Berliner Kurier 20.04.2019

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8 BERLIN BERLINER KURIER, Sonnabend, 20. April 2019*

NACHRICHTEN

Picknick fürs Klima

Foto: dpa

Wegen eines Hohlraums in der

Deckemusste der Statiker ran,

der Zugverkehr warunterbrochen.

Mitte –Mit einem Klimastreik-Picknick

haben 500

Menschen für mehr Klimaschutz

protestiert. Laut Polizei

waren rund 500 Personen

zu dem Sit-in am Karfreitag

im Invalidenpark

angemeldet worden. Die

Demo im Rahmen von

„Fridays for Future war

„sehr friedlich“ und „sehr

schön“, so die Veranstalter.

Böschung brannte

Gatow –Mit rund 60 Einsatzkräften

hat die Feuerwehr

in Gatow gestern ein

Feuer hinter einem Friedhof

bekämpft. Es brannten

Unterholz, Gestrüpp und

kleine Bäume, so ein Sprecher.

Verletzt worden sei

niemand.

Unfall mit E-Roller

Berlin –Ein Unfall mit einem

E-Tretroller hat einen

Vorgeschmack auf Probleme

mit den künftig erlaubten

E-Rollern gegeben. Ein

Mann (24) war am Mittwoch

mit dem Roller auf einem

Fußgängerüberweg an

der Straße des 17. Juni mit

einem Kleinwagen kollidiert,

so die Polizei. Der

Rollerfahrer erlitt eine

schwere Kopfverletzung,

der Autofahrer einen

Schock.

Kind schwer verletzt

Templin –Ein radelndes

Mädchen (6) ist bei einem

Zusammenstoß mit einem

Auto schwer verletzt worden.

Es wurde mit einem

Hubschrauber in eine Berliner

Unfallklinik gebracht.

ARCHE NOAH

Chicko... hat ein Problem,

er kann nicht allein sein.

Der liebe Parson Russel

Terrier wünscht sich einen

souveränen Halter, der ihm

Sicherheit gibt. Er wäre

auch gern ein geselliger und

liebter Familienhund.

Vermittlungs-Nr. 19/494

Tierheim Berlin,

Hausvaterweg 39, 13057 Berlin,

Telefon: 030/768880,

www.tierschutz-berlin.de

Die Tiervermittlung ist geöffnet:

Mittwoch–Sonntag 13–16 Uhr

Foto: Tierheim Berlin

Bei einer Routine-Kontrolle wurde ein Hohlraum in der Tunnel-Decke entdeckt

Von

STEFANIE HILDEBRANDT

Berlin – Stellt man sich den

Tunnel der U-Bahnlinie 2als

eine der etwas verkalkten

Verkehrsadern zum Herzen

der Stadt vor, musste in der

betagten Röhre zwischen Senefelder

und Rosa-Luxemburg-Platz

gestern Morgen

ein Stent, also eine Gefäßstütze,

gesetzt werden. Schäden

an der Tunneldecke, die

schon am Donnerstag zu

Unterbrechungen geführt

hatten, machten die Not-OP

am offenen Gleis erforderlich.

Zum Schutz vor möglicherweise

herabfallenden Betonbrocken

wurde am Freitagmorgen

zunächst eine Blechabdeckung

an der Tunneldecke installiert.

Wie lange aber die eigentliche

Instandsetzung dauert, ist noch

unklar.

Die gute Nachricht: Seit 9.45

Uhr am Karfreitag fährt die U2

wieder. Langsam auf dem ersten

Stück zwischen Senefelder

Platz und Rosa-Luxemburg

Platz zwar, aber stetig. Doch

um einen weiteren Eingriff

kommt der Tunnel nicht herum.

„Nach Ostern werden die

Baufachleute sagen können,

wie lange die Bauarbeiten dauern

werden“, sagt BVG-Sprecherin

Petra Nelken.

Im günstigen Fall wird innerhalb

einer Nacht geflickt, der

Fahrgast merkt nichts von den

Arbeiten. Sollten die Reparaturen

aber umfangreicher ausfallen,

müssten sie sich auf neue

Fußmärsche zwischen den nur

450 Meter entfernt liegenden

Stationen einstellen.

Angesichts der 100 Jahre, die

die Strecke schon auf dem Buckel

hat, sind Risse und Bröckeln

nichts Ungewöhnliches.

Immer wieder wird saniert und

zusammengeflickt. Bei regelmäßig

stattfindenden Begehungen

werden Schäden meist

rechtzeitig entdeckt, eine Unterbrechung

des Verkehrs ist

selten nötig.

Doch in diesem Fall hätten

Techniker bei Kontrollen in

dem U-Bahntunnel einen Hohlraum

hinter der Deckenverkleidung

entdeckt und diese auf etwa

80 Zentimeter abgeklopft.

Weil der Hohlraum etwas größer

gewesen sei, habe man

dann lieber den Tunnel gesperrt

und den Statiker gerufen.

Wenn die Bahn

steht,laufen die

Fahrgäste. Bei

Sonne wardie

Distanz von450

Metern für die

meisten leicht zu

bewältigen.

Anderenutzten

den Shuttleservice.

Fotos: dpa

Patient U2:

Not-OP an einer

Verkehrsader

Foto:

Der habe nach einer ersten

Untersuchung vorläufig Entwarnung

gegeben, so ein Sprecher.

Der Abschnitt der Schönhauser

Allee über dem betroffenen

Tunnel bleibt, um Erschütterungen

durch schwere Lkws

zu vermeiden, dennoch bis auf

weiteres gesperrt.

Die Berliner U-Bahn liegt, anders

als in anderen Großstädten,

dicht unterhalb des Straßenlandes.

Was uns ellenlange

Rolltreppenabfahrten in den

Untergrund erspart, ist für die

Bausubstanz problematisch.

Auch Regen- und Schmelzwasser

hat kurze Wege, immer

mehr und größere und schwerere

Fahrzeuge setzten den

Tunneln zu.

„Bei so einer alten U-Bahn

muss man mit so etwas immer

rechnen“, sagt Petra Nelken.

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