SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019

vogelmediabremen

ISSN 2197-5450 MAI | JUNI 2019

SCHWACHHAUSEN

Lesenswerte

100%

Schwachhausen

SWANTJE MARKUS

Die Kultur-Managerin für Bremen

GESUND ERFRISCHT

Stieleis-Manufaktur FIEV SINN

LANGE NACHT DER BREMER MUSEEN

Kulturprogramm für neugierige Nachtschwärmer

FREIWILLIGES SOZIALES JAHR BEI BREMEN 1860

Orientierung vor dem Ernst des Lebens

WWW.MAGAZINEFUERBREMEN.DE


EDITORIAL

Herzlich willkommen!

Schon Jugendliche können in der Ferienbetreuung

als „kleine Helfer“ den Gruppenleitern

zur Hand gehen. Mehr dazu lesen Sie auf den

letzten Seiten dieser Ausgabe. Ab 18 Jahre lernen

junge Menschen Bremen 1860 im Rahmen

eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) noch

besser kennen. Derzeit absolvieren sechs junge

Frauen und Männer ein FSJ bei uns. Bis zum

Sommer bleiben sie uns noch erhalten; dann

wird es wieder einen Wechsel geben. Interessierte

können sich gern noch bei uns bewerben.

Was genau unsere FSJler tun, auch das ist in

dieser Ausgabe nachzulesen.

Nach einem möglichen FSJ kann es bei uns weitergehen.

In Form einer klassischen Ausbildung

oder eine dualen Studiums bilden wir Fachkräfte

im Sport heran, die wir künftig auch

brauchen werden. Ich selbst kenne den Weg,

habe sowohl eine Ausbildung zum Sportkaufmann

als auch später ein duales Studium zum

Diplom-Sportökonomen bei Bremen 1860 abgeschlossen

und mich dann immer weiter hochgearbeitet.

Seit Beginn diesen Jahres leite ich

den Verein mit unserem langjährigen Geschäftsführer

Horst Neumann zusammen. Für

das Vertrauen, das sowohl er als auch das Präsidium

in mich gesetzt haben, danke ich ihnen

sehr!

Sebastian Stern

Geschäftsführer Bremen 1860

Der Verein Bremen 1860 ist so viel mehr als

nur Sport. Die meisten kennen uns als den Ort,

an dem sie Volleyball spielen, ihre wöchentliche

Gymnastik machen oder beim Rugby-

Gucken eine Bratwurst essen. Damit viele Menschen

genau das bei uns tun können, ist etwas

ganz anderes von großer Bedeutung: die Organisatoren

und Trainer.

Das sind neben vielen ehrenamtlichen fleißigen

Händen auch hauptamtliche Leute. Ohne diese

Mischung wäre ein Betrieb an sportlichen Aktivitäten

und geselligem Miteinander, so wie

viele es von uns kennen, nicht möglich. Damit

eine zuverlässige Betreuung in den Trainingszeiten

und darüber hinaus in Zukunft möglich

bleibt, verstehen wir uns auch als Ausbildungsbetrieb.

Fähigen Leuten bieten wir als Verein eine langfristige

Perspektive in vielfältigen Betätigungsfeldern

sowohl hinter den Kulissen in

Verwaltung und Organisation als auch für jeden

sichtbar in den Hallen, auf der Rasenfläche und

im Beachvolleyballfeld.

Und dort ist ständig Betrieb. Das lebendige Treiben

auf unserem Vereinsgelände ist ein schöner

Beleg dafür, wie sehr Bremen 1860 im Stadtteil

verwurzelt ist. Diese Bindung möchten wir

noch intensivieren und laden die Schwachhauserinnen

und Schwachhauser zu unserem Sommerfest

mit Sportspielen ein. Am 30. Juni

können kleine und große Besucher zeigen, was

in ihnen steckt. Wie das aussehen soll, steht auf

den letzten Seiten dieses Magazins.

Die Sommerspiele in diesem Jahr sind eine Premiere

für uns, bei der hoffentlich viele

Schwachhauser mitmachen. Zu unserem 160.

Geburtstag im kommenden Jahr möchten wir

noch einen drauflegen und zusammen mit unseren

Mitgliedern und Gästen größer feiern.

Wir freuen uns jetzt schon auf Sie!

Sebastian Stern


INHALTSVERZEICHNIS

FSJ BEI BREMEN 1860

Ein Freiwilliges Soziales Jahr soll

jungen Menschen helfen, ihren

Weg zu finden – in Schwachhausen

hat Bremen 1860 gleich

mehrere Stellen zu besetzen

26

62

EIS WIE IN ITALIEN

Daniela Pataj-Vogt bringt mit ihren

italienischen Gelato-Sticks einen

Hauch Italien nach Schwachhausen

SWANTJE MARKUS

Die Kaufmännische Geschäftsführerin

des Focke-Museums

über ihren Weg in die Kultur

und ihre ganz besondere Liebe

zu Bremen

32

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

FIEV SINN

26 Eisgenuss für die Sinne aus rein

natürlichen Zutaten und frei von

künstlichen Zusatzstoffen gibt

es ab Anfang Juni in der Stieleis-

Manufaktur von Daniela Pataj-Vogt

am Emmaplatz

SWANTJE MARKUS

32 Kaufmännische Geschäftsführerin

des Focke-Museums über ihren

Weg in die Kultur und ihre ganz

besondere Liebe zu Bremen

RUDERBOOTSTOUR

38 Idyllisch durch den Bürgerpark

KULTURNACHT

44 In der Langen Nacht der Museen

lenken Lesungen, Inszenierungen,

Installationen, Konzerte und

Führungen den Blick auf die Risiken

des Lebens und die Motive

und Strategien, möglichst nicht

nur davonzukommen

KULTUR IN BREMEN

48 Theater Bremen

49 Kunsthalle Bremen

GESUND IM MUND

50 Tipps zur richtigen Zahnpflege für

gesunde und schöne Zähne

IMMOBILIENREPORT BREMEN

54 Gelungene Architektur am bedeutungsvollen

Standort: Modernes

Stadthaus auf dem ehemaligen

Gelände des Gemeindehauses

Unser Lieben Frauen

FAMILIE & CO.

56 Unter dem Motto „Viel erreicht

und noch viel zu tun“ feiert das

SOS-Kinderdorf Bremen sein

rundes Jubiläum und setzt sich

weiter für Kinder in Not ein

4

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


INHALTSVERZEICHNIS

RUDERND DURCH

DEN BÜRGERPARK

Eine Idylle auf dem Wasser

kann man bei einer romantischen

Bootstour entlang

grüner Wiesen und anmutender

Brücken erleben

38

LANGE NACHT

DER MUSEEN

Ein vielfältiges Kulturprogramm

aus ungewohnten

Blickwinkeln

für neugierige Nachtschwärmer

44

BERUFSORIENTIERUNG

62 Beim Freiwilligen Sozialen Jahr bei

Bremen 1860 lernen junge Menschen

zwölf Monate lang die vielfältigen

Aufgaben des Sportvereins kennen

NEWS VON BREMEN 1860

68 Immer in Bewegung

UNTERWEGS IM STADTTEIL

72 Menschen in Schwachhausen

IMPRESSUM

74 Wer, was und wann


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Bürgerpark-

Tombola 2019

Schwarzer VW move up!

rollt nach Schwachhausen!

Gemälde-Ausstellung

im Haus am Walde

Faszinierender Floralismus

Karin Klein bekommt blumige Glückwünsche und den symbolischen Schlüssel

überreicht von Axel Behrens, Vertreter des Casinos Bremen (Foto: Martin Rospek)

Über ein besonderes Geschenk konnte sich Karin Klein freuen. Mit ihrem Mann bummelten

die beiden am verkaufsoffenen Sonntag gemütlich durch die Sögestraße, wo

das dortige Glücksdorf zum Loskauf lockte. Mit einem gelben Glücksbriefchen hatte

die 69-jährige Bremerin das große Glück, sich einen Hauptgewinn der diesjährigen

Bürgerpark-Tombola zu sichern: einen VW move up! im Wert von 14.350,- Euro.

Den Gewinn ermöglichte das Casino Bremen an der Schlachte 26.

»»» buergerpark-tombola.de

In der Ausstellung „Faszinierender Floralismus“ kann man vom 27. Mai bis 4. August

im Haus am Walde Werke des Künstlers Dirk Bodenstein entdecken. Inspiriert

durch die Vielfalt der Natur malt Dirk Bodenstein überwiegend großformatige Gemälde

mit floralen Motiven: Mal großformatige Blüten naturalistisch oder abstrakt,

mal florale fließende Formen – auch in Symbiose mit fantasievollen Vögeln. Der

Künstler ist fasziniert von schönen, farbenprächtigen Blüten, welche seine Lieblingsmotive

sind: Das leuchtende Rot der Tulpe, das intensive Blau der Viola oder

das weiche Weiß der Orchidee. Die dekorative Wirkung der Blüten möchte der Künstler

farbenfroh weitergeben. Seine Ölgemälde sind allesamt in kraftvollen Farben gemalt

und sollen die Ausstellungsbesucher positiv stimmen und eine emotionale

Ausstrahlung haben. „Ich habe Mut zur Farbe und liebe ausdrucksstarke Ölgemälde,

die mit ihrer fast wuchtigen Präsenz – losgelöst von Trenddiktaten in der

Malerei – faszinieren und dem Betrachter auch eins bieten: einen Spielraum für

seine individuelle Fantasie.“

»»» dirk-bodenstein.de

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FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

So, 19. Mai, 10 bis 18 Uhr

Internationaler Museumstag

mit Jazzfrühschoppen des Inner Wheel Club Bremer

Schlüssel im Museumspark, Kreativ-Angeboten für

Kinder, Kurzführungen und einer Familienführung

durch die Sonderausstellung

Eintritt frei

Das junge Bremer Barockorchester begeistert mit außergewöhnlichen Programmen

Eine kleine

Nachtmusik in Madrid

Mozart trifft Fandango

Ein Programm rund um das Thema „Serenade“ erwartet die Zuhörer in diesem Konzert

am Donnerstag, den 20. Juni um 20 Uhr in der Kirche Unser Lieben Frauen. Ursprünglich

als freie Form einer Abendmusik, die oft unter freiem Himmel aufgeführt

wurde, eingeführt, hielt die Serenade im 18. Jahrhundert Einzug in den Konzertsaal

und wurde zu einem der Aushängeschilder der Klassik. Ein besonders berühmtes

Exemplar dieser Gattung erklingt in diesem Programm mit der weltbekannten Serenade

KV 525, der sogenannten „Kleinen Nachtmusik“. Obwohl dieses Werk heute

zu den berühmtesten klassischen Kompositionen überhaupt zählen dürfte, sind

Aufführungen nach den Maßgaben der historischen Spielpraxis immer noch eine

Seltenheit.

Das Bremer Barockorchester möchte mit seinem beweglichen und kammermusikalisch

agierenden Orchesterapparat einmal mehr zeigen, welche ungeahnt lebendigen

und aktuellen Züge in dieser Musik Wolfgang Amadeus Mozarts stecken.

Von Wien aus geht es anschließend mit Luigi Boccherini nach Spanien. Der Cellist,

den man heute vor allem durch Werke wie das berühmte Menuett für Streichquintett

aus op. 13 kennt, komponierte ebenfalls Abendmusiken und ließ sich dabei

auch vom Klang der Straßen, den damals üblichen Tänzen und Gesängen der einfachen

Bewohner Madrids inspirieren. In diesem Konzert erklingt eines der außergewöhnlichen

Gitarrenquintette Boccherinis. Außergewöhnlich einerseits aufgrund

der besonderen Besetzung von Streichquartett und Gitarre. In diesem Fall wird der

mexikanische Gitarrist des Orchesters, Hugo de Rodas, das Werk mit dem Nachbau

eines klassischen Modells aus der Zeit Boccherinis interpretieren. Außergewöhnlich

andererseits, da das Publikum den hier vertonten Tanz auch live auf der Bühne

erleben wird: Eine spanische Tänzerin lässt die Musik des „Fandango“ in ihren Bewegungen

auch optisch wieder aufleben und bringt das Flair der abendlichen Stimmung

auf den Plätzen Madrids am Ende des 18. Jahrhunderts nach Bremen.

Mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-91) und Luigi Boccherini (1743-

1805).

Karten erhält man im Vorverkauf bei Nordwestticket telefonisch unter (0421) 36

36 36 zu folgenden Preisen 10,-/15,-/25,-/35,-/40,- Euro (ggf. zzgl. Online-Buchungsgebühr)

sowie an der Abendkasse: 12,-/17,-/27,-/37,-/42,- Euro

Sa, 25. Mai, 18 bis 1 Uhr

Lange Nacht der Bremer Museen

mit DJ Gülbahar Kültür, Pago Balke, Führungen,

Lesung und Mitmach-Aktionen

12 €, 9 €, Late-Night-Ticket ab 23 Uhr: 6 €

Mo, 10. Juni, 10 – 17 Uhr

Mühlentag in der Mühle Oberneuland

mit Führungen von 11 bis 16 Uhr und Kaffee & Kuchen

Eintritt frei

So, 16. Juni, 11:30 Uhr

Fockes Pavillon - Cellowerk Bremen

Musik der Weimarer Republik

Maren und Konrad Seeliger, Julika Rieke, Matthias

Boutros und Peter Dahm

Sa, 22. Juni, 13 – 22 Uhr

Festival der Kulturen

Musik, Tanz, Film und Kunst im Park

In Kooperation mit dem Afrika Netzwerk Bremen

So, 30. Juni, 11:30 Uhr

Fockes Pavillon - Die Goldenen 20er

Konzert mit dem Jan Olaf Rodt Quartett

Ignatz Dinné (sax), Jakob Dreyer (b), Peter Gall (dr),

Jan-Olaf Rodt (git)

»»» bremer-barockorchester.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 7


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Bremer Imkertag am 30.

Juni am Lür-Kropp-Hof

Der Bremer Imkerverein von 1875 e. V. veranstaltet am 30. Juni von 11 bis 17.30

Uhr wieder einen großen Bremer Imkertag am Lür-Kropp-Hof. Tolle Aktionen, Diskussionsrunden,

Kinderspaß und vieles mehr erwarten die Besucher.

Der Imkertag steht dieses Jahr unter dem Motto "Lebensräume erhalten schaffen

– alle sind gefordert!". Den Imkern sind nicht nur ihre Honigbienen lieb und teuer,

sondern auch die Erhaltung der Artenvielfalt bei den Insekten allgemein ist ihnen

wichtig. Darum wird in Diskussionsrunden heiß debattiert und beraten werden. An

Ständen des NABU Bremen sowie der beiden Bremer Imkervereine (Imkerverein Bremen

von 1875 e.V. und Imkerverein Blumenthal) können sich die Besucher über

Möglichkeiten informieren, wie im heimischen Garten oder auf dem Balkon Lebensräume

für die verschiedenen Insekten geschaffen werden. Verschiedene Beispiele

sind auch bei den Führungen über das Grundstück zu sehen. An anderen

Ständen wird für das leibliche Wohl mit Bratwurst, Joghurt, Kaffee und Kuchen gesorgt.

Aber auch musikalische Einlagen wird es geben: Die beiden Schulchöre der

nahegelegenen Grundschule Oberneuland werden um 11 Uhr und um 16.30 Uhr

kleine und große Gäste unterhalten. Am Nachmittag unterstützt durch Raimund

Michels, der gemeinsam mit den Kindern einige seiner Kinderbewegungslieder zum

Besten geben wird. Um 15.30 Uhr wird das Ukulele Ensemble "The Ukulele Rhythm-

Bees" unter der Leitung von Nicolas Jehn auftreten. Die Veranstaltung endet um

17.30 Uhr.

»»» bremer-imker.de

Wachmannstraßenfest am

22. Juni unter dem Motto:

„Die Welt bei uns zu Gast!“

Die Wachmannstraße feiert am Samstag, den 22. Juni ihr 18. Straßenfest. Ab 12

Uhr bieten die Geschäfte wieder viele attraktive Aktionen an. Die Straße wird an diesem

Tag mit bunten Flaggen geschmückt sein und für ein besonderes Flair sorgen.

Zudem wird es viele kulinarische Köstlichkeiten vom Mittelmeer bis zum Kap

geben und auf dem Benqueplatz kann man wieder die beliebten Wachmannstraßenwürstchen

genießen, deren Erlös sowie auch der der Tombola dem Wachmannstraßenverein

zugutekommt.

Ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit Schulorchester und toller Livemusik

wird es auf der Bühne am Benqueplatz geben. Ebenso findet der traditionelle

Straßenspaziergang statt, bei dem man allerhand Interessantes und Spannendes

über den Stadtteil erfahren kann, und vor articolo wird es wieder viele tolle Aktionen

und Angebote für Kinder geben.

Der Verein „Die Wachmannstraße“ wünscht allen Besuchern eine schöne Zeit in

der Wachmannstraße und freut sich auf ein tolles Fest bei hoffentlich strahlendem

Sonnenschein bei dem man bei einem großen, breiten Getränkeangebot bis tief

in die Nacht auf dem Benqueplatz feiern kann!

»»» diewachmannstraße.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

„Überraschungseier

der Kunst“ jetzt auch

in Schwachhausen

Bremens zweiter Kunstautomat

steht in der Wachmannstraße

Vor der Galerie 64 in der Benquestraße 64 / Ecke Wachmannstraße steht Schwachhausens

erster - und somit Bremens zweiter – Kunstautomat, an dem es seither

rund um die Uhr für jeweils 4,- Euro wohlfeile Kunst aus einem alten kunstvoll bemalten

Zigarettenautomaten gibt.

Galerist Torsten Steinfurth wurde von seinem Künstlerkollegen Werner Sünkenberg

auf die Idee gebracht. „Er war der erste Bremer Künstler, der seit der Aufstellung

des ersten Bremer Automaten in der Humboldstraße mitmacht und er meinte, hier

in Schwachhausen hätte ein zweiter Automat gute Chancen.” Aus den Kunstautomaten

kann man kleine Kunstüberraschungen in Form von z.B. kleinen Bildern,

Objekten, Zeichnungen aus vielfältigen Materialien erwerben. In jedem gezogenen

Kunstwerk liegt ein Beipackzettel, der einen kleinen Einblick in das Leben und Werk

des Künstlers gibt. So bekommt der Käufer den preiswertesten Zugang zur Vielfältigkeit

der Kunst in Deutschland und Europa.

