11.04.2019 Aufrufe

packaging journal 2_2017

Themenschwerpunkte der Ausgabe: Automatisieren, Steuern, Robotik, Etikettieren, Kennzeichnen, Verpacken von Lebensmitteln, Papier, Pappe, Karton, Markenschutz, Faelschungssicherheit, Vorberichte zur interpack 2017, Prämierte Kartonverpackungen, Unternehmensporträt Südpack

Themenschwerpunkte der Ausgabe:
Automatisieren, Steuern, Robotik, Etikettieren, Kennzeichnen, Verpacken von Lebensmitteln, Papier, Pappe, Karton, Markenschutz, Faelschungssicherheit, Vorberichte zur interpack 2017, Prämierte Kartonverpackungen, Unternehmensporträt Südpack

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

02 | <strong>2017</strong> English summaries<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de | Einzelpreis € 12,50<br />

TECHNOLOGIE | PRAXIS | UNTERNEHMEN | PRODUKTE<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

Südpack – Tradition und<br />

Innovationsgeist<br />

LEBENSMITTEL<br />

Natürliches<br />

Labeling<br />

AUTOMATISIEREN/STEUERN<br />

Virtuelle Entwicklung<br />

technischer Systeme


Der neue Standard für<br />

Lebensmittelsicherheit:<br />

SCHÜTZ FOODCERT.<br />

Beinhaltet<br />

Systemzertifizierung<br />

nach FSSC 22000<br />

BAUCH & MÜLLER WERBEAGENTUR GMBH<br />

4 . – 1 0 . M A I 2 0 1 7<br />

M E S S E D Ü S S E L D O R F<br />

H A L L E 1 0<br />

S TA N D D 2 2 | E 3 4<br />

Entdecken Sie das neue Plus an Sicherheit für Ihre flüssigen Lebensmittel,<br />

Nahrungsrohstoffe und -konzentrate. Die Anforderungen an Verpackungen<br />

durch die Lebensmittelindustrie steigen ständig. Eine Konzentration auf die<br />

Materialzulassung – z. B. gemäß FDA – ist daher mittlerweile völlig unzureichend.<br />

Der neu definierte Standard SCHÜTZ FOODCERT gewährleistet über das Material<br />

hinaus eine umfassende Produkt- und Prozesssicherheit – und wird damit dem<br />

heutigen Sicherheitsbedürfnis in der gesamten Supply Chain absolut gerecht.<br />

Sie möchten mehr über SCHÜTZ FOODCERT erfahren? Sprechen Sie uns an!<br />

SCHÜTZ GmbH & Co. KGa<br />

Schützstraße 12<br />

D-56242 Selters<br />

Tel. +49 (0) 2626/77-0<br />

Fax +49 (0) 2626/77-36<br />

E-Mail info1@schuetz.net<br />

www.schuetz.net


editorial<br />

«Die Robatech-Leimwerke<br />

lassen sich perfekt in unsere<br />

Maschinen integrieren und<br />

kommunizieren alle benötigten<br />

Informationen in Echtzeit.»<br />

Alternative<br />

Fakten?<br />

RALF SCHUBERT<br />

Geschäftsführender<br />

Gesellschafter (Technik)<br />

Gerhard Schubert GmbH<br />

Gegenwärtig stellen wir uns häufiger als vor der Amtseinführung von Präsident<br />

Trump und der im Januar <strong>2017</strong> von seiner Beraterin Kellyanne Conway<br />

gebrauchten Floskel während eines Interviews in der amerikanischen Polit-<br />

Talksendung „Meet the Press“ die Frage: Wie gut kann man sich noch auf verbreitete<br />

Nachrichten verlassen? Und welchen Einfluss wird dies auf alle<br />

Bereiche des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft haben, wenn dem kein<br />

deutlicher Riegel vorgeschoben wird?<br />

Einen Eintrag bei Wikipedia hat Conway schon einmal geschafft, in ihrer<br />

Funktion scheint sie momentan auf dem Abstellgleis zu stehen. Trotzdem<br />

war das ein harter Break. Denn leider machen gesunkene „Hemmschwellen“<br />

auf dem politischen Parkett allzu oft und allzu schnell Schule.<br />

Wir gehen davon aus, dass die Informationen, die uns erreichen, auf Fakten<br />

beruhen. Auch wenn erfahrene, mit der Materie vertraute Journalisten einschätzen<br />

können, wie bahnbrechend eine Neuentwicklung ist, kann kein<br />

Fachredakteur die abgefüllten und etikettierten Flaschen pro Stunde zählen<br />

oder die bei der Produktion eingesparte CO 2 -Menge real messen. Auch Informationen<br />

über eine klimaneutral hergestellte Verpackung oder die Langlebigkeit<br />

einer technischen Lösung in der Praxis lassen sich nicht nahtlos<br />

überprüfen. Dies war auch bisher schon so. Hier setzen alle Seiten weiterhin<br />

auf ein faires Miteinander.<br />

Und das muss auch so bleiben!<br />

Ihre<br />

Brigitte Bähr<br />

KLEBEN<br />

IN PERFEKTION<br />

Mit modernster<br />

Technologie für<br />

höchste Efzienz<br />

Robatech ist im Zeitalter von<br />

«Industry 4.0» angekommen.<br />

Besuchen Sie unsere interpack<br />

Info-Seite und lesen Sie den Bericht:<br />

www.robatech.com/interpack-<strong>2017</strong><br />

Kleben mit Robatech. Ressourcenschonend,<br />

sicher und innovativ.<br />

INTERPACK, DÜSSELDORF, DE<br />

4. - 10. MAI <strong>2017</strong>,<br />

HALLE 11 STAND F68<br />

Pj<br />

02 | <strong>2017</strong>


inhalt<br />

52<br />

AUS DEN UNTERNEHMEN<br />

6<br />

7<br />

8<br />

10<br />

nEws koMPAkT<br />

FrAunhoFEr – 30 Jahre Fraunhofer igd<br />

grAFE dEsign – Mehrwert dank spezifischer Additive und Pigmente<br />

vdw – Gute Perspektiven für die Transportverpackung Nr. 1<br />

PRÄMIERTE VERPACKUNGEN<br />

12 Teil 1 – Ein Bambi für ausgezeichnete Verpackungen<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

14 gETEChA – Zerkleinerungssysteme für die Kunststoff verarbeitende Industrie<br />

AUTOMATISIEREN | STEUERN | ROBOTIK<br />

18<br />

20<br />

22<br />

23<br />

24<br />

sChuBErT – Effizientes Verpacken von Portionskaffeesahne<br />

AuToMATEd PACkAging sYsTEMs – Symbiose von Warenwirtschaft und Verpackungstechnik<br />

novATEC – Von der manuellen zur automatischen Sortierung<br />

viTroniC – Intelligente Luftfrachtabwicklung<br />

BiTo – Behälter für automatisierte Lager<br />

ETIKETTIEREN | KENNZEICHNEN | CODIEREN | RFID |<br />

26<br />

27<br />

27<br />

27<br />

28<br />

28<br />

28<br />

28<br />

29<br />

29<br />

29<br />

29<br />

LogiMAT– Den Wandel gestalten: digital und vernetzt<br />

sMArT TEC – Das neue smart-PLATE<br />

isi AuToMATion – Automatisierte Produktion 4.0<br />

gTE BrAndsChuTz – Vorstellung Teleskoptor<br />

AuEr – Neue Produktfamilien<br />

ErgoPACk – Überhöhenmodul vereinfacht Umreifung<br />

LEnzE – Gesamtkonzept für moderne Regalbediengeräte<br />

ExPrEsso – Per Knopfdruck immer auf der Höhe<br />

hsM – Energieeffiziente Vertikalballenpressen<br />

kArdEx – Vom Komponentenlieferanten zum Lösungsanbieter<br />

iCs – Digitalisierung mit Effizienzgarantie<br />

MiCrosYsT – Kommissionierlösung trifft Anzeigetechnik<br />

MARKENSCHUTZ | FÄLSCHUNGSSICHERHEIT<br />

30 AnTArEs – 100-prozentige Rückverfolgbarkeit dank Bildverarbeitungssystemen<br />

32 BosCh PACkAging TEChnoLogY – Integrität von Behältnissen und Verschlüssen<br />

4<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong><br />

Pj


PAPIER | PAPPE | KARTON<br />

35<br />

37<br />

39<br />

ishidA – Fremdkörperdetektion mit Röntgenprüftechnik<br />

LEuzE – Datenübertragungs-Lichtschranke DDLS 500<br />

viCTorgrouP – Biobasierte Alternativen<br />

VERPACKEN VON LEBENSMITTELN<br />

41<br />

44<br />

47<br />

BErnhoLz vErPACkungEn – Investition in dritte VISIONCUT-106-LER-Stanze<br />

hTwk – Möglichkeiten und Grenzen des Digitaldrucks<br />

EuPiA – Prozessverbesserung durch neu gefasste GMP<br />

messen und veranstaltungen<br />

48<br />

50<br />

51<br />

52<br />

PACkAging innovATions – Design meets Technology<br />

iCE – Im Fokus: Veredelungstechniken und Materialienverarbeitung<br />

CosMETiCBussinEss – Positive Vorzeichen für den Branchentreff<br />

innovATion in gLAs– Exzellentes in Glas gesucht<br />

48<br />

FESTE RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

17 Kolumne<br />

53<br />

54 Branchenguide<br />

58 Vorschau/Impressum<br />

Veranstaltungskalender/Bücherecke<br />

Für anspruchvolle Kunden<br />

23<br />

Die Bernholz Verpackungen GmbH ist ein inhabergeführter Hersteller hochwertiger,<br />

offsetbedruckter Kartonverpackungen und offsetbedruckter Nassleimetiketten.<br />

Das Unternehmen verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung<br />

in der Druck- und Verpackungsbranche und hat seinen gesamten Prozess<br />

konsequent auf Premiumprodukte ausgerichtet. Kunden sind vor allem europäische<br />

Hersteller der Tabak- und der Süßwarenbranche. Wachstumspotenziale<br />

sieht man für sich insbesondere bei Verpackungen für Hersteller<br />

von Pharma- und Kosmetikprodukten sowie für Nahrungsergänzungsmittel,<br />

die ähnlich hohe Anforderungen an ihre Dienstleister stellen. Eine Investition<br />

in neueste Bobst-Technologie schafft die Kapazitäten für weitere


Aus den Unternehmen<br />

Parallelität der Ereignisse: Die<br />

CeMAT rückt in 2018 näher an die<br />

hAnnovEr MEssE heran und<br />

wird im nächsten Jahr zeitgleich<br />

zur weltweit wichtigsten Industriemesse<br />

auf dem Messegelände in<br />

Hannover veranstaltet werden. Die<br />

Themen Transportlogistik, verpackungstechnik<br />

und kennzeichnungstechnologien<br />

finden sich<br />

dann gebündelt in einer Halle. Dr.<br />

Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes<br />

der Deutschen Messe AG<br />

erläutert: "Das Verpackungsthema<br />

werden wir wieder eigenständig<br />

bearbeiten und weiter ausbauen,<br />

da es ein bedeutendes Thema für<br />

die Intralogistik ist."<br />

<br />

Die Bewerbungsfrist für den international<br />

FoodTec Award läuft. Mit<br />

dem renommierten Technologie-<br />

Preis, den die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)<br />

mittlerweile<br />

zum zehnten Mal ausgeschrieben<br />

hat, werden wegweisende<br />

Innovationsprojekte von<br />

Unternehmen der Lebensmittelund<br />

Zulieferindustrie ausgezeichnet.<br />

Anmeldeschluss für den International<br />

FoodTec Award ist der 19.<br />

Juni <strong>2017</strong>. Die Preisverleihung findet<br />

im Rahmen der Anuga Food-<br />

Tec 2018, der internationalen<br />

Zuliefermesse für die Lebensmittel-<br />

und Getränkeindustrie, in Köln<br />

statt.<br />

<br />

Mit „PACkwissen“ launcht ratioform<br />

einen Online-Ratgeber für die<br />

Praxis und stellt unter www.ratioform.de/packwissen<br />

Infos rund<br />

um Füllmaterialien, Kartongrößen,<br />

Packprozesse sowie Profi-Tipps zu<br />

Verpackungsmaterialien für Unternehmen<br />

bereit. Der Verpackungs-<br />

Ratgeber ist konzipiert für den<br />

täglichen Einsatz in nahezu allen<br />

Branchen. Für individuelle Fragen<br />

zum Verpackungsprozess, die über<br />

die Inhalte des PACKwissens hinausgehen,<br />

stehen ratioform-Experten<br />

zur Verfügung.<br />

<br />

Unter www.licefa.de kann der auf<br />

132 Seiten erweiterte Licefa verpackungskatalog<br />

<strong>2017</strong> durchgeblättert,<br />

heruntergeladen oder<br />

auch kostenlos bestellt werden.<br />

Der Spezialist für Kunststoffverpackungen<br />

hat seine Sortimentskästen<br />

neu aufgelegt. Sie gibt es jetzt<br />

mit erweiterten Funktionen und in<br />

einem modernen überarbeiteten<br />

Design. Dieser Klassiker besticht<br />

durch ein neues Verschlusssystem,<br />

ein stabiles Kunststoffscharnier<br />

und die Option der Stapelbarkeit.<br />

Neu im Sortiment sind auch Membrandosen<br />

mit Stülpdeckel und<br />

die vielseitig einsetzbaren und<br />

wasserdichten Clear-Kits.<br />

<br />

Im Rahmen einer Kooperation entwickeln<br />

die rlc | <strong>packaging</strong> group,<br />

brandpack (Verpackungsdesign),<br />

BillerudKorsnäs (Karton), Fixum<br />

Creative Technology (alternative<br />

Verpackungsverschluss-Lösungen)<br />

und VerDeSoft (Beratung und Engineering)<br />

ein ganzheitliches Verpackungskonzept<br />

für den Launch<br />

des Startup-Unternehmens<br />

Beauty-Labels Coscoon. Das Pilotprojekt<br />

ermöglicht dem Anbieter<br />

von Bio-Naturkosmetik, seine innovative<br />

Produktidee schneller zu<br />

realisieren und die Time to Market<br />

erheblich zu verkürzen. Aus der<br />

Kooperation entstand eine Idee für<br />

die Zukunft: Unter dem Label „Packaging<br />

Angels“ möchte rlc in Zusammenarbeit<br />

mit seinen Partnern<br />

weiteren Jungunternehmern mit<br />

zukunftsweisenden Ideen Starthilfe<br />

bieten.<br />

Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann<br />

<br />

Terminverlegung bei der drupa:<br />

Die drupa 2020 wird um eine<br />

Woche vorverlegt und findet nun<br />

von Dienstag, 16. Juni, bis Freitag,<br />

26. Juni 2020 statt. Das haben das<br />

drupa-Komitee und die Messe Düsseldorf<br />

in ihrer Sitzung Mitte Februar<br />

<strong>2017</strong> beschlossen.<br />

<br />

Als „All4Labels – global Packaging<br />

group“ werden zukünftig die Baumgarten-,<br />

rAko- und x-label group am<br />

Markt agieren, darauf haben sich die<br />

Eigentümerfamilien geeinigt. Die Fusion<br />

soll Stärken bündeln: Als Spezialist<br />

für digitalen Etikettendruck besitzt<br />

die RAKO Group umfassendes Knowhow<br />

in digitalen Produktionsprozessen.<br />

Mit einem Schwerpunkt auf dem<br />

Home & Personal Care-Sektor hat sich<br />

die X-label Group zum Innovationsführer<br />

von Supply Chain- orientierten<br />

Verpackungslösungen entwickelt. Die<br />

Baumgarten Group gehört seit über<br />

130 Jahren zu den größten und innovativsten<br />

Druckereien in Lateinamerika.<br />

Der Hauptsitz der neuen Gruppe,<br />

eigentümer- geführt bleiben wird, befindet<br />

sich in Witzhave bei Hamburg.<br />

Die vollständige Umfirmierung wird<br />

voraussichtlich 12 Monate dauern.<br />

<br />

Baumer hhs bringt ein neues Klebstoffauftragssystem<br />

namens inverto<br />

für den wechselseitigen Klebstoffauftrag<br />

von oben und unten in Inlinern<br />

(FFG) auf den Markt. Hersteller<br />

von Verpackungen aus Wellpappen<br />

sollen damit sowohl im Zuge von<br />

Retrofits als auch bei Neumaschinen<br />

ihre Flexibilität erhöhen können.<br />

Das System punktet, indem es mit<br />

lediglich einem Klebstoffauftragskopf<br />

und nur einer Verfahreinheit<br />

auskommt – was den Installationsaufwand<br />

und die Komplexität des<br />

Systems innerhalb der Inliner minimiert.<br />

Zudem ist die Umstellung der<br />

Beleimung von oben auf unten sehr<br />

komfortabel und bei kürzesten Rüstzeiten<br />

möglich.<br />

<br />

kautex Maschinenbau expandiert<br />

am Stammsitz Bonn: Der Produktionsstandort<br />

wird erweitert und modernisiert.<br />

In einer neuen Montagehalle<br />

mit einer Fläche von insgesamt<br />

ca. 5.000 m 2 sollen ab dem dritten<br />

Quartal <strong>2017</strong> überwiegend<br />

Verpackungsmaschinen der KBB-<br />

Baureihe und KSB-Saugblasmaschinen<br />

montiert und geprüft werden.<br />

Der offizielle Spatenstich wurde am<br />

15. Februar <strong>2017</strong> durchgeführt.<br />

<br />

Mondi, internationaler Papier- und<br />

Verpackungsmittelhersteller, investiert<br />

kräftig in den Ausbau der Produktionskapazitäten<br />

für Wellpappe<br />

im polnischen Werk Mondi Simet nahe<br />

Posen. Geplant ist die Installation<br />

einer 2,8 Meter breiten Wellpappenanlage<br />

mit drei einseitigen Maschinen,<br />

die das Portfolio von Mondi Simet<br />

um Produkte aus schwerwellpappe<br />

ergänzen und so eine größere<br />

Produktpalette bieten soll. <br />

6<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Aus den Unternehmen<br />

gruppenzertifiziert: Die KHS-Gruppe vermeldet, dass ab sofort alle Produktionsstandorte<br />

nach dem neuen, revidierten ISO 9001:2015 Standard<br />

zertifiziert sind. Der aktuelle 2015er-Standard löst die bisher gebräuchliche<br />

ISO 9001:2008 ab. Erstmalig ist der indische Standort Ahmedabad<br />

auch Teil des Gruppenzertifikats.<br />

<br />

Rund 1.600 Aussteller nehmen vom<br />

11. bis 15. September an der drinktec,<br />

der Weltleitmesse für die Getränkeund<br />

Liquid-Food-Industrie in München<br />

teil, damit geht diese mit der größten Beteiligung in ihrer über 60jährigen<br />

Geschichte an den Start. Durch die Integration der siMEi, der weltweit<br />

führenden Messe für Weintechnologie, wächst die von der drinktec<br />

belegte Hallenfläche auf über 150.000 Quadratmeter. Zur drinktec <strong>2017</strong><br />

werden mehr als 70.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt und aus allen<br />

Bereichen der Getränkeherstellung erwartet. Top-Themen der drinktec<br />

<strong>2017</strong> sind unter anderem Energie- und Ressourceneffizienz, Hygiene und<br />

Produktsicherheit sowie Prozessoptimierung und Flexibilität. <br />

geschäftsjahresabschluss 2016<br />

Für das Geschäftsjahr 2016 verzeichnet die Romaco Group erneut ein<br />

zweistelliges Wachstum im Auftragseingang und bestätigt damit den<br />

Aufwärtstrend der vergangenen Jahre. Mit einem Bestellwert von insgesamt<br />

143,7 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen 2016 ein Plus<br />

von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich des Neumaschinengeschäfts<br />

wuchs der Auftragseingang um starke 22,2 Prozent auf<br />

104,5 Millionen Euro. Dieses positive Ergebnis spiegelt sich auch in den<br />

Umsatzzahlen wider. Hier konnte die Romaco Group um 6,3 Prozent zulegen<br />

und einen Umsatz von 134,3 Millionen Euro erwirtschaften. Auf<br />

den Verkauf von Neumaschinen entfielen 92,8 Millionen Euro, was einer<br />

Verbesserung des Vorjahreswerts um 10 Prozent entspricht. Auch mit<br />

seinen Serviceleistungen bleibt Romaco auf Wachstumskurs und steigerte<br />

seinen Umsatz in diesem Geschäftsfeld um weitere 3,8 Prozent.<br />

„Die positive Bilanz des Neumaschinengeschäfts ist ein deutlicher Indikator<br />

für die starke Positionierung und die Bekanntheit der Marke Romaco<br />

auf den internationalen Pharmamärkten“, unterstreicht Paulo<br />

Alexandre, CEO der Romaco Group. „Mit gezielten Investitionen in die<br />

Vertriebsstruktur und unser Portfolio ist es gelungen, die Nachfrage<br />

nach den Produkten von Romaco erheblich zu steigern. Das werden wir<br />

auch auf der Interpack <strong>2017</strong> in Düsseldorf wieder eindrücklich zeigen.“<br />

Mit Romaco France S.A.S. wurde im August 2016 eine weitere lokale Vertriebsniederlassung<br />

eröffnet. Aktuell betreibt die Romaco Group fünf<br />

Sales & Service Center in Brasilien, China, Frankreich, Russland und den<br />

USA. „Die Nähe zum Kunden zahlt sich aus“, so das Fazit von Paulo Alexandre<br />

zum erfolgreichen Jahresabschluss<br />

<br />

2016.<br />

rEwE group ersetzt Plastikverpackungen bei<br />

obst & gemüse durch Laser-Logo<br />

Die Auslistung der Plastiktüte war für die rEwE group nur der Anfang.<br />

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, unnötige Verpackungen<br />

komplett aus seinen Regalen zu verbannen, ohne einen schnelleren Verderb<br />

zu riskieren oder gegen gesetzlich notwendige Deklarationen von<br />

Produkten zu verstoßen. Eine neue Erfindung soll nun Umverpackungen<br />

und Etiketten bei Bio-Obst und -Gemüse ersetzen: Avocados und Süßkartoffeln<br />

sind die ersten Produkte, die im Rahmen eines Pilotprojektes<br />

bei rEwE und PEnnY mit der neuen Methode des „natürlichen“ Labelings<br />

(Natural Branding) gekennzeichnet werden. Ohne den Einsatz von<br />

Plastik, Papier, Farben oder Klebstoff, sondern mit einem gebündelten<br />

Lichtstrahl können die Produkte mit einem Logo und weiteren Informationen<br />

versehen werden. Hierzu werden lediglich Pigmente der äußersten<br />

Schalenschicht abgetragen. Das Labeling findet nur an der<br />

Oberfläche statt, ist völlig kontaktlos und hat keinen Einfluss auf Geschmack,<br />

Qualität oder Haltbarkeit. Das „natürliche“ Labeling benötigt<br />

neben dem Laser keine Hilfsmittel und ist somit bei Früchten möglich,<br />

bei denen die Schale entfernt wird, aber auch bei Früchten, bei denen<br />

sie mitgegessen wird.<br />

Diese neue Kennzeichnung von Bio-Obst- und -Gemüse könnte zukünftig<br />

Umverpackungen überflüssig machen, die lediglich dazu dienen, Verwechslungen<br />

zwischen Bio- und<br />

konventioneller Ware zu vermeiden.<br />

Dadurch könnten erhebliche<br />

Mengen an Plastik, Papier<br />

und Metall eingespart werden<br />

und es gelangen weniger<br />

Treibhaus.<br />

<br />

Live auf<br />

der LogiMAT<br />

Halle 6<br />

Stand C25<br />

<br />

Kein Abfall,<br />

keine Entsorgung<br />

bei Linerless-Material<br />

Die neue Freiheit<br />

Die QTB Linerless von Logopak – druckt auf<br />

klebstofffreiem und herkömmlichem Material.<br />

3 Ihr Vorteil: Volle Flexibilität bei hoher Effizienz<br />

3 Bei Einsatz von Linerless-Etiketten:<br />

höhere Produktivität dank seltenerer<br />

Materialwechsel-Unterbrechungen<br />

3 Außerdem: kein Abfall, keine Entsorgung<br />

Druckt wahlweise auf klebstofffreiem<br />

und herkömmlichem Material.<br />

<br />

Bei klebstofffreien Etiketten:<br />

längere Laufzeiten und<br />

weniger Materialwechsel<br />

Mehr Informationen unter<br />

www.logopak.com


Aus den Unternehmen<br />

Tetra Pak<br />

Tetra Pak übernimmt führenden Hersteller von<br />

Anlagen für die Herstellung von Mozzarellakäse<br />

Tetra Pak hat das Unternehmen Johnson Industries International, übernommen, das auf die Entwicklung<br />

und Fertigung von Anlagen und Linien zur Herstellung von Mozzarellakäse spezialisiert ist. Mit der<br />

Übernahme erweitert Tetra Pak sein umfassendes Portfolio an technologischen Lösungen zur<br />

Käseherstellung und stärkt seine Position als einer der weltweit führenden Anbieter von Anlagen<br />

für die Käseherstellung.<br />

Rudolf-Diesel-Str. 12 · 91522 Ansbach<br />

www.transnova-ruf.de<br />

Telefon 0049 (0)-981 96984-0<br />

Johnson Industries International mit Sitz<br />

in Wisconsin, USA, ist einer der führenden<br />

Lieferanten Nordamerikas im absatzstarken<br />

Segment der Herstellung<br />

von qualitativ hochwertigem Mozzarella.<br />

Darüber hinaus stellt Johnson Industries<br />

International eine Reihe von Anlagen<br />

für das Schneiden, Reiben und Behandeln<br />

von Käse in Salzlake her. Das<br />

US-amerikanische Unternehmen wird<br />

seinen derzeitigen Standort trotz Übernahme<br />

beibehalten und sich weiterhin<br />

auf sein Kerngeschäft konzentrieren.<br />

Monica Gimre, Executive Vice President<br />

Processing Systems bei Tetra Pak: „Mit<br />

der Übernahme von Johnson Industries<br />

International gewinnen wir in einem Bereich<br />

des wachsenden Käsemarkts wichtiges<br />

Fach- und Technologiewissen hinzu,<br />

das für unser Geschäft eine immer<br />

größere Rolle spielt. Viele unserer Kunden<br />

sind dabei, ihre Produktion in dieser<br />

Kategorie auszuweiten. Mit der Übernahme<br />

können wir nun sicherstellen,<br />

dass sie Zugang zu umfassenden Anlagen-<br />

und Servicelösungen erhalten. Diese<br />

tragen dazu bei, die Komplexität des<br />

Anlagenmanagements zu minimieren.“<br />

Grant Nesheim, President Johnson<br />

Indus tries International, dazu: „Dieser<br />

Unternehmenszusammenschluss bedeutet,<br />

dass unsere Innovationen künftig<br />

durch die globalen Ressourcen und<br />

das führende Know-how von Tetra Pak<br />

gefördert werden. Auf lange Sicht profitieren<br />

unsere Kunden davon. Sie erhalten<br />

weiterhin unsere marktführenden<br />

Produkte und Services, werden aber zusätzlich<br />

durch das weltweit tätige Unternehmen<br />

Tetra Pak unterstützt. Wir haben<br />

unser Geschäft in den vergangenen Jahren<br />

auf andere Teile der Welt ausgedehnt<br />

und sehen in den Absatzkanälen von Tetra<br />

Pak eine vielversprechende Chance auf<br />

weiteres internationales Wachstum.” pj<br />

02 | <strong>2017</strong> Pj


BEHRʼS PRAXIS-FORUM<br />

Lebensmittel-Verpackungen<br />

Lebensmittel-Verpackungen und Bedarfsgegenstände in Recht,<br />

Analytik und Technologie<br />

26. und 27. April <strong>2017</strong> in Frankfurt a. M.<br />

Seminarleitung:<br />

Dr. Boris Riemer und Dr. Andreas Grabitz<br />

Ihre Anmeldemöglichkeiten:<br />

Internet www.behrs.de<br />

E-Mail akademie@behrs.de<br />

Telefon 040-22 70 080<br />

Fax 040-22 01 091<br />

Weitere Informationen:<br />

www.behrs.de/pf-lebensmittelverpackungen-<strong>2017</strong>.html<br />

Anmeldeschluss: ist der 11. April <strong>2017</strong><br />

Preis: € 1.398,–<br />

Egal ob durch Ihre Kunden, die Überwachung oder<br />

NGO’s: Alle erwarten, dass Sie Ihre Produkte beanstandungsfrei<br />

und nach den rechtlichen Vorgaben<br />

sicher verpacken! Hierbei hilft Ihnen das Praxis-Forum<br />

Lebensmittel-Verpackungen.<br />

Nach dem zweitägigen Seminar können Sie<br />

• richtig auf Testergebnisse reagieren und<br />

Beanstandungen zu MOSH/ MOAH vermeiden<br />

• Ihre Konformitätsarbeit gezielt weiterentwickeln<br />

und einfach handhaben<br />

• mit der richtigen Verpackung den Produktschutz<br />

von sensiblen Lebensmitteln verbessern<br />

• Ihre Verpackungen einfach, schnell und kostengünstig<br />

sensorisch prüfen<br />

• Stress mit der Lebensmittelüberwachung vermeiden<br />

• mit NIAS und Migration richtig umgehen<br />

Ihre speziellen Fragen zum Thema Konformität klären<br />

Sie in Ihrem Praxisworkshop. Sie erlernen anhand<br />

praktischer Beispiele, wie Sie Ihre Konformitätsarbeit<br />

optimieren und dabei Zeit und Geld sparen!<br />

Averhoffstraße 10 х 22085 Hamburg<br />

Telefon: 040 - 22 70 080 х Fax: 040 - 22 01 091<br />

E-Mail: akademie@behrs.de х www.behrs.de<br />

Behrʼs Akademie ist für den Geltungsbereich<br />

Akademie, Weiterbildung und<br />

Seminare zertifiziert nach ISO 9001:2015


Aus den Unternehmen<br />

Die Brauerei stellt zahlreiche Biersorten<br />

her, die in gläserne Mehrweg-, Einweg-,<br />

Bügelverschluss- sowie PET-Flaschen<br />

abgefüllt werden. Mit dem spritzigen<br />

Märzenbier „Mohren Pfiff“ aus der auffälligen,<br />

urigen Glasflasche beschritt<br />

Mohrenbräu 1990 als einer der ersten<br />

Abfüller in Österreich einen neuen Weg.<br />

Rund 20 Jahre später ist die Sorte als beliebtes<br />

Szenebier fest etabliert – und reif<br />

für eine weitere Innovation: Die Brauerei<br />

entscheidet, „Pfiff“ auch in einer leichten,<br />

bruchsicheren PET-Flasche anzubieten,<br />

mit einem Verschluss, der anders als<br />

ein Kronkorken keine scharfen Kanten<br />

hat und ohne Flaschenöffner geöffnet<br />

werden kann. Genau dieser Vorteil der<br />

Verpackung für unterwegs stellte die<br />

Produktion unter der Leitung von Braumeister<br />

Ralf Freitag allerdings vor eine<br />

Herausforderung. Der sogenannte „Easy<br />

Open Cap“ des österreichischen Verpackungsspezialisten<br />

Alpla trägt an der<br />

Seite eine relativ lange Lasche. Aus<br />

Handhabungssicht ist das eine Herausdezentraler<br />

Packer verarbeitet glas- und PET-Bierflaschen ohne umrüstung<br />

Ein Arbeitspferd packt alles<br />

Die Mohrenbrauerei in Dornbirn, Vorarlberg, orderte<br />

von RST Automatisierungstechnik in Barbing einen<br />

dezentralen Packer. Er hat optimierte Greifertulpen<br />

und kann unterschiedlichste Bierflaschen verarbeiten.<br />

In den Transportbereichen der Anlage bilden die kompakten<br />

Antriebseinheiten MOVIGEAR von SEW-EURO-<br />

DRIVE das Rückgrat.<br />

Kompakte mechatronische Einheiten MOVIGEAR bewegen die massiven Gliederkettenbänder in<br />

der Zu- und Abführung.<br />

(Bilder: SEW-Eurodrive)<br />

Das zweiachsige Portal des Roboters wird von präzisen und schnellen CMP-Servogetriebemotoren positioniert.<br />

forderung, weil sich der Flaschenhals<br />

durch dieses „Anbauteil“ von den üblichen<br />

Glasflaschen stark unterscheidet.<br />

Herausforderung bei der<br />

Modernisierung<br />

Bei der Modernisierung von Teilen der Abfüllanlage<br />

lautete daher die Vorgabe an<br />

die Ingenieure der RST Automatisierungstechnik<br />

GmbH in Barbing: Die Packtulpen<br />

müssen mit dem PET-Verschluss sowie mit<br />

allen anderen Flaschentypen der Brauerei<br />

gleichermaßen zurechtkommen, darunter<br />

auch mit Glasflaschen, die einen Bügelverschluss<br />

haben. „Wir mussten die Packtulpe<br />

so gestalten, dass sie viel tiefer am Flaschenhals<br />

ansetzt als üblich“, beschreibt<br />

Braumeister Ralf Freitag die Aufgabenstellung.<br />

RST Automatisierungstechnik unter<br />

Leitung von Geschäftsführer Rupert Hadersbeck<br />

legte die Vakuumtulpengreifer<br />

entsprechend aus und lieferte einen Vierkopf-Packer,<br />

der ganz unterschiedliche<br />

Flaschenformen ohne Umrüstung handhabt.<br />

Mit Vakuumtechnik wird jedes einzelne<br />

Gebinde gleichzeitig schonend und<br />

sicher in den Kasten gehoben. Vier mal 20<br />

Flaschen werden in einem Arbeitsgang<br />

bewegt: mit einer Antriebstechnik, die<br />

zum ökologisch orientierten Energiemanagement<br />

des österreichischen Kunden<br />

passt.<br />

Er läuft und läuft – mit<br />

energieeffizienten Motoren<br />

Der dezentrale Packer aus der<br />

„Europac“-Linie ist entsprechend mit effizienten<br />

Antriebseinheiten MOVIGEAR®<br />

von SEW-EURODRIVE ausgestattet. Massive<br />

Gliederkettenbänder in der Zu- und<br />

Abführung der Flaschenkästen werden<br />

von den kompakten mechatronischen<br />

Einheiten bewegt. Das gekapselte und<br />

optimierte Gesamtsystem aus Motor,<br />

Getriebe und Ansteuerelektronik erreicht<br />

einen hohen Wirkungsgrad, daher<br />

entsprechen die Antriebe der gesamten<br />

Serie bereits der Effizienzklasse IE4. Gegenüber<br />

anderen Antriebslösungen<br />

können bis zu 50 Prozent Energie eingespart<br />

werden.<br />

Im dezentralen Packer arbeiten noch<br />

10<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Aus den Unternehmen<br />

Abfüllanlagen“, meint der diplomierte<br />

Ingenieur und Biersommelier. Im Gebindetransport<br />

seien daher SEW-Motoren<br />

ebenso zahlreich zu finden wie in den<br />

Handhabungsanlagen der Paletten und<br />

Behälter.<br />

Mohrenbräu hat 1997 als einer der ersten<br />

Bierhersteller Europas die Palettierung<br />

der Fässer mit einem<br />

6-Achs-Roboter automatisiert. Das<br />

KUKA-Gerät wurde von RST Automatisierungstechnik<br />

für seinen Einsatzzweck<br />

Im dezentralen Packer arbeiten noch weitere Elektromotoren und Getriebe von SEW-EURODRIVE.<br />

weitere Elektromotoren und Getriebe<br />

von SEW-EURODRIVE. Ein Kegelradgetriebemotor<br />

mit integriertem Geber bewegt<br />

den Zentrierrahmen, der die<br />

Getränkekästen beim Befüllen fixiert<br />

und die Flaschen auf die Kastenfächer<br />

zentriert. Das zweiachsige Portal des Roboters<br />

wird von präzisen und schnellen<br />

CMP-Servogetriebemotoren positioniert.<br />

Über 32.000 Flaschen pro Stunde<br />

können dank dieser drehmomentstarken<br />

Antriebe den Vierkopfpacker durchlaufen.<br />

Seit inzwischen vier Jahren leistet<br />

der dezentrale Packer von RST Automatisierungstechnik<br />

aus Ostbayern<br />

klaglos seinen Dienst.<br />

Moderne Brauereitechnik hat<br />

Tradition<br />

„Ausfälle der Anlage hatten wir bisher<br />

nicht“, stellt Elektriker Hubert Strobl zufrieden<br />

fest und Braumeister Ralf Freitag<br />

klopft auf Holz. „Antriebe von SEW-EU-<br />

RODRIVE sind ja praktisch Standard in<br />

Decentralised Packer processes<br />

Glass and PET Beer Bottles without<br />

Refitting<br />

The „Mohren Pfiff“lager beer is one of the<br />

flagships of the Austrian brewery Mohrenbrauerei.<br />

The long lug positioned laterally at the „Easy<br />

Open Cap“represented a real challenge<br />

in terms of the handling during the production<br />

process. The decentralized Packer<br />

provided by the enterprise RST Automatisierungstechnik<br />

is equipped with optimised<br />

suction heads and is capable of processing<br />

various different beer bottle formats.<br />

The backbone of the transport sections<br />

of the production system are the compact<br />

drive units MOVIGEAR® of the enterprise<br />

SEW-EURODRIVE.<br />

pj<br />

Das „Mohren Pfiff“ ist eines der<br />

Flaggschiffe der Brauerei. Die lange<br />

Lasche an der Seite das „Easy Open<br />

Cap“ stellte für das Handling eine<br />

Herausforderung dar.<br />

(Bild: Mohren Brauerei)<br />

Hier geht es in die Zukunft<br />

In den vergangenen 35 Jahren hat uns unser unstillbares Verlangen, mit jeder neuen Innovation Einfachheit, Flexibilität und<br />

Leistung zu liefern, dazu veranlasst, bei allem, was wir tun, Herkömmliches zu überdenken. Besuchen Sie uns auf der Interpack<br />

an Stand 15B22 und sehen Sie, wie unsere revolutionären Verarbeitungs- und Verpackungslösungen Ihnen die Zukunft der<br />

Lebensmittelproduktion schon heute bringen.<br />

Erleben Sie grenzenlose Leistung, besuchen Sie tnasolutions.de<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 11


Prämierte Verpackungen<br />

Ausgezeichnete verpackungen (Teil 2)<br />

Kartonverpackungen<br />

verkörpern Edles und Sicherheit<br />

Kartonagen müssen heute zahlreiche Funktionen erfüllen, um ausgezeichnet zu werden.<br />

Neben dem Zusammenhalt und dem Schutz des Inhaltes sind sie z. B. bei Pharmaka für die<br />

