hinnerk Juni/Juli 2019

blumediengruppe
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JUNI / JULI 2019 | AUSGABE 305 | WWW.HINNERK.DE

BREMEN | HANNOVER | HAMBURG

GESELLSCHAFT

Von der Eider

bis zur Ems,

von der Elbe

bis zur Leine:

Die CSDs im

Norden

KINO

NICHOLAS

HOULT

über X-Men, Tolkien

und „About a Boy“

DESIGN

Purismus,

Kunst und

Farbenpracht

im großen Special

INTERVIEWS: HEAVYTOOL, MARINA, BILAL HASSANI,

ALLI NEUMANN, TRANSPARENCE THEATRE


HAMBURGS

GRÖSSTES HOLZZENTRUM

LILA IST VIELLEICHT

DIE LETZTE VERSU-

CHUNG, ABER EICHE

ERSTE WAHL»

Mit A&J Parkettböden werden Räume zum Kunstwerk.

In unserer exklusiven Ausstellung von über 1.000 m²

kaufen Tischler, Parkettleger, Architekten und private

Bauherren, die exquisites Parkett und eine umfassende

Beratung suchen.

Darüber hinaus führen wir in unserem Fachmarkt ein

lückenloses Boden- und Türensortiment mit über 400

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Sie bevorzugen Laminat, Designböden, Kork,

Massivholzdielen, Parkett oder suchen die perfekte Tür

für Ihr neues Wohlfühl-Zuhause? Kein Problem.

Hamburgs größte Auswahl finden Sie bei uns!

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INTRO 3

Inhalt

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Alle Magazine online!

GESELLSCHAFT

Die als CSDs bekannten Demonstrationen

sind die wichtigsten

Aktionstage queerer Sichtbarkeit.

Interessant werden sie besonders,

wenn man die eigene Stadt verlässt

und zum Beispiel mal raus aufs

Land zu einem kleinen CSD reist.

FILM

Unser Interview mit Nicholas

Hoult, der einst als Knabe bei

„About a Boy oder: Der Tag der

toten Ente“ begann, bei der Serie

„SKINS“ begeisterte und jetzt

einer DER Schauspieler überhaupt

ist.

MODE

Die Bildästhetik von Simon

Martinelli ist der zeitgemäße

Brückenschlag zwischen den

alten Meistern, VOGUE-Ästhetik

und aktueller Fotografie. Mit ihm

mussten wir einfach zusammenarbeiten!

Kostenlos

Liebe Lesende,

der Sommer ist da. Der neue hinnerk bringt

ihn dir in die Kneipe, den Store, die Wohnung.

Zumindest die Anregungen und Tipps dafür,

wie du das Beste aus der warmen Jahreszeit

machst. Sei es, weil du gerne MUSIK von

Marina, Solange oder der Wahlhamburgerin

Alli Neumann hörst, oder weil du zu den

zahlreichen CSDs in Hamburg und NORD-

DEUTSCHLAND willst. Weder Musik noch die

Demonstrationen für deine Rechte interessieren

dich so richtig? Dann erreichen wir dich

vielleicht mit unseren Schwerpunkten MODE

und DESIGN: Oliver Sperl spricht im Interview

über Andy Warhol und Berghain-Flyer, Heavy

Tool verriet uns mehr zu seiner Interpretation

des Z-Stuhls und Kai Debski aus dem

clic Store im Stilwerk erzählt von seiner ganz

persönlichen Beziehung zum MR90, besser

bekannt als Barcelona-Sessel von Mies van der

Rohe, der anlässlich des 100. Geburtstags der

Bauhaus-Schule in einer limitierten Version

erschienen ist.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Deine hinnerk Redaktion

www.hinnerk.de

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

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Berlin: Sophienstr. 8, 10178 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

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Hamburg: T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de

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83040990, redaktion@gab-magazin.de

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80337 München, T: 089 5529716-10,

Vertrieb: redaktion@leo-magazin.de

MITARBEITER:

Thomas Wassermann, Matthias Rätz

(mr), Ricardo M., Dr. Alexander Wäldner,

Jonathan Fink, Christian K. L. Fischer (fis),

Sebastian Ahlefeld (sea)

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de

Art-Direktion: Janis Cimbulis

Cover: Foto: www.esprit.com / CRAIG &

KARL COLLECTION; Model: Reece King

ANZEIGEN:

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Verwaltung: Sonja Ohnesorge

Geschäftsführer:

Hendrik Techel, Markus Pritzlaff (mp),

Christian Fischer (cf)

Vertrieb: CartellX, Eigenvertrieb

Druck: PerCom, Vertriebsgesellschaft

mbH, Am Busbahnhof 1,

24784 Westerrönfeld

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Tel. 030-4 190 93 31

Zeppelinstr. 6, 16356 Ahrensfelde,

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(gültig seit 1. Januar 2019). Namentlich

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einer Person ist kein Hinweis auf deren

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unterliegt der IVW-Auflagenkontrolle


4 SZENE

Community

WORK IT!

„Drag Queen – Schillerndes

Leben oder harte Arbeit?“

Nessy Karolinger plaudert

am 19. Juni bei Hein & Fiete

aus dem Nähkästchen

(ob das doppeldeutig,

weil wahr, ist, könnt ihr sie

gerne fragen) und liefert

Einblicke über das Leben

als Drag. Um den Abend,

der ab 19 Uhr am Pulverteich

21 startet, lockerer

zu gestalten, werden auch

Dos and Don’ts für Drags

in Aktion vorgestellt.

Aufrüschen begrüßt, aber

nicht notwendig!!

www.heinfiete.de

SOMMERFEST

FOTOS: HAMBURG LEUCHTFEUER

KLEINKUNST UND FLOHMARKT

CAFÉ SPUND SUCHT

BETREIBER

Gesundheitliche Gründe

zwingen den inzwischen

60-jährigen Jurek trotz

Beliebtheit und Erfolgs des

Cafés, so langsam an einen

Rückzug ins Altenteil zu

denken. Jurek hat einige

Anfragen für die Ladenfläche

erhalten, diese würden

aber bisher bedeuten,

dass das Spund von der

Szenekarte der Hansestadt

verschwindet. Daher

wandte er sich auch an

hinnerk: Wer hat Lust, ein

florierendes schwules Café

im Kontorhausviertel zu

übernehmen? Meldet euch

montags bis freitags ab 17

Uhr direkt persönlich bei

Jurek im Café Spund in der

Mohlenhofstraße 3 oder

ruft ihn unter 040 326577

an. *ck

25 Jahre alt wird das Projekt Hamburg

Leuchtfeuer in diesem Jahr.

Gefeiert wird das erst im Herbst, vorher gibt

es aber am 23. Juni die Möglichkeit, sich

beim traditionellen Sommerfest über die

Hospizarbeit zu informieren, sich auszutauschen

und beim großen Benefiz-Flohmarkt

nicht nur Schnäppchen zu ergattern,

sondern durch den Kauf auch die Arbeit

des Teams finanziell zu unterstützen. Das

abwechslungsreiche Bühnenprogramm, u. a.

mit dem selbst ernannten Singer-Soulwriter

Dennis Durant, wird wieder von Ulf Ansorge

moderiert. „Alle Hamburgerinnen und Hamburger

sind herzlich zum Sommerfest des

Hamburg Leuchtfeuer Hospizes eingeladen.

Wer sich im Vorwege schon engagieren

möchte und uns mit Sach- und Kuchenspenden

fördern will oder sich am Tag des

Sommerfestes ehrenamtlich engagieren

möchte, ist herzlich willkommen. Alle Informationen

dazu unter 040 3177800.“ *ck

23.6., Sommerfest, Hamburg Leuchtfeuer

Hospiz, Simon-von-Utrecht-Str. 4 d,

Hamburg, S Reeperbahn, 11 – 17 Uhr,

www.hamburg-leuchtfeuer.de

GEBURTSTAG

45 Jahre Toms Saloon

Vor 45 Jahren eröffnete Toms Saloon als Lederund

Fetischbar mit ausgedehntem Cruising-

Bereich und war Jahrzehnte DER Hotspot der Fans der

härteren Gangart.

Mit der zunehmenden Akzeptanz queerer Lebensweisen

veränderte sich auch die Art, wie Schwule

feiern und „das andere mit f“ gehen. Unter der neuen

Leitung von David Schneider wurde der Keller am Pulverteich

dann auch für neue Zielgruppen geöffnet und

hat sich heute zu einer beliebten Partylocation für alle

männlichen Queers entwickelt. Ganz ohne Vorgaben

an Outfit oder Vorlieben. Die gelungene Transformation

von Hamburgs ältester „Herrenbar“ feiert das Toms

mit euch am 22. Juni ab 20 Uhr auf 580 Quadratmetern,

also auch auf dem Innenhof, mit DJs, Liveacts

und einem Grillbuffet. hinnerk gratuliert herzlich! *ck


SZENE 5

Hast Du Lust auf eine abenteuerliche Liebes-Reise

im ersten Gay-Dating-Format Deutschlands?

Dann bewirb Dich jetzt unter

www.gaydating.tv


6 CSD

CSD TICKER

SAFE THE DATES

Damit du deine Pride Woche planen

kannst, haben wir die wichtigsten

offiziellen Termine hier kompakt für

dich zusammengestellt.

26.7. PRIDE AHOI

Auf Barkassen und Fähren bei Musik

und Kaltgetränken den CSD auf die

Elbe bringen.

