RuF Ausgabe Nr. 05/2019

webstuffmaromi

Inhaltsverzeichnis

S. 4

Veranschaulichende Geschichten

als Hilfe beim Training

S. 9

News

S. 17

Möglichkeiten und Grenzen von

Drohnenflügen im BOS-Bereich

S. 22

DRK Kältebus 433,50

eherenamtliche Helferstunden

S. 24

Einsatzberichte

S. 26

Beiträge Hilfsorganisationen

Aktuelle Einsatzberichte, News und Interessantes unter www.rufmagazin.de

Impressum:

Herausgeber/Vertrieb: Maromi Verlags GmbH · Am Brink 19, 22927 Großhansdorf · Tel. 040 550 096 09 · ruf@maromi.de · www.rufmagazin.de

Druck: Druckerei Pockrandt GmbH · Layout & Satz: Gert Hille / Maromi Verlags GmbH · Redaktion: R. Micksch, T. Micksch, C. Böttjer

Die Anzeigen, Anzeigentexte und die Artikel geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Wir übernehmen keine Haftung für aus Druckfehlern entstandene Schäden. Gültige Anzeigenpreisliste: ab 01.01.2016.

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Expertenmeinung

Veranschaulichende Geschichten zeigen

Wirkung beim Training

Geschichten schaffen eine emotionale Verbindung

4

Die Feuerwehr ist eine wahre Fundgrube

für Geschichten, die von Ausbildern

während des Trainings eingesetzt

werden können, um die Unterrichtsthemen

anschaulich zu vermitteln. Geschichten

können einen starken Eindruck hinterlassen

und uns dazu anregen, bestimmte

Dinge zu tun. Anhand von Geschichten

können wir die Dinge auf eine andere Art

und Weise verstehen und einen Bezug zu

Informationen herstellen. Geschichten

wecken unsere Aufmerksamkeit und motivieren

uns, sich mit den vorgestellten Konzepten

eingehender zu beschäftigen. Sie

aktivieren das gesamte Gehirn, indem sich

ein Bild einbrennt oder Gefühle und Emotionen

angesprochen werden oder eine

emotional gefärbte Verbindung hergestellt

wird. Stichpunkte auf einer PowerPoint-

Folie sprechen nur einen Teil unseres Gehirns

an. Eine Geschichte hingegen regt

die Fantasie an, was dazu führt, dass die

Informationen einen persönlicheren Bezug

bekommen. Mithilfe einer Geschichte

kann ein Ausbilder den Unterrichtsplan,

Theorien und Standards des betreffenden

Themas so verpacken, dass man einen individuellen

Bezug herstellen kann. Mit Geschichten

kann ein Ausbilder eine normale

Trainingseinheit ein wenig auflockern und

unaufmerksame Teilnehmer wieder „zum

Leben erwecken“.

Autor: Steve Crothers

Über eine Geschichte lässt sich eine

emotionale Verbindung herstellen, wodurch

sich die Teilnehmer die Informationen,

die mit dieser Geschichte vermittelt

wurden, einprägen. Die Verbindung entsteht,

weil der Zuhörer einen Bezug zwischen

den Elementen der Geschichte und

dem Schulungsthema herstellten kann. Die

Teilnehmer haben das Gefühl, in gewisser

Weise Teil der Geschichte zu sein, da sie

die Emotionen nachempfinden können,

die die Geschichte hervorruft. Letztendlich

führt dies dazu, dass die Teilnehmer

den Informationen und Ihnen als Ausbilder

vertrauen. Wenn Vertrauen aufgebaut

wurde, entsteht eine sichere Lernumgebung

und die Teilnehmer sind eher geneigt,

sich an neue Herausforderungen heranzuwagen

und neue Dinge auszuprobieren.

Peter Guber sagt sehr treffend: „Man

versucht, eine emotionale Komponente zu

schaffen, sodass die Informationen, sobald

ein Bezug zu ihnen hergestellt wurde, erinnert

und umgesetzt werden.“ Wenn man es

als Ausbilder schafft, dass die Schulungsteilnehmer

die vermittelten Informationen

in die Tat umsetzen, ist das Gold wert! Und

wenn man das mit Geschichten erreichen

kann, sind Geschichten eine sehr wichtige

Ausbildungsressource.

Ich setze viele unterschiedliche Geschichten

im Training ein, aber es gibt eine

Geschichte, die eine ganz besondere Bedeutung

für mich hat. Ich erzähle sie, wenn

ich eine bestimmte Fertigkeit unterrichte,

deren Abkürzung für mich und meine

Einheit extrem wichtig ist. Während dieser

Schulung erzähle ich den Teilnehmern die

Geschichte, auf der diese Abkürzung beruht.

Es ist eine Geschichte über einen meiner

Ausbilder, der für mich gearbeitet hat, als

ich in der Trainingsabteilung tätig war. Er

arbeitete in einer unserer historischen Feuerwachen

in der Stadt als Tillerman, also

als „Hecklenker“. Er liebte die Feuerwehr

und schon sein Vater war Feuerwehrmann

gewesen, der es bis zu seiner Pensionierung

bis zum stellvertretenden Brandmeister


Expertenmeinung

gebracht hatte. Er wuchs damit auf, einmal

in die Fußstapfen seines Vaters treten

zu wollen und trat der Feuerwehr im Alter

von 19 Jahren bei. Auch sein jüngerer

Bruder wurde Feuerwehrmann in unserer

Einheit. Jeder, der das Privileg hatte, mit

ihm arbeiten zu dürfen, wusste, dass er zu

den Feuerwehrleuten gehörte, die man in

seiner Gruppe haben wollte, weil sie einem

Rückendeckung geben. Er war stolz darauf,

dass er immer sein Bestes gab, und hierzu

gehörte auch, dass er immer nach Möglichkeiten

suchte, ein noch besserer Feuerwehrmann

zu werden. Es war ihm sehr

wichtig, Traditionen innerhalb der Feuerwehr

an jüngere Kameraden weiterzugeben

und in seiner Freizeit absolvierte er eine

Weiterbildung zum Ausbilder für eine der

Disziplinen, die wir in der Trainingsabteilung

vermitteln.

Im Alter von 36 Jahren hatte er auf einmal

Schmerzen in der Brust und ging zum

Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Der

Arzt fand schnell heraus, dass er an einer

Herzerkrankung litt, die eine Operation

am offenen Herzen erforderte. Diese

Nachricht erschütterte sein Leben und er

machte sich Sorgen über seine Karriere als

Feuerwehrmann und seine Rolle als Ehemann

und Vater von drei kleinen Kindern.

Während die Ärzte ihn für die Operation

vorbereiteten, mussten weitere Tests gemacht

werden. Leider ergaben diese Tests

eine weitere furchtbare Nachricht: Die

Ärzte fanden heraus, dass er Krebs hatte.

81 Tage nach Erhalt dieser Diagnose starb

er.

Das war für alle ein großer Schock und

ein schlimmer Verlust für unsere Feuerwehrfamilie.

Bei seiner Beerdigung war

die Kirche gefüllt mit Feuerwehrleuten in

ihrer formellen Klasse A-Uniform und den

Dudelsackspielern, und es war eine sehr

würdevolle Trauerfeier für einen geachteten

Feuerwehrmann. Wir saßen in stiller

Andacht in der Kirche, als der Gottesdient

begann.

Ich werde niemals vergessen, wie seine

Frau, mit der er neun Jahre verheiratet gewesen

war, ihre fünfjährige Tochter und die

dreijährigen Zwillinge zu seinem Sarg vor

dem Altar führte. Sie legten vier Rosen auf

den Sarg, eine für jeden von ihnen. Als sie

sich umdrehten, um zu ihren Plätzen zurückzugehen,

bedeutete sie ihren Söhnen,

die Stufen hinunterzugehen, ihre Tochter

aber hielt sie zurück. Am Kopf der Treppe

hielt sie inne, zu uns gewandt, kniete sich

neben ihre Tochter und legte ihren Arm

um die Schulter des kleinen Mädchens.

Mit der anderen Hand zeigte sie von links

nach rechts auf alle Gäste in der Kirche.

Und während sie uns alle ansah, sagte sie

zu ihrer Tochter: „All diese Feuerwehrleute

sind hier für Deinen Papa.“ In der gesamten

Kirche blieb kein Auge trocken.

Zum Ende der Geschichte erzähle ich

den Teilnehmern, dass die Abkürzung für

diesen Kurs aus den Anfangsbuchstaben

seines ersten und zweiten Vornamens und

seines Nachnamens besteht. Ich erinnere

sie daran, dass wenn sie zukünftig bei der

Ausübung der hier erlernten Fertigkeiten

diese Abkürzung verwenden, sie ihn ehren

und die Erinnerung an ihn aufrechterhalten

werden. Ich erzähle den Teilnehmern,

dass seine Frau und seine Eltern wissen,

dass wir diese Geschichte im Training er-

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Expertenmeinung

zählen und sie sind sehr dankbar, dass er

auf diesem Wege nach wie vor Anteil an

der Ausbildung von Feuerwehrleuten hat.

Zum Schluss sage ich ihnen, dass wir uns

wünschen würden, dass dieser Begriff eines

Tages Einzug in das Standardrepertoire

der nationalen Feuerwehr hält.

Bis heute fällt es mir schwer, diese Geschichte

in einem Raum voller Feuerwehrleute

zu erzählen, ohne von meinen eigenen

Emotionen überwältigt zu werden. Und

bislang ist diese Geschichte auch niemals

spurlos an den Teilnehmern vorübergegangen.

Ich habe persönlich miterlebt, wie diese

Geschichte unmittelbar zu Resultaten

unter den Teilnehmern geführt hat. Der

Einfluss durch und die Reaktionen auf diese

Geschichte, sowohl im Schulungsraum

als auch auf dem Übungsplatz, sind bemerkenswert.

Sofort bemerkt man an der

Körperhaltung der Teilnehmer, dass sie voll

und ganz bei der Sache sind und dass sie

die Geschichte verinnerlicht haben.

Die Teilnehmer können es gar nicht erwarten,

die Abkürzung bei den Übungen

einzusetzen. Die Geschichte hat jetzt eine

persönliche Note für sie und sie möchten

sie unbedingt in die Tat umsetzen. Es berührt

sie emotional und sie sind stolz darauf.

Es ist fantastisch zu sehen, wie solch

ein überzeugendes Instrument wie diese

Geschichte das Engagement der Teilnehmer

beflügelt.

Wenn Geschichten im Rahmen der

Ausbildung erzählt werden, ist das Was,

Wie und Wann gleichermaßen wichtig.

6

Das Was

Das Was ist der Inhalt der Geschichte.

Es ist die Grundlage und die Kraft der

emotionalen Verbindung. Es ist wichtig,

dafür zu sorgen, dass die Geschichte dazu

beiträgt, das zu erläutern, was Sie vermitteln

möchten, und dass sie einen gewissen

Mehrwert für Ihr Training hat. Es muss

klar sein, was Sie mit der Geschichte kommunizieren

möchten. Die Teilnehmer sollten

die Bedeutung der Geschichte ganz

klar verstehen können und nicht verwirrt

sein, warum Sie jetzt ausgerechnet diese

Geschichte erzählt haben.

Inhalte können durch alles Mögliche inspiriert

sein und finden sich überall um uns

herum. Material für Geschichten kann historischen

Ursprungs sein, einen Bezug zur

Arbeit, zu Freunden, zu Familienmitgliedern

haben oder unserer Fantasie entspringen,

aber die besten Geschichten stammen

meistens aus unserer eigenen Erfahrung.

Aufgrund dieser Erfahrungen können wir

auf spezielle Erkenntnisse zurückgreifen,

die wiederum einen Zusammenhang

herstellen und die Geschichte interessant

machen.

Das Wie

Ob eine Geschichte gut ist und welche

Wirkung sie erzielt, kommt sehr darauf an,

wie sie erzählt wird. Ein guter Geschichtenerzähler

ist ein Meister darin, eine Geschichte

gekonnt aufzubauen, um das Publikum

zu fesseln und es dazu zu bringen,

noch mehr hören zu wollen. Gute Erzähler

schaffen es, ein Publikum zu begeistern

und eine Umgebung zu schaffen, in der die

Teilnehmer vor lauter Spannung auf der

Stuhlkante sitzen und gebannt zuhören.

Sie setzen grundlegende Fertigkeiten ein,

wie das Heben und Senken der Stimme

während der Schlüsselmomente einer Geschichte,

nehmen Körpersprache zu Hilfe,

um wichtige Punkte zu betonen, streuen

das eine oder andere Wortspiel zur Unterhaltung

mit ein und machen dramatische

Pausen, um bestimmte Konzepte zu untermauern.

Als Erzähler vermittle ich Informationen,

erhalte aber beim Erzählen auch gleichzeitig

Feedback von den Teilnehmern. Ich

sehe positive Reaktionen wie zum Beispiel

Kopfnicken, guten Augenkontakt und lächelnde

Gesichter oder ich bemerke negative

Reaktionen wie Stirnrunzeln, Starren

und verwirrte Gesichter. Wenn ich dieses

Feedback bemerke, kann ich die Stimmung

im Raum lesen und auf wichtige Hinweise

und Anzeichen reagieren, die mir sagen,

dass ich meine Teilnehmer erreiche. Oder

es sagt mir, dass ich weiter an mir arbeiten

muss und die Erwartungen nicht ganz erfüllt

habe.


Expertenmeinung

Inhaltsverzeichnis

Ihr eigenes Verständnis der Geschichte

bietet Ihnen die Gelegenheit, den Teilnehmern

Ihre Leidenschaft, Begeisterung,

Ihren Enthusiasmus, Ihre Freude,

Frustration oder Ihren Ärger zu zeigen.