Verbraucherinformation und die Fälschungssicherheit des Inhaltes verantwortlich, und bei<br />

Kosmetika sind sie zudem auch Werbeträger.<br />

Die Vorteile von Verpackungen aus Papier,<br />

Karton, Pappe (PKP) sind neben<br />

dem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

gute Verarbeitungseigenschaften<br />

wie Festigkeit und Maschinengängigkeit,<br />

aber auch die Eignung für Veredlungsverfahren<br />

wie Bedrucken,<br />

Einfärben, Beschichten, Metallisieren<br />

oder Kaschieren. Hinzu kommt die ökologisch<br />

vorteilhafte Recycelbarkeit. Die<br />

Nachteile von PKP, wie Empfindlichkeit<br />

gegenüber Feuchte sowie fehlende Barriereeigenschaften,<br />

lassen sich häufig<br />

durch das Veredeln bzw. durch Kombinationen<br />

mit Kunststoff oder Metall ausgleichen.<br />

Dementsprechend groß sind<br />

die Einsatzmöglichkeiten, so dass einer<br />

Prognose von Pöyry Management Consulting<br />

zufolge die weltweite Nachfrage<br />

nach diesen Verpackungen bis 2030 auf<br />

482 Mio. Tonnen weiter anwachsen wird.<br />

Edelmann punktet mit innovativen<br />

Verpackungen und Systemlösungen<br />

Innovative Unternehmen der Branche<br />

können mit zahlreichen Auszeichnungen<br />

eine gleichbleibend hohe Qualität<br />

sowie effektive Lösungen dokumentieren<br />

und eindrucksvoll für ihre Erzeugnisse<br />

werben. Ein herausragendes Beispiel<br />

dafür ist die 1913 gegründete Carl<br />

Edelmann GmbH in Heidenheim, die gegenwärtig<br />

an 13 Standorten mit mehr<br />

als 2.300 Mitarbeitern rund fünf Milliarden<br />

Verpackungen und Packungsbeilagen<br />

produziert. Im Bereich Health Care<br />

entwickelt und produziert Edelmann<br />

Faltschachteln für Pharmaka und Nahrungsergänzungsmittel.<br />

Der Bereich<br />

Beauty Care umfasst Verpackungen für<br />

Parfüm, Kosmetika, Haarcolorationen<br />

und Pflegeprodukte. Das Sortiment von<br />

Consumer Brands beinhaltet Verpackungen<br />

für Süßwaren, Zigaretten, Wein, Spirituosen,<br />

technische Produkte sowie<br />

Spezialchemikalien.<br />

Ausgezeichnete Verpackungen<br />

„veredeln“ die Produkte<br />

Bereits zu Beginn der Deutschen Verpackungswettbewerbe<br />

(DVP) zählte Edelmann<br />

zu den Ausgezeichneten. Ein<br />

Beispiel von vielen ist die 1978 prämierte<br />

palettierbare Faltschachtel aus Karton<br />

für Motoröl mit Verbundfolieninnenbeutel,<br />

einem fettdichten Spezialdruck und<br />

Ausgießtülle. Jährlich kamen<br />

Preise hinzu. Einer der schönsten<br />

wurde für die Cologne<br />

GmbH Köln entwickelt: eine<br />

Faltschachtel zum 222. Geburtstag<br />

von 4711, die den<br />

Titel „Carton of the Year“ erhielt<br />

(Bild). Ebenfalls 2014 wurde die<br />

Editionsverpackung „The Paper<br />

Skin“ für Leica Cameras ausgezeichnet.<br />

Großes Gewicht legt die Firma<br />

mit ihrem Technical Design<br />

Center auf die Entwicklung von<br />

Systemlösungen, indem z. B.<br />

der Pharmaindustrie Faltschachteln und<br />

Zubehör komplett angeboten wird und<br />

dort zu einer Erhöhung der Produktivität<br />

an den Abpacklinien führen. Mit der<br />

konsequenten Kundenorientierung erfüllt<br />

das Unternehmen die Bedürfnisse<br />

der verpackenden Industrie ebenso wie<br />

die der Endanwender nach Fälschungssicherheit<br />

und Verbraucherfreundlichkeit.<br />

Dementsprechend war Edelmann<br />

auch 1985 das erste deutsche Unternehmen,<br />

das durch die Gütegemeinschaft<br />

Pharmaverpackungen zertifiziert wurde.<br />

In die Reihe der besonders anwenderorientierten<br />

Verpackungen gehört die 2012<br />

mit dem DVP ausgezeichnete Weleda-<br />

Ampullenverpackung (Bild), eine auf die<br />

Verpackungstechnologie bei der Pharmaindustrie<br />

abgestimmte Systemverpackung.<br />

Außer beim DVP erscheint der<br />

Name Edelmann z. B. auch mehrfach<br />

beim Pro Carton ECMA-Award oder dem<br />

Druck & Medien-Award. Auch einige Verpackungsanwender<br />

zeichneten besondere<br />

Leistungen aus, wie 3M, die 2011<br />

und 2013 Edelmann zum Lieferanten<br />

des Jahres kürten und die Pharmaindustrie,<br />

die den Pharmapack Award verlieh.<br />

Excellent Packaging (Part 2)<br />

Paper and board are with regards to<br />

their place in statistics as well as their<br />

properties nearly the most important<br />

group of <strong>packaging</strong> materials. In this<br />

issue is given a short survey on one<br />

kind of <strong>packaging</strong> – the cardboard articles.<br />

One of the most competent<br />

German factory for cardboard articles,<br />

especially for pharmaceuticals<br />

and cosmetics, is Carl Edelmann,<br />

which got a lot of Awards in German<br />

<strong>packaging</strong> competition and some other<br />

competitions.<br />

pj<br />

12<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Get more<br />

out of tubes<br />

„Bringen auch Sie Millionen<br />

von hochwertigen<br />

Tubenprodukten auf einen<br />

hart umkämpften Markt,<br />

der keine Fehler duldet?“<br />

Mit Norden gelingt es uns, unsere kompromisslosen Qualitätsansprüche<br />

auch bei der Verpackung zu realisieren – effizient<br />

und zu fairen Preisen.<br />

Zu den Stärken von Norden gehören die absolute Zuverlässigkeit<br />

und eine Maschine, bei der‚ Stand der Technik’ selbstverständlich<br />

ist. Unsere langjährige Partnerschaft bestätigt<br />

es immer wieder: Bei Norden ist alles konsequent durchdacht<br />

und optimiert – von der Mechanik über die Ergonomie bis<br />

zur Steuerung.<br />

Und was den Service betrifft: Schnell vor Ort, wenn man<br />

sie braucht. Mit ihrer Erfahrung haben uns die Norden-Techniker<br />

schon oft geholfen, Lösungen bei Problemen zu finden.<br />

Exzellenz gepaart mit Understatement charakterisiert die<br />

Weltklasseleistung von Norden – und passt damit ganz gut<br />

zu Weleda.<br />

Dr. Thomas Karlen<br />

Leiter Produktion<br />

Naturkosmetik,<br />

Weleda AG<br />

Die Weleda AG ist die weltweit führende<br />

Herstellerin von zertifizierter Naturkosmetik<br />

und Arzneimitteln für die anthroposophische<br />

Therapierichtung. Weleda hat ihren<br />

Hauptsitz in Arlesheim (Schweiz) mit einer<br />

Niederlassung in Schwäbisch Gmünd<br />

(Deutschland). Das Unternehmen beschäftigt<br />

weltweit rund 1900 Mitarbeitende in<br />

über 20 Ländern.<br />

www.nordenmachinery.se<br />

Interpack Düsseldorf<br />

04.-10. Mai <strong>2017</strong><br />

Halle 6 / E31-D31-E57-D57


Fünf Fragen<br />

Bluhm systeme gmbh<br />

Fünf Fragen an Eckhard Bluhm<br />

Eckhard Bluhm gründete 1968 mit 29 Jahren Bluhm Systeme als Ein-Mann-Betrieb und ist<br />

bis heute Geschäftsführer der Bluhm Systeme GmbH, Rheinbreitbach. Für seine Verdienste<br />

erhielt er 2010 die Wirtschaftsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Eckhard Bluhm wurde<br />

als eine Persönlichkeit geehrt, die vorbildlich ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen<br />

aufgebaut und sich darüber hinaus durch soziales Engagement große Verdienste für die<br />

Wirtschaft und die Region erworben hat. Darüber hinaus hat die Unternehmerfamilie<br />

gemeinsam mit Freunden und Mitarbeitern den Bluhm Fonds gegründet. Der<br />

gemeinnützige Verein leistet unbürokratische Hilfe für Notleidende und Bedürftige.<br />

Herr Bluhm, wo liegen aktuell die Schwerpunkte<br />

in Ihrem Unternehmen?<br />

Herzensangelegenheit: Für Bluhm hat es höchste Priorität, den individuellen Forderungen<br />

der Kunden zu entsprechen un dafür Lösungen zu bieten.<br />

Eckhard Bluhm: Der Fokus liegt auf<br />

dem konsequenten Ausbau unserer<br />

Marktposition im deutschsprachigen<br />

Raum (Deutschland, Österreich und<br />

Schweiz) sowie der Festigung aller Auslandsaktivitäten,<br />

sei es Tochtergesellschaften<br />

oder Vertriebspartner in<br />

Europa, Asien und Nordamerika.<br />

Welche besonderen Herausforderungen<br />

gab es im letzten Jahr?<br />

Eckhard Bluhm: Im Mittelpunkt stand<br />

die Abarbeitung von sehr großen Aufträgen<br />

(über zehn Millionen Euro) mit<br />

weltweiten Serviceeinsätzen unserer<br />

Techniker für die Installierung der Anlagen<br />

vor Ort und gleichzeitiger Schulung<br />

der Bediener.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Weiterentwicklung<br />

der Systemlösungen im<br />

Kennzeichnungsbereich, die in diesem<br />

Jahr auf der interpack präsentiert werden.<br />

Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage<br />

ein?<br />

Eckhard Bluhm: Wir sind zuversichtlich,<br />

dass der positive Trend der letzten Jahre<br />

sich fortsetzt, wobei zweistellige Zuwachsraten<br />

durchaus vorstellbar sind.<br />

Besonders erfolgreich lassen sich unsere<br />

Produktentwicklungen im Kennzeichnungsbereich<br />

auch über die Grenzen<br />

von Europa hinaus vermarkten.<br />

Welche Auswirkungen erwarten Sie für Ihr<br />

Unternehmen?<br />

Eckhard Bluhm: Wir besitzen eine positive<br />

Grundeinstellung zur geschäftlichen<br />

Entwicklung in den nächsten<br />

Jahren. Wir lassen uns also nicht von der<br />

einen oder anderen politischen Entwicklung<br />

verunsichern.<br />

Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben<br />

und Trends der Branche?<br />

Eckhard Bluhm: Nach wie vor haben<br />

die Forderungen der Kunden höchste<br />

Priorität. Ihnen zu entsprechen und auf<br />

den jeweiligen Betrieb bezogen, die angepasste<br />

Hardware- und Softwarelösungen<br />

anbieten zu können, ist unser<br />

Ziel. Hierbei spielt die Vernetzung der<br />

Prozessabläufe eine immer wichtigere<br />

Aufgabenstellung: Stichwort Industrie<br />

4.0! Hierauf hat sich die Bluhm Weber<br />

Group in den letzten Jahren bereits in<br />

starker Weise ausgerichtet.<br />

pj<br />

14<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Prämierte Verpackungen<br />

verfügbarkeit von benutzerdefinierbaren datumsformaten<br />

Softwareerweiterung für<br />

Drucker<br />

Die Serie Linx 8900, die sowohl für Menschen als auch für<br />

Maschinen lesbare Codes drucken kann, bietet zahlreiche<br />

Funktionen, die den täglichen Betrieb sowie die Wartung<br />

beschleunigen und die zusammen mit der bekannten<br />

Zuverlässigkeit der Technik von Linx Printing Technologies eine<br />

kontinuierliche Leistung bei minimalster Betriebsunterbrechung<br />

sicherstellen.<br />

Als Teil seines Engagements für die permanente Produktverbesserung hat<br />

Linx in seiner Serie der 8900 CIJ-Drucker (Continuous Inkjet) zusätzliche Hardware-<br />

und Software-Leistungsmerkmale integriert, um den Funktionsumfang<br />

und die Vielseitigkeit noch weiter zu erhöhen.<br />

Für alle Modelle dieser Serie bedeutet die Verfügbarkeit von benutzerdefinierbaren<br />

Datumsformaten eine noch größere Codierungsflexibilität, da Bediener<br />

ihre eigenen angepassten Datums- und Uhrzeitformate erstellen<br />

können. Das gibt Unternehmen einen großen Spielraum für die Erfüllung<br />

einer Vielzahl von speziellen Kundenbedürfnissen, z. B. in der Verpackungsbranche.<br />

Der Drucker kann dank der neuen E/A-Parallelanschluss-Kommunikationsfunktion<br />

leichter in die Linie integriert werden und mit anderen Geräten und<br />

SPS kommunizieren. Wenn z. B. an der Linie ein Problem auftritt, können zugehörige<br />

Anlagen gleichzeitig gestoppt werden. Dadurch können Bediener<br />

die Störung schneller beheben und die Linie früher wieder starten.<br />

Mit der neuen Produktionsplan-Funktion der Modelle Linx 8920 und Linx<br />

8940 können die Drucker automatisch eine Sequenz von unterschiedlichen<br />

Texten drucken. Das ist besonders nützlich, wenn der Druckkopf über mehrere<br />

Linien verfahren wird, wie z. B. in Molkereibetrieben, oder wenn an einer<br />

durchgehenden Produktionslinie in unterschiedlichen Abständen ein anderer<br />

Text gedruckt werden muss.<br />

„Mit den neuesten Erweiterungen wird sichergestellt, dass der Linx 8900 weiterhin<br />

der prädestinierte Codierer für viele unterschiedliche Anwendungen<br />

bleibt“, unterstreicht Charles Randon, Senior Product Manager bei Linx.<br />

pj<br />

Präzision<br />

trifft Effizienz<br />

CO2 Laser Coder<br />

LM Serie<br />

Kompaktes, einteiliges Gehäuse<br />

Luftstrom zur Linsenreinigung<br />

Optimaler Schutz für Laserröhre<br />

und Scannerkopf<br />

Verfügbare Wellenlängen:<br />

9,2 μm, 10,2 μm, 10,6 μm<br />

Font Editor erzeugt höchste<br />

Druckqualität<br />

interpack<br />

Halle 12 / D 02<br />

Bediener können ihre eigenen angepassten Datums- und Uhrzeitformate erstellen.<br />

Hitachi Europe GmbH<br />

+49 (0)211-5283-0<br />

coding@hitachi-eu.com<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong><br />

www.hitachi-industrial.eu<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 15<br />

Hitachi Industrial Equipment Systems Co., Ltd., Japan


Traditionsunternehmen<br />

Ausgeklügelte Folienverpackungen für den weltmarkt<br />

Tradition und Innovationsgeist,<br />

Bodenständigkeit und Spitzentechnologie<br />

Die Werte und die Begeisterung, mit der der gelernte Molkereimeister Alfred Remmele 1964<br />

seine eigene Firma ins Leben rief, wirken bis heute bei Südpack fort. In den vergangenen<br />

fünf Jahrzehnten hat sich das Unternehmen mit Stammsitz im schwäbischen Ochsenhausen<br />

zu einem der international führenden Folienhersteller für Lebensmittel- und<br />

Medizinverpackungen entwickelt.<br />

Weltweit arbeiten heute 1.300 Mitarbeiter<br />

für Südpack in Produktion, Vertrieb<br />

und Produktentwicklung. Letztere nimmt<br />

beim Verpackungsspezialist nach wie vor<br />

eine zentrale Stellung ein: Kontinuierliche<br />

Entwicklung neuer Produkte sind der<br />

Schlüssel zum Erfolg des in der zweiten<br />

Generation familiengeführten Mittelständlers.<br />

Auch heute beginnt dabei jede<br />

Produktentwicklung mit dem Moment,<br />

Alfred Remmele bleibt dem Unternehmen in dem sich jemand für eine neue Idee<br />

bis heute eng verbunden. begeistert.<br />

Hand in Hand in die<br />

Selbständigkeit<br />

Die erste Beutelmaschine steht in der Garage.<br />

Alfred Remmele arbeitet 1964 im<br />

Vertrieb eines Verpackungs- und Folienhersteller,<br />

als er in die Konzernzentrale<br />

nach Hamburg versetzt werden soll. Eine<br />

große berufliche Chance, doch Alfred<br />

Remmele entscheidet sich, auch auf<br />

Drängen seiner Frau, im schwäbischen<br />

Ochsenhausen zu bleiben. Dort macht er<br />

sich selbstständig und entwickelt in der<br />

heimischen Garage Folienbeutel, in denen<br />

dank kontrolliertem Gasaustausch<br />

Käse reifen kann. Den Vertrieb der ersten<br />

Produkte und die Buchhaltung übernimmt<br />

seine Frau. Mit seiner Entwicklung<br />

trifft Alfred Remmele den Nerv der Zeit:<br />

Seit Anfang der fünfziger Jahre etablieren<br />

sich in Deutschland Supermärkte. Mit<br />

dem neuen Selbstbedienungsangebot<br />

In seiner Garage und der Familienwohnung arbeitet Alfred Remmele<br />

am ersten SÜDPACK-Produkt, den Käsereifungsbeutel.<br />

steigt der Bedarf an geeigneten Verpa -<br />

ckungslösungen für frische Lebensmittel<br />

wie Wurst und Käse. Zugleich demons -<br />

triert der Erfinder und Weiterdenker Remmele<br />

Werte, die das Unternehmen in seiner<br />

Entwicklung zu einem der führenden<br />

Folienhersteller in Europa prägen werden:<br />

Bodenständigkeit, Innovationskraft<br />

und hohe Ansprüche an sich selbst und<br />

das Produkt.<br />

Bereits 1967 wird eine große Produktionshalle gebaut.<br />

Die Begeisterung für Folien<br />

liegt in der Familie<br />

Diese Werte ändern sich nicht, als Südpack<br />

vom Einmannbetrieb zum führenden<br />

Folienhersteller wächst. Hohe Ansprüche<br />

resultieren in ausgewogenen<br />

Produkten, die der Konkurrenz oft einen<br />

Schritt voraus sind und den Konsumenten<br />

zuhause einen Mehrwert bieten. Alfred<br />

Remmele gibt seine Begeisterung für<br />

sinnvolle Verpackungslösungen nicht nur<br />

an die Mitarbeiter weiter. Auch seine Kinder<br />

Johannes und Carolin können sich<br />

der Anziehungskraft ausgeklügelter Folien<br />

nicht entziehen.<br />

„Im Mittelpunkt unserer Familie stand immer<br />

die Firma“, erläutert Johannes Remmele,<br />

heute geschäftsführender Gesellschafter<br />

von Südpack. „Für welche Verpa -<br />

16<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Traditionsunternehmen<br />

Molkereimeister Alfred Remmele gründet 1964 SÜDPACK<br />

zunächst als Einmannunternehmen. Seine Frau Maria unterstützt<br />

ihn tatkräftig.<br />

ckungen lassen sich Folien verwenden<br />

und wie können wir das, was nach heutigem<br />

Stand noch nicht möglich ist, möglich<br />

machen? Mit diesen Fragen hat sich mein<br />

Vater immer wieder beschäftigt. Er hat sein<br />

tiefgehendes Interesse an Technologien<br />

und Entwicklungen, die die Grenzen des<br />

Möglichen verschieben und dem Markt eine<br />

völlig neue Lösung bieten, an uns weitergegeben.“<br />

Seine Schwester Carolin<br />

Grimbacher, ebenfalls geschäftsführende<br />

Gesellschafterin, ist verantwortlich für den<br />

Bereich Entwicklung und Anwendungstechnik.<br />

Sie arbeitet mit ihrem Team beispielsweise<br />

am Einsparen von Mikrometern,<br />

dem Aufsiegeln von Oberfolien auf<br />

PET-Schalen und an Technologien, die Folien<br />

wiederverschließbar machen.<br />

Auf internationalen Märkten<br />

unterwegs<br />

Der Blick der Folienexperten geht seit langem<br />

über Ochsenhausen und den deutschen<br />

Markt hinaus. Dementsprechend<br />

sind die Gründung von Auslandsniederlassungen<br />

in Großbritannien und der<br />

Schweiz Ende der siebziger Jahre wichtige<br />

Meilensteine in der Unternehmensgeschichte.<br />

Auch die Gründung des Tochterunternehmens<br />

Ecoform in Erlenmoos,<br />

das sich auf Hart- und Weichfolien spezialisiert<br />

hat (1988), sowie der CDP Laboratories<br />

in Coulmer, Frankreich (1989) haben<br />

das eigene Portfolio und den Einfluss<br />

auf den Markt gestärkt. Seit 2005 stellen<br />

letztere unter dem Namen Südpack Medica<br />

Folienverpackungen für den medizinischen<br />

Bereich her. Mit ausländischen<br />

Produktionsstandorten kann Südpack zudem<br />

neue Märkte direkt bedienen. 2002<br />

wird das Tessiner Unternehmen Piciotto<br />

Teil der Gruppe und als Südpack Bioggio<br />

zum Zentrum für Kupfertiefdruck. 2015<br />

übernimmt Südpack das heutige Werk<br />

Kłobuck in Polen und baut es zum Zentrum<br />

für Flexodruck aus.<br />

Mit marktnahen Innovationen<br />

erfolgreich<br />

An allen Standorten treibt die wachsende<br />

Südpack-Belegschaft fortwährend die<br />

Entwicklung neuer Produkte voran. Diese<br />

geben der Verpackungsbranche immer<br />

wieder entscheidende Impulse. Seit den<br />

ersten Käsereifungsbeuteln, die Alfred<br />

Remmele entwickelte, verbreitert sich das<br />

Produktportfolio stetig. Heute ist die<br />

Bandbreite an Folien- und Druckverfahren,<br />

die den Kunden geboten wird, ein<br />

entscheidender Vorteil gegenüber dem<br />

Wettbewerb. Mit Erfindergeist betreiben<br />

Im Werk in Ochsenhausen werden schon 1974 Verpackungsfolien im großen Stil hergestellt.<br />

Mitarbeiter unter anderem im Extrusionstechnikum<br />

in Kombination mit dem Anwendungstechnikum<br />

in Ochsenhausen<br />

die Entwicklung neuer Folien.<br />

Seit Anfang 2016 können sie mit der multiXtrusion-Anlage<br />

alle gängigen Herstellungsverfahren<br />

so realitätsnah wie möglich<br />

abbilden und testen. Die Entwicklungsabteilung<br />

kann neue Ideen kurzfristig<br />

erproben und schnell zur Marktreife<br />

bringen. „Einrichtungen wie die MultiXtrusion<br />

geben uns Spielraum, um gemeinsam<br />

mit unseren Kunden neue Ideen<br />

auszutesten und zu variieren. Wir können<br />

jeden Stellhebel justieren und die<br />

Idee weiterentwickeln. Am Ende steht<br />

dann ein Produkt, das nicht nur unseren<br />

„Innovationen haben Südpack in der Vergangenheit<br />

definiert und werden das auch<br />

in der Zukunft tun“, betont Carolin Grimbacher.<br />

Erfolgsgeschichte in zweiter Generation: Johannes Remmele und Carolin Grimbacher eröffnen 2014 gemeinsam mit ihrem Vater Alfred Remmele die neue Ausbildungswerkstatt.


Traditionsunternehmen<br />

Mitarbeiter und Ausbildung<br />

Die Freude an neuen Ideen und Verpackungslösungen<br />

leben im Unternehmen<br />

nicht nur die geschäftsführenden<br />

Familien Remmele/Grimbacher,<br />

sondern auch die Mitarbeiter,<br />

die teilweise seit Jahrzehnten für<br />

Südpack arbeiten und in ihren Gebieten<br />

Experten sind. Im Rahmen der<br />

Nachwuchsförderung geben sie das<br />

Interesse für Technik und fortwährender<br />

Verbesserung von Prozessen<br />

an neue Mitarbeiter weiter. Dabei<br />

zahlt sich der gute Ruf aus: Momentan<br />

beschäftigt das Familienunternehmen<br />

99 Auszubildende und<br />

duale Studierende in neun Berufen<br />

und acht Studiengängen.<br />

Der Standort in Ochsenhausen heute.<br />

genschaften von Folien zu entsprechen.<br />

Um die Jahrtausendwende steht beim<br />

Endverbraucher Convenience immer stärker<br />

im Mittelpunkt. Südpack punktet erneut<br />

mit dem passenden Angebot, darunter<br />

mehrschichtige Verbundfolien, Wiederverschlüsse<br />

und Verpackungen unter<br />

Schutzatmosphäre (MAP).<br />

Familienunternehmen<br />

übernimmt Verantwortung<br />

Ein hoher Anspruch an Produkte und den<br />

eigenen Beitrag dazu zieht sich wie ein roter<br />

Faden durch die Unternehmensge-<br />

„Wir sehen wir uns als Folienhersteller, der mit Kunststoffen<br />

arbeitet, klar in der Verantwortung für nachhaltige Lösungen“,<br />

erläutert Johannes Remmele.<br />

Mit der multiXtrusion können die Experten seit Anfang 2016 alle gängigen Herstellungsverfahren für Folien so realitätsnah wie möglich testen: Die Testanlage<br />

beschleunigt Neuentwicklungen.<br />

hohen Ansprüchen genügt, sondern uns<br />

begeistert“, erklärt Carolin Grimbacher.<br />

Immer wieder haben die Entwickler bei<br />

Südpack den richtigen Riecher und antizipieren<br />

Bedürfnisse des Marktes, bevor<br />

diese entstehen. Dabei stehen sinnvolle<br />

Verpackungen im Fokus. Ähnlich wie die<br />

Produkte aus der Gründerzeit von Südpack<br />

treffen diese den Nerv der Zeit beziehungsweise<br />

den Geschmack des Marktes.<br />

So setzt Südpack in den Neunzigern<br />

auf Hartfolien und Folienlösungen mit<br />

Hochbarriere, um dem gestiegenen Qualitätsanspruch<br />

des Marktes an Schutzeischichte.<br />

Diesen hohen Erwartungen steht<br />

ein großes Verantwortungsgefühl zur Seite.<br />

Das zeigt sich nicht nur in der Produktion<br />

und bei der Entwicklung neuer Ideen,<br />

sondern auch im Umgang mit dem Thema<br />

Nachhaltigkeit. „Nachhaltigkeit ist für uns<br />

ein ganzheitliches Konzept. So verbessern<br />

wir durch immer dünnere Folien und optimierte<br />

Produktionsprozesse die Umweltbilanz<br />

unserer Produkte. Darüber hinaus<br />

wollen wir aber auch mit Maßnahmen in<br />

den Bereichen Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung<br />

sowie beim Gesundheitsschutz<br />

und der Arbeitssicherheit die<br />

Nachhaltigkeit unseres Unternehmens för-<br />

18<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


SO GESEHEN!<br />

Michael Koch,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Michael Koch<br />

GmbH, Ubstadt-Weiher.<br />

„Mühlen Currywurst“ der Rügenwalder Mühle: Dank der Schalenoberfolie CanLid Peel von Südpack können Verbraucher die Spezialität<br />

direkt in ihrer Verpackung in der Mikrowelle oder im Wasserbad erwärmen und anschließend genießen.<br />

Zukunft<br />

von heute<br />

dern“, erläutert Johannes Remmele.<br />

Die entsprechenden Maßnahmen sowie<br />

die ehrgeizigen Ziele für die nächsten<br />

Jahre dokumentiert ein zweijährig erscheinender<br />

Nachhaltigkeitsbericht. Dieser<br />

orientiert sich an den neuesten Leitlinien<br />

der Global Reporting Initiative (GRI).<br />

Er macht sowohl die bisherigen Erfolge<br />

Südpacks im Bereich Nachhaltigkeit als<br />

auch die ehrgeizigen Ziele für die nächs -<br />

ten Jahre transparent.<br />

Folien für die Zukunft<br />

„Aus Tradition wird Innovation“ lautet das<br />

Motto der südschwäbischen Unternehmensgruppe.<br />

Der Erfolg der letzten fünf<br />

Jahrzehnte dient als Ansporn, die Verpa -<br />

ckungsspezialisten richten ihren Blick indes<br />

nach vorn. Zuletzt wurde ein Umsatz<br />

von über 367 Millionen Euro erzielt. Als<br />

Familienunternehmen, das traditionelle<br />

Werte wie Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit<br />

mit Innovation vereint, ist Südpack<br />

bereit für die Zukunft. Im Bereich<br />

Druck komplettiert seit einem guten Jahr<br />

Mit ausgeklügelter Technologie zum Erfolg: Käsereifungsbeutel<br />

gehören bis heute zum Portfolio.<br />

eine Digitaldruckanlage das bisherige<br />

Portfolio aus Flexo- und Tiefdruck. Mit ihr<br />

kommt die Geschäftsführung Kundenwünschen<br />

nach Flexibilität nach, kleine<br />

Chargen können schnell und in gewohnter<br />

Südpack-Qualität gedruckt werden.<br />

Zudem arbeiten die Mitarbeiter des Unternehmens<br />

an einem Webshop für den<br />

Digitaldruck, der ab März online sein wird.<br />

Hier können Kunden in naher Zukunft<br />

durch Empfehlungen Folienarten auswählen,<br />

Designs hochladen und den fertigen<br />

Auftrag über Schnittstellen an die<br />

Druckanlage schicken. Damit zeigen die<br />

Ochsenhausener erneut ihr Gespür für<br />

die Entwicklungen des Marktes.<br />

Film Packaging for the World<br />

Market<br />

Tradition and innovative spirit, a downto-earth<br />

attitude, and state-of-the-art<br />

technology - these values, plus the<br />

great commitment with which the trained<br />

dairy master Alfred Remmele<br />

founded his own enterprise in 1964 are<br />

still effective today at Südpack. Within<br />

the last five decades, the company, the<br />

headquarters of which is located in the<br />

Swabian town of Ochsenhausen, has<br />

developed to one of the internationally<br />

leading film manufacturers for food<br />

and medical <strong>packaging</strong>.<br />

pj<br />

Silicon Valley wird auch so erklärt, dass da Leute sitzen, die zwei Aufgaben<br />

erledigen wollen: Die Zukunftsvorstellungen von früher zu<br />

realisieren und für die Menschheit Gutes tun. In den Köpfen stecken<br />

die Bilder der Zukunftsvisionen der End-Fünfziger und Sechziger von<br />

selbstfahrenden Autos, Rohrpost für Menschen und Fernsehgeräte als<br />

Armbanduhr. Dies in Hippiemanier kombiniert mit dem Kommune-<br />

Gedan- ken des Verzichts auf Eigentum und moralischer Borniertheit,<br />

also des Teilens und freier sozialer Interaktion, seien die Rezeptur all<br />

dessen, was heute in dem berühmten Tal auf den Weg gebracht wird.<br />

Mechanisch gab es diese Zukunft schon. Es fehlten allerdings einige<br />

teils wesentlichen Eigenschaften der Produkte, die in erster Linie noch<br />

der Entwicklung der IT bedurften. Großrechner im Streichholzschachtelformat,<br />

miniaturisierte Sensorik, optimierte Algorithmen.<br />

Damit kann die alte Zukunft endlich realisiert werden: alles<br />

datentechnisch vernetzt, versteht sich, und das Muss der heutigen<br />

Zwanghaftigkeit, der ganzen Welt alles mitteilen zu müssen. Mittlerweile<br />

hat sich der Mensch im Web eingerichtet als User und als Datenlieferant.<br />

Man hat nichts zu verbergen und fühlt sich sicher.<br />

In unserer kleineren Welt des Maschinenbaus sieht es etwas anders<br />

aus. Es geht nicht nur um die Erweiterung bestehender Grundausführungen<br />

durch neue Eigenschaften. Es geht oft um die Veränderung<br />

der Basis selbst, um Innovation des Ganzen. Datentechnisch muss zwar<br />

auch alles überwachbar und nachvollziehbar sein. Allerdings nur für<br />

einen engen Kreis von Nutzern. Die Wahrung von Betriebsgeheimnissen<br />

ist ein wichtiger Aspekt.<br />

Zukunft entsteht im Maschinenbau immer wieder neu. Sie ist nicht von<br />

gestern. Auf Messen erlebt man sie.<br />

So gesehen findet man dort die Zukunft von heute.<br />

Ihr<br />

Michael Koch<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 19


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

iML-Technologie für Food- und non-Food-Anwendungen<br />

Systemintegration optischer<br />

Prüfsystemen als Turnkey-Lösung<br />

IML-Experten, wie Beck Automation aus Oberengstringen (Schweiz), folgen dem Trend, Visionsysteme<br />

einzusetzen, bereits seit Jahren. Mit dem Kooperationspartner Intravis aus Aachen kann nun ein<br />

Turnkey-Visionsystem angeboten werden, für das Beck Automation als Systemintegrator mit allem aus<br />

einer Hand am Markt auftritt..<br />

Die Bedeutung des Einsatzes von Visionsystemen<br />

in IML steigt. Angesichts der<br />

extrem hohen Zyklusgeschwindigkeiten<br />

und der tendenziell sinkenden Investitionskosten<br />

wird der Einsatz von optischen<br />

Prüfsystemen für Anwender zunehmend<br />

attraktiv. Im Premium-Segment<br />

der IML-Anwendungen sind sie<br />

längst zum Must-have aufgestiegen.<br />

Auch im mittleren Marktsegment spielen<br />

sie zunehmend eine Rolle, wenn es<br />

darum geht, Qualitätsniveau und Wertschöpfung<br />

nachhaltig zu verbessern.<br />

Intravis-Visionsysteme mit Kameras, Objektiven und Beleuchtungsfeldern als Turnkey-Lösung<br />

von Beck Automation für die IML-Inspektion.<br />

Vielversprechende erste<br />

Referenzen<br />

Um IML-Anwendern im Bereich von optischen<br />

Prüfsystemen eine optimale Lösung<br />

aus einer Hand bieten zu können,<br />

ging Beck Automation eine Zusammenarbeit<br />

mit Intravis ein. Ab sofort werden<br />

die Hochleistungs-IML-Systeme des<br />

Hauses optional mit vollintegrierten Visionsystemen<br />

von Intravis als Turnkey-<br />

Lösung angeboten.<br />

Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht<br />

neue innovative Ideen, denn Anlagenbauer<br />

und Vision-Lieferant arbeiten<br />

schon in der Konzeptphase zusammen.<br />

So wird es möglich, eine auf den Kunden<br />

perfekt zugeschnittene Lösung zu entwickeln.<br />

Erste Referenzen sprechen eine<br />

eindeutige Sprache: So wurde z. B. ein<br />

System entwickelt, bei dem der Abstand<br />

des Prüfobjektes (Kunststoffeimer mit<br />

IML-Dekoration) zum Kameraobjektiv<br />

mittels einer Servobewegung frei einstellbar<br />

ist. Diese Lösung ermöglicht es,<br />

Größenunterschiede von Prüfobjekten<br />

ohne direkte mechanische Einstellung<br />

an der Kamera auszugleichen, was zu<br />

deutlich schnelleren Umrüstzeiten führt.<br />

IML-Vision mit IMLWatcher<br />

Herz des Visionsystems von Intravis ist der<br />

IMLWatcher. Er wurde speziell für die Qualitätskontrolle<br />

des In-Mould-Labeling-Prozesses<br />

entwickelt. Er prüft unterschiedliche<br />

Objekte, wie Becher, Deckel und Eimer<br />

und alle gängigen Labeltypen inklusive<br />

Banderolen- und Bodenlabel. Das System<br />

fügt sich nahtlos in die Produktionslinie<br />

ein und unterstützt auch schnellste<br />

Zykluszeiten der IML-Hochleis tungsproduktion.<br />

Mögliche Prüfkriterien des<br />

IMLWatcher sind die Anwesenheit, Identität<br />

sowie und Sitz (vertikal, horizontal, sowie<br />

Verdrehung) des Labels, Hinterspritzungen,<br />

Durchschüsse, Falten- und Blasenbildung,<br />

Kontamination, Druckfehler<br />

auf dem Label, Versatz des Druckbilds sowie<br />

Fehler am Etikettenstoß.<br />

„Getreu dem Motto von Intravis ‚Wir lösen<br />

Probleme. Bevor sie entstehen.‘, haben wir<br />

mit diesem Experten für die Qualitätsprüfung<br />

von Kunststoffverpackungen einen<br />

Partner für eine Turnkey-Lösung gefunden,<br />

der IML genauso wie wir versteht, spricht<br />

und lebt“, sagt Nino Zehnder, Vertriebsleiter<br />

von Beck Automation.<br />

Die Prüfleistung ergibt sich aus Genauigkeit<br />

und Geschwindigkeit der Inspektion.<br />

Die Prüfgenauigkeit liegt dabei bei<br />

0,1 mm (bei Etiketten der Größe 50 mm<br />

x 50 mm). Die maximale Prüfgeschwindigkeit<br />

erlaubt Bildabstände bis hinab<br />

zu 20 Millisekunden.<br />

Hohe Flexibilität<br />

Oft ist zu Beginn eines Projektes noch<br />

nicht genau klar, welche Fehler am Ende<br />

effektiv geprüft werden müssen, weil z.<br />

B. die später zu prüfende Verpackung<br />

noch gar nicht produziert wird. Diese<br />

Herausforderung setzt in Bezug auf die<br />

Flexibilität hohe Anforderungen an das<br />

Visionsystem. Intravis hat mit dem IML-<br />

Watcher aufgrund langjähriger Branchenerfahrungen<br />

ein System geschaffen,<br />

das genau hire entscheidende Vorteile<br />

bietet. Dank flexibler Programmierung<br />

von Algorithmen kann es für fast je-<br />

20<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

Das Investment für ein integriertes<br />

Visionsystem liegt je nach Anwendung<br />

heute bei 10 bis 20 Prozent des<br />

Anschaffungspreises eines IML-<br />

Systems.<br />

de Prüfaufgabe, jedes relevante Kriterium<br />

und abgestimmt auf die Dynamik sowie<br />

die Objekte der Inspektion eingesetzt<br />

werden. „Dieses Plus an Flexibilität ist sowohl<br />

beim Produktionsanlauf, als auch<br />

beim Produktwechsel auf einem IML-Sys -<br />

tem von entscheidender Bedeutung für<br />

den Anwender. Es bedeutet schlicht: Höheres<br />

Qualitätsniveau und bessere Wertschöpfung“,<br />

betont Nino Zehnder.<br />

Optimale Kombination von<br />

Erfahrungen<br />

Anwender, die sich für eine integrierte<br />

Lösung von Beck Automation mit optischen<br />

Systemen von Intravis entscheiden,<br />

nutzen eine optimale Kombination<br />

von Erfahrungen zweier Experten aus<br />

der Verpackungsindustrie als Rundumpaket.<br />

Als Systemintegrator und Generalunternehmer<br />

erfolgt die Projektierung<br />

durch Beck Automation. Nach Auftragserteilung<br />

stellen die Experten sicher,<br />

dass dem Kunden eine für seine<br />

Aufgabe passende Inspektionslösung<br />

inklusive aller Hard- und Software zur<br />

Verfügung gestellt werden. Für die reibungslose<br />

Inbetriebnahme beim Kunden<br />

vor Ort finden eine Vorinbetriebnahme<br />

des Systems sowie ein Test der<br />

Schnittstellen vor Auslieferung zum<br />

Kunden statt. Die Inbetriebnahme beim<br />

Kunden erfolgt mit einem Techniker von<br />

Intravis vor Ort. Im Paket ist die Programmierung<br />

von bis zu drei verschiedenen<br />

Labels oder Produkten für einen Produktionsstart<br />

enthalten.<br />

Gegenüber dem Kunden übernimmt<br />

Beck Automation als Systemintegrator<br />

im Support und Service des After Sales<br />

die Verantwortung für eine einwandfreie<br />

Funktion des Visionsystems von Intravis.<br />

Nach der Inbetriebnahme können die<br />

Kunden der Beck Automation auch vom<br />

weltweiten Servicenetzwerk von Intravis<br />

profitieren. Standorte von Intravis sind<br />

hier neben Deutschland, den USA, Indien,<br />

Mexiko, Türkei, Russland, Südafrika,<br />

China und Singapur.<br />

Nino Zehnder fasst zusammen: „Mit dem<br />

Einbau einer Kamera zur Qualitätsprüfung<br />

ist es nicht mehr getan. Die Kundenbedürfnisse<br />

sind heute so individuell,<br />

dass schon in der Konzeptphase einer<br />

Optische IML-Inspektionssysteme.<br />

Swiss made 2-Kavitäten-Performance pur: IML-<br />

Anlage von Beck Automation für 4 l-Eimer.<br />

Anlagenentwicklung das Visionsystem<br />

eine zentrale Rolle spielen muss. Unter<br />

wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind<br />

diese optischen Systeme aus dem modernen<br />

IML-Produktionsprozess nicht<br />

mehr wegzudenken. Allerdings sollten<br />

bereits in der Projektierung nur sinnvolle,<br />

auf die Produktionsaufgabe abgestimmte<br />

Prüfkriterien definiert werden,<br />

um auch einen kosteneffektiven Einsatz<br />

zu erzielen.“<br />

System Integration of Optical<br />

Inspection Systems as Turnkey<br />

Solution<br />

The significance of the deployment of<br />

vision systems in IML is increasing. In<br />

the light of extremely high cycle<br />

speeds and a trend towards decreasing<br />

investment costs, the deployment of<br />

optical inspection systems is becoming<br />

increasingly attractive for the users.<br />

Following their implementation in the<br />

premium segment, it is increasingly also<br />

assuming a role in the mid-market<br />

segment when it comes to the sustainable<br />

improvement of the quality level<br />

and value creation. IML- experts, such<br />

as the Swiss enterprise Beck Automation<br />

have been following the trend to<br />

deploy vision systems already for several<br />

years. Together with the cooperation<br />

partner Intravis, Beck Automation,<br />

acting as the system integrator, is now<br />

able to offer a single-source turnkey vision<br />

system.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 21


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

Behältermanagement-App vereinfacht Prozesse<br />

Übergreifendes Lademittelmanagement<br />

Die Hydac International GmbH, Sulzbach/Saar, wollte eine vollkommene Transparenz über Kosten und<br />

