Nr. 1 / 2019

Hausapotheke2017
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Das Magazin für junge Eltern

2019

Eine Spezialausgabe der Schweizer Hausapotheke

SCHWEIZER Hausapotheke

Regen

Kraft der

Umarmung

Kampf um

Macht

macht Spass

TeddyZeit 2019


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schweizer

Hausapotheke

2 TeddyZeit 2019

Gesunde Lektüre seit 1929

SCHWEIZER Hausapotheke


Editorial

Macht, Angst

und

Trost

Inhalt

6

Wenn sich ungefähr ab dem 18. Lebens ­

monat eines Kindes langsam die Trotzphase

ankündigt und diese mit etwa

drei Jahren zur Blüte kommt, wird es für

viele Eltern schwierig. Die Kinder lösen

sich das erste Mal von ihren Bezugspersonen

und machen einen Schritt in

die Autonomie. Kein leichtes Unterfangen;

denn diese Phase richtet sich

gegen die dem Kind vertrautesten Personen.

Wut­ und Tobsuchtsanfälle sind

für beide Seiten nicht angenehm – sie

gehören aber zu einer gesunden Entwicklung.

Wichtig zu wissen ist, dass

der Drang des Kindes – selbstbestimmt

handeln zu können – sich nicht gegen

die Eltern richtet.

Lesen Sie mehr über diese wichtige

Phase ab Seite 6.

Vor vielen Jahren wurde diese Zeitschrift

ins Leben gerufen. Ich hatte den

Auftrag, einen passenden Titel zu wählen.

Interessant sind die Artikel vor allem

für Eltern mit Kindern ab Geburt bis

zum Schuleintritt. Da war für mich klar,

dass genau in dieser Lebensphase seit

vielen Generationen ein Weggefährte

besonders wichtig ist: der Teddybär.

Dieses Stofftier wird von den Eltern beseelt

und meist darf er ein Kind im Alltag

begleiten. In glücklichen, traurigen,

angsterfüllten, komischen, schwierigen

und lustigen Momenten. Auch nachts

bewacht er Kinder, spendet Trost und

ist verlässlich. Ängste sind natürlich

und gehören bereits zum Kleinkindalter

dazu. Vielerlei Situationen machen

Angst und müssen durch Gegenkräfte

wie Trost, Sicherheit und Zuversicht

aufgefangen werden. Genau in solchen

Momenten kann der Teddy beschützen

und Trost spenden. Er ist mit einer Art

Magie verbunden. Später wird er zum

Vertrauten, dem auch mal Sorgen und

Nöte ins Ohr geflüstert werden. Der

Teddybär hat immer ein offenes Ohr

und viel Verständnis …

Genau aus diesen vielen Gründen

wurde diese Zeitschrift «TeddyZeit»

getauft.

Lesen Sie mehr über den «Helden des

Kinderzimmers» ab Seite 16.

Anmerkung in eigener Sache

Von Herzen möchte ich mich bei meiner

langjährigen beruflichen Weggefährtin

bedanken. Renate Hainfeld war unter

anderem zuständig für das Layout der

TeddyZeit. Mit ihrer feinfühligen, professionellen

Art – verbunden mit viel

Liebe zum Detail – verzauberte sie unsere

Zeitschrift Jahr für Jahr. Vor ihnen

liegt die letzte TeddyZeit, die von

Renate Hainfeld gestaltet wurde.

Liebe Renate, die Zusammenarbeit mit

dir war immer mit grosser Freude verbunden.

Du hast die TeddyZeit beseelt!

Sylvia Felber

10

16

4 Vorbild beim Essen

6 Machtkämpfe

10 Vom Paar zur Familie

12 Links oder rechts

schreiben

16 Angst und Trost

18 Abwehrkräfte stärken

20 Mehr als Grosseltern …

24 Kraft der Umarmung

30 Spiel im Regen

IMPRESSUM

Die Zeitschrift für werdende und

junge Eltern

VERLAG: Perpress Medien AG

Könizstrasse 25, CH­3008 Bern

Telefon 031 740 97 10

Telefax 031 740 97 28

GESCHÄFTSLEITUNG

Dr. Christoph Tschan

Telefon 031 740 97 15

REDAK TIONS- UND

PRODUKTIONSLEITUNG

Sylvia Felber

Telefon 031 740 97 20

AUFLAGE: 70 000 Exemplare

ERSCHEINUNG: Mai

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

3


Eltern als

Vorbild

Es gilt als Hauptaufgabe der Eltern, ihren Kindern Werte rund ums Essen zu vermitteln. Sie sind es,

die ihren Kindern eine gesunde und nachhaltige Ernährung vorleben sollten. Auch sorgen

gemeinsame Mahlzeiten für den Zusammenhalt der Familie.

Nach der Geburt fängt eine neue Phase

der Ernährung an, die idealerweise von

der Muttermilch bestimmt ist. Diese

ist den Bedürfnissen des Säuglings

angepasst und bringt zu jeder Mahlzeit

leichte Nuancen im Geschmack,

was die Sinneserfahrungen des Kindes

bereichert. Falls eine Mutter nicht stillen

kann, muss das Kind mit entsprechend

hergestellter Flaschennahrung

versorgt werden, die den Nährstoffen

der Muttermilch nachgebildet ist. Sie

sollte auch geschmacklich akzeptabel

sein; vielleicht kosten die Eltern einmal,

was das Kind zu trinken bekommt?

Es gibt durchaus Unterschiede in der

Qualität, bei den Zutaten sowie im Verarbeitungsgrad.

Kein «Einheitsbrei»

Die nächste Phase der Ernährung beginnt,

wenn das Kind sitzen kann, sich

selbst mehr bewegt und dadurch einen

steigenden Nahrungsbedarf hat. Dazu

gehört auch ein Interesse an anderer

Nahrung: Beikost heisst, dass sie neben

oder mit der Muttermilch gegeben

wird und langsam die flüssigen Mahlzeiten

ersetzt. Für die meisten Kinder

sind Breie jetzt die richtige Nahrung.

Langsam werden auch unterschiedliche

Lebensmittelgruppen eingeführt:

Gemüse und Obst, Getreide und Milch,

Fette und eventuell auch Fleisch. Es

gibt auch Kinder, die Breie verweigern

und schon von der Familienkost mitessen

möchten. Diese sinneswachen,

oft willensstarken Kinder ahmen früher

als andere die Eltern und Geschwister

nach. Je älter ein Kind wird, desto mehr

erweitert sich seine Nahrungspalette

und sein Interesse an den Lebensmitteln.

Dies wird gefördert, wenn Kinder

in der Küche mithelfen dürfen. Sie wollen

auch erleben, wie Nahrung auf dem

Bauernhof, im Garten oder auf dem

Balkon wächst und reift.

Kinder sollten schon früh erfahren, was

gesund und ungesund, wie viel genug

und was zu viel ist. Sie bekommen

auch beizeiten mit, welche Einstellung

ihre Eltern zum Essen haben. Was aber,

wenn die beiden selber verlernt haben,

auf den Körper zu hören? Dann

wird das Essen etwas Zwanghaftes.

4 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Für Kinder ist das besonders schade;

denn sie spüren den Hunger und das

Sättigungsgefühl noch viel intuitiver als

die Erwachsenen. Schulen und Kindergärten

sind dabei mitgemein. Sie sollten

Kinder zwar vermehrt über gesundes

Essen aufklären; aber es bleibt die

Hauptaufgabe der Eltern, den Kindern

Werte rund ums Essen zu vermitteln.

Das kann auch schon beim gemeinsamen

Einkaufen geschehen.

Übungsraum Familientisch

Empfohlen wird, dass die Eltern entscheiden

sollen, was auf den Tisch

kommt – und das Kind kann entscheiden,

was es davon isst. Wenn stets

Gemüse im Angebot ist, kommt es

irgendwann darauf zurück. Zum Beispiel,

wenn aus dem kleinen «Allesesser»

plötzlich ein launischer Gemüsemuffel

wird. Diese Phase hält jedoch

oft nur kurz an und kann mit etwas

elterlicher Flexibilität und Gelassenheit

aufgefangen werden. Mit Druck

erreicht man auf keinen Fall mehr; daraus

resultiert höchstens ein Machtkampf

und das Essen wird zu einem

riesigen Thema. Aber es sollte doch

etwas Lustvolles sein!

Hier stellt sich auch die Frage: Soll

man kochen, was die Kinder gernhaben,

oder sie gar hungern lassen? Es

ist ein Abwägen! Erwachsene mögen ja

auch nicht alle Speisen und bestimmen

gerne selber, was sie essen. Aber stets

ein Spezialmenü für die Kinder kochen,

sollten die Eltern auch nicht. Ein Kompromiss

könnte sein, dass Kinder einen

Wunschtag haben dürfen.

Gespür statt Vorschriften

Essen ist die normalste Sache der Welt

und muss im Alltag als solche wahrgenommen

werden. Grundsätzlich ist

sie weder für Kleinkinder, Kinder noch

für heranwachsende Jugendliche zum

Belohnen oder Bestrafen da. Essensdogmen

wären auch deshalb fehl am

Platz, weil sie das Essen einerseits als

ständiges Thema im Familienalltag etablieren

und andererseits Machtkämpfen

am Mittagstisch Vorschub leisten.

Das heisst: Regeln können provozieren,

sodass es für Kinder interessant wird,

sich dagegen zu wehren. Weil beim Essen

auch immer Emotionen mitspielen,

wird dabei unweigerlich der Gefühlszustand

beeinflusst. Das schliesst alte

Grundsätze, à la «Es wird gegessen,

was geschöpft wird», ebenso wie das

obligate Familienabendessen, das den

Teenagern im Hause zunehmend auf

die Nerven geht, aber trotzdem «abgespult»

werden muss.

Gemeinsam Essen ist gesünder

Insbesondere Teenager sind anfällig für

Essstörungen. Im Rahmen einer Studie

der Gesundheitsförderung Schweiz

gab mehr als die Hälfte der befragten

Mädchen an, dass sie schlanker

sein möchten und bereits eine Diät gemacht

haben. Ein Grossteil der Knaben

wünscht sich laut der Studie aus

dem Jahr 2015 bereits mehr Muskeln.

Besser also, wenn Kinder früh lernen,

Hunger, Lust und Sättigungsgefühle

einzuordnen; und dies von Müttern, Vätern

oder Lehrpersonen zwar vorgelebt,

aber nicht ständig «vorgekaut» bekommen.

Der beste Ratgeber ist meist die

eigene Intuition; denn eigentlich wüssten

Eltern relativ genau, was für ihre

Kinder – und auch sich selbst – gutes

und weniger gutes Essen ist.

Vielmehr muss ein Gespür dafür entwickelt

werden, damit die «Essenspflicht»

nicht zweckentfremdet wird.

Authentizität ist der Schlüssel für eine

positive Vorbildfunktion der Eltern; gerade

deshalb, weil Eltern – die überdies

eine enge und gute Beziehung zu ihren

Kindern haben – auch fern von starren

Regeln mit ihren Kindern darüber sprechen

können, wenn ihr Essverhalten sie

stört. Der Familientisch sollte vor Stress

schützen und Übergewicht vorbeugen.

Das gemeinsame Essen hat – entgegen

anderer Ansichten – noch einen

weiteren Vorteil: Kinder, die regelmässig

im Familien- oder Verwandtenkreis

essen, werden seltener dick. Den Beweis

erbrachte eine amerikanische Studie,

die vor drei Jahren im Fachblatt

«The Journal of Pediatrice» publiziert

wurde. Mediziner der Universität Minnesota

und der Columbia Universität New

York befragten für ihre Langzeitstudie

2287 Heranwachsende zu ihren Essgewohnheiten

und Aktivitäten und verfolgten

deren Entwicklung über zehn Jahre

hinweg: Fand sich die Familie wenigstens

ein- bis zweimal in der Woche zu

einer gemeinsamen Mahlzeit zusammen,

fiel das Risiko zum Dickwerden

statistisch signifikant niedriger aus.

Ausgerechnet die Authentizität im Essverhalten

kommt Eltern oft abhanden:

Unsicherheit greift um sich, weil Ratgeberliteratur,

Foodblogger und Ernährungsgurus

unsere Essenswelt in

gesund und ungesund, vitaminreich,

eisenhaltig und glutenfrei teilen und

teils widersprüchlich erklären wollen,

wie man mit welchen Nahrungsmitteln

besser, länger und vor allem gesünder

leben kann. Umso wichtiger ist es,

dass innerhalb der Familie bereits sehr

früh ein entspanntes Verhältnis zum

Essen gepflegt und heranwachsenden

Kindern verdeutlicht wird, dass in der

Werbung teils unnatürliche Körperbilder

erscheinen.

Gesundes Vorleben ist wichtig

Kleinkinder und Kinder beobachten genau,

was ihr Umfeld ihnen vorlebt – und

lernen schnell, was bei wem gilt. Deshalb

kann in der Pubertät nicht plötzlich

gefordert werden, was vorher nie

gefördert wurde. Eltern dürfen wohl unterschiedliche

Erziehungsstile pflegen,

auch was das Essen anbelangt; Kinder

haben so verschiedene Vorbilder

und erkennen, dass nicht jede Person

gleich ist. Schwierig wird es, wenn ein

Elternteil dem anderen seinen Erziehungsstil

aufzwingt oder Druck auf das

Kind ausübt. Nur in einer ruhigen Atmosphäre

lernen Kinder, die Gemeinschaft

am Familientisch zu schätzen.

Deshalb: Essen ist ein sozialer Vorgang

und verbindet Eltern wie Kinder

mit dem Leben. Insbesondere ist die

Freude am Essen ebenso wichtig wie

die bewusste Auswahl gesunder Lebensmittel.

Beides gibt dem Kind eine

wertvolle Grundlage für seinen Umgang

mit der Ernährung, für sein ganzes Leben.

Gemeinsame Mahlzeiten sorgen

für den Zusammenhalt der Familie. Bei

diesen Gelegenheiten ist das Essen

meist gesünder; ausserdem können

Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

von ihren Eltern vernünftige Essgewohnheiten

lernen.

Jacqueline Trachsel

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

5


Machtkämpfe

Machtkämpfe mit Kindern zehren an den Nerven. Im

folgenden Interview erklärt Madeleine Rickenbach,

Erziehungsberaterin aus Adliswil, was Eltern tun können,

damit Machtkämpfe erst gar nicht entstehen.

vermeiden

Viele Eltern erleben die ersten

Machtkämpfe, wenn ihr Kind etwa

18 Monate alt ist. Weshalb?

Weil das Kind jetzt in die Autonomiephase

– früher Trotzphase genannt –

kommt, in der es sich zunehmend eigenständig

erlebt und sich von seinen

Bezugspersonen etwas zu lösen beginnt.

