alpenblick, Ausgabe 2/2019

DAVAugsburg
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Das gemeinsame Mitgliedermagazin der Sektionen Augsburg und Friedberg des Deutschen Alpenvereins (DAV).

68. Jahrg. Ausgabe 2/2019

alpenblick

Mitgliedermagazin des DAV-Augsburg & Friedberg

Bergwacht

Augsburg

Drei Jahre Alpenrandwanderungen Klettern mit Behinderung? 50 Jahre Freundschaft


Leidenschaft

ist einfach.

Wir engagieren uns für

den Freizeitsport.

Bewegung hält fit und

macht Spaß.


Editorial

Impressum

Der alpenblick ist das offizielle Mitteilungsblatt

der Sektionen Augsburg und Friedberg im

Deutschen Alpenverein e.V.

ISSN 2625-3291

Auflage: 11.100 Exemplare

Herausgeber:

DAV-Sektion Augsburg e.V.

Peutingerstr. 24, 86152 Augsburg

Telefon: 08 21/ 51 67 80

E-Mail: sektion@dav-augsburg.de

Internet: www.dav-augsburg.de

1. Vorsitzender: Ulrich Kühnl

2. Vorsitzender: Dr. Thomas John

Redaktioneller Inhalt, verantwortlich i.S.d.

Pressegesetzes: Reinhard Mayer (Schriftführer)

Redaktion:

redaktion@dav-augsburg.de

Dr. Bernd Wißner (Redaktionsleitung),

Dr. Jochen Cantner, Alina Dajnowicz, Laura Jantz-

Klinkner, Reinhard Mayer, Dr. Ekkehard Meßner,

Dr. Karl-Georg Michel, Franziska Ruoff, Klaus Utzni,

Ricarda Veidt, Gabi Wißner

Gestaltung und Herstellung:

Wißner-Verlag GmbH & Co. KG, Augsburg

Druck:

Druckerei Joh. Walch GmbH & Co. KG, Augsburg

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Öffnungszeiten der Servicestelle Augsburg:

Montag 16–18 Uhr, Donnerstag 16–19 Uhr,

Mittwoch und Freitag 9–13 Uhr

Bücherei und Materialverleih sind donnerstags

von 17–19 Uhr für Mitglieder geöffnet.

Für die Sektion Friedberg:

Geschäftsstelle Herrgottsruhstr. 1,

86316 Friedberg, www.alpenverein-friedberg.de

1. Vorsitzender Richard Mayr

Redaktion Friedberg: Dr. Rudolf Nägele

(presse@alpenverein-friedberg.de)

Einsender von Leserbriefen, Manuskripten und

sonstigen Schriftwerken erklären sich mit der

redaktionellen Bearbeitung einverstanden.

Die Texte können ggf. gekürzt werden. Keine

Haftung für unverlangte Einsendungen sowie

kein Anspruch auf Rücksendung. Alle Inhalte

sind urheberrechtlich geschützt, Nachdruck nur

mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion.

Alle Angaben ohne Gewähr. Kostenloses Mitgliedermagazin,

Verkauf verboten.

Foto Titelseite: Bergwacht Augsburg

Gedruckt auf MultiArt Silk, FSC®

Vor der Köllenspitze auf der Hahnenkammrunde: Bernd und Gabi Wißner, Redaktionsleitung alpenblick

Liebe Leserinnen und Leser,

was macht eigentlich die Bergwacht

Augsburg? Wird hier etwa der Müllberg

bewacht? Andreas Möss und Klaus

Huber konnten uns viel über ihre Aktivitäten

rund um Oberstdorf berichten:

Neben den Routineeinsätzen vor allem

im Winter gibt es auch filmreife Rettungsaktionen.

Dazu kommen noch

ständige Fortbildung und Training. Und

ohne Hubschrauber oder Akja geht es

im Gebirge kaum noch (S. 6–11).

Können Menschen mit Behinderung

klettern? Ja, durchaus. Die Gruppe „Die

ParaVertikalen“ mit ihrem ambitionierten

Trainerteam setzt dies im Kletterzentrum

in die Tat um und leistet damit

in unserer Sektion einen großartigen

Inklusionsbeitrag (S. 20/21).

Martin Feistl, Mitglied in unserer Sektion

und im DAV-Exped-Kader, beschreibt

detailliert und spannend, wie er im zweiten

Anlauf die Mehrseillängen-Kletterroute

am Colodri bei Arco geknackt hat.

„Genussklettern am Limit“ muss dabei

kein Widerspruch sein (S. 56–58).

Klimawandel, weitergehende Erschließungen

von Naturräumen und befürchteter

Massentourismus: Unsere schönen

Alpen geraten immer mächtiger unter

Druck und entsprechend ist der Alpenverein

gefordert – jetzt! Mit 1,3 Mio. Mit -

gliedern sind wir nicht nur der größte

Bergsportverband der Welt, sondern

auch die größte Naturschutzorganisation

in Deutschland. Ein Fachbeitrag

von Jochen Cantner aus dem Ressort

„Natur, Umwelt, Kultur“ (S. 16–19).

Die Abteilungsbeiträge stimmen auf

die neue Saison ein und wecken Vorfreude

auf den Sommer.

Die Bergsteigerabteilung berichtet

von der Sektionsfahrt in die Sächsische

Schweiz und stellt das neue Sommerprogramm

vor (S. 44–47).

Tipps zur konditionellen Vorbereitung

auf die neue Radlsaison kommen von

der MTB-Gruppe (S. 60/61).

Die Familienabteilung zeigt, wie Radtouren

mit Kindern bei guter Planung

allen Spaß machen (S. 59).

Die JUB informiert über ihre Sommertouren,

die diesmal auch für Bergwanderer

geeignet sind, die sich erst langsam

an schwierigere Touren heranwagen

möchten (S. 62/63).

Die Senioren blicken zurück auf drei

erlebnisreiche Jahre Wanderungen am

Alpenrand mit Adi Bartmann (S. 50/51).

Und die Fitnessabteilung stellt uns ein

neues Wundermittel vor, das sowohl als

Präventionsmaßnahme wie auch als

Heilmittel dient. Was wird das wohl

sein? (S. 42/43).

Ich wünsche allen Lesern einen schönen

Bergsommer.

Ihr / Euer

Bernd Wißner, Redaktionsleitung

Foto: Privat

alpenblick 2 | 2019 1


Inhalt

Inhalt

Bergwacht Augsburg

Editorial / Impressum 1

Vorwort 4

Gastkommentar 5

Titelthema

Bergwacht Augsburg 6

Natur / Umwelt / Kultur

Flagge zeigen!

Der DAV als Naturschutzverband 16

Aus dem LLZ

Die ParaVertikalen – Klettergruppe für

Menschen mit Behinderung 20

Aus dem Vorstand

2 alpenblick 2 | 2019

Einladung zur Mitgliederversammlung 2019 12

Kurzbericht des Vorstands 12

Wahlen zum Vorstand – Kontinuität als Programm 15

Kurz berichtet

Tagungsbericht zur „DAV-Werkstatt Entwicklung 3 “ 22

Wolfgang Rietzler wurde 85 22

Marianne Wagner im Übungsleiter-Ruhestand 22

Rezension: Vom Lech – Zeitzeugen erzählen 23

Volksbegehren Artenvielfalt 23

„Mozart on the Rocks“: das LMZ im LLZ 24

Jubilar Oli Bader 24

afa 2019 – Auf neuen Wegen zum Erfolg 26

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Engagement im Ehrenamt

Er gibt alpines Wissen weiter:

Mark Brand, Trainer C Skibergsteigen 27

2 alpenblick 2 | 2019


Inhalt

Reportage

Nepal 2018: Helambu – Gosainkund – Langtang 28

Aus der Geschäftsstelle 32

Termine 36

Tourenprogramm 38

Sektion Friedberg

Aus dem Vorstand

Grußwort 66

Mitgliederehrung beim Neujahrsempfang 67

Trientiner Bergsteigerchor SOSAT –

Die Stimme der Berge 69

Geburtstage / Toten-Gedenken 71

Aus den Abteilungen

Programm der Senioren 72

Mit dem Skikurs unterwegs 73

Skilager bei traumhaftem Schnee 75

Vereinsfahrt im September 2018 76

Aus den Abteilungen

Skiabteilung 41

Fitness 42

Bergsteiger 44

JDAV 48

Senioren 50

Stützpunkt 52

Ausbildung 54

AugsburgAlpin 56

Familienbergsteigen 59

MTB 60

JUB 62

Unterwegsgruppe 64

Kurz gemeldet 78

Vorankündigung

Vereinsfahrt in die Stubaier Alpen 79

Termine / Kontakte 80

alpenblick 2 | 2019 3


Vorwort

Gut aufgestellt

zum 150. Geburtstag

Die Redaktion des alpenblick im Gespräch

mit dem scheidenden 1. Vorsitzenden der

DAV-Sektion Augsburg Ulrich Kühnl

Foto: Privat

Welche Bilanz ziehst Du nach

drei Amtsperioden?

UK: Die letzten sechs Jahre waren eine

intensive und anspruchsvolle Etappe

für unsere Sektion und das Führungsteam.

Wir waren mit vielen Baustellen

und Rückständen konfrontiert, die

wir Schritt für Schritt angegangen

sind. Das war nicht einfach, und es ist

uns dennoch gelungen, recht unterschiedliche

und zum Teil gegenläufige

Strömungen, Abteilungskulturen und

Einzelinteressen in diesem Erneuerungsprozess

mitzunehmen und zu

integrieren.

Das war sicher kein Selbstläufer …

UK: Nein, jeder Veränderungsprozess

ist heikel, bis die Früchte des Erfolgs

wachsen, und auf die können wir alle

stolz sein. Der Alpenverein Augsburg

ist in den vergangenen Jahren offener,

bunter und breiter, man kann sagen:

moderner geworden. Das lässt sich

an vielem festmachen: Wir haben ein

Spitzen-Kletterzentrum, wir haben

ansprechende, über alle Themenfelder

berichtende Medien, und das Leben

in unseren Abteilungen ist deutlich

vielfältiger und lebendiger geworden.

Wir erleben einen tollen Innovationsgeist,

ein erfreuliches Miteinander und

guten Zuspruch bei der Jugend, den

Familien, jungen Berufstätigen, bis hin

zu den Senioren.

Die Sektion lebt vom ehrenamtlichen

Engagement, ist das eine zukunftsfähige

Vision?

UK: Ich meine ja, flankiert durch unsere

Geschäftsstelle sowie die Betriebsführung

des Kletterzentrums. Der Lohn für

das Ehrenamt drückt sich prinzipiell ja

nicht in Geld-Vorteilen aus. Umso wichtiger

sind anerkennende Wertschätzung,

persönliche Gestaltungs- und

Entwick lungsmöglichkeiten, Sinngebung,

Gemeinschaft oder auch kleine

Aufmerksamkeiten und Anreize. In den

vergangenen Jahren ist es gelungen, die

ehrenamtliche Basis spürbar zu erweitern.

Wir konnten hervorragende Kompetenzen

auch für Referenten- und Führungsfunktionen

oder Teams gewinnen.

Das ist für mich vielleicht die schönste

Bestätigung in meiner Amtszeit, auch

weil sie mit anderen geteilt wird.

Was hat Dich darüber hinaus für

Dein Amt motiviert?

UK: Ich habe den Bergen und meinen

Bergfreunden viel zu verdanken. Eine

wichtige Rolle für mich spielt, dass der

Alpenverein traditionell breit und plural

angelegt ist. Es sind die vielfältigen Formen

und Philosophien des Bergsports,

der Respekt vor Natur und Umwelt,

kulturelle Themen oder die gut durchmischte

Sozial- und Altersstruktur. Wo

sonst als am Berg findet man ein unverstelltes

menschliches Miteinander auf

gleicher Augenhöhe? Und: Der DAV ist

seit 1869 in guter Balance von regionalen

und zentralen Strukturen unterwegs,

anders als viele lokale Vereine. Aus all

den Gründen hält sich bei uns wohl

auch die „Vereinsmeierei“ in Grenzen.

Hast Du Dein Engagement nie bereut?

UK: Es war nicht immer ein Vergnügen,

Verantwortung an der Spitze der Sektion

mit nun 15.000 Mitgliedern zu tragen.

Und manchmal fragt man sich, warum

tust du dir das nach einem fordernden

Berufsleben noch an? Aber es war insgesamt

eine persönlich sehr bereichernde

und spannende Erfahrung. Und ich

danke allen, die diesen Weg mit mir

gegangen sind!

Fällt der Abschied schwer?

UK: Ganz ehrlich, nach so intensiven

Jahren fällt das Loslassen nicht leicht,

auch wenn ich mich über neue Freiräume

freue. Ich weiß aber, wie wichtig

es ist, den richtigen Zeitpunkt zu

finden. Der Stabwechsel ist ja auch gut

vorbereitet und es bleibt genug zu tun.

Ich wünsche dem neuen Führungsteam

und der Sektion Augsburg viel Erfolg

und alles Gute für die Zukunft!

4 alpenblick 2 | 2019


Gastkommentar

Die Bergwacht im

stetigen Wandel

Vielfalt und Wandel zeichnen seit jeher

die Bergwacht Bayern aus. Sei es in

einem sich verändernden Alpintourismus,

der neue Bergrettungstechniken

erfordert, oder aufgrund von modernen

Technologien, die die Arbeit der

Bergretter noch effektiver und sicherer

gestalten.

Vielfalt bedeutet in der Bergwacht

Bayern, neben den klassischen Attributen

wie Gleichheit und Neutralität, auch,

dass sich die ehrenamtlich engagierten

Bergwachtfrauen und -männer mit

neuen Einsatzszenarien auseinandersetzen.

So wurden bereits Ende der

1990er Jahre Rettungs- und Ausbildungskonzepte

für Canyoning-Rettungen

entwickelt und Spezialeinsatzkräfte

ausgebildet. Das Know-how wird inzwischen

auch weitab von Schluchten,

beispielsweise bei Hochwasserkatastrophen,

in Anspruch genommen.

Ein weiteres Beispiel der Bergwacht-

Spezialisten sind die Technikteams,

die mit ihren Hightech-Fahrzeugen

und Drohnen mittlerweile viele Einsätze

maß geblich unterstützen.

Einen Wandel der ganz besonderen Art

stellt das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit

und Ausbildung in Bad Tölz dar.

Otto Möslang, Vorsitzender der Bergwacht Bayern,

hier in der Trainigshalle der Bergwacht in Bad Tölz

Hier wurde aus der Idee „In der Halle

zu fliegen“ ein weltweit einzigartiges

Zentrum geschaffen, das sämtliche

Einsatzszenarien simulieren kann: zu

Lande, zu Wasser, in der Höhle und in

der Luft.

Neben dem Einsatzgeschehen gilt unser

Hauptaugenmerk weiterhin seit jeher

auch dem Natur- und Umweltschutz.

Die gesamte ehrenamtliche Arbeit ist

nur durch den Einsatz der vielen engagierten

Bergwachtmitglieder und die

Unterstützung unserer Förderer und

der Arbeitgeber möglich. Durch den

steigenden Alpintourismus sind immer

mehr Einsätze während der Regelarbeitszeiten

notwendig und können somit

nur bewältigt werden, wenn die Arbeitgeber

unsere Bergretter zu Einsätzen

freistellen.

Entsprechend möchte ich mich für das

stets verlässliche Engagement und die

Solidarität aller Bergwachtfrauen und

-männer, Partner und Freunde gleichermaßen

bedanken.

Otto Möslang,

Vorsitzender der Bergwacht Bayern

Alle Fotos: Bergwacht Bayern

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Foto: Ingo Hofer


Bergwacht Augsburg

von Bernd Wißner

Was sind die Aufgaben einer Bergwacht in Deutschland?

Bei jedem Wetter, in jedem Gelände, zu jeder Zeit

sofort einsatzbereit:

Vorsorgedienst in Wintersportgebieten,

Rettung von Wanderern und Bergsteigern,

Wintersportlern, Kletterern, Mountainbikern,

abgestürzten Drachen- und Gleitschirmfliegern,

erkrankten Personen auf Hütten.

Es gibt Spezialisten für Luft-, Höhlen- und Canyonrettung,

die Lawinenhundestaffel, den Kriseninterventionsdienst

und den Bereich LKLD (Lokalisation, Kommunikation,

Lagebeschreibung, Dokumentation).

Sowie weiterhin: Schutz von Natur und Landschaft.

Und das alles ehrenamtlich!


Titelthema

Bereitschaftsleiter Andreas Möss und Materialwart Klaus Huber. Foto: Bernd Wißner

Es ist kalt in den Räumen der Bergwacht

Augsburg in der Berliner Allee 50a. Andreas

Möss und Klaus Huber tragen sogar

Mützen und sind stolz auf den Schriftzug

„Bergwacht”, der den Anorak ziert. Und

man darf auch stolz sein, denn hier wird

eine ganz wichtige Ehrenamtsleistung

erbracht, mit ca. 400 Stunden pro Jahr!

Das Bild mit den Edelweißblumen an

der Wand ist Vergangenheit. Tatsächlich

war der Ursprung der Bergwacht,

die 1920 gegründet wurde, die Überwachung

des Naturschutzes. Denn früher

war es noch schick, seiner Geliebten zu

Hause eines dieser seltenen Blümchen

aus den Bergen mitzubringen, was

aber verboten war. Diese Mode ist Gott

sei Dank vorbei und inzwischen hat

die Bergwacht, die damals noch zum

Alpenverein gehörte, andere wichtigere

Aufgaben. So dient die Biwakschachtel

auf der Höfats, die einst der Standort

der Edelweißpolizei war, nur noch als

Notunterkunft. Fast wehmütig erinnert

sich Andreas Möss an einen seiner

tollsten Urlaube, den er dort hoch oben

verbracht hat. Es war schon etwas Be-

sonderes, Wind und Wetter hautnah zu

erleben und den Naturgewalten unmittelbar

ausgesetzt zu sein.

Heute ist also – im Gegensatz zur

österreichischen Bergwacht, die sich

ausschließlich um den Naturschutz

kümmert – die Bergrettung die Hauptaufgabe.

Die Bergwacht Bayern ist deshalb

dem Bayerischen Roten Kreuz

angeschlossen. Aber selbstverständlich

ist der Naturschutz weiterhin ein wichtiges

Thema. Deswegen gehört zur Ausbildung

auch ein Naturschutzlehrgang.

Die Organisationsstruktur

Die Bergwacht ist in Regionen mit

Bereitschaften aufgeteilt. Die Bergwacht

Augsburg gehört zur Region Allgäu und

unterstützt vor allem die Oberstdorfer

Bergwacht und die Skiwacht. Das heißt,

im Winter ist für die Augsburger Bergwachtler

überwiegend Rettungsdienst

im Skigebiet angesagt. Sie sind mit zwei

bis sechs Mann plus Anwärtern vor Ort.

Standorte sind die Mittelstation am Fellhorn,

das Nebelhorn, das Söllereck sowie

das Skigebiet in Grasgehren. Hierzu

gibt es einen interessanten Videobeitrag

des BR. In der Mediathek ist es unter

dem Stichwort „Retter am Fellhorn” zu

finden (oben rechts im Suchfeld eingeben).

Bis 5.1.2020 ist das Video zu sehen.

Die Bergwacht Augsburg, die sich die

Wochenenden abwechselnd mit der

Bergwacht Neu-Ulm teilt, wird in dieser

Reportage leider nicht extra erwähnt.

Einsatz vor Ort

Verunglückte werden heutzutage meist

per Handy über die Notrufnummer 112

gemeldet. Die Hilferufe landen in der

Leitstelle in Kempten, die z. B. koordiniert,

welcher Hubschrauber zum Einsatz

kommt: „Christoph 17“ ist in Durach bei

Kempten stationiert, andere in Murnau,

Die Begleitung der jährlichen Wallfahrt von den Lorettokapellen in Oberstdorf über das Mädelejoch nach

Holzgau im Lechtal gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Aufgaben der Bergwacht Augsburg.

Foto: Pfarrgemeinschaft Oberstdorf

8 alpenblick 2 | 2019


Titelthema

Reutte oder gar in St. Gallen. In 90 Prozent

der Fälle wird jedoch der Motorschlitten

losgeschickt, der aber am

Nachmittag, wenn der Schnee schon

sulzig wird, deutlich schwerer zu fahren

ist. Vor Ort wird nach dem „Bodycheck“

entschieden, ob der Patient mit dem

Hubschrauber abgeholt werden muss

oder mit dem Schlitten bzw. mit dem

Akja zur Bergbahn gebracht werden

kann. Gerade im steilen oder unwegsamen

Gelände ist der Akja immer noch

unersetzbar. Die Mitglieder der Bergwacht,

die alle als Sanitätshelfer ausgebildet

sind, unterstützen in dieser

Phase vor allem durch Schmerzlinderung,

z. B. durch schmerzfreiere Lagerung

des Verletzten.

Andreas Möss berichtet, dass vor kurzem

ein ganzer Einsatz ausschließlich

mit dem Hubschrauber abgewickelt

werden musste. Vier Skifahrer hatten

die Piste unerlaubt verlassen und waren

im steilen, felsigen Gebiet abgestürzt.

In solchen Fällen kommt es auf die Zeit

an, daher werden derartige Einsätze

in der Regel von den routinierteren

Oberstdorfer Kollegen übernommen.

Neben dem Pistendienst ist die Bergwacht

Augsburg aber auch bei Sonderveranstaltungen,

wie z. B. der Vierschanzentournee

oder dem Ski- und

Boardercross in Grasgehren, für den

Sanitätsdienst zuständig.

Das typische Unfallopfer

Um es gleich vorwegzunehmen, diesen

Typ gibt es nicht, so ist jedenfalls die

Meinung der Bergwachtler. Die Unfälle

verteilen sich prozentual auf die diversen

Gruppen wie Snowboardfahrer,

Skifahrer, ältere Fahrer, jüngere Raser,

Männer, Frauen oder Kinder. Risikofaktoren

sind u. a. eine schlecht eingestellte

Bindung oder ein fehlender Helm.

Wer sich selbst überschätzt und z. B.

zu schnell fährt oder das Risiko unterschätzt,

wird am ehesten in den Genuss

einer Hubschrauber- oder Motorschlittenfahrt

und der beruhigenden Worte

eines Bergwachtlers kommen.

Gaisalpe

Unterer

Gaisalpsee

Eisfälle

Zustieg von Reichenbach

Die Nordseite des Rubihorns. Wanderer nehmen den Weg über den Gaisalpsee, Kletterer und Eiskletterer

überqueren ein (hier verschneites) Geröllfeld, um zur begehrten Wand zu kommen.

Spektakuläre Rettung am Rubihorn

Rubihorn (1.957 m)

Klassische

Nordwandroute

Der späte Notruf ereilte die Bergwacht

knapp vor Einbruch der Dämmerung.

Zwei 2er-Seilschaften waren in der Früh

aufgebrochen und wollten die beliebte

Nordwandroute des Rubihorns durchklettern.

Frischer Schneefall führte dazu,

dass die Geröllstrecke sich schwieriger

erwies als gedacht. Und so war schon

ein halber Tag vergangen, bis die Wand

erreicht wurde. Im oberen Wandteil

wurde das Weiterkommen durch den

Neuschnee immer schwerer und man

beschloss, sich abzuseilen. Dabei verfing

sich ein Seil und musste gekappt werden.

Nun reichte die Seillänge nicht mehr

aus, um eingerichtete Standplätze zu

erreichen. Der Notruf ging um 17.30 Uhr

in der Zentrale in Kempten ein. Wegen

der beginnenden Dunkelheit konnte

„Christoph 17” nicht mehr eingesetzt

werden, da er nicht nachtflugtauglich ist.

Zwei Strategien wurden nun verfolgt:

Eine Rettungsmannschaft sollte versuchen,

vom Gipfel aus mit langen Seilen

zu den Verstiegenen zu gelangen.

Ein SAR-Hubschrauber der Bundeswehr

aus Penzing setzte sie gegen 19 Uhr

dort oben ab.

Zusätzlich wollte man versuchen, die

vier Kletterer mit einem Hubschrauber

direkt aus der Felswand zu holen. Die

Piloten der Bundeswehr hatten mit

dieser Methode aber keine Erfahrung

und deshalb war ein spezieller Polizeihubschrauber

angefordert worden.

Beide Piloten waren Rettungsausbilder

und mit dieser Bergungsmethode vertraut.

Inzwischen war das Bergwacht-

Technikfahrzeug der Region Allgäu vor

Ort sowie auch die Augsburger Bergwachtler.

Mittels Drohnen und Wärmebildkameras

wurden die Positionen

der Bergsteiger eruiert und dann mit

Scheinwerfern angestrahlt.

Mit einer sogenannten „Kapprettung”

sollte nun versucht werden, die Kletterer

aus der Wand zu holen. Da diese

an der Stelle aber fast senkrecht ist,

musste der Retter der Bergwacht an

dem Stahlseil unter dem Helikopter zu

der Person hinpendeln und ihr ein Seil

zuwerfen. Damit konnte er sich dann

zu dem Verstiegenen hinziehen. Dessen

Klettergurt wurde nun eingeklinkt

und er wurde von seinem Seil abgekappt.

Die Winde brachte beide in den

Hubschrauber. Nun folgte der nächste

Kletterer. Beide wurden nach unten

gebracht, da der Hubschrauber nur

fünf Personen transportieren kann.

Danach wurde die zweite Seilschaft

angeflogen, die sich glücklicherweise

auf einem kleinen Schneefeld befand;

hier war die Rettung einfacher.

Die Zusammenarbeit von Rettungsleitstelle,

Polizei, Bundeswehr und Bergwacht

sowie Erfahrung, Training und

Einsatzbereitschaft brachten den Erfolg!

Foto: Peter Schwarzmann

alpenblick 2 | 2019 9


Titelthema

Auch in Augsburg präsent

Die Truppe um Andreas Möss ist aber

auch in unserer Stadt gefragt. Das liegt

zum einen an unserer neuen DAV-Kletterhalle.

Wenn hier Veranstaltungen

stattfinden – und das waren im ersten

Jahr schon eine ganze Reihe wie z. B.

der Olympic Combined (siehe Foto) –,

wird der Sanitätsdienst für die zahlreichen

Besucher von der Bergwacht

geleistet.

Ein weiterer Einsatzort ist das Engelesspiel

in der Adventszeit. Hierbei sichern

die Bergwachtler die Engele professionell

ab, damit diese sicher in den

Fenstern des Rathauses hoch über dem

Christkindlesmarkt stehen und agieren

können.

Gegenüber den wichtigen und wohl

deutlich schwierigeren Einsätzen bei

Bergunfällen sind diese Leistungen

besonders öffentlichkeitswirksam und

haben einen triftigen Grund: Die Bergwacht

ist zwar dem Roten Kreuz angeschlossen,

muss sich aber auch durch

Sponsorenbeiträge finanzieren.

Auch der Sanitätsdienst bei Veranstaltungen wird von der Bergwacht betreut. Foto: Marco Kost, DAV-Archiv

Fördermitglieder gesucht

Zurzeit besteht die Augsburger Bergwacht

aus 12 aktiven Einsatzkräften,

9 aktiven Mitgliedern und 14 Anwärtern.

Im vergangenen Jahr wurden

insgesamt ca. 400 Stunden geleistet.

Damit die ehrenamtliche Arbeit erfolgreich

durchgeführt werden kann, müssen

Förderer gefunden werden.

Förderer zahlen jährlich einen beliebigen

Beitrag, mindestens aber 20 €.

Sie genießen damit folgende Vorteile:

p Spendenquittung

p kostenlose Rückholung aus dem

In- und Ausland im Krankheitsfall,

auch für Familienmitglieder

Das Konto bei der Stadtsparkasse

lautet:

IBAN: DE79 7205 0000 0000 0978 99

Den Förderantrag und weitere Infos

findet man unter:

www.bergwacht-bayern.org/augsburg

Mit professioneller Seilsicherung können sich die Engel beruhigt auf die Fenstersimse des Rathauses stellen.

Foto: Sylvio Wyszengrad, DAV-Archiv

Die Spendengelder werden für die intensive

Aus- und Fortbildung gebraucht, da die Bergwacht

Bayern auf einen hohen Ausbildungsund

Ausrüstungsstand Wert legt. So geht das

Geld der Förderer überwiegend in die Anschaffung

notwendiger technischer und medizinischer

Geräte sowie in Kosten für Lehrgänge.

Ein wirklich hervorragendes Buch zur Notfallhilfe

im Gebirge gibt es für 5 € bei der Bergwacht

Augsburg. Es kann aber auch in der

Sektions-Bücherei der Geschäftsstelle eingesehen

werden.

10 alpenblick 2 | 2019


Titelthema

Ausbildung – Fortbildung – Training

Wie wird man eigentlich Bergwachtler? Alpines Können wie

Klettern, Bergsteigen, Skifahren oder Skitourengehen sind

natürlich Voraussetzung. Ansonsten ist ab dem 16. Lebensjahr

für Jungs und Mädchen die Ausbildung zur aktiven

Einsatzkraft möglich. Sie dauert ca. 80 Stunden, verteilt auf

mehrere Jahre, und umfasst Rettungstechniken, Notfallmedizin

und Naturschutz. Wer die Gemeinschaft sucht, anderen

Menschen helfen möchte und etwas Abenteuer erleben

möchte, ist hier genau richtig.

Bergwachtmitglieder gehören allen Berufsgruppen an und

werden dort eingesetzt, wo ihre persönlichen Fähigkeiten

liegen. So sind Techniker genauso gefragt wie Manager, die

Erfahrung in Personalführung haben. Andreas Möss: „Jeder

findet bei uns seine Aufgabe.”

In der Ausbildung stehen zunächst medizinische Notfallmaßnamen

auf dem Plan: an der Unfallstelle eine vorläufige

Diagnose treffen, den Patienten notdürftig versorgen und

betreuen, ggf. auch eine Reanimierung durchführen.

Ebenso spannend ist das Kapitel Rettungstechnik. Neben der

Gebirgstrage im Sommer und dem Akja im Winter kommt die

Luftrettung immer häufiger zum Einsatz. Der Umgang mit dem

Hubschrauber und seinem Piloten will gelernt sein. So ist es

hilfreich, wenn der Bergwachtler das Fluggerät einweist (siehe

Coverfoto) und weiß, welche Hebel zu bedienen sind: Wie holt

man die Trage raus, wo werden die Karabiner eingehängt –

diese Handgriffe müssen im Notfall sitzen. Die hohe Schule ist

dann die Kapprettung per Winde (siehe Rettung am Rubihorn).

Der Umgang mit dem Hubschrauber, aber auch viele andere

Techniken können im Bergwachtzentrum für Sicherheit und

Ausbildung in Bad Tölz trainiert werden. So zum Beispiel die

Luftrettung aus Seilbahnen oder Gondeln (siehe Bild rechts).

Daneben gibt es auch in den Sommer- und Winterlehrgängen

stets neue Themen. Im Winter wird am Nebelhorn das

Akja-Fahren genauso geübt wie die Benutzung der Lawinenausrüstung

(LVS, Schaufel, Sonde, Recco) bei der Verschüttetensuche.

Im Sommer stehen dann beim Lehrgang auf dem

Prinz-Luitpold-Haus Rettungstechniken auf dem Programm.

Im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz können die Rettungstechniken

trainiert werden. Hier wird gerade die Luftrettung aus einer Seilbahngondel

geübt. Foto: Bergwacht Augsburg

Ein Bergretter am Hubschrauber. Es verlangt schon eine Portion Abenteuerlust,

kann aber auch sehr befriedigend sein, vor allem nach einer geglückten Rettung.

Foto: Olga von Plate – DRK e.v.

alpenblick 2 | 2019 11


Aus dem Vorstand

Einladung mit der Tagesordnung zur ordentlichen

Mitgliederversammlung 2019 und Kurzbericht des Vorstands

Die Mitgliederversammlung findet am Dienstag, 7. Mai 2019 um 19 Uhr im Augustana Saal statt.

Der Vorstand der Sektion lädt alle Mitglieder des DAV-Augsburg gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung herzlich dazu ein,

sich aktiv an der Gestaltung unserer Vereinsziele und den Wahlen zu den Vereinsgremien zu beteiligen.

Tagesordnung

1. Begrüßung

2. Bericht des Vorstands

3. Bericht des Schatzmeisters

4. Bericht der Rechnungsprüfer

5. Entlastung des Vorstands

für 2018

6. Würdigungen/Ehrungen

7. Wahlen (Vorstand und

Rechnungsprüfer/innen)

• Vorstellung des Teams/

der Kandidaten

• Wahl des Wahlleiters

• Wahlen

8. Vorstellung und Genehmigung

der Sektionsjugendordnung*

9. Genehmigung des Haushaltsvoranschlags

2019

10. Kurze Berichte aus den Abteilungen

11. Sonstiges, Anregung, Bekanntmachungen

* Die Sektionsjugendordnung kann unter

www.jdav-augsburg.de eingesehen werden.

