KOMPACK 02 19
IFFA, Smart, LogiMAT, Wellpappe, News aus der Verpackungswelt, Lebensmittelverpackung
IFFA, Smart, LogiMAT, Wellpappe, News aus der Verpackungswelt, Lebensmittelverpackung
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<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
29 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
172. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
INTERPACK<br />
INTERPACK<br />
INTERPACK<br />
4 • 2014<br />
44 •• 2014<br />
4 • 2014<br />
31<br />
31 31<br />
31
An&fürsich 4<br />
Meine Meinung<br />
Umweltauswirkungen ... 4<br />
auf Verpackungen<br />
IFFA 6<br />
Kleine Vorschau auf das Messehighlight<br />
cargo-Partner iLogistics Center 12<br />
Strapex umreift für weltweiten Transport<br />
Circular Packaging Day 21<br />
Innovative Lösungen für nachhaltige Verpackungen<br />
Effizienz in der Supply Chain 22<br />
Genauigkeit im Zehntelmillimeterbereich<br />
Verpackungslinien 24<br />
Komplettanbieter<br />
LogiMAT 26<br />
Kleiner Rückblick<br />
Wellpappe 32<br />
News aus der Branche<br />
Russland 36<br />
Trotz oder „Dank“ der Sanktionen wird investiert<br />
9-Schicht-Extruder 37<br />
DUO PLAST investiert wieder<br />
NFC ... 38<br />
und Mehrfachcodes<br />
Das gesunde Unternehmen 40<br />
Merlin Technology GmbH<br />
International studieren ... 41<br />
in Wien<br />
Messe 44<br />
ICE & CEE<br />
Digitale Industrien 46<br />
ABB zeigt die Zukunft<br />
Kunststoff 51<br />
Glimberger ist zertifiziert<br />
Interview mit Mag. Widermann 54<br />
150 studierte Verpackungsexperten<br />
Logistik 56<br />
BVL-Logistiktag und Chep automatisiert<br />
Digitaldrucklösungen ... 58<br />
für Standbodenbeutel<br />
INHALT<br />
Linz<br />
14 SMART Automation<br />
Berlin<br />
42 Der Weg der Kreidetube<br />
Brixen<br />
50 Neues Headquarter<br />
Impressum Cover<br />
Redaktions- und Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, A -1030 Wien •<br />
Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99 • Mail: kompack@chello.at • www.kompack.info • Objektund<br />
Redaktionsleitung: Harald Eckert • Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd<br />
Neumann • Herbert Wallner • Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer<br />
Hauptstraße 146/7a/2, A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller<br />
• Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />
<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
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oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
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29 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
172. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />
Bluhm Systeme GmbH<br />
Rüstorf 82<br />
A-4690 Schwanenstadt<br />
Tel.: +43 7673 4972<br />
info@bluhmsysteme.at<br />
www.bluhmsysteme.at<br />
SMART: Zone B/Stand 203<br />
Mehr auf Seite 16
AN&FÜRSICH ...<br />
Photo: Copyright: ALPLA<br />
Umweltauswirkungen<br />
von Verpackungen<br />
c7-consult hat für den österreichischen Markt<br />
typische Verpackungen verschiedener Produkte<br />
– von Getränken bis Waschmittel – hinsichtlich<br />
ihrer Umweltauswirkungen untersucht, vom Beitrag<br />
zum Klimawandel bis zum Wasserverbrauch.<br />
Auftraggeber ist ALPLA.<br />
Photo: Studio Florian<br />
.... stimmt es mich positiv wenn ich die Demonstrationen<br />
der Jugend für unsere Umwelt sehe. Auch wenn ich mir bei<br />
einigen Teilnehmern nicht sicher bin, ob sie nur mitgehen<br />
damit sie nicht in die Schule müssen – so dürfte die Mehrheit<br />
(hoffe ich zumindest) aus Überzeugung dabei sein.<br />
Die Schülerin Greta Thunberg hat mit ihrem Protest für das<br />
Klima eine eindrucksvolle internationale Bewegung losgetreten.<br />
Der weltweit tätige Spezialist<br />
für Verpackungslösungen<br />
mit Sitz in Vorarlberg will<br />
damit zur Versachlichung der öffentlichen<br />
Diskussion beitragen. Die<br />
Studie belegt den positiven Beitrag<br />
von Recycling auf die Ökobilanz.<br />
Acht Produktkategorien<br />
Das Beratungsunternehmen c7-<br />
consult hat für Verpackungen von<br />
acht im österreichischen Lebensmittelhandel<br />
erhältlichen Produktkategorien<br />
Ökobilanzen nach ISO 14044<br />
erstellt. In Summe wurden 59 Material-Inhalt-Kombinationen<br />
untersucht.<br />
Sechs Sachbilanzgrößen und<br />
sieben Wirkungskategorien wurden<br />
berechnet, um die Umweltauswirkungen<br />
zu vergleichen. Diese reichen<br />
vom Beitrag zum Klimawandel<br />
bis zum Wasserverbrauch.<br />
Nachhaltige Verpackungen<br />
und Recycling-Quoten<br />
„Die aktuelle Diskussion wird oft<br />
sehr emotional geführt. Wir wollen<br />
mit dieser umfassenden Studie die<br />
Sachlage objektiver darstellen“, erklärt<br />
Dr. Christoph Hoffmann, Director<br />
Corporate Strategy, Sustainability<br />
& Circular Economy bei AL-<br />
PLA. Er ergänzt: „Die Industrie will<br />
nachhaltigere Verpackungslösungen<br />
und der Gesetzgeber schreibt höhere<br />
Recycling-Quoten vor. Hier liefert<br />
die Studie wichtige Anhaltspunkte.“<br />
Die letzte öffentlich gemachte Studie<br />
für Österreich liegt schon eine<br />
4 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Zeit zurück: „Das Institut für Energie-<br />
und Umweltforschung Heidelberg<br />
bilanzierte 2010 PET- und<br />
Glasflaschen für Mineralwasser und<br />
Limonade“, erklärt Studienautor Roland<br />
Fehringer.<br />
Ökobilanz<br />
Fehringer präsentierte in Wien auszugsweise<br />
die Ökobilanzen für Gebinde<br />
von typischen Markenartikeln<br />
in Österreich: Mineralwasser, kohlensäurehaltige<br />
Limonade, Milch,<br />
Lebensmittel und Waschmittel. Dabei<br />
wurden deren Beitrag zum Klimawandel,<br />
das Versauerungspotenzial,<br />
der Beitrag zum Sommersmog<br />
und der Wasserverbrauch als relevanteste<br />
Umweltauswirkungen dargestellt.<br />
Fehringer kommt bei der<br />
Studie zu 5 Grundaussagen:<br />
q PET vor Glas<br />
bei Mineralwasser<br />
q HDPE schneidet<br />
bei Milch gut ab<br />
q Limonade in<br />
der rPET-Flasche top<br />
q Nachfüllbeutel für<br />
Waschmittel ökologisch günstig<br />
q PET bei<br />
Nahrungsmitteln klarer Sieger<br />
Da die Studie sehr umfangreich ist<br />
empfehlen wir, sie im Netz nachzulesen:<br />
https://<br />
www.c7-consult.at/activities/ oder<br />
https://www.pzwei.at/aktuellestudie-quantifiziert-umweltauswirkungen-von-verpackungen/<br />
Eine Bewegung, vor allem unter den Jugendlichen, denen<br />
man (auch ich) lange nachgesagt hat – lieber vor dem Computer<br />
zu sitzen als zu versuchen die Welt zu ändern. Frei<br />
nach dem Motto „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist,<br />
wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“, geht<br />
die Jugend auf die Straße und setzt sich für unsere Umwelt<br />
ein.<br />
Bleibt nur zu hoffen, dass diese Bewegung nachhaltig wirkt<br />
und nicht nur zu Aktionen, wie dem Plastiksackerlverbot<br />
führt. Unterm Strich geht es bei der Verschmutzung der<br />
Meere auch um Endkonsumentenverantwortung und die<br />
Hoffnung ist vorhanden, dass die Leute, die da auf der<br />
Straße stehen, diese haben.<br />
Denn die besten nachhaltigen und recyclingfähigen<br />
Verpackungen, die wir produzieren, nutzen nichts wenn<br />
wir diese falsch oder gar in der Natur wegwerfen.<br />
Die Verpackung – deren Ruf in der Öffentlichkeit leider oft<br />
nicht der Beste ist – ist längst am richtigen Weg, wie auch<br />
die positiven Diskussionen während der Circular Packaging<br />
Days bewiesen haben. Auch wenn mahnende Stimmen vorhanden<br />
sind die sagen: „Hoffentlich wird wirklich die Nachhaltigkeit<br />
und die Recyclingfähigkeit gemeinsam gesehen.“<br />
So hat es natürlich keinen Sinn wenn „Schlitzohren“ mehr<br />
Material - selbst wenn recycelt - einsetzen damit sie danach<br />
leichter auf höhere Recyclingziele kommen.<br />
Aber wie gesagt stimmt mich diese Bewegung und die<br />
Bewegung in der Branche positiv. Ist es nicht schön was ein<br />
einzelner junger Mensch bewegen kann?<br />
Auf eine weitere positive Entwicklung freut sich Ihr<br />
Harald Eckert
60 04/18
IFFA<br />
GEA zeigt auf der IFFA 20<strong>19</strong> Spitzentechnologie ...<br />
für den gesamten Produktionszyklus<br />
GEA (in österreich durch die Firma Gramiller vertreten) präsentiert auf der<br />
IFFA in Frankfurt seine Prozesskompetenz, Technologieführerschaft und<br />
kundenorientierte Dienstleistungen für die Fleischindustrie unter dem Motto<br />
„Excellence At Every Stage“. Das Unternehmen konzentriert sich auf dem<br />
Messestand auf vier Hauptanwendungen, die das Thema mit Leben füllen.<br />
Dazu zählen mit Tempura ummantelte Lebensmittel, „Homestyle-Erzeugnisse“<br />
– panierte Produkte wie selbstgemacht, sowie die Kunst der Speck- und Würstchenherstellung.<br />
Verarbeitungs- und Verpackungsexponate werden mit den vier<br />
Applikationen verknüpft und zeigen die Vorteile der Automatisierung, der optimalen<br />
Prozesskontrolle und des effizienten Einsatzes von Ressourcen, Energie<br />
und Arbeitskräften für die Fleischwarenhersteller. „Excellence At Every Stage“<br />
ist mehr als nur ein Thema.<br />
Es gilt als Versprechen des<br />
Unternehmens, das die<br />
Technologie und den Service<br />
innerhalb des Nahrungsmittelverarbeitungs-<br />
und Verpackungsprozesses<br />
im Ganzen umfasst. Es<br />
zielt darauf ab, in jeder Phase des<br />
Produktionsweges, von der Zusammenstellung<br />
der Zutaten bis<br />
zum köstlichen Endprodukt, maximale<br />
Leistung zu erbringen.<br />
Im Fokus steht die Technologie<br />
Zu den wesentlichen Innovationen<br />
auf der Anlagenseite zählen<br />
das Lakeeinspritzsystem GEA MultiJector<br />
2 mm mit flexiblen Nadeln;<br />
die neue Tiefziehverpackungsmaschine<br />
PowerPak PLUS, die erste<br />
Inline-Räucheranwendung Super-<br />
HeatSmoke für den GEA CookStar<br />
und der CutMaster DUO – eine<br />
Rohwurstschneidemaschine mit<br />
zwei unabhängigen Antrieben und<br />
jeweils variabler Drehzahlregelung.<br />
Darüber hinaus stellt GEA die<br />
neue Dekanter-Serie GEA ecoforce<br />
für die Verarbeitung hochwertiger<br />
tierischer Nebenprodukte und das<br />
Inline-Froster-Steuerungssystem<br />
CALLIFREEZE® vor. Auf der IF-<br />
FA können sich die Besucher des<br />
GEA Standes auf verschiedenen<br />
Ebenen mit der Technologie des<br />
Unternehmens auseinandersetzen,<br />
indem sie Live-Vorführungen an<br />
der Maschine verfolgen, an Virtual-<br />
Reality-Touren teilnehmen oder die<br />
Vorzüge des Equipments an interaktiven<br />
Präsentationen erkunden.<br />
Gleichmäßiges<br />
Injizieren von Lake<br />
Das neue Lakeeinspritzsystem<br />
ist Teil der GEA MultiJector-Produktfamilie<br />
und wurde für die präzise<br />
Verarbeitung von Speck und<br />
Geflügel auf 700 Millimeter breiten<br />
Delta WT 250<br />
Die Tiefziehverpackungsmaschine PowerPak PLUS reduziert<br />
deutlich den Folienverbrauch.<br />
Produktionslinien entwickelt. Spezielle,<br />
zwei Millimeter dicke OptiFlex-Nadeln<br />
bilden ein enges Einspritzmuster<br />
und ermöglichen eine<br />
außergewöhnliche Einspritzgenauigkeit,<br />
Produktqualität und Konsistenz.<br />
Die neue Anlage ist nahtlos<br />
mit dem Lakekühler GEA Super-<br />
Chill und dem GEA Multi-Shaker<br />
verbunden, der überschüssige Lake<br />
entfernt, Nadeleinstichstellen<br />
schließt und Proteine aktiviert.<br />
Dies führt zu geringen Standardabweichungen<br />
während der Produktion<br />
und steigert Qualität, Ertrag<br />
und Gewinn.<br />
Wo Rauch ist, ist auch<br />
Geschmack – GEA CookStar<br />
mit „SuperHeatSmoke“<br />
Seit mehr als 25 Jahren ist der<br />
GEA CookStar die führende Ofentechnologie<br />
in der Lebensmittelindustrie.<br />
Die dritte Generation des<br />
GEA CookStar gart in drei Phasen.<br />
Dies ermöglicht, jedes Produkt in<br />
nahezu jedem Stil zu kochen. Lebensmittelverarbeiter<br />
können durch<br />
die Kombination der Doppel-Spiralkonfiguration<br />
mit dem Super-<br />
HeatSmoke-Konzept ihre Produkte<br />
innerhalb einer Produktionslinie<br />
mit einem CleanSmoke-Label produzieren<br />
und vermarkten. Super-<br />
HeatSmoke ist die preisgekrönte<br />
Lösung für das Inline-Räuchern von<br />
Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchten<br />
sowie Menükomponenten und wird<br />
mit einem gereinigten Rauchkondensat<br />
des Aromenherstellers Red<br />
Arrow erzeugt. Geräuchert wird<br />
bei Temperaturen über 100 °C. In<br />
der kontrollierten Umgebung des<br />
Ofens wird der Rauchgeschmack<br />
gleichmäßiger und die Farbgebung<br />
authentischer, ähnlich einem traditionell<br />
geräucherten Produkt. Die<br />
Technologie ermöglicht zudem<br />
Geschmacks- und Farbvariationen<br />
durch die Verwendung von Rauchkondensat<br />
mit verschiedenen Farben<br />
und Geschmacksintensitäten<br />
und durch die Anwendung von<br />
Rauch in einem oder beiden Ofenabschnitte.<br />
GEA PowerPak PLUS<br />
verspricht geringeren<br />
Folienverbrauch und<br />
beste Verpackungsqualität<br />
Die Tiefziehmaschine der GEA<br />
PowerPak-Produktfamilie eröffnet<br />
durch eine Fülle von technischen<br />
Innovationen ein effizienteres Verpacken<br />
mit verbesserter Verpackungsqualität,<br />
reduziertem Folienverbrauch,<br />
einfacherer Handhabung<br />
sowie sichereren Prozessabläufen<br />
und höherer Verfügbarkeit.<br />
Hierzu gehört das anspruchsvolle<br />
motorgetriebene Abwicklungssystem<br />
für Ober- und Unterfolien,<br />
das die Vorzugsgeschwindigkeit<br />
synchronisiert und die Kräfte an<br />
den Folien signifikant reduziert.<br />
Zusätzlich wird durch die Bahnkantensteuerung<br />
die axiale Position<br />
der Unter- und Oberfolie ständig<br />
überwacht. Abweichungen in der<br />
Folienrollen- und Materialqualität<br />
werden selbständig ausgeglichen –<br />
Betrieb und Produktion arrangieren<br />
sich besser und schneller. Manuelle<br />
und mechanische Anpassungen<br />
werden vermieden, was letztendlich<br />
zu einer besseren Produktionsqualität<br />
führt. Darüber hinaus<br />
verfügt die neue Maschine nun über<br />
Schiebetüren, die die Siegelstation<br />
während der Produktion vollständig<br />
6 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
CALLIFREEZE® – die neue integrierte<br />
Gefrierprozesssteuerung<br />
für GEA S-Tec and A-Tec Spiralfroster.
Fotos: GEA<br />
GEA zeigt Fleischwarenherstellern auf der IFFA die<br />
Vorteile der Automatisierung, der optimalen Prozesskontrolle<br />
und des effizienten Einsatzes von Ressourcen, Energie und<br />
Arbeitskräften bei den einzelnen Prozessschritten.<br />
zur Überwachung und rechtzeitigen<br />
Reaktion einsichtig macht.<br />
Hochwertige Fleisch- und<br />
Nebenprodukte mit der<br />
Dekanter-Serie<br />
GEA ecoforce verarbeiten<br />
Tierische Nebenprodukte aus der<br />
Fleischverarbeitung wie Haut, Knochen,<br />
Blut und Fett sind wertvolle<br />
Rohstoffe. Sie können zu Schmalz,<br />
Talg, Kollagen oder Gelatine verarbeitet<br />
werden. Neben der Verarbeitung<br />
selbst müssen die Produzenten<br />
innerhalb der Lebensmittelproduktionskette<br />
hohe hygienische Standards<br />
in Bezug auf Rohstoffqualität<br />
und Handhabung erfüllen. Der neu<br />
entwickelte Dekanter GEA ecoforce<br />
bietet den höchsten auf dem<br />
Markt erhältlichen sanitären Standard.<br />
Dieses hohe Richtmaß wird<br />
durch spezielle Anpassungen für<br />
den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung<br />
erreicht. Dazu gehören<br />
der Einsatz von FDA-zugelassenen<br />
Komponenten, die Verfeinerung der<br />
Oberflächenrauigkeit von 4,0 Mikrometer<br />
auf 0,8 Mikrometer, die<br />
Konstruktion der Ecken und Oberflächen<br />
für eine bestmögliche Reinigung<br />
sowie eine definierte Anordnung<br />
von Sprühdüsen.<br />
CALLIFREEZE®‒die integrierte<br />
Gefrierprozesssteuerung<br />
Das Steuerungssystem für Froster,<br />
CALLIFREEZE®, misst kontinuierlich<br />
den Gefriergrad des Produktes<br />
am Auslauf der Anlage und<br />
passt Gefrierzeit, Lufttemperatur<br />
und Lüfterdrehzahl an, um die exakte<br />
Gefrierqualität bei minimalem<br />
Energieverbrauch zu erreichen. Das<br />
neue System reduziert den Stromverbrauch<br />
und verbessert die Effizienz<br />
an der Anlage. Die Steuereinheit<br />
kann für GEA S-Tec und A-Tec<br />
Spiralfroster konfiguriert werden<br />
und verarbeitet eine große Auswahl<br />
an Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel<br />
und Fisch, Fertiggerichte,<br />
Backwaren und Milchprodukte.<br />
Cloud-basiertes,<br />
offenes Service-Geschäft<br />
Unter dem Dach von GEA Advance<br />
entwickelt GEA in Zusammenarbeit<br />
mit MachIQ, dem Gewinner<br />
des Start-up-Programms Mass-<br />
Challenge Switzerland, das GEA<br />
sponsert, einen digitalen Kooperationskanal<br />
für das Servicegeschäft.<br />
Diese Lösung ist eine lieferantenunabhängige<br />
cloud-basierte Plattform<br />
für digitale Dienstleistungen<br />
wie Fernwartung, Ersatzteilhandel<br />
im Internet sowie Datenanalyse<br />
für von GEA gewartete Technologien.<br />
Darüber hinaus ist das Portal<br />
in die meisten ERP-Systeme integrierbar<br />
und ermöglicht so eine<br />
lückenlose Digitalisierung vom<br />
Kunden bis zum Lieferanten. Die<br />
Partner beginnen im April 20<strong>19</strong> mit<br />
dem Pilotprojekt zu E-Commerce<br />
und Dokumentation, wo Kunden<br />
beispielsweise Zertifikate, Bedienungsanleitungen<br />
und Schulungsunterlagen<br />
finden. Künftig wollen<br />
sie weitere Dienste wie eine Video-<br />
Unterstützung einbinden.<br />
Service-Kits<br />
Um die Leistungsfähigkeit der<br />
Tiefzieh- und Schlauchbeutelmaschinen<br />
während des Lebenszyklus<br />
der Anlagen zu erhalten, hat GEA<br />
spezielle Service-Kits zusammengestellt.<br />
Damit können Kunden ihre<br />
Wartung nach Betriebsstunden und/<br />
oder Zeitintervallen planen und<br />
alle für die jeweilige Wartung relevanten<br />
Teile mit einer Teilenummer<br />
pro Bausatz bestellen. Mit dem<br />
Angebot geht GEA einen weiteren<br />
Schritt in Richtung eines proaktiven<br />
Service, der sich einfach und<br />
selbstverständlich an die Gegebenheiten<br />
einer laufenden Produktion<br />
anpasst.<br />
Mehr während der IFFA<br />
Stand D06 in Halle 8<br />
oder vorab unter:<br />
www.gea.com<br />
oder unter www.gramiller.at<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
7
IFFA<br />
Neue Foliengeneration aus ...<br />
nachwachsenden Rohstoffen<br />
ALLVAC gibt bei dem Thema Nachhaltigkeit Vollgas und zeigt sich entsprechend<br />
innovativ auf der IFFA. Der Folienhersteller aus dem Allgäu präsentiert<br />
auf seinem Stand (Halle 11, Stand E30) nicht nur seinen Nachhaltigkeitsbericht,<br />
sondern demonstriert auch, dass Barrierefolien mit Anteilen nachwachsender<br />
Rohstoffe tiefziehfähig sind. „Nachhaltiger wurde unsere Produktion<br />
aber auch durch unsere neue 11-Schicht-Coextruder-Anlage, die in unsere<br />
Produktionshallen eingezogen ist und mit der wir noch dünnere Folien<br />
herstellen können, die gewohnt leistungsstark sind“, sagt Hans Bresele,<br />
Geschäftsführer von ALLVAC.<br />
Vermehrte Kundenanfragen,<br />
aber auch das neue<br />
Verpackungsgesetz, motivierten<br />
das Unternehmen, noch<br />
mehr Innovationskraft in zukunftsweisende<br />
Verpackungslösungen<br />
zu investieren. Tatort ist das unternehmenseigene<br />
Labor und Anwendungstechnikum,<br />
in denen die<br />
neuen Folien getestet und weiterentwickelt<br />
werden. Umweltverträgliche<br />
Materialien, aber auch<br />
solche die rezyklierbar sind, also<br />
erneut dem Produktionsprozess zugeführt<br />
werden können, sind erste<br />
konkrete Ansätze. Normalerweise<br />
werden Polyamid und Polyethy-<br />
Photo: Allvac<br />
len, die Basis von Barrierefolien,<br />
aus Erdöl gewonnen. Inzwischen<br />
bemüht sich die Industrie um ökologische<br />
Alternativen, indem statt<br />
Erdöl Rapsöl bzw. Zuckerrohr als<br />
Basis dient. Auch polyamidfreie<br />
Folien sind bei ALLVAC bereits<br />
in der Erprobung. „Die neue polyamid-freie<br />
Folie ist sogar bestens<br />
für Tiefziehverpackungen geeignet,<br />
wie unternehmenseigene Tests bestätigen“,<br />
freut sich Bresele.<br />
GKV Verhaltenskodex<br />
angeschlossen<br />
Nachhaltigkeit für ein menschliches<br />
Miteinander – gegenüber<br />
den Mitarbeitern, aber auch den<br />
Kunden. Auch deswegen hat sich<br />
der Folienhersteller dem GKV-<br />
Verhaltenskodex angeschlossen.<br />
Dieser beinhaltet Wettbewerbsrechte,<br />
globale Richtlinien zu<br />
Menschen- und Arbeitsrechten<br />
sowie ethische, soziale Grundsätze.<br />
„Die Messebesucher werden<br />
erleben: Nachhaltigkeit und unsere<br />
Folienproduktion ist gelebte Praxis<br />
bei ALLVAC“, betont der Geschäftsführer.<br />
Mehr Infos unter: www.allvac.de<br />
Optimiertes Etikettierungskonzept<br />
Als Spezialist für Etikettier- und Drucksysteme verschiedenster Art präsentiert<br />
sich die ELS – European Labelling System GmbH & Co. KG, Werther, auf<br />
der diesjährigen IFFA in Halle 11.0, Stand D 55. Das breit gefächerte Fertigungsprogramm<br />
reicht von kompakten Tischgeräten über halb- und vollautomatische<br />
Etikettierstationen - auch mit Förderbändern - bis hin zu diversen<br />
Druck- und Codiersystemen sowie spezifischer Software zur Etikettengestaltung.<br />
Des Weiteren werden Sondermaschinen gebaut, um für spezielle Projekte<br />
maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können.<br />
Im Mittelpunkt des Messeauftritts<br />
steht u.a. ein innovatives<br />
Etikettierungskonzept<br />
mit Förderbandtechnik zur ebenso<br />
wirtschaftlichen wie optisch<br />
ansprechenden Kennzeichnung<br />
vor allem von Lebensmittelverpackungen.<br />
Diese werden im<br />
Durchlauf von oben und unten<br />
etikettiert. Durch moderne Überwachungstechnik<br />
ist sichergestellt,<br />
dass jede Verpackung ein Haftetikett<br />
bekommt. Das westfälische<br />
Unternehmen zeigt an dieser Linie<br />
auch das neuentwickelte Thermo-/<br />
Thermotransfer-Drucksystem ELS<br />
<strong>19</strong>3. Zusätzlich wird eine neue<br />
Antriebstechnik der Förderbandsysteme<br />
vorgestellt.<br />
QR-Code<br />
In der technischen Realisierung<br />
werden die befüllten und versiegelten<br />
Trays nach ihrer Vereinzelung<br />
auf das Transportbandsystem<br />
geleitet, das sie in Position bringt.<br />
Anschließend wird auf der Oberund<br />
Unterseite je ein Etikett aufgebracht.<br />
Zudem ist es möglich,<br />
durch Thermo-/Thermotransfer-<br />
Drucktechnik einen QR-Code und<br />
Freitext aufzubringen.<br />
Mehr während der Messe<br />
oder vorab unter:<br />
www.els-gmbh.de<br />
Von oben und unten<br />
kennzeichnendes<br />
Etikettierungskonzept von<br />
ELS mit entsprechender<br />
Förderbandtechnik<br />
Photo: ELS<br />
8 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Mehr IFFA-News sehen Sie auch auf Seite 30
HANDEL<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim/Leiter Brandmanagement IFFA<br />
I N T E R V I E W<br />
IFFA 20<strong>19</strong> in Frankfurt<br />
<strong>KOMPACK</strong> sprach mit Johannes Schmid-Wiedersheim über die kommende IFFA<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie viele Aussteller<br />
erwarten die Besucher in Frankfurt –<br />
sind die Marktführer dabei?<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim:<br />
“Die Vorzeichen der IFFA 20<strong>19</strong> stehen<br />
auf Wachstum mit einem neuen<br />
Flächenrekord. Über 1.000 Unternehmen<br />
präsentieren ihre Innovationen<br />
vom 4. bis 9. Mai in Frankfurt<br />
am Main. Und ja, die Marktführer<br />
sind alle dabei. Dank der Einbeziehung<br />
der neuen Halle 12 konnten<br />
vielen Aussteller ihre Standfläche<br />
vergrößern, was vor allem von deutschen<br />
und europäischen Herstellern,<br />
aber auch von amerikanische Unternehmen<br />
zahlreich genutzt wurde.“<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Es ist ja eine neue<br />
Halle dazugekommen – was wird<br />
es in der Halle 12 zu sehen geben?<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim:<br />
„Dank der Halle 12 hat die IFFA<br />
20<strong>19</strong> ein neues Gesicht bekommen.<br />
Sie findet jetzt vollständig im Westteil<br />
des Frankfurter Messegeländes<br />
statt mit kurzen Wegen für Besucher<br />
und Aussteller und einer besseren<br />
Vernetzung der Produktbereiche. In<br />
die Hallenebene 12.0 sind einige der<br />
größten und namhaftesten Aussteller<br />
der IFFA aus dem Kernbereich der<br />
Fleischverarbeitung eingezogen<br />
Außerdem findet der Besucher dort<br />
die Produktgruppe Verkaufen sowie<br />
den Deutschen Fleischer-Verband<br />
mit seinen traditionellen Wettbewerben.<br />
Eine Ebene weiter oben<br />
präsentieren sich die Unternehmen<br />
aus dem Bereich Gewürze, Ingredienzien,<br />
Hilfsstoffe und Därme.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: In welchen Bereichen<br />
erwarten Sie die meisten<br />
Innovationen?<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim:<br />
„Auf der dreijährlichen IFFA zeigen<br />
die Hersteller wirklich über<br />
alle Bereiche hinweg Innovationen.<br />
Schwerpunkte liegen 20<strong>19</strong> aber<br />
sicherlich auf Automatisierung,<br />
Digitalisierung und Food Safety.<br />
Dies gilt für alle Prozessschritte<br />
der Verarbeitung und Verpackung,<br />
aber auch für das Handwerk.<br />
Es geht immer darum, die Produktionssicherheit<br />
zu erhöhen, die<br />
Maschinen noch besser auszunutzen,<br />
Ressourcen zu schonen und nicht<br />
zuletzt den Mangel an qualifizierten<br />
Arbeitskräften zu bewältigen.“<br />
<strong>KOMPACK</strong>:Was erwartet die Besucher<br />
im Bereich Rahmenprogramm<br />
– es war von einigen Sonderschauen<br />
und Special Events zu hören?<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim:<br />
„Neben der riesigen Produktauswahl<br />
möchten unsere Besucher auch<br />
Fachwissen erweitern, Kontakte<br />
pflegen und einen Blick in die Zukunft<br />
werfen. Auf der IFFA werden<br />
daher beispielsweise erstmals<br />
Discovery Tours zu innovativen<br />
Produkten aus verschiedenen Themenbereichen<br />
angeboten. Was fachlich<br />
„State of the Art“ ist, zeigen<br />
die Vorträge im IFFA Forum, das<br />
an allen Messetagen hochkarätiges<br />
Wissen vermittelt. Die internationalen<br />
Wettbewerbe des Deutschen<br />
Fleischer-Verbands demonstrieren<br />
handwerkliches Können und die<br />
Trendfleischerei zeitgemäßen Verkauf.<br />
Und wer sich für moderne Produktion<br />
interessiert, sollte die IFFA<br />
Kitchen besuchen. Dort werden im<br />
Live-Betrieb Bratwürste hergestellt<br />
und können auch gekostet werden.“<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Da unser Fokus am<br />
Verpackungsbereich liegt – gibt<br />
es auch in diesem Bereich spezielle<br />
Events, Wettbewerbe?<br />
Johannes Schmid-Wiedersheim:<br />
„Natürlich. Im IFFA Forum beispielsweise<br />
geht es am 8. Mai um<br />
innovative Verpackungslösungen.<br />
Am 4., 6. und 7. Mai können sich<br />
interessierte Fachbesucher Rundgängen<br />
zum Thema Verpackung anschließen.<br />
Das gesamte Angebot der<br />
Verpackungslösungen einschließlich<br />
der Packmittel steht dem Messegast<br />
20<strong>19</strong> erstmals konzentriert<br />
in der Halle 11 zur Verfügung.“<br />
LIEBE<br />
ZUM<br />
DETAIL<br />
Wer will sich schon durch die Kennzeichnung<br />
in seiner Bewegungsfreiheit<br />
einschränken lassen?<br />
Vertrauen Sie darauf, dass wir unsere Produkte<br />
an Ihre Produktionsanlagen anpassen,<br />
so dass diese ihr maximales Potential<br />
ausschöpfen. Mehr über faire und flexible<br />
Betreuung erfahren Sie gerne unter<br />
+43 1 416 94 46-0 oder www.wallasch.at<br />
Ihr<br />
Drucker vom Wallasch!<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
9
IFFA<br />
Recyclingfähige Lösungen<br />
Die Entwicklung von Verpackungen, die einen maximalen Produktschutz bei<br />
minimalem Ressourcenaufwand gewährleisten, hat bei MULTIVAC seit jeher<br />
eine hohe Priorität. Auf der IFFA präsentiert der Verpackungsspezialist zudem<br />
Konzepte für die Herstellung von Verpackungen, die die aktuellen Marktanforderungen<br />
hinsichtlich der Recyclingfähigkeit erfüllen.<br />
vollautomatischen Prozesses zeichnet<br />
sich diese Lösung durch attraktive<br />
Packstoffkosten sowie durch<br />
Die Nachfrage nach recyclinggerechten<br />
Verpackungen<br />
wird in den<br />
kommenden Jahren aufgrund der<br />
gesetzlichen Rahmenbedingungen<br />
sowie aufgrund sich ändernder Verbrauchergewohnheiten<br />
signifikant<br />
steigen. MULTIVAC bietet zur<br />
Erfüllung dieser Anforderungen<br />
unterschiedliche Konzepte, die von<br />
der Verarbeitung von Monomaterialien<br />
bis hin zu der Verarbeitung<br />
von papierfaserbasierten Materialien<br />
reichen. Dabei umfasst das<br />
Portfolio Lösungen für die Verarbeitung<br />
auf Tiefziehverpackungsmaschinen<br />
sowie für die Verarbeitung<br />
auf Traysealern.<br />
MULTIVAC PaperBoard<br />
Mit MULTIVAC PaperBoard<br />
stehen unterschiedliche Lösungen<br />
für die Herstellung von MAP- und<br />
Skinverpackungen aus papierfaserbasierenden<br />
Materialien zur Verfügung.<br />
Hierfür hat MULTIVAC gemeinsam<br />
mit führenden Herstellern<br />
geeignete Packstoffe entwickelt,<br />
die sich mit Standardsystemen verarbeiten<br />
lassen. Durch den Einsatz<br />
von unterschiedlichen Funktionsschichten<br />
sind Packungen aus<br />
papierfaserbasierten Packstoffen<br />
realisierbar, die auch die Barriereanforderungen<br />
von sensiblen Produkten<br />
erfüllen. Die Packungen<br />
können so gestaltet werden, dass<br />
der Endverbraucher den Kartonträger<br />
sortenrein von der Kunststoffsperrschicht<br />
trennen und dem<br />
Papierrecycling zuführen kann. Für<br />
die Verarbeitung von PaperBoard<br />
können die Tiefziehverpackungsmaschinen<br />
und Traysealer individuell<br />
auf die jeweiligen Produkte<br />
und Leistungsanforderungen der<br />
Kunden abgestimmt und mit Modulen<br />
für die Zu- und Abführung<br />
sowie für die Kennzeichnung der<br />
Packungen kombiniert werden. Für<br />
die Verarbeitung auf Tiefziehverpackungsmaschinen<br />
stehen verformbare<br />
Papierverbunde in unterschiedlichen<br />
Grammaturen, Kartonverbunde<br />
von der Rolle sowie<br />
Kartontrays zur Verfügung. Somit<br />
können flache Packungen sowie Packungen<br />
mit höheren Kavitäten hergestellt<br />
werden, in denen sich Produkte<br />
mit unterschiedlichen Höhen<br />
Photo: Multivac<br />
und Formen verpacken lassen. Für<br />
die Verarbeitung auf Traysealern<br />
umfasst das PaperBoard Portfolio<br />
sowohl Kartontrays als auch Kartonzuschnitte.<br />
MultiFresh-PaperBoard<br />
Für die Herstellung von Multi-<br />
Fresh-Skinverpackungen auf Papierbasis<br />
präsentiert MULTIVAC<br />
auf der IFFA zwei unterschiedliche<br />
Konzepte. So werden auf der<br />
Tiefziehverpackungsmaschine R<br />
105 MF flache Vakuum-Skinverpackungen<br />
auf der Basis von Kartonverbunden<br />
von der Rolle hergestellt.<br />
Aufgrund des eingesetzten<br />
Materials von der Rolle sowie des<br />
eine hohe Wirtschaftlichkeit aus.<br />
Traysealer-Linie T 800<br />
Die Herstellung von Vakuum-<br />
Skinverpackungen auf der Basis<br />
von Kartonzuschnitten wird auf der<br />
automatischen Traysealer-Linie T<br />
800 präsentiert. Für die Kennzeichnung<br />
der Packungen ist die Linie<br />
mit einem Transportbandetikettierer<br />
L 310 ausgestattet, der die Packungen<br />
mit einem Full Wrap Label<br />
ausstattet.<br />
Mehr während der IFFA:<br />
Halle 11.1. Stand C 11 oder<br />
unter: www.multivac.com<br />
Intelligent vernetzte Fleischverarbeitung<br />
Am Stand A11 in Halle 11.1 auf der IFFA veranschaulicht Bizerba, wie intelligent<br />
vernetzte Hard- und Software-Lösungen zu messbaren Effizienzsteigerungen und<br />
einer nachhaltigeren Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie führen.<br />
In verschiedenen Produktpräsentationen<br />
zeigt das Traditionsunternehmen<br />
dem Fachpublikum<br />
Lösungen für alle Kundensegmente<br />
– vom industriellen Fleischverarbeiter,<br />
über Handelsunternehmen bis<br />
hin zum lokalen Metzger.<br />
Innovationsplattform<br />
Innovationsplattform und Branchentreffpunkt<br />
– die IFFA gibt für<br />
die kommenden Monate und Jahre<br />
den Ton in der Fleischwirtschaft an<br />
und ist somit die ideale Plattform für<br />
Bizerba. In Halle 11 zeigt das Traditionsunternehmen<br />
unter dem Motto<br />
„Explore conntected fresh solutions“,<br />
mit welchen Gesamtlösungen Bizerba<br />
die Zukunft der Kunden mitgestaltet.<br />
Dabei steht die Vernetzung<br />
der Systeme im Fokus des Messeauftrittes.<br />
In spannenden Produktpräsentationen<br />
können Fachbesucher<br />
die neuesten Branchenlösungen<br />
entdecken – Software und Services<br />
sind dabei das verbindende Element.<br />
Eine Kommunikationsinsel in der<br />
Mitte der Lösungsszenarien bietet<br />
Raum für Gespräche. Die Digitalisierung<br />
ist auch in der Lebensmittelproduktion<br />
angekommen: Prozesse<br />
laufen weitestgehend automatisiert.<br />
Vernetzte Maschinen spielen hierbei<br />
eine Schlüsselrolle. So auch der<br />
Wrapper B3, eine innovative und<br />
brandneue Lösung für den Vorbereitungsraum.<br />
Geräte wie der B3 sind<br />
untereinander vernetzt und erlauben<br />
eine bessere Kommunikation und<br />
Datenaustausch. Das steigert letztendlich<br />
die Effektivität, Qualität und<br />
Flexibilität der Produktion und spart<br />
somit Ressourcen, Kosten und Zeit.<br />
Wrapper B3/ Photo: Bizerba<br />
Die Prozesskette von der Bestellung<br />
im Onlineshop über die Bearbeitung<br />
und Bedienung an der Frischetheke<br />
bis hin zur Abholung oder Lieferung,<br />
sorgt für eine effiziente Vernetzung<br />
von Bestell- und Bedienprozessen<br />
im Retail-Bereich und einer Verschmelzung<br />
von Online- und stationärem<br />
Handel. Die vollautomatisierte<br />
Verpackungs- und Preisauszeichnungsmaschine<br />
B3 verpackt frische<br />
Lebensmittel sinnvoll und sorgt für<br />
eine ansprechende Warenpräsentation.<br />
Der Wrapper B3 ist für verschiedene<br />
Verpackungsgrößen und<br />
-materialien konzipiert. Seine kompakte<br />
Form benötigt nur eine kleine<br />
Stellfläche, die Bedienbarkeit bleibt<br />
komfortabel, die Nutzung hocheffizient.<br />
Mehr unter: www.bizerba.com<br />
10 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
| EC12-12G |<br />
Maßgescheidert<br />
Auf der IFFA präsentiert Weber Maschinenbau<br />
ein ganzheitliches Portfolio mit technischen Produktneuheiten<br />
und innovativen digitalen Services.<br />
Perfekte Aufschnittportionen. Wirtschaftlich produziert<br />
und attraktiv verpackt. Alles, was lebensmittelverarbeitende<br />
Betriebe dazu benötigen,<br />
bietet Weber Maschinenbau aus einer Hand. Unter<br />
dem Motto „Line up for tomorrow“ zeigt der<br />
Systemanbieter auf der IFFA seine Lösungen.<br />
Im Fokus des Messeauftritts<br />
stehen daher voll integrierte<br />
und automatisierte Systemlösungen<br />
der Marken Weber und<br />
Textor – inklusive der jüngsten<br />
Generation der Weber Tiefziehverpackungsmaschine<br />
und dem neuen<br />
Weber End-of-line-Equipment.<br />
IFFA - Halle 12<br />
In Halle 12.0, Stand C71 erwarten<br />
das Fachpublikum mehrere<br />
Linien-Konzepte für unterschiedliche<br />
Bedarfe und Anwendungsbereiche:<br />
Angefangen bei einer<br />
Lösung für Mehrsortenpackungen,<br />
welche aktuelle Anforderungen<br />
des Handels in modularer und<br />
äußerst kompakter Ausführung<br />
umsetzt, über eine erstaunlich flexible<br />
Linie zur Produktion von<br />
Sandwiches bis hin zur High-Performance-Lösung,<br />
deren Leistung<br />
und Präzision unerreicht sind.<br />
Digitale Services<br />
Zu den Messehighlights zählen<br />
außerdem eine Vielzahl digitaler<br />
Services, die das Weber Angebot<br />
ideal ergänzen. Die durch Industrie<br />
4.0 und IIoT geschaffenen<br />
Potenziale zur Maximierung von<br />
Prozesssicherheit und -effizienz<br />
setzt Weber konsequent im Sinne<br />
des Kundennutzens und einer zukunftsweisenden,<br />
digitalisierten<br />
Produktion um. Dies spiegelt sich<br />
beispielsweise in Form von intelligenter<br />
Vernetzung der Linienmodule<br />
oder der smarten Steuerung<br />
und Überwachung von Maschinenbetrieb<br />
und -wartung wider.<br />
Darüber hinaus stellt Weber innovative<br />
Verpackungskonzepte vor,<br />
die den Herausforderungen der<br />
Gesetzgebung gerecht werden und<br />
alle Ansprüche hinsichtlich höherer<br />
Recyclingfähigkeit und Ressourcenschonung<br />
erfüllen.<br />
Guardian<br />
Doch nicht nur durch wegweisende<br />
Technik setzt Weber Maßstäbe.<br />
Mit Guardian hat Weber<br />
ein erstklassiges, umfassendes<br />
After-Sales-Produkt geschaffen,<br />
das Kunden mit individuellen Leistungsbausteinen<br />
und kompetenter,<br />
partnerschaftlicher Beratung über<br />
den gesamten Lebenszyklus der<br />
Anlagen hinweg den optimalen Betrieb<br />
