Pro Trafikant-2-2016

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wirtschaft aktuell

GZ 14Z040144M P. b.b.

WIRTSCHAFT AKTUELL – ZEITSCHRIFT Zeitschrift DER TRAFIKANTEN Von FPÖ PRO VON MITTELSTAND FPÖ PRO MITTELSTAND | N o . 01 – November/Dezember | NO. 05 – September 2016 2014

Weil es um

die Trafikanten

geht!

Foto: Reporter.co.at

Grüner Feldzug

Norbert Hofer

Tabakmonopol

Drei gegen die Trafikanten.

Seite 6

TTIP&EU gefährden

Trafikantenberufsstand.

Seite 16

Ideen für einen Neustart.

Seite 18

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Neuer Name, neue Führung

Automaten Unterkofler glänzt, seit 1. Juli

2016, mit neuem Namen und neuer Führung.

Michael Lauer, Gesellschaftender Geschäftsführer,

und Moritz Unterkofler , Gesellschaftender

Prokurist, haben von Vater

Hermann Unterkofler den Familienbetrieb

in zweiter Generation übernommen.

Das Unternehmen fungiert ab sofort österreichweit

unter dem neuen Namen UKO

Technik GmbH und spezialisiert sich wie

gewohnt auf den Handel sowie Service von

Zigarettenautomaten und dessen Komponenten.

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Das großes Ziel ist es den österreichweiten

Service noch mehr zu verstärken um

Kunden noch besser betreuen zu können.

Darum plant UKO Technik zu den bestehenden

Standorten, wie der Zentrale in

Salzburg und der Niederlassung in Wien,

ebenfalls noch einen weiteren Standort in

Graz zu eröffnen.

Der Automat der neuen Generation

Das Flaggschiff der UKO Technik GmbH

wird die neue UKO GREYBOX im exklusiven

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2 | Pro Trafikant

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❚ Editorial

Was ich mir für uns wünsche

Inhalt

Was ist FPÖ Pro Mittelstand?:

Wie und wo kann ich mitmachen Seite 4

Sehr geehrte Trafikantin,

sehr geehrter Trafikant!

Zum zweiten Mal versenden

wir nun bundesweit

unsere Branchenzeitschrift

Pro Trafikant.

Grundlage dafür sind die

vielen positiven Reaktionen

aus den einzelnen

Bundesländern, die uns

dazu veranlassen, jetzt regelmäßig

in ganz Österreich

zu erscheinen. Zu

diesem Zweck werden wir

ab Herbst auch ein eigenes

Korrespondentennetz

aufbauen, um Probleme

& Fragen der Trafikanten

aus allen Regionen Österreichs

in online und print

publizieren zu können. In weiterer

Folge werden wir auch eigene

Trafikanten-Stammtische in

den Bundesländern veranstalten,

um gemeinsam für eine effiziente

Berufsvertretung einzutreten.

Nach der Aufhebung des

2. Wahlgangs der Bundespräsidentenwahlen

widmen wir uns

in dieser Ausgabe auch den Kandidaten

Norbert Hofer und Alexander

van der Bellen (VdB).

Unser Kandidat Norbert Hofer,

ein langjähriger Freund und politischer

Unterstützer der Trafikanten-Anliegen

hat sich neuerlich

dazu bereit erklärt uns

Rede und Antwort zu aktuellen

Themen zu stehen. Ihm gilt ein

weiteres Mal unsere große Unterstützung.

Im Zentrum steht

auch die unmittelbar bevor stehende

Entscheidung über das

Freihandelsabkommen TTIP,

das auch auf das österreichische

Tabakmonopol negative Auswirkungen

haben kann. Daneben

beleuchten wir auch den jahre-

Trafikantensprecher Ronald Walter, FPÖ pro Mittelstand

langen Feldzug der Grünen gegen

Raucher und Trafikanten, -

und das unter wohlwollender

und tatkräftiger Unterstützung

von Alexander van der Bellen.

Dass sich der Wiener Landes-

Gremialobmann und ÖVP-Wirtschaftsbündler

Andreas Schiefer

an VdB, und das via NEWS, anbiedert,

darf auch nicht unerwähnt

bleiben.

Branchenintern plagen sich die

Trafikanten nicht nur mit einer

neuen Verbotskultur durch

die Stadt Wien und das Finanzministerium:

Stichwort Zigarettenautomaten

und selbstgedrehte

Zigaretten, sondern auch

durch eigenwillige Anwendung

des Mystery Shoppings bzw. einer

eigenwilligen Auslegung des

Tabakmonopolrechts durch einzelne

Repräsentanten der Monopolverwaltung.

Wir haben

aber auch über den Tellerrand

geblickt und unsere Redaktion

hat sich bei der Ersten Damp-

fer-Messe in Wien über das Treiben

der „Konkurrenz“ ein Bild

verschafft. Peter Wurm, Tiroler

FPÖ-Nationalratsabgeordneter

und unser Ansprechpartner in

Sachen Rauchen & Trafikanten

stand uns ebenfalls zu den aktuellen

Entwicklungen, wie einem

Antrag der FPÖ zur Erhöhung

der Handelsspanne auf 18

Prozent, in einem Interview zur

Verfügung.

Es wird ein heißer politischer

Herbst, ich wünsche mir zwei

Dinge: mehr Gehör bei der Politik

für die Anliegen der Trafikanten

und unseren Freund Norbert

Hofer als zukünftigen Bundespräsidenten.


Ronald Walter

Trafikantensprecher

FPÖ pro Mittelstand

Foto: Andreas Ruttinger

Ronny Walter

und sein Team „vor Ort“ Seite 5

Verbotskultur I:

Drei Grüne gegen die Trafikanten Seite 6

Verbotskultur II:

Automaten & Stopfen auf Abschussliste

Seite 8

Norbert Hofer:

Trafkanten vor Schlechterstellung schützen

Seite 10

Andreas Schiefer:

Der politisch situationselastische

Anbiedermann Seite 14

Vienna Vapeshow:

Dampfer-Messe 2016 in Wien Seite 16

Monopolverwaltung:

Nur Zwangsbeglückung und

Postenschacher? Seite 18

Tabakmonopol I:

Ideen für einen Neubeginn Seite 20

Tabakmonopol II:

TTIP könnte Aus bedeuten! Seite 22

Foto: F12PR.com Foto: reporter.co.at

Foto: Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS / WILKE

Foto: Photo Simonis

Pro Trafikant | 3


WER WIR SIND

Vorstellung

WAS IST FPÖ PRO MITTELSTAND?

FPÖ pro Mittelstand ist die einzige tatsächliche Vertretung

der kleinen und mittleren Unternehmen in Wien.