Anfahrt zum Veranstaltungsort

Augustana Saal im Annahof:

• ÖPNV:

Die zentrale Haltestelle „Königsplatz“

ist ca. 150 m entfernt.

• Fahrrad:

Es sind ausreichend Stellplätze

im Annahof verfügbar.

• PKW:

Zufahrt zur Annahofgarage

(kostenpflichtig) über die Einfahrt

Fuggerstraße

Kurzbericht des Vorstands für den Zeitraum Mai 2018 bis März 2019

Die Sektion Augsburg verzeichnete

im Jahr 2018 einen erfreulich starken

Mitgliederzuwachs von rund 7 Prozent.

Dieser Trend setzt sich auch im

ersten Quartal 2019 fort, so dass wir

noch vor unserem 150. Jubiläum am

Das DAV Kletter- und Landesleistungszentrum Augsburg. Foto: Eckhart Matthäus

8. Juli einen Mitgliederstand von über

15.000 erreichen werden. Der DAV Augsburg

konnte damit seine Position als

Bergsportverein festigen und auf wichtigen

Feldern an Attraktivität und Profil

gewinnen.

Besonderes „Highlight“ war die feierliche

Eröffnung des DAV Kletterzentrums

Augsburg, Landesleistungszentrum

Bayern im Juni 2018, gemeinsam

mit unserem Partner, dem Bergsportfachverband

Bayern des DAV. Augsburg

verfügt damit über eine der besten Hallen

in Europa und setzt konzeptionelle

Maßstäbe im Miteinander von Breitenund

Spitzensport unter einem Dach.

Mit großem Einsatz unserer Helfer/

innen und des Betriebsführungsteams

konnten überregionale Wettkämpfe

und der von baulichen Restarbeiten

erschwerte Anlaufbetrieb erfolgreich

bewältigt werden. Der laufende Betrieb

entwickelt sich durchaus zufriedenstellend.

In der Planungs- und Bauphase

hatten sich dagegen Verzögerungen

im Zeitplan und Ablauf ergeben, die

mit der überhitzten Baukonjunktur

und erschwerenden Bedingungen der

VOB-Ausschreibungen einhergingen

und zu Mehrkosten führten. Hierzu

12 alpenblick 2 | 2019


Aus dem Vorstand

Foto: Meik Dieckhoff

LVS-Ausbildung beim Grundkurs Skibergsteigen

Die Otto-Schwegler-Hütte im Schnee. Foto: Volker Hergeth

entwickeln wir derzeit gemeinsam mit

unseren DAV-Partnern ein geeignetes

Finanzierungskonzept.

Mit der neuen Kletterhalle konnten

wir unser Angebot für Indoor-Kurse

und Ausbildung deutlich erweitern.

28 Trainer und ein von Ingrid Taubert

geführtes Kursbüro sorgen für eine

gute Organisation und einen professionellen

Ablauf. Seit Eröffnung im Mai

2018 wurden über 200 Kurse mit mehr

als 1.000 Teilnehmern durchgeführt,

die Hälfte davon waren Kinder und

Jugendliche. Alle Alters gruppen bis

zu Senioren 60+ finden in den Kursen

viel Spaß und Freude. Besondere Erwähnung

verdient ein eigenständiger

Klettertreff für Menschen mit Behinderung,

die „ParaVertikalen“, der sich

aus Kursen unter Leitung von Alina

Dajnowicz entwickelt hat (s. S. 20/21).

Ein weiterer Schwerpunkt unserer

Ausbildung liegt in der Weiter bildung

und Neuausbildung von Trainern/innen

in den verschiedenen Bergsportarten.

Mit der Einführung eines Ausbildungspasses

innerhalb der Sektion soll künftig

der Kenntnisstand der Teilnehmer/

innen am Ausbildungs- und Tourenprogramm

dokumentiert werden.

steht unser attraktives Ausbildungs- und

Tourenprogramm, für das sich insgesamt

120 ehrenamtliche Trainer/innen engagieren.

Höhepunkte in den vergangenen

Monaten waren u. a. eine Trekkingreise

nach Nepal, innovative Camps oder

Oster-Skitouren in der Bernina. Auch

Monatsversammlungen, Stammtische,

Klettertreffs, Gemeinschaftsfahrten der

Abteilungen und eine sehr aktive und

stetig wachsende Familienabteilung

sind wichtige Elemente unseres Vereinslebens.

Hinzu kommt unser gut besuchtes

Vortragswesen.

Eine weitere wichtige Rolle in der

Sektion spielen unsere Alpenvereinshütten.

So wird die von einem sehr

engagierten Helferteam Zug um Zug

renovierte Otto-Schwegler-Hütte

zunehmend von unseren Mitgliedern

geschätzt und entwickelt sich zu

einem Gemeinschaftstreffpunkt. Die

Augsburger Hütte wird von unseren

beiden Pächterinnen Steffi Trittler

und Gudrun Deininger innovativ und

liebevoll geführt. Sie gehört zu den

wenigen Hütten in schönster alpiner

Lage abseits der großen Fernwanderwege.

In diesem Sommer werden wir

dort umfangreiche Baumaßnahmen für

ein zeitgemäßes Brandschutzkonzept

abschließen können. Die Kosten hierfür

belaufen sich auf rund 150.000 Euro,

wovon mehr als die Hälfte durch Zuschüsse

vom DAV-Bundesverband

Erfreulichen Zuspruch finden die vielfältigen

Aktivitäten unserer Abteilungen

und Gruppen, deren Zahl mittlerweile

auf elf angewachsen ist. Im Mittelpunkt

Winterspaß mit der Familiengruppe Bergfüchse. Foto: Karlheinz Huber

alpenblick 2 | 2019 13


über

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Auch die Jugend hat in den vergangenen

zwölf Monaten wieder viele

erfolgreiche Aktionen und Fahrten mit

ihren zehn Jugendgruppen oder im

offenen Tourenprogramm erlebt. Eine

Jugendgruppe für jüngere Mitglieder

ab 7 Jahre wurde neu gegründet, außerdem

gibt es seit Februar einen offenen

JDAV Kletter- und Bouldertreff, immer

am ersten Donnerstag im Monat (Ferien

ausgenommen). Neue Gesichter sind

hier herzlich willkommen. Die Integrationsgruppe

für junge Geflüchtete läuft

ebenfalls sehr erfolgreich. Alle Mitglieder

der Sektion Augsburg unter 27 Jahre

laden wir herzlich zur 2. Jugendvollvergedeckt

werden können. Auf der

Otto-Mayr-Hütte erfolgte zum Jahresende

ein Pächterwechsel, nachdem

eine Überbrückung unterschiedlicher

Erwartungen nach längeren Verhandlungen

und Kompromissvorschlägen

mit den ehemaligen Pächtern nicht

mehr möglich war. Ungeachtet dessen

bedankt sich der Vorstand bei Petra

Wagner und Gerhard Soyer für ihr hervorragendes

Engagement, das großen

Respekt verdient. Gleichzeitig freuen

wir uns nun auf die Zusammenarbeit

mit Isabel Steinbrück als neuer Pächterin.

Sie und ihr Ehemann konnten

bereits über mehrere Jahre auf der Bad

Kissinger Hütte vielseitige Erfahrungen

für den Hüttenbetrieb sammeln.

67. Jahrg. Ausgabe 3/2018

alpenblick

Mitgliedermagazin des DAV-Augsburg & Friedberg

SICHERHEIT

im Sommer

Der alpenblick,

unser erfolgreiches

Mitgliedermagazin.

Foto: Archiv

Im öffentlichen Auftritt hat sich die

Sektion als Betreiber des neuen Landesleistungszentrums

in Partnerschaft

mit dem Bergsportfachverband Bayern

breit positionieren können. Auch die

Präsenz auf der Augsburger-Frühjahrsmesse

afa mit Kletterangebot für

Besucher/innen war sehr erfolgreich.

Zudem hat unser Mitgliedermagazin

alpenblick unter redaktioneller Leitung

von Gabi und Bernd Wißner weiter an

Qualität und hinsichtlich der Ablauforganisation

an Professionalität gewonnen.

Die Mitgliederzeitschrift gibt

einen guten Überblick zu allen Themen

unseres Sektionslebens, u. a. zum

Ressort Natur, Umwelt und Kultur.

Zu nennen sind hier die Positionierungen

und Aktionen der Sektion zum

Riedberger Horn bzw. Alpenplan und

jüngst zum Volksbegehren Artenvielfalt.

Berichterstattungen zur umweltfreundlichen

Mobilität etwa mittels

MTB bzw. E-Bike und Reportagen zur

Alpwirtschaft und Kulturlandschaft im

Allgäu ergänzen das Spektrum. Interessante

Ansätze sind zudem die neuen

Touren formate NATour, UMWELTour

und KULTour sowie neue themenspezifische

Theorieabende.

Ein kultureller Höhepunkt ist das 150. Jubiläum

unserer Sektion in diesem Jahr, auf

das wir uns seit Jahresbeginn einstimmen

und engagiert hinarbeiten. Anlässlich

der Feierlichkeiten planen wir eine

Jubiläumsschrift in Form einer Sonderausgabe

des alpenblick. Eine Festveranstaltung

für Ehrenamt und geladene

Gäste am 19. Juli sowie ein Sommerund

Familienfest rund um das DAV-

Kletterzentrum Augsburg am 20. Juli

runden das Jubiläumsjahr ab.

Hoch hinaus mit der Sektion Augsburg – seit 1869. Foto: Archiv

sammlung am 4. Mai in die Kletterhalle

ein: Es wird diskutiert, abgestimmt,

gewählt, auf Getränkekisten geklettert,

gebastelt und gegrillt.

Zur wirtschaftlichen Lage wird auf die

Berichterstattung des Schatzmeisters

unter TOP 3 der Mitgliederversammlung

verwiesen.

Als wichtiges Thema der Zukunftssicherung

hat sich der Vorstand frühzeitig

und mit positiver Resonanz um

Nachfolgeentwicklungen in eigener

Sache gekümmert. Vier Mitglieder des

bisherigen Vorstandsteams werden

aus persönlichen Gründen auf der

Mitgliederversammlung im Mai nicht

mehr zur Kandidatur stehen. Hier galt

es, geeignete Kandidaten/innen zu

finden und vorzuschlagen. Die Wahl

bleibt selbstverständlich allein der

Mitgliederversammlung vorbehalten.

DAV-Sektion Augsburg – der Vorstand

• Ulrich Kühnl, 1. Vorsitzender

• Dr. Thomas John, 2. Vorsitzender

• Bernhard Hall, Schatzmeister

• Reinhard Mayer, Schriftführer

• Ulrike Stöffelmair, Jugendreferentin

• Dr. Jochen Cantner, Beisitzer Natur,

Umwelt und Kultur

• Helmut Schmidt, Beisitzer Ausbildung

und Bergsport

Augsburg, März 2019

14 alpenblick 2 | 2019


Aus dem Vorstand

Wahlen zum Vorstand

Kontinuität als Programm

von Thomas John

einem Jahr im Vorstand überraschenderweise

aus persönlichen Gründen

aufhören musste. Schade, da sie sich in

der kurzen Zeit schnell eingearbeitet

und stark engagiert hat. Monika Hötzl

hat im Herbst kommissarisch das Amt

übernommen und beim Pächterwechsel

auf der Otto-Mayr-Hütte bereits

sehr geholfen.

Herzlichen Dank allen scheidenden

Vorstandsmitgliedern!

Foto: Thomas John

In diesem Jahr stehen wie alle zwei Jahre

die Wahlen für den Vorstand an. Dank

eines großen Engagements und einer

sehr guten Zusammenarbeit im Team,

mit der Geschäftsstelle und den Abteilungen

können wir auf zwei erfolgreiche

Jahre zurückblicken. Vor allem der Bau

der neuen Kletter halle war sehr fordernd

und wurde zu einem guten Abschluss

gebracht. Diese konstruktive Arbeit gilt

es fortzusetzen, Uli Kühnl berichtet an

anderer Stelle im Detail darüber.

Erst einmal: Danke!

Unser Erfolg ist vor allem dem unglaublichen

Einsatz von Uli Kühnl zu

verdanken, der über sechs Jahre die

Vorstandsarbeit und den Verein in

seiner überaus gewissenhaften und

kooperativen Weise geprägt hat. Als

erster Vorsitzender trug er die Verantwortung

für eine Reihe von großen

und zukunftsweisenden Entscheidungen.

Sehr zu meinem Bedauern gibt

Uli nun am Ende der dritten Amtsperiode

seinen Vorsitz auf. Ich glaube,

ich kann aber für viele sprechen, die

ihm den Ruhestand von Herzen gönnen

und ihm noch viele Jahre Spaß

und Freude in den Bergen, vor allem

beim Skitourengehen wünschen.

Leider hat auch unser Schatzmeister

Bernhard Hall angekündigt, dass er aus

persönlichen und beruflichen Gründen

für eine weitere Periode nicht mehr

kandidieren kann. Mit ihm wird das

Berge als gemeinsamer Nenner

gerade für die Funktion des Schatzmeisters

entscheidende Detailwissen um die

Finanzen der Sektion sehr fehlen. Ein

Schatzmeister steht nun mal nicht nur

für die üblichen Budgetierungsprozesse

und Bilanzen sowie die finanzielle Abwicklung

von Baumaßnahmen auf den

Hütten gerade, sondern trägt mit der

Finanzierung der Kletterhalle auch in

Zukunft eine große Verantwortung.

Reinhard Mayer hat ebenfalls beschlossen,

nicht nochmals für das

Amt des Schriftführers anzutreten.

Mit Reinhard, der sich außerdem

stark für unseren Alpengarten bei der

Otto-Mayr-Hütte eingesetzt hat (und

hoffentlich noch lange einsetzen wird),

hört zudem der Mann auf, der sich für

die Entwicklung von alpenblick und

Tourenprogramm mit seinem Fachwissen

in Sachen Layout und Druck

entscheidend eingebracht hat und

unseren erfolgreichen Auftritt auf der

„afa“ federführend organisiert hat.

Bei unserer Jugend wird es leider

gleichfalls einen Wechsel geben. Die

Anliegen der JDAV wurden von Uli

S t ö ff e l m a i r im Vorstand vertreten.

Uli will und muss verständlicherweise

ihrem Studium die höhere Priorität

einräumen, auch wenn sie der JDAV

und dem Verein weiterhin ganz sicher

sehr verbunden bleiben wird.

Der Bereich „Beisitz Infrastruktur“ war

ja schon seit über einem Jahr verwaist,

nachdem Ulrike Holzmann nach knapp

Kandidaten*innen für den

Neuvorstand

Der Vorstand setzt sich aus acht Mitgliedern

zusammen, von denen also

fünf der 2017 gewählten nicht mehr

für eine weitere Periode zur Verfügung

stehen werden. Um für unsere Mitglieder

eine gewisse Kontinuität der Vorstandsarbeit

sicherstellen zu können,

haben wir in den letzten Monaten –

auch zum Teil mit Ausschreibungen –

versucht, Personen für die anstehenden

Arbeiten zu interessieren. Die rein

ehrenamtlich geleistete Tätigkeit im

Vorstand setzt neben der Qualifikation

für die zu erledigenden Aufgaben die

Bereitschaft voraus, sich außerdem im

zeitlich notwendigen Umfang einzusetzen.

Wir würden uns freuen, wenn

weitere Vereinsmitglieder eine Kandidatur

in Erwägung ziehen wollen,

wären dann aber sehr dankbar um eine

rechtzeitige Information. Die von uns

präferierte Kontinuität lässt sich aus

unserer Sicht nur gewährleisten, wenn

jede/r Kandidat/in weiß, was auf sie/ihn

zukommt und was (letztlich von Ihnen,

den Mitgliedern) erwartet wird.

Im erweiterten Vorstand mit allen Abteilungsleitern*innen

wurde am 13.3. ein

mögliches Team von Kandidaten*innen

unter Führung von Thomas John vorgestellt,

der erweiterte Vorstand hat seine

Unterstützung zugesichert.

Am 7.5. haben Sie nun die Möglichkeit,

sich zu den Vorschlägen zu äußern. Wir

bitten Sie sehr darum, an der Mitgliederversammlung

teilzunehmen und mit

Ihrem Votum auch die überaus wichtige

Unterstützung für den neuen Vorstand

zu unterstreichen.

alpenblick 2 | 2019 15


Natur / Umwelt / Kultur

Foto: © DAV-Archiv

Flagge zeigen!

Der DAV als

Naturschutzverband

von Jochen Cantner

Steht die DAV-Flagge bald stramm im Wind?!

Klimawandel, weitergehende Erschließungen von Naturräumen und nunmehr befürchteter Massentourismus durch individuelle

Aufstiegshilfen, sprich das E-Bike. Unsere schönen Alpen geraten immer mächtiger unter Druck und entsprechend

ist der Alpenverein gefordert – jetzt! Mit 1,3 Millionen Mitgliedern sind wir nicht nur der größte Bergsportverband der Welt,

sondern auch die größte Naturschutzorganisation in Deutschland.

Plakat von Handel-Mazzetti, Gastraum Hochlandhütte

(Karwendel). Foto: DAV-Archiv

Als sich der DAV vor 150 Jahren formierte

– Augsburg war eine der über

20 Gründersektionen –, stand das

Bergsportliche im Vordergrund. Zwar

wurde schon frühzeitig der Natur- und

Umweltschutzgedanke in den Leitbildern

des Vereins verankert, so in den

„Nürnberger Leitsätzen“ von 1919 und

später dann als inhaltliche Erweiterung

in der Vereinssatzung. Aber in den

alpinen Natur- und Kulturlandschaften

von damals war die Welt noch weitgehend

in Ordnung. Das wandelte

sich indes sukzessive, als der Alpentourismus

Anfang der 1920er Jahre

keimte und nach dem Krieg erblühte.

Weitreichende Erschließungen und

Infrastrukturmaßnahmen waren die

Folge – Wege, Straßen und Autobahnen,

Pfade, Eisensteige und Trails,

Herbergen, Hotels und Bettenburgen,

Seilbahnen, Lifte und Pisten, etc.

Und heutzutage wird der Alpenraum

nicht nur vom regionalen, sondern vom

weltweiten Produktions- und Konsumptionsgebaren

determiniert. Sind doch

die Klimagase CO 2 & Co sowie die damit

verbundenen Probleme globaler Natur.

Die hauptverantwortlichen Sektoren

lauten Energie, Verkehr, Gebäude- und

Agrarwirtschaft. Gerade im Hochgebirge

können wir die Folgen des Klimawandels

unmittelbar erleben: Gletscherschmelze

und abtauender Permafrost. Frühere

Erstbegehungen finden immer öfter

Pendants in Letztbegehungen. Vergangenen

Sommer machte gar die Schlagzeile

„Heißzeit“ die Runde.

Der DAV als Naturschutzverband

Der DAV hat darauf beizeiten reagiert.

Seit 1977 gibt es ein Grundsatzprogramm

zum Naturschutz, mittlerweile

16 alpenblick 2 | 2019


Natur / Umwelt / Kultur

in der dritten Auflage. Im Jahr 1984

avancierte der DAV zum anerkannten

Naturschutzverband in Bayern, 2005

dann auf Bundesebene. Zudem wird

versucht, die Natur- und Umweltschutzarbeit

in den über 350 Sektionen zu

fördern, so mittels geeigneter Informationen,

Lehrmaterialien und integrativer

Ausbildung der Bergsporttrainer. Ganz

dezidiert zudem mithilfe der Institution

des „DAV-Naturschutzreferenten“, der

in manchen Sektionen sogar auf Vorstandsebene

angesiedelt ist, wie auch

seit einiger Zeit bei uns in Augsburg.

Diese Referenten haben die Aufgabe,

in einer Querschnittsfunktion die DAV-

Naturschutzziele in der Sektion zu

etablieren und zu verbreiten.

Auf der bundesweiten DAV-Naturschutztagung,

die turnusmäßig alle

zwei Jahre abgehalten wird und letztens

im Oktober 2018 in Dresden stattfand,

kam man nun zu der Überzeugung,

dass die immer drängenderen

Natur- und Umweltpro bleme in

ihrer regionalen, aber auch globalen

Erscheinungsform einer forcierteren

Herangehensweise bedürfen. In der

Podiumsdiskussion und den Abschluss-

Plädoyers der Tagung wurden insbesondere

folgende zentrale Botschaften

formuliert, um den Naturschutzgedanken

innerhalb und außerhalb des Vereins

weiter voranzubringen:

Der DAV muss politischer werden.

Der DAV muss frecher werden.

Der DAV muss über den Tellerrand schauen.

Oktober dieses Jahres bei der Vorstellung

des Sonderberichts zum 1,5°-Ziel nicht

neu: Jetzt helfen nur noch radikale Maßnahmen!

Verständlicherweise war dann der Festsaal

im Alpinen Museum am 29. November

2018 bis auf den letzten Platz besetzt.

Vier Impulsreferate brachten die

aktuelle Situation von Klimawandel und

politischer Diskussion auf den Punkt,

allen voran Rudolf Erlacher (Geschäftsführender

Vorsitzender des VzSB und

DAV-Vizepräsident) zum ungebremsten

und verheerenden CO 2 -Anstieg und

Dr. Max Franks (Potsdam-Institut für

Klimafolgenforschung) zur Erforderlichkeit

einer CO 2 -Bepreisung mittels

einer umfassenden Klimasteuer. In der

anschließenden Podiums- und Publikumsdiskussion

ging es um den individuellen

Handlungsspielraum beim

Klimaschutz und den Bildungsauftrag

von Alpenverein und Schule, zudem

um die Verantwortung von NGOs,

Unternehmen und der Politik – und

das wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz

im polnischen Kattowitz,

welche dann weitgehend erfolglos

blieb. Der VzSB möchte nun einen

Arbeitskreis zum Klimawandel einrichten.

Forderungsschreiben in Sachen

Klimasteuer wurden an bekannte Politikgrößen

adressiert. Da unsere Politiker

ohnmächtig oder unwillig zu sein scheinen,

auf die schwerwiegenden Bedrohungen

für unsere Erde entsprechend

zu reagieren, werden Aktionen aus der

„Graswurzelbewegung“, sprich den

Basisinitiativen aus der Bevölkerung,

immer wichtiger. Mittlerweile geht auch

die Jugend auf die Straße, Stichwort

„Fridays for Future“, d. h. Schülerstreiks

für Klimaschutz.

Der DAV muss Flagge zeigen!

Insofern ist der DAV als eine solche

basale Interessenvertretung und besonders

in seiner Funktion als Naturschutzverband

jetzt dazu aufgerufen,

anstelle lediglich zu reagieren nunmehr

in seiner Gesamtheit zu agieren!

Dabei erscheint das Jahr

2019 als ein geeigneter

Startpunkt für diese

Mission. Nicht nur, dass

unser Verein in diesem

Jahr sein 150-jähriges Jubiläum begeht.

Es ist auch das 250. Jubiläumsjahr von

Alexander von Humboldt, dem berühmten

Wissenschaftler, Weltbürger und

Revolutionär. Wie kein anderer prägte

er unser Verständnis von der Natur als

lebendiges Ganzes, als Kosmos, in dem

alles miteinander verbunden ist. Und er

warnte als erster Wissenschaftler vor den

Ernsthafte Bemühungen in diesem

Sinne haben unlängst die großen DAV-

Sektionen Oberland und München

sowie die Jugend des Deutschen Alpenvereins

JDAV unternommen. Unter der

Ägide der alteingesessenen DAV-Partnerorganisation

„Verein zum Schutz

der Bergwelt e. V. (VzSB)“ wurde das

Symposium „Klimawandel! Statt verdrängen

– dagegen Steuern!“ abgehalten.

In der Ankündigung hieß es:

Die Alpen sind das Fieberthermometer

des Klimawandels – insofern ist uns vom

Verein zum Schutz der Bergwelt die Diagnose

des Weltklimarats vom Anfang

Podiumsdiskussion, DAV-Naturschutztagung 2018. Foto: Jochen Cantner

alpenblick 2 | 2019 17


Natur / Umwelt / Kultur

dramatischen Folgen des vom Menschen

verursachten Klimawandels, gleichwohl

es sich damals noch um ein eher

regionales Problem infolge kolonialer

Plantagenmisswirtschaft handelte.

Einen Auftakt zu einem verstärkten

Verständnis als Naturschutzverband

hat der DAV bereits mit der genannten

Naturschutztagung in Dresden sowie

im Rahmen des Klimawandel-Symposiums

des VzSB geleistet. Hinzu

kam ganz am Ende des letzten Jahres

noch das DAV-MTB-Fachsymposium,

welches das mehrjährige Lenkungsprojekt

„Bergsport Mountainbike –

nachhaltig in die Zukunft“, gefördert

vom Bayerischen Umweltministerium,

einleitete. Dabei gab es neben aufschlussreichen

Impulsvorträgen von

Fachexperten diverse Foren zu den

Einzelthemen „Umwelt und Naturschutz“,

„Recht, Infrastruktur und

Lenkung“, „E-Mountainbike“, „Kommunikation“

und „Denkfabrik Zukunft“.

In kleineren Arbeitsgruppen wurden

die spezifischen Problemstellungen

erörtert und mögliche Lösungsansätze

skizziert. Besonders interessant wurde

es dann aber in der anschließenden

Podiums- und Publikumsdiskussion,

wo die Ergebnisse der Fachforen bewertet

und kommentiert wurden. Die

Idylle am Riedberger Horn. Foto: Jochen Cantner

mitunter hitzige Debatte zeigte auf,

dass gangbare Lösungsansätze noch

nicht spruchreif sind. Deutlich wurde

jedoch, dass der DAV auf Kooperationslösungen

setzt, die natürlich Kompromisse

erfordern, aber weithin hohe

Akzeptanz versprechen. Gewisse Vorbildlösungen

existieren insbesondere

in der Schweiz. Zudem gibt es bereits

ein zieldienliches DAV-MTB-Positionspapier

aus dem Jahr 2015. In Hinblick

speziell auf die E-Bike-Problematik

wurde auf der DAV-Hauptversammlung

2018 mit 71 % der abgegebenen

Stimmen beschlossen, einen Appell an

die Sektionen zu richten, das Aufladen

von E-Bike-Akkus auf DAV-Hütten zu

untersagen. Zu beachten gilt aber, dass

das Thema „Radfahren in den Bergen“

in starkem Maße von den Meta-Themen

„Verkehrswende“ und „Energiewende“

(Stichwort „Umweltfreundliche

Mobilität“) bestimmt wird und

somit eine Binnensicht nicht erfolgversprechend

scheint. Man darf daher

gespannt sein auf den Fortgang des

genannten Mountainbike-Projektes

und kommende Fachveranstaltungen.

Allerdings: Die Zeit drängt!

Weitere Aktionen und Themen folgen

nun im Jubiläumsjahr. Ein Schwerpunkt

im Rahmen der DAV-Werkstatt „Entwicklung

3 “, die bereits Mitte Februar

2019 in Leipzig stattfand und einem

breiteren Publikum zugänglich war,

umfasste den Themenkomplex „Nachhaltigkeit“.

Beleuchtet wurden die

Aspekte „Das richtige Maß im Bergsport“,

„Nachhaltiger (Berg)Tourismus“

und „Kernproblem weite Anreise“.

Weiterführendes findet sich im Veranstaltungskalender

des DAV-Bundesverbandes,

so insbesondere die Vortragsreihe

„Die Alpen. Der gefährdete

Traum“, welche in München von Mai

bis Juli besucht werden kann.

Die Naturschutzarbeit in unserer

DAV-Sektion Augsburg

Erfreulicherweise gehört nun auch die

Sektion Augsburg zu den „Protagonisten“

der forcierten Naturschutzbewegung

im DAV. Durch die Verankerung

des „DAV-Naturschutzreferenten“ auf

Vorstandsebene konnten insbesondere

in der Grundlagenarbeit – sprich der Vernetzung

mit anderen Naturschutzorganisationen

und -partnern auf regio naler

und überregionaler Ebene – das erforderliche

Durchsetzungsvermögen sowie

Glaubwürdigkeit und Vertrauen gestärkt

werden. Mittlerweile werden wir sowohl

innerhalb als auch außerhalb des DAV

als ernstzunehmender „Player“ bei der

Naturschutzarbeit wahrgenommen.

Zu unseren Kooperationspartnern,

mit denen wir zum Teil in gegenseitiger

Mitgliedschaft verbunden sind,

gehören im regionalen Bereich vor

allem die Mitglieder des Netzwerks

Augsburg für Naturschutz und Umweltbildung

NANU! e.V., die Augsburger

Naturschutzallianz sowie die

Lechallianz. Im überregionalen Bereich

sind insbesondere zu nennen

DAV-Bundesverband und Sektionen,

Verein zum Schutz der Bergwelt e. V.,

Freundeskreis Riedberger Horn,

Mountain Wilderness Deutschland e. V.,

Bayerische Klima-Allianz und Landesamt

für Umwelt. Wir unterstützen uns

durch gegenseitigen Know-how-Austausch

und bei der Weiter- und Fortbildung

in den Bereichen Natur, Umwelt,

18 alpenblick 2 | 2019


Natur / Umwelt / Kultur

Kultur. Hinzu kommt das gemeinschaftliche

Voranbringen unserer Anliegen im

politischen Umfeld. Bekannte Beispiele

hierzu sind unsere Beteiligungen bei

den DAV-Positionierungen gegen die

einstmals geplante Skischaukel am Riedberger

Horn an der südlichen Grenze

unseres Sektionsgebiets, gegen die

aktuellen Ausbaupläne der dort bestehenden

Skianlagen und für die Wiederherstellung

des sogenannten Alpenplans

zum Schutz der alpinen Naturräume.

Dazu gehören auch gemeinsame Naturund

Umweltaktionen, so etwa die

Beteiligung unserer Sektion an der

naturgewidmeten Bergandacht des

Freundeskreises Riedberger Horn oder

am Protest-Sternmarsch inklusive Abfallsammlung

auf die Zugspitze seitens

Mountain Wilderness. Im regionalen

Bereich kooperieren wir gegenwärtig

mit der Augsburger Naturschutzallianz

zur Durchsetzung der vollständigen

Unterschutzstellung der Augsburger

Flugplatzheide, einem ökologisch besonders

wertvollen Gebiet. Die jüngste

Gemeinschaftsaktion war das Engagement

der DAV-Sektion Augsburg beim

vielbeachteten „Volksbegehren Artenvielfalt“,

bei dem wir als lokaler Bündnispartner

und regionaler Unterstützer

im Aktionskreis Augsburg fungierten –

und das mit großem Erfolg!

Innerhalb der Sektion berichten wir als

Ressort „Natur, Umwelt, Kultur“ über

diese Themen und andere aktuelle Begebenheiten

aus den Bereichen Natur,

Umwelt, Kultur kontinuierlich per Newsmeldungen

auf der Vereins-Homepage

(siehe www.dav-augsburg.de/

natur-kultur) sowie in Form von Fachbeiträgen

und Kurzmeldungen in der

Sektionszeitschrift alpenblick. Um eine

unmittelbare Verknüpfung mit den

bergsportlichen Aktivitäten in der Sektion

zu erreichen, wurden im Sommer

vergangenen Jahres „Besondere Touren“

erfolgreich erprobt, bei denen

Bergsport und Natur-, Umwelt- und

Kulturfachliches in Kombination angeboten

werden. In 2019 erfolgt daher eine

Fortsetzung in Form regulärer Sektionstouren

(NATour, UMWELTour und KULTour).

DAV-Augsburg bei der NATour 2018 im Alpengarten. Foto: Reinhard Mayer

Darüber hinaus wurden die bislang bergsport-orientierten

Theorieabende im

Burggrafenturm um eine entsprechende

Vortragsreihe ergänzt, so etwa mit den

Themen „Ökologie und Ökonomie –

Vereinbarkeit der Naturschutz- und der

Bergsportziele des DAV“, „Der Lech –

Alpenfluss der DAV-Sektion Augsburg“

und „Klettern und Naturschutz“.

Des Weiteren setzen wir uns für unsere

sektionseignen Belange tatkräftig ein.

So streben wir derzeit an, unser neues

DAV-Kletterzentrum, bereits bautechnisch

ein Vorbild hinsichtlich Energieeffi

zienz und Nachhaltigkeit, in Hinblick

auf eine verkehrstechnisch umweltfreund

liche Erreichbarkeit zu optimieren

(sprich Fahrradparkhaus und E-Ladestationen

in Verbindung mit einem

verbesserten Radwegenetz). Für unseren

Alpengarten in den Tannheimer

Bergen, direkt gegenüber unserer

Otto-Mayr-Hütte, beabsichtigen wir

eine Koope ration mit anderen Gärten,

so insbe sondere mit dem Alpenpflanzgarten

auf dem Schachen und

am Zahmen Kaiser, um im Verbund

die Besucher attraktion und die fachgerechte

Pflege zu meistern.