Seine sprachlichen und motorischen

Fähigkeiten verbessern sich. Es

erobert den Raum, probiert seine Kräfte

aus, interessiert sich für Hierarchien

und will herausfinden, wer der Stärkere

ist. Es verspürt den Drang, seinen Aktionsradius

zu vergrössern und seinen

Willen durchzusetzen. Dabei wird es

aber erstmals mit Aussagen wie «du

Madeleine Rickenbach,

Erziehungsberaterin aus Adliswil,

www.heranwachsen.ch

darfst nicht» und «du sollst» konfrontiert

und erlebt eine erste Orientierung

an Erlaubtem und Unerlaubtem. Dadurch

entsteht ein Konflikt zwischen

seinen Wünschen, seinen Impulsen,

seinem Willen und den Vorstellungen

seiner Erziehenden. Das Kind stösst

an seine körperlichen Grenzen und an

die Grenzen seiner Macht, was zu Frustration

oder zu einem Wut­ oder Tobsuchtsanfall

führen kann.

Trotzanfälle bringen manche

Eltern zur Verzweiflung. Was hilft?

Geduldig abwarten, bis das Toben in

ein Schluchzen kippt; erst dann können

wir unser Kind in den Arm nehmen.

Junge Kinder müssen erst lernen, mit

intensiven Gefühlen wie Frustration,

Enttäuschung oder Wut umzugehen.

Was empfehlen Sie Eltern,

wenn ihr Kind trotzt?

Daran zu denken, dass sich der Drang

ihres Kindes nach Selbstbestimmung

nicht gegen sie richtet, sondern Teil des

Autonomieprozesses ist. In Situationen,

in denen es keinen Spielraum gibt,

sollen die Eltern mit einem bestimmten

«Nein» reagieren, die Emotionen des

Kindes aber aufnehmen. Wenn es sich

beim Einkaufen vor dem Spielzeugregal

auf den Boden wirft und schreit,

können die Eltern sagen: «Ich sehe,

dass du diesen Laster gerne hättest»

oder «Ich weiss, dass es für dich jetzt

schwierig ist, ohne den Laster weiterzugehen.»

Am besten warten die Eltern

beim Kind, bis es sich beruhigt hat

und sagen ihm: «Ich warte bei dir, bis

du soweit bist, damit wir gehen können.»

Möglich ist auch, dass die Eltern

ihrem Kind erklären, dass sie seinen

Wunsch notieren, zum Beispiel für

seinen nächsten Geburtstag. So lernt

das Kind, dass seine Bedürfnisse warten

müssen. Gleichzeitig lernt es auch,

dass intensive Gefühle wieder vorbeigehen.

Der Umgang mit Frustration ist

eine wichtige Kompetenz fürs Leben.

Wie sieht es aus, wenn Situationen

Spielraum zulassen?

Dann dürfen die Eltern auch mal das

Kind gewinnen lassen. Hilfreich ist zum

6 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Beispiel, wenn wir dem Kind Wahlmöglichkeiten

anbieten: «Möchtest du weitergehen

oder möchtest du eine kurze

Erholungspause machen?» Es lohnt

sich auch, die Kinder nach Lösungen

zu fragen, sodass sie Vorschläge machen

dürfen. Ein Kind, das in einem

angemessenen Rahmen altersentsprechend

mitbestimmen darf, erhält ein

Stück Macht und muss weniger oder

kaum dafür kämpfen.

Warum lassen Eltern ihrem Kind

oft nur wenig Spielraum?

Weil sie besorgt sind, dass es negativ

auffällt oder Dinge nicht lernt, wenn

sie nicht eingreifen. Aus Angst kontrollieren

sie dann viele Situationen oder

kommentieren sein Verhalten kritisch,

anstatt ihm eigene Erfahrungen zu ermöglichen.

Grundsätzlich sind zu viele

oder zu starre Regeln in der Erziehung

nicht sinnvoll. Kontraproduktiv ist auch,

wenn die Eltern mit ihrem Kind in einen

Machtkampf einsteigen und gewinnen

wollen; zum Beispiel indem sie

mit Strafen drohen oder das Kind zur

Anpassung zwingen möchten. Verliert

ein Kind den Machtkampf gegen seine

Eltern, wird es die Faust im Sack machen

und sich wahrscheinlich zu einem

späteren Zeitpunkt verweigern.

Eignen sich Belohnungen

als Druckmittel?

Als Druckmittel nicht, aber Belohnungen

können sinnvoll und motivierend

sein, wenn sie eine logische Folge sind,

zum Beispiel: «Wenn du mir beim Abwasch

hilfst, sind wir schneller fertig

und haben noch etwas Zeit für ein gemeinsames

Spiel.»

Wenn Kinder aber lernen, dass sie

für die Erfüllung einer Aufgabe eine

materielle Belohnung erhalten, sinkt

ihre Motivation, ohne Belohnung zu

helfen. Ein Kind, das sich seiner Familie

zugehörig, sich von seinen Eltern

akzeptiert fühlt und Liebe und

Wertschätzung erfährt, möchte auch

etwas zur Gemeinschaft beitragen –

zum Beispiel ein Ämtli übernehmen.

Es wird ermutigt, indem wir uns bei

ihm für seinen Beitrag bedanken und

ihm sagen, dass dieser für die Familie

wertvoll ist. So verbindet das Kind sein

Ämtli mit guten Gefühlen und möchte

diese wieder erleben.

In vielen Familien beginnen Machtkämpfe

schon morgens, wenn

das Kind trödelt. Was empfehlen

Sie hier?

Kleine Kinder begleiten wir noch beim

Anziehen oder Zähneputzen, weil sie

sich zu schnell für etwas anderes begeistern.

Etwas älteren Kindern hilft

es, wenn sie von uns ein Zeichen bekommen,

dass es jetzt Zeit ist für den

nächsten Schritt; das kann auch ein

Wecker sein. Ab dem Kindergartenalter

dürfen wir Kindern immer mehr Eigenverantwortung

übergeben und auch

zulassen, dass sie die Folgen des Trödelns

erleben, zum Beispiel zu spät in

den Kindergarten kommen. Kinder, die

ständig von ihren Eltern angetrieben

werden, werden passiv und denken

sich: «Ich muss gar nicht aufpassen

oder vorwärts machen. Meine Mutter

wird mir dann schon sagen, wenn es

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SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019 7


Zeit ist – oder mich im Notfall auch in

den Kindergarten fahren. Das ist bequem.

Wenn sie dabei laut schimpft,

höre ich gar nicht hin. Immerhin beschäftigt

sie sich mit mir, was ich ganz

gut finde.»

Manche Kinder wollen beim

Anziehen ihren eigenen Willen

durchsetzen. Was können Eltern

in dieser Situation tun?

Am besten legen sie die Kleider gemeinsam

mit dem Kind am Vorabend

bereit. Um kleinere Kinder nicht zu

überfordern, lässt man ihnen die Wahl

zwischen zwei Pullis oder Hosen. Ältere

Kinder sollen mitbestimmen. Solange

die Eltern ihrem Kind die Folgen

einer Entscheidung zumuten können,

sollten sie höchstens eine Empfehlung

abgeben, wie: «Ich empfehle dir heute

einen wärmeren Pulli.» Wählt es den

leichteren Pulli, soll es herausfinden

dürfen, ob es damit tatsächlich friert.

So entsprechen wir dem Bedürfnis des

Kindes nach Selbständigkeit, und sein

Widerstand nimmt ab.

Wie lassen sich Machtkämpfe

am Esstisch verhindern?

Eine gute Möglichkeit ist, dass die Eltern

jedes Kind fragen: «Möchtest du

von allem ein kleines ’Probiererli’ oder

möchtest du mit einem Nahrungsmittel

beginnen? Danach entscheidest du,

wovon du möchtest.» Wenn das Kind

sagt, es möchte gar nichts, sagen die

Eltern: «Okay, dann entscheide ich für

dich und gebe dir ein ganz kleines Mini­

Probiererli.» Sie legen dem Kind zum

Beispiel nur eine Bohne auf den Teller

und ergänzen: «Wenn du die Bohne

nicht probieren willst, darfst du sie liegen

lassen.» Erhält das Kind also die

Erlaubnis, das Probiererli nicht zu essen,

muss es nicht dagegenhalten und

probiert oder isst es eher.

Durch Machtkämpfe zieht sich

das Abendritual in die Länge. Wie

lassen sich Diskussionen rund um

das Zubettgehen verhindern?

Immer gleiche Zeitstrukturen helfen;

und das Kind zu fragen, was es

braucht, um die vorgegebenen Schritte

einzuhalten. Wenn wir dem Kind in Aussicht

stellen, dass wir ihm aus einem

speziellen Buch vorlesen, wenn es

rechtzeitig fertig wird, ist das sehr attraktiv

und es wird dies kaum verpassen

wollen.

Wie kann der Alltag

entspannter gelingen?

Mit einer liebevoll konsequenten Haltung.

Machtkämpfe entstehen ja nur,

wenn sich die Eltern darauf einlassen.

Das Kind möchte manchmal schon

einen Machtkampf anfangen, aber

wenn die Eltern ihre Grenzen ruhig,

bestimmt und beharrlich vertreten –

ohne zu kämpfen und ohne nachzugeben

– dann findet kein Kampf statt,

sondern eine Orientierung an Regeln.

Professionelle Unterstützung in einer

Erziehungsberatung kann Eltern helfen,

alternative Handlungsweisen zu

erproben und Vertrauen in ihr Kind

aufzubauen, anstatt Kontrolle über es

auszuüben.

Susanna Steimer Miller

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1 SCHWEIZER Hausapotheke

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Kinderernährung – gesund und geschmackvoll

Kinder im Wachstum haben einen

höheren Energie- und Proteinbedarf

als Erwachsene. So benötigt

ein Siebenjähriger etwa gleich viele

Kalorien wie seine Mutter.

Sehr wichtig ist auch die ausreichende

Versorgung mit allen nötigen

Vitaminen, Mineralstoffen und

bestimmten lebenswichtigen Fetten,

ohne die der Körper nicht richtig

funktionieren kann. Für die gesunde

Gehirnentwicklung und Lernfähigkeit

zum Beispiel, sind Omega-3-

Fette (EPA und DHA) erforderlich,

und für das optimale Funktionieren

der Nerven alle B-Vitamine. Der Bedarf

an Eisen und Zink ist in dieser

Lebensphase ebenfalls oft erhöht, da

sich ein Mangel in Form von Lustlosigkeit,

Müdigkeit und Lernschwierigkeiten

zeigen kann.

Vollwertiges Frühstück

als Start in den Tag

Kinder haben eine feine Nase und so

müssen die Mahlzeiten nicht nur gesund

sein, sondern auch schmecken.

Essen sollte Freude machen und mit

verschiedenen Aromen, Texturen

und Farben die Sinne ansprechen.

Ideal wird der Tag daher mit einem

kräftigen, sättigenden Frühstück gestartet.

Dieses hält den Blutzuckerspiegel

konstant und unterstützt

eine gute Konzentration. Empfehlenswert

ist zum Beispiel ein feines

Birchermüesli mit frischen Früchten

und Nüssen. Oder ein Rührei mit

Kräutern, Vollkornbrot und ein paar

Radieschen dazu.

Ergänzend zum Frühstück ist ein

Esslöffel hochwertiges Fischöl oder

ein Teelöffel Algenöl empfehlenswert.

Als gesunde Fette werden bei

der Zubereitung von Speisen am besten

kalt gepresstes, biologisches

Raps- oder Olivenöl und Kokosfett

verwendet.

Protein, Zink,

Eisen und B-Vitamine

Der erhöhte Bedarf an Protein, Zink

und Eisen sollte vor allem über den

Genuss von Nüssen, Hülsenfrüchten,

Fleisch oder Fisch in moderaten

Mengen, Geflügel und Eiern gedeckt

werden. Bei guter Verträglichkeit

gehören auch Milchprodukte in

mässigen Mengen zur gesunden Alltagskost.

Kohlenhydrate – ja sicher,

reinen Zucker möglichst wenig

Kinder mögen Süsses, aber raffinierter

Zucker ist nicht wirklich gesund.

Am besten eignet sich zur Deckung

des Bedarfs an Kohlenhydraten ein

massvoller Konsum von Vollkornprodukten

und Früchten (2 Portionen

pro Tag), besonders zu empfehlen ist

Hafer (z. B. im Müesli). Nicht fehlen

auf dem Speiseplan sollten auch die

täglichen drei bis vier Portionen frisches

Gemüse.

Als gesundes Alltagsgetränk ist

Wasser zu empfehlen (isolierte

Fruchtsäfte sind weniger geeignet,

da sie viel Fruchtzucker enthalten

und zu viel davon den Blutzuckerspiegel

negativ beeinflussen). Dasselbe

gilt für Süssgetränke, die nur

selten getrunken werden sollten.

Zu bedenken ist, dass das Ernährungsverhalten

im Kindesalter die

späteren Essgewohnheiten prägt.

Ganz nach dem Motto: Was Hänschen

nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

Als sinnvolle Ergänzung zur täglichen

Ernährung, vor allem bei erhöhtem

Bedarf, etwa in Wachstumsphasen,

eignet sich Strath Kräuterhefe

(Strath Original). Die naturbelassenen

Rohstoffe, die für Strath Original

verwendet werden, liefern über

60 Vitalstoffe, die in einem biologischen

Gleichgewicht vorhanden sind

und dadurch vom Körper optimal verwertet

werden können. Strath flüssig

schmeckt übrigens sehr gut im

Zmorgemüesli.

Ergänzung: Strath enthält kein Vitamin

D, welches wichtig ist für den

gesamten Stoffwechsel. Im Sommer

reicht der regelmässige Aufenthalt

an der Sonne*! Im Winterhalbjahr

sollte Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln

eingenommen

werden, da die Sonnenstunden

nicht für die Vitamin-D-Synthese

ausreichen.

* Sonnencreme reduziert die

Vitamin-D-Synthese.

Mehr Informationen zu den natürlichen

Strath Produkten: bio-strath.com

Erica Bänziger

Dipl. Ernährungsberaterin SVDE,

Kochbuchautorin

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

9


Aus dem Paar wird

eine Familie

Die Ankunft eines Babys stellt die Prioritäten

in einer Partnerschaft auf den Kopf.

Mit einer grosszügigen Portion Geduld

und Toleranz ist der Übergang vom Paar

zur Familie leichter zu schaffen.

