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packaging journal 1_2017

Themenschwerpunkte der Ausgabe: Endverpacken, Logistik, Vorberichte LogiMAT 2017, Pharma, Wägen, Dosieren, Qualitätssicherung, Verpackungsdruck, Prämierte Verpackungen, Unternehmensporträt Getecha

Themenschwerpunkte der Ausgabe:
Endverpacken, Logistik, Vorberichte LogiMAT 2017, Pharma, Wägen, Dosieren, Qualitätssicherung, Verpackungsdruck, Prämierte Verpackungen, Unternehmensporträt Getecha

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01 | <strong>2017</strong><br />

English summaries<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de |<br />

Einzelpreis € 12,50<br />

TECHNOLOGIE I<br />

PRAXIS I UNTERNEHMEN I PRODUKTE<br />

ENDVERPA<br />

CKEN<br />

UND LOGISTIK<br />

Special<br />

LogiMAT<br />

LogiMAT<br />

PHARMA<br />

Aufrüsten für<br />

die Zukunft<br />

die Zukunft<br />

VERPACKUNGSDRUCK<br />

UND VEREDELUNG<br />

Premiumprodukte erfordern<br />

Premiumqualität<br />

Premiumqualität


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editorial<br />

Harter Brexit und angedrohte<br />

Strafzölle<br />

Dieses Jahr verspricht sehr spannend zu werden – und das nicht nur wegen der schon jetzt allgegenwärtigen<br />

interpack. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind spürbar in Bewegung geraten<br />

und werden auch an unserer Branche nicht spurlos vorübergehen. Aktuell überholen sich<br />

Meldungen, Statements und Einschätzungen fast selbst, werden soeben erst bekannt gegebene<br />

Daten und „Fakten“ infrage gestellt und kontrovers diskutiert oder gewertet.<br />

Die Frage lautet also, wie sich „America first“ und die Ausgliederung von Großbritannien am Ende<br />

auf die deutsche Wirtschaft auswirken werden. Aus Regierungskreisen wird verlautbart, dass sich<br />

auch ein neuer US-Präsident an international geltendes Recht und geschlossene Verträge halten<br />

muss und wird, und ein Stück weit Gelassenheit gefordert. Fakt ist, dass allein schon Ankündigungen<br />

Einfluss haben, etwa auf die Börse, und die langjährige Stabilität in den Beziehungen nicht<br />

mehr einfach als gegeben hingenommen werden kann.<br />

Nicht nur die Automobilindustrie ist international aufgestellt. Auch wer ab einer gewissen Größe<br />

für die abpackende und abfüllende Industrie entwickelt, fertigt und liefert, ist fast ausnahmslos<br />

grenzüberschreitend tätig. Selbst Unternehmen, die – wie beispielsweise die Hersteller von Transportverpackungen<br />

aus Wellpappe oder Karton – in der Regel eher regional bis national agieren,<br />

werden die Auswirkungen spüren. Denn schließlich sollen die verpackten Waren doch weltweit<br />

ihre Abnehmer finden ...<br />

Wir werden also die Trends und Veränderungen sehr genau im Auge behalten und sind trotz aller<br />

Unwägbarkeiten optimistisch, dass unsere Branche gute Antworten auf die aktuellen Fragen findet<br />

sowie flexibel und erfolgreich bestehen kann.<br />

Wie sagt der Rheinländer so schön: Et hätt noch immer jot jejange.<br />

Hoffentlich in diesem Sinne!<br />

Ihre<br />

Brigitte Bähr<br />

Pj<br />

01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 3


inhalt<br />

52<br />

AUS DEN UNTERNEHMEN<br />

6<br />

7<br />

8<br />

10<br />

NEWS KOMPAKT<br />

FRAUNHOFER – 30 Jahre Fraunhofer IGD<br />

GRAFE DESIGN – Mehrwert dank spezifischer Additive und Pigmente<br />

VDW – Gute Perspektiven für die Transportverpackung Nr. 1<br />

PRÄMIERTE VERPACKUNGEN<br />

12 Teil 1 – Ein Bambi für ausgezeichnete Verpackungen<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

14 GETECHA – Zerkleinerungssysteme für die Kunststoff verarbeitende Industrie<br />

ENDVERPACKEN | LOGISTIK<br />

18<br />

20<br />

22<br />

23<br />

24<br />

27<br />

27<br />

28<br />

SCHUBERT – Effizientes Verpacken von Portionskaffeesahne<br />

AUTOMATED PACKAGING SYSTEMS – Symbiose von Warenwirtschaft und Verpackungstechnik<br />

NOVATEC – Von der manuellen zur automatischen Sortierung<br />

VITRONIC – Intelligente Luftfrachtabwicklung<br />

BITO – Behälter für automatisierte Lager<br />

LogiMAT<br />

26 LOGIMAT– Den Wandel gestalten: digital und vernetzt<br />

27 SMART TEC – Das neue smart-PLATE<br />

28<br />

28<br />

28<br />

29<br />

29<br />

29<br />

29<br />

ISI AUTOMATION – Automatisierte Produktion 4.0<br />

GTE BRANDSCHUTZ – Vorstellung Teleskoptor<br />

AUER – Neue Produktfamilien<br />

ERGOPACK – Überhöhenmodul vereinfacht Umreifung<br />

LENZE – Gesamtkonzept für moderne Regalbediengeräte<br />

EXPRESSO – Per Knopfdruck immer auf der Höhe<br />

HSM – Energieeffiziente Vertikalballenpressen<br />

KARDEX – Vom Komponentenlieferanten zum Lösungsanbieter<br />

ICS – Digitalisierung mit Effizienzgarantie<br />

MICROSYST – Kommissionierlösung trifft Anzeigetechnik<br />

PHARMA<br />

30 ANTARES – 100-prozentige Rückverfolgbarkeit dank Bildverarbeitungssystemen<br />

32 BOSCH PACKAGING TECHNOLOGY – Integrität von Behältnissen und Verschlüssen<br />

4<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong><br />

Pj


WÄGEN | DOSIEREN | QUALITÄTSSICHERUNG<br />

35<br />

37<br />

39<br />

ISHIDA – Fremdkörperdetektion mit Röntgenprüftechnik<br />

LEUZE – Datenübertragungs-Lichtschranke DDLS 500<br />

VICTORGROUP – Biobasierte Alternativen<br />

VERPACKUNGSDRUCK<br />

41<br />

44<br />

47<br />

BERNHOLZ VERPACKUNGEN – Investition in dritte VISIONCUT-106-LER-Stanze<br />

HTWK – Möglichkeiten und Grenzen des Digitaldrucks<br />

EUPIA – Prozessverbesserung durch neu gefasste GMP<br />

MESSEN UND VERANSTALTUNGEN<br />

48<br />

50<br />

51<br />

52<br />

PACKAGING INNOVATIONS – Design meets Technology<br />

ICE – Im Fokus: Veredelungstechniken und Materialienverarbeitung<br />

COSMETICBUSSINESS – Positive Vorzeichen für den Branchentreff<br />

INNOVATION IN GLAS– Exzellentes in Glas gesucht<br />

48<br />

FESTE RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

17 Kolumne<br />

53<br />

54 Branchenguide<br />

58 Vorschau/Impressum<br />

Veranstaltungskalender/Bücherecke<br />

Für anspruchvolle Kunden<br />

23<br />

Die Bernholz Verpackungen GmbH ist ein inhabergeführter Hersteller hochwertiger,<br />

offsetbedruckter Kartonverpackungen und offsetbedruckter Nassleimetiketten.<br />

Das Unternehmen verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung<br />

in der Druck- und Verpackungsbranche und hat seinen gesamten Prozess<br />

konsequent auf Premiumprodukte ausgerichtet. Kunden sind vor allem europäische<br />

Hersteller der Tabak- und der Süßwarenbranche. Wachstumspotenziale<br />

sieht man für sich insbesondere bei Verpackungen für Hersteller<br />

von Pharma- und Kosmetikprodukten sowie für Nahrungsergänzungsmittel,<br />

die ähnlich hohe Anforderungen an ihre Dienstleister stellen. Eine Investition<br />

in neueste Bobst-Technologie schafft die Kapazitäten für weitere<br />

Premiumqualität (mehr ab Seite 41).<br />

(Bild: Bernholz Verpackungen)


Aus den Unternehmen<br />

Dr. Stefan König. Foto: Bosch<br />

Dr. Stefan König (51) hat zum 1. Januar<br />

<strong>2017</strong> den Vorsitz des Bereichsvorstands<br />

bei Bosch Pa -<br />

ckaging Technology übernommen.<br />

Er folgt damit auf Friedbert<br />

Klefenz (61), der am 30. Juni <strong>2017</strong><br />

in den Ruhestand gehen wird.<br />

Bei Quali Meat, einem auf drei<br />

Jahre ausgelegten, grenzüberschreitenden<br />

Forschungsprojekt<br />

Bayerns und Österreichs, untersuchen<br />

fünf Projektpartner aus Wissenschaft<br />

und Wirtschaft die<br />

Wechselwirkungen zwischen Verpackungsmaterialien<br />

und Verpackungsgut<br />

– darunter auch<br />

MULTIVAC. Erklärtes Ziel ist die Entwicklung<br />

von Verpackungen, die<br />

Fleisch länger frisch halten und die<br />

Sicherheit für den Konsumenten<br />

erhöhen.<br />

Zum 1. Januar <strong>2017</strong> firmiert MUL-<br />

TIVAC Deutschland mit Sitz in<br />

Wolfertschwenden nun als MULTI-<br />

VAC Deutschland GmbH und Co.<br />

KG. Damit wird die Vertriebs- und<br />

Serviceorganisation in Deutschland<br />

eine eigenständige Tochtergesellschaft<br />

der internationalen<br />

MULTIVAC Gruppe.<br />

Die Herrmann Ultraschalltechnik<br />

GmbH & Co. KG, Maschinen- und<br />

Systemlieferant für industrielle Ultraschalltechnologie,<br />

hat der Fakultät<br />

für Maschinenbau und<br />

Mechatronik der Hochschule Karlsruhe<br />

(Technik und Wirtschaft) mehrere<br />

Ultraschallkomponenten im<br />

Wert von 20.000 Euro gestiftet. CEO<br />

Thomas Herrmann hat dort vor<br />

27 Jahren sein Diplom als Maschinenbauingenieur<br />

erworben.<br />

Die Verbundstruktur combibloc RS zeichnet sich durch<br />

eine neue Materialzusammenstellung aus, die die<br />

Eigenschaften des Kartonverbunds optimiert.<br />

Foto: SIG Combibloc<br />

SIG Combibloc hat mit combibloc<br />

RS einen neuen Verbund für Kartonpackungen<br />

entwickelt, der für<br />

eine weitere Verbesserung der Systemstabilität<br />

bei der Verarbeitung<br />

sowie eine verbesserte Umweltperformance<br />

sorgen soll. Der neue Verbund<br />

wird mittelfristig den<br />

derzeitigen Standardverbund für<br />

alle combibloc- und combifit-Formate<br />

ablösen, in denen Milchprodukte<br />

(LD) und kohlensäurefreie<br />

Softgetränke (NCSD) auf Füllmaschinen<br />

von SIG Combibloc abgefüllt<br />

werden.<br />

Der Pack the Future Award wurde<br />

von der World Packaging Organisation<br />

(WPO) als anerkannter Wettbewerb<br />

ausgezeichnet, dessen Preisträger<br />

zur Teilnahme an den World-<br />

Star Awards berechtigt sind. Die Gewinner<br />

des Pack the Future Award<br />

<strong>2017</strong> werden sich somit direkt für die<br />

WorldStar Awards 2018 qualifizieren.<br />

RPC Bramlage steuert eine Reihe<br />

von Airless-Spendern bei, die bei<br />

den Produkten von Nadine Salembier<br />

eingesetzt werden. Dieser führende<br />

Hersteller von Kosmetika auf<br />

natürlicher Basis verfügt somit über<br />

eine praktische und nachhaltige<br />

Verpackungslösung in vier Varianten:<br />

Die Vega-AirFree®-Flaschen mit<br />

100, 200 und 400 ml Inhalt, die mit<br />

einer Pumpe vom Typ Ecosolution<br />

ausgestattet sind, werden durch<br />

den Twist-up-Spender mit 20 ml Inhalt<br />

ergänzt. Die Behälter kommen<br />

bei einer Reihe von hochwertigen<br />

Cremes für das Gesicht und den<br />

Körper zum Einsatz.<br />

Die TU Berlin, Fachbereich Brauwesen,<br />

kann sich über die neuste Keg-<br />

Technologie von KHS freuen: KHS<br />

übergab dem Institut im Rahmen<br />

einer Kooperation den modularen<br />

Innokeg AF1C1 mit jeweils einem<br />

Abfüll- und Reinigungselement<br />

sowie einem Reinigungstank. Anlieferung,<br />

Montage, Inbetriebnahme<br />

und eine entsprechende Schulung<br />

übernimmt KHS. Das Unternehmen<br />

profitiert im Gegenzug von der Forschungsprojekten;<br />

aktuell verfassen<br />

einige Dutzend Studenten dort ihre<br />

Abschlussarbeiten.<br />

Der Umsatz der in Deutschland<br />

hergestellten Lacke, Farben und<br />

Druckfarben überschritt im Jahr<br />

2016 ebenso wie im Vorjahr die<br />

Acht-Milliarden-Euro-Grenze, so<br />

der Verband der deutschen Lackund<br />

Druckfarben- industrie e. V.<br />

(VdL). Der Druckfarbenabsatz allerdings<br />

stagnierte im Jahr 2016,<br />

die Umsätze gingen laut VdL sogar<br />

um drei Prozent zurück.<br />

1996 begannen Hersteller von<br />

Pflanzenschutzmitteln in Deutschland<br />

mit dem Aufbau einer Packmittelrücknahme<br />

Agrar (PAMIRA).<br />

Seitdem hat PAMIRA 200 Mio.<br />

leere Pflanzenschutzmittel-Kanister<br />

zurückgenommen und einer<br />

Verwertung zugeführt.<br />

Aneinandergereiht würden sie<br />

38.000 km, also fast einmal um die<br />

ganze Welt, reichen. Allein in 2016<br />

wurden 88 % der zurückgenommenen<br />

Verpackungen werkstofflich<br />

recycelt.<br />

Tetra Pak hat eine neue Version<br />

der Tetra-Brik®-Aseptic-1000-Edge-<br />

Verpackung mit biobasiertem<br />

LightCap-30-Verschluss eingeführt<br />

und dafür die höchste Vinçotte-Zertifizierung<br />

erhalten. Die<br />

Beschichtung und die Verschlusskappe<br />

der neuen Verpackung werden<br />

aus biobasiertem Kunststoff<br />

hergestellt, dessen Polymere aus<br />

Zuckerrohr gewonnen werden. Zusammen<br />

mit dem Karton wächst<br />

der Anteil an Materialien aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen in der Verpackung<br />

so auf über 80 Prozent.<br />

(Foto: KHS-Gruppe)<br />

Übergabe der Spende an der Hochschule Karlsruhe (v.l): Thomas Herrmann und Astrid Herrmann, Herrmann<br />

Ultraschall, Rektor Professor Dr. rer. nat. Karl-Heinz Meisel sowie Prof. Dr.-Ing. Frank Artinger, Dekan der<br />

Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik.<br />

Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer,<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der KHS GmbH (links im Bild), übergab<br />

das Keg-System auf der<br />

BrauBeviale an Prof. Dr.-Ing. Frank-<br />

Jürgen Methner, Leiter des Fachgebiets<br />

Brauwesen der TU Berlin<br />

(rechts).<br />

Tetra Brik Aseptic Edge mit bio-basiertem<br />

LightCap 30.<br />

(Foto: Tetra Pak)<br />

pj<br />

6<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


30 Jahre Fraunhofer IGD<br />

Mit vier Leitthemen<br />

ins vierte Jahrzehnt<br />

Vor 30 Jahren war die Grafische Datenverarbeitung noch ein<br />

Nischenfach. Heute ist das Fraunhofer IGD die international<br />

führende Forschungseinrichtung für angewandtes Visual<br />

Computing. Visual Computing, bild- und modellbasierte<br />

Informatik.<br />

Es vereint Computergrafik und Computer Vision. Vereinfacht gesagt beschreibt<br />

es die Fähigkeit, Informationen in Bilder zu verwandeln und<br />

aus Bildern Informationen zu gewinnen.<br />

Auf Visual Computing basieren alle technologischen Lösungen des<br />

Fraunhofer IGD mit seinen mehr als 200 Forschern. „Die Ausrichtung<br />

unserer Forschungen erfolgt durch vier Leitthemen“, erklärt Professor<br />

Dieter W. Fellner, der Leiter des Instituts. „Die Anwendungsfelder der digitalisierte<br />

Arbeit, intelligente Stadt und individuelle Gesundheit bauen<br />

dabei auf unserer Plattformstrategie Visual Computing as a Service auf.“<br />

In der Digitalisierten Arbeit liegt der Fokus der Forschungsprojekte<br />

auf der Unterstützung des Menschen in der Industrie 4.0, in der sich<br />

moderne Internettechnologien mit klassischen industriellen Produktionstechniken<br />

verbinden.<br />

Innerhalb des Leitthemas intelligente Stadt geht es um die nachhaltige<br />

Entwicklung des städtischen Raums. Hier entstehen Lösungen<br />

zur digitalen Stadtverwaltung, optimalen Verkehrsplanung und interaktiven<br />

Bürgerbeteiligung.<br />

Individuelle Gesundheit ist wiederum ein Themengebiet, auf dem Visual<br />

Computing Ärzten und Patienten gleichermaßen helfen soll. Verschiedene<br />

Visualisierungslösungen, auch mit sehr großen Daten,<br />

haben das Ziel, die bestmögliche Therapie sicherzustellen.<br />

Mit seiner Plattformstrategie Visual Computing as a Service wird das<br />

Fraunhofer IGD in den kommenden Jahren seine Basistechnologien<br />

Entwicklern in der Industrie zur Verfügung stellen. Ziel ist es, eine Cloud-<br />

Softwareplattform für Visual-Computing-Anwendungen zu schaffen.<br />

Der Rostocker Standort des Fraunhofer IGD blickt auf 25 Jahre Forschungstätigkeit<br />

zurück und feiert dies am 6. September <strong>2017</strong>. Die Jubiläumsfeier<br />

des Standorts Darmstadt findet am 20. Juni <strong>2017</strong> statt. Zu<br />

dem Festakt unter dem Motto „Mit vier Leitthemen ins vierte Jahrzehnt“<br />

werden Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung erwartet. pj<br />

PROCESSES AND PACKAGING<br />

LEADING TRADE FAIR<br />

EVERY<br />

INNOVATION<br />

HAS ITS<br />

STARTING<br />

POINT<br />

DÜSSELDORF, GERMANY<br />

04 –10 MAY <strong>2017</strong><br />

INTERPACK.DE


Aus den Unternehmen<br />

Mehrwert dank spezifischen Additive und Pigmente<br />

Mehrere Kompetenzen unter einem Dach<br />

Kunden- und applikationsspezifische Farb-, Additive-Masterbatches und Compoundlösungen<br />

sowie ein umfangreiches Sortiment an standardisierten Produkten, das sind die starken Drei von<br />

Kunststoffspezialist Grafe aus Blankenhain.<br />

Das Unternehmen produziert seit über 25 Jahren für den nationalen<br />

und internationalen Markt und beschäftigt sich mit der optischen Modifizierung<br />

von Kunststoffen. Produziert wird entsprechend den kundenspezifischen<br />

Anforderungen. Alle Produktionsverfahren werden<br />

vorab für den Kunden simuliert: Das Unternehmen verfügt in seinem<br />

Labor über modernste Geräte für farbmetrische, analytische und werkstofftechnische<br />

Untersuchungen. Damit kann der Kunststoffspezialist<br />

seinen Kunden eine exakte und schnelle Farbnachstellung sowie kurze<br />

Bemusterungs- und Lieferzeiten garantieren. „Zu den Spezialitäten gehören<br />

unsere Masterbatches für Lasermarkierungen für eine sowohl<br />

langlebige als auch sehr saubere, genaue und kantenscharfe Markierung<br />

von Kunststoffprodukten ohne Vorbehandlung. Nicht zu vergessen<br />

ist unser biologisch abbaubares Masterbatch ‚Biocolen‘, das in den<br />

gleichen brillanten Farbtönen und mit denselben technischen Eigenschaften<br />

wie die ‚klassischen‘ Masterbatches sowie auf Basis aller Biopolymere<br />

erhältlich ist“, betont Matthias Grafe, Geschäftsführer der<br />

Grafe-Gruppe. Darüber hinaus bietet das Unternehmen ein umfassendes<br />

Sortiment an Additiv-Masterbatches für viele thermoplastische<br />

Kunststoffe, einschließlich gefüllter und verstärkter Typen, zur physikalischen<br />

Modifizierung von Kunststoffen an. Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit<br />

steht das wachsende Interesse der Kunden von Grafe, den<br />

Kunststoff in seinen Gebrauchseigenschaften zu verändern sowie dessen<br />

Verarbeitung zu erleichtern.<br />

Mattierungsadditive<br />

im Spritzguss- und<br />

Extrusionsprozess<br />

Der Trend zu matten Oberflächen<br />

ist ungebrochen.<br />

Inzwischen auch spürbar<br />

im Konsumgüterbereich<br />

angekommen, wünschen<br />

ihn sich viele Verbraucher,<br />

wenn es um elegante, exklusive<br />

Ober- flächen<br />

geht. Neben den Anforderungen<br />

an eine moderne,<br />

matte Optik steigen aber<br />

auch gleichzeitig die Ansprüche<br />

an eine beständige,<br />

kratzunempfindliche<br />

Oberfläche. Bisher<br />

konnte diese Anmutung<br />

„Im Prinzip kommen Anwendungen<br />

in allen Branchen, bei denen<br />

spezielle optische Effekte und eine<br />

gute Haptik im Fokus stehen, infrage“,<br />

erklärt Danny Ludwig,<br />

Leiter des Grafe-Design-Centers.<br />

aber nur mittels aufwendiger Nachbearbeitung oder Nachbehandlung<br />

durch Lackieren, Sandstrahlen oder durch den Einsatz von Softlack oder<br />

IML-Folien ermöglicht werden.<br />

Mattierungsmittel für die Darstellung verschiedener<br />

Oberflächeneffekte in nur einem Prozessschritt.<br />

((Bild: Grafe)<br />

8<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Aus den Unternehmen<br />

Holografisches Effektpigment wird erstmals für Kunststoffanwendungen eingesetzt (Nahaufnahme des Hologrammeffektes)<br />

(Bild: Schlenk Metallic Pigments GmbH)<br />

Das Blankenhainer Unternehmen hat jetzt ein Mattierungsmittel entwickelt,<br />

mit dem sich in einem Werkzeug verschiedene Oberflächeneffekte<br />

darstellen lassen. Die Zugabe dieses Additivs erfolgt direkt im<br />

Fertigungsprozess des Kunststoffbauteils (Spritzguss und Extrusion).<br />

„Dadurch können Kunststoffverarbeiter auf den Einsatz eines erodierten<br />

oder geätzten Spritzgusswerkzeugs verzichten. Sie sparen nicht nur<br />

Kosten, sondern gewinnen auch Fertigungsflexibilität hinzu“, erläutert<br />

Danny Ludwig, der Leiter des Grafe-Design-Centers.<br />

Das Mattierungsmittel wird in die Kunststoffschmelze eingebettet und<br />

erzeugt selbst bei polierten Werkzeugoberflächen eine diffuse Lichtbrechung<br />

bzw. -streuung. „Dadurch entsteht eine matte, satinierte<br />

Oberfläche mit samtiger Haptik“, erklärt der Experte. Doch das Produkt<br />

kann noch mehr: Es sorgt auch für eine teils verbesserte Kratzbeständigkeit.<br />

Damit kann der Kunde nicht nur einen Mehrwert in seinem Prozess<br />

generieren, sondern die gefertigten Bauteile sind auch einfacher<br />

im Handling und der Endverbraucher erhält ein qualitativ aufgewertetes<br />

Produkt mit einer optimierten Lebensdauer.<br />

verschiedenen Betrachtungswinkeln“, erläutert Danny Ludwig. Schlenk,<br />

Hersteller von Metallpulvern, -pigmenten und -folien, ist es jedoch gelungen,<br />

mit „MultiFlect®“ ein holografisches Effektpigment zu entwickeln,<br />

das je nach Anwendung und Lichteinfall vielfältige und<br />

verblüffende Wirkungen erzielt: Üblicherweise kommt die in einem speziellen<br />

Produktionsprozess hergestellte Entwicklung im Automobilbereich<br />

bei Felgenlacken oder bei dekorativen Druckanwendungen zum<br />

Einsatz. Dank der Farbspezialisten von Grafe konnte nun auch eine<br />

Kunststoffapplikation umgesetzt werden. „Wenn Kunden einen Regenbogeneffekt<br />

wünschen, können wir den jetzt bieten“, erklärt Dr. Frank<br />

Maile, Leiter der Business Unit Coatings & Plastics bei Schlenk. Technisch<br />

wird das Effektpigment als „polychromatisch“ bezeichnet, kann also<br />

einen mehrfarbigen Interferenzeffekt erzeugen.<br />

„Kunststoff ist bei der Verarbeitung mechanischen und thermischen Belastungen<br />

ausgesetzt, was den Einsatz eines entsprechenden Pigments<br />

bislang verhinderte. Mit unserem Know-how bei Maschinen und Rezepturen<br />

konnten wir die Einarbeitung in das gewünschte Zielpolymer<br />

mit einer Dosierung von zwei bis drei Prozent realisieren und so den<br />

dreidimensionalen Farbeffekt erzielen. Dazu mussten wir in aufwendigen<br />

Tests die Maschinenparameter und Schneckenkonfigurationen der<br />

Extruder definieren und die Masterbatch-Rezepturen entsprechend<br />

entwickeln“, fasst Danny Ludwig zusammen.<br />

Qualität, Kundennähe, Fachkompetenz und Innovation, das sind<br />

die Kernkompetenzen der Grafe-Gruppe. Über 300 Mitarbeiter<br />

produzieren im hochmodernen Werk in Blankenhain (Thüringen)<br />

für den nationalen und internationalen Markt.<br />

Ein Drittel der Beschäftigten arbeitet in den Bereichen Forschung<br />

und Entwicklung. So sichern die Spezialisten kontinuierlich Kreativität<br />

und Wachstum.<br />

pj<br />

BEUTELVERPACKUNG<br />

Von Perlenschimmer über Regenbogenfarben bis zu<br />

Tiefenillusion<br />

Ein einzigartiges Entwicklungsprojekt, bei dem auf besonders eindrucksvolle<br />

Weise Lichtreflexionen in allen Farben des Regenbogens<br />

auf einer Kunststoffoberfläche schillern und dort einen Hologrammeffekt<br />

erzeugen, hat die Grafe-Gruppe zusammen mit der Schlenk<br />

Metallic Pigments GmbH, Roth, realisiert.<br />

Bislang gab es keine Möglichkeit, ansprechende Hologrammeffekte in<br />

Thermoplaste mit höheren Verarbeitungstemperaturen einzuarbeiten.<br />

„Stattdessen standen nur Farbwechseleffekte im Bereich von zwei oder<br />

vier Farben zur Verfügung, also die Änderung des Farbeindrucks unter<br />

HALLE 4<br />

STAND 4C08<br />

Stuttgart<br />

14. – 16.03.<br />

Standard-Schnittstellen<br />

verarbeitet vorhandene<br />

Datenbanken<br />

Bedienung, Diagnose<br />

per Touchscreen<br />

Mehrere Kompetenzen unter einem Dach<br />

Kunden- und applikationsspezifische Farb-, Additive-Masterbatches<br />

und Compoundlösungen sowie ein umfangreiches Sortiment an<br />

standardisierten Produkten, das sind die starke Drei von Kunststoffspezialist<br />

Grafe. Die Experten haben ein Mattierungsmittel entwikkelt,<br />

mit dem sich in einem Werkzeug verschiedene Oberflächeneffekte<br />

darstellen lassen.<br />

Bislang gab es auch nicht die Möglichkeit, ansprechende Hologramm-Effekte<br />

in Thermoplaste mit höheren Verarbeitungstemperaturen<br />

einzuarbeiten. Zusammen mit Schlenk Metallic Pigments<br />

wurde jetzt ein einzigartiges Entwicklungsprojekt realisiert, bei dem<br />

auf besonders eindrucksvolle Weise Lichtreflektionen in allen Farben<br />

des Regenbogens auf einer Kunststoffoberfläche schillern und<br />

dort einen Hologramm-Effekt erzeugen.<br />

mobil &<br />

platzsparend<br />

Unsere Systeme lassen sich via Standard-Schnittstellen problemfrei<br />

in vorhandene Fertigungs- oder Logistikketten einfügen. Zum Beispiel<br />

auch unsere AB 180 ® OneStep Beutel-Verpackungsmaschine.<br />

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variable<br />

Beutelformate<br />

Integration oder stand-alone.<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 9


Aus den Unternehmen<br />

Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des Verbandes der Wellpappen-Industrie:<br />

Gute Perspektiven<br />

für die Transportverpackung Nr. 1<br />

Die Absatzprognosen für Wellpappe sind gut, Experten schätzen ihre Chancen im Wettbewerb<br />

der Packstoffe als hervorragend ein. Sie gilt als das Verpackungsmaterial der Zukunft. Der Grund:<br />

Wellpappe bietet Antworten auf die wirtschaftlichen und ökologischen Fragen von morgen.<br />

