Bahnsport 06/2019

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Mal Licht, mal Schatten - von Nadine Pfeiffer - Liebe BSA-Leser, wir heißen Sie willkommen zu unserer Juni-Aus- gabe. Das heißt die Sommersaison ist in vollem Gange und das ein oder andere Highlight be- reits schon wieder Geschichte. Während mitunter die Bundesliga angelaufen ist, fand ebenso bereits – und das sehr erfolg- reich für unser Team – das Speedway of Nations in Landshut statt, genauso wie die neue Nach- wuchsserie Speedway Friendship Cup in Die- denbergen und natürlich ist auch der Speedway GP gestartet, in Warschau. Es läuft also ...

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 6/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Deutsches Team

überzeugt

in Landshut

und startet

im SoN-Finale

KLASSIKER:

Neustadt/Donau

Dingolfing

SPEEDWAY-BUNDESLIGA:

Auftakt in Brokstedt, Stralsund und Diedenbergen


Das wollen die Fans sehen:

Martin Smolinski führt

die Konkurrenz in die

erste Kurve • Foto:

Ubbo Bandy

LANGBAHN-WM FINALE 3

SMOLINSKI: UNTERNEHMEN TITELVERTEIDIGUNG

Wieder wird in Mühldorf ein Lauf zur Finalrunde

der Langbahn-Weltmeisterschaft gestartet.

Wieder werden am 7. Juli die Spitzenfahrer aus

sechs Nationen Jagd auf den Titelträger machen.

Aber Weltmeister Martin Smolinski hat

natürlich die Titelverteidigung im Visier. Gerne

erinnern wir uns an den hochdramatischen

Grand Prix 2018 im Rennbahnstadion der Inn-

Stadt mit der absoluten Laufbahnkrönung für

Smolinski. Natürlich geht er in Mühldorf an der

Stätte seines großen Triumphes als Favorit an

den Start, aber die beiden Franzosen Dimitri

Bergé und Mathieu Trésarrieu haben eben aus

dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen.

Und natürlich wollen auch noch andere im Konzert

der ganz Großen mitspielen: Die Engländer

Andrew Appleton, James Shanes und Chris Harris,

der Tscheche Josef Franc, der Niederländer

Romano Hummel oder vielleicht sogar der Finne

Jesse Mustonen.

7.7.

MÜHLDORF

Eine Prognose zu wagen, ist äußerst schwierig,

zu eng ist die Leistungsdichte. Aber auch die

anderen deutschen Teilnehmer sind immer für

eine Überraschung gut: Bernd Diener wirft seine

ganze Erfahrung in den Kampf, Max Dilger

möchte in der Spitze Fuß fassen und Heißsporn

Lukas Fienhage hat schon gezeigt, dass er in

der Lage ist, seine Konkurrenten zu ärgern. Die

Fans werden ganz bestimmt wieder ihren Lieblingen

die Daumen drücken. Es sind alle Voraussetzungen

gegeben für einen spannungsgeladenen

Renntag, denn beim dritten von fünf

Grand Prix werden mit Sicherheit die Weichen

für den Titelgewinn gestellt. Nur wer live dabei

war, hat es wirklich erlebt!

Der Veranstaltungstag beginnt um 8:40 Uhr mit

den Trainingsläufen, ab 10:30 Uhr werden die

Läufe der B-Solisten gestartet, um 11:40 Uhr

folgt eine Autogrammstunde und um 13:30 Uhr

schließlich der Start zum ersten Rennen. Gewürzt

wird der Nachmittag mit fünf Läufen der

internationalen Seitenwagenklasse.

Der Kartenvorverkauf ist bereits in vollem Gange,

Informationen hierzu findet man unter

www.msc-muehldorf.de bzw. im Flyer des MSCM.

Termin: 7. Juli 2019

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf


INHALT & EDITORIAL

6

SPEEDWAY

WM: GP 1 Warschau/PL 6

SON: Race-off 1 Landshut/D 8

SON: Race-off 2 Manchester/GB 10

EM: Qualis 1 - 4 Gorican/KRO,

Poznan/PL, Rivne/UKR, Krsko/SLO 11

Bundesliga Brokstedt, Stralsund,

Diedenbergen + Team-Cup Wolfslake 12

Neustadt/Donau 16

Güstrow, Mulmshorn, Meißen,

Parchim, Teterow, Mowidamm 18

SANDBAHN

Speedway of Nations: Das deutsche Team hat’s geschafft – Finalteilnahme in Togliatti

(v.l. Herbert Rudolph, Martin Smolinski, Kai Huckenbeck und Michael Härtel) • Foto: Jarek Pabijan

Dingolfing, Lübbenau 20

NAMEN, CLUBS & BAHNEN

Brigitte, Karin und André Haltermann

vom MSC Mulmshorn 22

SONSTIGES

Vorschau Mühldorf 2

People & Facts 4

International 24

Vorschauen/Bazar 28

Termine/Impressum 30

Vorschau Altrip 31

Langbahn-Saisonauftakt in Dingolfing – Michael

Härtel entwickelt sich zum „Schwammerlkönig“

• Foto: Niklas Breu

20

Mal Licht,

mal Schatten

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

wir heißen Sie willkommen zu unserer Juni-Ausgabe.

Das heißt die Sommersaison ist in vollem

Gange und das ein oder andere Highlight bereits

schon wieder Geschichte.

Während mitunter die Bundesliga angelaufen

ist, fand ebenso bereits – und das sehr erfolgreich

für unser Team – das Speedway of Nations

in Landshut statt, genauso wie die neue Nachwuchsserie

Speedway Friendship Cup in Diedenbergen

und natürlich ist auch der Speedway

GP gestartet, in Warschau. Es läuft also ...

Und zeitgleich zu unserem Erscheinen, und darauf

freuen wir uns auch schon, geht’s in

Herxheim mit der Langbahn-WM auch so richtig

los. Hier heißt das ganz klare Ziel vom aktuellen

Weltmeister: die Titelverteidigung, was sonst.

Der Vatertag in der Pfalz verspricht also Spannung

pur und ich hoffe mal auch im eigenen Interesse,

dass wir dieses Jahr nicht wieder so

frieren und im Nassen stehen müssen wie im

letzten Jahr. Das tun wir zwar auch ohne Wenn

und Aber, aber gegen so ein 1a-Rennwetter hätten

wir natürlich auch nichts einzuwenden.

Schauen wir also mal und lassen uns einfach

überraschen.

Überrascht und auch gefreut haben wir uns zuletzt

auch einmal mehr über Sie. Unsere treuen

Leser! Und zwar weil wir den ein oder anderen

Anruf von Ihnen erhalten haben in Bezug auf

meinen Vormonats-Leitartikel, und ich kann Ihnen

dankend sagen, dass uns Ihr Zuspruch sehr

gefreut hat und sowieso immer tut. So zum Beispiel

auch das sehr nette persönliche Gespräch

mit einem treuen Fan und gleichsam Leser von

uns, wie jüngst stattgefunden auf der „Tribüne“

in Diedenbergen. Viele Grüße an dieser Stelle

einfach mal in den Odenwald.

Und da wir gerade nochmal zurück in Diedenbergen

sind, möchte ich nicht unerwähnt lassen,

dass dieser SFC (Speedway Friendship

Cup) auch echt Freude gemacht hat. Und dass

hier mitunter ein ganz tolles und sympathisches

Heimteam mit Max Dilger als Kapitän eine

absolut geschlossene Mannschaftsleistung

abgeliefert hat und auch Marius Hillebrand hat

sowohl den Sport als auch den Nachwuchs top

präsentiert. Umso mehr wünschenswert wären

da und allgemein halt nur mehr Zuschauer, viel

mehr Zuschauer! Denn das täte dem gesamten

Sport und Business mehr als gut.

Dieser Leitartikel diesen Monat fällt mir nicht

ganz leicht. Er fällt mir deshalb so schwer, weil

wir derzeit sehr traurig sind und damit möchte

ich an dieser Stelle auch abschließen.

Wir trauern um unsere liebe (Renn)Freundin als

auch frühere Mitarbeiterin Margot Waller. Uns

fehlen noch immer die Worte. Margot war bereits

Ende der Siebziger Jahre im Verlag als Layouterin

tätig und blieb bei uns bis zu Ihrem Abschied

aus der Arbeitswelt. Gemeinsam besuchten

wir auch viele Rennen im In- und Ausland,

die uns unvergessen bleiben.

Liebe Maggy, ruhe in Frieden!

In liebevoller Erinnerung,

Deine Nadine, Brigitte und Bahnsport aktuell

im Mai 2019

Zum Titelbild: Kai Huckenbeck und Martin Smolinski

beim Speedway of Nations in Landshut

• Foto: Niklas Breu

Besuchen Sie uns auf

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

2016 holte Greg Hancock seinen letzten Speedway-Weltmeistertitel – mit Gattin

Jennie strahlte er um die Wette bei der FIM-Gala im Dezember

Greg Hancock pausiert

Beim Speedway Grand Prix in Warschau fehlte der vierfache Weltmeister

Greg Hancock. Der US-Amerikaner gab kürzlich bekannt, dass seine Frau

Jennie an Brustkrebs erkrankt ist. Hancock bestreitet vorerst keine Rennen,

um seiner Frau zur Seite stehen zu können und meldete sich vorerst

vom Speedway Grand Prix und den Ligarennen ab. „Meine Frau hat eine

große Herausforderung vor sich! Meine hundertprozentige Priorität ist es,

für sie und unsere Jungs da zu sein, bis sich alles wieder normalisiert“, so

Hancock. „Ich möchte meiner Crew, dem schwedischen Team Dackarna,

Monster Energy und allen meinen Sponsoren dafür danken, dass sie in

dieser schwierigen Zeit so verständnisvoll und unterstützend sind. Ich

möchte auch der FIM und BSI danken, die fantastisch waren“, erklärt Hancock.

„Ich bekomme immer großartige Unterstützung von meinen Fans

und ich bin dafür sehr dankbar, aber wir wollen diese Situation als Familie

bewältigen und hoffen, dass sich alles schnellstmöglich wieder normalisiert.“

Wir und die gesamte Bahnsport-Familie drücken ganz fest die Daumen,

lieber Greg! • Text: Manuel Wüst; Foto: David Reygondeau/goodshoot.com

News aus der ADAC Stiftung Sport

Förderpiloten auf Plätzen 2 und 3

Die beiden Förderpiloten Erik Bachhuber (15/Obergriesbach) und Ben

Ernst (15/Zarrendorf) haben sich beim Speedwayrennen um den 3. Teterower

Hechtjungen-Pokal ein enges Duell um die Podiumsplätze geliefert.

Bachhuber hatte nach fünf Siegen in sechs Rennen mit seinem polnischen

Partner Pawel Trzesniewski ebenso 21 Punkte auf dem Konto wie

Ernst im Team Deutschland I mit Lukas Wegner. Damit musste ein Stechen

über Gesamtrang 2 hinter Schweden (27 Punkte) entscheiden. Bachhuber

und Ernst hatten in den vorherigen Läufen jeweils 15 Punkte geholt, im

Stechen behielt Bachhuber die Oberhand. „Sieben Starts, sechs Siege

bei internationaler Beteiligung – das kann sich meiner Meinung nach sehen

lassen. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg, die Saisonziele für

2019 zu erreichen“, sagte Bachhuber. • ADAC Motorsport

Die beiden Förderpiloten aus der ADAC Stiftung Sport Erik Bachhuber (links)

und Ben Ernst (rechts) bedanken sich mit guten Erfolgen • Fotos: Daniel Sievers

Toptransfer beim AC Landshut

Vaclav Milik verstärkt die Landshuter Teufel

Kurz vor dem Auftakt zur diesjährigen Speedway-Bundesliga waren die

Verantwortlichen des AC Landshut nochmals in Sachen Fahrerverpflichtung

aktiv – und das nicht ganz freiwillig. „Jaimon Lidsey hatte bei unserem

ersten Auswärtsrennen am 1. Mai in Brokstedt eine anderweitige Verpflichtung,

von der wir schon länger wussten. Leider ist durch die Verletzung

von Mark Riss in Pocking jedoch unser ursprünglicher Plan, dann nur

mit einem Ausländer anzutreten,

gescheitert, sodass wir nun kurzfristig

nochmals aktiv werden

mussten“, erklärt Teammanager

Klaus Zwerschina.

Einig wurde man sich mit dem vierfachen

tschechischen Meister Vaclav

Milik, momentan Teamkollege

von Neu-Devil Max Fricke bei Wroclaw

und in der tschechischen Liga

für Pardubice am Start. Milik belegte

beim SEC 2017 Platz 3 und im

letzten Jahr Platz 8. Des Weiteren

vertrat er die Farben seines Landes

in der U21-Nationalmannschaft.

„Vaclav hat schon oft in der

Liga und auch in internationalen

Veranstaltungen sein Können unter

Beweis gestellt“, so Zwerschina

weiter.

• Text: Claudia Patzak; Foto: Niklas Breu

Joachim Maj verstorben

Am 20. April verstarb Joachim Maj, einer der besten polnischen

Speedwayfahrer der 1950er und 1960er Jahre, in Rybnik.

Der Pole wurde am 21. August 1932

in Borowa Wies, einer kleinen Ortschaft

in Oberschlesien, geboren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zeigte

der junge Mann großes Interesse

am Speedway und trat dem Club

Gornik (später R.O.W.) Rybnik bei.

1951 gab Maj in der polnischen 1. Liga

sein Debüt und gehörte bald zu

den besten Piloten des Landes. Bis

auf zwei Jahre, als er in der Mannschaft

von CWKS Warschau seinen

Militärdienst absolvierte, blieb der

Sportler die ganze Laufbahn über

dem Verein aus Rybnik treu. Am

1. Mai 1969 kam es in Bydgoszcz zu

einem verhängnisvollen Sturz, infolgedessen

Maj seinen Stahlschuh

an den Nagel hängen musste. Der

Speedwayfahrer erlitt dabei schwere

Kopfverletzungen und sein Leben hing über vier Wochen lang an einem

seidenen Faden. Erst nach fünf Jahren war Maj wiederhergestellt.

Mit dem Team aus Rybnik wurde der Oberschlesier insgesamt zehnmal

Teammeister. Er nahm 14-mal an der Einzelmeisterschaft teil und stand

insgesamt fünfmal auf dem Podium. 1957, 1963 und 1964 wurde er Vizemeister.

1958 und 1962 holte er Bronze. 1963 gewann Joachim den polnischen

Goldhelm. In sechs Rennen erzielte er insgesamt 68 Zähler. Der

Wettbewerb genoss damals sehr großes Prestige und man sagte, den

Goldhelm zu gewinnen, wäre schwieriger, als Landesmeister zu werden.

Von 1957 bis 1968 startete Maj ununterbrochen in der Einzel-WM und erreichte

zweimal das Europa-Finale. In Warschau belegte er 1958 Rang 10

und fünf Jahre später wurde er in Göteborg Sechzehnter. Mit der Nationalmannschaft

startete Maj in zwei Team-WM-Endläufen. 1962 gewann er in

Slany die Bronzemedaille und in der darauffolgenden Saison wurde seine

Mannschaft in Wien Vierter.

Auch sein Sohn beschloss, in Joachims Fußstapfen zu treten. Marius May

wanderte 1981 über Österreich nach Deutschland aus und fuhr für den

MSC Olching. Aufgrund zahlreicher Verletzungen konnte er jedoch nicht

an die Erfolge seines Vaters anknüpfen.

Ruhe in Frieden, lieber „Chimek“. Wir werden dich nie vergessen.

• Text: Georg Dobes; Foto: Archiv der Familie Maj

4 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


LETZTE MELDUNGEN

Lauf 3 in Leipzig: Sieger Martin Smolinski

vor dem Zweitplatzierten Zdenek Holub

• Foto: Racesportpics.de

Speedway Leipzig:

Smolinski-Maximum

Insgesamt traten zum zweiten Europa-offenen Opel-AMZ-Leipzig-Cup im

Motodrom am Cottaweg 17 Fahrer aus sieben Nationen an. Das Starterfeld

beim sächsischen ADAC-Ortsclub war hochkarätig. Der 23-jährige Ukrainer

Stanislav Melnychuk sowie Zdenek Holub vom Club Marketa Praha

waren am Startband. Mit Martin Smolinski ging der sechsfache Deutsche

Speedwaymeister und amtierende Long Track World Champion ins Rennen.

Eine Überraschung für die Zuschauer war Igor Kononow, der zweimalige

Eisspeedway-Vizeweltmeister. Wie würde sich der Eisspeedway-Profi unter

den sonnigen Bedingungen schlagen?

Zwischenstand nach dem dritten Durchgang: Smolinski fuhr dreimal volle

Punkte ein, knapp gefolgt von Zdenek Holub, Andrij Kobrin und Stas Melnychuk,

mit je 8 Punkten. Dann folgten Szymon Szlauderbach und der mit

spektakulären Angriffen fahrende Kacper Pludra mit je 6 Zählern.

Bis zum 20. Lauf blieb der Ausgang spannend. Zdenek Holub beendete

das Rennen in Lauf 19 mit 14 Gesamtpunkten. Im Endlauf traf nun Smolinski,

der sich nur mit einem erneuten 1. Platz den direkten Gesamtsieg sichern

könnte, auf Melnychuk. Der wiederum musste mindestens Dritter

werden, um das Podest zu erreichen. Bei Verlust eines Punktes durch

Smolinski wäre dieser gleichauf mit Holub. In dem Fall hätte ein Stechen

entscheiden müssen. Doch der Olchinger Profi ließ nichts anbrennen. Auf

Weiß startend, setzte er sich bald an die Spitze und fuhr damit den Gesamtsieg

vor Zdenek Holub und Stas Melnychuk ein.

Nach dem Rennen zeigte sich Smolinski, umringt von vielen kleinen und

großen Fans, besonders vom Leipziger Bahnbelag angetan: „Die Bahnverhältnisse

sind sehr gut. Der Belag nimmt das Wasser richtig gut auf

und bietet auch nach mehreren Läufen noch Grip, ohne zu schmieren.“

Kay Dobeck, MC Post Leipzig e.V., Sportleiter

2. Europa-offener Opel AMZ Pokal Leipzig - 18.5.2019

1. Martin Smolinski, 15 Punkte; 2. Zdenek Holub, CZ, 14; 3. Stanislav Melnychuk, UKR, 12; 4. Andrij

Kobrin, UKR, 11; 5. Marcel Kajzer, PL, 10; Szymon Szlauderbach, PL, 10; 7. Igor Kononov, RUS 9;

8. Kacper Pludra, PL, 8; 9. Mirko Wolter, 6; Liam May, AUS, 6; 11. Ronny Weiß, 5; Nick Agertoft, DK,

5; 13. Vitaly Lysak, UKR, 4; 14. Nicklas Clausen, DK, 2; Steven Mauer, 2; 16. Richard Geyer, 1.

Eisspeedway:

Mr. Good-shoots Saisonrückblick

Auch dieses Jahr bringt FIM-Fotograf David Reygondeau ein Eisspeedwaybuch

mit tollen Fotos her-aus. Sein Werk erscheint voraussichtlich im Mai

unter dem Titel „Season Review 2019“. Das Buch wird zirka 120 Seiten haben

(Format 24 x 33 cm). Es beinhaltet Fotos aller Eisspeedway-WM-Finals,

des Team-WM-Finals, ein Interview mit Weltmeister Daniil Iwanow,

einen Technik-Report, die spektakulärsten Sturzszenen sowie Porträts aller

WM-Piloten. Also, nicht lange warten und noch heute reservieren, da

die Auflage limitiert ist!

Preis: 35,- Euro (inkl. Versandkosten); Maße: 24 x 33 cm; Umfang: 120 Seiten;

Limitierte Auflage (in englischer Sprache)

Reservierungen

nur über Facebook/PN

oder per E-Mail:

david@reygondeau.com

Int. ADAC-Sandbahnrennen „Um den 41. Preis der Stadt Plattling“

Plattling - 19.5.2019

I-Solo (Platzierung nach A-/B-Finale): 1. Martin Smolinski, 20 Punkte; 2. Stephan Katt, 16; 3. Jörg

Tebbe, 17; 4. David Pfeffer, 11; 5. Lars Zandvliet, NL, 6; 6. Christian Hülshorst, 12; 7. Martin Malek,

CZ, 8; 8. Baptiste Comblon, F, 4; 9. Danny Maaßen, 5; 10. Andrew Appleton, GB, 16; 11. Marcel Sebastian,

0; 12. Romano Hummel, NL, 5.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 14 Punkte; 2. Julian Bielmeier, 13; 3. Mario Niedermeier, 6; 4. Timo Wachs,

6; 5. Finn Loheider, 4; 6. Sebastian Trapp, 2; 7. Lando Michaelis, 0.

I-Seitenwagen (Platzierung nach A-/B-Finale): 1. Markus Venus/Markus Heiß, 9 Punkte; 2. Guillaume

Comblon/Chloé Agez, F, 7; 3. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 6; 4. Markus Brandhofer/

Tim Scheunemann, 6; 5. Florian Kreuzmayr/Benjamin Maier, 5; 6. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnick,

2; 7. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 1.

- Bericht in der nächsten Ausgabe von Bahnsport aktuell -

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 1

Warschau/PL

Überraschungssieger Leon

6 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


GP-Auftaktsieger Leon Madsen gegen

Bartosz Zmarzlik und Antonio Lindbäck

Madsen

Auch der fünfte Grand Prix im PGE Narodowy

Stadion war erwartungsgemäß wieder

ein großes Speedwayspektakel und

eröffnete (endlich) die diesjährige GP-

Saison. Natürlich wieder mit rund 54.000

verkauften Eintrittskarten ausverkauft!

