2019-4 OEBM Der Österreichische Baustoffmarkt - ARDEX - Große Flächen, große Lasten

impactmediaverlag

D e r Ö s t e r r e i c h i s c h e b a u s t o f f m a r k t

Österreichische Post ag

mz 09z037955m

impactmedia, Dornbacher straße 93, 1170 Wien

Fachmagazin für den baustofffachhandel & baumärkte

Jg 49

4.2019

Große Flächen - große Lasten

MIT ARDEX ZEMENTEN

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Trockenbauer im

Diamantrausch

Kein Wunder bei einer

Platte, die alles kann!

Knauf Diamant:

DAS MULTITALENT IM

HOCHWERTIGEN INNENAUSBAU

HÖHERE STABILITÄT

BESSERER LÄRMSCHUTZ

MEHR WIDERSTAND

GEGEN FEUCHTIGKEIT

LÄNGERER BRANDSCHUTZ

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4 . 2 0 1 9 i n h a l t

15 26

a k t u e l l

baustoffe bei amazon kaufen 5

interview mit Werner zöchbauer, Kunde des Baustoffhandels

normen sind keine Vorschriften 10

ProBauen zur althaussanierung

g r e m i e n &

V e r b ä n d e

h a n d e l

mit konjunktur zufrieden 12

umfrage bei den landesgremien

lehrlingskonzept mit Struktur 23

lehre im Bauzentrum Hannak

Damit Sie nachts gut schlafen können.

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Fotocredit: istockphoto

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e d i t o r i a l

immer besser vorbereitet

mag. alois fröstl

Chefredakteur

Der Baustoff-Fachhandel hat allen Grund optimistisch in die Bausaison

2019 zu gehen. War schon das vergangene Jahr von einer stabilen Baukonjunktur

gekennzeichnet, stehen wir auch heuer wieder vor einer aussichtsreichen

Marktsituation. Nicht alle werden sie aber für sich nützen können.

Diejenigen nämlich, die nicht wissen, mit welchen Mitarbeitern sie das Potenzial

heben sollen. Denn der Baustoff-Fachhandel ist längst kein Self Running Business

mehr. Wie in allen Handelssegmenten sind die betriebswirtschaftlichen Anforderungen

gestiegen. Die Professionalität der agierenden Personen wird immer mehr

gefordert. Auf allen Ebenen, von Verladehelfer bis zum Architektenberater. Zwar

zählen im Baugeschäft persönliche Freundschaften oder wenigstens Sympathien

noch immer eine ganze Menge, wenn es darum geht, wer jetzt den Zuschlag zur

Lieferung vergleichbarer Produkte zu vergleichbaren Preisen bekommt. Aber allein

ausschlaggebend war das nie und wird es immer weniger. In den Vordergrund

rückt immer stärker die Qualifikation der Mitarbeiter, besonders jener im Verkauf.

Denn selbst diejenigen, die Baustoffe oder zumindest einzelne Spezialitäten schon

einmal über das Internet gekauft haben geben zu, nicht immer alles zu kennen und

ganz froh zu sein, wenn ihnen beim Fachhandel weitergeholfen wird. Mit allen erkannten

und zugestandenen Grenzen des machbaren. Das Gespräch mit dem Manager

eines Topbetriebes der Putz- und Fassadenbranche bestätigt das (siehe Seite 5

dieser Ausgabe).

Wie ernst der Baustoffhandel diese Herausforderung nimmt ist nicht zuletzt daran

erkennbar, dass das Österreichischen Baustoffausbildungszentrum-ba über neue Rekordteilnehmerzahlen

bei den Schulungsveranstaltungen des vergangenen Wintersemester

berichtet. Doch nicht allein die Menge macht‘s, auch die Qualität und das

Interesse steigen, bestätigen die ba Trainer in Interviews mit dem ÖBM. Die jahrelangen

Bemühungen sowohl des Fachhandels als auch der Baustoffproduzenten,

ihre selbst gegründete Ausbildungsorganisation durch alle Höhen und Tiefen voranzubringen,

waren also nicht vergeblich, wie es scheint. Und so kann der gute

Fachhandel also immer besser vorbereitet dem schon voll angelaufenen Baugeschäft

diese Jahres entgegneten sehen. Wenn er zeitgerecht die Zeichen erkannt und danach

gehandelt hat, meint ihr

hinweis

Geschlechtsneutrale Formulierung

zur vereinfachung der lesbarkeit erfolgt im

ÖBm keine geschlechtsneutrale Differenzierung,

sondern es wird ausschließlich die

männliche form verwendet. Die ausrichtung

ist in jedem fall geschlechtsunabhängig.

4 | 4 . 2019


a k t u e l l

die baustoff-Fachhandelskunden

baustoffe bei amazon kaufen

zu den wichtigsten Kunden des Baustoff-fachhandels zählen die Betriebe der Putz-, mörtel- und

fassadenbranche. meist klein- und mittelbetrieblich strukturiert, brauchen sie die leistungen des Handels

wohl am ehesten. auch die Produzenten der farben, Putze, mörtelmischungen und fassadenmaterialien

sind gut beraten, sich angesichts der oftmals rasch kommenden und gehenden Betriebe auf die Bonität

der etablierten Baustoff-fachhändler zu verlassen und auf Direktlieferungen zu verzichten. solide

gewerbebetriebe mit eigener lagerhaltung fragen sich aber, warum sie beim fachhandel einkaufen

sollen. Der ÖBm wollte wissen, ob es nicht doch leistungen des fachhandels gibt, die auch für derartige

unternehmen interessant sein könnten. es gibt sie! alois fröstl hat dazu mit Werner zöchbauer,

geschäftsführer von Kuhn fassaden mit sitz in markersdort /nÖ das folgende gespräch geführt.

ÖBM: Wollen Sie gerne direkt bei der

Industrie einkaufen?

Zöchbauer: Natürlich, wir könnten

uns dabei Geld ersparen. Faktisch kaufen

wir ja direkt bei unseren Lieferanten;

der macht den Preis für uns und liefert.

Nur die Rechnung kommt dann über

einen Händler. Es gibt kaum etwas, das

uns ein Händler von seinem Lager liefert.

Ist es überhaupt noch möglich, Geld

zu sparen im Einkauf? Bei dem harten

Wettbewerb und den Preisen? Tiefer

geht ja nimmer, oder?

Irgendwas geht fast immer. Und wenn

es ein Teil des Händlerbonus ist, der von

der Industrie für die Übernahme Bonitätsrisiko

kommt und uns zum Teil weitergegeben

wird. Weil der Mitbewerb es

auch täte.

Sie brauchen den Handel also nicht?

So allgemein würde ich das nicht formulieren.

Wir haben viel von dem, was

wir täglich auf der Baustelle brauchen,

selbst vorrätig. Wer das aber nicht kann,

der braucht das Lager und die Logistik

des Händlers. Auch bei uns es gibt immer

wieder etwas, das der gute Fachhändler

liefern kann, weil wir es schnell

brauchen und grad nicht da haben.

Aber selten.

Und die Fachberatung…

…macht die Industrie deutlich besser!

Die Qualifikation der Fachberater des

Handels ist ja leider nicht immer erste

Klasse. Ich verstehe es aber auch, dass bei

der Vielfalt der heutigen Sortimente und

Speziallösungen kaum jemand aus dem

Handel auf dem letzten Stand sein kann.

Noch dazu, wenn er nicht nur Putze und

Fassadenbaumaterial verkaufen soll, sondern

auch anderes. Es ist ja schon für die

Vertreter der Industrie herausfordernd,

das ganze Sortiment stets tagesaktuell

im Kopf zu haben. Das Handwerk muss

selbst wissen was es braucht. Da kommt

der Betreuer des Handels selten mit.

Was würden sie sich denn vom Fachhandel

wünschen? Wo könnte er Ihnen

wirklich Leistung bieten?

Auch wenn es sich zu dem, was

ich gerade gesagt habe, zu widersprechen

scheint: Bei der Fachberatung! Es

kommt immer wieder vor, dass wir mit

Spezialprodukten konfrontiert sind, die

wir nicht jeden Tag brauchen und deshalb

auch nicht sofort wissen woher wir

das beziehen sollen. Wenn mir das mein

Berater des Handels kurzfristig sagen

kann, warum soll er es dann nicht auch

liefern. So fair bin ich, dass ich nicht

Beratungsleistung in Anspruch nehme

und dann wo anders kaufe. Auch wenn

Werner Zöchbauer

geschäftsführer Kuhn fassaden

info Firma kuhn

Die firma Kuhn fassaden wurde im

Jänner 1975 als einzelbetrieb in st.

Pölten von friedrich Kuhn gegründet

und im Jahre 1979 in eine ges.m.b.H.

umgewandelt. seit 2008 wird der

Betrieb von Werner zöchbauer wie ein

familienbetrieb geführt. Kuhn fassaden

befasst sich von anfang an ausschließlich

mit fassadenputzen, isolierungen

und anstrichen im Hochqualitätssegment.

4 . 2019 | 5


a k t u e l l

sich das in Zeiten des Internetverkaufs

immer mehr einbürgert.

War‘s das schon mit den Wünschen?

Überhaupt nicht! Stichwort Internetverkauf.

Wie Amazon es schafft, praktisch

alles auf der Welt und das fast über

Nacht liefern zu können, ist mir ein Rätsel.

Auch wenn es mir als österreichischem

Unternehmer widerstrebt, muss

ich doch gestehen, dass ich schon so

manchen Spezialteil im Internet gekauft

habe. Nicht als Privatperson, sondern

für die Firma! Dass Amazon auch schon

Baustoffe liefern kann, ist ja bekannt.

Also Digitalisierung der Geschäftsprozesse?

Nein, nur schneller muss der Handel

werden. Ich brauche keine Lieferung in

zwei Tagen, sondern in zwei Stunden!

Oder wenigstens über Nacht. Im Autoersatzteil-Business

geht das ja auch.

Die Leistungen des Handels also auf

den Punkt gebracht: Alles, und das

sofort.

Ich bin schon Realist und Kaufmann

genug, um zu wissen, wie schwierig das

ist und was das kostet. Aber als Idealvorstellung

könnte man das so formulieren.

Und wer dieser Idealvorstellung am

nächsten kommt, der ist mein Partner.

Und eines dürfen wir nicht vergessen:

Der Umgang mit Menschen ist noch

immer die Basis unseres Geschäftes. Sowohl

bei den Mitarbeitern, Kunden und

Lieferanten. Und das ist auch gut so!

Das kann das Internet nicht.

branchen radar: dachmaterial für geneigte dächer in Österreich

Steildachmarkt wächst erstmals seit 2011 wieder

Der markt für Dachmaterial schaffte in Österreich im vergangenen Jahr

die trendwende. erstmals seit sieben Jahren gab es 2018 wieder ein

umsatzplus, zeigen aktuelle Daten einer marktstudie zu Dachmaterial für

geneigte Dächer in Österreich von BranCHenraDar.com marktanalyse.

Es waren verflixte sieben Jahre für

die Anbieter von Dachmaterial

für geneigte Dächer. Seit 2011 sanken

die Erlöse Jahr für Jahr. Bis einschließlich

2017 verlor der Markt rund fünfzehn

Prozent an Umsatzvolumen, obgleich

die Preise im selben Zeitraum nahezu

im gleichen Ausmaß anzogen. Im vergangenen

Jahr kam es aber zur langersehnten

Trendwende. Zwar konnte der

Markt auch 2018 absatzseitig noch nicht

ganz Tritt fassen, im Vergleich zum Vorjahr

verlor die Kontraktion aber deutlich

an Kraft. Die Nachfrage sank nur noch

um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Und so war es möglich, dass ein

robust steigender Durchschnittspreis die

Erlösentwicklung ins Plus drehte. Auf

Ebene der Warengruppe erhöhte sich

der Durchschnittspreis um 2,5 Prozent

gegenüber Vorjahr. Infolge stiegen die

Herstellererlöse um 1,4 Prozent gegenüber

Vorjahr auf 126,8 Millionen Euro.

Gestützt wurde der Markt vom Neubau,

das Bestandsgeschäft schwächelte

weiterhin.

Vom Aufschwung wurden nahezu alle

Dachmaterialien erfasst. Der Umsatz mit

Tondachziegeln stieg um 3,4 Prozent gegenüber

Vorjahr. Beim Beton-Dachstein

lag das Erlösplus bei 2,3 Prozent gegenüber

Vorjahr und bei Metalldeckungen

sogar bei 6,1 Prozent gegenüber Vorjahr.

Lediglich der Umsatz mit Faserzement

gab kräftig um acht Prozent gegenüber

Vorjahr nach.

Auch der mittelfristige Ausblick ist erfreulich.

Für das laufende Jahr erwartet

BRANCHENRADAR.com Marktanalyse

eine Umsatzsteigerung von rund

drei Prozent gegenüber Vorjahr, für

2020 werden knapp plus zwei Prozent

prognostiziert.

y

Bild: Bim Bramac

Herstellerumsatz in Mio. Euro 2015 2016 2017 2018

Dachmaterial für geneigte Dächer 126,9 126,6 125,0 126,8

Quelle: BranCHenraDar Dachmaterial für geneigte

Dächer in Österreich 2019

6 | 3 . 2019


a k t u e l l

bmi bramac

innovative lösung für dachsanierungen

nach einem schneereichen Winter

hält der frühling einzug ins land

– und damit steht in Österreich

der start der Bausaison an. neben

neubauten spielen vor allem

sanierungen und renovierungen

eine große rolle. und immerhin

jeder achte sanierer in Österreich

(12,42 %) plant eine umfassende

Dachsanierung – das zeigen die

ergebnisse der aktuellen Häuslbauerstudie.

Durchgeführte/geplante Bauvorhaben –im Trend

Basis: Sanierer mit

GRÖSSEREN

Bauvorhaben

(38%=100%)

Basis: Sanierer mit

KLEINEREN

Bauvorhaben

(66%=100%)

Ergebnisse in Prozent

Sanierer mit größeren Bauvorhaben konzentrieren sich wieder verstärkt auf weniger gleichzeitige Umsetzungen, am

stärksten auf Bad‐Renovierung, Fenstersanierung und Dämmung, unter kleinere Bauvorhaben findet man Malereiarbeiten,

Bad‐Renovierung

Badrenovierung, Neugestaltung

Neue Fenster/Fassadenfenster, Renovierung Fenster/Fassadenfenster

Dämmung / Thermische Sanierung

Küchenrenovierung, Neugestaltung

Renovierung von Böden, Fliesen

Innenrenovierung anderer Räumlichkeiten

Fassade / Fassadenerneuerung

Neue Farben für Wände, Malereiarbeiten, Tapezierarbeiten

Terrasse, Balkon

Neue Türen, neue Treppen

Umbau / Neubau Heizung, Heizkessel, Kaminsanierung

Dacherneuerung

Zubau, Wohnraumerweiterung

Generalsanierung eines Hauses

Garten (z.B. Gartenwege barrierefrei machen)

Dachausbau

Neue Dachfenster / Renovierung von Dachfenster

39

39

37

34

33

32

29

26

21

19

18

18

16

Frage 2: Und was haben Sie da bei Ihren Bauvorhaben (im / am Haus) genau durchgeführt bzw. was haben Sie geplant?

