2019/18 - Mobilität

suedwest.presse

29. APRIL 2019 Mobilität EINE GANZE BRANCHE IM WANDEL Unter Strom Die Elektrifizierung auf den Straßen nimmt zu. Neben dem Personenverkehr tut sich auch im Transportwesen einiges. Seite 6 CARSHARING Das Auto wandelt sich vom Statussymbol zum reinen Mittel zum Zweck. Seite 4 ZUKUNFTSVISION Eine Seilbahn über Ulm ... oder warten wir vielleicht doch lieber aufs Flugtaxi? Seite 18 ARBEITSMARKT Mit der Automobilbranche verändern sich die Berufsperspektiven. Seite 12


Internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität MESSE MÜNCHEN Von der Batterie über die Ladesäule bis zum Elektrofahrzeug Über technische Innovationen, Geschäftsmodelle und intelligente Ladeinfrastruktur im erneuerbaren Energiesystem Für Flottenmanager, Planer und Systemintegratoren, Facility Manager und Energieversorger Power2Drive Europe: Laden Sie Ihr Wissen auf und entdecken Sie die Vielfalt der Elektromobilität! 50.000 Experten für Energie und Mobilität aus 160 Ländern und 1.300 Aussteller auf vier parallelen Fachmessen – Seien auch Sie Teil von The smarter E Europe!


INHALT/EDITORIAL 3 Inhalt Editorial Mit dem Flugtaxi zur Arbeit Neue Wege gehen – wären in Ulm eine Seilbahn oder ein Flugtaxi möglich? Seite 12 Aufbruch in ein neues Zeitalter Neue Technologien und Konzepte stellen Mobilität wie wir sie kennen auf den Prüfstand. Seite 4 Branche und Region im Wandel Seite 12 Zurück in die Zukunft! Innovative Mobilitätslösungen und alternative Antriebe stehen heute für weit mehr als Bewegung und Transport – sie schaffen Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und somit vor allem Zukunftsperspektiven. Dabei erkannten erste Visionäre bereits Ende des 19. Jahrhunderts zukunftsweisende Fortbewegungskonzepte wie Elektro- und Hybridantriebe. Während einst Verbrennungsmotoren das Rennen machten, stehen wir heute, mit enormen technologischen Fortschritten, auf der Schwelle zu einem umfassenden Wandel, dessen Kerngedanke letztlich schon lange existiert. Welche Auswirkungen die Bedürfnisse und Lebensstile unserer heutigen Gesellschaft auf die Mobilität der kommenden Jahrzehnte haben werden, lesen Sie ab Seite 4. Unter Strom – die Elektroflitzer kommen Seite 6 NEWS Seite 8 Was sind die aktuellen Fortschritte und Trends aus dem Bereich der E-Mobility? Antworten hierzu ab Seite 6. Die Autoindustrie ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige unserer Region. Erfahren Sie ab Seite 12 wie heimische Unternehmen der Zeitenwende entgegenwirken und deren Jobs zukunftsfähig machen. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre. Impressum Verlag & Herausgeber Neue Pressegesellschaft GmbH & Co. KG Frauenstr. 77, 89073 Ulm Projektleitung Tobias Lehmann Anzeigen (verantwortlich) Stefan Schaumburg Redaktion Stefanie Müller (verantwortlich) Kerstin Auernhammer, Martin Dambacher SVH GmbH & Co. KG Gestaltung Eva Maria Bittner mediaservice ulm Fotos Titel: © metamorworks/ Shutterstock.com SWP-Archiv, SVH Datenschutz Den Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter: datenschutz@swp.de Druck DHO - Druckzentrum Hohenlohe Ostalb GmbH & Co. KG Ludwig-Erhard-Straße 109 74564 Crailsheim Tobias Lehmann Teamleitung Sonderpublikationen


4 MOBILITÄTSKONZEPTE 10 Elektroautos der Marke Renault Zoe sind derzeit beim Carsharinganbieter swu2go im Einsatz: 5x in Blaubeuren, 1x in Berghülen, 1x in Niederstotzingen, 1x in Hermaringen, 1x in Illertissen und 1x in Jungingen. Acht weitere Stand orte sind in Planung. Quelle: SWU Um mobil zu sein, braucht man heute kein eigenes Auto mehr. Foto: © Inspiring/Shutterstock.com Aufbruch in ein neues Zeitalter Mobilität Welche Bedürfnisse und Lebensstile, welche Fortbewegungsmuster bestimmen in den kommenden Jahrzehnten unsere Mobilität? Von Martin Dambacher Als vor zehn Jahren die ersten car2go- Autos auf den Ulmer Straßen und Gassen umherflitzten, waren die Begriffe Carsharing und eMobility für die meisten böhmische Dörfer. Heute ist das von Daimler in Ulm entwickelte Automietsystem nach dem Zusammenschluss mit dem BMW-Angebot DriveNow der weltweit größte Sharingdienst in Sachen Mobilität – unter den über 20.000 Fahrzeugen in den 30 bespielten Metropolen sind über 3.200 Elektroautos. Aus Ulm hat sich car2go zurückgezogen, doch die Stadtwerke haben im Sommer 2018 mit swu2go einen Nachfolger ins Rennen geschickt. Das zeigt: Das Thema Carsharing spielt in der vernetzten Welt von morgen eine zentrale Rolle. Autofahren ohne eigenes Fahrzeug „Wir sehen heute schon in großen Städten und bei der jungen Generation, dass Mobilität immer weniger mit dem Besitz eines Autos verknüpft wird“, stellt Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch fest. Künftig werde es aus seiner Sicht ein gleichberechtigtes Nebeneinander verschiedener Möglichkeiten geben, sein Mobilitätsbedürfnis zu erfüllen. „Vernetzte Angebote und die fortschreitende Digitalisierung werden uns dabei aufzeigen, wie wir am bequemsten und schnellsten ans Ziel kommen“, glaubt Czisch. Das Projekt Regio-S-Bahn, emissionfreie Busse, swu2go und gemeinsame Nahverkehrspläne würden für einen vielfältigen Strauß an Maßnahmen stehen. Dass die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs aufgrund verschärfter Klimaziele, Luftreinhaltung und Parkplatznot in den letzten Jahren stark zugenommen hat, beobachtet auch der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes DING, Thomas Mügge. Er versucht die Innovationen in seinem Sektor weiter voranzutreiben. „Wir arbeiten intensiv an der verbundweiten Echtzeitinformation und an neuen digitalen Vertriebsstrukturen“, berichtet Mügge. „Dazu sind wir offen für Kooperationen mit möglichen Sharing-Anbietern.“ Er erwartet, dass die Nachfrage für unterschiedliche Mobiltitätsangebote steigen wird. Erweiterte Mobilitätskette Dies sieht SWU-Marketingleiter Marc Fuchs ähnlich. „Sharingprodukte werden zusammen mit dem Nahverkehr die erweiterte Mobilitäskette bilden“, erklärt Fuchs. Je nach Bedarf könne der fahrbare Untersatz


