stadtmagazinbremen02_juni

MagazinverlagBremen

Juni 2016

Gastro-Tipp

Rundgang durch

Bremens Biergärten

Fabrik des

Jahres

Zu Besuch beim

Mercedes-Werk

in Sebaldsbrück

Kino aus

Bremen

„Rockabilly Requiem“

führt zurück in die

80er-Jahre

Tipps &

Termine

Highlights, die

Sie sich nicht

entgehen lassen

sollten!

Bärbel Schäfer: Von der Daily-Talkerin zur Autorin

Bremer Emotionen


EZEPT Für viEr PErSonEn

Birnen-Gel

200 ml Birnenpür e

1 Dosierlö fel Agar-Agar

Salz

schwarzer Pfe fer

reise sig

• 1 Messerspitze Safran

ZuBErEiTunG

Das Birnenpür e mit Agar Agar

und Safran aufkochen la sen und

die Ma se gut abgekühlt ist, im

Mixer fein pürieren und mit den

weiteren Zutaten abschmecken.

Birnensorbet

2 0 ml Birnenpür e

125 ml Läuterzucker

60 ml Crément

30 Eiweiß

20 g Glukose-Sirup

• 1 Bla t Gelatine

ZuBErEiTunG

Das Bla t Gelatine in Wa ser

einweichen. Den Läuterzucker und

die Glukose langsam in einem Topf

erwärmen und die Gelatine anschließend

unte rühren. Der homogenen

Ma se dann die restlichen Zutaten

beimengen und a les in eine Eismaschine

geben.

70 Chorizowurst

30 g Maltodextrin

• Salz

ZuBErEiTunG

Das Tatar in drei kleine Meta lringe

40 Gramm der Chorizowurst in einer à drei Zentimeter auf einen flachen

Pfanne braten und das Fe t aufbe-

fünf Tropfen von dem Birnen-Gel,

durch den Fleischwolf la sen. Wenn

kein Fleischwolf vorhanden ist, kann

die Wurst auch fein gehackt werden.

Pfanne braten und das Fe t aufbe

wahren. Die anderen 30 Gramm

Aus der durchgela senen Chorizomasse

se kleine Bälle le formen.

12

6

Das Fe t mit dem Maltodextrin

Salz abschmecken.

Bohnen

16 grüne Bohnen

schwarzer Pfe fer

• Salz

ZuBErEiTunG

anschließend kalt stellen. Nachdem Die Bohnen blanchieren und im Eisßend

mit Salz und Pfe fer würzen.

A le Bohnen dann auf eine einheitli-

wa serbad abschrecken. Anschlieche

Länge zurechtschneiden.

Schwarzbrotcrumble

• ¹/₂ Scheibe Schwarzbrot

ZuBErEiTunG

kleinere Stücke zerteilen.

Rauchmatjestatar

4 0 g rauchmatjes

EL rote Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Frühlingszwiebeln, fein gehackt

• schwarzer Pfe fer

ZuBErEiTunG

Zutaten sorgsam in feine Würfelchen

hacken und vermengen. Das

Tatar mit dem schwarzen Pfe fer

abschmecken.

AnriCHTEn

Te ler geben. Darum die Bohnen,

zwei kleine Kugeln Birnensorbet,

den Chorizostaub, die Chorizokugeln

und das Schwarzbrotcrumble

nach Belieben anrichten.

Alle le weiteren Te ler identisch

zusammenste len und servieren.

Diese Heringe sehen zwar ziemlich lecker aus,

essen ka n man sie aber nicht; dafür ganz hervo

ragend damit spielen und kuscheln. Kreiert

hat das kleine Katerfrühstück Nadine Wunderlich

aus Biebergemünd. Über ihren Shop „Wunderbar

Kreatives“ vertreibt sie die Heringe und weiteres

Kaufma nsladen-Zubehör aus Filz. Die Heringe

aus der Dose sind komple t aus Filz, Garn und

Softflocks. Das Set ist etwa 10 Zentimeter breit

und 14 Zentimeter hoch. Es besteht aus drei

Heringen und einer Dose und kostet 7,80 Euro

plus Versand. Über DaWanda.com

Michael Sünram kocht seit

2012 im Bremer Restaurant

Topaz – ganz in der Nähe von

Bremens guter Stube, dem

Marktplatz. Sünram bereitet

überwiegend deutsche,

französische, italienische und

asiatische Küche zu – modern

interpretiert. Dabei können

ihm Gäste durch eine breite

Glasfront über die Schulter

schauen. In dem o fenen

Bistro stehen Austern auf der

Speisekarte ebenso wie Caesars

Salad, Kla siker und neue

Kreationen.

Zutatenliste

400 ml Birnenpüree

1 Dosierlö fel Agar-Agar

125 ml Läuterzucker

60 ml Crément

30 Eiweiß

20 g Glukose-Sirup

1 Bla t Gelatine

16 grüne Bohnen

70 Chorizo

30 g Maltodextrin

½ Scheibe Schwarzbrot

schwarzer Pfe fer

Reise sig

CTC-Beschichtung ist 145 Zentimeter breit

und kostet etwa 40 Euro pro Meter. Die

dazu passenden Papierservie ten (je 20

Stück im Paket) gibt es für circa 5 Euro.

A le Si l-Produkte über scandinaviandesigncenter.de

Auf zum Picknick!

Diese Table ts mit verschiedenen

Motiven von der Designerin Maria

ne Westmann aus der Kollektion

„Picknick“ von Almedahls sind in drei

Größen lieferbar. Sie bestehen aus

laminiertem Holz und sind nicht spülmaschinenfest.

In 43 × 3 Zentimeter

Größe kostet das Table t etwa 40 Euro;

in 27 × 20 Zentimeter und 31 × 15 Zentimeter

kostet es jeweils circa 28 Euro

jeweils plus Versand. Erhältlich über

scandinaviandesigncenter.de

Wer keine Lust hat, seine Netze auf

hoher S e auszuwerfen, aber auf

Salzheringe nicht verzichten wi l,

dem gelingt mit diesen Heringen

bestimmt der große Fang. Die Katjes

Salzige Heringe sind aus weichem Lakritz,

gewürzt mit einer ordentlichen

Portion Salmiaksalz. Sie landen fangfrisch

auf dem Te ler und schmecken

ganz ohne Pellkarto feln und grüne Bohnen.

Garantiert ohne Gräten! Im Lebensmi telhandel

ab circa 80 Cent pro 2 0 Gramm.

Jeder Briefbogen und jeder Umschlag wird in Linoldruckfarbe auf Wasserbasis

per Hand bedruckt und verklebt – und ist somit ein Unikat.

Das Set mit fünf Bögen Briefpapier, fünf Briefumschlägen und einem

Umschlag kostet circa 10,90 Euro plus Versandkosten. Im-Wohnzimmer

über DaWanda.com

Maritimes auf dem Te ler

Kurz nach der Wende erö fnete Stefanie Hering am Prenzlauer Berg ihre

Manufaktur für edles Porze lan und erobert seither Märkte von Los Angeles

über Baku bis Taipeh. Die Bilder zur Ko lektion „Ocean“ schuf die Berliner

I lustratorin Eleonore Gerhaher. Ihre M erestiere in Kobaltblau auf

ma t-weißem Hintergrund haben auf Biskuitporze lan ein neues Zuhause

Für Kaufleute und Spitzenköche

Bei kleinen Kaufleuten dürfen dieses Produkte des deutschen

Spielwarenherste lers HABA im Sortiment nicht fehlen: Wie

wäre es zum Beispiel mit den Fischen in Tomatensoße? Sie sind

aus Buchenholz. Abends kommen sie wieder zurück in ihre kleine

Meta ldose (circa 4,95 Euro). Etwas weicher fühlt sich die Sardinendose

aus Polyester an. Ihr Inhalt: drei herausnehmbare Sardinen (circa

67

Unbedingt probieren

5,95 €

Matjes

& Co

136 Seiten

5,95 €

Ein Fisch

für die Welt

Wie Hering zur Delikatesse wird:

Lecker schmeckt Matjes schon immer,

heute locken edelste Variationen

> Mit Fischern auf Fahrt

> Die besten Matjesfeste

Tatar vom Rauchmatjes

an einer variation von

Birne und Chorizo

Chorizobälle und Chorizostaub

vermengen bis eine pulverförmige

Substanz entsteht. Das Pulver mit

Das Brot kleinschneiden und in der

Pfanne rösten, anschließend in noch

400 g Rauchmatjes

EL rote Zwiebeln

1 EL Frühlingszwiebeln

Salz

Si l für die Küche

Hering heißt auf Schwedisch Si l. Das ist auch der

Name des populären, schwedischen Musters, das

auf die Designerin Maria ne Nil son zurückgeht.

Seit den 1950er-Jahren ist es ein Klassiker siker in Schweden.

Das Muster ziert viele Küchen-Acce ce soires

des Designunternehmens Almedahls wie Stoffe,

fe,

Wachstuch-Tischdecken und Geschirrtücher.

Das Geschi rtuch „Si l“ in den Maßen 42 × 72

Zentimeter besteht aus 5 Prozent Leinen und

TüRMe

AuS RAuCH

12 113

45 Prozent Baumwo le kostet um die 13 Euro.

Das Wachstuch aus gleichem Material mit

Gruß von

der Küste

Dieses Briefpapier, hergeste lt aus recyceltem Ski zenpapier, kommt

aus eine kleinen Manufaktur in Hamburg. Seit 2010 vertreibt Mareike

Ludewig unter dem Namen Li tle big Treehouse Produkte, die sie teils

per Hand veredelt, von Grund auf selbst anfertigt oder herste len

lä st. Ihr Sortiment umfa st auch eine umfangreiche Papeterie. Dazu

zählt das schlichte, mit einem blauen Hering bedruckte Briefpapier.

> Rezepte von Spitzenköchen

Heringe aus

der Dose

Mat YeS!

Mat YeS!

Für Hobbyangler

gefunden. Für maritime Stimmung sorgen die Hering schwärme auf

Te ler und Platzteller. A le Stücke sind spülmaschinenfest und für die Mikrowe

le geeignet. Mehr Hering geht nicht.

Kleiner Platzte ler, Durchme ser 32 Zentimeter, circa 236 Euro; großer Platz-

teller, ler, Durchme ser 37 Zentimeter, circa 341 Euro; Vorlegete ler, Länge

3,5 Zentimeter, Breite 17,6 Zentimeter, circa 238 Euro. Über hering-berlin.de

Das neue WESER-KURIER Magazin –

pünktlich zur Matjes-Saison

> Umfangreicher Rezeptteil mit Matjesvariationen

von deutschen Spitzenköchen

> Spannende Reportagen über Fanggebiete,

nachhaltige Fischerei, das MSC-Zertifikat u.v.m.

> Die wichtigsten Events zur Saisoneröffnung –

von Holland über Emden und Bremen

nach Hamburg

Pressehaus Bremen und

regionale Zeitungshäuser

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04 21 / 36 71 66 16

15,95 Euro). Bei kleinen Spitzenköchen landet sicher dieser fe te Hering in der

Pfa ne. Ist er ganz verzehrt, bleiben nur noch die Gräten übrig (circa

14,95 Euro). A le drei Heringsprodukte sind für Kinder ab drei Jahren g eignet.

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Verlagsproduktes innerhalb Deutschlands.

Nur solange der Vorrat reicht.

2


Editorial

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DerSommer

kann kommen

Man mag es kaum glauben, doch es ist tatsächlich so:

Ab dem 21. Juni werden die Tage des Jahres schon

wieder kürzer. Man spricht auch von der Sommersonnenwende.

Gleichzeitig wird an diesem Tag auch offiziell der

kalendarische Sommer eingeläutet. Die Zeit des Jahres also,

die man besonders gern und lange im Freien verbringt. Was

liegt da näher, als sich zum Mittag in einem der zahlreichen

Gastronomiebetriebe mit Außenbereich niederzulassen oder

das Feierabendbier in einem Biergarten zu genießen? Das

STADTMAGAZIN hat eine sommerliche Tour durch Bremens

Biergärten unternommen und stellt diese vor.

Sicherlich wussten die meisten bereits, dass das Mercedes

Benz Werk in Bremen der größte private Arbeitgeber der

Redaktionsleiter Martin Region ist. Aber wussten Sie auch, dass dort mehr als 12.500

Märtens. Foto: Tjark Worthmann Menschen arbeiten, die Montagehalle so groß wie 25 Fußballfelder

ist oder, dass das Bremer Werk im vergangenen Jahr zur

„Fabrik des Jahres“ gewählt wurde? Wir waren vor Ort und haben uns

das Geschehen auf dem insgesamt mehr als 1,5 Millionen Quadratmeter

großem Gelände in Sebaldsbrück etwas genauer angeschaut.

Sie war jahrelang eines der Gesichter im deutschen Privatfernsehen:

Mit der nach ihr benannten täglichen Talkshow zur Mittagszeit erreichte

Bärbel Schäfer praktisch über Nacht bundesweite Bekanntheit. Bis

2002 war sie dort 1500 Mal zu sehen. Seitdem ist es ruhiger um die

gebürtige Bremerin geworden. Im April dieses Jahres hat sie ein Buch

veröffentlicht, in dem sie den Tod ihres geliebten Bruders verarbeitet.

Dabei gibt die 52-Jährige ein bisher eher unbekanntes Bild von sich

preis. Im Interview spricht sie über das Buch, ihre Karriere und ihre

immer noch innige Beziehung zu ihrer Geburtsstadt.

13 Jahre lang stand Klaus Pierwoß an der Spitze des Bremer Theaters.

Seit 2007 lebt der 73-Jährige jetzt in Berlin. Wir wollten wissen, wie

es ihm inzwischen geht und wie er das deutsche Theater derzeit sieht.

SEHR ELEGANT,

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KONSUL-SMIDT-STR. 8v · ÜBERSEESTADT

BREMERHAVENER HEERSTR. 32 · LESUM

WARTBURGSTR. 38 · WALLE

Viel Spaß beim Lesen wünscht das gesamte Team vom

STADTMAGAZIN BREMEN

IMPRESSUM

Herausgeber & Verlag: Magazinverlag Bremen GmbH,

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Telefon 04 21 / 36 71-4970

E-Mail info@stadtmagazin-bremen.de

Redaktionsleitung: Martin Märtens (V.i.S.d.P.)

Gestaltung: Stephan Meinking

Anzeigen: Volker Schleich (Leitung), Dieter Kück

Anzeigenannahme: Tel 04 21 / 36 71-2055 oder -4965

Druck: Druckhaus Humburg GmbH & Co. KG,

Am Hilgeskamp 51-57, 28325 Bremen

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

3


Inhalt

Titelstory

Bärbel Schäfer 8

Über das Bücherschreiben, Talks am Mittag und Bremer Emotionen

Lokales

nordbuzz für Bremen 10

Neues Freizeitportal startet am 1.Juni

Werder Bremen bleibt erstklassig 14

Ein Saisonrückblick in Bildern

Die grüne Lunge der Stadt 16

Der Bürgerpark feiert sein 150-jähriges Bestehen

Spezial

Interview mit

Bärbel Schäfer 8

Mercedes 18

Mercedes Benz Werk Bremen ist „Fabrik des Jahres“ 2015

Gastro

Unter freiem Himmel 22

Eine sommerliche Tour durch Bremens Biergärten

Reise

Barcelona 28

Städte-Trip abseits der gewohnten Routen

Familie

Der Sommer kann kommen 30

Kultur, Natur und Sport für Kinder

Werder Bremen

Rückblick in Bildern 14

Kunterbuntes Sommerfest 31

Jugendfarm Habenhausen feiert mit den Kids

Wohnen & Leben

Neue Bäder 32

Schon kleine Erneuerungen können viel Bewirken

Smarte Lebensretter 34

Vom stationären Brandschutz zum digitalen Rauchmelder

4

Firmenporträt

Mercedes-Werk Bremen 18

Kino

„The Nice Guys“ 36

Actionreiche Komödie im Los Angeles der 70er-Jahre


Sommerliche Tour durch

Bremens Gastronomien 22

Konzerte

Bremen Olé 40

Doppelinterview mit Jürgen Drews und Peter Wackel

Der Klang des Sommers 42

Die Festivalsaison bietet Musik und Flair auf dem Land

und am Meer

Gedenkkonzert 44

Bremer Musiker ehren Prince

Mitmachen erwünscht 45

Bremer Philharmoniker starten „Symphonic Mob“

Theater

Blühendes Schauspiel 46

Botanischer Garten inszeniert „Shakespeare durch die Blume“

Interview mit

Jürgen Drews

und Peter Wackel 40

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Fotos: Andreas Gunz, Mercedes, Thomas Grziwa, Moments Fotography

Veranstaltungen

Artisten erobern die Stadt 48

„La Strada“ startet mit der Inszenierung des Theaters Gajes

Letzte Seite

Wie geht es Ihnen zurzeit? 50

Interview mit Klaus Pierwoß

Rubriken

Editorial 3

Impressum 3

Kolumne 6

SPARGEL, ERDBEEREN UND MEHR

SOMMERMARKT

19. Juni 2016 am Speicher XI

11 - 17 Uhr

ERZEUGER AUS DER REGION

KÖSTLICHKEITEN DER SAISON

SCHMACKHAFTES VON SÜSS BIS HERZHAFT

FIETSENBÖRSE

KOSTENLOSE PARKPLÄTZE

IN DER ÜBERSEESTADT BREMEN

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5


Kolumne

Wo ist eigentlich Scotty?

Baby-Boomer Böhling

Lokales

6

Wer einst – so wie ich – im Frottee-Bademantel

mit Leberwurstbrot in einem viel zu großen

Sessel saß, um in die unendlichen Weiten

des Weltraums abzutauchen, für wen die

zwar noch schulpflichtigen aber dennoch

geliebten Samstage nicht nur verlässlich in der Badewanne,

sondern auch auf der Brücke der „USS. Enterprise“

endeten und wer sich zwar an Sol 8 und Sol-Ei gleichermaßen

erinnert, beides aber ganz klar auseinander halten

kann, der weiß wovon ich schreibe.

Wir Baby-Boomer haben Seite an Seite mit James T.

Kirk, Mr. Spock und Pille neue Welten erforscht, neues

Leben und neue Zivilisationen, und das jeden Samstag.

Dabei haben wir gelernt, wie Kommunikation im Jahr

2200 funktionieren wird. Nicht, wie mit unserem grauen

Wählscheiben-Telefon mit dem ewig vertüdelten Kabel

dran – nee!

Im Jahr 2200 wird es möglich sein, sich mit kleinen

Kommunikatoren ganz ohne Telefonkabel zu unterhalten,

wobei man die Stimme des Gesprächspartners sogar laut

und deutlich hören kann, wenn man sich das Ding nicht

direkt ans Ohr hält. Es wird möglich sein, Gesichter von

Menschen, die ganz woanders sind, auf einen Bildschirm

zu bekommen und mit ihnen zu reden – wie im richtigen

Leben!

Tja, und wenn ich eine Frage zu irgendetwas habe,

dann muss ich im Jahr 2200 nicht mehr ans Bücherregal

meiner Eltern und den Großen Brockhaus wälzen – ich

frage einfach meinen kleinen Kommunikator, und der

antwortet mir nicht nur, der sagt mir auch alles. Das alles

wird es geben im Jahr 2200 – was für Aussichten aus

dem Kinderzimmer in die Zukunft! Und nun? Nun sind wir

tatsächlich schneller in der Zukunft als wir dachten, und

alles, was uns Mr. Checov und Mr. Sulu für 2200 versprochen

hatten, gibt’s schon. Wir scypen, wir smartphonen

und wir schnacken mit SIRI, wer auch immer das ist. Nur

eines muss ich bisher schmerzlich vermissen.

Wie ist eigentlich der Stand der Dinge in Sachen Materie/Antimaterie?

Soll heißen, wie weit sind wir denn bitteschön

mit dem Beamen, also mit dem Hin- und vor allem

Wegzaubern von Menschen und Gegenständen aller Art?

Wenn alles andere schon 186 Jahre früher möglich ist,

warum denn nicht das vielleicht Wichtigste? Mal ehrlich,

haben Sie sich nicht auch schon

mal vorgestellt, die Eine oder den

Anderen einfach mal eben so wegzubeamen

und beengte Flugreisen,

verspätete Züge oder endlose Staus

einfach zu vergessen?

Was würde es für Zeit, Nerven

und auch Geld sparen, wenn auch

diese letzte Lücke geschlossen würde?

Apropos Geld: Auch die Bre-

Dirk Böhling, Jahrgang

1964, ist Schauspieler, mer Schuldenuhr könnte von jetzt

Regisseur, Moderator

und Autor. Im uns einfach die fehlende Kohle herauf

gleich auf Null fallen, weil wir

STADTMAGAZIN wirft beamen! Ergo kommt hier die Frage

er einen monatlichen aus Bremen an den Maschinenraum:

Blick auf Bremen. Wo ist eigentlich Scotty?

Stadtlabor für

neue Ideen

Citylab im Lloydhof bietet Plattform

für Start-ups und Existenzgründer

Wir wecken das Gebäude

aus seinem

Dornröschenschlaf

und nutzen es als ‘Labor‘

für neue und ungewöhnliche

Geschäftsideen“, so

Martin Günthner, Senator

für Wirtschaft, Arbeit und

Häfen der Freien Hansestadt

Bremen. Bis Ende des

Jahres 2017 soll das citylab

als Zwischennutzungskonzept

frischen Wind in die

Bremer Innenstadt bringen.

19 Mieter präsentieren dabei

Bewährtes und Beliebtes

neben ganz neuen Ideen im

ehemaligen Lloydhof.

„Wir wollen die Menschen

wieder neugierig

auf diesen Ort machen“,

erläutert Andreas Heyer,

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH,

die Idee, die als Basis für

das Konzept dient. „Neben

beliebten und bewährten

Angeboten bieten wir mit

dem citylab eine Plattform

für Start-ups und Existenzgründer,

auf der diese ihre

Markttauglichkeit prüfen

können – mit flexibler

Mietzeit und kurzen Kündigungsfristen,

und das in


Ticket-Hotline 0800 / 333 222 6

SAMSTAG,

18.06.2016

BÜRGERWEIDE

zentraler Lage.“ Das Angebot

für eine Zwischennutzung

richtet sich zudem

auch an Einzelhändler, die

neue Produkte testen wollen,

Händler aus anderen

Stadtteilen, die sich in der

Innenstadtlage ausprobieren

wollen und sogenannte

Pop-up-Stores, die nur für

eine begrenzte Zeit Flächen

benötigen

Zu den neuen Mietern

gehört beispielsweise „Nur

Manufaktur“, ein Shop

für Handgefertigtes mit

Schwerpunkt auf Bremer

Produkten – von Kaffee aus

der Überseestadt und BBQ-

Saucen aus der Neustadt bis

hin zu Wohnaccessoires und

Handtaschen aus recycelten

Produkten. Oder auch der

„Calafant Flagship Store“,

der Spielwelten aus Karton

zum Bauen, Bemalen und

Spielen anbietet. Anfassen

und Ausprobieren ist dort

ausdrücklich erwünscht.

Insgesamt 19 Mieter präsentieren

ihre Ideen im Citylab im Lloydhof.