Deshalb hat FPÖ pro Mittelstand

auch als einzige

Fraktion in der Wiener

Ohr für den Berufsstand der Trafikanten.

Unabhängig von den

schwarz-rot-grünen Seilschaften

in Stadtverwaltung, Wirtschaftskammer

und Monopolverwaltung

kann sich FPÖ pro

Mittelstand tatsächlich für die

ten einsetzen.

Wie sind wir erreichbar?

Betriebsbesuche,

Sprechstunden,

Rechtsberatung!

Rufen Sie einfach zu Bürozeiten

Montag bis Freitag,

zwischen 10 und 14 Uhr

an und vereinbaren Sie

einen Termin! Wir freuen

uns auf das Gespräch mit

Ihnen! Wir kommen gerne

zu ihnen.

Freiheitlicher

Trafikantensprecher

Ronald Walter

Tel. : 0664/88 502 196

FPÖ pro Mittelstand

Bartensteingasse 14/10

1010 Wien

Tel.: +43 – 1 – 402 53 55

Fax: +43 – 1 – 402 53 55 49

E-Mail:

Foto: Robert Lizar

Das

Diese Trafikantenzeitung

liegen gegründet. Hier liest man

das, was andere Branchenmedien

verschweigen (müssen), weil

sie es sich mit den (Ohn-)Mächtigen

im Finanzministerium, in

der Monopolverwaltung nicht

verscherzen möchten. „Pro Traals

Berufskollegen und ihren

Wie und wo kann

ich mitmachen?

F

FPÖ pro Mittelstand.

kantensprecher Ronald Walter

und sein Redaktionsteam von

Was wir bieten

Wir vertreten die Interessen der

Wiener Trafikanten wirklich.

Probleme mit der Monopolverwaltung

oder dem Großhandel?

Schikanen durch die rot-grüne

Wiener Stadtverwaltung? Fragen

wegen Familiennachfolge oder

Geschäftsübergabe? Schwierigkeiten

mit der Hausbank?

Rufen Sie Ronald Walter und

sein Team an. Wir kümmern

uns um Ihre Anliegen.

PRO

T R A F

PÖ pro Mittelstand/Trafikanten ist die Plattform alle für Wiener alle

gemeinsam die Probleme des Berufstandes, setzen Sie sich mit Ihals

kompetenter

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Branche brauchen

wir engagierte Berufskollegen, die ihr Schicksal selbst in die

Hand nehmen.

T

I K A N

Wofür steht FPÖ

pro Mittelstand?

Für eine tatsächliche

I nteressensvertretung der

Für ein selbstbewusstes

Auftreten gegenüber der

Monopolverwaltung

Für einen Rechtsschutz

gegenüber der Monopolverwaltung

Für Handelsspannen,

Überleben sichert

Für ein mindestens

14-tägiges Zahlungsziel

bei allen Großhändlern

Für faire Geschäftsbeziehungen

mit dem Großhandel

und ausschließliche Lotto-

Toto-Annahmestellen

Für Nebenartikel, die

tatsächliche Umsätze

bringen

Für faire Mieten und Betriebskosten

für die Tra-

Für die Abgeltung des tatsächlichen

Firmenwerts

statt Ablöse-Almosen

Für geförderte Fassungskredite

Für echte Wirtschaftsförderung

statt einem sinnlosen

Sterbehilfefonds

Für Strukturpolitik statt

i deenloser Zusperrpolitik

4 | Pro Trafikant

4 | PRO TRAFIKANT


❚ TrafikNEWS:

Ronny Walter und sein Team „vor Ort“:

Immer im Einsatz für die Trafikanten

Schulterschluss von Trafikanten und

Gastronomen, um die Wiener Wirtshaus-

und Rauchkultur zu erhalten.

Dieser dient aktuell der Unterstützung

unseres Präsidentschaftskandidaten

Norbert Hofer, der sich für die

Anliegen von Rauchern, Dampfern,

Trafikanten und Wirten tatsächlich

einsetzt. FPÖ Pro Mittelstand redet

nicht, sondern handelt!

Fotos: FPÖ Pro Mittelstand

Pro Trafikant | 5


❚ Verbotskultur I:

Drei GRÜNE gegen die Trafikanten

Glawischnig, Mückstein

und Van der Bellen

Foto: Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Foto: Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Foto: Parlamentsdirektion / WILKE

Wenn es um Verbotskultur gegen Konsumenten und die Wirtschaft geht, da sind die Grünen immer vorne dabei.

Das gilt vor allem für den seit Jahren vollzogenen Feldzug gegen die Raucher und die Trafikanten. Drei Namen

sind mit diesem Feldzug untrennbar verbunden: Eva Glawischnig, Eva Mückstein und siehe da: Alexander van

der Bellen. Immer wenn Rot und Schwarz einen Feldzug gegen Raucher, Trafikanten oder Gastronomen führen,

dann sind diese drei Meister der Verbotskultur mit von der Partie.

Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin

der Grünen, anlässlich

der Beschlussfassung des

absoluten Rauchverbots in der

Gastronomie am 8.Juli 2015 im

Nationalrat: Ich finde, mit der

heutigen Beschlussfassung geht

eine Odyssee zu Ende: Als eines

der letzten europäischen Länder

werden wir jetzt in den Hafen jener

Länder hineinsegeln, die für

Rauchfreiheit kämpfen, und das

ist sehr, sehr gut so. (Beifall bei

den Grünen.)

Ich glaube, es ist nicht nur gut,

sondern wir liegen damit auch

im Trend. Ich denke – und auch

die Kolleginnen und Kollegen

von der SPÖ werden das so sehen

–, es ist ein Umdenken bemerkbar,

spätestens seit dem Tod

von Kurt Kuch.

Letztlich auch nach dieser mutigen

Entscheidung dieser Regierung

wollen immer mehr Menschen

aufhören zu rauchen und

wünschen sich, dabei auch Unterstützung

zu bekommen. In

rauchfreien Lokalen zu verkehren

ist diesbezüglich eine ganz

wichtige Unterstützung, und

diesen Stimmungswandel nehme

ich auch wahr. (Beifall bei

den Grünen.) Ich möchte dem

Herrn Kollegen Riemer gerne

Folgendes sagen: Sie dürfen sich

sicher weiterhin versammeln;

Sie dürfen sich auch sammeln –

mit oder ohne Dirndlkleider. Ich

denke, dass es bei dieser Sammlung

wichtig wäre, auch zu registrieren,

dass es sehr wohl eine

Mehrheit in der Bevölkerung

gibt, die für rauchfreie Lokale ist,

6 | Pro Trafikant


Rathausklub

Für SIE und die Wirtschaft

im Wiener gemeinderat

und in der Wirtschaftskammer

Mein Name ist programm,

ihr Klaus Handler

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und es gibt auch Gastronomen,

die sich wünschen, dass dieses

wettbewerbsverzerrende Element

– Raucherlokale/Nichtraucherlokale

– endgültig wegfällt.