MOBILITÄTSKONZEPTE 5 dabei ein Auto, Fahrrad, Lastenrad oder E-Scooter sein. Ebenso würden sogenannte „on demand“-Services immer wichtiger, da gerade die Fahrten auf individuelle Anforderung für Mobilität hängt immer weniger vom Besitz eines Autos ab. Gunter Czisch Oberbürgermeister Ulm die letzte Meile bis zur Haustüre interessant sei. „Die digitale Abbildung von Fahrscheinen und Informationen nehmen in der Kommunikation mit den Kunden eine wichtige Rolle ein“, so Fuchs abschließend, daher sei das Smartphone ein unverzichtbarer Baustein für die Mobilität von morgen. Das Smartphone spielt eine wichtige Rolle Wie bequem es uns die digitalen Allrounder im Alltag künftig machen könnten, zeigt beispielsweise auch das kürzlich angelaufene „Handyparken“ in Neu-Ulm, über das via App ein Parkticket gelöst werden kann. Es erspart Autofahrern den lästigen Gang zum Parkscheinautomat samt Kramen nach Kleingeld. Und was machen die Menschen, die kein Smartphone besitzen? Die müssen selbstverständlich weiterhin einen Parkschein an einem der insgesamt 49 Automaten ziehen – denn Knöllchen wird es sicher auch im digitalen Zeitalter der Mobilität noch geben. Die Stadtwerke bieten ein Carsharing-Projekt. Foto: SWU spkulm.de Weil die Sparkassen den Motor unserer Wirtschaft am Laufen halten. Brummen ist einfach. Mittelstandsfinanzierer Nr. 1* *Bezogen auf die Sparkassen-Finanzgruppe Wenn´s um Geld geht


6 ELEKTROFLITZER Unter Strom: die Elektroflitzer kommen FOTO: © F KIT8.NET/SHUTTERSTOCK.COM Individualverkehr Nicht nur die Verkaufszahlen von Elektrautos und E-Bikes schnellen in die Höhe – auch in anderen Bereichen spielt das Thema eMobility eine große Rolle – zum Beispiel auf kürzeren Strecken. Von Martin Dambacher Rund eine Million verkaufte E-Bikes im Jahr 2018 und knapp 16.000 zugelassene Elektro-Autos im ersten Quartal 2019 sprechen eine klare Sprache: Der Stadtverkehr auf Deutschlands Straßen, Radwegen und Gehsteigen wird zunehmend elektrisch. In Kürze könnte es dank der näherrückenden Zulassung von sogenannten E-Scootern noch enger und flotter zugehen – eine entsprechende Verordnung mit Regeln für den Einsatz der kleinen Elektrogefährte wurde vom Bundeskabinett Anfang April verabschiedet. Nun muss nur noch der Bundesrat zustimmen, damit die „Elektrokleinstfahrzeuge“ mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 20 km/h legal im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden können. Straße, Gehweg oder Radweg? Wo die E-Roller dann letztlich unterwegs sein dürfen, hängt letztlich von der Leistung ab – E-Scooter, die zwischen zwölf und 20 Kilometer pro Stunde fahren können dürfen laut Verordnung auf Radwegen oder Seitenstreifen fahren, langsamere Modelle müssen auf Gehoder gemeinsamen Geh- und Radwegen ausweichen. Gibt es beides nicht, darf die Fahrbahn benutzt werden. Auf diese gehören auch alle klassischen Elektro-Roller, die die bisherigen Benzin- und 2-Takt-Modelle ersetzen sollen. Ihre Reichweite beträgt in der Regel zwischen 50 und 160 Kilometer, als Fahrerlaubnis genügt eine Mofa-Prüfbescheinigung (ab 15 Jahren), einen Führerschein der Klasse B (ab 16) oder der Autobeziehungsweise Motorradführerschein (ab 18). Ebenfalls immer öfters anzutreffen sind elektrifizierte Lastenräder, die im innerstädtischen Lieferverkehr immens praktisch sind. Denn die zweirädrigen Transporter helfen nicht nur bei der Luftreinhaltung, sondern müssen sich beispielsweise auch nicht an zeitliche Beschränkungen in Fußgängerzonen halten – dazu geben sie dem Fahrer elektrischen Rückenwind bei topografisch wadenfeindlichen Gebieten wie Ulm mit seinen sieben Hügeln und Stuttgart. Weiteres Plus: Je nach Bedarf lassen sich die Lastenräder individuell konfigurieren und gestalten, so dass sie sowohl von Handwerkern, Lieferdiensten als auch von Unternehmen für deren innerbetrieblichen Fahrten ideal eingesetzt werden können. Selbst Rikscha-Taxis und öffentliche Behörden wie die Polizei setzt bereits vermehrt auf diese Technik. Auch Postdienstleister nutzen elektrische Antriebe als „Rückenwind“ für ihre Zusteller. Platz für eine Europalette: Fahrzeuge wie dieses könnten bald Alltag sein. Foto: Sortimo Hilfe auf der letzten Meile zum Kunden Reicht die vorhandene Kapazität für Lieferdienste oder Zusteller einmal nicht aus, könnten künftig auch Fahrzeuge wie der ProCargo CQ1 von Sortimo die Lösung sein, die die Lücke zwi-


