Gut saniert 2019/20

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Empfohlener

Verkaufspreis:

€6

gut

saniert!

2019/20

AN Die

Arbeit!

Schritt für Schritt

zum modernen

Heim


Mehr Design: Großzügige Glasflächen, unbegrenzte Farbvielfalt

und maximale Transparenz für optimalen Lichteinfall.

Mehr KoMfort: Schnell, einfach und geräuschlos zu öffnen,

perfekte Wärmedämmung und Energiekosten senkend.

Mehr innoVAtion: Koppelbar mit Fingerprint, Funk oder iPad.

Mehr vom Leben sehen.

Mit innovativen Falt-, Hebe- und Schiebelösungen.


1

Liebe

Leserinnen

& Leser

VORWORT

© Fotostudio interfoto

Wir freuen uns außerordentlich,

Ihnen hier die neueste, überarbeitete

Ausgabe unseres beliebten Ratgebers

„gut saniert“ präsentieren zu dürfen.

Die Österreicherinnen und Österreicher

renovieren gerne, das bestätigen nicht

zuletzt die stetig steigenden Umsatzzahlen

in den entsprechenden Baumarktsortimenten. Ob kleine Reparaturen oder größere Heimwerkerprojekte,

wir erneuern, modernisieren und verschönern am liebsten in Eigenregie.

Seit über 50 Jahren begleitet „gut saniert“ nun schon unsere Leser bei ihren Sanierungs- und

Renovierungsprojekten, bietet professionelle Informationen zu den verschiedensten Bau- und

Sanierungsthemen und kennt die aktuellen Entwicklungen am Markt – von der Finanzierung

über die Planung bis zur Realisierung Ihrer Vorhaben. Und auch für diese Ausgabe wurden

sämtliche Inhalte wieder aktuell für Sie recherchiert und mit unseren Partnern aus Industrie

und Handel kompakt zusammengefasst.

Wir wünschen viel Freude und Erfolg

bei Ihren Heimwerkerprojekten! Und

falls es alleine doch nicht klappt oder

Sie noch Fragen haben, nutzen Sie

unser neues Feature „Frag’ den Profi“

auf wohnnet.at. Ihr direkter Draht zu

Unternehmen in Ihrer Nähe.

Emanuel Führer

Selbst machen

?

oder Profi holen

Mit unserem „gut saniert“ erhalten Sie

praktische und logische Anleitungen für Ihre

Selbermacherprojekte. Dazu gibt es wertvolle

Tipps und kleine Tricks, die die Arbeit erleichtern

und zu einem guten Ergebnis führen. Noch

ein wichtiger Hinweis dazu:

Die DIY-Anleitungen in diesem Werk vermitteln

Ihnen in groben Schritten den Arbeitsablauf

für Ihre Projekte. Nicht versierten und ungeübten

Heimwerkern empfehlen wir aufgrund

der Komplexität der Arbeiten die Beauftragung

eines Profiunternehmens. Achten Sie bei der

Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen

Sicherheit, tragen Sie, wenn erforderlich, die

passende Schutzkleidung. Lassen Sie die hier

beschriebenen Arbeiten von Fachleuten ausführen,

wenn Sie mit den Materialien, Arbeitsvorgängen

und Arbeitsregeln nicht vertraut sind.

gut saniert!


2

INHALT

Seite

40

Alles freundlich &

hell mit neuen

Fenstern

Gebäude sanieren

6 Sanierung planen

8 Gebäudezustand erheben

10 Mauerwerk sanieren

14 Schimmel bekämpfen

16 Außenfassade sanieren

20 Dachsanierung

24 Kaminsanierung

26 Dämmen & Dämmstoffe

30 Außenfassade dämmen DIY

34 Zwischensparren dämmen

DIY

38 Oberste Geschoßdecke dämmen

40 Neue Fenster

48 Fenstertausch DIY

50 Fenster renovieren

DIY

52 Fenster neu dichten

DIY

DIY

54 Beschattungssysteme

58 Brandsanierung

60 Wasserschaden sanieren

62 Mauer aus Porenbeton bauen

66 Trockenbausanierung

68 Trockenbauwand bauen

72 Decke abhängen DIY

76 Dachboden ausbauen

78 Kellerdecke dämmen DIY

80 Neue Sanitärinstallationen

82 Neue Elektroinstallationen

84 Innenwände dämmen DIY

88 Boden grundsanieren

90 Holzboden renovieren DIY

DIY

DIY

Seite

92

Energie sparen

Effizient & modern heizen

94 Heizung sanieren - Tipps

98 Heizkessel tauschen

100 Heizen mit Öl - Kauftipps

104 Heizsysteme im Überblick

108 Heizkörper tauschen DIY

112 Neuer Kaminofenanschluss

114 Elektr. Fußbodenheizung DIY

118 Strom durch Photovoltaik

120 Solar- und PV-Anlage warten

122 Umrüsten auf Smart Home

DIY


Moderner Wohraum

3

INHALT

130 Grundausstattung Werkzeug

132 Neue Innentüren

136 Innenwände verputzen

DIY

140 Mehr Farbe für die Wände

144 Tapeten entfernen DIY

146 Wände tapezieren DIY

150 Neue Küche

156 Neues Bad

164 Fliesen legen DIY

166 Neu verfugen DIY

Seite140

Mehr Farbe an

die Wände!

Seite

168

Grüne Oasen

schaffen

Außenbereich sanieren

170 Rasen verschönern DIY

174 Plätze und Wege sanieren

176 Gartenteich anlegen DIY

180 Pool sanieren

Sanierung finanzieren

184 Fremdkapital durch Kredit & Co

188 Sanierungs-Förderung in Österreich

DIY

Hier finden Sie unsere

praktischen

Schritt-für-Schritt-

Anleitungen.


© LightField Studios/Shutterstock

Bevor es ans Sanieren geht, muss eine

Bestandsaufnahme gemacht werden.

Wir wissen, was zu einem guten

Sanierungsplan gehört. Damit Ihr

Projekt ein Erfolg wird.


Gebäude

sanieren

Von der Gebäudehülle - Außenmauern,

Fassade, Dach - bis zum Gebäudekern -

Innenwände, Böden, Türen - gibt es unzählige

„Baustellen“ in so einem Haus. Wir zeigen

Ihnen, wie es daheim nicht nur schöner,

sondern auch moderner wird.

Zwischensparren oder

Kellerdecke dämmen, neue

Zwischenwände einziehen,

Fenster renovieren.

Mit den einfachen DIY-

Anleitungen auf den

folgenden Seiten kein

Problem!


6

GEBÄUDE

SANIEREN

Kein sanieren ohne Plan

Gut Ding braucht Weile: Bitte überstürzen

Sie nichts! Das gilt ganz

besonders für eine Sanierung.

V

or Beginn der Instandsetzungsarbeiten

werden die Schadstellen festgestellt, die

Ursache des Schadens ermittelt und der

Umfang der Arbeiten festgelegt. Erst wenn die

Ursache des Fehlers behoben wurde, kann mit

der Wiederherstellung begonnen werden, da

der Schaden ansonsten immer wieder auftreten

würde.

Schadensursache

Die Feststellung, dass zum Beispiel der Wasserschaden

durch eine fehlerhafte Feuchtigkeitsabdichtung

entstanden ist, lässt noch

nicht den Rückschluss zu, dass die schadhafte

Stelle der Isolierung in unmittelbarer Nähe der

sichtbaren Feuchtigkeit liegt. Das Wasser kann

außen z. B. an einer weit entfernten Stelle

durch die Abdichtung eindringen und erst an

dem sichtbaren Punkt in das Innere durch die

Wand, Boden, Decke etc. eindringen. Es muss

auch darauf geachtet werden, dass sich Wasser

durch die Kapillarwirkung hinaufbewegen

kann. Beim Auffinden der Schadensursache ist

daher zumeist ein Profi oder Sachverständiger

von großer Hilfe.

Schadensbehebung

Besteht die Möglichkeit der Instandsetzung,

so ist darauf zu achten, dass nur Materialien

verwendet werden, welche die Funktion der

vorhandenen Teile nicht beeinträchtigen. Wenn

nicht genau der Punkt der Beschädigung eruiert

werden kann, empfiehlt es sich, komplette

Flächen oder Teile instandzusetzen.

Baubewilligungsbescheid beim Sanieren

Der Baubescheid ergeht schriftlich in der

klassischen Form eines amtlichen Bescheides.

Er besteht aus drei Teilen: Darstellung des

Rechtsbestandes, Begründung und Rechtsmittelbelehrung.

Zusätzlich zum Baubewilligungsbescheid

können auch Bescheide bezüglich

Ihres Grundstückes ausgestellt werden, z. B.

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

Fluchtlinienbescheid, Gehsteigbekanntgabe,

Abteilungsbewilligung, Abbruchbewilligung,

Kanaleinmündungsbewilligung oder Benützungsbewilligung.

Berechtigte privatrechtliche Einwendungen

(meist die Anrainer betreffend) werden in der

Bewilligung angeführt und auf den Zivilrechtsweg

verwiesen. Den Bescheid erhält der

Gesuchsteller (Bauwerber) und alle jene Beteiligten,

die gegen die Bewilligung Einspruch erhoben

haben. Weiter erhält der Gesuchsteller

eine oder zwei Ausfertigungen der Baupläne

samt Beilagen, die mit dem Genehmigungsvermerk

versehen sind.

Verweigerungen zur Sanierung

Eine Baubewilligung kann nur verweigert

werden, wenn das Bauvorhaben den Bestimmungen

der Bauordnung, den auf Basis der

entsprechenden Bauordnung erlassenen

Vorschriften oder einer sonstigen, auf einen

Bau anwendbaren Vorschrift des „öffentlichen

Rechtes“ nicht entspricht. Privatrechtliche

Einwendungen haben keinen Einfluss auf die

Entscheidung der Baubehörde. Sie werden

nach versuchter gütlicher Einigung auf den

Rechtsweg verwiesen.

Gültigkeitsdauer

Die Baubewilligung wird unwirksam, wenn

binnen zwei Jahren, vom Tage ihrer Rechtskraft

gerechnet, mit dem Bau oder Abbruch

oder der Erdarbeit nicht begonnen oder der

Bau nicht innerhalb einer bestimmten Frist

vollendet wird (allgemein fünf Jahre, längere

Frist bei größeren Bauvorhaben möglich). Sie

müssten nach zwei Jahren, wenn nicht gebaut

wurde, wieder um Baubewilligung ansuchen,

das Verfahren wird neu aufgerollt. Die schon

einmal erteilte Bewilligung bietet jedoch

keine Gewähr und keinen Anspruch, dass die

Bewilligung neuerlich erteilt wird.

Nachforschungen zum Bestand

Nutzen Sie alle Informationsquellen,

beschaffen Sie alle Unterlagen, Aufzeichnungen,

Pläne und sonstige Papiere. Alte

Baubeschreibungen lassen Rückschlüsse

auf die Bausubstanz zu.

Behördlichen Bauakt einsehen: Von dem

vorhandenen Gebäude muss es bei der

Baubehörde einen Bauakt geben. Hier sind

sämtliche Bauanträge und Baubewilligungen

von der Baugenehmigung bis zur Genehmigung

der letzten baulichen Veränderung

gesammelt. Bei älteren Häusern (errichtet

vor dem Zweiten Weltkrieg bzw. in der

Nachkriegszeit) ohne Unterlagen muss im

Zuge eines Bauantrages ein Antrag um

nachträgliche Bewilligung gestellt werden..

Baubewilligungen checken: Die

Geschichte des Gebäudes ergibt sich

aus den Genehmigungsdaten der

einzelnen Baubewilligungen, wobei

bei der planlichen Darstellung gilt,

dass das, was im vorhergehenden

Antrag bewilligt wurde, im darauffolgenden

Antrag als Bestand (grau

dargestellt) angenommen ist.

Bestand vor Ort

vermessen lassen

Bausubstanz, Materialien

etc. vor Ort untersuchen

lassen.

Untersuchung der Haustechnik-

Anlagen plus zugehöriger Teile.

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

Gebäudezustand erheben

Die Beschaffenheit eines Bauwerks

zu beurteilen ist nicht ganz einfach,

will man in die Bausubstanz nicht zerstörend

eingreifen. Wir stellen Ihnen

hier einige geeignete Methoden vor.

Selten kann man auf den ersten Blick den

tatsächlichen Zustand eines Gebäudes

feststellen, zu gut kaschieren etwa Tapeten

oder Bodenbeläge die Substanz darunter,

vor allem beim Ankauf einer Immobilie. Oft werden

oberflächliche, kosmetische Verschönerungen

vorgenommen, ehe es in konkrete Verkaufsgespräche

geht, und nicht selten lassen sich die

potenziellen Käufer davon täuschen. Aber auch

die Augen eines Profis können versteckte Mängel

nicht erkennen, und so wendet der Fachmann

spezielle Methoden zur Überprüfung an,

vorerst ohne in die Substanz einzugreifen. Ein

seriöser Verkäufer wird Ihnen die Überprüfung

auf jeden Fall gestatten und von einem anderen

sollten Sie ohnehin nicht kaufen!

Thermografie

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten einer

intensiven Bauwerkszustandserhebung: Ein

Architekt oder Baumeister kann den U-Wert

(Wärmedurchgangskoeffizient) eines Bauteils

dank einer Oberflächentemperaturmessung mit

einem hochwertigen Kontaktfühler exakt bestimmen,

ohne die Wandoberfläche zu beschädigen.

Unterschiedliche Wärmeabstrahlungen können

mittels Thermografie fotografisch festgehalten

werden. Eine Infrarotkamera zeigt fehlerhafte

oder ungenügende Dämmung, Rohrleckagen

oder auch undichte Wanddurchführungen an

und hält sie auf einem Foto fest. Gelb- und

Rottöne auf dem Bild zeigen hohe Wärmeverluste,

während Blau- und Türkistöne für geringen

Wärmeverlust stehen. Die Aufnahmen erleichtern

in der Folge gezielte Sanierungsmaßnahmen.

Durchgeführt werden sie von Energieberatern

oder Bausachverständigen.

Hygrometrisches Verfahren

Einfache, aber relativ ungenaue Feuchtemessungen

können durchgeführt werden, auch

ohne die Maueroberfläche zu öffnen. So baut

das hygrometrische Verfahren auf Sorption bzw.

Desorption der Baustoffe auf. Das heißt: Wasser

wird aus der Umgebungsluft aufgenommen, in

den Poren festgehalten und wieder abgegeben.

Aus diesen Eigenschaften der Baustoffe kann der

Fachmann deren ungefähre Feuchte erkennen.

Gravimetrisches Verfahren

Exaktere Ergebnisse als bei den hygrometrischen

Verfahren erhalten Sie bei der gravimetrischen

Feuchtemessung. Hier wird für eine Laboruntersuchung

ein Bohrkern oder Bohrmehl entnommen.

Das entnommene Material wird im Zustand

der Gewinnung gewogen, getrocknet und neuerlich

gewogen. Dies lässt Rückschlüsse auf den

aktuellen Feuchtegehalt des Mauerwerks zu. Danach

wird das Material bei einer vorbestimmten

Luftfeuchtigkeit gelagert, was den hygroskopischen

Feuchtegehalt festhält. Wird das Material

im Wasser gelagert und nach erneuter Trocknung

gemessen, ergibt sich die Sättigungsfeuchte. Aus

den gewonnenen Daten kann der Durchfeuchtungsgrad

errechnet werden.

Elektrisches Verfahren

Bei den elektrischen Verfahren macht man sich

die spezifischen elektrischen Eigenschaften

der Baustoffe zunutze. Wasser und gelöste

Salze bilden im Baustoff leitfähige Elektrolyte.

Entscheidend für die Bewertung ist die Dielektrizitätskonstante,

die in trockenem Baustoff

gut saniert!


9

GEBÄUDE

SANIEREN

niedrig oder nahe Null ist, während sie bei

Feuchtigkeit deutlich höhere Werte zeigt.

Derlei Messungen führt unter anderem das

Österreichische Institut für Baubiologie und

Bauökologie (OIB) durch. Auch Schimmel- oder

Schadstoffbelastungen können die Fachleute

dieses Instituts feststellen. Ergänzend dazu

untersucht beispielsweise die „Holzforschung

Austria“ mittels bautechnischer Endoskopie

Schäden durch holzzerstörende Pilze und

Insekten.

Untersuchung von Rohrleitungen

Rohrsonden und selbstfahrende Kameras

ermöglichen es dem Profi, sämtliche Leitungsund

Rohrsysteme auf Beschädigungen durch

Korrosion, beispielsweise Querschnittsverengungen,

zu untersuchen, ohne die Mauer zu

öffnen. Experten empfehlen Altbestandseigentümern

ebenfalls, sämtliche Leitungen, welche

weiterverwendet werden sollen, immer auch

einer sogenannten Druck- und Dichtheitsprobe

unterziehen zu lassen. Durchgeführt werden

diese Prüfungen natürlich nie vom Heimwerker,

sondern von speziellen Rohrreinigungsunternehmen,

die nicht nur das nötige Fachwissen,

sondern auch die Geräte dafür haben.

Druckdifferenzmessung

Der schon lange nicht mehr unbekannte und seit

Jahren in vielen Fällen eingesetzte Blower-Door-

Test ist wohl die beste Methode, eventuelle Wärmeverluste

durch Undichtigkeit eines Gebäudes

zu ermitteln. Sie hat den Zweck, eine Raum- oder

Gebäudehülle auf ihre „Luftdichtheit“ zwischen

Innenraum und Außenluft hin zu prüfen. Das

Ergebnis und die daraus resultierenden baulichen

Maßnahmen sollen zur Vermeidung von

Energieverlusten, von Zugluft und Kaltluftseen,

eines Leistungsabfalls von Lüftungsanlagen durch

Leckagen, zurr Vermeidung von Schadstoffeintrag

durch Leckagen und Bauschäden durch Feuchteeintrag

sowie zur Verbesserung des Schallschutzes

führen. Und so funktioniert‘s: Mittels eines

dicht an der Tür eingespannten Gebläses wird

sämtliche Luft aus dem Gebäude gesaugt. Auf

diese Weise entsteht ein Unterdruck, der einem

anhaltenden Winddruck von in etwa 30 km/h auf

der Gebäude oberfläche entspricht. Über undichte

Stellen strömt so Luft von außen ins Gebäudeinnere,

was durch Rauch sichtbar gemacht und mit

einem speziellen Strömungsmessgerät nachgemessen

werden kann. Der Test wird von Energieversorgern

und Generalunternehmern angeboten

und sollte auch durchgeführt werden.

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

Mauerwerk sanieren

Feuchte Mauern gehören saniert,

und zwar umgehend! Feuchtigkeit

– egal welcher Ursache – kann

schwerwiegende Schäden des gesamten

Bauwerks zur Folge haben.

Überflutungen, Feuerschäden, aufsteigende

Feuchtigkeit, ein zu hoher Grundwasserspiegel,

Schimmel: Eine Sanierung

des Mauerwerks kann auch dann nötig

werden, wenn Ihr Haus immer gut gepflegt ist.

Feuchtigkeit im Mauerwerk erkennt man meist

daran, dass wasserlösliche Salze, die aus der

Erde mittransportiert werden, am Putz Flecken

bilden, oder den Putz abbröckeln lassen.

Da eine ganze Reihe von Gründen zu feuchten

Wänden führen kann, muss zuallererst geprüft

werden, was überhaupt die Ursache für das nicht

intakte Mauerwerk ist und welche Sanierungsmethode

für das Objekt entsprechend geeignet

und sinnvoll ist. Im Zentrum jeder Trockenlegung

steht ein ordentliches, professionelles Sanierungskonzept,

das außer den infrage kommenden

Mauertrocknungsverfahren auch wirksame

Methoden der Mauerwerkentsalzung sowie die

flankierenden Maßnahmen enthalten muss. Je

detaillierter die Angaben, desto einfacher ist es,

Vor- und Nachteile der einzelnen Maßnahmen zu

erkennen und die richtige Wahl zu treffen.

Kapillare, aufsteigende Feuchte

Zweifellos ist der aufsteigenden Feuchte im

Mauerwerk am schwierigsten zu begegnen.

Dabei wirken die durchgehenden Poren in den

Baustoffen (Kapillaren), in denen das Wasser

regelrecht hochgesaugt wird. Um diese Saugwirkung

zu stoppen, muss der Kapillareffekt durch

eine wirksame Sperre unterbunden werden.

Weiters gibt es auch elektrophysikalische Phänomene,

die zur Durchfeuchtung der Mauern

beitragen. Diesen wird mit den Methoden der

elektrophysikalischen Trockenlegung begegnet.

Beim Zusammenwirken verschiedener Ursachen

ist oftmals eine Kombination aus verschiedenen

Trockenlegungsverfahren notwendig.

Trockenlegung ist Profisache!

Die Mauerwerksdiagnostik erfolgt in drei Stufen:

Visuell, mittels Messgeräten und schließlich

thermografisch. Bei der visuellen Diagnostik geht

es um die Untersuchung von äußeren Merkmalen,

die durch eine Prüfung mit Messgeräten

ergänzt wird. Die Daten werden ausgewertet

und ein Bewertungskatalog erstellt. Auch die

thermografische Darstellung mit Infrarotstrahlen

kann zur Mauerwerksdiagnostik beitragen. Was

nun also tun bei feuchten Mauern? Oft bringen

schon Vertikalabdichtungen, wie Drainagierungen,

einfache Vertikalabdichtung, die Abdichtung

erdanliegender Fußböden, Fassadensanierung,

rasche Abhilfe.

In den meisten Fällen ist aber eine Horizontalsperre

erforderlich, und dafür gibt es verschiedene

Methoden, die wir Ihnen hier näher

vorstellen werden.

Mechanische Trockenlegung

Profis empfehlen, mit mechanischen Methoden

zu beginnen. Wie bei allen anderen

Techniken kommt es aber auf eine sachgemäße

Durchführung an und auch diese

Verfahren haben ihre Grenzen. Wenn etwa eine

gut saniert!


Trockenlegung unterhalb des

Bodenniveaus durchgeführt werden

muss oder Gebäude direkt angrenzen.

Die Unterfangung zählt zu den bekanntesten

Techniken. Dabei wird abschnittsweise

das Grundmauerwerk entfernt und entweder

durch Beton oder neues Mauerwerk mit einer

sachgerechten Abdichtung aus Bitumen oder

Edelstahl ersetzt.

Das Mauersägeverfahren kann nur bei

Ziegelmauerwerk mit durchgehenden Mörtelfugen

angewandt werden. Das Mauerwerk wird

dabei zuerst hinsichtlich seiner Standsicherheit

überprüft. Da die Mauer im Bereich der Schnitte

für einen kurzen Zeitraum nicht tragfähig ist,

muss ein Statiker die Schnittlängeneinteilung

vornehmen und einen verbindlichen Schnittplan

anfertigen. Demgemäß werden die Trennschnitte

vorgenommen. Die Durchführung erfolgt dann

mit speziellen Ketten, Seilen oder Kreissägen im

Nass- oder Trockenverfahren. Nach dem Herstellen

einer geglätteten Betonauflage können die

einzelnen Isolierbahnen aus Bleifolie, vergüteten

Bitumenmatten oder Edelstahlplatten sorgfältig

in die Fuge eingebracht werden. Beim Bohrverfahren

mit Überlappung schließlich wird die Mauer

systematisch perforiert. Die Überlappungen der

Löcher ergeben eine durchgehende Mauertrennung.

Anschließend werden die Bohrlöcher mit

einem dichtenden und quellfähigen Mörtel ausgefüllt

und somit eine sichere Abdichtung erzielt.

Die Chromstahlsperre ist ein „Einschlagverfahren“,

bei dem ohne Durchschneiden oder

Aufstemmen des Mauerwerks in lediglich einem

Arbeitsgang sowohl die Trenn- als auch die

Isolationsschicht eingebracht werden. Dabei

handelt es sich um gewellte Platten aus rostfreiem

Edelstahl, die überlappend als durchgehende

horizontale Sperrschicht wirken. Durch diese

Sperrschicht kann in weiterer Folge dann keine

Feuchtigkeit mehr hochsteigen. Das Verfahren

Achtung:

Bei der Wahl

des Injektagemittles auf

Umweltverträglichkeit

und baubiologische

Verträglichkeit achten!

wird von

vielen Lizenznehmern

im Inund

Ausland bereits

seit Jahrzehnten erfolgreich

angewandt und hat sich als eines

der preisgünstigsten und zuverlässigsten

erwiesen.

Zur Verringerung des Verdrängungs- und Verdichtungswiderstands

werden seit einiger Zeit

Platten verwendet, die keil- oder pfeilförmig

angespitzt sind und weniger Erschütterungen

im Mauerwerk verursachen.

Chemische Trockenlegung

Eine ebenfalls weit verbreitete Methode ist das

Injektageverfahren. Dabei werden Löcher in die

Wand gebohrt und anschließend Injektionsmittel

zur Abdichtung der Poren eingebracht. Wie bei

allen anderen Verfahren bedarf es zunächst einer

fachmännischen Prüfung sowohl des Feuchteals

auch des Salzgehalts im Mauerwerk. Ebenso

wichtig ist die Wahl des geeigneten Injektionsmittels,

das in chemischer Hinsicht mit den

verwendeten Baustoffen harmonieren muss.

Der Erfolg einer Injektage hängt nicht nur von

der Wahl des Injektagemittels, sondern vor allem

von deren fachgerechter Ausführung ab. Abstand,

Tiefe und Durchmesser der Bohrlöcher sind

entscheidende Faktoren. Zudem kommt es auch

darauf an, ob das Verfüllmittel mit oder ohne

Druck und in ausreichender Menge eingebracht

wird. Bei der Wahl des Injektagemittels sollten

11

GEBÄUDE

SANIEREN

gut saniert!


12

GEBÄUDE

SANIEREN

neben der Effizienz jedoch auch der Aspekt

der Umweltverträglichkeit bzw. baubiologische

Überlegungen beachtet werden. In vergleichenden

Tests zeigten Silikonate und Silikon-Mikroemulsionen

besonders gute Wirkungen.

Elektrophysikalische Trocknung

Auch elektrophysikalisch-chemische Prozesse

können an der Durchdringung des Mauerwerks

mit Feuchtigkeit beteiligt sein. Zur Ausschaltung

dieser Effekte werden Methoden angewandt,

die das elektrische Potenzial im Mauerwerk

abbauen oder reduzieren. Eine von außen

über Elektroden und Halbleiternetze geleitete

Energie soll die Richtung des Wassertransports

in den Baustoffporen umkehren. Eingesetzt

werden das Passiv- sowie das Dipolverfahren

und die aktive Galvanomethode.

Der wesentlichste Vorteil hierbei ist, dass

sie ohne schwerwiegende Eingriffe in die

Bausubstanz auskommen und daher auch bei

denkmalgeschützten Objekten anzuwenden

sind. Zudem können die Gebäude während der

Trockenlegung bewohnt werden.

Auf flankierende Maßnahmen nicht verzichten

Bei der Heizstabtechnik zur Mauertrocknung

wird ein Netz aus rasterförmig über das gesamte

Mauerwerk verteilten Löchern angelegt.

Anschließend werden speziell entwickelte

Heizstäbe eingebracht, die für eine konstante

Erwärmung der Mauer sorgen und die Feuchtigkeit

rasch verdunsten lassen.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Austrocknung

der Mauern mithilfe von Vorsatzelementen.

Dabei wird über ein Düsensystem

trockene Warmluft zwischen Mauer und

Vorsatzelemente eingeblasen. Durch den

permanenten Luftaustausch wird eine rasche

Oberflächenaustrocknung herbeigeführt.

Auch möglich ist die Kombination von Druckluft

und Heizstäben. Vorteile sind noch kürzere

Austrocknungszeiten, geringerer Energieverbrauch

und reduzierte Kosten. Zudem ist bei

diesem System auch eine Schadsalzreduktion

möglich. Beispielsweise konnte die Feuchtebelastung

einer Ziegelmauer von 20 % mit dieser

Methode innerhalb von drei Tagen auf 4,5 %

gebracht werden.

Zu den flankierenden Maßnahmen zählen

außerdem die Sanierung von Dachrinnensystemen,

die Instandsetzung außen liegender

Lüftungsgräben sowie der Bau von Lüftungsschächten

oder Lüftungsanlagen.

Wenn das Salz Blüten treibt …

Salze sind in der Lage, Feuchtigkeit aus der Luft

aufzunehmen (Hygroskopie), und tragen auf

diese Weise zu einer beschleunigten Durchfeuchtung

des Mauerwerks bei. Zudem wirken

sie häufig in aggressiver Form auf die verwendeten

Baustoffe und können eine Zersetzung

des Mauerwerks bewirken. Bereiche, in denen

Schadsalze an die Maueroberfläche gedrungen

sind, bedürfen zunächst einer sorgfältigen Reinigung

durch Bürsten oder Sandstrahlen.

Neben recht langwierigen, aufwendigen und

wartungsintensiven physikalischen Verfahren

mittels Kompressen, werden seit vielen Jahren

auch chemische Salzbehandlungen durchgeführt.

Dabei sollen die durch den Wasserkreislauf ins

Mauerwerk gelangten Stoffe in schwer lösliche

Verbindungen umgewandelt werden. Die große

Anzahl infrage kommender Salze und deren unterschiedliche

chemische Eigenschaften machen

eine genaue Salzanalyse vor einer chemischen

Behandlung des Mauerwerks unumgänglich. Besonders

problematisch ist die Nitratbelastung, da

diese Verbindungen nicht in schwer lösbare Substanzen

umgewandelt werden können. Endziel ist,

eine Verringerung der Salzbelastung zu bewirken

und eine Salzwanderung hintanzuhalten. Ihre

maximale Wirkung erreichen solche Verfahren in

Kombination mit speziellen Sanierputzen.

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

Internationales Verfahren zur

Feuchtigkeitsbekämpfung

Das 2002 gegründete Familienunternehmen

HAUSAN präsentiert

sich als einer der führenden Injektionsbetriebe

und optimaler Problemlöser.

Aufgrund der langjährigen

Erfahrung und des Einsatzes

modernster Techniken kann auf

alle Fälle eingegangen werden.

Ein Raum für Hausarbeiten, eine kleine

Werkstatt, ein weiterer Wohnraum oder

einfach nur ein Lagerraum – ideal wenn

man einen Keller zur Verfügung hat. Bei älteren

Häusern und oft auch bei Neubauten gibt es im

Untergeschoß aber meist ein grundlegendes

Problem: Feuchtigkeit.

Feuchtigkeit im Souterrain kann Dutzende Ursachen

haben. Vom Grundwasseranstieg bis hin

zu schadhafter oder sogar fehlender Isolierung.

Einer der Spezialisten hierfür ist die HAUSAN

Bau GmbH, denn die Beseitigung von Abdichtungsmängeln,

wie feuchte Mauern, ist eine der

schwierigsten Aufgaben bei der Sanierung.

Immer öfter passieren bereits bei Neubauten

erhebliche Mängel in den Abdichtungen,

welche sich erst zu einem späteren Zeitpunkt

bemerkbar machen. Die Folge sind Schäden,

die sich zuerst am Anstrich/Putz abzeichnen

und später als Salzausblühungen unangenehm

in Erscheinung treten.

Ursachen, welche die Sanierung von Mauerwerken

notwendig machen, gibt es viele –„Grundsätzlich

gibt es kein Allheilmittel“, stellt der Experte

klar. „Jedes Problem bedarf einer individuellen Lösung

und ist von vielen Faktoren, wie zum Beispiel

Alter und Zustand, abhängig. Bei Abdichtungsschäden

kann man auf konventionelle Methoden,

wie Aufgraben und neuerlich Abdichten zurückgreifen.

Hier kann aber auch mit der bewährten

Injektionstechnik gearbeitet werden.“

Die Problematik ist also nicht zu unterschätzen,

das Verfahren mittels Injektion liefert hierbei

eine effiziente Hilfestellung. Die Injektionsmethode

ist ein genormtes Verfahren, um diese

Probleme dauerhaft zu lösen. Eine weitere Methode

ist die sogenannte Schleierinjektion. Diese

Methode hat gleich mehrere Vorteile, man kann

sie zum Beispiel einsetzen, wenn ein Aufgraben

nicht mehr möglich ist.

Hausan Bau GmbH

Altes Dorf 18

A-2281 Raasdorf

dominik.ott@hausan.at

www.hausan.at

PROMOTION

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

Schimmel

sanieren

Dunkle Flecken an der Wand,

modriger Geruch in der Luft? Bis

Sie einen Schimmelbefall bemerken,

hatte der Pilz schon viel Zeit,

zu wachsen. Spätestens jetzt muss

unbedingt gehandelt werden – und

zwar professionell!

Achtung:

Die Methode der Sedimentation

ist für die Bestimmung der

Konzentration luftgetragener

Schimmelpilzsporen in Innenräumen

laut Experten nicht

geeignet.

S

Schimmel in der Wohnung entsteht meist

durch mangelhaftes Lüften und falsches

Heizen. Weitere Gründe für Schimmel

können undichte Wasserleitungen oder Bauund

Sanierungsmängel und damit einhergehende

Feuchtigkeit und/oder Salzablagerungen

im Mauerwerk sein. Immer dann, wenn

Gebäudeteile oder auch die gesamte Innenraumluft

dauerhaft zu feucht sind, haben die

Schimmelsporen beste Bedingungen, um sich

zu vermehren. Sobald Sie Schimmelflecken an

ihren Wänden entdecken, muss gehandelt werden.

Nicht nur, dass es zu Gebäudeschäden

kommen kann, birgt eine dauerhaft erhöhte

Konzentration von Schimmelsporen in der

Raumluft ernsthafte gesundheitliche Risiken.

Die ersten Anzeichen, dass etwas nicht in

Ordnung ist: gräulich-schwarze, in schlimmeren

Fällen grüne Ausblühungen an den Kanten

und in den Ecken der Wände.

Sanierung nur durch den Profi

Zu einer Schimmelsanierung gehört zuerst,

herauszufinden, woher der Pilz kommt und um

welchen es sich überhaupt handelt. Mit einem

speziellen Schimmeltest wird vom Fachmann

die Menge der Schimmelsporen im Innenraum

gemessen, und mit der Außenluftsituation

verglichen. Denn ebendiese frei fliegenden

Sporen sind auch der Grund, warum ein reines

oberflächliches Entfernen der Schimmelspuren

an den Wänden mit anschließendem

Desinfizieren und Überstreichen schlicht nicht

© Burdun Iliya/Shutterstock

gut saniert!


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GEBÄUDE

SANIEREN

reicht bzw. nur eine oberflächliche, optische

Besserung bringt.

Der Schimmel setzt sich nämlich oft viel

tiefer in den Materialien ab, wächst nach

einer oberflächlichen Entfernung wieder nach

und setzt seine Sporen wieder an die Raumluft

ab. Deshalb ist es laut Experten auch so

wichtig, die Ursache der Schimmelbildung zu

beseitigen (Luftfeuchtigkeit, Wasserschaden,

Wärmebrücken etc.).

Klare Regelungen vom Gesetzgeber

Der Arbeitskreis Innenraumluft vom Österreichischen

Lebensministerium hat in seinem

Positionspapier zur Schimmelsanierung in Innenräumen

klare Regelungen und Empfehlungen

herausgegeben, wie ungeliebten Sporen

und Pilzen professionell zu Leibe gerückt wird.

Zuerst geht es, wie bereits beschrieben, um

die korrekte Messung der Schimmelpilzsporen-

Konzentrationen in der Luft von Innenräumen

sowie um dazugehörige Materialuntersuchungen,

die ausnahmslos nach den entsprechenden

Vorgaben der Normenreihe ISO 16000-Teile

16-21 2 zu erfolgen haben.

Von der Messung mittels Sedimentationsplatten,

wie sie im Handel erhältlich sind und vom

Betroffenen selbst angewendet werden können,

wird daher ausdrücklich abgeraten. Die Anwendung

liefert schlicht keine aussagekräftigen

Ergebnisse und ist überdies fehleranfällig.

Abtöten allein reicht nicht

Generell muss die Sanierung von mikrobiell

befallenen Materialien das Ziel haben, sämtliche

vorhandenen mikrobiellen Bestandteile

wie Sporen, Mycel, Bakterien usw. zu entfernen.

Bei Leichtbaukonstruktionen ist auch die

Innenseite der Konstruktion auf ein mikrobielles

Wachstum zu prüfen. Befallene, einfach zu

demontierende Wand- und Deckenkonstruktionen

oder Verschalungen sind in jedem Fall

zu ersetzen. Eine bloße Abtötung reicht nicht

aus, da auch abgetötete Mikroorganismen

von gesundheitlicher Relevanz sind und z. B.

allergische Reaktionen auslösen können. Außerdem

wird der Schimmel früher oder später

wiederkommen.

Wie Schimmel bekämpfen?

Die Verwendung von Bioziden in Innenräumen

als Sanierungsmaßnahme ist laut einem

aktuellen Positionspapier des Lebensministeriums

unerwünscht und nicht empfehlenswert,

da der Nutzen häufig nicht gegeben bzw.

zweifelhaft ist. Nur in Einzelfällen, wenn ein

mikrobieller Befall von einer mechanischen

Reinigung nicht erfasst werden kann (z. B. bei

Hohlräumen im Fußbodenbereich) und ein

weiteres Wachstum für einen kurzen Zeitraum

vermieden werden soll, ist der Einsatz von Bioziden

erlaubt. Sprüh- oder Vernebelungstechniken

sind bei einer fachgerechten Sanierung

von Innenräumen ebenfalls nicht nötig, bzw.

in ihrer Effektivität nicht gesichert. Darüber

hinaus kann ihr Einsatz ein Gesundheitsrisiko

darstellen und bei bestimmten Präparaten zu

anhaltender Geruchsbelästigung führen.

Für die Schimmelsanierung muss zuerst der

betroffene Bereich oder Raum abgeschottet

werden, die SaniererInnen arbeiten mit einer

speziellen Schutzausrüstung. Begonnen wird

mit der sogenannten mechanischen Schimmelentfernung,

bei der sämtliche kontaminierten

Materialien abgebaut und entfernt werden.

Dazu zählt das Abschleifen der befallenen

Oberflächen, gefolgt vom Abflämmen derselben.

Dann wird die Oberfläche dekontaminiert

und desinfiziert, bevor alles wieder abgesaugt

und damit feingereinigt wird. Es folgt die

Endreinigung und Desinfektion sämtlicher

Oberflächen und der Raumluft. Zum Ende folgt

die neue Oberflächenbehandlung – verputzen,

streichen etc.

gut saniert!


16

GEBÄUDE

SANIEREN

Fassade sanieren

Sie ist nicht nur das „Gesicht“

Ihres Hauses, die Fassade ist auch

dessen Schutzschild. Sie soll

sauber und schön aussehen, die

Bausub stanz vor Wind und Wetter

schützen und Energie sparen

helfen.

Die Sanierung und Neugestaltung einer

Fassade stellt keinen Luxus dar, sondern

ist ein wesentlicher Bestandteil jeder

Gebäudeerhaltung. Im ersten Schritt müssen

etwaige Mängel erkannt und Schäden behoben

werden.

Die typischen Fassadenmängel

Die Liste der möglichen Fehlerstellen beginnt

mit Verschmutzungen, Algen- und Pilzbefall und

führt über Risse, Spalten und Setzungen bis hin

zu großflächig durchfeuchteten oder abgebrochenen

Putzteilen. Im letztgenannten Fall ist es

mit einer lokalen Reparatur meist nicht getan.

Hier gilt es vielmehr, die exakten Ursachen zu

finden und fachgerecht zu beseitigen. Besonders

im Sockelbereich weisen abgebrochene

Fassadenteile häufig auf Feuchte hin, die aus

der Umgebung in die Grundmauern gelangt

und im Mauerwerk hochsteigt. In diesem Fall

ist professionelle Hilfe durch ein spezialisiertes

Unternehmen gefragt. Falls eine in der Substanz

noch gut erhaltene Fassade lediglich unschöne

Verschmutzungen aufweist, können diese in

Eigeregie beispielsweise mit einem Hochdruckreiniger,

beseitigt werden. Anders sieht es

aus, wenn sich der vermeintliche Schmutz bei

genauerer Betrachtung als Algen-, Pilz- oder

Flechtenbewuchs herausstellt. Diese Organismen

werden vom Wind übertragen und gedei-

gut saniert!


Eine intakte Fassade

wertet das Gebäude

optisch auf und bringt vor

allem energietechnische

Vorteile!

17

GEBÄUDE

SANIEREN

Nicht alles geht! Die

Fassadengestaltung

ist abhängig von

Ortsbildvorgaben und

durch die Gemeinde

vorgegebene

Kriterien.

© epr/Theben AG

hen besonders gut auf feuchten Untergründen,

wie sie oft an der Wetterseite eines Hauses

zu finden sind. Algen gelten als rein optischer

Mangel, während Pilze und Flechten für Haus

und Bewohner schädlich sind. Ist eine Fassade

damit besiedelt, müssen zuerst all jene baulichen

Maßnahmen gesetzt werden, die die Fassade

dauerhaft vor Feuchtigkeit (Schlagregen,

Dachwasser etc.) schützen. Denkbar sind etwa

Dachüberstände, Windfänge und so weiter.

Art der Risse entscheidend

Zu den häufigsten Schäden zählen Risse. Sie

müssen rasch beseitigt werden, um zu verhindern,

dass Wasser in die Gebäudehülle eindringt.

Die Bautechnik unterscheidet zwischen

konstruktionsbedingten Rissen und solchen,

die ausschließlich in der Putzschale auftreten.

Erstere lassen sich nur dann dauerhaft sanieren,

wenn die dafür verantwortlichen Setzungs- oder

Verformungsprozesse im Baukörper abgeschlossen

sind. Dies im Einzelnen zu beurteilen ist

Aufgabe eines Sachverständigen. Putzbedingte

Risse haben ihre Ursache entweder in der

Materialzusammensetzung, in der Verarbeitung

oder in den während der Ausführung herrschenden

Bedingungen. Ihre Tiefe ist auf die jeweilige

Dicke der Putzschale begrenzt und erfasst nicht

den Putzträger. Deshalb werden sie oft auch als

„Oberflächenrisse“ bezeichnet. Je nach Aussehen

und Größe unterscheidet man Haar-, Netz-,

Fugen-, Kerb-, Schrumpfrisse etc. Bei unsachgemäß

aufgebrachten Wärmedämmverbundsystemen

kann es zu Kerbrissen wegen mangelhafter

Diagonalarmierungen in den Fensterlaibungen

kommen. Wenn keine Ablösung des Putzes auftritt,

kann nach Klärung der Frage „Ruhende oder

arbeitende Risse?“ mit der Sanierung begonnen

werden. Feine Spalten an der Oberfläche von

Mauerwerk oder im Putz wie durch Bewegung

oder Materialspannungen entstandene Setzrisse

müssen zunächst mit einem Meißel auf

einen Querschnitt von ca. 5 x 5 mm aufgeweitet

werden. Nach dem Säubern der Fuge wird diese

mit elastischer Acryldichtmasse verschlossen und

anschließend mit einer Universalklebespachtelmasse

auf Zementbasis nivelliert. Als Verstärkung

drückt man ein Stück Armierungsgitter aus Glasfasern

in die noch frische Masse. Anschließend

wird die verspachtelte Stelle mit einer Schicht

gut saniert!


18

GEBÄUDE

SANIEREN

Wichtige "Gerüstregeln"

Keine Fassadensanierung ohne Standgerüst.

Der Abstand des Gerüstbelags

zum Objekt darf nicht mehr

als 30 cm (bei stark gegliederten

Fassaden 40 cm) betragen.

Die einzelnen Lagen

müssen mind. 60 cm breit

sein. ÖNORM- bzw.

Euro-Norm- CEN-

HD-1000-Prüfzeichen

sind Pflicht.

mineralischem Putz verdeckt. Beim folgenden

Anstrich ist es wichtig, immer ganze Wandteile

großflächig zu überstreichen, da sich die neue

Farbschicht sonst von der alten abhebt. Spezielle

Rissüberbrückungssysteme gibt es in starrer und

flexibler Ausführung, wobei Letztere die größere

Bedeutung haben und häufig mit Gewebearmierungen

aus Glas oder Synthetikfasern verstärkt

sind. Elastische Bänder nehmen Spannungen

auf und stellen gleichzeitig eine kraftschlüssige

Verbindung zwischen den Fassadenteilen her.

Auch bei dieser Methode wird über die verklebten

Bereiche Sanierungsspachtelmasse aufgetragen,

die nach ausreichender Trocknung überputzt

werden kann. Für den Erfolg ist bei jeder Methode

entscheidend, dass die jeweiligen Materialien genau

nach Herstellerangabe verarbeitet werden. Es

sollten nur Stoffe verwendet werden, die auch bei

tiefen Temperaturen noch dehnfähig sind, weil

die Rissbreite mit abnehmender Temperatur größer

wird. Gipshaltige Spachtelmassen sind nur für

trockene Innenbereiche geeignet, da sie Feuchtigkeit

aus der Luft aufnehmen. Im Außenbereich

sind unbedingt frostfeste Spachtelmassen zu

verwenden. Beim Verteilen und Verreiben haben

sich Edelstahlkellen und Glätter aus rostfreiem

Metall bewährt. Zur Reparatur großer Putzschäden

sind Sanierputze geeignet. Sie bestehen aus

mehreren, aufeinander abgestimmten Produkten.

Die Haftbrücke, auch Vorspritzer oder Primer genannt,

stellt den Halt auf dem Untergrund her, der

Porengrundputz bindet schädliche Salze, die sich

im Mauerwerk eingelagert haben, und der eigentliche

Sanierputz bildet die sichtbare Oberfläche.

Neu verputzt

Die am weitesten verbreitete Variante zur

Fassadengestaltung ist das Einfärben der

Putzoberfläche. Eine ansprechende Fassade

entsteht aber nicht durch bloßes Anstreichen.

Ein markantes Erscheinungsbild wird erst

durch Fensterumrahmungen, Strukturputze,

Stuckputze oder Stuckreliefs über Fenstern

und Türen erzielt. Das harmonische Wechselspiel

von Fläche, Licht und Schatten, Struktur

und Farbe macht sie lebendig und individuell.

Interessante Option: Vorsatzschale

Eine weitere Möglichkeit zur Sanierung und

gleichzeitigen Neugestaltung der Fassade

bieten die sogenannten Vorsatzverschalungen

oder abgehängten Fassaden. Diese Systeme

können aus verschiedenen Materialien wie

Mineralstoffplatten, Holz und Holzverbundwerkstoffen

ebenso wie Metall, Glas und

Kunststoffen bestehen. Entscheidend ist, ganz

unabhängig von der Materialwahl, dass der jeweilige

Werkstoff sachgemäß verarbeitet wird.

Vorgehängte Fassaden werden vor allem in

Regionen eingesetzt, in denen die Gebäudehülle

durch Wind und Regen stark strapaziert

wird. Doch auch in puncto Wärmeschutz und

Gestaltungsvielfalt eignen sie sich als sehr

brauchbares System. So können unansehnliche

Fassaden damit verschönert und auf den

bautechnischen Stand der Zeit gebracht werden.

Die Vorgangsweise ist weitgehend unabhängig

vom verwendeten Material und basiert auf einem

Tragsystem aus Kanthölzern, Metallprofilen oder

vorgebauten Betonträgern. Zwischen dieser Tragkonstruktion

wird die Dämmung eingebracht und

an der Außenseite mit einem diffusionsoffenen

Windschutz (Kunststofffolie) versehen. Zwischen

Dämmung und Außenhülle bleibt ein mehrere

Zentimeter breiter Lüftungsspalt, der oben und

unten mit einem Gitter versehen wird, das Insekten

und Kleintiere abhalten soll.

Systeme zum Vorhängen eignen sich sehr

gut bei unebenen Wänden. Im Fall einer

Holzausführung kann zudem viel Eigenleistung

erbracht werden. Allerdings müssen der

Witterung ausgesetzte Hölzer alle paar Jahre

mit einem Schutzanstrich versehen werden.

Ausnahmen bilden Holzarten, die einen hohen

gut saniert!


19

GEBÄUDE

SANIEREN

Harz- bzw. Ölanteil haben, wie etwa Lärche,

Zeder oder auch einige Eichensorten.

Klinker und Stein

Sie wollten schon immer ein Steinhaus?

Zumindest oberflächlich könnte das Realität

werden, und zwar durch die nachträgliche

Herstellung eines Verblendmauerwerkes, auch

Verklinkerung genannt. Realisiert wird das

durch eine vorgebaute Fassade. Dabei wird

an der Außenseite des Gebäudes eine zweite

Mauer, meist in Form von Sichtmauerwerk,

hochgezogen. Der entstehende Zwischenraum

wird mit entsprechendem Dämmmaterial

befüllt.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Vorsatzschale

stellt dieser Vorgang einen wesentlichen

Eingriff in die Gebäudestatik dar, und

kann dementsprechend auch nur von Profis

durchgeführt werden. Wie jedes Mauerwerk

muss auch die nachträgliche Verblendmauer

eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Fundament

aufweisen, was in der Praxis aufwendige

und auch sehr teure Begründungsmaßnahmen,

z. B. mithilfe von Mauerwerksankern

aus nicht rostendem Stahl, erfordert. Neben

der außergewöhnlichen Optik bietet das

Verblendmauerwerk die Vorteile einer langen

Lebensdauer sowie ein Minimum an Pflegebedarf.

Was verleiht alten Werten

neue Schönheit?

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entscheidet, ist gut beraten die Dinge gleich richtig

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20

GEBÄUDE

SANIEREN

Beim Satteldach werden die

Balken (Sparren) paarweise

angeordnet, gegeneinander

geneigt und am First gelenkig

miteinander verbunden.

Dach

sanieren

Dachschäden – egal welcher Art

– sollten immer schnell behoben

werden. Nur ein einwandfreies

Dach garantiert die Energieeffizienz

des Gebäudes und die Schadfreiheit

der darunter liegenden

Bausubstanz. Im schlimmsten Fall

gefährdet ein desolates Dach sogar

Leib und Leben.

Das Kehlbalkendach hat gegenüberliegende

Sparren die über

den Kehlbalken miteinander

verbunden werden Der Dachraum

ist frei von Stützen..

Schnee und Eis, aber auch für den Herbst

typische heftige Regenfälle oder Stürme

setzen dem Dach ordentlich zu. Schäden

können nach solch extremer Dachbelastung

an vielen Angriffspunkten auftreten. Von der

Konstruktion und Statik des Dachstuhls, der

Dach-Unterkonstruktion und Eindeckung bis

zur Entwässerung. Doch wie sind solche mitunter

folgenschweren Schäden festzustellen, was

können Sie selbst checken und reparieren und

wann muss ein Profi zurate gezogen bzw. zur

Schadensbeseitigung konsultiert werden? Wir

haben die Antworten.

Der Check des Daches

Bevor die Belastungen für das Dach wieder

losgehen, sollten Sie rasch überprüfen, ob es

dafür auch gewappnet ist und nicht noch Schäden

aus der vergangenen Saison bestehen.

Gibt es am Dach Verformungen bei Dachstuhl

oder Dachdeckung? Gibt es Verschiebungen?

Liegen beispielsweise bei Ziegeldächern noch

alle Ziegel richtig? Lücken erkennt man bei

einem nicht verkleideten Dachstuhl besser, da

gut saniert!

Die obere

Kante bildet

den Dachfirst,

die untere die

Dachtraufe

Das Pultdach

besitzt nur eine

Dachseite, die

aber einseitig

(11 - 60 Grad)

geneigt ist.


Eine fachbetreute

Dachbegehung kostet

etwa 500 bis 600 Euro

Je nach Gebäudegröße

und Anfahrtsweg.

Verzichten sollten Sie

darauf nicht!

21

GEBÄUDE

SANIEREN

die Dachkonstruktion innen einsehbar ist und

das Tageslicht die beschädigte Stelle verrät.

Gibt es Absplitterungen oder Verdrehungen bei

der Holzkonstruktion?

Sind alle metallischen An- und Abschlüsse,

z.B. an Kaminen, in Ordnung? Wenn vorhanden,

sollten auch Schraubverbindungen getestet

werden, ob diese fest sitzen. Wasserflecken oder

-pfützen auf dem Dachboden können ebenfalls

auf eine Beschädigung der Konstruktion hindeuten.

Funktioniert die Entwässerung?

Regenrinnen und Fallrohre sichten

Halterungen von Dachrinnen und Fallrohren

können zum Beispiel durch herabstürzende

Schneemassen aus der Verankerung gerissen

worden sein. Selbst eine beschädigte Rinne

birgt eine Gefahr. Deshalb sollte auch darauf

Augenmerk gelegt werden. Den Lauf des

Regenwassers also beobachten, ob es den

beabsichtigten Weg nimmt oder ob wegen einer

Beschädigung des Entwässerungssystems

das Wasser an der Hausfassade herunterläuft.

Nicht vergessen: Dachstuhl!

Die Dachkonstruktion und die Dacheindeckung

bilden immer eine Einheit, sodass

die Kosten für die Dachsanierung neben

der Dachhaut auch immer vom Zustand der

Lattung abhängen. Häufig befinden sich

7LEBEN,

EIN

ZUHAUSE.

