obacht Familienmagazin Juni/Juli 2019

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Obacht, hier ist schon die nächste Ausgabe! Juni/Juli 2019: Zeit - Hab ich nicht, Schreiben - Tinte oder Tablet, Baby - Wenn ich doch nur in die Zukunft schauen könnte. Außerdem Kulturtermine, Nachrichten aus der Region, Buchtipps, Kinderkinoprogramm, Kindergeburtstag, Mitmachseite, großer Familienterminkalender und ein spannendes Gewinnspiel.

Familienleben

von Manuela Subba

ZEIT

Hab ich nicht

Zeit ist Geld, Zeit ist knapp, wo ist denn

nur die Zeit hin, Zeit kann geraubt oder

gemanagt werden, die Zeit drängt, sie

heilt Wunden, soll nicht vergeudet

werden und verrinnt doch so schnell.

Ist Zeit also flüssig, aus Gold, gar aufdringlich

oder medizinisch wirksam?

Schwer zu sagen, doch eines ist klar: Der

Tag hat laut Uhr 24 Stunden, und obwohl

das schon lange so geregelt ist, haben

sich nur wenige damit abgefunden.

Man könnten den Eindruck gewinnen,

dass viele Menschen noch immer davon

ausgehen, die Stunden des Tages würden

sich einfach mit der Anzahl der Aufgaben

vermehren. Doch das ist nicht so.

Mehr Aufgaben und Tätigkeiten pro Tag,

woher sie auch immer kommen, bedeuten

mehr Druck und Stress.

Dabei könnte es auch einfach so flutschen:

Die Eckpunkte sind der Kita- oder Schulbeginn

am Morgen und dann wieder die

nächste gemeinsame Mahlzeit zu Hause.

Diese findet bestenfalls dann statt, wenn

der Großteil der Familie auch Hunger hat.

Abends sind alle müde und gehen

beizeiten ins Bett. Doch das ist eben längst

nicht alles, was den Tag einer Familie mit

Kindern ausmacht, und nicht jede

Verpflichtung ist selbst gewählt.

Vincent, der Jüngste von drei Geschwistern,

wohnt mit seiner Familie auf dem Land

und fährt jeden Morgen mit dem Bus zur

Schule. Abfahrt ist um 6.34 Uhr, also ist

hier schon mal keine Zeit, um in Ruhe in

den Tag zu starten. Nach Schulschluss um

12.55 Uhr dauert der Nachhauseweg

inklusive Umstieg und Wartezeit für ihn bis

14.10 Uhr. Vielleicht sind am Nachmittag

noch Aktivitäten geplant, er möchte sich

mit einem Freund treffen oder hat einen

Zahnarzttermin. Direkt nach dem Arbeitsende

des bezahlten Jobs satteln die Eltern

um und werden bei Bedarf zu Taxiunternehmern.

Zwischen dem Bringen und

Holen des einen Kindes hat das andere

Schulschluss und braucht auch einen

Fahrdienst, da zu dieser Zeit kein Bus fährt.

Unterwegs wird noch schnell eingekauft,

so ist keine Zeit verschenkt und der Weg

genutzt. Während die Kinder ihren

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