Die Idee zu diesen bereits im ganzen Bundesgebiet verteilten Automaten hatte vor

fast 20 Jahren der Potsdamer Lars Kaiser. Er gründete die Initiative KUNSTAUTO-

MATEN und versorgt seitdem in Zusammenarbeit mit einer Automatenfirma und

fast 300 Künstlern die Welt mit erschwinglicher Kunst. In Potsdam und in Berlin gab

es bereits 2001 die ersten von der Zigarettenindustrie nicht mehr benötigten und

zu Kunstautomaten umgerüsteten Geräte. Inzwischen stehen davon über hundert

in deutschen Städten und Gemeinden sowie im benachbarten Ausland.

„Ein wenig schade ist, dass der Automat kein Fach für lokale Künstler aufweist, das

vor Ort von mir befüllt werden könnte“, bedauert Torsten Steinfurth. Die Betreuung

und Befüllung der Automaten erfolgt zentral durch eine Agentur der Initiative. Aber

natürlich könnten sich auch Künstlerinnen und Künstler aus Schwachhausen bei

KUNSTAUTOMATEN.com registrieren und so ebenfalls die Gelegenheit erhalten, ihre

Kunst im Zigarettenschachtelformat lokal und bundesweit zu verbreiten. Von nun

an heißt es also auch in Schwachhausen: Zieh dir dein „Überraschungsei der

Kunst“: Eine Schachtel KUNST aus dem Kunstautomaten!


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Sergej Dott in der GALERIE PLUS in Bremen

Vom Arrangement der Unwägbarkeiten

Ein Kleinod der Kunstbegegnung mit ausgesuchten Arbeiten des Berliner Künstlers

Sergej Dott, der einen Ausschnitt aus seinem umfangreichen Schaffen zeigt. Hier

sind es Skulpturen, Fotografien und Zeichnungen. Der Künstler, der in Berlin,

Deutschland, Russland und anderswo seine Spuren mit großformatigen Skulpturen

im Außenraum und Fassadenprojekten hinterlassen hat, kann hier nur eine Ahnung

von der ungemeinen Vielfalt seines künstlerischen Schaffens darbieten. Allen

Werken gemeinsam ist die überbordende Fantastik, mit der er das große und kleine

Welttheater interpretiert.

In dieser Ausstellung geben Kopfplastiken aus Porzellan einen Einblick auf seine

skurrile Sicht der Dinge. Es sind allesamt hohle Köpfe, deren melancholische

Schönheit gebrochen wird, in dem sie z. B. auf den Kopf gestellt als Geschirr dienen,

eigenwillige Kopfbedeckungen erhalten, die man als Vase nutzen kann und die

farbig gebrannt, übersät sind mit geheimnisvollen Zeichen und Schriften, die an

ägyptische Pharaonen erinnern. Eine ebenfalls verrückte Serie sind seine Schrankskulpturen.

Den größten Raum nehmen allerdings die drei großformatigen Fotografien ein, die

wie folgt entstehen: Der Künstler fährt mit einer Idee und entsprechendem Equipment

meist nach Russland. Dort sucht er ein geeignetes Umfeld, Staffage sowie

Statisten, die er wie ein Regisseur auf dem Tableau anordnet. Wenn er mit dem Arrangement

zufrieden ist, schießt er die Schwarz-Weiß-Fotos. Danach werden sie

vergrößert und einzeln handkoloriert und bemalt. Diese Originale liefern ein Panoptikum

der Zeitgeschichte. Ganz der Gegenwart verhaftet symbolisieren die auftretenden

Personen unterschiedliche Bezüge und Absurditäten.

Für den kleinen Geldbeutel gibt es noch DIN-A4-große farbige Zeichnungen/Aquarelle,

die poetische Notizen aus dem Leben des Künstlers mit der Blume im Knopfloch

enthalten.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Mai. In der GALERIE PLUS – in der 1. Etage

über dem Optiker STILPLUS – Unser Lieben Frauen Kirchhof 9, 28195 Bremen

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 10 bis 19 Uhr / Sa. 10 bis 18 Uhr

»»» stilpus.de/de/galerie-plus/

FACHÄRZTE FÜR AUGENHEILKUNDE

Augenchirurgie | Lasertherapie | ambulante OPs |

Ästhetische Lid-OP | Botox | Kinderophthalmologie

Im Medicum | Schwachhauser Heerstraße 50

Tel. (0421) 347 94 75 | Fax (0421) 347 94 76

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Wilhelm Wagenfeld

Bauhausleuchte

(Tischleuchte MT 8)

1924

Wilhelm Wagenfeld: Leuchten

Eine Tischleuchte als

Symbol für das Bauhaus

Im Rahmen des 100-jährigen Bauhausjubiläums widmet sich die Ausstellung den

Leuchtenentwürfen Wilhelm Wagenfelds. Im Laufe seiner Karriere hat der Gestalter

fast 150 Leuchten entworfen. Gleich sein erster Entwurf geht in die Designgeschichte

ein. Kaum ein anderes Objekt verkörpert die Ziele des Bauhauses so

eindrucksvoll wie seine Tischleuchte von 1924, die schon bald als „Bauhausleuchte“

mediale Verbreitung findet. An diesem Entwurf für das „Maschinenzeitalter“

lassen sich die Hoffnungen und Herausforderungen der berühmten

Kunstschule besonders deutlich ablesen. Doch im Gegensatz zu vielen anderen

Ausstellungen im Bauhaus-Jahr will „Wilhelm Wagenfeld: Leuchten“ kein „Bauhaus-Best-of“

zeigen, sondern präsentiert die berühmte Tischleuchte als Ausgangspunkt

einer außergewöhnlichen Rezeptionsgeschichte. Wie hat sich die

Bauhausidee in den 1950er bis 1970er Jahren im Werk Wagenfelds weiterent -

wickelt? Führt er das Bauhaus-Projekt fort oder erarbeitet er ganz neue Ansätze?

Zeitgenössische Leuchtenentwürfe erweitern den Blick und zeigen, wie heutige Designer

und Designerinnen an Wagenfelds Œuvre anknüpfen.

Sich vom Bauhaus emanzipieren – die organische Form in der Nachkriegszeit

Auf den ersten Blick scheint sich Wilhelm Wagenfeld in der Nachkriegszeit von den

Idealen des Bauhauses zu lösen. Anstelle von streng geometrischen Formen wie

Kugel und Zylinder entwickelt er für die Glashütte „Peill & Putzler“ Leuchten mit organisch

fließenden Formen. Es entstehen Pendellleuchten,

die Ruhe und Harmonie ausstrahlen

und filigrane Deckenleuchten, die sogar

mit Dekor experimentieren. Walter

Gropius, der erste Direktor der einflussreichen

Kunstschule um 1960

schreibt, dass niemand „die

Grundidee des Bauhauses so

wirkungsvoll weiterentwickelt“

habe wie Wagenfeld.

Die Ausstellung geht vom 24. Mai

bis 27. Oktober.

»»» wilhelm-wagenfeld-stiftung.de

Verlosung!

2 x 2 Karten für die

Ausstellung „Wilhelm

Wagenfeld: Leuchten“

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. Mai an:

gewinnen@

schwachhausen-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 11


IchJane

RabbitRabbit

Johanna K.

erie

WiDDA


Verlagssonderseite

Fashiontrends und Manufakturen

am 19. Mai im Metropol Theater Bremen

Für einen Tag verwandelt sich das Metropol Theater,

den Bremern besser bekannt als das Musical Theater,

in ein glamouröses Einkaufsparadies. Auf den Ebenen

des Foyers gibt es eine einzigartige Produktauswahl

von Mode, Home&Living bis Food&Drinks. Das

Highlight ist der Pop-up-Store von Fashion Exchange

mit Kollektionen von 20 Designern, die sich abseits

der Fast Fashion positionieren.

Mit dem Heimspiel knüpft der Veranstalter Ingo Müller-Dormann

an den Ursprung der Eventreihe in Bremen

an. Vor sechs Jahren fand an diesem Ort zum

ersten Mal der Lifestyle-Markt „Deine eigenART“ statt.

In der Zwischenzeit tourte das Eventformat erfolgreich

durch über 40 Städte in ganz Deutschland.

Währenddessen hat Ingo Müller-Dormann das innovative

Modekonzept Fashion Exchange entwickelt. Seit

2016 geht der Pop-up-Store gemeinsam mit Deine eigenART

auf Tour. Mittlerweile hat die Agentur einen

weiteren Firmensitz in Berlin. Dort kümmert sich die

gebürtige Bremerin Gabriele Warszinski um das Designermanagement

und spürt die angesagten Fashiontrends

auf.

Inspiriert von der nationalen und internationalen Fashionszene

stellt das Team eine Auswahl an Independent

Fashionlabels aus Deutschland und Europa

zusammen. Auch ein New Yorker Label ist dabei. So

aufregend es in Berlin auch sein mag - Bremen ist

als Heimatstadt der Eventagentur gip marketing &

events GmbH immer ein besonderes Highlight der

Tour. Auf das Heimspiel freut sich auch der Projektmanager

Ove Braasch: „Hier treffe ich viele bekannte

Gesichter und nette Bremer zum Schnacken“.

Independent Fashionlabel aus Berlin, Wien

und Krakau

Das Berliner Label IchJane macht Mode für Janes, die

sich im Großstadtdschungel behaupten wollen: auf

dem Fahrrad, auf der Party und während der Schwangerschaft.

Die winddichten Softshell-Jacken von MI-

AMNUK aus Wien sind wie gemacht für das Bremer

Wetter. Für etwas mehr Glamour sorgen die Outfits

des Krakauer Modelabels RabbitRabbit. Sie sind perfekt

für den Musicalbesuch oder die nächste Cocktail-Party.

Die männlichen Begleiter dürfen sich auf

die Kollektion von Director`s Cut freuen. Sich stilsicher

von der Masse abheben, ist das Motto des Berliner

Designerlabels. Welche Designer im

Pop-up-Store vertreten sind, verraten die Veranstalter

im Internet.

Qualität und Individualität statt Mainstream

und Massenware

Bei jedem Teil vom Unikat bis zum angesagten It-

Piece, kann sich der Käufer sicher sein, dass es aus

hochwertigen Stoffen und unter fairen Bedingungen

gefertigt wurde. Style und Nachhaltigkeit sind längst

kein Widerspruch mehr, sondern eine Frage der Priorität.

Das gilt auch für die handgemachten Designprodukte

der Manufakturen, die unter der Marke Deine

eigenART präsentiert werden.

Geöffnet ist am Sonntag, den 19.05. von 11 bis 17

Uhr im Metropol Theater Bremen im Richtweg 7,

28195 Bremen. Kombitickets gibt es an der Tageskasse

oder im Vorverkauf auf der Webseite.

»»» faex.eu

Ingo Müller-Dormann bringt mit seinem

Modekonzept Fashion Exchange angesagte

Modetrends nach Bremen

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 13


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

2. Bremer Bingo-Tag

Michael Thürnau,

Live-Musik und Kaffeetafel

in der Berliner Freiheit

Lotto Bremen, die Landbäckerei Tönjes und das Einkaufszentrum Berliner Freiheit

laden am Sonnabend, 29. Juni, von 14 Uhr bis 17 Uhr zum 2. Bremer Bingo-Tag mit

Fernsehstar Michael Thürnau ein. Neben dem beliebten Bingo-Spiel gibt es Live-

Musik und eine Kaffeetafel.

Jeden Sonntag fiebern Millionen Zuschauer in der NDR-Fernsehsendung „Bingo!“

den Gewinnen und Gewinnern der Umweltlotterie entgegen. Besonders beliebt

wurde die Sendung nicht zuletzt durch den „Bingobär“ genannten Moderator Michael

Thürnau. Am 29. Juni wird er in der Berliner Freiheit auf Einladung des Einkaufszentrums

und Lotto Bremen mit allen Interessierten kostenlos Bingo spielen.

Jeweils um 14, 15, 16 und 17 Uhr verschenkt er an alle Interessierten Bingo-Lose

für das aktuelle Spiel vor Ort. Dabei gibt es attraktive Preise zu gewinnen. Für musikalische

Unterhaltung sorgen die russische Show-Violinistin Esmeralda und das

Bremer Kaffeehaus-Orchester mit einem Mix aus Swing, Klassik, Pop und osteuropäischen

Weisen. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Landbäckerei

Tönjes verwöhnt die Besucher mit einer Kaffeetafel. Nähere Informationen gibt es

unter www.berliner-freiheit.de. Der Eintritt ist frei.

»»» berliner-freiheit.de

Fockes Pavillon

Open Air-Konzerte

im Museumspark

Von Juni bis August wird der Park des Focke-Museums wieder zum Konzertsaal. Die

beliebte Konzertreihe Fockes Pavillon bietet in diesem Jahr sechs Konzerte jeweils

um 11.30 Uhr.

Das Eröffnungskonzert am 16. Juni bestreiten das Cellowerk Bremen und der Saxophonist

Peter Dahm. Ganz im Zeichen der aktuellen Sonderausstellung „Experiment

Moderne. Bremen nach 1918“ steht Musik der Weimarer Republik auf dem

Programm. Auch zwei Wochen später am 30. Juni stehen die Goldenen 20er Jahre

im Mittelpunkt. Schwungvollen Jazz spielt das Jan Olaf Rodt Quartett.

Auf den 13. Juli können sich alle Opernfreunde freuen, denn das Bremer Gartenopern

Ensemble spielt mit „Die beiden Neffen oder der Onkel aus Boston“ von Felix

Mendelssohn Bartholdy ein neues Singspiel im Grünen auf. Mit ihrer „Hommage à

Michel Legrand“ erinnern die Sängerin Corinna Reynolds, die Bratschistin Balkis

Mele und der Pianist Nicolai Thein an den mehrfachen Oscarpreisträger Michel Legrand,

der unvergessliche Filmmusiken komponierte.

Ein echtes Highlight steht am 11. August auf dem Programm: Zum ersten Mal sind

die Zollhausboys im Focke-Museum zu Gast. Mit ihrem Programm wollen die vier

jungen syrischen Musiker zusammen mit Pago Balke und Gerhard Stengert Brücken

schlagen und Geschichten erzählen – von Flucht, Heimat und Fremdheit. Die Texte,

die Botschaft, die Musik und der Tanz sind authentisch, professionell, berührend

und heiter. Zum Saisonabschluss gibt es am 18. August ein Kinder- und Familienkonzert

mit dem Bremer Kaffeehaus-Orchester. Die fünf Männer im Frack kombinieren

mit spielerischer Leichtigkeit Werke von Komponisten wir Johann Strauß,

Benny Goodman, den Beatles, Giuseppe Verdi, Stevie Wonder und Johannes Brahms.

»»» focke-museum.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Jan und Detlef Pauls (hinten Mitte und rechts) freuen sich gemeinsam mit Küchenchefin Christina Bolt (links) und Mitarbeitern aus ihrem Team über

den „Goldenen Kompass“

Goldener Kompass für das

Ringhotel Munte

Das Ringhotel Munte am Stadtwald, Parkallee 299, wurde erstmals mit dem „Goldenen

Kompass“ der Ringhotels ausgezeichnet.

Die Ringhotels sind eine Hotelkooperation von zurzeit ca. 100 privat geführten

3- bzw. 4-Sterne-Hotels in Deutschland. Seit drei Jahren wird innerhalb der Gruppe

der „Goldene Kompass“ für besondere Qualität vergeben. In diesem Jahr ist erstmals

das Ringhotel Munte am Stadtwald ausgezeichnet worden. In die Bewertung

fließen u. a. Gästebewertungen (der sogenannte TrustYou Score) und die Beurteilung

durch einen anonymen Hoteltester (in Fachkreisen Mystery-Check genannt)

ein. „Wir freuen uns sehr über diese weitere Auszeichnung, die wir vor allem auch

unseren guten Mitarbeitern zu verdanken haben“, so Inhaber Detlef Pauls. Nach

dem Holiday Check Gold Award 2019 haben die Brüder Detlef und Jan Pauls nun

schon die zweite Auszeichnung in diesem Jahr erhalten. Neben dem Ringhotel

Munte am Stadtwald gehören zur Munte GmbH & Co. KG auch die Häuser 7 Things

– my basic hotel und 7 Things – my favorite apartment sowie die Bewirtschaftung

des Gästehauses der Universität Bremen „Teerhof 58“.

»»» hotel-munte.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 15


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Torten, Pralinen, Eclairs, Trüffel, Macarons – Pâtissière und Konditormeisterin

Lisa Gohlisch ist Spezialistin für süße Träume, die man ab sofort in Schwachhausen

kaufen kann

Feine Pralinen & Törtchen

Süße Auswahl von

„Lisas Patisserie“ bei Wild

und Geflügel Hubertus

Jede Woche von Mittwoch bis Samstag kann man ab sofort feine Pralinen und Törtchen

von Lisa Gohlisch, Pâtissière und Konditormeisterin, bei Hubertus Wild- und

Geflügelspezialitäten in der Wachmannstraße 72 erwerben. „Von der Geburtstagstorte

bis hin zur Torten-Bibel zur Kommunion oder Konfirmation oder auch kleine

Köstlichkeiten für das Event zu Hause oder die Firma, alles ist auf Wunsch und

nach Absprache möglich“, erläutert Lisa Gohlisch ihr vielfältiges kulinarisches

Portfolio. Für die Bestellung einer Hochzeitstorte kann man Lisa Gohlisch telefonisch

oder per E-Mail kontaktieren, um einen persönlichen Gesprächstermin samt

Kostprobe zu vereinbaren.

»»» lisas-patisserie.de

Sina Cordsen wurde aktuell zur Vizepräsidentin des Bundesverbandes Personal

Training e. V. gewählt und erwartet mit Energie und Spannung neue Aufgaben

und Herausforderungen

Vizepräsidentin im

Bundesverband Personal

Training e. V.

