Lichterfelde Ost Journal Juni/Juli 2019

gazette

Journal für Lichterfelde Ost und Umgebung

Lichterfelde Ost

Journal für Lichterfelde Ost und Umgebung Juni / Juli · Nr. 3/2019

Gisela

Breitling

Gedenkausstellung

zum 80. Geburtstag

der Lichterfelder

Künstlerin


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Lichterfelde Ost Journal

Eine Künstlerin aus Lichterfelde

Gedenkausstellung zum 80. Geburtstag von Gisela Breitling

Gisela Breitling wurde 1939

als zweitältestes Kind in

der Geraer Straße in Berlin-Lichterfelde

geboren. Auch

wenn sie aufgrund des Kriegsausbruchs

mit ihrer Familie nach

Lindau am Bodensee zog, blieb

sie Lichterfelde für den Rest ihres

Lebens zutiefst verbunden und

war auch regelmäßig in der Petruskirche

anzutreffen.

Nach ihrem Diplom als Textilingenieurin

inspirierten sie Reisen

nach Italien zu einem Kunststudium

an der Hochschule der

bildenden Künste in Berlin. Ab

1960 entstanden zahlreiche

grafische und druckgrafische Arbeiten,

die schon damals in Einzel-

und Gruppenausstellungen

gezeigt wurden und die teilweise

in der aktuellen Ausstellung

wiederzufinden sind. Mit einem

Stipendium des Institut Français

in Berlin reiste die Künstlerin

nach Paris und lernte an der

École des Beaux Arts die Technik

des Kupferstiches. Anfang

der 1970er-Jahre begann Gisela

Breitling auch als Malerin im

Umfeld der Kunstrichtung des

Phantastischen Realismus tätig

zu werden. Später war sie an einem

der ersten feministischen

Ausstellungsprojekte, „Künstlerinnen

International 1877-1977“,

in Berlin beteiligt. Nach einem

einjährigen Studienaufenthalt

im Rahmen eines Stipendiums

an der Villa Massimo in Rom,

begann sie sich intensiv mit

der Malerei der Renaissance zu

beschäftigen. Dies prägte ihren

Malstil maßgeblich und erhob

sie endgültig zur Malerin. Zurück

in Berlin – inzwischen lebte sie

gemeinsam mit ihrer Schwester

wieder in ihrem Elternhaus in

der Geraer Straße in Lichterfelde

– galt ihr Interesse fortan historischen

Künstlerinnen, deren

Werke in der Kunstgeschichte

unsichtbar zu sein schienen.

1980 veröffentlichte sie ihr ers-

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Petruskirche am Oberhofer Platz.

tes Buch „Die Spur des Schiffs in

den Wellen – Eine autobiographische

Suche nach den Frauen

in der Kunstgeschichte“. Neben

ihrem malerischen Oeuvre entstand

nun auch ein umfangreiches

literarisches Werk, welches

sich vornehmlich mit der kaum

existenten Wahrnehmung der

Frauen in der Kunstgeschichte

auseinandersetzte. Anfang der

1980er-Jahre wurde Breitling so

zu einer wichtigen Vertreterin

des Feminismus jener Zeit.

Nach umfangreichen Recherchen

nach dem Verbleib von

Werken europäischer Künstlerinnen

in den Depots einiger

Berliner Museen, realisierte sie

1987/88 mit Evelyn Kuwertz

das Ausstellungsprojekt „Das

Verborgene Museum“ in der

Akademie der Künste. Ziel war

es, die Kunst von Frauen wieder

sichtbar zu machen. Später entstand

aus dem Ausstellungsprojekt

der gleichnamige Verein,

an dessen Gründung Gisela

Lichterfelde Ost Journal 3

Impressum

Lichterfelde Ost Journal

8. Jahrgang

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH,

Badensche Str. 44, 10715 Berlin

☎ 030 / 407 555 47

Redaktion

Karl-Heinz Christ

journal@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin

Jacqueline Lorenz · ☎ 030 / 84 59 28 71

Anzeigen

Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54

d.gottschalk@gazette-berlin.de

Druck

SPPrint Media, 14089 Berlin

© Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Das Lichterfelde Ost Journal erscheint alle zwei

Monate am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines

Jahres.

Nächste Ausgabe August/September Nr. 4/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss: 06.07.2019

Erscheinung: 01.08.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben

oder selbst etwas aus dem Ortsteil beitragen

möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen.

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Archiv, unter www.gazette-berlin.de.

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Lichterfelde Ost Journal

Gisela Breitling ca. 1986.

Breitling maßgeblich beteiligt

war. Ihr Engagement machte

sie zu einer angesehenen feministischen

Denkerin, die auch

heute noch von jungen Kunstschaffenden

bewundert und

rezitiert wird.

1987 gewann Gisela Breitling

den Wettbewerb zur künstlerischen

Ausgestaltung des

Turmes der St. Matthäuskirche

am Kulturforum in Berlin. Sie

erarbeitete ein umfangreiches

Bildprogramm auf Grundlage

der Texte des Matthäusevangeliums.

Ihre zeitgenössische

bildnerische Interpretation des

Evangeliums zeigte ihr ganzes

malerisches Können. Vorstudien

und Skizzen aus diesem umfangreichen

Bildzyklus werden

ebenfalls in der Gedenkausstellung

gezeigt. Nach diesem Großprojekt

wandte sich die Künstlerin

überwiegend Stillleben und

Porträts zu, die sie u. a. 1993 in

der Ausstellung „Pendant perdu.

Selbstbildnisse Berliner Künstlerinnen“

in der Petruskirche ausstellte.

Gisela Breitlings Werke sind weltweit

in renommierten Sammlungen

vertreten. Als Anerkennung

ihres unermüdlichen Engagements

für die Gleichstellung von

Frauen in der Kunstwelt wurde

ihr im Jahr 2001 das Bundesverdienstkreuz

am Bande verliehen.

Die Künstlerin wäre am 27. Mai

2019 achtzig Jahre alt geworden.

Sie starb vergangenes Jahr

in einem Pflegeheim in Berlin-

Foto: Helga Satzinger

Lankwitz. Für ihre Familienangehörigen,

die nach wie vor in

Gisela Breitlings Geburtshaus

in Lichterfelde leben, ist die

Ausstellung in der Petruskirche

eine große Herzensangelegenheit:

Ganz im Geiste ihrer fast

vergessenen Vorgängerinnen in

der Kunstgeschichte, möchten

sie, dass Gisela Breitlings Werk

auch nach ihrem Tod die gebührende

Aufmerksamkeit erfährt.

Die Ausstellung der Werke von

Gisela Breitling sind bis 16. Juni

– eventuell länger – in der Petruskirche

am Oberhofer Platz zu

sehen. Öffnungszeiten jeweils

zur Offenen Kirche, mittwochs

und samstags von 10 bis 13 Uhr

sowie vor und nach allen Veranstaltungen.



Grüner geht‘s nicht

Neue Elektronutzfahrzeuge unterwegs

Anfang Mai wurden dem

Grünflächenamt Steglitz-

Zehlendorf sechs vollelektrisch

betriebene Nutzfahrzeuge

unterschiedlicher Größe

übergeben. Die sind nun im ganzen

Bezirk unterwegs.

