10.04.2019 Aufrufe

MQ Frühjahr 2019 intneu

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

informieren.entdecken.erleben

+

01

April| Mai | Juni 2019

Das Artland-Magazin.

mq + PRÄSENTIERT:

Frühling

www.artland-magazin.tv

Themen:

QUILTKUNST

AUS GEHRDE

Annelene Ellerkamp

in ihrem Quilt-Studio

MIT DEM BUS

UM DIE WELT

Zwei Artländer

auf Reisen

40 JAHRE

FIZ OBLON BIPPEN

2. Teil: Die letzten Tage

und Demo in Bippen

im Artland!

WILD & JAGD

IM ARTLAND

Neue Ausstellung

im Stadtmuseum

LEBEN IN

DREI WELTEN

Beata Caiombo erfüllt

sich einen Lebenstraum


Blumen-Landwehr

die

Grösste

auswahl

in der

Region

Die volle Pracht

des Frühlings...

im BlumenOutlet Landwehr

Beet- und Balkonpflanzen

Blumen der saison

Zimmerpflanzen

PflanzKeramik, -körbe

Dekoartikel

Freuen Sie sich auf eine Riesenauswahl!

Unser umfangreiches Sortiment an Blumen und Pflanzen wird Sie begeistern!

Neue

Ware

Eingetroffen!

Bahnhofstraße

Hindenburgstraße

Prof.-von-Klitzing-Str-

St. Antoniort

Blumenoutlet

Niedersachsenstraße

Badberger Str.

Hier finden Sie uns!

Blumenoutlet

Blumen-Landwehr

Öffnungszeiten: Mo - Fr von 8:00 - 18:00 · Sa von 8:30 - 16:00 Uhr

Quakenbrück · Professor-von-Klitzing-Str. 18 · Tel.: 05431 - 4070


EDITORIAL

Entdecken Sie die schöne Fachwerkstadt mit einer unterhaltsamen

Altstadtführung Quakenbrück

IDEAL FÜR GRUPPEN UND VEREINE

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Begrüßen Sie mit uns den Frühling...

Info:

Tourismus-Information

Markt 4 · Quakenbrück

Tel. 05431/907590 · www.artland.de

E-Mail: tourismus.information@artland.de

Lieben Sie auch dieses Gefühl, zum

ersten Mal wieder draußen den Kaffee

zu genießen und die Sonnenstrahlen

auf der Haut zu spüren? Starten Sie

mit uns die schönste Jahreszeit und

freuen Sie sich auf spannende Themen

aus Ihrer Region, die Sie interessieren.

Die überwältigende Resonanz auf

unseren Artikel über das Fiz Oblon hat

den Autor motiviert, weitere Erinnerungen

und Fakten rund um den ehemaligen

Kult-Szene-Treff aufzuschreiben.

Freuen Sie sich in dieser Ausgabe

auf den zweiten Teil - Teil drei und

vier über die Zeit des Clubs in Nortrup

folgen in den nächsten Ausgaben.

Frühling - Zeit des Aufbruchs. Das war

auch das Stichwort für ein junges Ehepaar

aus Quakenbrück. Im letzten Jahr

haben die beiden einen Bus umgebaut

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

DRUCKSACHEN AUS DER REGION

OELKERS, DRUCKHAUS IM ARTLAND | HINDENBURGSTR. 48 | 49610 QUAKENBRÜCK

FON 05431-941001 | FAX 05431-941050

und sind damit zu einer einjährigen

Europatour gestartet. Abenteuer pur.

Welche Länder sie bereist haben und

was sie erlebt haben, lesen Sie auf den

nächsten Seiten.

Und selbstverständlich finden Sie

auch in dieser Ausgabe wieder interessante

Veranstaltungshinweise, Buchund

Kinovorstellungen, Einblicke in die

Natur sowie Firmen- und Personenpräsentationen.

Werfen Sie mit uns

z.B. einen Blick in den Artlandkotten in

Quakenbrück und lernen Sie die interessante

Geschichte von Geschäftsführerin

Beata Caiombo kennen.

Wir freuen uns, dass Sie dabei sind

und wünschen Ihnen frühlingsfrischen

Lesespaß!

Ihre MQ + -Redaktion

Sonne

Mit

gedruckt

umweltfreundlich - dank solar!

Titelfoto: Detlef Bülow

IN DIESEM MAGAZIN

4-7 Leben in drei Welten

8/9 Wild und Jagd im Artland

10/11 Forest Spring 3.0

12-19 40 Jahre Fiz Oblon

23 Geschichte wird lebendig

25 Außergewöhnliche Obstsorten

26/27 Quiltkunst aus Gehrde

28-37 Mit dem Bus um die Welt

39 Der Hase auf der Spur

40/41 Bussjans „Eiland“

42/44 Museum und Park Kalkriese

48/49 Das Schrödersche Stammhaus

50/51 Kioske In Quakenbrück

54/55 Die Feldlerche

56/57 Der Klimawandel

58/59 Buchtipps | Fracking im Artland

60 Kochdiele

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

67 Impressum | Preisrätsel


Im Artland Kotten erfüllt sich

für die Betriebsleiterin Beata

Caiombo ein Lebenstraum in

der gehobenen Gastronomie.

(Foto A. Lüders)

4 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


MASUREN

Leben in

von

Alexandra

Lüders

drei Welten

Polinnen gelten als die Spanierinnen des Ostens. Wer Beata

Caiombo (48) kennenlernt, wird schnell wissen, warum das so

ist. Die temperamentvolle Betriebsleiterin vom Artland Kotten

bezaubert durch ihre Spontaneität und mitreißende Begeisterungsfähigkeit.

Seit Jahrzehnten schlägt ihr Herz für die Gastronomie,

in der sie sich zu Hause fühlt. Wie das frühere zu Hause

ihrer glücklichen Kindheit ausgesehen hat, schildert die Mutter

von zwei erwachsenen Kindern mit wehmütigem Stolz.

Denn das Masuren ihrer alten Heimat ist in ihr noch lebendig

und weckt Sehnsüchte – auch für Zuhörer. Ebensolche Sehnsüchte

wie Beata sie einst als 19jährige erfahren hat, als sie ihren

Geburtsort Augustów

(40 000) voller Fernweh

verließ. Ihr Großvater

hatte für ihre Abenteuerlust

schon in der frühen

Kindheit den Grundstock

gelegt.

Hier im Nordosten Polens,

80 Kilometer von Lötzen

und 30 Kilometer von

der russischen Grenze

entfernt, haben die

Beiden die wald- und

wasserreiche Umgebung

des Rospudatals gemeinsam

erkundet. Aber auch

die geschichtsträchtigen

Orte der Umgebung wie

das Kloster in Wigry, die

Beata bei ihrer Kommunionsfeier (Foto privat)

Wolfschanze (ehemaliges

Nazi-Führerhauptquartier)

bei Rastenburg oder der Wallfahrtsort Heilige Linde. „Egal,

wo mein Opa hinfuhr, er nahm mich als ältestes Enkelkind immer

mit. Er hat auch viel von der ehemaligen deutschen Grenze

erzählt und mir die deutschen Baustile in den früheren Städten

Allenstein, Lyck und Lötzen gezeigt.“

Die berühmte masurische Seenplatte mit ihren Schönheiten

und Besonderheiten lernte Beata hautnah kennen- und lieben,

während sie eine religiöse Erziehung genoss und in der ortsinternen

Basilika die erste heilige Kommunion empfing. Geradezu

schwärmerisch erzählt sie von dem ältesten Urwald Europas, der

160 000 Hektar umfasst. Das einmalige Naturschutzgebiet ist ein

faszinierender Anziehungspunkt für Forscher und Naturschützer,

weil er einen Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere wie

Bisons, Wölfe, Luchse und rund 250 Vogelarten bildet.

In der Basilika von Augustów erlebte Beata ihre Taufe,

Firmung und Kommunion sowie die Taufe ihre Sohnes. (Foto privat)

Neueröffnung

in der Koppelstraße!

Koppelstraße 1 | Quakenbrück | 05431_900603

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 5


Das Artland-Magazin.

Das Naturschutzgebiet

Raspudatal rund um Augustów.

(Foto privat)

6 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019

Beata vor dem

Fluß Raspuda

(Foto privat)


LEBENSBILDER

Das Restaurant Albatros in Augustów,

wo Beata ihren Namen erhielt. (Foto privat)

Masuren ist die Harfe

und das Spiel der Winde

(Hans Georg Buchholtz)

Kurz vor ihrer Geburt im Jahre 1970 ließ sich Beatas Vater

von einem romantisch-melancholischen Liebeslied mit

dem Titel Titel „Beata“ inspirieren, das er in dem Hotel

Albatros (Foto) in Augustów bei einem Livekonzert gehört

hatte. Dieses namengebende Lied hat Beata Caiombo auf

ihrem Handy gespeichert, damit sie es in stillen Stunden hören

und singen kann.

Seitdem sie in Quakenbrück lebt, hat sie früher auch gern die

katholische Messe mit dem polnischen Pfarrer in der Badberger

Marienkirche besucht. „Da konnte ich ein altes Lied aus der Kinderzeit

mitsingen. Das hat mich erschreckt, aber auch glücklich

gemacht“, gesteht sie. Beata hat aber auch traurige und dunkle

Erinnerungen an ihre alte Heimat: „Zur Zeit der Solidarność-

Aufstände haben wir in den 80er Jahren in langen Schlangen

gestanden, um Obst und Seife zu bekommen. Beim Reaktorunfall

in Tschernobyl (über 1000 km entfernt) sind wir in der Schule mit

Medikamenten versorgt worden. Nach dem Fachabitur konnte

ich aus finanziellen Gründen nicht wie gewünscht Betriebswirtschaft

studieren“. Aus der Sicht ihrer Familie war das aber kein

Problem. Denn sie wollten Beata schon früh mit einem Bauern

verheiraten. „Ich hatte aber damals eine große Neugier auf andere

Länder und träumte von einem Mann aus der großen, weiten

Welt“, verrät Beata mit einem Augenzwinkern.

Als sie dann 1989 nach Vockerode (bei Dessau) in die DDR

auswanderte, lernte die 19jährige den gleichaltrigen Julio

kennen. Der war vor dem Bürgerkrieg aus Angola geflohen.

Schon bald meldete sich Sohn David an. Als 1990 die Berliner

Mauer fiel, war das Tor zum Westen geöffnet und der

Weg nach Quakenbrück für die werdende Familie Caiombo frei.

Hier heiratete das junge Paar und zog in die Stettiner Straße, wo

es zusammen mit zwei anderen Flüchtlingen eine Dreizimmer-

Wohnung mit Ofenheizung bezog. Beatas Mann fand eine Arbeit

bei der Firma Rebotec und 1993 wurde Tochter Marcella geboren,

so dass die Familie in die Berliner Straße und später in den Reddehals

48 (alle in der Neustadt) umzog.

„Ich weiß, wie wir nachts unsere Möbel herüberschleppten und

ich hochschwanger war. Gott sei Dank hatten wir dann mehr

Platz und eine richtige Heizung, damit ich das Badewasser für

die Kinder nicht mehr auf dem Herd kochen musste“, freut sich

Beata noch heute über die Erleichterung. Ihre erste Festanstellung

in der Gastronomie erhielt sie im Hotel Hagsphil, wo sie

„13 schöne Jahre“ verbrachte.

Von 2007 bis 2015 führte sie mit ihrem Mann ein eigenes Restaurant

in der Langen Straße, das „Casa Caiombo“. 2015 begann ihre

Zeit im Artland Kotten, wo sie heute als Betriebsleiterin fungiert.

Hier ist die gebürtige Polin voll in ihrem Element, wenn sie von

dem „Dinner in the Dark“ oder von den Trauungen an der Hase

erzählt.

„Meine Arbeit macht mir total viel Spaß, jedes Brautpaar ist für

mich wie meine eigenen Kinder.“ Sie sei manchmal ganz schön

ausgepowert und das Privatleben sei eingeschränkt. Aber sie

genieße das wunderschöne Ambiente in der gehobenen Gastronomie.

„Meine Abenteuerlust hat mich in eine andere berufliche

Richtung geführt. Doch heute bin ich die Chefin, habe viel Erfahrung

und tolle Kinder. Mein Mann kocht gut und schmeißt den

Haushalt“, resümiert Beata zufrieden.

Zu ihren polnischen Wurzeln hält sie engen Kontakt, der durch

gegenseitige Besuche aufrechterhalten wird. Ihrem Mann

zuliebe lernte sie bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Angola

dessen Familie kennen und lernte portugiesisch.

„Ich war verrückt, weil ich ganz allein nach Angola geflogen bin.

Damals herrschte dort noch Bürgerkrieg.Das würde ich mich

heute nicht mehr trauen“, wundert sich die Quakenbrückerin

über ihren Mut für ein kosmopolitisches Leben in drei Welten.

Beata (Mitte) mit ihrem Bruder

und ihrer Mutter bei einer Schiffsreise. (Foto privat)

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 7


Das Artland-Magazin.

Fotos: Friederike Meyer zu Westrup

Sonderausstellung

im Stadtmuseum

Quakenbrück

„Wild und Jagd im Artland“

von Friederike Meyer zu Westrup

Die Jagd ist das älteste Handwerk der

Menschheit. Während sie in der Steinzeit

der Nahrungsbeschaffung diente,

liegt der Schwerpunkt in der heutigen

Kulturlandschaft in der Erhaltung eines

artenreichen gesunden Wildbestandes.

Diese und viele weitere Aspekte

beleuchtet die neue Sonderausstellung

„Wild und Jagd im Artland“, die bis zum

3. November im Stadtmuseum Quakenbrück

zu sehen ist.

„Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er

beschützt und hegt sein Wild,

waidmännisch jagt, wie sich’s gehört,

den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!“

Diese erste Strophe des wohl bekanntesten

aller Jagdgedichte des königlichen

Oberförsters Oskar von Riesenthal

(1830-1898) belegt eindrücklich, dass

sich die Jäger mit viel Hingabe der Hege

und Erhaltung des Wild-Lebensraumes

widmen. Auf diese Aktualität wies auch

Bürgermeister Matthias Brüggemann in

seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung

hin.

Noch konkreter formulierte es Klaus

Overbeck in seiner Funktion als Leiter

des Hegerings Badbergen-Quakenbrück

und als Vorstandsmitglied der Jägerschaft

Bersenbrück. Gerade letztere

nehme heute eine starke Position ein,

freue sich über stetig wachsende Mitgliederzahlen

und zeige sich besonders

dankbar darüber, dass auch viele junge

Frauen die Jägerprüfung abgelegt

hätten. In der Revieren der Landesjägerschaft

Bersenbrück sei hauptsächlich

das Niederwild wie Rehe, Fasanen, Hasen

und Enten zu Hause. In den letzten

Jahren treffe man jedoch das Hochwild

wie Dam- und Schwarzwild, zumindest

als Wechselwild, ebenso wie die invasiven

(hineinwachsenden) Arten an.

Kein Zweifel, in der Jägerschaft hat sich

viel getan. Gerade in den Zeiten des

Strukturwandels in der Landwirtschaft

hat sie es sich zur Aufgabe gemacht,

durch biotopfördernde Maßnahmen,

wie beispielsweise das Anlegen von

Blühstreifen, Feuchtbiotopen und Hegebüschen,

Lebensräume für die Tierwelt

zu erhalten bzw. neu zu schaffen. Diese

Maßnahmen fänden immer im Anklang

mit der Landwirtschaft statt. Auch ein

modernes Fallenmanagement gehöre

zur Arterhaltung: „Wir sind nicht nur

alte Männer mit langen Lodenmänteln

und grünen Hüten, sondern moderne

Waidmänner im Auftrag für Natur- und

Umweltschutz. Trotzdem wollen wir

unsere Tradition bewahren und uns

weiterhin dem schönsten Hobby der

Welt, der Jagd, widmen“, so Overbeck.

Nach Überzeugung des 1. Vorsitzenden

des Vereins Stadtmuseum, Jürgen

Wielage, sei die neue Sonderausstel-

kaufe ich am besten

PFLANZEN

Durchführung

aller Malerarbeiten

Na klar, beim

Ihr Spezialist für Gartenpflanzen

Im Zwischenmersch/Baumschulenweg · Quakenbrück

Telefon 05431/2458 · Telefax 05431/904353

E-Mail: info@pflanzenhof-online.de

www.pflanzenhof-online.de

Malerbetrieb · Fensterbau



49610 Quakenbrück · St. Antoniort 23 · Tel. 0 54 31 / 22 86 + 67 13

8 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


STADTMUSEUM QUAKENBRÜCK

lung „Wild und Jagd im Artland“ längst

überfällig gewesen. Die Jagd gehöre seit

Jahrhunderten auch zum Artland und

sei somit eine Tradition, die es ebenso

wie das Jagdhornblasen zu erhalten

gelte. Mit der Ausstellung solle gezeigt

werden, dass Jagd, Mensch und Natur

„Der aktuell betriebene Aufwand, um

Wolfsrisse exakt festzustellen, ist völlig

überzogen“, so Jürgen Wielage, „denn

es ist ein Unterschied, ob Tiere in freier

Wildbahn getötet und dann die Felle

verwertet werden, oder ob man sie zu

diesem Zweck züchtet.“ Übrigens sei

Jagdhornsammlung des Bläserobmannes

der Jägerschaft Bersenbrück, Bernhard

Gerdes. Ein besonderes Exponat ist

der einst für einen Jäger typische grüne

Lodenmantel, den Josef Hauertmann

für die Ausstellung leihweise überließ.

Übrigens wird die den Mantel tragende

einfach zusammengehören. Der Jäger

von heute erhalte und verbessere in

den Revieren durch die verschiedenen

hegerischen Aktivitäten die Lebensgrundlage

aller wildlebenden Tiere und

Pflanzen. Darüber hinaus lieferten sie

durch die Ausübung der Jagd eines der

wertvollsten Lebensmittel. Überhaupt

sei Wildfleisch ein echter Hochgenuss.

Jürgen Wielage ist der Meinung, dass

Jäger in die Natur eingreifen müssten.

Das Niederwild und besonders die

Bodenbrüter bräuchten den Schutz des

Jägers. Invasive Arten wie der Waschbär

oder der Marderhund seien hingegen

eine große Gefahr für die heimische

Tierwelt, insbesondere Bodenbrüter und

Singvögel spürten den gewachsenen

Predatorendruck. Das Raubwild werde

zum Schutz des Niederwildes erlegt,

und der Balg könne weiter verarbeitet

werden. Raubwild, das ausschließlich für

die Pelzgewinnung gezüchtet, gehalten

und getötet wird, lehne er ab. Nicht bejagt

werden könne der Igel, obwohl auch

dieser Gelege ausnähme.

Die Jagd habe sich im Laufe der Zeit

verändert, rein technische Veränderungen

in der Ballistik und der Optik fielen

genauso ins Auge wie die Entwicklung

zur modernen, waidgerechten Jagd.

Heute geführte Diskussionen zum Thema

Jagd und Natur, brandaktuell zum

Thema Wolf, wären wohl für einen Jäger

aus dem vorhergehenden Jahrhundert

schwer begreiflich gewesen. Als Feind

der Bauern sei gerade der Wolf mit den

sogenannten „Wolfsangeln“ quälerisch

erlegt worden.

das Tragen von Pelzen wieder in Mode,

zumal sie ja auch schick aussähen. Dass

Wielages persönliche Stellungnahme bei

der Ausstellungseröffnung zu Diskussionen

führte, lag auf der Hand, denn

vor allem von Seiten der Tierschützer

werden alternative Wege der Pflege und

Erhaltung von Arten gefordert, wenn

auch die Jagd zu den Artländer Traditionen

gehöre.

„Die neue Sonderausstellung ist vor

allem dank der Unterstützung der

Jägerschaft des Hegerings Badbergen-

Quakenbrück entstanden, die auch zahlreiche

liebevoll ausgewählte Exponate

zu den verschiedenen Facetten der Jagd

früher und heute zur Verfügung stellte“,

so Jürgen Wielage. Die Palette reicht dabei

von den heimischen Wildarten über

historische Jagdwaffen und -kleidung bis

zu Fotos aus verschiedenen Jahrzehnten.

Das Stadtmuseum sei sehr froh und

dankbar über die großzügige Bereitstellung

auch vieler besonderer Exponate,

vor allem Erbstücken, von den Jägern

und ihren Familien, so die historische

Schaufensterpuppe jeden Morgen mit

einem „Guten Morgen Josef“ von Jürgen

Wielage begrüßt.

Bei der Ausstellungseröffnung waren

auch die Jagdhornbläser des Hegerings

Badbergen-Quakenbrück und das Infomobil

der Jägerschaft Bersenbrück mit

von der Partie. Wie ist es möglich, die Natur

mit ihrer heimischen Flora und Fauna

besonders der Jugend näher zu bringen?

Diese und viele weitere Fragen beantwortete

vor Ort Gesa Meyer-Rossmann.

Alle Präparate konnten aus allernächster

Nähe betrachtet und auch berührt

werden. Und zusätzlich gab es auch noch

für jeden, der es wünschte, eine Tüte mit

Wildacker-Blühstreifen-Sämereien.

Die Öffnungszeiten des Museums sind

Donnerstag, Samstag und Sonntag von

14 bis 17 Uhr (Eintritt 3 Euro). Angesprochen

werden sollen insbesondere

Schulklassen und Jugendliche, denn es

gibt viel zu sehen. Im Laufe des Jahres

wird die Ausstellung noch um Zweige,

Blüten und Blätter heimischer Pflanzen

erweitert.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 9


Das Artland-Magazin.

Zimmerei

Bauunternehmen

B.Bäker

GmbH & Co.KG

Yannik-Bernhard Bäker

Restaurator im Zimmerer-Handwerk

Zimmermeister – Dachdeckermeister

Martin Hugenberg

Energieberater

Zimmermeister

Energetische Gebäudesanierung vom Fachbetrieb

Badberger Straße 18 · 49610 Quakenbrück

Telefon 0 54 31/40 21 · www.zimmerei-baeker.de

QUAKENBRÜCK

ST. ANNENSTRASSE 12

T EL.05431/3541

10 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


Fenster- und Türentechnik

LAGER GMBH

Inh. Jens Huslage

Holz- und Kunststoffverarbeitung

Kunststoff-Fenster und -Türen

Rolläden

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 / 9 22 77 · Fax 0 54 31 / 9 22 78

info@fensterbau-lager.de

Badberger Str. 15 · 49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31/9 22 77 · Fax 0 54 31/9 22 78

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 11


Das Artland-Magazin.

40 JAHRE

Der kleine

dicke Ritter

tanzt auf dem

Vulkan

Wir erinnern uns. Die letzte Ausgabe Ihres „MQ+ Das Artland

Magazin“ widmete sich in einem Beitrag dem Gründungsjahr

der Diskothek Fiz Oblon in Bippen. Der Name war Progamm:

Fitz Oblong hieß ein kleiner dicker Ritter.

In der Augsburger Puppenkiste kämpfte er für eine bessere Welt.

Wie ging es nach dem Ende der Jazzrock- und Westcoast-Phase

in der Bippener Diskothek weiter und was trieb seine Anhänger

und den späteren, neuen Betreiber 1989 auf die Straße?

Ein Blick in die politische Geschichte vor

vierzig Jahren. Die frühen Achtzigerjahre

waren unter anderem durch das Wettrüsten

der beiden Supermächte USA und

UDSSR bestimmt. US-Präsident Ronald

Reagan und Jiri Andropow, das Staatsoberhaupt

der UDSSR, verfügten über Arsenale,

um die Menschheit fünfmal komplett zu vernichten.