Warschau setzt nach wie vor Maßstäbe.

Die Erwartungen der einheimischen Fans an ihre

Fahrer waren wieder erwartungsgemäß sehr

hoch. Dieses Jahr sollte endlich auch einmal

ein Pole ganz oben auf dem Siegerpodest stehen,

denn bislang reichte es nur für Maciej Janowski

in den beiden letzten Jahren für 2. Plätze.

Aber Magic konnte diesmal wegen seiner

Verletzung nicht starten. Für ihn rückte Breslau-Mannschaftskollege

Max Fricke nach. Erwartungsgemäß

ging auch Greg Hancock nicht

an den Start, weil er seiner Ehefrau in den USA

beistehen will, die schwer an Brustkrebs erkrankt

ist. Für ihn kam King’s Lynns Robert

Lambert ins Fahrerfeld. Lambo steigerte sich

von Lauf zu Lauf. Im ersten Semifinale hatte er

dann keine Chance. Bis auf GP-Neuling Janusz

Foto links: Lindgren, Madsen, Dudek (v.l.)

Kolodziej hatten die Polen im ersten Durchgang

einen maximalen Auftakt. Auch Bartosz

Smektala, der für dieses Rennen die Wildcard

erhielt. Von diesen vier polnischen Fahrern

schaffte es allerdings nur einer in den Endlauf.

Polens letzte Hoffnung, Patryk Dudek, kam im

Finale von der Außenbahn startend aber viel zu

schlecht aus den Bändern. Das gleiche Problem

hatte auch der hoch gehandelte Niels-

Kristian Iversen, der auf der selbstgewählten

blauen Bahn startete. Der Däne wurde gleich

am Start von Freddie Lindgren auf der Innenbahn

und von seinem Teamkollegen in Czestochowa,

Leon Madsen, ins sogenannte Sandwich

genommen. Er fiel chancenlos auf den

letzten Platz, nachdem ihn noch Dudek überholte.

Die Pace aber machte Fredrik Lindgren,

der hier 2017 den Grand Prix einmal gewinnen

konnte. Der Europameister blieb Fast Freddie

zwar auf den Fersen, aber die wenigsten hatten

wohl bereits nach einer Runde daran gezweifelt,

dass der Schwede dieses Finale hier

nicht gewinnen würde. Dann aber machte Lindgren

zu Beginn der zweiten Runde aufgrund einer

Bahnunebenheit einen folgenschweren

Fahrfehler, den Madsen sofort ausnutzen

konnte und diesen Grand Prix unerwartet gewann.

Bis dahin hatte der Däne nicht einen

einzigen Lauf gewinnen können! Auch der amtierende

Weltmeister Tai Woffinden konnte

nicht einen Lauf für sich entscheiden und beendete

den GP mit einem für ihn inakzeptablen

1-2-1-0-2 auf dem 12. Platz. Wie er sagte, fand

er nie die richtige Abstimmung für seine Maschine.

Er, Max Fricke und Bartosz Zmarzlik

konnten am Freitag wegen des Ligarennens

Gorzow gegen Wroclaw nicht am Training und

dem Qualifying teilnehmen. Über das neu eingeführte

Qualifying gab es geteilte Meinungen.

Letztlich war es Matej Zagar, der mit

13,143 Sekunden die schnellste Runde fuhr.

Damit durfte er als erster seine Startnummer

für den GP wählen. Jason Doyle war zwar der

Langsamste im Training, im Qualifying fuhr er

jedoch mit 13,266 Sekunden die zweitbeste

Zeit. Der Australier wollte unbedingt an diesem

GP teilnehmen, obwohl er sich zuvor bei seinem

Sturz in Torun eine gebrochene Rippe und

eine perforierte Lunge zugezogen haben soll.

Diese Verletzung sah man dem Exweltmeister

am Samstag nicht unbedingt an. Doyle begann

den GP mit zwei guten 2. Plätzen, baute dann

aber stark ab. Auch Martin Vaculik begann

stark mit 7 Punkten aus drei Läufen. Zudem

fuhr er in Heat 6 mit 55,35 Sekunden die

schnellste Zeit des Abends. Jedoch folgten

zwei enttäuschende Null-Punkte-Fahrten. Das

alles reichte nicht für ein Halbfinalticket.

Und Bartosz Zmarzlik fuhr nicht in Bestform.

Man spürte förmlich den Druck, der auf dem Vizeweltmeister

lastete. Nach seinem Auftaktsieg

bot der Pole eine recht wechselhafte Performance.

Das zweite Halbfinale war dann für

beide polnische „Bartosz-e“, Zmarzlik und

Smektala, die Endstation in diesem Rennen.

Der Gorzow-Star, der einmal mehr nicht optimal

aus den Bändern kam, lieferte sich einen

atemberaubenden Kampf über drei Runden mit

Grand-Prix-Neuling, Leon Madsen, den der Däne

letztendlich gewinnen konnte. Einen schweren

Stand hatten die beiden Russen. Emil Saifutdinow

startete sehr schwerfällig ins Rennen

und blieb in den ersten beiden Läufen ohne

Punkte. Er fand dann aber gut ins Rennen. Seine

7 Punkte aus den verbleibenden Durchgängen

waren aber zu wenig für einen Platz in den

Halbfinals. Artem Laguta begann das Rennen

verhalten, baute dann aber ungewohnt stark

ab. • Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Jarek Pabijan

AM RANDE

Um kurz vor 13:00 Uhr gab es nur noch ganze

37 Eintrittskarten im oberen Rang zu kaufen!

Die begehrten Tickets im unteren Rang waren

fast binnen Stunden nach Beginn des Vorverkaufs

vergriffen.

Nachdem die 13 Fahrer nach dem Qualifying ihre

Startplätze gewählt hatten, loste CCP-Chef

Armando Castagna die Startpositionen für Max

Fricke, Tai Woffinden und Bartosz Zmarzlik

selbst aus. Die drei konnten wegen Ligaverpflichtungen

nicht am Training/Qualifying teilnehmen.

Weltmeister Tai Woffinden und Vizechampion

Bartosz Zmarzlik trafen somit in Heat

4 aufeinander, den der Pole für sich entscheiden

konnte. Das erstmals ausgetragene Qualifying

rief bei den TV-Sendern großes Interesse

hervor. Zumindest BT Sport in Großbritannien

und Canal+ in Polen übertrugen live!

Zum ersten Mal in der Funktion als FIM-Präsident

war Jorge Viegas Gast beim Großen Preis

von Polen im PGE Narodowy Stadion. Der Portugiese

war begeistert von dem Publikum und

der Atmosphäre in Warschau. „Speedway hat

enormes Potenzial!“, bemerkte Viegas.

Leon Madsen: „Ich habe die ganze Zeit über

nach mehr in meinen Maschinen gesucht. Es

war sehr schwer. Oft auf der Strecke befand ich

mich „im Stau“ und musste aus einiger Entfernung

hart kämpfen. Ich bin sehr froh, dass ich

gewonnen habe. Ich möchte meine Anerkennung

für die Atmosphäre, die die Fans im Stadion

erzeugt haben, zum Ausdruck bringen.

Vielen Dank an meine Fans aus Dänemark,

aber auch an die polnischen Fans. Ich habe

auch viele Fans von Wlokniarz Czestochowa auf

der Tribüne gesehen, denen ich auch sehr danken

möchte.“

Tai Woffinden: „Dies war mein zweitschlechtester

Grand Prix. Natürlich bin ich enttäuscht. Ich

habe immer nach der optimalen Abstimmung

meiner Maschinen gesucht. Aber von Beginn

an habe ich nie das optimale Set-up gefunden.

Aber die Saison ist noch sehr jung. Zurzeit bin

ich nicht in der Position des Gejagten, sondern

in der des Jägers. Das ist gar nicht mal so

schlecht. Und ich bin sicher, dass ich in Kürze

meine gewohnte Form wiederfinden werde.“

SPEEDWAY-WM

(nach 1 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 Ges.

1. Patryk Dudek PL 16 16

2. Fredrik Lindgren S 15 15

3. Niels-Kristian Iversen DK 14 14

4. Leon Madsen DK 13 13

5. Bartosz Zmarzlik PL 10 10

6. Antonio Lindbäck S 10 10

7. Bartosz Smektala* PL 10 10

8. Robert Lambert GB 8 8

9. Matej Zagar SLO 7 7

10. Martin Vaculik SK 7 7

11. Tai Woffinden GB 6 6

12. Emil Saifutdinow RUS 6 6

13. Jason Doyle AUS 5 5

14. Artem Laguta RUS 4 4

15. Janusz Kolodziej PL 4 4

16. Max Fricke AUS 3 3

GP1 - Warschau/PL - SF1: Lindgren, Dudek, Lindbäck,

Lambert; SF2: Iversen, Madsen, Zmarzlik, Smektala;

Finale: Madsen, Lindgren, Dudek, Iversen.

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY OF NATIONS

Race-off 1 - Landshut/D

Martin Smolinski war mit 11 Zählern

stärkster Deutscher, hier gegen

Vaclav Milik, stärkster Tscheche

und zweitbester Scorer des Tages

Team Deutschland weiter

Die Favoriten haben die Prognosen bestätigt, die Gastgeber

verliehen der Veranstaltung Spannung bis zum Ende – das ist

das Fazit des Monster Energy FIM Speedway of Nations, das der

AC Landshut am 4. Mai im Landshuter Speedwaystadion

ausrichtete. Schweden, überraschenderweise vor Polen, und

Deutschland haben damit das Ticket fürs Finale Ende Juli

im russischen Togliatti gelöst. Die weiteren Gegner

wurden beim Race-off 2 in Manchester bestimmt.

Schweden und Polen ebenfalls in den Finals

Sieger Schweden mit (v.l.) Fredrik Lindgren, Topscorer des Tages,

Filip Hjelmland, Peter Ljung und Teammanager Morgan Andersson

Deutschland weiter mit (v.l.)

Michael Härtel, Martin Smolinski

und Kai Huckenbeck

8 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Spannung im weiteren Sinne kam schon vor der

Veranstaltung immer wieder auf, da die Wettervorhersage

nichts Gutes versprach. Glücklicherweise

hatten sich die Verantwortlichen bereits

am Donnerstag entschieden, die Bahn abzudecken,

da umfangreiche Regenfälle vorhergesagt

worden waren.

„Das und die Absage des Trainings hat sich

rückwirkend betrachtet als die einzig richtige

Entscheidung erwiesen“, resümiert ACL-Vorstand

Gerald Simbeck. „Die Bahn war schließlich

in gutem Zustand, auch außen herum ging

viel. Für die Zuschauer hätte ich mir etwas angenehmere

Temperaturen gewünscht, aber das

entzog sich leider unserem Einfluss.“

Für die deutsche Mannschaft begann das Rennen

vor knapp über 3000 Zuschauern zunächst

wunschgemäß mit einem 5:1 von Kai Huckenbeck

und Martin Smolinski gegen die Italiener

Nicolas Covatti und Paco Castagna. Huckenbeck

gelang ein guter Start, Smolinski machte

den verlorenen Boden in der zweiten Kurve wieder

wett, indem er beide Italiener im Handstreich

innen überholte. Schon etwas schwerer

tat sich der Gastgeber dann gegen die Tschechen,

bei denen insbesondere Vaclav Milik furios

auffuhr. Immerhin konnten sich beide

Deutsche an Miliks Teamkollegen Eduard

Krcmar vorbeischieben und ein 3:3 herausholen.

Bangen mussten die Fans dann nach dem

Aufeinandertreffen mit den Slowenen und den

überaus starken Schweden, befand sich die

Mannschaft doch zu diesem Zeitpunkt durch

zwei 4:2 hintereinander auf dem 5. Platz. In den

letzten beiden Heats gaben die Gastgeber jedoch

nochmal alles. Auf ein 5:1 gegen die Ukraine

folgte ein überraschendes 3:3 gegen die Polen,

bei dem sich U21-Fahrer Michael Härtel

noch an Patryk Dudek auf Rang 3 vorbeischieben

konnte und damit den Fans gewaltig einheizte.

Dies hieß dann insgesamt zunächst

Platz 3 für die Mannen von Teammanager Herbert

Rudolph.

Im abschließenden Hoffnungslauf gegen die

Tschechen fuhren Martin Smolinski und Kai Huckenbeck

nochmals ein 3:3 ein, sodass sie den

insgesamt 3. Platz und damit den Finaleinzug

sichermachten. „Die Jungs haben nach einem

kleinen Durchhänger nochmal super gekämpft

und sich das Ticket nach Russland redlich verdient“,

so Rudolph nach dem Rennen. „Insbesondere

das 3:3 gegen die bärenstarken Polen

hat uns einen wichtigen, so nicht unbedingt

einkalkulierten zusätzlichen Punkt verschafft,

der am Ende das Zünglein an der Waage war.

Hier haben Martin und Michi ihre Kenntnis der

Landshuter Bahn voll ausspielen können. Ich

freue mich sehr über das Ergebnis, das bestätigt,

dass der Finaleinzug im vergangenen Jahr

keine Eintagsfliege war.“

Trotz aller Stärke der Polen, bei denen vor allem

GP-Fahrer Bartosz Zmarzlik konstant punktete,

hatten sie einem Team gegenüber das Nachsehen,

das noch stärker auffuhr – die Schweden,

bei denen „Fast Freddie“ Lindgren einen Spitzentag

erwischte und all seine Heats souverän

gewann.

Auf den Plätzen 4 und 5 fanden sich die Tschechische

Republik und die Slowenen wieder, die

jeweils mit Milik und Matej Zagar einen starken

Mannschaftskapitän hatten, aber letztlich zu

viele Punkte liegen ließen, um vorne mit dabei

zu sein. Die Fans der Bundesligamannschaft

des AC Landshut werden jedoch mit Freude gesehen

haben, wie gut Neuverpflichtung Milik

mit der Bahn zurechtkam. Er war nach Fredrik

Lindgren zweitbester Fahrer und gewann nur eines

seiner Heats an diesem Abend nicht.

Zu kämpfen hatten erwartungsgemäß die

Teams aus Italien und der Ukraine, wobei Nicolas

Covatti einen Heatsieg für sich verbuchen

konnte und immer Anschluss an die jeweils

Führenden hielt. Die Ukraine hatte aufgrund einer

Verletzung von Andrej Karpov noch in letzter

Minute umdisponieren müssen und setzte

durchgängig auf U21-Fahrer Marko Levishyn.

In Landshut jedenfalls ist man zufrieden mit der

Veranstaltung. „Wir haben seitens BSI und den

FIM-Offiziellen großes Lob erhalten, das ich an

dieser Stelle an alle Helfer weitergeben möchte.

Ich bin stolz auf unsere ACL-Truppe und auf

das, was wir hier immer wieder auf die Beine

stellen“, beschließt Gerald Simbeck seine Betrachtungen

zum Renntag. • Text: Claudia Patzak;

Fotos: Jarek Pabijan und Niklas Breu (unten)

Der Mann, dem nichts entgeht ... Race Director Phil Morris

legt mitunter schon mal selbst Hand an,

und wenn’s mit dem Besen ist

Int. ADAC-Speedwayrennen Landshut/D

Speedway of Nations Race-off 1 - 4.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale 1 und 2 in Togliatti/RUS am 20./21.7.:

1. Schweden, 25 Punkte (Fredrik Lindgren 18, Peter Ljung 6, Filip

Hjelmland 1); 2. Polen, 24 (Patryk Dudek 7, Bartosz Zmarzlik 15,

Bartosz Smektala 2); 3. Deutschland, 20 (Kai Huckenbeck 8,

Martin Smolinski 11, Michael Härtel 1).

Ausgeschieden: 4. Tschechien, 19 (Vaclav Milik 16, Eduard

Krcmar 2, Jan Kvech 1); 5. Slowenien, 19 (Matej Zagar 13, Matic

Ivacic 4, Nick Skorja 2); 6. Ukraine, 10 (Stanislav Melnychuk 8,

Andriy Rozaliuk N, Marko Levishyn 2); 7. Italien, 9 (Nicolas Covatti

9, Paco Castagna 0, Michele Menani 0).

„Fast Freddie“ Lindgren gegen

das Polen-Duo Bartosz Zmarzlik,

drittbester Einzelfahrer an

diesem Tag, und Patryk Dudek

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY OF NATION | SPEEDWAY-EM

Sichere Bank für England:

Tai Woffinden und Craig Cook

• Foto: Jarek Pabijan

Auch in diesem Jahr fand das zweite Race-off

im National Speedway Stadium in Manchester

statt. Letztlich haben sich die Favoriten durchgesetzt.

Die Briten und die Australier konnten

sich dank ihrer Platzierung direkt für das Zwei-

Tages-Finale in Togliatti qualifizieren. Großbritanniens

Teammanager Alun Rossiter kann diesem

Finale beruhigt entgegensehen. Sein

Team ist bestens zusammengestellt. Da fiel

auch nicht ins Gewicht, dass Belle-Vue-Experte

Craig Cook nicht einen Laufsieg herausfahren

konnte. Die Aussies mussten ohne ihren Star

Jason Doyle auskommen. Der Exweltmeister

verletzte sich zuvor in Torun und zog sich eine

gebrochene Rippe und eine perforierte Lunge

zu. Für Doyle startete der routinierte Chris Holder.

Die Vorstellung des ehemaligen Weltmeisters

war aber eher mäßig. Belle Vues Nummer

1, Max Fricke, fuhr mit seinem 3-3-2-2-2-1 jedoch

solide.

Die Dänen erwischten nicht ihren besten Tag.

Der Start ihres ersten Laufes gegen Lettland

wurde vom Schiedsrichter nicht abgebrochen,

obwohl äußerst seltsam gestartet wurde. Leon

Madsen blieb auf der Linie und auch Jevgenijs

Kostigovs war äußerst irritiert. Das war auch

nicht die einzige Schwäche von Referee Artur

Kusmierz an diesem Abend. Dänemarks Niels-

Kristian Iversen konnte auf der bestens präparierten

347-Meter-Bahn fast vollends überzeugen.

Nur in Lauf 18 wurde er Letzter im Duell

mit den Australiern. Europameister Leon Madsen

konnte sich noch nicht so richtig in Szene

setzen. In Heat 14 gegen die Amerikaner bewiesen

Iversen/Madsen, dass sie noch nicht

richtig aufeinandereingespielt sind. Iversen

rechnete in der vierten Kurve nicht mit dem außen

heranstürmenden Madsen und drängte

diesen ungewollt in den Sicherheitszaun. Dänemarks

Teammanager Hans Nielsen musste

sich bereits vor dem Rennen Kritik gefallen lassen,

weil er nicht den äußerst Belle-Vue-erfah-

Race-off 2

Manchester/GB

Stolze

Briten

renen Kenneth Bjerre in die Mannschaft genommen

hatte. Auch Mikkel Michelsen war

schon Tage zuvor sauer auf Nielsen, weil dieser

ihn nicht bei der Aufstellung berücksichtigte.

So oder so musste Dänemark in den finalen

Knockout-Heat.

Der Gegner wurde in einem Stechen zwischen

den USA und Frankreich ermittelt. Einmal mehr

bewies Luke Becker sein großes Talent und gewann

diesen Lauf. Da aber die routinierteren

Franzosen Platz 2 und 3 belegten, qualifizierten

sich diese für den K.o.-Lauf. So ist eben die

Regel. Die Amerikaner standen kurz vor einer

Überraschung und bewiesen heute, dass es

ein (Speedway-)Leben ohne Greg Hancock

gibt. Hancock ging in Manchester nicht an den

Start. Seine Gedanken sind im Moment fernab

vom Speedwaysport. Greg befindet sich derzeit

in den USA. Dort wird seine Ehefrau Jennie

behandelt, die an einer aggressiven Form von

Brustkrebs erkrankt ist. Im Knockout-Heat um

das dritte und letzte Finalticket präsentierte

sich dann Leon Madsen in erwarteter Form und

die Dänen gewannen gegen die Franzosen mit

4:2. Im Finale in Togliatti (20./21. Juli) starten

somit: Schweden, Großbritannien, Australien,

Polen, Dänemark, Deutschland und Gastgeber

Russland. • Andreas Fahldiek

Speedway of Nations Race-off 2 - Manchester/GB - 11..5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale 1 und 2 in Togliatti/RUS am 20./21.7.:

1. Großbritannien, 26 Punkte (Tai Woffinden 12, Craig Cook 8,

Robert Lambert 6); 2. Australien, 22 (Max Fricke 13, Chris Holder

8, Jaimon Lidsey 1); 3. Dänemark, 22 (Niels-Kristian Iversen

15, Leon Madsen 5, Fredrik Jakobsen 2).

Ausgeschieden: 4. Frankreich, 16 (David Bellego 10, Dimitri Bergé

6, Gaetan Stella 0); 5. USA, 16 (Luke Becker 11, Broc Nicol 4,

Austin Novratil 1); 6. Lettland, 16 (Andzejs Lebedevs 14, Jevgenijs

Kostigovs 2, Olegs Mihailovs 0); 7. Finnland, 8 (Tero Aarnio

7, Jesse Mustonen 1, Timi Salonen 0).

Stechen um Platz 4: 1. Becker; 2. Bellego; 3. Bergé; 4. Nicol.

Stechen um Platz 3: 1. Madsen; 2. Bergé; 3. Iversen; 4. Bellego.

