Stadtmagazin CLP Ausgabe 30

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6. Jahrgang Ausgabe 30 | April 2019 | kostenlos

für CLOPPENBURG & umzu

FridaysForFuture

100 Jahre Kalkhoff

Caravaning

Endlich wieder Spargel und Erdbeeren

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

und viele andere spannende Geschichten mehr...


Inhaltsverzeichnis

Die richtige Adresse für Schützenkleidung!

Wenn die Hochsaison für Schützenfeste beginnt,

Schützen ihre Tracht aus dem Kleiderschrank holen und

sich Männer wie Frauen gleichermaßen auf den neuen

Schützenkönig und die Schützenkönigin freuen, sind

wir vom Modehaus Schwarte in Cloppenburg

die richtige Adresse!

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Deutschland genäht und sind von höchster

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Bahnhofstr. 56 - 60

Blickpunkt 3

Junge Cloppenburger for Future 4

100 Jahre Kalkhoff 6

Kennen Sie eigentlich ... 12

NGYM PhysioPortal 14

Cloppenburger Sommergärten 16

Bernd Kessens – mit Tragik und Humor

für mehr Toleranz 20

Blühender Austausch 24

Gesundheit – gegen Schnupfen 26

Quadro – Einfach machen 28

Spargel und Erdbeeren – tolle Rezepte 31

Ghana – Schulalltag in Nsuta 34

Hotel Heidegrund erstrahlt in neuem Glanz 38

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung 42

Helfen statt gaffen 44

Hochzeit früher und heute 46

Blick über alle Horizonte 48

Trend it up 50

EU-Wahl auch für junge Leute 51

All´s Aal 54

Windmühlen und goldene Kuppeln

in der Südheide 56

Dierkes Steinmetzbetrieb 58

Ostfriesische Kräuterheilkunde 60

Sommer-Letterings 62

Wohngemeinschaft für

pflegebedürftige Senioren 63

Recyclen statt wegwerfen: Kupfer 66

Plümper Schädlingsbekämpfung 67

Blog 72

Auf die Räder 74

Vorsicht vor Zecken 76

Veranstaltungskalender 78

Caravaning 81

Impressum 82

Liebe Leserinnen

und Leser,

während wir sonst an Themen für den Blickpunkt immer

jede Menge Ideen hatten, konnten wir für diese Ausgabe

nichts Derartiges finden. Das ist merkwürdig doch angesichts

der unzähligen Begebenheiten um uns herum irgendwie

auch nicht verwunderlich. Da sind einerseits die

Beruhigungen, die von den Aktivitäten der FridaysForFuture

Aktivisten ausgehen, denn schließlich kümmern sie

sich um den Fortbestand unserer Erde, nachdem die älteren

Generationen ihre Existenz fast vernichtet hätte.

Darüber haben wir uns schon im letzten Blickpunkt ausgelassen,

doch kann man dieses Thema gar nicht oft genug

ansprechen. Wobei auch in diesem Konsens die Sprachlosigkeit

einsetzt, denn die Anzahl der „Warum“ wächst tagtäglich.

Im gesellschaftlichen Leben, die Politik betreffend,

bei allem, was wir direkt erleben (müssen) und was an uns

herangetragen wird.

Die Ursachen dafür sind so vielfältig, dass eine komplexe

Auseinandersetzung mit ihnen nicht möglich ist. Darum

belassen wir es einfach dabei, guten Gewissens auch, denn

schließlich sind wir nicht sprachlos geworden, wie Sie auch

in dieser Ausgabe des Stadtmagazins erfahren können. Die

übrigens die 30. ist und wie alle 29 Ausgaben zuvor von interessanten

Geschichten aus Cloppenburg & umzu geradezu

lebt. Im Heute und in der Vergangenheit, darum können

Sie sich auf viel gute Unterhaltung freuen.

Somit haben wir auch für dieses Mal wieder unseren Beitrag

geleistet – auch ohne einen besonderen Blickpunkt.

Für das nächste Mal lassen wir uns wieder etwas Besonderes

einfallen. Vielleicht erfahren wir ja, wo Kleiner Muck der

Vierte sich gerade aufhält. Es gab da so eine Andeutung auf

Instagram, dass er sich verliebt habe...

Wir werden sehen, mit herzlichen Grüßen bis dahin,

Ihr Team vom Stadtmagazin

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Editorial

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Junge Cloppenburger for Future

Lukas Oltmann, Taleb Ali und Justin Backhaus

Junge Cloppenburger for Future

Sie heißen Taleb Ali, Justin Backhaus und Lukas Oltmann,

sind 16 Jahre alt und die Organisatoren der ersten FridaysforFuture

Demonstration in Cloppenburg. Das war

am 15. März 2019, doch die Initiative, die von den drei Schülern

der 10. Klasse der Oberschule Pingel-Anton damit ergriffen

und umgesetzt wurde, wirkt weit über dieses Datum

hinaus. Und natürlich auch über die Grenzen Cloppenburgs,

denn dass hier ein solches Aufbegehren der Jugend gegen

die „große Politik“ möglich ist – davon konnte man bisher

nicht ausgehen.

Kennt man Demonstrationen doch in der Soestestadt üblicherweise

nur, wenn die Schützengilden ihren Umzug zelebrieren

und seit einigen Jahren auch der CSD-Cloppenburg

mit seiner fröhlichen und lauten Präsenz einmal im Jahr das

Stadtbild bunter macht. Das ist Tradition und das ist gut so.

Sich mit der Umwelt und den Schäden auseinanderzusetzen,

die wir ihr in den wenigen, vergangenen Jahren zugefügt haben

– das wurde bislang in der Kreisstadt eher ignoriert. Bis

die Kids und Jugendlichen sich diesem Thema angenommen

haben.

Und das auch gleich in solch großer Zahl, denn mit etwa

350 Teilnehmern war die Cloppenburger Demo an diesem

weltweiten FridaysforFuture Aktionstag überaus bemerkenswert.

Zumal die Aktion auch als vielfältiges Zeichen anzusehen

ist. Gerade in unserer Region, wo durch das zynische

Verhalten der Agrarindustrie nicht nur die Umwelt, sondern

ganze Berufsstände ruiniert werden, gerade hier schien das

Motto der Zukunft bislang ein „Immer weiter so“ zu sein.

Gegen die Vernichtung einer gesunden Landwirtschaft

bäumten sich eine Woche später in Oldenburg über 1000

Landwirte und Umweltschützer auf – hier war das überregionale

Agrarbündnis Niedersachsen Initiator der Bewegung,

in Cloppenburg waren es die oben genannten drei: Justin,

Taleb und Lukas. „Wir wollten uns einbringen“, erläuterten sie

den Grund für ihr Engagement, denn „dass die Art und Weise

wie der größte Teil unserer Gesellschaft lebt, nicht richtig für

den Umgang mit der Natur ist, das ist uns durch die FridaysforFuture-Bewegung

drastisch vor Augen geführt worden!“

Bis dato hatten nämlich auch sie sich nicht sonderlich damit

auseinandergesetzt. Familie, Schule, Freizeit, Freunde – alles

stimmte. Bis die schwedische Schülerin Greta Thunberg darauf

aufmerksam machte, dass dies schon in naher Zukunft

nicht mehr so sein wird, wenn nicht endlich das gesamte

„Konzept Umweltschutz“ auf den Kopf gestellt, radikal neu

verfasst wird. Das sollte das Thema der im Pariser Abkommen

festgeschriebenen Klimaziele sein, doch scheint die Politik

sich in einer Art Schockstarre zu befinden. Wovon sie ausgelöst

ist, kann nicht das Thema dieses Beitrags sein, dazu gibt

es Informationen genug an anderen Stellen.

Sie und die ständig wachsenden Freitags-Proteste überall

auf der Welt waren für Taleb, Lukas und Justin denn auch der

Anstoß sich mit dem Problem der systematischen Umweltzerstörung

und dem damit einhergehenden Klimawandel

auseinanderzusetzen. Zunächst untereinander, dann in der

Familie und schließlich in der Öffentlichkeit. „Wir haben das

gemacht, weil das gemacht werden muss!“, sagen sie und

wenn sie dann noch feststellen, dass sie nur kurze zwei Wochen

zur Umsetzung der Initiative hatten, dann wird klar, für

wie wichtig die drei jungen Männer diese Demonstration befunden

haben.

„Durch die weltweite Bewegung der anderen Jugendlichen

und Kinder ist auch in unseren Köpfen was passiert“, sagen

sie und machen unmissverständlich klar, dass sie sich auch

zukünftig für das „Ziel Zukunft“ einsetzen werden. „Change

the system, not the climate“ ist das Motto, denn dass es nur

einen Planeten gibt auf dem die Menschheit leben kann, das

weiß jeder. Und jeder kann seinen Beitrag zu seinem Erhalt

leisten: Mit dem Fahrrad zur Schule oder zur Arbeit fahren,

weniger oder gar kein Fleisch mehr essen, weniger Wasser

verbrauchen, Müll trennen und auf die Plastiktüten beim Einkaufen

verzichten.

BRINGEN WIR DIESE ASPEKTE DOCH AUF DEN PUNKT:

• Bei einer Autofahrt von 100 Kilometern werden 23 Kilogramm

CO2 ausgestoßen. Das mag auf den ersten Blick nicht

so beängstigend sein, doch rechnen wir das mal auf die Anzahl

der umherfahrenden Autos um!

• Nur getrennter Müll kann recycelt werden!

• Weniger Fleisch essen bedeutet einen maßgeblichen Anteil

zur Abschaffung der Massentierhaltung beizutragen! Unabhängig

von den unfassbaren Qualen der Tiere in Massenhaltung

und der miesen Qualität der so erzeugten Fleischberge,

hier ein Beispiel: Zur Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch

werden alles in allem 15.000 Liter Wasser benötigt. Das ist

doch irre! Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das Wasser

auch in unserer Umgebung immer knapper wird. Denken wir

an den letzten Sommer! Und dass die CO2 Belastung für ein

Kilogramm dieses Fleischs 36 Kilogramm beträgt, macht das

Ganze noch gruseliger.

• Dass niemand mehr auch nur noch eine Wegwerf-Plastiktüte

anfassen sollte, auch das muss jedem klar sein! Angesichts

umher schwimmender Plastikinseln in den Ozeanen,

angesichts riesiger Mengen Plastikmüll auf den Äckern oder

angesichts verendeter Meerestiere mit etlichen Kilogramm

Plastikmüll in den Mägen...

Doch wer selbst darüber hinweggucken kann, dem wird

es vielleicht nicht schmecken – im wahrsten Sinne des Wortes

– dass er bei jedem Bissen Fleisch, den er zu sich nimmt,

die allesamt giftigen Inhaltsstoffe von Plastik konsumiert.

Von den Feldern über das Futtergetreide, aus den Meeren

über die Fische & Co. Natürlich sind auch Brotgetreide und

im großen Stil gezüchtete Gemüsesorten derart belastet – es

ist also endlich Zeit, sich der Thematik der systematischen

Umweltzerstörung anzunehmen und unsere Lebensart zu

ändern.

Wie Justin Backhaus, Taleb Ali, Lukas Oltmann und weitere

etwa 350 Jugendliche und Kinder das am weltweiten „FridaysforFuture-Aktionstag“

am 15. März 2019 in Cloppenburg

getan und sich damit öffentlich zur Verantwortung für die

Zukunft unserer Erde bekannt haben. „Es hat bei vielen aus

unserer Umgebung ein Umdenken statt gefunden“, sagen

sie und betonen, dass sie ihr Anliegen nur umsetzen konnten,

weil der Rückhalt in der Stadtverwaltung und bei den Sicherheitsbehörden

maximal aufgeschlossen und konstruktiv

war. Und auch einige Schulverwaltungen, Lehrer und Eltern

standen auf ihrer Seite, anders wäre die Demonstration ja gar

nicht möglich gewesen. Zumal es ihnen wichtig war, dass alle

Teilnehmer einen genehmigten Antrag auf Beurlaubung vorlegen

konnten. Schließlich soll niemand sein Engagement

mit einem negativen Eintrag in seinem Lebenslauf bitter bezahlen

müssen.

Beeindruckend, wie diese jungen Menschen sich einbringen

für den Erhalt unserer Zukunft, unserer Erde. Deren Fortbestand

wir Älteren so negativ beeinflusst haben, dass die

nächsten Generationen um ihr Er- und Überleben kämpfen

müssen. Das sollte auch jenen Schwachköpfen klar sein, die

sich in leider schon gewohnt dämlicher Weise auf den betreffenden

social media-Portalen ausgetobt haben. Jeder einzelne

dieser Einträge zeugt davon, dass Ihr keine Ahnung habt,

worüber Ihr Euch auslasst. Ihr seid einfach zu blöde, als dass

wir diesem Mist auch nur eine weitere Zeile gönnen.

Wir möchten Taleb, Justin, Lukas und den anderen Cloppenburger

Umweltaktivisten unseren tief empfundenen

Respekt aussprechen. Wir wissen, dass Ihr auch weiterhin

aufmerksam sein werdet und versichern Euch, dass auch wir

aktiver sein werden. Denn Ihr und alle anderen bei den „FridaysforFuture“-Demonstrationen

habt uns die Augen geöffnet

für den wichtigsten Aspekt einer Zukunft:

„ES GIBT NUR DIESEN EINEN PLANETEN!“

Ulla Schmitz und das gesamte Team des

Stadtmagazins für Cloppenburg & umzu

350 Jugendliche und Kinder demonstrierten auf weltweiten „FridaysforFuture-Aktionstag“ am 15. März 2019 in Cloppenburg

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Junge Cloppenburger for Future

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Junge Cloppenburger for Future

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Stadtgeschichte

Stadtgeschichte

reportage

Heinrich Kalkhoff

Von Cloppenburg aus auf den Straßen der Welt

von Klaus Deux

1956 – Mitarbeiter am Elektro-

Stumpfschweißautomat

Foto: Egon Druhmann

1950 – Mitarbeiter am Schleifbock der Lenkerfertigung

Die Geschichte eines Unternehmens wird zwar zunächst

geprägt von der allgemeinen gesellschaftlichen und

wirtschaftlichen Entwicklung, aber vor allem durch

die unternehmerischen Entscheidungen. Wie das 1919 auch

bei Heinrich Kalkhoff (*30.11.1903) der Fall war. Damals ahnte

noch niemand, aber heute wissen wir, dass sich hier ein

Mann ans Werk machte, der nach Arbeitsdrang und Umsicht

zu Recht ein Pionier auf seinem Gebiet genannt wird.

Nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen Produkt-Höhepunkten

und Exporten in ferne Länder ist Kalkhoff

heute unter den Fittichen der Cloppenburger Derby

Cycle Werke und in der PON-Gruppe gut aufgehoben. Kalkhoff

zählt heute zu den bekanntesten Fahrradmarken Europas.

Derby ist der nach Umsatz größte Fahrradproduzent

in Deutschland. Mit seinen Marken Kalkhoff, Focus, Raleigh,

Univega, Rixe und Cervélo verkauft Derby Cycle jährlich über

eine halbe Million Fahrräder, darunter auch immer mehr

E-Bikes und Pedelecs. Aber auch Wettkampf-Rennmaschinen,

Mountainbikes, qualitativ hochwertige Trekking-, City-,

Offroad- und Kinderräder für Alltag und Reise umfasst das

Sortiment von Derby Cycle.

Heinrich Kalkhoff ist als Landbriefträger bei der Kaiserlichen

Post in Cloppenburg beschäftigt, als er die Möglichkeit

zu einem Nebenerwerb entdeckte. Denn eines Tages fiel ihm

auf der Postverteilungstour eine Postwurfsendung, sprich

Werbung, des Großhändler Ratte aus dem Raum Münster in

die Hände, die an alle Fahrradhandlungen gerichtet war. Hier

wurden erstklassige Bereifungen, engl. Dunlop Pneumatic

Ballonreifen aus Birmingham, zu günstigsten Preisen angeboten.

Auf seinen Wegen im Oldenburger Münsterland hörte

er oft Klagen über Mangel an Fahrrad-Bereifungen. Also entschloss

sich Heinrich Kalkhoff, auf seinen Touren auch Bereifungen

und später andere Fahrradteile an seine Postkunden

gegen Vorkasse zu verkaufen. Die Nachfrage war so groß,

dass Kalkhoff fortan fast mehr Fahrradteile als Post auszutragen

hatte. Das brachte ihm zwar nur einige Pfennige ein,

aber dafür gewann er die Idee, Abschied von der Post zu nehmen,

denn beim ambulanten Verkauf sollte es nicht bleiben.

Im Juni 1919 begründete Heinrich Kalkhoff im elterlichen

Haus am Kessener Weg in Cloppenburg seine unternehmerische

Eigenständigkeit. Zunächst im Handel mit Bereifungen

(schwere englische Wulstdecken und inländische Armeede-

cken sowie erstklassige Continental Decken und Schläuche).

Jetzt kam auch noch der Handel mit gebrauchten „…aber

tadellos erhaltenen…! Herren- und Damenfahrräder sowie

Ersatzteile hinzu. Stets auf Vorkasse, um seine Einkäufe zu finanzieren.

Seine Kunden wollten jetzt nicht nur Fahrradteile,

sondern auch Rahmen und komplette, neue und individuelle

Fahrräder bei ihm kaufen. Also kaufte er Fahrradrahmen von

der Firma Rixe, Bielefeld und baute aus diesen im elterlichen

Schuppen die ersten Fahrräder. Die ganze Familie half mit.

Produziert wurde im umgebauten Stall. Die Nachfrage war

groß und kaum zu befriedigen, zumal die soeben überstandene

Inflation und der Währungsverfall alles enorm verbilligte.

Nicht zuletzt durch die damals sehr offensive Werbung

konnte Heinrich Kalkhoff seinen Käuferkreis rasch erweitern,

wobei er auch Konflikte mit seinen Wettbewerbern nicht

scheute.

Dass es im Anbau ihres Hauses am Kessener Weg mal so

brummen würden, hätten die Eltern des jungen Heinrich

wohl nicht gedacht. Schon acht Jahre nach dem Start des

16-Jährigen hatte er das Nebenhaus so erweitert, dass hier

nicht nur Büroräume, Produktion, Lager und der Direktverkauf

untergebracht werden konnten, sondern auch die

Schlafräume für seine damals 15 Arbeiter. Die ersten Mitarbeiter

wohnten alle mit im elterlichen Haus und wurden von

Mutter Kalkhoff auch mit verpflegt. Jeden Morgen wurden

zum Frühstück etliche Buchweizen-Pfannkuchen -mit den

vier Speckaugen- gebacken.

Im Jahre 1927 heiratete Heinrich Kalkhoff seine Frau Elisabeth,

mit der er insgesamt 10 Kinder hatte. Der Standort am

Kessener Weg veränderte sich über die Jahrzehnte ständig.

Die Belegschaft und die Produktion wurde immer wieder

erweitert: Bis Kriegsbeginn wurden bereits 700.000 Fahrradrahmen

hergestellt. Mit damals 70 Mitarbeiter in Lohn und

Arbeit stellten die Kalkhoff-Werke in der damals strukturschwachen

Region einen der wichtigsten Arbeitgeber dar.

Während der Wintermonate wurde gar ein Großteil der bäuerlichen

Bevölkerung mit dem Einspeichen von Laufrädern

beschäftigt – für viele ein notwendiges Zubrot.

Mit dem Ausbruch des II. Weltkrieges (1939-45) musste

Heinrich Kalkhoff die Fertigung von Rahmen und Fahrräder

gezwungenermaßen einstellen, weil die Produktion „nicht

1955 – Die Belegschaft fährt mit dem „Sambaexpress“

zur Neueröffnung des Zweigwerkes Volkmarsen

1954 Heinrich und Elisabeth Kalkhoff mit Verkaufsleiter Gundlach

auf dem Weg zur Messe in Paris

Hildegard Wilken vom Hagenweg

mit ihrem ersten Kinderfahrrad

Großes Fest mit der Familie Kalkhoff und der gesamten Belegschaft – Die Eltern des Firmengründers,

Berta und Georg Kalkhoff feierten ihre Goldene Hochzeit

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

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Stadtgeschichte

reportage

Stadtgeschichte

reportage

1978 – Geschäftsleitungskreis

1951 – Heinz Kalkhoff (Junior) mit seinem Verkaufsleiter vor dem Verkaufswagen 1951 Kalkhoff Werk I, Kessenerweg

1970 – Moderne Lackieranlage in Werk II, Emstekerfeld Die „Zigarre“ von Designer Prof. Luigi Colani

kriegsnotwendig“ war. Ab sofort hatte sich auch Kalkhoff in

den großen Kreis der Rüstungsfirmen einzureihen und musste

auf Kriegsproduktion umstellen. Für Panzerketten wurden

nun Bolzen hergestellt. Dafür wurde das Werk auch erheblich

erweitert.

1945: Auf Anordnung der Besatzungsmacht mussten nun

ab sofort vorrangig für die landwirtschaftlichen Betriebe unter

anderem Küchenherde, Honigschleuder und Futterdämpfer

gefertigt werden. Die Futterdämpfer waren eigentlich für

die Schweinemast vorgesehen, aber von den Landwirten

schnell zum Schnapsbrennen (u.a. Rübenschnaps) umfunktioniert.

Außerdem wurden auch Landwirtschaftliche Anhänger

gebaut sowie Gewindebolzen für die Eisenbahn gefertigt.

In dieser Zeit war die Beschaffung der Rohmaterialien

sehr schwierig. Also fuhr Heinrich Kalkhoff mit Naturalien vor

der Währungsreform mit dem LKW nach Hohenlimburg um

Rohre und Bandeisen im Tausch zu bekommen.

Ab 1953 standen dann wieder Fahrräder und auch neuerdings

Mofas und Mopeds (mit 50 Kubik Sachs- und ILO-

Motoren) im Mittelpunkt der Fertigung, denn Autos waren

knapp und teuer. In dieser Zeit erlebte die Zweiradbranche

einen enormen Nachfrageboom. Mit speziellen Messe-Verkaufswagen

fuhren die Kalkhoff`s ab 1950 zu den

Händlern und Großveranstaltungen. 1955 entstand ein

Zweigwerk in Volkmarsen, wo man ausschließlich für den

Export nach Südafrika und Übersee produzierte. Rund 30

Prozent der Produktion ging in den Export. Vor allem nach

Skandinavien und Österreich. Sogar in Ostasien ist Kalkhoff

mit Handarbeit „Made in Germany“ konkurrenzfähig.

Die Verkaufserfolge resultierten aus einem relativ niedrigen

Verkaufspreis und zudem aus der Fähigkeit des

Unternehmens, sich an die Design-Erwartungen der Exportländer

anzupassen: So war für Indonesien eine farbenfrohe

Optik wichtig. Für den US-Markt durfte an keinem

Fahrrad eine Benzintank-Attrappe fehlen. In Deutschland

hieß die Antwort auf Kettlers „Kett-Car“ neuerdings „Ka-

Car“ von Kalkhoff. Ansonsten bestimmte der Zeitgeist das

Modellprogramm: Während in den 60ern das hohe Ansehen

des Profiradsports den Verkauf von Rennrädern

förderte, führte nach 1968 die stärkere Betonung des

Breitensports – die populäre „Trimm Dich“-Bewegung –

zur Entwicklung neuer Produktlinien: Heimtrainer und Fitness-Sportgeräte.

Außerdem war das Klapprad in Mode gekommen

und bescherte dem Unternehmen deutliche Produktionszuwächse.

Um mit dem steigenden Produktumfang Schritt zu halten,

erwarb Heinrich Kalkhoff immer mehr Grund rund um seine

Fabrik. Da 1969 das Carré um den Kessener Weg vollkommen

zugebaut und die Nachfrage aber nach wie vor riesig war,

machte dies die Errichtung eines weiteren Werkes nötig und

möglich, dass man 1970 im Industriegebiet Emstekerfeld

aus dem Boden stampfte. Entscheidend für die Wahl dieses

Standorts war die günstige Verkehrsanbindung – man verfügte

hier über einen werkseigenen Gleisanschluss. Am neuen

Standort entstand zunächst ein zentrales Versandlager,

1972 folgte eine Lackier- und Montagehalle. Neben der Produktionshalle

an der Cloppenburger Industriestraße, von wo

aus heute die Kalkhoff-Räder in alle Welt gehen, unterhielt

die Firma diverse auswärtige Produktionsstätten: für seine

Teilemarke „Cito“, seine Laufradproduktion bei „Roland“ oder

das „Nico Presswerk“. Sowie fünf große Auslieferungslager in

verschiedenen Orten der Bundesrepublik.

Nachdem Heinrich Kalkhoff fast ein halbes Jahrhundert die

Leitung des Unternehmens innehatte, übergab der Firmengründer

1968 die Geschäftsleitung an seine drei Söhne. Die

Kalkhoff-Werke beschäftigten damals 420 Mitarbeiter und

konnten 1969 bei einem rauschenden Fest die Herstellung

des 4.000.000 Fahrrades feiern. Unglaublich: Ohne jede kaufmännische

oder handwerkliche Ausbildung hat es Heinrich

Kalkhoff verstanden, in 50 Jahren aus einem Ein-Mann-Unternehmen

eines der größten Unternehmen der Radbranche

zu schaffen. Wichtigster Grund für den Erfolg war wohl

eiserne Disziplin – für ihn und alle Mitarbeiter. Der Chef war

in seinem Unternehmen allgegenwärtig. Nicht nur, um seine

Arbeiterschaft zu kontrollieren, sondern vielmehr, um technische

und ergonomische Abläufe zu beeinflussen. Seine

Maxime: Einfachheit der Abläufe und Solidität. Immer wieder

traf man ihn an einer Werkbank, wo er sich als „Tüftler“ mit

technischen Lösungen beschäftigte.

Als Heinrich Kalkhoff 1972 starb, hinterließ er seinen Kindern

ein wirtschaftlich gesundes, expandierendes Unternehmen,

das in den Folgejahren noch kräftig wachsen sollte.

Umso schmerzlicher war 1986 für viele Mitarbeiter und für

1952 – Verkaufsraum für Fahrradteile, Großhandel

am Kessenerweg

1952 – Heinrich Kalkhoff und der Bischohof aus Uganda 1947 – Verkaufsausstellung für Futterdämpfer

1969 – Bischof Laurenz Böggering

aus Münster auf dem Heimtrainer

1969 –Bundeswirtschaftsminister

Kurt Schmücker mit Familie Kalkhoff

8 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

Reportage Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

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Stadtgeschichte

reportage

Stadtgeschichte

reportage

1964 –Werk 4 auf dem ehemaligen Gelände der Fertighausfabrik

Förster in Hemmelsbüren (heute Gelände Leharschule)

1974 –Werk I am Kessenerweg (20.000 qm)

Werbeplakat mit Modell Uschi Obermaier

1954 –Verladung im Hamburger Überseehafen 1978 –Versandhalle in Emstekerfeld mit eigenem Gleis 1983 – Großbrand in der Lackieranlage Emstekerfeld

die Region die Insolvenz des Unternehmens, das nicht mehr

mit dem schnelllebigen Zeitgeist mithalten konnte.

Dass Kalkhoff heute zu den bekanntesten Marken Europas

zählt, liegt auch an den ungewöhnlichen Werbe- und

Vermarktungsstrategien des Heinrich Kalkhoff. Mit speziellen

Messe-Verkaufswagen fuhr das Unternehmen Kalkhoff

ab 1950 die Händler an. 1965 wurde zeitgemäß der erste

Warenprospekt für das breite Publikum vorgestellt. Schlagzeilen

trächtige PR-Arbeit gehörte stets dazu: Vom Bundeswirtschaftsminister

bis zum Bischof auf dem „Heimtrainer“

gewann er auch Prominente für werbliche Zwecke. Auch

die seinerzeit sehr populäre Ikone der 68er-Bewegung und

Model, Uschi Obermaier, war lange das Kennzeichen auf den

verschiedensten Kalkhoff-Werbeplakaten, auf denen sie ungewohnt

freimütig für Kalkhoff-Räder posierte.

In Herbst 1985 wollte die Familie ihre Geschäftsanteile

verkaufen. Hierzu kam es jedoch nicht mehr, denn am 15.

November 1985 erfolgte der Konkurs der Kalkhoff-Gruppe.

Grund: Die Geschwister Kalkhoff zogen schon seit längerer

Zeit nicht mehr an einem Strang und hatten unterschiedliche

Auffassungen in der Ausrichtung des Unternehmens.

Man war den Großabnehmern total ausgeliefert.

Für die vielen Mitarbeiter und das gesamte Umfeld eine

schmerzliche Katastrophe. Die Familie Kalkhoff in der II. Generation

musste die Verantwortung für das Unternehmen

abgeben. Von da an war das Unternehmen Eigentum von

privaten Investoren. Die Gebäude am Kessener Weg wurden

1986 abgerissen um später das danach brachliegende, konterminierte

Firmengelände nach aufwendiger Sanierungsmaßnahme

für eine Wohnbebauung freizugeben.

Die Rettung zog sich. Der Zuschlag ging an eine regionale

Investorengruppe. Sie nannten sich „Neue Kalkhoff-Werke“.

Diese Firma konnte sich aber nur bis Mitte 1988 halten, obwohl

die Mitarbeiter durch erhebliche Lohnzugeständnisse

und mit dem mager ausgestatteten Sozialplan versuchten

das Unternehmen zu retten.

Eine Wende und nachhaltige Rettung brachte erst die

Gründung der neuen Gesellschaft „Derby Cycle GmbH“ am

27.09.1988 mit der neuen Strategie: konsequente Markenpolitik

und Konzentration mit allen Marken auf den Fahrrad-Fachhandel.

Aufgrund vieler fähiger Mitarbeiter, der

gewieften und weitsichtigen Firmenpolitik sowie einer

frühzeitigen Fokussierung auf Kalkhoff, schaffte es die Marke

wieder an die Spitze – mit einem klaren Bekenntnis zum

Standort Deutschland, zu traditionellen Werten und höchstem

Qualitätsanspruch. Man sieht sich heute als „Marke für

die ganze Familie. Und beweist Gespür für die Bedürfnisse

der Endverbraucher und neue Trends: Wie die Musterwagen

des Heinrich Kalkhoff, reisen heute hochmoderne Kalkhoff

Präsentations-Mobile durch ganz Europa, um Verbraucher

die ganze Bandbreite des Elektrorad-Programms testen zu

lassen.

Nach der Übernahme durch das niederländische Familienunternehmen

Pon, das über 13.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt,

ist Derby Cycle seit 2012 kontinuierlich gewachsen.

Als Teil von Pon.Bike, dem Fahrradbereich von Pon, zu dem

unter anderem auch Gazelle, Cervélo und Santa Cruz gehören,

profitiert das norddeutsche Unternehmen vom internationalen

Know-How des Mutterkonzerns und von den vielen

Synergien in der engen Zusammenarbeit mit den Schwestermarken.

Die Erfolgsgeschichte der heutigen Firma DERBY CYCLE, ist

ohne das Lebenswerk von Heinrich Kalkhoff nicht denkbar.

Als visionäre Unternehmerpersönlichkeit prägte er über viele

Jahrzehnte hinweg die Kalkhoff Werke und entwickelte diese

zu einem weltweit namhaften Fahrradhersteller.