ELEKTROFLITZER 7 schen Lastenfahrrad und Mini-Van auf der sogenannten „letzten Meile“ schließen. Dieser letzte Abschnitt auf dem Weg einer Ware vom Absender zum Adressaten ist der personalintensivste und damit teuerste. Bei Lastenrädern mangelt es oft an ausreichend Ladefläche für größeres Stückgut oder mehr Waren. Sortimo bietet mit seinem ProCargo CQ1 ausreichend Platz für den Transport einer Europalette oder eines absetzbaren Containers. Die Fracht kann dank E-Antrieb ressourcenschonend und kostensparend mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde ans Ziel gebracht werden. Stehen statt gehen Ebenfalls klein, aber fein präsentieren sich die vielen einoder zweispurigen, elektrischen Rollbretter auf dem Markt, die vor allem bei Jugendlichen der Renner sind. Durch Gewichtsverlagerung wird hier der E-Antrieb gesteuert – ähnlich wie beim Segway, das sich im Stadtverkehr bislang nicht durchsetzen konnte. Allerdings dürfen die sogenannten „Hoverboards“ ohne Lenkstange bisher mangels Zulassung nur auf Privatgelände betrieben werden – genau wie die motorangetriebenen Varianten des klassischen Skateboards. Ob dies so bleibt, gilt es abzuwarten, letztlich führt am Boom der Elektroflitzer kein Weg vorbei. 25km/h ist die magische Grenze. . Fahrzeuge, deren Antrieb bei dieser Geschwindigkeit abriegelt, kön- nen ohne Führerschein gefahren werden, etwa Pedelecs. Für schnellere Elektrofahrräder braucht man einen Mofa-Führerschein (Klasse AM). Lastenbikes für den innerstädtischen Lieferverkehr. Foto: Sortimo Wir fordern und setzen uns dafür ein, dass Ulm Vorzeigestadt für die Mobilitätswende wird. CDU-Fraktion Ulm Rathaus . Marktplatz 1 89073 Ulm Telefon: 0731 618220 cdu-fraktion-ulm@t-online.de www.cdu-fraktion-ulm.de


8 NEWS HNU-Professoren küren beliebteste Arbeitgeber Studie Wie gut kommen die Firmen in der Region als Arbeitgeber an? Damit beschäftigt sich eine Studie der Hochschule Neu-Ulm. Wer auf Jobsuche ist, achtet unter anderem auf den Ruf eines Unternehmens. Wie bekannt ist es? Wie sympathisch kommt es rüber? Antworten auf diese Fragen gibt für den Raum Ulm die Hochschule Neu- Ulm, genauer das „Kompetenzzentrum Wachstums- und Vertriebsstrategien“ unter Federführung der Professoren Alexander Kracklauer und Sascha Fabian. In der neuesten „Employer Branding Studie“ wurden 1.105 Arbeitnehmer der Zukunft befragt. Sie sollten angeben, für wie bekannt, sympathisch und attraktiv als Arbeitgeber sie die 30 umsatzstärksten Unternehmen der Region halten. Auf den ersten Platz kam die Liebherr-Gruppe mit Spitzenwerten in Beliebtheit und Sympathie. An zweiter Stelle steht mit Daimler TSS ein Zulieferer der Fahrzeugbranche, den dritten Rang belegte das Familienunternehmen Seeberger. pm/ka News ACE fordert Ausbau von Ladestationen für Elektroautos Der ACE hat die Bundesregierung zu mehr Anstrengungen beim Ausbau von Ladestationen für E-Autos aufgefordert. Die Installation privater Ladeinfrastruktur zu Hause müsse gefördert werden. Es sei außerdem überfällig, die rechtlichen Voraussetzungen für die Installation von Ladestationen in Miet- und Sammelgaragen zu schaffen. Zukunftsvisionen Der Autoclub ACE forderte die Koalition auf, es müssten nun die Weichen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität gestellt werden. „Damit deutsche wie EU-weite Klimaschutzziele erreicht werden, muss jetzt seitens der Bundesregierung konsequent Fahrt in Richtung Verkehrswende aufgenommen werden“, sagte der ACE-Vorsitzende Stefan Heimlich. Das Thema Mobilität hat auch die Hannover Messe im März beschäftigt. Bei etlichen Ausstellern der weltgrößten Industrieschau ging es um Verkehr. Am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ wurde etwa ein einsitziger Kabinenroller für die Stadt vorgestellt. Er soll dank Carbon, Teilen aus dem 3D-Drucker und Beschränkung aufs Wesentliche nur 400 Kilo wiegen und nur ein Viertel der Fläche eines normalen Autos einnehmen. Einziger Haken: Er ist noch nicht zugelassen. Volkswagen dagegen zeigte Anwendungsmöglichkeiten für künftig autonom fahrende Autos; vom rollenden, fahrerlosen Besprechungsraum bis zur mobilen, selbstfahrenden Krankenliege im Auto – für den Notfall. FOTO: Leichitbau BW Scheuer will Deutschland breit aufstellen Man könnte den Eindruck haben, dass der moderne Mensch keinen Schritt mehr laufen kann … oder will. Deshalb werden immer mehr Fahrzeuge elektrifiziert, damit man und frau schneller, bequemer und unabhängiger von A nach B kommt: Internationales Testgebiet Wie autonome Fahrzeuge mit Verkehrsschildern und Ampeln zurechtkommen, wird ja schon seit Jahren ausgiebig getestet – doch was passiert, wenn ein autonomes Fahrzeug eine Landesgrenze passiert? Messe „Power2Drive“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich gegen eine einseitige Förderung der Elektromobilität ausgesprochen. Der CSU-Politiker sagte, richtig sei ein technologieoffener Ansatz. „Wir müssen breit bleiben.“ Man könne noch nicht sagen, welches in zehn Jahren das beste Konzept sei. Es müsse auch die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gefördert werden, sagte er. Scheuers Konzept ist ehrgeizig: „Wir wollen Mobilität bequem, bezahlbar, umwelt- und klimafreundlich machen.“ Individualisierung des Nahverkehrs E-Scooter, Hoverboards und Co sind „in“. Die Gesetzgebung kommt gar nicht mehr hinterher – obwohl es die Geräte schon länger gibt. Eine Einordnung von E-Scootern soll voraussichtlich am 17. Mai vom Bundesrat verabschiedet werden, an anderen Regelungen wird noch gearbeitet. Kommt es mit fremden Ampeln, Verkehrszeichen und Schildern zurecht? Das wird seit Anfang April im Schengen-Raum getestet. Dort sind Roboterwagen auf deutschen, Luxemburger und französischen Straßen unterwegs. In München geht vom 15.-17. Mai eine eigene Messe für E-Mobilität über die Bühne. Die „Power2Drive“ mit 1.300 Ausstellern ist die Fachmesse für Elektromobilität „von der Batterie über die Ladesäule bis zum Elektrofahrzeug“. FOTOS: © VITALY USOV, DZM1TRY/SHUTTERSTOCK.COM