Qualifikationsrunde 1 - Gorican/KRO

Martin Smolinski

knapp gescheitert

Etwas überraschend, aber hochverdient triumphierte

Adrian Miedzinski im Millennium-Stadion.

Der Pole erkämpfte in den Vorläufen

14 Punkte und unterlag in dieser Rennphase

nur Vaclav Milik. Beide Piloten zogen direkt ins

Finale ein und dort konnte sich Miedzinski vor

zirka 2500 Zuschauern an dem Tschechen revanchieren.

Vorher musste jedoch ein Semifinallauf

ausgetragen werden, den Dominik Kubera

vor Jurica Pavlic gewann. Der Pole kam

auch im Endlauf vor dem Lokalmatadoren ins

Ziel und belegte den 3. Gesamtrang. Alle Teilnehmer

des Finallaufes sicherten sich den Einzug

in den Challenge im ungarischen Nagyhalasz.

Martin Smolinski verpasste in Gorican die

Qualifikation denkbar knapp. Der Olchinger

holte in den Vorläufen einen Sieg und war nach

20 Läufen mit 11 Punkten Fünfter, aber im Semifinale

kam er nicht über den 3. Platz hinaus

und wurde am Ende Tagesfünfter. „Es ist ärgerlich,

dass es an einem Punkt scheiterte, denn

mein Team hat hervorragend gearbeitet und

ich wäre gerne weitergekommen. Das berühmte

Quäntchen hat leider gefehlt“, kommentierte

der Deutsche sein Abschneiden in Kroatien.

Deutlich unter den Erwartungen fuhr in Gorican

Chris Harris. Der ehemalige GP-Teilnehmer erkämpfte

auf dem 305 Meter langen Oval 9 Zähler,

was nur für einen 9. Rang reichte. Ausgeschieden

war auch Mikkel Bech. Der Fahrer,

der vor Jahren als „Wunderkind“ des dänischen

Speedway gehandelt wurde, kam nur

auf 7 Punkte und belegte den 10. Gesamtplatz.

• Text: Georg Dobes; Archivfoto: Niklas Breu

Speedway-EM - Qualifikationsrunde 1 - Gorican/KRO

27.4.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für SEC-Challenge in Nagyhalasz/H am 25.5.:

1. Adrian Miedzinski, PL, 14 Vorlaufpunkte; 2. Vaclav Milik, CZ,

11; 3. Dominik Kubera, PL, 11; 4. Jurica Pavlic, KRO, 11.

Ausgeschieden: 5. Martin Smolinski, D, 11; 6. Nick Skorja,

SLO, 10; 7. Wiktor Kulakow, RUS, 9; 8. Denis Gizatullin, RUS, 9;

9. Chris Harris, GB, 9; 10. Mikkel Bech, DK, 7; 11. Michele Paco

Castagna, I, 6; 12. Artjoms Trofimovs, LV, 5; 13. Jesse Mustonen,

FIN, 3; 14. Milen Manev, BG, 2; 15. Jordan Dubernard, F, 2;

16. Gaetan Stella, F, 0.

Ganz knapp gescheitert:

Martin Smolinski

10 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Qualifikationsrunde

2 - Poznan/PL

Kai

Huckenbeck

raus

David Bellego galt zwar vor dem Rennen als einer

der Anwärter auf einen Qualifikationsrang,

aber sein Gesamtsieg kam auf der 370 Meter

langen Strecke doch etwas überraschend. In

den Vorläufen erzielte der Franzose 13 Punkte

und qualifizierte sich als Zweitbester direkt

fürs Finale. Nur Bartosz Smektala war besser

als er. Der Juniorenweltmeister erkämpfte in

dieser Rennphase ein makelloses Punktemaximum.

Im Endlauf übernahm Smektala die Führung,

aber schon in der zweiten Kurve musste

der polnische Fahrer Bellego ziehen lassen.

„Zusammen mit meinem polnischen Team (Bellego

fährt in der 2. Liga für PSZ Poznan, Anm.

des Red.) hatte ich auf der Bahn gestern trainiert

und es ist mir gelungen, meine Technik

optimal abzustimmen. Ich freue mich sehr

über den Sieg, weil ich hart dafür gearbeitet

hatte. Ich denke jedoch, ich hätte mich auch

auf einer anderen Bahn für den Challenge qualifizieren

können“, sagte Bellego nach dem

Rennen. Als Dritter im Finale meldete sich Anders

Thomsen im Ziel, der in der Endphase Andrej

Kudrjaschow niederringen konnte.

Kai Huckenbeck belegte vor nur 800 Fans Gesamtrang

7 und schied aus. Der 26-Jährige hatte

nach vier Durchgängen 6 Punkte und keine

Chance mehr, das Semifinale zu erreichen. Da

brachte auch ein Sieg im 17. Lauf nichts mehr,

obwohl der Deutsche mit 69,48 Sekunden die

Tagesbestzeit fuhr. Eine weitere Überraschung

war das Ausscheiden von Timo Lahti. Der Finne

war nach 20 Heats mit „Hucke“ punktgleich

und wurde Achter. • Georg Dobes; Foto: N.Breu

Speedway-EM - Qualifikationsrunde 2 - Poznan/PL - 27.4.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für SEC-Challenge in Nagyhalasz/H am 25.5.:

1. David Bellego, F, 13 Vorlaufpunkte; 2. Bartosz Smektala, PL,

15; 3. Anders Thomsen, DK, 10; 4. Andrej Kudrjaschow, RUS,

12.

Ausgeschieden: 5. Wladimir Borodulin, RUS, 9; 6. Tobiasz Musielak,

PL, 11; 7. Kai Huckenbeck, D, 9; 8. Timo Lahti, FIN, 9;

9. Nicolas Covatti, I, 7; 10. Hans Andersen, DK, 6; 11. Olegs Mihailovs,

LV, 6; 12. Eduard Krcmar, CZ, 4; 13. Adam Ellis, GB, 3;

14. Wjatscheslaw Monachow, RUS, 3; 15. Aleksandr Loktaev,

UKR, 2; 16. Lasse Fredriksen, N, 1.

Qualifikationsrunde 3 - Rivne/UKR

Erik Riss und

Tobias Busch auch

Ursprünglich sollte die Qualifikationsrunde in

der Westukraine am 1. Mai stattfinden, aber

das Rennen musste aufgrund des regnerischen

Wetters um einen Tag verschoben werden. Sieger

des Turniers wurde Michael Jepsen Jensen.

Der Däne kam in den Vorläufen auf 13 Punkte.

Er beugte sich Marko Levishyn und Peter Kildemand.

Mit seinem Landsmann zog Jensen direkt

ins Finale ein, wo er vor 6000 Zuschauern

als Erster die Ziellinie kreuzte. Zweiter wurde

Andzejs Lebedevs, gefolgt von Kildemand und

Pawel Przedpelski.

Auf der 360 Meter langen Bahn gingen auch

zwei DMSB-Vertreter an den Start, aber keiner

von ihnen erreichte den Challenge in Ungarn.

Erik Riss hatte schon vor seinem ersten Lauf einen

technischen Ausfall zu beklagen und nach

zwei Durchgängen noch keine Punkte vorzuweisen.

Danach erzielte der 23-Jährige 5 Punkte,

aber das reichte nur für Rang 12. Tobias

Busch wurde in Rivne Dreizehnter. „Nach einem

Nuller folgten zweimal 2 Punkte und ich

war noch gut im Geschäft. Danach gab es jedoch

nichts mehr zu ernten, wobei ich durchaus

das Gefühl hatte, dass ich ein unkontrolliertes

Risiko für mehr hätte eingehen müssen.

Die Bahn war wirklich schwer zu fahren und

vielleicht ist es doch so, dass mit zunehmendem

Alter die Vernunft über den Übermut

siegt“, schilderte der Stralsunder seine Performance.

Andrij Karpow und Janusz Kolodziej gehörten

zum engsten Favoritenkreis, aber beide Fahrer

mussten in Rivne vorzeitig aufgeben. Der

Ukrainer stürzte in Heat 2 und bestritt danach

keine Rennen mehr. Kolodziej ging es nach einer

Erkältung nicht gut und der Pole absolvierte

nur drei Läufe. Facundo Albin ist ein Argentinier

und hätte als solcher in der EM nicht starten

dürfen, doch er ging mit spanischer Lizenz

ins Rennen und wurde am Ende Zehnter.

• Georg Dobes

Speedway-EM - Qualifikationsrunde 3 - Rivne/UKR - 1.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für SEC-Challenge in Nagyhalasz/H am 25.5.:

1. Michael Jepsen Jensen, DK, 13 Vorlaufpunkte; 2. Andzejs Lebedevs,

LV, 12; 3. Peter Kildemand, DK, 12; 4. Pawel Przedpelski,

PL, 11.

Ausgeschieden: 5. Tero Aarnio, FIN, 10; 6. Marko Levishyn,

UKR, 9; 7. Ondrej Smetana, CZ, 9; 8. Josef Franc, CZ, 8; 9. Janusz

Kolodziej, PL, 7; 10. Facundo Albin, E, 6; 11. Dimitri Bergé,

F, 6; 12. Erik Riss, D, 5; 13. Tobias Busch, D, 4; 14. David Pacalaj,

SK, 4; 15. Andrij Kobrin, H, 2; 16. Stanislav Melnychuk,

UKR, 0; 17. Vitalik Koval, UKR, 0; 18. Andrej Karpov, UKR, 0.

Qualifikationsrunde 4 - Krsko/SLO

Kevin Wölbert

ebenfalls

Da kein Ungar sich aus eigener Kraft für den

Challenge qualifiziert hatte, konnten in Krsko

nur drei Fahrkarten fürs Rennen in Nagyhalasz

gelöst werden. Grigorij Laguta zeigte sich in

Slowenien in brillanter Form. Die Dopingsperre

war ihm überhaupt nicht anzumerken. Der Russe

fand auf der 387,7 Meter langen Strecke keinen

Bezwinger und kreuzte vor rund 1200 Fans

sechsmal als Erster die Ziellinie. „Ich will mich

für die SEC-Finalrunde qualifizieren und habe

in Krsko den ersten Schritt in diese Richtung

gemacht. Ich weiß jedoch, dass es in der

nächsten Runde viel schwieriger wird“, sagte

der 35-Jährige. Im Finale verwies er Kacper Woryna

und seinen Landsmann Sergej Logatschew

auf die Plätze. Bjarne Pedersen musste

sich mit dem unbeliebten 4. Rang begnügen

und schied sehr unglücklich aus.

Kevin Wölbert hatte im Matija-Gubec-Stadion

zwei Siege auf dem Konto und konnte sich mit

9 Zählern gerade noch für das Semifinale qualifizieren.

„Ich bin zwar etwas angeschlagen in

dieses Rennen gegangen, aber ich habe alles

versucht. Die Startplätze waren heute sehr entscheidend.

Im Hoffnungslauf musste ich von

außen los und wollte in der ersten Kurve innen

durchtauchen. Bjarne Pedersen hatte diesen

Plan leider durchschaut und rechtzeitig innen

zugemacht. Das war’s“, ließ der DMSB-Pilot

wissen. Wölbert ist dann ausgefallen und wurde

letztendlich Gesamtsechster.

• Text: Georg Dobes; Foto: Klaus Goffelmeyer

Speedway-EM - Qualifikationsrunde 4 - Rivne/UKR - 1.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für SEC-Challenge in Nagyhalasz/H am 25.5.:

1. Grigori Laguta, RUS, 15 Vorlaufpunkte; 2. Kacper Woryna, PL,

10; 3. Sergej Logatschew, RUS, 13.

Ausgeschieden: 4. Bjarne Pedersen, DK, 10; 5. Matic Ivacic,

SLO, 11; 6. Kevin Wölbert, D, 9; 7. Steven Worrall, GB, 8;

8. Kjastas Puodzuks, LV, 8; 9. Frederik Jakobsen, DK, 8;

10. Zdenek Holub, CZ, 7; 11. Denis Stojs, SLO, 7; 12. Glenn Moi,

N, 4; 13. Zdenek Simota, CZ, 4; 14. Nicolas Vicentin, I, 3; 15. Andriy

Rozaliuk, UKR, 1; 16. Dennis Fazekas, H, 1.

Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

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Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-DM

Brokstedt

Brokstedter 41:42-Heimpleite gegen den AC Landshut

Herzschlagfinale auf dem Holsteinring. Beim Auftaktrennen der neuen Saison in der Speedway-

Bundesliga kassierte der MSC Brokstedt e.V. im ADAC eine Heimniederlage, die knapper nicht ausfallen

konnte. Gegen den amtierenden deutschen Meister AC Landshut hieß es am Ende 41:42.

Die Dramatik dieses spannenden Rennens hätte aus der Feder eines echten Hollywood-Regisseurs

stammen können, fiel die endgültige Entscheidung doch erst im allerletzten Lauf des Tages.

Zwar hatten die Gäste aus Landshut von Beginn

an die Führung in einem sportlich ansprechenden

Duell auf Augenhöhe übernommen,

doch blieben die Gastgeber auf dem Holsteinring

stets in Schlagdistanz. Nach sechs von

insgesamt 14 Läufen sahen die „Devils“ aus

Landshut beim Stande von 15:20 wie die sicheren

Sieger aus, doch kämpften sich die Schleswig-Holsteiner

eindrucksvoll zurück in das Geschehen.

„Wir hatten heute einige unglückliche

Situationen zu überstehen, doch hat sich

die Mannschaft sehr gut verkauft“, so Sabrina

Harms. Die Teammanagerin des MSC Brokstedt

konnte sich dabei besonders auf ihren Mann-

schaftskapitän Kai Huckenbeck verlassen. Dieser

übernahm von Anfang an die Verantwortung,

zeigte ausgeprägte Führungsqualitäten

und sicherte der Mannschaft 12 Punkte. Mit

13 eingefahrenen Punkten präsentierte sich

zudem der Finne Timo Lahti in Brokstedter

Diensten als erfolgreichster Fahrer, dicht gefolgt

von Routinier Rune Holta, der auf 10 Zähler

kam. Aus MSC-Sicht blieben hingegen Max

Dilger (1), Danny Maaßen (3) und Geert Bruinsma

(2) augenscheinlich weit unter ihren Möglichkeiten.

Harms: „Heute wäre für uns durchaus

mehr möglich gewesen. Am Ende fehlte

uns vielleicht auch etwas das Glück.“

Vor den beiden Finalläufen hatte der MSC die

Landshuter Dominanz gebrochen und lag nach

einem souveränen 5:1-Lauf von Holta und Lahti

mit 36:35 in Front. Zwar konnte Landshut mit einem

4:2-Erfolg im ersten Finale geschickt antworten,

doch hätte Brokstedt im finalen Durchgang

das Ergebnis noch zu eigenen Gunsten

drehen können. Statt eines Sieges im zweiten

Finale gelang den Gastgebern indes allerdings

nur eine 3:3-Punkteteilung, da der Landshuter

Martin Smolinski seine ganze Klasse bewies

und mit einem Laufsieg den Erfolg für die „Devils“

endgültig unter Dach und Fach bringen

konnte.

Für den MSC Brokstedt ist diese Auftaktniederlage

zwar ärgerlich, angesichts der Tatsache,

dass noch drei weitere Rennen ausstehen, allerdings

alles andere als eine Vorentscheidung im

Rennen um die Finalteilnahme der Bundesliga.

Das nächste Rennen bestreiten die „Wikinger“

am 16. Juni bei den DMV „White Tigers“, ehe

dann am 22. Juni das Heimrennen gegen den

MC „Nordstern“ Stralsund ansteht.

• Sam Schneider

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga - 1.5.2019

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 42 Punkte (Tomasz Gapinski 10, Vaclav

Milik 10, Valentin Grobauer 4, Martin Smolinski 13, Sandro Wassermann

0, Stephan Katt 5, Jonas Wilke 0); 2. MSC Brokstedt

Wikinger, 41 (Rune Holta 10, Timo Lahti 12, Max Dilger 1, Kai Huckenbeck

13, Danny Maaßen 3, Geert Bruinsma 2).

Zu den Fotos:

Oben: Die Brokstedter Timo Lahti und Kai Huckenbeck

(außen) gegen die Landshuter Martin Smolinski und

Valentin Grobauer • Foto: Ubbo Bandy

Links: Siegerehrung für Landshut (mit v.l. Martin Smolinski,

Stephan Katt, Jonas Wilke, Valentin Grobauer,

Sandro Wassermann, (vorne) Vaclav Milik, Tomasz Gapinski)

und die knapp geschlagenen Brokstedter (mit v.l.

Rune Holta, Timo Lahti, Kai Huckenbeck, Max Dilger,

Geert Bruinsma, Danny Maaßen) • Foto: Daniel Sievers

12 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Diedenbergen

Heimsieg für die

DMV White Tigers

Sportlich ein Auftakt nach Maß – finanziell ein

Desaster, so die Bilanz nach dem ersten Rennen

der DMV White Tigers in der Speedway

Bundesliga. Das Rennen war ursprünglich auf

den Samstag angesetzt, doch es regnete den

ganzen Tag, sodass das Auftaktrennen gegen

die „Nordsterne“ aus Stralsund kurzfristig auf

den Sonntagvormittag verschoben wurde. Da

am Nachmittag auch das erste Rennen im

Speedway Friendship Cup auf dem Programm

stand, kamen die Zuschauer in den Genuss von

zwei Rennen. Trotz dem tollen Wetter am Sonntag

kamen nur 300 Zuschauer in die LVM Rhein

Main Arena nach Diedenbergen.

Im Bundesligarennen ließen die DMV White Tigers

von Beginn an keine Zweifel aufkommen,

wer das Match gewinnen würde. Vor allem auf

den ersten drei Positionen wurde der Grundstein

für den am Ende klaren 50:34-Sieg gelegt.

Die Punkte der beiden Dänen im Dress der Tigers,

Nikolaj B. Jakobsen (10 Punkte) und Jonas

Jeppesen (12), sowie des Neuzugangs der Diedenbergener,

Kevin Wölbert (12), waren mehr

als die halbe Miete. Wölbert, der einen starken

Eindruck hinterließ, verpasste im letzten Lauf,

nach einem verpatzten Start das Maximum,

hielt sich jedoch mit einem neuen Bahnrekord

(85,87 km/h) schadlos. Tigers-Kapitän René

Deddens steuerte ebenso 7 Punkte bei wie

Youngster Marius Hillebrand. Bei Ethan Spiller

lief es nicht so richtig rund und es reichte für ihn

nur für 2 Punkte. Beste Fahrer bei den „Nordsternen“

waren der Däne Andreas Lyager mit

11 Punkten und Tobias Busch, der 9 Zähler einfuhr.

Kurios: Lyager war in einem Lauf als Joker

gesetzt und hätte sein Punktekonto erhöhen

können. Doch er kam nicht rechtzeitig zum Start

und wurde ausgeschlossen. Doch das hätte am

Ende auch nicht gereicht, denn die DMV White

Tigers zeigten zum Saisonauftakt den notwendigen

Biss und übernahmen in der Bundesligatabelle

die Führung. Erinnerungen an alte Zeiten

wurden wach, als die Diedenbergener im

Konzert der Großen mitmischten.

Paarfahren: Kevin Wölbert

und Nikolaj B. Jakobsen

DMV White Tigers

gewinnen

erstes Speedway

Friendship Cuprennen

Am Sonntagnachmittag

stand das erste Match der vier Rennen im

Speedway Friendship Cup auf dem Programm.

Neben den DMV White Tigers, die die Farben

Deutschlands in diesem Wettbewerb vertreten,

nahmen die Mannschaften des Rivne Speedway

Club (Ukraine), AK Marketa Praha (Tschechien)

und Speedway Club Zarnovica (Slowakei)

teil. Da sich Marcel Dachs verletzt hatte,

sprang der erfahrene Max Dilger in die Bresche

und führte das junge Team der Diedenbergener

an. Der Ex-Kapitän der „Tigers“ zeigte eine tadellose

Vorstellung und war mit 15 Punkten

(Maximum) bester Fahrer der Hessen. Einen

starken Eindruck hinterließen auch Marius Hillebrand

und Julian Bielmeier, die beide 8 Punkte

beisteuerten. Dustin Schulz konnte noch

2 Punkte holen, sodass am Ende die DMV White

Tigers mit 33 Punkten die Nase knapp vorn hatten.

Auf den 2. Platz fuhr AK Marketa Praha, die

nur einen Zähler weniger (32) auf dem Konto

hatten. Die Rennen waren spannend, denn

auch der Dritte, der Rivne Speedway Club (31),

mischte bis zum Schluss um den Tagessieg mit.

Selbst der Speedway Club Zarnovica (23) war

als Tabellenvierter nicht chancenlos und den

Zuschauern wurde toller Speedwaysport der

Nachwuchsfahrer geboten. Erst im letzten Lauf

konnten die „Tigers“ den Heimsieg unter Dach

und Fach bringen.

Das zweite Rennen der internationalen Serie

bestreiten die DMV White Tigers am 4. August in

Rivne (Ukraine).

• Text: Wolfgang Geiler; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway-Bundesliga - DMV-Speedwayrennen Diedenbergen

+ Int. Clubvergleich - 12.5.2019

Ergebnisse:

1. DMV White Tigers Diedenbergen, 50 Punkte (Nikolaj B. Jakobsen

10, Jonas Jeppesen 12, Kevin Wölbert 12, René Deddens 7,

Ethan Spiller 2, Marius Hillebrand 7, Julian Bielmeier N); 2. MC

Nordstern Stralsund, 34 (Andreas Lyager 11, Marcel Kajzer 7, Dominik

Möser 4, Tobias Busch 9, Ronny Weis 3, Ben Ernst 0, Richard

Geyer N).