August 1920 Fünfte Werbeanzeige der Firma Kalkhoff –

Januar 1920 die Erste Werbeanzeige

10 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte 11


„kennen sie eigentlich ...“

Kennen Sie eigentlich…

... unter diesem Titel stellen wir in unregelmäßigen Abständen Ortsteile oder Bauernschaften vor, deren Namen aus

überlieferten plattdeutschen Begriffen abgeleitet oder übernommen wurden. Etliche dieser Bezeichnungen sind vielen

Leser*innen fremd und man hat keine Ahnung (mehr), woher sie stammen. Auch wissen viele nicht, wo diese und jene

Ansiedlung sich befindet und wie sie sich entwickelt hat. Darum hat Heiner Ortmann sich auf die Suche nach den Hintergründen

gemacht.

Kennen Sie eigentlich Bischofsbrück?

Wenn Sie bei dieser Frage

eventuell an eine Fortsetzung des

NDR-Radiohörspiels „Der Frauenarzt

von Bischofsbrück“ denken, dann liegt

man mit der geografischen Zuordnung

jenes Bischofsbrück in die hiesige Region

jedoch nicht richtig.

„Unser Bischofsbrück“ nämlich, eine

kleine, idyllische Bauerschaft, liegt, abseits

von Bundes-, Land- und Kreisstraßennetzen,

an einer, erst 1956 gebauten

Asphaltstraße. Die war bis dahin

ein sandiger Feldweg, der von Bischofsbrück

zur Kreisstraße Peheim-Markhausen

führte, doch so unscheinbar der

Pfad auch schien – er hat Geschichte

und das als bedeutender Handels- und

Heerweg! Der führte vom Raum Meppen

über Sögel nach Cloppenburg, bis

in den Bremer- und Oldenburger Raum

hinein und weiter noch als als die heutige

Straße von Cloppenburg über Peheim

und Vrees in die geheimnisvolle

Region des Hümmling.

Seinen Namen hat die Bauerschaft

von der Brücke, die innerhalb der Bauerschaft

über die „Marke“ führt und die

früher regelmäßig von Bischof von Galen

benutzt wurde, wenn er und sein

Gefolge auf Jagdausflügen unterwegs

waren. Ein kleines Hinweisschild an

der Straße nach Markhausen, neben

einem „Klus“ (Kreuz) zeigt den Weg zur

„Brücke des Bischofs“. Ein weiteres Dokument

dieser Zeit ist das alte Zollhaus,

das 1826 erbaut wurde. Diese alte Zollstation,

so die Aufzeichnungen, war das

erste feste Gebäude in Bischofsbrück

und seiner Umgebung. Hier mussten

nicht nur der Wege- und Brückenzoll

entrichtet werden, vielmehr wurden

auch Reisende hier bewirtet. So, wie

es früher an allen Zoll- oder Poststellen

üblich und gute Sitte war. Im Jahr 1859

erwarb die Familie Spark dieses Haus

und betrieb es bis in die 1970er Jahre

hinein noch als Gastwirtschaft. Heute

ist das Anwesen in einen landwirtschaftlichen

Betrieb umfunktioniert.

Im Jahre 1860 dann bestand Bischofsbrück

schon aus acht Hausstellen,

sogenannte „Bunkhäuser“, die aus

Gras- und Heidesoden errichtet waren.

Heute verteilen sich auf die Bauerschaft

etwa 30 Haushalte. Die liegen

in der landschaftlich reizvollen Umgebung

von Heideflächen, Wäldern,

Feldern und Wiesen weit verstreut und

pflegen dennoch eine feste Bindung

untereinander. So trifft man sich am

„Brügger-Treff“, einem urig eingerichteten

Grillplatz, während die Kinder den

unter alten Eichen angelegten Kinderspielplatz

bevorzugen. Politisch gehört

Bischofsbrück zu Molbergen und zur

Kirche geht man in das etwa drei Kilometer

entfernte Peheim.

Nicht weit entfernt und unbedingt

sehenswert ist das Großsteingrab

(auch „Teufelssteine“ genannt) aus der

jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur

(3400 bis 2800 v. Chr.). Die imposante

Grabanlage liegt an der Straße

Bischofsbrück – Vrees, umgeben von

Eichen und Birken. Die Grabkammer ist

mit ihren acht Trag- und drei Decksteinen

noch vollständig erhalten, es fehlt

lediglich ein kleiner Teil an der äußeren

Steinumrandung. Mehrere Generationen

einer Siedlungsgemeinschaft fanden

in den Großsteinanlagen ihre letzte

Ruhe, wie auch die nur knapp einen

Kilometer entfernt liegende Großsteingrabanlage

„Plingberger Steine“ beweist.

Übrigens befindet man sich dort

schon auf emsländischem Gebiet – ein

Ausflug nach Bischofsbrück und umzu

ist gleichzeitig eine kleine Zeitreise und

lohnt sich somit aus vielerlei Gründen!

Heiner Ortmann und Ulla Schmitz

Endlich Sprache verstehen

wie Normalhörende

Kennen Sie das? Sie sind auf einer Geburtstagsfeier und

unterhalten sich angeregt mit Ihrem Gegenüber. Wenn

jemand anderes etwas sagt, müssen Sie sich sehr anstrengen,

etwas zu verstehen oder sogar ganz passen. Das

liegt daran, dass bei einer Hörminderung Sprache und Klänge

unvollständiger an das Gehirn übertragen werden. Genau

hier setzt das Hörgerät Oticon Opn S an und sorgt dafür,

dass Sie Ihren Aktivitäten nachgehen können, auch wenn es

mal etwas lauter wird.

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Mit Oticon Opn S hören Sie so natürlich wie mit keinem

anderen Hörgerät zuvor. Mit der innovativen

360°-Technologie nehmen Sie Stimmen und Klänge

aus allen Richtungen ganz beiläufig wahr. Sie können

Gespräche mit mehreren Personen in lauter Umgebung

leichter meistern und sich entspannter einbringen.

Neueste Studien zeigen, dass Hörgeschädigte mit

Oticon Opn S genauso gut in lärmigen Situationen verstehen

wie ihre normalhörenden Altersgenossen.

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Wir hören mit den Ohren, aber Verstehen ist ein Vorgang,

den das Gehirn vornimmt. Um es dabei bestmöglich zu unterstützen,

arbeitet das Oticon Opn S mit zwei weltweit einmaligen

BrainHearing-Technologien. Der OpenSound Navigator

ist dafür zuständig, dass Sie wie beim natürlichen Hören

jederzeit die 360° Klangkulisse wahrnehmen, während der

Open Sound Optimizer für bis zu 30 % mehr Sprachdetails

und natürlichen Klang sorgt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass

die Behandlung einer Hörminderung im mittleren Lebensabschnitt

das Demenzrisiko stärker senkt als alle anderen

Maßnahmen, wie z. B. mit dem Rauchen aufzuhören oder

sich mehr zu bewegen.

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2,4 GHz Bluetooth® Low Energy Ihre Hörgeräte ganz einfachkabellos

mit vielen externen Geräten verbinden. So können

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klingelt. Mit Oticon Opn S genießen Sie viele Vorteile, die

Menschen ohne Hörgeräte nicht so einfach zur Verfügung

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12 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Kennen Sie eigentlich ...

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Montag bis Freitag:

08.00–20.00 Uhr

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die sich ein glückliches und beschwerdefreies Leben bis ins

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und medizinischen Fachangestellten die gesamte Bandbreite

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Training für mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

In einem angenehmen und stilvollen Ambiente werden die

Trainierenden beim Gesundheitstraining von ausgebildeten

Fachkräften individuell betreut und durchlaufen nach der

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– dem Biocircuit. Bei dieser neuen und hocheffektiven

Form des Gerätetrainings wird für jedes Gerät die individuelle

Sitzposition, Hebelposition, Gewicht, Wiederholung und

Herzfrequenz automatisch auf einem persönlichen Transponder

gespeichert, so dass die Trainierenden keine lästigen

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14 Das Das Stadtmagazin für für Cloppenburg & umzu & umzu | Porträt | Reportage Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt 15


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Jetzt ist Zeit für

Sommerblumen!

Der Umbau ist geschafft!

Besuchen Sie uns und

staunen Sie über noch

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Stämmchen & mehr

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Solanum Rantonetti

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Stadt wird zur blühenden Einkaufsmeile

Sommergärten schmücken die Cloppenburger City

damit so manchem Heimgärtner

neue Ideen zur Gestaltung des

eigenen Gartens.

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CM Cloppenburg

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Cloppenburger Sommergärten

16 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Der bevorstehende Sommer wirft

seine Schatten voraus. Die Bäume

werden von Tag zu Tag grüner,

die ersten Blumen sprießen und

überall duftet es nach frischem Gras

und Blumen. Daheim haben sicherlich

viele ihren Garten schon hergerichtet

und genießen jetzt das Erwachen der

Natur und die täglich mehr und größer

werdenden Blumen.

Auch die Stadt Cloppenburg putzt

sich wieder heraus. In der Innenstadt

findet vom 18. Mai bis 21. September

wieder die Aktion „Sommergärten“

statt. Gärtner sowie Garten- und Landschaftsbauer

aus Cloppenburg und

Umgebung bauen in der Innenstadt

insgesamt zehn Sommergärten auf

und verwandeln die Cloppenburger

City für vier Monate in eine blühende

Einkaufsmeile.

Bei der Gestaltung ihrer Gärten ist

den beteiligten Betrieben freie Hand

gelassen. Sie demonstrieren eine Vielfalt

von blühenden Gärten und bieten

Die Gärten stehen jeweils unter einem bestimmten Thema. So werden

zum Beispiel unter dem Motto „Gut in Form“ exklusive Formgehölze gezeigt,

ein anderer Garten beschäftigt sich mit der mediterranen Blütenwelt.

Ein Naschgarten lädt zum Verweilen und auch zum Naschen ein und

in der Stadtmitte soll ein Blütenmeer dafür sorgen, dass es auch in der Innenstadt

„summt und brummt“. In einem „grünen Wohnzimmer“ gibt es

Anregungen, wie man seinen Garten gestalten kann, um ihn zu einem Ort

der Ruhe und Erholung zu machen.

In der Bahnhofstraße wird gezeigt, wie Gärten aussehen können, in denen

man sich erholen und Träumereien im Grünen genießen kann, die aber

dennoch nur wenig pflege benötigen.

Der Fremdenverkehrsverein Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre gestaltet

ebenfalls einen Garten und wirbt damit für die Garten- und Landschaftskultur

im Oldenburger Münsterland.

Die insgesamt zehn Gräten werden in der Lange Straße, der Mühlenstraße

und der Bahnhofsstraße aufgebaut. Im Mittelpunkt der blühenden Gärten

wird in der Stadtmitte wieder ein großer Sandkasten mit einer Spielburg

für die Kinder aufgebaut. Sie können hier klettern und rutschen oder

mit Eimer und Schaufel im Sand spielen.

Organisiert wird die Aktion „Sommergärten“ vom Stadtmarketing und

von CM Cloppenburg Marketing. Zur Eröffnung der Sommergärten kommt

am Samstag, 18. Mai, „Miss Flora“ nach Cloppenburg. Die Stelzenläuferin

verteilt Blumensamen an die Besucher der Innenstadt. Dazu gibt es Musik

der mobilen Band „The poor Boys and Girls“.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

17

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Das leckere Grün

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Filialleiter Sebastian Brake, Inhaber Jonas Afken und Mitarbeiter Stanislaw Anufriew sind das Team von e-motion Cloppenburg

Der e-Bike-Spezialist e-motion Cloppenburg bietet die gesamte Angebotspalette vom bequemen City-e-Bike über sportliche

Trekking-e-Bikes und praktische Lasten-e-Bikes bis zu modernsten e-Bike Rennrädern

e-motion bietet rundum

Sorglos-Paket für e-Bike-Fahrer

Mit dem Frühling startet auch

wieder die Fahrrad-Saison.

Es gibt kaum etwas Schöneres

als mit dem Fahrrad die Landschaft

zu erkunden und die Natur zu

genießen. Mit einem e-Bike können

auch längere Strecken problemlos

zurückgelegt werden und für die täglichen

Fahrten zur Arbeit oder zum

Einkauf ist das e-Bike zuverlässig und

umweltfreundlich. Der perfekte Ansprechpartner

beim Kauf eines modernen

e-Bikes ist der Fachhandel,

der in punkto Beratung und technischen

Neuerungen auf dem aktuellen

Stand ist.

Der bundesweit bekannte Fachhandel

e-motion ist nun auch in Cloppenburg

der kompetente Ansprechpartner

beim Kauf eines e-Bikes, sowie in den

Bereichen Finanzierung, Leasing und

Versicherung. Hier gibt es das Komplett-Paket

aus einer Hand für mehr

Service, Qualität und Sicherheit.

Auf circa 200 Quadratmetern Verkaufsfläche

finden die Kundinnen und

Kunden in der neuesten e-Motion-Filiale

in Cloppenburg, Soestenstraße

75, eine große Auswahl an e-Bikes, Pedelecs

und auch Dreirädern. Das Team

um Filialleiter Sebastian Brake nimmt

sich Zeit für die Interessenten und legt

großen Wert auf eine persönliche und

kompetente Beratung. Hier gibt es kein

„08/15-Fahrrad von der Stange“, sondern

das perfekte Rad für jeden – individuell

abgestimmt auf die Wünsche

und Bedürfnisse der Kunden. Denn nur

mit einem passenden Modell hat man

auch lange Freude an seinem e-Bike.

Auf dem Außengelände steht neben

zahlreichen kostenlosen Parkplätzen

genügend Platz für eine Probefahrt

zur Verfügung. „Wir möchten unseren

Kundinnen und Kunden eine große

Auswahl sowie eine kompetente und

umfassende Beratung bieten. Nur so

können wir sicherstellen, dass sie das

e-Bike finden, dass genau zu ihnen und

ihren Ansprüchen passt. Das ist uns

sehr wichtig“, betont Sebastian Brake.

E-Motion ist seit vielen Jahren der

Spezialist für e-Bikes, Pedelecs und

Dreiräder. Als freier Fachhändler bietet

e-Motion eine riesige Auswahl an e-Bikes

und Pedelecs an. Und auch Dreiräder

für Erwachsene, Senioren und

Menschen mit körperlichen Einschränkungen,

mit oder ohne Elektroantrieb

und von verschiedensten Herstellern

gehören bei e-motion in Cloppenburg

zum Sortiment. Wer also auf der

Suche nach einem passenden e-Bike,

Pedelec oder Dreirad ist und als Entscheidungshilfe

auf eine qualifizierte

Fachberatung nicht verzichten möchte,

der ist beim großen e-Bike-Spezialisten

e-Motion in der Cloppenburger

Soestenstraße 75 bestens aufgehoben.

E-Bikes sind seit Jahren voll im Trend

und werden auch bei jüngeren Rad-

fahrern immer beliebter. Für das Modelljahr

2019 haben die e-Bike-Hersteller

herausragende Technik in ihre

Räder eingebaut, die das Fahren zu

einem wahren Vergnügen machen.

Moderne e-Bikes sind nicht nur stylische

Trendsetter, sondern inzwischen

auch unverzichtbare Wegbegleiter

durch Alltag und Freizeit, die Fahrspaß

und Komfort perfekt verbinden.

Der Elektromotor bietet eine genau

abgestimmte Unterstützung, sodass

e-Bike-Fahrer auch den täglichen Weg

zur Arbeit zurücklegen können, ohne

völlig verschwitzt im Büro anzukommen.

Denn Steigungen oder längere

Strecken werden zurückgelegt, ohne

dabei außer Atem zu geraten. Spezielle

Lasten-e- Bike hingegen eignen sich

hervorragend zum Transport größerer

Einkäufe oder Lieferungen innerhalb

der Stadt. Schnell und wendig rollen

sie an den Autoschlangen vorbei,

und auch die lästige Parkplatzsuche

entfällt.

Zahlreiche Arbeitgeber haben die

Vorteile eines e-Bikes bereits er kannt

und bieten ihren Mitarbeitern moderne

und stylische Diensträder an, die auch

privat genutzt werden können. Hier

gibt es speziell für Arbeitgeber, Arbeitnehmer

oder Selbstständige attraktive

Leasingangebote sowie auf Wunsch

auch, mit einem Bike-Leasing-Service,

ein rundum Sorglospaket. Die Spezialisten

von e-Motion informieren gerne

und unverbindlich.

Auch ein weiterer Aspekt wird beim

Kauf eines hochwertigen e-Bikes wird

immer wichtiger: Der Versicherungsschutz.

Der Fachhändler informiert

über die Vorteile einer umfassenden

Fahrradversicherung, die sowohl einen

Diebstahlschutz, den Pick-Up-Service

als auch einen perfekten Rundumschutz

– beispielsweise bei Schäden

durch Stürze oder Pannen – beinhaltet.

E-Motion bietet außerdem einen

kundenfreundlichen Werkstatt- und

Lieferservice. Hier liegen Reparatur,

Wartung oder Inspektion in den Händen

von spezialisierten Fachkräften. Und

selbst e-Bikes, die nicht vor Ort gekauft

wurden, werden hier selbstverständlich

repariert.

Neben Fachberatung und riesiger

Auswahl bietet das Fachgeschäft auch

die Möglichkeit der Finanzierung.

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eine mögliche 0%-Finanzierung über

24 Monate – so bietet e-Motion Kompetenz

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Schauen Sie vorbei und lassen Sie

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SIGRID LÜNNEMANN

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19


Porträt

Porträt

Aufführung „Romeo und Julia“

Bernd Kessens – mit Tragik

und Humor für mehr Toleranz

In einer Zeit, in der es aufgrund extremer

Vorurteile, aufgrund von

Hochmut und Engstirnigkeit kaum

gelingt geflüchteten Menschen Platz

in unserer Gesellschaft darzubieten, in

einer solchen Zeit von Intoleranz und

völkischem Gehabe hält Bernd Kessens

aus Damme dem Publikum bei seinen

Theateraufführungen den Spiegel vor.

Mit wahren Geschichten und Wahrheiten,

die niemanden unberührt lassen.

Begeisterungsfähigkeit und die Fähigkeit

zu begeistern, zeichnen Bernd

Kessens aus. Der ehemalige Lehrer

für Deutsch, Erdkunde und Sport am

Gymnasium in Damme, der gebürtige

aus Bunnen stammt, veröffentlichte

bereits im Jahr 1985 seinen ersten

Roman. Mit „Tatort Maisfeld“ sorgte

der heute 71-Jährige für Schlagzeilen

und heftige Diskussionen auch über

das Oldenburger Münsterland hinaus.

Darin thematisierte er bereits vor 27

Jahren die noch heute brandaktuelle

Gülle- und Nitratproblematik vor dem

Hintergrund der allgegenwärtigen

Maismonokulturen in der Region. Er

beschränkte sich aber nicht nur auf die

literarische Kritik, sondern engagiert

sich auch in der Lokal- und Kreispolitik.

Als kritischer Geist, der aber stets

nach praktikablen Lösungen sucht

und sich für die Stadt Damme sowie

die Region engagiert, ist der überzeugte

SPD-Mann seit mehr als 30 Jahren

Ratsmitglied und war bis 2016 Kreistagsabgeordneter

– davon viele Jahre

als SPD-Fraktionsvorsitzender.

Seine große Leidenschaft gehört der

Literatur und dem Theater. In seinen

zehn Romanen stehen zumeist die

Geschichte der Region und die der

hier lebenden Menschen im Fokus.

Besonders fasziniert er die Leser mit

den lokalhistorischen Roman-Trilogie

„Rabenfluch“, „Freiheit und gebratener

Speck“ sowie „Ein Stück Land“, in denen

er das karge Leben der Heuerleute

sowie die Hintergründe und Folgen

der Massenauswanderung im frühen

19. Jahrhundert und der Markenteilung

einfühlsam und spannend thematisiert.

Dabei basieren seine intensiv

recherchierten Romane auf profunden

Kenntnissen über die geschichtliche

und gesellschaftliche Entwicklung des

Oldenburger Münsterlandes sowie

über die Lebenssituation der einstmals

besitzlosen, unterbäuerlichen Schichten.

Aber auch seine spanischen Geschichten

„Getanzte Liebe – Flamenco“

und „Die spanische Haut“ über leidenschaftliche

Liebe, Stolz und Tradition

sowie die alte Kunst des Tätowierens

finden eine breite Leserschaft.

Ein Schlaganfall im Jahr 2000 warf

den sportlichen und eloquenten Pädagogen

und Autoren zunächst aus der

Bahn, aber mit großem Ehrgeiz und

Bernd Kessens

Disziplin brachte er sich das Sprechen

wieder bei. So baute er sich ein eigenes

kleines Tonstudio auf und sprach als

Übung – zunächst sehr langsam und

mühselig und dann immer flüssiger –

seine eigenen Texte ein. Heute hält er

wieder Vorträge und hat eine alte Leidenschaft

neu für sich entdeckt: Das

Theater!

Im vergangenen Jahr sorgte die große

Open-Air-Inszenierung seines Stückes

„Romeo und Julia“ mit circa 3.500

Besuchern für Furore. Frei nach Shakespeares

Klassiker verlegte der Autor

und Regisseur die wohl berühmteste

Liebesgeschichte aus dem fernen Verona

ins heimische Damme. Und der

Hass zwischen den verfeindeten Parteien

beruht – man kann es sich heute

kaum noch vorstellen – allein auf ihrer

Zugehörigkeit zur katholischen und

evangelischen Konfession.

Die Geschichte bewegt sich in den

beiden Zeitebenen von 1947 und der

Gegenwart, wobei verschiedene Handlungsstränge

gekonnt miteinander

verwoben werden. Kleine Filmsequenzen

ergänzten die Inszenierung, die

auf einer Bühne direkt vor dem Portal

des „Dammer Doms“ St. Viktor aufgeführt

wurde.

Das Ensemble in ihren Räuber-Kostümen

Nach dem zweiten Weltkrieg flüchteten

zahlreiche Vertriebene aus Ostpreußen

auch ins Oldenburger Münsterland

und hofften, hier eine neue

Heimat zu finden. Sie stießen aber

in der zutiefst katholisch verwurzelten

Region vielfach auf Ablehnung

und offene Ausgrenzung. In dieser

Situation verliebten sich die junge,

bildhübsche Julia und der nette, gutmütige

Bauernsohn Robert. Aber statt

eines Happy End zerbrach die Liebe

an den Vorurteilen des katholischen

Elternhauses, das keine evangelische

Schwiegertochter duldete. Auch als

Julia konvertierte, schlug ihr weiterhin

offene Verachtung entgegen, an der

die junge Liebe schließlich zerbrach.

Die Geschichte basiert auf der Erzählung

einer heute 90-jährigen Frau, die

mit persönlichen und sehr ergreifenden

Statements zu Beginn und zum

Schluss die Bühne betrat. „Wir hatten

alles verloren, außer unserem Glauben

und unsere Hoffnung“, sprach sie

auch den heutigen Flüchtlingen aus

der Seele, denn auch dieser aktuelle

Aspekt wird in der Inszenierung thematisiert.

Zur Recherche der Hintergründe

führte Bernd Kessens 38 Interviews

mit Zeitzeugen. „Es ist wirklich erschütternd,

mit welcher abgrundtiefen Verachtung

die evangelischen Neubürger

von einem Teil der alteingesessenen

katholischen Bevölkerung behandelt

wurden“, zeigt sich Bernd Kessens

noch heute erschüttert über die zum

Teil sehr emotionalen Lebensgeschichten.

In kurzen Statements werden ihre

Schicksale und bedrückenden Erlebnisse

auf der Bühne vorgetragen. „Gerade

diese Statements waren für viele

ältere Zuschauer wie ein emotionaler

Flashback und viele von ihnen hatten

Tränen in den Augen“, erinnert sich der

Autor an die sehr bewegenden Momente

der Aufführung.

Ein weiterer emotionaler Höhepunkt

waren die Auftritte der achtjährigen

Ägypterin Laura Shaer und des erwachsenen

Marokkaners Nabil Rhiati.

Die Schilderungen der beiden Flüchtlinge

zeigten, dass sich seit der Geschichte

von Julia und Robert nicht viel

geändert hat. Auch sie haben in ihrer

neuen Heimat mit Vorurteilen und Ablehnung

zu kämpfen. Schließlich fragte

die kleine Laura, wie lange es denn

dauert, bis sie als Deutsche akzeptiert

werde. Ihr antwortete ein Vertriebener

aus dem Jahr 1947, dass es bei ihm gut

70 Jahr gedauert habe, bis er für die

Dammer nicht mehr der evangelische

Zugezogene gewesen sei.

Eine lange Zeit, um sich fremd und

nicht voll akzeptiert zu fühlen!

SIGRID LÜNNEMANN

Seit Monaten laufen nun bereits die Proben

für das neue Theaterprojekt. Am

12. September feiert Bernd Kessens mit

seinem Ensemble vor dem „Dammer Dom“

erneut Premiere. Der Autor hat aus der alten

Dammer Sage „Die Räuber vom Mordkuhlenberg“

ein modernes Theaterstück geschaffen.

In einer lockeren Szenenfolge und mit aufwendig

gestalteten filmischen Einspielungen

sowie der musikalischen Unterstützung

durch die Mitglieder des Rüschendorfer Kolpingchors,

die zugleich auch als Soldaten des

Jahres 1750 auf Räuberjagd gehen, bringt er

die Geschichte der jungen Anna Maria Wieferich

auf die Bühne. Das Mädchen wird jahrelang

von den Räubern Adlerauge, Gänsekiel,

Eisenmann, Koch, Doofmann und dem raubeinigen

Räuberhauptmann in einer Höhle

auf dem Dammer Mordkuhlenberg gefangen

gehalten. Nur mit einer List und ihrem unerschütterlichen

Glauben gelang ihre Befreiung,

ohne dass sie ihren Schwur gegenüber

den Räubern brechen musste. Wie schon die

Namen der Räuber erahnen lassen, kommt in

der Aufführung bei aller Tragik auch die Komik

nicht zu kurz.

Aber wir wollen noch nicht zu viel verraten.

Die Zuschauer können gespannt sein – lassen

Sie sich begeistern!

sil

TERMINE:

„DIE RÄUBER VOM MORDKUHLENBERG“

jeweils um 19.30 Uhr

Donnerstag – Sonntag

12.9.2019 –15.09.2019

19.9.2019 – 22.09.2019

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

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Foto: Jasmin Carla Arbes

Kleiner Raum, große Wirkung: Die Winebar Leibeswohl in Cloppenburg, gestaltet nach Prinzipien fernöstlicher Harmonielehre

Harmonie zum Genießen

Stilsicher und modern – nach Prinzipien des Feng-Shui?

Die Winebar Leibeswohl in Cloppenburg zeigt, wie das geht.

Kennen Sie das? Sie betreten einen Raum und fühlen sich

sofort angenommen und willkommen. In der Winebar Leibeswohl,

dem Lokal meines Mannes Bernd Höne, wollte ich

genau dieses Gefühl herauskitzeln – inspiriert von den jahrtausendealten

Raumlehren des Feng-Shui.

Ich sehe mich als Raumentwicklerin und liebe es, mich

mit modernen Raumtrends auseinanderzusetzen und diese

mit den Grundsätzen der Architektur und dem Feng-Shui

zu kombinieren. Mein Ziel dabei ist, westliches Bau-Knowhow

und chinesische Harmonielehre mit dem heutigen Lebensstil

zu verbinden. In diesem Punkt war die Gestaltung

der Winebar Leibeswohl eine besondere Herausforderung.

Der Grund: Der relativ kleine Gastraum hat einen schrägen

Grundriss. Keine Wand steht parallel und rechtwinklig zur

anderen. Aus Feng-Shui-Sicht: äußerst ungünstig – hier gilt

ein rechteckiger Grundriss als optimal. Die östliche Raumund

Baulehre geht nämlich davon aus, dass überall in der

Natur das Qi, eine Art Lebensenergie, fließt. Diese wird je

nach örtlicher Begebenheit zerstreut, gebündelt, umgeleitet

oder gar aufgehalten. Die Aufgabe besteht nun darin,

das Strömen der Energie zu gewährleisten, zum Nutzen

und Wohlbefinden des Menschen. Hier gilt: Die Energie

folgt der Aufmerksamkeit – und die lässt sich mit Ankerpunkten

gezielt lenken.

Feng-Shui ist also die Kunst der Ausrichtung und Platzierung,

um eine optimale Raumharmonie zu erzielen. Es lebt

durch das Zusammenspiel von Form, Farbe und Material,

das als Ganzheit ins Raumkonzept einfließt. Die höchste

Wirkung hat dabei die Gestaltung der Form – und genau

dort habe ich angesetzt: Mit besonderem Augenmerk habe

ich möglichst wenig zusätzliche Ecken und Spitzen entstehen

lassen, um die vorhandene Raumumgebung zu harmonisieren.

Bevor ich mich jedoch an die Gestaltung machte, habe

ich einige Zeit in dem Haus und seiner Umgebung verbracht,

um zu sehen und zu spüren, welche „Ortsenergie“

und Atmosphäre vorherrschen. Bei der Gelegenheit habe

ich gleich mit dem Lo Pan, einem chinesischen Kompass,

die Ausrichtung des Hauses genau bestimmt. Denn: Entscheidend

für die Gestaltung im Feng-Shui sind vor allem

die Himmelsrichtungen. Jede hat ihre eigenen Qualitäten:

Der Norden gilt zum Beispiel als dunkel, kalt und

ruhig; der Süden als hell, warm und lebendig. Mithilfe

der genauen Ausrichtung konnte ich dann das Raumund

Farbkonzept nach der Lehre der fünf Elemente

(Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz) entwickeln. Einige

Elemente habe ich unter anderem in der Farbgestaltung

aufgegriffen.

Übrigens: Im Feng-Shui kommt auch dem Eingangsbereich

eine große Bedeutung zu: Ich habe ihn deshalb

möglichst freundlich und offen gestaltet – damit nicht

nur die Energie, sondern auch möglichst viele Gäste hereinströmen.“

Michaela Höne kümmert sich um die ganzheitliche

Planung, Betreuung und Abwicklung von

Bauprojekten. Sie ist staatlich geprüfte Bautechnikerin

(Schwerpunkt Hochbau) mit jahrelanger

Erfahrung in der Planungsabteilung

verschiedener Bauunternehmen und Architekturbüros.

2016 absolvierte sie eine Weiterbildung

zur Feng-Shui-Beraterin.

FACEBOOK & INSTAGRAM

www.facebook.com/Architektur.fengshui.michaela.hoene/

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige 23


über den Tellerrand

Blühender Austausch –

zwischen dem Museumsdorf Cloppenburg und dem Park der Gärten in Bad Zwischenahn

Bei der bäuerlichen Bevölkerung dienten ausladende

Blumen- und Ziergärten der Repräsentation

Foto: Micheal Stephan

Barockgarten Arkenstede

Im Rahmen einer „blühenden“ Kooperation des Cloppenburger

Museumsdorfes mit dem Park der Gärten in Bad

Zwischenahn, ist vor dem Adelssitz Arkenstede im Museumsdorf

eine repräsentative Parkanlage entstanden, die

beispielhaft für den Zeitgeist und die gartengestalterische

Kunst des 17. und frühen 18. Jahrhunderts ist.

