita“ verstehst,

dann ab in den Süden, denn Napoli ist

der Inbegriff des süßen Lebens. In diesem

Sinne stoßen wir zum Ende unserer

fünftägigen Bikereise mit einem Limoncello

auf „La Dolce Vita“ an.

IMPRESSUM

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GESCHÄFTSFÜHRUNG

Mag. Alfred Brunner, MBA, E-Mail: alfred.brunner@styria.com

Ronald Tomandl, Tel.: 0 316/80 63-25 82, E-Mail: ronald.tomandl@styria.com

Assistenz: Elisabeth Rechling (-25 86)

CHEFREDAKTION

Klaus Molidor (-25 93), E-Mail: klaus.molidor@styria.com

REDAKTION

Christoph Heigl (-25 88), Christof Domenig (-25 89), Thomas Polzer (-25 87)

STÄNDIGE MITARBEITER

Linda Freutel, Markus Geisler, Klaus Höfler, Wolfgang Kühnelt, Wolfgang Kuhn,

Oliver Pichler, Axel Rabenstein, Herwig Reupichler

FOTOREDAKTION

Thomas Polzer (-25 87)

ANZEIGENLEITUNG

Arnold Pauly (-25 83), E-Mail: arnold.pauly@styria.com

ANZEIGEN

Bertram Taferner (-25 85), Kevin Laimer (-25 95),

Alexander Lienhart (-25 84), Elisabeth Rechling (-25 86)

SEKRETARIAT

Petra Ofner, Tel.: 0 316/80 63-25 80, E-Mail: office.sportaktiv@styria.com

ONLINE-REDAKTION

Claudia Riedl (-25 94), Nicole Thüringer (-25 90)

DESIGN, LAYOUT & PRODUKTION

Styria Media Design GmbH & Co KG, Heidrun Salmhofer

HERSTELLER

Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl

Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

ABO-HOTLINE

Styria Marketing Services GmbH & Co KG, „Abo SPORTaktiv“,

Hainburger Straße 33, 1030 Wien

Tel.: 01/51414-800, Fax: 01/51414-810, E-Mail: abo@sportaktiv.com

Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.

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