Berliner Zeitung 18.04.2019

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Berliner Zeitung · N ummer 91 · 1 8./19. April 2019 – S eite 28 ***

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Panorama

LEUTE

Alex Rodríguez (43) mag nicht jedem

vonuns als Baseball-Superstar,als einer

der besten Spieler seiner Generation

in Erinnerung sein. Aber:Seitdem

der Amerikaner mit der Popsängerin

Jennifer Lopez(49) verbandelt

ist, könnten auch wir eher unsportlichen,

zumal klatschsüchtigen Zeitgenossen

uns an dem grundsympathischen

Mann erfreuen. In der„Tonight

Show“mit Jimmy Fallon erzählte

Rodríguezjetzt vonseinerVerlobung

im März: DenKniefall vorJ-Lo habe

er heimlich mit seiner Assistentin geprobt

und den Antrag selbst, der an

einem Strand mit Sonnenuntergang

auf den Bahamas stattfand, sechs

Monate lang vorbereitet.„Ich bin

nicht so cool“, erklärte Rodríguezden

Riesenaufwand, erst minuziöse Planung

gebe ihm Sicherheit.

Frank-Walter Steinmeier (63) kennt

seine Grenzen. Beider Eröffnung der

Bundesgartenschau in Heilbronn

sagte der Bundespräsident am Mittwoch,

in seinem Garten„in aller Regel

für das Rasenmähen oder Laubsäckeschleppen“

zuständig zu sein. Seiner

Frau obliege die kreative, blumenund

beetorientierte Arbeit.

Kiefer Sutherland (52) hat schon früh

eine Schwäche bei sich ausgemerzt:

Mit20Jahren belegte er einen Kochkurs,weil

er befürchtete,seine beiden

Töchter mit falsch zubereiteten

Essen zu schädigen, gar zu vergiften.

Heute empfindet der Schauspieler

die Arbeit am Herd als pureEntspannungsübung.

(schl./mit dpa)

TIERE

Törööö! Noch hat er keinen Namen,

aber schon alle Herzen. DPA/S. WILLNOW

Der noch namenlose Elefantenbulle

im Freigehege des Leipziger Zoos ist

jetzt schon der Liebling der Besucher.Seit

rund zwei Wochen zeigt

sich das Ende Januar geborene Kalb

in der Außenanlage des Elefantentempels

„Ganesh Mandir“, bei gutem

Wetter zweimal täglich. Seine

Erziehung indes ist schwierig, seine

Mutter kümmertsich nicht um ihn.

Diekleine Tierkastenredaktion übernimmt

da gernund sitzt schon im

Zugnach Leipzig. (mpw.)

Der gerettete Schatz

Dass Notre-Dame der vollständigen Zerstörung entging, war offenbar eine Frage von wenigen Minuten

VonBirgit Holzer,Paris

Kommt die Rede auf Notre-

Dame, und das tut sie in

diesen Tagen und an diesem

Ort oft, steigen Laurence

die Tränen in die Augen und es

fehlen ihr die Worte. „Was soll ich sagen

...“, fängt sie an. „Es ist traurig.

Wirklich sehr traurig.“ Die Kathedrale

sei für sie„wie ein Familienmitglied“

und es tue ihr im Herzen weh,

sie nun seit dem Brand am Montagabend

so angeschlagen, halb zerstört

zusehen. Verstohlen putzt sie

sich die Nase.

Seit 40 Jahren verbringt die Bouquinistin,

wie die Händler mit ihren

Verkaufsständen von Büchern, Postern,

Postkarten und Souvenirs an

den Ufern der Seine heißen, fast jeden

Tagschräg gegenüber der Stadtinsel

Île de la Cité, auf der das mehr

als 850 Jahre alte Monument steht,

und verkauft ihreWare. Victor Hugos

„Der Glöckner vonNotre-Dame“ hat

sie nicht im Angebot, es ist derzeit

das am meisten gefragte Werk bei

den Bouquinisten wie auch im französischen

Internet-Buchversand.

Kompletter Zusammenbruch

Das Innere der Kathedrale am Dienstag,der Boden ist nass vom Löschwasser.

