Freude, schöner Götterfunke-April2019.jpec

KarlGamper

f reu d e — s c h ö n e r göt t e rf u n ke n

FREUDE


SCHÖNER

GÖTTER

FUNKEN


KARL GAMPER

Kaum etwas ist so in unserer sozialen DNA

verankert wie dieser Text von Friedrich

Schiller, den er im Sommer 1785 schrieb.

Doch im Grunde unsterblich wurde diese Ode an

die Freude, als der Gigant Beethoven 1824 seine

9. Sinfonie um diese prophetischen Zeilen webte.

Freude ist wahrlich ein

Götterfunke. Eine tiefe

Erinnerung an das Göttliche

in uns, das wir als

Freude erleben und als

himmlischen Funken in

unser Bewusstsein aufnehmen

dürfen, damit

sich das Feuer dieses

»Heiligthums« – das wir

sind – in uns ausbreiten

und uns nähren und erfüllen

darf. Freude ist Licht. Licht ist Bewusstheit.

Was uns bewusst ist, ist für uns hell, erkennbar,

erfühlbar, wach wahrnehmbar. Somit

ist Freude der Beginn und auch das Ende einer

Pilgerfahrt in unserer ureigenen Heimat. Aus

Gründen, die wir nur vermuten können, ist dieses

Diese Zeile offenbart eine Welt für sich. Einen

Bewusstseinszustand, der hellsichtig die innere

Dynamik einer Bewegung erfasst, die sich in der

Gegenwärtigkeit zeigt. Im Raum eines zeitlosen

Jetzt. Es gilt, dieses JETZT als einen Raum zu

begreifen, als eine Dimension, die sich jenseits

der „Mode« permanenter Veränderung bewegt.

Hier muss sich der Verstand ausklinken, denn

dies ist ihm zu hoch. Und zwar in des Wortes

buchstäblichem Sinn! Der Verstand kann das unmöglich

verstehen. Wohl jedoch unser erkennendes

Bewusstsein. Jener Aspekt in uns, der sich

seines Seins als ICH BIN bewusst ist.


TOCHTER AUS ELISIUM

WIR BETRETEN FEUERTRUNKEN

HIMMLISCHE, DEIN HEILIGTHUM

DEINE ZAUBER BINDEN WIEDER

WAS DER MODE SCHWERD GETHEILT

BETTLER WERDEN FÜRSTENBRÜDER

WO DEIN SANFTER FLÜGEL WEILT


TOCHTER AUS ELISIUM

Menschenspiel so angelegt, dass wir aus der

Glückseligkeit der Freude fallen, uns verirren, uns

verstricken in den offensichtlichen wie subtilen

Fallen der Getrenntheit, um uns letztlich wieder

im Paradies einzufinden. Bereichert durch die Erfahrungen

des Lebens.

So gesehen ist das Leben

eine Reise, bei der wir nie

unsere Heimat wirklich verlassen

haben. Mehr noch:

Es ist gar nicht möglich,

dieses »Heiligthum« zu

verlassen. Doch … wir können

es zu einer »Mode«

machen. Zu einem wechselhaften

Spiel. Zu einer

Illusion, die sich als Getrenntheit

zeigt. Und zwar

in immer neuen, immer anderen Formen und

Farben und Klängen und Welten, die wir als »real«

bezeichnen, um sie dann auch so zu erleben. Was

wäre, würden wir diese Illusion beenden? Würden

wir das Schwert dieser Mode ersatzlos entsorgen?!

Sollte dir, liebe Leserin, lieber Leser, an dieser

Stelle etwas schwindlig werden, so ist dies das

beste aller Zeichen. Du bist dabei, feuertrunken

dein Heiligtum in dir in Besitz zu nehmen. Dich in

dieses Heiligtum zu hüllen, dich damit zu kleiden.

»Tochter aus Elisium«. Schiller hat damit vor

Jahrhunderten erfasst, was wir zunehmend als

weltweite Bewegung des Bewusstseins erkennen

und als „heilig, heil« erfahren. Ich spreche

hier von jenem weiblichen Pol in uns allen, vom

Yin der Taoisten, die in dieser enormen Yin-Kraft

die Heilung eines übermächtigen und damit desaströsen

Yang schon lange erkannt haben.

Um es noch einmal zu wiederholen, da es zu

wichtig ist: Weiblich im Sinne der polaren Kraft.

Weiblich im Sinne der Magie des Yin. Weiblich

für eine Balance. Für einen Ausgleich, der das

Leben auf diesem Planeten Gaia in ein fließendes

Gleichgewicht rückt. Eine so erkannte Yin-

DIE WELT MUSS WEIBLICH WERDEN

Kraft führt uns als Menschheit in das Elisium,

also in das mythologische Land der Seligen. In

den Bewusstseinszustand des vollkommenen

Glücks, der ungetrübten Freude. In jenes Paradies,

das in uns schlummert und darauf wartet,

wachgeküsst zu werden.

14

15


f reu d e — s c h ö n e r göt t e rf u n ke n

Wachgeküsst nicht von einem fernen Prinzen,

sondern von dem empfänglichen Geist in dir.