Foto: Frank Pusch

Handgefertigte Sneaker

nach individuellen Wünschen

gibt es bei BLNKS,

den Rest des Outfits am neuen

Standort von EmSiKey.

Und wer vorhat, damit die

Nacht durchzutanzen, kann

sich bei „Freigeist“ vorab

mit einem Anti-Kater Drink

eindecken. (SM)

Info

Weitere Informationen im

Internet unter:

www.citylab-bremen.de

Jetzt Ticket sichern:

www.ole-party.de

powered by

Mickie Krause

Beatrice Egli

Michelle

Jürgen Drews

Michael Wendler

Peter Wackel

Matthias Reim

...und viele mehr!

7


Interview

„Wie ein Schlüssel zu

meinen Emotionen“

8

Bärbel Schäfer über

das Bücherschreiben,

Talks am Mittag und

Bremer Emotionen

Zur Person

Bärbel Schäfer wurde am 16.12.1963

in Bremen geboren. Sie ist verheiratet,

hat zwei Söhne und lebt in Frankfurt

am Main.

Sie war die wohl bekannteste

Mittags-Talkerin der Republik:

Bärbel Schäfer brachte es mit

der nach ihr benannten Show

auf stolze 1500 Sendungen.

Heute ist die gebürtige Bremerin eher

selten im TV zu sehen. Dafür schreibt

sie Bücher und moderiert im Radio. Im

Interview spricht die 52-Jährige über ihr

aktuelles Buch „Ist da oben jemand“,

das sich mit dem Tod ihres geliebten

Bruders befasst, ihre ehemalige Talkshow

sowie ihren noch vorhandenen

Bezug zu ihrer Geburtsstadt.

Wie geht es Ihnen zurzeit?

Gut, danke der Nachfrage.

Wenn man ihr im April erschienenes

Buch „Ist da oben jemand“ liest, bekommt

man das Bild einer sehr ernsten

und nachdenklichen Frau …

Es gibt viele Bilder und Facetten. Einige

sind privat, andere hängen mit Formaten

von mir, die man moderiert oder

Büchern, die man schreibt, zusammen.

Ich habe natürlich viele Unterhaltungssendungen

moderiert und auch Unterhaltungsromane

geschrieben, aber es

gibt im Leben auch andere Seiten. Und

die werden in diesem Buch gezeigt. Der

Anlass dafür war der Unfalltod meines

Bruders sowie der Abschied von meinem

Vater.

Sie sagten einmal, wie schwer es Ihnen

gefallen sei, Ihrer Mutter von dem Unfalltod

zu berichten. Wie war es für Sie,

dieses Buch zu schreiben?

Das Schreiben war das Fenster, das

sich zu meiner Trauer wieder geöffnet

hat. Ich befand mich unmittelbar nach

dem Tod meines Bruders in einer Art

Schockstarre. Das Schreiben war wie

ein Schlüssel zu meinen Emotionen. Ich

glaube, wenn ich das Buch nicht geschrieben

hätte, wäre ich irgendwann

implodiert.

Sie lassen den Leser in Ihrem Buch sehr

nah an sich heran, geben sehr viel Persönliches

von sich frei …

Es ist sicherlich mein persönlichstes

Buch. Aber wann, wenn nicht verbunden

mit dem Tod eines nahestehenden

Menschen, soll man denn sonst persönlich

werden? In meinen Moderationen,

in Film und Fernsehsendungen bin ich

in der Regel die Fragende. In dieser Situation

aber wollte ich erzählen, was es

mit einem macht, wenn man durch dieses

Land stolpert und aus der Bahn gefallen

ist.

Wie meinen Sie das?

Viele gehen dem normalen Leben weiter

nach, obwohl sie gerade einen Menschen

verloren haben. Sie funktionieren

einfach. Das ganz normale Leben geht

weiter, gerade wenn man eine Familie

hat. Ich wollte zeigen, dass eine solche

Tragödie Spuren hinterlässt. Man versucht

aber natürlich trotzdem, alles zu

schaffen – was einem mal besser und an

anderen Tagen dann wieder gar nicht

gelingt.

Würden Sie über sich selbst sagen, dass

sich der Mensch Bärbel Schäfer nach

dem Tod Ihres Bruders verändert hat?

Ganz eindeutig. Es gibt eine Zeit vorher,

mit meinem Bruder und es gibt die Zeit

danach. Ich bin jetzt keine Schwester

mehr und habe keinen Bruder mehr.

Es gibt nur noch den Blick zurück und

keinen gemeinsamen Blick nach vorne.

Seine Nähe wird mir für den Rest meines

Lebens fehlen. Das verändert einen

Menschen schon sehr.

Sie sprachen eben vom Blick zurück. Sie

sind in Bremen aufgewachsen, haben

hier Abitur gemacht. Woran erinnern Sie

sich noch besonders gern?

Wir haben im Steintor gewohnt und sind

natürlich viel um die Häuser gezogen.

Römer, Airport, Lila Eule oder das Ambiente

am Osterdeich waren unsere Anlaufstellen.

Die Emotionen, die im Buch

eine Rolle spielen, haben sehr viel mit

Bremen zu tun.

Sie haben während Ihrer Schulzeit im

Rahmen eines Schüleraustauschs ein


kann. Man lernt sich selbst einfach noch

einmal neu kennen, weil Menschen

plötzlich anders auf einen reagieren.

Man selbst merkt das sonst ja gar nicht,

aber es ist schon komisch, wenn beobachtet

wird, was man sich im Restaurant

bestellt.

Wie war es, eine solche Show zu moderieren?

Es war vor allem intensiv. Es war eine

Sendung, wie es sie bis zu diesem Zeitpunkt

im deutschen Fernsehen noch

nicht gab. Hochemotional und mit allen

Turbulenzen. Natürlich haben viele darüber

auch mal mit dem Kopf geschüttelt.

Es kamen dabei ja auch Lebensentwürfe

zum Vorschein, die man so vorher

nicht kannte. Das Ganze war aber ein

Versuch, das Fernsehen zu demokratisieren.

Veränderungen rufen immer Widerstände

hervor.

Jahr in den USA verbracht und sollen

dort bereits im Alter von 16 Jahren ihre

erste Talkshow moderiert haben …

Das stimmt. In den USA war es damals

schon so, dass es viele kleine Privatsender

in Kleinstädten gab. Dort fand man

es lustig, dass eine 16-jährige Schülerin

aus Europa einen Blick auf den amerikanischen

Alltag warf. Also habe ich

plötzlich Feuerwehrleute beim Einsatz,

Ölarbeiter auf den Feldern oder Indianer

in den Reservaten interviewt.

Nachdem Sie eine kaufmännische Lehre

absolviert hatten, sind Sie schließlich

über ein Praktikum beim WDR doch wieder

beim Fernsehen gelandet. Ihre Talkshow

„Bärbel Schäfer“ wurde unglaubliche

1500 Mal ausgestrahlt.

Ich hatte auch vorher schon Talkshows

und Unterhaltungssendungen moderiert,

aber das ist sicherlich mein populärstes

Format.

Foto: Bärbel Schäfer

Was war das Spannende daran?

Damals war es neu, dass nicht prominente

Menschen ein Forum bekommen,

indem sie von Zeugnissen über Sex bis

hin zu Haarschnitt, Beziehungen oder

Diät reden konnten. Wir haben damals

den Blick unter deutsche Dächer gewagt.

Und waren damit damals sehr erfolgreich.

Wir hatten mit zwei Millionen Zuschauern

am Mittag schon unglaubliche

Zahlen. Die Sendung wurde zum Kult.

Viele Formate, die es heute gibt – beispielsweise

Casting- oder Musikshows

– haben wir in kleineren Formen damals

schon ausprobiert.

Und plötzlich kannte Sie jeder. Wie war

das?

Es kam schon plötzlich und war nichts,

auf das man sich speziell vorbereiten

Mussten Sie sich speziell auf die Sendungen

vorbereiten?

Wir haben drei Sendungen am Tag produziert.

Um 14 Uhr live, um 17 und um

20 Uhr. Ein hartes Pensum. Ich war von

morgens um 7 bis abends um 23.30 Uhr

in der Redaktion und im Studio, habe

im Anschluss dann das Paket für die

kommenden drei Sendungen am nächsten

Tag mitbekommen. Eigentlich kann

man sagen, dass ich zehn Jahre lang

kein Tageslicht gesehen habe. Hätte ich

keinen Hund gehabt, wäre ich gar nicht

rausgekommen.

Hört sich nach ziemlichem Stress an …

Für mich war es toll. Ich konnte live moderieren,

habe viel gelernt und es ist

wahnsinnig viel passiert.

Zum Beispiel?

Scheinwerfer sind von der Decke gestürzt,

Menschen in Ohnmacht gefallen,

oder wir waren mit den Trucks in Bremen

am Ziegenmarkt und haben direkt

vor Ort eine Sendung zum Thema „Drogen“

gemacht. Eine sehr experimentelle

Zeit. Heute sind Fernsehformate sehr

viel genormter.

Haben Sie noch Kontakt zu Bremen?

Ja, sehr viel sogar. Verwandte und

Freunde leben in der Stadt. Ich bin regelmäßig

an der Weser und genieße es

noch immer.

Das Interview führte Martin Märtens.

9


Lokales

nordbuzz für Bremen

und die Region

Neues Freizeitportal startet am 1.Juni

Info

Weitere Informationen

ab 1. Juni unter:

www.nordbuzz.de

News, Events und Lifestyle

aus Deiner Region“

– so lautet das Motto

des neuen Freizeitportals

nordbuzz, das am 1. Juni online

geht. Dabei sollen aktuelle

Meldungen, Reportagen

sowie leicht konsumierbare

Inhalte im Mittelpunkt der

Berichterstattung stehen.

„Der Clou an nordbuzz ist

die Regionalität und die Verknüpfung

mit der größten

Event-Datenbank im Nordwesten.

Auf unserer Webseite

wollen wir die zentralen

Fragen der Freizeitgestaltung

thematisieren und unseren

Nutzern eine Orientierung

bieten: Was ist los in der Region?

Welche Angebote gibt

es? Wie kann ich meine Freizeit

besser gestalten?“, so Geschäftsführer

Peter Tänzer.

„Wir verstehen uns als

Infotainer, Freizeitbegleiter,

-planer und -ratgeber für die

Menschen aus der Region,

Touristen und Besucher“,

sagt Redaktionsleiter Timo

Strömer. „Darum wollen wir

vorausschauend informieren

und weg von einer ‚Das-passierte-gestern-Berichterstattung‘.

Unsere Themen

können Gastrotipps, Eventempfehlungen,

aber auch

längere Reportagen sein.“

Zudem wolle man „viele Dinge

ausprobieren“, um so den

Kontakt zu den Nutzern zu

pflegen und auf diese Weise

herauszufinden, was die

Menschen in der Region interessiert.

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10

Moonlight-Shopping

dodenhof: Fußball im Mittelpunkt

Foto: Matthias Hornung

Das Sommer-Moonlight-Shopping am

Freitag, 17. Juni, steht natürlich unter

dem Motto „Fußball“. Bis Mitternacht

hat das Center geöffnet – bis 24 Uhr

warten tolle Rabatte, Aktionen und Gewinne

auf alle Besucher. Zum Beispiel

beim Torwandschießen

am Eingang West: Insgesamt 100

Einkaufsgutscheine gibt’s für die

besten Schützen. In der Fußball-Fotobox

lassen sich außerdem tolle

Schnappschüsse schießen – mit

einem Stadion als Kulisse. Alle Fotos

können gratis mitgenommen oder

direkt in den sozialen Medien gepostet

werden. Ein Flammkuchenwagen, ein

Mini-EM-Spielfeld sowie zwei französische

Comedy-Künstler runden

das Programm ab. Und wer auf keine

Partie der Fußball-EM verzichten will,

muss es auch beim Moonlight-Shopping

nicht: Das Dachgarten-Restaurant

überträgt die Spiele des Tages auf

großer Leinwand.


Genüsse

für die Sinne

5. Sommermarkt am Speicher XI

Das Angebot reicht von Bergkäse, südländischen

Spezialitäten, Konfitüren,

Edelobstbränden, frischer Pasta bis zu

Kräuter, Honig, Senf, Wildspezialitäten und

vielem mehr: Beim Sommermarkt in der

Überseestadt verwandeln über 50 Händler

die Flächen am Speicher XI in einen bunten

Marktplatz unzähliger Leckereien. Zudem

können auch Gebrauchsgegenstände wie

Messer und Einkaufskörbe auf der einen

sowie neue und gebrauchte Fahrräder auf

der anderen Seite erstanden werden.

Beim Sommermarkt geht es darum,

Produkte aus der Region vom regionalen

Erzeuger – die sie sonst auf dem Wochenmarkt,

im Ladengeschäft oder dem Hofladen

anbieten – in den Fokus der Verbraucher

zu rücken. Qualität soll dabei das

oberste Gütesiegel sein. (SM)

Info

19. Juni , am Speicher XI, 11 - 17 Uhr

Heiße Moves

und coole Beats

Norddeutsche Videoclip/Hip-Hop-

Meisterschaft bei dodenhof

Heiße Moves und coole Beats sind garantiert,

wenn sich die besten Tänzer

des Nordens in Posthausen treffen

um bei der norddeutschen Videoclip- und

Hip-Hop-Meisterschaft mitzumachen. Die

Veranstalter rechnen mit rund 1000 Teilnehmern.

Solo-Künstler, Duos, Gruppen und

Formationen treten dabei in den verschiedenen

Kategorien und Altersklassen vor die

Jury.

Info

11. Juni, dodenhof (Vorplatz der ModeWelt),

10 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Vor 50 Jahren …

Glauben Sie mir – das war so!

Kolumne

Mein Blick auf den Kalender bestätigt mir, dass auch in diesem

Jahr der 26. Juni auf einen Sonntag fällt. Das war

schon einmal so – vor 50 Jahren. Damals am Sonntag, den

26. Juni 1966, stieg ich um 12.18 Uhr in Winsen-Luhe in

den Triebwagen-Sonderzug E YE 127, genannt „Der rasende

John“, um in der Hamburger Ernst-Merck-Halle um 15 Uhr ein

Beatles-Konzert zu besuchen. An diesem für mich denkwürdigen Sonntag

war ich das erste Mal in meinem Leben alleine ohne Eltern unterwegs.

Meine Mutter hatte extra eine Reise-Unfall-Versicherung abgeschlossen.

Sie meinte es gut mit mir, nicht nur wegen der Versicherung,

sondern überhaupt. In der Schule war ich gerade sitzengeblieben und

bekam nun von ihr als Motivation diesen Konzertbesuch geschenkt.

Dieser 26. Juni sollte ein denkwürdiger Tag für mich werden, an

dem ich mich mit dem Beatles-Virus infizierte, einem Virus mit Langzeitwirkung

– bis heute. Viele andere Fans in der damaligen Ernst-

Merck-Halle waren noch schlimmer dran als ich. Sie standen neben,

vor und hinter mir, schrien, bis sie im Gesicht rot anliefen, heulten

Schnotten und Tränen und fielen dann einfach um – reihenweise. Das

war die extreme Variante des Beatles-Virus. Ich hatte Glück, war versichert,

blieb einfach stehen und nutzte diesen Vorteil aus der Reihe 18

startend, um einige der nun frei gewordenen Plätze zu ergattern. Bis

Reihe 12 kämpfte ich mich geschickt vor. Ab da wollte einfach niemand

mehr umfallen.

Ein richtiges Konzert war es nach heutigen Maßstäben eigentlich

nicht, was die Beatles da boten, handelte es sich bei der Ernst-Merck-

Halle doch um eine Messe- und nicht um eine Konzerthalle. Daher tendierte

Akustik eher in den Minusbereich. Oft war nur an der Mimik der

Beatles zu erkennen, welchen ihrer Songs sie gerade interpretierten.

Der gesamte Auftritt der Gruppe dauerte nur knapp 40 Minuten. Obwohl

die Ordner mit mäßigem Erfolg die Fans unermüdlich aufforderten,

sich hinzusetzten, die Beatles jedoch von der Bühne Anweisungen

gaben, sich von den Stühlen zu erheben, lief alles mehr oder weniger

gesittet und geordnet ab.

Das eigentliche Chaos folgte erst nach dem Konzert, da alle Besucher

der 15-Uhr-Vorstellung beim Verlassen der Halle auf die Besucher

der 19.30 Uhr-Vorstellung trafen. Nichts ging mehr. Die Polizei schien

total überfordert, setzte Schäferhunde, Wasserwerfer und Nebelgranaten

ein und bemühte sich, die Massen auch unter Zuhilfenahme von

berittenen Beamten auseinanderzutreiben. Aber wie gesagt – ich war

versichert.

Das erste Konzert meines Lebens mit dem

Auftritt der Fab Four aus Liverpool bescherte mir

an diesem 26. Juni vor 50 Jahren prägende Eindrücke.

Der Beatles-Virus blieb, und es folgten

Jahre noch viele Konzerte, bei dem nationale und

internationale Rockgrößen auftraten. Besonders

erwähnenswert dabei das damalige deutsche

„Woodstock“-Open-Air-Festival „Love & Peace

1970“ auf der Ostseeinsel Fehmarn. Ein dreitägiges

Regenspektakel mit dem letzten Auftritt der

Matthias Höllings, seit

18 Jahren Pressesprecher

der ÖVB-Arena, ter verstarb.

Gitarren-Legende Jimi Hendrix, der 14 Tage spä-

wirft in seiner Kolumne

einen Blick auf sen Erinnerungen, bin mir jedoch über die päda-

Auch heute zehre ich gelegentlich von diedie

ältere und jüngere gogischen Hintergründe meiner Mutter, die mir

Vergangenheit und als Belohnung für eine miserable schulische Leistung

am 26. Juni 1966 einen Sonntagsbesuch bei

wagt dabei auch schon

mal einen Blick hinter den Beatles ermöglichte, immer noch nicht endgültig

im die Kulissen.

Klaren.

11


Lokales

Werft ohne Schiffe

Hopfen, Grünkohl und Erdbeeren aus dem Stadtgarten

Michael Scheer ist

Geschäftsführer

der „Gesellschaft

für integrative

Beschäftigung“.

Foto: Pressedienst

Bremen

Von Janet Binder

In dieser Oase in Bremen-Gröpelingen

ist der Industriehafen zwar nicht zu

sehen, aber zu hören. Nur 200 Meter

liegt das Hafenbecken F entfernt. Zur

Geräuschkulisse gehört auch der Verkehr

einer vielbefahrenen Straße. „Wir

sind quasi im Hafengebiet“, sagt Michael

Scheer. „Gemüsewerft“ heißt sein

soziales Stadtgarten-Projekt. Auf 2500

Quadratmetern ehemaliger Brachfläche

wachsen seit zwei Jahren alte Kartoffelsorten

sowie Buschbohnen, Rüben,

Grünkohl, Äpfel, Erdbeeren und nicht

zu übersehen: Hopfen.

„Mein Anliegen ist es, innerhalb

der Stadtgrenzen Lebensmittel herzustellen

und zu verbrauchen“, sagt der

47-Jährige. Die Gemüsewerft ist eines

der größten sozialen urbanen Gartenbauprojekte

in Deutschland und Teil

der gemeinnützigen „Gesellschaft für

integrative Beschäftigung“. Diese bietet

psychisch kranken und beeinträchtigen

Menschen niedrigschwellige Jobs an,

12

vor allem im Café Brand. Dort werden

täglich Frühstück, Mittagstisch und Kuchen

angeboten. Scheer, der Geschäftsführer

der Gesellschaft ist, dachte sich,

wie schön es wäre, einen Teil der Lebensmittel

für das Café selbst im Stadtteil

anbauen zu können. Die Wege wären

kurz, und das Gärtnern würde der Zielgruppe

– Menschen mit eingeschränkter

Beschäftigungsfähigkeit – guttun.

Im vergangenen Jahr wurden 1,2

Tonnen Gemüse, Obst, Kräuter und

Hopfen geerntet. Für einen Bauern wäre

das wahrscheinlich ein Witz. „Aber in

der Stadtgartenszene sind wir damit

auf Platz zwei“, sagt Scheer nicht ohne

Stolz. „Nach fünf Jahren soll unser Unternehmen

sich aus eigenen Mitteln

tragen können.“ Auch deshalb plant er

einen zweiten Standort im Stadtgebiet,

ähnlich groß wie in Gröpelingen. Hopfen

soll dort ebenfalls angebaut werden.

Der Anbau der Kletterpflanze war

zunächst gar nicht geplant. Hier kommt

Markus Freybler von der Bremer Braumanufaktur

ins Spiel. Der Brauingenieur

wollte ein „echtes“ Bremer Bier herstellen,

mit Hopfen aus der Hansestadt. Die

Idee begeisterte Scheer. Auf dem Dach

des Bunkers wurden in Kübeln die Hopfensorten

Cascade und Hallertauer Tradition

eingepflanzt. Das Ergebnis, das Craft

Beer ‚Ale No. 2‘, konnte acht Monate

später erstmals gebraut und ausgeliefert

werden. 5.00 Liter waren es, in diesem

Jahr sollen es bis zu 15.000 Liter werden.

Bis zu vier Meter hoch gedeiht der

Bremer Hopfen, der im November per

Hand geerntet wird. Auch wenn die

größte Hopfenanbauregion der Welt in

Bayern liegt, so sei die südliche Sonne für

das gute Gedeihen nicht wichtig. „Klimatisch

geht das auch in Bremen prächtig“,

sagt Scheer. „Das Bier schmeckt.“

Das findet auch Brauer Markus Freybler:

„Geschmacklich müssen wir uns

nicht verstecken.“ Das Bier hat eine intensive

Zitrusnote und ist kaum bitter.

Überhaupt: Hopfen in Norddeutschland

sei gar nichts Ungewöhnliches. „Wilder

Hopfen wächst überall im Norden, auch

in Bremen“, so Freybler.


Alle Spiele der deutschen Elf

live verfolgen

Public Viewing fällt zur EM kleiner aus

Die Zeiten der riesigen Public

Viewings in Bremen scheinen

vorbei zu sein. Kein großer

Veranstalter wagt eine Übertragung

auf dem Domshof oder der Bürgerweide.

Die hohen Sicherheitsbedingungen

be inhalten für die Veranstalter

ein zu großes finanzielles

Risiko. Bei der EM in Frankreich

müssen sich die Bremer also mit

kleineren Events begnügen.

Am Schlachthof wird es bei freiem

Eintritt wieder eine 16 Quadratmeter

große LED-Leinwand geben,

auf der alle Spiele übertragen werden.

Allerdings gibt es dort nur eine

begrenzte Anzahl an Plätzen.

Auch das Theatro lädt zur kommenden

EM alle Fussball-Fans ein,

auf dem Goetheplatz die Duelle

live zu verfolgen. Für kulinarisch

stilechte Highlights sorgen dabei

Bratwurststand und Bierwagen.

Bei gutem Wetter können Fans

die Spiele ebenfalls im Biergarten

vom Haus am Walde schauen. Frühes

Erscheinen sichert auch hier

laut Veranstalter die besten Plätze.