Der Lauf der Dinge ist

der Lauf des Lebens.

So wie wir Menschen

wachsen, ändert sich

die Welt. Das Leben,

die Umwelt. Mit der Zeit.

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22

GEBÄUDE

SANIEREN

Mansarddächer eignen sich

besonders für den Dachausbau, da

die Schrägen des Daches kürzer

ausfallen als beim Sattel- oder

Walmdach.

gerade in Altbaudachstühlen sehr feuchte

oder morsche Holzteile. Diese Feuchtigkeit

entsteht zumeist durch fehlerhafte

Anschlüsse und/oder eine teils undichte

Dachdeckung.

Einen eventuellen Pilz- und Insektenbefall

erkennt der Profi relativ einfach an den

typischen Nagespuren, Bohrlöchern und

auffälligen Holzverfärbungen. Die Schädlinge

schwächen das Holz und verringern dessen

Tragfähigkeit. Das größte Problem daran: Solche

Schäden schreiten immer weiter fort und

können im Laufe der Zeit auch andere Teile des

Hauses „anstecken“.

Ein weiteres Problem ist oft die Statik des

Dachstuhls. Statische Mängel treten auf, wenn

die Gesamtkonstruktion falsch dimensioniert

ist, aufgrund von Abnützung oder wenn

Veränderungen bzw. Adaptierungen, wie sie

vielfach im Laufe der Jahre ausgeführt werden,

unsachgemäß umgesetzt wurden. In allen drei

Fällen – falsche Dimensionierung, Abnützungen

und fehlerhafte Veränderungen – ist ein

Tausch der betroffenen Dachstuhlbereiche und

Balken unumgänglich!

Was tun, wenn Schäden entdeckt werden?

Bei kleineren Beschädigungen, wie zum

Beispiel wie losen Dachschindeln oder leicht

beschädigten Kaminanschlüssen, sollten zuerst

die entsprechenden Fachhandwerker oder

Planer des Objektes kontaktiert werden (Dachdecker,

Spengler oder Baumeister). Was aber

machen, wenn die Hinweise bei der Überprüfung

des Daches einen größeren Schaden vermuten

lassen? Gibt es Grund zur Sorge, dass

die äußeren Anzeichen auf eine Beschädigung

der Dachkonstruktion hindeuten, sollte auf

jeden Fall ein Statiker oder ein entsprechender

Sachverständiger hinzugezogen werden. Solche

Schäden sind ernst zu nehmen und wohl

kaum an einem Arbeitstag behoben.

Das Walmdach ist ein

Satteldach, dessen

Giebelflächen durch

Dachflächen ersetzt

wurden.

Es wird unterteilt

in Pfetten- und

Krüppelwalmdach.

Das Flachdach ist

sehr beliebt, da

ein ganzes Stockwerk

dazugewonnen

wird.

Es hat ein Gefälle

von mind. drei bis

max. fünf Grad.

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24

GEBÄUDE

SANIEREN

Kaminsanierung

Die modernen Heizsysteme haben

auch die Kamine verändert. Um

optimale Werte zu erreichen, müssen

heute alle Systeme – Heizung,

Brennstoff und auch der Kamin –

aufeinander abgestimmt sein. Eine

Kaminsanierung bleibt so oftmals

nicht aus.

Ganz grundsätzlich ist eine Sanierung

des Kamins oder der Kamine notwendig,

um unnötige Schadstoffemissionen,

Geruchsbelästigung und Versottung zu

verhindern beziehungsweise zu stoppen.

Früher wurden unsere Kamine aus einfachen

Mauersteinen errichtet und anschließend

innen und außen verputzt. Ist ein Kamin in

die Jahre gekommen, ist er oft nicht mehr

rauchgasdicht. So lange zur gleichen Zeit

aber keine Anforderungen an Feuchteunempfindlichkeit

(z. B. bei einer Kohleheizung)

bestehen, ist eine Auskleidung mit feuerfestem

Material ausreichend. Der Fachmann

spricht hier vom sogenannten Kaminschliff.

Dazu wird der Kamin mit hitzebeständigem

und säureresistentem Spezialmörtel verputzt.

Ist der Kaminquerschnitt ausreichend groß,

kann auch eine Auskleidung mit Leichtbeton

erfolgen. Dies verbessert übrigens auch die

Wärmedämmung.

Neue Heizung, neuer Kamin

Die heutigen Kaminsysteme bestehen aus

Rohren, speziellen Steinen und Materialien,

die für die unterschiedlichen Anwendungen

entwickelt wurden. Sie stehen in Abhängigkeit

zu den jeweiligen Heizsystemen, genauer zu

deren Abgastemperaturen und zur Kondensat-

gut saniert!


© saasemen/Shutterstock

25

GEBÄUDE

SANIEREN

bildung. Gerade die zeitgemäßen Ölkessel,

Gas- und Öl-Brennwertgeräte, aber auch die

immer beliebter werdenden Pelletsanlagen

fahren mit sehr geringen Abgastemperaturen,

sodass ein Rauchfang immer an eine neue Heizung

angepasst werden muss. Der Querschnitt

des Rauchfangs errechnet sich aus den Werten

von Brennstoff, Kesselleistung und der Höhe.

Im Zuge der üblichen Sanierungsmaßnahmen

muss häufig auch der Schornstein- oder

Kaminkopf erneuert oder repariert werden.

Hierbei handelt es sich um den landläufig als

Kamin bezeichneten Teil des Rauchfangs, der

sichtbar über die Dachhaut hinausragt und die

Optik des Daches maßgeblich mitprägt.

Ist die Standsicherheit des Schornsteinkopfes

noch nicht eingeschränkt, reicht eine Verkleidung

mit Faserzementplatten im Normalfall

schon aus. Alternativ kann auch ein neuer Abschluss

aus Faserzement- oder Betonfertigteilen

aufgesetzt werden. Die passenden Tunnel,

Verschlusssteine, Hauben und Wellen aus Edelstahl

oder Kupfer halten Niederschläge fern.

Welcher Kamin für welche Heizung?

Für ausnahmslos alle Heizsysteme eignen sich

Kamineinsätze aus Keramik oder druckfeste

Glasrohreinsätze, welche resistent gegen entstehende

Feuchtigkeit und Säuren sind.

Speziell für die niedrigen Abgastemperaturen

von Gasbrennern bietet der Markt

Edelstahlrohre an. Sie können für Über- und

Unterdruckanlagen eingesetzt werden, sind

in kleinen Durchmessern von acht und zehn

Zentimetern erhältlich, und können einfach in

die alten Kamine oder in geeignete Schächte

eingebaut werden.

Für Gas- und Öl-Niedertemperaturheizungen

(bis 160 °C Abgastemperatur) werden

auch Kunststoff-Abgasrohre (PVDF) angeboten.

Sie sind sehr flexibel und passen sich

den Gegebenheiten optimal an. Das Material

gilt aufgrund der nicht vorhandenen Weichmacher

als besonders ermüdungsfrei und

langlebig.

Kaminerneuerung in Rekordzeit

Ein neuer Kamin in wenigen Stunden? Dank

moderner Kaminsanierungssysteme ist das

möglich. Sie bestehen aus Rohren, häufig

Nirosta-Edelstahl, die Rohr in Rohr entweder

mit Steckmuffen oder als Schraubsystem eingebaut

werden. Alternativ kann der sogenannte

„Edelstahlkamin flexibel“ für verzogene

Schächte zum Einsatz kommen. Dieses System

eignet sich für Öl-, Gas- (nicht Brennwert!) und

Festbrennstoffheizungen.

Tipp:

Ihr Kamin oder Schornstein

hat einen Schaden? Oft ist

der Grund dafür eine sogenannte

Versottung, die oft

als Verschleißerscheinung

auftritt.

Sobald die Kaminmantelsteine

von Wasser,

Schwefel und Teer

durchdrungen werden,

sind sie ein Fall für die

Sanierung.

gut saniert!


26

GEBÄUDE

SANIEREN

Gebäude dämmen

Warum im Zuge einer Sanierung auch gedämmt werden sollte, welche

Materialien Ihnen zur Verfügung stehen und was zu beachten ist.

Für ein Gebäude mit niedriger Heizlast

muss der U-Wert der Bauteile so klein wie

möglich sein. Damit die Werte erreicht

werden, müssen entweder sehr wärmedämmende

Materialien oder entsprechend

dicke Wandstärken zum Einsatz kommen.

Eine dickere Dämmschicht bzw. der Einsatz

eines hochwertigen Dämmstoffes kann bis

zu einer Halbierung des U-Wertes führen. Der

Richtwert zur Dämmdicke liegt beim Einsatz

konventioneller Dämmstoffe (Mineralwolle,

Polystyrol, Zellulose) derzeit bei ca. 30 cm

(Passivhaus).

Problem: Lecks in der Hülle

Als Wärmebrücken bezeichnet man Bereiche in

Bauteilen, durch die die Wärme schneller nach

außen gelangt, als durch die angrenzenden

Zonen. Man unterscheidet konstruktive und

geometrische Wärmebrücken. Erstere entstehen

durch Einbauten bzw. Materialien mit höherer

Wärmeleitfähigkeit oder fehlender Wärmedämmung

, z. B. Träger oder Stahlbetonbauteile, die

eine gedämmte Außenwand durchstoßen. Zweitere

ergeben sich durch Vorsprünge oder Ecken

in einem an sich homogenen Bauteil.

Ein typischer Fall unsachgemäßer Ausführung

ist der Einbau von Fenstern ausschließlich

mittels Bauschaum, was weder den statischen

Anforderungen noch dem Wärmeschutz genügt

und daher zu Wärmebrücken und Abdichtungsproblemen

führt. Die Wirkung von Wärmebrücken

wird noch immer unterschätzt und bei einigen

Rohbauten könnte man schon die künftigen

Schimmelstellen voraussagen. Aus bauphysikalischen

Gründen ist der Außendämmung

immer der Vorzug zu geben. Die Dicke des Materials

spielt in Wirklichkeit eine kleinere Rolle

als die Dämmstoffart. So gibt es Dämmstoffe,

die bei zwei Zentimetern Dicke bereits Werte

einer 20-cm-Glaswolldämmung erreichen.

Die hinterlüftete Fassade ist zweischalig

aufgebaut. Die zwischen tragender Mauer und

Vorhangfassade liegende Dämmstoffschicht wird

so an einer Unterkonstruktion befestigt, dass ein

etwa 2 cm breiter Spalt bestehen bleibt, durch den

die Luft zirkulieren und angestaute Feuchtigkeit

abtransportieren kann.

Welcher Dämmstoff soll es sein?

Die drei Hauptgruppen der Dämmstoffe sind:

erdölbasiert, mineralisch, nachwachsend.

Baumwolle ist ein ökologischer, nachwachsender

Wärmedämmstoff; Lieferform: Matten,

Filze, auch in Säcken; wird in trockenen

Bereichen, wie z. B. Trockenbau, Innenausbau,

Dachgeschoßausbau, eingesetzt.

• Pro: nachwachsend;

• Kontra: lange Transportwege, problematische

Anbaumethoden mit Pestiziden (außer

Biobaumwolle).

Blähglimmer ist nicht brennbar; er wird als loses

Schüttmaterial geliefert; Einsatz: als Schüttung,

Zuschlagstoff bei Putzen und Leichtbeton.

• Pro: wiederverwertbar, deponiefähig, gesundheitlich

wie baubiologisch unbedenklich;

gut saniert!


27

GEBÄUDE

SANIEREN

• Kontra: lange Transportwege, begrenzte Verfügbarkeit.

Bläh-Perlite sind unbrennbar, ungeziefersicher,

leicht, körnig und durch Silikonzusätze wasserabweisend.

Einsatz als Schüttung oder in Plattenform

für WDVS, Fassaden- und Kerndämmungen.

Flachs ist ein ökologischer, nachwachsender

Wärmedämmstoff; Lieferform: in Säcken, Rollen

und Platten; Einsatz: in trockenen Bereichen, wie

z. B. Trockenbau, Innenausbau, Dachgeschoßausbau,

Holzbau. Flachs hat gute Wärmedämmeigenschaften,

ist fäuleresistent, feuchteregulierend.

• Pro: heimisch, nachwachsend, pestizidfrei,

wiederverwendbar.

• Kontra: durch Borsalz und evtl. Polyesterfasern

nur bedingt kompostier- und recycelbar.

Glaswolle wird aus wiederverwertetem

Altglas und natürlichem Quarzsand, Dolomit,

Kalkstein etc. produziert und in Rollen, Filz

mit aufkaschierter Dampfsperre und Platten

geliefert; Einsatz: in trockenen Bereichen, wie

Trockenbau, Innenausbau, Dachgeschoßausbau,

Fassadenbereich (wenn hinterlüftet und

witterungsgeschützt).

• Pro: genügend Rohstoffe vorhanden, kurze

Transportwege;

• Kontra: energieintensive Herstellung, nicht kompostierbar,

Faserstaub bei der Verarbeitung.

Hanf ist ein ökologischer, nachwachsender

Wärmedämmstoff; Lieferform: in Säcken,

Rollen und Platten; Einsatz: in trockenen

Bereichen, wie z. B. Trockenbau, Innenausbau,

Dachgeschoßausbau, Holzbau.

• Pro: nachwachsend, ohne Pestizide anbaubar,

kurze Transporte;

• Kontra: aufgrund der Borsalze und Polyesterfasern

schwer kompostier- und recycelbar.

Holzfasern sind normal brennbar, aus Nadelholzabfällen

und Schwachhölzern hergestellt,

bei hohen Temperaturen und unter Druck zu

Platten gepresst und in Leichtbaukonstruktionen

verwendet.

• Pro: nachwachsend, aus Abfällen hergestellt,

kurze Transportwege;

• Kontra: hoher Energieaufwand bei der Herstellung,

imprägnierte Platten nicht kompostier-

oder recycelbar.

Holzwolle wird mit Zement oder Magnesit

gebunden, zu Leichtbauplatten verarbeitet und

meist als Putzträger und Sommerwärmeschutz

verwendet. Vor- und Nachteile siehe Holzfasern.

Kokos: ein ökologisch unbedenklicher Wärmedämmstoff

aus der Kokosnusshülle; Lieferformen

sind Vlies (nicht belastbar) und Platten/

Matten (belastbar); Einsatz im Holzbau, zur

Hohlraumfüllung und unterm Estrich.

• Pro: nachwachsend, ausreichend vorhanden,

teilweise kompostierbar;

• Kontra: Monokultur, lange Transportwege.

Kork: harzgebundener Dämmstoff aus der

Rinde der Korkeiche, auch mit Bitumen oder

Formaldehyd imprägniert; Lieferform: Platten;

Einsatz: als Wand- und Dachdämmung. Kork ist

hoch belastbar, schalldämmend und atmungsakiv,

verrottungs- und fäulnisresistent.

• Pro: nachwachsend, ohne Binde- und brandhemmende

Mittel, deponiefähig;

• Kontra: relativ teuer, lange Transportwege.

Mineralschaumplatten: nicht brennbares, feuchtigkeitspufferndes

Gemisch aus Quarzmehl,

Kalkhydrat und Zement mit recht geringer Wärmeleitfähigkeit,

diffusionsoffen und hydrophil, resistent

gegen Bakterien-, Pilz und Ungezieferbefall.

Einsatz: problematische Innendämmungen.

gut saniert!


28

GEBÄUDE

SANIEREN

• Pro: geringer Energieaufwand bei Herstellung,

als Bauschutt deponierbar;

• Kontra: nicht recycelbar.

Polystyrol (EPS = expandiertes Polystyrol)

wird aus Erdöl mit Pentan aufgeschäumt, mit

Flammschutzmitteln versehen und zu Platten

verarbeitet. Es ist unverrottbar, schwer

brennbar, feuchte-, aber nicht UV-beständig.

Einsatz: die gängigsten Dämmungen, teilweise

Perimeter- und Flachdächer.

• Pro: Pentan ist biologisch neutral und teilweise

recycelbar.

• Kontra: Im Brandfall können Gifte freigesetzt

werden, die Ausgangsstoffe sind begrenzt.

PUR-Hartschaum: Lieferform: Montageschaum;

Einsatz: Dichtmasse bei Fenstern,

Türen, Hohlräumen. Lieferung in Platten:

Einsatz für Dachkonstruktionen und andere

gängige Dämmungen. PUR ist alterungsbeständig,

schwer brennbar, schimmel- und

fäulnisresistent.

• Pro: zum Teil nachwachsende Rohstoffen;

• Kontra: hoher Energieaufwand bei Herstellung,

nicht kompostierbar; bei Verbrennung

entstehen Toxine und u. U. FCKW.

Resolhartschaum besteht aus Bakelit und wird

verbaut, wo auf engem Raum gute Dämmung

gebraucht wird. Pro: sehr hoher Dämmwert.

Schafwolle: ökologischer, nachwachsender

Wärmedämmstoff; Lieferform: Matten, Filz; Einsatz:

in trockenen Bereichen wie Trockenbau,

Innenausbau, Dachgeschoßausbau, Holzbau.

• Pro: von Natur aus brandhemmend, fäulnisresistent,

sehr gut dämmend, langlebig, z. T.

deponiefähig und wiederverwendbar.

• Kontra: teuer, teilweise lange Transportwege,

Zusatz von Mottenschutzmitteln, Massentierhaltung.

Schaumglas: Glaspulver (extrudierte, zerkleinerte

und gemahlene Glasschmelze) wird durch

Zugabe von Kohlenstoff bei 1000 °C aufgeschäumt.

Schaumglas ist unbrennbar sowie hitze-

und frostbeständig, nicht hygroskopisch; in

Form von Platten geliefert; Einsatz in feuchten,

nassen Bereichen (Dächer, Decken, Keller).

• Pro: Rohstoffe nahezug unbegrenzt verfügbar,

hat kurze Transportwege, als Bauschutt

deponierbar, teilweise recyclebar;

• Kontra: Herstellung sehr energieaufwendig.

Steinwolle zählt zur Mineralwolle, ist diffusionsoffen,

unbrenn- und unverottbar. Kann keine

Feuchtigkeit aufnehmen. Rollen oder Platten; in

trockenen Bereichen wie Trockenbau, Innenausbau,

Dachgeschoßausbau, Fassadenbereich, usw.

• Pro: hohes Vorkommen des Rohstoffs,

deponiefähig;

• Kontra: begrenzt recycel- und nicht kompostierbar,

energieintensive Herstellung, Entstehung

von Faserstäuben.

Stroh wird meist zu Platten gepresst und beidseitig

mit Spezialpapier beklebt.

• Pro: kompostier- und wiederverwendbar,

häufig gemeinsam mit Lehm verarbeitet;

• Kontra: leicht brennbar, keine bedeutenden

Wärmedämmeigenschaften.

XPS ist druckstabil, eingesetzt für Kelleraußenwände,

Flachdächer, unter der Bodenplatte. Material

ist geschlossenzellig, daher feuchteresistent.

Zellulose wird aus recyceltem Zeitungspapier

hergestellt. Lieferung als Platten und lose

Ware; Einsatz: Einblasen in Hohlräume, Schüttung

für Trocken- und Holzböden, Holzbau,

Steildachdämmungen, usw.

• Pro: wiederverwendbar, deponiefähig;

• Kontra: nicht kompostierbar, bei der Verarbeitung

können Feinstäube freigesetzt werden.

gut saniert!


30

GEBÄUDE

SANIEREN

Rechnen Sie beim

Dämmstoffbedarf

je nach Gebäudeform

einen Verschnitt von

mindestens 10% ein.

Außendämmung anbringen

Die am häufigsten angewandte,

professionelle Außendämmung ist

das einschalige Wärmedämmverbundsystem

(WDVS). Das können

Sie auch recht einfach selbst

anbringen – mit unserer Schrittfür-Schritt-Anleitung.

Neben zweischaligen Wänden und hinterlüfteten

Fassadenverkleidungen ist

das Wärmedämmverbundsystem auf

Putzbasis heute eine weitverbreitete Außenputzvariante,

welche die Vorteile des Putzes

mit den Vorteilen der Dämmung verbindet.

Bei diesem System liegt die Wärmedämmung

außen, wodurch die Speicherfähigkeit der

Massivbauteile unterstützt wird, die Kondensatbildung

im Inneren verhindert wird und

Wärmebrücken größtenteils ausgeschlossen

werden.

Und so funktioniert’s:

Bereiten Sie zuerst den Untergrund vor, indem

Sie ihn von Staub, Verschmutzungen, Ausblühungen,

schadhaftem Verputz etc. befreien.

Die Oberfläche muss eben, trocken, fett- und

staubfrei und natürlich tragfähig sein. Unebenheiten

bessern Sie mit einem entsprechenden

Putz- und Mauermörtel aus, und stark saugende,

offenporige Untergründe sollten vor Anbringung

der Dämmung noch grundiert werden.

Dann kann’s losgehen.

1. Schritt:

Bringen Sie das Sockelprofil an. Legen Sie dafür

fest, ab welcher Höhe gedämmt werden soll und

zeichnen Sie diese Höhe ein. Das Sockelprofil

muss mindestens 30 cm über dem Grund liegen.

Bohren Sie die für das Profil nötigen Dübellöcher

und bringen Sie die Schlagdübel an. Achtung:

Profis wissen, dass zwischen den Profilstößen immer

ein Spalt von 2 bis 3 mm bleiben soll. An die

Ecken kommen Gehrungsschnitte von 45 Grad.

gut saniert!


Im ersten Schritt

darauf achten, dass

das Sockelprofil mindestens

30 cm über

dem Grund liegt.

31

GEBÄUDE

SANIEREN

2. Schritt:

Jetzt werden die Dämmplatten nach der sogenannten

Wulst-Punkt-Methode verklebt. Ziehen

Sie entlang der Kanten Wulste aus dem Klebemörtel

bzw. Klebespachtel und verteilen Sie

Klebstoffpunkte auf der ganzen Plattenfläche.

So können noch vorhandene Unebenheiten der

Oberfläche noch einmal ausgeglichen werden.

3. Schritt:

Bringen Sie nun von unten beginnend die

Dämmplatten mit einer Klappbewegung auf die

Mauer auf und klopfen Sie sie mit reibenden

Bewegungen ordentlich fest. Die senkrechten

Fugen müssen jeweils um eine halbe Plattenlänge

gegeneinander versetzt sein, sodass

keine Kreuzfugen entstehen. Zur Vermeidung

von Wärmebrücken werden die

Dämmplatten dicht gestoßen und an

den Gebäudeecken über Eck verzahnt,

das heißt, jede zweite Reihe wird um die

Dämmstoffdicke versetzt angebracht.

4. Schritt:

Wenn Sie mit dem Dämmvorgang an Mauer-

öffnungen, sprich Fenster und Türen, kommen,

so müssen mit einem passenden Dichtband

die Rahmen und Fensterbänke, die Bereiche

unter der Fensterbank sowie jene zwischen

Dämmung und Fensterbank abgeklebt werden.

Dann werden die Dämmplatten passend

zugeschnitten – mit Cuttermesser einritzen

und über Kante brechen – und nach dem gewohnten

Prinzip aufgebracht. Wie viel Zeit zum

Trocknen nötig ist, entnehmen Sie einfach den

Herstellerangaben.

5. Schritt:

Als Nächstes werden die Dämmstoffplatten

mit speziellen Kunststoffdübeln, die zum

jeweiligen Dämmsystem gehören und normalerweise

im Lieferumfang enthalten sind,

verdübelt. Achtung! Wird die Abbindezeit

Mit passendem

Dichtband werden die

Rahmen & Fensterbänke,

sowie die Bereiche unter der

Fensterbank abgeklebt.

Der Klebemörtel wird

am Rand und in der Mitte

der Platten angebracht und

die Dämmplatten werden

dann mit einer Klappbe-

wegung von unten auf die

Mauer aufgebracht.

Für Fenster- und

Türöffnungen

müssen die

Dämmplatten

passend gschnitten

werden.

gut saniert!


32

GEBÄUDE

SANIEREN

Fixieren Sie im nächsten

Arbeitsschritt die Dämmstoffplatten

mit den mitgelieferten

Kunststoffdübeln.

1.

Danach die

Armierungsschicht

auftragen, trocknen

lassen und mit einer

Universalgrundierung

überstreichen.

des Klebers nicht eingehalten, können sich

die Platten durch die Erschütterungen beim

Bohren und den Druck der Dübel verschieben.

Auch die Anordnung ist wichtig: Setzen Sie

die Dübel jeweils an den Plattenecken und in

die Plattenmitte. Dabei ist selbstverständlich

auf festen Halt zu achten und gegebenenfalls

etwa neben Hohlräumen im Baustoff ein weiterer

Dübel zu setzen.

6. Schritt:

Im nächsten Arbeitsschritt werden die Platten

an den Stößen überschliffen, gereinigt und

verspachtelt. Mit einer rostfreien Zahnspachtel

wird Klebespachtelmasse in einer

Dicke von mindestens 4 cm aufgezogen und

in die noch frische Schicht Textilglasgitter

in möglichst faltenfreien überlappenden

Bahnen eingebettet. Am Schluss wird alles

noch „nass in nass“ mit Klebespachtelmasse

überzogen.

Die Platten

überschleifen,

reinigen und mit

einer Zahnspachtel

verspachteln.

2.

7. Schritt:

Wenn die Armierungsschicht ausgehärtet und

getrocknet ist (Standzeit mind. eine Woche),

kann sie mit einer Bürste oder Lammfellwalze

mit Universalgrundierung überstrichen

werden. Nach einer weiteren Trocknungszeit

(mind. 24 Stunden) kann als Endbeschichtung

ein Silikonharz-, Silikat- oder Granopor-

putz in der gewünschten Farbe aufgebracht

werden.

Was Sie brauchen:

Dämmstoffplatten bzw.

WDVS-System

Putz

Isolier- & Gewebeband

Klebespachtel bzw.

Klebemörtel

Eckwinkel mit Gewebe

Dübel für Plattensicherung

Sockelprofil

Grundierung

Gewebe Dichtband

Reibebrett

Kelle

Feinsäge

Wasserwaage

Glättekelle

Hammer

Bohrmaschine & Bohrer


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte &

Materialien dieser Anleitung nicht vertraut sind!

33

GEBÄUDE

SANIEREN

Achtung:

Besonders heikel sind die Ecken, z. B. bei

Tür- und Fensteröffnungen, sowie die Gebäudekanten.

Hier müssen Sie auf besonders

gute Haftung der Dämmplatten achten! Um

eine spätere Rissbildung zu verhindern, muss

zur Verstärkung ein großflächiger diagonaler

Gewebestreifen angebracht werden. Zwischen

Dämmplatten und festen Bauteilen wie Fenster-

und Türrahmen muss außerdem immer ein

elastisches Fugendichtband eingebaut werden.

Spezielle Lösungen für spezielle Stellen

Um die dauerhafte Funktion und vor allem

die Belastbarkeit von Dämmsystemen – über

viele Jahre hinweg – zu garantieren, sind

an bestimmten Stellen der Gebäudehülle

spezielle, stabilisierende Profile nötig: Für die

äußeren Gebäudeecken etwa verwenden Sie

Gewebeeckwinkel als Kantenschutz und zur

Verstärkung. Für einen sauberen Übergang

zum Sockel verwendet man das Sockelprofil.

Dieses ist mit einer Tropfnase versehen,

welche verhindert, dass Wasser von der Wand

direkt am Sockel herunterläuft. Darüber

hinaus brauchen Sie Anputzleisten, die einen

dauerhaften und sauberen Abschluss an den

Fenster- und Türlaibungen garantieren. Auch

für die hier beschriebenen Sonderelemente

gilt: Machen Sie sich mit den Herstellerhinweisen

vertraut, um auch einen fehlerfreien

Einbau zu garantieren.

gut saniert!


34

GEBÄUDE

SANIEREN

Zwischensparren

dämmen

Dampfbremsfolie

muss immer unbeschädigt

sein, da es sonst zu

Schimmel & Holzschäden

kommen kann!

Nur über alternative Energiesysteme

zu lesen, diskutieren oder

nachzudenken ist mit Sicherheit

zu wenig. Jeder von uns kann durch

kluges und verantwortungsvolles

Handeln einen wertvollen Beitrag

für eine lebenswerte Zukunft

leisten.

Im Zuge von Dacharbeiten können auch

konstruktive Fehler behoben und die

Wärmedämmung erneuert oder zumindest

verbessert werden. Ist das Dach erst einmal

abgedeckt, empfiehlt es sich, gleich eine

Aufsparrendämmung anzubringen. Diese

Form der Außendämmung ist bauphysikalisch

auf höchstem Niveau und erlaubt,

bereits ausgebaute Dachräume im Nachhinein

wirksam zu dämmen. Ein Paket aus

Dampfbremse, Dichtband, Wärmedämmstoff

und nach außen abschließender Abdichtfolie

wird als ein Sanierungssystem angeboten,

das sich auch für Dachdurchdringungen

anwenden lässt.

Soll im Zuge der Generalsanierung auch

gleich der Dachboden ausgebaut werden,

wird hingegen meist der Innendämmung

Vorzug gegeben. Wie Sie dies am besten angehen

und was dabei zu beachten ist, zeigen

wir Ihnen nun.

1. Schritt:

Sparren aufdoppeln. In den meisten Fällen

ist eine Erhöhung der Sparren nötig, um eine

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

35

GEBÄUDE

SANIEREN

effiziente Dämmhöhe von

20 bis 24 cm zu erreichen.

Dafür schrauben Sie Kanthölzer

in der fehlenden Dicke auf die Sparren.

Die Holzschrauben dafür müssen etwa

doppelt so lang sein wie die Kanthölzer

dick (wird mit 8 cm aufgedoppelt, müssen

die Schrauben 140 mm lang sein).

2. Schritt:

Als Nächstes wird – falls nicht bereits

vorhanden – eine diffusionsoffene Unterspannfolie

angebracht. Diese braucht es,

damit keine Feuchte von draußen nach

innen kommt, die Dämmung nicht feucht

wird und die feuchte Luft von drinnen nach

draußen abtransportiert wird. Dafür die

Folie mit einem Zuschlag von 10 cm mit

einem Cuttermesser zuschneiden und leicht

durchhängend zwischen die Sparren und

Ziegel spannen. Die Bahnen sollten sich

immer um ca. 10 cm überlappen. Für eine

geschlossene Deckunterlage die

Stöße und Nähte abschließend mit

Klebeband verkleben.

3. Schritt:

Als nächstes wird das Dämmmaterial so

zugeschnitten, dass die Teile immer

wenige Zentimeter breiter sind als

der Abstand zwischen den Sparren.

4. Schritt:

Jetzt die Dämmung eng anliegend

zwischen die Sparren klemmen. Achtung

bei Ecken und Anschlüssen: Hier

dürfen keine Lücken oder Schlitze

entstehen.

5. Schritt:

Dampfbremse anbringen. Dafür

zuerst ein Dichtband auf die Spar-

Als Nächstes wird eine

diffusionsoffene Unterspannfolie

angebracht.

Sparren aufdoppeln: In den meisten

Fällen ist eine Erhöhung der Sparren

nötig, um eine effiziente Dämmhöhe zu

erreichen.

Beim Zuschneiden der

Dämmmatten tun Sie

sich am leichtesten

mit einem Unterlegbrett

und einem

schmalen Brett als

Schneidekante.

gut saniert!


36

GEBÄUDE

SANIEREN

Dampfbremse

an die Sparren

tackern und mit

einem speziellen

Klebeband

verschließen.

1.

Für die Unterkonstruktion

die

Querlattung in

entsprechenden

Abständen

anbringen.

2.

Jetzt die Dämmung

eng anliegend zwischen

die Sparren

klemmen.

ren kleben und dann die

Folienbahnen einzeln an die

Sparren tackern. Auch hier gilt wieder:

Die Bahnen müssen sich um etwa

10 cm überlappen und die Folie darf

nicht zu straff gespannt werden.

6. Schritt:

Jetzt die Nahtstellen der Folienbahnen

mit einem speziellen Klebeband verschließen

und Foliendurchdringungen

für Rohre u.Ä. sorgfältig abdichten. Für

die Wandanschlüsse verwenden Sie am

besten Dichtkleber, auf dem die Folie

festgedrückt wird.

7. Schritt:

Als letzten Arbeitsschritt montieren Sie

die Unterkonstruktion. Dafür die Querlattung

in entsprechenden Abständen (wird

mit Gipskarton, Gipsfaser oder Holz

verkleidet?) anbringen. Die Zwischenräume

können für die Verlegung der Elektrik

verwendet oder ebenfalls gedämmt werden

(z. B. mit Untersparrenfilz) – Prinzip

wie zwischen den Sparren. Das Einzige

was jetzt noch fehlt: die gewünschte

Wandverkleidung.

Was Sie brauchen:

Aufdoppelungshölzer: in benötigter Dicke

Zwischensparren-Dämmstoff

Evtl. Untersparrenklemmfilz

Dampfbremsfolie

Unterspannfolie

Dichtkleber

Querlatten & Holzschrauben

Cuttermesser bzw. Dämmstoffmesser

Unterlege- & Schneidekantebrett

Tacker

Cutter & Zollstock

Handsäge/Stichsäge

Spezialklebeband für Folienüberlappungen

Akkuschrauber


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Bodenleger-Betriebe halten strenge Vorgaben ein und werden durch eine

akkreditierte Zertifizierungsstelle geprüft. Die Auswahl wird mit dem Austria

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Ausgezeichnete Installations-Fachbetriebe werden jährlich überprüft. Nur

wenn alle Kriterien der Güterichtlinie erfüllt werden, sind sie berechtigt das

Austria Gütezeichen zu führen.

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Nachhaltigkeit – Qualität und Transparenz sind die Schwerpunkte der

Anforderungen an Hausverwaltungen, die diese mit dem Austria Gütezeichen

nach Außen dokumentieren. Jährliche Prüfungen durch eine akkreditierte

Zertifizierungsstelle sind Voraussetzung.

Eine erfolgreiche und um seine Kunden bemühte Hausbetreuung zeichnet

sich durch deutlich mehr aus als „bloße Reinigungsleistung“. Mit dem Austria

Gütezeichen zertifizierte Firmen halten sich an hohe Qualitätsanforderungen,

die das gesamte Unternehmen betreffen.

Vorbeugender Brandschutz – von Bedeutung für jede Organisation. Bereits im

Vorfeld können größere Schäden vermieden werden. Personen-, Sachwertund

Umweltschutz werden bei den Anforderungen berücksichtigt. Jährliche

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ÖQA „Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität“

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Tel.: (+43 1) 535 37 48, E-Mail: oeqa@qualityaustria.com

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www.qualityaustria.com

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38

GEBÄUDE

SANIEREN

Oberste

Decke

dämmen

Besonders wichtig ist die Dämmung

der obersten Geschoßdecke,

was bei vielen Altbauten, aber

auch neueren Häusern nicht der

Fall ist. In nur wenigen Stunden

Arbeit schaffen Sie damit höhere

Dämmwerte, niedrigere Heizkosten

und mehr Behaglichkeit.

Über die oberste Geschoßdecke zum

nicht ausgebauten Dachraum geht in der

kalten Jahreszeit viel Wärme verloren.

Da warme Luft bekanntlich aufsteigt, wirken

sich Dämmmaßnahmen gerade in diesem

Gebäudebereich sehr nachhaltig aus. Gedämmt

werden kann je nach Gegebenheiten

Was Sie brauchen

Dämmmaterial nach Wahl

Klebeband

Dampfbremsfolie & Kleber

Span- oder OSB-Platten

Cuttermesser

Fuchsschwanz

Besen & Staubsauger

und persönlichen Vorlieben auf verschiedene

Weise: Aufdecken-, Zwischendecken- oder

Unterdeckendämmung. Die Variante, auf der

Geschoßdecke zu dämmen, ist dabei aber die

beliebteste und lässt sich vom geübten Heimwerker

auch einfach selbst bewerkstelligen.

Womit dämmen und warum?

Bevor Sie sich ans Einkaufen und an die Arbeit

machen, muss eine erste wichtige Entscheidung

getroffen werden: Wie soll gedämmt werden und

welches Material möchten Sie dafür einsetzen? Je

nachdem, ob der Dachboden in Zukunft begangen

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

39

GEBÄUDE

SANIEREN

oder gar bewohnt werden soll, unterscheiden sich

nämlich die Dämmmaterialien und -arten.

Wird der Raum unterm Dach in Zukunft leer

stehen und auch nicht mehr begangen, dann

reichen offen verlegte Dämmmatten oder -platten

aus Steinwolle, Glaswolle, Holzfaser oder

Styropor vollkommen aus. Einfach ausrollen

und fertig. Soll Ihr Dachboden als unbeheizter

Stauraum dienen oder gar ausgebaut werden,

muss das eingesetzte Dämmmaterial unbedingt

begehbar, also druckfest sein. Hier werden am

besten Styrodur oder PE als Dämmung eingesetzt.

Diese decken Sie dann mit Spanplatten

oder OSB-Platten ab, welche wiederum als

Unterbau für den Gehbelag dienen. Der Handel

bietet auch gehfertige Dachbodenelemente an.

Und so funktioniert’s:

1. Schritt: Untergrund vorbereiten: Der Boden

muss sauber und trocken sein. Auch kleinste

Gegenstände wie Steinchen oder Splitter müssen

durch saugen, fegen und wischen entfernt

werden, da sie die Dampfbremsfolie beschädigen

könnten.

2. Schritt: Anbringen der Dampfbremse: Zuerst

schneiden Sie die Folie mit dem Cuttermesser in

die nötigen Bahnen und lassen Sie für Wände,

Sockel oder Säulen immer mindestens zehn

Zentimeter Überstand. Spannen Sie die Folienbahnen

nun über die Fläche (Achtung: nicht zu

viel Zug!) und kleben Sie sie mit dem speziellen

Dichtkleber an den Randbereichen fest. Die

einzelnen Bahnen sollten immer überlappen und

mit dem Klebeband dicht verbunden werden.

3. Schritt: Dämmstoff verlegen: Nehmen Sie

nun die Platten oder Matten und verlegen Sie

Reihe für Reihe. Starten Sie am besten in einer

hinteren Ecke und arbeiten Sie sich Meter für Meter

an die andere Raumseite vor. Mit dem Fuchsschwanz

lassen sich zu große Stücke für Ränder

oder Ecken leicht zuschneiden und einpassen.

4. Schritt: Span- oder OSB-Platten auflegen:

Wird der Dachboden künftig begangen, braucht

es noch eine druckfeste Auflage auf den Dämmstoff.

Diese Platten werden dann schwimmend

verlegt und in der Nut miteinander verklebt.

Im zweiten Schritt

wird das Dämmmaterial

zugeschnitten und

reihenweise verlegt.

Für einen begehbaren

Untergrund werden

Span- oder OSB-Platten

schwimmend verlegt.

Schritt1: Auf den

sauberen Untergrund

wird die Dampfbremse

aufgebracht.

gut saniert!


40

GEBÄUDE

SANIEREN

Neue, sparsame Fenster

Fenster und Fensterstöcke sind als

spezielle Außenteile starker Bewitterung

und Verschleiß ausgesetzt.

Ein einwandfreier Zustand hat

nicht nur optische Vorzüge.

Fenster sind regelmäßig zu warten. Wann

kleine Sanierungen reichen, und wann ein

Kompletttausch vorzuziehen ist: Für eine

kleinteilige Fenstersanierung und damit gegen

das Auswechseln von Fenstern spricht, wenn ...

• die Charakteristik des Altbestandes und die

Proportionen kleiner Holzkreuzgliederungen

beibehalten werden sollen oder müssen,

• der Zustand der Substanz noch so gut ist, dass

es sich auszahlt, das Material zu erhalten,

• Sie ohne zusätzliche Bauarbeiten auskommen

wollen.

Keine Renovierung oder kleinteilige Sanierung

der Fenster, sondern vielmehr einen Tausch

sollen Sie vornehmen, wenn ...

• das Fensterglas beschädigt ist,

• die Fenster vor 1995 eingebaut wurden,

• Materialien marode, feucht, irreparabel sind,

• das Gebäude einer Fassadensanierung unterzogen

wird,

• der U-Wert der Fenster die Energieeffizenz

des Gebäudes nach unten drückt,

• Sie das Geld für neue Fenster haben und

gut saniert!


© epr/Polythal Fensterbänk

41

GEBÄUDE

SANIEREN

Das kostet´s:

diese langfristige Investition (mind. 20

Jahre) jetzt angehen können,

• Sie spezielle Förderungen nutzen möchten.

Langlebige Alusysteme

Wer seine Fenster nicht mindestens alle fünf

Jahre nachstreichen will, kann – sofern das

Holz in einwandfreiem Zustand ist – zu einem

Aluminium-Verkleidungssystem greifen.

Dabei werden pulverbeschichtete Alumini-

umprofile mittels Spezialhalterungen an der

Außenseite des Fensters montiert. Auf der

Rauminnenseite bleiben Ihnen die Streicharbeiten

aber nicht erspart. Die Zeitspanne

lässt sich allerdings je nach Abnutzung

strecken.

Von zeitgemäßen Fenstern am Stand der

Technik erwartet man, dass sie als Mindeststandard

einen U-Wert von 1,40 (Vorgabe

der neuen OIB-Richtlinie 6) oder weniger

erreichen. Achtung! Für die Erreichung von

Für neue Fenster mit Dreifachverglasung

müssen Sie je nach

Material mit 500 Euro (Kunststoff)

bis 800 Euro (Aluminium) pro Fenster

rechnen. Dieser Preis inkludiert den

Einbau. Je nach Maß und vor allem

Verglasungsart erhöhen oder reduzieren

sich die Kosten. Ein Austausch

vom Fensterglas beläuft sich je nach

Glasart auf 15 bis 70 Euro pro

Quadratmeter Fenster.

Förderungen werden

fast immer bessere Werte verlangt. Ob dieser

Wert mit einer 2- oder 3-Scheiben-Verglasung

erreicht wird, ist dabei nebensächlich. Wesentlich

ist hingegen, dass die Fenster dauerhaft

kondensatfrei bleiben. Von einem Passivhausfenster

darf man erwarten, dass es selbst

in der kalten Jahreszeit „energieaktiv” ist.

gut saniert!


42

GEBÄUDE

SANIEREN

Geölt werden

sollte ausschließlich

mit harzenden

Fetten.

Fenstergriffe sind hohen

Belastungen ausgesetzt

und sollten daher in

regelmäßigen Abständen

gewartet werden.

Das bedeutet, dass es während der hellen

Sonnenstunden mehr Energie ins Haus lässt,

als es im Dunkel der Nacht wieder abgibt.

Neben dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

ist auch noch der G-Wert von Interesse.

Er bezeichnet den Energiedurchlasswert und

misst den Energiefluss von außen nach innen

in Prozent. Je höher der G-Wert, desto höher

der Wärmegewinn durch das Fenster. Moderne

Wärmeschutzverglasungen weisen beispielsweise

einen G-Wert von 0,6 bis 0,65 auf, was

bedeutet, dass 60 bis 65 % der auftreffenden

Solarwärme dem Raum dahinter zur Verfügung

gestellt werden.

Das Fenster als Schallschützer

Schallschutzverglasungen bestehen aus

unterschiedlich dicken und schweren Glasscheiben

mit einem Zwischenraum. Je größer

der Abstand zwischen den Scheiben, desto

besser der Schallschutz. Wichtige Details stellen

auch Rahmenkonstruktion, Dichtungen

und der fachgerechte Einbau dar. Gemessen

wird der Schallschutz in deziBel (dB): Eine

beidseitig verputzte, massive Außenwand

(24 cm) erreicht einen Schalldämmwert von

etwa 52 dB, ein gängiges zweifach verglastes

Fenster hat etwa 30 dB. Moderne Schallschutzgläser

der Klasse 6 weisen Dämmwerte

von 52 dB und mehr auf.

Materialien & Technik im Überblick

Grundsätzlich können Sie zwischen den Rahmenmaterialien

Holz, Holz-Alu, Alu, Kunststoff,

und Kunstoff-Alu, den unterschiedlichsten Verglasungsarten

sowie bestimmten Öffnungsarten

wählen. Unabhängig von Material und Technologie

ist wichtig, dass Rahmen und Verglasung

des Fensters eine perfekte Einheit bilden.

Der beste Rahmen hilft Ihnen nämlich nichts,

wenn das Glas von minderer Qualität ist, und

umgekehrt ist das teuerste und beste Isolierglas

nutzlos, wenn der Rahmen schlecht gedämmt

oder undicht ist.

Unterschiede in der Mechanik

Aufgrund ihrer Öffnungsmechanik lassen sich

die Fenster wie folgt einteilen: Einfachfenster

bestehen aus dem Flügelrahmen und Fensterflügel(n),

in denen – luftdicht verbunden

– die Verglasung aus zwei oder drei Scheiben

ruht.

Das Verbundfenster setzt sich aus je einem

Außen- und Innenflügel mit einfacher Verglasung

zusammen, die mit einem Scharnier

verbunden sind. Der Verbund lässt sich mit

einem Spezialschlüssel öffnen, um die Innenseiten

der Scheiben putzen zu können.

Kastenfenster, mit ihrem umlaufenden „Futter”,

in dem im Abstand von etwa 15 cm innen

und außen je zwei Flügel sitzen, welche sich

unabhängig voneinander öffnen und schließen

lassen, erfreuen sich heute wieder großer

Beliebtheit. Die Außenflügel öffnen sich meist

nach außen, die Innenflügel zum Raum hin.

Eine weitere Unterteilung der Fenster erfolgt

nach deren Öffnungsweise: Drehflügel drehen

sich um eine senkrechte Achse. Kippflügel

haben eine untere waagerechte Achse und

gut saniert!


43

GEBÄUDE

SANIEREN

öffnen sich oben einen Spalt weit. Sitzt die

Achse oben, etwa an einem Oberlicht, spricht

man von einem Klappflügel.

Am beliebtesten ist die Kombination daraus,

sogenannte Dreh-/Kippfenster, welches sich

kippen und öffnen lässt.

Schwingfenster drehen sich um eine waagerechte

Mittelachse, ein Teil des Flügels ragt in

den Raum, der andere nach draußen, häufig

bei Dachfenstern anzutreffen. Dank ausgefeilter

Beschläge sind viele Kombinationen

möglich.

Je nach Geschmack, Einsatzbereich und Stil

können Sie zwischen folgenden Rahmenmaterialien

für Ihre neuen Fenster wählen:

Holzfenster

Holz ist schon grundsätzlich energetisch

hochwertig, was durch die moderne Rahmengeometrie

mit integrierten Luftkammern und/

oder Dämmstoffen verstärkt wird. Holzfenster

werden bereits werksseitig vom Produzenten

mit einer haltbaren Oberflächenveredelung

versehen, müssen aber dennoch in regelmäßigen

Abständen überstrichen werden.

Aluminiumfenster

Für das Aluminiumfenster sprechen besonders

seine Wetterresistenz, Formstabilität und lange

Lebensdauer. Aluminium als guter Wärmeleiter

verlangt eine thermisch getrennte Konstruk-

Fenster Lenhardt

Innovative INTERNORM-Neuheit

INTERNORM 1st window partner. Fensterund

Türenkauf ist Vertrauenssache. Umso

wichtiger ist dabei ein Fachhändler, der

Sie entsprechend begleitet, unterstützt und

begeistert. Wir sind Wiens INTERNORM-

Händler mit der längsten Erfahrung in der

Althaus sanierung. Wir hatten im Jahr 2015

unser 40-jähriges Jubiläum und haben in

dieser Zeit ca. 60.000 INTERNORM-Fenster

in Wiener Altbauten eingebaut! Nicht nur

Kundenzufriedenheit, sondern besonders

die Kundenbegeisterung steht bei uns als

zertifiziertem INTERNORM Customer

Care-Betrieb an vorderster Stelle.

Nicht umsonst rangieren wir schon seit

Jahren unter den von wohnnet.at gewählten

Top-10-Betrieben in Wien! Alle unsere Mitarbeiter

werden auch in Zukunft alles unternehmen,

um diese hohe Kundenzufriedenheit

aufrechtzuerhalten.

PROMOTION

KR Anton Lenhardt Fenster-Türen GmbH

Wiedner Hauptstraße 119, 1050 Wien

T: +43 (0) 1/504 63 11

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gut saniert!


44

GEBÄUDE

SANIEREN

tion, bei der die inneren und äußeren Profile

durch isolierende Kunststoffelemente getrennt

werden. Die Oberfläche ist entweder eloxiert

oder pulverbeschichtet.

Holz-Alufenster

Sie bestehen aus Holzfensterrahmen mit

außen aufgesetzten Aluminiumprofilen. Bei

diesen Modellen werden die Stärken und

Vorteile beider Materialien ausgespielt: Während

die Innenseite in Holzausführung den

angenehmen Charakter eines Holzfensters

bietet, garantiert die Außenseite mit ihrer

Aluminiumabdeckung beste Witterungsbeständigkeit

und Langlebigkeit. Gerade in der

Sanierung ist die nachträgliche Bestückung

des Holzfensters mit einem Alurahmen interessant,

weil kostengünstig und einfach umzusetzen.

Hierbei wird das Aluprofil mittels

Clips oder Drehhalter außen an den Holzrahmen

aufgebracht. Besonders zu achten ist

hier auf die thermische Trennung zwischen

den beiden Materialien, um Kondenwasserbildung

zu verhindern. Idealerweise sind dies

drei Millimeter zwischen der Aluschale und

dem Holz.

Kunststofffenster

Besonders langlebig werden sie meist aus

PVC, gelegentlich auch aus glasfaserverstärktem

Material (GFK) hergestellt und sind meist

günstiger als Holz- oder Holz-Alufenster. Hochwertige

Kunststofffenster sind durch eingebaute

Stahlprofile verstärkt.

Kunststoff-Alufenster

Sie verbinden die Vorteile des Kunststoffes

(höchste Funktionalität, Wärme- und Schalldämmung)

mit absoluter Witterungsbeständigkeit

durch die außen angebrachte Aluminiumschale.

Die Oberfläche ist pflegeleicht und

vielfältig gestaltbar.

Griffe & Beschläge

Fensterbeschläge verbinden den Fensterflügel

mit dem Fensterrahmen, sorgen für einfaches

Öffnen, Kippen und Schließen des Fensters und

sollten immer passend zur Öffnungsart und Fenstergröße

gewählt werden. Geben tut es sie aus

Edelstahl (nass oder trocken geschliffen entsteht

eine metallische, matte oder glatte Oberfläche),

Aluminium (eloxiert und dadurch silbrig weiß und

matt) oder Messing (poliert, vernickelt oder verchromt).

Die Kunststoffvariante wird aus Polyamid

hergestellt, ist in den RAL-Farben durchgehend

eingefärbt und hat eine ganz glatte Oberfläche.

Fenstergriffe werden auch Halboliven genannt,

während die ältere Variante, das Fenster

zu öffnen, als (Voll)Olive bezeichnet wird.

Sie kennen solche Fensteroliven mit Sicherheit

von den traditionellen Kastenfenstern. Halboliven

haben die gleiche technische Funktion wie

die Fensteroliven. Durch ihre bessere Hebelwirkung

sind sie aber besonders für große,

schwere Fensterflügel geeignet. Fenstergriffe

können ebenso für Dreh-Kippflügelfenster oder

Fenstertüren verwendet werden, haben jedoch

meist keine Rasterung. Volloliven hingegen

verleihen dem Fenster und damit dem Raum

ein traditionelleres, fast antikes Aussehen.

Regelmäßige Wartung

Einmal im Jahr sollten Sie die Fensterbeschläge

und -griffe einer Wartung unterziehen: Püfen Sie

alle beweglichen Teile und Verschlussstellen auf

Funktion und fetten Sie sie nach. Dafür dürfen

nur säurefreie Öle verwendet werden. Bemerken

Sie, dass die Fenster nicht mehr richtig schließen,

prüfen Sie die Eck- und Scherenlager auf

Verschleiß und Abnutzung. Je nach Erfordernis

müssen Befestigungsschrauben nachgezogen

bzw. einzelne Teile ausgetauscht werden.

Können Sie das selber nicht, lassen Sie einen

Fachmann kontrollieren. Mit einem regelmäßigen

Check verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer

Fenster ums Dreifache.

gut saniert!


FENSTER-SANIERUNG

RASCH. SAUBER. PROFESSIONELL.

Ob Sanierung oder Renovierung – man denkt immer gleich an Staub und Schmutz. Und genau

das möchte man in seinem Zuhause vermeiden. Mit Internorm läuft der Fenstertausch rasch,

sauber und einfach ab. Internorm-Vertriebspartner mit ihren speziell ausgebildeten und vor

allem zertifizierten und diplomierten Monteuren machen es Ihnen jedoch so leicht wie möglich.

Innerhalb weniger Stunden sind Ihre Fenster ausgetauscht.

Mehr Infos bei Ihrem Internorm-Partner

oder auf www.internorm.at

Alles spricht für Internorm


46

GEBÄUDE

SANIEREN

Einfach mehr vom Leben sehen

Smarte Falt- und Schiebesysteme

von AluKönigStahl machen den

Unterschied. Einzigartiges Wohnambiente

durch schlanke Profile

und außerordentliche Stabilität der

Konstruktionen. Das sind die Highlights

der Falt- und Schiebetüren

von Schüco und Jansen aus dem

Hause AluKönigStahl.