Alle benannten Aktivitäten sollen gesteigert

und weiter ausgebaut werden.

Dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund,

dass unsere Sektion mit rund

15.000 Mitgliedern mittlerweile zu den

„Großen“ gehört und das neue Kletterzentrum

bzw. das damit verbundene

„Landesleistungszentrum Sport- und

Wettkampfklettern“ weiteren Zuwachs

verspricht. Bergsport & Naturschutz,

unsere beiden Vereinsziele, müssen in

einem ausgewogenen und möglichst

synergetischen Verhältnis stehen. Dazu

trägt auch bei, dass die Arbeit des DAV-

Naturschutzreferenten in einer Querschnittsfunktion

mit Ausstrahlung

hinein in alle unsere Sportabteilungen

und -gruppen (in Augsburg derzeit

10 zzgl. JDAV) geleistet wird.

Über Anregungen, Wünsche oder aktive

Beteiligung bei der Naturschutzarbeit

in unserer Sektion würden wir uns sehr

freuen.

Mit bergsportlichen und

gleichsam naturverbundenen Grüßen

Ihr/Euer

DAV-Naturschutzreferent

Jochen Cantner & Team

Vorstand/Beisitzer

Natur, Umwelt, Kultur

jochen.cantner@davaugsburg.de

alpenblick 2 | 2019 19


Aus dem LLZ

Die ParaVertikalen –

Klettergruppe für

Menschen mit

Behinderung

von Sarah Scheel

Im Rollstuhl sitzen und trotzdem eine

Wand hochklettern? Geht das überhaupt?

Unvorstellbar!

Und es geht doch. Seit Oktober 2018

klettern in unserer Halle auch Menschen

mit Beeinträchtigung. Speziell

ausgebildete Trainer*innen begleiten

die Sportler*innen auf dem Weg nach

oben – Hand in Hand mit engagierten

Sichernden. Die Teilnehmenden werden

je nach gesundheitlichen Voraussetzungen

und persönlichen Möglichkeiten

mal mehr und mal weniger

unterstützt. Alle zwei Wochen finden

die Treffen statt. Die Anfrage ist hoch

und die Gruppe ausgebucht.

Fotos: Sarah Scheel

Auf dem Weg zum Top

Doch wie genau funktioniert das nun?

Im Alltag fällt das Treppensteigen schwer

und in der Halle erreichen sie das Top?

Wie ist es körperlich und technisch möglich,

Klettern – eine doch sehr anspruchsvolle

Sportart – mit Handicap auszuüben?

Da müssen unsere Trainer*innen kreativ

werden. Einmal wird der zweifache

Flaschenzug aufgebaut. Ein anderes Mal

reicht schon eine Hand, die stützt und

Sicherheit gibt. Kletterhilfen wie Brustund

Komplettgurte oder spezielle Beinschlaufen,

die das Hochheben des Beins

erleichtern, werden nach Bedarf eingesetzt.

Zusätzliche (braune) Klettergriffe

wurden an der Wand angebracht – das

hilft, die Stabilität zu halten.

Wie an allen Ecken der Halle hört man

natürlich auch Tipps von unten: „Stell

das rechte Bein doch auf den großen

roten Tritt.“ Und immer wieder kommt

die Nachfrage: „Möchtest du runter

oder geht es noch?“

Und es geht erstaunlich viel

Michael, ein Rollifahrer, der von Anfang

an dabei ist, sagt stolz: „Ich mache das

in Dreierschritten. Letztes Mal waren es

drei Meter, heute kam ich schon sechs

Oben: Nur noch der Knoten wird geprüft,

dann kann es losgehen.

Unten: Trotz Rollstuhl geht erstaunlich viel.

Foto: Alex Märtl

Manchmal reicht die unterstützende Hand.

Meter hoch. Vielleicht werden es ja

nächstes Mal dann neun?“ Und Corinna,

die mit einer leichten halbseitigen Lähmung

lebt, hat schon das erste Top erreicht.

Überall strahlende Gesichter, alle

kommen zufrieden von der Wand. Klettern

macht einfach Spaß! In der Pause

werden dann Knoten geübt, Klettertechniken

besprochen oder es wird einfach

gerne mal geratscht. Das schätzen „Die

ParaVertikalen“ besonders.

Dem Körper wieder vertrauen lernen

Klettern stärkt das Selbstvertrauen, aber

auch das Vertrauen zum Mitmenschen.

Kaum eine andere Sportart schult die

Bewegungsabläufe, das Körpergefühl

und das Gleichgewicht so gut wie das

Kraxeln an der Wand. Die Gangsicherheit

und Standstabilität verbessert sich,

genauso wie die Koordination und die

Ansteuerung der Muskulatur. Und gerade

Menschen mit Beeinträchtigung

profitieren besonders von dieser positiven

Wirkung.

Bei den „ParaVertikalen“ geht es aber

nicht nur ums Klettern, sondern auch

um Austausch, gegenseitiges Verständnis,

offene Ohren für die eigene Geschichte.

All das, gepaart mit viel Humor

und feinfühliger Unterstützung, macht

die neue Gruppe aus. Die Vorfreude auf

das nächste Treffen ist nicht zu übersehen.

Foto: Sarah Scheel

20 alpenblick 2 | 2019


Aus dem LLZ

Wie entstanden „Die ParaVertikalen“?

Die Idee zu einer Klettergruppe für

Menschen mit Behinderung ging aus

Anregungen innerhalb des DAVs,

Anfragen von Betroffenen sowie von

Institutionen wie dem Roten Kreuz

oder der Deutschen Multiple Sklerose

Gesellschaft hervor.

Damit eine Gruppe wie diese entstehen

kann, braucht es Menschen, die

dahinterstehen und den Plan verwirklichen.

In unserer Sektion fanden

sich sofort Befürworter*innen, die

den Anstoß für dieses neue Konzept

gaben und den Weg dahin ebneten:

der Leiter des Ausbildungsreferats

Helmut Schmidt, der Geschäftsführer

des Kletterzentrums Ferdinand Triller

und die Leiterin des Kursbüros Ingrid

Taubert. Acht engagierte Trainer*innen

und Sichernde setzen das Vorhaben

nun in die Tat um.

Oben: In der Pause werden Knoten geübt.

Links: Vom Rollstuhl an die Kletterwand – Start in

die Vertikale

Wir fragten einige der Initiatoren

nach ihren Beweggründen.

Helmut Schmidt (Vorstandsmitglied

und Leiter des Ausbildungsreferats):

Mit oder ohne Handicap – alle sollen

den gleichen Zugang zum Berg- und

Klettersport haben. Die Freude an der

Bewegung ist doch immer die gleiche.

Als DAV-Sektion möchten wir allen ein

tolles Natur-, Berg- und Klettererlebnis

ermöglichen. Damit greifen wir den

Inklusionsgedanken aus dem Positionspapier

des DAV „Inklusion leben!

Menschen mit und ohne Behinderung

treiben gemeinsam und gleichberechtigt

Bergsport“ auf. Uns ist wichtig, dass wir

nicht nur über Inklusion sprechen, wir

möchten sie in unserer Sektion leben.

Ingrid Taubert (Leiterin des Kursbüros

im Kletterzentrum Augsburg):

Mir macht das Klettern einfach Spaß!

Und ich möchte dazu beitragen, dass

jedem, unabhängig von Alter oder körperlichen

Voraussetzungen möglich sein

sollte, Klettern auszuprobieren und auch

regelmäßig auszuüben. Ich setze mich

genauso dafür ein, dass es Gruppen für

Kinder oder Kletterangebote für Senioren

gibt …

Fertig, aber zufrieden: „Die ParaVertikalen“ nach einem gelungenen Training

Infos

• Teilnehmen können sportlich interessierte Menschen mit

Handicap (nach Absprache mit der Gruppenleitung)

• Schnuppertermine (auch für Gruppen) auf Anfrage möglich

• Info und Anfragen an Alina Dajnowicz: alina@kreativ-klettern.de

Alina Dajnowicz (Trainerin und

Gruppenleiterin „Die ParaVertikalen“):

Jeder Mensch braucht herausfordernde

Erlebnisse, erfahrbare Erfolge und die

Auseinandersetzung mit den eigenen

Grenzen. In unserer Klettergruppe

ermöglichen wir Menschen mit Behinderung

im geschützten Rahmen, diese

Erfolge zu erleben, ihre Grenzen auszuloten

und zu überwinden. Und ganz ehrlich:

Wir haben einfach sehr viel Spaß

miteinander!

Fotos: Volker Hergeth

alpenblick 2 | 2019 21


+ + + Kurz berichtet + + +

Tagungsbericht zur „DAV-Werkstatt Entwicklung 3 “

von Jochen Cantner

Als Auftaktveranstaltung zum 150-jährigen

Vereinsjubiläum lud der DAV-Bundesverband

Mitte Februar zu einer

zweitägigen Strategieentwicklung

nach Leipzig ein. Im Fokus der Jubiläums-Werkstatt

2019, die allen DAV-lern

zugänglich war, standen dabei die drei

Zukunftsthemen „Digitale Entwicklung“,

„Sport- und Verbandsentwicklung“

sowie „Nachhaltige Entwicklung“,

welche den rasanten Wandel in

unserer Gesellschaft aufgreifen und

zentrale Herausforderungen für den

Deutschen Alpenverein darstellen.

Werkstatt-Eröffnung in der Kongresshalle am Zoo

in Leipzig durch Hanspeter Maier, DAV-Geschäftsbereichsleiter

Alpine Raumordnung. Foto: Jochen

Cantner

Zum Themenbereich „Nachhaltige

Entwicklung“ können folgende Perspektiven

benannt werden: Für die

Belange des Vereinsziels „Natur- und

Umweltschutz“ ist der DAV eigentlich

gut aufgestellt. Dennoch besteht

mannigfaltiger Handlungsbedarf:

Das „Grundsatzprogramm Naturschutz“

bedarf konsequenter Umsetzung

in allen Sektionen. Im Bereich

„Umweltfreundliche Mobilität“ (siehe

auch die aktuelle Diskussion um das

E-Mountainbike) gibt es derzeit keine

Lösung.

In Hinblick Mitgliederwachstum und

Werte besteht Abstimmungsbedarf.

Beim gegenwärtigen „Hauptproblem“

für unsere bergsportliche Betätigung,

dem Klimawandel, wird zu wenig Lobbyarbeit

für eine nachhaltige Klimapolitik

geleistet. Insgesamt fehlt dem DAV eine

Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten

Zielen, Maßnahmen und Zeitplan der

Umsetzung. Erforderlich wäre nun

Folgendes:

1. Stärkere und klare politische DAV-

Positionierung zum Naturschutz,

2. mehr DAV-Lobbyarbeit zum Klimaund

Naturschutz,

3. Entwicklung einer DAV-Nachhaltigkeitsstrategie.

Marianne Wagner im

Übungsleiter-Ruhestand

von Raimund Mittler

Marianne Wagner war fast vier Jahrzehnte

lang fester Bestandteil der Fitness-Sportstunden.

Lange Jahre prägte sie mit ihren

„drahtigen“ Übungen – entsprechend

ihrer sportlichen Gestalt – die „Skigymnastik“

am Dienstag im Fugger-Gymnasium

und die Fitness im Sommerhalbjahr

im Siebentischwald. Ihre über viele Minuten

gehaltenen Bauchmuskelübungen

sind ihr „Markenzeichen“.

Marianne Wagner wird nach ihrer „letzten“ Skigymnastik

von Raimund Mittler verabschiedet.

Bei der Jahresversammlung der Fitnessabteilung

wurde sie in den „Ruhestand

auf Abruf“ verabschiedet. Sie hält sich

weiterhin fit und steht als „Springerin“

noch gerne zur Verfügung.

Wir sagen ein herzliches Dankeschön

für ihren tollen Einsatz zum Wohle der

Gesundheit und der Kondition unserer

Bergsportler.

Foto: Andrea Nagl

Wolfgang Rietzler wurde 85

Unser Bergfreund Wolfgang Rietzler

feierte am 7. März seinen 85. Geburtstag,

ein Anlass, um seine Verdienste für

den Alpenverein und unsere Sektion,

der er seit 1975 angehört, entsprechend

zu würdigen.

Wolfgang Rietzler war nach seiner Ausbildung zum Skihochtourenführer

von 1985 bis 1993 Tourenwart und Leiter der

Skiabteilung. In dieser Zeit brachte er vielen die Kunst des

Skifahrens und der Spitzkehre bei und führte zahlreiche Bergfreundinnen

und -freunde auf manchen Gipfel. Dabei waren

ihm die Verantwortung für die Sicherheit und die persönliche

Rücksichtnahme immer ein großes Anliegen – Verdienste, die

für die Gemeinschaft äußerst wichtig sind.

Aber auch in anderen Bereichen der Vereinskultur hat sich

Wolfgang Rietzler aktiv und couragiert eingebracht. Wenn,

wie überall im Leben, nicht immer alles glatt lief oder Dinge

unausgesprochen blieben, hatte er in manch schwieriger

Situation den Mut und die Persönlichkeit zu einem offenen

und vorwärtsweisenden Wort. Auch dafür gilt ihm ein ganz

besonderer Dank der Sektion.

Zudem ist er ein wichtiger Zeitzeuge von fast fünf Jahrzehnten

Sektionsgeschichte, an der er uns durch seine Erinnerungen

mündlich wie schriftlich teilhaben ließ.

Lieber Wolfgang, wir gratulieren Dir nachträglich im Namen

Deiner Bergkameraden der DAV-Sektion Augsburg ganz herzlich

zu Deinem runden Geburtstag und danken Dir für Deinen

Einsatz und Dein Wirken zum Wohle des Alpenvereins.

Ulrich Kühnl

22 alpenblick 2 | 2019


+ + + Kurz berichtet + + +

Vom Lech – Zeitzeugen erzählen

Rezension von Jochen Cantner

Vom Lech –

Zeitzeugen erzählen

ISBN:

978-3-94298-526-0

Preis: 35 €

© Lechrain-Verlag

Im Rahmen unseres neuen Formats

„Theorieabende des DAV-Ressorts

Natur, Umwelt, Kultur“ referierte unlängst

Günther Groß, Sprecher der

Augsburger Naturschutz- und Lechallianz,

über „Der Lech – Alpenfluss

der DAV-Sektion Augsburg“.

In seinem sehr ansprechenden und

informativen Vortrag wurden nicht nur

die Naturschönheit unseres Sektionsflusses,

sondern auch die im Laufe der

Jahre entstandenen Natur- und Umweltprobleme

thematisiert. Nun gibt es ein

neues Buch zum Lech, in welchem Zeitzeugen

zu Wort kommen.

Dieses Werk vom Lech ist in jeder Beziehung

einmalig: Aus einer Kooperation des

Lebensraum Lechtal e. V. (Harald Jungbold,

Stephan Jüstl), der Hochschule für

nachhaltige Entwicklung, Eberswalde

(Prof. Dr. Uta Steinhardt mit 12 Studierenden)

und dem Landschaftsfotografen

Detlef Fiebrandt (NaturRaum Lech) ist ein

spannendes Lesebuch mit einer fesseln-

den, einfüh renden Beschreibung des

Lechs und Landschaftsfotografien entstanden.

Die historischen Fotos aus den Familienarchiven,

bis zurück in das Jahr 1906, und

der Vergleich historischer Kartenausschnitte

(um 1850 und 1900) der jeweiligen

Lebensumgebung der einzelnen

Zeitzeugen tun ihr Übriges, das Buch

nicht so schnell aus der Hand zu legen.

Das Buch „Vom Lech – Zeitzeugen erzählen“

wurde im Rahmen des Bundesprogramms

„leben.natur.vielfalt“ finanziell

gefördert und ist im Finniger Lechrain-

Verlag erschienen.

Volksbegehren Artenvielfalt

von Jochen Cantner

Anfang des Jahres

gab es in Bayern

ein vielbeachtetes

Volksbegehren

zum Schutz der

Artenvielfalt.

Denn es verschwinden

immer mehr Tier- und

Pflanzenarten, so auch im Natur- und

Kulturraum unserer Alpen. Diese Entwicklung

muss gestoppt werden. Dazu

ist insbesondere eine entsprechende

Anpassung des bayerischen Naturschutzgesetzes

erforderlich, verbunden

mit einer Wandelung unserer

Landnutzung und -bewirtschaftung.

Foto: Marcus Bosch / LVB

Der DAV-Naturschutzreferent bei der Auftaktveranstaltung

des Volksbegehren Artenvielfalt auf dem

Augsburger Rathausplatz. Foto: Ernst Kundinger.

Das Volksbegehren mit dem Motto

„Rettet die Bienen“ und getragen von

ÖDP, Grünen, LBV (Landesbund für

Vogelschutz in Bayern) und BN (Bund

Naturschutz) hatte durchschlagenden

Erfolg. Das erforderliche Quorum von

10 % der Stimmen aller Wahlberechtigten

in Bayern, also mehr als eine Million

Menschen, wurde bei weitem erfüllt.

Hier in Augsburg erreichten wir 20,6 %

und bayernweit immerhin 18,4 %.

Zum Erfolg beigetragen hat auch

unsere DAV-Sektion Augsburg, die

sich als offizieller regionaler Bündnispartner

und speziell als Mitglied des

Aktionskreises Augsburg mit zahlreichen

Unterstützungsaktivitäten beim

Volksbegehren engagierte. Die Bayerische

Staatsregierung organisierte

daraufhin mit den Interessengruppen

einen „Runden Tisch“, an dem auch der

DAV-Bundesverband saß.

alpenblick 2 | 2019 23


+ + + Kurz berichtet + + +

Foto: Bernd Wißner

Foto: DAV-Archiv

Moritz Schilling und Dennis Egger

begleiteten die Kletterer akustisch.

„Mozart on the Rocks“:

das LMZ im LLZ

von Bernd Wißner

Die Programmgestalter

des Mozart Feschtle 3.00

haben auf der Suche nach

außergewöhnlichen Locations

auch unsere Kletterhalle

entdeckt.

Und so konnten Klettermax

und Co. am Wochenende

26./27. Januar bei der

Routenbewältigung den

südseehaften Tönen eines

Marimbaphons lauschen.

Dennis Egger und Moritz

Schilling vom Leopold

Mozart Zentrum der Uni

(LMZ) legten sich mächtig

ins Zeug und deckten sphärische

Klangteppiche über die Hallenwände, die für diese

Klänge eine wunderbare Akustik boten.

Eine schöne Gelegenheit, mal ganz andersartige Musik zu

hören und das Landesleistungszentrum für ein neues Publikum

zu öffnen.

Jubilar Oli Bader

Der Jubilar? Gefühlt war er

eigentlich schon immer da.

Ein Mann, der nicht wegzudenken

ist. Ob privat auf Ski-,

Kletter-, Alpin- bzw. Bergtour

oder beim Kitesurfen, irgendwie

ein Familien- und Gemeinschaftsmensch.

Als Trainer, Pächter der alten

Kletterhalle und als Bergbader

ein Begriff, der weit über die

Grenzen von Augsburg bekannt

wurde.

Heute sitzt er noch immer im Boot als Betriebsführer des

DAV Kletterzentrum Augsburg/Landesleistungszentrum

Bayern, zusammen mit Ferdl Triller, und auch hier ist er nicht

wegzudenken.

Lieber Oli, wir wünschen Dir zu Deinem 50. Geburtstag alles

Gute und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Claus Bock

LEW Kletterhallenfestival, 6.4.2019 ab 10 Uhr,

! Infos unter www.lew-kletterhallen-festival.de !

Tatonka-Rucksäcke mit RECCO-Reflektor

RECCO geht jetzt wandern

Der bayerische Rucksackspezialist

Tatonka kooperiert mit dem

Suchsystem-Experten RECCO

Outdoor-Ausrüster Tatonka stattet

zwei neue Wanderrucksäcke

mit RECCO-Reflektoren aus und

setzt damit als erster Hersteller

im Wandersegment auf die neuentwickelte

Suchsystem-Technologie

von RECCO.

Anzeige

Foto: Bernd Zehetleitner

Bernd Zehetleitner, Einsatzleiter

der Bergwacht Sonthofen

Statistiken zeigen, dass im Sommer mehr Menschen in den

Bergen verloren gehen als im Winter – trotz Smartphone

und GPS. Gleichzeitig müssen die Rettungsorganisationen

größere Gebiete nach den Vermissten absuchen. Der neu

entwickelte Helikopter-Detektor von RECCO erfasst bei der

Vermisstensuche in 6 Minuten etwa einen Quadratkilometer,

indem er Funksignale aussendet, die von einem RECCO-

Reflektor zurückgeworfen werden. Der Reflektor, ein passiver

Transponder, ist dabei immer erreichbar, funktioniert

ohne Strom oder Batterien und muss nicht gewartet werden.

Einzige Bedingung: Er muss frei zugänglich sein.

Tatonka platziert das sinnvolle Sicherheitsfeature auf dem

Deckel seiner Rucksäcke, womit diese Anforderung ideal

erfüllt ist. Ambitionierten Wanderern bieten die Leichtwanderrucksäcke

Skill 30 RECCO und Kings Peak 45 RECCO

aber noch weitere Qualitäten: Beide sind mit einem materialreduzierten,

ventilierten Rückensystem ausgestattet,

das auf ein Abstandsnetz verzichtet und eine variable Vorspannung

ermöglicht. So können die Rucksäcke in ausgesetztem

Gelände zur besseren Lastkontrolle auch nah am

Rücken positioniert werden. Das Rucksackmaterial T-Dia Rip,

speziell nach den Anforderungen von Tatonka entwickelt,

stellt eine kluge Balance von sehr hoher Belastbarkeit und

geringem Gewicht dar.

Der 800 Gramm leichte Skill 30 RECCO mit 30 Litern Volumen

eignet sich für Tages- oder Wochenendtouren, der

Tourenrucksack Kings Peak 45 RECCO mit 45 Litern Volumen

und 1260 Gramm Gewicht empfiehlt sich für mehrtägige

Hüttentouren.

In wichtigen Regionen der Alpen, Schwedens und Norwegens

sind die Hubschrauber der regionalen Rettungsorganisationen

bereits mit RECCO Helikopter-Detektoren

ausgestattet.

„Unsere Möglichkeiten, vermisste Personen im Gebirge

schnell und damit lebend zu finden, sind wesentlich größer,

wenn diese mit RECCO-Reflektoren ausgerüstet sind.“

Bernd Zehetleitner, Einsatzleiter der Bergwacht Sonthofen

24 alpenblick 2 | 2019


DER RUCKSACK DER DEIN LEBEN RETTET!

DER ULTRALEICHTE WANDERRUCKSACK SKILL 30 RECCO MIT RECCO ® REFLEKTOR

Optimierte Sicherheit bei Wanderungen oder Hüttentouren

Hochentwickeltes Radarsystem für die Rettung von Verunglückten

Maximale Ventilation durch materialreduziertes Tragesystem

Extrem reißfestes T-DIA Rip mit eingewebtem Polyethylen-Faden

www.tatonka.com/skill-30-recco


+ + + Kurz berichtet + + +

von Reinhard Mayer

Auf neuen Wegen zum Erfolg

Kürzer, früher, emotionaler und deutlich

regionaler: die neue afa. Das Konzept

der traditionsreichen Augsburger Frühjahrsmesse

ist konsequent überarbeitet

worden. Der regionale Charakter und der

Erlebniswert wurden massiv gestärkt.

Mit Outdoor, Freizeit, Touristik und Sport

war die afa 2019 auch für jüngere und

aktive Zielgruppen attraktiver. Neue

Trendsportarten wie Klettern, Mountainbiken

oder Kanufahren konnten in

Halle 4 ausprobiert und erlebt werden.

Das war für die DAV-Sektion Augsburg

der entscheidende Ansatz, um sich erstmals

auf einer Verbraucherausstellung

einer breiten, regionalen Öffentlichkeit

zu präsentieren. Unser Standpersonal

war Ansprechpartner für alle Fragen rund

um den DAV, die Berge und die Natur.

Ein Kletterturm mit 7,5 m Höhe, eine

Kletterschlange und eine Boulderscheibe

waren die Publikumsmagneten in der

Erlebnishalle und ständig stark frequentiert.

Die Interessenten konnten an vier

Linien klettern und an der Disc bouldern.

Schätzungsweise haben während der

Messetage rund 2.800 Kinder, Jugendliche

und Erwachsene erste Erfahrungen

im Klettern und Bouldern gewonnen.

Im Vorfeld der Ausstellung hatte die

Messeleitung Schulklassen aus der

gesamten Region zum Schnupper-

Klettern und Bouldern auf unseren

Stand eingeladen. Dazu hatten sich

für die ersten drei Vormittage mehr

als 1.100 Schulkinder in geschlossenen

Klassen für diesen Event angemeldet.

Der reibungslose Ablauf dieser Aktion

wie das Vorrichten der Gurte, Einteilen

der Kletterlinien, An- und Ausziehen

der Klettergurte etc. wurde von unserer

Ausbildungsabteilung mit 34 Helfern im

Wechsel in rund 500 Stunden perfekt

organisiert und durchgeführt. Aus den

Schulen liegen uns tolle Feedbacks vor.

Die afa 2019 hatte insgesamt an den

fünf Messetagen rund 54.700 Besucher.

Und davon waren 3.900 Kinder

(inkl. Schulklassen), Jugendliche und

Erwachsene aktiv auf unserem Stand

zum Schnupper-Klettern: Das entspricht

einem Anteil von 7,12 % aller Messebesucher.

Dazu kommen noch jede

Menge Interessenten aus ganz Schwaben,

viele davon konnten als neue DAV-

Mitglieder gewonnen werden. So war

unsere Beteiligung an der afa ein voller

Erfolg!

Alle Fotos: DAV-Archiv

26 alpenblick 2 | 2019


Engagement im Ehrenamt

Er gibt alpines Wissen weiter:

Mark Brand, Trainer C Skibergsteigen

von Klaus Utzni

Foto: Rupert Wagner

Im Deutschen Alpenverein, der –

wie unsere Sektion auch – heuer sein

150-jähriges Jubiläum feiert, sind knapp

27.000 Frauen und Männer ehrenamtlich

aktiv. Sie leisten dabei im Jahr fast

zwei Millionen Stunden freiwillige

Arbeit mit einer Wertschöpfung von

rund 28 Millionen Euro. Ein stattlicher

Betrag, der das Budget des DAV belasten

würde, wären Trainer, Abteilungsleiter,

Führer und Vorstandsmitglieder

hauptamtlich angestellt.

Für die Motivation der Ehrenamtlichen

ist dieser Aspekt freilich untergeordnet.

Wer sich in der Sektion einbringt, für

den zählen vor allem die Leidenschaft

zu den Bergen und die Freude, eigene

alpine Fähigkeiten weiterzugeben und

sie in der Gemeinschaft mit anderen

zu teilen. Einer der vielen Freiwilligen

in unserer Sektion ist Mark Brand, Trainer

C Skibergsteigen und Tourenwart

der Skiabteilung, den wir in diesem

Heft vorstellen wollen.

Mark, als Unternehmer selbständig, ist

quasi ein Kind der Berge. In Freiburg

geboren, wuchs der heute 48-Jährige

in Garmisch auf, in der Münchner

Straße, direkt unterhalb des Garmischer

Hausberges Wank. Kein Wunder,

dass er schon mit drei Jahren auf Mini-

Skibrettern stand, im Sommer auf den

Almwiesen trappelte und später als

junger Bursch herumkraxelte. Es verschlug

ihn dann ins ostfriesische Leer

an die Nordseeküste, weit weg von

den geliebten heimischen Alpen. Dort

machte er sein Abitur. Von der Nordsee

ging’s letztendlich doch zurück

nach Bayern, wo er in Augsburg sesshaft

wurde und nach seinem Studium

ein kleines Unternehmen gründete.

Weil er zu allen Jahreszeiten viel in den

Bergen unterwegs war – auch weltweit

wie 1991 in Peru –, lag der Eintritt

in den Alpenverein 2006 nahe. Mark,

ein offener, kommunikativer Typ, ist

Mitglied in unserer Sektion und in

Oy/Mittelberg im Allgäu.

Sein Weg zum Ehrenamt ist schnell

erzählt: Mark übt zwar alle alpinen

Spielarten aus. „Aber Skibergsteigen

ist mein Kernsport. Ich bin kein Pistentyp“,

verrät er, und dass platt gewalzte,

oftmals beschneite Hänge nicht sein

Ding sind. Vor fünf Jahren sprach er

Jochen Brune von der Skiabteilung

an, ob er sich denn nicht zum Kurs

Fachübungsleiter Skibergsteigen

anmelden könne, wie die Ausbildung

damals noch genannt wurde. Brune

sagte Ja und Mark Brand schloss die

Prüfung zum Trainer C Skibergsteigen

mit Erfolg ab. Er bildet in der Sektion

nun mit Helia Hollmann und Gerhard

Reich ein Dreier-Team als Bindeglied

zwischen Ausbildungsressort und Skiabteilung.

Die Aufgabe beschreibt er

so: „Wir sind für die Trainer Ansprechpartner

rund um den alpinen Wissensstand

im Winter.“

Mark kümmert sich um die Weiterbildung

der Trainer, um neue Ausbildungsinhalte

der Kurse. „Man muss

immer das Ohr am Gleis haben“, umschreibt

er die permanente Bereitschaft,

neues Wissen aufzunehmen

und weiterzugeben. Er ist lieber Ausbilder

als Tourenführer. „Ich finde es

spannender, etwas zu lehren, als vorne

herzulaufen“, ist sein Credo. Die Mitglieder

der Sektion sollten gut ausgebildet

sein, um selbständig unterwegs

sein zu können, begründet er. Das

Risiko, beispielsweise in eine Lawine

zu geraten, sei heute genauso hoch

wie früher. Die technischen Möglichkeiten,

das zu verhindern, und die Rettungsmöglichkeiten

im Notfall freilich

seien heutzutage ungleich besser.

Mark Brand, Trainer C Skibergsteigen, ist lieber

Ausbilder als Tourenführer

Der 48-jährige Trainer gibt auch Kurse:

die Theorie im Burggrafenturm, die vieroder

fünftägige Praxis in den Bergen,

mal im Lechtal, mal im Brennergebiet.

Als Tourenwart der Skiabteilung – sein

zweites Ehrenamt – prüft er vorgeschlagene

Touren auf ihre Durchführbarkeit

und hilft bei der Organisation.

Die Arbeit in der Sektion macht ihm

„sehr viel Spaß und Freude“. Aber:

Der Zeitaufwand sei groß und deshalb

müsse man sich immer wieder neu

motivieren. Freundschaft und Kameradschaft

sind Werte, die Mark sehr

schätzt. Und weil er als Trainer „ganz

nah dran an der Materie“ ist, profitiert

er auch selbst als leidenschaftlicher

Skibergsteiger vom Ehrenamt.

Karolinenstraße 12 86150 Augsburg

Tel. 0821 50224-0 augsburg@pustet.de

alpenblick 2 | 2019 27


Reportage

Nepal 2018

Helambu – Gosainkund – Langtang

von Thomas John

Das Langtang stand schon lange auf

meiner Wunschliste. Beim schweren

und tragischen Erdbeben am 25. April

2015 wurde dieses Gebiet stark getroffen.

Tourismus ist jetzt in der Wiederaufbauphase

das Wichtigste für die so

schwer geprüfte Bevölkerung. Und die

landschaftlich sehr reizvolle Region im

Norden Kathmandus ist eine Trekkingreise

unbedingt wert. Also diesmal,

2018, Langtang! Dreizehn Sektionsmitglieder

haben sich von meinem

Nepalvirus anstecken lassen, was mich

natürlich ganz besonders gefreut hat.

Vorberge

Nach dem ersten Tag in Kathmandu mit

Sightseeing und ersten Souvenireinkäufen

fahren wir mit einem Bus in die nahe

der Hauptstadt gelegene Region Helambu,

um nach zwei Stunden Fahrt unser Trekking

in den Vorbergen mit ihrer bäuerlichen

Struktur zu beginnen. Unsere sieben

Träger von Iceland Trekking, einer

lokalen Agentur, übernehmen das Hauptgepäck.

Start. Für die Menschen in dieser

Gegend ein Segen, für den Wanderer

ein Wermutstropfen sind die in die Berghänge

gefrästen Verbindungsstraßen

zwischen den Dörfern. Zum Glück finden

unsere beiden Guides immer wieder die

alten, einfachen Fußwege.

In den ersten Tagen begleitet uns vor

allem nachmittags feuchtkalter Hochnebel

und die erste Lodge habe ich mir

auch ganz anders gewünscht. Der Ort ist

durch das Erdbeben gekennzeichnet, ein

praktisch neues „Hotel“ ist nach einer

Seite gekippt. Unsere Lodge steht gerade,

dafür modert und schimmelt es in den

Zimmern und „warm“ habe ich irgendwie

anders in Erinnerung.