Wellpappe ist unter den Packstoffen ein<br />

Erfolgsmodell – und wird es bleiben. Sie<br />

hält unter den Materialien, die zum<br />

Transport von Waren eingesetzt werden,<br />

mit einem Marktanteil von 65 Prozent<br />

unangefochten den Spitzenplatz.<br />

Die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie<br />

(VDW) haben 2016<br />

wie in den sechs Jahren zuvor erneut<br />

mehr Schachteln, Kisten und Trays verkauft<br />

als im jeweiligen Vorjahr: 2016<br />

wird das Absatzplus voraussichtlich<br />

1,2 Prozent betragen. Für <strong>2017</strong> rechnet<br />

der VDW mit einer ähnlichen Zunahme.<br />

Das britische Marktforschungsunternehmen<br />

Smithers Pira hat festgestellt,<br />

dass der weltweite Wellpappenverbrauch<br />

bis 2021 um durchschnittlich 3,6<br />

Prozent pro Jahr zunehmen wird. Die<br />

Zahlen sagen der Wellpappe eine rosige<br />

Zukunft voraus.<br />

Warum ist das so? In der vom VDW beauftragten<br />

Studie „Supply Chain 2025“<br />

des Frankfurter Zukunftsinstituts stellen<br />

die Trendforscher fest, dass in der Logistik<br />

tief greifende Veränderungen anstehen.<br />

Die Digitalisierung als wesentliches<br />

Element der Industrie 4.0, die Zunahme<br />

des E-Commerce und die wachsende<br />

Bedeutung aller Aspekte der Nachhaltigkeit<br />

sind demnach die wichtigsten<br />

Einflussfaktoren auf die Lieferkette von<br />

morgen. Die Forscher fanden heraus:<br />

Verpackungen aus Wellpappe bieten für<br />

diese Herausforderungen effiziente und<br />

ökologische Antworten. „Verpackungsmaterialien<br />

wie Wellpappe“, so ist in der<br />

Studie zu lesen, „die schon heute sehr<br />

gute Umwelteigenschaften und flexible<br />

Konstruktions- und Ausstattungsmöglichkeiten<br />

aufweisen, sind diejenigen<br />

mit dem höchsten Zukunftspotenzial.“<br />

Vielseitige Verpackungen für<br />

den Omni-Channel<br />

Nach Ansicht der Trendexperten wird<br />

Wellpappe nicht Objekt, sondern Treiber<br />

dieser Entwicklungen sein, z. B. beim<br />

Omni-Channel-Handel. Die Lust der Verbraucher<br />

am Onlineshopping hat den<br />

stationären Handel veranlasst, hohe<br />

Summen in den Ausbau des Onlinegeschäfts<br />

zu investieren, um sich ein digitales<br />

Standbein zu verschaffen. Dabei<br />

laufen Online- und Offlinevertrieb nicht<br />

unverbunden nebeneinander, sondern<br />

werden miteinander verzahnt. Handelsunternehmen,<br />

die Endverbraucher<br />

künftig im stationären Ladengeschäft<br />

und über den Onlineshop bedienen<br />

möchten, müssen also sowohl geeignete<br />

Transport- als auch Versandverpackungen<br />

vorhalten. Hier sind ein vielseitiges<br />

Material und flexible Konzepte gefragt –<br />

beides bietet Wellpappe.<br />

Zahlreiche Belege für zukunftsweisende<br />

Verpackungen lieferte das Forum Wellpappe<br />

2016 auf der FachPack in Nürnberg,<br />

auf dem erstmals die Preisträger<br />

des Innovationspreises Wellpappe geehrt<br />

wurden. Ob Schinkendisplay mit<br />

eingebauter Kühlung oder eine auf drei<br />

Seiten offene „Panoramaverpackung“<br />

für Eier, die Verpackungsexperten der<br />

Wellpappenindustrie präsentierten<br />

durchweg effiziente, oft verblüffende<br />

10<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 08 | 2016 Pj


Aus den Unternehmen<br />

Lösungen. Entscheidend für diesen Erfindungsreichtum<br />

ist die Fähigkeit, um<br />

die Ecke zu denken und dabei den Kundennutzen<br />

nicht aus den Augen zu verlieren.<br />

Die schier unerschöpflichen<br />

Gestaltungsmöglichkeiten des Materials<br />

Wellpappe regen die Kreativität der Verpackungsentwickler<br />

zusätzlich an.<br />

Wirtschaftlich und ökologisch<br />

effizient<br />

Die drei Verpackungen, die in der Kategorie<br />

„Lagerung und Transport“ prämiert<br />

wurden, überzeugten die Jury<br />

jeweils durch den doppelten Mehrwert<br />

für den Kunden: verbesserte Leistung<br />

und zusätzliche Umweltvorteile. Die<br />

erstplatzierte Transportverpackung für<br />

empfindliche elektrische Industrielüfter<br />

beispielsweise erzielt durch einen konstruktiven<br />

Kniff einen um 30 Prozent<br />

verbesserten Produktschutz – ohne zusätzlichen<br />

Materialaufwand. Auf den<br />

zweiten Platz schaffte es eine Überseeverpackung<br />

der Automobilzulieferindustrie,<br />

die einen Stahlcontainer ersetzt<br />

– und damit auch die kostspielige und<br />

umweltschädliche Rückführung der leeren<br />

Behälter zum verpackenden Unternehmen<br />

vermeidet. Die drittplatzierte<br />

Verpackung für Kindersitze schmiegt<br />

sich L-förmig an das Packgut und erzielt<br />

mit dieser ungewöhnlichen Konstruktion<br />

eine um ein Drittel verbesserte<br />

Raumnutzung auf der Palette und im<br />

Lkw. Drei Beispiele für effiziente, wirtschaftlich<br />

und ökologisch sinnvolle Innovationen.<br />

Ihre guten Umwelteigenschaften sind<br />

ein wesentlicher Faktor für die Zukunftstauglichkeit<br />

der Wellpappe. In immer<br />

mehr Unternehmen wird Nachhaltigkeit<br />

Teil des Kerngeschäfts. Dort entwickeln<br />

Fachleute Strategien, in denen die Verpackung<br />

oft ein zentrales Element ist.<br />

Ziel der Anstrengungen ist letztlich die<br />

Transformation möglichst vieler Produktbereiche<br />

in eine Kreislaufwirtschaft,<br />

in der Müll keinen Platz mehr hat und<br />

alle Stoffströme zu geschlossenen Kreisläufen<br />

werden. Das Zukunftsinstitut hat<br />

in seiner Studie festgestellt: Wellpappe,<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt<br />

und in Deutschland fast vollständig<br />

recycelt, hat dabei einen<br />

strategischen Nachhaltigkeitsvorteil.<br />

Das sind gute Aussichten für unsere<br />

Branche.<br />

pj<br />

Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des Verbandes der<br />

Wellpappen-Industrie.<br />

Pj 08 | 2016 www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 11


Prämierte Verpackungen<br />

Ausgezeichnete Verpackungen (Teil 1)<br />

Ein „Bambi“ für ausgezeichnete<br />

Verpackungen?<br />

Verpackungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig prägen sie aber auch das<br />

Bild einer Epoche und berühren uns emotional. In einer neuen Serie werden Entwicklungen,<br />

Ziele sowie Ergebnisse von Wettbewerben, die zur Verbreitung von Verpackungsinnovationen<br />

beitragen, erläutert und ausgezeichnete Verpackungen vorgestellt.<br />

Ein Beispiel für diesen besonderen<br />

Preis ist die vollständig<br />

aus Recyclat hergestellte HD-<br />

PE-Flasche von Werner & Mertz.<br />

In Deutschland werden jährlich etwa<br />

20 Mio. Tonnen Verpackungen mit einem<br />

Umsatzvolumen von über 30 Mrd. Euro<br />

produziert (Angaben des Gemeinschaftsausschusses<br />

Deutscher Verpackungshersteller<br />

2014). Diese<br />

Verpackungen haben als Mittler zwischen<br />

Warenherstellern und Konsumenten<br />

nicht nur die Aufgabe, den<br />

verpackten Produkten bis zu ihrem Ziel<br />

einen optimalen Schutz zu bieten und<br />

die rationelle Abwicklung der logistischen<br />

Abläufe zu unterstützen, sondern<br />

sie übernehmen zunehmend die Aufgaben<br />

der Information über und die Werbung<br />

für den Inhalt. Über die Verpackung<br />

differenzieren sich die Waren voneinander.<br />

Immer mehr dient die Verpackung<br />

dabei auch als Qualitätskriterium<br />

für den Inhalt und unterstützt die Vermarktung.<br />

Die zunehmende Internationalisierung<br />

und Globalisierung der<br />

Märkte, ständig sich erweiternde und<br />

verändernde Kundenanforderungen<br />

unter gleichzeitig sich verschärfendem<br />

Zeit- und Kostendruck stellen die Verpackungshersteller<br />

vor immer neue Herausforderungen.<br />

Um sich nationaI und<br />

Warum Verpackungswettbewerbe?<br />

Ein wichtiges Ziel von Wettbewerben<br />

ist es auch, auf dem Verpackungsgebiet<br />

neben dem Leistungsvergleich<br />

der Hersteller das Bewusstsein und die<br />

Wertschätzung der Verbraucher für<br />

optimale Verpackungslösungen zu<br />

entwickeln.<br />

international messen und behaupten zu<br />

können, sind Verpackungswettbewerbe<br />

wichtige Instrumente, die dazu beitragen<br />

sollen, Produkt- und Verfahrensinnovationen<br />

zu generieren und<br />

Spitzenleistungen zu verbreiten.<br />

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Die Historie des Deutschen<br />

Verpackungswettbewerbs<br />

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts war es<br />

dank der intensiven Entwicklung der<br />

Verpackungstechnik und der schöpferischen<br />

Arbeit von Gestaltern möglich, in<br />

mehreren Ländern Westeuropas Verpackungswettbewerbe<br />

mit zunehmender<br />

Beteiligung ins Leben zu rufen. Seit 1958<br />

war es den Preisträgern der nationalen<br />

Wettbewerbe sogar möglich, sich an<br />

dem jährlich stattfindenden europäischen<br />

Wettbewerb EUROSTAR der EU-<br />

ROPEAN PACKAGING FEDERATION (EPF),<br />

einer Vereinigung von 20 europäischen<br />

Titelbild des Einladungsflyers 1963.<br />

Verpackungszentren, zu beteiligen. Der<br />

damaligen Rationalisierungsgemeinschaft<br />

Verpackung im Rationalisierungskuratorium<br />

der deutschen Wirtschaft (RKW) gelang<br />

es schließlich 1963, im Rahmen der<br />

Messe interpack den ersten Deutschen<br />

Verpackungswettbewerb zu organisieren<br />

und einen deutschen Verpackungspreis<br />

zu vergeben. Wichtige Ideengeber<br />

dieses Preises waren die Verpackungsexperten<br />

Johannes Hoffmann und Dieter<br />

Berndt.<br />

Die Wirtschaft beteiligte sich mit 265 Einsendungen<br />

am Wettbewerb, von denen<br />

insgesamt 65 von der aus 16 Fachleuten<br />

bestehenden Jury in den beiden bewerteten<br />

Kategorien „technisch-wirtschaftlich“<br />

und „grafisch-werblich“ ausgezeichnet<br />

wurden. Zu den ersten ausgezeichneten<br />

Verpackungen gehörten<br />

„Dauerbrenner“ wie die Verpackung für<br />

Kartoffelpüree von Pfanni, die Feinblechdose<br />

für Speiseöl von Livio sowie die Verpackung<br />

für den Braun-Elektrorasierer,<br />

die Wolfgang Schmittel, der als Urvater<br />

der Corporate Identity bezeichnet wird,<br />

entwickelte.<br />

Weiterentwicklung zum Deutschen<br />

Verpackungspreis (DVP)<br />

Seit 1996 wird der Wettbewerb als eine<br />

der Aktivitäten des Deutschen Verpackungsinstituts<br />

Berlin e. V. (dvi) durchgeführt.<br />

Das Konzept des dvi bestand<br />

darin, die bis dahin alle drei Jahre stattfindende<br />

Veranstaltung zu stärken und<br />

zu profilieren. Das gelang, sodass der<br />

Preis seit 1999 jährlich vergeben werden<br />

kann und seitdem auch unter der<br />

Schirmherrschaft des Bundeswirt-<br />

12<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Prämierte Verpackungen<br />

Wer sollte teilnehmen?<br />

Der Verpackungswettbewerb richtet<br />

sich in der Kategorie „Verpackungen“<br />

an national und international tätige<br />

Hersteller und Anwender aller Arten<br />

von Packstoffen, Packmitteln, Einzel-,<br />

Sammel- und Displaypackungen, an<br />

Designer sowie Entwicklungsingenieure<br />

aller Branchen, aber auch an<br />

Studierende, Auszubildende und<br />

Schüler, die oftmals völlig neue Ideen<br />

in den Verpackungsbereich einbringen.<br />

Die Kategorie „Maschinentechnik“<br />

wendet sich an Hersteller von<br />

Verpackungsmaschinen und Verpackungstechnik,<br />

die mit ihren Einreichungen<br />

dazu beitragen, die rationelle<br />

Herstellung und Anwendung von Verpackungen<br />

weiter voranzutreiben.<br />

schaftsministers steht. Der DVP verfolgt<br />

das Ziel, den Leistungswettbewerb zwischen<br />

den Herstellern zu unterstützen,<br />

Erfindungen und neue Entwicklungen<br />

zu fördern und somit den Qualitätsstandard<br />

von Verpackungen zu erhöhen. Einreichen<br />

kann man sowohl Prototypen als<br />

auch fertige Produkte, Detaillösungen<br />

oder komplette Maschinen – für die Jury<br />

zählt allein die Qualität der Innovation.<br />

Bisher beteiligten sich Unternehmen aus<br />

den verschiedensten Verpackungsbereichen<br />

an dem Wettbewerb. Zu den namhaftesten<br />

Firmen gehörten die Henkel-<br />

Gruppe, Tetra Pak, die Bayer AG, die Siemens<br />

AG, InBev, die Beiersdorf AG, Unilever,<br />

Adidas, Amcor Flexibles Europe &<br />

Amricas, Edelmann, Panther Packaging,<br />

Rexam, die Dr. August Oetker KG, Rovema<br />

und die Rügenwalder Mühle. Für<br />

eine Reihe kleinerer Unternehmen sowie<br />

Einzelpersonen war der Gewinn des<br />

Deutschen Verpackungspreises der Ausgangspunkt<br />

für eine erfolgreiche Karriere<br />

in der Verpackungsbranche.<br />

Auszeichnungsmodus und<br />

Öffentlichkeitswirkung<br />

Transparenz, Fair Play und Jurykompetenz<br />

sind die Basis des Verpackungswettbewerbs.<br />

Alle fristgerecht abgegebenen<br />

Einreichungen werden von einer unabhängigen,<br />

überparteilichen Jury aus<br />

Fachleuten nach vorher festgelegten,<br />

geeigneten Bewertungskriterien begutachtet.<br />

Dabei hat sich die Zweiteilung in<br />

Fach- und Hauptjury bewährt. Eine Fachjury,<br />

bestehend aus Mitgliedern von<br />

Fachverbänden der Verpackungswirtschaft,<br />

unterstützt die Hauptjury. Ihr gehören<br />

Vertreter fachlich kompetenter<br />

Forschungsinstitute und Hochschulen,<br />

der Industrie und des Handels sowie der<br />

Fachpresse an. Sie ermittelt die Preisträger<br />

in den einzelnen Kategorien. Die<br />

besten Verpackungslösungen des Jahres<br />

zeichnet die Jury mit dem Deutschen<br />

Verpackungspreis (DVP) aus. Dabei können<br />

je nach Preiswürdigkeit keine oder<br />

mehrere Einreichungen in jeder der aktuell<br />

zehn Wettbewerbskategorien ausgezeichnet<br />

werden. Die Gründe für ihre<br />

Entscheidung legt die Jury zu jedem<br />

Preisträger in einem Bewertungstext,<br />

der veröffentlicht wird, dar. Alle Gewinner<br />

werden auf einer Festveranstaltung<br />

mit Trophäe, Urkunde, Siegel und Siegerfotos<br />

ausgezeichnet. Im Anschluss<br />

werden die Preisträger vom dvi bekannt<br />

gegeben und gewürdigt.<br />

Als zusätzlicher Ansporn wurde 2016 erstmals<br />

an wenige Preisträger ein „Gold-<br />

Award“ vergeben. Damit belohnte die<br />

Jury Leistungen, die Trends setzen, völlig<br />

neue Möglichkeiten eröffnen, besondere<br />

Antworten auf drängende Fragen liefern<br />

oder auf andere Weise herausragen. Die<br />

Gold-Award-Gewinner werden aus dem<br />

Kreis der Ausgezeichneten ausgewählt.<br />

Der DVP qualifiziert auch<br />

für die Teilnahme am internationalen<br />

Wettbewerb<br />

„WorldStar“ der World Packaging<br />

Organisation.<br />

Davon und von Wettbewerben<br />

der jeweiligen Packstoffhersteller<br />

sowie von<br />

ausgezeichneten Verpackungen,<br />

die Zeitgeschichte<br />

schrieben, berich -<br />

ten die nächsten Ausgaben.<br />

Kategorien für Einreichungen<br />

• Gestaltung & Veredelung,<br />

• Nachwuchs (Schüler, Auszubildende,<br />

Studenten),<br />

• Funktionalität & Convenience,<br />

• Warenpräsentation,<br />

• Wirtschaftlichkeit,<br />

• Nachhaltigkeit,<br />

• Sicherheit,<br />

• Logistik & Materialfluss,<br />

• neues Material,<br />

• Verpackungsmaschinen (Technik,<br />

Technologie, Software).<br />

Ausgezeichnete Verpackung für Kartoffelpüree (1963).<br />

Ausgezeichnete Verpackung für Elektrorasierer (1963).<br />

Die verliehene Trophäe wurde dem Logo des Wettbewerbs nachgebildet, das einen Würfel darstellt,<br />

der von einer V-förmigen (Verpackungs-)Hülle umgeben ist.<br />

Excellent Packaging (Part 1)<br />

The German Packaging Award was founded 1963 and aims at selecting<br />

the best innovations for people, markets and the environment.<br />

In the first part of serie there is given an overview about the different<br />

periods of time, the jury and the rules. In the next parts we will show<br />

excellent <strong>packaging</strong> and <strong>packaging</strong> machines, explain how they made<br />

history and some trends of the last years<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 13


Traditionsunternehmen<br />

Zerkleinerungssysteme für die Kunststoff verarbeitende Industrie<br />

Individualität ist der Standard<br />

Die Getecha GmbH wurde 1956 von Ernst Rosenberg gegründet und hat ihren Stammsitz<br />

in Aschaffenburg. Das Familienunternehmen zählt heute in Deutschland zu den führenden<br />

Herstellern von Zerkleinerungssystemen für die Kunststoff verarbeitende Industrie.<br />

Elektropneumatischer Angusspicker<br />

für Lego aus den 1970er-Jahren.<br />

Getecha entwickelt und produziert<br />

Kunststoffschneidmühlen für den dezentralen<br />

und zentralen Einsatz, innovative<br />

Angussentnahmesysteme, CD- und DVD-<br />

Zerkleinerungsanlagen sowie komplette<br />

Automationslösungen für die Prozesse<br />

Zuführen, Einlegen, Entnehmen, Verpa -<br />

cken und Palettieren sowie Mahlgutförderung<br />

und Big-Bag-Befüllung. Das Unternehmen<br />

beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter,<br />

hat eine Niederlassung in den USA<br />

und erwirtschaftete im Geschäftsjahr<br />

2016 einen Gesamtumsatz von etwa<br />

8,5 Millionen Euro. Zu den Kunden gehören<br />

die Anwender und Maschinenbauer<br />

der Spritzgieß-, Extrudier-, Blasform- und<br />

Thermoformtechnik sowie namhafte Recyclingunternehmen.<br />

Auch für die Automatisierer<br />

der Kunststoffindustrie ist das<br />

Unternehmen ein interessanter Partner.<br />

Die Geschäftsführung liegt in den Händen<br />

von Christine Rosenberger (Technik<br />

und Entwicklung, Bild oben) und Burkhard<br />

Vogel (Vertrieb und Marketing, Bild rechts<br />

unten). Eva Rosenberger ist als Prokuristin<br />

für Finanzen und Einkauf zuständig und<br />

zusammen mit Christine Rosenberger<br />

Gesellschafter des Unternehmens.<br />

Der langjährige Geschäftsführer Burkhard<br />

Vogel gibt Auskunft über die Entwicklung<br />

und die Schwerpunkte des<br />

Unternehmens.<br />

Herr Vogel, was liegt Ihnen rückblickend<br />

auf die Entwicklung von Getecha<br />

besonders am Herzen?<br />

Burkhard Vogel: Mit<br />

einem gewissen Stolz erfüllt<br />

mich, dass wir es geschafft<br />

haben, uns in<br />

Europa als einer der führenden<br />

Hersteller von<br />

energieeffizienten Zerkleinerungslösungen<br />

für die Kunststoff<br />

Gründer Ernst Rosenberger ist dem Unternehmen bis<br />

heute eng verbunden.<br />

verarbeitende Industrie zu etablieren. Die<br />

Tatsache, dass wir seit etlichen Jahren zunehmend<br />

auch als Automatisierer produktionsnaher<br />

Entnahme-, Zerkleinerungs-<br />

und Rückführprozesse bis hin zur<br />

Mahlgutförderung und Big-Bag-Befüllung<br />

gefragt sind, stimmt uns ebenfalls<br />

sehr zufrieden – und optimistisch zudem.<br />

Beides ist heute für einen mittelständischen<br />

Anlagenbauer deutscher Herkunft<br />

keineswegs eine Selbstverständlichkeit.<br />

Welche Ereignisse haben diese positive Entwicklung<br />

des Unternehmens denn entscheidend<br />

beeinflusst?<br />

Burkhard Vogel: Als sich unser Firmengründer<br />

Ernst Rosenberger 1956 als junger<br />

Ingenieur für den Weg in die unter-<br />

14<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Traditionsunternehmen<br />

„Nur Mühlen zu liefern reicht nicht mehr!“<br />

nehmerische Selbstständigkeit entschied,<br />

wollte er sich in seiner häuslichen<br />

Garage eigentlich auf die reine Entwicklungsarbeit<br />

konzentrieren und zusätzlich<br />

ein wenig Maschinenhandel treiben. An<br />

den Aufbau einer eigenen Produktion<br />

dachte er zunächst nicht. Doch es kam alles<br />

anders. Anfang der 1960er-Jahre entstand<br />

die erste Fertigungs- und Montagehalle<br />

am heutigen Standort Aschaffenburg,<br />

und um die Beschaffungslogistik zu<br />

optimieren, wurden bereits wenig später<br />

weitere Lagerhallen gebaut. Damit waren<br />

die Grundlagen der betrieblichen Infrastruktur<br />

für die Entwicklung und Herstellung<br />

von leistungsfähigen Schneidmühlen<br />

für die Kunststoff verarbeitende In -<br />

dustrie geschaffen.<br />

Lässt sich sagen, zu welchem Zeitpunkt<br />

dann der Wandel des Unternehmens vom<br />

reinen Mühlenbauer zum Automatisierer<br />

mit eigenem Projekt-Engineering einsetzte?<br />

Burkhard Vogel: Ja, die ersten Anzeichen<br />

dafür gab es eigentlich schon recht<br />

früh in der Firmenvita. Als nämlich in den<br />

1970er-Jahren der dänische Spielzeugfabrikant<br />

Lego die Anforderung an uns<br />

stellte, die Angüsse aus seinen Spritzgussmaschinen<br />

automatisch in die Zerkleinerungsmühlen<br />

überführen zu wollen, stiegen<br />

wir ein in die Entwicklung und Produktion<br />

schneller elektropneumatischer<br />

Angusspicker und Entnahmesysteme.<br />

Damit war der erste Schritt auf dem Weg<br />

zum Automatisierer getan. Heute realisieren<br />

wir in diesem Bereich mithilfe moderner<br />

Linear- und Steuerungstechnik mitunter<br />

hoch komplexe Mehrachsensys -<br />

teme mit exzellenter Positionier- und<br />

Wiederholgenauigkeit.<br />

Ein wichtiges Ereignis auf dem Weg zum<br />

Automatisierer war aber auch die Verjüngung<br />

der Geschäftsführung durch den<br />

Einstieg der Töchter des Gründers: Chris -<br />

tine Rosenberger als Geschäftsführerin<br />

für Technik und Entwicklung und Eva Rosenberger<br />

als Prokuristin für das Controlling<br />

sowie mit der Zuständigkeit für Einkauf<br />

und Buchhaltung Ende der 1990er-<br />

Jahre. Ich selbst kam 2002 zu Getecha<br />

und übernahm im April 2004 die Geschäftsleitung<br />

Vertrieb.<br />

Zwei Jahre später haben wir uns dann ein<br />

neues Logo und ein modernisiertes Firmenbild<br />

gegeben – insbesondere, um die<br />

Neuausrichtung des Unternehmens zum<br />

Ausdruck zu bringen. Seitdem treiben wir<br />

nicht nur die Entwicklung modularer und<br />

energieeffizienter Schneidmühlen voran,<br />

sondern werden von den Kunststoffverarbeitern<br />

zunehmend auch als Hersteller<br />

individueller, kundenorientierter Zerkleinerungs-<br />

und Automationslösungen<br />

wahrgenommen.<br />

Worin sehen Sie denn heute die Stärken von<br />

Getecha – auch hinsichtlich der Abgrenzung<br />

vom Wettbewerb?<br />

Burkhard Vogel: Es reicht heute längst<br />

nicht mehr aus, nur zuverlässige und leis -<br />

tungsfähige Schneidmühlen zu liefern.<br />

Die Kunden – ob hierzulande oder international<br />

– erwarten inzwischen viel mehr.<br />

Sie wollen einen Partner, der ihnen über<br />

die reine Zerkleinerungstechnik hinaus<br />

maßgeschneiderte und hoch automatisierte<br />

Gesamtlösungen inklusive der Zuführ-,<br />

Entnahme-, Förder-, Verpackungsund<br />

Kreislaufsysteme bereitstellt. So wie<br />

Getecha heute aufgestellt ist, können wir<br />

das bieten. Und zwar für alle Bereiche der<br />

Kunststoff verarbeitenden Industrie von<br />

der Spritzgießtechnik und dem Thermoforming<br />

über die Blasformtechnik bis hin<br />

zum Kunststoffrecycling.<br />

Unsere großen Stärken liegen dabei nicht<br />

nur im anlagen- und steuerungstechnischen<br />

Know-how, sondern auch in der intelligenten<br />

Kombination moderner Zerkleinerungstechnik<br />

mit allen Arten von<br />

Am Leidener Stadtweg wurde es Anfang der 1960er-Jahre zu eng.<br />

Heute agiert das Unternehme vom<br />

Stammsitz in Aschaffenburg aus.<br />

15


Traditionsunternehmen<br />

Von Anfang an dabei: der Messestand von Getecha auf der K-Messe des Jahres 1975.<br />

förder-, handhabungs- und verpackungstechnischen<br />

Peripheriesystemen. Gerade<br />

das unterscheidet uns dann auch von vielen<br />

Wettbewerbern.<br />

Gibt es Veränderungen bzw. Trends im Verhältnis<br />

zwischen Ihnen als Anlagenbauer<br />

und den Kunden?<br />

Burkhard Vogel:Ja, wir beobachten insbesondere<br />

eine immer deutlichere Aufspaltung<br />

der Kundschaft in zwei Gruppen. Die<br />

eine Gruppe kauft nur über den Preis und<br />

schiebt selbst qualitative Aspekte ins zweite<br />

Glied. Sie bedient sich vorwiegend aus dem<br />

Sortiment asiatischer Anbieter. Die andere,<br />

etwas kleinere Gruppe hingegen setzt auf<br />

hochwertiges Engineering, hat eher den<br />

Neue schallgedämmte Trichtermühlen wie die RS 45090 wurden 2016 auf der K-Messe vorgestellt.<br />

Mehrwert einer anlagentechnischen Gesamtlösung<br />

im Blick und nutzt auch die<br />

übergreifende Betrachtungsweise der Total<br />

Cost of Ownership (TCO) als Entscheidungsgrundlage<br />

für ihre Investitionen.<br />

Den Kunden dieser Gruppe und ihrer meist<br />

auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegten<br />

Sichtweise fühlen wir uns eher<br />

verbunden. Das liegt auch an unserem eigenen<br />

Selbstverständnis: Bei aller Internationalität<br />

im Vertrieb ist Getecha doch ein<br />

bodenständiges Familienunternehmen,<br />

das für seine Kunden da ist. Für uns ist es<br />

nicht entscheidend, eine unüberschaubar<br />

große Anzahl von Kunden zu haben. Viel<br />

wichtiger ist für uns, dass wir jeden Kunden<br />

so aufmerksam betreuen können, dass eine<br />

vertrauensvolle, tragfähige Partnerschaft<br />

entsteht. Auf dieser Kundenorientierung<br />

basiert unser Handeln und wir streben stets<br />

danach, dass daraus echte Win-win-Situationen<br />

entstehen.<br />

Von welchen Überlegungen lassen Sie sich<br />

denn derzeit bei ihren Produktentwicklungen<br />

leiten?<br />

Burkhard Vogel: In der Technik sind es<br />

seit Längerem vor allem die Aspekte<br />

Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit<br />

und Systemintegration, die unsere Entwicklungsarbeit<br />

leiten. Derzeit setzen wir<br />

Im Herbst 2016 feierte das Aschaffenburger<br />

Familienunternehmen Getecha<br />

sein 60-jähriges Bestehen. Als kleiner<br />

Garagenbetrieb im Jahr 1956 gegründet,<br />

entwickelte es sich über die Jahrzehnte<br />

zu einem der führenden deutschen<br />

Hersteller innovativer Schneidmühlen<br />

für die Kunststoff verarbeitende<br />

Industrie. Heute ist Getecha auch international<br />

ein gefragter Partner für die<br />

Realisierung integrierter Entnahme-,<br />

Zerkleinerungs- und Rückführsysteme<br />

mit hohem Automationsgrad.<br />

außerdem zahlreiche Ideen aus der Konstruktion<br />

um, die den Wartungsaufwand<br />

für den Kunden senken und die Bedienung<br />

der Maschinen weiter vereinfachen.<br />

Viele der aktuellen Zerkleinerungsmaschinen<br />

und Anlagenkomponenten<br />

werden dementsprechend modernisiert.<br />

Als ganz zentrale, über all unsere<br />

RotoSchneider-Baureihen hinweg geltende<br />

Erfolgsfaktoren sehen wir auch<br />

die Flexibilität und Modularität unserer<br />

Maschinen. Denn vor allem diese beiden<br />

Aspekte stellen sicher, dass wir schnell<br />

und mit geringem Aufwand jede große<br />

Zentral- oder kleine Beistellmühle individuell<br />

auf den Bedarf des Kunden abstimmen<br />

können – auch im Hinblick auf<br />

deren Integration in komplexe Gesamt-<br />

01 | <strong>2017</strong> Pj


SO GESEHEN!<br />

Evangelist<br />

Michael Koch,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Michael Koch<br />

