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hotelstyle

hotelstyle - gehobene Hotellerie und Gastronomie - F&B - Food - Beverage - Hotelarchitektur - Kultur - Branchentipps - Hotels - Koch - Köche - Gastronom

hotelstyle Heft 2A – Mai/Juni 2019

& gastro

DAS FACHMAGAZIN FÜR DIE GEHOBENE HOTELLERIE UND GASTRONOMIE

HEFT 2A | € 13 | ERSCHEINUNGSORT PERCHTOLDSDORF, VERLAGSPOSTAMT 2380 PERCHTOLDSDORF, P. b. b. 02Z033056

„Nachhaltiges Bauen

ist zwar nicht billiger,

aber auch nicht teurer“

„Als Koch bin ich gefühlt fünf

Kilometer vom Gast entfernt“

magdas Geschäftsführer Michael Kleinbichler, S.42

Roman Rosmanith, S. 74


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Ob Bar, Gewerbe- oder Showküche. Von modernster Klima-, Kälte- und Großküchen-Technik bis hin zum Weinschrank nach Maß:

Unsere technologischen Lösungen sehen wirklich bombe aus und verändern das Arbeiten maßgeblich. Die Planung ist innovativ und

individuell. Der Einbau läuft sauber, präzise und echt unspektakulär ab. Also Hightech, starke Special Effects, aber halt ohne das Drama.

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Editorial

Reden wir!

Ein altes Sprichwort besagt: „Tue Gutes und

sprich darüber!“ Wir haben uns deshalb für Sie in

der Branche umgesehen und viel Gutes entdeckt,

das wir Ihnen diesmal vorstellen möchten.

Wie immer lohnt sich hier auch ein Blick nach Südtirol:

Im Gloriette Guesthouse nahe Bozen und auch im Hotel

Arosea bei Meran verbinden sich naturbelassene

Landschaft und eindrucksvolles Design wie selbstverständlich

zu harmonischen Urlaubsdestinationen. Auch

der heimische Tourismus hat längst den Wert unserer

Land(Wirt)schaft erkannt und setzt diese entsprechend

in Szene. Im Hotel Ifen im Kleinwalsertal serviert Sternekoch

Sascha Kemmerer heimische Produkte in den drei

neu gestalteten Restaurants mit Blick auf die Bergwelt.

Die Natur, die Landwirtschaft und der Genuss ihrer Produkte

werden hier – eingerahmt von stilvollem Design

– zum Gesamterlebnis.

Welche Rahmenbedingungen Erlebnis, Entertainment

und Event brauchen, um sich im heiß umkämpften

MICE-Segment als USP einer Destination durchzusetzen,

wollten wir genauer wissen und sprachen dazu mit

Paul Rittenauer, Initiator des Panoramaraums in Wien,

und mit Paul Peters, Complex General Manager der

beiden großen Eventhotels The Westin und Sheraton

in München. Und auch Mag. Ulrike Rauch-Keschmann,

Sektionschefin für Tourismus und Regionalpolitik, durften

wir für diese Ausgabe einige Fragen stellen und

erfahren, welche Weichen künftig für den heimischen

Tourismus gestellt werden. Nachhaltigkeit, Digitalisierung

und Unterstützung für kleinere, familiengeführte

Unternehmen sind hier die großen Themen des Plan T.

Außerdem haben wir mit den Planern der magdas Küche

in Wien über nachhaltige und auch für die Mitarbeiter

klimafreundliche (Groß-)Küchen gesprochen, Interviews

zur internationalen Braukunst und zur Besonderheit des

BBQ geführt, viel Wissenswertes über Hotelsoftware

erfahren und spannende Produktinnovationen für Sie

zusammengestellt. Es tut sich viel Gutes in unserer Hotel-

und Gastroszene. Reden wir darüber!

Viel Freude beim Lesen unserer aktuellen

Ausgabe wünschen Ihnen

Heidrun Schwinger, Beatrice Laser

und das gesamte hotelstyle & gastro-Team

www.hotelstyle.at

Coverbild:

Fotolia © Zamurovic


Inhalt

hotel style

Magazin 05

Aktuelles aus der Branche

Entertainment & Events 14

Genuss umrahmt 22

Travel Charme Ifen Hotel

Zitate aus Mailand 26

Peck - CityLife

Design und Natur 28

Arosea Life Balance Hotel****s

Ein Hotel auf Zeitreise 32

Gloriette Guesthouse

Es ist, was es ist 38

ibis Styles Wien Messe Prater

Großküche mit Mehrwert 42

magdas Küche

Schauraum 46

f&b style

Öko-Ideen 68

Roman Rosmanith 74

Grillen, was macht den Unterschied?

Sascha Kemmerer 76

Sterne, Hauben und Gabeln

Christain Helfrich 78

Qualität schmeckt man

René Frank 80

Dessert-Menü in sechs Gängen

Beverage 83

Bier 86

Bücher 90

22

26 38

32

74

80

Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber: Laser Verlag GmbH, Hochstraße 103, A-2380 Perchtoldsdorf, T +43 (0)1 869 58 29, F DW 20, | www.hotelstyle.at

Chefredaktion: Ing. Walter Laser (wl) ( walter.laser@laserverlag.at ) Redaktion: Mag. Heidrun Schwinger (hs) (heidrun.schwinger@laserverlag.at ), Silvia Laser ( silvia.laser@laserverlag.at ), Beatrice Laser (bl)

Geschäftsleitung: Silvia Laser ,

Mediaservice: Silvia Laser ( silvia.laser@laserverlag.at ), Susanne Poddemski (susanne.poddemski@laserverlag.at), Sandra Laser (sandra.lasert@laserverlag.at), Nicolas Paga (nicolas.paga@laserverlag.at)

Grafik: Andreas Laser | Web: Michaela Strutzenberger (ms) Druck: Bauer Medien Produktions- & Handels- GmbH

Die Redaktion haftet nicht für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos. Berichte, die nicht von einem Mitglied der Redaktion gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit ++ gekennzeichnete Beiträge und Fotos sind entgeltliche Einschaltungen.

Abonnements: Jahresabonnement (6 Hefte): € 86,- / Ausland: € 106,-; (Das Abonnement verlängert sich automatisch, sofern nicht mind. 6 Wochen vor Erscheinen der letzten Ausgabe eine schriftliche Kündigung bei

uns einlangt.) | Einzelheftpreis: € 13 / Ausland: € 14,50

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Bankverbindung: Bawag Mödling, IBAN AT 87 1400022610710917, BIC BAWAATWW;

Bank Austria, IBAN AT 231200051524477801, BIC BKAUTWW


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Testimonials

„Es türmen sich täglich Tonnen von Papier

auf unseren Tischen. Wir werden

überflutet von Informationen aus allen

erdenklichen Kanälen. Wir müssen laufend

online sein, müssen posten und

Emojis senden, liken und teilen.

Oft ist nichts schöner, als sich einfach

zurückzuziehen und in sich zu horchen.

Trotzdem ist und bleibt Kommunikation

die entscheidende Basis des erfolgreichen

Zusammenwirkens, des inhaltlichen

Teilhabens und jeder Auseinandersetzung

zum Besseren.

Das Printmedium hotelstyle & gastro ist

eine sympathische und inhaltlich relevante

Bereicherung, um eine Szene zu vernetzen

und sich stets auf dem aktuellen

Stand der Projektentwicklung zu halten.“

Stephan Ferenczy

Inhaber & Geschäftsleitung BEHF Architects

hotelstyle & gastro – der Name ist Programm.

Meine Gattin Kerstin und ich

lesen das Magazin sehr gerne und auch

unsere Mitarbeiter lassen sich die Gelegenheit

nicht entgehen.

Neben den neuesten Trends aus der

Branche, lassen wir uns gerne von unseren

Kollegen inspirieren. Es freut uns,

dass es noch solch qualitativ hochwertige

Medien gibt.

Für uns ein Muss, hotelstyle & gastro

auch unseren Gästen zu präsentieren.

Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg,

schöne Momente und auf eine gute

Zusammenarbeit! Vielen Dank“

Hubert Wallner

vom See Restaurant Saag in

Techelsberg am Wörthersee

ROLLING PIN-Koch des Jahres 2019

„TUI Premium Reisen bieten Urlaub

auf höchstem Niveau. Für unsere Kunden

sind wir ständig auf der Suche

nach hervorragenden Destinationen

und Betrieben. Attraktive Hotels und

deren aktuellste Investitionen und Angebote

werden auch von hochwertigen

Fachmedien wie hotelstyle & gastro

aufgespürt. Das österreichische Fachmagazin

für die gehobene Hotellerie

und Gastronomie ist daher auch für

uns ein wichtiger Impulsgeber, wenn es

um Reiseangebote, Trends und Insiderwissen

geht.“

Silvia Baumgartner

TUI Austria Holding GmbH

Büroleitung im SCS Multiplex

„Als Touristik- und Lifestyle-PR-Agentur betreut uschi liebl pr

vornehmlich Kunden des gehobenen Reisesegments. Dazu gehören

neben Destinationen und Attraktionen viele namhafte Einzelhotels

sowie international renommierte Hotelketten. Für unsere

Kunden und für uns als Agentur ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit professionellen Medien-Partnern sehr wichtig. Mit

hotelstyle & gastro haben wir im Bereich der Fachmagazine einen

äußerst verlässlichen und qualitativ hochwertigen Partner gefunden,

mit dem die Zusammenarbeit zudem großen Spaß macht.

Wir bedanken uns für viele gelungene Kooperationen in den letzten

Jahren und das schöne Miteinander und freuen uns schon auf

viele gemeinsame Projekte in der Zukunft!“

Ursula Liebl-Wickstead

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Magazin

Kreative Impulse und relevante Praxistipps

Als Fachmesse für Konsumgüter zeigt

die Tendence vom 29. Juni bis 1. Juli

2019 in Frankfurt am Main wieder die

aktuellen Trends und Produkte für

das Einrichten, Dekorieren, Schenken

und Genießen sowie für Schmuck und

Fashionbedarf.

Zudem ist die Messe die Neuheitenplattform

zur Präsentation von Winter- und

Weihnachtstrends. Jede Menge spannende

und hilfreiche Vorträge finden an allen

drei Messetagen auf der Vortragsbühne der

Tendence Academy statt. Experten sprechen

zu Themen wie die Digitalisierung des

Handels, die Zukunft des Orderns, Social

Media, florale Vielfalt oder Store-Inszenierungen.

Sie präsentieren auf der Vortragsbühne

in der Halle 8.0 die besten E-Commerce-Strategien

und zeigen, wie attraktive

Sortimente zusammengestellt werden.

Fotos: Messe Frankfurt

www.tendence.messefrankfurt.com

Wettbewerb für Tourismusschüler

Seit mehr als 40 Jahren versorgt

KRÖSWANG die Gastronomie, Hotellerie

und Großküchen mit frischen und

tiefgekühlten Lebensmitteln. Von 11

Standorten werden mittlerweile 13.300

Kunden beliefert. Mit seinem Gastrocontest

setzt das Unternehmen auch Zeichen

im Bereich der Nachwuchsförderung.

Im Rahmen dieses Wettbewerbes werden

Klassen von Tourismusschulen aufgefordert,

gruppenweise ein Konzept für ein innovatives

und erfolgsversprechendes Spei-

selokal zu entwickeln. Die Teams müssen

eine Größe von mindestens vier bis maximal

sechs Personen aufweisen und im Rahmen

eines Schulprojektes ihren Ideen und

Gedanken freien Lauf lassen.

Dabei haben die Teilnehmer drei Aufgaben

zu erfüllen und die Ergebnisse zu den jeweiligen

Terminen über die Website einzureichen.

Jede dieser Aufgaben wird danach

von einer Fachjury mit Punkten bewertet

und die Zwischenstände aller teilnehmenden

Gruppen auf der Website veröffentlicht.

Beim letzten Wettbewerb konnte das

Team Peterseilhof (Tourismusschule Bad

Leonfelden) den Gesamtsieg und das Preisgeld

von 3.000 Euro erringen. Der zweite

Platz ging an das Team Das EGGstra der

Tourismusschule Krems (2.000 Euro) und

Rang drei an das Team NW-Future der Tourismusschule

Modul (1.000 Euro).

Der nächste Gastrocontest wird mit Beginn

des Schuljahres 2020/21 gestartet.

www.gastrocontest.at

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Magazin

Kultige Hotelbar

VW Bullis haben auf der ganzen Welt

Kultstatus und werden von Enthusiasten

mit viel Einsatz auf den Straßen gehalten.

Eine vollkommen andere Art der

Oldtimer-Pflege zeigen die Avani Hotels

& Resorts, eine junge und aufstrebende

Hotelmarke mit derzeit 25 Häusern.

Die Hotelgruppe setzt bei ihren Locations

in Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia,

auf den Seychellen, Sambia, Thailand, Laos,

Sri Lanka, Vietnam, Malaysia, Portugal und

in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor

allem auf lässigen Komfort und modernes

Design – und auf unkonventionelle Ideen.

Und so bietet das Avani+ Samui seinen Gästen

in Thailand einen 60er Jahre VW Bulli,

der zur kultigen Hotelbar umfunktioniert

wurde. Frei nach dem Motto „Hotelbars sind

wie Bushaltestellen Plätze, an denen sich

wildfremde Menschen begegnen“, herrscht

dort an der Sandstrand-Haltestelle lässiges

„Bacardi Feeling“. Ganz leger, barfuß oder

in Flip-Flops und ohne viel Schnickschnack

gehen die Gäste zum umfunktionierten Bus

auf einen Drink. Das Barteam reicht neben

klassischen Cocktails und Longdrinks auch

erfrischende thailändische Biere lässig aus

dem Bulli. Ein idealer Platz, um in einen

Abend zu starten, oder aber nach einem

guten Dinner zu schließen – einzigartige

Atmosphäre garantiert.

www.avanihotels.com

Umweltfreundliche Entspannung

Entspannung kann auch umweltfreundlich

gestaltet werden. Das beweist das

Thermenhotel Vier Jahreszeiten an

der Therme Loipersdorf. Es wurde als

einziges Thermenhotel in Österreich

mit dem Europäischen Umweltzeichen

ausgezeichnet.

2018 wurde das Hotel um acht neue

Gartenzimmer erweitert, wobei das In-

terieur-Design vom Innenarchitekturbüro

Derenko aus Wien umgesetzt wurde.

Die neuen Zimmer bieten nun eine

gemütliche Atmosphäre sowie dals besonderes

Highlight eine offene Schaffelbad-Wanne

aus Holz inmitten des Raums.

Früher erlebten die ersten Gäste die heilende

Wirkung des Thermalwassers in solchen

freistehenden Wannen. Bei der Gestaltung

der neuen Zimmer wurde nun auf diese Tradition

und auf ökologische Standards gesetzt

und dabei bewusst nachhaltiges Material

verwendet. Aber nicht nur die Zimmer

wurden ausgezeichnet, auch das kulinarische

Angebot hat mit seiner Qualität und

Originalität bestochen. Die Küche wurde

mit der „Grünen Haube“ gekrönt.

www.jahreszeiten.at

Fotos: Thermenhotel Vier Jahreszeiten

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DIE SENSATION

IN DER DUSCHE

Ein Thermostat für die Dusche, das in nur einem Element alle Funktionen vereint: Einstellung von Wassertemperatur

und –menge mit integriertem Schlauchanschluss. Die Bedienung ist einfach, die Armatur einzigartig. www.ixmo.de


Magazin

Plan T für Tourismus

und Nachhaltigkeit

Mit 16% Anteil am BIP geben die über 90.000 in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft

tätigen Betriebe über 700.000 Menschen direkt oder indirekt

eine Beschäftigung. Keine andere Branche ist in allen Regionen des Landes

so verwurzelt und sorgt von den Städten bis in die entlegensten Täler für

Wertschöpfung und Lebensqualität. Grund genug also sich auch politisch

mit einer gemeinsamen Strategie für diese Branche zu befassen.

Die letzte strategische Beschäftigung mit

dem österreichischen Tourismus liegt bereits

fast zehn Jahre zurück. Damals fokussierte

die Tourismusstrategie auf gemeinsames

Marketing, Förderungen und

Infrastruktur und zielte darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit

zu fördern.

Nun wurde das Bundesministerium für

Nachhaltigkeit und Tourismus mit der Erarbeitung

einer Gesamtstrategie für den

Tourismus beauftragt, die vermehrt in die

gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

eingebettet ist und Vorteile für die Betriebe

ebenso wie deren Mitarbeiter und die

Wohnbevölkerung bringen soll. Rund 500

Branchenvertreter und -experten haben

über ein Jahr lang einen Masterplan erarbeitet,

der Mitte März 2019 von Tourismusministerin

Elisabeth Köstinger in Salzburg

präsentiert wurde.

Als Leitmotiv des „Plan T“ gilt das Thema

Nachhaltigkeit. Der Klimawandel, die Umweltbelastung

durch den Reiseverkehr,

aber auch die Bedeutung der Digitalisierung

für Tourismusbetriebe standen im Fokus.

Darüber hinaus sollen kleine Betriebe

entlastet, Bürokratie und Steuerbelastung

reduziert werden. Mit diesen Maßnahmen

und den bereits bewährten Förderungen

sollen künftig auch längerfristige Investitionen

wie etwa in die Energieversorgung,

die nicht innerhalb von drei Jahren rentabel

werden, realisierbar werden.

Wir fragten Frau Mag. Ulrike Rauch-Keschmann,

Sektionschefin für Tourismus und

Regionalpolitik, nach den konkreten Maßnahmen:

Was wurde nach der letzten gemeinsamen

österreichischen Ausrichtung für

den Tourismus umgesetzt?

Die Kernthemen der Tourismus-Strategie

„Neue Wege im Tourismus“ 2010 waren

neben den bewährten USP (Alpen, Donau,

Städte & Kultur) Marketing, Förderung/Finanzierung,

Innovationen, Infrastruktur und

Rahmenbedingungen. Dazu wurden zahlreichen

Maßnahmen wie die Förderung der

alpinen Infrastruktur mit Schutzhütten und

Wegen oder die verbesserte strategische

Koordination im Marketing umgesetzt, der

Österreichische Innovationspreis Tourismus

(ÖIT) ins Leben gerufen und die laufende

Vernetzung von Bund und Bundesländern

in der Steuerungsgruppe und der

EU-Koordinationsgruppe erreicht.

Was sind diesmal die großen Themen?

Die Nachhaltigkeit hat sich wie ein roter Faden

durch den Prozess gezogen und wurde

nun erstmals als Grundprinzip für den Tourismus

in Österreich verankert.

Tourismus und Landwirtschaft prägen gemeinsam

den ländlichen Raum. Eine stärkere

Kooperation bietet enormes Potenzial für beide

Seiten, wird vom Gast auch erwartet und

daher auch im Masterplan berücksichtigt.

Auf die neuen Herausforderungen und

Wettbewerbsverzerrungen der Plattformökonomie

und Sharing Economy reagieren

wir mit einer Informationspflicht für die

Plattformen und einer Registrierungspflicht

für alle Vermieterinnen und Vermieter.

Der Fokus der gewerblichen Tourismusförderung

über die Österreichische Hotel- und

Tourismusbank (ÖHT) liegt ab 2021 außerdem

auf familien- und inhabergeführten Betrieben,

etwa mit der Sicherung einer friktionsfreien

Übergabe von einer Generation

zur nächsten.

Weitere wesentliche Themen sind Digitalisierung

und Arbeitsmarkt.

Warum Nachhaltigkeit? Und welche

Maßnahmen sind hier geplant?

Mag. Ulrike Rauch-Keschmann, Sektionschefin

für Tourismus und Regionalpolitik

Unsere intakte Natur ist eines der Haupt-Urlaubsmotive

unserer Gäste, gleichzeitig hat

Tourismus Auswirkungen auf diese Ressourcen.

Der Tourismus steht hier vor großen

Herausforderungen.

Schon kleine Maßnahmen können einen

großen Erfolg erzielen, von Energiesparmaßnahmen

im Hotel bis zu Initiativen zur

Plastikvermeidung.

Wir wollen aber auch Tourismusdestinationen

verstärkt zu Klima- und Energie-Modellregionen

entwickeln, erneuerbare

Energiegemeinschaften auch für

Tourismusbetriebe und -destinationen

ermög lich en und z.B. das Österreichische

Umweltzeichen im Tourismus durch maßgeschneiderten

Zugang für Betriebe und

Destinationen stärker etablieren.

Warum stehen familiengeführte Betriebe

im Zentrum des Masterplans? Was ist

konkret geplant?

Sie sind das Rückgrat des heimischen Angebots

und sollen dem Gast auch in Zukunft

authentische und typische Erlebnisse von

Urlaub in Österreich bieten. Zusätzlich zum

12


Magazin

bestehenden Förderungsinstrumentarium

der ÖHT, wollen wir mit dem neuen Instrument

der Impuls-Calls noch rascher und flexibler

auf Branchenbedürfnisse reagieren

– für die Schwerpunkte Landgastronomie,

Digitalisierung und Mitarbeitereinrichtungen

werden wir heuer noch zusätzlich bis

zu 1,5 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Welche Schritte werden zur Reduktion

von Auflagen und Bürokratie sowie zur

Steuerentlastung gesetzt?

Erste Schritte für einfachere und einheitlichere

Auflagen sowie praxistaugliche

Verwaltungsabläufe sind mit der Plattform

„oesterreich.gv.at“ und der App “Digitales

Amt“ bereits gesetzt.

Bürokratische und finanzielle Erleichterungen

vor allem für kleine Hotels konnten

auch durch die bereits im Juli 2018 in Kraft

getretene Genehmigungsfreistellungsverordnung

erzielt werden.

Die Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung

von 13 auf 10 Prozent im letzten Jahr

war ein wichtiger Schritt, weitere sind klar

im Regierungsprogramm festgeschrieben.

Welche Pläne haben Sie, um den allseits

bekannten Fachkräftemangel abzubauen?

Nur wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe

werden motivierte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter gewinnen und halten können.

Wir müssen die Besten vor den Vorhang

holen und voneinander lernen.

Eine einfache Lösung für Mitarbeitermangel

gibt es nicht – aber es gibt viele kleine

Maßnahmen, um Menschen für Arbeit im

Tourismus begeistern zu können. So wird

es eine laufende Evaluierung der Ausbildungsvorschriften

für Lehrberufe und der

beruflichen Weiterbildung sowie deren Verortung

im Nationalen Qualifikationsrahmen

(NQR) geben.

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Koestinger

2020 stellen wir den Österreichischen Innovationspreis

Tourismus unter das Thema

Innovative Mitarbeiterführung und -entwicklung.

Eine ganz aktuelle Erleichterung für die Tourismusbranche

ist die neue Saisonierskontingent-Verordnung.

Im Unterschied zu bisher

gibt es nun eine Zusammenführung der Winter-

und Sommerkontingente und eine Erhöhung

der Kontingente um 4,5 Prozent, womit

die Betriebe erstmals Planungssicherheit und

Flexibilität für ein ganzes Jahr erhalten.

Spannend ist auch das Thema Digitalisierung.

Was ist geplant und was erwarten

Sie sich von diesen Maßnahmen?

Die Digitalisierung verändert den Tourismus

von Grund auf, sie verändert die

Abläufe im Hotel, die Urlaubsplanung

und –buchung unserer Gäste und die Geschäftsmodelle.

Hinzu kommt, dass immer

mehr Urlaubsdestinationen die Gäste umwerben

– der weltweite Wettbewerb wird

immer härter und die Konkurrenz schläft

nicht. Und letztlich werden die Gäste – zu

Recht – immer anspruchsvoller und fordern

höchste Qualität.

Mit einem Sonderbudget soll die Österreich

Werbung ihre Führungsrolle in diesem Bereich

noch weiter ausbauen und ein neues

FutureLab „Next Level Tourism Austria –

NETA“ einrichten und gibt somit der Digitalisierung

im Tourismus ein Basislager, wo

tourismusrelevante technologische und gesellschaftliche

Entwicklungen erkannt, aufbereitet

und implementiert werden sollen.

Laut Pressemitteilung soll der Masterplan

durch einen jährlichen Aktionsplan

ergänzt werden. Kann man sich hier als

Hotelier noch einbringen?

Für eine erfolgreiche Umsetzung des Plan

T wird es das gemeinsame Engagement aller

im Tourismus brauchen. Der Plan T soll

die Grundlage für die Tourismuspolitik der

österreichischen Bundesregierung in den

nächsten Jahren sein. Mit jährlichen „Österreichischen

Tourismustagen“ schaffen

wir zusätzlich ein neues Branchenforum für

touristische Verkaufsförderung, Wissensvermittlung

und Diskussion. Wenn wir den

nächsten Aktionsplan zum Plan T auflegen,

werden wir also schon ein paar Schritte weiter

sein und so halten wir den Masterplan für

den österreichischen Tourismus lebendig.

© Henry Czauderna

www.hotelstyle.at 13


Entertainment & Events

Eventlocation – gut gebucht

Mit 1073 Zimmern und 35 Veranstaltungsräumen präsentieren die beiden

Häuser The Westin Grand München und Sheraton München Arabellapark

Hotel das umfangreichste Zimmerangebot der bayrischen Landeshauptstadt

und bilden die größte Eventlocation mit Hotelverbindung in Süddeutschland.

Die beiden Hotels werden gemeinsam unter

dem Dach von Marriott International

geführt. Das Angebot für Kunden im Segment

„Meetings Incentives Conventions

Exhibitions“ (MICE) ist hier unter dem

Motto #bemunique zusammengefasst und

beinhaltet nicht nur flächenmäßig einen

überdimensional großen Spielraum für

kreative und außergewöhnliche Konzepte,

sondern auch viele weitere einzigartige

(unique) Angebote am unverwechselbaren

Standort München. Wir wollten wissen, was

eine moderne Eventlocation für eine gute

Auslastung braucht und sprachen dazu mit

Paul Peters, Complex General Manager, The

Westin Grand München und Sheraton München

Arabellapark Hotel.

Was macht für Sie den besonderen

Reiz der beiden Häuser aus?

Platz zu haben. Wir haben außergewöhnlich

viel Raum für Events und Gäste, aber

auch für die Anreise mit Bussen oder zahlreichen

Pkws.

Welche Rolle spielen Standort

und Erreichbarkeit?

Der Standort München und hier die Lage

sowie das Platzangebot unserer Hotels

üben sicher eine große Anziehungskraft

aus. Flughafen, Messe und Innenstadt sind

bestens angebunden mit dem Nahverkehr,

und wer mit dem Auto anreist, findet bei

uns in einer der beiden Tiefgaragen mit insgesamt

über 1.500 Stellplätzen garantiert

einen Parkplatz.

Internationalität oder Regionalität –

was zählt?

Die beiden Hotels sind von ihren international

stark positionierten Marken beseelt und

so erwarten unsere Gäste zu Recht den entsprechenden

Service. Gleichzeitig zollen wir

der Sehnsucht nach authentischen, mit der

Region verknüpften Erlebnissen Tribut. Unter

anderem mit einem original bayrischem

Wirtshaus, bayrischen Zimmern – sogar das

Design unseres größten Ballsaals und der

Lobby ist nach dem Motto „Isarrauschen“

Fotos: Marriott International

erfolgt und spiegelt beispielsweise in der

Bodengestaltung die mäandernde Isar wider.