Wer es nicht rechtzeitig zum Anpfiff

schafft und keine Lust hat, die

Länderspiele auf dem heimischen

Links und rechts

Balkon zu verfolgen, könnte in der

nächsten Kneipe Erfolg haben:

Selbstverständlich läuft in zahlreichen

Gastronomiebetrieben der

Hansestadt während der Europameisterschaft

der Fernseher.

Sollte doch Lust auf ein Mega-Happening

bestehen, so ist eine

Fahrt nach Hamburg zu empfehlen.

Beim großen Public-Viewing auf

dem Heiligengeistfeld finden sich

voraussichtlich circa 50.000 Menschen

ein. In der niedersächsischen

Landeshauptstadt Hannover ist an

der Gilde-Parkbühne im Sportpark

und in der Swiss-Life-Hall während

der Übertragungen jeweils Platz für

bis zu 5000 Besucher. (emsn)

WESER-Strand: Ulrich Mäurer zu Gast bei Axel Brüggemann

Dieses Mal erwartet Moderator Axel

Brüggenmann (Foto)Innensenator Ulrich

Mäurer zum Talk. Foto: Julius Koppelin

Verlosung

Beim zweiten WESER-Strand trifft

Moderator Axel Brüggemann

auf niemand Geringeren als Bremens

Innensenator Ulrich Mäurer.

Bei dem Gespräch soll es unter anderem

um die Fragen gehen, wie links

die SPD sein darf beziehungsweise

sein soll sowie wie rechts er selbst

sein darf beziehungsweise sein will.

Anschließend soll bei einem netten

„Get-Togehter“ der Start ins Wochenende

angegangen werden.

Freitag, 3. Juni, 22 Uhr im Café

Sand. Im Ticketpreis ist die Fährüberfahrt

mit der Sielwallfähre enthalten.

Wir verlosen 5x2 Karten für das Event. Schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten

sowie dem Betreff „Weserstrand“ bis zum 1. Juni um 15 Uhr an

verlosung@stadtmagazin-bremen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Haus am Walde

Sonntag, 29. Mai, von 11 bis 18 Uhr

Erster „Bio-Markt-Platz“

Ob Lebensmittel, Pflanzen, Kosmetik oder Bekleidung

– Bio ist das Motto der Veranstaltung,

die auf dem historischen Marktplatz vor dem

Bremer Rathaus stattfindet. Das Programm

startet mit einem bio-fairen Frühstück für die

Besucherinnen und Besucher. Als „BioStadt“

fördert Bremen die Entwicklung der regionalen

bäuerlichen Landwirtschaft mit vielen Maßnahmen.

Deren Akteure hatten die Idee zum „Bio-

Markt-Platz-Bremen“. Gemeinsam mit dem

Großmarkt Bremen wird diese Idee in diesem

Jahr zum ersten Mal umgesetzt. Ökologische

Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, schonender

Umgang mit der Natur und kulinarischer

Genuss stehen an diesem Tag im Mittelpunkt.

Thema Trinkwasser

„Aqua-Action-Day “

Am 19. Juni präsentiert swb den „Aqua-Action-Day

“ im Westbad. In der Zeit von 11 bis

17 Uhr sind alle Badbesucher eingeladen, sich

an verschiedenen Aktionsständen rund um

das Thema „Trinkwasser“ zu vergnügen. Auch

am Aktionstag gilt der normale Eintrittspreis

ins Westbad, während die Teilnahme an den

swb-Aktionen kostenlos ist. Wer nach einem

Besuch der Hüpfburg so richtig ausgepowert

ist, kann seinen Durst an der swb-Trinkwasserbar

stillen. Am Ende wartet ein toller Preis auf

die Teilnehmer. Zeitgleich findet im Freibadbereich

des Westbads die „Wasser-Wunderrad-Meisterschaft“

statt. Hier ist Sportlichkeit

und Geschicklichkeit gefragt: Die Teilnehmer

laufen in einem überdimensionalen Luftkissenrad

über das Wasser. Wer es am schnellsten

schafft, das Bad zu durchqueren, erhält bei

der Siegerehrung eine große Preistüte. Die

Teilnahme am „Aqua-Action-Day“ und an der

„Wasser-Wunderrad-Meisterschaft“ ist kostenlos.

Für das Westbad gelten die normalen

Eintrittspreise.

Strecken und Wettbewerbe

Vahrer-Seen-Lauf

Der Vahrer-Seen-Lauf unterteilt sich in mehrere

Disziplinen, deren Laufstrecken unter anderem

am Blockdieksee sowie am Achterdieksee

entlangführen. Neben den beiden Hauptläufen

können sich die Athleten je nach Altersklasse

und Vorliebe für verschiedene Strecken sowie

Wettbewerbe anmelden, wie beispielsweise für

den Bambinilauf über 400 Meter, als Schülerin

oder Schüler (1,3 oder 2,5 Kilometer) und für

die Walking-Disziplin über 5,5 Kilometer oder

die Läufe über 5,5 und 10 Kilometer.

Infos unter www.vahrer-seen-lauf.de

13


Werder Bremen

Geschafft!!!

Die Fans standen wie eine Wand

hinter der Elf. Zuletzt empfingen

Tausende den Mannschaftsbus

vor den Heimspielen.

Nach einer turbulenten Saison verhindert

Werder im letzten Spiel gegen Frankfurt

den Abstieg. Während der Spielzeit war

der Zusammenhalt zwischen Fans,

Mannschaft und Verein so groß wie

vorher wohl nie. Einige ausgesuchte

Fotos sollen die Saison noch einmal

Revue passieren lassen.

So stark wie nie: Werder-

Kapitän Clemens Fritz.

Fotos: Andreas Gumz

Wurde zum Aufsteiger der

Saison: Florian Grillitsch.

An den letzten beiden

Spieltagen klappte es

endlich: Werder-Torwart

Felix Wiedwald

konnte zweimal zu

„null“ spielen.

Der alte Mann

und die Tore: Mit

14 Treffern wurde

Claudio Pizarro

Werders bester

Saison-Torschütze

der. Mit 103

Toren für Werder

führt er zudem

die vereinsinterne

Torjägerliste an.

Stand oft in der

Kritik, durfte

am Schluss aber

auch kräftig

jubeln: Trainer

Victor Skripnik.

14


Es geht nur gemeinsam:

Die Spieler bedanken

sich bei den Fans.

Santi Garcia obenauf:

Die Werder-Spieler feiern

den Auswärtssieg

in Hoffenheim.

Jaaaaaa!!! Anthony

Ujah schreit seine

Freude nach einem

Torerfolg heraus.

Nach dem verhinderten

Abstieg stürmten

die Fans den Rasen

und feierten mit den

Spielern.

15


Lokales

16

GroSSe

Jubiläumsfeier

Spielwiese

Marcusbrunnen

10. bis 12.Juni

Open-Air-Konzert

Bremer Kaffeehausorchester

Fr. 10.06.16, 19.30 Uhr

„Drei Kater in Paris“

Bremer Kinderkantorei

Sa. 11.06.16, 14.00 Uhr

„Konzert am Herd“

Zaches & Zinnober

Sa. 11.06.16, 15.15 Uhr

„Prinzessin auf der Erbse“

Mensch Puppe

Sa. 11.06.16, 17.00 Uhr

„Gnadenlose Heiterkeit“

nach Wilhelm Busch

Pago Balke / Nicolai Thein

Sa. 11.06.16, 19.30 Uhr

Jazz-Frühschoppen

Uli Beckerhoff

So. 12.06.16, 11.00 Uhr

Open-Air-Konzert

Bremer Philharmoniker

So. 12.06.16, 19.00 Uhr

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Die grüne Lunge der Stadt

Der Bürgerpark feiert sein 150-jähriges Bestehen

Abenteuerland für Kinder,

Idyll für Verliebte,

Anziehungspunkt für

Kultur- und Naturliebhaber

und Joggingstrecke: Der unter

Denkmalschutz stehende

Bremer Bürgerpark ist alles

in einem. Seit 150 Jahren

wird er allein mithilfe von

Spenden erhalten.

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Bremer Kaufleute fassten

1865 den Plan, auf einem

Wiesengrundstück einen

Park für alle Bürger zu errichten.

Weil der Senat dafür

keine Steuergelder locker

machen wollte, gründeten

sie ein „Comité zur Bewaldung

der Bürgerweide“.

Die anfangs 60 Mitglieder

entschieden sich für einen

Entwurf des Landschaftsarchitekten

Wilhelm Benque,

der den Bürgerpark als

klassischen Landschaftspark

konzipierte.

Die Initiative bekam

regen Zulauf und zählte

schon bald 800 Mitglieder.

Am 28. Juni 1866 begannen

Arbeiter damit, den Emmasee

auszuheben. Der erste

Spatenstich markiert die

Geburtsstunde des Bürgerparks.

Heute müssen nicht

nur 200 Hektar Grünfläche

in Schuss gehalten werden,

SEE BETTER. LOOK PERFECT.

sondern auch 52 Gebäude

und Brücken. Mehr als zwei

Millionen Euro kostet das

pro Jahr. 30 Mitarbeiter arbeiten

im und für den Park.

Eine Hauptsaison gibt es

nicht: „Der Park beschäftigt

uns das ganze Jahr“, sagt

Obergärtner Heiko Lustfeld.

„Im Frühjahr pflanzen

wir, im Sommer mähen

wir die Wiesen, im Herbst

muss das Laub weggeräumt

werden und im Winter der

Schnee.“

Heute ist der Bürgerpark

ein Ort mit faszinierenden

Eigenschaften: Er liegt im

Herzen der Stadt, doch das

scheint schon nach wenigen

Metern längst vergessen. Er

wirkt wie eine natürlich entstandene

Landschaft, steht

aber unter Denkmalschutz.

Er ist eine echte Konstante im

Leben vieler Bremer. Vor allem

aber ist er für jeden kostenfrei

zugänglich, kommt

aber ohne Steuergelder aus.

Stattdessen wird er seit seiner

Gründung mithilfe von

Spenden und privaten Zuwendungen

wie Erbschaften

und Stiftungsgeldern erhalten.

„Das kann kein anderer

Park dieser Größenordnung

in Deutschland von sich behaupten“,

sagt Parkdirektor

Tim Großmann.(JOP)

Foto: BTZ


„Wir für Bremen“

Aktionstag der Sparkasse Bremen – 15 soziale

Institutionen mit rund 150 Projekten sind dabei

Die tiefe Verwurzelung

mit der Hansestadt und

ihre Gemeinwohl-Orientierung

untermauert die

Sparkasse Bremen in diesem

Jahr mit einem Freiwilligenprogramm

der ganz besonderen

Art: Alle Beschäftigten der

Sparkasse Bremen arbeiten am

Mittwoch, 8. Juni im Rahmen

von „Wir für Bremen – das geförderte

Freiwilligen-Engagement

der Sparkasse Bremen“

für 15 soziale Institutionen mit

rund 150 Projekten.

Am 8. Juni pflanzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beispielsweise Bäume und helfen bei der Pflege in Bremens

grüner Lunge, dem Bürgerpark. In Seniorenresidenzen

werden Feste und „bunte Nachmittage“ veranstaltet.

Vielerorts werden außerdem Pinsel in Farbeimer getaucht,

um Kindertagesstätten bunter zu gestalten. Aber auch die

richtige Nutzung des Online-Bankings bei Senioren steht

auf dem Plan, und der ASB wünschte sich Impulse für ein

neues Marketingkonzept. Vieles ist möglich und hilft Vereinen,

Verbänden und Gruppen in den Stadtteilen.

Foto: Michael Ihle

Ticket-Hotline 0800 / 333 222 6

SAMSTAG,

18.06.2016

BÜRGERWEIDE

Schwimmen und feiern

unter freien Himmel

Veranstaltungen in den Freibädern der

Bremer Bäder GmbH

Neben dem regulären

Badebetrieb finden

in diesem Jahr auch

wieder Veranstaltungen in

den Freibädern der Bremer

Bäder GmbH statt.

Das erste Highlight ist am

4. und 5. Juni, wenn das

Schloßparkbad 60 Jahre

alt wird. Geplant sind zum

Jubiläumswochenende

bei spiels weise ein Wettrutschen,

Führungen durch

das Bad und ein Schnuppertauchen.

Weiter geht es am 11.

beziehungsweise 18. Juni –

je nach Wetterlage – von 11

bis 18 Uhr mit der Feier zur

offiziellen Saisoneröffnung

im Freibad Blumenthal. Der

endgültige Veranstaltungstag

wird, sowie alle weiteren

Informationen, rechtzeitig

auf www.bremer-baeder.

de bekannt gegeben.

Foto: Marcus Meyer

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...und viele mehr!

17


FIRMENPORTRÄT

Größter privater

Arbeitgeber

der Region

Mercedes-Benz-

Werk Bremen

als „Fabrik des

Jahres“ 2015

ausgezeichnet

18


Die Formel eins gilt als Königsklasse

im Automobilrennsport.

Seit einigen Jahren wird sie von

den sogenannten Silberpfeilen

von Mercedes-Benz dominiert.

An der Spitze der Automobilindustrie

versteht sich auch der

Gesamtkonzern. Seit vergangenem

Jahr steht zudem das

ertragreichste Werk in Bremen:

Knapp 340.000 Auto wurden

produziert. Das brachte dem

Standort die Auszeichnung

„Fabrik des Jahres“.

Von Martin Märtens

Foto: Luftbild Mercedes-Benz Werk

Riesige Werkzeuge, auf denen die Platten

für die einzelnen Modelle gepresst werden,

stehen überall in der Halle, in der

das Presswerk auf dem Gelände in Sebaldsbrück

beheimatet ist. 24 Stunden

am Tag, sieben Tage die Woche, an 365 Tagen

im Jahr werden dort die Bleche für die diversen

Modelle der im Werk Bremen fabrizierten Autos

hergestellt. Trotz Schallisolierung ist es laut. Das

auf großen, bis zu 30 Tonnen schweren Rollen

aufgerollte Blech wird in Platten geschnitten, in

Form gepresst, erneut beschnitten und zur Weiterverarbeitung

abtransportiert. Türen für den

GLC werden ebenso hergestellt wie Kotflügel

der C-Klasse. Aus bis zu 400 Teilen besteht eine

Karosserie, alle produziert das Werk selbst – für

jedes Modell das in Bremen hergestellt wird. 75

Millionen Bleche pro Jahr fertigt das Werk.

Mercedes-Benz ist mit mittlerweile 12.500

Angestellten der größte privater Arbeitgeber

der Region. Auf dem ehemaligen Borgward-Gelände

lief 1978 lief der erste Mercedes-Benz-Pkw

vom Band. Insgesamt wurden

dort bis heute mehr als sieben Millionen

Fahrzeuge produziert. Aktuell werden am

Standort acht Modelle gebaut: C-Klasse Limousine,

T-Modell, Coupé, E-Klasse Coupé

und Cabriolet, der neue GLC sowie die beiden

Roadster SLK und SL. Die C-Klasse wird

seit 2014 erstmals an vier Standorten auf

vier Kontinenten in Mercedes-Qualität pro-

19


FIRMENPORTRÄT

20

Bis zu 13 unterschiedliche

Arbeitsgänge erledigen

die Arbeiter auf dem

Band.


Foto: Urs Mader

Kundencenter

Insgesamt 100.000 Besucher

registrierte das Mercedes-Benz-Kundencenter

in

Bremen im vergangenen Jahr.

Zu den 2500 Werksführungen

kamen dabei rund 34.000

Menschen. Insgesamt wurden

25.000 Fahrzeuge an Selbstabholer

ausgegeben. Eine besondere

Attraktion ist „The Rock!“.

Auf dem Geländewagen-Parcours

befindet sich Bremens

dritthöchste Erhebung mit einer

70-prozentigen Steigung und

atemberaubendem 80-Prozent-Gefälle.

Auf einer Strecke

von 936 Metern werden Action,

Fahrspaß und Offroad-Power

geboten.

Weitere Informationen unter

www.mercedes-benz.de

duziert: Bremen, East London (Südafrika), Peking

(China) und Tuscaloosa (USA). Innerhalb

von nur sechs Monaten erfolgte der Produktionsstart

in allen vier Werken. Bremen steuert

dabei als Leadwerk die globale Produktion

der C-Klasse, setzt also die Standards für

die Produktion und übernimmt die weltweite

Produktionsplanung, die globale Projektsteuerung

(wie beispielsweise Werkzeugstrategie

und Produktqualität) sowie das globale Qualitäts-

und Lieferantenmanagement.

Mit einer Größe von 178.000 Quadratmetern, was

in etwa 25 Fußballfeldern entspricht, ist die Montagehalle

(Halle 9), die größte ihrer Art auf dem

Gelände. Mehr als 3500 Menschen arbeiten dort

rund um die Uhr. An zwölf Bändern werden die

Autos fertiggestellt. Türen werden ab- und wieder

angebaut, Heckklappen montiert, Schweinwerfer

eingesetzt sowie bis zu 3500 Meter Kabel – je

nach Modell und Ausstattung – verlegt. Die Arbeiter

arbeiten in Teams, erledigen zwischen zehn und

13 unterschiedliche Arbeitsgänge. So würde unter

anderem die Konzentration hochgehalten, erklärt

ein Konzernsprecher. Zudem kommt nicht nur

eine Modellreihe, sondern jeweils unterschiedliche

übers Band. Bei jeder müssen andere Sachen montiert

oder angebracht werden. Nur die Farben sind

ähnlich. Weiß dominiert, gefolgt von Schwarz und

Grautönen. „Wir können aber natürlich alle möglichen

Lackierungen herstellen“, betont ein Konzernsprecher.

Ungefähr dreieinhalb Tage dauert es,

bis ein Auto im Werk fertiggestellt ist. Bis zu 3000

Teile werden in die Modelle eingebaut, die dann in

197 Länder weltweit exportiert werden.

Im Juni 2015 wurde von Werksleitung und

Betriebsrat das „Zukunftsbild“ für das Werk

Bremen beschlossen, welches den Standort fit

für die Zukunft machen soll. Neben zwei neuen,

zusätzlichen Modellen ist angedacht, das

Werk weiterhin mit modernsten Technologien

auszustatten. Besonders der Aspekt Industrie

4.0 werden durch die digitale Vernetzung der

Produktionsprozesse und Mensch-Maschine-

Kooperationen im Werk umgesetzt. Neben 500

neuen Mitarbeitern soll ab 2017 auch die Zahl

der Ausbildungsplätze erhöht werden. Insgesamt

investiert der Konzern so die Summe von

750 Millionen Euro in den Standort. „Mit dem

Zukunftsbild für das Mercedes-Benz-Werk

Bremen können wir die Produktion erhöhen

und gewinnen gleichzeitig an Flexibilität und

Effizienz“, , sagt Markus Schäfer, Bereichsvorstand

Produktion und Supply Chain Management

Mercedes-Benz Cars. „Außerdem investieren

wir massiv in unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die wesentlich zu unserer

Top-Qualität beitragen.“

Gleich neben den Bändern befestigen riesige

Roboter mit zwei kleinen Schrauben Panoramadächer.

Das Szenario wirkt ob der Größe der

Roboter und den damit winzig erscheinenden

Schrauben ein wenig abstrus. Alles geht seinen

geregelten Gang - bis das Signal zur Pause ertönt.

Die Bänder stehen für diese Zeit still. Auch die

Beleuchtung erlischt an vielen Stellen, um Strom

zu sparen. Eine zuvor nicht zu erwartende Ruhe

kehrt ein.

Im vergangenen Jahr wurde das Mercedes

Werk Bremen als „Fabrik des Jahres“ 2015

ausgezeichnet. Wahrscheinlich strahlt der

Stern jetzt noch ein bisschen heller. ■

Verlosung

Wir verlosen fünf Fahrten bei „The Rock!“. Schicken

Sie bis zum 20. Juni eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten

sowie dem Betreff „The Rock!“ an

verlosung@stadtmagzin-bremen.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


„Wir Bremer setzen um“

Interview mit Peter Theurer, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz-Werk Bremen

„Fabrik des Jahres“ 2015. Was bedeutet

das für Sie?

Die Auszeichnung des Bremer Werks

als „Fabrik des Jahres“ macht uns richtig

stolz. Sie zeigt, dass wir in Sachen

Großserienfertigung ganz weit vorne

sind –ein Verdienst der gesamten Bremer

Mannschaft, vor deren Leistung ich

meinen Hut ziehe. Unsere Belegschaft

punktet mit hoher Flexibilität, einer

enormen Anlaufkompetenz, und sie

beherrscht die große Produktvielfalt am

Standort. Im vergangenen Jahr haben

wir in Bremen acht Modelle produziert

und dabei bis zu drei Varianten auf einer

Linie. Dazu meistern wir den Anlauf

neuer Produkte im laufenden Drei-

Schicht-Betrieb – eine Topleistung, bei

der alle an einem Strang ziehen müssen.

Mithilfe von innovativen Schichtmodellen

können wir flexibel auf die Nachfrage

in den Märkten reagieren und besonders

effizient produzieren.

Derzeit ist das Mercedes-Benz-Werk

Bremen nach Stückzahlen das größte

Mercedes-Benz-Werk weltweit. Wie ist

es dazu gekommen?

Das Bremer Werk ist seit Jahren sehr

hoch ausgelastet. Die Rangfolge der

einzelnen Standorte im globalen Produktionsnetzwerk

von Mercedes-Benz

ist aber nicht so entscheidend. Viel

wichtiger ist, dass wir mit unserem technischen

Know-how und unserer enormen

Umsetzungsstärke punkten. „Wir

Bremer setzen um“ – das ist unser Leitmotiv.

Außerdem zeichnet uns natürlich

die Rolle als Leadwerk der C-Klasse

aus. Unser Werk steuert die weltweite

Produktion der Baureihe, von der Werkzeugstrategie

über die Schulung der internationalen

Kollegen bis hin zur Produktqualität.

Dabei hat sich die Bremer

Mannschaft rund um die Welt einen Ruf

als „Partner auf Augenhöhe“ erarbeitet.

Mit mehr als 12.500 Beschäftigten ist

das Mercedes-Benz-Werk Bremen der

größte private Arbeitgeber der Region.

Das bedeutet viel Verantwortung. Wie

gehen Sie damit um?

Als wichtiger Arbeitgeber in der Region

sind wir uns unserer gesellschaftlichen

Verantwortung bewusst. Unsere Mitarbeiter

sind die Basis unseres Erfolgs.

Daher setzen wir alles daran, auch in

Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu

sein. Im Mai 2015 haben wir in Bremen

gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Zukunftsbild

vereinbart, das den Standort

auf ein wettbewerbsfähiges Fundament

stellt und die Beschäftigung auf Jahre

stabil hält. Das ist ein ganz wichtiges

Signal für unsere Mannschaft und auch

für die Region.

Werden in naher Zukunft weitere Modelle

im Werk Bremen produziert?

Derzeit sind wir in der tollen Situation,

dass unsere Produkte bei den Mercedes-Benz-Kunden

hervorragend ankommen.

Und wir haben noch zwei

weitere Asse im Ärmel: Zusätzlich zu

den acht Modellen werden wir mit dem

C-Klasse Cabriolet und dem GLC Coupé

in diesem Jahr unsere Modellpalette um

hochattraktive Fahrzeuge erweitern.

