Kradblatt Ausgabe Mai 2019

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38 Eine etwas andere Reise …

zählt einen Punkt, die zweite 2 Punkte,

die dritte 4 Punkte, die vierte 8 Punkte,

die fünfte 16 Punkte, die sechste 32

Punkte und die siebte 64 Punkte. Jedes

besuchte County gilt als Multiplikator.

Für den Besuch von England, Wales und

Schottland gibt es ebenso Sonderpunkte,

wie für eine nachgewiesene Pause von

mindestens 4 Stunden. Als Beweis, dass

der Fahrer tatsächlich vor Ort war, muss

ein Foto mit der ausgehändigten Rallye

Fahne gemacht werden, auf dem irgendetwas

zu sehen ist, dass den Namen des

Ortes beinhaltet. Das kann der Schaukasten

einer Kirche oder ein Pub sein.

Das Ortseingangsschild darf maximal

5-mal verwendet werden.

Zusätzlich zu Liste und Rallye Fahne

erhält jeder Fahrer einen USB Stick, der

alle Ortschaften in einer gpx-Datei enthält.

Die Rallye startet Samstagmorgen um

6:00 und endet Sonntagabend um 17:00

Uhr. Bis 18:00 Uhr kann man noch im Ziel

erscheinen, allerdings werden aufgrund

der Verspätung dann Punkte abgezogen.

Ab 18:00 Uhr gilt man als „Did not finish“.

Das klingt nach einer harten Nuss.

Kurze Zeit später sitze ich planend mit

den Unterlagen und meinem Laptop auf

meinem Zimmer. Nach 2 Stunden Arbeit

steht meine Route. Wobei ich mich nicht

von den höchsten Punkten habe leiten

lassen, sondern von meinem Wunsch

besonders viel von Wales zu sehen. Es

ist mittlerweile fast Mitternacht und es

wird Zeit für etwas Schlaf …

Um 4:30 Uhr endet meine Nachtruhe.

Es sind zwar noch 90 Minuten bis zum

Start, aber das Adrenalin in meinem Körper

hält mich von weiterem Schlaf ab.

Also packe ich meine Sachen, checke

final meine Route und bin Erster an der

Startlinie. Einige Offizielle sind schon vor

mir da. Mir bleibt genügend Zeit mein

Motorrad vorzubereiten und zu beobachten,

was die anderen Teilnehmer so

treiben. Da werden Navis programmiert

und letzte Tipps über die vorausgesagte

Wetter- und Verkehrslage ausgetauscht.

Um kurz vor 6:00 Uhr ist es so weit.

„Start you engines!“ Alle Fahrer sitzen auf

ihren Maschinen und warten darauf, dass

einer nach dem anderen das Zeichen

zum Start bekommt. Ein Motorrad steht

unberührt auf dem Parkplatz. Sein Fahrer

scheint noch zu schlafen.

Los geht’s! Da die Straße vor dem

Hotel kurz gesperrt ist, kann ich sofort

nach rechts, Richtung erstem Kreisel,

der mich auf die Autobahn bringen soll,

abbiegen. Diese Richtung scheint das

Ziel der meisten Fahrer zu sein. Eine

Maschine nach der anderen nimmt die

entsprechende Abfahrt. Und was mache

ich?!? Ich schaue den anderen fasziniert

zu und nehme die verkehrte Auffahrt!

Noch keine 5 Minuten unterwegs und

schon der erste Navigationsfehler. Das

Navi korrigiert meinen Fehler zum Glück

automatisch und die verlorene Zeit

werde ich versuchen wieder einzuholen.

Die Temperatur ist in England noch

erträglich. Hier soll es heute wieder

hochsommerlich werden. Für Wales, ist

allerdings „Spätherbst“ angesagt.

Nach zwei Stunden habe ich mein erstes

Ziel erreicht. „Yoxall in Staffordshire“.

Der Ort ist relativ groß und so kann ich

mir den Platz für mein Beweisfoto aussu-

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