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aktuell … aus den Landesgruppen

Brandenburg

Vorsitzende: Denise Sommer

denisomm@aol.com, www.grundschulverband-brandenburg..de

Wirbel um das 5-Punkte-Programm

zur Verbesserung

der Kompetenzen im

Lesen und Schreiben

Seit September 2018 sorgt

das 5-Punkte-Programm für

viel Aufregung und unnötigen

Wirbel in Brandenburgs

Schulen. Nach der umfassenden

Stellungnahme des

Brandenburger Vorstandes

vom Oktober 2018 fand im

Februar 2019 eine Gesprächsrunde

mit der Ministerin

Britta Ernst in Potsdam statt.

Das Gespräch ergab für den

Grundschulverband die

Aussicht auf eine verbesserte

Kommunikation und Kooperation.

Die Ankündigung

der Ministerin, die Expertise

des Grundschulverbandes

in Zukunft im Vorfeld von

Entscheidungen zu nutzen,

begrüßen wir ausdrücklich.

Konsens bestand auch darin,

der immer größer werdenden

Heterogenität von Kindern

beim Schuleintritt durch

spezielle Maßnahmen in den

vorschulischen Bildungseinrichtungen

besser gerecht zu

werden. Die Vorschläge des

Grundschulverbandes, regionale

Arbeitskreise z. B. zum

Anfangsunterricht wieder

zu beleben, stießen bei Frau

Ernst auf Interesse.

Das Verbot der Leselernmethode

»Lesen durch

Schreiben« und den damit

verbundenen schwerwiegenden

Eingriff in die methodische

Freiheit von Lehrkräften

bewertet die Ministerin im

Gegensatz zum Vorstand als

den unwichtigsten Punkt des

Programmes. Sie wies die

Kritik an ihrer Entscheidung

vor allem mit Blick auf den

negativen Ruf der Methode

in der Öffentlichkeit zurück.

Somit darf die Entscheidung

eher als Politikum denn als

Beitrag zur Förderung der

Lese- und Schreibleistung

von Brandenburgs Schülerinnen

und Schülern gesehen

werden. Dennoch löst gerade

das Methodenverbot und die

Methodenvorschrift bei vielen

Lehrerinnen und Lehrern

das größte Unverständnis

aus. Schließlich geht es darum,

das individuelle Lernen

der Kinder durch verschiedene

Methoden bestmöglich

zu begleiten und Textkompetenz

zu entwickeln. Dazu

hat der Grundschulverband

am 11. April den diesjährigen

Grundschultag in Ludwigsfelde

mit großer Resonanz

sehr erfolgreich veranstaltet.

Der Argumentation des

Grundschulverbandes, die

Vertretungsreserve an den

Schulen zu erhöhen, um den

Teilungs- und Förderunterricht

für die Verbesserung der

schwachen Schülerleistungen

zu nutzen, setzte die Ministerin

die verstärkte Nutzung

von Mehrarbeit zur Vermeidung

von Unterrichtsausfall

entgegen. Auch wenn nicht

alle offenen Fragen geklärt

werden konnten, bewertet

der Vorstand das Gespräch

mit Blick auf die angekündigte

Beteiligung an der zukünftigen

Erarbeitung derartiger

Programme als einen Schritt

in die richtige Richtung.

Gründung der

Interessen gemeinschaft

Brandenburgischer

Lehrer fachverbände (IBL)

Am 10. Januar vereinbarten

die 7 Lehrerverbände Verband

der Sonderpädagogen,

Verband Brandenburgischer

Oberschullehrer (VBO),

Gemeinnützige Gesellschaft

der Gesamtschulen (GGG),

Deutscher Philologenverband

(phv), Vereinigung

Brandenburgischer Gymnasialschulleiter,

Brandenburgischer

Lehrerverband

beruflicher Schulen (BLV)

sowie der Grundschulverband

eine Zusammenarbeit

auf Arbeitsebene. Die

Interessengemeinschaft setzt

sich das Ziel, gemeinsam und

verantwortungsvoll für die

Verbesserung der Bildung in

Brandenburg vom Schuleintritt

bis zum Berufsabschluss

einzutreten. Ergebnisse der

ersten Arbeitstreffen waren

ein gemeinsamer Brief an die

Ministerin zum 5-Punkte-Programm

und ein Gespräch

bei der Ministerin Ende April.

Die Pressemitteilung zur

Inkraftsetzung der neuen

Ausbildungsordnung für

Referendare in Brandenburg

sorgte für eine beachtliche

Resonanz in der Presse und

im Bildungsministerium. Die

Interessengemeinschaft sieht

nicht nur durch die Verkürzung

des Referendariats auf

12 Monate die Unterrichtsqualität

in Gefahr. Zukünftige

Arbeitsschwerpunkte der

IBL sind die Vernetzung von

Initiativen der Verbände, der

regelmäßige Austausch über

aktuelle Problemlagen und

die Umsetzung der Inklusion

an den Brandenburgischen

Schulen.

Für die Landesgruppe:

Hannes Fischer,

Denise Sommer

Bremen

Kontakt: Heike Hegemann-Fonger, Albrecht Bohnenkamp

vorstand.bremen@grundschulverband.de, www.grundschulverband-bremen.de

Wahlprüfsteine

Im Mai stehen in Bremen

die Wahlen zur Bürgerschaft

an. Gemeinsam mit der

Fachgruppe Grundschulen

der GEW hat die GSV-Landesgruppe

deshalb den politischen

Parteien eine Liste von

»Wahlprüfsteinen« zu ihren

Vorstellungen für die Weiterentwicklung

der Grundschulen

in Bremen vorgelegt:

1. Welche Möglichkeiten

sehen Sie, eine angemessene

Unterrichtsversorgung und

Raumsituation in den Grundschulen

kurzfristig zu schaffen

und langfristig abzusichern?

Welche Haushaltstitel wollen

Sie dafür konkret erhöhen?

2. In ihrem Gutachten

zur Arbeitsbelastung von

Lehrer*innen an Grundschulen

haben Schönwälder,

Zachau u. a. festgestellt,

dass der rechtlich vorgegebene

Aufgabenkatalog die

verfügbare Arbeitszeit weit

überfordert. Von welchen

Aufgaben wollen Sie die

Kolleg*innen entlasten oder

welche Unterstützung – z. B.

durch weiteres pädagogisches,

administratives oder

technisches Personal – planen

Sie, um die Erfüllung der

Aufgaben zu ermöglichen?

3. Was wollen Sie zusätzlich

tun, um die Arbeit in besonders

belasteten Stadtteilen

bzw. Schulen für die

Schulleitungen, Lehrer*innen

und andere Mitarbeiter*innen

attraktiver zu machen

(Reduktion der Unterrichtsverpflichtung,

Verkleinerung

der Klassen …)?

4. Welche sozialen und

kulturellen Aktivitäten

haben für Sie Priorität, um

die außerschulischen

Bildungserfahrungen von

Kindern, vor allem in den

belasteten Stadteilen, zu

stärken?

5. Was planen Sie, um die

Kontinuität der Bildungsbiografien

von der KITA über

die Grundschule bis in die

weiterführenden Schulen

abzusichern (z. B. durch

Unterstützung der »Arbeitskreise

Kinder«) und dem

42 GS aktuell 146 • Mai 2019

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