Seit Dezember 1999 gibt es den Bundesverband Personal Training e. V. und seit

Februar sitzt mit der Bremerin Sina Cordsen erstmals eine Frau im Vorstand des

Verbandes. Die Personal Trainerin aus Horn wurde bei der letzten Mitgliederversammlung

einstimmig zur Vizepräsidentin gewählt. „Ich freue mich sehr über

die Wahl und den positiven Zuspruch, den ich von meinen Kollegen und den anwesenden

Mitgliedern erhalten habe“, so Cordsen. Die 29-jährige ist seit Beginn

ihrer Selbstständigkeit 2013 Mitglied im BPT e. V. „Das war damals mein persönliches

Anliegen, um meinen Kunden von vornherein zu zeigen, dass ich auf

einem professionellen Standard arbeite“, begründet Cordsen ihre Einstellung.

An den jährlichen Mitgliederversammlungen habe sie teilgenommen, um immer

auf dem neuesten Stand zu bleiben, außerdem bekleidet sie seit zwei Jahren das

Amt der Schatzmeisterin. „Mich zur Wahl zur zweiten Vorsitzenden zu stellen, ist

eine andere Hausnummer. Denn damit wachsen die Aufgaben und Pflichten im

Verband. Aber durch meine tollen Vorstandskollegen, mit denen ich sehr gerne

und gut zusammenarbeite, habe ich schnell Mut gefasst. Einstimmig gewählt zu

werden, hat mich natürlich sehr gefreut“, berichtet Cordsen.

Ihre ersten Aufgaben als zweite Vorsitzende hat Cordsen nun schon absolviert.

Im Namen des Verbandes ging es Anfang April nach Köln zur Fibo (Fitness & Bodybuilding

Messe). Anfang Mai reist die junge Bremerin nach Süddeutschland zu

einem Kongress, bei dem sie erneut den Verband vertreten wird.

»»» fitalistin.de

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Wir helfen!

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Abkühlung bei heißen

Temperaturen?

Ab ins Freibad!

Schwimmspaß unter

freien Himmel

Wer nach einer Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen sucht oder ein paar

Bahnen unter freien Himmel schwimmen möchte, wird im Freibad fündig. Während

dieser Saison stehen den Besucherinnen und Besuchern insgesamt vier Open-

Air-Bäder der Bremer Bäder GmbH zur Verfügung. Eine kurze Vorstellung zeigt die

Vielfalt.

Stadionbad: Im Stadionbad vermischen sich Stadtflair, Weserluft und Sport. Gäste

können sich unter anderem auf ein 50-Meter-Schwimmerbecken, ein Kleinkindbecken,

eine 23-Meter lange „Turbo-Rutsche“ sowie auf ein gastronomisches Angebot

freuen. Ein Highlight ist die Sprunganlage, bei der sich Wagemutige aus bis

zu zehn Metern in das nasse Element stürzen können.

Freibad Blumenthal: In diesem Freibad steckt nicht nur lebendiges Sommervergnügen,

sondern auch viel Herzblut der Nordbremer Bevölkerung. Den Gästen stehen

unter anderem ein Schwimmer- und Springerbecken mit 50-Meter-Bahnen,

Nichtschwimmerbecken, Kinderplanschbecken, eine Sprunganlage und ein Kiosk

zur Verfügung.

Westbad: Im Freibadbereich des Westbades tummeln sich im Sommer Bremerinnen

und Bremer aus den verschiedenen Stadtteilen. Dabei können sie beispielsweise ein

25-Meter-Schwimmerbecken, ein Erlebnisbecken mit Breitwasserrutsche und einen

Eltern-Kind-Bereich nutzen. Stärkungen gibt es im Gastronomiebetrieb.

Schloßparkbad: Weit über den Stadtteil bekannt ist der Freibadbereich des Schloßparkbades.

Es ist ein Badeparadies für die ganze Familie mit einer weitläufigen Liegewiese,

einer Gastronomie und zahlreichen Spielmöglichkeiten an Land, einem

Sprungturm, 50-Meter-Schwimmerbecken, Nichtschwimmer- sowie Babybecken

und verschiedene Rutschen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 17


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Filialleiter Dirk Hempel hält bis Mitte Juli viele tolle Überraschungsangebote für seine Kunden bereit, wie etwa Aktionen mit der Steingut-Geschirr-Serie Sumatra

20 Jahre Butlers

Filiale an der Domshof-Passage lockt mit Jubiläumsangeboten bis Mitte Juli

Die Lifestyle-Marke Butlers feiert ihr 20. Jubiläum. Und auch in der Bremer Filiale

an der Domshof-Passage (Eingang Katharinenstraße) ist das ein Anlass zum Feiern.

Bis Mitte Juli lockten attraktive Jubiläumsangebote.

Ob Frühstückstisch oder romantisches Candle-light-Dinner – wer auf der Suche

nach Ideen und Inspiration für den gedeckten Tisch und das Zuhause ist, wird bei

Butlers fündig. Am 29. April 1999 eröffneten die Gründer Wilhelm Josten und Frank

Holzapfel die erste Butlers-Filiale in Köln. Die Bremer Filiale in der Domshof-Passage

folgte im Januar 2005. Mit ihrem Konzept gedeckter Tische und trendiger

Wohn-Accessoires zu erschwinglichen Preisen entwickelte sich das Unternehmen

schnell zum Branchenprimus und Kundenliebling. Die schnelle Expansion im Inund

Ausland, diverse Auszeichnungen wie die zum „Händler des Jahres“ und die

Entwicklung vom Filialisten zur erfolgreichen Marke für das Schöne – in der Firmengeschichte

gab es viele Höhen. Das 20. Jubiläum möchte Butlers auch in seiner

Bremer Filiale an der Domshof-Passage mit seinen Kunden feiern. „Bis Mitte

Juli gibt es tolle und überraschende Jubiläumsangebote“, weiß Filialleiter Dirk Hempel.

So gibt es u. a. eine Aktion mit der Steingut-Geschirr-Serie „Sumatra“, deren

Produkte lebensmittelecht, geschirrspül- und mikrowellenfest sind. Jedes Teil ist

handbemalt. Dirk Hempel rät: „Vorbeischauen lohnt sich!“. Butlers hat montags bis

sonnabends von 9 bis 19 Uhr Uhr geöffnet.

»»» butlers.com

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Sebastian Heiner

Flash – Pulsierende Farben

Malerei

Die Galerie Corona Unger zeigt die Ausstellung „Flash – Pulsierende Farben“ mit

Malereien des Künstlers Sebastian Heiner vom 16. bis zum 28. Juli.

Wunscherfüller!

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Sebastian Heiner komponiert seine strahlenden Bildwelten wie konzertant choreografierte,

lodernde Explosionen. Sie zeichnen sich durch einen direkten Farbeinsatz,

die Freude am Experiment und die Suche nach neuen, widerständigen

Formulierungen aus. Farbe ist wesentliches Element seiner Malerei – als dichte

Masse, flüssige Spur oder vibrierend verschmelzende Texturen – aufgetragen mit

verschiedensten Instrumenten in kraftvollen Gesten, dicken Schichten, aber auch

feinen Linien, die der Künstler mit leidenschaftlicher Hingabe aus dem Malprozess

heraus entwickelt. Energiegeladene, stürmisch aufgerissene Pinselspuren werden

von gesprayten Street-Art-Motiven ergänzt – Dynamik und kräftiges Kolorit zu sinnlich-suggestiven

Kompositionen verdichtet. Die pastose Ölfarbe in ihrer materiellen

Qualität gibt Rhythmus und Bewegung der Bildflächen vor. Sie verkörpert

Opulenz, Strenge und Verspieltheit. Indem Sebastian Heiner seine Farben wie ein

plastisches Material auf die Leinwand gießt und mit vollem Körpereinsatz formt,

dienen sie ihm als Ausdrucksmittel des prozessualen Suchens und Findens; der

Protokollierung eines regelrechten Kraftaktes der Malerei ebenso wie zur Artikulierung

seiner künstlerischen Selbstevozierung.

Sebastian Heiner lebt und arbeitet in Berlin und Beijing/China, zudem unterhielt

er ein Atelier in Bangkok/Thailand. Seine Gemälde waren im Kunstverein Herford,

im FLUXUS-Museum Potsdam und Kunstforening, Haugesund/Norwegen zu sehen,

außerdem wurden sie u. a. von Galerien in Beijing und Shanghai/China gezeigt.

Veranstaltungshinweise

Sonnabend, 15. Juni ab 18 Uhr Sommerfest und Vernissage

Sonntag, 16. Juni von 11 bis 17 Uhr offene Galerie, um 12 Uhr und um 16 Uhr

Flying Colours – Führungen zu ausgewählten Werken der Ausstellung und um

14 Uhr Vier Etagen Kunst – Rundgang durch das Galeriehaus

Donnerstag, 4. Juli von 18 bis 22 Uhr Apéro/l’Art– Kurzführung und Aperitif

Filmvorführung „Sebastian Heiner – Farbperformances“ und Aperitif

Sonntag, 28. Juli um 15 Uhr Finissage der Ausstellung

»»» galerie-corona-unger.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 19


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Am 16. Juni präsentieren über 35 Künstlerinnen und Künstler an 19 Orten in Schwachhausen ihre Werke

Zum 11. Mal Kulturspaziergang in Schwachhausen

Seit 2008 hat er in jedem Jahr stattgefunden, der Kulturspaziergang Schwachhausen,

und so ist dieses Kulturereignis im Stadtteil bereits eine beliebte Tradition.

Organisiert wird dieser Tag der offenen Ateliers vom Kulturkataster, einem seit 13

Jahren bestehenden losen Netzwerk von Kulturschaffenden im Stadtteil.

Der Kulturkataster wurde 2006 ins Leben gerufen vom Schwachhauser Weinhändler

Ralph Saxe. „Ich wollte eigentlich nur gern einmal wissen, wie viele Kulturschaffende

eigentlich in Schwachhausen ansässig sind und wer sich hinter den

Namen verbirgt, also gewissermaßen ein Kataster der Kunstszene im Stadtteil erstellen“,

erinnert er sich. „Bei den ersten Treffen aber ergab sich dann, dass die

Teilnehmer sich lose vernetzen wollten, ohne aber gleich einen Verein zu gründen.“

Es blieb der eher ungewöhnliche Name „Kulturkataster“ für das Netzwerk und schon

bald kristallisierten sich neben informellen Kooperationen untereinander zwei Ideen

heraus, die die Kunstschaffenden bis heute noch oder erneut verfolgen: Das eine

Projekt ist die „Längste Galerie Bremens“, bei der seit drei Jahren wieder jeweils

Ende Oktober für zwei Woche Kunstwerke die Schaufenster entlang der Wachmannstraße

schmücken, und der bevorstehende „Kulturspaziergang“, ein Tag der

offenen Ateliers im Juni, der vom Kulturkataster organisiert wird.

Die eigentlichen Veranstalter aber sind die über 35 Künstlerinnen und Künstler, die

am Sonntag, den 16. Juni von 11 bis 17 Uhr an 19 Orten in Schwachhausen ihre

Werke einem interessierten Publikum präsentieren. „Wir wollen dabei ein möglichst

breites Spektrum bieten“, erläutert Olivia Douglas, langjähriges Mitglied und künstlerische

Ansprechpartnerin beim Kulturkataster. „So kann man Bilder und Skulpturen

ansehen, Gedichten, Musik oder Literaturlesungen zuhören oder erfahren, wie

eine Geige gebaut wird.“ Viele der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler öffnen

dabei an diesem Tag ihre ganz privaten Räumlichkeiten, die Außenstehenden

sonst zumeist verschlossen sind. „Das hat im letzten Jahr wieder so viel Spaß gemacht

und es waren so nette Kontakte, dass ich mich schon richtig auf die diesjährigen

Besucher freue“, sagt Emilia Kaus, die schon mehrfach ihr Haus für

kunstinteressierte Gäste zugänglich gemacht hat. Erstmalig haben auch Kunstschaffende

ohne eigenes Atelier im Stadtteil die Gelegenheit, ihre Werke der Öffentlichkeit

vorzustellen: „Die Sparkasse Bremen hat uns freundlicherweise

gestattet, ihre am Sonntag ohnehin geöffneten Automatenräume in den Schwachhauser

Filialen zu nutzen“, berichtet Organisator Joachim Kothe. „So wird es also

zumindest am Standort Wachmannstraße neben Geld an diesem Sonntag auch

Kunst geben.“

Der Programmflyer mit einer Übersicht über die Veranstaltungen am 16. Juni inklusive

Stadtplan liegt seit Anfang Mai in vielen Schwachhauser Geschäften aus,

kann aber auch von der Seite www.kulturkataster.de/ks heruntergeladen werden.

»»» kulturkataster.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 21


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Bremer Spende

beim 30. Bremer

Kindertag

Kitas in Bremen können

sich jetzt bewerben

Am 18. August findet der 30. Bremer Kindertag im Bürgerpark statt und der LBSV

Bremen, Veranstalter dieses größten Events für Kinder in Deutschland, hat sich in

diesem Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Kitas in Bremen

können sich für die Spende des Bremer Kindertages bewerben, um sich einen besonderen

Wunsch für die Kita-Kinder erfüllen zu können. Alle Kitas, die sich für die

Spenden des Kindertages bewerben, kommen in einen Lostopf, aus dem dann am

18. August auf der Bühne im Bürgerpark der Gewinner gezogen wird. Bewerbungen

können bis zum 28. Juni unter Angabe der Kita, des Ansprechpartners, der entsprechenden

Kontaktdaten sowie einer Projektbe schreibung per Post an den LBSV

Bremen e. V., Volkmannstraße 12, 28201 Bremen oder per E-Mail an info@lbsv-bremen.de

unter dem Bezug „Bremer Kindertagesspende 2019“ schicken. Teilnahmeberechtigt

sind alle Kitas mit mehr als 60 angemeldeten Kindern.

»»» lbsv-bremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Übersee-Museum

Indianer in

Nordamerika –

Unterdrückung

und Widerstand

Die öffentliche Führung „Indianer in Nordamerika – Unterdrückung und Widerstand“

thematisiert am 26. Mai um 15 Uhr die Folgen der europäischen Einwanderung

für die indigene Bevölkerung Nordamerikas. Die Ethnologin Dr. Claudia

Roch nimmt dabei auch die Entstehung musealer Sammlungen näher unter die

Lupe und erklärt, welche Bedeutung der Kolonialismus auf das Sammeln hatte.

Die Führung findet in der Reihe „Koloniale Spuren“ statt und kostet 2 Euro zzgl.

Museumseintritt.

»»» uebersee-museum.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 23


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Eingänge Lieder und beste Stimmung garantiert das beliebte Mitsingkonzert „Bremen so frei“ auf dem Bremer Marktplatz

Bremen so frei

Mit vielen Menschen gemeinsam Lieder über Bremen singen

Am Sonnabend, den 1. Juni um 10.30 Uhr ist es wieder soweit: Das Mitsingfest

„Bremen so frei“ findet zum dritten Mal auf dem Bremer Marktplatz statt. Dabei

werden elf Lieder über Bremen und seine Geschichte gesungen, die die Brüder

David und Nicolas Jehn extra für dieses gemeinsame Singen komponiert haben.

Sie handeln von allem, was Bremen ausmacht: Rathaus und Roland, Hanse und

Weser, Wilhelm Kaisen, Fahrradfahren, Gräfin Emma und Pizarro.

Die Lieder sind einfach und eingängig, sodass alle sie direkt mitsingen können. Auf

dem Marktplatz gibt es kostenlos für alle Liederhefte. Auf einer Bühne singt eine

kleine Band um die Gebrüder Jehn und ihre Familie kräftig mit, sodass alle die Melodien

schnell lernen können. Wer die Lieder gerne vorher schon einmal singen

möchte, kann am Sonntag, den 26. Mai von 14 bis 17 Uhr zu einem öffentlichen

Workshop unter der Leitung von Universitätsmusikdirektorin Susanne Gläß in die

Universität Bremen in den GW1-Hörsaal an der Universitätsallee gegenüber vom

Universum kommen. Dabei werden die Lieder einstimmig gelernt. Die Teilnahme

ist kostenlos und Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

»»» bremen-so-frei.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


- Verlagssonderseite -

„SCHMERZ LASS NACH!“

Schmerzmedizin in der

Paracelsus-Klinik Bremen

Fachübergreifend, ganzheitlich, kompetent

Haben Sie chronische Schmerzen?

In der Paracelsus-Klinik Bremen finden Sie individuelle Diagnostik, Therapie

und Betreuung chronischer Schmerzprobleme. Dabei nutzen Sie nur

die zentrale Anlaufstelle, die Ihre weitere Diagnostik und Therapie koordiniert

und an unser qualifiziertes Team weiterleitet. Schmerzmediziner,

Orthopäden, Neurologen und Neurochirurgen arbeiten hier Hand in Hand

mit Psychotherapeuten, Physio-/Ergotherapeuten und speziell schmerztherapeutisch

weitergebildetem Fachpersonal (Algesiologische Fachangestellte).

Das Behandlungsangebot richtet sich u.a. an Patienten mit

• Chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates

• Chronischen primären Kopfschmerzen

• Neuropathien (Nervenschmerz)

• Funktionellen chronischen Schmerzen

• Fibromyalgie

Folgende Behandlungen kommen – in Abhängigkeit der möglichen

Ursachen der Beschwerden – zum Einsatz:

• Individuelle Untersuchung möglicher Schmerzursachen

• Differenzierte medikamentöse Schmerztherapie

• Ggf. Bildwandler-gesteuerte Interventionen, z. B. periradikuläre

Therapie PRT, Facetten- und Iliosakralgelenksblockaden

und -verödungen

• Physiotherapie

• Ergotherapie (stationär)

• Reizstromverfahren (TENS, Muskelstimulation)

• Akupunktur

• Kunst- und Theatertherapie in Zusammenarbeit mit der Hochschule

für Künste im Sozialen in Ottersberg (stationär)

• Psychologische Behandlung als Einzel- und/oder Gruppentherapie,

Entspannungsverfahren, Edukation (stationär)

• Ernährungsberatung (stationär)

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kontaktieren Sie uns gerne:

Tel. (0421) 4683 - 6421 oder per E-Mail: schmerzmedizin@bremen.pkd.de

Austausch und Therapie-Informationen

zu chronischen Schmerzen

Das Schmerz-Café AuTSch dient als Austauschplattform für

Menschen mit chronischen Schmerzen, deren Angehörige und

Interessierte.