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Die Natur in Aktion

Heutzutage sind die Familienmodelle

kunterbunt: Hausmänner, binationale

Familien, Patchworkfamilien, Eltern

ohne Trauschein, Mehrgenerationenhäuser

... In einem Punkt sind sich nahezu

alle Eltern einig: Trotz aller gemeinsamen

Vorbereitung auf die Ankunft

des Kindes, hat sich im Alltag weit

mehr verändert als vorausgeahnt. Oft

übernimmt die Tochter oder der Sohn

die Regie über den Tagesablauf. Und

auch in den Nächten holt es die Eltern

mit seinem Weinen zu Unzeiten aus

dem Bett. Dass die Bedürfnisse des

Babys die eigenen Pläne ganz schön

durchkreuzen können, erfuhr auch

Astrid Imfeld (Name geändert): «Ich war

an einer Zusatzausbildung, als unser

Kind zur Welt kam. Ich ging davon aus,

dass es als Baby viel schlafen würde

und ich deshalb reichlich Zeit hätte, um

meine Abschlussarbeit zu schreiben.»

Es kam anders. Statt um ihre Diplomarbeit

kümmerte sie sich vor allem um

Schoppen wärmen, Babybrei einkaufen

und Windeln wechseln. Sehr schnell

kam sie damit an ihre Grenzen. «Bevor

wir unser Kind bekamen, leitete ich ein

grosses Team und war für wichtige Projekte

verantwortlich. Plötzlich bestand

mein Tagesinhalt aus den Arbeiten

im Haushalt und dem Baby, das sich

oft dann meldete, wenn es mir beim

Schrei ben der Diplomarbeit gerade besonders

gut lief. Ich wurde zunehmend

frustrierter.» Wenn sie beim Spazieren

mit dem Kinderwagen mal auf andere

Mütter traf, waren die Babys das einzige

Gesprächsthema. «Vorher war ich

für grosse Budgets verantwortlich.» Sie

wurde eifersüchtig auf den Job ihres

Mannes. «Er ging morgens aus dem

Haus und hatte einen spannenden Tag

vor sich, mir blieben nur der Schoppen

und der Staublappen.»

Sie vermutet, dass sich ihr Mann etwas

zu entziehen begann, weil er ihre

gereizte Stimmung schlecht vertrug.

«Manchmal schickte er eine SMS, er

komme am Abend etwas später, eine

Sitzung dauere länger. Vielleicht war es

ihm sehr recht, wenn er Überstunden

machen musste. Ich hatte mit der Zeit

den Eindruck, es sei vor allem mein

10 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Baby, nicht unser gemeinsames.» Als in

der Säuglingssprechstunde das Thema

zur Sprache kam, übergab ihr die Beraterin

die Adresse einer Familienberatungsstelle.

Nach einigen klärenden

Gesprächen mit einer Begleiterin entspannte

sich das Verhältnis in der jungen

Familie.

Arrangieren erforderlich

Für viele Paare ist ein Baby die Krönung

ihrer Liebe, doch es kann sich auch

als eine Art Keil erweisen, der Distanz

zwischen ihnen schafft. Es bringt eine

zuvor gut eingespielte Balance in der

Beziehung unter Umständen in Schieflage.

In der Folge kommt es zu Spannungen.

Manche frischgebackenen

Eltern schaffen es leichter, sich neu zu

arrangieren; andere brauchen länger,

um sich den gewandelten Verhältnissen

anzupassen. Genauso, wie sich das

Baby in der völlig neuen Umgebung akklimatisieren

muss, müssen sich seine

Mutter und sein Vater mit ihrer neuen

Rolle allmählich zurechtfinden – immerhin

bedeutet der praktische Alltag mit

einem Baby für alle Neuland. Der Übergang

von einem intensiven Berufsalltag

zu einer neuen Lebenssituation, in der

sich fast alles um den Säugling dreht,

bringt eine erhebliche Umorientierung

mit sich. Plötzlich wird ihr Kontaktnetz

sehr eingeschränkt und die Anforderungen

verändern sich komplett; die

Selbstbestätigung durch die Berufstätigkeit

entfällt. Dies kann die innere

Balance vor eine Belastungsprobe stellen

und sich in Stimmungsschwankungen,

Ängsten und Überreaktionen bemerkbar

machen. Leicht können sie der

Auslöser von Konflikten sein. Geduld

und Toleranz sind erforderlich, um die

Gefühlswallungen allmählich wieder in

ruhigere Bahnen zu lenken.

Besonders häufig geht es bei den Konflikten

um die Verteilung von Aufgaben

im Haushalt. Wie Untersuchungen gezeigt

haben, verschiebt sich bei verschiedenen

Paaren die Betreuungsund

Hausarbeit zu ungunsten der Frau,

obwohl die Partner vor der Geburt die

Aufteilung je zur Hälfte vereinbart haben.

Ursache dafür ist längst nicht immer

Bequemlichkeit des Vaters; gelegentlich

werden die anfallenden Arbeiten

im Voraus unterschätzt. Mütter

erwarten von ihrem Mann einerseits

konkrete Unterstützung im neuen Familienalltag,

aber auch psychologische

Anteilnahme. Manche klagen, ihre Partner

würden sich nicht dafür interessieren,

wie viel sie den ganzen Tag im

Haushalt und bei der Kinderbetreuung

leisten. Die Väter seien mit dem

Kopf bei der Arbeit oder beim Sport.

Dies kann gemäss Fachleuten mit der

Zeit zu einer direkten oder indirekten

Sprachlosigkeit in der Partnerschaft

führen, indem man sich nicht über

dieselben Themen austauschen kann.

Man redet gewissermassen aneinander

vorbei, weil sich die jeweiligen Prioritäten

erheblich unterscheiden. Wenn

man kaum Verständnis und Resonanz

vom Gegenüber erfährt, können die

Gespräche mit der Zeit sehr einsilbig

werden – dadurch entsteht eine emotionale

Distanz. Während das Paar vor

dem Kind gut aufeinander eingespielt

war, hat das Baby die Dynamik verändert.

Manche Väter reagieren mit

nervösen Beschwerden auf die neue,

ungewohnte Situation. Auch die Finanzen

können zum Zankapfel werden,

etwa wenn man sich wegen des Kindes

teure Autos oder Freizeitvergnügen

nicht mehr leisten kann.

Zuneigung immer

wieder zeigen

Fachleute betonen, dass in Zeiten des

Übergangs in einen neuen Lebensabschnitt

Zeichen der gegenseitigen

Solidarität und der Wertschätzung besonders

wichtig sind. Eine freundliche

SMS untertags, ein kleiner Zettel mit

einigen netten Worten auf dem Frühstückstisch

sowie ein Blumengruss

halten Liebe und Partnerschaft lebendig.

Sie schaffen die Gewissheit, dass

dieser Wandel mit vereinten Kräften

gemeistert wird. Solidarität ist insbesondere

auch bei Kritik von aussen

wichtig: Manche Mütter klagen

über mangelnde Unterstützung durch

ihre Partner, wenn beispielweise ihre

Schwiegermütter an ihnen herumnörgeln.

Diese kritischen Schwiegermütter

berücksichtigen nicht, dass eine unerfahrene

Mutter noch nicht alles perfekt

beherrscht. Hier sollte sich der Vater

klar als Fürsprecher für seine Partnerin

positionieren.

Wenn Väter keine Stellung beziehen,

weil sie es weder mit der eigenen Mutter

noch mit der Partnerin verderben

wollen, sind Spannungen programmiert:

Mütter erwarten ein klares Bekenntnis

zur Familie. Angehörige können

durch ihre störende Einmischung

in das sich entwickelnde Familienleben

zu einer Zusatzbelastung werden. Oft

ist es hier erforderlich, klare Grenzen zu

ziehen und unerwünschte Ratschläge

und spitze Bemerkungen zurückzuweisen.

Im Gegensatz dazu können

wohlwollende Verwandte, Nachbarn

und Freunde eine wertvolle Ressource

sein, indem sie unterstützend und entlastend

wirken.

Rechtzeitig Unterstützung

anfordern

Ein weiterer Auslöser für Spannungen

ist die Verschiebung der Aufmerksamkeit

auf das Baby. Manche Väter

tun sich mit der für sie reduzierten

Zuwendung und Zärtlichkeit schwer;

auch das körperliche Liebesleben entspricht

nach der Geburt nicht immer

ihren Erwartungen. Und bei Angehörigen

und Besuchern stehen sie nicht

mehr im Mittelpunkt – es kommt zu

Frustrationen und Eifersüchteleien.

Die frischgebackene Mutter reagiert

gereizt, weil sie ihrerseits von ihrem

Partner Unterstützung und Solidarität

erwartet. Stattdessen sieht sie sich mit

unterschwelligen oder offenen Vorwürfen

und Forderungen von seiner Seite

konfrontiert. Ein Baby kann indirekt

versteckte Differenzen beim Elternpaar

verschärfen. Trotz Kind sollten

sich die Eltern regelmässig Zeit füreinander

nehmen, um ihre Partnerschaft

zu pflegen, während sich ein Babysitter

um das Kind kümmert. Wenn die Eltern

dauerhaft nicht mehr konstruktiv miteinander

kommunizieren können, weil

sie sich anschweigen, ständig streiten

und wenn es mit der körperlichen Liebe

überhaupt nicht mehr klappt, sollten

sie sich rechtzeitig eine Paarberatung

gönnen – auch im Interesse des Babys.

Adrian Zeller

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

11


Welche

Hand

angeblich höhere Intelligenz, die auslinks

oder

rechts?

Rund fünfzehn Prozent der

Menschen sind Linkshänder;

diese Veranlagung zeigt sich

nicht immer klar und deutlich.

Eltern sollten daher bei

der kindlichen Entwicklung

einiges beachten.


Kaum eine Klischeevorstellung oder ein

Vorurteil über Linkshänder entspricht

der Wirklichkeit: Die Forschung konnte

keine verlässlichen Nachweise für die

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geprägtere Kreativität oder den überdurchschnittlichen

Erfolg im Beruf von

Linkshändern finden. All dies wurde

ihnen immer wieder nachgesagt; unter

anderem auch, weil auffallend viele

Künstler sowie Präsidenten der USA

Linkshänder waren und sind. Solche

Mythen sind ein Hinweis darauf, dass

der Linkshändigkeit unterschwellig

noch immer das Image des Aussergewöhnlichen

und Unerklärlichen anhaftet.

Im Mittelalter wurde bei Linkshändern

der Einfluss von finsteren Mächten

vermutet, manche landeten gar auf

dem Scheiterhaufen. Auch ein weiterer

Mythos, wonach es einen Zusammenhang

zwischen Linkshändigkeit und Allergieerkrankungen

gebe, erwies sich

als falsch. Selbst die angeblich geringere

Lebenserwartung von Linkshändern

konnte widerlegt werden.

Die Forschung konnte bis heute keine

abschliessenden Gründe für die Aufteilung

von Links­ und Rechtshändern

ermitteln; wahrscheinlich spielen dabei

genetische Faktoren eine entscheidende

Rolle. Es muss aber noch weitere

Einflussfaktoren geben; denn bei einzelnen

eineiigen Zwillingen ist ein Kind

Linkshänder, das andere Rechtshänder

– obwohl beide die gleichen Erbanlagen

in sich tragen. In der Wissenschaft wird

angenommen, dass die Links­ beziehungsweise

Rechtshändigkeit mit der

unterschiedlichen Verteilung einzelner

Zentren im Hirn zusammenhängt. Wie

die neuere Forschung gezeigt hat, sind

die Gehirne der Menschen generell unterschiedlich

strukturiert. Links­ oder

Rechtshändigkeiten sind Spielarten der

Natur; Kinder sollten früh lernen, dass

diese Unterschiede nichts mit «normal»

und «nicht normal» zu tun haben, sondern

individuelle Merkmale sind wie die

Augenfarbe.

Körpereinsatz lernen

Der richtige Gebrauch des eigenen

Körpers ist ungefähr so anspruchsvoll

zu erlernen wie ein Musikinstrument.

Fachleute empfehlen, Kindern kein

Richtig oder Falsch vorzugeben, sondern

sie der eigenen Entwicklung zu

überlassen. Malkreiden und Spielzeug

sollten daher nicht gezielt in eine Hand,

sondern in der Mitte gereicht werden.

Wenn Kleinkinder vieles selber ausprobieren

und erfahren dürfen, lernen sie

allmählich den optimalen Einsatz von

Händen und Gliedmassen. Anschaulich

zeigt sich das beim Übergang vom

Krabbeln zum Aufrechtgehen: Anfänglich

wirkt der Einsatz von Armen und

Beinen ungelenk, die Kinder purzeln

immer wieder hin. Mit der Zeit vermögen

sie durch geschickte Koordination

der Körperteile ihr Gleichgewicht immer

besser zu halten. Ständiges Ausprobieren

unterstützt die körperliche

A

und geistige Entwicklung von Kindern

12 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Weleda Calendula Babypflege – sanfter Schutz

und Pflege von Anfang an

Die Natur schenkt uns neues Leben

und alles, was wir brauchen,

um diesem kleinen Wunder einen

rundum geborgenen Start zu ermöglichen.

Natürliche Pflege, die ohne synthetische

Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe

oder Rohstoffe auf Mineralölbasis

auskommt, pflegt, schützt

und fördert die Entwicklung einer

gesunden Babyhaut.

Babyhaut ist ganz besonders: hochsensibel,

fünfmal dünner als Erwachsenenhaut,

sehr reizempfindlich und

schutzbedürftig. Säureschutzmantel

und Barrierefunktion müssen sich

noch entwickeln und der Wärmehaushalt

des Körpers reguliert sich

noch nicht vollständig von selbst.

Babys brauchen eine wärmende,

schützende Hülle – durch sanfte,

natürliche Pflegeprodukte und liebevollen

Hautkontakt.

Als Pionier der natürlichen Babypflege

entwickelte Weleda bereits

im Jahr 1959 ihr erstes Babypflegeprodukt:

So bildete das damalige

Weleda Kinderöl den Auftakt für die

bewährte Calendula Babypflegeserie

von heute. Die Pflegeserie umfasst

insgesamt neun Produkte.

Wie alle Weleda Düfte wurden auch

die Düfte der Calendula Babypflegeserie

von Weleda selbst kreiert –

eine Besonderheit, die Weleda auszeichnet.

Dabei wurden die milden

und hautverträglichen ätherischen

Öle der Pflegelinie ganz auf den natürlichen

Eigengeruch zarter Babyhaut

abgestimmt.

Die NATRUE-zertifizierten Calendula

Babyprodukte pflegen und umsorgen

die zarte Haut des Babys von

Beginn an. Weleda verwendet für

ihre Calendula Babypflege natürliche,

vorwiegend pflanzliche Rohstoffe

wie reichhaltige Pflanzenöle

und wertvolle Pflanzenauszüge.