» Eva Mückstein: Verfechterin des absoluten Rauchverbotes,

will dieses bereits mit 1.1.2017 in Kraft treten lassen

Darüber hinaus ist die lange

Übergangsfrist von drei Jahren

aus meiner Sicht schlicht unverständlich.

Ich finde auch – Stichwort

Griechenland –, es geht

nicht, mit dem Finger auf ein

Land zu zeigen, das es in sechs

Monaten nicht schafft, eine wesentliche

Strukturveränderung

herbeizuführen, und wir sollen

es in drei Jahren nicht schaffen,

die Rauchfreiheit in Lokalen umzusetzen?!

Das finde ich blamabel,

und daher bringe ich einen

Abänderungsantrag ein, der unter

anderem zum Ziel hat, dass

die Übergangsfrist auf eineinhalb

Jahre reduziert wird. (Nationalrat,

XXV.GP, Stenographisches

Protokoll, 85. Sitzung/

Seite 66)

Unterstützt wird das alles tatkräftig

von der Chefin der Grünen,

Eva Glawischnig, die bereits

2011 einen Antrag im Nationalrat

eingebracht hat, der nicht

mehr und nicht weniger als ein

Verbot der Tabakwarenautomaten

in ganz Österreich vorsieht

und somit direkt gegen die Trafikanten

gerichtet ist. Obwohl

die österreichischen Trafikanten

ihre Zigarettenautomaten

mit 1.1.2007 vorbildhaft auf Jugendschutz

umgerüstet hatten,

wollte Glawischnig anlässlich

des Weltnichtrauchertages 2011

sämtliche österreichische Zigarettenautomaten

verbieten und

sofort abmontieren lassen, wie

sie im Ö1 Morgenjournal vom

10.6.2011 wortreich erklärte.

Vorbild dafür laut

Glawischnig wieder einmal

die Europäische Union.

Und Alexander van der

Bellen, damals noch Nationalratsabgeordneter

der Grünen

stimmte in einer namentlichen

Abstimmung am 9.Juli

2008 für eine Trennung der Gastronomieräume

in Raucher- und

Nichtraucherzonen. Was dieses

Abstimmungsverhalten wert ist,

merkt man, wenn man das nachfolgende

Verhalten der Grünen

Genossen von Van der Bellen

in Sachen totales Raucherverbot

bewertet. Am 20.Mai 2010

stimmte Van der Bellen gegen

eine von der FPÖ eingebrachten

Verlängerung der Übergangsfristen

für die Trennung in Raucherund

Nichtraucherzonen.

Alle diese Aktivitäten haben

sich schlussendlich

nicht nur in den Umsätzen

der heimischen Gastronomen,

sondern auch

in den Deckungsbeiträgen

der Trafikanten negativ

ausgewirkt. Grüne Politik

bedeutet Verbotskultur

und Kampf gegen Raucher,

Gastronomen und Trafikanten,

- ganz gleich in welcher

Position die handelnden

Personen aus dieser

Gesinnungsgemeinschaft

politisch tätig sind.

Pro Trafikant | 7


❚ Verbotskultur II:

Automaten & Stopfen

auf Abschussliste

Foto: F12PR.com

Die österreichische Verbotskultur in Sachen Rauchen & Tabak hat sich zwei

neue Ziele angelacht: Die Tabakwarenautomaten und die Stopfzigaretten.

In der durch Rot-Grün regierten

Bundeshauptstadt Wien

ist den dort in der Magistratsverwaltung

tätigen Bürokraten

das Anbringen von Tabakwarenautomaten

seit langem ein

Dorn im Auge. Während sie

sich in der Vergangenheit mit

Genehmigungen extrem viel

Zeit ließen, wurde nun seit ca.

einem Jahr auf „Kampfmodus“

umgestellt.

Ansuchen nach dem Gebrauchsabgabengesetz

der Stadt Wien

werden mit tatkräftiger Unterstützung

der Magistratsabteilung

19 (Architektur und Stadtgestaltung)

abgelehnt und die

Trafikanten in die Instanzen geschickt.

Dabei bedient man sich

grundsätzlich einem abgestuften

Abwehrmechanismus in Sachen

Zigarettenautomaten, wie

Beispiele zeigen. In einer ersten

Runde beruft sich das Magistrat

auf den „Ensemble-Schutz“. Verfängt

dieses Argument nicht, - da

die Umgebung an den Standorten

in der Realität diesen Vorhalt

nicht in der Lage ist zu stützen,

dann zieht man das Tabakmonopolgesetz

und das Tabakgesetz

inklusive fadenscheiniger

Interpretationen herbei: „Der

Automat dürfe nicht angebracht

werden, da dies gegen das Tabakwerbeverbot

verstoße.“ Wenn

beherzte Trafikanten dann mit

Unterstützung von FPÖ Pro Mittelstand

vor das Landesverwaltungsgericht

Wien ziehen, werden

die ablehnenden Bescheide

zwar „gehoben“ und in die 1.

Instanz zurückverwiesen, - dort

fängt der Zirkus aber von neuem

an. Politischer Hintergrund

ist offensichtlich eine gewisse

Liebesdienerei an die Grünen.

Diese hatten bereits 2011 ein

Verbot der Tabakwarenautomaten

in Österreich gefordert, - der

damalige Antrag von Grünen-

Chefin Eva Glawischnig, Unterstützerin

des grünen Präsidentschaftskandidaten

Alexander van

der Bellen lautete: „Der Gesundheitsminister

wird aufgefordert,

sich im Sinne des Auftrags der

Prävention zur Bewahrung der

Gesundheit

sowie der

Verhütung

von Krankheiten

dafür

einzusetzen,

dass den

Empfehlungen

der EU Folge geleistet wird

und Zigarettenautomaten in Österreich

bis zum 31. Dezember

2011 verboten und abmontiert

werden.“

» FPÖ pro Mittelstand Trafikantensprecher

Ronald Walter hat bereits

ganze Vorarbeit geleistet

Da der Antrag damals keine

Mehrheit fand, versucht man

offensichtlich auf kommunaler

Ebene, wie in Wien mittels bürokratischer

Hemmnisse den

Trafikanten das Aufstellen von

Tabakwarenautomaten zu verunmöglichen.

Die FPÖ wird hier

gegensteuern und sowohl im

Nationalrat als auch im Wiener

Landtag einen Antrag auf „Bestandsgarantie

für die

Tabakwarenautomaten

für Trafikanten“

einbringen. Entsprechende Vorarbeiten

haben FPÖ Pro Mittelstand

unter Federführung von

Trafikantensprecher Ronald Walter

bereits geleistet.