* wurde im Trend als ein Item abgefragt

Unterscheiden Sie bitte danach, was Sie als größere Renovierung / Sanierung ansehen und das, was für Sie eher als

kleinere Renovierung / Sanierung durchgeht.

Basis: SANIERER insgesamt

7

Diff.

zu

2017

Chart 12

Diff.

zu

2017

51 1

45

3

44 ‐7 20

‐3

42 ‐2 10

3

‐5

29

‐2

‐2

37

0

‐4

29

‐4

‐5

‐7

‐4

‐6

‐8

‐6

‐7

‐4

‐7

‐9

2

13

21

17

12

4

5

2

18

2

7

49

‐2

‐2

‐2

‐1

‐3

‐2

0

4

2

0

0

grafik: market institut, Häuslbauer-studie

Bild: Bim Bramac

aerlox ClassiC

schiefer

All jenen, die ihr Dach erneuern

wollen, bietet BMI Bramac nun

eine innovative Lösung: Der Dachstein

Aerlox CLASSIC wiegt 30 % weniger als

herkömmliche Dachsteine, bietet dabei

aber die gleiche Haltbarkeit und Festigkeit.

Durch das geringe Gewicht wird

der Dachstuhl entlastet, was insbesondere

bei starkem Wind oder Schneelast

eine Rolle spielt.

Der Aerlox CLASSIC ist nicht nur

eine echte Alternative zu anderen Dachsteinen,

sondern auch zu Well- und

Blechdächern: Durch ihre Großflächigkeit

bieten die in Bahnen verlegten Elemente

starkem Wind eine große Angriffsfläche.

Beim Aerlox CLASSIC ist

diese durch die kleinere Elementfläche

deutlich geringer. Zudem lässt sich der

Aerlox CLASSIC ganz einfach mit den

dafür vorgesehenen Sturmklammern sichern.

festigKeit unD HaltBarKeit

DanK ausgeKlügelter materialstruKtur

Eine innovative Materialstruktur sorgt

dafür, dass der Aerlox CLASSIC trotz

des geringen Gewichtes äußerst robust

ist und eine vergleichbare Festigkeit und

Haltbarkeit wie herkömmliche Dachsteine

aufweist. Wie alle anderen Premiummodelle

von BMI Bramac ist er mit

der einzigartigen Protector Plus-Oberfläche

ausgestattet. Auch schalltechnisch ist

er Metalldeckungen deutlich überlegen.

In den Farben Schiefer und Rubinrot

sorgt der Aerlox CLASSIC für ein ansprechendes

optisches Erscheinungsbild.

„Mit dem Aerlox CLASSIC ist uns

eine echte Innovation im Dachsteinsektor

gelungen. Dank einer neuartigen

Materialstruktur und unserer bewährten

Protector Plus-Oberfläche ist

dieser äußerst robust und bietet hervorragenden

Schallschutz. Das geringe

Gewicht macht ihn zum idealen Sanierungsprodukt

für weniger belastbare

Dachstühle“, so Erich Fuchs, Leiter der

operativen Anwendungstechnik bei BMI

Bramac Österreich.

y

technische infos

material: sand, zement, Wasser,

anorganische Pigmente

oberfläche: glatt

gewicht: 2,9 kg / stück

größe: 330 x 420 mm

Hängelänge: 398 mm

Deckbreite: 300 mm

Bedarf je m²: ca. 10 stück

4 . 2019 | 7


a k t u e l l

niger Raum. Straßen und Gebäude sind

von versiegelten Flächen umgeben.“

Entscheidend im Umgang mit diesen

Entwicklungen sind vorausschauende

und nachhaltige Lösungen. Hier kommt

ACO mit seinem Multiline Rinnensystem

ins Spiel. Serienmäßig dicht, selbstreinigend

und als einfaches Stecksystem

konzipiert, eignet es sich sowohl für den

urbanen Raum und Straßen als auch für

Industrie, Häfen und Flughäfen. Die bewährte

ACO DRAIN ® Multiline Seal

in zeichnet sich durch die einzigartige

Kombination aus dem Werkstoff ACO

Polymerbeton und der serienmäßig inrund

ums haus

Von wetterextremen und deren Folgen

Wetterextreme wie starkregen stellen

gemeinden, Betriebe und Bewohner vor

enorme Herausforderungen. um auf mögliche

Wassermassen vorbereitet zu sein, sind

architekten, Planer und Baufirmen gefordert,

vorausschauende systeme einzusetzen. Die

passenden lösungen dafür zeigte aCo auf

seiner roadshow in graz, salzburg und Wien,

aus einer Hand und immer am Puls der zeit.

Der globale KLIMAWANDEL

3 Starkregen

Veränderung der Häufigkeitsverteilung der

Temperaturen:

Wärmer und

mehr Energie im System

• Höhere Temperatur

• Höhere Verdunstung

• Bei vorhandener Feuchte

Höhere Niederschlagsmengen

Vorausgesetzt es regnet

Um die 200 Teilnehmer begrüßte

ACO-Geschäftsführer Dr. Ernst

Strasser bei der ACO-Roadshow zum

Thema Regenwasserbewirtschaftung

in Graz, Salzburg und Wien zur Roadshow.

In einem spannenden Impulsvortrag

erfuhr das Publikum von Dr. Michael

Hofstätter von der ZAMG, warum

es überhaupt zu vermehrt auftretenden

Wetterextremen kommt. Die Klimaerwärmung

hängt mit der Intensität von

Starkniederschlägen zusammen: Wenn

die Temperaturen steigen, wird auch

mehr Wasserdampf von der Luft aufgenommen.

Die Folge sind stärkere Regenfälle

mit verheerenden Folgen wie

Hochwasser und Überschwemmungen.

Warum Wir entWässerungssysteme

BrauCHen

Auch Grundwasser und Bauwerk werden

durch äußere Einflüsse in Mitleidenschaft

gezogen, wie ACO Produktmanager

Daniel Hardt betont: „Spuren von

Schwermetallen, Streusalz, Benzin oder

Bremsstaub verunreinigen das Niederschlagswasser

und können Schäden

hervorrufen. Hinzu kommt, dass sich

unsere Lebensräume stetig verändern,

immer mehr Menschen leben auf we-

ernst strasser

aCo geschäftsführer

fotos: thomas magyar

Der globale KLIMAWANDEL

2 Die anthropogene Klimaveränderung

+1.0°C seit 1880

(die letzten 4 Jahre dabei nicht

berücksichtigt)

„global dimming“

8 | 4 . 2019


a k t u e l l

tegrierten EPDM-Dichtung aus. Die

EPDM-Dichtung verbindet zwei Rinnenkörper

wasserdicht und durch ACO

Polymerbeton mit Wassereindringtiefe

0 mm ist der ganze Rinnenstrang wasserdicht.

In Kombination mit der großen Auswahl

an ACO Design Rosten haben

Planer, Architekten und Verarbeiter

zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

Referenzen wie das Designer Outlet

Parndorf, das Palais Liechtenstein, das

Quartier Belvedere Central oder die

ÖAMTC Zentrale Wien zeigen, wie individuell

sich Funktion und Ästhetik

mit Produkten von ACO kombinieren

lassen.

Der globale KLIMAWANDEL

3 Starkregen

FAKTOR MENSCH: Planung, Bauordnung, FW‐Plan, ÖNORM, Kosten, Nutzungskonflikt, ….

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/5217672/Kaernten_Gewitter‐zogen‐ueber‐Unterkaernten

reinigung, versiCKerung, aBleitung

In ihrem Vortrag über Regenwasserreinigung

präsentierten der Leiter Produktmanagement

Christopher Peiritsch

sowie der Technische Berater Clemens

Hartmann die Strategien der Regenwasserbewirtschaftung,

wichtige rechtliche

Grundlagen und Normatives zum Stand

der Technik. Das Publikum erhielt einen

hilfreichen Überblick zur Kategorisierung

der Einzugsflächen, Herleitung

der Flächentypen und die jeweilige Flächenzuordnung

und Reinigungsmaßnahmen.

Systeme mit technischem

Filter ermöglichen eine ganzheitliche

Nutzung der Oberfläche, sorgen damit

für deutliche Platzersparnis und zeichnen

sich durch separaten Schlammfang

und das zertifizierte Filtersubstrat aus.

ACO Stormclean bietet genau diese Vorteile.

Der leichte Werkstoff GFK ermöglicht

günstigen Transport und einfaches

Handling. Trotz des geringen Gewichts

zeichnet sich der technische Filter durch

Dauerfestigkeit und hohe Kriechfestigkeit

aus.

Genauso wichtig wie die Reinigung

ist die Versickerung und Ableitung des

Regenwassers. Auch die ACO Blockrigole

Stormbrixx SD für PKW-Verkehr

und Havariefahrzeuge sorgt für einen

reduzierten Transportaufwand und damit

geringeren CO 2

-Ausstoß. Ebenso

praktisch: Durch die Stapelbarkeit der

Grundelemente wird der Lageraufwand

auf der Baustelle vermindert. Funktional

ist auch ist das Baukastenprinzip,

system. regenwasserbewirtschaftung;

reinigung

mit zertifizierten

filtersubstrat, versickerung

und ableitung aus

einer Hand!

das für einen einfachen Einbau sorgt.

Doch nicht nur das Handling zeichnet

die Blockrigole von ACO aus. Bei der

Versickerung wird das zuvor gesammelte

und gereinigte Niederschlagswasser im

Rigolensystem ACO Stormbrixx SD gesammelt.

Von dort aus wird es nach und

nach an den anstehenden Boden abgegeben

und fördert die Grundwasserneubildung.

Umhüllt mit einer Abdichtungsbahn

entsteht eine Art Tank, in dem das

zuvor gesammelte und gereinigte Niederschlagswasser

gesammelt wird, um es

dann kontrolliert und zeitverzögert an

die Vorflut abzugeben. Ehe das Wasser

in Vorfluter oder Abwasserkanäle entleert

wird durchläuft es das Drosselsystem

Q-Brake, das für eine vier- bis

sechsmal größere Ausflussöffnung sorgt.

So kann das gesammelte und aufbereitete

Wasser weiterverwendet werden oder

in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt

werden.

Hier schließt sich der Kreislauf von

ACO. Für Architekten, Planer und Baufirmen

bietet der Entwässerungsspezialist

damit eine Bandbreite an Systemen

aus einer Hand und beweist damit Regenwasserbewirtschaftung

am Puls der

Zeit, für heute und morgen. y

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

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a k t u e l l

Pro bauen

normen sind keine Vorschriften

Das Dialogforum Bau will einfachere regeln für die Baubranche erarbeiten.

Jetzt werden in einer online-Konsultation Beispiele für übertriebene oder

widersprüchliche regelungen gesammelt.

Seit Jahren verspricht die Politik,

das Bauen einfacher und damit

auch billiger zu machen. Bauprojekte

ziehen sich in Österreich oft unnötig in

die Länge, weil die behördlichen Verfahren

so lang dauern. Immer neue Auflagen

und komplizierte Vorschriften treiben

die Kosten in die Höhe. So lautet jedenfalls

ein gängiges Urteil, das sichtlich

auch von der Politik selbst geteilt wird,

denn im aktuellen Regierungsprogramm

findet sich gleich an mehreren Stellen

das Versprechen, die Lage zu Verbessern.

Ausdrücklich genannt werden Ziele wie

„Bürokratieabbau“, „leistbares Wohnen“,

„Anhebung der Sanierungsrate“ und

„Schutz des baukulturellen Erbes“.

Ähnliche Anläufe gab es auch immer

wieder in der Vergangenheit, doch sie

endeten meist in wechselseitigen Schuldzuweisungen:

Die einen sahen die Ursache

in einer behaupteten „Normenflut“,

also in der angeblich zu großen Anzahl

an technischen Standards. Die anderen

fanden, die Bauvorschriften der Länder

trügen die Schuld, wieder andere orteten

das Problem bei den Behördenverfahren,

bei den Sachverständigen, bei der Rechtsprechung.

Um endlich Klarheit zu schaffen,

startete Austrian Standards International

(A.S.I.) – das ehemalige Österreichische

Normungsinstitut – gemeinsam

mit der Bundesinnung Bau bereits 2015

das Projekt Dialogforum, bei dem bisher

insgesamt rund 450 Personen und Organisationen

intensiv diskutierten. Damit

das bei einer so großen Zahl an Teilnehmern

überhaupt möglich war, wurde

eine Online-Plattform eingerichtet, bei

der auch abseits der regelmäßigen Treffen

Beiträge eingespeist und diskutiert

werden konnten.

Das Dialogforum erbrachte eine Fülle

von konkreten Ergebnissen, die zum Teil

die Normung betrafen, zum Teil die Gesetzgebung

oder auch das Zusammenspiel

der Akteure. Beispielsweise wurde

erkannt, dass beim Brandschutz eine

laufende Koordination zwischen OIB-

Richtlinien, Normen und den Brandschutz-Richtlinien

des Bundesfeuerwehrverbandes

(TRVB-Richtlinien)

nötig ist, um überschießende Regelungen

zu vermeiden.

falsCHer umgang mit normen

Vor allem aber wurde im Zuge der Diskussion

ein ganz zentraler Konstruktionsfehler

offengelegt, nämlich ein systematisch

falscher Umgang mit Normen.

Technische Normen sind ihrem Wesen

nach nicht verbindlich, sondern unverbindliche

Empfehlungen, die gewissermaßen

die „Best practice“ beschreiben.

Sie können aber indirekt und ungewollt

Verbindlichkeit erlangen, indem behördliche

Bescheide oder Verträge ganz pauschal

den „Stand der Technik“ fordern.

In den Gesetzen und Baurichtlinien ist

dieser Stand der Technik aber nirgends

genau definiert. Wenn es zu Streitigkeiten

kommt, liegt es an den Gerichten

und ihre Sachverständigen, den Stand

der Technik zu bestimmen, und sie verstehen

darunter fast immer „die Einhaltung

aller aktuellen Normen“.

Genau das ist beim Bau aber sehr oft

unangemessen. Warum sollte ein hundert

Jahre altes Haus die aktuellen Normen

des Jahres 2019 erfüllen müssen,

zum Beispiel im Hinblick auf die Krümmung

des Stiegenhauses, den Einbau der

Fenster, die Schalldämmung der Geschoßdecken?

Sehr wohl muss ein solches

Gebäude die sichere Benutzung

GründerZeit. neue normen sind für alte gebäude

nicht immer passend.

durch Bewohner und Besucher gewährleisten

können – aber dass dies der Fall

ist, hat es ja schon hundert Jahre lang

bewiesen.