Eines der größeren Fahrzeuge

ist auch im Steglitzer Erlenbusch

regelmäßig on Tour. Die

Mitarbeiter des Gartenbauamtes

sind sehr zufrieden mit dem

Fahrzeug. Mitarbeiter Sascha

dazu: „Es ist schön leise, und die

Leistung für etwa 60 Kilometer

ist ausreichend. An unserem Gartenbauhäuschen

laden wir es bei

Bedarf einfach per Kabel auf, und

dann geht´s weiter.“ Und im noch

fernen Winter hat es der Fahrer

dank Heizung auch schön warm.

Immerhin 100 km/h erreicht das

Fahrzeug, das wie seine „Flottengefährten“

mit Elektro- statt mit

Verbrennungsmotor ausgestattet

ist.

In Parks sowie auf Grünflächen,

Friedhöfen und Sportplätzen

werden die neuen Fahrzeuge

eingesetzt, mit denen dann auch

die angefallenen Gartenabfälle

zum Depot an der Dahlemer

Clauertstraße gebracht werden.

Die Beschaffung und Erprobung

der Elektronutzfahrzeuge ist

Lichterfelde Ost Journal 5

Anfang Mai wurden dem Grünflächenamt Steglitz-Zehlendorf sechs vollelektrisch betriebene

Nutzfahrzeuge unterschiedlicher Größe übergeben.

aus dem Berliner Programm für

nachhaltige Entwicklung (BENE)

gefördert und aus Mitteln des

Europäischen Fonds für Regionale

Entwicklung kofinanziert.

Im Rahmen ihrer ambitionierten

Klimaschutzziele will die Berliner

Verwaltung in Vorbildfunktion

bis zum Jahr 2050 eine komplett

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Lichterfelde Ost Journal

Informationsstele

erinnert an

unmenschliche

Forschung

Die „Rassenhygienische und

bevölkerungsbiologische

Forschungsstelle“

Die Stele, nach einem Entwurf von Karin

Rosenberg, erinnert an die Geschichte der

„Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen

Forschungsstelle“ und ihre besondere

Rolle bei der Verfolgung der Sinti und Roma.

Sie wurde am 29. März Unter den Eichen 82 – 84,

Ecke Boetticherstraße, in Steglitz enthüllt.

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich an

diesem Ort als Abteilung des Reichsgesundheitsamts

die „Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische

Forschungsstelle“.

Initiator und Leiter der Forschungsstelle war ab

1936 der Jugendpsychiater und überzeugte Vertreter

der NS-Rassenpolitik Robert Ritter (1901 –

1951). Zu seinen engsten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern zählte die Krankenschwester Eva

Justin (1909 – 1966). Die Hauptaufgabe der Stelle

bestand im Erfassen und Erforschen von Sinti und

Roma sowie dem Sammeln personenbezogener

Daten.

1936 im Zwangslager Berlin-Marzahn internierte

Sinti und Roma gehörten zu den ersten „Untersuchungsobjekten“,

die Ritter und sein Mitarbeiterstab

genealogisch befragte und anthropologisch

vermaß. Bei den oftmals erzwungen Untersuchungen

kam es zu Demütigungen und Misshandlungen.

„Es kamen die Rassenforscher; die haben uns

vermessen. Das Gesicht, die Augen, die Haarfarbe

usw. Dann haben sie uns Blut abgenommen.” (Der

Zeitzeuge Peter Böhmer, Berlin 2009)


Lichterfelde Ost Journal 7

Die Forschungsstelle wurde von der Deutschen

Forschungsgemeinschaft finanziert und kooperierte

mit dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie,

menschliche Erblehre und Eugenik.

Bei dessen vormaligem Leiter Eugen Fischer

(1874 – 1967) promovierte Justin 1943 mit einer

Arbeit über Kinder der Sinti, die nach Abschluss

der Untersuchungen nach Auschwitz deportiert

und ermordet wurden.

Gemäß der Rassenideologie galten Sinti und

Roma wie Juden als „artfremd“ und wurden mit

gesetzlichen und polizeilichen Maßnahmen systematisch

entrechtet. 1938 beauftragte der Reichsführer

SS Heinrich Himmler die Forschungsstelle,

in Zusammenarbeit mit dem Reichssicherheitshauptamt

die reichsweite Registrierung aller Sinti

und Roma durchzuführen.

Bis 1944 verfassten Ritter und sein Mitarbeiterstab

etwa 24.000 „Gutachten“, mit Empfehlungen zur

Zwangssterilisation und Deportation. Nach dem

„Auschwitzerlass“ Himmlers vom 16. Dezember

1942 begannen die Deportationen in die Konzentrations-

und Vernichtungslager. Insgesamt

wurden rund 500.000 Sinti und Roma Opfer der

nationalsozialistischen Rassenideologie.

Ritter und Justin fanden nach 1945 im jugendpsychiatrischen

Dienst der Stadt Frankfurt/Main Anstellung.

Ermittlungsverfahren gegen sie wurden

„aus Mangel an Beweisen” eingestellt. Ehemalige

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten Unterlagen

der Forschungsstelle weiter und trugen zur

fortgesetzten Diskriminierung wie zur Ablehnung

von Entschädigungsansprüchen von Sinti und

Roma bei.

Die offizielle Anerkennung der Sinti und Roma

als Opfer des Genozids erfolgte erst 1982 durch

Bundeskanzler Helmut Schmidt. 1988 erinnerte

erstmals eine Ausstellung vor Ort an die Rolle der

Forschungsstelle und des Reichsgesundheitsamts

im Nationalsozialismus. 1995 wurde in der Bibliothek

des Gebäudes eine Gedenktafel angebracht,

initiiert nach einem Zeitzeugengespräch Otto Rosenbergs

mit Lichtenberger Schülern über sein

Schicksal als Kind im Zwangslager Marzahn und

Opfer dieser „Rassenforscher“.



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Lichterfelde Ost Journal

„Your Little Planet“:

Unsere Welt für alle besser gestalten

Kathrin und Nicolas Bramke fangen vor der

eigenen Haustür damit an

Kathrin und Nicolas Bramke – im Einsatz für

Blühwiesen, Bestäuber, Menschen und eine

bessere Welt. Foto: Your Little Planet 2018

Was ist eigentlich Biodiversität?

Wer erklärt

mir verständlich Klimawandel

und was sind Ackergifte?

Diese und andere Themen und

Begriffe werden nicht nur auf

der Webseite von „Your Little

Planet (YLP)“ verständlich und

einprägsam erklärt. Hinter der

ehrenamtlich engagierten Bildungsinitiative,

die mit ihren

Projekten begonnen hat, vor der

eigenen Haustür die Welt besser

und lebenswerter zu machen,

stehen in erster Reihe Nicolas

Bramke und seine Frau Kathrin.