Als Schauplatz für den dritten Weltkrieg erschien

den Amerikanern Europa gerade recht. So sahen es

jedenfalls die Pläne eines US-Generals vor. Dieser

hielt einen Atomkrieg auf europäischem Gebiet für

gewinnbar und in Deutschland entwickelte sich eine

neue Friedensbewegung. Ihr Ziel: Das Stationieren

neuer Pershing-II-Raketen in Europa zu verhindern.

In Großbritannien hatte Baroness Margaret Thatcher,

die eiserne Lady, 1979 das Amt der Premierministerin

übernommen. Großbritannien durchlebte zu dieser

Zeit eine schwere Wirtschaftskrise und viele jungen

Leute fanden keinen Job. Manche entdeckten den

Punk als Lebensinhalt: No Future. Und Berlin war Tag

und Nacht die angesagte Mauerstadt. Ohne Sperrstunde.

Mit vielen Musikclubs. An Schlaf war kaum

zu denken. Aber wie sah es im ländlichen Raum, im

Artland, kulturell und musikalisch aus?

NEW WAVE

erobert die Tanzflächen

Ende der Siebzigerjahre erfanden Künstler

in deutschen, englischen und amerikanischen

Großstädten die neue Musik für

das neue Jahrzehnt: Punk und New Wave.

Beispielhaft für die neue soziale Kälte

erscheint das Cover der ersten LP der Band

„The Cure“ namens „Three Imaginary

Boys“ mit einem Kühlschrank als zentralem

Bildmotiv.

Die Musik von The Cure, Joy Division und

von vielen anderer Gruppen spiegelte

die Zeit selbst im kleinen Flecken Bippen

wieder. Und die Gäste des Fiz machten

die neue Bewegung mit. Sie imitierten die

neuen Frisuren, Kleidung und Tanzstile

ihrer alternativen, manchmal traurig verstimmten

oder coolen oder euphorisierten

Musikstars.

Im Musikclub Circus Musicus in Märschendorf

tanzte man zuerst in schwarzer

Kleidung und mit Kurzhaarfrisuren nach

Musik von U2, Simple Minds und musikalisch

verwandten Klängen in unserer Region.

Die Tanzenden bewegten sich dabei

gern mit nach unten gebeugtem Kopf auf

der Tanzfläche drei Schritte vor und drei

Schritte zurück. Manche nannten diesen

neuen Tanzstil „Nach-Groschen-auf-dem-

Straßenpflaster-suchen“.

12 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


40 JAHRE FIZ OBLON

NEUSTART in weißen Räumen

DJ Horst Hörig war einer der vier Gründer

des Fiz Oblons. Ihn zog es in diesen

Jahren in seiner Freizeit immer mehr

nach Bremen und Berlin. In beiden

Städten entdeckte Horst die Farbe Weiß

als zeitgemäßes Kolorit in den angesagten

Clubs. Eine Farbe, die, so scheint

es, für Neubeginn stand. Bremen

lackierte seinen Traditionsclub Römer

weiß und in der Berliner Kultdiskothek

Dschungel von Todora Osikowski an

der Joachimsthaler Straße strahlte das

grelle Neonlicht.

Eines Tages rückte Horst mit seiner

neuen Idee heraus. Er wollte den Saal

des Fiz ganz in Weiß streichen. Das

Musikprogramm sollte mehr auf die

moderne neue Musikrichtung New

Wave ausgerichtet sein – und: Gesagt,

getan. Die Mitarbeiter überpinselten

die Korktapeten mit weißer Farbe.

Bald gab es darauf das erste Graffiti

zu sehen und die Tanzfläche wanderte

aus der Ecke heraus vor die Bühne. Die

Theke nahm kleinere Formen an. Lukas

aus Quakenbrück baute Bassboxen mit

riesigen Lautsprechern für das Fiz und

alles war vorbereitet für den neuen

Tanz auf dem Vulkan.

Von nun an stellten unter anderem

die DJs Horst Hörig, Donny Rec. aus

Löningen, Christian Schnaak aus Essen

i. O. und ich die neuesten Scheiben vor

allem aus den USA und England vor.

Später stießen Torsten Heuer, Bernd

Nieberding (beide aus Osnabrück),

Michael Kuhlmann (Ankum) und Friedhelm

Rupietter (Bersenbrück) dazu.

NO FUTURE, aber: „Viele

hatten die gleichen Träume“

Der Quakenbrücker Engländer Robert

Giddens war damals Mitte 20. Bob

arbeitete in der Fahrradfabrik Kynast,

wohnte in der Artlandstraße 53 und

hatte ein Plattenlabel. Heute betreibt

er einen Fahrradhandel und engagiert

sich in vielen musikalischen, kulturellen

und politischen Projekten.

Bob erinnert sich: „Ich kam nach Quakenbrück,

weil es in meiner englischen

Heimatstadt keine Arbeit gab. Ich hatte

von einem Bekannten gehört, dass es

in Quakenbrück in einer Fahrrad- und

Rasenmäherfabrik freie Arbeitsplätze

gab. Also zog ich um. Angekommen

und eingelebt in Quakenbrück hörte

ich irgendwann vom Fiz Oblon. Ich war

überrascht, dass man dort die neuste

Musik aus England und Amerika hören

konnte. Und ich fand es toll, dass

jemand wie Horst Hörig und auch die

anderen DJs diese Musik pushten. Ich

fand das damals sehr wichtig für die

Entwicklung der Musikszene bei uns.

Ich war häufig dort. Auch mit meinen

Bands „Surplus Stock“ und „Cliff Barnes

and the Fear of Winning“ stand ich dort

auf der Bühne. Und mit Cliff Barnes

spielten wir am letzten Öffnungstag

des Fiz in Bippen. Das passte. Wir

hatten keine Angst vor dem Erfolg. Ein

Laden wie das Fiz Oblon fehlt heute.“

Bob erzählt weiter: „Wichtig für

mich war, dass das Fiz eine Heimat

für Gleichgesinnte war. Wir haben

neue Musik gehört, wir haben Pläne

geschmiedet und wir haben einen Ort

gefunden, wo viele die gleichen Träume

hatten. Wir haben als Surplus Stock

auch mit der Band „Abwärts“ im Fiz gespielt.

Wir haben den Punk mit offenen

Armen begrüßt und es als alternative

Gesellschaft gesehen. Ein wenig Anarchie

schadet nie in jungen Jahren.“

Es dauerte nicht lange und die B-52‘s,

Talking Heads oder Yello waren im Fiz

Oblon die neuen Tanzflächenfüller. DJ

Donny Rec. aus Löningen, Jahrgang 1956,

der damals in Vechta studierte, pushte

seine Lieblingsband „Simple Minds“, die

zu dieser Zeit nur Kenner kannten und

die sehr düster klangen.

Horst Hörig traute sich als erster eine

neue Band aus Manchester vorzustellen:

„Joy Division“, und er schloss gerne

Titel wie „10:15 On A Saturday Night“

oder „Boys Don’t Cry“ von The Cure an.

Manchen Freitag- und Samstagabend

gestaltete Christian Schnaak aus Essen

i. O. Seine Fans liebten seinen typischen,

abwechslungsreichen Schnaaki-Sound.

Dieser reichte von den Stray Cats mit

ihrem Hit „Stray Cat Strut“ https://www.

youtube.com/watch?v=WYiwxM_RVEI ) über

John Handys „Hard WorK“ https://www.

youtube.com/watch?v=VKHxpOppjSw bis hin

zur Düsseldorfer Punkband KFC mit dem

Fiz Hit „Wie lange noch?“( https://www.

youtube.com/watch?v=MHD6a39OLw4 ).

Heute lebt Christian in Berlin und in

Thailand.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 13


Das Artland-Magazin.

Playlist von Horst Hörig (aus meiner Erinnerung)

JOY DIVISION „Atmosphere“ https://www.youtube.com/watch?v=1EdUjlawLJM

SOFT CELL „Tainted Love“ https://www.youtube.com/watch?v=XZVpR3Pk-r8

U2 „I Will Follow“ https://www.youtube.com/watch?v=fVxzTb1ippM

IDEAL „Blaue Augen“ https://www.youtube.com/watch?v=-D52CqyYpHw

JOY DIVISION „Love Will Tear Us Apart“ https://www.youtube.com/watch?v=674KGKRQBPE

SEX PISTOLS „God Save the Queen“ https://www.youtube.com/watch?v=yqrAPOZxgzU

SNAKEFINGER „Wet Job“ https://www.youtube.com/watch?v=ZcLVhEDu7XA

ULTRAVOX „Vienna“ https://www.youtube.com/watch?v=xJeWySiuq1I

THE CURE „10:15 on A Saturday Night“ https://www.youtube.com/watch?v=IQ5FlAc8UR4

THE SPECIALS „A Message To You Rudy“ https://www.youtube.com/watch?v=cntvEDbagAw

Meine eigenen Anregungen als DJ holte

ich mir oft in einer Radiosendung im

WDR II bei Karl Lippegaus, in John Peels

nächtlichen Sendungen (Sendezeit:

4:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens) auf

dem englischen Soldatensender BFBS

oder im Amsterdamer Plattenladen

Boudisque.

Meine Top-Ten der frühen Achtzigerjahre.

ROMEO VOID „Never Say Never“ https://www.youtube.com/watch?v=4x0fPZrPV3M

THE B-52’S „Planet Claire“ https://www.youtube.com/watch?v=1EPP3gkh_00

YELLO „Bimbo“ https://www.youtube.com/watch?v=fn3QOh8HYJc

TALKING HEADS „Once In A Lifetime“ https://www.youtube.com/watch?v=5IsSpAOD6K8

PIG BAG „Papa‘s Got a Brandnew...“ https://www.youtube.com/watch?v=omYKI8RJaIg

RHODA DAKAR WITH „Theme From The Boiler“ https://www.youtube.com/watch?v=sCoOjksMpIQ

THE SPECIAL AKA

FAD GADGET „Back To Nature“ https://www.youtube.com/watch?v=BoVJhr9yd40

SHRIEKBACK „My Spine Is The Bassline“ https://www.youtube.com/watch?v=vGn2iMneR84

SURPLUS STOCK „Take It“ https://www.youtube.com/watch?v=95Euxz8pCgU

BRIAN ENO „My Life In The Bush of Goosts“ https://www.youtube.com/watch?v=k-HDlKhoiZY

Fiz Oblon-Kneipe: Hier trifft sich die Szene

MUSIK als sozialer Kitt

in der Jugend

Auch Anfang der Achtzigerjahre funktionierte

im „neuen“ Fiz Oblon die Musik

als sozialer Kitt zwischen den Gästen.

Im Gegensatz zu Tanzbällen, Schützenfesten

und kommerziellen Diskotheken

konnten die Gäste (in gewissen Grenzen)

in ihrem Fiz so sein, wie sie wollten. Sie

brauchten nicht auf Etikette und Gebräuche

zu achten. Und, wenn man es mit

heute vergleicht, war das abendliche

Treiben im Fiz trotz aller wilden Tanzstile

– sehr friedlich.

Michael Hengehold aus Berge war

damals 16 und Auszubildender in einem

Quakenbrücker Supermarkt. Heute

arbeitet er als Journalist bei einer

Tageszeitung im Osnabrücker Südkreis.

Er beschreibt die frühen Achtzigerjahre

im Fiz:

14 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


40 JAHRE FIZ OBLON

Emsland zusammenkamen in dem festen

Bewusstsein, dort auf Gleichgesinnte

zu treffen und an etwas teilzuhaben,

das es so nirgendwo sonst gab. Musik,

die im Schützenfestzelt nicht stattfand,

die nicht im Radio lief, sich nicht in die

Charts verirrte. Elitär-exaltiertes Eingeweihten-Gebaren

in jeder Geste, jedem

Dancestyle. Karottenhosen, hochtoupierte

Haare im Flashlight – wundervoll!

Und ich, weißes T-Shirt, blauer Pullover

mit V-Ausschnitt drüber, kackbraunes

Jackett, schaute auf zu diesen Kings of

Cool und Queens of the Night, die mich

keines Blickes würdigten. In jenen Jahren

waren die Quakenbrücker eine Macht

im Fiz, wahrscheinlich durch Freitags-DJ

Schnaaki bestens eingeführt: Porky, China,

beides tolle Tänzer mit ganz eigenen

Styles, der massige Fröbe – Kultfressen.

Wie auch jener Emsland-Rockabilly-Typ,

der sich eines Nachts zu ‚16 Tons‘ von

den Redskins eine der Deko-Palmen

schnappte und einen auf Kontrabass

mimte. Seitdem hieß er ‚Palme‘ bei uns.

Wenn ich seinen echten Namen jemals

wusste, hab ich ihn vergessen. Das waren

die Typen, denen wir nacheiferten und

sie hatten die heißesten Miezen dabei.“

Foto: Frank Oelkers

„Ein Septemberwochenende 1982. Dorffest

in Berge. Öde. Öde. Öde. Irgendwann

fragte ein Kumpel mich, ob ich mitwollte

ins Fiz. Hinten rauf auf seine Fuffziger

und ab dafür. So wahnsinnig viel los war

nicht. Sommerloch. Ich weiß aber noch,

ich habe zu ‚Rock the Casbah‘ den Floor

geentert und bin abgegangen. Geliebt

habe ich diesen Song! Geliebt! Außerdem

erinnere ich mich an ‚The Adventures

of Grandmaster Flash on the Wheels of

Steel‘. Un-fucking-fassbar, das Stück. So

was hatte ich noch nie gehört. ‚You say

... you say ... you say ... you say one for the

trouble, two for the time, come on girls

let rock that‘. Ich rockte es.

Von diesem Samstag an verschwendete

ich meine Jugend immer öfter im Fiz.

Bald schon jeden Freitag, jeden Samstag.

Und ich bewunderte die Creatures of the

Night, die aus dem Nordkreis und dem

Playlist von Donny Rec (aus meiner Erinnerung)

SIMPLE MINDS „Demolition“ https://www.youtube.com/watch?v=lCypfUYTye8

HUMAN LEAGUE „Being Boiled“ https://www.youtube.com/watch?v=I_NStTkSRQw

HEAVEN 17 „(We Don’t Need This) Fascist Groove Thang“ https://www.youtube.com/watch?v=lV5dbcOmw6I

ABWÄRTS „Computerstaat“ https://www.youtube.com/watch?v=NxjvyPui5V0

DER PLAN „Da vorne steht ‘ne Ampel“ https://www.youtube.com/watch?v=NZzO48yx2Jo

VELVET UNDERGROUND „I can’t Stand It Anymore“ https://www.youtube.com/watch?v=Q3QRKDfE870

THE STRANGLERS „Hanging Around“ https://www.youtube.com/watch?v=d4piHt4jvG4

ABC „The Look Of Love“ https://www.youtube.com/watch?v=cNEdxZURTaI

FEHLFARBEN „Paul ist tot“ https://www.youtube.com/watch?v=1gKwduFVsV4

SURPLUS STOCK „The Lady Is A Tramp“

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 15


Das Artland-Magazin.

Bernd Nieberding, Jahrgang 1959, aus

Steinfeld studierte damals in Osnabrück,

arbeitete zeitweise in einem

Plattenladen in der Friedensstadt und

fuhr am Samstagabend nach Bippen.

Dort legte er auf und seine Freundin

Antje bediente. Beide leben heute mit

ihrer Familie in Berlin.

1983 stirbt Horst Hörig

unerwartet

Playlist von Bernd Nieberding

PRINCE „Little Red Corvette“ https://www.youtube.com/watch?v=v0KpfrJE4zw

MALCOM MCLAREN „Buffalo Gals“ https://www.youtube.com/watch?v=gAji5MhHxNQ

RUN-DMC „Walk This Way“ https://www.youtube.com/watch?v=nM0Fl2MnV5Y

FLYING LIZARDS „Money“ https://www.youtube.com/watch?v=E-P2qL3qkzk

THE RESIDENTS „Man’s World“ https://www.youtube.com/watch?v=vekcRG1fFBg

PRETENDERS „Private Life“ https://www.youtube.com/watch?v=GANwiljKVls

DAVID BOWIE „Heroes“ https://www.youtube.com/watch?v=lXgkuM2NhYI

JAMES WHITE „Contort Yourself“ https://www.youtube.com/watch?v=g8L-AizPllw

LIASON DANGEREUX „Los Ninos Del Parque“ https://www.youtube.com/watch?v=a_sAH2QGotE

THE CLASH „Rock The Casbah“ https://www.youtube.com/watch?v=15FfWj11uys

Ein bewegendes Erlebnis in der Geschichte

des Fiz Oblons war der Tod

von Horst Hörig am 5. Oktober 1983.

Im Alter von 27 Jahren war er freiwillig

aus dem Leben gegangen. Vielleicht

lag es daran, dass sein Traum, auf der

Kanareninsel Gomera eine alternative

Diskothek aufzubauen, zerplatzt war.

Vielleicht lag es an einer gescheiterten

Liebe.

Für seine Beerdigung hatte Horst ein

Programm verfügt: Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Fiz und seine

engsten Freunde sollten sich in der

Teestube des Fiz Oblons bei Kaffee und

Butterkuchen treffen – und italienischer

Opernmusik lauschen. Auf dem

Friedhof hinter der Dorotheenkirche in

Nortrup erinnerte lange Zeit ein einfaches

Holzkreuz an ihn und die Familie

Hörig.

Erst viele Jahre später entdeckte seine

ältere Schwester Petra in Archiven die

Lebensgeschichte des gemeinsamen

Vaters. Er war während der NS-Zeit von

den Nationalsozialisten als Homosexueller

verfolgt worden. Zuletzt war er als

Schutzhäftling im KZ Sachsenhausen

inhaftiert gewesen. Nach dem Krieg

Horst Hörig (Foto: privat)

gründete sein Vater Horst Hörig eine

Familie mit insgesamt sechs Kindern.

Doch die NS-Zeit und die in dieser Zeit

erlittenen Qualen hinterließen ein

Trauma bei ihm und er beging 1961

Selbstmord.

Petra Hörig: „Heute weiß man durch

Forschungen, dass Traumata auf

Kinder und Kindeskinder übertragen

werden können, wenn in den Familien

nicht darüber gesprochen wird.

Das war in der Familie Hörig der Fall.

Homosexualität galt ja noch bis weit in

die Sechzigerjahre als Straftatbestand

und war entsprechend gesellschaftlich

geächtet.“

Einige Zeit nach dem Tod von Horst

Hörig schieden die beiden anderen Fiz-

Gesellschafter Dixie und Udo Bendig

aus der Gesellschaft aus. Peter Linse

führte das Fiz Oblon weiter, wobei ihn

Norbert Konrad (meist an der Kasse

und im Einkauf) und seine Frau Änne

in der Teestube schon längere Zeit

tatkräftig unterstützt hatten. Ab Mitte

der Achtzigerjahre bestimmten die DJs

Andy Wegener, Friedhelm Rupietter, Michael

Hengehold und Thorsten Heuer

das musikalische Programm. Ab 1984

arbeitete Helmut Tepe als Clubmanager

des Fiz‘ und Martin Wüst hinter

der Theke in der Disco. 1987 übernahm

Martin das Fiz von Peter Linse. Neben

Martin Wüst hatte es noch weitere

Interessenten für das Fiz gegeben.

Fotos: Archiv Marla Singer

16 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


40 JAHRE FIZ OBLON

DÜSTERE WOLKEN

über dem Fiz

Doch plötzlich verdüsterten sich die

Wolken über dem Fiz. Der Grund:

Man munkelte, dass der Mietvertrag

zwischen Frau Mühlenbrock und den

Fiz Betreibern nicht mehr über das Jahr

1989 verlängert werden sollte.

Im April 1989 gingen die Fiz-Fans für

ihren Club auf die Straße. Am 15. April

1989 gab es einen letzten rauschenden

Abend mit der Band „Cliff Barnes and

the Fear of Winning”.

Martin Wüst erzählt: „Während die

Gemeindevertreter auf der Demo

noch beteuerten, sich für den Erhalt

des Fiz Oblons einzusetzen, wurde der

Discosaal des Gebäudes genau einen

Tag nach der Demo an die Gemeinde

Bippen verkauft und schon kurze Zeit

später abgerissen. An der Stelle des Dis-

cosaals steht heute ein Toilettenhaus.“

Anschließend gaben Martin Wüst und

sein Team ein Intermezzo in Haneberg

(zwischen Berge und Bippen gelegen).

„Danach wichen wir mit unserem Fiz

für ungefähr zwei Jahre in eine alte

Nähfabrik am Friedhof in Bippen aus.

Dort traten unter anderem Philipp Boa

and the Voodoo Club auf. Später ergab

sich die Gelegenheit, im August 1991

den alten Gasthof Theile/Rietbrock in

Nortrup zu übernehmen.“

Damit begann eine neue aufregende

Epoche des Fiz Oblon. Und zwar nicht

weit als einen Steinwurf von dem Haus

entfernt, wo Horst Hörig 1978 im Haus

Kemper einst sein erstes Fiz Musik-

Programm entwickelte.

(Fortsetzung folgt)

Recherchiert und geschrieben im Januar und

Februar 2019 von Gisbert Wegener

Alle Plattencover: Sammlung Gisbert Wegener

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 17


Das Artland-Magazin.

Helmut

Die ersten Gäste um 22 Uhr (Theke ist noch nicht besetzt)

18 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019

Konzertbesucher auf einem der Konzerte anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Fiz Oblons im Dezember 1988


Bürgermeister Schreiber spricht zu den Demoteilnehmerinnen und Demoteilnehmern

Die Polizei setzt

auf Deeskalation

„Coop“

Die Spitze des Zuges mit

DJ Andy Wegener und

Chef Martin Wüst

Rundmarsch

Massen an Demobesuchern ziehen

friedlich am Haus des damaligen

Besitzers vorbei

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 19

Fotos: Frank Oelkers


Neueröffnete Filiale der Volksbank Essen-Cappeln auf der Hengelage:

Mit starker Vor-Ort-Präsenz

gegen den Strom

Das Konzept

der regionalen Stärke

Interview mit Vorstand Florian Averbeck

Am 08.03.2019 fand sie endlich statt – die offizielle Einweihung der neuen „alten“ Filiale der

Volksbank Essen-Cappeln eG. Einzug war bereits Anfang Februar. Auch wenn noch nicht alles

an seinem Platz ist und hier und da noch Änderungen vorgenommen werden müssen - die

vier Angestellten samt Vorstand sind sehr zufrieden.

Vorstandsmitglied Florian Averbeck, 37

Jahre alt, führt durch die neuen Räumlichkeiten

und erklärt uns in einem

Interview Einzelheiten zu dem Neubau

und warum die Bank auf regionale

Stärke setzt.

MQ+: Herr Averbeck, erklären Sie uns

kurz, welche Kapazitäten mit dem Neubau

entstanden sind?

F. Averbeck: Der erste Trakt des Neubaus

umfasst zwei Gewerbeflächen mit je 160 m²,

von der wir als Volksbank eine Fläche nutzen.

Über den Gewerbeeinheiten befinden

sich sechs Wohnungen mit Wohnflächen

von 60 m² bis 90 m². Der Großteil dieser

Wohnungen ist bereits vermietet. Der zweite

Abschnitt des Neubaus wird im Sommer

fertiggestellt und umfasst ebenfalls sechs

Wohnungen, die über die Volksbank angemietet

werden können. Mit dem Abriss des

alten Filial-Gebäudes entstehen 40 neue

Parkplätze.