Und auch der neue Wellnessbereich im

Westin, das IsarSpa, erhielt eine bayrische

Seele samt Hopfenmassage im Programm.

Unsere Gäste aus den anderen Bundesländern

und aller Welt schätzen das „typisch“

Bayrische sehr. München und die bayrische

Lebensart, das hat großen Reiz.

Wohnen, Essen, Event –

worauf liegt der Fokus?

Der Fokus liegt auf dem Gesamtangebot.

Mit insgesamt fast 1.100 Zimmern und 35

Eventräumen ist es uns auch möglich, einen

großen Kongress mit Hotelanschluss bis ins

kleinste Detail zu planen.

Es ist reizvoll, in einem der 446 brandneuen

Zimmer des Sheraton zu wohnen, allesamt

mit grandiosem Blick auf die Stadt. Oder im

exklusiven Westin Club einem Geschäftspartner

die Stadt zu Füßen zu legen.

Gutes Essen für alle ist ebenfalls ein

Must-Have. Wir sind hier sehr vielseitig aufgestellt,

können auch auf Allergiker eingehen,

koschere Speisen anbieten, aber auch

Indisch, Orientalisch etc. Auch „eatwell“ ist

natürlich ein Thema und für uns selbstverständlich,

aber es geht auch darum, international

alle Wünsche zu bedienen.

Das räumliche Angebot für Eventkunden ist

hier einzigartig. Wir bekommen dazu immer

wieder begeistertes Feedback. Vom Boardmeeting

über die Gala-Nacht bis zum großen

Incentive oder einem Megakongress mit

bis zu 3.450 Personen, alles ist hier möglich.

Wie groß sind die einzelnen Räume?

Und wofür werden sie hauptsächlich

gebucht?

Die Bandbreite der Räume reicht von 19 bis

853 Quadratmeter und einem Ballsaal mit

über 1.000 Quadratmetern. Hier finden vom

kleinen, feinen Vorstandstreffen, der Privatfeier,

internationale Incentives und Produktpräsentationen

bis hin zu Conventions

und Ausstellungen statt.

Arbeiten Sie mit einer oder mehreren Eventagenturen

zusammen? Werden Sie vor allem

über diese oder auch direkt gebucht?

Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit

Shows&Artists, einer überaus kreativen

Agentur, die für uns alles umsetzt, vom Red

Carpet Event über Sandstrandfeeling bis zu

Autos und Bäumen, die von der Ballsaal-De-

14


Entertainment & Events

cke hängen – wir haben in den beiden Häusern

die Voraussetzungen und machen es

möglich. Gebucht wird sowohl über Agenturen

als auch direkt.

Wieviel Prozent des Umsatzes kommen

aus dem Segment Entertainment, Konferenz

und Event?

Mit 35 Veranstaltungsräumen und fast 1100

Zimmern sind wir die größte Eventlocation

mit Hotelverbindung in Süddeutschland.

Events und Kongresse aller Art spielen eine

existenzielle Rolle für uns, sie machen den

Löwenanteil unseres Geschäftes aus.

Wieviel Prozent der jährlichen Investitionen

fallen auf diese Bereiche?

Die Eventfläche umfasst rund 5000 Quadratmeter.

Etwa die Hälfte unserer jährlichen

Instandhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen

fließen in den Eventbereich.

Inwieweit ist es wichtig hier stets am

neuesten Stand zu sein?

Für die MICE-Planer und Gäste ist es immens

wichtig, dass wir immer am Ball bleiben und

entsprechende Neuerungen vornehmen

bzw. auch Trends entsprechen. Wir sind nah

dran an den Bedürfnissen unserer Gäste und

richten unser Angebot danach aus.

Was gehört in der Regel zum Gesamtpaket,

was kann zusätzlich gebucht werden?

Gebucht wird i. d. R. Catering und Übernachtung,

alles Weitere kann dazu gebucht werden

– vom Restaurantbesuch im Paulaners

Wirtshaus über Yogaeinheiten auf der Terrasse

bis hin zu jeglicher Art von Entertainment.

Jedes Event hat seine eigene DNA

und wir gehen sehr detailliert auf die besonderen

Charakteristika und Bedürfnisse des

Events bzw. der Kunden ein – unser Motto

und Werkzeug dafür heißt #bemunique.

Wo liegen die größten Herausforderungen

bei der Führung der beiden Häuser?

Unsere mehr als 420 Mitarbeiter, die sich

räumlich auf zwei Hotels verteilen, zu EI-

NEM Team zu formieren, war ein intensiver

Prozess und bleibt weiter eine Aufgabe. Für

unsere Kunden diese Vielzahl an Angeboten

zusammenzufassen und als ein Produkt

mit einem Ansprechpartner abzubilden, ist

ebenfalls herausfordernd.

Worauf sollte man bereits beim Errichten

und Betreiben eines Eventbereichs achten?

Was die Vorbereitung und Planung betrifft,

erwarten die MICE-Gäste eine enorme Flexibilität

und Kurzfristigkeit. Und es kommt

nicht mehr auf den Meetingraum allein an,

das Gesamtangebot muss stimmen – wozu

auch die Destination zählt.

Was erwartet der Gast heute außerdem?

Zu den aktuellen Themen zählt sicher

Nachhaltigkeit, aber auch das schon immer

wichtige Thema des guten Essens. Ein

Dauerthema ist auch, die Bedienung der

Technik einfacher zu gestalten. Das hat uns

einen ausgeklügelten Medienwagen erfinden

lassen, der nun in jedem Eventraum

verfügbar ist.

Was würden Sie dem Betreiber eines

Seminarhotels bzw. einer Eventlocation

raten, um eine ausreichende Auslastung

zu erzielen?

Da würde ich raten, sich auf sein Kerngeschäft

zu fokussieren – was sind meine

Möglichkeiten, ganz realistisch, und darauf

aufbauen und eine Vision und gute Strategie

entwickeln. Als zweites zählt das Team,

gute Events sind nur mit guten Mitarbeitern

realisierbar. Und was die Abläufe betrifft:

Tempo, das gilt vor allem in der Kommunikation

mit den Kunden, Schnelligkeit ist

entscheidend.

www.munich-meetings.com

www.hotelstyle.at

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Entertainment & Events

Eventlocation & PopUp Bar

Als höchstgelegene Event-Location der Wiener Innenstadt eröffnete Paul

Rittenauer Anfang März 2019 den „Panoramaraum“ im Hochhaus Herrengasse.

Ab Juni wird die Location auch als PopUp Bar bespielt. Wir wollten

wissen, was Location, Eventformat und Bar auszeichnet.

Die Location

Die Architektur selbst wurde von den Architekten

Sigfried Theiss und Hans Jaksch 1930

errichtet – als Antithese zu den Volkswohnhäusern

des sozialistischen Wien gedacht,

in einem moderaten Bauhaus-Stil – und gilt

als Beispiel für die Neue Wiener Sachlichkeit.

Aufgrund der gestaffelten Bauweise ist die

volle Höhe – von immerhin 52 Metern – unauffällig

in das Standbild integriert. Ab der

Gesimshöhe des benachbarten Loos-Hauses

sind die oberen Stockwerke terrassenartig

nach hinten versetzt und somit nicht von

der Straße aus wahrnehmbar.

Die 224 Wohnungen waren für gut situierte

Ledige angelegt – ein damals auch gesellschaftlich

sehr modernes Konzept – und

zogen über die Jahre viele bekannte Künstler

wie Paula Wessely, Curd Jürgens und

Oskar Werner an. Der oberste Stock war als

Café-Restaurant konzipiert und als solches

auch zeitweise verpachtet.

Eventraum & Barbetrieb

Seit Anfang März ist im 14. Stockwerk des

Hauses nun eine neue Eventlocation eröffnet.

Der 45 m² große „Panoramaraum“

und die 86 m² große Terrasse können für

Veranstaltungen für bis zu 100 Personen

gebucht werden. Der Raum selbst besticht

durch hochwertigen Parkettboden und viel

Tageslicht. Mit zur Location gehören außerdem

eine Garderobe und vier Toiletten,

sowie eine hochmoderne technische Ausstattung.

Auch an eine leistungsstarke Klimaanlage,

Outdoor-Heizstrahler und eine

ausfahrbare Markise wurde gedacht. Ab

dem 15. Juni wird die Location zudem als

Pop Up Bar namens „FREILUFT – die Stadtterrasse“

von renommierten Barkeepern

der Stadt bespielt werden.

Wir sprachen mit dem Wiener Event-Profi

Paul Rittenauer, der bereits zahlreiche Projekte

wie die Rooftop Bar & Dinnerclub am

Petersplatz 7, die HeldenBar am Heldenplatz

und die Residenz Zögernitz in Döbling

realsierte und auch die Gastrobetriebe &

© Robert Jahns

Eventflächen des Erste Campus bespielte,

über seine neue, außergewöhnliche Location

hoch oben, über den Dächern von Wien.

Sie haben bereits viele ungewöhnliche

Orte bespielt. Worauf sollte man achten,

wenn man ein Projekt für Events etablieren

möchte?

Es gibt eine große Anzahl an einzigartigen

Locations in Österreich, die noch nicht bespielt

werden. Häufig scheitert es hier an den

behördlichen Auflagen, die es zu erfüllen gilt

und die oftmals nicht in Relation zu den damit

verbundenen Investitionen stehen. Das

gilt es natürlich vorab zu klären.

Wichtig ist auch: Eine gute Eventlocation

muss einen klar erkennbaren Mehrwert haben,

beziehungsweise ein Alleinstellungsmerkmal

aufzeigen, das dem Kunden und

dem Gast ab dem ersten Augenblick in Erinnerung

bleibt – sei es eine atemberaubende

Aussicht, wie es beim Panoramaraum der

Fall ist, oder ein imperiales Ambiente, wie

es das Weltmuseum am Heldenplatz für die

Heldenbar bietet.

Ein Tipp von mir: Achten Sie bei der Konzeption

des Lokals oder der Location immer auch

darauf, dass verschiedene Interessen vereint

werden müssen. Im Fall der Heldenbar mussten

wir einen Konsens zwischen Anrainern,

Burghauptmannschaft, Weltmuseum und Behörden

finden, um letztendlich das Optimum

für unsere Gäste herauszuholen.

Und noch ein persönlicher Tipp: Im Zeitalter

von Instagram und Co hat ein „instagramables“

Ambiente einen absoluten Mehrwert

für den Kunden. Machen Sie die Eventlocation

für potenzielle Kunden erlebbar, sei es

in Form von Präsentationsevents oder eben

Pop-Up Bars.

Inwieweit unterscheidet sich die Eventlocation

Herrengasse von Ihren bisherigen

Projekten?

Das Hochhaus Herrengasse ist nicht nur,

weil es das erste Hochhaus Wiens ist, einzigartig,

sondern auch wegen seiner mittlerweile

85-jährigen Geschichte mit prominenten

Bewohnern und einer beeindruckenden Architektur.

Nicht zuletzt ist es mit insgesamt

52 Metern der höchste Punkt der Wiener Innenstadt.

16


Entertainment & Events

© SPIZZY Photography © SPIZZY Photography

© Katharina Schiffl

© SPIZZY Photography

Mit dem Panoramaraum möchte ich diese

ganz besondere Location für Firmenevents,

Meetings und private Feiern zugänglich machen.

Hier bedarf es Fingerspitzengefühls

und ein gutes Einvernehmen mit den Bewohnern,

den Eigentümern sowie den umliegenden

Geschäftsleuten, um für alle Beteiligten

eine optimale Nutzung der Eventlocation zu

ermöglichen.

Eventlocation oder Pop-up-Bar – geht

beides am selben Standort?

Die erfolgreiche Umsetzung einer PopUp-Bar

hängt natürlich sehr stark von der

Beschaffenheit beziehungsweise der Besonderheit

der Location ab. Bei Rooftop-Locations

wie dem Petersplatz7 oder nun dem

Panoramaraum im Hochhaus Herrengasse

liegt es nahe, diese tollen Plätze auch einer

breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der PopUp-Barbetrieb ist bewusst in den

Sommermonaten gewählt, während derer in

der Regel kaum B2B-Events stattfinden und

somit auch der Barbetrieb keine potenziellen

Eventbuchungen blockiert. Aus meiner

Erfahrung ist ein PopUp-Barbetrieb in einer

Eventlocation eine ideale Plattform, um die

Vorteile und den USP der Location erlebbar

zu machen und medial zu präsentieren. Daraus

ergeben sich häufig viele Anfragen und

der Bekanntheitsgrad der Location, sowohl

als PopUp Bar als auch als Eventlocation,

wird gesteigert.

Wer organisiert die Eventbuchungen?

Generell kann der Panoramaraum direkt über

uns gebucht werden. Wir arbeiten aber auch

mit Portalen wie Event Inc, Mondial Location

Finder oder Go––PopUp zusammen. Auch

Eventagenturen empfehlen unsere Räumlichkeiten

gerne und es ist natürlich jeder

eingeladen, die Location zu besichtigen.

Sind auch Kooperationen mit Hotels in

der Umgebung denkbar?

Der Panoramaraum ist eine einzigartige

Location mit einem atemberaubenden Blick

über Wien. Durch seine zentrale Lage liegt

er in Fußreichweite sämtlicher in der Innenstadt

gelegenen Hotels. Er eignet sich ideal

für Meetings und Veranstaltungen in besonderem

Rahmen. Mein persönlich liebstes

Eventformat ist die „höchste Tafel Wien“ Dabei

handelt es sich um einen riesigen Tisch

für bis zu 45 Personen, den wir auf der Terrasse

zum Lunch oder Dinner decken. Mit

diesem Angebot können Hotels ihren Gästen

ein elegantes 4-Gänge-Menü in atemberaubender

Atmosphäre, am höchsten Punkt der

Wiener Innenstadt, bieten. Wenn das nicht

einzigartig ist und einen unvergleichlichen

Mehrwert bietet!

www.panoramaraum.at

www.hotelstyle.at

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Entertainment & Events

Fotos: Christian Schartner

Der Stall als Entertainment

Dass es im Restaurant nicht nur ums Essen geht, ist hinlänglich bekannt. Das Erlebnis zählt

heute mehr denn je. Eine ungewöhnliche Form von Entertainment hat unlängst ein Milchviehbetrieb

in Salzburg gefunden. Denn der Betrieb, zugleich Hotel und Bistro, unterhält

seine Gäste mit einem Blick in den Stall.

Familie Lainer hat ihr Kuhhotel inklusive

Bistro direkt neben dem Stall situiert. Der

Betrieb ist Milchproduzent für die Salzburg

BIO Premium Milch. Gäste genießen hier

also BIO-Milch direkt ab Hof und natürlich

auch viele weitere heimische Spezialitäten.

Gleichzeitig erhalten sie Einblick in die landwirtschaftliche

Arbeit am Dachegg, beobachten

das Treiben im Stall und erleben live,

wie mit modernster Stalltechnik gearbeitet

wird – und das in einem traditionellen Unternehmen,

das seit mehr als hundert Jahren in

Familienbesitz ist.

Bereits 1906 hat Familie Lainer das Dachegglehen,

am Fuße des Hochkönigs auf

ca. 1.200 Metern Seehöhe, erworben. Bis

1955 wurde es als Alm betrieben, dann erfolgte

Bau von Haus und Hof als Basis für

bäuerliche Bewirtschaftung und Tourismus.

Schon damals wurden erstmals Fremdenzimmer

vermietet. Im Lauf der Jahre kamen

das Zachhoflehen, das Hinterlehen und die

Zachhofalm hinzu und 2017 folgte der Bau

des Kuhhotels mit anschließender Eröffnung

der Heimatküche.

18


Entertainment & Events

Weder Arche noch

Streichelzoo

Ziel des Kuhhotels ist es, höchste Lebensqualität

für Tier und Mensch zu bieten. Mehr

Luft, Licht und Platz für die rund 120 Tiere

sollte daher auch ein neuer Laufstall ermöglichen.

Das Projekt gestaltete sich dann

aber als so sehenswert, dass die Bauherren

beschlossen, Sichtfenster zu öffnen, durch

die die Gäste – am besten gleich direkt vom

Tisch aus – am Leben der Kühe teilhaben

können. Beste Sicht hat man von einem großen

Fenster aus, im ersten Stock. Hier befindet

sich – direkt im Bistro Heimatküche – ein

aus Tannenholz gefertigter Holztisch für bis

zu 25 Personen.

„Wir sind kein Archehof oder Streichelzoo,

sondern ein richtiger Milchviehbetrieb und

das zeigen wir“, verweist Heidi Lainer stolz

auf das gelungene Projekt, „Wir wollen den

Leuten einen Einblick geben, wie Landwirtschaft

heute funktioniert. Transparenz ist

uns wichtig. Und wir wollen einen Beitrag

leisten, auch wenn er noch so klein ist“, bestätigt

Tochter Isabella, die das Bistro gemeinsam

mit der Mutter betreibt. Sehenswert

sind hier nicht nur die Tiere, sondern

auch der Futtermischwagen, der Melkroboter

und die automatische Reinigung, die es

der Familie ermöglichen, den Betrieb mit

vergleichsweise überschaubarem Personalaufwand

zu führen.

Großes Kino

Passend zum Hightech-Kuhstall präsentiert

sich die Heimatküche als schickes Bistro,

das trotz regionaler Authentizität prinzipiell

wohl an jedem Standort funktionieren

würde. Nur kann man hier eben den ganzen

Stallbetrieb – vom Kälberbereich über

die Jungrinder bis hin zu den Milchkühen

– überblicken. „Wir haben einen bewusst reduzierten

Möbel- und Materialmix – teilweise

nach eigenen Entwürfen vom Tischler gefertigt

– eingesetzt, um den städtischen Charakter

in Kontext mit traditionell ländlichen

Elementen zu setzen“, so Helene Prader von

Prader Interior.

Gestaltet ist der Restaurantbereich als moderne

Bauernstube. Regionale Materialien

wie Tannenholz und Felle spiegeln unterschiedliche

Facetten des bäuerlichen Lebens

wider. Passend dazu wurden nostalgische

Fliesen ausgewählt. Klare, moderne Linien

und Formen kommunizieren wiederum ein

zeitgemäßes ländliches Lebensgefühl. Wie

der Stall ist auch der Restaurantbereich

lichtdurchflutet. Eine leichte, schwebende

Beleuchtung setzt zusätzliche Highlights im

Raum. Hier können sich Gäste, ebenso wie

die Tiere nebenan, rundum wohlfühlen – und

wer weiß, vielleicht betrachtet auch so manche

Kuh die Menschen im Lokal als willkommene

Unterhaltung.

www.hotelstyle.at

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Entertainment & Events

Fotos: Derenko GmbH

Kunst als Konzept

Das arte Hotel Linz**** ist ein typisches Stadthotel, könnte man meinen.

Zielgruppen sind der gehobene Business-Gast und Seminargäste, sowie der

Kultur- & Freizeittourist. Unverwechselbar wird das moderne Lifestyle-Hotel

allerdings durch die Kunst, die hier weitaus mehr ist als nur Dekoration.

Ob Schloss-, Stadt- oder Landesmuseum,

Lentos Kunstmuseum oder Ars Electronica

Center, ob Kunstuniversität, Landesgalerie

oder OÖ Kulturquartier – Linz hat in Sachen

Kunst und Kultur einiges zu bieten. Als die

Unternehmensgruppe Spitz neben dem Firmenhauptsitz

1985 auch ein Hotel im Linzer

Stadtzentrum eröffnete, setzte sie daher bewusst

auf den kunstaffinen Gast – und auch

die Kunst im Hotel entsprechend in Szene.

2008 wurde das Spitz Hotel generalrenoviert

und zum Designhotel umgebaut. 2018 übernahm

die private österreichische IPP Gruppe

das Haus und führte dann Anfang 2019 mit

Hilfe der Derenko GmbH, innerhalb von nur

drei Wochen bei laufendem Betrieb, ein umfassendes

Rebranding durch – und das bei

einem durchaus ambitionierten Budget von

260.000 Euro.

Kunst und Komfort

Der unspektakuläre Baustil der 1980er Jahre

wird nun durch eine Lichtinstallation am Portal

und eine Projektion des Kunstspruchs „be

arte.be art“ ins Vestibul aufgewertet. Die zuvor

eher nüchtern und kühl wirkende Lobby

ist nach dem Redesign mit Hollywoodschaukel,

Sitzkojen, hohen Polsterungen und großflächigen

Teppichen warm und heimelig und

öffnet sich zugleich als einladende Geste

Richtung Bar, Wintergarten und Frühstücksbereich.

Letzterer erhielt eine großzügige

Buffetinsel und eine farbenfrohe Bestuhlung.

Teppiche und Tapeten in der Lobby und den

Gängen sorgen für ein haptisch, optisch und

akustisch angenehmes Raumerlebnis. Passend

zu den einzelnen Bereichen des Hauses

wurden auch die vorhandenen Kunst objekte

in das Redesign eingepflegt. In der Lobby

wurde etwa eine organische rote Kunstinstallation

mit weichen Sitzgelegenheiten

kombiniert und so stimmig in das neue Design

integriert.

Kunst als Leitsystem

Schon vor der Übernahme war jedes Stockwerk

einer Linzer Kunsteinrichtung gewidmet.

Diese Elemente wurden auch in das

neue Leitsystem übernommen. Gemeinsam

mit dunklem Holz, warmen Grautönen und

bunten Textilien fügen sich die einzelnen

Kunstdrucke, Gemälde und Installationen

zu einem frischen und zugleich entspannten

Gesamtkonzept. Alle 73 Zimmer und Suiten

sind mit zeitgenössischen Bildern und

Möbeln in modernem Design ausgestattet.

Und auch der Spa-Bereich mit Sauna und

Fitness und die beiden Seminarräume mit

Pausenlobby sind in das neue Kunst- und

Designkonzept integriert. Die sogenannten

artist´s places bieten zudem jungen, lokalen

Talenten eine unkomplizierte Möglichkeit für

Kunst- & Kulturpräsentationen im Hotel.

Kunst ist im arte Hotel Linz**** spürbar mehr

als nur Dekoration. Sie zieht den Gast in ihren

Bann und macht Lust auf einen Besuch

der zahlreichen Kunsteinrichtungen der

Stadt. Regelmäßige Ausstellungen bringen

Kunst als Entertainment zudem bis vor die

Zimmertür. Zusätzlich setzt das Vier-Sterne-Haus

natürlich auch auf „herkömmliches“

Entertainment wie ein zeitgemäßes Informations-TV-System

und eine leistungsstarke

WLAN-Infrastruktur. Durch die Kombination

aller Maßnahmen wird die neue Destination

der arte Hotels auch der Philosophie von

arte Gastgeber Alexander Ipp gerecht, der

seine Hotels als echte ErLebensWelten positionieren

möchte.

20


| BA12-17G |

Entertainment & Events

Das Gebäude der Zukunft

kann auch so aussehen.

Ideal für Modernisierungen: Die offene,

PC-basierte Gebäudeautomation

von Beckhoff.

Play on

Unterhaltung, Lebensfreude und Abenteuerlust vermittelt das

Moxy Vienna Airport nicht nur im Bar- und Lobbybereich, sondern

auch auf den Zimmern und in den Seminarräumen.

Im Hotelzimmer sorgen sogenannte Hook Ups für willkommene

Überraschungen. Für Familien gibt es ein Himmelbett mit extra

vielen Kissen, Lichterketten und Kuscheltiere, die Vinyl-Party-Zimmer

warten mit Plattenspieler inklusive Schallplatten und

Partyaccessoires auf und im Hangover-Room gibt es Tipps für

eine durchzechte Partynacht und einen übergroßen Teddybären

zum Kuscheln.

Frisch und frech präsentieren sich auch die Meetingräume. Hier

sitzen die Seminarteilnehmer um einen Hochtisch oder einen

Tischtennistisch, der mit wenigen Handgriffen spieltauglich gemacht

werden kann. Zudem gehören gemütliche Couches und

Ohrensessel zur Grundausstattung. Zum Brainstorming wird direkt

auf die Wand geschrieben und die Pause kann dank Buffet

und gefülltem Kühlschrank jederzeit zwischendurch stattfinden.

„Wir wollen, dass sich unsere Gäste wie zu Hause fühlen,

frei von Zwängen und getakteten Abläufen. Kreativität kennt

kein Format und keinen Timetable“, erklärt Moxy Captain Michael

Dorfer das neue „Play on“-Konzept.

www.beckhoff.at/building

So wird wertvolle Bausubstanz nicht nur erhalten, sondern zukunftsfi t

gemacht: Mit der integralen Gebäudeautomation von Beckhoff

implementieren Sie alle Möglichkeiten der Kommunikations- und

Steuerungstechnik – angepasst an die individuellen Bedürfnisse der

Immobilie. Alle Gewerke werden von einer einheitlichen Hard- und

Softwareplattform gesteuert: Ganz gleich, ob es um die nutzungsgerechte

Beleuchtung, die komfortable Raumautomation oder

die hocheffi ziente HLK-Regelung geht. Für alle Gewerke stehen

vordefi nierte Softwarebausteine zur Verfügung, die das Engineering

enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen oder -änderungen sind

jederzeit möglich. Das Ergebnis: Durch die optimale Abstimmung aller

Gewerke werden die Energieeinsparpotenziale voll ausgeschöpft und

die Effi zienz der Bewirtschaftung deutlich erhöht.

Die ganzheitliche Automatisierungslösung

von Beckhoff:

Flexible

Visualisierung/

Bedienung

Skalierbare Steuerungstechnik,

modulare I/O-

Busklemmen

Modulare

Software-

Bibliotheken

www.hotelstyle.at

Fotos: Mariott International

21


Umgestaltung der Restaurantbereiche

Genuss umrahmt

Ein Stern, drei Hauben und insgesamt drei Restaurants bietet das

Ifen Hotel im Kleinwalsertal seinen Gästen. 2018 hat das Haus nun

umfassend in die Neugestaltung der Restaurantbereiche investiert.

Als Pionier in vielerlei Hinsicht hat sich das Ifen

Hotel im Kleinwalsertal in die Geschichte der

gehobenen Hotellerie und Gastronomie Österreichs

eingeschrieben. 1936 wurde es als erster Hotel-Rundbau

im deutschsprachigen Raum eröffnet und

1978 war es das erste Sterne-Restaurant des Landes.

2010 nahmen die Travel Charme Hotels & Resorts die

Destination in ihre exklusive Kollektion auf. Kurz darauf

erkochte Küchenchef Sascha Kemmerer erneut den

begehrten Stern und auch drei Hauben. Im Kleinwalsertal

sieht man das hohe Niveau der Küche auf jeden

Fall als USP und investierte daher 2018 auch in die Neugestaltung

der drei Restaurants, um den Gästen den

idealen Rahmen für ihren kulinarischen Genuss bieten

zu können.