Der Architekturtrend hin zu großflächigen

Falt- und Schiebetüren erfordert

technische Finesse und Innovation in der

Konstruktion. AluKönigStahl ist hier der ideale

Ansprechpartner. Das Erfolgsrezept: Technisches

Know-how, laufende Innovationen und

umfangreicher Service ergeben ein umfangreiches

High-End-Produktsortiment bestehend

aus Panorama-Design-Schiebetüren über

Hebe-Schiebe- und Faltschiebetüren bis hin zu

Parallel-Abstell-Schiebe-Kipp-Türen (PASK).

PROMOTION

schlanken Profilen und großzügige Glasflächen

möglich. Die hochgedämmten Schiebe- und

Faltschiebetüren ermöglichen lichtdurchflutete

Räume mit traumhaftem Ausblick und schaffen

so scheinbar grenzenlose Freiräume.

Panorama trifft auf Design

Hinzu kommen Sicherheits- und Technik-

Features sowie atemberaubendes Design für

individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Egal,

ob der Wintergarten eins mit dem Garten

werden oder die Terrasse eine Erweiterung

des Wohnraums sein soll: Falt- und Schiebesystemen

von AluKönigStahl sind keine

Grenzen gesetzt. Vor allem die Panorama-

Design-Linie mit bodentiefer Verglasung

lässt fast grenzenlos wirkende Räume entstehen.

Aber nicht nur für den Außenbereich

eignen sich die Falt- und Schiebetürsysteme,

sondern auch im Innenbereich lassen sie

sich optimal einsetzen und Wohn- bzw. Arbeitsräume

im Handumdrehen erweitert oder

verkleinert werden.

Innovation & Technik

Die jahrelange Zusammenarbeit mit den Weltmarktführern

Schüco und Jansen ermöglicht

Produktinnovationen auf höchstem Niveau. Ein

wesentlicher Benefit der hochwertigen Aluminium-

und Stahlsysteme: Durch die extreme

Stabilität sind Konstruktionen mit besonders

Dämmung, Energie-effizienz & Wohnkomfort

Die Falt- und Schiebetüren von Schüco und

Jansen sind wahre Energiesparmeister – bis

hin zu Passivhaus-Niveau. Weniger Energieverbrauch

bedeutet nachhaltigen Klimaschutz

und natürlich auch Kosteneffizienz. Egal, ob an

klaren Wintertagen oder an heißen Sommer-

gut saniert!


47

GEBÄUDE

SANIEREN

tagen, das Wohnklima im Innenbereich bleibt

dank optimaler Wärmedämmung der Falt- und

Schiebetürsysteme konstant.

Sicherheit inklusive

Abhängig von der Ausstattungsvariante trägt

die hohe Materialstabilität der Aluminium- und

Stahlprofile zum Einbruchschutz bis zur Widerstandsklasse

2 (RC2) bei. Zusätzlich verfügen

die Schiebetüren über einen Klemmschutz mit

intelligenter Software: Elektronisch gesteuerte

Flügel fahren zurück, wenn sie auf ein Hindernis

wie eine Person oder einen Gegenstand stoßen.

Eine eingebaute Infrarot-Sensorik erkennt

zusätzlich Hindernisse, bevor sie sich der Anlage

nähern. Weitere Möglichkeiten der Öffnungs- und

Verschlussüberwachung erlauben über Rückmeldefunktionen

das elektronische Abschließen

beim Verlassen des Hauses. Der bereits hohe

Sicherheitsstandard der Schüco-und Jansen-Systeme

kann zusätzlich mit Alarmanlagen kombiniert

werden.

Komfort per Knopfdruck

Ein weiteres Highlight: Die e-slide-Technik von

Schüco. Mit ihr können Schiebetüren (bis zu

500 kg) leise, vollautomatisch und schnell

bewegt werden. Die komplett verdeckt eingebaute

e-slide-Automatik kann durch verschiedene

Optionen – wie eine Tastatur am Flügel,

einen Raumtaster oder eingebunden in die

Gebäudeautomation – zentral bedient werden.

Die eingebaute Software verfügt zudem über

einen Klemmschutz. Dank Fingerprint-Leser

ist ungewolltes Aussperren auf Balkon oder

Terrasse ausgeschlossen. Durch Einspeicherung

des Fingerabdrucks wird nur ein Finger benötigt,

um die Systeme zu entriegeln. Unerwünschter

Besuch ist somit ausgeschlossen und Manipulation

zugleich unmöglich.

(Nahezu) unbegrenzte Designmöglichkeiten

Form und Funktion gehen bei Falt- und Schiebetürsystemen

von Schüco und Jansen Hand

in Hand. Die bodentiefe Verglasung kann

individuell angepasst werden und verleiht den

Räumen einen unverwechselbaren Charakter.

Nicht nur Design, Form und Farbe sind frei

wählbar, auch die verschiedenen Öffnungsvarianten

– Panorama-Design-Schiebesysteme,

Hebe-Schiebesysteme, Faltschiebesysteme

oder PASK-Türen – bieten individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen zur Kampagne und den

Produkten auf der Kampagnenwebsite finden

Sie unter:

www.mehrvomlebensehen.com

www.facebook.com/Alukoenigstahl/

www.instagram.com/alukoenigstahl/

AluKönigStahl GmbH

Goldschlagstraße 87-89

1150 Wien

T: +43 1 98130 - 0

office@alukoenigstahl.com

www.alukoenigstahl.at

gut saniert!


48

GEBÄUDE

SANIEREN

Alte Fenster

austauschen

Sind die Schäden an Ihren Fenstern

mit einfachen Renovierungs- und

Sanierungsmaßnahmen nicht mehr

in den Griff zu bekommen, hilft nur

noch der Austausch. Der Heimwerker

schafft das mit professioneller

Unterstützung auch selbst. Wir

sagen Ihnen wie.

Neue Fenster sind Energiesparmeister,

alte Fenster allzu oft Energieschleudern.

Sind auch Ihre Fenster in die

Jahre gekommen, das Material nicht mehr

einwandfrei, die Technik nicht mehr am

Stand der Zeit?

Wir sagen: Ein Fenstertausch rechnet sich in

jedem Fall. Innerhalb nur eines Tages können

Sie damit nämlich die Energiebilanz Ihres

Hauses um ein Vielfaches verbessern. Vorausgesetzt

natürlich, Sie entscheiden sich für

Tipp:

Eine Schutzabdeckung für

den Bodenbereich unter den

Fenstern ist obligatorisch, um

den Arbeitsbereich sauber

zu halten und den Boden

nicht zu beschädigen.

entsprechend hochwertige Fenster, was beim

heutigen Marktangebot aber kein allzugroßes

Problem darstellt. Übrigens: Fenster immer vor

Wintereinbruch auswechseln (lassen), denn

Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, zum Teil

sogar schon unter 9 Grad Celsius, machen die

Verarbeitung einiger Materialien unmöglich.

Wir zeigen Ihnen nun Schritt für Schritt, wie

der Fenstertausch zu einer sicheren und sauberen

Angelegenheit von nur wenigen Stunden

wird. So funktioniert’s:

1. Schritt

Zuerst werden die alten Fensterflügel und die

Fensterrahmen entfernt. Schneiden Sie dafür

den Rahmen am besten seitlich ein, so kann er

sicher und einfach entfernt werden. Außerdem

werden so auch der alte Fensterstock, der

normalerweise weiterverwendet werden kann,

und die Mauer beim Herausnehmen nicht

beschädigt.

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Einfacher lässt sich

der Fensterrahmen

entfernen, wenn

Sie ihn auf einer

Seite einschneiden.

2. Schritt

Im nächsten Arbeitsschritt werden die

innere und die äußere Fensterbank

demontiert. Achtung: Neue Fenster sind

aufgrund ihres Anspruches auf optimalen

Wärmeschutz meist tiefer als die alten!

3. Schritt

Entfernen Sie nun vorsichtig den alten Fensterrahmen

und setzen Sie dann den neuen

Rahmen ein.

4. Schritt

Nach dem Rahmen folgen der oder die Fensterflügel.

Hier ist es besonders wichtig, dass die

Flügel nach Montage exakt justiert werden –

nur so lassen sich die neuen Fenster dicht bzw.

überhaupt schließen!

5. Schritt

Zum Schluss werden noch die neuen Fensterbänke

montiert und der Rahmen ordentlich

abgedichtet. Dieser Arbeitsabschnitt des

Dichtens ist übrigens der wichtigste, es muss

sehr genau gearbeitet werden, da nur so das

Fenster auch für die nächsten Jahre dicht

bleibt und sich selbst nach hundertmaligem

Lüften noch leicht öffnen und schließen

lässt.

Schon die kleinsten Ungenauigkeiten beim

Einbau können Ihr Fenster langfristig schädigen!

Größtes Problem dabei: Bauschäden wie

Dichtungsfehler, Kondensat oder Kältebrücken,

die in weiterer Folge unter anderem

zu Schimmel führen können, werden erst

nach einiger Zeit sichtbar und lassen sich

dann kaum noch ausbessern. Daher empfehlen

wir: Wenn Sie nicht vom Fach sind, holen

Sie sich unbedingt Hilfe von einem Profi,

nur die Fachleute wissen, wie Fenster vorschriftsmäßig

und ÖNORM-gerecht eingebaut

werden.

Im Zuge eines

Fenstertausches

sollten Sie auch die

Innen- und Außenfensterbänke

auswechseln.

49

GEBÄUDE

SANIEREN

Die neu montierten

Fensterflügel müssen

ordentlich justiert

werden.

Die neuen Fenster-

bänke machen das

Ganze perfekt.

Rahmen noch abdichten

und fertig.


50

GEBÄUDE

SANIEREN

Die Fensterflügel

aus dem Rahmen

nehmen und auf

die vorbereiteten

Arbeitsböcke legen

Legen Sie eine Decke

zwischen Rahmen

und Bock, um das

Material zu schützen.

Fenster renovieren

Neue Dichtungen, nachjustieren,

abschleifen und neu lackieren: Sind

Ihre Fenster noch gut, kann mithilfe

einer ordentlichen Renovierung

nicht nur das optische Erscheinungsbild,

sondern auch die Energiebilanz

verbessert werden.

Während Kunststoff- oder Aluminiumfenster

nicht wirklich zufriedenstellend

saniert werden können,

lassen sich Holzfenster durch handwerkliches

Geschick optisch wie technisch auf den aktuellen

Stand bringen. Die Schalldämmung kann

um rund 10 dB verbessert und die Wärmedämmung

den modernen Anforderungen angepasst

werden.

Und so funktioniert’s:

1. Schritt: Die Fensterflügel aus dem Rahmen

nehmen und auf vorbereitete Arbeitsböcke

legen. Schützen Sie die Auflagefläche der

Fenster mit einer Decke o.Ä.

2. Schritt: Beginnen Sie nun mit dem vollständigen

Entfernen der alten Farbe bzw. des

Lacks. Die Möglichkeiten: Abbrennen mittels

Was Sie brauchen:

Schleifmaschine

Elektrohobel

Staubsauger

Lackrolle

Arbeitsböcke als Auflage

Staubschutzmaske

Messer, Schraubenzieher,

Rasierklinge

passenden Holzlack

grobes & feines Schleifpapier

Malerkrepp

Fensterkitt

Holzspachtelmasse oder

Reparaturmasse für Holz

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Heißluft, Abbeizen oder Abschleifen.

Arbeiten Sie unbedingt mit

Handschuhen und Mundschutz,

am besten natürlich in der frischen

Luft oder zumindest in einem gut

durchlüfteten Raum, um gerade beim

Abbrennen und Abbeizen entstehende

giftige Dämpfe nicht einzuatmen.

3. Schritt: Beschädigungen am

Holz werden mit einer speziellen Reparaturmasse

für Holz ausgebessert und noch

einmal überschliffen.

4. Schritt: Nun können Sie mit der Oberflächenbehandlung

der Fensterrahmen beginnen.

Nach dem Grundieren werden – je nach Ihrer

Wahl – Lack, Lasur oder Öl nach Herstellerangaben

aufgetragen.

5. Schritt: Fensterflügel nun nach Herstellerangaben

trocknen lassen. Erst dann wieder

einhängen und die Gang- und Schließbarkeit

überprüfen und gegebenenfalls nacharbeiten.

7. Schritt: Anschläge mit geeigneten Mitteln

säubern oder wenn nötig erneuern.

Gehen Sie beim

Entfernen der

alten Farb- bzw.

Lackschichten

umsichtig vor, um

das Holz nicht zu

beschädigen.

51

GEBÄUDE

SANIEREN

Nach der Grundierung

wird am besten ein

hochwertiger Acryllack

aufgetragen. Herstellerangaben

beachten!

Maßnahmen zur Fensteraufbesserung

Fugendichtheit verbessern: Die dauerhafteste

Lösung ist das Einfräsen von Lippenprofilen

(Dichtungslippen). Achtung bei Räumen mit

Verbrennungsheizungen (auch Gasthermen!).

Eventuell müssen Zuluftöffnungen geschaffen

werden – fragen Sie Ihren Rauchfangkehrer.

Vorsatzscheiben anbringen: Durch Montage

einer zusätzlichen Scheibe an der Innenseite (am

besten mit Wärmeschutzverglasung) wird das

bestehende Fenster zum Kastenfenster. Sogar

mit einfach verglasten Vorsatzflügeln können bei

bestehenden Holzfenstern 40 Prozent Energie

eingespart werden. Das äußere Erscheinungbild

bleibt unverändert, der Wärme- und Schallschutz

verbessert sich wesentlich. Diese Lösung ist

auch bei Glasbausteinen sinnvoll, wenn die

Optik unverändert bleiben soll.

Glastausch: In einigen Fällen kann der Ersatz

der Gläser durch eine moderne Wärmeschutzverglasung

eine wesentliche Verbesserung

sein. Bei einfach verglasten Fenstern unbedingt

vorher prüfen, ob die Beschläge für das höhere

Gewicht der neuen Gläser zugelassen sind.

Alusysteme anklicken: Wer seine Fenster

nicht mindestens alle fünf Jahre nachstreichen

will, kann – sofern das Holz in einwandfreiem

Zustand ist – zu einem Aluminium-Verkleidungssystem

greifen. Dabei werden pulverbeschichtete

Aluminiumprofile mittels Spezialhalterungen an

der Außenseite des Fensters montiert. Lassen Sie

sich vom Anbieter informieren! Auf der Rauminnenseite

bleiben Ihnen die Streicharbeiten aber

nicht erspart. Die Zeitspanne lässt sich allerdings

je nach Abnutzung strecken.

gut saniert!


52

GEBÄUDE

SANIEREN

Holzfenster

abdichten

Fensterdichtungen halten bei normaler

Beanspruchung und entsprechender

Pflege mehrere Jahre lang.

Was der Dichtheitstest ist und wie

Sie Kunststoff- und Holzfenster

wieder dicht machen, zeigen wir

Ihnen hier.

Moderne Fenster liefern dank gedämmtem

Rahmen und Thermoverglasung

Werte, die vor ein paar

Jahren noch undenkbar waren. Doch das beste

Fenster nützt nichts, wenn die Dichtung

defekt ist und damit in weiterer Folge kalte

Luft und Feuchtigkeit in die Innenräume

dringen kann, während die teure Heizungsluft

nach draußen verschwindet. Noch dazu

hält die Fensterdichtung auch Feinstaub und

Pollen draußen.

Silikon-Kautschukmasse

verträgt sich nicht mit lasierten/lackierten

Flächen,

Naturstein oder Beton. Hier

immer eine überstreichbare

Masse auf Acrylbasis

verwenden!

Tipp:

Marktübliche Dichtbänder

hinterlassen lästige Rückstände

am Fensterrahmen!

Profis raten, mit hochwertiger

Dichtmasse bzw.

Silikon zu arbeiten!

Während die Fensterdichtungen von Kunststofffenstern

recht unkompliziert getauscht

werden können, zeigt sich bei den beliebten

Holzfenstern ein etwas anderes Bild. Holz

ist ein natürlicher, organischer Baustoff und

mit dementsprechend höherer Sorgfalt zu

behandeln, bei richtiger Behandlung jedoch

ein ausgezeichnetes Baumaterial mit hervorragendem

wohnbiologischem Wert.

Bei Sonneneinstrahlung dehnt sich Holz

bekanntermaßen aus, bei Kälte zieht es sich

hingegen zusammen. Die unangenehme Folge:

Der Fensterrahmen aus Holz verzieht sich

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

mit der Zeit. Risse und Fugen klaffen, Lärm,

Schmutz und Kälte dringen ein, Wärme verliert

sich nach draußen. Da ist ein ordentliches Abdichten

gefragt. Und wie Sie das gründlich und

professionell machen, zeigen wir Ihnen nun.

Schritt 1 & 2:

Befreien Sie zunächst die Fensterrahmen vorsichtig

von Schmutz und Staub. Dafür reicht

ein feuchter, weicher Lappen. Lassen Sie das

Material dann ordentlich trocknen. Nun kleben

Sie die Fugen mit einem Kreppband ab.

Schritt 3:

Tragen Sie den Dichtstrang gleichmäßig, immer

in derselben Ebene auf. Wenn die Ritzen

unterschiedlich weit klaffen, verwenden Sie

eingespritzte Dichtmasse, die sich dem Spalt

anpasst und ihn perfekt auffüllt.

Im ersten

Schritt den

Schmutz

entfernen,

trocknen

lassen und

danach

grundieren.

53

GEBÄUDE

SANIEREN

Im zweiten

Schritt mit

Kreppband

abkleben.

Dichtstrang auftragen

& glätten.

Schritt 4:

Legen Sie jetzt die Abdeckfolie auf und halten Sie

das Fenster dann für rund zwei Tage geschlossen.

Schritt 5:

Setzen Sie dann längs der Kreppbänder zwei

Trennschnitte und ziehen Sie Folie und Krepp

wieder ab.

So machen Sie den Dichtheitscheck

Am besten überprüfen Sie die Fensterdichtungen

noch vor Wintereinbruch, bei mittelmäßigen

Außentemperaturen. Zu tauschen

sind sie, wenn:

• sie porös, rissig oder nicht mehr elastisch

sind und sie den Kerzentrick nicht

bestehen: Die Flamme sollte nicht flackern

oder ausgehen, wenn Sie mit der Kerze an

den Fensterrändern entlanggleiten.

• sie den Papiertest nicht bestehen: Ein zwischen

Fensterflügel und -rahmen steckendes

Papier darf nicht herausziehbar sein.

Im letzten Schritt

Abdeckfolie auflegen und

Fenster für rund zwei

Tage schließen.


54

GEBÄUDE

SANIEREN

Beschattung mit System

So sehr alle Lebewesen von der Sonne auch abhängig sind, wir

müssen uns dennoch vor zu viel Hitze und UV-Strahlung schützen.

Hier erfahren Sie Wissenswertes über den Sonnenschutz am Haus.

Tipp:

Außenbeschattung

ist energieeffizienter

als innen liegende

Systeme.

gut saniert!


© epr/JASNO

55

GEBÄUDE

SANIEREN

Eine Wohnung hoch über den Dächern der

Stadt, eine Loggia oder Veranda oder gar

ein Wintergarten, für all das ist Glas das

Bauelement schlechthin. Mit der Notwendigkeit,

zu viel Sonneneinstrahlung draußen zu

halten.

Zwei Arten von Sonnenschutzsystemen

stehen zur Auswahl. Einmal der außen liegende

Sonnenschutz, der – je nach Art und Qualität –

gleichzeitig einen guten Einbruchsschutz bietet

und automatisch über die Haustechnik gesteuert

wird, sowie der innen liegende Sonnenschutz,

der auch gestalterische Aspekte umfasst.

Die Besten für draußen

Außen liegende Sonnenschutzsysteme lassen

die direkte Strahlung auf das Glas nicht zu und

reflektieren die einfallenden Strahlen. Bauliche

Maßnahmen, wie etwa Vordächer und/

oder Dachüberstände, werden in der Regel für

die höchsten zu erwartenden Wärmelasten

ausgelegt, verhindern in der restlichen Zeit

aber einen ausreichenden Tageslichteinfall.

Meist wird daher den beweglichen Systemen

der Vorrang gegeben.

Am häufigsten treffen wir hierzulande die in

allen RAL-Farben erhältlichen Rollläden an. Sie

sind Sonnen- und Einbruchsschutz in einem.

Wichtig ist hier die sorgfältige Montage, denn

schlechte Dämmung des Rollladenkastens

kann zu Kondensatbildung und zum Entstehen

einer Wärmebrücke führen. Alle Bauteile sollten

daher rostfrei ausgeführt und vor Fäulnis

geschützt werden. Nachteil: Im geschlossenen

Zustand dringt absolut kein Licht ein und die

Sicht nach draußen ist blockiert.

Auch Außenraffstoren bieten einen guten

Sonnenschutz und gestalten die Hausfassade. Ihr

größter Vorteil liegt darin, dass sich der Einfall

des Tageslichtes regulieren lässt. Außenraffstoren

werden in der Fensternische montiert,

arbeiten händisch bedient oder motorgesteuert

weitgehend verschleißfrei und brauchen

kaum Pflege. Die verwendeten Motoren arbeiten

mit 230 V Wechselstrom. Auf Wunsch sind

diese Systeme mit einer automatischen Steuerung

ausgestattet, welche auf Sonneneinstrahlung

einerseits und auf zu hohe Windlasten

andererseits selbstständig reagieren. Dämmerungssensoren

und Funkfernsteuerung runden

das System ab.

Die stufenlose Lamellenregulierung von

Außenjalousien ermöglicht die Regelung von

Helligkeit und Raumklima bei allen Lichtverhältnissen.

Die bewährte Technik und

vielseitige Montage- und Antriebsmöglichkeiten

(Wendestab oder Schnur) kombiniert

mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis

machen Außenjalousien zu beliebten Einsteigermodellen.

Auch sie können mit einem

Motor ausgestattet werden, der meist in der

Oberschiene eingebaut wird und ebenfalls

alle automatisierten Steuerungsmöglichkeiten

zulässt. Im Gegensatz zu innen liegenden

Ausführungen garantieren Außenrollos einen

besseren thermischen Sonnenschutz. Auch

gegenüber anderen Außenbeschattungen

zeigen sie ihre Vorteile. Räume werden auch

bei geschlossenen Rollos nicht vollständig verdunkelt,

sodass im Rauminneren immer noch

ausreichend Tageslicht erhalten bleibt.

Last but not least zählen klassische Markisen,

namentlich Gelenkarm- und Kassettenmarkisen,

zu den bewährten Beschattungssystemen

und werden meist für Terrassen und

Balkone eingesetzt. Rollt man beispielsweise

eine Gelenkarmmarkise – der Neigungswinkel

der Bespannung ist übrigens vielfach verstellbar

– ein, legen sich die tragenden Arme

zusammen und sind dann nahezu nicht mehr

zu sehen. Der Platzbedarf ist also gering. Die

Kassettenmarkise hat den Vorteil, dass sie die

gut saniert!


56

GEBÄUDE

SANIEREN

Sonderfall Wintergarten:

Neben Raffstoren und Außenjalousien

gibt es auch spezielle

Wintergartenmarkisen, Metalllamellen

und textile Beschattungen

für außen. Innen können Sie

mit Jalousien, Flächenvorhängen,

Rollos oder Plissees arbeiten.

Effektive Lösungen für

die typischen Sonderflächen

wie Dreiecke,

Bullaugen, Trapeze und

Überstände bietet der

Fachhandel.

technischen Teile und den Stoff in geschlossenem

Zustand komplett umschließt und so

vor Witterungseinflüssen schützt. Die billigste

Version und nur für den Balkon nutzbar ist die

sogenannte Seilspannmarkise. Erwähnenswert

sind noch Fallarmmarkisen (die Bespannung

wird komplett ausgestellt) sowie Markisoletten

(der obere Teil des Tuches läuft parallel

zur Fensterscheibe und nur der untere wird

ausgestellt), die vor Fenstern montiert werden.

Senkrecht-, Scherenarm- und Wintergartenmarkisen

runden das vielfältige Angebot ab. Alle

Modelle sind mit händischer oder Motorbedienung

erhältlich.

Schattenmacher für innen

Innen liegender Sonnenschutz beginnt erst zu

wirken, wenn unerwünschte Hitzestrahlung

das Fenster bereits durchdrungen hat, und ist

somit – zumindest im Sommer – energetisch

ungünstiger. Ein Vorteil hingegen ist, dass

der Schutzmechanismus den Witterungseinflüssen

nicht direkt ausgesetzt und daher

kostengünstiger ist.

Innenjalousetten mit reflektierender Oberfläche

verhindern ein unerwünschtes Eindringen

von Wärme- und greller Lichtstrahlung in

den Raum und lassen nur einen geringen Teil

als diffuses Licht eindringen. Lamellenvorhänge

werden mit Schnurzug und Wendekette

entweder händisch oder mittels Wendemotor

bedient. Vor allem für unzugängliche Montagen

empfiehlt sich der Motor mit Fernbedienung.

Ihr Vorteil ist die enorme Angebotsvielfalt,

z. B. auch für Tür-Fenster-Kombinationen

oder als Plafondanlage für Lichtkuppeln, in

puncto Form und Farbe.

Moderne Rollos sind komfortabel in der

Bedienung und die Vielfalt der Stoffe und

Materialien lässt keine Wünsche offen.

Serienmodelle können preisgünstig sein,

Sonderanfertigungen in speziellen Größen

oder Hightechmaterialien sind dagegen eher

im hochpreisigen Segment zu finden. Die

Ausführungen reichen von halb transparent bis

absolut lichtdicht. Die korrekte Bezeichnung

für diese Beschattungssysteme ist noch immer

Springrollo, wenngleich die modernen Modelle

eher gleiten. Plissee-Sonnenschutz bringt – je

nach Farbe und Stellung der Plissees – vor

allem unterschiedliche Lichteffekte. Unterschiedliche

Materialien von hauchzart bis grob

und Oberflächenstrukturen unterstreichen

diese Effekte. Auch in der Form, etwa in Dreieck-

oder Fünfeckform, sind der Vielfalt keine

Grenzen gesetzt.

gut saniert!


Chic & standfest

Kleine Pergola-Markise wirft

großen Schatten

Die „pergola compact“ von markilux

ist der passende Sonnenschutz

für Häuser, die sich nicht für die

Montage einer klassischen Markise

eignen. So fährt das Tuch bei ihr über

seitliche Schienen aus, die vorne auf

zwei schlanken Säulen lehnen. Mit ihrer

Größe eignet sich die Markise vor allem

für schmale Terrassen, die einen grazilen

Sonnenschutz brauchen, der dennoch

reichlich Schatten spendet. Eine LED-

Lichtleiste unter dem Tuchgehäuse betont

die schlanke Linie der Markise. Ihr

schlichtes, eckiges Design wirkt zeitlos.

Damit punktet die Markise vor allem bei

modernen Hausformen. Für reichlich Privatsphäre

gibt es die „pergola compact“

mit einer weiteren, vorne absenkbaren

Markise.

Weitere Infos hierzu finden Sie unter:

www.markilux.com.

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GEBÄUDE

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58

GEBÄUDE

SANIEREN

Die Unwetter werden

heftiger, Wohnhausbrände

wegen Blitzschlags

können aber

verhindert werden!

Brandsanierung

Das Wichtigste bei der Brandsanierung:

Sofort handeln! Je schneller

Sie Maßnahmen einleiten,

desto höher sind die Erfolge und

desto geringer die Schäden. Hier

erfahren Sie, was Sie selbst machen

können, und wofür es Profis

braucht.

Nach einem Brand befinden sich verschiedene

Schadstoffe und Ruß in der Luft.

Damit diese nicht über die Atmung in

die Lunge gelangen, ist es notwendig, nach der

Löschung einige Stunden zu warten. Da restliche

Partikel jedoch nie voll auszuschließen

sind bzw. bei den Arbeiten aufwirbeln, ist es

ratsam, Schutzkleidung und Atemschutzmaske

der Klasse FFP2 oder FFP3 zu tragen.

Achtung: Schadensminderungspflicht

Die Versicherungen schreiben die so genannte

Schadensminderungspflicht vor. Leiten Sie also

nicht unverzüglich und nachweislich sogenannte

schadensmindernde Sofortmaßnahmen nach

einem Feuerunglück ein, so wird es auch kein

Geld geben. Zu diesen Maßnahmen zählen:

• entstandene Schäden eindämmen

• weitere Schäden verhindern

• die Schadenstelle absichern

• keine Elektrogeräte bedienen

(Kurzschlussgefahr!)

Weiters müssen alle beweglichen Gegenstände

und Geräte aus den betroffenen Bereichen

gebracht werden, der entstandene Schutt ist

wegzuräumen, eventuell stehendes Wasser muss

abgesaugt werden, die Räume müssen auf mindestens

10 Grad aufgeheizt und die Luftfeuchtigkeit

auf unter 40 Prozent gesenkt werden (wichtig

wegen Korrosionsgefahr!). Für diese Arbeiten sollten

Sie entsprechende Sanierungsunternehmen

beauftragen, die sich mit Ihnen, den Sachverständigen

und der Versicherung absprechen und alle

Maßnahmen nach Vorschrift durchführen können.

Rußentfernung ist Profiangelegenheit!

Nachdem die ersten Maßnahmen zur Schadensminimierung

getätigt wurden, geht es an

die eigentliche Sanierung, die Entfernung vom

niedergeschlagenen Ruß. Laut Experten muss

gut saniert!


© epr/Getifix

59

GEBÄUDE

SANIEREN

das nicht nur besonders gründlich, sondern auch

rasch vonstattengehen, da Ruß korrosiv wirkt

und speziell Metalloberflächen innerhalb kürzester

Zeit zerstört. Die Profis haben hier mehrere

Möglichkeiten: Begonnen wird mit der trockenen

Absaugung der Oberflächen mittels Industriesauger.

Weiterführendes Stanardverfahren ist

dann sicher das Abwischen mit Schwamm, Vlies

und Lappen. Das Waschwasser enthält entsprechende

Neutralisationschemikalien und muss oft

gewechselt werden. Verrußungen an Fassaden

und äußeren Gebäudeteilen werden mittels

Hochdruckreiniger (Heißwasser plus alkalische

Reinigungsmittel) quasi abgewaschen.

Was ist sanierbar, was nicht?

Nicht jedes Material und jede Oberfläche

lassen sich nach einem Feuer gleich gut oder

überhaupt wieder instand setzen:

Beton, verputzte oder nicht poröse Oberflächen

gelten als sehr gut sanierbar. Die Profis

werden hier zuerst absaugen, dann hochdruckreinigen

und bei besonders heiklen Stellen wird

händisch gereinigt. Im Bereich von hitzebedingten

Rissen oder Abplatzungen muss immer

ein Statiker hinzugezogen werden. Erst wenn

er die betroffenen Bauteile „freigibt“, wird hier

mittels Sandstrahlen gereinigt und werdenmittels

Mörtel die gröberen Schäden im Beton

behoben. Problematischer wird es bei porösen

Oberflächen wie etwa unlackiertem Holz. Hier

dringen die Brandgase schnell in die Poren ein

und gasen dann je nach Luftdruck und Wärme

aus, was eine Gefahr für die Menschen birgt.

Fliesen und alle Keramik lassen sich einfach

durch Feuchtreinigung wieder herrichten, die

Verfugungen müssen jedoch unter Umständen erneuert

werden. Natursteinoberflächen lassen sich

ebenfalls recht einfach sanieren, müssen aber

eventuell neu imprägniert werden. Als problematisch

erweist sich Marmor, da er Eisenanteile

enthält, die zur Ausbildung von Rostfahnen führen

können. Marmorböden müssen daher sofort

künstlich ausgetrocknet werden. Holzböden und

-wände werden ebenfalls trocken oder leicht

feucht vorgereinigt, und später je nach Schadensausmaß

fein gereinigt, abgeschliffen und neu

Als nicht sanierbar gelten außerdem

Lebensmittel, Kinderspielzeug, Babysachen,

Kosmetikartikel, Textilien und in

der Nähe des Brandgeschehens

befindliche Polstermöbel.

versiegelt, gewachst oder geölt. Das Gleiche gilt

für Holzfenster und -türen. Ob eine Sanierung von

Fenstern und Türen aus Kunsstoff Erfolg bringt,

hängt vom Einzelfall ab. Durch die Hitze können

sich nämlich Rußpartikel in die Kunststoffoberfläche

einbetten, ein Austausch ist dann unumgänglich.

Bei leichten Verschmutzungen reicht

die Standardsofortreinigung.

Definitiv entfernen müssen Sie alle Tapeten,

textile Boden- und Wandbeläge, unbehandeltes

Holz, betroffene Lichtschalter und Steckdosen

sowie Metalloberflächen, die bereits

korrodiert sind.

Ein Sonderfall sind Elektrogeräte. Wenn

Kunststoffe wie PVC verbrennen, entstehen

schädliche Brandgase, die sich auf den Geräten

niederschlagen. Deshalb müssen die Oberflächen

vom Profi spezialgereinigt werden, sprich

auseinandergebaut, innen wie außen feucht

und mit speziellen Brandreinigern geputzt und

dann wieder zusammengesetzt werden. Ob und

wann sich solche Sanierungsmaßnahmen rentieren,

entscheiden Sie gemeinsam mit einem

Sachverständigen. Einen betroffenen Mixer wird

man wohl eher entsorgen, beim Arbeitscomputer

mit wichtigen Daten wird eine Reparatur eher

bevorzugt werden.

gut saniert!


60

GEBÄUDE

SANIEREN

Wasserschaden

Ob Wasserrohrbruch oder Hochwasser,

laut Statistik ist jedes

Gebäude alle 20 Jahre einmal von

einem größeren Feuchteschaden

betroffen. Welche Sofortmaßnahmen

ergriffen werden müssen und

wie nachhaltig saniert wird, erfahren

Sie nun.

Es gibt üblicherweise zwei mögliche

Hauptgründe für einen Feuchtigkeitsschaden

in Ihrem Haus: Entweder der

Wasserschaden rührt von einer offensichtlichen

Ursache wie eben einer Hochwasserkatastrophe

oder einem Wasserrohrbruch an

angeschlossenen Einrichtungen her. Oder

aber der Ursprung der feuchten Stellen in

Ihrem Haus ist unbekannt und muss erst

fachmännisch geortet werden. Diese gezielte

Suche erfolgt mittels Leckortung durch spezielle

Unternehmen.

Achtung:

Durch Heizen alleine

werden Sie keine Erfolge

bei der Trocknung haben,

da ein Überdruck entsteht

und die Feuchtigkeit noch

weiter in die Bauteile

eindringt.

Sofortmaßnahmen nach Wasserschaden

Ein Wasserschaden, egal welcher Ursache,

muss immer so schnell wie möglich behoben

werden, nicht zuletzt, um keine Probleme mit

der Versicherung zu bekommen. Je rascher

Sie reagieren (lassen), umso eher kann aber

natürlich auch die Einrichtung oder das

Gebäude selbst erhalten bleiben. Zu diesen

Sofortmaßnahmen gehören unter anderem:

• Entfernung (Absaugung) von stehendem

Wasser

• Auslagerung aller betroffenen Gegenstände

Beseitigung von Schlamm, Erde und Schutt

• Senken der Luftfeuchte durch Entfeuchtungsgeräte

zur Senkung der Korrosionsgefahr

• bei Wasserschaden im Winter: Beheizung

der Räume, damit nichts friert (v. a. Mauern)

• grobe Erstreinigung der Gegenstände

Weiterführende Maßnahme: Die Trocknung

Während die Trocknung selbst durch Fachleute

geschehen sollte, können Sie jedoch Vorarbeiten

leisten: Zuerst müssen nasse Boden- und

Wandbeläge abgetragen werden. Hat sich

Wasser in der Dämmschicht von Böden oder

Wänden angesammelt, muss auch dieses abgesaugt

werden, um die Trocknungszeiten zu

verkürzen. Dafür benötigen Sie ein spezielles

Vakuumgerät, welches das Wasser und feuchte

Luft nach draußen pumpt. Die Trocknung

schließlich kann auf verschiedene Weise und

mit unterschiedlichen Geräten erfolgen.

Natürliche Trocknung

Diese Variante funktioniert nur bei kalter

Außenluft. Also Fenster und Türen auf und die

kalte Luft in die betroffenen, feuchten Räume

gut saniert!


61

GEBÄUDE

SANIEREN

Achtung!

lassen. Gleichzeitig müssen die Räume geheizt

werden. Mit der Erwärmung der Luft nimmt die

kalte Außenluft die Feuchtigkeit der nassen

Oberfläche auf. Ist die Luft „satt“, wird sie

mittels Stoßlüftung einmal pro Stunde wieder

nach draußen geführt. Ventilatoren unterstützen

die natürliche Trocknung.

Künstliche Trocknung

Die Variante der künstlichen Trocknung bietet

mehrere Möglichkeiten. Die bekanntesten

und am häufigsten angewandten sind die

Kondensation einerseits, und die Adsorption

andererseits.

Zu ersterem Verfahren braucht es Kondenstrockner,

die die Raumluft abkühlen und ihr

so die Feuchtigkeit entziehen. Die entzogene

Feuchte wird in Behältern aufgefangen, die

natürlich regelmäßig entleert werden müssen.

Adsorptionstrockner hingegen erzeugen

dank einem Trocknungsmittel sehr trockene

Luft und geben diese dann in den Raum ab.

Zeitgleich wird die feuchte Raumluft ins Freie

geblasen.

Eine weitere Möglichkeit der künstlichen

Trocknung ist jene mittels Infrarot oder mittels

Mikrowellen. Die Infrarottrocknung erfolgt

über Platten, welche die betroffenen Stellen

anstrahlen. Das dort befindliche Wasser wandelt

die Infrarotenergie in Wärme um, leitet die

Feuchtigkeit nach draußen an die Bauteiloberfläche

wo es schließlich verdampft. Von

dort wird sie dann mittels Adsorption oder

Entfeuchtung nach draußen befördert. Infrarottrocknung

ermöglicht laut Trocknungsprofis

eine rasche, ungefährliche Trocknung bis in die

Tiefe und eignet sich sogar für Holz.

Während ein Raum mittels

Mikrowellentechnik

getrocknet wird, dürfen

sich dort keine Lebewesen

aufhalten! Für dieses

Trocknungsverfahren sind

nur Geschulte zugelassen.

Auch mithilfe von Mikrowellen

können Sie nach einem Wasserschaden

nachhaltig sanieren. Diese elektromagnetischen

Wellen können in die meisten

Materialien eindringen und dort mithilfe

vorhandener Feuchtigkeit Wärme erzeugen. Das

Prinzip kennen wir alle vom Mikrowellenherd.

Mikrowellenerwärmung erfolgt vom Inneren

ins Äußere und die Feuchtigkeit bewegt sich

(verdampfend und kondensierend) in Richtung

Bauteil oberfläche, um dort, wie bei der Infrarottrocknung

auch, zu verdampfen. Wiederum wird

diese feuchte Luft dann mittels Adsorption oder

Kondensation aus dem Raum gebracht.

Wasserschaden – wer zahlt?

Geht es an den Ersatz für beschädigte Möbel

und Wertsachen, kommt Ihre Versicherung ins

Spiel. Prüfen Sie am besten noch heute entsprechende

Klauseln in Ihrer Haushalts- und

Haftpflichtversicherung, denn nicht selten wird

hier am falschen Ende gespart! Grundsätzlich

gilt: Sie haben den Schaden verursacht:

Versicherung steigt aus. Sie sind unschuldig:

Versicherung zahlt.

gut saniert!


62

GEBÄUDE

SANIEREN

Wand aus

Porenbeton

einziehen

Sie möchten einen Raum im Nachhinein

teilen? Eine Trennwand ist

auch vom Heimwerker rasch eingezogen.

Hier zeigen wir Ihnen eine

Schritt-für-Schritt-Anleitung für

eine Zwischenwand aus Porenbetonsteinen.

Nicht tragende Wände, die Räume

teilen, helfen, ein neues Raumgefüge

zu schaffen.Wer nicht mauern will und

auch nicht mit Trockenbauelementen arbeiten

will, dem empfehlen wir eine Zwischenwand

aus Porenbetonsteinen. Dieses Material ist

besonders einfach zu bearbeiten und hat ein

geringes Gewicht, der Einbau von Wänden aus

Porenbeton ist entsprechend einfach. Und so

funktioniert’s:

Tipp:

Möchten Sie in einem Altbau

eine Zwischenwand einziehen,

sollten Sie einen Statiker

oder Architekten hinzuziehen,

um mögliche Fehler und

Bauschäden zu vermeiden!

Schritt 1:

Bereiten Sie zuerst den Untergrund vor. Der

Estrich muss ordentlich gereinigt werden und

eben sein. Nun können Sie die geplante Zwischenmauer

mit ihren Umrissen auf den Boden

skizzieren.

Schritt 2:

Als Nächstes wird der Mörtel nach Anleitung

angerührt und später direkt auf den Estrich

aufgebracht wird, um Unebenheiten am Boden

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Im ersten Schritt

zeichnen Sie die Umrisse

der neuen Wand auf

den Boden.

63

GEBÄUDE

SANIEREN

auszugleichen. Achtung: Zwischen die

Steine und für die nächsten Lagen wird

dann Dünnbettmörtel verwendet! Auch

diesen können Sie jetzt nach Herstellerangaben

anrühren.

Schritt 3:

Beginnen Sie mit dem Setzen der

beiden Endsteine direkt an der Wand.

Tragen Sie genügend Mörtel entlang der

Wandkante und am Boden auf. Nässen

Sie dann die Unterseite des ersten

Steines ein und tragen Sie den Dünnbettmörtel

mit einem Zahnspachtel auf

Kopfseite auf. Genauso verfahren

Sie mit dem Endstein. Das Ganze

wird dann mit einer Richtschnur

verbunden.

Schritt 4:

Nun wird die unterste Lage gemauert.

Dafür ziehen Sie zuerst das Mörtelbett

über den Estrich und vermörteln die

Stoßfuge bei den jeweils auf die

Endsteine folgenden Porenbetonsteinen.

Dann kann die erste Reihe

mit dicht nebeneinander gesetzten

Steinen fertig gemauert werden.

Schritt 5:

Prüfen Sie die erste Reihe unbedingt

auf ihre Ausrichtung und bessern Sie

wo nötig mit einem Gummihammer

nach. Diese Reihe bildet die Basis

Ihrer Zwischenwand!

Normalmörtel und

Dünnbettmörtel werden

in Schritt zwei im Kübel

angerührt.

Die erste Steinreihe ist

die wichtigste! Achten

Sie auf ein gutes

Mörtelbett und eine

exakte Ausrichtung

der Endsteine.

Schritt 6:

Beim Setzen der zweiten Reihe

müssen Kreuzfugen verhindert werden.

Dafür sägen Sie die Endsteine

der nächsten Reihe zurecht, als

gut saniert!


64

GEBÄUDE

SANIEREN

Passstücke sägen:

Porenbeton lässt sich

einfach mit der Leichtbetonsäge

zurechtschneiden

und mit dem Raspelbrett

in Form bringen.

Was Sie brauchen

Porenbetonsteine

Normalmörtel und

Dünnbettmörtel

Drahbürste (zum Säubern

und Ebnen vom Estrich)

Leichtbetonsäge

Wasserwaage

Richtschnur

Gummihammer

Kelle

Zahnspachtel

Zwischen den Mauerreihen

müssen Metallwinkel oder

Maueranker zur Stabilisierung

gesetzt werden!

Richtwert gilt mindestens 0,4 x Steinhöhe.

Nun streichen Sie die ersten zwei bis drei

Steine der Bodenreihe mit Dünnbettmörtel

ein und setzen Sie die zwei Endsteine auf.

Dann arbeiten Sie weiter, wie schon in

der ersten Steinreihe. Spannen Sie, wenn

nötig, wieder eine Richtschnur zwischen

den Enden und vermörteln Sie die Stoßfugen

der Endsteine. Es folgen die restlichen

Porenbetonsteine eng aneinandergesetzt

in den Dünnbettmörtel.

Schritt 7:

Die folgenden Mauerreihen werden in der

gleichen Weise ausgeführt. Achten Sie dabei

immer auf den nötigen Versatz der Steine

und setzen Sie bei jeder zweiten bis vierten

Reihe einen Maueranker oder einen Metallwinkel,

um die Mauer zu stabilisieren. Ist

die Mauer fertig, wird die Anschlussfuge zur

Decke mit Normalmörtel verfüllt.

Schritt 8:

Ist die neue Zwischenwand schließlich

ausgetrocknet, können Sie auch mit dem

Verputzen beginnen. Beachten Sie, dass

Porenbeton aufgrund seiner porösen, offenporigen

Struktur nicht nur leichter beschädigt

wird, sondern dieses Material auch sehr

viel Flüssigkeit zieht. Für eine gute Qualität

sollten Sie daher unbedingt zweischichtig

mit einem Unterputz und einem Oberputz

arbeiten.

Für die Basis, also den Unterputz, sind

Gipsputze sehr gut geeignet, da sie besser

auf dem Porenbeton haften als andere Materialien.

Beim Oberputz, der abschließend

auf den ausgehärteten Gips aufgetragen

wird, haben Sie hingegen die freie Wahl.

gut saniert!


1

Nehmen wir

an, Sie möchten

in Ihrem

Wohnzimmer

einen neuen

Boden

verlegen.


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GEBÄUDE

SANIEREN

Trockenbausanierung

Neben rascher Montage, flexibler

Gestaltung und der Erfüllung aller

Anforderungen an Feuchtigkeits-,

Brand-, Schall- und Wärmeschutz,

steht der Trockenbau vor allem für

große Zeitersparnis.

Wer bei Umbauten mit Trockenwänden

arbeitet, muss kein Mauerwerk

beschädigen. Der Schallschutz bleibt

so gewahrt. Durch das geringe Gewicht von

Trockenbautrennwänden vermeiden Sie auch

Probleme mit der zulässigen Bodenbelastung.

Im Trockenbau werden Platten aus verschiedenen

Werkstoffen auf leichte Unterkonstruktionen

oder direkt an massive Bauteile

montiert. Die Unterkonstruktion besteht aus

Holz oder Metall. Zur Verkleidung werden

Ausbauplatten aus Gipskarton, Gipsfaser, Holz

oder Holzwerkstoff verwendet. Auch Metall,

Kunststoff oder Glas kommen infrage.

Massiver Trockenbau

Aufgrund ihres geringen Gewichts, der guten

Schallisolierung, der Brandbeständigkeit sowie

des Wärmespeichervermögens sind Trennwände

aus Porenbeton sehr beliebt. Sie eignen sich

auch zum Hochziehen von Duschwänden, Wannenunterbauten

etc. Eine DIY-Anleitung finden

Sie auf den nächsten Seiten.

Trennwände ohne tragende Funktion lassen

sich auch mithilfe von Gipswandbauplatten

errichten. Stabil und trotzdem leicht können

die Wände völlig frei innerhalb des Grundrisses

selbst auf schwimmendem Estrich verbaut werden.

Sie werden nur mit Fugengips zusammengesetzt,

wobei der Aufbau einer Unterkonstruktion

nicht erforderlich ist. Verbunden werden die

Einzelelemente durch ein Nut-Feder-Profil. Die

genormten Platten (666 x 500 mm) ermöglichen

einen raschen Baufortschritt. Mit Randdämmstreifen

aus Bitumenfilz, Kork oder Mineralwolle

werden sie mit den angrenzenden Bauteilen

elastisch verbunden und dabei mechanisch und

akustisch entkoppelt. Das ermöglicht auch bei

späteren Änderungen einen raschen Rückbau.

Gipswandbauplatten müssen nur verspachtelt

werden, sodass die Plattenstärke von 60, 80

oder 100 mm gleichzeitig auch die jeweilige

Wandstärke ist. Den Putz können Sie sich sparen,

was nicht nur Feuchteeintrag verhindert, sondern

auch Material, Zeit und Kosten spart. Die Platten

können an jeder Stelle ohne Stützkonstruktion

geöffnet und durchbrochen werden.

Trockenbau mit Leichtmaterialien

Die Metallprofile dieser Bausysteme sind optimal

auf den Verwendungszweck abgestimmt, im

Gegensatz zu Holz passgenau, maßhaltig und

formstabil. Neben ihrem geringen Gewicht und

dem langlebigen Korrosionsschutz (Verzinkung)

haben sie bereits vorgestanzte Aussparungen für

Elektroleitungen, Installations- und Wasserverrohrungen.

Anstrich oder Tapete können sofort

nach dem Aufstellen aufgebracht und die Wände

einfach versetzt werden.

Gipskartonplatten bestehen aus einem

Gipskern, auf den beidseitig eine Kartonlage

aufgebracht wird. Diese stabilisiert die Platte

und nimmt gleichzeitig Zug- und Biegekräfte

auf. Die speziellen, grünen Ausführungen für

Feuchträume sind feuchtigkeitshemmend

imprägniert.

Gipskarton-Feuerschutzplatten, die im Kern

zur Verstärkung Glasseidenbündel enthalten,

können zur Ausbildung von feuerbeständigen

Konstruktionen nach DIN 4102 herangezogen

werden. Es gibt sie auch imprägniert. Die leichten

Platten sind in Stärken zwischen

gut saniert!


© Ruta Saulyte-Laurinaviciene/Shutterstock

Pro Trockenbau:

• rasche Montage und geringes

Gewicht, dadurch

kurze Bauzeit

• flexible Gestaltung, dadurch

flexible Raumteilung

• Anforderungen an

Feuchtigkeits-, Brand-,

Schall- und Wärmeschutz

werden durch

entsprechende Konstruktionen

erfüllt.

9 und 25 mm erhältlich, wirken feuchteregulierend

und sind dimensionsstabil. Bei

richtiger Verlegung sind sie vor allem in

Verbindung mit Steinwolldämmstoffen gut

schalldämmend. Das Material lässt sich

nach dem Anritzen leicht brechen und ist

für abgehängte Decken und als Trockenputz

für vorgesetzte Wände geeignet. Auf

Unterkonstruktionen aus Metall wird es mit

selbstschneidenden Spezialschrauben befestigt,

auf Wänden mit Ansatzbinder direkt

verklebt und nach der fertigen Montage an

den angefasten Stößen verspachtelt und

glatt geschliffen.

Gipsfaserplatten, ein Gemisch aus Gips

und Zellulosefasern, haben im Gegensatz zu

Gipskartonplatten keine Kartonschichten und

weisen eckige Schnittkanten auf. Gipsfaserplatten

sind aufgrund der homogenen

Faserstruktur mechanisch belastbarer (ideal

für Küchenwände). Sie kommen als Wandund

Deckenbekleidung, als Decklage von

Unterdecken sowie für die Verkleidung von

Montagewänden infrage. Gipsfaserplatten

sind nicht brennbar und können auch in

Feuchträumen eingesetzt werden.

Holzweichfaserplatten bestehen aus

zerspanten Holzabfällen, die, mit Leim

vermischt und heiß und verpresst werden.

Erhältlich sind sie in weicher, mitteldichter

und harter Ausführung. Im Ausbau sind

vorwiegend weiche Ausführungen als

Dämmstoff gebräuchlich. Die Verarbeitung

erfolgt mit üblichen Holzwerkzeugen.

OSB- oder Mehrschichtplatten bestehen

aus richtungsorientierten Spänen

(Oriented-Strand-Board), wobei die Späne

lagenweise jeweils nach einer Richtung

überkreuz gestreut, dreischichtig verklebt

und verpresst werden. Die Ausrichtung der

Späne gibt auch die Richtung der Flexibilität

vor, die durch ihre Dimensionierung (lang

und schlank) größer ist als bei normalen

Spanplatten.

67

GEBÄUDE

SANIEREN

gut saniert!


68

GEBÄUDE

SANIEREN

Trockenbauwand DIY

Eine Trockenbau-Ständerwand ist

die Alternative zur „leichten“ massiven

Innenwand aus schmalen

Ziegeln. Wir zeigen Ihnen, wie diese

Trockenwand aus Gipskartonoder

-faserplatten zu bauen ist.

Gipsplatten gibt es in verschiedenen Dicken

und Formaten. Die gängigsten Ausbauplatten

sind 9,5 oder 12,5 Millimeter dick.

Besonders schnell geht es mit Formaten von 200

bis 250 Zentimetern Länge und einer Breite von

120 Zentimetern. Sie können aber auch zu den

sogenannten „Ein-Mann-Platten“ greifen, die mit

ihren 60 Zentimetern Breite ganz einfach allein

zu transportieren und verarbeiten sind.

Für eine frei stehende Trennwand muss

als Erstes eine tragende Konstruktion aus

Holzlatten oder Metallprofilen gebaut werden

(in unserer Anleitung zeigen wir Ihnen den

Bau von Metallgerüsten). Dann werden die

Gipsplatten darauf montiert, und nachdem die

Schraubstellen und Stoßfugen verspachtelt

sind und die neue Trockenbauoberfläche glatt

geschliffen und grundiert ist, können Sie schon

tapezieren, streichen oder sogar fliesen.

Schritt für Schritt zur neuen Zwischenwand

1. Schritt: Wo soll die Trennwand überhaupt hin?

Für den genauen Verlauf legen Sie mithilfe einer

Schnur oder eines Lasers sowie einer Richtlatte

die genaue Positionierung der Wand fest und

zeichnen Sie sie am Boden und der Decke ein.