MQ+: Sie setzen auf regionale Präsenz in

Zeiten, wo andere Banken eher auf Rückzug

gehen. Hat das System?

F. Averbeck: Ja, wir schwimmen damit

bewusst gegen den Strom. Wir sind der Meinung,

dass die Kundenberatung vor Ort sehr

wichtig ist und bleiben wird. Solange sie nicht

defizitär ist, lohnt sich jede kleinste Filiale,

um den Kunden vor Ort zu erreichen und ihm

den bestmöglichen Service zu bieten. Wir

setzen auf energetisch optimal ausgerichtete

Filialen, die alternative Techniken wie Photovoltaik

nutzen, um die Nebenkosten so gering

wie möglich zu halten. Neben der Filiale auf

der Hengelage haben wir auch die Filialen in

Sevelten und Bevern rundum erneuert.

Auch hier waren wir dabei.

Wir gratulieren zum gelungenen Neubau !

Industriezubringer 42 49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 882069-1 Fax: 04471 882069-3

E-Mail: info@doerl.com Web: www.doerl.com

20 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


MQ+: Gibt es einen besonderen Bezug zum Standort

Quakenbrück?

F. Averbeck: Wir sehen Wachstumspotential in der Region

Quakenbrück und deshalb setzen wir auf diesen Standort.

Das Konzept geht natürlich nur auf, wenn die Kunden die

Vorteile dieser Filiale, wie z.B. die räumliche Nähe, schnelle

Entscheidungswege, die ganzheitliche Beratung und das

große Leistungsangebot von Geldanlage über Kredit und

Versicherungen bis hin zum leistungsstarken Firmenkundenbereich,

ausgiebig nutzen. Aber natürlich bieten

wir auch online viele Leistungen. Dank unseres komplett

ausgebauten Internetauftritts können Produktabschlüsse

und Serviceaufträge, wie z.B. die Beantragung einer neuen

Karte oder eines Sparbuchs, bequem von zuhause getätigt

werden.

Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit

und gratulieren herzlich zur Neueröffnung!

Erd- und Abbrucharbeiten

Container-Dienst · Baustoffhandlung

Transporte · Recycling

Tulpenstraße 6-8 · 49610 Quakenbrück

Telefon: 05431/26 92 · Telefax: 05431/75 86

WIR GRATULIEREN

ZUR NEUERÖFFNUNG!

GESCHÄFTSFÜHRER: ILJA JUMANOW

ROBERT-BOSCH-STR. 11 · 49610 QUAKENBRÜCK

TEL. 0 54 31 / 61 86 · FAX 0 54 31 / 900 39 65

Ausführung der Maler- und Bodenbelagsarbeiten

Ausführung der Maler- und Bodenbelagsarbeiten

Wir bedanken uns für die gute

Wir bedanken

Zusammenarbeit uns uns für die

und für Zusammenarbeit

das die gute entgegengebrachte

Zusammenarbeit das entgegengebrachte Vertrauen. und das Wir Vertrauen. entgegen-

wünschen

und

Wir gebrachte in den wünschen neuen Vertrauen. in Geschäftsräumen

den neuen Wir Geschäftsräumen

alles in den Gute. neuen

wünschen

alles Gute.

Geschäftsräumen

alles Gute.

... wir bieten mehr als Farbe

... wir bieten mehr als Farbe

• Malerarbeiten

Glaserarbeiten

• Malerarbeiten

Beschriftungen

• Glaserarbeiten

Creative Maltechniken

• Beschriftungen

Parkett- & Bodenbeläge

• Creative Maltechniken

Außenwand-Dämmsysteme

• Parkett- & Bodenbeläge

• Außenwand-Dämmsysteme

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 21


GmbH PFAU-Tec

by

reha-technik · entwicklung · konstruktion

TORINO

NEUE PRODUKT-HIGHLIGHTS VON PFAU-TEC

GRAZIA

BOSCH

S3

P1

PFIFF Vertriebs GmbH · Wilhelmstr. 49 - 51 · 49610 Quakenbrück

Tel. + 49 54 31 / 90 06 00 · Fax + 49 54 31 / 90 06 021

E-Mail: info@pfiff-vertrieb.de · www.pfiff-vertrieb.de

C2

Gemeinsam

schwere Wege gehen

Steimelager Weg 2

49610 Quakenbrück

Tel. 05431 / 35 41

Soforthilfe im Trauerfall

info@ortland-bestattungen.de

WEZ- Verbrauchermarkt www.ortland-bestattungen.de

Foto: Bersenbrücker Kreisblatt

22 | mq Ausgabe Frühjahr 2019


Verbindliche Anmeldungen

für alle Führungen nimmt die

Tourismus-Information Artland,

Markt 4, 49610 Quakenbrück,

Tel. 05431-907590, E-Mail:

tourismus.information@

artland.de, entgegen.

30 JAHRE LUISEN-CENTER

ÖFFNUNGSZEITEN:

Montag bis Freitag

10 bis 13 Uhr u. 14 bis 16 Uhr,

Samstag 10 bis 13 Uhr

Geschichte wird lebendig...

Die beteiligten FIRMEN:

Zimmerei Heinz Wagemester

Betonmischwerk Rova-Mix

Dachdecker Senger,

Fenster Stöckel, Vechtel

Nowebau

DEULA Jugendwerkstatt

Tischlerei Johannes Stein

Heizung Sanitär Geske

Maler Triphaus Grafeld

Fliesenleger Michael Steven

Maler Guido Dorß

Gala Bau Ralf Heitkamp und

Elektro Werner Pries

...und dem unermüdlichen

Einsatz von vielen ehrenamtlichen

Helfern!!!!

Die Stadtführungen geben interessante Einblicke in Quakenbrücks Vergangenheit

Dass Stadtführung nicht gleich

Stadtführung ist, dürfte allgemein

bekannt sein. Und deshalb

bietet die Tourismus-Information

Artland auch in diesem Jahr

wieder öffentliche Führungen der besonderen

Art an. So werden bei den beiden

„Stadtwächtertouren“ und der Stadtführung

„op Platt“ zahlreiche Geheimnisse

gelüftet, welche sowohl „Alteingesessenen“

als auch Neubürgern die historische

Innenstadt mit neuen Augen und

Ohren erleben lassen. Auch die beliebten

öffentlichen Stadtführungen stehen

wieder auf dem Programm.

Die historische Innenstadt der Burgmann-

und Hansestadt Quakenbrück

zählt mit 130 Fachwerkhäusern zu einer

der schönsten im nordwestlichen Niedersachsen

und weist damit den größten

Fachwerkbestand dieses Bereiches auf.

Die aus der Arbeitsgemeinschaft Deutsche

Fachwerkstädte e. V. hervorgegangene

Idee zur Schaffung eines „Deutschen

Fachwerktages“ am 26. Mai um

14.30 Uhr ab Europabrunnen kann somit

auch nicht an der Stadt Quakenbrück

vorbeigehen, die an diesem Tag eine

öffentliche „Fachwerkführung“ anbietet.

Die Kosten für die Führung betragen 3

Euro pro Person (Kinder und Jugendliche

1,50 Euro).

Auch in Quakenbrück wird „platt gesnackt“,

und deshalb ist die Stadtführung

„op Platt“ am 12. April, am 17. Mai jeweils

um 16 Uhr sowie am 20. September um

Im Eingangsbereich vom EDEKA-Veerbrauermarkt wurde

dem Team der Kinderkrebshilfe der Scheck übbereicht.

17 Uhr ab Rathaustreppe genau das Richtige.

Historische Innenstadt mit Rathaus, dieser etwa anderthalbstündigen Füh-

sind nur einige der spannenden Punkte

Weihnachtsmarkt am Auecenter

Hoher Pforte oder St. Sylvesterkirche, Der Weihnachtsmarkt zusammen

rung, bei im der Aue-Center sich die Teilnehmer in Fürs-

auch

mit Annerose und Claus Peter tenau entwickelt auf sich. so manche An den Weihnachtsbu-

lustige Anekdote freuen

den gab es viele Leckereien und die Kinder-

Poppe gibt es nicht nur etwas über die dürfen. Die Kosten betragen 4 Euro pro

Krebs-Hilfe Fürstenau war mit dabei.

Geschichte, Bauwerke und Persönlichkeiten

zu erfahren, sondern auch Aktuelles, im Aue-Center später einiges gelegt, einfallen so und können Euronics die Teilneh-

Person. Die Uhrzeit wurde bewusst auf

Auch ließen es sich die Chefs der Geschäfte

natürlich auf alles Plattdeutsch. sowie McDonalds mer waren nach mit dem Angeboten Abendessen dabei. noch einen

Nach einem „Nu geiht dat los“ werden Die erzielten Einnahmen Spaziergang von unternehmen“. der Weihnachtsmarkt-Aktion

Nach der

eine Führung wurden großzügig kann in eine von der EDEKA zahlreichen

beide Gästeführer den Teilnehmern

bunte Mischung präsentieren: Also, Seker, kie-Nowne Baumarkt, Quakenbrücker Euronics & Kneipen Mc Donalds eingekehrt

Bange! Platt mutt man nich snacken, werden.

aufgerundet.

blots verstaohn und dat is

goar nich so schwoar. Und

achterher giff dat een Kräuterschluck

und Schwattbrot

mit Läwerwurst. Die

Teilnahmekosten belaufen

sich auf 10 Euro pro Person

inklusive Kräuterschluck

und Brote.

Die öffentlichen Stadtführungen

Tempelstr. 1

49626 Berge

05435/2320

Farwickstr. 19

49638 Nortrup

05436/1204

An den Schanzen 1

49584 Fürstenau

05901/4149

sprechen nicht nur

Einheimische, sondern auch

Neubürger und Kurzurlauber

jeden Alters an, zumal

sie dabei Seiten von Quakenbrück

erleben werden,

die ihnen bisher verborgen

geblieben sind. Termine

sind am 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli

und 2. August jeweils um 20

Uhr ab Rathaustreppe. Der

• modische Bequemschuhe

• Einlagenversorgung

• Kompressionsstrümpfe

• Bandagen & Orthesen

• Schuherhöhungen u. Zurichtungen aller Art

• Diabetikerversorgung (zertifiziert)

• Orthopädische Maßschuhe

• Propriozeptive Einlagen

• Brustprothetik

• Schuhreparatur

• Fußpflege

weiträumige Marktplatz, die

St. Sylvesterkirche, die Hohe

Pforte oder die Hasearme

www.schuhhaus-rocho.de

Der Orthopädie-Fachmann

in Ihrer Nähe!

6 | Sommer 2018

Ausgabe Frühjahr 2019 mq | 23


Online-Banking

Nehmen Sie Ihre Bank mit, wohin Sie wollen: Mit unserem Online-Banking

erledigen Sie Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften im

Blumenladen oder überprüfen Ihre Finanzen einfach vor dem Schlafengehen.

Mehr auf www.vrbank-osnordland.de

VR-Bank eG Osnabrücker Nordland

Wir fertigten Türen und Fenster

auch für denkmalgeschützte Gebäude!

Nortruper Str. 39 · 49635 Groß Mimmelage · Tel. 0 54 31/79 97 · www.tischlerei-holzhandwerk.de

24 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


FLORISTIK

Außergewöhnliche Obstsorten

Die eigene Ernte erfreut natürlich jeden Gartenliebhaber. Und für wen Apfel- und Birnenbäume zu langweilig sind, gibt es

mittlerweile genügend Alternativen, da sich in den letzten Jahren einige Pflanzen auch in unserem Klima etabliert haben.

Dazu gehört „Asimina triloba“, auch bekannt als Indianerbanane

oder Flaschenbaum. Der bis zu 4 Meter groß werdende

Baum trägt nach 4-5 Jahren seine ersten Früchte. Diese Früchte

werden ca. 300 g schwer und 10 cm lang. Das Fruchtfleisch ist

gelblich-weiß und schmeckt nach einer Mischung aus Banane,

Mango und Melone, wodurch man sie mit keiner unserer mitteleuropäischen

Früchte vergleichen kann. Ursprünglich kommt diese Pflanze

aus den USA, wobei sie auch in Deutschland ohne Probleme wachsen

kann. Dies führt zu einer immer größeren Beliebtheit unter den Gartenfreunden.

Eine weitere exotische Frucht, die in der Vermarktung auch als „Superfrucht“

bezeichnet wird, ist die Gojibeere („Lycium barbarum“). Diese

Beeren enthalten nämlich viel Vitamin A, C, und E, sowie diverse Spurenelemente,

die das Immunsystem nachweislich verbessern können.

Die Früchte sind knallrot, kugelig, oval und schmecken aromatisch süß.

Der Baumschulgarten Enneking in Damme empfiehlt hier die Sorten

„Sweet Lifeberry“ und „Big Lifeberry“. Auch die violette Blüte der

Gojibeere ist ein absoluter Hingucker, wobei zum Spätsommer ein

wahres Farbspiel zwischen den Blüten und den Früchten entsteht. Diese

Pflanze wächst als Strauch mit bis zu 3,5 m und verträgt Temperaturen

von bis -25°C. Außerdem trotzt sie Hitze, sowie Trockenheit.

Für viele ist außerdem die Nashi-Frucht („Pyrus pyrifolia“) nicht

unbekannt und seit einigen Jahren auch in unserem Klima anzutreffen.

Der asiatische Name „Nashi“ bedeutet im deutschen so viel wie

„Birne“, was sich durch den birnenähnlichen, saftigen Geschmack

erklären lässt. Der etwa 4 Meter große Baum ist gut winterhart und

pflegeleicht, wobei die vitaminreichen Früchte ab August pflückreif

sind. Im Frühling zieren außerdem zahlreiche weiße Blüten den Baum,

die durch ihren herrlichen Duft zahlreiche Insekten wie Bienen und

Hummeln anlocken. Zur Befruchtung des Nashi-Baumes kommen alle

Birnensorten wie beispielsweise „Williams Christ“ oder „Conference“

in Frage.

„Diospyros virginiana“ (amerikanische Kaki) und „Diospyros

kaki“ (japanische Kaki) sind die bekanntesten Kaki-Arten. „Diospyros

virginiana“ hat ihren Ursprung in Nordamerika und nicht wie

vielleicht angenommen in Asien. Dort erreicht sie eine Höhe von bis zu

15 Metern, wobei das Klima in Mitteleuropa den Wachstum stark beeinträchtigt.

In diesem Fall empfiehlt der Baumschulgarten Enneking

in Damme die Sorte „Diospyros kaki Nikita‘s Gift“ da sie Temperaturen

von bis zu -20°C verträgt und auch bei deutschem Klima Früchte

trägt, sofern der Sommer warm genug ist und die Pflanze geschützt

steht. Die Früchte sind zwischen Oktober und November reif und

schmecken süß-saftig, teilweise mit einem leichten Caramel-Aroma.

Bei dieser neuen Sorte handelt es sich um eine Hybride zwischen der

amerikanischen (gute Winterhärte und Robustheit) und der japanischen

(Größe und Aroma der Frucht) Kaki, wobei es gelungen ist die

positiven Fruchteigenschaften der jeweiligen Arten zu verbinden.

„Ficus carica“ (Feigenbaum) wird bis zu 10 Meter hoch und ist eigentlich

in mediterranen Gegenden beheimatet, wobei es auch in unserem

Klima mit ein bisschen Pflege möglich ist diese köstliche Frucht

anzubauen. Die Blätter des Feigenbaums sind ledrig, relativ groß und

dunkelgrün und sind in Kombination mit der hellgrauen Rindenfarbe

ein schöner Anblick. Die violetten Früchte haben ab August einen

köstlich-süßen Geschmack und manche Sorten wie beispielsweise

„Brown Turkey“ können in guten Jahren sogar zweimal geerntet

werden. Außerdem hat diese Sorte den Vorteil, dass sie im Vergleich zu

anderen Sorten kalte Temperaturen besser übersteht.

Ihr Spezialist für außergewöhnliche Pflanzen und Gärten

Jeden Sonntag:

Schautag von 14 - 18 Uhr

- außergewöhnlich Pflanzen in

über 2.000 Sorten

- z.B. besondere Obstsorten wie

Pfefferstrauch, Indianerbanane

- bis 4 m große Formgehölze

Spaliere im Container

- Planung und Gestaltung

von Traumgärten

49401 Damme - Vördener Str. 42a - Tel.: 05491 / 2453 - www.baumschulgarten-enneking.de

Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 8:00 - 18:00 Uhr, Sa. 8:00 - 13:00 Uhr

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 25


Das Artland-Magazin.

Quiltkunst aus Gehrde von Alexandra Lüders

„Handarbeiten sie noch? Können sie

eine Decke in der Größe 2,30 Meter

mal 2,30 Meter für die Hochzeit meiner

Tochter in blauweißen Farben nähen?“

Als im vergangenen August dieser

Anruf kam, schwirrte Annelene Ellerkamp

der Kopf. Die 72-jährige besitzt

zwar jahrzehntelange Erfahrung im

Quilten, aber in dieser Größenordnung

hatte sie noch kein Werk geschaffen.

Sie würde einen Entwurf machen und

nach geeigneten Stoffen in Westerstede

suchen. Im Oktober 2018 schließlich

konnte die aufwändige Handarbeit

beginnen. Zu Beginn ahnte sie nicht,

dass das drei Kilo schwere Prachtstück

sie insgesamt 250 Arbeitsstunden

inclusive 150 Stunden Quiltarbeit per

Hand kosten würde. Die Steppdecke

(Quilten= Steppen) bezauberte durch

vier große Sterne und Kreise, die man

im Quiltjargon „Dresdner Teller“ nennt.

Die in mehreren Schichten gefertigte

Decke ist sogar von hinten eine Augenweide,

weil Annelene sie mit schwedischen

Tischläufern aus der königlichschwedischen

Weberei verziert hat. Am

2. Februar 2019 schließlich wurde das

Schmuckstück – stilgerecht verpackt

- in einem gequilteten Kopfkissen zur

Hochzeit überreicht. Nun konnte sich

Ellerkamp wieder anderen Aufgaben

widmen. Denn „Stillstand ist Rückstand“

lautet ihre Devise, der sie immer

wieder neue Inspirationen verdankt.

„Kurse, Schauen und auch Reisen beflügeln

mich, damit ich wieder Werke für

die Ewigkeit schaffen kann als Kontrast

zur der eher vergänglichen Hausarbeit“,

steht die Gehrderin schmunzelnd zu

ihrer großen Leidenschaft. So schöpfte

sie auch während ihrer Japanreise mit

Tochter Rieke Goda zahlreiche Anregungen

bei einer internationalen Messe

in Tokio. Hier besuchten die beiden

Artländerinnen Ellerkamps Freundin

Setzuko Kuragano, die Annelene vor

vielen Jahren in ihrer Quilt-Ausstellung

im Quakenbrücker Rathaus kennengelernt

hatte. „Das war wirklich ganz toll,

allein die Größe und Vielfalt der Präsentation

überstieg alle meine Erwartungen.

Rieke hat viele Fotos gemacht“,

schildert sie begeistert. Dazu gehörten

natürlich noch andere Eindrücke in der

36-Millionen-Stadt: Der Linksverkehr,

die langen, seelenruhig wartenden

Menschenschlangen überall sowie fünf

Millionen, die täglich einen großen Platz

überquerten. In der „Quilt Stick Show“

im „Sunshine City-Haus“ hat Annelene

ganz neue Miniaturtechniken kennengelernt,

bei denen kleine Stoffschnipsel

per Pinzette bewegt werden. „In Japan

sind europäische Buchstaben und

Zahlen als Muster gerade groß in Mode.

In Tokio gibt es eine Straße nur mit

Stoff- und Perlengeschäften. Das war

ein Traum für jede Quilterin“, freute

sich Ellerkamp. Ihre Freundin Setzuko

schickt ihr übrigens regelmäßig eine

dicke Zeitschrift zu, in der die Landfrau

immer wieder neue Ideen für eigene

Kreationen entdeckt. Wie zum Beispiel

kleine Rucksäcke für den Gürtel oder

kleine Wandbilder zum Thema „Wind“.

Das machte ihr Lust, selbst einmal an

einem Kurs in Vechta teilzunehmen, um

Gemälde in Textilbilder umzusetzen.

Hier ist auch ein zauberhaftes Modell

mit einem pfiffigen Titel entstanden.

Ende März fährt Annelene regelmäßig

mit ihren Artländern Quiltfreundinnen

zur Handarbeitsmesse nach Köln – ein

immer wiederkehrendes Highlight für

die Damen.

Viele Stunden verbringt die Gehrderin in ihrem

kleinen Quilt-Studio (Foto: Alexandra Lüders)

26 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


QUILTKUNST

INFOBOX

In früheren Jahrhunderten verbreiteten sich Quiltstoffe

von China ausgehend im gesamten Orient. Die zum

Wämser verarbeiteten Quilts schützten die Kreuzritter

unter der Rüstung. Durch sie wurde diese kunstvolle

Handarbeit auch in Europa bekannt. Als es im 14. Jahrhundert

in England sehr kalt wurde, feierten die Quilts

Triumpfe in der Fertigung von Kleidern, Decken und

Wandteppichen. Frühe amerikanische Siedler machten

aus der Not eine Tugend, in dem sie kleinste Stoffstücke

zum Quilten und Patchworken verwendeten. Bei

einem Besuch der Amish-People in den USA, lernte

Annelene Ellerkamp die kombinierte Urform dieser

Handarbeiten kennen.

Ihr ganzer Stolz ist die blauweiße

Hochzeitsdecke

(Foto: Alexandra Lüders)

Annelene Ellerkamp mit ihrer

Freundin Setzuko (Mitte) und

einer Bekannten bei der

japanischen Schau.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 27


Das Artland-Magazin.

Angefangen hat wohl alles

mit einer dieser Träumereien:

„Lass uns im Bus um die Welt

fahren!“ Eine dieser Spinnereien

- wie sollte so etwas überhaupt

gehen? Einfach den Job und die

Wohnung kündigen? Alle Sicherheiten

aufgeben? - tja so einfach ist das wohl

doch alles nicht.

Schnell merkten wir aber, dass dieser

Gedanke immer wieder auftauchte

und der Drang nach einem „freien“,

selbstbestimmten Leben immer lauter

in uns wurde. Schließlich ertappten wir

uns fast jeden Abend dabei unseren

Traum weiter auszumalen. Wir haben

diskutiert, abgewogen und schließlich

die letzten Bedenken über Bord geworfen.

„Machen wir‘s!“

Im Nachhinein war diese Art des Reisens

ja schon lange unser Ding.

Angefangen mit Wochenendtrips

im VW Passat mit einem Futon im

Kofferraum über unseren ersten selbst

ausgebauten VW T4 Bulli. Damit sind

wir bereits in Schottland, Norwegen

und Deutschland unterwegs gewesen.

Damals ging alles mehr oder minder im

Hau-Ruck-Verfahren. Den Ausbau des

T4 haben wir in ein paar Wochenendschichten

gemeistert.

Nun aber war der Plan größer - wir

wollten ein Jahr durch ganz Europa reisen.

Da stellten sich doch viele Fragen

und Hürden. Können wir das finanziell

überhaupt stemmen? Was für ein Auto

könnte unser zu Hause auf Rädern

sein? Wie könnte ein Ausbau aussehen?

Was ist uns dabei besonders wichtig?

Welche Länder wollen wir bereisen und

wo vielleicht etwas mehr Zeit verbringen?