Fotos: Dominik Berchtold, Travel Charme Hotel GmbH & Co. KG

22


Travel Charme Ifen Hotel

Die gute Stube

Das regional geprägte Restaurant Carnozet bietet

österreichische Spezialitäten und ist als Reminiszenz

an das Kleinwalsertal mit Tischplatten aus Eichenholz

und Wand- und Deckentäfelungen aus sonnenverbranntem

Fichten-Altholz versehen. Erdige Farben

und edle Textilien sind mit Schwarzstahl, beispielsweise

an der Eingangstür, im Garderobenschrank

und als Tischgestell, kombiniert und zitieren so einen

modernen Industrial Style im regionalen Kontext. Das

komplette Mobiliar, das Beleuchtungskonzept und

auch das Soundsystem sind neu. Die Glastrennwand

zum Hauptrestaurant wurde entfernt und durch eine

Trockenbauwand ersetzt, die zugleich ein Entrée inklusive

neuer Eingangstür für das Carnozet schafft

und der Stube nun weniger, dem Hauptrestaurant

dafür mehr Fläche einräumt.

u

Verwurzelt in der Tradition des Holzhandwerks und

beflügelt von den Möglichkeiten moderner Einrichtungskonzepte

werden in der Holzmanufaktur Illmer

zeitlose Wohlfühlwelten geschaffen.

WWW.ILLMER.AT

www.hotelstyle.at

23


Umgestaltung der Restaurantbereiche

Private Atmosphäre

Auch zwischen Hauptrestaurant und Kilian Stuba

wurden Wände versetzt. Letztgenannte ist das

Gourmet-Restaurant des Hauses und bietet nun mit

weniger Fläche, edlem Mobiliar und neuem Soundund

Lichtsystem eine noch intimere Atmosphäre.

Eingangstür, Decke und Wand sind mit gebürstetem

Eichenaltholz in Versailler Verlegetechnik versehen.

Auch die Tische sind in Eiche Altholz gefertigt, je-

doch mit gebeizter und überlackierter Oberfläche.

Die Leuchten sind in Messing gefasst, die neue

Bestuhlung besteht aus bequemen Polstersesseln in

champagnerfarbenem Stoff und an der Servicestation

unterstreichen Lederbezüge das edle Ambiente.

Ein separates Entrée inklusive neuem Eingangsportal,

Empfangsdesk und Garderobe unterstreicht den

privaten Charakter.

24


Travel Charme Ifen Hotel

Offene Küche – freies Panorama

Deutlich mehr Fläche sowie ein zusätzliches Panoramafenster

erhielt das Hauptrestaurant Theo’s. Dieses

ist nun durch die offene Showküche, die weiten

Fenster und eine riesige Terrasse mit freiem Blick auf

die faszinierende Berglandschaft definiert. Passend

dazu zeigen sich auch Wände, Tische, Stühle und

Dekoration im alpin-modernen Stil. Weiße Tischdecken

sind hochwertigen Holztischen gewichen. Die

Abwechslung von hohen und niedrigen Sitzgelegenheiten

verleiht dem Raum zusätzlich eine bisweilen

Lounge-artige und ungezwungene Atmosphäre.

Auch die an den Restaurantbereich angrenzende Bar

1.111 wurde in die Umgestaltung miteinbezogen. Neu

sind der lange Eichenholz-Barhochtisch inklusive

Hochstühlen und großer Hängelampe, das gläserne

Barregal mit Schwarzstahleinfassung für die Flaschen

und einzelnen, kleineren Hängelampen, sowie

der dunkle Farbton der Decke.

Ebenfalls dunkel geölt ist der Eichennholzdielenboden,

der den gesamten Restaurantbereich inklusive

Bar und Lobby als gemeinsame visuelle Klammer zusammenfasst.

Auch die Designsprache ist trotz deutlich

differenzierbarer Restaurants homogen – ein

gemeinsames Ganzes, das auf der gesamten Fläche

hohes Niveau kommuniziert.

(hs)

www.hotelstyle.at

Travel Charme Ifen Hotel

Adresse: Oberseitestraße 6,

6992 Hirschegg/Kleinwalsertal

Bauherr: Travel Charme Kleinwalsertal GmbH

Architekt/Planer: Roswitha Illmer / Freiraum Planungsstudio

Innenarchitektin: Roswitha Illmer

Innendesignerin: Christiane Hirmer

Einrichtung:

Illmer Holzmanufaktur GmbH & CO KG

Umgebaute Fläche: ca. 700 m²

Planungsbeginn: Juni 2018

Bauzeit:

7 Wochen

Fertigstellung: 18. Dezember 2018

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Peck - CityLife

Zitate aus

Mailand

Seit 1883 besteht der Feinkostladen Peck in der Via Spadari in

Mailand. Heute gilt Peck in Italien und weit darüber hinaus als

Genusstempel italienischer Haute Cuisine und besitzt Satellitenniederlassungen

in Japan, Singapur, Südkorea und Taiwan.

Fotos: Peck, Nathalie Krag & Santi Caleca

Erstmals in unmittelbarer Nachbarschaft des

Stammhauses eröffnete nun ein neuer Standort

im Mailänder Hochhaus CityLife. Das von Vudafieri-Saverino

Partners konzipierte Interior Design ist

zugleich Basis künftiger Peck-Rollouts.

Die Herausforderung bestand, so Leone Marzotto,

CEO des Familienunternehmens, vor allem darin, „unsere

extrem hohen Ansprüche an Qualität und Service

und unsere Leidenschaft einer neuen Kundenschicht

näher zu bringen: Mit zeitlosen Innovationen, die keinen

Trends hinterherjagen oder Modeerscheinungen

aufgreifen, die schnell wieder vergehen.“ Das neue

Peck befindet sich in einem rund 300 m² großen organisch

geformten Pavillon, zentral am Eingang zum

Einkaufsviertel CityLife und ist in zahlreichen unaufdringlichen

Zitaten als Tribut an Mailand und an die

Nachkriegszeit gestaltet. Also an jenen Ort und jene

Zeit, in der sich die Legende von Peck etablierte.

Der Boden orientiert sich an Ceppo di Gré, ein in der

Region vorkommendes Gestein mit großen Gerölleinschlüssen.

Die abgehängte Holzdecke zitiert die Villa

Necchi Campiglio des Mailänder Architekten Piero

Portaluppi und die Streben, die die Regale halten,

können als Hommage an die Torre Velasca gelesen

werden, jenes markante, von BBPR entworfene Hochhaus

südlich des Mailänder Domes. Die dekorativen

Lampen mit ihrem modernen, postindustriellen Look

erinnern wiederum an die ästhetische Tradition der

Mailänder Paläste.

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Peck - CityLife

Funktional präsentiert sich die Fläche als Hybrid aus

Bar, Restaurant und Feinkostladen mit einer großen,

hell erleuchteten Theke als einladende Geste im Eingangsbereich

und 70 Sitzplätzen, verteilt in dem lang

gestreckten und durch Pfeiler und Bögen strukturierten

Raum. Klapptische an der Theke und eine Reihe

versenkbarer Tische im Restaurantbereich ermöglichen

zudem eine alternative Bespielung des Raums.

In ihrem Rauten-Design fungieren die Tischflächen

– ebenso wie die tiefergehängte Holzdecke in Rauten-Maschen-Form

– als Hommage an die architektonische

Ästhetik der Stadt. Selbst die Musik, für die

Mailand international bekannt ist – man denke nur

an das bekannte Opernhaus – findet als Designzitat

ihren Platz. Wie einzelne Noten bilden ausgewählte

Flaschen in den Regalen an der Weinbar eine Metrik,

die sich zur Gesamtkomposition zusammenfügt.

Schlussendlich wird aber auch auf das historische

Peck selbst verwiesen. So sind etwa die blau-weißen

Fliesen in der Küche dieselben wie in der Küche der

Via Spadari. Und die Bar der Cocktailstation ist mit

handbemalten Porzellanfliesen überzogen, die eine

historische Fotografie des Peck-Hauptsitzes in der Via

Spadari aus den 1950er Jahren wiedergeben. Gemeinsam

mit ikonischen Materialien, wie Holz, schwarzem

Eisen und Kupfer, fügen sich vertraute Elemente des

historischen Feinkostladens zu einem zeitgenössischen

Ambiente, das das Potenzial hat, auch außerhalb

Italiens Mailänder Flair in die Läden zu bringen.

(hs)

www.hotelstyle.at

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Arosea Life Balance Hotel****s

28


Arosea Life Balance Hotel****s

Design

und Natur

Im Botanik-Architektur-Hotel AROSEA Life Balance im Ultental bei Meran

dreht sich alles um das Thema Natur und Green Living de luxe. Stringent

erfolgte nach diesen Kriterien auch der jüngste Relaunch der Lobby, der

Lounge samt Kamin, des Naturgartens und der Zimmer.

Fotos: Christian Behnke

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel wurde

2006/2007 von Arch. Philipp Nösslinger geplant

und errichtet. Das L-förmig angeordnete

und nach Süden hin geöffnete Ensemble liegt in leichter

Hanglage gegenüber dem Zoggler Stausee und gruppiert

sich um eine 5.000 m² große alpine Gartenanlage,

deren Zentrum ein etwa 700 m² großer Schwimmteich

bildet. Das Hotel ist in durchdacht-ökologischer und

nachhaltiger Bauweise errichtet und ein Beispiel für

die moderne, puristische Architektur Südtirols. Klare

Formen, keine Schnörkel, dezentes Design und eine

wettergegerbte, bewusst unbehandelte Fassade, die

mit der Landschaft verschmilzt, prägen das äußere Erscheinungsbild

des Hauses.

Luxus: Raum und Ruhe

Das Hotel beherbergt 52 Doppelzimmer, vier Family-Balance-Suiten

mit Wohnbereich und zweitem

Schlafzimmer und sieben Life-Balance-Suiten, die

zusätzlich über eine Panorama-Außensauna samt

Kneippdusche verfügen. Zusätzlich gibt es eine

Deluxe-Life-Balance-Suite mit eigenem Wellnessund

Ruhebereich on top, in dem ein Wasserbett, ein

Whirlzuber, eine Regendusche und ein Massageraum

auf den Gast warten. Die modern-behaglichen Rückzugsoasen,

die zum Teil mit Pavillon-Betten und immer

mit Badewanne und Dusche ausgestattet sind,

haben eine stattliche Größe von 36 bis 85 Quadratmetern,

jede einzelne mit großzügigem Balkon oder

Terrasse.

Betten, Tische, Schränke, Badmöbel und Wandverkleidungen

sind vornehmlich aus Zirbenholz gefertigt.

Tapeten, Bilder oder knallige Farben sind hier nicht zu

finden, stattdessen gibt es ausschließlich Naturtöne,

die Ruhe ausstrahlen und erden. „Im Alltag erleben wir

eine ständige Reizüberflutung“, erklärt Hotelchefin

Anne Stauder das unaufdringliche Design: „Im Urlaub

oder an einem freien Wochenende möchten wir unseren

Gästen deshalb ermöglichen, abzuschalten und

durch nichts abgelenkt zu werden.“ Eine Minibar gibt

es bewusst nicht. Stattdessen finden Gäste in jedem

Zimmer einen eigenen kleinen Brunnen mit energetisiertem

Granderwasser. Cocooning- und Kuschelecken

in den Zimmern, Kaminfeuer in der Lounge und

offene Feuerstellen im Außenbereich sorgen für zusätzliche

Geborgenheit und Wärme.

Süßes Nichts

Gesundheitsfördernde Materialien wie Zirbenholz,

Schafwolle und Schiefergestein prägen das Interieur

im gesamten Haus. Ebenso im 3.000 Quadratmeter

großen Spa-Bereich, dem Rosarium, für das auf Basis

traditioneller Heilpflanzen, Bergkräuter und Edelsteine

eigene Anwendungen wie etwa das entgiftende

„Ultner Schafwollbad“ exklusiv entwickelt wurden.

Wertvollster USP des Hauses ist aber, so Hotelchef

Thomas Gerstgrasser, „das süße Nichts und ganz

viel Raum zum Atmen“. Viel Platz, jede Menge wirklich

frische Luft und freier Blick auf eine traumhafte

Wald-, Berg- und Wiesn-Bilderbuch-Kulisse sind hier

auf über 1.000 Meter Seehöhe zu finden. u

www.hotelstyle.at

29


Arosea Life Balance Hotel****s

Wolle, Wald und Wasser

Im Zuge des jüngsten Relaunch wurde der gesamte

Lobby- und Lounge-Bereich neu ausgestattet.

Die neuen, maßgefertigten Ohrensessel mit Schafwoll-Bezug

und gemütlichen Sitznischen vor dem

Kamin machen das Aufstehen schwer. Ein Eyecatcher

sind die Skulpturen aus vom Blitz getroffenen Bäumen

aus dem Ultental und in der Bibliothek gibt

es zahlreiche Buchschätze. Auch die angrenzende

Terrasse wurde mit einem neuen Sitz- und Loungebereich

bestückt. Im Winter befindet sich hier auch

eine „Eisbar“. Innen wurde eine neue Gin-Bar mit gemütlichen

Hockern und massiven Sesseln aus Baumstämmen

eingerichtet. Zirbenholz, neuerdings auch

in Form von Wegweisern an den Wänden, ist im gesamten

Haus zu finden. Und neben Holz und Schiefergestein

ist auch die Schafwolle Teil eines durchgängigen

Materialkonzepts und kommt etwa als

Bezug der Sitzgruppen in den Zimmern zum Einsatz.

Die heimische Wolle, das Holz aus dem nahen Wald,

Schieferplatten und die Kraft des Wassers stehen im

Arosea im Zentrum der Wahrnehmung. Dank neuer

Liege-Inseln am Naturteich können Gäste beispielsweise

noch näher am Wasser entspannen, die Beine

in den Naturteich baumeln lassen und dabei dem in

den Teich integrierten Wasserfall oder den vielen

verschiedenen Vögeln zuhören.

Ausgezeichnet

Das AROSEA darf sich zu den 31 besten Wellness-Hotels

Südtirols zählen, die in der Gruppe „Belvita Alpine

Wellness-Hotels“ vereint sind. 2013 konnte das Haus,

im Rahmen des World Luxury Award die Kategorie

„best forest / mountain resort“ für sich entscheiden,

sich im gleichen Jahr über den Green Luxury Award

freuen und 2016 über den Gewinn des World Luxury

Spa Awards.

(hs)

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Arosea Life Balance Hotel****s

Arosea Life Balance Hotel****s

Adresse: Kuppelwies am See 355,

39016 St. Walburg (BZ), Italien

www.arosea.it

Bauherrenehepaar:

Architekt:

Anne Stauder und

Thomas Gerstgrasser

Dr. Arch. Philipp Nösslinger

Baujahr: 2007

Relaunch: 2019

www.hotelstyle.at

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Gloriette Guesthouse

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Gloriette Guesthouse

Ein Hotel

auf Zeitreise

Vom Jugendstil inspiriert, der lokalen Bautradition verschrieben und mit

vielen charmanten Details versehen, die auf die Sommerfrische-Stationen

entlang der Rittner Bahnlinie verweisen, präsentiert sich das Gloriette

Guesthouse auf dem Hausberg von Bozen.

Das Gloriette Guesthouse, das auf dem Ritten,

dem Hausberg der Bozner entstand und von

noa* – network of architecture geplant wurde,

knüpft an die Tradition der Sommerfrische an. Nach

dem Komplettabbruch des ehemaligen kleinen Hotelbetriebs

Bergfink, der rund um die Jahrhundertwende

errichtet wurde, sollte ein neues Schmuckstück entstehen.

Realisiert wurde ein Solitär, der vom zeitlos eleganten

Jugendstil inspiriert ist und auch lokale Elemente

umfasst, so etwa Bögen in der Fassade oder aber das

Walmdach, das in Oberbozen Tradition hat. Auch die

Raute sollte ihren fixen Platz bekommen, ein dekoratives

Element, das an den vielen Bahnwärterhäuschen

entlang der Rittner Bahnlinie zu finden ist, die die Sommerfrische-Orte

miteinander verbindet. So ziehen sich

die zahlreichen Details, deutlich zu erkennen, wie ein

roter Faden durch das gesamte Gebäude.

Fotos: Alex Filz

www.hotelstyle.at

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Gloriette Guesthouse

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Gloriette Guesthouse

Das Element des Bogens

Interessant ist vor allem die Gliederung des Hotels,

das sich den örtlichen Gegebenheiten raffiniert anpasst.

Auf der Garage, über der das Gebäude mit

insgesamt 25 Zimmern thront, erstreckt sich eine

Parkanlage sowie sieben Gartensuiten mit jeweils

auslaufenden Privatgärten. Darüber befindet sich

der öffentliche Bereich mit Rezeption, Lobby und Restaurant

mit vorgelagerter Terrasse, charakteristisch

gestaltet mit großen Schwüngen. In den drei darüber

liegenden Geschossen sind die Gästezimmer untergebracht

und an den jeweiligen Enden die Suiten, die

an den Erkern klar erkennbar sind. Ganz oben, klar

abgesetzt wirkt der Wellnessbereich des Hauses

schon fast wie ein eigener Baukörper. Unübersehbar

fließt auch hier wieder das Element des Bogens ein.

Auch in den Zimmern findet das Thema des Bogens

seine Fortsetzung, so zum Beispiel in den Zimmern

als Spiegel, der unten gerundet ist, als Kamin in der

Lounge, wo er einmal um die eigene Achse extrudiert

wurde, oder als Rückenlehne der Liegen auf der

Spa-Terrasse.

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Gloriette Guesthouse

Das zeitlose Ambiente

Die Zeitlosigkeit, die die prägenden Jugendstil-Bauten

am Ritten mit sich bringen, sollte im Interieur

beibehalten und fortgesetzt werden. Die Möblierung

ist weitgehend von den Wänden abgesetzt und in

den Raum orientiert. Locker positionierte, elegante

Polstermöbel werten das Ambiente zusätzlich auf.

Darüber hinaus runden ausgesuchte Fundstücke

vom Flohmarkt oder aus dem alten Hotel das zeitlose

Ambiente ab.

Im öffentlichen Bereich wurde ein fugenloser Harzboden

als verbindendes Element gewählt, um den

Raum durchgängig fließen zu lassen. In diesem Boden

wurden „Inseln“ mit Holzbelag kreiert, die die unterschiedlichen

Bereiche der Lounge, das Restaurant

und den Spa definieren.

Nicht nur im öffentlichen Bereich, sondern insbesondere

in den Gästezimmern und Suiten spürt man bei

diesem Projekt den Fokus auf das Interieur. Etwa die

Erker der Suiten, die mit eigenen Lounge-Bereichen

mit Kamin, freistehender Badewanne oder Sofalandschaften

aufwarten. Zoniert werden die Räume durch

Raum-in-Raum-Schalen, wobei Wand, Boden und Decke

mit dem gleichen Material ausgestattet sind.

Ein Highlight des Hauses – und schon von weithin

sichtbar – ist der Wellnessbereich mit dem extravagant

auskragenden Outdoor-Pool, der in seiner

Gestaltung die Bögen der Fassade (auf den Kopf

gestellt) aufnimmt. Auf dem Dach finden sich zudem

eine Finnische Sauna und eine Dampfsauna, beide

mit spektakulärem Ausblick, sowie Ruhezonen und

Rückzugsmöglichkeiten, wie auch ein paar intime

Terrassen über den Erkern.

(bl)

Über den Gartensuiten

befindet sich der öffentliche

Bereich mit Rezeption,

Lobby und Restaurant

inklusive vorgelagerter

Terrasse. Raumprägend

ist auch hier wieder der

große Bogen Richtung

Bergpanorama.

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Gloriette Guesthouse

Gloriette Guesthouse

Ort:

Dorf 15, 39054 Oberbozen / Ritten / Italien

www.gloriette-guesthouse.com

Betreiber:

Architektur:

Interior Design:

Familie Alber

noa* (network of architecture)

noa* (network of architecture)

Baubeginn: Jänner 2018

Fertigstellung: Juli 2018

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ibis Styles Wien Messe Prater

Es ist,

was es ist

Sie stellt sich nicht ständig in Frage, sie urteilt nicht, kennt weder Angst

noch Stolz, denn „es ist, was es ist“ – schreibt Erich Fried in seinem viel

zitierten Gedicht über die Liebe. Was die Hotellerie aus dieser Liebeserklärung

lernen kann, zeigt das ibis Styles Wien Messe Prater.

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ibis Styles Wien Messe Prater

Fotos: ibis Styles Wien Messe Prater

In mehr als vierzig Ländern, stets in zentralen Citylagen

oder bei Geschäftszentren findet man die

ibis Styles Hotels, eine Designmarke der Hotel- und

Lifestyle-Gruppe AccorHotels, die selbst mit mehr als

4.600 Hotels, Resorts und Apartmentanlagen in 100

Ländern vertreten ist. Im Oktober 2018 eröffnete ibis

Styles Wien Messe Prater, das als Franchise von der

NOVUM Hospitality betrieben wird, einer familiengeführten

Hotelgruppe, die wiederum mit 170 Hotels an

über 65 Standorten in Europa aktiv ist. Das neue ibis in

Wien ist also nicht nur als einzelnes Hotel interessant,

sondern auch als Teil einer ganzen Gruppe an Hotels –

entwickelt, umgesetzt und betrieben von international

erfahrenen Branchenkennern. Wir haben uns das Haus

am Wiener Donaukanal angesehen und bei den Profis

nachgefragt, wie sich Design, Lifestyle und Komfort mit

den moderaten Zimmerpreisen vereinen lassen.

Lifestyle & Budget

„Markenzeichen von ibis Styles sind Kreativität und

gute Laune. Jedes der Häuser besitzt seinen eigenen

Charme sowie eine stylische und freundlich-fröhliche

Atmosphäre. Die Hotels bieten Gastlichkeit, Komfort

und Qualität mit vielen Extras als Gratis-Leistungen“,

betont Romy Weisenseel, Architectural & Design

Manager bei AccorHotels. ibis folgt der Philosophie,

dass kein Haus einem anderen gleicht, und

jede Destination ihren eigenen Style und ihre eigene

Geschichte hat. Gleichzeitig müssen bestimmte

Standards eingehalten werden. Die Hotelkette sieht

sich in der Lifestyle Budget Sparte und möchte somit

eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen. Frische

Farben in Kombination mit modernem Design sorgen

dabei für eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre.

„Das Hotelkonzept in ein bestehendes Gebäude zu

implementieren, unter den Brand-Vorgaben, architektonischen

Vorgaben und den Bauvorgaben gestaltete

sich als besondere Herausforderung“, erklärt

Mag. arch. Gabriel Kacerovsky von Archisphere, der

gemeinsam mit DI Julia Handerek und DI Inge Schiller

für das Interior Design des Hauses verantwortlich

zeichnet. Die Schwierigkeit war auch, ein bestehendes

Gebäude aufgrund der neuen OIB-Richtlinie zu

einem Hotel umzufunktionieren. Dazu blieb beim

Umbau des ehemaligen Bürogebäudes, das zwischenzeitlich

auch als 3-Sterne-Hotel fungierte, kein

Stein auf dem anderen. Die Raumaufteilung des ursprünglichen

Hotels wurde somit nicht beibehalten,

und alle Bereiche wurden durchwegs neugestaltet.

Das Gebäude gliedert sich Richtung Franzensbrückenstraße

in sechs Obergeschosse, ein Dachgeschoss

und ein Untergeschoss. Der Gebäudeteil in

der Lichtenauergasse ist in vier Obergeschosse, ein

Dachgeschoss und ein Untergeschoss gegliedert.

Insgesamt 102 Zimmer gibt es im Haus. Das Erdgeschoss

ist den Verwaltungsräumen, einer kleinen Küche

und dem Lounge-Lobby-Restaurantbereich vorbehalten.

Hier alle Funktionen auf der vorgegebenen

Fläche von rund 560 Quadratmetern zu vereinen und

gleichzeitig Weitläufigkeit und charmanten Rückzug

zu bieten, war ebenfalls eine der Herausforderungen

der Neugestaltung des Hauses.

24 Stunden Bar & Rezeption

Die zentral positionierte und von vier Seiten zugängliche

Hotelbar im Eingangsbereich fungiert zugleich

als Rezeption und ist 24 Stunden täglich besetzt.

Hier finden Gäste rund um die Uhr einen Ansprechpartner

vor Ort. Hinter der Bar, die wie auch die Ablagen

in den Zimmern mit Regalen in schwarzem

Stahl ausgeführt ist, öffnet sich der Raum zu einem

großzügigen Ess- und Sitzbereich. Hier finden Gäste

bequeme Sitzecken und Sofas ebenso wie großzügige

Esstische und charmantes Kaffeehausmobiliar.

Die edle Einrichtung, wertige Teppiche und stylische

Wand- und Hängeleuchten vermitteln eine entspannte

und zugleich unaufdringlich elegante Atmosphäre.

Der Raum wirkt wie ein Hybrid aus Bistro, Café und

Herrenclub und fungiert zugleich als Lobby, Frühstücksraum

und Nachtbar. Auch größere Tische für

formale Businesstreffen und versteckte Nischen für

konzentriertes Arbeiten lassen sich hier finden. u

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ibis Styles Wien Messe Prater

Die Anzahl der Sitzplätze ist für das gleichzeitige

Frühstücken von etwa siebzig Gästen konzipiert.

„Die Erfahrung zeigt, dass von 210 Gästen auch bei

hoher Auslastung nur etwa zwei Drittel im Hotel frühstücken“,

erklärt Mark Huber, General Manager des

Hauses: „Und das tun sie selten gleichzeitig. Bei Bedarf

können aber auch zusätzliche Plätze geschaffen

werden.“ Das kulinarische Konzept ist auf ein reichhaltiges

und ebenfalls hochwertiges Frühstücksbuffet

ausgelegt, sowie auf kleine aber feine Snacks

mittags und abends. Optional kann die Lobby auch

für Meetings genutzt werden. Somit kann also auch

mit einer relativ kleinen Küche gearbeitet werden.

Zusätzliche Seminarräume gibt es keine. Für Events,

Seminare und Workshops organisiert das Hotel jeweils

geeignete Locations in der unmittelbaren Umgebung

des Hotels. Dies ist einer der Vorteile zentral

gelegener Stadthotels.

Das Spiel mit dem Standort

Der Standort spielte auch eine wesentliche Rolle

bei der Neugestaltung des Hauses. Das Hotel liegt

nämlich an der Franzensbrücke, der zweitältesten

Brücke Wiens, am Beginn des urbanen und historisch

bedeutsamen Bereichs des Donaukanals, der bis ins

Mittelalter Hauptstrom der Donau war. Ende des 19.

Jahrhunderts befand sich hier noch das Direktionsgebäude

der Ersten Donaudampfschifffahrtsgesellschaft.

Es war daher naheliegend, für das Design

des Hotels die Geschichte des Donaukanals mit der

einhergehenden Industrialisierung aufzugreifen. Dies

spiegelt sich durch die Verwendung von Industriematerial,

Metalllampen, industriellen Regalsystemen

und Drucken mit altem Maschinenwerk auf den Vorhängen

im Haus wider.