Die „Burg Arkenstede“ war jahrhundertelang im Besitz

von adligen Familien aus dem Niederstift Münster und dem

Osnabrücker Raum. Die symmetrisch gestaltete Anlage vor

dem Herrenhaus ist jedoch keine Rekonstruktion des ehemals

zum Haus Arkenstede gehörenden Gartens, sondern

unter der Leitung von Dipl.-Ing. Elke Schwender in Zusammenarbeit

mit dem Park der Gärten in Bad Zwischenahn und

dem Museumsdorf Cloppenburg gestaltet worden.

Mit dem Überschreiten der hölzernen Brücke gelangt der

Besucher in die damalige Welt des Adels. Der Stellenwert

adeliger Lustgärten, sowie auch bürgerlicher Gartenanlagen

ist unbestritten. Ihre Vorbildfunktion war für Nachahmer

vor allem in den Städten des 19. Jahrhunderts von

hoher Bedeutung. So entstanden prächtige Landschaftsgärten

im sogenannten „englischen Stil“ mit geschwungenen

Wegeführungen und effektvoll eingesetzten Blickachsen.

Weit weniger bekannt ist, dass auch die bäuerliche Oberschicht

großflächige Gartenanlagen plante und anlegte. Dabei

handelte es sich nicht nur um Nutzgärten für Obst und

Gemüse, sondern auch um Ziergärten, die mit damals noch

exotischen Sträuchern, Bäumen oder Blumen bepflanzt waren:

die Bauerngärten, damals und auch heute wieder der

Stolz leidenschaftlicher Gartengestalter- und besitzer.

Als ideenreiche Aspekte der Gartengestaltung auf dem

Lande wurden darin Ruheplätze, wie die beliebten Grotten,

geschaffen. Aber auch Pavillons und künstliche Anhöhen,

in den ansonsten flachen Geländen, waren in Mode. Diese

sich beständig wandelnden Gärten, manche von ihnen

gut versteckt hinter Baumgruppen und Alleen, wurden von

Generation zu Generation weitergegeben, ein wenig verändert,

aber im Grunde nach dem ursprünglichen Gusto

erhalten.

Natürlich diente diese zeitraubende Beschäftigung auch

dem Wahren des eigenen Prestiges. Sowohl dem der Auf-

traggeber wie auch dem der Gestalter. Um stets auf dem

neuesten Stand zu bleiben, welche Gewächseteils aus

Übersee, teils aus Asien – die Botaniker und Pioniere nach

Europa brachten, informierten sie sich in druckfrischen Gartenbüchern,

tauschten sich als Mitglieder von Gartengesellschaften

untereinander aus oder beauftragten weitere

Gärtnereien mit der Ausstattung ihrer Gärten. Bereits um

1900 spannte sich ein verzweigtes Netz an Gärtner*innen,

Wissenschaftlern und Baumschulbetreibern über die Grenzen

des Kaiserreichs hinaus nach ganz Europa.

Der Gartenbeitrag aus dem Jahr 2007, des niedersächsischen

Freilichtmuseums Museumsdorf Cloppenburg im

Park der Gärten in Bad Zwischenahn stellt hingegen einen

„Ländlichen Blumengarten“ aus der Zeit um 1900 bis 1920

dar. In erster Linie waren die Gärten auf dem Lande Versorgungsgärten,

und zwar unabhängig von der Größe und Ausstattung

des Hofes. Eine kleine Anpflanzung mit verschiedenen

Obstbäumen seitlich des Hauses versorgte die Familie

mit Früchten der Saison und auch der großflächige, hinter

dem Haus liegende Gemüsegarten wurde intensiv bewirtschaftet.

Zu den Hauptgemüsesorten, die jährlich angebaut

wurden, gehörten neben Kartoffeln, vor allem Busch- und

Stangenbohnen, Zwiebeln, Karotten, Rote Bete und Kohl.

Ausladende Blumen- oder Ziergärten waren nur dort anzutreffen,

wo es die finanziellen und personellen Möglichkeiten

der bäuerlichen Bevölkerung erlaubten und wo zugleich

eine Freude an der Gartenliebhaberei vorhanden war. Auch

solche Gärten dienten der Repräsentation, denn die Gartenkunst

hatte einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert,

einschließlich der Grotte, denn diese Affinität galt auch im

bäuerlichen Anwesen als das Nonplusultra. Man sprach in

diesem Zusammenhang sogar vom „Grottenfieber“.

Schauen wir auf´s Heute, stellen wir fest, dass sich die Details

zur Gartengestaltung möglicherweise verändert haben.

Mit Gartenhäusern, Grillplätzen, Teichen, Swimmingpools &

Co im Sortiment, das unbedingte Streben nach einer Gartenanlage

(Balkonien eingeschlossen) ist jedoch geblieben.

Als individueller Ausdruck des eigenen Lebensstils – das

wiederum hat sich nicht verändert. Weder in Cloppenburg,

noch in Bad Zwischenahn, noch sonst irgendwo.

KARIN NIEMÖLLER

*Teilweise zusammengestellt aus Texten des Museumsdorf Cloppenburg und dem Park der Gärten Bad Zwischenahn.

Die Grotte im Themengarten 44 Familie Onnen in Minsen-Förriern, Jeverland 1911 im Ländlicher Bauerngarten im Park der Gärten Schmuckbeet im Themengarten

Garten des Bauernhofes in der Steingrotte

„Ländlicher Bauerngarten

24 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Über den Tellerrand

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | ÜBer den Tellerrand 25


GEsundheit

Gesundheit

reportage

Leben in Balance

Balance halten ist der natürliche Ansatz des Lebens. Jedes biologische

System strebt nach Balance, sucht den Ausgleich, die stabile

Mitte, aus der heraus ein gesundes Gleichgewicht erwächst. Ist

die Balance gestört, kommt das System schnell in Unruhe. Systeme,

die sich in einer natürlichen Balance befinden, bleiben möglichst lange

intakt, widerstandsfähig und vital.

Das ist das Ziel des Maxxmas Probio Derm-Programms:

Haut, Körper und Geist in eine natürliche Balance führen und dadurch

Hautprobleme zu lösen.

Sechs Mittel und Wege aus aller Welt,

um bei Schnupfen die Nase freizubekommen

Die Erkältung ist eine der häufigsten Krankheiten, auch im Frühjahr und im Sommer. Betroffene leiden an Husten, Schnupfen

und Heiserkeit – das ist hierzulande genauso wie auf dem Rest der Erde. Doch so ähnlich die Symptome allseits sind,

so unterschiedlich gehen die Menschen mit dem Infekt um. Nachstehend einige der Hausmittelchen, die helfen die Nase

freizubekommen:

Die konsequente Pflege zu Hause als Basis für einen schönen Teint:

Pickel, Pusteln, Rötungen oder Reizungen. All das kann sehr unglücklich

machen. Besonders unruhige, irritierte, gestresste und gerötete

Hautareale profitieren vom ausgleichenden, regenerativen Pflegesystem

MAXXIMAS Probio Derm.

Hautprobleme lösen -

Schönheit gewinnen.

Rötungen?

HEISSE SUPPEN UND ORANGENTRUNK

In vielen Ländern der Erde sind Menschen von der heilsamen

Wirkung einer hausgemachten Hühnersuppe überzeugt.

Amerikanische Forscher fanden heraus, dass in der

„chicken soup“ große Mengen des Eiweißbausteins Cystein

schwimmen der entzündete Schleimhäute zum Abschwellen

bringt. In Thailand ist bei Schnupfen zum Beispiel eine

Suppe aus Chili, Ingwer, Knoblauch, Koriander und Zitronengras

beliebt. In Indien wiederum bevorzugen viele eine

heiße Suppe aus Tamarinde, den Früchten des Tamarindenbaums,

gekocht mit etwas Ghee und schwarzem Pfeffer.

Kolumbianer setzen auf einen Orangentrunk mit Butter, Honig

und Eukalyptusblättern, um die Nase freizubekommen.

SCHARFE GEWÜRZE UND ZWIEBELN

In Indien schwört man zudem auf den Rauch von verbranntem

Kurkuma, während Chili-Pulver das Mittel der Wahl für

verstopfte mexikanische Nasen ist, während in Japan gegrillte

Frühlingszwiebeln den gleichen Job tun sollen. Das intensive

Würzen der Speisen mit Senf, Meerrettich, Zwiebeln,

Knoblauch und Rettich hat darüber hinaus die Funktion, dass

man bei einer Erkältung wieder frei atmen kann. Verantwortlich

dafür sind Senföle, Schwefelstoffe und ätherische Öle.

SPITZGURKE

In der Türkei tropfen sich Erkältete mitunter den Fruchtsaft

der Spitzgurke in die Nasenlöcher, um entzündete Nebenhöhlen

freizubekommen.

EINE PRISE KLARER

In dem Zusammenhang denke ich immer wieder an meinen

Großvater, der sich, kaum dass er verschnupft war, eine

Handvoll klarem Schnaps mit ein wenig Wasser verdünnt in

die Nase zog. Das hörte sich nicht fein an, warum er das auch

nicht in Anwesenheit meiner Großmutter machen durfte,

doch half diese Prozedur immer und meist sofort.

INGWERWURZEL

In der asiatischen und afrikanischen Medizin findet die Ingwerwurzel

vielfältige Verwendung. Auch bei uns erfreut sich

die Wurzel großer Beliebtheit: So kann zum Beispiel ein frischer

Ingweraufguss dabei helfen, Erkältungssymptome zu

lindern.

djd/usch

Hautprobleme lösen – Schönheit gewinnen.

Cannaboil

Lange Zeit galt Hanf wegen seiner berauschenden Wirkung als verpönt.

Heute erfreut sich Hanföl zunehmender Beliebtheit bei gesundheitsbewussten

Menschen. Doch WARUM? Die Antwort wurde von

der Wissenschaft inzwischen enthüllt: Naturreines Hanföl enthält

wertvolle ungesättigte und essentielle Fettsäuren wie Linolsäure, die

sich günstig auf den Fettstoffwechsel auswirken und den Körper vor

entzündlichen Prozessen schützen. Zusätzlich wirkt ein hoher Vitamin

E-Gehalt den freien Radikalen entgegen.

NEU

Probiomatisches

Behandlungskonzept

Bei uns Testen.

Unreinheiten?

Reizungen?

DAMPFBAD MIT HEILKRÄUTERN

Zu den bewährten Hausmitteln gegen Schnupfen gehört

hierzulande ein Dampfbad mit Heilkräutern, wie

zum Beispiel Kamillenblüten. Kamille lässt die Schleimhaut

abschwellen und erleichtert das Atmen. Auch Zusätze

wie Thymian, Japanisches Minzöl (erst für Kinder ab

2 Jahren) oder Eukalyptusöl werden gerne verwendet.

Besondere Bedeutung im Cannaboil erfährt der hohe Anteil an Canabidiol

(CBD), welches das körperliche und geistige Wohlbefinden fördert.

Ohne eine berauschende Wirkung, da das psychoaktive THC

schonend ausgefiltert wurde.

Schon 3x3 Tropfen täglich stärken die Abwehrkraft und helfen auf

dem Weg zu einem gesunden und vitalen Tag.

26 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gesundheit

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Tel. 04471 702 505

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Reportage

Einfach machen!

„Einfach machen!“ Dass diese Aussage als Feststellung, aber

auch aufmunternd und als Aufforderung verstehen werden

kann, das ist Absicht des QUADRO-Teams in Vechta-Langförden.

Weil hier, wo Werbung auf eine andere, als die übliche

Art gemacht wird, die Realisierung von passendem Marketing

auf unkomplizierte Weise stattfindet. Denn bei QUAD-

RO versteht man, die wichtigsten Details schon beim ersten

Treffen mit den möglichen Kunden zu erkennen: Sie als

Menschen zu sehen, ihre Besonderheiten, ihren individuellen

Habitus – und das Produkt. Das sich ebenso einordnen

lässt. Denn genau diese Aspekte sind die Parameter für eine

erfolgreiche Darstellung in der Öffentlichkeit.

Das weiß man bei QUADRO und setzt Werbung konsequent

in diesem Kontext um: Hier das Objekt und daneben der Hersteller

oder vice versa, denn diese Parallele ist immer identisch.

So einfach ist das, wenn man diese Analyse beherrscht,

wenn man sich nicht über die Kunden stellt, sondern sie als

Partner sieht. Von Anfang an, um sich in der weiteren Zusammenarbeit

ergänzen zu können. Das heißt bei QUADRO

ohne überflüssigen Aufwand und unsinniges Pipapo beim

Thema zu bleiben: „So machen wir das!“ – Aufmerksamkeit

für das Unternehmen zu schaffen. Mit Werbung, die so aufschlussreich

und spannend ist, wie das Objekt.

Da ist es egal, auf welchem Gebiet der Kunde seine Offerte

etablieren will: Auf der Produktebene, im Dienstleistungsgewerbe,

in der Industrie, im Handwerk, in der Landwirtschaft

oder als Start-up oder, oder – bei QUADRO fackelt man nicht

lange, sondern trifft sich mit der potentiellen Kundschaft,

lernt sich einander und das Produkt kennen, hört sich die

Vorstellungen aufmerksam an, ergänzt sie mit eigenen und

dem Machbaren und baut auf diese Weise das Marketingprojekt

gemeinsam auf. Einzigartig und ohne irritierendes

Beiwerk. Das beginnt mit dem Entwurf des Logos, das als Erkennungsmerkmal

des Unternehmens gilt und das sich allein

aufgrund seiner Aussagekraft bei jedem Betrachter einprägt.

Als seine Bezeichnung, im Sinne des Begriffs.

In diesem Konsens findet die weitere Gestaltung des Werbekonzepts

statt, denn Individualität ist natürlich auch hier

die oberste Maxime, schließlich ergibt sich nur daraus ergibt

sich die optimale Darstellung des Objekts. Das kann

noch so klein sein, das QUADRO-Team macht ein auffällig ansprechendes

und haptisch angenehmes „Must Have“ daraus.

Da wird selbst der berühmt-berüchtigte Kugelschreiber bei

QUADRO zum coolen Schreibgerät. Das benutzt wird, trotz

Pad oder Siri.

Von den Maßen dieses Winzlings bis beispielsweise hin zu

denen der neuen Immobilie für den Um- oder Einzug des

Unternehmens sind es augenscheinlich eine Unmenge von

Quadratmetern. Was für das Team von QUADRO bedeutet,

dass sie große Flächen nutzen können, um der Sache werbetechnisch

gerecht zu werden. Mit Pylonen beispielsweise,

mit Fahnen, mit (Tür-) Schildern oder Lichtwerbungen, alles

im individuellen Firmen-Design, hervorgehoben von auffälligen

Leitsystemen und ergänzt von der Fahrzeugflotte, die

im selben Stil ausgestattet ist. So, das ist klar, kann man nicht

mehr übersehen werden.

So machen wir das!“ Entscheidungen müssen während einer

Bauphase schnell getroffen werden. Nach kurzer Absprache

fällt oft der Satz: „Dann machen wir das so!“

Danke, liebes QUADRO Team,

sagen Stefan & Andrea Bünger, stolze Inhaber von Bünger Bikes

auf der QUADRO-Website.

Zwischen diesen „Ansichten“ und dem des symbolischen Kugelschreibers

liegen alle nur möglichen großen und kleinen

Flächen, Rundungen, Ecken und Kanten. Das alles sind Details,

an denen QUADRO die Aufmerksamkeit auf das zu bewerbende

Objekt festmachen kann – wie gesagt, so getan.

Allerdings ist damit die Darstellung noch nicht erschöpft.

Vielmehr zeigt es sich, dass die Außenwirkung nicht unbedingt

allein aufgrund eines Corporate Design funktioniert.

Denn so stimmig und schick „verpackt“ wird auch die Belegschaft

ihre Identifikation mit der Firma zum Ausdruck bringen

wollen. Hier nun kommt Mode ins Spiel, als Corporate

Fashion. Arbeitskleidung im Look-a-like. Und zwar ohne uniform

zu wirken, sondern vielmehr als Ausdruck des Zusammengehörens,

im Stil der Firma.

Wobei es ein Irrtum ist zu glauben, dass eine modische Fashion

am Arbeitsplatz die komplexe Identität des Unternehmens

darstellt. Denn dazu muss zunächst der Wert des

Employer Brandings, der Partnerschaft zwischen allen im Betrieb

geschaffen werden. Von den Chefs bis zum Praktikanten.

So bedeutend dieser Aspekt ist, so unerlässlich ist seine

Umsetzung für die gesunde und damit produktive Basis eines

Unternehmens. Dies zu schaffen bedeutet ein gehöriges

Stück Arbeit. Woraus sie bestehen muss, ist kein Geheimnis

– die einzelnen Schritte aber, die verschiedenen Auffassungen,

Beziehungen, Erwartungen und Umsetzungsmöglichkeiten

hier zu schildern, würde diesen Rahmen sprengen.

Wir werden jedoch im nächsten Beitrag zu QUADRO darauf

eingehen. In einem Interview mit Ingo Malinowski, einem

der beiden Geschäftsführer von QUADRO (neben Cordula

Richter). Malinowski ist ein ungewöhnlich wahrnehmend

denkender Mensch. Bei ihm bedeutet Erkennen gleich (Weiter-)

denken, auf psychologischer, wie auch pädagogischer

Ebene. Wobei er sehr weit davon entfernt ist, wie ein Lehrer

zu wirken. Nicht einmal in seinen Coaching-Seminaren, denn

Ingo Malinowski ist und bleibt der bodenständige Partner –

einer, dem man gut zuhören kann, weil das was er sagt, einfach

ist. Weil einleuchtend und somit einfach umsetzbar.

Wie auch die Einführung einer Corporate Fashion im Unternehmen

– wenn man denn klug genug ist, sich auf die Essenzen

der Erfahrungen von QUADRO zu verlassen. Denn

nichts kann nervenaufreibender sein, als sich mit den Mitarbeitern

in Sachen Modegeschmack auseinandersetzen

zu müssen. Da kleine und große, dünne und beleibte oder

dicke, durchtrainierte oder Couch Potatoe-artige, blonde,

braun-, schwarz-, rot, grau-, blau...und so weiter-haarige einschließlich

glatzköpfige, schneeweißhell-, sonnenaffine und

dunkelhäutige und was es der zu berücksichtigenden äußeren

Merkmale sonst noch gibt... Abgesehen davon, dass die

Teams sich üblicherweise aus Frauen und Männern zusammensetzen.

Und jede(r) ihr/sein bestes Aussehen auch während

der Arbeit dargestellt haben will. Das ist nur fair, also

überlässt man die Findung des idealen Corporate Designs

doch denen, für die es gemacht werden soll. So wurde das

auf Anraten von Ingo Malinowski auch bei Europas führendem

Fotoservice in Oldenburg umgesetzt. Mit dem Mitarbeiter-Shop

als Tool bei der Orientierung des Machbaren.

Diese genial gestaltete Plattform wurde nach eingehender

Beratung mit Jens Mlinarzik aus Vechta von ihm entworfen

und konzeptioniert und vom QUADRO-Team final realisiert.

Aufgrund dieser Basis ist es ausgeschlossen, dass die Wahl

der idealen Corporate Fashion zur Qual wird. Im Gegenteil,

da jede(r) Beteiligte ihre/seine individuellen Wünsche zum

gemeinsamen Outfit ernst genommen sieht. Die Ausarbeitung

der Bestellungen, ihre Umsetzung, plus dem Branding,

dem Platzieren des Logos in der gewünschten Art, die Verpackung

und Lieferung – natürlich auch bei Nachbestellungen

– alles das ist der Job von QUADRO, einschließlich einer

selbstverständlich optimalen Qualitätssicherung und dem

Betrieb der eigens dafür eingerichteten Website.

Qualität bedeutet Perspektive im Verständnis der QUAD-

RO-Philosophie, die Umsetzung der Erwartungen zu dem

möglichst umfassenden Ergebnis. Da kann es gerne auch so

sein, dass die Voraussetzungen vor Ort schon im Ansatz geschaffen

wurden. Oder dass es heißt „Aus alt mach neu, aber

lass den Charakter unberührt!“ Wie das in besonders ansprechender

Weise bei The Lübbehusen Malt Distillery in Emstek

geschehen ist, einfach und auf den Punkt umgesetzt, wie Jens

Lübbehusen die Zusammenarbeit mit QUADRO beschreibt.

Da wurde aus einer Betonwand ein unverkennbarer Blickfang

aus Holz mit weithin sichtbaren Buchstaben, aus Acryl gefräst.

In der Distillery angekommen, wird der Besucher mittels

auffälliger und dennoch bodenständig wirkender Aluschilder

zu jedem Schritt der Whisky-Produktion informiert. Das

ist ebenso informativ wie unaufdringlich, da nichts von dem

Phänomen dieser norddeutschen Whiskyproduktion ablenken

soll. All diese Gesichtspunkte plus der bereits vorhandenen

Elemente wurden von QUADRO zu einem Gesamtwerk

kombiniert. Inklusive der bestehenden Lichtwerbung, indem

die schon vorhandenen Leuchtkästen abmontiert, neu

gebrandet und wieder fachgerecht angebracht wurden. Mit

Hilfe von Jens Lübbehusen, der die gesamte Umgestaltung

plus Werbeaktion von Anfang an so gelungen fand, dass er

Hand anlegte, wo immer es ihm die Zeit erlaubte.

Einfach und auf den Punkt umgesetzt.

Danke! So habe ich mir

das vorgestellt.

Jens Lübbehusen, Inhaber The Lübbehusen Malt Distillery

So einfach lassen Marketing-Ideen sich umsetzen, egal auf

welchem Gebiet, wenn man dazu Profis an der Seite hat, die

sich als Partner verstehen, in jeder Situation. Einfach machen

– mit QUADRO in Vechta-Langförden!

Ulla Schmitz

28 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage 29


Anzeige

reportage

Das Freibad

öffnet Mitte Mai

Juhu, es ist bald soweit! Das Soestebad Cloppenburg

kann nach einer längeren Schließung, aufgrund eines

Wasserschadens, bald wieder öffnen.

Das gesamte Team des Soestebades freut sich bereits auf Sie,

unsere Besucher, die wieder Leben in das Soestebad bringen

werden.

Mit neuen Farben an den Wänden starten wir dadurch.

Freuen Sie sich auf eine ereignisreiche Eröffnungswoche,

die wir in Kürze bewerben.

2 Eier

3 EL Mehl

100 ml Milch

1 Prise Salz

2 EL Zucker

1 EL gehackte Petersilie

Frischkäse zum Bestreichen

8 Stangen geschälter und gekochter Spargel

8 Scheiben Kochschinken

4 mittelgroße Tomaten

1 Lollo Rosso oder 1 Eisbergsalat

Tomatengewürz

4 EL Speiseöl

SPIEL UND SPASS IM UND UM DAS WASSER

HERUM WARTEN DANN AUF SIE

Gleichzeitig mit der Wiedereröffnung des Hallenbereiches

können wir Ihnen mitteilen, dass unser Freibad auch in die

Saison 2019 starten wird.

Unter freiem Himmel und mit viel Sonnenschein genießen

Sie im Freibad ihren Badeausflug. Das Kinderparadies ist mit

Planschbecken sowie einem großen Spiel- und Matschbereich

ausgestattet. Doch nicht nur die Kleinen haben Grund

zur Freude, auch für die größeren Badegäste haben wir so

Einiges zu bieten. Da laden zum Beispiel Aktionsbecken mit

Sprudelliegen, ein Beach-Volleyballfeld und draußen auch

eine Breitwasserrutsche ein.

Aus den Teigzutaten einen Pfannkuchenteig anrühren und vier Pfannkuchen bei mittlerer Hitze ausbacken. Aus der Pfanne

nehmen und auf einem Teller auskühlen lassen. Den Salat waschen und in dünne Streifen, die Tomaten in grobe Würfel schneiden.

Die Pfannkuchen mit Frischkäse bestreichen, anschließend mit Tomatengewürzsalz bestreuen und mit jeweils 2 Scheiben

Kochschinken belegen. Am unteren Ende der Pfannkuchen Salat und Tomaten verteilen. Jeweils zwei Stangen Spargel darauf

legen. Den Teig stramm zu einer festen Rolle eindrehen. Im Kühlschrank eine Stunde kalt stellen. Vor dem Servieren in Röllchen

schneiden und mit dem restlichen Salat anrichten.

Für sportbegeisterte Bahnenschwimmer lädt das große

Sportbecken mit sechs 25 Meter-Bahnen ein. Im Freibad bieten

wir desweiteren ein Springerbecken an. Entscheiden Sie

selbst ob Sie vom Ein-, vom Drei- oder vom Fünfmeterbrett

ins kühle Nass springen möchten.

Auf der großen Sonnenwiese können Sie sich einen schattigen

Platz suchen und von da aus auch das Geschehen am

Becken und im Kinderparadies bequem beobachten.

Und falls das Wetter doch einmal nicht so gut sein sollte, ist

jederzeit der Besuch des Hallenbades möglich, da dieses

während der ganzen Freibadsaison zusätzlich geöffnet hat.

AUSSERDEM BIETEN

WIR IHNEN

WÄHREND DER

FERIEN

(SCHULFERIEN NIEDERSACHSEN)

NOCH ATTRAKTIVERE

TARIFE AN.

30 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

31


Rezepte

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12 Stangen gekochten Spargel

370 – 400 g Mehl

7 Eier

½ Flasche alkoholfreies Bier

Salz & Pfeffer

ausreichend Speiseöl zum frittieren

Salat zum Anrichten

Aus Mehl, Eiern, Bier, Salz & Pfeffer einen Teig rühren. In einer

Fritteuse oder einem Topf das Öl erhitzen. Währenddessen

den Spargel in gleich große Stücke schneiden, diese im Teig

wenden und drehen, bis sie komplett umhüllt sind. Diese

Stücke nun mit einer Gabel herausnehmen, in das heiße Öl

geben, goldbraun backen und nach dem Herausnehmen auf

Küchenpapier abtropfen lassen. Schmeckt lecker mit Salat,

mit Obst, mit allem eigentlich. Und lässt sich, wenn noch

warm, ebenso fein knabbern.

Man kann die Temperatur mit

einem Holzspieß überprüfen, in

dem Sie ihn beim Erhitzen in das

Öl tunken. Bilden sich Bläschen um

den Spieß, ist das Öl heiß genug.

Vorsicht bei Überhitzung des Öls

wegen Spritzgefahr, darum die

Temperatur frühzeitig regeln.

2 Schalen Erdbeeren

500 g Mascarpone

500 g Quark

1 Pck. Vanillin-Zucker

300 g Kekse (nach Wunsch) z. B. Cookies,

Spritzgebäck oder Löffelbiskuit Stark

gekochter Kaffee (Menge nach

Geschmack) Backkakao zum Bestreuen

600 g Tomaten

400 g Erdbeeren

2 kl. Zwiebeln

1 Bund Schnittlauch

Für die Vinaigrette

200 ml helle Balsamicocreme

10 g Tomatengewürz

50 g Zucker

Salz & Pfeffer

400 ml Wasser

Einige Erdbeeren zum Dekorieren an die Seite legen. Die restlichen Erdbeeren waschen

und das Grün entfernen. Große Erdbeeren klein schneiden. Aus Mascarpone,

Quark, Sahne, Zucker und Vanillin-Zucker eine Creme anrühren.

Die Hälfte der Kekse in eine Auflaufform bröseln. Kaffee mit einem Esslöffel darüber

und die Hälfte der Erdbeeren in der Form verteilen. Anschließend die Hälfte

der Mascarpone-Quark-Creme über den Erdbeeren glatt streichen. So auch mit der

zweiten Schicht verfahren und zum Durchziehen einen halben Tag kühl stellen.

Vor dem Anrichten noch eine großzügige Schicht Kakaopulver über das Tiramisu

streuen, üppig mit Früchten der Jahreszeit dekorieren und sich und die Seinen von

nichts mehr beim Schlemmen abhalten lassen.

Die Balsamicocreme mit Wasser, Zucker und dem Tomatengewürz verrühren. Die Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden

und in die Vinaigrette geben. Den Schnittlauch waschen, schneiden und ebenfalls dazugeben. Anschließend die Tomaten

und Erdbeeren waschen und das Grün entfernen. Die Tomaten in Scheiben schneiden, die Erdbeeren vierteln und alles zusammen

mit der Vinaigrette vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat 1-2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank

ziehen lassen.

32

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Rezepte

33


Weit über den Tellerrand Hinaus – Serie

Vom Schulalltag in Nsuta

Was mache ich hier eigentlich von Lea Weigel

Seit mehr als sechs Monaten

lebe ich nun in Nsuta, einem

kleinen Dorf im Osten

Ghanas. Für ein Jahr wurde ich hierhin

von meiner Trägerorganisation,

dem Bistum Münster, und gefördert

von dem staatlichen weltwärts-Programm

als Freiwillige entsendet. Der

Alltag hält immer wieder viele neuen

Eindrücke und ganz verschiedene Momente

bereit, von denen ich in den

letzten beiden Ausgaben berichtet

habe. Nun ist es an der Zeit auch von

meiner Arbeit vor Ort zu erzählen. In

Nsuta und dem Nachbardorf Guaman

findet der Schwerpunkt der Arbeit unseres

Projekts „Career Guidance and

Educational Counselling“ statt, welches

sich seit 2010 zum Ziel gesetzt

hat, leistungsschwache Schülerinnen

und Schüler zu unterstützen und sie

auf die Zukunft vorzubereiten.

Zusammen mit Eva mache ich mich

morgens zu Fuß auf den Weg nach

Nsuta, während Leonie und Sarah

nach Guaman radeln. Dabei ist das

Grüßen fester Bestandteil unseres Weges.

Inzwischen sind mir die Ewe-Begrüßungsfloskeln,

eine der vielen lokalen

Sprachen hier, vertraut und trotz

mancher Fehler und meiner Aussprache

ernte ich für meine Bemühungen

immer ein breites Lächeln. Angekommen

an der Nsuta D/A Junior High

School – wie die staatliche Schule offiziell

heißt –, begrüßen wir die Lehrer

und führen den üblichen Handschlag

aus, dessen Schnipsen mit uns so langsam

immer besser klappt. Anders als

die Lehrer brauchen wir uns nicht

ins Attendance Book eintragen, das

ihre Anwesenheit und Arbeitszeit erfasst.

Doch viel Zeit zum Unterhalten

bleibt trotzdem nicht, denn pünktlich

um 7:20 Uhr greift ein Schüler zu der

Klingel und ruft: „Assemble, please!”

Lea im Klassenraum mit einigen Schülern

Geordnet nach Form 1, 2 und 3, den

drei Jahrgangsstufen der Schule, stellen

die Schüler sich in Zweier-Reihen

zur Assembly auf, welche von einer

Schülerin oder einem Schüler geleitet

wird. Es wird gebetet, die Schüler

sprechen das National Pledge und singen

einige Lieder, unter anderem die

Nationalhymne. Mit einer Pauke und

Trommeln wird der Gesang von vier

Schülern begleitet. Anschließend haben

die Lehrer und der Schulleiter Gelegenheit,

über Aktuelles zu informieren

und Absprachen mit den Schülern

zu treffen. Häufig wird an das Mitbrin-

gen der Schulgebühren erinnert oder

mit Nachdruck die Bedeutung von fleißigem

Lernen, Bemühen im Unterricht

und der Hausaufgaben unterstrichen.