Bei alten Gebäuden wird das Problem

besonders offensichtlich, weil oft genug

die Formel „Stand der Technik“ im direkten

Widerspruch steht zum Wunsch,

den historischen Charakter und die alte

Bausubstanz zu erhalten. Aber auch im

Neubau und bei der Beschaffenheit von

Baumaterialien gilt: „Stand der Technik“

muss nicht zwangsläufig heißen,

dass nur die jeweils letzte und womöglich

teuerste Errungenschaft in Frage

kommt. So wie es jedem Konsumenten

freisteht, ein Smartphone zu kaufen, das

schon 2 Jahre alt ist und daher längst

nicht mehr dem Stand der Technik entspricht

(aber tadellos funktioniert…) –

so soll es auch beim Bauen möglich sein,

frei entscheiden zu können, welche aktuellen

Normen man anwenden will und

welche nicht. Verbindlich vorgeschrieben

müssen nur die nötigen Sicherheitsstandards

werden.

Die Lösung lautet also: „Stand der

Technik“ darf nicht mehr automatisch

mit der Einhaltung aller Normen gleichgesetzt

werden, vielmehr muss vom Gesetzgeber

inhaltlich begründet werden,

welcher Mindeststandard jeweils gefor-

10 | 4 . 2019


foto: Österr. Baustoff-recycling verband/aPa-fotoservice/rastegar

dert wird. Das klingt überzeugend, ist in der Praxis aber gar

nicht so leicht umzusetzen. Denn das Problem betrifft nicht

nur das Baurecht, sondern hat auch Auswirkungen auf das

Zivilrecht (etwa in Haftungs- und Gewährleistungsfragen)

bis hin zum Strafrecht.

A.S.I. und die Bundesinnung Bau führen daher ein weiteres

Dialogforum mit umfassender Online-Konsultation

durch. Diesmal geht es darum, möglichst viele Beispiele aus

der Praxis zu sammeln. Die Vertreter der Baubranche werden

eingeladen, alles einzubringen, was ihnen tagtäglich an

Problemen im Zusammenhang mit Bauvorschriften unterkommt:

widersprüchliche gesetzliche Regelungen, Konflikte

zwischen Gesetzen und Normen, überschießende Auflagen,

unnötige Haftungsrisiken.

y

baustoff-recycling 2019

herausforderungen und

antworten

fachtagung des Österreichischen Baustoff-recycling

verbandes

Ob Gemeinde, Land oder Bund – die Beschaffung im

öffentlichen Bereich muss recyclinggerecht erfolgen,

betont der Vorsitzende des BRV, DI Mag. Thomas Kasper.

Im Rahmen der BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019

Herausforderungen und Antworten“ stellte einleitend Ministerialrat

Dr. Ferth vom BMNT ebenfalls fest, dass anhand

eines Kriterienkataloges die Ausschreibung recyclingfreundlich

gestaltet werden soll. Das Ministerium für Nachhaltigkeit

wird noch im April die Forcierung des Einsatzes von

Recycling-Baustoffen in der öffentlichen Beschaffung durch

Veröffentlichung des Kriterienkataloges verlangen.

So kann auch aus Aushubmaterial, das derzeit zu 80 %

deponiert wird, wieder neuer Recycling-Baustoff ökologisch

vorteilhaft produziert werden. Der BRV unterstützt diese

Entwicklung durch anwenderfreundliche Merkblätter und

Richtlinien, die dem Baupraktiker bei der Ausschreibung und

auf der Baustelle

helfen.

y

taGunG. v.l.n.r.:

Di t. tallafuss

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mag. t. Kasper

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Knauf Insulation sind flexibel in der Anwendung ohne

ihre Form zu verlieren. Sie bieten die ideale Kombination

aus den Vorteilen der Steinwolle und der Glaswolle.

Leicht, stark und biegsam zugleich!

n Sehr hohe Wärmedämmleistung:

λ D

= 0,034 W/mK

n Nicht brennbar: Brandverhalten nach

Euroklasse A1

n Sehr gute Schalldämmung

n Umweltfreundlich und angenehm in der

Handhabung dank ECOSE ® Technology

n Kompakt durch hohe Rückstellkraft

n Starke Komprimierung spart Ladevolumen

und Lagerplatz

4 . 2019 |

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g r e m i e n & V e r b ä n d e

berufsgruppen des baustoffhandels in den landesgremien

mit konjunktur zufrieden

Der ÖBm hat wichtige vertreter der Berufsgruppen in den landesgremien um ihre meinung

zur aktuellen situation des Baustoff-fachhandels im Bundesland gebeten und ihnen dazu

folgende fragen gestellt:

1. Die Baukonjunktur hat sich – zumindest im vergangenen und diesem Jahr – wieder zu

einer Konjunkturlokomotive entwickelt. Hat der Baustoff-fachhandel in ihrem Bundesland

davon profitiert?

2. Wie schätzen sie (ihre mitglieder) die lage für heuer ein? und im nächsten Jahr?

3. gibt es ihrer meinung nach Problemfelder, die den Baustoff-fachhändlern das

geschäftsleben erschweren? Könnte daran etwas geändert werden?

4. gibt es derzeit einen tätigkeitsschwerpunkt für die gremialmitglieder?

5. Wo liegen ihrer meinung nach die großen Herausforderungen der nächsten Jahre für den

Baustoff-fachhandel?

HarDo-Horst HrastniK, steiermarK

1. Die gute Konjunktur am Bausektor

im vergangenen Jahr hat auch in

der Steiermark dafür gesorgt, dass im

Schnitt auch die Umsätze im Baustoffhandel

angezogen haben und das Jahr

2018 im Durchschnitt mit einem positiven

Ergebnis abgeschlossen werden

konnte.

2. Spürbar ist hierbei ein Auseinanderklaffen

der Konjunktur am Bausektor

zwischen dem städtischen und dem

ländlichen Raum. Während im städtischen

Raum viele Projekte umgesetzt

werden und hier auch der Baustoffhandel

profitiert, ist dies im ländlichen

Raum nicht durchgängig gegeben. Die

Aussichten für die weiteren Monate

des Jahres 2019 sind im Baustoffhandel

durchwegs positiv. Die Kauflaune ist

hoch und die Nachfrage nach Baustoffen

und Bauprodukten vorhanden.

3. Ein Problemfeld, mit dem der Baustoffhandel

in den letzten Jahren immer

stärker zu kämpfen hat, ist der evidente

Fachkräftemangel. Ein wichtiger Schritt,

um diesem entgegenzutreten, ist vor

allem die Meinungsbildung und Imagewerbung

für die Lehre bei den Eltern

und Jugendlichen, um viele motivierte

Jugendliche in eine für sie passende

Berufsausbildung mit vielfältigen Aufstiegschancen

zu bringen. Mit Zusatzausbildungen,

wie zB zum zertifizierten

Bauproduktefachberater, kann die Lehre

noch einmal attraktiver gestalten werden

und zu einer noch besseren Ausbildung

der Fachkräfte der Zukunft beitragen.

4. Das Landesgremium Steiermark

bietet für die Mitglieder im Jahr 2019

eine Förderaktion an. Gefördert werden

u.a. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen,

der Bereich Digitalisierung mit

einer Internetförderung sowie auch die

Kosten eines Messestandes.

Zusätzlich steht die Lehrlingsausbildung

im Fokus des Landesgremiums.

Hierzu gibt es eine Beteiligung des Lan-

desgremiums bei der Imagekampagne

für die Lehre der Sparte Handel sowie

auch einen Stand bei der BerufsInfoWoche

des Handels in der Steiermark, die

jedes Jahr von ca. 1.500 Schülerinnen

und Schüler besucht wird.

5. Die Herausforderungen für die

Branche liegen einerseits in der Abfederung

des Fachkräftemangels und andererseits

in der Digitalisierung, die auch

vor dem Baustoffhandel nicht Halt

macht.

y

12 | 4 . 2019


g r e m i e n & V e r b ä n d e

Julia PeHam-zver, salzBurg

1. Ja, der Baustoffhandel ist ein regionales

Geschäft. Er hat von der guten

Auftragslage in Salzburg profitiert. Die

Baukonjunktur 2018 war gut. Gesamt

war das Volumen etwa 3 % höher als

im Jahr davor. Aber nicht alle Produkte

sind für den Baustoffhandel interessant.

2. Für heuer erwarten wir ein zufriedenstellendes

Ergebnis Das niedrige

Zinsniveau kommt der Baubranche

entgegen. Der Salzburger Tourismus

boomt. Viele Bauvorhaben wurden,

meist aus Kapazitätsgründen der bauausführenden

Firmen, nicht mehr begonnen

bzw. fertiggestellt. Dieser Überhang

und die gute Gesamtlage lassen auch für

2019 wieder gute Geschäfte erwarten.

Da dieses Jahr die Prognosen deutlich

reduziert wurden, wird auch die Baubranche

kurzfristig davon betroffen sein.

Ab 2020 rechnen wir daher mit einem

geringeren Wachstum.

3. Eine engere Zusammenarbeit zwischen

Industrie und Handel besonders

in den Bereichen Digitalisierung, Logistik

und Marktbearbeitung wird immer

wichtiger werden.

4. Die Förderung der Lehrlingsausbildung

ist auch heuer unser Schwerpunkt.

Wir haben intensiven Kontakt

mit den Berufsschulen und helfen auch

bei der Finanzierung der Lehrbehelfe.

Die Zahl der Lehrlinge ist in Salzburg

im Vergleich zum Vorjahr wieder um

1,8 % gestiegen. Der Talentecheck Salzburg,

der ein aussagekräftiges und objektives

Ergebnis über die Talente und

Potenziale der Schüler liefert, unterstützt

die Jugendlichen wesentlich in der Entscheidung

über ihre Berufswahl und fördert

das Image und den Stellenwert der

Lehre in hohem Maß.

5. Die Herausforderungen sind die

Ausbildung von Fachleuten, von Lehrlingen,

aber auch die Bezahlung und die

Arbeitszeiten (Work-Life-Balance) sind

zunehmend Themen, auf die sich Unternehmen

einstellen müssen. y

4. Durch meine tägliche Praxis im

Baustoffgeschäft kenne ich viele Sorgen

unserer Mitglieder aus eigener Erfahrung.

Ich bemühe mich deshalb,

das Arbeitsprogramm der Berufsgruppe

danach auszurichten. Gerade im großstädtischen

Bereich ist die Suche nach

qualifizierten Mitarbeitern und die

Lehrlingsausbildung eine große Herausforderung.

Wir engagieren uns deshalb

stark bei der Verbesserung des Ansehens

der Bauproduktefachberater, zum Beispiele

durch die jährliche DiplomüberanDrea

sCHaBel-fuCHs, Wien

1. Ja vor allem durch den Wohnungsneubau

und teilweise den Hotel- und

Büroneubau.

Profitiert haben vor allem die Bereiche

Estriche, Fassade, Trockenbau,

Fliesenleger und in Folge die Spezialfachhändler

die sich mit diesen Sortimenten

beschäftigen.

2. Entwicklung für 2019 gleichbleibend

gut, für 2020 schätzen wir auch

noch gut ein – danach abflachend.

3. Das größte Problem ist trotz ausgezeichneter

Konjunktur der Preisverfall.

Lösung wäre ganz einfach – kaufmännische

Vernunft. Wir befürchten das ist

ein Wunsch ans Christkind…

reichung an die erfolgreichen Berufsschulabsolventen.

5. Herausforderungen in Zukunft:

Digitalisierung, Logistik, Direktvertrieb

der Industrie, stationären Handel pushen

und allgemeines Verständnis für

Fachmärkte schaffen, Beobachtung von

On-Line Anbietern.

y

9. VbÖ-empfang 2019

Der diesjährige vBÖ-empfang findet am Donnerstag, 6. Juni 2019 statt.

Diesmal im DC-Hotel in st. Pölten, Cityhotel Design & Classic, völklplatz 1, 3100 st. Pölten

Der vBÖ-empfang ist eine veranstaltung für vBÖ-mitglieder und vBÖ-förderer und findet in einem zweijahres-rhythmus

abwechselnd mit der Österreichischen Baustoffhandelstagung statt.

4 . 2019 | 13


g r e m i e n & V e r b ä n d e

Fachkräfte gesucht?

mit dem bbrZ wird die Personalsuche leicht!

mit dem BBrz (Berufliches Bildungs- und rehabilitationszentrum) finden

Betriebe mitarbeiter, die bereits am arbeitsmarkt erfahrung gesammelt haben

und nach speziellen anforderungen ausgebildet werden.

Ausgebildet werden verschiedene Berufe mit unterschiedlichsten

Qualifizierungen, und das für jede

Branche. Der Schwerpunkt liegt bei kaufmännischen und

technischen Ausbildungen sowie im IT-Bereich. Insgesamt

absolvieren derzeit österreichweit ca. 1500 Personen eine

BBRZ-Qualifizierung, unter anderen auch im Baustoffhandel.

Betriebe profitieren davon, dass sie ihre Anforderungen

definieren und somit eine praxisnahe Ausbildung ihrer zukünftigen

Fachkräfte selbst mitgestalten können. Das BBRZ

sucht nach geeigneten Kandidaten. Wird eine passende Person

gefunden, trifft das BBRZ eine Vereinbarung mit dem

Betrieb – und schon kann dieser die Ausbildung nach dem

eigenen Bedarf mitgestalten und notwendige Zusatzqualifikationen

festlegen.

Für den Betrieb ist diese praxisnahe und bedarfsgerechte

Qualifizierung ohne Risiko. Er trägt in der Ausbildungszeit

keine Kurs- und Personalkosten. Ziel nach der Qualifizierung

ist eine Anstellung der Ausgebildeten in ihrem neu

erlernten Beruf.

enge KooPeration mit Der WirtsCHaft

Durch seine engen Kontakte zu über 5.000 Partnerfirmen

ist das BBRZ immer auf dem neuesten Stand, was aktuelle

Veränderungen von Berufsbildern und Anforderungen an

Ausbildungen betrifft.

gesunDHeit Der mitarBeiter erHalten

Das BBRZ ist aber auch Partner der Wirtschaft, wenn es um

Fragen zum Thema Arbeit und Gesundheit geht. Im Rahmen

von fit2work unterstützt das BBRZ Betriebe dabei, die Arbeitsfähigkeit

ihrer Mitarbeitern zu erhalten und zu fördern.

Bevor Betriebe Gefahr laufen, Mitarbeiter*innen aus gesundheitlichen

Gründen zu verlieren, hilft ihnen das BBRZ durch

Beratung zu Fördermöglichkeiten oder auch zur Wiedereingliederungsteilzeit

nach langen Krankenständen. y

Haben auch sie interesse an einer Kooperation? für alle

fragen steht ihnen das Kompetenzzentrum für unternehmen

zur verfügung.

www.bbrz.at e-mail: Kfu-region-ost@bbrz-gruppe.at

erfahrungsbericht Schilowsky

herr schilowsky, wie hat sich die Zusammenarbeit

mit dem bbrZ gestaltet?

schilowsky: ich denke, dass die zusammenarbeit

problemlos und ohne viel zusätzlichem

zeitaufwand sehr gut funktioniert. Wir selbst

haben hier keine Kontakte, da der mitarbeiter

seitens hagebau, durch Hrn. fischer

zu uns gekommen ist. Der Praktikant füllt

regelmäßig seine Berichte aus.