Diese stammen, wo immer möglich,

aus kontrolliert biologischem Anbau

oder zertifizierter Wildsammlung.

Die besonders milden Produkte

wurden in Zusammenarbeit mit

Hebammen speziell für die tägliche

Pflege schutzbedürftiger Babyhaut

entwickelt. Sie schenken wohltuende

Geborgenheit und fördern die

Entwicklung einer gesunden Haut.

Calendula Babycreme – seit

über 30 Jahren bewährt

Die reichhaltige Creme mit ihrer milden

Formulierung pflegt gereizte

Babyhaut, schützt wirksam vor

Rötungen im Windelbereich und

fördert die Hautregeneration. Hautverwandtes

Wollwachs und Zinkoxid

schützen zuverlässig vor Nässe und

bilden eine natürliche Schutzbarriere.

Mandel- und Bio-Sesamöl und

ein wertvoller Auszug aus Calendula

und Kamille in Bio-Qualität pflegen

sanft, beruhigen die Haut und

machen sie geschmeidig. Geeignet

vom ersten Lebenstag an. Nach der

gründlichen Reinigung im gesamten

Windelbereich auftragen. Mit

Zinkoxid.

Calendula Waschlotion &

Shampoo

Die milde Waschlotion & Shampoo

mit einem wertvollen Auszug aus

Bio-Calendula reinigt besonders

schonend mit Zuckertensiden, sorgt

für leicht kämmbares Babyhaar und

ist dabei extra mild zu den Augen.

Mandel- und Bio-Sesamöl schützen

vor dem Austrocknen und sorgen

für geschmeidig-zarte Haut. Ideal

zur milden Reinigung von Kopf bis

Fuss: Auftragen, sanft aufschäumen

und gründlich abspülen.

Calendula Pflegeöl

Das reine Pflegeöl pflegt sanft,

schützt und unterstützt die natürlichen

Hautfunktionen. Bio-Sesamöl

und ein hautberuhigender Auszug

aus Bio-Calendula hüllen wohlig

warm ein und halten die Haut weich

und geschmeidig. Das parfümfreie

Pflegeöl hilft, Hautreizungen vorzubeugen.

Für die tägliche Hautpflege,

milde Reinigung im Windelbereich

und sanfte Babymassage.

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Das mild pflegende Bad mit einer

sorgfältig abgestimmten Wirkstoffkomposition

unterstützt die beruhigende,

durchwärmende Kraft des

Wassers: für einen sanften Ausgleich

nach einem aktiven Tag. Die

tensidfreie, hautberuhigende Komposition

mit Schlehensaft, einem

Auszug aus Bio-Thymian und Bio-

Calendula pflegt und unterstützt

die natürlichen Hautfunktionen. Vor

Gebrauch schütteln, zwei bis drei

Spritzer ins eingelaufene Badewasser

geben und gut mit der Hand

verteilen.

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

13


Zusammenspiel von

Kopf und Hand

Die Koordination der Bewegungen

von Armen, Händen und Fingern ist

für Anfänger sehr anspruchsvoll.

Feinste Muskelbewegungen müssen

dazu genau abgestimmt werden. Das

braucht nicht nur Training; die einzelnen

Muskeln, Sehnen und Gelenke

müssen im Entwicklungsprozess genügend

aus gebildet werden. Die dominierende

Hand und ihr Arm sind

Übrigens haben die meisten Menschen

auch bei Augen und Ohren

eine Rechts­ oder Linksdominanz,

ohne dies selber zu bemerken, weil

es für sie Routine ist. Sogar beim Gehen

und beim Joggen kann eine Seite

überwiegen. Eltern, die als Erwachsene

ihren Körper routiniert einsetzen,

sind sich gelegentlich nicht bewusst,

welch langen Entwicklungsweg Kinder

durchlaufen müssen, bis sie Treppen

steigen, Ball werfen und Kindervelo

fahren können. Wenn die Knirpse eine

Tätigkeit zum ersten Mal aus eigener

Kraft erfolgreich geschafft haben, kann

dies ein Meilenstein in der Entwicklung

sein, der sie für die weitere Entwicklung

motiviert und anspornt.

am effektivsten. Sie sollten immer wieder

ermuntert werden, Dinge selber zu

erkunden: Spielen in der Natur, beim

Kuchen backen helfen und die Spielsachen

selber aufräumen. Solche Tätigkeiten

fördern das Erfahrungswissen

sowie das Suchen nach neuen Lösungen.

Dadurch wird das Vertrauen in die

eigenen Fähigkeiten gestärkt.

Kleinkinder lernen einerseits durch das

Prinzip Versuch, Irrtum, neuer Versuch;

andererseits spornt sie auch das Imitieren

von anderen Kindern und von Erwachsenen

in ihrer Selbstentfaltung an.

Wirft man den Ball besser mit der linken

oder der rechten Hand? Drückt man die

Türklinke mit der linken oder der rechten

Hand leichter herunter? Mit welcher

Hand streichelt man die Katze? Einige

Linkshänder gewöhnen sich als Kinder

selber die Benützung der rechten als

dominierende Hand an, weil sie nicht

anders als die anderen sein wollen. Sie

sehen, dass ihre Spielkameraden ihre

Hände anders einsetzen als sie selber,

etwa bei der Benützung einer Schere.

Weitere trainieren sich selber um, weil

sie glauben, etwas falsch zu machen.

Die meisten Kleinkinder benutzen anfänglich

beide Hände abwechselnd.

Ab dem dritten Lebensjahr zeigt sich

in der Regel deutlich, welche Hand

die Führung übernimmt. Bei einzelnen

Mädchen und Buben ist die Differenz

auch im Kindergartenalter noch nicht

deutlich erkennbar. In diesem Fall sollte

eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt

um Rat gefragt werden. Die Links­ oder

Rechtsorientierung kann mit speziellen

Tests ermittelt werden.

meist etwas kräftiger als die andere

Seite. Neben Fingerfertigkeit braucht

es beim Spielen und Basteln auch ein

plan volles Vorgehen. Dafür müssen

die entsprechenden Gehirnzentren

ko ordiniert zusammenwirken. Um beispielsweise

einen Turm aus Holzklötzchen

zu bauen, muss man ein Gefühl

für Statik und Balance entwickeln – andernfalls

fällt das Bauwerk immer wieder

in sich zusammen. Der Weg zum

angestrebten Ziel muss im Kopf vorausgeahnt

oder sogar genau geplant

werden. Bei Erwachsenen braucht es

eine Absicht, dann weiss der Körper

selber, was zu tun ist. Kleinkinder müssen

selber einen Weg finden, wie man

auf dem Spielplatz an einem Klettergerüst

hochsteigt. Beginnt man mit

der linken oder mit der rechten Hand?

Welcher Fuss kommt zuerst? Kinder,

die nicht zu häufig von den Eltern oder

Grosseltern angeleitet und korrigiert

werden, sind kreativer: weil sie früh

erfahren, dass es für eine Herausforderung

verschiedene Lösungswege

gibt. Sie entwickeln mehr Durchhaltevermögen.

Umtrainieren vermeiden

Das Schreiben lernen ist für Kinder

eine ganz besondere Herausforderung.

Oft beginnen sie vor dem Schuleintritt

selber mit ersten Versuchen. Diese

sollten mit der anlagegemässen Hand

erfolgen, andernfalls kann es zu Verkrampfungen,

Fehlhaltungen und mit

der Zeit zu Haltungsschäden kommen.

Kinder, die entgegen ihrer natürlichen

Veranlagung schreiben lernen, tun sich

schwerer mit den Fortschritten und haben

weniger Erfolgserlebnisse; dies

kann sich ungünstig auf die Motivation

auswirken. Manchenorts werden sogar

spezielle Schreibkurse für Linkshänder

angeboten. Im Gegensatz zu früher

werden Linkshänder heute in der

Schule kaum mehr umerzogen. Wenn

Kinder fälsch licherweise zu Rechtshändern

umtrainiert werden, kann das

Zusammenspiel der Zentren im Gehirn

irritiert werden – in der Folge sind Störungen

beim Sprechen, beim Schreiben

sowie beim Gedächtnis möglich.

Konzentrationsprobleme sind weitere

mögliche Folgen; unter Umständen

treten auch psychische Belastungen

auf. Umtrainierte Linkshänder werden

nicht zu tatsächlichen Rechtshändern,

ihre Veranlagung bleibt bestehen, jedoch

organisieren sich durch das Umlernen

die Hirnfunktionen anders. Auf

alle Fälle sollten Linkshänder bereits

als Kinder viel Bestätigung in ihrer Individualität

erfahren, damit sie sich nicht

als «unnormal» erleben.

Adrian Zeller

14 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


homedi-kind ® – eine besondere Aromapflege

Was tun, wenn unsere Kleinen

husten und verschnupft sind?

Frau Dr. Keller, wie oft suchen

Eltern mit ihren Kindern Ihren Rat

bei Erkältungen?

In den kälteren Herbst- und Wintermonaten

suchen die Eltern mit

ihren kranken Kindern, welche an

Schnupfen und Husten und deren

Folge erscheinungen leiden, sehr oft

unsere Praxis auf. Zu dieser Zeit erfolgt

fast jede zweite Konsultation

aus diesen Gründen.

Was empfehlen Sie Eltern gerne

bei einem Schnupfen und Husten

ergänzend?

Sehr wichtig bei Erkältungskrankheiten

ist es, auf eine gute Luftfeuchtigkeit

in den Wohnräumen

und insbesondere im Schlafraum

zu achten. Diese Erkältungskrankheiten

treten vor allem während

der Heizperiode auf, da die Schleimhäute

in den (sehr oft zu stark) geheizten

Räumen austrocknen und

damit viel empfindlicher auf die

in dieser Jahreszeit häufig auftretenden

Viren reagieren. Wenn auf

eine gute Feuchtigkeitspflege der

Schleimhäute in der Nase und im

Rachen geachtet wird, klingen erstens

Schnupfen und Husten deutlich

schneller ab und zweitens treten

Folgekrankheiten viel weniger

häufig auf. Des Weiteren empfehle

ich eine gute Aromatherapie mit

zerhackten und in ein Tüchlein eingepackten

Zwiebeln in der Nähe

der Schlafstelle, sowie bei grösseren

Kindern mit selbstgemachtem

Zwiebel-, Honig- und Thymiansirup.

Was zeichnet die homedi-kind ® -

Linie speziell aus?

Für die homedi-kind ® -Linie werden

nur naturbelassene Rohstoffe

in sorgfältiger Handarbeit verwendet.

Bewusst wird auf chemische

Zusatzstoffe, synthetische Farbund

Duftstoffe, Silikone, Paraffine

oder andere Stoffe auf Mineralölbasis

verzichtet. Dank der besonders

hohen Verträglichkeit eignen sich

die homedi-kind ® -Balsame für die

sensible Baby- und Kinderhaut.

Wie empfehlen Sie die

Anwendung des homedi-kind ® -

Engelwurz-Balsams?

Einerseits empfehle ich bei den

kleinsten Kindern bei einem Schnupfen

die Anwendung von Engelwurz-

Balsam, welcher wohltuend und befreiend

wirkt. Dieser Balsam wird

äusserlich auf beide Nasenflügel

aufgetragen und ab dem 4. Lebensmonat

in ein Tuch einmassiert und

neben den Säugling gelegt.

Wie empfehlen Sie die

Anwendung des homedi-kind ® -

Thymian-Myrte-Balsams?

Bei Babys ab drei Monaten und Kindern

empfehle ich bei zusätzlichem

Husten die Anwendung des fantastischen

Thymian-Myrte-Balsams. Dieser

wird während der Erkältungszeit

auf Brust und Rücken einmassiert

und erzeugt so eine wohlige Wärme,

welche das Kind entspannt. Durch

die in diesem Balsam enthaltenen

ätherischen Öle und Kräuter werden

die Atemwege geöffnet und der Husten

dadurch deutlich gelindert.

Gibt es einen besonderen

Therapieerfolg?

Gerade bei Kindern unter sechs Monaten

ist es wichtig, dass man nicht

selbstständig irgendwelche Medikamente

wie Zäpfchen oder Hustensus-

pensionen anwendet. Es macht Sinn

und ist von gros sem Nutzen, wenn

man so schnell wie möglich mit der

Anwendung von Engelwurz-Balsam

im Bereich der Nasenflügel und

Thymian- Myrte-Balsam im Bereich

der Brust und des Rückens beginnt.

Somit können sehr oft weitere medizinische

Therapien verhindert oder

zumindest eingeschränkt werden.

Was sollten Eltern bei einer

Erkältung zwingend beachten?

Da praktisch alle Erkältungskrankheiten

primär durch Viren ausgelöst

werden, ist es wichtig, dass man so

schnell wie möglich den Kindern und

insbesondere den Babys mit unterstützenden

Massnahmen die Atmung

und den Auswurf des Schleims

erleichtert. Da die Babys bis zum Alter

von vier Monaten nur durch die

Nase atmen können, ist es wichtig,

die Kinder auch eher mal frühzeitig

in der Kinderarztpraxis vorzustellen.

Somit kann man sicher sein, dass

nicht schwerere Krankheiten wie

Mittelohrentzündungen und Bronchitiden

ihren Lauf nehmen.

Dr. med. Ursula Keller

Fachärztin FMH für Kinder- und

Jugendmedizin

Brüöl 2, 6430 Schwyz

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

15


Die Zeit von Angst und

Trost

Die Zeit der frühen Kindheit

legt die Basis von Lebensängsten

und ihren Gegenkräften: Trost,

Sicherheit und Zuversicht. Bevor

eine stabile geistige und seelische

Orientierung die Welt sicherer

macht, sind viel fältige Ängste – so

individuell verschieden sie auch

sind – das natürlichste auf

der Welt.

Aus dem mütterlichen Kreislauf der

quasi automatisch funktionierenden

Nahrungszufuhr und «Abfallentsorgung»

entlässt die Geburt einen Organismus,

der sich nun selbst regulieren

muss. Der Fötus braucht keine eigene

Orientierung; denn alles – auch erhöhten

Herzschlag, Schrecken oder Ruhe –

«liefern» die mütterliche Stimmungslage

und ihre Körperfunktionen.

Neuorientierung

Damit ist es nach der körperlichen Trennung

vorbei. Der Säugling muss sich

selber zurechtfinden. Spürt er Mangel,

wehrt er sich mit Geschrei; solange, bis

der Mangel behoben oder er so ermattet

ist, dass er resigniert und auf seinen

Sparmodus schaltet. Muss er diesen

Notmechanismus für sein seelisches

Überleben zu lange und vor allem zu oft

bemühen, prägt sich diese Mangelerfahrung

in seinem Charakter ein. Solche

ersten Lebenserfahrungen bleiben im

Gedächtnis haften und entwickeln sich

über hunderte ähnlicher Erfahrungen zu

einem grundlegenden Lebensgefühl:

Urvertrauen nennen wir es, wenn die

guten Erfahrungen überwiegen, das

heisst, wenn die Mangel erfahrung ein

gewisses Mass an Dauer und Intensität

nicht überschreitet.