Dafür sind alle Folgeunterkünfte nepalesisch

perfekt. Einfache Zimmer, ein

holzbefeuerter Ofen garantiert einen

warmen Gastraum, wir als einzige Gäste,

freundliche Wirtsleute und unsere immer

hilfsbereiten Begleiter.

Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten

schaffen wir vierzehn Individualisten es

dann auch, uns auf ein paar praktische

Basics zu einigen wie etwa ein oder zwei

Einheitsgerichte zu Mittag, um die Garküchen

nicht an ihre Grenzen zu bringen.

Laurebina Pass

Ganz so easy bekommen wir das erste

Highlight nicht geschenkt. Der 4.600 m

hohe Laurebina Pass will schon erobert

werden. Dank der Empfehlung unseres

Mit dem Bus zum Trekkingstart Nasskalte Nachmittage Erdbebenschäden in Chisapani

28 alpenblick 2 | 2019


Reportage

Abendstimmung bei Gosainkund:

ganz links die Annapurna-Gruppe, links der Mitte der Manaslu, rechts der Ganesh Himal

erfahrenen ersten Guides Jangbu Sherpa

nehmen wir uns beim Herantasten an die

Höhe einen Tag mehr Zeit als geplant.

Dass ein Teil von uns dann mit der Stirnlampe

absteigen und erst spät am Abend

die Lodge erreichen wird, ist den gesundheitlichen

Umständen einiger Teilnehmer

geschuldet, die sich aber mit zusammengebissenen

Zähnen tapfer schlagen.

Oben auf dem Pass freilich ist bei allen

die Freude groß. Gebetsfahnen. Ein

Traumrundumblick. Fern im Westen das

Annapurna-Massiv, daneben der Manaslu,

im Nordwesten die Berge des Ganesh

Himal und direkt unter uns unter einer

Eisdecke der Surjakund-See. Kurz danach

passieren wir die für Shiva-Anhänger

heiligen Gosainkund-Seen, im weiteren

Abstieg dominiert im Nordosten das

imposante Massiv des Langtang Lirung.

Ein wunderschöner Sonnenuntergang

taucht die Berge in goldenes Licht.

Die Augsburger Gruppe

Langtang

Ich weiß nicht wie lange, aber am Rand

der mächtigen Geröllhalde saß ich eine

Weile und habe versucht, mir vorzustellen,

wie der Ort vor dem Erdbeben aussah,

was die Stein- und Eislawine begraben

und zermalmt hat. Heute liegt die

Geröllhalde fast unschuldig wirkend da,

Thiren Rai, im Hintergrund der Laurebina Pass

Der Gosainkundsee unter dem Pass

Alle Fotos: Thomas John

alpenblick 2 | 2019 29


Reportage

Gipfel-Panorama (v.l.):

Pemthang Karpo Ri (6.830 m), Langshisa Ri (6.413 m), Dorje Lhakpa (6.966 m), Gangchenpo (6.387 m)

Fotos unmittelbar nach der Katastrophe zeigen zerstörte Häuser,

zersplittertes Holz. Die gewaltige Druckwelle, die der Lawine

vorauseilte, hatte die Häuser zerstört, die nachfolgenden Steinund

Eismassen haben dann alles unter sich begraben. Zum

Zeitpunkt des Erdbebens inmitten der Trekkingsaison im Frühjahr

muss hier um die Mittagszeit Hochbetrieb gewesen sein.

Binnen Minuten kamen 243 Menschen ums Leben. Eine Gedenkstätte

mit den Namen der Toten erinnert an sie. Traurig

gehe ich weiter.

Fast fünftausend

Wir übernachten in einer schönen Lodge in Kyanjin Gompa

auf 3.800 m Höhe und starten nach einer Tasse Tee bereits um

fünf Uhr morgens. Die knapp 1.200 Höhenmeter hoch zum

Fastfünftausender Tserko Ri sind hart erarbeitet. Es ist dunkel,

es ist kalt, vor allem meine Finger werden taub – die haben vor

vielen Jahren mal zu viel Frost abbekommen. Wenn ich nicht

genau wüsste, was mich oben erwartet, würde ich sicher noch

im Schlafsack liegen und mich nicht nach Luft ringend Schritt

für Schritt durch das Blockwerk nach oben plagen.

Aber dann, nach sechs Stunden erreichen wir den Gipfel: vier

unserer Begleiter und acht von uns. Gebetsfahnen flattern und

rund um uns stehen die imposanten Eisriesen, den Nordwesten

dominiert ganz nah der Langtang Lirung (7.227 m). Und der südliche

Horizont wird von vielen hohen Sechstausendern begrenzt.

Freuen, Schauen, Fotografieren – das Losreißen fällt schwer.

Abschied

Der Rückweg durchs Langtangtal ist nochmal kräftezehrend.

Wir müssen den „verlorenen“ Tag der ersten Woche wieder

reinholen und geben beim Abstieg richtig Gas. In der letzten

Lodge in unserem Zielort Syabru Bensi feiern wir dann ausgiebig

mit unseren Begleitern. Gemeinsames Dal Bhat (das

traditionelle Gericht mit Reis und Linsensauce), fetzige Musik,

Bier, Raksi, Dankeschön an die Freunde, Trinkgeld und Tanz –

alle sind glücklich an diesem Abend. Die ewig lange Rückfahrt

auf unbefestigten Gebirgsstraßen mit unglaublichen

Schlag löchern ist zum Glück erst morgen. Und von den üblen

Nachwirkungen des – mit was für einem Wasser auch immer –

verdünnten Raksi wissen wir auch noch nichts …

Kyanjin Gompa

Gedenkstätte für die 243 Opfer

Bamboo-Lodge im Langtang-Tal

30 alpenblick 2 | 2019


Reportage

Bisher zwölfmal Nepal

Nein, ich bin nicht abergläubisch! Daher Nepal

zum 13. Mal: Vom 17.11. bis 7.12.2019 hat das nächste

Trekking das Gokyo-Tal zum Ziel; es ist meine dreizehnte

Reise nach Nepal und die vierte Reise mit der

Sektion, auch 2019 zusammen mit der Alpinschule

Augsburg als Veranstalter!

Vor allem freue ich mich wieder auf die lokalen

Begleiter, die einen super Job gemacht haben –

und auf Sie.

Kommen Sie mit? Kontaktieren Sie mich gerne bei

Interesse: thomas.john@dav-augsburg.de

Tserko Ri (4.984 m) – Gipfelfoto

Der Langtang Lirung (7.227 m) vom Gipfel des Tserko Ri

Alle Fotos: Thomas John

alpenblick 2 | 2019 31


Aus der Geschäftsstelle

DAV-Sektion Augsburg e.V.

Peutingerstr. 24

86152 Augsburg

Telefon: 08 21 / 51 67 80, Fax: 08 21 / 15 15 45

E-Mail: sektion@dav-augburg.de

Internet: www.dav-augsburg.de

Bankverbindung

Stadtsparkasse Augsburg

IBAN: DE03 7205 0000 0000 6294 69

BIC: AUGSDE77

Öffnungszeiten

Die Geschäfts- und Servicestelle der Sektion Augsburg ist

für persönliche Besuche wie auch telefonisch zu folgenden

Zeiten zu erreichen:

Montag 16–18 Uhr Mittwoch 9–13 Uhr

Donnerstag 16–19 Uhr Freitag 9–13 Uhr

Die Bücherei und der Ausrüstungsverleih sind donnerstags

von 17–19 Uhr für unsere Mitglieder besetzt.

Wechsel zur Sektion Augsburg

Sie sind Mitglied in einer anderen Sektion und möchten

aufgrund eines Wohnortwechsels oder anderer Gründe

Mitglied in Augsburg werden?

Dann heißen wir Sie herzlich willkommen!

Auf unserer Internetseite unter

www.dav-augsburg.de/mitglied/aufnahmeantrag-pdf

finden Sie hierzu alle notwendigen Informationen

und Unterlagen. Wir unterstützen Sie gerne beim

Sektionswechsel.

Ressourcen sparen

Wir möchten künftig unsere Sektionsmedien sowie

das DAV Panorama verstärkt digital bereitstellen.

Indem Sie auf gedruckte Medien verzichten, leisten

Sie nicht nur einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz,

sondern unterstützen auch unsere Sektion durch eingesparte

Mittel. Eine kurze Nachricht an die Servicestelle

reicht zur Umstellung.

Ermäßigter Jahresbeitrag für Senioren

Mitglieder, die 2019 ihren 70. Geburtstag feiern, können bis

15. Dezember für die kommenden Jahre einen ermäßigten

Jahresbeitrag beantragen. Bereits bestehende Ermäßigungen

sind davon nicht betroffen.

In unserer Geschäftsstelle begrüßen Sie (von links nach rechts):

Christine Frede, Eva Deibele (Leitung), Cornelia Wirth und Nora Held

Jetzt Mitgliederdaten

online ändern

Sie sind umgezogen oder haben eine neue Bankverbindung?

Im Online-Mitgliederportal „Mein Alpenverein“ können

Sie Ihre Daten schnell, einfach und sicher selbst ändern

und auch gleich überprüfen – damit sind Bearbeitungsfehler

ausgeschlossen! Sie müssen sich dafür einmalig über

den Button „Mein Alpenverein“ auf unserer Webseite (oder

https://mein.alpenverein.de) unter Angabe Ihrer Mitgliedsnummer,

den letzten vier Stellen Ihrer IBAN sowie Ihrer

E-Mailadresse registrieren. Künftig können Sie sich dann

mit Ihren Zugangsdaten anmelden und Änderungen der

Mitgliedsdaten direkt online vornehmen.

Meldungen von Änderungen

Änderungen der Anschrift und der Bankverbindung bitten

wir rechtzeitig mitzuteilen. Melden Sie Änderungen (Anschrift,

Bankverbindung) immer zeitnah und direkt an die Sektion

Augsburg und nicht dem Bundesverband in München.

NEU: Ab sofort können Sie Ihre Änderungen auch direkt

online über https://mein.alpenverein.de melden.

Kündigungen

Falls Sie Ihre Mitgliedschaft in der Sektion Augsburg kündigen

möchten, muss Ihre Kündigung bis 30. September des

laufenden Jahres bei uns eingehen. Bei späterer Meldung

verlängert sich Ihre Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr.

NEU: Jetzt unkompliziert sofort online Mitglied werden!


www.dav-augsburg.de/mitglied/aufnahmeantrag-pdf

Ihre Mitgliedschaft können Sie natürlich auch in der Geschäftsstelle oder über das Formular auf unserer


Internetseite abschließen.

32 alpenblick 2 | 2019


Aus der Geschäftsstelle

Glückwünsche

Wir gratulieren allen unseren Mitgliedern ganz herzlich,

die zwischen April 2019 und Juni 2019 ihren Geburtstag feiern:

95 Jahre

Wolfgang Döring

Annelies Wendler

90 Jahre

Ludwig Hauser

Willi Liebetrau

Alois Ziegler

Heinrich Zuth

85 Jahre

Rudolf Blaas

Josefine Kurz

Robert Martin-Ritter

Dr. Guenther Schmitt

Martin Seidl

80 Jahre

Karl Ernst Alt

Siegfried Ammann

Walter Benkard

Frank Böttger

Erika Falk

Theresia Faßler

Anton Heinzl

Heinrich Herz

Roman Hieber

Werner Kuss

Walter Lindenmayr

Dieter Marklowsky

Renate Menzel

Gerlind Ott

Brigitte Schacht

Adolf Schäufler

Dr. Helmut Scheidle

Roland Schuetz

Josef Stark

Dr. Günter Wiest

Adolf Würzer

75 Jahre

Sibylle Abraham

Dr. Gottfried Demharter

Wolfgang Donau

Rosamunde Fischer

Roswitha Gloning

Sigrid Gräwert

Rolf Heim

Gordon Kolling

Wolfgang Mahnkopf

Gerd Netzker

Wilhelm Raschhuber

Johann Seber

Peter Spring

Hermann Wurmsee

70 Jahre

Gernot Albes

Dr. Anton Bauer

Ursula Beck

Ursula Deisenhofer

Steven Di Mundo

Dr. Sabine Duttler

Dr. Rainer Fink

Ludwig Forster

Ruth Hertle-Schweser

Hildegard Kemmer

Cäzilia Körber

Günter Kreitmayr

Karl Lassonczyk

Gerda Link

Herbert Ludwig

Gerd Neuendorf

Harald Neumair

Gerd Pfeffer

Marion Ramm

Leonhard Reißner

Bernadette Schneider

Heinrich Schuster

Hans-Jürgen Schwindt

Wolfhard Sollorz

Rosemarie Trabert

Joseph Trometer

Karola Zecha

Wir trauern um unsere Mitglieder

Eugen Bauer

Hans Dendorfer

Franz Kugelmann

Wir gedenken der Verstorbenen in Dankbarkeit für die Treue,

die sie der Sektion und dem Alpenverein gehalten haben.

Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Porphyr-Felsen in Südtirol. Foto: Bernd Wißner

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Einladung zur Jubilarfeier 2019

Am Dienstag, 28. Mai 2019, 19 Uhr laden wir unsere Mitglieder in den Augustana Saal (Im Annahof 4, Augsburg) ein,

die heuer ihre 25-, 40-, 50-, 60-, 70- oder 75-jährige Vereinsmitgliedschaft feiern können.

Mit einem kleinen Rahmenprogramm möchten wir diese Ehrungen gebührend feiern.

Alle Jubilare erhalten hierzu eine gesonderte Einladung, darüber hinaus sind alle Mitglieder herzlich eingeladen!

75 Jahre

Emilie Wein

70 Jahre

Dr. Wolfgang Böhnert

Philipp Faber

Walter Gastel

Adalbert Götz

Prof. Irene Jürgens

Willy Lehmann

Angela Lohner

Albrecht Schröder

Dr. Adalbert Wiest

Franz Wittmair

60 Jahre

Dr. Lothar Bohn

Anton Fiener

Brigitte Gruber

Joachim Hoppe

Hilmar Kiederle

Ingrid Kroher

Waltraud Künzler

Irmgard Müller

Karin Pusinelli

Eleonore Reisser

Dr. Jochen Schmid

Stilla Schuster

Josef Seitz

Hans Thum

Norbert Wawrzinek

50 Jahre

Karl Bachmann

Helmut Barthel

Manfred Beier

Thomas Bubmann

Walter Gastl

Erika Gratzer

Peter Heinzel

Edmund Hitzler

Stephan Kaiser

Ute Kaiser

Brigitte Ketterle-Faber

Erich Kreis

Bernd Lutzenberger

Elisabeth Matthäus

Helmut Miller

Hannes Ottenwalter

Gerd Pfeffer

Dr. Burkhard Pinnekamp

Christoph Rehklau

Dr. Michael Rieder

Hermann Rothe

Otto Salomon

Michael Samweber

Dr. Franz Samweber

Liselotte Sattich

Reiner Sattich

Margrit Schönberg

Franz Seidenschwarz

Wolfhard Sollorz

Edith Täuber

Walter Thiergärtner

Hans-Jürgen Weiß

Margareta Winkler

Walter Wöhlbier

Anne E. Wunsch

Wolfgang Ziegelmüller

40 Jahre

Annerose Aumüller

Wolfgang Barth

Heinrich Baur

Günther Berchtold

Thomas Berchtold

Ernst Buckel

Steven Di Mundo

Richard Eckstein

Karl Eger

Werner Eisele

Christine Frede

Gebhard Gediga

Franz Götz

Herta Grötsch

Franz Josef Gun

Günter Hämmerle

Karin Henne

Hermann Hintermayr

Werner Hofmann

Irene Maria Höss

Lilly Jawansky

Sabine Kindler

Reinhard Kindler

Horst Joachim Knespel

Gabriele Kornmann

Dr. Roland Kreibich

Monica Kühnel

Ulrich Kühnl

Albert Loy

Hans Bernd Meuer

Siegfried Michael

Thomas Müller

Wilhelm Neukam

Heiner Nill

Markus Pauly

Arnulf Reichel

Susanne Reinauer

Manfred Reuss

Wilhelm Richter

Stefan Riegg

Thomas Rolle

Ursula Rolle

Edwin Rolle

Bernd Ruppert

Robert Sailer

Klaus Schäfer

Anton Schrettle

Stefan Schrettle

Wolfgang Schulz

Gerhard Schweiger

Josef Stark

Klaus Stein

Christoph Stoll

Dominik Uhrmacher

Martin Voigt

Irmgard Völk

Franz Völk

Barbara Vollert

Rita Wagner

Karl Wagner

25 Jahre

Maria Albrecht

Karl Heinz Bartsch

Ilse Benning

Markus Bernhard

Dr. Maria Deiß

Arnulf Dietrich

Gabi Dietrich

Dr. Stefan Essebier

Dr. Eberhard Funk

Dr. Hella Funk

Herbert Gehrig

Sigrid Gräwert

Stefan Gruber

Ralf Haberkorn

Irmtraud Hainsch-Müller

Birgit Hanel

Thomas Hartung

Renate Hartung

Charlotte Heilgemeir

Andreas Hensold

Martin Alexander

Hensold

Georg Herz

Martin Herzgsell

Dr. Claudia Herzog

Karl-Heinz Hof

Beate Hollmann-

Lachmair

Wolfgang Honrath

Rainer Hosp

Jürgen Junginger

Cornelia Kieser

Marianne Kögel-Thaler

Peter Komarek

Bernhard Kratzer

Gero Kraus

Ulrike Krülle

Michael Kühnel

Amelie Lachmair

Jonas Lachmair

Peter Landherr

Günther Lang

Thomas Langhammer

Norbert Langhammer

Gabriele Lauchner

Rainer Leimer

Hans-Peter Lenhart

Birgit Linzmeier

Christoph Lutz

Dr. Gabriele Magel

Dieter Mairock

Johanna Markl

Armin Michaeler

Karin Michel

Marcus Müller

Dietrich Neumann

Maria Obermayr

Marlon Paffenholz

Rainer Peter

Andrea Porsch

Christoph Prem

Thomas Prem

Lucia Randak

Irene Rebele

Thomas Rebele

Volker Reim

Sibylle Rößle

Peter Rottl

Richard Rzedkowski

Philipp Schmidt

Günter Schneider

Beate Schray

Eva Schweinberger

Ursula Schweizer

Barbara Sedlmeir

Petra Sirch

Moritz Sirch

Horst Skirde

Ute Sterzik

Manuela Stöhr

Josef Suchy

Emil Thaler

Ulrike Trautsch

Roland Tremmel

Luise Uhrmacher

Christian Augustin

Ulitzka

Marcus Vilgertshofer

Brigitte Wahl

Artur Waibl

Barbara Waibl

Alexander Weigand

Reinhard Werner

Wolfgang Wibihal

Nadja Wildfeuer

Josef Willmeroth-

Hohenadl

Ulrich Wohlfarth

Gerhard Wölfel

Hildegard Zahn

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Die Tannheimer Berge von Osterreinen am Forggensee aus. Foto: Bernd Wißner


Spenden 2018

Wir möchten uns von Herzen bei allen Förderinnen und Förderern der Sektion Augsburg für ihre wertvolle

Unterstützung bedanken. Ohne sie wären die Aktivitäten des DAV-Augsburg nicht in diesem Umfang möglich!

Der Vorstand der Sektion Augsburg

Georg Allmis | Georg Allmis | Heinz Bachofer | Hermann Bader | Adolf Bartmann | Herbert Baumgärtel | Michael Bayer | Rudolf Beck

Manfred Beier | Peter & Doris Beischler | Annemarie Beistle | Hans Berger | Elisabeth Bergmann | Parinda Bhatt | Hilmar Blankenstein

Jürgen Böhler | Friedrich Böhm | Dr. Lothar Bohn | Wolfgang Böhnert | Thomas Böttcher | Mark Brand | Thomas Brenner

Wilhelm Brenner | Jochen Brune | Gerhard Brunner | Volker Brütting | Brigitte Budig | Constanze Burkhard-Neuhaus

Hermann Caesperlein | Karl-Ludwig Curschmann-Horter | Hans Dascher | Eva Deibele | Ralf Dickel | Arnulf Dietrich | Jörg Dietze

Wolfgang Dilger | Dr. Theodor Dippel | Hermann von Dohlen | Peter Doll | Günther Domberger | Peter Donn | Rudolf Erb | Emma Erdle

Adolf Erlinger | Siegfried Ertle | Ursula Ertl | Dieter Failenschmid | Elisabeth Falke | Gertrud Feller | Holger Fiala | Carola Fischer

Heinrich Förg | Günter Frede | Dr. Hans Frei | Hans-Christoph Freiherr von Adrian-Werburg | Franz Freundenthaler | Marianne Fröhling

Elvira Fuhrmann | Dr. Wolfgang Gabler | Karl Gamperling | Klaus Gassner | Walter Gastel | Rosa Gastl | Thomas Gastl | Elisabeth Geier

Gunter Geiss | Franz Geist-Schell | Rudolf Gerstner | Friedrich Geserig | Matthias Giertz | Rudolf Giggenbach | Gothalinde Gleich

Roswitha Gloning | Dr. Christa Glückstein | Günther Gonizianer | Adalbert & Maria Götz | Monsignore Franz Götz | Norman Grüner

Franz Gschwender | Thomas Gsell | Wolfgang Haas | Gerhard Haberstock | Bernhard Hall | Peter Harnisch | Adolf & Ingrid Haug

Christine & Peter Häussinger | Hermann Hefele | Ingrid Heinlein | Jörg Heintz | Peter Heinzel | Stefan Heisserer | Benno Helf

Dr. Andreas Hellmann | Olaf Henne | Jörg Henrichs | Dr. Lutz Hermann | Horst Hilger | Helmut Hillenbrand | Dr. Renate Hirrle

Gerhard Hirschberg | Walburga Hitzler | Ludwig Höcherl | Bettina Höfer | Heinz Hohn | Helia Hollmann | Anton Hölzle

Wolfgang Honrath | Irmgard Hubner | Klaus Hütz | Adolf Joachim | Rainer Joachim | Karl Joas | Dr. Thomas John | Kurt Kammerl

Dr. Wolfgang Kasser | Dr. Maximilian Keckeisen | Josef Keller | Lothar Keller | Klaus Kirchner | Karl Klug | Jan Klukkert | Thomas Kniep

Reinhard Knopka | Christoph Knott | Franz Kobold | Dr. Eberhard Kocher | Hartmut Köhler | Rainer Koller | Dr. Angelika Kossakowski

Edmund Kratzer | Elisabeth Kruk | Armin Kuhlhund | Dr. Thomas Kühnl | Ulrich Kühnl | Dr. Ernst Kundinger | Josefine Kurz

Stefan Kurzawa | Falko Kuss | Kurt Landes | Christoph Lange | Dumitri Lapina | Michael Lauter | Brigitta Laws | Willy Lehmann

Manfred Leinfelder | Reinhard Leubner | Gabriele Leuthe | Roland Leuthe | Ingeborg Lev | Oskar Liebert | Brigitte Lindauer

Walter Lindenmayr | Hermann Link | Erni Lösch | Dr. Wolfgang Ludwig | Ernst Lumper | Bernd Lutzenberger | Richard Lutzenberger

Stefan Maier | Gisela Martin-Ritter | Christine März | Sebastian Matt | Helga Matuschka | Alois Mayer | Bernhard Mayer

Reinhard Mayer | Roswitha Mayer | Ulrich Mayer | Wolfgang Mayer | Ludwig Mayr | Otto Mayr | Rudolf Mayr | Ingrid Meggle

Martin Meitinger | Elisabeth Meixner-Schwarz | Martin Michl | Siegfried Mittenwalder | Raimund Mittler | Arthur Müller

Dr. Hanfried Müller | Martin Müller | Klemens Mutzel | Günther Neidlinger | Horst Neumayr | Friedrich Nies | Mathias & Gerlinde Nietsch

Bernd Nill | Klaus Nill | Winfried Off | Hans Pabst | Virgina Pack | Soren Papsdorf | Reimar Paschke | Heidemarie Perchalle

Hubert Pertschy | Doris Peter | Rudolf Peter | Franz Pfenning | Jürgen Pitschel | Hilmar Platz | Ulrike Polzmacher | Hermann Preissler

Edeltraud Primus-Hofmann | Hartwig Proll | Friederike Rahlf-Martin | Eugen Rauhmeier | Elfriede Redlich | Klaus Reichherzer

Artur Reiner | Karl Reinhart | Albert Reithmeir | Christof Renner | Daniela Rett | Wilhelm Richter | Dr. Tomas Riedel | Georg Riegger

Matthias Riehle | Robert Ritter | Blanka Röder | Prof. Heinz Röhle | Onno Roller | Ulrike Rössler | Dr. Jürgen Roth | Dr. Christoph Rotter

Hubert Rudolph | Marianne Russ | Annemarie Sailer | Otto Sailer | Reiner Sattich | Kurt Schachtner | Alexandra Schaller

Dr. Roland Schalm | Wolfgang Schaper | Sabine Scherer | Max Schick | Hermann Schmid | Ludwig Schmid | Helmut Schmidt

Dr. Günther Schmitt | Bruno Schneyer | Rupert Schottler | Helen Schreiber | Iris Schröder | Helmut Schubert | Wolfgang Schumacher

Hubert Schuster | Günther Schwarz | Martha Schwarz | Franz Schwarzenberger | Herta Schwegelbauer | Wolfgang Schweinberger

Christian Sedlatschek | Dr. Claus Simler | Wolfgang Simler | Krisztina Sipos | Hermann Sirotek | Renate Sitterich | Ulrike Siwi

Wolfhard Sollorz | Dieter Sonntag | Robert Ruisinger | Achim Sperlich | Ralf Spindler | Ernst Springer | Helmut Staab | Heinz Steffe

Klaus Stein | Georg Steinauer | Alfred Steinbuchler | Horst Steiner | Stefanie Stenz | Dr. Jürgen Stenzel | Luise Stölzle

Bernhard Strehle | Andrea Strobel | Ignaz Strobl | Johann Strobl | Ingrid Taubert | Hermann Thorwarth | Rayk Thumser

Karl Thurner | Heinz Trabert | Margit Trefz | Tikansalo Tuomo | Herbert Ulitzka | Gudrun Utz | Klaus Utzni | Helmut Voggetzer

Frieda Vollmann | Elisabeth Wagner | Gerhard Wagner | Richard Wagner | Ingeborg Wanek | Heinz Weber | Hermann Weber

Marcus Weinert | Jörg Weinhold | Jürgen Weiss | Günther Welch | Carlo Wenig | Michael Wieder | Josef Willmerroth-Hohenadl

Maria Winkler | Dr. Bernd Wißner | Hermann Wörle | Gerd Wunderer | Natascha Zehetmair

Firmen

Hfp, Hirsch Fischer Partner | Michael Wagner Stiftung Kinderlachen | Stadtsparkasse Augsburg | Stadtwerke Augsburg

Stadt Augsburg, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl | Temme Stahl- und Industriebau

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Termine

April 2019

Donnerstag, 4. April 2019

20 Uhr, Treffen der Unterwegsgruppe

Ort: Burggrafenturm, Peutingerstr. 24, Andy-Schmidt-Raum

Samstag, 6. April 2019

9–10.30 Uhr, Fitness Spezial mit Sandra & Raimund

Ort: Sporthalle im Förderzentrum Hören, Sommestraße 70/

Ecke Bgm.-Ackermann-Straße.

Nach 9 Uhr kein Einlass mehr! Bitte Matte selbst mitbringen.

Anfragen gerne unter der E-Mail: fitness@dav-augsburg.de

Samstag, 6. April 2019

ab 10 Uhr, LEW Kletterhallenfestival

Infos unter: www.lew-kletterhallen-festival.de

Montag, 8. April 2019

19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung der Fitnessabteilung

mit Bericht und Ausblick zu den Aktivitäten.

Ort: Kletterzentrum, Seminarraum, Ilsungstr. 15b

Dienstag, 9. April 2019

18 Uhr, Stammtisch des Alpengartens

Ort: Il Porcino, Salomon-Idler-Str. 24 b

Dienstag, 16. April 2019

14.30 Uhr, Anmeldung zu den Fahrten des Folgemonats

der Seniorenabteilung

15 Uhr, Monatsversammlung der Seniorenabteilung

Ort: Zeughaus, Zeugplatz 4, Reichlesaal, 1. Stock

Donnerstag, 25. April 2019

19.30 Uhr, Monatsversammlung der Bergsteigerabteilung

– Jahreshauptversammlung mit Bilanz 2018

– Vorstellung der Sommerfahrten

– Anmeldung Piccole Dolomiti im Juni

– Anmeldung Stubaifahrt im Juli

Ort: Kletterzentrum, Seminarraum, Ilsungstr. 15b

Mai 2019

Dienstag, 7. Mai 2019

19 Uhr, Mitgliederversammlung

Alle Mitglieder der DAV-Sektion Augsburg sind eingeladen.

Siehe auch Einladung und Tagesordnung auf Seite 13.

Ort: Augustanasaal, Im Annahof 4, Augsburg

Donnerstag, 9. Mai 2019

20 Uhr, Treffen der Unterwegsgruppe

Ort: Burggrafenturm, Peutingerstr. 24, Andy-Schmidt-Raum

Dienstag, 21. Mai 2019

14.30 Uhr, Anmeldung zu den Fahrten des Folgemonats

der Seniorenabteilung

15 Uhr, Monatsversammlung der Seniorenabteilung

Ort: Zeughaus, Zeugplatz 4, Reichlesaal, 1. Stock

Dienstag, 28. Mai 2019

19 Uhr, Jubilarfeier

Unsere Vereins-Jubilare sind herzlich eingeladen. Siehe

auch Einladung auf Seite 34.

Ort: Augustana Saal, Im Annahof 4, Augsburg

Donnerstag, 30. Mai 2019

FitnessCamp 2019 – Outdoor auf der Otto-Schwegler-Hütte

Von Donnerstag 30.5. (Christi Himmelfahrt) bis Sonntag 2.6.

Ort: Otto-Schwegler-Hütte, Gunzesrieder Tal

Juni 2019

Donnerstag, 6. Juni 2019

20 Uhr, Treffen der Unterwegsgruppe

Ort: Burggrafenturm, Peutingerstr. 24, Andy-Schmidt-Raum

Dienstag, 18. Juni 2019

14.30 Uhr, Anmeldung zu den Fahrten des Folgemonats

der Seniorenabteilung

15 Uhr, Monatsversammlung der Seniorenabteilung

Ort: Zeughaus, Zeugplatz 4, Reichlesaal, 1. Stock

Donnerstag, 27. Juni 2019

19.30 Uhr, Monatsversammlung der Bergsteigerabteilung

– Berichte über Piccole Dolomiti und bisherige Einzelfahrten

– Anmeldung Stubaifahrt im Juli

– Anmeldung Sellafahrt im August

Ort: Kletterzentrum, Seminarraum, Ilsungstr. 15b

Freitag, 28. Juni 2019

18–20 Uhr, Fit & Beach am Freitagabend

Zuerst Fitness im Sand, dann Beachvolleyball

Ort: Beachanlage in Steppach, Ecke Stadtbergerstraße/

Ulmer Landstraße, hinter OBI.

NEU!

JDAV Boulder- und Klettertreff

Wann?

Jeden 1. Do im Monat um 19 Uhr

Terminänderungen werden auf facebook

(JDAV Augsburg) bekannt gegeben

Du bist zwischen 16 und 27 Jahre alt?

Du kannst selbstständig sichern…

Wo?

Im DAV Kletterzentrum Augsburg

Treffpunkt: Foyer

… oder bist boulderbegeistert?

Was kostet das?

Den normalen Eintrittspreis

Seile bekommt ihr von uns

Und du hast Lust, neue Leute kennenzulernen?

Wer?

DAV Mitglieder von 16 bis 27

Nichtmitglieder können nach Absprache

schnuppern (einfach eine Mail schreiben!)

Dann komm vorbei und mach mit!

Noch Fragen oder du willst schnuppern? Dann einfach an jdav@dav-augsburg.de schreiben!

36 alpenblick 2 | 2019


Termine

Juli 2019

Donnerstag, 4. Juli 2019

20 Uhr, Treffen der Unterwegsgruppe

Ort: Burggrafenturm, Peutingerstr. 24, Andy-Schmidt-Raum

Sonntag 7. Juli 2019

9 Uhr, Landkreislauf Augsburg, Teilnahme als „Acht im

Achter“ (acht Läufer laufen eine Staffel).

Austragungsort: Wehringen

Anmeldung bitte bis Freitag 31.5.2019 per Mail mit

Geburtsjahrgang an fitness@dav-augsburg.de

Freitag, 12. Juli 2019

18–20 Uhr, Fit & Beach am Freitagabend

Zuerst Fitness im Sand, dann Beachvolleyball

Ort: Beachanlage in Steppach, Ecke Stadtbergerstraße/

Ulmer Landstraße, hinter OBI.

