Berliner Zeitung 18.05.2019

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6* Berliner Zeitung · N ummer 114 · 1 8./19. Mai 2019 ························································································································································································································································································· Wirtschaft DAX-30 in Punkten 18.2.19 18.2.19 MÄRKTE ▼ 12238,94 (–0,58 %) Rohöl je Barrel BrentinUS-Dollar Euro in US-Dollar 18.2.19 Stand der Daten: 17.05.2019 (21:50 Uhr) Alle Angaben ohne Gewähr Gewinner 17.5.19 ▼ 72,09 (–0,93 %) 17.5.19 ▼ 1,1172 (–0,28 %) Quelle aus DAXund MDAX vom17.05. zum Vortag Puma 555,50 +2,49 WWWW Alstria Office 14,33 +1,63 WWW AdidasNA 255,50 +1,61 WWW Osram Licht NA 29,25 +1,56 WWW Fielmann 63,20 +0,96 WW Lufthansa vNA 18,25 +0,80 WW Verlierer 17.5.19 aus DAXund MDAX vom17.05. zum Vortag freenet NA 18,99 WWWWWWWWWWW –8,57 thyssenkrupp 12,51 WWWWWWWW –5,59 BMW St 66,16 WWWWWWW –5,21 Zalando 37,65 WWWWWWW –5,07 Dürr 32,99 WWWWW –3,40 Vonovia NA 47,26 WWWWW –3,24 Leitbörsen im Überblick 52-Wochen Hoch/Tief 17.05. ±% z. 16.05. Euro Stoxx 50 (EU) –0,38 3596/2909 3425,64 CAC 40(FR) –0,18 5657/4556 5438,23 S&P UK (UK) –0,03 1590/1323 1487,11 RTS (RU) –0,53 1285/1033 1254,68 IBEX (ES) –0,26 10221/8286 9280,10 Dow Jones (US) –0,39 26952/21713 25762,18 Bovespa (BR) +1,39 100439/69069 91274,06 Nikkei (JP) +0,89 24448/18949 21250,09 Hang Seng (HK) –1,12 31521/24541 27985,72 Stx Singap. 20 (SG) –0,78 1635/1350 1541,31 Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%) Effektivzinsen in %für Kundenkontakt 5Jahre 10 Jahre 15 Jahre PlanetHome 089/76774188 0,61 0,92 1,17 Interhyp 0800/200151515 0,61 0,92 1,17 DTW-Immobilienfinanzierung 0800/1155600 0,61 0,92 1,17 Dr.Klein 0800/8833880 0,61 0,92 1,17 MKIB Online 030/6408810 0,88 1,06 1,31 BBBank 0721/1410 0,78 0,97 1,40 Commerzbank 069/98660966 1,13 1,16 1,60 Deutsche Bank 069/91010000 1,06 1,18 1,70 ING 069/50500109 0,88 1,21 1,55 Postbank 0228/55002010 1,32 1,29 1,66 Mittelbrandenburgische Sparkasse 0331/898989 0,78 1,00 1,48 Berliner Sparkasse 030/86986969 1,08 1,23 1,64 Sparda-Bank Berlin 030/42080420 0,97 1,25 1,84 Berliner Volksbank 030/30363300 1,33 1,27 1,44 PSD Berlin-Brandenburg psd-bb.de 1,01 1,31 1,72 Mittelwert von 95 Banken 0,91 1,11 1,47 Der Effektivzins beinhaltet Kosten der Grundschuldeintragung; unveränderter Zinssatz nach Zinsbindung. ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag),Ratenkredit (Mittwoch),Sparbriefe (Donnerstag), Festgeld (Freitag),Baudarlehen (Samstag). Quelle: FMH-Finanzberatung Bald unterwegs für Amazon:Fahrradkurierdes Lieferdienstes Deliveroo im Berliner Stadtverkehr. Von Frank-Thomas Wenzel Die E-Roller kommen –auf Radwegen Der Bundesrat macht den Weg frei für die Zulassung derScooter. Die Fahrer müssen mindestens 14 sein Von Sascha Meyer Elektrotretroller können bald in deutschen Städten starten. Der Bundesrat machte am Freitag den Wegfür eine Zulassung sogenannter E-Scooter mit maximal 20 Kilometernpro Stunde im Sommer frei –änderte aber wichtige Sicherheitsregeln: Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und Radwege nutzen, auch wenn sie auf langsameren Modellen unterwegs sind. Gehwege bleiben für die neuen Gefährte zum Schutz von Fußgängern tabu. Die Bundesregierung will die Änderungen nun zügig umsetzen, nötig ist noch ein Kabinettsbeschluss. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte: „Wichtig war, dass wir eine schnelle und –für alle Essen fassen mit Amazon US-Konzern steigt groß beim LieferdienstDeliveroo ein Großbritannien: Amazon, weltgrößter Online-händler, war bisher mit seinen eigenen Bemühungen, etwa in Großbritannien Gekochtes und Gebratenes auszuliefern, bislang ziemlich glücklos. Der entsprechende Dienst wurde Ende des vergangenen Jahres schließlich eingestellt. Die Spekulationen haben sich bestätigt: Amazon steigt bei Deliveroo ein. Der britische Mahlzeitenlieferdienst teilte am Freitag mit, dass der Internetgigantander Spitze einerInvestorengruppe steht,die 575 Millionen Dollar lockermacht. Mit dem Geld könnte das Geschäft mit Bringdiensten auch hierzulande umgekrempelt werden. Die Aktien von Rivalen verlorendeutlich an Wert. Ende vorigen Jahres war bekannt geworden, dass sich sowohl Amazon als auch der Fahrdienstvermittler Uber für die in London beheimatete Firma interessieren. Es war schon von einer kompletten Übernahme durch einen der beidenKonzernedie Rede. Nun ist Amazon mit einer defensiveren Variante zum Zuge gekommen. Deliveroo hat mittlerweile insgesamtrund 1,5 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt, zu denen auch der US-VermögensverwalterFidelity gehört. Gleichwohlist der weltgrößteOnlineeinzelhändlernun derwichtigste Investor des 2013 in London gegründeten Unternehmens. „Wir sind von Deliveroos Konzept beeindruckt und von der Fokussierung darauf, Kunden eine wachsende Auswahl von Restaurants und eine bequeme Belieferung zu bieten“, sagte Doug Gurr, Amazon-Chef für Großbritannien.Einekompromisslose Orientierung an den Bedürfnissen derNutzer ist eines der Erfolgsrezepte vonAmazon. So betont denn auch Will Shu, Gründer und Chef von Deliveroo, dass das neue Investment nun ermögliche, eine größere Auswahl an Angeboten zu offerieren, die für die persönlichen Vorlieben der Kunden maßgeschneidertwürden. Dassollvor allem mitmehr künstlicher Intelligenz geschehen. Mit demGeldvonAmazonwirdmassivin die IT investiert. Die Briten wollen künftig noch mehr Daten sammeln und analysieren, damit ein Algorithmus namens Frank noch präziser vorhersagen kann, wann und wo und auf welche Gerichte die Kunden hungrig sind. Derartige Prognosen EFFIZIENTERUND SCHNELLER Kurzstreckentransporte: Der Internetgigant könnte die Essenskuriere mit ihren Fahrrädernauchfür andere Kurzstreckentransporte einspannen. So will Amazon seinen Lieferdienst Prime Nowausbauen, der in UK, aber auch in Berlin vorallem Lebensmittel innerhalb von zwei Stunden liefert. Andere Artikel: Hinzukommen könnte, dass Amazon die Deliveroo-Plattformauch fürdas Ausfahren vonvielen anderen Artikeln nutzt, die beim Onlinehändler bestellt werden. Schließlich arbeiten die Manager unentwegt daran, die Belieferung der Kunden effizienter und schneller zu machen. gehören zu den Spezialitäten von Amazon, etwa umdie Bestände in den Auslieferungslagern weltweit zu steuern. Deliveroo ist in einemstark wachsenden, aber zugleich schwierigen Geschäftsfeld unterwegs. Seit einigen Jahren erleben die Mahlzeitendienste in den Großstädten einen heftigen Boom. Teilweise bietet bis zu ein halbes Dutzend Anbieter Essen auf Fahrrädernan. Geld ist damit bislang aber nur schwer zuverdienen.Die noch junge Branche hateine erste Durststrecke schon hintersich. Hierzulande lieferten sich Deliveroo und Foodora mit identischen Geschäftsmodellenimvorigen Jahr heftige Kämpfe –mit demAusfahrenvon Verkehrsteilnehmer –gute Einigung erzielt haben.