Kathai Magazin 04/2019

kathai

Vor Ihnen liegt die Frühjahrs-Ausgabe des Kathai-Magazins. Information und Unterhaltung zu deutsch-chinesischen Themen auf 122 Seiten. Das sind nochmal 24 Seiten mehr als im letzten Magazin. Kathai hat nunmehr registrierte 40,000 Leser und weitere 5,000 Hefte werden auf Messen verteilt. Für chinesische Verhältnisse ist das nicht ungewöhnlich, aber als rein deutschsprachiges Magazin ein Novum. In dieser Ausgabe machen wir einen Schwenk von der Textilindustrie über die Gesundheit hin zur Food&Beverages-Industrie. Allen drei Themen ist gemeinsam, dass sie direkt mit einer intakten Umwelt korrelieren. Die Durchsetzung der Wasserreinhaltungsgesetze, der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch der Renaturierung (Phoslock, Agro-PV) haben in China an Fahrt aufgenommen. Die Zeit wird zeigen, ob die deutsche Klein- und Mittelständische Industrie daran teilhaben wird. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Werden die deutschen KMU mit der Start-Up-Kultur und der Verquickung des Lebens mit der IT in China zurechtkommen? Wir bei Kathai-Media sind da sehr zuversichtlich! Sven Tetzlaff (Asia Editor)

INTERVIEW: ANDREAS FISCHER, PETER STRIEGL

PERLON NEXTRUSION MONOFIL GMBH

Sven Tetzlaff, Kathai Media:

Was macht und wer ist Perlon?

Peter Striegel, Andreas

Fischer, Perlon GmbH: Die

Firma geht zurück auf den

Namen Perlon, dem

deutschen Nylon. Der

Erfinder war der deutsche

Chemiker Paul Schlack, der

1938 die Faser erfunden hat.

Wir sind der Hersteller, der

weltweit am meisten und am

vielfältigsten aus diesem

Kunststoff herstellt. Unsere

Hauptprodukte sind Monofile.

Die Anwendung der Filamente

reicht von Zahnbürsten, über

Tennisschläger, Filtern,

Seilen, Weinanbauhilfen usw.

Wir beliefern den

chinesischen Markt aus

Deutschland schon seit mehr

als 35 Jahren. Nach dem sich

immer mehr Firmen aus

unserer Industrie in China

angesiedelt haben, haben wir

uns entschlossen eine

chinesische Firme, die Zhejiang

Perlon in Haining, zu

gründen. Mit dieser

chinesischen Firma beliefern

wir ausschließlich den

chinesischen bzw. asiatischen

Markt.

Andreas Fischer (links, CTO) und Peter Striegl (rechts KAM)

Unsrer Filamente werden

sehr oft in Filtrationsprodukten

verwendet, z.B. in der

Papierindustrie oder eben der

Textilindustrie. Gerade im Filtrationssektor

sehen wir - vor

allem wegen des Umweltschutzes

- ein sehr grosses

Wachstumspotential. Überall

dort, wo Wasser sauberer

werden muss, spüren wir ein

sehr starkes Wachstum.

Die Filtertücher von Perlon

ermöglichen eine Fest-Flüssigtrennung,

die beispielsweise

in kommunalen Kläranlagen

angewendet werden,

aber auch Heißgasfilter, die

Temperaturen bis zu 250°C

standhalten, um Produktionsabluft

zu filtern. Ein weiterer

Aspekt unserer Produkte,

hinsichtlich Umweltschutz, ist

die Einsparung von Ressourcen

in den Fertigungsprozessen.

Dafuer stellen wir

Filamente her, die später in

der Anwendung weniger

Energie verbrauchen.

Nehmen sie ein Förderband,

welches über viele Rollen

angetrieben wird. Ein Band

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