Zum Schluss marschieren die Schülerinnen

und Schüler in ihre Klassenräume

– der Unterricht kann losgehen!

Am Anfang des Schuljahres wurden

uns drei Schüler und eine Schülerin

aus der Form 1, vergleichbar mit der 7.

Klasse in Deutschland, im Alter von 12-

14 Jahren zugewiesen, die wir seitdem

unterrichten. Die vier wurden zwar

von der sechsjährigen Grundschule

auf die Junior High School versetzt,

haben jedoch erhebliche Schwierigkeiten

beim Lesen und Schreiben. Da

dies jedoch die Grundlage ist, um in allen

Fächern dem Unterricht zu folgen,

verbringen sie dieses Schuljahr mit

uns. Unser Ziel ist es, die Grundlagen

in Englisch und Mathe zu wiederholen,

Versäumtes aufzuholen und es ihnen

so zu ermöglichen, ab nächstem Jahr

wieder in der regulären Klasse mitzuhalten.

Also ab in den Unterricht! Auf

unserem Stundenplan standen im ersten

Trimester vier Stunden Lesen, vier

Stunden Grammatik, drei Stunden

Schreiben und drei Stunden Mathe,

wobei eine Unterrichtsstunde jeweils

Lea mit den Schülern auf der Farm

34 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie

35


Weit über den Tellerrand Hinaus – Serie

70 Minuten umfasst. Zusätzlich bleiben

die Schüler für den Ghanaian Language-Unterricht

weiter in der Form

1. Ewe und Twi können wir schließlich

nicht unterrichten… Seit dem zweiten

Trimester haben wir unser Unterrichtssystem

auf überwiegend Einzelunterricht

in Englisch und Mathe umgestellt,

sodass wir noch besser auf die

individuellen Schwächen der Schüler

eingehen und die Schüler auch wieder

zeitweise am regulären Unterricht teilnehmen

können.

Und was lernen eure Schüler so? Beim

Schreiben sind Vokabeln natürlich unerlässlich:

Monate, Wochentage, Farben,

Körperteile, Kleidungstücke, Tiere,

Nahrungsmittel, Familie usw. Zum

Einstieg ins Textschreiben hat sich das

Prinzip der Mindmap für neue Wörter

als Methode bewährt. Zum Erklären

von Grammatik geht kein Weg

an Tafelbildern und Aufgaben vorbei

und alles dreht sich um die verschiedenen

Zeitformen und Wortarten der

Nomen, Verben und Adjektiven. Einen

besonderen Schwerpunkt legen wir

auf das Lesen, weil es als Kernkompetenz

in der Schule und im Leben unerlässlich

ist. Zunächst haben unsere

Schüler die Klänge aller Konsonanten,

der Vokale und wichtiger Buchstabenkombinationen

gelernt. Damit lassen

sich die meisten Wörter zusammensetzen

– wenn es nur nicht so viele

Ausnahmen im Englischen gäbe…

Obwohl das Lesen Lernen in einer

Fremdsprache wirklich eine Herausforderung

ist, freuen sie sich immer

auf die Bücherei, wo sie verschiedene

Storybooks und Sachbücher durchstöbern

können. Im Matheunterricht

haben wir uns bisher mit dem schriftlichen

Rechnen in allen vier Grundrechenarten,

dem kleinen Einmaleins,

positiven und negativen Zahlen, den

dazu gehörigen Rechenregeln, den

Zahlenstrahl und einfachen Sachtextaufgaben

beschäftigt.

Über jeden kleinen Fortschritt freuen

wir uns sehr – sei es ein endlich richtig

gelesenes Wort, eine einwandfrei

aufgesagte Einmaleins-Reihe oder ein

richtig ausgefüllter Lückentext. Wir

haben unsere Unterrichtroutine gefunden

und lassen durch Lernspiele,

wie das klassische Activity, ein Vokabelduell

an der Tafel oder ein Laufdiktat

keine Langeweile aufkommen. Der

Fortschritt ist auch gut an der inzwischen

bunten Wand hinten in unserem

Klassenraum zu erkennen. Für jedes

neu gelernte Vokabelfeld, jede

Grammatikregel oder jeden Lese-Tipp

erweitern wir die Wand um ein Plakat,

das den Schülern zugleich als Übersicht

und Gedächtnisstütze dient. Neben

der ganzen inhaltlichen Arbeit

kommen auch der Spaß und der Austausch

nicht zu kurz. Unsere Schüler

fragen gerne nach Deutschland und

wir freuen uns von ihnen mehr über

das ghanaische Leben zu erfahren.

In der Pause laufen die Schüler draußen

herum, kaufen sich einen Wasserbeutel

aus der Box vor den Klassenräumen

oder gehen zu den einige Meter

entfernten Essensständen. Dort gibt

es neben kleinen Snacks auch warme

Mahlzeiten, wie Reis, Nudeln und Kenkey

(ein gesäuerter Maiskloß mit Pfeffersoße

und Fisch). Wir gesellen uns zu

den Schülern oder treffen auf jemanden

aus dem Kollegium, das fünf Lehrer,

vier Mentees (Referendare) und

den Schulleiter umfasst. Schnell kommen

wir ins Gespräch, können Fragen

stellen oder Probleme ansprechen.

Zweimal die Woche ist dazu auch beim

morgendlichen Staff Meeting Gelegenheit.

So unterhalten wir uns in der

Pause gerne über die Unterschiede

zwischen Ghana und Deutschland und

reden mit den Schülern, für deren Fragen,

Scherze und auch Probleme wir

immer ein offenes Ohr haben.

Zurück in der Klasse hüpfen plötzlich

lauter Hühner durchs Klassenzimmer.

Schnell sind sie aber wieder verscheucht

und der Unterricht kann

weitergehen… Tatsächlich gibt es

aber noch so einiges Weiteres, dem

man im deutschen Schulalltag nicht

begegnen würde. Zum Beispiel dient,

seit unser Schwamm verschwunden

ist, ein Stück Kokosnuss-Schale als Ersatz.

Womit wir auch nicht gerechnet

hätten, war eine Gelbfieber-Impfkampagne.

Eine Woche lang wurden an

verschiedenen Orten, Impfungen verteilt.

Alle Schüler und einige Lehrer

standen Schlange, haben ihre Angst

vor der Nadel überwunden und der

Impfpass bescheinigt ihnen nun das

Wichtigste: den lebenslangen Schutz

gegen Gelbfieber. Ebenfalls erst ungewohnt,

ist es uns inzwischen vertraut,

von allen Schülern mit „Madame“ angesprochen

zu werden und von ihnen

angeboten zu bekommen, den

Stuhl für uns zu tragen. Dies ist ein zudem

kleines Beispiel für die Verantwortung,

die die Schüler im Schulleben

übernehmen. Neben den Ämtern

der class and school prefects, vergleichbar

mit Klassen- und Schulsprecher,

übernehmen alle Schüler verschiedene

Aufgaben. Einige Schüler

holen morgens Wasser aus dem Dorf,

ein anderer trägt die Verantwortung

fürs pünktliche Klingeln zum Unterrichts-

und Pausenbeginn. Außerdem

Gelbfieberimpfungen auf dem Schulhof

ist es nicht unüblich, dass die Schüler

zum Essenholen oder für kleine Botengänge

von einem der Lehrer losgeschickt

werden. Unabhängig von

ihren Klassen ist die Schülerschaft in

drei sections unterteilt, die für unterschiedlichen

Bereiche des Schulgeländes

zuständig sind und dort fegen

oder mit einer Machete das Gras kürzen.

Es wird Wert daraufgelegt, dass

die Schüler mit kurz geschorenen Haaren

und ordentlicher Schuluniform zur

Schule kommen. Legen die Schüler die

gelb-braunen Schuluniformen, zum

Beispiel beim Sport am Nachmittag

mal ab, erscheinen sie uns gleich ein

Stück weniger vertraut. Auch wir haben

inzwischen eine „Schuluniform“

aus traditionellem Kentestoff, die wir

aber nur an manchen Tagen in Absprache

mit den Lehrern tragen.

Jeden Mittwochmorgen steht eine besondere

Stunde auf dem Plan: Worship.

Dies bedeutet wörtlich übersetzt

„Verehrung“ und meint, dass alle Schüler

– ganz gleich, welcher Kirche sie

angehören – zusammen Gott preisen.

Sie versammeln sich im Klassenraum

der Form 2, es werden einige zusätzliche

Bänke hereingetragen und die

Trommeln werden herangeschafft. Einige

Schülerinnen stehen vorne an

der Tafel und stimmen die Lieder an.

Gesang und Trommelklänge erfüllen

den Raum und alle tanzen und klatschen.

Dann wird gemeinsam gebetet.

Ebenfalls von den Schülerinnen geleitet,

murmeln alle vor sich hin. Dann

hält einer der Lehrer oder Mentees

eine Predigt oder legt einen Bibelvers

aus. Außerdem wird während des Singen

und Tanzens eine Kollekte gesammelt,

wobei wieder nach den sections

unterschieden wird. Anschließend hält

Joseph, unser Mentor und Sozialarbeiter

im Projekt, eine Stunde zur Berufsorientierung.

Er erklärt den Schülern

das ghanaische Bildungssystem, verschiedene

Karrierewege und berät sie

so für ihre Zukunft.

Schneller als gedacht ist es 14:00 Uhr

und der Schüler greift wieder zur Klingel.

„Closing, please!“ Und so stellen

sich alle Schüler erneut auf, um gemeinsam

den Schultag zu beenden.

Auch wir machen uns mit einem Gruß

auf den Nachhauseweg. „Miagadogo

- see you again!“ Vielleicht schon

am Nachmittag beim Fußballtraining,

bei dem wir dreimal in der Woche versuchen

unter der Anleitung von Joseph

mit den Schülern mitzuhalten.

Die Schüler konnten dann bei den

Sportwettkämpfen im Spiel gegen die

Teams benachbarter Schulen ihr Können

unter Beweis stellen.

Doch wenn wir die Schule verlassen,

ist unsere Arbeit noch nicht beendet.

Aber was wir ansonsten noch treiben,

werde ich in der nächsten Ausgabe

berichten …

36

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Weit über den Tellerrand hinaus – Serie

37


eportage

Die Sky-Lounge direkt an der Hotelbar ist der ideale Hort zum stilvollen und

gemütlichen Entspannen oder zum gemeinsamen Genießen von nationalen

und internationalen Sportevents am großen Flatscreen ein

Der neue, lichtdurchflutete Wintergarten lädt vom

Frühstück bis zum Abendessen zum Verweilen

und Genießen ein

Hoteldirektor Frank Hofrogge, gastronomischer Leiter Holger Urban, stellvertretende Direktorin Jasmin Hinz und

Küchenchef Frank Sommer (v.l.) freuen sich über den gelungenen Umbau und die Erweiterung des renommierten

4-Sterne-Hotels Heidegrund

HOTEL HEIDEGRUND

erstrahlt nach Umbau im neuen Glanz

Der renommierte Küchenchef Frank Sommer legt großen Wert auf eine hochwertige,

regionale und saisonale Küche, in der Produkte nach Möglichkeit aus

der Region verarbeitet werden. „Wir verarbeiten frische saisonale Zutaten aus

der Region, um den Gästen hochwertige Qualität zum fairen Preis anbieten zu

können. In diesen Wochen steht natürlich auch frischer Spargel von regionalen

Landwirten auf der Speisekarte. Wir sind ein Haus in der Region für die Region“,

macht Frank Sommer das Credo seiner Küche deutlich. Auch Vegetarier und

Veganer werden hier mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt. Auf Unverträglichkeiten

beziehungsweise Allergien wird selbstverständlich ebenfalls Rücksicht

genommen. Sprechen Sie das Service-Personal einfach an!

Das idyllisch gelegene 4-Sterne-Hotel Heidegrund in Garrel-Petersfeld ist ein beliebtes Ziel für Urlauber,

Tagungsgäste und Ausflügler, die einen unvergesslichen Aufenthalt im Oldenburger Münsterland

genießen möchten. Das Hotel liegt in direkter Nähe zur Thülsfelder Talsperre und nur ein kleiner

Spaziergang trennt die Gäste von der Talsperre sowie den großen Heideflächen, auf denen mit etwas

Glück ein Schäfer mit seinem Hütehund und seiner Schafherde angetroffen werden kann.

Im stilvoll eingerichteten Restaurant legt Küchenchef

Frank Sommer großen Wert auf Qualität,

Service und gute Küche mit ausgewählten Zutaten

aus der Region

Die großen, verschiebbaren Fensterfronten lassen

viel Licht und Sonne in den Wintergarten und schaffen

die ideale Verbindung zur geräumigen Terrasse

Pünktlich zum Start in den Frühling wurden die umfangreichen

Umbau- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen,

die dem traditionsreichen Hotel und dem

Restaurant ein ganz besonderes, lichtdurchflutetes Ambiente

verleihen. „Wir haben uns zu einer grundlegenden Erneuerung

und Erweiterung entschlossen, um den Gästen

noch mehr Urlaubs- und Aufenthaltsqualität zu bieten. Nun

sind wir gut für die Zukunft aufgestellt und ich freue mich

auf einen neuen Start mit unserem traditionsreichen Haus“,

betont Direktor Frank Hofrogge. Das Hotel verfügt über 58

hochwertig und gemütlich ausgestattete Zimmer mit 100

Betten, in denen sich die Gäste wohlfühlen. Für die Zukunft

ist hier ebenfalls ein erheblicher Ausbau der Kapazitäten

geplant.

Den Gästen wird eine Menge geboten, so dass der Urlaub

oder der Besuch des Restaurants zu einem erholsamen Erlebnis

für die ganze Familie wird. Neben Spaziergängen in der

idyllischen Natur können die Gäste den nahegelegenen Golfplatz

besuchen oder den kleinen, aber feinen Wellness- und

Beautybereich mit einem kleinen Schwimmbad, finnischer

Sauna, Sanarium, Whirlpool und Fitnessraum mit modernen

Cardio- und Kinesisgeräten genießen. Eine ausgebildete Physiotherapeutin

bietet kosmetische Behandlungen, entspannende

Massagen und hochwertige Beautyangebote an –

auch externe Gäste sind hier herzlich willkommen.

Öffnungszeiten:

Montag– Freitag: 09:30 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr

Appetit Samstag: auf einen kleinen oder großen Imbiss oder auch 09:30 auf – 13:00 Uhr

heiße oder kalte Getränke verspürt, ist hier genau richtig.

Drei-Brücken-Weg 10

49681 Garrel/Petersfeld

Telefon: 04495 890

E-Mail: info@hotel-heidegrund.de

38 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

39


eportage

Anzeige

reportage

Optiker Bergner bietet hochmoderne Technik aus dem Hause Zeiss

Der VISUFIT 1000 steht für Präzision und Schnelligkeit

VISUFIT 1000 – die Zukunft der digitalen Augenoptik

„Gutes Sehen ist unsere Leidenschaft“ - unter diesem Motto führt Dirk Bergner das

renommierte Optiker-Fachgeschäft in der Eschstraße 4 in der Cloppenburger Innenstadt.

Die große und festliche Eventhalle eignet sich perfekt für

Hochzeiten, Tagungen oder Firmenevents

Für Tagungsgäste, Hochzeiten, Familienfeiern oder Betriebsjubiläen

stehen elf verschiedene Räumlichkeiten

in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Der neue,

lichtdurchflutete und großzügige Wintergarten lädt zum

gemeinsamen Essen und Feiern sowie zu Tagungen ein.

Durch die großen Schiebetüren sind die Gäste bei gutem

Wetter direkt mit der Terrasse und dem schön angelegten

Gartenbereich verbunden.

Die sogenannte „Pferdebox“ wurde zu einem hellen und

freundlichen Veranstaltungsraum für kleinere bis mittlere

Familienfeiern oder geschäftlichen Meetings umgestaltet.

In dunklen und stilvollen Farben präsentiert sich die

Sky-Lounge. Direkt an der gut sortierten und ebenfalls

geschmackvoll umgebauten Hotelbar lädt sie zum Verweilen,

zu Gesprächen oder zum gemeinsamen Genießen von

nationalen und internationalen Sportevents am großen

Flatscreen ein.

Wer kennt das nicht: Die Auswahl einer neuen Brille

ist oft langwierig und schwierig. Kunden, die

stark fehlsichtig sind, müssen sich bei der Wahl

des passenden Brillengestells auf den Fachberater vor Ort

oder eine Begleitperson verlassen, denn ein einfacher Blick

in den Spiegel ist für sie nicht möglich.

Hier bietet Optiker Bergner nun neue, hochmoderne Technik

aus dem Hause Zeiss, die das Anpassen und den Kauf

von Brillen revolutioniert - VISUFIT 1000. Für das qualifizierte

Team von Optiker Bergner stehen Kundenzufriedenheit und

höchste Qualität an erster Stelle und daher bieten sie ihren

Kunden immer modernste Technik und hervorragenden

Service.

Hier im Cloppenburger Fachgeschäft können die Kunden

mit Hilfe des modernen Zentriergeräts VISUFIT 1000 von

Zeiss die Zukunft der digitale Augenoptik bereits heute erleben

und profitieren von einer neu entwickelten Aufnahme-Technik,

die sowohl die Experten als auch die Kunden

begeistert.

Der VISUFIT 1000 steht für Präzision und Schnelligkeit und

ermöglicht mit seinen sensationellen 45. Mio. Messpunkten

eine bis dahin nicht bekannte Aufnahme-Qualität – und das

mit nur einem Bild. Dank der integrierten neun Kameras wird

mit nur einer Aufnahme eine 180-Grad Sicht des Kopfes erstellt–

präzise, einfach und schnell. Dabei bietet VISUFIT 1000

nicht nur modernste Technik, sondern auch Komfort, der

höchsten Ansprüchen genügt. Denn auf diese Weise können

Kunden verschiedene Brillenfassungen virtuell „aufzusetzen“,

verschiedene Fassungen innerhalb kürzester Zeit testen und

dabei den Sitz und das Aussehen der Brille auf dem Bildschirm

von allen Seiten betrachten.

Der Ablauf ist ganz einfach: Der Kunde stellt sich vor das

Zentriergerät, das auf die individuelle Größe eingestellt werden

kann. Lästige Messbügel gehören dabei der Vergangenheit

an. Die richtige Position des VISUFIT 1000 wird präzise

und einfach durch eine Lichtprojektion angezeigt, so dass

die Gefahr von Fehlmessungen minimiert wird. Die Messung

erfolgt schnell, präzise und individuell und liefert exakte Daten.

Aufgrund der automatischen Formerkennung und der

kontrastreichen Aufnahmen können auch feinste Strukturen

erkannt werden – perfekt für die Detailpositionierung und

für die Auswahl einer perfekt sitzenden und individuell angepassten

Brille. Denn jedes Gesicht ist einzigartig und so

muss jede Brille präzise an die anatomischen Gegebenheiten

angepasst werden. Denn nur der perfekte Sitz der Brille

ermöglicht perfektes Sehen und maximalen Tragekomfort.

Lassen Sie sich beim nächsten Besuch bei Optiker Bergner

überzeugen!

sil

An der Bar können Gäste des Hotels und aus der Region in

angenehmem Ambiente den Abend genussvoll ausklingen lassen

Wer in idyllischer Lage ein wenig abseits vom Hotelbetrieb

feiern oder ein geschäftliches Meeting abhalten möchte, ist

in der „Denkwerkstatt“ mit Blick ins Grüne bestens aufgehoben.

Die Eventscheune und die große Eventhalle bieten das

passende Ambiente für Hochzeiten, Firmenjubiläen oder Tagungen.

Welche Räumlichkeiten sich zu welchem Zweck am

besten eignen, darüber informieren die Mitarbeiter des Hotels

Heidegrund gerne, kompetent und zuverlässig! sil

e. K.

40 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige 41


Reportage

Falko Skubinn

Vorsorgevollmacht und

Patientenverfügung – für mehr Sicherheit

Mögliche Kostenübernahme

und „Updategarantie“

Die Kosten für die Beratung und Erstellung der Vorsorgevollmachten

und Patientenverfügungen werden von einigen Rechtsschutzversicherern

ganz oder zum Teil übernommen. Außerdem gewährleistet

Rechtsanwalt Falko Skubinn eine besondere „Updategarantie“, so

dass die Vorsorgevollmachten auch bei Änderungen der persönlichen

Lebensumstände zukünftig wirksam bleiben.

Reportage

Patientenverfügung

Teil 1: Patientenverfügung

Einleitung: Zentrale Fragen, die eine Patientenverfügung beantworten

sollte, sind folgende:

Welche medizinischen Eingriffe möchte ich zulassen, wenn ich

schwer-, vielleicht todkrank bin?

Wie lange sollen lebenserhaltende Maschinen im Einsatz sein?

Möchte ich Schmerzmittel, auch wenn diese mein Leben verkürzen?

Möchte ich im Krankenhaus oder zu Hause sterben?

Und wer ist der beste Ansprechpartner für behandelnde Ärzte, um

meinen Willen auch durchzusetzen?

Betreuungsverfügung

Teil 2: Betreuungsverfügung

Im Betreuungsfall wünsche ich einen vom Betreuungsgerich

noch zu bestellenden, gesetzlichen Berufsbetreuer

(falls keine Vertrauenspersonen vorhanden)

Vorsorgevollmacht

Teil 3: Vorsorgevollmacht

Vorbereitende Fragen zur Vorsorgevollmacht:

Gesetzesgrundlage: Die Vollmacht ist ausschließlich wirksam, solange die

bevollmächtigte Person bei Vornahme eines Rechtsgeschäfts die Urkunde

im Original vorlegen kann. Von der Vorsorgevollmacht wird nur im Falle

von Krankheit, Unfall, Alter oder nach ausdrücklicher Anweisung des Vollmachtgebers

Gebrauch gemacht.

Grundlage: Sollten Sie die nachfolgende Frage mit NEIN beantworten, so

hat der Bevollmächtigte die Verpflichtung mit dem Betreuungsgericht

Rücksprache zu halten. Er kann dann keine Entscheidungen in Ihrem Sinne

treffen.

Name, Vorname:__________________________________

Datum: ________________________________________

Erfasst durch:___________________________________

Gewünschte Verfügungen

Wir empfehlen für Privatpersonen eine

Gesamtvollmacht bestehend aus

□ Patientenverfügung

□ Betreuungsverfügung

□ Vorsorgevollmacht

Solange der Mensch gesund und fit ist, denkt man kaum

an rechtliche Regelungen für den Notfall, wie etwa

eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung.

Doch ein Unfall, ein Schlaganfall oder eine schwere Krankheit

kann jeden treffen – plötzlich, unerwartet und auch vollkommen

unverschuldet.

Wichtig ist es daher, bereits vor einem solchen

„Unglück“ durch eine Vorsorgevollmacht

oder auch eine Patientenverfügung alle wichtigen

Angelegenheiten im eigenen Sinn zu regeln.

Dazu ist beispielsweise eine Vorsorgevollmacht

das ideale Mittel, denn sie ermöglicht

dem darin benannten und somit autorisierten

Bevollmächtigten, finanzielle oder rechtliche

Entscheidungen zu treffen – immer für den

Fall, dass man selbst nicht mehr entscheiden

kann. Hinzu kommt, dass eine solche Regelung verbindlich

ist und damit die Bestellung eines vom Gericht gesetzlichen

Betreuers verhindert wird.

Diese Betreuer*innen würde ansonsten für die Betroffenen

sämtliche finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten tref-

fen und das auch ohne Zustimmung der Angehörigen. Denn

anders als häufig angenommen, sind Ehepartner, Kinder

oder Eltern nicht automatisch die gesetzlichen Vertreter. Sie

müssen ausdrücklich bevollmächtigt werden.

Dazu ist eine Vorsorgevollmacht da. Sie

legt fest, wer im Notfall welche Bereiche im

Namen des Ausstellers regeln darf. Je nach

Reichweite der Vollmacht, über die alleine

der beziehungsweise die Vollmachtgeber*in

bestimmt, kann der Bevollmächtigte Bankgeschäfte

tätigen, Verträge abschließen

oder beispielsweise auch einen bestehenden

Mietvertrag kündigen.

Es sollte aber bei einer, unter Umständen

sehr weitgehenden Vorsorgevollmacht bedacht

werden, dass die so Bevollmächtigten bei Vorlage

der Vollmacht tatsächlich die „volle Macht“ besitzen. Was

bedeutet, dass er oder sie Entscheidungen und finanzielle

Transaktionen vornehmen kann, ohne dass jemand überprüft,

ob der Vollmachtgeber tatsächlich selbst nicht mehr

entscheiden kann. Dieser tatsächliche Missbrauch ist als „ver-

frühter Gebrauch“ der Vollmacht bekannt. Dem man jedoch

vorbeugen kann – mit Hilfe einiger einfacher Regeln, die

vom Fachmann, wie dem Juristen Falko Skubinn, rechtsverbindlich

in der Vorsorgevollmacht umgesetzt werden.

Diese Rechtssicherheit gilt auch für das Verfassen einer

Patientenverfügung. Sie bestimmt ausschließlich den medizinischen

Bereich für den Fall, dass der Vollmachtgeber/die

Vollmachtgeberin aufgrund ihres körperlichen oder geistigen

Gesundheitszustandes nicht mehr selbst entscheiden

können. Medizinische Maßnahmen nämlich dürfen grundsätzlich

nur dann vorgenommen werden, wenn die Patient*innen

in die Behandlung einwilligen.

Ist ein Patient, eine Patientin allerdings aufgrund des gesundheitlichen

Zustandes nicht mehr in der Lage, eine bewusste

Entscheidung zu treffen, ist die Patientenverfügung

das rechtlich wirksame Mittel die zuvor getroffenen Entscheidungen

umzusetzen. In einer Patientenverfügung kann

jede(r) Volljährige schriftlich festlegen, ob er in bestimmte

Untersuchungen beziehungsweise ärztliche Eingriffe einwilligt

oder sie untersagt. Somit ist dieses Schriftstück ein wich-

tiges Element der Selbstbestimmtheit, ein unerlässlicher

Faktor von Lebensqualität – das man natürlich niemand anderem

überlassen sollte. Zudem schützt man damit die Angehörigen

davor, eine eventuell schwierige und belastende

Entscheidung fällen zu müssen.

So weitreichend diese Aspekte sind und so bestimmend für

die Würde des Individuums, so wichtig ist es, dass alle Punkte

sowohl einer Vorsorgevollmacht als auch einer Patientenverfügung

berücksichtigt und zu 100 % rechtssicher formuliert

und niedergeschrieben werden. Dazu ist professionelles

Know-how unabdingbar, darum können die kostenlosen Angebote

für die Erstellung einer Patientenverfügung im Internet

keine individuelle rechtliche Beratung ersetzen.

Sollte man sich dennoch darauf verlassen, kann es leider

passieren, dass eine im Internet erstellte Verfügung nicht

wirksam ist oder den Willen des Betroffenen nicht wiedergibt.

Dies gilt es unter allen Umständen zu vermeiden und

das liegt in Ihrer Verantwortung. Ihnen und Ihren Angehörigen

gegenüber!

sil/usch

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

43


gemeinsame Rückfahrt vom Einsatz, den Renate Wingbermühle-Rißmann

und Rita Breuer nutzen, um über die Eindrücke

zu sprechen – denn zu Hause, das ist die andere Welt

und da haben ihre Unfall-Interventionen keinen Platz.

komplett abzuschließen. Wir, die diesen Job nicht machen,

sollten das einfach so hinnehmen, denn wir haben keine Ahnung,

welch grausamen und damit kraftraubenden Erlebnissen

diese Helfer ausgesetzt sind.

Hinzu kommt, dass längst nicht jeder für diese Einsätze

geeignet ist. Doch wir alle können jederzeit in eine

Situation geraten, in der die Anwesenheit von Kriseninterventionshelfern

erforderlich ist. Unfallvoyeurismus

hingegen ist in keiner Situation erforderlich. Unfallvoyeurismus

– das Wort übrigens ist neu und es

ist schlimm genug, dass es gebildet werden musste!

Rita Breuer und Renate Wingbermühle-Rißmann

Helfen statt gaffen

Renate Wingbermühle-Rißmann und Rita Breuer helfen, wo andere nur im Weg stehen

Die beiden Frauen sind ein eingespieltes Team, das sieht

man. Sie wirken ruhig und ausgeglichen. Das aber scheint

für manche Mitmenschen derart unverständlich zu sein,

dass sie ihnen vor dem Hintergrund ihre Krisen-Erfahrungen

Gefühlskälte oder Oberflächlichkeit vorwerfen. Doch würden

Rita Breuer und Renate Wingbermühle-Rißmann, wie

auch ihre Kolleg*innen, an dem Erlebten zerbrechen, wenn

es ihnen nicht gelänge, mit jeder einzelnen neuen Erfahrung

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass Unfallvoyeurismus

im juristischen Sinn kein Kavaliersdelikt ist, denn wer lieber

das Handy zückt, anstatt Erste Hilfe zu leisten, macht sich

der unterlassenen Hilfeleistung strafbar. Zudem verletzen

filmende und fotografierende Gaffer mit ihrem respektlosen

und entwürdigenden Verhalten die Persönlichkeitsrechte

der Unfallopfer. Das Wort, den Ekel darüber zum Ausdruck

zu bringen, wurde noch nicht erfunden. Die juristischen Folgen

hingegen sind präsent, denn Schaulustigen an Unfallorten

drohen hohe Bußgelder und empfindliche Strafen.

Karin Niemöller/Ulla Schmitz

Es ist unfassbar und dennoch traurige Realität, dass sich

an Unfallorten Schaulustige versammeln und es vorziehen

Schwerverletzte zu filmen, statt ihnen zu helfen.

Immer häufiger müssen Einsatzkräfte sich an diesen hirnlosen

Idioten vorbei kämpfen, die mit ihren gezückten Handys

den Weg versperren. Wertvolle Minuten gehen verloren, für

sinnloses posten auf Social Media. Social – sozial, wie absurd

das in diesem Zusammenhang doch ist! Die Verletzten brauchen

dringend Hilfe, von Einsatzkräften,

Ersthelfern und, nicht zuletzt auch vom

Kriseninterventionsteam. Das in unserer

Region aus Rita Breuer und Renate Wingbermühle-Rißmann

und 60 Kriseninterventionshelfern

bestehen kann.