2. Schritt: Schneiden Sie nun die UW-Profile

mit einer Blechschere zu und dämmen Sie sie

auf der Rückseite mit einem Dämmstreifen

gegen Wärme- und Schallbrücken (!), bevor

sie am Boden bzw. an der Decke verschraubt

werden. Die Drehstiftdübel werden in einem

Abstand von etwa einem halben Meter gesetzt.

3. Schritt: Schneiden Sie nun die senkrechten

Profile zu. Dafür werden die passenden

Wandmarkierungen gesetzt, die Profile wieder

mit Dichtungsband beklebt und dann zwischen

die Horizontalprofile an Wand und Boden geklemmt.

Nun in Abständen von einem halben

gut saniert!


Wie groß sind die Trockenbauplatten

und werden sie vertikal oder horizontal

montiert? Davon hängt nämlich der auszumessende

Abstand der CW-Profile ab.

69

GEBÄUDE

SANIEREN

Meter Löcher in die bestehende Wand

bohren und die Profile festdübeln.

4. Schritt: Nun werden die CW-Profile für

das Gerüst angebraucht. Dafür müssen diese

zuerst unten in die freien Räume und dann

oben die UW-Profile geschoben und exakt

senkrecht ausgerichtet werden. In welchem

Abstand die CW-Profile angebracht werden,

hängt von Größe und Montageausrichtung

(vertikal, horizontal?) der Gipsplatten ab.

5. Schritt: Ihre Zwischenwand braucht eine

Tür? Dann kommt jetzt der Zuschnitt des Türsturzprofils.

Damit die Tür später auch stabil

ist, wird das Aussteifungs (UA)-Profil als seitlicher

Türpfosten in die UW-Profile eingesetzt

und zuerst einmal mit Klebeband befestigt.

Setzen Sie nun das Türsturzprofil auf der

gewünschten Höhe als oberen Türabschluss

ein und befestigen Sie die UA-Profile einfach

mit dem Türpfosten-Steckwinkel an Boden und

Decke. Für ein stabiles Ergebnis sollten Sie den

Sturz mit mindestens zwei CW-Profilen oberhalb

der Tür und an der Decke stabilisieren und das

gewählte Türmaß lot- und fluchtgerecht auf die

gesamte Türöffnung übertragen.

6. Schritt: Nun, da das Gerüst fertig ist, kann

mit der Plattenverkleidung begonnen werden.

Richten Sie dafür die Gipskarton- oder

-faserplatten waagrecht zu Boden und Decke

aus, lassen Sie dabei je einen Abstand von

10 mm und montieren Sie dann die Platten

mit einem Schnellbauschrauber in 25-cm-Abständen.

Achtung: Kreuzfugen sind unbedingt

zu vermeiden! Daher die Platten wo nötig,

vor der Montage noch kürzen. Das geht ganz

einfach durch Anzeichnen der korrekten

Länge, Einritzen mit einem Cuttermesser und

Über-Kante-brechen der Platte. Die Ränder der

Platten dann noch mit einem Hobel glätten

und die Vorderseite für den Fugenmörtel leicht

abschrägen. Das Gleiche machen Sie dann an

der Rückseite des Ständergerüsts.

7. Schritt: Der zwischen den beiden Plattenseiten

entstandene Hohlraum wird als

Tipp:

Achten Sie auf die korrekten

Boden- und Deckenanschlüsse,

den ordentlichen

Einbau von Türen, Fenstern

und Installationsleitungen

sowie die Ausbildung horizontaler

und vertikaler Stöße.

Besonders wichtig ist der

korrekte Zuschnitt und

Einbau des Türsturzprofils.

gut saniert!


70

GEBÄUDE

SANIEREN

!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Richten Sie die Gipskartonplatten

waagrecht zu Boden

und Decke aus. Lassen

Sie dabei je einen Abstand

von 10 mm und bohren Sie

dann die Platten fest.

Dämmungs-, Elektro- und/oder Sanitärinstallationsebene

genutzt. Die Mineralfaserdämmstreifen

dafür einfach zwischen die

Profile drücken. Für Elektroauslässe (Schalter,

Steckdosen) verwenden Sie eine Lochsäge.

8. Schritt: Nun geht es ans Grundieren und

Verspachteln. Dank der Fase an den Platten

entsteht beim Verlegen eine ausreichende Fuge

für die Spachtelmasse. Verspachteln Sie offene

Ränder, Stöße und Schraubenköpfe vollständig

– erst quer zur Fuge, dann in Fugenrichtung abziehen.

Ist die Spachtelmasse trocken (Herstellerhinweise

beachten!), können Sie Unebenheiten

mit einer Spachtel leicht abreiben und

mit Schleifpapier nachglätten. Dann muss noch

einmal drübergespachtelt werden.

9. Schritt: Ist die endverspachtelte Oberfläche

komplett trocken, wird noch grundiert,

um Ihre neue Zwischenwand schließlich zu

färbeln, zu verputzen, zu tapezieren oder zu

verfliesen. Achtung: Sollen Fliesen auf die

Trockenbauwand, müssen die mindestens

12,5 mm starken Platten immer doppelt beplankt

werden.

Sind alle Platten montiert,

kann verspachtelt und

grundiert werden. Dank

werksseitiger Fasen an

den Platten entsteht eine

gut versiegelte Oberfläche.

Was Sie brauchen:

Gipskarton- oder Gipsfaserplatten

UW-Profile

CW-Profile

Dichtungsband

Schnellbauschrauben

Drehstift-Dübel

Dämmmaterial (Mineralfaserdämmstreifen)

UA-Profile

Türsturzprofile

Türpfosten-Steckwinkelsatz

Tiefengrund

Dichtmasse

Fugenspachtel

Bohrmaschine und Bohrer

Lochsäge oder Fuchsschwanz

Wasserwaage, Blechschere, Cuttermesser

Hammer und Bohrhammer

Zollstock, Stift und Bandmaß

Schlagschnur oder Laser

Akkuschrauber

Raspelhobel

Spachtel

Richtlatte

Glättekelle

Drehstiftdübel

Tiefengrundbürste

Sämtliche

Öffnungen

der CW-Profile

müssen in die gleiche

Richtung zeigen!


72

GEBÄUDE

SANIEREN

Decke abhängen

Um den Abstand vom Boden zur

Rohdecke zu verringern, haben

Sie verschiedene Möglichkeiten.

Am schnellsten und einfachsten

geht es mit einem Abhängesystem.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie

vorgehen.

Sie leben in einem Altbau mit extrem

hohen Wänden und Ihre Heizrechnung

gefällt Ihnen so gar nicht? Oder Sie

möchten für Schallschutz zur oberen Wohnung

sorgen? Auch ein neues Beleuchtungssystem

würde Ihre moderne Einrichtung perfektionieren?

Eine abgehängte Decke könnte

die Lösung sein.

Abhängesysteme erleichtern Ihnen die Arbeit

Für einen größeren Abstand zur Rohdecke

gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

Früher wurde in so einem Fall an den Wänden

eine rundumlaufende Rahmenkonstruktion

gedübelt, auf die längs oder quer zum Raum

Zwischenträger geschraubt wurden. Darauf

wurden dann Nut-Feder-Elemente montiert,

die die parallel dazu eingelegte Dämmung

verdeckten und zuletzt die fertige Decke ergaben.

Mittlerweile werden von einigen Firmen

Abhängesysteme angeboten, die ein solches

Vorhaben wesentlich erleichtern.

Montagesysteme werden für Metall- und

Holzunterkonstruktionen angeboten. Gängig

sind spezielle Drähte mit rechtwinklig gebogenen

Befestigungsösen, die in ankerförmige

Abhänger eingeschoben und mit einer Spannfeder

justiert werden. Sehr montagefreundlich

sind auch die sogenannten Nonius-Abhänger.

Sie bestehen aus zwei ineinanderliegenden,

gelochten U-Profilen mit unterschiedlichen

Lochteilungen, die mit einem Splint verbunden

werden und sehr präzise Höhenjustierungen

erlauben. Bei Metallunterkonstruktionen

setzt man als Grund- und Tragelemente

CD-Profile ein.

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Alle 50 cm Dübellöcher

bohren und die Profile festschrauben.

73

GEBÄUDE

SANIEREN

Die Decke muss aus Schallschutzgründen

frei schwingend sein, was bedeutet, dass die

Beplankung die Wände nicht berühren darf.

Wenn der Schall- und gleichzeitig der Wärmeschutz

weiter verbessert werden sollen,

verlegt man Dämmstoffelemente im Deckenhohlraum.

Wenn die darüber liegenden Räume

nicht beheizt sind, ist eine Dampfbremse

nötig. Sie wird entweder von unten an die

Lattung getackert oder bei Metallkonstruktionen

mit einem speziellen Doppelklebeband

befestigt.

Decke selbst abhängen – Schritt für Schritt

Eine abgehängte Decke heißt nicht gleich

niedrige Raumhöhen. Erfolgt die Abhängung

aus rein optischen Gründen, reichen schon

wenige Zentimeter aus. Soll der Abstand zur

Rohdecke künftig zwischen 4 und 12,5 cm

betragen, dann können Sie diese Arbeit einfach

selbst übernehmen. Der Handel bietet

hier super Lösungen mit Direktabhängern,

Sie können auf die Holzunterlattung komplett

verzichten.

1. Schritt: Zeichnen Sie mithilfe einer Wasserwaage

die Einbauhöhe der Profile an den

Wänden an. Achten Sie dabei auf eine gerade

Ausrichtung! Besonders Altbauten bestechen

selten durch gerade Wände und Decken.

Bevor die UD-Wandanschlussprofile

festgeschraubt werden, Dichtungsband auf

deren Wandseite dieser anbringen, alle

50 cm Dübellöcher bohren und die Profile

festschrauben.

2. Schritt: Legen Sie nun die Position

der Grundlattung fest (Schnurschlag!) und

markieren Sie die Positionen der Latten.

Jetzt die Löcher bohren und die Direktabhänger

mittels Dübel und Schrauben

befestigen.

3. Schritt: Nun wird die Grundlattung des

Systems an den Direktabhängern befestigt

Nun wird die Grundlattung

des Systems

an den Direktabhängern

befestigt und

kontrolliert, ob die

Lattung auch nicht

durchhängt.

Löcher bohren und

die Direktabhänger

mittels Dübel und

Schrauben befestigen.

gut saniert!


74

GEBÄUDE

SANIEREN

Ritzen Sie jetzt die Gipskartonplatten

auf der benötigten

Länge ein und brechen Sie sie

über eine scharfe Kante.

Nun die Platten quer zur

Fuge verspachteln, trocknen

lassen und scharf abziehen.

und kontrolliert, ob die Lattung auch nicht

durchhängt. Soll die Decke noch eine Dämmung

erhalten, diese jetzt in die Grundlattung

einlegen.

4. Schritt: Nun werden die Querlatten

(Traglattung) angebracht. Dafür die Leisten

an der Grundlattung befestigen (Abstand

max. 50 cm!) – je nach Plattenlänge in einem

Abstand von 41,5 bis 50 cm. In den Herstellerangaben

finden Sie die genauen

Abstände.

5. Schritt: Ritzen Sie jetzt die Gipskartonplatten

auf der benötigten Länge ein und brechen

Sie sie über eine scharfe Kante. Die Schnittkanten

dann mit dem Cuttermesser schräg anfasen

und mit dem Raspelhobel glätten.

6. Schritt: Nun die Gipsplatten mit Schnellbauschrauben

(Feingewinde bei Metall,

Grobgewinde bei Holz) quer zur Traglattung

anbringen – am besten arbeiten Sie hierfür

zu zweit und immer von der Plattenmitte nach

außen. Die nächste Plattenreihe mit einem

40-cm-Versatz anbringen. Achtung: Es dürfen

keine Kreuzfugen entstehen!

7. Schritt: Grundieren Sie nach Anbringen

sämtlicher Platten die Schnittkanten, um

eine ebene Basis für die Spachtelmasse

zu erhalten. Nun die Platten quer zur Fuge

Was Sie brauchen:

Deckenabhängsystem mit UD-Wandanschlüssen

&CD- oder Holzprofilen

Direktabhänger

Dichtungsband

passende Dübel & Schrauben

evtl. Dämmung & Dampfbremse

Gipskartonplatten

Pinsel

Schnellbauschrauben

Spachtelmasse & Tiefengrund

Wasserwaage

Bohrmaschine & Akkuschrauber

Cuttermesser

Raspelhobel

Spachtel


75

GEBÄUDE

SANIEREN

Tipp:

verspachteln, trocknen lassen und scharf

abziehen, damit eine glatte Oberfläche entsteht.

Am Ende die Ansätze mit dem Spachtel

abstoßen.

8. Schritt: Zum Schluss wird mit einer

Glättkelle die Spachtelmasse auf die Platten

aufgetragen und breit abgezogen. Etwaige Unebenheiten

können Sie nach Trocknung noch

abschleifen.

Alles nach Maß

Und hier noch eine Auflistung der wichtigsten

Abstände beim Abhängen Ihrer Decke:

• äußere Latten zur Wand: 20 cm

• zwischen den Latten: max. 50 cm

Befindet sich oberhalb

der Decke ein kalter Raum

(unbewohnter Dachboden,

Spitzboden, etc.) darf auch

die Dampfbremse nicht

fehlen!

• Abstand CD-Profile zur Wand: max. 50 cm

• Abstand Holzlatten zur Wand: max. 35 cm

• Abstand zwischen den Direktabhängern bei

der Verwendung von CD-Profilen: max. 100 cm

• Abstand zwischen den Direktabhängern

bei einer Holzlattung: max. 85 cm

2019

WIEN-VÖSENDORF

27.09.-29.09.

KREMS

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Infohotline:

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gut saniert!


76

GEBÄUDE

SANIEREN

Aus Dachboden

wird Wohnraum

Achtung:

Badewannen, die die Decke

punktuell belasten, stellen

hohe Anforderungen an

die Statik!

Dach saniert, Dachstuhl erneuert,

oberste Geschoßdecke gedämmt.

Wenn all diese Arbeiten erledigt sind,

dann sind auch die besten Voraussetzungen

für einen Dachgeschoßausbau

gegeben. Hier ein paar Tipps.

Was soll aus Ihrem Dachgeschoß

werden? Eine komplette Wohneinheit

oder nur ein weiterer Wohnraum? Soll

es ein großer Raum sein, oder soll es Abtrennungen

geben? Tragende Balken etwa können

intelligent als Raumteiler genutzt werden. Für

eine sorgfältige Planung, ob virtuell oder am

Reißbrett, müssen Sie das Dachgeschoß genau

vermessen. Denken Sie daran, dass in Altbauten

Wände oft nicht rechtwinklig sind.

Im Sommer kühl, im Winter warm

Die Dämmung unter Dach ist der zentrale

Punkt bei einem Dachausbau. Zweischalige,

moderne Dachkonstruktionen, sogenannte

Kaltdächer, haben bereits eine ausreichende

Dämmung auf den Sparren inklusive Belüftung.

So etwas werden Sie in Ihrem Altbau

aber ziemlich sicher nicht vorfinden. Das

Dachgeschoß genügt hier meist nicht den

energetischen Anforderungen. Es muss entweder

zwischen oder unter den von der Traufe

bis zum First laufenden Balken des Dachstuhls

gedämmt werden. Dabei sollten Sie zur Luftzirkulation

eine „Hinterlüftung“ von mindestens

zwei, besser vier Zentimetern zu den Dachsparren

einhalten. Zum Raum hin wird über

das Dämmmaterial eine Dampfbremsfolie aus

Aluminium angebracht. Sie passt sich flexibel

an Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede

an und muss unbedingt luftdicht abgeschlossen

sein. Das kleinste Loch in der Folie führt

zu Wärmebrücken, durch die Luft eindringen

beziehungsweise entweichen kann. Löcher

für Schrauben und Ähnliches müssen deshalb

sehr sorgfältig abgeklebt werden!

gut saniert!


© Velux/epr

77

GEBÄUDE

SANIEREN

Womit dämmen?

Das Dämmmaterial sollte einen U-Wert (Wärmedurchlässigkeit)

von 0,2 nicht überschreiten

(je niedriger der U-Wert, desto besser die

Dämmleistung). Auch müssen die Dämmstoffe

den hohen Brandschutzauflagen entsprechen.

Wasserabweisende Eigenschaften und

Formstabilität sind weitere Kriterien. Und

natürlich sollte sie der Nichtfachmann leicht

anbringen können. Bewährt haben sich Mineralfaserdämmstoffe,

Steinwolle, Styropor und

PUR-Hartschaum. Achten Sie auf FCKW-freie

Materialien. Wer eine umweltfreundliche

Alternative sucht, liegt mit Kork oder Kokosfaser

richtig. Baumwolldämmmatten aus

Isocoton sorgen für ein gutes Raumklima.

Außerdem haben diese Dämmmatten ein

geringes Gewicht und isolieren den Schall

besonders gut. Für den Fußboden gibt es

spezielle Trittschallplatten.

Licht unters Dach

Je nachdem, wo und wie das Dachfenster

eingebaut wird, unterscheidet man zwischen

Wand-, Dach- und Ausstiegsfenstern sowie

Fenstern mit Balkonfunktion und speziellen

Flachdachfenstern. Dachneigung, Kniestockhöhe,

Dachkonstruktion – die architektonischen

Gegebenheiten bestimmen die Art und Größe

des Dachfensters maßgeblich mit. Bezüglich

der Art der Dacheindeckung gibt es übrigens

keine Beschränkungen. Zudem können Sie

auch Zusatzelemente wählen, wie Kniestockfenster,

die mit den Dachfenstern verbunden

sind – öffenbar oder fix verglast. Sie vergrößern

die Tageslichtausbeute im Dachgeschoß

zusätzlich. Das geläufigste und normalerweise

liegend eingebaute Dachfenster ist

das Schwingfenster. Es hat einen mittigen

Drehpunkt, die Griffleiste befindet sich oben

und ermöglicht so ein bequemes Öffnen. Das

Klappfenster wiederum hat seinen Drehpunkt

ganz oben, der Flügel lässt sich also wie ein

Vordach hinausklappen. Vorteil: Sie haben

freie Sicht, können den Ausblick ohne Fensterflügel

im Sichtfeld genießen.

Klapp-/Schwingfenster schließlich sind

eine Kombination mit zwei Drehpunkten, in

der Mitte und oben. Je nach Funktion kann es

geklappt oder geschwungen werden. Ebenfalls

liegend in das Dach integriert werden

können Schiebeflügelfenster, die über die fix

verglaste Fläche und die Dachfläche zu öffnen

sind. Sie werden besonders dann eingesetzt,

wenn der Zustieg über das Dach, etwa auf

eine Dachterrasse oder einen Dachbalkon,

möglich sein soll. Und das Glas? Jedes Glas,

das sich schräg oder über Kopf befindet,

muss ganz besonderen Parametern in Sachen

Dichtheit und Stabilität genügen. Die Hersteller

bieten zudem Verglasungsarten, die

sich durch Faktoren wie U-Wert, Schallschutz,

g-Wert auszeichnen, jeweils in Zwei- oder

Dreifach Verglasung ausgeführt.

Bevor Sie sich ans Planen

machen, sollten Sie ein paar

Punkte klären:

Soll das Dachgeschoß langfristig

bewohnt werden?

Soll hier nur geschlafen/gearbeitet

oder auch gebadet oder geduscht

werden?

Gibt es bereits Wasser- & anschlüsse?

Wie soll geheizt werden ?

Elektroinstallation und Strom-

Beleuchtung

gut saniert!


78

GEBÄUDE

SANIEREN

Kellerdecke dämmen

Die Dämmung zwischen Keller und

Erdgeschoß bringt nicht nur ein

sehr viel angenehmeres Fußgefühl,

sie trägt auch wesentlich zum

Energiesparen bei. Wie schnell

und einfach Sie eine solche Kellerdeckendämmung

anbringen,

zeigen wir Ihnen hier.

Die meisten Kellerdecken sind betoniert

und Sie können die Dämmplatten

einfach aufkleben. Als Material eignen

sich Hartschaumplatten, Mineralstoff und

Steinwolle. Der Markt

bietet inzwischen auch

Nut-Feder-Systeme, die

noch einfacher und rascher

verarbeitet werden

können. Und so funktioniert’s:

1. Schritt:

Kellerdecke vorbereiten.

Machen Sie die Oberfläche

Tipp:

Das Dämmmaterial sollte

mindestens 12 cm dick

sein, jeder weitere Zentimeter

bringt eine weitere

Heizkostenersparnis.

mit einem Besen oder einem Staubsauger

ordentlich sauber, verspachteln Sie Risse und

Löcher und bessern Sie kleinere Unebenheiten

mit Mörtel aus – erst wenn die Decke staubund

fettfrei, trocken und tragfähig ist, kann

geklebt werden.

2. Schritt:

Mischen Sie jetzt den Mörtel laut Herstellerangaben

in einem Kübel mit Wasser an und

schneiden Sie die Dämmplatten der ersten

Reihe auf die erforderliche Größe. Dafür am

besten eine feinzahnige Säge verwenden.

3. Schritt:

Nun wird der Mörtel mit einer

Zahnspachtel vollflächig (etwa

8 mm dick) auf die Dämmplatten

aufgetragen, die Stirnseiten

der Platten lassen Sie bitte

aus.

4. Schritt:

Bringen Sie nun die Dämmplatten

lückenlos aneinandergereiht

auf der Decke

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Dämmplatten auf die

erforderliche Größe

schneiden. Dafür am

besten eine feinzahnige

Säge verwenden.

79

GEBÄUDE

SANIEREN

an, versetzen Sie sie so, dass keine Kreuzfugen

entstehen – das verhindert die Entstehung von

Wärmebrücken –, und drücken Sie sie fest nach

oben. Achtung: Ist die Decke nicht tragfähig,

sollten die Dämmplatten zusätzlich verdübelt

werden.

5. Schritt:

Da eine Kellerdecke selten plan ist, können

Sie unebene Stellen an der Dämmung dann

mit feinkörnigem Schleifpapier oder einem

Handschleifer ausgleichen. (Mundschutz

nicht vergessen, der entstehende Staub ist

sehr fein und lungengängig).

6. Schritt:

Schlussendlich werden noch die Fugen mit PU-

Schaum ausgefüllt und Reste mit Cuttermesser

und Schleifpapier entfernt. Sobald alles

trocken und fest sitzt, können Sie die gedämmte

Fläche streichen oder verputzen.

Nun wird der Mörtel

mit einer Zahnspachtel

vollflächig

aufgetragen.

Was Sie brauchen:

Reparaturspachtel

Dämmplatten

Mörtel

Farbe oder Innenputz

evtl. Dübel

Kübel für Mörtel und Rührquirlaufsatz

für Bohrmaschine

Zollstock

feinzahnige Säge

Zahnspachtel

Leiter

Wasserwaage

Schleifpapier/Handschleifer

Farbrolle

Mundschutz

Mit einem feinkörnigen

Schleifpapier oder einem

Handschleifer unebenheiten

ausgleichen.

gut saniert!


80

GEBÄUDE

SANIEREN

Neue Sanitärinstallationen

Eine rostbraune Brühe, die aus dem

Wasserhahn kommt, teilweise sogar

kleine Rostteilchen oder Metallstücke,

die sich unters Leitungswasser

mischen oder der Strahl, der nicht

mehr als ein Rinnsal ist? Dann wird

es Zeit für neue Leitungen.

Die Erneuerung der Sanitär- und Elektroinstallationen

gehört wohl zu den aufwendigsten

Sanierungsprojekten. Hier geht

selten was ohne Stemmen und Aufreißen. Laut

Experten wird bei der Planung von Sanierungen

auf den Installationsbereich (Wasser,

Abwasser, Leitungen) auch zu oft schlicht vergessen.

Ein neues Bad oder eine neue Küche

müssen natürlich nicht zwangsläufig auch zu

neuen Leitungen in der Wand führen, aber eine

Überprüfung derselbigen wäre in jedem Fall

angeraten.

Die durchschnittliche Lebensdauer von

Wasserleitungen bzw. -rohren beträgt etwa

30 Jahre bei verzinkten Stahlleitungen, Kupfer

und die modernen Verbundrohre (PEX, Chromstahl)

halten sogar 50 Jahre. Das heißt aber

auch, dass schon Häuser aus den 70er-Jahren

unter Umständen neue Leitungen brauchen.

Noch bis vor etwa drei Jahrzehnten wurden

mehr oder weniger ausschließlich Stahl- und

Kupferleitungen verlegt. Heute sind es durch die

Bank Verbundrohre, die nicht nur eine längere

Lebensdauer aufweisen, sondern auch sicherer

sind, was die Einflüsse auf unsere Gesundheit

anbelangt (Stichwort Kupferionen, die ans Trinkwasser

abgegeben werden). Die Lebensdauer

der Rohre kann übrigens je nach Wasserqualität,

Durchflussgeschwindigkeit, Dimensionierung,

Wartung und weiteren Faktoren variieren.

gut saniert!


81

GEBÄUDE

SANIEREN

© Dagmara_K/Shutterstock

Tipp:

Auch bei neuen Leitungen

sollten Sie nach einer Nichtbetätigung

von mehr als vier

Stunden das Wasser zehn

bis zwanzig Sekunden laufen

lassen.

Rohre tauschen oder Sanierung von innen?

Haben die Wasserleitungen ihre Lebensdauer

überschritten oder sind durch Sie bzw. den

Fachmann eindeutig Schäden nachgewiesen

worden, dann sollten Sie sich – zumindest

im Zuge einer größeren Renovierung oder gar

Sanierung des Gebäudes – in jedem Fall auch

gleich für neue Leitungen entscheiden. Die

alten müssen dafür nicht einmal unbedingt aus

der Wand, sie können auch einfach abgeklemmt

werden. Mit diesem Verfahren sparen Sie

sich auch eventuell anfallende Schremm- und

Bohrarbeiten mit dem dazugehörigen Staub

und Dreck.

Die Verlegung der neuen Wasserleitungen

sollten Sie auf jeden Fall dem Profi überlassen,

er kann auch mit Ihnen gemeinsam die Lage

und Führung der Leitungen planen, falls Sie

Ihr Badezimmer oder die Küche komplett neu

anlegen möchten.

Sie möchten nicht Stemmen und auch nicht

abklemmen? Die Erneuerung der Wasserleitungen

muss nämlich nicht immer mit deren

Austausch einhergehen. Es gibt auch die Möglichkeit

der sogenannten Rohr-Innensanierung,

bei der die Leitungen in der Wand verbleiben,

das Rohr aber eine Innenbeschichtung aus

Epoxidharz erhält. Diese Art der Sanierung

bringt laut Experten eine Verlängerung der

Lebensdauer von immerhin zehn bis 15 Jahren.

Wichtig zu erwähnen ist aber: Die Technik ist

auch umstritten, da gerade das Epoxidharz bei

fehlerhafter Ausführung die Wasserqualität

durch entweichende Stoffe verschlechtern

kann. Alternativen, wie etwa die Beschichtung

mit Produkten auf mineralischer Basis, gibt es

noch nicht lange genug, um Rückschlüsse auf

deren Gesundheitsgefährdung zu erlauben.

gut saniert!


82

GEBÄUDE

SANIEREN

© VanoVasaio/Shutterstock

Neue

Elektrik

Alte elektrische Leitungen stellen

eine Gefahrenquelle dar. Vom

Kurzschluss bis zum Kabelbrand

ist hier alles möglich. Deshalb ist

es besonders wichtig, in die Jahre

gekommene Leitungen und Schalter

bzw. Dosen zu erneuern.

Während Sie Elektrogeräte wie den

Durchlauferhitzer oder Elektroheizungen

spätestens nach 20 Jahren

erneuern sollten, gilt für die Elektroleitungen

im Haus eine Lebensdauer von maximal 40

Jahren. Spätestens dann wird nämlich der

Kunststoffmantel brüchig und die Gefahr für

Kabelbrände, Kurzschlüsse oder Stromschläge

steigt erheblich an.

Typisch für alte

Elektroinstallationen:

- viel zu wenige Steckdosen

- unklug positionierte Steckdosen

und Lichtauslässe

- verschlissene Leitungen

- Einzelne Zählerstände auf

jedem Stockwerk

- keine Absicherungen für

Einzelgeräte

Überprüfen Sie aber nicht nur das Alter der Leitungen,

auch die Verlegeweise sollte gecheckt

werden. Anders als heute mussten sich die

Elektriker früher nämlich beim Verlegen an keine

verbindlichen Regeln und Normen halten.

Während heutzutage die elektrischen Leitungen

von Lichtschaltern und Steckdosen immer

lotrecht nach oben und unten verlegt werden

und sämtliche waagrecht ausgerichtete Kabel

genau 30 Zentimeter von Decke und Boden

entfernt sind, können Sie sich in einem Altbau

nicht darauf verlwwassen, dass diese Regeln

eingehalten wurden. Ein chaotisches Leitungswirrwarr

steht hier nicht selten auf der Tagesordnung.

Schnell kann es da passieren, dass

Sie allein durch das Einschlagen eines Nagels

für ein Bild einen Kurzschluss auslösen.

Komplette Neuverlegung

Sie müssen beziehungsweise möchten die

elektrischen Leitungen in Ihrem Haus also neu

verlegen? Dann gibt es einiges zu beachten: Um

den Eingriff in die Bausubstanz möglichst gering

zu halten, müssen die neuen Leitungen genau

geplant werden. Grundsätzlich wird mit Unterputz-

oder Aufputzinstallationen gearbeitet. Für

Erstere müssen zunächst mittels Hammer und

Meißel Schlitze in die Wand gemacht werden, in

denen dann die Kunststoffrohre verlegt werden.

gut saniert!


83

GEBÄUDE

SANIEREN

Durch diese ziehen Sie dann die Mantelleitungen.

Fixiert wird mit sogenannten Hakennägeln

in einem Abstand von 40 cm in der Horizontale

und 50 cm in der Vertikale.

Bei der Aufputzvariante werden die Leitungen

sichtbar auf der Wand oder Decke verlegt und mit

Schellen befestigt. Was die vorgeschriebenen

Abstände anbelangt, halten Sie sich an folgende

Regeln: Die Leitung, die aus der Steckdose, einem

Schalter oder einem Gerät kommt, muss nach

mindestens zehn Zentimetern mit einer Schelle

befestigt werden. Generell darf der Abstand

zwischen den Schellen horizontal nicht mehr als

25 cm betragen und vertikal nicht mehr als 40 cm.

Die Aufputzinstallation ist einfacher und rascher

zu bewerkstelligen, eignet sich aber natürlich nur

eingeschränkt für den Wohnraum. Auf dem Dachboden,

im Keller, in Garagen oder Werkstätten ist

sie aber sicherlich Mittel der Wahl.

Mehr Steckdosen, mehr Schalter

Im Durchschnittshaushalt von heute werden

elektronisch betriebene Geräte ganz selbstverständlich

und in höherer Zahl als noch vor 20, 30

oder mehr Jahren eingesetzt.. Entsprechend rar

sind in Altbauten auch Steckdosen und Schalter

gesät. Wenn Sie eine Erneuerung der Elektrik

angehen, sollten also auch unbedingt die Anzahl

und Anordnung der Dosen und Schalter geplant

werden. Dauerüberlastete Steckerleisten, an

denen fünf und mehr Geräte hängen, können

nämlich nicht die Lösung sein.

Überlegen Sie, wie viele Steckdosen in

welchem Raum nötig sein werden und rechnen

Sie gleich ein bis zwei Ersatzsteckdosen mit ein.

Auch die Anzahl der Stromkreise ist – je nach

Größe des Gebäudes – vorgeschrieben. Erkundigen

Sie sich bei Ihrem Elektroinstallateur. Und

auch die Lichtauslässe sollten nicht zu knapp

bemessen sein, die Zeiten des einen Schalters

neben der Zimmertür sind vorbei.

Gefahrenquelle FI-Schalter

Während sie in Neubauten heute schon ganz

selbstverständlich eingesetzt werden, finden

sich in älteren Gebäuden oft noch Standard-

Fehlerstrom-Schutzgeräte vom „Typ AC“. Diese

können mit der modernen Technik jedoch nicht

mehr mithalten und stellen sogar eine potenzielle

Gefahr dar! So können elektronische Geräte

wie TV- und Haushaltsgeräte, Lampendimmer,

Vorschaltgeräte, drehzahlgesteuerte Motoren

und dergleichen die Auslösung des Schutzmechanismus

im FI-Schalter verzögern beziehungsweise

vollständig verhindern. Die Folgen

können äußerst gefährlich werden, besonders

wenn ein Mensch in den Stromkreis gelangt und

der FI-Schalter nicht oder zu spät reagiert.

Nur ein FI-Schalter, der an den entsprechenden

Fehler- oder Ableitstrom angepasst ist und

über die Eigenschaft der Pulsstrom-Sensitivität

verfügt, bietet ausreichend Schutz. Der entscheidende

Unterschied zwischen herkömmlichen

Schutzschaltern und jenen des „Typ A“ ist

deren Reaktionsfähigkeit auf die verschiedenen

Stromimpulse. So ist der veraltete „Typ AC“

nicht für Pulsstrom optimiert. Pulsstromsensitive

Fehlerstrom-Schutzgeräte des „Typ A“ gewährleisten

hingegen auch bei überlagernden

glatten Gleichfehlerströmen von bis zu 6 mA,

wie sie zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen

auftreten können, zuverlässigen Schutz.

gut saniert!


84

GEBÄUDE

SANIEREN

Innendämmung anbringen

Ist Ihre Fassade denkmalgeschützt

oder aus anderen Gründen „erhaltenswert“

oder wird das betreffende

Gebäude nur selten genutzt,

kommt eine Außendämmung nicht

infrage. Es muss von innen gedämmt

werden.

Eine Innendämmung besteht aus mehreren

Komponenten und wird in der gleichen

Form verarbeitet wie der herkömmliche

Trockenbau. Auf einem Raster aus Holz oder

Metall wird der Dämmstoff montiert. Dann folgt

eine Dampfsperre und schließlich die Innenverkleidung

(z. B. Gipskarton-, Gipsfaser- oder

Holzplatten). Wie bei der Außendämmung

bietet der Markt auch bei der Innendämmung

ganze Systeme von ein und demselben Hersteller,

bei denen die einzelnen Komponenten

aufeinander abgestimmt sind. Einige Anbieter

integrieren auch gleich die Dampfsperre und

die Deckplatte. Wichtig: Um Baufehler wie Wärmebrücken

zu vermeiden und eine möglichst

hohe Wärmespeicherfähigkeit zu erzielen,

müssen Sie die Be- und Verarbeitungsrichtlinien

der Dämmsysteme genau beachten!

Vorteile der Innendämmung

Über zu dünne und demnach schlecht dichtende

Mauern können sich besonders die Bewohner

von Altbauten nicht beschweren. Damals

wurden noch bis zu 80 cm dicke Mauern

aufgezogen. Besonders in der Nachkriegszeit

waren die Außenmauern dann jedoch dünnwandig

und in den meisten Fällen so gut wie

ungedämmt. Erst in den 1970er-Jahren wurden

bewusst Materialien mit hohem Dämmwert

eingesetzt. Um herauszufinden, wie es um

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Den angerührten Mörtel mit

einer Traufel auf die Dämmplatten

auftragen.

85

GEBÄUDE

SANIEREN

die Wärmedämmung bei Ihrem Altbau

bestellt ist, sollten Sie sich einen

professionellen Energieberater leisten.

Dieser misst mit speziellen Apparaturen

die Luftdichtheit Ihres Hauses und kann

so die Schwachstellen eruieren.

Innendämmungen sind im Normalfall

günstiger als Außendämmungen und

grundsätzlich einfach zu montieren. Eine gute

Innendämmung ist dampfdurchlässig und hy-

groskopisch (Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen

und geregelt wieder abgeben können).

Laut Gesetz sind heute Dämmstoffdicken im

Bereich von 70 bis 80 mm gefordert. Die

Kosten belaufen sich im Schnitt auf 20 bis

30 Euro/m² – variieren aber natürlich je nach

verwendetem Material.

Und so funktionierts:

1. Schritt: Bereiten Sie zuerst den Untergrund

vor. Die zu dämmende Innenwand muss eben,

sauber und ganz trocken sein.

2. Schritt: Verteilen Sie nun den angerühr-

ten Leichtmörtel mit einer Traufel auf der

Dämmplatte. Achtung: Die Steghöhe sollte

8 mm nicht übersteigen und die Stirnseiten

der Dämmplatten bleiben übrigens immer

kleberfrei.

3. Schritt: Beginnen Sie mit dem Dämmen,

indem Sie nun die erste Reihe Platten lotund

fluchtrecht an die Wand legen. Mithilfe

eines Fuchsschwanzes lassen sich die Platten

übrigens ganz einfach auf die passende Größe

zuschneiden.

4. Schritt: Normalerweise ist es nicht nötig,

die Platten zusätzlich zu verdübeln. Bei sandenden

Altputzen jedoch – so empfiehlt es der

Fachmann – sollten Sie einen Tellerdübel pro

Platte anbringen, um auf Nummer sicher zu

gehen.

5. Schritt: An den Versatzstellen zwischen

den Platten können Unebenheiten entstehen.

Wie bei einer Außendämmung

werden die Platten lot- und

fugenrecht angebracht.

Sobald alle Platten an der

Wand sind, werden Unebenheiten,

die an den Versatz-

stellen auftreten können,

abgeschliffen.

gut saniert!


86

GEBÄUDE

SANIEREN

Was Sie brauchen:

Mineralschaumplatten

Leichtmörtel zum An mischen

Bohrmaschine mit Rührquirl

Fuchsschwanz (feinzahnig)

Leiter

Wasserwaage

Traufel

Zollstock

Schleifbrett

eventuell Dübel

Spachtel, Putz oder Farbe

zur weiteren Bearbeitung

Das Finish bildet das Verspachteln

und Streichen der Innendämmung,

sprich die endgültige Gestaltung der

Innenwände.

Beseitigen Sie diese am besten durch Abschleifen.

6. Schritt: Ist die Innendämmung vorschriftsmäßig

angebracht, werden die

Platten schließlich noch gestrichen oder verspachtelt,

um dem Raum sein finales Gesicht

zu geben.

Materialwahl und Ausführung

Hartschaumplatten sind sehr beliebt und

leicht in der Ausführung. Sie werden direkt

mit Ansetzmörtel an die Wand geklebt. Die

Platten sind mit dem Nut-und-Feder-Prinzip

ausgestattet und überlappen so perfekt. Die

Platten sind feuchtigkeitsabweisend und

leicht zu verarbeiten. Jedoch haben sie auch

Nachteile. Zwar kann auf der Dämmung gut

gefliest werden, Bohrungen sind jedoch eher

problematisch. Auch bleibt die Wand sehr

stoßempfindlich, wenn direkt auf den Platten

verputzt wird. Der Fachmann rät hier zu einer

Zwischenschicht aus Gipsplatten, auf denen

dann der Putz oder die Tapete angebracht

werden kann.

Alternative: Dämmen mit Vorsatzschale

Vorsatzschalen gibt es aus Holz oder Metall.

Letzteres bietet die Vorteile, dass es sich

nicht verzieht und Feuchtigkeit kein Problem

darstellt. Zwischen die einzelnen Ständer

aus dem gewählten Material kommt dann der

Dämmstoff, im Normalfall Mineralwolle. Aber

auch Materialien wie Schafwolle oder Stroh

sind einsetzbar. Die Ständer sollten unbedingt

in einem Abstand von genau 62,5 cm

montiert werden, da dies das gängige Maß

der Gipsplatten ist.

Und so geht‘s: Montieren Sie die Anschlusslatten

zu Wänden, Decke und Boden. Die Latten

(wenn Holz) sollten an den Rückseiten mit

Dämmstreifen versehen werden. Nun werden

sie angeschraubt und die Dämmmatten dazwischengeklemmt.

Vergessen Sie nicht, auch

den Raum zwischen Lattung und Außenwand

zu isolieren, da ansonsten Wärmebrücken

entstehen können. Im Gegensatz zur Hartplattenvariante

muss hier auch unbedingt

eine Dampfbremse angebracht werden. Diese

tackern Sie am besten direkt an der Lattung

fest. Ganz wichtig ist, dass eine luftdichte

gut saniert!


87

GEBÄUDE

SANIEREN

Ebene geschaffen wird. Also überkleben Sie

besser auch an den Tackereinstichen.

Noch ein wichtiger Tipp: Verwenden Sie

möglichst immer aufeinander abgestimmte

Produkte, wie sie im Fachhandel von verschiedenen

Herstellern angeboten werden.

Das bedeutet Dämmung, Dampfbremse und

Klebeband von derselben Marke. So ist ein

bestmögliches Ergebnis garantiert. Die Dampfbremse

ist deshalb so wichtig, da sich, selbst

wenn der Dämmstoff dicht ist, zwischen dem

Ständerwerk und der Dämmung Wasserdampf

sammeln kann. Erst das Anbringen einer dicht

verklebten Folie (etwa PE oder Polyamid)

verhindert dies.

Schon was von Dämmtapeten gehört?

Die wohl einfachste und schnellste Methode, Ihren

Wänden eine Innendämmung zu verpassen,

bietet die sogenannte Dämmung von der Rolle.

Diese speziellen Tapeten haben zwar nur eine

Dicke von knapp vier Millimetern und liefern

daher auch nicht die besten Dämmwerte.

Aber als Ergänzung zu einer Fassadendämmung,

besonders an nicht leicht zu

erreichenden Stellen wie etwa hinter

Heizkörpern oder in Ecken, fungieren

sie als durchaus zufriedenstellende

Ersatzlösung. Besonders interessant sind

hier die mit Alufolie versehenen Produkte

(alukaschiert), da sie dem Raum eine schnel-

lere Erwärmung ermöglichen und diese Wärme

auch halten helfen. Die gleichen Ergebnisse wie

mit einer der anderen Innendämmungsvarianten

werden Sie mit den Tapeten aber nie erreichen,

das sollte an dieser Stelle noch betont werden.

Die Anbringung der Tapeten ist relativ unkom-

pliziert: Am besten verwenden Sie dafür einen

herkömmlichen Styro-Kleber, wie Sie ihn in jedem

Baumarkt erhalten, und gehen vor wie beim

normalen Tapezieren. Ganz wichtig: Achten Sie

beim Anbringen der Bahnen darauf, dass keine

Fugen bzw. Zwischenräume entstehen, da das

bei einem eventuellen Feuchtigkeitseintritt zu

massiven Beeinträchtigungen der Dampfbremse

führen kann! Die Folge wäre im schlimmsten Fall

dann Schimmel. Besonders genau zu arbeiten

ist daher im Bereich rund um die Steckdosen,

Lichtschalter und auch Heizkörperanschlüsse.

Egal für welche Innendämmung Sie sich

entscheiden, lassen Sie sich auf jeden Fall

noch vor Beginn der Arbeiten von einem Profi

oder im Fachhandel beraten. Je nach bereits

vorhandener Dämmung am Altbau sowie nach

dem gewünschten finanziellen und arbeitstechnischen

Aufwand können Sie sich dann

für eine der vielen Möglichkeiten einer selbst

gemachten Innendämmung entscheiden. Falls

Ihnen der Sinn nicht danach steht, selbst Hand

anzulegen, haben Sie noch immer die Möglichkeit,

ein professionelles Bauunternehmen

oder einen speziellen Fachmann anzuheuern,

um sich auf einen

garantiert warmen Winter

und wohltemperierten

Sommer in Ihrem

Eigenheim zu freuen.

gut saniert!


88

GEBÄUDE

SANIEREN

© mythja/Shutterstock

Fußboden sanieren

Im Zuge der Sanierung im Innenraum

bleibt der Boden nur selten

unberührt. Bevor Sie sich an die

Renovierung der Beläge machen,

sollte jedoch der Unterbau genau

kontrolliert und gegebenenfalls

saniert werden.

Je nachdem, in welchem Zustand sich der

Boden befindet, können das komplette

Auslösen des Bodens, eine Sanierung

bzw. Erneuerung der Bodenaufbauten, eine

Sanierung der Deckenkonstruktion oder neue

Bodenaufbauten mit Wiederverlegung bzw.

Anbringung des neuen Materials anfallen.

Alte Fußbodenaufbauten, meist aus Holzbalken

gefertigt, müssen entlastet und mit

einem modernen Wärmeschutz ausgestattet

werden. Vor allem dann, wenn sich die Böden

entweder nahe dem Erdreich oder über einem

unbeheizten Keller befinden. Auch auf den

Trittschallschutz darf im Wohnbereich nicht

vergessen werden. Noch bevor Sie sich an die

Arbeit machen, greifen Sie zum Taschenrechner.

Bei Böden, die sich über einem Keller

befinden, kann die Wärmedämmung von unten

kostengünstiger und mit gleich gutem Ergebnis

ausfallen wie eine komplette Sanierung.

Ist die Bodenbasis noch gesund?

Wenn Sie nicht selbst vom Fach sind, sollten

Sie unbedingt einen Bausachverständigen

beurteilen lassen, wie stabil der vorhandene

Fußbodenunterbau (noch) ist. Zudem sollten

die alte Holzkonstruktion auf Fäulnis oder

Schädlingsbefall untersucht und bruchverdächtige

Balken durch neue und stabilere, trittfest

ersetzt werden. Eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit

ist ebenfalls einzubringen. Danach kann

die passende Wärmedämmung erfolgen.

Sind die Außenwände der betreffenden Räume

bzw. Ihres Altbaus noch nicht gegen aufsteigende

Feuchtigkeit gesichert, ist eine Sperrschicht

nötig. Achtung! Allfällig durchnässtes Schüttmaterial

muss restlos entfernt bzw. ausgetauscht

werden! Übrigens: Früher wurde der Boden in

gut saniert!


89

GEBÄUDE

SANIEREN

nicht unterkellerten Häusern mit einer Lage

Holzbalken und einem darauf verlegten Schiffboden

ausgestattet. In neueren Bauten wurde

schon auf einer Betonplatte gebaut, wobei die

darunter liegende Schicht etwaige aufsteigende

Feuchte nur sehr mangelhaft abwehren konnte.

Darüber hinaus wurde bei der Betonherstellung

statt Kies Schlacke und vorhandener Bauschutt

verwendet.

Tipp:

Energieverluste aufgrund von

Undichtheiten an Boden-/Deckenkonstruktionen

oder durch erdberührende

Böden müssen im Zuge

einer Sanierung beseitigt werden.

Konvektionsschutzpappen oder

Dampfbremsfolien garantieren

hier bei fachgerechtem Einbau die

erforderliche Luftdichtheit!

Bodenaufbau: geltende Richtlinien beachten

Für Fußböden gelten laut OIB-Richtlinie bei

der Sanierung eines bestehenden Bauwerks

dieselben Anforderungen an U-Werte wie für

Kellerwände. Wird eine Dämmung oberhalb

der Bodenplatte oder in einer Bodenkonstruktion

zwischen Polsterhölzern eingebracht,

muss diese gemäß dem Niedrigenergiestandard

einen U-Wert von 0,3 W/m 2 K aufweisen. Dazu ist

beispielsweise 12 cm Dämmstoff der Wärmeleitgruppe

040 nötig. Unterhalb der Bodenplatte

darf der Wert 0,4 W/m 2 K, das entspricht etwa

10 cm Dämmstoff, nicht übersteigen.

Sind diese Dämmstoff stärken nicht realisierbar,

so muss der Fußboden einschließlich

Dämmung so weit erhöht werden, wie es ohne

eine Anhebung des Türsturzes möglich ist.

Falls keine Bodenplatte oder eine andere

Abdichtung vorhanden ist, kann die Dämmung

auch direkt auf die Kiesdrainage gelegt werden.

Dafür geeignete Dämmmaterialien müssen

feuchteresistent und druckstabil sein sowie das

dafür erforderliche Herstel lerzertifikat aufweisen.

Darüber werden dann Bitumenbahnen

vollflächig verschweißt. Erst danach kann die

Bodenplatte aus Beton gelegt werden.

Bei Holzbalkenböden gehen Sie am besten

in Trockenbauweise vor: Gleichen Sie die Unebenheiten

des alten Bretterbodens durch eine

ebene Schüttung aus und legen Sie darauf

dann die Dämm- und Holzspanplatten, die an

Nut und Feder verleimt werden. Oder Sie verwenden

Trockenestrichelemente aus Gipsfaser

oder Gipskarton, die an Nut und Feder verklebt

und zusätzlich verschraubt werden.

Welche Dämmung?

Womit und wie Sie dämmen, hängt nicht zuletzt

auch vom künftigen Bodenbelag ab. Entscheidungsfaktoren

dabei: Festigkeit unter Druck und

hoher Belastung, Brennbarkeit, Wärmeleitfähigkeit

sowie der (Tritt)Schallschutz. Wählen können

Sie grundsätzlich zwischen mineralischen

(Glaswolle, Mineralschaum, Vermiculit etc.),

synthetischen (PE, Polyester etc.) und pflanzlichen

bzw. tierischen (Kork, Holzfasern etc.)

Fußbodendämmungen, die als Platten oder lose

Schüttungen eingebracht werden.

Schüttdämmstoffe sind einfach zu verarbeiten

und werden bei Zwischenbalkendämmungen, Nivellierungen,

zur Isolierung unter Betonestrichen

und in schwer zugänglichen Zwischenräumen

eingesetzt. Schüttungen aus Mineralstoffen sind

überaus belastbar, robust, schädlingsresistent

und verrotten nicht. Ergänzend dazu bieten sie

hervorragenden Schall- und Wärmeschutz und

die statische Belastung ist marginal.

gut saniert!


90

GEBÄUDE

SANIEREN

!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Holzböden sanieren

Durchgetretene Dielen, zerkratztes

Parkett, ausgeblichene Oberflächen.

Sie möchten Ihrem alten

Holzboden wieder zur ursprünglichen

Schönheit oder einem ganz

neuen Gesicht verhelfen? Hier

erfahren Sie, wie es geht.

Bevor Sie sich an die Renovierung Ihres

Holzbodens machen, sollten Sie sich

einen guten Einblick in die bestehende

Substanz verschaffen. Dazu empfiehlt es sich,

an einer unauffälligen Stelle, z. B. am Rand des

Parketts, eine kleine Probe zu entnehmen. Auf

diese Weise stellen Sie fest, wie dick die obere

Holzschicht ist. Diese Prozedur erübrigt sich

bei alten Dielen, die in der Regel massiv sind.

Beim Parkett ist eine obere Schicht von 2,5 bis

6 Millimeter Standard. Da beim Abschleifen

nur knapp ein Millimeter abgetragen wird,

kann dieser Vorgang beim Qualitätsparkett

über den Zeitraum von Jahrzehnten mehrfach

ausgeführt werden. Ein altes Parkett entwickelt

übrigens mit der Zeit eine attraktive Patina,

an die die Optik neuerer Holzböden nur selten

herankommt.

Lackierte Holzböden sanieren ...

Ist Ihr Boden mit einem Lack überzogen,

lassen sich Verfärbungen unter Umständen

überlackieren, in der Regel erreichen Sie aber

mit der Neubeschichtung des abgeschliffenen

Parketts ein weitaus besseres Ergebnis. Zum

gleichmäßigen Abschleifen von Parkettböden

können im Fachhandel Schleifmaschinen ausgeliehen

werden. Es braucht allerdings schon

relativ viel Geschick dabei und wir empfehlen,

erst an einer unauffälligen Stelle zu üben.

... und Oberflächen versiegeln

Ob zur abschließenden Versiegelung Lack,

Wachs oder Öl verwendet wird, ist letztendlich

Geschmackssache. Während die Oberfläche

mit Lack glatt und glänzend wird, überzeugen

öl- und wachsbeschichtete Holzböden

durch ihren matten Schimmer. Die raumphysikalisch

positive Wirkung eines Holzbodens

kommt allerdings nur bei Öl oder Wachs

vollends zur Wirkung: Die Poren der Holzoberfläche

bleiben offen und regulieren somit die

Raumluftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.

Dies kann ein mit Lack versiegelter Holzboden

natürlich nicht leisten, hier überwiegt eher der

Vorteil der höheren Belastbarkeit. Es kommt

Was Sie brauchen

Richtlatte/Richtschnur

Zollstock/Maßband

Stichsäge/Kreissäge/Laminatschneider

Abstandsklötze aus Holz oder

Kunststoff

Winkel

Zugeisen

Schlagklotz

gut saniert!


Zur Wandseite

immer Abstandsklötze

verwenden.

Notfalls Wandprofil

ausschneiden, falls

die Wand nicht

gerade läuft.

91

GEBÄUDE

SANIEREN

hier nicht so leicht zu Möbelabdrücken,

Abrieb, Kratzspuren oder Feuchtigkeitsschäden.

In der Regel benötigt ein lackierter

Holzboden auch erst nach 15 Jahren eine neue

Beschichtung, dabei empfehlen sich dann der

Gesundheit zuliebe lösemittelarme Wasserlacke.

Fixieren mittels Injektion

Hohl klingende Stellen durch einzeln gelöste

Holzteile lassen sich mittels einem durch

kleine Bohrlöcher unters Parkett gespritzten

Spezialkleber beheben. Er hilft auch bei abgelösten

Deckschichten oder Rissen in mehrschichtigem

Fertigparkett.