GmbH, Ubstadt-Weiher.<br />

Wie weit die Automatisierungskompetenzendes Anlagenbauers Getecha inzwischen reichen, zeigen diese beiden Beispiele:links<br />

eine Vorrichtung zum automatisierten Aufkleben von Schaumstoffpads und rechts ein komplexer Greifer für eine Pick-&-Place-Anwendung.<br />

lösungen und ihre Anbindung an die<br />

übergeordneten Produktionsleitsysteme<br />

des Kunden.<br />

Wie war die Resonanz des Publikums auf<br />

die Neuerungen, die auf der Kunststoffmesse<br />

K im Oktober präsentiert wurden?<br />

Burkhard Vogel: Wir hatten ja einige<br />

Neuerungen zur K nach Düsseldorf mitgebracht.<br />

Vor allem solche, die die Integration<br />

unserer RotoSchneider-Mühlen<br />

in die Fertigungslinien unserer Kunden<br />

nochmals deutlich vereinfachen und verbessern.<br />

Vor allem im Bereich der thermogeformten<br />

Verpackungen und der<br />

Randstreifenaufbereitung in der dazugehörigen<br />

Folienherstellung konnten die<br />

Anlagen weiterentwickelt werden. Die inline<br />

arbeitenden Einzugsmaschinen können<br />

die Vollfolien, die geformten Artikel<br />

in den Folien und natürlich die Stanzgitter<br />

bis zu einer Folienbreite von 1.750 mm<br />

verarbeiten. Über den Energiesparregler<br />

werden die erforderliche Leistung der<br />

Maschine und damit der Verbrauch der<br />

jeweiligen Situation angepasst. Bei der<br />

Randstreifenmühle entfällt heute die Bügelsteuerung<br />

und die Zugkraft auf den<br />

Randstreifen kann je nach Bedarf eingestellt<br />

werden. Darüber hinaus wurde auch<br />

das äußere Design der Maschinen verbessert,<br />

um ein schöneres und angenehmeres<br />

Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter<br />

unserer Kunden herzustellen.<br />

Gibt es rahmenpolitische Entwicklungen, die<br />

Ihnen und dem Getecha-Management für<br />

die weitere Entwicklung Sorgen bereiten?<br />

Burkhard Vogel: Ja, aber die sind nicht neu<br />

und betreffen fast alle Zweige der Industrielandschaft.<br />

Uns bereiten latent eigentlich<br />

immer bestimmte Kräfte Sorgen, die sich<br />

pauschal gegen den Einsatz von Kunststoffen<br />

wenden, ohne zu erkennen, auf welch<br />

vielfältige Weise diese Materialien uns heute<br />

das Leben erleichtern. Gegen die Kunststoffbranche<br />

gerichtete Kampagnen vom Typ<br />

„Plastiktüten im Meer“ gehen aus unserer<br />

Sicht völlig an der Sache vorbei. Hier lautet<br />

die Frage doch vielmehr: „Wer hat die Tüte<br />

ins Meer geworfen?“ Es muss endlich<br />

Schluss sein mit der wilden Entsorgung. Allen<br />

muss daran gelegen sein, dass sämtliche<br />

Wertstoffe wieder in die Produktionskreisläufe<br />

zurückgeführt werden.<br />

Individuality is our standard<br />

Last autumn the family business Getecha<br />

from Aschaffenburg celebrates its 60th<br />

anniversary. Having started in a garage in<br />

1956 the company developed over the<br />

decades to becoming one of the leading<br />

German manufacturers of innovative granulators<br />

for the plastics-processing industry.<br />

Today Getecha is a business partner<br />

on the international scale for the realisation<br />

of integrated extraction, granulating<br />

and recycling systems with a high degree<br />

of automation.<br />

pj<br />

Weihnachten ist doch vorbei, weshalb dann diese Überschrift?<br />

Evangelist. Um den so genannten „mächtigsten Präsidenten<br />

der Welt“ kann es ja kaum gehen, denn für die<br />

mitteleuropäische Mehrheitsmeinung klingt der Begriff zu<br />

positiv. Einige Tage ist er nun im Amt und noch immer<br />

schütteln viele den Kopf ob der Entscheidung des US-amerikanischen<br />

Wahlvolks und machen sich Sorgen, wie es<br />

weitergeht. Da kommen positive Gedanken eines Evangelisten<br />

gerade recht.<br />

Es geht um die Begegnung mit einer der Führungskräfte<br />

von Google, der sich „Chief Innovation Evangelist“ nennt.<br />

Es ist der Deutsche Dr. Frederik G. Pferdt, der beim Neujahrsempfang<br />

der IHK Karlsruhe den Saal in seinen Bann<br />

zog. Seine Aussagen lassen hoffen. Schließlich ist er verantwortlich<br />

dafür, dass die Atmosphäre bei Google innovationsfördernd<br />

wirkt. Das könne sie nur, wenn Optimismus<br />

herrsche, so seine Position. Und Optimismus sei definiert<br />

als „die Missachtung des Unmöglichen“. In Verbindung mit<br />

emotionaler Sicherheit, geprägt durch Vertrauen und<br />

Transparenz, sowie mit Experimentierfreude sei es dann<br />

möglich, innovativ zu sein. Sofern dabei der Nutzer im<br />

Fokus stünde, so sein Credo, gelängen Innovationen, die<br />

den Markt veränderten.<br />

Es sei seine Aufgabe, diese Überzeugung in die Welt hinauszutragen<br />

und zu verbreiten, um Innovationsprozesse<br />

anzustoßen, die die Welt besser machten. Daher die Bezeichnung<br />

„Evangelist“ – ohne kirchlichen Hintergrund.<br />

Wörterbücher nennen für Evangelist auch den Begriff „begeisterter<br />

Verfechter“. In den Zeiten verbreiteter Zukunftsangst<br />

macht ein Mensch Mut, der mit Zuversicht an die<br />

menschliche Fähigkeit glaubt, positiv wirkend innovativ<br />

sein zu können.<br />

Missachten wir also das scheinbar Unmögliche und finden<br />

neue Wege!<br />

So gesehen fühle auch ich mich ein bisschen als Evangelist.<br />

Ihr<br />

Michael Koch<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 17


Effizientes Verpacken von Portionskaffeesahne<br />

Einsetzen statt schütten<br />

Durch das systematische Einsetzen von Kaffeeportionspackungen mithilfe von<br />

Schubert-Verpackungsmaschinen lässt sich der Platz in Endverpackungen optimal ausnutzen.<br />

Das geht mit deutlich reduzierten Packmittel-, Transport- und Lagerkosten einher.<br />

Die verstellbaren Roboter -<br />

werkzeuge wurden im 3-D-<br />

Druckverfahren speziell für die<br />

Handhabung der Milchportions -<br />

packungen angefertigt.<br />

Portionspackungen sorgen gerade bei<br />

empfindlichen Lebensmitteln dafür,<br />

dass ihr Inhalt bedarfsgerecht und frisch<br />

zur Verfügung steht. Diese praktischen<br />

Verpackungsformate erfordern allerdings<br />

möglichst effiziente Abläufe im<br />

Produktionsprozess, um die Portionen<br />

zu marktgerechten Preisen anbieten zu<br />

können. Auch einer der größten Produzenten<br />

von Portionskaffeesahne in<br />

Europa wollte seine Produktion effizienter<br />

gestalten: Insbesondere bei der Endverpackung<br />

ergaben sich hier interessante<br />

Optimierungsmöglichkeiten.<br />

Platz ist Geld<br />

Beim Hersteller wurden die Portionspa -<br />

ckungen bisher für den Versand in Kartons<br />

geschüttet. Das ging schnell und<br />

erforderte keinen großen Aufwand. Die<br />

Kehrseite wurde beim Blick in die Kartons<br />

offensichtlich: Viel Platz blieb ungenutzt.<br />

Bei einer so hohen Produktmenge<br />

summierten sich damit unnötige Kosten.<br />

Sind in den einzelnen Kartons weniger<br />

Produkte enthalten als möglich, so setzt<br />

sich dies über die Palette bis hin zum<br />

ganzen Lager fort. Insgesamt führt das<br />

zu erheblich höheren Lager-, Transportund<br />

Verpackungskosten.<br />

Als Schubert dem Betriebsleiter des Molkereikunden<br />

bei einem Beratungsgespräch<br />

das erste Mal das geordnete Einsetzen<br />

der Becher als Alternative zum<br />

Schütten vorschlug, war dieser zunächst<br />

kritisch. Als er jedoch vom Einsparpotenzial<br />

erfuhr, griff er sofort zum Taschenrechner<br />

und die Entscheidung für<br />

eine Schubert-Maschine war gefallen.<br />

18<br />

Unterschiedliche Formate<br />

effizient verpackt<br />

Mit der neuen TLM-Anlage, bestehend<br />

aus sieben Modulen und ausgestattet<br />

mit fünf F2-Robotern, einem F4-Roboter<br />

sowie zwei Transmodulstrecken, werden<br />

die Portionspackungen nun lagenweise<br />

in die Kartons gestapelt. Bei der Umsetzung<br />

des Projekts galt es, unterschiedliche<br />

Höhen bzw. Gewichte der Portionspackungen<br />

bei der Formateinstellung zu<br />

berücksichtigen. Die einzelnen Portionspackungen<br />

werden der Anlage von der<br />

Vormaschine mittels Taktkette zugeführt.<br />

In der ersten Teilmaschine entnimmt ein<br />

F2-Roboter die Portionspackungen in<br />

Gruppen zu 16 Reihen à zehn Becher aus<br />

der Taktkette und setzt diese auf den Formatplatten<br />

des Transmoduls ab. Dieser<br />

schienenbasierte Transportroboter befördert<br />

sie dann weiter zur Gruppierung<br />

durch einen F2-Roboter mit wechselbarem<br />

Formatwerkzeug. Entsprechend<br />

den jeweiligen Vorgaben greift der Roboter<br />

dann Gruppen von 8 x 5 oder 4 x 5<br />

Portionspackungen und platziert sie in<br />

Dreier-, Sechser- oder Achterlagen in der<br />

Endverpackung. Die Kapseln werden orientiert<br />

und geschuppt eingesetzt, wobei<br />

die Orientierung der Kapseln bereits von<br />

der Vormaschine bestimmt wird.<br />

Die flach liegenden Kartonzuschnitte<br />

werden mithilfe eines TLM-F3-Roboters<br />

aus dem Magazin entstapelt und zur<br />

Übernahme präsentiert. Ein F2-Roboter<br />

übernimmt den Zuschnitt, führt ihn in<br />

einer definierten Bewegung an Leimdüwww.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

01 | <strong>2017</strong> Pj


Die neue Anlage zum platzsparenden Verpacken von Portionspackungen besteht aus sieben Teilmaschinen.<br />

Die Roboterwerkzeuge wurden speziell<br />

für den Einsatz beim Kunden angefertigt.<br />

In Kombination mit dem<br />

Transmodul ermöglicht sie eine<br />

Hand-in-Hand-Übergabe: ein einmal<br />

gegriffenes Produkt wird bis zur<br />

Platzierung im Karton nicht mehr<br />

losgelassen.<br />

sen vorbei, drückt ihn durch einen Faltrahmen<br />

und platziert den aufgerichteten<br />

Karton auf einem bereitgestellten<br />

Transmodul. Vakuumsauger auf den Formatplatten<br />

sorgen für einen sicheren<br />

Halt der Kartons beim Transport zur Befüllstation.<br />

Ein weiterer F2-Roboter verschließt in<br />

der letzten Teilmaschine die Kartons und<br />

gibt je zwei Kartons pro Arbeitsschritt<br />

an das Wiegeband weiter, welches kontrolliert,<br />

ob ein Becher fehlt. Wenn das<br />

Gewicht des Kartons korrekt ist, wird dieser<br />

zum Elevator befördert.<br />

Deutliche Verbesserungen<br />

Für den Molkereibetrieb war es wichtig,<br />

dass die Maschine eine Aus- und eine<br />

Einschleusstation hat, damit Becher für<br />

Qualitätskontrollen aus dem Gesamtsys -<br />

tem entnommen und anschließend wieder<br />

eingebracht werden können. Hierfür<br />

ist die TLM-Anlage mit einem weiteren<br />

Transportband ausgestattet, mit dem<br />

sich Portionsbecher in den laufenden<br />

Verpackungsprozess manuell einschleusen<br />

lassen. Ein F4-Pick-and-Place-Roboter<br />

übernimmt diese Gruppen und<br />

platziert sie anschließend auf den Transportschlitten<br />

der Transmodulstrecke,<br />

bevor sie der Endverpackung zugeführt<br />

werden.<br />

Insgesamt bestückt die Anlage 15 verschiedene<br />

Kartonformate mit 60, 120,<br />

240, 320 oder 360 Packungen pro Karton<br />

und mit Portionspackungen mit einem<br />

Inhalt von 5 bis 15 g. Je nach Inhalt bewältigt<br />

die Anlage so fünf bis 28 Kartons<br />

in der Minute, bei einer konstanten Leis -<br />

tung von 1.600 Bechern pro Minute.<br />

Die wirtschaftlichen Vorteile durch die<br />

effiziente Anordnung drücken sich für<br />

den Kunden in deutlichen Zahlen aus.<br />

Da das Unternehmen nun kleinere<br />

Kartons einsetzen kann, finden etwa<br />

35 Prozent mehr Kartons auf einer Palette<br />

Platz und der Kunde konnte den Bedarf<br />

an Verpackungsmaterial um 17 Prozent<br />

reduzieren. Dadurch benötigt das<br />

Unternehmen bis zu ein Drittel weniger<br />

Lagerkapazität für die gleiche<br />

Produktmenge.<br />

Ein F2-Roboter übernimmt die Portionen<br />

von der Vormaschine und<br />

übergibt sie an die Formatplatten<br />

des Transmoduls.<br />

More Efficient Packaging of Single-Portion Coffee<br />

Cream<br />

The systematic insertion of single-portion coffee packages using Schubert<br />

<strong>packaging</strong> machines enables to ideally utilise the space in the<br />

final <strong>packaging</strong>. This, at the same time, means significantly reduced<br />

transport and storage costs. These advantages of the TLM <strong>packaging</strong><br />

technology also convinced a major manufacturer of single-portion<br />

coffee cream.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 19


Endverpacken | Logistik<br />

Symbiose von Warenwirtschaft und Verpackungstechnik<br />

Erfolgsgeschichte für Ersatzteile<br />

Dass Kapazitätsprobleme auch neues Denken initiieren können, beweist die mittelständische Hytec-<br />

Hydraulik OHG in Helmstedt. Ein selbst entwickeltes Warenwirtschaftssystem und die Einbindung eines<br />

effizienten Verpackungssystems von Automated Packaging Systems sind das Ergebnis.<br />

Das Tischverpackungssystem PS125 One-<br />

Step verpackt und druckt in einem Arbeitsgang.<br />

Die Einbindung in vorhandene<br />

Logistikprozesse erfolgt per Standardschnittstellen.<br />

(Bild: Automated Packaging Systems)<br />

„Wir betreuen heute etwa 45.000 aktive<br />

Kunden und versenden täglich bis zu 2.000<br />

Hydraulikteile“, erklärt Geschäftsführer Michael<br />

Georgi und ergänzt: „Wir konnten auch<br />

Fehler bei der Kommissionierung reduzieren<br />

und Optik sowie Aussage der Verpackung unserer<br />

Handelsprodukte wesentlich verbessern.“<br />

Mit über 17.000 am Lager vorhandenen<br />

Komponenten beliefert die vor gut 25<br />

Jahren gegründete Hytec-Hydraulik<br />

OHG Nutzer von Hydrauliksystemen in<br />

verschiedensten Branchen. Allein die<br />

Vielfalt und Besonderheit der einzelnen<br />

Hydraulikparts erfordern eine akribische<br />

Bestellannahme, Fakturierung, Lagerhaltung<br />

und Verpackung der vom Kunden<br />

benötigten spezifischen Teile – und zwar<br />

möglichst innerhalb von 24 Stunden.<br />

Gesucht: flexibles<br />

Warenwirtschaftssystem<br />

Vor diesem Hintergrund suchte das Unternehmen<br />

vor zwei Jahren effizientere<br />

Methoden der Lagerhaltung und Verpackung<br />

bei gleichzeitiger Einbindung in<br />

ein eigenes Warenwirtschaftssystem. Geschäftsführer<br />

Michael Georgi erläutert:<br />

„Wir waren damals einfach an der Grenze<br />

unserer Kapazität angekommen. Eingehende<br />

Bestellungen mussten damals per<br />

relativ unflexiblen Programmen am PC<br />

abgewickelt werden. In der Masse verpackten<br />

wir unsere Hydraulikteile zeitraubend<br />

in übliche Zipperbeutel und produzierten<br />

aufwendig die einzelnen Versand -<br />

etiketten.“ Bei Hytec wurde deshalb intensiv<br />

nach Lösungen gesucht, zumal<br />

auch die Möglichkeiten des E-Commerce<br />

völlig unzureichend genutzt wurden.<br />

Die Hilfe kam wie so oft direkt aus nächs -<br />

ter Nähe. Als frischgebackener Diplomingenieur<br />

für Elektrotechnik/Automatisierung<br />

widmete sich Daniel Georgi, der Bruder<br />

des Firmenchefs, nun der Modernisierung<br />

der Warenwirtschaftsprozesse im<br />

Unternehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung<br />

und Mitarbeitern wurde<br />

das für klein- und mittelständische Un-<br />

ternehmen passende Warenwirtschaftssystem<br />

„Hyreka“ entwickelt. „Vordergründig<br />

programmierten wir Hyreka für den<br />

Versand- und Onlinehandel. Darüber hinaus<br />

lässt es sich jedoch auch in anderen<br />

Bereichen einsetzen. Deshalb bieten wir<br />

Hyreka jetzt anderen Unternehmen zur<br />

kostenlosen Nachnutzung an.“ Das Sys -<br />

tem bietet leicht verständliche Arbeitsabläufe<br />

bei einer gleichzeitig hohen Automatisierungsrate.<br />

Zum Standardumfang<br />

gehören Artikel- und Kundenverwaltung,<br />

CRM, Einkauf, Verkauf, eine einfache Finanzbuchhaltung,<br />

ein Reportdesigner<br />

sowie E-Commerce-Funktionen.<br />

Gesucht:<br />

effizientes Verpackungssystem<br />

Parallel zur Hyreka-Entwicklung suchte<br />

das Unternehmen ein Beutelverpa -<br />

ckungssystem, welches nicht nur schneller<br />

als die händische Verpackung war,<br />

sondern gleichzeitig Konfigurationen<br />

und Schnittstellen besitzen sollte, um es<br />

in den neuen Logistikprozess einbeziehen<br />

zu können. Hier wurden man schließlich<br />

bei Automated Packaging Sys tems<br />

(APS) fündig. Das mit APS gemeinsam<br />

ausgewählte Tischverpa ckungssystem PS<br />

125 OneStep entsprach in den technischen<br />

Daten und Möglichkeiten den gestellten<br />

Forderungen. Eine Teststellung<br />

dieses Verpa ckungssystems über mehrere<br />

Wochen überzeugte schließlich Geschäftsführung<br />

und Mitarbeiter. Die PS 125<br />

OneStep verpackt im kontinuierlichen Modus<br />

bis zu 15 Beutel pro Minute. Das Tischgerät<br />

benötigt nur 560 mm x 480 mm Aufstellfläche<br />

und wiegt 49 kg.<br />

Mit der PS 125 können Beutel mit einer<br />

Breite von 50 mm bis 265 mm und einer<br />

Länge von 100 mm bis 450 mm verarbeitet<br />

werden. Während des Verpa -<br />

ckungsvorgangs werden die Beutel automatisch<br />

indiziert und manuell beladen.<br />

Die anschließende Versiegelung der Beu-<br />

20<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Endverpacken | Logistik<br />

tel kann auch per optionalem Fußschalter<br />

oder automatisch durch voreingestellte<br />

Jobparameter ausgelöst werden.<br />

Gefordert: Beutelbedruckung<br />

inklusive<br />

Die georderte OneStep-Version der PS<br />

125 ist mit einem integrierten Thermotransferdrucker<br />

PH 412 für die Direktbedruckung<br />

der Beutel ausgestattet. Der<br />

Drucker ist in der Lage, alle gängigen<br />

Barcodes incl. 2-D-Codes und den UPS-<br />

MaxiCode mit einer Auflösung von 200<br />

dpi zu drucken. Darüber hinaus können<br />

Beutel mit Grafiken, freien Texten oder<br />

laufenden Serien- oder Prüfnummern<br />

bedruckt werden. Ein Wechsel der<br />

Druckinhalte ist schnell und einfach<br />

durch den Abruf gespeicherter Inhalte<br />

vom Drucker oder aus externen Datenbanken<br />

möglich.<br />

Hytec-Hydraulik entwickelte ein eigenes<br />

Drucklayout mit Produktbild, Produktbezeichnung,<br />

Barcode und weiteren detaillierten<br />

Angaben. Zur Erleichterung<br />

bei der Erstellung des Etikettenlayouts<br />

steht darüber hinaus eine AutoLabel-<br />

Designsoftware von APS optional zur<br />

Verfügung. Das für die individuelle<br />

Kennzeichnung von Beuteln bisher erforderliche<br />

gesonderte Drucken und<br />

Verkleben von Etiketten entfallen in<br />

Helmstedt nun vollständig.<br />

Gefunden: einfache Bedienung,<br />

komfortable Ausstattung<br />

Beim Tischverpackungssystem PS 125<br />

sorgt eine automatische Beutelführung<br />

für die genaue Positionierung der Beutel<br />

beim Inlinedruck, aber auch bei deren<br />

Befüllung und Versiegelung. Der offene<br />

Ladebereich der Maschine und eine<br />

steuerbare Versiegelungsleiste erhöhen<br />

den Bedienkomfort, die Flexibilität der<br />

Maschine und deren Bediensicherheit.<br />

Beutel bedruckt - Etikett gespart.<br />

(Bild: Hytec-Hydraulic OHG)<br />

Kleben in<br />

Perfektion<br />

robatech.de<br />

Die Speicherung und Abrufmöglichkeit<br />

von bis zu zehn Verpackungsaufträgen<br />

unterstützen die schnelle Umstellung<br />

der PS 125 auf andere Beutelformate<br />

oder andere zu verpackende Produkte.<br />

Die Rollen der Autobag-Beutel lassen sich<br />

mit wenigen Handgriffen austauschen.<br />

Die angebotenen Beutel werden in Standardformaten<br />

oder kundenspezifisch<br />

bei APS produziert. So ist eine beidseitige<br />

oder auch bis zu zwölffarbige Vorbedruckung<br />

der Beutel möglich. Die Helmstedter<br />

entschieden sich für einseitig<br />

weiß bedruckte Beutel mit einem Standardformat<br />

von 150 mm x 200 mm.<br />

Jeder Beutel wird jetzt mit einem Bild<br />

des verpackten Artikels versehen. Die<br />

Die in das Warenwirtschaftssystem integrierte Verpackungstechnik übernimmt Daten für die individuelle Beutelbedruckung.<br />

(Bild: ZBP Berlin)<br />

transparente Beutelrückseite ermöglicht<br />

eine problemlose Inhaltskontrolle. „Die<br />

aufgedruckten Barcodes werden von allen<br />

gängigen Scannern erkannt und können<br />

so auch in Sortieranlagen verarbeitet<br />

werden“, so IT-Spezialist Daniel Georgi.<br />

Zusätzlich zu anderen Informationen<br />

wird auch der Lagerort des Artikels aufgedruckt.<br />

Geschäftsführer Michael<br />

Georgi ergänzt: „Wir sind hochzufrieden<br />

mit dieser Lösung. Bei weiterem Bedarf<br />

werden wir uns mit Sicherheit wieder an<br />

APS wenden.“ Die Effizienz der Logistikprozesse<br />

inklusive der Verpa ckung der<br />

Hydraulikprodukte konnte bei Hytec seit<br />

2015 erheblich gesteigert werden.<br />

Success with Symbiosis of Merchandise<br />

Management and Packaging Technology<br />

That capacity problems can also generate new approaches has been<br />

proven by the Hytec-Hydraulik OHG. The respective result is a company-internally<br />

developed merchandise management system and the integration<br />

of an efficient <strong>packaging</strong> system provided by Automated<br />

Packaging Systems. The effectiveness of the logistics processes, including<br />

the <strong>packaging</strong> of the hydraulic products the company produces,<br />

has been significantly improved. The error rate at the commissioning<br />

has been reduced and the optical appearance, as well as the informative<br />

value of the <strong>packaging</strong> of the merchandise has been considerably<br />

enhanced.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 21


Endverpacken | Logistik<br />

Von der manuellen zur automatischen Sortierung<br />

Kostengünstiges, planbares Leergut<br />

Die Hannoveraner Gilde-Brauerei kämpft wie alle deutschen Brauereien mit dem massiv steigenden Anteil<br />

an Fremdflaschen. Mit ihrem System „NovaSort“ bietet die Langenhagener Novatec eine völlig neuartige<br />

Sortieranlage und betreibt diese an die Gegebenheiten angepasste Lösung auch selbst.<br />

Im Jahr 1546 gründeten die Hannoveraner<br />

Brauer eine eigene Gilde, die seit<br />

1609 über die Rechte und Pflichten der<br />

ihr angehörenden Brauer wacht. 1870<br />

wurde von der in ein Unternehmen umgewandelten<br />

Vereinigung Gilde das<br />

heutige Gelände übernommen. Ab 1970<br />

entstand dort eine der modernsten<br />

Brauereien der Welt, die aus Traditionsgründen<br />

bis in die 1990er-Jahre einzelne<br />

Gastronomiebetriebe mit Pferdefuhrwerken<br />

belieferte. Nach bewegten Jahren<br />

ist Gilde seit Anfang 2016 als neu gegründete<br />

GmbH wieder Privatbrauerei<br />

in der mittelständischen TCB-Brauereigruppe.<br />

Mittlerweile hat sich der Ausstoß wieder<br />

deutlich erholt, 2016 waren es rund<br />

580.000 hl Bier (Flaschen und Dosen),<br />

berichtet Logistikleiter Fred Pietler. „Wir<br />

füllen hier unsere Eigenmarken in braune<br />

0,5-l-NRW- sowie Longneck-, braune<br />

wie auch grüne Ale-Flaschen mit 0,33 l<br />

und 0,5 l, braune Vichy-Flaschen mit Drittel-<br />

und Halbliter sowie grüne und braune<br />

Steinie-Flaschen mit 0,33l.“ Jede Sorte<br />

hat eine streng definierte Flaschenfarbe<br />

und -größe, daher muss das Leergut<br />

auch entsprechend exakt sortiert werden.<br />

Als Kisten setzt die Brauerei<br />

20er und 24er und für die Steinie-Flaschen<br />

30er-Gebinde ein. „Früher haben<br />

wir alles Leergut selbst sortiert. Angesichts<br />

des ständig steigenden Fremdflaschenanteils<br />

benötigten wir dringend eine<br />

Alternative. Seit wir die Leergutsortierung<br />

komplett in die Hände von Novatec<br />

gegeben haben, konnten wir deutlich<br />

Personal- und Energiekosten einsparen,<br />

haben jetzt trotzdem immer<br />

ausreichend Leergut für die Produktion<br />

im Lager“, so Pietler.<br />

Flexible Lösung<br />

Die Lösung für Pietler und die Gilde-<br />

Brauerei ist das in Langenhagen bei Hannover<br />

ansässige Unternehmen Novatec<br />

Verpackungstechnik mit ihrem Geschäftsführer<br />

Christoph Sauer. Er kannte den<br />

1992 von Kettner installierten Trockenteil<br />

mit Ent- und Bepalettierer sehr gut. Im<br />

Jahr 1998 gründete er Novatec, seither<br />

projektiert, konstruiert und vertreibt das<br />

Unternehmen auf jeden Kundenwunsch<br />

speziell ausgerichtete Transport- und<br />

Handlinglösungen in der Getränke- und<br />

Lebensmittelindustrie. „Mit unseren sehr<br />

flexiblen Maschinen im Hightech-Sektor,<br />

die wir immer ganz individuell auf jeden<br />

Kunden anpassen, werden wir auch den<br />

wachsenden und wechselnden Anforderungen<br />

bei Gilde voll gerecht“, betont Sauer.<br />

In der Brauerei kommt die speziell auf<br />

die dortigen Gegebenheiten ausgerichtete,<br />

vollautomatische Leergutsortieranlage<br />

„NovaSort“ zum Einsatz, die von Novatec<br />

selbst betrieben wird.<br />

Gemischte Kisten werden gescannt und dann in der „NovaSort“ verarbeitet.<br />

Tempo rauf, Kosten runter<br />

Die Kameraerkennung liefert dem Sys tem<br />

„NovaSort“ eine exakte Aussage, an welcher<br />

Position sich in einer Kiste welche<br />

Flasche befindet. Die Sortierung des Leerguts<br />

und auch das sortenreine Einpacken<br />

der Gebinde laufen über Handlingportale.<br />

Im ersten Portal sorgen zwei Auspacker<br />

mit je 2 x 2 Auspackköpfen direkt nacheinander<br />

für die sehr hohe Geschwindigkeit<br />

und Leistung des Sys tems. Sie ziehen<br />

bei jedem Hub die sortenfremden Flaschen<br />

aus zwei Kisten heraus und stellen<br />

diese auf zugeordneten Bändern ab: Ein<br />

Band ist für Flaschen, die bei Gilde überhaupt<br />

keine Verwendung finden. Dies<br />

sind Einwegflaschen oder Flaschen mit<br />

Prägung, die manuell entsorgt (Einweg)<br />

oder in Kis ten gesetzt und später zum Flaschentausch<br />

gefahren werden.<br />

Auf einem zweiten Band setzen die einzeln<br />

ansteuerbaren Packtulpen, die sehr<br />

vorsichtig mit den Flaschenmündungen<br />

umgehen, die Flaschen ab, die gerade<br />

nicht verarbeitet werden. Diese Flaschen<br />

werden ein paar Meter weiter auf einem<br />

Band im Einpacker verdichtet und zum<br />

22<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Endverpacken | Logistik<br />

Auffüllen der aktuell nicht benötigten Kis -<br />

ten genutzt.<br />

Etwas ganz Besonderes<br />

Vor dem Einpacker als zweitem Handlingsystem<br />

befindet sich ein Scherbenaustrag.<br />

Hier werden auch andere Fremdkörper<br />

wie Kronkorken oder Schnüre entfernt<br />

und so Störungen verhindert.<br />

Ist der zuvor eingestellte Befüllungsgrad<br />

der Transportbänder erreicht, bleiben<br />

die Flaschen in der zugehörigen Kiste<br />

und werden danach im Einpacker verdichtet<br />

sowie fehlende Flaschen ergänzt.<br />

Auch durch diese optionale Neuglaseinspeisung<br />

werden somit im Einpacker immer<br />

vollzählige, sortenreine Kisten produziert.<br />

„Das kann sonst keine andere Flaschensortieranlage“,<br />

sagt Christoph Sauer stolz.<br />

„Auf diese Art entstehen keine Leerkisten<br />

und wir erneuern kontinuierlich den Flaschenpool.“<br />

Durch die intelligente Steuerung<br />

ist es möglich, die Einstellung des<br />

Leerguts individuell anzupassen. So kann<br />

auch ein Flaschentyp in eine neue Kiste<br />

platziert werden (Kistenwechsel). Nach<br />

dem Erreichen von über 40 Kis ten werden<br />

diese dem Belader zugeführt, palettiert,<br />

ins Zwischenlager abtransportiert<br />

und dort gespeichert oder sofort der Produktion<br />

zugeführt. Im Sys tem „NovaSort“<br />

sind über das Touch-Panel drei Hauptsorten<br />

einstellbar. Dabei können zusätzlich<br />

drei Gebindesorten zugeführt werden.<br />

„Der größte Vorteil von ‚NovaSort‘<br />

ist, dass wir eine fünfjährige Entwicklung<br />

in der Praxis erlebt haben. Wir betreiben<br />

die Sortierung in der Gilde-Brauerei und<br />

haben die ‚NovaSort‘ dabei stetig weiterentwickelt<br />

und optimiert“, erläutert Christoph<br />

Sauer.<br />

Effektive, kostengünstige<br />

Sortierung<br />

„Wir geben auf unser System eine Garantie<br />

von acht Jahren. Auf der relativ<br />

kleinen Fläche von 60 m 2 bieten wir zu<br />

100 Prozent sortenreine Kisten und das<br />

Aussortieren der nicht zu verarbeitenden<br />

Flaschen. Die Flaschensortierung<br />

ist somit nicht nur sehr zuverlässig, sondern<br />

auch deutlich kostengünstiger, als<br />

wenn die Brauerei selber sortiert oder<br />

dies in einem Sortierzentrum erledigen<br />

lässt“, fasst Sauer zusammen. Neue Flaschen-<br />

oder Kastentypen sind innerhalb<br />

weniger Minuten in das System eingepflegt.<br />

Bei einem sehr hohen Fremdflaschenanteil<br />

schafft „NovaSort“ problemlos<br />

bis zu 1.200 Kisten in der Stunde,<br />

bei einem Vermischungsgrad von<br />

unter 50 Prozent sind sogar bis zu<br />

2.400 Kisten möglich.<br />

Im Einpacker werden vollzählige, sortenreine Kisten produziert.<br />

Flexible and effective Sorting of Empties<br />

The Hannover brewery Gilde-Brauerei, like all its German<br />

competitors, is confronted with having to cope with the massively<br />

increasing proportion of foreign bottles. With its system „Nova-<br />

Sort“, the enterprise Novatec, located in Langenhagen, offers a<br />

completely novel sorting facility and operates this solution, which<br />

was adjusted to suit the conditions at hand, itself. Installed on an<br />

area of von 60 m2, Gilde now receives 100 percent single-origin<br />

crates as well as the sorting out of any bottles that can not be processed.<br />