ihrer Produktion ermöglicht.<br />
Mehr vorab unter:<br />
www.weberweb.com<br />
oder beim<br />
österreichischen Partner<br />
www.gramiller.at<br />
Die neue Preis-/<br />
Leistungsklasse für<br />
PLC & Motion Control.<br />
Embedded-PC-Serie CX5100:<br />
Kompakt-Steuerungen mit Intel ® -Atom -<br />
Mehrkern-Prozessoren.<br />
Österreich, Linz<br />
Halle 10, Stand <strong>02</strong>01<br />
www.beckhoff.at/CX51xx<br />
Mit der Embedded-PC-Serie CX5100 etabliert Beckhoff eine neue<br />
kostengünstige Steuerungskategorie für den universellen Einsatz in der<br />
Automatisierung. Die drei lüfterlosen, hutschienenmontierbaren CPU-<br />
Versionen bieten dem Anwender die hohe Rechen- und Grafi kleistung der<br />
Intel ® -Atom -Mehrkern-Generation bei niedrigem Leistungsverbrauch.<br />
Die Grundausstattung enthält eine I/O-Schnittstelle für Busklemmen oder<br />
EtherCAT-Klemmen, zwei 1.000-MBit/s-Ethernet-Schnittstellen, eine DVI-I-<br />
Schnittstelle, vier USB-2.0-Ports sowie eine Multioptionsschnittstelle,<br />
die mit verschiedensten Feldbussen bestückbar ist.<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
11
Strapex umreift Produkte für weltweiten<br />
Genau ein Jahr nach dem Spatenstich wurde das cargo-partner iLogistics Center in Fischamend<br />
letztes Jahr in Betrieb genommen. Auf 12.250 m2 Gesamtfläche bietet die moderne Logistikanlage<br />
24.500 Palettenstellplätze sowie ein Kleinteilelager mit 32.000 KLT-Behältern. Der mittlerweile<br />
preisgekrönte Bau auf Holzbasis ermöglicht eine kostenschonende Temperaturführung,<br />
konstante Luftfeuchtigkeit, niedrige Betriebskosten sowie erhebliche Ersparnisse an CO2-Emissionen.<br />
Damit die verpackten Ersatzteile, die weltweit versendet werden, auch sicher ankommen,<br />
hat das Unternehmen zur Ladegutsicherung Technik aus dem Hause Strapex im Einsatz.<br />
Das cargo-partner iLogistics<br />
Center ist komplett<br />
aus Holz gebaut, von<br />
der Wand- und Dachkonstruktion<br />
bis zur Fassade. Insgesamt wurden<br />
4.200 m 3 in der Konstruktion<br />
verbaut. Jeder Kubikmeter Holz,<br />
der als Ersatz für andere, CO 2 -<br />
intensivere Baustoffe dient, reduziert<br />
die CO 2 - Emissionen in der<br />
Atmosphäre um durchschnittlich<br />
1,1 Tonnen. Zusätzlich sind Holzkonstruktionen<br />
massive Kohlenstoffspeicher:<br />
In jedem Kubikmeter<br />
Holz sind 0,9 Tonnen CO 2<br />
gespeichert. Wenn man dies auf<br />
die 4.200 m 3 Holz umrechnet, die<br />
für den Bau des iLogistics Centers<br />
verwendet wurden, resultiert das<br />
in einer CO 2 -Reduktion von 8.400<br />
Tonnen.<br />
Ersatzteillogistik<br />
cargo-partner bietet im neuen<br />
iLogistics Center beim Wiener<br />
Flughafen effiziente Ersatzteillogistik<br />
für ENGEL. Der Maschinenhersteller<br />
hat mit cargo-partner seine<br />
Ersatzteillogistik zentralisiert,<br />
um die Ersatzteilversorgung in Europa<br />
und weltweit zu optimieren.<br />
Zufriedene Partner: Christoph Lang und Marie<br />
Speigner/cargo-partner und Thomas Hillerzeder/Strapex<br />
Das innovative iLogistics Center<br />
bietet die idealen Voraussetzungen<br />
für diese Herausforderung.<br />
Anforderungen<br />
Zu den Anforderungen an das<br />
Gebäude zählte die UV- und staubgeschützte<br />
Lagerung von Kleinteilen,<br />
Paletten sowie Lang- und<br />
Schwergut. Für die Produkte, die<br />
gelagert werden, benötigte das<br />
Unternehmen eine Lagerhalle, die<br />
Schutz vor Staub und Verschmutzung<br />
sowie eine konstante Luft-<br />
feuchtigkeit gewährleisten konnte.<br />
Zudem sollte eine wettergeschützte<br />
Be- und Entladung via Seiten<br />
und Heck ermöglicht werden. Das<br />
cargo- partner iLogistics Center in<br />
Fischamend bietet eine umfangreiche<br />
Regaltechnik einschließlich<br />
Handregalsystem, Breit- und<br />
Schmalgangregalen, Kragarmregalsystem,<br />
Lean-Lift und Schubladenschränken.<br />
Dank ausgezeichneter<br />
Dämmung und Bodenqualität<br />
sowie luftdichten Schleusen an den<br />
LKW-Docks ist die Lagerhalle vor<br />
eintretendem Staub und Schmutz<br />
geschützt. Die Luftfeuchtigkeit<br />
wird in regelmäßigen Abständen<br />
gemessen und bleibt konstant bei<br />
maximal 70%. Zusätzlich ermöglicht<br />
die innovative Holzbauweise<br />
des Lagers eine kostenschonende<br />
Temperaturführung zwischen 15°C<br />
und 25°C (+/- 2°C). Die gesamte<br />
Anlage ist alarmgesichert und videoüberwacht.<br />
Transport und Verpackung<br />
„Damit auch die hohen Vorgaben<br />
im Transport und Verpackungsbereich<br />
umgesetzt werden können,<br />
vertrauen wir auf das know how<br />
von Strapex“, erklärt cargo-partner.<br />
Die verpackten Ersatzteile werden<br />
sowohl mit Handumreifungsgeräten<br />
als auch mit halbautomatischen<br />
Lösungen des Logistik- und Verpackungsspezialisten<br />
für den Transport<br />
umreift. „Da wir viele unterschiedliche<br />
Produkte verpacken<br />
– von Schrauben bis zum Motor<br />
oder verschiedenste Langteile -<br />
gibt es natürlich auch unterschiedlichste<br />
Anforderungen an die Verpackungen.<br />
Die Umreifungsvorgänge<br />
mit den Geräten der Firma<br />
Strapex bieten für uns die ideale<br />
Lösung in diesem Bereich. Egal<br />
ob nur ein Mal umreift werden<br />
soll oder öfters oder über kreuz –<br />
wir haben ja für jede Verpackung<br />
sehr genaue Vorschriften – die Lösungen<br />
der Firma Strapex verrichten<br />
verläßlich ihre Arbeit. Gerade<br />
da wir von hier aus weltweit ver-<br />
Damit die hohen Anforderungen von cargo-Partner erfüllt werden können,<br />
kommt das weltweit einzige TÜVzertifizierte Handgerät zum Einsatz<br />
12 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
SMG 25 im Einsatz<br />
kleines Bild: Touchpanel<br />
Umreifte Pakete - fertig<br />
für den weltweiten Transport
Transport<br />
senden, müssen wir uns auf unsere<br />
Verpackungs- und Transportlösugen<br />
zu 100% verlassen können“,<br />
erklärt Lang.<br />
Blick in das Lager für über 22.000<br />
verschiedene Produkte<br />
Handumreifungsgeräte<br />
„Zum Einstz kommen akkubetriebene<br />
Handgeräte. Die STB 73<br />
ermöglichen motorisch angetriebenes<br />
Spannen und Verschweißen<br />
mit PP- und PET-Umreifungsbändern<br />
in der Breite von 12-16<br />
mm“, erklärt Verpackungsexperte<br />
Thomas Hillerzeder/Strapex und<br />
weiters „Wir verwenden hier die<br />
neueste Antriebstechnik (bürstenloser<br />
Motor) mit umweltfreundlichem<br />
Li-lon Akku 18 V, 2,0 Ah.<br />
Wahlweise sind die Betriebsarten<br />
Voll-, Halbautomatik und manuell<br />
für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten<br />
wählbar.“ Gerade<br />
auch hier bei den vielen unterschiedlichen<br />
Verpackungen muss<br />
die Spannkraft auch immer richtig<br />
eingestellt werden – auch zu<br />
starke Spannkraft kann zu einem<br />
Problem werden, wenn dadurch<br />
die Verpackung eingedrückt oder<br />
gar zerstört wird. Dafür gibt es<br />
die Möglichkeit – sowohl bei den<br />
Handgeräten als auch bei den im<br />
Einsatz befindlichen Hochleistungs-Maschinen<br />
zum Umreifen<br />
- die Spannkraft stufenlos einzustellen.<br />
Ebenfalls muss das richtige<br />
Umreifungsband eingesetzt<br />
werden. Hier hat Strapex natürlich<br />
als Mitglied der Signode Industrial<br />
Group ebenfalls die richtige Lösung.<br />
Zum Einsatz kommen PET<br />
und PP-Bänder (Polypropylen).<br />
Die kostengünstigen PP-Bänder<br />
werden bei Kartonagen eingesetzt<br />
und garantieren wirtschaftliches<br />
Umreifen ohne Schäden. Das sehr<br />
stabile PET-Band kommt bei größeren<br />
Gebinden zum Einsatz.<br />
Hochleistungsumreifung<br />
„Mit der SMG 25 Maschine kommen<br />
hier sehr benutzerfreundliche<br />
(Plug&Play) Lösungen zum Einsatz,<br />
die bis zu 70 Umreifungen<br />
in der Minute schaffen. Mittels<br />
einem Touchpanel lässt sich die<br />
Bandspannung einstellen. Der<br />
Schnellverschluß am Abrollsystem<br />
gewährleistet auch einen einfachen<br />
Bandwechsel. Dadurch ist eine hohe<br />
Verfügbarkeit gewährleistet“,<br />
erklärt Hillerzeder, der stolz darauf<br />
ist, dass hier mittlerweile diverse<br />
unterschiedliche Maschinen<br />
von Strapex zum Einsatz kommen.<br />
Prozesse<br />
Im Rahmen mehrerer gemeinsamer<br />
Planungs-Workshops wurden<br />
die gewünschten Prozesse und<br />
Prozessflächen genau definiert.<br />
Die anspruchsvollen Verfahren des<br />
Maschinenherstellers sehen gesonderte<br />
Flächen für Wareneingang<br />
und -annahme, Kommissionierung,<br />
Verpackung, Warenausgang und<br />
Versand sowie Qualitätsprüfung<br />
vor. Auf Basis dieser Vorgaben<br />
hat cargo-partner das Lagerlayout<br />
umgesetzt und stellt das benötigte<br />
Photo: Esther Horvath / cargo-partner Photo: Walter Ebenhofer<br />
Vor dem neuen cargo-partner iLogistics Center<br />
Lagerequipment zur Verfügung.<br />
Darüber hinaus wurde ein speziell<br />
zusammengestelltes Team von<br />
cargo-partner-Mitarbeitern auf die<br />
relevanten Prozesse eingeschult.<br />
Kontraktlogistik weltweit<br />
cargo-partner betreibt derzeit 44<br />
Lagerstandorte mit 229.000m2 Lagerfläche<br />
in Europa, Asien und den<br />
USA. Einheitliche Qualitätsstandards<br />
in allen cargo-partner Logistik-Centern<br />
weltweit sichern verlässliche<br />
und effiziente Prozesse.<br />
Thomas Hillerzeder: „Wir freuen<br />
uns, dass wir als Partner, im Bereich<br />
der Ladegutsicherung, für den<br />
Erfolg dieses international tätigen<br />
Unternehmens beitragen können.“<br />
Mehr über die Partner sehen<br />
Sie unter:<br />
www.cargo-partner.com<br />
oder unter:<br />
www.strapex.at<br />
Täglich befinden sich viele<br />
Ersatzteile im Warenausgang,<br />
die schnell und vor allem sicher,<br />
mit einem sehr hohen Qualitätsstandard<br />
verpackt werden<br />
müssen!<br />
„Da wir die Firma STRAPEX aus<br />
der Vergangenheit kennen, wissen<br />
wir, dass der Qualitätsstandard<br />
bei den Umreifungsmaschinen<br />
und Reibschweißgeräten sehr<br />
hoch ist und man sich auf den<br />
Service zu 100% verlassen kann!<br />
Daher waren dies die idealen<br />
Lösungen für uns, zur perfekten<br />
Umsetzung dieses Projektes.“<br />
erklärt Werner Lassmann/ Manager<br />
Implementation Logistics<br />
Die Produkte werden auf allen möglichen Verkehrswegen<br />
von Fischamend weltweit versendet<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
13
SMART<br />
Mit allen Sinnen automatisieren<br />
Auf der diesjährigen SMART steht bei Pilz die sichere Sensorik im Mittelpunkt:<br />
Das Automatisierungsunternehmen zeigt Komponenten und Komplettlösungen<br />
für die vielfältigsten Sensorik-Anwendungen in Aktion. Gezeigt wird unter<br />
anderem die Produktinnovation PSENopt II Lichtgitter mit Körperschutz. Auch<br />
dem neuen Produkt LBK-System wird Platz eingeräumt. Die neue Qualifizierung<br />
zum „CECE – Certified Expert in CE Marking“ und die aktuelle Normenänderung<br />
sind auch Teil des Messeauftritts.<br />
Die Pilz Smart Factory<br />
macht auf der Messe sichere<br />
Sensorik erlebbar.<br />
Diese modular aufgebaute Produktionslinie<br />
wurde nochmals erweitert<br />
und demonstriert Industrie 4.0 in<br />
der praktischen Anwendung: Dank<br />
dezentraler Steuerungsintelligenz,<br />
mobiler Service Robotik, intelligenter<br />
Diagnose und Visualisierung<br />
sowie Cloud-Anbindung lassen sich<br />
verschiedene Produkte in Losgröße<br />
1 fertigen – Security inklusive.<br />
Sichere Sensorik<br />
Zentrale Aufgaben übernimmt<br />
dabei die sichere Sensorik: von der<br />
klassischen Flächen- und Raumüberwachung<br />
sowie Absicherung<br />
von Schutztüren oder Mensch-Roboter-Kollaborationen<br />
bis hin zu<br />
neuen Anwendungen wie Qualitätskontrolle,<br />
Diagnose oder Bedienung<br />
von Maschinen.<br />
Mit der Komponente zum<br />
modularen Schutztürsystem<br />
Intelligente und wirtschaftliche<br />
Lösungen entstehen aus der Verbindung<br />
von Einzelkomponenten<br />
zu Systemen: Mit dem modularen<br />
Schutztürsystem zeigt Pilz in Linz<br />
individuelle Lösungen für die<br />
Schutztürabsicherung, die im Fehlerfall<br />
zudem eine schnelle Diagnose<br />
ermöglichen. Die dynamische<br />
Schaltmatte PSENmat bietet Überwachung<br />
und Bedienfunktion durch<br />
virtuelle Taster in nur einem Gerät.<br />
Die produktive Flächenüberwachung<br />
übernimmt der Sicherheits-<br />
Laserscanner PSENscan.<br />
Lichtgitter PSENopt II:<br />
Neue Variante für Körperschutz<br />
In Linz stellt Pilz die aktuellen Varianten<br />
der Lichtgitter PSENopt II<br />
vor. Mit einer Schutzfeldhöhe von<br />
bis zu 1500 mm eignen sie sich neben<br />
Finger- und Hand-Schutz nun<br />
auch für den Körperschutz bis zur<br />
höchsten Sicherheitskategorie PL<br />
e. Dank Schockbeständigkeit von<br />
50g sind PSENopt II äußerst robust<br />
Ganzheitlich denken. Modular lösen. Die intelligente Sensorik von<br />
Pilz steht im Mittelpunkt der SMART 20<strong>19</strong>.<br />
gegen Schock, Vibration und Kollision.<br />
Reichweiten von bis zu 50<br />
Meter und eine einfache Diagnose<br />
über LEDs sorgen zusätzlich für<br />
eine wirtschaftliche Überwachung<br />
von Gefahrenbereichen.<br />
Sicheres Radarsystem<br />
für raue Einsatzbedingungen:<br />
LBK System<br />
Auf der SMART präsentiert Pilz<br />
auch das neue Partnerprodukt LBK<br />
System. Pilz erweitert damit das<br />
Sensorikportfolio mit Unterstützung<br />
von Radartechnologie. Radartechnologie<br />
ist unempfindlich gegenüber<br />
widrigen Einflüssen wie Staub,<br />
Schmutz, Regen, Licht, Funkenflug<br />
oder Erschütterungen. Damit ist die<br />
sichere Schutzraumüberwachung<br />
von Pilz auch bei rauen Einsatzbedingungen<br />
gegeben.<br />
Weltweite<br />
Qualifikation zum CE-Experten<br />
Pilz erweitert sein Schulungsangebot<br />
und bietet seit kurzem die Qualifizierung<br />
zum „CECE – Certified<br />
Expert in CE Marking“ an. Die internationale,<br />
von TÜV Nord zertifizierte<br />
Qualifizierung vermittelt das<br />
notwendige Wissen, um CE-Kennzeichnungen<br />
an neuen, bestehenden<br />
oder veränderten Maschinen vorzunehmen.<br />
Gerne informiert man sie<br />
in Linz auch persönlich über das<br />
neue Qualifizierungskonzept, das<br />
sich in 4 Level gliedert. Das neue<br />
Qualifizierungskonzept wird weltweit<br />
angeboten und ermöglicht den<br />
Kunden, deren Unternehmen weltweit<br />
auf ein Qualifizierungsniveau<br />
zu bringen.<br />
Internationale<br />
Konformitätsbewertung:<br />
Full Service für die USA: Wer Maschinen<br />
in die USA verkauft, muss<br />
alle notwendigen Vorgaben erfüllen,<br />
um einen reibungslosen Ablauf der<br />
Betriebserlaubnis zu gewährleisten.<br />
Im Rahmen der SMART präsentiert<br />
Pilz die neue Dienstleistung<br />
„IC USA“ und berät Hersteller bzw.<br />
Exporteure bei der Einhaltung aller<br />
Vorgaben zur USA-Konformität bis<br />
hin zur Abnahme durch lokale US-<br />
Behörden.<br />
Norm EN 14118: die<br />
richtige Implementierung<br />
Nach mehreren Jahren als ISO/<br />
TS und Norm-Entwurf wurde die<br />
EN 1037 nun duch die EN 14118<br />
ersetzt. Die Maschinensicherheitsexperten<br />
von Pilz beraten in Linz<br />
über die korrekte Anwendung und<br />
Umsetzung des unerwarteten Anlaufs.<br />
Pilz bietet eine eigene Hotline<br />
für Normen, Gesetze und Richtlinien.<br />
Zu Geschäftszeiten sind die<br />
Maschinensicherheitsexperten von<br />
Pilz unter der eigens eingerichteten<br />
DW 555 zu erreichen. Im Rahmen<br />
der SMART stehen Ihnen diese aber<br />
auch persönlich zur Verfügung und<br />
besprechen auch die mit Spannung<br />
erwartete Auswirkung des Brexit<br />
auf die CE Kennzeichnung. Pilz<br />
Österreich wird 50! Pilz Österreich<br />
wurde <strong>19</strong>69 im Rahmen der ersten<br />
Expansionsphase von Pilz gegründet<br />
und feiert im November dieses<br />
Jahres sein 50 Jähriges Bestehen als<br />
Botschafter der Sicherheit. Dieses<br />
Jubiläum wird auch im Rahmen der<br />
SMART würdig begangen.<br />
Pilz stellt aus:<br />
SMART: Halle DC, Stand 430<br />
Mehr vorab unter: www.pilz.at<br />
14 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
SMART<br />
Angebotsspektrum weiter ausgebaut<br />
Der Selbstklebespezialist HERMA hat das breite Angebotsspektrum seiner<br />
Sparte Etikettiersysteme weiter ausgebaut. Das Unternehmen bietet neben<br />
dem großen Bereich der Etikettiermaschinen und Druckspendesysteme auch<br />
Etikettendrucker samt Verbrauchsmaterial an und hält wieder ein aktuelles und<br />
qualitativ hochwertiges Programm für den individuellen Bedarf bereit.<br />
Spitzen Performance in jeder<br />
Hinsicht – dafür stehen<br />
HERMA Etikettierer weltweit.<br />
Mit dem Know-how aus der<br />
Entwicklung und dem weltweiten<br />
Verkauf von mehr als 30.000 Einheiten<br />
des Etikettierers HERMA<br />
400 wurde der HERMA 500 entwickelt,<br />
der erneut in neue Dimensionen<br />
vorstößt: Vorbereitet auf Industrie<br />
4.0 ist er äußerst zukunftsicher.<br />
Nicht zuletzt aufgrund seiner<br />
Vielzahl an Ausstattungsvarianten.<br />
Erstmalig wird in Österreich dieses<br />
Modell präsentiert.<br />
Druckspender PA4<br />
Weiters kann der Druckspender<br />
PA4 in Linz getestet werden. Der<br />
in Österreich produzierte Druckspender<br />
PA4/6 ist das ideale Gerät<br />
für Anwender, die einen dauerhaften<br />
und harten Industrieeinsatz<br />
fordern und präzise Etiketten drucken<br />
und spenden müssen. Druckauflösungen<br />
bis zu 600 dpi gewährleisten<br />
eine höchste Lesbarkeit des<br />
Druckbilds. Die Druckspender<br />
lassen sich in beliebiger Ausrichtung<br />
positionieren und bieten viele<br />
Möglichkeiten der Integration in<br />
bestehende Produktionslinien oder<br />
Fertigungsmaschinen. Standardmäßig<br />
werden eine S7-1200 Steuerung<br />
von Siemens und Druckmodule<br />
von Zebra, SATO, Valentin<br />
und cab eingesetzt.<br />
Kundenanforderungen<br />
Professionelle Industriedrucker<br />
mit umfangreicher Peripherie und<br />
Software ermöglichen Lösungen<br />
Sigmatek<br />
Passend zum Messenamen der „SMART Automation“<br />
präsentiert SIGMATEK unter dem<br />
Motto „Smarte Automatisierung – modular &<br />
webbasiert“ zahlreiche Neuheiten, die Maschinen-<br />
und Anlagenbauer mit viel Flexibilität in<br />
einer vernetzten Produktion 4.0 ausstatten.<br />
Zu den Highlights zählen die modularen<br />
Multitouch-Bedienpanels<br />
der ETT-Reihe im Widescreenformat,<br />
der LASAL VISUDesigner für<br />
anspruchsvolle Visualisierungen<br />
nach neuesten Webstandards, und<br />
die cloudbasierte Remote Access<br />
Platform inklusive App für sichere<br />
und umfangreiche Fernwartungsmöglichkeiten.<br />
Das wireless Handbediengerät<br />
HGW 1033 sorgt für<br />
große Freiheit beim Bedienen vor<br />
Ort und ist nun auch mit Drehgebern<br />
erhältlich.<br />
Der neue<br />
Etikettierer für<br />
alle<br />
Anwendungen:<br />
Herma 500<br />
clever – kreativ – nachhaltig – passend<br />
für spezifische Kundenanforderungen.<br />
Das neue Druckmodell<br />
Squix kann am HERMA Stand besichtigt<br />
werden.<br />
Handspender<br />
Handspender mit vertikaler oder<br />
horizonter Spenderichtung des Etiketts<br />
runden das Ausstellungsprogramm<br />
von HERMA ab.<br />
Mehr während der<br />
SMART in<br />
Halle: DC Stand: 5<strong>02</strong><br />
oder vorab unter:<br />
www.herma-etikettierer.at<br />
Neugierig ?<br />
Utz entwickelt und produziert<br />
hochwertige Logistik-Produkte.<br />
Lager- und Transportbehälter, Paletten, Werkstückträger und technische<br />
Teile aus wiederverwertbarem Kunststoff.<br />
Mehr während der Smart:<br />
Halle: DC Stand: 136 oder<br />
unter www.sigmatek.at<br />
Linz<br />
Stand 816<br />
Flexibilität durch modularen Aufbau und HTML5-Viusalisierung: Die<br />
Widescreen-ETTs gibt es mit verschiedenen CPU-Einheiten sowie mit<br />
HMI-Link-Einheit für abgesetzte Lösungen<br />
utzgroup.com<br />
Georg Utz AG • 5620 Bremgarten • Schweiz<br />
Phone +41 56 648 77 11 • Fax +41 56 648 79 12<br />
info.ch@utzgroup.com • www.utzgroup.com<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
15
VERPACKUNGSSTRASSE/SMART<br />
Schrack Technik - neuer Logistikstandort<br />
Schrack Technik ist eines der führenden Unternehmen im Vertrieb innovativer<br />
Produkte aus dem Bereich Elektrotechnik. Die Schrack AG, der Vorgänger der<br />
heute bestehenden Schrack Technik GmbH, wurde bereits im Jahr <strong>19</strong><strong>19</strong> von Dr.<br />
Eduard Schrack gegründet. Die Produktpalette des Unternehmens wurde stets<br />
erweitert und auch ein Fokus auf den Bereich Dienstleistungen gelegt. So wurde<br />
Schrack Technik zu einem der wichtigsten Konzerne für Elektrotechnik mit<br />
Kunden in Zentral- und Osteuropa. Aktuell wurde in ein neues Logistikzentrum<br />
investiert, das mittlerweile in Betrieb genommen wurde.<br />
Die Schrack Technik Gruppe<br />
ist ein führendes Technologieunternehmen<br />
spezialisiert<br />
auf Produkte und Lösungen für<br />
die Energie- und Datenverteilung.<br />
Vernetzung, Optimierung und Sicherheit<br />
von Energie und Daten sind<br />
die Unternehmensschwerpunkte.<br />
Von Österreich ausgehend wurde<br />
durch den Aufbau eigener Tochtergesellschaften<br />
eine starke Marktpräsenz<br />
in Zentraleuropa erreicht.<br />
Produktportfolio<br />
Die Schrack Technik Gruppe mit<br />
Hauptsitz in Wien ist auf Produkte<br />
und Lösungen für die Energie- und<br />
Datentechnik spezialisiert. Das Unternehmen<br />
bietet seinen Kunden ein<br />
vollständiges Produktprogramm für<br />
die sichere, komfortable und wirtschaftliche<br />
Energieverteilung und<br />
Energienutzung. Zu den Lösungen<br />
gehören auch elektrische Tankstellen<br />
– die Elektromobilität gehört<br />
zu den Stärken des Unternehmens.<br />
Seit der Übernahme von Highspeed<br />
Cabling ist das Unternehmen auch<br />
Spezialist für Produkte und Lösungen<br />
im Bereich Datennetzwerke.<br />
Die Geschäftsführung besteht aus<br />
Wilhelm Großeibl, Viktor Eßbüchl<br />
und Franz Gletthofer. Vorsitzender<br />
ist Wilhelm Großeibl. Das Produktportfolio<br />
reicht von Schaltschränken,<br />
Relais, Schutzschaltern bis<br />
zu Sicherheitsbeleuchtungen und<br />
Datennetzwerkprodukten. Schrack<br />
ist eines der wenigen Unternehmen,<br />
das mit seinem Portfolio das<br />
gesamte Marktspektrum der Elektroinstallationsbranche<br />
abdeckt. In<br />
strategisch wichtigen Bereichen wie<br />
Schutzschalter, Netzwerktechnik,<br />
Sicherheitsbeleuchtung und Relais<br />
ist Schrack Marktführer. Höchste<br />
Qualität der Produkte für wirtschaftliche<br />
Lösungen stärken die Schrack<br />
Kunden im Wettbewerb.<br />
Lager<br />
Hand in Hand mit dem stetigen<br />
Wachstum geht natürlich auch die<br />
Hannes Bichler/Head of Supply Chain Management/Schrack Technik<br />
und Robert Ringhofer/Key Account Manager/ Bluhm Systeme GmbH<br />
bei der Etikettieranlage<br />
Anzahl der Artikel des Unternehmens<br />
im Programm. Damit wuchs<br />
auch stetig der Bedarf an Lagerfläche.<br />
Neben dem bisher fix angemieteten<br />
Hauptlager gab es mittlerweile<br />
mehrere Standorte wo die fertigen<br />
Produkte zum Versand bereitgestellt<br />
wurden. Deswegen entschloss sich<br />
das Unternehmen, sich auf die Suche<br />
nach einem passenden Standort<br />
für einen neuen Logistikstandort<br />
zu begeben. Die Wahl fiel auf Achau<br />
– hier wurde mit Partnern nach<br />
einer Ausschreibung gemeinsam<br />
mit dem Fraunhofer Institut vorab<br />
der Logistiktrakt geplant und dann<br />
die Außenhaut „rundherum gebaut“.<br />
Für die Paketverpackungsstation an<br />
dem neuen Logistikstandort zeichnete<br />
die Firma HLF HEISS hauptverantwortlich.<br />
Damit diese Station<br />
reibungslos läuft, kommen unter<br />
anderem Umreifungslösungen von<br />
Gigant (Mosca) und die Kennzeichnungslösungen<br />
von Bluhm Systeme<br />
zum Einsatz – sowie eine neue Kartonlösung,<br />
die „überkreuz“ (obere<br />
Längskartonlaschen werden über<br />
Kreuz gelegt) verschlossen wird,<br />
womit kein Klebstoff beim Verschluss<br />
mehr gebraucht wird.<br />
Legi-Air 4050<br />
Sicherheit<br />
Damit es in diesem Bereich, über<br />
den über 15.000 verschiedene Artikel<br />
in verschiedenen Größen<br />
verpackt werden, zu keinen Staus<br />
(selbst bei einer unerwarteten Störung)<br />
kommen kann, wurde die Verpackungsstraße<br />
doppelt ausgelegt<br />
(inklusive der Kennzeichnungseinheit).<br />
Besonderes Augenmerk wurde<br />
im ganzen Lager auch darauf gelegt,<br />
dass neueste ergonomische Erkenntnisse<br />
für die Mitarbeiter berücksichtig<br />
wurden. Obwohl das Lager nicht<br />
vollautomatisiert und die Verpackungsanlage<br />
nur teilautomatisiert<br />
(bis jetzt wurde manuell verpackt)<br />
ist, wurde darauf geachtet, dass unnötige<br />
Belastungen der Mitarbeiter<br />
vermieden werden. So gibt es sowohl<br />
im Eingangs- als auch im Ausgangbereich<br />
(jeweils 15 Ladetore)<br />
mobile Stationen, die zu den Paletten<br />
geführt werden können (für den<br />
Scanvorgang). Ebenfalls investiert<br />
wurde in 50 neue Flurförderzeuge<br />
für das Lager.<br />
Kennzeichnung<br />
Auf den zwei Verpackungsstraßen<br />
werden also verschieden große Pakete<br />
verpackt. An den Verpackungsstraßen,<br />
die abwechselnd beschickt<br />
werden, wird mit Lösungen von<br />
Bluhm Systeme gearbeitet. Damit<br />
die verschiedenen Paketgrößen<br />
gleichzeitig an mehreren Stellen<br />
etikettiert werden können (Schrack<br />
Technik bringt auf den Kartons sowohl<br />
eine Packliste als auch Versandetiketten<br />
auf), kommen Legi-Air<br />
4050 E Geräte zum Einsatz. Legi-Air<br />
4050 E ist dank seiner kompakten<br />
Systembasis in Modulbauweise jederzeit<br />
für verschiedene Applikationen<br />
erweiterbar. Die Besonderheit<br />
bei dieser Verpackungsstraße liegt<br />
an den unterschiedlichen Paketgrößen.<br />
„Diese werden vor Anbringung<br />
der Etiketten abgemessen und je<br />
nach Format des Paketes werden<br />
die Etiketten an der richtigen Stelle<br />
angebracht (aufgeblasen)“, erklärt<br />
Robert Ringhofer Bluhm Systeme<br />
GmbH/Key Account Manager Österreich.<br />
Legi-Air 4050E<br />
Bei dem flexiblen und leistungsstarken<br />
Legi-Air 4050E sind alle<br />
gewünschten Etikettierpositionen<br />
möglich. Tamp-Blow und Blow-<br />
Box-Arbeitsweisen ermöglichen<br />
auch High-Speed-Etikettieranwen-<br />
16 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
VERPACKUNGSSTRASSE/SMART<br />
dungen sowie eine laufrichtungsunabhängige<br />
Positionierung des<br />
Etikettiersystems am Produkt.Natürlich<br />
sind eine Reihe weiterer Applikationsvarianten<br />
möglich – wie<br />
Aufstempeln und Aufwischen von<br />
Etiketten. Ein Display-Controller<br />
mit großem, mehrsprachigen Textdisplay<br />
ermöglicht eine einfache<br />
Bedienung. Gezielte Informationen<br />
zum Maschinenstatus werden<br />
im Klartext dargestellt. Speichermöglichkeiten<br />
für etiketten- und<br />
produktspezifische Parameter, welche<br />
immer wiederkehrend schnell<br />
aufgerufen werden können. Der<br />
Display-Controller kann auch abgenommen<br />
werden.<br />
Umsetzung<br />
Sowohl von der Umsetzung des<br />
Lagers als auch der Paketstraße inklusive<br />
Kennzeichnungslösung zeigt<br />
sich Hannes Bichler/Head of Supply<br />
Chain Manager/Schrack Technik<br />
positiv überrascht: „Ganz ehrlich,<br />
ich hätte nicht geglaubt, dass es<br />
möglich sein könnte, fast ein Monat<br />
vor der geplanten Inbetriebnahme<br />
des Projektes bereits vor Weihnachten<br />
letzten Jahres in Betrieb<br />
gehen zu können. Ich muss mich an<br />
dieser Stelle bei allen Partnern und<br />
Mitarbeitern für den Einsatz und<br />
die Umsetzung bedanken. Als Belohnung<br />
für die Mitarbeiter gab es<br />
auch für alle einen wohl verdienten<br />
Weihnachtsurlaub.“ Mit der Fertigstellung<br />
des neuen Logistikzentrums<br />
ist dem Unternehmen ein weiterer<br />
wichtiger Schritt in die Zukunft gelungen.<br />
Sowohl die Umsetzung der<br />
Paketverpackung, der Palettenverpackung<br />
als auch Langgutverpackung<br />
ist hier gelungen. Dies beweist auch<br />
die perfekte Konfektioniermöglichkeit<br />
der verschiedenen Kabel (und<br />
Kabellängen) für Kunden – im neuen<br />
Logistikzentrum wurde an alles<br />
gedacht.<br />
Europalager<br />
Nicht nur, dass mit dem neuen Europalager<br />
– von dem aus alle Töchterniederlassungen<br />
in Österreich sowie<br />
auch alle Abholstores in Europa<br />
beliefert werden, die einzelnen Arbeitsschritte<br />
durchleuchtet und optimiert<br />
wurden (ohne einen Mitarbeiter<br />
zu verlieren – die jetzt effizienter<br />
eingesetzt werden können) kann das<br />
jetzige Lager, das mehr Platz als bisher<br />
bietet, jederzeit leicht vergrößert<br />
werden (wurde von Haus aus so geplant).<br />
Das neue Logistikzentrum, wo<br />
natürlich das eigene Know how genutzt<br />
wurde – von der Beleuchtung<br />
bis hin zu Elektroladestationen für<br />
den Fuhrpark – ist somit bestens für<br />
die Zukunft gerüstet.<br />
Mehr unter:<br />
www.bluhmsysteme.at<br />
oder während der Smart in Linz<br />
(14. - 16. Mai/Design Center Linz)<br />
Halle: DC Stand: 203<br />
oder<br />
www.schrack.com<br />
Blick in das neue Lager<br />
Die zweiseitig etikettierten Pakete werden umreift<br />
oben: Verpackungsstraße<br />
links: von der Verpackungsstraße gelangen die<br />
etiketierten Pakete direkt in den LKW<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir sammeln und recyceln mehr als 240.000 t Altglas pro Jahr.<br />
Wir tun dies nach höchsten Umweltstandards und sozialen<br />
Benchmarks. Das ist Circular Economy mit Mehrwert.<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
17
SMART<br />
Neue Schaltschrank-Perspektiven<br />
18 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Rittal beschäftigt sich seit Aufkommen des Themas intensiv mit der digitalisierten<br />
Industrie und hat nun alle seine Kernprodukte fit für Industrie 4.0 gemacht.<br />
Wie das genau aussieht, zeigt das Unternehmen auf der Messe SMART Automation.<br />
Neben der neuen Kleingehäuseserie AX und KX stellt Rittal das neue, auf<br />
dem Schaltschrank-System VX25 basierende, Ri4Power-System vor.<br />
Ergänzt wird der Messeauftritt<br />
durch das Thema „Evolution<br />
im Schaltschrankbau“,<br />
welches gemeinsam mit Eplan die<br />
Vorteile der Digitalisierung und Automatisierung<br />
im Schaltschrankbau<br />
beleuchtet. Ergänzend dazu gibt es<br />
eine Live-Demonstration des neuen<br />
Wire Terminals WT zu sehen, das<br />
für eine 8-fach schnellere Drahtkonfektionierung<br />
sorgt.<br />
Neue Herausforderungen<br />
Die Digitalisierung und Automatisierung<br />
im Industrie 4.0-Zeitalter<br />
stellt auch den Schaltanlagen- und<br />
Steuerungsbau vor neue Herausforderungen.<br />
Dass Rittal diese schon<br />
vor lange Zeit angenommen hat,<br />
zeigen laufend neue Produkt- und<br />
Systemlösungen. Nach dem neuen<br />
Großschranksystem VX25 hat sich<br />
Rittal jetzt an die Weiterentwicklung<br />
der Kompakt-Schaltschränke<br />
sowie Kleingehäuse gemacht und<br />
diese nach den Anforderungen einer<br />
digitalisierten Industrie konzipiert.<br />
Im Anschluss an die Premiere auf<br />
der Hannover Messe zeigt Rittal die<br />
neuen AX Kompakt-Schaltschränke<br />
und KX Kleingehäuse nun auch auf<br />
der SMART Automation in Linz.<br />
Die beiden neuen Gehäuseserien<br />
bieten Kunden höchste Effizienz<br />
durch verbesserte Funktionen, wie<br />
die einzelne Entnahme der Flachteile<br />
aus der Transportverpackung,<br />
mehr Raum im Vergleich zu den<br />
Vorgängerserien AE, CM, KL, EB<br />
und BG sowie einen geringeren<br />
Teilebedarf durch das 25mm-Rastermaß.<br />
Beim Einbau von Systemzubehör<br />
bleiben die Schutzarten und die<br />
UL-Konformität erhalten. Die KX<br />
Kleingehäuse gibt es ab einer Größe<br />
von 150 mm x 150 mm x 80 mm.<br />
Die AX Kompakt-Schaltschränke<br />
sind mit Tiefen von 120 mm bis 350<br />
mm und einer maximalen Größe bis<br />
zu 1.000 mm x 1.400 mm lieferbar.<br />
Evolution im Schaltschrankbau<br />
Effizientes Engineering, autonome<br />
Produktionsprozesse und vernetzte<br />
Daten treiben die digitale Transformation<br />
der Industrie weiter voran.<br />
Bild: Rittal GmbH<br />
Damit daraus Wettbewerbsvorteile<br />
entstehen, bieten Eplan und Rittal<br />
ihren Kunden die nächsten Schritte<br />
für die Weiterentwicklung im<br />
Schaltschrankbau an. Unter dem<br />
Leitbegriff „Evolution im Schaltschrankbau“<br />
helfen die beiden<br />
Schwesterunternehmen ihren Kunden,<br />
ihre Prozesse weiter zu digitalisieren<br />
und zu automatisieren. Dies<br />
bewirkt eine deutlich höhere Flexibilität<br />
in der Fertigung und eine<br />
Beschleunigung der entscheidenden<br />
Prozesse um ein Vielfaches. So wird<br />
der Verdrahtungsprozess, der rund<br />
50 Prozent der Arbeitszeit im Schaltschrankausbau<br />
ausmacht, durch das<br />
Engineering mittels Eplan Pro Panel<br />
und durch die Weiterverarbeitung<br />
mit dem Rittal Wire Terminal um<br />
das 8-fache beschleunigt.<br />
Maximale Effizienz<br />
Die beiden Varianten WT24 und<br />
WT36 können ohne Umrüstung bis<br />
zu 24 bzw. 36 unterschiedliche Drähte<br />
in den Querschnitten von 0,5 mm²<br />
bis 2,5 mm² vollautomatisiert produzieren.<br />
Für eine maximale Effizienz<br />
der automatisierten Abläufe in der<br />
Werkstatt ist eine durchgängige Datenhaltung<br />
eine wichtige Grundlage.<br />
Das neue Wire Terminal WT verfügt<br />
dazu über entsprechende Schnittstellen.<br />
Die Daten aus der Aufbauplanung<br />
mit Eplan Pro Panel können so<br />
nahtlos für die Konfektionierung der<br />
Drähte verwendet werden. Alternativ<br />
können die Daten auch direkt an<br />
der Maschine manuell eingegeben<br />
werden. Die fertig konfektionierten<br />
Drähte, die das Wire Terminal in<br />
dem Ordnungssystem ablegt, stehen<br />
für die Verdrahtung zur Verfügung.<br />
Damit das optimal mit dem Werkzeug<br />
„Smart Wiring“ von Eplan<br />
funktioniert, sind die Drähte passend<br />
vorsortiert.<br />
Der „Digitale Zwilling“<br />
Und es geht weiter: Durch die<br />
Digitalisierung lassen sich auch<br />
Prozesse wie Inbetriebnahme und<br />
Maintenance, die der Fertigung<br />
nachgelagert sind, optimal steuern<br />
und dokumentieren. Der „Digitale<br />
Zwilling“ wird Realität.<br />
Mehr Strom mit weniger Kupfer<br />
Schaltanlagen für die elektrische<br />
Energieverteilung müssen immer<br />
leistungsfähiger werden. Höhere<br />
Bemessungsströme – und das mit<br />
möglichst geringem Platzbedarf –<br />
sind eine zentrale Anforderung an<br />
die Schaltanlagen. Mit dem neuen<br />
System VX25 Ri4Power erfüllt Rittal<br />
diese Anforderung optimal. Mit<br />
kleinerem Querschnitt der Kupferschienen<br />
lassen sich jetzt im Vergleich<br />
zum Vorgängersystem höhere<br />
Bemessungsströme bis zu 6.300 A<br />
erreichen. Bei der Entwicklung der<br />
Sammelschienenhalter wurde besonders<br />
auf eine Verringerung der<br />
Komplexität geachtet. So passt der<br />
gleiche Sammelschienenhalter sowohl<br />
in 600 mm als auch in 800 mm<br />
tiefe Schaltschränke und lässt sich<br />
durch den spiegelsymmetrischen<br />
Aufbau rechts oder links verwenden.<br />
Die Montage ist ebenfalls vereinfacht:<br />
Die Sammelschienenhalter<br />
werden einfach mit drei Schrauben<br />
an das Profil des VX25 geschraubt,<br />
ohne dass zusätzliches Montagematerial<br />
benötigt wird. Zusammen mit<br />
der Markteinführung des Systems<br />
VX25 Ri4Power hat Rittal die Planungs-Software<br />
Power Engineering<br />
in einer neuen Version veröffentlicht.<br />
Mit ihr lassen sich Schaltanlagen<br />
schnell und einfach planen.<br />
Ideal von oben kühlen<br />
Sobald Schaltschränke angereiht<br />
werden, gibt es keinen Platz mehr<br />
für den Wandanbau von Kühlgeräten.<br />
Hier sind Dachaufbau-Kühlgeräte<br />
die erste Wahl im Steuerungsund<br />
Schaltanlagenbau. Erstmalig<br />
stehen jetzt auch die energieeffizienten<br />
Blue e+ Kühlgeräte von Rittal<br />
als Dachaufbau-Version zur Verfügung.<br />
Sie arbeiten ebenso wie die<br />
Wandanbau-Geräte mit einer Kombination<br />
aus Heat Pipe und herkömmlicher<br />
Kompressor-Technologie<br />
und versprechen eine durchschnittliche<br />
Energieeinsparung von<br />
75 Prozent im Vergleich zu einem<br />
herkömmlichen Kompressor-Kühlgerät.<br />
Die Dachaufbau-Kühlgeräte,<br />
die für Schaltschränke ab einer<br />
Größe von 800 x 600 mm (B x T)<br />
geeignet sind, haben eine Kälteleistung<br />
von 1,3 kW. So lassen sich<br />
auch im Schaltschrank installierte,<br />
aufbauende Geräte wie Frequenzurichter<br />
ideal von oben mit Kaltluft<br />
umströmen. Alternativ ist die Kühllösung<br />
auch in Kombination mit<br />
dem neuen VX25 Schaltschrank<br />
als komplette Integrationslösung<br />
erhältlich.<br />
Mehr während der<br />
Smart Automation -<br />
Halle DC - Stand 432-434<br />
oder vorab unter www.rittal.at<br />
Das neue Wire Terminal konfektioniert vollautomatisch<br />
Drähte mit Querschnitten von 0,5 mm2 bis zu 2,5 mm2.