Bestände über eigenen Lademittel und Kundenbehälter erreichen, um Verbesserungspotenziale<br />

aufzudecken und die Logistikkosten zu reduzieren. Das gelingt dank einer Behältermanagementsoftware<br />

von EURO-LOG.<br />

Die obligatorische<br />

tägliche Buchung der korrekten<br />

Anzahl von<br />

Behältern ist mit dem Behältermanagementsystem<br />

nun<br />

automatisiert möglich.<br />

Die Übereinstimmung der<br />

Konten wird nach dem<br />

Scan automatisch<br />

erkannt, lediglich die Abweichungen<br />

müssen noch<br />

abgeklärt werden.<br />

Bald im Einsatz: Die<br />

BMS-App ist einfach zu<br />

bedienen.<br />

Die Hydac International GmbH, Sulzbach/Saar,<br />

wollte eine vollkommene<br />

Transparenz über Kosten und Bestände<br />

über eigenen Lademittel und Kundenbehälter<br />

erreichen, um Verbesserungspotenziale<br />

aufzudecken und die<br />

Logistikkosten zu reduzieren. Das gelingt<br />

dank einer Behältermanagementsoftware<br />

von EURO-LOG.<br />

Der Aufbau eines zentralen Behälterpools<br />

für die einheitliche Verwaltung<br />

aller Behälter war eine wichtige Grundlage<br />

für mehr Transparenz über die konzerneigenen<br />

Gitterboxen, Kleinladungs -<br />

träger (KLT) und Paletten, da die Behälter<br />

in vielen unterschiedlichen Systemen<br />

verwaltet wurden. Die<br />

Harmonisierung der Logistikprozesse<br />

der verschiedenen Werke sollte eine<br />

neutrale Bewertbarkeit ermöglichen.<br />

Im Wareneingang wurde der Einsatz<br />

von Mobile Devices geplant, um manuelle<br />

Datenerfassungsprozesse zu automatisieren.<br />

Übergreifende Behälterbewegungen<br />

mit Dreiecksbeziehungen konnten in<br />

den bestehenden Systemen nicht abgebildet<br />

werden. Es bestand keine Klarheit<br />

über Behälterkosten, Bestände,<br />

Wege und Verbindungen zwischen den<br />

einzelnen Hydac-Niederlassungen und<br />

den beteiligten Partnern. Das führte zu<br />

unnötigen Lagerkosten, da es ungenutzte<br />

Bestände gab und andererseits<br />

häufig Behälter, jährlich beispielsweise<br />

tausende Kleinladungsträger (KLT), zugekauft<br />

werden mussten. Außerdem<br />

war ein hoher Schwund an Gitterboxen<br />

und bei anderen Behältertypen zu verzeichnen.<br />

Gesucht und gefunden<br />

Zum Anforderungsprofil der neue Lösung<br />

gehörten ein webbasiertes, intuitiv<br />

bedienbares Tool, die Abbildung<br />

interner und externer Behälterkreisläufe,<br />

die Automatisierung der Behälterbuchungen,<br />

die Anbindung an<br />

Kundenportale sowie eine hohe Flexibilität<br />

und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.<br />

Das Behältermanagement von<br />

EURO-LOG bildet die unternehmens-<br />

IT-Dienstleister EURO-LOG mit<br />

Hauptsitz in Hallbergmoos-München<br />

bietet der verladenden Industrie<br />

Lösungen wie Supply Chain<br />

Management, Transport-, Behälterund<br />

Zeitfenstermanagement. Das<br />

Unternehmen wurde 1992 als ein<br />

Joint Venture der Deutsche Telekom,<br />

France Telecom und Digital Equipment<br />

gegründet. 1997 wurde das<br />

Unternehmen eine „people owned<br />

company“ und entwickelte sich zu<br />

einem der führenden Anbieter von<br />

IT- und Prozessintegration.<br />

übergreifenden Behälterbewegungen<br />

ab, bietet Echtzeitzugriff für alle Partner,<br />

bindet mobile Lösungen wie dem Digitalstift<br />

oder Apps ein, unterstützt bei<br />

der Minimierung der Behälterverluste<br />

und -zukäufe, integriert Kunden- und<br />

Lieferantensysteme und ist dank Einbindung<br />

z. B. von RFID zukunftssicher.<br />

Die Lösung in der Praxis<br />

Die verschiedenen Hydac-Werke haben<br />

dank der webbasierten Lösung Zugriff<br />

auf sämtliche Behälterdaten in einem<br />

zentralen System, das die Behälterbewegungen<br />

von Hydac, seinen Lieferanten,<br />

Kunden und Logistikdienstleistern<br />

abbildet.<br />

Bestände, Behälterkosten und -bewegungen<br />

sind für alle Beteiligten in Echtzeit<br />

verfügbar. Durchlaufzeiten und<br />

Verweildauer der Behälter können für<br />

alle Tauschpartner transparent verfolgt<br />

werden. Nur die tatsächlich verwendeten<br />

Ladungsträger werden gebucht, sodass<br />

Prozessabweichungen sofort<br />

auffallen. Die Lieferanten und Logistikdienstleister<br />

von Hydac nehmen aktiv<br />

am Prozess teil: Sie haben Zugriff auf<br />

das Tool und können Behälter buchen.<br />

22<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Durch das einheitliche Behältermanagementsystem<br />

kann das Unternehmen<br />

nun die relevanten Logistikprozesse<br />

übergreifend steuern und auswerten.<br />

Der Behälterschwund und der Zukauf<br />

neuer Behälter konnten so nachhaltig<br />

gesenkt werden.<br />

Einbindung von Mobile Devices<br />

Im Wareneingang wurden mit der Einbindung<br />

des Digitalstifts die Prozesse<br />

erheblich erleichtert und verkürzt. Die<br />

ausgefüllten Papierformulare müssen<br />

nicht mehr manuell eingelesen werden,<br />

sondern werden automatisch übertragen<br />

und elektronisch archiviert. Dank<br />

der Schrifterkennung liest der Digitalstift<br />

die ausgefüllten Formulare. Zukünftig<br />

werden auch Mobile Devices<br />

mit der Behältermanagement-App<br />

(BMS-App) eingesetzt, um die Abläufe<br />

weiter zu automatisieren und damit zu<br />

vereinfachen. „Durch die Kombination<br />

aus Behältermanagement und Digitalstift<br />

haben wir die administrativen Prozesse<br />

deutlich verkürzt“, sagt Thomas<br />

Kraft, Leiter Logistik, Hydac Verwaltung<br />

GmbH.<br />

Automatisierter Abgleich mit<br />

Lieferantenportalen<br />

Das Unternehmen tauscht in der Zusammenarbeit<br />

mit seinen Kunden verschiedenste<br />

Behältertypen aus. Bei<br />

einigen dieser Kunden ist die Behälterbuchung<br />

in deren Portalen Vorschrift.<br />

Zuvor war dies ein manueller Aufwand,<br />

der viel Zeit in Anspruch nahm.<br />

Durch modernste Agententechnologie<br />

wurden die Lieferantenportale von<br />

einigen großen Kunden angebunden.<br />

Die obligatorische tägliche Buchung<br />

der korrekten Anzahl von Behältern ist<br />

mit dem Behältermanagementsystem<br />

nun automatisiert möglich. Alle Partner<br />

sehen die gleichen Daten und haben<br />

einen gemeinsamen Datenbestand.<br />

Differenzen in den Konten werden direkt<br />

angezeigt, sie können direkt im<br />

System abgestimmt werden, was eine<br />

partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

mit den Tauschpartnern ermöglicht.<br />

Comprehensive Container<br />

Management<br />

The enterprise Hydac International<br />

GmbH, located in Sulzbach/Saar Region<br />

intended to achieve complete<br />

transparency in terms of costs and<br />

stock regarding the own loading materials<br />

and customer containers, in order<br />

to detect potentials for improvement<br />

and to reduce the logistics costs. This<br />

objective has been reached due to container<br />

management software provided<br />

by EURO-Log. With this web-based solution,<br />

the various Hydac locations now<br />

have access to all container data within<br />

a central system. The system displays<br />

the container movements of Hydac, its<br />

suppliers, customers, and logistics services<br />

providers. The stocks, container<br />

costs and movements are available for<br />

all participants on real time basis. pj<br />

BERICAP<br />

Technology<br />

The plastic closure company<br />

committed to your success<br />

www.bericap.com<br />

Das Behältermanagementsystem ermöglicht die unternehmensübergreifende Sicht über die realen Bestände der eigenen<br />

Lademittel und der Kundenbehälter.<br />

Research and Development<br />

Mould Technology | Global Presence<br />

Capping Technology and Know-How<br />

Innovation and Flexibility<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong>


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

neues hMi-Bedienpanel<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 6, stand E80<br />

Virtuelle Entwicklung technischer Systeme<br />

Die virtuelle Entwicklung technischer Systeme ist im Verpackungsmaschinenbau angekommen. Im Rahmen<br />

von K 4.0 steht das Thema „Virtual Engineering“ auch bei der KOCH Pac-Systeme GmbH, Pfalzgrafenweiler,<br />

im Fokus. Die darin enthaltene Unterstützung mittels dreidimensionaler Produktentwicklungsprozesse<br />

bietet große Chancen.<br />

Zu dieser komplexen Entwicklungsrichtung<br />

gehört nicht zuletzt auch die virtuelle<br />

Inbetriebnahme. Dabei kann die<br />

komplexe Verpackungslinie am PC virtuell<br />

programmiert werden. Für den<br />

Endkunden leitet sich aus diesem Prozess<br />

ein ganzes Paket an Vorteile ab.<br />

Das Potenzial ist dabei noch lange nicht<br />

ausgereizt und wird sich in den kommenden<br />

Jahren weiterentwickeln. Für<br />

die Unternehmen, aber auch für deren<br />

Kunden, bietet sich dadurch auch die<br />

Möglichkeit, bestimmte Szenarien<br />

vorab durchzuspielen und Fehlerquellen<br />

frühzeitig zu eliminieren.<br />

Erstmals wird KOCH auf der interpack die virtuelle Inbetriebnahme am Beispiel einer Blistermaschine im medplus-Bereich vorstellen.<br />

wir haben Jürgen welker (director Automation<br />

und Technologie bei koCh)<br />

zur virtuelle inbetriebnahme und der<br />

neuentwicklung des hiM befragt.<br />

Beide Themen stehen auch im Fokus<br />

der Präsentation auf der kommenden<br />

interpack.<br />

Herr Welker, Ihr Unternehmen setzt in der<br />

künftigen Zusammenarbeit mit den Kunden<br />

verstärkt auf die virtuelle Entwicklung<br />

technischer Systeme. Seit wann beschäftigen<br />

sich Ihre Entwickler mit dieser Thematik<br />

und welchen Stellenwert nimmt dabei die<br />

Inbetriebnahme ein?<br />

Jürgen Welker: Es geht nicht nur um<br />

die genannten Punkte, sondern tatsächlich<br />

um eine Vielzahl an Themen,<br />

die branchenweit ja derzeit unter dem<br />

Begriff Industrie 4.0 diskutiert und bereits<br />

umgesetzt werden. Diese digitalen<br />

Themen werden zukünftig vermehrt<br />

Einfluss auf die Produktion nehmen<br />

und die Vernetzung der Prozesse vorantreiben.<br />

Hier wirken wir im Bereich unserer<br />

komplexen, kundenspezifischen<br />

Maschinen mit und bieten adäquate<br />

Lösungen. Mit der virtuellen Inbetriebnahme<br />

beschäftigen wir uns seit geraumer<br />

Zeit: Erste Projekte schließen wir<br />

derzeit ab. Anwendungsbeispiele werden<br />

wir auf unserem Stand auf der interpack<br />

Live präsentieren.<br />

Welche Vorteile ergeben sich daraus für die<br />

Praxis?<br />

Jürgen Welker: Hauptvorteile der virtuellen<br />

Inbetriebnahme aus Sicht des<br />

Kunden sind kürzere und schnellere<br />

Lieferzeiten Dank einer kürzeren Bauphase.<br />

Bisher mussten die Programmierer<br />

warten, bis eine Maschine<br />

mechanisch fertiggestellt war und<br />

konnten die Maschine erst anschließend<br />

in Betrieb nehmen. Mit den neuen<br />

Voraussetzungen kann er schon vorarbeiten<br />

und sein Programm virtuell<br />

schreiben. Zwingend notwendig ist natürlich<br />

eine gute Datenbasis, die aus der<br />

Elektrokonstruktion zur Verfügung gestellt<br />

wird. Wir sind überzeugt, dass die<br />

virtuelle Inbetriebnahme die Qualität<br />

der Sonderanlagensoftware stark verbessern<br />

wird.<br />

Welche Herausforderungen sind für die<br />

Partner damit verbunden?<br />

Jürgen Welker: Bisher hat die Softwareentwicklung<br />

mit der Softwarevorbereitung<br />

erst nach Fertigstellung der<br />

Elektrokonstruktion begonnen. Mit der<br />

virtuellen Inbetriebnahme darf der Programmierer<br />

erstmals schon während<br />

der mechanischen und elektrischen<br />

Konstruktionsphase mit dabei sein und<br />

im Team seine Erfahrung mit einbringen.<br />

Der mechatronische Gedanke wird<br />

dadurch gefördert und gestärkt.<br />

Herr Welker, KOCH Pac-Systeme hat ein<br />

neues HMI entwickelt, das auf Webserver-<br />

Technologie basiert. Das bisherige HMI ist<br />

seit gut 18 Jahren im Einsatz und genießt<br />

eine hohe Akzeptanz bei Kunden und Mitarbeitern.<br />

Warum wird jetzt umgestellt?<br />

Jürgen Welker: Über die Jahre hinweg<br />

hat sich das bisherige Panel tatsächlich<br />

24<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

sehr bewährt. Unser Anspruch ist es<br />

aber, immer wieder neue Akzente zu<br />

setzen. Diese leiten sich aus unserem<br />

hohen Innovationspotenzial ab. So<br />

wollten wir unseren Kunden sowohl<br />

von der Ästhetik und Anmutung, aber<br />

besonders natürlich von softwaretechnischer<br />

Seite eine auf HTML5-Technologie<br />

basierte neue Lösung aufzeigen.<br />

Welche Features möchten Sie besonders<br />

hervorheben?<br />

Jürgen Welker: Ein wesentlicher Punkt<br />

ist die Basis auf Webserver-Technologie.<br />

Dadurch können mehrere Panels und<br />

auch mobile Geräte auf die Maschine<br />

zugreifen (Mult-Panel-Fähigkeit).<br />

Schaltzugriff erhält immer nur ein<br />

Panel, so dass hier konkurrierende Situationen<br />

vermieden werden können.<br />

Jedes andere Panel, das über die entsprechende<br />

Berechtigungen verfügt,<br />

kann aber den Schaltzugriff anfordern.<br />

Das 21“ Panel bietet aber auch interaktive<br />

Anzeigen von beispielsweise ausgewählten<br />

Aktoren (z. B: Motoren,<br />

Zylindern) und Sensoren. Zu Diagnosezwecken<br />

lassen sich diese Aktoren und<br />

Sensoren besser hervorheben und erleichtern<br />

dem Benutzer die Arbeit. Für<br />

jede maschinenbezogene Ansicht (Bereiche,<br />

Stationen) lassen sich zusätzlich<br />

dreidimensionale Bilder in verschiedenen<br />

Perspektiven (Draufsicht, Rückansicht)<br />

einbinden und anzeigen. Dies ist<br />

besonders für den Einrichtebetrieb und<br />

die Diagnoseanzeige von Vorteil. Für<br />

weitere Aspekte verweisen wir auf unseren<br />

Live-Betrieb der Blistermaschine<br />

KBS-KF auf der interpack.<br />

Virtual Development of Technical Systems<br />

The virtual development of technical systems has finally reached the <strong>packaging</strong> machinery<br />

engineering sector. Within the scope of K 4.0, the topic „Virtual Engineering“ has also<br />

already been in the focus at the enterprise KOCH Pac-Systeme for quite some time. The<br />

support contained herein in form of three-dimensional product development processes<br />

offers significant options. This complex development approach not least also includes<br />

virtual initial commissioning. Within the scope of the same, the sophisticated <strong>packaging</strong><br />

line can be virtually programmed at the PC.<br />

pj<br />

Das neue Bedienpanel im Detail.<br />

SMARTER PRODUCT USABILITY<br />

SMART IST, WENN EIN FARB-<br />

MARKEN SENSOR SEINEN<br />

OPTIMALEN SCHALTPUNKT<br />

AUTOMATISCH ERMITTELT<br />

Der kompakte, einfach zu bedienende KRT 18B bestimmt<br />

selbstständig die optimale Schaltschwelle und passt sie im<br />

Betrieb stetig an die sich verändernden Gegebenheiten an.<br />

easyhandling.<br />

Dieter Eßlinger,<br />

Product Launches &<br />

Sales Coordination<br />

www.leuze.de<br />

Interpack, Halle 13, Stand A94


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

Pharmazeutische glasröhren auf dem Prüfstand<br />

Erfassen, verbinden und analysieren<br />

SCHOTT hat einen neuen Qualitätsprozess für die Produktion von Glasröhren für pharmazeutische<br />

Packmittel entwickelt: perfeXionTM. Dafür kommt das PI-System von OSIsoft zum Einsatz. Es erfasst<br />

Prozessdaten aus den Fertigungsanlagen in Echtzeit und stellt so ein Höchstmaß an Konsistenz<br />

und Qualität sicher.<br />

SCHOTT will bereits am Anfang<br />

der Wertschöpfungskette die<br />

Sicherheit der Patienten<br />

steigern.<br />

Pharmazeutisches Glas wird meist direkt<br />

aus der Schmelze in Röhrenform gebracht.<br />

SCHOTT und andere auf Qualität<br />

bedachte Verarbeitungsbetriebe nutzen<br />

solche Röhren zur Produktion von Ampullen,<br />

Spritzen, Fläschchen und Karpulen.<br />

Die Herausforderung besteht darin, die<br />

gekrümmte Oberfläche solcher Röhren<br />

mit 100-prozentiger Genauigkeit zu vermessen<br />

und zu überwachen, und das in<br />

einem Produktionsprozess, der mit atemberaubender<br />

Geschwindigkeit abläuft.<br />

Bisher wurden die Qualitätsparameter<br />

von den Herstellern in der Regel mit Hilfe<br />

von statistischen Probenahmen überwacht.<br />

Bei SCHOTT wird im neuen sogenannten<br />

perfeXionTM-Qualitätsprozess<br />

jedes FIOLAX®-Glasrohr gemessen und<br />

bewertet. Es entsteht ein verbessertes<br />

Produkt, was einerseits die Packmittelherstellung,<br />

aber auch das spätere Handling<br />

unterstützt. Mit dieser Maßnahme will<br />

SCHOTT bereits am Anfang der Wertschöpfungskette<br />

die Sicherheit der Patienten<br />

steigern.<br />

Feinabstimmung der Produktion<br />

Vor ein paar Jahren schon hat man in der<br />

Röhrenproduktion bei SCHOTT Tubing<br />

ein neues internes MES-Projekt mit dem<br />

Ziel ins Leben gerufen, interne KPI-Berichte<br />

zur Produktqualität zu erstellen<br />

und das IT-Netzwerk in der Fertigung zu<br />

modernisieren, um höhere Redundanz<br />

zu gewährleisten und den neuesten<br />

technologischen Fortschritten Rechnung<br />

zu tragen. Man suchte einen zuverlässigen<br />

Partner und führte in der<br />

Glasröhrenproduktion das PI-System<br />

von OSIsoft ein. Es erfasst die Echtzeitdaten<br />

aus den Fertigungsanlagen nicht<br />

nur, sondern sie werden auch für komplexe<br />

Analysen zur Steigerung der Produktivität,<br />

zur Energieeinsparung oder<br />

zur Ausarbeitung von Fertigungsstrategien<br />

für Produkte nach Serien- oder Kundenspezifikation<br />

herangezogen.<br />

Sobald das System konzipiert, entwi -<br />

ckelt und auf die Bedürfnisse von<br />

SCHOTT angepasst war, wurde es an vier<br />

Fertigungsstandorten in Deutschland,<br />

Brasilien und Indien eingeführt. Das Sys -<br />

tem erfasst dabei die Daten von mehr<br />

als 100.000 Signalen, die den Fertigungslinien<br />

zugeordnet sind.<br />

Derzeit befindet sich das Unternehmen in<br />

der Validierungsphase des PI-Systems über<br />

seine Fertigungsstandorte auf der ganzen<br />

Welt hinweg und ergänzt dieses darüber<br />

hinaus mit Event Frames, PI-ProcessBook<br />

und PI-Coresight, um Kunden und Mitarbeitern<br />

bessere Einblicke zu ermöglichen.<br />

„Mit jederzeit abrufbaren Einblicken in die<br />

unternehmenseigenen Daten, die sich durch<br />

Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit<br />

auszeichnen, ist man bei SCHOTT Tubing mit<br />

seinen Qualitätsstandards bei der Produktion<br />

pharmazeutischer Gläser in neue Dimensionen<br />

vorgestoßen“, betont Christoph Papenfuss,<br />

Regional Manager OSIsoft Europe für<br />

DACH/Dänemark.<br />

Das PI-System eröffnet eine deutlich höhere<br />

Prozesstransparenz und noch schnellere<br />

Fertigungsabläufe. Die Erstellung von Standard-<br />

und Spontanberichten dauert heute<br />

„etwa 15 Minuten anstatt Stunden”, so<br />

Abläufe können durch die Nutzung von Datenströmen optimiert und ergänzt werden.<br />

26<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

SCHOTT ist ein international führender<br />

Technologiekonzern auf den Gebieten<br />

Spezialglas und Glaskeramik.<br />

Die Muttergesellschaft SCHOTT AG<br />

hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist<br />

zu 100 Prozent im Besitz der Carl-<br />

Zeiss-Stiftung.<br />

Martin Monreal, Projektverantwortlicher<br />

bei SCHOTT Tubing.<br />

Qualitätssicherung auf<br />

höchstem Niveau<br />

„Wir machen einen großen Schritt hin zu<br />

einer ganzheitlichen Sicht der Dinge<br />

rund um das Thema Qualität in der pharmazeutischen<br />

Glasproduktion”, erklärt<br />

Dr. Patrick Markschläger, Executive Vice<br />

President des Geschäftsbereichs<br />

SCHOTT Tubing. „Schon unsere vorher<br />

existierenden, extrem dichten Kontrollmechanismen<br />

haben sichergestellt, dass<br />

die Qualität unserer Glasröhren den<br />

höchsten Ansprüchen genügt. Jetzt<br />

aber können wir exakter verifizieren,<br />

dass die Glasröhre genau der Spezifikation<br />

entspricht.”<br />

SCHOTT Tubing hat darüber hinaus Labordaten<br />

in das System integriert. Vor<br />

der Einführung des PI-Systems wurden<br />

die Labordaten einmal pro Jahr in einem<br />

Bericht zusammengefasst. Nun stehen<br />

die Labordaten in Echtzeit zur Verfügung.<br />

Schichtberichte, die früher im Excel-Format<br />

und auf großen Papierbögen<br />

verfasst wurden, sind nun über eine an<br />

das PI-System angebundene Microsoft<br />

SharePoint-Webapplikation verfügbar.<br />

Als Nächstes plant SCHOTT Tubing die<br />

Integration von Event Frames, so dass<br />

Prozessdaten Produktionslosen in Echtzeit<br />

zugeordnet werden können. Darüber<br />

hinaus arbeitet SCHOTT Tubing an<br />

Verfahren zur Integration von Notifications,<br />

PI-Coresight und PI-ProcessBook in<br />

seine Betriebsabläufe.<br />

Was leistet der Partner?<br />

OSIsoft stellt eine offene Infrastruktur<br />

zur Verfügung, die es erlaubt, sensorbasierte<br />

Daten, Fertigungsanlagen und<br />

Personen zu verbinden, und die einen<br />

Echtzeitüberblick zu allen Prozessen ermöglicht.<br />

Bereits seit über 30 Jahren nut-<br />

Das PI-System erfasst, verbindet und<br />

analysiert.<br />

zen die Kunden von OSIsoft das PI-Sys -<br />

tem für die Verbesserung von Prozessen<br />

in den Sektoren Qualität, Energieverbrauch,<br />

Sicherheit und -sicherheit sowie<br />

zur Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften.<br />

Seit der Gründung 1980 ist OSIsoft<br />

ein privat geführtes Unternehmen<br />

mit Hauptsitz in San Leandro, Kalifornien<br />

(USA), und Niederlassungen auf der ganzen<br />

Welt.<br />

Collecting, Connecting and Analysing<br />

In the glass tube production sector for pharmaceutical <strong>packaging</strong> material,<br />

the enterprise SCHOTT has introduced the PI system provided by OSIsoft.<br />

The system collects process data from the various production plants on a<br />

real time basis and consequently ensures for a highest level of consistency<br />

and quality. Furthermore, the collected data can be utilised for complex<br />

analyses for the improvement of productivity, to generate energy savings,<br />

or for the establishment of manufacturing strategies for products both according<br />

to series or customer specifications.<br />

pj<br />

PROCESSES AND PACKAGING<br />

LEADING TRADE FAIR<br />

OHNE INNOVATIONEN<br />

WIRD ERFOLG<br />

ZERBRECHLICH<br />

JÖRG WOLTMANN<br />

GESCHÄFTSFÜHRER KPM<br />

01 | <strong>2017</strong>


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

nur ein greifer für kartonagen und Farbeimer<br />

Palettierroboter kommissioniert<br />

Mischpaletten vollautomatisch<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 12, stand F41<br />

Das vollautomatische Zusammenstellen von Versandpaletten bringt dem Druckfarbenhersteller RUCO jetzt<br />

einen weiteren Produktivitätsschub. Die Kernkomponente der vollautomatischen Anlage ist der<br />

Palettierroboter PARO der roteg AG mit speziell konfiguriertem Vakuumgreifer sowie intuitiv zu bedienender<br />

Steuerung.<br />

Gedruckt auf Verpackungen aus Kunststoff,<br />

Papier oder Folie sowie auf Glas, Etiketten,<br />

CDs oder Spielzeug, machen Farben<br />

die unterschiedlichsten Produkte attraktiver.<br />

Der Geschäftserfolg des traditionsreichen<br />

Druckfarbensystemanbieters<br />

RUCO, Eppstein, ruht auf den drei Säulen<br />

Innovation, Qualität und Produktivität. Im<br />

Versand, der pro Jahr etwa 10.000 Tonnen<br />

Farbe exakt kommissioniert zu den Kunden<br />

im In- und Ausland auf den Weg bringen<br />

muss, sollte die Ausbringungsmenge<br />

pro Schicht deutlich gesteigert und zugleich<br />

das manuelle Heben schwerer Lasten<br />

vermieden werden: Dort wird seit<br />

neuestem ein Palettierroboter PARO eingesetzt.<br />

Dieser Roboter ist die Kernkomponente<br />

der vom Dortmunder Automatisierungsspezialisten<br />

roTeg entwickelten<br />

Systemlösung.<br />

Je nach ausgewählter Packstückart aktiviert die<br />

Steuerung automatisch den Greiferbereich für<br />

Eimer oder für Kartonage.<br />

Greifer für alle Gebinde- und<br />

Palettenarten<br />

In der Vergangenheit wurden die Versandpaletten<br />

überwiegend von Hand zusammengestellt.<br />

Auch der Einsatz einer halbautomatischen<br />

Hebehilfe entlastete das<br />

Mit der Systemlösung können sowohl<br />

unterschiedliche Gebindearten<br />

kommissioniert als auch verschiedene<br />

Palettenarten genutzt werden.<br />

Personal nicht im gewünschten Umfang.<br />

Realisiert wurde deshalb eine vollautomatische<br />

Lösung, die alle Gebinde- und Palettenarten<br />

berücksichtigt, einfach zu bedienen<br />

ist und autark arbeitet.<br />

RUCO füllt die produzierten Druckfarben<br />

in Kunststoffeimern und Kunststoff- bzw.<br />

Blechdosen ab. Die Dosengebinde werden<br />

wiederum in Kartonagen verpackt. Damit<br />

gibt es zwei unterschiedliche Gebindearten,<br />

die der Palettierroboter automatisch<br />

ohne Umrüstungsaufwand zu verarbeiten<br />

hat: Farbeimer und Kartonagen. Für eine<br />

produktive Lösung fällt dem eingesetzten<br />

Flexibler Vakuumgreifer: Die Kombination von einem großen, zentral angeordneten Sauger für die Eimer (links) und vier kleineren, weiter auseinander liegenden Saugern mit einem getrennten Saugkreis für die Kartonagen (rechts).<br />

28<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Automatisieren | Steuern | Robotik<br />

Greifer die Schlüsselrolle zu.Die beiden zu<br />

handhabenden Gebinde aus Kartonage<br />

und Kunststoff eignen sich prinzipiell für<br />

die Verarbeitung mit einem Vakuumgreifer,<br />

der das Packstück per Ansaugen<br />

greift. Bei Kunststoffeimern besteht jedoch<br />

die Gefahr, dass sich durch das Eigengewicht<br />

beim Greifvorgang der Dekkel<br />

ablöst.<br />

Farbhersteller RUCO verwendet zwar<br />

Kunststoffeimer mit einem stabilen und<br />

hermetisch schließenden Deckel, der diese<br />

Gefahr ausschließt. Aber die Deckeloberfläche<br />

ist nicht vollständig glatt, sondern<br />

mit einem geriffelten Rand und einem<br />

Ausgießer versehen. Dieser Aspekt<br />

machte zunächst Versuche auf dem roTeg-<br />

Teststand erforderlich. Unterschiedliche<br />

Materialien, Saugermodelle und auch Prototypen<br />

neu entwickelter Greiferarten<br />

wurden auf ihre Eignung getestet.<br />

Das Ergebnis ist eine Kombination von<br />

einem großen, zentral angeordneten<br />

Sauger für die Eimer und vier kleineren,<br />

weiter auseinander liegenden Saugern<br />

mit getrenntem Saugkreis für die Kartonagen.<br />

Die gesamte Automatisierungslösung<br />

wird dadurch für RUCO sehr komfortabel.<br />

Im Programmmenü der Sys -<br />

temsteuerung muss lediglich per<br />

Touchscreen die Packstückart ausgewählt<br />

werden. Die Steuerung aktiviert<br />

daraufhin automatisch den Greiferbereich<br />

für das konkrete Packstück. Dadurch<br />

ist ein Irrtum durch Fehlbedienung<br />

ausgeschlossen.<br />

Mehrere Arbeitsvarianten sind<br />

möglich<br />

Auch mit Blick auf die unterschiedlichen<br />

Palettieraufgaben gewährleistet der eingesetzte<br />

Greifer ein hohes Maß an Flexibilität.<br />

Neben der Europalette können breite<br />

Chemiepaletten vom Typ CP 1 oder CP 2<br />

verwendet werden. Durch die im Programmmenü<br />

der Steuerung ausgewählte<br />

Packstückart werden zudem das Palettierschema<br />

und der verwendete Ladungsträger<br />

automatisch übernommen.<br />

Der Roboter bedient zwei Palettierplätze.<br />

Der erste Platz ermöglicht aufgrund kurzer<br />

Fahrwege eine hohe Palettierleistung mit<br />

kurzen Zykluszeiten. Auf dem zweiten Palettierplatz<br />

kann ebenfalls kommissioniert<br />

werden, wodurch sich das Intervall für den<br />

Palettenwechsel verlängert. Der Roboter<br />

arbeitet so länger unterbrechungsfrei. Der<br />

zweite Palettierplatz kann aber auch nur<br />

Zwischenlagen vorhalten, die bei Bedarf<br />

auf dem ersten Platz verwendet werden.<br />

Eine besondere Variante ist die Palettie-<br />

Durch die im Steuerungsmenü ausgewählte Packstückart werden das Palettierschema und die jeweils verwendete Palettengröße automatisch übernommen.<br />

rung von Kartonagen und Eimern in einem<br />

Prozess. Da der Greifer für beide Packstü -<br />

ckarten konzipiert ist und keine manuelle<br />

Umstellung erfordert, kann abwechselnd<br />

eine Kartonage oder ein Eimer gegriffen<br />

werden. Beide Packstückarten können sowohl<br />

sortenrein auf fest zugewiesenen<br />

Plätzen als auch gemischt für Kundenaufträge<br />

kommissioniert werden.<br />

Steuerungssoftware mit<br />

integriertem Servicepaket<br />

Die Bedienung der gesamten Palettieranlage<br />

erfolgt intuitiv, die grafische Bedienoberfläche<br />

macht schnell mit den wesentlichen<br />

Funktionen vertraut. Hierzu zählen sowohl<br />

die Auswahl des Palettierprogramms als<br />

auch neue Lagenbilder, die lediglich durch<br />

Vorgabe von Länge, Breite, Höhe oder<br />

Durchmesser einzurichten sind. Das Programm<br />

PARO-Control schlägt nach Auswahl<br />

der Palettengröße ein passendes Lagenbild<br />

vor, das übernommen oder editiert werden<br />

kann. Innerhalb einer Minute ist das neue<br />

Packschema bereit zum Palettieren.<br />

Die Steuerungssoftware soll dem Anwender<br />

künftig aber noch mehr bieten. Als Ziele<br />

nennen die roTeg-Entwickler: „Wir arbeiten<br />

zur Zeit an der Ausweitung des Servicemenüs.<br />

Einen virtuellen Ersatzteilkatalog<br />

gibt es bereits. Im nächsten Schritt wird<br />

er mit der automatischen Verschleißanzeige<br />

verknüpft, um die rechtzeitige Nachbestellung<br />

von Verschleißteilen zu gewährleisten.<br />

Das spart beim Anwender die<br />

sonst notwendige Lagerhaltung. Und die<br />

Anbindung eines Online-Shops würde die<br />

Ersatzteilbeschaffung für den Anwender<br />

weiter vereinfachen“.<br />

Palletising Robot picks Mixed<br />

Pallet Fully Automatically<br />

The fully automated arrangement of<br />

shipping pallets has now generated a<br />

further productivity boost for the printing<br />

ink manufacturer RUCO. The implemented<br />

system solution not only<br />

enables the picking of both varying<br />

container types but also the use of various<br />

pallet types. The core component<br />

of the fully automated plant is<br />

the palletizing robot PARO provided<br />

by the roteg AG that features especially<br />

aligned vacuum grippers for the simultaneous<br />

handling of cartons and<br />

the ink buckets , as well as an intuitive<br />

control system.<br />

pj<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 29


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

inkjet & industrie 4.0<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 12, stand B25<br />

Schlüsselkomponente für die moderne<br />

Fertigung<br />

Zwei große Themenfelder beschäftigen aktuell die Entscheider deutscher Produktionsunternehmen: Industrie<br />

4.0 und das Internet-of-Things. Bei Elried steht dafür beispielhaft die Ci5000-Serie. Sie umfasst eine Familie von<br />

Continuous-Inkjet-Systemen, die von Lösungen für Kleinstserien bis zu Hochgeschwindigkeitsanlagen alle<br />