New bottle and crate types can be entered into the system<br />

within a couple of minutes.<br />

pj<br />

Intelligente Luftfrachtabwicklung<br />

Für die Lufthansa Cargo AG hat Vitronic mit „Smart Gate“ eine neue Lösung zum automatischen Erfassen<br />

von Luftfracht bereitgestellt. Bereits zehn Volumenscannersysteme übernehmen bei der Annahme an<br />

sechs Standorten der Airline das Vermessen und Wiegen von Frachtstücken.<br />

Als erste europäische Frachtfluggesellschaft setzt Lufthansa<br />

Cargo auf eine intelligente Frachtannahme. So vermessen<br />

die neuen Systeme Frachtstücke hoch präzise und auf Basis<br />

von Lasertechnologie. Eine integrierte Waage bestimmt<br />

gleichzeitig das Gewicht. Zu den Vorteilen zählen dabei Zeitersparnis<br />

und effizientere Abläufe. Zudem übermitteln die<br />

Systeme alle Daten und Bilder von jedem erfassten Frachtstück<br />

an die IT-Strukturen der Airline. Diese Informationen<br />

werden dann weiter genutzt, etwa zur Dokumentation oder<br />

zur Rechnungslegung.<br />

„Der Einsatz von smarten Technologien ist ein wichtiger Baustein,<br />

um Sendungen effizienter abzuwickeln. Weiterhin<br />

schaffen wir damit die Basis, um zukünftige Innovationen in<br />

die Systeme zu integrieren und unser weltweites Netzwerk<br />

zu stärken“, sagt Jochen Schmidt, Projektleiter Lufthansa<br />

Cargo AG.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 23


Endverpacken | Logistik<br />

Logistikzentrum setzt auf hohe Stabilität und minimale Laufgeräusche<br />

Behälter für automatisierte Lager<br />

LogiMAT <strong>2017</strong><br />

Halle 3, Stand C21<br />

Der Logistikdienstleister Hammer aus Bedburg bei Köln setzt auf ein Shuttlelager für Kleinteile. Bito lieferte<br />

dafür 60.000 Kunststoffbehälter vom Typ XLmotion. Diese sind speziell auf automatisierte Lager<br />

ausgerichtet und verfügen über ein großes Innenvolumen.<br />

Foto: Die Bito-Boxen vom Typ<br />

XLmotion sind speziell auf<br />

automatisierte Lager<br />

ausgerichtet.<br />

Handelsunternehmen müssen immer<br />

ausreichend Ware zur Verfügung haben.<br />

„Sucht ein Kunde im Baumarkt eine ganz<br />

bestimmte Schraube und diese ist nicht<br />

da, kommt er am nächsten Tag ganz bestimmt<br />

nicht wieder“, weiß Lutz Harde,<br />

Geschäftsführer im neuen Logistikzentrum<br />

der Hammer GmbH und Co. KG in<br />

Bedburg, aus eigener Erfahrung. Um eine<br />

schnelle, reibungslose und zuverlässige<br />

Logistik für seine Partner weiter zu<br />

optimieren, errichtete der mittelständische,<br />

in Aachen beheimatete Logistikdienstleister<br />

auf einem ehemaligen<br />

Tagebaugelände sein neues Multi-User-<br />

Logistikzentrum. Die etwa 103.000 m 2<br />

entsprechen mehr als 14 Fußballfeldern.<br />

„Wir haben hier insgesamt zehn Hallen<br />

mit einer Höhe von je zehn Metern und<br />

einer Fläche von je 10.000 m 2 “, erklärt<br />

der Fachmann.<br />

Als moderner Kontraktlogistiker arbeitet<br />

Hammer eng mit seinen Kunden zusammen.<br />

Um die Warenströme weiter zu verbessern,<br />

war das neue Logistikzentrum<br />

auch eine logische Konsequenz. „Von unserem<br />

Standort im etwa 15 Kilometer<br />

entfernten Pulheim aus arbeiten wir seit<br />

Jahren erfolgreich für eine namhafte<br />

Baumarktkette“, sagt Geschäftsführer<br />

Harde. Doch der Händler vergrößerte<br />

sich und wollte damit auch seine Logistikstrukturen<br />

neu aufsetzen. Das Logistikzentrum<br />

in Pulheim war dafür zu klein.<br />

Mit dem Neubau sah Hammer eine<br />

Chance, als Dienstleister ebenfalls weiter<br />

zu wachsen.<br />

Hohe Anforderungen an<br />

Behältertechnik<br />

Weil in den Hallen ganz unterschiedliche<br />

Waren gelagert werden, sind sie entsprechend<br />

ausgestattet: für Gefahrgüter,<br />

mit Palettenregalen oder für die Blocklagerung.<br />

In Pulheim beinhaltete das Produktsortiment<br />

der Baumarktkette kaum<br />

Kleinteile wie Schrauben, Nägel oder<br />

Schleifpapier. Damit stellte sich die Frage,<br />

mit welcher Technik die gestiegene<br />

Zahl von Kleinkomponenten effizient<br />

kommissioniert werden sollte.<br />

Gemeinsam mit einem externen Berater<br />

entschied sich der Dienstleister in einer<br />

der Hallen für ein automatisiertes Kleinteilelager<br />

(AKL) der Firma Knapp AG aus<br />

dem österreichischen Graz. Die dafür erforderlichen<br />

Behälter kommen von Bito-<br />

Lagertechnik aus Meisenheim. Überzeugen<br />

konnten nicht nur das sehr gute<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis der Bito-Box<br />

XLmotion, sondern auch das hohe Nettovolumen<br />

und die besondere Konstruktion,<br />

die einen extrem leisen Lauf ermöglicht.<br />

„Im harten Wettbewerb mehrerer<br />

Hersteller haben wir mit unserer Lösung<br />

das Rennen gemacht“, freut sich Hans-<br />

Peter Ketterer, Bito-Vertriebsleiter für Behältersysteme.<br />

Enormes Fassungsvermögen<br />

und dabei ganz leise<br />

Der Komplettanbieter für Lagertechnik<br />

lieferte 60.000 Boxen, ausgestattet mit<br />

Barcodeträgern auf jeder Längsseite,<br />

eingespritztem Kundenlogo und hergestellt<br />

aus Recyclingmaterial. „Mit diesen<br />

auf automatisierte Lager ausgelegten<br />

Behältern konnten wir die Anforderungen<br />

des Regalherstellers an Ebenheit,<br />

Rauheit oder auch den Reibwert optimal<br />

erfüllen“, betont Hans-Peter Ketterer. Dafür<br />

sorgt der neuartige Umlaufboden:<br />

Um bei hohen Belastungen im Lagerbetrieb<br />

bestehen zu können, haben die<br />

Entwickler diesen mit einer glatten Rahmenkonstruktion<br />

versehen, die mit diagonalen<br />

Stützrippen an den Behälter angebunden<br />

ist. Diese Sandwichkonstruktion<br />

verhindert, dass sich der Boden bei<br />

24<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Endverpacken | Logistik<br />

hoher Last durchbiegt. So hat der Behälter<br />

auf der Fördertechnik einen äußerst<br />

leisen Lauf. „Das sorgt für eine erheblich<br />

angenehmere Arbeitsatmosphäre im Lager“,<br />

betont Ketterer. Die geringe Lautstärke<br />

führt damit nicht nur zu weniger<br />

Stress an den Arbeitsplätzen, sondern<br />

auch zu weniger Fehlern und zu einer<br />

höheren Arbeitszufriedenheit.<br />

Überzeugt hat die Bito-Box auch mit ihrem<br />

Volumen von 53 l. Mit den Maßen<br />

600 x 400 x 320 mm ist sie mit bis zu 50 kg<br />

belastbar. Sind die Behälter im vollen Zustand<br />

gestapelt, kann der unterste 250<br />

kg aufnehmen. Für Hammer ist die Größe<br />

ein enormer Vorteil. „Je mehr ein Behälter<br />

fassen kann, desto mehr Waren<br />

können wir lagern und desto weniger<br />

Nachschübe sind erforderlich“, beschreibt<br />

Lutz Harde. „Und weil damit weniger<br />

Behälter bewegt werden, arbeitet<br />

die gesamte Anlage deutlich effizienter.“<br />

Der Boden des Behälters ist rund 25 mm<br />

breiter als bei herkömmlichen Eurostapelbehältern.<br />

Damit können Regalbauer<br />

bei AKL die Auflagewinkel deutlich<br />

schmaler ausführen und sparen Material<br />

und Kosten. Damit im Brandfall die in<br />

den Behältern gelagerte Ware bei Auslösen<br />

der Sprinkleranlage nicht im Nassen<br />

steht und die Boxen durch das aufgestaute<br />

Wasser deutlich schwerer werden,<br />

befinden sich am Boden und den Seitenwänden<br />

Wasserablauflöcher. An der<br />

Stirnseite sind Grifflöcher angebracht,<br />

die eine ergonomische Handhabung ermöglichen.<br />

Immer im Fluss<br />

Je nach Saison kommen am Tag etwa 35<br />

bis 40 Seecontainer und 20 bis 40 Lkw<br />

an. Am Wareneingang erfassen die Mitarbeiter<br />

die Produkte und palettieren sie.<br />

Mit Staplern werden die Waren zum<br />

Hochregallager transportiert. Wird der<br />

Meldebestand des AKL unterschritten,<br />

wird dies vom System erkannt und Nachschub<br />

aus dem Hochregal generiert: Am<br />

Kleinteilelager angekommen, werden<br />

die Waren aus den Kartons entnommen<br />

und in die Boxen gelegt. Das System erfasst<br />

die Barcodes der Behälter. Die Fördertechnik<br />

transportiert sie anschließend<br />

zum Kleinteilelager und speichert<br />

sie ein.<br />

„Das automatisierte Kleinteilelager funktioniert<br />

nach dem Shuttle-Doppellift-<br />

Konzept“, erklärt Lutz Harde. „Wir haben<br />

hier fünf Gassen mit je 20 Ebenen. Jede<br />

Ebene wird von einem Shuttle bedient.“<br />

Für ihre vertikalen Bewegungen stehen<br />

für jeden Shuttle zwei Lifte zur Verfügung.<br />

Die Shuttles lagern die Boxen innerhalb<br />

der Gasse auf jeder Seite dreifach<br />

tief chaotisch ein. Die Anlage bietet aktuell<br />

Platz für etwa 67.000 Behälter.<br />

Um die Artikel für die Aufträge zusammenzustellen,<br />

bewegt die Fördertechnik<br />

die XLmotion-Boxen aus dem AKL zu den<br />

Kommissionierplätzen. Hier bekommt jeder<br />

Mitarbeiter immer zwei verschiedene<br />

Artikel zugewiesen. Sortenrein kommen<br />

diese in die entsprechenden Kartons. Die<br />

Boxen bleiben fast immer im Kreislauf<br />

dieses Regalsystems. „Es gibt nur eine<br />

Ausnahme“, sagt Lutz Harde. „Kommen<br />

zum Beispiel Waren in Drehstapelbehältern<br />

an, packen Mitarbeiter diese am Warenausgang<br />

gleich in die Bito-Behälter.“<br />

Um die Kundenaufträge zusammenzustellen,<br />

kommissioniert das Personal<br />

schließlich die Kartons auf Paletten und<br />

stellt sie am Warenausgang bereit. Bis zu<br />

160 Fahrzeuge verlassen täglich das Logistikzentrum.<br />

Für die Baumarktkette<br />

gehen die Waren europaweit zu rund<br />

600 Märkten.<br />

Containers for Automated Warehouses<br />

In its shuttle warehouse for small parts, the logistics service provider<br />

Hammer relies on plastic containers of the type XLmotion. The enterprise<br />

Bito delivered a total of 60.000 thousand of these, equipped with<br />

bar code carriers on the longitudinal sides, moulded customer logo,<br />

and made of recycled material. They are especially aligned for the deployment<br />

in automated warehouses and dispose of a large interior volume.<br />

In addition, the special circulation base ensures for high stability<br />

and minimum generation of running noise when transported on the<br />

conveying technology.<br />

pj<br />

Die Mitarbeiter kommissionieren die Produkte sortenrein<br />

iaus den Bito-Boxen in Kartons.<br />

Pj<br />

01 | <strong>2017</strong>


15. Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss<br />

Den Wandel gestalten: digital und vernetzt<br />

Die LogiMAT ging 2003 mit 160 Ausstellern an den Start, heute ist die Welt der Intralogistik in Stuttgart zu<br />

Hause. Ob Mittelstand oder Global Player, die über 1.300 Aussteller präsentieren den internationalen<br />

Besuchern nur hier alljährlich einen vollständigen Überblick über Trends, Entwicklungen und Lösungen.<br />

mationsveranstaltungen, davon 31 Fachforen<br />

mit mehr als 100 Referenten.<br />

TradeWorld inside<br />

„Extrem rasant und äußerst dynamisch,<br />

mit diesen Worten beschreibt wohl jeder<br />

die derzeitigen Entwicklungen in der Digitalisierung<br />

von Produktions- und Handelsprozessen“,<br />

so Dr. Petra Seebauer,<br />

Geschäftsführerin der EUROEXPO Messe-<br />

und Kongress-GmbH und verantwortlich<br />

für die TradeWorld. „Unternehmen,<br />

die sich mit E-Commerce beschäftigen<br />

wollen oder die digitalen Vertriebskanäle<br />

bereits erfolgreich bespielen,<br />

müssen extrem flexibel agieren und suchen<br />

dazu für sie geeignete Lösungen<br />

und Services.“ Deshalb präsentieren auf<br />

der TradeWorld, die zum vierten Mal als<br />

strategisches Kompetenzfeld in die LogiMAT<br />

integriert ist, Aussteller Lösungen<br />

zu E-Commerce und Omnichannel. Zahlreiche<br />

LogiMAT-Aussteller zeigen neben<br />

ihren klassischen intralogistischen Produkten<br />

und Systemen zunehmend auch<br />

solche für einen reibungslosen Ablauf<br />

von Handelsaktivitäten.<br />

Wie die Lösungen in der Praxis<br />

funktionieren, wird auch an<br />

Modellen demonstriert<br />

(Beispiel aus 2016).<br />

Die einzigartige Infrastruktur und die klare<br />

Segmentierung der Ausstellungsbereiche<br />

bieten vom 14. bis 16. März <strong>2017</strong> Intralogistik<br />

ohne Umwege. In einer einzigartigen<br />

Konzentration bietet die Messe in<br />

den acht Ausstellungshallen einmal mehr<br />

einen klar nach Branchensegmenten<br />

strukturierten Überblick über die Lösungsangebote<br />

für effiziente Intralogis -<br />

tikprozesse in Zeiten der Digitalisierung.<br />

Die traditionell stärkste Ausstellergruppe<br />

repräsentiert die Bereiche Fördertechnik,<br />

Regalbau sowie Lager- und Betriebseinrichtungen.<br />

Ihre jüngsten Entwicklungen<br />

und Innovationen bei fahrerlosen<br />

Transportsys temen und Staplern zeigen<br />

die führenden internationalen Hersteller<br />

von Flurförderzeugen, FTS und Verladetechnik.<br />

Eine weitere maßgebliche Aussteller-<br />

und Innovatorengruppe sind von<br />

Beginn an die Entwickler und Anbieter<br />

von Logistiksoftware.<br />

Die beiden Hallen 4 und 6 sind traditionell<br />

wieder mit den Anbietern von Kennzeichnungs-<br />

und Identifikationstechniken sowie<br />

Verpackungs- und Handlingsystemen<br />

belegt. Auch dort stehen Informationsverarbeitung<br />

und Effizienzsteigerungen<br />

im Fokus.<br />

Ein bemerkenswertes Novum auf der LogiMAT<br />

<strong>2017</strong> ist der Gemeinschaftsstand<br />

von zehn Start-ups der Intralogistikbranche<br />

in Halle 6. Für die Vermittlung aktueller<br />

Trends und praxisnaher Lösungen<br />

steht darüber hinaus das bewährte Rahmenprogramm<br />

mit insgesamt 34 Infor-<br />

Designing the Change: Digital and<br />

Networked<br />

In 2003, the LogiMAT started off with a total<br />

number of 160 exhibitors. Today, the intralogistics<br />

world is at home in Stuttgart.<br />

Regardless whether these are global players<br />

or medium-sized enterprises, the Logi-<br />

Mat is the only event where, every year,<br />

1.300 exhibitors present the visitors a complete<br />

overview in terms of trends, developments<br />

and solutions. From the 14th to<br />

the 16th of March <strong>2017</strong>, the unique infrastructure<br />

and clear segmentation of the<br />

exhibition areas will offer intra-logistics<br />

without deviations. As is tradition, two<br />

halls are occupied by the providers of marking<br />

and identification technology, as well<br />

as those of <strong>packaging</strong> and handling systems.<br />

There, as in general, the focus will<br />

be directed at information processing and<br />

the enhancement of efficiency.<br />

pj<br />

26<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


SMART-TEC<br />

Das neue smart-PLATE<br />

Halle 4, Stand F02<br />

ISI AUTOMATION<br />

Automatisierte Produktion 4.0<br />

Halle 7, Stand B10<br />

smart-Tec präsentiert auf<br />

der LogiMAT <strong>2017</strong> das<br />

neue smart-PLATE. Das<br />

elektronische Metalltypenschild<br />

mit integrierter<br />

RFID-/NFC-Technologie<br />

wird in den Bereichen Inventarisierung,<br />

Service,<br />

Wartung und Facility-Management<br />

eingesetzt.<br />

Grunddaten wie Produktname,<br />

Produktnummer, Barcode etc. sind<br />

auf dem Metalltypenschild wie bisher optisch<br />

durch Gravur oder Druck für jeden<br />

ablesbar. Zusätzliche Wartungs- und Servicehistorien,<br />

produktrelevante Daten<br />

oder die Prüfdokumentation sicherheitsrelevanter<br />

Geräte können nunmehr zusätzlich<br />

in den im Metalltypenschild<br />

integrierten Chip programmiert werden.<br />

Mittels eines RFID-Handlesegeräts sind die<br />

Daten auf dem Chip auslesbar und somit<br />

offline – ohne direkten Datenbankzugriff<br />

– vor Ort verfügbar. Alle gespeicherten Informationen<br />

können jederzeit ergänzt, ge-<br />

GTE BRANDSCHUTZ AG<br />

Vorstellung.eines<br />

Teleskoptor<br />

Das Leistungsangebot von gte umfasst<br />

die Planung, Fertigung, Montage und<br />

Wartung von Förderanlagenabschlüssen<br />

(FAA) und der zugehörigen Steuerungstechnik<br />

einschließlich Notstromversorgungsanlagen.<br />

Die gte-Montageteams<br />

installieren die Brandschutzsysteme an<br />

jedem Ort der Erde. Auf der LogiMAT werden<br />

ein FAA mit Schnelllaufantrieb und<br />

ein FAA in teleskopierbarer Ausführung<br />

(Teleskoptor) vorgestellt. Das Besondere<br />

löscht oder geändert werden. Die gespeicherten,<br />

vor Ort verfügbaren Daten sorgen<br />

für ein hohes Sicherheits- und<br />

Rationalisierungspotenzial. Erfolgreich eingesetzt<br />

wird das smart-PLATE von smart-<br />

TEC beispielsweise bei der GS-1-<br />

konformen Kennzeichnung von sicherheitsrelevanten<br />

Bauteilen und Komponenten<br />

im Zugverkehr. Weiteres Highlight<br />

wird das manipulations- und fälschungssicheren<br />

RFID-/NFC-Führerscheinlabel zur<br />

automatisierten Führer- scheinkontrolle<br />

beim Carsharing und im Flottenmanagement<br />

sein.<br />

Halle 3, Stand B 27<br />

am Schnelllaufantrieb ist, dass er nach<br />

jedem durchlaufenden Fördergut den<br />

Raum brandschutztechnisch abschottet.<br />

Dabei erreicht der Abschluss im Förderbetrieb<br />

eine Schließ-/Öffnungsgeschwindigkeit<br />

von 0,4 m/s. Das<br />

Teleskoptor ist insbesondere für Anwendungen<br />

mit geringem Platzbedarf geeignet,<br />

da sich die Absperrelemente im<br />

Ruhezustand überdecken. So können<br />

hohe Wandöffnungen mit geringer<br />

Raumhöhe abgeschottet werden.<br />

Die ISI Automation GmbH & Co. KG, Extertal, präsentiert smarte<br />

Lösungen für die Produktion und Intralogistik 4.0. Hierzu zählen<br />

ISIPlus®, eine MES- und LES-Lösung, sowie ISIPro® zur Automatisierung<br />

von Förderanlagen und Regalbediengeräten.<br />

Der Messefokus liegt auf praxistauglichen, erprobten Industrie-<br />

4.0-Lösungen für Produktion und Intralogistik. Eine vom Unternehmen<br />

komplett automatisierte und nach realem Vorbild virtualisierte<br />

Produktionsanlage veranschaulicht den Besuchern die<br />

Intelligenz, die durch die Lösungen entsteht (Bild): Wie reagiert<br />

die Anlage bei einer Maschinenstörung in der Produktion? Wie<br />

verhalten sich die vollautomatischen Regalbediengeräte in einem<br />

Hochregallager, wenn ein RBG plötzlich ausfällt? Klassische Anwendungsbereiche<br />

des ISIPlus®-MES/LES sind die Steuerung/<br />

Überwachung sämtlicher Lager- und Materialbewegungen im Lagerverwaltungssystem<br />

(LVS), Steuerung/Überwachung von RBG/<br />

LAM und Staplerleitsystem (SLS), die Materialflusssteuerung durch<br />

den Materialflussrechner (MFR), Zeit- und Zutrittssteuerungen<br />

mithilfe des Personalzeitmanagements (PZM), individuelle Arbeitsplatzdialoge<br />

für zielgerichtetes, effizientes Arbeiten durch<br />

die BDE-/MDE-Lösungen sowie die vollautomatische Liniensteuerung<br />

mit dem Fertigungsleitsystem (FLS).<br />

Das MES/LES der nächsten Generation unterstützt Komponenten<br />

und Maschinen unterschiedlicher Hersteller. Maschinen mit verschiedenem<br />

Funktionsumfang und Alter können so homogenisiert<br />

und im Sinne der Industrie 4.0 zu modernen Infrastrukturen<br />

zentralisiert werden. Gesamtprozesse lassen sich somit standortübergreifend<br />

abbilden und optimieren.<br />

SMARTER PRODUCT USABILITY<br />

SMART IST, WENN IHRE NEUE DATEN-<br />

LICHTSCHRANKE DDLS 500 AUCH AUS DER<br />

FERNE DIAGNOSEDATEN LIEFERT.<br />

www.leuze.de<br />

easy handling.<br />

LogiMAT, Halle 5, Stand F51<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 27


AUER PACKAGING<br />

Halle 4, Stand B51<br />

ERGOPACK<br />

Halle 4, Stand F01<br />

Neue Produktfamilien<br />

Überhöhenmodul vereinfacht<br />

Umreifung<br />

Auer Packaging aus Amerang zeigt seine Neuheiten für Transport<br />

und Logistik, darunter die untereinander kombinierbaren<br />

und aufeinander abgestimmten Systemboxen, Schraubdosen<br />

sowie die für Herbst <strong>2017</strong> geplante Outdoor-taugliche Schutzkofferserie.<br />

Mit dem Systemboxenprogramm aus Sortimentsboxen in fünf<br />

verschiedenen Größen, einer kompatiblen Toolboxenserie, die<br />

mit einem innovativen Verknüpfungssystem ausgestattet ist<br />

(Bild), sowie passenden Transportrollern und Sackkarren setzt<br />

das Unternehmen Maßstäbe für den Arbeitsalltag von Handwerk<br />

bis Außendienst verschiedener Branchen. Das komplette<br />

Programm wird vor Ort vorgeführt. Alle neuen Produktfamilien<br />

verbinden ihr wertiges Design, ausgezeichnete Qualität „made<br />

in Germany“ und hoher Bedienkomfort.<br />

Das System der ErgoPack Deutschland<br />

GmbH aus Lauingen ermöglicht mit dem<br />

Überhöhenmodul, dem weltweit einzigen<br />

mobilen, halb automatischen Umreifungssystem,<br />

ein flexibles, ergonomi -<br />

sches Umreifen von Paletten mit einer<br />

Höhe von bis zu 3 m.<br />

Um Arbeitssicherheit und Bedienkomfort<br />

bei diesem Vorgang weiter zu optimieren,<br />

hat das Unternehmen verschiedene Features<br />

am bewährten Modul neu designt:<br />

Durch eine Überarbeitung des Einlaufschuhs<br />

und des Ständerprofils konnten<br />

eine Gewichtsersparnis von etwa 50 Prozent<br />

gegenüber dem Vorgänger sowie<br />

durch vergrößerte Knotenbleche mehr<br />

Stabilität erreicht werden (Bild). Zudem<br />

sorgen nun Textilverkleidungen an den<br />

Führungsprofilen für eine geringere Geräuschentwicklung<br />

und härtere Rollen<br />

vereinfachen das Handling. So lässt sich<br />

die Zusatzeinrichtung, die auch für empfindliche<br />

Waren, etwa mit lackierten<br />

Oberflächen, geeignet ist und über einen<br />

lös- baren Schnellverschluss am ErgoPack<br />

befestigt werden kann, noch leichter und<br />

sicherer bedienen. Auf der Messe wird die<br />

überarbeitete Version erstmals der Öffentlichkeit<br />

präsentiert.<br />

LENZE<br />

Halle 5, Stand C36<br />

EXPRESSO<br />

Halle 6, Stand F60<br />

Gesamtkonzept für moderne<br />

Regalbediengeräte<br />

Per Knopfdruck<br />

immer auf der Höhe<br />

Highlights bei Lenze SE, Aerzen,<br />

sind das Lösungspaket für die Realisierung<br />

hochmoderner und effizienter<br />

Regalbediengeräte sowie<br />

der Neuzugang m350. Das kompakte<br />

mechatronische Antriebspaket<br />

ist auf die Anforderungen der<br />

horizontalen Fördertechnik zugeschnitten.<br />

Beim Spezialisten für<br />

Motion Centric Automation dreht<br />

sich alles um zukunftsweisende<br />

Entwicklungen, die passgenau auf<br />

die Anforderungen der Intralogistik ausgerichtet sind. Auf Basis<br />

langjähriger Erfahrung haben die Experten ein neues Paket für Regalbediengeräte<br />

entwickelt. In puncto Intelligenz sorgt eine zentrale<br />

Steuerung dafür, dass alle Daten an einem Ort zur Verfügung<br />

stehen, was das Engineering und die Zeiten für die Inbetriebnahme<br />

verkürzt. Beim m350 handelt es sich um eine echte, integrierte<br />

mechatronische Lösung aus Getriebe, Motor, Elektronik<br />

und Software, die passgenau auf die Anforderungen der Intralogistik<br />

ausgerichtet sind. Dieses Paket spart Energie, ist kompakt<br />

und reduziert deutlich die Variantenvielfalt.<br />

Mit dem lift2move hat die Expresso<br />

Deutschland GmbH, Kassel, ein manuell<br />

geführtes und elektrisch verstellbares<br />

Vorschubhandlingsystem für Lasten von<br />

bis zu 225 kg im Programm, mit dem sich<br />

die Effizienz vieler Prozesse spürbar steigern<br />

lässt.<br />

Es wurde für die Intralogistik nach dem<br />

Baukastenprinzip konzipiert und besticht<br />

durch eine außergewöhnliche Flexibilität.<br />

Herausragende Neuerungen der weiterentwickelten<br />

Ausführung des mobilen<br />

Multitalents sind dabei ein konstruktiv<br />

überarbeitetes Sicherheitsfahrwerk, dessen<br />

modernes Design schnelles Umrüsten<br />

unterstützt, und ein innovativer<br />

Positioniercontroller zum automatischen<br />

Anfahren programmierter Hubhöhen<br />

(Bild).<br />

„Mit dieser per Fernsteuerung bedienbaren<br />

Advanced Lift Control (ALC) erhält der<br />

Anwender die komfortable Option, sechs<br />

verschiedene Positionen der Lastaufnahme<br />

des lift2move (Behälterrahmen,<br />

Greifer, Werkzeugwechsler u. a.) voreinzustellen<br />

und bedarfsorientiert abzurufen.<br />

So kann er per Knopfdruck seine hebeund<br />

handhabungstechnischen Routinen<br />

wiederholgenau, schnell und sicher ausführen“,<br />

erklärt Geschäftsführer Alexander<br />

Bünz. In der Praxis sieht das so aus: den<br />

lift2move an das Regal oder an die Maschine<br />

stellen, per ALC die Zielposition<br />

automatisch anfahren, die Last (Lagerbox,<br />

Folienrolle, Fass etc.) aufnehmen, zum<br />

Empfängerort transportieren und dort<br />

per ALC wieder millimetergenau übergeben.<br />

Mit dem neuen Controller integriert<br />

EXPRESSO im lift2move die Mobilitätsvorteile<br />

eines manuellen Flurförderzeugs,<br />

kombiniert mit der Präzision einer automatisierten<br />

Positioniereinheit.<br />

28<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


HSM<br />

Halle 3, Stand C67<br />

KARDEX GROUP<br />

Halle 1, Stand H51<br />

Energieeffiziente<br />

Vertikalballenpressen<br />

Im Fokus der HSM GmbH + Co. KG, Frickingen,<br />

stehen drei Maschinen aus der<br />

Vertikalballenpressenreihe V-Press: Leistung<br />

und Langlebigkeit machen sie zu<br />

wirtschaftlichen Entsorgungslösungen.<br />

Die Baureihe verbindet den Qualitätsanspruch<br />

von HSM mit hoher Rentabilität.<br />

Bei der kleinsten, der HSM V-Press 60, handelt<br />

es sich um einen mobilen Sammelbehälter<br />

mit einer aufgebauten manuellen<br />

Presse für voluminöse Verpackungsmaterialien<br />

wie z. B. Kunststofffolien, Kunststoffund<br />

Papiersäcke sowie Packpapier und<br />

leichte Kartonagen (Bild).<br />

Die HSM V-Press 825 zeichnet sich durch<br />

die sehr geringe Transporthöhe aus. Der<br />

Pressvorgang beginnt mit dem Schließen<br />

der Tür und läuft automatisch ab. Der bis<br />

zu 280 kg schwere Ballen kann auf einer<br />

Palette abtransportiert werden.<br />

Die HSM V-Press 860 L produziert Ballen<br />

mit einer Aussparung für einen einfachen<br />

Transport ohne Palette. Die Ballen lassen<br />

sich mit Gabelhubwagen oder Stapler<br />

bewegen. Die Taktzeit verringert sich bei<br />

dieser Technologie um bis zu 40 Prozent<br />

im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben.<br />

Dank einer Presskraft von 548 kN<br />

und der äußerst stabilen Pressplattenführung<br />

wird gebrauchtes Verpackungsmaterial<br />

wie Kartonagen und Folien<br />

mühelos verdichtet. Die Ballen erreichen<br />

ein Gewicht von bis zu 460 kg und werden<br />

serienmäßig von einer Vierfachdraht -<br />

umreifung zusammengehalten.<br />

Optional ist auch eine Polyesterbandumreifung<br />

möglich.<br />

Vom<br />

Komponentenlieferanten<br />

zum Lösungsanbieter<br />

Kardex Remstar und Kardex Mlog zeigen, wie Intralogistiklösungen<br />

intelligent miteinander verknüpft werden können. Die Schwesterdivisionen<br />

zeigen live eine optimal vernetzte Anwendung von Wareneingang<br />

über Lagerung und Kommissionierung bis hin zur<br />

vollautomatischen Warenausgabe per Robotertechnik.<br />

Diese Lösung ermöglicht eine schrittweise Automatisierung des Logistikprozesses<br />

bei gleichzeitiger Verringerung der Prozesskosten.<br />

Um dem hohen Verfügbarkeitsanspruch gerecht zu werden, präsentiert<br />

Kardex Remstar eine neue Remote-Support-Lösung, die<br />

den reibungslosen Betrieb der Anlage garantiert. Die Lösung ist aus<br />

Intralogistikbausteinen aufgebaut und zeigt, wie intelligente Vernetzung<br />

in der Intralogistik zu mehr Effizienz im Gesamtprozess führt.<br />

Produktbestandteile der Anwendung sind unter anderem das automatische<br />

Kleinteilelager MDynamic von Kardex Mlog (dynamisches<br />

Nachschublager) sowie die automatisierten Lagersysteme<br />

LR 35 (Bild) und LT 35 von Kardex Remstar aus der Produktfamilie Vertical-Buffer-Module.<br />