Damit ist unser Portfolio so vielfältig,

aktuell und wettbewerbsfähig wie nie.

Insgesamt haben Sie Investitionen von

750 Millionen Euro angekündigt. Wo sehen

Sie das Werk zukünftig?

Wir haben eine klare strategische Ausrichtung,

die im Rahmen des erwähnten

Zukunftsbildes definiert ist. Dabei

setzen wir auf zwei tragende Säulen:

eine effiziente, flexible und innovative

Produktion sowie unsere wichtige Rolle

als Leadwerk im globalen Produktionsverbund

der C-Klasse. Außerdem ist uns

die Vernetzung in der Region ungeheuer

wichtig. Wir wollen weiter eng mit

Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten

und unsere Kräfte bündeln. (MÄR)

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21


22

Gastronomie


Unter freiem Himmel

Eine sommerliche Tour durch Bremens Biergärten.

Mehr als 2000 Außenplätze

locken allein an der Weserpromenade

Schlachte.

Angenehm lässt es sich

aber auch am Bremer

Marktplatz sitzen oder – ganz im Grünen

– im Bürgerpark. Lebendig ist es

zudem im Viertel, inmitten einer quirligen

Szene. Bremens gastronomisches

Angebot unter freiem Himmel braucht

keine Vergleiche zu scheuen. Ob geselliger

Trubel oder die gewünschte Ruhe

in der Natur – in der Hansestadt ist alles

möglich.

Paulaner‘s an der Schlachte

Seit 1998 macht das Paulaner’s an der

Schlachte die Bremer mit der bayrischen

Biergartenkultur vertraut. Das Bayerische

Wirtshaus ist stolz auf seine süddeutschen

Schmankerln und norddeutschen

Spezialitäten. Ob Haxenmontag

oder Schnitzeldienstag – die Specials

stehen bei den Gästen hoch im Kurs.

Täglich wechselnde Tagesgerichte und

die beliebten Paulaner‘s-Saisonangebote

lassen kaum einen Wunsch offen.

Im schönen, großen Biergarten direkt an

der Weser werden Paulaner Biere und

diverse Leckereien angeboten.

Luv Restaurant, Café, Bar, Lounge

Genüsse für den Gaumen zwischen

Tradition und Moderne, maritimer

Hausmannskost und Spezialitäten von

Currywurst über Steaks bis Hummer.

Das Luv direkt an der Weserpromenade

Schlachte überrascht seine Gäste auch

mit kreativen „Schnitzel“-Interpretationen.

Daneben finden sich in der Speisekarte

mediterrane Köstlichkeiten ebenso

wie norddeutsche Klassiker. Für die Kaffeepause

zwischendurch können Gäste

auf eine wechselnde Auswahl von Torten

und Kuchen zurückgreifen. Und im

Sommer lockt ein frisch gezapftes Bier

im Biergarten an die Weser. Zudem kann

sich die Wein-Auswahl sehen lassen.

Feldmann‘s Bierhaus

Das Feldmann‘s gehört zum festen

„Gastro-Inventar“ der Flaniermeile an

der Weser. Gäste schätzen die lockere

Bierhaus-Atmosphäre und den Service.

Zum Service gehören die gute Bremer

Küche, ein frisch gezapftes Pils und

die hauseigene Spezialität – das süffige

„feldmann‘s dunkel“. Auch hier lässt

sich eine schöne Zeit an über 120 Plätzen

innen und 400 Plätzen im Außenbereich

verbringen.

Enchilada

Im Enchilada stehen Spezialitäten der

mexikanischen Küche und eine reichhaltige

Cocktailauswahl im Mittelpunkt

– direkt an der Weser. Happy Hour ist

täglich von 17 bis 20 Uhr (alle Cocktails

zum halben Preis), Enchilada Hour täglich

ab 23 Uhr, Samstag Partytime. Der

große Biergarten mit Blick auf die Weser

feuert auch norddeutsche Seelen an.

Bolero

Ebenfalls zentral in Bremens Altstadt,

direkt an der Weserpromenade/Bürgermeister-Smidt-Brücke,

liegt das Restaurant

Bolero. Die schöne Terrasse lädt im

Sommer zum Verweilen und Chillen ein.

Auch zu jeder anderen Jahreszeit lockt

die leckere mexikanisch-mediterrane

Küche Jung und Alt bereits ab mittags

in das Bolero. Neben den Klassikern der

Tex-Mex-Küche wie Enchiladas, Burritos

und Burgern bietet das Bolero viele

Highlights aus Mediterranien wie Bruschetta,

knackige Salate, Pasta, Steaks

und vegetarische Gerichte. Die Philosophie

des Boleros steht für ehrliche

Trendgastronomie mit einem attraktiven

Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Cocktailkarte

umfasst über 120 alkoholische

und nichtalkoholische Kreationen. Ausgewählte

Biere, ausgezeichnete Weine,

Prosecco und Champagner sowie viele

weitere Drinks runden das Angebot ab.

Wohnküche

Durchatmen, entspannen und genießen

in der „New Casual Kitchen“ mit

Sommerterrasse und Weserblick im

Weserhaus bei Radio Bremen. Die abwechslungsreiche

Speisekarte in der

Wohnküche möchte deutsche Esskultur

mit mediterraner Leichtigkeit vereinen,

vorzugsweise aus heimischen

Produkten. Das Restaurant verzichtet

nach eigenen Angaben soweit möglich

auf Zucker, Industriefette, Geschmacksverstärker

und Konservierungsmittel.

Feiern, wo die Promis talken: Für Konferenzen,

Hochzeiten, Jubiläen und Fir-

Der Weser-Boulevard Schlachte ist der größte

Bremer Biergarten. Rund 2000 Plätze und ein

breites gastronomisches Angebot sorgen für ein

reges Treiben in der warmen Jahreszeit. Abends

den Blick auf die Weser genießen – das ist ein

Anziehungspunkt der Extraklasse (Fotos links

und oben). Beschaulicher, aber nicht weniger

entspannend geht es im Viertel zu. Der Platz

vorm Bremer Theater wirkt auf viele wie eine

kleine Oase unter Palmen mitten in der Stadt

(Mitte und unten).

Fotos: T. Grziwa

23


GastrONOmie

24

Bremen ist nicht nur grün, sondern auch maritim: Ob bei „Emma am See“ im Bürgerpark (Foto oben, auf dem Theaterschiff am Weser-Boulevard Schlachte

(mitte) oder am „Weserbogen“ in unmittelbarer Nähe des Weser-Stadion – zahlreiche Plätze locken bei gutem Wetter zu einem kühlen Getränk oder einer

kleinen Leckerei.

Fotos: W. Schwarz, BTZ


menfeiern stehen das „3nach9“-Studio

von Radio Bremen, zahlreiche Seminarräume

sowie ein Innenhof zum Mieten

zur Verfügung.

Osteria

Die Osteria ist der italienische Klassiker

direkt am Fluss. Sie bietet eine offene

Küche, einen Holzkohlengrill und – so

die Eigenwerbung – die schönsten Weine,

die Italien zu bieten hat.

Traditionelle italienische Küche, von

höchster Qualität, für anspruchsvolle

Genießer – dafür stehen Osterias in Italien.

Und diesem Anspruch sieht sich

auch die Osteria in Bremen verpflichtet.

Fleisch- oder Fischgerichte und köstliche

Pasta locken Feinschmecker ins Lokal

an der Weserpromenade Schlachte.

Abgerundet wird das Speisenangebot

durch eine reiche Weinauswahl.

Theaterschiff Bremen - Bühne 3

Die Bühne 3 ist eine Mischung aus Bistro,

Restaurant und Bar – ein außergewöhnlicher

Ort, auch für Feiern, Konferenzen

und Präsentationen. Auf dem

Theaterschiff Bremen werden überwiegend

heitere Stücke und Gastspiele

präsentiert. Passend dazu serviert das

Bistro Bühne 3 leichte Kost, mediterran

angehaucht. Direkt auf der Weser vertäut,

kann von hier das Treiben auf dem

Fluss beobachtet werden. Auch Familien-

und Firmenfeiern lassen sich auf der

Bühne 3 in entspannter Atmosphäre an

Bord feiern.

Café Classico

Vis-à-vis vom Bremer Rathaus in klassischem

Ambiente bietet das Café

Classico Frühstück, Mittagessen und

Abendessen, dazu selbst gemachte Kuchen-

und Eisspezialitäten. Wechselnde

Gerichte der Wochenkarte ergänzen

das Angebot internationaler Speisen.

Seinem Namen alle Ehre macht das

Kaffeehaus mit frischen Torten aus der

hauseigenen Konditorei. Zum gemütlichen

Kaffeesieren wird Bremer Lloyd

Caffee gereicht. Im Sommer bietet das

Kaffeehaus Classico Plätze im Freien,

von denen sich Bremens „Gute Stube“,

der historische Marktplatz, herrlich genießen

lässt.

Intermezzo - Café, Bistro,

in der Glocke

Zentraler geht‘s kaum: Das Intermezzo

ist am Dom und dem Konzerthaus Glocke

gelegen, mit einem der schönsten

Bremer Sommergärten im Innenhof. Direkt

rechts vom Dom befindet sich das

Intermezzo mit seiner großen Außenterrasse,

im malerischen Bibelgarten gelegen.

Eine Oase der Ruhe, mitten in der

Stadt. Serviert werden knackige Salate

und krosse Flammkuchen, gekühlte Getränke

und tolle Weine, BioEis von Kaemena

aus dem Blockland.

Hofbräu-Landgericht

Dieser Ort ist sicher: Der Biergarten befindet

sich im historischen Innenhof des

Landgerichts Bremen in der Stadtmitte

und verwöhnt seine Gäste mit einer

einmaligen baulichen Atmosphäre und

typisch bayerischen Speisen und Getränken.

Theatro - Café, Tapas y más

Das Restaurant und Café an der Kulturmeile

direkt am Bremer Theater und in

der Nähe der Kunsthalle wirbt mit ei-

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GASTRonomie

Das Traditionslokal Waldbühne ist so etwas wie die „Mutter aller Biergärten“ in Bremen (oben links). Am Rande des Bürgerparks direkt am Findorffer

Torfkanal ist das Port Piet der Anziehungspunkt (unten links). Eine Sonderstellung im Bürgerpark: Emma am See (rechts oben). Nicht nur bei Fahrradausflüglern

beliebt: das Haus am Walde (rechts unten).

Fotos: T. Grziwa

26

ner frischen Küche von Tapas bis Pizza.

Das Theatro am Goetheplatz ist längst

kein Geheimtipp mehr. Hier trifft man

Spieler von Werder Bremen, Ensemblemitglieder

des Theaters, Touristen

aus aller Welt und Viertelbewohner. Ob

draußen unter Palmen oder drinnen – das

Theatro bietet das ganze Jahr über ein

Plätzchen für alle Fans der mediterran

angehauchten Küche. Das Angebot ist

breit gefächert: Von Frühstück, Brunch

und Mittagessen bis hin zu spätabendlichen

Snacks ist für jeden etwas dabei.

Kulinarisch locken Leckereien wie

eine große Vielfalt an Tapas, Pizzen und

Pastagerichten sowie die wechselnden

Abendkarten. Kuchen und Torten stammen

aus der hauseigenen Konditorei der

Meierei im Bürgerpark. Die Getränkekarte

überzeugt durch Abwechslungsreichtum:

von Kaffeespezialitäten über

Weine aus aller Welt bis zu Cocktails. Für

stimmungsvolle Überraschungen sorgen

die ausgefallenen Aktionen auf dem

Goetheplatz wie Public Viewing bei der

Fußballeuropameisterschaft oder Opern

des Theaters auf dem Goetheplatz.

Haus am Walde

Das Haus am Walde liegt direkt an Bremens

„grüner Lunge“, dem Stadtwald

und Bürgerpark sowie in der Nähe zum

Naherholungsgebiet Wümmewiesen

und dem Unisee. Auch Fahrradausflügler

kehren hier gerne für eine Verschnaufpause

ein.

Tägliches Frühstück ab 9 Uhr, Mittagstisch

von 12 bis 15 Uhr, Kaffeespezialitäten

und ein selbstgebackenes Kuchenangebot.

Das Restaurant mit seinem

offenen Kamin ist ein beliebter Treffpunkt.

Der große Biergarten bietet viele

Plätze zur Ruhe und Erholung. Beliebt

sind auch die Open-Air-Konzerte auf der

Freiluftbühne. Ob im Schatten alter Kastanien

oder am Pampasgras in der Sonne:

Viele der Gäste fühlen sich wohl wie

im heimischen Garten. Seit 1993 bietet

das Haus am Rande des Stadtwaldes

ein interessantes und anspruchsvolles

Sommerprogramm für den Kulturinteressierten

und Ausflugsgast. Das Motto

„umsonst und draußen“ ist bis heute der

eigene Maßstab.

Emma am See

Mitten im Bürgerpark, am Emmasee,

liegt das Restaurant Emma am See.

1963 entstand mit Mitteln der Bürgerpark-Tombola

das jetzige zweigeschossige

Kaffeehaus im Stil der „klassischen

Moderne“. Die Gäste schätzen den idyllischen

Ausguck auf die Ruderboote

oder das Fahrgastschiff „Marie“ beim

Rumschippern. Die Speisekarte bietet

viele saisonal wechselnde Gerichte an,

zum Beispiel zur Spargelzeit oder zu den

traditionsreichen Kohlfahrten im Winter.

Das Ambiente direkt am See lädt auch

zu Familienfeiern ein.

Waldbühne

Die Waldbühne ist ein wahrer Klassiker

der Bremer Gastronomie unter freiem

Himmel und ein beliebter Treffpunkt

nach dem Sonntags-Spaziergang im

Bürgerpark. Abseits vom Betrieb der

Großtadt ist die Waldbühne eine beliebte

Gartenwirtschaft geworden.

Meierei im Bürgerpark

Die traditionsreiche Meierei im Bürgerpark

nimmt eine Ausnahmestellung ein:

Der Biergarten im Innenhof ist so etwas

wie eine Edelvariante der Freiluft-Gastronomie.

Port Piet

Der Biergarten in Findorff serviert

Flammkuchen, Suppen, Salate und vieles

mehr. Entspannen direkt am Wasser,

Liegestühle, Kinderspielzeug und der Kanuverleih

sind gleich nebenan. Ob unter

schattenspendenden Bäumen oder auf

den Liegen in der Sonne mit Blick auf den

Torfhafen: Im Port Piet findet man sicher


einen Platz zum Erholen und Genießen.

Geöffnet ist der Biergarten von April bis

Oktober bei gutem Wetter.

Café Sand

Nahezu unübersehbar an der Weser:

Das Café Sand bietet ganzjährig einen

herrlichen Blick auf die Weser. Mit dem

wohl größten Außenbereich Bremens

(nach dem Weserboulevard Schlachte)

ist das Café im Sommer ein beliebtes

Ausflugsziel. Auch Kinder finden hier

genug Platz zum Toben.

„Bremen Brunch

in Concert“

Weserbogen

In unmittelbarer Nähe des Weser-Stadions

und direkt am Seglerhafen gelegen,

ist das Café Weserbogen mit seinem

Biergarten und dem fantastischen

Blick auf die Weser eine idyllische Alternative

zu den trubeligeren Plätzen

am Fluss.

Der Kuhhirte

Der Biergarten auf der Neustädter Weser-Seite

mit Saloon und großer Bühne

ist ein beliebter Anlaufpunkt für Fahrradtouren,

Kohlfahrer, Geburtstagskinder

oder die Herren auf Vatertagstour.

Leierkasten

Kaum jemand würde hier mitten in der

Stadt einen Biergarten vermuten. Doch

zwischen Geteviertel und Peterswerder

findet man, im Schrebergartengebiet

gelegen, ein uriges Lokal mit dem Namen

Leierkasten. Angeblich läuft der

Ausschankbetrieb bereits seit dem 17.

Jahrhundert. Dementsprechend idyllisch

und verträumt ist die Atmosphäre.

Zwischen Eichen, Kastanien und wild

wachsendem Kraut ist der Leierkasten

ein echter Geheimtipp in Sachen Freiluft-Bier.

Neben einer großen Weinkarte

gibt es auch Deftiges: Bratwurst

mit Sauerkraut, Frikadellen und Gulaschsuppe

und sogar einen echten bayrischen

Wurstsalat. Aber auch Pasta und

leichte Gerichte stehen auf der Karte.

Bei gutem Wetter sind die 120 Plätze

dann auch häufig gut gefüllt, so ass man

sich lieber rechtzeitig einen Platz sichern

oder etwas Zeit mitbringen sollte.

Im stillen Frieden

Ein romantischer Name, ein romantischer

Rückzugsort im Kleingartengebiet

Nähe Gete. Ob Ausflug, Geburtstag,

Hochzeit, Weihnachtsfeier, Taufe, Betriebsfeier

oder Firmenjubiläum: Dank

der Terrassenverkleidung können auch

an kalten oder regnerischen Tagen bis

zu 80 Gäste geschützt feiern. ■

Zum letzten Mal vor der

Sommerpause heißt es

am Sonntag, 5. Juni, von

11.30 bis 15 Uhr wieder „Bremen

Brunch in Concert“ im Swissôtel

Bremen am Hillmannplatz.

Musikalischer Gast ist der polnische

Pianist Marcin Losik, dessen

Jazz-Konzert mit einem exquisiten

Brunch verbunden ist. Im

gegenwärtigen Jazz gibt es wieder

jede Menge polnische Talente zu

entdecken. Einer dieser interessanten

Musiker ist der feinfühlige

Pianist Marcin Losik, der seine eigenen

slawischen Wurzeln in den

modernen Jazz überträgt. Dies

gelingt und ist ein Beispiel für die

lebendige Auseinandersetzung

polnischer Künstler mit dem Jazz

und ihrem musikalischen Erbe.

Marcin Losik absolvierte eine

Ausbildung als klassischer

Pianist. Aus der Lehre heraus

entwickelte er einen eigenen

Kompositionsstil, der ihn immer

wieder zum Jazz oder besser:

zur improvisierten Musik führt.

Er nutzt seine improvisatorischen

Fähigkeiten und ist dabei

immer auf der Suche nach neuen

Ausdrucksmöglichkeiten der

harmonischen Phrasierung. Seine

Kraftvoller Jazz, leckerer Brunch und coole

Drinks: der Programm-Tipp im Swissôtel

Bremen am Hillmannplatz.

Experimente mit Akkorden und

Intervallen führen ihn in neue

musikalische Sphären hinein.

Bislang komponierte er 30 Jazzarbeiten.

Auf der Bühne ist Marcin

Losik ein lyrischer Musiker mit

großer innerer Ruhe. Er kann

jedoch auch „ausbrechen“ und

als kraftvoller Spieler der Musik

hohen Ausdruck verleihen. 2007

erhielt er für seine Arbeit einen

Preis beim renommierten „Jazz-

Piano-Festival“ in Warschau.

Frank Sommer, Küchenchef des

Swissôtel Bremen, erstellt für

„Bremen Brunch in Concert“ ein

spezielles Büfett außerhalb der

normalen Frühstückskarte, das

er jeweils um einige Spezialitäten

aus dem Herkunftsland des

Künstlers ergänzt.

„Bremen Brunch in Concert“,

Konzert mit Marcin Losik,

Sonntag, 5. Juni 2016, 11.30 Uhr,

Swissôtel Bremen,

Hillmannplatz 20, 28195 Bremen,

Telefon 0421-62 000 0

Eintritt: 31,90 Euro inkl. Konzert,

Brunch, Sektempfang und Softgetränken

27


Reise

IM ZEICHEN DER ZUNFT

Flößerfest in Lenggries

Lenggries. In diesem Sommer steht

das Jahrhunderte alte Handwerk in

Lenggries im Mittelpunkt. Tourismus

Lenggries lädt am 18. Juni zum großen

Flößerfest mit Markttreiben. Mit

dabei sind Flößer aus ganz Europa,

die sich erstmals in der Isargemeinde

zum Jahrestreffen der Internationalen

Flößervereinigung einfinden. Mittelalterliche

Berufe werden ab 10 Uhr am

Rathaus in Lenggries wieder lebendig.

Während sich Schmiede, Drechsler

und Weidenflechter über die Schulter

schauen lassen, können Besucher an

den Ständen regionale Produkte und

handgemachte Unikate erwerben. Infos:

www.lenggries.de. (emsn)

28

EGGENTALER BALANCEWOCHEN

Sich selbst finden

in Südtirol

Eggental. Das Südtiroler Eggental legt

diesen Sommer erstmals ein Balance-Programm

für Urlauber auf. Unter

dem Motto „Sagenhafte Dolomiten –

Neue Wege zu Dir selbst“ wird vom 4.

Juni bis 2. Juli das Thema Entspannung

groß geschrieben. So wird am 23. Juni

die Sommersonnenwende mit großem

Feuer und Geschichtenerzählen gefeiert.

Am 25. Juni verwandelt sich das

Latemar-Gebirge in eine natürliche

Konzerthalle und bietet die Kulisse

für die theatralische Wanderung mit

Musik. Infos: www.eggental.com/balance.

(emsn)

SCHWEDISCHE RIVERIA

Promis und Beachboy

Tylösand. Wer Promis und Sternchen

in Schweden nur in der hippen

Hauptstadt Stockholm vermutet, liegt

falsch. Im Sommer tummeln sich

schwedische und internationale Stars

an der Westküste, im In-Badeort Tylösand.

Models und Millionäre, Rocker

und Regierungsmitglieder verbringen

ihre Sommerfrische an der „schwedischen

Riviera“. Neben dem sieben

Kilometer langen Sandstrand mit

herrlichen Dünen sowie den Sommervillen

der schwedischen High Society

ist Tylösand auch für einen der exklusivsten

Golfclubs des Landes – Halmstad

Golfklubb – bekannt. Außerdem

berühmt: die After Beach-Konzerte

im „Solgården“ des Hotels von Roxette-Popstar

Per Gessle. (emsn)

Barcelona

Die hHghlights der der Stadt und Ausflüge in die Umgebung

Von Nicole Schmidt

Die Basilika Sagrada Familia,

Strand, Shopping oder einfach

nur Tapas schlemmen:

Barcelona bietet Ausflugsziele

ohne Ende. Langweilig

wird es dem Besucher in einer schönsten

Metropolen Europas sicher nicht.

Aber was ist, wenn man nur ein verlängertes

Wochenende, also maximal drei

Tage Zeit hat?

Tipps für einen Kurztripp

Mit ihrem mediterranen Klima und ihren

breiten Boulevards ist Barcelona

eine Stadt zum Bummeln ohne Eile. Auf

dem Paseo de Gràcia stoßen die Besucher

auf exklusive Geschäfte und repräsentative

Gebäude von Gaudí wie Casa

Batlló oder La Pedrera. Für die beiden

sehenswerten Stadtvillen sollte man

sich jeweils zwei Stunden Zeit lassen.

Leider sind die Besichtigungen der beiden

Gaudí-Villen kein Schnäppchen:

Erwachsene zahlen 21,50 Euro für die

Casa Battló und 20,50 Euro für La Pedrera.