In der Regel reicht es, wenn pro Schleifvorgang

circa 0,7 Millimeter entfernt werden. Bei

ausgetretenen Massivholzdielen müssen Sie

allerdings so lange abschleifen, bis die Fläche

wieder eben ist.

Mit einem Zugeisen

verdichten Sie die Fugen

vorsichtig.

Und nun ordentlich pflegen

Sanierung hin oder her. Im Alltag lassen sich

Gebrauchsspuren wie kleine Kratzer, Dellen

und Striemen nun mal nicht zur Gänze vermeiden.

Durch die richtige Bodenpflege

können Sie aber vorbeugen und

Jeweils das letzte

viele kleinere Spuren verschwinden

Reststück aus einer Reihe

lassen. Verwenden Sie ausschließlich

einen weichen Mob und Haarbe-

Folgereihe verwendet.

wird als erstes Stück der

sen, Staubsauger mit Parkettaufsatz

oder ein leicht feuchtes Wischtuch. Gummistriche

von Schuhsohlen oder auch Fettflecken

können mit Grundreiniger entfernt werden. Perfekt

für das Parkett ist eine Luftfeuchte von ca.

50 bis 60 % und einer Temperatur von

rund 20 °C. Sessel, Tisch und Kommoden

sollten mit Filzgleitern ausgestattet

sein und Möbelrollen vom Typ W (weich)

verwendet werden.

Das letzte Paneel

auf das vorletzte

legen und genau ausrichten.

Ein weiteres Paneel

mit der Feder gegen die Wand

auflegen. Anzeichnen & sägen.


Hauptsache warm?

Wir haben die interessantesten

Facts & Tipps rund um das

Thema Heizen - vom Ölkesseltausch

bis zur Warmwasserbereitung

mittels

Sonnenenergie.

© epr/Contura © epr/ista


Energie

sparen

dank Sanierung

Energieträger, Heizsysteme, Smart Home Technologien.

Clevere Umbau- und Umrüstungsmaßnahmen schonen

nicht nur Ressourcen, Umwelt und Ihr Konto, sie erleichtern

auch den Alltag. Und Sie haben mehr Energie für die

schönen Dinge im Leben übrig.


94

ENERGIE­

SYSTEME

Heizung sanieren?

Soll die bestehende Heizung modernisiert werden, mit einem regenerativen

Heizsystem kombiniert oder gleich die gesamte Anlage ausgetauscht

werden? Egal, was Sie vorhaben, Ziel ist in jedem Fall ein geringerer Verbrauch

und Ressourcenschonung.

Bei bestehenden Anlagen erfordern oftmals

alte, für heutige Verhältnisse zu kleine

Heizkörper recht hohe Vorlauftemperaturen

von bis zu 90 °C. Solche Wärmeabgabesysteme

lassen sich nicht mit modernen Kesseln

oder Heizthermen kombinieren. Im Zuge einer

Sanierung muss in diesen Fällen also das ganze

System von Grund auf erneuert werden.

Ein Heizkörpertausch sollte immer Teil einer

solchen Gesamtsanierung sein. Die Radiatoren

können im Laufe der Jahre verschlammt sein,

Stahlrohre sind möglicherweise rostig. Gelegent-

Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Mit dem richtigen und nach Ihren Bedürfnissen optimierten

System heizen Sie im Normalfall komfortabler.

Das Raumklima wird angenehmer und die Regelung

der Anlage vereinfacht. Noch bevor Sie mit der Wahl

des Systems und den Umrüstungen beginnen, klären

Sie folgende Punkte ab:

Woran erkennt man,

dass die Heizung nicht

mehr effizient arbeitet?

Wie viel kann ich

durch eine Heizungsmodernisierung

sparen?

Zentralheizungen, die mit Wärmepumpen, Holz oder Pellets

betrieben werden, bieten wirtschaftlich sehr attraktive

Lösungen. Und durch den Einsatz zeitgemäßer Kesselsysteme

mit Erdgas oder Heizöl in Verbindung mit Solar thermie

lassen sich bis zu 40 % der Heizkosten einsparen.

gut saniert!


95

ENERGIE­

SYSTEME

lich findet man Kalkablagerungen und undichte

Leitungen vor. Heizkörper, die die aktuellen Anforderungen

erfüllen, haben eine große Oberfläche

und kommen daher mit einer Vorlauftemperatur

unter 50 °C aus. Es wird wesentlich weniger

Staub aufgewirbelt und der Anteil an direkter

Strahlungswärme ist entsprechend hoch.

Endlich geringere Heizkosten

Der Einsatz fortschrittlicher Brennwerttechnik mit

Erdgas oder Heizöl ist eine sinnvolle Maßnahme,

um die Energieeffizienz in bzw. von Ihrem Haus

zu optimieren. In Verbindung mit regenerativen

und entsprechend umweltfreundlichen Techniken,

wie beispielsweise der Solarthermie,

lässt sich auf diese Weise auch ein Gutteil der

Heizkosten einsparen. Eine andere Möglichkeit,

die sich Ihnen im Zuge einer Heizungssanierung

bietet, ist die Umstellung auf nachwachsende

Rohstoffe. Energieträger wie Scheitholz, Pellets

oder Hackschnitzel sind nicht so starken Preisschwankungen

ausgesetzt wie etwa die fossilen

Energieträger, und vor allem ein heißer Tipp in

puncto zukunftssicherer Versorgung.

Eine Heizanlage verbraucht

immer mehr Energie, je mehr sie

sich dem Ende ihrer technischen

Lebensdauer nähert. Das ist in der

Regel nach 15 bis 20 Jahren der

Fall. Beispielsweise nutzen alte

Heizkessel weniger als zwei Drittel

des Brennstoffes aus. Mit den heutigen

hocheffizienten Technologien

(Brennwerttechnik) wird hingegen

die zugeführte Energie fast zu

100 % in Wärme umgewandelt.

Lohnt sich eine Heizungsmodernisierung

im Hinblick

auf die Anschaffungskosten?

Schon mit kleinen Investitionen kann viel eingespart

werden. Staatliche Förderprogramme unterstützen

Sie bei der Modernisierung Ihrer Heizungsanlage

finanziell. Je nach Bundesland gibt es Zuschüsse,

z. B. für einen Brennwertkessel, der mit einer

Solaranlage gekoppelt ist, oder für die Installation

einer Wärmepumpe. Die Investitionen in eine neue

Heizung zahlen sich besonders dann aus, wenn die

Heizungsmodernisierung durch nicht rückzahlbare

Direktförderungen unterstützt wird. Lassen Sie sich

im Zuge der Modernisierung von einem unabhängigen

Energiefachmann beraten. Überlegen Sie auch

sinnvolle Alternativen bei der Wahl des gewünschten

Energieträgers sowie die Einbindung einer

thermischen Solaranlage!

gut saniert!


96

ENERGIE­

SYSTEME

Modernisierung mit Wärmepumpe

Wer über eine funktionierende

Heizung verfügt, jedoch kostensparender

und nachhaltiger heizen

möchte, der sollte die Ergänzung

der bestehenden Heizung durch

eine Wärmepumpe in Betracht

ziehen. Denn Wärmepumpen

heizen effizient, sparen Kosten

und schonen die Umwelt.

PROMOTION

Zukunftsfähige und nachhaltige Heizsysteme

spielen auch bei Sanierungsprojekten

eine immer wichtigere Rolle. Welches

Heizsystem sich bei einer Gebäudesanierung

eignet, hängt jedoch von den individuellen

Gegebenheiten ab. Nicht immer ist der komplette

Umstieg von herkömmlichen Wärmeerzeugern

auf regenerative Heizsysteme die

beste Lösung. Wenn ein bestehendes Heizsystem

vorhanden ist, kann in vielen Fällen die

Erweiterung zu einem Hybridsystem die ideale

Lösung darstellen. „Hybrid“ bedeutet „gemischt“

– es werden immer mindestens zwei

Energieträger kombiniert. Für eine Hybridheizung

wird also ein bestehendes Heizsystem

mit herkömmlichen Energiequellen wie Gas

oder Öl mit regenerativen Wärmeerzeugern wie

einer Wärmepumpe kombiniert.

Hybridheizsysteme –

eine effiziente Kombination

Ein Hybridheizsystem erzielt nicht nur eine höhere

Energieeffizienz, sondern auch geringere Betriebskosten

und eine höhere Umweltverträglichkeit.

Abhängig von den individuellen Voraussetzungen

wie dem Platzangebot, den Energiesparzielen und

dem verfügbaren Budget, eignen sich unterschiedliche

regenerative Energiequellen zur Integration

in das bestehende Heizsystem.

Nachhaltige Ergänzung durch Wärmepumpen

Wärmepumpen gelten als das Heizsystem der

Zukunft und werden häufig als Zweit- oder sogar

Drittmodule bei Hybridheizungen verwendet.

Als natürliche Energiequellen dienen hierbei

die Umgebungsluft, das Grundwasser oder die

Erdwärme. Dementsprechend werden neben

Luft-Wärmepumpen auch Wasser- und Erdwärmepumpen

angeboten. Die Umgebungsluft ermöglicht

als frei verfügbare Energiequelle einen

gut saniert!


97

ENERGIE­

SYSTEME

besonders flexiblen Einsatz von Wärmepumpen.

Bei der Einbindung einer Luft-Wärmepumpe in

ein Hybridheizsystem leistet diese die grundlegende

Wärmeversorgung. Bei Spitzenlasten

oder ungünstigen Temperaturen unterstützt das

herkömmliche Heizsystem, beispielsweise ein

Öl-Brennwertkessel.

Mehr Komfort & Klimaschutz

Während Wärmepumpen durch ihre hohe Effizienz

wesentlich geringere Emissionen verursachen

und somit einen großen Beitrag zum Klimaschutz

beitragen, ist ihre Integration in einem Hybridsystem

aufgrund der individuellen klimatischen

Gegebenheiten sehr zielführend. Reversible

Wärmepumpen können bei sommerlicher Hitze

umfunktioniert werden und somit sogar kühlen.

Dank integrierter Internetschnittstelle können

modernste Wärmepumpen von Buderus mit dem

Smartphone oder Tablet bedient werden. Damit

können sie bequem unterwegs gesteuert werden.

Das Prinzip der Luft-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank,

nur dass sie nicht kühlt sondern wärmt.

Für technisch Interessierte: Beim Kühlvorgang

im Kühlschrank wird gekühlt, indem den Lebensmitteln

Wärme entzogen wird. Diese Wärme wird

anschließend an der Rückseite des Kühlschranks

an den Raum abgegeben. Der Strom, den der

Kühlschrank benötigt, wird ebenfalls in Wärme

umgewandelt. Deswegen kann ein Raum auch

nicht gekühlt werden, indem man einfach die

Türen des Kühlschranks offen lässt. Bei einer

Wärmepumpe wird die Wärme z.B. der Luft oder

dem Erdreich entzogen und auf ein gewünschtes

Niveau erhöht. Dazu wird die Wärme auf ein so

genanntes Kältemittel übertragen. Dieses besitzt

die spezielle Eigenschaft, dass es bereits bei niedrigen

Temperaturen verdampft und somit auch

Wärme aufnimmt, wenn die Luft im Winter kalt ist.

Ein Verdichter erhöht den Druck des gasförmigen

Kältemittels und erwärmt es. Diese Wärme wird

anschließend an das Heizsystem abgegeben

wodurch das Kältemittel abkühlt und sich wieder

verflüssigt. Anschließend muss der Druck durch

ein Ventil gesenkt werden und der Kreislauf

beginnt von vorne. So können mit einem Teil elektrischer

Energie etwa drei Teile Umgebungsenergie

„gewonnen“ werden.

Die Vorteile überzeugen:

• Niedrige Betriebskosten

• Ganzjähriger Komfort

• Umweltfreundliches Heizen

• Reduzierter Einsatz von fossilen Energieträgern

• Platzsparend

• Flexible Einsatzmöglichkeiten

Moderne Wärmepumpen von Buderus

Informationen zum Heizen mit Wärmepumpen,

attraktive Förderungen sowie Kontakte zu Fachpartnern

finden Sie unter www.buderus.at

Buderus Österreich

Göllnergasse 15-17

1030 Wien

T: +43 (0) 1 79 722 / 8226

www.buderus.at

gut saniert!


98

ENERGIE­

SYSTEME

Heizkessel

tauschen

Rund die Hälfte unserer Haushaltsenergie

geht fürs Heizen drauf. Die

Umstellung auf moderne Ölkessel

spart Kosten und schont die Umwelt.

Aber: Ist das in Zeiten regenerativer

Energien überhaupt noch

gerechtfertigt?

Die in Österreichs Haushalten laufenden

Heizkessel sind zu einem hohen Anteil

technisch veraltet, teilweise überdimensioniert

und belasten durch geringe Effizienz

Tipp:

Nutzen Sie die Gelegenheit!

Im Zuge des Heizkesseltausches

können auch gleich in

die Jahre gekommene Rohre,

Zuleitungen und Armaturen

gedämmt werden.

nicht nur die Brieftasche ihrer Besitzer, sondern

auch die Umwelt. Mit der Umstellung auf

moderne Heizanlagen kann viel Geld gespart

und können die CO₂-Emissionen reduziert

werden. Im Zuge einer Heizungssanierung

sollte die Umstellung auf regenerative, nicht

fossile Rohstoffe ernsthaft erwogen werden

und der Tausch des Heizkessels nur durchgeführt

werden, wenn Sie unbedingt beim Öl als

Energielieferant bleiben wollen.

gut saniert!


© epr/Vaillant Initiative Wärme+

99

ENERGIE­

SYSTEME

Wie viel bringt ein neuer Kessel?

Bis zu 40 Prozent der Heizkosten können Sie

mit einem modernen Heizkessel einsparen.

Zusätzlich schonen Sie mit einer modernen

Anlage die Umwelt mehr, als mit einem alten.

Moderne Heizkessel sind heute Hightechprodukte.

Die Nutzungsgrade alter Heizkessel

betragen je nach Brennstoffart nur 50 bis

80 Prozent. Nutzungsgrade der neuen Heizkesselgenerationen

erreichen Werte bis zu

97 Prozent. Aufgrund dieser verbesserten Effizienz

senkt ein neuer Heizkessel den Energieverbrauch

um bis zu einem Drittel.

Die Vorstellung, dass ein Heizkesseltausch

mit tagelangem Stemmen und Bohren, dem

Verzicht auf warmes Wasser und Heizung,

viel Staub, Schmutz und jeder Menge Lärm

verbunden wäre, ist nicht (mehr) korrekt. Dank

ausgereifter Arbeitstechniken der Heizungsfachfirmen

sowie der modernen und montagefreundlichen

Systemkomponenten werden

Heizkessel in Ein- und Zweifamilienhäusern

gewöhnlich innerhalb von nur einem Arbeitstag

getauscht. Und die Vorteile eines Kesseltauschs

sind beachtlich:

• Moderne Öl-Brennwerttechnik ermöglicht

äußerst effiziente Verbrennung (Wirkungsgrad

fast 100 Prozent).

• Ein neuer Heizkessel bringt eine Heizölersparnis

von bis zu 40 Prozent.

• Moderne Anlagen sind sehr gut mit Alternativanlagen

wie Solarthermie kombinierbar.

• Heutige Ölheizungen erzeugen deutlich weniger

Feinstaub-, Stickoxid- und Kohlenmonoxidemissionen

als alternative Anlagen.

Öl ist eine schrumpfende Ressource

Zwar sind die Preise für Heizöl immer wieder

mal stagnierend und so mancher „Umsteiger“

hat sich im Nachhinein geärgert über die

sinkenden Literpreise, aber Fakt ist: Heizöl ist

eine fossile Energiequelle und die weltweiten

Vorräte werden immer weniger. Auch die CO₂-

Bilanz dieses Heizmaterials ist bescheiden.

Heizöl ist angezählt, das zeigen nicht nur die

zahlreichen Initiativen und Gesetzesänderungen

in Hinblick auf Ölheizungsverbote bzw.

entsprechend strenge Auflagen.

Die Nachteile von Erdöl als Heizquelle lassen

sich auch durch einen neuen Heizkessel nur

bedingt ausheben. Außerdem kostet so ein

Komplettaustausch. Es sind ja nicht nur die

Kesselkosten (ab rund 1.500 Euro aufwärts),

die sich im Budget niederschlagen. Vor allem

die anfallenden Nebenkosten wie Installationsarbeiten,

eventuelle bauliche Veränderungen

etc. belaufen sich auf bis zu 50 Prozent

der Gesamtkosten. Nicht selten wird im Zuge

einer Ölheizungsmodernisierung zudem eine

Kaminsanierung nötig. Denn für die Nutzung

der neuartigen Brennwerttechnik ist eine

säurebeständige und druckdichte Abgasanlage

erforderlich. (Günstigere Lösung: Kunststoffsystemlösung).

Wichtig ist außerdem, sich

für Abgassysteme zu entscheiden, die einen

raumluftunabhängigen Betrieb ermöglichen.

Wann sollte getauscht werden?

Sie brauchen auf jeden Fall einen neuen

Heizkessel, wenn die gesamte Heizungsanlage

bzw. der Heizkessel älter als 15 Jahre ist, sich

die Kesseltemperatur ständig zwischen 70 und

80 °C bewegt, Sie merken, dass der Heizraum

warm ist, der Brenner läuft, obwohl nicht

geheizt wird, und wenn der vorgeschriebene

Abgasverlust (= Prozentanteil der Wärme, die

über das Abgas in den Kamin und so verloren

geht) nicht mehr eingehalten wird.

Egal ob neuer Kessel oder gänzlich neue

Heiz-anlage, holen Sie sich vor der Entscheidung

unbedingt einen Fachmann ins Haus!

Lassen Sie sich umfassend beraten, wägen

Sie alle Möglichkeiten und Alternativen ab

und vergleichen Sie die Angebote!

gut saniert!


100

ENERGIE­

SYSTEME

Heizöl-Schnäppchen

Die besten Tipps

Jedes Jahr wieder stellen sich die

Ölheizer die gleichen Fragen: Wie

sieht die Preisentwicklung aus?

Wann sollte ich am besten die

neue Ladung bestellen? Wo gibt es

das günstigste Öl? Sollten wir nicht

doch langsam umsteigen?

Umweltkatastrophen, politische Krisen,

Kriegswirren plus die Entwicklung des

internationalen Marktes für Rohöl, das

in mehreren Produktenbörsen gehandelt wird,

bestimmen den Ölpreis. Und der unterliegt

mitunter starken Schwankungen. Aber auch in

Österreich selbst ist der Preis fürs Heizöl nicht

einheitlich. Aufgrund regionaler Differenzen

(Frachtsätze, Qualität, Verfügbarkeit) kann es

sein, dass das Öl in Vorarlberg um mehrere Cent

je Liter teurer ist, als in Kärnten.

Aktuelle Preischarts beachten

Sie sollten flexibel sein, den Markt im Blick

behalten und kurzfristig entscheiden. Und bei

sehr niedrigen Preisen schnell zuschlagen! Am

besten checken Sie dafür die unabhängigen,

tagesaktuellen Charts, die den Anbietermarkt

regelmäßig scannen.

So wird’s günstiger

• Online bestellen! Heizöl kann telefonisch

oder online bestellt werden. Billiger kriegen

Sie das Heizöl jedoch online. Die Preise

sind bei gleicher Qualität oft niedriger, als

der durchschnittliche österreichische

Verkaufspreis.

• Sammelbestellungen machen! Wenn Sie nur

kleinere Mengen an Heizöl brauchen, schließen

Sie sich mit NachbarInnen und FreundInnen

zusammen, dann wird der Literpreis noch

einmal niedriger.

• Preise vergleichen! Bei gleicher Qualität kann

es zu Preisunterschieden von mehreren Cent

pro Liter kommen, auf einen Jahresvorrat

hochgerechnet wird das durchaus spürbar!

• Achten Sie auf die Qualität! Denn es kann

sich auch um Importe aus Ostländern handeln,

die Ihrer Heizanlage unter Umständen

nicht guttun und hohe Schadstoffemissionen

verursachen. Super- oder Premiumöle hingegen

sind mit Additiven versetzt, welche

die Fließfähigkeit, Haltbarkeit, Geruch und

Verbrennungsverhalten verbessern und damit

den Verbrauch senken.

Heute wird geliefert – die besten Tipps

Seien Sie persönlich anwesend. Protokollieren

Sie den Füllstand im Öltank. Stellen Sie die Heizung

ab, damit keine Luft in den Tank kommt.

Prüfen Sie das Zählerwerk (Nullstand) und das

Eichsiegel am Tankwagen. Die ideale Liefertemperatur

des Öls liegt bei 15 Grad. Je wärmer

das Heizöl, desto mehr dehnt es sich aus. Mehr

Volumen bei weniger Litern bedeutet, zu viel

zahlen für zu wenig Öl. Prüfen Sie nach der Füllung

den neuen Zählerstand. Schalten Sie die

Heizung erst nach ein paar Stunden wieder ein,

dann haben sich die Sedimente gesetzt und der

Brenner saugt keine Schwebstoffe an.

gut saniert!


Jetzt € 5.000,-

„Raus aus dem Öl“-Bonus*

zusätzlich zur Landesförderung**

mit Brennwert

und Regelung

PELLETSKESSEL PE1 Pellet

Die flexible Komplettlösung für den Heizraum.

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ÜBER 105,8% WIRKUNGSGRAD***

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NUR 0,38 m²

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7“ FARB-TOUCH-DISPLAY

* Der „Raus aus Öl”-Bonus fördert den Tausch einer fossilen Heizung gegen eine klimafreundliche

Holzzentralheizung. Die Förderung des BMNT beträgt € 5.000,- (Sanierungsmaßnahmen für den

Erhalt der Kesseltauschförderung sind ab 2019 nicht mehr verpflichtend). Nähere Informationen auf

www.froeling.com bzw. www.raus-aus-dem-öl.at.

** Nähere Informationen und Richtlinien zu den Förderungen unter www.froeling.com oder beim

Fröling Gebietsleiter.

*** Brennwerttechnik für PE1 Pellet 15 - 20 kW, jederzeit nachrüstbar.

www.froeling.com Tel. 07248 / 606 - 2101


102

ENERGIE­

SYSTEME

© Adobe Stock

3 Tipps

für eine

reibungslose

Heizungserneuerung

Mit Pellets auf ein effizientes &

umweltfreundliches Heizsystem

umsteigen.

Besonders an kalten Tagen ist es die

wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden,

die dafür sorgt, dass wir uns zuhause so

richtig wohlfühlen. Wärme ist eines unserers

Grundbedürfnisse: Durchschnittlich etwa

70 Prozent der benötigten Energie in einem

Haushalt entfallen auf die Heizung. Doch

nicht jedes Heizsystem eignet sich für jedes

Gebäude. Wer seine Energiekosten dauerhaft

senken und zudem die Umwelt entlasten

PROMOTION

möchte, profitiert von einer modernen Pelletheizung.

Im Folgenden sind die ersten Schritte

und hilfreiche Tipps für einen einfachen

und sauberen Umstieg auf den nachhaltigen

Energieträger Holzpellets zusammengefasst:

1. Bedarf klären

Es gibt verschiedene Arten von Pelletheizungen

– vom dekorativen Kaminofen im Wohnzimmer

zur leistungsstarken Zentralheizung

im Keller. Welches System das passende ist,

hängt im Wesentlichen davon ab, wie hoch

der Heizwärmebedarf ist. Um diesen zu ermitteln,

muss neben der Größe der Wohnfläche

vor allem der bauliche Zustand des Wohngebäudes

analysiert werden. Tipp: Ein Energieberater

kann aus dem bisherigen Energieverbrauch

rasch die notwendige Leistung der

neuen Heizung abschätzen.

2. Voraussetzungen prüfen

Damit der Umstieg von Heizöl oder Erdgas

auf eine Pelletheizung unkompliziert und

in wenigen Tagen erledigt ist, empfiehlt es

sich, rechtzeitig die Voraussetzungen dafür

gut saniert!


103

ENERGIE­

SYSTEME

zu klären. Für Pelletzentralheizungen wird

ein Pelletlager benötigt – in der Regel in

einem Raum im Keller. Alternativ gibt es

praktische Sacksilos, die direkt im Heizraum

oder auch in einer Garage aufgestellt werden

können. Bevor eine Pelletheizung in Betrieb

gehen kann, muss eine Eignungsprüfung des

Kamins durch einen Rauchfangkehrer vorgenommen

werden.

3. Förderungen nutzen

Aktuell gibt es hohe Förderungen von Bund

und Ländern für Pelletheizungen. Wird nämlich

eine fossile Heizung durch eine Pelletsystem

ersetz, werden die CO 2

-Emissionen um über

90% reduziert. Daher sind Holzpellets eine

wesentliche Maßnahme gegen die Klimakrise.

Informationen zu den unterschiedleichen

Förderungen und auch zum „Raus aus dem

Öl“ Bonus finden Sie auf:

www.propellets.at/foerderungen

ProPellets Austria

Hauptstraße 100

A-3012 Wolfsgraben

T: +43 (0) 22 33/701 46

www.propellets.at

gut saniert!

© istock.com/frankoppermann


104

ENERGIE­

SYSTEME

Heizsystem erneuern

Im Folgenden finden Sie einen

groben Überblick über die Möglichkeiten

bei Heizsystemen mit ihren

jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Welches Heizsystem ist zurzeit in Ihrem

Haus? Wie alt ist die Anlage? Wie

und warum muss oder soll nun etwas

verändert werden? Möchten Sie von fossilen

auf regenerative Energiequellen umsteigen?

Möchten Sie mehrere Systeme kombinieren?

Ist es Ihnen wichtig, bis zu einem gewissen

Grad autark zu sein? Oder ist das alte System

schlicht nicht mehr am Stand der Technik?

Pelletheizung

Die kleinen, zylinderförmigen Röllchen bestehen

zu 100 % aus naturbelassenem, heimischem

Holz. Als Rohstoff dienen Hobel- und

Sägespäne, welche in der Holz verarbeitenden

Industrie als bisher schlecht genutztes Nebenprodukt

in großen Mengen anfallen. Laufende

Qualitätskontrollen garantieren einen sauberen

Brennstoff mit geringer Restfeuchte und

hohem Brennwert (ca. 5 kWh/kg). Oder Sie

gut saniert!


© epr/Austroflamm

105

ENERGIE­

SYSTEME

Kaminöfen mit Warmlufttechnologie zeichnen

sich durch minimalen Holzverbrauch und einen

Mindestwirkungsgrad von weit über 75 % aus.

Wenn Sie die Ofenwärme richtig verteilen

(Aufstellungsort beachten), heizen Sie im

härtesten Winter mit 6 oder 10 kw Ihre ganze

Wohnung. Häufiger wird so ein Kaminofen

aber als Zusatzheizung verwendet.

Ergänzt durch moderne Technik liefern moderne

Kachelöfen Heizenergie, Warmwasser

und sogar Energie zum Kochen. Oft werden

sie auch mit einer zweiten Heizung kombiniert

oder als Wärmeerzeuger für Zentralheizungen

eingesetzt.

Kaminöfen mit Speichermasse gibt es als

wasserführende Varianten, die ihre Wärme

über die Zentralheizung an alle Zimmer abgeben

plus das Aufstellungszimmer beheizen.

installieren einen Pellet-Kamin ofen. Mit ihm

können Sie auch ohne Umbau der bestehenden

Zentralheizung Pellets nutzen. Etwa wenn

die bestehende Heizung noch neu ist oder die

Kosten für eine neue Pellet-Zentralheizung zu

hoch sind. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrem

Rauchfangkehrer, ob der Kaminanschluss

geeignet ist.

Scheitholzheizung

Bei Wirkungsgraden ab 90 % sind Feststoffheizungen

heute recht wirtschaftlich und auch ihre

Umweltverträglichkeit ist gut. Bei optimalen

Bedingungen liegt der CO-Wert unter 0,25 g/m 3

und die Staubwerte unterschreiten 50 mg/m 3 .

Auch der Ausstoß an Kohlenwasserstoffverbindungen

liegt heute nahezu auf dem Niveau von

modernen Ölheizungen.

Die moderne Ölheizung

Durch einen Kesseltausch lassen sich beträchtlich

Kosten einsparen. Bereits die konventionellen

Öl-Niedertemperaturkessel in Form von

sogenannten UNITS, also einer Kombination

aus Kessel, Brenner und Regelung, zeichnen

sich allgemein durch sehr gute Energieausnutzung

und geringe Schadstoff emissionen

aus. Durch die Einführung von schwefelarmem

Heizöl wurde außerdem die Brennwertnutzung

bei Ölkesseln ermöglicht, was noch höhere Effizienz

und geringere Emissionen zur Folge hat.

Ein moderner Niedertemperatur-Brennwertkessel

kann den Ölbedarf um bis zu 40 %

senken. Er ist rundum gedämmt, verhindert

große Wärmeverluste, er nutzt außerdem die

Wärme aus dem anfallenden Kondenswasser und

spart dadurch Energie ein. Der Brennwertkessel

arbeitet mit einem Abgas-Wärmetauscher, der

den Schadstoffausstoß enorm verringert. Die

Gebläsebrenner passen sich automatisch der

Außentemperatur an, individuelle Abschalt- und

Absenkzeiten inklusive.

gut saniert!


106

ENERGIE­

SYSTEME

Gasheizung

Kein anderer Energieträger bietet so eine Vielfalt

bei der Gerätetechnik wie die Erdgasheizung:

vom klassischen Standgerät im Keller bis zu

kompakten Wandheizgeräten in Kombi mit

Durchlauferhitzer oder mit einem integrierten

Warmwasserspeicher für hohe Komfortansprüche.

Die Verbrennungstechniken beginnen mit

dem einfachen atmosphärischen Gaskessel und

enden bei der zukunftsweisenden Gas-Wärmepumpe.

Somit stellt die Erdgasheizung sowohl

für neue Energiesparhäuser als auch für Altbauten

eine gangbare Heizvariante dar.

Abgesehen vom Kompaktgerätebereich ist

der Brennwertkessel heute klar im Vormarsch.

Gas-Brennwertgeräte zählen bezüglich ihrer

Anschaffung mittlerweile zu den preisgünstigsten

Heizsystemen und die Mehrkosten

gegenüber guten Niedertemperatursystemen

halten sich in Grenzen. Brennwertgeräte nutzen

die Wärme, die im Abgas enthalten ist, und

lassen sich mit Solarwärme kombinieren. Achtung:

Alte Geräte mit schlechten Wirkungsgraden

von etwa 65 % verschwenden viel Energie.

Eine neue Gas-Brennwertheizung bringt bis zu

30 % Energieeinsparung.

Wärmepumpen

Sie nutzen die Energiequellen Luft, Erde oder

Wasser. Die dafür nötige Heiztechnik ist nicht

billig, amortisiert sich aber rasch. Das Funktionsprinzip

ist ganz einfach: Ein flüssiges

Kältemittel zirkuliert und sammelt Wärme

aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser

auf. In einem Verdampfer wird das flüssige

Kältemittel zu Gas und im anschließenden

Verdichter komprimiert, wobei es an Temperatur

zunimmt. Diese Hitze nützt das Heizsystem

und gibt sie an das Heizwasser ab. Das Gas

kühlt ab, verflüssigt sich wieder. Durch ein

Ventil wird der Druck reduziert, das Gas dehnt

sich wieder aus und wird dabei eiskalt. Jetzt

beginnt der Prozess wieder von vorn. Günstige

Betriebskosten, Komfort durch wartungsfreien

Betrieb, kein Platz- und Kapitalbedarf für Heizraum

oder Brennstofflager sind nur einige der

Vorteile dieses Heizsystems. Die Wärmepumpe

gilt als wahres Allroundtalent. Im Winter wird

sie zum Heizen und im Sommer kann sie auch

zum Kühlen eingesetzt werden.

Solarunterstützte Raumheizung

Thermische Solaranlagen eignen sich nicht

nur für die Warmwasserbereitung, sondern

können auch einen nennenswerten Beitrag zur

Raumheizung liefern. Außer beim Einsatz sehr

aufwendiger und teurer Jahreszeitenspeicher

kann dabei aber auf ein konventionelles Heizsystem

nicht verzichtet werden.

Niedrigenergiehäuser bieten sich ideal an,

um die geplante Heizzentrale mit einer thermischen

Solaranlage zu kombinieren. Heute

werden ausschließlich Niedertemperatur-Wärmeabgabesysteme

installiert, die mit einer

sehr geringen Vor- und Rücklauftemperatur

betrieben werden. Somit sind ideale Voraussetzungen

für eine solare Heizungsunterstützung

gegeben.

Ein korrekt ausgelegter und sehr gut

gedämmter Solar-Pufferspeicher mit integriertem

Warmwasserboiler oder Wärmetauscher

als Multifunktionsspeicher bezieht die Wärme

entweder aus der Solaranlage und/oder aus

dem konventionellen Wärmeerzeuger. Eine

Steuerungselektronik hilft, das solare Wärmeangebot,

die Wärmeerzeugung des Kessels

und die Wärmenachfrage optimal aufeinander

abzustimmen.

Ein eigener Speicher für das Warmwasser ist

nicht nötig, weil man die Brauchwasserbereitung

gleich über einen direkt im Solar-

Pufferspeicher installierten Platten- oder

Rohrwärmetauscher besonders hygienisch im

Durchlauferhitzerprinzip aufbereiten kann.

gut saniert!


Qualität vom

Technologieführer

Suntherm Infrarotheizungen überzeugen

mit dem einzigartigen

Direktheizprinzip. Bis zu 30% mehr

Infrarotentwicklung als bei allen

anderen Produkten am Markt.

107

ENERGIE­

SYSTEME

Das ist die perfekte Welle – Suntherm heizt

anders: Durch eine patentierte, speziell

abgemischte Kohlenstoffmischung

können wir ein vollflächiges, extrem formstabiles

Heizmedium in unsere Produkte verbauen.

Durch diesen qualitativen Vorteil im Aufbau

einer Infrarotheizung benötigen wir keine Trägerplatten

(Glas, Blech, Zink, Metall, etc.) und

erreichen einen höheren Strahlungsanteil. Der

eingespeiste Strom wird direkt ohne Übertragungs-/Geld-/Energieverlust

in Wärme umgewandelt.

Das eingesparte Gewicht ermöglicht

eine bedenkenlose Montage auf schwierigste

Untergründe in der Sanierung Ihrer Wohnträume,

egal ob Schilf-, Holz-, Holraum-, Betondecken.

Ob im Neubau, im generalsanierten

Altbau – wir bearbeiten tausende Bauprojekte

jährlich, sind kompetenter Partner der Industrie

und beraten private Bauherren nun seit knapp

einem viertel Jahrhundert am österreichischen/

europäischen Markt. Wir geben 15 Jahre Garantie

auf unsere Produkte und ein unvergleichliches

Raumklima.

Suntherm Infrarotheizungen

Haidererstraße 277

2483 Weigelsdorf

0660 / 644 05 27

info@suntherm-austria.at

www.suntherm.at

PROMOTION

© Nimo Zimmerhackl

gut saniert!


108

ENERGIE­

SYSTEME

Heizkörper austauschen

Nur über alternative Energiesysteme

zu lesen, zu diskutieren oder

nachzudenken ist mit Sicherheit

zu wenig. Jeder von uns kann durch

kluges und verantwortungsvolles

Handeln einen wertvollen Beitrag

für eine lebenswerte Zukunft

leisten.

Klar, dass so ein Heizkörper nicht alle

fünf Jahre erneuert werden muss, aber

wenn er in einem Altbau hängt oder

einem speziellen Designheizkörper weichen

soll, kann der versierte Heimwerker den

Tausch auch einfach allein übernehmen.

So funktioniert’s:

1. Schritt: Passt das Neue zum Alten? Schauen

Sie sich vor dem Kauf der neuen Heizkörper die

Abstände und Anschlüsse der alten an.

2. Schritt: Bevor Sie an die Arbeit gehen,

muss der Heizkreislauf gestoppt werden.

Sprich: Heizungsanlage und Umwälzpumpe

abschalten, Wasserzulauf an der Heizung abdrehen,

Wasser im Heizungssystem ablassen.

3. Schritt: Nun kann mit der Demontage der

alten Heizkörper begonnen werden. Lösen Sie

die Schrauben des Vor- und Rücklaufs mit einer

Wasserpumpenzange, trennen Sie den Heizkörper

von den Anschlüssen und heben Sie ihn

aus der Halterung.

4. Schritt: Bevor Sie den neuen Heizkörper

aufhängen, sollte die Position der Befestigungskonsolen

gecheckt werden. Passen diese

nicht, erst die alten Konsolen abschrauben

und die Position der neuen an der Wand anzeichnen.

Wichtig: Der Heizkörper sollte immer

mindestens zehn Zentimeter Luft nach oben

und nach unten haben!

5. Schritt: Nun mit dem Schlagbohrer die

Löcher bohren, Dübel hineinstecken und die

Befestigungskonsolen festschrauben. Mit einer

Wasserwaage die Ausrichtung überprüfen.

6. Schritt: Nun kann der neue Heizkörper

eingehängt und mit der Wasserwaage seine

waagerechte Ausrichtung überprüft werden.

gut saniert!


!

Beauftragen Sie

unbedingt einen Profi, wenn

Ihnen die Arbeitsschritte &

Materialien dieser Anleitung

nicht vertraut sind!

Markieren und bohren Sie die

Löcher passend zu den Konsolenöffnungen

und schrauben

Sie die Befestigungs konsolen der

neuen Heizkörper fest.

109

ENERGIE­

SYSTEME

7. Schritt: Verbinden Sie jetzt den Heizkörper

wieder mit dem Vor- und Rücklauf

(Hahnblock). Dafür Hanf um das Gewinde

wickeln und auf den Hanf Dichtpaste

auftragen. Sollten die Rohranschlussabstände

nicht stimmen, können Sie sich mit

sogenannten S-Anschlüssen helfen, die

ebenfalls mit Hanf umwickelt und abgedichtet

werden.

8. Schritt: Als Nächstes das Thermostatventil

einschrauben und den Thermostatkopf

aufstecken.

9. Schritt: Zum Schluss kann nun der

Heizkreislauf wieder in Gang gebracht

werden. Dafür das Wasser wieder aufdrehen,

die Heizkörper zugleich entlüften und

prüfen, ob auch alle Anschlüsse am neuen

Heizkörper dicht sind; Umwälzpumpe und

schließlich Heizanlage an – fertig!

Was Sie brauchen:

Heizkörper

Schrauben

Wasserpumpenzange

Dübel

Schraubendreher

Schlagbohrmaschine

Thermostatventil

Wasserwaage

Zollstock

Bleistift

Hanf

Dichtpaste

Entlüftungsschlüssel

Anschlussventil

Heizkörperverschraubung

Befestigungskonsolen

Nachdem der Heizkörper hängt,

werden die Anschlüsse für den Vor-

& Rücklauf montiert und verbunden.

Achtung! Nicht verwechseln!

Wickeln Sie entgegen

der Schraubrichtung

Hanf um das Gewinde

des Anschlusses und bestreichen

Sie ihn mit Dichtpaste.

Nun kann der

neue Heizkörper

eingehängt und mit

der Wasserwaage

ausgerichtet

werden.


110

ENERGIE­

SYSTEME

© istock.com/MinervaStudio

Moderne

Pelletheizungen

überzeugen

in punkto

Klimaschutz &

Komfort!

Holzpellets sind die umweltfreundliche

Alternative zu fossilen Brennstoffen wie

Heizöl und Erdgas. Moderne Pelletheizungen

überzeugen, da sie höchsten Heizkomfort

mit einem konkurrenzlos günstigen

Brennstoff aus der Region verbinden. Energiekostenvergleiche

bestätigen: die umweltfreundliche

Heizalternative Holzpellets ist

auch wirtschaftlich sehr attraktiv.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

In Hinblick auf Lagerung und manche Abläufe

unterschiedet sich das Heizen mit Pellets kaum

vom Heizen mit Öl. Die bestellten Pellets werden

mit einem Silo-LKW angeliefert und über einen

Schlauch in das Pelletlager eingeblasen. Ein

Jahresvorrat an Brennstoff ist somit schnell und

PROMOTION

ohne jede Mühe an Ort und Stelle. Im Pelletlager

wird Sonnenergie für eine ganze Heizsaison in

Pelletform gespeichert. Denn Dank der Sonne

verwandeln Bäume CO2 aus der Luft und Wasser

aus dem Boden zu Holz.

Moderne Pelletzentralheizungen arbeiten

vollautomatisch. Über ein Fördersystem werden

die Pellets aus dem Lager entnommen und

in die Brennkammer des Heizkessels transportiert.

Dort erfolgt die elektrische Zündung.

Hochentwickelte Sensortechnik gewährleistet

zusammen mit den trockenen und einheitlichen

Holzpellets eine perfekte Verbrennung mit minimalen

Emissionen. Die meisten Pelletkessel

verfügen heute über eine Aschelade mit Rädern,

die das Entsorgen der Asche – in der Regel ein

bis zweimal im Jahr – einfach macht.

Regionalität spart CO2

Der wesentliche Unterschied zum Heizen mit Öl

oder Gas liegt in der Verwendung eines naturbelassenen,

CO2 neutralen heimischen Brennstoffs.

Dieser hat nur kurze Wege von der Produktion bis

zum Verbrauch hinter sich und wird nicht quer

durch die Welt transportiert. Holzpellets sparen

so auch durch ihre Regionalität CO2! Während

fossile Energieträger meist aus Krisenregionen

stammen und durch politische oder wirtschaftliche

Unruhen starken Preisschwankungen

ausgesetzt sind, ist der Preis von Pellets seit über

zehn Jahren konstant günstig – aktuell ist der

Energieinhalt von Erdgas rund 60 % und der von

gut saniert!


111

ENERGIE­

SYSTEME

Heizöl extraleicht rund 55 % teurer als jener von

Pellets.

Herstellung

Österreichische Holzpellets werden aus Sägeund

Hobelspänen hergestellt, die bei der Holzverarbeitung

in Sägewerken ohnehin anfallen.

Die 42 übers ganze Land verteilten Pelletieranlagen

sorgen für einen regional verfügbaren,

hochwertigen Brennstoff und stärken zudem die

Wirtschaft, vor allem in ländlichen Gebieten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit Pellets

zu heizen. Vom dekorativen Pelletkaminofen

über flexible Kombigeräte mit Scheitholz bis hin

zur leistungsstarken Zentralheizung ist für jeden

Anwendungsbereich etwas passendes erhältlich.

Pelletzentralheizungskessel

Der klassische Pelletheizkessel steht in der

Regel in einem Heizraum im Keller und versorgt

das Gebäude über Radiatoren oder eine Fußbodenheizung

mit Wärme. Ein automatisches

System fördert die Pellets aus dem Lager zum

Heizkessel. Moderne Pelletkessel sind bereits

ab einem Leistungsbereich von ca. 5 kW erhältlich

und eignen sich so auch für gut gedämmte

Gebäude. Besonders wirtschaftlich ist ein

Pelletkessel in Gebäuden mit hohem Wärmebedarf,

da der Brennstoff sehr kostengünstig ist.

Pelletkaminofen

Ein Pelletkaminofen heizt den Wohnraum, in

dem er aufgestellt ist durch Wärmestrahlung

und warme Luft. Der Vorratsbehälter des Ofens

wird mit Pellets aus Säcken händisch befüllt

und funktioniert ansonsten vollautomatisch.

Man kann eine fixe Raumtemperatur einstellen,

die der Ofen selbstständig herstellt, oder aber

die Heizstärke per Knopfdruck regeln. Zusätzlich

sorgt das flackernde Feuer für eine gemütliche

Wohlfühlatmosphäre im Wohnzimmer.

Kombikessel Pellets und Scheitholz

Sehr beliebt sind auch sogenannte Hybridkessel

für den Einsatz von Pellets und Stückholz.

Diese sind besonders für Heizer interessant,

die Zugang zu günstigem Scheitholz haben

und zusätzlich den Komfort eines vollautomatischen

Heizsystems genießen möchten.

Hybridkessel können leicht auf Pelletbetrieb

umgeschaltet werden, wenn man keine Zeit

zum Einheizen hat, oder für ein paar Tage

verreist ist. Die Kombikessel können auch automatisch

auf Pellets umschalten, sobald das

Scheitholz abgebrannt ist.

Weitere Informationen zum Heizen mit Pellets

und zu den möglichen Förderungen finden Sie

auf der Website www.propellets.at

ProPellets Austria

Hauptstraße 100

A-3012 Wolfsgraben

T: +43 (0) 22 33/701 46

www.propellets.at

© RIKA © Adobe Stock

gut saniert!


112

ENERGIE-

SYSTEME

Tipp:

Wenn schon

ein Gerät am

Schornsteinabzug

hängt, klären Sie

mit dem Rauchfangkehrer

ab,

ob der Kamin die

Abgase von zwei

Geräten schafft.

Neuer

Ofenanschluss

Sie werden immer beliebter als

wirtschaftliche Zusatzheizung in der

Übergangszeit, gemütlicher Raummittelpunkt

und als stylishes Designelement.

Wie Sie den Anschluss für

Ihren neuen frei stehenden Kaminofen

setzen, zeigen wir Ihnen hier.

Kaminöfen erzeugen eine wunderbare

Strahlungswärme, das Knistern des Feuers

bringt Wohlgefühl und Romantik ins

Wohnzimmer und noch dazu sind sie eine kostengünstige,

nachhaltige Alternative zu Heizöl

und Co. – besonders in der Übergangszeit.

Bevor Sie aber mit dem Stemmen anfangen,

sollte erst einmal klar sein, wo der Ofen

überhaupt stehen soll. Natürlich wäre es das

Beste, ihn gleich an einen freien, baulich

geeigneten Rauchabzug (mind. 15 x 15 cm

und mind. 4,5 Meter Höhe über dem Kamin)

anzuschließen. Gesetzt den Fall, Sie haben gar

keinen (freien) Schornstein, können Sie auch

einen fertigen Alu- oder Edelstahlkamin an der

Außenwand des Hauses entlangführen. Keine

dieser Entscheidungen sollte ohne Hinzuziehen

eines Rauchfangkehrers passieren – er hat hier

das letzte Wort inkl. Genehmigung des neuen

Anschlusses!

Schauen wir uns nun genauer an, wie Sie

Ihren neuen Kaminofenanschluss selbst realisieren

können.

1. Schritt:

Bringen Sie zuerst eine feuerfeste Platte aus

Metall oder Glas am Boden an, wo später der

Kaminofen stehen soll. Korrekte Dimensionierung:

mindestens 50 cm nach vorne und mind.

30 cm breiter als der Ofen.

2. Schritt:

Wo soll das Rauchrohr des Kaminofens verlaufen?

Je nach Ihrer Entscheidung wird nun der Kaminofen

an seinen künftigen Platz gerückt und die

Länge des Rohres genau ausgemessen. Nun mit

einem Stift an der Wand Höhe und Durchmesser

des Rohres einzeichnen und dann mit der

Bohrmaschine entlang der Markierung Löcher in

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Markieren Sie den Umfang

des Rohrwandfutters und

bohren Sie in kleinem Abstand

kreisrunde Löcher

in die Wand.

113

ENERGIE-

SYSTEME

kleinem Abstand bohren. Dann den Innendurchmesser

mit Hammer und Meißel herausstemmen.

3. Schritt:

Nun wird das Wandfutter für den Rohranschluss

mit feuerfestem Mörtel in der Maueröffnung

eingebaut. Wichtig: Weder das Futter noch das

Rohr dürfen in den Schornstein ragen!

4. Schritt:

Als Letztes folgt nun noch die Positionierung

des Ofens – lesen Sie bitte dafür genau nach,

welche Sicherheitsabstände zur Umgebung der

Hersteller vorsieht. Dann noch das Ofenrohr

zwischen Ofen und Wand anbringen und mit

einem Glasfaserband ordentlich abdichten.

Schließlich den im Lieferumfang enthaltenen

Feinstaubfilter in den Ofen geben.

Noch ein Tipp zum Schluss:

Bevor Sie Ihren neuen Ofen zum ersten Mal

einheizen, muss er unbedingt vom Rauchfangkehrer

abgenommen werden!

Nachdem Sie

das Anschlussloch

ausgestemmt haben ...

... wird das Wandfutter für

den Rohranschluss mit feuerfestem

Mörtel in der Maueröffnung

eingebaut.

Was Sie brauchen:

Ofen

feuerfeste Bodenplatte

Wandfutter

Mörtel (feuerfest)

Schlagbohrmaschine

Glasfaserband

Hammer

Meterstab

Meißel

Spachtel

Als Letztes folgt nun noch die

Positionierung des Ofens. Abschließend

den im Lieferumfang

enthaltenen Feinstaubfilter in

den Ofen geben.

gut saniert!


114

ENERGIE­

SYSTEME

Fußbodenheizung

selbst einbauen

Für eine effiziente Heizleistung

sollte die zu beheizende

Fläche in mehrere

Heizschleifen von etwa

zehn Quadratmetern

unterteilt werden!

Möchten Sie im Zuge Ihrer Sanierung

von den herkömmlichen Heizkörpern

auf eine Flächenheizung

umsteigen? Mit einem entsprechenden

Bausatz ist dies für versierte

Heimwerker auch möglich.

Wir zeigen Ihnen hier Schritt für

Schritt, wie Sie vorgehen müssen.

Eines vorweg: Beim Verlegen der Fußbodenheizung

muss sehr sorgfältig und genau

vorgegangen werden. Mit dem Verlegen

eines Fertiglaminats ist dieses DIY-Projekt nicht

vergleichbar. Im Zweifel holen Sie sich einen Profi!

Grundsätzlich kann zwischen unterschiedlichen

Systemen, jeweils als Platten oder Matten,

gewählt werden: die klassische, warmwasserführende

Variante mit Heizestrich oder eine

nachrüstfähige Elektroheizung unter dem

Fertigparkett. Unterschieden wird in folgende

Bausatzsysteme:

Das Tackersystem ist eine Variante der Warmwasser-Fußbodenheizung.

Hier werden die

Heizungsrohre in einem vorgegebenen Abstand

zueinander auf einer beschichteten Verbundfolie

aufgelegt und mit speziellen Tacker-Heizrohrhaltern

befestigt. Die Folie liegt auf einer

Trittschalldämmplatte. Dann werden die Rohre

mit einer mindestens 45 Millimeter dicken

Estrichschicht überdeckt.

Das Noppensystem ist perfekt zur Ein-Mann-Installation

geeignet und etwas teurer als die

Tackervariante. Sie können es als reine Rohrträgerplatte

ohne Dämmung oder als Plattensystem

mit unterschiedlichen Dämmdicken kaufen. Die

Rohre werden in einem bestimmten Abstand

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Die Schlaufen

dürfen nicht

zu eng verlegt

werden, da sie

sonst knicken

könnten!

115

ENERGIE­

SYSTEME

in trittfest ausgeschäumte Rohrhaltenoppen

aus Polystyrolschaum gedrückt. Dann folgt der

Estrich mit mindestens 45 Millimetern Höhe.

Beim Trockenestrichsystem wird die Fußbodenheizung

in einem Verbund aus zwei Elementen

geliefert: der Heizung und dem Estrich. Die Verlegung

ist besonders einfach und schnell erledigt.

Das Dünnschichtsystem schließlich wird vor

allem bei der Sanierung von Altbauten eingesetzt

– ideal, wenn nur geringe Aufbauhöhen möglich

sind oder der bestehende Estrich nicht entfernt

werden kann oder soll. Dieses Heizsystem kann

direkt auf den Rohboden, den Estrich oder sogar

die vorhandenen Fliesen gelegt werden.

Noch ein paar Tipps, bevor es losgeht

Bevor Sie mit dem Verlegen der Fußbodenheizung

beginnen, müssen Unebenheiten in der

Rohdecke ausgeglichen werden. Verwenden Sie

am besten einen Linienlaser oder eine Schlauchwaage

und zeichnen Sie damit eine durchgängige

Höhenlinie an die Wände. Nehmen Sie dann

an mehreren Messpunkten die Abstände zum

Boden. Ergeben sich gröbere Unebenheiten von

mehr als 15 Millimetern auf vier Meter, muss die

Fläche mit einer Ausgleichsmasse liert werden. Achtung: Die einzelnen

nivelmüssen

der Heizwärmebedarf und der

Heizschlaufen müssen immer ohne

Unterbrechung direkt von der Rolle

verlegt werden – Stückeln ist innerhalb

eines Heizkreises nicht erlaubt!

In der folgenden Anleitung zeigen

wir Ihnen die Verlegung einer

elektrischen Fußbodenheizung

mittels Heizmatten. Doch zuerst

Materialbedarf berechnet werden.

Die maximale Heizleistung richtet sich nach der

Beschaffenheit von Unterboden und Belag. Verlegen

Sie die Heizmatten auf Holz, Fliesen oder

den Estrich, werden maximal 100 W/m² empfohlen.

Diese Maximalleistung empfehlen die

Profis auch für die Bodenbeläge Laminat, Vinyl,

Parkett, Fliesen und Teppich. Sollen hingegen

Fliesen als Oberbelag verlegt werden, muss die

Heizleistung etwas höher sein (150 W/m²).