Besonders die erste Frage, der finanzielle

Aspekt, hat uns viele Bedenken gekostet.

Wir haben viele Zahlen hin und her

geschoben, eine Kostenschätzung für

die Zeit unterwegs und natürlich die

Anschaffung und den Ausbau des Autos

gemacht. Wir stellten fest - wir können

es hinkriegen, wenn wir den Gürtel ab

sofort enger schnallen und in allen Lebensbereichen

anfangen zu sparen.

Mit dem Ausblick auf ein Jahr „on the

road“ fiel uns das viel leichter, als wir

zuvor gedacht hatten. Wir konnten uns

so ein finanzielles Polster ansparen um

unseren „Bus“ zu kaufen und auch um

„genug“ für unterwegs zu haben. Da

Lasse als Webentwickler tätig ist, war die

28 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


REISEBERICHT

„Lass uns im Bus um die Welt fahren!“

Idee auch von unterwegs noch den einen

oder anderen Euro dazu zu verdienen

und so die Reisekasse von unterwegs

noch etwas aufzubessern. Natürlich

wussten wir im Vorfeld nicht, ob das

klappt und planten das Geld daher erst

einmal nicht fest ein.

Durch die Erfahrungen mit unserem

T4 wussten wir relativ gut, was unser

„Neuer“ alles mitbringen sollte, damit

wir uns darin ganz wie zu Hause fühlen

konnten. Uns war von Anfang an klar,

dass wir kein Wohnmobil von der Stange

kaufen, sondern ein Auto nach unseren

Wünschen gestalten wollten. Stehhöhe,

ein festes Bett (ohne viel Umbauen), eine

gemütliche Sitzecke, eine Dusche und

Toilette waren unsere Must-Haves. Also

recherchierten wir zunächst nach Autos

die diesen Ausbau ermöglichten. Natür-

lich sollte auch das Auto an sich in einem

guten Zustand sein. Unsere Auswahl

beschränkte sich dann auf Mercedes

Sprinter und VW Crafter.

Gesagt getan, und so fingen wir an nach

passenden Gefährten zu suchen und

nach einiger Zeit wurden wir fündig.

Jetzt ging es an den Ausbau oder anders

gesagt, an die Umwandlung eines Mercedes

Sprinter in ein gemütliches Heim

auf vier Rädern.

Den groben Plan und ein paar handgezeichnete

Skizzen vor Augen, fingen wir

an. Zuerst Löcher ins Auto schneiden,

Fenster und Dachluken sollten rein. Dann

Isolierung, Wasser, Schränke, Bett, Küche

und alles weitere was man so zum Leben

braucht. Strom gab es von der Sonne,

denn schließlich wollten wir so autark

wie möglich sein.

Mit etwas handwerklichem Geschick

und viel Recherche nahm unser Bus

langsam Gestalt an. Zum Schluss streichen,

lackieren und ölen. Dann folgt der

erste große Tag – es ging zum TÜV, denn

schließlich muss in „Good Old Germany“

alles offiziell geregelt sein. Umschreibung

zum Sonder-KFZ Wohnmobil heißt

das im Fachdeutsch. Im Nachhinein

alles gar nicht so schlimm und mit dem

TÜV-Gutachten in der Tasche konnten

wir unser neues Heim

endlich

anmelden.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 29


Das Artland-Magazin.

Mt. Saint Michelle

Dune du Pilat

Frz. Atlantikküste

30 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


ist, vieles möglich zu machen

ist, vieles möglich zu machen

ist, vieles möglich zu machen

VGH Vertretung

VGH Frank Vertretung Kottmann

Frank Höfener-Esch-Str. Kottmann 6, 49626 Berge

VGH Höfener-Esch-Str. Vertretung

Tel. 05435 431 6, 49626 Berge

Frank Tel. Kottmann

Lange 05435 Str. 31, 43149610 Quakenbrück

Höfener-Esch-Str. Lange 31, 49610 6, Quakenbrück

49626 Berge

Tel. 05431 9003851

Tel. 05435 05431 9003851 431

www.vgh-kottmann.de

Lange www.vgh-kottmann.de

Str. 31, 49610 Quakenbrück

Tel. 05431 9003851

www.vgh-kottmann.de

REISEBERICHT

Es kam der Tag, an dem wir unsere Mietwohnung verlassen mussten – doch wohin mit all

unseren Sachen, die wir nicht mitnehmen? Gott sei Dank konnten wir einen Teil unseres

Hausstandes bei unseren Familien unterbringen. Vieles haben wir aber auch einfach

aussortiert und weggegeben.

Nun rückte unsere Abreise immer näher. Die erste Testnacht in unserem Bus war erfolgreich

und es konnte so langsam wirklich losgehen. Sachen packen, noch ein letztes Mal mit Freunden

und Familie treffen bevor wir aufbrechen.

Anderthalb Jahre war es her, dass wir den Entschluss gefasst hatten unseren Plan Wirklichkeit

werden zu lassen. Sechs Monate hat es gedauert den Bus auszubauen.

Nun waren die sicheren Jobs und die alte Wohnung gekündigt, der Papierkram geregelt und

wir brachen auf.

Es ist März und nach einem kalten Winter sehnen wir uns nach Wärme und Sonne. Über

Frankreich soll es nach Süden gehen. Immer an der Küste entlang, über Spanien bis an die

portugiesische Algarve. Vorbei an Paris fahren wir gen Atlantik. Mt. St. Michelle ist das erste

Ziel auf unserer Reise. Bei trübem Wetter aber ohne Regen erwandern wir den Klosterberg.

Wir erkunden die kleinen Gassen und genießen die sich immer wieder bietenden Ausblicke.

Es ist nicht viel los zu dieser Jahreszeit und so können wir dieses touristische Highlight Frankreichs

in vollen Zügen genießen.

Wow, wir sind unterwegs. Es dauert ein paar Tage bis wir wirklich begreifen, dass dies kein

Urlaub ist und wir in zwei oder drei Wochen gehetzt die touristischen Highlights abklappern

müssen bevor es zurück in den Alltag geht. Auf einmal hat man die Zeit zwei Stunden mit

einem 80-jährigen Franzosen in gebrochenem Schulfranzösisch über Gott und die Welt zu

reden, während wir am Horizont den Klosterberg sehen.

Wenn es uns irgendwo gut gefällt, dann bleiben wir einfach noch einen Tag oder auch zwei.

Ob auf einer Wiese, im Wald oder am Strand, irgendwo findet sich immer ein Plätzchen, an

dem wir, meist ganz ungestört, unseren Bus parken können. Natürlich muss man immer ein

bisschen gesunden Menschenverstand walten lassen, denn schließlich wollen wir niemanden

durch unsere Anwesenheit belästigen. Dieses Wildcampen klappt gut, auch in Frankreich, wo

wir im Vorfeld viel Negatives zu diesem Thema gelesen haben. Aber es ist auch Nebensaison,

viele andere Wohnmobilisten oder Vanlifer, wie sich die jüngere Fraktion gerne selber nennt,

sehen wir nicht.

Wir hangeln uns an der Küste Frankreichs entlang, durchstreifen Naturparks, halten die Füße

in den kalten Atlantik, erklimmen die Dune du Pilat und besuchen das Surferparadies Biarritz.

Und nun sind wir auch schon im zweiten großen Land unsere Reise, viva Espania.

Unterwegs in Spanien

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 31


Das Artland-Magazin.

Bardenas Reales

dern etwas durch die Gegend und kaufen

auch mal das ein oder andere für

das Abendbrot ein. Supermärkte gibt es

zwar überall, aber wir wollen auch etwas

von der Kultur und den Menschen

erfahren und so ein Markt ist immer

ein wunderbarer Platz dafür.

Als wir an einem Morgen auf einem

kleinen Berg mitten im Nirgendwo

Nordspaniens, neben den Ruinen einer

alten Festung aufwachen, fallen ein

paar Schneeflocken auf die Windschutzscheibe

unseres Busses. Für uns

ein klares Zeichen, dass wir immer

noch viel zu weit im Norden sind. Wir

beschließen direkten Kurs auf die portugiesische

Grenze zu setzen. Nach ein

Im Norden kreuzt unsere Route, die

zwar grob geplant ist aber sich fast

täglich etwas ändert, mehrfach den Jakobsweg.

Wir machen einen Abstecher

nach El Paso, also nicht wirklich, aber

man könnte schon denken, dass man

mitten in Amerika ist, wenn man die

Bardenas Reales erkundet. Für jeden

der mal in Nordspanien unterwegs ist,

eine absolute Empfehlung von uns.

Die Landschaft hier ist einfach so anders

als alles, was es sonst auf unserem

Kontinent gibt.

Wir fahren weiter: Vorbei an Bergen

und Feldern geht es durch zahllose kleine

Dörfer. Wenn wir auf einen Markt

treffen, halten wir oft an und schlenpaar

Stunden Fahrt erreichen wir einen

kleinen Grenzübergang und wenige

Sekunden später sind wir in Portugal.

Die Straßen werden merklich schlechter,

aber wir sind auch fast ausschließlich auf

auf Landstraßen unterwegs. Die neuen,

gut ausgebauten und auch mautpflichtigen

Autobahnen versuchen wir, wo es

geht, zu meiden. So brauchen wir auch

für kurze Strecken manchmal sehr lange,

aber dafür sehen wir viel von der Gegend

die wir durchfahren.

Mit dem Navi und Google Maps findet

sich fast immer ein Weg. Manchmal

steht man dann halt in einem kleinen

urigen Bergdorf und muss die Spiegel

anklappen, um überhaupt noch eine

Portugal,

32

Atlantikküste

| mq + Ausgabe Frühjahr 2019

Fotos: CBATFOW


REISEBERICHT

Chance zu haben, irgendwie mit unserem

7-Meter-Geschoss über die kleinen

Kopfsteinpflasterstraßen zu kommen.

Es geht weiter durch die Berge, vorbei

an Ziegen und Kühen, die neben und

manchmal auch auf der Straße stehen,

wir erwandern den ersten Wasserfall unserer

Reise und hangeln uns über die Serpentinen

der Bergstraßen langsam gen

Küste. Südlich von Porto sehen wir nach

einigen Wochen dann „endlich“ wieder

das Meer am Horizont auftauchen.

Unser erster Standplatz an der Küste

Portugals steht sinnbildlich für die vielen

weiteren Plätze die wir in den nächsten

Wochen noch ansteuern werden. Wir

stehen auf einem kleinen Naturparkplatz

direkt an der Küste, zwei Meter weiter

beginnt der endlose Sandstrand an dem

sich unaufhörlich die Wellen brechen.

Portugal gilt als eines der Traumziele,

nicht nur für Rentner, die dem kalten

Winter in Deutschland entfliehen

möchten, sondern auch für die Vanlife-

Community. So dauert es auch nicht

lange bis wir andere „Verrückte“ treffen,

die genau so wie wir, für ein paar Monate

oder auch für länger dem Leben daheim

entsagt haben und in verschiedensten

Gefährten die Küste des westlichsten europäischen

Landes erkunden. Ob im alten

Wohnmobil oder im selbst ausgebauten

Bus, so unterschiedlich die fahrenden

Häuser, so auch die Bewohner. Manche

sind gerade mit der Schule fertig, andere

in den Semesterferien unterwegs und

wieder andere haben ihre Jobs aufgegeben

oder reisen als Freelancer durch die

Welt - alleine, zu zweit oder mit Kind und

Kegel.

Wir reisen nun etwas gemächlicher

die Küste entlang Richtung Süden. Wir

hangeln uns von einem Traumstrand

zum nächsten, treffen hier und da

Gleichgesinnte, manchmal auch öfter die

gleichen Gesichter. Ab und an machen

wir einen Abstecher ins Hinterland und

erkunden kleine Orte und auch Lissabon

darf natürlich nicht fehlen. Nach Süden

werden die langen Sandstrände weniger

und die schroffe Felsenküste macht hier

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 33


Das Artland-Magazin.

Andalusien

und da Platz für traumhafte kleine

Buchten. Am Ostersonntag genießen

wir im T-Shirt einen ausgedehnten

Brunch auf unserer Dachterrasse –

natürlich mit Meerblick – während es

im Artland gerade noch einmal eine

schöne Kältewelle gibt.

Wir erreichen den westlichsten Punkt

Kontinentaleuropas, Cabo da Roca und

sind wenige Tage später ganz im Süden.

Die Algarve hat es uns wirklich angetan

– zerklüftete Felsküsten, kleine Badebuchten

und azurblaues Wasser. Zu

Recht ein beliebtes Reiseziel, aber auch

zu dieser Zeit schon deutlich voller, als

der Rest des Landes.

Unsere Reise führt uns weiter entlang

der Küste und wir erreichen die Grenze

zu Spanien und haben damit Andalusien

erreicht. Vorbei an Sevilla geht es

für uns nun weiter Richtung Süden. Wir

sehen Berggemse, bizarre Felsformationen

die an „Herr der Ringe“ erinnern

und verwunschene Korkeichenwälder

bevor wir den südlichsten Punkt unserer

Reise erreichen – Tarifa. Hier an der

Straße von Gibraltar trennen uns nur 14

km vom afrikanischen Kontinent. Jetzt

ist es nicht mehr weit bis zur britischen

Enklave Gibraltar.

Schon von weitem können wir den

markanten Felsen im Meer aufragen

sehen. Es ist wohl das erste Mal für uns,

dass wir mit unserem „Bus“ über ein

Flugfeld fahren, denn nur so erreicht

man die Stadt. Hier ist alles sehr eng

und verwinkelt, sodass wir schnell beschließen

den Bus zurück nach Spanien

zu fahren und noch einmal mit unserem

Begleitfahrzeug zurück zu kehren.

Wir suchen uns einen Parkplatz und es

geht ab auf die Simson. So kommen wir

dann doch viel besser voran und können

uns problemlos durch die kleinen Gassen

der Stadt schlängeln. Abends genießen

wir bei fantastischem Ausblick den

Sonnenuntergang auf unserer Dachterrasse

- das letzte Mal für eine ganze

Weile, denn der nächste Tag sollte unsere

Träume gehörig durcheinander bringen.

Wir planen nach Granada zu fahren

und machen uns am Morgen auf den

Weg über die bergigen Straßen. Es sind

nur Sekunden die all unsere Pläne auf

einen Schlag zerstören, als uns plötzlich,

in einer Kurve, ein Spanier auf unserer

Straßenseite frontal ins Auto fährt. Wir

können wohl vom Glück im Unglück

reden, dass wir nur langsam unterwegs

waren und uns eine gute Knautschzone

vor Schlimmerem bewahrt hat. Doch das

Ausmaß des Unfalls wird bereits auf den

ersten Blick deutlich. An eine Reparatur

vor Ort, oder gar die Weiterfahrt ist nicht

zu denken. Langsam wird uns klar, dass

hier nicht nur ein Auto zerstört worden

ist, sondern unser Zuhause...

Ob und wie es für Katha und Lasse

weitergeht erfahren Sie im zweiten Teil,

in der nächsten Ausgabe des „Marktplatz

Quakenbrück“.

Text/Bilder:

Katharina Bockstiegel und Lasse Gottwald

instagram.com/busgefluester

34 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


REISEBERICHT

In den Wäldern Andalusiens

Unsere qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte

bieten Ihnen die Hilfe, die Sie zu Hause brauchen.

SOZIALSTATION – AMBULANTE PFLEGE UND GESUNDHEIT

· Häusliche Pflege

· Tagespflege

· Pflege-Senioren-WGs

· Pflegeberatung

· Hausnotruf

· Essen auf Rädern

· Hilfe im Haushalt

· Vermittlung von Pflegehilfsmitteln

· Ambulante Psychiatrische Pflege

Ansprechpartner: Herr Rolfes (Pflegedienstleitung/Prokurist) · Frau Hoffmann (Verwaltung)

Grüne Straße 11 · 49610 Quakenbrück · Tel.: 05431 – 67 46 · Fax: 05431 – 920 66

rolfes@ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de · www.ambulantes-gesundheitszentrum-artland.de

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 35


36 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


–NACHRUF–

Fiz Oblon Gründer

Peter Linse verstorben

Nach langer schwerer Krankheit ist Anfang des

Jahres Peter Linse, einer der Gründer der Bippener

Kultdiskothek Fiz Oblon gestorben.

Peter Linse hatte in den Neunzigerjahren als

stellvertretender Geschäftsführer erfolgreich

und gewissenhaft unsere Druckerei zielsicher

durch schwierige Zeiten geführt.

Durch seine kollegiale Art schaffte er es immer

die Belegschaft und Geschäftsführung auf

einen Nenner zu bringen.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie,

seinen Freunden und Bekannten.

Das Team von

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Peter, du wirst uns fehlen!

Westküste

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + Portugal

| 37


Das Artland-Magazin.

Diakonische Stiftung

st.Sylvesterstift

Ev. Alten- und Pflegeheim gGmbH

st.Sylvester

Wohnen in der Pflege-Senioren-WG

Grüne Straße

Grüne Straße

Tagespflege

· Alten- und Pflegeheim

· Kurzzeitpflege

· Verhinderungspflege

· Betreutes Wohnen

· Seniorenmittagstisch

Ansprechpartner:

Joachim Minneker (Geschäftsführer)

Dirk Tschritter (Pflegedienstleiter)

St. Sylvester gGmbH

Grüne Straße 24

49610 Quakenbrück

Tel.: 05431 – 900 0

info@sylvesterstift.de

www.sylvesterstift.de

38 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


FREIZEIT & ERHOLUNG

Der Hase auf der Spur

Wolfgang Osthus ist ein profunder Kenner des Hasetals und seiner Menschen.

Sein nun schon jahrzehntelanges Interesse an dem Fluss, seiner Landschaft

und seinem Umland nimmt die Tourismus-Information Artland auf vielfachen

Wunsch zum Anlass,

auch in diesem Jahr

zwei erlebnisreiche

Bus-Entdeckertouren

entlang der Hase

und eine spannende

Vortragsveranstaltung

zur Sohlengleite

mit Fischbufett

anzubieten.

Foto: Anne Schuler

So geht es bei der ersten „Entdeckertour

zur Hasequelle“ mit

Wolfgang Osthus am Muttertag,

12. Mai, um 9.30 Uhr ab

Neuer Markt Quakenbrück im

modernen Reisebus zu den verschiedenen

Quellen, die bei Melle-Wellingholzhausen

die Hase in Fluss bringen.

Weitere Sehenswürdigkeiten entlang des

Flusses wie die Bifurkation bei Gesmold

und das Wasserwegekreuz Mittelland-

Kanal/Hase bei Bramsche-Engter stehen

außerdem auf dem Programm. Gegen

14.30 Uhr gibt es eine Muttertags-Kaffeepause

im romantischen Wasserschloss

Gesmold bei Melle. Der Preis pro Person

beträgt 40 Euro inklusive Kaffeetrinken.

Am Samstag, 24. August, steht dann die

zweite „Entdeckertour zur Hasemündung“

auf dem Programm. Erstes Ziel

wird das 2009 bei Essen/Ahausen angelegte

Biotop sein, wo der Essener Kanal in

die Lager Hase mündet und von dort als

Große Hase weiterfließt. Weiter führt die

Tour über Herzlake Richtung Haselünne,

wo es in den größten Wacholderhain

Nord-Deutschlands auf der Suche nach

den Tarpans und schottischen Hochlandrindern

geht. Am Dortmund-Ems-Kanal

in Meppen wird dann noch einmal die

Hase erreicht, bevor diese dann mit der

Ems Richtung Nordsee fließt. An der

Biberburg, wo es bei einer Pause im

Bauernhofcafé Schulte Kaffee, Tee und

Kuchen gibt, erfahren die Teilnehmer in

einem Kurzvortrag einiges über die hier

wieder angesiedelten Bieber. Abfahrt ist

um 9.30 Uhr am Neuen Markt in Quakenbrück.

Der Preis pro Person beträgt

gleichfalls 40 Euro.

Am Freitag, 1. November, um 18.30 Uhr

erwartet interessierte Gruppen und

Einzelpersonen im Restaurant Schützenhof

ein informations- und genussreicher

Abend mit einem Vortrag über die fast

800-jährige Geschichte des alten Hase-

Überfalles und die Umgestaltung zur

Sohlengleite. Danach erfreut Klaus Posdorfer

mit seinem bekannt reichhaltigen

und schmackhaften kalt-warmen Fischbüfett.

Hier belaufen sich die Kosten pro

Person auf 29,50 Euro.

Verbindliche Anmeldungen

nimmt die Tourismus-Information Artland,

Markt 4, Tel. 05431-907590,

tourismus.information@artland.de,

entgegen.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 39


Das Artland-Magazin.

AUSFLUGSZIEL in der Region

Bussjans „EilanD“

Ein Schilderbaum weist den Weg

zu den verschiedenen Angeboten des Fachwerkdorfes.

Mit der Errichtung einer Fachwerksiedlung

erfüllten sich der Landwirt Heinz-

Josef Burhorst (67) und seine Familie

einen Lebenstraum auf 2,2 Hektar Land,

das der gelernte Tierwirt vor 1995 selbst

bewirtschaftet hat. Statt der geplanten

Schweinemastställe bezaubern

heute 24 idyllische Fachwerkbauten die

Besucher und geben mehreren Generationen

ein zu Hause, das Schönheit,

Intimität und Wärme bietet – ganz so

wie unberührte Dörfer es in früheren

Zeiten getan haben. Der Titel „Bussjans

Hof“ geht auf einen alten Hofnamen

der Familie Burhorst zurück.

Seine Metamorphose vom Bauern

zum Bauherrn war ein zwar ein langer

Weg, hat Heinz-Josef Burhorst aber

vom Anbeginn Spaß gemacht. Denn

hier waren seine Kreativität und das

bauzeichnerische Knowhow seiner

Tochter Anne gefordert, als es darum

ging, aus dem tschechischen „Legokasten

für Erwachsene“ die ersten

Fachwerkhäuser ohne Zimmermann

zusammenzufügen. Später wurde das

Fachwerk aus alten, wiederverwertbaren

Hölzern errichtet. Und es wurden

immer wieder neue Ideen umgesetzt,

um das Leben der 56 Bewohner –

darunter 14 Familienmitglieder - zu

bereichern. „Durch die Umschichtung

des Hofes haben alle drei Töchter und

die folgenden Generationen hier eine

Zukunft und ich kann meine Enkelkinder

aufwachsen sehen“, erzählt Heinz-

Josef begeistert von der gelungenen

Projektumsetzung. Bis zum Jahr 2000

seien die Bauvorhaben noch von der

ausgelagerten, parallelen Schweinemast

finanziert worden. Um weiter investieren

zu können, habe er Bauland auf der

gegenüberliegenden Seite der Schweger

Straße verkauft mit der Auflage, dass

auch hier nur Fachwerkhäuser mit roten

Dächern gebaut werden dürfen. Ein

kluger Schachzug, der den Dorfcharakter

der bäuerlichen Fachwerksiedlung noch

verstärkte. Von außen betrachtet leben

die Bewohner von Bussjans Hof in einem

Pferdestall, einem Göpelhaus, einer

Remise, einer Zimmermanns Werkstatt,

im Backhaus, im Speicher, im Torhaus

oder in Heuerhäusern – Innen aber

entsprechen die Gebäude modernen

Wohnansprüchen ohne ihren rustikalen

Charme zu verlieren. Jedes Haus ist mit

einem Garten umgeben und wird durch

ein Nahwärmenetz (Hackschnitzel aus

Altholz) geheizt. „Wir versuchen alte

Bräuche in guter Nachbarschaft zu leben.