Stand (nach 3 Rennen): 1. Diedenbergen, 1 Rennen/2 Matchpunkte/50

Laufpunkte; 2. Wittstock, 1/2/44; 3. Landshut,

1/2/42; 4. Brokstedt, 1/0/41; 5. Stralsund, 2/0/74.

Stralsund

Hochkarätig

bis zum Schluss

Der MSC Wölfe Wittstock gewann sein erstes

Rennen in der neuen Bundesligasaison gegen

die Nordsterne aus Stralsund knapp mit 44:40

Punkten.

Das ganze Rennen über lagen die Nordsterne

mit 2 bis 3 Punkten vor den Wölfen. Die Entscheidung

über den Sieg wurde erst in den beiden

Finalläufen von den Wölfen klargemacht.

Entscheidend für die Wittstocker war dabei

nicht nur das 5:1 im ersten Finallauf durch Erik

Riss und Nicki Pedersen, sondern auch die

starken 14 Punkte durch Gastfahrer Kevin Wölbert.

Eine etwas durchschnittliche Leistung kam von

den beiden A-Fahrern der Wölfe, von denen

man sich den einen oder anderen Punkt mehr

erhofft hatte. „Aber letztendlich zählt der Sieg

und das Team konnte sich am Ende durchsetzen“,

so Teammanagerin Manuela Hinrichs

nach dem Rennen.

Dass die Entscheidung über den Sieg erst in

den beiden letzten Läufen entschieden wurde,

spiegelt die Spannung und Ausgeglichenheit

dieses Bundesligarennens sehr deutlich wider.

Die Zuschauer wurden sehr gut unterhalten.

• Thomas Klemm

ADMV-Speedwayrennen Stralsund - Bundesliga - 4.5.2019

Ergebnis:

1. MSC Wölfe Wittstock, 44 Punkte (Nicki Pedersen 8, Piotr

Protasiewicz 6, Erik Riss 9, Kevin Wölbert 14, Steven Mauer 3,

Lukas Baumann 1, Mirko Wolter 3); 2. MC Nordstern Stralsund,

40 (David Bellego 8, Grigorij Laguta 14, Tobias Busch 9, Dominik

Möser 6, Celina Liebmann 0, Ben Ernst 3).

Alle Teilnehmer des Speedway Friendship Cups

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


Wolfslake

Schwieriger

Saisonstart

Am 5. Mai startete das neue Speedwayteam

„Wolfspack“ Wolfslake in den Ligaalltag. Eine

besondere Herausforderung für Teammanager

Mathias Bartz war die kurzfristige Absage von

Steven Mauer, der am Vortag noch in der Bundesliga

für seinen Club Wittstock am Start war.

Als Ersatz konnte Maximilian Pott kurzfristig

einspringen, der aber am Sonntag dann auch

einen rabenschwarzen Tag erleben musste.

Ein Sturz im ersten Lauf setzte ihm gesundheitlich

so zu, dass er nach seinem zweiten Lauf

aufgeben musste. Überzeugende Läufe sahen

die zirka 500 Zuschauer von Michael Härtel

vom Team Olching und Tobias Busch vom Team

Güstrow. Die Gäste aus Berghaupten hatten

auch einen durchwachsenen Tag, liefen aber

noch vor dem Heimteam auf Platz 3 ein. Max

Dilger hatte schon im Training Probleme mit

der Maschine und dazu noch in Lauf 10 einen

heftigen Sturz. Für das junge Wolfslaker Team

ist hier viel Luft nach oben. Beste Wolfslaker

Tobias Busch (gelb) vor Mads Hansen (rot),

Max Dilger (weiß) und Valentin Grobauer (blau )

waren Mads Hansen und Lukas Wegner mit je

8 Punkten. Celina Liebmann steuerte 2 Punkte

bei und hatte Probleme mit der Wolfslaker

Bahn.

Fazit für den Club ist aber, weiter die jungen

Fahrer heranzuführen, ein junges Team aufzubauen

und die Jugend zu fördern. Zahlreiche

positive Rückmeldungen aus der Speedwayszene

bestätigen den Verantwortlichen des

Clubs, dass die neue Ausrichtung der richtige

Weg sein kann. „Drei Rennen stehen nun im

Team-Cup an und wir möchten auch nochmal

angreifen“, so die Aussage der Verantwortlichen.

• Text: Heino Ressel; Fotos: Vincent Paarmann

ADAC-Speedwayrennen Wolfslake - 5.5.2019

Ergebnisse:

1. Güstrow Torros, 40 Punkte (Tobias Busch 12, Lukas Fienhage

11, Leon Arnheim 7, Ben Ernst 10); 2. MSC Olching, 31 (Valentin

Grobauer 11, Michael Härtel 14, Tim Wunderer 2, Erik Bachhuber

4); 3. Black Forest Eagles Berghaupten, 25 (Max Dilger 8,

Daniel Spiller 8, Ethan Spiller 7, Tom Finger 2); 4. Wolfspack

Wolfslake, 18 (Mads Hansen 8, Maximilian Pott 0, Celina Liebmann

2, Lukas Wegner 8).

Stand: 1. Güstrow, 2 Rennen/5 Matchpunkte/68 Laufpunkte;

2. Cloppenburg, 1/3/36; 3. Olching, 1/2/31; 4. Berghaupten,

2/1/48; 5. Dohren, 1/1/26; 6. Wolfslake, 1/0/18.

NBM - Junior A: 1. Magnus Rau, 19 Punkte; 2. Thies Schweer,

17; 3. Levi Böhme, 11; 4. Valentino Scheibe, 9; 5. Michelle Rau,

2; 6. Tajo-Niclas Groh, 2.

Olching

Rennwochenende

fiel ins Wasser

Für den 11. und 12. Mai hatte der Motorsportclub

Olching eine Doppelveranstaltung, bestehend

aus einem Vorlauf zum ADAC Bayerncup

und einem Vorlauf zum Speedway Team-Cup,

geplant.

Doch wie schon im Vorjahr hatte der Wettergott

an besagtem Wochenende offenbar andere

Pläne oder eben einfach keine Lust auf Speedway:

Schon am Samstagmorgen hatte das Olchinger

Speedwayoval mehr Ähnlichkeit mit einem

Sumpf als mit einer schnellen Rennpiste.

Der Bayerncup musste demnach abgesagt werden.

Da es weiter regnete und auch die Prognosen

für den nächsten Tag äußerst schlecht waren,

wurde noch am Samstagnachmittag die Entscheidung

gefällt, auch den Team-Cup abzublasen.

„Wir wollen die Gesundheit unserer

Fahrer nicht gefährden“, kommentierten die

Organisatoren ihren Entschluss – eine weise

Entscheidung, denn am Sonntag schüttete es

ohnehin weiter.

Ein Ersatztermin steht noch nicht fest, wird

aber so bald wie möglich auf der Homepage

www.msco.de bekanntgegeben.

• Text u. Foto: Tanja Schön

1. Güstrow Torros (Mitte)

2. MSC Olching (links)

3. Black Forest Eagles (re.)

14 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


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SPEEDWAY Neustadt/Donau

Martin Smolinski

dominiert erneut

Dänemark vor Deutschland im Speedwayduell der Nationen

Dänemark gewann den Neustädter Vierländervergleich im Anton-Treffer-Stadion

vor den Gastgebern und England. Platz 4 ging an das polnische Team.

16 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Die vielen Zuschauer im Neustädter Anton-Treffer-Stadion waren schier

aus dem Häuschen, als Superstar Martin Smolinski im vorletzten Lauf

seinen fünften Sieg im fünften Rennen einfuhr. Sie sahen nicht nur ein

spannendes und umkämpftes Speedwayrennen, bei gutem Wetter, das

ohne Regen über die Bühne ging, sondern einen gut aufgelegten Martin

Smolinski. Schied er noch am Vortag beim Speedway-Euro-Championship

in der ersten Qualirunde mit dem 4. Platz in Gorican in Kroatien aus,

trug er am nächsten Tag in Neustadt mit seinen fünf Start-Ziel-Siegen dazu

bei, dass Deutschland den 2. Platz erreichte. Dabei dominierten am

Sonntag erneut die Dänen, wobei Titelverteidiger England vor den Polen

auf Platz 3 landete.

Zum erneuten Titel für Deutschland reichte es trotz einer Superleistung

von Martin Smolinski nicht. Mit seinen fünf Siegen und 15 Punkten trug

er zum Endergebnis von 35 Punkten bei, doch seine Mitstreiter Michael

Härtel, Danny Maaßen und Sandro Wassermann kamen mit der Bahn

nicht ganz so gut zurecht und brachten insgesamt nur 20 Punkt auf das

deutsche Konto.

Sieger wurden mit 39 Punkten die Dänen, die an diesem Sonntag einen

guten Lauf hatten. Bereits abgeschlagen folgte der Titelaspirant von

2018, England, mit 27 Punkten, wobei Edward Kennett mit 11 Punkten

noch der beste Pilot war. Mit 19 Zählern belegten die Polen den letzten

Platz. Die junge Truppe aus dem polnischen Team von Martin Smolinski

musste mit mehreren Ausfällen kämpfen, wobei sich im letzten Lauf

noch Sebastian Niedzwiedz bei einem Sturz an der Schulter verletzte.

Während der deutsche Superstar Martin Smolinski vom AC Landshut die

optimale Punktzahl von 15 erreichte, kamen seine Teamkameraden Michael

Härtel auf 9, Danny Maaßen auf 7 und Sandro Wassermann auf 4.

Insgesamt machte das 35 Punkte.

Eine bessere Punkteverteilung gab es bei den Siegern Team Dänemark.

Hier waren Nikolaj B. Jakobsen (11), Rene Bach (11) und Matias Nielsen

(11) sowie Emil Portner (6) erfolgreich und am Ende siegten sie verdient

mit 39 Zählern.

Von Anfang an war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Von Heat zu Heat wechselte

die Führung, was ganz im Sinne der Zuschauer war.

Als Laufbester gewann Martin Smolinski am Ende auch noch den Max-

Saliger-Gedächtnislauf, der unter den besten vier Fahrern ausgetragen

wurde. • Text: Anton Fischer/Presse MSC Neustadt; Fotos: Uwe Ebler

Int. ADAC-Speedwayrennen Neustadt/Donau - 27./28.4.2019

Ergebnis:

1. Dänemark, 39 Punkte (Nikolaj B. Jakobsen 11, Rene Bach 11, Emil Portner 6, Matias Nielsen 11);

2. Deutschland, 35 (Martin Smolinski 15, Sandro Wasssermann 4, Danny Maaßen 7, Michael Härtel

9); 3. England, 27 (Edward Kennett 11, Stefan Nielsen 8, Kyle Newman 4, Alfie Bowtell 4); 4. Polen,

19 (Damian Pawliczak 5, Jakub Osyzka 4, Sebastian Niedzwiedz 6, Mateusz Tonder 4).

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY

2. Tobias Busch

1. Timo Lahti 3. Rasmus Jensen

ADAC Weser Ems Cup - Mulmshorn

Übersichtlich

Der vierte Lauf zum ADAC Weser Ems Cup 2019

wurde am 27.4.2019 in Mulmshorn ausgetragen.

Leider waren nur 18 Fahrer angereist, sodass

das Fahrerfeld relativ übersichtlich war.

Da es laut Wetterbericht am Nachmittag regnen

sollte, wurden die Rennläufe vorverlegt. Im

letzten Durchgang begann es zu nieseln. Als

dieser beendet war, kam der Regen, der es unmöglich

machte, den letzten Durchgang sowie

die Finals zu fahren.

In der Junior A setzte sich Carl Wynant gegen

Thies Schweer durch. Platz 3 ging an Lara Nitsche.

Bei den Junioren B beherrschte Marvin

Kleinert die Konkurrenz. Mit Maximum gewann

er vor Ben Iken und Felix Klütemeyer. Die Junior-

C-Klasse ging an Jonny Wynant. Er gewann alle

seine Läufe sicher vor Nynke Sijbesma, Tom

Meyer und Louis Tebbe. Bei den U21-Fahrern

war Jeffrey Sijbesma das Maß der Dinge. Domenik

Otto folgte auf Platz 2 vor Nick Colin Haltermann.

• Text u. Foto: Ubbo Bandy

Güstrow - Osterpokal

Tobi Busch fährt aufs Podest

Bei herrlichem Frühsommerwetter erlebten

4000 Zuschauer eine gelungene Saisoneröffnung

im Güstrower Speedwaystadion. Der Finne

Timo Lahti, der bereits 2014 den Osterpokal

gewinnen konnte, befand sich in einer außerordentlichen

Frühform und konnte auch in der

2019er-Auflage dieser begehrten Trophäe wieder

den Sieg erringen. Genauso wie der Däne

Rasmus Jensen kommt er gut mit dem Güstrower

Oval zurecht und musste nur an seinen

skandinavischen Konkurrenten einen Punkt

abgeben. Rasmus Jensen kam nicht nur als

Letzter für den verhinderten Viktor Trofimov ins

Starterfeld, sondern reiste auch spät nach Güstrow

an. Das hinderte ihn aber überhaupt

nicht daran, eine gute Leistung auf die Bahn zu

bringen. Mit drei Laufsiegen in Folge führte er

sogar in der Zwischenwertung. Am Ende konnte

er bei der Siegerehrung auf die unterste Podeststufe

springen.

Den meisten Applaus erhielt bei der abschließenden

Ehrung aber ganz eindeutig ein anderer

Pilot. Schon auf dem Weg zum Podest hatte

sich Tobias Busch sehr emotional bei den Besuchern

und seinem Team für die Unterstützung

bedankt. Mit insgesamt 13 Laufpunkten

landete er auf dem 2. Platz und fast hätte es

sogar für noch mehr gereicht, denn schon in

seinem ersten Lauf traf er auf Rasmus Jensen,

führte lange Zeit das Geschehen an, bevor der

Däne auf der äußeren Linie Griff fand und noch

vorbeiziehen konnte. Lediglich einen weiteren

Punkt gab er gegen den späteren Gewinner ab

und als er in seinem letzten Auftritt von Beginn

an die Führung übernahm und den Vorsprung

stetig ausbaute, jubelten die Zuschauer ihm

schon in der letzten Runde zu und feierten mit

ihm gemeinsam diesen Erfolg. „Es ist so ein

gutes Gefühl, wieder die Leistung auf die Bahn

bringen zu können. Es hat mit der Unterstützung

des Publikums richtig viel Spaß gemacht.

Ich habe im Winter hart gearbeitet und mein

Umfeld steht voll hinter mir. So kann ich mich

ganz auf den Sport konzentrieren und das

scheint ja auch Früchte zu tragen“, resümierte

Tobias Busch nach dem Rennen.

Tatsächlich ist er, nachdem er im Winter wieder

auf dem Eis unterwegs war, gut in die Sommersaison

gestartet. Beim Hammer in Wittstock

war er zweitbester Deutscher. In Cloppenburg

holte er zunächst für die Wölfe Wittstock den

Vizetitel in der Paarmeisterschaft und einen

Tag später als Kapitän der Güstrow Torros den

2. Platz im Speedway Team-Cup.

Für die anderen Torros Leon Arnheim und Lukas

Baumann war der Osterpokal vor allem eine

wichtige Gelegenheit, um zu Saisonbeginn

Rennpraxis gegen eine internationale Konkurrenz

zu erwerben. Für beide langte es nur zu je

2 Punkten. Ganz oben stand dagegen Ben

Ernst, der auch für die Torros im STC fährt. Er

gewann die Wertung im kleinen Osterpokal der

250-ccm-Klasse und zeigte einmal mehr, dass

er sich nach dem Erfolg im letzten Jahr weiterentwickelt

hat.

Auch wenn zu sehen war, dass sich noch viele

Fahrer nach dem Winter im Formaufbau befanden,

machten die Zweikämpfe und die gebotene

Action einfach Lust auf mehr. Im Verein waren

alle froh, dass man dem Publikum nach der

schneebedingten Absage im letzten Jahr wieder

einen Osterpokal zum Saisonstart bieten

konnte und dass dieser so toll angenommen

wurde. • Foto: Daniel Sievers

Int. Speedwayrennen Osterpokal Güstrow - 20.4.2019

Ergebnisse:

Osterpokal: 1. Timo Lahti, FIN, 14 Punkte; 2. Tobias Busch, D, 13;

3. Rasmus Jensen, DK, 12; 4. Kevin Wölbert, D, 11; 5. Dimitri Bergé,

F, 11; 6. Kacper Gomolski, PL, 9; 7. Kai Huckenbeck, D, 9;

8. Robert Lambert, GB, 7; 9. Alexander Woentin, S, 7; 10. David

Bellego, F, 6; 11. Michael Härtel, D, 5; 12. Mads Hansen, DK, 5;

13. Roman Lachbaum, RUS, 4; 14. Steven Mauer, D, 2; 15. Leon

Arnheim, D, 2; 16. Lukas Baumann, D, 2; 17. Zdenek Holub, CZ, 1.

Kleiner Osterpokal - Junior C: 1. Ben Ernst, 10 Punkte; 2. Lukas

Wegner, 7; 3. Mathias Pollestad, N, 6; 4. Tom Finger, 1.

Junior A: 1. Tyler Haupt, 12 Punkte; 2. Carlos Gennerich, 8; 3. Joel

Schuck, 4.

ADAC-Speedwayrennen Mulmshorn - 27.4.2019

Ergebnisse:

Junior A: 1. Carl Wynant, 14 Punkte; 2. Thies Schweer, 13; 3. Lara

Nitzsche, 8; 4. Lenja Tebbe, 7; 5. Sina Freeks, 3.

Junior B: 1. Marvin Kleinert, 12 Punkte; 2. Ben Iken, 9; 3. Felix

Klütemeyer, 6; 4. Lennard Suhr, 2.

Junior C: 1. Jonny Wynant, 12 Punkte; 2. Nynke Sijbesma, 9;

3. Tom Meyer, 5; 4. Louis Tebbe, 4.

U21: 1. Jeffrey Sijbesma, 12 Punkte; 2. Domenik Otto, 9; 3. Nick

Colin Haltermann, 5; 4. Fabian Heinemann, 4.

ADAC Weser-Ems Cup in Mulmshorn - Junior C:

Jonny Wynant vor Nynke Sijbesma und Tom Meyer

Int. ADMV-Speedwayrennen 16. Autohaus-Cup - 4.5.2019

MEISSEN

Ergebnis:

1. Dänemark, 23 Punkte (Jonas Seifert-Salk 14, Marius

Nielsen 9); 2. Deutschland, 21 (Richard Geyer 9, Ronny

Weis 12);

3. Tschechien, 19 (Filip Hadek 3, Zdenek Holub 16); 4.

Ukraine I, 17 (Marko Levishyn 7, Stanislav Melnychuk 10);

5. Polen, 16 (Nikodem Bartoch 7, Jakub Osyczka 9); 6.

Finnland, 16 (Nicklas Säyriö 4, Henri Ahlbom 12); 7. Ukraine

II, 11 (Nazar Fedorczuk 6, Witalij Lysak 5).

18 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


8. ADMV-Speedwayrennen

12.5.2019

PARCHIM

Ergebnisse:

Bürgermeisterpokal: 1. Seifert-

Salk; 2. Nielsen; 3. Sijbesma,

NL; 4. Jähn.

500 ccm: 1. Jonas Seifert-Salk,

DK, 12 Punkte; 2. Marius Nielsen,

DK, 11; 3. Emil Breum Ankersen,

DK, 10; 4. Kenneth Jürgensen,

DK, 9; 5. Kevin J. Pedersen,

DK, 8; 6. Liam May, AUS, 5;

7. Mirko Wolter, 5; 8. Bastian

Borke, DK, 4; 9. Till Schlimm, 2;

10. Geert Bruinsma, NL, 2; 11. René

Wojtaszyk, 1; 12. Marcel Sebastian,

0; 13. Reimar Schwinkendorf,

0.

U21 NBM: 1. Jeffrey Sijbesma,

NL, 11 Punkte; 2. Birger Jähn, 10;

3. Mattis Möller, 8; 4. Fynn Ole

Schmietendorf, 7; 5. Lukas Wegner,

5; 6. Nick Colin Haltermann,

3; 7. Domenik Otto, 2; 8. Kai

Gehl, 0.

125 ccm: 1. Marvin Kleinert, 11

Punkte; 2. Mascha Schwendt, 9.

85 ccm: 1. Norick Blödorn,

12 Punkte; 2. Hannah Grunwald,

7; 3. Julian Ploog, 6; 4. Noel-Maximilian

Koch, 4; 5. Maylin Jurisch,

0.

KTM 50 ccm: 1. Magnus Rau,

12 Punkte; 2. Thies Schweer,

7+3; 3. Levi Böhme, 7+2; 4. Valentino

Scheibe, 5; 5. Michelle

Rau, 4; 6. Tajo-Nicolas Groh, 1.

PW 50: 1. Fynn Koch, 12 Punkte;

2. Aiden Schomacher, 10; 3. Kylian

Kurt, 6+3; 4. Joel Schuck,

6+2; 5. Benne Kruse, 2; 6. Jonas

Flemming, 0.

Sieger Jonas Seifert-Salk

• Foto: Georg Dobes

Hechtjungen-Pokal - Teterow

Team Schweden

gewinnt

Bei der dritten Auflage des Speedwayrennens

um den Teterower „Hechtjungen-Pokal“ stellten

sich sieben Paare in der Bergring-Arena

dem Veranstalter. Der Hechtjunge mit seinem

Brunnen ist das Wahrzeichen mitten auf dem

Marktplatz der Bergringstadt.