Anzeige DING 9 Sparen auf dem Weg zum Job Das Jobticket bietet schlanke Mobilität für jeden Tag. Für Unternehmen wie für Mitarbeiter ist es eine Win-win-Situation. Denn beide sparen dadurch Geld. Jeder Arbeitstag beginnt mit Mobilität – Busse und Bahnen bieten hier im Vergleich zur Nutzung des eigenen Pkw viele Vorteile. Die günstigen Fahrtkosten sind dabei nur ein Punkt; dazu kommt, dass es sicherer ist, mit öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren und dass Fahrgäste (laut dem British Medical Journal) sogar schlanker sind als ihre autofahrenden Kollegen! Noch mehr Vorteile Mitarbeiter in Unternehmen mit DING-Jobticket können die Jahreskarte für Bus und Bahn deutlich günstiger erwerben. Das macht den Arbeitsplatz und damit das Unternehmen attraktiver und sorgt für zufriedene Kolleginnen und Kollegen. Außerdem benötigen Bus- und Bahnfahrer keine Parkplätze – das spart dem Gut betreut: Das KundenCenter SWU traffiti ist eine von zwei Ausgabestellen für Jobtickets im DING-Gebiet. Foto: SWU Verkehr Unternehmen teure Pkw-Stellflächen. Der Rabatt für das Jobticket erhöht sich deutlich von 5 auf 10 Prozent, wenn der Arbeitgeber die Fahrtkosten mit mindestens 10 €/Monat bezuschusst. Weil ab 1.1.2019 die Steuerfreiheit für Arbeitgeberleistungen zum Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt, wird diese Möglichkeit noch attraktiver. Die Neuregelung hat für Arbeitgeber den Vorteil, dass sie das Job-Ticket nicht mehr in die monatliche 44 Euro Freigrenze einbeziehen müssen. Wenig Aufwand Der Weg zum Jobticket ist ganz einfach: Nach Abschluss des obligatorischen Jobticket-Vertrags benötigen Mitarbeiter nur noch eine Arbeitgeberbescheinigung – die wird für die selbständige Bestellung des Jobtickets über www.ding.eu benötigt. Das Jobticket in Kürze » Persönliche Jahreskarte im Abo » Mindestbestellmenge 20 Tickets (Poolbildung möglich) » Bestellung und Bezahlung online über www.ding.eu » 10% Rabatt mit Arbeitgeber-Zuschuss, 5% Rabatt ohne Arbeitgeber-Zuschuss Ansprechpartner: SWU KundenCenter traffiti Neue Straße 79 89073 Ulm Tel. 0731 1662840 traffiti@swu.de DB ServiceCenter Ulm Karlstraße 31-33 89073 Ulm Tel. 0731 15500 servicecenter@zugbus-rab.de Für Ihre nächste Beförderung sorgt Charly ! Arbeitgeberzuschuss jetzt steuerfrei! Einfach besser fahren Jobticket Für Pendler bequem und günstig. www.ding.eu


10 AL-KO FAHRZEUGTECHNIK Anzeige AL-KO bringt New Mobility auf die Straße Unternehmen positioniert sich als Hersteller von Systemträger-Plattformen und Fahrwerks-Baugruppen sowie als Fertigungspartner mit Produktions-Know-how. Die AL-KO Fahrzeugtechnik setzt auf New Mobility. Wie schon in der Vergangenheit ist der weltweit agierende Konzern aktiver Gestalter der Zukunft. Dank des technologischen Wissens und einer hohen Flexibilität ist AL-KO der ideale Partner für Unternehmen, die sich der New Mobility verschrieben haben. So liefert das Unternehmen mit dem variablen Leichtbau-Chassis, das als Systemträger einen modularen Einsatz der Batteriepakete und E-Komponenten ermöglicht, die auf jegliche individuellen Bedürfnisse anzupassende Fahrzeugbasis. Neues Montagewerk mit bis zu 100 Arbeitsplätzen President und CEO der AL-KO Fahrzeugtechnik Harald Hiller: „Wir sind nicht nur bei einem aktuellen Megatrend vorne mit dabei, sondern gleichzeitig auch ein ganz wesentlicher Mitgestalter der mobilen Zukunft. Wir verstehen uns als Hersteller von Systemträger-Plattformen und Fahrwerks-Baugruppen sowie als Fertigungspartner mit umfassendem Produktions -Know- how. Dass diese Kompetenzen bei diversen neuen Playern der Elektrofahrzeugbranche gut ankommen, freut uns. Ein großer Mehrwert für diese Unternehmen ist es, dass wir sie mit unserer Agilität und Flexibilität auf ihrem Zentrale und Kundencenter des weltweit agierenden Technologie- Konzerns in Kötz bei Günzburg. Foto: AL-KO Im neuen Montagewerk in Deffingen bei Günzburg übernimmt die AL-KO Fahrzeugtechnik die Elektrifizierung von zwei Fahrzeug-Modellen für ABT e-Line, die im Auftrag eines großen deutschen Automobilherstellers gefertigt werden. Wachstumspfad begleiten. Viele Elektrofahrzeuge, die heute und in den nächsten Jahren auf die Straße kommen, werden die Kompetenz und Fahrwerkskomponenten von AL-KO Fahrzeugtechnik in sich tragen.“ Das Problem ist bekannt: Hohe Stickstoffdioxid-Belastungen aufgrund des Schadstoffausstoßes im Straßenverkehr stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Grundsätzlich herrscht Einigkeit, dass die Stickoxid-Emission gesenkt werden muss. An zukunftsbestimmenden Lösungen arbeitet die AL-KO Fahrzeugtechnik, die bereits innovative Fahrzeugkonzepte für Nutzfahrzeuge realisiert hat. „Nach ersten Kontakten mit dem Thema Elektromobilität durch unser Electric-Power- Chassis im Jahr 2010 haben wir 2016 für den vollelektrisch angetriebenen E-Transporter ABT eCab die maßgeschneiderte Plattform bereitgestellt“, so Mirko Trefzer, Senior Vice President Sales & Marketing bei AL-KO Fahrzeugtechnik. Aktuell übernimmt AL- KO die Elektrifizierung von zwei Fahrzeug-Modellen im Bereich Nutzfahrzeuge für ABT e-Line, die im Auftrag eines großen deutschen Automobilherstellers gefertigt werden. Dazu wird momentan im Gewerbepark Deffingen bei Günzburg ein Montagewerk errichtet, in dem bis zu 100 neue Arbeitsplätze entstehen. In Spitzenzeiten sollen dort im Zwei-Schicht- Betrieb 40 Fahrzeuge pro Tag bzw. 10.000 Einheiten pro Jahr vom Band laufen. Die Elektrifizierung der Fahrzeuge umfasst die Bereiche der Vormontage und Montage von Elektrokomponenten, Elektroantrieb und Batterie. Intelligentes Hybridkonzept für Transporter Die bereits realisierten Fahrzeug-Konzepte bieten einen soliden Einstieg in das Thema E-Mobilität. Dennoch sind die Fahrzeuge in ihrer Reichweite beschränkt, da die Batteriekapazität meist nur für den Stadt- und Umlandverkehr ausgelegt ist. Auch dazu hat die AL-KO Fahrzeugtechnik einen intelligenten Lösungsvorschlag geliefert. Zusammen mit der Huber Automotive AG, ein etablierter Spezialist für Embedded Automotive Electronics, wurde auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 eine Weltneuheit präsentiert: das Hybrid Power Chassis. Dieses Hybrid-System bietet mit zulässigen Gesamtgewichten zwischen 3,5 und 5,0 Tonnen die perfekte Lösung für emissionsfreie urbane Fahrten mit Elektroantrieb und längere, außerstädtische Touren mit Verbrennungsmotor. Die Besonderheit: Die elektrifizierte Hinterachse mit einer Leistung von zirka zugeschal den Trans cleveren H Die Ko Automoti mehrere vor und be komplex sowohl fü als auch zeugberei ist sehr s ten, dass auch bei R wichtige R