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ibis Styles Wien Messe Prater

Kein Design von der Stange

Romy Weisenseel, Architectural & Design Manager

bei AccorHotels: „Die Herausforderung bei der Designentwicklung

liegt darin, die Marke zu verstehen

und das Designkonzept anzupassen, das heißt

genau auf die Marke zuzuschneiden. Bei ibis Styles

wollen wir dem Gast etwas zu entdecken geben, die

Einzigartigkeit jedes Hauses betonen und nicht zu

sehr mit starren Strukturen arbeiten.“ Starre Strukturen

und Möbel von der Stange wären auch aufgrund

der Beschaffenheit der Zimmer nicht möglich gewesen.

Die 102 Zimmer weisen jeweils unterschiedliche

Größen und Grundrisse auf, für die die Einrichtung

entsprechend adaptiert werden musste. So ist etwa

auch der Nassbereich jeweils unterschiedlich in den

Raum integriert, durch eine Nische oder eine Tür

vom Schlafbereich getrennt, immer mit geräumiger

Dusche, jedoch zum Teil besonders großzügig angelegt.

An Stelle eines Kleiderkastens, einer Garderobe

und einer zusätzlichen Kofferablage und eines

separaten Schreibtischs entschieden sich die Architekten

für multifunktionale Regalkonstruktionen aus

Grobspanplatten, geschliffen und weiß lasiert, und

Schwarzstahl. Diese dienen als Schreibtisch, Kofferablage

und Rahmen für die Fernsehaufhängung,

sowie als offene Garderobe. Je nach Grundriss sind

die Vorrichtungen zum Hängen der Kleidung in Nischen

untergebracht, die – mit einem Polster versehen

– auch als zusätzliche Sitzgelegenheiten eine

gute Figur machen. Grobspanplatten kamen auch

als Wandverkleidung am Betthaupt zum Einsatz –

wieder lediglich geschliffen und lasiert, jedoch ohne

zusätzlichen Dekor, was den Räumen eine ehrliche

Unmittelbarkeit verleiht. Industrial Design – passend

zum Thema Dampfschifffahrt und Frachthafen. Trotz

aller Schlichtheit wurde keinesfalls auf Design und

Komfort verzichtet.

Wesentliches Element der Zimmergestaltung ist

auch die Farbgebung. Die Wände sind in einem warmen

Weiß, einem eher dunklen Grau ohne Blau- oder

Rottöne und einem sonnig gelben Eck pro Zimmer

ausgeführt. Die Wände der Badezimmer sind in

Schwarz und einem selbstbewussten Rosa in Szene

gesetzt. Kein femininer Touch, sondern vielmehr an

ein Punschkrapferl, ein Nougatkonfekt von lldefonso

oder die Manner Neapolitaner Schnitten erinnernd.

Bad, WC, TV und Licht sind ebenso in hoher Wertigkeit

ausgeführt wie die bequemen Boxspringbetten,

die extra für die Hotelkette produziert werden. Auch

hier profitiert das Wiener Hotel von der Einbettung in

eine große Gruppe und kann somit hohe Qualität zu

einem guten Preis einkaufen. Sympathisch ist, dass

dieser Preisvorteil auch an die Gäste weitergegeben

wird. Gleichzeitig wird nicht Prunk und Luxus suggeriert.

Schwarzstahl bleibt Schwarzstahl und eine

Pressspanplatte bleibt auch als solche erkennbar. Es

ist, was es ist. Und das lieben auch die Gäste. (hs)

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magdas Küche

Großküche

mit Mehrwert

Für die Caritas der Erzdiözese Wien planten ATP architekten ingenieure

gemeinsam mit ATP sustain eine ÖGNB zertifizierte Zentralküche für bis

zu 25.000 Speisen pro Woche.

Mit der neuen magdas Küche in Wien Siebenhirten

können nun mehr als doppelt so viele

pflegebedürftige Menschen und Kindergarten-

bzw. Schulkinder wie bisher im Cook & Chill-Verfahren

verköstigt werden. Auch das Management

und die Verwaltung von magdas sind in dem Neubau

untergebracht.

Fair, sozial und Bio

Die frisch gekochten Speisen (cook) werden auf eine

Temperatur von 4 °C. abgekühlt (chill) und können

dann mit wenig Aufwand jeweils vor Ort zubereitet

werden. Für jede Zielgruppe werden ernährungsphysiologisch

durchdachte Menüpläne erstellt und unter

dem Motto „Nährwert mit Mehrwert“ an Einrichtungen

und Interessierte aus ganz Wien und Umgebung

geliefert. Zusätzlich gibt es verschiedene Event-Catering-Angebote

mit regionalen Zutaten, inklusive

fair gehandeltem Kaffee, biologisch angebautem Tee,

Bio-Säften von regionalen Lieferanten und Wein von

heimischen Winzern.

Dank modernster technischer Einrichtung können

die laufend benötigten Speisen von nur 35 Mitarbeitern

vor Ort zubereitet werden. Etwa ein Drittel des

Küchenpersonals galt aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit,

Behinderung oder Fluchthintergrund als

schwer vermittelbar. „Wir fokussieren auf die Stärken

unserer Mitarbeiter und nicht auf etwaige Defizite“,

erklärt Caritas-Wien Geschäftsführer Alex Bodmann.

Soziales Handeln und wirtschaftlicher Erfolg sind dabei

kein Widerspruch. Wie bereits das magdas HO-

TEL und magdas RECYCLING wird die magdas Küche

als Social Business geführt. Als Teil von magdas

ESSEN trägt sie sich wirtschaftlich selbst und hat zudem

die Lösung eines sozialen Problems als oberstes

Ziel. Dafür war ein sowohl bei der Errichtung als auch

im Betrieb nachhaltiges Gebäude gefragt.

Beim Upcycling werden

nicht mehr verwendete

Materialien und Objekte

in neue Produkte umgewandelt

und dadurch aufgewertet.

Als Dekoartikel,

Lichtobjekte oder Möbel

– wie etwa Emailtöpfe als

Lampenschirme über der

magdas Kochinsel – verleihen

sie Räumen ein besonderes

Flair. Doch auch

Holzverkleidungen und

Wandpaneele entstanden

in der magdas Küche aus

Abbruchmaterialien.

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magdas Küche

Fotos: ATP/Florian Schaller

Nachhaltig auf allen Ebenen

Den 2016 ausgeschriebenen Wettbewerb gewann

ATP architekten ingenieure auf Basis Integraler Planung

mit BIM. „Nachhaltiges Bauen ist zwar nicht billiger

als herkömmliches Bauen, aber auch nicht teurer

und schont dabei langfristig Ressourcen“, erklärt

magdas Geschäftsführer Michael Kleinbichler.

Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bestimmt

auch das Energiekonzept, bei dem vorhandene

Ressourcen und Energiequellen ebenso wie die

im Betrieb anfallende Abwärme genutzt werden. So

dient etwa die Abwärme der Kühlanlagen der Heizung

der Büro- und Personalräume im Obergeschoss.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt die

Produktionsstätte mit Sonnenstrom.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit besteht das Gebäude

zu großen Teilen aus Abbruchmaterialien und

aufgearbeitetem Altholz. Für die Innenraumgestaltung

wurde der Parkettboden aus einem ehemaligen

Seniorenhaus der Caritas wiederverwendet. Die

auffällig gestaltete Paneelenwand in der Kantine war

zuvor als Deckenverkleidung eines OMV-Bürogebäudes

im Einsatz. Und die Holzverkleidung von Boden

und Terrasse wurde aus Brettern eines alten Stadels

gefertigt. Handläufe eines aufgelassenen Industriegebäudes

wurden zu Terrassenmöbeln und Hochbeeten

aufgewertet. Die Besprechungsräume sind

durch eine Wand aus alten Türzargen abgetrennt und

ausrangierte Emailtöpfe und Pokale zieren als Lampen

den Empfangsbereich und das Buffet.

So präsentiert sich die Arbeitsstätte barrierefrei und

visuell, akustisch und thermisch einladend. Es gibt

E-Ladestationen, einen Erholungs- und Naschgarten

auf der Dachterrasse und einen sortenreichen Obstgarten

inklusive zahlreicher Blumen und Sträucher

rund ums Haus. Hier können Mitarbeiter und Gäste

selbst ernten.

Unter Berücksichtigung aller ökologischer, ökonomischer

und soziokultureller Aspekte verlieh die Österreichische

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

(ÖGNB) der neuen Großküche der Caritas das Nachhaltigkeitszertifikat

in Gold. Mit 961 von 1000 Punkten

ist die magdas Küche das bis dato höchstbewertete

fertiggestellte Gewerbegebäude in Österreich.

magdas Küche

Adresse:

Auftraggeber:

Siebenhirten, 1230 Wien

magdas Social Business/

Caritas der Erzdiözese Wien

Integrale Planung: ATP architekten ingenieure (Wien)

Projektleitung: Florian Schaller

Nachhaltigkeitskonzept: ATP Wien, ATP sustain

Energiekonzept: ATP Wien, ATP sustain und bauleiter

Reuse- und Recycling: HarvestMAP eG, materialnomaden

www.hotelstyle.at

Wettbewerb: 08/2016

Baubeginn: 10/2017

Fertigstellung: 11/2018

Eröffnung: 28. 02. 2019

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magdas Küche

Von der Groß- zur Gastroküche

Über die magdas Küche als Vorzeigeprojekt, auch für die Hotel- und

Gastronomieküche, sprachen wir mit Architekt Florian Schaller, Gesamtprojektleiter

bei ATP architekten ingenieure, und Küchenplaner

Sebastian Ronge, Prokurist beim Ingenieurbüro Ronge Stria.

Welche Grundvoraussetzungen sind

für magdas Küche und Gastroküche

gleich wichtig?

Florian Schaller: Eine möglichst schnittstellenfreie

Planung aus „einer Hand“ und die

enge Zusammenarbeit zwischen Architekten

und Ingenieuren, wie dies bei magdas

Küche der Fall war, bringen immer einen

enormen Mehrwert für den Bauherrn.

Welchen Tipp haben Sie in Hinblick auf

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz?

Florian Schaller: Zur Planung der Bauphysik

sowie zur späteren ÖGNB-Gebäudezertifizierung

ist eine frühe Einbindung nachhaltiger

Themen wichtig. Bei magdas Küche

haben wir bereits in der Wettbewerbsphase

unsere hauseigene Consultinggesellschaft

ATP sustain mit ins Boot geholt.

Zahlt sich Re- und Upcycling generell aus?

Florian Schaller: Ressourcenschonung

war ein wesentlicher Entwurfs- und

Gestaltungs aspekt. Wir haben vorhandene

und funktionstüchtige Materialien bzw.

Bauelemente liebevoll aufgewertet, anstatt

sie einfach zu entsorgen. Neben der Energieeinsparung

schafft das aufgewertete

Material eine besondere Atmosphäre. Recycling

ist zwar ein Mehraufwand, im Sinne

der Nachhaltigkeit und des ökologischen

Fußabdrucks eines Gebäudes macht er sich

jedenfalls bezahlt.

Bei magdas Küche wird Abwärme zum

Heizen genutzt. Könnte man dies in jeder

Küche realisieren?

Florian Schaller: Ausgangspunkt für die

besonders effiziente Abwärmenutzung bei

magdas Küche war das sehr energieintensive

Chill-Verfahren, das zur Haltbarmachung

der Speisen angewandt wird. Nicht der heiße

Dampf des normalen Kochvorganges

wird genutzt, sondern jene Abwärme, die

durch die Schockkühlung der Speisen entsteht.

Der energieaufwendige Kühlprozess

macht einen Großteil des gesamten Energiebedarfs

aus. Damit diese Wärme nicht

einfach verpufft, wird die bereits verwendete

Menge an Energie ins System zurückgespeist,

um etwa Fußbodenheizung und

Heizdecken im gesamten Gebäude zu versorgen.

Inwiefern in einer herkömmlichen

Gastronomieküche erzeugte Abwärme

ausreicht, um auch kleinere Anlagen wirtschaftlich

zu betreiben, muss im Einzelfall

evaluiert werden.

Worauf sollte man in einer Gastro-Küche

bei Raumtemperatur und Lüftung

achten?

Sebastian Ronge: Die Schwierigkeit besteht

in dem Spagat zwischen Lebensmittelhygiene

und Wohlbefinden der Mitarbeiter. In

wesentlichen Prozessschritten brauchen

wir Räume mit Temperaturen unter oder

um den Gefrierpunkt. Dort wird darauf geachtet,

dass keine Zugluft entsteht. In den

Verarbeitungsräumen bestehen normale

Raumtemperaturen. Unmittelbar neben

dem Herd oder in der Patisserie kann es

dann schon wesentlich wärmer werden. Köche

durchlaufen also an einem Arbeitstag

alle denkbaren „Klimazonen“. Entsprechende

Schutzbekleidung ist daher obligat.

Florian Schaller: In der magdas Küche ist im

gesamten Küchenbereich eine Vielzahl von

großzügigen Zuluftelementen vorgesehen

und die eingebrachte Luft wird direkt über

dem Kochbereich wieder abgesaugt. Luftverwirbelungen

werden so minimiert und

die warme und geruchsbehaftete Luft verteilt

sich nicht im gesamten Küchenbereich.

Welche Tipps haben Sie für Anlieferung

und Entsorgung?

Sebastian Ronge: Die Wege zwischen Anlieferung

und Entsorgung müssen auf jeden

Fall kurz sein und wenig verwinkelt. Sie sollten

hygienisch einwandfrei verlaufen, Kreuzungspunkte

ausschließen und trotzdem

zentral zusammenlaufen. Ideal ist, wenn

alles, was mit dem Warenfluss zu tun hat,

auf einer Ebene stattfindet und somit kein

Lastenlift verwendet werden muss.

Florian Schaller: Bei der Anlieferung achten

wir immer sehr darauf, dass der Anlieferbereich

außerhalb der Küche ein Ankommen

von PKWs und LKWs ermöglicht. Wichtig

ist auch die geschickte Positionierung des

Müllraums. Im konkreten Fall ist der bodenebene

Bereich praktisch an den Ladehof

angebunden und das Müllfahrzeug kann

direkt vor dem Müllraum parken.

Wird der Abfallvermeidung künftig

mehr Raum eingeräumt werden?

Sebastian Ronge: Auf jeden Fall, das Bewusstsein

ist inzwischen bei allen Gemeinschaftsverpflegern

angekommen. Programme

wie United Against Waste nehmen das

Thema „vermeidbare Lebensmittelabfälle“

auf. Bei einigen Projekten konnten wir in

Zusammenarbeit mit unseren Kunden bis

zu 60 % Abfälle vermeiden.

Nehmen auch neue Ernährungstrends

Einfluss auf die Küchenplanung?

Sebastian Ronge: Ernährungstrends, Zielgruppen,

Diäten und spezielle Lebensmittel,

erfordern in der Küche separate Bereiche und

lassen die Gerätestruktur vielfältiger werden.

Wie viel Platz brauche ich

pro Arbeitsstation?

Sebastian Ronge: Pauschal lässt sich das

nicht beantworten, da jede Küche ande-

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magdas Küche

re Anforderungen hat. In Großküchen wie

z. B. bei magdas brauche ich zwischen den

Kochzeilen mehr Platz für fahrbare Tische,

Servierwägen, heiße Gebinde und natürlich

die vielen Köche usw. Es kann schon mal

eng werden im Kochprozess.

Wie gehen Sie hier bei der Planung vor?

Florian Schaller: Zumeist können die Betreiber

und Nutzer selbst sehr gut abschätzen,

welche Flächen für welche Zwecke erforderlich

sind. Dank Digitalisierung können

wir bereits in einer sehr frühen Planungsphase

Situationen umfassend simulieren

und damit Entscheidungen erleichtern.

Zusätzlich können VR-Tools wie 3D-Brillen

eingesetzt werden, mit denen man ein virtuelles

Gebäude wie real erleben und verschiedene

Möglichkeiten evaluieren kann.

Ist es üblich, dass der Koch mitplant?

Sebastian Ronge: Im optimalen Fall wird

gemeinsam mit der Küchenleitung und dem

Küchenplaner eine Betriebsorganisation im

Vorfeld erstellt sowie ein Changemanagementprozess

erarbeitet. Dadurch werden

auch Ängste genommen und das Küchenpersonal

kann sich optimal auf die neue Küche

einstellen. In der Endphase der Planung ist es

von Vorteil, einen Ansprechpartner aus der

Küchenleitung zu haben, mit dem man – wie

bei magdas – noch einmal alles quercheckt.

Florian Schaller: Wir stehen in kontinuierlichem

Austausch mit unseren Kunden und

– wo möglich – auch mit den künftigen Nutzern.

Mithilfe des Planungstools Building

Information Modeling (BIM) erstellen wir

einen virtuellen Zwilling des Gebäudes, auf

den alle Projektbeteiligten – auch der Bauherr

– in Echtzeit zugreifen können.

In welchen Intervallen brauchen Gastronomen

neue Küchen?

Sebastian Ronge: Eine gute Küche sollte in

der Regel zwischen 20 bis 25 Jahre überdauern.

Wenn sich die Anforderungen sehr

stark verändern, kann es auch früher der

Fall sein.

Wie flexibel sollten Küchen geplant sein?

Sebastian Ronge: Gut geplante Küchenkonzepte

müssen auf zukünftige Trends in

der Speisenversorgung jederzeit reagieren

können. Deshalb berücksichtigen wir bei

vorhandenen Küchengeräten auch schon

die Anschlüsse für neue Geräte sowie Reserveanschlüsse

für zusätzliche Geräte.

Was gilt es in Bezug auf Aufenthaltsund

Arbeitsqualität zu beachten?

Sebastian Ronge: Kurze Arbeitswege, klare

Aufteilungen und moderne Technik, bilden

die Basis für ein zufriedenes Küchenteam.

Zudem wird in der Großküchentechnik sehr

viel entwickelt, um die Köche zu unterstützen:

Automatische Hebevorrichtungen,

Übernachtgarer, digitale Temperaturüberwachung

per Computer oder Tablet machen

tägliches Arbeiten in der Küche nicht

nur angenehmer, sondern wirken sich auch

positiv im Qualitätsmanagement und auf

die Speisenqualität aus.

Florian Schaller: Bei magdas Küche haben

wir außerdem auf den visuellen und thermischen

Komfort der Mitarbeiter geachtet,

ebenso wie auf die größtmögliche Einbringung

und Ausnutzung des vorhandenen

Tageslichts. Dies haben wir durch hohe

Fensterbänder, Zwischenwände aus Glas

und ein großzügiges Oberlicht in Kombination

mit hellen Oberflächen an Wänden,

Böden und Decken gelöst. Punktuell eingesetzte

grafische Illustrationen rund um den

„lukullischen Genuss“ beleben die hellen

Wandflächen und verhindern ein steriles

Ambiente. Auch die bewusst und dezent

gesetzten Farbakzente in den Wandfliesenbereichen

wirken dem Eindruck einer konventionellen

Großküche entgegen.

Welche Materialien und Oberflächen

sind üblich, welche nicht?

Sebastian Ronge: In der Küche selbst verwenden

wir aus hygienischen Gründen

auf jeden Fall CrNi-Stahl sowie Kunststoff,

etwa für Schneidbretter. Holz ist tabu. In

der Ausgabe sieht das schon wieder anders

aus. Von Edelstahl über Kunststein bis Granit

ist alles dabei.

Apropos Hygiene: Wie offen darf eine

Küche für Gäste sein?

Sebastian Ronge: Das ist vom Kundenkreis

abhängig. Eine Krankenhausküche ist

Hochhygienebereich, hier darf nichts von

außen eindringen. Im Hotelbereich (4-5*)

sind Open Kitchens und Showküchen state

of the art, ebenfalls auf Kochevents darf

die Küche gerne offen sein. Wichtig ist, dass

man alle Prozesse im Hintergrund im Griff

hat und die Hygiene aufrecht erhalten wird.

In der magdas Küche haben wir das mit

einer Entwicklungsküche gelöst, die temporär

von Besuchern betreten werden kann

und mit einer verschließbaren Glaswand

von der Küche getrennt ist.

Worin sehen Sie den größten Benefit

der magdas Küche als Vorbild für die

Gastro-Küche?

Florian Schaller: Durch den einzigartigen

Energierückgewinnungsprozess ist magdas

Küche sicherlich zukunftsweisend. Wesentliche

Planungsaspekte wie Barrierefreiheit,

Ressourcenschonung und Energieeffizienz

sind neben Gestaltung und Integraler Planung

allesamt als Schlüssel für verantwortungsbewusstes

gesellschaftliches Handeln in der gebauten

Welt zu verstehen und sicherlich auch

auf andere Gastroprojekte übertragbar. (hs)

www.hotelstyle.at

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Schauraum

Die Unifliese Cementgrau wird

an der Wand mit dem Mustermix

Vanda aus zwölf floralen

und geometrischen Motiven

kombiniert, am Boden zeigt sie

sich hingegen zusammen mit

dem Einzeldekor Isola, das in

einer durchlaufenden Vierer-Anordnung

verlegt wurde.

Kollektion Pattern wächst weiter

Nach nur einem Jahr erweitert Jasba erneut seine Erfolgskollektion. Das Leitthema

der Serie, die Renaissance des Ursprünglichen, wird dabei wieder gekonnt

keramisch umgesetzt: Neue dekorative Spielarten sowie eine Unifliese vermitteln

schlichte Eleganz gepaart mit hoher Handwerkskunst.

Materialität, Ursprünglichkeit und eine wohnlich behagliche

Ausstrahlung sind typische Charakteristika

der neuen Pattern-Spielart Vanda. Mit ihrer feinen,

zementartigen Anmutung ist sie in zwölf kunstvollen

floralen beziehungsweise geometrischen Motiven in

zarten Farbkompositionen aus Grau, Weiß, Blau und

Senf erhältlich, die hervorragend mit der Unifliese in

Cementgrau harmonieren.

Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen die

korrespondierenden Einzelmotive Isola und Baleno.

Sie sind prädestiniert für die Akzentuierung oder

rhythmische Gliederung definierter Bereiche, durch

Aneinanderreihung aber auch zur Belegung größerer

Flächen einsetzbar. Das Einzelmotiv Baleno hingegen

bildet mit graublauen geometrischen Mustern einen

Gegenpol und besticht mit einer angesagten Geradlinigkeit.

Auch hier können zum Beispiel vier Einzelmotive

aneinandergelegt werden, die dann wiederum ein

vergrößertes Motiv ergeben.

Die neuen Mitglieder der Kollektion Pattern sind aus

hochwertigem Feinsteinzeug gefertigt und werden

im stilistisch optimalen Format 20 x 20 Zentimeter

und mit Trittsicherheitsklassifizierung R10/B angeboten.

Die Verwendung ist sowohl an der Wand als

auch am Boden möglich. Ein täglich wirksames Plus

ist die werkseitige Veredelung „Hytect“. Diese innovative

Lösung basiert auf der Wirkung des Lichtes

und verleiht keramischen Fliesen revolutionäre Eigenschaften:

Sie sind extrem reinigungsfreundlich,

wirken antibakteriell ohne Chemie und bauen störende

Gerüche beziehungsweise Luftschadstoffe ab.

Ansprechpartner in Österreich siehe

www.agrob-buchtal.de (Rubrik Kontakte)

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Schauraum

Sechs Schritte zur Küche

Als einer der führenden Hersteller professioneller

Küchentechnik „Made in Germany“ setzt PALUX

nicht nur auf hochwertige Produkte, sondern auch

auf ein Sechs-Schritte-Leistungspaket, damit der

Kunde langfristig Erfolg hat.

1. Individuelle Bedarfsanalyse: Im Vorfeld der Investition

werden wesentliche Fragen wie Speisenangebot,

Betriebsstruktur oder Kapazität abgeklärt.

2. Konzeption & Planung: Nun werden die Küchenorganisation,

die logistischen Abläufe sowie die thermische

Ausstattung festgelegt und auch das direkte

Umfeld, bauliche Gegebenheiten, Verordnungen und

Vorschriften miteinbezogen.

Eine 3D-Darstellung erleichtert die Planung von

Abläufen und Einrichtung sowie die Erstellung der

Werks- und Installationspläne.

3. Projektmanagement: Erfahrene Contract Manager

koordinieren die enge Zusammenarbeit mit Architekten,

Fachplanern und Handwerkern vor Ort. So

sparen sie dem Kunden Zeit und Kosten.

4. Produktion & Montage: Produziert wird ausschließlich

in Deutschland, inklusive Komplettaufbau

und Prüfung neuer Küchen in der Staging-Halle. Die

modulare Systembauweise, die Multifunktionalität

der Geräte und das patentierte Verbindungssystem

gewährleisten Flexibilität, geben Investitionssicherheit

und werden höchsten Hygieneanforderungen

gerecht. Montage-Spezialisten stellen die neue Küche

fachgerecht auf und übergeben sie „schlüsselfertig“.

5. Training & Einweisung: Schulungen für die Küchen-Crew

umfassen die Funktionsweise der neuen

Geräte sowie Anwendungs-Tipps und Informationen

zu Reinigung und Hygiene.

6. Service & Aftersales: Ein flächendeckendes Servicenetz

sachverständiger PALUX-Servicetechniker

unterstützt anschließend den ausfallfreien Betrieb.

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die bessere Alternative für Gastronomie und Hotellerie:

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rutschhemmend, robust und individuell gestaltbar.

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47


Schauraum

Erste Wahl für Küchen

Der herausfordernde Alltag in einer Großküche stellt hohe Ansprüche an den

Boden. Zu den Anforderungen zählt insbesondere die Rutschfestigkeit, die beim

hektischen Arbeitsalltag unverzichtbar ist. Außerdem muss sich die Oberfläche

leicht reinigen lassen.

Fliesenböden sind oft die erste Wahl. Doch im Laufe

der Zeit brechen die Fliesen und die Fugen lösen sich.

Dann muss ein neuer Boden her. Das wiederum heißt,

die Küche bleibt während der Dauer des Umbaus

geschlossen. In diesen Fällen hat sich der DisboPUR

A326 Kunstharzboden von AvenariusAgro hervorragend

bewährt, härtet er doch besonders rasch.

Daneben erfüllt er strengste Hygienestandards und

durch die fugenlose Oberfläche lässt er sich einfach

reinigen.

Passt (farblich) in jede Küche

Zudem bietet der Hersteller von modernen Kunstharz-Bodenbeschichtungen

eine Reihe von innovativen

Lösungen, die es erlauben, die Farbe und Struktur

des Bodens passend zum Küchendesign auszuwählen.

Neben der Küche eignen sich die verschiedenen

DISBON-Kunstharzböden ebenso für Kühl- und Lagerräume.

„Mit einer optionalen Versiegelung wird

der Boden dann den speziellen Anforderungen in

diesem Bereich gerecht“, betont Martin Kaindleinsberger,

Produktmanager bei Avenarius-Agro.