Demgegenüber steht die – leider unvermeidliche

– Erfahrung von Stress:

Mangels Kenntnissen und Vorstellungen,

wie dieser zustande kommt, bleibt

ein Gefühl der Unsicherheit, ja gar der

Angst, das Leben sei bedroht. Man sel­

16 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


er weiss nichts dagegen zu unternehmen;

ohne Hilfe von aussen geht es

nicht weiter und diese kann ich nicht

herbeischaffen!

Urangst und Urmisstrauen nennen wir

diesen Gegenspieler aus überlanger

Mangelerfahrung. Die Urangst ist ein

Lebensfaktor, den jedes lebendige

Wesen – zumindest auch die Tiere –

kennt. Nimmt sie überhand, kann daraus

eine Beeinträchtigung der Entwicklung

resultieren. Jedoch ist Angst

nicht einfach negativ zu werten; wir

brauchen sie ein Leben lang als Signal,

dass etwas nicht in Ordnung ist und wir

etwas unternehmen müssen.

Wer?

Diese Frage spielt im künftigen Leben

eine zentrale Rolle. Beim Neugeborenen

ist ziemlich eindeutig, dass dafür

immer die betreuenden Menschen zuständig

sind. Je älter ein Kind wird,

desto mehr wird um diese Frage gekämpft.

Nach dem ersten Halbjahr

muss jedenfalls nicht immer sofort Hilfe

von den anderen kommen.

Hat es etwas Vertrauen aufbauen können,

und durfte es lernen, eine kürzere

oder mittellange Zeit zu warten,

wächst in ihm die Selbsthilfe: Die tröstliche

Gewissheit ist gewachsen, dass

es schon nicht einfach vergessen und

ohne die benötigte Nahrung, Wärme,

Zärtlichkeit und Sauberkeit im Stich gelassen

wird. Es kann sich bereits eine

gewisse Zeit mit fantasierter Bedürfnisbefriedigung

über Wasser halten.

Nach einiger Zeit wird diese Kraft aber

aufgebraucht sein. Bis weit ins Schulalter

hinein bleibt es angewiesen auf ein

Gegenüber, dem es vertraut.

Wird das Kind älter und meinen die

Eltern, es sei Zeit, dass sich das Kind

auch selber bemühe, für sich zu sorgen,

beginnen die berühmt­berüchtigten

Kämpfe der Trotzphase. Die meisten

Kinder geben das Schlaraffenland

der frühesten Kindheit nicht kampflos

preis. Das Geschrei hat doch bisher

dafür gesorgt, dass die Mutter (oder

das ältere Geschwister, der Vater oder

sonst wer) zu Hilfe eilt und den Missstand

aus der Welt räumt. Nun soll ich

das plötzlich selber? Eine Zumutung!

Toben, stampfen, schreien! Ärger und

Kampf: Wer ist zuständig? Kommt

noch das Beispiel eines jüngeren Geschwisters

hinzu, das immer und sofort

den Vorrang beansprucht, ist die Katastrophe

perfekt: Ich soll selber, es muss

nicht – unerhört!

Teddy, hilf!

Schon vor diesem dramatischen Lebenseinschnitt

gibt es Hilfen für Eltern

und Kind: An dieser Stelle kommt nun

der Teddy, der dem Alter seinen Namen

gibt, ins Spiel. Ob dieser so aussehen

muss, wie es die Erwachsenen nett finden,

bleibe dahingestellt; viele Kleinstkinder

suchen sich ihr «Trösterchen»

selber aus. Das «Nuschi» kann ein Tuch

sein, zumal wenn es nach der vertrauten

Person riecht. Es kann irgendein

Stofftier oder eben ein Teddy sein – am

besten etwas Weiches jedenfalls.

Kinder klammern sich buchstäblich an

ihren Trost. Über Jahre wird er die verlässliche

Beruhigungspille sein – ohne

Chemie, aber mit Alchemie. Der Glaube

wird ihm helfen. Das magische Denken

der Kinder dieses Alters haucht dem

Teddy Leben ein. Bemühen sich Eltern

zusätzlich darum, den Teddy mit ihren

guten Wünschen als potenten Stellvertreter

zu installieren, hilft er über manche

Nachtängste, Wutanfälle oder Verlassenheitsgefühle

hinweg. Ich kenne

viele Erwachsene, die wohl wegen dieser

tiefen Bedeutung die Kuscheltiere

aus ihrer Kindheit nicht hergeben.

Umso dramatischer, wenn so ein Ding

verloren geht. Was dem Schulkind der

Tod eines Haustieres, ist dem Kleinkind

das Verschwinden des Nuschis: Der

Partner seines Weltvertrauens ist nur

langsam und schwer zu ersetzen. Viele

Kinder akzeptieren den angebotenen

Ersatz lange nicht. Im Gegensatz zum

Schulkind, bei dem ich dringend davon

abrate, das verstorbene Tier gleich zu

ersetzen, ist es beim Nuschi anders.

Ersatz

Dem Schulkind erscheint es oft respektlos,

wenn der geliebte, verlorene

Spielpartner ausgetauscht werden soll.

Es ist sinnvoll, seine Trauer zu teilen

und eventuell sogar zu fördern. Es

lernt, mit Verlust und Abschied fertig

zu werden; denn das Tier war schon

ein Gegenüber, eine Person für sich.

Das Neue ist eine andere Person –

und Partner lassen sich nicht einfach

so ersetzen. Nach einer vernünftigen

Trauerzeit kann eine neue Beziehung

angeboten werden.

Beim Teddy ist es anders: Das Kleinkind

erlebt sein Nuschi als Teil seiner

selbst. Daher ist es wichtig, sehr darauf

zu achten, dass ein solches Malheur

nicht eintritt. Ist es aber doch geschehen,

braucht es baldigen Ersatz. Trauer

und Trost der Erwachsenen sind auch

hier angebracht: Nachtängste beispielsweise

können nicht warten, bis

der Verlust verarbeitet ist. Ein ähnlicher

Gegenstand kann helfen; vielleicht

wählt das Kind aber auch einen neuen,

anderen. Dieser Ersatz muss jedenfalls

wieder eingelebt und vielleicht auch

«besprochen» werden. Und er muss

vom wichtigsten Menschen des kindlichen

Vertrauens den Auftrag erhalten,

zu beschützen und zu trösten.

Neugier

Wenn sie kleine Kinder auf ihrer Pirsch

in die unbekannte Welt beobachten,

ist meist irgend so ein Ding, das wir

für diesen Artikel der Einfachheit halber

Teddy nennen, im Arm. Es ist ein

grossartiger Vertrauensbeweis, wenn

ein Fremder nicht mit Furcht betrachtet,

sondern der Teddy ihm entgegengestreckt

wird: Das ist wie ein Händedruck

oder ein Kuss. Aber sofort wieder

zurückgeben! Eventuell erheitert ein

Versteckspiel, wenn es nicht zu lange

dauert.

Ein Drama bricht aus, wenn ein gleichaltriges

Kind diese Geste nicht versteht,

nicht verstehen kann – und

meint, er werde ihm geschenkt. Auch

ältere Geschwister, die ihre kleinen

Brüder oder Schwestern necken (oft

mit recht durchschaubaren, aggressiven

Gefühlen) sollte man nicht zu lange

gewähren lassen.

Solche Annäherungen mit Hilfe des

selbstversichernden Teddys sind überaus

wichtig für den Aufbau respektive

den Erhalt der Neugier. Die Erfahrung,

dass die Welt wohlwollend auf die Kontaktaufnahme

reagiert und sogar die

Geste richtig versteht, hilft dem Vertrauen

und der Selbstsicherheit enorm.

Der Teddy ist in der Teddyzeit von unschätzbarem

Wert. Oft sogar darüber

hinaus – bis weit in die Zeit der Adoleszenz.

Dr. phil. Rudolf Buchmann

www.praxis-buchmann.ch

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

17


Abwehrschutz

für Kinder

stärken

Bei manchen Kleinkindern läuft die

Nase bis zu einem Dutzend Mal im Jahr.

Wenn sie immer wieder neu zu niesen

und zu husten beginnen, sind manche

Eltern alarmiert.

Erkältungen sind eine Art Intensivtraining

für die Körperabwehr. Wenn ein

Kind zur Welt kommt, ist sein Immunsystem

sozusagen «unerfahren». Vielen

Mikroben hat es noch wenig entgegenzusetzen;

Besorgnis ist nicht angebracht,

die allermeisten Bakterien und

Viren sind ungefährlich. Während der

Schwangerschaft wird das Kind über

die Plazenta mit Antikörpern versorgt.

Nach der Geburt ist es in den ersten

drei Monaten mit dem sogenannten

«Nestschutz» versehen, einem Vorrat

an Antikörpern, den der kindliche Organismus

aus dem Blut der Mutter aufgenommen

hat. Danach sind es zusätzliche

Antikörper in der Muttermilch, die

den kleinen Organismus abschirmen.

Parallel zum Nestschutz entwickelt sich

das eigene, individuelle Immunsystem.

Dieses besteht aus zusammenwirkenden

Komponenten, die über den ganzen

Organismus verteilt sind: Zu ihm

gehören die Lymphknoten, die Rachenmandeln,

das Knochenmark, die Thymusdrüse,

die Milz und der Darm. Spezialisierte

Zellen sowie Botenstoffe sind

weitere Teile des komplexen Zusammenspiels,

das auf gefährliche Viren,

Pilzsporen und Bakterien angemessen

reagieren muss. Gleichzeitig darf

es lebenswichtige Bakterien, etwa in

der Darmflora oder auf der Haut, nicht

behelligen.

Ansteckung durch

Spielkameraden

Das angeborene, sogenannte unspezifische

Immunsystem macht einen

Grossteil der in den Körper eingedrungenen

Keime innert Stunden unschädlich.

Andernfalls würde beispielsweise

jede Schramme grossflächige Entzündungen

auslösen. Das adaptive Immunsystem,

das die Grundausstattung

ergänzt, entfaltet seine Fähigkeiten erst

nach und nach – im Wesentlichen über

den Weg von Erkrankungen. Durch

sie bildet der Körper gezielte Abwehrstoffe.

In Kitas und Krabbelgruppen,

im Kindergarten sowie durch ältere

Geschwister kommen die Mädchen

und Buben mit vielen unterschiedlichen

Keimen in Kontakt. Nicht alle

Infektionen machen sich durch Symptome

und Beschwerden bemerkbar,

viele von ihnen verlaufen diskret. Die

Heilkunde nennt diesen Vorgang «stille

Feiung». So kann es beispielsweise bei

der Zahnpflege zu winzigen Verletzungen

des Zahnfleischs kommen, die den

Eintrittskanal für Erreger bilden. Diese

werden unschädlich gemacht, bevor es

zu Schmerzen und einer Entzündung

kommt. Dennoch hat das Immunsystem

dabei neue spezifische Abwehrkörper

gebildet.

Kinder sparsam chauffieren

Für die Entwicklung eines robusten Abwehrschutzes

braucht es zum einen

Geduld, gleichzeitig kann seine Entwicklung

durch viel Obst und Gemüse

und wenig Süsses und Fettiges unterstützt

und gefördert werden. Trockene

Schleimhäute sind Nährböden für Mikroben:

Kinder sollten daher regelmässig

ungesüssten Kräuter­ oder Früchtetee

trinken. Auch täglich ein bis zwei

Stunden Bewegung an der frischen Luft

stärken die Widerstandskraft; dabei

sollten weder Kälte noch Regen oder

Schnee ein Hinderungsgrund sein. Das

«Mama­Taxi» lässt man besser möglichst

oft in der Garage stehen. Herumtollende

Knirpse geraten leicht ins

Schwitzen; in feuchten Kleidern kühlt

der Körper rasch aus und wird anfällig

für Erkältungen. Mit dem Zwiebelschalen­Prinzip,

bei dem je nach Situation

rasch eine Schicht an­ oder ausgezogen

werden kann, lässt sich die Temperatur

präziser regulieren. In der wärmeren

Jahreszeit können Kinder dann

öfters barfuss laufen, dies macht sie

robuster. Im Schlaf regeneriert sich das

Immunsystem, er sollte daher nicht zu

kurz kommen. In Schlafräumen ist eine

Temperatur von 18 Grad ideal.

Adrian Zeller

18 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Mit Babybrei den Regenwald retten

Unsere Supermärkte wimmeln nur

so von palmölhaltigen Produkten.

Doch für die Produktion des billigen

Öls werden riesige Flächen an Regenwald

abgeholzt. Das schadet der

Umwelt, den Tieren und dem Menschen.

Das Unternehmen Bimbosan

entscheidet sich für eine alternative

Route und setzt mit palmölfreier

Babynahrung ein Zeichen.

Palmöl ist in unserem Leben allgegenwärtig

– sei es in Schokolade,

in Kosmetika oder Waschmittel.

Wenn auch nicht gleich ersichtlich,

schmückt es jede zweite Inhaltsangabe

von Supermarktprodukten. Ölpalmen

sind dreimal so ertragreich

wie Raps und machen das Öl somit

unschlagbar billig. Zudem ist Palmöl

äusserst leicht zu verarbeiten. Somit

ist Palmöl mit 66 Millionen Tonnen

pro Jahr das meist produzierte Pflanzenöl

der Welt. Doch leider hat das

geschmacksneutrale Öl eine gros se

Schattenseite.

Die Umwelt leidet

Tag für Tag werden in Südostasien,

Lateinamerika und Afrika riesige

Flächen an Regenwald abgeholzt,

um Platz für Plantagen zu schaffen.

Über 16 Millionen Hektaren mussten

dem Palmöl bereits weichen. Dies geschieht

durch Brandrodung, wodurch

grosse Mengen an Treibhausgasen

freigesetzt werden. Laut einer Studie

der Organisation Wetlands International

verursacht jede Tonne Palmöl

einen Ausstoss von 10 bis 30 Tonnen

Kohlendioxid. Dieses und weitere

klimaschädliche Gase wie Methan

gelangen in die Atmosphäre. Das

treibt die globale Klimaerwärmung

weiter an.

Die Tiere verschwinden

Nicht nur das Klima ist betroffen:

Mit dem Regenwald verschwindet

auch die Lebensgrundlage von zahlreichen

Tierarten. So bedrohen die

Ölpalm-Monokulturen in Indonesien

den Orang-Utan und in Papua-Neuguinea

den Prinzenhabicht.