Ihre Emotionen vermitteln, dass sie als

Geschichtenerzähler glaubhaft sind. Und

über Ihre Glaubwürdigkeit schaffen Sie es,

eine Verbindung zwischen Ihren Teilnehmern

und dem Konzept Ihrer Geschichte

aufzubauen. Wenn sie Sie als glaubwürdig

empfinden, baut sich Vertrauen auf und,

wie bereits gesagt, ist dieses Vertrauen die

Grundlage für eine sichere Lernumgebung.

Ihre Aufrichtigkeit verdeutlicht Ihr Interesse

an dem Thema und die Teilnehmer

werden erkennen, in wie weit sie selbst von

dieser Schulung profitieren werden.

Die grundlegenden Fertigkeiten, die

jemanden zu einem guten Geschichtenerzähler

machen, erfordern ein gewisses

Maß an Übung und Erfahrung. Das Tolle

daran ist, dass diese Fertigkeiten alle einfach

zu erlernen sind. Während Sie Ihre

Geschichte entwickeln, sollten Sie sie sich

laut vorsagen, um zu hören, wie sie sich anhört.

Ergibt sie einen Sinn, welche Bereiche

sind noch nicht ganz rund, ist sie anschaulich,

prägnant oder vielleicht zu lang?

Es ist wichtig, die Geschichte anderen

Leuten wie zum Beispiel Freunden, Ihrem

Partner oder Ihrer Partnerin oder Kollegen

zu erzählen, um zu sehen, wie sie funktioniert.

Das Feedback, das Sie erhalten, gibt

Aufschluss darüber, ob Ihre Geschichte

den gewünschten Effekt erzielt. Nachdem

Sie Ihre Geschichte ausgefeilt haben, sollten

Sie sie wieder und wieder üben und

aufsagen, bis Sie die gewünschte Wirkung

meisterhaft beherrschen. Am besten macht

man das vor einem Spiegel oder indem

man sich selbst auf Video aufnimmt. Dieser

Art der Selbstüberprüfung gibt Ihnen

die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln

und Sie können Ihre Fortschritte messen.

Um Selbstbewusstsein aufzubauen und

eine wirkungsvolle Geschichte meisterhaft

erzählen zu können, ist ausgiebiges Üben

das Beste, was Sie machen können.

Das Wann

Der Zeitpunkt, wann man eine Geschichte

in eine Trainingseinheit einbaut,

kann das Lernergebnis der Teilnehmer sowohl

positiv als auch negativ beeinflussen.

Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu

wählen und dass die Geschichte zum betreffenden

Thema und der Schulungsumgebung

passt. Einige Ausbilder bestücken

ihre Schulungen mit diversen Geschichten

und halten sich manchmal zu sehr damit

auf, in den guten alten Zeiten zu schwelgen.

Teilweise werden Geschichten auch

als Mittel genutzt, um Zeit zu füllen, weil

manche Ausbilder möglicherweise mit dem

Thema nicht so gut vertraut sind. Oder eine

Geschichte ist gut gemeint, kommt aber

nicht gut an oder ist nicht relevant. Durch

Geschichten kann die Lernatmosphäre

auch kippen, wenn man abschweift oder

vom Thema abkommt. Einige Ausbilder

setzen Geschichten ein, um ihrem Ego zu

schmeicheln oder um zu zeigen, wie wichtig

sie als Person für die Teilnehmer sind.

Diese Gründe sollte man vermeiden, denn

sie wirken sich negativ auf die Beziehung

zwischen Ihnen und den Trainingsteilnehmern

auf. Sie verschwenden damit die

Zeit der Teilnehmer und schaffen keinen

Mehrwert. Mit einer überzeugenden Geschichte

zum richtigen Zeitpunkt können

Sie jedoch Ihre Teilnehmer auf eine Reise

mitnehmen, die sich lohnt. Wenn Sie ein

guter Geschichtenerzähler sind, werden

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Expertenmeinung

Ihnen die Leute an den Lippen hängen

und wissen wollen, wie es weitergeht.

Der Zeitpunkt, wann man eine Geschichte

erzählt, kann dazu beitragen, das

Interesse der Teilnehmer zu wecken und

ihr Engagement zu beeinflussen. Einer

meiner Ausbilder, der landesweit gemeinsam

mit mir Feuerwehrleute als Tillerman

schult, beginnt das Training immer mit

einer ganz bestimmten Geschichte. Er erzählt

den Trainingsteilnehmern, wie lange

er schon als Tillerman tätig ist und wie es

war, als er vor 30 Jahren darin ausgebildet

wurde, eine Drehleiter vom Heck aus zu

steuern. Seine Mannschaft hat zunächst

mit ihm auf einem Parkplatz geübt und als

so aussah, als hätte er den Dreh raus, ging

es für ihn auf die Straße. Der einzige Rat,

den sie ihm gaben, war: „Hau nirgendwo

gegen, Junge.“ Er war extrem nervös, als

sie durch sein Viertel fuhren. Er hatte kein

Selbstvertrauen und hatte das Gefühl, er

weiß überhaupt nicht, was er da tut. Klar, er

war der Neue und wollte seine Kameraden

nicht enttäuschen, also hat er es sich nicht

anmerken lassen, dass er ganz durcheinander

und besorgt war. Er hoffte einfach,

dass er es über kurz oder lang schon lernen

würde und falls, Gott bewahre, es zu einer

Kollision kommen sollte, niemand verletzt

werden würde. Nach und nach hatte

8

er dann den Bogen raus, auch wenn er es

noch nicht so richtig verstanden hatte bzw.

nicht wusste, ob er es richtig machte. In einer

Schicht wurden sie zu einem Einsatz

gerufen und auf der Fahrt dorthin lenkte er

in einer Kurve zu stark und das Heck des

Aufliegers krachte in ein parkendes Auto.

Die Demütigung, die er empfand, war

schrecklich und er schämte sich furchtbar.

Der Unfall war zwar auch irgendwie eine

Art Initiation mit seiner Mannschaft, erschütterte

aber auch das letzte bisschen

Selbstvertrauen, das noch in ihm übrig war.

Nach dem Unfall dauerte es eine gewisse

Zeit, bis er sich endlich gut hinter dem

Steuer fühlte und ein versierter Tillerman

wurde.

An diesem Punkt der Geschichte geht

mein Ausbilder den Gang im Schulungsraum

zwischen den Teilnehmern entlang,

um ihre Aufmerksamkeit auf den Kernpunkt

der Geschichte zu lenken. Seine

Stimme wird etwas stärker, seine Körpersprache

lebhafter. Er erzählt ihnen, dass

wir ihnen beibringen werden, gute, kompetente,

selbstbewusste Tillermen zu werden.

Wir werden ihnen erklären, was sie tun

müssen und warum, um dieses schwere

Gerät sicher durch die Straßen ihrer Stadt

zu steuern. Wir geben ihnen Begriffe an die

Hand, die jeder versteht. Wir werden ihnen

alle Fehler nennen und zeigen, die wir im

Laufe der Jahre gemacht haben, sodass sie

diese vermeiden können. In diesem Kurs

lernen sie einen universellen Standard, der

die Grundlage für das sichere Umgehen

miteinander und mit den Gerätschaften

bildet, auf der man weiter aufbauen kann.

Er beendet seine Geschichte, indem er

sagt: „Ich hätte alles dafür gegeben, wenn

ich vor 30 Jahren dort hätte sitzen können,

wo Ihr jetzt sitzt, bevor ich gelernt habe,

als Tillerman zu arbeiten! Wir vermitteln

Euch die Fähigkeiten und das Handwerkszeug,

das ich nie bekommen habe. Wir

möchten nicht, dass Ihr diese Angst und

diese Frustration durchmachen müsst, die

ich damals empfunden habe.“

Der gewählte Zeitpunkt, also die Geschichte

gleich zu Beginn zu erzählen, gibt

den Ton für die restliche Schulung an und

erregt die Aufmerksamkeit der Teilnehmer.

Durch diese Geschichte erfahren sie etwas

über die Erfahrungen, Leidenschaft, Bescheidenheit

und Offenheit ihres Ausbilders.

Und sie erfahren auch, welche Ziele

wir für diese Schulung gesetzt haben und

welche Erwartungen wir haben. Was gibt

es Besseres, als das Training mit einer Geschichte

zu beginnen, um den geplanten

Ablauf wirkungsvoll zu kommunizieren?

Geschichten sollten Wissen und Informationen

vermitteln, unterhaltsam sein,

begeistern und Ihre Teilnehmer dazu bringen,

das Erlernte in die Tat umzusetzen.

Geschichten haben eine tiefgreifende Wirkung

und können Ihre Fähigkeiten, Ihre

Botschaft zu vermitteln, dramatisch verändern.

Die Teilnehmer sind viel eher in der

Lage, sich an bestimmte Dinge zu erinnern,

wenn sie über eine Geschichte einen Bezug

dazu herstellen können. Die amerikanische

Dichterin Maya Angelou hat dies sehr gut

auf den Punkt gebracht, indem sie sagt:

„Die Menschen werden vergessen, was Du

gesagt hast, die Menschen werden vergessen,

was Du getan hast, aber die Menschen

werden nie vergessen, welche Emotionen

Du bei ihnen hervorgerufen hast.“


Antworten auf die Fragen zum aktuellen

Thema Digitalisierung finden Sie

auf der RETTmobil Mitte Mai auf dem

Stand 905 von Defibtech in Halle C. Zu

sehen sind dort die

6 verschiedenen

Lifeline Defibrillatoren

mit den

digitalen Vernetzungslösungen.

Bei Wiederbelebungen

ist der

Faktor Zeit die

wichtigste Komponente.

Damit ergibt

sich die Frage,

wie ein Defibrillator

schnellstmöglich

an den Einsatzort

gelangen

kann. Für Appbasierte

Ersthelfer

Systeme können

die DefibCab Außenschränke

über

eine App in die

Rettungskette integriert

und aus der Ferne im Notfall von

der Leitstelle geöffnet werden. Wenn dies

in Kombination mit der Ersthelfer Alarmierung

umgesetzt wird, erreicht man die

größtmögliche Effizienz und somit die

kürzesten Hilfsfristen.

Zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft

ist es nun Dank der Digitalisierung

Anzeige_RUF_05-2019.pdf 1 03.04.2019 11:55:26

News

RETTmobil 2019 – Defibtech im Zeitalter

der Digitalisierung

Advertorial

Wie können Defibrillatoren mit Hilfe der Digitalisierung schneller beim Betroffenen sein? Wie kann mit Hilfe der

Digitalisierung die Einsatzbereitschaft des Defibrillators sichergestellt werden? Und wie kann man mit Hilfe der

Digitalisierung den Defibrillator Unterhalt möglichst effizient umsetzen?

möglich die Defibrillatoren über das Internet

aus der Ferne zu überwachen. Ist

z.B. die Elektrode abgelaufen, bekommt

der Verantwortliche automatisch eine

Email mit entsprechendem Hinweis zugesendet.

Eingebaut ist die Technologie in

der Wandhalterung DefibCom und dem

Schutzschrank DefibCab. Eine wichtige

Neuentwicklung, die im Notfall entscheidend

sein kann. „Gerade diese Technologie

wird im Moment sehr häufig nachgefragt

und wird in der Zukunft zum Standard

werden“, so Jochen Ulrich, Geschäftsführer

von Defibtech in Deutschland. „Die Ausfallwahrscheinlichkeit

wird minimiert und

Ersatzteile werden ressourcenschonend

Just-in-Time ausgetauscht.“

Auch beim Defibrillator

Unterhalt

ist das Thema Digitalisierung

allgegenwärtig.

Der Servicetechniker

wird durch

eine App durch die

Schritte der Sicherheitstechnischen

Kontrolle (STK)

geführt. Zu Beginn

der Wartung muss

der Strichcode des

Defibrillators gescannt

werden. Nach

Durchführung der

einzelnen Schritte

unterschreibt der Betreiber

auf dem Tablet

oder Smartphone.

Das Prüfprotokoll

wird dann automatisch

als PDF Datei

per Email an die verantwortliche Person

des Betreibers, ohne Papieraufwand, gesendet.

Dank der permanenten Weiterentwicklungen

bei Defibtech bleibt die Zukunft

spannend. Defibtech freut sich Ihnen gerne

persönlich auf der RETTmobil Halle

C, Stand 905 oder unter www.defibtech.de

weitere Informationen vermitteln zu dürfen.

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News

Quelle Text und Bilder: Votronic

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Die Zufriedenheit langjähriger Kunden und die nachweislich

lange Lebensdauer der Geräte sind ein deutlicher Beweis dafür,

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Werbefloskel sondern vielmehr die Leitmaxime für alle Aktivitäten

im Hause VOTRONIC ist. Alle Geräte entsprechen dem

neuesten Stand der Technik bzw. den geforderten DIN-Normen,

erfüllen höchste

Qualitätsanforderungen

und sind

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VOTRONIC ist

einer der wenigen

(wenn nicht sogar

Innovative

Elektronik -

Made in

Germany

Mitten im idyllischen Vogelsberg,

genauer gesagt im hessischen Lauterbach,

beschäftigt sich VOTRONIC

seit über 30 Jahren leidenschaftlich

mit der Entwicklung und Herstellung

elektronischer Geräte für den mobilen

Einsatz in Feuerwehr-, Rettungsund

Einsatzfahrzeugen. Nur wirklich

innovative und vor allem hochwertige

Produktlinien können sich derart

lange und erfolgreich am Markt behaupten.

Mit seinen derzeit 75 Mitarbeitern

hat sich das Un-ternehmen

aber seinen mittelständischen

Charakter und die damit verbundenen

schlanken Strukturen erhalten.