Das „Team in Lila“ arbeitet schon viele

Jahre gemeinsam für das Kriseninterventionsteam,

ehrenamtlich und aus tiefer

Überzeugung. Wenn sie Bereitschaftsdienst

haben, sind sie Tag und Nacht

über ihren Pager zu erreichen. Schließlich kann ihr Einsatz

zu jeder Zeit erforderlich sein. Natürlich wissen sie nicht, was

sie am Unfallort erwartet. Darum haben sie ihre Mechanismen,

mithilfe derer sie sich Übersicht verschaffen. So ist es

für Frau Wingbermühle-Rißmann primär wichtig, vor Ort zunächst

die Situation zu checken. Denn erst dann eine mögliche

Struktur in das Chaos bringen. Das kann eben auch bedeuten,

dass sie mit den anwesenden Polizisten und Helfern

zusammen den Unfallort vor sensationsgierigen Gaffern

abschirmen müssen, denn nur so können die Einsatzkräfte

ihren Job machen – Verletzungen behandeln, Leben retten!

Renate Wingbermühle-Rißmann und Rita Breuer strahlen

Ruhe aus und vermitteln den anderen Unfallbeteiligten auf

diese Weise bestenfalls ein Gefühl von Sicherheit, von Hilfe

bei der Orientierung, beim ersten Begreifen des Geschehenen.

Sie sind einfach da, schweigen oder sprechen – je nach

Situation. Sie kümmern sich um beteiligte Kinder und lenken

sie vielleicht mit ihrem Spielekoffer ab. Manchmal halten

sie auch einfach nur die Hand. Wie viel das bedeutet, wird

klar, wenn man sich nach Jahren noch an

die zwei Frauen erinnert, die in diesen

schlimmen Stunden einfach da waren.

Ganz und gar, denn die Empathie von

Rita Breuer und Renate Wingbermühle-Rißmann

ist echt, da ist nichts aufgesetzt.

Das prägt und um darum nicht selber

an den Schicksalsschlägen der fremden

Menschen zu zerbrechen, müssen

sie das Geschehene aus ihrem eigenen

Leben heraushalten können. Auch hierfür, so erzählen sie,

hat jede ihr eigenes Ritual, nicht nur sie, auch ihre Kollegen.

Manche hängen nach einem Einsatz die Jacke an einen

ganz bestimmten Platz und haben so symbolisch die „Sache

an den Nagel gehängt“. Andere gehen spazieren, denken

die Erlebnisse minutiös durch und schließen sie in symbolischen

Schubladen in ihrem Innern ein. Andere wiederum

gehen nach einem Einsatz lange duschen und waschen die

schrecklichen Eindrücke ab. Mit dem anschließenden Anziehen

frischer Kleidung, sind sie wieder in ihrem eigenen

Leben angekommen. Oft hilft bei der Verarbeitung auch die

Alle Wohnungskäufer haben

das Recht auf die Bauabnahme

Jeder, der eine Wohnung vom Bauträger kauft, darf sowohl

sein Sondereigentum als auch das Gemeinschaftseigentum

selbst abnehmen. Vertragliche Regelungen,

wonach zwei Käufer der Eigentümerversammlung mit dem

Verwalter für alle Erwerber das Gemeinschaftseigentum

abnehmen, sind unwirksam. Darauf verweisen die Experten

des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Hintergrund ist,

dass Käufer einer Wohnung vor der Fertigstellung das Recht

haben, sowohl Mängel in ihrem Wohnraum als auch in ge-

Peter Mauel,

1. Vorsitzender

des Bauherren-

Schutzbund e.V.

meinschaftlichen Bereichen, wie dem Treppenhaus oder

der Außenfassade, geltend zu machen. Da die Bauabnahme

beim Wohnungskauf sehr umfangreich ist, sollten sich Käufer

unbedingt von einem unabhängigen Sachverständigen begleiten

lassen. Andernfalls laufen sie bei der Instandhaltung

des gesamten Wohngebäudes Gefahr, nach einigen Jahren

für Mängel aufkommen zu müssen, die sie vor dem Einzug

übersehen haben.

Bauherren-Schutzbund e. V.

Abweichungen vom Bauvertrag und

der Baubeschreibung gehören zu den

größten Risiken und Konfliktsituationen

privater Bauherren. Die baubegleitende

Qualitätskontrolle des BSB

kann hier helfen.

Ortstermin während der baubegleitenden

Qualitätskontrolle des BSB.

Bauherrenberater und Bauherren bei

der gemeinsamen Besichtigung des

Rohbaus.

44 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Helfen statt gaffen

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Helfen statt gaffen

45


ANZEIGE

Retro

ten sie keine Whatsapp-Gruppe. Stattdessen traf man sich

selbstverständlich im Vorfeld zum sogenannten Schinkenabend,

wobei dem Brautpaar ein Schinken, Butter, Kaffee,

Zucker und ähnliches gebracht wurde. Dabei ging es denn

schon lustig zu, da die Getränke auch nie knapp waren. Die

Eheschließung fand meist morgens statt und danach wurde

bis in die späten Abendstunden gefeiert. Sofern es die Umstände

damals zuließen.

Der Bruder von Theodor mit Frau

Hochzeit früher und heute

Heute, in einer Zeit wo gepaarshipt und getindert wird

ist die Partnerwahl anscheinend eher schwieriger geworden.

Früher, so stellt es sich dar, war die Partnerwahl

wesentlich einfacher, wenngleich auch eingeschränkter,

zumindest räumlich. So lag der Kennenlernradius um die

Jahrhundertwende für die „einfachen“ Leute wohl bei maximal

50 Kilometern. Dabei war nicht nur die Sympathie untereinander

wichtig, sondern auch welchen gesellschaftlichen

und finanziellen Status der Partner hatte.

Heutzutage ist die Auswahl durch das Internet anscheinend

so groß, dass viele von diesem Angebot symbolisch erschlagen

werden und dann doch lieber Single bleiben. Diese

Option war früher sehr ungeliebt, von allen Seiten, ging eine

solche Entscheidung doch damit einher, dass man im elterlichen

Haushalt verblieb. Das wiederum bedeutete, dass

die (oder seltener „der“) Sitzengebliebene von dem Paar,

Hahn holen

Als „Hahn holen“ wird ein im Münster-

und Emsland weit verbreiteter

Hochzeitsbrauch bezeichnet, der

zum Dank an die Nachbarn für ihre

Mithilfe bei der Vorbereitung und Ausrichtung

der Hochzeit veranstaltet

wird. Der Brauch findet als Nachfeier

am Tag nach der Hochzeit

traditionell bei den Brauteltern

statt. Dazu sind die Hochzeitsgäste

und Nachbarn geladen, bewirtet

werden sie mit den vom Vortag übrig

gebliebenen Getränken und Speisen. Früher

wurde dabei die Braut auf ihre Ehetauglichkeit

getestet, indem sie einen Hahn fangen und schlachten

musste. Das Ritual dazu war nicht nett, dem

Hahn gegenüber. Deshalb werden wir es auch nicht

beschreiben und sind darüber hinaus froh, dass diese

Tradition auf dem Misthaufen der Geschichte gelandet ist.

Handgeschriebene Einladung

das dort traditionell einheiratete mit durchgezogen werden

musste. Das war nie nett und nur selten freundlich, da man

als billige Haushaltskraft oder als Knecht auf dem elterlichen

Hof endete.

Soviel zur Partnerwahl. Die Hochzeit selber sah früher auch

etwas anders aus als heute. Vor 1874 war die Eheschließung

allein den Kirchen vorbehalten. Durch die kirchliche Amtshoheit

kam es gar nicht erst zu Ehen von unterschiedlichen

Religionsgemeinschaften. Nach der Einführung der Standesämter

1874 reichte es dann, wenn man sich standesamtlich

trauen ließ. Die meisten Brautpaare begingen danach aber

immer noch den kirchlichen Ritus der Trauung. Dies ist heute

noch so, da die Trauung in der Kirche auch als viel festlicher

und romantischer gilt.

Heute wird viel Zeit und Geld für die Planung der Zeremonie

und der Feier investiert. Fernsehformate zeigen, wie eine

perfekte Hochzeit auszusehen hat. Viele engagieren extra

einen Hochzeitsplaner, der alles koordiniert, damit ja nichts

schiefgeht am vermeintlich schönsten Tag des Lebens. Allein

das Hochzeitskleid ist bekanntermaßen Gegenstand

diverser Extra-Beschreibungen. Heute gibt es für die Braut

quasi nichts, was es nicht gibt. Lang – kurz, schlicht – pompös,

weiß – creme – eierschalenfarben oder auch farbig. Den

Wünschen sind dort höchstens finanzielle Grenzen gesetzt.

Vor 100 Jahren hingegen wurde für die Hochzeit kein Extrakleid

angeschafft. Vielleicht war es neu, aber sicherlich

nicht nur für diesen Anlass. Man dachte praktisch und das

Festgewand war schwarz oder in einigen Gegenden eine

aufwendige Tracht. Dieses Kleid konnte dann auch zu anderen

festlichen Angelegenheiten getragen werden. Weiß war

dann höchstens der Schleier, der auf die Jungfräulichkeit der

Braut hinwies.

Die Feier selber war früher eine Gemeinschaftsaktion von

Nachbarn und Familie. Und um sich abzusprechen, brauch-

Dabei wurde das Essen in den meisten Fällen von Nachbarsfrauen

und Verwandten selbst gekocht. Die obligatorische

Hühnersuppe durfte dabei nicht fehlen. Symbolisierte

sie doch die Fruchtbarkeit, die dem Paar gewünscht wurde.

Auch heute ist dies noch immer eine beliebte Vorspeise und

wird bei der Tradition des Hahnenholens nochmal gegessen.

Bei den heutigen Festlichkeiten findet man meist ein opulentes

Buffet. Vor 100 Jahren gab es eher mehrere Gänge mit

Fleisch, Kartoffeln und Gemüse. Wenn man noch länger in

der Zeit zurückgeht, findet man Berichte von Hochzeitsgelagen,

die mehrere Tage dauerten und dabei viele Ochsen,

Hühner, Schweine usw. ihr Leben lassen mussten. Natürlich

nur in adligen Kreisen.

Das Fest wurde immer schon mit Tanz und Spielen begangen.

Besonders beliebt war früher die Entführung der

Braut. Dabei wurde diese meist in Nachbarhäusern versteckt

und der Bräutigam musste sie suchen und auslösen. Dieser

Brauch wird heute nur noch wenig praktiziert. Der Schleiertanz

ist ein Brauch, der früher wie heute die Kasse des Paares

aufbessern sollte. Der Schleier wird über das Brautpaar

gehalten und wer mit Braut oder Bräutigam tanzen möchte

muss Geld in den Schleier werfen. Heute wird dies sicherlich

vom Brautpaar für die bevorstehende Hochzeitsreise

genutzt. Dies blieb den Paaren früher eher verwehrt. Ging

doch am nächsten Tag gleich der Alltag wieder los. Gerade

im ländlichen Bereich mussten die Tiere versorgt werden.

Blieb ihnen noch die Hochzeitsnacht. Doch wer verheiratet

ist und die Hochzeit ausgiebig gefeiert hat weiß, dass man

froh ist das eheliche Bett überhaupt zu finden. Die Hochzeitsnacht

ist in der Regel kurz, da am nächsten Morgen

noch das Hahnenholen stattfindet, wobei viele der Hochzeitsgäste

sich wieder einfinden. Früher waren sicher die Erwartungen

an die Hochzeitsnacht von dem Brautpaar noch

höher. Vorher kam es nicht in Frage, gemeinsam die Nacht

zu verbringen. Gelegentlich gönnen scherzhafte Gäste dies

dem Brautpaar heute dafür in der Hochzeitsnacht nicht. Sie

lassen sich einiges einfallen, wie sie in deren Schlafzimmer

kommen und dort Luftballons, Erbsen, volle Wasserbecher

usw. verteilen, damit das Brautpaar erst mal Arbeit hat, bevor

es zur Ruhe kommt.

Durch die Unterschiede der Möglichkeiten und der Voraussetzung

der Eheschließungen früher und heute, sind die Erwartungen

aber sicherlich dieselben geblieben. Gemeinsam

alt werden, in guten wie in schlechten Zeiten. Und das unabhängig

von Stand, Alter, Herkunft, Religionszugehörigkeit

und mittlerweile auch Geschlecht.

MICHAELA MENSE

Theodor Schürmann mit Gemahlin

„Ich fertige individuellen, handgefertigten Schmuck auch

nach Kundenwunsch, arbeite alte Stücke um und

repariere Ihre geliebten Schätze.“

Trauring – Schmuckkurs

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oder auch ein besonderes Geschenk zur Geburt oder

zu einem besonderen Anlass.

Simone Lübbe • Goldschmiedemeisterin

Bether Dorfstraße 54 • 49661 Cloppenburg

Tel. 04471 7009328

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46

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Retro

2 Das Stadtmagazin Das Stadtmagazin für Cloppenburg für Cloppenburg & umzu & | umzu Anzeige | Retro

47


eportage

reportage

Blick über alle Horizonte

Während es über viele Epochen hinweg nicht zum

guten Ton gehörte, sich mit der eigenen Trauerfeier,

der eigenen Beerdigung auseinander zu setzen

und sie womöglich im Vorfeld auch noch mitzubestimmen,

gehört es heute für immer mehr Menschen dazu, sich der

Verantwortung dessen zu stellen. Für die Angehörigen einerseits,

jedoch zum eigenen Vergnügen, denn – seien wir

ehrlich – es macht doch Spaß zu wissen, wie die letzte Ehre

gestaltet ist. Welche Musik gespielt werden sollte, welche Blumen

den Raum schmücken und wer die Rede zur Erinnerung

an die/den lieben Verstorbene(n) halten wird. Oder dass von

all dem nichts, aber auch gar nichts stattfinden soll. Natürlich

hat man auch die Art der Bestattung bestimmt, denn ob

man beerdigt werden mag oder doch lieber kremiert und anschließend

in einem Friedenswald beigesetzt oder die Asche

in der Wüste oder über dem Meer verstreut werden soll oder

ob Teile davon zu (einem) Diamanten veredelt werden – wir

finden es nicht nur interessant und spannend, sondern auch

befriedigend, von all den Möglichkeiten zu wissen und sie für

sich selbst umzusetzen.

Denn ansonsten liegt die Verantwortung für Bestattungen

bei den nächsten geschäftsfähigen Angehörigen, bei den Ehegatten,

den Kindern, den Geschwistern oder den Eltern gar.

Das ist grausam, da sie trotz ihrer Trauer Vorkehrungen für die

Bestattung des geliebten, just verstorbenen Menschen innerhalb

kürzester Zeit treffen müssen. Wenn dann die Vorstellungen

zur Ruhestätte des Verstorbenen nicht bekannt sind, wird

die Wahl all der Vorkehrungen zur tatsächlichen Qual. Dem

lässt sich wunderbar aus dem Weg gehen, indem man sich mit

einem modernen, weltoffenen Bestatter zusammensetzt und

alle nur möglichen, in Deutschland gestatteten Bestattungsarten

durchspricht, sowie die Planung der Trauerfeier und den

Einsatz von Sterbegeldversicherungen oder Treuhandeinlagen.

Diese Bestatter übernehmen im Vorfeld eine wichtige

Beraterfunktion und sind im Nachhinein kompetente Stützen

und Organisatoren für die Hinterbliebenen.

Dafür holen Sie sich in Ruhe Informationen von ihnen ein,

lassen sich persönlich und ausführlich beraten und stellen

alle Fragen, die Sie haben. Nicht zuletzt auch zu den Vor- und

Nachteilen der einzelnen Bestattungsformen und diverser

Leistungen darüber hinaus, schließlich liegt die Entscheidung

zum „Gesamtpaket letzte Ruhe“ bei Ihnen selbst – man

will schließlich so individuell verabschiedet werden, wie man

sein ganzes Leben lang gelebt hat und wie man bei den Hinterbliebenen

in Erinnerung bleiben will. Da sind den Kreativitäten

keine Grenzen gesetzt, von Bach über Mozart und

Elton John bis Heavy Metal.

Übrigens kann man die Modalitäten immer wieder neu

vereinbaren, kann etwas streichen und hinzufügen oder

dem neuen Zeitgeist anpassen. So gab es vor 30 Jahren die

Möglichkeit noch nicht, sich unter den Wurzeln eines Baumes

beisetzen zu lassen, geschweige denn, dass die Asche zu

einem Diamanten umgewandelt oder in der Phiole an einer

Halskette ihre letzte Ruhe fand – lassen Sie sich einfach im

Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl zu all den Möglichkei-

ten informieren. Auch zu der von etwaigen Änderungen

und was sie kosten.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die in Ihrem Todesfall

Hinterbliebenen von Ihren Vorsorgeaktivitäten wissen. So

kann man eine Karte, wie den Organspendeausweis, bei

sich tragen, darauf die Telefonnummer des Bestatters und

den/die dortigen Ansprechpartner klar vermerkt. Zudem

sollte mindestens eine Person aus Ihrem nahen Umfeld

von der getroffenen Vorsorge wissen – und das Passwort

kennen, wenn die Unterlagen auf Ihrem Computer gespeichert

sind oder wo der USB-Stick mit allen darauf gespeicherten

Daten ist oder in welchem Aktenordner die Unterlagen

sich befinden oder... Schließlich wäre es mehr als

gemein, wenn das Vertragskonvolut erst beim Ausräumen

Ihrer Schränke durch die Hinterbliebenen Monate nach Ihrer

Bestattung zum Vorschein käme.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die finanzielle Absicherung

Ihrer Wünsche in der Vorsorge, schließlich will man

seine Angehörigen mit utopischen Wünschen nicht ins

finanzielle Elend stürzen. Das und die Möglichkeiten der

Finanzierung abschätzen und adäquat organisieren zu

können – auch dabei unterstützt und berät man im Bestattungsunternehmen

Ihrer Wahl. Lassen Sie sich beraten,

denn unabhängig davon wie spannend und genugtuend

es ist auch diesen, letzten Schritt geplant zu haben, so verantwortungsvoll

ist es auch. Und damit gut.

Ulla Schmitz

48 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

49


Foto: djd-mk/www.lashoe.de

reportage

Warum sollten (auch) junge Leute

an der EU-Wahl teilnehmen?

Europawahl

Hintergrundgrafik: Gey

Foto: djd-mk/Ofa Bamberg

Wllfkt

Trend up

Wir lieben die neue Mode für

das Frühjahr und den Sommer

Foto: djd-mk/Comfort Schuh/Andreas Strohmaier

Ein Statement lässt sich mit farbigen Strümpfen

setzen. Für einen Extra-Wohlfühlfaktor sorgen

bei Frauen mit Venenschwäche arakve Kompressionsstrümpfe.

Sie üben einen angenehmen

Druck auf die Beine aus, sodass der Rückfluss

des Blutes zum Herzen erleichtert wird. Besonders

schick sind die grüngrauen Eukalyptus-

Nuancen. Weitere Farbinspiraonen

gibt es unter www.ofa.de

Komfortabel

Beim Schuhkauf sollte man auf atmungsakve,

natürliche Materialien achten. Echtes, hochwerges

Leder atmet und sorgt für ein gesundes,

angenehmes Fußklima. Besonders weich

ist Elchleder aus Skandinavien, das bei den

handgearbeiteten Mokassins von ComfortSchuh

verwendet wird. Die Damen- und Herrenschuhe

können unter www.comfortschuh.de

versandkostenfrei bestellt werden.

Gut beschuht

Bei modischen Turnschuhen

liegen vor allem

Chunky Sneakers wie die

D´Lites von Skechers im

Trend – mit dicker Sohle

und derbem Profil. In

soen Pastells können sie

ebenso gut zu sportlichen

Jeans wie auch zu weit

schwingenden Röcken

oder einem luigen

Sommer-Maxikleid

kombiniert werden.

Lust auf die neue Schuhmode? Auch für Frauen, die

unter einem Hallux Valgus leiden, gibt es viele schöne

Modelle. Trendbewusst und bequem zeigen sich

die Frühlings- und Sommermodelle von LaShoe, die

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Must-have 2019

Kein Entnadeln mehr: Wer sein neues Hemd mit

dem Ready-to-wear-Service von Eterna bestellt, hat

es gleich gewaschen und gebügelt zum Anziehen

parat liegen und muss es nur noch trageferg trageferg

aufgehängen. Der praksche praksche Service kann im

Online-Shop unter www.eterna.de/

persil-ready-to-wear gewählt werden.

Foto: djd-mk/Skechers USA Deutschland GmbH

Frisch gewaschen

Foto: djd-mk/ETERNA

Zwar mag die EU auf den ersten Blick als ein weit

entferntes, bürokratisch aufgeblähtes Monster wirken,

dessen Entscheidungen und Handeln einen

nur im Geringsten beeinflussen. Vielleicht ist dies auch auf

den zweiten Blick noch so, Tatsache aber ist, dass sie einen

größeren Einfluss auf uns alle nimmt, auch wenn dies nicht

unbedingt aktiv geschieht. Durch Richtlinien, Erlasse oder

auch Rechtsprechungen mischt die EU sehr wohl in fast allen

Politikbereichen mit, zwar in unterschiedlicher Intensität,

doch so hat sie direkten Einfluss auf uns und unseren Alltag.

Dies wird nicht immer bemerkt, da es dann nämlich den nationalen

Parlamenten aufgetragen wird, dies in Gesetzen zu

verankern.

In Europa können wir einen der höchsten Lebensstandards

der Welt genießen, sei es beispielsweise Trinkwasserqualität,

Arbeitnehmerrechte, oder Reisefreizügigkeit. Doch selbst

wenn sie sich dem Vorwurf der Überregulierungen zu stellen

hat (als Beispiel wird da auch gerne die Regelung des Krümmungsgrads

von Gurken genommen, welches es aber seit

2009 nicht mehr gibt und ohnehin nur als Wunsch des Handels

und der Landwirte hin eingeführt wurde), so muss man eben

auch sagen, dass der Handel zwischen all den unterschiedlichen

Mitgliedstaaten gewisse Regulierungen benötigt.

Dank der EU können wir hohe Standards, Frieden und

Wohlstand genießen, also warum sollte man sich noch weiter

für das politische Geschehen in Brüssel interessieren,

wenn es uns doch gut geht? Nun, man könnte jetzt einfach

sagen, dass nichts bleiben muss wie es ist

und man für dessen Erhalt sorgen sollte,

doch wäre das zu einfach. Zwar werden

die Standards der EU in nächster

Zeit wohl nicht in Gefahr sein sich

merklich zu verschlechtern, das Problem

liegt aber bei dort, wo es noch

keinerlei Reglementierungen gibt.

Da wir in Zeiten leben, die gerade

durch technische Errungenschaften

geprägt wird, gibt es weniger Konstante

und stetig Neues. Das Internet

und auch Social Media

sind durchaus für viele der

Abgeordneten ,,Neuland“

und darin liegt ein großes

Problem. Zuletzt wurden

die umstrittenen Artikel

11 und 13 verabschiedet,

wogegen zuvor noch

deutschlandweit über

200.000, überwiegend

jüngere Menschen auf die Straßen gegangen sind. Genau

hier kann und sollte man einschreiten, nicht aber etwa seine

Wut über diese Entscheidung in einem Wahlboykott ausufern

zu lassen, nein, dies geht am einfachsten und besten mit den

Wahlen der Personen und Parteien, die die eigenen Ansichten

am ehesten wieder spiegeln.

Doch geht es nicht nur darum neu aufkommende Themen

von den richtigen Personen entscheiden zu lassen, sondern

auch darum schon Existentes besser zu machen, da die EU ein

großes Potential hat, sowohl dafür Dinge zu verschlechtern,

als auch um sie besser zu machen. Die Anstrengungen für

Studierende, wie zum Beispiel durch das Erasmus Programm,

könnten höher ausfallen, Schutz der Umwelt kann mehr in

den Fokus rücken. Die Ergebnisse wären sogar um einiges

positiver, als es lediglich die einzelnen Nationen erreichen

könnten.

Jede einzelne Person trägt dazu mit ihrer Entscheidung bei,

ob sie wählt, oder nicht. Zu sagen, dass man als einzelne Person

nichts ändern kann ist nicht richtig, denn hätte beispielsweise

eine Mehrheit der jungen Menschen beim damaligen

Referendum in Großbritannien zum Verbleib des Vereinigten

Königreichs in der EU abgestimmt, so hätte es das ganze

Ergebnis ändern können. Denn eben diese ansonsten eher

pro-europäische Wählergruppe war der Wahl ferngeblieben.

Außerdem ändert ein Nichtwählen nicht eines der Probleme,

da die Wahlen trotzdem stattfinden und andere sie dann für

sich entscheiden.

Darum sollte es gerade im eigenen Interesse liegen, sich für

die Teilnahme an der nächsten EU-Wahl vom 23. bis zum 26.

Mai zu entscheiden und zuvor sich kurz die Zeit zu nehmen

und sich zu informieren, was während der letzten Jahre geschehen

ist. Wer was gemacht hat und in Zukunft machen

möchte. Auf dieser Basis kann man sich zuverlässig entscheiden,

wem man seine Stimme gibt. Die auch wichtig ist über

die eigenen Interessen hinaus, da diese Wahl maßgeblich alle

Menschen in den Mitgliedsstaaten der EU betrifft.

Hinzu kommt, dass ein Nichtwählen kein Akt des Unpolitisch-Seins

darstellt, sondern vielmehr ein Ausdruck von Unmündigkeit

und auch Ignoranz. Denn egal, wie überdrüssig

man der Politik auch sein kann, sie bestimmt nun einmal

unser aller Leben. In diesem Sinne würde ich diesen Aufruf,

diese Bitte an Euch, wählen zu gehen, gerne mit einem Zitat

einer großen Frau, Rosa Luxemburg, beenden: „Unpolitisch

sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.“

LARS BÜSCHER

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Europawahl

51


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MARIEN

APOTHEKE

MARIEN-

APOTHEKE

Antoniusplatz 10 • Cloppenburg • Tel. 04471 669, Fax 04471 6235

Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 08:00-20:00 Uhr, Sa.: 08:00-14:00 Uhr

Ihre

Apotheke in Cloppenburg

Das Team Babyfreundlich in der Marien-Apotheke in Cloppenburg

lich auch, welche Arzneimittel in der sensiblen Phase der

Schwangerschaft und Stillzeit gut und sicher einsetzbar

sind.

Als aktuelle Ergänzung hat die Marien-Apotheke das Aromatherapiesortiment

der Firma Taoasis aufgenommen.

„Schlaf gut“ Mischung, Kopfwehroller oder Erkältungsöl

bieten eine gute und milde Ergänzung oder Alternative in

der Behandlung.

Abgerundet wird das Konzept durch den Verleih von Medela

Milchpumpen, Babywaagen, Stillkissen, Tragetüchern

und Cocoona Kissen für unruhige Babys. Als besonderen

Service bietet die Marien-Apotheke viele Bücher rund um

Schwangerschaft, Stillzeit und Babyernährung zum Ausleihen

an.

Broschüren des Vereins Babyfreundliche Apotheke® zu vielen

wichtigen Themen in der Stillzeit erhalten Interessierte

kostenlos.

Viele Tipps und nützliche Links finden sich auch auf der

Webseite: www.marien-apotheke-cloppenburg.de

Alle Teammitglieder des Teams Babyfreundlich freuen sich

darauf Schwangere, Stillende und Eltern, mit Kompetenz

und Erfahrung zu beraten und so zu einem optimalen Start

der neuen Erdenbürger beitragen zu können.

Antoniusplatz 10

49661 Cloppenburg

Telefon: 04471/6691

Inh. Maria Mönter e.K.

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Nachwuchs im Team Babyfreundlich ®

Bereits seit 2011 ist die Marien-Apotheke als Babyfreundliche Apotheke® zertifiziert

Voraussetzung für dieses Qualitätssiegel ist unter anderem

eine Grundlagenschulung zu allen Themen rundum

Schwangerschaft, Stillzeit und Babyjahre. Abgeschlossen

wird diese mit der mündlichen Prüfung vor einer Sachverständigen

des Vereins Babyfreundliche Apotheke® e.V.

Das setzt persönliches Engagement und Lernbereitschaft

bei den zertifizierten Mitarbeiterinnen voraus. Umso mehr

freut sich das „Babyfreundlich Team“ der Marien-Apotheke,

dass zwei neue Mitarbeiterinnen jetzt die Schulung absolviert

und die Prüfung erfolgreich bestanden haben.

Schwangeren, Stillenden und Eltern mit Kleinkindern steht

jetzt ein Team von neun qualifizierten Beraterinnen zur

Verfügung. Neben guten Fachkenntnissen ist es ein besonderes

Anliegen in der Beratung einfühlsam auf die Probleme

und Sorgen Schwangerer, Stillender und frisch gebackener

Eltern einzugehen. Viele im Team sind selbst junge

Mütter und können sich somit gut in die Situation der Betreffenden

einfühlen.

Um das Fachwissen zu erhalten und auszubauen, müssen

alle zertifizierten Teammitglieder regelmäßig Fortbildungen

besuchen und diese auch dem Verein Babyfreundliche

Apotheke® nachweisen. Alle drei Jahre wird dies in einer

Requalifizierung durch den Verein überprüft.

Natürlich ist auch das Produktsortiment der Marien-Apotheke

an diesen Schwerpunkt angepasst. Eine große Auswahl

von Artikeln rund um die Schwangerschaft, Stillzeit

und die Babypflege stehen zur Auswahl. Angefangen bei

der so wichtigen Folsäure-Ergänzung in der Schwangerschaft

über Stillprodukte der Firma Medela bis hin zum

Engelwurzbalsam nach Frau Stadelmann, der, besonders

mild, kleine Schnupfennasen pflegt.

Gerade Naturheilmittel oder auch homöopathische Arzneimittel

bieten eine effektive und doch schonende Behandlung

für Beschwerden in Schwangerschaft, Still- oder

Babyzeit. Hier ist neben großer Auswahl eine qualifizierte

Beratung besonders wichtig. Das Team weiß natür-

52

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53


eportage

reportage

All´s Aal

Den größten Irrtum, was die Spezies Aal angeht, gilt es

gleich auszumerzen, denn Aale sind keine Aasfresser.

Im Gegenteil, Anguilla anguilla, der Europäische

Aal ist ein Feinschmecker! Der sich in den Salz- und Süßgewässern

des europäischen Kontinents von Südnorwegen

über das Mittelmeer, bis nach Nordafrika von Krebsen und

Kleinfischen, von Würmern und Insekten ernährt. Jedoch nie

von Aas, auch wenn das seit der „Blechtrommel“ von Günter

Grass so falsch in unseren Köpfen hängen blieb.

Und nein, Aale sind auch keine Wasserschlangen und dass

ihre Bestände dramatisch zurückgehen, hat nicht zuletzt

mit dem Schmutz in unserer Umwelt zu tun. Aale sind hoch

empfindliche, intelligente und enorm ausdauernde, kräftige

Kreaturen. Man muss sich vorstellen, dass die Tiere in der Sargassosee,

nahe den Bahamas, im südwestlichen Nordatlantik

laichen und dann im jugendlichen Stadium (eine frisch geschlüpfte

„Weidenblattlarve“ ist kaum größer als 2 mm) über

drei lange Jahre hinweg etwa 5 – 6.000 Kilometer wandern

– bis an die europäischen Küsten, wo sie, nun etwa sieben

Zentimeter lang, in die Flussgewässer aufsteigen.