»Erfahrungen im Umgang mit Schmerzen werden geteilt und

mögliche Behandlungsstrategien weitergegeben. Wir möchten

chronischen Schmerzpatienten helfen, neuen Lebensmut und

eine neue Lebenseinstellung zu finden.«

Dr. med. Hubertus Kayser, Chefarzt der Schmerzmedizin

an der Paracelsus Klinik Bremen

Aktueller Termin

Donnerstag, 23. Mai 2019 um 18 Uhr

» Ich hab`s doch nicht am Kopf

Dipl.-Psychologin Karin Kieseritzky

Paracelsus-Klinik Bremen

In der Vahr 65, 28329 Bremen

Tel. (0421) 4683-0

www.paracelsus-kliniken.de/bremen

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 25


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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Genuss

pur

Stieleis-Manufaktur

FIEV SINN

bringt einen Hauch Italien

nach Schwachhausen

TEXT | BIRGIT REHDERS UND IRA SCHEIDIG

FOTOS | BIRGIT REHDERS UND INA SEYER

TEXT & FOTOS | CORNELIA NAUENBURG-NOLTE

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STIELEIS-MANUFAKTUR FIEV SINN

Das Eis wird mit zwei speziellen Maschinen aus Italien in sorgfältiger Handarbeit hergestellt

Sommer, Sonne, Eis – das gehört einfach zusammen. Es könnte sein,

dass einem nun öfter farbenfrohes und ungewöhnlich dreieckiges Eis am

Stiel auffallen wird. Das gibt es ab Juni nämlich am Gräfin Emma Platz

in der Stieleis-Manufaktur FIEV SINN. Dort kann man aus einer köstlichen

und bunten Vielfalt auswählen: von SORBETTO - frischen, puren

Fruchtsorten am Stiel - über CREMA - die Milcheis-Klassiker neu definiert

- bis zu DUO - das Beste aus Beidem.

Die Inhaberin Daniela Pataj-Vogt entdeckte in einem Italienurlaub mit der

Familie das besondere Eis am Stiel und hatte die Idee, dieses ausgefallene

Eis nach Bremen zu holen. Denn Stieleis kennt man aus industrieller Fertigung,

aber handgemacht? „Es war so lecker und natürlich und ich fragte

mich, warum gibt es das bei uns nicht? Das muss nach Bremen, und das

will ich im Laden haben“, erinnert sie sich. So ist sie zur Eismacherin geworden

und gründete 2017 neben dem gleichnamigen Laden im Schnoor

die FIEV SINN Stieleis-Manufaktur als zweites Unternehmen. Jetzt wird

es im Juni einen weiteren Laden in der Gevekohtstraße in Schwachhausen

geben, in dem auch die Eisproduktion stattfinden wird. „Die Räumlichkeiten

sind dafür perfekt“, schwärmt die 43-jährige Bremerin. „Wir

haben ideale Räume für die Eisherstellung im hinteren Teil des Ladens

und werden vorne einen schönen, hellen Verkaufsbereich mit Tresen und

Sitzmöglichkeiten haben.“ Das Eis wird mit zwei speziellen Maschinen

aus Italien in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. Und das alles ohne Konservierungs-,

Aroma- , Farb- oder sonstige künstliche Zusatzstoffe, aber

mit ganz viel Geschmack. Es werden wirklich pure Früchte und natürliche

Produkte verarbeitet. Die Zutaten kommen überwiegend aus der Region,

sind frisch und saisonal. FIEV SINN bedeutet übrigens Fünf Sinne auf

Plattdeutsch. Und die Sinne werden wahrlich angesprochen.

Von der Architektin zur Eismacherin

Von Haus aus ist Daniela Pataj-Vogt eigentlich Architektin. Aber im Hinterkopf

hatte sie schon länger etwas anderes: „In einem viermonatigen

Familiensabbatical in Neuseeland und Australien 2014 habe ich mir Gedanken

gemacht, wie will ich eigentlich leben. Es gibt auch noch so viel

andere Lebens- und Arbeitsmodelle. Ich möchte etwas machen, was geselliger

ist und mehr Leichtigkeit hat, möchte mehr mit Menschen und

schönen Dingen zu tun haben. So entstand die Idee zu FIEV SINN.“ Ende

2016 war dann der Zeitpunkt da und sie plante ihren ersten kleinen

Laden. Gefunden hat sie den passenden Raum damals mitten im Schnoor.

Angedacht war ein besonderer Laden mit ausgewählten Produkten aus

Bremer Manufakturen. „Eine Kaffeemaschine sollte drin stehen und noch

etwas Erfrischendes mit rein. Dass es Eis wurde, war erst gar nicht geplant“,

erzählt sie schmunzelnd. Im letzten Urlaub vor der Eröffnung entstand

dann die Eisidee und danach ging alles rasend schnell. Sie stürzte

sich mit Leidenschaft in die Sache, kurzerhand wurde der Aufenthalt vor

Ort umgeplant und die freie Zeit zum Arbeitsurlaub: Recherche nach Herstellern

von Eismaschinen - fündig wurde sie in Turin - und anschließender

Ausbildung vor Ort rund um die süße Verführung am Stiel. So erlernte

sie die Kunst des Eismachens und die italienischen Gelato-Sticks kamen

nach Bremen. Mit einem Grundrezeptbuch aus Italien ausgestattet, ging

es dann ans Experimentieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen ge-

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


STIELEIS-MANUFAKTUR FIEV SINN

Pure Früchte und natürliche Produkte stecken in dem Manufaktur-Eis. Die frischen

und saisonalen Zutaten dafür kommen überwiegend aus der Region.

setzt. Von Erdbeer-Minze, Pflaume-Rosmarin oder Birne-Basilikum bis

Mango-Kokos, Rote Grütze und Brombeer-Vanille sowie ganz neu im Sortiment

Schoko-Erdbeer und Zitrone-Minze. Je nach Sorte auch vegan, gluten-

oder laktosefrei. Als Anlehnung an Werder Bremen gibt es eine

lebenslang grün-weiße Variante, berichtet sie lachend. „Am besten kommt

die Sorte Rote Grütze an“, erzählt sie. „Es schmeckt alles wirklich nach

dem, was drin ist.“ Toppings mit dunkler oder weißer Schokolade, Nüssen

oder Pistaziengranulat gibt es auf Wunsch noch obendrauf. „Haselnuss

ist mein Favorit“, schwärmt sie. Ein Highlight für Erwachsene ist die

Variante SINN plus. Longdrinks und Cocktails am Stiel mit Sorten wie

Gin & Tonic, Campari Orange, Hugo oder Mojito mit rund 1 cl Alkohol.

Zu dem leckeren Eis wird es in ihrem neuen Laden auch Kaffee sowie

ausgewählte Bremer Manufakturprodukte und Bremer Präsente geben.

Handmade und lecker

Das Eis stellt sie mit Hilfe von zwei Mitarbeiterinnen selbst her. Sie steht

aber auch noch eigenhändig an der Orangenpresse oder schält haufenweise

Obst. Um hochwertiges Eis am Stiel herzustellen, wird die Mischung

sehr schnell und bei extrem niedriger Temperatur quasi

schockgefrostet. Etwa 30 Minuten dauert der Prozess und rund 500 Stück

können so pro Tag mit einer Eismaschine hergestellt werden. „Es ist wirklich

ein richtiges Handwerk. Ich bin ein kreativer Mensch und habe

immer schon Sachen gerne selbst hergestellt“, erzählt sie.

Viel Zeit bleibt der Unternehmerin und Mutter von zwei Kindern nicht.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 29


STIELEIS-MANUFAKTUR FIEV SINN

„Meine beiden Töchter sind natürlich Testesser und gehören genau wie

mein Mann zum Geschmacksbeirat“, lacht Daniela Pataj-Vogt. „Die Familie

muss dahinterstehen und es braucht ein gutes Netzwerk, um das

alles zu schaffen.“ Ihr Mann und auch die Eltern unterstützen sie wo

immer es geht. „Man entwickelt Kräfte, ich wundere mich selbst, dass es

geht. Aber man freut sich, wenn man sieht, wie es wächst und gedeiht.

Seit Gründung meines ersten Ladens hat die Organisation des Ganzen jedoch

erheblich zugenommen und beansprucht jetzt viel mehr Zeit als am

Anfang.“

Catering und Custom-Ice

Wenn man das Eis nicht nur gleich auf der Hand essen möchte, gibt es alle

Köstlichkeiten auch in einer TK-Tasche zum Mitnehmen Es kann aber

auch mit eigener Tiefkühlbox abgeholt werden. Oder bestellbar mit bundesweitem

Versand mit Trockeneis gekühlt sowie im Stadtgebiet Bremen

per Hauslieferung. Das Eis ist im Tiefkühlfach mindestens drei Monate

haltbar. Für Geburtstagsfeiern bietet die Eismacherin eine individuell abgestimmte

Eis-am-Stiel-Torte an. Auch für Firmenevents ist das Eis ein

Renner. Anstatt mit Aperitif können die Gäste oder Kunden mit einem

Gin&Tonic-Eis am Stiel begrüßt werden, was sicherlich sofort für reichlich

Gesprächsstoff und gute Stimmung sorgt. Auf Wunsch sogar individualisiert

und einzigartig mit eigenem Logo oder Wunsch-Text auf dem

Holzstiel oder der Verpackung.

Eisherstellung ist eine Herzenssache für Daniela Pataj-Vogt. Vielleicht liegt

der gebürtigen Bremerin das Eismachen durch ihre mediterranen kroatisch-italienischen

Wurzeln auch ein bisschen im Blut. „Eis ist so positiv

besetzt, und ich wollte gerne etwas Positives schaffen“, freut sich die sympathische

Unternehmerin. Mit einem Eisfahrrad mit Kühlbox, das fröhlich

durch die Stadt düst, wird an unterschiedlichen Orten ihr Eis angeboten.

Auch auf Messen ist sie mit einem mobilen Stand zu finden sowie auf

dem Bremer Eisfest am 1. und 2. Juni und dem Pflanzenmarkt im Rhododendronpark

am 25. und 26. Mai. Und mittlerweile gibt es das FIEV

SINN Stieleis auch bei ausgewählten Partnern in Handel und Gastronomie

– wie z.B. bei LESTRA, im Café-Bistro Lilie oder im Port Piet.

Wer nicht bis Juni auf das leckere Eis in Schwachhausen warten möchte,

kann die italienischen Gelato-Sticks somit auch jetzt schon genießen! Spätestens

im Juni ist dann das FIEV SINN am Gräfin Emma Platz beste Anlaufstelle

für dreieckigen Eisgenuss pur in Schwachhausen!

www.stieleis-manufaktur.de

Eis-Botschafterin

Daniela Pataj-Vogt

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 31


Ich brenne

für Kultur

SWANTJE MARKUS – KAUFMÄNNISCHE

GESCHÄFTSFÜHRERIN DES FOCKE-MUSEUMS

TEXT | ANKE JUCKENHÖFEL

FOTOS | MARTIN LUTHER & JÜRGEN NOGAI

Swantje Markus ist seit einem Jahr kaufmännische

Geschäftsführerin und Vorstand des Focke-Museums

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 33


SWANTJE MARKUS – FOCKE MUSEUM

Beim Masterplan-Treffen im Sommer 2018 besprachen Swantje Markus und Dr. Frauke von der Haar mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski

und Johannes Kahrs das neue Konzept für das Focke-Museum

Seit dem 15. Januar 2018 ist Swantje Markus kaufmännische Geschäftsführerin

und zusammen mit der Direktorin Dr. Frauke von der Haar Vorstand

des Fockes-Museums. Das Zwischenfazit nach einem Jahr? „Ich

liebe Bremen und ich brenne für Kultur – es gibt keinen besseren Ort für

mich zu arbeiten als das Focke-Museum“, antwortet sie voller Begeisterung.

„Die Liebe zur Kultur habe ich in der Weserburg erfahren, und hier

im Focke-Museum anzufangen war die leichteste und beste Entscheidung

überhaupt!“

Der Weg in die Kultur

Dass sie einmal eine so herausragende Position in der Bremer Kultur einnehmen

würde, war nicht abzusehen, als sie 1992 ihre Ausbildung begann.

„Mein Vater war nicht begeistert, als ich mich entschloss, VWL,

Soziologie und Geschichte zu studieren – er machte sich Sorgen um sein

kluges aber dann wohl armes Kind“, erinnert sich Swantje Markus lächelnd.

„Die ZVS schickte mich dafür nach Osnabrück, wo man zumindest

nicht so abgelenkt war.“ Nach dem Studium begann sie in

„klassischen“ Jobs als Projektleiterin und im Vertrieb, entschloss sich aber

schon bald zur Selbstständigkeit als Trainerin und Unternehmensberaterin.

„In der klassischen Unternehmensberatung beschäftigte ich mich mit

Finanzen, Sanierung, Prozessveränderung. Das machte ich acht Jahre lang

sehr erfolgreich.“ Sie wurde zur Referentin und Beraterin für Wirtschaft,

schrieb ein Buch und diverse Artikel, war viel unterwegs. Ein Schwerpunkt

war das Gesundheitswesen, die Kultur kam erst nach ihrer Rückkehr

nach Bremen. „Am Anfang weiß man oft noch nicht, wo man hin

will. Doch wenn man das studiert, was man möchte, dann findet man

einen Weg und das, wofür man brennt. Ich wollte eigentlich Journalistin

werden, hatte ein Bild von mir. Und obwohl ich Geschichte studierte,

habe ich nie an Museen gedacht.“

Zurück nach Hause

Nach vielen Jahren in Köln, London und anderen Städten und Ländern

zog Swantje Markus Anfang 2010 zurück in ihre Geburtsstadt Bremen.

„Damals gab es in meinem Leben einige Veränderungen und bei einer

Fahrt auf der A1 nahe dem Bremer Kreuz überfiel mich eine solche Sehnsucht

nach Bremen, dass ich mich im Jahr 2009 entschloss, wieder nach

Hause zu ziehen.“ Auch hier machte sie sich selbstständig: Mit ihrer Firma

„Markus Consulting“ bietet sie Seminare, Beratung und Sachverständigentätigkeit

an, heute nur noch in einem begrenzten Bereich, der Lehre

und Erwachsenenbildung. Sie ist Lehrbeauftragte der Hochschule Bremen

und ascenso Palma de Mallorca. „Ich war schon immer kulturaffin, aber

in der Kultur tätig war ich bis dahin nicht. Ich arbeitete viel für öffentliche

Unternehmen wie Krankenhäuser, Stadtwerke, Nahverkehr. Eine

erste Anfrage der Bremer Kulturbehörde passte noch nicht, doch dann

kam schon bald die Anfrage für die Weserburg, wo man mir zutraute, ein

bisschen Ordnung zu schaffen. Ich bewarb mich und durchlief den Auswahlprozess,

wurde schließlich ausgewählt – und blieb bis zum März

2017.“ Ein „Verlust für die Weserburg“ sei es, wurde geschrieben, als

Swantje Markus die Weserburg auf eigenen Wunsch verließ, um sich

neuen Herausforderungen zu stellen. Der Kultur blieb sie treu, wie schon

bald klar war. „In der Weserburg habe ich die Kulturliebe erfahren. Allen

Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur zu ermöglichen, dafür

brenne ich.“ Sie ist selbst Mutter eines fünfjährigen Sohnes und kennt die

Probleme vieler berufstätiger Mütter: „Ohne die engagierten Großeltern

würde es nicht funktionieren. Aber auch nicht ohne das Vertrauen, das ich

von der Kulturbehörde bekommen habe. Und auch hier im Focke-Museum

gibt es ein großes Verständnis für berufstätige Eltern.“

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SWANTJE MARKUS – FOCKE MUSEUM

Swantje Markus und Dr. Frauke von der Haar bilden den Vorstand des Focke-Museums in Bremen

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SWANTJE MARKUS – FOCKE MUSEUM

Das Focke-Museum, Bremens Landesmuseum, bewahrt das materielle Erbe

Bremens und veranschaulicht das kollektive Gedächtnis der Stadt

Ein Kulturprofi für das Focke-Museum

„Bremen bietet unglaublich viel tolle Kultur und liegt in Bezug auf die

Aufwendungen für Kultur pro Einwohner weit vorne, das ist toll!“ Im

Focke-Museum warteten bereits große Aufgaben auf die erfahrene Kulturmanagerin:

„Schon im Jahr 2013/2014 stellte man sich hier die Frage,

wie man so ein Haus wie das Focke-Museum wirklich zum Haus der Bremerinnen

und Bremer machen kann. Man stellte fest, dass die Dauerausstellung

keine Geschichten über Menschen erzählt. Dabei wollen die

Menschen sich selbst wiederfinden und Geschichten der Bremerinnen

und Bremer erzählt bekommen. Bisher werden die Besucher chronologisch

durchgeleitet, wissenschaftliche Texte in kleiner Schrift begleiten

sie. Am Schluss, ganz hinten, endet die Ausstellung nach der Weimarer

Republik und dem Dritten Reich im Jahr 1945. Zudem gibt es keine Migrations-

und Frauengeschichte.“ Daraufhin brachte das Focke-Museum

mit großer Unterstützung des Vereins von Freunden des Focke-Museums

e. V. einen Prozess in Gang, an dessen Ende der Masterplan für die konzeptionelle

Umgestaltung des Bremer Landesmuseums, inhaltlich aber

auch baulich, steht.

Der Masterplan: Große Pläne für das Focke-Museum

Der im Haus entwickelte und viele Seiten umfassende Masterplan sieht im

Wesentlichen vier Highlights vor, die Swantje Markus erklärt: „Erstens

geht es um die Überarbeitung und Vergrößerung der Dauerausstellung.

