Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

afuw2017
  • Keine Tags gefunden...

Wie baut man eigentlich

eine Wertschätzerei?

Eine Produktion der

Aktions-Forschungs-Werkstatt ANDERE PERSPEKTIVEN!?

im März 2019

Gefördert von der


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Hinführung

Wo nur als wertvoll gilt, was gerade verwertbar erscheint, dort fehlt es an

Wertschätzung. Das betrifft den unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen und

den unschätzbaren Wert des Lebens insgesamt. Wir fragen uns: Wodurch entsteht ein

wertschätzender Umgang zwischen den Menschen und mit dem Leben auf der Erde?

Wir sind Bewohnerinnen und Bewohner der Region Neckar-Alb. Wir sind Menschen

mit und ohne Handicap. Wir wollen gut leben und wir wollen, dass alle gut leben

können. Deshalb stellen wir Fragen, erkunden Handlungsmöglichkeiten und machen

Aktionen. Das nennen wir Aktions-Forschung. Dabei gehen wir dem nach, was uns

Orientierung gibt und was uns stärkt. Diese Schatzsuche dokumentieren wir mit der

Videokamera.

Der Ausgangsort unserer „Aktions-Forschungsreise“ ist ein geschichtsträchtiges Haus

in der württembergischen Kleinstadt Pfullingen. Diesen Ort nennen wir das Schaffwerk.

Das ist unser Aktions-Forschungs-Zentrum. Von hier aus erkunden, entwickeln und

vermitteln wir andere Perspektiven.

Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass es eine Frage der Perspektive ist, ob

die Menschen und das Leben insgesamt wertgeschätzt werden oder nicht. Es kommt

drauf an, wie man´s betrachtet und was man draus macht. Wie wär´s zum Beispiel mit

einer Wertschätzerei?

Hier sieht man das Schaffwerk in Pfullingen. Foto: Sabine Kramer.

„wie so jemand wie ich (...) reinkommt“

Franziska Schiller schaut sich Filmaufnahmen von ihrem ersten Besuch im Schaffwerk

an. Sie erklärt: „Das Haus ist halt ein schnuckeliges altes Haus und die Frage war halt,

wie so jemand wie ich (...) reinkommt.“.

2


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Dieses Haus am Ortsrand von Pfullingen gehörte früher Peter Kramer. Hier sammelte

er viele Dinge, formte sie um und verband sie miteinander. Andere Leute meinten, dass

diese Dinge nicht mehr zu gebrauchen wären. Im Jahr 2010 starb Peter Kramer. Das

Haus und die vielen Dinge darin erbte seine Tochter Sabine Kramer. Sie überlegte und

holte sich Rat. So entstand die Idee: Das Haus soll ein Ort werden, wo sich die Dinge

einmal ganz anders betrachten lassen. 1

Unsere Aufnahmen zeigen Franziska Schiller im Gespräch mit Sabine Kramer. 2 Die

beiden stehen vor dem Scheunentor. Neben ihnen steht ein großer Neandertaler aus

Holz. Außerdem sieht man eine alte Schmiede. Rostige Lampen baumeln an der

Hauswand. Auch im Garten gibt´s Installationen aus alten Gebrauchsgegenständen.

Franziska Schiller ist mit einem großen Elektro-Rollstuhl unterwegs, der nicht durch die

enge Eingangstür passt. Was tun? „Da gibt´s halt Sanitätshäuser die haben halt alte

Rollis im Keller“, hört man Franziska Schiller sagen. Dann lässt sie ihre Beziehungen

spielen und organisiert zwei gebrauchte Falt-Rollis. Jetzt können auch Leute

mitforschen, die vorher nicht reingekommen sind.

„Wo ist denn Dein Mittelpunkt der Erde?“

Das ist der „Mittelpunkt der Erde“, wie ihn Peter Kramer auf dem Fußboden einer Stube in dem alten Haus

markiert hat. Foto: Steffen Hoheisel.

Wir sind in einem kleinen Raum am Ost-Ende des Gebäudes. Die Filmkamera ist auf

den Holzboden gerichtet. Hier hat Peter Kramer eine kreisförmige Markierung

hineingeritzt und bemalt.