An ihm kommt in Deutschland

keiner so leicht vorbei. Am 23.

Mai 2019 wurde das Grundgesetz der

Bundesrepublik Deutschland 70 Jahre

alt. Versuche, besonders aus Kreisen

von CDU/CSU, es durch Gesetze zu umgehen,

werden spätestens vor dem Verfassungsgericht

in Karlsruhe kassiert.

79 Prozent der Bevölkerung befürworten

den Schutz, den das Grundgesetz

garantiert, laut einer aktuelle Studie

der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Es gibt aber eine elementare Lücke.

Artikel 3 war als Antwort auf die

gruppenbezogene Verfolgung der

Nationalsozialisten formuliert worden,

da aber der Paragraf 175, der Homosexualität

unter Strafe stellte, auch in der

Bundesrepublik in Kraft blieb, fand die

sexuelle Orientierung und geschlechtliche

Identität keinen Einzug in die

Auflistung in Absatz 3:

„Niemand darf wegen seines

Geschlechtes, seiner Abstammung,

seiner Rasse, seiner Sprache, seiner

Heimat und Herkunft, seines Glaubens,

seiner religiösen oder politischen

Anschauungen benachteiligt

oder bevorzugt werden. Niemand

darf wegen seiner Behinderung

benachteiligt werden.“

HAMBURG PRIDE

GRUNDSÄTZLICH

GLEICH –

für eine bessere Verfassung

Die langjährige Forderung queerer Verbände

und in diesem Jahr das Motto

des Hamburg Pride, ist daher die Erweiterung

des Diskriminierungsschutzes

in Artikel 3 um die Merkmale sexuelle

Orientierung und geschlechtliche

Identität. Denn ohne diese explizite

Nennung wurde die Strafverfolgung

Homosexueller in Deutschland unter

dem Paragrafen 175 in Karlsruhe bereits

für verfassungskonform erachtet.

Würde eine Regierung also die Rechte

von LGBTIQ* wieder einzuschränken

versuchen, könnte nur eine klare Nennung

in Artikel 3 des Grundgesetzes

dieses verhindern.

MIT NIPPEL FÜR EINE BESSERE

VERFASSUNG

Das von der Hamburger Agentur Werbegenossen

entwickelte Plakatmotiv

mit einer menschlichen Brustwarze

soll zu Diskussionen anregen. Hamburg

Pride erklärt: „Alle Menschen sind

gleich – und trotzdem individuell: Das

soll die gezeigte Brustwarze symbolisieren.

Sie steht nicht nur für menschliches

Leben, sondern auch für Erotik

und Sexualität – Themen, die immer

noch mit vielen Tabus behaftet sind

und auch beim CSD eine große Rolle

spielen.“ *ck

www.hamburg-pride.de

FOTO: HAMBURG PRIDE / WERBEGENOSSEN

27.7. PRIDE NIGHT – OFFIZIELLE

CSD-ERÖFFNUNG

Die offizielle CSD-Eröffnung findet in

diesem Jahr erstmals im Café Schöne

Aussichten statt. Aufgeteilt in die

Gala mit der Verleihung des PRIDE

Awards, Talks und Musik ab 21 Uhr

und anschließender Party (23 Uhr)

1.8. REGENBOGENTAG AUF DEM

HAMBURGER DOM

Besondere Angebote für Regenbogenfamilien

und ein CSD auf dem

Dom-Gelände.

2.8. ELECTRO PRIDE

Die CSD-Party für den Freund elektronischen

Tanzvergnügens jenseits

von Pop und Charts. Marc Romboy

und Andreas Henneberg sind die

diesjährigen Headliner im Uebel &

Gefährlich am Vorabend des CSDs.

2.8. DYKE* MARCH

Die Demonstration der lesbitrans*

Community.

3.8. CSD

Ab 12 Uhr zieht Hamburgs größte

Demonstration für Menschenrechte

von der Langen Reihe aus durch die

Innenstadt.

3.8. PINK PAULI

Die neue offizielle Abschlussparty

ist gleich ein ganzes Kiezfestival: 13

Klubs auf der Reeperbahn sind dabei

und lassen St. Pauli Regenbogenpink

erstrahlen. Der Vorverkauf hat begonnen:

www.pinkpauli.de

2. – 4.8. STRASSENFEST

Die Open-Air-Party und Infomeile

auf Ballindamm und Jungfernstieg

ist die wohl beste Gelegenheit, der

Gesellschaft im direkten und feuchtfröhlichen

Kontakt queeres Leben

vorzuleben. Benehmt euch! (Zwinker-

Smiley)

Ausführliche Informationen auf

www.hamburg-pride.de und

www.hinnerk.de!


MEINE WAHL.

DEIN RESPEKT.

INFORMIERE DICH,

über den Schutz vor HIV:

Egal ob Kondom, PrEP oder

Schutz durch Therapie. Ob du

eine oder mehrere Methoden

nutzt, entscheidest du.

Verschiedene Menschen –

verschiedene Methoden.

Schutz verdient Respekt!

Erfahre mehr auf:

www.iwwit.de


8 CSD

Mit Stolz kann Hamburg schon auf elf

Jahre Pride am Rathaus zurückschauen.

Seit 2008 wird die Regenbogenfahne

hier zum CSD feierlich gehisst – dieses

wird die feierliche Hissung am Mittag des

31. Juli zelebriert.

AKTION

„HAMBURG

ZEIGT FLAGGE“

Der Flaggenbeauftragte von Deutschlands größtem CSD-

Verein Hamburg Pride ruft nicht nur wieder dazu auf, an möglichst

vielen Orten der Stadt Regenbogensymbole leuchten

zu lassen, er war auch wieder selbst „Fahnenmastenputzen“

bei den Unternehmen der Stadt. Oliver Greve hat in diesem

Jahr unter anderem die Europa Passage als Partner gewinnen

können – wir freuen uns und sind sehr gespannt, ob der

Jungfernstieg mit dem Alsterhaus sich ab jetzt auf solidarischen

Wettstreit um die prächtigste Beflaggung mit dem

Ballindamm einstellen kann. Hamburg Pride ruft auf: „Mach

auch DU mit und zeig Flagge, bei Dir zuhause, bei Deinem

Arbeitgeber und vorallem am 3.8.2019 bei der Demonstration.

Regenbogenflaggen gibt es in verschiedenen Größen bei der

Aidshilfe in der Langen Reihe 30.“ Die Aktion war übrigens

2018 zum fünften Jubiläum so erfolgreich, dass Kerstin Ott

für das Kampagnenvideo auf YouTube ihren Song Regenbogenfarben

zur Verfügung stellte. Video und Karte gibt es

selbstverständlich online unter

www.hamburg-pride.de/hamburg-pride-csd/

hamburg-zeigt-flagge/ zu bewundern – dieses Jahr bist du

auch dabei! *ck

Rund 180 Flaggenstandorte waren im letzten Jahr auf der Kampagnenkarte bei Google

Maps verzeichnet.

TREFFPUNKT

Das Pride House

Vom 28. Juli bis zum 1. August

ist das Schorsch im Integrations-

und Familienzentrum (IFZ/

SCHORSCH) in der Rostocker Straße

7 der Ort in Hamburg, an dem sich

die ganze Vielfalt der queeren Lebensentwürfe

präsentiert. Das Pride

House ist das Wohnzimmer, der

Marktplatz, das Klassenzimmer, der

Meetingraum, die Aula für alles, was

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle,

Transidente, Queers und ihre

Freunde miteinander besprechen,

lernen, feiern wollen.

Angekündigt sind für dieses Jahr

bereits:

■■

Hamburger Familienbehörde &

Hamburger Pflegeelternschule

mit der Infoveranstaltung „Total

normal: Lesbische und schwule

Pflegeeltern“

■■

Die Initiative „Denk-mal sexuelle

Vielfalt“, die im letzten Jahr von

Dr. Gottfried Lorenz und Martin

Eichenlaub angestoßen wurde,

informiert über die Idee eines Gedenkortes

für die Akzeptanz von

sexueller Vielfalt in Hamburg.

■■

■■

■■

Die Bürgerschaftsfraktion der

Grünen diskutiert in einer Podiumsdiskussion

„Trans* und im

Parlament – wie ist das so?“ mit

Tessa Ganserer, Deutschlands

erster transidenter Parlamentariarin

aus Bayern.

Das mhc und die Bundesvereinigung

Trans* diskutieren ebenfalls

zum Thema Trans- und Intersexualität,

erörtern aber die Schattenseiten

jahrzehntelangen staatlichen

Operationszwanges: „Nicht

aus freien Stücken - Entschädigung

für Zwangssterilisierte.

Frank Thies, selbst Vater zweier

Kinder, hat 2018 mit „Die neun

bunten Königinnenreiche: Queere

Märchen nicht nur für Kinder“ den

Versuch gewagt, Märchen ohne

Gewalt und ohne Stereotypen zu

kreieren. Das Buch ist schon in

zweiter Auflage erschienen und

im Pride House liest der Autor

daraus

Da zu Redaktionsschluss im Mai

noch nicht alle Planungen abgeschlossen

waren, finden sich

genau Termine und viele weitere

Veranstaltungen des Pride House

in Kürze online auf

www.hamburg-pride.de

FOTO: TANJA ELM

FOTO: AHOI EVENTS


GRUNDSÄTZLICH

GLEICH

#HAMBURGPRIDE

#CSDHAMBURG

FÜR EINE BESSERE

VERFASSUNG

PRIDE WEEK

27.07. – 04.08.