8 | Pro Trafikant


Foto: Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/Mike Ranz

FPÖ-Wirtschaftssprecher Kassegger deckte

Schildbürgerstreich auf!

Einen bürokratischen Schildbürgerstreich

der Sonderklasse

produzierten jüngst auch wieder

einmal das unter der politischen

Führung von Bundesminister

Hans Jörg Schelling (ÖVP)

stehende Finanzministerium

(BMF) in Tateinheit mit der im

100 Prozent-Eigentum des BMF

stehenden Monopolverwaltung.

In einer Anfragebeantwortung

an den Wirtschaftssprecher der

FPÖ, Axel Kassegger, sprach man

sich für ein generelles Verbot für

Zigarettenstopfmaschinen aus:

In Fällen, in denen sich Kundinnen

und Kunden in den Geschäftsräumlichkeiten

der Trafik

des Stopfautomaten des Tabaktrafikanten

bedienen oder der

Trafikant für seine Kundinnen

und Kunden selbst Zigaretten

herstellt, ist von einer gewerblichen

Tätigkeit auszugehen. Jede

gewerbliche Herstellung von Tabakwaren,

die außerhalb eines

bewilligten Steuerlagers stattfindet,

ist nach § 14 Abs. 1a Tabaksteuergesetz

1995 verboten.

Darüber hinaus verbietet das Finanzressort

selbst das Stopfen

der Zigaretten durch die Konsumenten,

und geht auch dabei von

einer gewerblichen Tätigkeit des

Trafikanten aus: „Selbst wenn

die Kundinnen und Kunden ihre

Stopfhülsen in der Tabaktrafik

selbst befüllen und der Stopfautomat

den Kundinnen und Kunden

unentgeltlich zur Verfügung

gestellt wird, ist von einer

dem Trafikanten zuzurechnenden

gewerblichen Tätigkeit auszugehen.

Der Trafikant verfolgt

mit dieser im Rahmen seiner geschäftlichen

Tätigkeit erbrachten

Leistung typischerweise gewerbsmäßige

Zielsetzungen wie

beispielsweise eine verstärkte

Kundenbindung oder das Ansprechen

neuer Kundinnen und

Kunden und somit eine Verbesserung

seiner Wettbewerbsfähigkeit

gegenüber anderen Tabaktrafiken,

welche über keinen

derartigen Automaten verfügen.

Als nächster Schritt soll wohl

auch das private Stopfen von Zigarettenhülsen

zu Hause verboten

werden.

Die Anfragebeantwortung spricht von einem generellen Verbot für Zigarettenstopfmaschinen

Pro Trafikant | 9


Präsidentschaftskandidat

Norbert Hofer:

Trafikanten vor

Schlechterstellung

schützen

10 | Pro Trafikant


❚ Norbert Hofer im Gespräch:

TTIP ist auch Gefahr für Trafikbestand

Foto: FPÖ

Pro Trafikant: In der letzten Parlamentswoche

vor der Sommerpause hat es ein Zusammentreffen

mit ihrem Namensvetter

Hannes Hofer, dem Geschäftsführer der Tabakmonopolverwaltung

gegeben. Was waren

die Themen ihres Gesprächs?

Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer stellt sich

neuerlich zur Wahl zum Bundespräsidenten. Schon bisher

hat er sich als Partner und Unterstützer für die Anliegen

der österreichischen Trafikanten eingesetzt. Als Behindertensprecher

der FPÖ ist ihm vor allem der Schutz und der

Weiterbestand der Trafiken als selbstständige Arbeitsplätze

für Behinderte ein Anliegen. In diesem Zusammenhang

sieht er aber auch große Herausforderungen auf Österreich

zukommen. Nicht zuletzt das Freihandelsabkommen TTIP

könnte zum Sargnagel für das österreichische Tabakmonopol

werden. Pro Trafikant führte ein Interview mit Norbert

Hofer und begleitete ihn auf seiner Sommertour.

Norbert Hofer: Es war ein Kennenlernen und

ein Gedankenaustausch zum Thema Schutz

des Tabakmonopols und zu aktuellen Problemen,

die diese sozialpolitische Einrichtung als

Garant für die Schaffung und Erhaltung von

selbständigen Behindertenarbeitsplätzen bedrohen.

Pro Trafikant: Um welche Problemfelder, mit

denen Trafikanten konfrontiert sind, ging es

hier konkret?

Norbert Hofer: Vor allem die Erhöhung der

Handelsspanne für die Trafikanten, d.h. die

Weiterentwicklung der Deckungsbeiträge aus

den Tabakumsätzen, war ein Thema. Hier ist

man sich einig, dass es zu einer Erhöhung

kommen muss. Die Trafikanten haben mit

hohen Betriebskosten und Belastungen zu

kämpfen, während die Handelsspanne sinkt.

Hier haben wir der Monopolverwaltung auch

unsere Unterstützung zugesagt, Initiativen zu

einer entsprechenden Erhöhung zu unterstützen

bzw. selbst zu setzen.

Pro Trafikant: Wo sehen Sie als Behindertensprecher

der FPÖ vor allem die Herausforderungen

für die in der Regel als Kleinunternehmen

geführten Trafiken?

Norbert Hofer: Die Trafikanten sind die letzten

Nahversorger in einer zunehmend globalisierten

Wirtschaft, die auf die kleinen Einheiten

leider sehr wenig Rücksicht nimmt.

Mit der gesetzlich garantierten Tradition als

Arbeitsplatz für Behinderte, aber auch dem

Selbstverständnis als Familienbetrieb haben

sie für mich eine Leuchtturmfunktion, die in

der heutigen Wirtschaft sehr wichtig ist. Was

hier geleistet wird, können große, anonyme

Organisationsformen nicht leisten.

Pro Trafikant: Was bedroht die Trafikanten

in ihrem Kerngeschäft aus Ihrer Sicht am

meisten?

Norbert Hofer: Neben sinkenden Handelsspannen

sicher auch der durch fehlende

Grenzkontrollen herrschende Schmuggel

bzw. die generelle Einführung von Tabakwaren

aus den EU-Oststaaten, die nicht in Österreich

versteuert und zum Vertrieb weitergege-

Lesen Sie weiter auf Seite 13

Pro Trafikant | 11


❚ Das Magazin

Alle Ausgaben von „Pro Trafikant“ sind für Sie im PDF-Format online abrufbar:

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FPÖ pro Mittelstand

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E-Mail: office@fpoe-promittelstand.at

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www.facebook.com/FPOEpromittelstand

Impressum:

Verleger, Hersteller und Herausgeber: FPÖ pro Mittelstand, 1010 Wien, Bartensteingasse 14/10

Für den Inhalt verantwortlich: GF Thomas Schmidt • Verlags- und Herstellungsort: Wien • GZ 14Z040144M P.b.b.