Mit Casper Henriksson und Noel Wahlquist

überzeugten die jungen Schweden in der

250-ccm-Klasse mit exzellentem Paarfahren.

Bei vier von sechs Einsätzen rollten sie fast gemeinsam

über die Ziellinie und ergatterten somit

jeweils 5 Punkte. Insgesamt standen zum

Schluss 27 Zähler auf ihrem Konto, Platz 1 war

sicher!

Um den Silberrang musste ein Stechen entscheiden.

Team Deutschland I mit Ben Ernst und

Lukas Wegner hatte mit 21 Punkten die gleiche

Sieger Schweden mit Casper Henriksson und

Noel Wahlqvist (Mitte); 2. Deutschland/Polen mit

Erik Bachhuber und Pawel Tresniewski (links);

3. Deutschland I mit Ben Ernst und Lukas Wegner

Ausbeute wie das gemischte Duo Deutschland/

Polen mit den Fahrern Erik Bachhuber und Pawel

Tresniewski. Bachhuber erwischte den besseren

Start, Weltmeister Ernst musste sich geschlagen

geben.

Knapp am Siegerpodest vorbei schrammten die

Dänen. Patrik Skaarup und sein Partner Rasmus

Pedersen erkämpften mit 20 Punkten den

4. Rang.

Bei idealem Rennwetter erlebten die angereisten

200 Zuschauer einen gut organisierten

Rennnachmittag.

• Text u. Foto: Peter Stanislawski

ADAC-Speedwayrennen - Teterower Hechtjungenpokal

27.4.2019

Ergebnis:

1. Schweden, 27 Punkte (Casper Henriksson 13, Noel Wahlqvist

14); 2. Deutschland/Polen, 21+3 (Erik Bachhuber 15+3, Pawel

Tresniewski 6); 3. Deutschland I, 21+2 (Ben Ernst 15+2, Lukas

Wegner 6); 4. Dänemark, 20 (Patrik Skaarup 7, Rasmus Pedersen

13); 5. Norwegen/Dänemark, 16 (Mathias Pollestad 10,

Noah Moos 6); 6. Estland/Lettland, 12 (Markus Maximus Lill 3,

Francis Gusts 9); 7. Deutschland II, 8 (Jelto Schäfer 0, Tom Finger

8).

Oskar Fajfer ist Master of Speedway;

hier vor Max Dilger, Tero Aarnio

und Norbert Kosciuch

• Foto: Daniel Sievers

Int. ADAC-Flutlichtrennen - Master of Speedway - 4.5.2019

MOORWINKELSDAMM

Ergebnis: 1. Oskar Fajfer, PL, 5 Punkte; 2. Zbiegniew Suchecki, PL, 4; 3. Lukas

Fienhage, 4; 4. Max Dilger, 4; 5. Norbert Kosciuch, PL, 3; 6. Andrej

Kudrjaschow, RUS, 3; 7. Roman Lachbaum, RUS, 3; 8. Adrian Gala, PL, 3;

9. Mathias Thörnblom, S, 2; 10. Andreas Lyager, D, 2; 11. Mads Hansen, DK,

2; 12. Tero Aarnio, FIN, 1.

Junior A - 50 ccm: 1. Carl Wynant, 13 Punkte; 2. Magnus Rau, 13; 3. Thies

Schweer, 10; 4. Valentino Scheibe, 7; 5. Michelle Rau, 6; 6. Levi Böhme, 5;

7. Mike Jarczewski, 4; 8. Tajo-Nicolas Groh, 2; 9. Marco Jarczewski, 0.

Junior B- 125 ccm: 1. Ben Iken, 19 Punkte; 2. Mika-Fynn Janßen, 11; 3. Manuel

Rau, 10; 4. Heidi Stolzenberg, 10; 5. Lennard-Johann Suhr, 0.

Junior C - 250 ccm: 1. Tom Finger, 14 Punkte; 2. Jonny Wynant, 11; 3. Ann-Kathrin

Gerdes, 9; 4. Sem Ensing, 9; 5. Nynke Sijbesma, 6; 6. Tom Meyer, 3;

7. Jelto Schäfer, 1; 8. Kevin Lück, 1.

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


SANDBAHN Dingolfing

Michael Härtel

gegen Lukas

Fienhage,

Julian Cayre,

Kenneth Kruse

Hansen (v.re.)

und Andrew

Appleton

(dahinter)

Gut 1300 Zuschauer sahen am 1. Mai im Isar-Wald-Stadion

in Dingolfing einen bestens aufgelegten Michael Härtel, der sich

nicht „nur“ zum Sieger seines Heimrennens machte, sondern auch

den Silbernen Schwammerling in perfekter Manier holte. Wie der Lokalmatador zeigten auch Markus Venus/Markus Heiß in der Seitenwagenklasse,

wer die Nummer 1 ist. Dennis Helfer vervollständigte das „Maximum-Trio der Klassen“ und gewann bei den B-Solisten.

Michael Härtel (Mitte) siegt vor Jesse Mustonen (links) und Lukas Fienhage(rechts) • B-Solo: Dennis Helfer (31) vor Finn Loheider (4), Julian Bielmeier (33) und Sebastian Trapp (34)

I-Seitenwagen: Markus Venus/Markus Heiß vor Raphael San Millan/Benedikt Zapf • Top-3 (v.l.) Tim Scheunemann, Markus Brandhofer, Markus Heiß, Markus Venus, Mitch Godden und Paul Smith

20 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Nicht nur Michael Härtel, auch seine Mutter Linda hatte am Ende allen Grund

zu strahlen: „1335 Zahlende – wir sind zufrieden. Auch, weil es nicht regnete.“

Dass Michael Härtel zum zweiten Mal den Silbernen Schwammerling mit nach

Hause nehmen konnte, war sicherlich das i-Tüpfelchen der Veranstaltung, die

bekanntlich Michael und Linda Härtel und Georg Bauer seit sieben Jahren

hauptverantwortlich organisieren. Aber auch sonst durfte sich die Familie Härtel-Bauer

durchaus auf die Schulter klopfen – für eine gut über die Bühne gebrachte

Veranstaltung.

Doch der Reihe nach: Dass „Hausherr“ Michael Härtel motiviert war bis zu den

Haarspitzen, war von Anfang an zu erkennen. Egal von welcher Startposition

aus: Härtel kämpfte sich durch, übernahm spätestens ausgangs der Startkurve

die Spitzenposition und baute diese kontinuierlich aus. Am „Tag der Arbeit“

führte in Dingolfing einfach kein Weg am „Arbeiter“ Michael Härtel vorbei.

Gut, auch Jesse Mustonen legte mit zwei Laufsiegen los. Doch dann, in seinem

dritten Vorlauf traf er eben genau auf diesen gut aufgelegten Michael Härtel

– und musste erkennen, dass das höchste der Gefühle gegen ihn ein

2. Platz ist. Diese Erfahrung machte Mustonen auch im zweiten Aufeinandertreffen.

Später im Finale fiel Mustonen – schon weit hinten eingereiht – dann

sogar ganz aus. Das Pech des einen war gleichzeitig das Glück des anderen.

Lukas Fienhage lag zu diesem Zeitpunkt punktetechnisch hinter Mustonen. Zu

„verdanken“ hatte er dies nicht zuletzt einem alles anderen als optimalen

Start im zweiten Vorlauf, in dem er über Rang 5 nicht mehr hinauskam. Im Endlauf

aber reihte er sich direkt hinter Härtel ein. Vier erzielte Punkte genügten

Fienhage, um Mustonen in der Gesamtwertung noch zu überholen und Gesamtzweiter

zu werden.

In der Seitenwagenklasse führte kein Weg an der deutschen Nummer 1 vorbei.

Schon im ersten Vorlauf setzten Markus Venus/Markus Heiß ihre Duftmarke.

Dahinter reihten sich erst einmal Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger

ein. In der Zielkurve der zweiten Runde stellten Kreuzmayr/Grammelsberger

ihr Gespann quer. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann konnten gerade

noch ausweichen und Schlimmeres vermeiden. Während Brandhofer/Scheunemann

auch im zweiten Vorlauf mit jenem Rang hinter Venus/Heiß vorliebnehmen

mussten, schraubten parallel Mitch Godden/Paul Smith an ihrem zunächst

maximalen Punktestand – bis auch sie auf Venus/Heiß stießen. Venus/

Heiß zogen im direkten Aufeinandertreffen außen herum ihre Bahn und hielten

die Briten auf Distanz. Dieselbe Szenerie wiederholte sich nochmals im

Endlauf, den Brandhofer/Scheunemann als Letzte beendeten. Für Gesamtrang

3 reichte es dennoch – noch vor Raphael San Millan/Benedikt Zapf.

Bei den B-Solisten hatte Dennis Helfer relativ leichtes Spiel. Julian Bielmeier

blieb in zwei Vorläufen und auch im Endlauf hinter ihm. Zum Gesamtdritten,

Manfred Knappe, trennten Helfer nach vier Läufen gleich 7 Punkte.

Auf dem Siegerpodest zog Michael Härtel Bilanz: „Als Sieger fühlt man sich immer

gut. Mit Maximum zu gewinnen, ist das Beste, was geht.“ Dass es nach einem

Infekt „am Anfang nicht so gut lief“, dürfte eher eine recht individuelle

Einschätzung gewesen sein. Zu sehen war dieser Umstand angesichts deutlich

herausgefahrener Vorsprünge jedenfalls nicht.

• Text: Susi Weber; Siegerehrungsfotos: Susi Weber; Action-Fotos: Niklas Breu

Int. ADAC-Sandbahnrennen Dingolfing - 1.5.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Michael Härtel, 25 Punkte; 2. Lukas Fienhage, 19; 3. Jesse Mustonen, FIN, 18; 4. Andrew Appleton,

GB, 16; 5. Julian Cayre, F, 12; 6. Kenneth Kruse Hansen, DK, 11; 7. Martin Malek, CZ, 9; 8. Richard

Hall, GB, 8; 9. Mika Meijer, NL, 6; 10. David Pfeffer, 6; 11. Marcel Dachs, 4; 12. Charley Powell, GB, 1.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 12 Punkte; 2. Mitchel Godden/Paul Smith, GB, 10;

3. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, 7; 4. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 6; 5. Shaun Harvey/

Danny Hogg, GB, 4; 6. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 2; 7. Sebastian Kehrer/Patrik Lepnik, 1; 8. Andreas

Horn/Christian Schädler, 0; 9. Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger, 0.

B-Solo: 1. Dennis Helfer, 20 Punkte; 2. Julian Bielmeier, 16; 3. Manfred Knappe, 13; 4. Finn Loheider, 12;

5. Wolfgang Barth, 6; 6. Sebastian Trapp, 4; 7. Mario Niedermeier, 2; 8. Robert Grichtmaier, 2; 9. Frank

Ernst, 0.

Jörg Tebbe

siegte in

Lübbenau

• Foto:

Vincent

Paarmann

72. ADMV-Sandbahnrennen - 1.5.2019

LÜBBENAU

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Jörg Tebbe, 23 Punkte; 2. Paul Cooper,

GB, 22; 3. Henri Ahlbom, FIN, 19; 4. Jarno de Vries,

NL, 16; 5. Sascha Stumpe, 14; 6. Christian Hülshorst,

13; 7. Jacob Bukhave, DK, 12; 8. Jens Benneker,

11; 9. Marcel Sebastian, 10; 10. Stefan Repschläger,

8; 11. Andy ter Schuur, NL, 7; 12. John

Hartley, GB, 7; 13. Arne Andersen, DK, 5; 14. Michal

Dudek, CZ, 5; 15. Dirk Oellrich, 3; 16. Ulrich

Büschke, 0; 17. Ronny Stüdemann, 0.

Halbfinale 1: 1. Ahlbom; 2. Hülshorst; 3. Tebbe;

4. Bukhave; 5. Sebastian; 6. Hartley.

Halbfinale 2: 1. De Vries; 2. Cooper; 3. Stumpe;

4. Benneker; 5. Repschläger; 6. ter Schuur.

Finale um den Goldhelm des ADMV: 1. Tebbe;

2. Cooper; 3. Ahlbom; 4. de Vries; 5. Hülshorst.

B-Masters Gespanne: 1. Mike Kolb/Nadin Pierick,

14 Punkte; 2. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg,

NL, 14; 3. Nicole Standke/Kim Kempa, 12; 4. David

Kolb/Ralf Bittner, 10; 5. Roman Löffler/Markus

Tork, 7; 6. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann, 6;

7. Erik van Dijk jun./Erik van Dijk sen., NL, 5; 8. Valentin

Martens/Sandra Jaemers, B, 5; 9. Jens Lorei/Dennis

Rupp, 2; 10. André Schönig/Linda

Frohbös, 2; 11. Sebastian Rösler/Ralf Droenner, 0.

RENNSPORT-

WOCHENENDE

MELSUNGEN

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Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


TOP-TRIO

BAHNEN,

CLUBS &

NAMEN

Heute: Brigitte, Karin und André Haltermann vom MSC Mulmshorn

Die Veranstaltung von Bahnsportrennen

ist in Deutsch-

land oft mit bestimmten

Namen, Personen und manchmal

Familien verbunden. Da

steht beispielsweise der

Name Hukelmann für den

MSC Werlte, Prante für den

DMSC Bielefeld, Pickenhahn

für den MSC Melsungen,

Timme und Koopmann für den

MSC Cloppenburg, Raesfeld

für den AMSC Lüdinghausen,

Kroner für den MSC Dohren

oder auch Haltermann für

den MSC Mulmshorn.

BSA stellt einige von ihnen

in lockerer Reihenfolge vor.

Der MSC Mulmshorn wurde 1974 von Helmut

Dunekacke, Johann Westermann und Willy Haltermann

gegründet. Alle drei sind mittlerweile

verstorben. Ein Jahr später, am 31. August

1975, fand das erste Sandbahnrennen auf dem

Wümmering statt. Die Bahn ist ein Natursandoval

mit einer Länge von ehemals 804 Metern.

Im Jahr 2011 wurden erweiterte Auslaufzonen

geschaffen, um die Sicherheit der Aktiven weiter

zu verbessern. Dabei reduzierte sich die

Bahnlänge auf nunmehr 750 Meter. Der Wümmering

gilt unter den Fahrern als sehr anspruchsvoll.

BSA: Wie seid ihr zum Bahnsport gekommen?

Brigitte Haltermann: Durch meinen verstorbenen

Ehemann Willy. Wir haben früher mal das

ein oder andere Rennen besucht und im Jahr

1971 dann in Vechta Helmut Dunekacke kennengelernt.

Ab da sind wir dann regelmäßig

zum Rennen gefahren.

Karin Haltermann: Ich bin durch frühere Nachbarn

zu diesem Sport gekommen. Mein erster

Rennbesuch war 1994 in Celle.

André Haltermann: Ich kam durch meine Eltern

zum Bahnsport.

War jemand von euch selbst mal aktiver Fahrer

bzw. Fahrerin?

André: Ich habe im Alter von 14 Jahren in der

damaligen J-Lizenz angefangen. Aktiv war ich

bis zu meinem Sturz im Jahr 1997, danach bin

ich einige Jahre als Mechaniker von Andreas

Völcker und später dann mit Kelvin Tatum in

ganz Europa unterwegs gewesen.

Brigitte: Nein, ich war immer als helfende

Hand mit dabei.

Karin: Nein, ich habe früher bei meinem jetzigen

Ehemann André mitgeholfen und bin heute

als Rennsekretärin und Mädchen für alles

beim MSC Mulmshorn tätig. Natürlich bin ich

auch bei unserem Sohn Nick dabei und unterstütze

ihn bei seiner sportlichen Laufbahn.

Habt ihr einen Motorrad-Führerschein?

Karin: Nein, ich habe keinen Motorradführerschein,

denn ich hatte nie den Mut dazu.

André: Ja.

Brigitte: Nein.

Was fasziniert euch so am Langbahnsport?

André: Ich mag es, wenn ein ausgeglichenes

Fahrerfeld am Start ist und man zu Beginn

nicht sagen kann, wer am Ende des Rennens

ganz oben auf dem Podest steht.

Brigitte: Die hohen Geschwindigkeiten faszinieren

mich und es ist alles auch auf 1000-Meter-Bahnen

gut zu sehen. Auch mag ich die familiäre

Atmosphäre sowie die Seitenwagen,

die dort fahren.

Karin: Zu meinen Favoriten gehören eher der

Speedwaysport und die Juniorenrennen. In der

Juniorenklasse sind wir alle eine große Familie,

die viel erlebt und sich auch privat austauscht.

Sogar Urlaub außerhalb des Renngeschehens

wird da gemacht.

Eine kleine Speedwaybahn habt ihr neuerdings

auch in Mulmshorn. Warum habt ihr das

gemacht und hat sich der Aufwand hierfür bisher

gelohnt?

Karin: Ja, auf jeden Fall war das der Mühe wert.

André: Der Aufwand hat sich gelohnt, da wir so

Jugendtrainings und Juniorenrennen durchführen

können. Natürlich müssen wir an die Zukunft

denken, denn ohne Nachwuchsfahrerinnen

und -fahrer stirbt der Bahnsport irgendwann

aus.

Karin und André, euer Sohn Nick Colin fährt

dort auch mit. Was bedeutet das für euch?

Karin: Eigentlich habe ich immer gedacht, dass

er nie fahren würde. Aber irgendwann ließ sich

das nicht mehr vermeiden. Heute bin ich sehr

stolz auf ihn.

André: Für mich bedeutet das Nervosität und

Stolz zugleich, aber in erster Linie habe ich

Spaß daran. Aber ohne die Unterstützung

durch die Familie Roeschke wäre das Ganze

nicht möglich. Ein großes Dankeschön dafür.

Welche Fahrer oder Fahrerinnen haben euch in

den vergangenen Jahrzehnten am meisten beeindruckt

und warum?

André: Georg Hack, Dennis Sigalos, der unvergessene

Simon Wigg und Kelvin Tatum. Das

waren Vorbilder für mich, denn sie waren perfekt

vorbereitet und haben sich sportlich fair in

jeder Hinsicht verhalten.

Brigitte: Tommy Kunert war einer meiner Lieblingsfahrer

und natürlich Egon Müller und Ivan

Mauger.

Karin: Simon Wigg - der Sonnyboy, Kelvin Tatum

- der Gentlemen, die Aussies Shane Parker

und Craig Watson, mit denen wir immer viel

Spaß hatten, und nicht zu vergessen, die Zeit

mit Nynke de Jong und Anne Bies.

Warum? Könnt ihr euch noch an spezielle Geschichten

mit ihnen erinnern, Sprüche, Gags

oder etwas über ihre Fahrweise sagen?

Karin: Speziell gibt es einiges zu sagen, aber

einiges wird auch immer ein Geheimnis bleiben.

Die Touren im Langbahn-GP waren immer

ein Erlebnis und die Zeit mit Kelvin Tatum und

seiner Familie werde ich immer in guter Erinnerung

behalten. Auch, dass wir früher jede Woche

zu Hans Zierk gefahren sind, um Motoren

hinzubringen und wieder neue abzuholen. Da

habe ich immer tolle Gespräche mit Hannchen

geführt. Mein Top-Erlebnis war aber der

Speedway-GP in Cardiff, das war Gänsehaut

pur.

André: Für mich unvergessen ist die spontane

Geburtstagsparty von Hans Zierk bei uns im

Fahrerlager in Mulmshorn. Auf die Schnelle

wurde Essen besorgt, Tische und Bänke organisiert

und schon konnte die Party losgehen.

Am Ende war im Fahrerlager mehr los als im

Festzelt.

Wie seht ihr die Zukunft des Bahnsports im

Allgemeinen und des Langbahnsports im Speziellen?

André: Meiner Meinung nach sollte man nicht

immer nur auf den Veranstaltern herumha-

22 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Zach Wajtknecht (16) führt vor (v.l.) Mitch Godden (5), Jannick de Jong (2) und Dirk

Fabriek (12) beim Grasbahn-EM Semifinale 2016 auf dem Wümmering in Mulmshorn

cken, sondern die Fahrer sollten sich über die

Zukunft des Langbahnsports Gedanken machen.

Eine der besten Veranstaltungen ist für

mich Morizes, da sind alle motiviert, ob Fahrer

oder Verantwortliche.

Brigitte: Wenn nicht mehr in der Presse oder im

Fernsehen über unseren Sport berichtet wird,

geht die Bekanntheit des Bahnsports irgendwann

gegen null. Das gilt für die Veranstalter

wie für die Fahrer.

Karin: Es ist an der Zeit umzudenken. Die großen

Sponsoren gibt es in unserem Sport nicht

mehr und die Kosten einer Veranstaltung stehen

nicht mehr im Verhältnis zu den Zuschauerzahlen.

Über kurz oder lang ist der Sport in

dieser Größenordnung nicht mehr zu tragen.

Wieviel Zeit kostet euch die Arbeit für den

MSC Mulmshorn im Verlaufe des Jahres und

am Rennwochenende?

Karin: Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung.

Also kann man die Wochen an einer

Hand abzählen, wo es mal nicht um den

MSC Mulmshorn geht. Ohne die Hilfe von einigen

Wenigen wäre dies gar nicht machbar.

Was erwartet ihr für die Zukunft für den

MSC Mulmshorn?

Karin: Wir erwarten einfach mehr Unterstützung

und keine leeren Versprechungen, denn

für uns alleine ist die Mammutaufgabe nicht

mehr zu bewältigen.

André: Dass wir alle noch viele Jahre guten

Bahnsport auf dem Wümmering und der

Speedwaybahn sehen werden.