Größenklassen abdecken.<br />

Industrielle Kennzeichnungssysteme<br />

und insbesondere die dort dominierenden<br />

Inkjet-Systeme spielen sowohl für<br />

Industrie 4.0 als auch für das Internet der<br />

Dinge eine bedeutende Rolle. Sie sind<br />

nicht nur Teil nahezu jeder Produktionsanlage<br />

und damit auch per Definition<br />

ein Teil der Kommunikationskette. Sie<br />

nehmen darüber hinaus sogar eine<br />

Schlüsselposition ein, da durch aufgedruckte<br />

Codierungen oft erst die Kommunikation<br />

von Maschinen untereinander<br />

ermöglicht wird und jedes einzelne<br />

Teil seine aufgedruckte Individualität<br />

und „Intelligenz“ damit auch nach dem<br />

Verlassen der Fabrik behält.<br />

wie man sich bei kennzeichnungsspezialist<br />

Elried mit diesen komplexen Fragestellungen<br />

im interesse der kunden<br />

auseinandersetzt, erläutert Bastian<br />

hofberger, Leiter vertrieb der Elried<br />

Markierungssysteme gmbh, oberhaching:<br />

Herr Hofberger, auch Bundeskanzlerin Angela<br />

Merkel hat zur Eröffnung der Hannover<br />

Messe nochmals bestätigt, dass die Zukunft<br />

der deutschen Industrie eng mit diesen Themen<br />

im Zusammenhang steht. Doch obwohl<br />

sich alle Beteiligten hierüber einig sind,<br />

ist oft nicht ganz klar, wie dies exakt umzusetzen<br />

ist …<br />

Bastian Hofberger: In wenigen Worten<br />

zusammengefasst, fordert Industrie 4.0<br />

vor allem eine bessere Abstimmung und<br />

Kommunikation der einzelnen Maschinen<br />

im Produktionsprozess untereinander.<br />

Dies soll eine effizientere und gleichzeitig<br />

flexiblere Produktion ermöglichen.<br />

Das Internet-of-things wiederum<br />

fordert intelligentere Maschinen, die die<br />

Flut an vorhandenen Daten nutzen und<br />

verarbeiten und selbst mit der Außenwelt<br />

kommunizieren.<br />

Für diese Ausgabenstellungen ist Ihr Unternehmen<br />

ja geradezu prädestiniert. Was<br />

„können“ z. B. Ihre Inkjet-Systeme?<br />

Bastian Hofberger: Elried widmet sich<br />

dieser Thematik seit nunmehr drei Jahren<br />

und hat daher bereits auch seine Inkjet-Systeme<br />

immer stärker auf diese neuen<br />

Anforderungen hin ausgerichtet. Mit<br />

der nun vorgestellten Ci5000-Serie und<br />

dem mit ihr verbundenen Elried-Control-Center<br />

wird diese Entwicklung<br />

nochmals deutlich vorangetrieben.<br />

Das User Interface der Ci5000-Serie baut<br />

hierbei gleich zu Beginn eine Barriere in<br />

der Interaktion zwischen Mensch und<br />

Maschine ab: Das System kann einerseits<br />

über einen der modernsten Touchscreens<br />

auf dem Markt gesteuert werden.<br />

Die hochauflösende und farbstarke Darstellung<br />

erlaubt optimale Lesbarkeit unter<br />

allen Bedingungen. Die Präzision des<br />

Touchscreens ermöglicht punktgenaue<br />

Benutzereingaben und die schlagfeste<br />

Glasoberfläche verhindert Beschädigungen<br />

und Unfälle. Neben dem großen<br />

Touchscreen kann die Maschine aber<br />

auch von jedem PC im Netz direkt gesteuert<br />

werden. Der Anwender muss also<br />

nicht mehr die Maschine selbst bedienen,<br />

sondern kann sich frei im Betrieb<br />

bewegen und zu jeder Zeit den Status<br />

überwachen und bei Bedarf eingreifen.<br />

Die volle Integration in die Industrie 4.0<br />

Hochauflösender, schlagfester und präziser Touchscreen.<br />

und das Internet-of-Things erfolgt im<br />

zweiten Schritt über das damit verbundene<br />

Elried-Control-Center.<br />

Wie steht die Kennzeichnungstechnik mit<br />

dem Control-Center in Interaktion?<br />

Bastian Hofberger: Die Maschinen werden<br />

per Netzwerkkabel oder WLAN in<br />

das Firmennetz eingebunden und werden<br />

mit dem Control-Center ein intelligentes<br />

Bauteil der Produktion. Diese Intelligenz<br />

baut auf vier zentralen Komponenten<br />

auf: Zentrale Verwaltung der<br />

Druckdaten, Überwachung der Maschinen<br />

und vor- sowie nachgelagerter Prozesse,<br />

Historisierung der Daten und Benutzerüberwachung.<br />

Netzwerk und WLAN sind integriert.<br />

30<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 08 | <strong>2017</strong> Pj


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

Die Zentrale Verwaltung der Druckdaten<br />

sorgt dafür, dass sogar weltweit und<br />

standortübergreifend jedes Ci5000-<br />

Kennzeichnungssystem des Konzerns<br />

immer über den gleichen, aktuellen<br />

Stand an Druckdaten verfügt und dieser<br />

auch unabhängig vom Drucker gepflegt<br />

werden kann.<br />

Wie funktionieren die restlichen drei Komponenten?<br />

Bastian Hofberger: Die Überwachung<br />

der Maschinen ist von jedem PC im Netzwerk<br />

möglich, ebenso wie von Tablets<br />

oder Mobiltelefonen. Hierin können<br />

auch Sensorikdaten vor- und nachgelagerter<br />

Maschinen eingebunden und das<br />

Druckbild auf diese ausgerichtet werden.<br />

Die gesammelten Daten der Sensorik,<br />

des Drucktextes und -ergebnisses sowie<br />

alle Veränderungen der hinterlegten<br />

Vorlagen werden in einer Datenbank aggregiert<br />

und können jederzeit ausgewertet<br />

werden. Dies alles im Rahmen einer<br />

Benutzerüberwachung, in der jedem<br />

Mitarbeiter unterschiedliche Rechte zur<br />

Steuerung, Überwachung und Veränderung<br />

der Drucker und Druckdaten gegeben<br />

werden können.<br />

Ein Ci5000-Inkjet-System ist demnach nicht<br />

mehr nur der Schlusspunkt der Produktion,<br />

mit dem noch kurz das MHD oder die Charge<br />

aufgedruckt wird. Es ist vielmehr zentraler<br />

Bestandteil der Produktion und eine<br />

Schlüsselkomponente auf dem Weg zur<br />

modernen Fertigung.<br />

Bastian Hofberger: Das ist richtig. Zusätzlich<br />

zum Control-Center kann die<br />

Ci5000-Serie auch alle neuen, gängigen<br />

2D-Codierungen drucken: insbesondere<br />

Datamatrix- wie auch QR-Codes. Diese<br />

können Verlinkungen auf Webseiten<br />

enthalten oder auch einen Individuellen<br />

Code, der für jedes Produkt unterschiedlich<br />

ist. Anhand dieses individuellen<br />

Codes ist jedes Produkt innerhalb der<br />

Fertigung jederzeit wieder auf Einzelebene<br />

identifizierbar. Folgende maschinelle<br />

Bearbeitungsschritte können damit<br />

individuell angepasst werden. Auch<br />

lange nach Verlassen der Fertigung<br />

bleibt das Produkt noch eindeutig identifizierbar<br />

und damit auch sein Handelsund<br />

Transportweg. Auch die Fälschungssicherheit<br />

kann damit erhöht werden,<br />

insbesondere in Kombination mit neuen,<br />

nicht sichtbaren UV-Tinten.<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

04.–10. 05. | Halle 13 | Stand A31<br />

Die neue Ci5000-Inkjet-Serie.<br />

50 %<br />

W N G R<br />

V RP CK NG<br />

Key Component for Modern<br />

Production<br />

Currently, the decision-makers of German<br />

production companies are engaged<br />

with two major topics – Industry<br />

4.0 and the Internet-of-Things. The enterprise<br />

Elried has already devoted itself<br />

to this issue for already three years<br />

and, for this reason, has also already increasingly<br />

aligned its inkjet systems to<br />

these new requirements. With the recently<br />

introduced Ci5000 series, plus<br />

the respectively connected Elried Control<br />

Center, this development has undergone<br />

a further boost and successfully<br />

implemented Industry 4.0/ Internet-of-Things<br />

into reality.<br />

pj<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong><br />

Die KHS-Lösung für mehr Nachhaltigkeit:<br />

neue Wege in der Verpackungstechnik.<br />

SIND IMMER NOCH<br />

50 % ZU VIEL.<br />

Wir verbessern unsere Verpackungen kontinuierlich. Mit innovativen Techniken und der Umstellung<br />

auf Einstoffverpackungen haben wir unser Verpackungsmaterial in den letzten 5 Jahren um<br />

die Hälfte reduziert. Und mit neuen, dünneren Folienarten machen wir hier schon bald wieder<br />

einen großen Schritt. www.khs.com


Etikettieren | Kennzeichnen<br />

Unterstützende Softwarelösungen für das Datenhandling<br />

Auszeichnen auf höchstem Niveau<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

Halle 14, Stand C11<br />

Im Zuge der immer komplexeren Richtlinien zur Auszeichnung und Kennzeichnung von Nahrungsmitteln<br />

wird der Prozess der Produktauszeichnung immer umfangreicher. Die ESPERA-WERKE GmbH, Duisburg,<br />

bieten mit ihrer Software verschiedene Features zur Unterstützung dieser komplexen Prozesse.<br />

Die ESPERA-7000er-Serie – bei<br />

Emsland Frischgeflügel in über<br />

30 Linien täglich im Einsatz.<br />

Die Auszeichnung von Produkten umfasst<br />

einen umfangreichen und komplexen<br />

Prozess. Angefangen mit der Verwiegung<br />

sowie der Kalkulation des gewichtsabhängigen<br />

Preises bis hin zum<br />

Drucken von variablen Etiketteninformationen<br />

und der Applikation des Etiketts<br />

auf eine Packung oder ein Produkt<br />

erfolgen mehrere komplexe Schritte innerhalb<br />

nur eines kurzen Augenblicks.<br />

Hierbei ist von Anfang an höchste Präzision<br />

bei maximaler Leistung der Maschinen<br />

gefragt. Einerseits ist die Ausbringungsmenge<br />

der zu etikettierenden Produkte<br />

pro Minute ein wichtiges Argument<br />

für den Produktionsbetrieb. Andererseits<br />

gibt es neben der klassischen<br />

Maschinenleistung im Rahmen der<br />

Preisauszeichnung aber auch weitere<br />

wichtige Merkmale, die ein perfekt etikettiertes<br />

Produkt ausmachen.<br />

Individuelle Produktinformationen<br />

aufbringen<br />

Heutzutage müssen mehr Informationen<br />

denn je auf ein Produkt bzw. ein Etikett<br />

aufgebracht werden. Einerseits zur<br />

umfangreichen Information des Endverbrauchers,<br />

andererseits aber auch basierend<br />

auf europaweiten gesetzlichen<br />

Richtlinien. Längst sind nicht nur Allergene<br />

und Nährwerte verpflichtend auf<br />

Produkten auszuweisen. Auch die Herkunft<br />

von Fleisch- oder Fischprodukten<br />

muss detailliert deklariert werden. Aufgrund<br />

der vielen unterschiedlichen Informationen,<br />

die pro Produkt auf Etiketten<br />

aufgedruckt werden müssen, kann<br />

es zu Fehlauszeichnungen kommen.<br />

Dies führt im schlimmsten Fall zu Reklamationen<br />

durch den Einzelhandel und<br />

kann langfristig dem Image des produzierenden<br />

Unternehmens schaden. Um<br />

dem stetig steigenden Datenaufkommen<br />

gerecht zu werden, ist es wichtig,<br />

entsprechend unterstützende Softwarelösungen<br />

für das Datenhandling zu verwenden.<br />

Denn nur so lassen sich Daten<br />

schnell und einfach erfassen sowie Redundanzen<br />

vermeiden. Mit der bereits<br />

im Standard zu jeder Maschine ausgelieferten<br />

ESPERA-Software lassen sich individuelle<br />

Produktinformationen einfach<br />

und schnell anlegen. Speziell entwickelte<br />

Funktionen machen das Erfassen von<br />

Allergen-, Nährwert- und Herkunftsinformationen<br />

einfach und verhindern<br />

Verwechslungen unabhängig davon, in<br />

welcher Sprache ein Produkt ausgezeichnet<br />

wird. Somit werden Produkte<br />

stets richtig ausgezeichnet.<br />

„Um Etiketten automatisch und schnell mit<br />

der Druckerverstellung an beliebiger Position<br />

zu platzieren, nutzen wir die automatische<br />

Druckerverstellung über das einfach zu bedienende<br />

Touchdisplay von ESPERA. Zusätzlich<br />

wechseln wir unsere Etiketten ohne<br />

Montage von Teilen in Sekundenschnelle<br />

dank des Schnellwechselsystems für Etikettenrollen.<br />

Umgerechnet auf einen gesamten<br />

Produktionstag sparen wir hierdurch langfristig<br />

Zeit und Kosten“, erläutert Frank Hausdorf,<br />

Abteilungsleiter Prozessoptimierung/Projektierung<br />

der Emsland Frischgeflügel<br />

GmbH.<br />

Einheitliche und genaue<br />

Platzierung der Etiketten<br />

Neben den richtigen Etiketteninformationen<br />

ist selbstverständlich auch die Platzierung<br />

der Etiketten an der richtigen sowie<br />

immer gleichen Stelle unabdingbar. Der<br />

Einzelhandel fordert optisch ansprechende<br />

Produkte und Etiketten in der Warenauslage.<br />

Durch eine einheitliche und genaue<br />

Platzierung der Etiketten kommt<br />

man den Marketingaspekten des Einzelhandels<br />

entgegen und sorgt für ein einheitliches,<br />

ansprechendes Bild der Produkte.<br />

Um die Bedienung der Maschinen für<br />

das Produktionspersonal möglichst einfach<br />

und intuitiv zu gestalten, muss die Bediensoftware<br />

einfach und selbsterklärend<br />

sein. So zum Beispiel die automatische Verstellung<br />

des Druckers, über die schnell und<br />

einfach die optimale Etikettenposition definiert<br />

wird.<br />

Über den Touchbildschirm des Bedien-<br />

32<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Etikettieren | Kennzeichnen<br />

monitors wird bei ESPERA-Maschinen<br />

die Etikettenposition definiert, ganz ohne<br />

manuelle Einstellungen am Drucker<br />

vornehmen zu müssen. Dies spart Zeit<br />

beim Wechsel von Produktchargen und<br />

reduziert Rüstvorgänge maßgeblich. Mit<br />

Blick auf die Zukunft erkennen zukünftige<br />

ESPERA-Preisauszeichnungssysteme<br />

sogar visuell die richtige Position zur Etikettenplatzierung<br />

bei gewachsenen<br />

Produkten, wie zum Beispiel ganzen<br />

Hähnchen oder Gemüse in Schlauchbeutelverpackungen.<br />

Diese Produkte<br />

sind aufgrund ihrer unterschiedlichen<br />

Oberflächengeometrie an unterschiedlichen<br />

Stellen zu etikettieren. Dabei erfasst<br />

eine Kamera innerhalb nur weniger<br />

Millisekunden automatisch die Geometrie<br />

des zu etikettierenden Produktes<br />

und appliziert das Etikett immer genau<br />

an der richtigen Stelle. Ohne den Dru -<br />

cker verstellen zu müssen. Das System<br />

selbst nimmt die Einstellungen vor. Dabei<br />

wird der gesamte Auszeichnungsprozess<br />

durch minimale Wechselzeiten<br />

noch effizienter und Etiketten werden<br />

auch hier stets an der richtigen Stelle<br />

aufgebracht.<br />

Effektivität der Prozesse messen<br />

Einen genauen Überblick über die Auslastung<br />

der einzelnen Produktionslinien<br />

bietet die Software ESPV (Espera Production<br />

View). Sie ermöglicht es über ein<br />

einfaches Cockpit-Chart, freie Kapazitäten<br />

und Engpässe entlang der gesamten<br />

Produktionslinie auf einen Blick zu erkennen<br />

und entsprechend in Echtzeit<br />

einfach und verständlich zu visualisieren.<br />

Dadurch kann der Produktionsmitarbeiter<br />

eigenverantwortlich Einfluss auf<br />

die Auslastung seiner Linie nehmen,<br />

aber auch die Leitstelle der Produktion<br />

hat die Möglichkeit, entsprechende<br />

Preisauszeichnungssystem mit zwei Drucksystemen von oben und einem Drucksystem von unten in Aktion.<br />

Maßnahmen zu ergreifen. Die Visualisierung<br />

der Produktionslinien erfolgt z. B.<br />

über zentral in der Produktion angebrachte<br />

Monitore oder auf einzelnen PCs<br />

und Terminals. Dabei orrientiert sie sich<br />

einfach und verständlich an einem klassischen<br />

Rot-gelb-grün Ampelsystem, ergänzt<br />

durch die jeweiligen Echtzeitleistungskennzahlen.<br />

Blick in die Zukunft<br />

Neben der klassischen Visualisierung<br />

von Prozessen und deren Auslastung<br />

werden zukünftige ESPERA-Maschinengenerationen<br />

sämtliche Betriebszustände<br />

entlang der Maschine visualisieren.<br />

Somit lassen sich präventiv Instandhaltungsmaßnahmen<br />

frühzeitig aufzeigen<br />

und planen. Über Sensoren werden alle<br />

Elemente der Anlage kontinuierlich auf<br />

ihre Abnutzung überprüft und die entsprechende<br />

Information an den Maschinenbediener<br />

weitergegeben. Dabei sind<br />

die Maschinenzustände nicht nur über<br />

das Terminal der Maschine einsehbar,<br />

sondern komplett standortunabhängig<br />

über beliebige Endgeräte. Wie im Alltag<br />

üblich, werden auch die Informationen<br />

bei zukünftigen Maschinen vollständig<br />

über Smartphones oder Tablets abgerufen.<br />

Dies bietet eine vollkommen neue<br />

Flexibilität für die Produktionsleitung<br />

und ihre Mitarbeiter.<br />

V+E Consult Verpackungsberatung<br />

und Engineering GmbH<br />

Adresse Eschenstr. 25<br />

D-90441 Nürnberg<br />

Telefon +49 911 940877<br />

Email kontakt@ve-consult.de<br />

Web www.ve-consult.de<br />

In mehrere Linien integriert, unterstützt das System die Prozesse.<br />

Supportive Software Solutions<br />

for Data Handling<br />

Within the scope of consistently more<br />

complex guidelines regarding the labelling<br />

and marking of food, the product<br />

marking process is becoming increasingly<br />

more extensive. The labelling<br />

expert ESPERA-WERKE, with the<br />

standard software provided with<br />

each of its machines, offers various<br />

features to support the implementation<br />

of these complex processes. This<br />

includes the simple and fast handling<br />

of product information.<br />

pj<br />

Pj 03 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 33


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

TsC-drucker für die schnelle Preisauszeichnung vor ort<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 12, stand A01<br />

Saisonale Höhepunkte spielend im Griff<br />

Das spanische Unternehmen DRIM bietet ein großes Sortiment an Kinderspielsachen und Hobbyartikeln.<br />

Insbesondere zu geschenketrächtigen Festtagen wird es bunt und quirlig, denn viele Artikel müssen mit<br />

neuen Preisen versehen und entsprechende Etiketten gedruckt werden.<br />

Die Preisauszeichnung erfolgt<br />

am PoS.<br />

Im familiengeführten Unternehmen,<br />

das in Katalonien ansässig ist, werden<br />

in der Regel pro Jahr mehr als zwei Millionen<br />

Etiketten bedruckt. Ihre Anzahl<br />

kann sich zur Weihnachtszeit, wie im<br />

letzten Jahr geschehen, eben mal leicht<br />

verdoppeln. Benötigt werden sie in den<br />

mittlerweile rund 75 Stores wie auch in<br />

dem neuen Logistikzentrum, das auf<br />

16.000 m² ein umfassendes Sortiment<br />

bevorratet und die Outlets mit den entsprechenden<br />

Artikeln bedarfsgerecht<br />

versorgt.<br />

Ultimative Herausforderung<br />

DRIM expandiert kontinuierlich. Mehr<br />

als 70 Prozent seines Umsatzes realisiert<br />

das Unternehmen allein in der Weihnachtszeit.<br />

Ausfälle oder Störungen<br />

kann man sich nicht erlauben, weder<br />

bei der IT-Struktur noch beim Kennzeichnungssystem.<br />

„Wir suchten daher<br />

nach einer smarten, flexiblen und vor<br />

allem zuverlässigen Lösung, die die Arbeit<br />

unserer Mitarbeiter erleichtert und<br />

den Kennzeichnungsprozess mit Blick<br />

auf die riesige Anzahl der Preisetiketten<br />

und den damit verbundenen Aufwand<br />

effizienter gestaltet“, erläutert Raul Lieberia,<br />

IT-Manager bei DRIM.<br />

Fündig wurde man bei TSC Auto ID. Insbesondere<br />

der portable, ultraleichte<br />

Alpha-3R rückte dank seiner Druckqualität<br />

schnell in den Fokus. Nach intensiven<br />

Tests des Modells in den Outlets<br />

wurden mehrerer Alpha-3R Thermodirektdrucker<br />

gekauft.<br />

Portabler Thermodrucker<br />

Der Drucker ist sehr klein und mit 550 g<br />

inklusive Batterie extrem leicht und intuitiv<br />

zu bedienen. Er ist stabil und entspricht<br />

der IP54-Klassifizierung. Staub<br />

und Wasser können ihm nichts anhaben<br />

und mit seinem gummierten Gehäuse<br />

übersteht er einen Sturz aus 1,5 m Höhe.<br />

Für die Datenübertragung stehen kabelgebundene<br />

und kabellose Schnittstellen<br />

wie zur Verfügung. Er kann etwa 12 h<br />

lang Etiketten oder Belege (be-)drucken,<br />

ohne dass die Batterie aufgeladen werden<br />

muss. Dank der großen Papierrollenkapazität<br />

sind die Materialwechsel auf<br />

ein Minimum reduziert.<br />

Für eine effizientere Preisauszeichnung<br />

entwickelte DRIM eine eigene Software-<br />

Applikation, die perfekt auf die Bedürfnisse<br />

in den Outlets zugeschnitten ist<br />

In Europa, dem Mittlerer Osten und<br />

Afrika ist TSC durch seine Niederlassung,<br />

die TSC Auto ID Technology<br />

EMEA GmbH in Zorneding bei München,<br />

vertreten. Sie ist verantwortlich<br />

für Vertrieb, Support und<br />

Marketing in diesen Regionen.<br />

und die sich mit dem Alpha-3R leicht realisieren<br />

ließ. Alle Etiketten werden direkt<br />

am PoS gedruckt, um die Fehlerquote<br />

beim Kennzeichnen zu minimieren.<br />

Insgesamt gibt es zwei verschiedene<br />

Etikettenformate: Standardetiketten<br />

sowie größere Formate in den Farben<br />

Weiß und Gelb für spezielle Angebote.<br />

Damit unterscheiden sich reguläre<br />

Preise auch visuell deutlich von den Angebotspreisen.<br />

Jedes Produkt wird<br />

dabei mit der Identifikationsnummer<br />

des Stores, dem aktuellen Preis sowie<br />

allen relevanten Produktinformationen<br />

gekennzeichnet.<br />

Enorme Zeitersparnis<br />

Der Etikettierprozess funktioniert reibungslos<br />

und ließ sich durch den Einsatz<br />

der neuen Drucker enorm<br />

beschleunigen. Benötigte man früher<br />

drei bis vier Tage sowie mehrere Mitarbeiter,<br />

lässt sich nun die gleiche Menge<br />

an Etiketten von einem Beschäftigten in<br />

wenigen Stunden bewältigen. „Unser<br />

Weihnachtskatalog umfasst rund 1.000<br />

Artikel, da führen wir manchmal 12.000<br />

Preisauszeichnungen täglich aus. Ein<br />

automatisierter Kennzeichnungsprozess<br />

war also für uns dringend erforderlich“,<br />

betont Raul Lieberia.<br />

Ergänzt wird die Drucklösung durch<br />

kompatible PDAs, mit denen sich die erforderlichen<br />

Daten schnell einscannen<br />

lassen. Der jeweilige Anwender erhält<br />

mittels WLAN eine aktualisierte Artikel<br />

und Preisübersicht vom ERP-System<br />

34<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

Danach druckt er mit dem mobilen TSC-<br />

Drucker die erforderliche Anzahl Etiketten<br />

mit den aktualisierten Preisen direkt<br />

zwischen den Regalen im Shop. Saisonbedingt<br />

oder in Abhängigkeit von Zeit<br />

und der Art des Angebots müssen zuweilen<br />

innerhalb von 14 Tagen zwei- bis<br />

dreimal die Preise gewechselt werden.<br />

Inventur leichtgemacht<br />

Zeit- und personalintensive sowie aufwändige<br />

Inventuren gehören mittlerweile<br />

der Vergangenheit an, da der<br />

Warenbestand immer aktuell im System<br />

zur Verfügung steht. Ändert sich der<br />

Preis, wird automatisch die Anzahl der<br />

entsprechenden Produkte sowie der<br />

Warenbestand kontrolliert. Geht ein Etikett<br />

beim Handling verloren, so wird<br />

dies sofort registriert, das Produkt im<br />

Warenbestand kontrolliert und mit der<br />

Anzahl der Etiketten verglichen. So lässt<br />

sich mit dem Alpha-3R die Inventur automatisiert<br />

in Echtzeit bewältigen.<br />

Das neue Etikettiersystem ließ sich dank<br />

seiner leistungsfähigen Firmware und<br />

der standardmäßig<br />

integrierten<br />

Druckersprachen<br />

einfach und schnell<br />

in das bestehende<br />

IT-System einbinden<br />

und bedarfsgerecht<br />

konfi -<br />

gurieren. Mittlerweile<br />

nutzen es<br />

alle Stores.<br />

Fast Price Labelling directly<br />

On-Site<br />

The Spanish enterprise DRIM offers a<br />

wide range of children toys and hobby<br />

articles. In particular at times of<br />

seasonal high demand, many products<br />

must be newly priced and according<br />

labels must be printed. DRIM<br />

now deploys portable, ultra-light Alpha-3R<br />

printers provided by TSC Auto<br />

ID that were also able to convince<br />

with their printing quality.<br />

pj<br />

Sobald die Kunden über ein<br />

spezielles Angebot informiert werden<br />

sollen, drucken die Mitarbeiter<br />

ein entsprechendes Etikett aus.<br />

Der Datenaustausch erfolgt in Echtzeit dank einer Bluetooth-Verbindung zwischen PDA und Drucker.<br />

Welche Vorteile bietet<br />

Ihnen Ultraschall-Fügetechnologie?<br />

• Reduzierung von Schweißnahtfehlern<br />

• Schweißen durch Produktreste<br />

• Weniger Bedarf an Verpackungsmaterial<br />

Erfahren Sie<br />

mehr auf<br />

Stand H03<br />

Halle 5


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

kennzeichnung von getränkeverpackungen<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 6, stand A01<br />

Flexible Verpackungen auf dem Vormarsch<br />

Mit dem Stellenwert flexibler Verpackungsmaterialien für die Getränkeindustrie rücken<br />

auch die mit der optimalen Kennzeichnungstechnologie verbundenen Möglichkeiten zur<br />

Produktionsoptimierung in den Fokus.<br />

Der Markt für flexible Produktverpackungen<br />

wächst rasant. Laut Einschätzungen<br />

von Smithers Pira lassen sich<br />

jährliche Zuwächse von etwa drei Prozent<br />

voraussagen. Damit wird die gesamte<br />

Branche im Jahr 2020 etwa<br />

248 Milliarden US-Dollar umsetzen. Die<br />

Lebensmittelbranche ist zwar führend<br />

bei der Verwendung, doch auch im Bereich<br />

Getränke werden für eine Vielzahl<br />

von Produkten zunehmend flexible Materialien<br />

eingesetzt.<br />

Einzelportionen sind beliebt<br />

Einmalportionen sind stark im Kommen.<br />

So werden etwa Weine, Säfte, gefrorene<br />

Cocktails und Energydrinks mehr und<br />

mehr in Beuteln, zumeist als Einzelportion,<br />

angeboten. Sie sind praktisch und eignen<br />

sich gut für unterwegs. Außerdem sind sie<br />

von dem Glasverbot bei Massenveranstaltungen<br />

nicht betroffen.<br />

Die Entwicklung von Beutelverpackungen<br />

ging einher mit ergonomischen<br />

Erwägungen, etwa der besseren Greifbarkeit<br />

für kleine Kinderhände oder verschwitzte<br />

Sportler. Deshalb entwickelt<br />

sich eine enorme Formen- und Größenvielfalt.<br />

Beutelverpackungen sind außerdem<br />

benutzerfreundlicher geworden.<br />

Bei Getränkebeuteln gehörte zunächst<br />

oft noch ein Trinkhalm dazu, mit dem<br />

dann ein kleines foliertes Loch durchstochen<br />

wurde. Heute sind auf solchen Einzelportionen<br />

und Getränkebeuteln<br />

zumeist Deckel angebracht, um das Getränk<br />

bei Bedarf wieder verschließen zu<br />

können.<br />

Auch die Oberflächenbeschichtungen<br />

haben sich weiterentwickelt und ermöglichen<br />

Herstellern ein hohes Maß an Flexibilität.<br />

So finden sich Folien, die das<br />

Produkt in der Verpackung vor Sauerstoff<br />

und Licht schützen und damit auch die<br />

Haltbarkeit verlängern können. Für Produktqualität<br />

und -frische von Getränken<br />

wurden mehr und mehr Spezialfolien<br />

und Beschichtungen entwickelt und<br />

schließlich profitiert auch der Einzelhandel<br />

enorm von einer verbesserten Lagerfähigkeit.<br />

Bedeutung für die Hersteller<br />

Für den Brand Manager ist ein Getränkebeutel<br />

wie eine leere Leinwand. Es<br />

kann eine Produktoptik geschaffen werden,<br />

die im Regal viel mehr auffällt, etwa<br />

durch ein markantes Design.<br />

Zudem lassen sich Beutel im Vergleich<br />

zu konkurrierenden Materialien mit geringerem<br />

Energieaufwand herstellen.<br />

Diese Materialien ermöglichen viel<br />

leichtere Verpackungen und verringern<br />

damit die Kosten, da sich hiermit dieselbe<br />

Menge Produkt bei weniger Materialeinsatz<br />

verpacken lässt. Durch das<br />

geringere Gewicht sind auch die Transportkosten<br />

geringer, da der Beutel auch<br />

noch im befüllten Zustand weniger<br />

wiegt. Beim Transport unbefüllter Getränkeverpackungen<br />

ist das Verhältnis<br />

„Wir fertigen Druckmuster verschiedener<br />

Substrate an und arbeiten mit dem Kunden<br />

zusammen, um seine Bedürfnisse umfassend<br />

zu verstehen, bevor wir schließlich eine<br />

Empfehlung für oder gegen eine Drucklösung<br />

aussprechen“, erklärt Chirag Sheth, Vertical<br />

Marketing Manager bei Videojet Technologies.<br />

Die geeignet Position Platz für die Kennzeichnung muss gefunden<br />

werden.<br />

laut der „Flexible Packaging Association“<br />

26:1 im Vergleich zu Glasflaschen. Aus<br />

Lieferketten- und Logistiksicht sind die<br />

Einsparungen erheblich.<br />

Auch für die Produktvielfalt haben Beutel<br />

Vorteile, da Hersteller oft ein Getränk<br />

in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen<br />

und Varianten anbieten.<br />

Kennzeichnung flexibler Beutel<br />

Bei der Wahl der Kennzeichnungslösung<br />

für Beutel sind zahlreiche Prozessvariable<br />

36<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


zu berücksichtigen. Da wäre einmal die Liniengeschwindigkeit. Thermotransferdrucker<br />

(TTO) beispielsweise sind weniger für Hochgeschwindigkeitsanwen-<br />

dungen geeignet als etwa Continuous-Ink-Jet-Drucker (CIJ). Aber es<br />

kommt auch auf die aufzudruckende Menge an Informationen an. Sollen<br />

etwa einfache Chargennummern bei hohen Geschwindigkeiten aufgedruckt<br />

werden, so sind CIJ-Drucker die bessere Option. Aber bei 2D-Barcodes oder<br />

QR-Codes ist der TTO-Drucker überlegen.<br />

2D-Barcodes und QR-Codes werden bei der Getränkeverpackung immer<br />

häufiger eingesetzt, da sich so eine große Menge an Produktinformationen,<br />

zum Beispiel zur Herkunft der Zutaten, unterbringen lässt. Ein großer<br />

Produzent von Fruchtsäften strebt etwa die vollständige<br />

Rückverfolgbarkeit seiner Produkte an, vom Erzeuger bis zum Verbraucher.<br />

Damit sollen Verbraucher schließlich in der Lage sein, einen Code<br />

auf dem Produkt zu scannen, um dann sehen zu können, wo genau das<br />

Obst oder Gemüse gewachsen ist, das in ihrem Saft verarbeitet wurde.<br />

Die Produktionsumgebung beeinflusst maßgeblich die Entscheidung<br />

für die geeignete Kennzeichnungslösung und besonders für die zu verwendende<br />

Tinte. Bei der Kaltabfüllung muss wegen des hohen Kondensataufkommens<br />

eine Spezialtinte eingesetzt werden, die diesen<br />

besonderen Anforderungen gerecht wird.<br />

Und schließlich werden die meisten Daten auf den Leerbeutel aufgedruckt.<br />

Hersteller, die jedoch Kennzeichnungen nach dem Befüllen vornehmen,<br />

profitieren von CIJ-Druckern, mit denen schnell trocknende<br />

Tinten auf nicht-poröse Substrate aufgebracht werden können. Die<br />

größte Herausforderung ist dabei die unregelmäßige zu bedruckende<br />

Oberfläche der befüllten Beutel. Hersteller müssen daher prüfen, ob<br />

während des Produktionsprozesses eine für den Druck geeignete Oberfläche<br />

zur Kennzeichnung nach der Befüllung zur Verfügung steht.<br />

Individuelle Lösungen gefragt<br />

Videojet beispielsweise arbeitet zusammen mit dem Hersteller daran,<br />

diesen bestimmten Punkt im Prozess ausfindig zu machen, an dem sich<br />

die Produktverpackung am besten zum Bedrucken eignet. Bei einem<br />

Kunden fand sich beispielsweise nur ein sehr kleines Zeitfenster für diese<br />

Kennzeichnung. Dabei wurde der aufzudruckende Code von unten auf<br />

den Beutelboden aufgebracht und die Tinte also nach oben appliziert,<br />

da dies die einzige Stelle am Beutel war, die ausreichend gleichmäßig<br />

zu bedrucken war.<br />

Und das ist nur ein Aspekt, wie sehr auf die Auswahl des richtigen Druckers<br />

zu achten ist. Die spezifische Anwendung, die Produktionsbedingungen,<br />

die Gestaltung der jeweiligen Linie und schließlich die Liniengeschwindigkeit<br />

müssen also zunächst eingehend betrachtet werden. Dann werden<br />

die ersten Kennzeichnungen zur Probe gedruckt und dem Kunden<br />

zur Begutachtung vorgelegt. Sie müssen schließlich nicht nur seinen Anforderungen,<br />

sondern auch denen des Einzelhandels gerecht werden.<br />

Dieser Trend zu Beuteln wird noch zunehmen, da flexible Verpackungsmaterialien<br />

immer vielfältiger werden und immer mehr Zusatzfunktionen<br />

bieten. Aber auch andere Materialien sind in der Produktion<br />

weiterhin häufig anzutreffen, etwa PET und Metall.<br />

Get inspired.<br />

Trends & Innovations<br />

in the World of Cosmetics<br />

Development<br />

INGREDIENTS | MANUFACTURING | PACKAGING |<br />

SERVICES | PRIVATE LABEL<br />

Effizient die Produktkonzepte von morgen planen!<br />

Mehr als 400 Lieferanten präsentieren Ihnen exklusiv<br />

neue Ideen und Impulse für die Entwicklung und<br />

Vermarktung Ihres Kosmetikportfolios.<br />

21. – 22. Juni <strong>2017</strong><br />

MOC München<br />

JETZT<br />

REGIS-<br />

TRIEREN!<br />

Marking of Flexible Beverages Packaging<br />

In tune with the significance of flexible <strong>packaging</strong> materials for the beverages<br />

industry, the options for production optimisation connected with the ideal<br />

marking technology are also assuming a central role. Together with a manufacturer,<br />

the enterprise Videojet is currently to establish the point of time and<br />

place within the production process, when and where the product <strong>packaging</strong><br />

is ideally suited for printing. For this purpose, it is respectively necessary beforehand<br />

to precisely regard the specific application, the arrangement of the<br />

line, and the speed of the same.<br />

pj<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong><br />

Fotos: Fotolia.com: erserg, Valua Vitaly, pressmaster


Etikettieren | Kennzeichnen | Codieren | RFID<br />

Clearintent-Portfolio<br />

Nachhaltige Lösungen zusammengefasst<br />

Um ihre ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele für 2025 zu erreichen, entwickelten Avery Dennison Label and<br />

Packaging Materials ein neues Portfolio, das den Kunden umweltfreundliche Produkte anbietet. Hier werden<br />

Materialien zusammengefasst, die eine Alternative bieten.<br />

Avery Dennison berichtet über 1.100 FSC-zertifizierte Etiketten-Produkt-Kombinationen, die sich im<br />

Preis nicht von konventionellen Produkten unterscheiden und überdies die gleiche Performance bieten.<br />

Im ClearIntent-Portfolio geht es auch<br />

um eine enge Zusammenarbeit mit Etikettenverarbeitern<br />

und Markeninhabern.<br />

„Alle Materialien, die den Etikettenverarbeitern<br />

eine nachhaltige Alternative<br />

bieten, müssen mindestens eine der<br />

drei Hauptbedingungen in punkto<br />

Nachhaltigkeit erfüllen, um ins Portfolio<br />

aufgenommen zu werden”, erläutert<br />

Luuk Zonneveld, Produktmanager Nachhaltigkeit.<br />

Das erste Kriterium wäre das verantwortliche<br />

Bewirtschaften der Rohstoffquellen:<br />

Von unabhängigen Dritten wird geprüft<br />

und bestätigt, dass ein erheblicher<br />

Anteil der Produktinhaltsstoffe aus nachhaltig<br />

bewirtschafteten Quellen stammt.<br />

Das zweite Kriterium: Für das Produkt<br />

werden weniger Rohstoffe verwendet.<br />

Das Etikett bietet dieselbe oder eine<br />

überlegene Performance bei gleichzeitig<br />

weniger verbrauchten Ressourcen.<br />

Das dritte Kriterium bezieht sich auf das<br />

Recycling: Das angebotene Etikettenmaterial<br />

muss entweder selber recycelbar<br />

sein oder aus Recyclingmaterialien bestehen,<br />

oder es ermöglicht bzw. verbessert<br />

die Recyclingfähigkeit des Behälters<br />

bzw. der Verpackung auf der es haftet.<br />

Einsetzbar wie konventionelles Material<br />

Etiketten aus biobasierter PE-Folie<br />

Etikettenhersteller Etiket Schiller aus Plünderhausen erweitert sein Produktportfolio um nachhaltige<br />