Welche Kosten hat ihr unternehmen zu tragen?

echte Kosten haben wir hier keine zu tragen. Da der mitarbeiter sehr

gut aufnahmefähig und interessiert ist, sind die internen zeitaufwendungen

zwecks schulung und Wissensvermittlung in einem absolut

vertretbaren ausmaß.

Wie geht es ihrem „neuen mitarbeiter“ bei der Firma schilowsky?

hat er Vorkenntnisse mitgebracht oder ist er ein Quereinsteiger?

er fügt sich sehr gut ein und zeigt auch entsprechendes interesse. er

durchläuft sämtliche abteilungen, um alle internen abläufe kennen

zu lernen. also vom Wareneingang bis zum verkauf. er ist Quereinsteiger

im verkauf und kommt direkt von der Baustelle. nach der

richtigen Berufsrichtung in unserem unternehmen sucht er noch,

zeigt aber großes interesse im Bereich fliesen und sanitär.

Können, nach ihrer erfahrung, umschulungen dazu beitragen die

eine oder andere personelle Lücke im unternehmen zu schließen?

Wichtig ist hier das persönliche engagement des mitarbeiters. mit

dem nötigen Willen und einsatz ist es natürlich möglich personelle

lücken zu schließen. Wir haben genügend Beispiele für Quereinsteiger

bei uns im unternehmen, welche sich durch einsatz und lernwille

zu sehr guten mitarbeitern entwickelt haben und heute eine stütze

im Baustoffverkauf sind.

14 | 4 . 2019


g r e m i e n & V e r b ä n d e

VbÖ

Präsidiumstreffen im neuen Verbandsbüro

vBÖ Präsident ewald Kronheim, vizepräsident robert

grieshofer und zHv Präsident manfred müller mit

seinem vizepräsidenten Johannes Kauer trafen sich

zu einem konstruktiven arbeitsgespräch im neuen

verbandsbüro. Die Herren zeigten sich sichtlich angetan

von der modernen Büroanlage in die das verbandsbüro

integriert ist. funktionell, besuchertauglich und optisch

ansprechend präsentiert sich das gebäude in dem das

50 m² große gemeinschaftsbüro des vBÖ, zHv, HHv und

Baustoffausbildungszentrums seit märz angesiedelt ist.

besuch beim Vbö. manfred müller, ewald Kronheim, susanne aigner-Haas,

robert grieshofer und Johannes Kauer.


g r e m i e n & V e r b ä n d e

ba-baustoffausbildungszentrum

erfolgreiche Seminarreihe 2018/2019

Das Österreichisches Baustoffausbildungszentrum ba blickt auf ein

erfolgreiches Wintersemester 2018/2019 zurück und hat die referenten ing.

franz gugerell, Dipl. Betrw. günther sprunck, maurizio nuzzaci, mag. rudolf

nelson Portillo und thomas lösch um ihre erfahrungen aus den seminaren

gebeten.

ÖBM: Herr Lösch, Sie waren das erste

Mal für das Baustoffausbildungszentrum

tätig und haben 126 Teilnehmer

zu Themen der Persönlichkeitsbildung

trainiert. Ein kurzes Resümee,

wie tickt der österreichische Baustoffhandel?

Lösch: Seit 17 Jahren trainiere und

berate ich unterschiedliche Branchen.

Da ich beruflich selbst aus dem Handel

komme, fasziniert mich diese Arbeit immens.

Die Teilnehmer in den Seminaren

haben mir das Bild vermittelt, dass sie

gerne mit Menschen zu tun haben, mit

ihnen reden, ihnen zuhören, sie „begleiten“

bis zum Ziel. Unglaublich begeistert

haben mich die jungen Frauen in

den Seminaren, die geschildert haben,

dass es eine Herausforderung ist, als Frau

im Baustoffhandel von den Kunden akzeptiert

zu werden. „Doch wir schaffen

das und unsere männlichen Kollegen

unterstützen uns dabei!“, so lautete ein

Grundtenor. Das Bemerkenswerteste

überhaupt – ausnahmslos in allen Seminarrunden

– war für mich, dass sich alle

auf diese Thematik „Rhetorik…“ aktiv

eingelassen haben. Oder wie es einige

Teilnehmer auf den Punkt gebracht haben:

„Ich wurde nicht auf dieses Seminar

geschickt, ich habe mir das selbst

ausgesucht!“

Entsprechend positiv, respektvoll und

erfolgreich war auch die Zusammenarbeit.

Und dafür sage ich DANKE!

ÖBM: Herr Nuzzaci, Sie kennen die

Branche schon sehr lange und haben

schon viele Mitarbeiter aus dem Baustoffhandel

geschult. Welches Feedback

wollen Sie den diesjährigen Teilnehmern

geben?

Nuzzaci: „Sehr positiv fand ich, dass

im Vergleich zu früheren Jahren eine

deutliche Steigerung im Engagement

während der Trainings zu erkennen war.

Langgediente und sehr junge, bzw. frisch

in der Branche befindliche Teilnehmer

haben ohne Berührungsängste voneinander

profitiert und auch firmeninternen

Austausch gepflegt. Das fand ich

äußerst professionell von allen Seiten.

Die Stimmung war immer aktiv, produktiv

und von viel Spaß getragen.

Was im „kritischen“, potenzialorientierten

Bereich ganz klar zu orten

ist, ist die durch die Beratungsintensität

der Branche fokussierte Haltung

der Teilnehmer auf „Input dem Kunden

gegenüber“. Auffallend ist die positive

kognitive Aufnahme der extremen

Wichtigkeit der Bedarfsermittlung

des Kunden durch die Teilnehmer, aber

gleichzeitig die nahezu nicht vorhandene

Fähigkeit der Umsetzung derselben! Im

Kundengespräch fallen fast alle beobachteten

Teilnehmer in einen starken „Erklärungsmonolog“

und überfordern die

Aufnahmefähigkeit des Kunden massiv.

In diesen Bereichen orte ich noch Bedarf

für zukünftige Trainings.

Seminartitel

thomas Lösch: „rhetorik die begeistert,

erfolgreich im Beruf“

maurizio nuzzaci: „verkaufen im

Baustoff-fachhandel“

rudolf nelson Portillo: „souveräne

reklamations- und einwandbehandlung“

Franz Gugerell: „grundlagen des

energieeffizenten Bauens für Baustofffachberater/innen“

Günther sprunck: „Betriebswirtschaft

für den Baustoffhandel“

thomas Lösch

rhetorik-trainer, moderator, unternehmensberater,

Politikberater und Wirtschaftsmediator

mauriZio nuZZaci

unternehmensberater, Businesstrainer,

Personalcoach

16 | 4 . 2019


g r e m i e n & V e r b ä n d e

ÖBM: Herr Portillo, in Ihren Seminaren

geht es um schwierige Situationen

im Verkauf, die als eher unangenehm

wahrgenommen werden. Wie

schätzen Sie die Konfliktlösungskompetenz

der Mitarbeiter des österreichischen

Baustoffhandels ein?

Portillo: Reklamationsbehandlung gehört

zu den höchsten Künsten im Bereich

des Verkaufs und der Kundenbetreuung,

da neben materiellen Schäden

und Wiedergutmachung oft auch starke

Emotionen mit im Spiel sind. Gerade

deswegen bietet ein souveränes Verhalten

im Reklamationsfall sehr große

Chancen zur Verstärkung der Kundenbindung

und für zukünftige gemeinsame

Geschäfte.

Ich schätze die Konfliktlösungskompetenz

der Mitarbeiter des österreichischen

Baustoffhandels aufgrund einer

sehr hohen Kundenorientierung und

durch die sehr gute Einbeziehung der

Industrie in die Reklamationsfälle insgesamt

hoch ein.

Potenzial sehe ich in zwei Bereichen:

1. Behalten der emotionalen Souveränität

wenn man Reklamationen des

Kunden als ungerechtfertigt ansieht

beziehungsweise sich persönlich angegriffen

fühlt.

2. In der stärkeren Zielsetzung zum Verkauf

und Zusatzverkauf im Reklamationsfall.

ÖBM: Gibt es aus der Rückmeldung

der Teilnehmer konkrete vertiefende

Themenwünsche für die Zukunft?

Portillo: Ich empfehle Trainings im

Bereich „Abschlusspower, Angebotsmanagement

und Nachsetzen von Angeboten“.

Der richtige Umgang mit Angeboten

im Projektverkauf bei Privatkunden

birgt noch großes Potenzial für Umsätze

und Deckungsbeiträge.

Ich verspreche Ihnen weiterhin mein

größtes Engagement, begeisternde und

erfolgreiche Trainings.

ÖBM: Herr Gugerell, Ihr Thema, das

energieeffiziente Bauen, ist ein Beispiel

dafür, dass die Anforderungen

an das Fachwissen der Mitarbeiter im

Baustoff-Fachhandel ständig steigen.

Mit welchen Schulungsthemen werden

wir uns aus Ihrer Sicht in Zukunft

noch stärker beschäftigen müssen?

Gugerell: Die zunehmende Konkurrenz

durch das Internet fordert auch

den Baustoff-Fachhandel heraus. Produktwissen

allein ist nicht ausreichend,

vielmehr ist eine fundierte Beratungskompetenz

gefordert. Die Klimaschutzstrategie

der Bundesregierung und die

damit einhergehende Forderung nach

mehr Sanierung im Wohnbau kann als

Chance für den Baustoff-Fachhandel

gesehen werden. Unabhängige Bau-und

Energieberatungsstellen bieten durch ihr

Beratungsangebot Unterstützung und

Motivation bei Sanierungsoffensiven.

Der Baustoff-Fachberater sollte diese

umfassenden Beratungsinhalte kennen

und in eine verkaufsorientierte Produktberatung

überführen können. D.h.

es braucht Schulungsangebote die diese

Brücke herstellen können.

ÖBM: Herr Sprunck, Sie haben im

Auftrag des Baustoffausbildungszentrums

in den letzten drei Monaten

zehn Seminaren abgehalten und dabei

148 Mitarbeiter aus dem Baustoffhandel

zum Thema Betriebswirtschaftslehre

geschult. Können Sie uns dazu

ein kurzes Feedback geben?

Sprunck: Ich erlebe durchweg sehr interessierte

und aktiv mitarbeitende Seminarteilnehmer,

was mich als Trainer

natürlich zusätzlich motiviert und anspornt.

Insbesondere freut mich, dass die

Teilnehmer die anhand von Praxisbeispielen

vorgestellten betriebswirtschaftlichen

Hebel (Verkaufsmenge, Verkaufspreis,

Einkaufspreis und Kosten) in ihrer

sehr unterschiedlichen Wirkung auf Deckungsbeitrag

und Gewinn intensiv reflektiert

haben. Mit dem sofort in die

Praxis umsetzbaren betriebswirtschaftlichen

Rüstzeug bzw. Methodenwissen

bin ich überzeugt, dass die Seminarteilnehmer

ihr betriebliches Handeln zukünftig

sehr viel stärker am Ertrag und

weniger nur am Verkaufsvolumen ausrichten.

Damit leisten sie in ihren Unternehmen

einen wichtigen Beitrag zur

Stärkung der Ertragskraft.

info

rudoLF neLson PortiLLo

management- und verkaufstrainer, Coach

FranZ GuGereLL

Baucoach, Konsulent thermographie und

zertifizierung

Günther sPruncK

Dipl. Betriebswirt, Dipl. Controller,

unternehmensberater

gerne organisiert das Österreichische

Baustoffausbildungszentrum für seine

mitgliedsbetriebe auch firmeninterne

seminare mit den referenten. Dadurch

bietet sich die möglichkeit, die

seminarinhalte ganz auf die jeweiligen

Bedürfnisse der mitarbeiter eines

Betriebes zuzuschneiden.

4 . 2019 | 17


g r e m i e n & V e r b ä n d e

baustoffausbildungszentrum

diplombauproduktefachberater

Kandidaten traten am

1210. April zur Prüfung zum

Diplombauproduktefachberater an und

haben ihre Diplomarbeiten vor einer,

vom österreichischen Baustoffausbildungszentrum

zusammengestellten Jury,

präsentiert. ba Präsident Fischer, zeigte

sich sehr beeindruckt von den Leistungen

der Kandidaten: „Ich habe heute

viel gelernt! Da waren teilweise wirklich

ausgezeichnete Präsentationen dabei, ein

Niveau auf das der Baustoffhandel stolz

sein kann.“ Die offizielle Diplomüberreichung

an die 12 Absolventen, findet

beim VBÖ Empfang am 6. Juni in

St. Pölten statt.

y

GratuLation. Wilhelm struber

(Baumit), markus Halbauer (sochor), Christian

fischer (Hagebau), franz Hartmann

(isover)

toLLe LeistunG. oliver Kautz (schuberth),

franz grabner (Pipelife), andreas Petz (landforst),

margit gasser (lieb markt), Christian

fischer (Hagebau)

VbÖ managerinnentagung 7. bis 8. november 2019

Save the date

schon jetzt den termin der diesjährigen vBÖ

managerinnentagung vormerken, denn es warten topreferenten.

BeneDiKt BÖHm – aus Der extremen

in Die gesCHäftsWelt

Benedikt Böhm ist internationaler Geschäftsführer

des Skitourenausrüsters

Dynafit. Die Marke hat sich seit seinem

Eintritt im Jahr 2003 aus der Insolvenz

zum Weltmarktführer entwickelt.

In seinem zweiten Leben besteigt er

8.000 m hohe Berge im sogenannten

„Speed-Stil“. Dies erfordert ein unglaubliches

Trainingspensum und Disziplin,

Kreativität neue Techniken zu entwickeln

und den Mut anders zu denken

und zu handeln. Wie kein anderer

schlägt Böhm die Brücke aus der Extremen

in die Geschäftswelt.

anDreas Jäger – KlimaexPerte

Der bekannte Meteorologe und Klimaexperte

Andreas Jäger wird anschaulich

das Thema Klimawandel erläutern. Jäger

präsentierte jahrelang das Wetter im

Ö3-Wecker, dann baute er bei ATV die

Wetterredaktion auf. Derzeit moderiert

er die Wissenschaftssendung Quantensprung

im ORF und ist Markenbotschafter

des österreichischen Dämmstoffherstellers

Austrotherm. y

Die vBÖ managerinnentagung findet

2019 im Burgenland mit unterstützung

der firma austrotherm statt.

18 | 4 . 2019


m e n S c h e n

botament Österreich bekommt Zuwachs!

Seit Frühjahr 2019 wird das Vertriebsteam

für Botament Wien, südl. Niederösterreich,

nördl. und mittleres Burgenland von

zwei neuen, jungen Verkaufsberatern unterstützt.