Zweitens um die barrierefreie Anbindung des Schaumagazins. Drittens

um die Öffnung des Hauses durch eine architektonische Veränderung,

beispielsweise einem Foyer und Café. Und viertens wird die Passage von

der Straßenbahn zum Museum so umgestaltet, dass die Besucher gleich

abgeholt und herbegleitet werden.“ Auch die Ausweitung der Nutzung

des Parks mit weiteren Veranstaltungen neben beispielsweise dem „Jazz-

Frühschoppen“ im Mai, dem „Festival der Kulturen“ im Juni sowie dem

alljährlichen „Fockes Fest“ im September ist geplant. „Wir sind für alle

Gruppen da, die es in dieser Stadt gibt!“ Die Besucherzahlen steigen jetzt

schon, vor allem wegen der tollen Sonderausstellungen. Auch für die Dauerausstellung

sehen die Pläne bereits Konkretes vor. „Der chronologische

Aufbau bleibt durch eine Zeitgalerie erhalten. Es gibt dann drei Themengebiete:

‚Was Bremen bewegt‘, die Wirtschaftsgeschichte, ‚Was Bremen

zusammenhält‘, die politisch-gesellschaftliche Ebene wie zum Beispiel die

Frage, warum Bremen frei sein will, und ‚Wie Bremen gewachsen ist‘,

also die städtebauliche Entwicklung.“ Die inhaltliche Arbeit hat schon begonnen.

Ein großer Teil der Finanzierung steht durch die 4,6 Millionen

Euro, die vom Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligt wurden. Den

anderen Anteil teilen sich die Stadt Bremen und das Museum. „Unsere

Sponsorensuche läuft bereits. Aber wir wissen, Bremen will das!“ Swantje

Markus auch. Wenn alles nach Plan geht, sollen die Arbeiten Ende 2023

beendet sein.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 37


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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Eine romantische

Fahrt durch den

Bürgerpark

TEXT | KATHARINA DELLING

FOTOS | IRENE NEUMANN

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EINE BOOTSFAHRT DURCH DEN BÜRGERPARK

Mit dem Boot durch den Bürgerpark: auf knapp vier Kilometern vorbei am Café „Emma am See“, an der Waldbühne und über den Meiereisee

Endlich ist der Frühling auch in Bremen angekommen. Wir schlendern

durch den Bürgerpark, entlang der grünen Büsche und Wiesen.

Durch das dichte Laub der Bäume lässt sich auch die Mittagshitze

angenehm kühl anfühlen. Als wir an dem kleinen Steg ankommen,

fegt Matthias Thrun gerade die Blätter, die sich in dem kleinen Ruderboot

gesammelt haben, zusammen. Seit 17 Jahren arbeitet er für

Philipp Schierenbeck, der die Bootsvermietung von seinen Eltern

übernommen hat. Jeden Sonntag kümmert er sich von morgens bis

abends um die Boote und jeden, der für einige Stunden den festen

Boden unter den Füßen verlieren und eine romantische Tour durch

den Bürgerpark machen möchte: unter den vielen von Bremer Persönlichkeiten

gespendeten Brücken hindurch, ein bisschen wie in

Venedig.

Viele Heiratsanträge wurden schon in diesen Booten gemacht, viele Junggesellenabschiede

gefeiert und, wie ich erkennen muss, auch viele Beziehungen

auf die Probe gestellt – zumindest für eineinhalb Stunden. Solange

dauert die knapp vier Kilometer lange Paddeltour, über den Meiereisee,

am Tiergehege vorbei und wieder zurück zum kleinen Anleger

gegenüber der Minigolfanlage. Seit über 50 Jahren gibt es die kleinen Ruderboote

im Bürgerpark. Seitdem schippern Bremer und Touristen gleichermaßen

zwischen Mai und September entlang der grünen Büsche und

Wiesen und unter den kleinen Brücken hindurch durch den Park. Vor

Philipp Schierenbeck kümmerten sich seine Eltern um den Verleih, sein

Vater, ein Bootsbauer, baut und repariert die 23 Boote noch immer selbst.

Nach einer kurzen Einweisung von Matthias Thrun steigen wir in das vier

Meter lange und eineinhalb Meter breite Boot. Natürlich möchte Vincent

rudern und ich setze mich, ihm gegenüber, an das eine Ende des Bootes

– wie romantisch. Wir legen ab und gleiten durch das seichte Wasser, lauschen

dem melodischen Plätschern, das entsteht, wenn die Paddel ins

Wasser eintauchen und schauen uns tief in die Augen. Dann geht es ganz

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


EINE BOOTSFAHRT DURCH DEN BÜRGERPARK

Wer keine Lust aufs Rudern hat: Mit dem historischen Motorboot „Marie“ läßt

sich auch eine gepflegte Bootstour im Bürgerpark unternehmen

schnell, erst streift mich ein kleiner Ast, dann prallen wir unsanft gegen

das Ufer. Verwundert sehen wir uns um und entdecken, dass wir schon

in der ersten Kurve fast gekentert wären. Eine Bootsfahrt, die ist zwar lustig

– aber gar nicht so einfach. Umständlich versuchen wir uns aus dem

Seerosendschungel zu manövrieren: vorwärts paddeln, etwas mehr rechts,

etwas weiter links, dann wieder zurück. Ich denke mir „Das kann doch

nicht so schwer sein!“ Nach einer gefühlt sehr langen Zeit sind wir wieder

auf dem richtigen Kurs, die Situation ist gerettet, die Sonne scheint

und wir sind wieder glücklich. Lange geht es gut, wir genießen die Natur,

bewundern die schönen Seerosen und beobachten die Enten, die neben

unserem Boot herschwimmen. Irgendwann drehe ich mich um, lasse die

Beine baumeln und halte die Hände in das kühle Wasser. Dann möchte

ich auch mal rudern. Euphorisch stehe ich auf – das Boot neigt sich gefährlich

zur Seite.

Ungefähr einmal im Monat kentern leichtsinnige Ruderbootfahrer wie

ich, weiß Matthias Thrun. Oft seien es Erwachsene, bei denen „das Boot

eine Rolle macht“. Während am Anleger das Wasser noch sehr flach ist,

gibt es aber auch Stellen, die bis zu vier Meter tief sind. Ich fange mich

glücklicherweise wieder und wir tauschen die Plätze. Spätestens jetzt fällt

mir auf, dass es eben doch schwer ist, so ein Ruderboot zu steuern. Ständig

rudere ich auf der rechten Seite stärker als auf der linken und so fahren

wir im Zickzack an der Waldbühne vorbei. Während wir noch darüber

diskutieren, was ich falsch mache, treiben wir weiter, ohne dass wir merken,

wohin oder wem entgegen. So kommt es, dass wir beinahe die

„Marie“, den Nachbau eines historischen Motorbootes aus dem Jahr 1908

streifen, mit dem sich diejenigen fahren lassen, die ihr Können, was Ruderboote

angeht, nicht so überschätzen wie ich. Wir legen an und erholen

uns erst einmal von dem Schrecken – an Land und in der Sonne

sitzend.

Voller Vitamin D versuchen wir ein letztes Mal unser Glück mit dem Ruderboot.

Jetzt setzen wir uns nebeneinander, jeder bekommt ein Ruder in

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 41


EINE BOOTSFAHRT DURCH DEN BÜRGERPARK

Von den kleinen Ruderbooten aus lässt sich die Idylle des Bürgerparks besonders

gut genießen

die Hand. Wir lassen die Romantik Romantik sein und rudern im Takt:

„Und eins, und zwei, und drei...“ Vollkommen durchgeschwitzt kommen

wir nach über zwei Stunden wieder am kleinen Anleger gegenüber der

Minigolfanlage an, wo Matthias Thrun schon auf uns wartet. Erschöpft,

aber stolz darüber, dass wir nur noch einmal ungewollt gegen das Ufer

gefahren sind, steigen wir aus dem Boot und klatschen ein: Geschafft!

Trotz der Anstrengung sind wir glücklich und beflügelt von der schönen

Landschaft und der Idylle, durch die wir gefahren sind. Am Ende haben

wir uns natürlich wieder vertragen. Nächstes Mal bekommt einfach jeder

sein eigenes Boot, oder wir spielen Minigolf oder besuchen die Hängebauchschweine

im Tiergehege. Im Bürgerpark ist zum Glück vieles möglich.

ZUM RUDERBOOT-VERLEIH

Der Ruderbootverleih hat je nach Wetterlage

von Mai bis Oktober geöffnet. Montags von 14

bis 18 Uhr, dienstags bis sonntags von 10 bis

18 Uhr. In ein Boot passen vier Erwachsene.

Eine halbe Stunde kostet 7 Euro, die erste

Stunde 14 Euro und jede weitere Stunde 4

Euro pro Boot. Außerdem wird ein Pfand von

20 Euro pro Boot einbehalten. Reservierungen

sind nicht möglich.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar | Mai -- Februar Juni 2019 2019 43


(Foto: Jan Rathke/BTZ)

ÜberLeben

19. Lange Nacht der Bremer Museen

am 25. Mai ab 18 Uhr

Es gibt kaum geeignetere Orte als Museen, Ausstellungshäuser, Galerien

und Science Center, um das Leben aus allen Richtungen zu betrachten.

Das gilt umso mehr, wenn die Türen bis nach Mitternacht geöffnet bleiben

und die Häuser sich einem gemeinsamen Thema stellen und so ziemlich

alle Kultursparten zu Gastauftritten einladen. In diesem Jahr ist das

Motto der Langen Nacht „ÜberLeben“. Lesungen, Inszenierungen, Installationen,

Konzerte und Führungen in den Dauer- und Sonderausstellungen

lenken den Blick auf die Risiken des Lebens und die Motive und

Strategien, möglichst nicht nur davonzukommen. Die Bremer Stadtmusikanten,

die in diesem Jahr 200 Jahre alt werden, lassen grüßen.

27 Museen und Häuser, davon sieben in Bremen-Nord laden in diesem

Jahr zu kulturellen Exkursionen ein. Durch die Kooperation mit dem

Stadtführer „Bremen Barrierefrei“ ist nicht nur für verlässliche Informationen

über die Zugänglichkeit der Gebäude, Orte und Verkehrsmittel gesorgt,

sondern es gibt auch Führungen und spezielle Programmangebote

für Menschen mit Einschränkungen.

Individuell gestaltbar sind auch die Wege durch die Nacht: Das Eintrittsband,

das Zugang zu den beteiligten Häusern verschafft, gilt auch als Tikket

für die VBN-Bus- und Bahnverbindungen, einen Schiffsshuttle auf der

Weser und eine historische Straßenbahn. Radfahrerinnen und Radfahrer

können sich kostenfrei die Bike Citizens Rad-Navigations-App auf das

Smartphone laden. Die App kennt alle Lange-Nacht-der-Bremer-Museen-

Standorte und routet jeden kundig und sicher durch die nächtliche Stadt.

Wer nicht alleine durch die Nacht flanieren mag, kann zwischen zwei

BIKE IT! begleiteten Radtouren auswählen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


LANGE NACHT DER MUSEEN

Spezielle Führungen und ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt

machen die Lange Nacht der Museen zu einem beliebten Kultur-Event für die

ganze Familie. In der Kunsthalle Bremen kann man Kunst aus über 600 Jahren

bestaunen. (Foto: Ingo Wagner)

Und wenn schon alles fast vorbei scheint: Ab 24 Uhr startet im TAU die

Lange-Nacht-Party. Für all das und vieles mehr braucht es nicht mehr als

ein Eintrittsband am Handgelenk.

Eintrittsbänder und Programmhefte gibt es seit Anfang Mai bei den beteiligten

Museen und Häusern, im Pressehaus des Weser-Kuriers und in

der Tourist-Information der Bremer Tourismus Zentrale. Weitere Informationen:

www.bremen.de/die-lange-nacht-der-museen

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 45


LANGE NACHT DER MUSEEN

Das Übersee-Museum Bremen lädt mit einem abwechslungsreichen Programm zu einer Erlebnisreise bis in die späten Abendstunden ein. Passend zum Motto „Über-

Leben“ erwarten die Besucherinnen und Besucher Workshops, Führungen, interessante Vorträge und Musik. Inzwischen Kult und natürlich wieder dabei: die Mitternachtsführung

von Direktorin Prof. Dr. Wiebke Ahrndt zum Mexikanischen Totenkult. (Foto: Matthias Haase)

Eintritt

Eintrittsband Erwachsene: 12 Euro, ermäßigt 9 Euro (AboCard Weser-Kurier,

Kinder, Studierende, Arbeitslose, Menschen mit Beeinträchtigungen,

(freier Eintritt für Begleitperson))

Eintrittsband Familie: 24 Euro (max. 2 Erwachsene, 3 Kinder 4-17 Jahre)

Single-Familie: 12 Euro

Familie ermäßigt: 18Euro (AboCard Weser-Kurier)

Late-Night-Ticket: 6 Euro (ab 23 Uhr)

Teilnehmende Museen und Galerien im Bremer Norden:

Denkort Bunker Valentin

Haus Lesmona

Havengalerie

Museum Schloss Schönebeck

Overbeck Museum

Stiftung Haus Kränholm

Vegesacker Geschichtenhaus

Teilnehmende Häuser und Museen

Altes Pumpwerk

Das Depot – Bremer Straßenbahnmuseum

Dom-Museum

Focke-Museum – Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Gerhard-Marcks-Haus

Hafenmuseum Speicher XI

Krankenhausmuseum und Galerie im Park

Kunsthalle Bremen

Künstlerhaus Bremen

Museen Böttcherstraße

Städtische Galerie Bremen

Tischlereimuseum

Schulmuseum Bremen

Übersee-Museum Bremen

Universum Bremen

Weserburg – Museum für moderne Kunst

Wilhelm Wagenfeld Haus

Wuseum

Zu Gast: Olbers-Planetarium Bremen

Im Gerhard-Marcks-Haus können Besucher von Kurzführungen durch die Ausstellungen,

peoetry goes art-Lesungen und Kunst vermittelnde Angebote bis hin

zu spannenden Blicken hinter die Kulissen viel Interessantes und Spannendes

erleben und erfahren (Foto: Tristan Vankann)

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 47


Verlosung!

3 x 2 Karten

für „Die tote Stadt “

am 7. Juni um 19.30 Uhr im Theater

am Goetheplatz. Einfach eine

E-Mail bis zum 30. Mai an

gewinnen@schwachhausenmagazin.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

THEATER BREMEN

Im Kopf des Künstlers

Yoel Gamzou dirigiert Korngolds „Die tote Stadt“ am Theater Bremen

Die erste gemeinsame Arbeit am Theater Bremen

bei Dimitri Schostakowitsch´ „Lady Macbeth

von Mzensk“ war ein großer Erfolg bei

Presse wie Publikum. Jetzt geht die Zusammenarbeit

von Generalmusikdirektor Yoel Gamzou

und Hausregisseur Armin Petras Bremen in die

zweite Runde mit einer Oper seines „Herzenskomponisten“,

wie Gamzou Erich Wolfgang

Korngold bezeichnet. Der Wiener Korngold war

mit seinen 23 Jahren so populär, dass die

deutschsprachigen Opernhäuser um die Uraufführung

„Der toten Stadt“ wetteiferten. Und so

erhielten gleich zwei Häuser, Köln und Hamburg,

am gleichen Tag, nämlich dem 4. Dezember

1920, den Zuschlag. Und wirklich waren

beide Aufführungen beispiellose Triumphe für

den Komponisten und seine Oper, die mit den

Arien „Glück, das mir verblieb“ und „Mein

Sehen, mein Wähnen“ die vielleicht letzten

wirklichen Schlager der Opernliteratur enthält.

Das Libretto fußt auf einem symbolistischen

Roman von Georges Rodenbach, in dem die düstere

Atmosphäre der morbiden Stadt Brügge die

Hauptfigur ist. Hier lebt Hauptfigur Paul, der

sich nicht von seiner verstorbenen Frau Marie

lösen kann, und sein Haus in ein Devotionalien-

Museum zu ihrem Gedenken eingerichtet hat.

Paul lernt auf einem seiner Spaziergänge die

leichtlebige Tänzerin Marietta kennen, die seiner

toten Frau aufs Haar gleicht. Das Leben hat

ihn wieder. Doch trotz Rausches und körperlicher

Liebe kann er Marie nicht vergessen und

versucht, Marietta nach ihrem Bild zu formen.

Das muss und wird schief gehen.

Paul ist im Libretto ein Bildender Künstler. So

war es dem Team wichtig, der Inszenierung

eine starke optische Kraft zu geben. Videokünstlerin

Rebecca Riedel holt das Geschehen

in unsere Realität und beleuchtet immer wieder

mit imposanten Bildern die Vorgeschichte

von Maries Tod. Kann Paul Marie nicht loslassen,

weil er Schuld auf sich geladen hat? Nur

so viel sei verraten: Ein brennendes Auto spielt

hier eine Rolle – spektakulär gedreht in einer

Sandgrube in Schwanewede im Beisein der

Feuerwehr.

Der Berliner Bildende Künstler Martin Werthmann

hat die Bühne in eine Kathedrale mit ei-

gens hergestellten Holzschnitten verwandelt. In

diesem monumentalen Raum sitzt das Orchester

sichtbar in einer Kuppel. Yoel Gamzou hat

diese konsequente Lösung initiiert: „Das Orchester

ist die eigentliche Hauptfigur. Es schafft

eine Atmosphäre des Unheimlichen, des Geisterhaften

wie in einem Horrorfilm. Korngold

nimmt hier sein großes suggestives Vermögen,

Spannung und Emotionen zu erzeugen, das uns

20 Jahre später in seinen Filmmusiken begegnet,

vorweg. Das Stück ist wie ein Psychogram,

die Partitur wie eine Kernspintomografie des

Kopfes des Hauptdarstellers.“

www.theaterbremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Karin Kneffel, Ohne Titel, 2018, Privatsammlung München, VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Achim Kukulies

Karin Kneffel. Still

Karin Kneffel (*1957 in Marl) zählt zu den zentralen Vertreterinnen der

zeitgenössischen Malerei. Bekanntheit erlangte sie in ihrem Frühwerk

mit der realistischen Darstellung von überdimensionierten Früchten und

einer Werkserie von in Nahsicht abgebildeten Tierportraits. Seit vielen

Jahren beschäftigt sie sich nun mit komplexen Raum- und Zeitschichtungen

und blickt mit mehrdeutigen Wahrnehmungs- und Bildstrategien

auf die Kunst- und Architekturgeschichte. Die Ausstellung zeigt Kneffels

künstlerische Entwicklung von den frühen 1990er-Jahren bis in die Gegenwart

und umfasst monumentale Gemälde wie auch grafische Arbeiten.