Um zu berechnen, wie viele Heizmatten Sie

brauchen, messen Sie den Raum genau aus und

erstellen Sie eine maßstabsgetreue Skizze. Dort

werden die festen Möbel, im Bad zum Beispiel

die Wanne, Dusche, Toilette, etc.), eingezeichnet

und deren Fläche von der Grundfläche des

Raumes abgezogen.

Und so funktioniert’s

Schritt 1: Bereiten Sie den Boden wie oben beschrieben

vor und bringen Sie, am besten mit

einer Fräse, einen Schlitz in den Boden unter

dem Temperaturfühler ein. Führen Sie nun die

Anschlussleitung des Temperaturfühlers durch

ein Leerrohr und verlegen Sie es im dafür

vorgesehenen Bodenschlitz. Dann wird die

Leitung bis zur Anschlussdose hinaufgeführt.

Schritt 2: Beginnen Sie nun mit dem Ausrollen

der Heizmatten. Wenn Sie mit der ersten

Im ersten Schritt

wird zuerst ein

Bodenschlitz für

die Anschlussleitung

gefräst.

gut saniert!


116

ENERGIE­

SYSTEME

Mattenreihe an der Kopfwand

ankommen, schneiden Sie das

Mattengewebe vorsichtig und

ohne Kollateralschaden mit einer

Schere oder einem Cuttermesser

ein und führen Sie die Mattenbahn

in etwa 5 cm Abstand zur

ersten Bahn retour.

Schritt 3: Das machen Sie über

die gesamte Bodenfläche so weiter.

Sind schließlich alle Heizbahnen verlegt,

werden die Matten am Boden fixiert. Das

passiert je nach Herstellersystem mittels

Spezialdübeln oder im Kleberbett.

Schritt 4: Nun werden sämtliche Mattenränder

verspachtelt, damit sie sich nicht

aufwölben, wenn mit der Nivelliermasse

verfüllt wird.

Schritt 5: Im letzten Schritt wird die für

Ihr Heizsystem passende Nivelliermasse

nach Herstellerangaben angerührt und die

Fußbodenheizung komplett ausgegossen.

Schritt 6: Gut trocknen lassen und nach

fünf bis zehn Tagen den Heizthermostat

zum ersten Mal einschalten. Wenn alles

funktioniert, können Sie noch den Bodenbelag

nach Wahl aufbringen.

Die Mattenränder

verspachteln, um

ein Aufwölben zu

verhindern.

Die einzelnen Heizmatten werden

in einem Abstand von wenigen

Zentimetern über die gesamte

Bodenfläche ausgelegt.

Was Sie brauchen

Heizmatten

Spezialdübel

Nivelliermasse

Kübel

Glättkelle & Spachtel

Spachtelmasse

Maßband

Hammer

Schere oder Cuttermesser

Bleistift

Meißel

Den Abschluss bildet die

Nivelliermasse, die auch die

Basis für den Bodenbelag

darstellt.


Die passende Wärme pumpe

für Ihr Zuhause.

117

ENERGIE­

SYSTEME

Die Baureihe Logatherm WLW196i im Titanium Design

bietet modulare und hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpensysteme

sowohl für die Innen- als auch Außenaufstellung.

Solide Verarbeitung und Vernetzung sind für

uns selbstverständlich.

Holen Sie sich jetzt Ihr unverbindliches Angebot ein:

www.buderus.at/angebot-heizung

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G

*Die Energieeffizienzklasse bezieht sich auf das Buderus System: Logatherm WLW196i-8 IR bzw. AR und Logamatic HMC300. gut saniert!

Die Klassifizierung kann je nach Komponenten oder Leistungsgröße eventuell abweichen.


118

ENERGIE­

SYSTEME

Eigenen Strom erzeugen

Mit Photovoltaik können Sie die

Sonnenenergie nutzen und kostenlos

selbst Strom zu erzeugen.

Auch im Bereich bestehender,

älterer Gebäude tritt die Photovoltaik

ihren Siegeszug als alternative

Energiequelle an. Wie Sie nachrüsten

können, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste für den Einbau einer Photovoltaikanlage

ist der vorhandene Dachaufbau.

Beim nachträglichen Einbau müssen für die

Montage auf jeden Fall Dachziegel entfernt wer-

den. Für eine sinnvolle Anbringung muss auch die

nötige Fläche vorhanden

sein, um eine ausreichende

Zahl an Paneelen

nebeneinander montieren

zu können.

Bringt man sie

fraktioniert

Große Dachneigungen

sollten vom

Statiker geprüft

werden, bevor eine

Anlage raufkommt.

an, ist ein gewisser Energieverlust unvermeidbar

und der Aufbau wird teurer.

Aufdach- oder Fassadenmontage?

Zur effektiven Nutzung der Sonnenstrahlung

werden die PV-Module so ausgerichtet, dass die

solare Ernte möglichst groß ausfallen kann. Dächer

sind meist die am wenigsten verschatteten

Gebäudeteile mit großen Flächenausdehnungen,

sodass sie sich für die Montage von PV-Anlagen

förmlich anbieten. Geeignete Montagesysteme

sind sowohl für Schräg- als auch für Flachdächer

erhältlich. Selbst gewölbte Dächer können mit

Photovoltaik ausgestattet werden, in solchen Fällen

kommen gebogene Module mit eingebetteten

flexiblen Solarzellen oder PV-Folien zum Einsatz.

Die korrekte Ausrichtung

Durch die Montage einer PV-Anlage wird die bestehende

Dachkonstruktion mit nur ca. 25 kg/m²

zusätzlichem Gewicht belastet. Trotzdem sollte

bei größeren Dachneigungen bzw. windexponierten

Standorten eine individuelle Prüfung der

Dachstatik erfolgen. Die Installation der Solarmodule

auf dem Dach ist relativ einfach. Auf Schrägdächern

werden die Solarmodule üblicherweise

auf eine Unterkonstruktion mit einigen Zentimetern

Abstand zum Dach montiert. Werden die

Solarmodule schon während der Planungs- bzw.

Bauphase in das Dach integriert, dann können

Kosten für die Dacheindeckung eingespart werden.

Eine optimale Nutzung der Strahlungsenergie

ergibt sich auf nach Süden ausgerichteten

Dächern mit einer Dachneigung

von 35 °. Doch auch bei Ausrichtungen von

Südost bis Südwest und Neigungen zwischen

20 und 40 ° werden mindestens 95 Prozent

der maximalen Energieausbeute erreicht.


Nachrüsten heißt Elektrik angreifen

Die Nachrüstung mit einer Photovoltaikanlage

stellt einen bedeutenden Eingriff in die Elektrik

des Hauses dar: Neben den Durchführungen

von der Anlage zum Schaltschrank wird für die

Einspeisung in das Stromnetz ein Wechselrichter

benötigt, der den Strom auf 220 Volt umwandelt.

„Dieser etwa 50 x 50 x 15cm große Wechselrichter

kann als das Herzstück der PV-Anlage bezeichnet

werden. Er darf aufgrund der Wärmeentwicklung

nicht komplett verbaut werden,

darf weder Regen noch

direkter Sonneneinstrahlung

ausgesetzt sein und

kann somit nicht auf dem

Dach oder der Terrasse

untergebracht werden.

Idealerweise benötigt

man also einen eigenen

Technikraum“, rät Ing.

Alexander Schauer, geprüfter

Photovoltaiktechniker

und -planer und

Geschäftsführer von Karma Werte GmbH, einem

Spezialisten auf dem Gebiet der Erneuerbaren

und der Photovoltaik.

Smart Meter:

Wird benötigt, um

den Strom zum Verkauf

einzuspeisen. Wird vom

Netzbetreiber zur

Verfügung gestellt.

Blitzschutz:

Wenn vorhanden, muss

die PV-Anlage bei einem

Abstand geringer als 50 cm

eingebunden werden.

Ansonsten sind nur übliche

Überspannungsmaßnahmen

notwendig.

Sicherheitsschalter:

Die Anlage muss auch

entkoppelt werden können.

Für den Fall, dass das

Stromnetz abgeschaltet

wird, würde sie ansonsten

weiterhin Strom einspeisen.

Kosten und Ertrag

Für eine PV-Anlage kann mit Kosten von etwa

2.000 bis 3.000 Euro/kWp (Kilowatt peak =

Maximalleistung der Anlage) gerechnet werden

(Kosten inkl. Installation und elektrischen

Arbeiten). Die Module unterscheiden sich nach

Leistungsklassen (aktuell ab 275 Wp): Je mehr

Leistung, desto teurer. Dementsprechend werden

dann, wenn viel Fläche zur Verfügung steht (z. B.

bei einer Anlage im Garten), die leistungsschwächeren

und günstigeren Module eingesetzt.

Besonders interessant für jeden potenziellen

Photovoltaiknutzer: Wie viel Strom kann meine

Anlage liefern? Bei der Frage, ob sich so eine Anlage

für Sie überhaupt rentiert, muss in Hinblick

auf den Eigenverbrauch und die Einspeisungsvergütung

genau gerechnet

werden. Wichtig ist dabei der

Jahresertrag, der von der Lage

(logischerweise kann dort, wo

öfter die Sonne scheint, auch mehr Strom produziert

werden), der Gesamtfläche, der Ausrichtung

(idealerweise Richtung Süden), und schließlich

der Dachneigung (ideal ist eine Schräge von 30

bis 33 Grad) abhängt.

Und wie viel Strom wird nun eigentlich produziert?

Unser Experte kennt eine einfache Faustformel:

„Pro kWp installierter Solarleistung kann

mit einer Stromerzeugung zwischen 800 und

1.200 kWh Solarstrom im Jahr gerechnet werden.

Bei einer 10-kWp-PV-Anlage (ca. 65 m² Flächenbedarf)

schwankt die jährliche Solarstromernte

somit zwischen 8000 und 12.000 kWh“, rechnet

Alexander Schauer vor. Zum Vergleich: der

durchschnittliche Jahresstromverbrauch eines

Vierpersonenhaushalts beträgt ca. 4.000 kWh.

Aufgrund der Differenz zwischen dem Preis für

verbrauchten Strom und den Einspeisetarifen,

ist es in jedem Fall am günstigsten, den eigenen

Strom gleich selbst zu verbrauchen.

119

ENERGIE­

SYSTEME

gut saniert!


120

ENERGIE­

SYSTEME

Lassen Sie sich einen

Wärmemengenzähler

installieren!

Dieser checkt automatisch und

laufend die Funktionsfähigkeit

Ihrer Anlage.

Kontrolle & Wartung von

Solar- & PV-Anlagen

Einmal installiert, nie wieder überprüft?

Wer eine Solar- oder Photovoltaikanlage

sein Eigen nennt, weiß, dass ein

regelmäßiger Checkup der Anlage und

Technik wichtig ist. Lesen Sie hier,

was wann und von wem zu tun ist.

Eine gute Pflege und Wartung verlängert die

Lebensdauer von Solaranlagen maßgeblich.

Die Pumpen, das Ausdehnungsgefäß

und die Kontrolleinrichtungen unterliegen bei

Solaranlagen nämlich den gleichen Alterungsprozessen

wie jede andere Heizanlage. Folgende

Kontrollen an Ihrer thermischen Solaranlage

sind in regelmäßigen Zeitintervallen nötig.

Grundsätzlich gilt: Alle drei bis fünf Jahre

sollte ein Installateur Ihre gesamte Solaranlage

überprüfen. Im Zuge dieser Checkups werden

nicht nur die einzelnen Bauteile, sondern auch

der ph-Wert und der Frostschutz getestet. Nach

dem Winter, nach Stürmen, Hagel oder auch bei

viel Schneefall sollten die Paneele freigelegt

und auf Schäden wie Undichtheiten, Verspannungen,

Brüche, Risse und zu starke Verschmutzung

kontrolliert werden.

Wichtig ist auch, speziell im Winter, die

Druckanzeige Ihrer Solaranlage zu prüfen. Liegt

der Wert unter dem in der Betriebsanleitung

angegebenen Mindestwert (in den meisten

Fällen 1,5 Bar), muss ein Wasser-Frostschutz-

Gemisch nachgefüllt werden.

Warten Sie den nächsten sonnigen Tag ab

und schalten Sie dann einmal die automatische

Nachheizung aus. Wie lange braucht nun

der Boiler zum Aufladen? Bei Sonnenschein

sollte die eingestellte Warmwassertemperatur

nach spätestens drei bis fünf Stunden erreicht

sein!

Photovoltaikanlage überprüfen

Ganz ohne Wartung und Pflege geht es natürlich

auch bei der PV-Anlage nicht. Unterziehen Sie

auch hier die Solarmodule, das Montagesystem,

Wechselrichter, Verkabelungen und, falls

vorhanden, die Batterie regelmäßigen Kontrollen.

Wie schon bei der Solaranlage sollten auch

die Photovoltaik-Paneele ein- bis zweimal im

Jahr gecheckt werden, speziell nach außergewöhnlichen

Wetterkapriolen. Das gleiche gilt für

die Verkabelungen. Überprüfen Sie sämtliche

Steckverbindungen und die Kabelmäntel. Auch

das Montagesystem sollte einer regelmäßigen

Sichtkontrolle unterzogen werden. Sind alle

Klemmen und Schraubverbindungen fest? Gibt

es Korrosionen, die gefährlich werden könnten?

Der Wechselrichter, der den Strom aus der

Anlage auf 220 Volt umwandelt, hat eine Lebensdauer

von rund zehn Jahren. Auch hier sollten der

äußerer Zustand und sämtliche Steckverbindungen

zu den Solarkabeln – am besten täglich kurz

geprüft werden. Denken Sie auch an ein Update

der Software.

Noch ein Wort zum Zähler: Wir empfehlen

Ihnen, die Zählerstände zumindest einmal im

Monat zu protokollieren, und Ungereimtheiten zu

vermeiden. Wartung und Eichung obliegen dem

Besitzer des Zählers, also dem Anlagenbetreiber

oder dem Netzbetreiber.

gut saniert!


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122

ENERGIE­

SYSTEME

© ekey biometrie systems

Leben im Smart Home

Vernetztes, intelligentes Wohnen

unter Nutzung der entsprechend

aktuellen, technischen Standards

– heute gehört das Smart Home

zum Wohnen wie ein gutes Energiekonzept.

Von der sensorgesteuerten Beschattung

über die via App steuerbare Heizung

bis hin zu einem voll digitalen Lichtmanagement,

das sich per Knopfdruck an Ihre momentanen

Bedürfnisse anpasst. Die Hersteller

bringen immer neue Möglichkeiten auf den

Markt, wie Sie Ihr Zuhause cleverer machen

können. Der Komfort der Bewohner und die

Reduktion von Energieverbrauch und Kosten

sind Antriebsfedern für immer neue Entwicklungen

und Fortschritte auf diesem Feld – und

die Grenzen sind hier wohl noch lange nicht

erreicht.

In erster Linie geht es beim Thema Smart

Home in seiner alltäglichen Anwendung um

Energiemanagment, sämtliche Entertainmentund

Multimediaanwendungen (wie Smart TV,

Multi-Audio-Systeme, etc.) sowie die Kommunikation

an sich. Dabei sind die Kompatibilität

der einzelnen Systeme und Geräte sowie

deren einfache und flexible Bedienbarkeit

besonders wichtig. Sämtliche Computer

und Kommunikationssysteme werden dafür

über zentrale Server und WLAN miteinander

vernetzt. Audio und Videodaten können ohne

„Kabelsalat“ zentral gesteuert im ganzen

Haus abgerufen werden. Ein paar Beispiele:

gut saniert!


123

ENERGIE­

SYSTEME

Besonders im Alter

können sie zum Segen

werden.: Smart-Home-

Lösungen, die den

Alltag erleichtern und

für Sicherheit sorgen.

© epr/Hager Vertriebsgesellschaft

• Die Eingangstüre mit automatischer Erkennung

des Bewohners, bei dessen Betreten

automatisch das Licht im Vorzimmer angeht.

• Die Steuerung von Heizung und Klimaanlage,

die über die Außentemperatur informiert

werden und sofort reagieren, um das perfekte

Raumklima herzustellen.

• Jalousien und Markisen, die sich nach dem

Sonnenstand richten und dementsprechend

ein- oder ausfahren.

• Küchengeräte, die mit Sicherheitsvorkehrungen

versehen sind und sich ebenfalls zentral

(fern)bedienen lassen.

• Intelligente Alarmsysteme, die nicht nur im

Notfall reagieren und Hilfe rufen, sondern

mit ausgeklügelten Anwesenheitsszenarien

dafür sorgen können, dass es potenzielle

Einbrecher erst gar nicht versuchen.

Cleverer Eingangsbereich

Geht es nach einigen Herstellern, sind die Tage

des Schlüsselbundes gezählt. Heute wird per

Fingerabdruck oder gar Gesichtserkennung,

auf jeden Fall aber keyless aufgesperrt. Die

Haustüre erkennt quasi ihren Besitzer, und

zwar dank biometrischer Daten, die in binäre

Zahlencodes umgewandelt, gespeichert und

jedes Mal verglichen werden. Die Möglichkeit,

einen Schlüssel ins Schloss zu stecken, ist

aber nach wie vor gegeben. Bauliche Grundvoraussetzung

für die systemische Zutrittskontrolle

ist ein elektronisches Schloss und eine

vorhandene Stromversorgung. Das Schloss

wird dann mit dem jeweiligen Zutrittssystem

verbunden. Die Türe öffnet sich – je nach

Ausstattung des Zutrittssystems und den Wünschen

der Bewohner – durch Fingerabdruck,

Gesichtsscan oder über einen Befehl, den das

bluetoothfähige Smartphone automatisch bei

Annäherung an die Tür übersendet.

Fingerprintsysteme ermöglichen die

Speicherung von bis zu 100 Fingerabdrücken,

biometrische Daten wie Gesichter lassen sich

ebenfalls in größerer Zahl speichern. Besonders

interessant: Die Zugangsmöglichkeiten

können individuell programmiert und damit

gut saniert!


124

ENERGIE­

SYSTEME

Tipp:

Nachrüsten? Geht! Dank

einfacher Funklösungen

und kostenloser Apps von

verschiedenen Anbietern

lässt sich das moderne

Lichtkonzept recht rasch in

den Alltag integrieren.

Voraussetzung sind

entsprechend vernetzte

LED-Produkte, die dann

einzeln oder individuell

gruppiert gesteuert

werden können - auch von

unterwegs.

der Zugang zu bestimmten Bereichen im und

ums Haus geregelt werden.

Clevere Heizung

Grundsätzlich ist es einerlei, für welchen

Brennstoff, welches System und welche

Wärmeabgabevariante Sie sich in Ihrem Haus

entschieden haben, digital auf- bzw. umrüsten

lässt sich beinahe jede Heizung. Die Bedienung

der Anlage erfolgt dann im Regelfall über ein

modernes Touchpanel im Wärmeerzeuger beziehungsweise

dem jeweiligen Wohnraum, und

mobil über das Smartphone oder den Laptop. Je

nach Anbieter variieren die Möglichkeiten und

Anwenderdetails, doch einige Punkte erfüllt

wohl jedes intelligente Heizsytem:

Clever steuern: Die Temperatur ist jederzeit

regelbar, auch von unterwegs. Sie können via

Smartphone oder Tablet direkt auf Ihre Heizung

zugreifen, sie an- oder ausschalten und

die Temperaturen ändern.

Optimales Raumklima: Zeitgemäße Systeme

bieten eine Einzelraumregelung für die

Heizkörper und die Flächenheizungen. Dank

speicherbarer Zeitsteuerungen können Sie

zudem verschiedene Temperatureinstellungen

für jeden Tag in der Woche und verschiedene

Tageszeiten fixieren.

Energie sparen: Durch die optimale, individuelle

Heizungssteuerung lassen sich nachweislich

Energie und damit Kosten einsparen.

Durch die Anbindung an das Internet stehen

Ihnen beispielsweise Wetterprognosen zur

Verfügung, dank derer unter anderem die zukünftige

Außentemperatur bei der Regulierung

des Raumklimas berücksichtigt werden kann.

Auch die natürliche Wärmequelle Sonne

kann in manche Systeme integriert werden. So

öffnen sich Rollläden oder Jalousien automatisch,

sobald die Sonne auf die Fensterflächen

trifft, und die Heizung reguliert sich dank

anschlagender Temperaturfühler im Raum

automatisch runter. Nachts bzw. nach Sonnenuntergang

werden die Außenbeschatter

automatisch geschlossen und die Wärme kann

so im Raum bleiben.

Ein weiteres beliebtes Feature ist die

Möglichkeit, über den PC Auswertungen des

haushaltsbezogenen Energieverbrauchs und

-ertrages zu machen. Die Ergebnisse der Berechnungen

können wiederum zur Steigerung

der Wirtschaftlichkeit herangezogen werden.

Cleveres Lichtmanagement

Auch die smarte Beleuchtung gehört zum modernen

Haus. Mittels Fernbedienung kann die

Beleuchtung zweckgebunden und besonders

energiesparend gesteuert werden. Früher war

eine Lampe einfach an oder aus. Heute können

Sie dank Technik und Digitalisierung die komplette

Beleuchtung nicht nur von einem Punkt

aus steuern, sie kann auch der jeweiligen

Tageszeit und Stimmung angepasst werden.

Energie sparen wird beim modernen Lichtmanagement

zum Kinderspiel. Mithilfe von

gut saniert!


125

ENERGIE­

SYSTEME

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Zuhause ganz individuell gestalten und intuitiv

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Heizung, Klima und Jalousien auf den neuesten

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126

ENERGIE­

SYSTEME

Der unsichtbare Butler.

Systeme wie Amazons

Alexa regeln mittels Sprachsteuerung

kompatible

Beleuchtung, Musik oder

Beschattung.

© rahul-chakraborty/Unsplash

Sensoren passt sich das Licht nämlich den

Umständen an, schaltet sich bei Tageslichteinfall

automatisch ab und erst bei einsetzender

Dunkelheit wieder an. Zwischendurch dimmen

sich die Leuchten selbst, um bei Sonneneinfall

oder Schatten immer nur so viel Licht zu erzeugen,

wie nötig ist.

Zusammen mit LEDs und Bewegungsmeldern

lässt sich der Stromverbrauch effektiv reduzieren,

unnötige Energieverschwendung gehört der

Vergangenheit an. Mittels Fernbedienung, Multifunktionsschalter,

Touchpanel oder Laptop lässt

sich das Licht fernsteuern oder folgt voreingestellten,

gespeicherten Programmen. Mit der

entsprechenden Programmierung und strategisch

angebrachten Leuchten unterschiedlicher

Lichtfarben und -temperaturen lassen sich alle

erdenklichen Szenen abrufen – ob für die Party,

das Familienessen oder romantische Stunden.

Smart-Home-Assistenten

Funktionieren tun sie alle nach dem gleichen

Prinzip: Alexa, Siri und die anderen elektronischen

Butler erleichtern den Zugang zu

Informationen jeglicher Art – von der schwierigen

Rechenaufgabe bis zur geografischen

Frage. Und sie übernehmen die Steuerung der

kompatiblen Systeme und Geräte im Haushalt.

Die Smart-Home-Assistenten brauchen nur den

entsprechenden Befehl und schon können wir

uns so manchen der bisher nötigen Handgriffe

ganz einfach sparen. Eine spezielle Software

des jeweiligen Herstellers analysiert und verarbeitet

dafür die Spracheingabe. Die Antwort

oder verlangte Handlung, zum Beispiel das

Abspielen eines bestimmten Musiktitels, das

Einschalten der Heizung oder die Bestellung eines

Artikels im Onlineshop – folgt auf den Fuß.

Der ganz private Diener also. Was für ein Luxus!

Tipps zur sicheren Anwendung

Bei all den Vorteilen sind die cleveren Mitbewohner

auch mit Vorsicht zu genießen –

Stichwort Datenschutz. Immerhin versuchen

die intelligenten Assistenten uns so gut wie

möglich kennenzulernen. Und das geht nur

gut saniert!


127

ENERGIE­

SYSTEME

übers Daten sammeln, je mehr, desto besser!

Im eigenen Interesse sollten Sie sich an ein

paar einfache Sicherheitstipps halten, um

Ihre persönlichen Daten so gut wie möglich zu

schützen:

• Je öfter Alexa, Siri & Co eingeschaltet sind,

desto mehr Daten können sie sammeln.

Immerhin hören die kleinen Geräte ja

dauernd zu. Also: Sprachassistenten nur

einschalten, wenn sie wirklich gebraucht

werden.

• Sprechen Sie niemals sensible Informationen

wie Kontodaten, persönliche Passwörter

oder Ähnliches laut aus, wenn die Assistenten

aktiv sind.

• Die Geräte sollten auch nicht am offenen

Fenster, im Garten oder auf der Terrasse

stehen. So verhindern Sie missbräuchliche,

ungewollte Zugriffe.

• Lassen Sie Ihre Kinder nicht mit den

Sprachassistenten spielen bzw. alleine,

allzu schnell können da Sachen passieren,

die Ihnen vielleicht nicht so recht sind.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Geräte

gegen ungewollte Onlinebestellungen zu

sichern.

• Löschen Sie alle Daten, die nicht auf den

externen Servern der Hersteller gespeichert

werden sollen – denn ja, das werden

sie …

gut saniert!


Welche Farben und

Materialien passen zu

welchem Raum, welche

zum eigenen Wohnstil?

Richtig wählen, und aus

Räumen Lebensumgebungen

schaffen.

© Zivica Kerkez/Shutterstock


Tapezieren, Ausmalen, Fliesen

legen - mit den zahlreichen

Arbeitsanleitungen im folgenden

Kapitel kein Problem!

WohnRaum

neu gestalten

Neu gestrichene Innenwände, moderne Türen und frische

Farbkleckse bei Möbeln und Textilien – den Innenräumen

kann schon mit wenig Aufwand ein ganz neues

Gesicht verpasst werden. Was steht bei Ihnen an?


130

WOHNRAUM

Was im

koffer nicht

fehlen

Werkzeug-

darf

Tapezieren, Bodenleisten montieren,

eine Steckdose anbauen oder

nur ein Bild aufhängen – SelbermacherInnen

sollten eine Grundausstattung

an Werkzeugen immer

griffbereit haben. Wir sagen Ihnen,

was in einen Werkzeugkoffer gehört.

Eines vorweg: Den Standard-Werkzeugkoffer,

der für jeden Heimwerker passt, gibt

es nicht. Vielmehr hängt das Sortiment

davon ab, was Sie im Alltag selber in Angriff

nehmen, und was Sie dafür benötigen. Aber:

Ein paar Basiswerkzeuge dürfen in keinem

Haushalt fehlen:

Hammer

Ob Holz- oder Kunststoffgriff ist egal, Hauptsache

der Hammer ist stabil und löst sich nicht

nach dem ersten eingeschlagenen Nagel aus

dem Griff. Übrigens: Je schwerer der Hammer,

desto effizienter die Arbeit damit.

Zangen

Was Sie sicher brauchen, sind eine Kneifzange,

eine Spitzzange, eine Rohrzange und eine

Kombizange.

Schlüssel

Am besten, Sie legen sich gleich ein Set aus

Schraubenschlüssel, Gabelschlüssel, Ringschlüssel,

Steckschlüssel und Imbusschlüssel

zu. Letztere gibt es übrigens in verschiedenen

Größen, vier bis fünf unterschiedlich dicke

sollten Sie haben.

Schraubenzieher

Eine Basisauswahl an Schlitz- und Kreuzschlitzdrehern

rüstet Sie für jede Heimwerkertätigkeit.

Cuttermesser

Ob zum Öffnen von Paketschnüren, zum

Zuschneiden verschiedener Materialien oder

beim Tapezieren oder Teppichbodenverlegen –

ohne Cutter geht’s nicht.

Messinstrument

Höhen, Abstände, Markierungen – ein

Zollstab und ein Maßband (Rollmeter) sind

Pflicht.

Sägen

Eine kleine Handsäge mit austauschbaren

Sägebändern für Holz und Metall gehört zwar

nicht unbedingt zur Grundausrüstung, schaden

kann sie aber nicht.

Akkuschrauber

Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.

Ein ordentlicher Markenschrauber mit einem

Grundsortiment an Bits sowie einem Ersatzakku

gehört einfach dazu.

gut saniert!


131

WOHNRAUM

Phasenprüfer

Sie haben auch mal mit Strom und Elek-

trik zu tun? Dann bitte niemals auf den

Phasenprüfer verzichten.

Wasserwaage

Jeder Handwerker wird bestätigen: Je länger

die Waage, desto besser, bzw. genauer.

Metallausführungen sind besonders

empfehlenswert.

Tipp:

Zur vollständigen Heimwerkerausrüstung

gehört

nicht nur qualitativ hochwertiges

Werkzeug. Auch

die geeignete Schutzkleidung

darf nicht fehlen!

Klebebänder

Gaffa Tape, Gewebeklebeband, Duct Tape,

Duck Tape, Panzerband – egal, wie Sie

es nennen, eine Rolle davon sollten Sie

immer daheim haben! Dieses Gewebeband

ist besonders formanpassungsfähig

und anschmiegsam und verfügt über eine

hohe Reißkraft. Zugleich kann es aber

leicht abgerissen werden – ideal für rasche

Reparaturen. Gaffa wird zum Fixieren von

Bruchstellen, zum Abdichten von Lecks

oder zum Verkleben von gen

Schutzverpackunverwendet.

WD-40

Klemmende Schlösser, quietschende Türen,

Kleberreste, fest sitzende Schrauben, hartnäckiger

Schmutz – WD-40 ist ein wahres

Wundermittel, das im Haushalt unzählige

Anwendungen findet. Das Kriechöl wird überall

dort eingesetzt, wo herkömmliche Öle oder

Schmierfette zu dickflüssig sind.

Wichtiges Zubehör

Je nach Modell ist das wichtigste Zubehör

entweder im Werkzeugkoffer untergebracht,

oder findet in einem extra Köfferchen Platz.

Was Sie brauchen: Nägel in verschiedenen

Größen und Längen, Schrauben und Dübel,

Klebeband, Isolierband, Kabelbinder, Schleifpapier

und natürlich einen Bleistift und einen

Marker.

gut saniert!


132

WOHNRAUM

Innentüren renovieren

Türen runden jedes Raumkonzept

ab. Durch eine Sanierung erhalten

Ihre vier Wände ein neues, modernes

Gesicht. Da sollte vor den

Innentüren nicht haltgemacht werden.

Der Aufwand ist minimal, der

Wohlfühleffekt überzeugend.

Bevor wir Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten

der Innentürblattsanierung

es gibt, widmen wir uns den Zargen,

die ebenfalls oft ein Sanierungsfall sind.

Die Tür zarge verdeckt die Laibungen der

Wandöffnung, ist mit dem Putz bündig oder

steht darüber. U-förmige Umfassungszargen

umschließen die Wand, während Eckzargen

nur an einer Seite der Maueröffnung montiert

werden. Befestigt werden die Zargen meist

mit Ankern in einem kleinen Abstand zur

Mauer. Der so entstehende Hohlraum wird mit

Montageschaum verfüllt. Darüber hinaus kann

die Zarge auch ausgemauert oder ausbetoniert

werden.

Für Türeinbauten im Trockenbauverfahren

kommen Trockenbauzargen, Klemmzargen

oder Zargen zum Einsatz, die nachträglich

eingeschäumt werden:

• Holzzargen werden aus Holz oder Holzwerkstoffen

hergestellt und in die fertige

Wandöffnung eingebracht. Durch Ausschäu-

gut saniert!


Tipp:

Motorische Türöffnungshilfen

gelten als Umbaumaßnahme

zur Barrierefreiheit.

Viele Gemeinden bieten

hierfür Förderungen an.

Erkundigen Sie sich!

133

WOHNRAUM

men werden sie mit der Wand verbunden.

Holzzargen gehören zu den beliebtesten und

vielseitigsten Zargen. Mit der Modellwahl

können Sie sich übrigens Zeit lassen, diese

Zarge wird nämlich erst nach Fertigstellung

des Bodens und Wandbelags montiert.

• Mit eingemauert oder mit einbetoniert werden

Stahlzargen. Sie werden zumeist aus

einem 1,5-mm-Feinblech feuerverzinkt oder

in RAL-Farbe einbrennlackiert angeboten.

Die notwendigen Öffnungen sind bereits

werkseitig eingestanzt und mit herausnehmbaren

Abdeckungen versehen. Die Türen

sind ohne Mehrarbeit wahlweise rechts oder

links angeschlagen verwendbar. Stahlzargen

stehen für Robustheit, Stabilität und eine

besonders lange Lebensdauer.

• Die klassische Zarge kommt zumeist in

Altbauten vor. Sie ist aus Holz, umfasst die

Wandöffnungen an drei Seiten, wird mit eingemauert

und erhält später eine Falz- oder

Zierverkleidung.

• Besonders geeignet für Sanierungsarbeiten

sind die Klemmzargen. Sie bestehen aus

Stahl, Aluminium oder Holzwerkstoffen,

werden nachträglich in fertige Wandöffnung

eingebracht und mittels Klemmvorrichtungen

fixiert.

© epr/Gesamtverband Deutscher Holzhandel

So werden Ihre alten Türen wieder wie neu

Sind Ihre Innentüren noch funktionell, entsprechen

optisch aber nicht mehr Ihren Vorstellungen,

lassen auch sie sich einfach aufarbeiten.

Vom oberflächlichen Kaschieren bis zum

Kompletttausch von Tür oder Zarge gibt es viel,

was Sie mit Ihren alten Innentüren machen

können. Moderne Renovationssysteme verkürzen

die Arbeit enorm. Nicht nur eine schönere

Optik, sondern auch die verbesserte Wärmedämmung

und ein höherer Schallschutz sind

positive Folgen einer Innentürrenovierung:

• Kompletterneuerung: Das alte Türblatt wird

ausgetauscht und der alte Türstock bzw. die

alte Zarge werden mit einer neuen Zarge ummantelt.

Das Türdesign lässt sich so optimal

an die Wohnsituation anpassen, eventuelle

Funktionsstörungen der alten Tür sind natürlich

gleich mit behoben. Außerdem haben

Sie die freie Wahl, was Optik und Material

der neuen Türen angeht.

• Zargentausch: Muss die Zarge getauscht

oder überhaupt erst eine eingebaut werden,

sollte sie innerhalb der Laibung nach

allen Richtungen exakt senkrecht ausgerichtet

und mit Keilen fixiert werden. Anschließend

wird der Türrahmen mit langen

gut saniert!


134

WOHNRAUM

Augen auf beim Einkauf!

Erscheinen Ihnen die Sanierungsarbeiten

zu aufwendig,

können Sie auch direkt genormte,

einbaufertige Türmodelle in

verschiedenen Stilen kaufen. Bei

Sondermaßen oder speziellen

Oberflächen sollten Sie eine längere

Lieferzeit einkalkulieren. Ganz

wichtig: Soll die Türe rechts oder

links anschlagend sein?

Spezialschrauben und Rahmendübeln in

der Laibung befestigt. Der Spalt zwischen

Türrahmen und Laibung wird je nach Breite

ausgeschäumt oder mit einer Dichtungsschnur

verschlossen und von beiden Seiten

mit Silikon-Dichtungsmasse ausgespritzt.

• Folieren: Dabei werden die Oberflächen der

bestehenden Tür und der Zarge neu überzogen.

Eventuelle Funktionsmängel der Tür

können dabei eher nicht behoben werden.

• Restaurieren: Will man den Charme alter

Türen erhalten, bleibt nur die Variante von

Abbrennen, Abbeizen und/oder Schleifen

und neuem Anstrich. Zuerst wird das Türblatt

ausgehoben, der Lack wird abgeschliffen,

Oberflächenbeschädigungen werden repariert

und Tür sowie Zarge schließlich neu

oberflächenbehandelt. Diese Vorgehensweise

empfiehlt sich bei funktionell intakten

Altbautüren. Komfort und Sicherheit (Schall-

Bewertet wird immer von

dem Raum aus, in den die

Türe hineinschwingt. Sind die

Bänder rechts, ist sie rechts

anschlagend.

und Brandschutz) können dadurch aber

nicht verbessert werden.

• Kleine Veränderung, große Wirkung: Schon

ein paar neue Beschläge verjüngen die Optik

einer in die Jahre gekommenen Tür ganz

ordentlich oder geben Ihren neuen Türen

damit den letzten Schliff. Der Markt bietet

hier die unterschiedlichsten Modelle und

Ausführungen – da findet sich für jeden Geschmack

das Passende.

Oder lieber doch ganz neue Türen?

Wenn sich eine Renovierung der vorhandenen

Innentüren nicht mehr rentiert, wird ein Kom-

gut saniert!


135

WOHNRAUM

pletttausch die logische Konsequenz sein. Die

folgende Übersicht zeigt Ihnen die gängigsten

Oberflächenvarianten und deren typische

Eigenschaften. Material und Oberflächenbeschaffenheit

sollten nicht nur in Abhängigkeit

vom Preis, sondern auch vom Stil des Hauses

gewählt werden:

• Echtholzfurnier: Die Türen haben eine Außenhaut

aus Holz, ein Naturprodukt, das

entsprechend individuell ausgeprägt ist.

Je nach Holzart und Furnierung gibt es verschiedene

Maserungen, Farbnuancen und

Strukturen. Durch Mehrschichtlackierungen

wird die Echtholzoberfläche vor Verschmutzungen

und Beschädigungen geschützt und

die Reinigung erleichtert.

• Weißlack ist ein UV-gehärteter Acryllack, der

in mehreren Schichten auf das Türblatt aufgebracht

wird und mit einem glatten Finish

endet. Die Oberfläche ist besonders pflegeleicht

und strapazierfähig. Matt glänzend

wie Seide passen sich diese Türen aufgrund

ihrer Schlichtheit, Eleganz und Zurückgenommenheit

jedem Einrichtungsstil an, eine

zeitlose, unkomplizierte Alternative.

• CPL-Türen (Continiuous Pressure Laminate)

werden in einem speziellen Verfahren

mit Dekorpapieren verpresst und gehärtet.

CPL, das Laminat für Türen, ist ein

Schichtstoff auf Melaminharzbasis in Echtholzoptik.

Die Türen sind besonders widerstandsfähig,

kratz- und stoßfest, lichtecht,

hitzebeständig und wischfest. Dadurch

lassen sie sich auch sehr einfach reinigen.

Die Auswahl ist immens, von schlichten

einfarbigen Modellen bis hin zu täuschend

echter Holzoptik.

• Dort, wo die Beanspruchungen besonders

hoch sind, empfehlen sich die sogenannten

HPL-Türen. High-Pressure-Laminate-Hochdruck-Schichtstoffplatten

sind überaus

strapazierfähig. Auch HPL-Türen sind heute

in den verschiedensten Farben und Dekoren

erhältlich.

• Für Innentüren mit Dekoroberfläche wird

ein bedrucktes Papier imprägniert, mit Lack

oder Harz bearbeitet und auf die Türblattoberfläche

geklebt. Dekore sind besonders

individuell in ihrer Gestaltung, quasi alles

ist hier möglich. Die Türen sind unkompliziert

in ihrer Reinigung, sie sind langlebig

und dunkeln auch nicht nach. Eine erneute

Lackierung oder anderweitige Oberflächenbearbeitung

ist auch bei älteren Modellen

nicht nötig.

Barrierefreie Lösungen

Ausreichende Lichte und Leichtgängigkeit sind

Grundvoraussetzung für eine barrierefreie

Tür. Während bei Neubauten heute auf diese

baulichen Voraussetzungen geachtet wird,

sind die Voraussetzungen bei alten Häusern

meist andere. Hier muss entsprechend umgebaut

werden. Doch Barrierefreiheit geht noch

einen Schritt weiter. Elektronische Öffnungsmechanismen

können relativ unkompliziert

nachgerüstet werden. Ein Knopfdruck auf den

Handsender, minimale Druckausübung auf

das Türblatt oder ein Wandtaster neben dem

Türrahmen reichen dann schon aus, um auch

mit Handicap Türen einfach öffnen zu können.

Die meisten angebotenen Systeme ermöglichen

heute einen Wechsel zwischen den oben

erwähnten Optionen. Individuell einstellbar

sind zudem die Öffnungszeit und der Öffnungswinkel

sowie die jeweilige Öffnungsdauer.

Eine interessante mechanische Alternative

zum elektrischen Türöffner könnte unter Umständen

auch eine Schiebetür sein. Dadurch,

dass sie leicht zur Seite gleitet und keinen

Schwenkbereich besitzt, ist ihre Bedienung

weitaus einfacher als die einer herkömmlichen

Drehtür.

gut saniert!


136

WOHNRAUM

Innenwände verputzen

Ein Innenputz hat mehrere Funktionen:

Er speichert Feuchtigkeit,

bietet eine glatte Grundlage für

weitere Anstriche, Beläge oder

Fliesen und trägt zum Schallschutz

bei. Welche Putzarten es gibt und

wie Sie korrekt verputzen, erfahren

Sie hier.

Heute sind viele unterschiedliche

Putzarten in Verwendung. Je nach

Einsatzbereich und Erfordernis werden

sie ein- oder mehrlagig als Grund- oder Oberputz

aufugetragen. Für den Innenbereich

seien vor allem die Produkte auf Kalk- oder

Gipsbasis oder der immer beliebter werdende

Lehmputz empfohlen, da sie keinerlei

Giftstoffe oder bedenkliche Zusätze enthalten.

Zu welchem Material Sie greifen und

welcher Verarbeitungsweise für Ihre Zwecke

die richtige ist? Die folgenden Ausfürungen

sollen Ihnen eine Entscheidungserleichterung

bringen.

Welches Material? Welche Putzart?

Altbewährt und dem ökologischen Zeitgeist

entsprechend wird verstärkt wieder Lehmputz

auf gut und gleichmäßig saugendem Ziegelmauerwerk

oder auf Lehmziegeln eingesetzt.

Dabei muss man für eine ausreichende

Belüftung und schnelle Trocknung sorgen,

um Schimmelbildung durch Mikroorganismen

aus der Umgebungsluft zu vermeiden.

Überstrichen sollte Lehmputz am besten mit

Lehmfarben werden, damit die feuchtigkeitsregulierende

Wirkung erhalten bleibt.

Am häufigsten verarbeitet werden mineralische

Putze, die neben dem Hauptbestandteil

Sand auch Bindemittel wie

Kalk, Zement oder Gips und alle möglichen

Kombinationen daraus enthalten. Sie dienen

als Grundputz (Unterlage für den Oberputz)

oder als Dekorputz zur Oberflächengestaltung,

werden pulverförmig angeboten und

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

137

WOHNRAUM

mit Wasser zu einer Art Brei angerührt, der

an der Wand meist hellgrau auftrocknet.

Eingefärbte Putzmischungen werden als

Edelputze bezeichnet. Sie werden verarbeitungsfertig

in unterschiedlichen Körnungen

angeboten, die – direkt aus dem Eimer – als

Roll-, Reibe- oder Strukturputz an die Wand

gebracht werden können. Am besten bereits

diese Masse einfärben, dann spart man sich

das Übermalen.

Die Gruppe der Kunstharzputze inkludiert

alle Wandbeschichtungen mit putzartigem

Aussehen. Sie werden ausschließlich als sogenannter

Oberputz zur Oberflächengestaltung

verwendet und bereits verarbeitungsfertig angeboten.

Bekannt aus dieser Gruppe ist vor allem

die Variante Stuccolustro, die aus mehreren

Schichten aufgebaut wird. Die oberste Lage

wird geglättet und anschließend gewachst.

Werden beispielsweise

Marmorstaub oder Alabastergips

und Farbpigmente

zugegeben, wirkt

die fertige Oberfläche wie

Marmor. Sehr dekorativ

wirkt Buntsteinputz,

dessen optische und

haptische Effekte durch

Beimengungen von

Marmorsand, eingefärbten

Quarzkörnern oder natürlichem

Kies entstehen.

Oberflächenputz mit

feiner Faserstruktur aus Zellulose,

mineralischen Pigmenten und diversen

Füllstoffen wird Naturfaserputz genannt. Er wird

in mehreren Lagen dünn aufgezogen oder gestrichen

und braucht etwa vier Wochen, bis er völlig

durchgetrocknet ist.

Baumwolle, Seide, Viskose und eine Cellulose-Leim-Verbindung

sind die Hauptkomponenten

für den Textilputz, der die Wand in eine

weiche Hülle bettet und in feiner und grober

Struktur angeboten wird. Die Flocken werden

Wichtige Grundregel beim

Verputzen: "Immer weich

auf hart“. Jede Schicht

eines Putzsystems (Mauermörtel,

Grundputz, Oberputz)

muss weicher sein,

als die darunterliegende.

mit Wasser vermischt, und sind nach einer

Quellzeit von wenigen Minuten verarbeitungsbereit.

Aus dem trockenen Ausgangsmaterial wird

eine pastöse Masse, die mit einer Glättkelle

oder einer Spritzpistole aufgebracht wird und

im Endergbnis als Schalldämmung und Wärmedämmung

funigert. Die Oberfläche greift

sich handwarm an. Die Masse kann zusätzlich

eingefärbt und/oder mit Dekormaterialien,

wie Flitter veredelt werden. Diese Art der

Wandbeschichtung ist auch als Flüssigtapete

bekannt.

Oberputz kann in Form von Streichputz auch

mit einer Rolle oder Malerbürste aufgetragen,

ja sogar mit dem Malersprühgerät aufgebracht

werden, was eine optisch sehr feine Flächenstruktur

erzeugt. Streichputz kann eingefärbt

oder später mit Malerfarbe überstrichen

werden.

Und so funktioniert‘s

Wenn Sie handwerklich

geschickt sind und bereits

Erfahrungen mit Kelle und

Spachtel gesammelt haben,

sollte die Anbringung des

neuen Innenputzes für Sie

kein Problem darstellen.

Wir haben die Schrittfür-Schritt-Anleitung:

1. Schritt:

Ist das Mauerwerk fest,

trocken und tragfähig? Haben Sie alle losen Teile

entfernt? Dann kann es losgehen. Achten Sie darauf,

dass die Raumtemperatur mindestens fünf

Grad Celsius beträgt, andernfalls funktioniert die

Verarbeitung des Innenputzes nicht. Legen Sie

zuerst Abdeckfolien am Boden aus und bringen

Sie Malerkrepp über Steckdosen, Lichtschaltern

etc. an. Sie können damit auch die Übergänge

zur Decke oder anderen Wänden, die nicht verputzt

werden sollen, abgrenzen.

gut saniert!


138

WOHNRAUM

Mischen Sie nun das

Putzpulver in einem

Eimer an und rühren

Sie ihn gut um.

Je nach Putzart und Untergrund

wird zuerst die passende

Grundierung aufgetragen. Sie sorgt

dafür, dass der frische Putz an der Wand

hält, keine Risse zieht oder gar abbröckelt.

Bei Untergründen wie Beton, Kalksandstein

oder Ziegelmauerwerk sollten Sie eine

Grundierung wählen, die die Wand „versiegelt“,

sprich dafür sorgt, dass vom Untergrund

weniger Wasser aufgenommen wird.

Dadurch trocknet der Putz nicht zu schnell

ab. Ganz glatte Betonoberflächen brauchen

einen sogenannten Haftvermittler, der ein

„Runterrutschen“ vom Putz verhindert. Bei

Gipskarton oder bereits verputzten Wänden

schließlich benötigen Sie Haftgrundierungen,

die diese stark saugenden Materialien

„bremsen“, da sich der aufgebrachte Putz

ansonsten innerhalb kürzester Zeit wieder

löst. Sie können sich die Arbeit übrigens

auch mit dem Einsatz von Schnellputzleisten

erleichtern. Diese werden in einem

Abstand von etwa 80 Zentimetern an der

Wand angebracht und mit der Wasserwaage

ausgerichtet.

Tragen Sie im dritten

Schritt den Putz batzenweise

mit einer Kelle auf

die Glättkelle auf

2. Schritt:

Mischen Sie nun das Putzpulver nach Gebrauchsanweisung

in einem Eimer an und

rühren Sie es gut um. Am einfachsten geht

das mit dem entsprechenden Aufsatz auf Ihrer

Bohrmaschine. Die Masse muss unbedingt

klumpenfrei sein!

3. Schritt:

Tragen Sie nun den Putz batzenweise mit einer

Kelle auf die Glättkelle auf, halten Sie diese

schräg an die Wand und tragen Sie den Putz

vorsichtig von unten nach oben auf die Wand

auf. Glätten müssen Sie erst später. Die Bereiche

zwischen den Putzleisten werden mit der

Kartätsche abgezogen.

gut saniert!

Sobald der Putz

abzubinden beginnt,

führen Sie das Reibebrett

mit sanftem Druck über

die Wand.


139

WOHNRAUM

Was Sie brauchen:

4. Schritt:

Nun geht’s ans Strukturieren: Sobald der

Putz abzubinden beginnt, beginnt die Arbeit

mit dem Kartätscher. Führen Sie dafür das

Reibebrett mit sanftem Druck über die Wand.

Dadurch wird die Putzkörnung gerollt und hinterlässt

die typischen Vertiefungen im Putz. Je

nachdem, welche Struktur Sie möchten, können

Sie das Brett kreisen, vertikal, horizontal

oder diagonal bewegen.

5. Schritt

Ist die Wand fertig bearbeitet müssen Sie alle

Kreppbänder entfernen, noch bevor der Putz

ausgehärtet ist. Das ist besonders wichtig, weil

sich der noch weiche Putz leicht ablöst und

das Klebeband so exakt die gewünschte Linie

hinterlässt.

Spachteln für Struktur

Eine absolut glatte Oberfläche, und das mit

weitaus geringerem Zeitaufwand, können Sie

mit dem Einsatz von Spachtelmasse erzielen,

die völlig ohne Körnung angeboten wird.

Dazu wird die Grundspachtelmasse ein- bis

zweimal aufgetragen und dann mit einem

400er-Schleifpapier geschliffen. Anschließend

wird Farbspachtelmasse auf die Wand aufgetragen

und mit einer speziellen Glättkelle,

einer Traufel, bis zum gewünschten Glanzgrad

verdichtet. Den Abschlss der Arbeiten bildet

der sogenannte Einwachsvorgang, der auch

zum Schutz der empfindlichen Oberfläche

beiträgt.

Mit Hilfe der Spachteltechnik lassen sich

unterschiedliche Oberflächenstrukturen

erzeugen. Fast alle Putzarten sind für diese

Arbeitsweise geeignet. Ob mit einer kleineren

oder größeren, einer glatten oder einer Zahnspachtel

– immer entstehen andere Effekte.

Zu bedenken: Je gröber die Struktur ist, desto

schwieriger wird es, sie sauber zu halten.

passende Grundierung

Putzmischung

eventuell Reparaturspachtel

rostfreie Edelstahlkelle

Edelstahlglätter

Kartätsche

(Reibebrett zum Abziehen)

Bohrmaschine mit Rühraufsatz

Mörtelwanne oder Eimer

Evtl. Putzleisten

Abdeckfolien

Malerkrepp

Arbeitskleidung

Putzschäden einfach selbst reparieren

Putz, der abbröckelt, alte Bohrlöcher in der

Wand oder auch unschöne Risse, die aufgefüllt

werden sollten? Wir sagen Ihnen, wie es geht.

Bei kleinen Stellen wie Dübellöchern reicht

Spachtelmasse oder gipshaltiger Füller aus

der Tube. Vorher muss alles, was bröckelig ist,

entfernt werden. Dann mit einem Spachtel das

Füllmaterial in das Loch streichen, glattziehen

und trocknen lassen. Bei größeren Schäden

müssen die betroffenen Bereiche großzügig

ausgemeißelt und sämtliche losen Putz- oder

Mauerteile restlos entfernt werden. Dann wird

das Armierungsgewebe auf die nötige Größe

zugeschnitten. Kehren Sie nun die betroffene

Stelle gründlich ab und feuchten Sie den

Bereich an. Tragen Sie den vorbereiteten

Fertigputz nun von oben nach unten auf und

legen Sie das Gewebe in den feuchten Putz.

Bei großen Schäden ist es üblich, in mehreren

Schichten zu verputzen. Achtung: Die

einzelnen Schichten müssen zwischendurch

ordentlich austrocknen! Am Schluss wird noch

einmal drüberverputzt und fertig.

gut saniert!


140

WOHNRAUM

Neue Farbe

an die Wand

Jetzt wird gemalert! Bevor es mit der

Arbeit losgeht, gibt es aber noch einiges

zu tun. Welche Farbe möchten Sie verwenden?

Wie viel Material und welches

Werkzeug brauchen Sie? Wie gehen Sie

am besten vor? Hier die Antworten.

Im Falle einer Sanierung muss nicht selten erst alte

Farbe abgetragen werden, denn der Untergrund

muss tragfähig, sauber und eben sein. Nicht

tragfähig sind z. B. Wände mit Putzrissen, nicht

grundierter Gasbeton oder kreidende oder abplatzende

Anstriche. Nicht mehr tragfähige Kalk- und

Zementfarben werden abgewaschen oder abgeschert,

während Lacke erwärmt oder angeschmolzen

(abgebrannt) werden. Trocken abschleifen oder

abbürsten sollten Sie nur auf kleinen Flächen!

Die Anstrichfarben im Überblick

Sobald Sie sich für eine Farbe oder ein Farbkonzept

entschieden haben, geht es an die Materialwahl. Ihrer

Gesundheit zuliebe sollten Sie qualitätsbewusst entscheiden.