Neben dem allseits bekannten Außendienstprofi

Herrn Haider beraten jetzt Julian

Wagner als gelernter Fliesenleger und Mirad

Omerovic mit seiner Außendiensterfahrung

die Kunden bei Botament.

„Mit dieser personellen Aufstockung des

Teams baut Botament die Marktposition und

den Kundenservice weiter aus. Wir freuen uns

sehr über die neuen Kollegen und heißen sie

herzlich willkommen im Botament-Team“, so

Ing. Peter Kiermayr, Vertriebsleiter. y

mirad omeroVic

JuLian WaGner

Akademie für

Lehrlinge

Sämtliche Veranstaltungen sind bis zu 75 % bundesgefördert.

Die Praxismeile für Lehrlinge

Akademiekonzept für Lehrlinge

Ergänzende Angebote

Videoanalyse

Selbstbewusstsein

Empathie

Kommunikation

Konflikte

professionell lösen

Teamfähigkeit

Lösungsorientierung

Unternehmerisches

Denken & Handeln

Sich selbst professionell

präsentieren

Die mentale Kraft

Empathisches Verhalten

Das Abenteuer

Kommunikation

Konflikte

professionell lösen

Teamwork,

Lösungsdenken

Successory – Ein eigenes

Unternehmen planen

Schwierige Situationen

mit Leichtigkeit meistern

Outdoorcamps

1-2 tägig

Successory – Ein eigenes

Unternehmen planen

2-4 Tage

Vorbereitung auf die

Lehrabschlussprüfung

Lehrlingswochen

6 Tage / 8 Tage / 10 Tage

2 oder 4 Tage pro Lehrjahr

Timeout Academy Müller & Partner KG

www.timeoutacademy.com


Lehrlinge

champion‘s day 2019

lehrlingswettbewerb der

Fliesenleger

GenauiGKeit. Die aufgabenstellung hatte

es in sich.

in zusammenarbeit mit der PCi augsburg und Bauprofi Quester veranstaltete

die landesberufsschule lilienfeld gemeinsam mit der landesinnung

niederösterreich einen zukunftswettbewerb, bei dem die besten fliesenlegerlehrlinge

im 3. ausbildungsjahr ihr Können unter Beweis stellten.

Der Champion’s Day fand in der

Filiale von Bauprofi Quester in

St. Pölten am 29. März statt. Sechs junge

Männer, die Besten ihres Jahrganges,

stellten sich der Herausforderung und

kämpften um den Sieg: Michael Gart

aus Hoheneich (Lehrling bei Fa. Appel/

Vitis), Matthias Zeitlhofer aus St. Oswald

(bei Fa. Fuchsberger/Amstetten),

Marcel Eidler aus Lanzenkirchen (bei Fa.

Kager/Grimmenstein), Jakob Bauer aus

Wartmanstetten (bei Fa. Weißenböck/

Akademie für

Lehrlingsausbilder

Sämtliche Veranstaltungen sind bis zu 75 % bundesgefördert.

Grundlehrgang

Der Lehrlingsausbilder

als Coach

Persönliche Reflexion für

Lehrlingsausbilder

Erfolgreiche Führungsarbeit

Das Abenteuer Kommunikation

Konflikte professionell managen

Reflexion

Coaching-Grundlagen

Coaching-Techniken

Coaching in der Praxis 1

Coaching in der Praxis 2

Die eigene Persönlichkeit entdecken

Mein persönlicher Führungsstil als Ausbildner

Verhalten in realitätsnahen Übungssituationen

Reflexion vom Trainer und von der Gruppe

Umgang mit Stress – Mentale Stärkung

2 x 2 Tage / 3 x 2 Tage / 3 x 2 +1 Tage

2 x 2 Tage

2 Tage

Timeout Academy Müller & Partner KG

www.timeoutacademy.com

20 | 4 . 2019


DO IT ONCE, DO IT RIGHT.

GeschaFFt. Die

stolzen sieger des

Champion’s Day.

Fassadenbekleidungen

die begeistern

Faserzementprodukte

von James Hardie für

Ihr Zuhause.

Ramplach), Harbin Kovaci aus Langenlois

(bei Fa. Kogler/Herzogenburg) und

Kevin Grabovac aus Zwettl (bei Raiffeisen

Lagerhaus/Zwettl). Die Sponsoren

der Veranstaltung waren Bauprofi Quester

(Baumaterialien und Verpflegung)

und PCI Augsburg (Bindematerialien

und Sachpreise).

Nach der Begrüßung durch LIM-

Stv. Gerhard Liebenauer, der sich für

die Durchführung des Wettbewerbs besonders

engagierte, Gerald Zwinz, PCI

Augsburg und Quester Standortleiter

Jürgen Novotny ging es los. Gefliest

werden musste ein Motiv, das zwar einfach

aussah, es aber in Sachen Können

und Verlegefinesse in sich hatte! Am

späten Nachmittag war es dann soweit

– die Jury (Jochen Flicker, Gerhard Liebenauer,

Matthias Sumetsberger und

LIM Franz Kubena) nahm nach sorgfältiger

Prüfung der Ergebnisse die Bewertung

vor und die Siegerehrung im

Beisein von WKNÖ Präsidentin Sonja

Zwazl konnte beginnen.

1. Preis holte sich Marcel Eidler, Silber

ging an Jakob Bauer und Bronze errang

Matthias Zeitlhofer. Der 4. Platz ging ex

aequo an Michael Gart, Kevin Grabovac

und Harbin Kovaci.

In ihren Grußworten drückten LIM

Kubena und Gerhard Liebenauer den

Lehrlingen ihre Anerkennung aus und

bedankten sich bei den Lehrherren und

Berufschullehrern. Von „Rohdiamanten,

denen mit der künftigen Meisterprüfung

der letzte Schliff gegeben wird“

sprachen Mag. René Rieder, GF Quester,

und DI Rachbauer, Leiter Anwendungstechnik

PCI, in ihren Statements.

Sonja Zwazl betonte den hohen Stellenwert

des Handwerks und lobte die duale

Ausbildung als Fundament, auf dem die

Betriebe aufbauen können. Mit einem

gemeinsamen Abendessen ging der

1. Champion’s Day zu Ende. y

HardiePanel ®

Fassadenpaneele

HardiePlank ®

Faserzementbrett

Jeder Teilnehmer erhielt eine prall gefüllte

Tasche mit Sachpreisen, dazu Bargeldpreise

der LI Niederösterreich im

Wert von insgesamt 900 Euro und jeder

Lehrherr erhielt eine Flasche Sekt. Den

4 . 2019 |

Jury. Jochen flicker, gerhard

liebenauer, matthias sumetsberger

und lim franz Kubena

Vorteile:

Leichte Verarbeitung und

einfache Montage

Widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit,

Fäulnis, Algen und Schädlinge

Nichtbrennbar: A2-s1, d0

Flexibles Design in 21 Farben

10 Jahre Garantie

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© 2019 James Hardie Europe GmbH. TM und ® bezeichnen registrierte und eingetragene

Marken der James Hardie Technology Limited und James Hardie Europe GmbH.


Lehrlinge

Selbstbewusstsein von jungen menschen

maG. Peter müLLer

geschäftsführer der timeout academy

– müller & Partner Kg

info

timeout academy müller & Partner Kg

office@timeoutacademy.com

www.timeoutacademy.com

In der Entwicklung von jungen

Menschen spielt das Thema Selbstbewusstsein

eine wesentliche Rolle. In

der deutschen Sprache versteht man darunter,

sich seiner Stärken und Schwächen

bewusst zu sein. Dabei zeigt sich

schon das Dilemma, in dem Jugendliche

stecken. Die Schule deckt Schwächen

der Schüler konsequent durch schlechte

Noten auf und trifft Rückschlüsse auf

die Erreichung der Bildungsziele durch

Momentaufnahmen in Form von Prüfungen.

In den Erinnerungen an meine

Jugend hörte ich von Lehrern, vor allem

aber von meinen Eltern oft tagelang Ermahnungen

hinsichtlich schlechter Noten.

Hatte ich eine gute Arbeit geschrieben,

dann war das normal und man

hat dies nicht weiter besprochen. Aber

schon der Duden sagt, das Gegenteil von

schlecht ist gut und nicht normal! Warum

kriegen Schüler nicht dieselbe Aufmerksamkeit

bei guten wie bei schlechten

Leistungen? Die Antwort darauf ist

unsere Gesellschaft, bei der Fehler machen

verpönt ist und gute Leistungen

ein konformes Verhalten widerspiegeln.

Daraus ergeben sich die bekannten Sätze,

dass wir nur für die Schule lernen,

aber kaum fürs Leben.

Wir sollten junge Menschen, vor allem

Lehrlinge ermutigen, an ihre Stärken zu

glauben und sich bewusst zu machen,

dass sie eine Menge Dinge gut machen.

Damit meine ich nicht inflationäres Lob

von Ausbildner, sondern gezieltes Fördern

und auch Fordern der Lehrlinge auf

ihrem Weg zu vollwertigen Mitarbeitern

des Unternehmens.

Vielleicht sind Sie von der folgenden

Aussage irritiert, aber Lehrlinge dürfen

und sollen Fehler machen, sonst wären

sie ja keine Auszubildenden. Aber

mit dem kleinen Zusatz, sie sollen auch

aus diesen Fehlern lernen. Lehrlinge zu

ermutigen, Fragen zu stellen, seien sie

auch noch so banal, ist ein wesentlicher

Schritt, die Anzahl der Fehler zu minimieren.

Aber auch hier gilt, Lehrlinge

sollen aus den Antworten auf ihre Fragen

lernen und nach Möglichkeit nicht

dieselbe Frage mehrmals stellen.

Wenn wir in unseren Praxisworkhops

die Lehrlinge bitten, uns ihre Stärken

und Schwächen zu nennen, dann können

sie uns viel über ihre Schwächen erzählen,

während ihnen bei ihren Stärken

wenig einfällt. Den Lehrlingen bewusst

zu machen, dass jeder Mensch über ausgeprägte

Fähigkeiten verfügt, die sich

auch oft im privaten Bereich zeigen, hilft

ihnen dabei, ihre Sichtweise zu ändern.

Denn wenn ich über meine Stärken Bescheid

weiß, dann kann ich diese im Berufsleben

gezielt einsetzen zB. in Projekten

oder in der Zusammenarbeit im

Team. Dadurch wächst auch das eigene

Selbstbewusstsein und eine positive Aufwärtsspirale

wird in Gang gesetzt.

Neugierig sein, über den Tellerrand

blicken und sich seiner Stärken bewusst

sein, ist die Grundlage einer erfolgreichen

Lehrzeit. Ausbildner, die junge

Menschen entsprechend ihren persönlichen

Eigenschaften fordern, fördern

und unterstützen, tragen dazu einen wesentlichen

Teil bei.

y

22 | 4 . 2019


lehre im bauzentrum hannak

lehrlingskonzept mit Struktur

Lehrlinge

„Die eigenen fachkräfte von morgen heute gezielt auszubilden, ist eines der

fundamente, auf dem wir im Bauzentrum Hannak aufbauen wollen und müssen,“

sagt Daniela Punzengruber-Hannak zum ÖBm, der wissen wollte, wie es einem

traditionsbetrieb aus dem Baustoff-fachhandel in der stadt salzburg, in der

fachkräfte besonders knapp sind, bei der mitarbeitersuche geht.

ÖBM: Warum jammern alle über die

Probleme der Mitarbeitersuche im

Baustoffhandel?

Punzengruber-Hannak: Jammern ist

der falsche Begriff. Es ist kein Geheimnis,

dass vor allem in den letzten fünf

bis zehn Jahren die Auswirkungen des

demografischen Wandels zunehmend

zu spüren waren. Der Bedarf an Fachkräften

im Baustoffhandel ist hoch, die

Auswahl begrenzt oder regional gar nicht

vorhanden. Ich denke, dass sich dieser

Trend aber nicht spezifisch nur auf den

Baustoffhandel festmachen lässt. Gerade

der Wandel der Generationen ist heute

mehr denn je ein großes Thema und

wirkt sich nachhaltig auf den Umgang

mit jüngeren Arbeitnehmern aus. Aus

diesem Grund haben wir vor einem Jahr

ein neues Lehrlingskonzept entwickelt,

das genau diesen Generationenwandel

aufgreift. Wir haben festgestellt, dass vor

allem jüngeren Lehrlingen häufig geregelte

Strukturen und eine stabile Basis

fehlen. Unser Lehrlingskonzept vereint

eine Art Stundenplankonzept mit einer

dynamischen Rotation im Betrieb. So

können wir einerseits für eine strukturierte

Ausbildung garantieren und andererseits

die individuellen Potenziale

unserer Lehrlinge fördern. Die eigenen

Fachkräfte von morgen heute gezielt

auszubilden, ist eines der Fundamente,

auf dem wir im Bauzentrum Hannak

heute aufbauen wollen und müssen.

Ihre Erfahrung mit den jungen Menschen?

Besser geworden? Schlechter

geworden? Gute Investition?

Die Erfahrungen mit jungen Menschen,

die wir in den letzten Jahren machen

durften, lassen sich nicht in besser

oder schlechter kategorisieren. Es wird

anders. Junge Lehrlinge haben heute

eine gänzlich divergierende Arbeitseinstellung

als noch vorangehende Generationen.

Unserer Einschätzung nach

lässt die Mentalität der jüngsten Arbeitnehmer

keine eindeutige Bindung mehr

an ein Unternehmen zu. Die Loyalität

einem Betrieb gegenüber sinkt generell.

Während bei älteren Beschäftigen noch

eine Ausgewogenheit zwischen Arbeit

und Beruf (also der geflügelte Begriff

der Work-Life-Balance) bestehen musste,

wollen die Lehrlinge von heute eine

ganz klare Trennung zwischen Beruf und

Freizeit, wobei der Anteil der Freizeit

überwiegen sollte. Flexibilität und freie

Zeiteinteilung führen bei heutigen Lehrlingen

nicht mehr zum Ziel. Das ist nun

weder besser noch schlechter geworden.

Als ausbildender Betrieb muss man diesen

Trend nur erkennen und die vorherrschende

Generation verstehen lernen.

Viele unserer langjährigen Mitarbeiter

haben ihre berufliche Laufbahn mit

einer Lehre in unserem Haus begonnen.

Damit wir diese Tendenz auch in Zukunft

halten können, haben wir unsere

Lehrlingsausbildung an die Bedürfnisse

der jungen Arbeitnehmer angepasst.

Wir sind davon überzeugt, dass wir damit

eine solide Basis für künftige Generationen

in unserem Betrieb schaffen

konnten. Eine Investition in den Faktor

Mensch lohnt sich daher aus unserer

Sicht immer.

danieLa PunZenGruber-hannaK

Personalleitung

Was sollte die Branche unternehmen,

um für junge Menschen noch attraktiver

zu werden?