DEMO

03.08.

STRASSENFEST

02.08. – 04.08.

SUPERIOR

RUBIN

HAMBURG


10 CSD

FASHION

ESPRIT +

CRAIG & KARL:

„Liebe,

Gleichberechtigung und

Zusammenhalt“

1968 war ein bewegtes Jahr. Die Studenten

räumten mit dem Mist der Vergangenheit

auf, die Hippies feierten die Liebe, die queere Szene

zeigte vorsichtig mehr und mehr Sichtbarkeit.

Ein Jahr später dann gab es die Stonewall-Straßenschlacht,

der Urknall der LGBTIQ*-Bewegung: Erstmals

wehrten sich Queers gegen staatliche Repressionen

und Polizeigewalt.

„Liebe, Gleichberechtigung und Zusammenhalt!“, das

forderte die Szene, das brauchen wir alle – und das ist

auch der Gedanke, der hinter dem 1968 von Susie und

Doug Tompkins in Kalifornien gegründeten Modelabel

ESPRIT steht.

Schon in den 1980ern setzte das Label auf „echte“

Menschen anstelle von Models: Die Mitarbeiter selbst

präsentierten die Mode. Und 1992 – Jahre, bevor

Nachhaltigkeit und Ökologie viel genutzte Schlagworte

der Fashionwelt wurden – lancierte ESPRIT die erste

„ecollection“ aus Bio-Baumwolle. Hut ab!

Dieses Jahr beschreitet das Unternehmen erneut neue

Wege: Zusammen mit dem Design-Duo Craig & Karl

geht am 31. Mai die limitierte und bunte Unisex-Kollektion,

die CRAIG & KARL COLLECTION, an den Start.

Die überzeugt nicht nur mit den Prints, die jedes Teil

zum Hingucker machen, sie überzeugt auch mit den

Gedanken dahinter:

„Unsere Kooperation mit Craig & Karl feiert eine bunte

und vielseitige Welt. Unsere Marke wurde aus dem

Glauben heraus gegründet, dass Liebe allumfassend

und geschlechterübergreifend ist und sowohl ethnische

als auch religiöse Grenzen durchbricht“, verrät Felicia

Mundhenke, VP Head of Consumer Communication

bei ESPRIT. „Die Unisex Capsule Collection zeigt Vielfalt

und Freiheit durch kräftige Regenbogenfarben, die sich

zu jedem Stil individuell kombinieren lassen.“

Und diesen Worten folgen auch Taten! So ist ESPRIT

beim Wiener (15.6.), Kölner (7.7.) und Antwerpener CSD

(10.8.) dabei und unterstützt das weltweit größte Zentrum

für obdachlose LGBTIQ*-Teenager, das „Ali Forney

Center“, mit einer Spende von 12.500 Mahlzeiten! *rä

Gut zu wissen: Die aus acht Styles und 26 Optionen

bestehende CRAIG & KARL COLLECTION gibt es in

16 europäischen Ländern. Und wenn du Teil dieser

Community werden willst, dann nutz einfach die

Hashtags #EspritCares, #LGBTQ und #LoveIsLove

auf Social Media. www.esprit.com


GESUNDHEIT

IN HAMBURG

Rainer Witt

Schwerpunkt

Implantologie

Yvonne Zecher

Schwerpunkt

Parodontologie

Wurzelbehandlung

mit Mikroskop

Christoph Merz

Schwerpunkt

Endodontie

Mann und Frau

ÄRZTE

■ Christian Aust,

Urologie,

Eppendorfer Landstr. 44,

& 4603463,

www.uro-eppendorf.de

■ Andreas Britz,

Dr. med.Praxisklinik am Rothenbaum,

Privatpraxis, Haut- und Geschlechtskrankheiten,

Lasertherapie,

Kosm.-ästhet. Behandlungen,

Allergologie,

Heimhuder Str. 38, & 44809812,

www.dr-britz.de

■ Elbpneumologie

Dres. med. Aries & Partner,

Lungenheilkunde, Allergologie,

Struenseehaus, Mörkenstr. 47,

& 3903534,

altona@elbpneumologie.de

■ Ambulanzzentrum des UKE,

Bereich Infektiologie:

Dr. med. Olaf Degen,

Dr. med. Sabine Jordan,

Dr. med. Sandra Hertling,

Dr. med. Stefan Schmiedel,

Dr. med. Anja Hüfner,

Fachärzte für Innere Medizin

/Allgemeinmedizin/Tropenmedizin,

HIV, STD,Infektion- & Tropenkrankheiten,

Hepatitis

Universitätsklinikum Eppendorf,

Martinistr. 52, &741052831,

infektionen@uke.de

■ Dr. med. Welf Prager & Partner,

Dermatologie,

ästhetische Dermatologie,

operative Dermatologie,

Allergologie, Phlebologie,

Lasermedizin,

Hemmingstedter Weg 168,

& 040 81 991 991

www.derma-hamburg.de

■ Dammtorpraxis, Dr. Linnig,

Allgemeinmedizin, Reise-Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Damnmtorstr. 27, & 35715638,

www.dammtorpraxis.de

ZAHNÄRZTE

■ Dr. Dirk Ergenzinger & Martin Schuh,

Eidelstedter Platz 6a, & 5709385,

www.zahnaerzte-eidelstedt.de

■ ICH Grindel,

Dr. med. Thomas Buhk,

Dr. med. Stefan Fenske,

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen

Stellbrink,

All gemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Grindelallee 35, & 4132 420,

www.ich-hamburg.de

■ ICH Stadtmitte,

Dr. med. Axel Adam,

Stefan Hansen,

PD Dr. med. Christian Hofmann,

Dr. med. Michael Sabranski,

Dr. med. Carl Knud Schewe,

Allgemeine und Innere Medizin,

HIV, Hepatitis, STD,

Glockengießerwall 1,

& 28004200,

www.ich-hamburg.de

■ Medizinisches Versorgungszentrum

Hamburg,

Prof. Andreas Plettenberg,

Dr. Albrecht Stoehr,

Prof. Jörg Petersen,

Dr. Peter Buggisch,

HIV, Hepatitis, STD, Infek tiologie,

Lohmühlenstr. 5, Am AK St. Georg

Haus L, & 28407600,

www.ifi-medizin.de

■ Oliver Neubauer,

Facharzt für Urologie,

Herthastr. 12, & 64224500,

www.urologe-hamburg.com

■ Schwerpunktpraxis

Nerven-Psyche,

Dr. med. Hans Ramm,

Dr. med. Andrea Oster,

Neurologie, Psychiatrie,

Psychotherapie,

Kreuzweg 7, & 245464,

www.nervenarzt-hh.de

■ Dr. med. Martin Eichenlaub,

Facharzt für Neurologie,

Nervenheilkunde, Psychiatrie u.

Psychotherapie,

Elbgaustr. 112., & 841084,

www.nervenarzt-eichenlaub.de

■ Dr. med. Ulrich Reuters,

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,

Plastische Operationen,

Rothenbaumchaussee 5, & 4800848

■ Ralf Siemen,

Praktischer Arzt,

Königstr. 1, & 314144

■ Josef Stuch,Dr.

All gemeinmedizin,

Ida-Ehre-Platz 12, & 37510060

COACHING

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie.de/psychotherapie/

bundschuh

■ Kathrin Eßmann,

Berufliches und psychologisches

Coaching, Supervision,

Teamberatung,

Max-Brauer-Allee 54, & 43099379,

www.kathrin-essmann.de

■ Ruthemann Coaching,

Heilpraktiker f. Psychotherapie,

Professor-Brix-Weg 4, & 31171492

www.ruthemann-coaching.de

■ easylife Therapiezentrum,

einfach abnehmen Winterhuder,

Marktplatz 6-7, & 309875130,

www.easylife-hh.de

APOTHEKEN

■ Alexander Apotheke St. Georg,

Steindamm 81, & 28009922,

www.alexapo.de

■ Alexander Apotheke City-Süd,

Beim Strohhause 2, & 97078827,

www.alexapo.de

■ Apotheke am H auptbahnhof,

Steindamm 2, Ecke Adenauerallee,

& 241241

■ Apotheke Zum Ritter St. Georg,

Lange Reihe 39, & 245044

■ Epes Apotheke,

Lange Reihe 58, & 245664

PSYCHOTHERAPIE

■ Markus Bundschuh,

Gestalttherapeut-Psychotherapie

(HPG), Müggenkampstr. 29,

& (0179) 5270700,

www.therapie .de/psychotherapie/

bundschuh

■ Kathrin Eßmann,

Systemische Therapie,

lösungsfokussierte Kurzintervention,

Max-Brauer-Allee 54, & 43099379,

www.kathrin-essmann.de

■ Christian Perro, Dr. med.,

Psychiatrie, Eppendorfer Landstr. 37,

& 464554

■ Kurt Strobeck,

Dr. med. Facharzt Psychiatrie und

Psychotherapie, Ferdinandstr. 35,

& 32527214


12

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SA 1.6.

20:00 kukuun, Club-BIN-

GO! mit RICARDO

M., Spielbudenplatz

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DI 4.6.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MI 5.6.

19:00 Kulturladen St.

Georg, Infoabend:

Wie kann ich mein

Geld ethisch und

nachhaltig anlegen?,

u.a. mit Lilli Staack,

Pressesprecherin

Bank tomorrow

GmbH, Alexanderstr.

16

DO 6.6.