Andere Menschen für ähnliche

Projekte zu sensibilisieren und

ihnen unsere Welt in ihrer Funktionsweise

verständlicher zu machen,

liegt den beiden Gründern

der Initiative und ihrer Crew dabei

besonders am Herzen. Nicht

zuletzt, um unserem so verletzbaren

und hart geprüften Planet

Erde eine Zukunft und den

Nachfolge-Generationen eine

positive Lebensperspektive zu

geben.

Dazu wandeln die Naturfreunde

in Berlin-Lankwitz Wiesenflächen

zu Blühflächen für bedrohte

Bestäuber wie Wildbienen um.

Darüber hinaus äußern sie sich


Lichterfelde Ost Journal 9

Vom Rasen zur Blühwiese dank Your Little Planet.

fachkundig beratend und in

Petitionen zu unverständlichen

Planungen des Bezirksamtes. In

erster Linie aber motivieren sie

Unterstützer für ihre Projekte

und sprechen andere Menschen

an, es ihnen gleichzutun.

Die Umwelt-Crew

hinter YLP

Nicolas Bramke studierte Umweltwissenschaften

und war

irgendwann beruflich überbelastet.

Von jeher sensibilisiert für

Natur und Umwelt, brachte ihn

ein Burnout schließlich auf den

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Lichterfelde Ost Journal

„Your Little Planet“ verstärkt um

die Probleme und Bedrohungen

unserer Umwelt zu kümmern –

2013 war seine Bildungsinitiative

YLP geboren.

Heute ist Nicolas in der IT-Branche

tätig. Ehrenamtlich arbeitet

er für seine Bildungsinitiative

in den Bereichen Recherche,

Redaktion, Webseite und Grafikdesign,

ist für Marketing und

Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Dank seines unermüdlichen Einsatzes

konnten die YLP-Projekte

in relativ kurzer Zeit weit vorangebracht

werden.

An seiner Seite steht Ehefrau

Kathrin mit umfangreichem

Fachwissen und Know-how.

Naturschutzorientiert von Jugend

an, studierte sie zuerst

Landschaftsnutzung und Naturschutz,

bevor sie nach erfolgreichem

Abschluss des Bachelorstudiums

das weiterführende

Master-Studium Biodiversität,

Evolution und Ökologie an der

FU Berlin absolvierte. Praktisch

im Naturschutz tätig, ist auch

Kathrin ehrenamtlich im Einsatz

für die Umwelt-Initiative YLP, indem

sie u. a. Informationen fachlich

aufbereitet, gestalterisch im

Printmedienbereich aktiv ist und

am Blog mitarbeitet.

Unterstützt werden die beiden

Initiatoren von Florian, der die

technische Betreuung der Webseite

übernommen hat, und von

Björn, der mit Blogbeiträgen und

zur Optimierung der YLP-Webseitengestaltung

beiträgt.

Von einem siebenköpfigen

Stamm Engagierter sowie Nachbarn

und Interessierten werden

die derzeitigen YLP-Projekte betreut.

Erst in diesem Frühjahr angelegt – schon zeigt sich erstes Grün.

Dabei verfolgen alle Beteiligten

der Initiative das Ziel, bildungsfördernde

Aufklärung von Groß

und Klein zu gesellschaftlichen,

umweltrelevanten und sozialen

Themen zu leisten. Sie sind sich

einig: „Das lässt uns und unsere

Projekte wachsen.“

Pilot-Projekt in

Lankwitz „Blühende

Kieze – für Bestäuber

und Mensch“

Kathrin und Nicolas Bramke sind

Bienenkenner und -freunde. „Wir

setzten uns schon 2015 mit unserem

Projekt für den Erhalt einer

der größten Wildbienenkolonien

ein“, erklären sie und meinen damit

die standorttreue, bedrohte

und unter Schutz stehende

Fuchsrote Sandbiene (Adrena

Fulva), die in der Lankwitzer Dillgestraße

ihre Kolonien hat. Fast

wäre der Boden dort versiegelt

worden, was den sicheren Tod

für die Bienen bedeutet hätte.

Doch die Umweltschützer von

YLP setzten sich für sie ein, und

durch die schnelle Reaktion

der Unteren und Oberen Naturschutzbehörde

konnten die

Bienen gerade noch rechtzeitig

gerettet werden.

„Wildbienenarten erbringen eine

etwa fünfmal so hohe Bestäuberleistung

wie Honigbienen“, weiß

Nicolas Bramke und denkt dabei

auch an ihre wichtige Bedeutung

für die biologische Pflanzen-

Vielfalt.

Im Gemeindepark Lankwitz hat

YLP daher ein Pilot-Projekt gestartet,

das nicht nur bedrohten

Bestäubern wie Wildbienen, Faltern,

Schwebfliegen und Grabwespen

Appetit macht:

Im Gemeindepark stellte das

Grünflächenamt von Steglitz-

Zehlendorf der Bildungsinitiative

zwei jeweils rund 1.000 Quadratmeter

große, ungenutzte

Flächen zur Verfügung, die durch

ihre Rasenmonokultur für die Bestäuber

als Futterquellen wenig

attraktiv waren. Mit dem Ziel,

diese Flächen in blühreiche und

damit „appetitliche“ Futterplätze

umzuwandeln, machten sich die


Lichterfelde Ost Journal 11

Initiatoren, Freunde und Nachbarn

im Herbst 2018 ans Werk:

Zuerst wurde die ehemalige

„Heuwiese“ – direkt am Maria-

Rimkus-Haus gelegen – vom

Grünflächenamt umgegraben.

Nach von Kathrin und Nicolas

Bramke entwickeltem Konzept

wurde nach Bereinigung der Flächen

von Gräsern und Moosen

eine spezielle Saatmischung ausgebracht,

die ausschließlich über

40 einheimische und gefährdete

gebietseigene Wildkräuter und

–stauden beinhaltet, darunter

gewöhnliche Schafgarbe, Feld-

Beifuß, Wiesen-Glockenblume,

Nickende Distel, Kornblume,

Wiesen-Flockenblume, Natternkopf,

Acker-Witwenblume,

Klatschmohn, Weiße Lichtnelke

und Feld-Klee. – Arten mit höherer

Trockenverträglichkeit,

die dennoch den Initiatoren regelmäßiges

Wässern und Umsorgen

abverlangen. Aufgrund der

fehlenden Niederschläge wurde

die zweite, direkt zwischen

Gallwitzallee/Mühlenstraße

Ein Haus für nützliche Insekten.

gelegene Fläche erst in diesem

Frühjahr bestellt. Auf Schildern

der YLP-Bildungsinitiative wird

über das Projekt informiert und

um Rücksichtnahme für die jungen

Pflänzchen gebeten. Schon

heute erstrahlt die Fläche am

Maria-Rimkus-Haus in kräftigem

Mai-Grün, das vom zarten

Gelb des blühenden Acker-Senfs

durchsetzt ist. Am Rand hat YLP

Johannisbeeren; Stachelbeeren

und Haselsträucher gesetzt,

denn nicht nur Bienen, auch

menschliche Schleckermäulchen

naschen gern nach dem Motto

„essbare Stadt“.

Bis zur vollständigen Entwicklung

zur dicht bewachsenen

Blühwiese dauert es allerdings

noch mehrere Jahre. Aber auch

die zweite, erst in diesem Frühjahr

angelegte Blühwiese zeigt

bereits hoffnungsfrohes Grün

mit zarten Blattrosetten.