Dienstag, 16. Juli 2019

14.30 Uhr, Anmeldung zu den Fahrten des Folgemonats

der Seniorenabteilung

15 Uhr, Monatsversammlung der Seniorenabteilung

Ort: Zeughaus, Zeugplatz 4, Reichlesaal, 1. Stock

Freitag, 19. Juli 2019

19 Uhr, Festabend 150 Jahre DAV-Sektion Augsburg

mit geladenen Gästen und Ehrenamt, siehe auch Seite 14.

Ort: DAV-Kletterzentrum Augsburg, Ilsungstr. 15b, Augsburg

Samstag, 20. Juli 2019

14 Uhr, Tag der offenen Tür

Wir feiern 150 Jahre DAV Augsburg mit einem großen Fest

an der Kletterhalle, siehe auch Seite 14.

Ort: DAV-Kletterzentrum Augsburg, Ilsungstr. 15b, Augsburg

Donnerstag, 25. Juli 2019

19.30 Uhr, Monatsversammlung der Bergsteigerabteilung

– Berichte über Stubai und bisherige Einzelfahrten

– Anmeldung Sellafahrt im August

– Anmeldung Davosfahrt im September

Ort: Kletterzentrum, Seminarraum, Ilsungstr. 15b

Freitag, 26. Juli 2019

18–20 Uhr, Fit & Beach am Freitagabend

Zuerst Fitness im Sand, dann Beachvolleyball

Ort: Beachanlage in Steppach, Ecke Stadtbergerstraße/

Ulmer Landstraße, hinter OBI.

Regelmäßige Termine

Montag: Lauftraining

Jeden Montag ab 8.4. bis 1.7.2019 um 18.30 Uhr.

Dauer: 1 Stunde. Einsteigerorientiertes Lauftraining

am Max-Gutmann-Pfad oder im Siebentischwald mit

Lauf-ABC, Fahrtspiel usw.

Nicht am Ostermontag (22.4.) und am

Pfingstmontag (10.6.).

Ziel ist der Landkreislauf Augsburg in Wehringen am

Sonntag 7.7.2019.

Treffpunkt: Eingang Sportanlage Süd.

Montag: Klettertreff

Jeden Montag 19–22 Uhr, außer in den Schulferien.

Der Termin ist offen für alle, die sichern und klettern

können. Man braucht keinen Kletterpartner und ein

Klettertrainer ist anwesend (kein Kurs).

Keine Zusatzkosten zum Halleneintritt.

Ort: DAV-Kletterzentrum, Sportanlage Süd.

Montag: Studierende und junge Berufstätige

Wir treffen uns am ersten Montag in jedem Monat um

19.30 Uhr für einen Stammtisch im DAV-Kletterzentrum,

Sportanlage Süd.

Dienstag: Fitness im Fugger

Jeden Dienstag bis 9.4.2019 in den Turnhallen des

Jakob-Fugger-Gymnasiums.

Eingang: In der Stadtjägerstraße/Ecke Brunhildenstraße.

Die ideale Fitness für Ganzkörper und Kondition mit

unseren 11 Übungsleitern.

Bitte möglichst Matte (Gymnastik-, Isomatte) selbst

mitbringen! Matten sind den Schülern vorbehalten und

dienen nicht immer unseren Übungsmethoden!

18 Uhr Halle 1 Basketball

18 Uhr Halle 2 Senioren + Erwachsene

19 Uhr Halle 1 + 2 Jugend + Erwachsene

20 Uhr Halle 2 Jugend + Erwachsene

Dienstag: Fit mit Basketball

Verlängerung Basketball im Fugger, Halle 1:

Jeden Dienstag vom 30.4. bis 28.5.2019 um 18–19 Uhr.

Dienstag: Fitness im Freien

Jeden Dienstag ab 23.4. bis 3.9.2019 um 18.30 Uhr (auch in

den Ferien): Fitness im Siebentischwald.

Treffpunkt: Vor dem Kletterzentrum an der Sportanlage Süd.

Es geht rund eine Stunde durch Wald und Wiesen, eine

Kombination aus Laufen und Gymnastik und zwischendrin

ein paar Pulsbeschleuniger. Genutzt wird von den

Fitnesstrainern alles, was in den Weg kommt: Bäume,

Parkbänke, Steinquader, Hügelchen und zum Abschluss

die grüne Wiese zum Dehnen und Runterkommen.

Kostenfrei für alle DAV-Augsburg-Mitglieder – einfach

kommen und mitmachen.

Anfragen zu allen Fitness-Angeboten gerne unter der

E-Mail: fitness@dav-augsburg.de

Mittwoch: Nordic Walking

Fit durch das Frühjahr mit Übungsleiter Robbi Ruisinger

Jeden Mittwoch um 9.30 Uhr.

Treffpunkt meist an der Sportanlage Süd, aber jeden

1. Mittwoch im Monat vor der Gaststätte in Wellenburg.

Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen.

Infos bei Robert Ruisinger, Tel. 08 21 / 3 06 90.

Mittwoch: After Work Biken

Jeden Mittwoch, 18 Uhr Mountainbike-Treff in den

Westlichen Wäldern, erstmals in diesem Jahr am 17. April.

Treffpunkt in Deuringen am Trimm-Dich-Pfad-Parkplatz.

Mittwoch: Bouldertreff

Boulderbegeisterte treffen sich jeden Mittwoch um

19 Uhr beim Bouldertreff der Sportkletterabteilung im

DAV-Kletterzentrum (Sportanlage Süd).

Dies ist kein Kurs, aber Betreuung durch Christian Eberle

vor Ort. Keine Zusatzkosten zum Halleneintritt.

Anschrift

Ilsungstraße 15b

86161 Augsburg

Tel.: 08 21 / 99 95 81-0

Fax: 08 21 / 99 95 81-14

E-Mail:

info@dav-kletterzentrum-augsburg.de

Infos:

www.dav-kletterzentrum-augsburg.de

Foto: Bernd Wißner

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag

Dienstag bereits ab

Samstag, Sonntag

und an Feiertagen

9–23 Uhr

7 Uhr

9–22 Uhr

alpenblick 2 | 2019 37


Tourenprogramm

Ausbildungs- und Tourenprogramm Sommer 2019

Chronologischer Überblick

Liebe Bergfreundinnen und Bergfreunde,

nachstehend geben wir euch einen chronologischen Überblick

zu den vielfältigen Ausbildungs- und Tourenveranstaltungen

für die Sommersaison 2019.

Die ausführlichen Beschreibungen der angebotenen Kurse

und Touren sowie weitergehende Informationen findet ihr

in der separaten Broschüre „Sommer 2019 – Ausbildungsund

Tourenprogramm der DAV-Sektion Augsburg e.V.“

Diese Broschüre kann wie folgt kostenlos bezogen werden:

• Download als pdf-Datei im Internet unter

www.dav-augsburg.de.

• Aufnahme in den Adress-Verteiler über das Kontaktformular

unter www.dav-augsburg.de. Nach Eintragung in

den Adress-Verteiler erhaltet ihr das Programm künftig

nach Erscheinen auf postalischem Wege.

• Darüber hinaus liegt das Programm in der Geschäftsstelle

und in unserem Kletterzentrum zur Mitnahme aus.

Kurse und Touren könnt ihr ab sofort auch online unter

www.dav-augsburg.de/tour-kurs-reservieren reservieren.

Viel Vergnügen beim Schmökern wünscht die Ausbildungsund

Tourenprogramm-Redaktion des alpenblick.

April 2019

1.4. Knotenkunde Teil 2 Ausbildung –

3.4. Ipf / Schloss Baldern Senioren 19-206

3.–7.4. Grundkurs Skihochtour Ausbildung 19-410

3.4. Flaschenzug & Co Ausbildung –

4.–9.4. Lobbia Alta Ski 19-068

5.–7.4. Rechter und Linker

Fernerkogel

Ski 19-071

19-623

7.4. Alpspitze Ski 19-069

8.4. Klettern und

Naturschutz

17.–23.4. Rund um den

Mont Blanc

NUK –

Ski 19-070

24.4. Albschäferweg 4 Senioren 19-207

27.4. Zwergerlgruppe:

Milchrundweg

Pfaffenwinkel in den

Ammergauer Alpen

7.4. Familienklettertreff Familienbergsteigen

Familienbergsteigen

19-643

Mai 2019

1.5. Gamsjoch Ski 19-072

4.–5.5. MTB Fahrtechnik

Ausbildung 19-449

Basic 1 + 2

5.5. MTB Fahrtechnik

Ausbildung 19-450

Fortgeschrittene 1

8.5. Nördlicher Lechweg/ Senioren 19-208

Tirol

10.–12.5. Von der Halle an

Ausbildung 19-420

den Fels 1

10.5. GPS Kurs Ausbildung 19-448

17.–19.5. Von der Halle an

Ausbildung 19-425

den Fels 2

18.5. Hirschbergtour Mountainbike

19-301

19.5. Alpiner Sonntagsausflug Bergsteigen 19-150

Spitzinggebiet

19.5. Familienklettertreff Familienbergsteigen

19-624

23.5. Gunzesrieder Tal – Allgäu Senioren 19-209

24.–26.5. Von der Halle an

Ausbildung 19-421

den Fels 1

24.–26.5. Mehrseillängen Ausbildung 19-429

24.–26.5. Mobile Sicherungen Ausbildung 19-431

27.4. Schnupperkurs

Klettersteig

27.4.–

4.5.

Spezialkurs:

Von der Halle an den

Fels 1 + 2 auf Sizilien

Ausbildung 19-439

Ausbildung 19-417

24.–26.5. Erlebniswoche in der

Fränkischen Schweiz

25.5. Rundtour vom

Haldensee auf

den Litnisschrofen

Familienbergsteigen

19-644

Bergsteigen 19-151

38 alpenblick 2 | 2019


Tourenprogramm

25.5. Grundkurs Bouldern Ausbildung 19-418

25.5. MTB Fahrtechnik

Fortgeschrittene 2

26.5. Wanderung auf

das Kienjoch

30.5.–2.6. Fitness Camp 2019,

Sektionsfahrt als

Gemeinschaftsfahrt

31.5.–2.6. Von der Halle an

den Fels 2

Juni 2019

1.6. Rundweg am Ammer-

Durchbruch und der

Scheibum

Ausbildung 19-451

JUB 19-505

Fitness 19-700

Ausbildung 19-426

Familienbergsteigen

19-645

15.6. Singletrails &

Salmaser Höhe

1.–2.6. Tegernsee Trails Mountainbike

19-302

3.–7.6. Wanderwoche im

Senioren 19-210

Salzkammergut

8.6. Grundkurs Bouldern Ausbildung 19-419

Mountainbike

19-303

15.–16.6. Aufbaukurs Klettersteig Ausbildung 19-442

20.–23.6. Großzügige

Durchquerung der

Piccole Dolomiti

Bergsteigen 19-131G3

20.–23.6. Auf die schönsten Gipfel Bergsteigen 19-131G2

der Piccole Dolomiti

20.–23.6. Aussichtsreiche Klettersteige

Bergsteigen 19-131G3

und alte Kriegs-

stollen am Pasubio

20.–23.6. Anspruchsvolle

Bergsteigen 19-131G4

Klettersteige in der

Caregagruppe

21.–23.6. Von der Halle an

Ausbildung 19-422

den Fels 1

21.–23.6. Mobile Sicherungen Ausbildung 19-432

21.–23.6. Vorstiegstraining

Ausbildung 19-433

Outdoor

27.–30.6. Mehrseillängen Ausbildung 19-430

28.–30.6. Von der Halle an

den Fels 2

28.–30.6. Sommerfahrt ins

Berghaus Au im

Bregenzer Wald

29.6. MTB Fahrtechnik

Basic 3 – Trails für

Einsteiger

29.6. MTB Fahrtechnik

Fortgeschrittene 3

Ausbildung 19-427

Familienbergsteigen

19-646

Ausbildung 19-452

Ausbildung 19-453

30.6. Familienklettertreff Familienbergsteigen

30.6.–

1.7.

UMWELTour:

Berg- & Umwelt im

Wettersteingebirge

19-651

Bergsteigen 19-190

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Tourenprogramm

Juli 2019

3.–7.7. Aufbaukurs Hochtouren Ausbildung 19-447

4.–7.7. Grundkurs Bergsteigen Ausbildung 19-437

5.–7.7. Hochtour auf den

einsamen Schrammacher

5.–7.7. Erste Hilfe Kurs

Outdoor & Gebirge

6.7. MTB-Tour rund

um Thörlen

6.7. Mittenwalder

Klettersteig

6.–7.7. NATour:

Vielfalt am Schachen

7.7. Familienradtour

Westl. Wälder

12.–14.7. Mit Friends & Co

in den Ostbayrischen

Granit

JUB 19-506

Ausbildung 19-436

19-304

Bergsteigen 19-152

Bergsteigen 19-191

Mountainbike

Familienbergsteigen

19-654

Ausbildung 19-434

12.–14.7. Vom Inntal ins Sellrain Bergsteigen 19-132G1

12.–14.7. Vom Stubai ins Sellrain Bergsteigen 19-132G2

12.–14.7. Wilder Freiger und

Wilder Pfaff

12.–14.7. Ruderhofspitze und

Kuhscheibe

Bergsteigen 19-132G3

Bergsteigen 19-132G4

13.7. Kids-Traumtour zur

Werdenfelser Hütte

14.–16.7. Hochtour und

Kombiniertes

13.7. Zugspitzarena Mountainbike

Familienbergsteigen

19-305

19-647

Ausbildung 19-446

18.7. Jachenau Senioren 19-211

21.7. Bike & Hike zum Schneck JUB 19-507

22.–26.7. Kreuzeckgruppe Bergsteigen 19-141

26.–28.7. Von St. Anton ins Rätikon Mountainbike

26.–28.7. Von der Halle an

den Fels 1

19-306

Ausbildung 19-423

26.–30.7. Grundkurs Hochtouren Ausbildung 19-444

27.7. Klammspitze/Feigenkopf/Bäckenalmsattel

27.7.–

1.8.

28.7.–

2.8.

Bergsteigen 19-153

Grundkurs Bergsteigen Ausbildung 19-438

JDAV Freizeit im Allgäu JDAV 19-817

31.7. Jöchelspitze Senioren 19-212

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40 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Ski

Ski-Opening auf dem Pitztaler Gletscher

vom 14.–16.12.2018

von Hartmut Seelus

Gemeinsames Skifahren mit Inge und Hartmut. Foto: Hartmut Seelus

zum gemütlichen Hütten-Einkehrschwung.

Die Firma Sport-Förg stellte

wieder jede Menge Testski zur Verfügung

und dieses Angebot wurde

gerne angenommen. Hektik brach

jeden Tag im Skikeller aus, um den

richtigen Testski auszuwählen, der

dann von Inge und Hartmut auf das

jeweilige Können und die ermittelten

Werte eingestellt wurde. Bei dieser

Gelegenheit wurden natürlich auch

viele Begehrlichkeiten auf ein Paar

neue Ski geweckt.

Es war immer wieder erstaunlich, wie

über Nacht die Pisten präpariert und

in einen „weltmeisterlichen Zustand“

versetzt wurden. Leider war die Hauptabfahrt

durch eine behördliche Sperrung

nicht möglich, da im Rahmen

einer „Wegepflege und Pistenwartung“

ein Stück des Gipfels ohne Genehmigung

abgesprengt wurde. Es blieben

aber noch jede Menge Pisten für uns

mit vielseitigen Möglichkeiten.

Die Alpinfahrten der Skiabteilung in

bekannte Skigebiete haben eine lange

Tradition. Tradition verbindet; das spürt

man schon, wenn sich Bekannte und

Freunde vor Reisebeginn begrüßen,

und spätestens dann, wenn sich die

Gruppen beim geselligen „Skifoarn“

und beim Feiern finden.

Als der Bus am Freitag früh vom Plärrer

startete, war bereits eine erwartungsfrohe

Stimmung zu spüren und das

Busfrühstück wurde gerne verspeist.

Ein schneller Espresso am Fernpass

verkürzte zusätzlich die Anreise.

Um es vorwegzunehmen, es waren

tolle Skitage mit strahlendem Sonnenschein,

angenehmen, winterlichen

Temperaturen, dazu makellose Pisten.

Der Tradition folgend, bildeten sich

schnell Gruppen, zum Skifahren und

Das Hotel Pitztaler Hof in Wenns war

wieder einfach Spitze, vor allem wegen

der guten Küche, verbunden mit einem

freundlichen und aufmerksamen Service.

So gab es lange, angeregte Gespräche,

bis wir vom Speisesaal diskret an die Bar

komplimentiert wurden.

Appetit bekommen? – Dann macht’s

gut und wir sehen uns hoffentlich beim

nächsten Mal wieder.

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alpenblick 2 | 2019 41


Aus den Abteilungen / Ski / Fitness

Auf die Bretter, fertig, los!

Gelungener Start der Ski-Langlauf-Saison

von Gabriela Richter und Max Hetmanek

Samstag, 15.12.2018 – 8.00 Uhr – Sportanlage Süd – 16 Paar

Langlaufskier – 16 schneehungrige Langläufer – nicht lang

schnacken (wie der Norddeutsche so schön sagt) – losfahren!

Ziel: Bayrischzell – da liegt Schnee, jedenfalls laut unseren

Schneespürhasen Max und Michael.

Es gab viel zu erzählen nach so langer Zeit des Langlaufverzichts

und des Sich-Nicht-Sehens. Alle fieberten auf der

Fahrt dem Ziel entgegen. Die Schneeverhältnisse waren

nun nicht gerade spektakulär, aber es war weiß und reichte,

wenn auch die gespurten Klassikloipen teilweise bescheiden

ausfielen. Da hatten es die Skater etwas besser. Doch

auch das Spuren muss gelernt sein und so zogen wir los,

uns wieder mit den langen Dingern an unseren Füßen

anzufreunden und Spaß zu haben. Es dauerte nicht lange

und das Gefühl für die Brettl war wieder da.

Die Sonne meinte es dann ebenfalls gut mit uns, verscheuchte

die Wolken und präsentierte eine herrliche Winterlandschaft.

Was wollten wir mehr: Schnee – Langlaufen –

mittags Einkehrschwung in der Bäckeralm – danach erneut

auf die langen Dinger, die allmählich wieder unsere besten

Freunde wurden.

Ein super Langlauf-Saisonstart – besser hätte es fast nicht

sein können! Und so freuten sich schon alle auf die kommenden

Fahrten und vor allen Dingen auf die Wochenfahrt

im Februar in das Langlaufparadies in den Dolomiten.

Kloo-Ascher-Loipe. Foto: Max Hetmanek

Wen es noch nicht so wirklich gepackt hat, sollte sich vom

Langlaufvirus infizieren lassen. Es macht so viel Spaß und

Freude, also dabei sein und mitmachen!

Bis dann in der Loipe oder beim Skaten mit tollen, begeisterten

Langläufern.

Fitness Camp: Workout

Foto: Christian Schmid

Wundermittel „Bewegung“

von Sandra Burger und Anissa Schmidt-Mößinger

Gäbe es ein Medikament, das unser Herz stärkt, den Blutdruck

senkt, den Blutfettspiegel günstig beeinflusst, die

geistige Wachheit fördert, peripher entspannend wirkt, die

Belastbarkeit der Knochen und Sehnen verbessert, unsere

Muskeln wachsen lässt und die Durchblutung fördert und,

nicht zu vergessen, unser Leben verlängert, dabei ohne

Nebenwirkungen ist – was würden wir dafür bezahlen?“

(Prof. Wildor Hollmann, Sportmediziner).

Die Lebensbedingungen des Menschen haben sich in den

letzten Jahrtausenden schneller als die Evolution geändert.

Aus Jägern und Sammlern wurden Bürokräfte, Fernseh-

42 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Fitness

Zuschauer, Autofahrer – aber auch

Sportler. Als Übungsleiter beim DAV

verstehen wir uns auch als Gesundheitsberater

im weiteren Sinne. Wir wollen

daher in loser Folge immer wieder

Gesundheitsthemen aufgreifen und

unseren Lesern näherbringen.

Was passiert eigentlich beim Sport

und warum tut er uns so gut?

Im ersten Schritt beschleunigt sich der

Puls, das Herz pumpt schneller, Adrenalin

wird freigesetzt und die Körpertemperatur

steigt. Dabei wird eine ganze

Armada von Botenstoffen auf die Reise

geschickt, die zum Beispiel Abwehrzellen

mobilisieren und das Immunsystem

ankurbeln. Beim Krafttraining

schütten die Muskeln die sogenannten

Myokine aus, die Stoffwechselvorgänge

aktivieren, beispielsweise den Abbau

von Fettgewebe oder die Hemmung

von Entzündungen bis hin zur erhöhten

Bekämpfung von Tumorzellen.

Auch das „gute Gefühl“ nach dem Sport

wird durch die Hormone ausgelöst:

Serotonin und Dopamin wirken als Stimmungsaufheller,

bauen Stress ab und

dämpfen unsere Ängste. Das tut dem

Körper so gut, dass er nach einiger Zeit

nicht mehr darauf verzichten möchte:

Sport macht regelrecht „süchtig“.

Präventionsmaßnahme und Heilmittel

Unser Lebensstil, die Ernährung und

auch das hohe Lebensalter haben zur

Entwicklung typischer „Zivilisationskrankheiten“

geführt. Dazu zählen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes

mellitus oder Bluthochdruck. Regelmäßige

Bewegung kann hier langfristig

vorbeugend wirken – kurz: Wer regel-

Landkreislauf 2018

Fitness Funktionstraining

mäßig Sport treibt, senkt sein Risiko

für derartige Erkrankungen deutlich.

Das ist aber noch längst nicht alles:

Auch die Häufigkeit von Osteoporose,

Arteriosklerose und damit das Risiko,

an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall

zu erkranken, sinkt unter Sportlern signifikant.

Sogar Brust- und Darmkrebs

treten vor Sportlern den Rückzug an.

In der Therapie von Krebs, Depressionen

oder Herz-Kreislauf-Problemen gibt

es regelmäßige Bewegung als Begleitmaßnahme

quasi „auf Rezept“. Präventiv

sollte also niemand freiwillig darauf

verzichten.

Alles eine Frage der Dosis

Sport ist gesund, Sport macht Spaß

und Sport macht glücklich. Aber wie

viel Sport müssen wir denn machen,

um diese positiven Auswirkungen zu

erreichen? Wie immer gilt: kommt ganz

darauf an.

Bewegung lässt sich hervorragend in

den Alltag integrieren. Statt den Fahrstuhl

mal die Treppe nehmen oder mit

dem Rad zur Arbeit fahren und nicht mit

dem Bus. Das Bewegungsziel für „moderate

Aktivität“ lässt sich damit schon recht

gut erreichen. Die Weltgesundheitsorganisation

empfiehlt etwa 150 Minuten (das

entspricht etwa 2,5 Stunden) wöchentlich.

Wer etwas mehr Gas geben möchte,

ist mit 75 Minuten intensivem Training

dabei. Wichtig ist nur, dass eine „Einheit“

mehr als 10 Minuten dauern sollte und

der Kreislauf auch wirklich in Schwung

kommt, man also ein wenig schwerer

atmen muss. Wer mit Krafttraining etwas

für sich und seinen Körper tun will,

trainiert am besten mindestens zweimal

wöchentlich.

Gerade in der kalten Jahreszeit gilt aber:

striktes Sportverbot bei akuten Infekten!

Ein paar Tage Pause wirken oft Wunder,

während Übereifrige gerne mal einen

Husten verschleppen oder sich gar

schlimmere Erkrankungen zuziehen.

Für Einsteiger oder Wiedereinsteiger

nach längerer Pause gibt eine sportmedizinische

Untersuchung Auskunft

darüber, ob und welcher Sport gut und

gesund ist.

Jetzt fehlt nur noch eines: die Motivation,

den inneren Schweinehund an die

Kette zu nehmen und loszulegen. Und

weil es in der Gruppe am besten klappt,

schaut doch mal ins Programm der Fitness-Abteilung.

Einsteiger und ambitionierte

Sportler kommen auf ihre Kosten!

Wir freuen uns auf euch!

18 ÜbungsleiterInnen machen unsere

Mitglieder fit für den Bergsport. Ein

hoher Qualifikationsgrad der Trainer

ist unser Maßstab. Im Team haben wir

auch Gesundheitswissenschaftler, Fitness-Coaches

und Sportwissenschaftler.

Besuchen Sie unseren neuen Auftritt

auf der DAV-Website:

https://www.dav-augsburg.de/fitness

Alle Fotos: Raimund Mittler

alpenblick 2 | 2019 43


Aus den Abteilungen / Bergsteiger

Sächsische Schweiz

Eine Genusslandschaft

von Petra Cullmann

Schon August der Starke hielt sich

gerne auf dem Lilienstein auf – so

auch die 36 Wanderer der Bergsteigerabteilung,

wenn auch nicht ganz

so berühmt wie der Sachsenkönig.

Die Gruppe war im Frühsommer 2018

nach 6-stündiger Busfahrt heilfroh,

die Wanderschuhe zu schnüren, um

bei hochsommerlichen Temperaturen

im kühlen Schatten von Buchenwäldern

in weniger als einer Stunde den

Lilienstein zu erklimmen. Die Tourenleiterin

Angelika aus Chemnitz erklärte

den Grund für die meist sandigen

Wege. Vor Millionen von Jahren lag

die Sächsische Schweiz im Meer. Weiche

Gesteine wurden abgeschliffen,

während die harten Gesteine stehen

blieben und bis heute darauf warten,

als „Steine“ von Kletterern und Wanderern

„eingesammelt“ zu werden.

Felsen, Eierschnecke und

Mohnkuchen

Die markanten Felsformationen aus

Elbsandstein, die sonst nur Kletterern

Blick vom Papststein. Foto: Ekkehard Meßner-Mecklenburg

vorbehalten sind, können teilweise

über Leitern problemlos erkundet

werden. Oben dann der Weitblick

zur Bastei, zu den idyllischen Örtchen

Rathen und Königstein an der Elbe,

aber auch Tiefblicke in steil abfallende

Schluchten, zum Teil mit leichtem

Kribbeln in der Magengrube – die

„Gipfel” sind jedoch bestens abgesichert

durch stabile Geländer. Eine

ausgiebige Rast samt den sächsischen

Spezialitäten Eierschnecke und

Mohnkuchen gehört hier in jedem

Fall dazu.

Lichtenhainer Wasserfälle, Idagrotte

und Kuhstall

Bei strahlendem Sommerwetter lohnte

der Besuch der Lichtenhainer Wasserfälle

im angenehm kühlen Wald.

Die Wasserfälle sind eine von findigen

Sachsen erfundene Touristenattraktion,

bei der man Geld einwerfen und

an einer Strippe ziehen muss, damit

sich das Wasser aus einem Auffangbecken

in einen Wasserfall verwandelt.

Weiter ging es durch das Kirnitzschtal.

Hier zieht die romantische Kirnitzschtalbahn,

eine Überlandstraßenbahn,

die seit 1898 Touristen und Kurgäste

befördert, am Wanderer vorbei. Über

schier endlose Treppen gelangt man

dann an den Affensteinen entlang

zum Frienstein mit der Idagrotte,

einem Felsdach auf einem luftigen,

aber geräumigen Plateau. Dank Halterungen

an der Wand ist ein kurzes

Stück auch für nicht Schwindelfreie

gut machbar. Bis tief hinein in die

böhmische Bergwelt reicht der Blick.

Ein weiteres Ziel war der Kuhstall, ein

riesiges Felstor, das einst Schutz für

Kühe gewährte und jetzt für Wanderer.

Die gemütliche Einkehr beim Kuhstall

bietet sich kurz vor dem Ende der

Rundtour immer an, bei Regen ganz

besonders …

Plateau am Frienstein. Foto: Hans Klusch

44 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Bergsteiger

Der obere Affensteinweg. Foto: Sabine Mecklenburg

Lichtenhainer Wasserfall. Foto: Hans Klusch

Ruhe pur und Kaiserwetter

Bei Schmilka erwartete uns ein neuer

Höhepunkt: die Kaiserkrone, auf die

schon Caspar David Friedrich seine

Malerstaffelei geschleppt hat, um den

Wanderer im Nebelmeer zu malen.

Nächstes Ziel war der Zirkelstein, den

sich bei schönstem Kaiserwetter an

diesem Tag auch eine Hochzeitsgesellschaft

ausgesucht hatte.

Der große Zschirnstein als höchste

Erhebung der Sächsischen Schweiz

mit 562,74 m ist ein weiteres „Muss“!

Vorbei an der Opfereiche, die mehrfache

Blitzeinschläge unbeschadet

überstanden hat, geht es auf geschichtsträchtigen

Steigen, denen

schon August der Starke folgte, bis zur

Wildbrethöhle, in der einst erlegtes

Wild zum Trocknen aufgehängt wurde.

Laut Angelika sind die Zschirnsteine

ein echter Geheimtipp, da sie noch

nicht überlaufen sind und man hier

Ruhe pur erleben darf. Wer den imposanten

Aufstieg durch schmale Felsschluchten

auf die Schrammsteine und

den Gratweg nicht erlebt hat, hat die

Sächsische Schweiz nicht gesehen, so

unsere Chemnitzerin.

Immer eine Augenweide war der auf

den Tafelbergen und in den Wäldern

stark vertretene und absolut giftige

Rote Fingerhut (Digitalis Purpurea),

der von hell- bis dunkelpink seine

Schönheit entfaltete.

Steinesammeln

Zwei weitere Steine galt es zu sammeln.

Über kühle Wald- und Wiesenwege,

an blühendem Mohn und

leuchtenden Kornblumen entlang,

dann über viele trockene Stufen und

gut gesicherte Eisenleitern, vorbei

an sogenannten Boofen (sächsisch

für Höhle), in denen Kletterer gerne

nächtigen, steigt man hinauf zum

Gohrisch. Kurz vor dem Gipfel werden

die Leitern immer steiler und enger,

ein Wunder, wenn niemand stecken

bleibt! Ambitionierte können auch

den Aufstieg durch die Falkenschlucht

wählen. Auf dem Gohrisch, teils mit

Geländer gesichert, darf man der Felskante

nicht zu nahe kommen!

Immer wieder neue, archaisch anmutende

Felsformationen begeisterten

uns. Auf den Papststein, den letzten

Stein in unserer Sammlung, ging es

durch schattige Wälder, in denen

immer wieder riesige abgestürzte

Felsblöcke herumlagen und an Märchenwälder

erinnerten.

Parkhotel am Waldrand

Abgerundet wurden die eindrucksvollen

Wanderungen durch ein idyllisch

am Waldrand von Gohrisch gelegenes

Parkhotel, in dem der Geist der

Speisesaal aus einer ganz anderen Zeit.

Foto: Sabine Mecklenburg

alten DDR noch auf charmante Weise

spürbar ist und in dessen Garten Schostakowitsch

sein 8. Streichkonzert komponierte.

Alle kulinarischen Ansprüche

wurden bei dem äußerst reichhaltigen

und schmackhaften Frühstücksbüfett

sowie leckeren Klassikern der sächsischen

Küche bestens erfüllt.

Die Fahrt in die Sächsische Schweiz

lohnt sich für jeden, für Genusswanderer,

Ambitionierte oder Kulturliebhaber.

Für Letztere empfiehlt sich auch ein Ausflug

mit dem historischen Raddampfer

in das reizende Städtchen Pirna, dem

„Tor zur Sächsischen Schweiz“.

alpenblick 2 | 2019 45


Aus den Abteilungen / Bergsteiger

Der Bergsommer 2019 – Teil 1

26 tolle Fahrten

von Thomas John

Wilder Pfaff

Foto: Jens Geiger

Im Spätherbst werden bereits die

Weichen gestellt. Dann sitzen wir von

der Bergsteigerabteilung zum ersten

Mal zusammen und besprechen die

Sommertouren für das nächste Jahr.

Ziele und Termine werden festgelegt.

In zwei weiteren Runden werden die

inzwischen ausgearbeiteten Touren

diskutiert, die Leiter*innen für die verschiedenen

Fahrten werden bestimmt.

Zuletzt gehen Beschreibungen und

Fotos an die Redaktionen von alpenblick

und Tourenprogramm. Und jetzt

haben Sie die Wahl:

und Schützengräben und besonders

die Straße der 52 Tunnel. Willi Tröndle

hat das Programm für uns ausgearbeitet:

Wir wandern vom 20. bis 23. Juni

auf einsamen Wegen durch Edelweißwiesen,

besteigen natürliche Klettersteige

und übernachten auf kleinen

italienischen Hütten.