Um lange Wartezeiten zu umgehen,

sollten die Tickets vorher online

gebucht werden (www.barcelona.de/

casa-mila-tickets).

Die Straßen des Gotischen Viertels

führen zu Sehenswürdigkeiten wie der

Kathedrale oder dem Palast der Generalitat

sowie zu so reizenden Plätzen

wie dem Plaza del Rey und dem Plaza

Sant Jaume. Zu Fuß erreichen die Gäste

auch den Stadtteil La Ribera mit einer

der schönsten Kirchen der Stadt, Santa

María del Mar. Umgeben von Künstlern

und Blumenhändlern gelangt man weiter

über die berühmte Rambla bis ans Meer,

entlang an Orten wie dem Opernhaus

Gran Teatro del Liceo, dem herrlichen

Boquería-Markt und dem Güell-Palast.

Im Park Güell im Norden der Stadt

gibt es nicht nur eine wunderschöne

natürlich gestaltete Parkanlage von

Gaudí, sondern auch einen der schönsten

Panoramablicke auf die Stadt. Die

Besucherterrasse mit der wellenförmig

geschwungenen Bank an der Kante bietet

sich zum Ausspannen an. Weite Teile

des Parks können kostenfrei besichtigt

werden, lediglich für die Terrasse und

den Zugang zur berühmten Treppe sind

8 Euro Eintritt zu entrichten.

Und zum Abschluss eines erlebnisreichen

Tages in Barcelona gibt es nichts

Besseres als einen gemütlichen Bummel

über die Strandpromenade.

Nach Tagen zwischen Monumenten,

Museen, Shops und Cafés bietet sich

eine Auszeit vom urbanen Lifestyle an.

Rund um Barcelona gibt es Ausflugsziele,

die in knapp einer Stunde zu erreichen


Die großzügige Parkanlage Güell wurde von Gaudí

entworfen und ist Teil einer Wohnanlage.

sind. Entweder organisiert man sich mit

einem U-Bahn-Ticket den Weg dorthin

oder nutzt den Hop-On-Hop-Off-Bus.

Der fährt auf zwei und im Sommer sogar

drei Linien quer durch die Stadt (24 Euro

für einen Tag, 38 Euro für zwei Tage. Bei

Online-Buchung gibt es Rabatte: www.

barcelona.city-tour.com/de). Wer es luftiger

mag, mietet sich ein Fahrrad oder

einen Motorroller.

Weintourismus im Penedès

Tipp

Der Penedès ist eine Weinidylle nur

eine halbe Stunde von Bacelona entfernt,

wie sie im Buche steht – Reben,

so weit das Auge reicht, durchbrochen

nur von traditionellen Landhäusern und

Weinkellern, deren Türen Besuchern offen

stehen. Weinproben sind integraler

Bestandteil einer Erkundungstour. Die

großen Architekten des Modernismus

haben diese außergewöhnlichen

Bauwerke den Weinbauern

der Region gewidmet,

und mit Recht spricht

man hier nicht von Weinkellern,

sondern von Kathedralen.

Egal, ob für einen Tag oder einen

mehrtägigen Kurztrip – der Penedès

ist ein Ausflugsziel für Genießer in unmittelbarer

Nähe von Barcelona (www.

enoturismepenedes.cat/de).

Wanderung durch drei Naturparks

Infos gibt es unter:

www.spain.info/de

Die Provinz von Barcelona (45 Minuten

entfernt) ist eine echte Wanderregion .

Durch die drei Naturparks Montseny,

Sant Llorenç i l’Obac und Montserrat

führt der 106 Kilometer lange Fernwanderweg

Els Tres Monts zu den schönsten

Landschaften der Provinz. Still und

unberührt umgeben die Landschaften

des Montseny den Wanderer, wild und

abrupt präsentiert sich dagegen Sant

Llorenç del Munt. Am Ende der Wanderung

warten die fast surreal anmutenden

Felslandschaften des Montserrat.

Auf sechs Etappen, deren Länge zwischen

3,5 und 24 Kilometern variiert,

führt der Weg durch unberührte Naturlandschaften,

in kleine Dörfer und zu

urigen Landhäusern – die perfekte Ergänzung

zu einem Citytrip.

Spiritualität und Natur

am Montserrat

Nirgendwo schlägt das spirituelle Herz

Kataloniens so leidenschaftlich wie am

Montserrat. Vor 1200 Jahren soll dort die

Jungfrau Maria einigen Hirtenkindern

erschienen sein, kurz darauf

fand man in einer Höhle

das geheimnisvolle Bildnis

einer schwarzen Madonna.

Sie steht bis heute im Zentrum

des religiösen Kultes

am Montserrat, der inzwischen ein gewaltiges

Benediktinerkloster beherbergt

und Anziehungspunkt für Pilger aus

aller Welt ist. Die mythischen Felslandschaften

faszinieren mit immer neuen erstaunlichen

Formen: Groteske Fabeltiere,

gigantische Felsnadeln und steinerne

Leiber bleiben als fantastische Erinnerungen

an die Landschaft des Montserrat,

was nur eine Stunde von der Metropole

entfernt ist, für immer im Gedächtnis

(www.montserratvisita.com/de).

Die Sagrada Familia ist riesig, weshalb sie oft

als Kathedrale bezeichnet wird.

Der Berg Mont Serrat liegt ungefähr 45 Kilometer

von Barcelona entfernt.

Die Rambla ist die Flaniermeile der Stadt und

führt bis zum Hafen.

Fotos: Pixabay

29


Familie

30

Theater Bremen

Sportliche

Konzerte

Wer schießt die schönsten Tore

und wer kann am schnellsten

rennen? Passend zum sportlichen

Sommer werden Moni,

die Möwe, und ihr Freund Wolle

aktiv. Die Fußball-EM in Frankreich

steht direkt vor der Tür,

gefolgt von den Olympischen

Spielen in Brasilien. Sportlich

lassen es auch die Bremer Philharmoniker

angehen, die für

dieses Konzert die schönsten

Hymnen, die rasantesten Wettläufe

sowie die mitreißendste

Musik zum Anfeuern und Mitsingen

auf dem Kasten haben.

(emsn)

Premiere ist am Sonntag,

29. Mai, um 11 Uhr im Theater

Bremen. Weitere Termine:

Dienstag, 31. Mai, um 9.30 Uhr

und Sonntag, 12. Juni, um 11 Uhr.

Dodenhof

Spielparadies

im Juni

Im Juni zieht es die kleinen Besucher

wieder nach draußen, wenn

im Dodis-Spielparadies Outdoor-Aktionen

stattfinden. Ob

Schwungtuchspiele oder Sandbilder,

verschiedene Basteleien

oder Toben auf dem Abenteuerspielplatz

– die Kids können im

Freien herumtollen. Der ganze

Monat steht im Zeichen von Tierkindern:

Bastelaktionen zu Kätzchen,

Fohlen und Co. stehen auf

dem Programm. (emsn)

Das Spielparadies hat täglich von

Montag bis Sonnabend von 10 bis

19 Uhr geöffnet – die Betreuung

ist kostenlos. Jeden Freitag in

der Zeit von 15 bis 17 Uhr wird

gebastelt.

Der Sommer kann kommen

Kultur, Natur und Sport: Bremer Kinder haben die Wahl

zwischen neuen und bewährten Angeboten

Von Nicole Schmidt

Jedes Jahr stehen Eltern vor der Frage

wie sie sechs Wochen Sommerferien

überbrücken können. Spielen, backen,

Sport und Ausflüge – in Zusammenabeit

mit zahlreichen Vereinen, Institutionen

und engagierten Personen ist in

der Hansestadt ein buntes Ferienprogramm

entstanden. Also gibt es keinen Grund für

Daheimgebliebene, traurig zu sein.

Ferien im Sportverein

Die großen Bremer Sportvereine bieten

zum Beispiel in Kooperation mit der Sportjugend

ein Programm für Kinder zwischen

sechs und zwölf Jahren an. Zahlreiche Bremer

Sportvereine werden die Kids auch in

diesem Jahr von Montag bis Freitag jeweils

von 9 bis 15 Uhr betreuen. Die Teilnahme

kostet zwischen 30 und 60 Euro, einschließlich

Mittagessen. Es nehmen teil: BTV 1877,

TuS Komet Artsen, TV Eiche Horn, TV

Bremen Walle, TuS Huchting, TSV Osterholz-Tenever,

SG Marßel, Tura Bremen und

TS Woltmershausen. Weitere Infos gibt es

unter www.bremer-sportjugend.de.

Außerdem hat der Verein Impulsgeber

Zukunft wieder den beliebten Newsletter

„Kinderferienbetreuung“ mit Angeboten für

die Auszeit von der Schule herausgebracht.

Darin sind Teilnehmer wie die Volkshochschule,

die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen,

das Bürgerhaus Weserterrassen, die

Hochschule für Künste Bremen und viele

mehr vertreten. Auf der Internetseite www.

impulsgeber-zukunft.de unter dem Punkt

„Newsletter“ finden sich alle Informationen.

Die Angebote sind so breit gefächert

und über die gesamten Ferien verteilt, dass

für jeden Geschmack un Zeitplan etwas dabei

ist. So bietet zum Beispiel „Das Handwerk“

in Bremen einzigartige Einblicke in

die Themen Backen, Frisuren, Tischlerei

und Auto an.

Geheimtipp Spieltreff

Ein Geheimtipp ist nach wie vor der

Spieltreff im Bürgerpark. Auf der Rasenfläche

am Marcusbrunnen tummeln sich

nicht nur Kleinkinder, sondern auch Schulkinder,

Jugendliche und Erwachsene, um

das Spiel- und Sportangebot dienstags und

donnerstags von 15.30 bis 18.30 Uhr zu nutzen.

Bremen-1860-Übungsleiter Raimund

Michel läutet die Sommersaison am Dienstag,

21. Juni, um 16 Uhr ein. In den Sommerferien

wird das Angebot an den beiden

Tagen zusätzlich um die Zeit von 10 bis 12

Uhr erweitert.

Kurz vor den Sommerferien erscheint

das Sommerferienprogramm des Kreissportbundes

(KSB). Seit 1975 beschäftigt sich der

KSB mit dem Wohlergehen von daheimgebliebenen

Mädchen und Jungen. Es beteiligen

sich über 80 Vereine, Verbände und

Jugendeinrichtungen daran. Infos gibt es

unter www.ksb-bremen-stadt.de. Die Auftaktveranstaltung

findet am Sonnabend, 25.

Juni, ab 13 Uhr auf dem Bremer Marktplatz

statt. Geplant sind Auftritte von Raimund

Michels und den Bremer Stadtmusikanten.

Zahlreiche Sport- und Spielgeräte laden

zum Ausprobieren ein.

Am Sonnabend, 16. Juli, steht das Bergfest

an – die Hälfte der Ferien sind rum. Das

muss am Werdersee kräftig gefeiert werden.

Ab 15 Uhr geht es in Höhe der DLRG-Station

mit Spiel und Spaß los. Zum Abschluss

gibt es wieder das traditionelle „Kinderfest“

im Bürgerpark. Am Sonntag, 7. August, von

11 bis 18 Uhr wird zum 27. Mal gefeiert.

Über 100 Vereine und Organisationen aus

ganz Deutschland werden mit 800 ehrenamtlichen

Kräften dabei sein und den Park

in ein riesiges Spielfest verwandeln.

Fotos: FR


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Kunterbuntes Sommerfest

Jugendfarm Habenhausen

Foto: FR

Am Sonntag, 12. Juni, findet zwischen

11 und 17 Uhr das Sommerfest

für die ganze Familie

statt. Die Kinder- und Jugendfarm an

der Ohserstraße in Habenhausen lädt

zur Open-Air-Veranstaltung ein. Auf

dem Programm stehen Ponyreiten,

Treckerfahren, Kinderschminken, ein

Bungee-Trampolin und weitere Attraktionen.

Die Angebote sind nach

einem kleinen Eintrittsgeld von 3 Euro

pro Person beziehungsweise 10 Euro

für ein Familienticket kostenfrei. Gesponsert

wird das Fest von dem Verein

„Aktion Hilfe für Kinder“, sodass

der gesamte Erlös der Farm zugutekommt.

(nic)

Info

Weitere Informationen unter:

www.jugendfarm-habenhausen.de

Ferienprogramm

und Sodenmattfest

Stadtteilfarm Huchting

Spaß für die

ganze Familie

Die Stadtteilfarm Huchting bietet

auch in diesem Jahr wieder

ein umfangreiches Ferienprogramm

von Ziegenpflege über

Aquarellmalerei bis hin zur Naturschutzgruppe

an. Als Highlight steht

das Sodenmattfest am Sonnabend,

18. Juni, von 14 bis 18 Uhr auf dem

Programm. Auch interessant sind der

Schmiedeworkshop sowie die Kräuterwerkstatt.

(nic)

Info

Infos gibt es unter der Rufnummer

588421 sowie im Internet unter

www.stadtteilfarm.de.

Der größte Zeppelin, das teuerste

Flugzeug, die schnellste Rakete –

fast alle Menschen lieben es, von

Rekorden zu hören. Da kommt die neue

Science-Show „Hoch hinaus!“ im Universum

gerade recht. Dort erfahren Besucher

jedes Alters, welche ungewöhnlichen

Dinge in die Luft steigen können.

Bei der 20-minütigen Vorführung fliegt

beispielsweise eine selbst gebastelte

Papierrakete bis zu 40 Meter weit. Beim

Miträtseln und Ausprobieren lernen die

Gäste spielerisch die Grundsätze der Aerodynamik

kennen. (emsn)

Info

Die neue Science-Show läuft bis zum

30. September täglich um 12 und 15 Uhr

im Universum Bremen.

Ferienbetreuung Bremen 1860

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Bremen 1860 bietet seit 2008 an jedem Werktag in den

Schulferien von 7 bis 17 Uhr auf dem Vereinsgelände von

Bremen 1860 am Baumschulenweg ein buntes Ferienprogramm

für Kinder an. In den Räumlichkeiten und auf dem

Vereinsgelände von Bremen 1860 werden die Kinder bei

Sport, Spiel über den Tag betreut.

Info

Das Anmeldformular gibt es unter: www.bremen1860.de

31


Wohnen & Leben

Neue Bäder braucht das Land

Schon kleine Erneuerungen können viel bewirken

Wer heute neu

den einfach auf dem vorhandenen

Untergrund befestigt

baut oder einen

umfassenden

Um-

vorhandenen, alten Fliesen.

– zum Beispiel direkt auf den

bau plant,

Wenn die Platten fest montiert

nimmt immer häufiger Abschied

vom Prinzip abgetrennter

Räume. Stattdessen

gehen die einzelnen Lebensbereiche

in modernen

Wohnkonzepten fließend ineinander

über. „Es begann

mit den offenen Wohnküchen

und setzt sich nun

auch im privaten Wellnessbereich

fort“, erklärt Fachjournalist

Martin Schmidt

vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Das Wellnessbad

und das Schlafzimmer

beispielsweise würden

immer stärker zu einem

sind, kann der Heimwer-

ker ganz nach Wunsch neu

fliesen oder verputzen - für

eine Badmodernisierung im

Expresstempo.

Kleine, aber zielgerichtete

Anpassungen im Badezimmer

können speziell für Senioren

den Komfort und die

Sicherheit bei der täglichen

Hygiene erheblich steigern.

Zu den günstigen Umbauoptionen

zählen beispielsweise

der Austausch der Wanne gegen

eine geräumige Dusche,

der Einbau einer Badewannentür

oder der Einbau eines

einzigen Entspannungsraum

Einstieges in die vorhandene

zusammenwachsen.

Wanne.

Die Räume wirken auf diese

Weise großzügiger und gefälliger,

ohne dabei an Privatsphäre

zu verlieren.

Im neuen Entspannungsraum

Schon eine neue Armatur

kann dem Badezimmer

eine frische Note verleihen

und zugleich für spürbar

mehr Komfort beim Hände-

Badezimmer kann

waschen oder Zähneputzen

meist sogar eine Sauna integriert

werden. Besonders Mit Fertigbauelementen lassen sich selbst Waschtische nach

sorgen. Bei den meisten Armaturen

ist der Griff zentral

großzügig und leicht kommen

Saunen mit vollflächigen

eigenen Ideen entwerfen.

Foto: djd/Qboard oben angebracht. Alternativ

gibt es aber auch immer

Verglasungen daher. Mit dem vie-

len Glas, edlen Hölzern und aktuellen

Eine überfällige Badmodernisierung

wird von vielen Haus- oder Wohnungseigentümern

mehr Modelle mit seitlicher Bedienung.

Sie sind meist großzügig dimensioniert

Trendfarben wirken die Saunen fast wie

hinausgeschoben, da sie und setzen eindrucksvolle Akzente

ein Möbelstück, das sich im persönlichen

Stil gestalten lässt - verbunden mit einem

Hauch von Luxus. Der neue Mittelpunkt

der Wellness-Oase sollte im Übrigen idealerweise

auf Maß geplant werden, um

beispielsweise eine vorhandene Nische

im Badezimmer sinnvoll zu nutzen.

die Lärm- und Schmutzbelästigung sowie

hohe Kosten fürchten. Dabei gibt es

heute technische Lösungen, die diese

Belastungen deutlich reduzieren. Spezielle

Trockenbauelemente erleichtern die

Arbeit erheblich. Die wasserfesten und

wärmedämmenden Fertigbauteile wer-

am Waschplatz. Zudem bieten seitenbediente

Armaturen den Vorteil, dass

Wasser, das von den Händen tropft, keine

Spuren auf dem Auslauf hinterlässt.

Die glänzende Chromoberfläche bleibt

länger sauber und muss seltener gereinigt

werden. (djd)

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Beim altersgerechten Umbau werden

einbruchhemmende Maßnahmen gefördert

Um fast zehn Prozent auf mehr als 167.000 Fälle dürfte

2015 die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland

gestiegen sein. Das berichtete die Tageszeitung

„Die Welt“ in einer Vorabmeldung, offiziell liegen die Zahlen

noch nicht vor. Speziell Senioren werden immer wieder

Opfer von Dieben. Diese suchen sich die älteren Menschen

oft gezielt aus, weil sie bei ihnen vermeintlich leichteres

Spiel haben. Der Staat hat auf die steigenden Einbruchszahlen

reagiert: Von der KfW gibt es Zuschüsse zum Einbau

einbruchhemmender Maßnahmen. Die entsprechenden

Fördermittel lagen ursprünglich bei zehn Millionen Euro

pro Jahr – nun sollen sie auf 50 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt

werden.

Gerade Senioren sollten wegen der besonderen Gefahren

ihr Haus oder ihre Wohnung vor Langfingern gut schützen.

„Wer sein Haus altersgerecht umbaut, kann bei der Gelegenheit

auch effektiv in die Sicherheit investieren“, meint Florian

Lauw, Sicherheitsexperte bei ABUS. Vom Staat würden gerade

solche Maßnahmen maßgeblich unterstützt: „Werden

Einbruchsicherungen während eines altersgerechten Umbaus

integriert, können KfW-Zuschüsse von insgesamt bis zu

6250 Euro beantragt werden.“ Unterstützt werde die Integration

von Alarmanlagen und Eingangsüberwachung sowie

die Nachrüstung etwa mit Tür-Zusatzschlössern. „Alle Maßnahmen

sollten darauf ausgerichtet sein, Täter gar nicht erst

ins Haus gelangen zu lassen“, so Lauw. (djd)

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Fast alle deutschen Bundesländer besitzen

mittlerweile gesetzliche Regelungen

zur Rauchwarnmelderpflicht. Bei

der Ausstattung von Bestandsimmobilien

mit den kleinen Lebensrettern

gibt es allerdings große regionale Unterschiede,

das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag

von Hekatron. In Baden-Württemberg etwa ist

bereits durchschnittlich jeder zweite Raum mit

einem Rauchwarnmelder ausgerüstet, in Bayern

dagegen nur jeder vierte, in den übrigen

Ländern schwankt die Ausstattungsquote zwischen

30 und 35 Prozent. Auch beim Wissen

um die Rauchwarnmelderpflicht traten große

Unterschiede zutage: In Baden -Württemberg

wussten mit jeweils über 80 Prozent mit Abstand

die meisten Mieter beziehungsweise

Eigentümer über die gesetzlichen Vorschriften

Bescheid, in Bayern kannten diese dagegen

nur 27 Prozent der Mieter und 24 Prozent der

Eigentümer.

Bei der Installation von Rauchwarnmeldern

sollte es allerdings nicht darum gehen,

staatliche Vorschriften zu erfüllen – sondern

sich selbst und seine Familie vor tödlichen

Rauchgasen zu schützen, die bei einem Brand

entstehen. Für noch mehr Sicherheit sorgt

dabei eine neue Generation von Rauchwarnmeldern.

Diese können mit dem Smartphone

kommunizieren und geben dem Anwender

die Gewähr, dass seine Rauchwarnmelder voll

funktionsfähig sind und sein Leben im Falle eines

Brandes wirklich retten können. Damit der

Nutzer die entsprechenden Daten mit seinem

Smartphone empfangen, speichern und interpretieren

kann, benötigt er eine App, sie lässt

sich kostenfrei im „Apple App Store“ oder bei

„Google play“ downloaden. Nachdem man

drei Sekunden auf einen Testknopf am Rauchwarnmelder

gedrückt hat, werden die Daten

vom Melder zum Smartphone übertragen.

Nun lässt sich eine einfache Diagnose

durchführen und man erhält idealerweise die

Mitteilung, dass der Melder etwa im Schlafzimmer

einwandfrei funktioniert. Wenn der

Sensor verschmutzt ist oder die Batterie nach

garantierten zehn Jahren erschöpft ist, gibt

es eine Austauschwarnung. Diese Informationen

sind auf den ersten Blick verständlich

und klar. Bisher dagegen musste man immer

überlegen, was das blinkende rote Lämpchen

am Melder wohl zu bedeuten hatte. (djd)

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Flüsternder SUV

Baby-SUV Opel Mokka

Auto

Vor über drei Jahren besetzte

Opel als erste deutsche

Marke mit dem Mokka die

Segmentnische der subkompakten-SUV,

auch Baby-SUV

genannt, und trat damit in Konkurrenz

zum Skoda Yeti und Nissan Juke. Mit

seiner kleinen SUV-Version traf Opel

offensichtlich den Geschmack der Kunden.

Mittlerweile schreibt der Mokka

eine Erfolgsgeschichte, verkaufte sich

in gut drei Jahren mehr als 500.000 Mal

und wurde kontinuierlich weiterentwickelt.

Den neuen 1.6-CDTI-Diesel bezeichnet

Opel zu Recht als Flüsterdiesel.

Er ersetzt im subkompakten SUV

den aktuellen 1.7 CDTI und zeichnet

sich durch mehr Leistung (plus sechs

PS) und mehr Drehmoment (plus 20

Nm) bei weniger Hubraum und deutlich

reduziertem Verbrauch aus. Der drehfreudige

1.6 CDTI zählt zur völlig neuen

Familie von Vollaluminium-Dieseltriebwerken

von Opel. In der Version mit 100

kW/136 PS erzielt er eine in seiner Hubraumklasse

unerreichte Leistung von 85

PS pro Liter und überzeugt mit einem

Praxisverbrauch von rund fünf Litern.