Brigitte: Wir möchten noch mehr für die Junioren

machen, denn ohne sie wird es irgendwann

keine großen Fahrer mehr geben. Gönner können

wir natürlich für eine lange Zukunft noch

gebrauchen.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

Championship Shield: Edinburghs Luke Ruddick (7)

und William Lawson (6) vor Berwicks Coty Garcia

Britisches U21-Finale - Berwick

Lambert nicht

zu stoppen

King’s Lynns Robert Lambert war

nicht zu stoppen. Die Vorläufe

schloss er mit einem starken Maximum

ab. Zach Wajtknecht nahm

ihm im alles entscheidenden Finale

zwar den Start ab, wurde aber

bereits Ende der ersten Runde von

Lambert überholt. Für „Lambo“

war es der dritte U21-Titel in Folge!

Ergebnis - Vorläufe: 1. Robert Lambert,

15 Punkte; 2. Tom Brennan, 12; 3. Dan Bewley,

12; 4. Jack Thomas, 12; 5. Zach Wajtknecht, 11;

6. Drew Kemp, 11; 7. Nathan Greaves, 10; 8. Kyle

Bickley, 8; 9. Jack Smith, 7; 10. Leon Flint, 7;

11. Ryan Kinsley, 5; 12. Jordan Palin, 3; 13. Anders

Rowe, 3; 14. Jason Edwards, 2; 15. Luke

Harris, 1; 16. Harry McGurk, 1 • Halbfinale:

1. Wajtknecht; 2. Thomas; 3. Kemp; 4. Bewley

• Finale: 1. Lambert; 2. Wajtknecht; 3. Thomas;

4. Brennan.

U21-Meisterschaft - Semifinale - Isle Of Wight

- Vorläufe: 1. Ryan Kinsley, 12 Punkte; 2. Anders

Rowe, 11; 3. Nathan Ablitt, 8; 4. Luke Ruddick,

8; 5. Jordan Palin, 7; 6. Jordan Jenkins, 7;

7. Alex Spooner, 5; 8. Jamie Bursill, 5; 9. Chad

Wirtzfeld, 4; 10. Ben Woodhull, 3; 11. Connor

King, 1; 12. Joe Alcock, 0; 13. James Laker

(Res.), 0 • 1. Halbfinale 1: 1. Kinsley; 2. Spooner;

3. Ablitt; 4. Jenkins • Halbfinale 2: 1. Rowe;

2. Palin; 3. Ruddick; 4. Bursill • Finale:

1. Kinsley; 2. Palin; 3. Rowe; 4. Spooner.

Semifinale Somerset - Vorläufe: 1. Henry Atkins,

12 Punkte; 2. Luke Harris, 10; 3. Jason Edwards,

9; 4. Harry McGurk, 6; 5. Charlie

Brooks, 6; 6. Macauley Leek, 5; 7. Jamie Halder,

5; 8. Sheldon Davies, 5; 9. Saul Bulley

(Res.), 4; 10. Kean Dicken, 3; 11. William

O’Keefe, 3; 12. Elliot Kelly, 3; 13. Lewis Whitmore,

0 • Halbfinale 1: 1. Atkins; 2. McGurk;

3. Halder; 4. Leek (A) • Halbfinale 2: 1. Harris;

2. Edwards; 3. Brooks; 4. Davies • Finale:

1. Edwards; 2. Harris; 3. McGurk; 4. Atkins (A).

British Final

Vorschau

Für das am 29. Juli in Manchester

stattfindende britische Finale sind

folgende Fahrer bereits gesetzt:

Rory Schlein, Chris Harris, Dan

Bewley, Craig Cook, Richard Lawson,

Edward Kennett, Scott Nicholls,

Adam Ellis, Daniel King und

Titelverteidiger Robert Lambert.

Weitere sechs Fahrer können sich

ENGLAND

im Halbfinale am 31. Mai in Redcar

qualifizieren. Fahreraufstellung in

Redcar: Paul Starke, Jason Garrity,

Stefan Nielsen, Kyle Howarth,

Steve Worrall, Josh Auty, Kyle

Newman, Richie Worrall, Charles

Wright, Ben Barker, Ashley Morris,

Ben Morley, Zach Wajtknecht, Tom

Bacon, Josh Bates und Lewis Kerr.

Premiership

Starke Wölfe

Noch nicht aussagekräftig ist die

Tabelle der SGB Premiership. Wolverhampton

gewann seine ersten

beiden Matches zu Hause und ist

bislang das einzige ungeschlagene

Team dieser Liga.

Ergebnisse: Peterborough - Poole 46:44

Punkte; Wolverhampton - Swindon 46:44;

Ipswich - Belle Vue 52:38; Peterborough -

King’s Lynn (Erik Riss 1-2-1-0=4) 45:45; Belle

Vue - Peterborough 51:39; Wolverhampton -

Ipswich 50:40; Poole - Belle Vue 55:35; Belle

Vue - Poole 45:45; Ipswich - King’s Lynn (Erik

Riss 2-3-3-3-3=14) 48:42; Swindon - Peterborough

46:44.

Premiership Supporters’ Cup

Gegner gesucht

Einzig Belle Vue konnte sich bislang

für das Grand Final qualifizieren.

In der Südgruppe hält die

Spannung weiter an. Nur der Sieger

zieht ins Finale ein.

Ergebnisse: King’s Lynn (Erik Riss 2-0-2-3=7)

- Ipswich 52:38 Punkte; Swindon - Poole

45:45; Poole - Swindon 37:53; Belle Vue - Wolverhampton

54:36; Swindon - Ipswich 51:39;

Wolverhampton - Belle Vue 52:38; Ipswich -

Swindon 48:42; King’s Lynn (Erik Riss

1-1-1-3-2=8) - Swindon 47:43; Poole - Ipswich

46:44.

Premiership

Averages

Erwartungsgemäß führt Exweltmeister

Jason Doyle mit 10,27 die

Average-Tabelle vor Kenneth Bjerre

(9,76) an. Bemerkenswert aus

deutscher Sicht ist die sehr gute

Performance von Erik Riss, der mit

8,73 Punkten zurzeit viertbester

Fahrer der SGB Premiership ist.

Championship

Lions deutlich

in Führung

Auch in der SGB Championship ist die

Tabelle noch nicht aussagekräftig, da

erst fünf Teams Rennen absolviert haben.

Leicester ist enorm in Form und

gewann alle drei Auftaktmatches. Birminghams

Management handelte

nach sieben Niederlagen (in allen

Wettbewerben) und entließ Tobias

Thomsen und Kyle Newman. Die beiden

werden durch Adam Ellis und Nathan

Stoneman (als Reserve) ersetzt.

Ergebnisse: Leicester - Newcastle 53:37 Punkte;

Leicester - Eastbourne 53:37; Eastbourne - Leicester

44:45; Sheffield - Birmingham 55:35.

Championship Shield

Semis in Sicht

Die drei Gruppenbesten und der beste

Zweitplatzierte aus allen Gruppen werden

die Halbfinals bestreiten. Die Berwick

Bandits haben auf jeden Fall die

Semis erreicht – ob als Gruppengewinner

oder aber auch als Gruppenzweiter.

Ergebnisse: Birmingham - Somerset (Valentin Grobauer

0-0-1-2=3) 44:46; Edinburgh - Newcastle

51:39; Redcar - Leicester 41:49; Scunthorpe - Sheffield

50:40; Leicester - Sheffield 47:41; Newcastle -

Edinburgh 50:40; Sheffield - Leicester 43:47; Somerset

(Valentin Grobauer 3-2-2-1=8) - Eastbourne

52:38; Scunthorpe - Redcar 49:41; Glasgow - Edinburgh

53:37; Birmingham - Eastbourne 37:53; Edinburgh

- Berwick 45:44; Glasgow - Newcastle 51:39;

Redcar - Scunthorpe 52:38; Berwick - Edinburgh

54:36; Newcastle - Glasgow 44:46.

CHAMPIONSHIP SHIELD

Pl./Club

R S U N Ges.

Grenzgruppe

1. Berwick 6 4 0 2 14

2. Glasgow 5 4 0 1 12

3. Edinburgh 5 2 0 3 6

4. Newcastle 6 1 0 5 3

Nordgruppe

1. Leicester 6 5 0 1 17

2. Scunthorpe 6 3 0 3 9

3. Sheffield 6 2 0 4 7

4. Redcar 6 3 0 3 6

Südgruppe

Eastbourne 4 3 0 1 10

Somerset 4 3 0 1 9

Birmingham 4 0 0 4 0

Championship Knockout Cup

Keine

Überraschungen

Ergebnisse: Scunthorpe - Edinburgh 49:41 Punkte;

Edinburgh - Scunthorpe 67:23. Edinburgh gewinnt

108:72.

Eastbourne - Birmingham 57:32 Punkte; Redcar -

Somerset (Valentin Grobauer 0-0-0-1=1) 53:36;

Sheffield - Glasgow 45:45.

Championship

Averages

Derzeit klar bester Fahrer der SGB

Championship ist Glasgows Craig

Cook mit 11,54 Punkten. Auch Valentin

Grobauer konnte überzeugen. Der

deutsche Somerset-Neuling fuhr gute

5,14 Punkte aus bislang vier Matches.

Weitere Rennen

CRAIG COOK TESTIMONIAL - GLASGOW: 1. Glasgow,

31 Punkte (mit Gastgeber Craig Cook, 12); 2. Belle

Vue, 26; 3. Edinburgh, 26; 4. Workington, 13.

TOP GUN - SHEFFIELD - 1. Halbfinale: 1. Zaine Kennedy;

2. Drew Kemp; 3. Josh MacDonald; 4. Danyon

Hume • 2. Halbfinale: 1. Jordan Stewart; 2. Jedd List;

3. Leon Flint; 4. Ryan Kinsley • Finale: 1. Stewart;

2. List; 3. Kennedy; 4. Kemp.

National League

Erst fünf der acht Teams sind in die

Meisterschaft eingestiegen. Belle Vue,

Cradley und Kent konnten erste Siege

verbuchen. Stoke muss bereits zwei

Niederlagen verdauen. • Texte: Andreas

Fahldiek; Foto: Ron MacNeill

Ergebnisse: Belle Vue - Stoke 63:27 Punkte; Cradley

- Mildenhall 46:44; Stoke - Kent 42:44.

National Trophy

Ergebnisse: Plymouth - Kent 46:44 Punkte; Isle of

Wight - Mildenhall 49:40; Mildenhall - Isle Of Wight

51:39; Isle of Wight - Plymouth 42:48; Mildenhall -

Plymouth 61:29.

National League

Knockout Cup

Ergebnisse: Isle of Wight - Cradley 41:49 Punkte;

Leicester - Mildenhall 55:34.

PREMIERSHIP SUPPORTERS CUP

Pl./Club

R S U N Ges.

Gruppe Nord

1. Belle Vue 4 3 0 1 9

2. Wolverhampton 3 1 0 2 4

3. Peterborough 3 1 0 2 3

Gruppe Süd

1. Swindon 5 2 1 2 10

2. Ipswich 5 2 0 3 7

3. King’s Lynn 3 2 0 1 6

4. Poole 3 1 1 1 5

NATIONAL TROPHY

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Mildenhall 3 2 0 1 6

2. Plymouth 3 2 0 1 6

3. Isle Of Wight 3 1 0 2 3

4. Kent 1 0 0 1 1

24 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


TSCHECHIEN

Einzelmeisterschaft - 1. Lauf - Prag - 16.4.2019

Maximum für Milik

Am 16. April fand in Prag die erste Runde der Einzelmeisterschaft statt.

Vaclav Milik, der zuletzt 2016 die Goldmedaille geholt hatte, erzielte im

Marketa-Stadion ein lupenreines Punktemaximum und übernahm die Gesamtführung.

Überraschend wurde Zdenek Holub Zweiter. Auch mit einem

Podestrang von Jan Kvech hatte wohl keiner vor dem Rennen gerechnet.

Der 17-Jährige schloss das Rennen als Dritter ab, gefolgt von Ondrej

Smetana. Josef Franc erkämpfte in der Hauptstadt nur 9 Punkte und es

wird schwierig für ihn, den Titel zu verteidigen. Der 40-Jährige wurde unter

anderem in einem Lauf wegen Zeitüberschreitung disqualifiziert. Auch

Eduard Krcmar hatte in der ersten Runde viele Punkte liegen lassen. Der

Fahrer von AK Slany stürzte im Auftaktlauf und kam, wie Franc, auf insgesamt

9 Zähler. Die zweite Runde des Championats wird am 11. September

in Pilsen durchgeführt.

Ergebnis: 1. Vaclav Milik, 15 Punkte; 2. Zdenek Holub, 13; 3. Jan Kvech, 11; 4. Ondrej Smetana, 10;

5. Josef Franc, 9; 6. Eduard Krcmar, 9; 7. Martin Malek, 9; 8. Zdenek Simota, 9; 9. Hynek Stichauer,

8; 10. Petr Chlupac, 7; 11. Michal Skurla, 7; 12. Matej Kus, 3; 13. Jaroslav Petrak, 3; 14. Filip Hajek,

3; 15. Patrik Mikel, 2; 16. Martin Gavenda, 2.

Juniorenmeisterschaft

Kvech führt

Jan Kvech führt in der Zwischenwertung der Juniorenmeisterschaft. Der

17-jährige Prager musste sich in der ersten Runde des Wettbewerbs in Pilsen

zwar Petr Chlupac beugen, holte aber in der Hauptstadt, wo das zweite

Rennen stattfand, Punktemaximum. Chlupac stürzte in Prag in seinem

ersten Heat, wurde disqualifiziert und schloss letztendlich das Rennen

mit 11 Zählern als Fünfter ab. Vor dem alles entscheidenden Turnier in Divisov,

das am 28. September über die Bühne gehen wird, hat der 16-Jährige

3 Punkte Rückstand auf Kvech.

Ergebnisse - Pilsen - 5.5.: 1. Petr Chlupac, 15 Punkte; 2. Jan Kvech, 14; 3. Patrik Mikel, 12; 4. Jakub

Valkovic, SK, 11; 5. Daniel Klima, 11; 6. Jan Mihalik, SK, 11; 7. Michal Danko, SK, 8; 8. Daniel Silhan,

8; 9. Jarno de Vries, NL, 7; 10. Pavel Cermak, 5.

Prag - 14.5.: 1. Kvech, 15 Punkte; 2. David Pacalaj, SK, 14; 3. Klima, 12+3; 4. Mikel, 12+2; 5. Chlupac,

11; 6. Silhan, 9; 7. Valkovic, 8; 8. Mihalik, 7; 9. Jan Macek, 7; 10. de Vries, 5.

Landespokal

Ergebnisse - Slany - 20.4.: 1. Zdenek Simota, 15 Punkte; 2. Hynek Stichauer, 13+3; 3. Jan Kvech,

13+2; 4. Petr Chlupac, 12; 5. Martin Gavenda, 10; 6. Daniel Klima, 9; 7. Jaroslav Petrak, 9; 8. Michal

Skurla, 9.

Brezolupy - 27.4.: 1. Gavenda, 14 Punkte; 2. Chlupac, 13; 3. Simota, 12+3; 4. Martin Malek, 12+2;

5. Ondrej Smetana, 11; 6. Patrik Mikel, 10; 7. J. Kvech, 9; 8. Skurla, 7.

Extraliga

Am 23. April startete in Prag die Extraliga und der Auftakt brachte sensationelle

Ergebnisse. Das Interteam Zarnovica trat mit Martin Vaculik an

und wurde mit 38 Zählern völlig unerwartet Sieger des Vierkampfes. Das

slowakische Speedway-Ass erzielte ein makelloses Punktemaximum,

aber nicht weniger wichtig war die Performance von Adrian Gala. Der Pole

erzielte nämlich 14 Zähler. Auch Zdenek Holub und David Pacalaj trugen

zu dem Triumph bei. Ebenfalls überraschend sicherte sich die Mannschaft

aus Slany den 2. Rang. Ausschlaggebend für den Erfolg waren die starken

Leistungen ihrer „drei Musketiere“ Eduard Krcmar, Zdenek Simota und Jakub

Jamrog. Pardubice hatte nur zwei Fahrer, die ordentlich punkteten,

und das reichte nur für Platz 3, während die Hauptstädter sich mit dem

4. Rang begnügen mussten.

In Koprivnice kehrte die „Normalität“ in die Extraliga zurück. Im Osten des

Landes triumphierte das Team aus Pardubice. Grzegorz Walasek und Vaclav

Milik fanden dort keinen Bezwinger. Die Mannschaft aus Prag hatte am

Ende nur 2 Punkte weniger und belegte den 2. Platz. Eine starke Leistung

brachte wieder Josef Franc, aber diesmal konnten seine Teamkameraden

ihn tatkräftig unterstützen. Die Mannschaft aus Zarnovica ging ohne Vaculik

ins Rennen und wurde hinter AK Slany Letzte. Bester Mann der Slowaken

war Michael Härtel. Der Deutsche gewann als Joker einen Lauf und

kam auf 11 Punkte.

Das Rennen in Pardubice, das am 15. Mai stattfinden sollte, wurde wegen

Regen abgesagt.

Ergebnisse - Prag - 23.4.: 1. Interteam Zarnovica, 38 Punkte (Vaculik 15, Gala 14, Z.Holub 6); 2. AK

3ton Slany, 31 (Jamrog 10, Simota 9, Krcmar 8); 3. Zlata Prilba Pardubice, 28 (Milik 13, P.Dudek 11);

4. Marketa Prag, 26 (Franc 10, Chlupac 6).

Koprivnice - 8.5.: 1. Pardubice, 39 Punkte (Walasek 15, Milik 15); 2. Marketa Prag, 37 (Franc 13,

Smetana 9, Chlupac 8, J.Kvech 6); 3. Slany, 30 (Krcmar 10, M.Nowak 9, Valkovic 6); 4. Zarnovica,

20 (Härtel 11, Z.Holub 7).

1. Liga

Obwohl es in der 1. Liga noch ein zu absolvierendes Rennen gibt, steht der

Sieger des Wettbewerbs jetzt schon mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit

fest. Die Mannschaft von Marketa gewann weitere zwei Rennen und

müsste in Zarnovica am 14. Juli deutlich Letzter werden, um in der Tabelle

überholt zu werden. Eine weitere Voraussetzung wäre, dass das Team aus

Koprivnice den Vierkampf gewinnen

und 24 Punkte mehr als die

Prager erzielen würde.

• Georg Dobes

Ergebnisse - Koprivnice - 19.4.: 1. Prag,

31 Punkte; 2. Koprivnice, 25; 3. Zarnovica, 18;

4. Pardubice, 16.

Svitavy - 11.5.: 1. Prag, 34 Punkte; 2. Koprivnice,

24; 3. Pardubice, 18; 4. Zarnovica, 14.

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 3 12 94

2. Koprivnice 3 9 71

3. Zarnovica 3 5 51

4. Pardubice 3 4 53

RUSSLAND

Liga

Es geht los

Am 8. Mai wurde die Speedwaysaison in Russland offiziell eröffnet. In

Wladiwostok fand der Ligaauftakt statt. Der Titelverteidiger empfing im

Avantgarde-Stadion die Mannschaft aus Oktjabrskij, die seit April einen

neuen Namen hat und Baschkirija heißt. Das Team von Wostok trat mit Grigorij

Laguta an, der seit März nach seiner Dopingsperre wieder Speedway

fahren darf. Erwartungsgemäß gewannen die Gastgeber souverän, aber

Oktjabrskij hinterließ im fernen Osten einen guten Eindruck. Hierfür war

vor allem Wiktor Kulakow zuständig. Der Neuzugang von Balakowo bestritt

sechs Läufe (einen davon als Joker) und erzielte 20 Punkte, somit die

Hälfte der Ausbeute des ganzen Teams. Wostoks Leistungsträger waren

Sergej Logatschew und G.Laguta.

Eine Woche später trafen die Mannschaften von Mega-Lada und Turbina in

Togliatti aufeinander. Obwohl die Gäste mit Emil Saifutdinow an den Start

gingen, unterlagen sie dem Team aus Togliatti mit 34:59 deutlich. Der GP-

Teilnehmer blieb unbezwingbar und kam auf 18 Punkte, aber seine Kollegen

trugen zusammen nur 16 Zähler bei. Turbina verlor Wladimir Borodulin

schon vor dem Rennen. Er stürzte beim Warm-up und wurde mit Verdacht

auf einen Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht. Bei den

Siegern hinterließ Roman Lachbaum den besten Eindruck. Der junge Fahrer

verzeichnete drei Siege. • Georg Dobes

Ergebnisse - 8.5.: Wostok Wladiwostok, 52 Punkte (Logatschew 15, Kosciuch 11, G.Laguta 11,

Karion 9); Baschkirija Oktjabrskij, 40 (Kulakow 20, Gizatullin 7).

15.5.: Mega-Lada Togliatti, 59 Punkte (Lachbaum 14, Kudrjaschow 13, Gafurow 12, J.Saidullin 11,

Gala 7); Turbina Balakowo, 34 (Saifutdinow 18, Tschalow 7).