12 |

Pro Trafikant


Fortsetzung von Seite 11

ben wurden. Hier muss der Gesetzgeber und

müssen die Finanzbehörden gegensteuern.

Gleichzeitig findet durch die zunehmende

Verbotskultur, -Stichwort „Absolutes Rauchverbot

in der Gastronomie“ - eine fortgesetzte

Beschränkung der Absatzmöglichkeiten statt.

Pro Trafikant: Wie sehen sie die Einrichtung

Trafik im internationalen Spannungsfeld der

Wirtschaft und ihrer normativen Regulierungen?

Stichwort TTIP und EU?

Norbert Hofer: Da kommen neue Hürden auf

uns zu. Via TTIP könnte es im schlechtesten

Fall sogar dazu kommen, dass das bisherige

Tabakmonopol ausgehebelt wird. In den USA

ansässigen internationalen Konzernen sind

die soziale Komponente der Schaffung von

Norbert Hofer auf seiner Sommertour im persönlichen Gespräch

Brüssel festgeschrieben war. Hier muss es eine

proaktive Bestandsgarantie für die Trafikanten

geben, damit diese auch mittel- und langfristig

für ihre Unternehmen planen können.

Pro Trafikant: Wie soll man da politisch gegensteuern?

Norbert Hofer: Zu TTIP habe ich eine klare

Haltung: Eine Verschlechterung der sozialen

Standards für unsere Wirtschaft, unsere Arbeitnehmer

und Konsumenten wird es mit

mir nicht geben. Ich würde nur dann einen

Staatsvertrag zur Umsetzung von TTIP in Österreich

unterzeichnen, wenn es vorher eine

Volksabstimmung gibt und sich eine Mehrheit

der Österreicher für TTIP entscheidet.

Fotos: F12PR.com

Norbert Hofer vertritt klare Haltungen, nicht nur allein gegenüber TTIP

Behindertenarbeitsplätzen und der Gebietsschutz

im österreichischen Tabakmonopol

im Ernstfall TTIP nämlich egal. Deshalb sind

auch die Trafikanten von Schlechterstellungen

durch TTIP betroffen.

Pro Trafikant: Und die Regulierungswut aus

Brüssel, d.h. die EU in Sachen Tabak & Rauchen?

Norbert Hofer: Die Tabakprodukterichtlinie

(TPD 2) der EU und deren Umsetzung in Österreich

hat zuletzt weitreichende Änderungen

im Tabakbereich aber auch beim Vertrieb

von E-Zigaretten gebracht. Das hat auch unmittelbaren

Einfluss auf das Tabakmonopol

und die Trafikanten, - und dies, obwohl eigentlich

der Bestand des Monopols im Beitrittsvertrag

1995 zwischen Österreich und

Hier bei den „Sommergesprächen“ in Essling am Stadtrand von Wien

Pro Trafikant

| 13


❚ Gelebte Flexibilität

Andreas Schiefer: Der politisch

situationselastische Anbiedermann !

SPÖ

ÖVP

VdB???

Foto: Pixabay.com

14 |

Pro Trafikant


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Am 28.Mai 2016 erschien unter dem Titel „Was Österreich jetzt braucht, ist eine

Friedens-Tschick“ mit der Nr. 21b eine Sonderausgabe des Nachrichtenmagazins

NEWS. Auf Seite 26 fand sich auch ein Interview mit dem Gremialobmann der Wiener

Trafikanten und stellvertretenden Bundesgremialobmann Andreas Schiefer.

Die Sympathien für den damals

als Wahlsieger erklärten Alexander

van der Bellen (VdB) sind klar

herauszulesen. Dass Van der Bellen

bereits Anfang Juli 2016 der

Wahlsieg wieder aberkannt werden

sollte, konnte Schiefer damals

noch nicht wissen. Er gab

also den politisch situationselastischen

Anbiedermann. Wenn

man die Vita Schiefers, -derzeit

beim ÖVP-Wirtschaftsbund,

kennt, weiß man um die Parallelen

zwischen VdB und Schiefer.

Der Grüne VdB, -derzeit mimt

er den Unabhängigen-, hatte als

Student kommunistisch gewählt,

um dann im konservativen Volkswirtschaftsinstitut

der Universität

Innsbruck den ÖVP-nahen Assistenten

zu spielen bevor er über einen

Karrieresprung zum Wiener

Universitätsprofessor, verbunden

mit einer Mitgliedschaft bei der

SPÖ, schlussendlich für ein Nationalratsmandat

zum Grünen mutierte.

Der aktuell den ÖVP-Wirtschaftsbündler

gebende Andreas

Schiefer startete dafür beim Sozialdemokratischen

Wirtschaftsverband

(SWV), bis er durch den

damals von ihm verehrten und

nun geschmähten Ex-Bundesgremialobmann

Peter Trinkl zum

Schwarzen Kämmerer wurde und

aktuell den VdB-Sympathisanten

gibt. Im NEWS-Interview nennt

er die Grünen “jung und modern“,

wünscht sich einmal mehr

den Verkauf von Marihuana in

der Trafik und ist sich ob seiner

Liebesdienerei zu VdB sicher, dass

er bei diesem einen persönlichen

Termin bekommen werde. Dass

er mit VdB und den Grünen, die

seit Jahren mit dem größten Fanatismus

gegen das Rauchen kämpfende

politische Gruppierung

unterstützt, ist dem (Noch)-ÖVP-

Wirtschaftsbündler Schiefer offensichtlich

egal. Uns ist jedenfalls

kein Gesprächstermin bekannt,

wo der Wiener Landesgremialobmann

im Parlament oder im

Wiener Rathaus bei den Grünen

vorgesprochen hätte, um zu verhindern,

dass die Grünen gemeinsam

mit Rot und Schwarz eine

Verschlechterung für Raucher und

Trafikanten, Stichwort: Absolutes

Rauchverbot in der Gastronomie,

TPD2, sinkende Handelsspanne,

Verbot von Tabakwarenautomaten

usw. propagieren. Dass Schiefer

dieses Interview ausgerechnet

dem Magazin NEWS gibt, das sich

seit seinem Bestehen immer wieder

vor den Karren komprimierter

Nichtraucher-Kampagnen spannen

ließ, und vor Jahren deshalb

sogar die Trafikanten aufgerufen

wurden, es bei solchen Anlässen

einfach unter die Verkaufstheke

zu geben und nicht mehr zu verkaufen,

hat Schiefer wohl auch

verdrängt.