Anzeige AL-KO FAHRZEUGTECHNIK 11 Der Kompetenz-Bereich der AL-KO Fahrzeugtechnik umfasst bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen die Bereiche der Vormontage und Montage von Elektrokomponenten, Elektroantrieb und Batterie. Zur Person Harald Hiller ist President und CEO der AL-KO Fahrzeugtechnik. Ihm obliegt die gesamte strategische und operative Führungsverantwortung des weltweit agierenden Konzerns. von zirka 90 kW kann bei Bedarf zugeschaltet werden und macht den Transporter damit zu einem cleveren Hybridkonzept. Die Kooperation mit Huber Automotive sieht mittelfristig mehrere E-Mobility-Lösungen vor und beinhaltet den Gesamtkomplex der Elektromobilität sowohl für den Nutzfahrzeugals auch für den Freizeitfahrzeugbereich. „Die Entwicklung ist sehr spannend. Wir erwarten, dass die Elektromobilität auch bei Reisemobilen eine gewichtige Rolle einnehmen wird. Zur Person Mirko Trefzer verantwortet als Senior Vice President Vertrieb und Marketing der AL-KO Fahrzeugtechnik die Umsetzung der Vertriebsziele und der damit verbundenen Wachstumsstrategie. Ebenfalls denken wir über elektrisch angetriebene Wohn- und Nutzanhänger nach, die das E-Zugfahrzeug unterstützen. Wie bei bestehenden Kooperationen, mit anderen namhaften Playern, beispielsweise für leichte elektrische Nutzfahrzeuge, wird die AL-KO Fahrzeugtechnik als Lieferant von Leichtbau-Chassis, komplett abgestimmten Fahrwerken und Achsen bzw. Sonderachsen auch bei weiteren Projekten ein aktiver Gestalter der Zukunft sein“, so Mirko Trefzer. Blick in die Geschichte: In 88 Jahren zum Global Player 1931 in Kötz im Landkreis Günzburg gegründet, ist die AL-KO Fahrzeugtechnik heute ein global agierendes Technologie-Unternehmen mit rund 30 Standorten und 2.650 Mitarbeitern in Europa, Südamerika, Asien und Australien. Mit hochwertigen Chassis- und Fahrwerkskomponenten für Anhänger, Freizeitfahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge steht AL-KO für beste Ergonomie und Funktionalität, höchsten Komfort sowie Innovationen für mehr Fahrsicherheit. AL-KO Fahrzeugtechnik und Dexter Axle sind seit Ende 2015 unter DexKo Global Inc. vereinigt. Diese Kombination ist weltweit führender Hersteller von Anhängerachsen und Chassis-Komponenten im leichten Fahrzeug-Segment. DexKo Global Inc. erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. Neue Herausforderung gesucht? Infotage zur Elektromobilität am 10. und 17. Mai Für den Fachbereich Vor- und Endmontage an unserem Standort Deffingen suchen wir Sie als Kfz-Mechatroniker (w/m/d) im Bereich Elektromobilität Ihre Aufgaben: I Demontage verschiedener Fahrzeugkomponenten I Vormontage von Elektrokomponenten I Endmontage und Verkabelungstätigkeiten I Bohren, Kleben und Nieten von Bauteilen I Fahrzeugendprüfungen nach Vorgaben I Begleitende Dokumentation Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung in unserem Bewerberportal auf www.alko-tech.com. Interesse geweckt? Dann besuchen Sie uns am 10.05.2019 oder am 17.05.2019 um 14.00 Uhr an unserem neuen Standort (Alois-Mengele- Straße 1, 89312 Günzburg/Deffingen) und informieren Sie sich über unseren Einstieg in die Elektromobilität. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen und bringen Sie bei dieser Gelegenheit Ihre Bewerbungsunterlagen mit. ALOIS KOBER GMBH I Human Resources Nadine Böhm I Fon +49 8221 97-8932 Ichenhauser Str. 14 I 89359 Kötz bewerbungen@alko-tech.com I www.alko-tech.com


12 JOBS Branche und Region im Wandel Jobs Wie die heimische Autoindustrie und deren Zulieferer der Zeitenwende entgegenwirkt und deren Jobs zukunftsfähig macht. Von Martin Dambacher Spätestens seit der Förderung von Elektromobilität durch die Bundesregierung scheint die deutsche Autoindustrie in Sachen eMobiltiy endlich ein wenig in Fahrt zu kommen. Gleichzeitig setzen sinkende Export-Quoten, Dieselskandal und Grenzwertdebatte die Branche unter Druck. Die Folgen sind dabei nicht nur in den großen deutschen Autometropolen München, Stuttgart, Ingolstadt und Wolfsburg spürbar, sondern beeinflussen auch das Tun zahlreicher Zulieferer in der Region Ulm – schließlich sitzen hier viele mitarbeiterstarke „Hidden Champions“. Wer erkennt die Zeichen der Zeit und deutet sie richtig? Die Gefahr: Werden die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt, droht Betrieben die Insolvenz, wie die jüngsten Beispiele der Traditionsfirmen SAM automotive in Feldstetten oder Räuchle Präzision in Dietenheim unter Beweis gestellt haben. Andere Unternehmen hingegen stellen sich der Herausforderung und sehen darin sogar eine Chance zu wachsen. „Mit unserem neuen Montagewerk für Elektrofahrzeuge sind wir nicht nur bei einem Megatrend vorne mit dabei, sondern gleichzeitig auch ein ganz wesentlicher Mitgestalter der mobilen Zukunft“, erklärt Harald Hiller, CEO der AL-KO Fahrzeugtechnik in Kötz, wo in Spitzenseiten bis zu 10.000 Einhei- Auch künftig wird die Autobranche in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftszweig sein. Fotos: © Jenson, Phonlamai Photo/shutterstock.com weiter auf Seite 14