Produkte, die mit anerkannten Prüfsiegelns

wie dem Österreichischen Umweltzeichen oder dem

Blauen Engel gekennzeichnet sind, halten Ihr Zuhause

frei von gesundheitsschädlichen Ausdünstungen.

Leimfarben haben ihren Namen vom verwendeten

Bindemittel, das aus pflanzlichem Stärke- oder Zelluloseleim

besteht. Sie sind in Pulverform, als pastöser

Nassleim oder bereits streichfertig erhältlich, optimal

gut saniert!


© KayaMe/Shutterstock

141

WOHNRAUM

Wie viel Farbe

braucht‘s denn

eigentlich?

4 m x 3m = 12 m²

12 m² x 140 ml/m² = 1.680 ml

1.680 ml = 1,68 Liter

1,68 Liter + 10 % + pauschal =

rund. 2 Liter Farbe

für den Wohnbereich geeignet und enthalten ausschließlich

ungiftige, organische Stoffe.

Kalkfarben bestehen aus verdünnter Kalklauge und werden

als Pulver oder pastös eingesumpft angeboten. Sie ergeben

sehr schöne, leicht raue Oberflächen im Innen- und

Außenbereich, sind dauerhaft und unempfindlich gegen

Feuchtigkeit und wirken desinfizierend und pilzhemmend.

Zementfarben bestehen aus Weißzement und Kalk und

ergeben wie Kalkfarben wetterbeständige, wasserdampfdurchlässige

Anstriche. Sie können auch auf ständig

feuchten Untergründen eingesetzt werden, sind aber

spröde und neigen zur Rissbildung.

Dispersionen sind sowohl farblos als auch in allen

Farbtönen erhältlich und auf praktisch allen Untergründen

anzuwenden. Der Bindemittelanteil legt fest, ob die Farbe

für den Außen- oder den Innenbereich geeignet ist (über

20 % vol. für den Außenbereich).

Silikatfarben sind weder wasserlöslich noch wasserverdünnbar,

da sie Wasserglas enthalten, das gleichzeitig als

Verdünnung und Bindemittel wirkt. Die Komponenten

werden erst kurz vor der Verarbeitung angemischt.

Sämtliche Wandfarben von namhaften Herstellern

aus dem europäischen Raum enthalten keine giftigen

Lösungsmittel und sind daher als unbedenklich

einzustufen. Nicht ganz so sicher kann man bei den

Lacken sein.

Nicht alles passt zusammen!

Die Verwendung lösemittelhaltiger Anstriche auf einem

nicht lösemittelhaltigen Untergrund führt dazu, dass der zuvor

noch tragfähige Untergrund nicht mehr tragfähig ist und

die Farbe abplatzt. Genauso verhält es sich mit Dispersionsanstrich,

der daher niemals über einen Leimfarbenanstrich

aufgetragen werden darf! Die untere Schicht wird sonst

angelöst und platzt spätestens beim Zweitanstrich auf. Im

umgekehrten Fall – Leimfarbe auf Dispersion – treten keine

gut saniert!


142

WOHNRAUM

Probleme auf. Am besten ist es jedoch, bei dem

Anstrich zu bleiben, der schon aufgetragen

wurde, es sei denn, dieser ist nicht mehr tragfähig.

In diesem Fall muss der Anstrich ohnedies

entfernt werden.

Wie viel Farbe braucht’s?

Auch wenn Sie kein Malermeister und kein

Rechengenie sind, der Materialbedarf für Ihr

Ausmalprojekt lässt sich ganz einfach berechnen.

Messen Sie zuerst die betreffende Fläche

aus. Dafür nehmen Sie die Länge bzw. Höhe

mal der Breite und multiplizeren das dann

mit dem Verbrauch pro Quadratmeter, der auf

dem Farbeimer vermerkt ist. Rechnen Sie dann

noch etwa 10 % für die Fenster- und Türlaibungen

hinzu. Pauschal sollten noch rund 20 %

Mehrverbrauch addiert werden, immerhin kann

es passieren, dass mal ein Eimer umkippt oder

man zweimal über eine Stelle muss.

Streichen wie der Profi

Die Malerrolle ist mehr oder weniger out. Heute

wird vielmehr gewischt, getupft, akzentuiert

oder gewickelt. Dabei werden in verschiedener

Weise auf eine Grundfarbe Farbschattierungen

aufgetragen. Je nach Geschick kann man somit

die schönsten Effekte erzielen.

Bei der Wischtechnik wird auf farbigem Putz,

vorgestrichenem Untergrund oder noch gut

erhaltenem Altanstrich eine neue Farbschicht unregelmäßig

aufgetragen. Je nach Strukturwunsch

verteilt man die Pigmente mit Pinsel, Schwamm,

Stofflappen, Bürste, Spachtel oder Flächenstreicher.

Dabei kommen bevorzugt Wandlasuren

zum Einsatz, die sich in ihrer Pigmentsättigung

variieren lassen. Als praktisches Hilfsmittel hat

sich der Effekthandschuh bewährt, der das Verstreichen

in unterschiedliche Richtungen sowie

punktuelles Auftragen erleichtert.

Bei der Wickeltechnik wird ein mit Farbe

getränktes Tuch zusammengewickelt und anschließend

über die Wand gerollt. Eine zugegeben

aufwendige Prozedur, aber mit wunderschönem

Ergebnis.

Etwas schneller geht es mit der Tupftechnik,

bei der man einen großporigen Naturschwamm

verwendet. Es entsteht ein wolkig-leicht

anmutendes Farbmuster. Wer hingegen dunkle

Farben mit Lichteffekten aufhellen möchte,

sollte es einmal mit Metallakzenten versuchen.

Mit Wasser verdünnbare Effektfarben

gibt es beispielsweise in Silber-, Kupfer- oder

Goldtönen, die sich hervorragend mit einem

Naturschwamm auftupfen lassen.

Das nötige Malerwerkzeug

Folgende Dinge brauchen Sie, um Ihren Weg

zu mehr Farbe an den Wänden professionell zu

bestreiten:

Pinsel: Die qualitativ besten, am längsten

haltbaren und für alle Anstriche gut geeigneten

Pinsel sind solche mit Chinaborsten. Kunststoffborsten

sind qualitativ gut, jedoch nur

für lösungsmittelfreie Anstriche einsetzbar.

Da sich die Borsten beim Gebrauch abrunden,

wird der Pinsel bei oftmaligem Gebrauch von

Mal zu Mal besser.

Roller: Möchten Sie große Flächen schnell

beschichten, benutzen Sie Farbroller. Besorgen

Sie sich einen Griff und die dazu passenden

Rollen. Verwendet werden Farbroller in der

Regel für wasserlösliche oder wasserverdünnbare

Anstriche, da lösungsmittelhältige Rollen

kaum zu reinigen sind. Je nach Zweck werden

Roller auch durch ihre Bezüge unterschieden.

Schaumstoffbezüge ergeben auf glatten

Flächen eine leichte Struktur. Sie sind jedoch

nicht sehr lange haltbar, da der Bezug schnell

spröde wird.

Wünschen Sie eine besondere Struktur, verwenden

Sie am besten einen Strukturroller. Mit

einiger Übung erzielen Sie auch damit nach kurzer

Zeit gute Ergebnisse.

gut saniert!


Tipp:

Vergessen Sie nicht, ausreichend Abdeckmaterial,

etwa Plastikplanen, die man

schnell und einfach mit Klebestreifen

befestigen kann, für den Boden & andere

Möbel zu besorgen!

Mohairbezugrollen haben als Trägerschicht einen

sehr feinen, kurzhaarigen Flaum. Man setzt sie

für die Erzielung gleichmäßiger Endanstriche ein.

Für Untergründe mit tiefem Relief (z. B.

Putze) werden Lammfellroller, auch bekannt

als Flauschroller, verwendet. Der Flausch ist

verschieden stark und nimmt dementsprechend

mehr oder weniger von dem Anstrichmittel auf.

Für alle Arten der Roller benötigen Sie auch

ein Abstreifgitter. Abstreifgitter sind entweder

aus Kunststoff oder Metall gefertigt.

Gitter aus Metall sind haltbarer und leichter

zu reinigen, da sie aus verzinktem Draht

gefertigt sind. Wenn Sie mit einem Lackroller

arbeiten, ist eine Farbwanne sehr hilfreich.

Und schützen Sie auch sich selbst

vor allzu vielen Farbspritzern - ein

altes T-Shirt, eine Arbeiterhose,

eventuell Handschuhe und gute

Schuhe gehören für den Profiheimwerker

dazu!

Wenn Sie öfters Malerarbeiten

durchführen, verwenden Sie am besten eine

Spritzpistole. Sie müssen die Wände beim

Sprühen allerdings wesentlich genauer mit

einer Malerfolie abdecken, da sich sonst der

Sprühnebel überall anlegt. Wenn Sie zwei

oder mehr verschiedene Farben voneinander

abgrenzen wollen, sind Farbabgrenzer nützliche

Geräte. Sie können auch zur einfacheren

Variante greifen und die Flächen mit Kreppbändern

voneinander abgrenzen.

143

WOHNRAUM

Malerei Patlak

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gut saniert!


144

WOHNRAUM

!

Beauftragen Sie unbedingt

einen Profi, wenn Ihnen die

Arbeitsschritte & Materialien

dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Alte Tapeten entfernen

Eine neue Farbe oder ein moderner

Belag für die Innenwände verleihen

dem Raum gleich ein ganz neues Gesicht.

Oftmals muss dafür aber erst

mal die alte Tapete entfernt werden.

Hier erfahren Sie, wie das geht.

Alte Tapeten zu entfernen kann zur wahren

Sisyphusarbeit werden, vor allem dann,

wenn derjenige, der die Tapeten einst an

die Wand brachte, nicht ordentlich grundiert hat,

oder wenn Sie sich durch mehrer Lagen Wandbelag

aus den unterschiedlichsten Epochen arbeiten

müssen, bevor Sie bis zur eigentlichen Wand

vorgedrungen sind. Helfen können Sie sich mit

speziellem Baumarktgerät und/oder mit ein paar

Hausmittelchen. Grundsätzlich gilt immer: Feuchtigkeit

löst den Kleister! Damit die Tapeten ohne

großen Aufwand und sauber von der Wand kommen,

sollten Sie sich an diese Anleitung halten.

Schritt 1: Erster Ablösetest

Bevor Sie beim Baumarkt in rauen Mengen

Werkzeug und Tapetenlöser einkaufen, testen

Sie einmal kurz die Löslichkeit der Tapete im

trockenen Zustand. Dafür ziehen Sie mit einem

Spachtel an einer Ecke der Tapete und versuchen

Sie, den Spachtel ganz vorsichtig unter die

Bahn zu schieben. Gelingt das gut, können Sie

nun mit den Händen so viel Tapete auf einmal

abreißen, wie möglich. Am besten immer wieder

nachfassen. Doch freuen Sie sich nicht zu früh:

Ein paar Meter weiter kann die Bahn wie verhext

an der Wand kleben.

Schritt 2: Das ideale Rüstzeug

Bevor Sie loslegen, vergewissern Sie sich, dass

Sie alle nötigen Werkzeuge griffbereit haben.

Schritt 3: Boden schützen

Beim Entfernen von Tapeten ist es besonders wichtig,

den Boden zu schützen, besonders den Grund

unter den Abrissflächen abzudecken. Am besten

gut saniert!


Tapete einweichen:

Wichtig dabei, nur Flächen

die in absehbarer Zeit

bearbeitet werden, sonst

trocknet die Tapete

wieder an.

145

WOHNRAUM

Mit der

Spachtel die Ecken

lösen & runter

damit!

mit Plastikplanen. Sonst müssen Sie die erneut

getrockneten Reste mühsam vom Boden lösen.

Schritt 4: Perforieren

In vielen Fällen reicht einfaches Einweichen der

Tapete (siehe Schritt 5). Sollte die Tapete aber sehr

hartnäckig mit der Wand „verwachsen“ sein, können

Sie den unliebsamen Bahnen auch mit einer

Nagelwalze zu Leibe rücken. Kräftig über die Wand

gerollt, raut die Walze das Papier auf, damit die

Feuchtigkeit gut bis zum Kleister vordringen kann.

Möchten Sie sich keine Walze kaufen, gibt es sie

in vielen Baumärkten auch zum Leihen. Behelfsmäßig

kann auch ein Cuttermesser gute Dienste

leisten. Einfach kleine Schnitte in die Wand setzen.

Für eine große Wohnung oder gar ein ganzes Haus

ist dieser Weg aber nicht unbedingt zu empfehlen.

Vorsicht bitte bei sehr empfindlichen Wänden

wie Rigips! Bei ihnen muss auf Perforieren und

Einschneiden grundsätzlich verzichtet werden.

Schritt 5: Einweichen

Wasser löst den Kleister. An allen Stellen, an denen

sich die Tapete nicht freiwillig ergibt, sollten

Sie deshalb mit großzügigem Einweichen nachhelfen.

Dafür vermengen Sie lauwarmes Wasser

mit ein paar Spritzern Spülmittel und tragen

dieses per Pinsel, Schwamm oder Sprühflasche

auf die gegebenenfalls schon vorher

perforierten Flächen auf. Wichtig ist dabei,

dass Sie nur so viel Fläche einweichen, wie

Sie in absehbarer Zeit auch bearbeiten

können. Sonst trocknet die Tapete wieder

an. Achtung auch hier bei Rigips: Das Material

ist feuchtigkeitsempfindlich, seien

Sie mit Wasser also sparsam. Dampfrei-

nigungsgeräte, die

ebenfalls im Baumarkt

zu leihen sind, können durchaus eine Hilfe

sein. Der Praxistest zeigt aber, dass besonders

bei hohen Wänden die Handhabe umständlich

ist.

Schritt 6: Tapeten abziehen

Wie im ersten Schritt schon beschrieben: Mit der

Spachtel eine Ecke lösen, unter die Bahn schieben

und dann so viel wie möglich auf einmal runterreißen.

Bei großen Stücken kommt dabei echte

Freude auf. Sollten noch einige Fetzen Tapete hängen

bleiben (was immer wieder vorkommt), wiederholen

Sie bitte das Einweichen und gegebenenfalls

sogar eine zweite Runde mit der Nagelwalze.

Schritt 7: Putzschäden ausbessern

Zum Schluss müssen noch eventuelle Schäden

am Untergrund ausgebessert werden, unebene

Flächen mittels Spachtelungen egalisiert und

zum Finalisieren die Oberflächen geschliffen werden.

Nach einem weiteren Voranstrich aus Tiefen-

bzw. Isoliergrund steht den neuen Tapeten,

einem anderen Wandbelag oder einem individuellen

Farbanstrich nichts mehr im Wege.

Putzschäden ausbessern:

Schäden mit Spachtelmasse

ausbessern.

gut saniert!


146

WOHNRAUM

Neue Tapeten anbringen

Totgesagte leben länger. Im Fall

der Tapete trifft dieser Spruch wohl

eindeutig zu. Seit einiger Zeit schon

erlebt die Tapete einen Höhenflug im

modernen Interieur. Wir zeigen Ihnen,

wie die Rollen an die Wand kommen.

Bevor Sie sich ans Einkaufen machen, sollten

Sie Folgendes bedenken. Für Küche,

Bad und Kinderzimmer benötigt man

robuste, wenn möglich abwaschbare Tapeten.

Nehmen Sie unter Umständen Farbmuster mit

ins Fachgeschäft, um eventuelle „schmerzhafte“

Farbabweichungen zu vermeiden.

Was die Menge der benötigten Tapetenrollen

anbelangt, halten Sie sich an folgende Faustregel:

Umfang mal Raumhöhe, dividiert durch

Rollenbreite mal Rollenlänge. Fenster- und

Türflächen sind hier als Wandfläche mitzurechnen.

Eine Rolle zu viel schadet übrigens nie.

Als sogenannte eiserne Reserve, falls Ihnen

beim Tapezieren eine oder mehrere Bahnen

missglücken und auch, um später eventuelle

Beschädigungen leicht beheben zu können.

Für groß gemusterte Tapeten ist der Verschnittzuschlag

übrigens höher anzusetzen.

Welche Tapete soll es sein?

Tapeten unterscheiden sich natürlich nicht nur

anhand ihrer Farben, Muster und Designs:

• Raufaser: Der Klassiker besteht aus Ingrain-

Papier. Ein grobes Unterpapier, auf welches

unterschiedlich große Holzspäne aufgebracht

werden. Sie verleihen der Tapete ihre typische

Struktur von grob bis fein. Die Oberschicht

besteht aus glattem Papier. Oft wird die

Raufasertapete direkt nach der Produktion

maschinell eingefärbt und dadurch besonders

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

147

WOHNRAUM

strapazierfähig und abwaschbar. Der Vorteil

dieser Tapete ist, dass sie öfter überstrichen

werden kann und die Wände nicht jedes Mal

neu tapeziert werden müssen.

• Im Leimdruckverfahren hergestellte Tapeten

variieren stark in Preis und Herstellung.

Die billigste Variante ist die sogenannte

Naturell-Tapete. Hier wird nur zu etwa 75 %

gefärbt. Decker- oder Fondtapeten werden

vollständig bedruckt. Leimdruck schützt die

Tapete vor dem Vergilben.

• Die Strukturtapete besticht durch Prägungen

auf der Oberfläche. Ursprünglich wurde

diese Tapetenart aus Leder hergestellt,

heute verwendet man schweres, kaschiertes

und feuchtes Papier. Die Oberschicht wird

mit verschiedenen Farben und Mustern bedruckt.

Die Tapete ist sehr schwer und muss

mit starkem Kleister „montiert“ werden.

• Textiltapeten werden hergestellt, indem ein

Gewebe oder einzelne Fäden am eventuell

farbigen Unterpapier angebracht werden.

Wichtig bei dieser Tapetengattung ist, dass

der Kleister im Gegensatz zu anderen Varianten

gut 15 bis 25 Minuten einwirken muss,

was einen größeren Zeitaufwand beim Tapezieren

zur Folge hat.

• Grundmaterial der Vliestapete sind Textilund

Zellulosefasern sowie Farbpigmente,

Druckfarben und teilweise Schäume. Die

Anbringung ist einfach, da man die Wand

einkleistert und nicht den Tapetenrücken,

was Luftblasen und Faltenbildung reduziert.

Die Tapete wird auch erst an der Wand zugeschnitten.

Es muss ein stärkerer Kleister

verwendet werden, da das Material ein höheres

Gewicht hat. Für Renovierungen kann die

Tapete sehr leicht wieder abgezogen werden.

• Velourstapeten sind weich, beinahe samtig.

Beim Tapezieren muss vorsichtig vorgegangen

werden, damit die weiche Oberfläche

nicht zerdrückt wird.

Was Sie brauchen:

Tapeziertisch

Leiter

Quast

Eimer

Tapezierbürste

Moosgummirolle

(Fixieren der Tapetenbahnen)

Nahtroller

Meterband bzw. Zollstock

Tapetenschere

Cuttermesser

Bleistift

Lot

Tapeziermesser

Tipp:

Streichen Sie nach der

"Reinigung" immer die

Wände mit Kleister ein. Der

Untergrund saugt somit den

Kleister von der Tapete

nicht ein, da der Untergrund

schon gesättigt ist.

Untergrund vorbereiten

Bei neu verputzten Wänden ist es wichtig,

dass der Putz hell und trocken ist, er sollte

vorgekleistert, glatte Flächen, wie etwa Beton,

grundiert werden. Rauputzwände sollten Sie mit

einer Untertapete oder einer Streichmakulatur

gut saniert!


148

WOHNRAUM

vorbereiten. Alte Leimfarbenanstriche müssen

abgekratzt oder abgewaschen werden, Dispersionsanstriche

behandeln Sie am besten mit

Seifenlösung vor. Eine Makulatur oder ein Wechselgrund

sind für beide Anstriche erforderlich.

Oft weisen die Wände auch Löcher oder Risse

auf. Diese unbedingt mit Füllspachtel ausfüllen,

glätten und die betroffenen Stellen nachschleifen.

Entfernen Sie auch alle Nägel und Schrauben

aus der Wand. Sollten abgebrochene Nägel

in der Wand bleiben, schleifen Sie sie gründlich

ab. Schalten Sie auch den Strom ab, und entfernen

Sie die Blenden von Steckdosen und Lichtschaltern

und gegebenenfalls Wand leuchten.

Die Wahl des Kleisters richtet sich nach der

Art der Tapete. Besonders dünne und leichte

Tapeten werden mit dünnem Kleister geklebt,

während man für schwerere Ausführungen dick

angerührten Klebstoff benötigt. Besonders

wichtig ist es, das Kleisterpulver klumpenfrei

in kaltes Wasser einzuschlagen. Nach etwa

einer halben Stunde ist der Kleister gebrauchsfertig.

Wie Sie auch im Fachhandel erfahren

können, sind bei bestimmten Tapetensorten,

zum Beispiel Raufaser, Prägetapeten, Vinyl-

oder Gewebetapeten, Spezialkleister zu

verwenden.

Und so funktioniert‘s:

Schritt 1: Legen Sie die zugeschnittenen Bahnen

auf den Tapeziertisch.

Schritt 2: Tragen Sie den Kleister bis zum

Rand der Bahnen hin mit einem Quast satt auf.

Achtung: Bei Metall- und Vliestapeten wird der

Kleister direkt auf die Wand aufgetragen!

Schritt 3: Einweichen lassen! Dafür falten Sie

die Bahnen von links und rechts in die Mitte.

Schlagen Sie auch eine etwa zwei Zentimeter

breite Greifkante auf einer Seite ein. Informieren

Sie sich genau über die veranschlagte

Einweichzeit bei den verschiedenen Tapeten.

Normalerweise dauert das 10 bis 15 Minuten.

Bei den meisten Tapetenarten

wird der Kleister

direkt auf die Bahnen,

nicht auf die Wand

aufgebracht.

Einweichen lassen! Damit der

Kleister gut einwirkt, braucht

er Zeit. Normalerweise dauert

das 10 bis 15 Minuten.

gut saniert!


149

WOHNRAUM

Übrigens: Legen Sie beim Falten immer Kante

auf Kante, kleistern Sie nie mehr Tapeten ein,

als Sie in einer Viertelstunde auch ankleben

können, und achten Sie auf gleich lange

Weichzeiten.

Schritt 4: Bevor die erste Bahn angeklebt

wird, sollten Sie eine trockene Bahn an die

Wand anlegen und mit einem Bleistift die

Außenkante nachziehen. Dann kann die erste

Tapete genau dieser Linie entlang angeklebt

werden. Wichtig ist auch, immer „mit dem

Licht“ – also vom Fenster weg – zu arbeiten.

So werfen eventuelle Bahnenüberlappungen

später keine Schatten.

Schritt 5: Um Blasenbildung zu vermeiden,

drücken Sie die Bahn von oben nach unten und

von der Mitte auswärts an. Arbeiten Sie mit der

Tapezierbürste nach. Bei Gewebetapeten nehmen

Sie eine Andruckwalze aus Moosgummi.

Schritt 6: Ab nun werden die Bahnen auf

Stoß, also so, dass sich die Kanten gerade berühren,

geklebt. Kleisterflecken können sofort

mit einem feuchten Schwamm entfernt werden.

An den Leisten überstehende Tapetenteile

markieren Sie zuerst mit dem Rücken einer

Schere und schneiden sie dann ab.

Wir empfehlen einen Trockendurchgang,

bevor es losgeht. Sprich: trockene Bahn

anlegen, Markierung zeichnen, tapezieren.

So wird das was ...

Die schönste Tapete nützt nichts, wenn sie

sich nach einigen Minuten wieder löst oder die

Bahnen schief und voller Blasen an der Wand

kleben. Hier ein paar Tipps, wie Ihre Tapetenwand

schön wird:

• Zum Eckentapezieren den Abstand der letzten

geklebten Bahn bis zur Ecke plus einen

Zentimeter nehmen. Nachdem die Bahn in

der richtigen Breite zugeschnitten wurde,

wird die Tapete nach links ausgerichtet verklebt.

Wichtig ist eine faltenfreie Einpassung

in der Ecke. Den Reststreifen entlang einer

vorgezeichneten, lotrechten Anschlaglinie

ausrichten. Passen Sie auf, dass der Reststreifen

gerade klebt, alle weiteren werden

an ihm ausgerichtet.

• Falls sich die Tapete nach dem Trocknen an

den Nahtstellen wieder abzulösen beginnt,

fehlt mit ziemlicher Sicherheit Kleister. Kleben

Sie an den besagten Stellen vorsichtig nach

und fixieren Sie die betroffenen Stellen mit

einem extra dafür vorhandenen Nahtroller.

• Tapezieren Sie Ihre Decken, holen Sie sich

Hilfe. Während eine Person die Tapete andrückt,

hält die andere den Rest der Bahn

mit einem Besen hoch. So kann nichts verrutschen

oder hinunterfallen.

• Oft werden beim Tapezieren die Bereiche

hinter Heizkörpern ausgespart, da man doch

so schwer „rankommt“. Hängen Sie Tischdeckengewichte

an den unteren Rand der

Tapete, und sie gleitet spielend leicht hinter

den Heizkörper. Drücken Sie die Bahn dann

mit einer Bürste fest.

• Rohre, die zu den Heizkörpern führen, sehen

besonders bei frisch tapezierten Wänden oft

sehr unansehnlich aus. Ein Extrastreifen Tapete

und schon sind die Rohre unsichtbar.

• Erfahrung und Routine beim Tapezieren

erleichtern die Arbeit. Holen Sie sich also

Unterstützung!

gut saniert!


150

WOHNRAUM

Die Küche umgestalten

Die strikte Trennung von Küche,

Essbereich und Wohnzimmer ist

passé. Offenes Wohnen lautet die

Devise. Räume fließen optisch wie

funktional ineinander über.

Der allgemeine Trend zum offenen Wohnen

schließt die Küche ein und so findet

sich in neu gebauten Häusern kaum

mehr ein in sich geschlossener Küchenraum.

Die Architektur hat dieser Entwicklung Rechnung

getragen und so ist die durchschnittliche

Küchengröße von früher 8 auf heute 15 m 2 angewachsen.

Zudem ist sie mit einem Essplatz,

häufig in Form einer Theke, ausgestattet.

Unmittelbar im Anschluss – ohne trennende

Wände – befindet sich der Wohnbereich, der

oftmals zusätzlich noch einen großen Esstisch

aufweist, um beispielsweise komfortabel

Gäste bewirten zu können. Abhängig vom

Grundriss des Hauses bzw. von den baulichen

Möglichkeiten ergeben sich für die Küchenplanung

bestimmte Parameter, an denen nicht

zu rütteln ist, wie beispielsweise Größe und

Form des Raums sowie Position von Fenster

und Türen. Lassen Sie in Ihre Grundüberlegungen

auch einfließen, ob die hauptsächlich in

der Küche beschäftigte Person Rechts- oder

Linkshänder und wie es um die Körpergröße

bestellt ist. Auch wenn es bestimmte Modetrends

gibt, sollte man nie aus den Augen

verlieren, dass eine Küche meist nicht aus

der berühmten Portokassa zu zahlen ist und

nicht alle paar Jahre ausgetauscht wird, also

gut saniert!


© VGstockstudio/Shutterstock

Praktischer Küchenalltag: Die Armatur

von Blanco lässt sich einfach

nach vorne klappen, um das Fenster

dahinter öffnen zu können...

151

WOHNRAUM

© BLANCO

... und die praktische Depot-Schale

nimmt es mit dem

Bioabfall auf, und zwar direkt

dort, wo er anfällt.

funktional wie optisch viele Jahre „dienen“

soll, durchschnittlich übrigens etwa ein Vierteljahrhundert.

Stil, Material, Farbe

Was ist modern? Geschmäcker sind ja bekanntlich

verschieden und so finden sich auch die

unterschiedlichsten Küchenmodelle und -typen

am Markt. Zum Gesamtstil Ihres Hauses passend,

lässt sich eine moderne Küche zeitlos elegant,

rustikal, shabbychick oder futuristisch gestalten.

Holz oder Holzdekor, Hochglanz oder Edelmatt,

Edelstahl und Glas, Stein und Kunststein – alles

ist verfügbar und die Kombinationsmöglichkeiten

sind legendär. Modernität in der Küche liegt also

eher im Qualitätsanspruch, in der Funktionalität,

in der Großzügigkeit der Gestaltung und der

technischen Ausstattung. Der bis vor Kurzem

noch ausschließlich verwendete 60-cm-Raster für

Küchenelemente wurde um die 90-cm- Variante

erweitert, sodass für Räume mit großem Platzangebot

auch größere Elemente verbaut werden

können. Fliesen an der Wand sind out – es lebe

die glatte Fläche! Der früher übliche Fliesenspiegel

zwischen Unter- und Oberschränken scheint

gut saniert!


152

WOHNRAUM

© epr/SchwörerHaus

Ein paar Tipps:

Licht über Hängeschränken

lässt den Raum höher wirken.

Halogenlampen bringen durch

ihr natürlich weißes Licht die

Farben von Speisen sehr gut

zur Geltung. Allerdings kann es

auch blenden durch Rückstrahlung

von der Arbeitsplatte.

Dunklere Wände absorbieren

viel mehr Licht als helle. Lichtleistung

(Watt) der Lampen

berücksichtigten!

Leuchtstofflampen sorgen

mit weichem Licht für eine

besondere Stimmung und gute

Ausleuchtung.

Gut geplant

Um zu einem möglichst raschen planerischen

Ergebnis zu kommen, statten Sie sich, bevor

Sie einen Küchenberater aufsuchen, mit einem

möglichst vollständigen Grundriss des Raums

aus, der einmal Ihre Küche sein soll. Noch

besser ist ein Plan, in dem auch die angrenzen-

komplett der Vergangenheit anzugehören, ausgenommen

vielleicht in der Landhausküche. Glas,

Edelstahl oder auf die Küchenfront abgestimmter

Kunststoff sind hier en vogue und erleichtern die

Reinigungsarbeiten wesentlich.

Komfort wird groß geschrieben und so sind in

der Topküche alle Elemente mit Auszügen ausgestattet,

die Schließmechanismen sind stoßgedämpft

und die Oberflächen strapazierfähig und

pflegeleicht. Oftmals präsentieren sich Fronten

grifflos. Für Ladenelemente gibt es unzählige

unterschiedliche Einsätze oder Schalen aus verschiedenen

Materialien zur perfekten Unterteilung

des Inhalts. Eckkarusselle, Schwenktablare

und Drehauszüge bilden perfekten Stauraum,

vielfältige Rollkorbausstattungen und Abfallsammelsysteme

runden das Organisationsangebot

ab. Die Vorratshaltung wird erleichtert durch

Schränke mit Vollauszug, z. B. Apothekenschränke,

oder mit Innenrollkörben. Auch Schränke mit

sogenannter Tandemfunktion werden angeboten.

Sie sind mit zusätzlichen Abstellflächen an

der Türinnenseite ausgestattet. Noch was zur

Spüle: Auch wenn ein Geschirrspüler heute zur

Küchenausstattung unbedingt dazugehört,

kann und soll auf eine vernünftige Spüle

nicht verzichtet werden. Wählen kann man

zwischen einem oder zwei Becken, gleich oder

unterschiedlich groß, mit oder ohne Abtropffläche,

ausgeführt in Alu, Edelstahl oder Email. Seit

geraumer Zeit gibt es ein weiteres Auswahlkriterium:

Die Spüle kann als Auflagespüle (wie bisher

üblich) ausgeführt sein oder flächenbündig von

oben oder unten eingebaut werden.

gut saniert!


© epr/ewe Küchen

153

WOHNRAUM

den Räumlichkeiten erfasst sind. Abhängig vom

Grundriss der Wohnung oder des Hauses bzw.

von den baulichen Möglichkeiten ergeben sich

für die Küchenplanung bestimmte Parameter,

an denen nicht zu rütteln ist, beispielsweise

Größe und Form des Raums sowie Position von

Fenstern und Türen. Selbst wenn Sie ein absoluter

„Baulaie“ sein sollten, ist es nicht schwer,

einen Plan zu erstellen. Alles, was Sie dazu brauchen,

ist ein Maßstab, eine Handskizze genügt.

Vergessen Sie nicht, die genaue Lage von Türen

und Fenstern sowie die Höhe der Fenster-Parapete

einzutragen. Wichtig sind auch bestehende

Lüftungsschächte und eventuell vorhandene

Installationen. Sie sollten die vorhandenen Anschlüsse

von Strom, Gas und Wasser kennen.

Licht in der Küche

Planen Sie auf jeden Fall genügend Lichtauslässe

bzw. verziehen Sie ensprechende Kabel

großzügig hinter und unter den Schränken.

Digital, vernetzt, clever

Die Idee von Hightechgeräten in einer digitalisierten

Küche ist nicht neu. Doch nun scheint

die Technik ausgereift und die Köpfe der Menschen

bereit. Mehr Komfort, weniger Zeitaufwand

und ein sparsamer Umgang mit Energie

sind die Hauptkomponenten, die der intelligenten

Küche und ihren Geräten zugeschrieben

werden. Vom Geschirrspüler über den Ofen

bis zur Kaffeemaschine, die modernen Geräte

bauen auf Effizienz und Effektivität. Die digitale

Vernetzung ist da nur noch das i-Tüpfelchen.

Unterschiedlichste Apps und Computerprogramme

wurden entwickelt, um die Küchengeräte

ortsunabhängig steuern und bedienen zu können,

und sogar der internetfähige Kühlschrank

(Siemens iQ500) geht nun endlich in Serie. In

ihm stecken zwei Kameras, über die Sie von

unterwegs aus nachsehen können, was denn

noch fehlt und eingekauft werden muss. Auch

in Sachen Design tut sich einiges. Die Geräte

werden schlanker, die Oberflächen sind glatt

und ohne Schnörkel. Immer öfter wird auch auf

Knöpfe und Dreher verzichtet und Touchpanels,

Sensoren und Co. Platz gemacht.

Eine Fritteuse, die sich übers Tablet via

Bluetooth steuern lässt, oder die Herdplatte,

die über Sensoren nicht nur die Füllmenge der

Töpfe erkennt, sondern vorgewählte Temperaturbereiche

hält und so ein Übergehen oder

Anbrennen verhindert? Eine Küchenmaschine,

die per Knopfdruck gart, zerkleinert und warm

hält? Keine Zukunftsvisionen mehr, sondern

marktreife Realität. Zeit zum Aufrüsten!

gut saniert!


154

WOHNRAUM

PROMOTION

Perfekte Balance

BLANCO Silgranit-Spülen:

Immer eine gute Entscheidung

Überragend pflegeleicht, hygienisch sowie

kratzfest, hitzebeständig bis 280 °C,

lichtecht, farbecht und somit außergewöhnlich

widerstandsfähig: Blanco-Spülen aus

Silgranit PuraDur vereinen alle Eigenschaften,

um der alltäglich intensiven Nutzung ein Küchenleben

lang standzuhalten und auch nach

Jahren noch gut auszusehen. Mit zahlreichen

unterschiedlichen Designs, Größen und Farben

lässt das umfangreiche Spülenprogramm keine

Wünsche offen. Nun wurde das Material noch

weiter verbessert – Silgranit PuraDur ist jetzt

noch pflegeleichter und widerstandsfähiger

als bisher schon. Mit einer dezent glatteren

Oberfläche und einer angenehmen Haptik

begeistert das aktuelle Sortiment.

Der Weltmarkführer bei Granitspülen setzt mit

seinen Weiterentwicklungen bei Silgranit PuraDur

erneut Maßstäbe. Ebenso mit der Einführung des

Etagenbeckens Blanco Etagon. Die besondere

Raffinesse des Etagenbecken-Konzepts sind

zwei hochwertige, speziell für Etagon entwickelte

Edelstahlschienen. Sie passen perfekt auf die

im Becken integrierten Stufen und schaffen bei

Bedarf eine weitere Arbeitsebene. Kombiniert mit

optionalem Zubehör oder vorhandenem Tischgeschirr

bietet Etagon somit drei Aktionsebenen

in einem Becken – und damit bestmögliche

Voraussetzungen für mehr Effizienz im Küchenalltag.

Darüber hinaus sorgt die paten tierte Hygieneschutzformel

für eine schmutz abweisende,

antibakterielle Wirkung.

Eine breite Palette an neutralen und warmen

Farben, von frischem Weiß über natürliche Erdtöne

bis hin zu elegantem Anthrazit, ermöglicht

eine präzise Abstimmung auf das Küchenambiente.

Sämtliche Farben lassen sich exzellent

mit nahezu allen Küchenmöbeldesigns und

Arbeitsplattendekoren abstimmen – kontrastbildend

oder Ton in Ton. Eine große Auswahl an

Armaturen im farbigen Silgranit-Look garantiert

harmonische Kombi nationen mit der Spüle.

gut saniert!


Qualität, Komfort & Design

im Einklang

Wenn es um Trinkwasser geht:

BLANCO Küchenarmaturen

Ob private Kochshow mit Sechs-Gänge-

Menü oder schnelle Pasta nach dem Sport:

Ohne Wasser geht in der Küche gar nichts.

Die Armatur ist die zentrale Trinkwasserquelle

in Haus und Wohnung und täglich starker Beanspruchung

ausgesetzt: zum Getränke mixen,

Essen zubereiten, Gemüse abbrausen, Töpfe abspülen,

Hände waschen. Durchschnittlich 75 Mal

am Tag wird sie im Familienhaushalt betätigt. Wer

eine Küche plant, sollte deshalb vor allem bei der

Armatur auf gute Qualität, durchdachte Funktionen

und einfache Bedie nung Wert legen.

Was für Profis etwa unverzichtbar ist, macht

sich im privaten Haushalt ebenso bezahlt: Küchenarmaturen

mit flexibler oder ausziehbarer

Schlauchbrause erweitern den Aktionsradius

und erleichtern das Befüllen von Töpfen. Auch

die Reinigung von Spülbecken und Tropffläche

ist per Schwenk mit der ausziehbaren

Schlauchbrause schnell erledigt.

Höchste Qualitätsstandards sind ein Garant

für ein langes Armaturenleben. Dazu tragen unter

anderem hochwertige Strahlregler, wie z. B.

Perlatoren, bei. Dennoch kann jeder selbst

dazu beisteuern, dass eine Armatur langfristig

einwandfrei funktioniert: „Perlatoren verkalken

von Natur aus deutlich weniger, doch

sollten auch sie regelmäßig alle paar Monate

abgenommen und in Essigwasser gereinigt

werden. Höchste Zeit ist, wenn der Wasserstrahl

un gleichmäßig wird oder der Hahn zu tropfen

anfängt. Durchdacht: Weil Blanco-Armaturen mit

Schlauchbrausen einen integrierten Rückflussverhinderer

haben, dringt generell kein Brauchwasser

in die Hausleitung, was eine Rückverkeimung

des Wassers ins Leitungsnetz verhindert.

Und für das gesamte Sortiment gilt: Die

Blanco-Kartusche ist sehr verschleißarm. Denn

das Herzstück der Armatur, das für den Wasserdurchfluss

und die gewünschte Mischung von

Kalt- und Warmwasser sorgt, ist mit hochwertigen

keramischen Dichtungen ausgestattet, daher

entsprechend leichtgängig und druckbeständig.

Alle Armaturen des Herstellers unterliegen

strengen Qualitätskontrollen. Blanco geht

noch einen Schritt weiter: Aus Verantwortung

im Umgang mit kostbarem Trinkwasser werden

die Armaturen freiwillig von der Prüfstelle des

Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches

e. V. geprüft. Mit der DVGW-Zertifizierung, die

auch die Wasser führenden Teile mit einschließt,

haben Verbraucher die zusätzliche

Gewissheit, dass diese sich durch einwandfreie

Materialien, Sicherheit und Hygiene-

Eigenschaften auszeichnen.

BLANCO GmbH

Ignaz-Köck-Straße 11

1210 Wien

office@blanco.at

www.blanco.at

155

WOHNRAUM

gut saniert!


156

WOHNRAUM

Alles neu

im Bad

Kaputte Fliesen, Sprünge in der

Keramik, verstopfte Armaturen oder

ein kompletter Umbau – Bäder sind

die Räume, die bei Sanierungs- &

Renovierungswilligen besonders

hoch im Kurs stehen. Hier nun, worauf

Sie achten sollten und wie Sie

sich die Arbeit erleichtern können.

Vorwandinstallationen eventuell in angrenzende

Räume ausgelagert werden, was das

Badezimmer optisch noch einmal vergrößert. Im

Nebenraum kann die Konstruktion dann einfach

hinter einer Vorsatzschale verschwinden.

Wesentlich für einen gelungenen Badezimmerumbau

ist, dass der Raum vor Beginn der

eigentlichen Sanierung völlig ausgeräumt wird,

sodass sämtliche Mauer- oder Fußbodenarbeiten

ungehindert gemacht werden können. Ein

Container vorm Fenster und eine Schuttrutsche

erleichtern die Arbeit! Werden die alten Fliesen

komplett abgeschlagen, sollten Sie auch einen

prüfenden Blick auf die Zu- und Ableitungsrohre

darunter werfen und diese eventuell durch ein

modernes Rohrsystem ersetzen.

Manches kann als „Feinkosmetik“ betrachtet

werden, wie etwa neue Fliesen,

eine größere Wanne, die bodenebene

Dusche oder moderne Armaturen. Aufwendiger

wird es, wenn die Installationen aus dem vorigen

Jahrhundert nicht mehr so richtig wollen oder das

Badezimmer nicht mehr als eine winzige Nasszelle

ist. Schnell stellt sich die Frage, ob nebenliegende

Räume eventuell ins Bad integriert werden

können oder ob man das Badezimmer nicht

gleich gänzlich übersiedelt. Auch wenn es damit

nötig wird, die Wasserleitungen neu zu verlegen.

Letzteres hat übrigens auch den Vorteil, dass das

bestehende Bad während des Umbaus problemlos

weiter benützt werden kann. Lässt sich dies

nicht machen und muss der Raum bleiben, wo

und größenmäßig wie er ist, kann mit frischen

Ideen und guter Planung dennoch ein wunderbares

Ergebnis erzielt werden.

Komplett neues Badezimmer

Wenn aus der reinen „Kosmetik“ ein veritabler

Umbau wird, kann man auch den Grundriss

verändern, indem man eine Tür oder ein Fenster

versetzt. Wenn nötig und möglich, können

gut saniert!


© epr/Alpina

157

WOHNRAUM

Neue Armaturen:

Was fürs Auge

Ein Badezimmer soll in erster Linie funktionell sein.

Wir wollen uns dort aber auch wohlfühlen. Ein wenig

dekorative Gestaltung schadet deshalb nicht.

Oft reicht schon eine neue Wandfarbe, eventuell

ein neues Waschbecken oder einige Accessoires

werden ausgetauscht. Verfliesungen, die keine

Beschädigungen aufweisen und auch erhalten

bleiben sollen, haben es trotzdem oft nötig. Einst

weiße Fugen erstrahlen in einem unschönen

Grauschwarz oder haben Risse bekommen. In

diesem Fall sollten die Fugenmasse und eventuelle

Silikonabdichtungen gründlich entfernt werden.

Im Rahmen der Badsanierung

ist es in den meisten Fällen

auch angebracht, die alten

Armaturen zu tauschen.

Nicht nur aus optischen

Gründen. Die Hightechmodelle

von heute helfen,

den Wasserverbrauch zu

minimieren, und sie lassen

auch in puncto Vorwahltemperatur

keine

Wünsche mehr offen

Verbrühungen und

sinnlose Energieverschwendung

sind damit künftig

ausgeschlossen.

gut saniert!


158

WOHNRAUM

GASTKOMMENTAR

Wie gelingt es, ein in die Jahre gekommenes

Bad zu renovieren, ohne dabei eine „Großbaustelle“

zu verursachen? Ganz einfach: Es

braucht ein durchdachtes Konzept. Als Sanitär-Systemanbieter

hinter und vor der Wand

hat Geberit eine Reihe innovativer Lösungen

zu bieten, die helfen, den Sanierungsaufwand

möglichst gering zu halten. So könnten

z. B. sogar Fliesen an und bestehende

Verrohrungen in der Wand belassen werden

Mit dem Geberit Vorwandinstallationssystem

verlegt der Installateur

einfach die erforderlichen Leitungen in der

neuen „Vorwand“ genau dorthin, wo im Bad

künftig Dusche, Waschtisch und Co. ihren

Platz finden sollen – und das bei geringem

zusätzlichem Platzbedarf. Als besonders

formschön erweist sich das Monolith

Sanitärmodul für die WC-Installation, das

speziell für kleine Räume bestens geeignet

ist. Mit den Systemlösungen von Geberit

holen Sie sich zudem mehr Komfort ins Bad:

Die Auswahl beginnt beim barrierefreien,

bodenebenen Duschbereich und hört beim

Dusch-WC AquaClean mit Orientierungslicht

und Flüsterspülung noch lange nicht auf.

Christian Buchbauer

Leitung Marketing & Produktmanagement

Nach einer sorgfältigen Säuberung

(Achten Sie auf Fettfreiheit!) können Sie neu

verfugen (lassen). Übrigens: Allein bunte

Fugenmasse verleiht Ihrem Bad ein neues

Gesicht.

Sind alle Installationen und Oberflächen

in Ordnung, Farbe und Fliesendessin

gefallen Ihnen aber nicht mehr, bieten

verschiedene Beschichtungsverfahren eine

preiswerte Lösung. Diese sind für Fliesen,

aber auch für Badewannen- und Duschtassenoberflächen

geeignet. Das hochwertigere

und teurere Verfahren basiert auf Polyurethan,

billiger, aber etwas arbeitsintensiver

ist die Epoxidharzvariante. Die Beschichtungen,

durchgeführt von einem zertifizierten

Fachunternehmen, sind resistent gegen

Heißwasser, Badezusätze und Seifen. Auch

einfallende UV-Strahlung kann ihnen nichts

anhaben. Preislich liegen sie weit unter der

Neuanschaffung. Ein weiterer Vorteil: Die Sanierungsarbeiten

können ohne Abschlagen

der alten Fliesen und Entfernung von Wanne

oder Duschtasse durchgeführt werden, was

Zeit und kiloweise Schutt spart.

Eine gute Alternative zum Abschlagen von

Fliesen ist die Verlegung der neuen Fliesen

auf dem alten Wandbelag. Fliese auf Fliese

wird zwar nicht sehr oft ausgeführt, ist aber

durchaus machbar. Empfehlenswert ist diese

Methode immer dann, wenn die alten Fliesen

unansehnlich geworden sind oder schlicht

nicht mehr zur neuen Einrichtung und dem

neuen Badezimmerstil passen, aber noch

massiv am Untergrund haften. Zuerst werden

die alten Fliesen gereinigt und entfettet, dann

folgt ein Auftrag mit einer ein- oder zweikomponentigen

Haftbrücke. Nach circa zwölf

Stunden Trocknungszeit kann mit der Verlegung

begonnen und die Fliesen können wie

gewohnt aufgebracht und verfugt werden.

Dies erfolgt mithilfe eines Spezialklebers.

gut saniert!


159

WOHNRAUM

PROMOTION

Das Komplettbad von Geberit

Der europäische Marktführer für

Sanitärprodukte bietet zeitgemäßes

Design vor der Wand und – neben

den bewährten Systemlösungen

hinter der Wand – durchdachte

Komplettbäder mit hohem Qualitätsanspruch.

Die neu gestaltete

Badserie Geberit Smyle etwa präsentiert

sich in schlanker, eleganter,

topmoderner Anmutung.

Dank einer Vielfalt an soft-organischen

und soft-geometrischen Waschtischen,

WCs und Bidets sowie frei kombinierbaren

Wandablagen, Seiten-, Mittelhochund

Waschtischunterschränken kann die

Komplettbadserie Smyle auf eine attraktive

Sortimentsbreite verweisen. Auch farblich

gibt es viel Spielraum: „Weiß hochglänzend“,

„Lava matt“, „Sandgrau hochglänzend“ und

„Nussbaum hickory“ heißt hier die Qual der

Wahl. Da auch die Griffleisten die Farben

der Möbelfronten aufgreifen, ergibt sich ein

bestechend elegantes Badambiente. Keramik

und Möbel sind dabei so optimal aufeinander

abgestimmt, dass die individuelle Kombination

spielend gelingt.

Die Geberit Smyle WCs und Bidets lehnen sich in

ihrer Formensprache jeweils an die Waschtische

an. Neu im Sortiment sind ein Wand-WC und

Bidet mit geometrisch-geradlinigem Design. Sie

haben eine komplett geschlossene Außenform

und sind daher besonders reinigungsfreundlich.

Hygienisch und leicht sauber zu halten ist auch

das spülrandlose Innenbecken. Der WC-Sitz ist

in zwei schlanken Designvarianten erhältlich,

wahlweise als Modell mit Absenkautomatik oder

zusätzlich mit Quick-Release-Funktion, die ein

einfaches Abnehmen ermöglicht. Mit diesen

Features stellt Geberit sein Markenversprechen

„Design Meets Function“ einmal mehr eindrücklich

unter Beweis.

GEBERIT VERTRIEBS GMBH & CO KG

Gebertstraße 1

3140 Pottenbrunn

sales.at@geberit.com

www.geberit.at

gut saniert!


160

WOHNRAUM

Barrierefreies Badezimmer

Das Bad ist der Schlüsselraum schlechthin in

Sachen Barrierefreiheit. Nässe und hohe Luftfeuchtigkeit

schaffen hier ein Klima, in dem man

sich auch schon mit „einfachen“ körperlichen

Gebrechen manchmal schwertun kann. Von den

Altersgebrechen oder Behinderungen mal ganz

abgesehen. Ein neues Badezimmer ist eine Investition

für viele Jahre – dementsprechend sollten

Sie gerade hier auch an die Zukunft und eventuelle

Veränderungen denken. Für ein vollständig

barrierefreies, also auch mit dem Rollstuhl zugängliches

Badezimmer ist Platz das Um und Auf.

Neben der nötigen Türbreite kommt es dabei vor

allem darauf an, dass im Raum selbst genug Platz

ist, um sich auch mit dem Rollstuhl umdrehen zu

können bzw. diesen abzustellen. Die Türbreite

sollte immer mindestens 90 cm betragen. Wichtig

ist, dass die Türen nach außen aufschlagen, um

eine Blockierung bei Notfällen, wie etwa einem

Sturz oder einer Ohnmacht, zu vermeiden. Die

Mindestraumgröße ergibt sich aus dem Platzbedarf,

um den Rollstuhl auch wenden zu können. Es

gilt: Je größer, desto besser, mehr Manö vrierfläche

kann nie schaden. Ohne Wendemöglichkeit für

einen Rollstuhl betragen die Mindestmaße für ein

WC 1,55 x 1,55 m. Behindertenfreundlich bedeutet

eine Raumtiefe von 2,15 m.

Badrenovierung

Wie lang darf es dauern?

Eine Badrenovierung hat es in sich.

Je nachdem, wie groß Ihre Modernisierungspläne

sind, müssen zumindest

vier bis fünf Gewerke unter

einen Hut gebracht werden. Ohne

guten Zeitplan geht da nichts. Wir

haben einen Überblick.

Die Erwartungen so manches Renovierungswilligen

in Sachen Zeitaufwand für die

Herstellung des persönlichen Traumbades

haben leider allzuoft nichts mit der Realität zu

tun. Ganz egal, ob Sie sich für einen Komplettanbieter

entscheiden, oder die Renovierung

zumindest zum Teil selbst in die Hand nehmen

wollen, unter einem Monat, eher fünf Wochen,

sollten Sie für eine Standardrenovierung nicht

rechnen. Bei einer Komplettsanierung mit neuen

Anschlüssen, neuem Boden, neuer Heizung und

neuen Fliesen dauert das Ganze natürlich noch

länger – Profiunternehmen geben hier Zeitspannen

von zwei bis drei Monaten an.

Immer Puffer einrechnen!

Insbesondere sind es die nicht geplanten Dinge,

die unnötig Zeit kosten können. Da ist es dann

umso wichtiger, dass zumindest der grobe

Ablaufplan steht. Ein Beispiel: Wie lose ist der

Putz? Sind Fliesen im Mörtelbett verlegt, wie es

gut saniert!


161

WOHNRAUM

über Jahrzehnte üblich war, so kann der ganze

Putz daherkommen, und es muss neu verputzt

werden. Dafür ist oft ein Maurer gefragt, da Fliesenleger

kaum noch das Verputzen lernen. Auch

ein Elektriker kommt nicht gerne, wenn es nur

um die Verlegung von zwei Metern Kabel geht,

weil man den Lichtauslass ändern will.

Wir haben für Sie gemeinsam mit einem

Installationsprofi einen fiktiven Zeitplan für

eine komplette Badrenovierung erstellt, den

Sie unten finden. Die Tabelle gibt Ihnen einen

groben Überblick über sämtliche anfallenden

Arbeiten und den damit verbundenen Zeitaufwand

in Tagen.

Datum

Wochentag Gewerk Arbeitsbeschreibung

26.05.2019 Donnerstag Sanitär Abdecken + Demontagen + Stemmen

27.05.2019 Freitag Sanitär Stemmen + Sanitärinstallation

30.05.2019

31.05.2019

01.06.2019

02.06.2019

03.06.2019

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Sanitär

Elektriker

Fliesen

Fliesen

Fliesen

Sanitärinstallation

Sanitärinstallation/Elektroinstallation

Elektroinstallation

Schlitze zuputzen + Wände ausgleichen

Estrich verlegen

04.06.2019

05.06.2019

06.06.2019

07.06.2019

08.06.2019

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Fliesen + Elekt.