Wir konnten in den vergangenen Jahren

feststellen, dass das Berufsbild des

Bauproduktefachberaters bei den Jugendlichen

kaum bekannt ist. Erst im

Rahmen von Bewerbungsgesprächen,

in denen es um einen Ausbildungsplatz

im Bereich Einzelhandel ging, hatten

wir die Möglichkeit, die Vielseitigkeit

des Berufs zu präsentieren. Wir müssen

noch mehr Zeit in gute Kommunikation

investieren, um die Berufsmöglichkeiten

im Baustoffhandel attraktiver darzustellen.

Es geht um viel mehr als „nur“

verkaufen. Dafür ist es unerlässlich, die

Kommunikationskanäle der jungen

Menschen zu nutzen. Ausgelernte Bauproduktefachberater

haben ein hohes

Maß an Verantwortung dem Kunden gegenüber,

gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

und bei, entsprechendem

Einsatz, beste Voraussetzungen für eine

4 . 2019 |

23


Lehrlinge

langfristige Karriereplanung bei uns im

Haus. Diese Botschaft müssen wir verstärkt

und zielgruppengerecht formuliert

an die Jugendlichen weitergeben.

Sind Veranstaltungen, wie beispielsweise

Berufsinformationswochen

sinnvoll? Was könnte da noch besser

gemacht werden?

Alle Möglichkeiten, den Lehrberuf

entsprechend vorzustellen und zu präsentieren,

sind sinnvoll. Wir legen bei

Berufsinformationswochen oder -messen

vor allem Wert darauf, dass bestehende

Lehrlinge oder kürzlich ausgelernte,

junge Mitarbeiter verstärkt das

Gespräch mit neuen Interessenten führen.

Wichtig ist, dass die Informationen

über den Lehrberuf aus erster Hand von

Betroffenen und in entsprechender Sprache

weiter transportiert werden.

Zusätzlich gilt auch hier: sämtliche

Möglichkeiten digitaler Kanäle wie Instagram,

Facebook, WhatsApp & Co.

müssen optimale ausgeschöpft und genutzt

werden.

lehrlingsbeauftragte Sabine Schön

ich bin seit fast 20 Jahren im Bauzentrum Hannak beschäftigt und hatte vor antritt meiner lehre

die möglichkeit mir vier tage das unternehmen anzusehen und einen einblick zu bekommen, ob

der lehrberuf das richtige für mich ist. Dies hat mir in meiner entscheidungsfindung sehr geholfen.

Bereits damals war ich begeistert von der abwechslungsreichen tätigkeit, die mir in der kurzen zeit

geboten wurde. meine lehre absolvierte ich in der abteilung faktura. Hier war es möglich, sowohl

die kaufmännischen aspekte, als auch diverse abläufe und zusammenhänge präzise zu erlernen.

nach abschluss der 3-Jährigen ausbildung, wechselte ich in einen teilbereich des verkaufs-innendienstes. mit dem bereits angeeigneten

Wissen, konnte ich wesentlich einfacher weitere Bereiche erlernen. seit letztem Jahr leite ich die abteilung verwaltung und kann

somit jedem lehrling mit gewissheit sagen: „vom lehrling zur führungskraft – es ist möglich!“

unser aktuelles lehrlingskonzept ist ähnlich aufgebaut. Wir bieten den potenziellen lehrlingen „Kennenlerntage“, in denen wir versuchen,

das unternehmen in verschiedenen teilaspekten vorzustellen, uns aber auch von der Person ein Bild zu machen. ein gegenseitiges

Kennenlernen ist wichtig, um zu entscheiden, wie die gemeinsame zukunft aussieht. Die dreimonatige Probezeit der lehrlinge ist dann

ganz ähnlich aufgebaut: die lehrlinge sollen bereits alle abteilungen durchlaufen, in denen sie auch die drei Jahre sind, um somit einen

noch besseren einblick zu bekommen, was die nächsten Jahre zu bieten haben. Wird auch diese Phase beidseitig positiv wahrgenommen,

startet die ausbildung. aufgebaut ist diese in drei Phasen: das vertiefte Kennenlernen des unternehmens, die struktur, abläufe,

zusammenhänge der abteilungen und die dazugehörigen kfm. aspekte. im zweiten lehrjahr sollen unsere lehrlinge so gefestigt sein, um

mit der materialkunde zu beginnen. Dies wird zum einen durch mitarbeiter im Baustoffverkaufs-innendienst vermittelt und zum anderen

durch verschiedenste schulungen (lehrbauhof, ba etc.). zur materialkenntnis sollen auch diverse verkaufsfähigkeiten erworben werden.

Das dritte lehrjahr gibt weitere vertiefende einblicke in das unternehmen: in der ersten Hälfte durchlaufen die lehrlinge unsere Bauelemente-abteilung

und in der zweiten Hälfte den fuhrpark und das lager. sie haben zudem die möglichkeit mit außendienstmitarbeitern

Kunden zu besuchen.

Die rotation im laufe der drei lehrjahre bringt einen erweiterten Wissenserwerb mit sich. außerdem haben die lehrlinge die möglichkeit,

entsprechend ihrer Potentiale und stärken nach abschluss der ausbildung eine für sie geeignete Position im Betrieb zu wählen.

zudem haben die auszubildenden die möglichkeit die lehre mit matura zu machen. Dies bietet nicht nur dem lehrling einen mehrwert,

sondern natürlich auch dem unternehmen. eine korrekte ausbildungsstruktur und möglichkeiten der zusätzlichen aus- und Weiterbildungen

sind uns sehr wichtig, da unsere lehrlinge die zukunft sind und wir von selbstausgebildeten mitarbeitern mit dem entsprechendem

Know-How am meisten profitieren.

24 | 4 . 2019


Ist das österreichische Baustoffausbildungszentrum,

kurz ba, noch

zeitgemäß? Es hat doch jede Kooperation

schon ihr eigenes Schulungsprogramm.

Wo sollte das ba in Zukunft

seine Schwerpunkte setzen?

Neben einer ausgezeichneten fachlichen

Grundausbildung sollten zusätzliche

Schwerpunkte im Bereich der

ganzheitlichen Charakterförderung im

Rahmen sozialer und persönlicher Kompetenzentwicklung

gelegt werden. Dabei

denken wir vor allem an „weiche“ Themen

wie Teamentwicklung, Konfliktsituationen,

Kommunikationsverhalten

oder aber auch Bereiche wie Zeitmanagement

und lösungsorientiertes Denken.

Moderne Schulungsprogramme bieten

heute auch Web-Seminare an. Im

Bereich der Digitalisierung könnte man

sicher in Zukunft auch noch einiges bewegen,

zumal hier ganz klar auch die

Schiene der Jugendlichen angesprochen

wird.

Lehrlinge

lehrlinge amar und enis alic

Was wir an dem Job besonders mögen?

amar & enis: ganz besonders gut gefällt uns die beratende tätigkeit und der umgang mit Kunden im verkaufsbereich. im rahmen

unserer täglichen arbeit gibt es feste routinen. gleichzeitig ist die lehre im Bauzentrum extrem abwechslungsreich und bietet ständig

etwas neues.

enis: ich bin jetzt im zweiten lehrjahr. Der schwerpunkt in diesem Jahr liegt im verkaufsinnendienst. neben klassischen tätigkeiten im

Baufachmarkt, habe ich fixe zeiten, in denen ich lerne, wie man mit Kunden umgeht. außerdem kommt in diesem lehrjahr die materialkunde

nicht zu kurz.

amar: nachdem mein Bruder mit der lehre im Bauzentrum gute erfahrungen gemacht hat, habe ich im Herbst 2018 beschlossen, auch

meine ausbildung als einzelhändler mit schwerpunkt Baustoffhandel zu beginnen. ich bin also im ersten lehrjahr. mein schwerpunkt

liegt derzeit im Bereich faktura, angebot, Buchhaltung und dem richtigen umgang mit der firmeninternen eDv. Diese Hintergrundinfos

sollen mich gut auf mein zweites lehrjahr im verkaufsinnendienst vorbereiten.

Was wir gar nicht mögen?

amar & enis: Wenn wir uns um Kunden bemühen und keine Wertschätzung erfahren. es ist nicht immer leicht, sich als junger mensch,

älteren gegenüber zu behaupten oder kompetent aufzutreten. viele Kunden übersehen oft, dass wir noch viel lernen müssen.

Wenn’s nach uns ginge, würden wir…

amar:…mehr schulungen im ersten lehrjahr wahrnehmen, um vor allem für den späteren verkauf gerüstet zu sein.

enis:…uns vor allem im zweiten lehrjahr mehr Wissen rund um das gesamte Warensortiment aneignen (z.B. anhand von intensiveren

schulungen)

unser tipp an dich:

zeig interesse und stelle viele fragen. such dir Bezugspersonen und äußere deine Wünsche und anliegen. achte auf ein ordentliches

auftreten, sei höflich, arbeite und lerne fleißig und gib nicht auf.

4 . 2019 | 25


h a n d e l

lagerhaus

neuer Flagshipstore in korneuburg

am 28. märz eröffnete in Korneuburg ein lagerhaus Bau- und gartenmarkt

mit einem völlig neuen Konzept. Besucher erwartet ein emotionales

einkaufserlebnis mit fokus auf Beratung und service.

Der neue Lagerhaus-Flagshipstore

in Korneuburg präsentierte sich

an den Eröffnungstagen vom 28. bis 30.

März erstmals einem breiten Publikum.

Der moderne Bau und Gartenmarkt bietet

auf mehr als 2.500 m² ein modernes

Einkaufserlebnis mit unterschiedlichen,

emotional aufgeladenen Themenwelten.

Das Shop-in-Shop Konzept punktet mit

einer attraktiven Innengestaltung, neuen

Sortimenten sowie Beratungs- und

Kommunikationszonen. Die neuartige

Form der Produktpräsentation ist

wegweisend für zukünftige Lagerhaus-

Standorte.

Mit dem neuen Flagshipstore rund

um die Themen Heim, Garten und

Freizeit wird in Korneuburg das neue

Lagerhaus-Marktkonzept vorgestellt.

Eine völlig neue, übersichtliche Innengestaltung

mit speziellen Themenwelten

bietet ein emotionales Einkaufserlebnis

auf mehr als 2.500 m². Ein Rundgang

führt Kunden durch die Bereiche Dekoration,

Garten, Tier, Kleidung, Technik,

Farben, Haushalt, Getränke sowie ein

großzügiges, überdachtes Freigelände.

ein lagerHaus mit vielen sHoPs

Die einzelnen Lagerhaus-Themenwelten

(Shops im Shop) sind farblich

unterschiedlich definiert und die stark

erweiterten Sortimente werden je Bereich

individuell präsentiert. Eigene

Kommunikationszonen unterstreichen

die starke Serviceorientierung der Lagerhäuser

und stehen für ausführliche

Beratungsgespräche zur Verfügung. Saisonal

nutzbare Flächen bieten Raum für

Spezialoder Trendthemen wie z. B. Bierbrauen

oder die Hobby-Imkerei, die zueröFFnunG.

(v.l.n.r):

obmann Johann Hendler,

rWa-vorstandsdirektor

stefan mayerhofer, rWageneraldirektor

Di reinhard

Wolf, Örv generalanwalt

Dr. Walter rothensteiner,

geschäftsführer Dir. leopold

scheibböck, marktleiter

andreas gahler.

künftig auch im Rahmen von Veranstaltungen

und Vorführungen aufgegriffen

werden.

Über den Click & Collect Schalter

wird der neue Standort mit der Lagerhaus

Online-Welt verbunden. Dort bestellte

Waren können von den Kunden

bequem im Markt abgeholt werden. Der

Außenbereich wurde um das Thema

Elektromobilität erweitert. Im Bereich

des Parkplatzes stehen drei ETankstellen

zur Verfügung, an denen insgesamt sechs

Pkws gleichzeitig Strom tanken können.

fotos: rWa / Karl schrotter

marKtKonZePt. von Baustoffen über Kleidung, Haushalt und tiere bis hin zu einem reichlich sortiertem Bauernladen.

26 | 4 . 2019


h a n d e l

Darüber hinaus stehen fünf Ladestationen

für Elektroräder bereit.

„Moderne Kunden wünschen sich

fortschrittliche, dynamisch präsentierte

Sortimente und möchten emotional abgeholt

werden. Genau das bieten wir

mit der Lagerhaus Bau- und Gartenwelt

in Korneuburg, die für andere Lagerhaus-Märkte

wegweisend sein wird“, so

RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf.

In das Projekt wurden 4,7 Mio. EUR

investiert und der Markt wurde in nur

neun Monaten errichtet. Gemeinsam

mit dem angrenzenden Lidl-Markt bietet

das Lagerhaus einen neuen, zentralen

Einkaufsort im Herzen von Korneuburg,

der vom Hauptplatz aus in nur wenigen

hundert Metern zu Fuß erreichbar ist

und über einen großen Parkplatz verfügt.

y

eröFFnunGstaGe. Der neue lagerhaus-flagshipstore in Korneuburg präsentierte sich vom 28. bis 30.

märz erstmals einem breiten Publikum.

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a k t u e l l

lachen macht gesund!

mapei austria unterstützt die arbeit der cliniclowns

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

(umweltbezogene, wirtschaftliche

und soziale Nachhaltigkeit)

spielen im unternehmerischen Tun des

familiengeführten Unternehmens Mapei

seit jeher eine zentrale Rolle. Immer wieder

hat der Bauchemie-Produzent soziale

Projekte oder private Notlagen vor

allem an seinen beiden Werksstandorten

in Nußdorf ob der Traisen (NÖ)

und in Langenwang (Stmk.) unterstützt.

Jahr für Jahr wurden punktuell zusätzlich

Projekte gesponsert, wie zum Beispiel

der Herzenswunsch eines kranken

Kindes über die Stiftung Kindertraum,

regionale Schulsportprojekte, oder die

Special Olympics in Schladming im Jahr

2017, um nur einige Beispiele zu nennen.

Für 2019 hat Mapei Austria seinen

Schwerpunkt in der Unterstützung kranker

Kinder und Erwachsener gelegt.

Mit dem Verein CliniClowns hat das

Unternehmen einen kongenialen Partner

gefunden, dessen Arbeit ab sofort

unterstützt wird.

Entsprechend dem Motto der CliniClowns:

„Es ist mehr als nur ein Lächeln.

Es ist Lebensfreude“, zieht Mapei

Austria die Kooperation über das gesamte

Jahr 2019. Während zu Jahresbeginn

ein Scheck - quasi als Start der

Kooperation übergeben wurde - promotet

Mapei Austria die Arbeit der Clowns

bei seinen Schulungen und Aktivitäten.

Mapei Austria Geschäftsführer, Mag.