Anzeige ELEKTROBIT 13 Für die Zukunft der Mobilität Wann immer die Bundeskanzlerin in einem Audi A8 chauffiert wird oder Queen Elizabeth II in einem Bentley Bentayga unterwegs ist, ist wahrscheinlich Technik von Elektrobit an Bord. Elektrobit (EB) ist ein weltweit agierender An bieter von Embedded- und Connected- Software- Lösungen und Dienstleistungen für die Automobilindustrie. In Ulm entwickelt EB hochkomplexe Produkte für die Zukunft der Mobilität. Eine Besonderheit am Standort Ulm: Alle Fachkräfte befinden sich unter einem Dach. Design und Funktionalität Während die einen parallel Softund Hardware für autonomes Fahren oder die Vernetzung von Fahrzeugen entwickeln, kümmert sich ein anderes Team um Design-Fragen im Zusammenhang mit der Bedienung des Fahrzeugs. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Benutzeroberflächen einfach zu bedienen sind und von den Autofahrern als angenehm und attraktiv empfunden Erstes unfallsicheres In-Car-Tablet mit Echtglasoberfläche. werden. Außerdem sind Abteilungen wie das Personalwesen, die Prototyp-Entwicklung oder die Qualitätssicherung vor Ort zu finden. In Ulm implementieren die Experten innovative Produkte direkt in das Fahrzeug. Eines davon ist das Audi Tablet, das an den Hintersitzen des Audi A8 zu finden ist. Es ist das erste unfallsichere, abnehmbare In-Car- Tablet mit einer Echtglasoberfläche. EB hat auch maßgeblich zu einer besseren Vernetzung des Fahrzeugs beigetragen. Durch eine Integration von Android haben die Softwareentwickler die Welt der Apps und des Google Play Stores in die Welt der Automobile eingeführt. Über Elektrobit Weltweit beschäftigt Elektrobit 2.600 Angestellte an 22 Standorten in 11 Ländern, ca. 250 Mitarbeiter sind seit April 2018 am zweitgrößten Standort in Ulm beschäftigt. Software von Elektrobit steckt in mehr als einer Milliarde Geräten in über 100 Millionen Fahrzeugen weltweit. Mehr auf www.elektrobit.com Am 8. Mai ab 18 Uhr lädt Elektrobit zur Career Night in Ulm ein. Wer sich für einen Job interessiert, kann den potenziellen Arbeitsplatz in der Lise-Meitner-Straße gleich anschauen und sich mit künftigen Kollegen aus tauschen.Am besten vorher anmelden auf jobs.elektrobit.com/ job-events-de WIR SUCHEN für unseren Standort ULM Hard- und Softwareentwickler (m/w/d) der Fachrichtungen (Medien-) Informatik / Elektrotechnik / Mechatronik / Digital Media o.ä. für die Themengebiete Cockpit System Solutions, Automotive Android, Displaytechnik und Infotainment Hard- und Software Bewirb dich jetzt! jobs.elektrobit.com 09131/7701-6984 Elektrobit Automotive GmbH, Lise-Meitner-Str. 10, 89081 Ulm


14 JOBS ten pro Jahr vom Band laufen sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Facharbeiter wie Kfz-Mechaniker oder -Mechatroniker, Maschinen- und Anlageführer, aber auch Entwickler und Projektleiter benötigt und gesucht – darüber hinaus sollen noch weitere nachhaltige Arbeitsplätze mit Weiterbildungsund Qualifikationsmaßnahmen geschaffen werden. Da die Menschheit tendenziell ja eher nicht weniger, sondern mehr Fahrzeuge benötigen wird, bleibt der Markt in Bewegung. Die Bandbreite der „Fahrzeuge“ ist groß und geht salopp gesagt vom Rollschuh bis zum Kreuzfahrtschiff. Oder – um bei der E-Mobilität zu bleiben – vom Hoverboard bis zum Lastwagen. Fachleute für die Zukunftsthenem Auch die Ulmer Wieland-Werke sehen sich in dieser Hinsicht gut für die Zukunft gerüstet. „Das Megathema Elektromobilität wird sich in den nächsten zehn bis 20 Jahren durchsetzen und unser Wachstum möglicherweise langfristig und nachhaltig antreiben“, ist sich Christine Schossig, Vice President Marketing & Communications, sicher – hierbei komme es Wieland entgegen, dass es sich um eine Evolution handle und es zunächst neben weni- Forschung und Entwicklung sind in allen denkbaren Branchen rund ums Auto aktiv. Foto: © Golubovy/shutterstock.com gen reinen E-Autos mehr Hybridfahrzeuge geben werde. „Neben Komponenten für die alten und neuen Antriebstechnologien können wir mit unseren Hochleistungslegierungen auch sehr viel zur künftigen Wertschöpfung in Elektrofahrzeugen sowie der autonomen Fahrzeugtechnologie beitragen“, ergänzt Schossig. Man habe in Ulm sehr gute Ingenieure, die an diesen Zukunftsthemen arbeiten würden. Ebenfalls gut aufgestellt sieht sich der Ulmer Schmierstoffspezialist Hermann Bantleon, auch wenn hier der Umschwung durchaus kritischer betrachtet wird. „Grundsätzlich glauben wir nicht, dass der Technologiewechsel in der heute angedachten Weise und diesem Umfang kommen wird“, mutmaßt Rainer Janz, Bereichsleiter Produktund Qualitätsmanagement. Sinn und Nutzen dürfe man hier durchaus kritisch hinterfragen. Im Laufe der Zeit habe man sich aber eine gewisse Branchenvielfalt erarbeitet, die die Umsätze auch in schwierigen Zeiten sichere, so Janz weiter. Dazu würden auch bei Elektromotoren klassische Prozesse der mechanischen Bearbeitung anfallen und auch dabei würden Hilfund Betriebsstoffe benötigt. Es wird viel passieren Eins ist sicher: Seit Carl Benz 1886 seinen Motorwagen zum Patent angemeldet hat, ist viel passiert. Gerade hinsichtlich der Elektrifizierung und der zunehmenden Automatisierung ist auch in den kommenden Jahren eine rasante Entwicklung zu erwarten. Die Branche an sich ist also eine zukunftsträchtige für Fachkräfte. Jobs fallen weg, es kommen aber auch neue hinzu FOTO: ©SOLCAN DESIGN/ SHUTTERSTOCK.COM Weit über 800.000 Menschen arbeiten in Deutschland in der Automobilindustrie, sie ist einer der größten Wirtschaftszweige des Landes. Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) drohen langfristig Zehntausende Jobs in der Automobilbranche zu verschwinden. Gleichzeitig wollen die Automobilindustrie und ihre Zulieferer bis 2020 40 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung alternativer Antriebe investieren. „Durch die weitere Verbreitung von Elektromobilität eröffnen sich interessante Jobperspektiven“, sagt Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Die Branche sucht jetzt zum Beispiel Absolventen aus dem IT-Bereich. Aber auch Juristen, die sich mit Produkthaftung, Patenten und Lizenzen befassen. Oder Autodesigner, die die Innenausstattung der E-Autos entwerfen. Oder Volkswirtschaftler, Ingenieure, Maschinenbauer und Elektrotechniker. „Auch Chemiker haben gute Berufsaussichten“, erklärt Ralf Petri vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. dpa