Fliesen

Fliesen

Fliesen

Fliesen

Fußbodenheizungsmatte legen & spachteln

Dichtanstrich Dusche

Fliesen legen

Fliesen legen

Fliesen legen

09.06.2019

10.06.2019

11.06.2019

12.06.2019

13.06.2019

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Fliesen

Maler

Maler

Elektriker

Fliesen legen/Ausfugen

PUFFER (oder finales Ausfugen)

Wände/Decke malen (Creme-Ton)

Wände/Decke malen (zweite Schicht)

Feinmontage Elektriker

14.06.2019

15.06.2019

16.06.2019

Montag

Dienstag

Mittwoch

Sanitär

Feinmontage Sanitär

PUFFER (oder finales Ausfugen)

ENDREINIGUNG

gut saniert!


162

WOHNRAUM

Tipp:

Im Zuge einer Badsanierung

braucht es oft

auch andere Gewerke...

...Rechnen Sie, je nach

Aufwand mit 1.500

bis 3.500 Euro für

den Elektriker und ca.

400 bis 800 Euro für

den Maler.

Kosten für

Renovierung

im Überblick

Eine komplette Badrenovierung

ist teuer, keine Frage. Doch wie

viel genau so eine Generalsanierung

kostet, wissen die wenigsten.

Hier erhalten Sie einen

guten Überblick über die anfallenden

Kosten für ein neues

Bad.

Die ÖsterreicherInnen renovieren, so

sagen es die Statistiken, zumindest

einmal im Leben ihr Badezimmer

komplett. Mit durchschnittlich 25 Jahren

Nutzungdauer zählt das Badezimmer zu

den aufwendigsten und umfangreichsten

Räumen in Sachen Renovierung.

Komplettanbieter spart Zeit und Geld

Natürlich können Sie für die verschiedenen

Arbeitsgänge die nötigen HandwerkerInnen

selbst wählen und beauftragen, vielleicht

auch das eine oder andere ganz in Eigenregie

und ohne Profi erledigen. Ein Komplettanbieter

bringt hier aber viele Vorteile: er

übernimmt die komplette Einteilung und

Beauftragung der Gewerke, erstellt einen

entsprechenden Zeit- und Arbeitsplan und

kümmert sich um die Überprüfung der ordnungsgemäßen

Durchführung.

Übrigens: Mit einem Monat Arbeitszeit sollten

Sie schon rechnen, wenn das Badezimmer

komplett renoviert wird.

Achtung bei Schnäppchen!

Lesen Sie immer auch das Kleingedruckte in

den Angeboten und Kostenvoranschlägen.

Vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich

nämlich allzu oft als wahre Kostenfallen. So

wird zum Beispiel nur der Verlegepreis pro m²

angegeben und verglichen. Die höheren Kosten

enstehen aber beim Spachteln, Verputzen und

Silikonieren! Bei einer Badewanne kommen

Füße, Ablaufgarnitur usw. hinzu – auch das wird

oft vergessen.

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen eine Aufstellung

aller für die Badrenovierung nötigen

Gewerke und deren Kosten:

Verfliesung

Fliesenverlegung

Wand:

Fliesenverlegung

Boden:

Verlegung

80-100 €

pro m²

80-100 €

pro m²

Zusätzliche Kostenfaktoren

Abbrucharbeiten Bestand

eventuell Entsorgung Bauschutt

eventuell Erneuerung der

Rohrleitungen

Material

Standard

20-35 € 40-130 €

35-55 €

Material

Premium

60-150 €

700-900 €

150-300 €

900-1.500 €

gut saniert!


Sanitäraustattung

Install.- &

Montagekosten

Materialkosten

Standardqualität

Materialkosten

Premiumqualität

163

Wand-WC-Anlage inkl.

Unterputzspülkasten

700-800 €

500-800 €

1.000-2.000 €

WOHNRAUM

Waschtischanlage

komplett (60 cm)

600-700 €

400-600 €

600-900 €

Waschtischanlage

komplett inkl. Möbel

(60cm)

800-900 €

1.500-2.500 €

2.500-4.000 €

Duschanlage komplett

(90 x 90 cm)

Wannenanlage

komplett

Wannenanlage inkl.

Duschtrennwand

komplett

Badheizkörper

komplett

Lüftung

Durchlauferhitzer

Fußbodenheizung

850-950 €

750-850 €

850-950 €

600-700 €

350-450 €

350-450 €

40-70 €

pro m²

1.500-2.500 €

900-1.500 €

1.100-1.700 €

390-500 €

300-400 €

500-600€

50-80 €

pro m²

3.000-4.500 €

2.000-4.000 €

2.500-4.500 €

500-1.000 €

400-600€

600-800€

400-600€

Je nach Aufwand

und Größe fallen

zusätzliche

Regiekosten

für Estrichverlegung,

Feuchtraumisolierung

von

Wanne oder

Dusche,

Wanneneinbau

oder Wändeausgleichen

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UMBAU DER BADEWANNE

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SICHER

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BADEN

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Keine aufwändigen

Arbeiten

Leichterer Zugang


164

WOHNRAUM

Fliesen selber legen

Mit ein bisschen Handwerksgeschick

und Übung schaffen es die

meisten, ihre neuen Fliesen in Bad

oder Küche selbst zu verlegen. Das

nötige Know-how und die Schrittfür-Schritt-Anleitung

erhalten Sie

hier von uns.

Eine gerade Dachlatte wird als

Auflage für die zweite Reihe

mit Stahlnägeln an die Wand

geheftet.

Schritt 1:

Fußböden und Wände sind nie hundertprozentig

eben. Deshalb muss vorher grundiert

werden. Die Fliesen dienen hier vorerst nur

als Messpunkt. Eine gerade Dachlatte wird als

Auflage für die zweite Reihe mit der Wasserwaage

und mit Stahlnägeln an die Wand

geheftet.

Schritt 2:

Der Fugenmörtel wird portionsweise mit

der Kelle aufgenommen. Eine kombinierte

Glätte- und Zahnkelle erspart die Anschaffung

der jeweiligen Einzelwerkzeuge. Dünn

und gleichmäßig wird auf ca. einen Meter die

Mörtelschicht aufgetragen und gleichmäßig

verteilt.

Schritt 3:

Die erste Fliese wird auf der Setzlatte

aufgelegt und an die Wand gedrückt. Durch

die mit der Zahnspachtel erzeugten Furchen

finden die Plättchen sicheren Halt.

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Was Sie brauchen:

165

WOHNRAUM

Schritt 4:

Fliesenlegerhexe heißt dieses Hilfsmittel. Die

gespannte Gummischnur zeigt die genaue

Oberkante der jeweils bearbeiteten Reihe und

gewährleistet so das Verlegen entlang einer

geraden Kante.

Schritt 5:

Die genaue Auftragsmenge ist von der

Zahngröße der Spachtel oder Kelle abhängig.

Fliesenlegerkreuze sorgen für eine

gleichmäßige Fugenbreite. Zügig drücken

Sie jetzt die Fliesen Reihe für Reihe in das

Mörtelbett.

Latte, Wasserwaage

Kelle

Setzlatte, Richtschnur

Handschuhe

(besonders zum Verfugen!)

Fliesen

Bodenausgleichsmasse

Spachtel

Tiefengrund

Fliesenkleber

Fugenmörtel

Fliesenkreuze

evtl. Silikon

Schritt 6:

Der Bereich für den nächsten Mörtelauftrag

wird ausgemessen und angezeichnet. Mehr als

einen Meter sollte nicht vorgearbeitet werden,

sonst trocknet der Mörtel zu stark an. Für

Bilder, Muster und Ornamente sollte vor dem

Verlegen ein Plan gezeichnet werden.

Schritt 7:

Ist die Wandfläche gefliest, hat die Setzlatte

ausgedient. Haftmörtel wird nun in die freien

Randstreifen am Boden gegeben und die angepassten

Fliesen werden eingesetzt.

Schritt 8:

Bevor Sie mit dem Verfugen beginnen, sollte

überschüssiger Fliesenkleber aus den Fugen

entfernt werden. Hier heißt es, schnell handeln,

bevor der Kleber aushärtet. Dann, wenn der

Kleber hart ist, werden die Fugen mit einem

Fugengummi gleichmäßig diagonal mit Fugenmörtel

befüllt.

Dünn und gleichmäßig wird auf

ca. einem Meter die Mörtelschicht

aufgetragen und gleichmäßig verteilt.

Fliesenlegerkreuze sorgen

für eine gleichmäßige

Fugenbreite.

Schritt 9:

Zum Schluss wird die geflieste Fläche mit nicht zu

viel Wasser gereinigt. Hier heißt es, aufpassen,

dass Sie nicht wieder die Fugen auswaschen. Dann

wird mit einem trockenen Lappen poliert. Fertig!

gut saniert!


166

WOHNRAUM

Tipp:

Fugen im Bad

erneuern

Für das Glattziehen der

Silikonfugen kann Spülmittel

oder Seife als Gleitmittel

eingesetzt werden. Diesen

Trick wenden sogar die

Profis an, um ein schönes,

glattes Ergebnis zu erhalten..

Die Fugen im Badezimmer brauchen

eine Generalüberholung.

Erfahren Sie hier, was es beim

Fugenerneuern zu beachten gibt,

und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Intakte Fugen sind wichtig

Egal wie professionell gearbeitet wurde,

nach einiger Zeit wird das Material einfach

müde, und die Fugen beginnen zu reißen

oder zu bröckeln. Um Schimmel zu vermeiden,

sollten Sie rasch reagieren, und

kaputte Fugen unbedingt sofort erneuern.

Übrigens: Damit die neuen Fugen auch

lange schön und heil bleiben, sollte stehende

Nässe unbedingt vermieden werden.

Wischen Sie die Fugen also regelmäßig

trocken und reinigen Sie sie ab und zu mit

Alkohol. Hässliche Stockflecken und Schimmel

wird es bei Ihnen dann nicht geben!

Und so funktioniert‘s!

1. Schritt:

Mit einem spitzen Werkzeug, am besten

einem Messer, wird die alte Dichtmasse

angestochen. Durch Schieben und Ziehen

können Sie dann die Masse aus der Fuge herausschneiden

bzw. herauskratzen. Ein Tipp:

Kleben Sie den Rand bei einer Acrylwanne mit

einem Kreppband ab, um Kratzer durch ein

Ausrutschen zu vermeiden.

2. Schritt:

Die alte Fuge gründlich reinigen. Mit einem

Tuch die Reste entfernen und mit Alkohol

oder Nitroverdünnung gründlich säubern.

gut saniert!


167

!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

Mit einem spitzen Werkzeug

wird die alte Dichtmasse

angestochen.

WOHNRAUM

3. Schritt:

Abdecken. Damit die neue Fuge sauber

aussieht und die richtige Breite hat, kleben

Sie die Fugenränder am besten vor dem

Verfugen mit Malerkrepp oder einem Siga-

Band ab. Die meisten Profis machen das

nicht, was aber schlicht daran liegt, dass sie

meist besser mit der Silikonspritze umgehen

können.

4. Schritt:

Nun können Sie mit der Kartuschenpistole

oder dem Spender die Fugendichtmasse

gleichmäßig in die Fuge einbringen. Sie müssen

dabei darauf achten, nicht zu viel und

nicht zu wenig Silikon zu verwenden. Wichtig

ist, das Silikon möglichst in einem Zug mit

Druck in die Fuge zu pressen, damit etwaige

Hohlräume dahinter auch gefüllt werden. Das

wird sehr oft vergessen.

5. Schritt:

Damit die Fuge auch wirklich dicht wird und

gut aussieht, gibt es einen simplen Trick. Mischen

Sie Spülmittel mit Wasser, füllen Sie es

in eine Sprühflasche, wie etwa eine herkömmliche

Blumenspritze, und benetzen Sie die

Fugenoberfläche damit. Achtung: Wenn Sie mit

Acrylat oder Polymer arbeiten, dann sollten Sie

ausschließlich mit klarem Wasser sprühen und

das Spülmittel weglassen.

6. Schritt:

Die überschüssige Dichtmasse wird nun

mit dem Glättcutter, das ist eine weiche

Spachtel mit einem definierten Radius,

oder einem anderen, selbst gemachten

Glättwerkzeug abgezogen. So kann man

bei Profis schon mal einen Eislutscher

oder ein anderes, aus Holz oder Kunst-

stoff gefertigtes Stäbchen oder Plättchen

entdecken.

Fugendichtmasse

gleichmäßig in die Fuge

einbringen.

Mit Krepp werden die

Ränder vor dem Verfugen

abgeklebt.

Die überschüssige Dichtmasse

wird am Ende abgezogen.

gut saniert!


168

AUSSEN­

BEREICH

© mythja/Shutterstock

gut saniert!


169

AUSSEN­

BEREICH

Außenbereich

sanieren

Grüner, saftiger Rasen, frisch gestrichene

Holzzäune und makelloser Terrassenboden.

Dazu farbenfrohe Blumenbeete und endlich ein

Gartenteich. Gibt es auch bei Ihnen noch ein

bisschen was zu tun rund ums Haus?

gut saniert!


170

AUSSEN­

BEREICH

Ein Rasen wie neu

Wie sieht Ihr Garten, also der Rasen,

momentan aus? Ist er vermoost,

wächst jede Menge Unkraut oder

zumindest Dinge, die Sie hier nicht

sehen wollen? Weist er Flecken oder

Lücken auf? Dann sollten Sie ihm

wohl ein wenig Zeit widmen.

Besonders schnell geht eine Rasensanierung

ohne lästiges Umgraben vonstatten.

Am besten, Sie beginnen im Frühjahr mit

den Arbeiten, dann ist ein perfekter Rasen im

Sommer garantiert. Die beste Zeit für eine Rundumerneuerung

Ihrer Grünflächen ist das Frühjahr.

Schritt 1:

Beginnnen Sie mit dem Rasenmäher. Zuerst

wird der alte Rasen so weit wie möglich heruntergestutzt

und der entstandene Schnitt restlos

entfernt.

Schritt 2:

Die gestutzte Rasenfläche sollte nun mehrmals

(quer wie längs) vertikutiert werden. Gehen Sie

hier möglichst gründlich vor, damit der neue

Rasensamen dann entsprechend gut keimen

und sich entwickeln kann. Übriges Vertikutiergut

sollte immer restlos entfernt werden.

Schritt 3:

Bringen Sie als Nächstes den Dünger und das

Saatgut nacheinander aus. Mit einem Streuwagen

wird‘s besonders gleichmäßig. Ein Tipp:

Bringen Sie den Dünger in Längsrichtung und

die Samen in Querrichtung aus, um Fehlstreuungen

zu verhindern.

Schritt 4:

Nun folgt die Auflage von Torf oder einem anderen

Substrat, welches gleichmäßig einen halben

Zentimeter hoch auf die eingesäte Fläche

verteilt werden sollte. Sobald der Torf hell wird,

muss der Rasen regelmäßig beregnet werden.

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

171

AUSSEN­

BEREICH

Schritt 5:

Das Keimen kann beginnen. Je nach Sorte

dauert es ein bis maximal drei Wochen, bis die

ersten Grashalme auftauchen. Gerade in den

ersten Wochen ist es besonders wichtig, regelmäßig

zu wässern. Die obere Bodenschicht

muss stets feucht sein, damit die empfindlichen

Keimlinge nicht austrocknen. Das heißt

gerade bei trockenem Wetter vier- bis fünfmal

täglich raus auf den Rasen.

Damit Sie lange Freude an Ihrem sanierten

Rasen haben: Schneiden Sie nach einem Monat

den Rasen jede Woche auf etwa vier Zentimeter,

das Schnittgut kann liegen bleiben – der Rasen

nimmt es nun auch auf. Anderthalb Monate

nach der großen Sanierung können Sie düngen,

damit der Rasen dicht wird. Ist es sehr trocken,

unbedingt wurzeltief beregnen – sprich weniger

oft dafür aber mit mehr Wasser gießen.

Alternative Fertigrasen

Fertigrasen ist die Lösung, wenn Sie sich die

Vorbereitung und Aussaat neuen Rasens sparen

wollen. Innerhalb nur weniger Stunden ist die

gesamte Fläche wieder grün und voll nutzbar.

Nur die Verwurzelung der Gräser müssen Sie

abwarten – das dauert zwei bis drei Wochen.

Der Fertigrasen wird beim Händler mit einem

Spezialgerät vom Boden abgeschält, zusammengerollt

und kommt danach gleich zum Kunden. Es

gibt ihn je nach Bedarf in verschiedenen Längen

und Breiten. Auch das kinderleichte Verlegen

können Sie selbst erledigen – und ehe man sich‘s

versieht, sitzt man auch schon im saftigen Grün.

Wie bei den Rasensamen gibt es auch beim

Fertigrasen verschiedene Sorten für unterschiedliche

Ansprüche:

• Park- & Zierrasen

• Freizeitrasen

• Spielrasen

• Sportrasen für den privaten Gebrauch

• Landschafts- und Flächenrasen

• Schatten- und Halbschattenrasen

Bringen Sie als Nächstes den

Dünger und das Saatgut

nacheinander aus.

Zuerst wird der alte Rasen so weit

wie möglich heruntergemäht.

Nun sollte mehrmals

vertikutiert werden.

gut saniert!


172

AUSSEN­

BEREICH

Was Sie brauchen:

Rasenmäher

Vertikutiergerät

(auch ausleihbar!)

Rasendünger

Rasensaat

Streuwagen

Torf

Natürlich kostet die Anschaffung eines Fertigrasens

mehr Geld als ein Sack voller Grassamen.

Bedenken Sie aber auch die Pflegekosten

und all die Mühen und Geduld, bis der Rasen

dicht und unkrautfrei ist, zusätzlich zu dem

Zeitverlust von einem Jahr, wo der Garten nicht

wirklich genutzt werden kann. Als kostengünstigere

Alternative gibt es im Handel außerdem

noch sogenannte Rasenmatten.

Keine Rollen, sondern Matten?

Eine weitere Möglichkeit, Ihrem Außenbereich

innerhalb kurzer Zeit ein saftiges Grün zu

verleihen, ist der Einsatz von

sogenannten Rasenmatten.

In eine biologisch

abbaubare,

organische Matte ist Grassamen eingearbeitet,

der bei Feuchtigkeit keimt. Die Matte gibt dem

keimenden Rasen die nötige Nahrung, schützt

ihn und verhindert zugleich die Bodenerosion.

Auch das Einweben verschiedener Rasensorten

in die Matte ist möglich. Die Matten werden nach

Quadratmetern gekauft und können einfach mit

einer Schere auf die nötige Größe zugeschnitten

werden.

Der Vorteil: Für den Rasenanbau brauchen

Sie weder ein Sägerät noch eine Rasenwalze. In

der Anwuchsphase muss lediglich auf ausreichend

Feuchtigkeit geachtet werden. Nach dem

ersten Gießen klebt die Matte bereits wie eine

zweite Haut am Boden. Zur Sicherheit kann sie

am Rand auch noch mit speziellen Öko-Haken

befestigt oder mit Steinen beschwert werden.

Auch Vögel sind keine Gefahr mehr, da sie

keinen Grassamen aufpicken können.

Rasenmatten eignen sich zur Verlegung in

Gärten und auf Kleinflächen sowie auf Hängen

und Böschungen. Für felsigen oder steinigen

Untergrund mit wenig Humus ist die Rasenmatte

besonders geeignet, da sie Düngemittel und

spezielles Saatgut enthält.

Bei Rasenmatten brauchen

Sie für den Rasenanbau

weder Sägerät

noch Rasenwalze.

gut saniert!


Wall and Floor Design

Träumen Sie nicht auch von Ihrem persönlichen Stranderlebnis im eigenen

Garten? Mit einem Biodesign-Pool wird dieser Traum für Sie Wirklichkeit.

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174

AUSSEN-

BEREICH

© epr/KOLL Steine

Plätze & Wege sanieren

Auch im Außenbereich gibt es so

manches zu tun, im Zuge eines Sanierungsprojektes.

Aufgesprungene

Fugen, zerbrochene Wegplatten

oder unebene, gerissene Flächen

etwa.

Bevor Sie sich an die Instandsetzungsarbeiten

machen, müssen die betroffenen

Bereiche und Bauteile untersucht und

der Umfang der nötigen Arbeiten festgelegt

werden. Reicht eine Sanierung oder muss

komplett neu gebaut werden?

Woher kommt der Schaden?

Wichtig ist es, die Ursache der Schäden, also

mechanische Beschädigung durch die Bautätigkeit,

Verkehr etc., Überbelastung von Flächen,

Setzungen, Folgen der Witterung etc. zu

ermitteln. Flächen können aus vielen Gründen

uneben sein, bzw. Risse haben:

• Setzungen infolge von Überbelastung, z.B. durch

Befahren von Gehwegen mit Pkw oder Lkw.

• Setzungen durch den Untergrund. Hier werden

umfangreichere Maßnahmen wie Abgraben

bis zum Untergrund, höheres Verdichten

oder eine Bodenauswechslung nötig.

• Risse in Plattierungen im Mörtelbett (durch

mangelhafte Verlegung, Nichteinhaltungen von

Dehnfugen oder durch Risse im Unterbeton)

• Risse in Beton- und Unterbetonflächen (durch

Nichteinhaltungen von Dehnfugen, Setzungen

des Untergrundes oder Überbelastung)

• Wind und Schlagregen

• Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen

(Frost-Tauwechsel-Zerstörung)

• Sonneneinstrahlung

• Kapillarwirkung

• Zerstörung durch Salzbildung im Stein

• Zerstörung durch Kristallbildung im Stein

• Chemische Verwitterung (z. B. Säurebildung

durch Wasser und Abgase)

• Biologische Zerstörung durch Pflanzen

(Schlingpflanzen, Algen, Bakterien, Pilze usw.)

• Falsche Behandlung mit Ölen und Wachsen

oder nicht geeigneten Beschichtungen

Generell sind Oberflächen bei häufiger und

intensiver Benutzung immer einer gewissen

Abnützung ausgesetzt. Je nach Schadensur-

gut saniert!


© epr/epr/V&B Fliesen GmbH

175

AUSSEN­

BEREICH

sache sind dann folgende Instandsetzungen

erforderlich bzw. möglich:

• Oberflächeninstandsetzung, z. B. Pflasterungen

oder Platten im Sandbett werden entfernt

und wieder im richtigen Gefälle verlegt.

• Bei Unterbauinstandsetzungen wird der

Unterbau je nach Erfordernis bis zum Untergrund

entfernt und neu bzw. in einer besseren

Ausführung wieder aufgebaut.

• Komplettinstandsetzungen erfordern das

Entfernen des kompletten Aufbaues (Oberfläche

+ Unterbau), der Untergrund muss

dann ebenfalls saniert werden.

• Einzelne beschädigte Platten oder Steine

werden ausgewechselt. Dafür entlang der

beschädigten Platte die Fugen, z. B. mit der

Trennscheibe im Trocken- oder im Nassverfahren,

aufschneiden. Beim Aufstemmen der

Fugen aufpassen, dass die angrenzenden

guten Platten nicht beschädigt werden!

Dann die Steinplatten auslösen und durch

neue ähnliche Platten oder vorhandene Reserveplatten

ersetzen.

• Beschädigte und lockere Raseneinfassungssteine

werden samt Ortbetonfundament und

durch neue Steine ersetzt.

• Unebene oder lockere Randsteine, Vorlegstufen,

Torschwellen aus Beton oder Naturstein

werden ausgelöst und neu versetzt.

• Bei Traufenpflaster aus Betonplatten werden

die Platten abgehoben, der Untergrund wird

auf das projektgemäße Niveau gebracht und

die Platten werden wieder mit der erforderlichen

Neigung verlegt, wobei gebrochene

Platten ersetzt werden.

• Einbauten, wie z. B. Deckel, Einläufe,

Schachtabdeckungen, werden dem neuen

Niveau angepasst.

• Asphaltbeläge werden abgetragen oder abgefräst,

ein neues festes Planum wird hergestellt

bzw. der Unterbeton saniert und neue

Beläge aufgebracht.

• Gussasphaltbeläge werden ausgebessert (geflickt),

indem die auszubessernden Stellen

in regelmäßigen Figuren mit scharfkantigen

Rändern ausgehackt oder geschnitten werden.

• Risse, Fugen, Sprünge und Anschlüsse in

Gussasphaltflächen werden mit elastischer

bituminöser Vergussmasse ausgefüllt.

Damit es auch schön bleibt

Nach dem Reparieren und Reinigen können

behandelte Flächen überschliffen werden.

Stimmen Sie die Reinigungszeit auf die weniger

verschmutzten Bereich ab und behandeln

Sie die stark verschmutzten Stellen mit

Reinigungskompressen vor. Nach der Reinigung

können Sie den Pflastersteinen durch Beschichtungen

aus wasserabweisenden Mitteln (Hydrophobieren)

einen zusätzlichen Schutz verpassen

bzw. sie mit Kieselsäureester verfestigen.

Auch Steinöle schützen!

Bei sehr hartnäckigem Pflanzenbewuchs

zwischen den Steinen können Sie zu Fugenkratzern

oder elektrischen Geräten aus dem

Fachhandel greifen. Diese machen mittels

Hitzeeinwirkung den Wurzeln den Garaus.

Achtung Rutschgefahr! Bemoosungen auf

Pflastersteinen haben speziell auf begangenen

Flächen nichts verloren!

Tipp:

Machen Sie nach dem

Winter einen Rundgang

durch die Außenanlagen.,

um typische Schäden wie

Risse oder Lockerungen

nicht zu übersehen!

gut saniert!


176

AUSSEN­

BEREICH

Folienteich selbst anlegen

Im Zuge einer Gartenumgestaltung

bietet sich auch die Möglichkeit,

endlich den lang ersehnten

Schwimmteich oder ein Biotop

anzulegen. Wir sagen Ihnen, wie

es geht.

So ein Teich ist schon was Feines. Und

wenn auch Sie sich nach Froschgequake

und Plätschern sehnen oder sogar

selbst jeden Tag ein paar Runden schwimmen

möchten, können Sie die Wasseranlage mit ein

wenig Geschick auch einfach selbst realisieren.

Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Schritt für Schritt

den eigenen Gartenteich anlegen.

Zuerst muss aber der passende Platz

gefunden werden. Ein paar Tipps dazu: Die

Standortwahl ist vor allem abhängig von der

Gartengröße, eventuell vorhandenen Hanglage

und den Beschattungsverhältnissen.

Außerdem spielt es eine Rolle, ob der Teich

zum Schwimmen, als Fischrefugium oder als

Biotop dienen soll. Grundsätzlich wären einige

Stunden Schatten oder Halbschatten am Tag

immer gut und Bäume sollten nicht in „Laubfallnähe“

stehen.

Folienteich oder Fertigteich?

Der Markt bietet zwei Varianten des Selbermach-Teiches.

Der Fertigteich ist dabei teurer,

aber unkomplizierter in der Umsetzung. Die

großen Elemente aus hochwertigem Polyäthylen

oder glasfaserverstärktem Kunststoff sind

UV- und temperaturbeständig sowie bruch-,

schlag- und formsicher. Es gibt sie in vielen

Varianten bis zu einer Wassertiefe von einem

gut saniert!


!

Beauftragen Sie unbedingt einen

Profi, wenn Ihnen die Arbeitsschritte

& Materialien dieser Anleitung nicht

vertraut sind!

177

AUSSEN­

BEREICH

Was Sie brauchen:

Meter. Teiche in Fertigausführung werden in

Modulbauweise hergestellt. Und auch diese

können Sie selbst verarbeiten:

Das Becken erhält ein Sandbett als Unterlage,

daher müssen Sie zur Einbautiefe zehn

Zentimeter Aushubtiefe rechnen. Ist das

Teichbett fertig und mit der Wasserwaage

eingeebnet, kann das Becken in die Grube.

Die Oberkante sollte rund fünf Zentimeter

unter dem Erdniveau liegen. Füllen Sie jetzt

das Wasser ein. Nach etwa zwei Stunden

hat sich der Untergrund gesetzt und Sie

können mit dem Verfüllen der Hohlräume

beginnen. Zwischendurch immer wieder

prüfen, ob die Lage waagrecht ist! Damit der

Sand die Fugen völlig ausfüllt, wird er mit

etwas Wasser eingeschlämmt. Dabei müssen

Sie sorgfältig vorgehen, damit der äußere

Wasserstand nicht über den inneren ansteigt,

weil sonst das Becken aufschwimmt und neu

eingebaut werden muss. Und so funktioniert

das Anlegen eines Folienteiches:

1. Schritt:

Legen Sie für die Standort- und Formbestimmung

die Umrisse des Teiches mit dem Gartenschlauch

oder einem Seil und/oder einigen

Holzpflöcken fest.

Teichfolie

Schutzvlies

Sand

Spaten & Schaufel

Gartenschlauch, Richtschnur

Cuttermesser

Wasserwaage

Schubkarre

Tipp:

Je größer der Teich, desto

stärker muss die Folie

sein. Billige Materialien, die

nicht als Teichfolien ausgewiesen

sind, eignen sich

nicht und werden nach

kurzer Zeit undicht!

2. Schritt:

Dann wird der Boden

Schicht für Schicht abgegraben.

Achtung: Bei der

Tiefe des Aushubes ist

zu berücksichtigen, dass

Sumpf- und Flachwasserzonen

später mit einer

Kies- oder Teichsubstratschicht

bedeckt werden.

Außerdem müssen Sie

darauf achten, dass die

Teichränder immer gleich

Zu Beginn wird mit dem Gartenschlauch

und einigen Holzpflöcken

der Umriss des Teiches

festgelegt.

gut saniert!


178

AUSSEN­

BEREICH

Außerdem müssen Sie

darauf achten, dass

die Teichränder immer

gleich hoch sind, am

besten mit einer

Wasserwaage prüfen.

hoch sind, am besten mit einer Wasserwaage

prüfen. Beachten Sie auch, dass

die Uferböschungen nicht zu steil ausfallen,

weil sich in den Vertiefungen sonst

Faulschlamm bildet.

Die zugeschnittene Teichfolie

wird vorsichtig über

die Teichmulde gezogen.

3. Schritt:

Entfernen Sie jetzt sämtliche spitzen

Steine und herausstehende Wurzeln aus

der Grube. Bringen Sie dann am Grubengrund

eine Sandschicht ein, so wird die

Teichfolie beim weiteren Befüllen nicht

beschädigt.

Bevor endlich das

Wasser in den Teich

kommt, muss der

Grund mit Kies und

Teichsubstrat bedeckt

werden.

4. Schritt:

Nun können Sie die auf die

nötige Größe zugeschnittene

Folie ausbreiten und

über die Teichmulde ziehen.

Schneiden Sie die Ränder

dabei so ab, dass etwa ein

halber Meter übersteht. Damit

die Folie nicht verrutscht, fixieren

Sie den Überstand mit Steinen und

Erde und treten Sie alles fest.

Bepflanzen Sie

den Teich mit

Unterwasserpflanzen,

bringen Sie eine

Teichpumpe an und

gestalten Sie den Teichrand

mit Platten oder

Pflanzen.

5. Schritt:

Jetzt wird Ihr neuer Gartenteich endlich

befüllt. Erst kommt der Kies und das Teichs-

ubstrat, am Ende folgt das Wasser. Machen

Sie das langsam und Drittel für Drittel, damit

sich die Folie nach und nach selbst in die

richtige Lage schieben kann.

6. Schritt:

Nun folgt der Endspurt. Geben Sie Teichkies

auf den Grund des Wassers, bepflanzen Sie

den Teich mit Unterwasserpflanzen in Senkkörben,

bringen Sie eine Teichpumpe an

und gestalten Sie den Teichrand mit Platten

oder Pflanzen. Hier sind Ihrer Fantasie

keine Grenzen gesetzt!

gut saniert!


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• Sanierung

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• Erneuerbare Energie

• Vorträge

18. 10. - 20. 10. 19


180

AUSSEN-

BEREICH

Pool sanieren

Entweder der Pool Ihres Eigenheimes

ist in die Jahre gekommen und

hat mit der einen oder anderen

Blessur zu kämpfen oder Sie möchten

ein länger unbenutztes Becken

wiederbeleben. Wissen Sie, welche

Schäden wie behoben werden

können?

Sie haben ein älteres Haus erworben und

Ihre Vorbesitzer haben den Pool nicht im

besten Zustand hinterlassen? Oder Ihre

Outdoor-Planschoase hält nun schon einige

Jahre durch und es zeigen sich langsam, aber

sicher die ersten Verschleißerscheinungen?

Keine Bange, Sie müssen nicht gleich Bagger

und Abrissbirne anrücken lassen. Kleinere

Schäden am Schwimmbecken können je nach

Material und Bauweise auch recht einfach

selbst behoben werden.

Alle Lebensdauer ist begrenzt

Grundsätzlich hält so ein Pool gut und gerne 15

bis 20 Jahre, ohne dass etwas gemacht werden

muss. Doch je nach Pflegeaufwand und Witterungseinflüssen

kommt es früher oder später

trotzdem zu kleineren und größeren Schäden,

die repariert werden sollten. In erster Linie sind

dies abgeblätterte Farbe, Risse im Becken oder

Fliesen, die sich lösen. Auch die Technik –

Filteranlagen und Pumpen – muss regelmäßig

von Rost oder anderen Ablagerungen befreit

werden, um einen ordentlichen Betrieb zu

gewährleisten. Gerade der oft zu großzügige

Einsatz von Chemikalien wie Chlor wird den

Maschinen zum Verhängnis. Beim Kunststoff

können sich auch altersbedingte Materialermüdungen

zeigen. Werfen Sie also bitte regelmäßig

einen Blick auf den Zustand der Gerätschaften

und des Zubehörs, um Unfälle zu vermeiden!

Betonbecken sanieren

Die typischen Betonbecken aus den späten

1970ern sind innen mit Farbe gestrichen.

Und irgendwann blättert ebendiese Farbe ab.

Sobald dies großflächiger wird, muss eine

Beckensanierung erfolgen. Dafür werden sämtliche

Farbschichten mit einem Sandstrahler

abgelöst und das Betonbecken dann entweder

neu gestrichen oder mit einer PVC- oder

Polyesterfolie ausgekleidet. Experten raten zur

Auskleidung, da sie einige Vorteile gegenüber

der Farbe hat. Die Oberflächen sind glatt, Verletzungsgefahr

ist gleich null. Entstehen weitere

kleine Schäden wie Risse oder Ähnliches,

können diese ohne großen Aufwand mittels Folienklebung

repariert werden. Die Folien halten

je nach Dicke (0,6 bis 1,5 mm) um die 15 Jahre,

© anna-demianenko/Unsplash

gut saniert!


181

AUSSEN-

BEREICH

werden aber mit zunehmendem Alter weniger

elastisch, was Reparaturen erschwert.

Sanierung von Polyesterbecken

Polyester- oder auch GFK-Pools sind grundsätzlich

sehr stabil, problematisch wird es erst bei

Schäden wie größeren Rissen und vor allem

der gefürchteten Osmosebildung, die sich in

Form von Bläschen im Material bemerkbar

macht. Kleine Risse und Macken können recht

einfach mit neuem Polyester repariert werden.

Nehmen die Risse überhand, können Sie sich

auch hier mit einer kompletten Folienauskleidung

helfen. Ist es zur Osmose gekommen,

kommen Sie um eine Generalsanierung Ihres

Pools wohl nicht mehr herum. Daher sollten

Sie zuerst rechnen. Wie alt ist der Pool, rentiert

sich die Sanierung oder sollten Sie gleich ein

neues Becken zu kaufen?

Eine weitere Möglichkeit der Poolsanierung

ist die Zuhilfenahme des Prozesses der Osmose,

die aber nur von Profis gemacht werden

sollte. Erst wird die gesamte Oberfläche mittels

Winkelschleifer und Industriestaubsauger abgeschliffen,

bis sämtliche Farbe weg ist. Dann wird

der gesamte Pool mithilfe von Aceton gesäubert

und von Fetten befreit. Im nächsten Schritt folgt

die Auflaminierung mit Polyesterharz und Glasmatten,

die übrigens nie Stoß auf Stoß, sondern

immer überlappend verlegt werden müssen.

Im letzten Abschnitt wird Gelcoat – ein spezielles

Laminat – aufgerollt. Achtung: Der frische

Gelcoat darf nicht nass werden! Der Pool sollte

in der Trocknungszeit von mehreren Tagen also

abgedeckt werden.

Regelmäßig reinigen

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem

frisch sanierten Pool haben, ist eine ordentliche

Poolpflege wichtig. Hier ein paar Grundregeln:

Entleeren und reinigen Sie einmal im Jahr,

idealerweise nach der Winterpause, das Becken

und überprüfen Sie vor Inbetriebnahme sämtliche

Leitungen und die Mechanik. Hat sich am

Wasserspiegel ein Schmutzrand, vielleicht sogar

mit Kalkablagerungen, gebildet, sollten Sie vor

der Entleerung einige Zentimeter Frischwasser

zulaufen lassen. Der Rand wird so aufgeweicht

und der Belag löst sich leichter.

Sind in der kalten Jahreszeit Frostschäden

(gesprungene Fliesen, abgeblätterte Farbe,

kaputte Zu- oder Ableitungen) entstanden, bringen

Sie diese unbedingt vor der Saison wieder

in Ordnung.

Tipp:

Verwenden Sie beim Reparieren von

Schäden am Becken besser keinen

Polyesterspachtel, da dieser Wasser

zieht und das Laminat nicht fest

werden lässt.

Entfernen Sie Abdeckplanen und Netze sowie

die Schutzhüllen von den Schwimmbadabdeckungen.

Besorgen Sie sich im Fachhandel die

Utensilien für Wasserproben und überprüfen Sie

regelmäßig die Qualität des Poolwassers. Auch

wenn es sauber aussieht, sollten Sie auf Nummer

sicher gehen! Mit den für das Beckenmaterial passenden

Bürsten, Schwämmen und Vliesen sollte

die Beckenoberfläche vor Saisonstart und am

Sommerende gründlich geschrubbt werden. Für

Kalkbeläge gibt es Spezialreiniger, die neben der

Säure auch waschaktive Substanzen, sogenannte

Tenside enthalten und auch gegen Kosmetika,

Fette und Algen ankommen. Entfernen Sie außerdem

Laub, Blütenstaub, Insekten und Ähnliches

immer sofort mit einem Kescher. Einbauteile wie

Skimmer, Scheinwerfer, Rinnenroste sollten

ebenfalls regelmäßig gereinigt werden.

gut saniert!


182

AUSSEN-

BEREICH

© Freedomz/Shutterstock

gut saniert!


183

AUSSEN­

BEREICH

Projektfinanzierung

Ob größere Sanierungsvorhaben wie eine Mauertrockenlegung

oder das neue Dach, oder kleine

Schönheitsreparaturen wie ein hochwertiger Boden

im Wohnzimmer. Ohne Geld geht es nicht. Wir haben

die besten Tipps zur Finanzierung Ihrer Sanierung.

Wie viel Kredit benötige ich wirklich

und kann ich mir das überhaupt

leisten? Machen Sie den Finanzcheck,

bevor Sie sich den Beratungstermin

bei Ihrer Bank holen! Und noch was:

Österreich ist Förderland.

Für Ihr Projekt gibt es

bestimmt eine finanzielle

Unterstützung. Erkundigen

Sie sich!

gut saniert!


184

FINANZIEREN

Tipps:

Sanierung

finanzieren

In Immobilien zu investieren

ist die wohl sicherste Form der

Geldanlage. Gerade in schwie-

rigen Wirtschaftszeiten und als

Vorsorge im einkommensschwachen

Alter.

• Vereinbaren Sie vertraglich

eine möglichst lange Laufzeit.

• Vereinbaren Sie die vertragliche

Option auf vorzeitige

Tilgung.

• Die Rückzahlung soll nicht

mehr als 30 % des Monatseinkommens

ausmachen.

• Legen Sie unbedingt eine kleine

Reserve für Notfälle zurück.

Doch wenn er nicht zu den Spitzenverdienern

zählt oder durch eine Erbschaft

zum für eine Immobilienanschaffung oder

-sanierung nötigen finanziellen Polster gelangt

ist, muss der willige Häuslbauer im Normalfall

einige Stationen durchlaufen, eventuell auch

Rückschläge erleiden, ehe die Finanzierung des

geplanten Projekts als gesichert gilt.

Im folgenden Kapitel haben wir uns deshalb

dem wichtigsten Thema des gesamten Sanierungsprojektes

gewidmet – dem lieben Geld

und den Chancen, fehlende Mittel durch

Fremdfinanzierung aufzubringen. Denn ohne

geht es leider oft nicht. Welche Möglichkeiten

bieten sich Ihnen also? Bauspardarlehen,

Kredit, Hypothekardarlehen, Einmalzuschüsse,

verschiedenste Förderungen, die Liste ist lang.

Gute Beratung sehr wichtig

Der erste Weg sollte Sie zu einem erfahrenen

Finanzberater führen, der mit Ihnen einen ge-

gut saniert!


© WAYHOME studio/Shutterstock

185

FINANZIEREN

nauen Finanzplan erstellt. Dafür werden zuerst

Ihre monatlichen Fixausgaben eruiert und den

regelmäßigen, fixen Einnahmen gegenübergestellt.

Darüber hinaus wird die Höhe des vorhandenen

Eigenkapitals ermittelt, um daraus

dann die maximale Höhe eines Kredits oder

Darlehens zu errechnen und in weiterer Folge

auch die höchstmögliche monatliche Rückzahlungsrate

festzulegen. Weiters wird Ihr Berater

mit Ihnen gemeinsam herausfinden, welche Art

der Fremdfinanzierung denn nun am besten für

Sie geeignet ist.

Zur Fremdfinanzierung gehört nämlich

mehr, als bloß möglichst niedrige Zinsen auszuhandeln.

Denken Sie daran, dass Sie Ihren

Kredit vielleicht einmal aufstocken möchten,

dass Sie bei eventuellen Zahlungsschwierigkeiten

um Ratenstundung ansuchen müssen

oder dass andere unvorhergesehene Situationen

eintreten könnten. Ein Kredit begleitet Sie

langfristig. Da zählt nicht nur der eine Termin

zur Unterschriftenvollbringung. Holen Sie sich

also verschiedene Angebote ein oder lassen

Sie sich vom Finanzbetreuer Ihres Vertrauens

alle Möglichkeiten aufzeigen.

Wie viel Geld Sie wirklich benötigen

Einer der häufigsten Fehler bei der Finanzierungsplanung

von Immobilien und deren

Sanierung ist das leichtfertige Unterschätzen

der anfallenden Nebenkosten für die Investition

genauso wie für die Finanzierung. Der Notar

will bei einem Immobilienkauf sein Geld für die

Vertragserrichtung und für die Grundbuchseintragung,

der Makler will seine Provision, die

Bank verrechnet Bearbeitungs- und Eintragungsgebühren.

Jeder Posten stellt zwar für sich

nur einen niedrigen Prozentwert dar, in Summe

kommen dabei aber schnell hohe vierstellige

Eurobeträge heraus. Wurden die Nebenkosten

zu niedrig angesetzt, sind die vorhandenen Reserven

schneller aufgebraucht als gedacht und

Sie sind in finanziellen Schwierigkeiten, noch

bevor der Haustraum begonnen hat.

Selbst bei kurzen Renovierungsarbeiten in

den eigenen vier Wänden wird beim Kostenvoranschlag

– ob vom Fachmann oder selbst

ermittelt – oft zu eng kalkuliert, weil man sich

ein paar Euro in der laufend fälligen Monatsrate

sparen will.

Wert & Förderung

Bereits bei der Planung sollten Sie auch an

den eventuellen Wiederverkaufswert Ihres

Hauses denken. Baumaterialien, eingesetzte

Energiesysteme und Bauökologie sollten

natürlich dem Stand von heute entsprechen.

Damit schaffen Sie nämlich nicht nur eine

Wert anlage, sondern erhöhen auch die Chancen

auf Förderungen oder Einmalzahlungen.

Achtung Nebenkosten!

Oft kommt das böse Erwachen, wenn es

um die Gebühren der Finanzierung geht!

Ganz unabhängig davon, ob Sie neu bauen

oder ein in die Jahre gekommenes Gebäude sanieren,

der Bund und die Bundesländer bieten

eine Vielzahl an finanziellen Unterstützungen

an – vom Einbau der Solar- beziehungsweise

Photovoltaikanlage über die Förderung von

zukunftsorientierter, barrierefreier Einrichtung

sowie der Umrüstung auf diese bis hin zur

energetischen Sanierung und vieles mehr. Der

Bund nimmt gerade für die thermische Sanierung,

also Projekte wie energieeffizientes Dämmen

und regeneratives Heizen, den Austausch

von Fenstern und Außentüren, sowie weitere

Maßnahmen für eine bessere Energiebilanz

von Wohngebäuden viel Geld in die Hand.

gut saniert!


186

FINANZIEREN

Kreditbearbeitungsgebühren

sind als

einziger Posten

verhandelbar.

Finanzselbstcheck

Beim Start Ihrer Finanzierungsüberlegungen

sollten Sie ein paar Fragen

und die dazu passenden Antworten

kennen. Nur dann werden

Sie auch weiterhin gut schlafen.

Finanzieren bedeutet eine Rückzahlungsverpflichtung

über einen Zeitraum von bis

zu 30 Jahren. Deshalb sollten Sie überlegen,

ob Sie auch in fünf, zehn und mehr Jahren

noch mit den monatlichen Raten leben können

und wollen. Abzuwägen sind Fragen wie:

Wie sicher ist meine Ehe? Wie sicher ist mein

Arbeitsplatz? Plane ich Kinder?

Wie viel Geld benötige ich wirklich?

Grundsätzlich ist ein Eigenmittelanteil von etwa

20 bis 30 % eine gute Voraussetzung, um eine

Fremdfinanzierung zu bekommen. Vergessen

Sie auf keinen Fall die Nebenkosten– sowohl bei

Kauf und Bau als auch bei der Finanzierung– mit

einzukalkulieren!

Tipp:

Baukonten gibt es für die

Finanzierung bis zu 70.000

Euro. Pro: Kreditrahmen nach

Bedarf ausnutzbar, keine

monatlichen Raten, niedrigere

Gebühren und Nebenkosten,

Zinsen nur für die entnommenen

Summen.

Dazu zählen etwaige Maklergebühren, die Grunderwerbssteuer,

Anwalts- oder Notarkosten,

sowie Bankgebühren wie die Kreditbearbeitungsgebühren

(für Bonitätsprüfung, Kreditvergabe

etc.). Diese ist einmalig zu entrichten. Die

Bearbeitungsgebühr beträgt je nach Bonität

und Verhandlungsgeschick in den meisten

Fällen zwischen 0,5 und drei Prozent. Doch auch

null Prozent oder mehr als drei sind möglich.

Vergleichen und Verhandeln lohnt hier also

allemal.

Wenn eine (langfristige) Finanzierung

mittels Hypothek besichert wird, ist diese im

Grundbuch einzutragen. Hier ist zu klären, mit

welcher Pfandrechtshöhe die Bank im Grundbuch

vermerkt ist. Meist sind das nämlich

20 bis 30 % mehr als der Kreditbetrag. Die

Pfandrechtseintragungsgebühr im Grundbuch

beträgt 1,2 % von der eingetragenen

Pfandrechtshöhe.

Kann ich mir das überhaupt leisten?

Die Tilgungsraten sind je nach Finanzierungsart

flexibel. Als Regel gilt: Rechnen Sie sich

das höchste Rückzahlungsrisiko aus (Zinsenhöchststände

der vergangenen 15 Jahre) und

checken Sie, ob Sie sich die Raten auch dann

noch leisten können. Um Risiken zu minimieren,

rechnen Banken generell mit den schlechtesten

Bedingungen und müssen bis zu fünf

oder sechs Prozent Zinsen kalkulieren.

Verhandlungsspielräume bei Darlehen?

Spielraum ist meistens zumindest bei den

Nebenkosten, sprich den Kreditbearbeitungsgebühren,

gegeben. Nicht verhandelbar sind in

der Regel hingegen Bauspardarlehen.

gut saniert!


RAUS AUS DEM ÖL

Hohe Förderungen für Wärmepumpen

Mit dem „Raus aus dem Öl“-Bonus und Sanierungsscheck

für Private 2019 fördert der Bund den Ersatz von

fossilen Heizungssystemen durch Wärmepumpen mit bis

zu 5.000 Euro. Zu den Förderkriterien gehören u. a. das

EPHA-Gütesiegel, ein nachhaltiges Kältemittel und eine

maximale Vorlauftemperatur von 40° C. Die Antragsstellung

ist ab sofort bis zum 31.12.2019 möglich.

Der Wechsel lohnt sich!

Große Auswahl an förderfähigen

alpha innotec

Wärmepumpen

Erstmals Förderung auch

ohne thermische Sanierung

Bei zusätzlicher thermischer

Sanierung erhöht sich die

Fördersumme um 1.000 €

Förderfähige Wärmepumpen von alpha innotec

LWDV/LWD LWAV/LWAV+ LW 161H-AV LW140A/LW180A/LW251A LWV/LWCV

5.000€ 4.000€ 4.000€ 4.000€ 4.000€

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4.000€ 4.000€ 4.000€ 4.000€

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V-line – Unsere

(förder-) fähigsten

Wärmepumpen

© alpha innotec | ait-austria GmbH | Industriezentrum NÖ-Süd | Straße 15, Objekt 77, Stiege 4, 2. OG, TOP 7 | 2355 Wiener Neudorf, Austria

T +43 2236 / 660583-0 | F +43 2236 / 660583-9 | E info@alpha-innotec.at | www.alpha-innotec.at


188

FINANZIEREN

Tipp:

Förderungen für

Ihr Sanierprojekt

Auch die einzelnen

Bundesländer bieten

Photovoltaikförderungen

an. Infos erhalten Sie

bei der jeweiligen

Landesregierung!

Im Folgenden haben wir Ihnen

einen kleinen Überblick über die

wichtigsten Fördermöglichkeiten

in Österreich zusammengestellt.

Details zu den einzelnen Möglichkeiten

finden Sie in den entsprechenden

ausführlichen Beiträgen

auf wohnnet.at.

Einbau von Wärmepumpen

Die Angebotsvielfalt ist groß. Sie können

erstens auf regionaler, also Gemeindeebene,

direkte Förderungen in Form von Zuschüssen erhalten.

Zweitens bieten die Bundesländer pauschale

oder an die Geräteleistung gekoppelte

Förderungen – sowohl für die Neubauinstallationen

als auch für Sanierungen. Indirekte Förderungen

im Rahmen der Wohnbauförderung oder

Sanierungsförderung bietet hingegen der Bund.

Der Sanierungsscheck bietet hier verschiedene

Fördermöglichkeiten wie den 5.000-Euro-„Raus

aus Öl“-Bonus oder die finanzielle Bezuschussung

für eine Umstellung des fossilen Heizsystems

(5.000 bis 11.000 Euro).

Ein beachtlicher Anteil der österreichischen

Energieversorgungsunternehmen, unter anderem

die Energie AG, die Linz AG, die KELAG, die

TIWAG und die Salzburg AG, bieten ebenfalls

finanzielle Unterstützung bei der Errichtung

einer Wärmepumpen-Heizung an. Die Förderhöhen

rangieren dabei von etwas mehr als

100 Euro bis zu 1.500 Euro.

Einbau von Holzheizungen

Förderaktion des Energie- und Klimafonds für

die Errichtung von Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräten

(bei Tausch bestehender

Holzheizungen) und Pelletkaminöfen. Bitte

beachten Sie, dass das Lieferdatum der Anlage

nicht vor dem 1. März 2019 (Beginn der Förderaktion)

liegen darf!

Gefördert werden neu installierte Pelletund

Hackgutzentralheizungsgeräte, die eine

oder mehrere bestehende Holzheizungen mit

Baujahr vor 2005 ersetzen. Weiters werden

Pelletkaminöfen gefördert, wenn dadurch

der Brennstoffverbrauch einer bestehenden

fossilen Heizung oder einer alten Holzheizung

mit Baujahr vor 2005 reduziert wird. Nicht

gefördert werden gebrauchte Anlagen, die

Errichtung von Neuanlagen (ohne Ersatz einer

alten Holzheizung mit Baujahr vor 2005) sowie

Stückholzheizungen bzw. Holzvergaserkessel.

Einreichen können ausschließlich Privatpersonen,

eine überwiegend private Nutzung der geförderten

Anlage muss gewährleistet sein. Pro

AntragstellerIn kann unabhängig vom Standort

nur ein Antrag für eine Holzheizung eingereicht

werden. Eine Antragstellung ist erst NACH

Umsetzung der Maßnahme möglich. Die Förderung

wird in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses

ausbezahlt. Bei Ersatz

einer alten Holzheizung (Baujahr vor dem Jahr

2005 durch Pellet-/Hackgutzentralheizungen

wird eine Förderung von 800 Euro gewährt. Für

Pelletkaminöfen gilt die Förderungspauschale

von 500 Euro.