Karin Kneffel studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin

von Gerhard Richter war. Von 2000 bis 2008 lehrte sie als

Professorin für Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen. Seither

ist sie Professorin an der Akademie der bildenden Künste in München.

Die Werke von Karin Kneffel finden sich in Sammlungen wie dem Landesmuseum

Bonn, dem Kunstmuseum Bremerhaven, dem Museum Frieder

Burda, zahlreichen internationalen Galerien sowie Privatsammlungen.

Die Schau entsteht in Kooperation mit dem Museum Frieder Burda in

Baden-Baden, wo sie im Anschluss vom 12. Oktober 2019 bis 8. März

2020 zu sehen ist.

www.kunsthalle-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 49


GESUND IM MUND

Welche Zahnpflege ist die Richtige?

IST ZAHNSEIDE TATSÄCHLICH EFFEKTIV? SIND MUNDSPÜLUNGEN ZU AGGRESSIV FÜR DIE MUNDFLORA?

MUSS AUCH DIE ZUNGE GEPUTZT WERDEN? RUND UM DIE RICHTIGE ZAHNPFLEGEROUTINE

KURSIEREN DIVERSE MYTHEN.

Wie oft und wie lange sollte man die Zähne putzen?

Auf den Zähnen bildet sich durch Speichel und Speisereste fortlaufend

ein aus Bakterien bestehender Biofilm, die sogenannte Plaque. Die Bakterien

produzieren Säuren, die die Zahnoberfläche angreifen. Am effektivsten

beseitigt man diese Beläge durch mechanische Reinigung, also

durch das Putzen der Zähne und der Zahnzwischenräume.

Die Empfehlung der Bundeszahnärztekammer zur richtigen Mundhygiene

lautet: Zweimal täglich die Zähne mindestens zwei bis drei Minuten lang

mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen und einmal täglich die Zahnzwischenräume

reinigen.

Was bringen Zahnseide und Interdentalbürsten wirklich?

Der Nutzen von Zahnseide wird aktuell diskutiert. Die Kritik bezieht sich

allerdings in erster Linie auf die Studienlage, die die tatsächliche Wirksamkeit

von Zahnseide nicht ausreichend bestätigt. Die Bundeszahnärztekammer

betont, dass daraus jedoch nicht abzuleiten sei, dass eine

weniger gründliche Zahnpflege auch ausreiche. Vielmehr bleibt Zahnseide

ein zentrales Hilfsmittel, um die Interdentalräume zu reinigen und die

Zahnoberfläche von den bakteriellen Belägen zu befreien. Denn durch

das Putzen mit der Zahnbürste werden nur rund 70 Prozent der Zahnoberfläche

gereinigt. Was die Borsten nicht ausreichend erreichen, sind die

oft engen Zahnzwischenräume, die deshalb besonders anfällig für Karies

und Parodontitis sind.

Wichtig: Beim Thema Mundspülung muss zwischen medizinisch wirksamen

Mundspülungen und Mundwassern, die lediglich ein Frischegefühl

entwickeln sollen, unterschieden werden. In medizinischen Mundspüllösungen

ist das Antiseptikum Chlorhexidin in Konzentrationen zwischen

0,1 und 0,2 Prozent enthalten. Und das kann Verfärbungen und Geschmacksirritationen

auslösen. Auch Allergien gegen Chlorhexidin sind

bekannt. Bei langfristiger Anwendung in dieser Dosierung ist außerdem

eine Störung des ausgewogenen Verhältnisses der bakteriellen Mundhöhlenflora

möglich, weshalb Mundspüllösungen mit diesem Wirkstoff

nur zeitweise und nur unter Anweisung des Zahnarztes angewendet werden

sollen.

Darum sollten diese einmal täglich gründlich von Speiseresten und dem

bakteriellen Biofilm befreit werden. Für enge Zahnzwischenräume empfiehlt

sich der Gebrauch von Zahnseide, für größere sind Interdentalbürsten

gut geeignet. In beiden Fällen sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt

zeigen lassen, wie man die Hilfsmittel effektiv verwendet ohne dem Zahnfleisch

zu schaden.

Greifen Mundspüllösungen die Zähne an?

Eine Mundspüllösung kann unterstützend zur Zahnpflege eingesetzt werden

– sie wird aber die mechanische Reinigung, also das Putzen der Zähne

und der Zahnzwischenräume, nicht ersetzen.

Für eine gute Mundhygiene sollte man zweimal täglich die Zähne mindestens

zwei bis drei Minuten lang mit einer flouridhaltigen Zahnpasta putzen und einmal

täglich die Zahnzwischenräume reinigen

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 51


GESUND IM MUND: WELCHE ZAHNPFLEGE IST DIE RICHTIGE?

Sind Fluoridtabletten und fluoridhaltige Zahnpasten sinnvoll?

Eine ergänzende Fluoridzufuhr ist bereits im Kleinkindalter mit Durchbruch

des ersten Milchzahnes sinnvoll. Da Fluoride vornehmlich lokal auf

der Zahnoberfläche wirken, sind Fluoridtabletten eigentlich die beste Lösung.

Das Lutschen ist für Kleinkinder jedoch meist schwer, weshalb fluoridhaltige

Kinderzahnpasten und der Einsatz von fluoridhaltigem Kochsalz

in der Küche in dem Alter sinnvoller sind.

Sollte auch die Zunge gereinigt werden?

Auf der Zungenoberfläche sammeln und vermehren sich Bakterien leicht.

Es ist also durchaus sinnvoll, auch die Zunge bei der Zahnputzroutine zu

berücksichtigen. Ob mit der Zahnbürste oder mit einem Zungenschaber

– das ist egal. Das Reinigen der Zunge hilft, die Bakterienanzahl in der

gesamten Mundhöhle zu mindern.

Ab dem sechsten Lebensjahr empfiehlt die Bundeszahnärztekammer fluoridhaltige

Zahnpasten (dann können Kinder schon Zahnpasten für Erwachsene

benutzen). Studien belegen, dass durch ihren Einsatz die Karies

deutlich gesunken ist.

Tipp der Bundeszahnärztekammer: den Zahnpastaschaum nach dem

Zähneputzen ausspucken, den Mund aber nicht vollständig ausspülen, sodass

das enthaltene Fluorid an der Zahnoberfläche weiterwirken kann.

Schaden aufhellende Zahnpasta und Kaugummis den Zähnen?

Die Aufhellung wird einerseits durch die enthaltenen Schleifkörper und

andererseits durch Bleichsubstanzen wie Wasserstoffperoxid-Präparate erreicht.

Diese sind in Zahnpasten und Kaugummis jedoch in so geringer

Konzentration enthalten, dass sie keinen nachweisbaren Effekt haben.

Die Schleifkörper können aber durch die Reibung den Zahnschmelz angreifen,

weshalb von solchen Präparaten nicht täglich Gebrauch gemacht

werden sollte.

Zahnarztpraxen bieten rund um das Thema Zahngesundheit

für jeden die richtige Behandlung an

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Promotion

GESUND IM MUND: WELCHE ZAHNPFLEGE IST DIE RICHTIGE?

ZAHNKORREKTUREN IM ERWACHSENENALTER

Durchsichtige Zahnschienen vom Kieferorthopäden

Ob im Berufs- oder Privatleben – in vielen Situationen zählt der erste Eindruck.

Dazu gehört gewöhnlich auch ein freundliches Lächeln. Doch

manch einer verspürt aufgrund starker Zahn- oder Kieferfehlstellungen

Hemmungen, seine Zähne offen zu zeigen. Die gute Nachricht: Korrekturen

von Zahnfehlstellungen sind ein Leben lang möglich.

Während bei Kindern und Jugendlichen Zahnspangen oft als cool gelten,

schrecken Berufstätige meist vor deutlich sichtbaren Brackets auf den Zähnen

zurück. Daher greifen Ärzte und Patienten in diesen Fällen gerne zu

unsichtbaren Lösungen.

Zur Korrektur von leichten und mittleren Zahnfehlstellungen bietet sich

die kaum sichtbare Zahnschiene oder auch „Aligner“ an. „Dabei fertigen

wir eine herausnehmbare transparente Schiene, welche Patienten mindestens

22 Stunden am Tag tragen“, erklärt Dr. Knut Thedens, Kieferorthopäde

in der Bremer SternKlinik.

Besonders spannend: Hierfür muss kein Abdruck mehr gemacht werden.

„Mittels Scan-Technologie machen wir ein exaktes Abbild der Zahnstellung

und simulieren in der Beratung das zu erwartende Ergebnis der Zahnkorrektur

auf dem Bildschirm“, so Dr. Lotta Zernial, Kieferorthopädin in

der Praxis Schwachhausen. Diese Vorfreude hilft bei der Entscheidungsfindung

und ist zugleich Motivation, die Schienen bis zum perfekten Ergebnis

über die individuelle Dauer von 6-15 Monaten konsequent zu

tragen.

Wichtig für die Mediziner: Eine Zahnkorrektur sollte von der Erstuntersuchung

bis zur regelmäßigen Behandlungskontrolle von einem Kieferorthopäden

durchgeführt werden. Wer im Internet Zahnschienen per Post

bestellt, riskiert mit einer nicht passenden Therapie seine Bisslage zu verschlechtern,

was mit langfristigen Zahn- und Kiefergelenksproblemen einher

gehen kann. Eine ausführliche Beratung und Aufklärung sind wie bei

allem das A und O.

Weitere Informationen unter www.sternklinik.net

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 53


Das Pagenthorn-Haus mitten in Schwachhausen überzeugt mit seiner Architektur und fügt sich gleichzeitig elegant zurückhaltend in

das historisch gewachsene Straßenbild ein

Gelungene Architektur am

bedeutungsvollen Standort

Modernes Stadthaus auf dem ehemaligen Gelände

des Gemeindehauses Unser Lieben Frauen

Der ehemalige Präsident der Bremer Architektenkammer

Michael Frenz hat das Gebäude entworfen

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


IMMOBILIENREPORT BREMEN

In Schwachhausen ist auf dem Eckgrundstück Schwachhauser Ring / Bürgermeister-Schoene-

Straße ein modernes Mehrfamilienhaus mit 15 Eigentumswohnungen entstanden. Das Gebäude

hat der ehemalige Präsident der Bremer Architektenkammer Michael Frenz entworfen; realisiert

wurde es von dem renommierten Bauträger Kathmann Projekte GmbH. Das Besondere ist

die mit Bedacht gewählte Architektur, die sich harmonisch in den Stadtteil einfügt und den Stil

der Nachbarschaft aufgreift. Auf dem Areal des ehemaligen Gemeindehauses der evangelischen

Gemeinde Unser Lieben Frauen ist somit ein harmonischer Neubau gelungen.

„Schon mit dem Entschluss der Gemeinde, an einen neuen Standort zu

wechseln, stand eine harmonische, künftige Bebauung des stadtteilprägenden

Areals im Mittelpunkt“, berichtet Michael Frenz von ARCHI-

TEKTEN_FSB. Der Verkauf des Grundstücks erfolgte in enger

Abstimmung zwischen der Gemeinde und dem Immobilienberatungsunternehmen

Robert C. Spies. Dabei wurde von allen Beteiligten – der Gemeinde,

Herrn Frenz als Architekt, der Firma Kathmann als Bauträger

und Robert C. Spies – neben einer stadtteilbezogenen Architektur, auch

ein besonderes Augenmerk auf das benachbarte Pastorenhaus gelegt. „Die

Resonanz aus dem Stadtteil ist sehr positiv, da sich das Objekt stilistisch

nahtlos in die Nachbarbebauung einfügt“, berichtet Lüder Kathmann von

der Kathmann Projekte GmbH. „Das Viertel wird um einen städtebaulichen

Blickpunkt bereichert“, fasst Arne Smolla von Robert C. Spies zusammen.

Bei der Entstehung der Immobilie wurde jedes architektonische

Detail bedacht: von der Wahl der Fassade mit den rot-bunten Klinkerriemchen

über die hell umlaufenden Fassadenbändern bis hin zu einem

Spitzdach mit Tonpfanneneindeckung.

Die Gemeinde Unser Lieben Frauen ist 2017 vom Schwachhauser Ring 61

in das neue Gemeindezentrum in der H.-H.-Meier-Allee 40 umgezogen.

Der Neubau der Gemeinde wurde aufgrund der architektonischen Qualität

mit dem Bremer BDA-Preis ausgezeichnet.

Der neue Standort bietet viele Vorteile für die Gemeinde. Er liegt zentral

in Schwachhausen und auch die Schule am Baumschulenweg sowie der

Markt am Freitag sind direkt um die Ecke. Mit dem Umzug möchte sich

die Gemeinde dem Stadtteil weiter öffnen und auf neue Impulse des Miteinanders

setzen.

Das neue, modern interpretierte Stadthaus auf dem Eckgrundstück

Schwachhauser Ring / Bürgermeister-Schoene-Straße trägt den Namen

Pagenthorn-Haus. „Der Objektname geht auf die Pagenthorner Feldmark

zurück“, führt Nicola Metzger, Immobilienberaterin bei Robert C. Spies,

an. Mit der Namensgebung wird der historische Charakter dieses Standortes

zusätzlich unterstrichen. Das Gebäude verfügt über 15 Zwei- bis

Vier-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen ca. 49 und ca. 120 Quadratmetern.

Neben einer hochwertigen Ausstattung aus Parkettböden,

großrahmigen Fliesenformaten, einer Fußbodenheizung und einer namhaften

Sanitärausstattung, wurde auch ein modernes Energiekonzept umgesetzt:

„Luft-Wasser-Wärmepumpen werden mit bewährter Gas-

Brennwert-Technik kombiniert“, erzählt Michael Frenz. „Ein Gutteil der

benötigten Energie wird aus regenerativen Quellen gewonnen“, fügt

Lüder Kathmann hinzu.

Fast alle Wohnungen wurden bereits erfolgreich an die neuen Eigentümer

übergeben. „Es hat sich eine harmonische Hausgemeinschaft aus vielen

Selbstnutzern gebildet“, teilt Immobilienberaterin Heike

Mönkebüscher von Robert C. Spies mit. Ein paar kleinere Wohneinheiten

werden aber auch weitervermietet. Der Stadtteil Schwachhausen überzeugt

insgesamt durch seine urbane Lage in unmittelbarer Nähe zum grünen

Bürgerpark und vis-á-vis zur lebendigen Wachmannstraße mit einer

hohen Wohn- und Lebensqualität.

Für weitere Informationen stehen Ihnen Nicola Metzger, Heike

Mönkebüscher und Arne Smolla vom Immobilienberatungsunternehmen

Robert C. Spies unter der Telefonnummer unter 0421-

17393-33 oder per E-Mail unter n.metzger@robertcspies.de,

h.moenkebuescher@robertcspies.de und a.smolla@robertcspies.de

gerne zur Verfügung.

Das Neubauprojekt realisiert der erfahrene Bauträger Kathmann Projekte GmbH

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 55


„Familie & Co“

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

20 Jahre

SOS-Kinderdorf Bremen:

Viel erreicht und noch viel zu tun

Hilfsorganisation feiert runden Geburtstag

TEXT & FOTOS | SOS-KINDERDORF BREMEN

56

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


„Familie & Co“



Unsere

In diesem Jahr feiert SOS-Bremen

sein 20-jähriges Jubiläum, doch

aktiv ist der SOS-Kinderdorf e.V. in

Bremen und Umgebung schon wesentlich

länger. 1975 eröffnete die

erste Jugendwohngemeinschaft. Weitere

Einrichtungen folgten in den kommenden

Jahren. Am 1. April 1999

fusionierten die bestehenden Angebote

schließlich zu einer Einrichtung. Diese firmierte

zunächst unter dem Namen „SOS-Kinder- und Jugendhilfen

Bremen-Verden“ und wurde 2014 in SOS-Kinderdorf Bremen umbenannt.

„Familie & Co“

Seiten

Von Anfang an als Einrichtungsleiterin mit dabei ist Karin Mummenthey.

Sie leitet SOS-Bremen noch heute und kann vom enormen Wachstum

der Einrichtung berichten: „Damals habe ich mit 25 Mitarbeitern und

fünf Standorten angefangen, heute haben wir 134 Mitarbeiter, 114 Ehrenamtliche

und insgesamt 18 Angebote an 13 Standorten.“

Von der Wohngruppe zum vielfältigen Hilfsangebot

Das SOS-Kinderdorf Bremen hat sich in den vergangenen 20 Jahren ständig

weiterentwickelt und sich mit neuen Angeboten immer wieder an aktuelle

Entwicklungen in der Stadt und den Bedarfen ihrer Bürger

angepasst. Richtete sich die Einrichtung anfangs ausschließlich an Jugendliche

und junge Erwachsene, hat SOS-Bremen heute auch ein großes

Angebot für junge Familien und Kleinkinder. Das sei auch eine Reaktion

auf neue Familienstrukturen, erklärt Mummenthey: „Viele haben heute

keine Großeltern oder anderen Verwandten in der Nähe, bei denen sie

sich Hilfe holen können.“ Um gezielt diese Familien zu unterstützen, gibt

es beispielsweise das Projekt „wellcome“, bei dem Ehrenamtliche jungen

Eltern nach der Geburt eines Kindes mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Und auch mit der Eröffnung seines Stadtteil- und Familienzentrums 2011

in der Bremer Neustadt hat SOS-Bremen einen wichtigen Treffpunkt etabliert,

der inzwischen weit über das Viertel hinaus bekannt ist. Herzstück

des SOS-Kinderdorf-Zentrums, das sich in der ehemaligen Stadtteilbibliothek

befindet, ist das offene Café im Erdgeschoss. Hier können sich die Besucher

treffen und austauschen oder beim sozialen Mittagstisch

gemeinsam essen. Eltern-Kind-Gruppen stehen genauso auf dem abwechslungsreichen

Programm wie Kreativangebote für Kinder, Kasperletheater,

Bilderbuchkino, Sprachcafés und noch vieles mehr. Es gibt die

Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen und auch der Secondhand-

Laden für Kinder erfreut sich seit Beginn einer großen Beliebtheit. Einrichtungsleiterin

Mummenthey sagt: „Mich freut, wie gut das

SOS-Kinderdorf-Zentrum angenommen wird und wie bekannt es inzwischen

ist.“ Die Zahlen geben ihr recht: ca. 69.000 Besucher hatte das

SOS-Kinderdorf-Zentrum allein im vergangenen Jahr.

Über 100 Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit

des SOS-Kinderdorfs Bremen

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das SOS-Kinderdorf Bremen nicht

das, was es ist. Aktuell unterstützen 114 ehrenamtliche Männer und

Frauen die vielfältige Arbeit der Hilfsorganisation – ob als Servicekraft im

Offenen Café, als Hausaufgabenhilfe oder als Mentor für Jugendliche.

Unter den Engagierten sind sowohl Studierende als auch Berufstätige,

ebenso wie Menschen, die in Rente sind oder gerade eine Zeit der Arbeitslosigkeit

überbrücken möchten. Die jüngste Ehrenamtliche ist gerade

einmal 20, die älteste bereits 79 Jahre alt. Und ebenso vielfältig wie die

Personen, sind auch die Formen des Engagements.

Aktuell leben 68 Kinder und Jugendliche in Wohngruppen des SOS-Kinderdorfes Bremen

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2019 57


„Familie & Co“

Beim bundesweiten Vorlesetag lasen Botschafter Dirk Böhling und Bürgermeister Carsten Sieling den Kindern des SOS-Kinder- und Familienzentrums Huckelriede vor

Zukunftspläne: Care Leaver

Aktuell gehören zum SOS-Kinderdorf Bremen eine Tages- und mehrere

Wohngruppen, eine Kindertagesstätte, ambulante und flexible Hilfsangebote,

zwei Schulkooperationen, sowie zahlreiche offene Hilfs- und Beratungsangebote.

Sich auf all den kleinen und großen Erfolgen aus den

vergangenen Jahren ausruhen, will bei SOS-Bremen aber niemand. Die

nächsten Projekte sind schon geplant. So soll SOS-Bremen noch in diesem

Jahr einen Treffpunkt für sogenannte „Care Leaver“ bekommen.

Dabei handelt es sich um ehemalige Betreute der Kinder- und Jugendhilfe,

die sich im Übergang zu einem eigenständigen Leben befinden. Ein nicht

immer leichter Schritt, und anders als andere junge Erwachsene können

„Care Leaver“ bei Problemen nicht einfach ihre Eltern um Rat fragen.

Hier soll der Treffpunkt helfen. „Wir wollen eine Anlaufstelle entwickeln,

in der sich junge Menschen und Gruppen treffen können, wo man sich

begegnen und auch mal gemeinsam kochen kann, in der es aber auch

Fachkräfte gibt, die zum Beispiel bei Fragen zu Mietverträgen und Kontoeröffnungen

helfen können“, erklärt Mummenthey.

Geschwister im Blick

Eine zusätzliche Erweiterung des Angebots soll das Geschwisterhaus werden,

dessen Eröffnung für das kommende Jahr geplant ist. Hier will SOS-

Bremen Geschwisterkindern, die aus den unterschiedlichsten Gründen

nicht mehr bei ihren Eltern leben können, gemeinsam ein neues Zuhause

geben. In vielen Einrichtungen gibt es derzeit oft nicht genügend Platz

für ganze Geschwistergruppen. Die Kinder müssen dann an verschiedenen

Orten untergebracht werden. „Wir wollen dafür sorgen, dass solche

Kinder, die ja schon von ihren Eltern getrennt werden, zumindest weiterhin

mit ihren Geschwistern zusammenleben können“, erklärt Mummenthey

das Konzept.

Karin Mummenthey leitet das SOS-Kinderdorf Bremen seit 1999

58

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


„Familie & Co“


„Meine Mama lernt Deutsch“ ist eins der zahlreichen Projekte des SOS-Kinderdorfes

Bremen, für die Spenden benötigt werden

Auch in Zukunft wird sich SOS-Bremen also für Familien und Kinder in

der Hansestadt einsetzen. Wer sich selbst von der Arbeit überzeugen will,

die hier geleistet wird, ist herzlich eingeladen, einfach auf einen Kaffee

und ein Gespräch im SOS-Kinderdorf-Zentrum vorbeizukommen und sich

einen Eindruck vor Ort zu verschaffen.

Wer das SOS-Kinderdorf Bremen finanziell unterstützen möchte, kann

dies mit einer Spende auf das Konto der Sparkasse Bremen (IBAN DE73

290501 01000 1045160, BIC SBREDE22) tun. Weitere Informationen

und aktuelle Projekte, für die Unterstützung benötigt wird, findet man

im Internet.

www.sos-kinderdorf-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 59


„Familie & Co“

Kinderfest


im Blockland


Am Sonntag, den 26. Mai ist es wieder soweit: Der Heimatverein Blockland

lädt zum 10. Mal zum beliebten Kinderfest auf das Gelände des Dorfgemeinschaftshauses

Niederblockland 20 in der Zeit von 11 bis 17 Uhr ein.

Die Organisatoren haben sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, ein Fest für die

ganze Familie zu veranstalten, an dem Groß und Klein viel Spaß haben werden und

das Portemonnaie der Eltern geschont werden soll. Dankenswerterweise unterstützen

viele Sponsoren wie die ortsansässigen Gaststätten und Lohnunternehmen

das Kinderfest, sodass Highlights wie Splashball (laufen auf dem Wasser), eine alte

Jahrmarktschaukel sowie ein Spielmobil kostenlos den Kindern zur Verfügung gestellt

werden können. Außerdem sind mit Hüpfburg, einer Heuspielburg und dem

Ponyreiten beliebte Aktivitäten der Kinder wieder mit dabei. Auf dem riesigen Sandberg

wird eifrig gebuddelt und gebaut, aber auch alte Spiele wie Bretterlaufen,

Dosenwerfen, Schokokusswurfmaschine, Dosenlaufen werden von den Kindern

gerne angenommen.

„Wasser marsch“ heißt es bei den Wasserspielen, die die Freiwillige Feuerwehr

Blockland anbietet. Die Freiwillige Feuerwehr Blockland bringt zudem wieder ihr

Fahrzeug mit, in dem die zukünftigen Feuerwehrmänner und -frauen schon mal

Probesitzen dürfen. Gerne werden auch die Fragen der Kinder und Eltern beantwortet.

Zum 10-jährigen Jubiläum hat sich der Heimatverein etwas ganz Besonderes

überlegt: Ein Zauberer wird um 14.30 Uhr eine Kombination aus moderner

und zeitgemäßer Zauberei mit viel Comedy präsentieren. Bei der Tombola gibt es

über 1000 attraktive Preise zu gewinnen und keine Nieten. Die Blocklander sorgen

für Bratwurst vom Grill, Pommes, Eis von Kaemena oder viele köstliche und selbst

gebackene Kuchen der Deichanwohner.

Zum 10. Mal lädt der Heimatverein Blockland zum kunterbunten Kinderfest auf

das Gelände des Dorfgemeinschaftshauses ein



Bienen

Piotr Socha, Thomas Weiler (Übers.)

Willkommen im Reich der Bienen! Hier können wir die fleißigen Insekten aus

der Nähe betrachten, in einen Bienenstock schauen und alles über das Imkern

erfahren. Wer bei Bienen nur an den leckeren Honig denkt, wird staunen! Denn

wer hätte gewusst, dass es Bienen schon seit den Dinosauriern gibt? Was es mit

dem Bienentanz auf sich hat? Oder warum es ohne die Bienen weniger Äpfel gäbe?

Ein wunderbar witziges Buch für große und kleine Bienenfreunde, das mit seinen

fröhlich bunten, großformatigen Bildtafeln und vielen erstaunlichen Informationen

die Geschichte von Mensch und Honigbiene erzählt.

Hardcover / 80 Seiten / 27,5 x 37,5 cm

ab 5 Jahren

ISBN 978-3-8369-5915-5

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60

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


„Familie & Co“


Wir bauen ein

Wildbienenhotel

Eine sinnvolle Unterstützung für

solitärlebende Wildbienen


Es ist leicht, zusammen mit Kindern zu bauen und findet selbst

im kleinsten Garten und sogar auf dem Balkon Platz. Denn:

Solitärlebende Wildbienen sind in Not! Intensivierung der Landwirtschaft,

Verarmung der Gärten an heimischen Blütenpflanzen und

fehlende Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten machen es den heimischen

Bienen schwer.

Nun geht’s los:

Die hohlen Bambusstängel werden sauber auf die Länge von min.

8 cm abgesägt. Wildbienen klettern zur Eierablage rückwärts in die

Stängel. Damit die hauchfeinen Flügel bei diesem Manöver nicht verletzt

werden, sollten die Schnittstellen unbedingt ganz sauber abgeschmirgelt

werden. Nun nehmen wir unser Holz und bohren in die

Stirnseite verschieden große Löcher hinein. Der Abstand zwischen den

Löchern sollte etwa 2 cm betragen. Auch hier werden die Eingänge

sauber geschliffen. Nun füllen wir unseren Holzrahmen mit den

Stängeln und unserem Holz auf oder befüllen die Konservendose

mit dem Bambus.

Alles, was wir dafür brauchen, ist:

• hartes, gut abgelagertes Holz

(z. B. dicke Äste von Ahorn oder Linde),

• hohle Stängel (z.B. Bambus),

• eine Bohrmaschine mit Bohrern zwischen 2 und 8 mm,

• etwas Schleifpapier

• eine Umrandung, z. B. ein Holzrahmen oder, falls nur mit

Bambus gearbeitet wird, eine saubere, leere Konservendose

Tipps zum Aufstellen der Bienenhotels:

• Nisthilfen sollten an einem regengeschützten Ort am besten

waagerecht aufgehängt/aufgestellt werden und ihre Ausgänge

Richtung Südosten zeigen

• Nisthilfen werden oft nur bezogen, wenn sich im Umkreis

von 300 Metern auch geeignete Futterpflanzen finden –

vielleicht ein schöner Anlass, um noch einmal mit

Samenkugeln (Basteltipp aus der letzten Ausgabe) die

nähere Umgebung zu verschönern?

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 61


Gleich sechs FSJler auf einmal hatte Bremen 1860 in

seiner Geschichte noch nie. Sie alle lernen zwölf Monate

lang die vielfältigen Aufgaben des Sportvereins kennen

Ein Freiwilliges Soziales Jahr soll jungen Menschen helfen,

ihren Weg zu finden – in Schwachhausen hat Bremen 1860

gleich mehrere Stellen zu besetzen

TEXT | LIANE JANZ FOTOS | BREMEN 1860

62

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Orientiрung

vor dem Ernst

dс Lebens

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 63


FSJ BEI BREMEN 1860

Einen Ablaufplan überlegen, Anmeldungen annehmen und koordinieren und schließlich den Mädchen und Jungen mindestens einen halben Tag zur Seite stehen: Jan

Adolph hat im Rahmen seines FSJ die Organisation des Zukunftstags am 28. März in die Hände genommen

Noch ist es ruhig in den Fluren und der Halle. Zeit, die Janika Lück und

Winona Schöllhammer nutzen, um die Sportstätte auf das vorzubereiten,

was kommt. Sie legen Matten aus, lassen die Turnringe herunter

und testen auch gleich selbst, ob sie in der richtigen Höhe für kurze

Kinderarme hängen. Die beiden jungen Frauen sind zwei der insgesamt

sechs jungen Menschen, die bei Bremen 1860 ein Freiwilliges Soziales

Jahr (FSJ) absolvieren. So viele auf einmal hatte der Sportverein in seiner

Geschichte noch nicht – und sie alle werden gebraucht.

FSJler setzt 1860 seit mindestens zehn Jahren immer mal wieder ein,

seitdem 2011 der Zivildienst abgeschafft wurde, kontinuierlich. Sie erfüllen

in dem Sportverein vielfältigste Aufgaben, assistieren bei den

Sporteinheiten für Kinder, helfen mit bei der Material- und Gerätepflege

oder arbeiten in der Geschäftsstelle am Computer. Dabei kommen die

jungen Frauen und Männer sowohl aus den Abteilungen selbst und

haben eine sportliche Verbindung zu 1860 als auch von außerhalb und

lernen den Verein komplett neu kennen.

Wunsch nach dualem Studium

Ursprung zurück. „Hier gibt es bessere Möglichkeiten, im Ligabetrieb

zu spielen“, sagt die 19-Jährige. Noch immer steht sie mehrfach die

Woche am Netz und tritt mit den vierten Damen in der Landesliga an.

Aus der Volleyball-Abteilung wusste sie auch, dass es die Möglichkeit

eines FSJ gibt. Eine ihrer Trainerinnen machte es nämlich. Da sie auch

in ihrem Abschlussjahr am Gymnasium noch nicht genau wusste, was

sie nach dem Abi machen möchte, bewarb sie sich kurzerhand bei

ihrem Heimatverein.

Das ist die Motivation für viele junge Menschen, die sich nach einer

Einsatzstelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr umschauen. Und genau

dafür ist es auch da. Es soll Orientierung bieten und bei der Entscheidung

helfen, was junge Menschen nach ihrem Schulabschluss machen

wollen. Bei Winona Schöllhammer hat das auch geklappt. „Auf jeden

Fall würde ich gern bei 1860 bleiben“, sagt sie. Die junge Frau möchte

nach dem FSJ gern über den Verein ein duales Studium in Sportmanagement

beginnen. Ob das organisatorisch klappt, klärt sie derzeit. Denn

seit es in Bremen keinen Sportstudiengang mehr gibt, ist diese teils

praktische, teils theoretische Ausbildung nur im Fernstudium möglich –

und das findet sie nur mäßig attraktiv.

Von der sportlichen Seite her kannte Janika Lück 1860 schon, bevor sie

ihr FSJ begann. Sie tobte als Kind im Kinderbewegungszentrum (KBZ),

wie so viele, wechselte dann aber zum Turnen in einen anderen Verein.

Erst als sie sich in Volleyball verliebte, kehrte sie zu ihrem sportlichen

64

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


FSJ BEI BREMEN 1860

Die täglich anstehenden Aufgaben listen entweder die FSJler selbst, wie hier

Merle Wemhoff, oder Mitarbeiter der Geschäftsstelle auf einem White Board auf

und arbeiten sie dann ab

Vielfältige Aufgaben

Eher die Ausnahme sind Merlin Nobis und Thiago Adlung. Die beiden

jungen Männer wussten, als sie sich für das FSJ beworben haben, schon

ganz genau, wohin ihr Weg gehen soll. Ein duales Studium in „International

Management for Business and Information Technology“ in Mannheim

soll es für den 18-jährigen Thiago Adlung sein. Allerdings

verpasste er die Bewerbungsfrist dafür. „Da dachte ich mir, tue ich mal

was für die Gesellschaft“, sagt er. Den Verein kannte er schon aus seiner

Zeit im KBZ. Außerdem turnte er dort sehr früh auf hohem Niveau und

verbrachte einige Jahre einen Teil seiner Ferien in der ganztägigen Betreuung.

In der Zeit lernte er auch immer wieder die damaligen FSJler

kennen und unterhielt sich mit ihnen über ihre Aufgaben hinter den

Kulissen des Sportvereins. „Dadurch wusste ich so ungefähr, was auf

mich zukommt“, sagt er.

Merlin Nobis will auf Lehramt studieren, aber auch nicht sofort nach

dem Abitur. Das FSJ sollte ihm eine kleine Verschnaufpause bieten. Eigentlich

hatte er auch schon einen Platz in einer Schule, entschied sich

dann aber anders, nachdem er den Bewerbungsaufruf des Sportvereins

gesehen hatte. „Ich wollte das Jahr was anderes machen“, sagt er.

Nachdem sich Merle Wemhoff entschieden hat, ein FSJ zu machen, galt

ihr erster Gedanke einem Kindergarten. Vorsichtshalber bewarb sie sich

Physiotherapie

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 65


FSJ BEI BREMEN 1860

Ob Ergebnisdienst erstellen oder Anmeldungen in Listen erfassen – zur Arbeit in einem Sportverein gehört mehr als nur Rennen und Dribbeln.

Für Merlin Nobis (links) und Thiago Adlung ist das inzwischen Alltag.

trotzdem auch bei anderen Stellen und entschied sich schließlich für

den Sportverein, wegen der Vielfalt der Aufgaben, wie sie sagt.

Neue FSJler gesucht

Und vielfältig sind sie, die Aufgaben Die jungen Leute arbeiten unter anderem

im KBZ und in der Kinderbewegungsschule (KiBS) des Vereins

mit. Janika Lück und Thiago Adlung stehen auch selbst als Trainerin

und Co-Trainer in den Hallen, Lück im Volleyball, Adlung im Turnen.

Alle sechs FSJler legen die Übungsleiterausbildung ab und lernen aus erster

Hand, wie sportliche Events ablaufen. In der Geschäftsstelle betreut

Merlin Nobis unter anderem den Ergebnisdienst und bereitet die Resultate

verschiedenster Sportarten vom Wochenende für die Vereinshomepage

auf. Jeder FSJler betreut zudem ein ganz bestimmtes Projekt. Für

Jan Adolph ist das beispielsweise der „Girl’s Day“ und „Boy’s Day“.

Ende März nimmt er Schülerinnen und Schüler in Empfang, führt sie

über das Vereinsgelände und erklärt ihnen, wie die Arbeit in einem

Sportverein funktioniert. Vielleicht läuft ihm dabei ja schon die nächste

Generation 1860-FSJler über den Weg.

Auch außerhalb des Vereins sind Janika Lück und Winona Schöllhammer

im Einsatz. Beim ersten Treffen der FSJler bei der Bremer Sportjugend

stellten sie sich zur Wahl als Sprecherinnen der FSJler innerhalb

der Sportjugend. In der Funktion setzen sich beispielsweise dafür ein,

das FSJ und FÖJ, also das Freiwillige Ökologische Jahr, bekannter zu

machen und waren Mitorganisatoren der Kundgebung „Freie Fahrt für

Freiwillige“ mit dem Ziel, dass Freiwillige kostenlos Straßenbahn fahren

können.