PC-based Control ...<br />
optimiert Logistikanwendungen<br />
SMART<br />
Auf der LogiMat stellte sich Beckhoff als langjähriger Automatisierungspartner<br />
der Logistikbranche vor. Die offene PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik<br />
ist ideal geeignet, um Logistikabläufe zu optimieren und auf schnell wechselnde<br />
Markttrends reagieren zu können. Aufgrund ihrer offenen Schnittstellen,<br />
ihrer Modularität und leistungsmäßigen Skalierbarkeit eignet sie sich für individuelle,<br />
auf die jeweilige Anforderung zugeschnittene Intralogistiklösungen und<br />
schafft damit technologische und ökonomische Wettbewerbsvorteile.<br />
Komponenten für die systemintegrierte<br />
Cloud-Anbindung<br />
vereinfachen die Realisierung<br />
von IoT- und Industrie-4.0-<br />
Konzepten im Smart Warehouse.<br />
Vernetzung<br />
Für eine durchgängige Vernetzung<br />
von Intralogistik, Produktion und<br />
Handel – eine der zentralen Herausforderungen<br />
der Branche – bietet die<br />
PC-basierte Steuerungstechnik von<br />
Beckhoff aufgrund ihrer Offenheit<br />
die idealen Voraussetzungen. PCbased<br />
Control basiert auf einem<br />
umfangreichen Portfolio moderner<br />
Industrie-PCs, der Automatisierungssoftware<br />
TwinCAT, EtherCAT<br />
als schnellem Kommunikationssystem<br />
sowie den dezentralen I/Os und<br />
hochdynamischen Antrieben. Die<br />
leistungsgerechte Skalierbarkeit der<br />
Steuerungsplattform, die flexible<br />
Unterstützung verschiedener Feldbussysteme<br />
und die immer gleiche<br />
Programmier- und Projektierungssoftware<br />
für alle Leistungsklassen<br />
sorgen für eine durchgängige, kostengünstige<br />
und flexible Anlagenplanung.<br />
TwinCAT<br />
Die Automatisierungssoftware<br />
TwinCAT bündelt alle notwendigen<br />
Maschinenfunktionalitäten: von der<br />
SPS über Motion Control, Robotik,<br />
HMI, Sicherheits- und Messtechnik<br />
bis hin zur Einbindung von Vision-<br />
Systemen und Cloud-Lösungen.<br />
Offene Interfaces ermöglichen die<br />
problemlose Integration der Steuerung<br />
in bestehende System- und<br />
Datenbankstrukturen. Durch die<br />
Unterstützung standardisierter Protokolle<br />
wie OPC UA bietet Beckhoff<br />
die Voraussetzung zur Realisierung<br />
einer sicheren Cloud-Kommunikation<br />
im Smart Warehouse. Anwender<br />
profitieren auch hier von der<br />
Offenheit der Steuerungsarchitektur,<br />
beispielsweise durch die freie Wahl<br />
ihrer Cloud-Lösung. Alle beteiligten<br />
Systeme – von der I/O-Ebene bis zur<br />
Lagerverwaltung und eCommerce-<br />
Software – sind durchgängig vernetzbar.<br />
Beckhoff zeigt seine<br />
Lösungen auch während der<br />
SMART Automation -<br />
Halle: DC Stand: 235<br />
oder vorab unter: www.beckhoff.at<br />
<strong>19</strong>0 Aussteller zeigen alle<br />
Innovationen für „smarte“ Lösungen<br />
Von 14. bis 16. Mai beweist die SMART Automation Austria<br />
im restlos ausgebuchten Design Center Linz einmal mehr,<br />
welche Innovationskraft die Automatisierungs-Branche besitzt.<br />
Bei Österreichs Branchenleitmesse für industrielle Automatisierung<br />
präsentieren insgesamt <strong>19</strong>0 Keyplayer, darunter einige neue Aussteller,<br />
die Neuheiten und Trends der industriellen Automatisierungstechnik<br />
beziehungsweise deren Produkt- und Anwendungsbereiche.<br />
Mehr unter: www.smart-linz.at<br />
Mehr während der SMART-Automation: Halle: DC, Stand: 5<strong>02</strong><br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
<strong>19</strong>
SMART<br />
Sensoren und Sensoriklösungen<br />
Auf der SMART Automation 20<strong>19</strong>, Fachmesse für industrielle Automatisierung,<br />
zeigt SICK den Schritt in die Zukunft – mit Sensoren und Sensoriklösungen<br />
für Industrie 4.0. Am Stand werden diese Messe-Highlights präsentiert:<br />
OUTDOORSCAN3 – der weltweit erste Sicherheitslaserscanner für den<br />
Außenbereich sowie INDUSTRIE 4.0 NOW – intelligente Sensoren als Basis<br />
für die Datensammlung und -analyse. Ein weiteres Highlight ist DIGITALI-<br />
SIERUNG MIT IO-LINK – die Basis für Industrie 4.0: Datenübertragung vom<br />
Sensor direkt in die Cloud.<br />
Auf dem SICK Messestand<br />
dreht sich alles um den<br />
Schritt in die Zukunft – Besucher<br />
können sich persönlich von<br />
den einzigartigen Funktionen der<br />
neuen Sensoren und Sensoriklösungen<br />
überzeugen und sich mit<br />
Experten zu Industrie 4.0 Fragen<br />
austauschen.<br />
outdoorScan3<br />
Mit dem outdoorScan3 präsentiert<br />
SICK einen Sicherheits-<br />
Laserscanner, der erstmals den<br />
verlässlichen Einsatz zertifizierter<br />
Sicherheitssensorik auch außerhalb<br />
von Fertigungshallen ermöglicht<br />
– dadurch können beispielsweise<br />
fahrerlose Transportsysteme sicher<br />
durch außenliegende Industrieumgebungen<br />
navigieren. Dank<br />
der innovativen Scantechnologie<br />
outdoor-SafeHDDM® arbeitet der<br />
outdoorScan3 bei Wettereinflüssen<br />
wie Sonne, Regen, Schnee oder<br />
Nebel sicher und zuverlässig. Das<br />
eröffnet ein großes Potenzial zur<br />
Prozessautomatisierung und Effizienzsteigerung<br />
intralogistischer Produktionsprozesse<br />
– und rückt die<br />
Vision einer sich selbst steuernden<br />
Wertschöpfungskette im Sinne der<br />
Industrie 4.0 ein Stück näher an die<br />
Realität.<br />
Industrie 4.0 NOW<br />
Die sogenannte Smart Factory ist<br />
bereits heute in Teilen Realität: Arbeitsstationen<br />
können ihre Abläufe<br />
und Funktionen untereinander koordinieren.<br />
In anderen Szenarien<br />
basieren Produktionsstrukturen auf<br />
autonomen, sich selbstständig organisierenden<br />
und optimierenden Einheiten.<br />
Intelligente Sensoren sind<br />
Voraussetzung für die Umsetzung<br />
von Industrie 4.0. Denn die Smart<br />
Factory braucht Daten, wie sie in<br />
erster Linie nur mitdenkende, intelligente<br />
und kommunikationsfähige<br />
Sensoren liefern können. Kommunikationsfähig<br />
bedeutet, Sensordaten<br />
mit der Steuerung einer Maschine<br />
oder auch einer Cloud-basierten<br />
Anwendung austauschen zu<br />
können. So werden beispielsweise<br />
Sensorparameter automatisch in<br />
Sekundenschnelle auf neue Produktionsaufträge<br />
angepasst. Oder eine<br />
Lichtschranke erkennt eine Verschmutzung<br />
ihrer Optik und meldet<br />
dies direkt an die Leitstelle. Damit<br />
ermöglichen sie erhebliche Effizienzsteigerungen,<br />
mehr Flexibilität<br />
und bessere Planungssicherheit für<br />
vorausschauende Anlagenwartung.<br />
Digitalisierung mit IO-Link<br />
Mit zunehmendem Erfolg hat sich<br />
IO-Link nicht nur in immer mehr<br />
Anwendungen durchgesetzt – die<br />
herstellerunabhängige Kommunikationstechnologie<br />
gilt auch als<br />
„enabling technology“ für innovative<br />
Sensorlösungen und unterstützt die<br />
durch Industrie 4.0 geforderte globale<br />
Verfügbarkeit von Daten und<br />
Informationen. Insbesondere schaltende<br />
Geräte und einfache Sensoren<br />
profitieren von der schnellen und<br />
kostengünstigen Anbindung an die<br />
Datenwelt. Die Vorteile von IO-Link<br />
liegen auf der Hand. Durch die Integration<br />
über die bestehende Verkabelung<br />
können Industrie- 4.0-Lösungen<br />
auch bis hin zum kleinsten<br />
induktiven Sensor ausgeweitet werden.<br />
Was komplexe Sensorsysteme<br />
via Feldbusanbindung leisten, liefert<br />
jetzt auch einfache Sensorik: Zustands-<br />
und Parametrierdaten über<br />
die gesamte Anlage oder Fabrik hinweg.<br />
IO-Link eröffnet dabei nicht<br />
nur einen zuverlässigen Kommunikationskanal,<br />
Sensoren mit IO-Link<br />
lassen sich auch in jedes bestehende<br />
Netzwerk einbinden.<br />
We simply detect any object<br />
Testen Sie SICK! Bringen Sie Ihre<br />
Applikation oder das zu erfassende<br />
Objekt zum SICK Messestand und<br />
Experten testen mit Ihnen vor Ort<br />
die für Sie optimale Sensorlösung.<br />
Vortrag: Intelligente Sensoren<br />
als Schlüssel zur digitalisierten<br />
Produktionswelt von morgen<br />
Informieren Sie sich bei einem<br />
Vortrag von Rene Pfaller (Leiter Produktmanagement,<br />
SICK Österreich)<br />
zum Thema „Intelligente Sensoren<br />
als Schlüssel zur digitalisierten Produktionswelt<br />
von morgen“. Der Vortrag<br />
findet am Mittwoch, 15.5.20<strong>19</strong><br />
von 14:00 bis 14:30 Uhr im Vortragsraum<br />
3 (Untergeschoss) statt.<br />
SICK Student Lounge<br />
Auch für Schüler und Studenten<br />
hat SICK auf der SMART wieder<br />
einen eigenen Bereich: die „SICK<br />
Student Lounge“. Im Untergeschoss<br />
(direkt vor den Vortragssälen) haben<br />
Schüler und Studenten die Möglichkeit,<br />
sich bei leckeren Snacks und<br />
kühlen Getränken über SICK zu<br />
informieren und an einem Gewinnspiel<br />
teilzunehmen.<br />
Mehr während der SMART:<br />
Stand 433 in Halle DC<br />
oder vorab unter<br />
www.sick.com/at/de/w/smart<br />
20 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Ihr Schritt in die Zukunft!
EVENT<br />
Circular Packaging Day<br />
Erfolgreiche innovative Lösungen für nachhaltig produzierte Verpackung präsentierte<br />
der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus<br />
Wien am Circular Packaging Day im April. Mehr als 150 Interessierte der Verpackungsbranche,<br />
Rohstofflieferanten und Sortier- und Recyclingunternehmen<br />
nutzten die Veranstaltung im Wiener Media Quartier Marx zur Information und<br />
sehr wohl auch zum kontroversiellen Austausch.<br />
Nachhaltige Verpackung<br />
sorgen für einen optimierten<br />
Verpackungskreislauf<br />
„Wir möchten Unternehmen<br />
aus den Bereichen<br />
Verpackung, Markenartikel,<br />
Handel und Recycling umfassend<br />
über das Thema Circular<br />
Economy, Nachhaltigkeitsbewertung<br />
von Verpackungen<br />
und Best Practice Lösungen<br />
informieren“, so Manfred Tacker,<br />
Leiter des Fachbereichs<br />
Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />
über das Ziel des<br />
Circular Packaging Days.<br />
Zielvorgaben der EU<br />
Seit 2018 beschäftigen die erhöhten<br />
Zielvorgaben der EU<br />
im Circular Economy Package<br />
die Verpackungsbranche. Ernst<br />
Krottendorfer, Geschäftsführer<br />
Packforce Austria – das österreichische<br />
Verpackungsforum<br />
und Lehrender an der FH<br />
Campus Wien konkretisiert den<br />
Weg, die EU-Vorgaben zu erfüllen:<br />
„Voraussetzung für ein<br />
optimiertes Verpackungsmanagement<br />
sind ganzheitliche<br />
ökologische Bewertungsmethoden,<br />
die sowohl recyclinggerechtes<br />
Design als auch die<br />
Anforderungen der Nachhaltigkeit<br />
miteinbeziehen.“ Die<br />
mehr als 150 Teilnehmer/innen<br />
erlebten am Circular Packaging<br />
Day spannende Vorträge und<br />
nahmen gerne die Möglichkeit<br />
für individuelle Beratung und<br />
Vernetzung wahr.<br />
Foto: © FH Campus Wien/Schedl<br />
1. Reihe: Manfred Tacker, FH Campus Wien, Peter Niedersüss<br />
und Susanne Kahlen, beide Borealis Polyolefine GmbH, Erich<br />
Schlenz, Henkel GmbH, Christoph Hoffmann, ALPLA Werke<br />
Alwin Lehner GmbH & Co KG, Iryna Garkushyna, Avery Dennison,<br />
Victoria Heinrich, FH Campus Wien<br />
vl.l.n.r. 2. Reihe: Andreas Helbig, Seda Germany GmbH, Thomas Eck,<br />
Constantia Flexibles International GmbH, Falk Paulsen, Mondi Extrusion<br />
Coatings, Andreas Macku, Mayr-Melnhof Packaging Austria GmbH<br />
Bringing Circular<br />
Economy to the Next Level<br />
Internationale Expertise<br />
brachte Arnoud Walrecht,<br />
Circular Economy Lead von<br />
KMPG Sustainability Netherlands,<br />
mit. Mit seinem besonderen<br />
Fokus auf Nachhaltigkeit<br />
und seiner langjährigen Erfahrung<br />
mit Kreislaufwirtschaft<br />
und Verpackungsprojekten lieferte<br />
er wichtigen Input, wie es<br />
gelingt, die zukunftsträchtigen<br />
Weichen für eine ökonomisch<br />
und ökologisch nachhaltige<br />
Kreislaufwirtschaft entlang der<br />
ganzen Supply Chain zu stellen.<br />
Nachhaltigkeitsbewertung<br />
und Circular Packaging<br />
Design Guideline als Basistool<br />
für zukunftsfähige<br />
Verpackungslösungen<br />
Laut EU-Richtlinien muss ab<br />
2<strong>02</strong>5 bei Verpackungssystemen<br />
die Trennung, Sortierung und<br />
das Recycling von unterschiedlichen<br />
Materialien reibungslos<br />
funktionieren. Die FH Campus<br />
Wien hat als erfolgreichen<br />
Lösungsansatz ein Tool zur<br />
Bewertung von kreislaufwirtschaftsfähigen<br />
Verpackungen<br />
entwickelt. Dabei fließt die<br />
berechnete Recyclingfähigkeit<br />
genauso mit ein wie eine<br />
ganzheitliche ökologische Bewertung.<br />
Auf Basis dieses Bewertungstools<br />
entstand auch<br />
die Circular Packaging Design<br />
Guideline für Stakeholder in<br />
der Supply Chain. Diese bietet<br />
für die Branche konkrete<br />
Hilfestellung und genaue Empfehlungen<br />
für unterschiedliche<br />
Verpackungsmaterialien, beispielsweise<br />
wie eine Flasche<br />
aus Polyethylen optimal recyclingfähig<br />
gestaltet ist.<br />
Best Practice – gelebte<br />
Nachhaltigkeit als Vorbild<br />
Am Circular Packaging Day war<br />
Praxisnähe angesagt. Das Team<br />
des Fachbereichs Verpackungsund<br />
Ressourcenmanagement<br />
zeigte, wie die Lebenszyklusanalyse<br />
berechnet und die<br />
Circular Packaging Design<br />
Guidelines angewendet werden.<br />
Partnerunternehmen erzählten<br />
anhand von Best Practice-Beispielen<br />
von Umsetzungen und<br />
ihren Erfahrungen. Beispielsweise<br />
sorgt das österreichweite<br />
Closed Loop Recycling System<br />
mit seiner umfassenden Erfassung<br />
für PET Flaschen dafür,<br />
dass immer mehr Kunststoff-<br />
Rezyklate verwendet werden.<br />
So hat etwa Vöslauer Mineralwasser<br />
GmbH schon 100%<br />
Rezyklat-Flaschen im Einsatz.<br />
Mehr unter:<br />
www.fh-campuswien.ac.at/<br />
circular-design/<br />
Die FH Campus Wien bietet<br />
als einzige Hochschule in Österreich<br />
Studienprogramme zur<br />
Verpackungstechnologie an.<br />
Ganzheitlich denken. Modular lösen.<br />
Die intelligente Sensorik von Pilz bietet Ideen mit Zukunft.<br />
Wie? Überzeugen Sie sich selbst davon, was moderne Automatisierungstechnik von Pilz leistet!<br />
Besuchen Sie uns auf der SMART Automation 20<strong>19</strong> in Linz!<br />
14. bis 16. Mai, Halle DC, Stand 430. www.pilz.at<br />
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<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
21
INTERNATIONAL<br />
Effizienz in der Supply Chain<br />
In der Supply Chain nehmen industrielle Verpackungen eine zentrale Rolle ein.<br />
Besonders in anspruchsvollen Branchen werden sie für Lagerung und Transport<br />
von wertvollen Füllgütern zu einem wesentlichen Qualitätsfaktor. Dies gilt speziell<br />
für moderne Autolacke: Diese empfindlichen Coatings der heutigen Hightech-Automotive-Industrie<br />
messen aufgetragen nur einen Zehntel Millimeter.<br />
Kontaminationen mit oberflächenaktiven<br />
Substanzen<br />
– wie zum Beispiel silikonhaltigen<br />
Ölen und Fetten – gilt es<br />
daher grundsätzlich zu vermeiden.<br />
Sie führen häufig zu Benetzungsstörungen<br />
im Lack, die sowohl Optik<br />
und Perfektion beeinträchtigen,<br />
aber auch die Schutzwirkung stark<br />
einschränken können. Das erfordert<br />
aufwendige Folgeprozesse mit<br />
erheblichen Kosten. Daher ist die<br />
maximale Risikominimierung von<br />
Anfang an das A und O.<br />
Besonders kritisch:<br />
Vor der Verarbeitung müssen die<br />
viskosen Lacke zunächst aufgerührt<br />
werden. Aber schon das Eintauchen<br />
des Rührwerks stellt dabei ein<br />
potentielles Kontaminationsrisiko<br />
für das Füllgut dar. Jedes Öffnen<br />
der Verpackung und jeder Kontakt<br />
mit anderen Betriebsmitteln kann<br />
zu einer ungewollten Verunreinigung<br />
führen. Gut, wenn hier Verpackungshersteller,<br />
Abfüller und<br />
Endanwender Hand in Hand arbeiten.<br />
Gemeinsam können sie die Effizienz<br />
im täglichen Handling der<br />
Coatings erheblich steigern.<br />
Photos: Schütz<br />
Glänzendes Ergebnis: Stoßstangen in der Lackierstraße bei SMP.<br />
Teamwork für<br />
glänzende Lack-Ergebnisse<br />
Bereits seit 2003 beliefert Schütz<br />
die Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik<br />
mit IBCs. Das Unternehmen<br />
mit Hauptsitz in Stuttgart-Zuffenhausen,<br />
entwickelt und produziert<br />
hochwertige Lacke für verschiedenste<br />
industrielle Anwendungsbereiche:<br />
vom Fahrzeug-Interieur und<br />
-Exterieur über PKW-Karossen und<br />
Nutzfahrzeugen bis hin zu Hausgeräten<br />
und der Möbelindustrie.<br />
Die Geschäftsbeziehung zum Verpackungshersteller<br />
aus Selters im<br />
Westerwald ist im Laufe der Jahre<br />
stetig gewachsen. Inzwischen pflegt<br />
Schütz auch intensive Kontakte zu<br />
Samvardhana Motherson Peguform<br />
(SMP Automotive) – einem großen<br />
Kunden von Wörwag. Der Spezialist<br />
für kunststoffbasierte Module<br />
beliefert namhafte Automobil-Hersteller<br />
in Europa, China, Mexiko,<br />
Brasilien und den USA mit vollständig<br />
lackierten Stoßstangen und weiteren<br />
Karosserie-Anbauteilen.<br />
Wörwag und SMP<br />
Wörwag und SMP suchten nach<br />
einer Lösung, um beim Abfüllen<br />
und in der späteren Verarbeitung<br />
von Klarlacken sowie Primern<br />
nachhaltig das Kontaminationsrisiko<br />
zu minimieren. Schütz hatte<br />
die ideale Verpackung: einen IBC<br />
der Cleancert-Linie, prozessunterstützend<br />
zusätzlich ausgestattet mit<br />
dem Impeller sowie einem S56x4-<br />
Spund. Durch den integrierten Impeller<br />
kann der Container von der<br />
Befüllung bis zur Entnahme über<br />
die gesamte Supply Chain hinweg<br />
geschlossen bleiben. Trotzdem<br />
wird ein bequemes und effektives<br />
Aufrühren des Inhalts ermöglicht.<br />
Herkömmliche Rührer werden überflüssig,<br />
die drohende Gefahr einer<br />
Kontamination signifikant reduziert.<br />
Das System ist für alle 1.000<br />
und 1.250 Liter Ecobulk-Typen mit<br />
Einfüllöffnung DN 150 und DN 225<br />
erhältlich. „Diese Vorteile haben uns<br />
absolut überzeugt. Daher setzen wir<br />
den Cleancert-IBC von Schütz bei<br />
Klarlacken und Primern ein. Denn<br />
gerade diese Produkte sind besonders<br />
sensibel in Bezug auf Oberflächenstörungen“,<br />
so die Aussage<br />
von Benno Beuter, verantwortlicher<br />
Anwendungstechniker von Wörwag.<br />
Die leeren IBCs werden bei den<br />
Lackspezialisten inhouse angeliefert<br />
und gelagert – eine weitere Sicherheits-<br />
und Hygiene-Maßnahme.<br />
Cleancert-IBCs<br />
Auch beim Endkunden SMP erfolgen<br />
Anlieferung sowie Lagerung der<br />
befüllten Container stets unter Dach.<br />
Im Zentrallager des Automobil-<br />
Zulieferers punkten die Cleancert-<br />
IBCs erneut – speziell im Vergleich<br />
zur Alternative aus Stahl, die bislang<br />
häufig für solche Zwecke eingesetzt<br />
wurde. Bis zu vier dieser IBCs können<br />
übereinander gestapelt werden<br />
– anstatt zwei der Stahl-Variante. So<br />
sorgen die Cleancert-Modelle zusätzlich<br />
auch für eine effizientere<br />
Raumnutzung. Die Standzeiten<br />
von Leergebinden werden zudem<br />
durch die Abholung im Rahmen des<br />
Schütz Ticket Service auf maximal<br />
sieben Tage deutlich verkürzt. Geleerte<br />
Stahl-Container verbleiben bis<br />
zu einem Monat im Werk, was bisweilen<br />
zu Engpässen in der Lagerkapazität<br />
führte.<br />
Geringere Drehzahl<br />
– schonender Rührprozess<br />
Bei der Verarbeitung im klimatisierten<br />
Lackmischraum werden<br />
Klarlacke, Primer und Basislacke<br />
kontinuierlich gerührt, um eine<br />
homogene Durchmischung sicherzustellen.<br />
Um hier die Vorteile des<br />
geschlossenen Verpackungssystems<br />
Cleancert IBC + Impeller in der Praxis<br />
zu ermitteln, führte SMP mehrwöchige<br />
Testreihen durch. Der Einwegrührer<br />
ist mit der Schraubkappe<br />
des IBCs verbunden und wird schon<br />
im Werk von Schütz eingesetzt. Zum<br />
Rühren kann ein herkömmliches<br />
Antriebssystem ohne größere Änderungs-<br />
oder Umbaumaßnahmen<br />
angeschlossen werden. In der Testreihe<br />
von SMP wurde ein Modell<br />
des Rührwerkherstellers Planetroll<br />
verwendet. Bei Bedarf bietet Schütz<br />
als Komplett-Service die gemeinsame<br />
Kontaktaufnahme mit diesem<br />
Kooperationspartner an. Planetroll<br />
kennt das System bereits bestens.<br />
In seinem Portfolio führt das Unternehmen<br />
Antriebs-Komplettlösungen<br />
mit allen benötigten Komponenten<br />
wie Traverse, Kupplung und Stahlwelle.<br />
Der Antrieb wird jeweils über<br />
der Schraubkappe platziert und mit<br />
einem Gestell auf dem Gitterkäfig<br />
fixiert. Die Antriebswelle wird in die<br />
Hohlwelle des Impellers eingeführt<br />
und greift formschlüssig in dessen<br />
Nabe, wodurch die Rotation an den<br />
Impeller im Inneren des Containers<br />
weitergegeben wird. Seine drei beweglichen<br />
Flügel des Becherrührwerks<br />
verändern ihre Position durch<br />
die Fliehkraft. Die Drehzahl wird individuell<br />
an den Füllstand angepasst.<br />
Vergleichstest<br />
Das Resultat des Vergleichstests:<br />
Bei externen Rührern aus Stahl waren<br />
140 bis 200 Umdrehungen pro<br />
Minute für die Homogenisierung<br />
nötig. Diese hohe Drehzahl führte<br />
verstärkt zu Mikroschaumbildung<br />
durch Lufteinzug in das Produkt.<br />
Beim Rühren mit dem Schütz Impeller<br />
reichten hingegen 80 bis 110<br />
Umdrehungen. Die geringere Drehzahl<br />
sorgte für schonende Rührprozesse<br />
mit optimalem Ergebnis.<br />
„Durch die effizienten Rührvorgänge<br />
können vorbereitende Homogenisierungsmaßnahmen<br />
vor einem<br />
Containerwechsel nun komplett<br />
entfallen“, berichtet Anton Krojer,<br />
verantwortlicher Anwendungstechniker<br />
bei SMP, sichtlich zufrieden<br />
mit dem positiven Testverlauf. Da<br />
der IBC inklusive Impeller und Traversenantrieb<br />
flexibel transportiert<br />
werden kann und die Zeit zum Homogenisieren<br />
nun deutlich kürzer<br />
ausfällt, konnte der Container nach<br />
Installation des Antriebs direkt an<br />
die Produktionslinie zur Lackzuführung<br />
angeschlossen werden. Ein<br />
zuvor notweniger weiterer Arbeits-<br />
22 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
Direkter Anschluss des IBCs inklusive Impeller und<br />
Rührwerkantrieb per 2“ Camlock an die Produktionslinie.<br />
schritt an einer Vorbereitungsstation<br />
entfällt somit. Den S56x4-Spund<br />
nutzt das Unternehmen, um Proben<br />
zur Viskositätsmessung zu entnehmen<br />
und / oder um Einstell- beziehungsweise<br />
Korrekturmittel, falls<br />
nötig, während des Rührprozesses<br />
hinzuzugeben.<br />
Prozesssicherheit<br />
„Durch den Einsatz des Impellers<br />
als Einweg-System wird die Gefahr<br />
der Kontamination durch Restanhaftungen<br />
von Füllgut am Rührer<br />
komplett ausgeschlossen. Dadurch<br />
wird die Prozesssicherheit nochmals<br />
um ein Vielfaches erhöht“, erklärt<br />
Manfred Guttmann, Leiter der Lackiererei<br />
bei SMP. „Eine aufwendige<br />
Reinigung des Rührwerks, der<br />
damit verbundene Zeitaufwand und<br />
weitere Risiken entfallen ebenfalls.<br />
So müssen auch die Mitarbeiter<br />
nicht mehr mit lösungsmittelhaltigen<br />
Reinigungsmitteln hantieren<br />
– ein Plus für die Arbeitssicherheit.“<br />
Die mehrwöchige Testphase in der<br />
Produktion von Komponenten für<br />
Stoßfänger unter dem Einsatz von<br />
Cleancert-IBCs und Impeller bestätigte<br />
folglich alle theoretischen<br />
Aspekte der Optimierung eindrucksvoll.<br />
Dazu zählt ebenso die betriebswirtschaftliche<br />
Komponente:<br />
Bei SMP konnten die Tätigkeiten<br />
für Nachbesserungen drastisch reduziert<br />
werden. Diese besondere<br />
Zusammenarbeit hat gezeigt, wie<br />
wichtig es ist, alle Betriebe entlang<br />
der Supply Chain miteinzubeziehen.<br />
Prävention bei der Fertigung<br />
von Cleancert-Produkten<br />
Cleancert bietet das Höchstmaß an<br />
technischer Sauberkeit und Sicherheit<br />
bei Produkt und Prozess sowie<br />
Silikonfreiheit bezüglich produktberührender<br />
Komponenten. Basis<br />
für die Entwicklung war die Zertifizierung<br />
aller Produktionsstandorte<br />
nach der Industrienorm FSSC<br />
22000, verbunden mit der Implementierung<br />
zahlreicher Vorgaben im<br />
Rahmen des HACCP- beziehungsweise<br />
FMEA-Konzepts. Sie gelten<br />
für die Gebäude, die Anlagen sowie<br />
das gesamte Produktionsumfeld. Ein<br />
Bestandteil: detaillierte Hygienevorschriften.<br />
So müssen Mitarbeiter unter<br />
anderem vor Produktionsbeginn<br />
ihre Handschuhe wechseln und den<br />
Arbeitsplatz reinigen. Hinzu kommen<br />
Maßnahmen, um Fremdkörper<br />
oder Staub zu vermeiden, sowie<br />
das Glas- und Messer-Management.<br />
Wartungsvorschriften und -kontrollen<br />
der Maschinen, die systematische<br />
Schädlingsbekämpfung auf<br />
dem gesamten Werksgelände, Vorgaben<br />
zum kontrollierten Einsatz<br />
aller Arbeitsstoffe, besonders von<br />
Fetten und Schmierstoffen, und ein<br />
gesicherter Wareneingang vervollständigen<br />
das Paket.<br />
Lückenlose Rückverfolgbarkeit<br />
Die Cleancert-Verpackungen fertigt<br />
Schütz anhand kundenspezi-<br />
fischer Einzelaufträge just-in-time:<br />
Die IBC-Innenbehälter werden unverzüglich<br />
nach dem Blasvorgang<br />
in die Endmontage transferiert und<br />
verbaut. Jeder Produktionsschritt<br />
und jede Komponente sind eindeutig<br />
der entsprechenden Verpackung<br />
zuzuordnen. Die Identifikation über<br />
ein Barcode-System ermöglicht die<br />
lückenlose Rückverfolgbarkeit – bis<br />
auf die Batch- und Prozessebene.<br />
Auf Anfrage vergibt Schütz zudem<br />
individuelle Identifikationsnummern<br />
für Artikel oder Packmittel.<br />
Optional bieten Kunststoffhauben<br />
zusätzlichen Schutz<br />
Fertige Cleancert-IBCs werden<br />
direkt und ohne Zwischenlagerung<br />
indoor verladen und verschickt. Bereits<br />
vorproduzierte Komponenten<br />
wie Schraubkappen, Auslaufhähne<br />
oder Spundstopfen werden ebenfalls<br />
hygienisch in Kleinmengen verpackt<br />
und gesondert gelagert. Soll der Versand<br />
doch erst zu einem späteren<br />
Zeitpunkt erfolgen, lagern die Container<br />
in speziellen geschlossenen<br />
Räumen. Optional bieten Kunststoffhauben<br />
zusätzlichen Schutz. All<br />
diese Vorkehrungen tragen in ihrer<br />
Summe erheblich zum Erhalt der<br />
Qualität des späteren Füllguts bei.<br />
Mehr unter:<br />
www.schuetz.net<br />
Das ist gelebte Industrie 4.0 –<br />
seit 35 Jahren.<br />
Ihr Spezialist für Fahrerlose Transportsysteme<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
23<br />
www.ds-automotion.com | Linz, Austria
VERPACKUNGSLINIEN<br />
Die Verpackung stimmt<br />
Ob Zementindustrie, Bauindustrie und chemische Industrie, Konsumgütermarkt oder<br />
Logistikbranche – als Komplettanbieter liefert die BEUMER Group Verpackungslinien,<br />
die auf die Anwender und deren Besonderheiten abgestimmt sind sowie<br />
ergänzende Intralogistik-Lösungen aus einer Hand. Dazu ist die Produktpalette umfassend<br />
und modular aufgebaut. Zu den Kunden gehört unter anderem die dm-drogerie<br />
markt GmbH & Co. KG mit ihrem Logistikzentrum in Weilerswist bei Köln.<br />
Installiert die BEUMER Group<br />
Verpackungslinien in der (petro-)chemischen<br />
Industrie, kann<br />
das so aussehen: Schüttgüter aus der<br />
chemischen Industrie gelangen vom<br />
Silo über eine Förderstrecke zur<br />
Form-Fill-Seal-Anlage BEUMER<br />
fillpac FFS. Die hocheffiziente Abfüllmaschine<br />
formt einen Sack aus<br />
einer vorgefertigten PE-Schlauchfolie<br />
und füllt ihn mit den technischen<br />
Kunststoffen des Kunden wie PE,<br />
PP, PA oder PS-Granulaten. Zuverlässig,<br />
schonend und nachhaltig abfüllen<br />
lassen sich auch Salze oder<br />
Düngemittel. Die Säcke werden vor<br />
dem Füllvorgang gewogen. Dazu ist<br />
der BEUMER fillpac FFS mit einer<br />
eichfähigen elektronischen Wägeeinrichtung<br />
ausgestattet. Diese stellt<br />
sicher, dass die Anlage die Säcke<br />
stets mit der gleichen Menge innerhalb<br />
der vorgegebenen Toleranzen<br />
füllt. Das System verschweißt anschließend<br />
die bis zu 25 Kilogramm<br />
schweren Säcke. In der Stunde können<br />
2.600 Säcke bearbeitet werden.<br />
Schüttgüter<br />
Um Schüttgüter – insbesondere<br />
Zement und Baustoffe, aber auch<br />
andere Produkte – effizient in Papiersäcke<br />
zu füllen, hat der Systemanbieter<br />
den BEUMER fillpac<br />
R im Programm. Diese Anlagen<br />
Photos: BEUMER Group GmbH & Co. KG<br />
Die verpackte Ware ist sicher vor Witterungseinflüssen,<br />
Staub und Feuchtigkeit geschützt.<br />
arbeiten zuverlässig, schonend,<br />
nachhaltig und mit dem geforderten<br />
Durchsatz. Auch diese Baureihe ist<br />
mit einer speziellen Wägeeinrichtung<br />
ausgestattet. Je nach Anforderung<br />
und Materialeigenschaften wie<br />
Schüttgewicht, Korngröße, Materialdichte<br />
oder Fließverhalten bietet<br />
die BEUMER Group den BEUMER<br />
fillpac R als Luft- oder als Turbinen-<br />
Abfüllmaschine an. Luft-Abfüllmaschinen<br />
eignen sich, um rieselfähige<br />
und grobkörnige Produkte mit<br />
Partikelgrößen bis zehn Millimeter<br />
abzufüllen – das Turbinenverfahren<br />
ist vorwiegend für freifließende,<br />
feinkörnige Produkte wie Zement<br />
oder Gips geeignet. Ausstatten lässt<br />
sich die Anlage mit dem Sackaufstecker<br />
BEUMER bag placer und dem<br />
Sackbündelmagazin für eine noch<br />
effizientere Abfüllung.<br />
Ordentlich und<br />
stabil auf die Palette<br />
Die abgefüllten Säcke aus unterschiedlichen<br />
Materialien wie Papier,<br />
PE oder PP in verschiedenen<br />
Größen und Gewichten und unterschiedlichen<br />
Ausführungen (Ventilflach-<br />
oder Ventilbodensäcke)<br />
müssen anschließend stabil und<br />
exakt auf Paletten gestapelt werden.<br />
Hierfür hat der Systemanbieter den<br />
BEUMER paletpac im Programm.<br />
Dieser lässt sich auf Grund des modularen<br />
Aufbaus schnell montieren,<br />
ist für die Wartung gut zugänglich,<br />
intuitiv zu bedienen und flexibel an<br />
verschiedene Packmuster anpassbar.<br />
Je nach Produktanforderung<br />
kann der BEUMER paletpac mit<br />
einer Klammer- oder Doppelbanddrehvorrichtung<br />
für sehr schonende,<br />
schnelle und genaue Positionierung<br />
der Säcke ausgestattet werden. Für<br />
die Palettierung von Kartons, Kisten,<br />
Kanistern oder Trays bietet die<br />
BEUMER Group den BEUMER<br />
robotpac an. Dieser platzsparende<br />
Knickarmroboter löst vollautomatisch<br />
auch komplexe Palettier- und<br />
Depalettieraufgaben zuverlässig und<br />
effizient. Für jedes Packgut erhält<br />
der Kunde ein passendes Greifsystem,<br />
das er für verschiedene Produkte<br />
flexibel und automatisch auswechseln<br />
kann.<br />
Drogerie-Produkte<br />
bei dm sicher verpackt<br />
Herzstück der Verpackungslinien<br />
ist die Hochleistungs-Verpackungsanlage<br />
BEUMER stretch hood. Diese<br />
überzieht die mit verschiedenen<br />
Produkten chaotisch palettierten<br />
Wareneinheiten mit einer hochdehnbaren<br />
Stretchhaube. Zum Beispiel<br />
abgefüllte und palettierte Säcke,<br />
aber auch Waschmittelkartons, Farb-<br />
Der BEUMER paletpac erstellt<br />
exakte, stabile und damit<br />
platzsparende Sackstapel.<br />
eimer oder Fässer, die auf Paletten<br />
gestapelt sind. Die Ware ist so beim<br />
Umschlag und bei einer Außenlagerung<br />
sicher vor Umwelteinflüssen,<br />
wie Sonne, Schmutz und Nässe geschützt.<br />
Dies ist wichtig, denn Betreiber<br />
müssen die Waren sicher und<br />
in einwandfreiem Zustand zum Abnehmer<br />
transportieren (wie der dmdrogerie<br />
markt GmbH & Co. KG)<br />
Verteilzentren<br />
Die Drogeriemarkt-Kette hat eigene<br />
Verteilzentren im badischen Waghäusel<br />
und in Weilerswist bei Köln.<br />
Hier stellen die Mitarbeiter Kartonware<br />
für die Filialen zusammen. In<br />
Weilerswist kommt zusätzlich das<br />
sogenannte Kleinteileverteilzentrum<br />
hinzu. Hier werden kleine und einzelne<br />
Produkte, die sich auf Paletten<br />
nicht sicher unterbringen lassen, in<br />
Behälter und Kartons verpackt, anschließend<br />
kommissioniert, palettiert<br />
und verschickt. Die Verteilzentren<br />
in Waghäusel und Weilerswist<br />
distribuieren insgesamt ein Sortiment<br />
von 12.800 Artikeln.<br />
Sicherer Schutz der Paletten<br />
In Weilerswist kommen täglich<br />
bis zu 3.000 Paletten mit Waren an.<br />
Mitarbeiter erfassen und kontrollieren<br />
diese. Über eine Förderstrecke<br />
gelangen sie für die Zwischenlagerung<br />
in zwei vollautomatische<br />
Hochregallager. Auf Hängebahnen<br />
und fahrerlosen Transportsystemen<br />
fahren leere Paletten die 42 Gänge<br />
ab. Ein Lichtsignal zeigt an, welches<br />
Produkt in welcher Anzahl auf die<br />
jeweilige Palette kommt. Damit die<br />
Ware im einwandfreien Zustand zu<br />
den dm-Märkten gelangt, muss sie<br />
24 01/<strong>19</strong><br />
Der Sackaufstecker BEUMER bag placer schießt<br />
den Ventilsack präzise auf einen der Füllstutzen des BEUMER fillpac R auf.