Auch auf den zweiten Blick offenbaren Kunstharzböden

große Vorteile: Der Lärmpegel in Küchen ist

oft überaus hoch. Da ist es ein Gewinn, wenn der Geschirrwagen

nicht lautstark über die Fliesen rumpelt.

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T +43 (0)7242 489-0

F +43 (0)7242 489-5700

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48


Schauraum

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49


Schauraum

Bits und Bytes die helfen

Es ist heute kaum noch vorstellbar, wie Gastronomie- und Hotelbetriebe früher

ohne digitale Unterstützung funktionierten. Zumindest das heute brennende

Thema Personal war damals noch nicht wirklich relevant und vieles ließ sich

noch „händisch“ erledigen.

Betriebswirtschaftlich hoffte man aber damals

mehr als man wirklich wusste, sammelte

und verwertete kaum Informationen

und tröstete sich damit, dass der Wettbewerb

auch mit „Erfahrungswerten“ arbeitete.

Diesen über weite Strecken betrieblichen

„Blindflug“ kann man sich heute nicht

mehr leisten. Und auch die gestiegenen

Erwartungen der Gäste an die Qualität und

die Quantität der verfügbaren Services sind

in Zeiten des Personalmangels und der hohen

Lohnkosten ohne die digitalen Helferlein

nicht mehr wirklich zu erfüllen.

Innovative Hardware, pfiffige Software und

neuartige Kommunikationstechniken erleichtern

in rasant steigendem Ausmaß die

betrieblichen Abläufe, ersetzen Vermutungen

durch Fakten und bringen zudem den

Gast on- und offline immer näher zum Unternehmen.

Und: Gut gemacht und ebenso

eingesetzt, steigern sie bei allen Betroffenen

die Zufriedenheit.

Nachfolgend einige Beispiele aus der aktuellen

digitalen Arbeitswelt, mit denen sich

unternehmerischer Erfolg und hohe Kundenzufriedenheit

kombinieren lassen.

Alles digital?

Digitalisierung unterstützt den laufenden

Betrieb in den unterschiedlichsten Bereichen.

Anbei eine kleine Check-List – natürlich

ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Verwaltung:

Alle Funktionen der Bereiche Front Office,

Reservierung, Haus- und Debitorenverwaltung

können in einer webbasierten Oberfläche

vereint werden, sodass die Mitarbeiter

alle Aufgaben schnell und effizient erledigen

können.

Kundendaten:

Mit einem Customer Relation Management

lassen sich alle relevanten Informationen zu

den Gästen einfach verwalten.

Marketing:

Sobald die Zielgruppe genau definiert ist,

können maßgeschneiderte Marketingkampagnen

durchgeführt werden. Dabei lassen

sich auch Umsatzziele und Umsatzprognosen

einfach im Blick behalten.

Kundenbindung:

Schon vor der Anreise und auch nach der

Abreise können relevante Informationen

den Kontakt mit den Gästen intensivieren.

Kundenfeedback:

Ein Online-Fragebogen lädt zur Rückmeldung

der Gäste ein und unterstützt so das

Qualitätsmanagement des Hauses. Kun-

denkarten und Bonuspunkte unterstützen

nicht nur die Kundenbindung, sondern auch

das Adressen-Management.

Gutscheine:

Eine buchhalterisch korrekte Lösung, die

zudem auch die internen Arbeitsprozesse

verkürzt, vereinfacht und automatisiert,

lässt sich ebenfalls digital nutzen

Eventmanagement:

Veranstaltungen können digital bis ins Detail

geplant werden, von der Verwaltung der

Räume und Geräte bis zum Erstellen von

Verträgen und Listen zur internen Kommunikation.

Kassensystem:

Abgestimmt auf die betriebswirtschaftlichen

Anforderungen im Hotel und in der

Gastronomie vereint es Bestell-, Verwaltungs-

und Management-Funktionen in einem

System.

Preismanagement & Umsatzoptimierung:

Dank der automatischen Berücksichtigung

verschiedenster Komponenten lassen sich

Preise ohne großen Aufwand jederzeit

marktgerecht steuern.

Onlinebuchungen:

Mit einer direkten Schnittstelle zur Buchungssituation

ist auch die Online-Buchungsplattform

des Hauses stets auf dem

neuesten Stand. Raten, Restriktionen und

Verfügbarkeiten können außerdem auch an

die Booking Engines übermittelt werden.

Buchungen für Ketten und Kooperationen:

Auch eigenständige Reservierungszentralen

und mandantübergreifende Reservierungen,

aber auch andere konsolidierte

Informationen für Häuser innerhalb einer

Gruppe lassen sich digital einfach koordinieren.

Self-Check-In:

Mit Hilfe einer Check-In-Terminal Lösung

können Gäste selbst und ohne Kontakt zur

Rezeption einchecken.

Gäste-App:

Über ihr Smartphone oder Tablet können

Gäste einfach ihr Zimmer, aber auch bestimmte

Leistungen im Hotel reservieren,

jederzeit Rechnungen einsehen und bei Bedarf

auch Feedback geben. Selbst der Zimmerschlüssel

kann durch die entsprechende

App am Smartphone ersetzt werden.

IT-Spezialisten outsourcen:

Die Software selbst lässt sich bei vielen Anbietern

einfach über das Internet nutzen.

Durch das outsourcen der IT-Infrastruktur

ist auch kein eigener IT-Spezialist im Haus

notwendig.

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50


Schauraum

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51


Schauraum

Unbewaffnet gegen Cyberangriffe?

Die EU-Datenschutzgrundverordnung DSVGO ist bereits seit Mai 2018 in Kraft. Doch

obwohl Verstöße gegen die geltende Verordnung empfindliche Strafen nach sich

ziehen, ist die digitale Infrastruktur vieler Hotels immer noch extrem anfällig für Hackerangriffe

und damit für den Verlust hochsensibler Kunden- und Geschäftsdaten.

Dass ein solcher Angriff nicht nur kleine

Betriebe ohne die nötige IT-Infrastruktur,

sondern auch die Giganten der Branche

treffen kann, hat nicht zuletzt der spektakuläre

Hack auf die Marriott-Hotelgruppe

gezeigt, bei der es Cyberkriminellen über

Jahre hinweg gelang, sensible Personenund

Finanzdaten von rund 383 Millionen

Kunden zu stehlen.

Hotelbetreiber müssen umdenken

Die technische Herausforderung für Hotelbetreiber,

die sich bislang nicht intensiver

mit dem Thema Cybersicherheit befasst

haben, ist groß. Es gilt nämlich nicht nur,

Gästen sicheren WLAN-Zugang zu ermöglichen,

sondern in erster Linie die eigene

IT-Infrastruktur sowie den aktuellen Datenbestand

zeitgemäß und nachhaltig zu

schützen. Etwa vor Hackern, aber auch

sonstigen Sicherheitsvorfällen, über die

sensible Daten abfließen oder zerstört

werden können. Ansonsten drohen Strafen

in Höhe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes.

Gerade für kleinere Häuser

kann dies existenzbedrohend sein. Und ist

erst einmal die Abmahnindustrie auf das eigene

Fehlverhalten aufmerksam geworden,

muss es nicht lange dauern, bis man mit einer

ganzen Flut von Zahlungsaufforderungen

überzogen wird.

Die Basis erfolgreicher Hotellerie – eine

tadellose Reputation

Doch neben drohenden finanziellen Einbußen

durch etwaige Strafzahlungen kann

auch ein möglicher Reputationsverlust im

Falle eines Datenlecks extreme Folgen nach

sich ziehen. Denn es wird dann sicherlich

nicht lange dauern, bis in den einschlägigen

Internetportalen die ersten schlechten Bewertungen

auftauchen. Jedem Unternehmer

im Gastgewerbe dürfte klar sein, welch

verheerende Folgen ein Hagel an 1-Sterne-Bewertungen

für den eigenen Betrieb

haben kann. Die Ransomware-Epidemie

im vergangenen Jahr hat auf eindringliche

Weise gezeigt, dass Unternehmen nicht un-

bedingt mit sensiblen Informationen oder

großen Geldsummen zu tun haben müssen,

um ins Visier von Cyber-Kriminellen zu

geraten. Die Attacken sind darüber hinaus

bedeutend zielgerichteter geworden. Besonders

kleine Unternehmen oder Hotels

sind mangels einer erfahrenen IT noch gefährdeter

als große Unternehmen.

Sicherheit ist keine Frage des Budgets

Viele Hoteliers schrecken trotz all dieser

drohenden Gefahren jedoch weiterhin davor

zurück, selbst aktiv zu werden und den

eigenen Betrieb umfassend zu schützen –

vielleicht auch aus Angst vor hohen Investitionskosten.

Dabei können die schwerwiegendsten

Risiken mit sehr überschaubarem

finanziellem Einsatz vermieden werden.

Eines der wichtigsten Schutz-Elemente

stellt dabei der Einsatz einer leistungsstarken

Firewall dar, die Unified Threat Management

(UTM)-Lösungen integriert hat.

Diese enthalten mit den Services Contentfilter,

Anti-Virus, Anti-Spam und Intrusion

Detection die wichtigsten Abwehrmechanismen,

um Viren, Malware und Konsorten

erst gar nicht die Möglichkeit zu geben, in

das eigene Netzwerk einzudringen.

Unternehmer, die in puncto Sicherheit noch

mehr auf Nummer sicher gehen wollen,

können auf ATP (Advanced Threat Protection)-Technologie

zurückgreifen, die umfassende

Websicherheit durch Content- und

Botnet-Filter, App- und E-Mail-Security, ein

integriertes Angriffserkennungs- und Präventionssystem,

Geoblocking-Funktionen,

Managed-Access-Point-Services und cloudbasierte

Threat-Intelligence-Dienste bieten.

Da unzureichend informierte Mitarbeiter

und deren potenzielles Fehlverhalten ebenfalls

hohe Risiken bergen, sind außerdem

entsprechende Schulungen sinnvoll.

Gutes Gewissen mit minimalem Aufwand

Mit diesen, finanziell und organisatorisch

leicht zu bewältigenden Maßnahmen, lässt

sich das eigene Unternehmen heute und

für die Zukunft sicher machen. Mit wenigen

„Vor zwei Jahren war das Thema Erpressersoftware

in aller Munde und die Gefahren

durch Malware sind seitdem eher noch gestiegen.

Inzwischen verzeichnen wir an einem

Tag so viele Kompromittierungsversuche

wie noch vor geraumer Zeit in einem halben

Jahr. Darüber hinaus sind die Attacken heute

bedeutend zielgerichteter, was insbesondere

für kleine und mittelständische Gewerbetreibende

ohne den nötigen IT-Background eine

besondere Gefahr darstellt“, warnt Thorsten

Kurpjuhn, Market Development Manager

Gateway Europe bei Zyxel.

hundert Euro Einsatz bringen sich Hoteliers

wieder in die angenehme Position, sowohl

für sich als auch ihre Kunden umfassende

Sicherheit sensibler Daten gewährleisten

und endlich wieder ohne Gewissensbisse

und Sorgen ruhig schlafen zu können.

Genau das, was man jedem Hotelgast allabendlich

von ganzem Herzen wünscht.

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Schauraum

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Seit 1991 überzeugen wir täglich neue Kunden durch individuelle und

moderne Lösungen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Kredit-,

Maestro- oder VPAY-Karte. Egal ob Sie Standgeräte für den Einzelhandel,

variable GPRS Terminals für Hotel und Gastronomie oder eine einfache

Bezahlung in Ihrem Webshop benötigen – hobex ist dort, wo Ihre Kunden perfekten

Service erwarten.

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53


Schauraum

Rezepte für mobiles Bezahlen

Hotels und auch kleinere Beherbergungsbetriebe

setzen verstärkt auf praktische Online-Services.

Die Lösungen von hobex helfen

dabei, Buchungs- und Zahlungsprozesse

zu optimieren, kosteneffizienter zu arbeiten

und den Gästen bestmöglichen Service

zu gewährleisten. Unkomplizierte Anbindung

an Webshops oder Payment Service

Provider, größtmögliche Sicherheit durch

3D-Secure-Verfahren und Anpassung an

das Webdesign sind dabei längst Standard.

Flexible und maßgeschneiderte Lösungen

für Gutscheine, automatisch mit hobex online

verknüpft, gewährleisten ebenfalls eine

einfache Zahlungsabwicklung.

Stark im Trend ist auch die Bezahlung via

Paymentlink. Dieser wird über das hobex-Webterminal

erstellt, oder einfach direkt

per E-Mail verschickt. Ob Kreditkarte,

Sofortüberweisung, Lastschriftverfahren

oder Online-Bezahldienste wie Paypal oder

Klarna/Sofortüberweisung – der Kunde

sucht sich sein bevorzugtes Zahlungsmittel

selbst aus. Sobald eine Transaktion erfolgreich

durchgeführt wurde, bekommen beide

Seiten eine Bestätigung per E-Mail.

hobex AG

T +43 (0)662 22 55-0

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Software für das Housekeeping

Seit sechs Jahren ist die Hotelsoftware

hotelkit auf dem Markt. Rund 40.000 Hotelmitarbeiter

in 25 Ländern weltweit nutzen

bereits täglich die Hotel Operations- und

Communications Software aus Österreich.

Gemeinsam mit Vertretern renommierter

Hotels wurden im Vorjahr nun auch alle Anforderungen

an das Housekeeping definiert.

Die darauf basierende neu entwickelte Software

hotelkit HOUSEKEEPING digitalisiert

die einzelnen Arbeitsabläufe und ermöglicht

es, diese wesentlich effizienter zu gestalten.

Das Software-Tool wird als Stand-Alone Produkt

sowie integriert in die bestehende Lösung

von hotelkit angeboten. Schnittstellen

zu Hotelmanagementsystemen liefern die

benötigten Gästedaten - Anreise- & Abreisedatum,

Präferenzen und VIP Status – für

die automatisierte Zimmerzuteilung an das

Housekeeping-Team. Nach der Reinigung

wird der aktuelle Zimmer-Status direkt an

das Hotelmanagementsystem gemeldet,

damit die Front-Office Mitarbeiter stets informiert

sind.

Mithilfe des neuen, spezialisierten Tools behält

der Housekeeper den Überblick über

den Fortschritt der Reinigung und kann

durch standardisierte Checklisten und Inspektionen

eine höhere Qualität garantieren.

Mitarbeiter im Housekeeping profitieren

von einer effizienten und zeitgemäßen Arbeitsweise.

Und die Qualitätssteigerung

trägt natürlich letztlich auch zur Gästezufriedenheit

bei.

hotelkit GmbH

T +43 (0)662 238080

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54


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Hotels in

Österreich im

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Schauraum

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55


Schauraum

Tiroler Hotelsoftware

startet durch!

Die Geschichte der Casablanca Hotelsoftware

GmbH kann sich sehen lassen. Das

1990 gegründete Unternehmen entwickelte

sich von einem Kleinbetrieb zu einer mittlerweile

25-köpfigen Firma und ist ein „Big

Player“, was Hotelverwaltungsprogramme

im mitteleuropäischen Raum betrifft. Über

2000 Hotel- und Beherbergungsbetriebe

im deutschsprachigen Raum vertrauen

auf die Leistungen und das Know-How

des Tiroler Softwareherstellers, dessen

All-in-One-Hotelverwaltungsprogramm

neben einem vollständig digitalisierten

Rezeptionsalltag auch einen hybriden Verbund

von Cloud- und On-Premise-Version

und eine Multi-Property-Lösungen liefert.

Das Herzstück der Hotelsoftware ist nach

wie vor der grafische Zimmerplan, inklusive

Gästeverwaltung, Reservierungsmaske

und Kontomodul. Die Produktpalette wird

zudem ständig mit weiteren hauseigenen

Modulen und Schnittstellen zu anderen

Programmen erweitert, um innovativ mit

dem Wandel der Zeit zu gehen. Der modulare

Aufbau ermöglicht einfache bis höchst

komplexe Anwendungen. Die Hotelsoftware

kann dadurch perfekt auf den Bedarf

des Kunden abgestimmt werden.

Apropos abgestimmt: Dies gilt natürlich auch

für die Größe des Hotelbetriebes: „Wir bedienen

Hotels und Beherbergungsbetriebe

jeglicher Größenordnung und zählen 5-Sterne-Hotels

ebenso wie Privatzimmervermieter

zu unseren Kunden“, so Geschäftsführer

Alexander Ehrhart. Aktuelles Highlight ist

der Online-Zimmerplan, der in die Cloud-Version

der Hotelsoftware implementiert wurde

und das Arbeiten auf allen Geräten (Laptop,

Tablet und Smartphone) ermöglicht.

Casablanca Hotelsoftware GmbH

T +43 (0)5418 5622

verkauf@casablanca.at

www.casablanca.at

Mehr als ein Kassensystem

56

Starke Umsatzzahlen erfordern effiziente

Abläufe sowie einen professionellen Gästeservice

in der Gastronomie. Alltägliche Aufgaben

– vom Einkauf über die Speisekartenerstellung

bis hin zur Programmierung

der Kasse und dem Controlling – gilt es so

effizient wie möglich zu erledigen.

Die Bausteine der All-in-One Kassenlösung

von gastronovi sind flexibel auswählbar und

perfekt auf die individuellen Bedürfnisse von

Gastronomiebetrieben jeder Größe abgestimmt.

In Österreich konnten renommierte

Restaurants dank gastronovi ihre Abläufe

und Umsatzchancen langfristig optimieren.

So auch das Restaurant Villa Lido am

Wörthersee, wo im Sommer bis zu 400 Personen

Platz finden. Geschäftsführer Franz

Huditz ist von den Vorteilen überzeugt

und hat mit gastronovi eine Kassenlösung

gefunden, die perfekt zu seinem Betrieb

passt. Dank des Reservierungstools und

der direkten Anbindung seiner Lieferanten

kann das Restaurant heute große Zeiteinsparungen

verzeichnen.

Mit der mobilen Kasse nimmt das Servicepersonal

Bestellungen am Tisch auf und

sendet sie per Klick an die Küche, wo diese

übersichtlich auf dem Küchenmonitor angezeigt

werden. Das verkürzt Laufwege und

Wartezeiten. Das praktische Bestellsystem,

mit dem Gäste ihre Bestellungen selbst am

Smartphone aufgeben können, sorgt zusätzlich

für massive Zeiteinsparungen.

Mit gastronovi kann die gesamte Gastronomie-Organisation

verbessert werden,

darunter auch die Warenwirtschaft oder

das Marketing. „gastronovi bietet ein Rundum-

Sorglospaket für Gastronomen. Es ist

für mich das derzeit innovativste Kassensystem

am Markt”, resümiert Franz Huditz.

gastronovi GmbH

T +43 (0)720 81 69 23

kontakt@gastronovi.com

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Schauraum

Vernetzt werben

Digitalisierung stellt den Tourismus vor neue Herausforderungen. Unternehmen

müssen ihre Geschäftsmodelle den neuen Rahmenbedingungen anpassen

und in die digitale Infrastruktur investieren.

Die Vernetzung der kleinteiligen Tourismuslandschaft

bietet für Österreich andererseits

aber auch neue Chancen, sich

im globalen Wettbewerb gemeinsam als

Qualitätsdestination zu positionieren.

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit

und Tourismus stellt der Österreich

Werbung (ÖW) deshalb 500.000 Euro an

Sondermitteln für Digitalisierungs-Projekte

aus den Bereichen Kommunikation,

Destinationsmanagement und Innovationen

zur Verfügung:

Trends aufspüren

Mit Büros in 21 Destinationen weltweit

sammelt die ÖW Informationen zu internationalen

Trends wie Mobile Payment

und beliebten Zahlungsmöglichkeiten. Im

Rahmen der Urlauberbefragung T-MONA

erhebt man außerdem – digital und damit

laufend – statistische Daten über die

Wünsche der Gäste, vom Buchungsverhalten

bis zu den Urlaubsaktivitäten.

Echtzeit nutzen

In einem Pilotprojekt wurde gemeinsam

mit dem Mobilfunkanbieter A1 der Aufenthaltsort

von ausländischen Gästen aggregiert

und anonymisiert ausgewertet.

In Kooperation mit easybooking, einem

der größten PMS-Anbieter (Property Management

System) in Österreich und den

Daten der 3.000 derzeit angeschlossenen

Betriebe ist die ÖW außerdem in der Lage,

Anfragen und Buchungen zu Urlaub in

Österreich in Echtzeit darzustellen. Postleitzahl

und Buchungskanal sind daran

ebenso ablesbar wie die Preisentwicklung

und die kommende Auslastung.

Bilder optimieren

Ob Facebook, Instagram, YouTube oder

Pinterest – die Bildsprache zählt. Personen

oder Landschaft? Einzelpersonen oder

Gruppen? Was besser ankommt, hat das

irische Startup Picassolab nun via Machine

Learning analysiert. Auch die Bildsprache

der ÖW profitiert von diesen Ergebnissen.

Content sammeln

Typische Speisen und Getränke aus der

Region gehören fix zum Urlaubserlebnis.

Mit dem Alexa-Koch-Skill „So schmeckt

Österreich“ können Österreich-Fans

Kaiserschmarrn oder Tafelspitz einfach

www.hotelstyle.at

nachkochen und die Erinnerung an die

Urlaubdestination weltweit genießen.

Digitale Assistenten und Chatbots liefern

den Gästen zudem maßgeschneiderte

Vorschläge für personalisierte Urlaubserlebnisse.

Passende Inhalte werden in der

Initiative Content-Hub österreichweit gesammelt

und für Suchmaschinen, Bots &

Co. maschinenlesbar aufbereitet.

Daten bündeln

Kommunikation mit Gästen geschieht

zunehmend datengetrieben, performancegetrieben

und in Echtzeit. Eine erfolgversprechende

Maßnahme ist hier die Datenallianz.

Wenn mehrere Organisationen

und Verbände ihre Datenbasis bündeln,

von Struktur- bis zu Verhaltensdaten der

Gäste, können Angebote viel näher am

Gast entwickelt und präsentiert werden.

Allgemein relevante Informationen wie

Öffnungszeiten beliebter Tourismusdestinationen

können an Datenschnittstellen

landesweit zusammengefasst und zur Verfügung

gestellt werden. Wichtig ist dabei,

die Hoheit über diese Daten zu behalten,

um aus ihnen zu lernen und zur Ausspielung

von Kampagnen gezielt zu nutzen.

Digital unabhängig werden

Ziel der ÖHV ist es in diesem Zusammenhang,

Hoteliers zu schulen, damit diese

die neuen digitalen Werkzeuge optimal

nutzen und so auch unabhängiger von

internationalen Buchungsplattformen

werden können. Der Lehrgang „Online

Marketing und Revenue-Management“ ist

dabei ein wichtiger Schritt, mehr Professionalisierung

in die Branche zu bringen.

Hinweis: Verhaltenscodex

Übrigens: Auch wenn gefälschte Online-Bewertungen

fast an jeder Ecke angeboten

und eingekauft werden können

– erlaubt ist es nicht. Erst im Februar 2019

reichte HolidayCheck eine Klage gegen

die Organisatoren von Fake-Bewertungen

ein. Auch betroffene Hotels wurden abgemahnt.

In der Folge hat das Unternehmen

seinen Verhaltenskodex für Hoteliers, den

sogenannten Code of Conduct, überarbeitet.

Darin finden sich nun noch strengere

Richtlinien zu dem, was bei der Werbung

um Bewertungen direkt vor Ort im Hotel

erlaubt ist und was nicht.

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Schauraum

Mit einer Breite von bis zu 1.000 mm bieten die

KEUCO Duschablagen viel Platz für Pflegeprodukte.

Alle Varianten punkten mit einem praktischen Detail:

zwei seitliche Aussparungen am Boden dienen

zum Einhängen von Duschutensilien.

Staufläche – clean & aufgeräumt

Viel Platz für Pflegeprodukte ist gefragt – gleichzeitig soll die Dusche immer aufgeräumt

und ein echter Hingucker sein. KEUCO hat als international tätiger Komplettanbieter

für hochwertige Badausstattungen „made in Germany“ daher nicht

nur eine große Auswahl an Armaturen, Accessoires, Spiegelschränken, Waschtischen

und Badmöbeln im Sortiment, sondern interpretiert auch das Thema Ablage

und Stauraum in der Dusche erfrischend neu.

Die KEUCO Duschablagen fungieren in ihrer angesagten

Optik aus weiß oder grauschwarz pulverbeschichtetem

Aluminium als stilvolle Designobjekte

direkt in der Dusche. Das geradlinige Design passt

hier wie selbstverständlich in jeden Nassraum.

Denkbar einfach ist auch die Montage: Die Wandhalterungen

werden angeschraubt oder mit zugehörigem

Zweikomponenten-Kleber (auch ohne zu

bohren) fest an der Wand angebracht. In diese lassen

sich dann die Duschablagen einfach einhängen und

demnach auch zum Reinigen jederzeit leicht wieder

abnehmen. Neben zwei Modellen zur Wandmontage

gibt es außerdem eine Duschablage zum Einhängen

an der Glasabtrennung.

Die Ablagefläche selbst lässt sich jeweils an Raum

und Bedarf anpassen: Neben den Standardbreiten

sind sogar Duschablagen mit Breiten bis zu einem

Meter erhältlich. Da findet wirklich jedes Pflegeprodukt

seinen Platz. Hinter der hohen Fläche stehen

die Pflegeprodukte versteckt und die Dusche sieht

immer clean und aufgeräumt aus.

Das moderne, geradlinige Design passt zu nahezu allen

Einrichtungsstilen und macht die KEUCO Duschablagen

universell einsetzbar.

KEUCO GmbH

T +43 (0)662 45 40 56-0

office@keuco.at

www.keuco.com

58


Schauraum

Salzraum als Bausatz

Einen meditativen Raum, der sich gleichermaßen als

Sauna, für Hot Yoga, Stretching, Tiefenentspannung

oder Rehabilitation eignet, hat das kanadische Circle

Wellness Studios aus Vancouver entwickelt. Im

WelPod können Wärme, Licht, Frischluft und optional

auch Musik je nach gewünschter Raumnutzung

vorprogrammiert oder nachträglich angepasst werden.

Der Raum wird von Wänden aus unraffinierten

Salzsteinen umhüllt. Diese sind ohne Klebstoff oder

Mörtel lediglich durch ein spezielles Schienensystem

zusammengefügt, was eine einfache Wartung und Demontage

ermöglicht. Das Salz reinigt die Haut und die

Atmungsorgane und speichert außerdem Wärme, wodurch

für die jeweilige Wohlfühltemperatur deutlich

weniger Energie benötigt wird als für eine herkömmliche

Sauna vergleichbarer Größe. Die Grundfläche

des WelPod beträgt ca. 10 m². Mit einem Außenmaterial

nach Wahl kann er als freistehende Struktur im

Außenbereich aufgestellt werden. Er lässt sich aber

ebenso als Innenraum in Hotels, Gesundheitszentren

oder öffentliche Thermen einbauen.