Es gibt weitestgehend keine Zäune

zwischen den Häusern, die durch kleine

Innenhöfe miteinander verbunden sind.

Auch eine Veranstaltungsscheune und

die Gemeinschaftsgrünfläche kann von

allen genutzt werden“, verweist Heinz-

Josef Burhorst auf sein Konzept.

In dem idyllischen 40 | mq Fachwerkdorf + Ausgabe leben Frühjahr 56 Bewohner 2019in guter Nachbarschaft.


(von links)

Martina, Heinz-Josef und Dieter Burhorst erfreuen sich

an dem gelungenen Gesamtensemble „Bussjans Hof“.

GESCHICHTE DES HASEPARKS

...wie aus einem Traum

Wirklichkeit wurde!

von Alexandra Lüders

Das Herzstück der gesamten Anlage bildet

das urige Hofcafé, das Schwiegersohn

Dieter und Tochter Martina in dem umgebauten

Niedersächsischen Hallenhaus

von 1786 seit 2005 führen. Heute ist es ein

beliebtes Ausflugsziel für Gäste von Nah

und Fern. Urige Exponate wecken nostalgische

Gefühle nach einer anstrengenden

Radtour oder einem strammen Spaziergang

durch das Dorf oder zur Schweger

Mühle. Wer historisch interessiert ist, kann

die vom Heimatverein „Herrlichkeit Dinklage“

kompetent eingerichtete Landleben-

Ausstellung, den Getreidegarten oder das

Maislabyrinth besuchen. Im Café verwöhnen

hausgemachte Torten, Pfannkuchen

von der knisternden Kochmaschine und

jede Menge Frühstücksleckereien die

Gäste. Eine Feierscheune (90 Personen)

komplettiert das gastronomische Angebot.

Auf 2,2 Hektar ist ein dörflicher

Lebensraum entstanden (Privatfoto)

INFOBOX

Fachwerkdorf und Hofcafé liegen an der

Schweger Str. 17 am Ortsrand von Dinklage.

Die Öffnungszeiten sind Mittwoch von 14,30

bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen

von 14 bis 18 Uhr.

Es gibt reichlich Parkplätze und E-Bike Ladestationen.

Der Hof ist barrierefrei. Telefonische

Reservierungen unter 04443/4953 oder

per FAX unter 04443/ 4987 oder per Internet

unter info@bussjans-hof.de

Anfragen sind auch per Whats-App unter

0174 – 9600983 möglich.

Weitere Infos unter www.bussjanns-hof.de

Fotos: Alexandra Lüders

Die Landwirtschaftsausstellung zeigt das

frühere bäuerliche Leben und Arbeiten.

Uriges Ambiente genießen Besucher

aus Nah und Fern im Hofcafé.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 41


Das Artland-Magazin.

SERIE

MUSEEN

IM OSNABRÜCKER LAND

Museum und Park Kalkriese bei Bramsche

Varusschlacht im Osnabrücker Land

Der römische Feldherr Publius Quinctilius

Varus und seine Truppen wurden

im Jahre 9 n. Chr. vom ehemaligen germanischen

Verbündeten Arminius und

dessen Gefolgschaft in einer Schlacht

geschlagen. Jahrelange und fortführende

Forschungen belegen, dass die

berüchtigte Varusschlacht im Jahre 9 n.

Chr. in Kalkriese stattgefunden haben

muss.

Zahlreiche hochkarätige römische Fundstücke

kamen auf dem Areal zu Tage, auf dem sich ein

Museum und ein anliegender Park dem Thema

widmen. Im Museum werden die Funde ausgestellt

sowie anschaulich und interaktiv vermittelt

– ein wahrer Politthriller zwischen Varus

und Arminius offenbart sich den Besucherinnen

und Besuchern. Der anliegende weitläufige Park

bietet viele weitere Attraktionen zum Erleben

des authentischen Ortes.

Museum und Park Kalkriese

Venner Straße 69, 49565 Bramsche

Tel. 05468/92040

kontakt@kalkriese-varusschlacht.de

www.kalkriese-varusschlacht.de

montags-sonntags 10 Uhr bis 18 Uhr

(April-Oktober);

dienstags-sonntags 10 Uhr bis 18 Uhr

(November-März)

Barrierefrei: ja

Parkplätze: ja

Fotos: Inga Vianden, Scriptorium

42 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


MUSEEN IM OSNABRÜCKER LAND

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 43


Das Artland-Magazin.

Veranstaltungen & Termine Mai 2019

Sonderausstellung

ROMS LEGIONEN

Wie sah der Alltag eines römischen Legionärs

aus? Wie lang war ein Tagesmarsch, wo

schlief er, was stand auf dem Speiseplan und

wieviel Gepäck hatte er dabei? Antworten

auf diese und weitere Fragen gibt die

neue Sonderschau ROMS LEGIONEN, wenn

vom 30. März bis zum 3. November 2019

tausende handbemalte Zinn-Legionäre

Kalkriese [zurück-] erobern. Detailgetreue

Modellbauten, großformatige Illustrationen

und authentische Nachbildungen römischer

Ausrüstung eröffnen facettenreiche Einblicke

in die römische Armee und ihre Organisationsstruktur

auf den Eroberungszügen zur

Zeit um Christi Geburt.

Öffentliche Führungen sonn- und feiertags

um 16 Uhr (60 Min., 3 Euro)

Familienführungen sonn- und feiertags um

14 Uhr (90 Min., 4 Euro)

Maifeiertag: Familienführung

in der Dauerausstellung

Mittwoch, 1. Mai, 14 Uhr

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung

erfahren Erwachsene und Kinder was sich vor

2000 Jahren in Kalkriese abgespielt hat, wie

die Römer und Germanen gelebt haben und

wie vor über 30 Jahren ein englischer Major

das antike Schlachtfeld gefunden hat.

, 9. / 10. Juni 2019

Die Führung dauert 90 Min (4,00 € pro

Person zzgl. Eintritt). Reservierungen für

den Familiensonntag beim Buchungsservice

unter Tel. 05468 - 9204-200 oder per Email

an fuehrungen@kalkriese-varusschlacht.de.

:00 bis 18:00 Uhr

Sie sind wieder da!

Kunstaktion

„10 Jahre Feldzeichen

zu Friedenszeichen“

Samstag, 4. Mai und Sonntag, 5. Mai,

jeweils 14.00 und 15.30 Uhr

Vor 10 Jahren haben über 10.000 Bürgerinnen

und Bürger aus dem Osnabrücker Land

anlässlich des Gedenkjahres zur Varusschlacht

2.000 Friedenszeichen gestaltet,

die ein Zeichen für eine bunte und friedliche

Welt setzen sollten. Noch heute zieren

zahlreiche Friedenszeichen private sowie

öffentliche Grundstücke und senden eine

friedliche Botschaft aus dem Osnabrücker

Land. Höhepunkt der Aktion „Feld- zu

Friedenszeichen“ 2009 war die Ausstellung

von 27 Friedenszeichen im Europäischen

Parlament in Straßburg. Diese Stelen stehen

seither als Symbol für die EU-Staaten im Museumspark

in Kalkriese. Ein Jahrzehnt später

hat sich der Staatenverbund mit Kroatien auf

28 Länder erweitert.

Museum und Park Kalkriese wird diese

Friedenszeichen erneuern, um an einem Ort

der Geschichte ein Zeichen für ein friedliches,

internationales Miteinander zu setzen. In

einer gemeinsamen Aktion werden im Museumspark

28 neue Feldzeichen gestaltet.

Darüber hinaus haben Besucher am

Aktionswochenende die Möglichkeit, vor Ort

ein eigenes Friedenszeichen zu gestalten.

Die Stelen kosten 185 Euro und sind im

Museumsshop erhältlich. Anmeldungen bis

zum 2. Mai 2019 bei Sarah Müller (sarah.

mueller@kalkriese-varusschlacht.de;

Tel: 05468 9204-40).

Familiensonntag

»Zu Besuch bei den Legionen«

5. Mai, 14.00 und 15.30 Uhr

Der Familiensonntag startet um 14 Uhr mit

einer Familienführung „Zu Besuch bei den Legionen“

durch die neue Sonderausstellung.

Hier ist ausprobieren erwünscht! Groß und

Klein legen einen römischen Schienenpanzer

an oder mahlen ihre eigene Getreideration

und erfahren, wie das Leben eines römischen

Legionärs aussah. Anschließend bemalen

Kinder ab 15.30 Uhr ihre eigenen farbenfrohen

Legionärsschilde.

Die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung

beim Buchungsservice unter Tel. 05468 -

9204-200 oder per Email an fuehrungen@

kalkriese-varusschlacht.de wird empfohlen.

Christi Himmelfahrt:

Familienführung

in der Dauerausstellung

Donnerstag, 30. Mai, 14 Uhr

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung

erfahren Erwachsene und Kinder was sich vor

2000 Jahren in Kalkriese abgespielt hat, wie

die Römer und Germanen gelebt haben und

wie vor über 30 Jahren ein englischer Major

das antike Schlachtfeld gefunden hat.

Die Führung dauert 90 Min (4,00 € pro

Person zzgl. Eintritt).

Reservierungen für den Familiensonntag

beim Buchungsservice unter Tel. 05468 -

9204-200 oder per Email an fuehrungen@

kalkriese-varusschlacht.de.

Römer- und

Germanentage

Pfingsten, 9. und 10. Juni 2019, 10:00 bis 18:00 Uhr

Brückentag: Familienführung

in der Dauerausstellung

Freitag, 31. Mai, 14 Uhr

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung

erfahren Erwachsene und Kinder was sich vor

2000 Jahren in Kalkriese abgespielt hat, wie

die Römer und Germanen gelebt haben und

wie vor über 30 Jahren ein englischer Major

das antike Schlachtfeld gefunden hat.

Die Führung dauert 90 Min (4,00 € pro

Person zzgl. Eintritt). Reservierungen für

den Familiensonntag beim Buchungsservice

unter Tel. 05468 - 9204-200 oder per Email

an fuehrungen@kalkriese-varusschlacht.de.

Öffentliche Führungen durch die

Dauerausstellung zur Varusschlacht

[90 Minuten]

Täglich um 14.30 Uhr, an Sonn- und

Feiertagen um 11.00 und 14.30 Uhr

Die Führung kostet 4 Euro pro Person. Die

Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Eine Anmeldung beim Buchungsservice wird

empfohlen unter Tel. 05468 9204-200.

Sommeröffnungszeiten von April bis einschließlich

Oktober 2019 täglich geöffnet von

10.00 – 18.00 Uhr

Varusschlacht im Osnabrücker Land gGmbH

· Museum und Park Kalkriese

Venner Str. 69, 49565 Bramsche-Kalkriese

Tel: 05468 9204-0, Fax: 05468 9204-45

www.kalkriese-varusschlacht.de

kontakt@kalkriese-varusschlacht.de

Römer- und

Germanentage

9. und 10. Juni 2019

(Pfingstsonntag und -montag)

An Pfingsten schlagen hunderte Römer- und Germanendarsteller

im Museumspark ihre Lager auf und

nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise in die bunte

Welt der Antike. In der Arena treffen römische und germanische

Reiter aufeinander und zeigen spektakuläre

Kampfvorführungen. In den Zeltlagern pulsiert das

Leben und die internationalen Akteure geben Einblicke

in das Leben vor 2000 Jahren. Die Besucher erfahren

etwas über die Münzfälscher in der Antike, das Keltern

von Amphorenweinen oder die Heilkunst und Arzneien

der Römer. Händler präsentieren an den verschiedenen

Ständen Kunsthandwerk, Schmuck und Handarbeiten.

In den Garküchen und Tarbernas locken Speisen und

Getränke nach Originalrezepten. Zahlreiche Mitmachaktionen

und Kinderprogramme laden die ganze

Familie ein, sich am historischen Ort auf die Spuren der

Römer und Germanen zu begeben.

Venner Str. 69 | Bramsche-Kalkriese | Tel: 05468 9204-0 | www.kalkriese-varusschlacht.de

Online-Tickets und weitere Informationen zum Programm

unter www.kalkriese-varusschlacht.de.

44 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019

2019_RuG_Anz.ArtlandMagazin 130x120.indd 1 02.04.19 10:30


Das ist KULTUR ja interessant... & FREIZEIT

...die machen das!

Öl-/Gas-Brennwertkessel + Badsanierung

Wärmepumpen + Pelletkessel

Stückholz- + Hackgutkessel Junkers Wärmepartner

Alle 14 Tage neu!

©Fotolia/aletia2011

Am Tempelskamp 7 | 49626 Berge | Tel. 05435 9328 | www.koste-berge.de

FILIALE

Osnabrück

Lotter Str. 122

49078 Osnabrück

Tel. 0541/200675-0

www.kosteosnabrueck.de

Die Lokalzeitung für den nördlichen

Landkreis Osnabrück, Südoldenburg und

einen (kleinen) Teil des Emslandes

Redaktion und Anzeigenannahme:

Kreuzstr. 1 · 49610 Quakenbrück · Tel. (05431) 90 48 51

info@lokalzeitung-volltreffer.de

Die nackte Dame im Kofferraum

Seit geraumer Zeit gehöre

ich zu den ehrenamtlichen

Mitarbeitern des Quakenbrücker

Stadtmuseums. Vor

einiger Zeit planten wir dort

eine neue Sonderausstellung,

zu der uns noch eine weibliche

Schaufensterpuppe fehlte. Ich

wurde mit der Aufgabe betraut,

mich um eine zeitnahe Beschaffung

dieser Dame zu kümmern.

Dies war für mich keine große

Herausforderung, denn ein

Aufruf in den sozialen Medien

würde mir dabei schon helfen,

dachte ich.

Schnell bekam ich die erste

Nachricht, aus der hervorging,

dass in Ankum ein Bekleidungsgeschäft

seinen Verkauf eingestellt

hat und ich da mit großer

Wahrscheinlichkeit eine solche

Dame günstig erwerben könnte.

Ja, ich bekam in der Nachricht

auch gleich einen Ansprechpartner

und dessen Telefonnummer

genannt.

Läuft ja prima, dachte ich,

schrieb noch schnell ein paar Zeilen,

in denen ich mich bedankte

und griff zum Telefon. Ein netter

Herr meldete sich und meinte,

dass mein Anruf bei ihm schon

angekündigt sei. Er wusste auch

bereits, dass ich für das Museum

eine Schaufensterpuppe suchte

und meinte, ich solle mal eben

bei ihm vorbeikommen, denn für

nur 70 € könnte ich mir sogar

eine der Puppen aussuchen. Aber

ich müsste gleich kommen, da

er morgen in der Früh in Urlaub

fahren wolle und erst in 14 Tagen

zurückkommen würde.

Okay, das war jetzt nicht ganz so

gut, denn ein Blick auf die Uhr

verriet mir, dass es bereits 15 Uhr

war, und ich hatte um 18 Uhr

noch einen Termin im Rathaus,

es könnte also knapp werden,

aber ich sagte zu. Was soll schon

passieren, Ankum ist ja nur einen

Katzensprung entfernt und

die Schaufensterpuppe schnell

verladen.

Also schnappte ich mir den

PKW meiner Schwiegermutter,

denn der hat einen größeren

Kofferraum als unser Cabrio und

machte mich auf den Weg.

In Ankum hatte ich auch

umgehend die richtige Adresse

gefunden und wurde schon

erwartet. Der Verkäufer öffnete

eine große Garage, und mein

Zeitplan zerplatzte wie eine

Seifenblase. Die Garage war zugestellt

mit Kartons, Kleiderständern

und Spiegeln, doch ganz

hinten standen gleich mehrere

Schaufensterpuppen. So dauerte

es eine ganze Weile, bis wir

die erste Dame nach draußen

schaffen konnten. Leider fanden

wir aber für sie keine passenden

Arme, und so holten wir die

nächste und die übernächste, bis

dem Verkäufer auffiel, dass er für

die Modelle keine Arme hatte.

Das sei aber nicht so schlimm,

da ich die bestimmt bei seinem

Bekannten in Quakenbrück bekommen

würde. Ein Blick auf die

Uhr machte mir klar, dass es vor

dem Rathaustermin nichts mehr

zu essen geben würde.

„Okay, ich nehme sie. Ich weiß

auch gar nicht, ob wir die Arme

überhaupt benötigen. Aber wie

bekomme ich das Teil in den

Kofferraum?“

Mit einigen geübten Handgriffen

wurde die Puppe von dem netten

Herrn in 4 Teile zerlegt und wanderte

in meinen Kofferraum. Da

es anscheinend auffiel, dass ich

es eilig hatte, meinte der Verkäufer

noch, dass ich fahren solle,

er würde mit seinem Sohn alles

wieder in die Garage einräumen.

Ich bedankte und verabschiedete

mich und fuhr los.

Meine Route führte mich über

Bersenbrück, denn ich dachte,

dass ich über die B 68 schneller

sein würde.

Schneller war ich auch, aber das

fiel leider auch bei einer Geschwindigkeitsüberprüfung

der

Polizei auf, die ich nicht einmal

bemerkte.

Eine Polizistin winkte mich also

raus und sagte, dass ich rechts

auf den Parkplatz fahren solle.

Ich folgte ihren Anweisungen

und wusste immer noch nicht,

was ich falsch gemacht haben

sollte.

„Stellen Sie bitte mal den Motor

ab. Es ist Ihnen höchstwahrscheinlich

gar nicht aufgefallen,

aber Sie sind in der 70er- Zone

mit 95 km/h gelasert worden.

Zeigen Sie mir doch bitte die

Fahrzeugpapiere und Ihren Führerschein!“

„Ja, gerne“, antwortete ich und

dachte noch, dass die Polizei

ja auch nur ihren Job machen

würde und dass sie Respekt und

Höflichkeit verdient habe. Ich

langte an das Handschuhfach,

dann wurde mir schlagartig

klar, dass ich jetzt ein gravierendes

Problem habe. Ich sackte

zusammen, mein Kopf fiel dabei

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 45


Das Artland-Magazin.

nach vorn, und mir entwich ein

„ach nöö.“

„Ist mit Ihnen alles in Ordnung?“

Ich sah die Polizistin an und

sagte: „Mit mir schon, aber ich

bemerke gerade, dass das gar

nicht mein Auto ist und ich Ihnen

weder meinen Führerschein

noch meinen Ausweis zeigen

kann. Die Fahrzeugpapiere für

diesen PKW liegen zusammen

mit meinem Führerschein und

Ausweis zu Hause in meinem

Cabrio!“

Das machte die Polizistin jetzt

neugierig! „Wenn Ihnen dieser

PKW nicht gehört, wieso liegen

dann dessen Papiere zu Hause in

Ihrem Fahrzeug?“

Den Rathaustermin kannst du

jetzt getrost vergessen, schoss es

mir durch den Kopf.

„Entschuldigung, dieser Wagen

gehört meiner Schwiegermutter,

aber ich fahre ihn von Zeit

zu Zeit, da sie nicht mehr am

Straßenverkehr teilnimmt, und

ich musste gerade schnell was

erledigen und brauchte den

größeren Kofferraum!“

Sie unterbrach mich. „Ja, schnell

waren Sie, steigen Sie bitte aus

und gehen Sie mal zu meinem

Kollegen in den PKW, damit wir

sie überprüfen können.“

Nun bekam ich es mit einem

Herren zu tun, der in einem

Zivilstreifenwagen saß. „Geben

Sie mir doch bitte mal Ihren

Führerschein!“

„Hat er nicht“, bemerkte seine

Kollegin.

Ich holte Luft, konnte aber nicht

so schnell reagieren, weil schlagartig

die nächste Frage nach

meinem Personalausweis kam.

Ich sah die Polizistin fragend an,

und was sagte sie? „Hat er auch

nicht!“

„Sie müssen sich doch ausweisen

können. Irgendetwas haben

Sie doch dabei oder?“, fragte der

Polizist.

„Nö, und meine Beifahrerin kann

Ihnen leider auch nichts zu meiner

Identität beitragen!“, schoss

es aus mir heraus.

Nun sahen mich beide fragend

an, dann fiel ihr Blick auf den

von mir gefahrenen Wagen und

gleich wieder auf mich.

„Beifahrerin, was denn für eine

Beifahrerin?“ fragte die Polizistin.

„Ja, die liegt zerlegt im Kofferraum!“

antwortete ich und dachte

im selben Moment: Das hast

du jetzt nicht wirklich gesagt?

Der Kollege stieg aus und ließ

mich nicht aus den Augen, die

Polizistin ging zu meinem Fahrzeug,

machte am Kofferraum

halt und sah zu uns rüber.

„Erschrecken Sie nicht, wenn

Sie jetzt den Kofferraumdeckel

öffnen, sie hat nichts an!“ rief

ich ihr zu und merkte, dass der

Kollege hinter mir einen Schritt

zurück machte. Jetzt fiel mir ein,

dass ich ja mein Handy dabei

hatte und meldete mich abermals

zu Wort: „Ich kann Ihnen

eine meiner Visitenkarten geben,

oder wir rufen schnell bei der

Polizeistation in Quakenbrück

an, die kennen mich da!“

Der Beamte sah mich an und

meinte:“ Ach, polizeibekannt

sind Sie also auch? Das wird ja

immer besser.“

Als der Kofferraum von der

Beamtin geöffnet wurde, lachte

sie herzhaft los und rief ihrem

Kollegen zu: „Komm mal her, das

musst du gesehen haben!“

Ich erzählte ihnen meine

Geschichte, warum die „Beifahrerin“

im Kofferraum liegt und

wofür sie gebraucht wird. Meine

Identität wurde anhand meines

Geburtsdatums und eines Computers

bestätigt. Wir lachten und

die beiden Beamten meinten,

dass ihnen schon so mancher

Verkehrssünder ins Netz gegangen

sei, aber so ein lustiger Vogel

wie ich sei bis jetzt noch nie dabei

gewesen. Sie würden ja gern

ein Auge zudrücken, aber Strafe

muss sein, und um ein Bußgeld

würde auch ich nun mal nicht

herumkommen. Dann machten

sie noch ein Foto und wünschten

mir und meiner Mitfahrerin eine

gute Heimfahrt.

Zu meinem Termin im Rathaus

bin ich dann übrigens doch noch

gekommen. Die Dame wurde

übrigens zwei Tage später im

Museum verheiratet und war

Mutter einer Tochter.

Detlef Bülow

Foto: Detlef Bülow

46 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


Der Wunsch

von Wolfgang Bergfeld

DÖNKES AUS QUAKENBRÜCK

Ein Frosch, sehr hässlich von Gestalt,

saß einst am Straßenrand. Alsbald

kam angefahr`n ein PKW,

da sprang der Frosch nach vorn!

O weh!

Es stieg, um Tierlieb`

zu beweisen,

der Fahrer heftig in

die Eisen und kam

auch vor dem Frosch,

dem kalten, ‘nen

Meter vorher auch

zum Halten.

Als er dann vor das

Auto sah,

bumms, eine gute Fee

stand da.

Um seinen Wunsch ihm zu erfüllen

schaut nach die Fee. Um Gottes Willen!

Der Hund, der hatte keinen Schwanz

und auch das Fell war nicht mehr ganz.

Ein Auge fehlte und ein Bein,

auch schien er schon halb tot zu sein.

Da sprach die Fee: „ Oh, bitte sehr,

der Wunsch, der ist so furchtbar schwer

Und meine Zauberkräfte klein.