Die Baureihe BEUMER robotpac palettiert und depalettiert<br />
mit spezifisch entwickelten Greifsystemen unterschiedliche Packstücke.<br />
sicher und geschützt transportiert<br />
werden. Deshalb sind hohe Anforderungen<br />
an die Verpackungsanlagen<br />
gestellt. Im Einsatz sind zwei<br />
Hochleistungs-Maschinen der Baureihe<br />
BEUMER stretch hood. In der<br />
Stunde verpacken sie je 90 Paletten,<br />
sind aber für 100 Paletten ausgelegt.<br />
Über Lkw erhalten die Filialen ihre<br />
Waren rund 72 Stunden nach der Bestellung.<br />
In der Farbe flexibel<br />
Die Anlagen laufen einwandfrei.<br />
Die glatte Oberfläche der Folienhaube<br />
erhöht die Sichtbarkeit der<br />
palettierten Ware und der BEUMER<br />
stretch hood bietet eine wesentlich<br />
höhere Verfügbarkeit im Vergleich<br />
zu Wickelstretchern – dazu kommt:<br />
Sie sind bunter als andere Verpackungsmaschinen.<br />
Denn auf Wunsch<br />
von dm wurden sie in mehreren Farben<br />
lackiert. Damit passen sie in das<br />
stimmige Farbkonzept des gesamten<br />
Verteilzentrums: Gelb, Orange,<br />
Grün, Blau und Violett – diese<br />
Grundfarben ziehen sich durch die<br />
gesamte Gestaltung. Verantwortlich<br />
für das ungewöhnliche Design ist<br />
STOLLSTEINERart&business. Das<br />
Konzept dahinter: Die Farben signalisieren<br />
den Mitarbeitern, dass alle<br />
Arbeitsschritte ineinandergreifen.<br />
Wie eine zweite Haut<br />
Eine andere Lösung, Säcke vor<br />
Umwelteinflüssen zu schützen, ist<br />
das BEUMER bag-in-bag: Diese<br />
Anlage verpackt einzelne oder mehrere<br />
abgefüllte Papiersäcke schnell<br />
und zuverlässig mit einer wetterbeständigen<br />
Kunststofffolie. So ist ihr<br />
Inhalt bei Lagerung und Transport<br />
vor Nässe, Staub oder Insektenbefall<br />
geschützt.<br />
HMI<br />
Alle Anlagen einer Linie stattet<br />
der Systemanbieter zudem mit dem<br />
gleichen Human Machine Interface<br />
(HMI) aus. Mit diesem Bediengerät<br />
erhält der Mitarbeiter ein leicht<br />
verständliches und intuitives Interaktionskonzept,<br />
mit dem sich die Arbeitsabläufe<br />
effizient gestalten lassen.<br />
Am Ende dieser Verpackungslinie<br />
geht es noch weiter: Mit Systemlösungen<br />
der BEUMER Group<br />
können die Vollpaletten oder auch<br />
einzelne Säcke zur Einlagerung in<br />
einem angeschlossenen Lager oder<br />
direkt zur Ladefläche der Lkw weitergeleitet<br />
werden. Bei den Bestandteilen<br />
handelt es sich im Wesentlichen<br />
um Transporttechnologien<br />
wie Förderer oder fahrzeugbasierte<br />
Systeme. Dazu kommen verschiedene<br />
Handhabungslösungen und<br />
Manipulatoren wie Roboter, Pufferund<br />
Lagermodule. Die BEUMER<br />
Group greift dabei immer auf einen<br />
Systembaukasten zu. Damit sind die<br />
Lösungen jederzeit erweiterbar und<br />
können mit den Anforderungen des<br />
Kunden mitwachsen.<br />
Software aus dem Baukasten<br />
Um bestmögliche Ergebnisse zu<br />
erhalten und eine durchgängige Material-<br />
und Datenverfolgung sicherzustellen,<br />
müssen die Abfüll-, Palettier-,<br />
Verpackungsanlagen und die<br />
weiteren Systemkomponenten optimal<br />
aufeinander abgestimmt sein.<br />
Dazu hat die BEUMER Group die<br />
modular aufgebaute BG Software<br />
Suite als übergeordnetes Rechensystem<br />
entwickelt. Sie kann individuell<br />
an die jeweiligen Aufgaben angepasst<br />
werden. Ohne Probleme lassen<br />
sich auch Produkte von Drittanbietern<br />
integrieren. Der Anwender kann<br />
diese Lösung bei Bedarf jederzeit<br />
erweitern und damit seine Materialflüsse<br />
optimieren. Prozessdaten<br />
oder Reporte zeigt die programmübergreifende<br />
Benutzeroberfläche<br />
BG Fusion an. Hierüber werden alle<br />
verfügbaren Daten abrufbar – ohne<br />
zwischen verschiedenen Applikationen<br />
wechseln zu müssen.<br />
Warehouse Control System<br />
Mit dem Modul BEUMER Group-<br />
Warehouse Control System lässt sich<br />
Das BEUMER<br />
bag-in-bag<br />
verpackt einzelne<br />
oder mehrere<br />
abgefüllte<br />
Papiersäcke<br />
schnell und<br />
zuverlässig mit<br />
einer wetterbeständigen<br />
Kunststofffolie.<br />
die Software Suite per Netzwerk an<br />
das Lagerverwaltungssystem oder<br />
die ERP-Lösung des Kunden anbinden.<br />
Der Komplettanbieter stellt für<br />
den Anwender so die Kommunikation<br />
der verschiedenen Steuerungsebenen<br />
untereinander sicher. Damit<br />
ist die BEUMER Group nicht nur<br />
in der Lage, die einzelnen Anlagen<br />
intelligent zu verknüpfen, sondern<br />
diese auch in bestehende Prozessleitoder<br />
Warenwirtschaftssysteme des<br />
Kunden zu integrieren.<br />
Online jederzeit die Kontrolle<br />
Neu hat die BEUMER Group die<br />
BEUMER Overall Operation Monitoring<br />
App entwickelt. Mit dieser<br />
Anwendung auf mobilen Endgeräten<br />
wie Smartphones oder Tablets<br />
hat der Anwender oder auch das<br />
Management stets den Überblick<br />
über alle relevanten Kennzahlen der<br />
office@speta.at www.speta.at<br />
Trillergasse 2a / 58<br />
A-1210 Wien<br />
Austria<br />
kompletten Verpackungslinie oder<br />
einzelner Anlagen. Die App zeigt<br />
den Status quo von Verfügbarkeit,<br />
Leistungs- und Qualitätsgrad sowie<br />
den Energie- und Druckluftverbrauch<br />
an. Ein effizienter Betrieb ist<br />
somit jederzeit sichergestellt. Kunden<br />
können das Programm an ihre<br />
spezifischen Anforderungen anpassen.<br />
Damit sie ihre Wertschöpfungsketten<br />
besser organisieren und steuern<br />
können, besteht das Ziel darin,<br />
alle beteiligten Personen, Anlagen,<br />
Maschinen und Produkte in einem<br />
dynamischen Netzwerk horizontal<br />
und vertikal zu integrieren. Mit dieser<br />
zunehmenden Vernetzung entstehen<br />
hochgradig verknüpfte Systemstrukturen<br />
– ganz im Sinne von<br />
Industrie 4.0.<br />
Mehr auch unter.<br />
www.beumergroup.com<br />
Aufreisstreifen/-faden<br />
Abdeckstreifen (Folie oder<br />
silikonisiertes Papier)<br />
Klebebänder<br />
verstärkte Klebebänder<br />
nachhaltige Produktlösungen<br />
POF-Feinschrumpffolien<br />
Spezialfolien<br />
Lohnarbeit (Verspulung)<br />
Beumer fillpac FFS<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
25
LOGIMAT<br />
Sensorgestützte, intelligente Behälter<br />
TeDaLoS als Spezialist von autonomer Sensorik im Lager stellte auf der Logi-<br />
MAT das erste gemeinsame Kooperationsprojekt mit BITO-Lagertechnik als<br />
international operierendes Industrieunternehmen im Bereich der Lager- und Kommissioniertechnik<br />
vor: Eine kombinierte One-Stop-Lösung für die Material- und<br />
Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge.<br />
TeDaLoS ist Spezialist für<br />
autarke und autonome<br />
Sensorlösungen, die für<br />
Anwendungen in der Materialfluss-<br />
und Bestandsüberwachung<br />
optimiert sind und als One-Stop-<br />
Lösung vom Sensor bis ins führende<br />
System bereitgestellt werden<br />
können. Namhafte Unternehmen<br />
von der Automobilbranche, über<br />
Maschinenbau bis hin zu Lebensmittelindustrie<br />
und Großhandel<br />
setzen bereits TeDaLoS Systeme ein.<br />
BITO CAMPUS GmbH<br />
Seit November 2018 führt die BI-<br />
TO CAMPUS GmbH, Tochter der<br />
Fritz Bittmann Holding GmbH als<br />
Muttergesellschaft der BITO-Lagertechnik<br />
Bittmann GmbH, eine Kooperation<br />
mit TeDaLoS. Das im Juni<br />
2017 eröffnete Gründerzentrum ist<br />
kreativer Hotspot für mutige, innovative,<br />
gerne auch technikaffine<br />
Gründungswillige, denen es eine<br />
Plattform und Raum für ihre Ideen<br />
und Initiativen bietet. Mittlerweile<br />
ist der BITO CAMPUS an acht<br />
Startups beteiligt.<br />
Intelligenz am Behälter<br />
Gemeinsam mit dem Jungunternehmen<br />
TeDaLoS aus Österreich<br />
26 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
hat BITO-Lagertechnik nun erstmalig<br />
ein voll integriertes smartes<br />
Behältersystem entwickelt, das<br />
weit über die Funktionalitäten von<br />
Auto-ID hinausgeht und die Intelligenz<br />
am Behälter bereitstellt. „Das<br />
Internet der Dinge, also Sensorik<br />
und Geräte, die über Internet angebunden<br />
sind und oft auch miteinander<br />
kommunizieren, ist aus<br />
den Kinderschuhen entwachsen.<br />
Der Markt für Lösungen, die darauf<br />
aufbauen, verzeichnet ein jährliches<br />
Wachstum von 20-30%“, erklärt<br />
Thomas Tritremmel, Geschäftsführer<br />
von TeDaLoS. Richard Haxel,<br />
Geschäftsführer des BITO Campus,<br />
ergänzt: „Der Markt für Bestandsüberwachung<br />
mittels Internet of<br />
Things wird bis zum Jahr 2<strong>02</strong>5 rund<br />
300 Milliarden USDollar schwer<br />
sein. Das zeigen die aktuellen<br />
Trends und Analysen von Marktforschungsunternehmen.“<br />
Die beiden<br />
Unternehmen präsentierten auf<br />
der LogiMAT 20<strong>19</strong> ein Kombinationsprodukt,<br />
das für Unternehmen<br />
als autonome One-Stop-Lösung<br />
zahlreiche Anwendungen aus dem<br />
Material- und Bestandsmanagement<br />
wie Mengen-, Zustands- und<br />
Ortsüberwachung stückgenau und<br />
mobil ermöglicht. Damit ist es<br />
möglich, die Lagertechnik<br />
mit Sensorik<br />
und Intelligenz auszustatten<br />
und auch<br />
nachzurüsten, ohne<br />
lange Vorlaufzeiten,<br />
Bindung an interne<br />
Ressourcen oder fixierte<br />
Handling-Prozesse<br />
in Kauf nehmen<br />
zu müssen.<br />
Anwender: keine<br />
Logistikexperten<br />
Thomas Tritremmel<br />
betont die Besonderheit:<br />
„Anwender<br />
sind Menschen, die<br />
Ware bewegen und<br />
verarbeiten, ohne<br />
Logistikexperten zu<br />
sein, wie Arbeiter,<br />
Staplerfahrer, Fräch-<br />
ter, Krankenpfleger, Bauarbeiter<br />
oder Büroassistent. Daher liegt der<br />
Fokus auf der unsichtbaren Integration<br />
und autonomen Funktion von<br />
Sensorik, Mikroelektronik, Datenkommunikation,<br />
Behältertechnik,<br />
Cloud Software und Schnittstellen<br />
ans führende System für die Steuerung<br />
businesskritischer Aktionen.“<br />
Richard Haxel freut sich: „Das Ergebnis<br />
der Kooperation wird ein<br />
universell einsetzbares Produkt<br />
sein, das für unsere Kunden aus<br />
einer Vielzahl von Branchen und<br />
Geographien multiple Use Cases ermöglicht.<br />
Die detaillierten Echtzeit-<br />
Daten über stückgenaue Menge,<br />
Zustand und Ort der Ware ermöglichen<br />
den „digitalen Zwilling“ auch<br />
im Materialfluss.“<br />
Safety first!<br />
Auch in Stuttgart war das neue<br />
„PDS Access-Kit“ von BITO-Lagertechnik<br />
zu sehen. Mitarbeitersicherheit<br />
geht vor und muss besonders<br />
im Lager- und Logistikbereich<br />
immer an erster Stelle stehen. Für<br />
sicheren Regalzugang in Paletten-<br />
Durchlaufregal-Systemen (PDS) hat<br />
die BITO-Lagertechnik Bittmann<br />
GmbH in enger Zusammenarbeit<br />
mit der Deutschen Gesetzlichen<br />
Unfallversicherung (DGUV), Fachbereich<br />
Handel und Warenlogistik,<br />
daher ein spezielles Sicherheits-Set<br />
entwickelt. Das „PDS Access-Kit“<br />
ermöglicht den Mitarbeitern in<br />
Störungsfällen und bei Reparatur-,<br />
Wartungs- und Reinigungsarbeiten<br />
im Regal bzw. an den Rollenbahnen<br />
einen gesicherten Einstieg und gesichertes<br />
Arbeiten.<br />
Mitarbeiter im Regal<br />
Die Umverpackungsfolie einer<br />
Palette löst sich versehentlich und<br />
bleibt in den Rollenbahnen eines<br />
Paletten-Durchlaufregal-Systems<br />
hängen, die Palettendurchfuhr ist<br />
blockiert – nichts geht mehr weiter.<br />
Oder: Eine Rolle innerhalb der Rollenbahn<br />
ist beschädigt und muss<br />
ausgetauscht werden – das Paletten-Durchlaufregal<br />
ist verschmutzt<br />
und Reinigungsarbeiten im Durch-<br />
TeDaLoS Cloud<br />
laufkanal stehen an – die regelmäßigen<br />
Wartungsarbeiten, z.B. an<br />
den Brems- und Tragrollen, sind<br />
durchzuführen. Alles Szenarien, die<br />
bei der Anwendung im Paletten-<br />
Durchlaufregal-System vorkommen<br />
und bei denen Mitarbeiter in<br />
das Regal und in die Kanäle steigen<br />
müssen, um die notwendigen Arbeiten<br />
vor Ort durchzuführen.<br />
Risikolos<br />
Doch wie klettert man möglichst<br />
risikolos und sicher auf ein<br />
Paletten-Durchlaufregal bzw. in<br />
die Durchlaufkanäle? BITO-Lagertechnik<br />
hat dazu in enger Zusammenarbeit<br />
mit der Deutschen<br />
Gesetzlichen Unfallversicherung<br />
(DGUV), Fachbereich Handel und<br />
Warenlogistik, das PDS Access-Kit<br />
entwickelt – ein Sicherheits-Set, mit<br />
dessen Hilfe Mitarbeiter gesichert<br />
auf bzw. in das Regal einsteigen<br />
und ebenso gesichert innerhalb der<br />
Durchlaufkanäle bzw. an den Rollenbahnen<br />
arbeiten können.<br />
Kletterausrüstung<br />
Das PDS Access-Kit erinnert an<br />
eine Kletterausrüstung und besteht<br />
im „Starter-Kit“ aus fünf, exklusiv<br />
von BITO-Lagertechnik entwickelten<br />
easyHOOK Anschlagshaken,<br />
dazu fünf Twistlockkarabinern,<br />
einem Höhensicherungsgerät,<br />
einem Auffanggurt, zwei Blockiervorrichtungen<br />
(light und robust),<br />
einer Klemmvorrichtung FlowStop<br />
und aus Brettern, die die sichere<br />
Begehbarkeit der Rollenbahnen ermöglichen.<br />
Mehr unter: www.tedalos.net<br />
oder unter www.bito.com<br />
Der easyHOOK Anschlaghaken kann an alle Stützen des PDS-Regals befestigt werden - der<br />
Karabiner wird darin eingehängt (kleines Bild) - nachdem die Rollen mit Brettern begehbar<br />
gemacht wurden - kann problemlos im Regal gearbeitet werden. Fotos: BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH
LOGIMAT<br />
60 Jahre Gesamtanlagen-Kompetenz<br />
Mehr als 60 Jahre Know-how und weltweite Expertisen bilden die Basis für<br />
die Gesamtanlagen-Kompetenz der Trapo AG. Moderne Produktion fordert<br />
Lösungen zur Humanisierung der Arbeitsplätze, um Fehlerquellen zu isolieren<br />
und Automatisierungskonzepte zu perfektionieren. Die Lösungen sorgen für<br />
hohe Qualität und Wiederholgenauigkeit und heben nachhaltig die Effizienz,<br />
sparen so Kosten und optimieren Aufgabenstellungen in der Produktion und<br />
Intralogistik.<br />
Ob in der Lebensmittelindustrie<br />
– wo die Anlagen<br />
natürlich die hohen gesetzlichen<br />
Vorgaben im Bereich<br />
Sauberkeit und Hygienedesign (in<br />
Edelstahl) erfüllen oder mit überzeugender<br />
Reinraumkompetenz<br />
im Pharma- und Medizinbereich<br />
– Trapo AG hat die Lösungen. Digitalisierung<br />
und Automatisierung<br />
prägen die Abläufe in Produktion<br />
und Logistik. „Trapo-Anlagen<br />
beantworten in Konstruktion und<br />
Ausführung präzise die hohen Anforderungen<br />
des optimierten innerbetrieblichen<br />
Materialflusses<br />
für Inhouse-Transport und Warehouse-Management.<br />
Vollautomatisch<br />
So agieren Sortier- und Verteilsysteme<br />
vollautomatisch beim Einund<br />
Auslagern sowie Kommissionieren,<br />
unter anderem in Produktions-<br />
und Distributionszentren.“<br />
erklärt der österreichische Partner<br />
Ing. Felix Sulger der auch auf<br />
zahlreiche Sonderlösungen zum<br />
Beispiel in der Automobil- und<br />
Räderindustrie hinweist.<br />
LogiMAT<br />
Auf der Messe in Stuttgart konnten<br />
sich Besucher über die möglichkeiten<br />
bei Neuanlagen oder bei<br />
der Optimierung von Bestandslinien<br />
informieren. Frei nach dem<br />
Motto: „Als Technologieführer<br />
bieten wir Gesamtlinien-Konzepte.<br />
Der modulare Aufbau ermöglicht<br />
branchenübergreifend individuelle<br />
Konfigurationen für Neuanlagen<br />
und Optimierungen von bestehenden<br />
Anlagen in der Produktion und<br />
Intralogistik.“<br />
Mehr unter:<br />
www.trapo.de<br />
oder unter www.sulger.at<br />
Beispiel eines Gesamtanlagen-Konzeptes:<br />
1 Picken<br />
Hochgeschwindigkeitsprozesse: Produkte werden aufgepickt und in<br />
einem kundenseitig vorgegebenen Packmuster sauber positioniert.<br />
2 Verpacken<br />
Produkte werden in Kartons oder andere Verpackungsträger gesetzt,<br />
verschlossen und für die weitere Produktidentifikation gekennzeichnet.<br />
3 Palettieren<br />
Flexible Palettiersysteme für das jeweilige Produkt und die Anforderung:<br />
Hochleistungs-Lagen-Palettierer, Portal-Systeme oder Knickarmroboter<br />
mit individuellem Greifersystem.<br />
4 Ladung sichern<br />
Sicher zum Ziel: Transportsicherungssysteme wie Wickel- und Haubenstretcher<br />
sorgen für optimale Sicherung und Schutz der Ladung.<br />
5 TRAPO Transport Shuttle (TTS)<br />
Der TTS fährt die angeforderten Positionen an und reagiert flexibel auf<br />
die Produktionsanforderungen. Er übernimmt einzelne Ladungen oder<br />
Ladungen auf Ladungsträgern, beispielsweise Paletten. Er fährt starre<br />
Fördertechnik an und kann autonom durch die Halle navigieren.<br />
6 Vertikalförderer<br />
Der TRAPO Vertikalförderer transportiert den TTS auf verschiedene<br />
räumliche Ebenen.<br />
7 TRAPO Warehouse Lift (TWL)<br />
Der TWL nimmt den TWS auf, um auf verschiedenen Ebenen Produkte<br />
oder Ladungsträger ein- und auszulagern.<br />
8 TRAPO Warehouse Shuttle (TWS)<br />
Der TWS lagert am Hochregallager Einzelware und Paletten ein und aus.<br />
9 Sortier- und Verteilsysteme<br />
Sortier- und Verteilsysteme agieren vollautomatisch beim Ein- und<br />
Auslagern sowie Kommissionieren, unter anderem in Produktionsund<br />
Distributionszentren<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
27
WIRTSCHAFT<br />
Mehr Sicherheit und Effizienz<br />
Die Brauerei Schützengarten AG in St. Gallen erneuerte 2016 sämtliche Anlagen<br />
im Bereich Trockenteil inklusive Verpackungsanlage. Bei den Heissleim-<br />
Systemen von Robatech entschied sich Schützengarten 2017 für eine Nachrüstung<br />
auf das automatische Befüllsystem RobaFeed 3 mit Granulatbehälter<br />
GlueFill. Damit wurde nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht, sondern<br />
auch die Produktion effizienter sowie das Stillstandrisiko vermindert.<br />
2016 erneuerte die Brauerei<br />
Schützengarten AG im Bereich<br />
der Flaschenabfüllung<br />
den gesamten Trockenteil, um Harassen<br />
und Kartonagen auf der gleichen<br />
Anlage befüllen zu können.<br />
Mit der Planung und Realisierung<br />
des Gesamtprojekts war die Firma<br />
KHS in Dortmund, Deutschland,<br />
als Generalunternehmen beauftragt.<br />
Die in der neuen Anlage<br />
enthaltene Verpackungsanlage des<br />
Herstellers Gerhard Schubert aus<br />
Crailsheim, Deutschland, sollte<br />
mit einem Klebstoffauftragssystem<br />
von Robatech ausgerüstet werden.<br />
Schützengarten war über diesen<br />
Vorschlag erfreut, denn als langjähriger<br />
Kunde von Robatech hatte das<br />
Unternehmen in der Vergangenheit<br />
bereits gute Erfahrungen mit den<br />
Systemen und vor allem mit dem<br />
unkomplizierten und schnellen Service<br />
von Robatech gemacht.<br />
Manuelle Granulatbefüllung<br />
Das Klebstoffauftragssystem in<br />
der neuen Verpackungsanlage bestand<br />
bei Inbetriebnahme der neuen<br />
Produktionsanlage aus zwei<br />
Schmelzgeräten vom Typ Concept<br />
Diamond zur manuellen Befüllung<br />
mit Klebstoffgranulat sowie zehn<br />
Zweifachspritzköpfen vom Typ SX<br />
Diamond mit zugehörigen Heizschläuchen.<br />
Im ersten Abschnitt<br />
der Verpackungsanlage werden die<br />
aufgerichteten Kartonagen an Bodenfalz<br />
und an den Seiten verklebt.<br />
Danach werden die Flaschen in die<br />
Kartons eingesetzt. Im letzten Abschnitt<br />
erfolgt die Verklebung des<br />
Deckelfalzes. Damit sind die Kartons<br />
versandfertig verschlossen.<br />
27 000 Flaschen<br />
Schützengarten fährt mit der Verpackungsanlage<br />
einen Durchsatz<br />
von rund 27000 Flaschen pro Stunde.<br />
Bei manueller Befüllung bedeutet<br />
dies, dass das Bedienpersonal<br />
die Tanks der beiden Schmelzgeräte<br />
im Zwanzig-Minuten-Takt mit<br />
Granulat nachfüllen muss. Zwar<br />
sind die Tanks mit Füllstandsensoren<br />
ausgerüstet und warnen vor<br />
einem Leerlauf, doch müssen die<br />
Mitarbeiter laufend kontrollieren<br />
und für das Nachfüllen bereit sein.<br />
Gefahr<br />
Der Tank eines Schmelzgeräts<br />
kann eine Temperatur von bis zu<br />
200 °C erreichen. Beim manuellen<br />
Befüllen und einer so hohen<br />
Nachfüllfrequenz wie bei Schützengarten<br />
besteht das Risiko, dass<br />
sich Mitarbeiter Verbrennungen<br />
zuziehen könnten. Zudem strömt<br />
während des ständigen Öffnens<br />
Kaltluft in den Tank und kühlt die<br />
Innentemperatur ab. Doch nur eine<br />
konstante Schmelzleimtemperatur<br />
garantiert auch eine optimale Verklebungsqualität.<br />
Photos: Robatech<br />
Jürg Baumann, Robatech, mit<br />
Holger Gärtner, Brauerei Schützengarten<br />
Einfache Nachrüstung,<br />
unschlagbare Vorteile<br />
Als Jürg Baumann, Gebietsverkaufsleiter<br />
Schweiz bei Robatech,<br />
Ende 2016 Schützengarten besuchte,<br />
um sich ein Bild von den<br />
eingebauten Heissleim-Systemen<br />
zu machen, war ihm sofort bewusst,<br />
dass Sicherheit und Qualität im Bereich<br />
Klebstoffauftrag wie auch die<br />
Effizienz der Gesamtanlage deutlich<br />
verbessert werden könnten. Er<br />
schlug deshalb vor, die bestehenden<br />
Systeme mit dem Granulatförderer<br />
RobaFeed 3 und dem dazugehörigen<br />
Granulatbehälter, in diesem<br />
Fall der grössten Variante GlueFill<br />
L, auf ein automatisches Befüllsystem<br />
nachzurüsten. „Bedenkt man,<br />
wie einfach die Nachrüstung und<br />
Aufgerichtete Kartonage nach der ersten Verklebung<br />
wie hoch der sofort nutzbare Mehrwert<br />
ist, sollte das System überall<br />
eingesetzt werden“, sagt Jürg Baumann.<br />
Reibungslose Produktion<br />
und mehr Sicherheit<br />
Anders als bei der manuellen Befüllung<br />
wird bei der automatischen<br />
Befüllung das Granulat nicht direkt<br />
in den heissen Tank des Schmelzgeräts<br />
gefüllt, sondern in den Granulatbehälter<br />
GlueFill, der unbeheizt<br />
ist und separat steht. Vom GlueFill<br />
wird das Granulat in den Tank des<br />
Schmelzgeräts gefördert, sobald<br />
der Füllstand im Tank niedrig ist.<br />
Mit diesem System werden gleich<br />
mehrere Vorteile auf einen Schlag<br />
erreicht: „Für unsere Mitarbeiter ist<br />
dies eine tolle Sache und erleichtert<br />
die Arbeit ungemein. Die Sicherheit<br />
wird spürbar erhöht und der<br />
Mitarbeiter an der Linie hat mehr<br />
Zeit für die Kartonagen. Der Granulatbehälter<br />
muss trotz unserer<br />
hohen Abfüllleistung nur noch alle<br />
zwei Stunden nachgefüllt werden“,<br />
sagt Holger Gärtner, Leiter Abfüllung<br />
bei Schützengarten.<br />
Nachrüstung<br />
Schützengarten liess sich überzeugen<br />
und rüstete Ende 2017 nach.<br />
Holger Gärtner ist begeistert: „Das<br />
automatische Befüllsystem für<br />
Klebstoffgranulat ist bei uns vom<br />
ersten Tag auf Volllast mitgelaufen.<br />
Es rechnete sich für uns sofort, da<br />
wir an der Verpackungslinie einen<br />
Produktionsstillstand praktisch ausschliessen<br />
können.“<br />
Lösung von Robatech<br />
Zufriedenheit<br />
Und auch Gebietsverkaufsleiter<br />
Jürg Baumann von Robatech ist<br />
zufrieden, denn für ihn zählt, dass<br />
Schützengarten mit einer optimierten<br />
Lösung sicher, reibungslos<br />
und effizienter produzieren kann.<br />
Mehr auch unter: www.robatech.at<br />
28 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
LOGIMAT<br />
LogiMAT - über 60.000 Besucher<br />
Die LogiMAT 20<strong>19</strong> schloß ihre Tore mit einem beeindruckenden Abschlussergebnis:<br />
Bei allen messerelevanten Kennzahlen verzeichnet die 17. Internationale<br />
Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement erneut<br />
deutliche Zuwächse – in den aussagekräftigen Bereichen Besucherzahl und<br />
Internationalisierung sogar im zweistelligen Prozentbereich.<br />
Mit der erstmaligen Einbindung<br />
der Halle 2 sowie<br />
der Galeriefläche in<br />
Halle 1 belegte die LogiMAT 20<strong>19</strong><br />
die komplette Ausstellungsfläche<br />
auf dem Stuttgarter Messegelände.<br />
Damit wurde die Ausstellungsfläche<br />
noch einmal um zusätzliche 7.500<br />
Quadratmeter auf insgesamt mehr<br />
als 120.000 Quadratmeter (+2,6 %)<br />
erweitert. Bei den Besucherzahlen<br />
vermeldet der Messeveranstalter mit<br />
den Zahlen der LogiMAT 20<strong>19</strong> bereits<br />
zum dritten Mal in Folge eine<br />
Steigerungsrate von jeweils deutlich<br />
über zehn Prozent gegenüber dem<br />
Vorjahresergebnis. An den drei Messetagen<br />
zog es 61.740 Fachbesucher<br />
(+11,5 %) auf die LogiMAT.<br />
Erwartungen übertroffen<br />
„Dieser enorme Zuspruch des<br />
Fachpublikums hat unsere kühnsten<br />
Erwartungen weit übertroffen“,<br />
konstatiert Messeleiter Michael<br />
Ruchty. „Die LogiMAT 20<strong>19</strong> war<br />
ein Besuchermagnet. Mit der deutlichen<br />
Überschreitung der 60.000-er<br />
Marke haben sich die Besucherzahlen<br />
bei gleichbleibend hoher Qua-<br />
lität und Fachkompetenz innerhalb<br />
von fünf Jahren nahezu verdoppelt.<br />
Das unterstreicht den Stellenwert<br />
der Messe als wichtige Informationsplattform<br />
für das Fachpublikum.<br />
Die Aussteller wiederum profitieren<br />
von dem hohen Besucheraufkommen,<br />
steigern ihre Marktpräsenz und<br />
fördern ihren Absatz.“ Insgesamt<br />
profitiert die LogiMAT von den Herausforderungen<br />
durch die digitale<br />
Transformation und den außerordentlichen<br />
Lösungen, die die Aussteller<br />
dafür anbieten. „Das aktuelle<br />
Abschlussergebnis der 17. Internationalen<br />
Fachmesse für Intralogistik-<br />
Lösungen und Prozessmanagement<br />
bestätigt das zeitgemäße Messekonzept<br />
mit dem Gleichklang von Präsentationsplattform,<br />
Arbeitsmesse<br />
und Informationen über zukunftsfähige<br />
Intralogistik aus erster Hand“,<br />
resümiert Messeleiter Ruchty. „Als<br />
zentrale, weltweit bedeutendste<br />
Messe der Branche für den europäischen<br />
Markt bilden die auf der LogiMAT<br />
präsentierten Exponate und<br />
Innovationen alle aktuellen Trends<br />
für die Ausgestaltung zukunftsfähiger<br />
Intralogistik ab.“<br />
2<strong>02</strong>0<br />
Die 18. LogiMAT in Stuttgart findet<br />
vom 10. bis 12. März 2<strong>02</strong>0 statt.<br />
Mehr unter:<br />
www.logimat-messe.de<br />
ABB zeigt auch auf der SMART AUTOMATION AUSTRIA seine interessanten Lösungen - Halle: DC Stand: 227<br />
—<br />
Die Fabrik der Zukunft.<br />
Flexibel und effizient.<br />
Bei der Kollaboration geht es nicht nur um Sicherheit oder um „Cobots“, sondern auch darum,<br />
dass Menschen und Roboter eng, flexibel und produktiv zusammenarbeiten. Zusammenarbeit<br />
bedeutet auch, dass ihre Roboter Teil des Produktions-Ökosystems sind und nicht separate<br />
Inseln der Automatisierung. Let’s write the future. Together. abb.at/robotics<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
29
LEBENSMITTELVERPACKUNG<br />
Qualitätssicherung bei Geflügelwurst<br />
Der belgische Geflügelverarbeiter Volys Star hat in die Qualitätssicherung investiert.<br />
Mit dem Einsatz eines neuen Röntgenprüfsystems erreicht der Hersteller<br />
gleich zwei wichtige Verbesserungen. Zum einen verfügt das Unternehmen über<br />
eine zuverlässige und vielseitige Fremdkörperdetektion. Darüber hinaus wurde<br />
der Produktverlust minimiert, weil nun Verpackungen mit beschädigten Siegelnähten<br />
vor Einsatz des HPP-Verfahrens ausgeschleust werden können.<br />
Autor: Herbert Hahnenkamp, Geschäftsführer der Ishida GmbH<br />
Volys Star produziert diverse<br />
Feinkostartikel aus Putenund<br />
Hähnchenfleisch. Die<br />
geschnittenen Wurstwaren werden<br />
verpackt in MAP- oder Skinpack-<br />
Schalen mit Füllgewichten zwischen<br />
80 g und 185 g. Zur Fremdkörperkontrolle<br />
nutzt Volys Star<br />
seit kurzem ein Röntgenprüfsystem<br />
IX-GA von Ishida und hat damit die<br />
Qualitätssicherung auf ein neues<br />
Niveau gehoben. Mit einer Durchlaufgeschwindigkeit<br />
von 48 Verpackungen<br />
pro Minute lassen sich<br />
sogar sehr kleine Verunreinigungen<br />
aus Metall, Glas, Kunststoff oder<br />
Knochen entdecken. Zur Fremdkörperkontrolle<br />
misst das System die<br />
Dichte der Produkte. Das Röntgenlicht<br />
durchdringt die Wurstscheiben,<br />
wird von Fotodioden aufgenommen<br />
und anschließend entsteht ein Graustufenbild.<br />
Sind Einschlüsse vorhanden<br />
mit einer größeren Dichte<br />
als das Produkt selbst, erscheinen<br />
diese auf dem Bild als dunkle Flecken.<br />
Patentiert<br />
Die patentierte Technik des Ishida<br />
Röntgenprüfsystems IX-GA basiert<br />
Alle Fotos: © Ishida<br />
Filip Bonné, Betriebsleiter bei Volys Star, vor<br />
dem neuen Röntgenprüfsystem.<br />
auf einer Software mit einem lernenden<br />
genetischen Algorithmus.<br />
Durch die Bilddatenanalyse über<br />
mehrere Generationen hinweg erreicht<br />
das Gerät eine sehr hohe<br />
Genauigkeit. Da in der Lebensmittelherstellung<br />
zumeist wiederkehrende<br />
Kontaminationen auftreten,<br />
lässt sich mit jedem Prüfvorgang<br />
ein präziseres Protokoll für den<br />
Abgleich erstellen. Für die Kalibrierung<br />
genügt es, ein Prüfobjekt<br />
zwei bis drei Mal zu durchleuchten.<br />
Das Röntgenprüfsystem ist einfach<br />
zu bedienen und hat ein schnelles<br />
Setup. Produktumstellungen können<br />
per Knopfdruck über den Abruf<br />
von Voreinstellungen erledigt<br />
werden. Dank der Datenprotokollierung<br />
gelingt Volys Star jederzeit<br />
oben: Alles in Ordnung: Das<br />
Röntgenbild einer nicht beanstandeten<br />
Wurstverpackung.<br />
unten: Achtung Qualitätsmangel! Das<br />
Röntgenbild zeigt eine deformierte<br />
Wurstscheibe in der Verpackung.<br />
der rückwirkende Nachweis über<br />
einwandfreie Produktions- und Verpackungsvorgänge.<br />
HPP-Konservierung verlangt<br />
einwandfreie Siegelnähte<br />
Volys Star exportiert auch in ferne<br />
Länder und dazu müssen die Wurstwaren<br />
über weite Strecken transportiert<br />
werden. Zur langfristigen Konservierung<br />
hat der Hersteller das<br />
Rittal Kühlung für Hygienicbereich<br />
www.rittal.at/hd-lw-wt<br />
30 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
LEBENSMITTELVERPACKUNG<br />
High Pressure Pasteurization-Verfahren<br />
(HPP) eingeführt. Die versiegelten<br />
Schalen werden im Wasserbad<br />
einem hohen isostatischen<br />
Druck ausgesetzt, der Keime inaktiviert<br />
ohne dabei Vitamine, Mineralien,<br />
Geschmack und sensorische<br />
Eigenschaften zu beeinträchtigen.<br />
So lässt sich ohne Einsatz von Konservierungsstoffen<br />
eine Haltbarkeit<br />
von drei Monaten erreichen. Allerdings<br />
erfordert die HPP-Technologie<br />
absolut intakte Siegelnähte,<br />
damit die Verpackungen während<br />
des Konservierungsprozesses nicht<br />
aufplatzen. Das neue Röntgenprüfsystem<br />
IX-GA verschafft Volys Star<br />
auch hier Sicherheit. Die Maschine<br />
erkennt nämlich Schalen mit Produktbestandteilen<br />
in die Siegelnaht<br />
und schleust diese Verpackungen<br />
vor der Behandlung mit dem HPP-<br />
Verfahren aus. Für Schalen mit<br />
defekten Siegelnähten steht ein<br />
separater Ausschuss-Behälter zur<br />
Verfügung.<br />
Röntgenprüfsystem IX-GA<br />
Das Röntgenprüfsystem IX-GA<br />
hat sich bei Volys Star bewährt und<br />
ist 20 Stunden täglich im Betrieb.<br />
Wegen der Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit<br />
bei der Fremdkörperdetektion<br />
gilt die Ishida-Maschine<br />
als wertvolle Ergänzung der Qualitätskontrolle.<br />
Die Ausschleusung<br />
von Verpackungen mit defekter<br />
Siegelnaht vor dem HPP-Prozess<br />
ist für die Fleischverarbeiter ebenfalls<br />
sehr wichtig, weil so der Produktverlust<br />
minimiert wird. „Das<br />
Röntgenprüfsystem kombiniert für<br />
uns zwei sehr wichtige Funktionen<br />
der Qualitätskontrolle“, sagt Filip<br />
Bonné, Betriebsleiter bei Volys Star.<br />
Darüber hinaus werden auch Verpackungen<br />
mit deformierten Produkten<br />
aussortiert. „Mit der neuen<br />
Technologie sind wir bestens vorbereitet<br />
für die immer strengeren<br />
Qualitätsanforderungen des Handels<br />
und die Investition hat sich daher<br />
gelohnt“, resümiert Bonné.<br />
Volys Star<br />
Volys Star ist ein auf Geflügelverarbeitung<br />
spezialisierter Hersteller<br />
mit Sitz in Lendele, Belgien. Seit<br />
der Gründung als Schlachthof im<br />
Jahr <strong>19</strong>46 wuchs das Unternehmen,<br />
das heute Teil der Versele Laga<br />
Group ist, zu einem europäischen<br />
Marktführer mit mehr als 100 Millionen<br />
Euro Umsatz heran. Mehr<br />
als 430 Mitarbeiter fertigen jährlich<br />
17.000 t veredelte Geflügelprodukte<br />
aus Pute und Hähnchen.<br />
Die Fleischwaren werden unter<br />
verschiedenen Eigenmarken sowie<br />
unter Handelsmarken international<br />
vertrieben. (www.volysstar.be)<br />
IFFA<br />
Mehr über die Lösungen von<br />
Ishida sehen Sie auch während der<br />
IFFA - Halle 11.0 - C 11<br />
oder vorab unter<br />
www.ishida.de<br />
Das Röntgenprüfsystem IX-GA findet zuverlässig Fremdkörper<br />
und Verpackungen mit defekter Siegelnaht.<br />
Keine Fremdkörper und intakte Siegelnähte:<br />
Produktverpackung von Volys Star.<br />
Hygienic Design –<br />
mit Sicherheit mehr Sauberkeit<br />
„Rittal – Das System.“ heißt: durchdachte Systemlösungen für hygienegerechte Produktion in der Nahrungsund<br />
Genuss mittelindustrie. Gerade in offenen Prozessen, wo Beständigkeit der Dichtung gegen Reinigungs- und<br />
Desinfektionsmittel sehr wichtig ist, sind optimierte Schaltschränke an den Fertigungsanlagen ein Muss.<br />
◾<br />
◾<br />
◾<br />
◾<br />
Deutliche Einsparung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln<br />
Höhere Produktivität durch geringere Reinigungszeiten<br />
Ganzheitliche Systemlösung von Gehäuse und Klimatisierung bis Schutzart IP 66 und IP 69K<br />
Mehr Sicherheit durch DGUV Test<br />
www.rittal.at/hd<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
31
WELLPAPPE<br />
PackRight – Workshop<br />
I N T E R V I E W<br />
Vor rund zwei Jahren eröffnete die DS Smith Packaging Austria GmbH ihr Pack<br />
Right Centre in Margarethen am Moos. <strong>KOMPACK</strong> sprach mit Mag. Dieter<br />
Glawischnig und seiner Kollegin vom Innendienst – Bianka Dobnik, darüber<br />
wie das PackRight Centre von den Kunden mittlerweile angenommen wird und<br />
über aktuelle Entwicklungen am Markt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie sind Sie mit<br />
der derzeitigen Marktentwicklung<br />
prinzipiell zufrieden?<br />
Mag. Glawischnig: Danke – durch<br />
die schwierige Zeit mit den vielen<br />
Papierpreiserhöhungen sind wir<br />
ganz gut durchgekommen und<br />
sowohl wir als auch unsere<br />
Unternehmensgruppe ist zufrieden<br />
mit der aktuellen Marktentwicklung<br />
und unseren Zuwächsen. Den Weg,<br />
den unsere Vorgängerfirmen eingeschlagen<br />
haben wie Welpa,<br />
SCA Packaging oder Duropack<br />
können wir als DS Smith erfolgreich<br />
konsolidieren und dynamisieren.<br />
Dies beweist auch<br />
unser stetig wachsender Markanteil.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Trägt das vor<br />
rund zwei Jahren eröffnete<br />
PackRight Centre mittlerweile<br />
auch zu Ihrem Erfolg bei?<br />
Mag. Glawischnig: Definitv – zwar<br />
benötigte es zum Start schon etwas<br />
Überredungskunst die Kunden<br />
vor Ort einzuladen. Mittlerweile<br />
hat sich aber herumgesprochen,<br />
dass bei den intensiven<br />
Gesprächen bei uns im Haus in<br />
ruhiger Umgebung, die Kunden<br />
mit den Designern zu kreativen<br />
Ideen kommen. Danach setzen wir<br />
uns gerne nach einiger Zeit nochmals<br />
mit den Kunden zusammen<br />
um das endgültige Design und die<br />
ideale Umsetzung der Verpackung<br />
oder des Displays festzulegen.<br />
Unser Ziel ist es dabei immer –<br />
dem Kunden zu helfen – ihm<br />
Kosten zu sparen – Risiko<br />
Bianka Dobnik und<br />
Mag. Glawischnig<br />
vor dem<br />
österreichischen<br />
Siegerprojekt<br />
beim heurigen<br />
Schulwettbewerb<br />
