Gazette Charlottenburg Juni 2019

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Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juni 2019

Charlottenburg

Rosa Rüssel

am Wasser

Im Tiergarten wird Strömungsmechanik erforscht

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2 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

Rosa Rüssel am Wasser

Im Tiergarten wird Strömungsmechanik erforscht

Institut für Strömungsmechanik und technische Akustik.

Weit entfernt von Küsten und Meer, in einer Region,

in der eher die Landratten vermutet werden,

begann 1901 der Bau der „Versuchsanstalt

für Wasser- und Schiffbau“ auf der Schleuseninsel

im Tiergarten. In den ersten Jahren stand

das Institut ganz im Dienst der Marine, die ein

besonderes Steckenpferd von Kaiser Wilhelm II.

war. 1926 übernahm eine Zweigstelle in Potsdam-Marquardt

einen Teil der Forschungsaufgaben

und im Tiergarten kam die Erdbauabteilung

hinzu. Ab 1933 unterlag die Abteilung, die

sich mit Schiffbau beschäftigte, der Geheimhaltung.

Die Möglichkeiten im Tiergarten waren

begrenzt, doch in der Außenstelle in Potsdam

wurden Modellversuche zur Kanalisierung des

russischen Flusses Don unternommen. Nach

schweren Beschädigungen durch Bomben

stellte das Institut seine Arbeiten im Jahr 1943

vorübergehend ein. Erst 1945 ging es mit der

Übernahme durch die Forschungsanstalt für

Schifffahrt, Wasser- und Grundbau weiter. Heute

gehört das Areal zum Institut für Strömungsmechanik

der Technischen Universität Berlin.

Das große Gebäude mit dem markanten rosa

„Rüssel“ erbaut im Jahr 1974, beherbergt einen

der weltweit größten Wasserumlauftanks. Der

Forschungsbau wurde mit finanzieller Unterstützung

der Wüstenrot-Stiftung saniert, 2017

waren die Arbeiten beendet und das Gebäude

wieder in Betrieb genommen. Das markante

rosa Umlaufrohr fasst 3300 Kubikmeter Wasser.

Es ist 55 Meter lang und der Durchmesser beträgt

an der breitesten Stelle 8 Meter. In einem

weiteren Gebäude, einem alten Backsteinbau

aus Kaisers Zeiten befindet sich eine 250 Meter

lange Tiefwasserrinne.

Die historische Entwicklung der Strömungsmechanik

begann schon in der Antike. Schon Archimedes

befasste sich damit. Auch Leonardo

da Vinci und Galileo Galilei beschäftigten sich

mit dieser umfassenden Thematik. Erforscht

wird das physikalische Verhalten von Fluiden.

Die Forschungsergebnisse werden u. a. in Wasserwirtschaft,

Medizin, Maschinenbau, Chemie

und Astrophysik angewendet.


WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Ende des Monats beginnen bereits

die Sommerferien. Genießen

Sie die hoffentlich lauen Abende

im Freien und stimmen Sie sich

auf erholsame Urlaubstage ein:

Ich wünsche eine schöne Urlaubszeit!

Neue Ansprechpartnerin

Seit März ist Doris Leymann die

neue Ansprechpartnerin für die

Sozialraumorientierte Planungskoordination

im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Eine ihrer

Aufgaben ist die Steuerung des

wichtigen Programms „Stadtumbau

im Charlottenburger Norden“.

Als Sozialpädagogin und

Landschaftsplanerin ist es ihr

wichtig, Menschen, die im Stadtteil

zusammenleben, an dessen

Entwicklung zu beteiligen, um

Politik, Verwaltung und Aktive vor

Ort zusammen zu bringen, um

die Lebensqualität im Charlottenburger

Norden zu steigern. Ferner

wird sie einen neuen Arbeitsbereich

aufbauen, der sich mit der

Koordination der unterschiedlichen

Planungsprozesse bezogen

auf die sieben Stadtteile des

Bezirkes befassen wird. Ich freue

mich, dass wir diese Stelle mit

Frau Leymann besetzen konnten

und wünsche ihr viel Erfolg!

Kiezspaziergang

Ich lade alle Interessierten herzlich

zum 210. Kiezspaziergang

am Samstag, dem 8. Juni, ein.

Wir treffen uns wie immer um

14 Uhr, diesmal an der Bushaltestelle

Herthastraße (Bus 110,

310, M29). Es geht entlang der

Grunewaldseenkette zum Karmielplatz

beim Mahnmal Gleis 17

vor dem S-Bahnhof Grunewald.

Die Grunewaldseenkette umfasst

Doris Leymann und Reinhard Naumann.

den Hertha- und Hubertussee sowie

den Koenigs- und Dianasee.

Es erwartet uns bei hoffentlich

sommerlichen Temperaturen ein

schöner Spaziergang am Wasser

entlang mit einigen institutionellen

und architektonischen Highlights.

Bitte beachten Sie, dass der

Kiezspaziergang nicht barrierefrei

sein wird. Informationen über die

bisherigen Kiezspaziergänge finden

Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

Touro College Berlin

Am 12. Juni werde ich im Berliner

Rathaus an der Auszeichnung der

diesjährigen Absolventinnen und

Absolventen des Touro College

Berlin teilnehmen. Ich freue mich

sehr auf diese traditionsbewusste

Zeremonie, vor allem aber freue

ich mich über den Erfolg dieser

kleinen, besonderen Hochschule,

die 2003 im Charlottenburger

Westen eröffnet wurde. Rabbiner

Bernard Lander gründete 1970

das erste Touro College in New

York. 2006 nahm hier am Berliner

Touro College zusätzlich das

„Bernard Lander Institut für Kommunikation

über den Holocaust

und Toleranz“ unter der Leitung

von Dr. Andreas Nachama seine

Arbeit auf. ES IST EIN WICHTIGER

Teil der stetig wachsenden Vielfalt

Foto: Bianka Gericke

jüdischen Lebens bei uns in der

City West.

Tag des Ehrenamtes –

der Markt der Möglichkeiten

Der Tag des Ehrenamtes hat in

Charlottenburg-Wilmersdorf eine

lange Tradition. Ziel ist es, für das

unverzichtbare Ehrenamt und

das so wichtige freiwillige Engagement

zu werben und es publik

zu machen. Organisationen und

Vereine präsentieren sich von 14

bis 18 Uhr an Marktständen und

stellen ihre vielfältige Arbeit vor.