“ E-Roller-Fahrer dürften sich freuen: „Noch vor der Sommerpause geht’s für sie nun endlich richtig los.“ Der Bund will dafür auf SicherheitsbedenkenderLändereingehen. Ursprünglich war in der Verordnung vorgesehen, dass langsamere E-Tretroller in Schrittgeschwindigkeit auf Bürgersteigen fahrensollten.Sie sollten mit einem Maximaltempo vonunter zwölf Kilometern pro Stunde auch schon für Zwölfjährige erlaubt werden. Beides istnun vomTisch. Die neuen E-Roller sollen insbesondere fürkurze Streckenetwa von der Bushaltestelle ins Bürooder zum Geschäft ein paar Straßen weiter ein neues Angebot sein. Sie sind in der Regel kleiner und leichter als Fahrräder, oft lassen sie sich auch zusammenklappen. Anbieter von Leihrollern stehen in größeren Städten schon in den Startlöchern. Auch in ICEs und Intercitys sollen dieGefährte kostenlosanBord–zusammengeklapptunteroderüberdem Sitz. Keine Helmpflicht Allerdings gibt es weiterhin auch viele Bedenken, wasSicherheit und Ärger mit Radfahrern angeht. Forderungen,dieGefährteerstab15Jahren zu erlauben, fanden im Bundesrat keine Mehrheit.Einen Helm müssen die Fahrer nichttragen, siebrauchen auch keinen Führerschein. Anders als Fahrräder sollen die neuen Gefährte versicherungspflichtig sein, dafür soll es einen Aufkleber geben. Fahren sollen die Tretroller in der Re- FOTO: GREGOR FISCHER/DPA Gerichten der etwas gehobenen Gastronomie.Dabeiwurde viel Geld verbrannt. Ende 2018übernahm der niederländische Konkurrent Takeawaymit seiner MarkeLieferando für knapp eine Milliarde Euro die deutschen Dienste des Berliner Unternehmens Delivery Hero – zu dem neben Foodora auch Lieferheld und Pizza.de gehörten. Inzwischen ist nur noch Lieferando aktiv. Bei diesem Anbieter müssen die Restaurants das Ausfahren mit ihren eigenen Leuten übernehmen, allerdings mit Rädern und Thermoboxen im Design des Plattformbetreibers. Deliveroo ist einen anderen Weg gegangen. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angabenin14Ländern und 500 Städten nach wie vor mit 60000 eigenen Fahrern. Allerdings versuchen die Manager die Auslastung derFahrerzuoptimieren und die Fahrtstrecken so kurz wie möglich zu halten. Dafür hat Deliveroodie PlattformEditionsaufgebaut. Das sind sogenannte virtuelle oder Geisterrestaurants: Siehabenkeinen Gastraum und keine Kellner, sondernnur eine Küche,die ausschließlich für denLieferdienst Essen zubereitet. So lassen sich Ausgaben für Pacht, Miete und Personal drücken. Deliveroo ist dabei, mit zumeist erfahrenen Gastronomen Garküchen in vielenStädteneinzurichten, deren Standort und Speisekarte möglichst genauandie lokale Nachfrage angepasst wird. gel aufRadwegen –gibt es keine, darf die Fahrbahn genutzt werden. Verkehrssicherheitsexperten warengegen eine Nutzungvon Gehwegen Sturm gelaufen. Aber auch viele Radfahrer sind nun nicht begeistert von der