Etiketten aus biobasierter PE-Folie. Das selbstklebende Etikettenmaterial bietet eine CO 2 -neutrale<br />

Alternative zu konventionell erzeugter PE-Folie.<br />

Das für die Produktion verwendete<br />

Granulat besteht zu 100 Prozent aus<br />

Zuckerrohrethanol Es ist nach den<br />

hohen Umwelt- und Sozialstandards<br />

der Bonsucro-Initiative zertifiziert,<br />

die dem Erneuerbaren-<br />

Energien-Richtlinie der EU<br />

(2009/28/EG) entspricht die Produktions-<br />

und Verarbeitungsbedingungen<br />

des Zuckerrohrs<br />

festlegt. Die PE-Folie<br />

selbst wird verarbeitet<br />

und recycelt wie herkömmliches<br />

Polyethylen.<br />

Eingesetzt wird sie<br />

vor allem in der Haushalts-, Kosmetik-,<br />

Lebensmittel- und Getränkebranche.<br />

Diese Etiketten eignen sich für alle Anwendungen,<br />

bei denen nachwachsende<br />

Quellen ein entscheidendes Kaufargument<br />

sind. Die Folie ist in transparent<br />

und in weiß erhältlich. Alle gängigen<br />

Drucktechniken sind möglich. Die Kos -<br />

ten für die Umstellung der Verpa ckungsund<br />

Etikettierungsprozesse sind minimal.<br />

pj<br />

Es sind maßgeschneiderte Anwendungslösungen<br />

und Auflagen ab 500 Stück möglich.<br />

(Bild: PhotoSG – fotolia.com, wooster – fotolia.com)<br />

Die Etiket Schiller GmbH wurde 1936<br />

gegründet. Das Familienunternehmen<br />

wird von den Geschwistern Susanne<br />

Daiber und Gunter Schiller<br />

geführt und erzielte 2016 mit 43 Mitarbeitern<br />

rund fünf Millionen Euro<br />

Jahresumsatz. Das Unternehmen ist<br />

spezialisiert auf die die Produktion<br />

von Selbstklebeetiketten und Kennzeichnungen.<br />

Die Etiketten aus biobasierter<br />

PE-Folie sind Teil eines<br />

umfangreichen Nachhaltigkeitskonzepts.<br />

Für die Produktion der Etiketten<br />

wird Trägermaterial aus<br />

Glassinepapier verwendet. Im Vergleich<br />

zu einem PET-Träger hinterlässt<br />

dies einen bis zu 46 Prozent<br />

kleineren Kohlenstoff-Fußabdruck.<br />

38<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Verpacken von Lebensmitteln<br />

verpackungen mit reduzierter Materialdicke<br />

Eine ressourcenschonende Alternative<br />

Das Angebot der ETIMEX Primary Packaging GmbH umfasst talkumgefüllte Verkaufsfolien<br />

aus PP oder talkumgefüllte Barrierefolien für FFS-Anwendung und eine<br />

Vielzahl an ETIMEX CONVINA®- Plus-Standardschalen mit und ohne Barriere.<br />

„Als einer der führenden Hersteller von<br />

Kunststoffschalen und Folien liegt es in unserer<br />

Verantwortung, das Thema ‚Ökologie<br />

und Ökonomie‘ aktiv zu leben und voranzutreiben“,<br />

betont Marc Vogt, Leiter Vertrieb<br />

und Entwicklung bei der ETIMEX Primary<br />

Packaging GmbH in Dietenheim bei Ulm.<br />

CONVINA®-Plus basiert auf mineralisch<br />

gefülltem Polypropylen (PP), das mit Talkum<br />

verstärkt wurde. Die Zugabe von<br />

Talkum erhöht in erheblichem Maße die<br />

Steifigkeit und Hochtemperaturbeständigkeit<br />

von PP. Diese Erhöhung der Steifigkeit<br />

ermöglicht eine Reduzierung der<br />

Foliendicke bei Beibehaltung der Schalenstabilität.<br />

Diese ist insbesondere bei<br />

Hochtemperaturanwendungen, wie<br />

beispielsweise dem Erhitzen von Fertiggerichten<br />

in der Mikrowelle, eine enorm<br />

wichtige Eigenschaft. Sämtliche CON-<br />

VINA®-Plus -Schalen können weiß und<br />

farbig produziert werden.<br />

Die Sauerstoffbarriere und die Wasserdampfsperre<br />

werden durch Zugabe entsprechender<br />

Compounds nicht beeinträchtigt,<br />

sondern verbessert. Das Resultat<br />

ist eine dünnere dimensionsstabilere<br />

Schale mit verbesserten Barriereeigenschaften.<br />

Eine nicht zu unterschätzende<br />

Kostenersparnis rundet die positiven Eigenschaften<br />

der Entwicklung ab.<br />

Talkum reduziert den Verbrauch von fossilem<br />

Erdöl bei der Produktion von Kunststoffen.<br />

Außerdem verbraucht Talkum in<br />

der Herstellung weniger Energie als<br />

Kunststoffe. „Neben ETIMEX CONVINA®-<br />

Plus entwickeln wir weitere neue ökologische<br />

Systeme und arbeiten an alternativen<br />

Barrierefolien und Schalen<br />

pj<br />

für unterschiedliche Anwendungen im<br />

Ökonomisch gesehen ist die PP-<br />

Schale aus CONVINA®-Plus derzeit<br />

eines der attraktivsten Produkte am<br />

Markt.<br />

Geschmackvoll verpackt<br />

Das Auge isst mit. Deshalb spielt die Verpackung<br />

von Lebensmitteln eine so wichtige Rolle am Point<br />

of Sale. Hugo Beck, weltweit führender Hersteller<br />

von horizontalen Folienverpackungsanlagen, liefert<br />

optisch ansprechende Verpackungen, die Appetit<br />

machen. Und die zudem zentrale Kriterien der<br />

Lebensmittelindustrie konsequent und gekonnt<br />

berücksichtigen: Haltbarkeit, Schutz, Effizienz und<br />

hohe Verfügbarkeit.<br />

Primär- und Sekundärverpackungen<br />

Flowpack, Schlauchbeutel- und Schrumpfverpackungen<br />

Besuchen Sie uns – Halle 16, Stand D36<br />

Hugo Beck Maschinenbau GmbH & Co. KG | Daimlerstraße 26 – 32 | D – 72581 Dettingen an der Erms | Tel.: +49 7123 7208 0 | E-Mail: info@hugobeck.de | www.hugobeck.de


Verpacken von Lebensmitteln<br />

Mit höchsten Ansprüchen zur weltspitze<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 15, stand B42<br />

Verpackungen, die keine Fragen offen<br />

lassen<br />

Im Zentrum der Vereinigten Arabischen Emirate pulsiert das Herz von Signature Snacks. Der Hersteller von<br />

Waffeln, Crackern, Plätzchen oder z. B. in Schokolade gehüllten Datteln ist weiter auf Expansionskurs. Beim<br />

Wiegen und Verpacken seiner hochwertigen Lebensmittel setzt das Unternehmen aus Dubai auf Lösungen<br />

von Hastamat Verpackungstechnik GmbH, Lahnau.<br />

Keine Wolke bedeckt im letzten Dezember<br />

den Himmel über Dubai. Während<br />

sich die Temperaturen in der Heimat des<br />

deutschen Verpackungsmaschinenherstellers<br />

im niedrigen einstelligen Bereich<br />

bewegen, zeigt das Thermometer hier<br />

angenehme 26 Grad. Nizar Rajoub, der<br />

Gründer und CEO von Signature Snacks,<br />

serviert Besuchern gerne starken arabischen<br />

Kaffee und reicht dazu stolz die<br />

schmackhaften Waffeln, Cracker oder<br />

Plätzchen aus seiner Fabrik. Mit Blick auf<br />

die Spitze des nicht einmal zwei Kilometer<br />

Luftlinie entfernten, höchsten Gebäudes<br />

der Welt, den Burj Khalifa, sagt<br />

er: „Dort wollen wir mit Signature Snacks<br />

hin: nach ganz oben. Unser Ziel ist es mit<br />

unseren Produkten Marktführer und die<br />

hochwertigste Lebensmittelmarke der<br />

Welt zu werden.“<br />

Der Kunde ist König<br />

Sein Selbstbewusstsein kommt nicht<br />

von ungefähr: Erst 2014 aus der Taufe<br />

gehoben, hat Signature Snacks binnen<br />

kürzester Zeit ein beachtliches Wachstum<br />

hingelegt. Heute beschäftigt das<br />

Unternehmen 250 Mitarbeiter und exportiert<br />

in 77 Länder der Welt: Tendenz<br />

stark steigend.<br />

Insgesamt stellt Signature Snacks 17 unterschiedliche<br />

Produkte in verschiedenen<br />

Geschmacksrichtungen her. Das<br />

Spektrum reicht von der mit Karamell<br />

gefüllten Waffel über Trockenfrüchte<br />

und Nüsse bis hin zur mit Schokolade<br />

ummantelten Dattel. 64 Einzelartikel stehen<br />

aktuell im Produktkatalog des Food-<br />

Spezialisten. „Wir haben höchste Ansprüche<br />

an unsere Erzeugnisse und liefern<br />

den Kunden ein delikates, natürliches<br />

Premiumprodukt, das ohne künstliche<br />

Farben und Geschmacksverstärker auskommt“,<br />

skizziert Rajoub zentrale Komponenten<br />

der Unternehmensphilosophie.<br />

„Der Kunde urteilt über unsere Lebensmittel.<br />

Bei der Produktentwicklung<br />

ist er der entscheidende Faktor für uns.“<br />

„Hastamat lieferte mit innovativem Engineering<br />

auf jede unserer Fragen passende<br />

Antworten. Heute sehen wir im laufenden<br />

Betrieb, dass alles so funktioniert, wie wir es<br />

uns vorstellen“, lobt Nazir Rajoub, Gründer<br />

und CEO von Signature Snacks, die Leistung<br />

der hessischen Experten.<br />

Technik für anspruchsvolle<br />

Verpackungen<br />

Nicht nur an die Produkte hat der CEO<br />

einen absoluten Qualitätsanspruch –<br />

auch die Verpackung darf keine Fragen<br />

unbeantwortet lassen. „Für ein Unternehmen,<br />

das Produkte für den Endverbraucher<br />

herstellt, ist das Thema Verpakkung<br />

ein wichtiger Bestandteil, der eng<br />

mit der Kaufentscheidung des Kunden<br />

zusammenhängt“, ist sich Rajoub sicher.<br />

Außerdem liege bei Lebensmitteln ein<br />

besonderer Fokus auf der Erhaltung der<br />

Frische und der schonenden Behandlung<br />

der Produkte. „Erst eine ansprechende<br />

und technisch makellose Hülle<br />

macht unsere Snacks zu einem vollendeten<br />

Gesamterlebnis. Premiumprodukte<br />

verdienen eine Premiumverpackung.“<br />

Wie ernst CEO Rajoub das Thema ist,<br />

zeigt sich wenige Kilometer entfernt<br />

vom Verwaltungssitz im Investment Park<br />

von Dubai. Dort unterhält Signature


Verpacken von Lebensmitteln<br />

„Signature hat etwa 300 Meter Fördertechnik<br />

sowie Teilmengenkombinationswaagen<br />

aus unserer CP-Serie, vertikale Schlauchbeutelmaschinen<br />

der RM-250-Serie in verschiedenen<br />

Ausführungen sowie eine Mehrkopfwaage<br />

auf einer horizontalen Packmaschine<br />

im Einsatz“, erläutert Marco Hinter, Leiter<br />

Vertrieb und Marketing bei Hastamat.<br />

Sechs Verpackungslinien mit Mehrkopfwaagen und vertikalen Schlauchbeutelmaschinen verpacken pro Stunde drei bis vier Tonnen Snacks.<br />

Snacks eine moderne Industrieanlage,<br />

die höchsten Produktionsstandards gerecht<br />

wird. Hier geht es nicht weniger<br />

betriebsam zu als in der Innenstadt der<br />

aufstrebenden Millionenmetropole Dubai.<br />

Auf den dunkelgrünen, hochsauberen<br />

Industrieböden stehen in einer Reihe<br />

mit den Processing-Maschinen sechs silberglänzende<br />

Verpackungsanlagen des<br />

Herstellers Hastamat Verpackungstechnik.<br />

Das Unternehmen aus dem hessischen<br />

Lahnau lieferte nicht nur komplette<br />

Verpackungslinien bestehend aus<br />

Mehrkopfwaagen und vertikalen<br />

Schlauchbeutelmaschinen, sondern<br />

auch die flexiblen Produktzuführsysteme<br />

zum Fördern, Speichern und Kombinieren<br />

der Snacks.<br />

Gesamte Produktpalette im<br />

Schlauchbeutel<br />

Die Anlagen aus der deutschen Sondermaschinenschmiede<br />

verpacken die<br />

komplette Produktionsmenge von Signature<br />

Snacks in Schlauchbeutel. „Pro<br />

Stunde sprechen wir von einer Menge<br />

von drei bis vier Tonnen, die gewogen,<br />

mit integrierten Metalldetektoren überprüft<br />

und in unterschiedliche Beutelformen<br />

und -größen verpackt werden“,<br />

nennt Hinter die beachtlichen Zahlen.<br />

Ein wichtiges Argument sei die große<br />

Leistungsfähigkeit der Maschinen gewesen.<br />

„Unsere Teilmengenkombinationswaagen<br />

führen pro Minute zwischen<br />

120 und 200 Wägungen durch“, so der<br />

Vertriebs- und Marketingleiter. Über ein<br />

zentrales Verteilsystem werden die Produkte<br />

zu den Waagen gebracht und anschließend<br />

von den Schlauchbeutelmaschinen<br />

schonend verpackt.<br />

Teamwork führte zum Erfolg<br />

Der Kontakt zwischen Signature Snacks<br />

und Hastamat ist auf der Messe Gulfood,<br />

dem neunen Hotspot der Lebensmittelbranche<br />

im Mittleren und Nahen Osten,<br />

zustande gekommen. „Anschließend ha-<br />

ben wir uns ein detailliertes Bild von der<br />

Leistungsfähigkeit und den technischen<br />

Lösungen des Unternehmens gemacht<br />

und uns für die Zusammenarbeit entschieden“,<br />

lässt Signature-CEO Rajoub<br />

den Start der Partnerschaft Revue passieren.<br />

Beim Handling der Produkte hatten<br />

die Ingenieure von Hastamat einige<br />

Herausforderungen zu bewältigen: So<br />

variieren zum Beispiel die mit Schokola-<br />

Waffeln, Cracker, Plätzchen, in<br />

Schokolade gehüllte Datteln, Trockenfrüchte<br />

und Nüsse in unterschiedlichen<br />

Geschmacksrichtungen werden<br />

verpackt.<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 41


Verpacken von Lebensmitteln<br />

über das Lob: „Wir haben unsere vorhandenen<br />

Maschinenplattformen an die<br />

spezifischen Anforderungen von Signature<br />

Snacks angepasst. Zwischen den<br />

beteiligten Personen besteht inzwischen<br />

ein enges Vertrauensverhältnis.“<br />

de ummantelten Datteln in ihrer Größe,<br />

was bei der Verpackung berücksichtigt<br />

werden musste. Außerdem sind die Produkte<br />

von Signature Snacks teilweise<br />

bruchempfindlich und müssen äußerst<br />

produktschonend verpackt werden.<br />

Besonders die absolute Kundenorientierung<br />

seines Partners ist für den CEO entscheidend:<br />

„Die Maschinen von Hastamat<br />

arbeiten effizient und mit dem gesamten<br />

Team, das dahinter steht, verhält<br />

es sich genauso. Sie haben nicht einfach<br />

Produkte verkauft, sondern Hand in<br />

Hand mit uns gearbeitet, um das Projekt<br />

zum Erfolg zu führen und eine Top-Performance<br />

zu erreichen.“<br />

Vor allem die klare Kommunikation und<br />

die kurzen Entscheidungswege kamen<br />

beim Lebensmittelhersteller aus den<br />

Emiraten gut an. Marco Hinter freut sich<br />

Dienstleistungspalette aus<br />

einer Hand<br />

Während und nach der Installation der Anlagen<br />

führte Hastamat intensive Schulungen<br />

mit dem Kunden vor Ort durch. Beim<br />

Service arbeiten Signature und Hastamat<br />

eng zusammen.<br />

„Ein oder zweimal im Jahr fliegt ein Servicetechniker<br />

aus Deutschland zur Inspektion<br />

ein, ansonsten nutzen wir auch den<br />

Remote-Zugriff zur kurzfristigen Unterstützung.<br />

Dann greifen wir bei Bedarf direkt<br />

aus Lahnau auf die Software der Anlage<br />

zu“, erklärt Hinter. Nizar Rajoub unterstreicht:<br />

„Hastamat hat uns eine komplette<br />

Dienstleistung aus einer Hand geliefert,<br />

von der individuellen Projektierung<br />

über die Montage vor Ort bis zum umfassenden<br />

Service. Das After-Sales-Team ist<br />

überaus zuverlässig und bei auftretenden<br />

Problemen wird schnell reagiert.“<br />

Die Produktion läuft so rund wie das Geschäft<br />

von Signature Snacks, die Zeichen<br />

stehen auf Expansion. CEO Rajoub hat den<br />

Blick deshalb bereits fest auf die nächsten<br />

Schritte auf dem Weg Richtung Weltspitze<br />

gerichtet: „Wir planen bereits den Neubau<br />

einer weiteren Fabrik.“ Funktionierende<br />

Produktionsprozesse mit Maschinen von<br />

Hastamat werden ihn bei diesem Vorhaben<br />

unterstützen.<br />

Packaging without any Open Questions<br />

The heart of the enterprise Signature Snack pulsates in the centre of the United Arab Emirates.<br />

The producer of wafers, crackers, cookies, chocolate-covered dates, dried fruits and<br />

nuts is continuing to expand. Currently, the Dubai enterprise delivers its products all<br />

around the globe to 77 countries. In terms of weighing and <strong>packaging</strong> of their premium<br />

food products, Signature Snacks relies on solutions provided by Hastamat Verpackungstechnik.<br />

The plants of the special machine engineering company pack the complete production<br />

quantity into tubular bags. On an hourly rate, this accords to a quantity of three<br />

to four tons, which require to be weighed, inspected by integrated metal detectors, and<br />

packed into various bag forms and sizes.<br />

pj<br />

Metalldose: Begleiterin der Süßwaren<br />

Die Hoffmann Neopac AG aus Thun (Schweiz) stellt seit über 125 Jahren Metalldosen für<br />

die Lebensmittelindustrie her. Sie ist Erfinder der Klipp-Klapp®-Dose mit einer besonderen<br />

Eigenschaft: Die Deckel sind pulverbeschichtet, damit alle Kanten weich bleiben.<br />

Im Frühjahr <strong>2017</strong> stellt das Unternehmen<br />

eine konsequent weiterentwickelte<br />

Klipp-Klapp®-Dose für<br />

Süßwaren vor, die auch digitalbedruckt<br />

werden kann. Seit zwei Jahren existiert<br />

ein Lehrlingsprojekt: In einem B2C-Onlineshop<br />

für personalisierte Geschenkdosen<br />

sind diese ab einem Stück<br />

lieferbar.<br />

Metalldosen sind als Süßwarenverpackung<br />

beliebt. Neben ihrer traditionell anmutenden<br />

Materialität schafft es die<br />

Metalldose, Konsumenten mit allen Sinnen<br />

zu verführen. Unternehmen wie<br />

die Powermints GmbH aus Deutschland<br />

kombinieren eine seidenmatt lackierte<br />

Unterstreicht das natürliche Aroma: Metalldose Offset<br />

bedruckt und seidenmatt lackiert.<br />

42<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Verpacken von Lebensmitteln<br />

Metalldose zusätzlich mit einer<br />

trennbaren und farblich abgestimmten<br />

Kunststoffeinlage. Sie dient bei den<br />

Compass-Pastillen als praktischer<br />

Spender und ermöglicht eine hygienische<br />

Entnahme. Durch die Kombination<br />

von Metall und Kunststoff sind<br />

ergänzende Funktionen in der Dose leichter<br />

umsetzbar. Denn Werkzeuge für<br />

Metallteile sind kostspielig und der<br />

Süßwarenmarkt ist preislich hart<br />

umkämpft. Viele Hersteller ordern ihre<br />

Metalldosen deshalb direkt in China.<br />

Europäische Marken schätzen die hohe,<br />

gleichbleibende Qualität und Lieferfähigkeit<br />

von Metalldosen aus Europa.<br />

Unterstreicht das natürliche Aroma: Metalldose Offset bedruckt und seidenmatt lackiert. (Bild: Powermints GmbH, Deutschland<br />

Eier direkt und Eierverpackungen kennzeichnen<br />

Aufs Ei genau<br />

Die Paul Leibinger GmbH & Co. KG hat neu zwei eigens für die Kennzeichnung von Eiern<br />

und Eierverpackungen entwickelte Inkjet-Drucker im Produktportfolio.<br />

Eierproduzenten profitieren von der Vollintegration der Entwicklung des Tuttlinger<br />

Kennzeichnungsspezialisten mit Eiersortier- und Verpackungsanlagen der Moba Group.<br />

Mit den neuen Inkjet-Druckermodellen<br />

JET3up EP und JET2neoEP (EP steht hier<br />

für Egg Printer) stellt das Unternehmen<br />

allen Eierproduzenten zwei schnelle, flexible<br />

und zuverlässige Kennzeichnungssysteme<br />

für ihre Eier und -verpackungen<br />

zur Verfügung. Über die kontaktlose<br />

lieferte Installationskit, das alle benötigten<br />

Schnittstellen und Verbindungen<br />

umfasst. Eine große Arbeitserleichterung<br />

ist die zentrale Verwaltung von unterschiedlichen<br />

Druckjobs, welche die<br />

Eiersortieranlage autonom an die jeweiligen<br />

Drucker verschickt. Damit werden<br />

Die Vollintegration gewährleistet die<br />

Eigenaue Bedruckung mit<br />

Eispezifischen Daten.<br />

Continuous Inkjet-Bedruckung werden<br />

der Herstellercode, das Legedatum oder<br />

weitere produktionsbezogene Daten sicher<br />

auf die Eierschale oder Eierverpackung<br />

gedruckt. Pro Stunde können<br />

somit bis zu 252.000 Eier bei acht Spuren<br />

und acht Druckern gekennzeichnet<br />

werden.<br />

Durch die Vollintegration der Drucker in<br />

die Eiersortier- und Verpackungsanlagen<br />

der Moba Group (Moba/Diamond)<br />

ergeben sich enorme Vorteile für den<br />

Bediener. Die Anbindung erfolgt ganz<br />

einfach per Plug-&-Play über das mitge-<br />

Druckdatenänderungen automatisch<br />

für alle angebundenen Inkjet-Drucker<br />

übernommen oder Mindesthaltbarkeitsdaten<br />

automatisch aktualisiert.<br />

Da bei der Eierproduktion Eierstaub entsteht<br />

und vermehrte Reinigungsprozesse<br />

üblich sind, bietet das<br />

Unternehmen optional die Schutzklasse<br />

IP65 gegen Staub und Strahlwasser an.<br />

Standardmäßig sind alle diese Inkjet-<br />

Drucker mit dem automatischen Düsenverschluss<br />

„Sealtronic“ ausgestattet, der<br />

ein Eintrocknen der Tinte im Druckkopf<br />

konsequent verhindert.<br />

Der flexible Druckkopf bietet größtmögliche Flexibilät bei der Kennzeichnungsposition<br />

(hier: von Pol zu Pol).<br />

Spezifische Tinten im Einsatz<br />

Für die Direktbedruckung von Eiern<br />

haben die Experten spezielle Lebensmitteltinten<br />

im Portfolio, die die strengen<br />

Auflagen der Lebensmittelüberwachungs-<br />

und Arzneimittelzulassungsbehörde<br />

FDA erfüllen. Eierproduzenten<br />

profitieren zudem von dem neu<br />

entwickelten, extra kurzen Elbow-<br />

Druckkopf des Unternehmens.<br />

pj<br />

Dieser kann selbst bei engsten Platzver-<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 43


VERPACKEN VON LEBENSMITTELN<br />

wachstumsmarkt flexible verpackungen<br />

iCE Europe <strong>2017</strong>,<br />

halle A5, stand 1053<br />

Schnelle, lebensmittelkonforme Klebstoffe<br />

Verbraucher und Supermärkte erwarten immer verbraucherfreundlichere Verpackungen in<br />

einer immer schnelleren Lieferkette von Lebensmitteln. Frédéric Di Monte, EIMEA Business<br />

Manager für flexible Verpackungen beim weltweit agierenden Klebstoff-Anbieter H.B. Fuller,<br />

erläutert, wie hier intelligente, flexible Verpackungen („Flex Pack“) mit innovativen<br />

Klebstoffen optimiert werden können.<br />

Das schnelle Wachstum des Flex-Pack-<br />

Marktes kommt keinesfalls überraschend:<br />

Verbraucher verlangen heutzutage<br />

praktische und zweckmäßige Lösungen<br />

wie Beutel, die sich problemlos<br />

wiederverschließen lassen, Mikrowellen-Fertiggerichte<br />

oder Convenience-<br />

Lebensmittel, die direkt aus der Schale<br />

gegessen werden können. In der Branche<br />

gibt es ein Streben nach kompakten,<br />

leichten Produktdesigns, mit denen sich<br />

Lebensmittel einfacher lagern und tragen<br />

lassen und die gleichzeitig die CO 2 -<br />

Emissionen verringern sollen, die beim<br />

Autor: Frédéric Di Monte,<br />

EIMEA Business Manager für flexible Verpackungen bei H.B.<br />

Fuller. Er ist seit 2011 für H.B. Fuller tätig.<br />

Transport entstehen. Zudem sollen Lebensmittel<br />

vor Schäden geschützt werden<br />

und länger frisch bleiben, damit weniger<br />

Lebensmittel im Müll landen. Hier<br />

können flexible Verpackungen bei nachhaltig<br />

orientierten Käufern punkten.<br />

Darüber hinaus bieten flexible Verpa -<br />

ckungen den Herstellern zahlreiche<br />

Möglichkeiten, ihre Marken durch ein<br />

besonders attraktives Verpackungsdesign<br />

hervorzuheben.<br />

Fortschrittliche F&E für<br />

Kaschierklebstoffe bei<br />

H.B. Fuller, Lüneburg,<br />

Deutschland<br />

Herausforderung<br />

Hochgeschwindigkeit<br />

Die Notwendigkeit einer schnelleren<br />

Produktion flexibler Verpackungen stellt<br />

verarbeitende Betriebe und die gesamte<br />

Lieferkette im Verpackungsbereich vor<br />

große Herausforderungen: Sie müssen<br />

schnell auf sich ändernde Bedürfnisse<br />

von Verbrauchern und Herstellern reagieren<br />

können, aber auch neue Chancen<br />

durch technologische Fortschritte und<br />

Trends erkennen und ergreifen. Verarbeiter<br />

und Verpackungshersteller sind<br />

darauf angewiesen, jeden einzelnen<br />

Prozessschritt weiter zu optimieren –<br />

ohne dabei die Produktsicherheit zu<br />

gefährden.<br />

44<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Lebensmittelsicherheit ist ausschlaggebend für alle<br />

Anwendungen.<br />

Klebstoffe, die schnell aushärten<br />

und sich rasch verarbeiten<br />

lassen, sind unabdingbar, um<br />

Produkte mit flexiblen Verpakkungen<br />

zeitnah auf den Markt<br />

zu bringen, ohne dass hohe Lagerbestände<br />

von halbfertigen<br />

Erzeugnissen erforderlich sind.<br />

Ein Klebstoffsystem, das für<br />

schnelle Laminatwechsel auf<br />

der Produktionslinie und eine<br />

Vielzahl an Substratkombinationen<br />

geeignet ist, bietet hier große<br />

Vorteile. Dadurch können Kaschierer<br />

mit den kürzeren, individuelleren Produktionsserien, die heute<br />

von Lebensmittelproduzenten erwartet werden, besser Schritt halten.<br />

„In diesem Jahr werden wir neue Produkte einführen, um unser umfassendes<br />

Produktportfolio für flexible Verpackungen zu ergänzen“, betont Frédéric<br />

Di Monte. Mit Blick auf schnelle Verarbeitung, Effizienz und Lebensmittelrecht<br />

setzen diese Lösungen auf den Erfolg von rascher Aushärtung<br />

und PPA-Abbau, sowie Aushärtung bei Raumtemperatur. Ein neues lösungsmittelfreies<br />

Sys tem bietet eine kostengünstige Variante im General<br />

Purpose Segment.<br />

„Für mich kommt das schnelle<br />

Wachstum des Flex-Pack-Marktes<br />

keinesfalls überraschend“, so<br />

Frédéric Di Monte.<br />

Visit us!<br />

Hall 6 / Booth E62<br />

INTELLIGENT AUTOMATISIEREN.<br />

PRODUKTIVER VERPACKEN.<br />

www.br-automation.com/Packaging<br />

Investitionen in Klebstoff,<br />

Innovation und Support<br />

H.B. Fuller investiert kräftig in den Bereich flexible Verpackungen und trägt<br />

so dem wachsenden Bedarf an innovativen Kaschierklebstoffen und Support<br />

Rechnung. Ein wachsendes Produktportfolio, das die gesamte Bandbreite<br />

an flexible Verpackungen Anwendungen abdeckt, spiegelt dieses<br />

Engagement.<br />

Fortgeschrittene Off-Site-F & E-Einrichtungen sind der Schlüssel zur Beschleunigung<br />

der Entwicklung neuer Lösungen und die Anschaffung einer<br />

Labor-Kaschier-Maschine bietet die beste Voraussetzung noch enger mit<br />

Kunden zusammen zu arbeiten. Auch die Investition in weitere Produktionskapazitäten<br />

am Standort in Italien und die Verstärkungen im Team unterstreichen<br />

H.B. Fullers Engagement im flexiblen Verpa ckungsmarkt.<br />

Das Geheimnis produktiver Verpackungsmaschinen:<br />

mapp Technology – der modulare Softwarebaukasten.<br />

Noch nie war Automatisierung so schnell und einfach.<br />

Markttrend Convenience und Schnelligkeit.<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong>


Verpacken von Lebensmitteln<br />

umweltfreundliche Markierung spart verpackungen ein<br />

Natürliches Labeling<br />

Bei geeigneten Bioprodukten könnten Kunststoffverpackungen bald der Vergangenheit angehören: Eosta,<br />

eines der weltweit führenden Handelsunternehmen für Bioobst und -gemüse, hat gemeinsam mit der<br />

schwedischen Supermarktkette ICA erste Produkte mit natürlichem Labeling auf den Markt gebracht.<br />

Aufkleber, z. B. mit dem Bio-Logo oder<br />

dem EU-Biosiegel, können ein Ersatz für<br />

die Primärverpackung sein, doch auch<br />

sie machen den Einsatz von Papier, Tinten,<br />

Lacken oder Klebstoffen erforderlich.<br />

Mit der neuen Methode des „natürlichen<br />

Labeling“ bringt Nature & More<br />

nun ein Biosiegel oder Kundenlogo direkt<br />

auf einer Frucht an, die mit oder ohne<br />

Schale ganz normal verzehrt werden<br />

kann.<br />

Das Verfahren ist vom unabhängigen niederländischen<br />

Biozertifizierer Skal sowie<br />

von allen für die Lebensmittelsicherheit<br />

verantwortlichen Autoritäten genehmigt<br />

Laut Berechnungen von LaserFood entspricht<br />

die Menge an CO 2 , die beim natürlichen<br />

Labeling entsteht, nur 0,2 Prozent der Menge, die<br />

bei der Herstellung eines Stickers in der gleichen<br />

Größe freigesetzt wird.<br />

Mit einem Niedrigenergie-CO2-Laser werden entsprechende Punkte auf der äußersten Schale der Frucht sehr lokal erhitzt, sodass das Farbpigment<br />

nur an dieser Stelle verdampft.<br />

und für unbedenklich erklärt worden. Im<br />

Prozess entstehen keine neuen chemischen<br />

Verbindungen und die Lagerfähigkeit<br />

wird nicht negativ beeinflusst.<br />

Einsparung von Kunststoff und<br />

Energie<br />

Die Vorteile der neuen Methode liegen auf<br />

der Hand: So rechnet Nature & More damit,<br />

erhebliche Mengen an Verpa -<br />

ckungsmaterial einzusparen. Außerdem<br />

unterstützt sie Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung.<br />

Denn Supermarktkunden<br />

können künftig genauso viele<br />

Avocados oder Süßkartoffeln kaufen, wie<br />

sie wirklich benötigen und müssen nicht<br />

mehr zu größeren Verpackungseinheiten<br />

greifen.<br />

Paul Hendriks, Verpackungsexperte bei Nature<br />

& More, zeigt sich sehr zufrieden mit<br />

der neuen Methode: „natürliches Labeling<br />

schließt genau die Lücke zwischen der Erkennbarkeit<br />

als Bioprodukt und dem Einsparen<br />

von Verpackungsmaterial. Wir freuen<br />

uns, dass wir hier zusammen mit ICA die<br />

Initiative ergriffen haben und natürlich<br />

markierte Produkte in die Läden bringen.“<br />

Das wollten wir noch etwas genauer wissen,<br />

und haben dem Spezialisten einige<br />

Fragen gestellt:<br />

Herr Hendriks, wie funktioniert natürliches<br />

Labeling?<br />

Paul Hendriks: Es handelt sich um eine<br />

kontaktlose Methode, die völlig unbedenklich<br />

ist. Mit einem gebündelten<br />

Lichtstrahl werden Pigmente in der äußersten<br />

Schicht der Schale entfernt. Zusätzliche<br />

Hilfs- oder Kontraststoffe kommen<br />

nicht zum Einsatz. Der Prozess findet<br />

lediglich auf der Oberfläche der<br />

Frucht statt und hat keinen Einfluss auf<br />

den Geschmack, den Geruch, die Haltbarkeit<br />

oder das weitere Aussehen der<br />

Frucht. Die Frucht kann mit oder ohne<br />

Schale ganz normal verzehrt werden,<br />

46<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Verpacken von Lebensmitteln<br />

Nature & More ist die Handelsmarke<br />

von Eosta. Für sein Transparenzsystem,<br />

mit dem die Herkunft der Produkte<br />

bis zum Erzeuger<br />

zurückverfolgt werden kann, ist das<br />

Unternehmen bereits mehrfach mit<br />

internationalen Nachhaltigkeitspreisen<br />

ausgezeichnet worden.<br />

selbst der gekennzeichnete Bereich ist<br />

bedenkenlos essbar.<br />

Wie lange gibt es diese Technik schon?<br />

Paul Hendriks: Die Basismethode wurde<br />

1997 patentiert. Ab 2009 kam sie bereits<br />

in Australien und Neuseeland zum<br />

Einsatz – allerdings nur für konventionelle<br />

Waren und unter Verwendung von<br />

Kontrastmitteln, die die Sichtbarkeit des<br />

Labels auf der Frucht erhöhen sollten.<br />

So etwas ist im Biobereich natürlich undenkbar.<br />

Deshalb hat es uns weitere acht<br />

Jahre gekostet, um das Verfahren gemeinsam<br />

mit unserem Technologiepartner<br />

LaserFood für Bioobst und -gemüse<br />

zu optimieren. Von der EU wurde die Laseretikettierung<br />

2013 genehmigt.<br />

Mango, Apfel, Kiwi und Kokosnuss zur<br />

Geltung, aber auch auf vielen anderen<br />

Früchten. Sticker, die wegen der unebenen<br />

Schale von Avocados oder Erdrückständen<br />

auf Süßkartoffeln immer wieder<br />

vom Produkt abfielen, gehören damit<br />

der Vergangenheit an.<br />

Zitrusfrüchte und Granatäpfel sind leider<br />

ungeeignet, da ihre Schale die entfernten<br />

Pigmente wieder ersetzt.<br />

Für Händler, die sowohl konventionelle<br />

Ware als auch Bioobst und -gemüse anbieten,<br />

ist das natürliche Labeling interessant,<br />

weil hiermit ökologisch erzeugte<br />

Produkte auch als solche gekennzeichnet<br />

werden können, ohne in Kunststofffolien<br />

verpackt werden zu müssen. Für<br />

Händler, die ausschließlich Bioware anbieten,<br />

könnten z. B. eine Avocado durch<br />

haben bereits großes Interesse gezeigt,<br />

sodass wir nach Abschluss der Testphase<br />

das „natürliche Labeling“ hoffentlich auch<br />

für sie zugänglich machen können.<br />

Denn die Vorteile der neuen Methode liegen<br />

auf der Hand: 2015 haben wir beispielsweise<br />

725.380 Packungen mit Bioavocados<br />

an schwedische ICA-Supermärkte<br />

geliefert. Dafür wurden 217 km Kunststofffolie<br />

mit einer Breite von 30 cm verwendet.<br />

Umgerechnet entspricht das<br />

2.042 kg Kunststoff. Der bei der Produktion<br />

erzeugte CO 2 -Ausstoß entspricht einer<br />

Autofahrt 1,3 Mal um die Welt.<br />

Nahezu alle Obst- und Gemüsesorten<br />

sind für diese Markierungsart gut<br />

geeignet.<br />

Warum hat sich Eosta gerade jetzt dafür<br />

entschieden?<br />

Paul Hendriks: Wir sind schon lange auf<br />

der Suche nach alternativen Verpackungsmaterialien.<br />

Dem natürlichen Labeling<br />

gehen eine jahrelange Entwicklungsarbeit<br />

und Investitionen voraus.<br />

Parallel dazu haben wir aber auch nachhaltige<br />

Verpackungen aus Biokunststoffen<br />

oder vielseitig einsetzbare Trageschalen<br />

aus Karton auf den Markt gebracht –<br />

oder auch umweltfreundliche Verpackungen<br />

auf Basis von Agrarabfällen wie Zu -<br />

ckerrohrfaser. Nur, wenn es keine andere<br />

Möglichkeit gibt, verpacken wir unsere<br />

Produkte, entscheiden uns in diesem Fall<br />

aber immer für das umweltfreundlichste<br />

Verpackungsmaterial bzw. die kleinstmögliche<br />

Verpackung.<br />

Ja, wir sind der Überzeugung, dass biologisch<br />

erzeugte Produkte nicht verpackt<br />

werden müssen. Denn die beste<br />

Verpackung ist immer noch die Frucht<br />

selbst. Deshalb sind wir auch so glücklich<br />

mit dem natürlichen Labeling.<br />

Für welche Produkte kommt diese Lösung<br />

in Frage?<br />

Paul Hendriks: Sie eignet sich für fast alle<br />

Obst- und Gemüsesorten. Besonders<br />

gut kommen die natürlichen Label auf<br />

Avocado, Gurke, Süßkartoffel, Ingwer,<br />

Erfahren Sie mehr<br />

über die neuen<br />

Ax-Serie<br />

CIJ-Drucker<br />

www.Ax-Series.com<br />

Interpack • Halle 11, Stand 11D55<br />

Lichtlabeling mit dem Hinweis „essreif”<br />

versehen, oder das Herkunftsland einer<br />

Süßkartoffel direkt auf der Schale sichtbar<br />

machen. So bieten sich neue Möglichkeiten,<br />

Transparenz und Mehrwerte<br />

direkt auf der Frucht zu kommunizieren.<br />

Welche Ziele verfolgt man für die Zukunft?<br />

Paul Hendriks: Vor allem möchten wir<br />

uns weiterhin dafür starkmachen, dass<br />

Kunststoffverpackungen auf Mineralölbasis<br />

aus den Läden verschwinden. Die aktuelle<br />

Testphase, in der wir gemeinsam<br />

mit der schwedischen Supermarktkette<br />

die Akzeptanz für natürlich markierte Bioprodukte<br />

auf Endverbraucherseite testen,<br />

ist sehr vielversprechend angelaufen.<br />

Auch andere Handelspartner, darunter<br />

der deutsche Lebensmitteleinzelhandel,<br />

Bioprodukte können nun lose angeboten werden und bleiben trotzdem als Bioware erkennbar.<br />