BENEFIZKONZERT IN BERLIN

Die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann und die Fondazione Pro Arte eMusica

Sacra setzen mit ihrem Konzertam2.Mai im Berliner Dom ein Zeichen für Notre-Dame: Den

Erlös des Konzertes spendet die Stiftung für den Wiederaufbau der Kathedrale in Paris. Die

Karten kosten zwischen 30 und 130 Euro und sind über Eventim oder direkt an der Kasse des

Berliner Doms, Am Lustgarten, erhältlich.

AFP

Schon ihr Vater, erzählt Laurence,

übte diesen Beruf aus. Erlebt nun

auf dem Land und habe am Telefon

geweint, nachdem er die Bilder der

brennenden Kathedrale sah. Auch

die Pariserin selbst saß mit ihrem

Sohn, ebenfalls ein Bouquinist, während

des Unglücks fassungslos vor

dem Fernseher. „Als ich Feierabend

machte, war es nur eine kleine

Rauchschwade und ich dachte mir

noch nicht allzu viel dabei.“ Laurence

zeigt ein Foto davon auf ihrem

Handy.„Unddann wurden die Flammen

immer heftiger! Wir fürchteten

den kompletten Zusammenbruch.“

Inzwischen ist bekannt, dass das

beinahe passiert wäre. Dem Staatssekretär

für Innere Sicherheit, Laurent

Nuñez, zufolge kam es beim

Kampf um die Hauptstruktur auf 15

bis 30 Minuten an: „Etwa 20 Feuerwehrleute

gingen unter Lebensgefahr

in die Zwillingstürme, umden

Brandherdvon innen zu bekämpfen,

was ermöglicht hat, das Gebäude zu

retten.“ Am Mittwoch befanden sich

laut Feuerwehr-Sprecher Gabriel

Plus noch rund 60 Einsatzkräfte im

Inneren der Kathedrale, umdas Gerüst

und potenzielle neue Brandherde

zu überwachen sowie die Experten

und Architekten zu begleiten,

die den Zustand des Bauwerks und

der darin befindlichen Schätze prüfen.

Weiterhin sperrt die Polizei den

Bereich um den Sakralbau ab, dem

nun der Dachstuhl aus Holz sowie

der charakteristische Spitzturm fehlen.

Noch ist es für eine komplette

Bilanz zu früh, doch man weiß, dass

rund 100 Gemälde und Reliquien gerettet

werden konnten und auch die

berühmten Rosettenfenster standhielten.

Als kleines Wunder gilt, dass

der Hahn, der auf dem Spitzturm

thronte,inden Trümmerngefunden

wurde.

Nun tummeln sich noch mehr

Touristen als sonst am gegenüberliegenden

Ufer und halten ihreHandy-

Kameras auf die Kathedrale, die mit

jährlich rund 13 Millionen Gästen

das meistbesuchte Monument Europas

ist. „Dank Notre-Dame haben

wir Arbeit, denn wir leben hauptsächlich

von den Touristen“, sagt

Fatma, Kellnerin im Restaurant

„L’Auberge Notre-Dame“, dessen

Terrasse einen großzügigen Blick auf

die Kathedrale erlaubt. „Seit Montagabend

kommen sie auch weiterhin.

Wir hoffen natürlich alle, dass

sie schnell wieder neu errichtet

wird.“

Aufgebaut im Sommer 2014

Das jedenfalls hat Präsident Emmanuel

Macron bei einer kurzen Ansprache

am Dienstag angekündigt.

„Wir werden die Kathedrale Notre-

Dame noch schöner aufbauen und

ich möchte,dass es bis in fünf Jahren

vollendet ist“, versprach er und

überging damit all die Experten, die

von mehreren Jahrzehnten sprachen,

da es sich um eine komplizierte

Baustelle handele. Auch erscheint

unklar, obessich um einen

originalgetreuen Wiederaufbau handeln

soll oder ob „modernere“ Elemente

mit eingearbeitet werden. Die

Handwerksorganisation „Compagnons

du devoir“ warnte bereits, der

große BedarfanSteinmetzen, Dachdeckern

und Zimmerern könne

schwer gedeckt werden.