Andreas Wolf erklärt: „Neben der Spende

zu Jahresbeginn, haben wir unsere

Kunden und Partner informiert, dass

wir 2019 ausnahmslos die CliniClowns

unterstützen werden. Wir heben zum

Beispiel für unsere hochwertigen Schulungen

und Trainings kleine Beträge ein,

die wir eins zu eins am Ende des Jahres

an die CliniClowns weitergeben.“

soZiaL. andreas Wolf überreicht den CliniClowns

den spendenscheck

laCHtHeraPie Per rezePt

Die CliniClowns verschreiben nur eines:

Die Lachtherapie. So schöpfen die

schwerstkranken Patienten neue Lebenskraft

und für einige Zeit treten Schmerzen,

Angst, Trauer und Verzweiflung in

den Hintergrund. Lachen ist Leben und

Leben bedeutet Hoffnung. Liane Steiner,

Generalsekretärin des Vereins CliniClowns

über die Kooperation: „Wir

bedanken uns bei Mapei Austria sehr

herzlich für die Unterstützung. Denn:

Wer lacht gibt nicht auf!“

y

Jubiläumsfeier

125 Jahre lafarge Zementwerk mannersdorf

Das Lafarge Zementwerk Mannersdorf

feiert 2019 sein

125-jähriges Bestehen und lädt Interessierte

am Samstag, 25. Mai 2019, Wiener

Straße 10, 2452 Mannersdorf am Leithagebirge

ab

14.00 Uhr

zum Tag der

offenen Tür.

„Das Lafarge Zementwerk Mannersdorf

ist seit 125 Jahren ein Wirtschaftsmotor

in der Region, schafft Mehrwert

und unterstützt die lokale Kreislaufwirtschaft.

Daher laden wir die Familien

unserer Mitarbeiter, die Mannersdorfer

Bevölkerung, Nachbarn, Partner und

Interessierte zum Tag der offenen Tür

ein. Wir öffnen das Werk für Besichtigungstouren

und schaffen die Möglichkeit

für Begegnungen und Gespräche“,

kündigt Dr. Christopher Ehrenberg,

Werksleiter bei Lafarge an. y

mannersdorF. Werksansicht um 1900

dr. christoPher

ehrenberG

28 | 4 . 2019


a k t u e l l

gute ergebnisse

internorm dominant in dach

Die Internorm International

GmbH konnte im Geschäftsjahr

2018 erneut ein Unternehmenswachstum

verzeichnen und setzte vor allem

in der DACH-Region ein wirtschaftliches

Ausrufezeichen. Der Gesamtumsatz

wuchs im Vergleich zum Vorjahr

um rund 4 % auf 344 Millionen Euro

und auch der Auftragseingang stieg um

mehr als 4 % bei einem stetig wachsenden

Mitarbeiterstand, der aktuell bei

1.872 liegt. Innerhalb der DACH-Märkte

(Deutschland, Österreich, Schweiz)

konnte ein Wachstum von 6 % zum

Vorjahr erreicht werden. Im neuen Geschäftsjahr

2019 sind bereits 23 Millionen

Euro an Investitionen geplant, um

diese Top-Position weiter auszubauen.

Schwerpunkte hierfür sind die Stärkung

der Produktionsstandorte und Produktinnovationen

– insbesondere bei großflächigen

Verglasungen.

„Wir freuen uns sehr über das deutliche

Wachstum, das uns die Markenführerschaft

sicherstellt. Das Jahr 2018

war von der weiterhin regen Neubautätigkeit

gekennzeichnet, die wir mit unserer

Qualitäts- und Innovationsstrategie

vor allem in der DACH-Region gut

nutzen konnten. Wir werden weiterhin

daran arbeiten, höchste Standards und

innovative Produkte anzubieten, um den

Auftraggebern klare Argumente für unsere

Premium-Qualität zu liefern“, sagt

Christian Klinger, Unternehmenssprecher

und Miteigentümer.

Branchenstudien gehen davon aus,

dass der Wohnbau europaweit weiter

deutlich wächst, insbesondere im Neuund

Objektbau – das wirtschaftliche

Umfeld ist also günstig.

ÖsterreiCH: marKtanteilsge-

Winne trotz sCHrumPfenDem

sanierungsmarKt

Im wichtigen Heimatmarkt Österreich

ist – nach der in den letzten Jahren rückläufigen

Entwicklung – die Trendwende

auf dem Sanierungsmarkt noch nicht gelungen

und der Umsatz ging am Markt

um weitere 2,6 Prozent zurück. Internorm

konnte allerdings dagegenhalten

und ein kleines Plus in diesem Sektor

schreiben. „Wir sind sehr froh, dass

wir im Sanierungsmarkt dank unserer

laufend hohen Investitionen in Mitarbeiter,

Werke und Produkte stabil geblieben

sind, betrachten die Gesamtentwicklung

aber durchaus kritisch. Umso

erfreulicher ist es, dass der Neubaumarkt

erneut deutlich zugelegt hat und wir diese

Steigerung mit Marktanteilsgewinnen

sektorübergreifend für uns nutzen

konnten“, so Internorm-Geschäftsführer

Johann Pichler. Die Marktanteile von

Internorm stiegen 2018 wertmäßig auf

14,7 Prozent und mengenmäßig auf

15,4 Prozent. Im Bereich der Kunststofffenster

wurde die Marktführerschaft

weiter ausgebaut, der wertmäßige Anteil

liegt nun bei knapp 25 Prozent.

christian KLinGer

Johann PichLer

23 millionen euro an investitionen

gePlant

Im Geschäftsjahr 2019 plant Internorm

die österreichischen Werke mit rund

zehn Millionen Euro weiter auszubauen,

um für Produktinnovationen gerüstet zu

sein. Weitere neun Millionen sind für

die Modernisierung der Produktionsstätten

sowie Ersatzinvestitionen eingeplant.

Drei Millionen Euro investiert

Internorm im Vertrieb und eine weitere

Million in andere Bereiche. Auch die

Vertriebspartner sind aktiv: 2018 wurden

29 neue Schauräume in Europa eröffnet

und 54 weitere neu konzipiert

oder überarbeitet. Für das laufende Geschäftsjahr

sind allein in Russland vier

neue Schauräume in Planung.

Neu wird 2019 auch die digitale Unterstützung

bei Wartung und Service. Ab

April werden standardmäßig QR-Codes

in Fenster und Türen integriert, um den

Kunden eine umfassende Serviceplattform

zu ihren Produkten zu liefern. y


a k t u e l l

Pipelife

hohe Qualität im kanalbau zahlt sich aus

„nachhaltigkeit“ ist ein heute viel benutztes schlagwort. Doch hinter dem

Begriff steckt bei Kanalrohren viel technik und Know-How, die letztendlich allen

zu gute kommt. Dem auftraggeber und dem Bauausführenden und natürlich

auch der umwelt. Was also macht ein nachhaltiges Kanalbauwerk aus?

70 Bis 100 JaHre nutzungsDauer

Mag. Franz Grabner, der Geschäftsführer

von Pipelife Austria, stellt dazu fest:

„Kanalrohre müssen einer vom Netzbetreiber

erwarteten Nutzungsdauer von

70 bis 100 Jahren entsprechen. Sie dürfen

in dieser Zeit nicht undicht und somit

zum Sanierungsfall werden. Um dieses

Ziel zu erreichen sind eine sorgfältige

Planung, eine hohe Qualität der Produkte

und eine fachgerechte Ausführung

erforderlich.“

Worauf Kommt es Bei Der WaHl

Des roHrsystems an?

Ein eigenes Regelwerk, die österreichischen

Güteanforderungen (ÖGA) 1 , legt

Qualitätskriterien für Produkte und

Bauleistungen im Siedlungswasserbau

fest. Rohre, die den ÖGA entsprechen,

1

leitlinie 1, Qualitätssicherung bei Produkten, abrufbar

unter www.arge-oega.at

erfüllen nachweislich höchste technische

Ansprüche. Für den Kanalbereich sichert

das GRIS-Gütezeichen, dass ein

Rohr diesen Anforderungen entspricht.

Mehr über das GRIS-Gütezeichen lesen

Sie im Kasten rechts.

Für Pipelife Austria als Österreichs

größten Kunststoffrohrhersteller ist das

GRIS-Gütezeichen bei allen Kanalrohren

eine Selbstverständlichkeit. Ing.

Christian Bruckner, der Produktmanager

für Kanalsysteme, erläutert warum:

„Die Verlegung bietet immer wieder

Herausforderungen wie Einflüsse von

Grundwasser oder instabile Böden. Das

Rohrsystem muss diesen Risikofaktoren

über die gesamte Nutzungsdauer Stand

halten. Daher ist höchste Qualität für

uns ein Muss.“

höchste ansPrüche.

franz grabner (l.)

und Christian Bruckner

(r.) „Hohe Qualität ist

bei Kanalrohren am

gris-gütezeichen

erkennbar.“

das griS-gütezeichen

Das gris-gütezeichen bescheinigt

für den abwasserbereich die übereinstimmung

mit den Bestimmungen der

Öga. es beinhaltet ein umfangreiches

Paket an forderungen, die in summe

für höchste Qualität sorgen. Dies sind

einerseits produktspezifische anforderungen,

die zum teil über bestehende

Önorm en hinausgehen, zum Beispiel

in den Punkten:

• Langzeitdichtheit und Wurzelfestigkeit

• Dynamische Spülbeständigkeit

Darüber hinaus müssen firmen, die

ihre Produkte gris-registrieren lassen,

weitere kundenbezogene und produktionsspezifische

anforderungen erfüllen

wie zum Beispiel:

• Überwachung und Dokumentation

des fertigungsprozesses

• angemessene Haftpflichtversicherung

• Qualitätsmanagementsystem

• Vertretung in Österreich

• Baustellenbetreuung

• technische Unterlagen in deutscher

sprache

• Materialrücknahme

• Entsorgung und Wiederverwertbarkeit

der Produkte

Pipelife PvC vollwandrohre sind gemäß

Önorm en 1401-1 geprüft und besitzen

das gris-gütezeichen 111.

Pipelife PP master vollwandrohre sind

gemäß Önorm B 5113 geprüft und

besitzen das gris-gütezeichen 146.

30 | 4 . 2019


IDEAL FÜR KLEINE REPARATUREN

a k t u e l l

Der ÖsterreiCH-faKtor: Die Kälte

Wenn bei kalten Temperaturen ein Kanalbauwerk

errichtet oder ein neuer Anschluss

hergestellt werden muss, dann

spielt die Kälteschlagzähigkeit eine Rolle.

Vollwand-Kanalrohre von Pipelife

besitzen diese positive Eigenschaft und

weisen daher das Eiskristallzeichen in

der Signierung auf. Dies gilt aber nicht

für alle am Markt erhältlichen Kanalrohre.

Christian Bruckner: „Ein Rohr

mit hohem Anteil an Füllstoffen entspricht

dieser Anforderung nicht und

kann beim Abladen oder Verlegen splittern

oder noch gefährlicher – es können

unerkannte Risse entstehen. Kreide hat

in diesem Punkt keine so guten Materialeigenschaften

wie hochwertiges PVC

oder PP. Der gleiche Einwand gilt auch

für Schaumkernrohre. Die geschäumte

Mittelschicht und die extrem dünne Innen-

und Außenschicht dieses Rohrtyps

bieten hier wenig Schutz. Ein kurzer

Blick auf die Signierung gibt Auskunft.

Wo kein Eiskristallzeichen ist, da muss

ich mit einer höheren Splittergefahr oder

Rissen bei Kälte rechnen.“

sn4 coex. schaumkernrohre

können bei

niedrigen temperaturen

splittern.

Wie erKenne iCH HoHe Qualität?

Franz Grabner fasst es kurz und bündig

zusammen: „Am GRIS-Gütezeichen.

Ich muss als Auftraggeber davon ausgehen,

dass ein Rohrsystem, das kein

GRIS-Gütezeichen besitzt, in einer

oder mehreren Eigenschaften qualitativ

einem Vollwandrohr mit GRIS-Gütezeichen

unterlegen ist.“

Christian Bruckner: „Schaumkernrohre

zum Beispiel bieten weniger

Schutz gegen Abrieb. Ist die dünne Innenschicht

erst einmal beschädigt, kann

die mittlere Schaumschicht den Anforderungen

nicht lange Stand halten. Ähnliches

gilt für die dünne Außenschicht,

die im rauen Baustellenalltag leicht

durchgeschlagen werden kann.“

Was ist mit struKturierten

roHren?

Grabner: „Für die Regenwasserableitung

ist dieser Rohrtyp geeignet, beim

Abwasserkanal sollte nur zu GRIS-registrierten

Rohren gegriffen werden.

Im Bereich ÖNORM EN 13476 gibt

es eine unüberschaubare Vielfalt an

Produkten, die teilweise untereinander

nicht kombinierbar sind. Strukturierte

Rohre besitzen im Regelfall eine geringe

Längssteifigkeit. Das heißt, sie können

sich durchbiegen und in diesen Krümmungen

sammeln sich dann Ablagerungen

an.“

Christian Bruckner: „Jeder Bauherr

ist gut beraten, wenn er nur Kanalrohre

verwendet, die den ÖGA entsprechen.

Das GRIS Gütezeichen bietet Planern,

Auftraggebern und Verlegern Sicherheit

für Jahrzehnte und ist darüber hinaus

mit einem guten Service verbunden.“ y

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a k t u e l l

Zementgebundene leichtbeton-Platten im betriebsrestaurant

haubenqualität im büro

hochWertiG. sämtliche nichttragenden

Wände wurden in trockenbauweise errichtet. Die

anspruchsvollen vorgaben an Brand-, schall- und

feuchteschutz konnte man mit zementgebundenen

leichtbeton-Bauplatten von fermacell erfüllen.

Im Dezember 2018 eröffnete die Betriebskantine

„Quartier 6“ im AUS-

TRIA CAMPUS in Wien ihre Pforten.

Den hohen Ansprüchen an Brand-,

Schall- und Feuchteschutz konnte man

mit zementgebundenen Leichtbeton-

Bauplatten der Fermacell GmbH gerecht

werden.

Das innovative Betriebsrestaurant am

Baufeld 6 punktet nicht nur mit exzellenten

kulinarischen Köstlichkeiten,

sondern auch – wie die gesamte und

größte zusammenhängende Büro-Entwicklung

Europas mit einer Bruttogeschossfläche

von rund 300.000 Quadratmetern

– mit einem intelligenten

Gebäudekonzept.

Zu den größten Herausforderungen

zählten – neben der anspruchsvollen

Baustellenlogistik – die Einhaltung der

Vorgaben an Brand- und Schallschutz

in den Küchenbereichen. Zudem galt es

auch, den komplexen Anforderungen an

den Feuchteschutz gerecht zu werden.

Ein Großteil der Trockenbauwände

musste in der Feuerwiderstandsklasse

EI 90 hergestellt werden. Aufgrund

der Bauhöhe von bis zu 5,32 Metern

in Verbindung mit den für die hohe

Feuchtebeanspruchung notwendigen

zementgebundenen Leichtbetonplatten

von Fermacell konnte der Brandschutznachweis

nur durch eine objektbezogene

Beurteilung durch das IBS Linz erbracht

werden. Des Weiteren musste bei diesen

Wänden auch eine erhöhte Schallschutzanforderung

berücksichtigt werden (Küchenbereich

zu Gastbereich).