Preis ab

€ 490,- / m²

Ihre Vorteile:

• Flexible Raumlösungen

• Wärmedämmung mit

modernsten Materialien

• Attraktives

Preis-Leistungsverhältnis

• Beratung vor Ort

• Top-Leasingkonditionen

Anwendungsbeispiele:

• Mitarbeiterunterkunft

• Aufenthalts- und Sozialräume

• Büroerweiterung

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59


Schauraum

Blau wie

der Weissensee

– grün wie der Wald

Klein, fein und traditionsbewusst ist das

Kärntner Biohotel Gralhof am Weissensee,

das über die Jahre hinweg sukzessive erweitert

und renoviert wurde. Handverlesen

wie die Materialien und Produkte ist auch

die Einrichtung im Gralhof, die mit Möbeln

aus dem GO IN-Sortiment passend zum

Stil- und Farbkonzept abgerundet wurde:

Den Innenbereich zieren Holzstühle,

Polstersessel und Beistelltische mit Vario

Strong-Platten in Meerblau aus dem Sortiment

des Landsberger Unternehmens

und vor dem Saunahaus laden Liegestühle

(Tasida) zum Relaxen ein. Der Sessel Carin

aus der Retro Lounge-Familie in der zweifarbigen

Ausführung Hellgrau und Blaugrau

(Keder, Knöpfe) mit Eichenholzfüßen findet

sich in den neu renovierten Zimmern sowie

im „Gralhof Wohnzimmer“ wieder. Der

GS-zertifizierte Buchenholzstuhl Gunar aus

der Retro Style-Familie wieder präsentiert

sich vor den Schreibtischen entweder in

Blau, Mintgrün oder Brombeere.

GO IN Austria GmbH

T +43 (0)1 6091304

info@go-in.at

www.go-in.at

Zeitgemäß aus Tradition

Die Marke KASON gibt es seit mehr als 90 Jahren. Markenzeichen

sind massiv gefertigte Tische und Stühle, vornehmlich für den Einsatz

in Gastronomie und Hotellerie bestimmt.

Unter dem Motto „Tradition bewahren – Neues erleben“ steht die

Kollektion 2019/2020. Das Terrassenmöbelprogramm enthält weiterhin

die bewährten Biergartenstühle und -tische aus Robinienholz.

Aber auch Stühle aus Aluminiumrohr mit witterungsbeständigem

Geflecht sowie Tische und Sitzmöbel aus Aluminium in

glänzender Edelstahloptik mit matter Lattung aus Polywood, einem

robusten Holzimitat in den Farben Teak oder Kastanie.

Für den Innenbereich bietet das Sortiment weiterhin klassische

Stühle aus Massivholz, robuste Konstruktionen aus massivem Eichenholz

ebenso wie moderne Holzstühle, von italienischen Designern

entworfen. Dazu gibt es eine Vielzahl von zeitgemäßen Vollpolsterstühlen,

Sitzbänken und Loungemöbeln sowie Barhocker

und Konferenzstühle.

Mehr als hundert Bezugsstoffe – darunter auch hochwertige Echtleder

sowie Materialien mit Brandschutzeigenschaften – runden

das Sortiment ab.

KASON

betrieben von der minova GmbH

T +49 (0)9562 501 226 - 0

info@kason.de

www.kason.de

60


Schauraum

Trendiger Vintage

SONNHAUS erweitert seine exklusive Parkett-Kollektion

ROBIN WOOD um die neue Variante „Altholz“. Die

neuen Eichenböden der Kollektion werden bewusst

im trendigen, angesagten Used-Look gehalten und

die Dielen weisen eine rustikal gealterte Oberfläche

mit unregelmäßigen Sägestrukturen auf. Durch diese

spezielle Struktur und ein zusätzliches, besonderes

Trocknungsverfahren entstehen einzigartige, charakteristische

Parkett-Oberflächen, die in ihrer Haptik

und Optik an antikes Holz erinnern. Kein Boden

gleicht hier dem anderen und jeder besticht durch

seine Individualität und eine imposante Ausstrahlung.

Sämtliche Produkte der Linie sind oxidativ Natur geölt.

Im Format 15 x 189 x 1860 mm und mit einer Nutzschicht

von ca. 4 mm ist die neue Robin Wood Altholz

Kollektion seit Mai 2019 erhältlich.

SONNHAUS GmbH

T +43 (0)7242 634-100

servicecenterwels@sonnhaus.at

www.sonnhaus.at

www.hotelstyle.at

61


Schauraum

Menschen, Möbel und Hotels

Im Februar 2019 eröffnete das neue Hilton Garden Inn direkt am Stadtpark von

Wiener Neustadt. Business- und Konferenzgäste dürfen sich im neu errichteten

Haus in 133 Zimmern, einem gehobenen Restaurant mit 70 Sitzplätzen, einer

großzügigen Lobby mit Hotelbar und vier Konferenzräumen wohlfühlen.

Das von Kaltenbacher Architektur entwickelte Gebäude

integriert im Erdgeschoss gekonnt die Umgebung

mit Stadtpark und historischer Stadtmauer in

die Sichtachsen. Das gediegene Ambiente im Inneren

des Hauses rundet das gelungene Gesamtkonzept ab.

Das Interior im Hotel-Restaurant und an der Hotelbar

wurde mit Polstersesseln und Barhockern aus der Linie

crona von Selmer gestaltet. Für die Hotel-Terrasse

des Hilton Garden Inn konnte crona steel überzeugen.

Spezial-Anfertigung für perfekte Optik

Selmer bietet seinen Kunden neben Qualität und Design

ein hohes Maß an Individualisierung aller Objektmöbel.

Für das Hilton Garden Inn in Wiener Neustadt

wurden die crona Polsterstühle und crona Barhocker

mit einer speziellen Messing Beschichtung an das

Gesamtdesign angepasst. Ein warmer Metallic-Look

bestimmt das Interior des gesamten Hotels, weshalb

die exakte Anpassung an das Gesamtkonzept für

den Look ausschlaggebend ist.

Komfort, der Gäste begeistert

und Personal überzeugt

Markus Glanner, Sales Manager im Hilton Garden Inn,

ist überzeugt von den Selmer Objektmöbeln: „Uns

begeistert die Qualität und auch das Zusammenspiel

von Farben und Design.“ Auch die Hotelgäste

zeigen sich begeistert von den Sitzmöbeln im neuen

Hilton Garden Inn und genießen den Sitzkomfort im

Hotel-Restaurant, an der gediegenen Hotelbar sowie

auf der Sonnenterrasse. Durch die hohe Akzeptanz

entsteht ein belebtes, einladendes Entree in dem

Wiener Neustädter Hotel mit einem großen Namen.

Im Hilton Garden Inn ist man sich der Bedeutung der

Marke bewusst, so betont Markus Glanner: „Unsere

Gäste erwarten schon durch unseren Namen eine

hohe Qualität, welche wir in allen Bereichen, also

auch bei den Möbeln, bieten wollen.“

62


Schauraum

crona steel sorgt für Feinschliff

auf der Sonnenterrasse

Die Sonnenterrasse des Hilton Garden Inn

liegt idyllisch eingebettet in die Szenerie

des Stadtparks. Mit den Outdoor-Produkten

crona steel gelingt gekonnt der Spagat

zwischen moderner Schlichtheit und mediterraner

Leichtigkeit. Selmer setzt für die

Outdoor-Designermöbel auf die Verarbeitung

von Flachstahlstreben für ein Höchstmaß

an Sitzkomfort. Die Flachstahlstreben

des crona steel passen sich optimal der Körperform

an und bieten wesentlich höheren

Sitzkomfort als häufig verwendete Rundstahlstreben.

Charakter und stabile Leichtigkeit

Die Linie „crona“ aus der Feder des Designstudios

Archirivolto kombiniert klare

Formensprache und gediegenes Understatement

mit filigraner Verspieltheit. Die

zahlreichen Modelle der Kollektion (bestehend

aus Sitzmöbeln, Tischen und Beistellmöbeln)

ermöglichen den Einsatz in vielen

Bereichen der Hotellerie. Dadurch entstehen

geschlossene Designkonzepte, die ins

Auge fallen und gleichzeitig für höchsten

Komfort sorgen.

Bei der Kreation einzigartiger Brands gewinnen

sowohl der hohe Grad an Individualisierung

als auch die Verfügbarkeit großer

Kollektionen für viele Einsatzbereiche in

der Hotellerie verstärkt an Bedeutung. Das

Ergebnis sind Häuser, welche für Gäste unvergesslich

bleiben.

Selmer GmbH

T +43 (0)6216 20210

info@selmer.at

www.selmer.at

www.hotelstyle.at

63


Schauraum

Gäste lieben es gemütlich

Markisenprofi markilux bietet spezielle Markisenanlagen für die Gastronomie

und Hotellerie an, um den Außengastraum wohnlich zu gestalten. Zum Angebot

gehören neben der klassischen Gelenkarmmarkise ebenso Systeme, die große

Flächen beschatten können.

Unter dem Namen „team project“ bietet der

Markisenprofi dafür einen abgestimmten

Service an, der von der ersten Idee, über

die Beratung bis zur 3D-Visualisierung und

der Kooperation mit Fachpartnern vor Ort

reicht. Diesen Rundum-Service nehmen

auch Gastronomen und Hoteliers gerne in

Anspruch, wenn Sitzplätze im Freien für

die Gäste noch attraktiver werden sollen.

Denn die Außengastronomie bringt für sie

zusätzlichen Umsatz. Vorausgesetzt, der

Gastraum lockt bei hochsommerlichen

Temperaturen, bei Kälte oder Regen mit einladender

Atmosphäre. Ein Beispiel dafür ist

das Restaurant „Ron Gastrobar“ in Amsterdam

mit 140 Sitzplätzen: Das Referenzprojekt

besteht aus einem Markisenensemble

aus Pergola-Anlagen und Gelenkarmmarkisen.

Die Markisentücher lassen sich elektrisch

ein- und ausfahren. LED-Licht sowie

passende Heizstrahler sorgen dafür, dass

der Außenbereich zur ganzjährig nutzbaren

Terrasse und Einnahmequelle wird.

Ein weiteres Beispiel ist das Hotel Illonn

in Poznań, Polen, wo eine 18 Meter breite

Anlage mit Vertikalmarkisen und Lichtelementen

für das Hotelrestaurant aufgebaut

wurde. Aus der fachlichen Expertise und

der umfangreichen Produktpallette von

markilux lässt sich in Kombination mit dem

Netzwerk aus guten Architekten und qualifizierten

Fachpartnern, die den bautechnischen

Part betreuen, für jedes Objekt das

jeweils optimale Konzept realisieren.

markilux Austria GmbH

T +43 (0)662 85 22 06 333

info@markilux.at

www.markilux.com

64


Schauraum

Wasserdichtes Sonnensegel

Mit seinen wasserdichten Allwetter-Segeln setzt die

Manufaktur Lipowec neue Akzente. Die Segel überzeugen

durch Innovationskraft, Flexibilität, klares Design

und eine außergewöhnliche Formensprache. Die

Sonnensegel-Systeme schaffen mit ihrer aufgewölbten

Tuchfläche ein einzigartiges Raumgefühl. Schlüssel

dazu sind im Tuch fixierte, handgefertigte Spezialprofile:

Regenwasser wird umgehend seitlich abgeleitet und

eine „Wassersack-Bildung“, wie bei herkömmlichen Segeln,

ist somit ausgeschlossen. Aufgerollt schmiegen

sich diese Profile platzsparend an die Tuchwelle an,

abgerollt stellen sie sich automatisch auf, wölben das

Tuch und schaffen damit eine unvergleichliche Wohlfühlatmosphäre

bei jeder Witterung. Die drei Produktlinien

elips4sun, square4sun und trapez4sun geben die

Grundform vor. Auf Bestellung wird anschließend jedes

Sonnensegel exakt auf Wunschmaß zugeschnitten und

von Hand zu einem widerstandsfähigen Komplettsystem

zusammengestellt.

LIPOWEC GmbH

+43 (0)316 682659

info@lipowec.at

www.c4sun-austria.at

Wenn es um echte Objekttauglichkeit geht.

Outdoormöbel von Karasek

OUTDOOR LIVING SEIT 1932

www.hotelstyle.at TEL +43(0)1/865 92 83-20, info@karasek.co.at, HÄNDLER IN IHRER NÄHE UNTER www.karasek.co.at

65


© JUNI

FOOD & BEVERAGE TRENDS


Öko-Ideen

Die Umweltschützer

von morgen

Zum 14. Mal vergab die Stadt Wien gemeinsam mit der Wiener Umweltschutzabteilung

– MA 22 und ihrem Programm OekoBusiness Wien den

Wiener Umweltpreis.

Der Umweltpreis, der von einer Fachjury

verliehen wird, zeichnet das Engagement

der besten Wiener Betriebe aus. Entscheidend

sind dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad

und Zukunftsfähigkeit, aber auch

soziale und gesellschaftliche Aspekte der

eingereichten Maßnahmen und Vorhaben.

Die Gewinner-Betriebe sind Impulsgeber

und sollen als Vorbilder dienen.

Die Preisträger im Detail

Die In-u! OG und das Cafe Restaurant Westpol,

haben sich unabhängig voneinander

mit dem starken Anstieg von (Einweg)-Verpackungsmüll

beschäftigt. Insbesondere in

der Gastronomie steigt die Nachfrage nach

dem schnellen Essen zum Mitnehmen und

somit der Verpackungsmüll. Durch die Einführung

von Edelstahl-Mehrweggeschirr

kann Essen aus Restaurants aber künftig

auch zuhause ohne schlechtes Gewissen

konsumiert werden. Das Restaurant Westpol

setzt mit seinem Modell des „Westpol-

Dabba“ auf eine regionale Lösung in Form

einer Mitgliedschaft, in der das Ausborgen

des Edelstahl Geschirrs die ersten drei Tage

kostenlos ist.

Die in-u! OG hat sich ein Konzept für Gastronomie

Betriebe überlegt: Das Pfandsystem

mit Reinigungsservice und Logistik wird

gewerblich als Dienstleistung angeboten

und befindet sich bereits in der Pilotphase.

Das Capri, ein Hotel, das bereits in zweiter

Generation geführt wird, unterzog sich als

erstes Wiener Hotel den strengen Kriterien

der Gemeinwohlökonomie in den Bereichen:

Menschenwürde, Solidarität, ökologische

Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung

und Transparenz und erreichte

knapp 40 Prozent Übererfüllung der gesetzlichen

Vorgaben. Das Hotel hat sich dem

Thema einer nachhaltigen Wirtschaftsweise

verschrieben und dabei auch besonders auf

die sozialen Aspekte im Umgang mit den

Mitarbeitern und auf die Verantwortung für

das gesellschaftliche Umfeld geachtet.

Henkel hat mit dem Ziel, den ökologischen

Fußabdruck bis 2030 um ein Drittel zu reduzieren,

das Maßnahmenpaket „Packaging

18“ entwickelt. Eine der Maßnahmen

ist die höhere Konzentration bei Flüssigen

Waschmittel, dadurch können erstaunliche

Einsparungen in alles Stationen des Produkt-Lebenszyklus

eingespart werden. Bezogen

auf den Produktionsstandort Wien

bedeutet das eine jährliche Reduktion von

Verpackungsstoffen, eine Senkung des

Stromverbrauchs und eine Reduktion der

LKW-Fahrten.

Natürlich gut Essen

Die Kolariks Freizeitbetriebe zeigen mit der

Umsetzung des Projekts „Natürlich gut Essen

– Von Bronze zu Gold in Rekordzeit“,

dass es möglich ist, innerhalb kürzester

Zeit das komplette Speisenangebot auf

Bioqualität umzustellen. Das noch junge

Gütesiegel „Natürlich gut essen“ bietet mit

drei Auszeichnungsstufen in Bronze, Silber

und Gold für jeden Betrieb die Möglichkeiten,

nach und nach etwas zu verändern

und schafft für KonsumentInnen die nötige

Transparenz.

Von der Stelze, der Spezialität des Hauses,

bis hin zu den Eiernockerln bieten die Kolariks

nun frisch zubereitete biologische Lebensmittel

an. Als großer und bekannter Betrieb

in Wien sind sie mit ihrem Engagement

ein wichtiges Vorbild für regionale Gastronomiebetriebe,

und ein wichtiger Impulsgeber,

was verantwortungsvollen Umweltschutz

und hochwertige Lebensmittel betriff.

So sind alle Betriebe, die sich für den Schutz

der Umwelt engagieren nicht nur ein wichtiges

Vorbild und Impulsgeber für den österreichischen

Umweltschutz, sondern

weltweit. Die Betriebe zeigen, dass selbst

die kleinsten Veränderungen eine große

Auswirkung für unsere Umwelt haben.

68


Thomas Pedevilla

Der umweltfreundliche

Coffee-to-go-Becher

RECUP ist ein innovatives und nachhaltiges Mehrwegbecher-Pfandsystem

für den Kaffee zum Mitnehmen in Deutschland.

Damit sollen die Einwegbecher zum größten Teil von der

Bildfläche verschwinden, da sie ein echtes Problem für die

Umwelt sind. Das liegt daran, dass sie zwar überwiegend aus

Papierfasern bestehen, aber auf der Innenseite mit Kunststoff

beschichtet sind. Recycling ist dadurch fast unmöglich.

Das Mehrwegbecher-Pfandsystem ähnelt dem deutschen System

von PET und Glasflaschen. Gegen Pfand von einem Euro

können Gäste in einem der Partner-Cafés die Kunststoffbecher

ausleihen und in anderen Gastbetriebenwiederverwenden oder

zurückgeben. Die Becher werden vor Ort oder durch RECUP

gereinigt und anschließend direkt wieder eingesetzt. So helfen

die Mehrwegbecher nicht nur Ressourcen zu sparen, sie sollen

auch zu nachhaltigem Konsumverhalten anregen.

www.recup.de

www.hotelstyle.at 69


Öko-Ideen

Essbare Alternative

zu Plastik

Es hat lange genug gedauert, bis der vollkommen

bedenkenlose Einsatz von Wegwerfkunststoffen

nun ab 2021 zumindest

innerhalb der EU reglementiert werden wird.

Unbeschreibbare Mengen an Kunststoffmüll

belasten mittlerweile die Umwelt und das

sogenannte Mikroplastik kann nahezu überall

nachgewiesen werden.

Diese Probleme sind allseits bekannt und

die Ausmaße bilden die Basis für Verbote.

Der Verzicht auf Plastikprodukte ist jedoch

nicht ganz so einfach, da sie sich fast in jedem

Lebensbereich etabliert haben: Von

Lebensmittelverpackungen bis hin zu Kleiderbügeln

oder Shampoo-Flaschen – aber

die Ersatzfindung ist nicht immer ganz einfach.

Während man Plastiktüten leicht durch

die Nutzung von Stofftaschen ablösen kann

und es für viele andere Plastikprodukte bereits

plastikfreien Ersatz gibt, ist dies bei

Plastikstrohhalmen, die weltweit milliarden-

fach verwendet werden, deutlich schwerer.

Wisefood bietet nun mit seinem SUPER-

HALM eine praktikable Lösung des Strohhalm-Problems:

Dabei handelt es sich um

einen essbaren Trinkhalm, der aus Fruchtfasern

besteht. Er ist etwa 60 Minuten im

Getränk stabil und kann nach dem Trinken

gegessen werden. Sollte der Trinkhalm dennoch

im Müll landen, wird er innerhalb weniger

Tage biologisch abgebaut und trägt so

zur Entlastung der Umwelt bei. Als positiven

Nebeneffekt erzeugt der essbare Trinkhalm

zusätzliche Aufmerksamkeit bei den

Nutzern – und zeichnet so umweltfreundliche

Gastronomiebetriebe besonders effektvoll

aus.

www.wisefood.de

Gut für die Gastronomie –

gut für die Umwelt

Seit über 30 Jahren ist die Decor Service

GmbH Partner der Gastronomie

und Hotellerie. Das FSC® zertifizierte,

österreichische Familienunternehmen

bietet über 2.000 verschiedene Qualitätsprodukte

aus dem Non-Food-Bereich

an und legt sehr viel Wert auf

einen verantwortungsvollen und nachhaltigen

Umgang mit den Ressourcen.

Dementsprechend umfasst das Angebot

eine breite Produktpalette an

Bio-Einwegprodukten, die ausschließlich

aus nachwachsenden Rohstoffen

hergestellt werden, etwa aus Holz,

Bambus und Maisstärke. So stellt die

FSC® zertifizierte Besteckserie aus

Birkenholz, die in verschiedenen Ausführungen

erhältlich ist, eine umweltschonende

Alternative zu Plastikbesteck

dar. Oder FSC® zertifizierte Bio

Trinkbecher und Bio Suppenbecher,

die durch die Innenbeschichtung

der Kartonbecher aus erdölfreiem

Bio-Kunststoff sowohl recycelbar, als

auch vollständig biologisch abbaubar

und kompostierbar sind. Aber auch auf

Bio-Kunststoffe, wie PLA und CPLA,

setzt man bei Decor Service. Diese

werden auf Basis nachwachsender

Rohstoffe erzeugt, sind ebenfalls erdölfrei,

zu 100% biologisch abbaubar

und kompostierbar.

Decor Service GmbH

T +43 (0)3476 2894

office@decorservice.com

www.decorservice.com

70


xxxxxxxxxx

„Es ist Zeit für

Natürlichkeit.“

Unsere vielfältig einsetzbaren Einmalprodukte

der Marke Papstar pure,

produziert aus nachwachsenden Rohstoffen,

sind

LEBENSMITTELECHT

SCHADSTOFFFREI

RECYCLINGFÄHIG

BIOLOGISCH ABBAUBAR

Trinkhalme aus Glas

Als umweltschonende Alternative zum noch erlaubten Plastikhalm

brachte das Berliner Startup HALM bereits 2017 extrem

stabile, wiederverwendbare Trinkhalme aus Glas auf

den Markt. Mehr als tausend Hotel- und Gastronomiebetriebe

setzten auf dieHalme aus Glas, die standardmäßig in den

Längen 15, 20 oder 23 cm, in der Long-Edition auch gebogen,

erhältlich sind.

Die Glashalme sind frei von Weichmachern und Blei, vollkommen

geschmacksneutral und lassen sich ganz einfach gemeinsam

mit den Bargläsern in der Spülmaschine reinigen. Alternativ

lässt sich der Glashalm auch mit einer – natürlich plastikfreien

– Bürste säubern. Durch das Wiederverwenden der Produkte

wird also nicht nur Plastikmüll reduziert. Um Verletzungsgefahr

auszuschließen, sind die Halme extrem stabil und die Enden der

Trinkhalme abgerundet.

Hoteliers, Gastronomen, Caterer und Veranstalter von Events

können ihre Halme auch mit einem Logo versehen lassen und

somit personalisieren. Auch persönliche Widmungen, Namen

oder andere kurze Texte können auf Wunsch in die Glashalme

graviert werden.

www.halm.co

EINMALGESCHIRR DER

NEUEN GENERATION

PAPSTAR.COM

PAPSTAR-SHOP.AT

www.hotelstyle.at 71


news

Fotos: Kölnmesse

euvend & coffeena 2019

Bereits zum neunten Mal findet die euvend

& coffeena statt und zeigt auch 2019 ein

klares Profil. Zahlreiche Unternehmen aus

allen relevanten Segmenten haben sich bereits

zur Veranstaltung angemeldet, darunter

die Top-Player der Automaten- und Table-Top-Geräte-Hersteller

sowie Aussteller

aus den Bereichen Zahlungssysteme und

Füllprodukte.

Mit allen relevanten Anbietern aus den Bereichen

der automatisierten Verkaufslösungen,

professionellen Kaffeesysteme, Kaffee,

Heiß- und Kaltgetränke, Snacks und Füllprodukte,

Multipayment-Lösungen, Becher und

Services ist die internationale Kaffee- und

Vending-Messe sehr gut aufgestellt und

präsentiert im Mai in Köln die neuesten Produkte

und Lösungen rund um die Themen

Vending, Kaffee, Heißgetränke, Zusatzprodukte,

Snacks, Getränke, Füllprodukte, Zahlungssysteme,

Becher und Services.

euvend & coffeena 2019

Internationale Fachmesse für Vending & Kaffee

9. bis 11. Mai 2019

Messe Köln

www.euvend-coffeena.de

„Koch-Freunde” helfen aus

Das Dorf am See – Seehotel Niedernberg

bekommt einen neuen Küchendirektor.

Bis es jedoch Anfang Mai so weit war und

Volker Stein, bisher Küchenchef im Nürnberger

Hotel Schindlerhof, das kulinarische

Zepter im Restaurant „Rivage“ übenahm,

wurde eine nachahmenswerte Interims-Lösung

praktiziert. Statt eine Personal-Agentur

einzuschalten oder das Küchen-Team

„kopflos“ zu lassen, lieh sich Direktorin Karina

Kull Kochprofis bei befreundeten Hotels

und Restaurants in der Region aus. „Wer

‚Koch-Freunde’ hat, braucht keine fremden

Zeitarbeitskräfte“, so die „Dorfsprecherin“.

„Eine Win-Win-Lösung, von der alle profitierten:

Auch die geladenen Köche freuten sich

auf eine abwechslungsreiche Zeit in einer

anderen Küche, in der sie neue Eindrücke

und Erfahrungen sammeln konnten. Und die

Gäste kamen in den Genuss von wechselnden,

kulinarisch frischen Akzenten.

www.seehotel-niedernberg.de

72


news

Was sagen meine Gäste zu den

Grillspezialitäten von AGM?

Well done.

Saftige Steaks aus Argentinien, herzhafte Burgerpatties, geschmackvolles Dry Aged T-Bone, aber vor allem bestes Rindfleisch aus

Österreich – vom Preiseinstiegs- bis zum Premiumprodukt haben wir alles im Sortiment, damit die Grillsaison allen richtig gut schmeckt.

Eine große Auswahl für Ihre perfekte Grillerei gibt’s vom 13. – 25.05.2019 in unserem Grill-Spezial oder auf agm.at

WIR VERSTEHEN UNS.

www.hotelstyle.at

73


Roman Rosmanith

Grillen

Was macht den Unterschied?

Im Sommer wird gegrillt. Warum eigentlich? Schmeckt es direkt

vom Rost wirklich anders? Und was macht den Unterschied? Roman

Rosmanith, Profikoch mit eigenem Showprogramm, erlaubt uns einen

kurzen Blick auf die Hintergründe von Röstaromen und Garpunkt und

die Chancen von Event versus Karte.

Gegrillt oder aus dem Smoker – inwieweit

schmeckt man den Unterschied?

Der große Vorteil beim Grillen ist, dass ich

sehr schnell sehr hohe Temperaturen von

200 bis 250 °C erreichen kann. Im Smoker

arbeite ich mit weit niedrigeren Temperaturen

und viel längeren Vorlaufzeiten. Im Smoker

werden die Speisen über vier bis sechs

Stunden geräuchert. Den Unterschied

schmeckt man natürlich. Wir sprechen also

beim Smoken und beim Grillen von zwei

völlig unterschiedlichen Paar Schuhen.