Rolf Rathfelder: „Der Peter Kramer hat immer gesagt, das sei der Mittelpunkt der Erde

und er war gern hier, oder?“

1 Mehr Informationen zum Schaffwerk-Konzept:

http://www.unschaetzbare-werte.de/die-unternehmungen/ein-kulturbetrieb-fuer-andere-perspektiven/

2 https://vimeo.com/afuw/faltrolli

3


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Harald Sickinger: „Der war hier gern, ja, das war seine gute Stube, da ist er oft gesessen.

Geli, wo ist denn Dein Mittelpunkt der Erde?“.

Angelika Lotterer: „Mein Mittelpunkt der Erde?“. Sie macht eine Pause, Dann sagt sie:

„In Reutlingen.“.

Harald Sickinger: „Und wie ist es bei Dir, Rolf?“.

„Auch Reutlingen“, sagt Rolf Rathfelder und nimmt dabei eine Schachtel vom Tisch.

Auf der Schachtel steht „Expedition“ und darunter „Entdecke die Wunder der Erde“.

„Was sind für Euch eigentlich Wunder der Erde, in Eurem Leben?“, fragt Harald

Sickinger.

„Die Angelika ist ein Wunder der Erde“, meint Rolf Rathfelder und berührt dabei seine

Lebensgefährtin an der Schulter. Beide lächeln. „Dass wir uns kennengelernt haben und

lieben gelernt“, fügt er noch hinzu. „Ja, dass wir uns lieben gelernt haben“, sagt sie. 3

Ein Museum über mich

„Wenn´s ein Museum über Dich gäbe, was wäre da drin?“, fragt Harald Sickinger. Das

alte Haus erinnert Franziska Schiller an ihre eigene Kindheit. Sie sagt: „Meine Großeltern

am Bodensee lebten genau in so einem. Es ist, wie wenn sie wieder vom Himmel

heruntergekommen wären und wir neu beginnen können.“. Das fühlt sich warm an,

diese Kindheitserinnerung.

Das ist Momentaufnahme vom Sommer 2018 aus Franziska Schillers „Museum über mich“.

3 https://vimeo.com/afuw/mittelpunkt-der-erde

4


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Wir fotografieren den alten Holzofen in unserem Arbeitsraum, drucken das Foto aus

und kleben es auf eine Ausstellungswand. „Zwischenmenschliche Wärme (wieder)

finden?“ schreiben wir neben das Bild. Dann kommen weitere Exponate und Fragen

dazu. Franziska Schiller will einiges verändern in ihrem Leben. Wenn sie sich ein

Verkehrsmittel heraussuchen könnte, das zu ihrem Leben passt, dann wäre es ein

Piratenschiff. „Wer müsst´ eigentlich die Geschichte erzählen?“, fragt Harald Sickinger.

Franziska Schiller überlegt eine Weile. „Schwierig, schwierig.“, meint sie, denkt weiter

nach und sagt dann: „Einen Teil müsst´ ich erzählen. Einen Teil müsst´ meine Besatzung

erzählen, einen Teil meine Eltern, einen Teil meine Freunde, Umliegendes.“. Sie macht

eine kreisende Bewegung mit dem Finger und fährt fort: „Also was, wo ich begegne,

also von mir aus ein Mensch von einem Meer. Also von, von allem ein Fetzen.“. 4

Eine Frage der Geschichte

„Was wird beleuchtet? Welche Geschichte wird erzählt?“, steht auf einer anderen

Ausstellungswand geschrieben. Sabine Kramer sagt: „Hier gibt´s so viele Sachen und

Gegenstände und Geschichten dazu, dass immer wieder diese Frage auftaucht.“. Das

Haus ist voll mit historischen Bügeleisen, Nähmaschinen, Pressen, Objekten,

Konstruktionen, Figuren und Bildern.

„Das ist mein Urgroßvater und seine Schwester, die Sofie Schlegel und die Sofie

Schlegel, das ist die Mutter von der Marianne Schmid.“, erklärt Sabine Kramer und tippt

dabei auf ein altes Foto an der Wand. Die Geschichte von Marianne Schmid war keine

von den Geschichten, die beleuchtet wurden. Erst vor kurzem sind wir darauf

gestoßen: Marianne Schmid wurde in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb ermordet,

nachdem die Nationalsozialisten ihr Leben als unwert erklärt hatten.