Eco-Friendly Marking generates<br />

Packaging Savings<br />

For respectively suited organic products,<br />

plastic <strong>packaging</strong> way well be<br />

a thing of the past. Eosta, a worldwide<br />

operating trading company for organic<br />

fruits and vegetables has, in<br />

joint cooperation with the Swedish<br />

supermarket chain ICA, launched the<br />

first series of products with natural<br />

marking. The same comprises the<br />

contact-less removal of pigments<br />

from the outermost layer of the peel<br />

with a focused light beam. No further<br />

auxiliary or contrast material are deployed.<br />

The process has no influence<br />

whatsoever upon the taste or the<br />

shelf-life. The fruit can be eaten with<br />

or without peel, including the marked<br />

section, without any need to worry.<br />

pj<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 47


Papier | Pappe | Karton<br />

LongLifeBag gegen werblichen suizid<br />

Qualitätsversprechen mit Prüf & Siegel<br />

BAGS BY RIEDLE®, Spezialist für Papiertragetaschen aus Langenbrettach, hat die erste Papiertasche<br />

entwickelt, die von zwei unabhängigen Prüfinstituten auf ihre Qualität und Belastbarkeit getestet wurde.<br />

Ob Shopping Bag, Messetasche oder Flaschentasche, für alle Anwendungen gibt es jetzt die LongLifeBag.<br />

FSC-Zertifizierung und klimaneutrale<br />

Herstellung demonstrieren die ökologische<br />

Verantwortung.<br />

Viele Werbetreibende lassen sich durch<br />

die Einsparungen auf Grund der EU<br />

Richtlinie zur Vermeidung von Plastiktüten<br />

bei dem Einsatz ihres wohl effizientesten<br />

Werbemittels verunsichern. Es ist<br />

natürlich gut für die Umwelt, wenn auf<br />

Kunststofftüten in exorbitanten Stückzahlen<br />

verzichtet wird, keine Frage. Aber<br />

man erfährt selten ob der somit verursachte<br />

Werbeverlust z. B. durch den Umstieg<br />

auf Papiertaschen ausgeglichen<br />

wird. Könnte doch auch die Zahlbereitschaft<br />

der Kunden für eine schöne Papiertragetasche<br />

zu erheblichen Steigerungen<br />

von Blickkontakten auf die gewünschte<br />

Werbebotschaft führen.<br />

Schon Henry Ford wusste: Wer nicht<br />

wirbt, stirbt.<br />

Volker Riedle, Geschäftsführer von BAGS<br />

BY RIEDLE, hat deshalb zwei unabhängige<br />

Prüfinstitute ausgewählt und beauftragt,<br />

seine LongLifeBag genauestens zu<br />

begutachten. Als Qualitäts- und Innovationsführer<br />

scheut er sich nicht, seine Papiertaschen<br />

auf den Prüfstand zu stellen.<br />

Die Motivation für die Beauftragung der<br />

Untersuchungen war die klare Absicht,<br />

seine Entwicklung auf belastbare und<br />

nachweisbare Qualitätskriterien testen<br />

zu lassen.<br />

Zertifizierte Prüfinstitutionen<br />

als Partner<br />

Die TU Graz ist eine bedeutende Universität<br />

im internationalen technisch-naturwissenschaftlichen<br />

Forschungs- und Bildungsnetzwerk.<br />

Im Rahmen der dem Institut<br />

angeschlossenen Technischen Versuchs-<br />

und Forschungsanstalt (VAP) werden<br />

hier Untersuchungen auf dem Fachgebiet<br />

der Prüfung von Hilfsstoffen,<br />

Rohstoffen und Fertigprodukten der Papier-,<br />

Zellstoff-, Holzstoff- und Faserplattenerzeugung<br />

durchgeführt. Die Versuchsanstalt<br />

ist dafür nach EN ISO/IEC<br />

17025 akkreditiert<br />

Als Forschungs- und Dienstleistungsinstitut<br />

unterstützt die Papiertechnische<br />

Geprüfte und zertifizierte Qualität.<br />

Stiftung Unternehmen aller Branchen<br />

bei der Entwicklung und Anwendung<br />

von modernen faserbasierten Lösungen.<br />

Die Deutsche Akkreditierungsstelle<br />

GmbH bestätigt dem Prüflaboratorium<br />

der Papiertechnischen Stiftung die Kompetenz<br />

nach DIN EN ISO/IEC 17025 zu<br />

den für BAGS BY RIEDLE durchgeführten<br />

Untersuchungen.<br />

Festigkeit und Dehnbarkeit<br />

kontrolliert<br />

Verschiedene Tests zur Bruchkraft, Zerreißfähigkeit<br />

und Bruchdehnung des für<br />

die Tragetaschen verwendeten Papiers<br />

wurden von beiden Prüfinstituten<br />

durchgeführt. Dabei wurden sowohl die<br />

Festigkeit in Maschinenrichtung (MD:<br />

machine direction) als uch die Dehnbar-<br />

48<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Die LongLifeBag erfüllt alle Anforderungen die das Nachhaltigkeitskonzept<br />

von Riedle stellt.<br />

keit in Querrichtung (CD: cross direction)<br />

kontrolliert.<br />

Für die dynamische Festigkeitsprüfung<br />

der Tragefähigkeit und Henkelfestigkeit<br />

der LongLifeBag kam bei der Papiertechnischen<br />

Stiftung ein ganz spezielles Prüfgerät<br />

zum Einsatz. Damit kann die Tragfähigkeit<br />

von Verpackungen bei unterschiedlichen<br />

Hubfrequenzen und Fallhöhen<br />

unter definierten Bedingungen<br />

getestet werden. Die Beanspruchung erfolgt<br />

dabei nicht nur durch einfaches Heben<br />

und Senken, sondern ein Anheben<br />

und ruckartiges Fallenlassen der Verpakkung<br />

um den Hebeweg.<br />

Für die Versuchsanordnung wurde bewusst<br />

auch eine Extremsituation gewählt.<br />

Die Papiertragetasche wurde mit<br />

15 kg befüllt, als Belastungsgewichte<br />

wurden Sandsäcke mit einer Masse von<br />

je 1 kg eingesetzt. Für die Darstellung einer<br />

realistischen Tragesituation sorgte<br />

ein spezieller Einhängebügel an dem<br />

Tragfestigkeitsprüfgerät. Das Anheben<br />

und Fallenlassen erfolgte mit einer Hubfrequenz<br />

von 80 Hub/Minute.<br />

Mehr als zwei Duzend Hübe hat die<br />

RIEDLE® LongLifeBag ohne Durchriss an<br />

der Halterung der Kordel bewältigt.<br />

Auch an der Bodenverklebung ist keinerlei<br />

Beschädigung aufgetreten. Dafür<br />

sind sicher der Verbund aus großer Bindungsfläche<br />

auf der Außenseite sowie<br />

die hohe Tragkraft der vollflächig verklebten<br />

Bodenplatte mit entsprechend<br />

hoher Grammatur auf der Innenseite<br />

verantwortlich.<br />

Hoher Standard<br />

Wesentliche Qualitätsmerkmale sind bei<br />

den vielfältigen Angeboten von Papiertasche,<br />

Papiertragetasche, Papiertüte<br />

und Co. oft nicht mehr erkennbar. Hier<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong><br />

will Riedle mit seiner über 20-jährigen<br />

Erfahrung als Papier- und Drucktechniker<br />

ein deutliches Signal setzen und den<br />

Entscheidern sowie Anwendern eine<br />

überprüfbare und fundierte Hilfestellung<br />

geben.<br />

So setzt Riedle bei seiner LongLifeBag<br />

auf viele weitere Vorteile. Der Mindeststandard<br />

ist langfaseriges, gestrichenes<br />

und kaschiertes Papier der Stärke 190<br />

bis 240 g/m², ausgestattet mit einer besonderen<br />

Oberflächengüte für brillante<br />

und abriebfeste Druckergebnisse auch<br />

bei Motiven mit hoher Farbdichte und<br />

Farbsättigung. Der doppelte Randumschlag<br />

und die entsprechende Kartonverstärkung<br />

verhindern hochwirksam<br />

das Ausreißen der Kordel, vermeiden<br />

aber auch Schnittverletzungen beim<br />

Verwender. Die 10 mm starke Softkordel<br />

mit extra weicher Baumwollfüllung bietet<br />

höchsten Tragekomfort auch bei starker<br />

Gewichtsbelastung. Verkapselte Enden<br />

verhindern ein unattraktives Ausfransen.<br />

Und für lange Freude an der harmonischen<br />

und individuellen Gestaltung<br />

des Markenbotschafters ist die individuelle<br />

Kordelfarbe aus 170 Varianten<br />

wählbar.<br />

Zu den langjährigen Auftraggebern zählen<br />

Unternehmen wie Bentley, Bosch,<br />

Fiat, Sony, Lagerfeld, Hilfiger, Lancaster,<br />

Telekom, Toshiba und Recaro.<br />

Quality Promise with Test & Seal<br />

The enterprise BAGS BY RIEDLE®, the<br />

specialist for paper carrier bags located<br />

in Langenbrettach has now developed<br />

the first paper bag that has undergone<br />

testing for quality and load-capacity<br />

by two independent testing institutes.<br />

Regardless whether it is a shopping<br />

bag, an exhibition bag or a bottle bag,<br />

for all applications there is now an according<br />

LongLifeBag. The minimum<br />

standard is a long-fibre, coated, and laminated<br />

paper that features a strength<br />

that ranges between 190 and 240<br />

g/m², and that is equipped with a special<br />

finish quality for brilliant and abrasion-resistant<br />

printing results, even for<br />

motives with a high colour density and<br />

saturation.<br />

pj<br />

Save Food<br />

Packaging –<br />

wasserbasierte<br />

Druckfarben<br />

& migrationsarme<br />

Klebstoffe<br />

Follmann GmbH & Co KG.<br />

Phone: +49 5 71 9339-0<br />

info@follmann.com<br />

www.follmann.com<br />

interpack<br />

04.05.–10.05.<strong>2017</strong><br />

Düsseldorf<br />

FG SÜD /<br />

IPP7


Papier | Pappe | Karton<br />

Produktlaunch mit hochwertiger kosmetikverpackung<br />

Gesunde Haut perfekt eingepackt<br />

Zum Produktlaunch präsentiert sich die Pflegecreme DERMASENCE Vitop forte in einer schicken<br />

Faltschachtel aus Karton. Die von der STI Group entwickelte Verpackung ist speziell auf die Anforderungen<br />

des Kunden nach einer edlen Lösung mit ausreichend Kommunikationsfläche abgestimmt.<br />

Mit ihrem hautverträglichen Aktiv-Komplex<br />

aus Waid, Aloe Vera und gGünem Tee<br />

kann die Pflegecreme bei regelmäßiger<br />

Anwendung Entzündungssymptomen<br />

wirksam vorbeugen. Sie ist für trockene<br />

und zu Neurodermitis neigende Haut<br />

quasi der Schutzschirm aus der Natur. Die<br />

besonderen Produkteigenschaften von<br />

Vitop forte sollte eine außergewöhnliche<br />

Verpackung unterstreichen. Sie ist für den<br />

Kosmetikhersteller der wichtigste Kontaktpunkt<br />

in der Kommunikation mit dem<br />

Verbraucher und macht den Produktnutzen<br />

erleb- und begreifbar.<br />

Intelligent und<br />

kommunikationsstark<br />

Der Clou der Lösung steckt in der aufklappbaren<br />

Front der Faltschachtel. Diese<br />

lässt sich aufgrund des integrierten,<br />

unsichtbaren Magnetverschlusses einfach<br />

öffnen und wiederverschließen.<br />

Farblich abgesetzt findet der Verbraucher<br />

im Inneren wertvolle Produktinformationen.<br />

Im Offsetdruck veredelt, erhält<br />

die Verpackung durch einen vollflächigen<br />

Softtouch-Lack ihre besondere<br />

Haptik und versinnbildlicht damit die<br />

Produktbotschaft einer fühlbar gesünderen<br />

Haut. Eine partielle UV-Spotlackierung<br />

und Hochprägung setzen weitere<br />

haptische Akzente.<br />

Exklusives Produkt<br />

Die edle Anmutung der Verpackung<br />

macht auf den ersten Blick deutlich, dass<br />

DERMASENCE hier ein exklusives Produkt<br />

auf den Markt gebracht hat. Seinen<br />

einzigartigen Wirkkomplex erhält Vitop<br />

forte hauptsächlich aus dem Inhaltstoff<br />

der Färberwaid. Diese alte Kulturpflanze<br />

galt in Europa lange Zeit als verschwunden.<br />

Das Unternehmen hat sie für die<br />

kontrollierte Gewinnung des Wirkstoffextrakts<br />

wiederentdeckt und neu angebaut.<br />

Ein passend zur Faltschachtel realisierte<br />

Schaufensterplakat macht neugierig<br />

und lädt Kunden zum Betreten der Apotheke<br />

ein.<br />

Medizinische hautpflege aus der<br />

Apotheke<br />

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt<br />

DERMASENCE gemeinsam mit Dermatologen<br />

hochwertige Pflegeprodukte.<br />

Als Spezialist für medizinische<br />

Hautpflege bietet das Unternehmen<br />

mit intelligent kombinierten, innovativen<br />

Wirkstoffen passgenaue Lösungen<br />

für jeden Hauttyp und für<br />

Problemhaut an. Die Produkte sind<br />

in Deutschland und Österreich exklusiv<br />

in Apotheken erhältlich.<br />

Mehr Platz für Produktinformation.<br />

Product Launch with Premium<br />

Carton Packaging<br />

For the product launch, the care<br />

cream Vitop forte produced by the<br />

enterprise DERMASENCE presented<br />

itself in a smart folding box made of<br />

carton. The <strong>packaging</strong>, developed by<br />

the STI Group, is especially aligned to<br />

the demands of the customer for a<br />

high-quality solution with sufficient<br />

communication area. The front of the<br />

folding box is easy to open and close,<br />

due to the integrated, invisible magnet<br />

and therefore provides additional<br />

space for product information. pj<br />

50<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Nächste Messe:<br />

14.03.-16.03.<strong>2017</strong> LogiMAT Stuttgart<br />

Alternative zu holz und Metall<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 9, stand A24<br />

Lösungen aus Schwerwellpappe<br />

Mondi investiert kräftig in Polen und erweitert sein Portfolio. Von den optimierten<br />

Verpackungen für schwere oder sperrige Waren sollen Kunden aus der Möbel-, Automobil-,<br />

Luftfahrt- und Chemieindustrie besonders in den Bereichen Logistik und<br />

bei Überseetransporten profitieren.<br />

Zum Ausbau der Produktionskapazitäten für<br />

Wellpappe fließen erhebliche Investitionen in das<br />

Werk Mondi Simet in der Nähe von Posen. Der international<br />

tätiger Papier- und Verpackungsmittelhersteller<br />

plant die Installation einer 2,8 m<br />

breiten Wellpappenanlage mit drei einseitigen<br />

Maschinen, die das Angebot um Produkte aus<br />

Schwerwellpappe ergänzen und so den Kunden<br />

in der Region eine größere Produktpalette bieten<br />

soll. Für die Verarbeitung von Schwerwellpappe<br />

wird außerdem ein 2,4 m breites Boxmakersystem<br />

mit Heftmaschine installiert, das kurze Produktionsläufe<br />

mit Materialeinheiten von bis zu<br />

sechs Metern Länge ermöglicht.<br />

Die erweiterte Produktpalette wird unter anderem<br />

Konstruktivverpackungen aus Mono- und<br />

Multimaterial enthalten, sowie Oktabins für<br />

Schüttgut und großvolumige Wellpappencontainer,<br />

darunter auch die pak-(k)it® and stacpac®-Palettenboxen.<br />

Die papierbasierten<br />

Lösungen haben sich als deutliche Alternative<br />

zu schwereren und steiferen Systemen erwiesen,<br />

wie beispielsweise solche aus Metall oder<br />

Holz.<br />

Konstruktivverpackungen sichern die Produkte auf dem Transport.<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong><br />

Vor allem die regionale Wirtschaft soll von den Lösungen profitieren.<br />

Gerüstet für die Entwicklung des<br />

Marktes<br />

„Die Fertigstellung des Projektes ist für das dritte<br />

Quartal <strong>2017</strong> geplant und erlaubt uns den Einstieg<br />

in den polnischen Markt für Schwerwellpappe.<br />

Diese Investition wird die Produktionskapazitäten<br />

der Fabrik rasch auf bis zu 200 Mio.<br />

m2 pro Jahr ansteigen lassen“, erklärt Grzegorz<br />

Kulesza, Regionalleiter bei Mondi in Polen. Die<br />

neue Wellpappenanlage verfügt über hochmodernen<br />

Qualitätskontrollfunktionen wie die Prozessregelung<br />

zur automatischen Anpassung der<br />

Papiertemperatur und des Feuchtegehalts der<br />

Pappe, sowie ein Echtzeitkamerainspektionssystem<br />

zur Erkennung möglicher Defekte. Außerdem<br />

strebt der Standort eine Verbesserung der<br />

technischen Möglichkeiten an und installiert zu<br />

diesem Zweck eine neue Rotationsstanze (RDC)<br />

sowie ein Flexodrucksystem. Die Rotationsstanze<br />

bietet den Kunden eine noch höhere Produktvielfalt,<br />

darunter regalgerechte Verpackungen<br />

mit hohem Absatzpotenzial für den Einzelhandel.<br />

Die Installation dieser vollauto- matischen<br />

Linie ist ebenfalls für <strong>2017</strong> geplant.<br />

pj<br />

Das<br />

nach da?<br />

Läuft.<br />

Unsere Förderanlagen.<br />

Automatisch, innovativ,<br />

wirtschalich & leise.<br />

Wir beraten Sie gerne.<br />

www.haro-gruppe.de


Markenschutz | Fälschungssicherheit<br />

wirtschaftlicher produzieren mit Late stage Customization (LsC)<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

halle 16, stand A47<br />

Zeitgleich serialisieren und individualisieren<br />

Pharmahersteller sind gefordert, in geeignete Serialisierungslösungen zu investieren. Gleichzeitig gewinnt<br />

das Thema LSC wegen stetig sinkender Losgrößen an Bedeutung. Chancen für eine rechtskonforme und<br />

zugleich kostenoptimierte Produktion ergeben sich, wenn beide Kennzeichnungsprozesse miteinander<br />

verknüpft werden.<br />

Eine noch flache Arzneimittelfaltschachtel wird DoD mit spezieller<br />

UV-Tinte just in time bedruckt.<br />

Wenn im Februar 2019 in der EU die Frist<br />

für Serialisierungsvorhaben abgelaufen<br />

sein wird, dürfen nur noch solche verschreibungspflichtigen<br />

Medikamente in<br />

der EU vertrieben werden, die mit einer<br />

produktindividuellen Seriennummer<br />

versehen sind. Diese Vorgabe greift tief<br />

in bestehende Prozesse ein. Arzneimittelhersteller<br />

müssen jetzt in geeignete<br />

Lösungen investieren, um ihren Marktzugang<br />

für die Zukunft zu erhalten.<br />

Weil speziellerer Produkte und Kombipräparate<br />

einerseits ansteigen und außerdem<br />

die Kosten für die Lagerhaltung<br />

oder für vorgedruckte länderspezifische<br />

Verpackungen andererseits gesenkt<br />

werden sollen, verringern sich die Losgrößen<br />

permanent. Mehrere kleine Produktionsläufe,<br />

die ein häufiges Umrüsten<br />

der Verpackungslinien erfordern,<br />

sind die Folge. Abhilfe schaffen kann die<br />

Late Stage Customization (LSC): die regulatorisch<br />

vorgegebene länderspezifische<br />

Kennzeichnung und Beschriftung<br />

von Verpackungen zu einem möglichst<br />

späten Zeitpunkt im Produktionsprozess.<br />

Die ausgeprägteste Form des LSC-<br />

Ansatzes ist die Produktion auf Bestellung,<br />

bei der die nahezu unbedruckte<br />

Faltschachtel komplett grafisch gestaltet<br />

wird.<br />

„Nur wenn Maschinenhard- und software<br />

optimal aufeinander abgestimmt sind und<br />

diese störsicher an die Serialisierungssoftware<br />

angebunden ist, gelingt ein stabiler<br />

Prozess“, betont Helmut Schneider, Product<br />

Group Manager Pharma & Packaging Solutions,<br />

Atlantic Zeiser GmbH, Emmingen-<br />

Liptingen.<br />

Kennzeichnungsprozesse<br />

verknüpfen – Einsparpotenziale<br />

identifizieren<br />

Es ist naheliegend Serialisierung und Late<br />

Stage Customization miteinander zu<br />

verknüpfen, um die Produkte rechtskonform<br />

und zugleich kosteneffizient zu gestalten.<br />

An welcher Stelle dies für beide<br />

Kennzeichnungsprozesse am besten<br />

realisierbar ist, hängt von verschiedenen<br />

Faktoren ab: etwa von der vorhandenen<br />

Infrastruktur, Produktionsvolumen je<br />

Produkt, Produktionsgeschwindigkeit,<br />

Häufigkeit und Dauer von Umrüstungen,<br />

Erfordernis von Expiry Date und<br />

Lot-Nr. für den Zielmarkt und andere<br />

mehr. Weiterhin sind Fragen nach dem<br />

Einsparpotenzial durch Reduktion von<br />

Lagerfläche und Anzahl der Lager, Anzahl<br />

der länderneutral gestaltbaren Faltschachteln<br />

oder Kosten für Bedrukkungsanlagen<br />

zu klären.<br />

Entsprechende Entscheidungen sind<br />

unter den genannten Aspekten so individuell,<br />

wie die Bedürfnisse und Erfordernisse<br />

in jedem einzelnen Unternehmen<br />

selbst. Trotzdem bestehen in der<br />

Praxis typische Konstellationen, die eine<br />

ganze oder teilweise Verknüpfung beider<br />

Kennzeichnungsprozesse ermöglichen.<br />

Im Kern sind dies Folgende:<br />

Umweltbewusstes Einkaufen lautet<br />

ein Trend, der laut GfK von der Käufergruppe<br />

der „verantwortungsvollen<br />

Inszenierer“ befördert wird. Rund<br />

29 Prozent der deutschen Konsumenten<br />

zählen dazu und zeichnen sich<br />

durch überwiegend bewusstes Einkaufsverhalten<br />

aus, allerdings nur,<br />

wenn es ihnen leicht gemacht wird.<br />

40 Prozent der Inszenierer achten verstärkt<br />

auf Umweltschutz und kaufen<br />

überdurchschnittlich viele Bio-Produkte<br />

und Fairtrade-Waren ein.<br />

1. Einbindung bei der Faltschachtelherstellung<br />

Bislang ist es gängige Praxis, dass die<br />

länderspezifische Gestaltung der Ver-<br />

52<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Visit us!<br />

Hall 6 / Booth E62<br />

LSC und Serialisierung lassen sich in sehr unterschiedlichen Prozessschritten realisieren. Wo es jeweils sinnvoll ist,<br />

hängt von sehr individuellen Anforderungen im Unternehmen ab.<br />

(Bilder: Atlantic Zeiser)<br />

packung komplett beim Faltschachtelhersteller erfolgt. Übernimmt er auch<br />

die Serialisierung, entledigt sich der Pharmahersteller der Investitionskosten<br />

für die sonst notwendige Druck- und Prüftechnologie (Grafik Variante 1a).<br />

Die Anzahl der Faltschachtelvarianten erhöht sich durch die Serialisierung<br />

nicht, da jede Ländervariante ohnehin eine eigene Aufmachung erfordert.<br />

In Verbindung mit LSC in einem Arbeitsschritt ergibt sich für den Faltschachtelhersteller<br />

ein logistischer Spareffekt. Er kann schnell und flexibel auf Abrufe<br />

von Kleinstmengen seitens des Pharmaherstellers reagieren.<br />

INTELLIGENT AUTOMATISIEREN.<br />

PRODUKTIVER VERPACKEN.<br />

www.br-automation.com/Packaging<br />

2. Einbindung beim Verpacken<br />

Erfolgen Serialisierung und LSC vor dem Verpacken, ergeben sich teils erhebliche<br />

Einsparungen für Lager und Logistik, da der Aufwand für die Beschaffung<br />

und Lagerung der länderspezifischen Verpackungen entfällt (Grafik<br />

Szenario 1b). Weitere Vorteile sind eine insgesamt flexiblere Produktion<br />

ohne Zeitverzug für Bestellung und Transport der Verpackungen von extern<br />

sowie die einfach mögliche Gestaltung von Kleinst- und Testmengen.<br />

Die aktuellen EU-Regularien lassen Serialisierung und LSC komplett offline<br />

und vor dem eigentlichen Verpackungsprozess zu, sodass die entsprechend<br />

gekennzeichneten Verpackungen einer sonst unveränderten Linie zugeführt<br />

werden können. Auf diese Weise können mehrere Verpackungslinien<br />

zugleich von einer digitalen Druckmaschine gespeist werden.<br />

Häufig streben Pharmaunternehmen einer Lösung zu, die sich besonders<br />

für vergleichsweise große Mengen je Länderaufmachung eignet: Die für jedes<br />

Land komplett grafisch vorgestalteten und gekennzeichneten Verpa -<br />

ckungen werden beschafft und anschließend auf der Verpackungslinie länderspezifisch<br />

serialisiert (Grafik Szenario 2). Je nach Anzahl der Export-<br />

Das Geheimnis produktiver Verpackungsmaschinen:<br />

mapp Technology – der modulare Softwarebaukasten.<br />

Noch nie war Automatisierung so schnell und einfach.<br />

Arzneimittelverpackungen (wie im Bild für unterschiedliche Ländervarianten) zu einem sehr späten Zeitpunkt im<br />

Prozess zu gestalten, kann zu deutlichen Vorteile führen.<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong>


Markenschutz | Fälschungssicherheit<br />

länder sind ggf. viele Varianten zu. Um<br />

an dieser Stelle Einsparpotenzial zu nutzen,<br />

bietet sich ein LSC-Prozess auf flachen<br />

Faltschachteln an.<br />

3. Einbindung im Logistiklager<br />

Um Verpackungslinien mit sehr großvolumigen<br />

Produktionsläufen hocheffizient<br />

betreiben zu können, eignet sich<br />

die Produktion von „brite stock“ (die Produktion<br />

von befüllten länder- und<br />

marktneutralen Verpackungen). Die länderspezifische<br />

Gestaltung sowie die Serialisierung<br />

erfolgt im Anschluss im Auslieferlager<br />

per LSC. Auf diese Weise können<br />

für den Lauf auf der Verpackungslinie<br />

viele kurze Produktionsläufe zusammengefasst<br />

werden (Grafik Szenario 3).<br />

Das verbessert die Effizienz der jeweiligen<br />

Verpackungslinie. Zu beachten ist,<br />

dass sich das Verfahren nur für Verpa -<br />

ckungen mit länderneutralen Primärverpackungen<br />

(wie Blistern) eignet und der<br />

Beipackzettel hierfür z. B. mehrsprachig<br />

vorbereitet sein muss, da sich die Verpackung<br />

nicht noch einmal öffnen lässt.<br />

Ist neben der Sekundärverpackung auch<br />

die Primärverpackung länderspezifisch<br />

zu gestalten, und zu kennzeichnen, kann<br />

dies ebenfalls im Logistiklager erfolgen.<br />

Die unbefüllte flache Faltschachtel wird<br />

per LSC länderspezifisch gestaltet und<br />

serialisiert (Grafik Szenario 4). Im Vorfeld<br />

wurde der Blister in einer Blistermaschine<br />

mit einem Datamatrix-Code versehen,<br />

der z. B. Produktcode, EXP und LOT<br />

enthält, um so die Prozesssicherheit bezüglich<br />

Untermischungen bei der weiteren<br />

Nachbeschriftung zu gewährleisten.<br />

Dieser Schritt erfolgt zumeist im Lieferlager<br />

und wird häufig manuell ausgeführt.<br />

Diese Konstellation ist deshalb<br />

eher für sehr kleine Mengen oder für<br />

sehr werthaltige Arzneimittel mit relativ<br />

kleinen Liefermengen in viele Liefermärkte<br />

geeignet.<br />

Mit der Digiline-Versa gelingt es, Serialisierung und LSC miteinander zu verbinden.<br />

Management der<br />

Serialisierungsdaten<br />

Unabhängig davon, wo im Produktionsprozess<br />

die Serialisierung erfolgt, steht<br />

der Pharmahersteller für seine Produkte<br />

in der Verantwortung. Er muss, sobald<br />

die Verpackungen in Verkehr gebracht<br />

werden, die Seriennummern an eine<br />

übergeordnete „staatliche“ Stelle melden.<br />

Für das Management der Serialisierungsdaten<br />

und gegebenenfalls Aggregation<br />

ist eine Software-Lösung auf ISA<br />

Level 3 oder 4 erforderlich wie etwa der<br />

MedTracker von Atlantic Zeiser. Serialisierungsdaten<br />

müssen von den Verpa -<br />

ckungslinien sowie -stationen eingesammelt,<br />

Aggregationsvorgänge abgebildet,<br />

Ergebnisse exportiert und je nach Konstellation<br />

auch Serialisierungsdaten generiert<br />

oder verwaltet werden können.<br />

Zwei Prozesse –<br />

eine Anlagenlösung<br />

Für die Verwaltung der Serialisierungsdaten<br />

ist eine Serialisierungssoftware erforderlich,<br />

mit der die entsprechende<br />

Codes prozesssicher generiert, gedruckt,<br />

gespeichert und per Kamera geprüft sowie<br />

an nachgelagerte Prozesse übermittelt<br />

werden kann. Hinzu kommt eine geeignete<br />

Drucktechnologie, die bei hohen<br />

Geschwindigkeiten qualitativ hochwertige<br />

Druckergebnissen hinsichtlich<br />

Kontrast, Farbbrillanz und Lichtechtheit<br />

liefern kann.<br />

Möglich ist dies per kontaktlosem Dropon-Demand-Verfahren<br />

(DoD) in Verbindung<br />

mit einer speziellen UV-Tinte. Entsprechende<br />

Farbdrucker mit 600 dpi<br />

schaffen Transportgeschwindigkeiten<br />

von 50 Meter pro Minute. Können Drukker<br />

aufgrund ihrer Größe nicht in die Verpackungslinie<br />

eingebaut werden, sind<br />

Offline-Lösungen eine geeignete Alternative.<br />

Sie können mehrere Verpakkungslinien<br />

speisen und damit bei bester<br />

Auslastung der Verpackungsmaschinen<br />

LSC und Serialisierung in einem Arbeitsgang<br />

realisieren.<br />

All dies verbindet z. B. Atlantic Zeiser in<br />

einer Lösung: alle Markt-, Sprach- und<br />

produktvariablen Informationen werden<br />

auf einer flachen oder geklebten<br />

Faltschachtel erst unmittelbar vor dem<br />

Verpackungsprozess mehrfarbig aufgedruckt<br />

und gleichzeitig in einem Arbeitsschritt<br />

serialisiert. Das Digiline-Versa-<br />

Sys tem ist dank der neuen DoD-UV-Inkjet-Druckergeneration<br />

Omega Pro in der<br />

Lage, in vier oder sechs Farben sowohl<br />

grafische und textliche Elemente als<br />

auch Serialisierungscodes digital aufzudrucken,<br />

das gesamte Layout durch ein<br />

hochauflösendes Kamerasystem zu verifizieren<br />

und im Bedarfsfall auszuschleusen.<br />

Die Drucke zeichnen sich dank des Einsatzes<br />

von UV-härtenden Tinten besonders<br />

durch einen hohen Kontrast und<br />

Beständigkeit gegen Wasser, Licht und<br />

Abnutzung aus. Die bereits integrierte<br />

Unique Code-Software gewährleistet<br />

ein prozesssicheres Generieren, Drucken<br />

und Speichern per Kamera geprüfter<br />

Codes samt Reporting für nachgelagerte<br />

Prozesse.<br />

Neue Technologie und<br />

individuelle Gestaltung<br />

Das Fazit ist, dass LSC- und Serialisierungsprozesse<br />

an verschiedenen Stellen<br />

im gesamten Produktionsprozess miteinander<br />

verknüpft werden können. Für<br />

Pharmahersteller ist unter Aspekten von<br />

Serialisierung eine rechtssichere Produktion<br />

gewährleistet. In Verbindung mit<br />

LSC lassen sich zusätzlich Einsparpotenziale<br />

erschließen, sei es durch eine optimierte<br />

Anlagenauslastung, sei es durch<br />

teils erhebliche Kostenreduktionen für<br />

Lager und Logistik. Die Entscheidung, an<br />

welcher Stelle im Gesamtprozess Serialisierung<br />

und LSC zusammen erfolgen<br />

können, hängt von vielfältigen Faktoren<br />

ab, die in jedem Pharmaunternehmen<br />

mit Bezug auf Produkte und Fertigungsmaschinen<br />

anders bewertet werden. Die<br />

aufgezeigten Konstellationen, die in der<br />

praktischen Umsetzung betriebswirtschaftlich<br />

gerechtfertigt sind, können als<br />

Orientierung dienen.<br />

Simultaneous Serialisation and<br />

Individualisation<br />

Pharmaceutical manufacturers have to face<br />

the constant requirement to invest into<br />

respectively suited serialisation solutions.<br />

At the same time, due to consistently<br />

smaller batch sizes, the topic LSC (late stage<br />

customization) is gaining in significance.<br />

Options to generate a law-compliant<br />

and, at the same time cost-optimised production<br />

are opened up, if these two marking<br />

processes are combined. The decision<br />

regarding where, in the complete process,<br />

this should be performed, depends<br />

on a multitude of diverse factors, which in<br />

terms of the product and the manufacturing<br />

machines, is evaluated differently in<br />

all pharmaceutical companies. The depicted<br />

constellations are intended to provide<br />

some orientation.<br />

54<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


individueller Fälschungsschutz für MünzManufaktur<br />

Gold und Silber auf der Spur<br />

Kundenlogo in Kippfarben, integrierter<br />

Void-Effekt und KeySecure-<br />

Code: Die individuell entwickelten<br />

Label kleben normalerweise auf der<br />

Rückseite der Barren.<br />

Die MünzManufaktur hat Schreiner ProSecure mit der Entwicklung einer<br />

fälschungssicheren und rückverfolgbaren Kennzeichnungslösung für<br />

ihre Gold- und Silberbarren von 20 g bis 1.000 g beauftragt und nutzt<br />

inzwischen deren Entwicklung, die einen optischen Fälschungsschutz<br />

mit einer modernen Serialisierungslösung verbindet.<br />

Durch das lukrative Geschäft mit dem<br />

begehrten Edelmetall tauchen immer<br />

mehr Fälschungen von Goldbarren auf.<br />

Betrüger verwenden bevorzugt das um<br />

ein Vielfaches günstigere Wolfram als<br />

den Kern des Barrens und einfach vergoldet<br />

wird. Wolfram hat fast das gleiche<br />

spezifische Gewicht wie Gold,<br />

weshalb sich der Unterschied bei normalen<br />

Prüfungen der Barren über eine<br />

Feinwaage praktisch nicht feststellen<br />

lässt. Aktuelle Schätzungen gehen<br />

Die MünzManufaktur stellt vornehmlich<br />

Sonderprägungen von Münzen, Medaillen<br />

und Barren her. Ein eigenes Prägewerk<br />

erlaubt eine hochwertige und<br />

leistungsstarke nach DIN ISO 9001 zertifizierte<br />

Produktion. 2011 ging sie aus<br />

der Firma Les Graveurs GmbH hervor.<br />

davon aus, dass sich bis zu einer Million<br />

solcher gefälschter Wolfram-Barren in<br />

Umlauf befinden. Vor allem bei kleinen<br />

Goldbarren für private Anleger im Gewichtsbereich<br />

von einem bis 100<br />

Gramm sind Fälschungen durch oftmals<br />

aufwendige Verpackungen der kleinen<br />

Barren nur schwer zu identifizieren.<br />

Die MünzManufaktur stellt in einem eigenen<br />

Prägewerk seit über 30 Jahren<br />

vor allem Sonderprägungen von Münzen,<br />

Medaillen und Barren her. „Wir<br />

haben uns in Zusammenarbeit mit<br />

Schreiner ProSecure für die Entwicklung<br />

eines völlig neuen Systems entschieden,<br />

das den Handel mit<br />

Edelmetallen zukünftig für Banken und<br />

Privatpersonen sicherer macht und mit<br />

den Anforderungen der Standardherstellung<br />

von Gold und Silberbarren<br />

„Für den Endkunden liegt der große Vorteil<br />

darin, dass durch die Gütesiegel auf unseren<br />

Goldbarren jederzeit eine mobile und sichere<br />

Originalitätsabfrage bei An- und Verkauf<br />

möglich ist“, betont Tobias Dalacker, der Geschäftsführer<br />

der MünzManufaktur Medaillen<br />

und Münzen GmbH, Heimsheim.<br />

kompatibel ist“, erläutert Geschäftsführer<br />

Tobias Dalacker.<br />

Herausforderungen der<br />

Echtheitsprüfung<br />

Die bestehenden Sicherheitsmerkmale<br />

echter Goldbarren, also die Beschriftung<br />

mit Herstellername, Gewicht und<br />

Feingehalt, sowie die vergebene Seriennummer<br />

und das aufgebrachte Hologramm,<br />

sind bei der Unterscheidung<br />

echter und gefälschter Goldbarren<br />

keine ausreichende Hilfe. Insbesondere<br />

eine einfache Seriennummer kann<br />

jeder unkompliziert auf einen gefälschten<br />

Barren aufbringen. Dies beeinträch-<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 55