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unter einem Dach vereint. Auf diese Weise kennt man dort die

eigenen Geräte sehr genau und kann bei techni-schen Fragen jederzeit

kompetent Auskunft geben. Durch den engen Kontakt zu

Kunden, Institutionen und Her-stellern sowie die kontinuierliche

Verfolgung des technischen Fortschritts, werden die Produkte permanent

weiter entwickelt. Hierbei spielt das Engagement eines

jungen Entwicklerteams, eine flexible Administration und kurze

Entscheidungswege eine entscheidende Rolle. VOTRONIC ist

darüber hinaus Mitglied des Fachnormenausschus-ses Feuerwehrwesen

(FNFW) und damit jederzeit up-to-date, wenn sich in

der Nomenklatur der entsprechenden Normen und Vorschriften

Änderungen ergeben sollten.

Geräte

Das VOTRONIC-Produktprogramm umfasst neben dem großen

Bereich der Batterie-Ladegeräte auch Span-nungswandler,

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News

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Geräte bis hin zu Zu-behörteilen. Im Detail sind das:

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der Batterie (%/Ah)

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• Batterie-Wächter (Unterspannungsschutz)

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Produktion

Um dem hohen Qualitätsanspruch

für Produkte „Made in

Germany“ dauerhaft gerecht zu

werden, wurde bei VOTRONIC

bereits im Jahr 2000 das Qualitätssicherungs-System

DIN ISO

9001 eingeführt. Dadurch sind die

komplexen Produktionsprozesse

beherrschbar und eine lückenlose

Kontrolle des gesamten Produktionsverlaufs

stets gewährleistet.

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während des gesamten Fertigungsprozesses

überwacht und geprüft

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Allen VOTRONIC-Geräten liegt selbstverständlich eine detaillierte und

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News

anhand eines kostenlosen Kostenvoranschlages

entscheiden, ob sein

Gerät repariert werden soll, sofern

das Problem nicht im Rahmen der

36-monatigen Gewährleistung bzw.

auf Kulanzbasis gelöst wird. Selbst

älteren VOTRONIC-Geräten kann

dabei unter Umständen wieder neues

Leben eingehaucht werden.

Generationswechsel

Ganz aktuell wurden im Hause

VOTRONIC die Weichen dafür

gestellt, dass auch in Zukunft innovative

Elektronik Made in Germany

LED-Tank-Display aus Lauterbach kommt. Nach nunmehr

32 Jahren ziehen sich die beiden

Gründer und Eigentü-mer aus

Altersgründen aus dem Unternehmen zurück und geben das Zepter

an zwei langjährige Mitarbeiter weiter, die das Unternehmen

seit Jahren begleiten und maßgeblich am Erfolg bzw. Wachstum

beteiligt waren.

VAC 1224-16 Station

besucht das Unternehmen auf seinem Messestand auf der jährlich

stattfindenden RETTmobil in Fulda oder auf der INTER-

SCHUTZ, die im kommenden Jahr nach 5 Jahren Pause wieder in

Hannover stattfindet. Hier kann man auch den aktuellen Produktkatalog

direkt mitnehmen. Wem hierfür die Möglichkeit fehlt, der

kann auch auf der VOTRONIC-Webseite online im Katalog blättern

bzw. sich diesen per Post zusenden lassen.

Information

Wer die Geräte und Systeme oder die Menschen selbst kennen

lernen möchte, die hinter der Marke VOTRONIC stehen, der

VAC 1230 F 3A








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Quelle Text: ORTEC Messe und Kongress GmbH

FLORIAN 2019 vom 10. – 12. Oktober

in Dresden

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Die Tage werden immer länger, die Temperaturen klettern wieder

und der Frühling steht vor der Tür – jetzt heißt es für Ihre

Jahresplanung: Im Frühjahr schon an den Herbst denken! Denn

vom 10. bis 12. Oktober vereint die 18. FLORIAN erneut die

Branche aus Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz

auf dem Dresdner Messegelände. Sie präsentiert die Technologien

der Zukunft für die Angehörigen von Feuerwehr, Rettungswesen

und Bevölkerungsschutz in Dresden. Zusätzlich bietet die

Messe ein umfangreiches Programm zur Fort- und Weiterbildung

für Feuerwehr, THW und Rettungsdienst sowie für kommunale

Entscheider. Dabei setzt die FLORIAN u.a. weiterhin auf das

Zukunftsthema Digitalisierung. Wachstumskurs, attraktiver Messestandort

und einzige Feuerwehrmesse des Jahres sind nur einige

gute Gründe, die für die FLORIAN sprechen.

Workshops zur virtuellen/digitalen

Feuerwehrausbildung

2017 widmete sich die FLORIAN zum ersten Mal ausführlich

dem Thema "Simulation in der Feuerwehrausbildung". Nach

News

dem Erfolg wurde das Thema 2018 fortgeführt, 2019 finden nun

erstmals Workshops zur virtuellen/digitalen Feuerwehrausbildung

sowohl am Messedonnerstag als auch am -freitag statt. Experten

berichten über die aktuelle Forschung und Entwicklung, während

Anwender ihre praktischen Erfahrungen beim Einsatz von Ausbildungssoftware

weitergeben. Es werden Lösungen vorgeschlagen,

die auch den Freiwilligen Feuerwehren die Nutzung von E-

Learnings ermöglichen sollen.

Oktober (10 – 13 Uhr): Workshop virtuelle

Planübung – Programmauszug:

• Virtuelle Planübung bei der Berufsfeuerwehr Dresden

• Workshop: Virtuelle Ausbildung für den Truppmann

• Workshop: Virtuelle Ausbildung für den Gruppenführer

• Zukunft der virtuellen Ausbildung bei der Feuerwehr

• Offene Diskussion zum Thema

11. Oktober (10 – 12:30 Uhr):

Workshop E-Learning – Programmauszug:

• E-Learning in der Brandschutzausbildung und als Ausbildungselement

bei Einsatzkräften

• Feuerwehr-Lernbar – Die Ausbildungsmedien der Feuerwehrschulen

in Bayern

• E-Learning in der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr

München

• Der Weg hin zu digitalen Ausbildungselementen

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei. Die Anmeldung

erfolgt per Online-Formular.

Nach Anmeldung erhalten alle Teilnehmer per E-Mail einen

Zugang zugeschickt, welcher zum einmaligen kostenlosen Eintritt

berechtigt. Alle Infos unter: www.messe-florian.de/messe/workshops-virtuelledigitale-fw-ausbildung.

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News

Feuerwehr São Paulo wird „Internationales

Feuerwehrteam des Jahres 2018“

Conrad Dietrich Magirus Award für herausragenden Einsatz bei Hochhausbrand

Feuerwehren aus aller Welt strömten am Abend des 2, März

in das Congress Centrum Ulm. Zum sechsten Mal in Folge

wurde hier der Conrad Dietrich Magirus Award, auch bekannt als

der „Oscar der Feuerwehrbranche“, vergeben. Freuen durfte sich

in diesem Jahr die Feuerwehr São Paulo, die für ihren Einsatz bei

einem Hochhausbrand als „Internationales Feuerwehrteam des

Jahres 2018“ ausgezeichnet wurde. Zu den internationalen Top

3 darf sich auch die Feuerwehr Prag zählen, die sich mit einem

Brand in einem historischen Hotel beworben hatte sowie die Feuerwehr

Mexiko City, die für ihren Erdbebeneinsatz geehrt wurde.

Den Titel „Nationales Feuerwehrteam des Jahres 2018“ erhielt die

Freiwillige Feuerwehr Treuenbrietzen, die ihren Einsatz bei dem

größten Waldbrand in der Geschichte Brandenburgs eingereicht

hatte. Der Sonderpreis für soziales Engagement ging ebenfalls an

ein deutsches Team: Die Freiwillige Feuerwehr Waltershausen bekam

die Auszeichnung für ihren 100 km Spendenmarsch.

der Brandbekämpfung über technische und soziale Hilfeleistungen

bis hin zu Katastropheneinsätzen – und diese zeigen beispielhaft,

wie wichtig das Feuerwehrwesen tagtäglich für unsere Gesellschaft

ist.“

humedica und Team Hahn Racing

als Award-Paten

Überreicht wurde die begehrte Conrad Dietrich Magirus Statue

in diesem Jahr von der deutschen Hilfsorganisation „humedica

e.V.“ und „Team Hahn Racing“, den fünfmaligen Truck Racing

Europameistern.

Seit 1979 leistet humedica auf der ganzen Welt humanitäre

Hilfe, gerade bei großen Naturkatastrophen wie Erdbeben oder

Tsunamis. Wolfgang Groß, der die Organisation vor 40 Jahren gemeinsam

mit seinem Bruder gründete, und in Ulm zusammen mit

der medizinischen Einsatzkraft

Quelle Text und Bild: Magirus GmbH

Feuerwehrteam des Jahres 2018 International – die Feuerwehr São

Paulo mit Marc Diening, CEO Magirus (rechts im Bild)

Die Teams hatten sich mit ihren couragierten Einsätzen gegen

Feuerwehrteams aus aller Welt durchgesetzt und wurden im

Rahmen der feierlichen Preisverleihung vor rund 600 geladenen

Gästen geehrt. „Mit dem Conrad Dietrich Magirus Award

möchten wir nicht nur jedem einzelnen Einsatz Respekt zollen

und allen Kameradinnen und Kameraden für Ihren besonderen

Einsatz danken, sondern gleichzeitig die herausragende Leistung

der Feuerwehren in den Fokus der Öffentlichkeit stellen“, so Marc

Diening, CEO von Magirus, in seiner Begrüßungsrede. „Auch im

diesjährigen Wettbewerb gab es herausragende Leistungen – von

Daniel Warkentin als Pate des Awards fungiert, ist beeindruckt

von den präsentierten Einsätzen: „Menschen werden aus brennenden

Häusern evakuiert, ganze Dörfer vor dem Feuer geschützt.

Teamwork kann Leben retten – das zeigt sich heute Abend sehr

eindrucksvoll und das spüren auch wir bei unseren Einsätzen immer

wieder.“

Teamwork steht auch bei den zweiten Paten des Abends an

erster Stelle: Das „Team Hahn Racing” ist fünfmaliger Europameister

und geht seit 2017 als die “Bullen von Iveco Magirus” bei

internationalen Truckrennen an den Start. Einen 1.100 PS starken

Truck auch in Extremsituationen zu navigieren, das geht nur mit

einem perfekt funktionierenden Team, weiß Fahrer Jochen Hahn.

Zusammen mit seinem Kollegen Rijk Schuhmacher zollt er den

Feuerwehrkameraden an diesem Abend auf der Bühne seinen

Respekt.

Brasilianisches Teamwork par excellence

Teamarbeit in Perfektion, das ist es, was auch das „Internationale

Feuerwehrteam des Jahres 2018“ auszeichnet. Es ist der 1. Mai

2018 als ein 25-stöckiges Hochhaus mitten in São Paulo in Flammen

steht. Binnen Sekunden breiten sich die Flammen in dem

maroden Gebäude aus und springen auf zwei weitere Gebäude

über. Bis zu 150 Hausbesetzer leben in dem früheren Gebäude der

Bundespolizei. In einem gemeinsamen Kraftakt kämpfen 170 Kameraden

der Feuerwehr São Paulo darum, den Brand unter Kon-

14


News

trolle und alle Personen in Sicherheit zu bringen. Noch während

einer Rettungsaktion stürzt das Gebäude in sich zusammen. Mit

vereinten Kräften werden die Trümmer durchsucht und gleichzeitig

das Feuer gelöscht. Knapp 300 Stunden sind die Kameraden im

Einsatz, sieben Menschen verlieren bei dem Brand ihr Leben. Mit

ihrer Bewerbung setzte sich die Feuerwehr São Paulo gegen Feuerwehrteams

aus der ganzen Welt durch und konnte die begehrte

Conrad Dietrich Magirus Statue entgegennehmen. Zusätzlich darf

das Feuerwehrteam zur wohl bekanntesten Feuerwehr der Welt,

dem Fire Departement City of New York (FDNY), reisen.

Sonderpreis für Soziales Engagement

Erstmalig wurde in diesem Jahr der Sonderpreis auch auf internationaler

Ebene ausgeschrieben. Durchsetzen konnte sich hier

ein Feuerwehrteam aus Deutschland. Das Feuerwehrsportteam der

Freiwilligen Feuerwehr Waltershausen in Thüringen wurde für ihren

100 km Feuerwehrspendenlauf mit dem „Sonderpreis für Soziales

Engagement“ ausgezeichnet. Mit einer Spendensumme von €

14.500 konnten die Feuerwehrleute Paulinchen e.V. – eine Initiative

für brandverletzte Kinder unterstützen. Neben der begehrten

Award Statue erhält das Feuerwehrsportteam ein individuell ausgerichtetes

Feuerwehrtraining mit der Magirus Fire Fighter Academy.

Eine Jury mit Rang und Namen

Eine Fachjury bestehend aus Paul Baxter, Comissioner Fire

and Rescue New South Wales, Michel Bour, Generalsekretär des

Weltfeuerwehrverbandes CTIF, Danielle Cotton, London Fire

Commissioner QFSM, Hermann Kollinger vom Österreichischen

Feuerwehrmagazin „Brennpunkt“ und Markus Görtler von Magirus

wählte die besten Bewerbungen aus und schickte sie ins öffentliche

Online- Voting. Der Sieger vereint die meisten Stimmen aus

Jury und Online-Voting.

Sponsoren unterstützen

Conrad Dietrich Magirus Award

Auch 2018 wurde der Conrad Dietrich Magirus Award wieder

von renommierten Firmen der Feuerwehrbranche unterstützt.

Emergency One (UK) Ltd., ENDRESS Elektrogerätebau, DÖN-

GES sowie LUKAS/VETTER/AWG haben den kompletten

Wettbewerb begleitet – von der Ausschreibung, über die Bewerbungs-

und Abstimmungsphase bis hin zur Preisverleihung in Ulm.