Fällt dir denn nicht was leicht`res ein?“

Da sprach der Mann. „ Da, meine Frau,

die möchte ausseh`n ganz genau

Eine Gemeinschaft

zum Wohlfühlen.

wie die Monroe und obendrein

so schlau wie Albert Einstein sein.“

Die Fee besah sich die Person,

da kriegt sie Sorgenfalten schon

und sprach „ Ich kann dich gut verstehen.

Doch lass noch mal den Köter sehen.“

Unternehmen der

Die sprach:

„ Von einem Fluch,

‘nem bösen,

da konntest du mich

heut‘ erlösen.

Zum Dank, was immer

es auch sei,

hast einen Wunsch

du bei mir frei.“

Der Autofahrer hoch

erfreut:

„Was ist das für ein

Glückstag heut‘!

Da hinten in dem

Auto liegt mein Hund.

Der hat was abgekriegt.

Gar fürchterlich sieht

der jetzt aus,

Mach einen schönen

Hund daraus.“

Umfassende Pflege-, Betreuungs- und Versorgungsangebote unter einem Dach.

Haus Bethanien

Lötzener Str. 14 · Quakenbrück · Tel. 05431/9434-00 · www.bethanien.net

Altenpflegeheim

Haus Bethanien

Tel. 05431/9434-193

info@bethanien.net

Solitäre

Kurzzeitpflege

• kompl. einger. Zimmer mit TV und Tel.

• Förderung durch den Landkreis Osnabrück,

daher kostengünstig

Tel.: 05431/9434-193

gGmbH

Tagespflege

Bethanien

Tel. 05431/925 97 30

tagespflege@bethanien.net

Tel. 05431/908857

www.pflegedienst-bethanien.de

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 47


Das Artland-Magazin.

Weinhaus

Gebr. Köster

Inh. Marion Schone

Zu jedem Anlass der

passende Wein & Sekt

Lange Str. 68 · Quakenbrück

Tel. 0 54 31 - 34 10

Fax 0 54 31 - 73 27

www.weinhaus-koester.de

Wer kennt noch

dieses Gebäude?

Das ist das Stammhaus der Kaufmannsfamilie Schröder (Weingroßhandel

und Bankhaus, Schinkenexport) Lange Str. 34, vormals Firma Schütte.

1722 kam Anthon Schröder (* 17. Oktober

1697 in Verden, † 24. Mai 1784 in

Quakenbrück) von Bremen aus nach

Quakenbrück, um in der „Laaken-Großhandlung“

Johann Schütte am Marktplatz

zu lernen. Da deren Inhaber schon

bald in seine Heimatstadt Bremen

übersiedelte, konnte Schröder das am

Marktplatz/Ecke Goldstraße gelegene

Wohn- und Geschäftshaus erwerben,

auf das er später ein Stockwerk aufbauen

ließ. In der linken Hälfte des Hauses

befand sich das „Comptoir“ der 1730

gegründeten Firma „Anthon Schröder“,

die sich Bankgeschäften widmete.

Hier sind Schröder und seine aus einer

wohlhabenden Quakenbrücker Kaufmannsfamilie

stammenden Ehefrau

Anna, geborene Kramer, vier Söhne und

vier Töchter geboren worden, wodurch

es zum „Schröderschen Stammhaus“

wurde, aus dem die Zweige in Bremen,

Hamburg, Amsterdam, London, Liverpool,

St. Petersburg, Triest und Le Havre

hervorgingen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

erhielten die zweistöckigen Kaufmannshäuser

an der Langen Straße ihr

einheitliches Aussehen, so dass ihre

Fassaden ein eindrucksvoll geschlossenes

Straßenbild prägten. Gerade beim

Schröderschen Stammhaus war die

symmetrische, von einem Windenerker

gekrönte Fassade charakteristisch für

die Kaufmannshäuser jener Zeit. Im

Inneren lagen Wohn- und Geschäftsräume

und das Treppenhaus zu beiden

Seiten des mit Fliesen ausgelegten

Flures, der auf die große rückwärtige

Küche stieß.

Der letzte männliche Vertreter der

Schröder-Familie, Kommerzienrat und

Senator Anthon Christian Schröder

(1818-1891), war auch der letzte Schröder-Spross,

der in diesem Haus wohnte.

Er war zweimal verheiratet; die erste

Frau starb 1871 (beide Gräber befinden

sich auf dem St.-Sylvester-Kirchhof).

Er hat dann nochmals geheiratet, und

zwar Marie von Cölln aus dem Nachbarhaus

(Silberwarenfabrik ihres Vaters

Gottfried von Cölln, später Zigarrengeschäft

Karl Klee). Sie legte gesteigerten

Wert darauf, mit „Frau Kommerzienrat“

angesprochen zu werden. Sie starb 1938,

dann wohnten andere Familien im Haus.

Das Gebäude wurde 1957 abgebrochen;

1958 wurde an dieser Stelle der Neubau

der Kreissparkasse eingeweiht.

Heiko Bockstiegel

Übrigens:

Das Foto hat den Titel: „Sander und Wein

machen die Straßen rein“ (zwei Mitarbeiter

des Bauhofes – oder wie immer es

damals hieß).

Foto: Stadtmuseum Quakenbrück

48 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


Badberger Straße 31

49610 Quakenbrück

Fon: 0 54 31 / 90 04 56

Fax : 0 54 31 / 90 04 57

info@mzb-computer.de

Ihr Ansprechpartner:

Uwe Meyer zu Brickwedde

EDV-Vernetzung

Handy-Reparatur

PC Reparaturen

Hardware

Software

TV Video

Nadine Brackmann

Am Bahnhof 1 · Quakenbrück

Tel. 0 54 31 - 908 90 88

E-Mail: info@reisecenter-Artland.de

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 49


Das Artland-Magazin.

Kioske in Quakenbrück

Einst zierten mehrere der kleinen Kioske das Bild der Stadt Quakenbrück. Da war zum Beispiel Kubersky

an der Artlandstraße - Ecke Ostlandstraße. Es war eine Bretterbude mit fünf Fenstern, wovon das mittlere

ein Schiebefenster war, an dem auch der Verkauf abgewickelt wurde. Als Tresen diente ein breiteres

Brett. Ich kann mich noch gut an diesen Kiosk erinnern, denn meine Mutter gab da jede Woche unseren

Lottoschein ab, und da sie mich aus mir unerklärlichen Gründen

nur ungern alleine zu Hause lassen wollte, nahm sie mich

so oft es ging mit. Ich konnte kaum über den Tresen gucken,

doch wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellte, reichte es,

um die Süßigkeiten in den runden Glasbehältern zu sehen.

Meistens bekam ich ein kleines Papiertütchen mit bunten

Vanillekugeln, an deren köstlichen Geschmack ich noch heute

gern zurück denke.

Kioske waren ein Phänomen der Industrialisierung. Damals

haben die Arbeiter auf ihrem Weg zur Fabrik schnell noch

Zigaretten und eine Zeitschrift gekauft. Geöffnet hatten die kleinen Verkaufsbüdchen von morgens

früh bis spät in den Abend. Überwiegend bestand die Kundschaft aus Stammkunden, oft wusste der

Verkäufer schon vorher, was die Leute kaufen möchten und holte die Artikel schon vorsorglich aus dem

Regal, wenn der Kunde in Sicht kam.

Ich kann mich an drei weitere dieser „Büdchen“ erinnern.

An der Bahnhofstraße gab es Heinrich Göttingen, er hatte

seinen kleinen Laden direkt gegenüber der heutigen Post. Am

Schwarzen Weg gab es gleich zwei, Belau und Kurt Schubert.

Belau verkaufte zu meiner Zeit hauptsächlich Zeitschriften. All

diese Kioske waren ähnlich aufgebaut wie der von Kubersky,

aber das „Knusperhäuschen“ von Kurt Schubert war etwas

Besonderes, denn in der Osterzeit roch es schon von weitem

nach selbstgemachtem Marzipan. Dieses Büdchen hatte große

Fenster, die immer sehr schön dekoriert waren. Es war im

Ganzen etwas größer als die anderen, aber auch dort standen

die Kilo-Boxen voller bunter süßer und saurer Fruchtgummis

und voller Lakritz.

Dann gab es noch Bialek am Bahnübergang an der Hasestraße,

der von uns Kindern immer nur „Mark-Mark Franz“

genannt wurde. Sein Kiosk war aus Stein gemauert und hielt

sich bis in die 80er Jahre. Als Schüler kaufte ich dort eher selten.

Der Raum hinterm Tresen war nur schwach ausgeleuchtet.

Zusammengewürfelte Holz- und Lederstühle sorgten für

einen urigen Charme, ein alter Ölofen spendete bei Kälte etwas

Wärme. Zeitschriften lagen aufgeschlagen in der Auslage,

ein bisschen Nippes in den Regalen, draußen standen Kisten

mit Obst, Kartoffeln und Gemüse. Es roch auch immer kräftig

nach kaltem Zigarettenrauch.

Mein Kiosk war der von Karl Schubert. Er lag auf meinem

Schulweg, und wenn ich morgens Zeit und einige kupferne

oder gar silberne Münzen in der Hosentasche hatte, dann

hielt ich mit meinem Fahrrad an und stellte mir seelenruhig

meine Sammlung zusammen. „Zwei weiße Mäuse aus

Schaumzucker, zwei Lakritz-Schnecken, drei Stücke Kokosschokolade“

- und immer wieder die Frage: „Wieviel kann ich

mir noch leisten?“ Während die Schlange am Kiosk immer

länger wurde, wanderte eine weiße Maus wieder aus der

Tüte, denn der kleine Detlef hatte es sich anders überlegt und

wollte doch lieber Vanillekugeln. Ja, ich stresste offenbar nicht

nur die wartenden Kunden in der Schlange, sondern auch

den lieben Herrn Schubert in seinem Kiosk, aber er war stets

IM

BILDE!

50 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


STADTGESCHICHTE

freundlich und was die Vanillekugeln anging, auch großzügig. Die Schuberts kamen als Flüchtlinge

aus Dresden, im Gepäck hatten sie nicht viel, denn Karl schickte seine Frau, die vier Kinder und seine

Schwester noch vor dem Kriegsende per LKW in Richtung Norddeutschland. Er selbst musste bleiben,

denn er war Soldat. Ihr Ziel war Quakenbrück, denn hier hatte der Familienvater vor dem Krieg einen

Kollegen auf einer Hochzeit kennengelernt. Die „komfortable“ Reise mit dem LKW hatte allerdings

schon in Schwerin ein vorzeitiges Ende gefunden. Ab jetzt gingen die sechs zu Fuß, und ihre gesamte

Habe passte in einen Koffer, in dem Karl noch für ganz schlimme Zeiten eine Wegration von sieben

Würsten eingepackt hatte. Unterwegs schlugen sich die beiden Frauen als Erntehelfer durch und

schliefen mit den Kindern sogar in einem Hühnerstall.

Zum Kriegsende suchte Karl seine Familie über Zeitungsanzeigen und hatte Glück. Die Schuberts

brauchten fast ein Jahr, bis sie in Quakenbrück angekommen waren, und sie wurden nicht mit offenen

Armen empfangen. Dennoch erwirtschaftete Karl Schubert durch etliche Nebenjobs das Geld, das er

für den Bau des Kiosks brauchte. Da er gelernter Bäcker und Konditor war, hatte er später noch einen

kleinen Kaffeegarten angebaut, und sein „berüchtigtes“ Königsberger Marzipan kam natürlich besonders gut bei den Diakonissen des Krankenhauses

Bethanien an. Als ich zum „Stammkunden“ dieses Kiosks wurde, gab es den Kaffeegarten schon nicht mehr. Karl verstarb 1969, und kurz danach war auch

die Zeit für seinen Kiosk abgelaufen.

Die kleinen Läden waren für viele aber mehr als nur ein Ort für einen schnellen Kaffee oder Bier. Kioske haben eine emotionale Komponente. Man traf dort

Nachbarn und Freunde und sprach über die Ereignisse in der Nachbarschaft. Der Kunde wurde dort persönlich betreut. Auch wenn es nur der kleine Detlef

war, der seine „Naschtüten“ kaufte.

Detlef Bülow

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 51


1 von 1 02.03.18, 13:58

Das Artland-Magazin.

Dienstrad-Leasing -

fahren, sparen und Spaß haben...

Dienstradleasing liegt voll im Trend. Arbeitnehmer können beim Fahrradund

E-Bike Leasing mit Gehaltsumwandlung erheblich Kosten sparen.

Ein Dienstrad ist nicht nur wegen der geringen

Anschaffungskosten interessant. Auch bei

den laufenden Kosten ist das Zweirad dem

Auto um Längen voraus. Ganz zu schweigen

von der Umweltfreundlichkeit und dem

positiven Gesundheitsaspekt, die das Fahrradfahren

mit sich bringt. Das Leasingpaket beinhaltet einen

Rundum-Schutz für Reparaturen, Schäden und

Diebstahl während der Laufzeit.

Bei der Anschaffung eines Dienstrades können

Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten teilen,

aber auch jeweils selbst finanzieren. Übernimmt

der Angestellte die Kosten, dann wird ein Teil seines

Bruttogehaltes für die monatliche Leasingrate

einbehalten. Damit wandelt der Arbeitnehmer diese

kleine Menge seines Entgeltes in eine Sachleistung

um. Im Vergleich zum Barkauf können durch Leasing

die Gesamtkosten für ein E-Bike im Wert von 2.999

Euro bei einer Leasing-Laufzeit von 36 Monaten

zwischen 17 und 40 Prozent gesenkt werden! Bei

einer privaten Finanzierung würden die Raten nicht

vom Brutto-, sondern vom Nettogehalt abgehen.

Werden die Kosten vom Arbeitgeber übernommen,

dann ist die Ersparnis für den Mitarbeiter

natürlich ungleich größer.

Aber auch der Arbeitgeber profitiert: Mit der

Gehaltsumwandlung sinkt das zu versteuernde

Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers und

damit der Anteil am Sozialversicherungsbeitrag.

„Wir bieten das

Leasingmodell schon

länger an und haben sehr

positives Feedback von

Unternehmen und Mitarbeitern

bekommen.“

Renate und Bernd Strohschnieder,

Radhuus Nortrup und

Essen/Oldbg.

Der Arbeitgeber profitiert zudem von einer

besseren Gesundheit seiner Mitarbeiter. Wer

also mit dem Rad zum Job fährt, bleibt nicht

nur fit, sondern darf sich über geringere Kosten

gegenüber dem Barankauf freuen sowie über

eine überschaubare monatliche Rate, die über

das Gehalt mit Steuervorteilen abgerechnet

wird. So macht Radfahren Spaß!

Neu im Sortiment:

Fahrräder und

E-Bikes von

• FAHRRÄDER,

ELEKTRORÄDER UND

ZUBEHÖR NAMHAFTER

HERSTELLER


Dienstrad-Leasing

mit unseren Partnernhttps://www.lease-a-bike.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Logo_lease-a-bike_rund.svg

Vertrieb der Marken

Raleigh + Univega, Batavus, BBF,

Victoria, Conway, Kalkhoff, Focus,

Lehmkuhl, WMF-Manufakturräder,

Godewind-Hollandräder

Jetzt auch Privat-

Finanzierung Bis zu 20% möglich -

0% auf Zinsen Auslaufmodelle

bei einer Laufzeit

(Fahrräder von einem u. Jahr! E-Bikes)

Ihre Fahrradfachgeschäfte

Hauptstr. 22 · Nortrup

Tel.: 0 5436 969 81 05 · email: nortrup@radhuus.de

Lange Str. 94 · Essen/Oldb.

Tel.: 0 5434 806 99 99 · email: info@radhuus.de

52 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


BURGMANNSKAPELLE

Fotos: Detlef Bülow

Stadtpark-OpenAir

„Stadtpark Open Air“, unter diesem Motto

wird der „Park der Deutschen Einheit“

am 1. und 2. Juni zum Schauplatz eines

zum dritten Mal stattfindenden Events

werden. Während am Samstagabend die

„Summernightparty“ steigt, feiert die

Sängerkreisgruppe Artland/Bramgau

am Sonntag aus Anlass des 150-jährigen

Jubiläums des Quakenbrücker Männerchores

sein 142. Bundessängerfest.

„Wir sind Stadtdirektor Claus Peter

Poppe besonders dankbar, dass uns für

dieses Wochenende der Park der Deutschen

Einheit als optimales Ambiente

zur Verfügung stehen wird“, freut sich

schon jetzt Ralph Hanheide als Sprecher

der Burgmannskapelle Quakenbrück.

Diese zeichnet als Veranstalter mit

bewährter Unterstützung des Teams der

Diskothek Flash für das gesamte Event

verantwortlich.

So ist am Samstag ab 18 Uhr Tanz und

Party mit der Liveband „The Beat“ angesagt.

Dazu gibt es ein vielfältiges kulinarisches

Angebot vom Bierpavillon über

eine Cocktailbar bis zu einem Barbecue-

Stand. Fehlen darf natürlich nicht die

Bratwurstbude.

Am Sonntagvormittag um 11.30 Uhr gibt

die Burgmannskapelle Quakenbrück

unter der Leitung von Viktor Göbel mit

einem Frühschoppen-Platzkonzert den

musikalischen „Startschuss“, wobei

viele klassische und moderne

Songs zu hören sein werden..

Anschließend treffen die 15

Mitgliedschöre der Sängerkreisgruppe

Artland/Bramgau zum 142. Bundessängerfest

ein, das diesmal ganz im Zeichen

des 150-jährigen Jubiläums des von

Hans-Georg Wißmann geleiteten Quakenbrücker

Männerchores stehen wird.

Danach werden ab 14 Uhr nach dem

Artländer Sängergruß und den Begrüßungsworten

die Gemeinschaftslieder

gesungen. Es folgen dann die Einzelliedvorträge

der Mitglieds- und Gastchöre.

In der Pause ehrt der Vorsitzende der

Sängerkreisgruppe, Karl Bergmann,

verdiente Sängerinnen und Sänger für

langjährige Mitgliedschaft und Vorstandstätigkeit.

Parallel dazu gibt es eine

Kaffee- und Kuchentafel.

Und noch eine weitere erfreuliche

Nachricht: An beiden Tagen ist der

Eintritt zum „Stadtpark Open Air“

frei.

Heiko Bockstiegel

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 53


Das Artland-Magazin.

Es war die Lerche

und nicht die Nachtigall …

von Alexandra Lüders

Wurde durch ihren

zauberhaften Singflug

berühmt – die männliche

Feldlerche.

Foto: Peter Lindel

Stahlgitterzäune

Maschendrahtzäune

Schmuckzäune

Dreh-/Schiebetore

GmbH & Co. KG

Friedrichstr. 48/50

49610 Quakenbrück

Telefon (0 54 31) 35 66

www.zaunbau-meister.de

54 | mq Ausgabe Frühjahr 2019


NATUR & UMWELT

… deren Gesang einst große Dichter wie Goethe und Shakespeare beflügelte. Heute verzaubert

die Feldlerche nur noch mancherorts ihre Zuhörer. Denn die Vogelart beklagt einen über

30 prozentigen Verlust ihres Bestandes, so dass sie auf der Roten Liste in der Kategorie 3 als

gefährdet eingestuft wird. In 2008 gab es noch 2,1 bis 3,2 Millionen Brutpaare in Deutschland.

Um die Lerche vermehrt zu schützen wurde sie bereits zum zweiten Mal zum Vogel des

Jahres (2019) ernannt.

Berühmt wurde der kleine Singvogel durch seinen

trillernden Spiral- und Sturzflug aus einer Höhe

zwischen 50 und 200 Metern. Zur Brutzeit

erobert das Männchen mit diesem Schauspiel

sein Weibchen, das vom Boden aus viel kürzer

und leiser ihr Lied ertönen lässt. Ihr beiges bis rötlichbraunes

Gefieder bildet die ideale Tarnung für die Bodenbrüterin,

welche ab März mit dem Nestbau und der

Ablage von 2 bis 7 Eiern (je nach Witterung) beginnt. In

einer fünf bis zehn Zentimeter tiefen, mit Halmen und

Wurzeln ausgepolsterten Mulde kommen die Nestlinge

zur Welt, die bereits nach elf bis zwölf Tagen schlüpfen.

Wegen der erhöhten Gefahr durch Nesträuber brütete

das Weibchen in früheren Jahren bis zu drei Mal pro

Jahr, damit wenigstens ein Junges pro Saison überleben

konnte. Heute werden die Brut als auch die Elterntiere

durch ganz andere Bedingungen bedroht. „Ich habe in

meinem großen Archiv keine Fotos von Feldlerchen, weil

ich im Artland seit Jahrzehnten keine mehr gesehen

habe“, bedauert der Quakenbrücker Naturfotograf Friedel

Zöpfgen das Schwinden dieser Art in unserer Region.

Ihr vielfältiger Speiseplan findet hier schon lange keine

„gedeckten Tische“ mehr, weder zur Brutzeit (Sommer)

noch zur Überwinterung. Die Überdüngung und Verarmung

der landwirtschaftlichen Flächen bietet der Feldlerche

kaum Sämereien und Insekten für das Überleben.

Statt der großen Getreidestoppelfelder gibt es zwanzig

Mal mehr Maisflächen (Raps), zu wenig Brachen und

Wildkräuter. Die Feldlerche leidet unter der Versiegelung

der Landschaft, der Intensivierung der Landwirtschaft

mit einer dichten Bepflanzung, der Zunahme von

Wintergetreide und neuen Sorten. Die Bestände sind

außerdem zu hoch, so dass die Vögel nicht landen oder

ihre Nistplätze nicht erreichen können. Stattdessen

versuchen sie auf vegetationsfreien Fahrspuren zu brüten,

werden dabei aber häufig von Traktoren überrollt.

Pestizide vernichten zudem Wildkräuter und Insekten

(Rückgang um 75 %). Die Nahrung wird also auf allen

Ebenen knapper. Die Feldlerche braucht daher dringend

Schutznahmen wie ein vielfältiges kleinräumiges Mosaik

mit verschiedenen, landwirtschaftlichen Nutzungen:

Heiden und lichtbepflanzte Äcker mit vielfältigen

Fruchtfolgen sowie Mähwiesen mit mindestens 46 Tage

dauernden Schnittintervallen zwischen den Monaten

März und Juli sowie angemessene Schnitthöhen.

In sechs Ländern Südeuropas wird die Feldlerche nach

wie vor im Herbst und Winter bejagt, so dass allein dadurch

900 000 Tiere jährlich sterben. Der Naturschutzbund

(Nabu) empfiehlt zur Rettung der Feldlerche die

Anlage von Lerchenfenstern, Blühstreifen, Erbsenfenstern

und Feldvogelinseln. All diese neuartigen Maßnahmen

sind bereits in verschiedenen, bundesweiten

Projekten erfolgreich umgesetzt worden. Die Argarförderung

wird mit 58 Millionen Euro vom EU-Haushalt

subventioniert. Leider fließe nur ein Bruchteil dieses

Geldes in naturverträgliche Maßnahmen wie Blühstreifen

und lockere Bepflanzung, bedauern der Nabu und

der Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Sie fordern

eine zukunftsfähigere Landwirtschaft und das Ende des

Artensterbens. Ein 15- Milliarden-Euro starker EU- Naturschutzfonds

müsse jährlich Leistungen von Landwirten,

Waldbesitzern und anderen Landnutzern für die biologische

Vielfalt honorieren. Vielleicht ist dann eines Tages

der beliebte Gesang der Feldlerche hoch am Himmel

auch bei uns wieder zu hören.