Pro Trafikant | 15


❚ Was die Konkurrenz so macht:

Dampfer-Messe 2016 in Wien

Informationesstände sogar aus dem fernen Malaysien An jedem Stand wurde zum Probieren animiert Unsere Karina auf „Obis Dampfersofa“

Fotos: F12PR.com

Eine Vielfalt an Geschmackrichtungen wurde angeboten

Für die Trafikanten sind Messeveranstaltungen wie die „Feuer

und Rauch“ in Salzburg eine traditionelle Einrichtung, wo

sich die gesamte Tabakbranche ein Stelldichein gibt. Dies

blieb offensichtlich von den neuen Marktteilnehmern am

Markt, den E-Zigaretten- und E-Dampfershop-Betreibern nicht

unbeachtet. Sie veranstalteten ebenfalls eine eigene Messe

für ihre Branche. E-Zigaretten- Groß- und Einzelhändler trafen

sich in Österreich zum ersten Mal bei der Vienna Vape Show

in der Marx-Halle im Dritten Wiener Gemeindebezirk. Das Redaktionsteam

von Pro Trafikant durfte sozusagen „under cover“

bei dieser Dampfer-Messe 2016 dabei sein und gibt hier

einige Schnappschüsse preis.

Schön präsentiert: auf jedem Stand wurden die vielfältigen Fragen beantwortet und die Technik bereitwillig erklärt - auch Kostproben wurden angeboten

16 | Pro Trafikant


Eigene Lounges luden zum Probieren und Geniessen ein

Podiumsdiskussion zur aktuellen Lage der Verbotsdebatte:

Auch die Dampfer kämpfen mit massiven Verboten und Gägeleien

O.Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer, Pharmakologe der Uni Graz

ist einer der bekanntesten Verfechter des Dampfens

Dr. Bernd Mayer mit dem Dokumentarfilmer Aaron Biebert, welcher seinen

Film: „A Billion Lives“ zum Thema auf der Messe präsentierte

Fotos: F12PR.com

Dirk Oberhaus, einer der bekanntesten deutschen Dampfgerätespezialisten

mit eigenem Youtube-Kanal „Obis-Dampfersofa“ für Test-Videos

Der Schweizer Phil Scheck, wird von vielen als „Dampferpapst“ bezeichnet

und ist mit Tipps und Tests als „Philgood“ Spitzenreiter auf Youtube

Viele Dampfer lauschten gespannt den Vorträgen zur europäischen

Verbotskultur, alá TTIP, TPd2, usw. und diskutierten fleissig mit

Als Showeinlage gab es Dampferspiele, wie hier z.B., „Wer macht diegrößten

Dampfwolken“ - das Publikum goutierte den Einsatz mit Applaus

Pro Trafikant | 17


❚ Wo geht’s hin mit der Monopolverwaltung?

Hannes Hofer

Geschäftsführer der Monopolverwaltung

Foto: privat

Monopolverwaltung:

Nur Zwangsbeglückung

und Postenschacher?

Und fröhlich

ging es bergab

könnte man sagen,

wenn man

sich Statistiken

und Umfragen

rund um das österreichische

Tabakmonopol

ansieht.

Erstmals

hatte man Ende

des letzten Jahres

die magische

Grenze von

6.000 Trafiken

in Österreich unterschritten,

die

Zahl der Tabakfachgeschäfte

ist sogar auf unter

2.500 gefallen.

Wie geht’s

in diesem Zusammenhang

mit der Monopolverwaltung

und ihren Aufgaben

weiter?

Die Zahlen sind ernüchternd. Mit

Ende 2015 gab es in Österreich

nur mehr 5.983 Trafiken. Davon

waren 2.458 Tabakfachgeschäfte

und 3.525 Tabakverkaufsstellen.

Ein schweres Erbe das da Hannes

Hofer, seit Mitte 2015 Geschäftsführer

der Monopolverwaltung

(MVG), zu verwalten hat. Der

Trend nach unten scheint sich bei

Anzahl und Standorten für Trafiken

weiter fortzusetzen. Und die

Stimmung unter den Trafikanten

ist auch nicht die beste. Eine von

Hofer anlässlich des Trafikantentages

des Wiener Gremiums veranstaltete

Umfrage lässt tief blicken.

Rund zwei Drittel der rund

200 anwesenden Teilnehmer an

der Umfrage am 21. April wollten

jungen Menschen abraten, in Zukunft

eine Trafik zu übernehmen.

Das sagt viel über die derzeitige

Stimmung innerhalb der Trafikantenschaft

aus. Das hat viel mit

den Rahmenbedingungen für die

heimischen Tabakeinzelhändler

zu tun, einiges aber auch mit der

MVG.

» Keine Lösung bei Mystery-Shopping

und Jugendschutz

in Sicht

Immer noch ungelöst ist die Frage

des Mystery-Shoppings in Sachen

Jugendschutz durch die Monopolverwaltung,

die von Rechtsexperten

in der bisher umgesetzten

Art und Weise als eindeutig

rechtswidrig qualifiziert wird. Es

18 | Pro Trafikant


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wurde von der MVG-Geschäftsführung

zwar eine Lösung für die

Zukunft, -und das in Absprache

mit den Berufsvertretern versprochen-,

bisher ist aber sehr wenig

geschehen. Insbesondere erwarten

sich Trafikanten, die bisher

in ungerechter Art und Weise

bestraft wurden, eine entsprechende

Rücknahme

der Verwarnungen bzw.

Rückzahlung der eingehobenen

Strafen. Besonderer

Treppenwitz bei den

verhängten Strafen ist die Tatsache,

dass diese der Wohlfahrtseinrichtung

der Trafikanten, d.h.

einem Privatverein zufließen. Die

Rückabwicklung der Strafzahlungen

gestaltet sich in diesem Zusammenhang

als schwierig. FPÖ

Pro Mittelstand sammelt derzeit

solche Fälle und wird sie in

den nächsten Wochen an die Geschäftsführung

der MVG mit dem

dringenden Ersuchen einer Rückabwicklung

vortragen.

Gleichzeitig plagen sich viele Trafikanten

auch mit einer fortgesetzt

differenzierten Auslegung

des Tabakmonopolgesetzes in den

verschiedenen Bundesländern.