AUSTRALIEN

Gold Cup - Perth (Motorplex)

Saisonfinale in Perth

Matt Marson gewann den Start, wurde aber bereits auf der Gegengerade

vom überragenden Daniel Winchester überholt, der den Endlauf mit

Leichtigkeit gewann.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Daniel Winchester, 6 Punkte; 2. Ryan Pope, 5; 3. Matt Marson, 4; 4. Des

Heys, 3; 5. Jack Hunter, 0; 6. Drew Winchester, 0; 7. Jarryd Ziedas, 0; 8. Jason Marzoli, 0 • Finale:

1. Daniel Winchester; 2. Marson; 3. Heys; 4. Hunter; 5. Drew Winchester; 6. Ziedas; 7. Pope.

Seitenwagen-Meisterschaft - Ayr (Pioneer Park)

Je oller desto doller

Besser konnte ein Ostergeschenk nicht sein: Darrin Treloar gewann (diesmal

mit Partner Blake Cox) seine elfte (!) australische Seitenwagen-Meisterschaft.

Anfangs tat sich der bereits 50-Jährige recht schwer und musste

den indirekten Weg ins Finale über den Hoffnungslauf nehmen. Auch im

A-Finale hatte er es nicht unbedingt leicht, weil er von der schwierigeren

Außenbahn starten musste, aber dennoch gewann. • Andreas Fahldiek

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Warren Monson/Andrew Summerhayes, 12 Punkte; 2. Mark Plaisted/Ben

Pitt, 12; 3. Sam Harrison/Luke McGrath, 11; 4. Darrin Treloar/Blake Cox, 11; 5. Andrew Buchanan/

Denny Cox, 11; 6. Brodie Cohen/Damien Egan, 11; 7. Tyler Moon/Adam Lovell, 10; 8. Trent Headland/Darryl

Whetstone, 9; 9. Grant Bond/Glenn Cox, 7; 10. Mick Headland/Brenton Kerr, 7;

11. Shane Rudloff/Scott Morris, 5; 12. Damien Niesche/Mitchell Spear, 5; 13. Hamish Golding/Liam

Cox, 4; 14. Reece Liptrott/Jesse Thomas, 4; 15. Dave Bottrell/Hagan Campbell, 1; 16. Stuart

Firth/Jason Martin, 0 • B-Finale: 1. Treloar; 2. Cohen; 3. Moon; 4. Buchanan • A-Finale: 1. Treloar;

2. Monson; 3. Plaisted; 4. Harrison.

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

POLEN

Skandal in Pila

Am 20. April sollte in Pila das Finale des Goldhelmes durchgeführt werden,

aber das Rennen fand letztendlich nicht statt. Obwohl Referee und

Bahnkommissar der Meinung waren, dass die Strecke regelkonform wäre,

weigerten sich die Teilnehmer an den Start zu gehen. Sie wiesen einige

Mängel auf und behaupteten, Speedwayfahren wäre auf der Bahn zu gefährlich.

Eine lange Diskussion im Fahrerlager endete mit einem Skandal.

Der Unparteiische konnte die Fahrer nicht überzeugen und war schließlich

gezwungen, das Finale abzusagen. Merkwürdig dabei ist, dass die

Speedwaybahn in Pila eine gültige Lizenz hat und bereits zwei Rennen in

dieser Saison dort ausgetragen wurden. Vorher hatte man keine Sicherheitsbedenken.

Da das Goldhelmfinale gleichzeitig eine interne WM- und EM-Qualifikation

war und die ersten SEC-Qualifikationsrunden bereits am 27. April über

die Bühnen gingen, beschloss die GKSZ am 23. April, die Teilnehmer der

internationalen Wettbewerbe zu nominieren. In den WM-Qualifikationen

werden Pawel Przedpelski, Szymon Wozniak, Piotr Protasiewicz (gewannen

ihre Goldhelm-Vorrunden) sowie Bartosz Smektala, Jaroslaw Hampel

und Krzysztof Buczkowski starten. Piotr Pawlicki und Maciej Janowski, die

als Anführer des „Streiks“ gelten, wurden bei der Vergabe der Startplätze

nicht berücksichtigt.

Polen schlägt Weltauswahl

Am Ostermontag fand in Rzeszow ein Testmatch zwischen dem polnischen

Nationalteam und einer Weltauswahl, die Zoltan Adorjan zusammengestellt

hatte und als Manager führte, statt. Die Gastgeber zeigten sich in

guter Form und schlugen vor rund 10.000 Fans ihre Gegner deutlich.

Ergebnis: Polen, 51 Punkte (P.Pawlicki 8, Kolodziej 9, Janowski 9, Dudek 8, Zmarzlik 10, W.Lampart 7);

Weltauswahl, 38 (Saifutdinow 2, Iversen 6, Vaculik 9, Lindbäck 5, N.Pedersen 11, Tschugunow 5).

Premiere

Zum ersten Mal wurde in dieser Saison der Paarmeister der 1. Liga gekürt.

Sieben Mannschaften, darunter ein Duo aus dem lettischen Daugavpils,

gingen am 30. April in Gniezno an den Start. Sieger des Wettbewerbes

wurde das Paar von Ostrovia. Grzegorz Walasek und Tomasz Gapinski erzielten

zusammen 24 Zähler. Dank des Triumphes qualifizierten sie sich

fürs Finale der Paarmeisterschaft, das elf Tage später in Bydgoszcz stattfand.

Die restlichen Podiumsplätze in Gniezno belegten die Duos von Orzel

Lodz (23) und Wybrzeze Gdansk (21).

Ergebnis: 1. Ostrovia, 24 Punkte; 2. Orzel Lodz, 23; 3. Wybrzeze Gdansk, 21; 4. Unia Tarnow, 21;

5. Start Gniezno, 15; 6. ROW Rybnik, 14; 7. Lokomotiv Daugavpils, 8.

Leszno Paarmeister

Unia Leszno ist neuer polnischer Paarmeister. Im Finale, das am 11. Mai in

Bydgoszcz durchgeführt wurde, erkämpfte das Team insgesamt 27 Punkte.

Der wiedergenesene Jaroslaw Hampel war im Jozef-Pilsudski-Stadion

bester Fahrer. Der 37-Jährige schrieb 16 Punkte und kam zweimal hinter

seinem Teamkollegen Piotr Pawlicki ins Ziel. Stal Gorzow holte die Silbermedaille.

Bartosz Zmarzlik schloss das Rennen mit 14 Punkten ab, während

Szymon Wozniak 9 Zähler beisteuerte. Für eine große Überraschung

sorgte das Duo von Polonia Bydgoszcz. Der Zweitligist wurde als Gastgeber

fürs Finale gesetzt, nutzte den Heimvorteil und belegte mit 19 Zählern

am Ende den niedrigsten Podiumsrang. Josh Grajczonek, der mit polnischer

Lizenz fährt, kam auf 10 Punkte. Er wurde von Kamil Brzozowski tatkräftig

unterstützt.

Ergebnis: 1. Unia Leszno, 27 Punkte (Hampel 16, Pawlicki 11); 2. Stal Gorzow, 23 (Zmarzlik 14,

Wozniak 9); 3. Polonia Bydgoszcz, 19 (Grajczonek 10, Brzozowski 9); 4. Wlokniarz Czestochowa,

18 (Przedpelski 12, Drozdz 6); 5. Ostrovia Ostrow, 16 (Walasek 9, Gapinski 7); 6. KS Torun, 15 (Kosciuch

9, Kopec-Sobczynski 4, Bogdanowicz 2); 7. Sparta Wroclaw, 7 (Drabik 1, Jamrog 0, Liszka 6).

Ekstraliga

Unia Leszno bleibt ungeschlagen und führt die Tabelle an. Der Titelverteidiger

konnte unter anderem in Lublin einen wichtigen Sieg erringen. Falubaz

ist mit Leszno punktgleich, hat allerdings ein Match mehr bestritten. Die

Mannschaft aus Zielona Gora konnte unter anderem in Gorzow das Team

von Stal beim Derbyrennen bezwingen. KS Torun unterlag zu Hause der

Mannschaft aus Czestochowa und steckt in einer Krise. Die „Engel“ konnten

noch keinen Punkt erkämpfen und liegen in der Tabelle an letzter Stelle.

Ergebnisse - Runde 3 (26.-28.4.): Czestochowa - Lublin 52:38 Punkte; Zielona Gora - Grudziadz

46:44; Leszno - Gorzow 51:39 • Runde 4 (3.-5.5.): Grudziadz - Wroclaw 50:40; Motor - Leszno

40:50; Torun - Czestochowa 39:51; Gorzow - Zielona Gora 41:49 • Runde 5 (10.5.): Zielona Gora -

Lublin 54:36.

1. Liga

Das Team von ROW verlor sein erstes

Rennen, holte aber danach vier

Siege in Folge und setzte sich in

der Tabelle an die Spitze. Besonders

wertvoll war der Triumph in

Daugavpils, wo die Gastgeber

ganz selten ihre Rennen verlieren.

Die Letten haben momentan nur

2 Punkte auf dem Konto und liegen

an letzter Stelle. Zu allem Übel verloren

sie Timo Lahti, der sich in

Schweden das Wadenbein brach

und einige Woche pausieren wird.

Ergebnisse - Runde 2 - Nachholrennen (21.4.):

Rybnik - Lodz 53:37 Punkte (Huckenbeck 4) •

Runde 4 (28.4.): Rybnik - Tarnow 43:35;

Ostrow - Daugavpils 50:40 • Runde 5 (5.5.):

Gdansk - Ostrow 52:38; Daugavpils - Rybnik

37:53 • Runde 6 (11./12.5.): Rybnik - Gdansk

58:32; Lodz - Daugavpils 57:33.

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 4 8 38

2. Zielona Gora 5 8 36

3. Czestochowa 4 6 26

4. Grudziadz 4 4 4

5. Wroclaw 3 2 –12

6. Gorzow 4 2 –16

7. Lublin 5 2 –42

8. Torun 3 0 –34

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Rybnik 5 8 56

2. Ostrow 5 6 18

3. Lodz 3 4 12

4. Tarnow 4 4 0

5. Gdansk 5 4 –26

6. Gniezno 3 2 –21

7. Daugavpils 5 2 –39

2. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Opole 4 6 33

2. Bydgoszcz 4 5 –4

3. Poznan 3 4 44

4. Krosno 3 4 32

5. Pila 3 2 –52

6. Rawicz 4 1 –37

7. Krakow 1 0 –16

2. Liga

Kolejarz Opole bezwang in Rawicz

die Gastgeber und liegt in der Tabelle

an 1. Position. Polonia Bydgoszcz

sorgte in Krosno für eine

kleine Sensation und schlug die

bis dahin unbezwingbare Mannschaft

von Wilki mit 46:44. Zum

ersten Mal in dieser Saison fuhr

Valentin Grobauer für Bydgoszcz

und erzielte 7 wichtige Zähler.

Nach dem Skandal beim Goldhelmfinale

verlor Polonia Pila wegen

technischer Niederlage

2 Punkte. Nach sechs Heats ordnete

der Schiedsrichter einen intensiven

Bahndienst an und stellte

nach 30 Minuten fest, dass die Strecke doch nicht regelkonform wäre. Erstaunlicherweise

waren nicht nur die Gastgeber, sondern auch die Gäste

mit der Entscheidung des Unparteiischen nicht einverstanden und wollten

das Match fortsetzen. • Georg Dobes

Ergebnisse - Runde 4 (28.4.): Pila - Poznan 0:40 Punkte (technische Niederlage);

Runde 6 (11./12.5.): Rawicz - Opole 39:50; Krosno - Bydgoszcz 44:46 (Grobauer 7).

SLOWAKEI

Offene Meisterschaft - 28.4.2019

Vaculik Meister

Am 28. April wurde der erste Meistertitel in dieser Saison vergeben. Auf

der Speedwaybahn in Zarnovica fand die offene slowakische Meisterschaft

statt. Martin Vaculik und Vaclav Milik galten als Favoriten und trafen

bereits in Lauf 6 aufeinander. Doch wie allgemein bekannt, wenn zwei sich

streiten, freut sich der Dritte. Völlig überraschend legte Tero Aarnio den

besten Start hin und meldete sich vor Vaculik und Milik als Erster im Ziel.

Der Finne erzielte in den Vorläufen insgesamt 19 Punkte und wurde Triumphator

der 19. Ausgabe des Ladislav-Elias-Memorials. Vaculik war zwar

nach 20 Läufen punktgleich mit Aarnio, verlor jedoch das direkte Duell.

Die sechs punktbesten Fahrer dieser Rennphase qualifizierten sich für

den Finallauf, der über fünf Runden ausgetragen wurde. Nach dem Start

übernahm Milik die Führung, gefolgt von Aarnio und Franc. Vaculik lag zunächst

an 4. Stelle, konnte sich jedoch in der dritten Runde um zwei Plätze

verbessern. Nach einer sehenswerten Verfolgungsjagd rang der Slowake

in der letzten Runde Vaclav Milik nieder und holte nach 2017 seinen zweiten

Meistertitel. Tero Aarnio wurde Dritter. David Pacalaj erzielte in der

Qualifikation 12 Punkte und wurde erster slowakischer Juniorenmeister.

Die restlichen Podiumsplätze belegten Michal Tomka und Jakub Valkovic,

die auf Rang 12 bzw. 18 landeten. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Martin Vaculik, SK, 19 Vorlaufpunkte; 2. Vaclav Milik, CZ, 18; 3. Tero Aarnio, FIN, 19;

4. Josef Franc, CZ, 17; 5. Zdenek Holub, CZ, 15; 6. Norbert Magosi, H, 15; 7. Matic Ivacic, SLO, 14;

8. Andrij Kobrin, UKR, 12; 9. David Pacalaj, SK, 12; 10. Bartlomiej Kowalski, PL, 12; 11. Petr Chlupac,

CZ, 12; 12. Michal Tomka, SK, 10; 13. Stanislaw Burza, PL, 9; 14. Wjatscheslaw Monachow, RUS, 9;

15. Martin Gavenda, CZ, 7; 16. Jewgeni Saidullin, RUS, 7; 17. Niels Oliver Wessel, D, 7; 18. Jakub Valkovic,

SK, 6; 19. Milen Manev, BG, 6; 20. Martin Malek, CZ, 6; 21. Patrik Mikel, CZ, 5; 22. Jan Mihalik,

SK, 5; 23. Richards Ansviesulis, LV, 3; 24. Niklas Säyriö, FIN, 3; 25. Michal Danko, SK, 1.

26 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Das Finale in Eenrum war gleichzeitig auch der spannendste Lauf

des Tages: Hier führt noch Theo Pijper vor Romano Hummel

und James Shanes, im weiteren Verlauf ist mal der eine,

mal der andre vorn, in der Zielkurve allerdings kann

Hummel innen an Pijper und Shanes vorbeiziehen

UKRAINE

Offene Meisterschaft - 20.4.2019

Miesiac Maximum

Pawel Miesiac siegte in der ersten Runde der ukrainischen offenen Meisterschaft.

Der Pole erzielte am 20. April Punktemaximum. Das Rennen in

Rivne bestand aus 13 Heats und jeder Fahrer rollte viermal ans Band. Aleksandr

Loktaev kam auf 11 Zähler und wurde Zweiter.

Die vier Besten bestritten danach noch einen Lauf um den Pokal der Saisoneröffnung.

Da konnten sich die Ukrainer an Miesiac revanchieren. Loktaev

kreuzte als Sieger die Ziellinie, gefolgt von Karpov. Miesiac wurde

Dritter, während Albin nicht über den letzten Rang hinauskam.

• Georg Dobes

Ergebnisse: 1. Pawel Miesiac, 12 Punkte; 2. Aleksandr Loktaev, 11; 3. 3. Andrej Karpov, 10; 4. Facundo

Albin, ARG, 9; 5. Andrij Kobrin, 6; 6. Tomasz Orwat, PL, 6; 7. Marko Lewischyn, 6; 8. Stanislav

Melnychuk, 4.

FRANKREICH

Meisterschaft - 1. Lauf - Morizes - 5.5.2019

Auftakt

Am 5. Mai fand der erste Lauf zur französischen Meisterschaft in Morizes

statt. Bei den Seitenwagen setzten sich mit Maximum Guillaume Comblon/Chloé

Agez durch. Ein erfolgreiches Comeback feierte Christophe

Belarbre mit Copilot Jonathan Bertrand. Sie landeten auf Rang 2.

In der Gruppe Elite siegte Teamweltmeister Stéphane Trésarrieu, gefolgt

von seinem Bruder Mathieu. • Daniel Becker

Ergebnisse - Seitenwagen: 1. Guillaume Comblon/Chloé Agez; 2. Christophe Belarbre/Jonathan

Bertrand; 3. Vincent Trocheport/Teddy Bireau; 4. Jérémy Malpeyre/David Malpeyre.

Elite: 1. Stéphane Trésarrieu; 2. Mathieu Trésarrieu; 3. Gaetan Stella; 4. Steven Labouyrie; 5. Julien

Cayre; 6. Jerôme Lespinasse; 7. Gabriel Dubernard; 8. Jordan Dubernard; 9. Maeron Hermes; 10. Richard

Di Biasi.

National: 1. Xavier Muratet; 2. Baptiste Comblon; 3. Steven Goret; 4. Mathieu Trésarrieu; 5. Kevin

Elliau; 6. Benjamin Cambe; 7. Nicolas Chansard; 8. Thomas Valladon; 9. Audrey Dupuy; 10. Jerôme

Dubernard.

NIEDERLANDE

Dutch Open - Eenrum - 12.5.2019

Spannung

Nach der Fahrervorstellung der Teilnehmer begann das Rennen auf der

aufgrund des vielen Regens noch nicht ganz abgetrockneten Bahn. Allerdings

gab es beim Start in fast jedem Lauf Aufsteiger. Das führte dazu,

dass so mancher wichtige Punkte verlor.

Bei den Solisten waren mit Theo Pijper, James Shanes, Romano Hummel

und Andrew Appleton gleich vier WM-Teilnehmer am Start. Diese konnten

sich auch direkt fürs Finale qualifizieren. Aber auch die B-Finalisten mit

Jarno de Vries, Henry van der Steen, Richard Hall, Jacob Bukhave, Christian

Hülshorst und Dave Meijerink schlugen sich gut. Meijerink hatte Pech.

Nach einem schlechten Start kämpfte er sich einige Positionen nach vorne

und fiel sodann mit Motorenproblemen aus. De Vries fuhr als Erster in die

erste Kurve und konnte die Angriffe seiner Konkurrenten abwehren. Van

der Steen sicherte sich den letzten Platz im Finale. Hülshorst kam

schlecht vom Start weg und wurde Fünfter hinter Hall und Bukhave. Das Finale

war der Hammer: Pijper gewann den Start, gefolgt von Hummel, Appleton,

van der Steen und de Vries. Von außen kam Shanes. In der folgenden

Kurve war es Shanes, der von Pijper und Hummel bedrängt in die

zweite Runde fuhr. Danach wechselte die Führung zwischen Pijper und

Shanes. Immer gut dabei auch Hummel. In der letzten Runde nutzte Pijper

vor Shanes die Außenlinie, eingangs der letzten Kurve griff Hummel von

innen an, überholte beide Kontrahenten und konnte somit das oberste

Treppchen besteigen.

Bei den Gespannen gab es keinen Maximumsieger. Mitch Godden/Paul

Smith, Shaun Harvey/Danny Hogg, Wilfred Detz/Wendy Arling und Oliver

Möller/Dana Frohbös schafften den direkten Sprung ins A-Finale. William

Matthijssen/Sandra Mollema hatten in ihrem dritten Lauf Pech. Sie kamen

schlecht vom Start weg und fuhren fast Lund/Nielsen auf. Matthijssen

musste abbremsen, drehte sich fast um die eigene Achse und hebelte

sich aus. Das Gespann überschlug sich. Der Sturz ging glücklicherweise

glimpflich aus. Nach einigen Minuten konnten beide ins Fahrerlagen

gehen, wurden aber vom Re-run ausgeschlossen und verfehlten den

direkten Einzug ins Finale. Das B-Finale gewannen sie vor Frederiksen/

Grandt und qualifizierten sich damit für den den Finallauf. Den Start zum

Finale gewannen Matthijssen/Mollema. Da die Bahn von der vorherigen

Bewässerung noch immer nass war, war es schwer, die Gespanne zu halten.

Godden/Smith konnten Matthijssen/Mollema überholen. Auch Harvey/Hogg

griffen den Europameister an, dieser aber wusste sich zu wehren.

Der Sieg ging somit an Godden/Smith vor Matthijssen/Mollema, Harvey/Hogg.

• Text und Foto: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Specials (Platzierung nach Finale und Last Chance): 1. Romano Hummel, NL, 26 Punkte;

2. Theo Pijper, NL, 28; 3. James Shanes, GB, 28; 4. Andrew Appleton, GB, 24; 5. Jarno de Vries,

NL, 19; 6. Henry van der Steen, NL, 17; 7. Richard Hall, GB, 17; 8. Jakob Bukhave, DK, 13; 9. Christian

Hülshorst, D, 15; 10. Dave Meijerink, NL, 19; 11. Sascha Stumpe, D, 13; 12. Lars Zandvliet, NL, 13;

13. Mika Meijer, NL, 10; 14. Dennis Helfer, D, 8; 15. Finn Loheider, D, 8; 16. William Kruit, NL, 6.

Seitenwagen (Platzierung nach Finale und Last Chance): 1. Mitch Godden/Paul Smith, GB,

23 Punkte; 2. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 19; 3. Shaun Harvey/Danny Hogg, GB, 19;

4. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 16; 5. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 18; 6. Oliver Möller/

Dana Frohbös, D, 16; 7. David Carvill/Dennis Smit, GB, 12; 8. Sven Holstein/Martin Strockmeijer,

NL, 12; 9. Aaron Vale/Stephen Vale, GB, 11; 10. Jan Kempa/Sina Stickling, D, 10; 11. Klaas Kregel/

Emiel Bruins, NL, 9; 12. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 9; 13. Stinus Lund/Kevin Nielsen,

DK, 6; 14. Joshua Goodwin/Louis Bennett, GB, 5; 15. Roman Löffler/Patrick Herbst, D, 5; 16. Anthony

Sairrailh/Benjamin Gregoire, F, 3; 17. André Schönig/Linda Frohbös, D, 0.