Stubai – zweiter Versuch

2018 mussten wir diese Tour des schlechten

Wetters wegen absagen. Der Schönheit

wegen wird sie dieses Jahr nachgeholt:

vom 12. bis zum 14. Juli. Bei der

von Anita und Jens Geiger geplanten

Bergfahrt in die zentralen Stubaier Alpen

werden namhafte Gipfel wie Wilder

Im Juni in die Piccole Dolomiti

Die „kleinen Dolomiten“ sind eine

faszinierende kleine Gebirgskette in

den Vicentiner Voralpen, die von Felsnadeln,

steilen Wänden und engen

Schluchten gekennzeichnet ist. Diese

Piccole Dolomiti bieten eine große

Vielfalt an Wanderwegen und Klettersteigen,

die während des 1. Weltkrieges

von österreichischen und italienischen

Soldaten errichtet wurden,

ebenso wie die Befestigungsanlagen

Rifugio Papa in den Piccole Dolomiti. Foto: Willi Tröndle

46 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Bergsteiger

Freiger, Wilder Pfaff und Ruderhofspitze

anvisiert. Gruppe 1 macht eine

Mini-Durchquerung des nördlichen Teils

der Stubaier vom Inntal ins Sellrain, tolle

Aus- und Fernblicke inklusive. Gruppe 2

geht auf spannenden und wenig besuchten

Gipfeln direkt vom Stubaital ins

Sellrain. Ein anspruchsvolles Angebot für

Gruppe 3 ist der Übergang vom Stubaital

ins Ötztal an der Grenze zwischen

Österreich und Italien mit namhaften

3.000er-Gipfeln. Gruppe 4 krönt diese

Gruppenfahrt mit der Ruderhofspitze

und der Kuhscheibe auf ihrem Weg, der

ebenfalls vom Stubaital ins Ötztal führt.

Alle vier Gruppen werden drei spannende

Tage erleben.

Bleiche Berge im Augu st

„Hier ist alles, was das Herz begehrt:

die Stille des Bergwaldes, der sonnige

Fels, der den Kletterer lockt, der Liebreiz

einer blumenübersäten Almwiese,

die Einsamkeit der Gipfel, die die Nähe

Gottes ahnen lässt.“ Dieser Darstellung

über die Dolomiten von Luis Trenker

folgend, fahren wir vom 8. bis 11. August

in das Zentrum der „Bleichen Berge“:

Gröden mit den Geislerspitzen und

dem Langkofel und das Sella-Massiv

mit seinen ladinischen Tälern sind die

von Klaus Limmer geplanten Ziele für

aussichtsreiche Wanderungen, Bergtouren

und Klettersteige auf bekannte

Gipfel wie Plattkofel und Piz Boe.

Geislerspitzen. Foto: Ekkehard Meßner-Mecklenburg

Die Spätsommerfahrten

Im Detail stellen wir sie im Juliheft vor.

Hier nur die Schlagworte: 6.–8. September

Davos, 3.–6. Oktober Hotelfahrt Ahrntal,

19. Oktober Abschlussfahrt Wetterstein.

Und vom 17.11.–7.12. geht’s wieder

nach Nepal.

Abrundung Einzelfahrten

So viele wie noch nie: 20 Einzelfahrten

von der Tages- bis zur Wochentour warten

auf gutes Wetter und bergbegeisterte

Teilnehmer*innen. Weiter vorne

im Heft (S. 38–40) finden Sie die chronolo

gische Liste, auf unserer Homepage

und im separaten Tourenprogrammheft

stehen die Details. Und natürlich können

Sie uns bei unseren Monatsversammlungen

gerne fragen. Die Ziele: Klettersteige

(das ganze Spektrum vom Kurs

bis zum Königsjodler), Aiplspitz, Litnisschrofen,

Mittenwalder Höhenweg,

Kreuzeckgruppe, Klammspitze, Roter

Stein, Lischana-Sesvenna, Gaishorn,

Säuling, Kienjoch, Tölzer Hütte, Benediktenwand

– und die Natur-/Umwelt-/

Kulturtouren von Joe Cantner.

Der Bergsommer 2019

Nach dem schneereichen Winter freuen

wir uns auf einen schönen Sommer.

Noch mehr freuen wir uns, wenn Sie an

unserem Programm Gefallen finden und

mit uns mitfahren.

Salzkofelhütte (Kreuzeckgruppe). Foto: Carola Ammann

Alte Pforzheimer Hütte (Lischana-Sesvenna-Tour). Foto: Annette Gröbner

alpenblick 2 | 2019 47


Aus den Abteilungen / JDAV

JDAV-Kinderskifreizeit 2019

von Adrian Sommer und Anna Pauly

Auch dieses Jahr sind wir alle wieder Anfang Januar mit vollbesetzten

Bussen ins Allgäu auf die Otto-Schwegler-Hütte

gefahren. In den Bussen hatten wir schon richtig viel Spaß,

als wir bei cooler Musik auf der Autobahn unterwegs waren.

Nachdem wir alle gut angekommen waren, brachten wir

unsere Koffer in die Matratzenlager. Da wir an diesem Tag

nicht mehr Skifahren konnten, durften wir uns selbständig

beschäftigen.

Am darauf folgenden Tag gingen wir nach dem Frühstück mit

großer Vorfreude auf die Piste. Das Tolle an jedem Skitag war,

dass jeder Betreuer sein eigenes Spezialgebiet hatte, wodurch

wir uns jeden Tag in einem anderen Bereich verbessert

haben. An dieser Stelle nochmal ein großer Dank an unsere

Betreuer.

Gruppenfoto im Skigebiet Gunzesried/Ofterschwang. Foto: Regina Ruppert

Zu Mittag hatten wir richtig leckere belegte Brote dabei (mit

Nutella, Schinken, Salami und Käse). Nach dem Skifahren war

der Tag noch lange nicht vorbei, einmal haben wir uns einen

spaßigen Hüttenspiele-Abend gemacht oder eine coole

Nachtwanderung mit Fackeln unternommen, mit anschließender

Schneeballschlacht. Wer wollte, konnte sich auch

eine Tasse Punsch nehmen und diese vor einem Lagerfeuer

genießen.

Außerdem sind wir einmal in das Schwimmbad Wonnemar

nach Sonthofen gefahren und haben dort einen tollen Nachmittag

verbracht. Am letzten Abend wurde noch eine lustige

Hüttenrallye veranstaltet, aber das absolute Highlight war

eine kleine Party danach, bei der alle mitgetanzt haben.

Dank unserem super Koch sind wir jeden Abend mit einem

leckeren Vier-Gänge-Menü gut versorgt worden. Hier unsere

Favoriten:

Platz 1: durch die Luft fliegende Pfannkuchen, die uns auf

den Teller geworfen wurden

Platz 2: Schweinebraten mit Knödeln

Platz 3: gemischte Nudeln mit verschiedenen Soßen

Danach gingen wir immer alle ins Bad, um uns bettfertig zu

machen. Eine Gutenachtgeschichte oder einen von den Betreuern

aufgeführten Sketch gab es vor dem Einschlafen.

Nach dem Skifahren am letzten Tag haben wir noch Wienerle

mit Brot gegessen und sind dann leider schon wieder nach

Hause gefahren, wie immer mit gut gelaunten Leuten und

cooler Musik. Und somit ging auch dieses Jahr die Skifreizeit

viel zu schnell vorbei. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht

und es würde uns freuen, wenn wir nächstes Jahr mal ein paar

neue Gesichter zu sehen bekommen. Bis zum nächsten Mal!

Oben: Die Gruppen treffen sich auf der Piste.

Unten: Gemeinsame Abfahrt ins Tal. Beide Fotos: Daniel Ruppert

48 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / JDAV

Foto: Katja Ludwig

Die Felsenfresser malen mit Licht

von Katja Ludwig

In der letzten Gruppenstunde vor den Weihnachtsferien

waren die Felsenfresser trotz Dunkelheit und Kälte draußen

unterwegs. Aufgehellt wurde die Stimmung durch bunte

Leuchtstäbe, mit denen man coole Sachen anstellen kann:

Lichtschwert-Kämpfe zum Beispiel. Man kann damit aber auch

malen, wie uns unsere Jugendleiter gezeigt haben.

Dazu braucht man eine Kamera und jemand, der schaut, dass

alle im Bild stehen. Am Anfang haben wir einfach irgendwas

gemacht. Auf dem Foto sah es dann aus wie abstrakte Kunst.

Danach wollten wir „Augsburg“ in die Luft malen. Das ist gar

nicht so einfach, weil man spiegelverkehrt schreiben muss.

Wir haben viele Versuche unternommen, aber irgendeine

Kleinigkeit hat immer nicht gepasst.

Schließlich hatten wir keine Lust mehr und weil es auch kalt

war, sind wir bald wieder in die Kletterhalle gegangen und

haben uns bei Plätzchen, Lebkuchen und Punsch aufgewärmt.

Mit Licht malen – Lightpainting

Für das „Lightpainting“ braucht man eine Kamera, bei der

man die Belichtungszeit einstellen kann, und ein Stativ.

Durch eine lange Belichtungszeit zeichnet man die hellen

Lichtspuren wie einen Film auf und erhält trotzdem ein

Standbild, auf dem die gesamten Spuren erkennbar sind,

die das Licht durchzogen hat.

Je dunkler der Ort, an dem man ist, desto besser funktioniert

es und desto länger kann man die Belichtungszeit wählen.

Bei uns war fast Vollmond, deswegen haben wir meistens

15 Sekunden genommen, damit das Bild nicht zu hell wird.

Zum Malen kann man dicke Leuchtstäbe, Taschenlampen

o. ä. nehmen, sofern das Licht hell genug ist. Außerdem

stellt man am besten bei der Kamera noch den Selbstauslöser

ein, damit das Bild beim Auslösen nicht verwackelt wird.

Mit Volldampf zum besseren Hören!

Ihr Hörakustiker in Augsburg

und in Schwabmünchen, Neusäß und Gersthofen

Tel: 0821 / 36 101

www.hoerzentrum-boehler.

alpenblick 2 | 2019 49


Aus den Abteilungen / Senioren

So weit die Füße tragen …

Drei Jahre mit Adi Bartmann unterwegs am bayerischen Alpenrand

von Margrit Schönberg

auf. Es müssen nicht immer die spektakulär

erklommenen Berggipfel sein,

die in uns ein Gefühl von Glück, Ruhe

und Zufriedenheit auslösen. Der Weg

ist das Ziel, der alle Sinne anregt. Der

Anblick einer lieblichen Landschaft,

die Möglichkeit der Einkehr in einem

gemütlichen Wirtshaus oder einem

schattigen Biergarten.

Es gibt Extremwanderer, die 75 km in

24 Stunden zurücklegen. Dazu gehören

wir nicht. Unsere Tagesetappen

bewegten sich zwischen 15 und 25 km.

Zunächst wanderten wir mit nur einer

Gruppe. Im Laufe der Zeit wurde die

Schar immer größer, so dass wir schließlich

mit zwei „Leistungs“gruppen unterwegs

waren. Kurt Landes übernahm die

Wanderleitung der zweiten Gruppe.

Vor der Pestkapelle bei Pollingsried

Wandern durch Wälder, an Seen und

Flüssen vorbei, durch alte gewachsene

Dörfer mit bunt geschmückten

Bauernhäusern und den Blick auf

eine Bergkulisse gerichtet, die einem

Bilderbuch entnommen sein muss –

das ist Weitwandern am bayerischen

Alpenrand. Das ist Wandern durch

eine jahrhundertealte, ursprüngliche

Kulturlandschaft.

Wir waren mit Adi drei Jahre unterwegs.

Natürlich nicht am Stück, sondern

in 18 Tagesetappen. Wir legten

etwa 400 km Strecke und 4.800 Hm

zurück. Die Wanderungen begannen

im Frühjahr und zogen sich über den

Sommer bis in den Herbst hinein.

Bei diesen Tageswanderungen lernten

wir Landschaftsgebiete in den unterschiedlichsten

Jahreszeiten kennen.

Im Frühjahr vor schneebedeckten Berggipfeln

die ersten Blumen, dann der

Sommer mit seiner großen Blumenpracht

und schließlich der Herbst mit

den bunt gefärbten Laubwäldern.

Einfach mal raus aus dem Alltagstrott,

die Natur genießen und abschalten.

Man kommt zur Ruhe und der Blick

schärft sich für das Wesentliche – die

Natur und die Menschen, mit denen

man unterwegs ist. Da geht das Herz

Auf dem Moorlehrpfad Bayersoiener See

Adi plante die Etappenziele nach unseren

Möglichkeiten. Der „Alpenrandweg“

ist kein offizieller Weitwanderweg.

Wichtig war, dass wir den Start- und

Zielpunkt zunächst mit öffentlichen

Verkehrsmitteln, später dann mit dem

Reisebus erreichen konnten. Einkehrmöglichkeiten

waren ebenfalls erwünscht.

Das war nicht immer einfach,

da auch in den bayerischen Dörfern

das Gasthaussterben begonnen hatte.

Streckenweise waren wir auf offiziellen

Weitwanderwegen wie dem bayeri-

Alle Fotos: Seniorenabteilung

50 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Senioren

schen Jakobsweg, dem König-Ludwig-

Weg, dem Prälatenweg und der Wandertrilogie

Wasserläufer unterwegs.

Wir querten viele Flüsse: die Mangfall,

die Loisach, die Isar, die Ammer, den

Lech und die Wertach – die Iller war

nicht dabei. Unsere Blicke waren auf

die Chiemgauer Berge, das Wettersteingebirge

und schließlich die Allgäuer

Alpen gerichtet.

Hier ein Rückblick auf die einzelnen

Etappen unseres Weitwanderwegs:

2016

• Von Bad Aibling in Oberbayern an

der Mangfall entlang durch typische

Moränenlandschaft zum Seehamer

See

• Von Weyarn nach Warngau und

schließlich nach Dietramszell mit

Kloster und Klosterschänke

• Weiter nach Beuerberg, Überquerung

der Isar und der Loisach

• Richtung Starnberger See nach

Sankt Heinrich und am Rande des

Vogelschutzgebietes Osterseen

nach Iffeldorf

• Von Bernried am Starnberger See

nach Polling, mit unverbautem Blick

auf den Hohen Peißenberg!

• Auf dem Fernwanderweg „Romantische

Straße“ von Peiting hinunter

zur Ammer und über Schönberg auf

die Bromberg Alm

2017

• Von Schöffau Richtung Bad Kohlgrub,

am Südufer des Bayersoiener Sees

entlang nach Bad Bayersoien, Tagesziel

war Morgenbach

• Diese Wanderung war einer der

Höhepunkte. Sie führte uns über

Findl, Hausen und Straubenbach zur

berühmten Wieskirche. Am Oberen

Lindegger See ging es über Lindegg

zur Trauchgauer Almstube. Den

ganzen Tag hatten wir den Hohen

Trauchberg mit der Hohen Bleick vor

uns. Ein Traumtag!

• Von Trauchgau über den Kaltenbrun

ner See, die Lechstaustufe 2,

den Schmutterweiher zum Sameisterweiher

Fronreitener See bei Steingaden

• Weiter nach Görisried, wir erreichten

nun die Wertach über Albisried und

Klosterhof

• Auf der Wandertrilogie Wasserläufer

durch das Vogelschutzgebiet Kemptner

Wald an dem Findling Dengelstein

und der Durach vorbei zur Waldgaststätte

Tobias

• Von Oberschwarzenberg durch das

Vogelschutzgebiet nach Rottach

2018

• Wir umwanderten den Unterinselsee

und den Niedersonthofener See, das

Bergpanorama des Allgäuer Hauptkammes

war grandios!

• Auf dem Höhenrücken des Hauchenberges

nach Weitnau, die Nagelfluhkette

mit Stuiben und Hochgrat stets

vor Augen

• Von Bühl am Alpsee über die Thaler

Höhe und die Salmaser Höhe nach

Kalzhofen, auch wieder mit Blick auf

die Nagelfluhkette

• Von Buchenberg über den Schwarzen

Grat nach Eisenbach

• Von Schmidsfelden, dem Glasmacherdorf

in Oberschwaben, nach Herlazhofen

• Wir überschritten die bayerische

Landesgrenze und kamen in Württemberg

an. Diese Strecke sollte die

letzte Etappe auf dem von Adi Bartmann

geplanten Alpenrandweg sein.

Von Isny ging es am Bach durch das

Naturschutzgebiet Riedermoor nach

Eglofs, mit seiner Barockkirche wohl

eines der schönsten Dörfer in Süddeutschland.

Wir erreichten schließlich

Wangen. Hier feierten wir den

Abschluss unserer vielen Wanderungen

am Alpenrand.

Vielen, vielen Dank an Adi Bartmann und

Kurt Landes. Wir werden diese Wanderungen

nicht vergessen. Sie werden uns

sehr fehlen. Die Etappenwanderungen

haben eine lange Tradition in unserer

Sektion. Diese Tradition sollte nicht aufgegeben

werden.

Wer kennt ihn nicht, den Spruch von

der Hummel? Er lautet: Nach den Gesetzen

der Aerodynamik kann die Hummel

nicht fliegen. Ihr Körper ist zu dick und

die Flügel zu klein. Die Hummel aber

weiß das nicht und fliegt einfach los.

Wir können die Hummel auch im Alltagsleben

als Vorbild gebrauchen, um

uns unsere eigene Begeisterungsfähigkeit

nicht nehmen zu lassen und überhaupt,

um einfach loszufliegen.

Es wäre großartig, wenn sich jemand

von der Sektion angesprochen fühlt und

sich um weitere Etappenwanderungen

kümmern würde. An Unterstützung

beim „Fliegen“ wird es nicht fehlen.

alpenblick 2 | 2019 51


Aus den Abteilungen / Stützpunkt

Foto: Anouk Haffner

Stützpunkt-Workshop im

Landesleistungszentrum

von Anouk Haffner

Am 22. Dezember traf sich bis auf zwei

Urlauber der gesamte Stützpunkt in der

DAV-Kletterhalle, um den Kinderbereich

neu einzuschrauben und superleckere

Pizza vom dortigen Bistro „Biwak“ zu

essen.

Wir haben dabei aber vor allem das

vergangene Jahr reflektiert und einige

allgemeine Themen besprochen:

Was erwarten die Trainer von uns

Stützlingen? Motivation, Konzentration,

„kein Miezen“ (= Stützpunktsprache

für „Meckern“) oder das Einhalten der

10 Stützpunktgebote.

Was sind unsere Erwartungen an den

Stützpunkt, also sowohl an die Trainer

als auch an die anderen Stützpunktmitglieder?

Feedback, motivierendes

Training, gesundes Training (also nicht

zu viel und nicht zu wenig), Leistungsförderung

und Akzeptanz.

Außerdem wollten wir herausfinden,

wie der Stützpunkt nach außen wirkt.

Dafür haben wir uns in zwei Gruppen

Fragen ausgedacht, die wir Kletterern

und Mitarbeitern im Kletterzentrum

gestellt haben. Fazit: Nicht jeder kennt

den Stützpunkt, wir sind aber auch

nicht vollkommen unbekannt. Als störend

empfinden uns zum Glück nicht

viele; falls doch, dann vor allem wegen

unserer Lautstärke (weil es sonst nämlich

so furchteinflößend still ist ).

Niko und Max beim Schrauben im Kinderbereich

Gruppe 2 beim Präsentieren der Ergebnisse (v.l.: Sandra, Nele, Sophia, Anouk, Max, Niko. Foto: Jana Müller

52 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Stützpunkt

www.tannheimertal.com

Lecker Pizza (v.l.: Sandra, Paula, Annika, Sophia, Theresa und ein halber Noa).

Foto: Anouk Haffner

Außerdem haben wir ein kleines Quiz entworfen, an dem ihr

jetzt euer Kletterwissen testen dürft:

1. Welcher deutsche Kletterer war dieses Jahr international

am erfolgreichsten?

2. Welche beiden Kletterer haben 2018 den wichtigsten

Titel geholt und welcher Titel war dies?

3. Welche beiden deutschen Kletterer haben das moderne

Sportklettern in den letzten 30 Jahren stark geprägt?

4. Und zur Kletterhalle in Augsburg: Was macht unsere

Halle bundesweit einmalig?

Zum Schluss wurden wir noch über Neuerungen bei den

Wettkämpfen 2019 aufgeklärt. Durch die Umstrukturierung

des KVB (Kletterfachverband Bayern) zum BFB (Bergsportfachverband

Bayern) sind wir nicht mehr „Stützpunkt Augsburg“,

sondern „Regionenstützpunkt Schwaben“. Deshalb

wird in Zukunft auch Ingolstadt zu unserem Gebiet gehören

und wir werden eventuell Zuwachs von dort bekommen.

Wandergenuss im Tannheimer Tal

Das Tannheimer Tal überzeugt in jeder Hinsicht

mit Vielseitigkeit. Dies wird vor allem

beim Wanderangebot deutlich: Angesichts 300

Kilometer Wegenetz und abwechslungsreiche

Touren auf drei Ebenen findet jeder die richtige

Wanderroute.

Lösungen zum Quiz

1. Jan Hojer

2. Jakob Schubert (Österreich) und Janja Garnbret (Slowenien) bei

der Weltmeisterschaft Olympic Combined in Innsbruck

3. Kurt Albert und Wolfgang Güllich

4. Die offizielle Bezeichnung Landesleistungszentrum; die Möglichkeit,

einen Wettkampf im Combined-Format (Speed, Bouldern

und Lead in dieser Reihenfolge an einem Tag) auszurichten;

die bundesweit beste Energieeffizienz (siehe alpenblick 4-2018,

S. 15–17)

Traildays im Tannheimer Tal

mit Peter Schlickenrieder.

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Mai 2019

Wandererlebnis

alpenblick 2 | 2019 53

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Aus den Abteilungen / Ausbildung

DAV-Kurs:

Mobile Sicherungen

von Mia Vianne Piasecki

Im Juni 2018 nahmen wir an einem von Jürgen Gmeiner geleiteten

Kletterkurs zum Thema „Mobile Sicherungen“ teil.

Wir sind einige Wochen zuvor im Konstein-Gebiet geklettert

und haben Jürgen zufällig bei einem seiner Lehrgänge

getroffen. Da solche Sicherungs-Kurse in unserer Sektion

nicht angeboten werden, nutzten wir die Gelegenheit und

fragten Jürgen, ob wir mal bei ihm mitmachen könnten.

Nun war es endlich so weit. Wir reisten am Samstagmorgen

nach Konstein und trafen uns mit unserem „Lehrer“, um

den Aufstieg zu unserem „Klassenzimmer“ anzutreten. Dort

erfolgte erstmal die theoretische Vorbereitung. Wir hatten

zwar bei anderen Kletterern schon Material zum mobilen

Sichern zu Gesicht bekommen,

aber nie im Leben so

viel, wie Jürgen in seiner

Materialkiste mitbrachte.

Von beinahe antiken Holzkeilen

bis zu hochmodernen

Friends und Totems war

alles dabei, und das in einer

Bandbreite an Größen und

Variationen, von denen

die meisten Kletterer nur

träumen können. Uns

wurden die Funktionen,

die Wirkungsweise und

die Vor- und Nachteile der

einzelnen Geräte sorgfältig

So viel Material!

Links: Übungsroute zum Legen von Keilen und Friends

Rechts: Erste Legeversuche von Mobilen Sicherungen in einer Route

Alle Fotos: Jürgen Gmeiner

erklärt, und wie man sie am sichersten anbringt. Jürgen ging

aber auch auf Grundlagen wie z. B. Knotenkunde ein. Nach

den einzelnen Erläuterungen durften wir das gerade vorgestellte

Material ausprobieren. Dazu blieben wir zunächst

noch am Boden – und das gab uns die Möglichkeit, in Ruhe

auszutesten, was wir vorher in der Theorie gehört hatten.

Jürgen schaute dabei immer wieder über unsere Schultern

und sprach entweder Lob aus oder gab uns Tipps, was wir

noch besser machen konnten. So verging die Zeit des ersten

Tages wie im Flug. Bei einem Kaffee im Tal wurde nochmal

über Fragen und Unsicherheiten gesprochen und wir übten

gemeinsam die heute gelernten Knoten.

Am Sonntag ging es dann ans Klettern. Jürgen wählte eine

Route aus, die für keinen von uns zu anspruchsvoll war, in

der es jedoch diverse Möglichkeiten gab, verschiedene mo-

54 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Ausbildung

EX Ins 72x243.qxp_Layout 1 26.02.19 11:47 Seite 1

bile Sicherungen zu legen. Wir durften

selbst auswählen, was wir an Material

mitnehmen wollten, und los ging

es. Wir waren im Toprope gesichert,

aber natürlich trotzdem wie beim

Vorstieg in ein weiteres Seil eingebunden,

damit wir auch das Seil in die

Exen clippen mussten – eben wie im

„Ernstfall“. Außerdem testeten wir jede

selbst gelegte Sicherung, indem wir

uns kurz ins Seil setzten, nachdem wir

sie gelegt hatten. Tatsächlich löste sich

nur eine einzige Sicherung, die Jürgen

sofort nochmal in verbesserter Form

legen ließ, worauf sie dann auch hielt.

Ich selbst war beim Klettern etwas

unsicher. Jürgen sah das mit geübtem

Blick sofort und nach einem kurzen,

aufbauenden Gespräch konnte ich

mich entspannter fühlen und genauso

viel Spaß haben wie die anderen.

Leider endete der Kurs schon am

Sonntagnachmittag, doch wir haben

auf jeden Fall sehr viel mitgenommen.

Mit seiner ruhigen, freundlichen Art

schaffte es Jürgen, uns alles Wichtige

verständlich zu machen. Die Atmosphäre

war während der gesamten

Schulung sehr angenehm und wir

fühlten uns alle sicher und gut aufgehoben.

Wir würden uns freuen, auch

den nächsten Kurs mit Jürgens Unterstützung

durchführen zu können!

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alpenblick 2 | 2019 55


Aus den Abteilungen / AugsburgAlpin

Genussklettern

am Limit –

ein Widerspruch?

von Martin Feistl

um Versuch endet im Seil, aber gegen

Abend hängen zumindest mal alle

15 Expressschlingen drin. Eine Lösung

in Hakenlinie konnten wir nicht finden,

jedoch die Anfänge einer überhaupt

kletterbaren Möglichkeit: Am Beginn der

Crux springt Finn 1,90 Meter gerade an

einen Henkel, steht unglaublich unheimlich

auf dem Griff auf und quert noch

unheimlicher zurück in die Hakenlinie.

Tag 2 in der Wand: Die vierte Seillänge

mit ihrer Crux ist Finn schon mal geklettert,

aber offenbar wurden der Wandbereich

seit seinem letzten Besuch

steiler und die Hakenabstände weiter.

„Martin, ich falle!“ Jo, passt. „Bist du bei

mir?“ Finn, wir sind allein in der Wand,

bei wem soll ich sonst sein? „Oh shit,

das wird weit, bitte mach’s weich, ganz

weich!“ Fällst du jetzt oder hast du es

dir noch anders überlegt? Irgendwann

ist er letztlich doch geflogen. Als ich an

der Reihe bin, beteuert er aber schon

wieder: „So hart ist es nicht. Du musst

da oben nur kurz mal die Eier in die

Hand nehmen und klettern!“

Mein Handy klingelt, Finn ist dran: „Hey

Martin, ich hätte da ein Projekt in Arco,

hast Lust, die Tage runterzufahren?“ Wie

lange, wie schwierig und wo – irrelevant.

Wichtig war nur, wann’s losgeht. Morgen?

Passt. In Innsbruck auf der Fahrt in den

Süden klingelt das Handy wieder, dieses

Mal ist Silvan dran, der Fotos schießen

möchte. Ein paar Stunden später stehen

wir zu dritt vorm Il Gatto Nero, dem Pub

schlechthin in Arco. Geschlossen?! Unser

Projekt soll „Guru Bassi“ sein, eine 300 Meter

lange 9+/10- im zentralen Wandteil

des Colodri, also 8a, diese angeblich

magische Grenze, von der alle Kletterer

immer reden? Oha, denk ich mir …

Erste plattige Schlüsselstelle

in der 4. Seillänge (9)

Akt 1: Dolce Vita, harte Züge und

weite Flüge

Tag 1 in der Wand: Gegen Mittag stapfen

wir bepackt mit 80 Meter dynamischem

Seil, 40 Meter Statikseil, über 50 Expressschlingen

und Fotoequipment durch

den Wald an den Wandfuß. Nach einigem

Hin und Her zwischen all den unveröffentlichten

Routen und Projekten

finden wir uns am Einstieg wieder. Gleich

die erste Seillänge mit 45 Meter stellt

die Schlüssellänge dar, mit der Crux im

oberen Drittel. Den ganzen Tag lang

bouldern wir abwechselnd durch die

Länge, Seilschaft um Seilschaft klettert

links und rechts an uns vorbei, Versuch

Tag 3 in der Wand: Jetzt hängt alles davon

ab, ob wir eine Lösung für die erste

Seillänge finden können. Gegen Ende

des Tages lag der Schlüssel dann in einer

Mischung aus einem ziemlich brachialen

Sprung, konsequentem Festhalten

kleiner Griffe und noch konsequenterem

Im-Griff-Halten der Psyche. Mehrmals

konnte ich die Sequenz mit Seil von

oben klettern, aber am scharfen Ende

des Seils die knapp fünf Meter lange

Passage ohne einen einzigen Haken

durchzuziehen, erforderte ein maximales

Maß an Vertrauen und Konzentration.

Nach diesem Tag war unsere Zeit in

Arco schon wieder rum, doch mit dem

Wissen, diese Route tatsächlich klettern

zu können, behielt ich jeden einzelnen

Zug im Gedächtnis, kletterte in Gedanken

mindestens zweimal pro Tag diese

Länge. Jeder erfolgreiche Durchstieg beginnt

im Kopf und in der Visualisierung!

Akt 2: Der Knoten ist geplatzt

Ziemlich genau einen Monat später

– mit immer noch jedem Zug im

56 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / AugsburgAlpin

Gedächtnis – ging es dieses Mal mit

Janina wieder zur Wand unserer

Träume zurück nach Arco.

Tag 4 in der Wand: Was für ein Tag!

Ich rechnete mit sehr viel Arbeit beim

Ausprobieren der Lösung. Beim ersten

Versuch boulderte ich noch einmal

durch die Crux und versuchte den Teil

danach einzuschleifen. Einen Haken

konnte ich einfach nicht sicher klippen

und entschied mich, ihn im Ondra-Style

auszulassen. Gegen Abend machte ich

dann einen weiteren Versuch und konnte

die Länge punkten. Janina knüppelte

die Seillänge, für die ich drei Tage gebraucht

hatte, im zweiten Versuch weg!

An dieser Stelle wäre es eigentlich angebracht,

eine Lobeshymne auf Janinas

Performance zu Papier zu bringen, das

wäre ihr aber mit Sicherheit zuwider.

Tag 5 nicht in der Wand: Regen, italienisches

Eis, Frust, mehr Eis, weniger Frust,

genauso viel Regen – diese Reihenfolge

bestimmte den Tag. Zwischendurch blieb

viel Zeit zum Grübeln, Zweifeln und Philosophieren.

Wir wussten beide: Jetzt

haben wir genau noch einen Tag, das

Projekt fertigzubringen. Das ehrlichste

Vorgehen wäre eine Ein-Tages-Rotpunkt-

Begehung; allerdings wie wahrscheinlich

wäre es, dass ich die erste Länge

ein zweites Mal punkten kann? Und ein

Tag bedeutete bei den kurzen Tagen im

November, die Schlüssellänge im ersten

Versuch, jede weitere im zweiten oder

onsight zu schaffen. Seillänge fünf bis

acht waren uns noch völlig unbekannt,

aber immerhin noch bis 9-.

Tag 6 in der Wand: Mit dem ersten Tageslicht

stehen wir wieder am Einstieg – zu

dritt. Kurt wird uns begleiten. Kurt ist

schwer bepackt mit Daunenjacke, Handschuhen,

Essen für gefühlt drei Tage,

unendlich viel Motivation und einer riesigen

Portion Druck. Kurt ist unser Haulbag.

Noch nie bin ich eine Seillänge an

meinem Limit ein zweites Mal geklettert.

Wieso auch? Ritualisiert binde ich die

Schuhe, immer zuerst den linken, danach

den rechten. Die ersten 15 Meter

im unteren 8. Grad beginnen hakelig

und brutal kalt, dann der gute Rastpunkt,

fünf Meter kraftvolles, steiles

7er-Gekraule, das übergangslos in den

Dynamo – meine manchmal übermächtig

erscheinende mentale Crux – übergeht.

So oft bin ich an diesem einen Zug

gescheitert. So oft war ich nicht in der

Lage, all meine Energie in den Bruchteil

dieser einen Sekunde zu stecken.