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

FR 7.6.

12:00 Dragon Sauna,

Bärensauna, Ab

12 Uhr wird den

Bären und ihren

Freunden so richtig

eingeheizt!, Pulverteich

37

SO 9.6.

15:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Café Laubfrosch -

Treff schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

MI 12.6.

19:00 Brauhaus Joh. Albrecht,

Stammtisch

der LSU-Hamburg,

Adolphsbrücke 7

MI 19.6.

19:00 Hein & Fiete, Für

Männer, die mehr

wollen ..., Drag

Queen – Schillerndes

Leben oder

harte Arbeit?Nessy

Karolinger pla udert

aus dem Nähkästchen

und gibt

Einblicke., Pulverteich

21

SA 22.6.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt

Mann“ - Kaffeeklatsch,

Südring 36

MO 24.6.

13:00 Dragon Sauna,

HHero for a day, 3

Euro vom Eintritt

zugunsten Hein &

Fiete, Pulverteich

37

MI 26.6.

19:00 Schulz am Phoenix,

Queerbeet.

LesBiSchwuler Treff,

Elzer Str. 2

FR 28.6.

11:00 Aids-Seelsorge

im IFZ, Veteranentreffen

- Frühstück

für langzeitpositive

Männer, Rostocker

Str. 7

MI 3.7.

18:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Queer support for

refugees, Borgweg 8

DO 4.7.

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

FR 5.7.

12:00 Dragon Sauna,

Bärensauna, Ab

12 Uhr wird den

Bären und ihren

Freunden so richtig

eingeheizt!, Pulverteich

37

SA 6.7.

16:00 Hein & Fiete, Der

Männertreff, Offene

Gruppe für vielseitig

Interessierte, Pulverteich

21

MO 8.7.

17:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Präventionsberatung

mit

Schnelltestangebot,

bis 19 Uhr, Lange

Reihe 30

18:00 Hein & Fiete,

Kunstgruppe, Pulverteich

21

19:30 ZEIT-Café, Pride

Salon, Speersort 1

DI 9.7.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, PrEP

Beratungen, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MI 10.7.

18:00 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Verein

Sociosus: Raum der

Stille, bis 19 Uhr,

Lange Reihe 30

DO 11.7.

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

FR 12.7.

13:00 Dragon Sauna,

Partnertag, Alle

Paare zahlen freitags

zusammen

nur 30 EURO für

je einen Schrank.

Es muss keine

wahre Liebe sein,

dieses Angebot gilt

für Dich und eine

Begleitung., Pulverteich

37

SO 14.7.

15:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Café Laubfrosch -

Treff schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

MO 15.7.

19:00 Hein & Fiete,

Selbsthilfegruppe:

Schwul & Depressiv,

Vorgespräch Thomas,

Tel: 28050984,

Pulverteich 21

DI 16.7.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, PrEP

Beratungen, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

MI 17.7.

19:30 M&V, SPDqueer-

Stammtisch, Lange

Reihe 22

DI 23.7.

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, PrEP

Beratungen, Bis

20 Uhr. Anonym,

kostenlos, ohne

Anmeldung., Pulverteich

21

DO 25.7.

17:00 JBZ, Mixtapes,

Jugendgruppe,

Barmbeker Str. 71

FR 26.7.

15:00 DGB, Hissen der

Regenbogenfahne

am Gewerkschaftshaus,

bis ca. 15:30

Uhr, Besenbinderhof

60

SA 27.7.

15:00 Leben mit Behinderung,

Freizeitgruppe

„Mann liebt

Mann“ - Kaffeeklatsch,

Südring 36

16:00 Hein & Fiete, Der

Männertreff, Offene

Gruppe für vielseitig

Interessierte, Pulverteich

21

SO 28.7.

15:30 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Café Laubfrosch -

Treff schwuler Senioren

bei Kaffee und

Kuchen, Bis 17:30

Uhr, Borgweg 8

MO 29.7.

13:00 Dragon Sauna,

HHero for a day, 3

Euro vom Eintritt

zugunsten Hein &

Fiete, Pulverteich

37

MI 31.7.

12:30 Aids-Hilfe Hamburg

e.V., Regenbogen-Kantine

- Kochen und Essen

in Gemeinschaft,

mit Voranmeldung,

Lange Reihe 30

19:00 Hein & Fiete,

Gaybo, schwule

Selbstbehauptung,

Pulverteich 21

Wöchentlich

SONNTAG

17:00 Startschuss, Darts

mit Startschuss,

„Gaybar Extratour“,

Zimmerpforte 1

MONTAG

19:00 Dragon Sauna,

Zwischen 19 und

21 Uhr kostenlos

Pasta, Pulverteich

37

DIENSTAG

17:00 Aids-Hilfe

Hamburg e.V., Präventionsberatung

mit Schnelltestangebot,

bis 19 Uhr,

Lange Reihe 30

MITTWOCH

19:00 mhc - Magnus-

Hirschfeld-Centrum,

Kostenlose

Rechtsberatung,

Mit RA Sven-Uwe

Blum, Anmeldung

erforderlich unter

0402790069,

Borgweg 8

DONNERSTAG

16:00 Hein & Fiete, Test

& Beratung, PrEP

Beratungen, Pulverteich

21

SAMSTAG

13:00 Dragon Sauna,

Nachtsauna, von

Freitag 13 Uhr

bis Sonntag 24

Uhr durchgehend

geöffnet., Pulverteich

37

MO 17.6.

19:30 ZEIT-Café, Pride

Salon: Mein Körper,

mein Geschlecht,

meine Sexualität,

Speersort 1


DIE KÜCHENKÖNNER

AUS HAMBURG

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14 KULTUR

INTERVIEW

FOTO: KOZYCK

WELTPREMIERE:

TRANSPARÊNCIA

Der Entwurf zur Reform des

Transsexuellengesetzes

wurde vorerst gestoppt, die Probleme

von Transpersonen bleiben.

Im Kulturbereich, besonders beim

Tanztheater, stehen Nonbinäre und

Transidente besonderen Herausforderungen

gegenüber, weshalb sich

2016 in Hamburg das Transparence

Theater (TSP) gründete, das im Juni

sein erstes Stück ans Theater Lüneburg

(wir verlosen Karten auf www.

hinnerk.de) bringt. hinnerk traf sich

mit Wallace Jones (Choreograf) und

Kolja Schallenberg (Regisseur und

Produzent), zwei der drei Gründer

des Projektes.

Aline de Oliveira ist die dritte

Gründerin und Trans*. Könnt ihr

bitte an ihrem Beispiel erklären, was

eigentlich das Problem für transsexuelle

Tanzende ist?

Kolja: Aline ist als klassischer männlicher

Balletttänzer ausgebildet worden. Sie hat

auch als solcher gearbeitet. Nach ihren

geschlechtsangleichenden Maßnahmen

haben die Theater und künstlerischen Leiter

sie nicht mehr gebucht. Das hieß dann

einhellig: „Nein, wir wollen einen Mann

haben, der als Mann tanzt, und nicht eine

Frau, die als Mann tanzt.“

Wallace: In genau dieser Zeit hatte ich

Aline nach langer Zeit – über zehn Jahren

– in Hamburg wiedergetroffen. Es war

wirklich ein Tiefpunkt für sie. Eigentlich

gerade endlich mit ihrem Körper im Reinen

und dann der totale Absturz, was Engagements

angeht. Gerade der klassische

Tanz ist aber strikt in Zweigeschlechtlichkeit

geteilt. Es gibt männliche und es gibt

weibliche Tanzschritte. Du kannst nicht

einfach mal wechseln. Was wir hier tun, ist

tatsächlich noch niemals gemacht worden

– nie. So reifte die Idee, es einfach zu tun.

Wie seid ihr bei der Konzeption

vorgegangen?

Kolja: Wallace kam auf mich zu und hatte

die Idee, verschiedengeschlechtliche

Bezeichnungen in unterschiedlichen Sprachen

zu nutzen, um sich künstlerisch zu

nähern. Beispiel: Sonne und Mond, die im

Deutschen die und der sind, im Französischen

umgekehrt der und die. Aus dieser

Idee ist bei einem ersten Treffen zwischen

uns dreien dann in einer langen Nacht der

Wille entstanden, nicht nur eine kleine

Choreografie zu machen, die bei irgendeinem

Tanzfestival im Nebenprogramm läuft,

sondern eine Trans*-Theaterproduktion.

Es hat danach über zwei Jahre gedauert

zu planen und vor allem überhaupt ein

Theater zu finden, das mitmacht – zum

Glück hat das Theater Lüneburg mitgemacht

und uns vollständige künstlerische

Freiheit gelassen. Seit Januar ist dann alles

auf einmal sehr schnell gegangen: Wir

haben mit der Zweiten Bürgermeisterin von

Hamburg, Katharina Fegebank, eine großartige

Schirmherrin gefunden und werden

sogar im Rathaus beim Senatsempfang zur

Pride-Woche spielen.

„Eine komplette

Transition live auf

der Bühne“

Vorher gibt’s aber die große Premiere

in Lüneburg. Was erwartet uns?

Wallace: Ich habe einen großen Teil der

Transition von Aline miterlebt. Wir haben

uns gedacht, warum nicht genau das

erzählen: die Hormone, die Gefühle, die

Operation. Das Stück ist sozusagen eine

komplette Transition live auf der Bühne,

das Schlüsselthema dabei ist Selbstakzeptanz

und die Suche nach der eigenen

Identität. Es ist ja nicht so, dass du eines

Morgens aufwachst und sagst: „Ab heute

bin ich ein anderes Geschlecht.“ Du

schmeißt – wie eben erzählt – dein komplettes

altes Leben hin und fängst von

vorne an. Es war eine Herausforderung,

als Choreograf mit den vorherrschenden

beiden Stilen Mann und Frau zu brechen

und zu einer neuen Art der Bewegung zu

kommen.

Wie setzt ihr das um?

Kolja: Wir haben ja keinen Vergleich. Es

gab so was noch nicht. Es wird verschiedene

Abschnitte geben, viel Tanz,

Erzählungen ... Ich kann es kaum erklären,

weil man sich nicht vorstellen kann, wie

anders die Ausdrucksweisen von transsexuellen

Tänzern und Tänzerinnen auf

der Bühne sind, als wenn du einen jungen

klassisch ausgebildeten Balletttänzer

oder eine Tänzerin siehst. Ich glaube, das

wird wirklich einen Impact in der Kulturszene

haben.

*Interview: Christian Knuth

14. – 17., 25. + 26.6., Transparência,

Theater Lüneburg, An den Reeperbahnen

3, Lüneburg, 20 Uhr.

www.transparencetheatre.com


KONZERT

Mariah Carey live

in Hamburg

FOTO: J. WHITE

It’s like that: Los ging es Ende der

1980er, als Mariah Carey ihrem späteren

Ehemann, Columbia-Manager Tommy

Mottola, vorgestellt wurde. Er war begeistert

und nahm sie unter Vertrag.

Die Hits kamen und kamen, vor allem in den

USA schlugen Singles und Alben wie „Love

Takes Time“, „Vision of Love“ und „Emotions“ ganz groß ein. In Deutschland kam

der Durchbruch 1994 mit „Without You“, einer Ballade vom 1993er-Erfolgsalbum

„Music Box“. Bis heute landet sie immer wieder große Hits, etwa „Touch My Body“,

„We Belong Together“ und natürlich jedes Jahr „All I Want for Christmas Is You“

(mit und ohne Justin Bieber). Am 2. Juni präsentiert sie ihr 15. Studioalbum „Caution“

in der Hamburger Barclaycard Arena. hinnerk ist dabei! *rä

LESUNGEN

Ganz privat

Bei der siebten Hamburger Ausgabe von

„Literatur in den Häusern der Stadt“ treten

in diesem Jahr 19 Künstler an 17 Orten auf.

REEPERBAHN

Hamburg Burlesque

FOTO: KUNSTSALON / KLAUS WOHLMANN

Vom 12. bis zum 17. Juni lädt der KunstSalon zu

Lesungen literarischer Werke an ganz besonderen

Orten der Stadt ein. Wer sich gerne von unkonventionellen

Räumlichkeiten überraschen lässt, den

erwarten Lesungen in zahlreichen Wohnzimmern,

zwischen Geigen und Möbeln, in einer Küche oder

im mondänen Garten privater Gastgeber. Namen

wie Anne von Canal, Rasmus Blohm, aber auch Stars

wie Michel Houellebecq, Paul Klee und Theodor

Fontane, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag

feiert, stehen auf dem Programm des Festivals.

Besonders empfehlen wollen wir die Lesungen aus

„Männerspagat“ von Hajo Schumacher und Liebesgedichte

aus verschiedenen Epochen, vorgetragen

von Hannah Ehlers und Quintus Hummel. Karten

und Infos auf der Webseite des KunstSalons. *ck

www.kunstsalon.de

Finden Sie

Ihren passenden

Partner über

Seit 11. April und bis zum 24. Juni

ist die Malerei von Sherin

L’Artiste und Jörg Rautenberg in

der Boutique Bizarre in Hamburg

zu erleben. „Hamburg ist eine

der Hochburgen der Burlesque-

Szene. Die Auftritte von

Burlesque-Performerinnen sind

mittlerweile ein fester Bestandteil

des kulturellen Lebens geworden“,

freut sich Sherin L’Artiste. *rä

BILD: JÖRG RAUTENBERG

Bis 24.6., Sherin L’Artiste und Jörg Rautenberg: Hamburg Burlesque,

Boutique Bizarre, Reeperbahn 35, Hamburg, täglich 10 – 2 Uhr

Jetzt parshippen


16 KULTUR

INTERVIEW

ALLI NEUMANN:

„Je mehr man Assi ist,

desto weiter kommt man“

FOTO: CLARA NEBELING

Alli Neumann auf ihrer

zweiten Veröffentlichung

mit einem Sprungspagat zwischen

Schwere und Charme, Scharfsinn

und Spaß. hinnerk quetschte die

Wahlhamburgerin aus. *ck

Warum gesellschaftskritische

Texte?

Einmal resultiert es daraus, dass ich

mich persönlich richtig tangiert fühle,

missverstanden oder sogar angegriffen.

Das will ich textlich verarbeiten.

Bei „Monster“ geht es darum, dass

ich jemand bin, der richtig wütend

werden kann und in der Wut lieber

sein Leben zerstört, als diplomatisch

zu sein. Ich glaube, das kennen viele.

Ob nun im familiären Bereich oder

in einer Partnerschaft. In meinem

Fall auch, wenn jemand klugscheißt,

inkompetent ist oder einfach nur zu

spät kommt. Da kann ich richtig eklig

werden. Und daran muss ich arbeiten.

(lacht) Einerseits ist diese Eigenschaft

etwas, was mich weiterbringt, was

mich antreibt, andererseits wäre es

schon gut, wenn ich mich manchmal

besser unter Kontrolle hätte. Unsere

Gesellschaft funktioniert leider aber

so: Je mehr man Assi ist und einfach

Respekt einfordert, desto weiter

kommt man. Auch im Business. Das

ist ein totaler Abtörner: Man ist in

Konflikt mit diesem Monster, will aber

eigentlich ein freundlicher Mensch

sein.

Bezeichnest du dich als

Feministin?

Ja. Wobei ich eigentlich ungern in diesen

Kategorien denke, weil die zu oft

missverständlich gebraucht werden.

Das ganze Interview auf

hinnerk.de


AVANTGARDE

Baldinger in der Affenfaust

Tizian Baldinger stellt regelmäßig

in Hamburg aus – und sorgte als

Teil des Duos Géraldine et Tizian

mit „Homage to Damien Hirst“

schon gehörig für Aufsehen. Jetzt

ist der Schweizer zurück in der

schmucken Stadt am Wasser.

Seine „Soloshow“ lädt vom 7. Juni

bis zum 7. Juli in die Affenfaust

Galerie ein, den eigenen Horizont

zu erweitern und ungewöhnliche

Kunst zu genießen. Die Vernissage

findet am Samstag, dem 7. Juni

von 14 bis 18 Uhr statt. „Tizian

Baldinger arbeitet primär installativ.

Mit bunten Leuchtstoffröhren,

Holz, Plastik und Gefundenem

baut er schrille Welten. Allerlei

FOTO: T. BALDINGER „FLAMINGOS“

Gedanken strahlen hier den Besuchern

entgegen und provozieren

zum fantasievollen Nach- und

Weiterdenken“, verrät die Galerie

über die Kunst des Schweizers.

„Ein wichtiger Bestandteil seiner

Arbeiten ist die Inszenierung seiner

Selbst meist in Form von Videos

oder Performances. In Baldingers

poetischen Installationen betritt

man eine Welt, in der man nicht

nur dem Künstler, sondern auch

sich selbst begegnen kann.“ *rä

7.6. – 7.7., Tizian Baldinger:

Soloshow, Affenfaust Galerie,

Paul-Roosen-Str. 43, Hamburg,

affenfaustgalerie.de/

tizian-baldinger

POP-ART

NOW IS THE TIME

„Von dieser Plastik gibt

es auf der Welt genau

drei“, freut sich der

Leiter der Sammlung

über die Jeff-Koons-

Plastik „BEAR AND

POLICEMAN“, Kurator

Dr. Holger Broeker, „wir

haben eine davon“.

Das ist aber nicht das

einzige Highlight, mit

der das Kunstmuseum

Wolfsburg seine Besucher

seit März begeistert.

Die Ausstellung

„NOW IS THE TIME“

zeigt unterschiedlichste

Kunstströmungen

und -formen, alle nicht

älter als 1968. *rä

FOTO: M. RÄDEL

Bis 29.9., NOW IS

THE TIME – 25 Jahre

Sammlung Kunstmuseum

Wolfsburg,

Hollerplatz 1,

Wolfsburg,

www.kunstmuseum-wolfsburg.de

KULTUR 17


18

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SA 1.6.

SA 15.6.

MO 24.6.

SA 20.7.

23:59 Schmidt-Theater,

Schmidt Mitternachtsshow,

Spielbudenplatz

24

SO 2.6.

21:15 Metropolis Kino,

Queer Film: Before

Stonewall OmU,

Kl. Theaterstr. 10

MI 5.6.

10:00 erotica Boutique

Bizarre, Ausstellung:

Hamburg

Burlesque, Bis

14.06.2019, Mo - So

10 - 2 Uhr, Reeperbahn

35

DO 6.6.

19:30 Laeiszhalle, Symphoniker

Hamburg /

Ion Marin: Bekenntnisse

in Moll,

Hamburg-Mitte

Johannes-Brahms-

Platz

SA 8.6.

19:30 Hamburger Engelsaal,

Swing Gipsy

Rose - Mit Tornado

und Wolkly Rosenberg,

Valentinskamp

40-42

SO 9.6.

19:30 Schauspielhaus,

Lazarus, von David

Bowie und Enda

Walsh, Kirchenallee

39

MI 12.6.

19:00 Schmidtchen,

WIR: Familie ist, was

man draus macht!,

Spielbudenplatz

21/22

19:30 Ohnsorg Theater,

Botter bi de Fisch,

Heidi-Kabel-Platz 1

SO 16.6.

18:00 25hours hotel

hafencity, Literatur

in den Häusern

der Stadt, Anne

von Canal „WHI-

TEOUT“, Überseeallee

5

MO 17.6.

119:30 First Stage Theater,

Carrie - Das

Musical, Thedestr.

15

MI 19.6.

19:00 Staatsoper, Anna

Karenina, Ballett

von John Neumeier,

Große Theaterstraße

34

FR 21.6.

16:00 TwentyFive,

Golden Sneakers

Festival - Hamburg

gegen Rasissmus,

Festival Eröffnung,

Film Festival Filme;

Ab 23 Uhr: Show,

Konzerte, Reeperbahn

25

SA 22.6.

10:00 Goldbekhaus e.V.,

German Street

Photography Festival,

öffentliche

Fotoausstellung.

Moorfuhrtweg 9

SO 23.6.

11:00 Deichtorhallen,

Hyper! A Journey

into Art and Music,

Halle für aktuelle

Kunst. Deichtorstraße

1

20:00 Stadtpark Freilichtbühne,

Take

That Live 2019,

Saarlandstr./ Ecke

Jahnring 71

DI 2.7.

19:30 Ohnsorg Theater,

Botter bi de Fisch,

Heidi-Kabel-Platz 1

DO 4.7.

20:00 Hamburger

Kammerspiele,

Männerbeschaffungsmaßnahmen,

Liederabend von

Dietmar Loeffler,

Hartungstr.

9/11/2016

FR 5.7.

23:59 Schmidt-Theater,

Kay Ray Late Night,

Spielbudenplatz 24

MI 10.7.

18:00 Störtebeker Elbphilharmonie,

San

Glaser, Jazz und

Soul treffen auf

Pop und Folk. Bis 21

Uhr, Platz der Deutschen

Einheit 3

DO 11.7.

19:30 Literaturhaus

Hamburg e.V., Buch

braucht Bühne,

literarischer Abend

– gestaltet von Studierenden

der Universität

Hamburg,

Schwanenwik 38

MO 15.7.

19:30 Schmidts Tivoli,

Mirja Boes & Die

Honkey Donkeys:

Auf Wiedersehen!

Hallo!, Spielbudenplatz

27

18:00 St. Pauli Theater,

Traumfrau Mutter:

Windeln, wenig Sex

und andere Katastrophen,

Spielbudenplatz

29-30

FR 26.7.

19:30 Opernloft, Oper

in kurz: Tosca,

Giacomo Puccini,

Van-der-Smissen-

Str. 4

SA 27.7.

20:00 Schmidtchen,

CSD-Eröffnung:

Pride Night 2019,

mit Talk, Musik und

Comedy, Spielbudenplatz

21/22

SO 28.7.

11:00 Jenisch Haus -

Museum für Kunst

und Kultur an der

Elbe, Tanz des

Lebens. 100 Jahre

Hamburgische

Sezession, Tägl

außer Di., bis zum

13.01.2020, Baron-

Voght-Str. 50

DI 30.7.

19:30 Schmidts Tivoli,

Heiße Ecke, Spielbudenplatz

27

MI 31.7.

18:00 Störtebeker

Elbphilharmonie,

Joel Havea Trio,

Mischung aus Soul

und Pop mit Blues,

Jazz und Country.

Bis 21 Uhr, Platz

der Deutschen

Einheit 3

Kunst & Literatur

MUSEEN

10:00 Hamburger

Kunsthalle, Hamburger

Schule - Das

19. Jahrhundert

neu entdeckt, Im

Licht des Nordens

- Dänische Malerei

der Sammlung

Ordrupgaard, Tägl.

außer Mo., Glockengießerwall

5

10:00 Museum für Kunst

und Gewerbe, Max

Sauerlandt und

die Hamburgische

Sezession, Tägl.

außer Mo., Steintorplatz

11:00 Jenisch Haus -

Museum für Kunst

und Kultur an der

Elbe, Tanz des

Lebens. 100 Jahre

Hamburgische

Sezession, Tägl

außer Di., bis zum

13.01.2020, Baron-

Voght-Str. 50

11:00 Ernst Barlach

Haus, Herzenssache

- Wilhelm

Busch malt, Tägl.

außer Mo., Baron-

Voght-Str. 50a

SONSTIGES

16:00 Die schwule

Bibliothek bei Hein

& Fiete, Mo – Fr,

Geöffnet bis bis 19

Uhr, Pulverteich 21

22:30 Zeise Kinos,

immer Mittwoch,

Zeise Latenight

- Sneak Preview,

OmU, Friedensallee

7-9

MICHAEL

§

LEIPOLD

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Nächster

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12.7.2019


20 AUSGEHEN

FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST

KOLUMNE

Outdoor-Spaß

nicht nur für

die Zunge

CHILL-OUT

Raphaël Marionneaus zeitloses Konzept

Ausgesuchte Musikstücke abseits

des Mainstreams, stimmig ineinander

verwoben, dafür steht seit fast zwanzig

Jahren die Albumreihe „le café abstrait“.

Die 13. Ausgabe ist nun da und natürlich

ist der Maestro auch wieder im Stadtpark

zu finden.

Kann sein, dass der Sommer wieder heiß,

zu lang und zu trocken wird. Da fällt einem

die Arbeit nicht leichter. Auch nicht,

wenn die Musik im Ohr ständig allzu viele

Beats und Bass Drums hat ... Manchmal

muss man einen Gang runterschalten.

Und genau dafür ist die Musik perfekt,

die Raphaël findet, zusammenstellt

und veröffentlicht. 44 Lieder hat Herr

Marionneau, der letztes Jahr über 2.000

Hamburger bei einem Set im Stadtpark

begeisterte, diesmal im Angebot: Von

House über Chill-out bis zu Ambient ist

alles Gute dabei. „Ich bin wirklich glücklich

mit dieser Auswahl und hoffe, dass meine

Hörer diese außergewöhnliche Reise

durch musikalische Stile, Stimmungen,

Erfahrungen und Begegnungen genießen,“

so Raphaël Marionneau. „Die Idee

von ‚le café abstrait 13‘ ist sehr subtil und

erzählt eine zeitgemäße Geschichte.“

Und die hören wir uns gerne an. *rä

12.6., Raphaël Marion: le voyage abstrait,

Planetarium Hamburg, 20:30 Uhr,

www.planetarium-hamburg.de

Damit ihr, einmal outdoor rausgelassen

ins Gelände, nicht wie

üblich einfach alles in den Mund

schiebt, was euch vor der, äh, die

Nase kommt, liefern wir euch

kleine Tipps dieser Sommer-

Saison: die besten Hotspots für

garantierten Spaß auf der Zunge,

im Ohr und in den Beinen. Gibt es

auch im Hochsommer Genießer,

die lieber ungestört drinnen ins

saftige Fleisch beißen, so kenne

ich viele unter euch, die ab jetzt

ungeniert nach Möglichkeiten

suchen, so viel wie möglich unter

freiem Himmel zu vernaschen.

Manche – oder sollte ich besser

schreiben „viele“? – lieben dabei

ja besonders die große Gruppe

im Biergarten-Flair. Stößchen!

Appetit bekommen? Dann findest

du hier und auf hinnerk.de Tipps

für ungeahnte Köstlichkeiten auf

deiner Zunge oder anderweitig

Hochwertiges zum Einverleiben.

Es vernascht gerade irgendwas:

dein Schleckermaul Ricardo M.

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TIPP

Oase im Brutalismus

Wer nicht gleich ganz nach draußen möchte, der ist

im Restaurant von DIE WÄSCHEREI bestens bedient:

Höhepunkt ist hier die Dachterrasse, die vom eigenen

Gärtnerteam gepflegt als grüne Oase inmitten der

Beton-Architektur in der City Nord hervorsticht. Hier

genießt man neben den Speisen (aktuell steht Spargel

auf den monatlich wechselnden Saison-Karten) auch

einfach einen Kaffee, leckere Törtchen oder den einen

oder anderen Cocktail. Außer für die Möbelverrückten

hat sich die Wäscherei auch als Mittagstisch-Ziel

für die Abgestellten der umliegenden Büros absolut

etabliert. *ck

www.die-waescherei.de


KUNST

FOTOSTRECKE

Fotograf Tom Thiele aus Leipzig hat pa send

zum nahenden Frühling Philipp Schneider,

Mister Sachsen 2017, und Model Christian Kre s

romantisch inszeniert.