In der Nähe haben Nicolas, Kathrin

und die YLP-Helfer den

Bestäubern auch noch ein Insekten-Haus

errichtet, das demnächst

noch begrünt wird.

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Lichterfelde Ost Journal

Nicolas Bramke: Grün und ungeschädigte Baumwurzeln statt unbedachter Trassenverlauf.

Wissenschaftliche Projekt-Begleitung

kommt von der TU Berlin im

Rahmen einer Masterarbeit.

Gefördert wird die Projekt-Maßnahme

über die ehrenamtlich

eingebrachte Arbeit sowie über

Sachmittel, die aus dem FEIN-

Fördertopf und aus Crowdfunding

stammen. Und: „Das Grünflächenamt

unterstützt uns, wo

es kann“, betont Nicolas immer

wieder.

Für einen sinnvollen

Trassenverlauf

zugunsten der Natur

Zwar benötigt das Pilotprojekt

viel Aufmerksamkeit – dennoch

stellt sich YLP außerdem

der aktuellen Problematik beim

Ausbau des Fernradweg Berlin-

Leipzig: Derzeit wird ein Teil dieses

Weges in Lankwitz gebaut.

Das Bezirksamt plant dazu, eine

100 Meter lange Trasse durch

den denkmalgeschützten Gemeindepark

Lankwitz zu führen.

In einer Petition hat sich

YLP dagegen ausgesprochen

und schlägt einen anderen

Trassenverlauf vor, der den Personenverkehr

im Park weniger

gefährden dürfte, im Boden angesiedelte

Wildbienen schützen

und die vorhandenen Bäume

vor einem Verdursten durch die

drohende Bodenversiegelung

bewahren soll: YLP schlägt vor,

stattdessen die ursprüngliche

Planung der Trasse zu realisieren:

„Sie sah vor, die Trasse auch

über die letzten 50 Meter der

Mühlenstraße zu führen, um sie

dort direkt an den Radweg der

Gallwitzallee anzuschließen.

Bereits seit Jahren besteht dort

eine separate Abbiegespur für

Radfahrer mit entsprechender

Hinweis-Beschilderung, die auf

den existierenden Radweg an

der Gallwitzallee hinweist“, erklärt

Nicolas Bramke.

Er hofft, dass sich die Zuständigen

aus dem Bezirksamt endlich

vor Ort die bestehenden Verhältnisse

anschauen – bevor durch

unüberlegte Baumaßnahmen

wertvolles Naturgut unwiederbringlich

zerstört wird.

Informationen und Kontaktadresse

für Interessierte, welche

die Bildungsinitiative Your Little

Planet und ihre gemeinwohlorientierten

Projekte unterstützen

möchten, unter www.

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Lichterfelde Ost Journal 13

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Lichterfelde Ost Journal

Warten auf Ladepunkte für Elektroautos

Welche Standorte im Bezirk eignen sich?

Ladesäulen auf Privatparkplätzen sind nicht für jeden E-Autofahrer günstig gelegen.

Im Rahmen des „Sofortprogramm

Saubere Luft 2017 –

2020“ hatte im vorigen Jahr

ein aus mehreren Firmen, der

Freie Universität Berlin und der

Senatsverwaltung UVK bestehendes

Konsortium ein Berlin-

Projekt zur Errichtung von 1.000

neuen Ladepunkten im öffentlichen

Raum und 600 im privaten

Bereich beantragt. Dies wurde

bewilligt.

Der Grundgedanke ist, besonders

in Gebieten mit Mietwohnungsbau,

in bestehende Straßenlaternen

Ladepunkte zu

integrieren. Nutzbar sollen die

für Eigentümer von E-Autos sein,

die keinen direkten Zugang zu

auf privaten Parkplätzen errichteten

Ladesäulen haben.

Auch der Bezirk Steglitz-Zehlendorf

hatte – durch die Unterschrift

von Bezirksbürgermeisterin

Cerstin Richter-Kotowski

– bereits im März 2018 seinen

Beteiligungswillen daran kundgetan.

Bis zum ersten Quartal 2020 sollen

ebenso wie in Marzahn-Hellersdorf

auch im Modellbezirk

Steglitz-Zehlendorf 250 erste

Ladesäulen der 500 geplanten

im Bezirk zum Stromtanken

betriebsbereit sein. Doch der

Bezirk Steglitz-Zehlendorf zeigt

hinsichtlich genügend geeigneter

Standorte Skepsis.

Wohin mit den

Ladestationen?

Ein Problem bei der Umsetzung

des Planes sei, erst einmal geeignete

Laternenstandorte in

Steglitz-Zehlendorf zu finden,

wie die Bezirksstadträtin für

Immobilien, Umwelt und Tiefbau

Maren Schellenberg erklärt.

Dazu werden an Nebenstraßen

gelegene Laternen gesucht, mit

mehreren möglichst hintereinander

liegenden Parkplätzen.

Doch in etlichen Nebenstraßen

des Bezirks leuchten noch

Gaslaternen, die für das Projekt

ungeeignet sind. Die Bezirksstadträtin

bezweifelt daher die

Realisierbarkeit der geplanten

Anzahl von 500 Ladepunkten.

Eine Steigerung der öffentlichen

Stationen werde durch das Projekt

aber auf jeden Fall erreicht

werden.

Ein Verbund um das am Schöneberger

EUREF-Campus ansässige

Startup Ubitricity ist mit dem

Aufbau der Ladesäulen beauftragt.

Zum derzeitigen Stand der

Dinge erklärt Ubitricity-Pressesprecherin

Alexa Thiele: „Für die

ersten 250 Laternenstandorte

in Steglitz-Zehlendorf sehen wir

keine Probleme, ausreichend

geeignete Laternen für diese

Ladepunkte sind dafür im Bezirk

vorhanden.“ Demnächst steht für

das Startup zum Thema ein Treffen

mit dem Senat an.

Die Auswahl der Standorte und

Laternen obliegt nun dem Bezirk

Steglitz-Zehlendorf. Da das

geförderte Bundesprojekt aber

zeitlich begrenzt ist, tut Eile not.

Selbst tätig werden

Allein auf die Initiative des Bezirks

vertraut Christian Zech

nicht, der Inhaber von Krumme


Lichterfelde Ost Journal 15

gedauert hat. Aber das war es

mir zum Nutzen aller wert“, betont

Zech.

Von der Planung

zur Realisierung

Christian Zech: Schreckt zum Wohle der Allgemeinheit auch vor Müllaufsammeln nicht

zurück.

Lanke Brillen und Vorsitzender

der Krumme-Lanke-Interessen-Gemeinschaft

„KLlG e. V.“

ist. Der Verein mit engagierten

Geschäftsleuten aus dem Umkreis

des U-Bahnhof Krumme

Lanke und des Alfred-Grenander-Platz

in Zehlendorf setzt

sich seit nunmehr 15 Jahren

für ein umwelt- und dabei kunden-

und passantenfreundliches

Umfeld ein. Dank deren

reichlicher – auch finanzieller

– Eigeninitiative hat sich der

Bahnhof-Vorplatz hin zu einem

attraktiven Aufenthaltsort gemausert.