Der Countdown zur RETTmobil 2019 läuft

A

m Montag, den 1. April wurde das gesamte Messegelände

Fulda Galerie von der Stadt Fulda an die Messe Fulda übergeben.

Damit konnte am gleichen Tage mit dem Aufbau der 20

Leichtbauhallen begonnen werden. Zunächst werden die Hallen

1-7 errichtet, in der nächsten und übernächsten Woche findet der

Aufbau der Hallen A-R statt. Zum gleichen Zeitpunkt finden die

Gespräche mit der Stadt Fulda über die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen

statt. Hierzu gehören die Parkplatzsituation für

Aussteller und Besucher, sowie entsprechende Vorkehrungen für

einen geordneten Publikumsverkehr.

Quelle Text und Bild: Messe Fulda

RETTmobil 2019

19. Europäische Leitmesse für Rettung und Mobilität

19 th European Leading Exhibition for Rescue and Mobility

FACHPROGRAMM:

Podiumsdiskussion

Messe-Forum

Medizinisch-Rettungsdienstliche

Fortbildungen

Workshops

Fulda | Messe Galerie

15.– 17. Mai 2019

Mittwoch – Freitag 9 – 17 Uhr

Fulda | Fair Gallery

15 th – 17 th May 2019

Wednesday – Friday 9am – 5pm

www.rettmobil.org

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News

Advertorial

Rucksack Eddie aus Feuerwehrschlauch mit

flexiblem Rolltop meldet sich zum Einsatz

Immer alles dabei und trotzdem die Hände

frei: das ermöglicht Feuerwear mit seinem

neuen und stilsicheren Rucksack Eddie

aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch. Drei

Fächer auf der Vorderseite, ein gepolstertes

Laptopfach und das große Hauptfach mit

Rolltop bieten Flexibilität und ein sicheres

Verstauen aller wichtigen Dinge. Über den

seitlichen Reißverschluss mit verstecktem

Zipper kommt man schnell an den Inhalt,

ohne den Rucksack absetzen zu müssen.

Das robuste, besondere Ausgangsmaterial

macht das Design aus. Durch unterschiedlichste

Aufdrucke und Gebrauchsspuren ist

jeder Eddie ein Unikat im original Used-

Look. Rucksack Eddie ist ab dem 20. März

2019 im Feuerwear Online-Shop sowie im

Einzelhandel in den Schlauchfarben Rot,

16

Weiß und Schwarz zum Preis von 189,-

Euro erhältlich.

Stadt oder Strand – Arbeit oder Abhängen?

Ganz gleich wohin es geht, zu Fuß,

mit der Bahn oder mit dem Bike, Eddie

macht alles mit und steckt viel ein. Bei minimalem

Inhalt bleibt das flexible Rolltop

einfach eingerollt und kann in drei verschiedenen

Positionen sicher eingehakt

werden. So ist er kompakt und bereit für

die kleinen Einsätze oder großen Einkäufe.

Das Hauptfach mit Rolltop wächst entsprechend

mit dem Inhalt. Bei maximaler

Beladung und komplett ausgefahren, sichert

ein Reißverschluss alle Sachen.

Nichts in der Hand,

aber alles im Griff

Über den gut geschützten Splash-Reißverschluss

an der Außenseite gelangt man

jederzeit mit freier Hand an die Dinge

im Hauptfach. Dabei muss der Rucksack

weder komplett abgesetzt, noch aufgerollt

oder auf den Boden gestellt werden. Eddie

bleibt dabei mit einem Tragegurt auf der

Schulter und wird seitlich nach vorne gehalten.

Dann ist der Seiteneingriff genau in

Griffreichweite für die zweite Hand. Mit

Eddie kann man also alles aus dem Stegreif

regeln.

Einfach ein Fach mehr

Eddie bietet auch für das Laptop höchsten

Komfort: Eine extra dicke Polsterung

Neuentwicklung Handleuchte HL

12 EX mit Zone 0 von AccuLux

Advertorial

Witte + Sutor GmbH, bekannt unter

dem Markennamen AccuLux, steht für

Qualität, Vielfalt und Entwicklung – und das alles

Made in Germany! Im ständigen Streben nach

Neuentwicklungen und auch Weiterentwicklungen

bereits vorhandener Produkte stellt AccuLux

nun den neusten Erfolg vor: Die ladbare Handleuchte

HL 12 EX mit Zone 0.

Die Leuchte ist extrem leicht, wodurch sie gut in

der Hand liegt und noch dazu besonders hell mit

ca. 200 Lumen. Die 3 Schaltstufen ermöglichen

verschiedene Abstufungen des Lichtkegels. Außerdem

eignet die HL 12 EX sich besonders gut für

die Anwendung in Gefahrenbereichen aufgrund

des Explosionsschutzes (Schutzart IP 67).

Entwickelt wurde die Leuchte nach Vorgaben

der deutschen Feuerwehrnorm.

Bisher auf dem Markt waren die Akkuleuchte

mit Zone 1/21 und die Batterieleuchte mit Zone

0/20.

Jetzt wurde aber eine dritte Variante entwickelt,

die Akku-Batterie-Leuchte wodurch auch Schutz

in Zone 0/20 gewährt wird.

Überzeugen Sie sich selbst vom neuesten Accu-

Lux-Produkt – keine Kompromisse bei der Sicherheit!

Weitere Infos finden Sie unter www.acculux.de

oder rufen Sie gerne an unter 07192 92 92 0.

trennt das technische Gerät vom Rest des

Gepäcks. Durch das feine Innenfutter aus

Fleece lassen sich Laptops bis 17 Zoll sanft

einpacken und herausnehmen, wobei die

Oberfläche stets geschont wird. Ein weiteres

Fach für das Smartphone oder Portemonnaie

schafft Ordnung. Dank der drei

unterschiedlich großen Fächer auf Eddies

Vorderseite finden alle Utensilien wie

Sonnenbrille, Bahnticket, Schlüssel oder

Fahrradlicht ihren perfekten Platz. Zwei

sind mit Reißverschluss gesichert und ein

Fach über Klett. An der Seite befindet sich

eine Halterung für eine große 1,5 Liter

Trinkflasche, die sich unauffällig nach innen

klappen lässt, wenn mal keine Flasche

dabei ist. Zwischen den Fächern sind elegant

zwei Streifen in das Design integriert.

Sie entpuppen sich bei Dunkelheit als starke

Reflektorstreifen. Mit der Leuchtkraft

bringt Eddie gleich etwas Sicherheit mit.

Die Hauptrolle im Alltag

Bei jedem Geschmack, Einsatz und

Outfit passt sich Eddie den gewünschten

Anforderungen an und sieht dabei stylisch

aus. Flach im Profil und schmal designt,

trägt Eddie trotz hoher Ladekapazität

nicht auf. Der Rucksack unterstreicht jeden

individuellen Look und ist vielseitig kombinierbar.

Die Abnutzungsspuren seiner

Vergangenheit setzen dabei markante Akzente.

Durch die großzügig gepolsterten

Tragegurte lässt sich alles unangestrengt

schultern.


News

Möglichkeiten und Grenzen

von Drohnenflügen im

BOS-Bereich – eine Einführung

Advertorial

Drohnen sind ein viel diskutiertes

Thema – sowohl in der Gesellschaft

als auch im Fachpublikum. Bisher waren

sie vorrangig in negativen Schlafzeilen

zu finden, doch langsam werden Stimmen

lauter, die das vielseitige Potential

der fliegenden Kameras erkennen.

baren Rahmen. Gleichzeitig machen

Wartungsverträge, ein ausgebautes Netz

deutscher Reparaturbetriebe und eine

gute Ersatzteilversorgung die Geräte

auch über einen längeren Zeitraum für

den professionellen Bereich nutzbar.

„Hier bekomme

ich mehr als nur

ein Produkt!“

Foto: Globe Flight

Auch im Bereich der Behörden und

Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

(BOS), wird die Entwicklung kritisch

beobachtet. Einige Feuerwehren und

Bergwachten experimentieren bereits

seit einigen Jahren mit dem Einsatz von

Drohnen. Bisher geschah das meist auf

Initiative technikbegeisterter Mitarbeiter

mit zum Teil selbstgebauten und mit

einfachen Kameras ausgerüsteten Multikoptern.

Wärmebildkameras kommen

vermehrt erst seit rund vier Jahren zum

Einsatz.

Inzwischen hat sich der Markt der

Drohnen für den Profibereich maßgeblich

weiterentwickelt. Die Geräte haben

mehr Leistungsvermögen und eine längere

Flugzeit, sie sind gegen Staub und

Spritzwasser geschützt, liefern stabile,

digitale Bildstrecken und sind optional

mit hochwertigen Wärmebildkameras

versehen – und das in einem bezahl-

Die Einsatzmöglichkeiten moderner

Drohnen sind dabei so vielfältig wie

die Ausstattungsmöglichkeiten. So lassen

sich aus der Luft innerhalb weniger

Minuten Bilder, Videos oder Live-

Aufnahmen von Einsatzstellen erstellen.

Die Einsatzkräfte erhalten in Echtzeit

konkrete Auskunft über die Größe des

betroffenen Gebietes, über Gefahrenstellen,

über Wege und Zugänge oder

über Personen im Gefahrenbereich.

Auch bei der Brandbekämpfung selbst

können Kameradrohnen eingesetzt werden.

Aus der Luft lassen sich Brandherde

an unzugänglichen Stellen einfacher und

schneller bestimmen. Beim Flug jedoch

ist auf Rauchsäulen und Wasserdampf zu

achten. Diese können den Geräten schaden.

Abseits dessen haben Luftbilder bei

Übungen, Ausbildung und nicht zuletzt

bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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News

Vorteile. Mit Videos und Fotos können Übungen schnell und einfach

beobachtet, analysiert und dokumentiert werden.

Foto: Schmelber, FF Straubing

Foto: Schmelber, FF Straubing

Ihre besondere Stärke spielen Drohnen in Verbindung mit

Wärmebildkameras aus, beispielsweise bei der Vermissten- und

Personensuche. Tatsächlich sind Personen aus der Luft bei ausreichend

großem Temperaturunterschied zwischen Körper und

Umfeld sehr gut erkennbar, was die Suche vor allem in unwegsamem

Gelände maßgeblich erleichtert. Die Einsatzmöglichkeiten

einer Wärmebildkamera müssen jedoch kritisch geprüft werden,

denn nicht alle Geräte bieten gute, technische Voraussetzungen

für den jeweiligen Zweck. Die Kameras unterscheiden sich vor

allem in der Auflösung und in der Brennweite der verbauten Optik.

Wärmebildkameras mit niedriger Auflösung können Flächen

(beispielsweise von der Größe eines menschlichen Kopfes) schon

ab rund 35 Metern Flughöhe nicht mehr erkennen. Die Flächenleistung

und das Suchgebiet werden eingeschränkt. Kameras mit

besserer Auflösung hingegen können in teilweise bis zu 70 Metern

Flughöhe noch verwertbare Ergebnisse liefern.

Für eine erfolgreiche Personensuche müssen beim Flug die

Temperaturunterschiede im Auge behalten werden. Eine Suche

mit der Wärmebildkamera ist dann sinnvoll, wenn sich die Außentemperaturen

von der Oberflächentemperatur der Person signifikant

unterscheiden. Bei mehr als 25 Grad Außentemperatur

sinkt die Temperaturdifferenz der Umgebung zur Hautoberfläche

und die Kamera kann diese nur noch schwer messen. Auch

im Winter ist die Personensuche anspruchsvoll. Denn dicke

Winterjacken strahlen nur wenig Körperwärme nach außen ab,

die unbedeckten Hautflächen wie Hände und Gesicht sind klein

und kühlen schnell aus.

Im Gegensatz zur Personensuche ist die Glutnestkontrolle per

Drohne und Wärmebildkamera ein einfacheres Unterfangen. Die

Temperaturunterschiede zur Umgebung sollten hier immer mehr

als ausreichend sein und sich im Wärmebild gut abzeichnen.

Dazu bieten moderne Drohnen auch sinnvolle Zusatzfunktionen

wie Temperaturalarme über das Wärmebild.

Moderne Drohnen bieten vielschichtige Einsatzmöglichkeiten.

Hierbei verhält es sich wie mit allen technischen Hilfsmitteln.

Werden sie sinnvoll eingesetzt und von einem gut ausgebildeten

Piloten gesteuert, können sie ihre Möglichkeiten voll entfalten

und bilden einen Mehrwert, der eine Anschaffung rechtfertigt.

Foto: Globe Flight

Thomas Mottner, Sales Enterprise & Academy, Globe Flight

Foto: Globe Flight

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Foto: Globe Flight


News

Fraport Aviation Academy trainiert

Flughafenfeuerwehren auf Rosenbauer

Highend-Simulator

Advertorial

Quelle Text und Bild: Rosenbauer International

Die Fraport Aviation Academy von

Fraport Slovenija hat mit 6. März

den Betrieb aufgenommen. Auf dem über

12.000 m2 großen Areal mit zahlreichen

3D-Trainingsmodellen – von Pumpensystemen,

Flugzeugteilen bis hin zum dreistöckigen

Brandhaus – wird künftig ein breit

gefächertes Ausbildungsprogramm für

die Bereiche Aviation und Non-Aviation

(Brandbekämpfung, Krisen- und Notfallmanagement)

angeboten. Rosenbauer ist

ein strategischer Partner der Fraport Aviation

Academy und hat das Training Center

Ljubljana mit modernster Feuerwehrtechnik

ausgestattet. Neben einem PANTHER

Taktik Simulator gehört dazu auch ein

PANTHER 6x6 für reale Fahrübungen,

das Einsatzinformationssystem EMEREC

Pilot zur Steuerung der Trainings sowie

das Fahrzeugmanagement service4fire zur

Sicherstellung der Betriebssicherheit und

Protokollierung der Fahrzeugverwendung.