Positiv fallen zudem der SUV-typisch

einfache Zustieg und dann das

luftige Raumgefühl auf. Die Sitze des

Mokka sind, wie von der Marke gewohnt,

eine Klasse für sich. Wer dann

noch den Premiumkomfort sucht, sollte

sich die Ergonomiesitze bestellen.

Die Gestaltung des Cockpits zeigt sich

sehr gelungen, und die Materialien

vermitteln einen wertigen Eindruck.

Die skulpturale Design-Handschrift

des Hauses kommt in der markenspezifischen

Gestaltung des sich in einem

weiten Bogen um den Fahrer spannenden

Cockpits ebenso zum Ausdruck

wie etwa in den kunstvoll geformten

Türverkleidungen. In diesem Ambiente

macht das Reisen Spaß. Zum Fond gibt

sich das Raumangebot naturgemäß etwas

bescheidener.

Der Mokka wird gemocht, sagen

die Verkaufszahlen. Foto: frei

Das 356 Liter große Kofferraumvolumen

erreicht beim Mokka locker

Kompaktklasseniveau, ist aber nicht

wirklich riesig. Hier verschenkt Opel

noch viel Platz in den Seitenräumen.

Nach dem Umklappen der geteilten

Rücksitzlehnen hingegen schluckt der

kleine SUV gut 1350 Liter und dann mit

manch einem kompakten Kombi mithalten.

Es spricht vieles dafür, dass der

Mokka weiterhin die Nummer eins der

Baby-SUV’s bleibt.

Preislich startet der 110 PS starke

Diesel in der Edition-Version bei 24 285

Euro. Die 136 PS-Variante mit Allradantrieb

beginnt bei 26 985 Euro. (WS)

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feiert einen weiteren Meilenstein: In Hiroshima ist der

millionste Roadster vom Band gelaufen. Die erst wenige

Monate alte neue Modellgeneration des Mazda MX-5

spiegelt die Philosophie und das Streben des japanischen

Automobilherstellers nach Fahrspaß wider. Diese rollende

Legende hält außerdem den „Guinness World Record“ als

meistverkaufter zweisitziger Sportwagen.

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Kino

Liebe, Tod und

Selbstbehauptung

Rockabilly Requiem führt zurück in die 80er-Jahre

36

Verlosung

Rockabilly Requiem feiert am

4. Juni seine Vorpremiere in der

Schauburg (offizieller Kinostart

ist der 9. Juni) in Anwesenheit

der Hauptdarsteller und des

Regisseurs. Zudem werden die

im Film auftretenden Wild Black

Jets ein Konzert spielen.

Wir verlosen 5x2 Karten für die

Vorpremiere am 4. Juni. Schicken

Sie uns eine E-Mail mit

Ihren Kontaktdaten sowie dem

Betreff „Rockabilly Requiem“ an

verlosung@stadtmagazin-bremen.de.

Einsendeschluss ist der 2. Juni

um 14 Uhr. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Von Martin Märtens

Anfang der 80er-Jahre: Nach der

großen Punk-Welle feiert der

Rock`n`Roll-Sound der 50er-Jahre

sein Comeback. Der ewige Rebel

James Dean ziert auf Postern etliche

Jugendzimmer, während aus den Boxen

der Stereoanlagen immer öfter die Musik

alter Heroen wie Eddie Cochran, Johnny

Cash oder Elvis Presley, aber auch die neuer

Künstler wie von Shakin` Stevens, The

Cramps und allen voran der Stray Cats ertönt.

Genau in dieser Zeit spielt „Rockabilly

Requiem“, ein Film über Liebe, Tod und

Selbstbehauptung, der zu großen Teilen in

Bremen und Umgebung sowie mit viel Beteiligung

aus der Hansestadt entstanden ist.

„Der Schlüsselmoment war ein stürmischer

Regenguss, als ich vor einigen Jahren

Außenaufnahmen für ,Schloss Einstein´ in

Erfurt drehen wollte. Die Verzögerung, die

er mit sich brachte, löste bei den jugendlichen

Darstellern Unruhe, fast Wut aus.

Durch diese Intensität am Set tauchten Erinnerungen

aus meiner eigenen Jugend in

meinem Kopf auf. Sie gaben den Ausschlag

für das Drehbuch, das ich dann zusammen

mit Jörg Bruhn geschrieben habe“, so Till

Müller-Edenborn. Für den Regisseur ist es

nach diversen Fernsehproduktionen der

erste Kinofilm. Da er auch das Drehbuch

geschrieben hat, steckt entsprechend viel

von ihm selbst in dem Film. „Im Protagonisten

Sebastian, der ziemlich zurückhaltend

ist und sehr viel emotionale Arbeit leisten

muss, um sich seinen Eltern entgegenzustellen

und seinen eigenen Weg zu gehen,

steckt einiges von mir selbst. Ein paar der

anderen Figuren gab es in meinem Leben

tatsächlich – so auch Sebastians Gegenpol

Hubertus.“

Im Film geht es um Hubertus (Ben Münchow)

und Sebastian (Sebastian Tiede), die

niemals so werden wollen wie ihre Väter.

Die Musik und ihre gemeinsame Liebe zu

Punkprinzessin Debbie (Ruby O. Fee) sind

die einzigen Möglichkeiten, dem Mief von


Nur 23 Drehtage

Da das Geld knapp war, musste Rockabilly Requiem

möglichst schnell gedreht werden

Bohnerwachs und Spießigkeit zu entkommen.

Als eine coole Rockabilly-Band nach

einer Vorgruppe für ihre Tournee sucht, ist

klar: Das ist die Chance, allen Zwängen zu

entfliehen! Doch Hubertus’ Vater versucht

alles, um die musikalischen Gehversuche

seines Sohnes zu verhindern. Als sie zum

Vorspielen eingeladen werden, eskaliert die

Situation.

Gedreht wurde der Film hauptsächlich

in Niedersachsen und Bremen (Modernes

und Lagerhaus). Der Bremer Designer Stevie

Schulze zeichnete unter anderem für

einige Requisiten wie Zigaretteschachteln

verantwortlich, die Wild Black Jets werden

zu sehen sein und für den Sound der

Protagonisten war mit Rockabilly Riot eine

weitere Bremer Band am Start. Zudem ist

der Film eine Produktion von Neue Mira

Filmproduktion („Am Tag als Bobby Ewing

starb“) in Ko-Produktion mit dem WDR.

Gefördert wurde er unter anderem von der

Nordmedia, der MDM und dem DFFF.

Beim „Max Ophüls Festival“, einem

Filmfestival in Saarbrücken für Nachwuchsfilmer

aus Deutschland, Österreich und der

Schweiz, kam der Streifen sehr gut an: Ben

Münchow erhielt dort den Preis für den

Besten Nachwuchsdarsteller. Zudem ist der

Film zum internationalen „Filmfest Emden“

(1. bis 8. Juni) eingeladen und dort für den

„SCORE Bernahrd Wicki Preis“ sowie für

den „NDR Filmpreis“ für den Nachwuchs

nominiert.

Foto: ROBERT TÖBBE (BVK)

Elke Peters ist so etwas wie

die „Grande Dame“ des Bremer

Films. Die Produzentin

(Neue Mira Filmproduktion) hat

nach Erfolgen wie „Am Tag als

Bobby Ewing starb“ oder „Die

Schimmelreiter“ mit „Rockabilly

Requiem“ jetzt ihren letzten

Spielfilm produziert. Dennoch will

sie weiterhin junge Filmemacher

unterstützen.

Wie sind Sie zu dem Film gekommen?

Zuerst gab es die Idee. Die hat

mir der Regisseur und Drehbuchschreiber

Til Müller Edenborn

2010 vorgestellt. Da es seine

persönliche Geschichte war und

es sich zudem um Rockabilly-

Musik handelte, war ich schnell

überzeugt. Wir haben damals

Drehbuchförderung von der nordmedia

erhalten. Allein das Schreiben

des Drehbuchs hat dann

eineinhalb Jahre in Anspruch genommen.

Erst dann konnten wir

anfangen zu drehen.

War es schwer, Förderung

für einen

Film von einem

bis dato eher

unbekannten

Regisseur zu

bekommen?

Das kann

man so

sagen. Letztendlich hat es aber

geklappt, über nordmedia, WDR

sowie die Mitteldeutsche Medienförderung

knapp eine Million

Euro zusammenzubekommen.

Durch unglückliche Umstände

haben wir aber mehr gebraucht

– zum Glück haben wir dann

auch noch das nötige Geld aufgetrieben.

Der Film musste möglichst

schnell gedreht werden. Ein

Drehtag kostete 30.000 Euro. Im

Endeffekt ist der Film an 23 Tagen

entstanden.

Welchen Anteil hat Bremen?

Einen sehr großen. Nordmedia

hat den Film gefördert, wir haben

im Modernes, im Lagerhaus und

auf dem Friedhof in Schwanewede

gedreht. Die gesamte Postproduktion

fand hier statt und auch

viele Requisiten sind hier entworfen

wurden. Nicht zuletzt kommt

die Produzentin, in diesem Fall

ich, auch aus Bremen.

Man hört, „Rockabilly Requiem“

sei ihr letzter Spielfilm?

Das ist richtig. Ich werde weiter in

beratender Funktion tätig sein

und vor allem junge Filmemacher

unterstützen. Aber

selbst produzieren werde

ich nicht mehr.

Das Interview führte

Martin Märtens.

37


Kino

„The Nice Guys“

Die actionreiche Komödie spielt im Los Angeles der 70er-Jahre

38

Russell Crowe und Ryan Gosling

sind ein Dreamteam mit coolen

Sprüchen und harten Fäusten.


Fotos: Fox

Holland March, ein abgehalfterter

Privatdetektiv mit langer Pechsträhne,

und Jackson Healy, der

als Mann fürs Grobe sein Geld

verdient, haben nicht viel gemeinsam.

Die gegenseitigen Sympathien

sind nicht gerade groß, nachdem Healy beauftragt

wurde, March eine gehörige Abreibung

zu verpassen. Doch dann werden

beide in den Fall der vermissten Amelia

verstrickt. Widerwillig zur Zusammenarbeit

gezwungen, streifen sie gemeinsam mit

Marchs pubertierender Tochter Holly durch

Los Angeles, um verworrenen Hinweisen

auf den Grund zu gehen. Auf der Suche

nach ihr müssen sie auch klären, ob dieser

Vermisstenfall irgendwie mit dem tödlichen

Autounfall von Pornostar Misty Mountain in

Verbindung steht. Dann führt Amelias Spur

sie zu einer Multi-Milliarden-Dollar-Verschwörung,

die bis in die höchsten Kreise

reicht und die Ermittler zum Ziel skrupelloser

Profikiller macht …

Nett war gestern: Es geht ordentlich zur

Sache, wenn Russell Crowe („Gladiator“)

Info

„The Nice Guys“ mit Russell Crowe, Ryan Gosling,

Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley,

Keith David und Kim Basinger startet am 2. Juni

in den deutschen Kinos.

und Ryan Gosling („Drive“) durch das Los

Angeles der 70er-Jahre ziehen, um mit

coolen Sprüchen und harten Fäusten das

Rätsel um ein vermisstes Mädchen und

einen toten Pornostar zu lösen. „Los Angeles

war in den 70er-Jahren von Verfall

geprägt“, erläutert Autor und Regisseur

Shane Black. „Smog bedeckte die ganze

Stadt, und aus dem Hollywood-Boulevard

war ein Pfuhl der Pornografie geworden.

Vor diesem Hintergrund entfaltet sich die

Geschichte zweier Schwachköpfe, die in

eine Sache hineinstolpern, der sie nicht

gewachsen sind, als sie versuchen eine

gewaltige Verschwörung aufzudecken. Es

gibt in dieser Story also Korruption und

Dekadenz. Und es stellte sich für mich

die Frage, wie beunruhigend ungeeignet

und überfordert man diese beiden Typen

für diese Aufgabe zeichnen und zeigen

durfte, auf die sie sich hier eingelassen

hatten.“

Mit „The Nice Guys“ stellt Black („Iron

Man 3“) nach „Lethal Weapon“ (Drehbuch)

und „Kiss Kiss Bang Bang“ (Regie und

Drehbuch) erneut unter Beweis, dass er das

unterhaltsame Buddy-Movie beherrscht.

Neben Crowe und Gosling glänzen Jungschauspielerin

Angourie Rice, Matt Bomer,

Margaret Qualley, Keith David und

„Oscar“-Gewinnerin Kim Basinger. (emsn)


Foto: Foto Studiocanal

„Green Room“

Grausames Katz-und-Maus-Spiel

„Bastille Day“

Geradlinig und spannend

Der Amerikaner Michael Mason, der

mithilfe gerissener Taschendiebstähle

seinen Lebensunterhalt bestreitet, gerät

nach einem Anschlag in Paris ins Visier

Mit dem letzten Tropfen Benzin und

völlig abgebrannt schafft es die

Punkband Ain‘t Rights gerade noch

zu ihrem Gig in einer entlegenen Kneipe

im amerikanischen Nirgendwo. Das Publikum

besteht ausschließlich aus Nazi-Skinheads

und der Plan, sofort nach dem Auftritt

abzuhauen, scheitert, als sie unfreiwillig

Zeuge eines brutalen Mordes werden. Der

gnadenlose Anführer der Nazi-Gang, Darcy

Banker, befiehlt seiner Kampftruppe, alle

Zeugen des Verbrechens zu eliminieren. Die

Band verbarrikadiert sich gemeinsam mit

der Skin-Braut Amber im Backstage-Raum.

Es folgt ein erbarmungsloser Showdown

Skins gegen Punks. Die Überlebenden müssen

sich etwas einfallen lassen, um dem

grausamen Katz-und-Maus-Spiel ein Ende

zu bereiten. (emsn)

Info

„Green Room“ mit Patrick Stewart, Anton Yelchin,

Imogen Poots u.a. startet am 2. Juni in den deutschen

Kinos.

der Geheimdienste. Der CIA-Agent Sean

Briar wird auf ihn angesetzt, um ihn in die

USA zu überführen. Aber Mason ist nicht

nur unschuldig, er ist auch der Einzige, der

die Spur zu den Attentätern zurückverfolgen

kann. Gemeinsam decken Briar und

Mason eine Verschwörung auf, deren Netz

bis in die obersten Reihen des französischen

Staatsapparates reicht. Und sie haben nur

24 Stunden, um den nächsten Anschlag zu

verhindern. (emsn)

Info

„Bastille Day“ mit Idris Elba, Richard Madden u.a.

startet am 23. Juni in den deutschen Kinos.

Foto: Universum Film

News

„Anime-Nights“

Im Rahmen der Reihe „Anime-Nights“

läuft am Dienstag,

28. Juni, ab 20 Uhr „Parasyte“

im Cinemaxx. Es ist der erste

Anime-Horror-Realfilm nach

dem Manga-Bestseller von Hitoshi

Iwaaki: Parasiten aus dem

All übernehmen menschliche

Wirtskörper. Auch der 17-jährige

Izumi trägt einen Parasiten

in sich. Unfreiwillig wird er zum

Mittler. (emsn)

„Ausweg gesucht“

Zu einer Auseinandersetzung

mit den Themen Sucht, Krisen

und deren Lösungsmöglichkeiten

fordert der Wettbewerb

„Ausweg gesucht“ Jugendliche

aus Bremen und umzu auf,

Kurzfilme zu drehen. Ob Clip,

Werbespot oder Animation –

eingereicht werden können

die Filme bis zum 31. August.

Zu gewinnen gibt es Geld- und

Sachpreise. Infos: www.ausweggesucht.de.

(emsn)

Open-Air-Kino

Die Schlachthofkneipe startet

in die Open-Air-Kino-Saison.

Der Schwerpunkt liegt im Juli,

aber am Mittwoch, 8. Juni, wird

bereits die „Rocky Horror Picture

Show“ aufgeführt, einen

Tag später zwei Filme der Reihe

„Weird Xperience“. Am Freitag,

24. Juni, ist „Das brandneue

Testament“ zu sehen. www.

schlachthofkneipe.de/openair-kino.

(emsn)

„Stolz und Vorurteil

& Zombies“ Nach einem Literaturklassiker

England, 1811: Die Nation ist im Begriff, von einer

Zombiewelle überrannt zu werden. Für Mrs.

Bennet besteht jedoch das größere Problem darin,

ihre fünf heiratsfähigen Töchter unter die Haube

zu bringen. Eine davon ist Liz, die wie der Rest ihrer

Schwestern die Kampfkunst der Shaolin beherrscht.

Neben den Zombies ist ihre größte Herausforderung

wiederum, der seltsamen Anziehung zu dem Kämpfer

Mr. Darcy und dem Charme des manipulativen

Mr. Wickham zu widerstehen. Liz und Darcy müssen

erst persönliche Vorurteile überwinden, bevor sie im

Kampf gegen die Zombies die wahre Liebe entdecken

können ... Im Stil von „Hänsel & Gretel: Hexenjäger“

und „Snow White And The Huntsman“ erzählt „Stolz

und Vorurteil & Zombies“ eine Variation des Literaturklassikers

von Jane Austen mit schwarzem Humor und

Martial-Arts-Action. (emsn)

Info

„Stolz und Vorurteil & Zombies“ mit Lily James,

Sam Riley u.a. startet am 9. Juni in den deutschen

Kinos.

„Young Collection“

Die „Young Collection“ ist ein

Kurzfilmwettbewerb in Verbindung

mit mindestens einer

Bremer Kurzfilmpremiere.

Amüsantes, Sachliches, Verspieltes,

Trauriges, Verrücktes,

Animiertes, Film und Video konkurrieren

um den Kritiker- und

den Publikumspreis. Am Sonnabend,

11. Juni, steht ab 20 Uhr

im City 46 wieder eine „Young

Collection“ an. Bewerbungen

für den Wettbewerb sind laufend

unter www.filmbuero-bremen.de/young-collection

möglich.

(emsn)

39


Konzerte

„Das Ganze ist wie

Bremen Olé feiert mit den Stars der

Schlagerszene auf der Bürgerweide

Wie sind Sie zum Schlagersänger/Alleinunterhalter geworden?

Jürgen Drews: Ganz ehrlich: Früher war Schlager

ein absolutes Feindbild für mich. Ich wollte Jazz und

Pop machen. Ich war dann eine Zeit lang mit den Les

Humphries Singers unterwegs. Damals bin ich schon einigen

Agenten aufgefallen, hatte mich aber immer strikt

dagegen geweigert auf Deutsch und dann auch noch

Schlager zu singen. Das kam für mich überhaupt nicht

infrage, für mich war das Schrott. Ich habe mich dann

aber doch breitschlagen lassen, mit dem Erfolg, dass

ich beim ersten Hitparaden-Auftritt auch gleich meinen

Text vergessen habe. Eigentlich war das Thema Schlager

an dieser Stelle gegessen. Bis ich Michael Kunze die

Geschichte erzählte, wie ich nach St. Tropez getrampt

bin und mein Zelt in einem Kornfeld bei Grenoble aufgeschlagen

habe. Kurze Zeit später präsentierte mir Michael

dann den Text zu „Ein Bett im Kornfeld“. Seitdem

bin ich Schlagersänger. (lacht)

Peter Wackel: Durch einen Auftritt mit meinen Schulfreunden

1995 im Schlageranzug meines Vaters auf dem

Balkon in Cala Ratjada auf Mallorca. Natürlich just for

fun, aber ich hatte bereits ein Publikum, das mich allabendlich

unterm Balkon erwartete. Damals reiste man

noch mit Ghettoblaster in den Urlaub, das war meine

musikalische Untermalung. Dann kamen in meiner Heimat

in Franken die ersten Karaoke- und Discoauftritte.

Das war natürlich etwas professioneller als auf dem Hotelbalkon.

Aber der Schlageranzug blieb in dieser Zeit

ein wichtiges Accessoire. Und ab 1996 war ich bereits

als Peter Wackel unterwegs und heutzutage nur noch zu

besonderen Anlässen im Schlageroutfit.

Was ist das Reizvolle an Ihrem Beruf?

Jürgen Drews: Die Leute regieren auf das, was ich mache.

Auf eine Aktion erfolgt eine Reaktion. In der Regel

gehen die Mundwinkel nach oben. Das Ganze ist wie

eine Art Therapie für mich und das Publikum.

Peter Wackel: Gute Laune zu verbreiten, viele Menschen

kennenzulernen und das Reisen. Ich bin gerne in

vielen Städten und Ländern unterwegs und verbreite die

Botschaft des Frohsinns. Es gibt wohl kaum einen reizvolleren

Beruf, oder?

Verlosung

Wir verlosen 5x2 Tickets. Schicken Sie uns bis zum 10. Juni eine

E-Mail mit Ihren Kontaktdaten sowie dem Betreff „Bremen-Olé“

an verlosung@stadtmagazin-bremen.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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eine Art Therapie“

Haben Sie schon mal ans Aufhören gedacht?

Jürgen Drews: Ja klar, aber warum soll ich, solange

mir das Ganze so großen Spaß macht? Wenn die Leute

mich nicht mehr hören wollen, muss ich sowieso aufhören.

Peter Wackel: Na klar, und zwar jedes Jahr nach der

einwöchigen Karnevalstournee in und um Köln. Da ist

man völlig platt, hat kaum noch Stimme, und irgendwann

lässt sich die Karnevalsschminke auch nicht mehr

abwaschen. Oder auch nach der sechsmonatigen Mallorca-Saison,

die ja neben den anderen Auftritten „nebenher“

läuft. Aber dann gibt es immer ein paar Tage

Verschnaufpause von der Party und schon fehlen mir

meine Auftritte wieder. Ich habe gerade eine große Gala

zu meinem 20-jährigen Bühnenjubiläum gefeiert, und

da wird einem erst bewusst, wie lange man schon auf

der Bühne steht.

Was hören Sie privat für Musik?

Jürgen Drews: Vor allem Popmusik. Ich bin ein großer

Rod-Stewart- und Michael-Bublé-Fan. Ich liebe die

neue, oder wie man sie nennt, „Zweite Neue Deutsche

Welle“. Also alles von Andreas Bourani über Mark Foster

bis hin zu Tim Bendzko. Endlich werden diese Sachen

mal im Radio gespielt, hat ja lange genug gedauert.

Peter Wackel: So blöd wie es klingt, aber wirklich sehr

gern Schlager und Deutschrock. Ansonsten alles, was

gut ist.

Gibt es eine besondere Verbindung zu Bremen?

Jürgen Drews: Ja klar, ich bin ja auch immer wieder

beim Freimarkt. Das macht mir auch einfach einen Riesenspaß.

Es ist aber auch jedes Mal der Teufel los, wenn

ich da bin. Wenn die Bremer mal richtig in die Hufe kommen,

wackelt da die Wand.

Peter Wackel: Unvergessliche Partynächte mit Radsportfreunden

und Klaus & Klaus bei den Sixdays in Bremen

früher und jetzt natürlich bereits das zweite Olé-Event in

Bremen. Das ist auch immer ein Highlight!

Wie lange sehen wir Sie noch auf der Bühne?