zu minimieren und den<br />
Profit des Kunden zu erhöhen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Klingt nach einer<br />
gelungenen Umsetzung ...<br />
Mag. Glawischnig: Ja und nicht<br />
nur unsere Kunden geben uns<br />
recht – auch im PackRight Centre<br />
entstanden sind einige Lösungen,<br />
für die wir und unsere Kunden<br />
Auszeichnungen bekommen haben.<br />
Sowohl beim Wellpappe Austria<br />
Award als auch bei den World<br />
Star Awards konnten wir punkten.<br />
Irgendwie passt das eben gut<br />
zu unserem Firmenmotto „Der<br />
Zweck unserer Tätigkeit ist es,<br />
Verpackungen in einer sich verändernden<br />
Welt neu zu definieren“<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Mit der sich verändernden<br />
Welt sprechen Sie auch die<br />
Entwicklung im Onlinehandel an?<br />
Mag. Glawischnig: Ja auch – gerade<br />
hier sind noch viele suboptimale<br />
Verpackungen unterwegs.<br />
Auch in diesem Bereich kann ich<br />
den PackRight Workshop empfehlen<br />
– hier sehen Sie in allen<br />
Bereichen schlechte und mittlere<br />
Verpackungen als Beispiel – aber<br />
auch maßgeschneiderte Lösungen.<br />
An dieser Stelle darf ich erwähnen,<br />
dass auch unser Werk in Kalsdorf<br />
nach den gleichen Prinzipien<br />
handelt. Auch wenn es hier kein<br />
PackRight Centre zum Angreifen<br />
gibt – der Großteil unserer Auszeichnungen<br />
basiert sogar auf den<br />
Ideen der Kalsdorfer Kollegen. Der<br />
Erfolg in Kalsdorf in den letzten<br />
Jahren beweist, dass unser eingeschlagene<br />
Weg der richtige Weg ist.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sehen<br />
Sie noch weitere<br />
wichtige Erfolgsfaktoren?<br />
National und international ausgezeichnete Lösungen von DS Smith<br />
Mag. Glawischnig: Auf der einen<br />
Seite helfen uns in der Branche<br />
als Recyclingweltmeister natürlich<br />
die Diskussionen rund um die<br />
Nachhaltigkeit und das Thema<br />
Kunststoff. Aber auch innerbetrieblich<br />
setzen wir alles daran<br />
um noch erfolgreicher zu sein<br />
– aber da kann ihnen vielleicht<br />
meine Kollegin mehr erzählen.<br />
Bianka Dobnik: Ja unser oberstes<br />
Ziel ist es, den Kunden zufriedenzustellen.<br />
Wir sehen unsere<br />
Kunden eben als Teil der DS Smith<br />
Familie. Stolz macht uns natürlich,<br />
dass wir des Öfteren hören wie<br />
schnell und flexibel wir reagieren<br />
– Teil unseres Erfolgsrezeptes<br />
ist sicher unsere Reaktionszeit.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Ich habe gehört – damit<br />
das Image der Wellpappverpackungen<br />
weiter wächst arbeiten<br />
Sie auch mit Schulen zusammen?<br />
Bianka Dobnik: Ja, wir ermuntern<br />
Kinder in den Volksschulen dazu<br />
sich mit dem Thema Verpackung<br />
auseinanderzusetzen und uns auf<br />
künstlerische Art und Weise Projekte<br />
zu übermitteln. Unter den<br />
Einsendern werden dann auch<br />
noch die Sieger gekürt – sowohl<br />
national als auch international.<br />
Wir finden es toll wie sich diese<br />
jungen Menschen schon mit dieser<br />
Materie auseinandersetzen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Kleiner Blick in<br />
die Zukunft – gibt es für heuer<br />
noch besondere Pläne?<br />
Mag. Glawischnig: Ja – einen<br />
kann ich gerne schon jetzt erzählen<br />
– Ende des Jahres werden<br />
wir eine neue Mastercut Masterline<br />
von Bobst installieren!<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Danke fürs Gespräch!<br />
32 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
WELLPAPPE<br />
Natürlich mit Wellpappe<br />
Über zwei Drittel aller in Österreich hergestellten Waren gehen in Wellpappe<br />
verpackt auf die Reise. Das macht Wellpappe zur Transportverpackung<br />
Nr.1. „Wellpappe ist leicht und trotzdem stabil, vielseitig und 100 Prozent<br />
biologisch abbaubar“, sagt Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe Austria.<br />
In vielen Bereichen können faserbasierte Verpackungen sogar eine „echte<br />
Alternative zu anderen Packstoffen sein und die Umweltbilanz erheblich verbessern,“<br />
so Hölbl.<br />
Über zwei Drittel aller in Österreich<br />
hergestellten Waren gehen in<br />
Wellpappe verpackt auf die Reise.<br />
Das macht Wellpappe zur Transportverpackung<br />
Nr.1. „Wellpappe ist<br />
leicht und trotzdem stabil, vielseitig<br />
und 100 Prozent biologisch abbaubar“,<br />
sagt Max Hölbl, Sprecher des<br />
Forum Wellpappe Austria. In vielen<br />
Bereichen können faserbasierte<br />
Verpackungen sogar eine „echte<br />
Alternative zu anderen Packstoffen<br />
sein und die Umweltbilanz erheblich<br />
verbessern,“ so Hölbl. Vor dem<br />
Hintergrund der Diskussion über<br />
Recycling und den Verbrauch fossiler<br />
Rohstoffe bietet Wellpappe<br />
handfeste Umweltvorteile. Auch die<br />
von Politik und Öffentlichkeit geforderte<br />
Kreislaufwirtschaft ist bei<br />
Verpackungen aus Wellpappe bereits<br />
Realität. „Ein typischer Versandkarton<br />
eines Onlinehändlers besteht aus<br />
Wellpappe und wird nach dem<br />
Auspacken wieder als wertvoller<br />
Rohstoff für die Herstellung neuer<br />
Wellpappe verwendet,“ so Hölbl.<br />
Nachwachsender Rohstoff<br />
Wellpappe ist ein reines Naturprodukt.<br />
Für die Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren<br />
wird kein Baum<br />
gefällt, sondern Bruch- und Durchforstungsholz<br />
eingesetzt, das bei der<br />
Pflege nachhaltig bewirtschafteter,<br />
FSC-zertifizierter Wälder anfällt.<br />
Dank des funktionierenden Sammelund<br />
Recyclingsystems in Österreich<br />
werden gebrauchte Verpackungen<br />
vollständig erfasst und der stofflichen<br />
Wiederverwertung zugeführt.<br />
„Die Recyclingrate von gebrauchter<br />
Wellpappe liegt bei 98,8 Prozent –<br />
davon können andere Packstoffe nur<br />
träumen“, so Hölbl. Die Papierfasern<br />
können bis zu 25 Mal wieder zu<br />
Wellpappe verarbeitet werden.<br />
Wellpappe: Ready to Shelf<br />
Verpackungen aus Wellpappe<br />
schützen Lebensmittel und andere<br />
Waren vor Beschädigung und<br />
Schmutz, halten Obst und Gemüse<br />
bis zu drei Tage länger frisch, und<br />
gewährleisten einen effizienten Produktschutz.<br />
Handelsunternehmen<br />
profitieren von Verpackungen aus<br />
Wellpappe, die ein einfaches und<br />
schnelles Handling im Supermarktregal<br />
ermöglichen. „Wellpappe kann<br />
heute optimal auf die Präsentation<br />
abgestimmt werden: Als Shelf-<br />
Ready-Packaging leistet Wellpappe<br />
einen wichtigen Beitrag für das<br />
Markenimage eines Produkts und<br />
spart dabei gleichzeitig Kosten und<br />
Zeit“, so Dieter Glawischnig vom<br />
Forum Wellpappe Austria. „Mit nur<br />
wenigen Handgriffen wird aus einer<br />
Transportbox eine attraktive Regalverpackung<br />
aus Wellpappe!“.<br />
Wellpappe Austria Award 20<strong>19</strong><br />
Wie kreativ und konstruktiv Wellpappe<br />
heute eingesetzt wird, zeigen<br />
Jahr für Jahr die Einreichungen zum<br />
Wellpappe Austria Award. (Mehr unter:<br />
www.wellpappe.at/award)<br />
Erfolgsfaktor E-Commerce<br />
Der Handel im Internet boomt.<br />
Treiber dieser Erfolgsstory sind<br />
neben digitaler Technologie und<br />
effizienter Logistik vor allem Verpackungen<br />
aus Wellpappe. „95 Prozent<br />
der Online-Shopper und 98 Prozent<br />
der Online-Händler wollen eine Verpackung,<br />
die schützt und sich gut recyceln<br />
lässt“, sagt Max Hölbl.<br />
Auch Bienen reisen in Wellpappe<br />
Das Startup Hektar Nektar ist ein<br />
Marktplatz für Bienen, über den<br />
Imker Bienenvölker und Zubehör<br />
handeln können. Hektar Nektar hat<br />
dazu eine eigene Versandbox aus<br />
Wellpappe entwickelt, mit der die<br />
Bienen schonend auch über längere<br />
Strecken lebend verschickt werden<br />
können: Die Bienen bekommen ausreichend<br />
Luft, die Logistiker werden<br />
nicht gestochen, die Verpackung<br />
aus Wellpappe ist einfach zu nutzen,<br />
und den Bienen wird nicht zu heiß.<br />
„Die Bienen-Versandbox Papernuc<br />
spiegelt den ökologischen Gedanken<br />
von Hektar Nektar wieder und<br />
entspricht den Anforderungen der<br />
Imkerei: sie ist leicht, falt- und transportierbar,<br />
wiederverwendbar und<br />
zu 100 Prozent recyclebar. Mit der<br />
Papernuc tragen wir zur Steigerung<br />
der Bienenpopulation bei,“ so Hektar<br />
Nektar Gründer Mark Poreda.<br />
Insgesamt 400 Bienenvölker haben<br />
bereits ihre Besitzer gewechselt.<br />
Henkel setzt auf Wellpappe<br />
Henkel betreibt in Wien eines der<br />
europaweit größten Waschmittelwerke<br />
im Konzernverbund. Seit<br />
2005 ist hier die Produktion von<br />
Marken wie Persil, Silan, Fewa &<br />
Co. auf über 240.000 Tonnen gestiegen.<br />
Parallel dazu hat sich auch die<br />
Verwendung von Wellpappe auf 24<br />
Millionen Stück verdoppelt. „Wellpappe<br />
sowohl in Mehrweg- als auch<br />
in Einwegform kommt bei uns für<br />
die Anlieferung unserer Produktionsmittel<br />
zum Einsatz. Wir setzen<br />
sie außerdem als Shelf Ready-Verpackung<br />
für die Platzierung im Regal<br />
und für Promotion-Displays ein“,<br />
so Georg Grassl, General Manager<br />
Laundry & Home Care Österreich<br />
bei Henkel. Im Rahmen der Verpackungsstrategie<br />
will Henkel bis<br />
2<strong>02</strong>5 alle seine Verpackungen recycelbar,<br />
wiederverwendbar oder kompostierbar<br />
machen. Unter anderem<br />
sollen bis dahin 100 Prozent des<br />
eingesetzten Papiers und Kartons<br />
aus recyceltem Material oder aus<br />
nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.<br />
Nachfrage nach Wellpappe steigt<br />
Die Mitglieder des Forum Wellpappe<br />
Austria haben 2018 über 1<br />
Milliarde Quadratmeter Wellpappe<br />
abgesetzt (1.<strong>02</strong>7,7 Mio m2). Das<br />
sind 25,1 Millionen Quadratmeter<br />
mehr als 2017 und entspricht einem<br />
Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber<br />
2017. „Maßgeblich für diese<br />
Entwicklung sind mehrere Faktoren“,<br />
so Max Hölbl. „Zum einen<br />
das solide Wachstum bei unseren<br />
Kunden aus der verpackenden Industrie<br />
sowie eine anhaltende Konsumlaune,<br />
getrieben durch den Onlinehandel.“<br />
Knapp 40 Prozent der<br />
Gesamtproduktion von Wellpappe<br />
geht in den Export (407,8 Mio m2).<br />
Der Kostendruck bleibt<br />
Als nach wie vor herausfordernd<br />
erweist sich die Kostensituation:<br />
2017 und zu Beginn 2018 hatten<br />
die Preisaufschläge auf Wellpappe-<br />
Rohpapiere von bis zu 25 (!) Prozent<br />
einen enormen Kostendruck<br />
verursacht. „Auch wenn sich die<br />
Preise wieder leicht entspannt haben,<br />
konnten noch nicht alle Erhöhungen<br />
ausgeglichen werden“, sagt Hölbl.<br />
Der Jahresumsatz der österreichischen<br />
Wellpappe-Industrie stieg<br />
2018 auf insgesamt 564,0 Millionen<br />
Euro, das entspricht einem Plus<br />
von 8,5 Prozent. „Der Anteil für E-<br />
Commerce an der Produktion liegt<br />
bei rund zehn Prozent“, so Hölbl.<br />
„Kostengünstige und leistungsfähige<br />
Verpackungen aus Wellpappe<br />
werden immer mehr gebraucht, daher<br />
benötigen wir qualifizierte Mitarbeiter<br />
– vom Lehrling bis zum<br />
Profi mit Berufserfahrung“, berichtet<br />
Dieter Glawischnig vom Forum<br />
Wellpappe Austria und weiters: „Die<br />
österreichische Wellpappe-Industrie<br />
beschäftigt knapp 2.000 Mitarbeiter.<br />
Derzeit werden 71 Jugendliche<br />
in verschiedenen Lehrberufen ausgebildet.<br />
Auch ein branchenorientiertes<br />
FH-Studium ist möglich.“<br />
Mehr unter: www.wellpappe.at<br />
Max Hölbl, Dieter Glawischnig,<br />
Mark Popeda und Georg Grassl<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
33
INTERNATIONAL<br />
Die Marke RAJA<br />
Pünktlich zum Märzbeginn erschien der neue Hauptkatalog der Rajapack<br />
GmbH. Auf 664 Seiten bietet die österreichische Tochter der RAJA-Gruppe,<br />
Europas Marktführer im Bereich des B2B-Versandhandels für Verpackungslösungen,<br />
insgesamt 8.800 Artikel an – darunter 800 neue Produkte. Insbesondere<br />
in den Bereichen Lagerung, Handling sowie Betriebsausstattung haben<br />
die Verpackungsexperten ihr Sortiment stark ausgebaut. Erstmals erschien<br />
zudem die Unternehmensmarke RAJA auf dem Cover.<br />
Wie gewohnt halten die<br />
RAJAPACK Kunden<br />
den neuen Hauptkatalog<br />
bereits in der Hand. Einige<br />
dürften sich allerdings gewundert<br />
haben – steht nunmehr RAJA in<br />
Großbuchstaben auf dem Katalogcover<br />
und nicht wie gewohnt RA-<br />
JAPACK. Mit dieser Entscheidung<br />
möchte das Unternehmen seine<br />
europäische Marke in den Vordergrund<br />
rücken. Die Marke RAJA<br />
gibt es schon viele Jahre, doch war<br />
sie nie so präsent. Dabei hat RAJA<br />
einiges zu bieten. Allen voran steht<br />
RAJA als Name der europäischen<br />
Unternehmensgruppe, gleich gefolgt<br />
von der Produktmarke. Viele<br />
RAJA Produkte stehen im Katalog<br />
als Synonym für Qualität zum besten<br />
Preis-Leistungsverhältnis. Die<br />
Marke ist damit auch ein Qualitätsund<br />
Serviceversprechen. „Das Vertrauen<br />
unserer Kunden hat für uns<br />
oberste Priorität. Darum geben wir<br />
das Versprechen, auch in Zeiten<br />
einer sich wandelnden Wirtschaft,<br />
stetig unseren Service und unserer<br />
Qualität weiterzuentwickeln. Wir<br />
sind erst zufrieden, wenn es unsere<br />
Kunden sind.“ so Gerhard Lawicka,<br />
Country Manager bei Rajapack Österreich.<br />
Nicht ohne Grund werden<br />
76% der Produkte aus dem Katalog<br />
in Europa hergestellt.<br />
RAJA auch online stark<br />
RAJA steht also für Service, für<br />
Produktauswahl und -qualität, für<br />
die Stärke einer europäischen<br />
Gruppe, aber eben auch für Individualität,<br />
Zuverlässigkeit, schnelle<br />
Lieferung und schnelle digitale Vernetzung.<br />
Alle 8.800 Produkte kann<br />
der Kunde natürlich auch rund um<br />
die Uhr im Webshop bestellen oder<br />
über eine an seine Bedürfnisse angepasste<br />
E-Procurement Lösung.<br />
Immer mit dem Blick auf die Kundenbedürfnisse<br />
wird der Webshop<br />
kontinuierlich optimiert. Anfang<br />
des Jahres ging der neue Packband-<br />
Konfigurator mit 3D-Visualisierung<br />
an den Start, erst diesen Monat kamen<br />
neue Features zum hierarchischen<br />
Management der Benutzerkonten<br />
hinzu. Die kontinuierliche<br />
Verbesserung ist nur eine der vielen<br />
Facetten der Marke RAJA.<br />
RAJA Produktvielfalt<br />
Ob on- oder offline, ob Kartons<br />
oder Versandtaschen, Beutel, Folien<br />
oder Paletten<br />
– im neuen<br />
Hauptkatalog<br />
präsentieren<br />
sich unter der<br />
Marke RA-<br />
JA zahlreiche<br />
neue Produkte.<br />
Das Unternehmen<br />
hat dabei<br />
auch immer<br />
umweltfreundliche<br />
Alternativen<br />
im Blick.<br />
Stark ausgebaut<br />
haben<br />
die B2B-Versandhändler<br />
mit deutschem<br />
Hauptsitz in<br />
Ettlingen ihr<br />
Sortiment in<br />
den Bereichen<br />
Lagerung,<br />
Handling und<br />
Betriebsausstattung.<br />
Von<br />
Stapelbehältern<br />
und Mehrwegboxen<br />
über<br />
Hubwägen<br />
und Regale bis<br />
hin zu Bodenmarkierungen,<br />
Absperrbändern,<br />
Rammschutz<br />
und<br />
sicherheitsrelevanten<br />
Hinweisschildern<br />
und Panoramaspiegeln<br />
ergänzen nun<br />
viele Arbeitssicherheit<br />
sowie<br />
Arbeitsergonomie betreffende<br />
Produkte das RAJAPRO Sortiment.<br />
„Wir bieten unseren Kunden nicht<br />
nur optimale Verpackungslösungen<br />
– bei Bedarf unterstützen wir sie<br />
auch dabei, eine leistungsfähige<br />
Verpackungslogistik aufzubauen“,<br />
so Harald Schönfeld, General Director<br />
von Rajapack. „Das fängt<br />
bei den richtigen Materialien sowie<br />
einer klaren, gut nutzbaren Infrastruktur<br />
für reibungslose, effiziente<br />
Abwicklungsprozesse an und<br />
schließt auch das Thema Arbeitssicherheit<br />
für die einzelnen Mitarbeiter<br />
ein. In unserem neuen Katalog<br />
und online im neu gestalteten<br />
Rajapro-Shop finden sich wertvolle<br />
Tipps sowie die jeweils passenden<br />
Produkte dazu.“<br />
„RAJA – Die professionelle<br />
Marke für Ihr gesamtes Unternehmen!“<br />
rückt erstmals die<br />
MARKE der Unternehmensgruppe<br />
in den Vordergrund.<br />
34 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
Stabile Wellpappe ...<br />
mit integriertem Korrosionsschutz<br />
WELLPAPPE<br />
Antalis Verpackungen verbindet in seiner Produktneuheit Masterboard den<br />
sicheren und schnellen Korrosionsschutz eines VCI-Papiers (VCI = Volatile<br />
Corrosion Inhibitor) mit der Stabilität von Wellpappe. Durch eine neuartige<br />
Fertigungstechnik wird das Korrosionsschutzpapier je nach Bedarf ein- oder<br />
beidseitig direkt auf die Wellpappe kaschiert. Die VCI-Wellpappe eignet sich<br />
als Zwischenlage sowie für die Auskleidung von Gitterboxen und die Herstellung<br />
von maßgeschneiderten Kartonagen, Gefachen oder konstruktiven<br />
Wellpapp-Verpackungen.<br />
Mit der neuen recycelbaren<br />
VCI-Wellpappe<br />
Masterboard von Antalis<br />
Verpackungen erzielen Anwender<br />
optimalen Korrosionsschutz, schonen<br />
die Umwelt und sparen gleichzeitig<br />
Arbeitsschritte und Material.<br />
Wo als VCI-Zwischenlage<br />
bisher drei Schichten (VCI-<br />
Papier – Wellpappzuschnitt<br />
– VCI-Papier) zum Einsatz kamen,<br />
wie bei der Verpackung<br />
von Setzware, wird künftig nur<br />
noch eine Lage Korrosionsschutz-Wellpappe<br />
mit beidseitiger<br />
Kaschierung benötigt. Damit<br />
werden zwei Arbeitsschritte<br />
und circa 30 Prozent an Material<br />
eingespart.<br />
Einstoff-Komplettlösung<br />
für jeden Anwendungsfall<br />
Die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten<br />
der VCI-Wellpappe-<br />
Bogen ermöglichen gestanzte Kartonagen,<br />
Gefache und Umkartons<br />
nach Maß. Bei Kartonagen aus<br />
VCI-Wellpappe entfällt der sonst<br />
zusätzlich innerhalb der Kartonbox<br />
verwendete VCI-Kunststoffbeutel.<br />
Denn die VCI-Wirkstoffe, die das<br />
Produkt sicher und nachhaltig vor<br />
Rost schützen, sind bereits in<br />
die Kartonage eingearbeitet.<br />
Ein weiterer Vorteil: Die Reduktion<br />
auf einen Artikel gewährleistet<br />
Prozesssicherheit<br />
im gesamten Verpackungsprozess.<br />
Zudem lässt sich die<br />
VCI-Wellpappe in einer automatisierten<br />
Verpackungslinie<br />
prozesssicher von Robotern<br />
aufgreifen.<br />
Mehrere Wellpapp-Qualitäten<br />
Die VCI-Wellpappe Masterboard<br />
ist in unterschiedlichen Wellpapp-<br />
Qualitäten und Ausführungen erhältlich<br />
und für individuelle Bedürfnisse<br />
anpassbar. „Gemeinsam<br />
mit unseren Kunden entwickeln wir<br />
individuelle Lösungen für alle Anforderungen“,<br />
sagt Dipl.-Ing. Kerstin<br />
Lau, Leitung Prozess- und Anwendungstechnik<br />
Korrosionsschutz<br />
von Antalis Verpackungen GmbH.<br />
„Der effiziente Korrosionsschutz ist<br />
von vielen Faktoren abhängig. Wir<br />
durchleuchten den gesamten Verpackungsprozess,<br />
um die Produkte<br />
unserer Kunden zuverlässig vor<br />
Rost zu schützen.“ Neben Korrosionsschutz<br />
können auch weitere<br />
Anforderungen wie technische<br />
Sauberkeit, Automatisierbarkeit<br />
oder ESD-Schutz im Gesamtverpackungskonzept<br />
berücksichtigt<br />
werden.<br />
Mehr unter:<br />
www.antalis-verpackungen.de<br />
Optimaler Korrosionsschutz: Maßgeschneiderte Kartons aus<br />
Wellpappe kaschiert mit VCI-Papier/ Bild: Antalis Verpackungen GmbH<br />
Ob Figurenaufsteller, Promotion- oder Sonderverpackungen,<br />
die MVG betreut Sie persönlich und individuell auf der Suche<br />
nach kreativen Lösungen bei jeder noch so anspruchsvollen<br />
Aufgabenstellung.<br />
Auch für Kleinstauflagen setzen unsere 30 erfahrenen<br />
MitarbeiterInnen innovative Materialien und modernste<br />
Technologie – wie unsere Digitaldruckanlage und<br />
Hochleistungsplotter – für Sie ein.<br />
Hochwertige Aufsteller und Verpackungen<br />
• Pultaufsteller und Displays<br />
• Palettenummantelungen<br />
• Dispenser<br />
• Verkaufsaufsteller<br />
• Wobbler und Crowner<br />
• Deckenhänger<br />
• Figuren in Lebensgröße<br />
• Tragekoffer<br />
• individuelle<br />
Verpackungen<br />
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. T <strong>02</strong>230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
35
INTERNATIONAL<br />
Russland:<br />
Investitionsbereitschaft ist da<br />
I N T E R V I E W<br />
36<br />
01/<strong>19</strong><br />
Ende Jänner fanden in Moskau wieder die interplastica und die upakovka statt.<br />
<strong>KOMPACK</strong> sprach nach den Veranstaltungen mit Petra Cullmann, Global Portfolio<br />
Director Plastics & Rubber, Messe Düsseldorf GmbH über die Events und<br />
die aktuelle Lage am russischen Markt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Im letzten Jahr gab<br />
es trotz der Sanktionen bei der<br />
interplastica und upakovka positive<br />
Signale zu spüren. Konnte dieser<br />
Aufwärtstrend auf den heurigen<br />
beiden Veranstaltungen für die<br />
Kunststoff-, Kautschuk- und<br />
Verpackungsbranche und die<br />
verwandten Prozessindustrien<br />
bestätigt werden?<br />
Petra Cullmann: Absolut. Das<br />
Interesse der 25.000 Fachbesucher<br />
der interplastica und upakovka<br />
an modernen Maschinen,<br />
Produktionsanlagen und Hightech-Materialien<br />
ist wieder sehr<br />
groß. Vier Jahre nach Einführung<br />
verschiedener Sanktionen und<br />
dem Ölpreissturz hat sich die<br />
russische Wirtschaft an die neuen<br />
Rahmenbedingungen angepasst<br />
und kann wieder wachsen, das<br />
merkte man in diesem Jahr auf<br />
beiden Fachmessen deutlich.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: In welchen Bereichen<br />
gab es seitens der Besucher das<br />
größte Interesse – gibt es auch<br />
Signale für eine Kaufbereitschaft?<br />
Falls ja – gibt es spezielle Bereiche<br />
wo die Investitionsbereitschaft<br />
gewachsen ist?<br />
Petra Cullmann: Im Gegensatz<br />
zu den vergangenen Jahren<br />
kamen die Fachbesucher in<br />
diesem Jahr nicht nur mit einem<br />
sehr hohen Informationsbedarf,<br />
sondern auch mit einer<br />
deutlich gestiegenen<br />
Investitionsbereitschaft. Viele<br />
kamen mit konkreten Kaufabsichten<br />
und fällten direkt vor Ort<br />
ihre Kaufentscheidung. Dies<br />
untermauert den erheblichen<br />
Nachholbedarf, der nach wie<br />
vor in Russland und seinen<br />
Nachbarstaaten besteht.<br />
Insbesondere die Nachfrage<br />
nach Verpackungstechnologien<br />
und Ausrüstung für die<br />
Kunststoffverarbeitung<br />
war sehr hoch.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie war am Ende<br />
der Veranstaltungen die Stimmung<br />
der oft langjährigen Aussteller?<br />
Petra Cullmann: Nachdem einige<br />
unserer langjährigen Aussteller<br />
in den vergangenen Jahren durchaus<br />
noch eine etwas gedrückte<br />
Stimmung unter den Fachbesuchern<br />
wahrgenommen hatten,<br />
berichteten sie uns nun, dass auf<br />
der interplastica 20<strong>19</strong> nichts mehr<br />
davon zu spüren war. Sie waren<br />
hoch zufrieden sowohl über die<br />
deutlich spürbare Aufbruchstimmung<br />
als auch über die<br />
Tatsache, dass sie direkt auf<br />
der Veranstaltung Verträge<br />
abschließen konnten. Manches<br />
Unternehmen, das schon viele<br />
Jahre ausstellt, sprach sogar von<br />
der besten interplastica, die es je<br />
erlebt hätte. Grund hierfür war<br />
auch das hohe Entscheider-Level<br />
des Fachpublikums, das sowohl<br />
aus Moskau und der Umgebung<br />
als auch aus anderen Regionen<br />
Russlands und den Nachbarländern<br />
zur interplastica angereist war.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: In der EU sind die<br />
Themen Nachhaltigkeit, Recycling<br />
und Industrie 4.0 die vorrangigen<br />
Themen bei vielen Veranstaltungen.<br />
Wie stark sind diese Themen auch<br />
in Russland schon angekommen?<br />
Petra Cullmann: Die Themen<br />
Industrie 4.0 und Recycling<br />
stießen auch bei der interplastica<br />
20<strong>19</strong> auf großes Interesse. Neue<br />
Produkte und Services, mit<br />
denen die Daten aus der eigenen<br />
Messegelände<br />
Produktion optimal ausgewertet<br />
werden können, waren sehr gefragt.<br />
In Sachen Recycling gibt es noch<br />
einen sehr unterschiedlichen Entwicklungsstand<br />
im internationalen<br />
Vergleich. So ist in Russland das<br />
Problem der Abfallentsorgung<br />
sehr akut. Während bei uns dieses<br />
Problem durch die Einführung<br />
ganzer Verarbeitungskomplexe<br />
bereits aktiv gelöst wird,<br />
funktionieren in Russland<br />
derzeit erst wenige kleine Anlagen.<br />
Dementsprechend hoch war das<br />
Interesse an geeigneten Lösungen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: In den letzten Jahren<br />
gehörten das Rahmenprogramm<br />
und die Sonderschauen wie 3D<br />
fab+print zu den Publikumsmagneten.<br />
Ist dies gleichgeblieben?<br />
Petra Cullmann: Auch bei ihrer<br />
dritten Ausgabe war die Sonderschau<br />
3D fab + print ein Besuchermagnet.<br />
Im Mittelpunkt standen<br />
die stark wachsenden Bereiche<br />
Additive Fertigung und 3D-<br />
Druck, die von russischen und<br />
internationalen Experten diskutiert<br />
wurden. Ebenso großen<br />
Anklang fand die Polymer<br />
Plaza, auf der Fachvorträge und<br />
Diskussionsrunden zu aktuellen<br />
Themen, wie etwa „Kunststoff<br />
und Kreislaufwirtschaft – Recycling<br />
Trends und steigendes<br />
Umweltbewusstsein“, „Innovative<br />
Trends der modernen Polymer<br />
Petra Cullmann<br />
Industrie“ oder „Biopolymere und<br />
Recycling“ für volle Reihen sorgten.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Im heurigen Jahr<br />
findet auch wieder die K in<br />
Düsseldorf statt. Rechnen Sie<br />
trotz der landeseigenen<br />
Veranstaltungen mit regem<br />
Interesse der russischen<br />
Firmen (und Nachbarländer)<br />
an der Weltleitmesse?<br />
Petra Cullmann: Ja, natürlich. Die<br />
interplastica wird auch im eigenen<br />
Land ganz klar als nationale<br />
Veranstaltung wahrgenommen,<br />
während die K in Düsseldorf<br />
dagegen auch für die russische<br />
Kunststoff und Kautschukbranche<br />
die globale Leitmesse ist und<br />
bleibt. Sie wird ganz klar als die<br />
entscheidende Plattform für<br />
Innovationen, als globales<br />
Trendbarometer und als<br />
unerlässliche internationale<br />
Networking-Plattform gesehen.<br />
Russland wird auf der K 20<strong>19</strong><br />
sowohl mit Individualausstellern<br />
als auch einem russischen<br />
Gemeinschaftsstand vertreten sein.<br />
Zur letzten K konnten wir über<br />
2.200 Fachbesucher aus Russland<br />
begrüßen. Nimmt man angrenzende<br />
Länder, wie etwa Weißrussland und<br />
die Ukraine noch mit hinzu, so waren<br />
es sogar knapp 3.400 Besucher..<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Gibt es schon<br />
den Termin für die nächste<br />
Doppelveranstaltung<br />
interplastica/upakovka?<br />
Petra Cullmann: Ja, die nächste<br />
interplastica in Moskau<br />
wird vom 28. bis 31. Januar 2<strong>02</strong>0<br />
stattfinden, erneut parallel<br />
zur upakovka.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Danke fürs Gespräch!
DUO PLAST startet ...<br />
Folienproduktion mit 9-Schicht-Extruder<br />
FOLIE<br />
9 Schichten mit bis zu 45 verschiedenen Komponenten, einer Foliendicke von<br />
bis zu 8 my und einer Folienbreite bis zu 2.700 mm. Das sind die Fakten, die der<br />
neue Folienextruder des Folienproduzenten Duo Plast möglich macht.<br />
Ende Februar war es endlich<br />
soweit. Die neue Extrusionsanlage<br />
des Folienherstellers<br />
DUO PLAST wurde in dem<br />
Produktionswerk in Sünna (Thüringen)<br />
in Betrieb genommen. Doch<br />
bevor die Extrusionsanlage von<br />
dem Hersteller Macchi anlaufen<br />
konnte, mussten vorab noch einige<br />
Voraussetzungen erfüllt werden.<br />
Neue Halle<br />
Eine der größten Herausforderungen<br />
stellte der Bau der neuen<br />
Halle dar. Dieser konnte jedoch<br />
durch die herausragende Arbeit aller<br />
Beteiligten in Rekordzeit rechtzeitig<br />
zum Jahresende vollendet werden<br />
und so stand dem Aufbau der Anlage<br />
nichts mehr im Wege. Innerhalb<br />
der letzten sechs Wochen wurde die<br />
Extrusionsanlage dann installiert,<br />
so dass diese Ende Februar in Betrieb<br />
genommen werden konnte.<br />
4 Millionen<br />
Eine Investitionssumme in Höhe<br />
von 4 Millionen €, die sich gelohnt<br />
hat, denn nun ist die Herstellung<br />
von Folien mit einer Dicke von bis<br />
zu 8 my mit 9-Lagen und bis zu 45<br />
verschiedenen Komponenten möglich.<br />
Hochleistungsstretchfolien<br />
für Ladeeinheitensicherung sowie<br />
Agrarstretchfolie für Silageballen<br />
und die Produkte aus der neuen Linie<br />
„DUO Earth“ werden nun auf<br />
dem Extruder gefahren. Es ist sogar<br />
möglich, mit zusätzlichen Funktionspolymeren<br />
die mechanischen<br />
Eigenschaften und die Barriereeigenschaften<br />
der Food & Health Produktpalette<br />
in eine neue Dimension<br />
zu entwickeln. „Die neue Anlage<br />
wird unseren Anforderungen in den<br />
Zeiten von Industrie 4.0 absolut gerecht.<br />
Die Anlage 9 ist ein wichtiger<br />
Baustein zur Weiterentwicklung der<br />
hohen Funktions-, Qualitäts- und<br />
Produktionsstandards der DUO<br />
PLAST. Die einfache Bedienung<br />
und die hohen Sicherheitsstandards<br />
bringen obendrein einen großen<br />
Mehrwert für unsere Mitarbeiter.“<br />
erklärt Detlef Kaase, Vorstand der<br />
DUO PLAST AG.<br />
Bilder der neuen Anlage im<br />
Produktionswerk Sünna<br />
Photos: DUO PLAST<br />
DUO PLAST<br />
DUO PLAST ist ein führender,<br />
innovativer Hersteller im Markt<br />
für Verpackungsfolien und Stretchfolien.<br />
Mehrere Patente, Knowhow<br />
in Verpackungsanlagen und<br />
ein neues Technologiezentrum für<br />
die Optimierung individueller Ladungssicherungskonzepte<br />
(KOM-<br />
PACK berichtete) zeichnen DUO<br />
PLAST aus. „Unter dem Leitsatz<br />
‚IHR ERFOLG IN UNSERER FO-<br />
LIE!‘® bieten wir Ihnen innovative<br />
und fortschrittliche Verpackungslösungen<br />
für unterschiedlichste<br />
Einsatzbereiche. Ein hohes Maß an<br />
Innovationskraft zeichnet uns genauso<br />
aus wie die Nähe zu unseren<br />
Kunden. Kurze Entscheidungswege<br />
erlauben uns, schnell auf die Erfordernisse<br />
am Markt reagieren zu<br />
können.“ so Vorstand Erich Steiner.<br />
Mehr unter: www.duoplast.ag<br />
Das Produktportfolio besteht aus fünf Geschäftsfeldern:<br />
• DUO INDUSTRY – Stretchfolie, Dehnfolie und Wickelfolie für die Industrie<br />
• DUO AGRO – Silagestretchfolie für Rund- und Quaderballen<br />
• DUO FOOD & HEALTH – Barrierefolie für Lebensmittelverpackungen<br />
• DUO SYSTEMS – halb- und vollautomatische Verpackungsanlagen<br />
für die Industrie<br />
• DUO LAB – Deutsches Technologiezentrum für Ladungs- und<br />
Transportgutsicherung<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong> 37
SICHERHEIT<br />
Consumer Attraction ...<br />
durch NFC und Mehrfachcodes<br />
38 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Viele Konsumenten wissen nicht, dass Codes auf Verpackungen interaktiv sein<br />
können und auf jede einzelne Verpackung ein anderer - einmaliger – Code,<br />
aufgebracht werden kann, z.B. mittels Etikett. Dieser UID (Unique Identifier)<br />
ermöglicht eine individuelle Kundenkommunikation, Track & Trace und<br />
darauf basierende Datenanalysen. Markenhersteller setzen unterschiedlichste<br />
Methoden ein, um ihre Kunden zum Scannen zu bewegen. Alt bewährte<br />
Gewinnspiele und Bonusprogramme treffen auf neue Technologien wie NFC.<br />
NFC (Near field communication)<br />
wird seit einigen<br />
Jahren schon im bargeldlosen<br />
Zahlungsverkehr eingesetzt.<br />
Viele Endverbraucher nützen bereits<br />
das einfache und schnelle<br />
Handling an der Kasse, bei dem die<br />
Bankomatkarte nur in die Nähe des<br />
Automaten gehalten werden muss.<br />
Smartphone<br />
Auch die meisten neuen Smartphones<br />
verfügen mittlerweile über<br />
eine NFC Funktion. Das Abrufen<br />
von Informationen wird erleichtert,<br />
indem man lediglich das Smartphone<br />
über das Etikett mit dem inkludierten<br />
Chip halten muss. Der in<br />
dem gedruckten Code hinterlegte<br />
Inhalt ist ident auf dem NFC Chip<br />
gespeichert. Der Content, der vom<br />
User abgerufen wird, kann jederzeit,<br />
auch nach Auslieferung der<br />
Produkte, in der Cloud geändert<br />
werden.<br />
Pilotprojekte für<br />
den asiatischen Markt<br />
Derzeit arbeitet Securikett mit<br />
einem der weltgrößten Edelspirituosenhersteller<br />
an einem NFC-Pilotprojekt<br />
für den asiatischen Markt.<br />
Der Markenhersteller setzt bereits<br />
Sicherheitsetiketten von Securikett<br />
ein. Der Erstöffnungsnachweis soll<br />
verhindern, dass Fälscher leere Flaschen<br />
einsammeln, um diese mit<br />
gefälschtem Alkohol wieder zu befüllen<br />
(Refill).<br />
Fälschungssicherheit<br />
und Kundenkommunikation<br />
Jose Tojo, Projektleiter bei Securikett:<br />
„Dem Kunden ist es wichtig,<br />
als innovatives Unternehmen<br />
am Markt aufzutreten und ständig<br />
etwas Neues zu integrieren. Seit<br />
Jahren arbeiten wir eng mit dem<br />
Kunden zusammen, um laufend<br />
die Fälschungssicherheit und die<br />
Kundenkommunikation zu erhöhen.<br />
Mehrfachcodes (verdeckt und<br />
frei sichtbar) erhöhen nicht nur die<br />
Sicherheit, sondern werden auch<br />
durch die PIN-Code Eingabe für<br />
diverse Endkundenaktivitäten wie<br />
Gewinnspiele, Bonusprogramme<br />
etc. erfolgreich eingesetzt.“<br />
Logistikabläufe vereinfachen<br />
Ein anderes Projekt, ebenfalls<br />
für Edelspirituosen, ist am Laufen,<br />
um Logistikabläufe dank UHF-<br />
RFID zu vereinfachen. Die leeren<br />
Flaschen werden in Bars und Restaurants<br />
gegen ein Pfand wieder<br />
abgeholt, ebenfalls um Refill zu<br />
vermeiden. Dank des einmaligen<br />
Codes auf jeder Flasche, kann der<br />
Markenhersteller überprüfen, ob<br />
es sich um seine eigenen Flaschen<br />
handelt. Nun soll ein UHF-RFID<br />
Chip in das Etikett integriert werden,<br />
damit ein ganzer Karton auf<br />
einmal gescannt werden kann. Mit<br />
wesentlich weniger Aufwand wird<br />
logistisch erfasst, wie viele Flaschen<br />
von welcher Sorte sich im<br />
Karton befinden.<br />
Maschinenpark erweitert<br />
Im Herbst 2018 hat Securikett zwei<br />
neue Anlagen in Betrieb genommen,<br />
um NFC/UHF-RFID Chips im Haus<br />
in die Sicherheitsetiketten integrieren<br />
und mit Daten bespielen zu können.<br />
Die Chipprogrammierung ist<br />
ein komplexer Prozessschritt. Da<br />
sich auf jedem Etikett ein unterschiedlicher,<br />
gedruckter QR-Code<br />
befindet, muss dieser zuerst gelesen<br />
werden, um denselben Code<br />
anschließend im Chip zu speichern<br />
und die Qualität des Chips im selben<br />
Prozess zu prüfen.<br />
„Der integrierte NFC Chip erleichtert<br />
nicht nur die Produktverifikation<br />
und Authentifizierung,<br />
sondern erhöht zusätzlich die<br />
Sicherheit des bereits hoch technischen<br />
Etiketts. Durch den Chip<br />
wird es noch schwerer, die Etiketten<br />
zu fälschen. Diese in kleinen<br />
Mengen nachzuproduzieren ist für<br />
Fälscher viel zu aufwendig und<br />
technisch nicht möglich.“ Jose<br />
Tojo, Projektleiter bei Securikett.<br />
3rd Forum Unique Codes<br />
Am 23. Mai werden die neuen<br />
Anlagen exklusiv zu sehen sein.<br />
Im Rahmen des 3rd Forum Unique<br />
Codes findet neben der Konferenz<br />
2017:233 2018:845<br />
Neue Technologien wie NFC fördern die<br />
Neugierde und den Spielbetrieb der<br />
Konsumenten zu scannen.<br />
Die letztes Jahr verschickten<br />
Weihnachtskarten von<br />
Securikett mit NFC-Etikett<br />
wurden dreieinhalb Mal so oft<br />
gescannt wie im Jahr zuvor,<br />
wo es einen QR Code<br />
am Etikett gab.