Die Feldlerche legt zwei bis

sieben Eier in 20 bis 50 Zentimeter

hohe Vegetation in eine

ausgepolsterte Mulde.

Foto: Michael Breuer

Ausgabe Frühjahr 2019 mq | 55


Das Artland-Magazin.

Der Klimawandel

sätzlich investiert die Bundesregierung in

völlig überflüssige Vorhaben wie den Bau

von LNG-Terminals und fördert damit die

fossilen Energieträger, wie Fracking-Gas

aus Amerika. Dabei verfügt Deutschland

bereits über die größten Erdgasspeicher

Europas und die viertgrößten weltweit.

Kein Wunder, dass diese klimaschädlichen

Weichenstellungen auf absolutes Unverständnis

bei den Bürgern, insbesondere

bei den Klimaaktivisten stoßen. Offenbar

stehen hierbei Partikularinteressen von

großen Firmen und nicht der Klimaschutz

im Vordergrund. Um den Klimakollaps

mit seinen unabsehbaren Auswirkungen

und Folgen zu verhindern, ist sowohl in

der Politik als auch in der Gesellschaft ein

Umdenken und ein radikales Gegensteuern

erforderlich; denn der Klimawandel

macht auch vor Deutschland nicht halt.

Lang anhaltende Trockenheits- und Hitzemacht

auch vor Deutschland nicht halt!

Demonstrationen für den

Klimaschutz und den Ausbau

erneuerbarer Energien sind

nichts Neues. Doch seitdem

SchülerInnen freitags unter

dem Motto „Fridays for Future“

für mehr Klimaschutz auf die Straßen

gehen wird dieses Thema auch in der

Öffentlichkeit stärker wahrgenommen.

Dies liegt sicherlich auch nicht zuletzt

daran, dass die SchülerInnen während

der Demos Unterrichtsstunden ausfallen

lassen. Gleichwohl ist ihr Einsatz für

mehr Klimaschutz nur zu begrüßen und

findet meine volle Unterstützung. Seit

Jahren weisen weltweit Wissenschaftler

auf den Klimawandel mit seinen

gravierenden Auswirkungen hin und

fordern eine drastische Reduzierung der

Schadstoffemissionen um überhaupt

noch das viel beschworene 2 °-Ziel (glo-

bale Erwärmung) zu erreichen, wie dies

beim Weltklimagipfel 2016 in Paris von

allen teilnehmenden Ländern, so auch

von Deutschland, vereinbart wurde. Umgesetzt

davon wurde leider bisher viel zu

wenig, so dass die Schadstoffemissionen

noch weiter angestiegen sind. Seitdem

die große Koalition im Bundestag regiert,

hat sich Deutschland im internationalen

Vergleich auf der Schadstoffskala immens

verschlechtert. Statt die Rahmenbedingungen

für erneuerbare Energien

und Energieeffizienzmaßnahmen zu

verbessern wurden durch weitere Deckelungen

im Erneuerbare-Energien-Gesetz

der Zubau von Windenergieanlagen und

Photovoltaikanlagen erheblich eingeschränkt.

Auf der anderen Seite geht der

Braunkohleausstieg genau so schleppend

voran wie die Reduzierung der Schadstoffemissionen

in der Mobilität. Und zu-

56 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


NATUR & UMWELT

DEIN ENERGIEBÜRO

DIE ENERGIEPREIS-OPTIMIERER

Individuelle Energie- Beratung

Senken von Strom- und Gaskosten

Vermittlung und Abwicklung

des Energieversorgerwechsels

Kein Wechsel der Zähler

Keine Versorgungsunterbrechnung

Senken Sie Ihre Kosten für Strom und Gas!

Jetzt Beratungstermin vereinbaren!

Kostenlos & unverbindlich

Dein Energiebüro GmbH • Filiale Quakenbrück / Essen

Oldenburger Str. 29 • 49610 Quakenbrück

Tel.: 0 54 31 / 9 26 34 22 • Fax.: 0 54 31 / 9 69 92 6

E-Mail: info@dein-energiebuero.de • www.dein-energiebuero.de

perioden mit Wassermangel und Ernteausfällen,

kollabierende Flüsse und Seen mit Fischsterben,

verheerende Stürme mit großen Schäden, Starkregenniederschläge

mit Überschwemmungen,

schmelzende Eisgletscher sowie der Anstieg

des Meeresspiegels sind nur einige davon. Ein

wirksamer Klimaschutz, der weltweit mehr

als überfällig ist, kann nur gelingen, wenn die

fossilen Energieträger möglichst schnell durch

erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen

ersetzt werden. Als eines der wirtschaftsstärksten

Länder mit den erforderlichen

technologischen Voraussetzungen müssen wir

unseren Beitrag für den Klimaschutz in allen drei

Sektoren des Primärenergieverbrauchs, nämlich

der Stromversorgung, der Wärmeversorgung

und der Mobilität deutlich erhöhen. Noch

können wir entscheiden, wie wir die Schadstoffemissionen

reduzieren wollen, um das fragile

Ökosystem der Erde zu erhalten. erhalten.

Architekt Dipl.-Ing. Andreas Henemann,

Quakenbrück

www.boelo.de

tel . 05431

62 45

Wilhelmstrasse 37

(am Netto-markt)

49610 QuakeNbrück

RAL 5005

MACal 9839-11 Vivid Blue

MACal 9849-13 Apple Green

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 57


zeit finden sich große Mengen von ihnen auf ihren Schlafbäumen ein. Wenn

er kann, brütet der Star in Kolonien. Aber auch als Einzelpaar lässt er sich in

unsere Gärten nieder, wo ihm eigens aufgehängte Kästen zum Brüten

angeboten werden. Gerade die Gärtner schätzen den Star als emsigen Insektenvertilger.

Der kleine Vogel sucht hauptsächlich die Tipula-Larve, die der

Landwirtschaft gelegentlich große Probleme bereitet. Die Tipula ist die Larve

der Wiesenschnake. Sie frisst am Tage die Wurzel der Weidegräser und in

der Nacht die oberirdischen Triebe.

Der Star erbeutet die Larve, in dem er seinen Schnabel in die Erde bohrt

und ihn dann öffnet. Durch diese Taktik kann er die „Bohrung“ vergrößern und

besser an seine Nahrung gelangen. Normalerweise werden in der Landwirtschaft

die Tipula-Larven mit Giften bekämpft. Diese Gifte töten aber auch andere

Lebewesen, nicht zuletzt unsere Vögel.

Um die Zahl der Stare zu erhöhen, kann man so genannte Starenkästen

(nicht gemeint sind Geschwindigkeitsmessgeräte der Polizei) aufhängen.

Diese Bruthilfen werden gerne angenommen, wenn sie im Garten an geeigneter

Stelle platziert werden.

Wenig bekannt ist, dass sich Stare -ähnlich wie unser Kuckuck- als Brutparasit

betätigen. Sie legen allerdings ihr Ei nur in die Nester ihrer Artgenossen.

Dieses Verhalten lässt sich auch bei Staren beobachten, die bereits längere Zeit

verpaart sind und selbst Junge aufziehen. In den meisten Fällen wird das Ei

jedoch von den Besitzern aus dem Nest entfernt. Offensichtlich sind sie in der

Lage, das Ei als ein fremdes zu erkennen; jedenfalls so lange, wie sie selbst

noch keine eigenen gelegt haben.

Gelegentlich kommt es vor, dass der männliche Star das erste, vom eigenen

Weibchen gelegte Ei entfernt. Hierbei handelt es sich um eine Abwehrreaktion

gegenüber Stiefkindern, weil das erste Ei oft von einem Nebenbuhler befruchtet

wurde.

MQ

Aquaristik

Hund

Schiphors

Tel. 0543

w

in

u Innenausbau

u Türen

u Möbelbau

u Fenster

u Sonnenschutz

u Insektenschutz

Keine Zeit für´s Autowaschen?

Wir machen das für Sie.

Sorgfältiger Waschund

Pflegeservice mit

Hol- und Bringdienst

St. Annenstraße 11 | 49610 Quakenbrück | Tel. 0 54 31 / 36 09

Fax 0 54 31 / 74 92 | Mobil 01732174564 | E-Mail: wristok@online.de

u Küchenumbau

u Kunden-

Michael Pigge

u Badberger Rolläden Str. 21 · Quakenbrück dienst

Tel. 0175/4674567 · Fax 05431/9003832

u Schlüsseldienst

Buchgalerie

Artland

H. Korte

vormals Janssen

Kl. Mühlenstr. 7 · 49610 Quakenbrück

Tel. (05431) 3522

58 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


Die Aufsuchungserlaubnis, die im

März 2019 auslief, ist bis zum 14.

März 2022 verlängert worden. Das

Gebiet wurde allerdings weiter

verkleinert. Nachdem bereits 2017 die

Stadt Osnabrück und der südwestliche

Landkreis Osnabrück (Kohleflözgebiet)

herausgenommen worden waren und

das verbliebene, im Schiefergasgürtel

liegende Feld „Bramsche Verkleinerung“

hieß, wurden jetzt weitere, südlich von

Bersenbrück und Fürstenau gelegene

Anteile des Landkreises Osnabrück

herausgenommen. Das Aufsuchungsfeld

heißt jetzt „Bramsche I“ und enthält nach

wie vor Teile der Landkreise Emsland und

Osnabrück. Die nördliche Grenze verläuft

etwas oberhalb von Quakenbrück.

INTERESSENGEMEINSCHAFT FRACKING-FREIES ARTLAND

Zur Erinnerung: Das Arbeitsprogramm

der Gas fördernden Industrie für das

Jahr 2012 sah für Badbergen „ Abteufen

und Testen (frac) der Shale Gas Bohrung

Ortland 26“ vor. Dazu ist es bislang nicht

gekommen.

Was ist in Zukunft

zu erwarten?

Auf Bundesebene sieht das gesetzliche

Regelungspaket zum Thema Fracking

vor, dass bis 2021 das Schiefergasfracking

lediglich an vier Forschungsstandorten

eingesetzt werden darf und die Rechtslage

für gewerbliches Schiefergasfracking

danach neu geregelt wird.

FRACKINg

Aufsuchungserlaubnis

für

unsere Region

bis 14.03.2022

verlängert!

REW Regenis GmbH

Finkenweg 3 · 49610 Quakenbrück

Fon 05431 907091

Fax 05431 906350

info@regenis.de

www.regenis.de

REGENIS IST ERZEUGUNG

VON DÜNGER, BIOKOHLE & ENERGIE

Quelle: NIBIS-

Kartenserver des

Landesamtes für

Bergbau, Energie

und Geologie

https://nibis.lbeg.

de/cardomap3/

GärrestTrockner Regenis GT

Die einzelnen Bundesländer dürfen selbst

entscheiden, ob sie ein solches Forschungsvorhaben

zulassen. Das im Jahre

2017 für den damaligen Verlängerungsantrag

vorgelegte Arbeitsprogramm sah für

das erste Jahr die Neubewertung der Erdgas-

und Erdölexploration aus KONVENTI-

ONELLEN Lagerstätten vor, basierend auf

den existierenden Datensätzen (viele Artländer

können sich sicher noch an frühere

Jahrzehnte erinnern, als hier und dort Ölund

Gasförderstellen im Artland verteilt

waren), die zu diesem Zwecke digitalisiert

werden sollten, und im zweiten Jahr dann

Re-Processing von 2D seismischen Linien

und deren Interpretation sowie ggfs. Vorbereitung

einer Explorationsbohrung. Was

der jetzigen Antragsverlängerung zugrunde

liegt und ob zusätzlich weitere Anträge

gestellt wurden, ist der IG Fracking-freies

Artland e.V. bislang noch nicht bekannt,

da der Antrag auf Auskunft nach Umweltinformationsgesetz

(UIG) bzw. Nieders.

Umweltinformationsgesetz (NUIG) vom

18.02.2019 insoweit vom Landesamt für

Bergbau, Energie und Geologie noch nicht

beantwortet wurde.

Dr. Maria Entrup-Henemann

für IG Fracking-freies Artland e.V.

Ausgabe Frühjahr 2019 mq | 59


60 | mq Ausgabe Frühjahr 2019


Foto: Rainer Sturm · www.pixelio.de

Spargelzeit beim Edeka Center

Der Kenner freut sich Jahr für Jahr auf

die Spargelzeit. Sie beginnt in der Regel

Mitte bis Ende April und endet traditionell

am 24. Juni. Das edle Gemüse ist

nicht nur eine Delikatesse, sie ist auch

eine uralte Heilpflanze und kann bei

Magen-Darm-Beschwerden, Gallen- und

Leberleiden helfen.

Spargelkochen

Sie können die frischen Stangen in einen

mit leicht gesalzenem Wasser oder Spargelsud

gefüllten Topf legen. Verwenden

Sie nur so viel Wasser, dass die Stangen

bedeckt sind. Bei leicht geöffnetem

Topfdeckel wird das Gemüse etwa 15 bis

20 Minuten lang gekocht. Man kann ihn

auch in einem speziellen Spargeltopf kochen.

Er ist schmal und hoch, sodass sich

die Stangen stehend garen lassen. Nur

die untere Hälfte des Gemüses steht im

Wasser und wird gekocht,

die obere Hälfte wird im

Dampf gar.

Spargel

ScHälen

Das Spargelschälen ist im

Edeka Center ganz leicht:

Die Spargelschälmaschine

der Firma Hepro übernimmt

diese lästige Arbeit

für Sie. Einfach die gewünschte

Menge Spargel

auswiegen und dann die

Maschine schälen lassen.

Aus den so gewonnenen

Schalen lässt sich

ein schmackhafter Sud

kochen, der dem Spargel

noch mehr Geschmack

gibt. Die Spargelschälmaschine

steht für die ganze

Spargelsaison kostenlos

zur Verfügung.

Der Region verbunden

Der Spargel kommt natürlich aus unserer

Region – vom Spargelhof Jürgens in

Badbergen und ist somit jeden Tag frisch

vom Feld. Der Anbau ist GlOBAL (G.A.P.)

zertifiziert. Die Verarbeitung wird jährlich

überwacht und regelmäßig Fruchtund

Bodenproben genommen.

Spargelschäl-Aktion

Der Spargelschäl-Service war schon im

letzten Jahr so beliebt, dass es keine

Frage war, diesen zu wiederholen. Die

Maschine befindet sich in der Obstabteilung

und steht während der gesamten

Öffnungszeit zur Selbstbedienung

bereit.

FLEISCH-BEDIENTHEKE

Hackfleisch

4.49

gemischt aus Rind und Schwein,

vielseitig verwendbar

1kg

SB-MARKTBÄCKEREI

DONNERSTAGS-PREIS

Ofenfrische Brötchen /

Schrippen

0.11

Stück

AB EINEM EINKAUF VON 75 EURO* ERHALTEN

SIE JEDEN DONNERSTAG EINEN

GUTSCHEIN IM WERT VON

5 EURO

Das EDEKA Center ist

von Montag bis Samstag

von 8:00 bis 21:00 Uhr

geöffnet, der Backshop

von 7:00 bis 20:00 Uhr.

Edeka Center Quakenbrück

Hasestr. 13,

49610 Quakenbrück

Tel. 0 54 31 - 90 68 50

KÄSE-BEDIENTHEKE

DONNERSTAGS-PREIS

DONNERSTAGS-PREIS

Gouda

0.55

holländischer Schnittkäse, sahnig

mild im Geschmack, 48% Fett i.Tr.

100g

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 61

* Gilt nicht für Leergut, Tabakwaren, Telefonkarten, Zeitschriften, Bücher, iTunes, Tchibo, Gutscheine, Gutscheinkarten, Müllbeutel der Stadtwerke. Warengutscheine. Keine Barauszahlung möglich.


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS

Anfang April

PORTUGAL - DER WANDERFILM

Ab Donnerstag, 11. April

AFTER PASSION

NUR Mittwoch, 17. April

SPOTLIGHT

Ab Donnerstag, 17. April

MONSIEUR CLAUDE 2

Ab Donnerstag, 25. April

AVENGERS - ENDGAME

Obwohl die beiden Filmemacher Silke

Schranz und Christian Wüstenberg („Die

Nordsee von oben“) Portugal schon oft

bereist und erkundet haben, fehlte ihnen

bei den Ausflügen an die Strände und

Küsten Portugals häufig das gewisse Etwas.

Wiederholt mussten sie Wanderungen

abbrechen, obwohl sie die Gegend

noch weiter erkunden wollten. Eines

Tages beschließen sie, genau dort weiterzumachen,

wo sie sonst aufgehört haben.

In ihrem Dokumentarfilm zeigen die beiden,

wie aus der anfangs geplanten hundert

Kilometer langen Wanderung auf

der Rota Vicentina von Sagres nach Porto

Covo später tausend Kilometer wurden.

Mitunter passiert es, dass der Wanderweg

plötzlich zu Ende ist, weil Felsen ins

Meer gestürzt sind, oder sie bei Einbruch

der Dunkelheit noch immer keine Unterkunft

gefunden haben. Silke Schranz und

Christian Wüstenberg berichten, wie sie

diese Herausforderungen gemeistert haben

und geben zusätzlich noch Ausflugstipps

für Porto und Lissabon.

Tessa Young (Josephine Langford) ist

attraktiv, klug, führt eine anständige

Beziehung mit ihrem Kindheitsfreund

Noah (Dylan Arnold) und beginnt gerade

mit ihrem Studium. Kurzum: Eine bessere

Tochter hätte sich Carol (Selma Blair)

nicht wünschen können. Bereits in der

Schule zählte sie immer zu den Besten

ihrer Klasse und das soll sich auch an

der Universität nicht ändern. Doch schon

an ihrem ersten Tag an der Washington

State University wird ihr Leben auf den

Kopf gestellt. Denn sie trifft auf Hardin

Scott (Hero Fiennes Tiffin) - einen ebenso

unverschämten wie gut aussehenden

Bad Boy, der das völlige Gegenteil von ihr

ist. Obwohl die beiden sich von der ersten

Begegnung an hassen, knistert es schon

bald zwischen Tessa und Hardin. Sie verliebt

sich Hals über Kopf in ihn, verfällt

ihm ganz und gar und die einst so naive,

schüchterne Tessa wird fortan nie wieder

dieselbe sein...

Ökumenische Filmtage: „Mal Ehrlich“ …

über den Umgang mit der Wahrheit

Die Tageszeitung The Boston Globe bekommt

im Jahr 2001 mit dem Journalisten

Marty Baron aus Miami einen neuen

Chefredakteur. Dieser liest in einem

kleinen Abschnitt der Zeitung über den

pädophilen Priester John Geoghan und

Kardinal Bernard Law, den Erzbischof

von Boston, der von Geoghans sexuellem

Missbrauch von Kindern wusste,

jedoch nichts dagegen tat. Aufgrund

der Vermutung, dass dieser einzelne Fall

einen Hinweis auf ein ganzes System von

Missbrauch geben könnte, drängt er sein

hauseigenes Investigativ-Team Spotlight

dazu, die Sache weiter zu erforschen.

Das nur vierköpfige Spotlight-Team des

Boston Globe erhielt 2003 den Pulitzer-

Preis für ihren Beitrag zur Enthüllung des

Missbrauchsskandals, der von Massachusets

aus die gesamte katholische Welt

erfasste. Der Film wurde 2016 mit zwei

OSCARs für den besten Film und das beste

Originaldrehbuch ausgezeichnet.

Monsieur Claude Verneuil (Christian

Clavier) und seine Frau Marie (Chantal

Lauby) blicken auf eine bewegte Zeit

zurück: Sie haben Beschneidungsrituale

erlebt, halales Hühnchen und koscheres

Dim Sum gegessen und die Koffis von der

Elfenbeinküste kennengelernt. Nachdem

ihre vier Töchter ausgesprochen multikulturell

geheiratet haben, ist das Ehepaar

nicht mehr so leicht zu schockieren. Monsieur

Claude hat sich sogar aufgemacht,

alle vier Heimatländer seiner Schwiegersöhne

zu besuchen. Doch nirgendwo ist

es schöner als in der heimischen französischen

Provinz. Als die Töchter ihren Eltern

jedoch mitteilen, dass sie das konservative

Frankreich verlassen und mit ihren

Familien im Ausland sesshaft werden

wollen, ist es mit der beschaulichen Gemütlichkeit

schnell vorbei. Claude und

Marie sind nicht bereit, ihre Töchter einfach

so gehen zu lassen und so setzen die

beiden alle Hebel in Bewegung, um ihre

Kinder und die Familien bei sich behalten

zu können.

Fortsetzung von „Avengers 3: Infinity

War“ und der große Endkampf für die

Helden. Bezüglich des genauen Inhalts

kann bislang größtenteils nur spekuliert

werden. Sicher ist immerhin, dass das

verheerende Ereignisse am Ende von

„Avengers 3“ die verbliebenden Helden

zu einer Mission zwingt, die so riskant

und ausgefallen ist wie kein Einsatz zuvor.

Captain America (Chris Evans), Thor (Chris

Hemsworth), Rocket, der Hulk (Mark

Ruffalo), ihre neue Verbündete Captain

Marvel (Brie Larson) und die anderen

überlebenden Avengers versuchen, Thanos‘

Untat rückgängig zu machen...

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

• Brandheißer Tipp:

Quakenbrück

Goldstraße 25 – 27

Telefon 0 54 31/21 17

Taxi- und

Mietwagenfahrten

bis 8 Personen, sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

Abrechnung

über die

Krankenkassen!

62 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


Ab Donnerstag, 09. Mai

GLAM GIRLS

Der ausgewiesene Tollpatsch Penny (Rebel

Wilson) und die hochnäsige Trickbetrügerin

Josephine (Anne Hathaway) sind

von den Männern dieser Welt enttäuscht,

warum nicht einfach ein sehr produktives

Bündnis bilden? Gemeinsam gehen sie

auf die Jagd nach Millionären, um sich

endlich zu nehmen, was ihnen eigentlich

nicht gehört, ihnen aber zusteht. Einzig

Pennys bauernhaftes Auftreten steht dem

Unterfangen noch im Wege. Kurzerhand

wird sie von Josephine in die Künste des

Edelbetruges eingeweiht. Statt Hoodie

und Twerken stehen nun High Heels und

Tango auf dem Stundenplan. Doch die

anfangs waghalsige Unternehmung wird

sich schon bald auszahlen, denn aus dem

Gangster-Entlein wird irgendwann doch

ein ziemlich durchtriebener Schwan, mit

ihrem ganz eigenem Stil...

Ab Donnerstag, 23. Mai

Disneys ALADDIN

Auf den Basaren der Stadt ist kein noch

so wertvoll aussehender Gegenstand vor

dem Straßendieb Aladin sicher. Bei seinen

Streifzügen lernt er eines Tages die

Prinzessin Jasmin (Naomi Scott) kennen.

Um sich in der Öffentlichkeit unerkannt

bewegen zu können, verkleidet sich die

Prinzessin und hat so auch die Möglichkeit,

mit den Bewohnern ihrer Stadt in

Kontakt zu treten. Nachdem sich Saladin

unsterblich in die junge Prinzessin verliebt,

setzt er alles daran, sie wiederzusehen.

Doch bei dem Versuch, die Mauern

des Palastes zu überbrücken, wird er

erwischt und landet im Kerker. Da kommt

ihm der als alter Mann verkleidete Großwesir

Jafar (Marwan Kenzari) gerade

recht. Denn der bietet Aladdin an, ihn

zu befreien, wenn er ihm Gegenzug die

berühmte Wunderlampe aus einer Höhle

stiehlt. Doch der Großwesir denkt nicht

daran, sein Versprechen einzuhalten.