Gemäß dem Motto: „Gemeinsam

ist mehr möglich” können sie mit

anderen Teilnehmer*innen ins

Gespräch kommen und neue

Personenkreise für ihren Aufgabenbereich

interessieren. Die

offizielle Eröffnung und diesjährige

Verleihung des bezirklichen

Ehrenamtspreises durch Sozialstadtrat

Detlef Wagner und

Bezirksverordnetenvorsteherin

Annegret Hansen findet am Freitag,

dem 14. Juni, ab 14 Uhr in der

Fußgängerzone der Wilmersdorfer

Straße, zwischen Schiller- und

Pestalozzistraße, statt.

Gedenkveranstaltung

zum 17. Juni 1953

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Juni | 62019 | | 3

Mein Stellvertreter Arne Herz

wird gemeinsam mit der Bezirksverordnetenvorsteherin

Annegret Hansen am Montag,

dem 17. Juni, um 9 Uhr an dem

Gedenkstein „Für die Opfer des

Stalinismus“ am Steinplatz einen

Kranz zum Gedenken an die

Opfer des niedergeschlagenen

Volksaufstandes in Ost-Berlin

und der DDR am 17. Juni 1953

niederlegen.

Bürgermedaille:

Vorschläge erwünscht

Seit 1988 wird vom Bezirksamt

für herausragende Verdienste

um den Bezirk die Bürgermedaille

verliehen. Jede Bürgerin

und jeder Bürger kann Vorschläge

machen und Personen benennen,

die für ihr besonderes

Engagement mit einer Bürgermedaille

geehrt werden sollten.

Ein überparteiliches Gremium

der BVV und des Bezirksamtes

wird über die Vorschläge entscheiden.

Die Bürgermedaillen

werden seit 2001 traditionell

am Bezirkstag am 19. Oktober

verliehen. Begründete Vorschläge

können bis zum 31. Juli

schriftlich eingereicht werden

an das Büro des Bezirksbürgermeisters,

Otto-Suhr-Allee 100,

10585 Berlin. Nähere Informationen,

darunter auch die Liste der

bisher Geehrten, sind im Internet

unter www.buergermedaille.

charlottenburg-wilmersdorf.de

zu finden.

Für Ihre Anregungen, Lob

und Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@

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4 | Gazette Charlottenburg & | Wilmersdorf

Juni 2019

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Halensee – ein See für alle?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Halensee und keine Ruhe. Wer darf

im Halensee baden? Die Gäste des

Ku’damm-Beachs oder auch die Besucher

der Liegewiese?

Die Fraktionen der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

nehmen in den folgenden

Beiträgen zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

13 Jahre warteten die Anwohner*innen

darauf, dass sich die Wasserqualität im Halensee

verbessert. Durch die Filteranlage

wurde 2016 das Baden wieder möglich.

Aber nach nur drei Jahren könnte damit

wieder Schluss sein, da erneut Kolibakterien

nachgewiesen wurden. Betroffen ist

vor allem der bisher zugängliche Bereich

der Liegewiese, für das private Freibad

„Ku’damm Beach“ weiter südlich gilt kein

Verbot. Als SPD-Fraktion fordern wir, dass

unverzüglich Maßnahmen zur nachhaltigen

Verbesserung der Wasserqualität

ergriffen werden. Wir freuen uns über

die Herrichtung des Freibads durch den

Pächter und unterstützen die Maßnahmen

zur Renaturierung des Uferbereichs durch

das Bezirksamt, sind aber der Meinung,

dass dies im Einklang mit den Interessen

der Badenden geschehen muss. Halensee

benötigt einen See, in dem alle baden gehen

können. Deswegen fordern wir, dass es

einen öffentlich zugänglichen Bereich zum

Baden geben muss und die Eintrittspreise

in das Freibad nach Ende des Pachtvertrages

2020 neu verhandelt werden. Wenn die

Wasserqualität im Bereich der Liegewiese

nicht verbessert werden kann, müssen die

Berliner*innen auf das Freibad ausweichen

können. Zu den jetzigen Konditionen ist

das für viele nicht erschwinglich.

Dr. Claudia Buß

CDU-Fraktion

Die Frage kann nur mit einem klaren Ja

beantwortet werden. Die Badewiese ist

eine Wiese ohne Seezugang. Jahrelang

wurde den Badewilligen erzählt, dass das

Wasser eine schlechte Qualität hat, dass

das Baden für alle eine gesundheitliche

Gefährdung darstellt. An der Badestelle

30 Meter weiter nicht. Trotz eingebauter

Reinigungsanlage für das Wasser der Stadtautobahn

und eine seit Jahren vorhandenen

Anlage in der Trabener Straße sei die

Qualität zum Baden genau an der bisherigen

Stelle nicht erlaubt. Hier wird auch

noch argumentiert „Schilfanwuchs“. Bitte

nicht falsch verstehen, die CDU-Fraktion ist

für den Umweltschutz, nur warum geht der

zuständige Stadtrat Schruoffeneger nicht

hin und erlaubt den Badenden den Zugang

über die vorhandenen Steintreppen? Der

CDU-Fraktion drängt sich der Verdacht auf,

dass hier eine Klientelpolitik zu Gunsten

des Pächters der alten Badestelle erfolgt.

Wenn natürlich das eingeleitete Wasser

von der Trabener Straße eine schlechte

Qualität hat, dann muss auch hier der zuständige

Stadtrat tätig werden. Fazit: Für

uns ist es nicht ersichtlich, warum nicht

gehandelt und den Badewilligen der Freizeitwiese

wieder die Möglichkeit gegeben

wird, von dort ins Wasser zu gehen.

Hans-Joachim Fenske

B‘90/Grünen-Fraktion

Die Halensee-Wiese am Ende des Kudamms

war zu West-Berliner Mauerzeiten

eine Institution. Selbst nach dem Autobahnbau

blieb sie ein sonnenverwöhntes

Rückzugsrefugium mit Seezugang. Auch

nach der Wende, als die hygienischen

Ansprüche an ein Badegewässer nicht

mehr gegeben waren, tat es der Beliebtheit

der Halensee-Wiese keinen Abbruch.

Sonnenbaden blieb ein fester Bestandteil

des Ortes, auch als die Pflanzenkläranlage

für das Regenwasser der Straßenflächen

mit EU-Geldern gebaut wurde. Die europäischen

Fördermittel sind tatsächlich gut

eingesetzt, das zeigen die Gewässer-Messreihen

seither. An der offiziellen Badestelle

ist die Wasserqualität inzwischen gut, nur

am Ufersaum der Liegewiese bleiben die

Kennzahlen bedenklich. Der zuständige

Stadtrat Schruoffeneger wird daher das

Aufstellen von neuen Warnschildern

veranlassen. Der Zaun soll so verändert

werden, dass er den Schilfgürtel schützt,

jedoch Menschen, die Baden wollen, nicht

gefährdet. Wer feuchten, aber ungesunden

Spaß haben will, tut das auf seine eigene

Verantwortung.

Sibylle Centgraf

FDP-Fraktion

Baden für alle, auch oben und unten ohne?

Diese Freiheit, im ganzen Halensee schwimmen

zu können, ist erneut dahin. Schon

2003 war ein Badeverbot wegen zu hoher

Bakterienbelastung ausgesprochen worden.

Damals wie heute gilt die Badeerlaubnis

nur für den Bereich des Strandbades.

Für eine nachvollziehbare Entscheidung

hilft es, die Messergebnisse transparent

zu machen. Die Bürger fragen sich zurecht,

ob die Bakterien nur das Strandbad aussparen

und es nicht notwendig wäre, die

Wasserqualität insgesamt zu verbessern.

Die Realität zeigt, dass früher wie heute

das Badeverbot ignoriert wurde. Fehlende

Kontrolle, eigentlich zum Schutz des Bürgers

und der Natur, ist wegen des Personalmangels

im Bezirksamt Fehlanzeige. Wollen

wir einen ehrlichen Naturschutz, der

dem Artensterben entgegenwirkt? Dann

müssen wir liebgewonnene Gewohnheiten

in Frage stellen und dies auch konsequent

kontrollieren. Oft sind auch die hohen Eintrittspreise

des Strandbades in der Kritik.

Bei der nächsten Vertragsverlängerung des

Pächters kann man gegebenenfalls versuchen,

auf diese Einfluss zu nehmen. Bis

dahin gilt jedoch, dass nicht der Bezirk die

Preise zu bestimmen hat. Die Gesundheit

der Bürger zu stärken und das Schwimmen

zu ermöglichen, muss bei allen Beteiligten

das vorrangige Anliegen sein.

Stephanie Fest

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Halensee und Grunewaldsee gehören zu

den Wasserperlen märkischer Seenlandschaften,

sie sind Teil einer eiszeitlichen

Rinne. Sie haben leider noch mehr gemeinsam:

In beiden ist das freie Baden

verboten. Im Grunewaldsee vollständig,

im Halensee ist es nur gegen ein saftiges

Entgelt erlaubt. Weit über Berlin hinaus

schätzen Badelustige den FKK-Strand

am Halensee. In zwangloser Atmosphäre

tummelten sich in der Vergangenheit

Badelustige mit Textilien und solche

ohne gleichberechtigt nebeneinander.

Jetzt aber steht ein stabiler, strenger

Zaun zwischen Wasser und denen, die

gerne baden wollen. Verschmutzt soll er

angeblich sein – der See. Einige Meter

weiter ist er plötzlich sauber genug, um

darin zu plantschen, sofern man 12 Euro

Badegebühr entrichtet. Was hat den grünen

Stadtrat wohl umgetrieben, den Berlinerinnen

und Berlinern ihre Badefreude

zu nehmen? Ist es die Kapitulation vor

Pharisäern oder verklemmten Verbotsideologen?

Oder schon der Kotau vor

archaischen Fremdkulturen? Niemand

glaubt, dass der Bezirk die Geschäfte

des privaten Pächters des Strandbades

schützen will. Für manchen mag in FKK

(Freikörperkultur) zu viel Freiheit stecken,

aber die sollten und dürfen wir uns nicht

nehmen lassen! Mr. Schruoffeneger, reißen

Sie diesen Zaun nieder!

Hans Asbeck

Linksfraktion

Der Halensee, eine Naturoase inmitten unserer

dicht bebauten Stadt – für viele ein

Ort der Erholung und Entspannung vom

Alltagstrubel der Großstadt. Das Wasser

lädt nicht nur zum Baden ein, sondern die

Wege und Parkanlagen rundherum sind

ein Refugium für Mensch und Natur. Es gibt

ein Freibad und eine Badewiese für den

Zugang zum Wasser. Doch aktuell trübt sich

das Wasser nicht nur durch die erhöhten

Messwerte bakterieller Belastung rund um

die Badewiese und der damit verbunden

Sperrung eben dieser ein. Es geht auch

um den Konflikt, dass die Eintrittspreise

für das Freibad relativ hoch sind. Dadurch

wird den Leuten, die die finanziellen Mittel

für den Eintritt nicht aufbringen können

oder wollen, der Zugang zum Wasser und

damit vergnüglicher Badespaß verwehrt.

Deshalb fordern wir, dass so schnell wie

möglich eine Ursachenuntersuchung und

Beseitigung der Bakterienbelastung der

Badewiese erfolgt, damit die Sperrung wieder

aufgehoben werden kann. Außerdem

müssen die Eintrittspreise des Freibades

den üblichen Preisen der Berliner Freibäder

angeglichen und so gestaltet werden,

dass alle Berliner*innen, unabhängig von

der Größe ihres Geldbeutels, das Freibad

besuchen und nutzen können.

Sebastian Dieke

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6 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

Renata Ravell – Grand Dame der Travestie

Nach wie vor regnet es für sie rote Rosen

Plotzky – Ravell ist auf dem Klingelschild

zu lesen. Der Bindestrich

steht dabei für große Illusion,

Schauspiel- und Gesangskunst,

Pailletten, Glanz und Glimmer.


KNEFFEL

Foto: Plotzky

Dahinter steckt ganz privat Olaf

Plotzky, einer der namhaftesten

Travestie-Künstler Deutschlands,

der sich während seiner inzwischen

fast sechzigjährigen Bühnenpräsenz

weltweit einen Namen

als Renata Ravell gemacht

hat. Und auch wenn er jetzt im

Juni die Mitte seines achten Lebensjahrzehntes

überschreitet,

– was man kaum glauben mag

– hat Renata Ravell nichts an

Reiz verloren. Sie ist nach wie vor

gefragt und denkt keineswegs

ans Aufhören. Und so stellt sich

ihr Publikum auch weiterhin fasziniert

die Frage: Ob Mann oder

Frau, wer weiß es genau?

Privat

In seinem gemütlich-eleganten

Wohnzimmer in Berlin- Friedenau

empfängt mich herzlich

Olaf Plotzky. Im Nebenzimmer

glitzernde Roben, reich bestickt

mit Pailletten und Strass. „Renata

Ravells Bühnengarderobe lasse

ich schneidern, besticke sie und

die passenden Colliers dazu dann

meist selbst“, verrät Olaf und zeigt

mir als beeindruckende Auswahl

Olaf Plotzky: Auch für die Bühnengarderobe von Renata Ravell

professionell im Einsatz.

seiner rund 30 Bühnenroben ein

paar ganz besondere Prunkstücke:

Fließende Brokatstoff-Corsagen,

federbesetzte Mäntel und

paillettenschwerer Halsschmuck

verführen zum Träumen und Anprobieren.

Den Vormittag hat der Travestie-Künstler

damit verbracht,

seine Perücken für die Auftritte

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Gazette Charlottenburg | Juni 2019 | 7

frisch zu frisieren. „Das Publikum

sieht immer nur das fertige Produkt

Renata Ravell – aber nicht,

wie viel Vorbereitung neben der

Erarbeitung des eigentlichen

Programmes noch dahintersteckt“,

verrät Olaf. So müssen

vor einem Auftritt Kostümkoffer

geschleppt werden, die Maske

dauert rund 1 ½ Stunden und

die Technik braucht auch Vorbereitung.

Außerdem sind die

Kostüme instand zu halten, neue

sind anzufertigen. – Viel Arbeit für

einen unvergesslichen Abend in

der Travestie-Traumwelt.

An liebevoll gedecktem Kaffeetisch

erzählt mir der Künstler

dann mit leuchtenden Augen von

seinem ungewöhnlichen Lebensweg

und zeigt mit berechtigtem

Stolz bemerkenswerte Foto- und

Druckdokumente, die er im Laufe

der Jahre gesammelt hat:

In Falkenberg/Elster im brandenburgischen

Landkreis Elbe/Elster

wurde er 1944 als Jüngster von

neun Geschwistern geboren. Der

Vater leitete als Kapellmeister das

Falkenberg-Tanz-Ensemble (FTE),

unterrichtete außerdem Privatschüler

und an Musikschulen.

Kein Wunder also, dass Olaf das

„Künstlergen“ so fest in sich trägt.

„Nach meinem ersten Opernbesuch

von „Rusalka“ wusste ich,

dass ich zur Bühne will“, erinnert

sich Olaf heute. Der Gesang

spielte dabei für ihn eine wichtige

Rolle, Operettenbuffo – Vorläufer

heutiger Musicaldarsteller – und

jugendlicher Darsteller war damals

sein Traumziel.

Doch zuerst machte Olaf eine

Lehre zum Einzelhandelskaufmann

und zog schließlich nur 14

Tage vor Mauerbau zu seiner älteren

Schwester nach Berlin-Schöneberg,

wo er die in Herzberg

begonnene Dekorateur-Lehre

abschloss („Ich habe schon als

Kind gerne gebastelt“).

Der angehende Künstler nutzte

nun jede Gelegenheit zum Dekorieren.

Er arbeitete hart, um damit

seine angestrebte Schauspielund

Gesangsausbildung finanzieren

zu können. Seine Lehrer waren

keine Geringeren als Diseuse

Ada Hecht und Kammersänger

Maxim-Rossi-Rissmann. In ersten

kleineren Auftritten imitierte

Olaf bekannte Künstler, bis eine

Künstleragentin auf ihn aufmerksam

wurde: Sie überzeugte den

anfangs skeptischen Olaf, sich als

Conférencier in glitzernden Damenkostümen

zu präsentieren.

Renata Ravell – on Tour

bis ganz nach oben

Renata Ravell in den 60er-Jahren.


Foto: Plotzky

Eine ebenso harte wie beeindruckende

und prägende Zeit folgte

nun für die „neugeborene“ Renata:

„Ich tingelte mit Koffern voller

prächtiger Kostüme auf Tourneen

durch Dörfer und Städte, oft mit

dem Flieger unterwegs, denn als

„Republikflüchtling“ fuhr ich besser

nicht durch die DDR“, betont

der Travestie-Künstler. Der erste

Auftritt war in Minden/Westfalen,

Travestie war da für viele noch

eher unbekannt. „Man fragte an

den Tournee-Orten auch schon

mal nach, wann denn meine

Frau zum Auftritt käme oder bot

mir ein Doppelzimmer an“, lacht

„Renata“, die als eine der ersten

professionellen Travestie-Künstlerinnen

in konventionellen Varietés

und Nachtclubs sang, tanzte

und konferierte. In jüngeren Jahren

platinblond, präsentiert sich

die reifere Renata inzwischen mit

kupferrotem Haar. Ihrer damenhaft-eleganten

und auch etwas

autoritären Erscheinung begegnen

Männer meist fasziniertrespektvoll,

wie sie erklärt.

1975 kam für Renata der internationale

Durchbruch, Engagements

in London (Paul-Raymond-Revue),

Südfrankreich,

Amerika folgten.

In angesagten Berliner Nachtlokalen

wie „Rififi“, „Imperial“ oder

dem „Scotch Club 13“ begeisterte

sie damenhaft schillernd mit femininem

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8 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

Renata Ravell im New Eden.

tem Witz Gäste, VIP´s und High

Society, die sie bald gerne in

ihrem Kreis aufnahm. Im „Scotch

Club“ suchte sie dann auch

Deutschlands Playboy Nr. 1 Rolf

Eden auf, der einen Conférencier

für seinen „New-Eden-Saloon“ am

Kurfürstendamm suchte. Waren

ihm Renatas Lieder anfangs zu

sentimental, sagte ihm ihr kesseres

Repertoire dann schon eher

zu.

Über 20 Jahre konferierte Renata

schließlich in seinem Club. „Er war

ein toleranter und toller Chef“,

betont Renata heute, die auch

im 2012 über das Leben Edens

erschienen Film „Immer nur Glück

gehabt“ und im gleichnamigen

Buch aus dem Jahr 2013 zu Wort

kommt und lobend genannt wird.

Als eine Delegation aus Ost-Berlin

den Eden-Club in West-Berlin

aufsuchte, hatte das ganz besondere

Folgen für Renata: Europas

größtes und bekanntestes

Revue-Theater, der Ost-Berliner

Friedrichstadtpalast, engagierte

sie, den einstigen „Republikflüchtling“,

für seine Revue. Mit

Walter Plathe ging Renata später

auf ausgedehnte DDR-Tournee.

Auch im Palast der Republik feierte

sie mit ihrer Personality-Show

„Ich bin, was ich bin“ rauschende

Erfolge.

Für ihre Auftritte im Friedrichstadtpalast

fuhr sie jeden Abend

mit Sondergenehmigungen über

den Übergang Invalidenstraße

nach Ost-Berlin und nach ihrem

Foto: Plotzky

Auftritt wieder zurück. Als sich

einmal dem Abend im Friedrichstadtplast

ein Westberliner

Nacht-Auftritt zeitnah anschloss,

durfte sie sogar noch in Kostüm

und Pelzstola im weißen Mercedes

den Kontrollpunkt ohne Wartezeit

passieren; in einem westlichen

Pressebericht tags darauf

ausführlich beschrieben. In einem

vom Friedrichstadtpalast ihr

überreichten Erinnerungs-Bändchen

sind all die überragenden

Kritiken zu Renata Ravell verwahrt

– und die einzig weniger

überragende der Zeitung „Neues

Deutschland“.

Nach der Wende folgten zahlreiche

Gala-Auftritte, auch in den

neuen Bundesländern. Beim Festival

der Travestie in der Berliner

Urania begeisterte Renata Ravell

ebenso wie als gefeierter Star

bei Gastspielen und im weltweit

berühmtesten Travestie-Cabaret

„Pulverfass“.

Das Staatstheater Stuttgart engagierte

Renata im Jahr 1998 für

die deutsche Erstaufführung von

Peter Turinis Theaterstück „Die

Schlacht um Wien“.

Und dann waren da die großen

Kreuzfahrt-Veranstalter, die Renata

für ihr Programm entdeckten.

„Ich habe die ganze Welt gesehen

durch diese Engagements“,

erklärt Renata, die mit Koffern

voller Kostümen und Requisiten

bis zum Jahr 2016 mit Traumschiffen

wie beispielsweise der

„Europa“, der „Maxim Gorki“, der

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Gazette Charlottenburg | Juni 2019 | 9

Drei Monate moderierte Renata Ravell die Show-Tournee der “California

Dream Boys”.

Foto: Plotzky

„Astoria“, der „Alexander von

Humboldt“, der „Albatros“ oder

der „Delphin“ über die Weltmeere

kreuzte. Die vorgeschriebene

Brandschutzübung blieb auch

ihr nicht erspart: „Bei der Übung

in Rostock musste ich u. a. mit

schwerer Schutzmontur durchs

Feuer laufen und dann auch noch

aus fünf Metern Höhe ins Hafenbecken

springen“, erzählt Renata,

die darüber heute lachen kann.

Große Auswahl an

bunten Balkonblumen

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Gemüse- / Tomatenpflanzen

Neue Kakteen eingetroffen

seit 1883

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Weiter mit Applaus

Die Kreuzfahrt-Ära hat Renata

2016 beendet, ihre professionellen

Auftritte aber mit wechselndem

Pianisten und Ensemble sind

an Land nach wie vor stark gefragt.

Ihr Repertoire-Querschnitt

vom Chanson bis anspruchsvollen

Lied à la „Für mich soll´s rote

Rosen regnen“, das sie mit ausgebildeter

warmer Stimme stets live

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Renata Ravells aktuelle

Autogrammkarte. Foto: Plotzky

gesungen präsentiert, ist außerdem

auf zwei CDs erhältlich.

Auch private Engagements

nimmt sie an, wenn es ihre Zeit erlaubt,

sei es als Moderatorin oder

mit Showblöcken oder -einlagen,

mit Schlagern und Evergreens

sowie mit Liedern von Hildegard

Knef, Margot Werner und Zarah

Leander.

Und etwas habe sie, die erfahrene

Travestie-Künstlerin, dann doch

noch beeindrucken können,

wie sie erzählt: „Über die Künstlerförderung

bin ich um 2010 in

Senioreneinrichtungen, Krankenhäusern

und Pflegeheimen

aufgetreten, wo Travestie im Programm

eher ungewöhnlich ist.

Aber das positive Echo von Patienten-

und Leitungsseite her war

so groß, dass ich das gerne wieder

machen würde.“ Renatas „Travestie-Humor

mit Geist“ brachte

da nämlich auch die zum Lachen,

denen der Alltag nur noch wenig

Grund zum Lachen gab.

Dass auch zukünftig das Publikum

mit dem Applaus rote

Rosen auf Renata Ravell regnen

lässt, daran besteht kein Zweifel.

Erobern doch Renata UND Olaf

im Flug die Herzen ihres Gegenübers

dank echter menschlicher

Wärme und hohen künstlerischen

Könnens.

Wer Renata Ravell persönlich erleben

möchte, sollte sich wegen

des begrenzten Platzangebotes

schon heute vormerken: Die „

herr-liche Königin der Travestie-Kunst“

tritt im Oktober 2019

in der Bar „Die Kleine Philharmonie“

in der Schaperstraße 14 in

10719 Berlin-Wilmersdorf auf.

Näheres dazu sowie Informationen

und Buchungen von

Renata Ravell unter Telefon:

0170 20 55 14, www.renataravell.

de und über Facebook.


Jacqueline Lorenz


10 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

Ewald Wenck – damals war´s

Erinnerungen des Berliner Schauspielers und „Insulaners“ erschienen

Fast 40 Jahre nach dem Tod des

„leidenschaftlichen Berliners“

Ewald Wenck ist nun ein lesenswerter

Buchband über ihn

erschienen. – Aus den handschriftlichen

Aufzeichnungen

des Schauspielers und RIAS-Moderators

hatte seine Frau Dagmar,

die über ein Vierteljahrhundert an

seiner Seite stand, eigentlich nur

für den „Familiengebrauch“ eine

Mappe zusammenstellen wollen.

Diese Privatsammlung diente Rüdiger

Ohst, 2. Vorsitzender des

Wilmersdorfer KünstlerKolonie

Berlin e. V., nun als Grundlage für

sein Büchlein über Ewald Wenck

(1891-1981). Dabei wurde der

Schreibstil von Ewald Wenck

beibehalten. Seine Frau Dagmar

kommt im Buch ebenso zu Wort

wie der ehemalige Programmdirektor

des RIAS, Prof. Herbert

Kundler.

Älteren Lesern dürfte die Lektüre

im Angedenken an den liebenswerten

Künstler viel Freude bereiten,

jüngere Leser finden hier

das Porträt eines vielseitigen und

Mensch gebliebenen Berliner

Schauspielers vergangener Tage,

der unvergessliche Film- und Theatergeschichte

erlebt und mitgeschrieben

hat und dabei bis ins

hohe Alter gefragt blieb.

Das Buch gibt die damalige Zeit

mit humorvollen Anekdoten gespickt

wieder und lässt neben

Ewald Wenck unvergessene Menschen

wie Hans Rosenthal, Georg

Thomalla, Claire Waldoff, Max

Schmeling, Gert Fröbe und Curt

Goetz wiederauferstehen. Und

sogar Heinrich Zille erscheint in

Ewald Wenck´s Lebensgeschichte

auf der Bildfläche.

Der Berliner Schauspieler,

Kabarettist und Moderator

Ewald Wenck

Manch reiferer Leser erinnert

sich noch an die berlinische Gestalt

mit Herz und Schnauze des

Opi Dopi beim RIAS.


Foto: Wenck priv.

Ewald Wenck in den 30ern als

Prof. Haselhuhn in „Der verjüngte

Adolar“. Foto: Wenck priv.

liebenswerten Schauspielers und

Kabarettisten: Der gab 17-jährig

sein Bühnendebut und spielte

– oft auch als Nebendarsteller

und anfangs noch im Stummfilm

– über 70 Jahre lang in pointenstarken

Rollen von Filmklassikern

wie „Die Feuerzangenbowle“

oder der Fernsehserie „Pension

Spreewitz“. Er stand auch auf der

Bühne an der Seite von namhaften

Schauspielern, zu denen

Heinz Rühmann, Marika Rökk und

Martin Held zählten. Gemeinsam

mit Martin Held und Elisabeth

Bergner spielte Ewald Wenck im

Jahr 1979 in seinem letzten Film

„Der Pfingstausflug“, der in seiner

Heimatstadt Berlin gedreht

wurde.

Die angenehm knarzige Stimme

und das warme Berlinern Ewald

Wenck´s machten auch im Radio

Furore und ihn zur Radiolegende.

Sie sind auch Vertretern heutiger

Generationen ein Begriff geblieben:

„Die Insulaner“, die als Vorstufe

moderner Comedians kabarettistisch

ausgefeilt politisch und

gesellschaftlich Aktualitäten ihrer

Tage aufs Korn nahmen. Ihr Motto

war dabei: „Uns kann keener“. Von

der Berlin-Blockade im Jahr 1948

bis zum Jahr 1964 gehörte die

von Günter Neumann gegründete

Kabarettsendung als „Straßenfeger“

zum festen Programm

des RIAS. Ewald Wenck verkörperte

darin „das Berliner Inventar“

neben Kollegen wie Bruno

Fritz, Walter Gross, Tatjana Sais,

Edith Schollwer, Ilse Trautschold

und Agnes Windeck. – Wie Wenck

Günter Neumann kennenlernte,

auch das kann in seiner Lebensgeschichte

nachgelesen werden.

Die Fortsetzungsserie im RIAS

„Damals war´s – Geschichten aus

dem alten Berlin“ wurde nicht

zuletzt durch die sympathische

Erzählstimme Ewald Wencks zu

einer jahrelang beliebten Radio-Sendung.

Ewald Wenck – routiniert auf der

Bühne und am Mikrofon.


Foto: Wenck priv.

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Gazette Charlottenburg | Juni 2019 | 11

„Die Insulaner“ (v.l.n.r.) Edith Schollwer, Ewald Wenck, Tatjana Sais.


Foto: Bundesarchiv B 145,Teske

Einen ebenso großen Erfolg

brachte in den 70ern „Ewalds

Schlagerparade für reife Hörer“,

moderiert von Ewald Wenck als

ältestem Discjockey, nach einer

Idee von Hans Rosenthal. Alle 14

Tage ging die Schlagerparade auf

Sendung, welcher der betagte

Ewald Wenck mit Witzen, lockeren

Bemerkungen und seinem

markigen Gruß „Hallo Fans, Opi

Dopi“ die nötige Würze gab. Dadurch

gab es auch reichlich junge

Anhänger dieser Sendung.

Die letzte der 282 Schlagerparaden

wurde von Ewald Wenck´s

Steglitzer Zuhause aus, Unter

den Eichen 104a), am 26. Januar

1981 gesendet. Nur wenig später,

am 30. April 1981, verstarb der

Künstler nach schwerer Krankheit

89-jährig.

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feinen Juwelen- und Goldschmuck

Der Mensch Ewald Wenck

Als letztes von sechs Kindern

einer Buchbinder-Familie wurde

Ewald Wenck am 28. Dezember

1891 in der Fischerstraße in

Alt-Berlin unweit der Fischerinsel

geboren, in direkter Nachbarschaft

zur ältesten Berliner Gaststätte

„Zum Nussbaum“. Heinrich

Zille war hier Stammgast.

Gedenktafel Unter den

Eichen 104a in Steglitz.

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Daheim war es verboten, zu berlinern.

Doch auf den jungen Ewald

übte der Dialekt der Straße einen

besonderen Reiz aus. So berlinerte

er, ganz leidenschaftlicher

Berliner, eben nur inmitten seiner

Straßenfreunde.

Und als Ewald einmal einem

Freund zugerufen hatte: „Ick jeh

nach oben, mir friert“, war das

Echo deutlich: „Der will Schauspieler

werden und weiß nicht

mal, dass es „mich friert“ heißt.“

„Frau Holle“ in der Weihnachtsvorstellung

hatte Ewald´s tiefe

Liebe zum Theater geweckt.

Nach Buchbinder-Lehre und

Gesellenprüfung war für ihn der

Weg Richtung Schauspielschule

frei. Provinzbühnen brachten

dann erste Bühnenerfolge. Die

Monatsgage lag bei 90 Reichsmark.

Dann ging´s nach Berlin,

vom Stummfilm zum Tonfilm.

Ewald Wenck spielte auf allen

40 Theaterbühnen der Stadt,

trat später außerdem an namhaften

Häusern wie Sportpalast,

Deutschlandhalle und Prälat

Schöneberg auf.

1947 lernte Ewald Wenck seine

spätere Frau Dagmar in der Komödie

am Kurfürstendamm kennen.

Sie war dort seine Bühnenpartnerin

im Stück „Meine Nichte

Susanne“. Ewald Wenck bot sich

nach der Vorstellung der jungen

Schauspielerin als „Heimweg-Begleiter“

durch die schlecht beleuchteten

Straßen Berlins an

– und wurde schließlich zum

lebenslangen Wegbegleiter und

Ehemann von Dagmar, die ihn

während ihrer harmonischen Ehe

zu allen Theater- und Drehterminen

begleitete und 34 Jahre an

seiner Seite blieb.

Die rüstige Dagmar Wenck lebt

noch heute in der Wohnung in

Steglitz, die seit 1956 beider Zuhause

war, und in der noch vieles

an ihren Mann erinnert – auch

die Gedenktafel am Haus.

Dagmar Wenck´s Antwort auf

die Frage, was Ewald Wenck eigentlich

auszeichnete, kommt

prompt und ist im Buch nachzulesen:

„Sein wunderbarer Humor,

seine Liebenswürdigkeit,

sein Fleiß, seine Bescheidenheit,

seine Freundschaft, seine Ehrlichkeit?

Alles! Und er war ein leidenschaftlicher

Berliner!“

Interessierte willkommen: Am

27. Juni 2019 um 15 Uhr liest Autor

Rüdiger Ohst im Hans-Rosenthal-Haus

in der Bolchener Str. 5

in 14167 Berlin-Zehlendorf aus

den Buch-Erinnerungen Ewald

Wenck´s. Begleitet wird er von

Dagmar Wenck und Moderator

Nero Brandenburg.

Dagmar Wenck ordnete die

Aufzeichnungen ihres Mannes.

Das erste Buchexemplar erhielt sie

von Rüdiger Ohst anlässlich ihres

90. Geburtstages.


Foto: Wenck priv.

Mehr liebenswertes, bescheidenes

und humorvolles ist nachzulesen

im 76-Seiten- Büchlein mit

vielen Fotos: „Ein leidenschaftlicher

Berliner – Ewald Wenck“.

Erhältlich für eine Schutzgebühr

von 3 Euro – inkl. Versand

für 5 Euro – über Rüdiger

Ohst, E-Mail ruediger@

berlinerkuenstlerkolonie.de


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12 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

Kakteen, Agaven und andere Sukkulenten

Kakteentage im Botanischen Garten

Von Himmelfahrt bis Sonntag,

vom 30. Mai bis 2. Juni 2019, stehen

im Botanischen Garten Berlin

von 9 bis 19 Uhr die Kakteen im

Mittelpunkt. Nur alle zwei Jahre

präsentiert die Berliner Gruppe

der Deutschen Kakteen Gesellschaft

e. V. ihre große Kakteenschau.

Es ist eine der größten

von Privatpersonen organisierten

Kakteenschauen Deutschlands.

Die schönsten Kakteen und andere

Sukkulenten, aber auch Orchideen

werden aus privaten Sammlungen

und den Gewächshäusern

extra für diese Ausstellung im

Neuen Glashaus des Botanischen

Gartens Berlin zusammengetragen

und der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Ausstellung wird von

kostenfreier Beratung begleitet.

Ein großes Angebot an Pflanzen,

Büchern und Zubehör steht an

über 15 Ständen zum Verkauf.

Auf der gesamten oberen Ausstellungsebene

im Neuen Glashaus

erwarten die Besucher auf

mehr als 500 Quadratmetern

optisch ansprechende Arrangements

sukkulenter Pflanzen

und Schauobjekte zu speziellen

Pflanzengruppen. Thematisch

angeordnete Schaubeete zeigen

beispielsweise amerikanische

Säulen-, Glieder- und Kugelkakteen

sowie die Vielfalt der Agaven.

Auch afrikanische Sukkulenten,

wie Aloe, Wolfsmilchgewächse,

Mittagsblumen und Lebende

Steine fehlen nicht. Besonders interessant

ist die Ausstellung von

Sämlingen und Jungpflanzen, die

gärtnerische Fertigkeiten zur Anzucht

und Vermehrung sukkulenter

Pflanzen vermittelt. Es werden

Pflanzen aus eigenen Nachzuchten

von etwa 12 Kakteengärtnereien

aus ganz Deutschland, den

Niederlanden und der Tschechischen

Republik sowie Kakteenliteratur

und Zubehör zum Kauf

angeboten. Ergänzend werden

Orchideen und Fleischfressende

Pflanzen von Spezialgärtnereien

feilgeboten.

Dornige Überlebenskünstler

Über 1.800 Arten sind innerhalb

der Familie der Kakteen bekannt.

Sie haben ihren Verbreitungsschwerpunkt

in Amerika, nur

eine Gattung kommt auch in

Afrika, Madagaskar und Sri Lanka

vor. Die Arten sind überwiegend

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Gazette Charlottenburg | Juni 2019 | 13

Fotos: I. Haas, Botanischer Garten

und Botanisches Museum Berlin

an trockenes Klima angepasst

und zeigen bemerkenswerte

Anpassungen wie Wachsauflagen,

Dornenausbildung, Wasserspeicherung

in der Sprossachse

(Stammsukkulenz) oder spezielle

Stoffwechselprozesse. Die ganze

Familie der Kakteen ist nach dem

Washingtoner Artenschutzabkommen

von 1974 geschützt,

und der Handel und die Nachzucht

sind kontrolliert.

Die Möglichkeiten, Kakteen zu

kultivieren sind weit gespannt

und auch für Anfänger geeignet:

sie reichen von der Fensterbankkultur

bis hin zur Pflege im

Gewächshaus. Mit winterharten

Kakteen ist sogar die ganzjährige

Kultur im Garten oder auf dem

Balkon möglich.

Kakteentradition seit

1892 in Berlin

Die Berliner Kakteentage finden

seit 2003 im Botanischen Garten

Berlin statt. Die Veranstaltung

wird von den Kakteenfreunden

Berlin e. V. ausgerichtet und ist

eine der größten von Privatpersonen

organisierten Kakteenschauen

Deutschlands. Die Deutsche

Kakteen Gesellschaft e. V. (DKG)

ist ein gemeinnütziger Verein,

der die Kenntnis und Pflege der

Kakteen und anderer Sukkulenten

in wissenschaftlicher und

volksbildender Hinsicht fördert.

Die Gründung der Deutschen

Kakteen-Gesellschaft erfolgte am

5. Dezember 1892 in Berlin durch

den damaligen Kustos am Botanischen

Garten Prof. Karl Schumann.

Die heute ca. 6.0000 Mitglieder

der D.K.G. sind in fast 100

Ortsgruppen organisiert. Die Berliner

Kakteenfreunde zählen etwa

60 Mitglieder.

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14 | Gazette Charlottenburg | Juni 2019

RATGEBER

Minijobs und Krankenversicherung

Die Steuerberaterkammer Berlin informiert

Ob Kellnern im Café oder Aushelfen in der Eisdiele

– viele Bürger bessern ihr Einkommen

mit einem Nebenjob auf. Außerdem beginnen

in wenigen Wochen die Sommerferien und

somit die Saison der Ferienjobs. „Dabei müssen

allerdings einige Regeln beachtet werden.

Denn wer Schüler für einen Ferienjob beschäftigt,

sollte 450-Euro-Minijobs und sogenannte

kurzfristige Minijobs unterscheiden können

sowie die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes

kennen“, so die Steuerberaterkammer

Berlin. Jugendliche dürfen in der

Regel erst ab 15 Jahren – höchstens 8 Stunden

am Tag – arbeiten. Mit Einwilligung der Eltern

dürfen Schüler ab 13 Jahren ausnahmsweise

zwei Stunden am Tag unter altersgerechten

Bedingungen arbeiten.

Was sind Minijobs?

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung.

Diese liegt vor, wenn bestimme Verdienstgrenzen

oder bestimmte Zeitgrenzen

nicht überschritten werden. Eine solche Beschäftigung

kann im gewerblichen Bereich

oder im Privathaushalt ausgeführt werden.

Geringfügige Beschäftigungen werden unterteilt

in:

450-EURO-MINIJOBS Bei einem 450-Euro

Minijob bleibt das Arbeitsentgelt regelmäßig

bis zu diesem Betrag. Das entspricht einer

Verdienstgrenze von maximal 5.400 Euro pro

Jahr bei durchgehender, mindestens zwölf

Monate dauernder Beschäftigung. Dabei sind

auch einmalige Einnahmen wie Urlaubs- oder

Weihnachtsgeld zu berücksichtigen.

KURZFRISTIGE MINIJOBS Eine solche kurzfristige

Beschäftigung ist vor allem für die

Sommer- oder Semesterferien und zum Ausgleich

kurzfristig auftretender Personaleng-

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Jetzt ist es wieder soweit!

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Gazette Charlottenburg | Juni 2019 | 15

pässe gedacht. Zu denken ist etwa an Weinleser,

Eisverkäufer und Aushilfen im Biergarten.

Der Arbeitnehmer arbeitet im Jahr nicht mehr

als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage

und somit nicht berufsmäßig, sondern

nur gelegentlich. Ein Arbeitnehmer kann auch

mehrere kurzfristige Minijobs nebeneinander

ausüben, soweit zusammengerechnet die genannten

Grenzen nicht überschritten werden.

Die Abgaben für Minijobs werden größtenteils

vom Arbeitgeber getragen. Dazu gehören

pauschale Beiträge zur Kranken- und

Rentenversicherung, zur gesetzlichen Unfallversicherung,

Umlagen und Steuern. Die

Abgaben für gewerbliche und haushaltsnahe

Minijobs sind unterschiedlich hoch und auch

abhängig davon, ob es 450-Euro-Minijobs

oder kurzfristige Minijobs sind. Der ausgezahlte

Nettolohn des Arbeitnehmers beträgt im

Regelfall um die 450 Euro oder liegt durch den

Arbeitnehmeranteil für die Rentenversicherung

unwesentlich darunter. Die folgenden

Angaben gelten für gewerbliche Minijobs.

Minijobs und Rentenversicherung

Für kurzfristige Minijobs fallen weder für den

Arbeitgeber noch für den Ferienjobber Beiträge

zur gesetzlichen Rentenversicherung an.

Kurzfristige Minijobs sind deshalb auch nicht

rentenversichert.

Bei 450-Euro-Minijobs ist dies anders. Diese

sind rentenversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber

zahlt einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung

in Höhe von 15 Prozent. Der Eigenanteil

des Arbeitnehmers beläuft sich auf

3,6 Prozent. Der Arbeitnehmer hat jedoch die

Möglichkeit, sich per schriftlichem Antrag von

der Rentenversicherungspflicht befreien zu

lassen. Dazu muss er dem Arbeitgeber schriftlich

erklären, dass er auf die Rentenversicherung

verzichtet. Diese Mitteilung reicht der

Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale weiter.

Für kurzfristige Minijobs fallen grundsätzlich

weder für den Arbeitgeber noch für den Ferienjobber

Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung

an.

Bei einem 450-Euro-Minijob führt der Arbeitgeber

13 Prozent für Krankenversicherungsbeiträge

an die Minijob-Zentrale ab.

Allerdings entsteht durch die Beiträge des

Arbeitgebers zur Krankenversicherung kein

eigenes Krankenversicherungsverhältnis, d. h.

der Arbeitnehmer kann daraus keine Leistungen

in Anspruch nehmen. Deshalb muss der

Arbeitnehmer sich freiwillig gesetzlich oder

privat krankenversichern, wenn dieser nicht

bereits durch die Haupttätigkeit oder durch

eine Familienversicherung abgesichert ist. Bei

einem privat versicherten Arbeitnehmer entsteht

keine Zahlungspflicht für Arbeitgeber.

Minijobs und Lohnsteuer

Minijobs sind grundsätzlich steuerpflichtig

und können auf zwei Arten besteuert werden:

Individuell nach der Steuerklasse des

Minijobbers oder mit einer pauschalen Lohnsteuer.

Hier gelten je nach Art des Minijobs

unterschiedliche Pauschalsteuersätze. Die

pauschal erhobenen Steuern in Höhe von

2 Prozent werden zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen

und den Umlagen

grundsätzlich von der Minijob-Zentrale berechnet

und eingezogen. Wählt der Minijobber

die Pauschalversteuerung, ist die Steuer

abgegolten und der Lohn aus dem Minijob

muss in der Einkommensteuererklärung nicht

mehr angegeben werden.

Minijob und Mindestlohn

Arbeitgeber, die Minijobber beschäftigen,

müssen den Mindestlohn in Höhe von

9,19 Euro pro Stunde oder mehr zahlen. Der

Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2019 angehoben.

Das bedeutet für Bestandsarbeitsverhältnisse,

dass die Anzahl der Arbeitsstunden

angepasst werden muss. Im Jahr 2019 liegt

die Arbeitszeit bei ca. 48 Stunden im Monat.

Seit dem 1. Januar 2019 gilt für Minijobber

bei einer Arbeit auf Abruf, etwa in der Gastronomie,

eine wöchentliche Arbeitszeit von

20 Stunden als vereinbart, wenn nicht eine

andere Regelung zwischen dem Arbeitgeber

und dem Arbeitnehmer vereinbart wird. Damit

ergibt sich schnell ein höherer Monatsverdienst

als 450 Euro, sodass kein Minijob

mehr gegeben ist.

Fazit: Da es in diesem Bereich zahlreiche Fallstricke

gibt, sollte man sich Rat bei einem

Steuerexperten suchen.

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Impressum Gazette Charlottenburg · Juni Nr. 6/2019 · 37. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in

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Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss 17.06.2019

Erscheinung 04.07.2019

im CAFÉ K haben wir Sie und Ihre Freunde acht schöne Jahre

verwöhnen dürfen – nun wird das bald einhundertjährige Gebäude

voraussichtlich im Jahr 2019 grundsaniert. Wie lange die Bauarbeiten

genau dauern werden, ist noch ungewiss. Versüßen werden wir Ihnen

diese „Wartezeit“ mit unserem neuen Projekt:

das CAFÉ IM KUNSTHAUS DAHLEM,

selbstverständlich auch unter Kiefern. In gewohnter Qualität können

Sie ab sofort in einzigartiger Atelieratmosphäre unsere Kuchen &

Torten, beste Kaffeespezialitäten und kleine, aber feine Köstlichkeiten

genießen. Alles mit Liebe gekocht und gebacken

im FREYGEIST. Gelegen in Pichelsdorf, bietet uns der denkmalgeschützte

ehemalige Straßenbahn-Pavillon viel Platz für unsere

kulinarischen Ideen – Ihnen bietet er, genau wie das Kunsthaus

Dahlem, Platz für private und geschäftliche Feiern jeder Art.

Geöffnet ist immer dann, wenn es gebührenden Anlass gibt.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Grund zum Feiern haben.

www.cafe-k.com www.cafe-im-kunsthaus-dahlem.de www.freygeist.info

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