Hier ist die Tür in dein ureigenes NeuLand. In

die Jungfräulichkeit einer Möglichkeit, die sich

als Potenzial verkleidet hat und nur darauf wartet,

hinauszuspringen in dein Leben. Denn das

ist das Wesen allen Potenzials. Es schlummert so

lange, bis es ausgedrückt wird. Denk an dein Auto.

Das Potenzial des Motors entfaltet sich dann, wenn

du den Wagen fährst.

Die alten Seher, die erleuchteten Wüstenväter,

die heiligen Mütter, Frauen voller Liebe … erkannten

in unmittelbarer Schau im Yin das Dunkle.

Das Verborgene. Das Geheimnisvolle. Die für

den Verstand morastige Gegend, die er gerne

meidet. Doch die Mystiker vergangener Zeiten

sagten: Gott ist dunkel. Oder: Achte auf das

dunkle Licht der Liebe. Lass dieses dunkle Licht

in dein Herz fließen, und es wird dich in einem

alchimistischen Prozess erhellen. Du, der du

Tochter aus Elisium bist.

Die Kraft dieser Botschaft liegt darin, sie als lebendiges

Wort zu verinnerlichen, das feuertrunken

das Licht der Bewusstheit entzündet. Aus

dieser Freude, in dieser Liebe, erhellt durch dieses

Licht kann gar nicht anderes geschehen als:

WO DEIN SANFTER FLÜGEL WEILT

Wenn das Irgendwo zum Hier wird. Wenn das

Irgendwann zum Jetzt erwacht. Wenn sich das

Gefühl mit der Vorstellungskraft verbindet, mit

Imago, der Imagination, erhebt ein sanfter Flügelschlag

den Phönix aus der Asche in die Glorie

dieses Momentums.

Wenn nicht jetzt – wann dann?

Wenn nicht hier – wo dann?

Wenn nicht du – wer dann?

Wir alle sind Fürsten. Nichts anderes! Doch wir

haben uns in einem kosmischen Versteckspiel

als Bettler getarnt. Und wir haben das so gut gemacht.

Glaublich gut! Beinahe unglaublich –

unheimlich – gut. Doch jedes Spiel, auch das

von Jahrtrausenden, hat ein Ende. Irgendwann

legen wir die Würfel zur Seite und sagen: Was

genug ist, ist genug.

Möglicherweise gehörst du genau zu diesen.

Du liest diese Zeilen und sagst: Genug. Glaublich

genug! Daran glaube ich. Denn Glaube ist

Wissen. Und Glaube und Sein sind eins. Denn

woran ich glaube, das erfahre ich. Als meine Realität.

Daher: Glaublich genug. Ohne Ausrufezeichen.

Als Ausdruck der Wahrheit, die ich lebendig

bin. Als jene souveräne Selbstverständlichkeit,

die den Fürsten – die Fürstin – auf den

Thron des eigenen Lebens setzt.

BETTLER WERDEN FÜRSTENBRÜDER

»Bettler werden Fürstenbrüder«, weil diese

göttliche Freude in uns weilt. Verweilt. Ja, diese

Freude ist der Gott, der du bist und der sich als

individualisierter Funke zeigt. Das bedeutet im

Klartext: Je mehr du in dem unverwechselbaren

Fingerabdruck deiner Individualität erwachst, desto

gemeinschaftsfähiger bist du. Aus dieser für den

Verstand paradoxen Verbindung von höchster

Individualität mit dem Geist, der Haltung und der

Fähigkeit zur Gemeinschaft kann gar nichts anderes

erwachsen als eine globale Schwesternschaft,

als eine Brüderlichkeit, die im anderen einen Aspekt

von sich selbst erkennt. Eine Facette. Einen

anderen Tropfen im gleichen Ozean. Im Ozean

des Einen Geistes, in dem sich die Tropfen ozeanisch

zu einem Gewebe des Lichts, das Freude ist,

verbinden.

Es ist ein Irrtum, dass wir ins Paradies hineingehen.

Das Paradies ist in keinem fernen Garten

Eden. Das Paradies ist etwas, was du und

ich – was wir alle – IN uns und UM uns erschaffen.

Das Paradies ist das Feld, das Materie

prägt. Wie erhaben.

FAZIT:

ALLE MENSCHEN SIND BRÜDER

EINER GLOBALEN

SCHWESTERNSCHAFT GELEBTER

MENSCHLICHKEIT.

GELIEBTER MENSCHLICHKEIT.

EIN HERZ VOLLER FREUDE

IST DER STERN, DER DU BIST.

FREUDE.

Karl Gamper wirkt gemeinsam mit seiner

Frau Jwala im gesamten deutschen Sprachraum.

Die beiden haben in Tirol den Kraftplatz

Claudiaschlössl im Geiste von NeuLand

gestaltet und betreiben den online-Shop:

www.signshop.tirol. Die NeuLandWelle sind

Körpergebete und Bewegungsmeditationen,

die dich wirkmächtig darin unterstützen,

höhere Ebenen des Bewusstseins zu aktivieren.

www.neulandwelle.com

16

17

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine