Zu Wirthen, Solothurn

ursula.dos.santos

In der Romandie gibt es einen Ausspruch, der weit verbreitet ist, er heisst "être

chargé pour Soleure" und beschreibt den Zustande der Trunkenheit. Der

Ursprung dieses Satzes kommt daher, dass Solothurn Sitz des französischen

Botschafters war - die Ambassadorenstadt eben. Dies bedeutete auch, dass der

Konsum an Wein relativ hoch war. Dieser wurde von den Weinbergen auf dem

Wasserweg transportiert. Natürlich wollten auch die Schiffer etwas davon haben

und vergriffen sich mehrfach an der Ladung, kamen so betrunken in Solothurn

an.

Damit auch unser Alkoholpegel nicht sank, wurde uns nun ein Weisswein der

Bürgergemeinde Solothurn serviert. Und wenn wir schon am Trinken waren,

bekamen wir auch einen

Schluck Mulsum zum

Probieren, ein würziger,

süsser Wein, der damals oft

zum Apéro gereicht wurde,

aber auch einmal mehr

medizinische Vorteile hatte.

Im Roten Turm erfuhren wir,

wie man die Fastenzeit

bequem austricksen konnte

und natürlich auch heute noch

kann. Kein Fleisch bedeutet

Fisch und Vogel kann genossen werden. Und wenn beides aus Fleisch in Fischoder

Vogelform gebracht wird, steht der fleischlichen Lust nichts mehr im Wege.

Dîner de Bienvenue

Nun folgte ein weiteres Highlight des

Tages, das Dîner de Bienvenue. Für

dieses hatten sich ein paar Leute mehr

angemeldet. Trotzdem waren wir eine

relativ kleine Runde, die sich, nach

einem feinsten Apéro mit herrlichen

Amuses bouches, an einen romantisch

schön gedeckten Tisch im Zunftsaal der

Wirthen setzen durfte.

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