Markenschutz | Fälschungssicherheit<br />

Banken ist der Handel mit Edelmetallbarren<br />

folglich mit großen Risiken verbunden<br />

und eine Abschätzung der<br />

bisher in Umlauf befindlichen gefälschten<br />

Barren ist kaum möglich.<br />

„Da die Originalität des Goldbarrens im gesamten<br />

Prozess mehrmals kontrolliert wird,<br />

legt der Kunde vorab fest, für welche Anzahl<br />

an Abfragen der Code gültig sein soll“, erklärt<br />

André Siebeneicher, Business Development<br />

Manager bei Schreiner ProSecure.<br />

tigt vor allem die Sicherheit von privaten<br />

Käufern beim Handel mit Edelmetallbarren.<br />

Alternativ zur Feinwaage, mit der sich<br />

Wolframfälschungen nicht ermitteln<br />

lassen, könnte die Prüfung mit einem<br />

Röntgenfluoreszenzspektrometer erfolgen.<br />

Dies ist allerdings sehr aufwendig<br />

und erfordert neben einem entsprechenden<br />

Gerät eine geeignete Auswertungsmöglichkeit.<br />

Deshalb verfügen<br />

nur häufig mit Gold handelnde Banken<br />

über eine derartige Ausstattung. Kleine<br />

Banken und Filialen sind nicht mit dieser<br />

Technik ausgestattet, so dass auch<br />

für sie eine schnelle Echtheitsprüfung<br />

von Goldbarren nahezu unmöglich ist.<br />

Eine sichere, endgültige Überprüfung<br />

der Echtheit eines Barrens ist nur bei<br />

speziellen Firmen oder in Scheideanstalten<br />

möglich, wozu der Barren zer-<br />

Schreiner ProSecure liefert die<br />

Label für die Kennzeichnungslösung<br />

paarweise aus: das linke<br />

stört werden muss. Auch auf Grund der<br />

für die Rückseite der Gold- und hohen Kosten wird dies nur bei begründetem<br />

Verdacht auf Fälschungen<br />

Silberbarren, das rechte für die<br />

jeweilige Verpackung. durchgeführt. Für Privatpersonen und<br />

Kombination aus optischem<br />

Fälschungsschutz und<br />

Serialisierungslösung<br />

Eine ideale Kennzeichnungslösung verbindet<br />

einen optischen Fälschungsschutz<br />

mit einer modernen<br />

Serialisierungslösung wie dem KeySecure-System<br />

von Schreiner ProSecure.<br />

KeySecure ist ein modular aufgebautes<br />

Tracing-System, das die weltweite Rückverfolgbarkeit<br />

eines Produkts oder, wie<br />

im Fall der MünzManufaktur, eines<br />

Goldbarrens erlaubt. Jede Verpackungseinheit<br />

erhält als einmaliges Erkennungszeichen<br />

einen hochkomplexen<br />

15-stelligen alphanumerischen<br />

Sicherheitscode: quasi einen Fingerabdruck.<br />

Dieser kann über das Internet,<br />

ein Smartphone oder eine Hotline geprüft<br />

werden und erlaubt so in jeder<br />

Phase der Distribution die Produktauthentifizierung.<br />

Der Code wird als Klarschriftnummer,<br />

Barcode oder integriert in einen 2D-Datamatrix-Code<br />

verdruckt. In der konkreten<br />

Lösung für die MünzManufaktur<br />

verknüpft das KeySecure-System Sicherheitsmerkmale<br />

auf einem Label mit<br />

direkt in die Barren geprägten Sicherheitsmerkmalen<br />

auf einer Webplattform.<br />

Alle am Lebenszyklus der<br />

Wertmetalle Beteiligten, beispielsweise<br />

Bankangestellte und Käufer, können<br />

mittels Smartphone-Scan den KeySecure-Code<br />

erfassen und über den Sicherheitsserver<br />

von Schreiner<br />

ProSecure einfach und schnell auf Echtheit<br />

prüfen. Über das Webportal erhält<br />

der Nutzer gleichzeitig eine Erklärung<br />

der zu prüfenden Sicherheitsmerkmale.<br />

Im September 2015 startete die MünzManufaktur die flächendeckende<br />

Einführung der Sicherheitskennzeichnung.<br />

Individuell gestaltete Label<br />

Die für diese Lösung individuell für die<br />

MünzManufaktur gestalteten Label gehören<br />

immer paarweise zusammen.<br />

Eines davon klebt direkt auf der Rückseite<br />

des Goldbarrens, das andere auf<br />

der Verpackungsfolie, in die der Barren<br />

eingeschweißt ist. Beiden Label bestehen<br />

aus einem speziellen Material mit<br />

Manipulationsanzeige, einem so genanntem<br />

Void-Effekt. Sie werden überall<br />

dort eingesetzt, wo die Manipulation<br />

einer Selbstklebelösung deutlich und<br />

unwiderruflich sichtbar gemacht werden<br />

soll. Jeder Abziehversuch wird so<br />

verlässlich angezeigt. Selbst bei exaktem<br />

Wiederaufkleben bleibt die ausgelöste<br />

„Warnbotschaft“ erhalten.<br />

Der KeySecure-Code steht sowohl in<br />

Klarschrift als auch als Datamatrix-Code<br />

(DMC) auf den Etiketten. Zusätzlich<br />

wird die KeySecure-Serialisierung mit<br />

der „Slotnummer“ der Chargen des<br />

Rohgolds verknüpft, die für Endanwender<br />

nicht ersichtlich ist.<br />

Hinzu kommt als optischer Fälschungsschutz<br />

das Kundenlogo der MünzManufaktur<br />

in Kippfarben. Je nach<br />

Betrachtungswinkel der Labeloberfläche<br />

verändert sich beim Kippen der Farbeindruck.<br />

Diese Sonderfarben sind<br />

Sicherheitsdruckereien wie der Schreiner<br />

Group vorbehalten und ermöglichen<br />

spezielle Farbkombinationen, die<br />

je nach Ausprägung über spezielle Filter<br />

oder Lesegeräte auszulesen sind.<br />

Die Schreiner Group als innovative<br />

Hightech-Druckerei arbeitet nach<br />

höchsten Sicherheitsstandards. Das ist<br />

Schreiner ProSecure, ein Competence<br />

Center der Schreiner Group<br />

GmbH & Co. KG aus Oberschleißheim,<br />

entwickelt und produziert individuelle<br />

Sicherheitstechnologien und<br />

Produkte für den Marken- und Dokumentenschutz.<br />

Der Spezialist realisiert<br />

intelligente Systemlösungen für<br />

eine fälschungssichere Kennzeichnung,<br />

Versiegelung und Überwachung<br />

der Distributionskette.<br />

56<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Markenschutz | Fälschungssicherheit<br />

Beim erstmaligen Abziehen löst sich aus einer einheitlichen<br />

Farbfläche eine sichtbare Botschaft irreversibel heraus (hier<br />

eine allgemeine Darstellung).<br />

die Voraussetzung für sicherheitsrelevante<br />

Aufträge von Banken, Behörden<br />

sowie speziellen Kunden wie der Münz-<br />

Manufaktur. Dass die hohen Anforderungen<br />

bei den Druckereien<br />

eingehalten werden, bestätigen zahlreiche<br />

Zertifizierungen, etwa die der besonders<br />

strengen North American<br />

Security Product Organization (NASPO).<br />

Adaptierte Lösung und neue<br />

Kompetenzen<br />

„Da wir nicht an einzelne Sicherheitstechnologien<br />

gebunden sind, konnten<br />

wir die MünzManufaktur unabhängig<br />

beraten und eine sehr individuelle Lösung<br />

für die Herausforderungen im konkreten<br />

Anwendungsfall entwickeln. Das<br />

beginnt mit dem richtigen Klebstoff für<br />

Edelmetalle und reicht über die Auswahl<br />

der geeigneten Fälschungsschutzmerkmale<br />

bis zur Einbindung von KeySecure<br />

ins Kundenportal“, erklärt André Siebeneicher,<br />

Business Development Manager<br />

bei Schreiner ProSecure.<br />

Auch bei der MünzManufaktur galt es<br />

vor der flächendeckenden Einführung<br />

der Sicherheitskennzeichnung einige<br />

Herausforderungen zu meistern: „Das<br />

Prägen von hochpräzisen Sicherheitsmerkmalen<br />

in die Edelmetallbarren, die<br />

wir im Rahmen dieses Projekts anstreben,<br />

stellt eine technische Herausforderung<br />

dar, weil sich der Prozess von<br />

bisher genutzten Prägeprozessen auf<br />

Grund der filigranen und aufwendigen<br />

Strukturen abhebt. Neue Kompetenzen<br />

in der Programmierung von Softwarearchitekturen,<br />

Datenbankstrukturen<br />

und Webtools sowie im Bereich der Datensicherheit<br />

und Verschlüsselung<br />

mussten aufgebaut werden“, erklärt Geschäftsführer<br />

Tobias Dalacker.<br />

Die Planungen mit Schreiner ProSecure<br />

hatten bereits 2013 begonnen und waren<br />

jederzeit eng abgestimmt. Besonders positiv<br />

bewertet Dalacker die webbasierende<br />

Entschlüsselung des Codes mit<br />

hohem Sicherheitsstandard sowie die in-<br />

dividuelle Integration und Anpassung der<br />

Abfrageseite in den Unternehmensauftritt.<br />

Weitere Pluspunkte sind das regelmäßige<br />

Reporting und die Möglichkeit einer<br />

individuellen Logfile-Analyse.<br />

Individual Counterfeit Protection<br />

for Gold and Silver<br />

The coin producer Die MünzManufaktur<br />

has commissioned the enterprise Schreiner<br />

ProSecure with the development of a<br />

counterfeit-proof, and retraceable marking<br />

solution for their gold and silver bars<br />

that range between 20g to 1000 g. In the<br />

mean time, the company is already deploying<br />

the subsequently generated development<br />

that combines an optical<br />

counterfeit protection system with the<br />

modern serialization solution KeySecure.<br />

The modular construction tracing system<br />

enables the worldwide retraceability of a<br />

product.<br />

pj<br />

Den KeySecure-Code auf den Barren<br />

kann man mit dem Smartphone erfassen<br />

und so die Echtheit überprüfen.<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 57


vorbericht interpack<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

Lebensmittelverpackungen im Fokus<br />

Die interpack <strong>2017</strong> verzeichnet die höchste Ausstellernachfrage in ihrer über 55-jährigen Geschichte. Vom<br />

4. bis 10. Mai <strong>2017</strong> werden etwa 2.700 Aussteller erwartet, die Unternehmen aus über 60 Ländern stellen<br />

in 19 Hallen aus. Auch die parallel ausgerichtete Messe components mit Angeboten der Zulieferindustrie<br />

für Verpackungstechnik ist voll belegt<br />

Die interpack <strong>2017</strong> verzeichnet die höchste<br />

Ausstellernachfrage in ihrer über 55-<br />

jährigen Geschichte. Vom 4. bis 10. Mai<br />

<strong>2017</strong> werden etwa 2.700 Aussteller erwartet,<br />

die Unternehmen aus über 60 Ländern<br />

stellen in 19 Hallen aus. Auch die parallel<br />

ausgerichtete Messe components mit<br />

Angeboten der Zulieferindustrie für Verpackungstechnik<br />

ist voll belegt.<br />

Die interpack ist eine in Bezug auf Umfang<br />

und Internationalität einzigartige Plattform<br />

für Unternehmen mit Produkten und<br />

Lösungen aus den Bereichen Verpa -<br />

Sicher, effizient, smart und nachhaltig.<br />

ckungstechnologie und verwandte Prozesse<br />

sowie Packmittel bzw. Packstoffe für<br />

die Segmente Nahrungsmittel, Getränke,<br />

Süß- und Backwaren, Pharma, Kosmetik,<br />

Non-Food Konsumgüter sowie Industriegüter.<br />

Innovative Sonderthemen ergän-<br />

Die Haltbarkeit von Produkten<br />

lässt sich durch Vakuum-Skin-Verpackungen<br />

deutlich verlängern. zen das Angebot der Aussteller.<br />

(Foto: Sealpac)<br />

Schutzfunktion hat Priorität<br />

Hauptzweck jeder Verpackung ist und<br />

bleibt es, den Inhalt während Transport<br />

und Lagerung zu schützen. Verpackungen<br />

verhindern Verschmutzungen oder<br />

Beschädigungen und bewahren Nahrungsmittel<br />

vor schädlichen Umwelteinflüssen<br />

wie Licht, Sauerstoff oder Feuchtigkeit.<br />

Sie schützen vor Verderb durch<br />

Mikroorganismen und verhindern Aroma-<br />

und Vitaminverluste. Was Verpakkungen<br />

im Lebensmittelsektor heutzutage<br />

leisten, geht aber weit über die ursprüngliche<br />

Funktion des Schutzes der<br />

Nahrungsmittel hinaus.<br />

Bis zu 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel<br />

gehen laut der Welternährungsorganisation<br />

der Vereinten Nationen (FAO)<br />

weltweit aus den verschiedensten Gründen<br />

verloren. Dieser Gesamtproblematik<br />

hat sich vor über sechs Jahren die Initiative<br />

SAVE FOOD von FAO, dem Umweltprogramm<br />

der Vereinten Nationen<br />

UNEP und der Messe Düsseldorf in Kooperation<br />

mit weltweit führenden Unternehmen,<br />

Organisationen und Forschungsinstituten<br />

angenommen. Ihr gemeinsames<br />

Ziel: Lösungen zur Vermeidung<br />

von Lebensmittelverlusten und -<br />

verschwendung entlang der gesamten<br />

Wertschöpfungskette schaffen. Bereits<br />

zum dritten Mal in Folge erhält diese Initiative<br />

mit dem international besetzten<br />

SAVE FOOD-Kongress eine geeignete<br />

Plattform und bringt unterschiedliche<br />

Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft,<br />

Politik und Zivilgesellschaft im Kampf<br />

gegen Lebensmittelverschwendung zusammen.<br />

Hygiene ist ein Muss<br />

Komplette Hochleistungslinien bei sensiblen<br />

Fleisch- und Wurstprodukten legen<br />

das Augenmerk aber nicht nur auf<br />

Leistung, Flexibilität und Produktqualität,<br />

sondern insbesondere auf die<br />

Schnittstellen. Hygiene-Eigenkontrollen<br />

sind geboten, noch wichtiger jedoch ist<br />

es, mögliche Hygienefallen von Anfang<br />

an auszuschließen. Beginnend beim<br />

grundlegenden Hygienic Design über<br />

mühelos zu reinigende Komponenten<br />

bis zur Sterilisierung der Umgebungsluft<br />

durch kurzwellige UV-Strahlung bieten<br />

hochmoderne Anlagen höchste Hygienestandards.<br />

In den letzten Jahren hat<br />

die Skinverpackung, eine aus zwei Komponenten<br />

bestehende SB-Verpackung<br />

mit Schale aus PP oder CPET und versiegelter<br />

Skinfolie, an Bedeutung gewonnen.<br />

Die Haltbarkeit von Produkten lässt<br />

sich durch die Vakuum-Skinverpackungen<br />

deutlich verlängern.<br />

58<br />

Verpackung unterstützt<br />

Die Innovationskraft der Verpackungsindustrie<br />

ist enorm. Wer sich mit mowww.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

02 | <strong>2017</strong> Pj


vorbericht interpack<br />

dernsten Verpackungstechnologien<br />

auseinandersetzt, kommt an Nanotechnologie,<br />

Printed oder Organic Electronics<br />

nicht vorbei. Intelligente und smarte<br />

Hüllen, die den Frischegrad von Lebensmitteln<br />

erkennen und gezielt beeinflussen<br />

können, sind längst weit<br />

mehr als eine Utopie. Aktive Verpackungen<br />

regeln das Feuchtigkeitsniveau, verhindern<br />

Keimbildung oder töten diese<br />

sogar gezielt ab. Eisen sorgt bei sauerstoffempfindlichen<br />

Getränken wie Bier<br />

oder Säften für längere Frische. Kochsalz<br />

in der Verpackung hemmt Kondenswasserbildung<br />

und lässt beispielsweise<br />

Champignons länger gut aussehen.<br />

Ob Lebensmittel noch genießbar sind,<br />

können bei modernen Verpackungen<br />

spezielle Sensoren sichtbar machen. Sie<br />

reagieren, wenn bestimmte Stoffe oder<br />

Gase abgesondert werden, und zeigen<br />

dies per Farb- oder Fluoreszenzwechsel<br />

an. So wird auf den ersten Blick erkennbar,<br />

in welchem Zustand sich die Nahrungsmittel<br />

befinden. Einer der häufigsten<br />

Gründe für Lebensmittelverderb ist<br />

die Unterbrechung der Kühlkette. Mithilfe<br />

intelligenter Zeit-Temperatur-Indikatoren<br />

können diese angezeigt werden.<br />

Nachhaltigkeit als Grunddisziplin<br />

Die Konsumenten mit Nachhaltigkeit in<br />

erster Linie verbinden die Themen Recycling<br />

und Entsorgung. Der Ausbau von<br />

Pfand- und Recyclingsystemen sowie<br />

nicht zuletzt klare Vorgaben haben dazu<br />

geführt, dass die Wiederverwertung von<br />

Verpackungen in den vergangenen Jahren<br />

stark zugenommen hat. Vor allem in<br />

Europa wird vermehrt recycelt; bis 2020<br />

sollen alle EU-Staaten die Hälfte ihres<br />

Müllaufkommens verwerten.<br />

Mit speziellen Greifern werden Backwaren schonend verpackt.<br />

Darüber hinaus spielen bei der Beurteilung<br />

von nachhaltigen Verpackungen<br />

auch das verwendete Material und dessen<br />

eingesetzte Menge sowie die Verpackungsgröße<br />

im Vergleich zum Inhalt<br />

wesentliche Rollen. Klarer Trend der<br />

Branche: Die Verwendung von nachwachsenden<br />

Rohstoffen. Diese werden<br />

mit dem Ziel einer verbesserten CO 2 -Bilanz<br />

an Stelle von konventionellen Materialien<br />

eingesetzt und häufig als besonders<br />

nachhaltig kommuniziert. Untersuchungen<br />

zeigen jedoch, dass auch<br />

eben jene konventionellen Materialien<br />

wie klassische Kunststoffe bei der Betrachtung<br />

des gesamten Lebenszyklus<br />

eines Produkts Vorteile mit sich bringen<br />

können. Letztlich erfordert die Beurteilung<br />

der nachhaltigsten Lösung eine<br />

ganzheitliche Betrachtung eines jeden<br />

Anwendungsfalles unter Berücksichtigung<br />

der unterschiedlichen Faktoren für<br />

alle Stadien der Wertschöpfungskette.<br />

(Foto: Gerhard Schubert GmbH)<br />

Verpackt 4.0<br />

Neben der Erwartungshaltung der Verbraucher<br />

sieht sich die Verpackungsindustrie<br />

auch erhöhten Ansprüchen ihrer<br />

Kundschaft ausgesetzt. Auf Wünsche<br />

nach mehr Flexibilität und Effizienz reagiert<br />

die Branche unter anderem mit einer<br />

intelligenten und vernetzten Fabrik,<br />

in der klassischer Maschinenbau mit<br />

Sensoren, Software und Services effizient<br />

verknüpft wird.<br />

Industrie 4.0 ist längst zum Standard in<br />

der Lebensmittelindustrie geworden<br />

und ist eng mit der Komponentenindus -<br />

trie verknüpft, die als Wegbereiter für<br />

den technologischen Fortschritt betrachtet<br />

werden kann.<br />

Special Focus on Food Packaging<br />

The interpack <strong>2017</strong> trade fair is registering<br />

the highest demand of exhibitors<br />

in its history that spans over 55 years.<br />

From the 4th to the 10th of May <strong>2017</strong>,<br />

approximately 2700 exhibitors are expected.<br />

The various enterprises from<br />

over 60 countries will exhibit their products<br />

in 19 halls. The main purpose of<br />

any <strong>packaging</strong> is and shall be to protect<br />

the content during transport and storage.<br />

However, what food <strong>packaging</strong> is<br />

performing these days goes far beyond<br />

this original purpose. Packaging does<br />

not only prevent contamination or damage,<br />

but also protects food from<br />

harmful environmental effects, such as<br />

light, oxidation, or humidity. They protect<br />

against deterioration due to microorganisms<br />

and prevent aroma- and vitamin<br />

loss.<br />

pj<br />

Die Idee war es, eine Verpackung zu<br />

entwickeln, die Feuchtigkeit<br />

aufnehmen und regulieren kann.<br />

(Foto: Fraunhofer IVV)<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 59


interpack<br />

LGR PACKAGING<br />

halle 11, stand A70<br />

offsetbedruckter kartonverpackung<br />

ROVEMA<br />

60 Jahre Tradition und innovation<br />

halle 15, stand B25<br />

LGR Packaging reist mit seinem breiten Spektrum an Lösungen<br />

im Bereich der offsetbedruckten Kartonverpackung an. Dazu<br />

gehören Verpackungen aus Feinwellpappe für verschiedenste<br />

Branchen wie Lebensmittel, Wein und Spirituosen, Kleinelektronikgeräte,<br />

DIY oder Spielzeug, Faltschachteln und Packungsbeilagen<br />

für die Pharma- und Health-Care-Industrie sowie<br />

Präsentverpackungen für den Premiumbereich.<br />

Die neuesten Entwicklungen des französischen Unternehmens<br />

für Microflute-Verpackung stehen darüber hinaus im Fokus:<br />

neue Konzepte für Bag-in-Box-Lösungen, komplexe Konstruktionen,<br />

XXL-Verpackungen, E-Commerce-Lösungen, Smart Packaging,<br />

Veredelung als auch Gloss & Green®-Metallisierungstechnologie.<br />

Mit Standorten in Frankreich, Belgien,<br />

Spanien, Polen und in der Türkei bietet das Unternehmen ein<br />

breites Netzwerkwerk für lokale und internationale Kunden.<br />

Während der Messe werden die Verantwortlichen auch die zukünftigen<br />

Projekte für die internationale Expansion des Familienunternehmens<br />

vorstellen.<br />

TRANSNOVA RUF<br />

halle 16, stand d37-2<br />

höchste Flexibilität auf engstem raum<br />

Als Benchmark für<br />

Kompaktheit und Flexibilität<br />

gilt das Robot-<br />

Flexline-Konzept der<br />

Transnova-Ruf GmbH<br />

aus Ansbach. Das Unternehmen<br />

setzt bereits<br />

seit 20 Jahren<br />

konsequent auf das enorme Potential der Robotertechnologie<br />

für die Realisierung von flexiblen Automatisierungslösungen. Auf<br />

der interpack wird der aktuelle Entwicklungsstand des Konzepts<br />

vorgestellt.<br />

Die einzigartige Beweglichkeit erlaubt es, dem Roboter auf der Basis<br />

eines smarten Multifunktionswerkzeugs mehrere Aufgaben zu übertragen.<br />

So kann er trotz sehr kompakter Bauweise das Kartonaufrichten<br />

und anschließende Befüllen übernehmen und zudem noch<br />

einen automatischen Werkzeugwechsel mit Formatumstellung vollziehen<br />

Auch die stark modularisierten Robot-Palletizer-Systeme werden<br />

gezeigt. Mit kompakten Kombinationswerkzeugen können<br />

Kartons, Säcke, Eimer, Leerpaletten und Zwischenlagen sogar gleichzeitig<br />

manipuliert werden. Ein Software-Tool SIMPLO© versetzt den<br />

Betreiber in die Lage, ohne Programmierkenntnisse innerhalb einer<br />

Minute neue Palettierschemata zu generieren. Dieses Konzept ist geeignet<br />

für kostengünstige Einplatzanlagen bis hin zu Zentralpalettiersystemen<br />

mit bis zu 30 Palettierplätzen und mehr.<br />

Zum Firmenjubiläum präsentiert sich<br />

Verpackungsmaschinenhersteller Rovema<br />

aus Fernwald mit Applikationen<br />

für Pulver, Süßwaren, Pasta, Snacks, Tiefkühlkost,<br />

Trockenfrüchte, Kaffee und<br />

Flüssigkeiten. Mit den ausgestellten Einzel-<br />

maschinen der Baureihe BV und<br />

kompletten Verpackungslinien dokumentiert<br />

das Unternehmen seine Leistungsfähigkeit.<br />

Die Maschinen sind ausgestattet mit<br />

dem neuen Rovema-HMI, dessen<br />

Dashboard den Bediener mit grafischer<br />

Unterstützung in der Produktion begleitet.<br />

Übersichtliche grafische Elemente<br />

informieren in Echtzeit auf einen Blick<br />

über die wichtigsten Daten der Maschine<br />

wie Einlaufleistung, Folienverlauf<br />

und Produktionsleistung.<br />

Für Großverbraucher werden Flüssigkeiten,<br />

Soßen und Suppen, auch mit stückigem<br />

Inhalt, mit der Schlauchbeutelmaschine<br />

BVC Liquid (Bild) luftfrei<br />

verpackt, wobei sowohl Heiß- als auch<br />

Kaltabfüllung möglich sind.<br />

Mit der weiterentwickelten Blockpackmaschinen<br />

SBS zeigt Rovema ein neues System<br />

zum staubarmen, kompakten und<br />

hygienischen Verpacken von Mehl. Mittels<br />

Vakuumverschluss wird dem Produkt<br />

bereits bei der Dosierung Luft entzogen<br />

und das Mehl staubfrei in den Beutel dosiert.<br />

Die Packungen sind im Volumen optimiert,<br />

was Folie einspart und das<br />

Transportvolumen verringert.<br />

pj<br />

PACKAGING VALLEy<br />

halle 16, stand d37-2<br />

unternehmensverbund besteht seit 10 Jahren<br />

Was als Zusammenschluss von 15 Unternehmen<br />

aus der Region Hohenlohebegann,<br />

ist heute eine repräsentative<br />

Marke für den Verpackungsmaschinenbau.<br />

2007 wurde der Verein Packaging<br />

Valley gegründet, um die Ansiedlungsdichte<br />

unterschiedlicher Unternehmen<br />

aus dem Verpackungsmaschinenbau<br />

und das damit angebotene Kompetenzspektrum<br />

sichtbar zu machen. Heute<br />

zählen mehr als 40 Mitglieder zum Verein.<br />

Verpackungslösungen aus dem Pakkaging<br />

Valley sind weltweit gefragt. In<br />

diesem Jahr feiert das Netzwerk sein<br />

zehnjähriges Bestehen. Ein Großteil der<br />

Halle 16 wird vom Verein belegt: Die<br />

Lounge ist zentraler Anlaufpunkt für<br />

Kunden und Interessenten und Mittelpunkt<br />

des Gemeinschaftsstandes auf<br />

dem die Unternehmen R.Weiss, Breitner,<br />

Stako, Popp, Ho-Ma, So-matec Yilong<br />

und OCS vertreten sind. Die angrenzenden<br />

Flächen belegen die Mitglieder<br />

Rommelag und Optima. In der gleichen<br />

Halle stellen R.Deckert, Seidenader, Sor-<br />

Tec und Transova Ruf aus. Weiteren Mitglieder<br />

präsentieren sich in Halle 17 (Gasti),<br />

in Halle 15 (Ishida, OCS), Halle 6 (Heitec,<br />

E+K sowie Halle 4 (PS mako).<br />

60<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Schubert<br />

halle 14, stand A06<br />

digitale verpackungsmaschinenlösungen für Bestleistungen<br />

Wir machen Ihre<br />

Maschine sicher.<br />

Mit unserem<br />

N-Programm im<br />

Hygienic Design.<br />

Verpackungsprozesse werden durch höhere<br />

Produktvielfalt und kleinere Losgrößen<br />

immer komplexer. Die Gerhard<br />

Schubert GmbH beantwortet diesen<br />

Trend mit dem Grundsatz der Einfachheit.<br />

Hierfür setzt der anerkannte Marktführer<br />

für digitale Verpackungsmaschinen<br />

seit Jahrzehnten auf seine eigene<br />

intelligente Maschinensteuerung.<br />

Eine Premiere feiert die Schubert-<br />

Gruppe mit der Vorstellung des<br />

neuen Kompetenzteams Schubert-<br />

Cosmetics. Unter dem Dach von SPS<br />

(Schubert Packaging Systems), den<br />

Experten für Anlagenbau und Engineering-Consulting,<br />

bündelt die Unternehmensgruppe<br />

nun auch ihre<br />

Expertise für Kosmetikhersteller.<br />

Als Standardkomponente jeder schaltschranklosen<br />

TLM-Verpackungsmaschine<br />

stellt sie die optimale Maschinenleistung<br />

über die gesamte Lebensdauer<br />

und ein Höchstmaß an Flexibilität<br />

sicher.<br />

In Zukunft ergänzt Schubert seine TLM-<br />

Verpackungsmaschinen mit einer Datenbox.<br />

Sie ist erstes Etappenziel der<br />

entstehenden digitalen Plattform<br />

GRIPS.world, die die gesamte Kommu-<br />

nikation verbessern und die Gesamteffizienz<br />

von Verpackungslinien nach- haltig<br />

steigern wird. Die Flexibilität seiner<br />

Hochleistungstechnologie wird mit vier<br />

TLM-Verpackungsmaschinen, die Süßwaren<br />

und Kosmetikprodukte verpacken,<br />

demonstriert (Bild). Neben dem<br />

Flowmodul, dem neuen Schlauchbeutelaggregat<br />

von Schubert, wird ein<br />

neues TLM-Kartonaufrichtesystem, das<br />

hinsichtlich Leistung und Formatumstellung<br />

einen neuen Benchmark definiert,<br />

vorgestellt.<br />

Digitale Verpackungsmaschinenlösungen<br />

für Bestleistungen<br />

Schubert beantwortet den Trend zu<br />

höherer Produktvielfalt und kleineren<br />

Losgrößen mit dem Grundsatz der<br />

Einfachheit. In Zukunft werden die<br />

schaltschranklosen TLM-Verpakkungs-<br />

maschinen um eine Datenbox<br />

ergänzt. Sie ist erstes Etappenziel der<br />

entstehenden digitalen Plattform<br />

GRIPS.world, die die gesamte Kommunikation<br />

verbessern und die Gesamteffizienz<br />

von Verpackungslinien<br />

nachhaltig steigern wird.<br />

pj<br />

■ Hygienegerechte Befehlsund<br />

Meldegeräte<br />

■ Reinraum-Zertifizierung<br />

■ Schutzart IP67 und IP69K<br />

■ Optional mit blauer<br />

Dichtungsmembrane<br />

www.schmersal.com<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong>


vorbericht interpack<br />

THEEGARTEN-PACTEC<br />

halle 4, stand A21<br />

KHS-GRUPPE<br />

halle 13, stand A31<br />

spitzenleistung für kleinstückige<br />

süßwaren<br />

sFlexibel und kompakt<br />

Das Sortiment der Theegarten-Pactec GmbH & Co. KG, Dresden,<br />

bietet maßgeschneiderte Verpackungsmaschinen für<br />

kleinstückige Süßwaren, aber auch Nahrungsmittel wie etwa<br />

Brühwürfel oder Nonfood-Artikel wie Spülmaschinentabs. Die<br />

Leistungsfähigkeit wird vor Ort mit elf Exponaten demonstriert.<br />

Ein Highlight ist die neuentwickelte Hochleistungsverpackungsmaschine<br />

CFW-D für Schokoladenartikel im<br />

Falteinschlag, die mit einer Höchstleistung von bis zu 1.400<br />

Produkten pro Minute eine neue Bestmarke erzielt. Damit bietet<br />

das Unternehmen Süßwarenherstellern erstmals eine Verpackungsmaschine,<br />

die gegossene oder überzogene<br />

Schokoladenartikel wie Napolitains oder kleine Pralinen in Falteinschlag<br />

mit oder ohne Banderole mit einer derartigen Spitzenleistung<br />

verpackt. Möglich wird dies durch eine<br />

zweibahnige Ausführung der Maschine.<br />

Die Maschinen MCC und MCH stehen für Hochleistung und<br />

Flexibilität und verpacken unterschiedlichste Produktformate<br />

insbesondere auch sensible Produkte wie überzogenes Gelee<br />

und gefüllte Schokolade bei einer Leistung von bis zu 1.200<br />

Produkten pro Minute. Die MCC (Bild), die bereits zuvor für fünf<br />

verschiedene Faltarten einsetzbar war (Doppeldreheinschlag,<br />

Top Twist, Side Twist, Wiener-Frucht-Einschlag und Stanniolieren),<br />

verarbeitet Produkte künftig auch in Protected Twist. Die<br />

MCH verpackt Schokoladeneier im Folienvolleinschlag auf dem<br />

Messestand.<br />

pj<br />

MIVCVAC<br />

Der neu entwickelte InnoDry Block der<br />

KHS GmbH, Dortmund, ermöglicht mit<br />

seinem integrierten Puffersystem den<br />

aufstaufreien und schonenden Gebindetransport<br />

bei der Getränkeabfüllung<br />

ohne die sonst erforderlichen seitlichen<br />

Führungen. So kann bei Formatwechseln<br />

komplett auf Einstellarbeiten verzichtet<br />

werden. Zusätzlich zeigt der Systemanbieter<br />

seine Neuerungen im Bereich der<br />

Sekundärverpackung. Für diese stellt der<br />

KHS-Service spezielle Umbauten sowie<br />

ein neues Servicekonzept für Verpackungsmaschinen<br />

vor.<br />

Lassen sich zwei oder mehr Einzelmaschinenzu<br />

einer kompakten Blocklösung<br />

zusammenfügen, bringt dies Anwendern<br />

zahlreiche Vorteile: Genau das ist<br />

den Experten nun für die Produktionsschritte<br />

der Sekundär- und Tertiärverpackung<br />

gelungen. Der KHS InnoDry lock verbindet<br />

Verpackungs- mit Palettiermaschine<br />

und verfügt über einen in KHS-Gruppe<br />

Halle 13, Stand A31 den Packer integrierten<br />

Tragegriffspender. Möglich machen diesen<br />

Aufbau besonders flexible Pufferflächen<br />

und der Einsatz eines hochdynamischen<br />

Manipulationssystems zur Lagenbilderstellung<br />

(Bild), das in dem<br />

verblocken Maschinenkonzept erstmals<br />

eingesetzt wird. Für die kompakte Blocklösung<br />

sprechen kürzere Transportstrecken<br />

und der somit erheblich reduzierte Instandhaltungsaufwand.<br />

halle 10, stand d49<br />

garen und Pasteurisieren in der verpakkungpitzenleistung<br />

für kleinstückige<br />

süßwaren<br />

Spitzenleistung für kleinstückige Süßwaren<br />

Ein Highlight unter den elf Exponaten von Theegarten-Pactec<br />

ist die neuentwickelte Hochleistungsverpackungsmaschine<br />

CFWD für Schokoladenartikel wie Napolitains oder<br />

kleine Pralinen im Falteinschlag mit oder ohne Banderole,<br />

die mit einer Höchstleistung von bis zu 1.400 Produkten<br />

pro Minute eine neue Bestmarke erzielt. Möglich wird dies<br />

durch eine zweibahnige Ausführung der Maschine.<br />

Das schwedische Unternehmen Micvac<br />

aus Mölndal, expandiert in aller Welt: mit<br />

Projektstarts, die den Maßstab für gesunde<br />

und praktische Mahlzeiten für moderne<br />

Verbraucher setzen. Das<br />

Micvac-Verfahren zum Garen und Pasteurisieren<br />

in der Verpackung ist ein kontinuierlicher<br />

Prozess, bei dem in jedem<br />

Schritt Zeit, Energie, Abfall und Kosten<br />

eingespart werden kann.<br />

In den letzten Jahren gab es zudem Kunden<br />

und Projekte, bei denen nicht nur<br />

mit gekühlten Fertiggerichten für den<br />

Einzelhandel gearbeitet wird, sondern<br />

auch Komponenten hergestellt werden.<br />

„Wir sehen eine zunehmende Nachfrage<br />

nach thermogeformten Produkten und<br />

Beuteln“, so Geschäftsführer Håkan Pettersson.<br />

„Dies und die neuen Entwicklungen<br />

mit Zwei-Fächer-Schalen oder<br />

runden Schalen ergeben ein noch breiteres<br />

Portfolio als auf der letzten Messe. Die<br />

meisten Kunden verwenden weiterhin die<br />

Standard-Flextray-Schale, aber es besteht<br />

auch Interesse an kundenspezifischeren Varianten.“<br />

Die wichtigsten Vorteile der Methode<br />

sind die Qualität und der Geschmack<br />

der Produkte, die längere Haltbarkeit und<br />

eine sehr verbraucherfreundliche Verpackung<br />

(Bild). 2016 wurde ein neues Geschäftssegment<br />

eingeführt, bei dem das<br />

Garen und Pasteurisieren in der Verpackung<br />

stattdessen in einem Mikrowellentunnel in<br />

einem Kombiofen durchgeführt wird.<br />

62<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Messen und Veranstaltungen<br />

Prozessautomation auf der drinktec <strong>2017</strong><br />

Prozesse planen und optimieren sich selbst<br />

Im Anlagenbau aber auch in der gesamten Brau- und Getränkeproduktion soll nicht mehr und nicht weniger<br />

als die nächste Revolution folgen: Stichwort Industrie 4.0. Welche Chancen sich daraus für die weltweite<br />