Griller oder Pfanne – wo liegt hier geschmacklich

der wesentlichste Unterschied?

Ganz gleich ob Steak oder Huhn – bei großer

Hitze erhalte ich rasch die erwünschten

Röstaromen und innen bleibt das Fleisch

trotzdem weich und saftig. In der Pfanne

habe ich direkt am Pfannenboden knapp

unter 200 bis maximal 200 °C. Ich brauche

also länger und so ist die Gefahr groß, dass

das Fleisch dann auch schon in der Mitte

durchgegart ist.

Holzkohle oder Gas – gibt es auch hier

Unterschiede beim Grillergebnis?

Das ist wohl eine Philosophiefrage. Puristen

schwören auf Holzkohle. In einer Blindverkostung

würden sie aber vermutlich keinen

Unterschied schmecken. Das offene Feuer

hat natürlich einen größeren Showeffekt und

ist im kleineren oder im privaten Rahmen

auch durchaus zu empfehlen. In der Gastronomie

hat sich aber Großteils der Gasgriller

durchgesetzt. Und das aus gutem Grund.

Was kann Gas, was Holzkohle nicht kann?

Der große Vorteil ist, dass ich beim Gasgriller

sehr genau die Temperatur ansteuern

kann. Dadurch ist er natürlich viel praktischer

in der Handhabung. Nicht nur, um

rasch hohe Temperaturen zu erreichen,

sondern auch, um die Temperatur anschließend

auf den richtigen Garpunkt absenken

zu können.

Wird üblicherweise auch

Gemüse am Rost gegrillt?

Früher wurde Gemüse meist als Beilage in

der Küche zubereitet. Heute erwartet der

Gast auch hier die für das Grillen typischen

Aromen. Um hier auch große Mengen rasch

bewältigen zu können, wird in der Gastronomie

oft zusätzlich mit einem Tepan-Grillfeld

gearbeitet, oder das Gemüse wird zuerst

kurz blanchiert, gewürzt, mariniert und

dann noch kurz gegrillt.

Apropos Würzen –

was geht, was geht nicht?

74


Grillen

Wie immer beim Würzen ist alles erlaubt,

was schmeckt. Kräuter oder Knoblauch

werden bei großer Hitze leicht bitter. Daher

sollten diese entweder schon rund zwölf

Stunden vorher gemeinsam mit Öl in das

Fleisch einziehen können, oder – um den

Eigengeschmack von besonders hochwertigem

Fleisch nicht zu verfälschen – erst

später in Form von Soßen oder Ähnlichem

dazu gereicht werden.

Darf man vor dem Grillen salzen?

Auch hier scheiden sich die Geister. Ich

persönlich bin definitiv für das Salzen vor

dem Grillen.

Wird das Fleisch dann nicht trocken?

Im Gegenteil. Beim Grillen kommt sehr

schnell sehr große Hitze von unten. Zucker

karamellisiert, Eiweiß stockt und so entstehen

die begehrten Röstaromen. Wasser,

also der Fleischsaft, steigt dagegen nach

oben. Salz bindet den Saft und verhindert

so, dass er oben austritt, Bläschen bildet

und verdampft.

Warum bleibt das Fleisch saftig?

Wenn ich das Fleisch jetzt wende, erhalte

ich wieder unten die Röstaromen und in der

Mitte bleibt das Fleisch weich und saftig.

Jetzt muss ich nur noch für gleichmäßige

Hitze von allen Seiten sorgen. Indem ich die

Temperatur senke und den Griller zudecke,

kann das Fleisch noch rasten, der Saft verteilt

sich gleichmäßig im gesamten Grillgut

und tritt somit auch nicht aus, wenn ich das

Fleisch dann am Teller aufschneide. Das Ergebnis

ist ein besonders weiches und saftiges

Stück.

Wovon würden Sie beim Grillen abraten?

Von der einheitlichen Grill-Mix-Platte.

Warum?

Damit vergibt man sich die Chance der Individualisierung

und der Kommunikation mit

dem Gast, die ein Grillevent bietet. Als Koch

bin ich meist gefühlt fünf Kilometer vom

Gast entfernt. Ich bekomme einen Bon mit

der Bestellung und bereite dann das Menü

zu. Beim Grillen kann ich die Bestellung nicht

nur direkt vor dem Gast zubereiten, sondern

auch direkt mit dem Gast besprechen.

Wie könnte Individualisierung

idealerweise ablaufen?

Ähnlich wie das Tepan-Angebot beim Asiaten,

zum Beispiel. Der Gast kann seinen eigenen

Grillteller aus einer Reihe von rohen

Zutaten selbst zusammenstellen, dann aus

einem Angebot an Gewürzen etc. wählen

und auf Wunsch auch die Zubereitung noch

mit dem Koch besprechen. Das Ergebnis ist

dann eine Vielzahl unterschiedlicher Menüs,

der Koch kann eine große Bandbreite

seines Könnens zeigen und der Gast erhält

eine ganz individuelle auf ihn zugeschnittene

Speise.

www.romankocht.at

DARK CHOCOLATE &

NORDIC

BERRY

Choose

your next

Adventure.

WHITE CHOCOLATE &

SCANDINAVIAN

MOUNTAIN CRANBERRIES

www.froneri-shop.at

www.hotelstyle.at 75


Sascha Kemmerer

Sterne, Hauben

und Gabeln

Mit der Kilian Stuba, dem Carnozet und dem Theo’s bietet das traditionsreiche

Fünf-Sterne-Hotel Ifen eine abwechslungsreiche und genussvolle Küche auf

höchstem Niveau. Regionale Zutaten bilden dabei die Basis für die mehrfach

ausgezeichneten Speisen des gastronomischen Leiters Sascha Kemmerer.

76

In allen drei Restaurants werden Zutaten

von lokalen Produzenten der Genussregion

Kleinwalsertal verarbeitet. Die Kilian Stuba

ist das Gourmet-Restaurant des Hauses.

Hier setzt Sascha Kemmerer das hohe Niveau

seines Lehrers und Mentors Ortwin

Adam fort. Dieser erkochte im Ifen Hotel

bereits 1978 den ersten Michelin-Stern für

Österreich.

1997 bis 2000 wurde der aus München

stammende Sascha Kemmerer von Ortwin

Adam unterrichtet. Seit 2010, nach Stationen

im Landhaus Stricker auf Sylt, der Villa

Hammerschmiede im Schwarzwald und im

Sonnenalp Resort im Allgäu, als Chef de Cuisine

in Südafrika und am Ammersee, wird

Kemmerer Küchenchef im Travel Charme

Ifen Hotel und erkocht seither im Gourmetrestaurant

des Hauses zunächst zwei, dann

drei Hauben. Seit 2012 wird die Kilian Stuba

zudem konstant mit einem Michelin-Stern

ausgezeichnet. Und auch vom Guide À la

Carte (4 Sterne, 93 Punkte) und vom Falstaff

Restaurant Guide (3 Gabeln, 92 Punkte)

erhält das Gourmetrestaurant im Ifen

Hotel konstant die höchsten Bewertungen

in der Region und gehört damit zu den

zwanzig besten Restaurants Österreichs.

Zusätzlich stellt sich der Sternekoch auch

dem direkten internationalen Vergleich. Im

März 2019 nahm er erstmals beim Festival

Culinaire Bernard Loiseau im 5*-Resort

Constance Hotel Belle Mare Plage an der

Ostküste von Mauritius teil und ging aus

dem Gourmetwettbewerb gemeinsam mit

einer ausgewählten Constance-Hotel-Köchin

auf Anhieb als Sieger gegen entsprechende

Zweierteams aus Köchen und Sterneköchen

aus aller Welt hervor.

Sascha Kemmerers Küche wird als besonders

geschmackstief beschrieben, als

weltoffen und ein wenig frankophil, dabei

geradlinig, unverfälscht und aufs Wesentliche

reduziert. Aus der hohen Produktqualität,

gepaart mit ehrlichem Handwerk,

entsteht eine kulinarische Identität, die

ihresgleichen sucht. Bei Gault&Millau liest

man von Ochsenbackenpraline und Rindstatar

mit Apfel-Senfsaat-Sud, lauwarm gegartem

Skreifilet mit Rauchfischnage und

Crevetten mit Karfiolmousse, aber auch von

Seezunge mit Nussbutter-Hollandaise-Aromen,

gegarter Entenbrust mit Koriandergel

und Frühlingsrolle von der gezupften Entenkeule.

Auch das Sorbet von der Amalfi-Zitrone

und das Ziegenjoghurtdessert

überzeugten die Jury.

Wir sprachen mit Sascha Kemmerer über

seinen Küchenstil und darüber, wie Weltoffenheit

und Regionalität mit Leichtigkeit

Hand in Hand gehen können.

Welche Bedeutungen haben kulinarische

Auszeichnungen wie der Michelin-Stern

für Sie?

Mein Team und ich freuen uns sehr über

diese Wertschätzung unserer Arbeit. Es

bestärkt uns auf unserem Weg und ist uns

Ansporn für unsere tägliche Arbeit.

Inwieweit war die Geschichte des Hauses

als erstes Sterne-Lokal eine Vorgabe?

Als ehemaliger Schüler von Ortwin Adam

hat die Auszeichnung für mich eine besondere

Bedeutung. Ich freue mich unheimlich,

dass ich den Stern ins Travel Charme Ifen

Hotel zurückholen konnte. Schon bevordas

Hotel 2010 wiedereröffnete, habe ich mich

dort beworben. Es hat mich gereizt, in einem

Restaurant zu arbeiten, dem schon seit Jahrzehnten

ein kulinarischer Ruf vorauseilt.

Wie würden Sie selbst Ihren

Stil bezeichnen?

Als produktorientiert, unkompliziert und

nachvollziehbar. Neben Qualität, Transparenz

und Ehrlichkeit ist mir vor allem auch

eine klare Stilistik wichtig.

Was bedeutet das im Detail?

Für unsere Gerichte braucht der Gast immer

einen Löffel. Geschmackstiefe Soßen

und auch korrekte Garpunkte sind ein extrem

wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Und wir dekonstruieren Produkte nicht, so

wie es derzeit in zahlreichen Gourmetküchen

üblich ist. Das heißt, der Gast erkennt

die verarbeiteten Produkte und nimmt diese

auch als solche konkret wahr. Das macht

die Gerichte nachvollziehbar und unkompliziert

für unsere Gäste.


Sascha Kemmerer

Wie entstehen neue Gerichte?

Wir haben uns in den vergangenen neun

Jahren ein recht breites Spektrum erarbeitet,

auf das wir heute gern zurückgreifen.

Jedoch stellen wir die Gerichte und Kompositionen

auch immer wieder infrage und

arbeiten an Weiterentwicklungen, an einer

noch detaillierteren und hochwertigeren

Umsetzung. Neuerungen kommen aus intensiven

Teamgesprächen, auch mal bei

einem Glas Wein.

Wieviel Mitspracherecht hat

dabei das Team?

Das Team ist dabei essenziell wichtig, sozusagen

ganz elementar in den Prozess integriert.

Die finalen Entscheidungen über das

Ob und Wie treffen dann letztendlich mein

Küchenchef Hans Frick und ich.

Wieviel Mitspracherecht hat der Gast?

Gästefeedback ist für uns extrem wichtig!

Einerseits sehen wir uns durchaus als kulinarische

Gastgeber und agieren auch so,

andererseits verstellen wir uns nicht, haben

unsere kulinarische Identität, die uns ausmacht.

Vom „Selbst Gast Sein“ in interessanten

Restaurants lernen wir gefühlt am

meisten. Und wir versuchen uns mit diesem

Gästewissen weiter zu entwickeln.

Gibt es Gerichte, die weniger oder besonders

gerne angenommen werden?

Wir merken schon eine Entwicklung in der

Gästeorientierung: Beispielsweise eher weg

von Innereien, mehr vegetarische Ansätze,

etc. Für unsere Fischgerichte erfahren wir

besonders großen Zuspruch, ob Süß- oder

Salzwasser spielt hier jedoch kaum eine Rolle.

Wie oft wechseln Sie die Karte? Gibt es

auch Signature Dishes, die immer verfügbar

sein müssen?

Wir wechseln unsere Karte saisonal und abhängig

von den Schließzeiten, d. h. insgesamt

ca. sechs Mal im Jahr.

Aus dem Fundus unserer Gerichte ergeben

sich durchaus Signature Dishes, die es ggf.

jedes Jahr gibt, aber eben nicht ganzjährig.

Ab Ende Mai z. B. steht das Reh mit Pfifferlingen,

Weichseln und Brokkoli eigentlich

immer auf der Karte – natürlich aber immer

wieder etwas verbessert und weiterentwickelt

im Vergleich zur Vorjahresversion.

Inwieweit spielt Saisonalität eine Rolle?

Sie ist ausschlaggebend für meine Küche.

Der Kalender und die Jahreszeiten geben

vor, wann wir welche Produkte verwenden.

Speziell im Bereich Obst und Gemüse – und

natürlich beim Wild.

Fotos: Travel Charme Hotels und Resort

Welchen Stellenwert hat Regionalität?

Spielt eine sehr wichtige Rolle. Das Tolle

an unserer Umgebung hier in den Bergen

ist, dass wir lokale und regionale Produkte

oft in einer Qualität erhalten, die ihresgleichen

sucht bzw. die es woanders so einfach

nicht gibt. Milchprodukte aus Heumilch

bspw. oder Rind und Wild – und natürlich

die Alpenkräuter. Zudem arbeiten wir mit

ausgesuchten Produzenten seit Jahren zusammen.

Daraus haben sich schon Freundschaften

entwickelt, aber natürlich auch ein

gegenseitiges Verständnis für das Produkt

an sich, für Qualitäten, für Prozesse – daran

arbeiten wir teilweise auch gemeinsam.

Ihre Küche gilt sowohl der Region verbunden

als auch international inspiriert?

Die Küche in der Kilian Stuba ist durchaus

weltoffen, sicherlich auch mit frankophilen

Anklängen. Was die Produkte anbelangt, so

haben wir unseren Anspruch an höchste Qualitäten

– und die finden wir eben oft genug

„vor der Haustür“. Das heißt, wir nutzen die

besten Zutaten aus der Region sowie internationale

Viktualien, die wir in aller Welt finden.

Ich setze zum Beispiel gerne Alpenkräuter

aus der Region ein, auch bei Hummer oder

kombiniere ein Allgäuer Kaminwurz’n-Risotto

mit spanischem Eichelschwein.

Welche Rolle spielen

regionale Produzenten?

Eine sehr große. Vor allem in unserem Spezialitätenrestaurant

Carnozet, in dem wir

authentische, österreichische Schmankerl

servieren, setzen wir fast ausschließlich

auf regionale Produkte. Die Region zieht

sich dann aber vom Kleinwalsertal, bis nach

Vorarlberg und den Bodensee sowie das

Allgäu. Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit

und der Verantwortung für die Region

garantieren wir damit auch kurze Transportwege,

beste Frische und Transparenz.

Welche Produkte aus der Region mögen

Sie besonders?

Zum Beispiel den „Gaiskäse“ oder den

„Zwergle“, aber auch die Süßrahmbutter aus

dem Oberallgäu. Die Maibutter schmeckt

sehr intensiv und hat vom Löwenzahn eine

leicht gelbe Farbe. Ideal, um etwa Fischfilets

in Aromabutter sanft zu garen.

Und die Getränkeempfehlung im Ifen?

Hier haben wir mit Roland Gunst einen

ausgezeichneten Sommelier und Restaurantleiter.

Er berät unsere Gäste, wenn es

um die optimale Weinbegleitung geht und

wählt auch die passenden Biere oder alkoholfreien

Getränke aus.

Im Juni und Juli bieten Sie auch ein Alpen-BBQ

mit Bier-Degustation an. Was

kann man sich darunter vorstellen?

Die Grill-Events finden auf der Terrasse,

mit Blick auf die Walser Bergwelt statt. Wir

garen Premiumcuts von der Allgäuer Färse

auf dem Lavasteingrill oder servieren kurz

gegrillten Thunfisch mit scharfer Biervinaigrette.

Dazu gibt es eine Degustation von

fünf Premiumbieren des Allgäuer Brauhauses,

wie Allgäuer Büble Biere oder das Zwickel

Kellerbier.

www.hotelstyle.at

77


Christian Helfrich

Qualität

schmeckt man

Kinder wollen bekanntlich nicht überzeugt, sondern begeistert

werden. Wie man diese Herausforderung – auch wenn es um’s

Essen geht – bewältigt, weiß man im Leading Family Hotel &

Resort Alpenrose****s in Lermoos.

Hier setzen die Gastgeber, Ernst und

Andrea Mayer nicht nur auf ein maßgeschneidertes

Ambiente und auf altersgerechte

Unterhaltung, sondern auch auf ein

kulinarisches Angebot, das möglichst ideal

auf die Zielgruppe der großen und kleinen

Gäste zugeschnitten ist. Welche Bedeutung

in diesem Zusammenhang allgemeine

Trends wie Regionalität, Gesundheit und

Nachhaltigkeit spielen und wie die hohe

Qualität der Produkte dem Gast vermittelt

wird, wollten wir von Küchenchef Christian

Helfrich wissen.

Welche Rolle spielt die Küche Ihrer Einschätzung

nach im Hotel Alpenrose?

Gibt es dazu auch konkretes Feedback?

Gutes Essen gehört zu einem guten Urlaub

dazu, das Gesamtpaket muss natürlich stimmen.

Wir erhalten sehr viel Feedback von unseren

Gästen und werten dies jede Woche in

unserem Abteilungsleiter-Meeting aus.

Wie gelingt es Ihnen, die hohen Erwartungen

der Gäste zu erfüllen bzw. zu

übertreffen?

Wir suchen immer nach Produkten, die

außergewöhnlich sind und die es nicht

in jedem Supermarkt gibt. Lila Karfiol,

US-Rindertafelspitz oder Brokkoli-Spargel

bekommt man nicht an jeder Ecke.

Gab es in der Vergangenheit auch schon

gute Ideen, die einfach nicht angenommen

wurden?

Überrascht hat uns zum Beispiel, dass unsere

Smoothies beim Frühstück nicht angenommen

wurden, sondern dass die Gäste

die herkömmliche Orangensaftmaschine,

mit der sie sich frisch gepressten Orangensaft

zapfen können, bevorzugt haben.

Neues muss man regelmäßig bieten, aber

immer wohldosiert.

Für jeden etwas bieten oder einen unverwechselbaren

Stil vertreten – was ist

wichtiger?

Da wir viele verschiedene Nationalitäten

und ausschließlich Familien mit Kindern

beherbergen, müssen wir schon eher „für

jeden etwas“ bieten. Dies haben wir mit unseren

Wahl-Menüs, bei denen man sich seine

Menüfolge individuell zusammenstellen

kann, gut gelöst.

Und was kommt letztlich auf den Teller?

Die Antwort ist simpel: Wenn Full House

ist und wir haben ein Schnitzel auf der

Karte, dann benötige ich 120 Schnitzel bei

180 Gästen. Ansonsten kochen wir sehr

abwechslungsreich und regional, internationale

Spezialitäten haben aber durchaus

auch ihren Platz im Menü. Maishendl im

Tempurateig ist ein beliebtes überregionales

Gericht.

Worauf achten Sie bei der Menüfolge und

wie flexibel bzw. anpassbar ist diese?

Drei verschiedene Vorspeisen (Veggie,

Fisch, Fleisch), zwei klare und eine Cremesuppe,

zwei Hauptgänge mit Fleisch, einer

mit Fisch, ein vegetarisches Hauptgericht

und einmal Pasta, ein warmes Dessert, ein

leichteres und ein Schoko-Dessert stehen

täglich zur Wahl. Dabei ist noch niemand

zu kurz gekommen. Sonderwünsche treten

dennoch von Zeit zu Zeit auf und werden

von uns ohne Weiteres erfüllt.

Bieten Sie Kindern und Erwachsenen gezielt

unterschiedliche Speisen an?

Wir haben ein eigenes Kinderbüffet mit

kindgerechten Speisen. Ohne die Klassiker

Spaghetti, Chicken Nuggets, Fischstäbchen,

Burger und Pizza kommen wir hier

nicht aus. Das Erwachsenen-Menü ist hingegen

wenig kindgerecht. Hier gibt es Tartar,

Jakobsmuscheln, Hummer, Steaks u.v.m.

78


Christian Helfrich

Buffet oder à la Carte – wo lassen sich

Reste eher vermeiden?

Der Bereich à la Carte hat bei uns weniger

Reste, da sich die Gäste bereits morgens

aussuchen können, was sie am Abend essen

möchten. Aber auch beim Buffet achten

wir darauf, immer frisch und auf Nachfrage

zu kochen, Überproduktion geht ans Personalbuffet.

Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung

sind für Eltern wichtig. Wie sieht es da

bei den Kindern aus?

Es gibt eine eigene gesunde Ecke beim Kinderbüffet,

wo wir täglich klein geschnittenes

und kindgerecht präsentiertes Gemüse

mit Dipp anbieten. Aber Kinder mögen einfach

Pommes und Spaghetti, sie dürfen bei

aller Liebe der Eltern zu gesunder Ernährung

nicht fehlen.

Und wie wichtig ist Regionalität?

Aufgrund unserer Lage im ländlich-bergigen

Bereich, in der Tiroler Zugspitz Arena,

müssen wir den Radius etwas ausweiten, da

sich hier das heimische Angebot auf Käse

und andere Milchprodukte, Honig, Brot und

im Fleischbereich überwiegend auf Wild

und Lamm beschränkt. Wenn jemand ein

gutes regionales Produkt anbietet, dann hat

dies aber auf jeden Fall immer den Vorrang

gegenüber überregionalen Erzeugnissen.

Was halten Sie von „brutal lokal“ und

dem Pflegeaufwand für einen eigenen

Küchengarten?

Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, Liebstöckel,

Erdbeeren und Minze bauen wir in unserem

kleinen Kräutergarten selbst an. Der

Pflegeaufwand hält sich hier in Grenzen,

unser Hausmeister Matthias kümmert sich

liebevoll darum.

Fotos: Alpenrose Lermoos

Welche Schwierigkeiten sehen Sie in

Hinblick auf Regionalität und Saisonalität?

Wir mussten feststellen, dass die Nachfrage

im Winter nach exotischem Obst und

Gemüse gleich hoch ist wie im Sommer. Wir

würden schon große Probleme mit unseren

Gästen bekommen, wenn es im Winter keinen

frisch gepressten Orangensaft geben

würde, keine Erdbeeren oder wenn wir einen

„Obstsalat“ servieren, der nur aus Äpfeln

besteht.

Nach welchen Kriterien kaufen Sie ein

bzw. nicht ein?

An erster Stelle steht die Qualität der Produkte,

von der ich mich gerne persönlich

vor Ort überzeuge. Viele Zulieferer bieten

auch Probeboxen an, mit welcher man sich

informieren kann. Letztens habe ich zum

Beispiel wilden Karfiol zum Testen erhalten,

den ich mir ganz anders vorgestellt hatte.

Ich habe ihn nicht ins Angebot genommen,

da er normalem Karfiol optisch und geschmacklich

zu ähnlich ist.

Qualität ist immer auch eine Frage des

Preises, oder?

Die Frischmilch und der Joghurt vom Bauern

aus dem Nachbarort ist natürlich immer

teurer als vom Großmarkt. Da hier aber

auch die Qualität passt, sind wir bereit, mehr

Geld auszugeben und die Gäste wissen das

zu schätzen. Wir kalkulieren beim Einkauf

äußerst großzügig, da unsere Zimmerpreise

im gehobenen Segment sind. Kompromisse

mache ich keine, ich vergleiche lieber die

Preise der Anbieter. Beim Räucherlachs

sind wir zum teureren Anbieter gewechselt,

weil die Qualität einfach besser ist.

Und wie wird Qualität dem Gast kommuniziert?

Die Qualität steht wie gesagt an erster Stelle

für mich. Wir schreiben Informationen für

den Gast ins Menü, zum Beispiel, dass die

Forelle aus Längenfeld stammt. Auch unser

Servicepersonal erhält jeden Abend diesbezüglich

eine kleine Einschulung. Und den

Rest spürt der Gast dann beim Essen bzw.

auf dem Gaumen.

www.hotelstyle.at

79


René Frank

Dessert-Menü

in sechs Gängen

Dessert-Menüs in sechs Gängen

mit perfekt abgestimmten Pairing-Drinks

können Gäste im CODA

in Berlin bestellen.

80 Fotos: White Kitchen Berlin, JUNI


René Frank

Die CODA Dessert Dining & Bar, die 2016 von dem

mehrfach ausgezeichneten Spitzenpatissier René

Frank und von Oliver Bischoff, Geschäftsführer der

Agentur „ett la benn“ eröffnet wurde, serviert keine

Desserts im klassischen Sinne einer Nachspeise.

Ihre Version von zeitgemäßen Fine Dining Desserts

zeigen, dass moderne Desserts nicht erst den Abschluss

eines vorangegangenen Menüs bilden müssen,

sondern als Speisefolge, als komplettes Sechsoder

auch Viergang-Menü mit abgestimmten Drinks,

eine ganz neue Erfahrung sind.

ohne Zucker

Das Team um René Frank setzt dabei auf höchste Produktqualität.

Jedes Dessert, jeder Drink profitiert ausschließlich

von frischen saisonalen Produkten. Künstliche

Aromen, Farben oder Zusätze sind ein absolutes

Tabu. Auch an Stelle von raffiniertem Zucker, der bei

klassischen Desserts nicht wegzudenken ist, wird aus-

schließlich auf natürliche Süßkraft gesetzt. Der Clou

besteht darin, Produkte wie Mais, Rote Rüben, Karotten

oder fermentierten Reis mit innovativen Techniken

so zu verarbeiten, dass der natürliche Zuckergehalt

herausgearbeitet und genutzt werden kann.

Das Team lässt aber nicht nur die Süße von Gemüsen

und Früchten wirken, sondern holt auch Salzigkeit

aus Zutaten wie Anchovis oder Käse, Bitterstoffe

aus Pflanzen und Kräutern, Säure aus Zitrusfrüchten

oder Tamarinde, Umami aus proteinhaltigen Lebensmitteln

wie Hülsenfrüchten.

Jeder Dessert-Gang findet seinen Partner im abgestimmten

Drink. Im Ergebnis entstehen so Dessert-Menüs

als kulinarische Reise durch unterschiedlichste

Geschmacksrichtungen, Desserts also mit einem komplett

neuen Image: Leicht, aromatisch und deutlich kalorienärmer

als die traditionellen Verwandten.

www.coda-berlin.com

www.hotelstyle.at

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Dessert & Eis

Eiskalte Trends für die Gastronomie

Die Temperaturen steigen und es ist längst

Zeit, sich auf die Eissaison vorzubereiten.

Froneri unterstützt die Gastronomie dabei

mit zwei neuen Trendsettern. Bei diesen

neuen Sorten treffen erlesene Zutaten auf

knackige Stückchen. Ein Spiel der Texturen,

wie gemacht für außergewöhnliche Dessert-Ideen.

