Kradblatt Ausgabe Mai 2019

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Editorial Toleranz, KB 4/19

Kommentare über facebook.com/kradblatt

und unsere Website www.kradblatt.de

Gut und treffend geschrieben. Derweil

erlebe ich aber durchaus, das der sogenannte

Zusammenhalt unter Bikern

genauso den Bach runter geht. Ellenbogen

ist angesagt. Sogar unter jenen

die das gleiche Bike fahren. Da kannste

nur noch mit dem Kopf auf den Tisch

schlagen, wenn dir das andere zuwider

ist. Aber da die Hoffnung zuletzt stirbt,

glaube ich daran, dass man sich bald

wieder mit Freude unter Freunden befinden

wird.

Digital und real ist halt ein Unterschied,

ist nichts Neues, seitdem es Web gibt.

Reale Versammlungen in Kommunen oder

bei Elternabenden laufen teils ähnlich

ab. Die Zeiten, wo Motorradfahrer eine

„eingeschworene Gemeinde“ waren, man

einem Fremden problemlos Werkstatt,

Übernachtung und Verpflegung anbot,

sind eh Vergangenheit, sehr selten

geworden. In unseren Breitengraden

hat Gastfreundschaft an Bedeutung verloren.

Woran liegt es? Die Unterschiede

werden zuerst gescannt, statt sich über

Gemeinsamkeiten zu freuen. Ist wahrscheinlich

wie mit dem Nachbarn, der

etwas hat, was man selbst nicht besitzt

und wenn es nur Unvoreingenommenheit

ist. Es gibt noch genügend „Old School

Biker“ auch im Nachwuchs, gefühlt sind

es allerdings so viele, wie vor dem Boom

des beliebigen Motorrad Fahrens. Vor

dem Web hieß es übrigens auch bei den

Hobbyfunkern Funkdisziplin.

Viele Worte, aber nichts gesagt.

Auf den Punkt gebracht. Wir haben es in

der Hand das zu ändern

Ich krieg immer Krämpfe, wenn ich auf

Bikertreffs diese Poser sehe, die nur

darauf warten, andere mit ihren ach so

tollen Geschichten auf den Senkel zu

gehen. Airbrush ist natürlich Level 10.

Sie hat völlig Recht! Sei es nun der virtuelle

Umgang oder auch die Scheu

(Angst?) vor dem Neuen! Aber leider

erlebe ich es immer wieder, dass man

sich unterwegs grüßt „DLzG“, aber

wenn man sich dann am Café trifft, an

der Tanke, dem Imbiss usw. man teils

gar nicht angeschaut wird, gerade wenn

die anderen mehrere sind. Warum dann

überhaupt grüßen, wenn man sich ohne

Helm egal ist? Ich werde dennoch jeden

weiter grüßen der diesem Hobby frönt,

ob nun mit zwei oder drei Rädern, ob

elektrisch oder verbrennend, ob selbst

schaltend oder assistiert oder gar doppel

gekuppelt. DLzG und allzeit gute

Fahrt!

Vielen Dank für diesen Artikel, da hast

du den Nagel auf den Kopf getroffen. Mir

ist die Lust ebenfalls längst vergangen,

mich in den “sozialen” Medien zu beteiligen.

Sehr schade.

Stimmt leider. War heute rund 150 km

mit meinem 300er Roller unterwegs. Da

wirst du mit (un)freundlicher Nichtachtung

gestraft. Hole ich morgen meine

Scrambler raus winken sie dich tot.

Erlebt am Nordkap: jeder in Bikerkluft

grüßte, es gab auch das eine und andere

nette Gespräch, bis ich gefragt wurde

mit was ich unterwegs sei. Es war leider

nur ein 125er Roller. Aber der parkte zwischen

all den 1200er GS!

Ich persönlich musste leider in der

„realen Welt“ viel öfter unangenehme

Erfahrungen mit intoleranten Menschen

machen. Beispielsweise war da so ein

„Ed“ auf einem Motorradreisetreffen.

Dort, wo es vermeintlich tolerant zugeht,

bekam ich an den Kopf geworfen, ich sei

nur ein „lästiges Gepäckstück“. Nicht

selten wurde uns in Gesprächen großes

Kopfschütteln entgegengebracht, als wir

erzählten, dass wir zu zweit auf einem

Motorrad reisen. Ist wohl ein ganz, ganz

schlimmes Übel, wie es scheint! In den

sozialen Medien haben wir dagegen

noch nie auch nur einen einzigen blöden

Kommentar erhalten. Ganz im Gegenteil:

Der Zuspruch von Menschen, die uns

noch nicht mal persönlich kennen, ist

einfach überwältigend!

Naaajaaa, ich seh in den meisten Kommentaren

bei FB & Co. eher ein Frozzeln und

ein Necken, als ein Beleidigen. Wenn mich

an einem warmen Februartag bei einer

Bikerpause im Café jemand anspricht,

dass seine erst ab März/April geht, geb’ ich

die gleichen (dummen?) Sprüche ab wie

in den Medien. Nach meinem Geschmack

sind viele Mimimis virtuell unterwegs, die

gleich seelische Unterstützung brauchen,

wenn sie statt Lob über den Blinkerumbau

ein „nee, geht gar nicht“/„uuhhh Augenkrebs“

lesen müssen. Und ja, die GS-Fahrer

bekommen einen süffisanten Spruch,

der Harleybesitzer auch. Genauso wie ich

es mir als Reiskocherfraktion anhören darf.

Also entspannen, wer sich ins Freie stellt,

muss halt damit rechnen, nass gemacht

zu werden …

Ich weiß nicht, in welchen Internetforen,

die Autorin unterwegs ist, aber ich habe

bisher auch im Internet viele hilfsbereite

Biker getroffen, von den wenigen

Stinkstiefeln lasse ich mir meine positive

Einstellung nicht vermiesen. Wer in der

virtuellen Welt asozial ist, ist es in der

realen Welt auch. Er versucht es vielleicht

nur besser zu verbergen, weil er

bei manchem Biker mit einer physischen

Reaktion rechnen muss.

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