AJOURE´ Magazin Juni 2019

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AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

rungen gestellt. Wir Menschen sind jedoch

von Natur aus neugierig und darauf aus,

stets Neues zu entdecken und uns ständig

weiterzuentwickeln. Damit dies gelingt, ist

es unheimlich wichtig, dass wir uns an das

Unbekannte heranwagen. Auf diese Weise

können wir uns weiterbilden und unser Gehirn

stetig fordern. Wer jeden Tag dieselben

Dinge mit denselben Menschen tut, der gerät

schnell in eine Art Routine-Teufelskreis

hinein. Mit der Zeit gestaltet es sich dann

immer schwieriger, die eigene Komfortzone

zu durchbrechen.

Es lässt sich somit sagen, dass bei langem

Verweilen innerhalb der Komfortzone sogar

eine Rückentwicklung stattfinden kann.

Diese ist allen voran auf die Leistungsfähigkeit

unseres Gehirns zurückzuführen. In

stressigen Zeiten, in denen das Gehirn unter

Strom steht, weil es sich um Lösungen

für Konflikte oder Probleme bemüht oder

hohen neuen Anforderungen gerecht zu

werden versucht, ist die Leistungsfähigkeit

deutlich höher, als in stressfreien Zeiten wie

beispielsweise einem Urlaub. Unser Gehirn

passt somit seine Leistungsfähigkeit an die

Gegebenheiten und Aktivitäten an.

Um zukünftig mehr Erfolg, Glück und auch

Zufriedenheit in deinem Leben erlangen zu

können, ist also ein regelmäßiges Erweitern

der Komfortzone unabdingbar. Gleiches gilt

für die Verfolgung und Erfüllung festgelegter

Ziele. Auch diese kannst du nur dann erreichen,

wenn du dazu bereit bist, dich auf

etwas Unbekanntes einzulassen und deinen

normalen Alltag hinter dir zu lassen.

Probleme und Schwierigkeiten

Das wohl größte Problem beim Verlassen

der Komfortzone ist die Angst. Hierbei treten

drei Arten der Angst am häufigsten auf:

die Angst vor dem Versagen, die Angst vor

dem Unbekannten und die Angst vor Zurückweisung

und Schmerz. All diese Ängste

und Sorgen begegnen uns innerhalb unserer

Komfortzone natürlich nicht, weshalb

sich das Durchdringen oftmals so schwer

gestaltet. Selbstverständlich möchte niemand

gern als Versager dastehen oder an

einer Herausforderung scheitern. Doch wie

es so schön heißt: „Wer nicht wagt der nicht

gewinnt“. Es ist mit Sicherheit besser etwas

auszuprobieren, auch wenn man hierbei

scheitern sollte, als es nicht einmal zu versuchen

und sich sein Leben lang darüber zu

ärgern. Neue und unbekannte Dinge sind

immer ein wenig beängstigend, gleichzeitig

aber auch unheimlich aufregend.

Zudem ist das Verharren innerhalb der eigenen

Komfortzone ein ganz natürlicher Reflex

zum Schutz des Lebens und des eigenen

Wohls. Um diesen zu umgehen, muss du

also aktiv handeln und gezielt das Verlassen

deiner Komfortzone vornehmen.

Tipps zum Durchdringen

der eigenen Komfortzone

Wenn du auch zu den Menschen gehörst, die

sich mit dem Versuchen neuer, ungewöhnlicher

Dinge schwertun, dann haben wir für

dich nachstehend einige hilfreiche Tipps

zusammengestellt, die dir beim Ausbruch

aus deiner ganz persönlichen Komfortzone

behilflich sein können.

1. Der richtige Umgang mit der Angst

Ängste sind völlig natürliche Gefühle, die

jeder Mensch kennt und besitzt. Auch wenn

wir Ängste wohl nie vollständig aus unserem

Leben verbannen können, so können

wir dennoch lernen, mit ihnen umzugehen.

Der beste Weg hierbei ist, sich seinen Ängsten

offen zu stellen und sich diese selbst einzugestehen.

Ein Verbergen oder Unterdrücken

deiner Angst bewirkt in der Regel nur,

dass die Ängste stärker werden und dich zu

dominieren versuchen. Sie sind in deinen

Gedanken stets präsent und halten dich auf

die Weise von dem Verlassen deiner Komfortzonen

ab. Sinnvoll ist es hingegen, deine

negativen Gedanken und Befürchtungen

zuzulassen und als solche zu akzeptieren.

Auf diese Weise erhalten sie weniger Macht

und machen den Weg im Gehirn für positive

Gedanken frei.

2. Eigenmotivation und Tatendrang

Es ist dir nur dann möglich, aktiv zu werden,

wenn du motiviert bist. Fehlt es an Motivation,

kommst du nicht aus deinem Trott

heraus. Es ist daher wichtig, einen Weg zu

finden, mit dem du deinen Körper sowohl

psychisch als auch physisch in Gang bekommst.

Hierbei können bereits leichte körperliche

Aktivitäten behilflich sein. Diese

regen die Herzfrequenz an und lassen den

Blutdruck ansteigen. Der Körper läuft langsam

warm, baut Energie auf und ist bereit,

aktiv zu handeln.

3. Realistische Erwartungen &

Etappenziele schaffen

Wenn du dir Ziele setzt, dürfen diese selbstverständlich

groß sein und noch in weiter

Ferne liegen. Wichtig ist jedoch, dass du

dir bei Erreichen dieser Ziele kleine Etappenziele

absteckest, die du auf kurze Sicht

erreichen kannst. Auf diese Weise kannst

du ständig kleine Erfolge verzeichnen und

wirst sicherer und selbstbewusster, wenn

du dich außerhalb deiner Komfortzone befindest.

Deine Erwartungen an dich selbst

solltest du so realistisch wie möglich halten,

um sie sodann auch erfüllen zu können und

Enttäuschungen zu vermeiden.

4. Positive Gedanken und

Umgebung nutzen

Eine positive Einstellung trägt nachweislich

zu einem gesünderen und erfolgreicheren

Leben bei. An Stelle von negativen Gedanken

und Zweifeln solltest du dir positive

Szenarien vorstellen und dich von Menschen

umgegeben, dessen gute Laune dich

motivieren und beeinflussen kann. Oftmals

kann es schon hilfreich sein, mit Menschen

in Kontakt zu treten, die ähnliche Ziele verfolgen

wie du selbst. Dies spornt an und steigert

deinen Ehrgeiz ungemein.

5. Übung macht den Meister

Umso öfter du deine Komfortzone aus freien

Stücken verlässt, desto leichter geht dir

dieser Vorgang von der Hand. Schon kleine

Dinge können wahre Wunder bewirken.

Versuche immer wieder, gern auch spontan,

etwas zu tun, was du normalerweise nicht

tun würdest. Schnell wirst du merken, dass

es dir von Mal zu Mal leichter fällt, dich auf

neue Situationen oder Aktivitäten einzulassen

und dass sich deine Einstellung gegenüber

fremden Menschen stark verändern

wird.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 61 | JUNI 2019

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