SICHERHEIT<br />
auch eine Factory Tour bei Securikett<br />
statt. Die Veranstaltung bietet<br />
die Möglichkeit zu Wissens- und<br />
Erfahrungsaustausch zwischen<br />
internationalen Experten, Anwendern<br />
und Technologieanbietern. Im<br />
Mittelpunkt steht der EINE Code<br />
mit seinen zahlreichen Aufgaben,<br />
bis hin zu NFC/UHF-RIFD, Block<br />
Chain, IT- und Chip-Sicherheit,<br />
consumer attraction und ISO Standards.<br />
(Bei Interesse kontaktieren<br />
Sie Frau Sandra Antonic-Cosic, office@securikett.com)<br />
Mehr unter: www.securikett.com<br />
Mehrfachcodes: zusätzlich zu einem<br />
frei sichtbaren QR Code befindet<br />
sich ein verdeckter PIN-Code in der<br />
unteren Schicht des Etiketts. Dieser<br />
kann nicht freigelegt werden ohne<br />
den VOID Effekt auszulösen, ein<br />
vorher nicht sichtbares Muster das<br />
beim Abziehen des Etiketts erscheint.<br />
Durch Eingabe des vierstelligen PIN-<br />
Codes auf der Antwortseite, wird<br />
überprüft, ob der offene und der<br />
verdeckte Code zusammen<br />
passen. Erhöhte Sicherheit,<br />
die gleichzeitig die Neugierde des<br />
Konsumenten anspricht.<br />
Koffer “nach Maß”, exakt gefertigt<br />
nach Ihrem Bedarf<br />
Der niederösterreichische Verpackungsspezialist<br />
VSL entwickelt und produziert<br />
auf Wunsch Kofferlösungen und mobile<br />
Behältersysteme- für fast jeden Inhalt.<br />
Von der Idee bis zur fertigen Form:<br />
VSL, der Verpackungsspezialist für<br />
Ein- und Mehrwegverpackungssysteme,<br />
fertigt in seinem Werk in Biedermannsdorf<br />
auf Wunsch mobile<br />
Aufbewahrungs- und Transportlösungen.<br />
Ob Einzelstück oder Serienprodukte,<br />
die Biedermannsdorfer Kofferschmiede<br />
verpackt alles - präzise<br />
und mit Perfektion.<br />
Dementsprechend entwickelt und<br />
produziert VSL Verpackungen,<br />
Form-, Fräs- und Stanzteile, Sonderanfertigungen<br />
sowie projektbezogene<br />
Artikel in vielen möglichen<br />
Varianten, in allen erdenklichen Formen,<br />
Farben und Größen.<br />
(Inter-)national gefragt<br />
Mittlerweile ist der Spezialist sowohl<br />
am Heimatmarkt als auch international<br />
ein gefragter Partner, sei<br />
es für Produktpräsentationen oder<br />
für mobile Einsätze.<br />
Die individuellen Verpackungslösungen<br />
á la VSL werden im Werk<br />
Biedermannsdorf in zugekaufte<br />
Koffersysteme integriert. Bei der<br />
Auswahl der Lieferanten legt man<br />
besonderes Augenmerk auf Qualität.<br />
„Koffer ist nicht gleich Koffer:<br />
Diese Erkenntnis haben wir aus<br />
den zahlreichen positiven Rückmeldungen<br />
unserer Kunden gewonnen“,<br />
erklärt Geschäftsführer<br />
Michael Lorenz.<br />
Dank hauseigener Flightcaseproduktion<br />
sowie zusätzlicher Speziallösungen<br />
- ob nun mit Hohlkammerplatten,<br />
Gittermatten, Netzschläuchen<br />
oder Kunststoffbehältern<br />
- erweitert VSL kontinuierlich<br />
den inhaltlichen Aufbau der Palette<br />
und die Präsentationsmöglichkeiten.<br />
Digitaliserung & Innovation<br />
Um seine KundInnen auch in Zukunft<br />
mit den gewünschten Ideallösungen<br />
zu versorgen, investiert<br />
VSL regelmäßig in Technologie<br />
Updates.<br />
Mit einer 3D Wasserstrahlmaschine,<br />
Konturenschneidemaschine<br />
und Fräsmaschine werden die<br />
KundInnen bestens bedient. Durch<br />
Anschaffung einer Recycling Maschine<br />
wird in Zukunft auch ein<br />
besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit<br />
gesetzt.<br />
Formvollendet, maßgeschneidert und sicher<br />
verpackt, transportiert und präsentiert:<br />
Der Verpackungsspezialist VSL lässt in<br />
Sachen Behälter- und Kofferlösungen keine<br />
Kundenwünsche<br />
offen!<br />
VSL Mehrwegverpackungssysteme GmbH<br />
Josef-Madersperger-Straße 5, A-2362 Biedermannsdorf<br />
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E-Mail: office@vsl.at, Internet: www.vsl.at<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
39
Das gesunde Unternehmen<br />
Die relative Luftfeuchtigkeit in Innenbereichen von Büros, Produktions- und<br />
Lagerräumen ist ein wesentliches Erfolgsgeheimnis für ein gesundes Unternehmen<br />
– gesund in wirtschaftlicher Hinsicht sowie auch was die Gesundheit<br />
der Mitarbeiter betrifft. Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60% ist<br />
optimal für Mensch, Material und Maschine. Damit dies auch so ist, beliefert<br />
mittlerweile ein <strong>19</strong>95 in Oberösterreich gegründetes Unternehmen weltweit<br />
seine Kunden.<br />
Das <strong>19</strong>95 gegründete Unternehmen<br />
Merlin Technology<br />
GmbH zählt heute<br />
zu den weltweit führenden Anbietern<br />
von Luftbefeuchtungssystemen.<br />
Das von Johann Reisinger<br />
gegründete Unternehmen bestand<br />
aus einem Telefon, einem Faxgerät,<br />
einem Computer und einer Idee.<br />
„Als Mann, der aus dem Maschinenbau<br />
kam, war mir klar: ich möchte<br />
ein Produkt zum Anfassen schaffen,<br />
das nationale und internationale<br />
Präsenz erlangt, welche über Generationen<br />
besteht und wirtschaftlich<br />
sowie ökologisch Positives<br />
erreicht“, erklärt Firmengründer<br />
Johann Reisinger.<br />
Messtechnik<br />
Das Unternehmen, das zu Beginn<br />
auch im Engineeringbereich tätig<br />
war, stellte mit seiner Messtechnik<br />
(dem zweiten Standbein bis heute<br />
- Handmessgeräte der Marke Merlin®<br />
genießen große internationale<br />
Reputation und werden in mehr als<br />
70 Länder exportiert. Die Produktpalette<br />
umfasst innovative Geräte<br />
für den Endverbraucher sowie Systeme<br />
für den Profi) gerade im Holz<br />
und Möbelbereich oft fest, dass etwaige<br />
Probleme in der Produktion<br />
auf das Klima zurückzuführen waren.<br />
Wenn das richtige Klima in den<br />
Produktionsbetrieben hergestellt<br />
war, waren die Probleme gelöst.<br />
Im Bereich der Lüftungstechnik<br />
brachte Johann Reisinger also seine<br />
Ideen ein und meldete auch mehrere<br />
Patente an. „In unserem Bereich<br />
wollen wir die Besten sein – dafür<br />
waren auch die Anmeldungen der<br />
Patente wichtig – obwohl ich mich<br />
oft gefragt habe, warum meine<br />
einfachen Lösungen nicht schon<br />
vorher jemand als Patent angemeldet<br />
hatte.“ Das Wissen wird mittlerweile<br />
weltweit von Villenbesitzern<br />
in Russland ebenso genutzt wie in<br />
der Großindustrie – quer durch die<br />
Branchen. Dies beweisen Namen<br />
wie Mercedes Benz, Volkswagen,<br />
BMW, Ikea, Mondi oder Firmen wie<br />
40 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Mosburger, Ulikett und Dataform.<br />
Mitarbeiter<br />
Der Firmengründer ist davon<br />
überzeugt, dass zu der Produktion<br />
der hochwertigen Produkte, die<br />
mittlerweile auch von einem Industriedesigner<br />
aus der Autobranche<br />
designt werden, zufriedene<br />
und motivierte Mitarbeiter das Um<br />
und Auf sind. „Von Beginn weg<br />
war mir klar, dass ich nur mit zufriedenen<br />
Mitarbeitern unser Motto<br />
erreichen kann - wir wollen die<br />
Besten am Markt sein.“ erklärt<br />
der Firmengründer, der mit dem<br />
Bau des neuen Bürogebäudes ein<br />
Statement setzte. Nicht nur die Verbundenheit<br />
mit der Heimat sollte<br />
damit bestätigt werden – auch auf<br />
mitarbeiterfreundliche Büros, in<br />
denen auch die Kommunikation<br />
im Vordergrund steht wurde geachtet.<br />
Und das Arbeitsklima in der<br />
Firma stimmt nicht nur wegen der<br />
selbst erzeugten Luftbefeuchtungssysteme<br />
– dies beweist auch, dass<br />
neue Mitarbeiter oft nicht gesucht<br />
werden müssen, sondern durch<br />
„Mitarbeitermarketing“ im Bekanntenkreis<br />
der Belegschaft gefunden<br />
werden. Ebenso funktioniert es oft<br />
im Geschäft – „Empfehlungsmarketing<br />
ist das beste Marketing“,<br />
sagt schmunzelnd Johann Reisinger.<br />
WARUM LUFTBEFEUCHTUNG?<br />
• Staubreduktion um bis zu 80% <br />
• Reduktion der Elektrostatik <br />
• Verdunstungskühlung der Umgebungsluft <br />
• Verbesserung in Produktionsprozessen (Lack, Klebestoff, ...) <br />
• Verringerung der Krankenstände <br />
• Geringer Wartungsaufwand <br />
• Geringe Betriebskosten <br />
Mehr Informationen? - office@merlin-technology.com<br />
Firmengründer Johann<br />
Reisinger im Foyer im<br />
Firmengebäude in Tumeltsham<br />
Superior<br />
Humidification Technologies<br />
Diese Zeile im Firmennamen<br />
zeigt auch, was die Firma sein<br />
will – das Unternehmen will in<br />
seinem Bereich in der Luftbeleuchtungssysteme<br />
und Messtechnik<br />
qualitätsführend sein. Diverse Anerkennungen<br />
beweisen den eingeschlagenen<br />
Weg genauso wie die<br />
Einladung zum IKEA Summit (als<br />
Vortragende) oder diverse Zertifikate.<br />
So auch die ISO 13485:2012<br />
„Medizinpodukte – Qualitätsmanagementsysteme<br />
– Anforderung<br />
für Regulative Zwecke“ – Zertifizierung<br />
– die die Firma als einziges<br />
Unternehmen in seiner Branche hat.<br />
Das Unternehmen will eben eines<br />
bieten: Superior Humidification<br />
Technologies – egal ob es um Hochdrucklösungen<br />
(Zerstäubungstechnologie),<br />
Ultraschallwellenbereich<br />
(Kapillar-Wellen), Rotationslamellen<br />
(natürliche Verdünstung) oder<br />
Druckluft (Zerstäubungstechnologie)<br />
geht.<br />
Smiley<br />
Merlin geht aber auch immer neue<br />
Wege – so werden alle Kunden<br />
aufgefordert, einen Smileyfragebogen<br />
zu beantworten. „Wir versenden<br />
diesen Fragebogen aber nicht<br />
nur – wir schauen auch, dass wir<br />
die Antworten darauf bekommen.<br />
Nur wenn wir wissen, in welchen<br />
Bereich wir nicht alle Smileys erreichen,<br />
können wir daran arbeiten<br />
alle zu erreichen“, sagt Johann Reisinger,<br />
der sogar soweit ging, ein<br />
zufriedenes Smiley zum Firmenemblem<br />
zu machen. Die Merlin Technology<br />
GmbH präsentiert sich seit<br />
diesem Zeitpunkt mit neuem Motto:<br />
Wir setzen der Welt den Smiley auf<br />
und schaffen das beste Klima für<br />
Mensch, Material und Maschine.<br />
Mehr über das gesunde<br />
Unternehmen sehen Sie unter:<br />
www.merlin-technology.com
VERPACKUNGSKARRIERE<br />
FH Campus Wien: International studieren!<br />
Die FH Campus Wien hat im Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />
ihr Lehrangebot noch einmal verbessert! Im Rahmen eines Projektes,<br />
das von der Stadt Wien-MA 23 gefördert wird, wird die internationale<br />
Ausrichtung des berufsbegleitenden Bachelorstudiums Verpackungstechnologie<br />
vorangetrieben.<br />
Der Fachbereich Verpackungs-<br />
und Ressourcenmanagement<br />
hat das<br />
berufsbegleitende Studienangebot<br />
innerhalb kurzer Zeit vom Bachelorstudium<br />
Verpackungstechnologie<br />
um das Bachelorstudium Nachhaltiges<br />
Ressourcenmanagement<br />
und das internationale Masterstudium<br />
Packaging and Sustainability<br />
ausgebaut.<br />
Nachhaltigkeit<br />
Im Zuge der Aufnahmeverfahren<br />
nennen 98% aller Bewerber*innen<br />
der Bachelorstudien Verpackungstechnologie<br />
und Nachhaltiges Ressourcenmanagement<br />
die Aspekte<br />
der Nachhaltigkeit als Hauptkriterium<br />
für ihre Studienwahl. Darauf hat<br />
der Fachbereich Verpackungs- und<br />
Ressourcenmanagement reagiert<br />
und eine eigene Professur im Bereich<br />
der Nachhaltigkeit geschaffen.<br />
Diese Professur wird von der MA<br />
23 als „Stadt Wien Stiftungsprofessur<br />
Nachhaltige- und Zukunftsorientierte<br />
Verpackung“ gefördert.<br />
MA 23 Projekt PAINT<br />
Die Verpackungsbranche ist eine<br />
stark interdisziplinäre, aber<br />
auch internationale Branche. Vor<br />
allem die großen österreichischen<br />
Verpackungshersteller*innen und<br />
-anwender*innen sind meist global<br />
tätige Unternehmen. Dies hat zur<br />
Folge, dass die Nachwuchskräfte<br />
in der Verpackungsindustrie neben<br />
einer fundierten fachlichen Ausbildung<br />
auch überfachliche Kompetenzen<br />
benötigen. Mit dem von der<br />
Stadt Wien, MA 23, geförderten<br />
Projekt „Packaging Technology<br />
goes International (PAINT)“ werden<br />
die Studierenden des berufsbegleitenden<br />
Bachelorstudiums Verpackungstechnologie<br />
auf die steigende<br />
Internationalisierung in ihren<br />
Berufsfeldern, aber auch auf das<br />
anschließende englischsprachige<br />
Masterstudium vorbereitet.<br />
Berufsbegleitend<br />
In berufsbegleitenden Studienprogrammen<br />
ist es den Studierenden<br />
meist nicht möglich, an klassischen<br />
Austauschprogrammen wie Erasmus<br />
teilzunehmen. Daher muss ihnen<br />
die internationale Perspektive<br />
an der Heimat-Hochschule vermittelt<br />
werden. Dies ist das Ziel des<br />
Projektes PAINT. In diesem Projekt<br />
wird die Fremdsprachenkompetenz<br />
der Studierenden durch Ausbau des<br />
Angebotes an englischsprachigen<br />
Lehrveranstaltungen gefördert, es<br />
werden „Internationalisation@<br />
Home“ (I@H) Aktivitäten im Curriculum<br />
implementiert und es wird<br />
das Netzwerk an Partnerhochschulen<br />
ausgebaut. Dadurch wird unter<br />
anderem die Anzahl der internationalen<br />
Studierenden erhöht und<br />
somit die Diversität vor Ort gefördert.<br />
Ein Beispiel für eine I@H-<br />
Aktivität ist die Abhaltung eines<br />
virtual classrooms, in dem Studierende<br />
aus Wien gemeinsam mit<br />
Kolleg*innen aus Stuttgart ein Projekt<br />
zum Thema „Anforderungen<br />
an die Verpackung aus Sicht des<br />
Füllgutes“ durchführen. Die Studierenden<br />
arbeiten dabei in gemischten,<br />
heterogenen Gruppen virtuell<br />
zusammen. Dadurch sollen neben<br />
den fachlichen Kompetenzen auch<br />
die Teamfähigkeit und das Erlernen<br />
von Projektmanagement-Tools gefördert<br />
werden. Außerdem lernen<br />
die Studierenden durch den Austausch<br />
mit Studierenden an Partnerhochschulen<br />
neue Perspektiven in<br />
ihrem Fachbereich kennen.<br />
Auch die Einladung von internationalen<br />
Expert*innen als<br />
Gastlektor*innen ist Bestandteil<br />
des Projektes. So wird beispielsweise<br />
dieses Sommersemester der<br />
Präsident der World Packaging Organisation<br />
einen Gastvortrag an der<br />
FH Campus Wien halten.<br />
200 Studierende<br />
Derzeit hat der Bereich Verpackungs-<br />
und Ressourcenmanagement<br />
ca. 200 Studierende. Diese<br />
Zahl wird mit dem Start des zweiten<br />
Jahrganges im Master noch ein-<br />
mal steigen. Mit über 6.500 Studierenden<br />
ist die FH Campus Wien die<br />
größte Fachhochschule Österreichs.<br />
In den Departments Angewandte<br />
Pflegewissenschaft, Applied Life<br />
Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften,<br />
Soziales,<br />
Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft,<br />
Sicherheit, Politik steht ein<br />
Angebot von mehr als 60 Studienund<br />
Lehrgängen in berufsbegleitender<br />
und Vollzeit-Form zur Auswahl.<br />
Die Bewerbungsfrist für das im<br />
Herbst startende neue Studienjahr<br />
läuft bereits und die Plätze bei den<br />
Aufnahmeprüfungen füllen sich.<br />
Besonders erfreulich ist das rege<br />
Interesse von potentiellen Studierenden,<br />
die bereits aus der Branche<br />
kommen und ihre Kompetenzen<br />
gerne erweitern möchten.<br />
Mehr unter:<br />
www.fh-campuswien.at<br />
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am Stand D12 Halle 4<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong> 41
NACHHALTIG<br />
Der Weg der Kreidetube<br />
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung stehen beim Verpackungsprofi PIRLO<br />
an erster Stelle. 2013 veröffentlichten sie als einer der Vorreiter in Österreich den<br />
ersten Nachhaltigkeitsbericht nach DIN ISO 26000. 2016 folgten Auszeichnungen<br />
wie der Green Packaging Star Award und der World Star Award für die Kreidetube<br />
– ein Tubenkonzept, das sich durch seine Einfachheit auszeichnet und darauf<br />
fokussiert ist, Ressourcen, sprich Primärkunstsoff, einzusparen und im Weiteren<br />
nach der Verwendung der Verpackung zu einem reduzierten Abfallaufkommen<br />
führt.<br />
Die innovative Kreidetube<br />
ist eine Kombination aus<br />
Kreide und PE. Durch diese<br />
Zusammensetzung kann der Bedarf<br />
an erdölbasierten Kunststoffen im<br />
Tubenmantel mehr als halbiert werden.<br />
Calciumcarbonat, bekannt als<br />
Kreide, ist ein natürlicher Rohstoff<br />
aus der Natur, der nahezu unendlich<br />
verfügbar ist. Dieser Füllstoff wird<br />
bereits bei anderen Anwendungen<br />
im Verpackungsbereich eingesetzt.<br />
Durch den hohen Kreideanteil entsteht<br />
eine angenehme, weiche, Soft-<br />
Touch Haptik, die man in dieser<br />
Form von Papier kennt. Durch den<br />
natürlichen Füllstoff Kreide kann<br />
die Tube deutlich dünner als herkömmliche<br />
Tuben ausgeführt werden<br />
und bietet dadurch eine beispiellose<br />
Restentleerbarkeit. Die Tube ist<br />
aluminiumfrei und recyclingfähig.<br />
Damit ist eine Tube auf den Markt,<br />
die den Ansprüchen eines verantwortungsbewussten<br />
Endverbrauchers,<br />
in Hinblick auf die Umwelt<br />
und auf den ressourcenschonenden<br />
Umgang mit Rohstoffen, gerecht<br />
wird.<br />
Keine Eintagsfliege<br />
Dass diese Entwicklung keine Eintagsfliege<br />
war, sondern nachhaltig<br />
daran gearbeitet wird, beweisen die<br />
erhältlichen Produkte am Markt und<br />
die neue, weiterentwickelte Kreidetube<br />
2.0, jetzt mit Barriere.<br />
Ästhetisch,<br />
funktionell und nachhaltig<br />
Die Aussage von Pirlo-Tubes Geschäftsführer<br />
Frank Hofer 2016,<br />
nach der Übernahme des World Star<br />
Awards, hat nach wie vor - und gerade<br />
heute, seine volle Berechtigung:<br />
„Die Kreidetube ist ästhetisch, funktional<br />
und nachhaltig. Durch den<br />
Einsatz von Kreide und eine optimierte<br />
Wandstärke kann der Einsatz<br />
von erdölbasierten Kunststoffen in<br />
diesem Laminat um bis zu 68 % (im<br />
Vergleich zu einer herkömmlichen<br />
extrudierten Tube) reduziert werden.<br />
Auch das Design kommt bei diesen<br />
Neuentwicklungen nicht zu kurz.<br />
Wie bei herkömmlichen Tuben ist<br />
auch bei Verpackungen aus Kreidelaminat<br />
eine 360° Bedruckung des<br />
Tubenkörpers in fotorealistischer<br />
Qualität möglich. Die papierähnliche<br />
„Soft-Touch“-Haptik wertet<br />
das Produkt zudem auf - ohne dass<br />
weiterführende Veredelungsoptionen<br />
in Anspruch genommen werden<br />
müssen. Für den Konsumenten<br />
eröffnet die Kreidetube noch einen<br />
weiteren positiven Aspekt. Durch<br />
das funktionale Material ist eine<br />
beispiellose Restentleerbarkeit der<br />
Tube möglich.“<br />
Nachhaltigkeit<br />
Der jüngste Erfolg mit diesem<br />
Konzept wurde mit einem dynamischen<br />
Start-Up Unternehmen –<br />
Niyok – verzeichnet. Dieser füllt in<br />
die barrierefreie Pirlo Kreidetube<br />
1.0, eine natürliche Zahnpasta aus<br />
Kokosöl - nach dem Motto „keep it<br />
simple“.<br />
Vision<br />
Die Vision des Unternehmens<br />
Niyok bezieht sich auf die Natürlichkeit<br />
der Inhaltsstoffe, die Nachhaltigkeitsaspekte<br />
in der Auswahl<br />
der Verpackung sowie auf die Transparenz<br />
und Nachvollziehbarkeit<br />
in der Argumentation. Niyok hat<br />
in diesem Zusammenhang Partner<br />
gesucht, die sozial und ökologisch<br />
Verantwortung übernehmen und hat<br />
Pirlo Tubes mit ihrem Konzept der<br />
Kreidetube gefunden. Das überzeugendste<br />
Argument für die Kreidetube<br />
in Hinsicht auf den Anspruch<br />
von Niyok ist die bemerkenswerte<br />
Reduktion an Kunstsoff in der Verpackung<br />
Kreidetube 2.0<br />
Bei der Entwicklung der Kreidetube<br />
1.0 wurde bewusst auf die Integrierung<br />
einer Barriereschicht verzichtet.<br />
Diese ressourcensparende<br />
Tube ohne Barriere ist für einige<br />
Füllgüter geeignet, damit jedoch<br />
nahezu alle Füllgüter mit der Pirlo<br />
Kreidetube bedient werden können,<br />
hat Pirlo die Kreidetube weiterentwickelt.<br />
Bei der Kreidetube 2.0 ist<br />
eine zusätzliche O2-Barriere integriert.<br />
Diese wird als Dünnschicht-<br />
Barrierelack aufgebracht und ist<br />
zwischen zwei Folien eingebettet.<br />
Alle Pirlo-Tubenprodukte erfüllen<br />
die hohen Standards der Lebensmittel-<br />
und Kosmetikindustrie – damit<br />
ist die Basis für viele Hersteller geschaffen,<br />
nachhaltige Verpackungen<br />
zu verwenden.<br />
Mehr über die zwei Unternehmen<br />
sehen Sie unter: www.pirlo.com<br />
oder unter: www.niyok.de<br />
-<br />
42 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Pirlo zeigt seine Lösungen auch während der CosmeticBusiness in München - Halle 3 Stand B04
DIE ZUKUNFT<br />
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Fachmesse für die industrielle Automatisierung<br />
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43
MESSE<br />
Trendthema Digitaldruck<br />
Zum 4. Mal fand Mitte März, die spezialisierte Fachmesse für die Wellpappen-<br />
und Faltschachtelindustrie, CCE International 20<strong>19</strong>, auf dem Münchner<br />
Messegelände statt. Insgesamt 2.406 Besucher aus 79 Ländern waren nach<br />
München gekommen, um sich über das umfassende Angebot an Maschinen,<br />
Zubehör und Dienstleistungen entlang der gesamten Produktions- und Verarbeitungskette<br />
von Wellpappe und Faltschachteln zu informieren.<br />
Damit ist die Besucherzahl der<br />
CCE International im Vergleich<br />
zu 2017 um 13 % gestiegen.<br />
Die Live-Demonstrationen der<br />
155 Ausstellerfirmen aus 23 Ländern<br />
waren erneut Anziehungspunkt für ein<br />
äußerst internationales Fachpublikum,<br />
das zu 69 % aus dem Ausland kam. Bestimmendes<br />
Trendthema der Messe war<br />
der Digitaldruck auf Wellpappe und<br />
Faltschachteln.<br />
Hohe Internationalität<br />
Die CCE International 20<strong>19</strong> zeichnete<br />
sich erneut durch ihre hohe Internationalität<br />
aus, sowohl auf der<br />
Aussteller- wie auch auf der Besucherseite.<br />
Größte Besucherländer<br />
waren Deutschland, Italien, Frankreich,<br />
Großbritannien, Polen, Russland,<br />
die Türkei, Spanien, Österreich<br />
und die Tschechische Republik.<br />
Wichtigste Ausstellerländer auf der<br />
Messe waren Italien, Deutschland,<br />
China, die Niederlande und Großbritannien.<br />
Überblick<br />
Die Fachbesucher der CCE International<br />
20<strong>19</strong> konnten sich auf der<br />
spezialisierten Fachmesse für die<br />
Wellpappen- und Faltschachtelindustrie<br />
einen umfassenden Überblick<br />
über neueste Technologietrends,<br />
Fertigungsverfahren, Maschinen<br />
und Dienstleistungen entlang der<br />
gesamten Produktionskette machen.<br />
Zahlreiche Aussteller veranschaulichten<br />
live die Vorzüge ihrer Maschinen<br />
und Systeme, eine Gelegenheit,<br />
die sich den Fachbesuchern<br />
nicht alle Tage bietet. „Die Live-<br />
Demonstrationen sind es, die die<br />
CCE International so besonders machen“,<br />
erklärt Liljana Goszdziewski,<br />
Messedirektorin der CCE International,<br />
im Namen des Veranstalters<br />
Mack Brooks Exhibitions. „Unsere<br />
Besucher schätzen diesen Service<br />
der Aussteller sehr und nutzten auch<br />
in diesem Jahr die Chance, offene<br />
Fragen zu den Maschinen direkt zu<br />
klären und gemeinsam mit den Herstellern<br />
individuelle Produktionslösungen<br />
erarbeiten zu können“, so<br />
Liljana Goszdziewski weiter.<br />
Erste Ergebnisse<br />
der Besucheranalyse<br />
Eine erste Auswertung der Messeanalyse<br />
ergab, dass die Besucher Experten<br />
waren, die sich hauptsächlich<br />
für Ausrüstung für Wellpappenfabriken<br />
und Wellpappenverarbeitungswerke,<br />
Druckverfahren, Kontrollsysteme,<br />
Ausrüstung für Faltschachtelverarbeitung,<br />
Rohmaterialien sowie<br />
Materialhandling und Lagerhaltung<br />
interessierten. Die Mehrheit der Besucher<br />
auf der CCE International<br />
20<strong>19</strong> waren Spezialisten aus Wellpappenfabriken<br />
und -verarbeitungswerken<br />
sowie Faltschachtelverarbeiter,<br />
Wellpappenformathersteller,<br />
Verpackungsdesigner und -entwickler,<br />
Handelsvertreter und Hersteller<br />
formfester Schachteln. Wichtigste<br />
Industriebereiche, denen sich die<br />
Besucher zurechneten, waren die<br />
Wellpappenindustrie, die Verpackungsindustrie,<br />
die Faltschachtelindustrie,<br />
Druck, Lebensmittel und<br />
Getränke, Transport und Logistik,<br />
Elektrogeräte und Elektronik, Möbel,<br />
Arzneimittel und Kosmetik.<br />
Die Zukunft des Digitaldrucks<br />
Ein Höhepunkt der diesjährigen<br />
CCE International war die offene<br />
Seminarreihe, die während der drei<br />
Messetage kostenlos angeboten<br />
und von zahlreichen Besuchern<br />
genutzt wurde. Schwerpunktthema<br />
der Fachseminare war der Digitaldruck.<br />
Experten beleuchteten das<br />
Thema von verschiedenen Seiten<br />
und vermittelten so wertvolle Einblicke<br />
in das Potenzial digitaler<br />
Druckverfahren. Die Referenten<br />
wie auch das Publikum waren sich<br />
einig, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung<br />
des Digitaldrucks<br />
auf der einen Seite und die zunehmende<br />
Nachfrage der Konsumenten<br />
nach individuellen Produkten auf<br />
der anderen Seite, die Etablierung<br />
des digitalen Druckverfahrens in<br />
der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie<br />
weiter vorantreiben<br />
wird. Der Digitaldruck bietet neue<br />
Möglichkeiten und einige Vorzüge<br />
gegenüber anderen Druckverfahren.<br />
Jetzt geht es für die Branche darum,<br />
die Technologie optimal zu nutzen<br />
und sich so neue Geschäftsfelder zu<br />
erschließen.<br />
Nachhaltigkeit<br />
Neben dem Schwerpunktthema<br />
Digitaldruck befassten sich die Referenten<br />
in ihren Fachseminaren mit<br />
den Themen Nachhaltigkeit und Innovative<br />
Verarbeitungstechniken.<br />
„Wir freuen uns darüber, dass die<br />
diesjährige CCE International so<br />
viel mehr Besucher anziehen konnte<br />
und damit als Fachmesse die erste<br />
Adresse der Branche in Europa ist,<br />
um sich über technologische Neuheiten<br />
zu informieren. Neuerungen<br />
im Bereich der Veredelung und Digitaldruckanwendungen<br />
und damit<br />
verbundene Marktchancen sorgen<br />
dafür, dass der Innovationszyklus<br />
in der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie<br />
weiter Fahrt aufnimmt.<br />
Viele Ausstellerunternehmen haben<br />
daher bereits vor Ort ihre Standflächen<br />
für die kommende Veranstaltung<br />
reserviert“, so Liljana Goszdziewski<br />
abschließend. Die nächste<br />
CCE International, findet wieder<br />
zeitgleich mit der ICE vom 9. – 11.<br />
März 2<strong>02</strong>1 auf dem Messegelände<br />
in München statt.<br />
ICE<br />
Bereits zum 11. Mal traf sich heuer<br />
die internationale Converting-<br />
Industrie zur ICE Europe 20<strong>19</strong> auf<br />
dem Münchner Messegelände. Die<br />
Internationale Leitmesse für die<br />
Veredelung und Verarbeitung von<br />
Papier, Film, Folie und Vliesstoffen<br />
verzeichnete in diesem Jahr so hohe<br />
Aussteller- und Besucherzahlen wie<br />
nie zuvor. Auch die Ausstellungsfläche<br />
war größer denn je. Insgesamt<br />
7.150 Besucher aus 75 Ländern waren<br />
in die bayerische Hauptstadt gekommen,<br />
um sich über Neuheiten<br />
im Bereich der Veredelung und<br />
Verarbeitung von Papier, Film und<br />
Folien zu informieren; ein Plus von<br />
4 % an Besuchern im Vergleich zur<br />
Vorveranstaltung. Die Ergebnisse<br />
aus der Besucheranalyse zeigen<br />
dass die Besucher vorwiegend aus<br />
den Bereichen Verpackung, Druck,<br />
Kunststoffe, Maschinenbau, Papier,<br />
Chemie, Automobil, Textil- und<br />
Vliesstoffgewerbe sowie Elektronik<br />
kamen. Sie interessierten sich<br />
hauptsächlich für Beschichtung<br />
und Kaschierung, Schneide- und<br />
Wickeltechnik, Maschinenzubehör<br />
und Materialien, Flexo- und Tiefdruck,<br />
Kontroll-, Mess- und Prüfsysteme,<br />
Konfektionierung, Trocknung<br />
und Härtung, Spezialfolien<br />
und Extrusion.<br />
Mehr auch unter:<br />
www.cce-international.de<br />
oder unter<br />
www.ice-x.de<br />
44 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
DESIGN<br />
0% Plastik-Tragtaschen – 100% Service<br />
Schon seit geraumer Zeit beherrscht die Plastikmülldiskussion die Medien.<br />
Doch dass zunehmende Herausforderungen auch zu neuen Ideen bei Verpackungskonzepten<br />
führen, zeigt die WMF AG aus Geislingen an der Steige<br />
(nähe Stuttgart) recht eindrucksvoll.<br />
Neue Lösungen - für die<br />
Go-Trolley® Gmbh mit<br />
Sitz in Wien ist es eine<br />
Entwicklung, die schon seit längerem<br />
beobachtbar ist. Die Firma<br />
stellt Trolleys aus bedruckter<br />
FSC zertifizierter Wellpappe her<br />
und hält dazu mittlerweile mehrere<br />
Patente: „Es ist in innerstädtischen<br />
Lagen immer schwieriger<br />
Produkte mit höherem Gewicht<br />
zu verkaufen. Gleichzeitig soll der<br />
Handel hier nachhaltig agieren.<br />
Weiterverwendung<br />
Unsere Papp-Trolleys sind deutlich<br />
stabiler als herkömmliche Tragetaschen<br />
und ermöglichen so den<br />
einfachen Abtransport von Waren<br />
aller Art. Hinzu kommen eine sinnvolle<br />
und dauerhafte Weiterverwendung<br />
im Haushaltsumfeld.“ so<br />
Alexandra Pachler, Marketingleiterin<br />
der Go-Trolley® GmbH.<br />
Vorteile<br />
Der Endverbraucher profitiert<br />
vom sofortigen und einfachen<br />
Heimtransport seiner Ware, Händler<br />
und Produzenten haben eine<br />
langanhaltende, individualisierte<br />
Werbung und können zusätzlich<br />
mehr verkaufen. Die Trolleys<br />
eigenen sich für 50 bis 70 Anwendungen<br />
und sind individuell<br />
bedruckbar – von knackigen<br />
Kommunikationsbotschaften bis<br />
hin zu Gebrauchsanweisungen, je<br />
nach Unternehmen. Zudem ist das<br />
rollende Werbeformat „grün“ – es<br />
besteht aus FSC-zertifiziertem Papier,<br />
die Räder sind recycelbar. „Es<br />
ist eine Verpackung, die nicht nur<br />
Schutz bietet, sondern die auch<br />
optisch sehr ansprechend ist“, so<br />
Alexandra Pachler. „Unsere Go-<br />
Trolleys® werden auch gerne auf<br />
Messen als Kommunikations-Tool<br />
verteilt. Auf der Einkaufsstraße<br />
funktioniert das genauso, wenn<br />
nicht noch besser“.<br />
WMF<br />
Das findet auch das WMF-Team<br />
rund um Anja Dobler, International<br />
Product Manager, beim<br />
Hersteller von Premium-Bestecken<br />
und Küchenartikeln: „Der<br />
Go-Trolley ermöglicht unseren<br />
Kunden den einfachen und bequemen<br />
Heimtransport unserer<br />
großen 90 tlg. Promotionsets<br />
und bietet zudem eine aufmerksamkeitsstarke<br />
Kommunikationsfläche<br />
am POS.<br />
Nachhaltigkeitsprojekt<br />
Die Papp-Trolleys passen<br />
außerdem perfekt zu unserem<br />
Nachhaltigkeitsprojekt und<br />
durch die Weiterverwendung<br />
der Trolley-Verpackung rechnen<br />
wir mit sehr guten Werten<br />
bei Awareness und Kundenbindung.“<br />
Im Einsatz hat WMF die<br />
Trolleys an Standorten in Deutschland,<br />
der Schweiz und Österreich.<br />
Der Inhalt wiegt rund sechs Kilo,<br />
der Warenwert beläuft sich auf ca.<br />
200 Euro.<br />
Mehr unter: www.go-trolley.at<br />
oder unter www.wmf-group.com<br />
etiketten flexibles feinkartonagen design etikettiertechnik<br />
www.marzek-group.com +43 2252 90500<br />
01/<strong>19</strong><br />
45
INDUSTRIE<br />
Digitale Industrien: ABB zeigte die Zukunft<br />
Von der Fabrik der Zukunft bis zum Erfolgsrezept für die Elektromobilität<br />
zeigte ABB auf der Hannover Messe wie immer mehr smarte Digitaltechnologien<br />
zusammenwirken und die Art und Weise wie wir Energie erzeugen, produzieren,<br />
arbeiten, uns fortbewegen unser Leben grundlegend verändern.<br />
Auf der diesjährigen Hannover<br />
Messe gab ABB<br />
Einblick in wegweisende<br />
Kooperationen und präsentiert<br />
Technologien, die im Zentrum ihrer<br />
Transformation zum fokussierten<br />
Technologieführer in der digitalen<br />
Industrie stehen. Die neue ABB<br />
wurde vereinfacht und in vier unternehmerisch<br />
geführte Geschäftsbereiche<br />
gegliedert, die innovative<br />
Lösungen in den Bereichen Elektrifizierung,<br />
Industrieautomation, Antriebstechnik<br />
sowie Robotik & Fertigungsautomation<br />
anbieten. Jeder<br />
dieser Geschäftsbereiche ist in seinen<br />
jeweiligen Märkten führend und<br />
fungiert mit maximaler Nähe und<br />
Schnelligkeit als einzige Schnittstelle<br />
zu den Kunden.<br />
Partnerland<br />
Als offizielles Partnerland der Hannover<br />
Messe 20<strong>19</strong> stand Schweden<br />
dieses Jahr im Mittelpunkt der bedeutendsten<br />
Industriemesse der Welt.<br />
Vor dem Hintergrund ihres schwedischen<br />
Erbes war ABB stolz darauf,<br />
ihre weltweit führenden smarten<br />
Industrielösungen nicht nur am eigenen<br />
Messestand sondern auch im<br />
Sweden Co-Lab Pavilion zeigen<br />
zu können, in dem sich Schweden<br />
als Treibhaus für Co-Creation und<br />
Innovation präsentierte. Ihre Innovationskraft<br />
stellte ABB dabei unter<br />
anderem auch mit dem ersten<br />
emissionsfreien Shuttleservice unter<br />
Beweis. Der umweltschonende<br />
Transportdienst wurde gemeinsammit<br />
Volvo betrieben und beförderte<br />
die Besucher sanft und geräuschlos<br />
durch das Messegelände.<br />
Kern der Vierten<br />
Industriellen Revolution<br />
Heute lassen sich Tausende Kunden<br />
rund um den Erdball von ABBs<br />
Know How im Bereich digitaler Industrietechnologien<br />
leiten, um jenes<br />
Mass an Flexibilität, Effizienz und<br />
Leistung zu erreichen, das den Kern<br />
der Vierten Industriellen Revolution<br />