– Auch wenn Christian

Zech mit scharfem Optiker-Blick

etwa ein Jahr nach der Platzfertigstellung

noch Kritikpunkte in

der vom Bezirk beaufsichtigten

Ausführung der Platzbauarbeiten

findet: Da wurden Bankelemente

ungenau installiert, falsche

Lampen und Müllbehälter

bestellt, und die nach dem Konzept

der Wannseer Künstlerin

Simone Elsing verlegten Strahlen,

die den Weg der Passanten

symbolisieren, enden viel zu

früh vor dem Bahnhof-Zugang.

Die Nachbesserungsarbeiten

lassen auf sich warten, ebenso

die zusätzliche Errichtung von

Pollern, die das Parken auf dem

Platz verhindern sollen. Damit

der Platz ansehnlich bleibt, investieren

Zech & Co viel Zeit,

Geld und Pflege in die angegliederten

Grünanlagen und Beete.

Das Ohr an seiner Umwelt hatte

Christian Zech schon immer.

So war er es auch, der auf dem

Privatgelände hinter seinem

Optikergeschäft Ladestationen

eines Feldversuch-Projektes

versuchsweise aufstellen ließ.

Und ihm ist es ebenfalls zu

verdanken, dass, wie er selbst

sagt, im südwestlichen „Bermudadreieck

der Ladesäulen“

die Elektromobilität einen Anstoß

erfahren durfte: Auf seine

Initiative hin wurde in Höhe der

Argentinischen Allee 34 eine Ladesäule

mit Lademöglichkeit

für zwei Autos installiert. „Nach

1 ½ Jahren, die das Ganze wegen

eines fehlenden Stempels

auf dem Antrag im Bezirksamt

Vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

wird der Genehmigungsweg

einer Ladesäule/eines Ladepunktes

so beschrieben:

Das Genehmigungsverfahren

dauert mindestens vier bis sechs

Monate, weil der Betreiber zuerst

eine Voranfrage beim Fachbereich

Tiefbau und bei der bezirklichen

Straßenverkehrsbehörde

stellen muss. Nach Klärung und

Prüfung, ob der Nutzung Baumaßnahmen

entgegenstehen

und straßenverkehrsrechtliche

Anforderungen erfüllt sind,

stimmen beide Dienststellen

ggf. zu, mit oder ohne spezielle

Auflagen.

Dem Betreiber wird im Vorverfahren

eine Zustimmung in

Aussicht gestellt. Er muss nun

mit dem jeweiligen Stromversorger

klären, ob die Stromversorgung

ausreicht oder eine

Aufrüstung erforderlich macht.

Nach Klärung kann bei der Straßenverkehrsbehörde

offiziell

die Beschilderung/Markierung

und beim Fachbereich Tiefbau

die Sondernutzungserlaubnis

beantragt werden. Der gesamte

Schriftverkehr läuft dabei über

das bei der Senatsverwaltung

für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

ansässige Ladeinfrastruktur-Büro.

Dieses Büro koordiniert

die Ladeinfrastruktur im Land

Berlin. Die geschätzte Bewilligungsquote

liegt bei 75 Prozent.


Jacqueline Lorenz


16

Lichterfelde Ost Journal

Derzeitige Standorte der

öffentlichen Ladesäulen in

Steglitz-Zehlendorf

• Ahlener Weg 10 (LM 10), Lichterfelde

• Fischerhüttenstraße 118,

Schlachtensee

• Morgensternstraße 7 (LM 13),

Lichterfelde Ost

• Pacelliallee 8, Dahlem

• Promenadenstraße 15c, Lichterfelde

• Finckensteinallee 124 und 127,

Lichterfelde

• Podbielskiallee 1 und 2, Dahlem

• Schäferstraße 2, Wannsee

• Thielallee 99/101, 103/105 und 109,

Dahlem

• von-Luck-Straße 39 und 45, Nikolassee

• Argentinische Allee 34, Zehlendorf

• Bismarckstraße 36, Wannsee

• Clayallee 326, Zehlendorf

• Friedrichrodaer Straße 66, Lankwitz

• Giesensdorfer Straße 12a, Lichterfelde

Christian Zech an der von ihm initiierten Ladestation in der Argentinischen Allee 34.

• Hindenburgdamm 65 C/D, gegenüber

96, Steglitz

• Königin-Luise-Straße 40, Dahlem

• Lepsiusstraße 14, Steglitz

• Moltkestraße 81, Steglitz

• Gegenüber Unter den Eichen 102,

Steglitz

• Ahornstraße 32, Steglitz

Demnächst aufgestellt werden soll die

Ladestation am Jungfernstieg 25 in

Lichterfelde.

Bereits genehmigt, aber noch nicht

aufgestellt sind die Ladestationen in der

Königin-Luise-Straße 78A in Dahlem,

in der Steglitzer Markelstraße 62, in der

Zehlendorfer Niklasstraße 33 sowie im

Thanner Pfad 3 in Dahlem.

Quelle: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

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Lichterfelde Ost Journal 17

Noch ist die Moltkebrücke eine

Einbahnstraße.

Neubau der

Moltkebrücke ab 2020

Autofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen

Ab 2020 gibt es eine veränderte

Verkehrsführung

am S-Bahnhof Botanischer

Garten: Dort, wo aktuell

bereits ein Engpass und eine

Einbahnstraße ist, wird es für Autofahrer

nächstes Jahr vorläufig

kein Durchkommen mehr geben.

Die Planung für den Abriss

der alten und den Bau der neuen

Moltkebrücke sieht einen Baubeginn

am Anfang kommenden

Jahres vor. Die Gründe für den

Neubau sind Schäden an der

Brücke, die nicht mehr repariert

werden können. Daher ist ein

kompletter Neubau notwendig.

Eine Behelfsbrücke soll ins

Treppengebäude des Bahnhofs

führen, eine weitere Brücke ermöglicht

die Überquerung des

Bahngeländes für Radfahrende

und Fußgänger. Für Autofahrer

bleibt dann der Bereich Moltkestraße

zwischen der Hortensienstraße

und dem Gardeschützenweg

gesperrt. Die Regelungen

für den Lieferverkehr für die

Geschäfte und die Frage, ob

es Ersatz für die wegfallenden

Parkplätze gibt, sind noch nicht

geklärt.

Der Hauptteil der Arbeiten kann

tagsüber durchgeführt werden,

nächtliche Arbeiten nach Betriebsende

der S-Bahn sollen

die Ausnahme bleiben. Hin und

wieder kann es während der

Baumaßnahmen zur Sperrung

der provisorischen Brücken

und des Bahnhofs kommen. Die

S-Bahn wird zu diesen Zeiten

einen Schienenersatzverkehr

anbieten.