Der neue Remote-Support von Kardex Remstar<br />

geht weit über das klassische Angebot hinaus: Anstatt die Fernwartung<br />

über einen zeitlich begrenzten Zugang zum Gerät anzubieten,<br />

ist der Life-Cycle-Service jetzt in der Lage, alle Geräte über ein Portal<br />

permanent zu überwachen und vorausschauend zu warten.<br />

ICS GROUP Halle 7, Stand B20<br />

Digitalisierung mit<br />

Effizienzgarantie<br />

Erstmals vorgestellt von ICS, Neu-Anspach,<br />

werden eine einzigartige Echtzeit-Analytics-Plattform<br />

sowie eine innovative Workflow-Plattform<br />

zur Effizienzsteigerung<br />

unternehmensübergreifender Prozesse.<br />

Unternehmen aller Größenordnungen<br />

und Branchen profitieren von passgenauen<br />

Lösungen mit Echtzeitprozessen,<br />

die Agilität, Transparenz und Produktivität<br />

in globalen Geschäftsabläufen gewährleisten.<br />

Die Digitalisierung wird so zum<br />

Motor für das Business, um neue Märkte<br />

zu erobern und erweiterte Services für eigene<br />

Kunden zu generieren. Innovative<br />

Businessplattformen und Supply Chain-<br />

Software sowie neue Hardware und Technologien<br />

für den digitalen Wandel wer -<br />

den vorgestellt: ICS als Consulting- und<br />

Lösungsanbieter für IT-infrastrukturen<br />

bündelt hierbei alle Komponenten: vom<br />

intelligent integrierten Hardwareprodukt<br />

über den vollautomatisierten Prozess im<br />

Betreibermodell bis hin zur gesamten Betriebsführung.<br />

Als Sinnbild für die Digitalisierung<br />

können Besucher erstmals live<br />

den humanoiden Roboter „Pepper“ am<br />

ICS-Messestand erleben und mit ihm in<br />

einen Dialog treten (Bild). Er verdeutlicht,<br />

wie stark sich künstliche Intelligenz schon<br />

heute an menschlichen Bedürfnissen orientiert<br />

und was die Technologie von<br />

morgen erwarten lässt.<br />

MICROSYST<br />

Halle 5, Stand C36<br />

Kommissionierlösung trifft<br />

Anzeigetechnik<br />

Die Microsyst Systemelectronic<br />

GmbH, Weiden, kündigt mehrere<br />

Highlights an. Schlanke<br />

Kommissionierlösungen treffen<br />

auf hoch effiziente LED-Anzeigesysteme.<br />

Das Besondere<br />

<strong>2017</strong>: drei Neuheiten und ein<br />

Kommissionierbereich, der auch<br />

„anzeigt“.<br />

Die Laserpositionieranzeige<br />

LPOS aus der mipick-Serie ist<br />

seit Ende 2016 verfügbar (Bild).<br />

Mit einem gezielten Lichtpunkt<br />

von oben dient sie der Einzelfach-<br />

oder Tableau-Ausleuchtung.<br />

Alternativ kann mipick LPOS auch als allgemeine, Prozess<br />

begleitende Anzeige verwendet werden. Eine siebenfarbige<br />

LED-Anzeige ergänzt als weitere Neuerung die langjährig bewährte<br />

migra-Reihe. Neben der Möglichkeit, sieben Farben darzustellen,<br />

überzeugt sie durch Kontrastreichtum bei gleichzeitig<br />

schlankem und robus tem Design. Schlank, modular und individuell<br />

kombinierbar, lassen sich die neuen Komponenten sowohl<br />

in bestehende Systeme integrieren als auch in neue Komplettlösungen<br />

problemlos einbinden.<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 29


Pharma | Kosmetik | Chemie<br />

100-prozentige Rückverfolgbarkeit dank Bildverarbeitungssystemen<br />

Medikamente in Echtzeit nachverfolgen<br />

Damit alle Anforderungen, die das Medicine Tracing System (MTS) stellt, zuverlässig erfüllt werden, installierte<br />

Sanofi Türkei in seiner Produktion und Logistik eine fortgeschrittene Traceability-Lösung von Antares Vision<br />

auf Basis der Bildverarbeitungstechnologie von Cognex.<br />

„Es können verschiedene Produkte von einem oder<br />

mehreren Kunden im Produktionsprozess zusammengeführt<br />

werden, ohne dass das Bildverarbeitungssystem<br />

neu konfiguriert werden muss“, hebt<br />

Janina Guptill, Marcom Specialist bei Cognex Germany<br />

Inc., hervor.<br />

Hidden Champions in der Bildverarbeitung: Kompakte Module von Antares Vision beinhalten smarte<br />

Cognex-In-Sight-Micro-1.400-Kameras.<br />

Sanofi ist das zweitgrößte Pharmazieunternehmen<br />

in der Türkei mit der landesweit<br />

größten pharmazeutischen<br />

Produktionsanlage und dem größten Distributionszentrum.<br />

In der Produktionsanlage<br />

in Lüleburgaz werden alle wichtigen<br />

medizinischen Produkte von Kapseln bis<br />

hin zu Flüssigkeiten verarbeitet. Die meisten<br />

der 24 Produktionslinien sind hoch automatisiert<br />

und verfügen über Banderolierer,<br />

Schrumpffolienverpacker, Kartonierer<br />

und Roboter. Sanofi produziert an<br />

sechs Wochentagen in zwei Schichten,<br />

damit ergibt sich ein Ausstoß von 150 Millionen<br />

Verbrauchseinheiten pro Jahr.<br />

In seinem Distributionszentrum bewältigt<br />

Sanofi mehr als 120 Millionen Einheiten<br />

pro Jahr. Täglich werden fast 3.000,<br />

in Spitzenzeiten sogar 4.000 Medikamente<br />

an Apotheken und Krankenhäuser<br />

ausgeliefert. Um ein medizinisches<br />

Produkt in Echtzeit zu verfolgen, verlangt<br />

das türkische MTS ständig aktuelle<br />

Informationen über Zustand, Herkunft,<br />

Lagerung und Transportmittel. Um den<br />

MTS-Anforderungen zu genügen, benötigte<br />

Sanofi ein umfassendes Daten-Tracking-System<br />

für alle 24 Produktionslinien<br />

und für sein riesiges Distributionszentrum.<br />

Implementierung<br />

einbaufertiger Module<br />

Antares Vision hat das Projekt mit einer<br />

State-of-the-Art-Lösung zur Rückverfolgbarkeit<br />

gewonnen. Das Unternehmen<br />

konnte nicht nur alle technischen<br />

Anforderungen erfüllen, sondern auch<br />

innerhalb einer sehr kurzen Projektlaufzeit<br />

von weniger als sieben Monaten<br />

eine durchdachte Lösung entwickeln.<br />

Man entschied sich dazu, möglichst viele<br />

einbaufertige Module in die Produktionslinien<br />

zu implementieren. Die Herangehensweise<br />

mit einer modularen<br />

Lösung ging schneller als die Verwendung<br />

kompletter Module. Sie dauerte<br />

nur wenige Stunden und war viel sicherer,<br />

denn es konnten schon vor der finalen<br />

Inbetriebnahme alle Komponenten<br />

des Moduls gründlich getestet werden,<br />

darunter Kameras, Handscanner, Nutzerschnittstellen,<br />

Thermo- und Tintenstrahldrucker,<br />

Etikettierer und Auswerfer.<br />

Antares Vision integrierte in die Produktionslinie<br />

einbaufertige Module für die<br />

Serialisierung, die Bündelung, die Verpackung<br />

in Schachteln und die Palettierung.<br />

Die Serialisierungsmodule<br />

kennzeichnen die Umverpackungen mit<br />

eindeutigen Codes. Die Bündelungsmodule<br />

dienen zur Zusammenfassung von<br />

mehrschichtigen Verbrauchseinheiten in<br />

einem Gebinde, das entweder oben,<br />

vorn oder seitlich die Artikelstammdaten<br />

erhält. Die Module für die Schachtelverpackung<br />

wiederum dienen zur Zusammenführung<br />

von mehreren Gebinden,<br />

wobei die Artikelstammdaten auf der<br />

entsprechenden Schachtel aufgebracht<br />

werden. Die Palettierungsmodule führen<br />

mehrere Schachteln zusammen, wobei<br />

die Artikelstammdaten auf die Palette<br />

30<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Pharma | Kosmetik | Chemie<br />

aufgebracht werden. Im Sanofi-Distributionszentrum hingegen wird<br />

das Modul für die Verpackungsstation normalerweise für die Verteilung<br />

und Auftragsrückführung von Verpackungen verwendet, etwa wenn<br />

eine vorher aggregierte Schachtel oder bereits verpackte Palette geöffnet<br />

werden muss, um deren Inhalte vor dem Versand zum Kunden zu<br />

ändern.<br />

Integrierte Bildverarbeitungssysteme<br />

In fast allen Modulen kommen Bildverarbeitungssysteme von Cognex<br />

zum Einsatz, dem weltweit agierenden Hersteller von Vision-Systemen,<br />

-Software, -Sensoren und industriellen ID-Lesegeräten. So sind in den<br />

verschiedenen Stationen des Produktions- und Verpackungsprozesses<br />

Cognex-In-Sight-Micro-1.400-Kameras zuständig für das Lesen der DataMatrix-Codes,<br />

die vom MTS vergeben und in den Antares-Vision-Stationen<br />

auf jede einzelne Verpackung aufgedruckt werden. Die In-Sight-<br />

Micro-Bildverarbeitungssysteme haben Abmessungen von nur<br />

30 mm x 30 mm x 60 mm; damit sind sie die kleinsten kompletten<br />

Smart-Kameras weltweit und bestens geeignet für die kompakten Module<br />

innerhalb von Sanofis Produktionslinien. Die Kameras erbringen<br />

eine herausragende Leistung mit einer Bildrate von 60 fps für das zuverlässige<br />

Lesen der 2-D-Codes auf den Gebinden.<br />

Speziell die Fähigkeit der In-Sight-Micro-Smart-Kamera, in jeder Lage<br />

Artikelstammdaten zu erkennen und zu scannen, bedeutet einen großen<br />

Vorteil im Hinblick auf die Dauer des Verpackungsvorgangs und<br />

auf die Produktionskosten. Dabei ist es unerheblich, wo der Code auf<br />

der Verpackung aufgebracht wurde: Die Kamera findet ihn und liest ihn<br />

zuverlässig aus.<br />

Algorithmus zum Codelesen<br />

Die Smart-Kameras mit ihrem hoch entwickelten Algorithmus zum Codelesen<br />

erzielen eine Leserate von 99,9 Prozent. Ein Grund dafür ist die spezielle<br />

Integrationstechnik, für die Antares Vision die Beleuchtungs- und<br />

Automatisierungstechnik optimiert und Cognex die In-Sight-Explorer-<br />

Software konfiguriert hat. Selbst Barcodeetiketten, die während der Produktion<br />

oder beim Handling beschädigt wurden, oder solche, die aufgrund<br />

von Reflexionen bei Gebinden mit Folienverpackungen schwierig<br />

zu lesen sind, werden vom In-Sight-Micro-System zuverlässig erkannt.<br />

Die ID-Handscanner verwenden die Cognex-Algorithmen<br />

zur Decodierung der 2-D-Codes.<br />

Sanofi kann nun mit dem neuen Bildverarbeitungssystem in seinen Produktions-<br />

und Distributionseinrichtungen von jedem einzelnen medizinischen<br />

Produkt die Daten abrufen – von der Produktion über die Distribution bis hin<br />

zum Händler. Diese Informationsverarbeitung geschieht in Echtzeit. Somit<br />

kann jedes Arzneimittel vom MTS des türkischen Gesundheitsminis teriums<br />

ausfindig gemacht werden.<br />

Um gegen den Verkauf von nachgemachten und gefälschten Medikamenten<br />

vorzugehen, begann das türkische Gesundheitsministerium im Jahr<br />

2012, seine Gesetze zu verschärfen. Mit einem MTS, das elektronisch mit<br />

Barcodes und ID-Nummern arbeitet, strebt die Regierung eine nahtlose,<br />

100-prozentige Rückverfolgbarkeit der Arzneimittel vom Hersteller bis<br />

zum Verkaufsort an.<br />

Einsatz in den Distributionszentren<br />

Genau die gleiche Bildverarbeitungstechnologie wurde in die Distributionszentren<br />

von Sanofi eingebaut. In den Verpackungsmodulen von Antares<br />

Vision lesen nun Cognex-In-Sight-Micro-1.400-Kameras die<br />

DataMatrix-Codes auf allen Verpackungen. Darüber hinaus sind die Stationen<br />

mit einem ergonomischen ID-Handscanner ausgerüstet, um die<br />

Verpackungen auch manuell abfertigen zu können. Zur Decodierung der<br />

2-D-Codes verwenden auch diese robusten Scanner den weltweit führenden<br />

Cognex-Algorithmus. Sogar in Nachtschichten, wenn gelegentlich<br />

anspruchsvolle Beleuchtungssituationen auftreten, gewährleistet der DataMan<br />

mit seiner integrierten LED-Beleuchtung die reibungslose Identifizierung.<br />

Das Warehouse Tracking System, eine spezielle Software von<br />

Antares Vision, garantiert die Konsistenz der Seriennummern während<br />

der Ausführung einzelner Arbeitsschritte wie Palettenumlagerung, Versand,<br />

Pick & Place und bei Produktrückrufen.<br />

Tracking Medicines in Real Time<br />

With a Medicine Tracing System (MTS) that operates electronically on the basis<br />

of bar codes and ID numbers, the Turkish government intends to implement<br />

a seamless 100 percent traceability of medicinal products that reaches<br />

from the manufacturer right up to the point of sale. In order to ensure that<br />

all requirements of the system are reliably met, the enterprise Sanofi Turkey<br />

has installed sophisticated traceability solutions in its production and logistics<br />

system provided by Antares Vision based on image processing technology<br />

contributed by the enterprise Cognex.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong><br />

4F19


Pharma | Kosmetik | Chemie<br />

Integrität von Behältnissen und Verschlüssen<br />

Wie wichtig<br />

sind Dichtigkeitsprüfungen?<br />

Seit einigen Jahren gewinnt die Dichtigkeitsprüfung in der pharmazeutischen Industrie<br />

zunehmend an Bedeutung. Wie aktuelle Studien belegen, sind nicht nur Ampullen anfällig<br />

für Defekte. Auch andere Primärverpackungen wie Vials, Karpulen und Spritzen<br />

müssen gründlich geprüft werden.<br />

Die AIM 3000 bietet die<br />

Möglichkeit, die visuelle Inspektion<br />

als Dichtigkeitsprüfung mittels<br />

Hochspannung für Ampullen<br />

und Vials auf einer Plattform<br />

durchzuführen.<br />

(Bilder: Bosch Packaging Technology)<br />

CCI-Defekte können eine ernst zu nehmende<br />

Gefahr für Patienten darstellen,<br />

wenn sie nicht vor der Verabreichung<br />

des Medikaments entdeckt werden. Vor<br />

allem, wenn die Primärverpackungen<br />

gefriergetrocknete Produkte enthalten.<br />

Tatsächlich bergen sie sogar ein noch<br />

größeres Risiko als Partikel in pharmazeutischen<br />

Flüssigkeiten, da sie den<br />

pharmazeutischen Wirkstoff verändern<br />

können. Mögliche Folgen sind wirkungslose<br />

Medikamente oder unerwünschte<br />

Nebenwirkungen. Zudem<br />

gefährden CCI-Defekte die Produktstabilität,<br />

indem sie Oxidation, Hydrolyse<br />

oder Vakuumverluste begünstigen und<br />

sich negativ auf Wirksamkeit und Haltbarkeit<br />

des Arzneimittels auswirken.<br />

Die amerikanische Food and Drug Administration<br />

(FDA) definiert Behältnisund<br />

Verschlusssysteme als „die Gesamtheit<br />

aller Verpackungskomponenten,<br />

die das Produkt enthalten und schützen“.<br />

Die Integrität dieser Systeme ist<br />

ausschlaggebend für die Sicherheit von<br />

Produkt und Patient.<br />

Probabilistische und<br />

deterministische Verfahren<br />

Die aktuelle Überarbeitung des USP-Kapitels<br />

1207 hat zum Ziel, eine Übersicht<br />

der gängigen CCI-Testmethoden zu erstellen<br />

und jene zu identifizieren, die<br />

am meisten zur Produkt- und Patientensicherheit<br />

beitragen. Probabilistische<br />

Verfahren beruhen auf qualitativen Informationen<br />

einschließlich menschlichen<br />

Ermessens. Deterministische<br />

Methoden hingegen sind quantitativ<br />

und somit weniger fehleranfällig. Des<br />

Weiteren unterscheidet Kapitel 1207<br />

zwischen destruktiven und nicht destruktiven<br />

Verfahren. Der Test mit Methylenblau<br />

beispielsweise ist ein<br />

klassisches probabilistisches, destruktives<br />

Verfahren, bei dem die Verpackung<br />

in blau gefärbtes Wasser getaucht wird.<br />

Die Methode macht das Produkt nicht<br />

nur unbrauchbar, sondern erweist sich<br />

32<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Pharma | Kosmetik | Chemie<br />

auch als anfällig für menschliche Fehler.<br />

Zu den bevorzugten deterministischen<br />

Verfahren gehören nicht<br />

destruktive Technologien, die das oft<br />

teure Produkt innerhalb des Behältnisses<br />

schützen.<br />

Jedes Produkt und jeder Herstellungsprozess<br />

erfordern eine sorgfältige Auswahl<br />

aus den bestehenden Methoden<br />

und können aus mehr als nur einer<br />

Technologie für die jeweiligen Prozessschritte<br />

bestehen. Angesichts neuer<br />

Verpackungsformate und pharmazeutischer<br />

Formulierungen müssen Regulierungen<br />

zudem über ihren<br />

derzeitigen Geltungsbereich hinaus erweitert<br />

werden. Gemäß Anlage 1 der<br />

Die KHS 1 eignet sich für die Integritätsprüfung von<br />

Ampullen, Vials, Flaschen, Karpulen und Spritzen.<br />

europäischen GMP sollen zugeschmolzene<br />

Behältnisse, wie, etwa Glas- oder Plastikampullen, einer hundertprozentigen<br />

Integritätskontrolle unterzogen werden.<br />

Vials, Spritzen und Karpulen stellen noch höhere Anforderungen an die<br />

Integrität von Behältnissen und Verschlüssen als Ampullen, da sie aus<br />

unterschiedlichen Bestandteilen zusammengesetzt sind.<br />

Gefriergetrocknete Produkte<br />

Hinsichtlich Medikamentenentwicklung und Testanforderungen nehmen<br />

gefriergetrocknete Produkte eine zentrale Stellung bei der Arzneimittelherstellung<br />

ein. Jeder Prozessschritt der Lyophilisierung birgt<br />

eigene Risiken und erfordert eine sehr genaue Kontrolle sowohl des Produkts<br />

als auch des Behältnis- und Verschlusssystems.<br />

Die mittels Hochspannung durchgeführte Dichtigkeitsprüfung (HVLD) ermittelt Undichtigkeiten in<br />

der Behältniswand.<br />

Bereits der eigentliche Füllprozess von Vials erweist sich hinsichtlich Produktsterilität<br />

und Verpackungsintegrität als besonders anspruchsvoll. Der<br />

Stopfen wird auf das Vial gesetzt, aber nicht sofort versiegelt. Außerdem<br />

können unterschiedlichste Defekte zu Undichtigkeiten bei sterilen Vials führen,<br />

zum Beispiel durch ungenau platzierte Stopfen oder Verschlüsse, Fasern<br />

am Vial-Rand oder nicht perfekt aufeinander passende Stopfen und Vials.<br />

Risse im Behälterglas, unsachgemäßes Handling oder falsch eingestellte<br />

Maschinen können ebenfalls Undichtigkeiten verursachen. Tatsächlich kann<br />

es bei gefriergetrockneten Vials zu identischen Ausschussraten kommen<br />

wie bei Ampullen. Allerdings ist eine hundertprozentige CCI-Kontrolle nur<br />

für Ampullen, jedoch nicht für andere Behältnisarten vorgeschrieben. Experten<br />

rechnen allerdings damit, dass die Richtlinien bald entsprechend<br />

angepasst werden.<br />

Breites Spektrum an CCI-Prüftechnologien<br />

Zahlreiche deterministische, nicht destruktive Verfahren stehen dem Markt<br />

bereits zur Verfügung. Die Anpassung der USP erfordert also nicht die Entwicklung<br />

gänzlich neuer Technologien. Stattdessen verändert sie die Art<br />

und Weise, in der die Industrie diese Methoden beurteilt und anwendet.<br />

Arzneimittelhersteller werden darin bestärkt, Technologien einzusetzen, die<br />

Qualitätssicherung und Prüfraten signifikant steigern. Welche Technologie<br />

für die Dichtigkeitsprüfung zum Einsatz kommt, hängt von den spezifischen<br />

Produkt- und Behältereigenschaften ab, beispielsweise Leitfähigkeit, Headspace-Parameter,<br />

Alkoholgehalt und pharmazeutische Wirkstoffe.<br />

Die mittels Hochspannung durchgeführte Dichtigkeitsprüfung bzw. High-<br />

Voltage Leak Detection ermittelt Undichtigkeiten in der Behälterwand. Mit<br />

HVLD werden Behältnis- und Verschlusssysteme inspiziert, darunter parenterale<br />

Vials, vorgefüllte Spritzen und Karpulen, aber auch Plastikbehältnisse,<br />

Beutel und Taschen mit pharmazeutischen Flüssigkeiten, Suspensionen und<br />

öligen Produkten.<br />

Das nicht destruktive Verfahren zur Messung von Vakuum- oder Druckabfall<br />

eignet sich für flüssige Darreichungsformen, gefriergetrocknete Produkte<br />

und trockene Pulver. Damit lassen sich Undichtigkeiten in der Verpackung<br />

identifizieren.<br />

Die Headspace-Analyse (HSA) eignet sich für gefriergetrocknete Produkte<br />

und Arzneimittel, die unter Vakuum abgefüllt oder mit Gas gereinigt wurden.<br />

Mittels Laserspektroskopie misst sie die Menge an Licht, die durch den<br />

Gasraum strömt, und überprüft Veränderungen der Gaszusammensetzung<br />

im Kopfraum oder dessen Gesamtdruck.<br />

Neue Lösungen inspizieren stehende und nicht stehende Behältnisse bei<br />

Ausbringungen von bis zu 600 Stück pro Minute und bieten eine Kombination<br />

aus Headspace-Analyse, Nahinfrarot (NIR)-Messung und Codierung.<br />

Um höchste Zuverlässigkeit und Genauigkeit zu gewährleisten, erfolgt eine<br />

automatische Überwachung der Messmodule anhand zertifizierter Referenzbehältnisse.<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 33


Pharma | Kosmetik | Chemie<br />

Die KHS 1 erreicht eine Prüfung<br />

von bis zu 600 Stück pro Minute.<br />

„Die United States Pharmacopeia (USP) hat<br />

ihr Generalkapitel 1207 überarbeitet und fordert<br />

mehr quantitative und geprüfte CCI-<br />

Testverfahren (Container Closure Integrity).<br />

Hierbei dürften nicht destruktive Technologien<br />

künftig eine zentrale Rolle spielen“, sagt<br />

Mahmoud Hamada, Bosch Packaging Technology,<br />

Business Development Inspection<br />

Technology.<br />

Wahl der geeigneten<br />

Technologie<br />

Um die geeignete Testmethode für<br />

jedes Produkt und Behältnis zu bestimmen,<br />

ist ein umfassendes Produktwissen<br />

elementar: Reagiert das Produkt<br />

empfindlich auf Sauerstoff oder Feuchtigkeit?<br />

Erfordert es einen spezifischen<br />

Vakuumwert? Wie ist das Molekül strukturiert?<br />

Welche kritische Defektgröße<br />

muss ermittelt werden, um Sterilität<br />

und Integrität eines Produkts über<br />

seine gesamte Haltbarkeitsdauer hinweg<br />

zu gewährleisten?<br />

Dank sorgfältiger Auswahl entsprechender<br />

Technologien können Arzneimittel-<br />

und Anlagenhersteller gemeinsam<br />

passende Lösungen finden, die<br />

den regulatorischen Anforderungen<br />

gerecht werden. Anschließend geht es<br />

darum, die Geschwindigkeit und Genauigkeit<br />

der erforderlichen Anlage zu<br />

bestimmen.<br />

Bei all diesen Schritten leisten Maschinenhersteller,<br />

die sowohl mit dem<br />

Markt als auch mit den gesetzlichen Anforderungen<br />

vertraut sind, wertvolle<br />

Unterstützung. Zusammen mit Validierungs-<br />

und Qualifizierungskonzepten<br />

sowie zusätzlichen Beratungsleistungen<br />

erhalten Kunden so weitaus mehr<br />

als nur eine Maschine. Während die<br />

pharmazeutische Industrie zunehmend<br />

auf hundertprozentige CCI-Kontrolle<br />

setzt, verfügen führende Anlagenhersteller<br />

wie Bosch Packaging Technology<br />

bereits über ein umfassendes Portfolio<br />

an Verfahren zur visuellen Inspektion<br />

und zur CCI-Kontrolle. So erhält jeder<br />

Arzneimittelhersteller eine passgenaue<br />

Lösung, die den Anforderungen von<br />

pharmazeutischem Wirkstoff, Darreichungsform,<br />

Behältnisart und -größe<br />

gerecht wird.<br />

Integrity of Containers and<br />

Closures<br />

In recent years, the leak test is increasingly<br />

gaining in significance within the pharmaceuticals<br />

industry. As current surveys<br />

have revealed, not only ampoules are<br />

prone to CCI defects (container closure<br />

integrity) Also other primary <strong>packaging</strong>,<br />

such as vials, carpules and syringes must<br />

undergo thorough inspection, in particular,<br />

if the same contain freeze-dried<br />

products. The United States Pharmacopeia<br />

(USP) has, for this reason, revised its<br />

General Chapter 1207 and demands for<br />

more quantitative and tested CCI testing<br />

methods. In this regard, non-destructive<br />

technologies will probably assume a central<br />

role in the future.<br />

pj<br />

34<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Wägen | Dosieren | Qualitätssicherung<br />

Fremdkörperdetektion mit Röntgenprüftechnik<br />

Für ungetrübten Genuss<br />

Die Qualitätskontrolle beim belgischen Milchverarbeiter Olympia N. V. aus Herfelingen wurde mit zwei<br />

Röntgenprüfsystemen von Ishida auf eine neue Ebene gehoben. Ihr Einsatzfeld haben die Maschinen<br />

bei der Verpackung von Milchreis, Puddings und Sahnedesserts.<br />

Die beiden Röntgenprüfsysteme Ishida<br />

IX-GA-4075 wurden nach einem gründlichen<br />

Auswahlprozess angeschafft.<br />

„Ausschlaggebend war am Ende das<br />

Gesamtpaket“, berichtet Wim De Spiegeleer,<br />

Betriebsleiter bei Olympia. „Die<br />

im Vergleich größte Empfindlichkeit,<br />

die klaren und fokussierten Prüfbilder<br />

sowie die robuste Bauweise der Geräte<br />

haben uns überzeugt.“ Sogar sehr<br />

kleine Verunreinigungen aus Metall,<br />

Glas, Keramik und anderen Materialien<br />

werden mit der Röntgenprüftechnik<br />

von Ishida zuverlässig aufgespürt. Bei<br />

den ebenso getesteten Systemen anderer<br />

Anbieter sei es oftmals zu falschen<br />

Ausschleusungen gekommen, verursacht<br />

zum Beispiel durch hochstehende<br />

Abziehlaschen an den Folienverschlüssen<br />

der Verpackungen.<br />

Becherverpackungen mit Milchreis haben ein Röntgenprüfsystem durchlaufen.<br />

Patentierter genetischer Algorithmus verhindert Fehlausschleusungen.<br />

Keine Fehlausschleusungen<br />

Die Ishida-Maschinen arbeiten mit der<br />

patentierten Technologie des genetischen<br />

Algorithmus: Durch fortlaufende<br />

Bilddatenanalyse werden die Röntgenprüfsysteme<br />

für bestimmte Probleme<br />

geschult. Weil in der Lebensmittelverarbeitung<br />

bestimmte Kontaminationen<br />

wiederkehrend auftreten, werden die<br />

Systeme mit jedem Prüfvorgang weiter<br />

sensibilisiert. Abweichungen von der<br />

Norm lassen sich sogar bei hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit<br />

identifizieren<br />

und genau lokalisieren. Gefunden werden<br />

Fremdkörper von lediglich 0,5 mm<br />

Durchmesser und die Technik funktioniert<br />

unabhängig von Temperatur, Salzund<br />

Wassergehalt der Produkte. Es ist<br />

auch möglich, ausschließlich definierte<br />

Produktbereiche zu prüfen. Elemente,<br />

die Bestandteil der Verpackung sind,<br />

wie z. B. Siegelbereiche, werden ignoriert.<br />

Olympia nutzt eines der neuen Röntgenprüfsysteme<br />

für die Kontrolle von<br />

Becherverpackungen mit 100 bzw. 200 g<br />

Füllgewicht und erreicht eine Geschwindigkeit<br />

von 10.000 Bechern pro<br />

Stunde. Das zweite System prüft die<br />

größeren Becher mit Füllgewichten bis<br />

zu 800 g und schafft eine Leistung von<br />

4.000 Verpackungen pro Stunde. „Für<br />

die Abfüllung verschiedener Desserts in<br />

Becher sind komplexe Anlagen mit vielen<br />

beweglichen Komponenten erforderlich“,<br />

erklärt Betriebsleiter Wim de<br />

Spiegeleer. „Im Produktionsprozess besteht<br />

immer die Gefahr, dass sich kleine<br />

Maschinenteile lösen und in das Produkt<br />

gelangen. Dieses Risiko müssen<br />

wir ausschalten.“<br />

Nachweis über einwandfreie<br />

Qualität<br />

Eine Fremdkörperkontrolle mit Metalldetektoren<br />

kam bei Olympia nicht in-<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 35