Ganz offen wird da etwa in Oberösterreich

von einer „Lex Kudler“

bzw. dem Herrschen eines „oberösterreichischen

Landrechts“ in

Sachen

Tabakmonopol

unter

der Kollegenschaft

gesprochen. Ein „oberösterreichisches

Landrecht“, das mutmaßlich

auch im benachbarten

Salzburg durch den MV-Leiter

angewendet wird. Jüngst erreichte

die Redaktion von Pro Trafikant

ein Fall aus Salzburg, wo es in der

Nachfolgeregelung einer Trafik

inklusive der Tabakwarenautomatenstandorte

zu einer Dauerfehde

zwischen dem bisherigen

Trafikanten, dem Eigentümer

und Vermieter eines Geschäftslokals,

potentieller Nachfolger

» Strafen fließen einem

privaten Verein zu

und Nachbartrafikanten gekommen

ist. Mehr Diplomatie und

Einfühlungsvermögen wäre hier

von Seiten der MVG-Verantwortlichen

wohl angebracht. Man sollte

jedenfalls das auf der Homepage

ausgelobte Leitbild mit den

Punkten: Wertschätzende Haltung

gegenüber allen anderen,

Verantwortung, Sicherheit geben,

persönliche und fachliche Beratung,

Absicherung des Vorhandenen,

Weiterentwicklung, Zuversicht

auch leben.

» Was macht eigentlich

Reisenbichler jetzt?

Umso unverständlicher ist für

viele Trafikanten, die die MVG ja

mit ihrer Tabakmonopolabgabe

sozusagen als „Zwangsgenossenschafter“

erhalten, deshalb das

Engagement der Verantwortlichen

in der Porzellangasse auf einem

Nebenschauplatz, der wohl

besser im Finanzministerium, als

in der MVG angesiedelt wäre. Die

MVG veröffentlicht jetzt alle Tabakwarenpreise

online, eine Tätigkeit,

die bisher schon von den

Großhändlern und der Industrie

aus Marketinggründen übernommen

wurde. Dass sich Konsumenten

auf die Homepage

der MVG verirren, um sich über

Marken und Preise zu informieren,

ist wohl eher auszuschließen,

- umso mehr wird man den Verdacht

nicht los, dass man für die

ehemalige MVG-Geschäftsführerin

Tina Reisenbichler, eine ausgewiesene

ÖVP-Parteigängerin,

eine Beschäftigung brauchte. In

einer parlamentarischen Anfrage

an den Finanzminister wird

der aktuelle Geschäftsführer der

MVG Hannes Hofer zu dieser

Causa so zitiert: (…)Und für alle,

die sich gefragt haben, was meine

Vorgängerin DI Tina Reisenbichler

als Konsulentin der Monopolverwaltung

denn so macht:

Das war ihr Projekt.“(…)

Pro Trafikant | 19


❚ Konsumentenschutzsprecher, NAbg. Peter Wurm im Interview

Tabakmonopol I:

Ideen für einen Neubeginn!

FPÖ-Konsumentenschutzsprecher,

NAbg. Peter Wurm:

Der Vertreter der Trafikanten & Raucher

im Parlament

Foto: PHOTO SIMONIS

Herr Abgeordneter, wie geht’s dem Thema

Tabak im österreichischen Parlament?

Welchen Stellenwert haben die Trafikanten,

Raucher und das Tabakmonopol dort?

Peter Wurm: Ich würde sagen „schlecht“, bis

„sehr schlecht“. Grund dafür ist eine unheilige

Allianz von Rot, Schwarz und Grün, die

sich aufgemacht hat, zu einer breit angelegten

Raucherjagd aufzurufen und diese politisch

umzusetzen.

Um was geht es da konkret, -

was kann man sich unter den

Umtrieben dieser Jagdgesellschaft

vorstellen?

Peter Wurm: Das reicht vom

absoluten Rauchverbot mit Inkrafttreten

2018, über permanente

Tabaksteuererhöhungen

zu Lasten der Trafikantenhandelsspannen

und der Konsumenten bis hin zum radikalen

» Radikaler Feldzug

gegen

Tabakwarenautomaten,

Stopftabak und

Selbstdreher

Feldzug gegen Tabakwarenautomaten

oder den

Vertrieb von Stopftabak

inklusive Selbstdrehen.

Wer sind hier die

Hauptdrahtzieher dieses

Feldzugs gegen das

Rauchen?

Peter Wurm: Die Patin ist sozusagen die

20 | Pro Trafikant


Foto: ldprod /Fotolia.com

FPÖ pro Mittelstand

Trafikantensprecher

Ronald Walter:

„Unterstützen Sie uns, und

werben auch Sie in ihrem

Kollegenkreis für diese Aktion,

denn sie kommt uns allen

zu Gute

Bezahlte Anzeige

Foto: Schuster

SPÖ-Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser,

assistiert vom ÖVP-Gesundheitssprecher

Erwin Rasinger. Und das alles wird

von den Grünen mitunterstützt, wobei hier

vor allem die Gesundheitssprecherin Eva

Mückstein gegen die Raucher polemisiert.

Leitragende sind hier neben den Rauchern

ja vor allem die Trafikanten und Gastwirte?

Peter Wurm: An der Spitze der Betroffenen

stehen die Gastronomen und die Trafikanten,

- neuerdings schießt man sich auch auf

den gesamten E-Zigarettenbereich ein. Offenbar

besteht ein Masterplan zur Vernichtung

ganzer Berufs- und Wirtschaftsgruppen.

Wie hält die FPÖ hier als einzige ernstzunehmende

Oppositionspartei dagegen?

Peter Wurm: Wir sind die einzige politische

Kraft, die hier ein anderes Programm vertritt.

Erst in der letzten Sitzung des Konsumentenschutzausschusses

haben wir wieder

eine Zurücknahme des absoluten Rauchverbotes

gefordert. Rot, Schwarz und Grün waren

wieder einmal dagegen.

Was wird die Zukunft bringen, Stichwort

Tabakmonopol und Mindesthandelsspanne

für Trafikanten?

Peter Wurm: Da muss es beim Budgetbegleitgesetz

2017

» Das ökonomische

Überleben der Trafikanten

muss z.B. mit einer

eine klare

Regelung

zu

Mindesthandelsspanne Gunsten

der Tra-

von 18 Prozent

fikan-

ten ge-

garantiert sein

ben. D.h.

die Mindesthandelsspanne muss zu Lasten

der Tabaksteuer auf 18 Prozent angeglichen

werden, um das ökonomische Überleben

der Trafikanten zu garantieren. Gleichzeitig

muss die Schmuggelbekämpfung wieder angekurbelt

werden, das ist unser Gegenfinanzierungsvorschlag

für die Handelsspannenerhöhung.

Die FPÖ wird dazu entsprechende

Anträge einbringen.

Was erwarten sie sich von der Berufsvertretung,

Stichwort Bundesgremialobmann

Josef Prirschl und dem Wirtschaftsbund?

Peter Wurm: Ehrlich gesagt „Nichts“. Dem

Wirtschaftsbund und der ÖVP sind die Trafikanten

schon lange egal. In den letzten eineinhalb

Jahren seit der Kammerwahl war

das von Seiten Prirschl und Co ein einziger

Rückzug mit gehisster weißer Fahne.