Aber jetzt war der Fokus da und kurz

nachdem beide Füße abgehoben sind,

erreiche ich den Henkel. Meine psychische

Crux ist geschafft, die nächsten fünf

Links: Weite Hakenabstände und filigrane Züge in

der 4. Seillänge (9)

Unten: Beginn der Schlüsselstelle in der ersten Seillänge

(45 m, 9+/10-)

Alle Fotos: Silvan Metz (www.silvanmetz.de)

alpenblick 2 | 2019 57


Aus den Abteilungen / AugsburgAlpin

Meter als physische Crux bis zu einem schlechten Rastpunkt. Ich

klettere in Gedanken mehrmals bis zum nächsten Haken, überprüfe,

ob mein motorisches Gedächtnis noch funktioniert, chalke

ein letztes Mal, atme entschlossen aus und schnaufe wie eine

Dampflokomotive bis zum Rastpunkt. Die restlichen pumpigen

Meter im 8. Grad waren jetzt nur noch ein Pflichtprogramm, das

es gegen den Pump und die Kälte abzuspulen galt. Janina stieg –

ebenfalls sturzfrei – hinterher. Sie führte die nächsten zwei Längen

im Grad 7+/8- und 8 bis unter unsere zweite Schlüssellänge.

Ich fing systematisch an, die Länge zu präparieren, um alles auf

einen zweiten Versuch zu setzen. Nach einer halben Stunde

hängen die wenigen Schlingen in den teilweise beunruhigend

rostigen und weit auseinanderliegenden Haken. Nicht einmal

senkrecht, nur kleinste Leisten, meistens falsch herumgedreht,

viele unsichere Reibungstritte und streng bewertet. Und das

alles immer an einer überhängenden Kante mit 100 Meter Luft

unterm Fidle und der Gewissheit, eben diese Kante im Gesicht

zu haben, sollte man an der falschen Stelle die falsche Entscheidung

treffen. Beide konnten wir die Länge dann im Vorstieg im

zweiten Versuch klettern. Damit war der Knoten nahezu geplatzt.

Janina kletterte die nächste 7+/8-, ich die darauffolgende und

hängte den obligatorischen Sarca-Dschungel gleich noch hintendran.

Um 16 Uhr sind wir kurz vor der Verwirklichung eines ganz

großen Traums. Davon trennt uns nur noch eine 60 Meter lange

Seillänge, bewertet mit 9-. Wir wissen, es muss ein onsight her.

Kurz vor Sonnenuntergang stehen wir beide am Gipfelkreuz des

Colodri. Zum ersten Mal verspüre ich auch ein halbes Jahr danach

noch das Gefühl, angekommen zu sein. Wo auch immer …

Martin Feistl (im roten T-Shirt) ist Mitglied in der DAV-Sektion Augsburg

und seit 2016 im Exped-Kader des DAV Zusammen mit Finn Koch beim Ausbouldern der rastlosen 4. Seillänge (45 m, 9)

Foto: Silvan Metz (www.silvanmetz.de/)

58 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / Familienbergsteigen

Faszination „Mountainbike mit Kindern“

von Gerda Regele

Heute beginnt der Spaß auf zwei

Rädern für Kinder oft schon im Alter

von zwei Jahren, wenn sie mit ihrem

Laufrad die ersten Erfahrungen sammeln.

Der Übergang zum selbständigen

Radfahren gelingt mit dieser Vorstufe

meist wie von selbst. Spätestens jetzt

planen viele radbegeisterte Eltern die

ersten gemeinsamen Ausfahrten. Damit

die Freude am Radeln erhalten bleibt

und zum gemeinsamen Familienerlebnis

wird, sollten einige grundlegende

Dinge beachtet werden.

Fahrrad

Die wichtigste Eigenschaft, die ein geeignetes

Kindermountainbike haben

sollte, ist ein möglichst geringes Gewicht.

Seit einigen Jahren gibt es auf

dem Markt Kindermountainbikes, die

auf die Ergonomie von Kindern angepasst

sind. Federgabeln und Scheibenbremsen

sind bei einem 24-Zoll-Fahrrad

unnötiger Ballast. Breite, mit wenig

Druck aufgepumpte Reifen bieten guten

Gripp und Federung.

Eltern und Kinder sollten vor jeder Fahrt

den Bike-Check machen: Vorderrad fest,

Lenkerschraube fest, Bremsen funktionsfähig,

Kurbel und Kette in Ordnung,

Sattel auf passender Höhe und

festgezogen (Schnellspanner erleichtern

die Höhenanpassung im Gelände),

Hinterrad festgemacht???

Bewährter Grundsatz: Die Eltern passen sich der

Kraft und der Kondition der Kinder an.

Ausrüstung

Grundsätzlich brauchen Kinder auf dem

Mountainbike die gleiche Ausrüstung

wie die Erwachsenen, d. h. Helm, Brille

und Handschuhe. Geht die Tour ins

Gelände, ist es sinnvoll, zusätzlich Knieund

Ellenbogenschützer mitzunehmen.

Ein passender Ersatzschlauch fürs

Kinderrad muss auch mit.

Mit Helm, Brille und Handschuhen gut ausgerüstet

für die Mountainbike-Tour.

Manchmal ist es fast unglaublich, wie

groß der Hunger bei Kindern sein kann,

wenn sie sich auf dem Rad bewegen.

Deshalb ausreichend Brotzeit und Getränke

einpacken, die Motivation lässt

sich wunderbar mit Gummibärchen

oder Lieblingsriegel steigern.

Tourenplanung

Bei der Tourenplanung gilt der gleiche

Grundsatz wie bei allen anderen Familienaktivitäten:

Die Eltern passen sich

der Kraft und der Kondition der Kinder

an und nicht umgekehrt!

Vor allem für die ersten Touren heißt

es: klein planen und flexibel steigern.

Die Kinder sollen Spaß haben und

nicht erschöpft und weinend am Berg

stehen. Lieber zwischendurch oder am

Ende noch eine weitere Schleife zur

nächsten Eisdiele oder zum Spielplatz

dranhängen.

Moderates Gelände ohne lange Auffahrten

ist perfekt. Und spannend wird die

So macht der Radausflug allen Spaß.

Fahrt, wenn kurze Trails, enge Wege, Anleger

oder knifflige Fahrstellen zu bewältigen

sind. Aber bitte nie zu schwierig, die

Herausforderungen sollen Spaß machen!

Schon bei der Planung sollte man bedenken,

dass auch Kinder unterschiedliche

Tagesform haben. Falls Motivation,

Gummibärchen oder das Versprechen

auf ein Eis nichts mehr helfen, darf eine

Tour auch mal abgebrochen werden.

Ausfahrt

Kinder brauchen Zeit zum Spielen und

Zeit, um sich zu erholen. Eltern sollten

dieses Bedürfnis bei einer Mountainbike-Ausfahrt

ebenfalls beachten und

viel Zeit für Spielpausen einplanen.

Sinnvoll ist es, mit der Pause einen Ausgleich

zur Kraftanstrengung zu schaffen:

Hierzu eignen sich alle Beobachtungsspiele,

Balancespiele oder einfach

sich hinsetzen und etwas schnitzen.

Fahrtechnikübungen wie Wurzelüberfahrten

oder Ausweich- und Bremsübungen

bringen Abwechslung in die

Tour. Ein Erwachsener sollte an kniffligen

Stellen immer Hilfestellung geben

und ein Gelände ohne Absturzstellen

aussuchen.

Fazit

Es muss nicht immer die spektakuläre

1.000-Höhenmeter-Tour durch die Berge

sein! Wir in Augsburg haben in den

westlichen Wäldern, dem Derchinger

Forst oder an Lech und Wertach entlang

tolle Gelände für eine Familientour vor

der Haustür!

Mit anderen Kindern macht jeder

Ausflug doppelt Spaß! Die Familienabteilung

bietet 2019 Gelegenheit für

gemeinsame Ausfahrten.

Alle Fotos: Privat

alpenblick 2 | 2019 59


Aus den Abteilungen / MTB

Mountainbike-Saison 2019

eröffnet!

Der Winterschlaf ist vorbei, der Winterspeck muss weg

von Morgane Brüssermann

Endlich werden die Tage wieder länger und die Temperaturen

milder: Die Mountainbike-Saison ist eröffnet. Jetzt heißt es, Bike

aus dem Keller rausholen und los geht’s! Aber Vorsicht, wer den

ganzen Winter lang nicht auf dem Bike gesessen ist und auch

keinen Ausgleichssport getrieben hat (z. B. Joggen, Schwimmen,

Ski-Langlauf), darf auch nicht vor lauter Vorfreude gleich

Vollgas geben. Da gilt die Regel: weniger ist manchmal mehr.

Der Körper soll sich langsam wieder an die Belastung gewöhnen.

Wer als Ziel hat, seine Kondition zu steigern – um während

der Hauptsaison leichter den Berg hochzukommen und

mehr Spaß bei der technischen Abfahrt zu haben –, der sollte

spätestens jetzt mit dem Grundlagenausdauertraining anfangen.

Wie geht das? Ein- bis zweimal die Woche locker trainieren:

wenig Höhenmeter und gleichmäßiges Tempo. Wenn du

dich dabei noch flüssig unterhalten kannst, hast du genau das

richtige Tempo. Falls das Wetter noch nicht mitspielt, probiere

mal einen alternativen Ausdauersport wie Joggen oder

Schwimmen aus. Das funktioniert genauso gut.

Erhöhe dann langsam und regelmäßig die Dauer der Trainingseinheiten

und füge nach vier bis fünf Wochen Kraftausdauertrainingseinheiten

hinzu. Da dürfen auch mal kleine Berge

gefahren werden (1.000–1.500 Höhenmeter) und das Tempo

sollte schneller werden. Man darf ruhig ins Schwitzen kommen

und außer Puste sein!

Tipp!

30 Minuten Joggen entsprechen

60 Minuten Radfahren. Falls du

also wenig Zeit zum Trainieren hast

und trotzdem fit werden möchtest,

probiere es mal aus! Joggen hat zusätzlich den

Vorteil, dass man es überall und mit wenig Equipment

machen kann. Und Fortschritte lassen sich schnell

erreichen, was auch noch gut für die Motivation ist!

Ambitionierte Fahrer, die ihre Kondition deutlich steigern

wollen, z.B. als Vorbereitung für Wettkämpfe, können zum

Schluss noch Trainingseinheiten im Entwicklungsbereich hinzufügen.

Ab hier tut es richtig weh: plaudern ist nicht mehr,

jeder Atemzug wird benötigt, die Muskeln brennen und der

Puls ist auf Maximum. Es werden sukzessive Intervalle absolviert,

in denen man alles gibt: Steile Aufwärts-Passagen

werden mit maximaler Geschwindigkeit gefahren. Dieses

Trainingsprogramm ist aber nur für fitte Biker geeignet.

Ganz egal, ob du für den Spaß, für deine Gesundheit oder für

ein bestimmtes Rennen trainierst, wichtig ist vor allem die

Regelmäßigkeit. Da es im Alltag manchmal schwer ist, sich Zeit

dafür freizuhalten, versuche den Spaß mit dem Nützlichen

zu kombinieren und fahre zum Beispiel ab und zu mit dem

Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen. Um die Monotonie zu

brechen, trainiere mit Freunden, die idealerweise leicht besser

als du sein sollten. Herausforderung kurbelt die Motivation an!

Literatur zu diesem Thema:

Erlebnis Transalp, von Gitta Beimfohr und Christoph Listmann

Illustration: Elena Gangloff

Der DAV macht dich fit!

von Morgane Brüssermann

Stoneman Glaciara – 127 km durch die Bilderbuchlandschaft der Schweizer Berge

Für die kommende Saison hat dir das DAV-Mountainbike-

Guide-Team ein XXL-Touren- und Kursprogramm vorbereitet –

mit so vielen Angeboten wie noch nie zuvor! Von leichten,

genussvollen bis hin zu schweren und herausfordernden Touren,

es ist für jeden Anspruch und jede Zielsetzung gesorgt.

Foto: Nadja Schöpf

Ganz neu dieses Jahr sind die Technik trainings für Fortgeschrittene,

die zusätzlich zu den bereits bekannten Techniktrainings

„Basics” auf dem Programm stehen. Es werden

drei aufeinander aufbauende Kurse angeboten, in denen

du unter anderem lernen wirst, Hindernisse zu überwinden

sowie Spitzkehren und Anlieger zu fahren. Weitere Kursinhalte

sind Techniken, um Trails schneller und flowiger zu

surfen. Zum Schluss erwartet dich eine Tour, in der du das

Ganze noch einmal im echten Gelände anwenden und üben

kannst. Damit bist du auf jeden Fall für den Rest der Saison

bestens gerüstet!

Außerdem bietet das DAV-MTB-Team dieses Jahr einige

Mehrtagestouren (2–3 Tage) mit Alpencross-Charakter an,

wie zum Beispiel einen der bekannten Stoneman-Trails.

Diese Touren sind ideal für diejenigen, die immer schon

einen Alpencross fahren wollten, aber sich nie getraut

haben, oder die keine ganze Woche Zeit haben oder sich

einfach auf einen Alpencross vorbereiten möchten.

Der DAV macht dich fit!

60 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / MTB

Willkommene Verstärkung im

Mountainbike-Guide-Team!

von Morgane Brüssermann

Im September 2018 vollendete

Bernd Hilble seine

DAV-Fachübungsleiterausbildung

Mountainbike am

schönen Passo di Lavazé.

Der Dreißigjährige aus

Friedberg wird nun das

bestehende DAV-Mountainbike-Guide-Team

verstärken und kann es

kaum erwarten, in die

neue Saison zu starten.

Um unseren neuen Guide

Bernd Hilble, unser neuer Mountainbike

Guide

besser kennen zu lernen, haben wir ihm ein paar Fragen

gestellt. Eins kann man aber schon sagen: Es erwarten

uns jede Menge spannende Touren für ambitionierte

Biker und Trail-Junkies!

Foto: Privat

Ihrÿ

Outdoor

experte

sport-conrad.com

Europas Bergsport und OutdoOr Onlineshop!

Bernd, wenn du deine Persönlichkeit in drei Worten

beschreiben solltest, welche wären es?

Bernd: Umgänglich, zuverlässig, begeisterungsfähig.

Wann hast du mit dem Mountainbiken begonnen?

Bernd: Seit 2010 fahre ich sehr viel Fahrrad. Mit dem

Mountainbiken begann ich jedoch erst 2015.

Wie hat es damals begonnen?

Bernd: Ich liebe Radfahren und die Berge. Irgendwann

fiel mir auf, dass sich das ziemlich gut verbinden lässt.

Funktionsbekleidung und Ausrüstung der Extraklasse

– das seit über 120 Jahren! Bei uns finden Sie alles

rund um das Thema Outdoor, von der Funktionswäsche

bis zum Zelt, über Bergschuhe und Rucksäcke, bis zum

E-Bike. Eine persönliche Beratung bekommen Sie in

einer unserer Filialen oder Sie stöbern durch unser

riesiges Onlinesortiment.

Was magst du am Mountainbiken?

Bernd: MTB ist die perfekte Mischung aus Naturerlebnis,

technischer Herausforderung und Kondition.

Definiere deinen Fahrstil in drei Worten.

Bernd: Verspielt, technisch, lahm

Wir sind ganz gespannt und lassen uns mal überraschen!

Wo warst du noch nie biken und würdest unbedingt einmal

fahren?

Bernd: Dadurch, dass ich noch nicht so lange MTB fahre,

gibt es noch sehr viel für mich zu entdecken. Die ganzen

klassischen MTB-Regionen der Alpen stehen noch auf

meiner Liste. Diesen Winter ging es jedoch erst mal auf

die steinigen (und schneefreien!) Küstentrails in Portugal.

conrad GmbH // 82377 Penzberg / Bahnhofstraße 20 // 82467 Garmisch-

Partenkirchen / Chamonixstraße 3–9 // 82418 Murnau / Obermarkt 18 //

82407 Wielenbach / Blumenstraße 35 // sport-conrad.com

alpenblick 2 | 2019 61


Aus den Abteilungen / JUB

Ausblick auf die Sommertouren der JUB-Gruppe 2019

von Laura Jantz-Klinkner

Unsere Gruppe kann erfreulicherweise

einen steten Zuwachs an interessierten

und aktiven „Studierenden und jungen

Berufstätigen“ (daher die Abkürzung

„JUB“) verzeichnen. Die Touren sind

sommers wie winters sehr gut gebucht

und bei unserem Stammtisch schauen

immer wieder viele neue Gesichter vorbei

– darunter auch viele Bergbegeisterte,

die bislang vor allem Wandertouren

unternommen haben und sich nun

Schritt für Schritt an anspruchsvollere

Spielarten des Alpinismus heranwagen

möchten. Aus diesem Grund haben

wir unser Angebot in diesem Sommer

angepasst und bieten neben unserer

jährlichen Hochtour drei abwechslungsreiche

Wanderungen an. Während für

die Hochtour bereits Grundkenntnisse

der Spaltenbergung und des Verhaltens

auf einem Gletscher erforderlich sind,

können die Teilnehmenden bei den

Wanderungen auch ohne Vorkenntnisse

mitmachen und sich so langsam vom

„Bergwandern“ ans „Bergsteigen“ herantasten

– die entsprechende Kondition,

Schwindelfreiheit und Trittsicherheit

vorausgesetzt! Mal werden die ersten

Höhenmeter mit dem Bike zurückgelegt,

mal verhilft ein Stahlseil über eine sonst

heikle Passage oder es gilt, einen ausgesetzten

Grat entlangzukraxeln: Durch

unsere Gemeinschaftsfahrten möchten

wir die persönliche Weiterentwicklung

und das eigenständige Bergsteigen

fördern und im Austausch mit anderen

Bergbegeisterten die Neugier auf weitere

alpine Aktivitäten und das umfangreiche

Touren- und Kursprogramm der

Sektion wecken.

Aber nun genug der Theorie – auf folgende

Touren könnt ihr euch in diesem

Bergsommer mit uns freuen:

26.5.2019: Wanderung auf das

Kienjoch

Bei unserer ersten Tour gehen wir über

den einsam gelegenen Grat des Kieneckspitz

aufs Kienjoch in den Ammergauer

Alpen – teils etwas ausgesetzt,

Schwindelfreiheit und Trittsicherheit

sind notwendig. Auch konditionell solltet

ihr genug Power für die 1.200 Hm im

Aufstieg mitbringen.

Imposanter Gipfelaufbau und steiler Grat

am Schneck (2.268 m) – hier heißt es Kraxeln!

Alle Fotos: Johannes Lechler

62 alpenblick 2 | 2019


Aus den Abteilungen / JUB

Fantastische Aussicht vom Schneck auf die Allgäuer Bergwelt

5.–7.7.2019: Hochtour auf den einsamen Schrammacher

Vom Schlegeisspeicher im Zillertal steigen wir am Freitag

zum Pfitscher-Joch-Haus auf. Von dort geht es am Samstag

nach einer Gletscherquerung und Blockkletterei am Grat (I-II)

auf den einsamen Schrammacher (3.410 m). Am Sonntag

ist im Abstieg ggf. ein weiterer Gipfel bzw. eine alternative

Route durch das idyllische Unterschrammachkar möglich.

Gletschergrundkenntnisse erforderlich!

21.7.2019: Bike & Hike zum Schneck

Von Hinterstein im Allgäu fahren wir mit dem Bike an der Ostrach

entlang bis ans Ende des Bärgündeletals zur Pointhütte.

Hier lassen wir das Rad stehen und steigen zu Fuß über den

Himmelecksattel die grünen Grashänge hinauf zum Schneck

(2.268 m). Die letzten Meter am Grat erfordern noch einmal

unsere volle Aufmerksamkeit! Ein fahrtüchtiges Rad und ein

bissl Kondition können bei dieser Tour sicher nicht schaden.

„Neue und unbekannte Orte zu entdecken treibt

mich an. Ich konzentriere mich auf Projekte, die

schwer zugänglich sind. Die Größe der Landschaft

um mich herum zu erleben ist befreiend.“

FAITH DICKEY MIT DEM NEUEN

GRAVITY MOTION SL

22.9.2019: Aussichtsreiche Entschenkopf-Überschreitung

mit Bergseenidyll

Im September heißt es „Bahn & Hike“: Die Bahn fährt uns

nach Langenwang im Allgäu, von wo aus wir durch den

Gaisalptobel zum Entschenkopf (2.043 m) wandern. Nach

einer aussichtsreichen Gratüberschreitung geht es vorbei

an den Gaisalpseen (Handtuch nicht vergessen!) zur Einkehr

in die Richteralpe. Eine ähnliche Tour findet ihr unter

www.alpenvereinaktiv.com/s/3ghBk

Details zu Anmeldung, Vorbesprechungen, Kosten etc.

entnehmt ihr bitte dem Tourenprogramm. Wenn ihr Fragen

habt, schaut am besten bei unserem Stammtisch vorbei –

dieser findet an jedem ersten Montag im Monat im DAV-

Kletterzentrum statt. Wir freuen uns auf euch!

alpenblick 2 | 2019 63


Aus den Abteilungen / Unterwegsgruppe

Hinterer Tajakopf (2.408 m)

als Winter- und Sommertour

von Christiane Altthaler

Der Hintere Tajakopf bei Ehrwald war 2018 zweimal Ziel

unserer Gruppenfahrten. Die erste Begehung gestalteten

wir als klassische Skitour, die mit 1.100 Höhenmetern schon

zu den anspruchsvolleren gehört. Mit 10 Teilnehmern starteten

wir bei der Ehrwalder Sonnenbahn Richtung Gipfel. Die

Route führte uns über den Ganghofersteig hinauf. Am westlichen

Tajajoch war das Skidepot, die restlichen 150 Höhenmeter

stapften wir zu Fuß. Oben auf dem Gipfel wehte ein

heftiger Wind, weshalb wir nicht lange verweilten. Die Abfahrt

gestaltete sich als schwierig, da wir mit ständig wechselndem

Schnee zu kämpfen hatten. Doch alle Mitstreiter

meisterten sämtliche Schwierigkeiten mit Bravour.

Bei der Sommertour – wir waren zu zwölft – wählten wir eine

andere Variante. Start war in Biberwier, dann ging es über die

Biberwierer Scharte (2.100 m) zur Coburger Hütte (1.917 m)

hinab. Nach kurzer Rast mit Bad im Drachensee (ca. 14° C!) führte

uns der Steig hinauf zum Tajatörl (2.259 m). Von dort machten

wir einen kurzen Abstecher zum Gipfel des Hinteren Tajakopfes,

um dann wieder über den Ganghofersteig zum Brendlsee

(1.917 m), den wir im Winter unter der Schneedecke gar nicht

bemerkt hatten, zur Ehrwalder Sonnenalm abzusteigen.

Wie unterschiedlich dieselbe Landschaft im Licht der verschiedenen

Jahreszeiten aussieht, kann man sehr gut auf

den Bildern erkennen.

Oben: Winter – Abstieg vom Gipfel des Hinteren Tajakopfs

Rechts: Sommer – Abstieg über den Ganghofersteig

Unten rechts: Sommer – Blick vom Tajatörl zur Ehrwalder Sonnenspitze

Unten links: Winter – Abfahrt über den Ganghofersteig

Alle Fotos: Christiane Altthaler

64 alpenblick 2 | 2019


8 Tage

ab € 795,–

TRAUMHAFTES MAROKKO

RUNDREISE UND TREKKING

top-AnGebot

..

Historische Pascha-Paläste, quirlige Souks, karge Gebirgslandschaften und grüne Oasen. Die Eindrücke auf dieser Reise durch Marokko sind vielfältig. Von der

Küstenmetropole Casablanca geht es in die Königsstadt Marrakesch mit seiner wunderschönen Altstadt. Nach dem Trubel der Stadt genießen wir die Ruhe und

Schönheit des Aurika-Tals im Hohen Atlas. Wir überqueren das Gebirge in Richtung Ouarzazate an der „Straße der Kasbahs“ und erkunden das berühmte Weltkulturerbe

Ait Ben Haddou. Aber auch das Wandern kommt nicht zu kurz bei unserem 2-tägigen Hüttentrekking durch das vulkanische geprägte Siroua-Gebirge.

8 Tage Rundreise und Hüttentrekking

Casablanca: Moderne Metropole am Atlantik

Königsstadt Marrakesch: Märchen aus 1001 Nacht

Tagesausflug ins grüne Aurika-Tal im Hohen Atlas

Weltkulturerbe Ait Ben Haddou und Kasbah Telouet

Ouarzazate: Tor zur Sahara

Verwinkelte Kasbahs und grüne Oasen

2-tägiges Hüttentrekking durch das

vulkanisch geprägte Siroua-Gebirge

Agadirs Traumstrände zum Finale

IM REISEPREIS ENTHALTEN

Reiseleitung durch einen Deutsch sprechenden einheimischen Kultur- und Bergwanderführer • Flüge

mit Royal Air Maroc ab/bis München/Frankfurt • Busfahrten im klimatisierten Kleinbus inkl. Gepäcktransport

• 5 × Hotel*** im DZ • 2 × Hütte im Mehrbettzimmer • 7 × Frühstück, 5 × Mittagessen (teilweise

als Lunchpaket), 2 × Abendessen • Gepäcktransport beim Hüttentrekking mit Mulis, 12 kg pro

Person • Besichtigungen und Eintritte lt. Programm • Versicherungen • U.v.m.

ab € 795,– inkl. Flüge mit Royal Air Maroc ab/bis München oder Frankfurt

Termine (je 8 Tage)

Starttage: 24.10. | 31.10. | 07.11. | 14.11. | 21.11.2019

und 12.03. | 19.03. | 26.03. | 02.04. | 09.04.2020

Detailliertes Tagesprogramm unter:

www.davsc.de/MATOP

Persönliche Beratung: +49 89 64240-125

Beratung und Buchung: DAV Summit Club GmbH | Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins | Am Perlacher Forst 186 | 81545 München | Telefon +49 89 64240-0 | www.dav-summit-club.de


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

Grußwort

Foto: Richard J. Mayr

Liebe Bergkameradinnen

und Bergkameraden,

zum Jahresanfang überraschte uns der Winter fast mit

einem Übermaß an Schnee. Bis ins Flachland wurde alles

dick eingeschneit, und auch in Friedberg war es wieder

einmal möglich, mit den Langlaufskiern unterwegs zu sein

oder mit dem Schlitten am Fuchsloch und am Schlossberg

herunter zu rodeln. Was für ein herrliches Vergnügen für

Erwachsene und Kinder!

Leider musste aufgrund der Lawinengefahr einer unserer

Skikurstage abgesagt werden, da unser Ziel Lermoos nicht

zu erreichen war. Allerdings wurden an den übrigen drei

Skikurstagen sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen

von unseren Skilehrern unter der Führung von Tom Lutz

wieder bestens ausgebildet. Nach dem traditionellen

Abschlussrennen Ende Januar durfte ich dann wieder in

Richard J. Mayr, Vorsitzender des DAV Friedberg

viele strahlende Kinderaugen blicken, als die Medaillen und

Urkunden durch die jeweiligen Skilehrer übergeben wurden.

Besonders erfreulich ist es für unsere Sektion, dass sich

mehrere Jugendliche für eine Ausbildung zum Fachübungsleiter

Alpinskifahren bereit erklärt und die entsprechenden

Ausbildungen bereits aufgenommen haben. Ein langfristiger

Fortbestand unseres traditionellen beliebten Skikursangebots

ist so gewährleistet.

Unser Skitourenwochenende im Februar für Anfänger

und Wiedereinsteiger erfreut sich jedes Jahr wachsender

Beliebtheit. Dieses Jahr war unser Berghaus Rinnen bis auf

den letzten Platz gefüllt. Unter der fachkundigen Führung

von Franz Reif und Reinhard Thurner wurden die Teilnehmer

in der Technik des Tourenskigehens und im Gebrauch

der entsprechenden persönlichen Schutzausrüstung zur

Vermeidung von Lawinenunfällen unterwiesen.

Ein besonderes Ereignis erwartet uns in diesem Jahr:

Die Freundschaft zwischen unserer Sektion Friedberg

und der Trientiner Alpenvereinssektion SOSAT feiert

50. Geburtstag. Rudi Nägele stellt in diesem alpenblick

den berühmten Männerchor dieser Sektion vor.

Für den beginnenden Frühling und den kommenden

Frühsommer wünsche ich Euch viel Spaß und Freude an

Wanderungen im Voralpenland und in unseren bayerischen

Bergen.

Berg Heil

Euer Richard J. Mayr

66 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

Die Pflege von Freundschaften ist

ein wichtiger gesellschaft licher Beitrag

Mitgliederehrung beim Neujahrsempfang

von Rudi Nägele

Beim Neujahrsempfang des Friedberger

Alpenvereins trafen sich die Mitglieder

einmal nicht zu Bergtouren oder

Schneesport, sondern im Saal des Pfarrzentrums

zur Pflege von Freundschaften

und zu unterhaltsamen Gesprächen.

Während sich bei den eigentlichen

Sportaktivitäten meist nur die jeweiligen

Gruppenmitglieder treffen, kommen

bei diesem Ereignis Vereinsangehörige

über die unterschiedlichen Interessen

am Vereinsgeschehen hinweg zusammen,

frischen alte Beziehungen auf oder

lassen neue entstehen. Dies formt den

gesellschaftlichen Zusammenhalt mehr

und nachhaltiger als jeder Appell der

politischen Öffentlichkeit.

In seiner Begrüßung dankte Vorstand

Richard Mayr den vielen Ehrenamtlichen

des Vereins für ihre vielseitigen

und unschätzbaren Leistungen. Mit

dem Wunsch nach einem erlebnisreichen

und unfallfreien Jahr in den

Bergen richtete er den Blick schon auf

herausragende Ereignisse des kommenden

Vereinsjahres: Beim Altstadtfest

wird der Alpenverein wieder das

Karussell betreiben und sich damit

markant präsentieren; im Oktober wird

das 50-jährige Jubiläum der Freundschaft

unseres Vereins mit dem Trientiner

Bergsteigerchor SOSAT gefeiert.

Oben:

Der Alpenverein Friedberg ehrte bei seinem

Neu jahrsempfang die Mitglieder mit langjähriger

Vereinszugehörigkeit: Seit 60 Jahren begleiten

den Verein Horst Richter, Adi Feicht, Ehrenvorsitzender

Paul Pöller, Anna Berger und Franz Xaver

Egger (v.l.); hinten und rechts die Vorsitzenden

Andreas Ziegenaus und Richard Mayr.

Mitte:

Alpenvereinsmitglieder mit 50-jähriger Vereinszugehörigkeit

Unten: 40-jährige Vereinszugehörigkeit: Damen

Alle Fotos: Tamara Schallmair

alpenblick 2 | 2019 67


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

40-jährige Vereinszugehörigkeit: Herren

Der Höhepunkt des Empfangs war

die von den Vorständen Richard Mayr

und Andreas Ziegenaus vorgenommene

Ehrung von Vereinsangehörigen

mit 60-, 50-, 40- und 25-jähriger

Mitgliedschaft. Deren Namen können

im alpenblick 4/2018 nachgelesen werden.

Zwei Mitglieder seien wegen ihrer

besonderen Bedeutung für Verein und

Gesellschaft hier trotzdem nochmal

genannt: Der langjährige Vorsitzende

und jetzige Ehrenvorstand Paul Pöller

begleitet schon seit 60 Jahren den

Verein; 50 Jahre hält Altbürgermeister

und Ehrenbürger der Stadt Friedberg

Albert Kling dem Verein die Treue.

Den gemütlichen Charakter dieses

Abends unterstützte wie gewohnt

gekonnt das Blechbläserquintett

„Men in Blech“ mit seiner schwungvollen

Musik. Der Hornspieler dieser

Friedberger Gruppe, Martin Nägele,

war heuer selbst unter den geehrten

Mitgliedern mit 25-jähriger Vereinszugehörigkeit.

25 Jahre Mitgliedschaft im

Alpenverein Friedberg: Damen und Herren

Alle Fotos: Tamara Schallmair

68 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

Trientiner Bergsteigerchor SOSAT –

Die Stimme der Berge

Seit 50 Jahren ist der weltberühmte Chor mit der Sektion Friedberg befreundet

von Rudi Nägele

Wer hätte am 7. September 1969 gedacht,

dass ein Konzert des Trientiner

Bergsteigerchors, das aus Anlass des

100-jährigen Bestehens des Deutschen

Alpenvereins an diesem Tag in Friedberg

stattfand, der Beginn einer nun 50 Jahre

andauernden Freundschaft zwischen

der Trientiner Bergsteiger-Sektion SOSAT

und der Friedberger Alpenvereinssektion

sein würde! Es war das erste Konzert in

Friedberg und viele sollten noch folgen.

Die Jubiläumsfeier zu diesem Anlass wird

heuer ein Höhepunkt im Vereinsgeschehen

sein, das Konzert des Bergsteigerchors

im Schloss ein ganz besonderer.

La Montanara

Da wird dann auch das Lied „La Montanara“

erklingen, das den Chor weltberühmt

gemacht hat. Es wurde eigens

für ihn 1927 von Toni Ortelli komponiert.

