Kradblatt Ausgabe Mai 2019

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34 Reisebericht

Brit Butt Rally der Iron Butt Association (IBA)

Die IBA ist kein Verein. Die IBA ist ein

Zusammenschluss von Fahrern, die

sich dem Langstrecken Motorradfahren

verschrieben haben und hat weltweit

ca. 50.000 Mitglieder. Das einzige, was

man tun muss um Mitglied zu werden,

ist innerhalb von 24 Stunden 1.600 Kilometer

mit dem Motorrad zufahren. Das

Motto der IBA lautet. „The world is our

playground“.

Die Brit Butt Rally: Ziel ist es, innerhalb

von 36 Stunden möglichst viele

Bonuspunkte zu besuchen. Jeder

Fahrer erhält ein Rallye Book, das die

möglichen Bonuspunkte in schriftlicher

Form enthält, sowie eine gpx-Datei mit

den Koordinaten der Bonuspunkte. Die

Bonuspunkte haben unterschiedliche

Wertigkeiten. Es stehen mehr Bonuspunkte

zur Verfügung, als in der vorgegebenen

Zeit angefahren werden

können. Die Teilnehmer müssen daher

eine eigene Route planen, auf der möglichst

viele hochwertige Bonuspunkte

besucht werden. Als Beweis, dass der

Bonuspunkt angefahren wurde, muss vor

Ort ein Foto gemacht werden, auf dem

die Rallye Fahne, mit der Startnummer

des Teilnehmers, deutlich zu sehen ist.

Los geht’s: Es regnet … richtig heftiger

Regen, der versucht irgendeinen Weg

in meine Regenkombi zu finden. Die Uhr

zeigt 22 Uhr. Mittlerweile sitze ich seit

16 Stunden im Sattel. Ich fahre Schrittgeschwindigkeit

auf einer dunklen Straße

mitten im Nirgendwo von Wales. Im

Scheinwerferlicht kann ich freilaufende

Schafe sehen, die nur da rauf warten,

knapp vor meiner Maschine die Straße

zu kreuzen. Bereits das dritte Mal habe

ich auf dieser schmalen Straße gewendet.

Schon drei Mal bin ich durch einen

Ort namens „Ystumtuen“ gefahren.

Zumindest behauptet das Navi, dass

ich schon drei Mal hier war. Ich suche

irgendein Schild mit dem Namen des

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