ausmacht. Die wegweisenden Technologien<br />
dafür wurden dieses Jahr<br />
auf der Hannover Messe in Deutschland<br />
unter anderem in der “Fabrik<br />
der Zukunft” demonstriert, mit der<br />
Photo: ABB<br />
ABB eine überzeugende Lösung für<br />
den gerade über die industrielle Welt<br />
hereinbrechenden Trend zur kundenspezifischen<br />
Massenproduktion<br />
liefert.In der Fertigungszelle einer<br />
Fabrik der Zukunft wurden vor den<br />
Augen der Besucher Armbanduhren<br />
in Echtzeit und in Losgrösse 1 angefertigt.<br />
Dieses Mass an Agilität ist<br />
für Unternehmen heute unerlässlich,<br />
um auch massgefertigte Produkte<br />
und Lösungen schnellstmöglich auf<br />
den Markt bringen zu können.ABB<br />
stellt dafür eine ganze Reihe von<br />
flexiblen und effizienten digitalen<br />
Produktionskomponenten zur Verfügung:<br />
So bieten etwa die kollaborativen<br />
Roboter YuMi® unübertroffene<br />
Präzision bei Montagearbeiten<br />
während das flexible Transportsystem<br />
SuperTrak den zeitgerechten<br />
Transport aller Teile von einer Station<br />
zur nächsten koordiniert.<br />
ABB AbilityTM<br />
Als weiteres Highlight hob ABB<br />
ihr übergreifendes Digitalangebot<br />
ABB AbilityTM hervor, mit dem<br />
alle vier Geschäftsbereiche ihre<br />
Kunden mit massgeschneiderten<br />
Lösungen versorgen. Die mehr als<br />
210 auf der Messe präsentierten Lösungen<br />
nutzen das enorme Potential<br />
der Netzwerk-Konnektivität und<br />
Datenanalysen, um Mehrwert für<br />
die Kunden zu schaffen. So lassen<br />
sich etwa Zustand und Leistung von<br />
Robotern mit ABB AbilityTM Connected<br />
Services zentral überwachen<br />
und die Produktivität durch vorausschauende,<br />
proaktive Wartung und<br />
schnellere Reaktions- und Wiederherstellungszeiten<br />
erhöhen. In Zukunft<br />
wird ABB AbilityTM auch<br />
autonome Technologien und Künstliche<br />
Intelligenz nutzen, um industrielle<br />
Systeme bei der Anpassung<br />
und beim Lernen in komplexen, datenintensiven<br />
Umgebungen zu unterstützen.<br />
Gegenwärtig verbraucht<br />
die Industrie 40 Prozent des weltweit<br />
erzeugten Stroms, mehr als drei<br />
Viertel davon werden von Motoren<br />
in Bewegung umgewandelt. Der<br />
Einsatz modernster Antriebstechnik<br />
bietet daher ein enormes Energiesparpotential.<br />
Vor diesem Hintergrund<br />
hat ABB ihre ABB Ability<br />
Smart Sensor-Produktreihe kürzlich<br />
um den neuen ABB Ability Smart<br />
Sensor für fertigmontierte Lager erweitert.<br />
Der neue, in Hannover präsentierte<br />
smarte Sensor wird einfach<br />
am Gehäuse des Lagers befestigt<br />
und ermöglicht so einen jederzeitigen<br />
„Gesundheits-Check“ und eine<br />
vorausschauende Wartung der betriebswichtigen<br />
Komponenten.<br />
Partnerschaft mit<br />
Dassault Systems<br />
Weiters stellte ABB auf der Hannover<br />
Messe die erste gemeinsame Entwicklung<br />
aus der bahnbrechenden<br />
globalen Partnerschaft mit Dassault<br />
Systèmes aus Frankreich vor. Die<br />
Kombination der leistungsstarken<br />
ABB AbilityTM-Suite mit der kollaborativen<br />
3DEXPERIENCE®-<br />
Plattform von Dassault Systèmes<br />
ermöglicht es, ein durchgängig digitales<br />
End-to-End Portfolio anbieten<br />
zu können. Dazu gehört ein fortschrittliches<br />
digitales Zwillingssystem,<br />
mit dem Kunden Betriebsabläufe<br />
und ABB-Lösungen noch vor<br />
der Installation in virtuellen Fabrikmodellen<br />
und Produktlinien testen<br />
können. Mit der im vergangenen<br />
Februar verkündeten Partnerschaft<br />
setzt ABB ihre Kernstrategie der<br />
Zusammenarbeit mit branchenführenden<br />
Unternehmen fort, die im Digitalbereich<br />
bereits zu höchst erfolgreichen<br />
strategischen Allianzen mit<br />
Unternehmen wie IBM, HPE oder<br />
Microsoft geführt hat.Das Potential<br />
der ABB AbilityTM-Lösungen<br />
kommt auch im Transportsektor<br />
zum Tragen, in dem Schnellladelösungen<br />
für elektrische Busse, Züge,<br />
Schiffe und LKWs endlich den<br />
Weg zu einer nachhaltigen Mobilität<br />
ebnen. Die bereits mehr als 10 500<br />
in 73 Ländern verkauften ABB-<br />
Schnellladestationen sind durchgehend<br />
mit ABB AbilityTM- Services<br />
zur Überwachung der Anbindung<br />
ausgestattet und sorgen so für maximale<br />
Betriebszeiten und höchstmögliche<br />
Netzwerkverfügbarkeit. Auf<br />
der Hannover Messe stellte ABB die<br />
Terra High Power Ladestation aus,<br />
die ein Elektroauto in nur vier Minuten<br />
mit genügend Energie für eine<br />
Reichweite von 100 Kilometern<br />
versorgen kann. Zudem zeigte ABB<br />
erstmals eine neue, kompakte 24kW<br />
Gleichstromladestation, die sich ideal<br />
an Bürogebäuden, Geschäften und<br />
öffentlichen Parkplätzen installieren<br />
lässt und über ABB AbilityTM Connected<br />
Services die Integration von<br />
Zahlungsplattformen ermöglicht.<br />
ABB, die seit 70 Jahren auf der Hannover<br />
Messe präsent ist, wurde auch<br />
als eine von drei Nominierten in die<br />
engere Auswahl für den begehrten<br />
Hermes Award aufgenommen.<br />
ABB und Ericsson<br />
ABB und Ericsson haben auf der<br />
Hannover Messe 20<strong>19</strong> ihre langjährige<br />
Geschäftsbeziehung mit der<br />
Unterzeichnung eines Memorandum<br />
of Understanding (MoU) weiter ausgebaut.<br />
Die Partner unterzeichneten<br />
das MoU, in dem sie ihre gemeinsame<br />
Vision für die zukunftsweisende<br />
flexible Produktion mit Automatisierung<br />
und drahtloser Kommunikation<br />
festlegten. Die Zusammenarbeit<br />
startet vor dem Hintergrund<br />
der sich schnell entwickelnden<br />
Industrie 4.0 und beginnenden 5G-<br />
Konnektivität, die Unternehmen<br />
eine Steigerung ihrer Produktivität<br />
durch Automatisierung und Digitalisierung<br />
ermöglichen wird. Das MoU<br />
bekräftigt die Absicht beider Partner,<br />
ihre bereits intensive Forschungszusammenarbeit<br />
fortzusetzen, Verbesserungen<br />
der Fertigungsprozesse<br />
und der Automatisierung zu erkunden<br />
und neue Geschäftsmöglichkeiten<br />
für das industrielle Ökosystem<br />
zu erschliessen.<br />
Mehr unter: www.abb.com<br />
46 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
Marzek Etiketten+Packaging gewinnt ...<br />
5. Weltmeistertitel<br />
„2<br />
In der Disziplin „Etiketten“ kommt der Serienweltmeister aus Traiskirchen in<br />
Niederösterreich. Bereits zum 5. Mal kann Marzek Etiketten+Packaging den<br />
Weltmeistertitel, verliehen von der World Label Association, entgegennehmen.<br />
Diesmal in der Kategorie Offset-/Siebdruck-Hybridproduktion.<br />
0<strong>19</strong> ist ein Jahr zum Feiern“,<br />
freut sich Dr. Johannes Michael<br />
Wareka, 4. Generation<br />
der Gründerfamilie und CEO der<br />
Marzek Gruppe. Denn rechtzeitig<br />
zum 140-Jahres-Jubiläum von<br />
Marzek Etiketten+Packaging wurde<br />
vor kurzem die Etikettenserie<br />
Lady&Sir für Emotion Wine Iby<br />
von der World Label Association<br />
als Weltmeisteretikett in der Kategorie<br />
Offset-/Siebdruck-Hybridproduktion<br />
ausgezeichnet. Das bedeutet<br />
bereits den 5. Weltmeistertitel<br />
für Marzek. „Damit sind wir gleichauf<br />
mit Mikaela Shiffrin“, schmunzelt<br />
Dr. Wareka.<br />
Auch beim Winzer-Ehepaar Eva-<br />
Maria und Anton-Markus Iby aus<br />
Horitschon ist die Freude über die<br />
international höchste Auszeichnung<br />
ihrer Etiketten groß. Das Design<br />
stammt von Mag. Pepo Pekovits.<br />
Produziert wurde die edle Ausführung<br />
von Marzek auf einem satinierten<br />
Sondermaterial mit UV-Offsetdruck<br />
und UV-Reliefsiebdruck.<br />
Jubiläumsjahr: 140 Jahre<br />
Das traditionsreiche Familienunternehmen<br />
wurde 1879<br />
gegründet und feiert heuer seinen<br />
140. Geburtstag. Marzek<br />
Etiketten+Packaging produziert mit<br />
vier Werken in Österreich, Ungarn<br />
sowie der Ukraine für tausende gewerbliche<br />
und industrielle Kunden<br />
in ganz Europa. 2018 erwirtschaftete<br />
die Unternehmensgruppe mit<br />
660 mitarbeitenden Personen einen<br />
Umsatz von € 60 Mio. Für 20<strong>19</strong> ist<br />
eine dynamische Steigerung auf<br />
über € 65 Mio. geplant. Die Familie<br />
hat sich stets groß auf die Fahnen<br />
geschrieben: „Klein genug für<br />
persönliche zwischenmenschliche<br />
INTERNATIONAL<br />
Kontakte und groß genug für Eigenständigkeit<br />
und modernste internationale<br />
Technologien.“<br />
Foto: Weltmeisteretikett<br />
Mehr unter: www.marzek.at<br />
Kombipacker<br />
Mit dem Modell 1400 s hat Sema Systemtechnik<br />
einen noch leistungsfähigeren und flexibleren<br />
Kartonaufrichter mit Top-Loader entwickelt<br />
Die Sema Systemtechnik<br />
GmbH hat jüngst eine nochmals<br />
optimierte Version<br />
ihres kompakten Kartonaufrichters<br />
1400 s auf den Markt gebracht, die<br />
sich durch eine erhöhte Leistung sowie<br />
größere Flexibilität auszeichnet<br />
und vor allem für die Milchwirtschaft<br />
konzipiert ist. Der Kombipacker<br />
mit integriertem Top-Loader<br />
kann jetzt – je nach Packungsgröße<br />
und Packformat – bis zu 18.200 Becher<br />
pro Stunde bzw. maximal 35<br />
Trays oder Steigen pro Minute verarbeiten.<br />
Neben Kartonaufrichtern<br />
umfasst das umfangreiche Herstellungsprogramm<br />
des in Hüllhorst<br />
ansässigen, inhabergeführten mittelständischen<br />
Endverpackungs-<br />
Spezialisten u.a. Setzpacker, Wraparound-Kartonierer,<br />
Manschettierer,<br />
periphere Fördertechnik und Sonderlösungen.<br />
Außer der Molkerei-<br />
Industrie sind Lebensmittelhersteller<br />
und Getränkeproduzenten dominante<br />
Kundengruppen des ostwestfälisch-lippischen<br />
Unternehmens.<br />
Mehr unter:<br />
www.sema-systemtechnik.de<br />
Photo: Sema Systemtechnik<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
47
INNERBETRIEBLICHE LOGISTIK<br />
65 Jahre Fahrerlose Transportsysteme, 35 Jahre FTS von DS AUTOMOTION:<br />
FTS aus Linz: Zukunft mit Herkunft<br />
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) können flexibel auf veränderte Erfordernisse<br />
reagieren und ermöglichen so den Aufbau intelligenter Fabriken. Sie gelten als<br />
Zukunftsmaterie, haben aber eine lange Historie: Das erste FTS fuhr <strong>19</strong>54. Seit<br />
<strong>19</strong>84 ist DS AUTOMOTION ausschließlich auf Entwicklung und Produktion<br />
von FTS spezialisiert. Der österreichische Hersteller hat sich bereits mit Industrie<br />
4.0 beschäftigt, als noch niemand wusste, was das ist. So hat er sich zu einem<br />
weltweit führenden Anbieter in diesem Segment entwickelt. Seine Geschichte<br />
und die Entwicklung Fahrerloser Transportsysteme sind untrennbar verbunden.<br />
Nicht erst seit der vergangenen<br />
LogiMAT ist ein klarer<br />
Trend zu Fahrerlosen<br />
Transportsystemen (FTS) erkennbar.<br />
Sie übernehmen immer mehr innerbetriebliche<br />
Transportaufgaben in<br />
der gewerblichen und industriellen<br />
Produktion, denn sie können flexibel<br />
auf veränderte Erfordernisse<br />
reagieren. Durch Einbeziehung der<br />
Intralogistik in die flexiblen Herstellungsprozesse<br />
ermöglichen sie<br />
den Aufbau intelligenter Fabriken<br />
nach den Grundsätzen von Industrie<br />
4.0. Auch Gesundheitseinrichtungen<br />
setzen beständig auf FTS, um Stationen<br />
mit Essen, Medikamenten und<br />
Bettwäsche sowie Operationssäle<br />
mit sterilen Instrumenten zu versorgen<br />
oder schlichtweg den Müll zu<br />
entsorgen.<br />
FTS gelten als Zukunftsmaterie<br />
Dabei sind sie keineswegs so neu,<br />
wie es manchmal scheint. Das erste<br />
fahrerlose Transportsystem wurde<br />
vor 65 Jahren in Amerika installiert.<br />
Dabei handelte es sich um einen<br />
automatisierten Schlepper für Sammeltransporte,<br />
dessen Elektronik für<br />
die Steuerung noch mit Elektronenröhren<br />
aufgebaut war. Die Navigation<br />
erfolgte spurgeführt entlang eines<br />
stromdurchflossenen Leiters. Die<br />
Ing. Wolfgang Hillinger MBA, Geschäftsführer, DS AUTOMOTION<br />
GmbH und rechts: DI Manfred Hummenberger MBA, Gründer und<br />
Geschäftsführender Gesellschafter, DS AUTOMOTION GmbH<br />
Stationen erkannte das Fahrzeug an<br />
Magneten im Boden.<br />
<strong>19</strong>84: FTS aus Linz für VW<br />
„Unser erstes FTS realisierten wir<br />
20 Jahre später für Volkswagen“, berichtet<br />
DI Manfred Hummenberger<br />
MBA, Geschäftsführender Gesellschafter<br />
von DS AUTOMOTION.<br />
„Die fahrerlosen Fahrzeuge wurden<br />
im Werk Brüssel als Träger für den<br />
Aufbau der Rohbau-Karosserien<br />
verwendet.“ In den <strong>19</strong>80er Jahren<br />
waren FTS beinahe ausschließlich<br />
in der Automobilindustrie zu Hause.<br />
Viele Autohersteller strebten ein<br />
Computer Integrated Manufacturing<br />
(CIM) an. Dazu passten die Konzepte<br />
von FTS ebenso gut wie heute<br />
zur Smart Factory. Allerdings gab es<br />
DS AUTOMOTION im Jahr <strong>19</strong>84<br />
noch gar nicht. Die FTS-Hersteller<br />
waren damals Teil der staatlichen<br />
VOEST Alpine AG, die als Mischkonzern<br />
vieles unter einem Dach<br />
vereinte. Dazu gehörten auch Produktionslinien<br />
für die Automobilindustrie.<br />
„Für unser erstes FTS lieferten<br />
wir nur den maschinenbaulichen<br />
Teil der Fahrzeuge und die Leitsteuerung<br />
auf Basis einer SPS“, erläutert<br />
Ing. Wolfgang Hillinger MBA, der<br />
als Geschäftsführer von DS AUTO-<br />
MOTION den Bereich Vertrieb und<br />
Marketing verantwortet. „Die Steuerungen<br />
in den Fahrzeugen entwickelte<br />
und produzierte Volkswagen.“<br />
Premiere<br />
Beim nächsten FTS-Projekt mit<br />
120 Fahrzeugen für das Volkswagen-<br />
Werk in Emden stellte der Automo-<br />
bilist <strong>19</strong>86 letztmalig die Steuerelektronik<br />
bei, bevor er sich auf seine<br />
Kernkompetenzen zurückzog. Die<br />
FTS-Installation im Volkswagenwerk<br />
Hannover war <strong>19</strong>89 die Premiere<br />
für die von VOEST Alpine Automotive<br />
als Mehrprozessorsystem<br />
entwickelte Fahrzeugsteuerung.<br />
<strong>19</strong>94: frei navigierend<br />
zu neuen Anwendungen<br />
Bis Anfang der <strong>19</strong>90er Jahre statteten<br />
die FTS-Spezialisten aus Linz<br />
zahlreiche Produktionslinien aller<br />
namhaften europäischen Automobilisten<br />
mit kundenspezifischen<br />
FTS-Anlagen aus. Dann kam der<br />
Siegeszug der FTS im Automobilbau<br />
plötzlich zum Stillstand. Europäische<br />
Autobauer orientierten sich<br />
an der japanischen Konkurrenz, die<br />
Autos sehr kostengünstig auf einer<br />
dedizierten Linie pro Modell fertigte.<br />
Diese Form der Lean Production<br />
kommt ohne die Flexibilität von<br />
FTS-Anlagen aus. Wie alle FTS-<br />
Hersteller, musste auch die heutige<br />
DS AUTOMOTION in anderen<br />
Anwendungsgebieten neue Kunden<br />
suchen. Dabei hatte sie noch<br />
Glück. Ein Großauftrag über sechs<br />
FTS-Anlagen mit in Summe über<br />
100 Fahrzeugen für die LKW-Kabinenmontage<br />
bei Daimler sicherte in<br />
dieser schwierigen Umbruchphase<br />
weiterhin die mehrjährige Vollauslastung<br />
des FTS-Bereiches.<br />
Freie Navigation<br />
Inzwischen entwickelten die Linzer<br />
Fahrzeug- und Leitsteuerungen<br />
mit der Fähigkeit zur freien Navigation<br />
ohne Spurführung. Die erste<br />
solche FTS-Anlage ging an den<br />
Fotos: DS AUTOMOTION<br />
DS AUTOMOTION bietet für die Intralogistik auch Serienprodukte<br />
wie diese Unterfahr-Fahrzeuge, die in einem BMW-Werk die Teileversorgung<br />
JIT/JIS sicherstellen.<br />
48 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Seit <strong>19</strong>97 fahren FTS von DS AUTOMOTION in zahlreichen Krankenhäusern.<br />
Kleines Bild: Eines der ersten FTS, ab <strong>19</strong>54 gebaut als<br />
Zugmaschine für fünf Anhänger (Quelle: Barrett-Cravens / Savant Automation, <strong>19</strong>58)
Die erste größere FTS-Anlage von DS AUTOMOTION für eine<br />
Branche außerhalb der Automobilindustrie und zugleich das ersten<br />
frei navigierende System des Hauses transportierte bei Axel Springer<br />
Printrollen von der Tiefdruckmaschine in ein Pufferlager und dann<br />
weiter zur Heftmaschine.<br />
Axel Springer Verlag in Hamburg.<br />
Das Unternehmen agierte zu dieser<br />
Zeit unter dem Dach der teilprivatisierten<br />
VA Tech AG als TMS<br />
(Transport- und Montagesysteme).<br />
„Die 25 Fahrzeuge transportieren<br />
die bis zu 1.250 kg schweren Printrollen<br />
von der Tiefdruckmaschine<br />
in ein Pufferlager und dann weiter<br />
zur Heftmaschine“, erklärt Manfred<br />
Hummenberger. „Der erfolgreichen<br />
Umsetzung dieser herausfordernden<br />
Intralogistikanlage verdanken wir<br />
zahlreiche weitere Aufträge im Bereich<br />
Druck und Papier, aber auch<br />
für andere innerbetriebliche Transportaufgaben.“<br />
<strong>19</strong>97: Ab ins Krankenhaus<br />
Der Ersatz des Hängefördersystems<br />
im Uni-Klinikum Köln durch<br />
ein frei navigierendes FTS stellte<br />
TMS <strong>19</strong>97 vor neue Herausforderungen.<br />
Die knapp 100 Fahrzeuge<br />
mussten für ihre kilometerlangen<br />
Wege schmale Korridore nutzen und<br />
diese teilweise auch mit Menschen<br />
teilen. Das machte eine spezielle<br />
Fahrwerkskinematik und neue Sensoren<br />
für die Personensicherheit<br />
erforderlich. Die Leitsteuerung<br />
koordiniert zudem die Fahrzeuge<br />
nicht nur untereinander, sondern z.<br />
B. auch mit den Aufzügen, die diese<br />
benützen müssen.<br />
Digitaler Zwilling<br />
„Angesichts der zahlreichen neuen<br />
Systemmerkmale und Schnittstellen<br />
bildeten wir erstmals den digitalen<br />
Zwilling der Anlage in einer<br />
Computersimulation nach“, führt<br />
Wolfgang Hillinger aus. „Obwohl<br />
es immer wieder zu bauseitigen Verzögerungen<br />
kam, schafften wir nach<br />
einer sich über mehrere Monate hinziehenden<br />
Inbetriebnahmephase die<br />
erfolgreiche Systemumstellung, die<br />
erschwerend nur während der Nacht<br />
durchgeführt werden konnte.<br />
Unabhängigkeit<br />
Im Jahr 2001 übernahm der französische<br />
Baukonzern VINCI die<br />
TMS und gliederte den FTS-Bereich<br />
20<strong>02</strong> als das rechtlich eigenständige<br />
Tochterunternehmen TMS Automotion<br />
GmbH aus. Dieses bezog ein<br />
Jahr später sein nunmehriges Hauptgebäude.<br />
2005 trennten sich die ca.<br />
65 Mitarbeiter durch Management-<br />
Buyout vollkommen vom Mutterkonzern<br />
VINCI, zunächst noch als<br />
TMS AUTOMOTION. Zugleich<br />
erfolgte die heute noch gültige Ausrichtung<br />
auf die vier Kernbereiche<br />
Automotive, Agriculture, Hospital &<br />
Healthcare und Intralogistics. „Eine<br />
enge, freundschaftlich-kollegiale<br />
Zusammenarbeit und kurze Entscheidungswege<br />
ohne Konzerndenken<br />
prägen seitdem das eigentümergeführte<br />
mittelständische Unternehmen“,<br />
freut sich Sieglinde Paulmair.<br />
Sie ist seit <strong>19</strong>90 im Unternehmen<br />
und leitet seit dem Management-<br />
Buyout die Einkaufsabteilung. „Da<br />
ist es schön, Verantwortung zu übernehmen<br />
und mit den immer komplexer<br />
werdenden Produkten und Anforderungen<br />
mitzuwachsen.“ Deutlich<br />
gewachsen ist auch eine ihrer<br />
Kenngrößen. Das Einkaufsvolumen<br />
ist um den Faktor 4,5 auf das Niveau<br />
des damaligen Jahresumsatzes gestiegen.<br />
2008<br />
Seit 2008 trägt das Unternehmen<br />
den heutigen Namen DS (für Driverless<br />
Solutions) AUTOMOTION.<br />
Im selben Jahr erfolgte die Gründung<br />
der ersten Auslandstochter in<br />
Toulon. „Damals startete der französische<br />
Staat eine Krankenhaus-<br />
Investitionsoffensive“, sagt Manfred<br />
Hummenberger. „Heute sind bereits<br />
elf Spitäler in Frankreich mit FTS<br />
von DS AUTOMOTION ausgestattet<br />
und wir sehen auch für die Zukunft<br />
weiterhin großes Potenzial.“<br />
Kein Ende der Entwicklung<br />
Um kostengünstige Alternativen<br />
für einfachere innerbetriebliche<br />
Transportaufgaben anbieten zu können,<br />
adaptierte DS AUTOMOTION<br />
ab 2010 handelsübliche Hubstapler<br />
für den fahrerlosen Betrieb. Obwohl<br />
diese in großen Stückzahlen<br />
eingesetzt werden, wurde kürzlich<br />
eine erste Abkehr von dieser Praxis<br />
eingeleitet. „Serien-Stapler haben<br />
nicht nur Vorteile, vor allem sind<br />
sie weniger robust und langlebig als<br />
unsere für den harten Industriealltag<br />
geschaffenen Eigenkonstruktionen“,<br />
weiß Wolfgang Hillinger. „Deshalb<br />
bieten wir seit 20<strong>19</strong> mit AMADEUS<br />
wieder einen eigenen Hubstapler an.“<br />
Der wurde ausschließlich für den<br />
fahrerlosen Betrieb entwickelt, ist<br />
also „born driverless“.<br />
International<br />
Im aktuellen Jahrzehnt erweiterte<br />
DS AUTOMOTION seine globale<br />
Marktpräsenz. Diese umfasst heute<br />
neben Partnern in Dänemark, Spanien,<br />
Mexiko, Singapur und der Türkei<br />
sowie den Vereinigten Arabischen<br />
Emiraten, Brasilien und China auch<br />
eigene Niederlassungen in Deutschland,<br />
Frankreich und den USA.<br />
LogiMAT 2016<br />
Zur LogiMAT 2016 stellten die<br />
Pioniere der fahrerlosen Transportsysteme<br />
mit SALLY ein industrietaugliches<br />
fahrerloses Transportfahrzeug<br />
in der Gewichtsklasse bis 100<br />
kg vor. Das Basisfahrzeug lässt sich<br />
mittels unterschiedlicher Aufbauten<br />
leicht an den individuellen Einsatzzweck<br />
anpassen und erfüllt so Transportaufgaben,<br />
für die es zuvor keine<br />
industrietauglichen Lösungen gab.<br />
„Als erstes Fahrzeug von DS AU-<br />
TOMOTION nutzte SALLY mittels<br />
SLAM-Technologie Gebäudekonturen<br />
für die Navigation“, erläutert<br />
Manfred Hummenberger. „Gleichzeitig<br />
lässt sie sich in all unsere frei<br />
navigierenden Systeme mit der Leitsteuerung<br />
DS NAVIOS FreeGuide<br />
einbinden und in beliebiger Kombination<br />
mit anderen Fahrzeugen einsetzen.“<br />
Zukunft<br />
„Gemeinsam sind wir stärker“ lautet<br />
auch das Motiv hinter der 2018<br />
gestarteten Kooperation mit SSI<br />
Schäfer. Der deutsche Lager- und<br />
Logistiksystemanbieter integriert<br />
FTS von DS AUTOMOTION in<br />
ganzheitliche Logistiklösungen.<br />
Das<br />
wird sich auch auf<br />
das Wachstum des<br />
österreichischen<br />
FTS-Spezialisten<br />
auswirken, der<br />
aktuell mit rund<br />
220 Mitarbeitern<br />
ca. EUR 45 Mio.<br />
Betriebsleistung<br />
erwirtschaftet. FTS<br />
von DS AUTO-<br />
MOTION sind über<br />
die Leitsteuerung<br />
DS NAVIOS zentral<br />
gesteuert. „Mit<br />
voller Autonomie<br />
wäre es schwierig,<br />
ausreichend<br />
schnell und zuverlässig geordnete<br />
Abläufe mit vielen Fahrzeugen und<br />
Schnittstellen zu anderen Systemen<br />
zu gewährleisten“, sagt Wolfgang<br />
Hillinger. Manfred Hummenberger<br />
ergänzt: „Natürlich beobachten<br />
wir ständig neue Technologien und<br />
integrieren sie, wenn das in der Anwendung<br />
bzw. für unsere Produkte<br />
einen echten Nutzen bringt.“ Das<br />
Unternehmen unterstützt auch aktiv<br />
Forschungsprojekte, etwa zum Gepäcktransport<br />
auf Bahnhöfen und<br />
Flughäfen oder in Fußgängerzonen.<br />
Wachstum<br />
Das Unternehmen kann sich für<br />
sein weiteres Wachstum auf die<br />
Treue langjähriger Mitarbeiter wie<br />
Christian Huemer verlassen. „Ich<br />
war von Beginn an von FTS fasziniert<br />
und immer neue Entwicklungsmöglichkeiten<br />
halten das Thema<br />
spannend“, sagt der heutige Leiter<br />
des Bereiches Engineering und Auftragsabwicklung,<br />
der seit <strong>19</strong>89 im<br />
Unternehmen ist. „Zusätzlich kann<br />
ich mir kein förderlicheres Umfeld<br />
denken als dieses Unternehmen mit<br />
seinem beinahe freundschaftlichen<br />
sozialen Verhalten.“ So wird DS<br />
AUTOMOTION wohl auch weiterhin<br />
zu den weltweit führenden Herstellern<br />
in diesem Segment gehören.<br />
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!<br />
Mehr: www.ds-automotion.com<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
49
FESPA<br />
Joint-Venture unterzeichnet<br />
Durst, Hersteller von zukunftsweisenden digitalen Druck- und Produktionstechnologien<br />
und Koenig & Bauer, der zweitgrößte Druckmaschinenhersteller der Welt,<br />
haben - wie in <strong>KOMPACK</strong> bereits vorangekündigt - Mitte April, ein 50/50 Joint<br />
Venture in München unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung besiegelt den<br />
Weg für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Single-Pass-Digitaldruckanlagen<br />
für die Faltschachtel- und Wellpappenindustrie. Vor der offiziellen<br />
Gründung der Koenig & Bauer Durst GmbH bedarf es noch einer wettbewerbsrechtlichen<br />
Freigabe durch die zuständigen Kartellämter, welche in den nächsten<br />
Wochen erfolgen wird.<br />
Die Geschäftstätigkeit soll<br />
anschließend bis Ende<br />
Mai aufgenommen und<br />
ein Geschäftsführer bestellt werden.<br />
Die Koenig & Bauer Durst<br />
GmbH wird ihren Sitz in Würzburg<br />
haben und in enger Kooperation<br />
mit dem globalen Netzwerk beider<br />
Muttergesellschaften stehen. Das<br />
Joint Venture Portfolio umfasst im<br />
ersten Schritt die Koenig & Bauer<br />
CorruJET 170 und die Durst SPC<br />
130 – inklusive aller Serviceleistungen,<br />
das Tintengeschäft sowie<br />
die Entwicklung der VariJET 106.<br />
„Der Weg von der Absichtserklärung<br />
bis zur offiziellen Unterschrift<br />
war kurz, da die Verhandlungen bereits<br />
vom Geiste einer echten Zusammenarbeit<br />
geprägt waren“, sagt<br />
Christoph Gamper, CEO der Durst<br />
Group. „Wir möchten effizient und<br />
entschlossen auf ein gemeinsames<br />
Ziel hinarbeiten – das große Potenzial<br />
in der Verpackungsindustrie<br />
mit digitalen Produktionslinien zu<br />
erschließen.“ „Mit Koenig & Bauer<br />
Durst führen wir unterschiedliche<br />
Technologieschwerpunkte<br />
und Marktkompetenzen perfekt<br />
zusammen“, sagt Claus Bolza-<br />
Schünemann, CEO der Koenig<br />
& Bauer AG. „Ich bin überzeugt,<br />
dass das Joint Venture vom Spirit<br />
beider Gesellschaften profitieren<br />
wird und dass hier etwas ganz<br />
Besonderes entsteht. Die Verpackungsindustrie<br />
sucht nach neuen,<br />
effizienteren Produktionsmöglichkeiten<br />
und Koenig & Bauer Durst<br />
wird die digitale Lösung hierfür<br />
liefern.“<br />
FESPA<br />
Dieses Joint Venture wird sicher<br />
auch ein Gesprächsthema auf der<br />
Fespa sein. Das Motto der diesjährigen<br />
FESPA (14. bis 17. Mai<br />
20<strong>19</strong> in München) ist Explosion<br />
of Possibilities. „Vergangene Veranstaltungen<br />
und der diesjährige<br />
Joint Venture Unterzeichnung Koenig & Bauer Durst (von links nach<br />
rechts): Stefan Kappaun, EVP Inks & Fluids, Durst Group;<br />
Christopher Kessler, General Counsel, Koenig & Bauer AG;<br />
Christoph Gamper, CEO & Co-Owner, Durst Group; Christian<br />
Gatterer, CFO, Durst Group; Jochen Sproll, Project Manager<br />
Corporate Development, Koenig & Bauer AG; Claus<br />
Bolza-Schünemann, CEO, Koenig & Bauer AG; Harald Oberrauch,<br />
Owner Durst Group<br />
FESPA Print Census haben gezeigt,<br />
dass Druckdienstleister und Werbetechniker<br />
stets neue Wachstumschancen<br />
suchen“, so Roz Guarnori,<br />
Exhibitions Director der FESPA.<br />
„Das Motto Explosion of Possibilities<br />
unterstreicht sowohl die unerschöpflichen<br />
Möglichkeiten, die<br />
Technologie- und Medieninnovationen<br />
unserer Branche bescheren,<br />
Neues Headquarter in Brixen wirkt futuristisch wie schon bis jetzt<br />
das Headquarter von Durst in Österreich (Lienz - kleines Photo)<br />
als auch die große Experimentierfreude<br />
der Unternehmer mit neuen<br />
Anwendungen und Märkten.“ Das<br />
Motto feiert die vielfältigen kommerziellen<br />
und kreativen Möglichkeiten<br />
in den Sparten Siebdruck,<br />
digitaler Großformatdruck, Textildruck<br />
und Werbetechnik. Durst<br />
selbst wird die mit Spannung erwartete<br />
Veranstaltung nutzen, um<br />
seine neuesten Maschinen den bestehenden<br />
Kunden zu präsentieren,<br />
aber auch potenzielle Kunden in<br />
Märkten in aller Welt zu erreichen.<br />
Firmenzentrale<br />
Durst hat aber nicht nur neue Maschinen<br />
sondern auch ein neues<br />
Headquarter. Im April hat das Unternehmen<br />
seine neue, futuristische<br />
Firmenzentrale mit angeschlossenem<br />
Kundenzentrum (Customer<br />
Experience Center) in Brixen eröffnet.<br />
Für das Unternehmen symbolisiert<br />
das neue Gebäude den<br />
Wendepunkt bei der Transformation<br />
hin zu einem hochintegrierten<br />
Prozessdienstleister. In Zukunft<br />
wird Durst verstärkt seine internationalen<br />
Kunden in das Customer<br />
Experience Center im über 5.700<br />
Quadratmeter großen Neubau einladen.<br />
Die neue Firmenzentrale<br />
steht sinnbildlich für den Wandel<br />
zu einem hochspezialisierten<br />
High-Tech Unternehmen. Das integrierte<br />
Konzept fließt in die Gebäudearchitektur<br />
mit ein, denn sie verbindet<br />
den neuen Verwaltungstrakt<br />
mit den bestehenden Produktionshallen.<br />
„Das ist ein sehr stolzer<br />
Tag in der langen Geschichte von<br />
Durst“, sagte Christoph Gamper<br />
zu den Gästen. „Wir haben keine<br />
Angst vor der Zukunft. Wir sind<br />
hier, um die Zukunft zu gestalten.<br />
Wir haben die besten Mitarbeiter,<br />
die besten Kunden und die beste<br />
Technologie. Dank des Mantras der<br />
Innovation bietet Durst Komplettlösungen<br />
vom Pixel bis zum Output.<br />
Hier in unserem Hauptsitz in<br />
Südtirol schließen sich die Dinge<br />
mit dem Lebensraum in den Bergen<br />
und mit dem Ziel, sich nicht<br />
nur auf die Maschinen zu konzentrieren,<br />
sondern auch auf die Menschen,<br />
die dahinter stehen.“<br />
Mehr während der<br />
FESPA - Hall B4, Booth J10 oder<br />
vorab: www.durst-group.com<br />
oder: www.koenig-bauer.com<br />
50 01/<strong>19</strong>
KUNSTSTOFF<br />
Glimberger ist zertifiziert und investiert<br />
Seit Beginn dieses Jahres ist die Firma Glimberger ISO 9001 zertifiziert. Dieser<br />
Schritt war auch wichtig, da heutzutage bei Ausschreibungen die Zertifizierung oft<br />
vorausgesetzt wird. „Auch wenn wir schon vorher Qualitätsmanagement gelebt<br />
haben, so ist die Zertifizierung auch ein Antrieb für den Betrieb – gewisse Regeln<br />
müssen jetzt eingehalten werden – und nicht nur weil es der Chef gesagt hat“, sagt<br />
schmunzelnd Geschäftsleiter Martin Hirsch. Dies ist aber nicht die einzige Neuigkeit<br />
bei der Firma Glimberger.<br />
Vor kurzer Zeit wurde auch<br />
im Bereich des Werkzeugbaus<br />
in eine zusätzliche<br />
Metallfräse investiert. Alle Aluwerkzeuge<br />
kann das Unternehmen<br />
damit selbst fertigen. „Dies macht<br />
uns auch flexibler“ erklärt Hirsch,<br />
der auch in eine 5Achsen Nachbearbeitungsmaschine<br />
investiert hat.<br />
Gleichzeitg findet es der Geschäftsführer<br />
schade, dass in manchen<br />
Bereichen wie im Werkzeugbau<br />
der Nachwuchs fehlt „Wir haben<br />
erstklassige Werkzeugbauer – ich<br />
befürchte allerdings, dass dieser<br />
Beruf vom Aussterben bedroht ist<br />
– obwohl gerade junge Leute hier<br />
ihre Kreativität ausleben können.“<br />
sagt Hirsch.<br />
Revival und neue Materialien<br />
Zum Programm gehören bei<br />
Glimberger Tiefziehteile für Fahrzeuge<br />
– vom Traktor bis zum Ralleyfahrzeug.<br />
Aber auch der Part aus<br />
dem die Firma herausgewachsen<br />
ist – der Bereich der Beleuchtungskörper<br />
– wird wieder vermehrt<br />
nachgefragt. Nachdem einige Zeit<br />
alles auf LED-Lösungen umgestellt<br />
wurde, wird mittlerweile öfters<br />
auch auf klassische, traditionelle<br />
Beleuchtung gesetzt – womit die<br />
Firma Glimberger wieder ins Spiel<br />
kommt mit ihren Möglichkeiten für<br />
riesige runde Beleuchtungskörper.<br />
„Gleichzeitig testen wir auch neue<br />
Materialien -gerade im Bezug auf<br />
Chemikalienbeständigkeit und um<br />
temperaturbeständigere Produkte<br />
zu produzieren (auch über 100<br />
Grad).“ erklärt der Geschäftsführer.<br />
Sowohl im technischen Bereich als<br />
Neue Anlage<br />
Mit Deckel fertig zum Transport<br />
In manchen Bereichen ist die<br />
Einwegpalette die richtige Lösung<br />
auch im Verpackungsbereich werden<br />
neue Materialien getestet. Dabei<br />
wird auch an das Handling beim<br />
Kunden gedacht. So produziert das<br />
Unternehmen ABS/TPU Lösungen<br />
mit hoher Abriebfähigkeit. Auch<br />
mit Farbe wird gearbeitet: damit<br />
Unternehmen ihre Produkte für<br />
den internen und externen Bereich<br />
unterscheiden können, werden<br />
Teile davon eingefärbt, womit jeder<br />
schnell und klar unterscheiden<br />
kann, was wo zum Einsatz kommt.<br />
Einweg- und Mehrwegtray<br />
Je nach Kundenwunsch produziert<br />
Glimberger Mehrweg- oder<br />
Einwegtrays. Die Mehrwegbehälter<br />
werden meist als Einlagen in VDA<br />
Behälter - Formate 300x200 bis<br />
600x400 oder in Halbmagnum oder<br />
Magnum verwendet. Auch werden<br />
Mehrwegtrays im Palettenformat<br />
- ohne Umverpackung eingesetzt.<br />
Die Einwegtrays kommen klarerweise<br />
bei sehr langen Transportwegen<br />
zum Einsatz aber auch bei<br />
Produkten, die extrem heikel auf<br />
Verschmutzung reagieren.<br />
Mehr unter: www.glimberger.at<br />
Präzisionsgeräte<br />
kommen hier zum Einsatz<br />
Einsatz von Farbe zur<br />
Unterscheidung der Tiefziehteile<br />
Perfekter Sitz für die zu<br />
transportierenden Produkte<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
51
NACHHALTIG<br />
Offsetdruckerei Schwarzach ...<br />