Mit einer unvergleichlichen

dynamischen Bandbreite interpretiert

der Chor dieses Lied: Vom zarten

Pianissimo über ein reines, sehnsuchtsvolles

Tenor-Solo bis zum fulminanten

Fortissimo reicht sein Klangspektrum,

mit dem er die Gegensätze der

Gebirgswelt eindrucksvoll beschreibt.

Das Lied ist zum Markenzeichen des

Chors geworden.

Chor der Alpenvereinssektion SOSAT

Mit seinem allerersten Konzert wurde

der Bergsteigerchor als „Chor der SOSAT“

am 24. Mai 1926 von sangesfreudigen

Mitgliedern der SOSAT, einer Sektion

des Trientiner Alpenvereins, aus der

Taufe gehoben. Die Sektion SOSAT

wurde fünf Jahre vorher innerhalb des

Trientiner Alpenvereins SAT gegründet.

Während dieser Verein bis dahin

nur den vermögenden Gesellschaftsschichten

vorbehalten war, sollte SOSAT

(Sezione Operaia Società Alpinisti

Tridentini) als Sektion für Arbeiter im

Volk die Liebe zu den Bergen und zum

Der Trientiner SOSAT-Chor ist der älteste Bergsteigerchor Italiens. Sein Lied „La Montanara“ hat ihn weltberühmt gemacht. Seit 50 Jahren besteht eine Freundschaft

zwischen diesem Chor und der Sektion Friedberg. Am 19. Oktober 2019 gibt der Chor ein Konzert im Friedberger Schloss. Foto: Archiv SOSAT-Chor

alpenblick 2 | 2019 69


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

Alpinismus wecken. Der Chor

der SOSAT fand mit seiner neuen

musikalischen Ausdrucksform

bald internationale Beachtung.

Mehr als 2.000 Konzerte vor allem

in Europa und Amerika hat er

bestritten, in Radio- und Fernsehsendungen

ist er aufgetreten und

dadurch weltberühmt geworden.

Für seine kulturellen Verdienste

erhielt der Bergsteigerchor höchste

Auszeichnungen. Seit 1961

nennt er sich offiziell „Trientiner

SOSAT-Chor“.

Dario Scarpa, Sänger im

zweiten Tenor, war schon vor

50 Jahren beim ersten Konzert

des Trientiner SOSAT-Chors in

Friedberg mit dabei.

Foto: Rudi Nägele

Oben: Zum 60. Geburtstag der Sektion Friedberg gab der Chor im Juni 2012 ein

Freiluftkonzert an der Willi-Merkl-Hütte vor der Kulisse des Gimpel. Foto: Tamara

Schallmair

Unten: Spontanes Hüttenkonzert in geselliger Runde bei der 60-Jahr-Feier unseres

Vereins auf der Füssener Hütte. Foto: Rudi Nägele

Die Lebensfreude im Gesang

Seine Lieder atmen die Atmosphäre der Trientiner Bergwelt.

Viele Weisen stammen aus dem Mittelalter oder erinnern an

die Choräle der Klöster des Etschtals. Andere sind Volksmelodien

aus dem Veneto, aus Piemont, Friaul oder der Lombardei

oder stammen von Fuhrleuten und Pilgern aus Bayern und

Tirol. Zum Repertoire des Chors gehören auch internationale

Volkslieder, selbst ein russisches gehört dazu. Mit lautmalerischen

Klängen interpretiert er sogar reine Musikstücke: Es

ist ein Vergnügen, den österreichischen Marsch „Unter dem

Doppeladler“ vom Chor zu hören, wenn die Blasinstrumente

und ihre taktbestimmenden Wirkungen durch menschliche

Stimmen imitiert werden. Aus der einfachen, ungekünstelten

und mit voller Dynamik geführten Gesangsweise sind

Lebensfreude und die Lust am Singen herauszuhören. Seinen

Erfolg verdankt der Chor der Originalität seiner Ausdrucksform,

der Besonderheit seines Repertoires und seiner Spontanität.

Sitzt man mit Mitgliedern des Chors in Berghütten oder

sonst gemütlich zusammen, entwickelt sich plötzlich aus dem

Nichts ein bewegender Gesang. Diese Sangesfreude und Auftritte

in der freien Natur der Bergwelt machen ihn zu einem

einzigartigen Chor: dem Bergsteigerchor.

Festkonzert zum Jubiläum

Die Sektion Friedberg im Deutschen Alpenverein ist sehr stolz,

mit diesem Chor seit 50 Jahren befreundet zu sein; die Freundschaft

reicht bis in die Familien. Der erste Friedberger Alpenvereinsvorsitzende

Beppo Pöller war zusammen mit Silvio

Detassis, dem damaligen Präsidenten von SOSAT, die treibende

Kraft bei der Begründung und Festigung dieser Beziehung;

sein Neffe Paul Pöller, ebenfalls langjähriger Vorstand, wirkt

bis heute als festes Band der Freundschaft. Freuen wir uns

auf das Freundschaftskonzert des Trientiner SOSAT-Chors am

19. Oktober im Festsaal des Friedberger Schlosses.

Quellen:

• Helmut Reith: Eine Brücke wurde geschlagen, Verlagsbeilage

der FA, 14.3.2002

• www.corososat.it

70 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus dem Vorstand

Die Sektion

gratuliert allen Mitgliedern, die in der Zeit von April bis Juni

einen runden oder halbrunden Geburtstag feiern können

90 Jahre

Fritz Hafner

Georg Mayer

Helmut Adam

85 Jahre

Josef Schmid

Robert Scheu

Dismas Seitel

Ernst Trepesch

Simon Konrad

Karl Stark

80 Jahre

Ingeborg Liermann

Wilhelm Kain

Gisela Ried

75 Jahre

Hermann Leutgäb

Reinhard Pachner

Brigitte Deiml

Renate Giebitz

Herbert Thoma

Ingrid Weiss

Margit Pasdera

Elisabeth Görke-Raschen

Heinrich Schröppel

Susanne Bernhard

70 Jahre

Albert Kandler

Johann Dunstheimer

Helmut Rigl

Wolfgang Krauth

Reinhard Hansbauer

Harald Neumair

65 Jahre

Josef Friedl

Josef Wirth

60 Jahre

Angelika Bischofer

Waltraud Stief-Majovski

Rosita Schadl

Achim Freisleben

Petra Döring

50 Jahre

Martin Jaumann

Birgit Arzberger

Nadine Basmann

Marion Schlech

Roswitha Nagel

Claudia Caesperlein

Christian Gebert

Wolfgang Spaar

Klaus Schneider

Helmut Schamberger

Georg Wörle

Monika Schrödl

Simone Ullmann

Bernhard Blösch

Stefan Przybilla

Unsere Sektion gedenkt des Verstorbenen

Franz Braun

Wir gedenken des Verstorbenen in Dankbarkeit für

seine Verdienste und Treue, die er der Sektion und

dem Alpenverein entgegengebracht hat.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

alpenblick 2 | 2019 71


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Seniorengruppe

Programm der Senioren

April – Juli 2019

von Christine Dietz

10.4.2019 Gemeinschaftsfahrt nach Nesselwang

Wanderung im Wertachtal über Maria Rain

zum Wildberger Hof mit Einkehr

24.4.2019 Stammtisch (Sportgaststätte Ottmaring)

15.00 Uhr

Anmeldung zur Gemeinschaftsfahrt ins

Westallgäu

8.5.2019 Gemeinschaftsfahrt ins Westallgäu

Wanderung von Riedholz auf die Riedholzer

Kugel und zurück durch den Eistobel

22.5.2019 Stammtisch (Sportgaststätte Ottmaring)

15.00 Uhr

Anmeldung zur Gemeinschaftsfahrt zum

Hörnle

5.6.2019 Spargelessen bei Losinger in

Wulfertshausen

9.30 Uhr Wanderung ab Herrgottsruh nach

Wulfertshausen

12.6.2019 Gemeinschaftsfahrt zum Hörnle

Wanderung ab Bad Kohlgrub und/oder

Unterammergau

26.6.2019 Stammtisch (Sportgaststätte Ottmaring)

15.00 Uhr

Anmeldung zur Gemeinschaftsfahrt nach

Oberstaufen/Hittisau

10.7.2019 Gemeinschaftsfahrt nach Oberstaufen

Wanderung an der Nagelfluhkette,

Rundwanderung zum Hochhäderich

Hinteres Hörnle (1.548 m). Foto: Wikimedia Bbb-Commons

Hinweis

Der genaue Verlauf der einzelnen Unternehmungen wird

jeweils bei der Anmeldung von den Führern der Gruppen A, B

und C bekanntgegeben. Für alle Fahrten und Gruppen bleiben

kurzfristige Änderungen der Touren- und Routenplanung

durch den jeweiligen Wandergruppenführer vorbehalten. Aus

Haftungsgründen ist die Teilnahme an den einzelnen Unternehmungen

nur für Mitglieder des DAV möglich.

Allgemeine Rückfragen und Anmeldungen bei

Christine Dietz, Tel. 08 21 / 78 13 45.

Mittwochswanderungen

An jedem Mittwoch, außer an den Tagen mit Gemeinschaftsfahrt

oder Stammtisch, finden Wanderungen im Friedberger,

Aichacher und Augsburger Umland statt. In Fahrgemeinschaften

fahren wir mit Privat-PKWs zum Ausgangspunkt der

Wanderung. Die Streckenlängen betragen ca. 10 bis 15 km.

Mittags kehren wir in einer Gastwirtschaft ein. Je nach Strecke

kommen wir gegen 16 Uhr zurück.

Treffpunkt: 9.30 Uhr am Parkplatz bei Herrgottsruh.

Jeder ist willkommen.

Weitere und kurzfristig aktualisierte Informationen:

www.alpenverein-friedberg.de/seniorengruppe.html

Eistobel im Westallgäu. Foto: Oliver Gärtner, wikimedia.org

72 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Wintertouren

Mit dem Skikurs

unterwegs

Eine Busbetreuerin erzählt

von Andrea Rinsdorf

Es ist wieder Januar, es ist wieder Skikurs. Der

Samstag beginnt in aller Frühe, denn um 6.00 Uhr

müssen wir bei den Bussen sein – bei den Bussen,

die uns zum Skikurs bringen. Seit ein paar Jahren

fahre ich als Begleitperson meiner Kinder, als Teilnehmer

des Erwachsenenskikurses und als Busbetreuer

mit. Busbetreuer – das heißt zunächst

einmal, dass man nicht überlegen muss, in welchem

der Busse man mitfahren will; man fährt in

dem Bus mit, zu dessen Betreuung man eingeteilt

ist. Für mich ist es in diesem Jahr der Bus Nummer

1. Als Busbetreuer erhalte ich eine Tasche

mit allem, was für das „Betreuen“ gebraucht wird.

Uli hat alles schon perfekt vorbereitet.

Nachdem der Bus gestartet ist und die B17 erreicht

hat, beginnt meine erste wichtige Aufgabe: Ich

verteile die Frühstücksbrezen! Hier kommt eine

der Voraussetzungen für die Aufgabe des Busbetreuers

zum Tragen: Man darf kein Problem damit

haben, durch fahrende, gelegentlich ruckelnde

Busse zu laufen (weitere Voraussetzungen: Beherrschen

der Grundrechenarten, Vertrautheit mit der

Verwendung eines Taschenrechners, Vorlesen

Rechts oben: Karin, Meli und ihre Skikinder freuen sich vor dem

Zugspitzmassiv über den schönen Skitag. Foto: Roman Graminger

Rechts mitte: Die Skilehrer unserer Sektion erhielten während

eines Fortbildungskurses im Dezember ihren letzten Schliff.

Foto: Andreas Nägele

Rechts unten: Die Snowboardfahrer erkennt man an den Schuhen.

Foto: Roman Graminger

Links unten: In der Gruppe von Andreas wird das Fahren auf

einem Bein geübt. Foto: Andreas Nägele

alpenblick 2 | 2019 73


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Wintertouren

Alle Fotos: Roman Graminger

Im Skikurs gibt es nur Sieger. Die Gruppe von Georg und Chris bei der Urkundenverleihung

Freude und Erschöpfung in der Gruppe von Christian und Raphael bei der

Siegerehrung

Andi stimmt zur Ehre seiner Gruppe eine Siegeshymne an.

Der Skilehrer-Nachwuchs kann sich sehen lassen.

kurzer Texte). Dann kann ich selbst mit

meiner Familie die Brezen genießen.

Irgendwann, wenn es draußen dämmert,

erschallt mein Weckruf an die

schlafenden Mitfahrer: Ich teile das

Wichtigste mit (z. B. dass die Kinder am

Zielort von ihren Begleitpersonen angezogen

und „gepieselt“ zum Skilehrer zu

bringen sind). Und dann laufe ich wieder

durch den fahrenden Bus, berechne mit

oder ohne Taschenrechner oder unter

Mithilfe der Mitfahrenden, was diese für

Skiliftkarte etc. zu zahlen haben und krame

im Dämmerlicht aus dem Geldbeutel

das Wechselgeld heraus. Jetzt muss ich

eigentlich nur noch „die Buchführung“

machen und Tom Lutz die Anzahl der

Skiliftkarten mitteilen.

Hurra! Wir sind am Zielort! Während

mein Mann Thomas sich um Skier und

Kinder kümmert, verteile ich die Skiliftkarten

an die Teilnehmer. Damit später

die Abrechnung des Mittagessens klappt,

gibt es für jeden Bus eine Essensliste

zum Eintragen. Weil ich mit dem Erwachsenenskikurs

unterwegs bin und

nicht zwingend vor allen anderen Mitfahrern

mittags zurückkomme, gebe

ich meine Bus 1-Liste an Roman, der sie

netterweise für mich auslegt.

Ach ja, der Erwachsenenskikurs: Zunächst

bin ich „nur“ als Begleitperson

meiner Kinder mitgekommen. Aber

dann dachten mein Mann und ich, dass

es nett wäre, wenn wir mit unseren drei

Kindern zusammen Ski fahren könnten.

Leider habe ich als Jugendliche lediglich

die in Bayern üblichen Schulskilager

genossen und bin dadurch vom Skifahren

eher abgeschreckt worden. Meinem

Mann ist es nicht viel anders ergangen.

Aber dank unserer Skilehrer Roland und

Tom haben wir in den letzten Jahren

so viel gelernt, dass wir recht ordentlich

die Pisten runterkommen. Ich kann den

Erwachsenenskikurs deshalb unein-

geschränkt weiterempfehlen. Es macht

außerdem riesig Spaß!

16.15 Uhr Rückfahrt: Als Busbetreuer

muss ich noch ausrechnen, wie viele

Steak- oder Leberkässemmeln der

Einzelne aus Bus 1 in der Mittagspause

verspeist hat, und wie viel er deshalb

berappen muss. Einige Familien haben

schon ordentlich Hunger – aber wegen

der Datenschutzgrundverordnung darf

ich nicht verraten, wer am gefräßigsten

war. Danach geht es erneut durch den

schwankenden Bus zum Abkassieren.

Noch ein bisschen Buchführung und

schon habe ich mein Tagwerk als Busbetreuer

vollbracht.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Einsatz

ein bisschen von dem zurückgeben

kann, was meine Familie und ich bekommen:

besten Unterricht durch ausgezeichnete

Lehrer, nette Mitfahrer und

eine perfekte Organisation.

74 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Wintertouren

Skilager bei

traumhaftem Schnee

Neue Gesichter bei Betreuern und Jugendlichen

Alle Fotos: Manuel Weindl

von Manuel Weindl

Fast wie jedes Jahr, so bangte auch heuer wieder das Skilagerteam

mit seinem Organisationschef Roland Mayer um

den Schnee für Anfang Januar, die Zeit des Skilagers. Und wie

all die Jahre zuvor kam er pünktlich zu Neujahr – mit einem

Unterschied zu den Vorjahren: heuer in rauen Mengen und in

Pulverform vom Feinsten. Und so erlebten die 20 Kinder und

ihre sechs Betreuer Neuschnee, Tiefschnee und herrlichen

Pulverschnee in den Skigebieten der Zugspitzarena rund um

Berwang, Ehrwald und Lermoos.

Schnee satt – selbst nach einem ausgiebigen Skitag wollten die Kinder noch

die weiße Pracht vor der Hütte genießen (v.l.: Felix Weindl, Antonia Mayr, Alva

Spechtmeyr, Simon Huber und Konstantin Berger).

Nachdem langjährige Teilnehmer altersbedingt ausscheiden

mussten, durften heuer viele Kinder im Alter von zehn bis

sechzehn Jahren neu dazukommen und die tollen Tage auf

dem Berghaus Rinnen erleben.

Auch im Organisationsteam gab es Wechsel: Skilagerlegende

Georg Ziegler sagte dem Team nach über 20 Jahren leider ade,

Simone Speckner und Benni Esen stießen neu zum Team hinzu

und fügten sich nahtlos in den harmonischen Betreuerstab ein.

Wegen der tollen Schneebedingungen stand heuer – im Gegensatz

zu den vergangenen Jahren – das Skifahren ganz im

Vordergrund. Und trotzdem war jeden Abend nach einem erlebnisreichen

Skitag noch genügend Zeit für Schlittschuh- und

Nachtskilaufen, Skishow oder gemeinsames Kartenspielen.

Beim Pizza-Buffet konnte jeder seine Pizza selbst zusammenstellen – keine

Wünsche blieben offen.

Links: Stimmungsvolles Farbenspiel bei der Nachtskishow des Skiclubs Berwang am Sunjet.

Rechts: Jonas Wilfert und seine Zimmerkameraden Cedric Penn und Max Maas (v.r.n.l.) hatten selbst bei dichtem Schneetreiben noch mächtig Spaß beim Nachtskifahren.

alpenblick 2 | 2019 75


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Sommertouren

Vom vorderen Alpbachtal aufs Wiedersberger Horn

Vereinsfahrt im September 2018

von Berni Mögele

Oben: Gipfelkreuz auf dem Wiedersberger Horn

Unten: Wolkenspiele. Fotos: Berni Mögele

Die Wetteraussichten waren laut Vorhersage

nicht gerade die besten; jedoch

gab es einen Trend zur Besserung, und

so waren dann doch 25 Personen bei der

Fahrt ins Alpbachtal in den Kitzbüheler

Alpen mit dabei. Dank wenig Verkehr

und der obligatorischen Kaffeepause

war die Fahrt mit dem kleinen, wendigen

30-Sitzer eigentlich kürzer als erwartet.

Wir waren mit zwei Gruppen unterwegs.

Unsere Gruppe startete gleich

am Beginn des Alpbachtales im Weiler

Hygna (800 m) an der Straße zum

Kerschbaumer Sattel. Nach kurzer

Orientierung war der Wanderweg in

Richtung Kerschbaumer Sattel entlang

eines Baches schnell gefunden. Eine

knappe Stunde später erreichte die

kleine Gruppe mit drei Erwachsenen

und vier Kindern (7–11 Jahre) die Kupfner

Kapelle am Kerschbaumer Sattel.

Sie ist eine aus Holz errichtete Kapelle

mit beeindruckend großen, geschnitzten

Holzfiguren der Schutzpatrone

hl. Florian und hl. David.

Nach dem Kerschbaumer Sattel ging

der Weg weiter in Richtung Hechenplaiken

Alm. Auf einer Bank war dann

Mittagspause angesagt. Gut gestärkt

verließen wir kurz oberhalb der unbewirtschafteten

Alm den Fahrweg und

bogen auf einen Weg ein, der als steiler

Pfad durch Wald und über nasse Wiesen

in Richtung Loderstein (1.830 m)

führte. Auf den Hängen des Lodersteins

war nun für die Nachspeise reichlich

gesorgt: Unmengen an reifen Heidelbeeren

säumten den Weg und wollten

verzehrt werden! Fast wie im Schlaraffenland.

Am Loderstein kam schließlich

jeder mit blauen Händen, blauer Zunge

oder wie ein Vampir an. Dort wurde der

76 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Aus den Abteilungen / Sommertouren

Blick vom Wiedersberger Horn auf Alpbach. Foto: Berni Mögele

Nachtisch für die Erwachsenen noch

durch unseren 1. Vorstand, Richard

Mayr, mit dem extra mitgebrachten

„Dosenwilli“ verfeinert.

Danach ging es vom Loderstein am

Kamm entlang und über den Westgrat

mit Sonne und tollen Wolkenfetzenspielen

auf den Gipfel des Wiedersberger

Horns (2.127 m). Hier blieb uns zwar

leider die eigentlich tolle Gipfelschau

nach Süden verborgen, doch war das

„Nebel- und Wolkenfetzengespenst“

einige Male gut zu sehen. Außerdem

hatten wir so den Gipfel, trotz nahe

gelegener Gondel, für uns allein.

An dieser Stelle ein ganz großes Lob

an die Kinder Paulina, Quirin, Antonia

und Patrick, die die über 1.300 Höhenmeter

super meisterten.

Vom Gipfel stiegen wir auf dem Nordrücken

zur Bergstation der Wiedersbergerhornbahn

ab und alle belohnten

sich noch mit einer rasanten Fahrt im

Alpine Coaster „Lauser Sauser”, bevor

es mit der Gondel wieder hinunter ins

Alpbachtal ging.

Nach einer süßen oder flüssigen Stärkung

in der gegenüber der Talstation

gelegenen Tankstelle, die an diesem

Tag wohl der Versorgungsmittelpunkt

der Tagesgäste im Alpbachtal war, traten

wir gemeinsam mit der anderen Gruppe

die Heimfahrt an.

Links: Quirin, Paulina, Antonia und Berni Mögele

am Gipfel des Wiedersberger Horns.

Rechts: Kupfner Kapelle am Kerschbaumer Sattel.

In ihrem Inneren beeindrucken geschnitzte Holzfiguren

der Schutzpatrone Florian und David.

Fotos: Richard Mayr

alpenblick 2 | 2019 77


Sektion Friedberg / Kurz gemeldet

Hallo Jugend!

Nicht vergessen: Am Sonntag, 7. April, ist Jugendvollversammlung!

Ihr trefft euch um 14.30 Uhr in

der AV-Geschäftsstelle, Friedberg, Herrgottsruhstraße

1.

Keine Osterskitour zur Willi-Merkl-Hütte

Die im Winterprogramm 2018/2019 veröffentlichte

„Traditions-Osterskitour zur Willi-Merkl-Hütte“

(19.4.–20.4.2019) findet nicht statt.

Wer hilft mit auf der Willi-Merkl-Hütte?

Die Hüttensaison 2019 auf der Willi-Merkl-Hütte

beginnt am 29.4. und endet am 24.10.2019. Das

Wochenende 3.–5. Mai ist wegen der 1. Holzaktion

des Sommers vom Hüttenbetrieb ausgenommen;

Helfer für dieses Wochenende werden

gesucht!

Meldungen werden gerne in der Geschäftsstelle

oder über Email an willi-merkl-huette@alpenvereinfriedberg.de

entgegengenommen.

Holzarbeit an der Willi-Merkl-Hütte. Foto: Bernhard Stockmaier

Konzert des Trientiner Bergsteigerchors im Schloss

Wegen des begrenzten Platzangebots im Großen Saal des

Schlosses werden Eintrittskarten für das Konzert des Trientiner

SOSAT-Chors am 19.10.2019 zunächst nur an Mitglieder der

Alpenvereinssektion Friedberg ausgegeben. Der Kartenvorverkauf

für Mitglieder findet an den Dienstagen 4., 11., 18. und

25. Juni in der Geschäftsstelle, jeweils von 19.30–20.30 Uhr, statt.

Vorreservierte Karten müssen spätestens am 11. Juni abgeholt

werden. Der Kartenpreis beträgt 30 €. Aktuelle Informationen

sind auf der Internet-Plattform (www.alpenverein-friedberg.de)

im Terminkalender unter dem Konzerttermin zu finden.

Bergsteigerchor singt in Herrgottsruh

Im Rahmen der Feier der 50-jährigen Freundschaft begleitet

der Trientiner Bergsteigerchor am Sonntag, 20.10.2019, 10 Uhr

den Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh.

Umzug der Geschäftsstelle

Ab 4. Juni befindet sich die Geschäftsstelle der Sektion

Friedberg im 1. Stock des Gebäudes der Bäckerei Scharold

(gegenüber der bisherigen Geschäftsstelle). Eingang Herrgottsruhstraße

2 links neben dem Reformhaus Fischer.

Im renovierten Friedberger Schloss findet am 19. Oktober ein Festkonzert des

Trientiner Bergsteigerchors statt. Foto: Rudi Nägele

78 alpenblick 2 | 2019


Sektion Friedberg / Vorankündigung

Vorankündigung: Vereinsfahrt in die Stubaier Alpen

Samstag/Sonntag, 29./30. Juni

von Franz Reif

Für Samstag und Sonntag, den 29./30. Juni, bieten wir unsere

erste Sommerfahrt 2019 an. Diese Zweitagesfahrt führt uns

in die Stubaier Alpen. Der Ausgangspunkt für die Touren ist

Gries im Ötztal, übernachtet wird auf der Amberger Hütte.

Je nach Verhältnissen gibt es folgende Tourenmöglichkeiten:

• Hinterer Daunkogel (3.225 m)

• Schrankogel (3.497 m)

• Kuhscheibe (3.188 m)

• Sulzkogel (2.795 m)

Abfahrt:

6.00 Uhr am Parkplatz der Herrgottsruhkirche

Preis:

• 20 € Mitglied

• Familienbeitrag p. Erw. 20 €

• 30 € Nichtmitglied

• zzgl. Übernachtung und HP (wenn erwünscht):

Lager 10 € / Nichtmitglied 20 € / HP. ca. 37 €

Anmeldung:

Ab April in der Geschäftsstelle, dienstags, 19.30–20.30 Uhr

oder unter sektion@alpenverein-friedberg.de

Anmeldeschluss:

4.6.2019 wegen Platzreservierung auf der Hütte

Auskunft:

In der Geschäftsstelle oder bei den Leitern

• Franz Reif (Tel. 08 21 / 60 97 53) und

• Bernhard Mögele (Tel. 08 21 / 29 74 75 87)

Ausrüstung

• Bergschuhe mit Profilsohle,

• Rucksack,

• Wetterschutz (Jacke, Überhose), warme Kleidung,

• Handschuhe, Mütze,

• Sonnenschutz (Brille, Hut, Creme, Lippenstift),

• Proviant + Trinken,

• Erste-Hilfe-Set,

• evtl. Teleskopstöcke,

• AV-Ausweis, Personalausweis

Detailbeschreibung der Touren

Gemeinsamer Aufstieg von Gries zur Amberger Hütte (2.135 m)

in ca. zwei Stunden. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit,

auf einen nahe gelegenen Hüttengipfel zu wandern.

Amberger Hütte

Gruppe 1: Hinterer Daunkogel (3.225 m)

Von der Hütte ins Sulzbachtal, empor zum Sulzbachferner, von

hier gegen Osten ins Bockkar, weiter über einen schmalen

Gletscher aufsteigend zum Gipfel. Der Abstieg erfolgt auf

demselben Weg zurück zur Hütte.

Für diese Tour ist Gletscherausrüstung und Trittsicherheit

notwendig.

Gruppe 2: Kuhscheibe (3.188 m), Familientour

Von der Amberger Hütte zunächst auf dem Steig zum Atterkarjöchl,

dann über den Roßkarferner zum Gipfel der Kuhscheibe.

Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg hinab zur

Hütte. Für diese Tour ist Trittsicherheit notwendig und je

nach Verhältnissen Gletscherausrüstung nötig.

Diese Gipfeltour ist für Kinder ab ca. 12 Jahren mit Bergerfahrung

möglich. Für Familien mit Kindern besteht alternativ

die Möglichkeit, je nach Tour auch nur ein Teilstück

des Weges mitzugehen und dann unschwierig auf dem

Anstiegsweg früher wieder zur Hütte zurückzukehren.

Gruppe 3: Schrankogel (3.497 m)

Von der Hütte in das Schwarzenbergkar, vorbei am Schwarzenbergsee

zum Schwarzenbergferner, von dort über den Ostgrat

hinauf zum Gipfel des Schrankogel. Der Abstieg erfolgt

über das Hohe Eck, weiter zum Schwarzenbergsee und

zurück zur Amberger Hütte.

Für diese Tour ist Gletscherausrüstung und Trittsicherheit

notwendig.

Vorbesprechung

am Dienstag, 25.6.2019, um 19.30 Uhr in der (neuen!) Geschäftsstelle,

Herrgottsruhstr. 2, in Friedberg.

Foto: www.ambergerhütte.at/sommer/html/album1_0.html

alpenblick 2 | 2019 79


Sektion Friedberg / Termine

April 2019

Donnerstag, 4.4.

43. Jahreshauptversammlung

im Gasthof Metzger,

Wulfertshausen (19.30 Uhr)

Sonntag, 7.4.

2. Jugendvollversammlung

in der Geschäftsstelle (14.30 Uhr)

Mittwoch, 10.4.

Seniorengruppe: Gemeinschaftsfahrt

nach Nesselwang

Sonntag–Freitag, 14.–19.4.

Skitourenwoche in den

Graubündener Bergen

Mittwoch, 24.4.

Seniorengruppe: Stammtisch

Freitag–Sonntag, 26.–28.4.

Berghaus Rinnen:

Arbeitswochenende

(kein Hüttenbetrieb)

Freitag–Sonntag, 26.–28.4.

Willi-Merkl-Hütte:

Arbeitswochenende

(kein Hüttenbetrieb)

Montag, 29.4.

Willi-Merkl-Hütte:

Beginn der Hüttensaison

Mai 2019

Freitag–Sonntag, 3.–5.5.

Willi-Merkl-Hütte: Holzaktion I

(kein Hüttenbetrieb)

Mittwoch, 8.5.

Seniorengruppe: Gemeinschaftsfahrt

ins Westallgäu

Freitag–Sonntag, 11.–12.5.

Kletterkurs: Von der Halle an den Fels

Anmeldung per Email an:

gerd.kunert@arcor.de

Mittwoch, 22.5.

Seniorengruppe: Stammtisch

Juni 2019

Mittwoch, 5.6.

Seniorengruppe:

Wanderung nach Wulfertshausen

zum Spargelessen

(9.30 Uhr)

Mittwoch, 5.6.

Seniorengruppe: Spargelessen

bei Losinger in Wulfertshausen

(12.00 Uhr)

Anmeldung erforderlich

Mittwoch, 12.6.

Seniorengruppe:

Gemeinschaftsfahrt zum Hörnle

Mittwoch, 26.6.

Seniorengruppe: Stammtisch

Samstag–Sonntag, 29.–30.6.

Vereinsfahrt in die Stubaier Alpen

Anmeldung ab April in der Geschäftsstelle

Juli 2019

Mittwoch, 10.7.

Seniorengruppe:

Gemeinschaftsfahrt nach Oberstaufen

Freitag–Sonntag, 12.–21.7.

Beteiligung am historischen Altstadtfest

(Einzug am 12.7., Karussellbetrieb)

Mittwoch, 24.7.

Seniorengruppe: Stammtisch

Kontakte

Geschäftsstelle, Herrgottsruhstr. 1 (ab 4.6.2019: Herrgottsruhstr. 2), Tel. 08 21 / 60 62 26, Fax 08 21 / 5 89 48 25, sektion@alpenverein-friedberg.de

Jeden Dienstag 19.30 – 20.30 Uhr Anmeldung für Touren und Hütten, Beratung, Geräteausgabe

Ab 20 Uhr Alpenvereinsstammtisch im Gasthof „Zur Linde“

Familiengruppe „Steinadler“: Leitung Bernhard Mayr, familiengruppe1@alpenverein-friedberg.de

Familiengruppe „Die Gämsen“: Leitung Richard Mayr, familiengruppe2@alpenverein-friedberg.de, Tel. 08 21 / 4 70 88 55

Kindergruppe: Leitung Diane und Matthias Schiebelsberger, kindergruppe@alpenverein-friedberg.de

Jugendgruppe: Leitung Gerd Kunert und Tatjana Grimminger, jugendgruppe@alpenverein-friedberg.de

Mitgliederverwaltung: mitgliederverwaltung@alpenverein-friedberg.de

Seniorengruppe: Leitung Christine Dietz mit Team, wandern@alpenverein-friedberg.de, Tel. 08 21 / 78 13 45

Sommertouren: Anmeldungen bei Franz Reif, Tel. 08 21 / 60 97 53

Wintertouren: Anmeldungen bei Georg Bogdain, Tel. 08 21 / 60 33 03

Willi-Merkl-Hütte: Anmeldungen jeden Dienstag von 19.30 – 20.30 Uhr (Geschäftsstelle)

Berghaus Rinnen: Anmeldungen jeden Dienstag von 19.30 – 20.30 Uhr (Geschäftsstelle)

alpenblick Presse: Dr. Rudolf Nägele, presse@alpenverein-friedberg.de, Tel. 08 21 / 60 59 55

Vorträge: Christoph Lindner, vortrag@alpenverein-friedberg.de, Tel. 08 21 / 78 13 43

Internet: www.alpenverein-friedberg.de

80 alpenblick 2 | 2019


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