Wägen | Dosieren | Qualitätssicherung<br />

frage, weil die Dessertbecher mit Aluminiumfolien<br />

verschlossen sind. Früher<br />

sorgte das Unternehmen für Sicherheit<br />

einzig durch die tägliche, penible Inspektion<br />

sämtlicher involvierter Maschinen.<br />

Dieses Verfahren wird heute ergänzend<br />

zur Röntgenprüftechnologie betrieben.<br />

„Die Röntgenprüftechnik ist inzwischen<br />

erschwinglich geworden. Wir kontrollieren<br />

jede einzelne Verpackung und erhalten<br />

davon ein individuelles Bild. So<br />

können wir Kontaminationen exakt darstellen.“<br />

Die dauerhaft abrufbaren Fotos<br />

seien darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil<br />

der Rückverfolgbarkeit.<br />

Die neuen Röntgenprüfsysteme arbeiten<br />

bei Olympia absolut störungsfrei und<br />

überzeugen durch schnelle Set-ups. Die<br />

Bedienung erfolgt bequem am Touchscreen.<br />

Die Reinigung erleichtert eine hygienefreundliche<br />

Konstruktion in offener<br />

Rahmenbauweise gemäß Schutzart IP65.<br />

Das Familienunternehmen Olympia<br />

N. V. wurde bereits 1946 gegründet<br />

und zählt heute zur<br />

Pajot-Dairy-Gruppe. Als Marktführer<br />

in der Region Benelux ist es<br />

spezialisiert auf besonders hochwertige<br />

Molkereiprodukte. Der<br />

Vertrieb erfolgt europaweit und<br />

auch nach Übersee unter eigener<br />

Marke sowie unter Handelsmarken.<br />

Olympia produziert darüber<br />

hinaus für Industriekunden wie Danone,<br />

Lactalis und Campina.<br />

Foreign Body Detection with X-Ray<br />

Inspection Technology<br />

The quality control at the Belgian milk<br />

processing enterprise Olympia N.V. has<br />

been elevated to a totally new level with<br />

the investment into two X-ray inspection<br />

systems. The field of deployment of the<br />

two machines is the <strong>packaging</strong> of rice<br />

pudding, puddings and cream desserts.<br />

The X-ray inspection technology provided<br />

by the enterprise Ishida is capable of<br />

reliably detecting even minute contamination<br />

caused by metal, ceramic, or other<br />

materials.<br />

pj<br />

V+E Consult Verpackungsberatung<br />

und Engineering GmbH<br />

Adresse Eschenstr. 25<br />

D-90441 Nürnberg<br />

Telefon +49 911 940877<br />

Email kontakt@ve-consult.de<br />

Web www.ve-consult.de<br />

„Unsere Mitarbeiter sind rasch mit den Maschinen vertraut geworden“, erläutert Wim De Spiegeleer, der Betriebsleiter von<br />

Olympia N.V.<br />

Wir legen wert auf Etikette<br />

Packaging Journal<br />

Ihr Verpackungsmagazin<br />

Fordern Sie jetzt ihr persönliches Ansichtsexemplar an.<br />

Tel.: 02236 8488-0, pj@ella-verlag.de, www.<strong>packaging</strong><strong>journal</strong>.de


Wägen | Dosieren | Qualitätssicherung<br />

Datenübertragungs-Lichtschranke DDLS 500<br />

Ferndiagnose via integriertem Webserver<br />

Mit der weltweit ersten Datenübertragungs-Lichtschranke DDLS 500, die dank integriertem<br />

Webserver eine ortsunabhängige Ferndiagnose möglich macht, setzt Leuze electronic neue<br />

Maßstäbe in puncto Leistung und Transparenz.<br />

Optische Datenübertragungs-Lichtschranken<br />

machen es möglich, Daten industrieller<br />

Netzwerke von bewegten Anlagenteilen<br />

in der Fördertechnik kabellos<br />

und damit ohne Störeinflüsse über<br />

große Distanzen zu übertragen. Bisher<br />

am Markt verfügbare Geräte erfordern<br />

bei der Inbetriebnahme vor Ort einen<br />

nicht unerheblichen Aufwand zur Ausrichtung<br />

sowie Justage und lassen ausschließlich<br />

eine lokale Fehlerdiagnose<br />

zu.<br />

Leistungsdaten überzeugen<br />

Die neue optische Datenübertragungs-<br />

Weltneuheit: erste optische<br />

Datenübertragungs-Lichtschranke für eine<br />

ortsunabhängige Ferndiagnose.<br />

Lichtschranke DDLS 500 von Leuze electronic<br />

überzeugt mit Leistungsdaten<br />

von 100 Mbit/s Realtime-Übertragung<br />

bis zu einer Entfernung von 200 m mit<br />

einer Weltneuheit: Per Ferndiagnose<br />

mittels integriertem Webserver können<br />

alle relevanten Daten weltweit abgerufen<br />

werden. So können Spezialisten<br />

weltweit auf alle Informationen zugreifen,<br />

die Analyse von Fehlermeldungen<br />

einer Maschine oder Anlage erforderlich<br />

sind. Sie müssen, um diese wieder möglichst<br />

schnell in Gang zu setzen, nicht<br />

mehr weite Wege in Kauf nehmen und<br />

die Diagnose persönlich vor Ort durchführen,<br />

sondern können aus der Ferne<br />

Wartungsarbeiten initiieren und das<br />

Wartungspersonal entsprechend begleiten<br />

und unterstützen.<br />

Vor allem im Zuge der zunehmenden Internationalisierung<br />

von Unternehmen<br />

stellt die Möglichkeit der Ferndiagnose<br />

via Webserver eine große Zeit- und Geldersparnis<br />

dar und macht die neue DDLS<br />

500 zu einer wirtschaftlichen, Effizienz<br />

steigernden zentralen Netzwerkkomponente.<br />

Zur Überwachung der Verfügbarkeit<br />

und der Leistungsreserven wird der<br />

Empfangspegel konstant überwacht. So<br />

kann frühzeitig vor einem drohenden<br />

Ausfall, beispielsweise durch übermäßige<br />

Verschmutzung, gewarnt werden.<br />

Neben den Empfangspegel-LEDs im Bedienfeld<br />

steht die Vorausfallmeldung<br />

auch als Signal zur Verfügung.<br />

Zur schnellen und einfachen Vor-Ort-<br />

Diagnose verfügt die Datenübertragungs-Lichtschranke<br />

über eine gut<br />

sichtbare Status-LED zur Anzeige von<br />

Warnungen und Fehlern, die Wartung<br />

und Diagnose weiter vereinfacht. Diese<br />

neuen technischen Features unterscheiden<br />

die neue Datenübertragungs-Lichtschranke<br />

DDLS 500 von Leuze electronic<br />

maßgeblich von allen bislang am Markt<br />

verfügbaren Geräten im Bereich der optischen<br />

Datenübertragung.<br />

Schnelle und effiziente<br />

Datenübertragung<br />

Überall dort, wo kabelgebundene Systeme<br />

zur Kommunikation an ihre Grenzen<br />

stoßen, übertragen Datenübertragungs-<br />

Lichtschranken die Daten industrieller<br />

Netzwerke kontaktlos und verschleißfrei<br />

mittels nicht sichtbarem, infrarotem Laserlicht.<br />

Dazu stehen sich zwei Geräte,<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 37


Wägen | Dosieren | Qualitätssicherung<br />

gegenüber, wobei ein Gerät üblicherweise<br />

stationär montiert ist und das gegenüberliegende<br />

Gerät auf einem bewegten<br />

Anlagenteil mitfährt. Der infrarote<br />

Laser kommuniziert bidirektional.<br />

Auf diese Weise können Distanzen von<br />

bis 200 Meter kabellos überbrückt werden.<br />

Die neue DDLS 500 verlinkt Ethernet-Netzwerke<br />

durch optische Datenübertragung<br />

mit einer Bandbreite von<br />

100Mbit/s. Unterstützt und übertragen<br />

werden dabei alle gängigen Ethernet-<br />

Protokolle wie PROFINET, Ethernet IP,<br />

EtherCAT, Ethernet TCP/IP oder Ethernet<br />

UDP realtime. Typische Einsatzbereiche<br />

sind Hub- und Fahrachsen in Regalbediengeräten<br />

sowie Verschiebewagen in<br />

der Fördertechnik, Portalbrücken sowie<br />

Hallenkräne.<br />

Modularer Aufbau für beste<br />

Performance<br />

Durch den modularen Grundaufbau<br />

können die Geräte flexibel, und je nach<br />

Anforderung, bedarfsgerecht gewählt<br />

und mit dem Basismodell kombiniert<br />

werden. Die Anpassungsmöglichkeit an<br />

Applikationen beginnt bereits mit der<br />

Auswahl der Reichweite: Die DDLS 500<br />

gibt es für Distanzen von 0,1 bis 200 Meter.<br />

Optional wählbar ist eine Laserausrichthilfe,<br />

die sich gerade für längere<br />

Strecken anbietet. Sie projiziert vier gut<br />

sichtbare Laserpunkte parallel zur optischen<br />

Achse nach unten auf den Boden,<br />

wodurch das horizontale Justieren sehr<br />

einfach und intuitiv wird.<br />

Einfache Montage und<br />

Ausrichtung<br />

Zur Basisausstattung einer DDLS 500 gehört<br />

eine vormontierte Befestigungsplatte<br />

mit federgelagerten Taumelelementen,<br />

mit der das Gerät unkompliziert<br />

montiert und ausgerichtet werden kann.<br />

Durch Justageschrauben wird die horizontale<br />

und vertikale Ausrichtung der<br />

Geräte zueinander zum Kinderspiel. Der<br />

Einrichter dreht einfach an einer Justageschraube,<br />

bis die vier blinkenden<br />

Punkte jeweils im gleichen Abstand zur<br />

Fahrschiene bzw. zur Anlage ausgerichtet<br />

sind. Die vertikale Ausrichtung erfolgt<br />

mittels einer integrierten Wasserwaage<br />

und ebenfalls durch Drehen einer<br />

zweiten Justageschraube. Ein Laserspot<br />

markiert dann gut sichtbar den Zielpunkt,<br />

an dem das gegenüberliegende<br />

Gerät zu montieren ist. Dank des patentierten<br />

Single-handed-Adjustment<br />

(SHA)-Verfahrens zur Einmannjustage ist<br />

die präzise Ausrichtung des Datenlichtstrahls<br />

durch eine einzige Person möglich.<br />

Die Feinjustage im SHA-Verfahren<br />

wird durch eine selbsterklärende Überwachung<br />

des Empfangspegels im Bedienfeld<br />

an der Gehäusefront unterstützt.<br />

Für längere Strecken gibt es die<br />

komfortable Laserausrichthilfe.<br />

„Die neuen Datenübertragungs-Lichtschranken<br />

setzen weltweit einen neuen Maßstab: Sie machen<br />

eine Ferndiagnose möglich und die Datenübertragung<br />

schnell und effizient. Ebenso ermöglicht<br />

eine modulare Gerätekonfiguration eine optimale<br />

Anpassung an die jeweilige Applikation,<br />

eine einfache Montage, Ausrichtung und Inbetriebnahme<br />

sind garantiert“, fasst Matthias Göhner,<br />

Produktmarketingmanager bei Leuze electronic,<br />

zusammen.<br />

„Mit zusätzlichen Funktionen, die den<br />

Einsatz von Datenübertragungs-Lichtschranken<br />

einfach und effizient machen,<br />

werden weit mehr als ‚optische Kabel‘<br />

aus den DDLS 500“, betont Matthias<br />

Göhner, Produktmarketingmanager bei<br />

Leuze electronic.<br />

pj<br />

Data Transmission Light Photoelectric<br />

Sensor for Location-independent<br />

Remote Diagnosis<br />

With a new data transmission photo-electric<br />

sensor, the enterprise Leuze electronic<br />

is presenting a genuine global innovation.<br />

It is now possible to call up all relevant<br />

data of the DDLS 500 from any location<br />

on the globe via remote diagnosis.<br />

It links Ethernet networks through optical<br />

data transmission featuring a bandwidth<br />

of 100 Mbit/s and therefore now represents<br />

the central network component.<br />

The devices are capable of transmitting<br />

all common Ethernet protocols up to a distance<br />

of 200 m. All warning messages<br />

which could give notice of an interruption<br />

of the transmission are displayed in time<br />

and, at the version DDLS 548i, actively<br />

transmitted to the control system as a<br />

Profinet participant via process data.<br />

Das System besteht in der Regel aus aus fest stehenden und beweglich montierten Geräten.<br />

38<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Packmittel und Packstoffe<br />

Biobasierte Alternativen<br />

Ressourcenschonende Alternativen<br />

Mit einer 2015 verabschiedeten EU-Richtlinie soll der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch erdölbasierter Tüten bis<br />

Ende 2025 auf unter 40 Stück sinken. Der deutsche Einzelhandel hat bereits 2016 darauf reagiert. Eine<br />

ressourcenschonende Alternative bietet z. B. die Permanent-Tragetasche der Victorgroup GmbH.<br />

Millionen Euro Umsatz werden jährlich<br />

erwirtschaftet.<br />

Die Permanent-Tragetasche<br />

„Öko“ und Lifestyle sind schon längst<br />

kein Widerspruch mehr: Als Alternative<br />

zur klassischen PE-Plastiktüte setzen<br />

Einzelhändler zunehmend auf stabile,<br />

Attraktive Features und Designoptionen machen die Permanent-Tragetasche, die schon heute zu<br />

über 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, zur angesagten „Öko-Fashion-Bag“.<br />

„Kompetenz in Biofolien.“<br />

Seit Juli 2016 gilt eine freiwillige Selbstverpflichtung,<br />

die zwischen dem Handelsverband<br />

Deutschland (HDE) und<br />

dem Bundesumweltministerium vereinbart<br />

wurde. Zu den Unterzeichnern<br />

zählen große Ketten wie C&A oder<br />

H&M, aber auch der kleine Händler um<br />

die Ecke. Zwischen fünf und 25 Cent erheben<br />

die Einzelhändler auf eine Plastiktragetasche.<br />

Anders sieht es auf dem<br />

Wochenmarkt oder beim Gemüsehändler<br />

aus. Hier sind Plastiktüten bislang<br />

noch weitverbreitet. Damit wird deutlich,<br />

dass längst nicht alle Händler und<br />

Kunden auf den Komfort von Tragetüten<br />

verzichten können oder wollen.<br />

Um den Verbrauch erdölbasierter Plastiktüten<br />

zu senken, bietet der Markt inzwischen<br />

diverse Alternativen an.<br />

Besonders ressourcenschonend sind<br />

die Permanent-Tragetasche, die Biotüte<br />

sowie der Bioabfallbeutel der Victorgroup.<br />

Sie werden jeweils mit einem<br />

hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe<br />

produziert, sind biologisch abbaubar<br />

und liefern überdies einen<br />

praktischen Zusatznutzen.<br />

Bereits 2008 brachte das Unternehmen<br />

aus Frechen bei Köln die erste Schlaufentragetasche<br />

aus biologisch abbaubaren<br />

Kunststoffen auf den deutschen<br />

Markt, die 2014 durch die biobasierte<br />

Permanent-Tragetasche ergänzt wurde.<br />

An verschiedenen Produktionsstandorten<br />

sind deutschlandweit über 100 Mitarbeiter<br />

beschäftigt. Mehr als 125<br />

lange verwendbare Taschen. Wenn<br />

diese dann auch noch gut aussehen,<br />

treffen sie den Nerv der umwelt- und<br />

modebewussten Verbraucher. Die Permanent-Tragetasche<br />

besteht nicht nur<br />

aus einem hohen Anteil nachwachsender<br />

Rohstoffe, sondern ist auch vollständig<br />

biologisch abbaubar und<br />

kompostierbar. „Mit unserer Permanent-<br />

Tragetasche liefern wir Einzelhändlern<br />

und Verbrauchern eine besonders ressourcenschonende<br />

Lösung, die beste<br />

Voraussetzungen hat, zum Kultobjekt<br />

zu werden“, erklärt Ursula Weck.<br />

Diese Permanent-Tragetasche besteht<br />

aus einem Biokunststoff, der auf Basis<br />

von Tapiokastärke aus der Maniokwurzel<br />

hergestellt wird. Dieser fast vollständig<br />

biobasierte Kunststoff macht die<br />

Tasche so strapazierfähig wie eine herkömmliche<br />

Permanent-Tragetasche aus<br />

Polyethylen. Die Tasche kann bei größerer<br />

Verschmutzung sogar in der Waschmaschine<br />

gewaschen werden. Sie ist<br />

gemäß Norm EN 13432 zertifiziert und<br />

mit dem Kompostierbarkeitslogo<br />

„Keimling“ gekennzeichnet.<br />

Analog zu anderen Tragetaschen aus<br />

Biokunststoff kann die Permanent-Tragetasche<br />

in einer industriellen Kompostierungsanlage<br />

für häusliche Bioabfälle<br />

in zehn bis zwölf Wochen vollständig<br />

abgebaut werden. Mit schwermetallfreien<br />

Farben bedruckt, die auf Sojaoder<br />

Wasserbasis produziert werden, erfüllt<br />

sie alle Anforderungen.<br />

Die Biotüte<br />

Die Biotüte des Unternehmens ist mittlerweile<br />

schon ein Klassiker. Mit jeder<br />

Entwicklungsstufe des Materials erhöht<br />

sich der Prozentsatz an nachwachsen-<br />

Saubere Entsorgung: Der Bioabfallbeutel<br />

für die hygienische<br />

Sammlung organischer Abfälle<br />

besteht bereits bis zu 60 Prozent<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen.<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 39


Packmittel und Packstoffe<br />

Beim Abbau „bioabbaubarer“<br />

beziehungsweise<br />

„kompostierbarer“<br />

Kunststoffe<br />

erfolgt keine Anreicherung<br />

von Mikrokunststoffen,<br />

es entstehen ausschließlich<br />

CO 2 , H 2 O und Biomasse.<br />

Der vollständige biologische Abbau<br />

ist für diese Produkte wissenschaftlich<br />

belegt. Er findet bei allen kompostierbaren<br />

Materialien gleichermaßen<br />

statt, unabhängig davon, ob<br />

sie fossil- oder biobasiert sind. Im<br />

deutschsprachigen Raum ist für<br />

kompostierbare Kunststoffprodukte<br />

das herstellerunabhängige Zertifizierungssystem<br />

des „Keimling“ etabliert.<br />

den Rohstoffen. Derzeit liegt der Bioanteil<br />

bei bis zu 60 Prozent, in absehbarer Zeit<br />

soll die Biotüte zu annähernd 100 Prozent<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.<br />

Zusammen mit führenden Materiallieferanten<br />

wie der BASF in Deutschland<br />

ist die Victorgroup Treiber der Innovation<br />

Biotüte und legte den Grundstein<br />

für ihre Marktreife.<br />

Das Unternehmen benötigte eine vergleichsweise<br />

kurze Entwicklungszeit von<br />

knapp vier Jahren, bis es die optimale<br />

Materialmischung gefunden hatte und<br />

2008 die erste Tasche auf den Markt<br />

brachte. Die Biotüte wird aus dem von<br />

der BASF entwickelten Rohstoff Ecovio®<br />

hergestellt. Dieser wiederum setzt sich<br />

aus zwei Teilen zusammen: dem erdölbasierten<br />

Kunststoff Ecoflex® und dem<br />

biobasierten Kunststoff Polylactid (PLA),<br />

der aus Maisstärke gewonnen wird. Das<br />

Zusammenspiel von Ecoflex und PLA gewährleistet<br />

unter anderem, dass die Biotüte<br />

deutlich reißfester und<br />

strapazierfähiger ist als eine herkömmliche<br />

Plastiktüte. Dadurch hält sie natürlich<br />

auch länger und kann häufiger<br />

benutzt werden. Bereits 2011 wurde die<br />

Victorgroup für die Entwicklung und<br />

Produktion der Biotüte mit dem Zukunftspreis<br />

des Landes Brandenburg<br />

ausgezeichnet.<br />

Die Bioabfallbeutel<br />

Seit Januar 2015 verlangt der deutsche<br />

Gesetzgeber die getrennte Sammlung<br />

von Bioabfall. Bereits seit 2013 ist es in<br />

Deutschland gestattet, Bioabfalltüten,<br />

die vollständig biologisch abbaubar<br />

sind sowie überwiegend aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen bestehen, zusammen<br />

mit dem Bioabfall in der<br />

Biotonne zu entsorgen. Genaueres regeln<br />

die lokalen Abfallordnungen. Mit<br />

dem kompostierbaren Bioabfallbeutel<br />

bietet die Victorgroup hierfür einen hygienischen<br />

und nachhaltigen Alltagshelfer<br />

an. Wie die Biotüte wird der<br />

Abfallbeutel aus einem überwiegend<br />

biobasierten Biokunststoff hergestellt.<br />

Biokunststofffolien müssen gemäß<br />

Norm EN 13432 binnen 180 Tagen<br />

vollständig kompostiert sein. Wie<br />

bei der Biotüte geschieht dies<br />

aufgrund der rasanten<br />

technischen Weiterentwicklung<br />

in der Praxis jedoch<br />

sehr viel schneller<br />

„Das große Interesse des Gesetzgebers, des<br />

Einzelhandels und der Verbraucher, umweltfreundliche<br />

Lösungen zu finden, erlaubt es<br />

uns, weiter in die Entwicklung biobasierter<br />

Kunststoffe zu investieren und zusätzliche<br />

nachhaltige Tragetaschenlösungen auf den<br />

Markt zu bringen“, betont Ursula Weck, Geschäftsführerin<br />

der Victorgroup.<br />

Auch langfristig wird der Einzelhandel<br />

nicht ganz auf die Ausgabe von<br />

Tüten verzichten können. Permanent-Tragetaschen<br />

mit steigendem<br />

Bioanteil liefern hier eine Lösung, die<br />

doppelt umweltfreundlich ist: zum<br />

einen durch den langen Gebrauch,<br />

zum anderen durch das ressourcenschonende,<br />

biologisch abbaubare<br />

Material.<br />

Resource-sparing Alternatives<br />

In order to lower the consumption of crude<br />

oil-based plastic bags, the market in<br />

the mean time already offers various alternatives.<br />

Particularly resource-sparing<br />

are e.g. the permanent carrier bag, the organic<br />

bag, as well as the organic waste<br />

bag offered by the enterprise Victorgroup.<br />

They are all produced with a high<br />

proportion of renewable raw materials,<br />

are bio-degradable, and in addition, also<br />

provide a practical, partially also stylish,<br />

additional benefit.<br />

pj<br />

Der Klassiker: Die Biotüte der Victorgroup auf Basis von Maisstärke<br />

gibt es bereits seit 2008. Sie ist nicht nur umweltfreundlich, sondern<br />

auch robuster als herkömmliche PE-Tüten.<br />

40<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

Investition in dritte VISIONCUT-106-LER-Stanze<br />

Leichter und schneller zur Premiumqualität<br />

Mit einer VISIONCUT 106 LER von BOBST hat Bernholz Verpackungen seine Stanzerei Anfang 2016 auf ein<br />

neues Qualitätsniveau gehoben. Gleichzeitig hat diese Investition Kapazitäten für Neukunden in Branchen<br />

geschaffen, die ähnlich hohe Anforderungen an ihre Dienstleister stellen wie die Zigaretten- und die<br />

Süßwarenbranche.<br />

Bernholz Verpackungen arbeitet traditionell<br />

für die Zigaretten- und die Süßwarenbranche.<br />

Wachstumspotenziale sieht das<br />

Unternehmen für sich insbesondere bei<br />

Verpackungen für Pharma- und Kosmetikprodukte<br />

sowie für Nahrungsergänzungsmittel:<br />

„Wir bewegen uns im Markt für<br />

Premiumprodukte. Darauf richten wir unseren<br />

gesamten Prozess konsequent aus“,<br />

stellt Geschäftsführer Mark A. Hoffmann<br />

fest. In diese Philosophie ordne sich auch<br />

die jüngste Investition in einen Autoplatine-Stanzautomaten<br />

VISIONCUT 106 LER<br />

von BOBST mit automatischer Nutzentrennung<br />

ein. „Letztlich messen uns unsere<br />

Kunden an der Qualität, die wir für sie<br />

produzieren.“<br />

In einem topmodernen, großzügigen<br />

Konferenzraum des Unternehmens in Bad<br />

Salzuflen sind zahllose Varianten von Verpackungen<br />

ausgestellt, die Bernholz Verpackungen<br />

typischerweise für europäische<br />

Hersteller von Zigaretten und<br />

Tabak sowie hochwertiger Schokoladen<br />

produziert. Die Botschaft ist deutlich: Wer<br />

08/15-Verpackungen braucht und bei seiner<br />

Lieferantenauswahl allein auf die<br />

Preise schaut, der ist hier sicher nicht an<br />

der richtigen Adresse.<br />

Nächster Schritt der<br />

Weiterentwicklung<br />

„Seit der Inbetriebnahme der VISIONCUT<br />

106 LER Anfang 2016 können wir leichter<br />

und effizienter denn je Zuschnitte von<br />

höchster Qualität produzieren“, fasst Hoffmann<br />

die bisherigen Erfahrungen mit der<br />

neuen Flachbettstanze von BOBST zusammen.<br />

„Zudem ist diese Maschine zu einem<br />

Eckpfeiler unserer Produktions- und Lieferbereitschaft<br />

geworden“, ergänzt Torsten<br />

Mauk, der als Prokurist für die<br />

technische Ausstattung verantwortlich<br />

zeichnet. Insbesondere in der Zigarettenbranche<br />

seien die Lieferzeiten im Lauf der<br />

Jahre stetig kürzer geworden. „Wir drucken<br />

die Verpackungen unserer Kunden<br />

heute im 3B-Format auf Hochleistungsmaschinen<br />

mit bis zu acht Farb- und zwei Lackierwerken<br />

in einem Durchgang. Mit der<br />

Investition in die neue VISIONCUT haben<br />

wir in unserer Stanzerei nachgezogen und<br />

gleichzeitig Kapazität geschaffen, um neue<br />

Kunden akquirieren und unser Unternehmen<br />

weiterentwickeln zu können.“<br />

Mit ihrem modernen Design fügt sich die<br />

VISIONCUT 106 LER nahtlos in den Gesamteindruck<br />

ein. „Letztlich sind es unsere Maschinenführer,<br />

die unsere Qualität<br />

produzieren und kontinuierlich weiter verbessern.<br />

Als Geschäftsführung geben wir<br />

ihnen hierfür alle Möglichkeiten an die<br />

Hand. Unter anderem, indem wir in neueste<br />

Produktionstechniken investieren und<br />

für ein angenehmes Arbeitsumfeld sorgen“,<br />

bringt Mauk die Philosophie auf den<br />

Punkt, die hinter diesem Erscheinungsbild<br />

steckt. Und natürlich soll das auch für Kunden<br />

erkennbar sein, wenn sie das Unternehmen,<br />

das unter anderem nach ISO<br />

9001, ISO 14001 und HACCP zertifiziert ist,<br />

zwecks Lieferantenaudits besuchen.<br />

Ideal für zu verarbeitende<br />

Materialien<br />

„Die VISIONCUT 106 LER läuft auch bei<br />

dünneren Materialien und Bogen mit vielen<br />

Nutzen selbst bei höchster Produktionsgeschwindigkeit<br />

absolut zuverlässig.<br />

Unsere Maschinenführer müssen sie nicht<br />

permanent beaufsichtigen. Das war für<br />

Haben die jahrzehntelange Partnerschaft<br />

weiter vertieft (v. r. n. l):<br />

Prokurist Torsten Mauk, Geschäftsführer<br />

Mark A. Hoffmann (Bernholz<br />

Verpackungen) und Volker<br />

Claus (BOBST Meerbusch).<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 41


