Kathai Magazin 04/2019

kathai

Vor Ihnen liegt die Frühjahrs-Ausgabe des Kathai-Magazins. Information und Unterhaltung zu deutsch-chinesischen Themen auf 122 Seiten. Das sind nochmal 24 Seiten mehr als im letzten Magazin. Kathai hat nunmehr registrierte 40,000 Leser und weitere 5,000 Hefte werden auf Messen verteilt. Für chinesische Verhältnisse ist das nicht ungewöhnlich, aber als rein deutschsprachiges Magazin ein Novum. In dieser Ausgabe machen wir einen Schwenk von der Textilindustrie über die Gesundheit hin zur Food&Beverages-Industrie. Allen drei Themen ist gemeinsam, dass sie direkt mit einer intakten Umwelt korrelieren. Die Durchsetzung der Wasserreinhaltungsgesetze, der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aber auch der Renaturierung (Phoslock, Agro-PV) haben in China an Fahrt aufgenommen. Die Zeit wird zeigen, ob die deutsche Klein- und Mittelständische Industrie daran teilhaben wird. Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet. Werden die deutschen KMU mit der Start-Up-Kultur und der Verquickung des Lebens mit der IT in China zurechtkommen? Wir bei Kathai-Media sind da sehr zuversichtlich! Sven Tetzlaff (Asia Editor)

wurde sichergestellt, dass die

Nutzpflanzen gleichmäßig

Sonnenstrahlung erhalten.

Ernteverluste durch

Solarmodule – positive

Gesamtbilanz

Prof. Dr. Petra Högy, Agrarexpertin

an der Universität

Hohenheim, berichtet dass

das Kleegras im Jahr 2017 nur

mit einer leichten Ertragsreduktion

(-5,3 %) auf die Beschattung

durch Agrophotovoltaik

(APV) reagierte. Bei

Kartoffeln (-18,2), Weizen

(-18,7 %) und Sellerie (-18,9

%) war diese stärker

ausgeprägt. Im ersten Versuchsjahr

wurde bei Weizen

und Kartoffeln eine leicht verzögerte

Bestandsentwicklung

unter der APV-Anlage im Vergleich

zur Referenzfläche

beobachtet, diese war jedoch

nur an wenigen Tagen sichtbar.

Zum Zeitpunkt der

Endernte konnten keine nennenswerten

Entwicklungsunterschiede

beobachtet werden,

so dass für jede Kultur

die APV- und Referenzfläche

am gleichen Termin geerntet

werden konnten.

Die Ergebnisse aus dem ersten

Praxisjahr weisen darauf

hin, dass alle vier untersuchten

Kulturen (Kleegras,

Sellerie, Kartoffeln und Winterweizen

– alle Teil der

Ökolandbau-Fruchtfolge) zwar

gute und vermarktbare,

allerdings im Vergleich zur

Referenzfläche weniger hohe

Erträge erzielen konnten.

Allerdings muss auch darauf

hingewiesen werden, dass die

APV-Fläche und die Referenzfläche

gleichzeitig abgeerntet

wurden, was für die Pflanzen

der APV-Fläche teilweise zu

früh war. Normalerweise

hätte man zum Beispiel Sellerie

oder Kartoffeln noch

zwei Wochen Reifezeit gegeben.

Vor allem die Bewirtschaftung

mit Kleegras unter APV sieht

aufgrund der geringeren Ernteverluste

vielversprechend

aus, allerdings sollte für eine

eindeutige Aussage das zweite

Versuchsjahr abgewartet werden.

Hier finden derzeit die

entsprechenden

Auswertungen

statt. Ob eine Tierhaltung

direkt auf der APV-

Anlage möglich ist, sollte in

einem weiteren Praxisversuch

untersucht werden, denn die

Tierhaltung unter APV ist

nicht im Fokus des Forschungsprojektes

auf dem

Heggelbach-Hof. Unklar sind

derzeit auch die Auswir-

Die PV-Anlage mit einer Leistung von 194 Kilowatt erstreckt sich über einen Drittel Hektar.

Quelle: Fraunhofer ISE

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