Aussicht, sich ihre Wege künftig mit E-Tretrollern zu teilen. „Wir sagen:Doppelt sovielPlatzund hohe Wegequalität für den Radverkehr,dann klappt’sauchmit dem gemeinsamen Fahren von Fahrrädern, Pedelecs und E-Scootern“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Burkhard Stork. Radwege seien ohnehin oft schlecht, holprig oder gar nicht vorhanden. Für E-Scooter mit kleineren Rädern und hoher Beschleunigung sei das „richtig unbequem und gefährlich“. (dpa) Mehr Geld für die Schiene Bahn und Bund erzielen Durchbruch Von Rasmus Buchsteiner Der Bund will der Deutschen Bahn deutlich mehr Geld für den Erhalt der Schienenwege zur Verfügung stellen. Das wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) amFreitag inKoalitionskreisen bestätigt. Für das kommende Jahrzehnt seien 52Milliarden Euro eingeplant. Zusammen mit Eigenmitteln des Bahn-Konzerns soll sich die Summe, dieinsgesamt für Investitionen zur Verfügung steht, auf 83 MilliardenEuro belaufen.DerJahresbetrag steigt den Angaben zufolge von rund 5,6 Milliarden Euro auf 8,3 Milliarden Euro. Bund und Bahn verhandeln derzeitübereineneueLeistungs-undFinanzierungsvereinbarung bis 2029. Nunhabe es einen Durchbruchgegeben, hieß es nach einem Gespräch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Finanzstaatssekretär Werner Gatzer mit Haushalts- und Verkehrspolitikern. Die Erhöhung der Mittel solle im Herbst vom Bundestag beschlossen werden. Bis zur Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Bahn, die ab 2020 gelten soll, können ebenfalls noch Monate vergehen. Gespräche laufen AufAnfrage hieß es bei der Bahn, die Gespräche mit dem Bund über Einzelheiten seien noch nicht beendet. Ähnlich äußerte sich das Verkehrsministerium. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie laufen noch und dauern an“, soein Sprecher. Nach Angaben aus Koalitionskreisen sind sichVerkehrs- und Finanzministerium jedoch weitgehendeinig.BereitsimMärzwarendie jährlichen Mittel für Infrastrukturinvestitionen der Bahn um eineMilliarde Euro auf 4,5 Milliarden Euro aufgestockt worden. Von 2025 bis 2029 sollen es dann 5,5 Milliarden Euro jährlichsein. Kürzlicherst hatte sich Bahn-Vorstand Ronald Pofalla im Gespräch mit dem RND optimistisch gezeigt. „Bisher ist klar, dass die Mittel des Staates für die Instandhaltung des Netzes im Vergleich zum Zeitraum 2015 bis Ende 2019inden Jahren zwischen 2020und 2024 deutlich steigen werden. Das halte ich für ein gutes Zwischenergebnis.“ Nach dem Durchbruch wächst nun allerdings auch der Druck auf den bundeseigenen Konzern. „Wir erwarten von der Deutschen Bahn, dass sie in den kommenden Jahren kräftig in den Erhalt investiert und die Eisenbahnbrücken und Schienenwege in einem guten Zustand hält“,sagteSPD-Verkehrsexperte SörenBartol. Die Grünen fordern weitere Schritte. „Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist ein angeschlagener Patient –daran wird auch diese Finanzspritze nichts ändern“, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter dem RND. DasaktuelleFinanzierungssystemsie intransparent und setzeFehlanreize. Bund,Bundesrechnungshof und Bundestag bräuchten mehr Kontrollmöglichkeiten. DIe Infrastruktur derBahnist sanierungsbedürftig. FOTO: PRICE/IMAGO IMAGES

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