Auf diesem Standbild sieht man, wie wir mit unserer Zeitmaschine in die Zeit des Nationalsozialismus reisen.

4 https://vimeo.com/afuw/wer-erzaehlt

5


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Wir wissen wenig über Marianne Schmid und fragen uns: Wie hat sie ihr Leben erlebt?

Gewohnt hat sie in Pfullingen in der Klemmenstraße 2. Das Haus steht nicht mehr. Jetzt

fließt hier der die Echaz. Einige von uns gehen hin und stellen Fragen:

Wie hat sie die Welt erlebt, nachdem sie am 6. September 1914 in Pfullingen geboren

worden war? Wie hat sie ihr Leben erlebt, nachdem ihr Vater Eugen Schmid im August

1917 im ersten Weltkrieg getötet worden war? Wie war es für sie, als ihre Mutter Sofie

1922 den Landwirt Ulrich Schlegel heiratete? Ob sie wohl in der Landwirtschaft mitgeholfen

hat? Welche Menschen und welche Aktivitäten waren ihr wichtig? Wie war es,

nachdem ihre Mutter 1923 eine Wäscherei gegründet hatte und sie dort immer wieder

mithalf? Ob sie bei dieser Arbeit schier vergangen ist vor Hitz´ oder ob´s affenkalt war?

Wie hat sie das Leben erlebt, als die Wäscherei 1927 um sieben Badekabinen mit

Badewannen erweitert wurde, wo die Leute nun auch sich selbst waschen konnten?

Wieviel Menschen wohl mit einer Badefüllung gebadet haben? Hat sie Lieblingsessen

gehabt? Welche Gefühle hat sie erlebt? Wie hat sie den Alltag und wie die besonderen

Tage im Leben erlebt, zum Beispiel mit ihren Eltern und mit ihren vier Geschwistern?

Wie hat sie ihr Leben erlebt, nachdem sie 1935 einige Zeit in der Tübinger Nervenklinik

verbracht und die Diagnose „Schizophrenie“ bekommen hatte? Wie hat sich das Leben

für sie angefühlt, nachdem sie zu einer Operation gezwungen worden war, damit sie

keine Kinder bekommen konnte? Ob die Marianne wohl geliebt wurde oder geliebt hat?

Ja, ob die einen Freund hatte oder einen Geliebten, vielleicht sogar auch ´ne Frau? Wie

hat sie ihr Leben in den 1930er Jahren im nationalsozialistischen Pfullingen erlebt? Was

hat es für sie bedeutet, dass ihr Onkel ein Nationalsozialist war? Wie war für sie der

Beginn des Krieges 1939? Und als sie im April 1940 in die Heilanstalt Zwiefalten

„verbracht“ wurde, wie es in den Patienten-Akten heißt? Und wie erlebte es Marianne

Schmid, als sie am 9. Dezember 1940 in Zwiefalten von einem grauen Bus abgeholt

wurde, der sie nach Grafeneck brachte, wo man sie noch am selben Tag ermordete?“.

Das ist eine Figur, die uns am Marianne Schmid erinnert. Im Hintergrund sieht man ein Familienbild. Dadurch

sind wir auf ihre Geschichte gekommen. Foto: Standbild aus unseren Filmaufnahmen.

6


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Dann kommt ein Filmausschnitt, da sieht man einen Kollegen von uns in der

Ausstellung in Grafeneck. Die gibt es mittlerweile an dem Ort gibt, wo 10654 Menschen

ermordet wurden, nachdem sie als behindert oder psychisch krank und lebensunwert

erklärt worden waren. Eugen Blum hält ein Mikrofon in der Hand und sagt. „Wie kam

es eigentlich zu so einem ganz, ganz, traurigen Punkt, dass man Menschen mit

Handicap, dass man die wie Staub benutzt hat? Und das sind ja keine Staubmenschen.“.

Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck erklärt, dass man damals die Idee

hatte, dass die unterschiedlichen Menschen auf der Erde unterschiedlich viel wert sind.