baut Photovoltaik aus<br />
Die Offsetdruckerei Schwarzach hat weitere Teile ihrer Firmengebäude mit<br />
Solarmodulen ausgestattet und ihre PV-Anlage somit um 100 kWp erweitert.<br />
Seit Anfang März vergrößert diese Ausbaustufe die bisherige Photovoltaikfläche<br />
um ein Viertel auf gesamt ca. 3.300 Quadratmeter.<br />
Damit will die Offsetdruckerei<br />
Schwarzach eine prognostizierte<br />
solare Strommenge<br />
von 550.000 kWh pro Jahr<br />
ins Netz einspeisen. Dies entspricht<br />
dem Jahresverbrauch von 140 Haushalten.<br />
Positive Erfahrungen<br />
„Wir haben nach der Installation der<br />
ersten 2.600 m² vor mehr als 5 Jahren<br />
über die Zeit positive Erfahrungen<br />
gemacht und gute Ergebnisse bei der<br />
Stromerzeugung erzielt. Dies hat zu<br />
der Entscheidung geführt, weitere<br />
freie Flächen des Firmendachs zur<br />
Erzeugung erneuerbarer Energie zu<br />
nutzen“, meint CEO Eduard Fischer.<br />
Er betont zum gesamtheitlichen Ansatz<br />
der Offsetdruckerei Schwarzach:<br />
„Die Photovoltaik-Anlage ist<br />
aber nur eine unserer ökologisch<br />
nachhaltigen Maßnahmen, wie etwa<br />
das Wärmerückgewinnungs- und<br />
das Erdwärme-System. Das Ziel<br />
muss sein, so viel wie möglich einzusparen<br />
und Ressourcen optimal zu<br />
nutzen. Ein weiteres Ziel lautet, ab<br />
nächstem Jahr im Gebäudebereich<br />
fossilfrei zu agieren.“<br />
Mehr unter: www.offset.at<br />
Foto: Offsetdruckerei Schwarzach<br />
Die Fläche der Solarmodule der<br />
Offsetdruckerei Schwarzach<br />
beträgt nach der zweiten<br />
Ausbaustufe 3.300 m 2<br />
Konstante Siegelzeiten<br />
Um die Heißsiegelfolie beim Verpacken in Schlauchbeutel noch flexibler einsetzen<br />
zu können, hat Schubert einen neuen Heißsiegel-Roboter für sein Flowmodul<br />
entwickelt. Die neue fliegende Quersiegeleinheit des Schlauchbeutelaggregats<br />
erlaubt erstmals konstante Siegelzeiten bei variabler Kettengeschwindigkeit<br />
und einen breiten Regelbereich der Folie.<br />
So können Süßwarenhersteller<br />
jetzt eine große Produktpalette<br />
mit der kosteneffizienten<br />
Heißsiegelfolie in Schlauchbeutel<br />
verpacken, die auch sensible Produkte<br />
wie Schokolade umfasst.<br />
Vorteile zu Kaltsiegeln<br />
Im Vergleich zum Kaltsiegeln bietet<br />
das Verpacken von Produkten in<br />
Schlauchbeutel mit der Heißsiegeltechnik<br />
diverse Vorteile: Die Heißsiegelfolie<br />
ist kostengünstig, kann<br />
lange gelagert werden und hinterlässt<br />
keine Kleberückstände beim<br />
Öffnen der Verpackung. Doch für<br />
eine hochwertige Siegelnaht müssen<br />
die drei Faktoren Temperatur,<br />
Druck und Zeit beim Siegelvorgang<br />
konstant bleiben. Zudem hält nicht<br />
jedes Produkt der Hitze stand. Das<br />
schränkte die Flexibilität im Verpackungsprozess<br />
bisher ein.<br />
Neue Siegeltechnologie<br />
Die patentierte Siegeltechnik des<br />
Crailsheimer Verpackungsmaschinennenherstellers<br />
ermöglicht es Kunden,<br />
die Heißsiegelfolie für eine noch<br />
Foto: Gerhard Schubert GmbH<br />
breitere Produktpalette einzusetzen.<br />
Um das zu erreichen, hat Schubert<br />
die beiden Siegeleinheiten des Flowmoduls<br />
entsprechend weiterentwickelt.<br />
Erstens ist die Längssiegeleinheit<br />
des Schlauchbeutelaggregats<br />
mit Ultraschalltechnik ausgestattet.<br />
Dabei entsteht die Wärme direkt in<br />
der Heißsiegelfolie und verteilt sich<br />
nicht wie üblich auf Werkzeug- und<br />
Maschinenteile. So bleiben auch<br />
hitzeempfindliche Produkte wie<br />
Schokolade beim Längssiegeln einwandfrei.<br />
Ultraschalltechnik stellt<br />
außerdem eine gleichbleibende Siegelqualität<br />
bei unterschiedlichen<br />
Geschwindigkeiten sicher. Zweitens<br />
kommt statt einer herkömmlichen,<br />
fest montierten Quersiegeleinheit<br />
der neue Heißsiegel-Roboter im<br />
Schlauchbeutelaggregat zum Einsatz.<br />
„Der Schlüssel unserer neu entwickelten<br />
fliegenden Quersiegeleinheit<br />
liegt in konstanten Siegelzeiten<br />
bei variablen Kettengeschwindigkeiten.<br />
Hier setzen wir neue Dimensionen<br />
im Regelbereich der Heißsiegelfolie“,<br />
erklärt Johannes Schubert.<br />
Konstante Siegelzeiten bei<br />
variabler Kettengeschwindigkeit<br />
Das bewegliche Aggregat bricht<br />
die starre mechanische Verbindung<br />
zwischen Kette und Quersiegelprozess<br />
auf: Bei einer Geschwindigkeitsänderung<br />
der Kette fährt<br />
die Siegeleinheit entweder in oder<br />
gegen die Laufrichtung. Damit ist<br />
die Dauer der Siegelzeit unabhängig<br />
von der Zuführgeschwindigkeit<br />
und lässt sich auf Millisekunden genau<br />
programmieren. Denn das neue<br />
Quersiegelaggregat passt sich bei<br />
jedem einzelnen Schlauchbeutel an<br />
das variable Tempo der vorgelagerten<br />
Pick-and-Place-Roboter an und<br />
garantiert so gleichbleibende Siegelzeiten.<br />
Wie alle Siegeltechnologien<br />
von Schubert ist auch die fliegende<br />
Quersiegeleinheit in jedes Flowmodul<br />
integrierbar und kann dort mit<br />
anderen Siegeltechniken kombiniert<br />
werden.<br />
Einsparung<br />
Durch die Umstellung von der<br />
Kalt- auf diese Heißsiegeltechnik<br />
lassen sich bis zu 17 Prozent an<br />
Materialkosten für die Folie einsparen.<br />
Unter anderem werden bereits<br />
Kekse, Schokolade, Marzipan, Pancakes<br />
und French Toast sowie BFS-<br />
Produkte aus dem Pharmabereich<br />
mit der Kombination aus fliegender<br />
Quersiegeleinheit und Ultraschall-<br />
Längssiegeleinheit von Schubert<br />
verpackt.<br />
Mehr unter: www.schubert.group<br />
52 <strong>02</strong>/<strong>19</strong>
Vollautomatisch Vakuumverpacken<br />
Supervac zeigt auf der IFFA eine Linie zur vollautomatischen Herstellung von Vakuumverpackungen<br />
vor. Die zu verpackenden Rohprodukte werden am Beginn der Linie vermessen<br />
und anschließend mit dem passenden, entsprechend großen Schrumpfbeutel verpackt.<br />
Schließlich können die Beutel auch automatisch auf eine Vakuum-Verpackungsmaschine<br />
beladen werden. Ziel der Linie ist es, einen gleichmäßig hohen Ausstoß bei Vakuumverpackungen<br />
bei gleichzeitig reduzierten Personalressourcen zu erreichen. Darüber hinaus zeigt Supervac<br />
einen neu entwickelten Kühltank. Diese Maschine kann unmittelbar nach einem Schrumpftank zur<br />
Herstellung von Schrumpfverpackungen positioniert und somit ideal in eine moderne Vakuumverpackungslinie integriert werden.<br />
Mehr unter: www.supervac.at oder während der IFFA: Halle 11, Stand C51<br />
Klein und schnell<br />
Printronix Auto ID, einer der führenden Spezialisten für<br />
Thermodruck-, Barcode-Validierung und RFID Lösungen<br />
stellt seinen bislang kleinsten Industriedrucker vor. Der<br />
T4000 ist mit seinem kompakten Design vor allem für beengte<br />
Arbeitsplätze geeignet, die dennoch die Robustheit<br />
und Leistungsfähigkeit eines Industriedruckers erfordern.<br />
Er benötigt nur wenig Abstellfläche, druckt problemlos bis<br />
zu 5000 Etiketten pro Tag und erbringt damit eine sehr<br />
hohe Leistung für einen Drucker dieser Größe. Mit seinen<br />
Features ist der T4000 zudem ideal für den standortübergreifenden<br />
Einsatz in rauen Industrieumgebungen.<br />
Der T4000 ist der kleinste Drucker in der Reihe der Industriedrucker<br />
von Printronix Auto ID. Mit den Maßen 264<br />
mm x 276 mm x 455 mm<br />
verfügt er über ein sehr<br />
kompaktes Design bei<br />
gleichzeitig hoher Produktivität.<br />
Über eine faltbare<br />
Seitenabdeckung am Metallgehäuse,<br />
die sich platzsparend<br />
öffnen lässt, können<br />
Druckköpfe, Etikettenrollen<br />
und Farbbänder einfach<br />
ausgetauscht werden.<br />
Mehr unter: www.printronixautoid.com<br />
Foto: Krummen Kerzers AG<br />
Haribo setzt auf Krummen Kerzers<br />
Die Krummen Kerzers AG setzt ihren Wachstumskurs<br />
in der Sparte Lebensmittellogistik weiter<br />
fort. Seit Anfang des Jahres 20<strong>19</strong> übernimmt das<br />
Unternehmen aus Kerzers im schweizerischen Kanton<br />
Freiburg Logistikdienstleistungen der Haribo<br />
GmbH & Co. KG. Für den Weltmarktführer im<br />
Fruchtgummi- und Lakritz-Segment lagert, kommissioniert<br />
und transportiert Krummen Kerzers Süßwaren<br />
in der Schweiz. Ein Ausbau wird angestrebt.<br />
„Wir freuen uns sehr, dass wir Haribo mit unserer<br />
Kompetenz in der Lebensmittellogistik überzeugen<br />
konnten“, sagt Peter Krummen, Geschäftsführer<br />
der Krummen Kerzers AG. Mit einer Lagerfläche<br />
von 5.500 Quadratmetern und aktuell über 100<br />
ziehenden Einheiten verfügt der Logistikdienstleister<br />
über die notwendige Infrastruktur, um die<br />
Waren effizient und fachgerecht umzuschlagen. „Wir<br />
sind auf die Anforderungen der Lebensmittelindustrie<br />
spezialisiert und somit in der Lage, unseren<br />
Kunden umfangreiche Dienstleistungen aus einer<br />
Hand anzubieten“, erklärt Peter Krummen.<br />
Mehr unter: www.krummen.com<br />
<strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
53
INTERVIEW<br />
150 studierte Verpackungsexperten<br />
I N T E R V I E W<br />
<strong>KOMPACK</strong> sprach mit Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer PROPAK<br />
(www.propak.at) über aktuelle Trends, Aus- und Weiterbildung sowie Dauerbrenner<br />
der Branche. Zu denen zählen auch die jährlichen Lohnverhandlungen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Die heurigen<br />
Lohnverhandlungen haben<br />
länger als sonst gedauert?<br />
Mag. Widermann: Ja, seit ich<br />
mitverhandle kann ich mich<br />
nicht erinnern, dass wir so viele<br />
Runden gebraucht haben<br />
wie in diesem Jahr!<br />
<strong>KOMPACK</strong>: : War daran der<br />
berühmte 12-Stunden Tag schuld<br />
oder gab es andere Gründe?<br />
Mag. Widermann: Auch, aber<br />
nicht nur. Heuer war es ganz<br />
einfach leider so, dass viele branchenfremde<br />
Dinge in die Verhandlungen<br />
mithineingespielt haben.<br />
Neben dem Blick auf andere Branchen<br />
– überall gab es 3 Prozent<br />
oder mehr Erhöhung – war die<br />
seitens der Gewerkschaft ungeliebte<br />
Regierungskonstellation, die<br />
ja angeblich der Industrie jeden<br />
Wunsch von den Augen abliest,<br />
deutlich spürbar, insbesondere<br />
wurde aber eben immer wieder<br />
der 12-Stunden Tag ins Spiel<br />
gebracht – wobei gerade<br />
dabei mit falschen Aussagen<br />
gespielt wurde ...<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Inwiefern?<br />
Mag. Widermann: Wir sprechen<br />
hier beim 12-Stunden Tag von zu<br />
bezahlenden Überstunden mit<br />
entsprechenden Zuschlägen.<br />
Eigentlich wurden nur die Überstunden<br />
entbürokratisiert. Eine<br />
wirkliche Flexibilisierung der<br />
Arbeitszeit müsste die Verteilung<br />
der Normalarbeitszeit betreffen –<br />
auch die Gewerkschaft weiß zum<br />
Beispiel, dass wir die einzige<br />
Branche mit einem Durchrechnungszeitraum<br />
von 13 Wochen<br />
sind, was entschieden zu klein ist.<br />
Außerdem war heuer eine „Verhandlungsbereitschaft“<br />
seitens der Arbeitnehmervertreter<br />
erst ab 3% gegeben, diese<br />
der Situation der Branche<br />
nicht entsprechende Untergrenze<br />
hat echte Verhandlungen<br />
praktisch vom Start<br />
weg konterkariert.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Ins Spiel wurde<br />
aber auch die positive wirtschaftliche<br />
Entwicklung geworfen.<br />
Mag. Widermann: Ja, da kommen<br />
wir zum nächsten Thema. Schon<br />
vor den Verhandlungen war bekannt,<br />
dass die letzten Monate im<br />
Jahr 2018 nicht mehr so rosig<br />
gelaufen sind. Bei einer Umfrage<br />
unter den Betrieben gaben rund<br />
75 Prozent an, unterm Strich bestenfalls<br />
ein gleich gutes Betriebsergebnis<br />
wie 2017 zu schaffen. Die<br />
Fakten wurden vom Verhandlungspartner<br />
aber leider nicht berücksichtigt,<br />
sondern ganz einfach die<br />
Leistbarkeit eines hohen Abschlusses<br />
für die Branche in Verbindung<br />
mit einer angeblichen Umwegrentabilität<br />
durch eine überproportionale<br />
Stärkung der Kaufkraft<br />
der Beschäftigten behauptet.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Apropos Beschäftigte<br />
– Facharbeiter und Lehrlinge<br />
sind ja seit Jahren ein Thema ...<br />
Mag. Widermann: Ja – leider<br />
nach wie vor. Von unserer Seite<br />
haben wir hier auch ein Signal<br />
gesetzt – so gibt es eine 6%-<br />
ige Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen<br />
für Lehrlinge<br />
im ersten Lehrjahr. Ich will aber<br />
nicht nur jammern. So ist unsere<br />
Mag. Martin Widermann<br />
ganze Branche stolz auf die Entwicklung<br />
im Studienbereich und<br />
auf unsere ersten Bachelors im<br />
Verpackungsbereich. Auch der<br />
neue Masterlehrgang erfreut<br />
sich großer internationaler<br />
Beliebtheit. Wenn man hochrechnet,<br />
dass heuer der vierte<br />
Lehrgang beginnt, gibt es dann<br />
schon rund 150 studierte<br />
Verpackungsexperten<br />
in Österreich.<br />
Was gut für die Branche ist – ich<br />
möchte an dieser Stelle aber<br />
auch darauf hingewiesen haben,<br />
dass es mit wenigen Extraprüfungen<br />
nach der Lehre möglich<br />
ist, am Studienlehrgang teilzunehmen<br />
– auch dies sollten sich<br />
junge Menschen vor Augen halten.<br />
Auch jungen Leuten mit Matura<br />
und Lehre oder umgekehrt<br />
bietet unsere Industrie riesige<br />
Möglichkeiten – sowohl<br />
im nationalen als auch<br />
internationalen Bereich.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Apropos international<br />
– die Branche<br />
exportiert ja sehr viel.<br />
Mag. Widermann: Ja rund<br />
75% - auch deswegen müssen<br />
wir darauf achten, international<br />
wettbewerbsfähig produzieren zu<br />
können – dies wird oft übersehen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Ein leidiges Thema<br />
war in letzter Zeit der<br />
Rohstoffpreis – aktuell<br />
dürfte er aber sinken.<br />
Mag. Widermann: Sie selbst<br />
wissen wie stark die Rohstoffpreise<br />
in den letzten beiden Jahren<br />
gestiegen sind – gerade auch<br />
international konnten diese<br />
Preiserhöhungen aber nur<br />
schwer bis gar nicht weitergegeben<br />
werden. Auch wenn gerade<br />
die Preise kurzfristig gesunken<br />
sind, rechnen aber Kenner der<br />
Branche nicht mit einem nachhaltigen<br />
Rückgang. Wann die<br />
nächste Steigerung kommt weiß<br />
ich aber natürlich nicht genau.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Digitalisierung<br />
ist ein weiteres Schlagwort.<br />
Mag. Widermann: Ja und unsere<br />
Branche ist mittendrinnen – erstmals<br />
habe ich in unserem Bereich<br />
bereits <strong>19</strong>94 ein mit dem<br />
Lieferanten vernetztes Farblager<br />
gesehen – was beweist, dass dieses<br />
Thema in der Branche immer<br />
schon vorhanden war. Aber<br />
natürlich ist die Intensität gestiegen<br />
und es sind viele unterschiedliche<br />
Projekte in der Umsetzung.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Auf lange Sicht ist<br />
die Branche also gut aufgestellt.<br />
Mag. Widermann: Ja, ich sehe<br />
hier viele Chancen – auch für die<br />
Mitarbeiter, neue Jobbilder werden<br />
entstehen. Wir hatten auch in den<br />
letzten Jahren bewusst Digitalisierung<br />
und Smart Work – Smart People<br />
als Jahresthemenschwerpunkte<br />
– eines der großen Assets unserer<br />
Branche ist ja die langfristige Stabilität<br />
– dies sieht man insbesondere<br />
auch bei der Beschäftigtenzahl:<br />
Bei aller Innovation und Modernisierung<br />
sowie Investitionen in<br />
Automatisierung und Technologie<br />
ist die Beschäftigtenzahl in der<br />
Branche über die letzten Jahrzehnte<br />
praktisch gleichgeblieben.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Apropos: wie lautet<br />
der heurige Schwerpunkt?<br />
Mag. Widermann: Stabilität und<br />
Nachhaltigkeit – sowohl sozial,<br />
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GETRÄNKEINDUSTRIE<br />
Bierabfüllung revolutioniert<br />
ökologisch als auch ökonomisch<br />
nachhaltig. Diese drei Themen gehören<br />
zusammen und die PROPAK<br />
Branche ist in allen gut. Wir machen<br />
eben Produkte, die die Welt lebendiger<br />
machen. Mit viel Know-How<br />
und Technik entstehen in unseren<br />
Firmen unverzichtbare Erzeugnisse,<br />
die man von einem so analogen<br />
Material nicht erwarten würde.<br />
Dass unsere Produkte per se<br />
nachhaltig sind – auch dank umfassender<br />
Recyclierbarkeit – ist<br />
ja hinlänglich bekannt. Ich kann<br />
guten Gewissens sagen: Wir<br />
sind die Guten! Und die Qualität<br />
unserer Branche als Kreislaufbranche<br />
wird sich nicht ändern,<br />
sondern laufend weiter ausgebaut.<br />
Ich möchte diese Aufzählung all<br />
der positiven Aspekte von Produkten<br />
aus Papier und Karton aber<br />
jetzt nicht als mehr oder weniger<br />
verstecktes Kunststoff-Bashing<br />
verstanden wissen – die derzeitige<br />
Diskussion geht nämlich in meinen<br />
Augen in die falsche Richtung.<br />
Alles in die Richtung Produzentenverantwortung<br />
zu verschieben<br />
und den Konsumenten aus der<br />
Verantwortung zu nehmen wird<br />
nicht funktionieren. Worin sollte<br />
etwa der Sammelanreiz für den<br />
Endverbraucher liegen, wenn für<br />
sein Littering ohnehin die Industrie<br />
in die Pflicht genommen wird?<br />
Vor allem aber bereitet es mir Sorgen,<br />
wenn die nationale oder auch<br />
europäische Politik sich durch<br />
Populismus oder die Angst vor<br />
dem nächsten „Shitstorm“ oder<br />
auch „nur“ wegen bevorstehender<br />
Wahlen zu massiven Markteingriffen<br />
hinreißen lässt, die die europäische<br />
Wirtschaft schwächen, ohne zur<br />
Lösung des eigentlichen Problems<br />
auch nur ansatzweise beitragen zu<br />
können, da es weit außerhalb des<br />
europäischen Einflussbereichs liegt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Letzte Frage – zum<br />
Thema des Jahres wird es wieder<br />
einen Trendtag im Herbst geben?<br />
Mag. Widermann: Ja, heuer wollen<br />
wir noch bis Mitte des Jahres eine<br />
PROPAK-Nachhaltigkeitscharta<br />
präsentieren und beim Trendtag<br />
im November wieder eine<br />
neue Studie präsentieren.<br />
Mit einer revolutionären Innovation der Krones AG, dem Dynafill, werden<br />
künftig die Bierspezialitäten der Brauerei Bischofshof und der Klosterbrauerei<br />
Weltenburg abgefüllt. Der Dynafill ist weltweit der erste Bierfüller der es<br />
ermöglicht, eine Flasche in nur 0,5 Sekunden mit Bier zu füllen.<br />
Nimmt man den Verschließvorgang<br />
hinzu, so dauert der gesamte<br />
Prozess gerade einmal 5 Sekunden.<br />
Damit revolutioniert das Konzept<br />
des Dynafill die Bierabfüllung,<br />
denn üblicherweise benötigt der<br />
Vorgang die doppelte Zeit zum<br />
Füllen und Verschließen.<br />
Qualität<br />
Dieses Füllen und Verschließen<br />
in einer Funktionseinheit spielt<br />
insbesondere im Hinblick auf die<br />
Qualität des abgefüllten Bieres<br />
eine wichtige Rolle. Durch das<br />
Verschließen der Flasche in der<br />
abgedichteten Kammer der Funktionseinheit<br />
entfällt der bisherige<br />
offene Transport der Flasche zwischen<br />
Füller und Verschließer. Die<br />
Sauerstoffaufnahme in der Flasche<br />
wird dadurch so stark minimiert,<br />
dass das Bier selbst nach längerer<br />
Lagerung geschmacklich unverändert<br />
frisch schmeckt.<br />
Inbetriebnahme<br />
Zahlreiche geladene Gäste aus<br />
dem In- und Ausland waren zur<br />
offiziellen Inbetriebnahme des Dynafill<br />
bei der Brauerei Bischofshof<br />
gekommen, die durch Brauereidirektor<br />
Hermann Goss, Landrätin<br />
Tanja Schweiger sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden<br />
der Krones<br />
AG, Volker Kronseder und Christoph<br />
Klenk, den Vorstandsvorsitzenden<br />
der Krones AG, erfolgte.<br />
Thomas Ricker, Vertriebsvorstand<br />
der Krones AG, dankte in seiner<br />
Festrede der Brauerei Bischofshof<br />
für das der Krones AG entgegengebrachte<br />
Vertrauen: „Über die Jahre<br />
hinweg hat sich eine derart intensive<br />
Freundschaft und Partnerschaft<br />
zwischen Bischofshof und<br />
uns entwickelt, so dass ein solch<br />
mutiges Vorhaben wie dieses hier<br />
überhaupt erst möglich gemacht<br />
worden ist. Und wir bei Krones<br />
wissen das sehr zu schätzen.“Die<br />
Einweihung des Dynafill war nicht<br />
nur Startschuss für die Weltpremiere<br />
eines einzigartigen Füllsystems<br />
sondern zugleich der offizielle<br />
Startschuss für ein mehrtägiges<br />
Fest zum 370-jährigen Bestehen<br />
der Brauerei Bischofshof.<br />
Der neue Dynafill von Krones (www.krones.com) ist weltweit<br />
der erste Bierfüller der es ermöglicht, eine Flasche<br />
in nur 0,5 Sekunden mit Bier zu füllen.<br />
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LOGISTIK<br />
CHEP automtisiert in Österreich<br />
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CHEP Österreich baut sein Service Center am Wirtschaftsstandort Wien mit<br />
hochmodernster Technologie aus. Der Marktführer im Palettenpooling investierte<br />
im einstelligen Millionenbereich in die Automatisierung der Paletteninspektion<br />
und -reparatur, um die Leistungsfähigkeit seines Service Centers in<br />
Hof am Leithaberge zu erhöhen.<br />
Anfang 20<strong>19</strong> war der Startschuss<br />
für den vollautomatisierten<br />
Betrieb. Durch<br />
den Einsatz von Robotik will CHEP<br />
zum einen konsistent höchste Standards<br />
bei Leistung und Compliance<br />
sicherstellen. Zum anderen war eine<br />
Prozessoptimierung notwendig,<br />
um der kontinuierlich wachsenden<br />
Nachfrage nach den nachhaltigen,<br />
blauen Ladungsträgern zu begegnen.<br />
Hof/Leithaberge folgende Technik:<br />
q Multifunktionale vollautomatische<br />
Inspektions- und Reparaturanlage<br />
zum automatischen Entstapeln,<br />
Transportieren, Wenden und Stapeln<br />
von Paletten<br />
q Ein neues Lasersystem (Automatic<br />
Digital Inspection, ADI), das<br />
einzelne Paletten auf Beschädigungen<br />
prüft und ggf. zur Reparatur<br />
schickt<br />
q Automatische Lackier- und<br />
Schablonenprozesse mittels Bürstenlackierkabinen<br />
und Inkjet-Systemen<br />
q Neue Rollennagler-Technologie,<br />
die sicherstellt, dass keine Nägel<br />
über das obere Brett der Paletten<br />
rausstehen<br />
q Ein Feuchtigkeitsmessgerät, das<br />
den Feuchtigkeitsgehalt der Paletten<br />
überwacht und das obere Deck sowie<br />
den Boden der Paletten sondiert.<br />
Überschreitet der Feuchtigkeitsgehalt<br />
einen bestimmten Wert, wird<br />
die Palette aus der Produktion aussortiert<br />
Share and Reuse<br />
Seit 2010 beliefert CHEP von Hof<br />
am Leithaberge aus den österreichischen<br />
und die Konsumgüterindustrie geliefert<br />
werden. Je nach Bedarf stellt<br />
Auf diese Weise lässt sich die konstant<br />
wachsende Nachfrage nach<br />
Markt geregelt mit Paletten, CHEP Österreich seinen Kunden den blauen Ladungsträgern im<br />
allen voran die Region Wien, Graz<br />
und Salzburg. Mit der Paletten Logistik<br />
Winter GmbH als verlässlichen<br />
und erfahrenen Partner ist selbst in<br />
Konjunkturhochs die konstante Palettenverfügbarkeit<br />
garantiert: Millionen<br />
Paletten werden jährlich nach<br />
dem Prinzip „Share and Reuse“ nach<br />
jedem Lieferzyklus standardmäßig<br />
kontrolliert und falls nötig repariert,<br />
bevor sie erneut an den Einzelhandel<br />
einen Plattform-Mix aus Euro-, Industrie-,<br />
Halb- und Viertelpaletten<br />
sowie Kunststoffpaletten und den<br />
rollbarenDisplay-Ladungsträger<br />
Dolly bereit.<br />
Robotereinheiten<br />
Im vollautomatisierten Betrieb werden<br />
die CHEP Paletten routinemäßig<br />
auf Mängel, Beschädigungen<br />
oder Verunreinigungen inspiziert.<br />
zweistelligen Bereich bewältigen.<br />
Mitarbeitern des Service Centers<br />
bietet das neue Arbeitsumfeld einen<br />
höheren Komfort in Punkto Ergonomie,<br />
indem Robotereinheiten Arbeitsschritte<br />
wie die Reparatur defekter<br />
Paletten übernehmen.<br />
Automatisierte Anlage<br />
Im Einzelnen umfasst die neu installierte<br />
automatisierte Anlage in<br />
„Nachhaltigkeitspreis Logistik 20<strong>19</strong>“<br />
Gemeinsam haben die BVL Österreich und die BVL Deutschland diesen Preis<br />
vor sieben Jahren ins Leben gerufen. Die Auszeichnung schafft Öffentlichkeit<br />
für Projekte, die als Vorbild für nachhaltige Lösungen dienen können – und sie<br />
trifft ein wichtiges Anliegen.<br />
Die Herausforderungen, denen<br />
sich die Logistikbranche<br />
gegenübersieht, sind<br />
gewaltig! Der starke Anstieg an<br />
Logistikleistungen soll einhergehen<br />
mit einer drastischen Reduktion<br />
von Treibhausgasen im Verkehrsbereich.<br />
Wir haben zwar in der<br />
Zwischenzeit lokal emissionsfreie<br />
Antriebe zur Verfügung, wie aber<br />
verhält es sich mit Reichweiten und<br />
der erforderlichen Versorgungsinfrastruktur?<br />
Dafür brauchen wir Lösungen!<br />
Auch heuer gab es wieder<br />
guten Zuspruch und es sind sieben<br />
Unternehmen dem Aufruf gefolgt<br />
und haben der Jury ihre Projekte<br />
zur Begutachtung vorgelegt. Vier<br />
der Einreichungen kamen aus Österreich,<br />
drei aus Deutschland. Eingereicht<br />
haben fünf Dienstleister<br />
Foto: BVL<br />
und zwei Industrieunternehmen.<br />
Thematisch spannt sich der Bogen<br />
von integrierten Gesamtkonzepten<br />
über die Citylogistik und den Kombinierten<br />
Verkehr bis hin zur ökologisch<br />
optimierten Lagerlogistik und<br />
zum Wagenbau.<br />
LKW Walter<br />
Der Nachhaltigkeitspreis Logistik<br />
20<strong>19</strong> geht an LKW WALTER für<br />
Mehr unter: www.euro-paletten.at/<br />
de/logistik-winter<br />
oder unter<br />
www.chep.com<br />
neue Lösungen im Kombinierten<br />
Verkehr! „Reduktion der LKW auf<br />
der Straße“ ist – kurzgefasst – die<br />
Zielsetzung des vorgestellten Projektes.<br />
Dazu ist LKW WALTER<br />
eine Selbstverpflichtung zur Verlagerung<br />
von Straßentransporten auf<br />
die Verkehrsträger Bahn und Schiff<br />
im Rahmen des Kombinierten Verkehrs<br />
eingegangen und investiert in<br />
modernstes Kombiverkehrs-Equipment.<br />
Das Unternehmen erweitert<br />
kontinuierlich sein Netzwerk im<br />
Kombinierten Verkehr von Österreich,<br />
Deutschland, den Benelux-<br />
Staaten, Großbritannien und Skandinavien<br />
nach Süd- und Osteuropa<br />
in Form von unbegleiteten Trailern<br />
auf dem Zug oder Schiff. Hinzu<br />
kommen der verstärkte Einsatz umweltfreundlicher<br />
Motorenklassen<br />
und die Optimierung der Transportplanung.<br />
Allein der Aspekt<br />
der Ökologie schlägt dabei mit<br />
der CO2-Reduktion von 60 bis 80<br />
Prozent zu Buche. Oder anders ausgedrückt:<br />
300.000 Tonnen weniger<br />
CO2 pro Jahr.<br />
Mehr unter: www.bvl.at<br />
oder unter www.lkw-walter.at<br />
Der Gewinner des 8. Nachhaltigkeitspreis<br />
Logistik wurde im Rahmen<br />
des 35. Logistik Dialoges der BVL für<br />
seine Nachhaltigkeit im weltweiten<br />
Transport ausgezeichnet.
Verpackung verkauft<br />
Entwicklung | Produktion | Logistik<br />
www.boesmueller.at
DRUCK<br />
Digitaldrucklösung für Standbodenbeutel<br />
58 <strong>02</strong>/<strong>19</strong><br />
Xeikon kündigt eine eigenentwickelte Digitaldrucklösung für Standbodenbeutel<br />
an. Diese jüngste Innovation richtet sich an Konsumgütermärkte, wie die Lebensmittel-,<br />
Getränke-, die chemische und die pharmazeutische Industrie. Mit dem<br />
Digitaldruck auf Standbodenbeuteln berücksichtigt Xeikon eine Reihe aktueller<br />
Trends, darunter eine höhere Anzahl von Artikelnummern (SKU), kürzere Lieferfristen<br />
und die wachsende Beliebtheit von Standbodenbeuteln im Ladengeschäft.<br />
Die Aufmerksamkeit der Markeninhaber, die die Regalwirkung ihrer Produkte<br />
erhöhen möchten, richtet sich zunehmend auf Standbodenbeutel, da diese aufrecht<br />
stehen, ein geringes Gewicht aufweisen und nachhaltig sind.<br />
Xeikon hat dabei einen wichtigen<br />
Teil des Produktionsprozesses<br />
vereinfacht, um<br />
eine Lösung mit kurzen Lieferzeiten<br />
anzubieten.<br />
Kundenbasierte Innovation<br />
Filip Weymans, Xeikon VP Marketing,<br />
sagt: „Diese Lösung ist ein<br />
Paradebeispiel dafür, was wir als<br />
‚kundenbasierte Innovation‘ bezeichnen.<br />
Mit unserer Konzentration auf<br />
diese Anwendung reagieren wir<br />
nicht nur auf die Anforderungen<br />
unserer Kunden, sondern auch auf<br />
die aktuellen Trends in den Verbraucherpräferenzen.<br />
Diese Entwicklung<br />
setzt neue Maßstäbe in unserem<br />
Portfolio an Digitaldrucklösungen.<br />
Dank seiner technologischen Kompetenz<br />
ist Xeikon in der idealen Lage,<br />
um innovative digitale Prozesse<br />
bereitzustellen.“<br />
Geringsmögliche Komplexität<br />
Aufgrund des flexiblen und mehrschichtigen<br />
Materials kann die Produktion<br />
von Standbodenbeuteln relativ<br />
komplex sein. Im Prinzip handelt<br />
es sich um eine laminierte Tüte, die<br />
aus mehreren Materialschichten besteht,<br />
die wiederum mehrere unterschiedliche<br />
Produktionsschritte erfordern.<br />
Xeikons neue Lösung trägt<br />
dazu bei, den Gesamtprozess zu<br />
vereinfachen und dabei kurze Lieferzeiten<br />
einzuhalten. Zuerst werden<br />
Text und Grafiken digital auf ein<br />
thermisches Laminat gedruckt und<br />
so die Außenschicht für die nächsten<br />
Schritte vorbereitet. Anschließend<br />
werden durch Laminierung mit einer<br />
Reihe von Schutzbarrieren verschiedene<br />
Schichten aufgebaut, bevor der<br />
Standbodenbeutel dann im Produktionsprozess<br />
zusammengestellt wird.<br />
Die Digitaldrucklösung von Xeikon<br />
zeichnet sich durch eine geringstmögliche<br />
Komplexität und einen<br />
breitestmöglichen Laminierungsaufbau<br />
aus.<br />
Nachhaltigkeit<br />
Aufgrund ihrer Vorteile bei der Produktpräsentation<br />
und der Handhabung<br />
durch den Verbraucher schätzen<br />
Vermarkter und Markeninhaber<br />
den Mehrwert dieser Verpackungsart<br />
hoch ein. Hinzu kommt der Faktor<br />
Nachhaltigkeit, die die Standbodenbeutel<br />
auszeichnet. So beträgt<br />
bei ihnen das Verhältnis von Produkt<br />
zu Verpackung 35:1. Das bedeutet<br />
im Prinzip, dass sie bis zum 35-fachen<br />
ihres eigenen Gewichts tragen<br />
können, was den entsprechenden<br />
Energieverbrauch für die Produktion<br />
und den Transport verringert. In Abhängigkeit<br />
von ihrer Größe, von der<br />
Endanwendung und von der Funktion<br />
sind Standbodenbeutel in einer<br />
Vielzahl unterschiedlicher Formen<br />
erhältlich. Viele Marken wechseln<br />
zurzeit von starren Verpackungsarten<br />
zu flexibleren Ausführungen<br />
wie Standbodenbeuteln.<br />
Mehr unter: www.xeikon.com oder unter www.flintgrp.com<br />
Lebensmittelsichere<br />
Trockentonertechnologie<br />
Der Digitaldruck auf Trockentonerbasis,<br />
wie ihn Xeikon anbietet,<br />
hat zahlreiche Vorteile. Dazu zählt<br />
nicht nur die höchste Druckqualität<br />
auf flexiblen Substraten, sondern<br />
auch, dass die Anfangskosten<br />
niedriger sind und keine Kosten für<br />
Umrüstungen zwischen den Aufträgen<br />
anfallen. Ebenso wichtig<br />
ist, dass der Drucker in der Lage<br />
ist, variable Daten sowohl einfarbig<br />
als auch vollfarbig zu drucken.<br />
Die digitale Trockentonertechnologie<br />
von Xeikon erlaubt die Just-intime-Produktion,<br />
unterschiedliche<br />
Versionen eines Jobs sowie Änderungen<br />
in letzter Minute. Druckereien<br />
mit einem hohen Druckvolumen<br />
und komplexen Aufträgen, die<br />
derzeit überlegen, welche Prozesse<br />
und Technologien für sie in Frage<br />
kommen, sollten bei ihrer Entscheidung<br />
berücksichtigen, dass<br />
die Rentabilitätsschwelle für den<br />
Flexodruck und die Digitalproduktion<br />
bei mindestens 4000 Laufmetern<br />
liegt.<br />
Zukunft<br />
Abschließend ergänzt Weymans:<br />
„Xeikon wird auch in Zukunft Innovationen<br />
für die unterschiedlichsten<br />
Märkte anbieten, um den<br />
hohen und sich rasant ändernden<br />
Anforderungen der Verbraucher<br />
gerecht zu werden. Mit unserem<br />
breiten Technologie-Portfolio sind<br />
wir ideal aufgestellt, um auf die<br />
aktuellen Markttrends zu reagieren<br />
und alle benötigten Lösungen zu<br />
entwickeln. Unsere Digitaldrucklösung<br />
für Standbodenbeutel nutzt<br />
die Trockentonertechnologie von<br />
Xeikon, die garantiert lebensmittelsicher<br />
ist. Auch gewährleistet diese<br />
Technologie eine hohe Konsistenz<br />
sowie eine mit dem Offsetdruck<br />
vergleichbare Oberflächenqualität<br />
(AM-Raster) und eine mit dem<br />
Flexodruck vergleichbare Farbabstimmung.<br />
Anhand des aXelerate<br />
Programms stellen unsere Spezialteams<br />
den Kunden ein direktes und<br />
persönliches Training sowie einen<br />
umfassenden Support zur Verfügung.<br />
Xeikon hat es sich zum Ziel<br />
gesetzt, nur die besten Produkte<br />
und Dienstleistungen anzubieten.“
TREFFEN SIE<br />
UNS AUF DER<br />
CCE<br />
HALLE B6<br />
STAND 570<br />
HOCHWERTIGE OFFSET-<br />
QUALITÄT IM GROSSFORMAT<br />
MIT GERUCHSFREIER TINTE<br />
Product of the Year Product 2018 of the Year 2018<br />
›New Technology‹ ›New Technology‹<br />
Ausgezeichnet mit Ausgezeichnet dem mit dem<br />
EDP-Award 2017EDP-Award 2017<br />
›Best Corrugated ›Best Print Corrugated Solution‹ Print Solutio<br />
corrugated@durst-group.com<br />
info@durst-group.com<br />
durst-group.com<br />
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04/18<br />
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