Das muss ein gewaltiges Naturschauspiel sein: gut 700.000

silbrig glänzende Glasaale (so heißen Aale in diesem Stadium

ihres Heranwachsens), die wie ein nicht enden wollendes

Band durch die Mündungen in die Flüsse schwimmen. Mit

ein wenig Glück und zur richtigen Jahreszeit kann man dieses

atemberaubende Szenario am Severn River im englischen

Gloucester erleben. Dort, wo Aale früher so reichlich waren,

dass sie abgefischt und als Hühnerfutter verarbeitet wurden.

Heute ist man sich des Wertes dieser kostbaren Speisefische

wieder bewusst, und wenn die Aalfischer am Severn River

und anderswo heutzutage die Beute aus ihren Keschern

bergen, dann geschieht das mit Vorsicht und voller Obacht.

Schließlich hat man Bedeutendes mit ihnen vor, im Sinne des

Schutzes der Aale und ihres Bestandes. Den man im momentanen

Stadium deutlich reduzierter Vorkommen einem natürlichen

Zyklus nicht mehr überantworten kann. Allzu gierig

waren die Begehrlichkeiten aus dem asiatischen Raum,

wo man bis vor wenigen Jahren noch für Glasaale Dubioses

empfand, horrende Preise dafür zahlte, und so die Bestände

dramatisch überfischt und dadurch nahezu vernichtet wurden.

Dieser Boom ist vorüber, doch andere Gefahren weiterhin

präsent. Denken wir allein an die 7.000 Wasserkraftwerke

entlang der Flüsse, denen zwar Fischtreppen vorgebaut

sind, um nicht zuletzt auch Aalen den Flussaufstieg zu gewährleisten.

Doch ist auch diese Methode, wie so vieles andere,

leider am grünen Tisch konzipiert und damit jenseits

der erdachten Wirkung. Tausende, in den „Fischtreppen“ geschredderte

Aale sind die Folge, seit langem schon, zu jeder

Saison.

Würde man das so hinnehmen, wären diese faszinierenden

und schmackhaften Fische – schon Aristoteles schätzte

sie, rätselte aber auch an ihnen herum – alsbald ausgestorben.

Denn züchten lassen Aale sich nicht. Doch schützen

und an sicheren Stellen aussetzen, wie man es bei der „Initiative

zur Förderung des Europäischen Aals e.V.“ seit 2009

gezielt unternimmt.

In dieser „Lobby für den Aal“ macht man sich für den Besatz

von geeigneten Gewässern mit Jungaalen stark. Und da

diese Methode die wirksamste Maßnahme ist, um den Fortbestand

der Aalbestände in Europa zu sichern werden ein

Gutteil der vor den europäischen Küsten anlandenden Glasaale

zum späteren Besatz verwendet. Das heißt, sie werden

in Gloucester beispielsweise als Glasaale gefangen (3.000

Glasaale sind 1 kg schwer) und anschließend in einer Anlage

circa ½ Jahr gepäppelt und gestärkt, bis sie kräftig genug

sind zum Besatz. Ein weiterer Teil dieses Aalbestandes wird

über zwei Jahre hinweg zum Verzehr groß gezogen.

Jeder dieser Aale ist Teil eines Prinzips zum Fortbestand

der Spezies, denn pro verkauftem Aal spenden die Mitglieder

der genannten Aalinitiative mindestens drei Jungaale

zum Besatz in geeigneten Gewässern und unter der Ägide

von Kennern der Situation. Etliche Millionen Jungaale fanden

so ihre Lebensräume just in den Flusseinzugsgebieten

von Weser, Elbe, Schlei und im Zwischenahner Meer.

Diese Zahlen machen Hoffnung für den Erhalt von Anguilla

anguilla – alles andere wäre eine Bankrotterklärung

an das Verständnis zum Erhalt unserer Natur und der daraus

entwickelten Esskultur gewesen. Ganz zu schweigen von der

Katastrophe für die Feinschmeckerlandschaft rund um das

Zwischenahner Meer! Das ist, auf den ersten Blick, natürlich

zweitrangig, denn im Zusammenhang mit der Geschichte

der ganzen Welt sind Aale pure Tradition!

Ulla Schmitz

P.S. Aal als alles

„Aal“ bedeutet in der plattdeutschen Sprache „Alles“ –

wenn also eine Aalsuppe auf dem Speisezettel steht, bedeutet

das in Hamburg zum Beispiel eine Suppe mit „aals“ aus

dem Garten: Gemüse, Kräuter und – Pflaumen, jawohl. Nicht

unbedingt, ja nur in den seltensten Fällen mit Aal, es muss

jedoch ein Schinkenknochen darin eingekocht sein.

54 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage 55


Senioren on Kultour

Senioren on Kultour

Der Glockenpalast mit den goldenen Kuppeln

Gästeführerin Karin Witt-Selleng erklärt an dem Modell der

Bockwindmühle die Mühlentechnik

Horst Wroebel begrüßt die Cloppenburger Senioren persönlich und erzählt von seinem Lebenswerk

Statue im Eingang, Albert-Schweitzer

Windmühlen und goldene Kuppeln in der Südheide

Gruppenbild vor dem Nachbau der historischen Mühle Sanssouci,

diese ist um ein Stockwerk höher als das Original

Nachbau der portugiesischen Mühle „Annabella“

Ein Stück russische Baukunst und Mühlen aus aller Welt

gibt es, direkt um die Ecke, in Gifhorn zu sehen. Gifhorn,

das Tor zur Südheide liegt nur etwa 200 Kilometer von

Cloppenburg entfernt. Die bezaubernde kleine Stadt mit den

urigen Fachwerkhäusern und den versteckten Gässchen ist

unbedingt einen Besuch wert. Eine Stadt mit Geschichte: Im

13. Jahrhundert lag Gifhorn an der Kreuzung zweier bedeutender

Handelsrouten, der Salzstraße von Lüneburg nach

Braunschweig und der Kornstraße von Magdeburg nach Celle.

Dies brachte Wohlstand für die Bürger und der spiegelte

sich in den kommenden Jahren in der städtischen Baukunst

wider. Wie in einigen der prachtvollen Fachwerkbauten aus

dem 16. und 17. Jahrhundert und dem Alten Rathaus mit seinen

schönen Holzschnitt-Ornamenten. Auch die eindrucksvollen

Bürgerhäuser im Stil der Weser-Renaissance sind restauriert

und bis heute erhalten. All diese Szenerien verleihen

der kleinen Stadt einen romantischen Touch.

Doch Gifhorn hat neben diesen Eindrücken und seiner Geschichte

noch mehr zu bieten. Direkt im Zentrum der Stadt

liegt das internationale Mühlen-Museum in einer beeindruckenden

Parkanlage. Hier können Besucher 14 Mühlen in

Originalgröße aus Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich,

Deutschland, Russland und Korea bestaunen. Wem das

nicht reicht, für den stehen in der großen Ausstellungshalle

noch eine ganze Reihe von Mühlen-Modellen bereit. Sie alle

wurden von Horst Wroebel, dem Museumschef persönlich,

angefertigt. Jahrelang ist er dafür durch die Lande gefahren,

hat Skizzen und Baupläne erstellt und die Modelle in liebevoller

Kleinstarbeit angefertigt.

Irgendwann passten nur all die Modelle nicht mehr in sein

Haus. Also eröffnete er kurzerhand das Mühlen-Museum.

In dem Gebäude wird die historische Entwicklung des Müllerhandwerks

nachvollzogen, im Rahmen kulturellen Erbes.

Das ist lebendig, bunt, bestaunenswert und unterhaltsam

und somit ein ideales Ausflugsziel für Familien, Gruppen und

natürlich solo. Ermüden können die Eindrücke nicht, doch

wer irgendwann Hunger verspürt, ist willkommen, auf dem

Marktplatz eine Rast einzulegen. Im „Niedersachsenhaus“ bei

einem Stück hausgemachtem Streuselkuchen oder bei frisch

gebackenem Brot, direkt aus dem holzbefeuerten Steinofen.

Danach ist Zeit für die Betrachtung der Nachbildung einer

russisch-orthodoxen Kirche und dann geht es weiter zu der

nächsten Sehenswürdigkeit, dem Glockenpalast. Der befindet

sich auf einem Gelände neben dem Mühlen-Museum

und ist von dort über einen separaten Eingang zu erreichen.

Vorbei an der Europäischen Friedensglocke gelangt man

in den quadratisch angeordneten Innenhof. Hier trifft man

Horst Wroebel, den Museumschef wieder. Er begrüßt seine

Gäste persönlich und erzählt von seinem Lebenswerk, dem

Glockenpalast. Der eine Begegnungsstätte ist für Kunst und

Kultur aus aller Welt.

Als Symbol hierfür steht unter anderem die geschnitzte Figur

des Heiligen Joseph, dem Schutzpatron für Handwerker

und Künstler. Auch eine voll funktionsfähige Glockengießerei

beherbergt dieses außergewöhnliche Denkmal russischer

Klosterbaukunst. Wobei diese nach fast 16 Jahren Bauzeit,

wegen der heutigen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr

benutzt werden darf. Gekrönt wird der Glockenpalast von einer

stilisierten Nachbildung der russischen Zarenglocke von

1730 aus dem Moskauer Kreml, der größten Glocke der Welt.

1996 wurde der Grundstein für den Glockenpalast gelegt

und zwar von niemand Geringerem als dem damaligen russischen

Präsidenten, Michail Gorbatschow. Er und seine Ehefrau

Raissa übernahmen die Schirmherrschaft. Für den Visionär

Horst Wroebel hat sich mit dem Bau des Glockenpalastes

sein Lebenstraum erfüllt, ohne dass er darin auch nur einen

Cent öffentliche Gelder verbaut hat. Denn trotz zahlreicher

gestellter Anträge und Bittbriefe, musste er bis heute auf die

Unterstützung der Stadt Gifhorn verzichten. Selbst ein im

August 1998 vom Schirmherrn an die Stadt Gifhorn gerichtetes

Schreiben mit der Bitte um Unterstützung des Projekts

blieb ohne Erfolg. Trotz aller Widrigkeiten ist der imposante

Gebäudekomplex nun fertig.

Für Horst Wroebel jedoch ist dies kein Anlass die Hände

in den Schoß zu legen. Phantasie und Durchsetzungsvermögen

hat der gelernte Dekorateur ja schon bewiesen. So

ist sein nächstes Projekt bereits im Südtrakt des Glockenpalastes

zu sehen, wo Wroebel in zweijähriger Handarbeit das

Modell der Arche Noah nach biblischem Vorbild gestaltet. Es

wird demnach sicher nicht mehr lange dauern, bis Gifhorn

eine weitere Attraktion zu bieten hat. Eine original große Arche

mit Noah und den Tieren, direkt neben Mühlen aus aller

Welt und goldenen Kuppeln in der Südheide.

Karin Niemöller

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Senioren on KulTour

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Senioren on KulTour

57


eportage

reportage

Küchenarbeitsplatten aus Naturstein sind schön,

hochwertig und pflegeleicht. Sie verleihen

jeder Küche ein ganz besonderes Ambiente

Auch in der Badgestaltung beziehungsweise

Sanierung bietet Dierkes Steinmetz eine große

Bandbreite an Fliesen und Natursteinen, die

jedes Bad zu einem Highlight machen

Dierkes Steinmetzbetrieb

– ein modernes Familienunternehmen mit Tradition

Naturstein ist vielseitig einsetzbar. Treppen aus Naturstein

sind robust und pflegeleicht und auch beim Kamin-Bau

ist der Naturstein ein beliebtes Gestaltungselement

Die Gestaltung von Grabdenkmälern erfordert hohe

handwerkliche Kunst und viel Fingerspitzengefühl

Das Cloppenburger Familienunternehmen „Dierkes Steinmetzbetrieb

GmbH“ ist ein Steinmetzbetrieb mit Tradition

und Erfahrung im fachgerechten Umgang mit Natursteinen

wie Granit, Sandstein oder Marmor. Der Familienbetrieb wurde

bereits 1897 gegründet und kann auf eine lange und erfolgreiche

Geschichte zurückblicken.

Heute wird das Familienunternehmen von Steinmetzmeister

und -techniker Stefan Dierkes geführt. Die Liebe zur Steinmetzkunst

wurde ihm quasi in die Wiege gelegt und so wundert

es nicht, dass Stefan Dierkes bereits in jungen Jahren

erfolgreich den Meistertitel erwarb. Wichtig ist dem Steinmetzmeister

bei seiner Arbeit, dass er die individuellen Kundenwünsche

exakt und termingerecht umsetzt. Der erfahrene

Unternehmer setzt dabei nicht nur die handwerkliche

Tradition seines Urgroßvaters, Großvaters und Vaters fort,

sondern hat die Angebotspalette seines florierenden Unternehmens

beständig erweitert und modernisiert.

Die ganz besondere Ästhetik, Robustheit und Vielseitigkeit

des Naturproduktes sorgen dafür, dass Naturstein nicht nur

in der Grab- und Garten- beziehungsweise in der Terrassengestaltung

eine wichtige Rolle spielt. Auch im Küchen- und

Baddesign sorgt das Naturprodukt für ein ganz besonderes

hochwertiges und individuelles Ambiente.

„Dierkes Steinmetzbetrieb“ ist der ideale Partner rund um das

Thema Naturstein und Natursteingestaltung im Außenbereich.

So zum Beispiel bei Außenpodesten und Terrassen sowie

im Innenbereich bei Treppen und Fensterbänken beispielsweise.

Die erfahrenen und qualifizierten Mitarbeiter fertigen in

enger Zusammenarbeit mit Küchenausstattern aus der Region

sowie für Privatkunden hochwertige Küchenarbeitsplatten

aus Naturstein wie Granit oder Quarz-Komposit.

Naturstein ist heute aus der modernen Küchengestaltung

gar nicht mehr wegzudenken, denn es überzeugt mit seiner

Langlebigkeit, Qualität und Pflegeleichtigkeit. Eine individuell

angepasste und farblich abgestimmte Arbeitsplatte vollendet

das Küchendesign und macht jede Küche zu einer wahren

Traumküche. Dabei sind Arbeitsplatten aus Naturstein nicht

nur schön, sondern auch pflegeleicht und hitzebeständig.

Auch in der Badgestaltung und zur Badsanierung bietet das

Cloppenburger Traditionsunternehmen eine große Auswahl

an Natursteinen und Fliesen an.

Zudem gestalten die Steinmetze individuelle Grabanlagen

und Denkmäler aus Marmor, Granit und anderen Natursteinen.

Bei der Gestaltung eines Grabmales sind Fingerspitzengefühl

und Sensibilität gefragt – und das nicht nur bei der

gestalterischen Arbeit am Stein.

So nimmt Stefan Dierkes sich beim Gespräch mit den trauernden

Familienangehörigen viel Zeit und erst nach einem

intensiven Gespräch über die Gestaltungswünsche und

-möglichkeiten setzt der erfahrene Steinmetz gemeinsam

mit seinen qualifizierten Mitarbeitern die Kundenwünsche in

Stein um. Gerade die Gestaltung eines Grabsteines sei eine

sehr persönliche Angelegenheit, da er zum einen an den Verstorbenen

erinnert und zum anderen den Hinterbliebenen

Trost spenden soll.

Der Cloppenburger Steinmetzbetrieb bietet dazu eine große

Auswahl an Granit und Natursteinen in den verschiedensten

Farben und Bearbeitungen – ob poliert, satiniert oder

geflammt. Die qualifizierten Mitarbeiter setzen die Wünsche

der Kunden schnell und zuverlässig in der betriebseigenen

Produktionshalle um. Dafür stehen hochmoderne, computergesteuerte

Maschinen zur Verfügung, die den Naturstein

exakt auf Maß zuschneiden, je nach Wunsch bearbeiten und

pünktlich ausliefern. Sprechen Sie mit den Fachleuten vor

Ort – Beratung und Service haben hier schon seit Generationen

einen ganz besonderen Stellenwert.

Im Außenlager des Betriebes Am Cappelner Damm lagern

zudem etwa 1500 naturbelassene Findlinge und Felsen, die

sich aufgrund ihrer Formenvielfalt und unterschiedlichen

Größe zur Grabgestaltung aber auch zur Gestaltung von

Gärten und Hofeinfahrten und Vielem mehr eignen.

Seit 2015 ist die Firma Dierkes mit einer weiteren Filiale in

Lohne an der Küstermeyerstraße 17 vertreten. Wie man

sieht, ist man bei „Dierkes Steinmetzbetrieb“ immer an der

richtigen Adresse.

sigrid Lünnemann

120 Jahre

Filiale Lohne: Küstermeyerstr. 17 . 49393 Lohne

Tel. 0 44 42 - 88 79 815

www.dierkes-steinmetz.de

58 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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Porträt

Ostfriesische Kräuterheilkunde

á la Karl-Heinz Peper

Koch, Heilpraktiker, Buchautor, Illustrator und

Naturheilkundiger – Karl-Heinz Peper ist all

das und dazu noch herrlich ostfriesisch dröge.

Garten von Karl-Heinz Peper

Diptam – auch Aschwurz oder

Brennender Busch

Als meine Freundin mich fragte,

ob ich zu einem Vortrag über

ostfriesische Kräuterheilkunde

in der Königsapotheke Cloppenburg

mitkommen möchte, sagte ich

natürlich zu, obwohl ich mir nicht

vorstellen konnte, was mich dort

erwarten würde. Ich wollte mich

einfach mal überraschen lassen.

Belohnt wurde ich mit einem sehr

lebendigen Vortrag von Karl-Heinz

Peper, der es schaffte, die kleine Gruppe

der Zuhörer in kürzester Zeit auf

sehr unterhaltsame Weise in den Bann

von Heilpflanzen und Kräutern zu

ziehen.

Karl-Heinz Peper (60) lebt in Detern,

ist jedoch in Spols aufgewachsen,

einem kleinen ostfriesischen Geestdorf

in der Nähe. Auf dem heimischen Bauernhof

lernte er schon früh von seiner

Mutter und Großmutter den Gebrauch

von Heilpflanzen und den von Hausmitteln

aus der ostfriesischen Volksmedizin.

Als der gelernte Koch sich in den

1990ern wegen eines Rückenleidens

beruflich umorientieren musste, kam

ihm die Kräuterlehre seiner Kindheit

wieder in den Sinn. Hatte doch die

Mutter Luise-Marie Peper immer das

passende Kraut zur Hand, wenn es Karl-

Heinz oder seinen Brüdern schlecht

ging. Lecker war das nicht unbedingt,

weiß Peper zu berichten. In manchen

Fällen reichte auch schon der Gedanke

an das gräsig schmeckende Zeug und

schon ging es den Jungs besser. Später

lernte er von seiner damaligen Nachbarin

Wilhelmine Becker, die 2010 mit

98 Jahren verstarb, eine Menge über

heimische Pflanzen und ihre Heilwirkung

kennen. Das Wissen von „Oma

Minchen“ wurde von Karl-Heinz Peper

aufgeschrieben und durch eigene Forschungen

erweitert.

Der leidenschaftliche Kräutersammler

kann die Erfahrungen als Koch natürlich

hervorragend mit seinem umfassenden

Wissen über die Essbarkeit

von Kräutern verbinden. Weiß er doch,

welche Zutaten geschmacklich harmonieren.

Das lässt sich anhand der

Kostproben, die seine Lebensgefährtin

Dietlind Rafalski verteilt, geschmackvoll

nachvollziehen. Währenddessen

erzählt Peper, was er in seiner Küche

alles Leckeres zaubert – wie Lindenblattrouladen

oder Magnolienblüten

mit Frischkäse zum Beispiel.

Überhaupt, kommt mir der Gedanke,

überhaupt scheint es in meinem Garten

mehr essbares Grünzeug zu geben,

als ich mir bisher vorstellen konnte. Das

geht den anderen Zuhörer wohl ebenso,

aber einige haben so ihre Zweifel

ob der Bekömmlichkeit einiger der beschriebenen

Pflanzen. Doch der Kräutermann

versichert, dass alle erwähnten

Pflanzen ungefährlich sind.

Natürlich bedarf es einer Ausbildung

in Kräuterkunde, um giftige von ungiftigen

Pflanzen zu unterscheiden.

Wie am Beispiel „Bärenklau“ gut zu erkennen

ist. Der große Bärenklau nämlich

ist hochgiftig, sein kleiner Bruder

hingegen kann bedenkenlos verzehrt

werden. Man kann dem Mann also vertrauen,

zumal ihm seine Lebensweise

augenscheinlich bisher nicht geschadet

hat.

Doch Karl-Heinz Peper kann noch

viel mehr, als nur wohlschmeckende

Gerichte aus Pflanzen zaubern, die der

Laie für gewöhnlich für nicht essbar

hält. Nachdem er jahrelang an verschiedenen

Heilpraktikerschulen unterrichtet

hatte, gründete er 2006 seine

eigene Heilpflanzenschule. Hier bildet

er interessierte Laien und Fachkräfte in

Pflanzenheilkunde aus. Seit 30 Jahren

erforscht Peper nun die Pflanzenwelt

und das nicht allein in seiner Heimat.

Da seine beiden Brüder in Kanada leben,

kam er bei seinen dortigen Besuchen

in Kontakt mit indianischen Medizinmännern

und -frauen. Von ihnen

erlernte er die Grundlagen der indianischen

Naturmedizin. Mit Erfolg, denn

durch das Überreichen einer echten

Adlerfeder wurde er von den dortigen

Heilkundigen symbolisch selbst als

Heiler anerkannt, so dass man mittlerweile

in seiner Kräuterschule auch die

Indianermedizin erlernen kann. Neben

einer umfassenden Kräuterheilkunde

wird dort auch mit Krafttieren und

Edelsteinen gearbeitet. Dabei handelt

es sich jedoch nicht um eine schamanistische

Ausbildung.

Am liebsten aber ist Karl-Heinz Peper

zu Hause, auf dem Jümme Deich, unterwegs.

Wo er im Grünen verborgen

alles findet, was er für seine Forschung

und für seine Küche benötigt. Dieses

Fleckchen Erde bezeichnet der Vollblutostfriese

als seine „persönliche Tasse

Ostfriesentee und Balsam für die Seele“.

Die möchte Karl Heinz Peper auch

anderen Menschen entgegenbringen,

indem er ihnen einen Zugang zur Natur

und zu altem und neuem Heilkräuterwissen

vermittelt.

Das könnte angesichts zunehmender

Antibiotikaresistenzen und ständig

neuer Allergien eine gute Sache

sein, denke ich mir und sehe zudem

die Pflanzen in meinem Garten auf

einmal mit ganz anderen Augen. Mal

sehen, wie meiner Familie der erste

Gierschauflauf mit Bärlauch-Pesto

schmecken wird...

Karin Niemöller

Seit nun 30 Jahren verbindet Karl-Heinz Peper den Beruf

des Heilpraktikers und die Erforschung von Pflanzen miteinander.

Mittlerweile ist sein drittes Buch erschienen, die

„Ostfriesische Wildkräuterküche“. Dabei fließen Pepers Erfahrungen

als Koch, sowie sein Wissen über Kräuter und seine

Berufspraxis als Heilpraktiker harmonisch zusammen. In

diesem ungewöhnlichen, selbst illustrierten Kochbuch, mit

wunderschönen Zeichnungen und detaillierten Erklärungen

zu den Pflanzen und ihrer Verwendung in Medizin und Küche,

werden Rezepte aufgeführt, die nicht nur gesund, sondern

auch noch lecker sind.

Signaturenlehre und Deutung in der Gruppe

Totempfahl im Garten

Sein Wissen über Heilkräuter und ihre Anwendung gibt der

Experte der Signaturlehre in seiner Kräuterschule weiter. Die

Signaturlehre ist die Lehre von den Zeichen in der Natur, die

als Merkmale auf Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und innere

Zusammenhänge hinweisen. Zudem gibt er Kurse zu

indianischer Medizin oder zur Lehre der Hildegard von Bingen.

Letzteres findet in der katholischen Akademie in Stapelfeld

statt. Das umfangreiche Kursprogramm finden Sie auf

www.heilpflanzenschule-ostfriesland.de

60 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Porträt

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Kreativ

reportage

Als fröhliches Wandmotiv

verbreitet das Sommer-Lettering

Urlaubsstimmung für zu Haus

Urlaubsstimmung für zu Hause

Sommer-Letterings als bunte Wandmotive gestalten

Gute Laune garantiert: Sommer-Letterings

als Wandmotiv für zu Hause sind

nicht nur dekorativ, sondern lassen

schon beim Basteln durch die bunten

Farben Urlaubsstimmung aufkommen.

Für feine Zeichnungen und Letterings

sind Fineliner-Stifte ideal; ihre Farben

sind intensiv und die Spitze ist präzise.

Einen besonderen Vorteil haben

beispielsweise die in zwölf Farben erhältlichen

FriXion Fineliner von Pilot:

Ihre Tinte reagiert auf Wärme und kann

so mithilfe der integrierten Kunststoffkugel

ganz einfach wieder wegradiert

werden. So ist es kein Problem, wenn

mal ein Strich danebengeht, denn Fehler

lassen sich schnell und sauber korrigieren.

Bastelanleitung

Zum Basteln eines Sommer-Letterings

benötigt man: ein weißes Blatt Papier,

einen Bleistift sowie bunte Stifte, einen

Bilderrahmen und eine Schere.

1. Mit dem Bleistift das gewünschte

Motiv skizzieren: Zum Beispiel ein

"Endlich Sommer"-Lettering mit Sonnenstrahlen

und Wasser. Wer nicht

Handwerkliche

Buchbinderei


Theresa Wedemeyer

Antoniusstr. 8

49685 Emstek


post@buch-objekt.de

www.buch-objekt.de

frei Hand zeichnen möchte, kann sich

auch eine Vorlage ausdrucken und diese

abpausen.

2. Anschließend die Bleistiftlinien mit

bunten Finelinern nachziehen. Kleine

Verzierungen, wie Striche, Punkte und

andere Elemente, sind eine schöne Ergänzung

für das Motiv und verleihen

dem Bild noch mehr Dynamik.

Theresa Wedemeyer

Buchbinderin

3. Das fertige Motiv gegebenenfalls

zurechtschneiden, einrahmen und zu

Hause an einem gut sichtbaren Platz

aufhängen, um beim Vorbeilaufen eine

Portion gute Laune zu tanken.

Vorlagen: www.pilot-kreativ.de

(djd)

Stiftungsvorstand Matthias Hermeling sowie Gruppenleiterin Marion Knoll und Pflegedienstleitung Gabriele Abeln (v.l.) freuen sich,

nun auch Senioren-WGs in Cloppenburg anbieten zu können, in denen pflegebedürftige Senioren gemeinsam den Alltag erleben

Neuer Schritt für Cloppenburg:

Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Senioren

Selbstbestimmtes und unabhängiges Leben in den eigenen

vier Wänden bis zum Lebensende, das wünschen

sich wohl die meisten Menschen. Mit zunehmendem

Alter und gesundheitlichen Problemen werden

allerdings häufig die alte Wohnung oder das Einfamilienhaus

mit pflegeintensivem Garten zu groß und entsprechen auch

baulich nicht mehr den veränderten Anforderungen an technischer

Ausstattung und Barrierefreiheit.

Das St. Pius-Stift möchte einen neuen, innovativen Weg

für Cloppenburg einschlagen und erweitert ab dem

1. September mit eigenständigen Senioren-Wohngemeinschaften

(WG) sein bereits vielfältiges Betreuungsangebot.

In einem hochmodern ausgestatteten Neubau, Am Alten

Gaswerk 4, in unmittelbarer Nähe zum ZOB, entstehen aktuell

im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss vier Wohngemeinschaften

für jeweils sechs pflegebedürftige Seniorinnen

und Senioren (ab Pflegegrad 2).

Am Sonntag, 19. Mai von 14:00 bis 17:30 Uhr können Interessierte

die Baustelle sowie ein beispielhaft eingerichtetes

WG-Musterzimmer besichtigen. Für das leibliche Wohl der

Besucher ist mit Kaffee und Kuchen ebenfalls bestens gesorgt

Das Besondere an dieser Senioren-WG: Hier werden zwei

unterschiedliche Zielgruppen als Mieter angesprochen. Die

beiden Wohngemeinschaften im Erdgeschoss sind für ältere

Senioren mit kognitiven Einschränkungen geplant. In den

beiden WGs im 1. Obergeschoss sind Senioren mit körperlichen

Einschränkungen bestens aufgehoben. Die notwendigen

ambulanten Pflege- und Betreuungsleistungen übernimmt

die Caritas Sozialstation St. Pius-Stift/ St.-Josefs-Stift.

„Wir wagen mit der Senioren-WG einen ganz neuen Schritt

für Cloppenburg. Hier haben die Bewohner die Möglichkeit,

auch bei einem erhöhten Betreuungs- und Pflegebedarf,

in einer überschaubaren Gruppe gemeinsam den Alltag zu

leben“, betont Matthias Hermeling, Stiftungsvorstand des

St. Pius-Stifts.

Das St. Pius-Stift ist ausschließlich Vermieter und nicht

Betreiber der Wohngemeinschaft. Jeder Mieter schließt

einen eigenen Mietvertrag ab und verfügt in den Wohngemeinschaften

jeweils über ein ca. 26 m² großes barrierefreies

Apartment mit eigenem Bad. Das Apartment kann nach

eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestaltet und eingerichtet

werden. Gemeinsam mit den anderen WG-Mietern

nutzen sie die Gemeinschaftsflächen wie die modern

ausgestattete Wohnküche, sowie das geräumige und helle

Wohnzimmer.

Die Wohngemeinschaften verfügen über Balkone bzw.

eine Terrasse mit einem speziell angelegten Demenzgarten.

Die zentrumsnahe Lage sorgt für kurze Wege zu Ärzten,

62 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Kreativ

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

63


eportage

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Hörspezialisten seit 1955

BESTPREIS GARANTIE

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Direkt am ZOB entsteht zurzeit das Gebäude, in dem die Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Senioren (ab Pflegegrad 2)

untergebracht sein werden

Therapeuten, Apotheken, Banken oder Einkaufsmöglichkeiten

und auch der Bahnhof sowie die Bushaltestellen sind in

nur wenigen Gehminuten erreichbar.

In der WG bestimmt jeder Mieter seinen Tagesablauf sowie

das Ausmaß der pflegerischen Betreuung ganz nach seinen

persönlichen Wünschen und Bedürfnissen. In der großen Gemeinschaftsküche

wird zusammen gekocht, gegessen und

erzählt. Gäste sind jederzeit in der WG herzlich willkommen.

Auch die Übernachtung von Angehörigen in den WG-Zimmern

und ihre Teilnahme an den Mahlzeiten ist kein Problem.

Angehörige und Betreuer sind ausdrücklich eingeladen, das

Leben in der Gruppe aktiv mitzugestalten. „In der WG wird der

ganz normale Alltag gelebt. Jeder kann sich entsprechend

seiner Möglichkeiten bei den täglichen Verrichtungen im

Haushalt einbringen und beteiligen. Alle Mahlzeiten werden

gemeinsam zubereitet. Für die regelmäßige Reinigung der

Wohnungen und der Gemeinschaftsräume ist selbstverständlich

gesorgt. Kleine Handgriffe zum Beispiel bei der Wäscheversorgung

können mit Unterstützung der Präsenzkräfte

durch die Mieter auch gerne selber vorgenommen werden.