Darüber hinaus wurden für Ausbildner

und Übungsteilnehmer komplette PSA-

Sets bestehend aus Schutzhelmen HE-

ROS-titan, Schutzanzügen FIRE MAX

3 und Einsatzstiefel geliefert, sodass diese

auch bei „Heißübungen“ optimal geschützt

sind. „

Die strategische Partnerschaft mit Rosenbauer

ist für uns von großer Bedeutung.

Die Kombination unseres Wissens

und unserer Erfahrung mit der neuesten

Technologie von Rosenbauer führt zu einer

höheren Ausbildungsqualität. Während der

Kurse erhalten die Teilnehmer ein integriertes

Wissen über die Nutzung der Fahrzeuge

und Ausrüstung sowie über die Taktiken

und Techniken der Feuerwehr. Gemeinsam

können wir noch bessere

Lösungen für Flughafenfeuerwehrleute

auf der

ganzen Welt entwickeln“,

sagt Thomas Uihlein, Direktor

der Fraport Aviation

Academy.

Sicher im Einsatz

Auf einem PANTHER

Taktik Simulator üben

Flughafenfeuerwehren die

Bedienung ihrer technisch

anspruchsvollen Fahrzeuge

und die Taktik für den jeweiligen

Einsatzfall. Sämtliche Einsatzszenarien

können trainiert, Flughäfen in allen Details

und mit dem gesamten Verkehr am

Rollfeld nachgebildet werden. Ein Operator

bzw. Ausbildungsleiter steuert die Trainings,

die Übungen werden aufgezeichnet

und können aus verschiedenen Winkeln sowie

aus der Vogelperspektive („Flying Eye“)

analysiert und nachbesprochen werden.

Die großen Vorteile von Simulatortrainings:

Sie sind immer unfallfrei, man

bringt selbst bei noch so heikler Mission

weder sich noch andere in Gefahr. Sie verbrauchen

keinen Treibstoff und auch keine

teuren Löschmittel. Und sie lassen sich

absolut realitätsnah gestalten und so oft

wiederholen, bis jeder Handgriff sitzt und

die Einsatzkräfte in der Lage sind, ihre

Geräte intuitiv richtig zu bedienen. Zudem

erlaubt ein Simulator das Üben von Einsatzszenarien,

die in realen Trainings aus

Kosten- oder Umweltschutzgründen nicht

abgebildet werden können.

Highend-Simulator

Den PANTHER Taktik Simulator

gibt es in verschiedenen Größen und

Ausführungen: Die Cockpit Classroom-

Variante ist die Lösung mit PANTHER-

Bedienelementen und 4k-Bildschirmen.

Diesen Cockpit Simulator kann man auch

auf einen transportablen Autoanhänger

oder Abrollbehälter verbauen und stellt

den gleichen Arbeitsplatz wie das Original

zur Verfügung: Bildschirme statt Fenster

und Rückspiegel, alles andere ist wie im

Einsatzfahrzeug.

Die Full-Cab-Version wird stationär verbaut

und bietet das intensivste Trainingserlebnis.

Sie besteht aus einer Original

PANTHER Kabine und einer vorgebauten

210° Projektionswand mit acht Metern

Bildschirmdiagonale. Die drei Projektoren

sind mit Edge Blending-Software

(Randüberblendung) ausgestattet, sodass

auf der Leinwand ein nahtloses Bild erscheint

und man die gleiche Rundumsicht

hat wie beim Blick aus dem Fahrzeug. Über

dem Kopf des Fahrers ist ein Bildschirm

montiert, der die Sicht auf den Löscharm

bzw. den Dachwerfer freigibt. Das Fahrverhalten

ist auch im Simulator abhängig

vom Tankinhalt des PANTHER und den

Fahrbahnverhältnissen, die Lenkung gibt

ein Feedback über das befahrene Terrain.

Alles realistisch

Der Löschangriff auf ein brennendes

Flugzeug kann nirgends so realitätsnah

und gefahrlos geübt werden wie in einem

PANTHER Taktik Simulator: gleichzeitiges

Fahren und Löschen, das richtige

Aufstellen des Fahrzeuges am Einsatzort,

die exakte Steuerung des Löscharms und

der verschiedenen Werfer (Front-, Dach-

, Löscharm- und Heckwerfer) oder das

positionsgenaue Durchstoßen einer Flugzeughaut

mit dem Piercing Tool.

Wie sich das Feuer verhält, in welcher

Dynamik es sich ausbreitet bzw. niedergeschlagen

wird, wird über Algorithmen

dargestellt. Man sieht genau, mit welcher

Strahleinstellung am Wasserwerfer der

beste Löscherfolg erzielt werden kann und

wo bereits mit Schaum gelöscht wurde.

Wenn die Löscharbeiten unzureichend

waren, breitet sich das „virtuelle Feuer“ erneut

aus. Alles sehr realistisch und in der

vollen Dynamik, die ein Einsatz zur Flugzeugbrandbekämpfung

mit sich bringt.

• PANTHER TAKTIK Simulator

• PANTHER Originalkabine

• 3 Projektoren mit Edge Blending

• Dachmonitor für Überkopfprojektion

• 210° Projektionswand

• Bildschirmformat: 8.000 mm Durchmesser,

4.000 mm Höhe

• Kabinengröße L x B x H: 3.000 x

3.000 x 2.500 mm

19


News

S-GARD lädt zum Best Of-Event 2019

Advertorial

Quelle Text und Bild: S-Gard

Feuerwehrleute und Rettungskräfte

aus ganz Deutschland kommen am

1. Juni 2019 zum gemeinsamen Training

nach Heitersheim. S-GARD präsentiert

die besten Workshops und Übungsszenarien

aus dem aktuellen Safetytour-Ausbildungsprogramm

2019

Termin: 1. Juni 2019

Ort: Heitersheim

Anmeldefrist: 30. April 2019

Anmeldungen unter:

www.s-gard.de/safetytour/best-of-2019

Zusammen mit der Feuerwehr Heitersheim

richtet S-GARD am Samstag, dem

1. Juni 2019, in Heitersheim das diesjährige

Best-Of-Safetytour-Event aus. Das

Programm umfasst Workshops zu den

Themen Atemschutz, Technische Hilfeleistung

und Gefahrguteinsatz sowie einen

Trainings-Parcours mit elf Stationen und

unterschiedlichen Übungsszenarien. Alle

Veranstaltungen laufen parallel und können

separat gebucht werden.

Die Anmeldung erfolgt online

über die S-GARD-Webseite

www.s-gard.de/safetytour/

best-of-2019/.

20

Anmeldeschluss ist der 30. April 2019.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnehmen

können Feuerwehrleute und Rettungskräfte

aus Deutschland und dem

benachbarten Ausland. Voraussetzung ist

eine abgeschlossene Feuerwehrgrundausbildung.

Für den Trainings-Parcours ist

zusätzlich der Nachweis über die Feuerwehrtauglichkeit

Atemschutz G 26.3 erforderlich.

Konzipiert und geleitet werden die

Workshops und die Stationen des Teamparcours

von praxiserfahrenen Trainern der

S-GARD-Safetytour. Sie vermitteln aktuelles

Feuerwehrwissen mit modernen Methoden

und auf Augenhöhe. Die Übungsszenarien

bieten Trainingsmöglichkeiten,

die in den Feuerwachen vor Ort häufig so

nicht realisierbar sind.

Teamtraining in der Feuerwehrausbildung

– Trainingsparcours

mit elf Tasks

An den Stationen des Trainingsparcours

ist Teamarbeit gefordert. In kleinen Gruppen

üben die Teams wichtige Handgriffe,

Kommunikationsabläufe und den Umgang

mit Ausrüstung ein. Die gestellten Aufgaben

– Tasks – sind komplex und können

nur gemeinsam gelöst werden. Dabei spielt

auch der Zeitfaktor eine Rolle. „Es ist so

ein bisschen wie Spiel ohne Grenzen für

Feuerwehrleute“, erläutert Frank Gerhard,

der Leiter der Safetytour, das Konzept der

Tasks auf dem Parcours. „Der Spaß soll

nicht zu kurz kommen, auch wenn der

Hintergrund durchaus ernst ist und wir

Fähigkeiten und Abläufe trainieren, die im

Ernstfall Leben retten und Gefahren reduzieren

können“, so Gerhard weiter.

Zu den Aufgabenstellungen im Parcours

zählen in diesem Jahr beispielsweise die

Rettung einer verunglückten Person über

einen Fluss, das Löschen eines Gasbrandes

sowie die koordinierte Dekontamination

bei einem Gefahrguteinsatz. Einmal geht

es darum, eine Lösungsstrategie zur Rettung

eines Menschen unter erschwerten

Bedingungen über einen Fluss zu entwickeln.

An einer anderen Station besteht die

Aufgabe darin, eine austretende Großgasflamme

so zu in Schach zu halten, dass sich

Rettungskräfte dem Leck nähern und ggf.

eine verletzte Person retten können. Beim

Thema Gefahrguteinsatz werden der Ablauf

und das optimale Zusammenspiel des

Teams bei der Dekontamination eingeübt.

Rahmenprogramm –

die besten Workshops 2019

Parallel zum Teamtraining auf dem Parcours

finden fünf Workshops statt. Die

Workshops sind ganztägig und enthalten

jeweils theoretische Teile und praktische

Übungen. Die Titel lauten: „Phänomene


News

der schnellen Brandausbreitung“, „Einsatztaktik

im Atemschutzeinsatz“, „Umgang

mit suizidgefährdeten Personen“, „Taktische

Ventilation“ und „Soziale Kompetenz“.

Im Workshop „Phänomene der schnellen

Brandausbreitung“ werden Themen

wie „Schwerkraftströmung“, „Wärmebildkamera“,

„Dynamische Strahlrohrführung“

behandelt und Brandverläufe praktisch simuliert.

(Workshop 1, 9–17 Uhr)

Der Workshop „Einsatztaktik im Atemschutzeinsatz“

vermittelt die Themen „Dynamische

Strahlrohrführung“, „Schlauchmanagement“,

„Wämebildkamera“ und

„Türöffnungsprozedur“. (Workshop 2,

9–17 Uhr)

Workshop 3 behandelt den „Umgang

mit suizidgefährdeten Personen“. Er vermittelt

Hintergrundwissen und praktische

Erfahrungen, gibt Handlungsempfehlungen

für Akutsituationen sowie Hinweise zu

den Themen Eigensicherung, Annäherung,

Kontaktaufnahme, Gesprächsführung und

Nachbereitung. Entsprechende Einsatzsituationen

werden im Workshop anhand

von Echtlagen und Hörbeispielen simuliert

und im Rahmen eines Planspiels eingeübt.

(Workshop 3, 9–16 Uhr)

Im Workshop 4 geht es um den Bereich

„Taktische Ventilation“. Inhalte sind „Sensibilisierung

der Einsatzkräfte“, „Erkennen/Beurteilen

von (Rauch-)Gefahren“,

„Taktische Vorgehensweise“, „Einsatzgrundsätze“,

„Erfahrungen aus Einsätzen“,

„Planübungen“ sowie „Praktische Demonstration:

Verschiedene Gerätetechnologien,

Vorgehensweise mit einem Lüfter

als Ersteinsatzmittel“. (Workshop 4, 9–17

Uhr)

„Soziale Kompetenz“ ist das Stichwort

für Workshop 5. Auf dem Programm stehen

Themen wie Synergetik, das Erkennen

und Erleben eigener Reaktionen und

Muster und die Erstellung eines eigenen

Persönlichkeitskompasses. Die TeilnehmerInnen

lernen außerdem die Transaktionsanalyse

kennen, die helfen kann, die

eigenen Ressourcen zu erkennen und für

sich und andere zu nutzen. (Workshop 5,

9–16 Uhr)

Es wird empfohlen, die eigene persönliche

Schutzausrüstung mitzubringen. Welche

Ausrüstung erforderlich ist, ist bei den

einzelnen Workshops angegeben. Ausrüstung

kann gegen einen Gebühr auch

vor Ort von der Feuerwehr Heitersheim

ausgeliehen werden. Das Angebot ist begrenzt.

Die S-GARD Safetytour

Veranstalter des Best of-Events ist die

Firma S-GARD. Sie ist einer der größten

Hersteller von Feuerwehrschutzkleidung

in Europa und richtet seit vielen Jahren

mit einem eigenen Team die S-GARD-

Safetytour aus. Das Aus- und Fortbildungsprogramm

für Feuerwehren umfasst

Workshops zu aktuellen Feuerwehrthemen

sowie Seminare für Führungskräfte

(Dialog). Die Workshops werden von erfahrenen

Feuerwehrleuten und -trainern

mit modernen Methoden konzipiert und

durchgeführt und können von Feuerwehren

an ihrem Standort gebucht werden.

Das aktuelle Trainingsangebot ist auf der

Webseite von S-GARD unter dem Stichwort

„Safetytour“ zu finden

„Best Of“

Das Event „Best of“ stellt eine Auswahl

der aktuellsten Themen und besten Workshops

des Safetytour dar. Die Veranstaltung

findet einmal jährlich an wechselnden

Orten statt und vermittelt einen Überblick

über den aktuellen Stand moderner Feuerwehrausbildung.

Das Angebot richtet

sich an Feuerwehrleute und Rettungskräfte

und bietet in konzentrierter Form

Übungsszenarien und Trainingsmöglichkeiten,

die in der regulären Feuerwehrausbildung

der Feuerwachen nur selten zur

Verfügung stehen.

Über S-GARD

Die Marke S-GARD® ist eingetragenes

Warenzeichen der Hubert Schmitz

GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in

Heinsberg wurde 1887 als Weberei für

Spezialgewebe gegründet. Heute ist es

einer der marktführenden Hersteller für

qualitative Berufs-, Rettungsdienst- sowie

Feuerwehrschutzbekleidung in Europa.