Der Mensch wird vertrieben

Durch die Abholzung werden Kleinbauern

und Indigene, welche den

Wald seit Generationen bewohnen

und schützen, oft mit Gewalt vertrieben.

Auch auf den Plantagen

kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen:

Sowohl

von Zwangsarbeit als auch Kinderarbeit

wird regelmässig berichtet.

Zusätzlich vergiften die verwendeten

Pestizide das Trinkwasser der

Anwohner.

Bimbosan springt ein

Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Obwohl Palmöl wirtschaftlich

betrachtet die attraktivste Wahl

ist, gibt es Unternehmen, die sich

bewusst dagegen entscheiden. Darunter

auch das Schweizer Unternehmen

Bimbosan, welches im solothurnischen

Welschenrohr schon seit

1932 Babynahrung herstellt. Mittlerweile

ist fast das gesamte Sortiment

an Milchen und Breien des familiär

geführten Unternehmens palmölfrei.

Trotz komplexer Umstellung, welche

mit hohem Entwicklungsaufwand

einhergeht, soll den Babys eine intakte

Umwelt geboten werden, in die

sie hineinwachsen können.

So ersetzt Bimbosan das Palmöl durch

hochwertige Raps-, Kokos- und Sonnenblumenöle

in Bio- Qualität. Die

auffälligen «ohne Palmöl»-Icons auf

den Verpackungen kennzeichnen die

Produkte und lassen Bimbosan hervorstechen.

So können Konsumentinnen

und Konsumenten sich dazu

entscheiden, dem Regenwald etwas

Gutes zu tun und somit direkt etwas

bewirken.

Traditionell nachhaltig

Bereits seit der Gründung fühlt man

sich bei Bimbosan der Nachhaltigkeit

verpflichtet. Mit dem Bekenntnis

zu palmölfreien Produkten setzt

Bimbosan ein weiteres Zeichen für

nachhaltig hergestellte Babynahrung,

welche sich im Einklang mit

Mensch und Umwelt befindet.

Das Nachhaltigkeitsversprechen

von Bimbosan:

• Lokale Lieferanten

• Herstellung zu 100 % in

der Schweiz

• Ökologisches Verpackungskonzept

mit Nachfüllbeuteln

• Palmölfreie Produkte

Mehr Informationen zu Bimbosan,

inklusive Gratismuster, erhalten Sie

unter: bimbosan.ch

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

19


Stille Nacht

im Frühling

Im Idealfall sind Grosseltern viel mehr als ein

notfallmässiger Kinderhütedienst.

Sehr oft kommt es nicht vor, aber immerhin

gelegentlich, dass ich meine

beiden Enkelinnen einen Nachmittag

lang hüte. Vier und sechs Jahre alt sind

sie und natürlich stets neugierig, quirlig,

lebendig, kreativ und offen für vieles –

um nicht zu sagen für alles.

Wenn ich die beiden hüte, beginnt es

meist etwas zaghaft. Zu Beginn sind

beide etwas vorsichtig, ja sogar fast

ein wenig distanziert und beäugen

meine Handlungen und meine Aussagen

ziemlich kritisch. Sie warten vorerst

noch ab, offenbar brauchen sie etwas

Zeit, um der ganzen Angelegenheit und

wohl auch mir als Grossvater gänzlich

zu vertrauen. Doch schon nach wenigen

Minuten ist diese Abtastphase

jeweils wieder überwunden und sie beginnen,

sich mir gegenüber zu öffnen.

Und wie! Als erstes wollen sie mir sämtliche

Spielsachen zeigen, alle Puppen,

die natürlich einen Namen und eine

ganz besondere Geschichte haben.

Dass mir dann beide meist gleichzeitig

etwas erzählen wollen, bin ich mir

inzwischen gewohnt; ich muss dann

einfach aufpassen, dass ich beiden irgendwie

gerecht werde und ja keines

bevorzuge. Wenn dann auch noch alle

Spielsachen gezeigt sind, kommt die

Musik: Zwei wunderbare Bücher mit

Kinderliedern haben sie und dazu die

entsprechenden CDs. Von vorne bis

hinten müssen jetzt die Lieder gesungen

werden, ich als Grossvater werde

aufgefordert, ebenfalls mitzusingen. Als

musikalisch einigermassen begabter

Mensch fällt mir das zum Glück nicht

so schwer – im Gegenteil, ich singe

gerne mit kleinen Kindern, auch wenn

deren Intonation noch deutlich Potenzial

nach oben hat.

Fragen über Fragen

Das kenne ich ja schon von meinen eigenen

Kindern: Tausend Fragen stehen

im Raum. Kinder sind neugierig und

wollen einfach alles wissen: «Grossvater,

warum trägst du eine Brille?»,

«Grossvater, warum hast du fast keine

20 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Haare mehr auf dem Kopf?» Ich ver­

Beispiele für Situationen, in denen man

vorsichtig, sie können gewisse Ge­

suche geduldig, all diese Fragen mög­

einen Schutzengel benötigen könnte

fahren noch nicht richtig einschätzen,

lichst kindgerecht zu beantworten, was

– die beiden hören aufmerksam zu.

was dazu führt, dass ich als Grossvater

aber tatsächlich nicht immer ganz ein­

Schliesslich verblüfft mich die Sechs­

ziemlich aufpassen muss und entspre­

fach ist. So zum Beispiel in fol­

jährige mit einer unglaublichen

chend auch etwas unter Stress stehe.

gender Situation: Die beiden

Aussage: «Ich brauche kei­

Ich finde, dass die Obhut der Gross­

zeigen mir ein Buch, wel­

nen Schutzengel», sagt

kinder irgendwie anstrengender ist als

ches sie zum Geburts­

sie, «ich habe ja Mami

die Obhut der eigenen Kinder. Nichts

tag geschenkt bekom­

und Papi». Oh, denke

wäre mir unangenehmer und peinlicher,

men haben. Es ist die

ich, das ist aber ein

als wenn einem der Kinder jetzt etwas

Geschichte eines klei­

Kompliment an die El­

zustossen würde, was ich mit grösse­

nen Mädchens und ihres

tern, offenbar fühlt sich

rer Sorgfalt hätte verhindern können.

Schutzengels. Dann wollen

das Kind in ihrer Obhut in

Klar ist, dass sich nach einem Auf­

sie natürlich wissen, was ein

allen Belangen beschützt und

enthalt an der frischen Luft der Hun­

Schutzengel ist. Tja, wie erklärt man

geborgen. Klar ist, dass ich später

ger meldet. Wir gehen zurück in die

denn so etwas? Schliesslich sage ich

dieses Kompliment an Mami und Papi

Wohnung, wo wir zusammen ein Zvieri

den beiden, dass ein Schutzengel ein

weitergebe.

essen. Etwas Süsses darf auch da­

Wesen sei, welches sich Tag und Nacht

um die Menschen kümmere, also auch

Grenzen spüren

bei sein, sicher, doch wie viel? Sofort

meldet sich bei mir die Verantwortung

um sie beide; es sei ein Wesen, welches

Eine Stunde verbringen wir danach zu­

bezüglich gesunder Ernährung. Diese

aufpasse, dass nichts passiere, dass

sammen draussen auf dem Spielplatz.

steht aber in krassem Widerspruch zu

sie nicht die Treppe hinunterstürzen,

Voller Stolz präsentieren mir die beiden

den momentanen Bedürfnissen der

dass sie nicht von einem Auto über­

ihre Kunststücke an den verschiede­

Kinder – ich habe das Gefühl, dass

fahren werden, dass sie nicht krank

nen Geräten. Und jetzt denke ich hin

sie jetzt am liebsten fünf oder sechs

werden, dass sie gut schlafen können

oder dass sie den Finger nicht in einer

Türe einklemmen. Ich suche unzählige

und wieder daran, dass es gut wäre,

einen Schutzengel zu haben. Kinder

sind halt manchmal ganz schön un­

Schokoladen verzehren würden. Und

so geht es jetzt darum, mit ihnen auszuhandeln,

wie viel Schokolade geges­

A

Für Bimbosan ist

nur beste Schweizer

Milch gut genug.

Schweizer Milch ist von sehr

hoher Qualität, unter anderem

wegen des hochwertigen Wiesenfutters,

den vielen Kleinbetrieben,

dem ökologischen Bewusstsein

und den strengen Tierschutzge-setzen.

Grund genug, alle

unsere Milchen ausschliesslich

mit Milch von Schweizer Bauernhöfen

herzustellen.

Wichtig: Muttermilch ist das Beste

für den Säugling. Die WHO empfiehlt

6 Monate ausschliessliches Stillen.

Jetzt Gratismuster

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SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

21


sen werden darf. Ich versuche natürlich

auch, die gesunde Wirkung von Früchten

zu betonen und stelle einen schön

aufgeschnittenen, saftigen Apfel auf

den Tisch. Logisch, dass die beiden

jetzt versuchen, für sich bezüglich des

Konsums von Süssigkeiten das Optimalste

herauszuholen. Sie wissen ja,

dass ihre Eltern ihnen nicht immer alles

erlauben und Grenzen setzen; so wollen

sie jetzt halt wissen, wo Grossvater

die Grenzen setzt. Und ja, die Grenzen

des Grossvaters liegen, ich gebe es

ehrlich zu, tatsächlich etwas höher als

die Grenzen der Eltern – grenzenlos ist

der Grossvater dann aber auch nicht!

Die beiden akzeptieren das.

Weihnachten im Frühling

Schliesslich hat die Grössere eine ganz

tolle Idee. Sie will, dass wir jetzt alle

Fenster verdunkeln und holt aus einem

Schrank eine ganze Schachtel Kerzen:

Sie will mit mir Weihnachten feiern. Mitten

im Frühling. Ich willige ein, lasse

alle Rollläden herunter, zünde alle Kerzen

an und verteile diese im ganzen

Wohnzimmer. Tatsächlich kommt so

etwas wie Weihnachtsstimmung auf.

Nun wird mir befohlen, auf dem Sofa

Platz zu nehmen; die beiden Kinder

drängen sich eng an meine Seiten, eines

links, eines rechts und ich werde

aufgefordert, mit ihnen «Stille Nacht»

zu singen. Obschon ich dieses Lied

noch nie im Frühling gesungen habe,

mache ich ihnen die Freude. Sie strahlen.

Ein wahrer Glücksmoment, wie es

im Leben nicht allzu viele gibt. Offenbar

wollen sie eine Erinnerung aus der

Weihnachtszeit noch einmal erleben,

wahrscheinlich vor allem das Gefühl

von Geborgenheit und Wärme.

Ganz so paradiesisch endet der Nachmittag

dann aber doch nicht. Nachdem

die Rollläden wieder hochgezogen und

die Kerzen gelöscht sind, gibt es plötzlich

Streit zwischen den beiden. Es geht

um eine Puppe. Beide beanspruchen

sie für sich und beide versuchen, mich

auf ihre Seite zu ziehen. Ich staune,

welche Durchsetzungskraft so kleine

Kinder schon entwickeln können und

ich erkenne gleichzeitig auch die unterschiedlichen

«Kampfstrategien» der

beiden. Die Kleinere wird sehr emotional

und versucht, mittels Tränen Mitleid

bei mir zu erregen, während die Grössere

eher sachlich bleibt und es mit

schlagenden Argumenten versucht. Da

ich mir nicht wirklich sicher bin, wem

die Puppe nun gehört, bleibt mir nichts

anderes übrig, als den Streit mit einem

Ablenkungsmanöver zu beenden.

Ich nehme ein Kinderbuch in die

Hand und bombardiere die beiden mit

Fragen über den Inhalt des Buches.

Gottseidank, das klappt!

Schliesslich kommen die Eltern wieder

nach Hause und ich übergebe die beiden

mit dem Gefühl, dass ein Nachmittag

mit Kindern für einen Grossvater

zwar ziemlich anstrengend, aber auch

sehr bereichernd sein kann. Einige Fragen,

die sie mir gestellt haben, nehme

ich mit auf den Heimweg. Zum Beispiel

die Frage, was denn eigentlich

ein Schutzengel sei ...

Albin Rohrer

www.albinrohrer.net

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«Pure Energie aus dem Reich der Natur»

Vertrieb:

Natural Power

Distribution AG

Volketswil

info@naturalpower.ch

22 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Kompressionsstrümpfe für eine bessere Lebensqualität

Viele Frauen haben während der

Schwangerschaft mit Müdigkeit,

Unruhe, Schwere- und Spannungsgefühl

in den Beinen zu kämpfen.

Auch nächtliches Kribbeln, Wadenkrämpfe,

geschwollene Füsse und

Krampfadern können das Wohlbefinden

einer werdenden Mutter beeinträchtigen.

Letztere stören auch in kosmetischer

Hinsicht, da gerade Krampfadern

nach der Geburt nicht mehr

verschwinden. Zusätzlich leiden 50

bis 80 Prozent aller Frauen in der frühen

Schwangerschaft unter Übelkeit

und Erbrechen. Die auftretenden Beschwerden

bergen Risiken, wie zum

Beispiel Venenentzündungen und

Kreislaufbelastungen für Mutter und

Kind. Zudem wird das Thromboserisiko

deutlich erhöht.

Venenbeschwerden

als häufige Begleiter

Das Blutvolumen einer Schwangeren

nimmt um rund 40 bis 50 Prozent

zu, da die Gebärmutter und das Kind

mitversorgt werden müssen. Das zusätzliche

Gewicht des Babys drückt

auf die Beckengefässe und erhöht

somit den Druck in den Beinvenen.

Zudem lockert das Hormon Gestagen

das Bindegewebe, das Progesteron

erweitert die Venen. Die Klappen

in den Venen verhindern, dass

das Blut auf dem Weg zum Herzen

wieder zurückfliesst. Sind die Venen

in den Beinen zu stark geweitet, können

die Klappen nicht mehr schliessen

und das Blut fliesst wegen der

Schwerkraft wieder zurück in den

Fuss statt zum Herzen. Dicke, geschwollene

Füsse und Beine sowie

Krampfadern sind die Folgen. Wassereinlagerungen

führen zu sogenannten

Ödemen, die zum Teil sehr

schmerzhaft sein können.

Den Beinen mehr

Beachtung schenken

Das Tragen von Kompressionsstrümpfen

fördert die Durchblutung

und verhindert, dass sich Blut in den

Venen ansammelt. Sie entlasten die

Venen während der Schwangerschaft

und reduzieren Ödeme und

Schwellungen. Zusätzlich können

Kompressionsstrümpfe das Risiko

von Venenentzündungen, Thrombosen

und Krampfadern verringern. Sie

lindern Symptome wie geschwollene

Füsse oder müde und schmerzende

Beine. Das Tragen von sogenannten

Stützstrümpfen macht daher

bereits ab Beginn der Schwangerschaft

Sinn. Hier empfiehlt sich das

Modell «HIGHLIGHT for women»

mit einem sanften und kontrollierten

Druck. Glücklich, gesund und attraktiv

durch die Schwangerschaft.