Somit bleibt die Selbstständigkeit lange erhalten“, erläutert

Pflegedienstleitung der Caritas Sozialstation St. Pius-Stift/

St.-Josefs-Stift Gabriele Abeln das besondere Konzept der

Senioren-WG.

Die Präsenzkräfte sind 24-Stunden am Tag vor Ort, kümmern

sich um die Mieter und sorgen für täglich frisch zubereitete,

gemeinsame Mahlzeiten. Jedes WG-Mitglied wird

individuell betreut und gemeinsam wird ihnen eine abwechslungsreiche

und sinnvolle Tagesgestaltung geboten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas Sozialstation

St. Pius-Stift/ St.-Josefs-Stift sind speziell geschult in den

Bereichen Biografie-Arbeit, personenzentrierte Betreuung

und Mobilitätsförderung. So werden motorische und kognitive

Ressourcen erhalten, die individuellen Bedürfnisse

und Kompetenzen gefördert und die Tendenz zu Rückzug,

Depression und Apathie vermieden.

Vom aktuellen Stand der Arbeiten überzeugen sich Marion Knoll, Gabriele Abeln und Karin Rolwers (v.l.) von St. Pius-Stift

Auch der Innenausbau läuft bereits zur größten Zufriedenheit

der Projekt-Organisatorin Karin Rolwers auf Hochtouren

Die Pflegekräfte, die zur individuellen Betreuung in die

Wohngemeinschaft kommen, verstehen sich ausdrücklich als

Gäste. Bei einer Erhöhung der Pflegebedürftigkeit wird durch

die umfassende Versorgungsstruktur der Caritas Sozialstation

St. Pius-Stift/ St.-Josefs-Stift sichergestellt, dass der Mieter bis

zu seinem Lebensende in seiner vertrauten Wohn- und Lebensgemeinschaft

verbleiben kann. Auf Wunsch können die

Mieter das vorhandene Notruf-System nutzen.

Wie in jeder WG üblich, bestimmt die Mieterversammlung,

die sich hier aus den Mietern sowie gegebenenfalls den Interessenvertretern

und Betreuern zusammensetzt, über alle

wichtigen Fragen. So entscheiden sie zum Beispiel auch, wer

in die WG einzieht.

Mieter, die in einer Pflege-WG leben und einen Pflegegrad

(ab Pflegegrad 2) zugesprochen bekommen haben, haben einen

Anspruch auf den sogenannten Wohngruppenzuschlag

in Höhe von 214,00 € monatlich.

sil

Ansprechpartner:

Caritas Sozialstation

St. Pius-Stift/ St.-Josefs-Stift

Friesoyther Straße 7

49661 Cloppenburg

Telefon (für den Erstkontakt): 04471/ 162000

E-Mail: gabriele.abeln@pius-stift.de

Aktuell sind die Anbauarbeiten

für unsere zusätzlichen

Arbeitsräume fast abgeschlossen.

Nach ihrer Fertigstellung bieten wir

unseren Kunden vier hochmoderne

Anpass- und Beratungsräume sowie

zwei Werkstatteinheiten an unserem

Standort in Cloppenburg.

Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck

an der Realisierung eines

Klassenraumes mit einem

Soundfield-System für bessere

akustische Möglichkeiten für

Schüler und Lehrer ...wir werden weiter

darüber berichten.

rawe hörzentrum

Resthauser Str. 5

49661 Cloppenburg

Telefon: 04471 7972

Fax: 04471 83776

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:

09:00–13:00 Uhr

14:00–18:00 Uhr

Samstag:

09:00–13:00 Uhr

rawe hörzentrum

Kaiforter Str. 5

49681 Garrel

Telefon: 04474 9419638

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag,

Donnerstag und Freitag:

09:00–13:00 Uhr

14:30–18:00 Uhr

info@rawe-hoerzentrum.de

www.rawe-hoerzentrum

64 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage 2 Das Stadtmagazin Das Stadtmagazin für Cloppenburg für Cloppenburg & umzu | Anzeige & umzu | Reportage 65

Gerne auch nach Vereinbarung

außerhalb der Geschäftszeiten


eportage

reportage

In Deutschland wird heute mehr Kupfer aus Recycling

verarbeitet als aus Kupferminen

Kupfer spielt eine Schlüsselrolle beim Ausbau

erneuerbarer Energien und effizienter Energiesysteme

Kupfer und Kupferlegierungen lassen sich endlos

recyceln, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt

Recyceln statt wegwerfen

Der Werkstoff Kupfer hat viele Leben

Die Firmenfahrzeuge sind mit einem mobilen, digital vernetzten

Büro ausgestattet

Mit neutralen Fahrzeugen und modernster Technik sind die

Mitarbeiter zur Schädlingsbekämpfung bei den Kunden im Einsatz

Die Müllstrudel im Meer, die

mittlerweile nahezu die Größe

von Kontinenten annehmen,

führen uns die Folgen der Wegwerfgesellschaft

drastisch vor Augen. „Ex und

Hopp“ gefährdet nicht nur Natur und

Umwelt, sondern auch unsere eigene

Gesundheit. Langsam findet daher

eine Rückbesinnung auf Materialien

statt, die sich nicht nur theoretisch

recyceln lassen, sondern bei denen

das von jeher gängige Praxis ist. Ein typisches

Beispiel dafür ist Kupfer.

Kupfer ist viel zu

wertvoll zum Wegwerfen

Das rote Metall ist viel zu wertvoll,

um es wegzuwerfen. Es lässt sich unendlich

wiederverwenden und ohne

Qualitätsverluste recyceln. Auch nach

vielen Verarbeitungen behält es seine

ursprünglichen Eigenschaften und

lässt sich in vielerlei Anwendungen

einsetzen. Abnehmende Qualität wie

etwa bei manchen anderen Werkstoffen

gibt es nicht; selbst aus Legierungen

ist es mit modernen Recyclingtechnologien

nahezu verlustfrei

wiederzugewinnen. Bereits heute

stammt in Deutschland mehr Kupfer

aus dem Recyclinghof - Stichwort

Urban Mining - als aus Bergwerken.

Bezogen auf die lange Nutzungszeit,

die Kupfer zum Beispiel als Kabel, in

Elektromotoren und Fahrzeugen oder

in Gebäuden erreicht, ergibt sich nach

Berechnungen des Deutschen Kupferinstituts

eine Recyclingrate von um

die 80 Prozent. In Europa selbst werden

heute bereits mehr als 50 Prozent

des verwendeten Kupfers wiederverwertet.

Hoher Recyclinganteil trägt

zur Versorgungssicherheit bei

Der hohe Anteil an Recycling-Kupfer

sorgt neben den verbesserten Abbaumöglichkeiten

mit dafür, dass es trotz

der weltweit rasant steigenden Kupfernachfrage

nicht zu Versorgungsengpässen

kommt. Noch vor Kurzem

hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften

und Rohstoffe bestätigt, dass

Kupfer nicht zu den sogenannten kri-

tischen Rohstoffen gehört, sondern in

ausreichender Menge vorhanden ist -

auch, wenn man den erhöhten Bedarf

für den Ausbau der erneuerbaren

Energien und der für ihre Verteilung

erforderlichen Stromnetze sowie für

die Elektromobilität berücksichtigt:

E-Fahrzeuge und elektronische Steuerungen

benötigen zur Optimierung

von Energiesystemen nämlich eine

Menge Kupfer. Kupfer ist also nicht

nur ein wichtiger Hochleistungswerkstoff,

sondern auch aus ökologischer

Sicht für den technischen Fortschritt

unverzichtbar. Wer mehr über die Bedeutung

von Kupfer und über seine

Wiederverwertung erfahren möchte,

findet unter www.copperalliance.de

weitere Informationen.

djd

Plümper Schädlingsbekämpfung –

Erfolg durch Erfahrung und Diskretion

Schädlingsbekämpfung im Privathaushalt oder in

einem gewerblichen beziehungsweise landwirtschaftlichen

Betrieb gilt noch immer als Tabu. Niemand

spricht gerne darüber, dabei hat Schädlingsbefall oft nichts

mit Unsauberkeit oder Vermüllung zu tun. Selbst im saubersten

und gepflegtesten Haushalt können Schädlinge auftreten,

weiß der Experte Jürgen Plümper, Inhaber der Plümper

Schädlingsbekämpfungsservice GmbH & Co. KG aus Lindern.

Der ausgebildete und IHK-geprüfte Schädlingsbekämpfer

verfügt über langjährige Berufserfahrung und weiß, wie

belastend das Auftauchen von Schädlingen oder Schadnagern,

wie Ratten oder Mäusen für die betroffenen Menschen

sein können.

„Viele Kunden rufen bei mir an und sind völlig verzweifelt.

Sie können sich nicht vorstellen, wie der Schädling ins Haus,

auf den Hof oder auf den Dachboden gekommen ist. Dabei

können Schädlinge sehr leicht aus dem Urlaub oder auch

beim Einkaufen eingeschleppt werden oder sie wandern aus

der Nachbarschaft durch die kleinsten Ritzen und Fugen ein.

Da nützt auch die größte Hygiene in den eigenen Wohnbereichen

nichts“, macht Jürgen Plümper deutlich.

Zu seinen Kunden zählen neben Gastronomiebetrieben

und sozialen Einrichtungen auch Industriebetriebe, Hotels,

Behörden sowie Unternehmen aus der Lebensmittel-

industrie, dem Einzelhandel oder der Landwirtschaft. Selbstverständlich

betreut der Kammerjäger auch Kunden in

Privathaushalten und beseitigt dort das aufgetretene Schädlingsproblem

mit modernster Ausstattung und absoluter

Diskretion.

Die Fahrzeuge der Firma Plümper tragen keinerlei Werbeaufkleber

und sind auch nicht auf der Homepage des

Unternehmens zu sehen. Außerdem tragen die Mitarbeiter

neutrale Arbeitskleidung und sind bei ihrer Tätigkeit diskret,

freundlich und zuverlässig.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG MIT ERFAHRUNG

UND KOMPETENZ

Sollte ein Schädling trotz aller Hygienemaßnahmen aufgetreten

sein, ist es wichtig konsequent und effektiv gegen

eine weitere Vermehrung und Ausbreitung vorzugehen.

Denn Schädlinge sind nicht nur unästhetisch und lästig,

sie können auch Krankheiten übertragen oder – wie beim

Holzwurm – erhebliche Schäden in der Bausubstanz verursachen.

Hier sind der Rat sowie die tatkräftige und effektive

Unterstützung durch den erfahrenen Fachmann dringend

gefordert. Aufgrund seiner qualifizierten Ausbildung und

langjährigen Berufserfahrung weiß er, wie er den verschiedenen

Schädlingen am besten und mit langfristigem Erfolg

zu Leibe rücken kann.

66 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

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EFFEKTIVE RATTENBEKÄMPFUNG MIT DEM

ORIGINAL RATTENHOTEL®

Auf landwirtschaftlichen Höfen, in der Nahrungsmittelindustrie

oder auf Dachböden kommt es immer wieder auch

zu einem Befall mit Schadnagern, die eine hohe Vermehrungsrate

haben und als Krankheits- und Seuchenüberträger

ein immenses gesundheitsgefährdendes Potential für Menschen

und Tiere aufweisen. Viele Menschen verspüren einen

großen Ekel gegenüber Ratten und Mäusen und sind bei

einem Befall oft auch psychisch stark belastet. Hier helfen

die Schädlingsbekämpfer aus Lindern schnell und diskret,

denn sie setzen verstärkt das Original Rattenhotel®

zur effektiven Schadnager-Bekämpfung ein.

Die Firma Plümper arbeitet eng mit dem Erfinder Georg

Bünker aus Freren zusammen und vertreiben als einzige

Schädlingsbekämpfer in der Region dieses rechtlich

geschützte Markenprodukt. Das Prinzip ist einfach und

hochwirksam, doch eine Bekämpfung mit Gift sollte auf

jeden Fall dem Fachmann überlassen werden, da die unsachgemäße

Handhabung von Giften gefährlich ist und zudem

Resistenzen fördert.

Für seine Kunden aus dem gewerblichen und landwirtschaftlichen

Bereich bietet der Experte ein Komplettangebot

aus einer Hand, von der Bedarfsanalyse der Bekämpfung

bis hin zum Serviceprotokoll, dem Hygienestatus und auf

Wunsch auch Service und Monitoring. Dafür sind seine Firmenfahrzeuge

mit einem mobilen, digital vernetzten Büro

ausgestattet.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG IM PRIVATHAUSHALT

Auch in Privatwohnungen können Schädlinge zu einer gesundheitlichen

und psychischen Belastung für die Bewohner

werden. Kleine tierische Mitbringsel aus dem Urlaub, vom

Trödelmarkt oder dem Supermarkt werden schnell zur Belastung.

So finden Küchenschaben, Ameisen, Motten, Fliegen,

Bettwanzen und Milben den Weg in die eigenen vier Wände.

Sollte es, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, zum Befall gekommen

sein, hilft staubsaugen, desinfizieren und die Anwendung

von Hausmittelchen nicht weiter, denn hier ist

nunmehr die Arbeit des professionellen und erfahrenen

Schädlingsbekämpfers erforderlich. Dazu wird der betroffene

Raum abgedichtet und fachmännisch, kontinuierlich

erhitzt. Erst wenn der gesamte Raum bis in die kleinste

Ritze eine Temperatur von über 60° C erreicht hat, sterben die

Plagegeister ab.

SCHÄDLINGSFREI VOM KELLER BIS ZUM DACH

Die Schädlingsbekämpfung erstreckt sich auf Wunsch des

Kunden und je nach Befall vom Keller bis zum Dachboden,

von der Ameise über den Schadnager bis hin zum Holzkäfer,

der erhebliche Schäden und damit Kosten am Dachstuhl von

privaten und gewerblichen Gebäuden verursachen kann.

Gerade hier sind Prophylaxe und regelmäßige Kontrollen

wichtig, damit ein eventueller Befall rechtzeitig eingedämmt

werden kann.

Das Unternehmen übernimmt auch die Vergrämung von

Mardern oder Tauben sowie die Entrümpelung, Reinigung

und Desinfektion von zugemüllten Messie-Wohnungen und

entfernt darüber hinaus dort sämtliche eingenisteten Schädlinge.

Zusätzlich bieten die Schädlingsbekämpfungs-Profis

fachgerechte und wirksame Unterstützung sowie Beratung

bei der Bekämpfung und Beseitigung der Eichenprozessionsspinner

an.

SIGRID LÜNNEMANN

DROHNENFLÜGE GEGEN DEN MÄHTOD

Jedes Jahr sterben etwa 90.000 Rehkitze den Mähtod.

Rehkitze ducken sich bei Gefahr instinktiv auf den

Boden und sind aufgrund ihrer Fellfärbung aus dem

Führerstand der Maschinen nicht zu erkennen. Darüber

hinaus gelangen die Tierkadaver in die Futtersilos der

landwirtschaftlichen Betriebe und verwesen dort. So

besteht eine hohe Gefahrenquelle für Botulismus.

Jürgen Plümper und sein Team bieten den Landwirten

die Möglichkeit, die Felder vor dem Mähen mit der

Drohne zu überfliegen. Die installierten Wärmebildkameras

zeigen dann die Rehkitze oder andere Tiere an,

so dass diese vom Landwirt oder dem Jäger vorsichtig

entfernt werden können.

Das Original Rattenhotel® wird von der Firma Plümper

Schädlingsbekämpfung exklusiv in der Region zur

effektiven Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt

Schädlingsbekämpfung ist Vertrauenssache. Jürgen

Plümper verfügt über eine qualifizierte Ausbildung

und langjährige Berufserfahrung

Plümper

Schädlings

Bekämpfungs

Service GmbH & Co. KG

Holthöher Str. 10

49699 Lindern

Telefon: 05957 967447

Mobil: 0151 64313825

Fax: 05957 967056

Email: info@pl-sbs.de

24h Service

365 Tage im Jahr

Nähere Informationen

auf der Homepage:

www.pl-sbs.de

... unter diesem Titel zeigen wir in unregelmäßigen Abständen

Besonderheiten, die dem Redaktionsteam vor die Linse

geraten sind.

Mainzelmännchen

An Fußgängerampeln in Bad Zwischenahn

leuchten Mainzelmännchen

Dem ein oder anderen Spaziergänger im Kurort mag es

schon positiv aufgefallen sein: Seit kurzem leuchten

an zwei der drei Fußgängerampeln (Unter den Eichen

und Georgstraße/Ecke In der Horst) nicht die üblichen roten

und grünen Ampelmännchen, sondern die prominenten

Mainzelmännchen. Es folgt noch die Ampel an der Bahnhofstraße/Ecke

Peterstraße.

Mit dieser besonderen Aktion zum Jubiläumsjahr „100 Jahre

Bad“ erinnert die Gemeinde an Wolf Gerlach, einen bekannten

und sympathischen Mitbürger Bad Zwischenahns und

ehrt seine Arbeit und sein Engagement vor Ort. Der 1928

Fotos: Gemeinde und Touristik Bad Zwischenahn

geborene Bühnenbildner, Filmarchitekt, Karikaturist, Maler,

Autor und Erfinder der Mainzelmännchen für das ZDF lebte

von 1988 bis zu seinem Tod 2012 in der Gemeinde. Im Kurpark

direkt am Meer wurde ihm zu Ehren bereits 2013 eine Mainzelmännchen-Bronzeskulptur

aufgestellt, die unter anderem

als beliebtes Fotomotiv Jung und Alt erfreut.

Dass auch die Mainzelmännchen-Ampeln die Fußgänger im

Ort zum Lächeln bringen, erhofft man sich jetzt im Rathaus –

genau wie es Wolf Gerlach mit seinen „Sprösslingen“ Anton,

Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen in den Werbepausen des

ZDF bei Millionen Zuschauern seit Jahrzehnten schafft.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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Energieberatung im Mittelstand

Die Einführung der CO2-Steuer für mittelständische Betriebe

ist in aller Munde. Grund ist das Ende 2015 in

der französischen Hauptstadt beschlossene „Pariser

Abkommen“. Ziel des Abkommens ist es, die Erderwärmung

auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen zu wollen,

um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern.

Nun sollen auch die mittelständischen Betriebe mit

einer CO2-Steuer belastet werden. Ein Gesetzesentwurf liegt

der Bundesregierung bereits vor und der Erlass eines solchen

Gesetzes ist lediglich eine Frage der Zeit. Von dieser Besteuerung

sind alle Wirtschaftszweige und Sektoren berührt.

Einige Länder und Regionen haben in der Vergangenheit

bereits CO2-Steuern eingeführt. So hat Schweden seit 1991

eine CO2-Steuer, die graduell auf 120 € pro t CO2 erhöht

wurde. Irland besteuert CO2-Emissionen nach einem ähnlichen

Schema mit 20 € pro t. Großbritannien hat seit 2001

einen steuerähnlichen Mindestpreis von 18 GBP. Demzufolge

werden alle Betriebe, die zum Wirksamwerden des Gesetzes

keinen Nachweis über den tatsächlichen CO2-Ausstoss erbringen

können, von den Behören entsprechend geschätzt/

eingestuft.

Wir, der Energieverband Nordwest, haben uns ausgiebig

mit dem Thema beschäftigt und geschaut, wie wir den

mittelständischen Unternehmen in unserer Region helfen

können. So ist die Zusammenarbeit/Koorperation mit dem

SGS TÜV Saar entstanden. Der TÜV Saar arbeitet mit seinen

Ingenieursachverständigen gemeinsam mit dem Bundesamt

für Wirtschaft und Auskunftskontrolle (BAFA) zusammen.

Zielsetzung ist es, den mittelständischen Unternehmen zu

nachhaltigen Einsparungen im Energiebereich zu verhelfen.

Eine qualifizierte Energieberatung soll kleinen und mittleren

Unternehmen Einsparpotentiale und Maßnahmen zur Verbesserung

der Energieeffizienz im Unternehmen aufzeigen.

WARUM BERATEN LASSEN?

Weil Energiesparen sich schlicht und ergreifend lohnt! Auch

für Ihr Unternehmen. Denn Energieeffizienz bedeutet für Sie

niedrigere Kosten für Strom, Wärme und Kälte, eine höhere

Wettbewerbsfähigkeit und einen wichtigen Beitrag zum

Klimaschutz, mit dem Sie Ihr Unternehmen zukunftsfähig

und nachhaltig aufstellen. Und das Beste daran ist: Energiesparen

kostet weniger, als Sie denken. In der Regel können

Sie schon mit geringen Investitionen die Energieeffizienz in

Ihrem Unternehmen deutlich erhöhen und dadurch die laufenden

Kosten senken. Die wirtschaftlichsten Maßnahmen,

um Energie einzusparen, finden Sie mit der Unterstützung

der Experten. Die Kosten für den Expertenrat müssen Sie als

mittelständisches Unternehmen nicht allein schultern: Das

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt

Sie mit attraktiven Zuschüssen.

WAS BRINGT EINE ENERGIEBRATUNG?

Bei einer Energieberatung kommt ein unabhängiger Energieeffizienz-Experte

in Ihr Unternehmen und analysiert den

Energieverbrauch. Dadurch deckt er Einsparpotenziale auf,

die ansonsten unentdeckt bleiben würden.

ALLE VORTEILE IM ÜBERBLICK:

Der Energieeffizienz-Experte

• ermittelt die Möglichkeiten, wo und wie viel Energie

Sie in Ihrem Unternehmen einsparen können,

• bewertet, wie wirtschaftlich die einzelnen

Möglichkeiten des Energiesparens sind,

• entwickelt ein Konzept, wie und wo Sie ggf.

Abwärme in Ihrem Unternehmen nutzen können,

• schlägt konkrete Maßnahmen zum Energiesparen vor,

• und berät Sie zu allen passenden Förderangeboten.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Das Förderprogramm trägt zur Erreichung der energie- und

klimapolitischen Ziele der Bundesregierung bei. Das BMWi

übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten, die für eine Energieberatung

in einem mittelständischen Unternehmen wie

dem Ihren anfallen. Die Zuschüsse beantragen wir, der Energieverband

Nordwest, beim Bundesamt für Wirtschaft und

Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wir verhelfen Ihnen zu attraktiven Fördergeldern und hierfür

sind nur einige Eckdaten maßgeblich. Die Voraussetzungen

für die Förderung durch sind Folgende:

• weniger als 250 Mitarbeiter,

• einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR oder

• eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR

Das BAFA fördert die Beratungsleistung zu 80 Prozent!

Hier ein Rechenbeispiel für ein durchgeführtes Energie-

Audit in einem Möbelhaus:

EBM Paket (Stromverbrauch > 150.000 und < 500.000 kWh/

Jahr) Analyse und Beratung inkl. Bericht nach EN 16247

und Handlungsempfehlung 5.800,00 €

Kostenpauschale einmalig

(Fahrkosten, Messwerkzeug etc.) 250,00 €

Gesamtkosten 6.050,00 €

Förderung 80% 4.840,00 €

Eigenanteil 1.210,00 €

Ergebnis:

Eine Energieeinsparung bei Strom von 370.000 kWh/Jahr

PARTNER

Die Umsetzung der vorgeschlagenen Effizienzmaßnahmen

bewirkte eine erhebliche Senkung der Energiekosten, denn

allein durch die neuerdings bedarfsgesteuerte Lichtnutzung

spart das Möbelhaus rund 7.000 Euro im Jahr ein. Zudem

zeigte der Energieberater weitere Effizienzmaßnahmen bei

Licht und Lüftung auf, die mit Zuschüssen des BMWi umgesetzt

wurden.

Aufgrund der hohen Förderung von 80 Prozent der Beratungskosten

und der Tatsache, dass wir alle administrativen

Tätigkeiten für unsere Kunden in diesem Zusammenhang

übernehmen, ist die Nachfrage derzeit hoch.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Aktueller Strompreis

Arbeitspreis

19,75 Ct./KWh Netto

Grundgebühr

11,75 €/mtl. Netto

Preisgarantie/Laufzeit 31.12.2020

Wir stehen Ihnen gerne persönlich oder

telefonisch zur Verfügung und erstellen gerne

für Sie ein Vergleichsangebot.

M.R. Nordwest GmbH

Sevelter Str. 1

49661 Cloppenburg

info@energieverband-nordwest.de

Öffnungszeiten:

Mo.−Do.: 08:30−16:30 Uhr

Fr.: 08.30−14:00 Uhr

70 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

71


Blog

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Augen auf beim Autokauf

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Zur Sicherheit bietet der ADAC eine Checkliste an

Mit dem Frühling beginnt für uns die „grüne Saison“

und damit die Außenturniere. Henry möchte Euch

jedoch dieses Mal erzählen, was sonst noch zu seinem

Job gehört. Nämlich der Verkauf von Pferden: „Mein Vater

hat schon seit vielen Jahren gute Kontakte nach Amerika,

wo die meisten unserer Kunden leben. Sie suchen immer einen

speziellen Typ Pferd, einer, der genaue Vorraussetzungen

erfüllen muss, wie etwa in der Bewegung oder beim Springen.

Zudem ist es hier sehr wichtig, dass die Pferde brav im Umgang

sind.

Mein Vater ist auf diesem speziellen Markt sehr etabliert und

ist somit auch immer auf der Suche nach solchen Pferden.

Darüberhinaus haben wir natürlich immer auch gute junge

Nachwuchspferde, die für den deutschen beziehungsweise

den europäischen Markt in Frage kommen. Auf diesem Gebiet

liegen die Schwerpunkte darauf, dass die Pferde talentiert im

Springen sind, aber auch der sogenannte TÜV des Pferdes ist

von herausragender Bedeutung. Zur Erklärung: Der TÜV ist

das Ergebnis der Untersuchung des Pferdes durch den Tierarzt,

einschließlich der Röntgenbilder und die Beurteilung seines

Allgemeinzustandes. Dies ist die Regel, auf der wir beharren.

So finden wir für jeden Kunden das beste, das passende

Pferd.“

Jetzt kommt auch Pia wieder dazu, denn „weitere Aufgaben

in unserem Job ist die Pflege der Reitanlage, also den Reitplatz

schleppen, damit der Boden eben ist. Es muss alles sauber gehalten

und die Tiere gefüttert werden - kurz: Alles was so anfällt,

gehört zu unserem Alltag dazu, schließlich sind wir nicht

immer nur schick im Reitdress unterwegs!“

Liebe Grüße von Pia und Henry

ADAC Servicestelle

Der Frühling naht und damit für viele Menschen auch die Zeit, über

ein neues Auto nachzudenken. Jedoch gibt es vor und nach dem

Kauf wichtige Aspekte zu beachten. Sie alle zu erkennen und richtig,

das heißt vorteilhaft zu handeln – dabei hilft der ADAC, wie Patrick

Bahlmann, Mitarbeiter der ADAC-Servicestelle Cloppenburg, Thuja Weg

1, im Interview betont.

Stadtmagazin: Beim Stichwort ADAC denken viele zunächst einmal

an Pannenhilfe, weniger an den Autokauf. Warum ist man bei Ihnen

dennoch auch unter diesem Aspekt an der richtigen Adresse?

Patrick Bahlmann: Ganz einfach, weil uns das Thema Auto mit all seinen

Facetten am Herzen liegt und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in vielen Themenbereichen die entsprechenden Kompetenzen besitzen.

Stadtmagazin: Das heißt, man meldet sich bei Ihnen nicht erst, wenn

man den Wagen schon gekauft hat?

Patrick Bahlmann: Richtig! Wir können nämlich vorab schon viel tun

für alle, die sich einen neuen Wagen zulegen wollen. Das bezieht sich

auf die ADAC-Autotests, die Aufschluss geben über Vor- und Nachteile

der jeweiligen Modelle. Darüber hinaus bieten wir beispielsweise eine

Preisermittlung für den Gebrauchtwagen an und haben zudem stets

unseren beliebten Muster-Kaufvertrag in petto. Natürlich müssen die

Kunden sich für das richtige Auto selbst entscheiden, doch aufgrund

des korrekten Vertragswerkes sind sie in dieser Hinsicht schon einmal

auf der sicheren Seite.

Thujaweg 1

49661 Cloppenburg

Stadtmagazin: Ihre Angebote richten sich vermutlich jedoch in erster

Linie an ADAC-Mitglieder oder..?

www.autohaus-hannoever.de

Telefon: 04473 92820

Cappelner Str. 1• 49685 Emstek

WIR BRAUCHEN DICH –

WIR BRAUCHEN SIE !

DU HAST EIN MOPED, EINEN ROLLER ODER EIN

AUTO – AUF JEDEN FALL ABER LUST, DIR ALLE ZWEI

MONATE EIN PAAR SCHEINE ZU VERDIENEN?

Dann melde Dich bitte bei uns, wir suchen zuverlässge Leute,

die das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu alle zwei Monate

in der Stadt und in den Orten umzu verteilen.

Idealerweise da, wo Du sowieso zu Hause bist. Das Ganze ist

perfekt organisiert – Du brauchst nur die Magazine abzuholen,

los zu fahren und sie bei den angegebenen Adressen

abzugeben. Und dannach bekommst Du den vorher ausgemachten,

ansehnlichen Betrag für Deine Mühen ausbezahlt.

Wenn SIE sich für diesen Job interessieren,

bitte fühlen auch Sie sich angespochen!

Wir freuen uns auf Deine/auf Ihre E-Mail:

media@das-stadtmagazin.com

Telefon: 04471 7013770

adac-cloppenburg@wem.adac.de

Öffnungszeiten:

Dienstag – Donnerstag:

09.00–17.30 Uhr

Patrick Bahlmann: Unsere Mitglieder genießen natürlich die vielen

Vorteile, die wir bieten. Doch steht unsere Tür auch allen anderen Kunden

offen, denn bestmögliche Beratung ist unsere höchste Priorität.

Daher ist eine Mitgliedschaft keine Voraussetzung, um in den Genuss

der zahlreichen Dienstleistungen aus unserem Hause zu kommen.

Stadtmagazin: Viele Menschen verlassen sich inzwischen vor allem auf

das Internet als Informationsquelle.

Patrick Bahlmann: Das ist richtig, allerdings kann das eine individuelle

und persönliche Beratung gerade bei einem komplexen Thema wie dem

Autokauf nicht ersetzen. Schließlich spielen dabei auch andere Aspekte,

wie beispielsweise die richtige Versicherung, eine wesentliche Rolle.

Wer sich von unserer Kompetenz überzeugen möchte, kann jederzeit

einfach vorbeischauen oder aber vorab einen Termin ausmachen. Gerade

in den saisonalen Spitzenzeiten lassen sich etwaige Wartezeiten auf

diese Weise vermeiden. Das verschafft uns ausreichend Zeit für die Beratung,

so dass wir schon hier vor Ort auch unsere Checkliste zum Autokauf

durchgehen können. Punkt für Punkt, damit nichts vergessen wird.

Stadtmagazin: Herr Bahlmann, wir danken Ihnen für das Gespräch

und sind davon überzeugt, dass Ihre Beratung zahlreiche Vorteile beim

Autokauf verschafft.