Doch in fünf Jahren, im Sommer

2024, richtet die französische Hauptstadt

die Olympischen Spiele aus

und Bürgermeisterin Anne Hidalgo,

die bei den Kommunalwahlen in einem

Jahr wiedergewählt werden

möchte,hat ebenfalls diesen Termin

als Ziel genannt, um die Kathedrale

wieder zugänglich zu machen: „Das

darfnicht zehn, 15, 20 Jahredauern.“

Premierminister Édouard Philippe

kündigte am Mittwoch an, einen internationalen

Architektenwettbewerb

zum Wiederaufbau des Spitzturms

zu organisieren und bereits

nächste Woche ein Gesetzesprojekt

vorzustellen, das den Spenden einen

legalen Rahmen verleihe. Privatspender,die

bis zu 1000 Euro geben,

dürften demnach 75 statt 66 Prozent

von der Steuer absetzen. Innerhalb

von nur zwei Tagen war in verschiedenen

Spenden-Fonds bereits fast

eine Milliarde Euro eingegangen.

28 Tote bei

Busunfall auf

Madeira

Viele Deutsche unter

den Opfern

Bei einem Busunfall auf der portugiesischen

Insel Madeira sind

am Mittwoch mindestens 28 Menschen

ums Leben gekommen, unter

ihnen auch deutsche Touristen. Es

seien mehrere Deutsche bei dem

Unfall in der Gemeinde Santa Cruz

getötet worden, teilte die deutsche

Botschaft in Lissabon auf AFP-Anfrage

mit. Nähere Angaben zur genauen

Zahl der deutschen Opfer und

ihrer Identität machte sie zunächst

nicht. Der Unfall ereignete sich gegen

18.30 Uhr(Ortszeit, 19.30 MESZ)

in Santa Cruz. Der Fahrer verlor offenbar

die Kontrolle über den Reisebus,der

anschließend vonder Straße

abkam, eine Böschung herunterrutschte

und auf ein Haus stürzte.

Nach Angaben des Bürgermeisters

vonSanta Cruz, Filipe Sousa, kamen

elf Männer und 17 Frauen bei dem

Unfall ums Leben.

Der regionale Zivilschutz bestätigte

diese Angaben. Laut örtlichen

Medien kamen die meisten der rund

50 Businsassen aus Deutschland. 22

von ihnen seien unterschiedlich

schwer verletzt worden und entweder

vor Ort behandelt oder in ein Krankenhaus

in der Hauptstadt Funchal

gebracht worden. AufBildernwar zu

sehen, wie der weiße Reisebus völlig

zerstört auf der Seite und teilweise

auf einem roten Ziegeldach lag. Der

Busfahrer und der Reiseleiter –beides

Portugiesen – hätten verletzt

überlebt, so der Bürgermeister.

Das Unglück ereignete sich dem

örtlichen Zivilschutz zufolge in der

östlich von Funchal gelegenen Gemeinde

Caniço. Zwei Dutzend Rettungswagen

waren im Einsatz, die

Polizei riegelte den Unglücksort ab.

AufVideos war zu sehen, wie Helfer

Verletzte stützten und in Sicherheit

brachten. Im Hintergrund waren Sirenen

vonAmbulanzen zu hören.

Wegen des milden Klimas ist die

Atlantikinsel Madeiradas ganzeJahr

über bei Urlaubernbeliebt. Auch immer

mehr Deutsche reisen auf die

„Blumeninsel“.(AFP,dpa)

Der Bus stürzte in der Gemeinde Caniço

einen Abhang hinunter.

IMAGO IMAGES

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE REISEWETTER

Heute bestimmt reichlich Sonnenschein den Tag. Dabei reicht die Temperaturspanne

von 19 bis 21 Grad, und der Wind weht schwach bis mäßig

aus östlichen Richtungen. Inder Nacht ist der Himmel fast überall klar,

und die Temperaturen fallen auf 8bis 5Grad.

Biowetter: Stoffwechsel und Durchblutung

laufen beschleunigt ab.

Einige Menschen neigen dabei allerdings

zuKopfschmerzen oder

Wittenberge

Migräneattacken. Der erholsame 4°/20°

Tiefschlaf bleibt aus.