Jürgen Drews: Im Alter von 112 Jahren möchte ich

aufhören.

Peter Wackel: Mit dem Aufhören ist es noch lange nicht

so weit. Da würde ich Ärger bekommen, denn der Terminkalender

ist randvoll.

Das Doppel-Interview führte Martin Märtens.

Tipp

Bremen Olé feiert mit den Stars der Schlagerszene am 18. Juni

auf der Bürgerweide von 13 bis 23 Uhr

Fotos: moments fotography (2), frei (2)

Eintrittskarten gibt es im Pressehaus, allen regionalen Zeitungshäusern, unter 0421/363636 oder tickets.weser-kurier.de

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Konzerte

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Open Air

„Ziegelei Open Air“

Hochkarätige Acts verspricht

die aktuelle Ausgabe des „Ziegelei

Open Airs“. Gebucht sind

unter anderem Ten Years After,

Vintage Trouble sowie The

Brew.

Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. Juni,

Alte Ziegelei, Twistringen;

www.ziegelei-twistringen.de

„Reggae Jam“

Alle Jahre weider herrscht Jamaika-Feeling

im Klosterpark

von Bersenbrück. In diesem

Jahr sind unter anderem Silly

Walks & Patrice dabei.

Freitag bis Sonntag, 29. bis 31. Juli,

Klosterpark, Bersenbrück;

www.reggaejam.de

„Oakfield“

Das Festival im ländlichen

Raum kann sich über hochkarätigen

Besuch freuen: Neben

dem Headliner Turbostaat

kommt das Hamburger Multi-Subkulti-Trio

Liedfett mit seinem

Mix aus Hip-Hop, Punk und

Singer-Songwriter.

Sonnabend, 6. August, Elsdorf,

Bockhorst, www.oakfieldfestival.de

„Rock den Lukas“

Die Festivalbesucher in

Tarmstedt können sich in diesem

Jahr auf einen echten Leckerbissen

als Headliner freuen:

Torfrock.

Freitag und Sonnabend,

12. und 13. August, Tarmstedt,

www.rockdenlukas.de

„Rock den Deich“

Omas Zwerge führen das Lineup

von „Rock den Deich“ an.

Sonnabend, 20. August, Gewerbepark

Weser-Geest, Schwanewede,

www.rockdendeich.de

„Reload“

Zum Rockfestival „Reload“ werden

in diesem Jahr unter anderem

Limp Bizkit und Five Finger

Death Punch erwartet.

Freitag und Sonnabend,

26. und 27. August, Sulingen;

Der Klang des Sommers

Die Festivalsaison bietet Musik und Flair auf dem Land und am Meer

Von Rock über Rap bis Reggae: Die

Festivals in Bremen und der näheren

Umgebung bieten auch in

diesem Jahr wohl für jeden Musikgeschmack

etwas. Nachdem

mit dem „Heimat“-Festival sowie der „Oldenbora“

ein noch etwas kühles Warm-up

über die Bühne gegangen ist, steht nun der

lange Festivalsommer bevor. Das größte ist

das „Hurricane“. Doch inzwischen punkten

auch viele kleine Events mit entspannter Atmosphäre

und feinen Line-ups. Wir stellen

einige ausgesuchte vor.

„Hurricane“

In Scheeßel wird in diesem Jahr ein runder

Geburtstag gefeiert. Das „Hurricane“,

König unter den norddeutschen Festivals,

jährt sich zum 20. Mal. Headliner der besonderen

Geburtstagsausgabe sind Deichkind,

Rammstein, Mumford & Sons, The Prodigy,

K.I.Z., The Offspring und viele mehr. Das

Großevent auf dem Scheeßeler Eichenring

ist bereits seit Februar ausverkauft, so früh

wie noch nie in seiner Geschichte.

Freitag bis Sonnabend, 24. bis 26. Juni,

Eichenring, Scheeßel; www.hurricane.de

„Deichbrand“

Die zweite große Nummer im Nordwesten

ist das „Deichbrand“-Festival bei Cuxhaven.

Dort wirbeln in diesem Jahr Seeed,

K.I.Z. und die Fantastischen Vier über die

Bühne. Mit dabei sind zudem Paul Kalkbrenner,

Alligatoah, Madsen, Beginner,

Sportfreunde Stiller, Blumentopf, Frittenbude,

Alle Farben, Megaloh und Moonbootica.

Das etablierte Event trumpft neben den Acts

auch mit der Meeresnähe auf.

Do. bis Sonntag, 21. bis 24. Juli, Seeflughafen,

Nordholz; www.deichbrand.de

„Breminale“

Ein ganz besonderes Festival hat traditionell

Bremen zu bieten. Fünf Tage lang werden

der Osterdeich und die Wallanlagen an der

Kunsthalle zu einer Zeltstadt, in der sich illustre

Musik-Acts tummeln. Mehr als 100

Bands werden in diesem Jahr erwartet. Die

Bandbreite reicht von Hip-Hop und Reggae

über Punk und Rock bis zu Pop und Elektro.

Mit dabei sind unter anderem Wingenfelder,

Stereo Total, Jupiter Jones und Max Giesinger.

Mittwoch bis Sonntag, 13. bis 17. Juli,

Osterdeich, Bremen; www.breminale.de

„Summersounds“

Zu einem kleinen, aber feinen Event hat

sich das „Summersounds“-Festival in den

Bremer Neustadtswallanlagen gemausert.

In diesem Jahr werden dort unter anderem

die britischen Indierocker, die französischen

Elektropopper Kid North und die hanseatischen

Britpopper Granada auftreten.

Sonnabend, 13. August, Neustadtswallanlagen;

www.summersounds.de

„Watt en Schlick“

Ein besonderes Ambiente sowie hochkarätige

Musiker verspricht in diesem Jahr

erneut das „Watt en Schlick“-Festival. Mit

der Schweizerin Sophie Hunger und dem

Amerikaner William Fitzsimmons kommen

musikalische Feingeister nach Dangast. Die

Isländer von FM Belfast und die Norweger

von Kakkmaddafakka stehen für schweißtreibende

Konzerte mit Tanzgarantie. Weitere

Highlights sind Element Of Crime, Fraktus

und Die Nerven.

Freitag bis Sonntag, 29. bis 31. Juli,

Kurhaus, Strand, Dangast;

www.wattenschlick.de (twr/stur)

Fotos: christoph-eisenmenger


Hits zum

Bühnengeburtstag

Bremer Musical Company präsentiert die

Show „Musical Meets Rock & Pop“

Die griechische Band Imam Baildi versammelt zahlreiche Musiker. Zu

siebt sind sie aktuell auf Tournee in Deutschland. Foto: Tassos Vrettos

Global Beats aus

Griechenland

Die Band Imam Baildi gastiert im Lagerhaus

Die Kollegen der Bremer

Musical Company

und von Voice

Over Piano haben ihn

überrascht: Zu seinem 30.

Musical-Bühnengeburtstag

kommen Künstler und Musiker

aus ganz Deutschland

zusammen, um gemeinsam

mit dem Bremer Thomas

Blaeschke eine Gala zu feiern

– unter dem Titel „Musical

Meets Rock & Pop“.

Sängerin Sara Dähn wird

dabei die Hauptprotagonistin

sein: Sie erstellt das

Programm, führt alles zusammen

und wird mit Kollegen

die Show gestalten.

Gemeinsam präsentieren

sie Songs von Queen, Abba

sowie Stücke aus den Musicals

„Evita“, „Cats“ und vielen

mehr.

Der Musiker und Komponist

Thomas Blaeschke wird

allerdings auch gefordert:

Er sitzt in der Band, dirigiert

diese, moderiert auf Wunsch

der Mitwirkenden, erzählt

Anekdoten sowie stellt und

beantwortet Fragen. Auch

einige seiner Kompositionen

werden zu hören sein. (emsn)

Tipp

„Musical Meets Rock & Pop“

findet am Freitag,

3. Juni, ab 20 Uhr im Musical-Theater

statt.

ANZEIGE

Imam Baildi ist ein sehr beliebtes

und köstliches mediterranes

Gericht aus Auberginen.

Gleichzeitig steht

der Name für eine feine Musikkomposition

der Brüder

Lysandros und Orestis Falireas

und ihrer siebenköpfigen

Band aus Athen.

Ihr Sound vereint griechische

Musik der 40er-,

50er- und 60er-Jahre mit

aktuellen Klängen: Bouzouki

trifft auf Elektroswing,

Greek Roots auf Hip-Hop

sowie Mambo-Big-Band-

Töne auf Balkan-Brass-Action:

Kurz gesagt: Global

Beats vom Feinsten, die

die Band im Rahmen eines

Funkhaus-Europa-Konzertes

präsentiert.

Die Gruppe hat sich

dank ihrer mitreißenden

Shows längst einen Namen

gemacht. Sie trat bei einigen

der größten internationalen

Festivals auf – zum Beispiel

beim „Roskilde“-, „Sziget“-,

„Montreal Jazz“- sowie

„Oslo World Music“-Festival.

Imam Baildi gelang

es zudem, mit den ersten

beiden Alben zwei Spitzenpositionen

in den European-World-Music-Charts

zu erklimmen. So sind sie

auch hierzulande längst

kein Geheimtipp mehr –

nicht zuletzt auch aufgrund

von Zusammenarbeiten mit

internationalen Künstlern

wie Maxwell Wright von

Ojos de Brujo, Brother Culture,

Delinquent Habits und

Shantel. Nach Bremen kommen

die sieben Musiker nun

mit neuen Songs.

Tipp

Imam Baildi treten am Mittwoch,

1. Juni, ab 20 Uhr im

Lagerhaus auf.

18.03.2017

Congress Centrum

DIE TOUR FÜR DICH

08.10.2016

Die Glocke

TICKETS: 0 18 06 / 57 00 99 * • www.semmel.de

*0,20 EUR/Anruf – Mobilfunkpreise max. 0,60 EUR/Anruf

Eintrittskarten gibt es im Pressehaus, allen regionalen Zeitungshäusern, unter 0421/363636 oder tickets.weser-kurier.de

MUTTERSPRACHE

LIVE 2017

19.03.2017

Barclaycard Arena

ELTON JOHN

AND HIS BAND

WONDERFUL CRAZY NIGHT TOUR

18.11.2016

ÖVB-Arena

43


44

Konzerte

Termine

Christian Steiffen

Der Liedermacher Christian

Steiffen kehrt mit dem neuen

Langspieler „Ferien vom

Rock‘n‘Roll“ zurück. Er präsentiert

augenzwinkernd-anzügliche

Texte und disco-beeinflusste

Schlagersongs.

Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr, Schaulust

im Güterbahnhof

Diazpora feat. Axel Feige

Das Hamburger Groovekollektiv

spielt einen schweißtreibenden

Sound zwischen Funk, Soul,

Jazz und Hip-Hop. Impro-Power,

wilde Virtuosität und kreative

Songs pflastern ihren Weg. Die

wilden und kreativen Auftritte,

wie zum Beispiel auf dem letzten

„Elbjazz“-Festival, sind zu ihrem

Markenzeichen geworden. Dieses

Mal bringt das achtköpfige

Kollektiv den Hamburger Axel

Feige, Sänger der Newcomerband

Absolem Max mit.

Freitag, 3. Juni, 19 Uhr, Haus am

Walde

Clubnight: Lara Maria

Gräfen

Die Musikerin Lara Maria Gräfen

präsentiert ihr Debütwerk

„Sein und Haben“. Mit ihren 26

Jahren besingt die Wahl-Berlinerin

ihr eigenes Leben, und zwar

das Leben einer modernen Frau

– im Chansonstil.

Sonnabend, 4. Juni, 20 Uhr, Gewölbe

Vegesack

Dave Smalley

Er hat sein Leben dem Punkrock

gewidmet. Dave Smalley

glaubt daran, dass das Leben

aller und die ganze Welt durch

seine Musik, Texte und Einstellung

verbessert werden kann.

Dies setzte er bislang in Bands

wie D.Y.S., Dag Nasty, All und

Down by Law um. Einige dieser

Songs und Storys werden heute

von Smalley und seinem Freund

Marcelo Pesoa für eine Show

auf die Bühne gebracht.

Montag, 6. Juni, 20 Uhr, Kito Vegesack

Bring Me The Horizon

Das britische Quintett Bring

Me The Horizon gewährt einen

Blick auf die Zukunft von

Metal und Post-Hardcore und

demonstriert, welchen Wandel

harte Musik in den vergangenen

Jahren erlebt hat.

Dienstag, 7. Juni, 20 Uhr, Aladin

Einzigartiges Gedenkkonzert

Bremer Musiker ehren Prince / Stargast ist Kenny Martin aus New York

Ein deutschlandweit

einzigartiges Konzert

findet in Bremen statt.

Hiesige Bands huldigen

dem jüngst verstorben Popidol

Prince. Die Idee: Formationen

unterschiedlicher

Generationen und Stilrichtungen

– von Funk und

Soul über Rockabilly, Folk

und Hip-Hop bis hin zu Indierock

– spielen ihre eigenen

Interpretationen von

Prince-Songs. Damit ehren

sie dessen Lebenswerk an

seinem Geburtstag, dem 7.

Juni, an dem er 58 Jahre alt

geworden wäre.

Die junge Band Lenna ist eine von zwölf Formationen, die Prince-Songs

interpretiert.

Foto: FR

Kostenloser Musikgenuss

1982 hatte der damalige französische Kulturminister

die Idee, am 21. Juni alljährlich

einen großen Tag der Musik auszurichten.

Was mit ein paar Stromanschlüssen und viel

Idealismus als Fest der Pariser Straßenmusik

begann, hat sich längst zu einer weltumspannenden

Erfolgsgeschichte entwickelt. Heute

verbindet die „Fête de la Musique“ Menschen

in 340 Städten in aller Welt. Bremen ist dank

des Engagements des Institut français und der

Hochschule für Künste seit 20 Jahren dabei

und auch in diesem Jahr wieder mittendrin.

Am Dienstag, 21. Juni, sind in der Bremer

Innenstadt an verschiedenen Spielstätten

Unter dem Titel „Love

Symbol – Bremer Tribute To

Prince“ wird als besonderer

Gast Kenny Martin erwartet,

Teil der New Yorker

Funkband Defunkt. Martin

ist bereits mit Prince aufgetreten

und hat eigens für

dieses Gedenkkonzert die

Gruppe zusammengestellt.

„Prince war ein Ausnahmekünstler

und eine Inspiration

für Musiker auf der ganzen

Welt – sein Tod ist ein großer

Verlust“, sagt Kenny Martin.

„Ich freue mich darauf, seine

Musik mit Freunden in

Bremen an diesem Abend

weiterleben zu lassen.“ Aus

der Hansestadt gesellen sich

zu Defunkt auf der Modernes-Bühne

die Formationen

Rumble On The Beach,

Moving Houses, Havington,

Lenna, Dictionary Of

Funk, Junge Bremer, Knipp

Gumbo, Piet Gorecki &

Band. Insgesamt beteiligen

sich 13 Acts. Sie treten alle

ohne Gage auf. Initiiert hat

das Konzert Bejenke Walsh,

Sängerin von Junge Bremer

gemeinsam mit den Musikern

Harry Weihe und Maxi

Suhr. Durch Programm

führt Sebastian Butte, bekannt

von der Veranstaltung

„Slammer Filet“. (emsn)

„Fête de la Musique“ bietet mehr als 20 Konzerte von Klassik bis Pop

vom Nachmittag bis in die Abendstunden

insgesamt mehr als 20 Konzerte zu erleben

– entweder Open Air oder in den schönsten

Sälen der Stadt. Die musikalische Bandbreite

reicht von Alter Musik bis Pop und Jazz,

von Klassik bis zu zeitgenössischer Avantgarde.

(emsn)

Info

Die „Fête de la Musique“ findet am Dienstag, 21.

Juni, ab 16 Uhr an verschiedenen Orten in der

City statt – bei freiem Eintritt. Das komplette

Programm und Spielstätten gibt es unter www.

hfk-bremen.de/fete-de-la-musique.


„Mitmachen erwünscht“

Zum 150. Geburtstag des Bürgerparks

spielen die Bremer Philharmoniker

ein Open-Air-Konzert am

Marcusbrunnen.

Foto: Bremer Philharmoniker

Bremer Philharmoniker starten „Symphonic Mob“ / Saisonende mit verschiedenen Konzerten

Von Steffi Urban

Die Bremer Philharmoniker

verabschieden sich gleich mit

mehreren Paukenschlägen

aus der aktuellen Saison. Sie

spielen zum 150. Geburtstag

des Bürgerparks auf, veranstalten

den ersten „Symphonic Mob“, spielen

das zwölfte „Philharmonische Konzert“

sowie ein „Schuppenkonzert“ und bieten

unter dem Motto „Das Beste zum

Schluss“ einen Ausblick auf die kommende

Spielzeit nach der Sommerpause

– samt Überraschungsgast.

Mit dem „Symphonic Mob“ feiert das

Ensemble eine Premiere in Bremen. Was

in Berlin längst ein Renner ist, soll nun

auch in der Hansestadt Musikbegeisterte

zusammenbringen. Doch was muss

man sich unter dem „Mob“ vorstellen?

Laut den Philharmonikern ist dies ein

Mitmachkonzert, bei dem sich quasi

spontan ein Orchester formiert. Dabei

sein kann jeder, der ein Instrument spielen

kann – egal, ob Flöte, Trompete, Gitarre

oder Geige und Cajon. Unter dem

Dirigat von Florian Ludwig sollen Profis

und Hobbymusiker, Senioren und Kinder,

Hausmusiker und Musikschüler,

Studierende und Lehrende, Anfänger

und Fortgeschrittene am Sonnabend, 25.

Juni, ab 10 Uhr im Lichthof des Weserparks

zusammen spielen. Vorgetragen

werden gemeinsam die Slawischen Tänze

Nr. 1 und 2 von Antonín Dvořàk sowie

die Ungarischen Tänze Nr. 1 und 5 von

Johannes Brahms. Notenmaterial steht

in Originalfassung sowie in vereinfachter

Form als Download auf der Website

zur Verfügung. Dort finden sich auch

Video-Tutorials, in denen die Bremer

Philharmoniker Tipps und Tricks zum

Üben geben und auf Besonderheiten der

jeweiligen Stimme hinweisen.

Am 25. Juni treffen sich dann alle

Mitspieler um 10 Uhr zu einer gemeinsamen

Generalprobe im Lichthof. Mitzubringen

sind lediglich das Instrument,

Notenständer und natürlich das Notenmaterial.

Als Konzertkleidung gibt es

vorab noch für alle das „Symphonic-

Mob-T-Shirt“, bevor es dann um 12 Uhr

heißt: „Vorhang auf für Bremens größtes

Spontanorchester und den ersten Bremer

Symphonic Mob!“.

Bevor sich aber der Vorhang für den

„Mob“ hebt, steht bei den Philharmonikern

bereits das zwölfte und damit letzte

„Philharmonische Konzert“ der Saison

an. Am Sonntag und Montag, 5. und 6.

Juni, stehen die Werke des Komponisten

Erik Satie auf dem Programm. In die Rolle

des Komponisten schlüpft dabei Oliver

Wnuk, Fernsehzuschauern bestens

aus der Serie „Stromberg“ bekannt.

Am Donnerstag, 9. Juni, heißt es dann

„Tanz in den Sommer” beim „Schuppenkonzert”

im Schuppen Eins in der

Überseestadt. Ein weiterer Höhepunkt

ist der Open-Air-Auftritt des Ensembles

zum 150. Geburtstag des Bürgerparks.

Am Marcusbrunnen lassen die Musiker

am Sonntag, 12. Juni, ab 19 Uhr unter

der Leitung von Rasmus Baumann eine

„Sommer-Serenade” erklingen – mit

Werken von Verdi, Puccini und Bizet.

Und am Sonnabend, 18. Juni, bieten die

Bremer Philharmoniker ab 12 Uhr in der

Glocke einen Blick in die Zukunft und

präsentieren öffentlich die Highlights

der kommenden Spielzeit 2016/2017.

Info

Alle Konzerttermine der Bremer Philharmoniker

gibt es unter www.bremerphilharmoniker.de.

Anmeldungen zum „Symphonic Mob“

sind auf der Webseite www.symphonic-mob.

de möglich.

Eintrittskarten gibt es im Pressehaus, allen regionalen Zeitungshäusern, unter 0421/363636 oder tickets.weser-kurier.de

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Theater

Blühendes Schauspiel

Botanischer Garten feiert mit der Inszenierung „Shakespeare durch die Blume“ 111. Geburtstag

Der Bremer Mäzen Franz Schütte,

auch als „Petroleumkönig“ bekannt,

gründete 1905 am Osterdeich den

Botanischen Garten, der 1936/1937

mit dem entstehenden Rhododendron-Park

in Horn-Lehe zusammengelegt

wurde. Zum 111. Geburtstag des blühenden

Areals wird nun ein ungewöhnlicher Dreiklang

aus Schauspiel, Literatur und Botanik für Shakespeare-

und Gartenfreunde zelebriert. Unter

dem Titel „Shakespeare durch die Blume“ gibt

es ein Szenenspiel aus ausgewählten Stücken –

inszeniert von der Bremer Shakespeare Company.

Angelehnt an die Zeit des großen englischen

Dramatikers vor 400 Jahren findet das Schauspiel

im Schmuckhof des Botanischen Gartens

unter freiem Himmel statt. Nah dran an der

minimalistischen Bühne können die Zuschauer

in blühender Kulisse dem Liebesgeplänkel von

Romeo und Julia lauschen und den Auseinandersetzungen

zwischen Hamlet und Ophelia folgen.

Puck, die zwergwüchsige Sagengestalt aus dem

Info

Die Inszenierungen von „Shakespeare durch

die Blume“ finden am Freitag und Sonnabend,

10. und 11. Juni, jeweils 20 Uhr, im

Schmuckhof des Botanischen Gartens statt.

Weitere Infos zum Geburtstagsprogramm

aus einer Ausstellung und Führungen gibt es

unter www.rhododendronparkbremen.de.

Die Bremer Shakespeare Company inszeniert ihren Haus- und Hofdichter inmitten des Botanischen

Gartens, der sein 111-jähriges Bestehen feiert.

Foto: Marianne Menke

„Sommernachtstraum“, moderiert das Spiel und

erklärt die vielen, oft anzüglichen Verwendungen

von Pflanzen in seinen Stücken. Der Chor Plan B

aus Borgfeld wird das Open-Air-Theater unter der

Leitung von Marco Nola stimmungsvoll begleiten.

Shakespeare hat immer wieder Pflanzen

in seine Werke eingebaut – Gewächse,

die auch im Botanischen Garten in

Bremen zu Hause sind. In seinen Komödien

und Tragödien nutzt er sie gezielt

für seine oft zotigen Wortspiele. Etwa

120 Arten Nutz-, Heil- oder Giftpflanzen

kommen in seinen Stücken vor. Sie verweisen

auf Orte und Jahreszeiten oder

verleihen der Handlung als „Botschafter

der Liebe“ eine lebendige Note. (emsn)

Verlosung

Wir verlosen 2x2 Karten für die Inszenierung

„Shakespeare durch die Blume“. Schicken

Sie uns bis zum 5. Juni eine E-Mail mit dem

Betreff „Blume“ sowie Ihren Kontaktdaten an

verlosung@stadtmagazin-bremen.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ganz Blumenthal wird zur Bühne

„Auswärtsspiel“: Theater Bremen initiiert großes Kulturfestival

46

Von Steffi Urban

Theater, Performances,

Ausstellungen, Lesungen,

Diskurse, Filme,

Straßenmusik und Kochkultur

sowie Spaziergänge – das alles

erwartet die Besucher an

zwei Wochenenden in Bremens

nördlichstem Ortsteil.