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

Bernholz Verpackungen hat seinen gesamten Prozess konsequent auf Premiumprodukte ausgerichtet.<br />

nicht permanent beaufsichtigen. Das war<br />

für uns ein entscheidendes Leistungsmerkmal<br />

dieser Stanze. Solche Aufträge<br />

bilden den Schwerpunkt unserer Produktion“,<br />

betont Mauk die Stabilität des Prozesses,<br />

die unter anderem dem<br />

intelligenten Bogenanleger Smart Feeder,<br />

dem Tiegel mit Nockenantrieb und dem<br />

Doppelnocken-Greiferantrieb zu verdanken<br />

ist. So verarbeitet Bernholz Verpackungen<br />

mit der Maschine in erster Linie<br />

GC1-, GC2- und GZ-Karton sowie GD-Karton<br />

mit Flächengewichten bis 600 g/m 2<br />

und Bogenformaten bis 760 x 1.060 mm.<br />

Das untere Ende des Spektrums bilden<br />

Papiersorten ab 75 g/m 2 .<br />

„Beim Stanzen fahren wir mit dieser<br />

Stanze im Normalfall Geschwindigkeiten<br />

über 7.000 Bogen in der Stunde. Gegenüber<br />

den alten Maschinen entspricht das<br />

einer Leistungssteigerung um gut 1.000<br />

Bogen pro Stunde“, berichtet Mauk aus<br />

dem Arbeitsalltag. Gerade bei großen<br />

Aufträgen werde der signifikante Zeitgewinn<br />

deutlich.<br />

Schnelle Auftragswechsel<br />

Zudem sei die neue Maschine dank der<br />

verbesserten Ergonomie und Bedienungsfreundlichkeit<br />

sehr schnell gerüstet<br />

und auf maximale Leistung hochgefahren.<br />

Beispielsweise lässt sich der Tiegeldruck<br />

bei der VISIONCUT 106 LER<br />

bequem über die CUBE-Steuerung einstellen.<br />

Dank des Quick-Change-Konzepts<br />

wiederum werden die Stanzformen<br />

und Gegenstanzplatten mit jeweils einem<br />

Knopfdruck automatisch ver- und entriegelt.<br />

„Gerade beim Zurichten von Bogen<br />

mit vielen Nutzen ist das für unsere Maschinenführer<br />

eine enorme Erleichterung.<br />

Zum Beispiel bei Zigarettenschachteln<br />

holen sie die Stanz-Rill-Platten je nachdem<br />

mehrere Male aus der Maschine heraus,<br />

um den Stand hier und da<br />

zehntelmillimeterweise anzupassen“, erklärt<br />

Mauk. Schließlich dürfe die Qualität<br />

der Schachteln nicht einmal einen Hauch<br />

von den hohen Anforderungen der Kunden<br />

abweichen. Zweite Wahl wäre bei<br />

Verpackungen für Tabak- oder Süßwaren<br />

einfach undenkbar.<br />

Die Bernholz Verpackungen GmbH ist ein<br />

inhabergeführter Hersteller hochwertiger,<br />

offsetbedruckter Kartonverpackungen<br />

und offsetbedruckter Nassleimetiketten.<br />

Das Unternehmen verfügt<br />

über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der<br />

Druck- und Verpackungsbranche und<br />

beliefert seine Kunden europaweit mit<br />

Zuschnitten. Als Full-Service-Dienstleister<br />

wird den Bestandskunden ein komplettes<br />

Spektrum von der permanenten<br />

Weiterentwicklung ihrer Verpackungen<br />

über die Produktion bis hin zur kompletten<br />

Logistik geboten. Nach einem Generationswechsel<br />

wird das Unternehmen<br />

seit 2012 von den geschäftsführenden<br />

Gesellschaftern Mark A. Hoffmann und<br />

Reiner Krug dynamisch in die Zukunft geführt.<br />

Die automatische Ver- und Entriegelung<br />

erfolgt einfach per Knopfdruck. Beim Rüsten<br />

werden keine speziellen Werkzeuge<br />

gebraucht. Hinzu kommt, dass sich die<br />

neue Stanze binnen weniger Augenblicke<br />

von der Nutzentrennung auf Ganzbogenauslage<br />

und wieder zurück umrüsten<br />

lässt. Damit habe Bernholz Verpackungen<br />

weiter an Flexibilität gewonnen.<br />

Alle Möglichkeiten an der Hand<br />

Inklusive der neuen Maschine verfügt das<br />

Verpackungswerk jetzt über drei Stanzen<br />

von BOBST. Theoretisch hätte man eine<br />

der beiden bisherigen Stanzen SP 104<br />

und SP 104-ER ausrangieren können.<br />

Doch allein aus Back-up-Gründen blei-<br />

In der Stanzerei wird heute selbst in Spitzenzeiten entspannter produziert<br />

42<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

ben beide Maschinen in Betrieb. „Zudem<br />

können wir bei Bedarf in Spitzenzeiten<br />

aus allen Rohren feuern“, so Mauk. Abgesehen<br />

davon brauche das Unternehmen<br />

die zusätzliche Kapazität, um seriös mit<br />

anspruchsvollen Neukunden sprechen zu<br />

können. Im Rahmen der vorbeugenden<br />

Wartung Maintenance Plus wurden die<br />

beiden vorhandenen Stanzen im Sommer<br />

2016 von BOBST auf Vordermann gebracht.<br />

„Wir können unsere Ausbrech- und Nutzentrennwerkzeuge<br />

auf allen Stanzen<br />

von BOBST verwenden und sind damit<br />

entsprechend flexibel“, spricht Mauk<br />

einen weiteren Aspekt an, der bei der<br />

Auswahl der neuen Stanze eine Rolle<br />

spielte. Lediglich die Stanzwerkzeuge lasse<br />

Bernholz Verpackungen für die VISIONCUT<br />

106 LER neu herstellen.<br />

Mit der Inbetriebnahme der neuen Maschine<br />

ist die Produktivität auch in der automatischen<br />

Nutzentrennung weiter<br />

gestiegen. Außerdem stapelt die Stanze<br />

die Nutzen nach der automatischen Trennung<br />

perfekt auf die Paletten.<br />

Beim Prägen perfekte Passer<br />

Die VISIONCUT 106 LER überzeugt auch<br />

mit ihrer hohen Passergenauigkeit bei Prägeaufträgen.<br />

So richtet ihr optisches Seitenregister<br />

mit seiner hochempfindlichen<br />

Kamera alle Bogen wahlweise anhand gedruckter<br />

Registermarken, der Bogenkanten<br />

oder der Druckbilder präzise aus. Im<br />

Normalfall arbeitet Bernholz Verpackungen<br />

mit seitlich auf die Bogen gedrucken<br />

Registermarken. Und gerade bei Prägeund<br />

Rillarbeiten legt die neue Ganzbogenablage<br />

die Bogen mit bislang nicht gekannter<br />

Präzision ab. „Im Markt für Stanzautomaten<br />

gibt es nicht allzu viele Anbieter.<br />

Die Erfahrungen, die wir seit Jahrzehnten<br />

mit der Technik von BOBST machen,<br />

haben klar für die weitere Zusammenarbeit<br />

mit diesem Hersteller gesprochen.<br />

Damit haben wir auch den kompletten<br />

Service aus einer Hand“, rekapituliert Hoffmann<br />

zentrale Überlegungen im Rahmen<br />

der Investitionsentscheidung. Die Partnerschaft<br />

mit BOBST passe auch deshalb, da<br />

beide Unternehmen ihren Fokus auf Qualität<br />

richten. „Die VISIONCUT 106 LER ist die<br />

fünfte Maschine, die wir von BOBST neu<br />

kaufen. Insgesamt ist sie unsere sechste<br />

Maschine dieses Herstellers.“ Auch aus<br />

Image-Gründen stehe es Bernholz Verpackungen<br />

gut, in neueste Technik von<br />

BOBST investiert zu haben. Hoffmann:<br />

„Deshalb präsentieren wir unsere neue<br />

Maschine ja auch auf unserer Webseite.“<br />

The easier and faster Way to<br />

Premium Quality<br />

With the deployment of a VISIONCUT 106 LER<br />

automatic punching press provided by<br />

BOBST at the beginning of 2016, the enterprise<br />

Bernholz Verpackungen has elevated its<br />

punching department to a novel quality<br />

level. At the same time, this investment has<br />

also generated capacities for new customers<br />

from industries that have similar high demands<br />

to their service providers as the cigarette<br />

and confectionary industry for which<br />

Bernholz traditionally provides for. The enterprise<br />

in particular sees growth potentials at<br />

<strong>packaging</strong> for pharmaceutical and cosmetics<br />

products, as well as at food supplements.<br />

Kunden von Bernholz Verpackungen sind in erster Linie europäische Hersteller der Tabak- und der Süßwarenbranche.<br />

pj<br />

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Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 43


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

Competence Center Digitaldruck der DFTA an der HTWK<br />

Möglichkeiten und Grenzen des Digitaldrucks<br />

Digitaldruck wird bereits heute bei der Verpackungsentwicklung eingesetzt und verspricht im<br />

Zusammenspiel mit innovativem Marketing gute Erfolge. Die Potenziale und Möglichkeiten sind aber längst noch nicht<br />

alle ausgelotet und die Transformation hin zur Wirtschaft 4.0 lässt neue Geschäftsmodelle erwarten.<br />

Durch eine langfristige Kooperation des<br />

Fachverbands Flexodruck (DFTA) mit der<br />

Hochschule für Technik, Wirtschaft und<br />

Kultur Leipzig (HTWK) startete bereits<br />

am 1. Oktober 2015 der Aufbau des<br />

Competence Center Digitaldruck (CCD)<br />

in Leipzig. Mit diesem zukunftsorientierten<br />

Schritt erweitert der DFTA ihre Kompetenzen<br />

und reagiert auf die wachsende<br />

Bedeutung des industriellen Digitaldrucks<br />

in der Verpackungsbranche. Ziel<br />

ist es, den 350 Mitgliedern des Fachverbands<br />

eine umfangreiche und aktive<br />

Wissens- und Kommunikationsplattform<br />

zu bieten sowie gemeinsame Projekte<br />

im digitalen Industriedruck zu koordinieren.<br />

Digitale Druckverfahren<br />

Der Begriff Digitaldruck steht für eine<br />

Vielzahl von verschiedenen Technologien,<br />

denen allen dass Alleinstellungsmerkmal<br />

gemeinsam ist, digitale Daten<br />

aus einem Datenbestand direkt, ohne<br />

„Der Digitaldruck fordert eine digitale Transformation<br />

hin zu einer Wirtschaft 4.0. Er ist<br />

ein Fusionstreiber, verschmilzt Marketing mit<br />

Technologie zu neuen Vertriebsstrukturen<br />

und beschränkt sich dabei nicht auf einzelne<br />

Branchen oder Industrien“, betont Prof. Dr.-<br />

Ing. Eugen Herzau, Lehrgebiet Verpackungstechnologie,<br />

HTWK Leipzig.<br />

fes te Druckform, auf einen Bedruckstoff<br />

zu übertragen. Die beiden industriell bedeutendsten<br />

Verfahren sind die Elektrofotografie<br />

sowie das Inkjet-Verfahren.<br />

Das Elektrofotografie-Verfahren nutzt<br />

das elektrostatische Prinzip, um eine rotierende<br />

Walze einzufärben und gleichzeitig<br />

zu bebildern.<br />

Druckstoff sind trockene oder flüssige<br />

Toner. Bei jeder Umdrehung wird die<br />

Walze neu eingefärbt und kann ein neues<br />

Druckbild übertragen. Nach der Farbübertragung<br />

wird die Tonerschicht<br />

durch aufgeheizte Walzen auf dem Subs -<br />

trat fixiert und liefert exzellente Druckergebnisse.<br />

Das Inkjet-Verfahren überträgt Druckstoffe<br />

mittels feiner Düsen, die pikoliterfeine<br />

Tröpfchen punktgenau auf dem<br />

Substrat platzieren. Die Druckköpfe, auf<br />

denen Tausende solcher Düsen zusammengefasst<br />

sind, arbeiten dabei entweder<br />

mit Heizelementen, um die Tröpfchen<br />

zu generieren, oder mit Druckwellen,<br />

die durch Piezoelemente erzeugt<br />

werden.<br />

Digitaldruck wird bereits seit vielen Jahren<br />

in der Verpackungsindustrie eingesetzt.<br />

Kleine Continuous-Inkjet-Systeme werden<br />

für die Kennzeichnung von Flaschen, Dosen<br />

oder Kartonverbundverpackungen<br />

verwendet. Im Bereich der Etiketten, etwa<br />

bei Shampooflaschen oder Kosmetiktiegeln,<br />

punktet in der Regel das Elektrofotografie-Verfahren.<br />

Seit einiger Zeit kommt der Inkjet-Direktdruck<br />

auf Wellpappe für Faltschachteln,<br />

Displays und Faltkisten in sehr kleinen Auflagen<br />

und teilweise im industriellen Maßstab<br />

zum Einsatz. Das Verfahren realisiert<br />

Aufträge, die im Flexodruck unwirtschaftlich<br />

wären, und erweitert so den Handlungsspielraum<br />

vieler Unternehmen.<br />

Die Möglichkeiten, mit dieser Technologie<br />

neue Märkte mit hohem wirtschaftlichem<br />

Volumen erschließen zu können,<br />

sind gerade für Hersteller in der Verpa -<br />

ckungsbranche relevant und für Anwender<br />

ein Argument, sich intensiv mit Digitaldruck<br />

auseinanderzusetzen.<br />

Anwendungen im<br />

Verpackungsbereich<br />

Die Möglichkeiten des Digitaldrucks in<br />

der Verpackungsbranche sind so vielfältig,<br />

dass es kaum möglich erscheint, die<br />

Potenziale auszuloten. Der extrem vielschichtige<br />

Markt an Maschinen- und<br />

Technologieanbietern und die Möglichkeiten<br />

eines hoch integrierten Marketings<br />

sind erst am Beginn einer Entwicklungsphase<br />

und werden sich in den<br />

nächsten Jahren als neue Geschäftsmodelle<br />

etablieren.<br />

Einige Beispiele zeigen aber bereits heute,<br />

wie der Digitaldruck im Zusammenspiel<br />

mit innovativem Marketing Erfolg<br />

haben kann:<br />

Individuelle Massenfertigung – nur mit Digitaldruck möglich.<br />

mymuesli<br />

Das Internet-Start-up mymuesli vertreibt<br />

online individuelles Müsli, das sich die<br />

Kunden selbst zusammenstellen können.<br />

Im ersten Ladengeschäft des Unternehmens<br />

wurde eine Digitaldruckmaschine<br />

von Heidelberg installiert, die ein individuelles<br />

Druckbild aus verschiedenen Hei-<br />

44<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

„Der heutige Stand der Technik des Digitaldrucks<br />

in der grafischen Industrie ist nur die<br />

Spitze des Eisbergs. Potenziale liegen nicht<br />

nur in der eigenen Branche. Herausforderungen<br />

sind nicht nur technischer, sondern auch<br />

unternehmerischer Natur“, sagt Simon Lober,<br />

Projektkoordination, Competence Center<br />

Digitaldruck, DFTA/HTWK.<br />

delberger Stadtansichten und frei wählbarem<br />

Text direkt auf die zylindrische<br />

Form der Müslidose drucken kann.<br />

Coca-Cola<br />

Auf die europaweite Kampagne „share a<br />

coke with …“ folgt eine Sonderedition<br />

aus Sleeve-Etiketten mit einzigartigen<br />

Motiven. Dazu generiert eine Software<br />

aus einer riesigen Bilddatei permanent<br />

neue Motive, sodass jedes Druckbild nur<br />

einmal existiert.<br />

Scanbare Verpackungen<br />

HP entwickelt eine Vorstufensoftware,<br />

die, ähnlich einem QR-Code, scanbare<br />

Druckmotive für Verpackungen erstellt.<br />

Der maschinenlesbare Code wird dabei<br />

mit der Botschaft „Fotografieren Sie mit<br />

Ihrem Smartphone eine Verpackung, erhalten<br />

Sie sofort zusätzliche Informationen<br />

auf Ihrem Gerät“ in das Motiv eingearbeitet.<br />

Die Erhöhung der nativen Auflösung ist bei der Weiterentwicklung nicht weiter vorrangig –Langlebigkeit und Präzision ist<br />

gefragt (links Offset; rechts Inkjet, Fujifilm Samba).<br />

(Bilder: CCD)<br />

Technische Lösungen<br />

Durch die hohe technische Komplexität<br />

eines Inkjet-Systems und dessen Sensibilität<br />

gegenüber kleinsten Veränderungen<br />

verfolgen Hersteller digitaler Druckmaschinen<br />

den Ansatz, Maschinen zu<br />

entwickeln, die einer Blackbox ähneln.<br />

Einstellungsmöglichkeiten an den Prozessparametern<br />

durch den Bediener<br />

werden stark begrenzt, Garantien nur für<br />

zertifizierte Bauteile und Verbrauchsmaterialien<br />

bis hin zu Druckstoff und Substrat<br />

gegeben. Für einen Drucker, der es<br />

gewohnt ist, die Rezeptur einer Druckfarbe<br />

anzupassen oder die Einstellungen<br />

an mechanischen Bauteilen vorzunehmen,<br />

ist dies eine völlig neue Erfahrung.<br />

Der Nachteil dieses in sich geschlossenen<br />

Konzepts ist, dass sich ein harter<br />

Konkurrenzkampf unter den Anwendern<br />

gleicher Modelle entwickeln kann,<br />

da sie technologisch keine Unterschiede<br />

aufweisen. Hier kann sich nur abgrenzen,<br />

wer ein hoch innovatives und effektives<br />

Marketingkonzept mit passendem<br />

Kundenstamm und großen Anstrengungen<br />

in der Akquise umsetzen kann.<br />

Der Blackbox steht ein kontrastreicher<br />

Gegenentwurf gegenüber: die Do-ityourself-Philosophie.<br />

Einige Hersteller<br />

gehen mit ihren Kunden (Anwendern<br />

wie z. B. Druckereien) enge Kooperationen<br />

ein, um ihre Systemkomponenten<br />

optimal in bestehende Systeme zu integrieren<br />

und das Maximum an Qualität<br />

für einen speziellen Anwendungsfall<br />

herauszuholen. Die Hersteller öffnen ihre<br />

Druckkopfansteuerungen, wie es bei<br />

der Kooperation zwischen Heidelberg<br />

und Fujifilm während der Entwicklung<br />

der Primefire der Fall war, oder geben<br />

Development-Kits aus, um die Integration<br />

und Feineinstellung der Komponenten<br />

durch den Anwender zu erleichtern.<br />

Potenziale und<br />

Herausforderungen<br />

Technisch haben der Digitaldruck und<br />

im Speziellen der Inkjet-Druck für die<br />

massenhafte Verbreitung in der Verpa -<br />

ckungsindustrie noch einige Hürden zu<br />

nehmen. Fragen nach der Beständigkeit<br />

gegenüber hohen Temperaturen und<br />

der mechanischen Beanspruchung, beispielsweise<br />

bei Siegel- und Sterilisationsprozessen,<br />

sind zu diskutieren. Chemische<br />

Anpassungen des Druckstoffs hinsichtlich<br />

Druckqualität, Farbeindrücken<br />

oder Haftung auf den jeweiligen Substraten<br />

sind zu optimieren. Aber auch<br />

Zulassungen für Lebensmitteldirektkontakt,<br />

hohe Abriebfestigkeiten für Transportverpackungen<br />

sowie Datenschutz<br />

und -handling sind Aspekte, die bisher<br />

nur in engen Rahmenbedingungen realisiert<br />

werden konnten.<br />

Standardisierung hilft im Digitaldruck<br />

nur bedingt weiter. Wichtig sind ein tiefes<br />

Verständnis für die Unterschiede zu<br />

konventionellen Druckverfahren und<br />

ein Businessplan, um eine bestehende<br />

Nische zu besetzen oder einen neuen<br />

Druckservice in der Verpackungsbranche<br />

zu etablieren.<br />

Trends und Visionen<br />

Innerhalb von 20 Jahren wurden bis<br />

2015 über 3.000 digitale Etiketten- und<br />

Verpackungsdruckmaschinen weltweit<br />

installiert. Dabei hat das Inkjet-Verfahren<br />

von 2010 bis 2014 einen rasanten Anstieg<br />

gegenüber der Elektrofotografie<br />

erlebt – mit steigender Tendenz. Sie erhöhte<br />

ihren Marktanteil im gleichen<br />

Zeitraum von zwölf auf 35 Prozent. Hybridmaschinen<br />

waren und werden<br />

wahrscheinlich eine Randerscheinung<br />

bleiben. Kannte man diese Technologie<br />

2010 noch nicht am Markt, waren es<br />

2014 lediglich fünf Prozent.<br />

Die typische native Auflösung bei Inkjet-<br />

Druckköpfen, die derzeit bei 1.200 x<br />

1.200 dpi liegt, wird sich in den nächsten<br />

Jahren voraussichtlich nicht drastisch er-<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 45


Verpackungsdruck und Veredelung<br />

höhen. Bei Piezodruckköpfen fokussiert<br />

sich die Entwicklung auf Langlebigkeit<br />

und die Steigerung der Präzision von<br />

Tröpfchenvolumen sowie deren Positionierung.<br />

Druckköpfe mit einem thermi-<br />

schen Aktuator sollen Greyscale-fähig<br />

werden und dadurch eine wichtige<br />

Funktion erhalten, die ihnen bisher gegenüber<br />

Piezodruckköpfen fehlt.<br />

The Opportunities and<br />

Limitations of Digital Printing<br />

The opportunities of digital printing<br />

within the <strong>packaging</strong> trade are so diverse<br />

that it seems hardly possible to<br />

fathom out the respective potentials.<br />

The extremely diverse market of respective<br />

machine and technology<br />

providers, plus the options generated<br />

by highly integrated marketing are<br />

only at the start of a development<br />

phase and will establish themselves<br />

in form of new business models in<br />

the years to come. Even already<br />

today, there are examples how digital<br />

printing, in interaction with innovative<br />

marketing, can be successful. pj<br />

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Verpackungsdruck und Veredelung<br />

Prozessverbesserung durch neu gefasste GMP<br />

Lebensmittelkontakt ohne<br />

Bedenken<br />

Die Gute Herstellungspraxis für Druckfarben und -lacke, die auf<br />

Lebensmittelbedarfsgegenstände aufgebracht werden, wurde in der neu gefassten Version<br />

4.0 veröffentlicht. Dies schließt sowohl die Anwendung auch auf der vom Lebensmittel<br />

abgewandten Seite als auch auf der Lebensmittelkontaktseite ein.<br />

„Die letzte Version der GMP wurde 2009 veröffentlicht.<br />

Seitdem gab es zahlreiche bedeutende<br />

Veränderungen, die es erforderlich<br />

gemacht haben, einen neuen Leitfaden zu<br />

erstellen. Vor allem haben wir auch Drucklacke<br />

berücksichtigt, die für den direkten<br />

Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen sind“,<br />

erläutert Dr. Martin Kanert, Geschäftsführer<br />

der EuPIA.<br />

Der Europäische Druckfarbenverband<br />

EuPIA mit Sitz in Brüssel hat diese GMP<br />

(Good Manufacturing Practice) entwickelt,<br />

um den Verarbeitern von Druckfarben<br />

und Drucklacken dabei zu<br />

helfen, Gefährdungen für die Lebensmittelsicherheit<br />

zu beherrschen. Die<br />

GMP umfasst die Herstellung aller<br />

Druckfarben und Drucklacke, die für<br />

den Druck auf Lebensmittelbedarfsgegenständen<br />

bestimmt sind.<br />

Druckfarben für Lebensmittelbedarfsgegenstände<br />

Druckfarben, Drucklacke und Überzüge,<br />

die nach den Vorschriften dieser<br />

GMP entwickelt und hergestellt werden,<br />

unterstützen den Hersteller von<br />

Lebensmittelbedarfsgegenständen<br />

dabei, Produkte auf den Markt zu bringen,<br />

die vollständig den einschlägigen<br />

europäischen Vorschriften für Materialien<br />

und Gegenstände entsprechen, die<br />

dazu gedacht sind, mit Lebensmitteln<br />

in Kontakt zu kommen. Die europäische<br />

Gesetzgebung umfasst die europäische<br />

Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004,<br />

die sich mit der Sicherheit von Lebensmittelbedarfsgegenständen<br />

befasst,<br />

und die europäische Verordnung über<br />

die Gute Herstellungspraxis (EG)<br />

Nr. 2023/2006. Weiterhin wird in der<br />

GMP auf die europäische Kunststoffverordnung<br />

(EG) Nr. 10/2011, auf Stellungnahmen<br />

der Europäischen Agentur für<br />

Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie auf<br />

nationale Vorschriften wie etwa die<br />

schweizerische Verordnung für Druckfarben<br />

von Lebensmittelverpackungen<br />

Bezug genommen.<br />

Veränderungen in der<br />

Produktion<br />

Diese neueste Version der Guten Herstellungspraxis<br />

wird mit hoher Wahrscheinlichkeit<br />

deutliche Veränderungen<br />

und Prozessverbesserungen in der Produktion<br />

erforderlich machen. Deshalb<br />

sollten alle Unternehmen ausreichend<br />

Zeit und Ressourcen einplanen, um die<br />

notwendigen Veränderungen zu definieren<br />

und herzustellen. Die vollständig<br />

überarbeitete und wesentlich umfangreichere<br />

GMP gibt als Referenzdokument<br />

auf 52 Seiten einen Überblick<br />

über die Anforderungen an sichere Lebensmittelverpackungen.<br />

Vergleich der Beschichtung für Lebensmittelverpackungen.<br />

Printing Inks for Food Contact Materials<br />

The Good Manufacturing Practice (GMP) for printing inks and<br />

coatings that are applied on to materials that come in contact<br />

with food has now been published in the revised Version 4.0. The<br />

European Printing Ink Association EuPIA has developed these in<br />

order to provide support for the processors of printing inks and<br />

coatings in regard to the handling of hazards for the food safety.<br />

The GMP covers the manufacturing process of all printing inks<br />

and coatings that are intended for printing on to food contact<br />

materials. This comprises both the application on to the nonfood-contact<br />

side´, as well as the food-contact side. This most recent<br />

version will most probably require significant changes and<br />

process improvements within the production.<br />

pj<br />

Die Version 4.0 des europäischen<br />

GMP-Leitfadens steht auf der EuPIA-<br />

Webseite zur Verfügung:<br />

http://www.eupia.org/uploads/tx_e<br />

dm/EuPIA_GMP_Gute_Herstellungspraxis_fuer_Druckfarben_fuer<br />

_Lebensmittelkontaktmaterialien_01.pdf<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 47


Messen und Veranstaltungen<br />

It’s all about Packaging: drei Events – eine Show!<br />

Design meets Technology<br />

Am 5. und 6. April <strong>2017</strong> verspricht die Packaging-Innovations-Show im Verbund mit der Luxury Packaging<br />

und der Label&Print in Berlin ein Feuerwerk für die Design-, Branding- und Lifestyle-Branche und beleuchtet<br />

die Verpackungsentwicklung von der Idee bis zum fertigen Produkt aus allen Perspektiven.<br />

Martina Hofmann ist Group Event Director der Easyfairs Deutschland GmbH.<br />

Mit dem neuen Konzept der Packaging<br />

Innovations tritt der Veranstalter Easyfairs<br />

in ein neues Eventzeitalter ein, das<br />

Produkten und Ausstellern eine imposante<br />

Bühne bietet. An der Schnittstelle<br />

zu Fashion, Kunst und Lifestyle wird die<br />

Veranstaltung zukünftig in verschiedensten<br />

Kreativer Hotspot rund um die Verpackungsentwicklung.<br />

Im April <strong>2017</strong> wird die Arena<br />

Berlin zum Spielplatz der nachhaltigen<br />

Stage Designer von<br />

Papertown.<br />

(Bild: Markus Nass)<br />

Bereichen der Verpa ckungsentwicklung<br />

und -konzeption frische Impulse geben.<br />

Darüber hinaus rücken attraktive Präsentationsflächen<br />

in den Mittelpunkt. Für<br />

Marken und Aussteller reicht es nicht, ihre<br />

Entwicklungen attraktiv und funktional<br />

zu gestalten, vielmehr müssen sie<br />

diese in den richtigen Kontext und das<br />

richtige Shop-Environment setzen. Dazu<br />

gehören eine besondere Location und<br />

ein überzeugendes Stand- oder Shopdesign,<br />

das die Besucher und Konsumenten<br />

direkt in den Bann zieht.<br />

Die nächste Möglichkeit, sich als Aussteller<br />

von der besten Seite zu präsentieren<br />

oder sich als Marke inspirieren zu lassen,<br />

bietet sich bereits im April <strong>2017</strong> in Berlin.<br />

Mit der Arena Berlin hat die Packaging Innovations<br />

eine beeindruckende Plattform<br />

gefunden, die zum umfassenden .Informationsaustausch,<br />

kreativen Miteinander<br />

und entspannten Networking einlädt.<br />

Martina Hofmann, Group Event Director<br />

Eine Veranstaltung ist nur so gut, wie<br />

es die Umgebung zulässt. Ein Eventkonzept<br />

muss zu den vier Wänden<br />

passen, in denen es sich präsentiert<br />

und damit eine Stimmig- und Behaglichkeit<br />

ausstrahlen. Der raue<br />

Charme der Arena Berlin, direkt an<br />

der Spree, spiegelt das Thema der<br />

nächsten Packaging Innovations<br />

und ihrer Partner Events Luxury Packaging<br />

und Label&Print perfekt<br />

wider. Die alte Industriehalle besticht<br />

durch ihr traditionelles und<br />

minimalistisches Industriedesign,<br />

kombiniert mit ausgefeilter Veranstaltungstechnik.<br />

der Easyfairs Deutschland GmbH, beantwortet<br />

Fragen zum Charakter der Veranstaltung:<br />

Frau Hofmann, die Verpackung wird sowohl<br />

aus der Sicht des Marketings als auch<br />

aus der Sicht der Produktion beleuchtet.<br />

Wie gelingt es, den unterschiedlichen Interessengruppen<br />

den gesamten Prozess attraktiv<br />

zu präsentieren?<br />

Martina Hofmann: Die Veranstaltung<br />

betritt unter dem Motto „Design meets<br />

Technology“ eine neue Ära und gibt Ausstellern<br />

und Besuchern die Chance, Teil<br />

eines einzigartigen Events zu sein. Gerade<br />

in Zeiten der Digitalisierung ist die<br />

Verknüpfung von Design und Technik<br />

wichtiger denn je zuvor. Innovativ, inspirierend,<br />

hands-on – so kann man Packaging<br />

in allen Dimensionen erleben.<br />

Nur mit dem Besten aus Design und<br />

Technik können nachhaltige Produkte<br />

und Packaging-Designs geschaffen werden.<br />

Und Packaging hört nicht mit der Faltschachtel<br />

auf. Der PoS ist ein erbarmungsloser<br />

Ort. Das eigene Produkt<br />

muss gekonnt in Szene gesetzt werden,<br />

um den Kunden zum Kauf „zu verführen“.<br />

Es geht also darum, zu zeigen, wie man<br />

48<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

Packaging, Produkt und Präsentation im<br />

Shop in Einklang bringt.<br />

Die Mischung aus Exhibition, außergewöhnlichen<br />

Showrooms, Area of Taste<br />

sowie einem außergewöhnlichen Rahmenprogramm<br />

versorgt die Besucher<br />

mit den neuesten Trends und Inspirationen<br />

– „hautnah“ und nachhaltig.<br />

Welche Branchen zieht das Veranstaltungsdreigestirn<br />

an (und warum)?<br />

Martina Hofmann: Brand- sowie Produkt-<br />

und Marketingmanager aus allen<br />

Bereichen – von der Nahrungsmittel- bis<br />

zur Luxusgüterindustrie – profitieren<br />

von den verschiedenen Schwerpunkten<br />

der drei Messeevents. Sie erhalten wichtige<br />

Einblicke in Design und Produktion,<br />

verstehen sofort, welche Packmittel, Displays,<br />

Veredelungen und Dienstleistungen<br />

die erwünschten Ergebnisse erzielen,<br />

und können direkt vor Ort ein nachhaltiges<br />

Netzwerk aufbauen.<br />

Wie setzt sich erfahrungsgemäß die Besucherstruktur<br />

zusammen?<br />

Martina Hofmann: Mit dem neuen Veranstaltungskonzept<br />

(Packaging Innovations<br />

Hamburg 2016 in der Fischauktionshalle)<br />

hat sich die Besucherstruktur<br />

verändert. Die Prozentzahl verantwortlicher<br />

Brand- und Produktmanager sowie<br />

der Brand-Owner hat sich von knapp<br />

sechs Prozent auf 16 Prozent gesteigert.<br />

Frau Hofmann, was begeistert Sie an dem<br />

Konzept, den Lebenszyklus einer Verpa -<br />

ckung rundum zu beleuchten?<br />

Die Fischauktionshalle Hamburg bot eine Bühne für Design<br />

und Technik. ImPackaging-Art-Forum trafen sich die Besucher<br />

zum Austausch.<br />

Martina Hofmann: Es ist nicht neu, den<br />

Zyklus eines Verpackungslebens rundum<br />

zu beleuchten, es geht um die einzigartige<br />

Eventarchitektur, die Präsentationsfläche.<br />

Nehmen wir als Beispiel den Aussteller<br />

Karl Knauer, der in Hamburg erstmalig<br />

das Thema „Multisensorik“ in allen Facetten<br />

präsentierte: Es geht nicht<br />

darum, leere Hüllen in Vitrinen als „leblose“<br />

Objekte zu zeigen, sondern einen<br />

Stand als Bühne für ein emotionales<br />

und vielschichtiges „Spiel mit den Erwartungen“<br />

zu inszenieren: Cardboard-<br />

Stände, Art-House-Installationen, mobi -<br />

le Kofferpräsentationsflächen – wir<br />

spielen mit Formaten und Materialien<br />

und geben den Ausstellern und Partnern<br />

individuelle Lösungen für ihre Produkte.<br />

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die<br />

Metropole Berlin?<br />

Martina Hofmann: Berlin ist die Hauptstadt<br />

des modernen Designs, die mit faszinierendem<br />

Flair und lebendiger Atmosphäre<br />

Kreative aus aller Welt anzieht. Ein<br />

„Must-go“ für innovative und einflussreiche<br />

Unternehmen, Marken und Visionäre.<br />

Wir planen langfristig – ab <strong>2017</strong> jährlich<br />

im April –, Berlin zum Mittelpunkt eines<br />

umspannenden gemeinsamen Netzwerks<br />

aus Marken, Herstellern, Zulieferern<br />

sowie Medien und weiteren Business-Influencern<br />

zu schaffen. Und der<br />

Spaß soll dabei nicht zu kurz kommen:<br />

Die Packaging Art Night wird ein Ereignis,<br />

das die Branche nicht so schnell vergessen<br />

wird.<br />

It's all about Packaging: Three<br />

Events – One show<br />

On the 5 th and 6 th of April <strong>2017</strong>, the<br />

Packaging Innovations Show in Berlin,<br />

in joint cooperation with the Luxury<br />

Packaging and the Label&Print, promises<br />

to be a firework in terms of the Design-,<br />

Branding- & Lifestyle trade and<br />

will illuminate all aspects of the development<br />

of <strong>packaging</strong> right up from the<br />

initial concept to the finished product.<br />

The mixture of an exhibition, extraordinary<br />

show-rooms, Area of Taste, as well<br />

as an exceptional framework programme<br />

provides the visitors with the most<br />

recent trends and inspirations based on<br />

a “close-up view” and a sustainable basis.<br />

pj<br />

Besucherstruktur der Packaging Innovations Hamburg (Juni 2016).<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 49