Schon lange sorgt SIGVARIS als

Spezialist für medizinische Kompression

dafür, dass die bekannten Stützstrümpfe

längst nichts mehr mit biederen

Grossmutterstrumpfhosen

zu tun haben. Das Modell «HIGH-

LIGHT for women» mit leichter, kontrollierter

Kompression unterstützt

die Beingesundheit vor allem während

und nach, aber auch schon vor

einer Schwangerschaft. Mit seiner

feinen Transparenz und dem edlen

Maschenbild verschafft es seiner

Trägerin immer und überall einen

erstklassigen und stilvollen Auftritt.

Die kontrollierte Wirkung des

Strumpfs sorgt für mehr Energie

in den Beinen und verleiht ihnen

über den ganzen Tag hinweg

Leichtigkeit und Unbeschwertheit.

Der Strumpf wird wie medizinische

Kompressions strümpfe individuell

auf die Beinmasse angepasst. So

überzeugt er durch seine Passform,

schmiegt sich wie eine zweite Haut

an das Bein und formt eine vorteilhafte

Silhoutte. Mit leichten und gesunden

Beinen kann die schöne und

besondere Zeit mit dem Baby so richtig

genossen werden.

Für medizinische Kompressionsstrümpfe

kann der Arzt ein Rezept in

der entsprechenden Kompressionsklasse

ausstellen. Die «HIGHLIGHT for

women» Kompressionsstrümpfe mit

leichtem, kontrolliertem Druck sind in

verschiedenen Farben in Apotheken,

Orthopädie- und Sanitätsgeschäften je

nach Modell ab Fr. 65.– erhältlich.

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SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

23


Die Kraft der

Umarmung

Wer starke Kinder will, muss zärtlich zu ihnen sein: Der Hautkontakt, Streicheleinheiten

und Umarmungen sind dabei für die Entwicklung besonders wichtig. Sie schaffen eine

Vertrauensbasis, die eine enge Verbundenheit in der Familie resultieren lässt.

Das Gefühl, geborgen und willkommen

zu sein, erlebt das Kind nach der Geburt,

wenn es von den Eltern liebkost

und umsorgt wird.

Die Glückshormone – Endorphine genannt

– erzeugen Geborgenheitsgefühle,

wie sie ein Kind empfindet, das

von der Mutter in den Armen getragen

wird. Sie sind ein natürliches Mittel

gegen körperlichen und seelischen

Schmerz. Die Sinne eines Babys sind

höchst wahrnehmungsfähig und die

Botschaft der Hände und des Herzens

versteht jedes Baby instinktiv; sie sind

gleichbedeutende, wichtige Elemente

des Bindungsprozesses. Es sind besondere

Momente, in denen die Eltern

bewusst die Nähe zu ihrem Baby vertiefen

und viel für die Gesundheit und

Entwicklung des Kindes tun können.

Es ist sehr wichtig, diesen physischen

Kontakt mit dem Kind jeden Tag zu

pflegen.

Für das seelische

Gleichgewicht

Die körperliche Nähe, die ein Baby

von seiner Mutter erfährt, fördert nicht

nur Beweglichkeit und Sozialverhalten,

sondern auch die seelische Stabilität,

die geistige Entwicklung und

das Wachstum: Weiche, liebevolle

Berührungen, zärtliche Umarmungen

und Streicheleinheiten, die allesamt

positiv wirken, da alle Bewegungen

sanft ausgeführt werden. Sie tragen

zur Entspannung und Entwicklung des

Empfindungsvermögens des Babys

bei. Dies betrifft vor allem Säuglinge

im Alter zwischen zwei Wochen und

sechs Monaten. Während der ersten

drei Lebensmonate kann eine Mutter

ihr Kind überhaupt nicht zu viel berühren,

davon sind Psychotherapeuten

überzeugt; denn Kinder, die sich

nicht liebevoll wahrgenommen fühlen,

können nicht wachsen. Berührungen

stabilisieren das Immunsystem, fördern

die Entwicklung und das Wohlbefinden

von Kindern.

Eltern sollten ihren Nachwuchs genau

beobachten, um zu erkennen, wie viel

Nähe er braucht. Und sie dürfen ihn ruhig

vor den «übertriebenen» Berührun­

24 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


gen anderer Menschen schützen. Die

Kleinen teilen zwar deutlich mit, wenn

sie ein dringendes Bedürfnis nach

Nähe haben. Grössere Kinder aber

wehren den Kuss der Mutter schon

einmal empört ab und verschwinden

immer häufiger in ihren Zimmern. Und

wenn sie doch ankommen, schieben

die Eltern sie öfter mal vom Schoss,

oder der Platz ist von jüngeren Geschwistern

besetzt. Dabei brauchen

auch grosse Kinder noch Nähe.

Umarmungen sind

lebenswichtig

Berührungen und Umarmungen sind

nicht nur schön, sondern lebenswichtig.

Deshalb sind Liebkosungen nicht

nur zum Trösten gut; sie machen auch

Eltern selbstsicherer. Gemäss Psychologen

kann eine Umarmung beiderseitig

tagelang nachwirken. Für Kinder

ist Kuscheln eine «Schnelltankstelle»

für ihr Selbstvertrauen und wichtig zur

Entspannung nach einem Tag in der

Schule. Denn oft hat die Suche nach

Nähe einen konkreten Auslöser: Stress,

Einsamkeit oder Angst. Dann holen

sich Kinder unbewusst mal eben die

Bestätigung, dass alles gut ist. Mit Ritualen

geben Eltern dieser Nähe Raum:

so eng kuscheln sich die Kinder an. Mit

jeder Umarmung, mit jedem Streicheln

über Wange und Haar, spielerischem

Raufen und Armdrücken kann ausgedrückt

werden: Ich nehme dich wahr

und an, so wie du bist. Eine Umarmung

ist der direkte Weg, dem Kind zu sagen,

dass man es liebt.

Umarmungen sind die Wurzeln, die Eltern

mit ihren Kindern vereinen; eine

wundervolle Art, ihnen Anerkennung,

Kraft, Liebe und Sicherheit zu vermitteln.

Wir lassen sie dadurch zu einem

Teil von uns und der eigenen Welt werden.

Ein verzärtelndes Zuviel gibt es

da nicht, solange die Kinder das Mass

bestimmen: Sie suchen Körperkontakt,

wenn sie ihn brauchen. Wer glücklich

draussen tobt, darf nicht von den Eltern

zum Zwangskuscheln abkommandiert

werden, weil ihnen gerade danach ist.

Das wäre übergriffig und würde die Bedürfnisse

der Eltern über die der Kinder

stellen.

Wer als Kind zu wenig liebkost wurde,

keine elterlichen Umarmungen erlebt

hat oder aber zu viel einengende Fürsorge

erfuhr, kann als Erwachsener einen

unstillbaren Hunger nach Zärtlichkeit

entwickeln. Oder anders gesagt:

Vernachlässigte Babys, die wenig Körperkontakt

hatten, weisen oft schwere

Störungen in allen Entwicklungsbereichen

auf; denn berührt zu werden entspricht

einem angeborenen Bedürfnis

des Menschen.

Die Welt ertasten

Der Tastsinn ist der am frühesten entwickelte

der eigenen fünf Sinne und ein

elementares Beziehungs- oder Kommunikationsmittel.

Schon vor der Geburt

nimmt ein Embryo «Berührungen»

wahr: Die engen Wände der Gebärmutter,

an die er je nach Grösse und Lage

stösst und die seine kleine Welt bilden.

Später dann die Hände der Mutter, die

schützend auf dem Bauch liegen oder

darüber streicheln. Für neugeborene

Kinder sind die ersten zärtlichen Umarmungen

ihrer Mütter überlebenswichtig,

weil die Reize von der Haut über

Nervenbahnen ins Gehirn gelangen, wo

sie die körperliche wie auch die geistige

Entwicklung des Kindes finden. Diese

Erkenntnis spielt bei der Betreuung von

zu früh Geborenen eine grosse Rolle:

Frühchen, die häufig gestreichelt und

nah am Körper gehalten werden, haben

nachweislich bessere Überlebenschancen.

Sie nehmen schneller zu, bewegen

sich koordinierter und sind vifer als

Kinder, die nur im Brutkasten liegen.

Kuscheln, schmusen,

umarmen

Immer wieder braucht das kleine Kind

die körperliche Nähe und seelische

Wärme der Eltern und erlebt so Geborgenheit

und Schutz. Es findet Sicherheit

in den immer wiederkehrenden

Antlitzen der Mutter und des Vaters. Beginnt

das kleine Kind, seine Umgebung

zu entdecken und den Raum um sich

herum zu erobern, kann beobachtet

werden, dass es sich bei jedem Schritt

weg von der Bezugsperson zwischendurch

vergewissern muss, ob diese

noch da ist. Wird der Radius zu gross,

sind es immer wieder die Arme oder

der Schoss, nach denen verlangt wird.

Mit innigem Körperkontakt vermitteln

Eltern ihrem Kind, dass es in der Welt

willkommen ist und dass es ihnen vertrauen

kann. Umarmungen helfen, eine

starke Bindung zum Kind herzustellen.

Mutter und Vater fördern das Vertrauen,

beseitigen Ängste und verbessern die

Beziehung. Damit ermöglichen sie dem

Kind den Aufbau eines gesunden Körper-Ichs.

Umarmtwerden tut gut

Man wird sehr schnell merken, was

dem Baby besonders gut gefällt – und

was es weniger mag. Auf diese Weise

wird nicht nur das Körperbewusstsein

des Kindes gefördert, sondern das

Streicheln sorgt auch für viele neue

Verknüpfungen im kindlichen Gehirn.

Ausserdem stärkt es die Bindung zwischen

Eltern und Kind. Zärtliche Umarmungen

vermitteln dem Kleinkind

Liebe, Zuwendung, Trost, Sicherheit

und Wärme. Deshalb soll das Baby

mit ausgiebigen Streicheleinheiten

oder sanfter Massage verwöhnt werden.

Schmusestunden mit dem eigenen

Kind sollen auch für Eltern ein Bedürfnis

sein. Vor allem Mütter herzen

und wiegen das Kind stundenlang,

und während des Stillens oder der

Flaschenmahlzeit kommt es ebenso

zu engem Körperkontakt.

Die Sinneszellen der Haut nehmen die

vielfältigsten Informationen auf; denn

sie können zwischen Druck, Bewegung

und Vibration unterscheiden. Die Natur

hat hier optimale Vorkehrungen getroffen,

um die Entwicklung des Kindes zu

fördern – in jeder Hinsicht.

Wer als Kleinkind viel Zärtlichkeit bekommt,

zieht gestärkt ins Leben,

kann bis ins Erwachsenenalter hinein

schwierige Situationen besser meistern

und hat auch ein geringeres Risiko

für psychische Krankheiten. Das

aus schlimmen Träumen aufgewachte

Kleinkind zu herzen und ein «beruhige

dich» mit einer Umarmung zu begleiten,

funktioniert wesentlich besser – egal,

wie alt das Trostsuchende ist und wie

grässlich der Albtraum gewesen sein

mag. Kinder hören auch viel besser zu,

wenn sie dabei umarmt werden.

Für Kinder sind nicht nur die oft sanfteren

Berührungen der Mütter prägend,

sondern auch das mitunter gröbere

Spiel der Väter. Beim Herumalbern geben

sie Söhnen – aber auch Töchtern

– so ganz nebenbei ein gutes Selbstwertgefühl

mit.

Jacqueline Trachsel

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

25


Vögeliwohl

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Gerne bestelle ich Ex. «Vögeliwohl» zum Preis

von Fr. 25.– plus Versandkosten.

Name

Vorname

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Talon einsenden an: Schweizer Hausapotheke,

«Buch Vögeliwohl», Könizstrasse 25, 3008 Bern

Bestellung per E-Mail: service@schweizerhausapotheke.ch

(Betreff: «Buch Vögeliwohl») Oder direkt bei der Autorin:

renimo.jimdo.com/shop TeddyZeit 2019

Das fünfte Werk der Berner Kindergärtnerin

Reni Moser ist ein herzerwärmendes

Gefühlsversspielbuch.

Im Mittelpunkt steht das Gelbschnabel-Vögelchen

Birdy (Bördy).

Das liebevoll illustrierte Buch richtet

sich an Vorschulkinder ab vier Jahren.

Das Thema «Gefühle» ist Reni

Moser sehr wichtig. Gefühle sollen

zwischen Eltern und ihren Kindern

wie auch in der Fremdbetreuung einen

grossen Platz einnehmen. Die

Kinder begegnen Bördy in verschiedenen

Situationen und Stimmungen.

«Vögeli wohl» ist abwechslungsreich,

lehrreich und fantasievoll.

Das Buch lädt ein zum Verse üben,

Gefühlsbilder nachahmen, zählen

von 1 bis 10, Buchstaben von A bis Z

mit entsprechenden Bildern erkennen,

sich durch ein Labyrinth

erkunden, ein Rezept ausprobieren,

Bördy Figuren ausmalen und Bördy

in einem Kurzsteckbrief näher kennenlernen.

Das Buch umfasst 37 Seiten

und ist in berndeutscher Sprache

verfasst.

Ein wunderbares Geschenk für verspielte

Kinder.

Magnesium – einfach auf die Haut gesprüht.

Ideal nach dem Sport oder zur Entspannung.

Vertrieb: Natural Power Distribution AG, Volketswil, info@naturalpower.ch, www.naturalpower.ch

26 TeddyZeit 2019

SCHWEIZER Hausapotheke


Darmgesundheit von Geburt an

Während der Schwangerschaft ist

das Baby in der Fruchtblase der

Mutter optimal vor äusseren Einflüssen

geschützt. Untersuchungen

zeigen jedoch, dass das Baby nicht

– wie bisher vermutet – im Mutterleib

steril ist.

Die Fruchtblase ist bereits mit Bakterien

ausgestattet, die denen in der

Mundhöhle der Mutter ähneln.

Durch die vaginale Geburt erfährt

das Baby eine wichtige Grundbesiedlung

mit sogenannten Lactobazillen.

Bifidobakterien werden zusätzlich

durch die Muttermilch mitgegeben.

Diese Bakterienausstattung benötigt

das Baby, damit sich das Immunsystem

richtig entwickeln kann. Darmbeschwerden

wie Durchfall, Blähungen

oder Verstopfung treten bei

vaginal geborenen und gestillten

Babys seltener auf.