Mit dem „Auswärtsspiel: Blumenthal“

bietet das Theater

Bremen gemeinsam mit mehr

als 30 Partnern und Institutionen

ein besonderes Festival.

Ziel der künstlerischen Eroberung

des einstigen „Tals

der Blumen“ ist die Wiederbelebung

des Ortsteils.

Nachdem 2009 die Bremer

Woll-Kämmerei, der dortige

Hauptarbeitgeber, nach 125

Jahren die Produktion einstellte,

halbierte sich die Einwohnerzahl.

Diverse Geschäfte

mussten geschlossen werden.

In manchen Teilen wirkt der

Ort wie leergefegt. „Gemeinsam

möchten wir die Leerstellen

und Leerstände mit

Visionen füllen und städtisch

kreative Labore schaffen“,

erklären Theater-Bremen-

Intendant Michael Börgerding

und Festivalleiterin Natalie

Driemeyer.

Festivalzentrum ist das

ehemalige Ortsamt. Dort wird

es zum Beispiel ein Kurzfilmprogramm,

Diskurse zum

Thema „Utopien in der Architektur“

sowie Performances

geben. Das Theater Bremen

zeigt verschiedene Aufführungen

wie „Szenen einer

Ehe“, „Mowgli“ sowie den

Liederabend „Jetzt musst du

springen“ in der ehemaligen

Woll-Kämmerei. Weitere Spielorte

sind der einstige Rossmann-Laden

sowie das Seniorenzentrum

Haus Flethe.

Ein weiterer Höhepunkt ist

das Programm „Fleurovalley:

Homezone 2016“, das Blumenthal

als Freizeitpark, Freakshow

und Luftkurort inszeniert

– zwischen Wahrheit und

Info

Festivalleiterin Natalie Driemeyer

hat immer wieder Streifzüge durch

Blumenthal unternommen.


Foto: Jörg Landsberg

Wahnsinn. Und der Ortsteil

bekommt vorübergehend eine

fiktive Bankfiliale – die Blumenthaler

für gemeinnützige

Arbeit auszahlt.

Das „Auswärtsspiel: Blumenthal“ findet jeweils von Freitag bis Sonntag,

3. bis 5. Juni sowie 10. bis 12. Juni, statt. Weitere Infos und das

Programm gibt es unter www.theaterbremen.de.


„Der Sturm“ zieht auf

Das Blaumeier-Atelier inszeniert einen Shakespeare-Klassiker

Zurück in die Vergangenheit

Letzte Premiere in der Friesenstraße

Es ist die letzte Premiere

in der Friesenstraße. Das

Bremer Kriminaltheater

muss seine angestammte

Spielstätte verlassen – und tut

dies fröhlich-anarchisch mit

dem Stück „Doppeltüren“.

Der Schauplatz ist ein

altehrwürdiges Fünf-Sterne-Hotel

in London im Jahr

2025. Ein Bürgerkrieg hat die

Menschen verroht. Kriegsgewinnler

beherrschen die Szenerie.

Als eine junge Prostituierte

die Suite eines Millionärs

betritt, kann sie nicht

ahnen, dass dieser Schritt ihr

Leben von Grund auf ändern

wird. Er will vor seinem Ableben

sein Gewissen erleich-

Habt keine Angst, die Insel ist voller

Klang“, singt Caliban. Eine Zauberinsel

von rauer Schönheit, bewachsen

von eigenartigen Bäumen, die magisch funkeln

und gleichzeitig trostlose Fremdheit

vermitteln: Prospero, der ehemalige Herzog

von Mailand, wird durch eine Verschwörung

seitens seines Bruders und des Königs von

Neapel mit seiner Tochter Miranda auf diese

mystische Insel mit ihren niemals endenden

Klängen und Gesängen verbannt. Als

durch eine glückliche Fügung die einstigen

Verschwörer mit Königssohn Ferdinand im

Gefolge vor der Insel kreuzen, fackelt Prospero

nicht lange: Er entfacht mithilfe des

Luftgeistes Ariel einen mächtigen Sturm,

der seine ehemaligen Peiniger Schiffbruch

erleiden lässt.

Mit dem Stück „Der Sturm“ feiert das

Blaumeier-Atelier Premiere. Das Ensemble,

das aus Künstlern mit und ohne Beeinträchtigungen

besteht, ist 2016 reife 30 Jahre alt

geworden. Es hat sich einem Shakespeare-Klassiker

angenommen und ihn auf gewohnt

blaumeierische Weise erfrischend

„durchgepustet“: Zorn, Rache, Vergebung

und Liebe – „Der Sturm“ ist ein Ränkespiel

voller Magie und mit zutiefst menschlichen

Gefühlen. Die Figuren lassen sich von den

geisterhaften Rhythmen, Klängen und Gesängen

magischer Inselwesen verzaubern

und verwirren. Sie leiden, wüten, lieben,

wundern und sehnen sich – und vor allem

spinnen sie Shakespeares Intrigen mit überraschend

saftiger krimineller Energie. (emsn)

Info

Das Blaumeier-Atelier feiert am Mittwoch, 29.

Juni, ab 19 Uhr mit „Der Sturm“ im Theater

Bremen Premiere. Weitere Vorstellungen finden

Donnerstag bis Sonntag, 30. Juni bis 3. Juli,

jeweils um 19 Uhr statt.

tern: Gleich beide Ehefrauen

hat er vor Jahren in eben

dieser Hotelsuite umbringen

lassen – durch seinen Geschäftspartner,

der sich als

skrupelloser und zu allem

entschlossener Killer erwiesen

hat. Als dieser schließlich

in die Suite eindringt, gelingt

der Prostituierten gerade

noch die Flucht durch eine

Doppeltür, die sich als Zeitmaschine

entpuppt und sie

20 Jahre zurückkatapultiert

… Dort trifft sie auf die zwei

Ehefrauen. Geschäftig hasten

nun drei Damen quer

durch Vergangenheit und

Zukunft – im verzweifelten

Versuch, ihr bereits besiegeltes

Schicksal doch noch

abzuwenden, verfolgt von

einem wild entschlossenen

Killer und einem immer verwirrteren

Hoteldetektiv.

Das Stück basiert auf dem

Schaffen Alan Ayckbourns.

Dieser versteht sich auf Zitate

aus Thrillern und Science-Fiction-Filmen

und experimentiert

fröhlichmit den

theatralischen Möglichkeiten

der Zeit. (emsn)

Info

Das Stück „Doppeltüren“ feiert

am Freitag, 24. Juni, ab 20 Uhr

im Bremer Kriminaltheater Premiere.

Weitere Termine unter

www.bremer-kriminal-theater.de.

Eintrittskarten gibt es im Pressehaus, allen regionalen Zeitungshäusern, unter 0421/363636 oder tickets.weser-kurier.de

Foto: Marianne Menke

Aufführungen

„Ziemlich

beste Freunde“

Der Sozialhilfeempfänger Driss,

gerade aus dem Gefängnis

entlassen, braucht nur drei

gescheiterte Vorstellungsgespräche,

damit man ihm

Arbeitslosenhilfe bewilligt.

Für den querschnittsgelähmten,

wohlhabenden Philippe,

als dessen Pfleger sich Driss

bewirbt, empfindet er kein

Mitleid. Aber genau das ist es,

was er will: kein Mitleid – und

so wird Driss zu seiner Überraschung

eingestellt.

Premiere: Donnerstag, 2. Juni,

20 Uhr, Packhaustheater;

weitere Termine:

www.packhaustheater-imschnoor.de

„Torture

The Artist“

Regisseur Alexander Giesche

lässt Gegensätze aufeinanderprallen:

Theater und Fußball.

Schauspieler treffen dabei auf

Internatsschüler von Werder.

Gemeinsam nähern sie sich der

Kunst in Verbindung mit Leistungsdruck

und üben sich gemeinsam

in der Unbekümmertheit,

die ein jedes Spiel – ob auf

dem Platz oder der Bühne – erst

wirklich vollendet.

Premiere: Mittwoch, 15. Juni,

20.30 Uhr, Werder Bremen,

Platz 12; weitere Termine:

www.theaterbremen.de

„Fluch(T)Räume“

In diesem Jahr dreht sich bei

der Jugendkabarettgruppe des

Schnürschuh-Theaters alles um

das Wortspiel „Fluch(T)Räume“.

Alles, was auf die Bühne kommt,

wird von den jugendlichen Akteuren

selbst entwickelt! In

satirischen Szenen präsentiert

die bunte Truppe das Zerrbild

unserer Wirklichkeit. Schwarzer

Humor trifft auf harmlose Alltäglichkeit,

Anarchie auf gesellschaftliche

Normen.

Premiere: Freitag, 3. Juni,

19 Uhr; weitere Termine unter

www.schnuerschuh-theater.de

47


Veranstaltungen

Artisten erobern die Stadt

„La Strada“ startet mit der kunstvollen Inszenierung des Theaters Gajes

Fotos: Theater Gajes, sagmalspaghetti (2)

48

Dramatisch, komisch, mitreißend

und atemberaubend:

Alle Jahre wieder beeindrucken

Artisten aus aller Welt

bei „La Strada“. Das internationale

Festival der Straßenkünste findet

im Juni bereits zum 22. Mal statt. 2016

werden rund 20 Gruppen aus elf Ländern

den öffentlichen Raum in der Hansestadt

erobern. Sie präsentieren Akrobatik,

Musik, Tanz, Clownerie, Jonglage, Puppenspiel

und Installationen. An den vier

Tagen sind 120 Shows zu sehen. Und am

Ende geht traditionell der Hut herum.

Eröffnet wird das Spektakel am

Donnerstag, 9. Juni, 22.45 Uhr, auf dem

Domshof vom Theater Gajes. Das niederländische

Ensemble zeigt unter dem Titel

„Agora Phobia“ mit ungewöhnlichen

Bildern und überraschenden Einfällen

ein Szenario zum Thema urbane Stadtentwicklung,

das von der ersten bis zur

letzten Minute das Publikum fesseln soll,

so verspricht es das „La Strada“-Team.

Mit optischen Tricks, fahrenden Großobjekten,

agilen Darstellern und Livemusik

lässt die Gruppe die perfekte Illusion einer

Großbaustelle entstehen – und kreiert

so eine der skurrilsten Baumaßnahmen,

die die Stadt je gesehen hat. Nervöse

Bagger, geplatzte Wasserleitungen, visionäre

Architekten, ambitionierte Politiker

und akrobatische Handwerker werden

Hauptdarsteller in einer grotesken Soap-Opera,

die – gespickt mit Andeutungen

auf reale Baudesaster – manchen Nagel

auf den Kopf trifft.

Neben den zahlreichen Aufführungen

mitten in der Stadt – vom Domshof

und Marktplatz bis zu den Wallanlagen –

ist einer der Festivalhöhepunkte die „La

Strada“-Gala am Sonnabend und Sonntag,

11. und 12. Juni, jeweils ab 20.15 Uhr

im Theater am Leibnizplatz. (emsn)

Info

Das internationale Festival der Straßenkunst,

„La Strada“, findet von Donnerstag, 9. bis

Sonntag, 12. Juni , kostenlos in der Bremer

Innenstadt sowie mit Eintritt im Theater am

Leibnizplatz („La Strada-Gala“) statt. Das

Programmheft ist ab dem 31. Mai in diversen

Buchhandlungen sowie der Bremer Touristik-Zentrale

für 3 Euro erhältlich. Infos gibt

es auch unter www.lastrada-bremen.de.


Wortgewandte Ekstase

Barbara Ruscher mit neuem Programm im Schlachthof

Barbara Ruscher gilt als scharfsinnige

Kabarett-Dame. Mit ihrem neuen Programm

erobert sie charmant und intelligent

nun auch die letzten Tabus unserer

Zeit: Sowohl die Fifa mit ihrem Großprojekt,

der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar,

als auch das globale Erotik-Phänomen

„Fifty Shades Of Grey“ arbeitet sie wortgewandt

ab. Dabei gelingt ihr der nahtlose

Wechsel vom Politischen ins Erotische. Der

passende Titel lautet daher: „Ekstase ist nur

eine Phase“.

Ekstase findet Ruscher in allen Bereichen:

im modernen Verhältnis der Geschlechter,

aber auch bei Massentierhaltung,

beim Datenklau im Punktesammeln, bei der

Billigproduktion und der Wahl von Ernährungskonzepten.

All das wird von ihr souverän

als Stand-up und am Klavier getextet

und gedichtet sowie lakonisch und bissig

präsentiert.

Barbara Ruscher ist bekannt aus Fernsehsendungen

wie „Satiregipfel“, „Ladies

Night“, „Spätschicht“ „Mitternachtsspitzen“

und „NightWash“. (emsn)

Lange Nacht der Museen

Ausstellungshäuser öffnen ihre Pforten bis 1 Uhr

Ganz so abenteuerlich

wie im Hollywoodfilm

„Nachts im Museum“

geht es in Bremen am Sonnabend,

4. Juni, nicht zu. „Die

Lange Nacht der Museen“

verspricht aber einen spannenden

Blick in insgesamt

18 Ausstellungshäuser. Das

Motto heißt in diesem Jahr

„Bewegt“.

Entsprechend agil können

die Besucher sich verschiedenen

Aktionen widmen. In der

Kunsthalle gibt es etwa ein

literarisches Zirkeltraining

sowie eine Kreativwerkstatt

unter dem Titel „Drahtige

Körper“. Im Focke-Museum

findet unter anderem

eine Satirische Führung mit

Pago Balke statt. Das Übersee-Museum

bietet ein indonesisches

Schattenspiel

sowie eine Mitternachtsführung

zum Totenkult in

Die Kabarettistin Barbara Ruscher ist ausgebildete

Pianistin.

Foto: Michael Schiffhorst

Info

18 Ausstellungshäuser beteiligen sich in Bremen an der „Langen Nacht

der Museen“.

Foto: Bremer Museen

Barbara Ruscher tritt am Donnerstag, 2. Juni,

ab 20 Uhr im Schlachthof auf.

Mexiko. Begegnungen der

überraschenden Art versprechen

die Veranstalter in der

Weserburg. Dort tummeln

sich zum Beispiel Improvisationskünstler.

Die Bremer

Shakespeare Company

beehrt gleich mehrere Häuser.

Mit ihrer Kurzfassung

der „Pericles“-Inszenierung

machen sie im Wilhelm-Wagenfeld-Haus,

im Fockeund

Übersee-Museum sowie

in den Ausstellungen in der

Böttcherstraße Station. In

vielen Museen gibt es auch

ein eigens zusammengestelltes

Kinderprogramm. (stur)

Info

„Die Lange Nacht der Museen“

findet am Sonnabend, 4. Juni,

von 18 bis 1 Uhr statt. Eine Liste

sowie das Programm aller

18 beteiligten Häuser

gibt es unter

www.museeninbremen.de.

Termine

„Dance Planet“

Im Juni startet eine neue Partyreihe

im Bürgerhaus Weserterrassen.

Unter dem Titel „Dance

Planet“ präsentiert DJ Jörg Gebauer

Balkanbeats, Afroroots,

Mestizosounds, Asian Vibes

und dazu eine Prise Neo-Swing

und Funky-Soul. Open Air gibt

es eine sogenannte Silent-Disco

– eine Kopfhörerparty.

Sonnabend, 18. Juni, 20 Uhr,

Bürgerhaus Weserterrassen

„Spielfelder“

Im Rahmen der Bremer Buchpremiere

bietet Ian Watson

einen spannungsreichen Vorabend

zur Fußball-WM in

Frankreich. Er stellt sein neues

Buch „Spielfelder – Eine Fußballmigration“

vor.

Donnerstag, 2. Juni, 18 Uhr,

Zentralbibliothek am Wall

„Slam Bremen“

Stargast beim „Slam Bremen“

ist dieses Mal Lisa Schøyen.

Ihre Texte beschäftigen sich mit

dem alltäglichen Leben, seinen

Problemen, Freuden und Verlusten

sowie mit dem politischen

und sozialen Miteinander und

sind stets von außergewöhnlicher

emotionaler Sprengkraft.

Donnerstag, 9. Juni, 20 Uhr,

Lagerhaus

„Baden gehen“

14 Maler des Blaumeier-Ateliers

wollen mit Druckgrafiken, Malerei

und Zeichnungen fulminant

„Baden gehen“. Sie haben mit

unterschiedlichen Techniken

und in individuellen Bildsprachen

gearbeitet.

Donnerstag, 9. Juni, bis Sonntag,

10. Juli, Villa Sponte

MeerErleben

Eintrittskarten gibt es im Pressehaus, allen regionalen Zeitungshäusern, unter 0421/363636 oder tickets.weser-kurier.de

Die interaktive Erlebnisausstellung

zum Thema Ozeane

und Meeresforschung wurde

inhaltlich mit dem Bremer Forschungszentrum

MARUM, Zentrum

für Marine Umweltwissenschaften.

9. bis 25. Juni, Weserpark

49


50

Was macht ...

13 des Bremer Theaters.

Das letzte Seite Interview:

Wie geht es Ihnen zurzeit,

Herr Pierwoß?

Jahre lang (von 1994

bis 2007) leitete Klaus

Pierwoß als Intendant

die Geschicke

Immer wieder setzte er sich energisch

für den Erhalt des Vier-Sparten-Hauses

ein und scheute auch

größere Auseinandersetzungen mit

der Kulturpolitik nicht. Mittlerweile

lebt er in Berlin.

Hallo Herr Pierwoß, wie geht es Ihnen

zurzeit?

Mit geht es gesundheitlich nicht so

gut. Seit über einem Jahr sitze ich im

Rollstuhl und fahre mit dem Rollator,

weil ein Bündel von Rückenproblemen

mir das Gehen erschwert. Seit

dem erlebe ich die Welt aus der ambivalenten

Sicht der Barriere(un)

freiheit. Aber ich trainiere kräftig,

um wieder ans Gehen zu kommen.

Fortschritte sind unübersehbar, aber es

ist ein langsamer und mühseliger Weg.

Haben Sie aus alter Verbundenheit mit

Werder mitgezittert?

Ich habe alle Spiele genauestens verfolgt,

meistens bei Rundfunkübertragungen.

Das Spiel gegen Frankfurt war

ja ein einziger Nervenkitzel. Ich hoffe,

Werder schafft über den Klassenerhalt

hinaus wieder den Sprung in die Qualität,

die die Mannschaft während meiner

Intendanz in der Glanzzeit von Thomas

Schaaf ausgezeichnet hat.

Sind Sie viel in der Berliner Theaterlandschaft

unterwegs?

Meine Bewegungsmöglichkeiten sind

natürlich eingeschränkt, aber Berlin

ist die Theaterhauptstadt der Welt. Ins

Theater gehe ich immer noch, wenn

auch nicht so oft wie früher. Ich bin

Zur Person

Klaus Pierwoß wurde am 29. August

1942 in Berge geboren. Der Dramaturg

leutete die Theater in Tübingen, Köln

und schließlich von 1994 bis 2007

das Bremer Theater. Für sein „weit

über das übliche Maß hinausgehende

Engagement“ wurde Pierwoß im Juni

2007 mit dem Bundesverdienstkreuz

am Bande ausgezeichnet.

Foto: Jörg Landsberg

stolz darauf, dass mit Dietmar Schwarz

ein ehemaliger Dramaturg von mir die

Deutsche Oper leitet, und das sehr erfolgreich.

Viele ehemalige Schauspieler

des Bremer Theaters sind auf ihren Karrierehöhepunkten

hier in Berlin gelandet.

Macht es Ihnen noch Spaß, ins Theater

zu gehen?

Das Vergnügen ist ein Gemischtes. Mir

fehlt am heutigen Theater weitgehend

der Biss, die Vehemenz und die Intensität.

Vieles erlebe ich als zu beiläufig

und genügsam. Die Spielpläne haben

an Originalität verloren und reduzieren

sich auf fragwürdige Adaptionen

von Romanen und Filmen. Die heutigen

Dramaturgen lesen nicht mehr und lassen

die Schätze der reichen Theaterliteratur

ungehoben. Dadurch werden die

Programme der Bühnen in der Stückeauswahl

und in den Inszenierungsstilen

sehr uniform.

Sie waren 13 Jahre in Bremen Intendant.

Haben Sie noch Bezüge zum Bremer Theater?

Seit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft

war ich nicht mehr im Bremer

Theater, auch nicht im Theatro, das ich

für das schönste Theatercafé halte. Die

Besuche sind in meiner derzeitigen Situation

aber auch schwer herstellbar.

Aber ich verfolge alles, was über das

Bremer Theater publiziert wird. Ich

verstehe es als Auszeichnung, dass

ich eingeladen wurde, am 29. September

im Haus der Bürgerschaft

eine Ausstellung zum 100. Geburtstag

von Kurt Hübner zu eröffnen –

die alte Bremer Theaterlegende und

mich haben eine hohe wechselseitige

Wertschätzung miteinander verbunden.

In Ihrer Bremer Zeit setzten Sie sich

immer wieder vehement für den Erhalt

des Vier-Sparten-Hauses ein.

Fehlt Ihnen der Kampf mit der Politik?

Das Bremer Theater war während

meiner Intendanz das vitalste

Stadttheater in der deutschsprachigen

Landschaft. Es ist uns gelungen,

alle vier Sparten gleichzeitig zum Blühen

zu bringen. Ich halte die Stadttheaterstrukturen

für perspektivreich, die

Theatermenschen müssen mit diesen

Strukturen nur produktiv umgehen und

sie entfesseln. Das Theater muss das

Fanal in einer Stadt sein. Immerhin war

das Opernhaus des Jahres eine einmalige

Auszeichnung für eine Bühne wie

Bremen. Wir haben nicht weniger als

13 Musiktheater-Uraufführungen herausgebracht.

Der Kampf gegen die

desaströse Bremer Kulturpolitik (neun

Senatoren habe ich überlebt) hat meine

Gesundheit beschädigt. Aber ich

vermisse das Kämpfertum bei vielen

heutigen Intendantenkollegen, ebenso

künstlerische Entschiedenheit und Risikobereitschaft.

Viele Intendanten sind

Erfolgsopportunisten.

Wo sehen Sie die Theaterlandschaft?

Die deutsche Theaterlandschaft ist führend

in der Welt und nicht von ungefähr

Bestandteil des Unesco-Weltkulturerbes.

Sie kann nur erhalten werden

durch unangepasstes, freches, attraktives,

alle Sinne ansprechendes Theater,

durch große Öffentlichkeitswirkung.

Und durch das kulturpolitische Kämpfertum

ihrer künstlerischen Leiter.

Die Fragen stellte Martin Märtens.


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