Mövenpick Eierlikör Cookies

Die trendige Eissorte wird exklusiv für die

Gastronomie produziert. Cremiges Eis mit

4,6 % Eierlikör, abgerundet mit dunklen

Keksstückchen. In der 2 x 2,4L Gastro-Packung

bietet Froneri Inspiration für ausgefallene

Eisdesserts.

Mövenpick Coconut Crisp

Cremiges Kokosnusseis trifft auf knusprige

Waffel-Crispies mit weißer Schoko-Kokos-Glasur.

On top gibt es lockere Kokosraspel.

In der 2 x 2,4L Packung holt Froneri

die Kokosnuss nun als raffinierte Eiskreation

in die Gastronomie.

www.froneri.at

Erdbeeren & Irish Cream

Die Limited Edition „Baileys Strawberries & Cream” in

der rosa Flasche kombiniert Baileys Original Irish Cream

mit frischen Erdbeeren und Vanille und sorgt pur, im

Cocktail oder mit Eis für den fruchtigen Sommerkick:

Baileys Strawberries Short Cake

75 ml Baileys Strawberries & Cream

½ Tasse zerbröselte Kekse

100 g Frischkäse

90 ml Obers

4 EL Puderzucker

60 g zerbröselte weiße Schokolade

200 g frische Erdbeeren, geschnitten

Obers schlagen, 2 EL Zucker und 30 ml Baileys

Straw berries & Cream einrühren. Frischkäse mit

2 EL Zucker schlagen. 30 ml Baileys Strawberries &

Cream und geschmolzene, abgekühlte weiße Schokolade

hinzugeben, Erdbeeren unterrühren. Kekse

zerdrücken und als Boden in zwei Gläser füllen, 15 ml

Baileys Strawberries & Cream darüber gießen. Alle

Zutaten in zwei Gläser aufteilen und in Schichten

hinzufügen. Mit geschnittenen Erdbeeren garnieren,

kühl servieren.

www.diageo.com

82


everages

Bio „g`spritzt“

Franz Josef Rauch, der Fruchtsaftpionier der ersten Stunde, gründete

1919 in Vorarlberg eine kleine Mosterei, die lediglich als zweites

Standbein in schweren Zeiten dienen sollte. Aus den damals

bescheidenen Ursprüngen ist heute ein Unternehmen mit zwölf

Niederlassungen und rund 1.600 Mitarbeiter geworden – das auch

hundert Jahre nach den ersten Anfängen immer noch die besten

Säfte herstellt.

Rauch steht seit jeher für höchste Qualität sowie besonders fruchtigen

Geschmack und verbindet dabei wie kein Zweiter Altes mit

Neuem. Genauso überzeugen auch die neuen Franz Josef Rauch

Bio Spritzer, in den heimischen Sorten Apfel naturtrüb, schwarze

Johannisbeere sowie Rhabarber naturtrüb.

Dabei gelingt der hippen Longneck-Flasche mit ikonischem Retro-Design

in frischen, sommerlichen Farben und den altbewährten

Fruchtsorten die perfekte Symbiose aus Tradition und Moderne.

Hergestellt aus Bio-Direktsaft entspricht das spritzige Bio Trio dem

Wunsch nach gesunder Erfrischung in Bio-Qualität. Durch den hohen

Fruchtgehalt sind sie dabei naturtrüb und ursprünglich wie zu

Franz Josefs Zeiten – einfach, bodenständig und ehrlich!

In der umweltfreundlichen 0,33L Longneckflasche aus Glas sind die

neuen Sorten exklusiv für die Gastronomie erhältlich und dienen

dabei auch als geeigneter Begleiter für sommerliche Speisen.

www.rauch.cc

Fruchtige Inspirationen

PAGO hat die steigende Nachfrage nach alternativer Getränkebegleitung

zum Anlass genommen, um spannende Varianten abseits

der klassischen Weinbegleitung aufzuzeigen. Rund um die neue

Pago-Bio-Range kreierte Bar-Virtuose Kenny Klein dafür Fruchtsaft-Cocktails,

darunter „Orange is the new black“, bestehend aus

Pago Orange Bio, Gurke, Rauchsalz, Holunder, Verjus und Buttermilch

Espuma und den nach dem PAGO-Gründungsjahr benannte

„1888“ mit Pago Bio Marille, Tomate, Metaxa 12 Stars, Vanille, Limette,

Espresso-Vanille Baiser.

1888

4 cl Pago Bio Marille

2,5 cl Metaxxa 12 Stars

1 cl Vanillesirup

0,5 cl Limettensaft

1 Spray Tomatenessig

Espresso-Vanille Baiser

10 cl Espresso + 10 cl Eiweiß + 2,5 cl Vanillesirup in eine ISI Flasche

abfüllen und begasen. Kühl stellen und vor dem Service kurz aufschütteln.

Glas: Nick and Nora oder Sektglas

Zubereitung: Alle Zutaten auf Würfeleis shaken und in ein vorgekühltes

Glas abseihen. Espresso Vanille Baiser on Top. Auf Wunsch

kann auch noch eine Tonka Bohne über den Baiser gerieben werden.

www.hotelstyle.at

www.pago.at

83


everages

Neue Red Bull

Summer Edition

Mit der neuen Red Bull Summer Edition

„Südseefrüchte“ lässt sich der Sommer

voll auskosten. Das bringt gute Laune und

macht Lust auf Sonne, Strand und Meer.

Denn die Red Bull Summer Edition kombiniert

die Flüüügel von Red Bull mit dem exotischen

Geschmack von Südseefrüchten.

Ob morgens zum Start in einen intensiven

Arbeitstag, auf langen Autofahrten oder

zum Beleben vor, während oder nach dem

Sport – mit der gewohnten Formel des Red

Bull Energy Drinks ist die limitierte Edition

der ideale Energiespender.

Die Red Bull Editions:

Red Bull Green Edition (Kiwi-Apfel),

Red Bull Lime Edition (Zitrone-Limette)

Red Bull Blue Edition (Heidelbeere)

Red Bull Yellow Edition (Tropical)

Red Bull White Edition (Kokos-Blaubeere)

Red Bull Summer Edition „Südseefrüchte“

(nur für kurze Zeit erhältlich)

www.redbull.com/redbulleditions

Drink mit Kultfaktor

In Bars, Clubs und Cafés gehört es zum guten Ton, den Gästen Kreativität

und reichlich Abwechslung auf der Getränkekarte zu bieten.

Deshalb suchen immer mehr Betriebe nach kultigen Drinks, die

schmecken und einfach zu mischen sind. „Preiselpeter“ entspricht

diesen Anforderungen voll und ganz und die feinherbe Preiselbeernote

ergänzt trockenen Prosecco ideal für alle, die ihre Drinks nicht

allzu süß mögen. Neben dem einprägsamen Namen macht dieser

Mix auch durch seine Farbe einiges her. In bauchigen Weingläsern

serviert, leuchtet er schön rot und sollte daher auf keiner Caféterrasse

und keiner Bar fehlen.

Zutaten:

2 cl Darbo Wildpreiselbeer Sirup

1/8 l Prosecco

1/8 l Soda

Eiswürfel

Zubereitung: Eiswürfel und Darbo

Wildpreiselbeer Sirup in ein Longdrinkoder

bauchiges Weinglas geben. Halb

mit Prosecco, halb mit Soda aufgießen.

www.darbo.at

84


everages

© ottomichael.at

3 Tage lang Cocktails

Mit seiner vierten Ausgabe legt das spektakuläre Cocktailfestival

LIQUID MARKET VIENNA im Juli im Wiener Volksgarten auf mehreren

Ebenen wieder zu. Von Donnerstag, den 11. Juli 2019 bis inklusive

Samstag, den 13. Juli 2019 können sich Cocktail-Connaisseure

und Liebhaber elaborierter Barkultur auf eine weltweit einzigartige

Entdeckungsreise zu den neusten Drink-Kreationen von mehr als

70 Bars machen. Die besten Barkeeper und Mixologen aus dem Inund

Ausland werden auch heuer wieder ihre außergewöhnlichen

Künste unter Beweis stellen und für ein abwechslungsreiches Lineup

sorgen. Eine besonders wichtige Neuerung ist der Shop, in dem

vor Ort die exklusiven, für die Wiener Barflys teils neuen Spirituosen,

Liköre und Sirupe erworben werden können.

Und schon im Mai gastiert der LIQUID MARKET auch

erstmals in Linz – weitere Infos und Tickets unter:

www.liquidmarket.bar

Gold und Silber

für steirischen Gin

Unter Fachleuten gelten die Spirituosenprämierungen des „World

Spirit Awards“ als qualitativ absolut hochwertige Auszeichnung.

Beim 2019er Contest im März in Bassano del Grappa, Venetien

konnte nun eine österreichische Destillerie im Bereich Gin gleich

mehrfach punkten: Der 39-jährige Master Destiller Patrick Marchl

errang dort mit seinem „Rick Gin Rich“ unter den Dry Gins und dem

„Rick Gin Brave“ in der Kategorie London Dry jeweils eine Silbermedaille.

Noch eine Kategorie höher und mit der Goldmedaille ausgezeichnet

wurde Marchls mediterraner Bio-Gin „Rick Gin Feel“. „Rick“

ist ein Premium Bio Gin, der in Handarbeit aus rein biologischen

Zutaten hergestellt wird. Der Fokus liegt dabei auf höchster Qualität

bei allen Rohstoffen sowie auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Dabei kommt die modernste Brenntechnologie zum Einsatz. Produziert

wird „London Dry“ im südsteirischen Gamlitz ausschließlich in

Handarbeit, nach dem höchsten Qualitätsstandard.

www.rick-gin.at

www.hotelstyle.at

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Bier

Internationale

Siegerbiere

Anfang März 2019 war es wieder soweit. Das britische National Brewery

Centre in Burton upon Trent, UK gab die Gewinner der traditionsreichen

International Brewing and Cider Awards bekannt.

Der internationale Bewerb fand erstmals

1888 statt. Gewürdigt werden seither Innovation,

die Liebe zum Detail und die harte

Arbeit der Bier- und Ciderproduktion. Gleichzeitig

spiegelt die jährliche Auswahl der ausgezeichneten

Apfelweine und Biere auch die

Veränderungen in der Branche wider.

Es werden dabei sowohl Qualität als auch

Diversität abgebildet und ein beeindruckender

Überblick über Braukunst und die Kunst

des Cider-Machens gegeben. Ein Schlüsselkriterium

für die Jury ist aber auch stets der

kommerzielle Wert der eingereichten Produkte.

Innovation und Kreativität reichen

schließlich nicht, damit sich die prämierten

Getränke auch am Markt bewähren. Was

letztlich zählt, ist der Geschmack des Konsumenten.

Ein Grund mehr, warum sich ein

Blick auf die Gewinner auch für die heimische

Gastronomie lohnen mag.

133 Medaillen

Über 1000 Biere und Ciders aus 50 Ländern

wurden heuer drei Tage lang verkostet und

bewertet. Insgesamt konnten dann in mehreren

Kategorien 133 Medaillen vergeben

werden. Brauereien und Cider-Hersteller

aus Österreich waren diesmal nicht unter

den Medaillen-Gewinnern. Prämierte Cider-Hersteller

kommen vor allem aus England

und den USA, aber auch aus Belgien,

Luxemburg und Zypern, aus Australien,

Deutschland und der Schweiz.

Bier-Auszeichnungen gingen an weltweit

bekannte Marken wie Sierra Nevada, Samuel

Adams, Camden Town, Deschutes, Fullers

und Big Drop, aber auch an kleine Craft

Beer Brauereien aus allen Teilen der Welt.

Lager aus aller Welt

Besonders international sind heuer auch

die Hersteller der Lagerbiere aufgestellt,

um nur ein Beispiel für die Vielfalt hervorzuheben:

In der Kategorie Lager 2.9% bis 4.4% ABV

siegte Saigon Lager von SABECO aus Ho

Chi Minh City, Vietnam vor XXXX Bitter und

XXXX Gold, beide von Castlemaine Perkins

aus Brisbane, Australien. In der Kategorie

Lager 4.5% bis 4.9% ABV kamen die

prämierten Biere aus Kalifornien, USA (Firestone

Lager von Firestone Walker), aus

England (Charlie Wells Dry Hopped Lager

von Charles Wells Ltd) und aus Tasmanien

(James Boag’s Premium Lager von J Boag

& Son). Und bei Lager 5.0% bis 5.4% ABV

setzte sich Maes von Alken-Maes aus Belgien

vor Buckskin German Pilsner der Buckskin

Brewery aus Taiwan und Myanmar Premium

der Myanmar Brewery durch. In der

Kategorie Lager 5.5% bis 6.9% ABV ging

Gold an Lech Pils von Lech Browary Wielkopolski

aus Polen, Silber an Anarkist Motueka

Lager von Theodor Schiøtz Brewing Co

aus Dänemark und Bronze an Asahi Super

Dry Shunrei Karakuchi von Asahi Breweries

Ltd aus Japan.

Alle weiteren Siegerbiere sind online zu finden

unter

www.brewingawards.org

86


Bier

Bier & Cider neu interpretiert

Bill Taylor, Vorsitzender der Jury der International

Brewing Awards and Cider Awards,

australischer Bierbrauer und Buchautor, und

Gabe Cook alias The Ciderologist, der Apfelwein-Experte

aus Dymock, Großbritannien,

sprachen mit uns über die neuesten Bierund

Cider-Awards.

Was sollten Brauereien wissen, wenn sie

nächstes Jahr an den Awards teilnehmen

möchten?

Bill Taylor (BT): Die International Brewing

Awards und die Cider Awards stützen sich

bei der Beurteilung auf über 50 Branchenexperten

aus über 20 Ländern der Welt, die alle

an der kommerziellen Herstellung von Bier

und Apfelwein beteiligt sind oder Erfahrung

mit dieser haben. Bereiten Sie sich also darauf

vor, dass Ihre Produkte einen strengen

Prozess durchlaufen!

Welche Stile werden bewertet?

BT: Es gibt keinen Fokus auf Stildefinitionen.

Daher haben die Teilnehmer viel Spielraum,

um zu gewinnen, unabhängig davon, ob ihre

Beiträge traditionell sind, Interpretationen

der Originalstile oder Neuerungen, die nicht

den vorherigen Stilrichtlinien entsprechen.

Woher stammen die besten Biere?

BT: Wir haben über 1000 Einsendungen aus

über 200 Ländern aus der ganzen Welt, darunter

auch aus Österreich, erhalten. Diese

Vielfalt macht die International Brewing &

Cider Awards so spannend und unterscheidet

sie von anderen Wettbewerben. Nichts

ist vorhersehbar. Zum ersten Mal in diesem

Jahr hat zum Beispiel ein Craft Brewer aus

China eine Goldmedaille für saures Bier gewonnen!

Jeder hat die Chance, bei diesen

Awards zu gewinnen.

Sind in diesem Jahr neue und ungewöhnliche

Biere und Cider vertreten?

BT: Bei den Awards haben wir im Laufe der

Jahre viele neue und ungewöhnliche Biere

und Apfelweine gesehen. Auffällig in diesem

Jahr ist die Zahl der sauren Biere. Tradition

spielt nach wie vor eine große Rolle, aber

moderne Zutaten und Methoden verleihen

den Produkten neue Dimensionen.

Gabe Cook (GC): Wir sehen eine Zunahme

an aromatisierten Apfelweinen und es gibt

einige Apfelweine, bei denen mit botanischen

Zutaten experimentiert wurde. Dies

ist höchstwahrscheinlich eine Antwort auf

die anhaltende Beliebtheit von Gin.

Welche Innovationen beobachten Sie?

BT: Brauereien und Apfelweinhersteller sind

immer innovativ - einige, indem sie zu traditionellen

Braumethoden zurückkehren, andere

durch einen moderneren Ansatz.

Größere Brauereien verwenden beispielsweise

innovative Technologien, um den

Geschmack neuer Sorten mit niedrigem Alkoholgehalt

zu verbessern, und andere verwenden

verschiedene Hefen und Zutaten,

um mit Aromen zu experimentieren und sie

zu verbessern.

Was bedeutet das im Detail?

BT: Vom Fassausbau über die Verwendung

von Hopfenölen bis hin zu anderen experimentellen

Prozessen setzen Brauereien eine

hohe Messlatte, wenn es darum geht, kreativ

zu werden. Wir haben gesehen, wie viele

von ihnen ungewöhnliche Hopfensorten und

Kräuter mit großer Wirkung getestet haben.

Es gibt keinen „heiligen Boden“ mehr und

sicherlich ist nichts tabu! Kleinserien und

kollaborative Suds sind beides Beispiele für

Brautechniken, die aufregende Ergebnisse

liefern. Da es sich bei diesen Produkten oft

um einen eingeschränkten Produktlauf handelt,

kann es schwierig sein, diese Biere zu

kaufen. Dies hat jedoch zur Folge, dass der

Markt dynamischer ist als je zuvor.

Und wie sehen aktuelle Cider-Trends

aus?

GC: Im Hinblick auf die Innovation von Cider

sehen wir die Entstehung von Co-Fermentationen,

bei denen Äpfel und Trauben zusammen

fermentiert werden, mit interessanten

Ergebnissen. Wir sehen auch, dass „Eiswein“

immer beliebter wird.

Einige Hersteller pressen gefrorene Äpfel

oder verwenden ein Verfahren, das als Kryokonzentration

bezeichnet wird, um den Zucker

im Saft der Äpfel zu erhöhen, wodurch

ein süßeres Endprodukt entsteht, das einem

Dessertwein ähnelt.

Was sollten Gastronomen über internationale

Bier- und Cidertrends wissen?

BT: Trends können oft kommen und gehen,

wir raten jedoch, regelmäßig mit ihren Lieferanten

oder lokalen Herstellern zu sprechen

und die wichtigsten Merkmale der aktuell

kreierten Biere und Apfelweine zu verstehen.

Was wollen Kunden wissen?

BT: Immer mehr Kunden interessieren sich

für Stile, Qualitäten und Geschmacksprofile

und wissen oft auch viel darüber. Letztendlich

geht es darum, die Gäste an Gesprächen

zu beteiligen und auch selbst Feedback einzuholen,

um sicherzustellen, dass man eine

aufregende Getränkekarte anbietet, die das

Beste des heutigen Brautalents darstellt.

Bill Taylor, Vorsitzender der Jury der

International Brewing and Cider Awards

Gabe Cook alias The Ciderologist

www.hotelstyle.at

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Bier

88

Siegerbier

aus Polen

Die polnische Brauerei Lech Browary Wielkopolski

ist eng mit der Region Wielkopolska

verbunden und an deren Entwicklung

beteiligt. So ist sie etwa auch landesweit

als Hauptsponsor und offizielles Bier des

Fußballvereins Lech Poznań bekannt. Das

gleichnamige Lech Pils hat nun als Siegerbier

bei den jüngsten Brewing and Cider

Awards in Großbritannien auch international

für Aufsehen gesorgt. Lech Pils ist ein goldenes

Lagerbier mit ausgeprägter Bitterkeit

und reichem Schaum. Alkoholgehalt: 5,5%

www.asashibeer.pl

Kreativbier mit

Blütenhonig

Honig und Bier haben sehr viel gemeinsam.

So wie das Bier, das seit etwa 10.000 Jahren

gebraut wird, zählt auch Honig zu den

ältesten Genüssen der Menschheit. Hirter-Braumeister

Raimund Linzer hat nun

ein Honigbier gebraut, das entsprechend

der Philosophie des Hauses voll und ganz

auf Regionalität setzt. Ausgewählte Standplätze

inmitten möglichst unberührter Natur

rund um die Brauerei und die jahrelange

Erfahrung der regionalen Imker sind wichtige

Indikatoren für den qualitativ hochwertigen

Honig. Qualität, die sich im Geschmack

widerspiegelt. Das untergärige Hirter Honigbier

ist eine naturtrübe, leicht süßlich

schmeckende Bier-Spezialität, in limitierter

Menge händisch abgefüllt, unfiltriert und

völlig naturbelassen.

www.bierathek.at

www.hirterbier.at

Alkoholgehalt: 6,3% Vol.

Stammwürze: 14,5°

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, echter

Kärntner Blütenhonig, Hopfen Hefe

Trinktemperatur: ideal bei 8 bis 12 Grad

Speisenempfehlung: harmonisiert ausgezeichnet

zu Desserts mit Schokolade, aber

auch zu Fisch und Gemüse.

Besonders

hopfenaromatisch

In einer kleinen Versuchsanlage in Laxenburg,

südlich von Wien werden Rezepte

für neue Biere entwickelt. Gebraut werden

diese „Wanderbiere“ dann in großer Menge

und in gesicherter Qualität in verschiedenen

ausgewählten Brauereien.

Damit keine wichtigen Aromen verloren

gehen, werden die Biere dabei weder filtriert

noch pasteurisiert. Dies hat in den

vergangenen Jahren für das Laxenburger

Brauhandwerk zu insgesamt drei Auszeichnungen

bei den österreichischen Staatsmeisterschaften

geführt.

Klassische Bierstile werden durch das Betonen

einzelner Bereiche neu interpretiert

und so beispielsweise besonders hopfenaromatisch.

Für die meisten Biere wird jeweils

nur eine Hopfensorte verwendet, dies

hebt den jeweils einzigartigen Geschmack

des Hopfens hervor. Der „Laxenburger

Sommer“ beispielsweise ist ein klassisches

böhmisches Pilsner, das aber mit einem

wunderbaren Aromahopfen aus der deutschen

Hallertau recht aromatisch eingebraut

wurde. Dies verleiht dem Bier eine

dezente fruchtige, leicht zitrusartige Note.

www.laxenburger.at


Bier

Omes vom Clemens

Schon seit 1931 prägt Familie Walch das Hotel Gotthard

in Lech am Arlberg. In drei Generationen ist aus

dem Haus auf der Vorarlberger Seite des Arlbergs ein

modernes Viersterne-Superiorhaus geworden. Neben

einer Vielzahl von kulinarischen Schmankerln wie

hausgemachten Marmeladen, Butter, Käse, Eier und

Joghurt aus der Region und den süßen Versuchungen

aus der hoteleigenen Konditorei, können dort nun

auch Bierliebhaber regional genießen.

O’zapft is – in der Old Bakery

Im vergangenen Jahr wurde die alte Backstube umfunktioniert

und „revitalisiert“. Dort ist nun auch die

hauseigene Brauerei untergebracht und Hausherr Clemens

Walch ist selbst der Braumeister, der hier mit viel

Liebe seine eigene Bierspezialität braut. Sein „Omes“

soll natürlich, rein und charaktervoll sein, wie das 2.557

Meter hohe Omeshorn, der Hausberg von Lech. Die

Old Bakery lockt nun zu geselligen Bierverkostungen

– und nicht nur das. Hier organisieren die Walchs auch

Backkurse und gesellige Events für bis zu 16 Personen.

Zum frisch gezapften Bier werden Weißwurst

oder eine Käse- und Speckjause aufgetischt. Wobei

der Speck auch von Clemens Walch selbst hergestellt

wird. Die eigene Gewürzmischung und das langsame

Trocknen an der frischen Bergluft ergeben nach einer

mehrmonatigen Reifung den typischen Vallugaspeck,

der hauchzart geschnitten zusammen mit einem würzigen

im Holzbackofen gebackenen Bauernbrot verkostet

wird. Ein kühles Omes Bier macht den Genuss

perfekt. Den letzten Part übernimmt dann ein Heublumen

Gin – der ist natürlich (wie fast alles hier) aus der

Destillerie des Hausherren Clemens Walch.

www.gotthard.at

Metallica Bier kommt

Die Band Metallica und der Stone Brewing-Ableger

Arrogant Consortia bringen das gemeinsam

mit Metallica gebraute Enter Night Pilsner

ab April nach Europa. Das von Stone Brewing

in Berlin gebraute Bier ist ab sofort in über 30

europäischen Ländern und ab Mitte April in

Österreich erhältlich. Das Bier, ein dry-hopped

(oder kaltgehopftes) Pilsner, steht auf einzigartige

Weise für die gemeinsamen Werte, die

Metallica und Stone Brewing definieren: leidenschaftlich

unabhängig, unvoreingenommen zu

sein und Konventionen herauszufordern.

Enter Night Pilsner

5,7% ABV, 45 IBUs

in 0,5l Dosen und vom Fass in ganz Europa

www.stonebrewing.eu

www.hotelstyle.at

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Buchempfehlungen

Die schönsten

Restaurants & Bars

Strategisches

Management für

die Hotellerie

Gemüse und

Kräuter im Garten

Die österreichische

Küche

43 herausragende Interior-Design-Konzepte,

spektakuläre

Neueröffnungen als auch gelungene

Umgestaltungen und

Renovierungen werden in diesem

Band, herausgegeben vom

Deutschen Hotel und Gaststättenverband

e.V. DEHOGA, mit

zahlreichen Fotos, Grundrissen

und informativen Texten ausführlich

dargestellt. Spannende

Hintergrundgeschichten, Facts

& Figures sowie Infos zu verbauten

Produkten und die Innovationen

des Jahres liefern dabei

auch wertvolle Hilfestellung

für eigene Projekte.

Globalisierung, Überkapazitäten,

Wettbewerbsdruck und ein

verändertes Gästeverhalten:

Um unter diesen Bedingungen

Chancen und Bedrohungen für

den eigenen Unternehmenserfolg

erkennen und entsprechend

reagieren zu können,

braucht es ein Strategisches

Hotelmanagement. Die zweite,

vollständig überarbeitete Auflage

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einen Überblick über den State

of the Art zum Strategischen

Hotelmanagement und den damit

verbundenen wesentlichen

Gestaltungsfeldern, erweitert

um den Aspekt der Strategischen

Kontrolle und weitere aktuelle

Praxisbeispiele.

Was man als Selbstversorger

über das Naturnahe Gärtnern

wissen muss, stellt der Biologe

Dr. Markus Phlippen in diesem

Band anschaulich vor. Ob im

Garten, im Frei- oder Hochbeet

oder auch auf dem Balkon –

jede Pflanze hat unterschiedliche

Ansprüche, die jeweils als

Steckbrief übersichtlich zusammengefasst

werden. Ergänzt

wird der Band durch Sortenkunde,

Tipps zu Anbau und Gartengestaltung

sowie zu Lagerung

und Verzehr.

Ob Rollgerstlsuppe, Gesulzter

Wurzelkarpfen oder Wachauer

Marillentorte – die österreichische

Kochkunst bietet Genuss

für alle Geschmäcker und jede

Jahreszeit. Adi Bittermann, Ingrid

Pernkopf und Renate Wagner-Wittula

haben rund 500

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Bundesländern zusammengestellt

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Strategisches Management für

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Burkhard von Freyberg, Sabrina

Zeugfang, Laura Schmidt

De Gruyter Oldenbourg, 2019

Taschenbuch, 17 x 23,9 cm

248 Seiten

ISBN 978-3-11057574-3

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Becker Joest Verlag, 2019

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Renate Wagner-Wittula

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