S-GARD ist Veranstalter der SAFETY-

TOUR

21


News

DRK-Kältebus Karlsruhe - 433,50 ehrenamtliche

Helferstunden geleistet

Seit Januar 2019 rollt der DRK-Kältebus in den Abendstunden durch Karlsruhe und versorgt bedürftige Menschen

mit warmen Tee, Schlafsäcken, Mützen und Jacken. Ab 0°C treffen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

und starten ihre Tour durch die Straßen Karlsruhes.

Quelle Text und Bilder: DRK-Kreisverband Karlsruhe e.V

„Langsam neigt sich der Winter dem Ende

zu und somit endet auch die erste erfolgreiche

Saison des DRK-Kältebus,“ erzählt

Maximilian Scheer, einer der organisatorischen

Leiter des Projekts.

22

61 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe

unterstützen das Projekt. Insgesamt

433,50 Helferstunden werden für die erste

Kältebussaison verzeichnet. „Wir sind

überwältigt wie viele Bürgerinnen und

Bürger sowie Mitglieder aus den DRK-

Ortsvereinen sich nach dem Feierabend

noch ehrenamtlich engagieren.“

29 Mal rückte der DRK-Kältebus seit

Januar 2019 aus und traf im Durchschnitt

13 Obdachlose pro Nacht an.

Auch etliche Sachspenden aus der Bevölkerung

erreichten den DRK-Kältebus.

Davon wurden 22 Paar Socken, 21 Schlafsäcke,

20 Decken, 18 Paar Handschuhe, 9

Mützen, 9 Isomatten, viele Hosen, Pullis

und Jacken ausgegeben. Unzählige Liter

warmen Tees wurden verteilt und viele Gespräche

mit den Obdachlosen geführt.

Von den Spenden aus der Bevölkerung

wurde eine Erstausstattung für den DRK-

Kältebus angeschafft. Einen 30 Liter Wasserkocher,

Thermoskannen, Tee, Becher

und Zuckersticks, aber auch Warnwesten

für die ehrenamtlichen Fahrer wurden gekauft.

„Inzwischen sind wir bekannt bei den

hilfsbedürftigen Menschen und auch bei

der Bevölkerung. Das macht uns unsere

Arbeit viel einfacher“, erklärt Roland Weber,

der ehrenamtlich mit dem DRK-Kältebus

unterwegs ist. „Oft werden wir schon

sehnsüchtig erwartet.“

Nächsten Winter soll das erfolgreiche

Projekt weitergeführt werden. Mehr Informationen

finden Sie unter www.drkkarlsruhe.de


Aus den Wehren

Feuerwehr Köln: Eine besondere

Feierstunde zur Vereidigung von

neuen Feuerwehrkollegen und

einer Feuerwehrkollegin

Quelle Bild und Text: Presseteam Feuerwehr Köln

Am Montagmorgen des 01. April, fand in den Räumen des Führungsund

Schulungszentrums der Feuerwehr Köln in der Scheibenstraße

eine besondere Feierstunde statt.

Neben den achtzehn Anwärtern und einer

Anwärterin hatten sich zu diesem

besonderen Anlass Mitarbeitende der Feuerwehr

Köln sowie Verwandte und Freunde

der Anwärter eingefunden. Gemeinsam

mit Stadtdirektor Dr. Stephan Keller

wurden durch die Führung der Feuerwehr

Köln die Anwärter und die Anwärterin

vereidigt und alle erhielten ihre Urkunden

zur Verbeamtung. In seiner Begrüßungsrede

stellte der ltd. Branddirektor Frank

Stobbe die besonderen Verpflichtungen

für Beamtinnen und Beamte und im Besonderen

die Aufgaben der Feuerwehr im

Brandschutz und im Rettungsdienst heraus.

Er machte deutlich, dass insbesondere

die Feuerwehr im Brandschutz und im

Rettungsdienst immer dann zur Stelle ist,

wenn sie gebraucht wird, völlig unabhängig

von der Frage, wer Hilfe benötigt.

Im Anschluss daran dankte der Stadtdirektor

der Feuerwehranwärterin und den

Feuerwehranwärtern dafür, dass sie sich

für diesen sehr anspruchsvollen Beruf entschieden

haben. Herr Dr. Keller betonte,

dass bei der Feuerwehr die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen,

wörtlich nannte er die Kolleginnen

und Kollegen „das Herzstück der Feuerwehr“.

Herr Dr. Keller wies auf die Besonderheiten

in diesem Beruf hin, er sparte

aber auch nicht die möglichen Gefahren

in Einsätzen aus. Dann wünschte er den

Neuen eine interessante und erfolgreiche

Ausbildungszeit. Nach der Zeremonie

der Vereidigung wurden die jungen Kol-

legen und die Kollegin in die Obhut

der Feuerwehrschule der Stadt Köln

übergeben. Vorher bestand jedoch

noch die Möglichkeit zum gemeinsamen

Gespräch mit den Freunden und

Verwandten, den zukünftigen Ausbildern

und der Führung der Feuerwehr.

In den kommenden 18 Monaten

erhalten die jungen Anwärter und

Anwärterinnen in mehreren Ausbildungsabschnitten

die für den Feuerwehrberuf

notwendige Fachlichkeit

und sie lernen die unglaubliche Vielfältigkeit

dieses Berufes kennen.

Die Grundlagen der Naturwissenschaften

werden in dieser Zeit genauso

gelehrt wie alles rund ums Feuerwehrhandwerk

sowie die Grundlagen

des Rettungsdienstes. Neben einer

fundierten theoretischen und praktischen

Ausbildung in der

Feuerwehr- und in der Rettungsdienstschule

erfolgt die praxisnahe

Ausbildung auf den Feuer- und Rettungswachen

unter der Anleitung von

erfahrenen Kolleginnen und Kollegen.

Die Ausbildung schließt mit einer

Laufbahnprüfung ab. Erst dann werden

die neuen Kollegen und die neue

Kollegin gerüstet für den Beruf fest in

einer Funktion im Einsatzdienst auf

einer Feuer- und Rettungswache eingesetzt.

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23


Einsätze

Feuerwehr Gera - Einsatzreiche Nacht

„Starke Rauchentwicklung in der Reichsstraße“ - das war die Meldung, welche am 06.03.2019 um 21:28 Uhr zur

Alarmierung der Löschzüge der Berufsfeuerwehr Gera, der Freiwilligen Feuerwehren Gera - Mitte und Gera - Liebschwitz

führte.

Quelle Bild und Text: Feuerwehr Gera

Vor Ort bestätigte sich die Meldung. In der Lagerhalle einer

Firma im Hinterhof war ein Feuer ausgebrochen. Dort lagert

unter anderem Pyrotechnik, deswegen war die Evakuierung

von zwei umliegenden Häusern erforderlich. Aus diesem Grund

wurden der MANV (Abrollbehälter- Massenanfall an Verletzten),

der Orgl (organisatorischer Leiter Rettungsdienst) und der LNA

(leitender Notarzt) zur Einsatzstelle gerufen. Diese Einheit baute

ein beheizbares Zelt auf, in dem die 26 evakuierten Menschen untergebracht

wurden.

Zeitgleich startete ein Löschangriff im Inneren des Gebäudes.

Aufgrund der Bauweise war es schwierig, direkt an den Brandherd

zu kommen. Deswegen wurde einiges an Inventar aus dem Gebäude

entfernt und die Dachhaut mit einer Rettungssäge geöffnet

und mit Schaum abgelöscht.

Mit dem Brand einhergehend kam es zu einer Verrauchung der

Reichsstraße. Durch die zentrale Leitstelle Gera wurde MOWAS

( Modulares Warnsystem ) ausgelöst und die Bevölkerung gebeten,

Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr Gera -

Langenberg wurde in Bereitschaft versetzt.

Der Betreuungszug des DRK versorgte die Einsatzkräfte mit

Speisen und Getränken.

Um 00:22 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden und die

Anwohner konnten zurück in ihre Wohnungen. Beim Einsatz verletzten

sich zwei Feuerwehrmänner und mussten zur Behandlung

ins Klinikum Gera gebracht werden.

Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Um 04:55 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „Commerzbank

/ Explosion mit Brandfolge“ alarmiert. Auf der Anfahrt

konnte ein Feuer im Foyer der Bank erkannt werden. Nach

Lageerkundung stellte sich heraus, dass zwei Flaschenpakete mit

brennbarem Gas und Sauerstoff weiterhin abströmten. Sofort

wurde ein Löschangriff vorgetragen. Parallel dazu wurden die 4

gefährlichen Flaschen aus dem Gefahrenbereich entfernt. Zur Sicherheit

gingen die Trupps mit einem Mehrgasmessgerät vor, um

vor einer gefährlichen Gaskonzentration gewarnt zu werden. Nach

Beseitigung der Gefahren wurde die Einsatzstelle an die Polizei

übergeben. Der Rettungsdienst war zur Absicherung der Einsatzkräfte

mit vor Ort.

Feuerwehr Hannover - Brandserie in

Hannover Ricklingen

Am späten Freitagabend des 22.03. brannte es innerhalb von zwei Stunden an drei Stellen in Hannover-Ricklingen.

Um 22:40 Uhr wurde der Regionsleitstelle ein Brand im Ricklinger Stadtweg gemeldet.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen

aus einem Durchgang des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses

und drohten über die Fassadendämmung auf das erste

und zweite Obergeschoss überzugreifen. Mehrere Glasscheiben

waren bereits geborsten. Die Mieter hatten sich vor Ankunft der

Feuerwehr ins Freie retten können.

Durch den Zerstörungsgrad an Fassadenelementen, Brandrauch

in den Wohnungen und durch den Brandschutt im Durchgang,

können die Mieter vorübergehend nicht in ihre Wohnungen

zurück, da die Wohnungen über diesen Durchgang erschlossen

sind.Die Schadenhöhe beträgt nach ersten Schätzungen ca. 50.000

Euro. Die Brandursache ist unklar. Hierzu hat die Kriminalpolizei

die Ermittlungen aufgenommen.

Während der Lösch- und Aufräumarbeiten wurde der Feuerwehr

ein weiterer Containerbrand in der Straße Im Lämpchen

gemeldet. Hier brannte ein Altpapierbehälter.

24

Der Brand konnte

schnell gelöscht werden.

Um 00:20 Uhr musste

die Feuerwehr erneut

ausrücken. Es wurde ein

Kellerbrand, wiederum

im Ricklinger Stadtweg,

gemeldet. Rauch kam

aus dem Kellerbereich

des viergeschossigen

Mehrfamilienhauses.

Der Kleinbrand konnte

schnell lokalisiert und

Quelle Bild und Text: Feuerwehr Hannover gelöscht werden.

Die Feuerwehr Hannover war mit 10 Fahrzeugen sowie 30 Einsatzkräften

bis 01:20 Uhr im Einsatz.


Quelle Text und Bilder: Berufsfeuerwehr Regensburg, Mario Stuber

Als die ersten

Einsatzkräfte

eintrafen, betätigte

sich nach kurzer

Erkundungsphase

das Meldebild.

Es konnte ein

Brandgeruch in der

Schreinerei, sowie

eine Rauchentwicklung

an einer

außen befindlichen

Zugangsöffnung des Spänesilos festgestellt werden.

Umgehend wurden von der Feuerwehr mehrerer C-Rohre zur

Absicherung des Innen- und Außenbereiches aufgebaut und

Messungen mit Wärmebildkameras durchgeführt. So konnte eine

weitere Brandausbreitung, durch fest am Silo angeschlossene Anlagenteile

verhindert werden. Parallel wurde mit Hilfe der Drehleiter

und dem Sonderlöschmittel CO², eine erster Löschversuch

durch fluten des Spänesilos eingeleitet.

Nach dem kontrollierten einbringen von CO² und dem Überwachen

der jetzt sinkenden Temperatur, konnte gegen 9:30 Uhr

mit Hilfe von vier Atemschutztrupps das Silo bestiegen und ausgeräumt

werden. Die Späne und darin befindlichen Glutnester

mussten Stück für Stück abgetragen, abgelöscht und im Freien

nachgelöscht werden. Das Räumen der im Silo befindlichen Späne

dauerte bis ca. 13 Uhr an.

Einsätze

Feuerwehr Regensburg - Brand Schreinerei

Am 01. April gegen 07:20 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle Regensburg, durch die Mitarbeiter einer in Haselbach

ansässigen Schreinerei, über einen Silobrand in ihrer Firma informiert. Auf Grund dieser Mitteilung wurde umgehend,

neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Einheiten Wutzelhofen und Sallern mitalarmiert.

Nach den Löscharbeiten musste ein kleiner Teil des Gebäudes

entraucht und ein tiefergelegener Räum belüftet werden. Durch

ein gezieltes natürliches Lüften, konnte aber schon während der

Arbeiten eine unkontrollierte Rauchausbreitung in den Werkstattbereich

der Schreinerei verhindert werden.

Während der Arbeiten musste auf Grund der Rauchentwicklung

und des Sonderlöschmittels CO², ständig umluftunabhängiger

Atemschutz getragen werden. Insgesamt waren 8 Atemschutztrupps

der Feuerwehr im Einsatz. Die Belegschaft der Firma

wurden kurzzeitig durch den Rettungsdienst betreut und konnte

bzw. musste einen ungeplanten, freien Tag einlegen. Bei dem Einsatz

selbst, wurden keine Personen verletzt. Nach Abschließenden

Messungen konnte das Objekt gegen 13:30 Uhr wieder der Geschäftsleitung

übergeben werden.

Zur Brandursache

oder der Schadenshöhe

kann seitens

der Feuerwehr

nichts gesagt werden.

An dem Einsatz

waren neben

dem Rettungsdient

und der Polizei, ca.