Die Zeit der Sommerferien und kurz danach ist auch die Zeit, in der bei

Bremen 1860 die Gesichter der Freiwilligen wechseln. Auch für die

Zeit ab Sommer 2019 sucht der Sportverein wieder junge Leute, die bei

einem FSJ die Vereinsarbeit kennenlernen möchten. Interessierte schikken

ihre Bewerbung an Lena Tabor per E-Mail an l.tabor@bremen1860.de.

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66

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 67


Austausch und Sport an frischer Luft

Bremen 1860 bietet nicht nur Sport in Hallen an –

auch draußen gibt es einige Möglichkeiten der Bewegung

Die Sonne lockt, die Temperatur steigt langsam, noch weht öfter mal

eine frische Brise über die Sportlerinnen und Sportler hinweg – beste

Bedingungen, um draußen Sport zu treiben! Mit vielfältigen Angeboten

für unterschiedliche Niveaus und Ansprüche lädt Bremen 1860 die

Menschen zu Bewegung in der Natur ein.

Verschiedene Ziele in Nordwestdeutschland steuern Wanderer mit Bremen

1860 an. Dabei gibt es kürzere Touren mit maximal 15 Kilometern

als auch ausgedehnte Wanderungen, die deutlich darüber liegen. Meistens

geht es mit einem organisierten Fahrdienst immer an einem Mittwochmorgen

vom Parkplatz 1 im Baumschulenweg 8-10 zum

jeweiligen Ausgangspunkt der Touren. Die Einkehr in einem Lokal an

der Strecke ist jedes Mal mit organisiert. Die Ziele gibt Wanderführer

Klaus Kelka den Teilnehmern etwa eine Woche vor der Wanderung bekannt.

Weitere Informationen zu dem Angebot erteilt er unter Telefon

04264 / 3353.

Die sportliche Betätigung ist für viele Walker, Spaziergänger und Wanderer

eher ein Nebeneffekt. Ihnen geht es vielmehr um die Kommunikation

mit anderen. Der Austausch ist vielfältig und gewinnbringend für

die Menschen.

Wer gern schneller unterwegs ist, kann mit Bremen 1860 aufs Rad steigen.

Zwei Mal im Monat, immer an einem Dienstagvormittag und

einem Donnerstagnachmittag, nimmt Tourenleiter Norbert Steckenborn

Frauen und Männer mit auf kurze Radwandertouren. Die Touren dauern

jeweils rund zwei Stunden. Die Fahrtgeschwindigkeit beträgt durchschnittlich

15 bis 18 km/h. Treffpunkt der Gruppe ist vor der

1860-Geschäftsstelle im Baumschulenweg 6. Weitere Informationen erteilt

der Tourenleiter per E-Mail an norbertsteckenborn@gmail.com und

sind auch auf www.bremen1860.de zu finden.

Tief einatmen, ausatmen, strecken, Muskeln, Bänder und Gelenke wekken

und dann geht’s los! Nach einer gemeinsamen Erwärmung machen

sich jede Woche zwei Gruppen Frauen und Männer auf zum Walken.

Das Besondere dabei ist, dass sie während des sportlichen Gehens XCO-

Hanteln in den Händen schwenken. Immer mittwochs von 9.30 Uhr

bis 11 Uhr zeigt Fitnesstrainerin Susanne Albers den Walkern, wie sie

das Beste aus dem Outdoor-Hanteltraining herausholen, donnerstags

von 19.30 bis 21 Uhr tut das Fitnesstrainerin Ines Gartelmann. Die

1860er walken im Bürgerpark, im Stadtwald und am Unisee. Zwischendurch

legen die Fitnesstrainerinnen Gymnastikpausen ein. Die Hanteln

haben Granulat in ihrem Inneren, die beim Schwenken während des

Walkens in Bewegung versetzt werden. Dieses reaktive Training spricht

die tiefen Muskelgruppen im Körper an.

Bis zu zehn Frauen und Männer, die noch gut zu Fuß sind, treffen sich

immer am letzten Dienstag im Monat mit Mailis Stricker, um verschiedene

Bremer Stadtteile zu erkunden. Alle Spaziergänge beginnen um 15

Uhr und dauern bis zu zwei Stunden. Die Spaziergänger treffen sich

dafür meist direkt vor Ort an einer Straßenbahn- oder Bushaltestelle

und brechen von dort aus gemeinsam auf. Bei den Spaziergängen lernen

die Teilnehmer ihre Heimatstadt besser kennen und haben zudem

die Gelegenheit, mit frischluftbegeisterten Gleichgesinnten ins Gespräch

zu kommen. Die monatlichen Ziele können in der Geschäftsstelle erfragt

werden.

Die Rennradler vom Team therafit und Bremen 1860 sind kurz vor

Ostern in die Outdoor-Saison gestartet. Über die Jahre haben sich mehrere

Gruppen für verschiedene Niveaus gefunden: Radler, die gern 30

Kilometer die Stunde und mehr unterwegs sind, sowie solche, die bei

um die 25 km/h bleiben. Es gibt auch eine reine Frauengruppe. Wer

noch keine Rennraderfahrung hat, ist in einem Einsteigerkurs am besten

aufgehoben. Mitglieder der Triathlon-Abteilung von Bremen 1860

sowie Mitglieder des Fitnessstudios therafit können ohne weitere Kosten

mitfahren, Nicht-Mitgliedern steht jeweils eine passende Gruppe

über eine Saisonkarte offen. Die Karte für 60 Euro, Termine für Einsteigerkurse

sowie weitere Informationen gibt es bei Rennradtrainerin Sabine

Gäthje per E-Mail an s.gaethje@therafit-bremen.de.

Alle anderen Angebote können Nicht-Mitglieder über einen Gästeausweis

testen. Mehr Informationen dazu gibt es in der Geschäftsstelle.

BREMEN 1860

Baumschulenweg 6

28213 Bremen

Tel. (0421) 21 18 60

www.bremen1860.de

68

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Schritt für Schritt

Richtung eigene Zukunft

Jugendliche bekommen als kleine Helfer in der Ferienbetreuung

einen ersten Geschmack vom Arbeiten im Sport – und können

diesen Weg mit Bremen 1860 weiter gehen.

Vermutlich machen sich die wenigsten 14-Jährigen bereits in dem Alter

detailliert Gedanken um ihren beruflichen Weg. Die Entscheidung Studium

oder Ausbildung ist vielleicht schon gefallen, eventuell auch die

grobe Richtung. Doch wie das Ganze am besten angehen? Diese Details

sind kaum abschließend geklärt. Bremen 1860 zeigt Jugendlichen einen

Weg auf, wie sie frühzeitig auf eine sportliche Laufbahn hinarbeiten

können. Den Grundstein dafür können sie in der Ferienbetreuung

legen.

Jeweils ein Gruppenleiter ab 18 Jahre und ein Helfer ab 16 Jahre unternehmen

mit den Kindergruppen in der verlässlichen Ferienbetreuung

Ausflüge oder spaßige Aktionen im Baumschulenweg. Wenn Mädchen

oder Jungen ab 14 Jahre deren Arbeit gern kennenlernen möchten, begleiten

sie die Gruppen wochenweise und bekommen so einen Eindruck

von der anderen Seite. Die Ferienbetreuung aus Sicht der Kinder

kennen die meisten schon aus eigener Erfahrung. „Die 14-Jährigen sind

meist die Kids, die aus der Ferienbetreuung rausgewachsen sind“, sagt

Projektleiterin Lena Tabor. Betreut werden Kinder von fünf bis 13 Jahre.

Im Laufe des Jahrzehnts, das es die verlässliche Ferienbetreuung schon

gibt, hat sich das System der kleinen Helfer aufgrund der Nachfrage der

Jugendlichen entwickelt.

Als kleine Helfer wachsen die Jugendlichen, betreut von ausgebildetem

Fachpersonal, behutsam in verantwortungsvolle Aufgaben hinein. Dazu

kommen erste Lehrgänge abseits vom Schulalltag. Beispielsweise hatten

die Jugendlichen im Frühjahr die Möglichkeit, einen Erste-Hilfe-Kurs zu

absolvieren. Geplant ist zudem ein Seminar zu sexualisierter Gewalt im

Sport in Zusammenarbeit mit der Bremer Sportjugend sowie ein Kommunikationstraining.

Ihre Qualifikationen können die Helfer künftig in

einem Heftchen sammeln, dass Bremen 1860 an sie ausgibt. Damit können

sie nachweisen, welche Erfahrungen sie bereits gesammelt haben.

Wenn sie möchten und ein Händchen dafür haben, können die Mädchen

und Jungen den Weg über den großen Helfer und später Gruppenleiter

gehen, sich nach dem Schulabschluss für ein Freiwilliges Soziales

Jahr (FSJ) oder gleich den weiteren beruflichen Weg bei Bremen 1860

bewerben. Neben einer klassischen Ausbildung ist der Sportverein auch

ein praktischer Partner im dualen Studium. „Die Praxis, schon Jugendlichen

einige Aufgaben im Verein näherzubringen, ist auch gut für uns“,

so Lena Tabor. Schließlich kann der Sportverein über diesen Weg auf

umfassend ausgebildetes Fachpersonal mit viel praktischer Erfahrung

zurückgreifen – und erhält zudem Bremen als sportliche Ausbildungsstätte

mit am Leben, nachdem dieser Weg über die Universität beendet

wurde.

Nähere Informationen zur verlässlichen Ferienbetreuung erhalten Familien

auf www.bremen1860.de unter „Extras“ sowie bei Lena Tabor

(l.tabor@bremen1860.de) und Meentje Otto (m.otto@bremen1860.de).

In den Hallen liegt auch ein Informationsflyer für die Betreuung von

Fünf- bis 13-Jährigen aus.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 69


Fit in Kopf und Körper

dank Tanzen

Beim Line Dance und Seniorentanz

bei Bremen 1860 trainieren

Frauen und Männer Gedächtnis

und Koordination mit viel Spaß

Da kommt Leben in die Körper! Zu mal flotter, mal langsamer Musik

machen die Frauen und Männer einen Schritt nach dem anderen. Tanzen

kennt vielfältigste Bewegungen und sie alle tun dem Menschen

etwas Gutes. Bei Bremen 1860 können Frauen und Männer auch ohne

Partner oder Partnerin jede Woche das Tanzbein schwingen. Mit Renate

Scheidt, Bundesvorsitzende im Bundesverband Seniorentanz e. V., bewegen

sich Frauen und Männer immer montags von 10 bis 11 Uhr

rhythmisch in Kreisen, Linien und Quadraten. Jenny Memmel führt Anfänger

immer freitags von 16 bis 17 Uhr in Line Dance ein; fortgeschrittene

Line Dancer tanzen bei ihr freitags von 15 bis 16 Uhr.

Die positiven Effekte des Tanzens kennt Renate Scheidt ganz genau:

„Das ist auch Denksport“, sagt sie. Die einzelnen Schritte im Seniorentanz

macht die Gruppe erst einmal ohne Musik einige Male, um sie sich

einzuprägen. Erst danach kommen Rhythmus und mit der Zeit auch

etwas mehr Tempo dazu. Motorik, Koordination, Gedächtnis werden

trainiert. Über all dem steht aber der Spaß! Die Tänzerinnen und Tänzer

machen keinen Leistungssport, sondern tanzen aus reiner Freude an

der Bewegung und der Musik.

Wer schon mal getanzt hat, erkennt einige Schritte und Figuren durchaus

wieder. Im Seniorentanz gibt es vorgeschriebene Tanzbeschreibungen

und Schrittabläufe, die sich aus verschiedenen Tanzstilen bedienen.

„Wir tanzen alles“, sagt die Trainerin Renate Scheidt. Line Dance,

Square Dance, Kontratanz und auch mal Paartanz gehören unter anderem

mit zum Repertoire. Derzeit tanzen ausschließlich Frauen am Montagvormittag.

Das darf sich gern ändern. Auch Paare sind willkommen,

können aber nicht damit rechnen, dass sie beim Paartanz auch immer

zusammen tanzen. Partnerwechsel sind durchaus vorgesehen. Vorkenntnisse

muss niemand haben. Viele Tänzerinnen sitzen nach der

Stunde noch zusammen, trinken Kaffee und klönen. Sozialer Anschluss

ist also auch gegeben.

Ähnlich geht es auch bei Jenny Memmel zu. Die Schritte und Kombinationen

entlehnt sie verschiedenen Tanzstilen. Da kann Country genauso

dabei sein, wie Standard- oder Lateintanz – immer natürlich mit den

entsprechenden Rhythmen dazu. Mal nutzen die Line Dancer beim

Tanzen Rasseln oder Tücher, mal auch Gymnastikstöcke und Zylinder,

mal ausschließlich ihren Körper. Jenny Memmel geht auf ihre Teilnehmer

mit viel Feingefühl ein. Auch Menschen mit einem Handicap finden

dabei ihren Rhythmus und bewegen sich ganz so, wie sie es

können, zur Musik.

Nicht-Mitglieder können die Angebote mit einem Gästeausweis zwei

Wochen lang testen. Den Ausweis gibt es von montags bis freitags von

9 bis 17.30 Uhr für zehn Euro in der 1860-Geschäftsstelle im Baumschulenweg

6. An Seniorentanz interessierte Frauen und Männer bittet

Renate Scheidt um Anmeldung unter Telefon (0421) 380 88 00, damit

sie die Stunden entsprechend vorbereiten kann.

modern - servicefreundlich - preiswert

Sebastian Köhler e.K.

Horner Heerstr. 35

28359 Bremen

Mo.-Fr. von 8.00 bis 19 Uhr

Sa. von 8.30 bis 14 Uhr

Tel. 0800 - 20 366 10 (kostenfrei)

Fax 0421 - 20 366 40

mail@hornerapotheke.de

www.hornerapotheke.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


Feiern mit Freunden

Bremen 1860 und Partner laden den Stadtteil für

den 30. Juni zu der „Summer Action“ ein

Diesen Sommer will Bremen 1860 feiern – und zwar mit dem ganzen

Stadtteil! Schwachhauserinnen und Schwachhauser sollten sich schon

mal den 30. Juni dick im Kalender markieren, denn dieses Highlight dürfen

sie auf keinen Fall verpassen! Dann laden der Sportverein und die

Grundschule im Baumschulenweg von 11 bis 16 Uhr zu den „Summer

Action“ powered by AOK Bremen/Bremerhaven und der ÖVB Vertretung

Joachim Lodders ein – moderiert von Axel Pusitzky.

Auf Kinder zwischen sechs und zwölf Jahre wartet auf dem Rasenplatz des

Vereins im Baumschulenweg 8-10 ein Hindernislauf, wie sie ihn noch

nicht gesehen haben: An spektakulären Obstacles können Mädchen und

Jungen ihre Geschicklichkeit, Geschwindigkeit und Körperbeherrschung

unter Beweis stellen. Die Kinder werden dem Alter nach in Gruppen eingeteilt

und überwinden ihrem Alter gerechte Hindernisse. In jeder Altersklasse

werden Gewinner gekürt.

eine Hüpfburg. An der Beach Bar mit Chill Out Area auf dem Außengelände

und im Food Court warten Erfrischung und Stärkung auf alle. Es

wird weitere Spiele zum Mitmachen geben. Alle Aktionen werden vorher

noch nicht verraten. Besucherinnen und Besucher müssen sich auch ein

bisschen überraschen lassen.

Mit dem Fest möchte sich Bremen 1860 weiter in den Stadtteil hinein

öffnen. Der Verein im Baumschulenweg möchte noch mehr ein Ort der

Begegnung werden, die über den Sport hinaus geht. Gerade in großen

Städten ist das Risiko von Vereinsamung und Isolation groß. Dem will der

Sportverein mit Aktionen, wie diesem Sommerfest, entgegenwirken und

Menschen zusammenbringen.

Die Organisatoren aus Verein, Grundschule und den Partnern hoffen auf

viele Besucherinnen und Besucher, auf spannende Wettbewerbe und spaßiges

Beisammensein. Mögen die Spiele beginnen!

Auf kleine und große Sommerfestbesucherinnen und -besucher warten

weitere Attraktionen. Kinder können sich ihre Gesichter kunstvoll schminken

lassen oder mit der AOK basteln und die ÖVB spendiert für den Tag

SABINE PAULSEN-MEYER

STEUERBERATERIN | DIPLOM-ÖKONOMIN

kompetent & persönlich

Karl-Ferdinand-Braun-Straße 7

28359 Bremen

t. 0421-350 99 66

e. beratung@paulsen-meyer.de

w. www.paulsen-meyer.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 71


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

Gemeinsam unterwegs im Stadtteil ist das Ehepaar Kramer

Auf die Räder fertig los: Max Reuter

und Philipp radeln durch den Stadtteil

Von der UNESCO ausgezeichnete Beadbags, die

von Landminenopfern und körperlich Behinderten

hergestellt werden gibt es bei Jutta Tschorn von

I. & F. Griesbach in der Wachmannstraße

Auf dem Weg zur Uni ist Linda Puppel

Unterwegs zum Französisch-Kurs

ist Ulla Voigt

Leckeren Demeter-Käse gibt es bei Mara von Rottkay

auf dem Wochenmarkt am Benqueplatz

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

Bao macht mit dem Hund ihrer Mitbewohnerin

einen schönen Gassi-Spaziergang

Lebt seit 28 Jahren glücklich

in Schwachhausen: Hubertus

Klaus Körner

Bei bester Laune verlegt Andy neue

Platten in der Georg-Gröning-Straße

Anne Schröder hat mit ihrem Baby gleich einen PEKiP-Kurs

Lina Rohe ist auf dem Weg zu ihrem Babysitter-Job

Hat gerade frische Brötchen geholt: Florian Fischer

freut sich auf eine kleine Frühstückspause

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2019 73


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

I M P R E S S U M

Herausgeber

Lars Hendrik Vogel

Verlag

VOGEL MEDIA Bremen

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

Tel. (0421) 200 75 90

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Chefredakteur

Lars Hendrik Vogel [LHV] V.i.S.d.P.

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