„Als freier Fotograf aus Leipzig fotografiere ich sehr oft

Hochzeiten und unterschiedliche Pärchen, die über

beide Ohren ineinander verliebt sind. Ich wo lte gerne

aber mal eine kleine ‚Lovestory‘ ins rechte Licht setzen,

die a le typischen E fekte und Emotionen in sich trägt,

die aber eben auf den ersten Blick nicht so typisch ist“,

ve rät der Fotograf. „Christian kam mir daher in den

Sinn, weil ich mit ihm schon öfters zusammengearbeitet

habe, und er ha te mir dann Phil vorgeste lt. Wir

trafen uns etwas außerhalb von Leipzig bei einem alten

Steinbruch, welcher von einer Landschaft umfasst war,

die einer Steppe sehr ähnlich war. Dieser Ort hat uns

genug Freiraum gegeben, um verschiedene ungezwungene

Momente zu erscha fen, die man eigentlich

bereits so schon kennt und am Ende doch eine neue

Stimmung mit sich bringen.“ *rä

www.instagram.com/tomthiele.fotografie_leipzig

www.instagram.com/cncpt_ck

www.instagram.com/philipp_snr

www.tomthiele.com

AUSGEHEN 21

FOTO: S. KOYLUCE / CC0

Das ist zwar Planten un Blomen, aber nicht das Café Schöne Aussichten.

Wo wir wohl dieser Nacht landen werden?

NEUE ADRESSE

Mit CAMP 77 in den Park

Alex und das CAMP-Team knüpfen an eine Tradition an:

In den langen Nächten der warmen Jahreszeit wird das

CAMP nicht an gewohnter Stelle zelebriert, sondern da, wo

offene Räume Barbecue und den Kontakt zur Außenwelt

ermöglichen: Die CAMP-Sommerresidenz. Nach

Lago Bay und Indochine wird am 8. Juni erstmals Planten

un Blomen, genauer das Park Café Schöne Aussichten

Schauplatz für das vorausahnend „Testo Inferno“ getaufte

Spektakel. Der Name ist

Programm: Schwul feiern im

Park mit sexy Tänzern,

Lichtinstallationen,

LED-Sticks und Musik

von Arno von Dannen,

Marc Majewski und

DJ aleXio. Wir freuen

uns auf eine Nacht im

Zentrum der Stadt, aber

gleichzeitig in einer

anderen Welt. *ck

8.6., CAMP 77 „Testo

Inferno“, Park Café

Schöne Aussichten,

Gorch-Fock-Wall 4,

Hamburg, S Dammtor,

23 Uhr

epaper.blu.fm

#WerLiebtHandeltRichtig

Ihre Apotheke im

Öffnungszeiten:

Mo - Fr 8:30 bis 19:00 Uhr

Sa 8:30 bis 15:00 Uhr

FOTOS: TOM THIELE

EPES

Lange Reihe 58 · 20099 Hamburg

Tel.: (040) 24 56 64 · Fax: (040) 24 44 26

der Langen Reihe

Lange Reihe 58 · 20099 Hamburg

info@epes-apotheke24.de

Inh.: Uta Capellen-Antz e.Kfr.

Tel.: (040) 24 56 64

Fax: (040) 24 44 26

PARTY

DARE! mit Divine

Die Sängerin, Schauspielerin und Schock-Drag war eine

der schillerndsten Figuren des queeren New Yorker Nachtlebens

der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Ihr

und ihrem eindeutig nicht zweideutigen Hit „Shoot Your

Shot“ widmen Frankie Dare und DJ Little L. den Abend des

8. Juni im Nachtasyl über dem Thalia Theater. Am 6. Juli

steht dann die faszinierende Company B. mit „Fascinated“

Pate für DARE! – wenn es nicht gleich Klick macht, kein

Problem: Auf hinnerk.

de/party könnte ihr

euch spätestens eine

Woche vor der Party

eingrooven. *ck

8.6. + 6.7., DARE!,

Nachtasyl im Thalia

Theater, Alstertor 1,

Hamburg, S+U Hauptbahnhof,

22:30 Uhr

WeeK E N D

Freitag bis Sonntag nonstop

Pulverteich 37 | 20099 Hamburg | dragon-sauna-hamburg.com


22 CITYRADAR

„Alles, was Olivia anpackt, ist konsequent und auf den Punkt.

Ich bin total hin und weg, schon völlig durcheinander. Das sind

fantastische Frauen. Das Spektrum wird erweitert. Ich freue mich

sehr, heute hier und Zeitzeuge zu sein.“ Udo Lindenberg bei der

feierlichen Eröffnung von Olivias neustem Kiezbaby

FOTO: WWW.OLIVIA-JONES.DE / MARIUS ROER

IDAHOBIT – HAMBURG

Chris Maluck hat diesen Moment am 17. Mai auf dem Rathausmarkt festgehalten: 1.000 Ballons mit

Kärtchen gegen Homo-, Trans-, Bi- und Interphobie stiegen in den Himmel. Chris ist sonst als queerer

Internetaktivist bekannt und betreut die Seite besorgtehomos.de sowie facebook.com/besorgte.

BUNNY BURLESQUE – HAMBURG

CITYRADAR

GAYKISS – BREMEN

Die GayKiss im Shagall mausert sich zum Erfolgsprojekt.

Weiter geht es am 1. Juni!

CAMP 77 – HAMBURG

FOTOS: THORSTEN ZURBRÜGGEN

FOTOS. M. RÄTZ

Der Birthday-Bash zum 19. im Golden Cut. Weiter geht es am 8.6. im Café Schöne Aussichten mit CAMP 77

„Testo Inferno“!


24

AUSGEHEN

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SA 1.6.

SA 15.6.

SA 6.7.

DO 18.7.

23:00 Fundbureau,

MANHATTAN - 3rd

Anniversary, Stresemannstraße

114

DO 6.6.

20:00 Rote Flora, FLTI*

Kneipe, Achidi-

John-Platz 1

SA 8.6.

22:30 Thalia Theater,

DARE!, the 80s club

for gays + friends at

Nachtasyl, Alstertor

1

23:00 Café Schöne

Aussichten, Camp

77 „Testo Inferno“,

DJ aleXio, Arno von

Dannen & Marc

Majewski, Gorch-

Fock-Wall 4, S

Dammtor

SO 9.6.

17:30 St. Pauli Landungsbrücken,

Astoria Bootsfahrt,

inkl. After Hour

„Prinzenbar“, Brücke

7-10

DI 11.6.

20:00 Jupi Bar Gängeviertel,

Outcome

is Critical, Queerfeministischer

Barabend, Caffamacherreihe

39

FR 14.6.

20:00 Toms Saloon,

Familie tut was - St.

Georg Edition, Pulverteich

17

23:55 Prinzenbar, Pop

The Floor - Crystal

Meth im Thermomixer

zubereiten

für Fortgeschrittene,

Pop, RnB und

Club Sounds mit DJ

Berry E, Kastanienallee

20

SA 22.6.

20:00 Toms Saloon,

45 Jahre Toms

Geburtstag, Pulverteich

17

23:00 Große Freiheit

36, Kaiserkeller:

SHAKESQUEER –

lesbischwul. queer.

we are here, DJs

Sony Straight & DJ

trust.the.girl, Große

Freiheit 36

MI 26.6.

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

SO 30.6.

18:00 SLUTCLUB, All

You Can Fuck,

bis 23 Uhr; Sexy

Fetisch Party. Kein

Dresscode, Rostocker

Straße 20

MI 3.7.

20:00 SLUTCLUB,

Cheap & Sexy

Wednesday, 2-4-1

bis 23 Uhr, danach

regulärer Barbetrieb,

Rostocker

Straße 20

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

DO 4.7.

20:00 Contact Bar,

Open House! Barabend,

Men only.,

Danziger Str. 51

FR 5.7.

20:00 Toms Saloon,

Crazy Friday, Pulverteich

17

22:30 Thalia Theater,

DARE!, the 80s club

for gays + friends at

Nachtasyl, Alstertor

1

23:00 Grüner Jäger,

Glitzer Glitzer

Party, (mixed) 90er,

2000er, Charts,

Pop, Dance, Neuer

Pferdemarkt 36

23:00 Große Freiheit

36, Kaiserkeller:

SHEROES, feministische

Frauenparty.

Pop, Rock,

Hip Hop u.a. mit

DJ Sony Straight,

Große Freiheit 36

SO 7.7.

18:00 SLUTCLUB, Cocksucker

Club, bis 23

Uhr; Dresscode:

Nackt, Rostocker

Straße 20

22:00 Wunderbar, Blow

Me Up, Eine Nacht

mit René, Talstraße

14

MI 10.7.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

SA 13.7.

22:00 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop mit

BLUF-Stammtisch,

Strict dresscode,

Rostocker Straße

20

SO 14.7.

18:00 SLUTCLUB, Freistoß

- Sportswear

Party, Ab 23 Uhr

Fuck the Rest,

Rostocker Straße

20

22:00 Wunderbar, Blow

Me Up, Eine Nacht

mit René, Talstraße

14

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

FR 19.7.

19:00 LiZ, FLITtchenkneipe,

für Frauen,

Lesben, Trans und

Inter (FLTI), Karolinenstr.

21(HH)

23:00 Prinzenbar, BUMP

N GRIND, (mixed)

Dancehouse,

HipHop, Reggae,

Kastanienallee 20

SA 20.7.

22:00 SLUTCLUB, Slut-

Club Non Stop,

bis 5 Uhr, strikter

Dresscode, Rostocker

Straße 20

SO 21.7.

22:00 Wunderbar, Blow

Me Up, Eine Nacht

mit René, Talstraße

14

MI 24.7.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20

20:00 Contact Bar, Die

Schnapsidee: Shot!,

Men only, Danziger

Str. 51

DO 25.7.

20:00 Contact Bar, Open

House! Barabend,

Men only., Danziger

Str. 51

SA 27.7.