35 Kräfte der Berufsfeuerwehr

Regensburg

und der

beiden Löschzüge Wutzlhofen, Sallern beteiligt.

Ölteppich im Schiersteiner Hafen

beschäftigte die Feuerwehr Wiesbaden

Am Mittwoch Morgen, 10. April, wurde die Feuerwehr gegen 10.30 Uhr durch Passanten über einen Ölteppich im

Schiersteiner Hafen informiert.

Vor Ort stellte sich ein ca. 70m² großer Ölfilm im Bereich

rechtsseitig neben der Hafenausfahrt im Schiersteiner Hafen

dar. Dieser wurde durch die Strömungsverhältnisse in Richtung

der Bootliegeplätze getrieben.

Die Feuerwehr dämmte die Ausbreitung des Ölfilms mittels

schwimmfähiger Ölsperren und unter Zuhilfenahme eines Feuerwehrbootes

ein.

Durch die Wasserschutzpolizei erfolgte die weitere Erkundung

und Ursachenermittlung des Ölaustrittes. Diese ist zum jetzige

Zeitpunkt noch unklar. Ebenfalls unterstützte ein Polizeihubschrauber

aus der Luft und prüfte ob auf dem Rhein ebenfalls

ein Ölteppich erkennbar ist. Dies konnte nach kurzer Zeit ausgeschlossen

werden.

Neben der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei war an der

Ein Teil des Ölfilms im Schiersteiner Hafen. Im Hintergrund die durch

die Feuerwehr ausgebrachte Ölsperre.

Abwehr der Umweltgefahr das Umweltamt der Stadt Wiesbaden

beteiligt.

25

Quelle Text und Bild: Feuerwehr Wiesbaden Berufsfeuerwehr


Hilfsorganisationen

Die meisten Todesfälle ereigneten sich

an den ungesicherten Badestellen,

vor allem im Binnenland. Dort kamen 435

Menschen ums Leben, das entspricht etwa

86 Prozent der Gesamtzahl. 161 starben in

Flüssen, 233 in Seen und Teichen. „Binnengewässer

führen leider noch immer die Ertrinkungsstatistiken

an, denn sie werden in

den seltensten Fällen von Rettungsschwimmern

bewacht. Das Risiko, zu ertrinken, ist

hier deutlich höher. Wir stehen Kommunen

und Landkreisen weiterhin mit Gefahrenexpertise

und Rettungsschwimmern zur

Verfügung, man muss nur auf uns zukommen“,

erklärt Achim Haag, Präsident der

DLRG. Ein schlichtes Badeverbotsschild

halte die wenigsten davon ab, ins Wasser

zu gehen. In Schwimmbädern fanden mit

29 Badegästen vergleichsweise wenige den

nassen Tod.

Die Anzahl der Opfer ist 2018 insgesamt

um 19,8 Prozent auf 504 gestiegen. Der

Sommer im Jahr 2018 setzte bereits im April

ein und ab da stiegen die Ertrinkungszahlen

sukzessive an. Viele Menschen sehnten sich

bei schönstem Wetter nach Abkühlung und

gingen oft zu sorglos ins Wasser. Das beweisen

allein die Monate Juni und Juli, in

denen allein 212 Menschen im Wasser ums

Leben kamen – 42 Prozent der Gesamtzahl.

Andere Gründe sind erneut auch Alkoholmissbrauch

und Selbstüberschätzung.

Die tödlichen Unfälle an Nord- und

Ostsee haben sich im Vergleich zu 2017

um drei Fälle reduziert. An den Küsten

zwischen Borkum und Usedom starben 25

Menschen (vier in der Nord- und 21 in der

Ostsee), davon viele beim Segeln oder Angeln

– „ein weiterer Indikator dafür, dass

sich die ehrenamtliche Arbeit der Rettungsschwimmer

auszahlt und dem Zentralen

Wasserrettungsdienst Küste eine hervorragende

Leistung bescheinigt“, so Haag.

Dahingegen ist die Zahl der Todesfälle in

Schwimmbädern gestiegen. 2018 verzeichnete

die DLRG-Statistik 29 (2017: 12)

Opfer in Frei-, Hallen- und Naturbädern.

In privaten Swimmingpools ertranken zwei

Menschen.

26

DLRG Barometer:

mindestens 504 Todesfälle

Hamburg/Bad Nenndorf. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 504 Menschen ertrunken. 435 Männer und Frauen,

das sind rund 86 Prozent der Opfer, verloren in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen ihr Leben. Diese Zahlen gab die Deutsche

Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag (21.2.) in Hamburg bekannt. „Hatten wir im vorherigen Jahr durch

den per se ausgebliebenen Sommer verhältnismäßig geringe Ertrinkungszahlen, bewies das langanhaltende Sommerwetter

nun, dass es leider auch anders gehen kann“, beklagte Achim Wiese, Pressesprecher der größten Wasserrettungsorganisation

der Welt.

Im Geschlechtervergleich liegt der Anteil

der Frauen bei rund 18 Prozent, Männer

bilden abermals die Risikogruppe. „Das

lässt sich meist auf Leichtsinn, Risikobereitschaft

und Selbstüberschätzung zurückführen“,

so Pressesprecher Wiese.

Besonders vom Ertrinken betroffen sind

nach wie vor Ältere. In der Altersklasse

ab 55 Jahren ertranken 203 Menschen,

das sind 40,3 Prozent der Gesamtzahl,

im Vorjahr waren es noch 29,2 Prozent.

Negativ sind auch die Ergebnisse bei den

jungen Menschen ausgefallen. Elf Kinder

im Grundschul- und 15 im Vorschulalter

ertranken im Wasser.

Eine besondere Risikogruppe bilden

weiterhin die Flüchtlinge. Im vergangenen

Jahr ertranken 33 Asylsuchende, die so

gut wie alle Nichtschwimmer waren. Die

DLRG hat hier bereits gehandelt und die

Baderegeln in über 25 Sprachen übersetzt:

https://www.dlrg.de/informieren/regeln/

uebersetzungen-baderegeln.html.

Wie in den Vorjahren ertranken die

meisten Menschen in Bayern. Im Freistaat

kamen 89 Personen ums Leben. Auf Rang

zwei liegt Nordrhein-Westfalen mit 63, gefolgt

von Niedersachsen (61) und Baden-

Württemberg (62) sowie Hessen (36) und

Mecklenburg-Vorpommern (31).

In der internationalen Statistik „Ertrinken

je 100.000 Einwohner“ schließt

die Bundesrepublik Deutschland bei 82

Millionen Einwohnern mit dem sehr guten

Wert von 0.61 ab. Damit liegt sie im

weltweiten Vergleich mit England, den

Niederlanden und Italien in der Spitzengruppe.

Bei den Bundesländern rangiert

Mecklenburg-Vorpommern mit 1.92 an

letzter Stelle. Thüringen schließt mit sieben

Opfern im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl

mit 0.33 am besten ab. Es folgen

Berlin (ebenfalls 0.33), Nordrhein-Westfalen

(0.35) und Rheinland-Pfalz (0.54).

Petition für Bädererhalt

DLRG-Präsident Haag: „Hier ist vermutlich

auch ein Zusammenhang mit der

zurückgehenden Schwimmfähigkeit und

den anhaltenden Bäderschließungen in

Deutschland zu sehen.“ Seit Jahren kritisiert

die DLRG immer wieder vehement

die sich verschlechternden Rahmenbedingungen

für die Schwimmausbildung. Immer

mehr Schwimmbäder schließen oder

werden in so genannte Spaßbäder umfunktioniert,

in denen an Schwimmausbildung

nicht mehr zu denken ist. In der Folge werden

Wartezeiten für Schwimmkurse länger.

„Wir müssen Bäder erhalten, Bäder bauen

und nicht wegrationalisieren. Schließungen

gehen zu Lasten der Wassersicherheit

der Bevölkerung und bezahlbarer sozialer

Angebote“, mahnt Haag.

Die möglichen Folgen sind schon jetzt

absehbar: Rund 60 Prozent der Zehnjährigen

sind keine sicheren Schwimmer. Bereits

25 Prozent der Grundschulen haben

keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad

– oder müssen zum Teil lange Wege

auf sich nehmen. Vor diesem Hintergrund

hat die DLRG unter dem Titel „Rettet die

Bäder“ eine bundesweite Online-Petition

ins Leben gerufen, um auf das Thema aufmerksam

zu machen und dem anhaltenden

Negativtrend entgegenzuwirken. Mindestens

50.000 Unterschriften sind das Ziel,

damit diese direkt an den Petitionsausschuss

des Deutschen Bundestags weitergereicht

werden. Alle weiteren Informationen

dazu unter www.rettet-die-baeder.de.

Quelle Text: DLRG


Hilfsorganisationen

Einsatz Antarktis - Ein THW-

Helfer in anderer Mission

am Ende der Welt

Seit Bestehen des Technischen Hilfswerks haben die Einsatzkräfte der Bundesanstalt schon viel gesehen und erlebt.

Doch was Benjamin Eberhardt aus dem THW-Ortsverband Frankfurt am Main gerade erfährt, ist ein einmaliges

Abenteuer am südlichsten Punkt der Erde. Sein Aufenthalt in der Antarktis mag zwar kein THW-Einsatz sein, er

bietet ihm aber die Möglichkeit, seine bisher erlernten THW-Kenntnisse in ein internationales Forschungsprojekt

einzubringen, an dem er selbst als Wissenschaftler beteiligt ist.

Quelle Text: THW

(Quelle: THW/National Science Foundation/Benjamin Eberhardt)

Zusammen mit seiner Kollegin Kathrin Mallot (links) stellt Benjamin Eberhardt sicher, dass

die Detektoren des Neutrino-Telesko

Als Dr. Benjamin Eberhardt im August

2018 seine THW-Grundausbildung

erfolgreich absolviert hatte, sprach man

in Deutschland von einem „Jahrhundertsommer“.

Bei Temperaturen jenseits der

30 Grad Celsius stand der 35-Jährige in

seinem kompletten Einsatzanzug in der

prallen Sonne und musste Aufgaben lösen.

Ein Bild, das einem beim bloßen Gedanken

daran den Schweiß auf die Stirn

treibt. Oder aber, wie im Falle Eberhardt,

vielleicht sogar eine schöne Erinnerung ist.

Die Kälte, die ihn nämlich jetzt auf seinem

knapp 1,5 Kilometer langen Weg von

der Amundsen-Scott-Station zu seinem

Arbeitsplatz, dem sogenannten IceCube-

Labor, in der Antarktis umgibt, kann man

sehen. Man sieht sie nicht nur aufgrund

des alles einhüllenden Weiß‘, das sich als

Schnee und Eis bis weit hinter den Horizont

erstreckt. Es ist so kalt, dass der Atem

sofort gefriert und sich auf den Augenbrauen

und Wimpern Eberhardts kleine,

aber deutlich sichtbare Eiskristalle bilden.

Minus 25 Grad Celsius zeigt das Thermometer

an.

Von Mainz an den Südpol

Als Physiker ist Eberhardt Teil eines internationalen

Forschungsprojektes im Ice-

Cube-Lab. Eben jenem Labor, zu dem er

nun in der Kälte unterwegs ist. Bereits seit

2011 forscht er von Mainz aus für das Labor.

2018 erfolgte seine Bewerbung auf die

Stelle in der Antarktis. Jetzt werden er und

seine Kolleginnen und Kollegen am Südpol

mit einem

speziellen

Teleskop

Neutrinos

beobachten,

um bisher

unzugängliche

Ereignisse

im Universum

zu

Beobachten.

Da diese

ungeladenen

und sehr

massearmen

Teilchen nur

www.

schwer zu beobachten sind, braucht man

ideale Bedingungen. Und diese findet die

IceCube-Forschungsgemeinschaft – so

merkwürdig es in Anbetracht der sonst so

widrigen Umstände auch klingen mag – in

der Antarktis. Eberhardt ist dabei für die

Überwachung von 5160 Detektoren verantwortlich,

die 1,5 bis 2,5 Kilometer tief

im Eis versenkt sind. Ohne sie kann das

IceCue-Team keine verwertbaren Forschungsdaten

sammeln.

Acht Monate unter Extremen

im Nirgendwo

Für die nächsten acht Monate wird die

Antarktis Arbeitsplatz und Zuhause für

den jungen THW-Helfer sein. Der Winter

ist hier allgegenwärtig und der Sommer in

Frankfurt am Main samt schweißtreibender

THW-Grundausbildung fern. Und

mit jedem weiteren Tag werden die Lebensbedingungen

rund um die Amundsen-

Scott-Station in der Antarktis feindlicher.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen

fallen immer weiter. Minus 30, minus

40, minus 60 Grad Celsius sind von nun

an keine Seltenheit mehr. Die Sonne wird

Eberhardt in den nächsten Monaten gar

nicht mehr sehen.

Wer hier überleben möchte, geht nicht

all zu lange ohne winterfeste und warme

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Hilfsorganisationen

Vor nicht mal einem Jahr hat Benjamin Eberhardt

noch in voller THW-Montur während

seiner Grundausbildungsprüfung geschwitzt.

Kleidung nach draußen, braucht spezielles

Training und muss sich absolut auf seine

Mitmenschen verlassen. Die rund 40 weiteren

Bewohnerinnen und Bewohner der

Südpolstation müssen sich selbst versorgen

und im Notfall helfen können. Das letzte

Versorgungsflugzeug landete im Februar,

das nächste wird frühestens Mitte Oktober

kommen; dann wenn die Temperaturen

eine Landung auf dem Eis wieder zulassen.