Messen und Veranstaltungen<br />

Jubiläumsevent ICE Europe <strong>2017</strong><br />

Im Fokus: Veredelungstechniken und<br />

Materialienverarbeitung<br />

Vom 21. bis 23. März <strong>2017</strong> präsentiert die Internationale Converting-Leitmesse zum zehnten Mal technische<br />

Innovationen und Fertigungstrends im Bereich der Veredelung und Verarbeitung von flexiblen,<br />

bahnförmigen Materialien wie Papier, Film, Folie und Vliesstoffen.<br />

Vor dem Hintergrund des Einflusses von<br />

Automatisierung und Digitalisierung stehen<br />

die Diversifizierung von Veredelungstechniken<br />

sowie die effiziente,<br />

nachhaltige Verarbeitung hochwertiger<br />

und flexibler Materialien im Mittelpunkt.<br />

2015 verzeichnete die Veranstaltung mit<br />

rund 7.040 Fachbesuchern aus 71 Ländern<br />

ein Rekordergebnis in ihrer Erfolgsgeschichte.<br />

In diesem Jahr präsentieren<br />

mehr als 400 internationale Aussteller<br />

neueste Materialien, Technologien, Produktionslösungen<br />

und Anwendungssysteme<br />

sowie Zubehör und Dienstleistungen<br />

aus allen Hauptbereichen und<br />

Prozessen des Convertings: Materialien,<br />

Beschichtung/Kaschierung, Trocknung/Härtung,<br />

(Vor-)Behandlung, Maschinenzubehör,<br />

Schneide-/Wickeltechnik,<br />

Flexo-/Tiefdruck, Konfektionierung,<br />

Fabrikmanagement/Abfallbeseitigung,<br />

Retrofits/runderneuerte Anlagen, Lohnveredelung/-verarbeitung,<br />

Kontroll-,<br />

Mess-/Prüfsysteme, Software, Dienstleistungen<br />

sowie Information/Kommunikation.<br />

Fachbesucher auf der ICE Europe sind<br />

Branchenspezialisten wie Geschäftsführer,<br />

Werksleiter, Konstrukteure und Betriebsingenieure,<br />

technische Leiter,<br />

Einkäufer sowie Vertriebs- und Marketingdirektoren<br />

aus verschiedensten Industriesektoren:<br />

Verpackung, Lebensmittel,<br />

Arzneimittel/Gesundheit/Medizin,<br />

Inneneinrichtung/Möbel, Elektronik,<br />

Kunststoffe, Druck, Baugewerbe, Automobil,<br />

Textil-/Vliesstoffgewerbe, Zellstoff,<br />

Papier, Chemie, Agrargewerbe,<br />

Luftfahrt,Recycling und Maschinenbau.<br />

Jubiläums-Awards in vier<br />

Kategorien<br />

Die Verleihung der ICE Europe-<strong>2017</strong>-<br />

Awards für Best Practice, Exzellenz, Innovation<br />

und außergewöhnliche Leistungen<br />

in der Converting-Industrie<br />

wird ein Highlight der Veranstaltung.<br />

Der Veranstalter zeichnet im Rahmen<br />

eines Onlinewettbewerbs Aussteller für<br />

ihre innovativen Produkte, Services<br />

oder Produktionslösungen aus. In<br />

einem Online-Voting bestimmt die ICE<br />

Europe Community ihren jeweiligen Favoriten<br />

in den vier Kategorien: Industrie<br />

4.0, saubere Technologien, Converting-<br />

Lösungen für neue Materialien sowie<br />

innovative Partnerschaften.<br />

CCE für die Wellpappen- und<br />

Faltschachtelindustrie<br />

Parallel öffnet die Fachmesse CCE International<br />

in den Hallen B5 und B6 ihre Tore.<br />

Besucher beider Messen können sich entlang<br />

der gesamten Wertschöpfungskette<br />

– von Rohstoffen bis hin zur ganzen Bandbreite<br />

der Veredelung – über nachhaltige<br />

Verpackungstrends und kreative Produktionslösungen<br />

informieren. Die diesjährige<br />

CCE International präsentiert<br />

innovative Technologien, Produktionssysteme<br />

und neueste Lösungen für die Produktion<br />

und Verarbeitung von Wellpappe<br />

und Faltschachteln, unter besonderer Beachtung<br />

neuer Anwendungsbereiche wie<br />

Druck und Veredelung.<br />

ICE Europe will celebrate its<br />

jubilee<br />

For the 10th time, the World’s Leading<br />

Converting Exhibition presents technological<br />

innovations and the latest manufacturing<br />

trends for the conversion of flexible,<br />

web-based materials, such as paper,<br />

film, foil and nonwovens. The <strong>2017</strong> show<br />

will focus on the efficient and sustainable<br />

conversion of premium quality flexible<br />

materials, as well as on the diversification<br />

of converting techniques in the context<br />

of automation and digitisation. One of<br />

the highlights will be the presentation of<br />

the Jubilee Awards in four categories: Industry<br />

4.0, Green Technology, Converting<br />

Solutions for New Materials as well as Innovative<br />

Partnerships.<br />

pj<br />

50<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

CosmeticBusiness <strong>2017</strong><br />

Positive Vorzeichen für den<br />

Branchentreff<br />

Für die nächste Ausgabe der internationalen Fachmesse der Kosmetik-Zulieferindustrie vom 21. bis 22. Juni<br />

<strong>2017</strong> ist der Zuspruch ungebrochen. Zahlreiche Neuaussteller präsentieren sich den Fachbesuchern im MOC<br />

München.<br />

Angefangen bei den Rohstoffen über<br />

die Herstellung bis hin zur Verpackung<br />

und Services: Alles, was für die Kreation<br />

neuer Kosmetikprodukte und ihrer erfolgreichen<br />

Präsentation wichtig ist, findet<br />

sich auf dem Branchentreff im MOC<br />

München. Im Juni vergangenen Jahres<br />

konnte die CosmeticBusiness mit 410<br />

Ausstellern und vertretenen Unternehmen<br />

aus 22 Ländern das beste Ergebnis<br />

in ihrer Geschichte verzeichnen.<br />

Die Messevorbereitungen für die diesjährige<br />

CosmeticBusiness laufen laut<br />

den Angaben des Veranstalters Leipziger<br />

Messe sehr vielversprechend: „Die<br />

vergangene Ausgabe der Fachmesse<br />

war ein voller Erfolg. Aktuell spiegelt<br />

sich die große Zufriedenheit der Aussteller<br />

in einem hervorragenden Anmeldestand<br />

für die CosmeticBusiness <strong>2017</strong><br />

wider“, sagt Projektdirektorin Ivonne Simons.<br />

Aktuell sind mehr als 90 Prozent<br />

der Ausstellungsfläche vertraglich gebunden.<br />

Damit stehen für die CosmeticBusiness<br />

<strong>2017</strong> nur noch wenige freie<br />

Ausstellungsstände zur Verfügung.<br />

Neuaussteller in allen<br />

Bereichen<br />

Nicht nur die meisten Unternehmen, die<br />

in letztem Jahr im Rahmen der CosmeticBusiness<br />

ihr Leistungsspektrum und<br />

ihre Produktneuheiten präsentiert<br />

haben, haben sich wieder angemeldet.<br />

Die Organisatoren konnten bis jetzt auch<br />

mehr als 30 Neuaussteller vom Konzept<br />

der B2B-Fachmesse überzeugen.<br />

Zu den Firmen, die <strong>2017</strong> zum ersten Mal<br />

auf der CosmeticBusiness ausstellen<br />

werden, gehören zum Beispiel im Bereich<br />

Rohstoffe Polygon Chemie aus der<br />

Schweiz und Buckton Scott aus<br />

Deutschland oder Biosynthis aus Frankreich.<br />

Im Ausstellungsbereich Lohnherstellung/Private<br />

Label stehen ebenfalls<br />

schon neue Aussteller fest – zum Beispiel<br />

Volcke Aerosol Connection/Solchim<br />

aus Italien, MaqPro aus Frankreich<br />

sowie die deutsche Firma Pretty Smart<br />

Innovations by Dr. Straetmans. Auch<br />

Mussler Cosmetic Production und Gewo<br />

sind zurück auf der Fachmesse. Ihre Premiere<br />

als Aussteller auf der CosmeticBusiness<br />

feiern ebenfalls<br />

Maschinenanbieter wie Unilogo aus<br />

Polen und Synopac aus der Schweiz.<br />

Einstiegsangebot für Start-ups<br />

und Erstaussteller<br />

Die CosmeticBusiness wird stetig weiterentwickelt.<br />

Neu ist in diesem Jahr ein Einstiegsangebot<br />

für Start-ups und<br />

Erstaussteller unter dem Namen „CosmeticBusiness<br />

START-UP“. Dadurch können<br />

diese Unternehmen zu einem attraktiven<br />

Preis ab 2.500 Euro Bestandteil eines Gemeinschaftsstands<br />

und Aussteller auf der<br />

CosmeticBusiness werden. Kleinere, innovative<br />

Zulieferer sollen so die Chance<br />

auf eine Messeteilnahme erhalten. pj<br />

Pj 08 | 2016 www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 51


Messen und Veranstaltungen<br />

Wettbewerb „Produktinnovation in Glas“ gestartet<br />

Exzellentes in Glas gesucht<br />

Zum vierten Mal in Folge verleiht das Aktionsforum Glasverpackung in diesem Jahr die „Produktinnovation<br />

in Glas” für besondere Produkte, die in Glas verpackt sind. Lebensmittel- und getränkeabfüllende<br />

Unternehmen können sich bis zum 9. April <strong>2017</strong> bewerben. Die Teilnahme ist kostenlos.<br />

Ob Mineralwasser, Gemüse, Saucen, Limonaden,<br />

Joghurt, Bier – es gibt unzählig<br />

viele Lebensmittel und Getränke in<br />

Glasverpackungen. Mit der Auszeichnung<br />

„Produktinnovation in Glas” ehrt<br />

das Aktionsforum Glasverpackung außergewöhnliche<br />

und innovative Produkte,<br />

die neu auf dem Markt und in Glas<br />

verpackt sind. Die Auszeichnung wurde<br />

2014 erstmals verliehen. In diesem Jahr<br />

können sich Lebensmittel und Getränke<br />

herstellende bzw. abfüllende Unternehmen<br />

noch bis zum 9. April <strong>2017</strong> kostenlos<br />

mit Produkten bewerben, die im Zeitraum<br />

vom 1. Januar 2016 bis 31. März<br />

<strong>2017</strong> erstmals auf dem deutschen Markt<br />

verkauft wurden.<br />

Jury und Besucher des Trendtag<br />

Glas wählen die Gewinner<br />

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern<br />

bewerben sich in der Kategorie „Kleine<br />

Unternehmen”, Unternehmen mit mehr<br />

als 50 Mitarbeitern in der Kategorie<br />

„Mittlere und große Unternehmen”. Eine<br />

unabhängige Jury wird alle Einreichungen<br />

kritisch bewerten und jeweils die<br />

drei besten Teilnehmer in den Kategorien<br />

„Kleine Unternehmen” sowie „Mittlere<br />

und große Unternehmen” nominieren<br />

sowie im Anschluss die Gewinner<br />

festlegen.<br />

Die Jury setzt sich aus folgenden Experten<br />

zusammen: Brigitte Bähr, freie Journalistin<br />

für das <strong>packaging</strong> <strong>journal</strong>, Andrej<br />

Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rats<br />

für Formgebung/German Design Council,<br />

Dr. Ulrich Nehring, Geschäftsführer<br />

der Institut Nehring GmbH, sowie Achim<br />

Nieroda, Referent Technik beim Deutschen<br />

Brauer-Bund.<br />

Die Präsentation der sechs Nominierten<br />

erfolgt am 18. Mai in Hamburg beim<br />

Trendtag Glas <strong>2017</strong> – dem Branchenevent<br />

für Entscheider aus Marketing, Handel<br />

und Einkauf. Dort wählen die Teilnehmer<br />

dann auch den dritten Gewinner<br />

– den „Publikumsliebling“. Die offizielle<br />

Preisverleihung mit der Bekanntgabe<br />

der drei Gewinner und der Übergabe<br />

der Glastrophäen findet direkt im<br />

Anschluss an den Trendtag Glas im Rahmen<br />

eines Get-togethers im „Au Quai” in<br />

Hamburg statt.<br />

„Wir freuen uns sehr, dieses Jahr wieder<br />

innovative, in Glas verpackte Produkte<br />

mit unserem gläsernen Möbiusband zu<br />

ehren. Die positiven Erfahrungen der<br />

letzten Jahre bestärken uns, in Glas verpackten<br />

Produkten mit dieser Auszeichnung<br />

ein Forum zu geben. Wir sind<br />

schon sehr auf die diesjährigen Einreichungen<br />

gespannt und freuen uns auf<br />

die Preisverleihung im Mai“, sagt<br />

Dr. Johann Overath, Hauptgeschäftsführer<br />

des Bundesverbands Glasindus -<br />

trie e.V. und Sprecher des Aktionsforums<br />

Glasverpackung.<br />

pj<br />

52<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 08 | 2016 Pj


Kalender | Leseecke<br />

Veranstaltungen<br />

Weitere Termine finden Sie auf www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de.<br />

FEBRUAR<br />

maintenance Schweiz<br />

08.02. bis 9.02.<strong>2017</strong> in Zürich (CH)<br />

www.easyfairs.com<br />

Fruit Logistica<br />

08.02. bis 10.02.<strong>2017</strong> in Berlin<br />

www.fruitlogistica.de<br />

Biofach<br />

15.02. bis 18.02.<strong>2017</strong> in Nürnberg<br />

www.biofach.de<br />

MÄRZ<br />

PACKINNO/Sino-Pack<br />

01.03. bis 03.03.<strong>2017</strong> in Guangzhou (CN)<br />

www.packinno.com/www.chinasinopack.com<br />

EuroShop<br />

05.03. bis 09.03.<strong>2017</strong> in Düsseldorf<br />

www.euroshop.de<br />

Cfia<br />

07.03. bis 09.03.<strong>2017</strong> in Rennes (FR)<br />

www.cfiaexpo.com<br />

Intec<br />

07.03. bis 10.03.<strong>2017</strong> in Leipzig<br />

www.messe-intec.de<br />

all about automation<br />

08.03. bis 09.03.<strong>2017</strong> in Friedrichshafen<br />

www.all-about-automation.com<br />

MODERN BAKERY MOSCOW<br />

13.03. bis 16.03.<strong>2017</strong> in St. Petersburg, (RU)<br />

www.modernbakery-moscow.com<br />

Leseecke<br />

LogiMAT<br />

14.03. bis 16.03.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.logimat-messe.de<br />

Cosmopack/Cosmoprof<br />

16.03. bis 19.03.<strong>2017</strong> in Bologna (IT)<br />

www.cosmoprof.com/www.cosmopack.com<br />

CeBIT<br />

20.03. bis 24.03.<strong>2017</strong> in Hannover<br />

www.cebit.de<br />

Pro2Pac<br />

20.03. bis 22.03.<strong>2017</strong> in London (GB)<br />

www.pro2pac.co.uk<br />

ICE Europe/CCE International<br />

21.03. bis 23.03.<strong>2017</strong> in München<br />

www.ice-x.com /www.cce-international.com<br />

Deutscher Verpackungskongress<br />

23.03. bis 24.03.<strong>2017</strong> in Berlin<br />

www.verpackungskongress.de<br />

Gulf Print & Pack<br />

26.03. bis 29.03.<strong>2017</strong> in Dubai (VAE)<br />

www.gulfprintpack.com<br />

Automatisierungstreff IT & Automation<br />

28.03. bis 30.03.<strong>2017</strong> in Böblingen<br />

www.automatisierungstreff.com<br />

Log – 23. Handelslogistik Kongress<br />

28.03. bis 29.03.<strong>2017</strong> in Köln<br />

www.handelslogistik.de<br />

LOPEC<br />

29.03. bis 30.03.<strong>2017</strong> in München<br />

www.lopec.com<br />

APRIL<br />

MEDTEC Europe<br />

04.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.medteceurope.com<br />

Empack, LABEL/PRINT<br />

05.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in s’Hertogenbosch (NL)<br />

www.easyfairs.com<br />

Packaging Innovations<br />

05.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in Berlin<br />

www.easyfairs.com<br />

DJAZAGRO<br />

10.04. bis 13.04.<strong>2017</strong> in Algier (DZA)<br />

www.djazagro.com<br />

Hannover Messe<br />

24.04. bis 28.04.<strong>2017</strong> in Hannover<br />

www.hannovermesse.de<br />

ReTEC<br />

24.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Augsburg<br />

www.retec-fair.com<br />

ICE USA<br />

25.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Orlando (USA)<br />

www.ice-x-usa.com<br />

Empack/Logistics & Distribution/<br />

Label&Print/Packaging Innovations<br />

26.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Zürich (CH)<br />

www.easyfairs.com<br />

2. Internationales Recycling Forum<br />

26.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Wiesbaden<br />

www.rigk.de/forum<br />

Gefahrgut<br />

Der Ratgeber stellt kurz und übersichtlich die wichtigsten Pflichten der an der Gefahrgutbeförderung Beteiligten dar. Das Fachbuch ermöglicht so allen<br />

vom Versender über den Verpacker, von den Beförderern bis hin zum Empfänger, den umfangreichen und abstrakten sowie regelmäßig novellierten Rechtstext<br />

in konkrete Aufgaben umzusetzen. Dank des handlichen Formats und der praxistauglichen Übersichten kann der Betroffene klar seine Pflichten sowie<br />

mitführungspflichtige Dokumente und Ausrüstungsgegenstände erkennen. Aufgelockert wird der Text durch Grafiken und ein Wissensquiz mit Auflösung.<br />

Emilia Poljakov<br />

Gefahrgut auf der Straße – wer macht was? Pflichten erkennen – Bußgeld vermeiden<br />

ecomed SICHERHEIT, 1. Aufl. 2016 • 64 S., Softcover, 19,99 EUR • ISBN 978-3-609-69607-2<br />

Management 4.0<br />

Um den digitalen Wandel, der alle Bereiche der Gesellschaft erreicht, erfolgreich zu meistern, sind neue Führungskonzepte gefragt. Das entsprechende<br />

Rüstzeug erhalten Manager mit diesem „Kursbuch“. Es gibt einen Überblick über den Inhalt des digitalen Wandels, vermittelt Einblicke in interne Prozesse<br />

und Strukturen und charakterisiert unterschiedliche Generationen. Und es hilft, Veränderungsbedarf zu erkennen, passende Strategien anhand praktischer<br />

Beispiele und konkreter Tipps zu entwickeln und umzusetzen. Einziges Manko: Ein Verzeichnis prägnanter Begriffsdefinitionen wäre noch wünschenswert.<br />

Thomas Breyer-Mayländer<br />

Management 4.0 – Den digitalen Wandel erfolgreich meistern • Das Kursbuch für Führungskräfte<br />

Carl-Hanser-Verlag, 1. Aufl. 2016 • 408 S., 36,00 EUR • ISBN 978-3-446-45038-7 • inklusive. E-Book


Branchenguide<br />

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54<br />

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Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 55


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Lohn-Pack<br />

K. A. Wolf<br />

GmbH & Co. KG<br />

Dorfwiesenstraße<br />

61197 Florstadt<br />

Tel. 0 60 41/89 05,<br />

Fax 0 60 41 / 47 76<br />

Mail: kontakt@lohn-pack.com<br />

Lohnverpackung<br />

Kennzeichensysteme/<br />

Etikettiertechnik<br />

Paletten<br />

Industrial Print & Apply Labelling<br />

Logopak Systeme GmbH & Co. KG<br />

Dorfstr. 40 · 24628 Hartenholm<br />

info@logopak.de · www.logopak.de<br />

Firmendatenbank mit Unternehmens-<br />

und Produktpräsenz.<br />

Das B2B-Portal mit Suchfunktion für<br />

Anbieter und Kunden.<br />

56<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Branchenguide<br />

Papierrollen<br />

Thermotransferdrucker<br />

UV-Leuchten<br />

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HELLING GMBH<br />

Spökerdamm 2, 25436 Heidgraben<br />

Postfach 2132, 25437 Tornesch<br />

Tel. (04122) 922-0 • Fax (04122) 922-201<br />

Internet: http://www.hellinggmbh.de<br />

E-Mail: info@hellinggmbh.de<br />

Verpackungsmaschinen<br />

Anzeigenschluss<br />

März-Ausgabe<br />

24. 02. <strong>2017</strong><br />

Standard Schraubverschlüsse<br />

Kindersicherheitsverschlüsse<br />

Originalitätsverschlüsse, Laborverschlüsse<br />

Messbecher und Schraubtrinkbecher<br />

Trockenmittelverschlüsse<br />

Thermotransferfolien/-bänder<br />

KISICO GmbH<br />

D-65375 Oestrich-Winkel<br />

Tel: +49 (0) 6723/99 650<br />

www.kisico.de<br />

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MS Ultraschall Technologie GmbH<br />

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Lanico Maschinenbau Otto Niemsch GmbH<br />

Postfach 3065 • 38020 Braunschweig<br />

fon 0531/809060 • fax 0531/8090627<br />

www.lanico.de • e-mail info@lanico.de<br />

Ihre Ansprechpartner für den<br />

Anzeigenverkauf:<br />

HELLING GMBH<br />

Spökerdamm 2, 25436 Heidgraben<br />

Postfach 2132, 25437 Tornesch<br />

Tel. (04122) 922-0 • Fax (04122) 922-201<br />

Internet: http://www.hellinggmbh.de<br />

E-Mail: info@hellinggmbh.de<br />

Susanne Julia Gorny -<br />

Tel. 02236 848817 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: sg@ella-verlag.de<br />

Margot Cremer-<br />

Tel. 02236 848829 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: mcremer@ella-verlag.de<br />

Firmendatenbank mit Unternehmens-<br />

und Produktpräsenz.<br />

Das B2B-Portal mit Suchfunktion für<br />

Anbieter und Kunden.<br />

SONOTRONIC Nagel GmbH<br />

<br />

Tel.: +49 72 48 72 48 <br />

info@<br />

Andrea Vogel-<br />

Tel. 02236 848822 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 57


<strong>packaging</strong> <strong>journal</strong><br />

März <strong>2017</strong><br />

IMPRESSUM<br />

01-<strong>2017</strong>. 16. Jahrgang<br />

02<br />

Themen:<br />

Etikettieren, Kennzeichnen, Codieren, RFID<br />

Papier, Pappe, Karton<br />

Verpacken von Lebensmitteln<br />

Markenschutz, Fälschungssicherheit<br />

Automatisieren, Steuern, Robotik<br />

Verlag Verlag<br />

ella ella Verlag Verlag Elke Elke Latuperisa Latuperisa e. K. e. K.<br />

Emil-Hoffmann-Str. 55–59 55–59 · 50996 · 50996 Köln Köln<br />

Tel. Tel.: +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 088 • Fax 0 • Fax: +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 24 88 24<br />

pj@ella-verlag.de · www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

· Herausgeberin/Chefredakteurin<br />

Elke Elke Latuperisa Latuperisa · el@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236-84 36-84 88 11 88 11<br />

Redaktion Redaktion<br />

Brigitte Brigitte Bähr Bähr · Tel. · Tel. +49 +49 (0)341-52 (0)341-52 03 03 043 043 · brigitte-baehr@t-online.de<br />

· Robert Robert Latuperisa Latuperisa · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236-84 36-84 88 12 88 · 12 latup@ella-verlag.de<br />

· Anzeigen Anzeigen<br />

Susanne Susanne Julia Julia Gorny Gorny · sg@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236 (0)2236 - 84 - 84 88 88 17 17<br />

Andrea Andrea Vogel Vogel · av@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236 (0)2236 - 84 - 84 88 88 22 22<br />

Auslandsvertretung<br />

Edouard Edouard C. Costemend C. Costemend · 69 · 69 Boulevard Boulevard Beauséjour Beauséjour · F-75016 · F-75016 Paris Paris<br />

Tel. Tel. +33 +33 (0)686 664 8662 6485 62 · 85 edouard.costemend@free.fr<br />

· Es Es gilt gilt Preisliste Preisliste Nr. Nr. 15 15 vom vom 01.11.2016 01.11.2015<br />

Marketing Marketing und und Vertrieb Vertrieb<br />

Margot Margot Cremer Cremer • mcremer@ella-verlag.de<br />

• mc@ella-verlag.de<br />

Tel. Tel. +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 88 29 29 • Fax • Fax +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 88 24 24<br />

Korrektorat/Lektorat: Lektorat textperlen.de textperlen.de · Bärbel · Bärbel Philipp Philipp<br />

Übersetzung Mike Mike Wägeler Wägeler<br />

Produktion RL RL art art & design & design · produktion@ella-verlag.de<br />

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Automated <strong>packaging</strong> Ltd., Braunschweig 9<br />

Focke & CO (GmbH & Co KG), Barssel 33<br />

easyFairs Deutschland GmbH, München 46<br />

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IDICE SAS, F-Oyonnax Cedex 60<br />

Leuze electronic GmbH & Co., Owen 27<br />

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STREMA Maschinenbau GmbH, Sulzbach 31<br />

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Bezugspreis (8 Ausgaben im Jahr)<br />

INLAND Jahresabonnement: € 70,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

Bezugspreis Einzelpreis: (8 € Ausgaben 10,50 inkl. MwSt. im Jahr) zzgl. Versandkosten<br />

INLANDS-Jahresabonnement: € 80,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

Einzelpreis: AUSLAND € Jahresabonnement<br />

12,50 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

aus EU-Ländern € 94,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

AUSLANDS-Jahresabonnement<br />

(MwSt. entfällt bei Nennung der UID-Nummer) Schüler, Studenten und<br />

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entfällt bei Nennung der UID-Nummer.) Bestellungen direkt Schüler, beim Studenten Verlag oder undim In-<br />

(MwSt.<br />

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sich gekündigt automatisch wird. jeweils um ein weiteres Jahr, wenn der Vertrag nicht<br />

schrift-<br />

mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt<br />

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Zahlungsmöglichkeit Konto: 1005102627, für Abonnenten BLZ 37050198<br />

Sparkasse IBAN : KölnBonn, DE19370501981005102627, BIC COLSDE33XXX<br />

Konto: 1005102627, BLZ: 37050198<br />

IBAN Haftung : DE19370501981005102627, BIC : OLSDE33XXX<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentlichungen können Redaktion<br />

Haftung und Verlag trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernehmen. Die Veröffentlichungen<br />

Haftung im für <strong>packaging</strong> die Richtigkeit <strong>journal</strong> von erfolgen Veröffentlichungen ohne Berücksichtung können Redaktion eines even-<br />

Eine<br />

und tuellen Verlag Patentschutzes. trotz sorgfältiger Mit Prüfung Namen nicht oder übernehmen. Zeichen des Verfassers Die Veröffentlichungen<br />

gekennzeichnete im <strong>packaging</strong> Beiträge <strong>journal</strong> stellen erfolgen nicht ohne unbedingt Berücksichtigung die Meinung eines der eventuelletion<br />

dar. Patentschutzes. Mit Namen oder Zeichen des Verfassers<br />

Redak-<br />

gekennzeichnete Alle im <strong>packaging</strong> Beiträge <strong>journal</strong> stellen veröffentlichten nicht unbedingt Beiträge die und Meinung Abbildungen der Redaktion<br />

urheberrechtlich dar. geschützt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmi-<br />

sind<br />

Alle gung im <strong>packaging</strong> des Verlages <strong>journal</strong> in irgendeiner veröffentlichten Form verwendet Beiträge und werden. Abbildungen Dies gilt sind auch<br />

urheberrechtlich für die Vervielfältigung geschützt. als Kein Kopie Teil oder dieser auf Zeitschrift Datenträgern darf sowie ohne Genehmigunnahme<br />

des Verlages in elektronischen in irgendeiner Datenbanken Form verwendet oder ins werden. Internet. Dies Für unverlangt gilt auch für<br />

für die Auf-<br />

die eingesandte Vervielfältigung Beiträge als Kopie wird keine oder auf Haftung Datenträgern übernommen. sowie für Es gelten die Aufnahme die Allgemeinen<br />

Geschäftsbedingungen Datenbanken oder ins des Internet. Verlages. Für unverlangt eingesandte<br />

in elektronische<br />

Beiträge wird keine Haftung übernommen. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />

des Verlages.<br />

Angeschlossen der Informationsgemeinschaft<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Angeschlossen Werbeträgern der e.V. Informationsgemeinschaft<br />

(IVW)<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Werbeträgern e. V. (IVW)<br />

Dieser Dieser Ausgabe Ausgabe liegen liegt Beilagen eine Beilagen der Firma der Firma G&K TechMedia<br />

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58<br />

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Ihre Ansprechpartner für<br />

den Anzeigenverkauf:<br />

Margot Cremer<br />

Tel. 02236 848829 •<br />

Email: mc@ella-verlag.de<br />

Susanne Julia Gorny<br />

Tel. 02236 848817 •<br />

Email: sg@ella-verlag.de<br />

Andrea Vogel<br />

Tel. 02236 848822 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

ella Verlag –<br />

Anzeigenleitung<br />

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Fax 02236 848824 •<br />

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