Die Trafikanten haben einzig und allein in

der FPÖ ein Sprachrohr, wie man bei den

vergangenen Abstimmungen gegen Rauchen

& Tabak gesehen hat.

Pro Trafikant | 21


❚ Tabakmonopol II:

Freihandelsabkommen

TTIP könnte Aus bedeuten!

Foto: FPÖ pro Mittelstand/Robert Lizar

Der österreichische Tabaksektor ist

traditionell von der Europäischen

Union bedroht. Mit dem Beitritt zur

EU musste ab 1995 schrittweise das Tabak-

Vollmonopol in Österreich aufgegeben

werden. Der Anbau-, die Herstellung und

der Großhandel wurden abgeschafft. Dies

führte dann auch zum Verkauf der alten

Austria Tabak ans Ausland. Für viele langjährige

Trafikanten der Startschuss für

den schleichenden Niedergang der Branche.

Was blieb war das Einzelhandelsmonopol

mit Trafikanten und Gebietsschutz.

Das könnte jetzt dem Freihandelsabkommen

TTIP zum Opfer fallen, denn dieses

nimmt auf Trafiken und vorzugsberechtigte

Behinderte keine Rücksicht, sie kommen

dort schlicht und einfach nicht vor.

Dr. Fritz Simhandl:

Ehemaliger Geschäftsführer

der Monopolverwaltung

Grundsätzlich gibt es bei TTIP lediglich sehr

begrenzte allgemeine Ausnahmen, und diese

nur für Dienstleistungen, „die in Ausübung

hoheitlicher Gewalt“ erbracht werden.

Damit eine solche Ausnahmeregelung

greift, muss eine Dienstleistung aber „weder

zu kommerziellen Zwecken noch im Wettbewerb

mit einem oder mehreren Dienstleistungserbringern

erbracht werden“. Solche

Ausnahmeregelung sind tatsächlich auf einige

wenige staatliche Kernfunktionen wie die

Rechtsdurchsetzung, das Gerichtswesen oder

die Dienste einer Zentralbank begrenzt. Dasselbe

Probleme besteht bei TTIP-Ausnahmeregelungen

für sogenannte „öffentliche Versorgungsleistungen“

(„public utilities“): Diese

erlauben lediglich, dass öffentliche Versorgungsleistungen

öffentlichen Monopolen und

ausschließlichen Rechten als Ausnahme unterliegen

dürfen.

Nun ist der Vertrieb mit Tabakwaren keine

öffentliche Versorgungsleistung. Somit

wäre durch TTIP internationalen Konzernen

aus dem Tabakbereich Tür und Tor geöffnet,

den bisher durch das Trafiksystem

strukturierten Vertrieb in Österreich zu bekämpfen

und schlussendlich auszuhebeln.

Das im Rahmen von TTIP vorgesehen Investor-Staat-Streitschlichtungsverfahren

(ISDS)

bezeichnete System würde grundsätzlich USamerikanischen

und kanadischen

» TTIP könnte das österreichische

Trafikantensystem

aushebeln

Unternehmen die

Möglichkeit eröffnen,

die EU und

ihre Mitgliedstaaten

wegen regulatorischer

Änderungen

im

Dienstleistungssektor,

die sich negativ auf die Erträge der

Unternehmen auswirken, zu verklagen – mit

Entschädigungszahlungen in Höhe von mehreren

Milliarden Euro als möglicher Folge.

Dies könnte etwa in Anwendung auf Handelsspannen,

Vertriebskosten oder den Gebietsschutz

dazu führen, dass etwa Österreich

sein Tabakmonopol außer Kraft setzen müsste.

Fritz Simhandl, ehemaliger Geschäftsführer

der Monopolverwaltung zu den Gefahren

von TTIP für die Trafikanten: „Österreich

müsste das Tabakmonopol via Brüssel aktiv

als Ausnahme in ein Freihandelsabkommen

hineinverhandeln, - ob sich die EU oder die

USA darauf einlassen, halte ich für sehr fraglich.

Passiert dies nicht, dann hängt vom ersten

Tage an das Damoklesschwert einer Aushebelung

des Tabakmonopols in der Luft.

Gleiches gilt aber auch für die bisherige Vertriebsstruktur

bei Glückspiel, d.h. Lotto/Toto,

da könnten auch US-dominierte Investoren

via multinationaler Handelsketten eine radikale

Änderung herbeiführen.“

22 | Pro Trafikant


❚ Miteinander

Das Trafikanten-Team

von FPÖ pro Mittelstand

Foto: FPÖ pro Mittelstand

Liebe Trafikantinnen, liebe Trafikanten!

... sucht genau DICH!

Die Resonanz auf die letzte bundesweite Versendung unserer Pro Trafikant-Zeitung war überwältigend.

In vielen Zuschriften und E-mails bedankten sich die Trafikanten für diese neue Art

der Berichterstattung zu den aktuellen Problemen der Branche.

Dies ermuntert uns, die Bundesländerberichterstattung zu etablieren bzw. auszuweiten.

Wir suchen daher unter der Kollegenschaft engagierte Bundesländer-Korrespondenten, die

uns auf aktuelle Probleme von Trafikanten vor Ort aufmerksam machen. Über die Internetseite

von FPÖ Pro Mittelstand, aber auch in den laufenden Ausgaben von Pro Trafikant werden

wir diese Beiträge dann gerne veröffentlichen.

Komm mach mit! Werde Pro-Trafikant-Korrespondent!

Bitte melde Dich bei uns:

Freiheitliche Wirtschaft

FPÖ pro Mittelstand

Bartensteingasse 14/10

1010 Wien

Tel.: +43 – 1 – 402 53 55

Fax: +43 – 1 – 402 53 55 49

E-Mail: office@fpoe-promittelstand.at

www.fpoe-promittelstand.at

www.facebook.com/FPOEpromittelstand

PS.: Mit Beginn des Jahres 2017 gibt es dann auch

eine Pro Trafikant-Bundesländertour, bei der Ronny

Walter und sein Team, Trafikanten in den Bundesländern

besuchen und in den einzelnen Landeshauptstädten

Pro-Trafikant-Stammtische organisieren

werden. Denk dran: Die nächsten Wirtschaftskammerwahlen

kommen bestimmt!

Pro Trafikant | 23


Wir stehen für:

18 Prozent Handelsspanne

Ende des Mystery-Shoppings

Kampf dem Schmuggel-

Wiedereinführung der 200 Stück-Regelung

Erhalt der Zigarettenautomaten

Lottoanahmen nur in Trafiken

Erweiterung des Nebenartikelkatalogs

Aktuelles nachzulesen:

www.fpoe-promittelstand.at

GZ 14Z040144M P.b.b.

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