Die freie Zeit gut nutzen

Wenn Eberhardt gerade nicht durch die

Kälte des Südpols zum Forschungslabor

watet oder auf Monitoren die eingehenden

Daten kontrolliert, gilt es, die freie

Zeit in der Station zum Einen abwechslungsreich

und zum Anderen sinnvoll zu

gestalten. Seine THW-Grundausbildung

ist hier nur auf den ersten Blick nicht von

Nutzen. Wie bereits erwähnt, müssen sich

die Forschungsmitglieder in dieser außergewöhnlichen

Lebenssituation aufeinander

verlassen können. Die Kameradschaft, wie

der Physiker und ehrenamtliche Helfer sie

während seiner Zeit beim THW-Ortsverband

in Frankfurt erfahren hat, ist hier ein

gutes Mittel gegen Kälte und Isolation.

Aber auch seine Kenntnisse im Umgang

während Not- und Einsatzsituationen ist

auf der Amundsen-Scott-Station ein wichtiges

soziales Bindeglied.

Mit THW-Wissen im Notfall

Nicht umsonst ist Eberhardt in zwei

von insgesamt fünf Notfall-Teams auf

der Station aktiv. Dort schweißen die

gemeinsamen Stunden nicht nur das gesamte

Forschungsteam zusammen, Eberhardt

kann auch sein Wissen mit den

andern Mitgliedern teilen. Hinzu kommt

auch, dass er gezielt nach Möglichkeiten

sucht, um sein THW-Know-how auch

über die Notfallsituation hinaus einzubringen.

Benjamin Eberhardt wird, wenn er

nicht gerade wieder dick angezogen mit

THW-Mütze auf dem Kopf durch Eis

und Schnee zum IceCube-Lab laufen

muss, um seine Detektoren zu kontrollieren,

in den kommenden Monaten viel

Zeit haben, um Neues zu lernen und Fähigkeiten

zu teilen. Wir werden ihn auf

THW.de begleiten und regelmäßig davon

berichten, wie er ein Stück des THW

über den Südpol in die Welt trägt.

Gemeinsame Übung für den Einsatz

Um die Zusammenarbeit während Einsätzen zu stärken und in einen Austausch zu gehen, fand Mitte März eine

gemeinsame Übung zwischen THW und Feuerwehr in der Nähe von Hannover statt. Rund 50 Einsatzkräfte nahmen

daran teil und übten unterschiedlichste Szenarien.

Quelle Text und Bilder: THW

THW-Ortsverband Hannover/Langenhagen übt zusammen mit der

Feuerwehr für den Einsatz

Voneinander lernen, so lautete das Ziel

der gemeinsamen Übung zwischen den

THW-Ortsverband Hannover/Langenhagen

und der Feuerwehr Engelbostel, die

am 8. März in Langenhagen (Hannover)

stattfand. Mit einer Vielzahl von Übungsszenarien

trainierten THW-Einsatzkräfte

verschiedenster Fachgruppen aus dem Ortsverband

Hannover/Langenhagen, wie sie

zukünftig mit der Feuerwehr kooperieren,

wenn sie gerufen werden.

28

Löschwasserstrecke

mit „Hannibal“

Ein Highlight der gemeinsamen Übung

war dabei eine Löschwasserstrecke, die die

rund 50 Fachkräfte von THW und Feuerwehr

in Betrieb genommen haben. Dabei

kam auch die THW-Schmutzwasserpumpe

„Hannibal“ zum Einsatz. Aus einem 3.000

Liter Faltbehälter entnahm die Pumpe bis

zu 80 Liter Löschwasser in der Sekunde und

stellte es der Feuerwehr für einen Löschangriff

bereit. Gleichzeitig leuchteten die

THW-Spezialistinnen und -Spezialisten der

Fachgruppe Beleuchtung auch den Übungseinsatz

aus. Weiter probte die Fachgruppe

Bergen mit den Kolleginnen und Kollegen

der Feuerwehr, die Situation einer unter

Lasten eingeklemmten Person nach. Dabei

wurde beratschlagt, wie diese am effektivs-

Gemeinsame Übung zwischen THW-Ortsverband Hannover/Langenhagen

Feuerwehr

ten gerettet werden kann. Atemschutz und

Tragetuch kamen zum Einsatz, als es darum

ging, in einem verqualmten Gebäude nach

Personen zu suchen und sie aus dem Gefahrenbereich

zu bringen.

Fortsetzung der Übung folgt

Am Ende der Übung saßen die Fachkräfte

bei einem Essen zusammen, das ihnen

von den THW-Köchinnen und -Köchen

zubereitet wurde, und tauschten sich weiter

aus. Sowohl die Führungskräfte des THW

als auch der Feuerwehr waren sich einig: in

Zukunft wird es eine Fortsetzung des gemeinschaftlichen

Trainings geben.


Hilfsorganisationen

Tierisches Training

20 Rettungshundeführerinnen und -führer von THW, Feuerwehr und dem Bundesverband Rettungshundeführer

nahmen am Wochenende, 9. und 10. März, an einer gemeinsamen Übung teil. An zwei Tagen stärkten sie das gegenseitige

Vertrauen und trainierten verschiedenste Einsatzszenarien.

Möglichst realistisch sollten die Übungen für die Rettungshunde-Teams

sein. Gemeinsam mit der THW-Höhenrettung

aus Bendorf seilten sich Hund und Führerin oder Führer

über eine Trümmerlandschaft ab.

Im THW entscheiden oft zwei Zutaten

erfolgreiche Einsätze: Teamwork und

Training. Im Einsatz muss das mit den

Kameradinnen und Kameraden hundertfach

Geübte perfekt ineinander übergehen.

Das gilt im THW für die Menschen

untereinander gleichermaßen wie für die

vierbeinigen Helfer – die THW-Rettungshunde.

Vom 08. bis 10. März fand deshalb in

Mosbach am Neckar ein großangelegtes

Training für Rettungshunde-Teams

statt, an dem auch das THW mit zwölf

Einheiten der Ortungsgruppen teilnahm.

Insgesamt 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer

fanden sich mit ihren Hunden

auf dem Trainingsgelände der ehemaligen

Neckartalkaserne ein, um gemeinsam die

Suche nach vermissten und verschütteten

Personen zu üben. Neben dem THW

nahmen auch die Feuerwehr mit sechs

Einheiten und der Bundesverband für das

Rettungswesen e.V. daran teil.

Suchszenarien so realistisch

wie möglich

Auf einer Fläche von bis zu 270.000 qm

konnten die Teams, die jeweils aus einem

Hund und einer Hundeführerin oder einem

Hundeführer bestehen, an insgesamt

zehn Übungsstellen verschiedenste Rettungs-

und Suchszenarien trainieren. Von

der Suche nach verschütteten Menschen

in Trümmern oder orientierungslosen

Personen im offenen

Gelände, über Abseilübungen

aus großen Höhen

an einer Seilbahn bis hin zur

Absuche von Gebäuden bot

das gemeinsame Training

viel Abwechslung. Gleichzeitig

sollten die Übungen

auch dazu beitragen, dass

Hund und Mensch sich als

Team verstehen, in dem der

Hund seiner Führerin und

seinem Führer gehorcht.

Das Organisationsteam

achtete dabei auf möglichst

realistische und einsatznahe

Szenarien. Nur so wachsen

Mensch und Hund als eingespieltes

Team noch besser zusammen.

Sehr detailliert und realitätsnah fiel dabei

ein als Schule gestaltetes Übungsgebäude

aus. Dort sollten die Hunde gemeinsam

mit ihren Führerinnen und Führern eine

Suche trainieren. Andere Teilnehmende

versteckten sich hierzu in den aufgebauten

Trümmern. Aufgabe der Hunde war es

anschließend nicht nur die versteckte Person

zu suchen, durch ein Bellen sollten sie

außerdem signalisieren, wo die gefundene

Person ist.

Einsatz von Tier und Technik

bei den Ortungsgruppen

Wo Trümmer Zugänge zu verschütteten

Personen versperren oder Menschen in

Hohlräumen vermutet wurden, setzten die

Ortungsgruppen neben ihren tierischen

Spürnasen auch auf technisches Gerät.

Mit dem Einsatz sogenannter „Search-

Cams“ und akustischen Ortungsgeräten,

die bei der Vermisstensuche auch immer

zum Einsatz kommen, wurde die Übung

vervollständigt.

Auf dem Übungsgelände des Trainingscenters

Retten und Helfen (TCRH) in

Mosbach finden seit 2015 Ausbildungen

und Schulungen im Katastrophenschutz

statt. Betreiber ist der Bundesverband

Rettungshunde e.V., der dort alle auch

Möglichkeiten zur Ausbildung von Ortungsteams

nach Kriterien der Vereinten

Nationen erfüllt.

Als eingespieltes Rettungshundeteam hat

man sich untereinander gern.

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Qualität,

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Quelle Text und Bilder: THW


Hilfsorganisationen

Zyklon „Idai“: Sauberes Wasser als

Lebensgrundlage

Erfolgreicher Einsatz: Nach etwas mehr als zwei Wochen in Mosambik zieht das THW eine positive Zwischenbilanz.

Die Wasseraufbereitung und -verteilung läuft kontinuierlich und auch den ersten Brunnen konnten die Einsatzkräfte

wieder instand setzen. „Mit jedem Brunnen, den wir rehabilitieren, bringen wir den Menschen von Nhangau ein

Stück Normalität und Sicherheit zurück. Dass wir am Wochenende den ersten Brunnen wieder freigeben konnten,

freut mich sehr“, sagt Team Leader Andreas Balke.

Quelle Text und Bilder: THW

Nach der Rehabilitierung des ersten Brunnens durch das THW liefert

dieser wieder sauberes Wasser.

Die Schachtbrunnen sind für die Bevölkerung

Nhangaus lebenswichtig.

Aus ihnen schöpfen sie das Wasser für ihr

tägliches Leben. Durch Zyklon „Idai“ sind

die meisten der mehr als 30 Brunnen in

Nhangau verunreinigt oder defekt. Für die

Einsatzkräfte in Mosambik bedeutet das:

Brunnenrehabilitation. „Als erstes steht

immer eine Bestandsaufnahme an. Unter

anderem nehmen wir Proben und analysieren

die Qualität des Wassers. Außerdem

schauen wir, ob der Brunnen beschädigt

ist“, erklärt Francois Cordie, Water Source

Expert des Teams. Je nach dem leiten die

Spezialisten der SEEWA entsprechende

Maßnahmen ein. Sie ersetzen defekte

Pumpen, installieren Deckel, reinigen die

Wände und pumpen den Brunnen so lange

durch, bis nur noch sauberes Trinkwasser

fließt. „Unser Ziel ist es, dass die Menschen

hier in Nhangau ihre ursprünglichen Brunnen

wieder nutzen können“, sagt Cordie.

30

Trinkwasserabgabe steigt

Bis die Brunnen wieder genießbares

Wasser bereithalten, versorgt das THW

die Menschen vor Ort mit Trinkwasser.

Dieses bereiten sie zuvor mit einer aus

Deutschland mitgeführten Trinkwasseraufbereitungsanlage

(TWAA) auf. Immer

mehr Menschen nehmen diese Möglichkeit

wahr, an sauberes Trinkwasser zu gelangen

und suchen die Wasserabgabestelle

in Nhangau auf. Darüber hinaus fährt ein

einheimischer Fahrer jeden Tag eine festgelegte

Route mit einem Wassertruck und

verteilt so das Wasser in den verschiedenen

Ortschaften Nhangaus. Den Wassertanker

haben die Einsatzkräfte vor der Inbetriebnahme

gründlich gereinigt.

Sauberes Wasser dank

Ultrafiltration

Wassertruck für Nhangau in Mosambik

Das abgegebene Wasser hat Trinkwasserqualität

und wird mit einer TWAA, die

mit dem Prinzip der Ultrafiltration arbeitet,

aufbereitet. „In einem ersten Schritt

wird das Wasser in Rohwasserbecken geflockt.

Hierbei lagern sich viele Schmutzpartikel

durch Sedimentation auf dem

Boden des Behälters ab“, erklärt Christian

Goitsch, der Mechanical Expert im Team.

Im zweiten Schritt gelangt das Rohwasser

in die TWAA. Ein Vorfilter scheidet grobe

Partikel, die übrig geblieben sind, in einem

Filter ab. Danach wird das Rohwasser

in einem Membranmodul gereinigt. „Die

Trinkwasseraufbereitungsanlage, die wir

hier in Mosambik nutzen, hat spezielle Ultrafiltrationsmembranen.

Die haben eine

Porengröße von maximal 0,02 Mikrometer.

Das ist so fein, dass sie nicht nur Partikel

wie etwa Sand, sondern auch Bakterien

und Viren zurückhalten“, sagt Goitsch. Im

letzten Schritt wird das Wasser mit Chlor

desinfiziert. Damit ist die Aufbereitung des

Wassers abgeschlossen. Bevor es jedoch an

die Bevölkerung abgegeben werden kann,

überprüfen THW-Kräfte die Trinkwasserqualität

mit einem mobilen Labor. Damit

das aufbereitete Wasser auch sauber zu den

Menschen gelangt, werden von Partnerorganisationen

saubere Trinkwassergefäße

ausgegeben. So wird sichergestellt, dass es

zwischen Abgabe und Verbrauch nicht verunreinigt

wird.

Impfungen gegen Cholera

Sauberes Trinkwasser verringert die Verbreitung

von Krankheiten. Darüber hinaus

ist eine entsprechende Vorsorge wie etwa

Impfungen wichtig. Der Medical Officer

des SEEWA-Teams hat daher dabei unterstützt,

die Bevölkerung von Nhangau

gegen Cholera zu impfen. Außerdem stellt

das THW Strom für die Kühlung der

Impfstoffe zur Verfügung.

Die Bevölkerung von Nhangau nimmt das Angebot

an frischem Wasser gut an.

Die THW-Kräfte nehmen Proben, um die Qualität

des Wassers in den Brunnen zu untersuchen.

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