Pollenflug: Die Belastung durch

Weiden-, Pappel-, Birken-, Ulmen-,

Eschen- und Hainbuchenpollen ist

mäßig bis stark. Darüber hinaus

sind Pollen von Eichen unterwegs.

Gefühlte Temperatur: maximal 20Grad.

Wind: schwach aus Ost.

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

4°/20° 8°/20°

Luckenwalde

4°/20°

Freitag

Sonnabend

Sonntag

sonnig heiter sonnig

9°/21° 8°/20° 8°/20°

Prenzlau

5°/19°

Cottbus

5°/21°

Frankfurt

(Oder)

6°/20°

Noch immer bestimmt das kräftige Hoch Katharina mit reichlich Sonnenschein

in Nord- und Mittteleuropa das Wetter. Derweil reicht ein Wolkenband mit Regenfällen

von Island über die Britischen Inseln bis nach Spanien. Auch imOsten

des Kontinents ist esgebietsweise unbeständig mit dichter Bewölkung und

schauerartigem Regen.

Sylt

5°/18°

Hannover

6°/19°

Köln

8°/21°

Saarbrücken

6°/20°

Konstanz

5°/21°

Hamburg

4°/20°

Erfurt

4°/17°

Frankfurt/Main

7°/22°

Stuttgart

6°/21°

Rostock

3°/16°

Magdeburg

5°/19°

Nürnberg

5°/20°

München

4°/18°

Rügen

5°/13°

Dresden

6°/19°

Deutschland: Heute gibt es vielfach

Sonnenschein und fast keine Wolken,

und die Temperaturen klettern

am Tage auf 13 bis 22Grad. Nachts

gehen die Wertedann auf 8bis

4Grad zurück. Der Wind weht

schwach bis mäßig aus östlichen

Richtungen. Morgen begleitet uns

strahlender Sonnenschein. Die Temperaturen

belaufen sich auf maximal

14 bis 23Grad, und der Wind weht

schwach bis mäßig aus Ost.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 5°-7°

Nordsee: 5°-7°

Mittelmeer: 13°-19°

Ost-Atlantik: 10°-16°

Mondphasen: 19.04. 26.04. 04.05. 12.05.

Sonnenaufgang: 06:03 Uhr Sonnenuntergang: 20:09 Uhr Mondaufgang: 18:47 Uhr Monduntergang: 06:09 Uhr

Lissabon

17°

Las Palmas

22°

Madrid

14°

Reykjavik


Dublin

15°

London

21°

Paris

22°

Bordeaux

22°

Palma

20°

Algier

29°

Nizza

20°

Trondheim

13°

Oslo

18°

Stockholm

19°

Kopenhagen

14°

Berlin

20°

Mailand

20°

Tunis

23°

Rom

21°

Warschau

19°

Wien

18° Budapest

21°

Palermo

23°

Kiruna


Oulu

11°

Dubrovnik

19°

Athen

18°

St. Petersburg

12°

Wilna

18°

Kiew

15°

Odessa

13°

Varna

11°

Istanbul

13°

Iraklio

19°

Archangelsk


Moskau

11°

Ankara

13°

Antalya

21°

Acapulco 34° sonnig

Bali 33° wolkig

Bangkok 38° heiter

Barbados 28° heiter

Buenos Aires 25° wolkig

Casablanca 19° wolkig

Chicago 18° Regen

Dakar 29° sonnig

Dubai 35° sonnig

Hongkong 27° bewölkt

Jerusalem 15° wolkig

Johannesburg 24° Gewitter

Kairo 24° heiter

Kapstadt 25° sonnig

Los Angeles 27° wolkig

Manila 37° heiter

Miami 31° wolkig

Nairobi 31° heiter

Neu Delhi 30° heiter

New York 15° Regen

Peking 22° wolkig

Perth 24° wolkig

Phuket 36° heiter

Rio de Janeiro 30° heiter

San Francisco 24° sonnig

Santo Domingo 31° heiter

Seychellen 30° Gewitter

Singapur 35° wolkig

Sydney 28° sonnig

Tokio 24° wolkig

Toronto 16° bedeckt

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