Helmuth Graf

von Moltke

Die Moltkestraße wurde 1899

nach dem preußischen Feldherrn

Helmuth Carl Bernhard von

Moltke benannt. Die militärische

Laufbahn des 1800 geborenen

Moltke begann bereits im Alter

von elf Jahren, als er mit seinen

Brüdern in der Kadettenakademie

Kopenhagen aufgenommen

wurde. Nach seiner Ausbildung

und dem Dienst in dänischen Regimentern

bat er den dänischen

König, ihm die Versetzung in die

preußische Armee zu genehmigen.

1833 berief man ihn in den

dortigen großen Generalstab.

Sein weiterer Weg führte ihn bis

in die Türkei, wo er an Kämpfen

gegen kurdische und ägyptische

Truppen teilnahm. Zurück

in Deutschland folgte 1846 die

Beförderung zum Generalmajor.

Er galt als kluger Stratege und

siegreicher Schlachtenlenker.

Für Siege gegen Frankreich verlieh

ihm der König von Preußen,

der spätere Kaiser Wilhelm I., den

erblichen Titel eines Grafen. Er

war der Urgroßonkel des Widerstandskämpfers

Helmuth James

Graf von Moltke, der wegen des

Widerstands gegen Hitler hingerichtet

wurde.


18

Lichterfelde Ost Journal

Botanischer Garten hat hohen

Sanierungsbedarf

Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses besuchte

den Botanischen Garten

Hoher Sanierungsbedarf festgestellt: Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses besuchte den Botanischen Garten Berlin am

10.04.2019.

Foto: © Bernd Wannenmacher, Freie Universität Berlin

Der Besuch des Hauptausschusses

des Berliner

Abgeordnetenhauses im

Botanischen Garten Berlin führte

den Abgeordneten den hohen

Sanierungsbedarf, vor allem im

Gewächshausbereich, deutlich

vor Augen. Schwerpunkt des

Besuchs am 10. April waren die

über 100-jährigen denkmalgeschützten

Schaugewächshäuser.

Berlins Staatssekretär für

Wissenschaft und Forschung

Steffen Krach begleitete die Abgeordneten

aller Fraktionen auf

ihrem Rundgang.

Gesamtsanierungsbedarf

Rund 174 Millionen Euro sind für

die bauliche Sanierung des Berliner

Botanischen Gartens und

Botanischen Museums erforderlich.

Zu diesem Ergebnis kommt

ein 2018 erstelltes Gutachten

im Auftrag der Freien Universität

Berlin. Für die Schätzung

des mittelfristigen Gesamtinvestitions-Bedarf

der baulichen

Sanierung wurde die gesamte

Einrichtung mit allen Gebäuden

vom Botanischen Museum bis

zum Gartenzaun vom Ingenieurbüro

rheform – EntwicklungsManagement

GmbH begutachtet.

Dieses Gutachten wurde in Ergänzung

zu der rheform-Studie

beauftragt, in der der bauliche

Sanierungsbedarf an allen Berliner

Hochschulen ermittelt wurde:

In der rheform Studie für alle

Berliner Hochschulen wurde ein

Sanierungs- und Investitionsbedarf

von 3,2 Milliarden Euro

ausgewiesen. Hiervon entfallen

etwa 30 Prozent allein auf die

Freie Universität, für die damit

einschließlich der Gelder für


Lichterfelde Ost Journal 19

den Botanischen Garten ein Gesamtsanierungsbedarf

in Höhe

von 1,3 Milliarden Euro besteht.

Schaugewächshäuser

haben den größten

Investitionsbedarf

Die Schaugewächshäuser stellen

ein 15 Gewächshäuser

umfassendes Ensemble dar, in

dessen Zentrum das bekannte

Große Tropenhaus bis 2009

bereits denkmalschutzgerecht

und energetisch grundsaniert

und das Victoriahaus im Sommer

2018 nach modernen Standards

wiedereröffnet wurden. Die übrigen

Teile des Ensembles müssen

jedoch noch saniert werden.

Mittelmeerhaus

teilweise

einsturzgefährdet

Das Mittelmeerhaus zeigt starke

Korrosionsschäden am Stahltragwerk

und sehr starke Schäden

an den Stehwandfenstern

aus Holz. Im Jahr 2018 drohten

die Lüftungsflügel des Mittelschiffes

herabzustürzen und

für Besucher und Beschäftigte

gefährlich zu werden. In einer

Notbaumaßnahme der Technischen

Abteilung der Freien Universität

Berlin wird die akute Gefahr

gegenwärtig beseitigt. Aus

Sicherheitsgründen muss das

Mittelmeerhaus jedoch ab einer

Windstärke 8 geschlossen werden.

Rund 18 Millionen Euro sind

für die denkmalschutzgerechte

und energetische Sanierung des

Mittelmeerhauses erforderlich.

Das mit Jugendstilelementen

verzierte und mit seinen zwei

Verrostete Stahlträger gefährden die Statik der über 100 Jahre alten, denkmalgeschützten

Schaugewächshäuser. Ein maroder Träger des Gewächshauses für tropische Nutzpflanzen.


Foto: Bernd Wannenmacher, Freie Universität Berlin

Glastürmchen an eine dreischiffige

Kathedrale erinnernde

Mittelmeerhaus wurde in den

Jahren 1903 bis 1908 erbaut.

Es zeigt hauptsächlich Pflanzen

der Mittelmeerregion und der

Kanarischen Inseln. Es werden

typische Landschaften dieser

Regionen präsentiert, wie die

Lorbeer- und Hartlaubwälder

sowie die buschförmigen Macchien

und Garigues. Das Mittelmeerhaus

ist bereits seit 2001 ein

besonders schöner Ort in Berlin,

um standesamtlich zu heiraten

(in Kooperation mit dem Standesamt

Steglitz-Zehlendorf).

Marode

Gewächshäuser

Fast ebenso marode sind die bis

1909 gebauten Schaugewächshäuser

wie das Aronstab-Gewächshaus

(Haus B), das Tropische

Nutzpflanzenhaus (Haus C)

und das Farnhaus (Haus F). Die

außenliegenden genieteten

Stahl-Traggerüste zeigen zunehmende

Korrosionsschäden. Die

Verglasung ist undicht, und der

Energieverbrauch ist hoch. Diese

drei Gewächshäuser zählen

zu den ganzjährig über 22 Grad

Celsius beheizten sogenannten

Warmhäusern und zeigen spezielle

Pflanzengruppen oder Themen

der Tropen.

Der Botanische Garten Berlin ist

einer der drei bedeutendsten

Botanischen Gärten weltweit

und der größte in Deutschland.

Als Wissenschaftsstandort genießt

er einen international anerkannten

Ruf. Seine mehr als

300-jährige Tradition als Ort wissenschaftlicher

Pflanzensammlungen

und als Ort des Wirkens

bedeutender Wissenschaftler,

Gärtner, Architekten und Bauherren

weist ihn zugleich als

herausragendes kultur-und

wissenschaftsgeschichtliches

Denkmal aus. Die steigenden

Besucherzahlen im Botanischen

Garten Berlin auf derzeit mehr

als 450.000 Besucher jährlich belegen

die Bedeutung als wichtigen

Erholungs- und Bildungsort

der Hauptstadt.