72

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige Blog

1

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

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Foto: djd-mk/PYROBIKES/J. Fischer/J. Jäger

reportage

Pas n

Während Erwachsene ihre Räder

meist über viele Jahre nutzen, wird

bei Kindern regelmäßig ein neues Modell

fällig. Es sollte sicher und robust

sein – vor allem aber muss es passen.

Neben der Größe spielt auch ein

niedriges Gewicht eine wichge Rolle.

Unter www.pyrobikes.de stehen Infos

zu Rädern und ein bundesweites

Fachhändlerverzeichnis bereit.

Frühjahrsmüdigkeit:

Das große Gähnen

reportage

Achim Goldenstein, Regionalgeschäftsführer

der BARMER, Cloppenburg

Hintergrundgrafik: Gey

Bestens geschützt

Neben einem guten Schloss empfiehlt es sich, zusätzlich

eine Fahrraddiebstahlversicherung abzuschließen, wie sie

beispielsweise die DEVK anbietet – als Zusatzbaustein zur

normalen Hausratversicherung. Damit ist das Rad auch

versichert, wenn es etwa vor einem Geschä, Schwimmbad

oder im Park geklaut wird. Ausführliche Informaonen

gibt es unter www.devk.de.

Tourenplaner

Ob für den Weg zum

Bäcker oder zum Supermarkt

– für die Erledigung

alltäglicher Dinge wird

gerne das Fahrrad als

Transportmiel gewählt.

Praksche Einkaufshilfe:

Die geräumigen Texlkörbe

lassen sich dank des speziellen

Adaptersystems schnell am

Rad befesgen und mit einem Griff

wieder ab- und mitnehmen:

www.klickfix.com.

Foto: djd-mk/Hypervital/Gey

Foto: djd-mk/www.klickfix.de

Fröhliches Vogelgezwitscher, zarte

Blütenknospen, niedliche Tierjunge

– während die Natur aus dem

Winterschlaf erwacht, macht sich bei

vielen Menschen eine große Müdigkeit

breit. Auch wenn es keine Statistiken

gibt, ist bekannt, dass ein Großteil

der Deutschen unter dem Wechsel

von Winter auf Frühjahr leidet. Warum

das so ist und was dagegen hilft,

weiß Achim Goldenstein, Regionalgeschäftsführer

der BARMER in Cloppenburg.

Warum macht der Frühlingsanfang

vielen Menschen so zu schaffen?

Achim Goldenstein: Der Hauptgrund

ist sicherlich die Umstellung unseres

Körpers auf die neue Wetterlage. Während

des Winters ist die menschliche

Kerntemperatur etwas niedriger als

im Sommer. Wenn es im Frühjahr wieder

wärmer wird, ist das zunächst eine

Belastung für den Körper, weil sich die

Blutgefäße weiten und der Blutdruck

sinkt. Außerdem spielen häufig die

Hormone verrückt. Während einerseits

die Sonnenstrahlen die Produktion des

„Glückshormons“ Serotonin anregen,

ist andererseits noch jede Menge des

„Schlafhormons“ Melatonin im Körper

vorhanden. Beides muss erst wieder in

Balance kommen.

nisse angepasst. Bei unbeständigem

Frühlingswetter, bei dem es zu mehreren

Warm-Kalt-Phasen kommt, kann

die Frühjahrsmüdigkeit allerdings auch

mehrfach auftreten. Vorsicht ist jedoch

bei Dauer- Erschöpfung geboten. Hier

sollte ein Arzt andere körperliche und

seelische Ursachen ausschließen.

Wer ist von der Frühjahrsmüdigkeit

besonders betroffen?

Achim Goldenstein: Frauen scheinen

unter der jahreszeitlichen Umstellung

mehr zu leiden als Männer. Tendenziell

kämpfen auch eher ältere Menschen

und Jugendliche mit dem großen Gähnen

als Kinder.

Was hilft gegen das große Gähnen?

Achim Goldenstein: Natürlich sollte

man auf ausreichend Schlaf achten.

Gleichzeitig braucht der Körper gerade

jetzt ausreichend Bewegung, viel

Tageslicht und eine ausgewogene,

vitaminreiche Ernährung. Darüber

hinaus helfen Wechselduschen und

Bürstenmassagen, den Kreislauf in

Schwung zu bringen.

Ein entscheidender Faktor für die

bekannten „Frühlingsgefühle“ ist das

Licht. Sonnenlicht ist Lebenskraft und

ein natürliches Aufputschmittel, mit

dem Sie Ihr Immunsystem stärken

und Erkältungen vorbeugen können.

Mit dem Frühling sind die dunklen

Tage vorbei und es bleibt endlich

wieder länger hell. Durch die erhöhte

Dosis an Sonnenlicht produziert die

Zirbeldrüse im Gehirn eine geringere

Menge des Schlafhormons Melatonin.

Gleichzeitig steigt die Konzentration

der Glückshormone Serotonin und

Dopamin im Körper an. Wir fühlen uns

insgesamt wacher, aktiver – und haben

bessere Laune.

Die Radregion an Kocher, Jagst

Ist das große Gähnen das einzige

und Neckar bietet Akvurlaubern

Symptom?

eine sehr gute Rad-

Achim Goldenstein: Nein, die Palette

infrastruktur mit über 60

reicht von allgemeiner Ermattung und

durchgängig beschilderten

Lustlosigkeit über Kreislaufbeschwerden

und Schwindelgefühl bis hin zu

Touren. Zu jeder Tour gibt

es umfassende Tourenbooklets

zum Ausdrucken

starken Stimmungsschwankungen.

sowie GPX-Tracks zum

Wie lange dauert dieser Zustand?

einfachen Herunterladen. Bikefitting

Achim Goldenstein: In der Regel hat

Im Radtourismusportal

Damit das Radeln nicht zur Qual wird, muss das Fahrrad

www.radfahren-bw.de werden

sich der Körper nach etwa zwei Wochen

an die veränderten Klimaverhält-

individuell und aus biomechanischer Sicht eingestellt sein.

diese detailliert vorgestellt.

Das nennt man „Bikefing“. Zur richgen Sitzposion und

Zum Service gehört außerdem ein

zum passenden Sael können spezialisierte Fachhändler

Routenplaner für die eigene Planung

beraten. Unter www.die-saelkompetenz.de gibt es ein

74 Das Stadtmagazin für Cloppenburg mit „Wunschzwischenstaonen“.

& umzu | Reportage bundesweites Verzeichnis.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

Foto: djd-mk/TouriskgemeinschaHeilbronnerLand/T. Rathay

Foto: djd-mk/DEVK/A. Rochau-stockadobe.com

Besrngsf

Auf die Räder!

S st S u vie

Fradsis .

75


eportage

Anzeige

Zoologische Handlung Mühle Wessling –

130 Jahre Familientradition

Von der Müllerei bis hin zum ZOO & Co.-Fachgeschäft

Vorsicht vor unliebsamen Begleitern

Immer für die Kunden da: Seit 130

Jahren bietet die Mühle Wessling

ganz im Sinne der Familientradtion

hochwertige Waren und guten

Service an.

Angefangen hat alles mit Gottfried

Wessling, der 1889 die Windmühle

gründete. Per Pferdewagen wurde

das Getreide der Bauern aus der

Region noch zum Mahlen zur

Mühle gebracht. Doch es blieb nicht

nur bei der Müllerei. Der gelernte

Tischler Gottfried expandierte einige

Jahre später mit einem Sägewerk.

Es folgten eine Schwarzbrotbäckerei

und eine Landwirtschaft.

Um die Jahrhundertwende zog

die Großfamilie Wessling in das neu

gebaute Wohnhaus an der Osterstraße

ein. Das Haus ist vermutlich das erste

in Cloppenburg mit einer ganz besonders

neuen Technik: einer Zentralheizung

und elektrischem Strom, der um

1915 – bedingt durch den Generator

des Sägewerks – zur Verfügung stand.

Zuvor hatte Gottfried 1911 eine Mühle

in Betrieb genommen, die zuerst

mit Diesel und später mit Kraftstrom

betrieben wurde. Doch die Windmühle

hatte noch nicht ausgedient. Während

der Kriegsjahre (1914 bis 1918) wollte

die Familie auf die Windkraft nicht

ganz verzichten.

Bis in die 1970er Jahre wurde in der

Mühle Wessling Getreide gemahlen.

Danach folgte die Umstrukturierung

vom reinen Landhandel hin

zum zoologischen Fachgeschäft. Der

Geschäftsführer der Mühle Wessling,

Hendrik Kötter, führt heute in der nunmehr

5. Generation die Geschäftstradition

seines Urgroßvaters Gottfried fort:

Mit Herzblut die Wünsche der Kunden

nach Möglichkeit erfüllen!

Tierfreunde können nach dem Umbau

des Geschäftsbereichs 2007 in der

MühleWessling nun auf 600 Quadratmetern

Verkaufsfläche alles finden,

was das Herz begehrt.

Von Zecken gehen Gefahren für Mensch und Tier aus

In etwa jedem dritten Haushalt in

Deutschland lebt ein Haustier, am

beliebtesten sind bekanntlich Katzen

und Hunde. Doch mit Ihnen halten

oftmals auch unliebsame Begleiter wie

Zecken Einzug ins Haus. Nach Streifzügen

durch die Natur bringen die Tiere

im dichten Fell häufig gleich mehrere

der kleinen Krabbelwesen mit. Haben

Zecken eine geeignete Stelle gefunden,

beginnt der Saugvorgang. Die

Parasiten schaffen mit ihren Mundwerkzeugen

eine Wunde, reißen Gewebe

auf und saugen Blut. So gelangt

Zeckenspeichel in den Blutkreislauf

des Opfers - und der kann Viren, Bakterien

und andere Krankheitserreger

enthalten. Zecken gibt es im Übrigen

nicht nur im Sommer, denn schon ab

sechs Grad Außentemperatur machen

sich die Parasiten auf die Suche nach

der nächsten Blutmahlzeit.

Zecken machen Haustiere

und Halter krank

Zecken übertragen auf Haustiere

ernsthafte Krankheitserreger, etwa

die der Borreliose, der Babesiose,

auch Hundemalaria genannt, der

Nach Streifzügen durch die Natur bringen

Haustiere im dichten Fell häufig

gleich mehrere Zecken mit nach Hause.

Anaplasmose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis

(FSME). Fieber,

Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust,

Gelenkentzündungen, Lahmheit und

schlimmstenfalls epileptische Anfälle

können die Folgen für den Vierbeiner

sein. Mehr Infos gibt es unter www.

frontline.de. Doch auch für den Menschen

sind Lyme-Borreliose und FSME

gefährliche Infektionskrankheiten.

Gegen die FSME gibt es eine Impfung,

gegen die Lyme-Borreliose kann man

sich nur schützen, indem man Zeckenstichen

vorbeugt. Die Symptome einer

Lyme-Borreliose für Menschen sind

ernsthaft und unangenehm: Es kann

sich anfühlen wie ein grippaler Infekt,

die Muskeln und Gelenke schmerzen.

Anfangs fällt häufig ein roter Ausschlag

auf. Müdigkeit, Kopfschmerzen,

Fieber, Schwindel, Übelkeit, Sehbeschwerden

sind noch die harmloseren

Symptome. Selbst Jahre nach der Ansteckung

kann sich die Infektion mit

Gelenkentzündungen und Nervenkrankheiten

bemerkbar machen.

Vorbeugen ist der beste

Schutz

Tierbesitzer sollten sich in der Apotheke

über den Zeckenschutz für sich

und ihre Vierbeiner beraten lassen. Für

einen optimalen Schutz sollte man mit

einer Behandlung frühzeitig beginnen

und sie regelmäßig alle vier Wochen

bis in den Herbst hinein auffrischen.

(djd)

Die alte Mühle um 1900

ZOO & Co. Mühle Wessling

Osterstraße 86

49661 Cloppenburg

Telefon: 0 44 71/22 35

www.muehle-wessling.de

gottfried.wessling@ewetel.net

Um 1900: Das neu gebaute Wohnhaus an der Osterstraße

Die Wessling Sisters – in der Mitte Elisabeth Wessling (94)

76 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

77


Veranstaltungen

Veranstaltungen

Mai

01. Mai 2019

maipark 2019 – Konzert mit

der Band KUULT

15:00 Uhr

Stadtpark Cloppenburg

05. Mai 2019

Auftaktfahrt zum Stadtradeln.

Radtour mit dem ADFC Cloppenburg

durch das Cloppenburger

Umland und der neuen Eröffnung

des Radweges an der Werner-

Baumbach-Straße

11:00 Uhr

Eingang vorm Alten Rathaus

05. Mai 2019

Eisenstadt Friesoythe – Rundgang

durch die Stadt auf den

Spuren ihrer wechselvollen

700-jährigen Geschichte der

Eisengewinnung und des

Schmiedehandwerks

(Dauer: 1,5 Stunden)

14:30 Uhr

Parkplatz hinter dem neuen

Rathaus am Stadtpark,

Tecklenburger Straße, Friesoythe

Fußball – 2. Frauen-Bundesliga

Zord: BV Cloppenburg –

FF USV Jena

11:00 Uhr

M&P-Arena, Friesoyther Straße

07. Mai 2019

Der alternative Stammtisch.

Wozu ist Europa gut?

Mit Dr. Franziska Zumbrägel,

Alexander Rolfes und

Dr. Martin Feltes

19:30–22:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

08. Mai 2019

Waldbaden - Shinrin Yoku

mit Antonius Bösterling

Zweiter Termin: 05. Juni 2019

17:00 Uhr

VHS Cloppenburg

09. Mai 2019

Informationsveranstaltung zur

Reise "Irland – geführte

Motorradreise" mit Roger

Förster (30.07. – 10.08.2019)

19:00 Uhr

VHS Cloppenburg

10. Mai 2019

Sherlock Holmes. Lesung mit

Live-Musik und begleitenden

Bildern. Referenten:

Theater ex libris

19:00–22:00 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

11. Mai 2019

Hobbymarkt

Großer Floh- und Trödelmarkt

Jeden 2. Samstag im Monat

08:00–14:00 Uhr

Münsterlandhalle

Repair-Café Cloppenburg

«Selbsthilfewerkstatt» zur

Reparatur defekter

Gebrauchsgegenstände

Jeden 2. Samstag im Monat

14:00–17:00 Uhr

Schwedenheim

"Low Waste und

Leftovermanagement"

Warum Kreativität gut fürs

Klima ist. Kochen und

essen mit Luka Lübke

14:00–19:00 Uhr

VHS Cloppenburg

13. Mai 2019

Bürgersprechstunde der

Polizeiinspektion Cloppenburg /

Vechta mit Johannes Kalvelage,

Wadim Sartison und Andreas

Schlegel (auch auf Russisch)

Weitere Termine:

27. Mai, 24.Juni, 08 Juli 2019

16:00–18:30 Uhr

Polizeiinspektion

Cloppenburg /Vechta

14. Mai 2019

Lust auf Wanderluft. Tag des

Wanderns mit Besuch eines

versteckt liegenden Kirchplatzes.

Lunchpaket mitnehmen

(Dauer 3,5 Stunden, 10 km)

13:00 Uhr

Aktionsplatz Thülsfelder

Talsperre, Zum Strand, Garrel-

Petersfeld, B 72 Abfahrt TT-Süd

15. Mai 2019

Fahrt nach Barßel mit Bootsfahrt,

Beobachtung von Fischreihern

und Störchen, Kaffee und Kuchen

13:30 Uhr

Cloppenburg, Marktplatz

16. Mai 2019

Visitengärten erwachen.

Radtour mit Vortrag über

individuelle Gartengestaltung

und Entspannung

(Lunchpaket mitnehmen,

Dauer 6 Stunden, 45 km)

10:00 Uhr

Parkplatz Museumsdorf am

Verwaltungsgebäude

Kulturbahnhof Theatersaal

Der seltsame Fall des

Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Von R. Louis Stevenson

03. Mai 2019

19:30 Uhr

09. Mai 2019

18:30 Uhr

Suzanne von Borsody

liest Frida Kahlo

09. Mai 2019

20:15 Uhr

09. Juni 2019

20:15 Uhr

Chapeau Manouche – Konzert

10. Mai 2019

21:00 Uhr

Krach in Chiozza – Theater

16. Mai 2019

19:30 Uhr

19. Mai 2019

17:00 Uhr

21. Mai 2019

19:30 Uhr

Kultursommer Cloppenburg:

Die Nordsee. Ein Musikabend

nach Heinrich Heine von Sascha

Bunge und Stefan Faupel.

Uraufführung der Landesbühne

Niedersachsen Nord,

Wilhelmshaven

12. Juni 2019

20:15 Uhr

Kulturbahnhof Kneipe

Hardrock Night mit STAY

HUNGRY supported by XPOSE

15. Juni 2019

21:00 Uhr

Jugendparlaments-Sitzung

im historischen Ratssaal

Zweiter Termin 13. Juni 2019

18:00 Uhr

Rathaus

Feuerwehrmann Sam rettet

den Zirkus, Familienshow

15:00 Uhr

Stadthalle

Handwerk Erleben

Bäckerei ab 10:00 Uhr

05./12./19./26. Mai 2019

09./10./16./23,/30.Juni 2019

Töpferei ab 13:00 Uhr

05./12./19./26.Mai 2019

09./10./16./23,/30.Juni 2019

Eine Mühle ab 10:00 Uhr

12. Mai 2019 und 23. Juni 2019

Spinnstube ab 12:00 Uhr

05.Mai 2019

Schmiede ab 12:00 Uhr

19. Mai 2019 und 16. Juni 2019

Mitmach-Angebot für Kinder

Beginn immer ab 14:00 Uhr

Brotbacken im Backhaus

Wehlburg

05./26. Mai 2019

16./23./30. Juni 2019

Schule früher

12. Mai 2019

Buttern im Quatmannshof

19. Mai 2019

Wir machen blau... in der

museumspädagogischen

Werkstatt beim Quatmannshof

19. Mai 2019

Eine kleine Reise in die

Vergangenheit

23. Juni 2019

Puppenbühne

Heyderhoffmann

Kaspers lustige Abenteuer

05. Mai 2019 und 16. Juni 2019

18. Mai 2019

Wollgrasblüte. Wanderung durch

das Moor zur reizvollsten Zeit des

Jahres (Dauer 2,5 Stunden)

14:30 Uhr

Wanderparkplatz

Moorlehrpfad an der

Straße zwischen Molbergen

und Peheim, km 10,8,

Falkenfelder Str.

19. Mai 2019

Rennrad-Klassiker Ausfahrt.

Geführte Fahrradtour über

Molbergen, Dwergte an die

Thülsfelder Talsperre

bis zum Cloppenburger

Stadtpark (45 km), optional

2. Tour über Cappeln

und Elsten (20 km)

10:00 Uhr

Pingel-Anton-Platz, Parkplatz

21. Mai 2019

Aller Ursprung. Radtour von

der Quelle der Soeste bis zur

Thülsfelder Talsperre, ursprünglich

eine Lebensader, heute

Erholungsgebiet und Naturparadies

(Lunchpaket mitnehmen,

Dauer 6 Stunden, 45 km)

10:00 Uhr

Parkplatz am Rathaus

23. Mai 2019

Auf den Spuren der Kleinbahn

Vechta – Cloppenburg, Teil II.

70 km Radtour entlang der alten

Trassenführung, Erläuterungen

über die Lebensweise der

Menschen an der Bahnstrecke

(Lunchpaket mitnehmen,

Dauer 9 Stunden, 70 km)

09:30 Uhr

"Buntes i" am Marktplatz

25. Mai 2019

3.Cloppenburger Heldensamstag.

10:00–16:00 Uhr

ab 18:00 Uhr Dankeschön-Party

Bildungswerk

30. Mai – 02. Juni 2019

Gartenpartie im Museumsdorf

Motto: Vom Nützlichen zum

Schönen.

09:00–18:00 Uhr

Museumsdorf

31. Mai bis 03. Juni 2019

Juni-Marktes

Marktplatz

Lesezeit für Lesezwerge, für Mütter

und Väter mit Kleinkindern

ab 1 Jahr.* Sei kein Frosch

und küss mich!

08. Mai 2019

So müde und hellwach.

05. /06/ und 07. Juni 2019

Vorlesezeit für Kinder ab 4 Jahren

Tafiti - Heute bin ich du!

15. Mai 2019

Die allerbeste Prinzessin.

14. Juni 2019

Bilderbuchkino für

Kindergartenkinder

Der Regenbogenfisch entdeckt

die Tiefsee.

15. Mai 2019

Schnabbeldiplapp –

Ein wasserscheues Bilderbuch

über das Schwimmenlernen.

19. Juni 2019

Aktionsnachmittag für

Grundschulkinder

Beast Quest

22. Mai 2019

Die Krumpflinge - Ein

Freund wie Egon.

26. Juni 2019

Ein Abend für Erwachsene

Wie nähe ich eine Tasche für die

Toniebox?

09. Mai 2019

19:30 *

Beginn immer um 16:00 Uhr

*Wir bitten um telefonische Anmeldung

78 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen

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Veranstaltungen

Caravaning

Reportage reportage

Juni

01. Juni 2019

1. Cloppenburger Tattoo-Event

12:30 Uhr

02. Juni 2019

12:00 Uhr

Stadthalle

02. Juni 2019

Mit Sagen und Geschichten

durch Friesoythe. Familien

führung mit Geschichten über

einen gefährlichen Wasserhund

und warum der Teufel die Stadt

meidet (Dauer 1,5 Stunden)

12:30 Uhr

Parkplatz hinter dem neuen

Rathaus am Stadtpark

07. Juni 2019

Aufstellen des Pfingstbaumes

mit Musik und Bewirtung

auf dem Bernay-Platz

19:00 Uhr

Bernay-Platz

12. Juni 2019

Fahrt zum "Kräuterhof Rosen"

in Geeste mit Führung

durch den Kräutergarten

und Kaffee und Kuchen

13:00 Uhr

Cloppenburg, Marktplatz

13. Juni 2019

Alles Käse oder was?

Radtour zum Gut Altenoythe

mit Besichtigung der Käserei

(Dauer 6 Stunden, 40 km)

10:00 Uhr

Parkplatz am Rathaus,

Hauptstraße 5, Garrel

STADTRADELN Preisverleihung

am "Radfeiertag" mit allen

Teilnehmenden an der Aktion

15:00 Uhr

Stadtmitte, LzO-Vorplatz

"Bin im Garten" Ein Jahr wachsen

und wachsen lassen. Lesung mit

der Autorin Meike Winnemuth

19:00 Uhr

Museumsdorf, Quatmannshof

16. Juni 2019

Die Stapelfelder Gärten erleben.

Sonntags-Matinee im Garten

mit Antonius Bösterling

11:00 –12:30 Uhr

Kath. Akademie Stapelfeld

18. Juni 2019

Stuhlkunst "Nimm Platz –

und Einfach Mensch sein"

Ausstellungseröffnung des

Caritas Vereins Altenoythe e.V.

KunstBurg

16:00 Uhr

Landkreis Cloppenburg

19. – 23. Juni 2019

Cloppenburger Reitertage.

Nationale und internationale

Spitzenreiter, Springen und

Dressur bis S-Klasse,

Weser-Ems Meisterschaft

08:00–21:00 Uhr

Reithalle, Garreler Weg

20. Juni 2019

50 Jahre weltweite Lesben- und

Schwulenbewegung – was bedeutet

das in Cloppenburg?

Podiumsdiskussion zum diesjährigen

Christopher-Street-Day

(CSD) in Cloppenburg

19:30 Uhr

VHS Cloppenburg

22. Juni 2019

Grillsaucen-Workshop mit

Aromen-Anarchistin Luka Lübke

14:00–19:00 Uhr

VHS Cloppenburg

(Dauer 5 Stunden, 20 km)

14:00 Uhr

Wanderparkplatz Süd,

Drei-Brücken-Weg, Garrel-

Petersfeld, B 72, Abfahrt TT-Süd

30. Juni 2019

Literarischer Landgang.

Beobachtungen im

Oldenburger Land. Lesung

von Mirco Bonné, Stipendiat

des Literaturbüros Oldenburg

14:30 Uhr

Museumsdorf Cloppenburg

13.Mai 2019

Essbare Wildkräuter –

ein spannendes Thema

19:30 Uhr

Am 13. Mai 2019 wird der

Heilpraktiker und

Buchautor Karl-Heinz Peper

zu einer Lesung aus seinem

aktuellen Buch im

„Restaurant Bürgerklause“

in Garrel anwesend sein.

Dazu werden kulinarische

Köstlichkeiten vom

Küchenchef der „Bürgerklause“

Rainer Tapken gereicht, so dass

man sich schon heute auf

einen feinschmeckenden und

wildwürzigen Abend freuen kann.

Anmeldungen zur Teilnahme

werden gerne und direkt in

der Bürgerklause

entgegengenommen:

04474 8092

Restaurant Bürgerklause,

Hauptstraße 8, Garrel

Individuelle Freiheit im Rhythmus der eigenen

Vorstellungen – Caravaning trifft den Nerv der Zeit

Die Urlaubsform im „eigenen Haus auf vier Rädern“ begeistert

mit Individualität, Naturnähe und modernen

Fahrzeugen Caravaning steht für selbst bestimmtes

und unabhängiges Reisen und bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.

Damit kommt der Urlaub im „eigenen Haus

auf vier Rädern“ dem Wunsch von immer mehr Urlaubern

nach Freiheit und Individualität nach.

Warteschlangen an Check-in und Sicherheitskontrolle am

Flughafen, das immer gleiche Unterhaltungsprogramm und

frühstücken nur zu vorgegebenen Zeiten – Reisemobilisten

und Caravanern sind solche Urlaubserfahrungen fremd. Dafür

verreisen sie jederzeit spontan, machen dort Halt, wo

es für sie am schönsten ist, fahren bei schlechtem Wetter

einfach weiter, treiben dabei aktiv Sport wie beispielsweise

Wandern, Radfahren oder Wassersport und widmen sich

Kultur und Sightseeing so ausgiebig wie sie möchten – Reisemobile

und Caravans ermöglichen zahlreiche Arten der

Freizeitgestaltung. Und auch, wer nur ausspannen möchte

kommt auf seine Kosten, denn Caravaning bedeutet gleichzeitig

„entschleunigtes Reisen“.

Zudem bieten viele Campingplätze umfangreiche Wellness-

und Entspannungsangebote. Das entspricht dem

Wunsch von immer mehr Menschen nach Individualität und

Selbstbestimmung und trifft den Nerv der Zeit. Ein Blick in

die sozialen Medien, wo vor allem junge Menschen unter

#vanlife ihre Urlaubserlebnisse mit dem Kastenwagen teilen,

zeigt, wie angesagt und cool Caravaning derzeit ist. „Caravaning

hat einen positiven Imagewandel erfahren und ist als

attraktive Urlaubsoption überall in der Gesellschaft angekommen“,

sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des

Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD).

Das geänderte Konsumverhalten und die große Vielfältigkeit

sind nur zwei der Gründe, warum sich immer mehr Menschen

für Caravaning begeistern. Ein weiterer ist das in den

letzten Jahren erstarkte Interesse am Entdecken und Erleben

der Natur. Der Outdoor-Trend ist kaum verwunderlich angesichts

der voranschreitenden Urbanisierung. Solche Umstände

schränken ein, doch raus in die Natur und ein kleines

Abenteuer erleben sind probate Mittel, um diesen Zwängen

zu entgehen. „Caravaning und Naturerlebnis passen perfekt

zusammen. Dabei muss man auf nichts verzichten, denn

man hat sein Zuhause immer dabei“, das weiß man als bekennender

Anhänger des Caravaning und schätzt diese

Optionen sehr.

Die Caravan-Hersteller reagieren auf diese Ansprüche

und bieten eine breite Palette von kompakten, praktischen

Fahrzeugen an bis hin zu großen Luxusmobilen, so dass jeder

Käufertyp das perfekte Modell findet. Dazu passt, dass

sich Qualität und Ausstattung der Fahrzeuge stetig weiter

entwickeln. So lässt sich mit platzsparenden LED-Leuchten

eine angenehme Atmosphäre im Fahrzeug erzeugen, Flachbildschirme

können leicht in den Innenraum integriert werden

und moderne Audiosystemen erzeugen selbst mit kleinen

Lautsprechern den perfekten Klang. Die Verwendung

moderner Materialien und nützlicher elektronischer Tools

erhöhen ebenfalls den Komfort und erleichtern zudem die

Bedienbarkeit. Rückfahrkameras für Reisemobile und Rangiersysteme

für Caravans, die das Einparken erleichtern, sind

nur ein Beispiel der vielen technischen Erleichterungen. Die

fortschreitende Konnektivität der Fahrzeuge ermöglicht digitale

Füllstandanzeigen von Wassertank und Co. sowie die

zentrale Steuerung von Heizung, Klimaanlage und Warmwasser

– natürlich auch per Smartphone, denn die Hersteller

nehmen die Kundenwünsche wahr und entwickeln daraus

stetig neue, ausgefeilte Techniken und Produkte. Auch deshalb

gewinnt das Caravaning-Metier immer mehr Neueinsteiger,

zumal Online-Angebote und Apps darüber hinaus

die Reiseplanung erleichtern, inklusive der Campingplatzsuche

und allem, was dazu gehört.

Besonders stark wächst das Segment der ausgebauten Kastenwagen.

Bei vollwertiger Ausstattung sind die Abmessungen

dieser Fahrzeuge dennoch kompakt. Damit sprechen die

Hersteller unter anderem Käufer an, die Einstiegsmodelle suchen,

denn nicht selten werden Caravans von jungen Familien

erworben. Aber auch die Vermietung von Freizeitfahrzeugen

boomt. Das flexible, unverbindliche Angebot wird gerne

von Neueinsteigern genutzt, denn Caravaning ist so attraktiv

wie nie zuvor. Zu Recht, denn die persönliche Freiheit kann

man nicht hoch genug bewerten.

CIVD/usch

15. Juni 2019

Radfestival – 100 Jahre Kalkhoff

13:00 Uhr

Innenstadt

27. Juni 2019

Pottkieker-Schlemmertour.

Geführte Radtour mit Geschichten

in der wunderschönen

Natur an der Thülsfelder Talsperre

und Genuss der regionalen

Küche bei kleinen Einkehrstopps

Wir übernehmen keine Verantwortung für die Korrektheit der

angegebenen Termine. Diese stammen aus folgenden Quellen:

www.cloppenburg.de • www.kulturbahnhof-cloppenburg.de •

VHS • www.museumsdorf.de • www.buecherei-cloppenburg.de

Akademie Stapelfeld • Bildungswerk

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www.cloppenburg.de • www.kulturbahnhof-cloppenburg.de •

VHS • www.museumsdorf.de • www.buecherei-cloppenburg.de

Akademie Stapelfeld • Bildungswerk

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Sigrid Lünnemann, Karin Niemöller, Archiv Klaus Deux, Archiv

Derby Cycle Werke, Archiv Museumsdorf Cloppenburg, Michaela

Mense, Fotostudio Scheiwe Augustfehn, Lea Weigel, Elfriede

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Mühle Wessling, Karl-Heinz Peper Fotos und Illustration, Privatarchiv

Bernd Kessens, Park der Gärten Bad Zwischenahn, Museumsdorf

Cloppenburg, Michael Stephan, Eckhard Albrecht, djd/

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