Kathai Magazin 04/2019

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Vor Ihnen liegt die Frühjahrs-Ausgabe des Kathai-Magazins. Information und Unterhaltung zu deutsch-chinesischen Themen auf 122 Seiten. Das sind nochmal 24 Seiten mehr als im letzten Magazin. Kathai hat nunmehr registrierte 40,000 Leser und weitere 5,000 Hefte werden auf Messen verteilt. Für chinesische Verhältnisse ist das nicht ungewöhnlich, aber als rein deutschsprachiges Magazin ein Novum. In dieser Ausgabe machen wir einen Schwenk von der Textilindustrie über die Gesundheit hin zur Food&Beverages-Industrie. Allen drei Themen ist gemeinsam, dass sie direkt mit einer intakten Umwelt korrelieren. Die Durchsetzung der Wasserreinhaltungsgesetze, der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch der Renaturierung (Phoslock, Agro-PV) haben in China an Fahrt aufgenommen. Die Zeit wird zeigen, ob die deutsche Klein- und Mittelständische Industrie daran teilhaben wird. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Werden die deutschen KMU mit der Start-Up-Kultur und der Verquickung des Lebens mit der IT in China zurechtkommen? Wir bei Kathai-Media sind da sehr zuversichtlich! Sven Tetzlaff (Asia Editor)

Interview

Sven Tetzlaff, Kathai Media: Kannst

du mir etwas über den JOBO-Deal

erzählen?

Yu Xiang: Ich habe mit JOBO im Juni

2016 das erste Mal Kontakt aufgenommen

und mich dort mit Johannes

Bockemühl unterhalten. Ich dachte

immer darueber nach, wie man die

analoge Fotografie erhalten und weiterentwickeln

kann. Ich kam zur

Erkenntnis, dass es wichtig ist, dass

man sich in der Industrie zusammentut.

JOBO ist eine alte Marke mit

einer erheblichen Reputation. So

viele Menschen kennen JOBO. Was

könnte besser sein, als beide Firmen

zusammenzubringen? Im September

2016 habe ich mich mit Johannes auf

der Photokina getroffen. Dort haben

wir alles beredet und schon Ende

Oktober haben wir die Katze aus dem

Sack gelassen. Aber wir haben nicht

nur darüber gesprochen, wie JOBO

und CHAMONIX mehr verkaufen

können, sondern vor allem über

unsere gemeinsamen Ideen und

Ansichten über die analoge Fotografie

allgemein, und über die Industrie im

Besonderen. Das war sehr anregend.

Kathai: Nach der erste Pressemeldung

über die Kooperation habe ich

mir zuerst die Preise angeschaut. Ich

war überrascht und erfreut, wie fair

die sind. Das ist nicht selbstverständlich.

Gerade jetzt, wo jeder auf den

analogen Zug aufspringen will. Ich

habe das aus der analogen Szene in

Europa vernommen, dass die Leute

sehen, diese Beziehung zwischen

JOBO und CHAMONIX ist vor allem

langfristig angelegt. Es geht eben

nicht um den schnellen Schnitt.

Yu Xiang: Ja, das stimmt. Unsere Kooperation

ist nicht nur am Verkauf orientiert,

sondern wir achten auf die

gesamte Produktlinie, vom Material,

über die Kamera, den Filmprozess,

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