20

Gesundheit

Lichterfelde Ost Journal

Schule des Bauhaus 1919 – 1933

Kunsthochschule hatte ihren letzten Sitz in Steglitz

Kurz, aber effektiv: Obwohl die Kunstschule

Bauhaus nur 14 Jahre bestand, hatte sie einen

bis heute andauernden Einfluss auf die

Architektur. Am 12. April 1919 gründete Walter

Gropius in Weimar das Bauhaus. Sein Ziel war die

Vereinigung aus Kunst und Handwerk. Dabei orientierten

sich der Gründer und weitere Akteure

an der Idee der mittelalterlichen Bauhütten. In

jener Zeit arbeiteten Künstler und Handwerker

bereits gemeinsam an den Bauwerken. Gropius

hatte einen Kreis erlesener Künstler für seine

Idee gewinnen können. Darunter klangvolle

Namen wie Wassily Kadinsky, Lionel Feininger

und Paul Klee. Die Architekturschulung lag unter

anderem in den Händen von Ludwig Mies van

der Rohe.

Von Weimar nach Dessau bis nach Steglitz: 1925

zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau, da

die neugewählte Regierung unter Leitung der

Deutschen Volkspartei (DVP) den Etat des Instituts

um 50 Prozent gekürzt hatte. In Dessau

nahm es 1926 die Arbeit wieder auf. Doch auch

hier konnte es nicht bleiben, wieder führten

politische Gründe zum Ortswechsel. Nachdem

die NSDAP die Gemeinderatswahlen in Dessau

gewonnen hatte, zog das Institut unter der

Leitung von Ludwig Mies van der Rohe nach

Berlin-Steglitz. Im Oktober 1932 nahm das Institut

in einem der leerstehenden Gebäude der

„Neuen Photographischen Gesellschaft“ in der

Birkbuschstraße 49 seine Arbeit auf. Dort führte

es Mies van der Rohe als Privatschule. Doch die

letzte Station war nur von kurzer Dauer. Schon

bald nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten

ließ die neue Regierungspartei

die Räume durchsuchen. Ihnen war das Bauhaus

ein Dorn im Auge. Vorgeblicher Grund war Kommunistisches

Material, das sich in der Schule befinden

sollte. Jüdische Schüler wurden verhaftet

und ein Weiterbetrieb war unter diesen Umständen

nicht mehr möglich. Deshalb lösten Mies

van der Rohe und weitere Lehrer des Bauhaus

die Schule am 20. Juli 1933 auf. Viele Schüler und

Lehrer emigrierten und verbreiteten die Ideen

des Bauhaus so in der ganzen Welt. Am Haus in

der Birkbuschstraße 49 erinnert eine Gedenktafel

an die kurze Zeit des Bauhaus in Steglitz. ◾

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Lichterfelde Ost Journal 21

Wussten Sie, dass der Gutsherr von Dahlem

im Jahr 1804 alle Bauern in den

Nachbarort Schmargendorf

umsiedelte, damit Dahlem ein Gutsdorf

wurde? Diese und viele weitere

Informationen finden sich im Heft

„Steglitz-Zehlendorf“ der Berliner

Spaziergänge.

Drei Hefte über den Südwesten Berlins:

Steglitz-Zehlendorf und seine

Nachbarn Charlottenburg-Wilmersdorf

sowie Tempelhof-Schöneberg

lassen sich bei Spaziergängen entdecken.

Die Serie „Berliner Spaziergänge“

umfasst diese Bezirke und

weitere Bände. Jeweils fünf Spaziergänge

werden detailreich beschrieben. Aktuelle

und historische Gebäude, bekannte Bewohner,

interessante Ereignisse und mehr werden in den

Heften festgehalten. Dank der genauen Wegbeschreibung

ist ein Verirren kaum

möglich. Auf 66 Seiten mit vielen

Abbildungen bekommt man viele

Anregungen für den nächsten Ausflug

zu Fuß. Ob Neuzugezogene oder

Alteingesessene – in den Bezirken

gibt es noch viel Interessantes zu

entdecken.

Die Berliner Spaziergänge „Charlottenburg-Wilmersdorf“

von Barbara

Schäche, „Steglitz-Zehlendorf“ von

Wolfgang Holtz und Christian Simon

sowie „Tempelhof-Schöneberg“ von

Christian Simon sind im Elsengold

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22

Lichterfelde Ost Journal

Flucht in die Bilder?

Die Künstler der Brücke im Nationalsozialismus

Tausende von Kunstwerken wurden 1937 von

den Nationalsozialisten aus deutschen Museen

beschlagnahmt, darunter Schlüsselwerke

der Brücke-Künstler. In der Propagandaausstellung

„Entartete Kunst“ wurden sie öffentlich verhöhnt.

Diese aggressiven Angriffe auf ihre Kunst überblenden

die Selbstverortungen der Brücke-Maler in der

NS-Diktatur bis heute. Die Situation der Künstler

in den Jahren von 1933 bis 1945 wurde bislang

zumeist auf die ‚Verfemung‘ ihrer Kunst im Nationalsozialismus

reduziert. Dieser eindimensionale

Blick wird weder der vielschichtigen Situation der

Künstler noch den Widersprüchen innerhalb der

nationalsozialistischen Kulturpolitik gerecht.

Die meisten der ehemaligen Brücke-Künstler

hatten zu Beginn die Hoffnung gehegt, mit ihrer

Kunst Anerkennung unter den Nationalsozialisten

zu finden – eine Hoffnung, die von letzteren teilweise

genährt wurde. Trotz der Zäsuren durch die

NS-Kunstpolitik, waren die ehemaligen Brücke-

Künstler – mit Ausnahme von Kirchner, der sich

1938 das Leben nahm – bis in die letzten Kriegsjahre

künstlerisch tätig.

„Flucht in die Bilder? Die Brücke-Künstler im Nationalsozialismus“

beschäftigt sich erstmals kritisch

und ausführlich mit dem Werk, den Alltagsrealitäten

und den Handlungsspielräumen der Künstler

im Nationalsozialismus sowie der unmittelbaren

Nachkriegszeit. Im Zentrum der Ausstellung

„Flucht in die Bilder?“ stehen Arbeiten von Karl

Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein

und Ernst-Ludwig Kirchner aus dem Bestand des

Brücke-Museums. Die Präsentation setzt auf einen

vielschichtigen Blick und nähert sich der Komplexität

des Themas – die Brücke zwischen Anerkennung

und ‚Verfemung‘ – anhand von künstleri-

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Lichterfelde Ost Journal 23

schen Werken und umfangreichem

Dokumentationsmaterial. Um

Brüche und Kontinuitäten im Werk

der ehemaligen Brücke deutlich zu

machen, endet die Aufarbeitung

nicht im Mai 1945, sondern setzt

sich im letzten Teil der Schau im

Kunsthaus Dahlem fort. Wie wurde

ab dem Sommer 1945 auf die Jahre

der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

zurückgeblickt, welche

Funktion hatten die ehemaligen

Brücke-Künstler beim Wiederaufbau

des geteilten Deutschlands?

„Flucht in die Bilder?“ wird bis zum

11. August gezeigt. Ausstellungsorte

sind das Brücke-Museum,

Bussardsteig 9, 14195 Berlin und

das benachbarte Kunsthaus Dahlem,

Käuzchensteig 8, 14195 Berlin.