Anzeige B + R AUTOHAUS 15 Flüssiggas ist bald Alltag Klimafreundlich, günstig und ergiebig soll der Treibstoff der Zukunft sein. Bis Brennstoffzellen & Co so weit sind, stellen Bio- und Erdgas eine echte Alternative dar. Iveco hat sich auf dem Gebiet von Antriebsalternativen in letzter Zeit besonders hervorgetan. Während Iveco bei Stadtbussen auch auf Elektro- und Hybrid setzt und bereits seit einem Jahr in der Vermarktungsphase ist, gilt Methan (Bio- / Erdgas) in der Güterlogistik als sofort verfügbare und bezahlbare Alternative. Schon jetzt bietet der Nutzfahrzeughersteller Iveco eine große Flotte an gasbetriebenen Fahrzeugen. Foto: Iveco In Ulm entwickelt Das Entwicklungszentrum in Ulm und die Test- und Versuchsabteilung arbeiten im Sinne einer permanenten Weiterentwicklung dieser sauberen und leisen Transportlösung eng zusammen. Methan ist sehr variantenreich, es kann fossil als Erdgas bereitgestellt werden, aber auch regenerativ erzeugt werden. Das geht auch in großen Mengen über Biogas aus organischen Abfällen und Landwirtschaft und als „PtX“, also Gas aus Überschussstrom. Iveco hat lange Erfahrung mit dieser Technologie und daher eindeutig das breiteste Spektrum anzubieten. Faustregel: Was man mit Dieselmotoren bauen kann, geht auch mit einem Methanmotor. Vom Transporter (Daily Baureihe) über den mittelschweren Bereich (Eurocargo) bis zum Schwerfahrzeug (Stralis). Und das mit dem Vorteil, den die E-Mobilität noch einige Zeit nicht bieten kann: einen schnellen Transport mit schweren Gütern über weite Strecken. Entfernungen bis 1.600 km bei 40 Tonnen Gewicht ist die Vorgabe, die ein Spediteur stellt. Dafür muss das Gas aber in einen anderen Aggregatzustand gebracht werden. Tiefkalt ver flüssigt reichen 395 kg für dieses Lastkollektiv. Über 4.000 Fahrzeuge der Stralis-Baureihe fahren derzeit sauber und leise mit Gas quer durch Europa. Größtes Potenzial Weil sich auch in Deutschland das Tankstellennetz jetzt gut entwickelt, wird dieser Technologie das größte Potenzial bescheinigt. Das Verkehrsministerium unterlegt das mit einer Befreiung von der Maut sowie einer Förderung bei Anschaffung. Denn der Klimawandel wartet nicht, bis Brennstoffzelle & Co (daran arbeitet selbstverständlich auch Iveco) soweit sind, schwere Güter über weite Strecken zu befördern. pm TSCHÜSS MAUT! JETZT AUF GAS WECHSELN UND BIS ZU 30.000 € IM JAHR SPAREN* GUT FÜR IHR BUSINESS. UND DIE UMWELT. • 100 % MAUT SPAREN Keine Maut 2019 und 2020 sowie bis zu 12.000 H staatliche Förderung • 20 % KRAFTSTOFFKOSTEN SPAREN 10 % weniger Kraftstoffverbrauch als Diesel**, 10 % geringere Kraftstoffkosten • 100 % UMWELTFREUNDLICH 95 % weniger CO 2 mit Biogas, 90 % weniger NO 2, 99 % weniger Rußpartikel * Maut- und Treibstoffkostenersparnis basierend auf 150.000 km/Jahr, Mautanteil: 90 % ** 10 % weniger Kraftstoffverbrauch als ein Stralis XP 460 Diesel und 10 % geringere Kraftstoffkosten B+R Autohaus GmbH Alfred Maier Hörvelsinger Weg 8-10 · 89081 Ulm www.bur.de