Platte für HÖCHste anforDerungen

Sämtliche genannten Ansprüche konnte

man dank des Einsatzes der fermacell ®

Powerpanel H 2

O-Platten im Wandbereich

– und das in einem Umfang von

etwa 10.000 Quadratmetern – erfüllen.

Dabei handelt es sich um zementgebundene

Leichtbetonplatten mit Sandwichstruktur

und beidseitiger Deckschichtarmierung

aus alkaliresistentem

Glasgittergewebe, die sich auch für Bereiche

mit hoher und dauerhafter Wasserbeanspruchung

bestens eignen. Die

gute Schallschutzqualität von Konstruktionen

mit fermacell ® Powerpanel H 2

O-

Platten wurde ebenfalls durch amtliche

Prüfberichte bestätigt. Durch die rein

mineralische Zusammensetzung sind

fermacell ® Powerpanel H 2

O-Platten

gemäß ihrem Brandverhalten als nicht

brennbar eingestuft (Baustoffklasse A1

gem. EN 13501-1).

y

foto: moser Beton / Christoph Hatheuer

leube stärkt marktpräsenz in oberösterreich

moser beton eröffnet neues betonwerk

Meter hoch, ein 70 Meter

27 langes Transportband für den

Kies, fünf Silos für je 100 Tonnen Zement,

100 Kubikmeter produzierter Beton

pro Stunde – das sind die beeindruckenden

Zahlen des neuen Betonwerks

von Moser Beton, dem Joint Venture

der Leube Gruppe und der Franz Moser

Schotter- und Betonwerke. Die Anlage

wurde von der Franz Moser Schotter-

und Betonwerke GmbH und der

Zementwerk Leube GmbH gemeinsam

errichtet. Beide Partner investierten

knapp zwei Millionen Euro in das

moderne Transportbetonwerk in Braunau.

„Das ist ein echter Meilenstein in

unserer Firmengeschichte. Noch nie zuvor

haben wir eine so hohe Investition

getätigt. Mit diesem neuen Betonwerk

wollen wir unser Familienunternehmen

fit für die Zukunft machen“, betonte

Dr. Christian Huber, Geschäftsführer

von Moser Beton.

„Für uns ist es wichtig, unsere starke

Marktpräsenz im Zement durch Wachstum

in nachgelagerten Produkten wie

Beton weiter auszubauen. Wir sind

überzeugt, dass dieses 50/50 Joint Venture

mit Moser Beton und der Bau dieses

modernen Werkes einen wesentlichen

Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft

der Leube-Gruppe in Oberösterreich leisten

wird“, meint Mag. Heimo Berger,

Geschäftsführer der Zementwerk Leube

GmbH.

y

eröFFnunG in neuKirchen. (v.l.n.r.) Peter

fellner (Betriebsleiter moser Beton), mag. rudolf

zrost (gf leube), Christian moser (Juniorchef moser

Beton), ingrid und Dr. Christian Huber (gf moser

Beton) sowie mag. Heimo Berger (gf leube).

32


a k t u e l l

wienerberger

Starkes wachstum 2018

Wienerberger freut sich über die

gute Geschäftsentwicklung in

allen Divisionen. Der Umsatz konnte

um 6 % auf den neuen Rekordwert von

3,3 Mrd. € gesteigert werden, das bereinigtes

EBITDA erhöhte sich um 15 %

auf rund 470 Mio. €, der Dividendenvorschlag

2018 lautet: +70% auf 0,50

je Aktie!

Der Ausblick für 2019 geht von stabilen

bis leicht wachsenden Märkte für

Wohnungsneubau und Infrastruktur,

einem signifikanten Ergebnisbeitrag

von 40 Mio. € aus dem neu gestartetem

Fast Forward 2020-Programm und einer

Steigerung des bereinigten EBITDA auf

560-580 Mio. € aus.

Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch

dazu: „Unser starkes Wachstum in diesem

Jahr reflektiert die kontinuierliche

und nachhaltige Umsetzung unserer Unternehmensstrategie:

Erstens durch den

Ausbau unserer Marktpositionen und

organisches Wachstum mit innovativen

Produkten, zweitens durch die Umsetzung

von Optimierungsmaßnahmen im

Rahmen unseres Programmes Fast Forward

2020. Und drittens durch gezielte

Wachstumsakquisitionen zur Ergänzung

und zum Ausbau unserer bestehenden

Aktivitäten.“

Wienerberger investierte im Geschäftsjahr

2018 im Rahmen der Wachstumsstrategie

deutlich mehr in Akquisitionen

und Werkserweiterungen.

Insgesamt stiegen die Gesamtinvestitionen,

bestehend aus Wachstums- und

Normalinvestitionen sowie Investitionen

in das Finanzanlagevermögen, auf 325,2

Mio. € (Vorjahr: 206,3 Mio. €).

Die gesCHäftsentWiCKlung in

Den Divisionen

Division Clay Building Materials

Europe: Das europäische Ziegelgeschäft

entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018

sehr gut. In Osteuropa erzielte Wienerberger

ein deutliches Wachstum. Auch

in Westeuropa wurden in einem insgesamt

stabilen Umfeld deutliche Zuwächse

erreicht. Diese wurden jedoch

von Kosten für Strukturanpassungen

belastet. Der Divisionsumsatz konnte

um 7% von 1.787,0 Mio. € auf 1.918,8

Mio. € gesteigert werden.

Division Pipes & Pavers Europe: Im

Rohrgeschäft zeigte sich im Geschäftsjahr

2018 ein gesundes Marktumfeld.

Im Kunststoffrohrgeschäft konnten sowohl

in West- als auch in Osteuropa

Absatzsteigerungen erzielt werden. In

Westeuropa führte zudem die umfassende

Restrukturierung in Frankreich zu

einer deutlichen Ergebnisverbesserung.

Positive Ergebnisbeiträge lieferten auch

die übernommenen Unternehmen. Die

Restrukturierung im keramischen Rohrgeschäft

wurde abgeschlossen und wirkte

sich unmittelbar positiv auf die operative

Ergebnisentwicklung aus. Das Geschäft

für Betonflächenbefestigungen leistete

einen deutlich positiven Beitrag zur

Entwicklung der Division. Insgesamt

stieg der Umsatz um 6 % von 1.014,2

Mio. € auf 1.070,1 Mio. €.

strategisCHe massnaHmen unD

ausBliCK 2019

ln Verbindung mit dem Fast Forward

2020-Programm hat Wienerberger die

bestehende Organisation gestrafft und

noch effizienter gestaltet. Die europäischen

Baustoffaktivitäten werden seit

Anfang 2019 in der Division Wienerberger

Building Solutions zusammengefasst.

Ziel ist es, das Angebot von Wienerberger

im Bereich Wand, Fassade,

Dach und Flächenbefestigungen auszubauen

und in relevanten europäischen

Märkten weiter zu vertiefen. Dabei setzt

Wienerbergervor allem auf Innovationen,

neue Produkte und gezielte Unternehmenszukäufe.

y


a k t u e l l

murexin

Spatenstich für neues Schulungszentrum

Mit dem Spatenstich am 28.

März 2019 begannen beim

heimischen Bauchemieproduzenten in

Wiener Neustadt offiziell die Bauarbeiten

für ein neues Schulungszentrum.

Das Investitionsvolumen beträgt rund

1,5 Millionen Euro, die Fertigstellung

ist für diesen Herbst geplant.

Auf einer Gesamtfläche von ca. 500

m 2 stehen dann Räume für praktische

und theoretische Schulungen zur Verfügung.

Bernhard Mucherl (Geschäftsführer,

Murexin GmbH) erläutert die

Beweggründe für diese Investition: „Mit

dem neuen Schulungszentrum wollen

wir den Servicegedanken für unsere

Kunden noch intensiver aufgreifen und

in den Schulungen unsere technische

Kompetenz bei der Verarbeitung unserer

Produkte zeigen. Bereits jetzt

schätzen unsere Kunden die

Schulungen durch unsere Anwendungstechniker,

allerdings

können wir aktuell aufgrund

mangelnder räumlicher Kapazitäten

den Anfragen nicht

nachkommen. Mit dem neuen

Gebäude wird uns das gelingen

und wir freuen uns bereits

sehr darauf.“ Das Schulungszentrum

wird auch für Weiterbildungsmaßnahmen

der

Mitarbeitern aus der Zentrale und den

internationalen Tochterfirmen genützt

werden.

Am Grundstück der Murexin GmbH

sind neben dem Verwaltungsgebäude

auch die Pulver- und Nassproduktion,

Labor und Logistik angesiedelt. y

bauarbeiten. Die Bauherren von murexin

gmbH mit dem architekten beim spatenstich zum

neuen schulungszentrum. von links: michael maier

(länderbereichsleitung), gernot Wagner (leitung

Produktmanagement, anwendungstechnik und

marketing), Peter reischer (vertriebsleitung), Karl

scheibenreif (geschäftsführer architekt scheibenreif

zt gmbH), Bernhard mucherl (geschäftsführung),

raimund Wachlhofer (technische leitung)

Saint-gobain isover austria

wärmedämmung: nachhaltigkeit liegt im trend

Auch beim Wohnen liegt das Umweltbewusstsein

zunehmend im

Trend. Besonders jüngere und gut informierte

Menschen wollen nachhaltig bauen.

„Daher ist Nachhaltigkeit auch immer

uniroll Plus auf einen blick

• Mineralwolle-Dämmstoff aus

80% recyclingglas

• Mit rein pflanzlichem Bindemittel

• Produziert mit 100% Öko-Strom

• Ohne biozide Zusätze

• Brandverhalten A1 gemäß

Önorm en 1305-1

• Einfache Verarbeitung

• Platzsparend beim Transport

häufiger beim Dämmen gefragt,“ erklärt

Werner Kopp, Produktverantwortlicher

von Saint-Gobain Isover Austria.

Uniroll Plus von Isover Austria entspricht

diesem Trend. Der Mineralwolle-Dämmstoff

besteht aus Recyclingglas,

pflanzlichem Bindemittel und wird mit

Strom aus 100% zertifizierter Wasserkraft

produziert. Darüber hinaus kann

Isover Uniroll Plus einfach verarbeitet

werden und spart Platz beim Transport.

Isover Uniroll Plus ist als „nicht

brennbar“ in die Euroklasse „A1“ eingestuft

und eignet sich ideal zur effizienten

Wärme- und Schalldämmung zwischen

Sparren, in Holzriegel-Konstruktionen

und im Trockenbau. Durch die komprimierte

Verpackung wird bis zu 60%

weniger Stellfläche in der Logistik benötigt,

was wiederum zu einer erheblichen

Reduktion der CO 2

-Bilanz führt.

Bei Saint-Gobain Isover sorgt der sparsame

Einsatz von Rohstoffen für einen

besonders nachhaltigen Fertigungsprozess.

Das Unternehmen betreibt weltweit

zwölf Fachforschungszentren und

rund 100 Entwicklungsabteilungen mit

insgesamt 3.700 Forschern und Ingenieuren,

die laufend an der Optimierung

des Lebenszyklus der Mineralwolle arbeiten.

y

beWusst. Der

umwelt zuliebe:

mineralwolle aus

recyclingglas,

pflanzlichen

Bindemittel

und strom aus

Wasserkraft.

fotos: isover/fotolia

34 | 4 . 2019


w e b g u i d e

Baustoffe

ARDEX Baustoff GmbH

www.ardex.at

Avenarius-Agro GmbH

www.avenariusagro.at

Baumit

www.baumit.com

Dämmstoffe

Sopro Bauchemie GmbH

www.sopro.at

Soudal AT gmbH

www.soudal.com

www.fixall.eu

Austrotherm GmbH

www.austrotherm.com

Fenster/Türen

Rockwool

Handelsges.m.b.H.

www.rockwool.at

Unsere Preisliste für Ihr

Smartphone auf:

www.rockwool-preisliste.at

Domoferm GmbH

www.domoferm.com

Stauss-Perlite GmbH

www.Stauss-Perlite.at

Karl Bachl Ges.m.b.H.

www.bachl.at

Internorm Fenster GmbH

www.internorm.at

Fermacell GmbH

www.fermacell.at

Henkel Central Eastern

Europe GmbH

www.ceresit.at

BLUEBOARD

K L I M A - D Ä M M P L A T T E

A-3380 Pöchlarn, Wienerstraße 71

www.blueboard.at

Blueboard

www.blueboard.at

Linzmeier Bauelemente

GmbH

www.linzmeier.de

Kamin

Fakro Dachflächenfenster

GmbH

www.fakro.at

Schiedel GmbH

www.schiedel.at

Lias Österreich GesmbH

www.liapor.at

Mapei Austria GmbH

www.mapei.at

Profibaustoffe Austria

GmbH

www.profibaustoffe.com

puren gmbh

www.puren.com

Saint-Gobain

ISOVER Austria

www.isover.at

Knauf Insulation GmbH

www.knaufinsulation.at

Lagersysteme

OHRA Regalanlagen GmbH

www.ohra.at

T.: +43 7236 21534

Wasserver-/Entsorgung

ACO GmbH

www.aco.co.at

PCI Augsburg GmbH

www.pci.at

Steinbacher Dämmstoffe

GmbH

www.steinbacher.at

FRÄNKISCHE Rohrwerke

Gebr. Kirchner GmbH & Co.KG

www.fraenkische.at

RÖFIX AG

www.roefix.com

ziegel

Bauhütte Leitl-Werke GmbH

www.leitl.at

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Mag. Alexandra Lehrer, 1170 Wien, Dornbacher Straße 93, Telefon: 01/478 81 70, Fax: 01/478 81 70-10, E-Mail: baustoff@impactmedia.at, www.impactmedia.at;

Chefredaktion: Mag. Alois Fröstl; Redaktion und Satz: Mag. Alexandra Lehrer; Redaktionelle Mitarbeit: Maximilian Lehrer; DI Tom Cervinka; Peter Mayer; Anzeigen: Peter Mayer, p.mayer@impactmedia.at;

Alexander Riha, a.riha@impactmedia.at; Abonnementverwaltung: Daniela Brany, d.brany@impactmedia.at Druck: Druckerei Robitschek, 1050 Wien; Jahresabonnement: Inland: EUR 89; Ausland: EUR 103,-.

Das Abonnement ist jeweils einen Monat vor Jahresende kündbar, sonst gilt die Bestellung für das folgende Jahr weiter. Erscheinungsweise: 10 x jährlich. Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlegers gestattet.

Unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder werden nicht zurückgeschickt. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion, ihre Wiedergabe

besagt nicht, dass sie die Meinung der Redaktion oder eine Empfehlung darstellen. Bezahlte Einschaltungen sind mit + oder p. r. gekennzeichnet.


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