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24

Lichterfelde Ost Journal

50 Jahre Städtepartnerschaft

mit Cassino

Jugendaustausch, Sport und viele gute Kontakte

Die Städtepartnerschaft

zwischen Zehlendorf –

heute Steglitz-Zehlendorf

und der Stadt Cassino wurde

1969 geschlossen. Im Jahr 2009

feierten Vertreter beider Partner

das vierzigjährige Jubiläum in

Cassino.

Die Städtepartnerschaft schloss

man auf Anregung des damaligen

Bürgermeisters aus Cassino,

Dottore Ferraro. Er sah viele Parallelen

im Schicksal der beiden

Städte und schlug mit dem Blick

auf den deutschen Soldatenfriedhof

in Cassino und den italienischen

Soldatenfriedhof in Berlin

eine Städtepartnerschaft vor.

In den Jahren danach fanden

zahlreiche Jugendaustauschprojekte

statt, zunächst auf sportlicher

Ebene mit dem Verein Z88.

Seit 1986 hat Gisela Pflug – damals

Lehrerin, heute Vorsitzende

des Städtepartnerschaftsvereins

Steglitz-Zehlendorf, Schüleraustauschprojekte

durchgeführt

Die Abtei Montecassino ist das Wahrzeichen über der Stadt.

– bis 2003 mit dem Arndt-Gymnasium

und dann mit dem Hermann–Ehlers-Gymnasium.

Nach

der Pensionierung von Frau Pflug

wurden diese von einer Kollegin

fortgesetzt. 2012 wurde Gisela

Pflug als Dank für ihr Engagement

in der Partnerschaft Ehrenbürgerin

Cassinos. Sie hat

seit 2014 vier Bürgerreisen nach

Cassino und in die weitere Umgebung

organisiert und geleitet,

so dass man sagen kann,

dass Cassino neben Charkiv in

der Ukraine die ausländische

Foto: Gisela Pflug

Partnerstadt mit dem engsten

Kontakt ist.

Auch die Bezirkspolitiker treffen

alle paar Jahre bei Festen auf

ihre Partner aus Cassino. Leider

gibt es in Cassino viele politische

und finanzielle Probleme,

so dass die Jubiläumsfeier zum

50. Bestehen der Partnerschaft,

die hier in Steglitz-Zehlendorf

stattfinden sollte, nicht wie geplant

im Mai 2019 veranstaltet

werden konnte.

Cassino hat zur Zeit weder einen

Bürgermeister noch ein

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Lichterfelde Ost Journal 25

Stadtparlament. Im März wurde

das Parlament aufgelöst.

Neuwahlen sollten am 26. Mai

stattfinden. Der Partnerschaftsverein

hofft, dass dort bald

wieder geordnete Verhältnisse

herrschen, und die Feierlichkeiten

dann nachgeholt werden

können.

Partnerstadt mit

langer Geschichte

Die Ebene von Cassino.

Im Gegensatz zum jungen Berlin

kann Cassino auf eine lange Geschichte

zurückblicken. Die Stadt

im Latium, ca. 130 km südöstlich

von Rom, wurde erstmals als

„Casinum“ in der Zeit des 2. Punischen

Kriegs, der von 218 bis 201

v. Chr stattfand, erwähnt. In der

Römerzeit hieß die Stadt am Fuß

des Berges Montecassino Cassinum.

Die Stadt hatte schon in der

Antike ein Amphitheater, Tempel

und ein Theater. Die Bewohner

wurden durch eine Stadtmauer

geschützt. Die viel fotografierte

und bei Touristen beliebte Abtei

Montecassino erbauten die

Benediktiner erstmals im Jahr

529 n. Chr. Sie wurde mehrfach

zerstört, erst durch die Langobarden

im Jahr 577, dann durch die

Blick auf den Stadtpark, im Hintergrund die mittelalterliche Burg Rocca Janula.

Fotos: Gisela Pflug

Sarazenen, die die Stadt und das

Kloster 883 angriffen. In Cassino

wurde auch Geschichte geschrieben

– 1230, als die Stadt San Germano

hieß, trafen sich hier der

Stauferkaiser Friedrich II. und

Papst Gregor IX., um einen leider

brüchigen Frieden zu schließen.

Auch die jüngere Geschichte

hinterließ Spuren in Cassino:

Während des Zweiten Weltkriegs

zerstörten Bomben der Alliierten

die Stadt. Deutsche Truppen besetzten

den Montecassino, in der

anschließenden Schlacht gegen

die Alliierten wurde die Stadt

völlig zerstört. Sie zählt zu den

blutigsten Schlachen des Zweiten

Weltkriegs. Auch das Kloster

wurde durch die Bomben zerstört,

was für eine Verstimmung

zwischen dem Vatikan und den

Alliierten sorgte.


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26

Gesundheit

Lichterfelde Ost Journal

Bezahlbarer Wohnraum frei

Neues Entenhäuschen auf dem Gustav-Mahler-Platz

wartet auf Bezug

Erst seit einiger Zeit

schwimmt das neue Entenhäuschen

im 80 x 90 Meter

kleinen abgesenkten Rückertteich

des Gustav-Mahler-Platz

an der Englerallee. Ein stiller

Ort seit 1900 unbebaut, mit

Blick auf Botschaftsresidenzen

und Villen.

Und ein idyllisches Plätzchen,

das Enten und Blässhühner, aber

eben auch der Fuchs für sich

entdeckt haben. Doch damit

der den Wasservögeln so leicht

nichts mehr anhaben kann und

sie ein ruhiges Schläfchen halten

können, hat sich das Grünflächenamt

Steglitz-Zehlendorf

Siesta für das Stockenten-Paar.

erbarmt: Ein nagelneues Holzhäuschen

hat es auf den Teich

gesetzt, und das dümpelt nun

bezugsfertig vor sich hin. Auch

ein Teil des im Teich angesammelten

Laubes wurde von den

Mitarbeitern dabei gleich mit

entfernt.


Versteckt unter Weidenzweigen liegt das Nest des Blässhuhns.

Die bitten: Wasservögel nicht

füttern! – Denn das schadet

Foto: Minerva Studio / Fotolia

Lichterfelde Gesundheit

Ost Journal 27

Teich und Wasservögeln gleichermaßen.

Die Randvegetation

wurde bereits im Winter

gekappt, inzwischen wächst sie

umso dichter nach und bietet

den Teichbewohnern genügend

Rückzugsmöglichkeiten.

Das heimische Entenpaar und

das unter der Weide brütende

Blässhuhn betrachten sich das

Wohnungsangebot erst einmal

von Weitem.

Während die Stockenten am

Uferrand ihr Mittagsschläfchen

halten, schwebt das Blässhuhn

mit seinem Nest auf einem

schwimmenden Weidenast dicht

über der Wasseroberfläche. Fünf

Eier hat es auszubrüten. Und

man darf gespannt sein, ob die

Küken bei ihren Teichausflügen

dem hölzernen „Neubau“ einen

ersten neugierigen Besuch abstatten

werden.



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