Die Kamera zeigt uns Figuren, die der Münsinger Künstler Jochen Meyder gemacht hat,

um an die Opfer des Verbrechens zu erinnern. Jede Figur sieht anders aus. „Jeder

Mensch ist unschätzbar wertvoll, einfach, weil er ein Individuum ist“, sagt Eugen Blum. 5

Geschichten rund um das Haus der unschätzbaren Werte

Aus alten Gebrauchsgegenständen und einem kleinen Computer haben wir eine

Zeitmaschine gebaut. Manchmal hakt´s noch ein bisschen, aber im Prinzip funktioniert

sie schon ganz gut.

„In die Vergangenheit oder in die Zukunft?“, fragt Harald Sickinger. „In die Vergangenheit“,

sagt Angelika Lotterer und dreht an der Kurbel. Rolf Rathfelder richtet die

Antenne der Fernsteuerung so aus, dass er das Signal zum mobilen Anzeigegerät

senden kann. Das hält Thomas Geprägs in der Hand. Er schaut auf den Bildschirm und

sieht, wie sich ein Foto mit Sabine Kramer drauf in ein anderes Bild verwandelt. Dieses

Bild erzählt von der Vergangenheit. „Da seh´ ich das Bild vom Vorbesitzer, der erste

Besitzer vom Schaffwerk, von dem Haus in der Gönninger Straße. Der war

Milchhändler“, erklärt der Aktions-Forscher Thomas Geprägs. 6

Ab und zu laden wir die Zeitmaschine auf einen Leiterwagen. So machen uns auf den

Weg in Raum und Zeit.

Das ist ein Standfoto aus unseren Filmaufnahmen. Hier ist unsere Zeitmaschine gerade auf dem Weg ins

Reutlinger Kulturzentrum franz.K. Gezogen wird sie von einer Kunstfigur. Dahinter steckt Karin Ersching.

5 https://vimeo.com/afuw/uns-erinnern

6 https://vimeo.com/afuw/die-erste-zeitreise

7


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Wir erkunden, entwickeln und vermitteln Bilder von der Vergangenheit, von der

Gegenwart und von der Zukunft. Bei unseren Erkundungen auf den Spuren

unschätzbarer Werte machen wir viele interessante Erfahrungen. Mit Hilfe unserer

Filmaufnahmen erzählen wir darüber dann „Geschichten von unterwegs“. Das machen

wir bei Treffen, Veranstaltungen, Demonstrationen und mit multimedialen Berichten,

Präsentationen und Schatzkarten.

Hier umreißen wir unsere Forschungsgebiete. Das sind zum einen Bereiche des Lebens,

die für uns persönlich bedeutsam sind. Das sind aber auch Regionen, wie das

Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Dort versuchen wir herauszufinden, wie wir so

miteinander und mit unserer Umwelt umgehen können, dass zukünftige Generationen

ebenso wie alle heutigen Menschen gute Lebensmöglichkeiten haben.

Wir entdecken „Wunder der Erde“. Dieses Bild aus unseren Filmaufnahmen zeigt u.a. den Listhof bei Reutlingen.

Schritt für Schritt wächst unser Erfahrungsschatz. So bekommen unsere Schatzkarten

Konturen und es finden sich darin mehr und mehr Hinweise auf Spuren.

Eine Spur führt beispielsweise in die Pfullinger Klemmenstraße, wo man der Geschichte

einer fast vergessenen Frau nachgehen kann. Diese Geschichte handelt auch vom

unschätzbaren Wert jedes einzelnen Menschen.

Wir gehen auf der Schatzkarte an dem Fluß entlang, der durch Pfullingen fließt. „Darf

ich Sie fragen, was für Sie unschätzbar wertvoll ist?“, fragt Christine Fuchs eine ältere

Pfullingerin, auf die wir hier bei einem kleinen Wasserfall gestoßen sind. Die Frau hält

gerade das mobile Anzeigegerät unserer Zeitmaschine in der Hand. „Die Kindheit“,

antwortet sie, während sie auf dem Bildschirm ein Foto des Wasserfalls betrachtet.

Das stammt aus den 60er Jahren und weckt Erinnerungen.