Was tun bei einer

Fehlbesiedelung der Darmflora?

Gezielte Gaben eines Probiotikums

legen den ersten Grundstein für eine

ausgewogene Darmbesiedlung und

sollten daher bereits ab Geburt erfolgen.

Ein Ungleichgewicht kann weitreichende

Folgen haben; denn der

Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan.

Er ist eng verknüpft

mit unserem Immunsystem und hat

damit einen wichtigen Einfluss auf

unsere Gesundheit. Viele Beschwerden,

die man zuerst nicht mit dem

Darm in Verbindung bringt, haben

ihren Ursprung genau dort.

Lactobact ® BABY+ enthält drei ausgesuchte

probiotische Bakterienkulturen

sowie Pantothensäure (Vitamin

B 5 ) und Folsäure (Vitamin B 9 ).

Folsäure trägt zu einer normalen

Funktion des Immunsystems bei und

unterstützt zusätzlich die körpereigenen

Abwehrkräfte.

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TeddyZeit 2019

27


WaterWipes – die reinsten Baby-Feuchttücher der Welt

Wipes und erklärt, dass es aus diesem

Grund besonders wichtig für ihn

war, die Inhaltsstoffe in den bestehenden

Baby-Feuchttüchern genauer

unter die Lupe zu nehmen. Und

er war erschüttert, als er feststellte,

wie viele chemische Zusätze in den

Babytüchern stecken und fragte

sich, ob dies für die empfindliche

Babyhaut wirklich gut sein kann.

Er dachte, dass es eine bessere Lösung

geben muss und machte sich

daran, eine reinere, natürlichere

Alternative für Baby-Feuchttücher

zu entwickeln.

Windeldermatitis vorbeugen

Viele Jahre später und nach jeder

Menge harter Arbeit, Tests und wissenschaftlicher

Forschung, waren

dann endlich die WaterWipes geboren.

WaterWipes sind die einzigen

Feuchttücher, die aus nur zwei Zutaten

bestehen – 99 Prozent speziell

gefiltertes und enthärtetes Wasser

und ein kleiner Tropfen (0,1 %)

Grapefruitkernextrakt. «Das macht

sie nicht nur sehr sicher für empfindliche

Babyhaut, sondern sie können

auch helfen, Windeldermatitis vorzubeugen»,

sagt Eduard McCloskey

weiter. «Sie sind sogar für Neugeborene

bestens geeignet.»

Babyhaut ist empfindlicher als die

eines Erwachsenen. Deshalb sollte

sie nur mit den schonendsten und

natürlichsten Produkten gereinigt

werden.

WaterWipes sind die einzigen

Feuchttücher, die nur aus zwei Zutaten

bestehen – speziell gefiltertes

und enthärtetes Wasser und ein kleiner

Tropfen Grapefruitkernextrakt.

Kreiert von einem Vater,

inspiriert durch seine Tochter

«Als unsere erste Tochter geboren

wurde, litt sie unter empfindlicher

Haut und entwickelte eine schlimme

Windeldermatitis», sagt Edward

McCloskey, der Erfinder der Water-

WaterWipes – das Original

Mittlerweile gibt es von namhaften

Firmen schon einige Nachahmer-

produkte auf dem Markt. Aber keines

ist so rein wie die originalen

WaterWipes. Wo die Nachahmer mit

99 Prozent Wasser und einem Prozent

Zusatzstoffen operieren, bieten

WaterWipes eben 99,9 Prozent

Wasser und 0,1 Prozent Grapefruitextrakt

für eine natürliche, reine

und frische Sauberkeit. WaterWipes

wurden deshalb auch mit dem DHA-

Empfehlungssiegel der Deutschen

Haut- und Allergiehilfe e. V. (DHA)

ausgezeichnet.

WaterWipes sind in Apotheken

und Drogerien (Pharmacode 7341276)

sowie bei Babyfachhändlern online

und vor Ort erhältlich.

Gratismuster anfordern bei

info@vivosan.ch.

Bei Schmerzen

und Entzündungen

Schmids Sportcreme kann angewendet werden bei Schmerzen

und Entzündungen von Gelenken, Muskeln, Bändern, Sehnen,

bei stumpfen Verletzungen oder als unterstützende Massnahme

bei Rheuma, Arthritis, Arthrose und Gicht.

Rezeptfrei in Ihrer Apotheke und Drogerie erhältlich in Packungen à 100g.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsinhaberin: Medicoss AG, 4452 Itingen, www.medicoss.ch

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Erkundungstour

im Regen

Regenwetter ist bei Kindern nicht sonderlich

beliebt. Doch wenn die Tropfen vom Himmel

fallen, gibt es viel zu entdecken.

Wenn man nicht klitschnass werden

will, muss man mit Regenwetter umgehen

können. Erwachsene wissen,

was vorzukehren ist, wenn dunkle Wolken

am Himmel aufziehen; für kleine

Kinder ist es eine völlig neue Erfahrung.

Mit Hilfe der Eltern oder Grosseltern

können sie lernen, wie man sich

vor der Nässe richtig schützt. Und sie

können erfahren, dass Regentage kein

Grund für lange Gesichter. Kinder, die

früh lernen, mit widrigen Umständen

angemessen umzugehen, entwickeln

Durchhaltevermögen. Das ist eine

Schlüsselfähigkeit für das spätere Leben.

Wer sich schnell entmutigen lässt,

wird seine Anlagen und Fähigkeiten nur

wenig entfalten können. Kleine Kinder

gehen völlig im Moment auf, für sie gibt

es kaum ein Vorher oder ein Nachher

– nur der Augenblick zählt. Allerdings

sind nicht alle Augenblicke schön.

Wenn es etwa wie aus Kübeln giesst,

kann man nicht im Sandhaufen graben,

mit dem Kindervelo herumkurven oder

mit dem Ball spielen. Das wirkt frustrierend.

Regen ist eine Lektion in der

Lebensschule, in der man lernt, auch

den unangenehmen Phasen eine positive

Seite abzugewinnen. Hier ist oft

das Vorbild der Eltern entscheidend:

Wie gehen sie mit Situationen um,

die ihnen nicht gefallen? Jammern

und schimpfen oder versuchen

sie, aus der Situation das Beste

zu machen?

Mit Frustrationen

umgehen lernen

In den ersten Monaten ihres Lebens

dreht sich ganz viel um die Kleinkinder.

Wenn sie hungrig oder durstig sind,

werden ihre Bedürfnisse rasch gestillt.

Sie bekommen Rasseln und Stofftiere

geschenkt. Das Bettchen ist weich und

bequem, das Badewasser angenehm

warm. Gegen Kälte oder grelles Sonnenlicht

werden sie geschützt. Freundliche

Gesichter lächeln sie an und plaudern

freundlich mit ihnen. Der Alltag

besteht aus vielen Annehmlichkeiten

und Vergnügen. Dass er auch weniger

Erfreuliches beinhaltet, ist eine wichtige

Einsicht, die zunächst sehr herausfordernd

ist. Auf für sie unangenehme

Umstände reagieren kleine Mädchen

und Buben anfänglich mit Weinen, mit

Trotzen und mit erbittertem Protest.

Ein klassisches Beispiel dafür ist das

Einkaufen, bei dem sie schmerzhaft

erfahren müssen, dass sie nicht all die

verlockenden Süssigkeiten und Spielsachen

in den Verkaufsregalen mitnehmen

dürfen. So verhält es sich auch mit

dem Wetter; denn es richtet sich nicht

nach den Wünschen der Kinder. Auch

wenn man die Regenwolken lautstark

beschimpft und der Sonne gut zuredet,

damit sie wieder scheinen möge,

hört es nicht auf zu regnen. Ein traditionelles

Kinderlied hat diesen Umstand

zum Thema: «Oh, du goldigs Sünneli,

tue doch wieder schiine! Bitti bliib de

ganz Tag da, das mer chönd veruse

gaa. Oh, du goldigs Sünneli, tue doch

wieder schiine!»

Gelegentlich braucht es eine Portion

positive Resignation gegenüber Umständen,

die man selber nicht verändern

kann. Man kann lernen, unangenehmen

Phasen mit einer gewissen

Gelassenheit zu begegnen. Für Kinder

ist das Aufgeben von Widerstand

gegen Zustände, die nicht nach ihrem

Gusto sind, ein wichtiger Reifeschritt.

In der sogenannten Autonomiephase

zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr

lernen sie das Einfügen in die

bestehenden Umstände – damit werden

sie gemeinschaftsfähig.

Wartezeiten sind

eine Herausforderung

In einem der bekanntesten Kinderverse

heisst es: «Heile, heile Segen, drei Tage

30 TeddyZeit 2019

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Regen, drei Tage Schnee, dann tut es

nicht mehr weh.» Reime und Lieder

kommen bei Kleinkindern besonders

gut an, sie lassen sich leicht merken.

Oft enthalten sie Weisheiten, für die

die Kleinen sehr empfänglich sind.

Beim «heile, heile Segen­Reim» lautet

die Weisheit zwischen den Zeilen:

Schmerzen und andere unangenehme

Dinge dauern nicht ewig. Kinder haben

noch keinen Zeitbegriff. Angaben

wie «Übermorgen» und

«nächste Woche» sind für sie

nichtssagend. Sie brauchen

vorerst andere Formen für die

Wahrnehmung von Zeit, beispielsweise

einen Adventskalender,

der ihnen eine leichter zu überschauende

Übersicht über die Dauer bis zu

Heiligabend bietet. Der geschickte

Umgang mit Zeiten des Wartens ist

ein wichtiger Erfahrungsprozess in

der Entwicklung von Kleinkindern. Wie

wissenschaftliche Experimente gezeigt

haben, verfügen Kinder, die mit Wartezeiten

gut umgehen können, auch

als Erwachsene über einen Vorteil im

Leben, sie sind erfolgreicher; «Geduld

bringt Rosen», meint eine Redewendung

treffend.

Eine gute Gelegenheit, um das Warten

zu lernen sind Regentage, an denen

man auf manche Spiele im Freien verzichten

muss – dafür gibt es anderes zu

entdecken. Beispielsweise die originellen

Muster, die Regentropfen, welche

zu Rinnsalen werden, auf die Scheiben

modellieren. Und auch die kleinen Bäche,

die sich bei Platzregen spontan

auf Wegen und Strassen bilden, sind

für Kinder faszinierend: Sie umspülen

jedes Hindernis und suchen sich ihren

Weg, bevor sie in Schächten wieder

verschwinden. Auch anschwellende

Flüsse, die in ihrem schmutzigbraunen

Wasser Treibholz mit sich führen, sind

für Kinder ein nachhaltiges Erlebnis.

Wenn sie etwas grösser sind, kann man

ihnen von der Schneeschmelze erzählen

und sie auf Zusammenhänge in der

Natur aufmerksam machen. Dies gilt

auch für die Entstehung von Wolken,

die ebenfalls einen Kreislauf der Natur

veranschaulichen. Im Garten können

sie sehen, dass es die Regenwolken

braucht, damit die Pflanzen nicht verdorren.

Sie erfahren, dass Regen einem

nicht nur vom Ball spielen im Freien

abhält, sondern auch für blühende Blumen

und saftige Äpfel am Baum unverzichtbar

ist. Und auch die Vögel sind

auf Regenpfützen angewiesen, aus denen

sie trinken und darin ihr Gefieder

reinigen können.

Mit dem eigenen

Haus unterwegs

Regenpfützen haben einen ganz besonderen

Zauber für Kinder: In ihnen

spiegeln sich Wolken und Himmel,

und vielleicht sogar ihr eigenes Gesicht.

Wenn zufällig etwas Benzin oder

Öl in eine Wasserlache gerät, erscheinen

an ihrer Oberfläche alle Farben des

Regenbogens. In Pfützen, die schon

einige Tage oder Wochen alt sind, haben

sich teilweise Kaulquappen, Insektenlarven

und andere Kleinlebewesen

angesiedelt – diesem Treiben schauen

Kleinkinder sehr gerne zu. Ebenso den

Regenwürmern, die über den Boden

kriechen und rasch in der Erde verschwinden.

Dies alles vermittelt ihnen

erste Eindrücke vom vielfältigen Leben

in der Natur.

Wenn es geregnet hat, sind die Schnecken

nicht fern. Auch sie ziehen Kleinkinder

in ihren Bann, vor allem auch,

weil ein Teil von ihnen das Haus ständig

mit sich herumträgt und sich bei Gefahr

darin versteckt. Dass sich Schnecken

ganz langsam fortbewegen und

dabei eine Schleimspur hinterlassen,

ist für Kinder ebenfalls faszinierend.

Gerne halten sie derartige inspirierende

Beobachtungen in Zeichnungen fest.

Man kann ihnen auch die Geschichte

einer Schnecke vorlesen oder mit ihnen

gemeinsam eine erfinden. Lädt

sie manchmal auch andere Schnecken

zu sich nach Hause ein? Und worüber

sprechen sie?

Ein Rückzugsort

Man kann Kinder auch auf Camper

und Wohnwagen aufmerksam machen,

mit denen Menschen ihr Haus

ständig bei sich haben. Wenn man

etwas Ausschau hält, kann man sehr

unterschiedliche Schneckenarten entdecken.

Ihre Häuschen unterscheiden

sich in Grösse und Farbe. Gelegentlich

findet man sogar ein leeres Häuschen,

mit dem man basteln und spielen

kann. Ein «eigenes Häuschen» an sich

ist ein Thema, das Kindern sehr nahe

und vertraut ist. Wenn sie etwas grösser

sind, bauen sie sich gerne hüttenartige

Behausungen – beispielsweise

aus Tüchern, als Zelte oder mit grossen

Kartonschachteln –, in die sie sich

vorübergehend zurückziehen können.

So gesehen können Regentage für sie

durchaus eine Inspirationsquelle sein.

In manchen Entwicklungsphasen ist die

zeitweilige Abgrenzung von anderen

für Kinder ein wichtiges Bedürfnis. Auf

diese Weise werden sie schrittweise

selbständiger und autonomer, sie sind

weniger von den Eltern abhängig. Apropos

Häuschen: Nostalgische Wetterstationen,

bei denen zwei Figuren

das kommende Wetter anzeigen – die

eine in Regenkleidung, die andere im

Sommerkleid – wirken auf Kinder sehr

anziehend. Sie sind auch eine Idee für

ein originelles Geschenk.

Adrian Zeller

SCHWEIZER Hausapotheke

TeddyZeit 2019

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Basische Körper-Lotion p h 7,4

In dieser Symphonie aus Rügener Heilkreide, Schweizer Heilgestein,

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