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Anzeige DAMPFTEC 17 Sonne und Dampf im Tank Während andere nur davon sprechen, hat die Dampftec GmbH gehandelt und ihren Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt – und zwar schon 2015. Von Martin Dambacher Geschäftsführer Andreas Hölle erklärt im Interview, warum Elektrofahrzeuge den ökologischen Gedanken seiner chemiefreien Reinigungsgeräte unterstreichen. Wie ist die Idee entstanden, den Fuhrpark zu elektrifizieren? ANDREAS HÖLLE: Wir legen seit 25 Jahren Wert auf ökologische Reinigung ohne chemische Produkte und vertreiben mit unserem „Dampf Drache“ einen Dampfdruckreiniger mit Profileistung für Haushalt und Gewerbe. Da war es nur konsequent, den nächsten Schritt zu gehen und mit einer eigenen, knapp 40 kW starken Photovoltaikanlage auf dem Dach unserer Zentrale in Denkendorf sowie mit Elektroautos emissionsfrei unterwegs zu sein. Welche Fahrzeuge nutzen Sie? Aktuell haben wir sechs rein elektrisch angetriebene Autos sowie ein Hybridfahrzeug in unserer Flotte, die Modellpalette reicht vom wendigen Einsitzer für Fahrten im engsten Umkreis über Kleinwagen bis hin zur langstreckentauglichen Limousine. Dazu haben fünf Mitarbeiter E-Bikes, deren Leasingrate als Job rad vom Bruttolohn abgeht. Wie sind Ihre Erfahrungen? Wir sind positiv überrascht von den Reichweiten und schnellen Ladezeiten der Fahrzeuge, aber auch von den deutlich gesunkenen Betriebskosten. Denn Wartungen in Form von Kundendiensten sind im Prinzip nicht nötig – selbst Kosten für Bremsen entfallen nahezu, da die Autos durch Rekuperation die Energie zum Nachladen der Akkus während der Fahrt nutzen. Über Dampftec Ankerprodukt des Familienunternehmens ist der selbst entwickelte „Dampf Drache“, der mit 175 Grad heißem Trockendampf und bis zu 9 bar Dampfdruck eine Vielzahl an Materialien und Oberflächen im Haushalt und Gewerbe ohne den Einsatz von Chemie reinigt – selbst Bügeln ist mit dem „Dampf Drache“ möglich. Mehr Infos unter www.dampfdrache.de Dampf Drache testen – Waschball gratis Bewerten Sie den DAMPF DRACHE und Sie erhalten einen WASCHBALL GRATIS! Der DAMPF DRACHE... • hat 1000 Anwendungsbereiche im Haushalt und Gewerbe • ersetzt 99% aller Reinigungsmittel und schont dabei die Umwelt • ist für alle Flächen verwendbar, reinigt alles OHNE CHEMIE • spart enorm viel Zeit und Geld, macht richtig Spaß Ihre Meinung zählt. VEREINBAREN SIE JETZT EINEN GRATIS TERMIN zur Backofen-/Heizkörper-/Fensterreinigung mit Meinungsbogen und Sie erhalten dafür einen WASCHBALL GESCHENKT. Mit dem Öko-Waschball helfen Sie sich und der Umwelt. • 1000 Mal WASCHEN OHNE WASCHMITTEL • Energie-Ersparnis, nur noch 40 °C Waschtemparatur benötigt • Allergien vermeiden, da Sie OHNE CHEMIE waschen • Waschmittelkosten in Höhe von ca. 300,- H gespart Waschball im Wert von 27,- I gratis Jetzt anfordern per Telefon: +49 (0)711 12 89 86-0 per E-Mail: waschball@dampfdrache.de per Internet: www.dampfdrache.de/waschball Eine Aktion der Dampftec GmbH in 73770 Denkendorf


18 VISIONEN Per Flugtaxi vom Eselsberg ins Wiley Zukunftsvisionen Die Ulmer und Neu-Ulmer sind staugeplagt. So mancher steht morgens im Pendlerstau. Da kann man schon mal vom Flugtaxi träumen. Von Kerstin Auernhammer Luftlinie sind es vom Eselsberg ins Wiley gerade einmal siebeneinhalb Kilometer. Im morgendlichen Ulmer Berufsverkehr allerdings fühlt es sich an wie 75 Kilometer. Man könnte vermutlich schneller vom Wiley nach Heidenheim gelangen, der Autobahnanbindung sei dank. Neue Mobilitätskonzepte Doch wenn der eigene Arbeitgeber halt nun mal nicht in Heidenheim sitzt, sondern am Eselsberg, dann braucht es neue Mobilitätskonzepte. Der ÖPNV ist in Stoßzeiten übervoll. Und da er sich zumindest zeitweise die Spuren mit dem restlichen Verkehr teilt, ist er auch stauanfällig. Was dann? Fahrgemeinschaften mit Kollegen sind ein Anfang – da ist man zwar genauso lange unterwegs wie wenn man allein im Auto sitzt, man sitzt aber bequemer als in den Öffentlichen. Und mit dem Fahren kann man sich ja abwechseln. Eine weitere Alternative wäre es, mit dem Fahrrad den Berg hochzustrampeln. Oder ein E-Bike anzuschaffen, um nicht komplett durchgeschwitzt am Arbeitsplatz aufzutauchen. Vielleicht beteiligt sich ja sogar der Arbeitgeber in Form eines Dienst rads an den Kosten? Seilbahnen sind erprobt Eine schnelle Lösung kann an dieser Stelle niemand aufzeigen – nur Visionen. Eine in Ulm immer wieder auftauchende Vision ist die von der Seilbahn. In anderen Städten ist sie längst Realität – sei es, um Touristen auf Hügel zu bringen wie in Sarajevo oder als echtes Verkehrsmittel wie in Ankara. Dort verkürzte sich der Arbeitsweg für Pendler drastisch. Aus der Vorstadt Sentepe brauchten viele Angestellte vorher bis zu 60 Minuten zur beliebten U-Bahn- Station Yenimahalle. Jetzt sind sie in zehn Minuten dort. Die Technologie ist marktreif, Bau und Betrieb einer solchen Bahn wären Experten zufolge günstiger als andere Projekte doch viele Kommunen zögern. Vielleicht warten sie ja auf Flugtaxis – die durchaus auch schon im Testbetrieb sind, zum Beispiel in Dubai, Allerdings noch ohne Passagiere. Der Probebetrieb soll nächstes Jahr starten. Läuft es gut, könnte in vier Jahren die erste Flugtaxilinie ihren Betrieb aufnehmen. Bis die Technik nach Ulm kommt, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Dann kann es so manchem heutigen Berufspendler egal sein – weil er längst im Ruhestand ist. 250 Millionen Euro hat der Bau der Linie 2 in Ulm in etwa gekostet. Wie viel man für eine Seilbahn ausgeben müsste, hängt von der Länge und der Trassenführung ab. Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg hatte im vergangenen November eine vergleichende Machbarkeitsstudie angeregt. FOTOS: © GOLDEN SIKORKA/SHUTTERSTOCK.COM, © SIMPLINE/FOTOLIA.DE


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20 RESSORT So schwäbisch: In (Neu)Ulm samstags für umsonschd mit Bus und Bahn. www.ulmerleben.de Eine Initiative der Stadt Ulm, SWU und Ulmer City Marketing e.V. © attacke.love #UlmerLeben. #Ulmerleben.

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