„Dass die Echaz die ganze Zeit fließt, dass da immer Wasser kommt, mal mehr, mal

weniger, das ist für mich so unschätzbar wertvoll.“, meint ein anderer Passant. 7

7 https://vimeo.com/afuw/an-der-echaz

8


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

„Gibt´s denn hier in Reutlingen Wunder der Erde?“ fragen wir zwei junge Männer in der

Fußgängerzone. „Also mich und Dich eigentlich so.“, sagt der eine zum anderen. Neben

dem Leiterwagen mit der selbst gebauten Zeitmaschine steht Franziska Schiller und

erklärt: „Wir wollen eine Wertschätzerei bauen.“. 8

Unsere Schatzkarte erzählt schon eine ganze Menge über Wunder der Erde und über

gute Orte. Das sind Orte, wo wir Respekt erfahren, wo wir gefragt sind, wo wir uns

einbringen, wo wir lernen, uns weiterentwickeln, mit anderen Menschen und mit

unserer Umwelt insgesamt verbunden sein können.

„Wir stehen hier auf dem Biolandbetrieb Gaisbühl. Das ist auch ein unschätzbarer

Wert“, sagt Thomas Geprägs in einem kurzen Videoclip und erzählt weiter: „Da schaff

ich seit 2003 in der Landschaftspflege...“.

In einem Clip über das Umweltbildungszentrum Listhof sieht man unter anderem, wie

wir aus Ringelblumen eine Salbe herstellen. 9

Wenn wir uns auf der Schatzkarte ein Stück nach Osten bewegen, können wir eine

etwas irritierende Szenerie beobachten. Aktions-Forscherinnen und Aktions-Forscher

stehen auf dem Rutschenfelsen und schauen in die Ferne. Jemand schreit „Halt Dei

Gosch!“ und die Gruppe wiederholt diese schwäbische Aufforderung, den Mund zu

halten. „Mut!“ ruft jemand anders hinab und die anderen schreien hinterher. Zum

Schluss hört man da auch noch den Ruf: „Was hasch au Du für Ziele?“. 10

Dieses Standfoto aus unseren Filmaufnahmen zeigt, wie wir am Abhang stehen und schreien.

Mit Playmobil-Figuren hatten wir uns diese Szene vorher auf einem großen Stein im

Schaffwerk-Garten vorgestellt. Da war Christine Fuchs die Idee gekommen: „Das

könnte ´ne Demonstration sein über´s selbstbestimmte Leben.“.

8 https://vimeo.com/afuw/wertschaetzerei-franzk (Ausschnitt aus unserem Film zum 10jährigen Jubiläum des

Kulturzentrums franz.K).

9 https://vimeo.com/afuw/listhof

10 https://vimeo.com/afuw/der-berg-ruft (das Plakat und die Fahnen, die man im Video sieht, haben wir mit

Kerstin Rilling im Reutlinger Kunstmuseum Spendhaus gemacht).

9


Wie baut man eigentlich eine Wertschätzerei?

Wie lebt man eigentlich ein gutes Leben? Darüber machen wir uns eine Vorstellung.

Das wird eine märchenhafte Vorstellung. Sabine Kramer ist nämlich ausgebildete

Märchenerzählerin. Sie erzählt von einem Esel, einem Hund, einer Katze und einem

Hahn, die sich aufgemacht haben, um ein besseres Leben zu finden. Aber auch andere

Geschichten liefern einigen Stoff für unsere märchenhafte Vorstellung. Das ist der

Stoff, aus dem wir uns und Euch Hoffnung machen wollen.

Auf dem Foto oben sieht man eine Beratung. Es wird überlegt, was zu tun ist. Foto: Harald Sickinger.

Unsere märchenhafte Vorstellung heißt „Das Haus der unschätzbaren Werte“. Wir

planen auch eine Workshop-Reihe zum Thema „Wie baut man eigentlich eine

Wertschätzerei?“.

Verantwortlich für den Inhalt dieses Textes ist Harald Sickinger. Er ist Geschäftsführer der Agentur für

unschätzbare Werte und leitet die Aktions-Forschungs-Werkstatt für andere Perspektiven. Gefördert wird dieses

Projekt der Agentur für unschätzbare Werte von der Baden-Württemberg Stiftung.

AfuW - Agentur für unschätzbare Werte

gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

Gönninger Straße 112

72793 Pfullingen

Telefon: 0151-10710576

www.unschaetzbare-werte.de

Geschäftsführer: Harald Sickinger

Handelsregisternummer: HRB 748115

Registergericht: Amtsgericht Stuttgart

10

Weitere Magazine dieses Users