Ab Donnerstag, 27. Juni

PETS 2

Fortsetzung zum Animationsfilm „Pets“

über lustige Haustiere. Hund Max

und seine Freunde müssen sich dieses

Mal um ein kleines Menschenbaby

kümmern...

KINOWELT

Li.F.T.

Kartenvorbestellung:

05462-72080

(Buchhandl. Möllmann Ankum)

05435-3369274

05435-2240

05901-2743

(Dütt & Datt, Bippen)

(Schreibwaren Runge, Berge)

NEU(Lotto Greskamp, Fürstenau)

Mitglied der

SAAL DER COMPAGNIA BUFFO · 49626 RESTRUP

UND ALTER BUCHLADEN, HAUPTSTR. 21, BERGE

PROGRAMM

VERANSTALTUNGEN

PREMIERE

Li.F.T. e.V.

Literatur, Film und Theater auf dem Land

Restrup 10 ...49626 Bippen

Telefon: 0 54 35-2410

e-mail: liftbippen@hotmail.com

www.kulturverein-lift.de

www.kulturverein-lift.de

24.+25. Mai | 20 00 Eintritt: Hutkasse

Wiese neben dem Theatersaal

DJ-NIGHT

Musicland 19.0

„Take a Walk

On The Wild Side“

Die letzte Musicland Party im Mai

leuchtet mit ihrer imposanten

Lightshow von Ute und Peter

Petersen noch vielen Besuchern

brillant im Gedächtnis. Es war eine

Party, bei der alles stimmte. Man

kann sie nicht toppen. Aber wir

geben mit unseren Mitteln unser Bestes, wieder einen beeindruckenden Abend für

euch bei gutem Sound und tollem Licht zu gestalten.

Eines ist sicher. Die „Hauptattraktion“ des Abends seid wieder ihr:

Die musikbegeisterten Gäste aus Nah und Fern.

Das Motto des Abends lautet: „Take A Walk On The Wild Side“. DJ Gisbert Wegener

präsentiert dazu die tanzbaren Hits und Raritäten der alternativen Endsechziger- und

Siebzigerjahre. Songs, die die Leitern zum musikalischen Himmel bedeuteten und die

auch heute noch für passendes Good-Feeling in unserem schönen alten Theatersaal

sorgen werden. Willkommen sind alle Musikfans ohne Altersbegrenzung. Freut euch

auf Beat-, Rock- und R&B-Klassiker und Raritäten, die immer noch viele vom Sofa

locken und in Bewegung bringen. Auch nach mehr als 40 Jahren.

Samstag, 25. Mai | 21 00 Eintritt: 5,-

Theatersaal Restrup


THEATER · MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

Allgemeines

BERGE


THEATERSAAL

LI.F.T.

NEU: Theaterworkshop Improvisation

montags von 19 bis 21 Uhr

(23. Sept bis 11. Nov.) Ausgabe Frühjahr 2019 mq + BIPPEN

| 63

– Interessierte bitte melden!

KREISEL

Convoy Exceptionell &

Compagnia Buffo

präsentieren:

Das Imaginarium

des Doktor Spazulini

Mit einem klapprigen Varietévehikel, einer schrägen Theatertruppe und dem Teufel im

Schlepptau zieht Dr. Spazulini durch die Lande und versucht den Menschen mit seinem

magischen Spiegel die Tür zu einer Welt zu öffnen, in der mit Hilfe der Phantasie die

unglaublichsten Dinge möglich sind. Als gnadenloser Spieler hat er aber nicht nur die

Unsterblichkeit gewonnen, sondern auch seine Tochter dem Teufel versprochen, wenn

es ihm nicht doch gelingen sollte, fünf weitere Seelen auf eine Reise durch den Spiegel

zu schicken.

www.knalltueten.com · www.facebook.com/lastercafe

Begrenzte Sitzplätze – Bitte reservieren: 0171-830 66 85







BERSENBRÜCK ➔

QUAKEN-

BRÜCK➔

NORTRUP➔

KETTENKAMP➔

RESTRUP


Öffentliche Stadtführungen

Foto: Tourismus-Information

04 APRIL 2019

16.04.2019, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch

Reisebericht: Der Jakobsweg - „France“ in

Wort und Bild, Vortragende: Frau Macke

Veranstalter: St. Slyvesterstift,

Grüne Straße 24, 49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

17.04.2019, 19:45 Uhr

18. Ökumenische Filmtage:

„Spotlight“

Ort: Schauburg Filmtheater,

Schiphorst 4-6, 49610 Quakenbrück

18.04.2019, 19:00 Uhr

Schützenverein von 1589 e. V. -

Osterschießen

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

e.V., Danziger Straße 17, 4

9610 Quakenbrück

Ort: Schießstand Schützenhof,

Schützenhof 1, 49610 Quakenbrück

18.04.2019, 19:30 Uhr

Theateraufführung

Veranstalter: Theatergruppe Renslage,

Orgelstraße 1, 49637 Menslage

Ort: Vereins- und Kulturzentrum Renslage,

Renslager Str. 1 a, 49637 Menslage

21.04.2019, 19:00 Uhr

Quakenbrücker SC - Osterfeuer

Veranstalter: Quakenbrücker Sportclub

von 1999 e.V., Völkerskamp 5,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück

21.04.2019

Neustädter Schützenbund e. V. 1922

- Osterfrühschoppen

Veranstalter: Neustädter Schützenbund

e.V., Neustädter Straße 6,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Neustadt, Danziger

Straße, 49610 Quakenbrück

27.04.2019 - 28.04.2019,

10:00 - 18:00 Uhr

Büchermarkt im Stadtmuseum

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück, Markt

7, 49610 Quakenbrück

28.04.2019, 11:00 Uhr

Medienflohmarkt

der Samtgemeindebücherei

Veranstalter: Samtgemeindebücherei

Artland, Markt 5, 49610 Quakenbrück

Ort: Samtgemeindebücherei Artland,

Markt 5, 49610 Quakenbrück

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

28.04.2019, 15:00 Uhr

Schützenverein Borg-Bottorf-Wasserhausen

- Ex-Majestätentreffen

Veranstalter: Schützenverein Borg-

Bottorf-Wasserhausen e.V., Alter

Löninger Weg 26, 49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Borg-Bottorf-Wasserhausen,

Quakenbrücker Landstr. 19a,

49637 Menslage

28.04.2019

Ladenhütermarkt

mit verkaufsoffenem Sonntag

Veranstalter: Initiative Quakenbrück e.V.,

Lange Straße 65, 49610 Quakenbrück

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

05 MAI 2019

02.05.2019, 13:00 Uhr

Fürstenau - wo Geschichte zum

Erlebnis wird

Mit einer historisch gekleideten Gästeführerin

begeben Sie sich auf eine Zeitreise

durch Fürstenau.

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

e.V., Wilhelmstraße 19,

49610 Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück,

Theisstraße, 49610 Quakenbrück

03.05.2019, 20:00 Uhr

Öffentliche Stadtführung

Quakenbrück auf ganz neue Art und Weise

zu entdecken, dieses Erlebnis machen

während des Sommers die öffentlichen

geführten Stadtrundgänge möglich. Auf

dem Programm stehen unter anderem

der Marktplatz, die St. Sylvesterkirche, die

Hohe Pforte sowie markante Häuser.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

05.05.2019, 10:00 Uhr

Konfirmation I

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

10.05.2019, 19:00 Uhr

Autorenlesung mit Klaus-Peter Wolf

- Kooperationsveranstaltung mit der

Samtgemeindebücherei

Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen

geboren, lebt als freier Schriftsteller in der

ostfriesischen Stadt Norden, im selben

Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin

Klaasen.

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

12.05.2019, 09:30 Uhr

Entdeckertour Zur Hasequelle

BusEntdeckertouren entlang der Hase und

eine spannende Vortragsveranstaltung zur

Sohlengleite mit Fischbufett.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück,

Theisstraße, 49610 Quakenbrück

12.05.2019, 10:00 Uhr

Konfirmation Menslage

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

Menslage, Hauptstraße 11,

49637 Menslage

Ort: St. Marienkirche (Menslage),

Hauptstraße 11, 49637 Menslage

12.05.2019, 10:00 Uhr

Konfirmation II

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

12.05.2019, 16:00 Uhr

Kultur in der Arche -

Andrea Bökenheide

und Andreas Hölzer

Folk und Klassik mit Flöte und Gitarre

Veranstalter: Christliches Krankenhaus

Ort: Christliches Krankenhaus

Quakenbrück, Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

17.05.2019, 16:00 Uhr

Stadtführung „op Platt“

mit Annerose und Claus-Peter Poppe (inkl.

Kräuterschluck, Leberwurstbrote)

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

17.05.2019 - 20.05.2019

Maimarkt in Quakenbrück

Vom 17. bis 20. Mai hat die Stadtverwaltung

wieder eine abwechslungsreiche

Kirmes mit zahlreichen Attraktionen auf

die Beine gestellt.

Veranstalter: Stadt Quakenbrück,

Markt 1, 49610 Quakenbrück

19.05.2019, 10:30 Uhr

Veer Burskupper Schützenbund e.V.

- Hallengottesdienst

Veranstalter: Veer Burskupper Schützenbund

e.V., Kanaldamm 5,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Klein Mimmelage,

Kanaldamm, 49637 Menslage

19.05.2019, 17:00 Uhr

Musical - „Der vertrauende Sohn“

Stück basiert auf dem „Gleichnis vom

verlorenen Sohn“ (Lukas 15,11) und wird

auf heutige Jugendprobleme übertragen.

Als „Not“ des „verlorenen Sohns“ wird in

diesem Stück sein Scheitern am Optimierungsdenken

unserer Zeit dargestellt: dem

„verlorenen Sohn“ gelingt es nicht, die

Erwartungen seiner „Trainer“ im Hinblick

auf Bodybuilding, Frisur und Kleidung

zu erfüllen.

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

19.05.2019

42. Internationaler Museumstag

„Museen - Zukunft lebendiger

Traditionen“

Veranstalter: Stadtmuseum Quakenbrück

e. V., Markt 7, 49610 Quakenbrück

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück,

Markt 7, 49610 Quakenbrück

21.05.2019, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch

Thema: Geschichte und Renovierung des

Fachwerkhauses „Anno 1510“

Veranstalter: St. Slyvesterstift,

Grüne Straße 24, 49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

22.05.2019, 18:00 Uhr

Wirtschaft 4.0 - Retrofit: Digitale

Aufrüstung alter Maschinen

Die Gemeinde Wallenhorst lädt interessierte

Unternehmen zu einem Vortrag zum

Thema „Neue Vertriebswege im Internet“

herzlich ein. Er ist Teil der Veranstaltungsreihe

„Wirtschaft 4.0“, die die Wirtschaftsförderungen

des Osnabrücker Nordkreises

seit 2017 gemeinsam organisieren.

Ort: Gasthof Dückinghaus,

Osterodener Weg 20, 49586 Merzen

24.05.2019, 20:00 Uhr

Theaterwerkstatt - Gabriele Banko,

Chansons

Veranstalter:

Theaterwerkstatt Quakenbrück e.V.

Ort: Theaterwerkstatt Quakenbrück,

Bahnhofstraße 35, 49610 Quakenbrück

Quelle: www.artland.de

25.05.2019 - 26.05.2019

10. Sambanale

Veranstalter: Sambanale GbR, Buschort

32, 49635 Badbergen

Ort: Badbergen, 49635 Badbergen

26.05.2019, 10:00 Uhr

Open-Air-Gottesdienst

mit Chorforum

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

26.05.2019, 14:30 Uhr

Deutscher Fachwerktag in Quakenbrück

mit Führung

Spannende Einblicke verspricht die öffentliche

Fachwerkführung zum „Deutschen

Fachwerktag“. Hier wird den Teilnehmern

neben den repräsentativen Schaugiebeln

auch ein Blick in die „zweite Reihe“ und

auf die verschiedenen Fachwerkstile

ermöglicht.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Europabrunnen am Marktplatz,

Markt 1, 49610 Quakenbrück

29.05.2019 - 31.05.2019,

Veer Burskupper Schützenbund e.V.

- Schützenfest

Veranstalter: Veer Burskupper Schützenbund

e.V., Kanaldamm 5,

49637 Menslage

Ort: Festplatz Klein Mimmelage,

Kanaldamm, 49637 Menslage

30.05.2019, 09:00 Uhr

Schützenverein Hengelage-Brokstreek

e.V. - Schnatgang

Veranstalter: Schützenverein Hengelage-

Brokstreek e.V., Mohnstraße 23,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Hengelage,

Rosenstraße 2, 49610 Quakenbrück

30.05.2019, 14:00 Uhr

Schützenverein von 1589 e. V. -

Schnatgang mit Fahrrad

Ort: Bremer Brücke, Bremer Straße,

49610 Quakenbrück

06 JUNI 2019

01.06.2019 - 02.06.2019,

Sommerfest der Burgmannskapelle

Veranstalter: Burgmannskapelle Quakenbrück

e.V., Im Burggarten 2,

49610 Quakenbrück

Ort: Park der Deutschen Einheit (Stadtpark),

49610 Quakenbrück

64 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019


02.06.2019, 10:00 Uhr

Jubel Konfirmation (60, 65, 70)

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

02.06.2019, 13:00 Uhr

Bundessängerfest und 150 Jahre

Quakenbrücker Männerchor

Veranstalter: Quakenbrücker Männerchor

von 1869, Memeler Straße 6,

49610 Quakenbrück

Ort: Park der Deutschen Einheit (Stadtpark),

49610 Quakenbrück

02.06.2019, 17:00 Uhr

Kultur in der Arche - Duo La Vigna

„Paris und Venedig des 17./18.

Jahrhunderts“

Veranstalter: Christliches Krankenhaus

Quakenbrück, Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

Ort: Christliches Krankenhaus Quakenbrück,

Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

05.06.2019, 13:00 Uhr

Erleben sie die ganze Vielfalt der

Natur. Ein blühendes Erlebnis.

NaturaGart – Park in Ibbenbüren -

Kneippverein Quakenbrück e.V.

Freizeit, Natur und Wasser, Themen eines

ganz besonderen Parks.

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

e.V., Wilhelmstraße 19, Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück

07.06.2019, 20:00 Uhr

Öffentliche Stadtführung

inkl. Sylvesterkirche.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

08.06.2019 - 10.08.2019,

Kinderschützenverein

Herbergen - Schützenfest

Veranstalter: Kinderschützenverein

Herbergen, Schevenwiese 2,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

09.06.2019, 09:30 Uhr

Schützenverein von 1589 e. V. -

Frühstücksbufett

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

e.V., Danziger Straße 17,

49610 Quakenbrück

Ort: Schießstand Schützenhof,

Schützenhof 1, 49610 Quakenbrück

10.06.2019, 11:00 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

Veranstaltungsort: St. Petrus oder St.

Marienkirche

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

15.06.2019 - 16.06.2019,

Schützenverein Hahnenmoor-

Börstel - Schützenfest

Veranstalter: Schützenverein

Hahnenmoor-Börstel e.V., Im Forsten 7,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Hahnenmoor,

Hahnenmoostrasse 28a,

49637 Menslage

15.06.2019 - 17.06.2019,

Schützenverein Hengelage-

Brokstreek e.V. - Schützenfest

Veranstalter:

Schützenverein Hengelage-Brokstreek

e.V., Mohnstraße 23,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Hengelage,

Rosenstraße 2, 49610 Quakenbrück

16.06.2019, 10:00 Uhr

Musikalischer Gottesdienst mit Chor

„Wir“ für das Hermann-Bonnus-

Geburtshaus (HBGH)

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

16.06.2019, 11:00 Uhr

Hoffest Wein & Genuss Wojtun

Veranstalter: Wojtun Wein & Genuss,

Berger Straße 20, 49637 Menslage

Ort: Hof Wojtun, Berger Str. 20,

49637 Menslage

18.06.2019, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch

Buchlesung: Eine geistliche Plauderei über

Zwergziegen, Vortragende: Frau Leenen

Veranstalter: St. Slyvesterstift

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

19.06.2019 - 23.06.2019,

Musiksommer Artland

Alle zwei Jahre verwandelt sich der

Innenhof von Hof Sickmann in Badbergen-

Langen beim „Musiksommer Artland“ zur

Konzertbühne. Wegen seiner unvergleichlichen

Atmosphäre ist das Musikereignis

bei Zuschauern wie Künstlern äußerst

beliebt.

Veranstalter: Wirtschaftsagentur Artland

GmbH, Markt 1, 49610 Quakenbrück

Ort: Hof Sickmann, Dammort 2,

49635 Badbergen

22.06.2019

Holterhus-Cup - Hobbykickerturnier

Veranstalter: Quakenbrücker Sportclub

von 1999 e.V., Völkerskamp 5, 49610

Quakenbrück

Ort: Artland Stadion, 49610 Quakenbrück

22.06.2019 - 24.06.2019,

Schützenverein Borg-Bottorf-

Wasserhausen - Schützenfest

Veranstalter: Schützenverein Borg-

Bottorf-Wasserhausen e.V.,

Alter Löninger Weg 26, 49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Borg-Bottorf-Wasserhausen,

Quakenbrücker Landstr. 19a,

49637 Menslage

23.06.2019

Radtag mit verkaufsoffenem

Sonntag

Veranstalter: Initiative Quakenbrück e.V.,

Lange Straße 65, 49610 Quakenbrück

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

28.06.2019 - 30.06.2019,

Artland Cup BCS

Veranstalter: BCS Artland e.V., Nelkenstraße

6, 49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

29.06.2019, 11:00 Uhr

Segnungsfest mit Musical der Kita

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

29.06.2019 - 01.07.2019,

Schützenverein von 1589 e. V. -

Schützenfest

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

e.V., Danziger Straße 17, 49610

Quakenbrück

Ort: Schützenhof Quakenbrück, Schützenhof

1, 49610 Quakenbrück

30.06.2019, 10:00 Uhr

Diakonischer Gottestdienst

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Petruskirche, Artlandstr. 14,

49610 Quakenbrück

Mode

für Sie & Ihn!

Freuen Sie sich auf die neue

Frühjahrskollektion!

Damen | Kinder | Herren | Wäsche | Sport- und Jagdbekleidung | Berufsbekleidung

ANKUM · ALFHAUSEN · BERSENBRÜCK · BERGE · DINKLAGE · FÜRSTENAU · FREREN · QUAKENBRÜCK

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 65


Frühlingserwachen im

hagebaumarkt Quakenbrück

Großes Jubiläum: 40 Jahre hagebaumarkt

hagebaumarkt Quakenbrück profitiert von in der Baumarktbranche einzigartigem Franchisesystem

hagebaumarkt Quakenbrück

Quakenbrück, April 2019. Das

Franchisesystem hagebaumarkt

feiert in diesem Jahr

sein 40-jähriges Bestehen.

Der Vertriebsschiene der Verbundgruppe

hagebau sind

inzwischen knapp 390 Märkte

in Deutschland und Österreich

angeschlossen. Zu den Gesellschaftern

zählt seit vielen

Jahren auch die BAUKING AG.

„Die Vorteile eines Filialsystems

potenziert mit den

Stärken regional verwurzelter

Unternehmer – das ist es,

was die hagebaumärkte vom

Wettbewerb unterscheidet

und warum wir von diesem

Konzept überzeugt sind“,

der hagebau selbstständige,

mittelständische Betriebe.

Das Motto der hagebaumärkte

„hier hilft man sich“ spiegelt

dabei für Berndsen den Kern

des erfolgreichen Konzeptes

wider: „Die Bedürfnisse unbeschreibt

Betriebsleiter

Thomas Berndsen die Besonderheit

des Franchisesystems

seiner Kooperation, die im

Jahr 1964 als Einkaufsverbund

von Baustoff-Fachhändlern

gegründet wurde.

Seither ist die hagebau zu

einem der Marktführer im

europäischen Baustoff-, Holzund

Fliesenfachhandel gewachsen

und belegt mit ihren

Einzelhandels-Vertriebsschienen

hagebaumarkt WERKERS

WELT und FLORALAND auch

in der Do-it-yourself- und

Gartenbranche eine führende

Position. Wie BAUKING sind

alle angeschlossenen Händler

serer Kunden zu kennen und

ihnen mit Rat und Tat zur Seite

zu stehen, steht für uns schon

immer im Vordergrund.“

Quakenbrück

BAUKING Weser-Ems GmbH | Badberger Straße 25 | 49610 Quakenbrück | Tel.: 0 54 31 / 94 09 -0

Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 8.00 - 19.00 Uhr | Samstag: 8.00 - 16.00 Uhr

BAUKING

Kundenkarte

Clever einkaufen - sofort sparen! Sie bekommen bei jedem Einkauf einen Rabatt von 3 %.

Je mehr Sie kaufen, desto mehr können Sie sparen! Treue Kunden sparen bis zu 10 %!

www.bauking.de

Ein Unternehmen der BAUKING Weser-Ems GmbH, Essener Straße 18/20, 49152 Bad Essen

Finanzierende Bank: TARGOBANK AG, Abteilung Absatzfinanzierung, Kasernenstraße 10, 40213 Düsseldorf

66 | mq + Ausgabe Frühjahr 2019

…wir handeln.


PREISRÄTSEL

Wenn Sie

bauen wollen,

packen wir mit an

Informationen zu unseren

Leistungen rund ums

Eigenheim erhalten Sie bei

Ihrer:

LVM-Versicherungsagentur

Torsten Klemm

St. Antoniort 1

49610 Quakenbrück

Telefon 05431 92 89 57 2

http://t-klemm.lvm.de

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Florian

Risch, Detlef Bülow, Heiko Bockstiegel,

Katharina Preuth, Bernd Middendorf,

sowie Vereine, Firmen, Personen,

Gruppen und Institutionen, die uns

freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen. Verantwortlich für

den Inhalt der redaktionellen Texte

sind die jeweiligen Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen und Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück im Artland und punktuell in den

angrenzenden Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.

Senden Sie uns Ihr Lösungswort zu.

Unter allen richtigen Einsendungen

verlosen wir

EINKAUFSGUTSCHEINE IM

GESAMTWERT VON 50,00 €

Gewinner der Winterausgabe

Das Lösungswort war „Baeckereihandwerkskunst”.

Lösungswort an: OELKERS, Druckhaus im Artland

Stichwort „Rätsel MQ Frühling 19“

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

Einsendeschluss ist der 24. Mai 2019. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

1 x 25,-: Britta Huslage, Oldenburger Str. 52, 49610 Quakenbrück

1 x 25,-: Joachim Schmidt, Ginsterstieg 9, 37603 Holzminden

Ausgabe Frühjahr 2019 mq + | 67


tpark-OpenAir

a

ad

St

S

1. & 2. Juni

Samstag,

1. Juni 2019

ab 18.00 Uhr

Sonntag,

2. Juni 2019

ab 11.30 Uhr

Summernight-Party

mit Barbecue · Pavillons · Getränke ·

Cocktails und der Live-Band

THE BEAT

Frühschoppen-Konzert

mit der BURGMANNSKAPELLE QUAKENBRÜCK

142. Bundessängerfest

anlässlich 150 Jahre QUAKENBRÜCKER MÄNNERCHOR

Liedvorträge aller teilnehmenden Chöre

Kaffee & Kuchenbufett

An beiden Tagen:

Eintritt frei!

Stadtpark · Quakenbrück

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!