Getränke- und Liquid-Food-Industrie ergeben, wird die drinktec <strong>2017</strong> vom 11. bis 15. September <strong>2017</strong> auf<br />

dem Münchner Messegelände im Detail aufzeigen.<br />

Im Anlagenbau aber auch in der gesamten<br />

Brau- und Getränkeproduktion<br />

soll nicht mehr und nicht weniger als<br />

die nächste Revolution folgen: Stichwort<br />

Industrie 4.0. Welche Chancen sich<br />

daraus für die weltweite Getränke- und<br />

Liquid-Food-Industrie ergeben, wird<br />

die drinktec <strong>2017</strong> vom 11. bis 15. September<br />

<strong>2017</strong> auf dem Münchner Messegelände<br />

im Detail aufzeigen.<br />

So lange sich Materie nicht durchs Internet<br />

transportieren lässt, so lange<br />

wird es Abfüll- und Verpackungsanlagen<br />

geben: Das Zitat des ehemaligen<br />

Vorstands der Krones AG, Hans-Jürgen<br />

Thaus, trifft natürlich immer noch zu.<br />

Aber die Digitalisierung hat die gesamte<br />

Branche längst verändert.<br />

Industrie 4.0, das wirft natürlich zuerst<br />

die Frage auf: Welche drei Revolutionsoder<br />

Evolutionsschritte gingen ihr voraus?<br />

Der erste war die Erfindung der<br />

Dampfmaschine und der damit mögliche<br />

Antrieb mechanischer Gewerke. Es<br />

folgte zweitens die Elektrotechnik, mit<br />

der die Massenproduktion weiter gesteigert<br />

werden konnte. Als drittes kam<br />

der Mikroprozessor, der die Steuerungsund<br />

Prozessleittechnik digitalisierte ...<br />

„Auf der drinktec werden Lösungsansätze<br />

zur weiteren Digitalisierung<br />

der Produktion daher sicher<br />

ein zentrales Thema sein, gerade<br />

weil optimierte Produktionsabläufe<br />

und ein Höchstmaß an Effizienz<br />

bei Energie und Rohstoffen<br />

im Mittelpunkt von Industrie 4.0<br />

stehen“, sagt Richard Clemens, Geschäftsführer<br />

des VDMA Fachverbandes<br />

Nahrungsmittelmaschinen<br />

und Verpackungsmaschinen.<br />

Smart Factory: Intelligent<br />

vernetztes Wissenskristall<br />

Der zentrale Unterschied von 4.0 zu dieser<br />

dritten Stufe ist die durchgängige<br />

Anwendung der Internettechnologien<br />

zur Kommunikation zwischen Menschen,<br />

Maschinen und Produkten. Aus<br />

der hierarchischen IT-Pyramide von der<br />

Feld- über die Steuerungs- und Bedienebene<br />

bis hin zur Betriebsleit- und Businessebene<br />

mit all ihren Schnittstellen<br />

entsteht so ein in alle Richtungen und<br />

über Grenzen hinweg intelligent miteinander<br />

vernetztes Wissenskristall. In<br />

einer solchen Smart Factory liefern die<br />

Maschinen und Anlagen eigenständig<br />

Informationen über alle wichtigen Prozess-<br />

und Systemzustände. Gleichzeitig<br />

kommunizieren sie untereinander und<br />

greifen korrigierend und optimierend in<br />

Produktionsabläufe ein. Oder einfacher<br />

ausgedrückt: Der Rohstoff weiß, was er<br />

einmal werden will. Die Maschinen wissen,<br />

was sie können und wann sie Kapazitäten<br />

frei haben und bieten ihre<br />

Dienste selbständig an. Alles natürlich<br />

in enger Abstimmung mit der Nachfrageseite,<br />

die aus historischen Daten, aktuellen<br />

Trends und gegebenenfalls<br />

sogar mithilfe von intelligenten Kühlschränken<br />

sowie externen Wettermodellen<br />

vorausgeplant wird.<br />

Eine solch intelligente Fabrik beherrscht<br />

komplexe Abläufe perfekt, ist<br />

resistent gegen Ausfallzeiten und kann<br />

jederzeit flexibel auf Änderungen im<br />

Produktionsprozess reagieren. Durch<br />

die autarke Steuerung der Produktion<br />

entfallen Ausfalls- und Stillstandzeiten,<br />

die Maschinen sind immer optimal ausgelastet,<br />

der Energieaufwand wird reduziert.<br />

Da weniger Ausschuss entsteht,<br />

sinkt auch der Materialaufwand.<br />

Einige Ideen sind bereits Realität<br />

In der Getränke- und Liquid-Food-Industrie<br />

haben Bausteine der Industrie<br />

4.0 längst Einzug gehalten. „Viele Geräte<br />

unterstützen dies durch Features wie<br />

Heartbeat-Technology, indem sie sich<br />

selber in ihren Funktionen überprüfen<br />

und aktiv auf kommenden Bedarf an<br />

Eingriffen hinweisen. Die Verfügbarkeit<br />

von so vielen Signalen ermöglicht außerdem<br />

eine bessere Verlinkung von<br />

Batch- und Prozessdaten mit der Qualitätssicherung“,<br />

so Holger Schmidt, Global<br />

Industry Manager Food & Beverage<br />

der Endress+Hauser Messtechnik<br />

GmbH+Co. KG. Auch Teleservice ist an<br />

der Tagesordnung. Die Anpassung<br />

eines Palettierroboters an eine neue<br />

Pj 02 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 63


Messen und Veranstaltungen<br />

Verpackung erfolgt in diesem Fall zum<br />

Beispiel durch eine externe Computersimulation.<br />

Das fertige Programm wird<br />

nachfolgend übers Wochenende via Internet<br />

aufgespielt und zum Produktionsstart<br />

am Montagmorgen sind (wenn<br />

überhaupt) nur noch kleinere Optimierungen<br />

notwendig.<br />

Ein weiterer wesentlicher Aspekt von<br />

Industrie 4.0 ist die individualisierte<br />

Produktion. Ziel ist das Bedienen aller<br />

relevanten Kundenwünsche zu niedrigen<br />

Kosten. „Noch wirkt es wie eine<br />

ferne Vision“, erklärt Richard Clemens<br />

„Aber gerade die Getränkeindustrie unterliegt<br />

schnell wechselnden Trends.<br />

Die kundenindividuelle Produktion<br />

könnte eine Antwort auf die immer kürzer<br />

werdenden Produktlebenszyklen<br />

sein. Bis es soweit ist, sind jedoch noch<br />

viele Entwicklungsschritte und entsprechende<br />

Investitionen notwendig.“<br />

Kostengünstig abfüllen<br />

Einen wichtigen Beitrag dazu könnte<br />

das Forschungsprojekt „RoboFill 4.0“<br />

leisten. Dabei sollen sich durch ein neuartiges,<br />

flexibles Automatisierungskonzept<br />

kundenindividuelle Getränkeflaschen<br />

und -gebinde kostengünstig abfüllen<br />

lassen, auch in Losgröße 1. Das<br />

derzeitige Projektkonsortium setzt sich<br />

zusammen aus dem Lehrstuhl für Brauund<br />

Getränketechnologie (TUM), Lehrstuhl<br />

für Lebensmittelverpackungstechnik<br />

(TUM), Fraunhofer IWU – Projektgruppe<br />

RMV, Bayerische Staatsbrauerei<br />

Weihenstephan, Beckhoff Automation<br />

GmbH & Co. KG, infoteam<br />

Software AG, Krones AG, ProLeiT AG,<br />

Siemens AG, Till GmbH, Yaskawa Europe<br />

GmbH und der Zimmer GmbH.<br />

Konkret sollen sich bei RoboFill 4.0 die Maschinen<br />

und Prozesse zukünftig selbst planen<br />

und optimieren können. Die<br />

Synchronisation der Kundenwünsche und<br />

Produktionsaufträge sowie die zugehörige<br />

Produktionsplanung und -steuerung<br />

erfolgt dabei über ein virtuelles Abbild der<br />

Produktionsumgebung in der Cloud. Im<br />

Vergleich zu starr konfektionierten und<br />

gesteuerten Abfülllinien der Getränkeindustrie<br />

entstehen damit hochflexibel arbeitende<br />

und intelligent durch das<br />

Produkt gesteuerte Bearbeitungsstationen.<br />

RoboFill 4.0 soll auf diesem Wege vor<br />

allem kleinen und mittelständischen Unternehmen<br />

einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil<br />

gegenüber konkurrierenden<br />

Produzenten des internationalen<br />

Marktes liefern.<br />

Prozessautomation auf der drinktec<br />

<strong>2017</strong><br />

So lange sich Materie nicht durchs Internet<br />

transportieren lässt, so lange wird es<br />

Abfüll- und Verpackungsanlagen geben:<br />

Das Zitat des ehemaligen Vorstands der<br />

Krones AG, Hans-Jürgen Thaus, trifft natürlich<br />

immer noch zu. Aber die Digitalisierung<br />

hat die gesamte Branche längst<br />

verändert: Im Anlagenbau aber auch in<br />

der gesamten Brau- und Getränkeproduktion<br />

soll nicht mehr und nicht weniger<br />

als die nächste Revolution folgen:<br />

Stichwort Industrie 4.0. Welche Chancen<br />

sich daraus für die weltweite Getränkeund<br />

Liquid-Food-Industrie ergeben,<br />

wird die drinktec <strong>2017</strong> vom 11. bis 15.<br />

September <strong>2017</strong> auf dem Münchner<br />

Messegelände im Detail aufzeigen. pj<br />

64<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 02 | <strong>2017</strong> Pj


Kalender | Leseecke<br />

Veranstaltungen<br />

weitere Termine finden sie auf www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de.<br />

MÄRZ<br />

ICE Europe / CCE International<br />

21.03. bis 23.03.<strong>2017</strong> in München<br />

www.ice-x.com /www.cce-international.com<br />

Deutscher Verpackungskongress<br />

23.03. bis 24.03.<strong>2017</strong> in Berlin<br />

www.verpackungskongress.de<br />

Log - 23. Handelslogistik Kongress<br />

28.03. bis 29.03.<strong>2017</strong> in Köln<br />

www.handelslogistik.de<br />

LOPEC<br />

29.03.-30.03.<strong>2017</strong> in München<br />

www.lopec.com<br />

APRIL<br />

MEDTEC Europe<br />

04.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.medteceurope.com<br />

Empack, LABEL & PRINT<br />

05.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in s’Hertogenbosch (NL)<br />

www.easyfairs.com<br />

Packaging Innovations, Luxury Packaging,<br />

Label&Print<br />

05.04. bis 06.04.<strong>2017</strong> in Berlin<br />

www.easyfairs.com<br />

DJAZAGRO<br />

10.04. bis 13.04.<strong>2017</strong> in Algier (DZA)<br />

www.djazagro.com<br />

Hannover Messe<br />

24.04. bis 28.04.<strong>2017</strong> in Hannover<br />

www.hannovermesse.de<br />

ICE USA<br />

25.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Orlando (USA)<br />

www.ice-x-usa.com<br />

Empack, Logistics & Distribution,<br />

Label & Print, Packaging Innovations<br />

26.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Zürich (CH)<br />

www.easyfairs.com<br />

BEHRʼS PRAXIS-FORUM<br />

Lebensmittel-Verpackungen<br />

26.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Frankfurt am Main<br />

www.behrs.de<br />

2. Internationales Recycling Forum<br />

26.04. bis 27.04.<strong>2017</strong> in Wiesbaden<br />

www.rigk.de/forum<br />

MAI<br />

bio!pac <strong>2017</strong><br />

04.05. bis 06.05.<strong>2017</strong> in Düsseldorf<br />

www.bioplasticsmagazine.com<br />

METPACK <strong>2017</strong><br />

02.05.-06.05.<strong>2017</strong> in Essen<br />

www.metpack.de<br />

interpack <strong>2017</strong><br />

04.05. bis 10.05.<strong>2017</strong> in Düsseldorf<br />

www.interpack.de<br />

Fespa <strong>2017</strong><br />

08.05. bis 12.05.<strong>2017</strong> in Hamburg<br />

www.fespa.com<br />

transport logistic <strong>2017</strong><br />

09.05. bis 12.05.<strong>2017</strong> in München<br />

www.transportlogistic.de<br />

CONTROL <strong>2017</strong><br />

09.05. bis 12.05.<strong>2017</strong> in Stuttgart<br />

www.control-messe.de<br />

SCHÜTTGUT & RECYCLING-TECHNIK <strong>2017</strong><br />

10.05. bis 11.05.<strong>2017</strong> in Dortmund<br />

www.easyfairs.com<br />

Chinaplas <strong>2017</strong><br />

16.05. bis 19.05.<strong>2017</strong> in Guangzhou (CN)<br />

www.chinaplasonline.com<br />

Pack & Gift <strong>2017</strong><br />

21.05. bis 22.05.<strong>2017</strong> in Paris (FR)<br />

www.packandgift.com<br />

Konformitätsarbeit für Lebensmittelverpackungen<br />

23.05. bis 24.05.<strong>2017</strong> in Köln<br />

www.akademie-fresenius.de<br />

Sensor + Test <strong>2017</strong><br />

30.05. bis 01.06.<strong>2017</strong> in Nürnberg<br />

www.sensor-test.de<br />

Leseecke<br />

Ökologisch-ökonomische Unternehmensentscheidungen<br />

Am Beispiel der Druck- und Verpackungsindustrie wird von einer Insiderin ein Modell vorgestellt, das vor allem für kleine<br />

und mittelständische Unternehmen einen Weg aufzeigt, wie sie durch die Methode der Lebenszyklusanalyse einen ganzheitlichen<br />

Blick auf Funktionalität und Nutzen ihrer Produkte erreichen, um so zukunftsfähige Entscheidungen treffen zu<br />

können. Das vorgestellte Modell zur qualitätsbezogenen ökologisch-ökonomischen Entscheidungsfindung wird schrittweise<br />

erläutert und durch zahlreiche Beispiele, Abbildungen und Tabellen sowie hilfreichen Literaturhinweisen unterstützt.<br />

Kirsten Radermacher<br />

Ökologisch-ökonomische Entscheidungen in Unternehmen<br />

eAuswirkungen auf die Produktqualität am Beispiel der Druck- und Verpackungsindustrie<br />

oekom Verlag, 1. Aufl. 2016 • 308 S., broschiert, 34,95 EUR • ISBN 978-3-86581-793-8 • auch erhältlich als E-Book<br />

Package design<br />

In 2016 wurden mit der internationalen Auszeichnung Pentawards die weltweit besten zeitgenössischen Verpackungsdesigns zum<br />

bereits zehnten Mal gewürdigt. Und ein bisheriges Fazit der Pentawards-Gründer Jean Jacques und Brigitte Evrard lautet: Weniger<br />

ist mehr. Der Jubiläumsband präsentiert die Gewinner der Wettbewerbe von 2015 und 2016, angeordnet nach den fünf Hauptkategorien<br />

des Wettbewerbs: Getränke, Nahrungsmittel, Körperpflege, Luxusartikel und andere Märkte. Wie erfolgreiche Verpackungen<br />

aussehen, illustrieren die rund 400 Arbeiten aus 40 Ländern, informativ begleitet durch Produktbeschreibungen der jeweiligen Entwürfe.<br />

Thomas Breyer-Mayländer<br />

The Package Design Book 4<br />

Taschen Verlag, 1. Aufl. 2016 • Carl-Hanser-Verlag, 1. Aufl. 2016 • 408 S.• 36,00 EUR • ISBN 978-3-446-45038-7 • inklusive. E-Book


Branchenguide<br />

Abfallentsorgung<br />

Abfüll- und<br />

Verschließmaschinen<br />

Alusiegel und<br />

Verschlüsse<br />

Banderoliermaschinen<br />

Abfall ist<br />

Mehrwert!<br />

Filteranlagen<br />

Randstreifenabsaug.<br />

Containerpressen<br />

Shredder<br />

Effizient · sicher · kostengünstig<br />

LEBENSMITTEL<br />

KOSMETIK<br />

CHEMIE PHARMAZIE<br />

Banderolieren - Ihre<br />

Mehrwert-Verpackung.<br />

Borgloher Straße 1 · 49176 Hilter<br />

Fon + 49 (0) 5409 405 - 0<br />

www.hoecker-polytechnik.de<br />

ATS-Tanner GmbH Banderoliersysteme<br />

DE-69126 Heidelberg<br />

Phone +49 6221 33 898 60<br />

www.ats-tanner.de I info@ats-tanner.de<br />

Beipackzettel<br />

Die Nummer 1 für Prozessabfallentsorgung<br />

in der Papierund<br />

Kunststoffindustrie<br />

Kongsgilde Industrietechnik GmbH<br />

Burgstr. 21 • D-44867 Bochum, Deutschland<br />

Tel. (02327) 94 83-0 • Fax (02327) 94 83-99<br />

www.kongskilde.com<br />

e-mail: kjo@kg.kongskilde.com<br />

AUFSTELLEN ABFÜLLEN<br />

VERSCHLIESSEN<br />

BREITNER Abfüllanlagen GmbH<br />

Daimlerstraße 43<br />

74523 Schwäbisch Hall GERMANY<br />

TELEFON +49 791 95035-0<br />

EMAIL info@breitner.de<br />

INTERNET www.breitner.de<br />

Antriebstechnik<br />

Pneumatik zu schwach?<br />

Hydraulik zu riskant?<br />

… Elektroaktuatoren von<br />

der spezialist für pneumatische<br />

Fördersysteme:<br />

• Endlos- und geschnittene<br />

randstreifen<br />

• Flächen- und rollenabschnitte<br />

• Aspirationsanlagen<br />

• inline Cutter<br />

• inline granulator<br />

Anzeigenschluss<br />

März-Ausgabe<br />

24. 02. <strong>2017</strong><br />

Zukunft für Kinder !<br />

DAS SCHÖNSTE<br />

GESCHENK<br />

FÜR KINDER:<br />

EINE ZUKUNFT.<br />

Das ist die KRAFT<br />

der Patenschaft.<br />

Jzt Pate<br />

н:<br />

worldvision.de<br />

Flexible Filling Lines<br />

Flaschenaufstellen<br />

Abfüllen<br />

Verschließen<br />

Transportieren<br />

RATILIGHT Puck System<br />

RATIONATOR Maschinenbau GmbH<br />

Tel.: +49 (0)6733 9470-0<br />

sales@rationator.de · www.rationator.de<br />

Kosmetik · Pharma · Chemie<br />

Aluminiumfolien<br />

DERSCHLAG<br />

Der Spezialist für Verpackungsfolien<br />

• Alu-Siegelverschlüsse<br />

• Konfektionierte Rollen und Formate<br />

• in Kleinst- und Massenauflagen<br />

• glatt, geprägt, bedruckt, unbedruckt<br />

DERSCHLAG GmbH & Co.KG<br />

Herrenwiese 11 – 13<br />

DE-57319 Bad Berleburg<br />

Tel.: + 492751/2027<br />

Mail: info@derschlag.com<br />

www.derschlag.com<br />

Exlar Europe GmbH<br />

Frankfurter Str.107 /65479 Raunheim<br />

www.exlareurope.info<br />

Automatisierung<br />

Automatisierungslösungen für<br />

Abfüllen<br />

Verschrauben<br />

Folienverpacken<br />

Thermoformen<br />

Kartonieren<br />

Etikettieren<br />

Jetter AG | Gräterstraße 2<br />

71642 Ludwigsburg | Germany<br />

Tel. +49 7141 2550-0<br />

info@jetter.de | www.jetter.de<br />

We automate your success.<br />

Folgen Sie uns<br />

auf twitter<br />

@<strong>packaging</strong>J<br />

Blisterkarton<br />

FARBE<br />

BEKENNEN!<br />

www.knapp-gmbh.de<br />

ihre Ansprechpartner für den<br />

Anzeigenverkauf:<br />

susanne Julia gorny -<br />

Tel. 02236 848817 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: sg@ella-verlag.de<br />

Margot Cremer-<br />

Tel. 02236 848829 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: mcremer@ella-verlag.de<br />

Andrea vogel-<br />

Tel. 02236 848822 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

66<br />

01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

Pj


Branchenguide<br />

Druckmaschinen<br />

Etiketten/<br />

Etikettiersysteme<br />

Faltschachteln<br />

Folienschweißgeräte<br />

FürEtikettenundVerpackungsmaterialien:<br />

● Druckmaschinen<br />

Offset, Buchdruck,<br />

Flexo, InkJet<br />

● Umroll- und<br />

Konfektioniergeräte<br />

Volker Schischke Handelsges. mbH<br />

D-40645 Meerbusch · PF 2253 · Tel. 02159-912830<br />

info@schischke.de · www.schischke.de<br />

Etiketten/<br />

Etikettiersysteme<br />

Die Marke für Etiketten<br />

und Etikettiertechnik<br />

Etiketten<br />

Etikettieranlagen<br />

Etikettendrucker<br />

Handauszeichner<br />

Ladenausstattung<br />

Warensicherung<br />

K-D Hermann GmbH<br />

contact Auszeichnungssysteme<br />

Hainbrunner Strasse 97<br />

D-69434 Hirschhorn<br />

Telefon: +49 62 72 / 922 - 300<br />

E-Mail: info@contact-online.de<br />

Internet: www.contact-online.de<br />

Faltschachteln, Verpackungen,<br />

Schuber, Bei pack zettel, Etiketten<br />

A.G.<br />

Spezialist in kleinen und mittleren Auflagen<br />

GRAFISCHE BETRIEBE Lohnstanzen, -kleben und -falzen<br />

Friedensstraße 6-10 • B-4780 ST.VITH/BELGIEN<br />

Tel. 00 32 80 280 180 • Fax 00 32 80 280 190<br />

E-mail: info@prodruck.be • www.prodruck.be (wir sprechen Deutsch)<br />

Flexible Verpackungen<br />

Wir halten dicht. Sicher!<br />

RISCHE + HERFURTH<br />

22014 Hamburg · Postfach 70 14 24<br />

Telefon 040/65 69 03-0 · Fax 040/65 61 890<br />

E-Mail: info@polystar-hamburg.de<br />

Internet: www.polystar-hamburg.de<br />

Folienschweißgeräte<br />

Vakuumschweißmaschinen<br />

Etikettersysteme<br />

Förderanlagen<br />

hawo GmbH<br />

Obere Au 2-4<br />

74847 Obrigheim<br />

T 06261 / 9770-0<br />

info@hawo.com<br />

www.hawo.com<br />

Etikettiertechnik<br />

Folgen Sie uns<br />

auf twitter<br />

@<strong>packaging</strong>J<br />

Produktkennzeichnung<br />

Etiketten/Barcodedrucker<br />

Etikettiersysteme<br />

Transferfolie<br />

Etiketten<br />

Laserkennzeichnung<br />

cab Produkttechnik GmbH & Co. KG<br />

Tel. 0721 6626-0 · www.cab.de<br />

Anzeigenschluss<br />

März-Ausgabe<br />

24. 02. <strong>2017</strong><br />

Da sind wir Ihr Partner:<br />

Haftetiketten auf Rollen,<br />

zick – zack<br />

und Bogen mit bis<br />

zu acht Farben!<br />

Thermotransfer – Bänder<br />

Landemert 2a<br />

58840 Plettenberg<br />

Tel. 023 91/92 2160<br />

Fax 023 91/92 2170<br />

E-mail: Info@JOGRO.de<br />

Folien<br />

Haftetiketten<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 67


Branchenguide<br />

Klarsichtverpackungen<br />

Kennzeichnungssysteme<br />

Kunststoffverpackungen<br />

Kontrollwaagen<br />

Kunststofftechnik + Verpackung<br />

T RANSP A RENT P A CKAGING<br />

Tel. +49 (0) 28 34 93 94 - 0<br />

sales@schaefers-kg.de • www.schaefers-kg.de<br />

signieren<br />

markieren<br />

codieren<br />

Kortho Kennzeichnungssysteme<br />

Vertriebs GmbH<br />

Karl-Schurz-Strafle 2-4 ï 33100 Paderborn<br />

Fon +49 (0)5251 5211-5 ï Fax 5211-70<br />

info@kortho.de ï www.kortho.com<br />

Klarsichtverpa ckungen<br />

speziell Schiebelister<br />

Jos. sauerwald söhne kg<br />

Abt. kunststoffverarbeitung<br />

59903 Bestwig<br />

Postfach 13 61<br />

Telefon (0 29 04) 9 82-0<br />

Telefax (0 29 04) 98 21 50<br />

e-mail: Info@sauerwald.de<br />

VERPACKUNGSKATALOG <strong>2017</strong><br />

www.licefa.de<br />

Lohnabpackung<br />

REINER 940<br />

Mobil Barcode<br />

drucken!<br />

Telefon: 02151 72 95-0<br />

Internet: www.ues-ag.net<br />

•Heißleimsysteme<br />

•Auftragstechnologie<br />

Kombidosen<br />

Klebstoffauftraggeräte<br />

Kunststoffverpackungen<br />

Wir haben uns<br />

spezialisiert auf das<br />

Herstellen, Füllen<br />

und Verschließen<br />

von Sachets<br />

Lohn-Pack<br />

K. A. Wolf<br />

GmbH & Co. KG<br />

Dorfwiesenstraße<br />

61197 Florstadt<br />

Tel. 0 60 41/89 05,<br />

Fax 0 60 41 / 47 76<br />

Mail: kontakt@lohn-pack.com<br />

Lohnverpackung<br />

Ernst Reiner GmbH & Co. KG<br />

Baumannstr. 16 | 78120 Furtwangen<br />

Tel. +49 7723 657-0 | reiner@reiner.de<br />

Kennzeichensysteme/<br />

Etikettiertechnik<br />

Paletten<br />

Industrial Print & Apply Labelling<br />

Logopak Systeme GmbH & Co. KG<br />

Dorfstr. 40 · 24628 Hartenholm<br />

info@logopak.de · www.logopak.de<br />

Firmendatenbank mit Unternehmens-<br />

und Produktpräsenz.<br />

Das B2B-Portal mit Suchfunktion für<br />

Anbieter und Kunden.<br />

68<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 01 | <strong>2017</strong> Pj


Branchenguide<br />

Papierrollen<br />

Thermotransferdrucker<br />

UV-Leuchten<br />

Folgen Sie uns<br />

auf twitter<br />

@<strong>packaging</strong>J<br />

Ihr Partner bei Rollen für<br />

industrielle Anwendungen<br />

• ab 6 mm Rollenbreite aufwärts<br />

• Umfangreiches Rohmateriallager<br />

• Verarbeitung Ihrer Materialien oder<br />

Beschaffung nach Ihren Wünschen<br />

Tel. +49 (0)9543/447-0 · info@veit-gmbh.de<br />

www.veit-rollenspezialist.de<br />

Schraubverschlüsse<br />

HELLING GMBH<br />

Spökerdamm 2, 25436 Heidgraben<br />

Postfach 2132, 25437 Tornesch<br />

Tel. (04122) 922-0 • Fax (04122) 922-201<br />

Internet: http://www.hellinggmbh.de<br />

E-Mail: info@hellinggmbh.de<br />

Verpackungsmaschinen<br />

Anzeigenschluss<br />

März-Ausgabe<br />

24. 02. <strong>2017</strong><br />

Standard Schraubverschlüsse<br />

Kindersicherheitsverschlüsse<br />

Originalitätsverschlüsse, Laborverschlüsse<br />

Messbecher und Schraubtrinkbecher<br />

Trockenmittelverschlüsse<br />

Thermotransferfolien/-bänder<br />

KISICO GmbH<br />

D-65375 Oestrich-Winkel<br />

Tel: +49 (0) 6723/99 650<br />

www.kisico.de<br />

Schweißmaschinen/<br />

Ultraschall<br />

ULTRASONIC<br />

TECHNOLOGY<br />

GROUP<br />

ÿ ÿ<br />

Verschließmaschinen<br />

Ihr Spezialist und Partner<br />

für innovative und leistungsstarke<br />

Lösungen.<br />

Ultraschall-Sondermaschinen<br />

Ultraschall-Systeme<br />

Ultraschall-Komponenten<br />

MS Ultraschall Technologie GmbH<br />

Karlstr. 8-20, 78549 Spaichingen<br />

www.ms-spaichingen.de<br />

Ultraschalltechnik<br />

Rostfreie Verschließmaschinen mit optionaler<br />

Bedampfung oder Begasung für:<br />

–Metall-Dosen<br />

– Kombidosen<br />

– Gläser<br />

Sterilisationsindikatoren<br />

Lanico Maschinenbau Otto Niemsch GmbH<br />

Postfach 3065 • 38020 Braunschweig<br />

fon 0531/809060 • fax 0531/8090627<br />

www.lanico.de • e-mail info@lanico.de<br />

ihre Ansprechpartner für den<br />

Anzeigenverkauf:<br />

HELLING GMBH<br />

Spökerdamm 2, 25436 Heidgraben<br />

Postfach 2132, 25437 Tornesch<br />

Tel. (04122) 922-0 • Fax (04122) 922-201<br />

Internet: http://www.hellinggmbh.de<br />

E-Mail: info@hellinggmbh.de<br />

susanne Julia gorny -<br />

Tel. 02236 848817 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: sg@ella-verlag.de<br />

Margot Cremer-<br />

Tel. 02236 848829 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: mcremer@ella-verlag.de<br />

Firmendatenbank mit Unternehmens-<br />

und Produktpräsenz.<br />

Das B2B-Portal mit Suchfunktion für<br />

Anbieter und Kunden.<br />

SONOTRONIC Nagel GmbH<br />

Becker-Göring-Str. 17-25 ▪ 76307 Karlsbad<br />

Tel.: +49 72 48 91 66-0 ▪ Fax: +49 72 48 91 66-144<br />

info@sonotronic.de ▪ www.sonotronic.de<br />

Andrea vogel-<br />

Tel. 02236 848822 • Fax 02236 848824 •<br />

Email: av@ella-verlag.de<br />

Pj 01 | <strong>2017</strong> www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de 69


<strong>packaging</strong> <strong>journal</strong><br />

Apri <strong>2017</strong><br />

IMPRESSUM<br />

02-<strong>2017</strong>. 16. Jahrgang<br />

03<br />

Themen:<br />

Etikettieren, kennzeichnen, Codieren, rFid<br />

Papier, Pappe, karton<br />

verpacken von Lebensmitteln<br />

Markenschutz, Fälschungssicherheit<br />

Automatisieren, steuern, robotik<br />

Verlag Verlag<br />

ella ella Verlag Verlag Elke Elke Latuperisa Latuperisa e. K. e. K.<br />

Emil-Hoffmann-Str. 55–59 55–59 · 50996 · 50996 Köln Köln<br />

Tel. Tel.: +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 088 • Fax 0 • Fax: +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 24 88 24<br />

pj@ella-verlag.de · www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de<br />

· Herausgeberin/Chefredakteurin<br />

Elke Elke Latuperisa Latuperisa · el@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236-84 36-84 88 11 88 11<br />

Redaktion Redaktion<br />

Brigitte Brigitte Bähr Bähr · Tel. · Tel. +49 +49 (0)341-52 (0)341-52 03 03 043 043 · brigitte-baehr@t-online.de<br />

· Robert Robert Latuperisa Latuperisa · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236-84 36-84 88 12 88 · 12 latup@ella-verlag.de<br />

· Anzeigen Anzeigen<br />

Susanne Susanne Julia Julia Gorny Gorny · sg@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236 (0)2236 - 84 - 84 88 88 17 17<br />

Andrea Andrea Vogel Vogel · av@ella-verlag.de · · Tel. · Tel. +49 +49 (0)2236 (0)2236 - 84 - 84 88 88 22 22<br />

Auslandsvertretung<br />

Edouard Edouard C. Costemend C. Costemend · 69 · 69 Boulevard Boulevard Beauséjour Beauséjour · F-75016 · F-75016 Paris Paris<br />

Tel. Tel. +33 +33 (0)686 664 8662 6485 62 · 85 edouard.costemend@free.fr<br />

· Es Es gilt gilt Preisliste Preisliste Nr. Nr. 15 15 vom vom 01.11.2016 01.11.2015<br />

Marketing Marketing und und Vertrieb Vertrieb<br />

Margot Margot Cremer Cremer • mcremer@ella-verlag.de<br />

• mc@ella-verlag.de<br />

Tel. Tel. +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 88 29 29 • Fax • Fax +49 +49 (0)2236-84 (0)2236-84 88 88 24 24<br />

Korrektorat/Lektorat: Lektorat textperlen.de textperlen.de · Bärbel · Bärbel Philipp Philipp<br />

Übersetzung Mike Mike Wägeler Wägeler<br />

Produktion RL RL art art & design & design · produktion@ella-verlag.de<br />

· Grafik Grafik Robert Robert Latuperisa Latuperisa<br />

Titelbild<br />

Druck Druck Bonifatius Bonifatius GmbH GmbH · 33100 · 33100 Paderborn Paderborn<br />

Anzeigenindex<br />

A<br />

F<br />

E<br />

i<br />

L<br />

M<br />

r<br />

s<br />

T<br />

v<br />

Adsale Exhibition Services Ltd, Hongkong 2<br />

Automated <strong>packaging</strong> Ltd., Braunschweig 9<br />

Focke & CO (GmbH & Co KG), Barssel 33<br />

easyFairs Deutschland GmbH, München 46<br />

ella Verlag, Köln 36, 36,59<br />

IDICE SAS, F-Oyonnax Cedex 60<br />

Leuze electronic GmbH & Co., Owen 27<br />

Messe Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 9<br />

Robatech GmbH, Bad Camberg 21<br />

STREMA Maschinenbau GmbH, Sulzbach 31<br />

Transnova-Ruf GmbH, Ansbach1 12<br />

V+E Consult GmbH, Nürnberg 40<br />

Bezugspreis (8 Ausgaben im Jahr)<br />

INLAND Jahresabonnement: € 70,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

Bezugspreis Einzelpreis: (8 € Ausgaben 10,50 inkl. MwSt. im Jahr) zzgl. Versandkosten<br />

INLANDS-Jahresabonnement: € 80,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

Einzelpreis: AUSLAND € Jahresabonnement<br />

12,50 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

aus EU-Ländern € 94,00 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten<br />

AUSLANDS-Jahresabonnement<br />

(MwSt. entfällt bei Nennung der UID-Nummer) Schüler, Studenten und<br />

aus Azubis EU-Ländern: 50 % auf € den 108,00 Nettobezugspreis inkl. MwSt. zzgl. gegen €20,00 Vorlage Versandkosten einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung.<br />

entfällt bei Nennung der UID-Nummer.) Bestellungen direkt Schüler, beim Studenten Verlag oder undim In-<br />

(MwSt.<br />

Azubis ternet. 50 Die % auf Mindestlaufzeit den Nettobezugspreis des Abonnements gegen Vorlage beträgt einer gültigen Jahr. Die Immatrikulationsbescheinigung.<br />

verlängert sich automatisch Bestellungen jeweils um direkt ein weiteres beim Verlag Jahr, oder wenn im der Internet. Vertrag<br />

Laufzeit<br />

Die nicht Mindestlaufzeit mit einer Frist des von Abonnements drei Monaten beträgt zum Ende ein Jahr. des Bezugsjahres Die Laufzeit verlängerlich<br />

sich gekündigt automatisch wird. jeweils um ein weiteres Jahr, wenn der Vertrag nicht<br />

schrift-<br />

mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt<br />

Zahlungsmöglichkeit wird.<br />

für Abonnenten<br />

Sparkasse KölnBonn,<br />

Zahlungsmöglichkeit Konto: 1005102627, für Abonnenten BLZ 37050198<br />

Sparkasse IBAN : KölnBonn, DE19370501981005102627, BIC COLSDE33XXX<br />

Konto: 1005102627, BLZ: 37050198<br />

IBAN Haftung : DE19370501981005102627, BIC : OLSDE33XXX<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentlichungen können Redaktion<br />

Haftung und Verlag trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernehmen. Die Veröffentlichungen<br />

Haftung im für <strong>packaging</strong> die Richtigkeit <strong>journal</strong> von erfolgen Veröffentlichungen ohne Berücksichtung können Redaktion eines even-<br />

Eine<br />

und tuellen Verlag Patentschutzes. trotz sorgfältiger Mit Prüfung Namen nicht oder übernehmen. Zeichen des Verfassers Die Veröffentlichungen<br />

gekennzeichnete im <strong>packaging</strong> Beiträge <strong>journal</strong> stellen erfolgen nicht ohne unbedingt Berücksichtigung die Meinung eines der eventuelletion<br />

dar. Patentschutzes. Mit Namen oder Zeichen des Verfassers<br />

Redak-<br />

gekennzeichnete Alle im <strong>packaging</strong> Beiträge <strong>journal</strong> stellen veröffentlichten nicht unbedingt Beiträge die und Meinung Abbildungen der Redaktion<br />

urheberrechtlich dar.<br />

geschützt. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmi-<br />

sind<br />

Alle gung im <strong>packaging</strong> des Verlages <strong>journal</strong> in irgendeiner veröffentlichten Form verwendet Beiträge und werden. Abbildungen Dies gilt sind auch<br />

urheberrechtlich für die Vervielfältigung geschützt. als Kein Kopie Teil oder dieser auf Zeitschrift Datenträgern darf sowie ohne Genehmigunnahme<br />

des Verlages in elektronischen in irgendeiner Datenbanken Form verwendet oder ins werden. Internet. Dies Für unverlangt<br />

gilt auch für<br />

für die Auf-<br />

die eingesandte Vervielfältigung Beiträge als Kopie wird keine oder auf Haftung Datenträgern übernommen. sowie für Es gelten die Aufnahme die Allgemeinen<br />

Geschäftsbedingungen Datenbanken oder ins des Internet. Verlages. Für unverlangt eingesandte<br />

in elektronische<br />

Beiträge wird keine Haftung übernommen. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />

des Verlages.<br />

Angeschlossen der Informationsgemeinschaft<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Angeschlossen Werbeträgern der e.V. Informationsgemeinschaft<br />

(IVW)<br />

zur Feststellung der Verbreitung von<br />

Werbeträgern e. V. (IVW)<br />

Dieser Ausgabe liegt eine Beilagen der Firma LogiMAT bei.<br />

Dieser<br />

Wir bitten<br />

Ausgabe<br />

unsere<br />

liegen<br />

Leser um<br />

Beilagen<br />

freundliche<br />

der Firma<br />

Beachtung.<br />

g&k TechMedia gmbh,<br />

Euroexpo Messen- und kongress gmbh und Mack Brooks Exhibitions<br />

Ltd. bei.<br />

Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung.<br />

70<br />

www.<strong>packaging</strong>-<strong>journal</strong>.de


Creativity and customisation<br />

at the only show dedicated to promotional<br />

<strong>packaging</strong> and merchandising!<br />

PACKAGING<br />

MERCHANDISING<br />

CUSTOMISATION<br />

www.packandgift.com


Besser skinverpacken.<br />

MultiFresh Skinverpackungen kombinieren attraktive<br />

Produktpräsentation mit optimalem Produktschutz.<br />

Durch das perfekte Zusammenspiel von Verpackungsmaschine<br />

und Packstoff produzieren Sie Vakuum-Skin-<br />

Packungen in einzigartiger Qualität und Wirtschaftlichkeit.<br />

www.multivac.com

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!