ST 250 cc (Platzierung nach A-Finale): 1. Mark van Dellen, 30 Vorlaufpunkte; 2. Stef Hamstra, 27;

3. Marcel Vlig, 23; 4. Gert Jan Valk, 30; 5. Niels Broekema, 17; 6. Anne Bos, 14; 7. Lorenzo Punter, 15;

8. Lazar de Vries, 17; 9. Johan Kuiken, 11; 10. Mark Dijkstra, 8; 11. Joey van Kammen, 6; 12. Gert van

der Heide, 0.

ST 500 cc (Platzierung nach A-Finale): 1. Bert Dijkstra, 27 Vorlaufpunkte; 2. Erwin Mulder, 33;

3. Frank Hamming, 25; 4. Wybe Valkema, 25; 5. Jamie Elsinga, 19; 6. Olav den Engelsman, 13; 7. Johan

Wissema, 12; 8. Reinse de Jong, 24; 9. Aron Schokker, 9; 10. Annelies Veensma, 5; 11. Youri Jansen,

5; 12. Jan Okke Loonstra, 0.

Juni '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


VORSCHAUEN

15.6. PRAG/CZ

SPEEDWAY GRAND PRIX 3

Am 15. Juni 2019 wird in Prag in der Tschechischen Republik der bereits

23. FIM Speedway Grand Prix stattfinden. Diese Veranstaltung hat in Prag

eine lange Tradition – ganze 23 Jahre in Folge wird der SGP nun schon dort

ausgetragen. Die Legende besagt, dass der Sieger des SGP in Prag oftmals

auch Weltmeister wird.

Das Rennen wird vom seit 1990 bestehenden Auto Klub Markéta organisiert.

Sein Vorgänger organisierte ab 1956 die WM-Rennen in Prag. Jedes

Jahr kommen die besten Rennfahrer der Welt nach Prag. Viele Unterstützer

hat zum Beispiel Tai Woffinden. Die heimischen Fans waren besonders

glücklich über die Leistung von Vaclav Milik, der 2017 Dritter wurde und

damit als bestplatzierter Fahrer eines SGP in die Geschichte des tschechischen

Speedwaysports einging.

Die Hauptstadt Tschechiens lockt die Besucher aber auch mit seinen bedeutenden

Denkmälern. Das historische Zentrum befindet sich in der Nähe

des Stadions, nur 15 Minuten mit der U-Bahn entfernt. Einen Besuch

wert ist sicher die Prager Burg, der Altstädter Ring, der Wenzelsplatz, die

Karlsbrücke und das Rudolfinum, aber auch die Prager Hochburg, die in

der Nacht besonders schön beleuchtet ist. Zeit kann man auch zum Beispiel

auf der Insel Kampa verbringen, in deren Nähe die John-Lennon-

Mauer ist, oder auf dem Letná, auf dem sich das berühmte Metronom befindet.

Natürlich ist in Prag auch in puncto Kultur and Unterhaltung einiges

zu erleben. In Prag befinden sich viele gute Clubs, die meisten davon

in der Dlouhá-Straße. Auch die Veranstaltungen im Nationaltheater sind

einen Besuch wert, nicht zu vergessen das Nationalmuseum, das technische

Nationalmuseum, das Museum der Sinne oder das Wachsfigurenmuseum.

In der Nähe des Stadions kann man das Stift Brevnov Markéta

besuchen oder das Schloss Stern besichtigen. Auch der Park Ladronka,

der sich in der Nähe des Speedway-Stadions befindet, lädt zum Verweilen

ein.

Tickets für den SGP gibt’s auf: www.speedway-prague.cz

Termin: 15. Juni 2019

Anlas Czech Republic FIM Speedway Grand Prix, Prag/CZ

20.6. OLCHING

GERMAN OPEN

Nach dem verregneten Maiwochenende,

das eigentlich in

Olching der diesjährige Saisonstart

hätte sein sollen, verschiebt

sich nun der Startschuss

in den Olchinger Amperauen

auf den Fronleichnams-Traditionstermin.

Sport- und Tourenleiter Stephan

Wunderer serviert den

Fans auch diesmal wieder ein

feines Speedway-Menü mit

Spitzenathleten aus ganz Europa

und einem australischen

Sahnehäubchen. Bei Letzterem

handelt es sich um den

28-jährigen, in Olching bereits

bestens bekannten

Speedway-Superstar, Sam Masters. Letzten Herbst beim Rennen um das

„Goldene Band der Schlossbrauerei Maxlrain“ war Masters knapp Zweiter

geworden hinter dem Olchinger Lokalmatador Martin Smolinski, der

an Fronleichnam auf seiner Heimbahn natürlich auch wieder mit von der

Partie ist. Mit dabei sind auch die beiden Dänen Claus Vissing und Andreas

Lyager sowie die Schweden Peter Ljung und Joel Kling. Und als weiteres

„Nordlicht“ hat Wunderer den Finnen Tero Aarnio eingeladen. Aus Tschechien

wird Zdenek Simota anreisen und aus Polen Marcel Kajzer, der bereits

letzten Herbst eine solide Leistung in Olching gezeigt hatte. Martin

Smolinski ist natürlich nicht der einzige Deutsche, der an Fronleichnam

an den Start geht. Hinzu kommen noch Valentin Grobauer, Danny Maaßen,

Michael Härtel und weitere bei Redaktionsschluss noch nicht bekannte

Starter.

Im Beiprogramm bekommen die Fans einige Läufe der Klassen U21, Junior

B sowie Junior C zu sehen. Aktuelle Infos zum Fahrerfeld gibt es auf der

Homepage unter www.msco.de

Um 10:30 Uhr geht es am 20. Juni (Fronleichnam) mit dem Training los, das

Rennen startet um 14:00 Uhr. Und direkt neben der Speedwaybahn veranstaltet

die Stadt Olching wieder ein großes Volksfest, auf dem Fans und

Fahrer nach dem Rennen noch einen gemütlichen Abend verbringen können.

Termin: 20. Juni 2019

ADAC-Speedwayrennen Olching - German Open

Die Wikinger müssen beim Heimrennen

alles geben (hier Timo Lahti vor Devil

Vaclav Milik) • Foto: Daniel Sievers

22.6. BROKSTEDT

„NORDDERBY“

„Wikinger“ empfangen „Nordsterne“

Sahnehäubchen aus

Australien: Sam Masters

• Foto: Niklas Breu

Am 22. Juni kommt es auf dem Holsteinring in Brokstedt in der Speedway-

Bundesliga zu einem echten „Nordderby“. Die „Wikinger“ vom MSC Brokstedt

e.V. im ADAC empfangen den MC „Nordstern“ Stralsund. Während

28 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19


Stralsund bereits zwei Niederlagen in der laufenden Serie kassierte und

sich bereits frühzeitig aus dem Rennen um den Einzug in die Finalläufe

verabschieden musste, bestehen in Brokstedt (Ergebnis des Auswärtsrennens

in Diedenbergen stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest)

nach der denkbar knappen Heimniederlage gegen den AC Landshut

durchaus noch berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme an den beiden

finalen Rennen, die um die Vergabe des Meistertitels entscheiden. „Wir

sind natürlich voll in Zugzwang“, so Brokstedts Teammanagerin Sabrina

Harms. So wird in Schleswig-Holstein personell mit der stärksten verfügbaren

Aufstellung geplant. Neben Rune Holta könnte dann auch Bartosz

Smektala für die „Wikinger“ starten. Der polnische U21-Weltmeister würde

dann sein Debüt in Brokstedt feiern. Harms: „Natürlich hängt einiges

vom Rennen am 16. Juni in Diedenbergen ab. Es ist eine ganz einfache

Rechnung. Wenn wir in Diedenbergen siegen sollten, sind wir wieder voll

im Geschäft.“ Bei einer Niederlage ginge es dann gegen Stralsund nur

noch ums Prestige. „Ein Nordderby hat natürlich immer seinen besonderen

Reiz“, betont Brokstedts Pressesprecher Michael Schubert. Gegen

den Nachbarn aus Mecklenburg-Vorpommern sei die Motivation bei allen

Beteiligten stets besonders groß.

Bei der Wahl des Renntermins spielten vor allen Dingen personelle Dinge

eine große Rolle. In Brokstedt wurde erstmalig ein Sonnabend für die

Austragung eines Bundesliga-Matches gewählt, um Kollisionen mit der

polnischen Speedway-Liga zu verhindern. Schubert: „Für uns ist es ein

Versuch und wir hoffen, die Fans nehmen diesen Termin an.“ Aus Stralsund

wurde indes ein positives Signal gesendet, organisiert der MC doch

eine Bustour für die eigenen Fans nach Brokstedt.

Das Rennen beginnt am 22. Juni um 14:00 Uhr. Die Rennen im Rahmenprogramm

starten bereits um 10:00 Uhr.

Termin: 22. Juni 2019

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga

2.-4.8. MELSUNGEN

AUF GEHT’S

Alle Wege führen nach Rom. So ein Quatsch, am ersten Augustwochenende,

vom 2. bis 4. August, sollten alle Wege nach Melsungen führen, denn

dann findet bereits zum 59. Mal das internationale ADAC-Grasbahnrennen

an der St.-Georgs-Brücke in Melsungen statt. Und natürlich laufen die

Vorbereitungen schon lange auf Hochtouren. Der MSC Melsungen will

wieder ein unvergessliches Rennwochenende präsentieren. Rennsport

gepaart mit Show und Action, das ist das Motto beim Motorsport-Weekend

in Melsungen.

In diesem Jahr werden zwei Tage volles Rennprogramm mit jeweils

21 Rennläufen geboten. Der Samstag startet mit der Serie Gespann Masters

2019 und somit tollem Gespannsport. Im letzten Jahr sehr gut angekommen,

ist die Enduroklasse mit vielen ehemaligen oder noch aktiven

Bahnsportlern. Außerdem wird eine Gruppe der Oldies der EVLS ans

Startband rollen.

Am Sonntag greifen dann die internationalen Seitenwagen und Solisten

sowie die Europa-offenen Klassen der Seitenwagen und Solisten ins

Renngeschehen ein. Und eins kann man mit Stolz sagen, so ein Fahrerfeld

bei einem offenen Rennen, das bekommen nicht viele Veranstalter hin.

Man freut sich, auch Weltmeister Martin Smolinski am Start begrüßen zu

dürfen. Das weitere Fahrerfeld folgt in der nächsten Ausgabe. Das verspricht

Rennsport vom Feinsten mit vielen Rad-an-Rad-Kämpfen.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Die MX Freestyler werden auch in

diesem Jahr wieder atemberaubende Sprünge und eine tolle Show zeigen,

das muss man gesehen haben. In Melsungen live.

Für Stimmung am Mikrofon wird wieder „The Voice“ Schubi sorgen. Natürlich

sind auch die Cheerleader „Dance Devils“ des Handball-Bundesligisten

MT Melsungen mit dabei. Festzeltbetrieb an allen drei Tagen mit Mario

Siebert und Team. Samstagabend natürlich die traditionelle Rennparty

mit Livemusik, die das Zelt wieder zum Kochen bringen wird. Für Freitagabend

wird noch an einer Überraschung gearbeitet.

Camping ist wieder auf der Wiese hinter dem Fahrerlager möglich, Toiletten

und Wasserstelle sind wie gewohnt vorhanden. Strom gibt es leider

nicht. Einen voll ausgestatteten Campingplatz gibt es nur zirka einen Kilometer

entfernt in Obermelsungen. Eine Garderobe für Zuschauer, die mit

dem Motorrad anreisen, wird es auch wieder geben – damit Sie Ihre Motorradbekleidung

nicht herumtragen müssen.

Ja, es ist angerichtet. Lassen Sie sich die Leckerbissen nicht entgehen,

merken Sie sich den Termin schon jetzt vor. Melsungen, immer eine Reise

wert! Der MSC würde sich freuen, Sie in Melsungen begrüßen zu dürfen.

Mehr Infos in Kürze hier, auf facebook oder unter www.msc-melsungen.de

Termin: 2. bis 4. August 2019

59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Martin Smolinski wird

in Melsungen erwartet;

hier vor James Shanes, Bernd

Diener und Stephan Katt •

Foto: Ubbo Bandy

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TERMINE MAI/JUNI/JULI

29./30.5. Int. 121. ADAC-Sandbahnrennen Herxheim

Langbahn-WM-Finale 1

MSV Herxheim e.V. im ADAC, Karl-Neuberger-Straße 2, 76863 Herxheim, www.speedway.de

30.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Wolfslake

Speedway - EU offen; Speedway Team Wolfslake e.V. im ADAC, Am Krämerwald 6 a, 16727 Wolfslake

E-Mail: info@speedwayteam-wolfslake.de, www.speedwayteam-wolfslake.de

30.5. VR-Speedway-Day Güstrow Tag der offenen Tür + Clubsport

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

30.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring Albersdorf Speedway - offene Veranstaltung

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter, Dithmarschenring, Am Brahmkamp,

25767 Albersdorf, E-Mail: joergmuschiol@versanet.de, www.mscnordhastedt.com

30.5. 80. Int. ADAC-Westfalenring-Grasbahnrennen Lüdinghausen Langbahn - offene Veranstaltung

AMSC Lüdinghausen e.V. im ADAC, Postfach 1119, 59331 Lüdinghausen, Tel. 02591 6737

E-Mail: info@amsc-luedinghausen.de, www.amsc-luedinghausen.de

1./2.6. ADMV-Speedway-Kidsgames Parchim Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

2.6. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250, 84028 Landshut, Tel. 0871 963770, Fax 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

2.6. ADAC-Grasbahnrennen Bielefeld, Leineweberring Grasbahn-EM - Solo - Semifinale 2

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC, Ludwig-Steil-Straße 4, 33719 Bielefeld, Tel. 0521 330808

Fax: 0521 3930025, E-Mail: stephan.prante@t-online.de, www.dmscbielefeld.de

7.-9.6. Int. Speedwayrennen Pfingstchallenge + Pfingstpokal Güstrow Speedway - offene Veranstaltung

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

8./9.6. Int. ADAC-Pfingstbergring-Wochenende Teterow

8.6.: Int. 16. Auerhahnpokal-Flutlicht-Speedwayrennen • 9.6.: Int. 99. Teterower Bergringrennen

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1, 17166 Teterow

Tel. 03996 172935, Fax 03996 183193, E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

9.6. Int. ADAC-Speedwayrennen Motodrom Halbemond Norden Speedway - offene Veranstaltung

MC Norden e.V. im ADAC, Nadörster Str. 27, 26524 Halbemond, Tel. 0172 4586442

E-Mail: teamlueders@gmx.de

9./10.6. Int. ADAC-Speedwayrennen Abensberg Speedway-WM - Qualifikationsrunde 4

MSC Abensberg e.V. im ADAC, Postfach 1252, 93321 Abensberg

E-Mail: speedway@msc-abensberg.de, www.msc-abensberg.de

15.6. Speedway Grand Prix Prag/CZ

Speedway-WM - www.speedway-prague.cz

15./16.6. 25. ADAC-Sandbahnrennen Hechthausen Langbahn - offene Veranstaltung

MF Niederelbe e.V. im ADAC, Geschäftsstelle Frank Drescher, Schäferstieg 5, 21781 Cadenberge

Tel. 04777 8512, E-Mail: frank.drescher@gmx.net, www.mf-niederelbe.de

15./16.6. DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - Bundesliga

15.6.: Speedway Team Cup • 16.6.: Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Diedenbergen e.V. im DMV, Weilbacher Straße 25, 65719 Hofheim, Tel. 06192 37884 (Clubhaus)

Fax 06192 38757, E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de, www.msc-diedenbergen.de

20.6. ADAC-Speedwayrennen Olching - German Open Speedway - offene Veranstaltung

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching, Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

20.6. 66. Int. ADAC-Sandbahnrennen Altrip Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Altrip e.V. im ADAC, Reginostr. 10, 67122 Altrip, Tel. 06236 2894, Fax 06236 30945

E-Mail: info@msc-altrip.com, www.msc-altrip.com

22.6. ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen, E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de

www.mscbrokstedt.de

23.6. ADAC-Speedwayrennen Landshut Speedway - Bayern Cup

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250, 84028 Landshut, Tel. 0871 963770, Fax 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

29.6. ADMV-Speedway-Flutlichtrennen Ludwigslust Speedway - offene Veranstaltung

MC Ludwigslust e.V. im ADMV, Postfach 1160, 19288 Ludwigslust, Tel. 038757 33410, Fax 038757 33410

E-Mail: mc-ludwigslust@gmx.de, www.speedway-ludwigslust.de

29./30.6. Int. ADAC-Sandbahnrennen Augsburg-Haunstetten Seitenwagen-EM - Qualifikationsrunde

AMC Haunstetten e.V. im ADAC, Unterer Talweg 100, 86179 Augsburg

E-Mail: kontakt@amc-haunstetten.de, www.amc-haunstetten.de

29./30.6. 45. ADAC-Sandbahnrennen Wümmering Mulmshorn

29.6.: Speedway - ADAC Junioren NBM • 30.6.: Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Mulmshorn, André Haltermann, Auf der Heide 7, 28844 Weyhe, E-Mail: haltermann68@gmx.de

www.mscmulmshorn.de

6.7. ADMV-Speedwayrennen Stralsund - Bundesliga Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MC Nordstern Stralsund e.V., Bartherstr. 58, 18437 Stralsund, Tel. 03831 292777, Fax 03831 207263

E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de, www.mcn-stralsund.de

6.7. ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring Albersdorf Talents Team Trophy + Speedway Liga Nord

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter Dithmarschenring, Am Brahmkamp

25767 Albersdorf, E-Mail: joergmuschiol@online.de, www.mscnordhastedt.com

7.7. Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf Langbahn-WM - Finale 3

MSC Mühldorf e.V. im ADAC, Postfach 1009, 84441 Mühldorf a. Inn, Tel. 08631 13575

E-Mail: info@msc-muehldorf.de, www.msc-muehldorf.de

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30 BAHNSPORT AKTUELL Juni '19

Bahnsport aktuell 7/2019 erscheint am 1. Juli 2019


20.6. ALTRIP

SANDBAHNSTARS KÄMPFEN

UM DEN GOLDENER RÖMER

Andrew Appleton will den Goldenen Römer

• Foto: Niklas Breu

Auch das 66. internationale Altriper ADAC-Sandbahnrennen findet wieder

am Fronleichnamstag statt, dieses Jahr am 20. Juni. Die Veranstaltung

beginnt morgens gegen 9:00 Uhr mit dem Training. Das Rennen

wird um 13:30 Uhr gestartet. Achtzehn Rennen der nationalen und internationalen

Solo- und Seitenwagenklasse werden ausgetragen. Altrip –

bekannt für die spannendsten Rennen auf dem „ Altriper Ei“. Immer wieder

kommen die weltbesten Solisten, um den „Goldenen Römer“ mit

nach Hause zu nehmen. Den „Römer-Rekord“ hält übrigens Multiweltmeister

Gerd Riss, der das edle Gefäß sage und schreibe elfmal gewinnen

konnte. Mit von der Partie ist auch in diesem Jahr wieder das „Who

is who“ der Langbahnfahrer, und zwar Langbahn-Team- und Ex-Langbahnweltmeister

Mathieu Trésarrieu aus Frankreich, der tschechische

Langbahn-Ex-Vizeweltmeister Josef Franc, der Brite Andrew Appleton

sowie unsere deutschen Langbahn-Asse Stephan Katt, Jörg Tebbe,

Bernd Diener und Max Dilger. Mit weiteren Spitzenfahrern steht

der Club noch in Verhandlung.

Für mindestens ebenso gute Unterhaltung sorgen die besten internationalen

Gespanne (u.a. Markus Venus/Markus Heiß, Markus Brandhofer/

Tim Scheunemann, Karl Keil/David Kersten, Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, Manuel Meier/Melanie Schrempp) sowie die nationalen Solisten

und Seitenwagen. Bei Eintrittspreisen von 14,- Euro für Erwachsene

und 7,- Euro für Schüler und Jugendliche ab 12 Jahren (Kinder bis

12 Jahre sind frei), können Sie einen wunderschönen Renntag in Altrip

verbringen! Tribünenplätze kosten übrigens einen Aufpreis von 10,- Euro.

Auch für das leibliche Wohl ist bei „Weck, Worscht unn Woi ...!“ bestens

gesorgt! Also Fans, auf geht’s in die Pfalz ... an Fronleichnam,

20. Juni 2019, nach Altrip.

Termin: 20. Juni 2019

66. Int. ADAC-Sandbahnrennen „Goldener Römer“ Altrip


66. INTERNATIONALES ALTRIPER ADAC

SANDBAHN-RENNEN

ALTRIP

UM DEN GOLDENEN RÖMER

Stephan Katt Mathieu Trésarrieu Josef Franc Andrew Appleton Max Dilger Jörg Tebbe

Bernd Diener

u.v.a.

Die besten internationalen Gespanne! - Sowie Nat. Solo & Seitenwagen!

FRONLEICHNAM

20.

TRAINING

RENNEN

9:00 UHR

13:30 UHR

JUNI

DMSB-Reg.-Nr. LB 08/19

MSC ALTRIP e.V.

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