Mumien und Bibliotheken.

adsonfecit

Beschäftigt man sich mit dem Thema, verwundert es zunächst, dass eine nicht geringe Zahl von Bibliotheken Mumien besitzen und teils auch in ihren Bibliothekssälen zur Schau stellen. Auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht: Bibliotheksmumien sind mehr als eine bloße Skurrilität oder morbide Zierde altehrwürdiger Büchersammlungen. Eric W. Steinhauer zeigt im zweiten Band der Reihe "Morbides Bücherwissen", dass die in Bibliotheken verwahrten Mumien damals wie heute über ein erstaunliches mediales und medienvisionäres Potential verfügen. Darüber hinaus ist die balsamierte Mumie in der Bibliothek Metapher für Dauerhaftigkeit und Unsterblichkeit, die auch von Bibliotheken erwartet wird. Die reichlich illustrierten Betrachtungen werden ergänzt durch eine ausführliche Bibliographie und ein Inventar gegenwärtiger und historischer Bibliotheksmumien.

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Morbides Bücherwissen. Band 2

Die Theorie und Praxis der Bibliotheksmumie wurde am

25. Oktober 2011 als Halloween-Lecture am Institut für

Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität

zu Berlin gehalten. Unter dem Titel

„Theorie und Praxis der Bibliotheksmumie: Überlegungen

zur Eschatologie der Bibliothek“ erschien sie 2012 im

Eisenhut-Verlag (Hagen-Berchum) als Band 8 der Reihe

Bibliotope. Diese Ausgabe ist eine überarbeitete und erweiterte

Neuauflage.

Umschlaggestaltung, Layout und Satz:

Dirk Uhlenbrock, ersteliga.de

Gesetzt aus der UrgeText

Druck: Multiprint, Kostinbrod, BG

Verlag adson fecit Dr. Gregor Meder, Essen

www.adson-fecit.de

© 2019 Alle Recht vorbehalten

ISBN 978-3-9816594-6-7

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