23:00 Klubhaus St.Pauli,

Pride Night OPE-

NING zum Hamburger

CSD 2019,

by Hamburg Pride &

PINK INC, Spielbudenplatz

21

SO 28.7.

18:00 SLUTCLUB, Code

Yellow, bis 23 Uhr.

Piss Party. Kein

dresscode, Rostocker

Straße 20

22:00 Wunderbar, Blow

Me Up, Eine Nacht

mit René, Talstraße

14

MI 31.7.

20:00 SLUTCLUB, Cheap

& Sexy Wednesday,

2-4-1 bis 23 Uhr,

danach regulärer

Barbetrieb, Rostocker

Straße 20

Wöchentlich

SONNTAG

23:00 SLUTCLUB,

Fuck the Rest, Kein

dresscode, Rostocker

Straße 20

MONTAG

19:00 Eldorado Bar,

Queere Biere - it‘s

Mongäy, Wohlwillstraße

50

20:00 Extratour, Georgs

Stammtisch,

Offener Stammtisch

für schwule

Männer, Zimmerpforte

1

22:00 Wunderbar,

Montags- schwule

Gossipbörse, Talstraße

14

DIENSTAG

09:00 Erotixx, Bi-Day,

Hamburger Berg 36

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

22:00 Wunderbar,

Zauberhaft. Selten.

Schön., Talstraße 14

MITTWOCH

16:00 Generation Bar,

Cocktail Happy

Hour, 17 bis 21 Uhr,

Lange Reihe 81

DONNERSTAG

22:00 Wunderbar, Ein

Kessel Buntes, Talstraße

14

FREITAG

20:00 Contact Bar,

NACKT! Naked-

Sexparty, Men only.

ab 23:55 Uhr Bar-

Night., Danziger

Str. 51

21:00 Generation Bar,

Sounds on the floor,

mit den G-Bar-DJs,

Lange Reihe 81

22:00 SLUTCLUB,

Shooters Friday,

Kein Dresscode,

Rostocker Straße

20

SAMSTAG

21:00 Generation Bar,

City Night Beats,

mit den G-Bar-DJs,

Lange Reihe 81

05:00 SLUTCLUB,

Insomnia Frühclub,

kein Dresscode,

Rostocker Straße

20


25


26 NORDDEUTSCHLAND

Community

FRÜHLINGSPERLEN

Bevor es im Oktober mit

dem Filmfestival PERLEN

weitergeht, gibt das Team ein

kleines Frühjahrsintermezzo

im Kino im Künstlerhaus in

Hannover. Am 16. Juni startet

die Reihe mit dem Kurzfilmprogramm

„Lieblingsperlen

2011 – 2018“, einem Wiedersehen

mit den Gewinnern

des Publikumspreises „Goldene

Perle“ für den besten

Kurzfilm der letzten acht

Jahre. Im Anschluss schildert

die starbesetzte Filmbiografie

„The Happy Prince“ die

letzten Lebensjahre des zunächst

gefeierten und dann

geächteten Dichters Oscar

Wilde. Am 17. Juni folgt der

preisgekrönte Spielfilm GIRL,

der von der 15-jährigen Lara

erzählt, die versucht, Transidentität

und Ballettkarriere

miteinander zu vereinbaren.

Den Abschluss der „Perlen im

Frühling“ macht „Landrauschen“,

eine deutsche Komödie

über die Romanze zweier

junger Frauen zwischen

Dorfleben und Freiheitsdrang.

Und dann ist es auch

nur noch ein kurzer Sommer

bis zum „PERLEN – Queer

Film Festival Hannover“ vom

19. bis 26. Oktober.

www.filmfest-perlen.de

SONNTAGSCAFÉ

Im Bremer Rat&Tat-Zentrum,

beziehungsweise im hauseigenen

Café KWEER, gibt

es immer wieder sonntags

ab 15 Uhr hausgemachten

Kuchen und Torten, um in

entspannter Atmosphäre

Queeres bequatschen zu

können. Zum Beispiel am

16. und 30. Juni. *ck

www.ratundtat-bremen.de

AUSZEICHNUNG

WILHELM-GRIMM-

GEDÄCHTNISPREIS

Fünfzig Jahre Stonewall

1969 bis 2019 bedeuten

fünfzig Jahre Fortschritt für unsere

Community auf dem noch immer

steinigen Weg zur vollständigen

Gleichberechtigung mit der

nicht-queeren Bevölkerungsmehrheit.

Auch der Wilhelm-Grimm-

Gedächtnispreis möchte hierzu in

diesem Jahr beitragen. Wurde dieser

Preis bis ins letzte Jahr zum CSD

in Hannover vergeben, so wird ab

diesem Jahr losgelöst von diesem

Ereignis vergeben; er befindet sich

im Übergang zu einem institutionell

angebundenen Preis. Vermutlich

ab 2020 wird endgültig feststehen,

wie die bisherige Struktur sinnvoll

und zeitgemäß gestaltet werden

kann. Bislang steht das QWIEN

(Schwul-lesbisches Archiv Wien) als

künftiger Partner fest.

In diesem Jahr werden stellvertretend für die

vielen Aktivist*innen im LGBTIQ*-Bereich

der Orden der Schwestern der Perpetuellen

Indulgenz für ihren selbstlosen Einsatz in der

Präventionsarbeit ausgezeichnet, aber auch

die HMKG („Hans Majestet Kongens Garde“)

aus Oslo für ihre Aktion am 17. Mai 2017, als

am Nationalfeiertag Norwegens ein Gardist

mit einem Reporter des Norwegischen Fernsehens

den Ehrentanz absolvierte. Für die

Sichtbarmachung von Transmännern wird

Balian Buschbaum ausgezeichnet, dessen

vorbildhafte Lebensweise Menschen

unserer Community Kraft und Mut

gibt. Seit Jahrzehnten setzt sich Lela

Lähnemann für queere Menschen

ein, stets uneigennützig bohrt sie

dicke Bretter, die von Berlin aus

geholfen haben, die allgemeine

Emanzipationsentwicklung zu

steuern. Tim-Christopher Macke

aus Hannover wird stellvertretend

für die queere Jugend ausgezeichnet:

Er unterstützt seit Jahren diesen

Preis uneigennützig und war auch bereits

als Moderator auf der CSD-Bühne mit dabei.

Der Jesuitenpater Ansgar Wucherpfennig

hat mit seiner Einstellung zu Homosexuellen

Schlagzeilen gemacht und seine eigene

akademische Karriere aufs Spiel gesetzt, nur

um seinen Weg fortzusetzen. In Berlin wird

bereits seit 1985 lesbisch getanzt: Claudia

Neidig und chachachicas Berlin haben

sich um diese Tanzmöglichkeit für Frauen

verdient gemacht. Müssen Lilo Wanders

und Rosa von Praunheim eigentlich noch

erklärt oder beschrieben werden? In unerschütterbarer

Motivation setzen sie sich

seit Jahrzehnten für unsere Community

in vielschichtiger Art und Weise ein, wobei

neben Provokation stets viel Tiefgang und

Mehrdeutigkeit zur allgemeinen Verständnisbildung

beitrugen. Gäbe es beide nicht,

müssten wir sie erfinden – so viel haben sie

für uns getan.

Alle neun Preisträger*innen repräsentieren

unsere vielschichtige Community auf dem

Weg in die zweiten fünfzig Jahre Emanzipationsarbeit.

Sie mahnen uns alle, im Alltag

stets für unsere Rechte einzutreten und

unermüdlich gemeinsam daran zu arbeiten,

dass bereits erreichte Gleichberechtigung

erhalten bleibt und ständig ausgebaut wird.

Nur so können wir gemeinsam stark sein. So

mutig wie 1969 in New York. *Dr. Alexander

Wäldner

FOTO: MARKUS TIARKS


NORDDEUTSCHLAND 27

CSD TICKER

Die Demos im Norden

„CSD-Tourismus“ wird gerne als Schimpfwort

benutzt, in Wirklichkeit ist er eine der besten

Möglichkeiten, den eigenen Horizont zu erweitern,

denn ein CSD im Wendland ist ein ganz anderes

Erlebnis als der in Hannover oder Oldenburg. Hier also

die CSDs im Juni und Juli im Schnelldurchblick, auf

hinnerk.de gibt’s die Details. Wer es noch umfassender

haben will, findet auf www.blu.fm/pride rund 600 CSDs

und queere Festivals weltweit. *ck

CSD HANNOVER

„Gemeinsam sind wir stärker!“ ist das Motto der Demonstration

in Hannover, die traditionell am Samstag

vor Pfingsten ab 14 Uhr durch die hannoversche

Innenstadt zieht. Flankiert wird das Wochenende vom

Straßenfest auf dem Opernplatz, der Opening-Party in

der Schwulen Sau (7.6., 22 Uhr) und der großen Hauptparty

FEEL GOOD im OSHO/Baggie (9.6., 22 Uhr).

7. – 8.6., www.hannovercsd.de

CSD NORDWEST

In Oldenburg feiert man Mitte Juni den 25. CSD. Was

1995 beim 1. CSD in Oldenburg mit einigen hundert

Menschen begann, hat im letzten Jahr den Rekord von

rund 11.000 Teilnehmenden erreicht.

15.6., www.csd-nordwest.de

CSD CLOPPENBURG

Alles auf einem Platz: Der Bernayplatz an der Mühlenstraße

wird am 22. Juni Schauplatz von Demonstration,

Kundgebung, Straßenfest und Abschlussparty.

22.6., www.csd-clp.de

31.7.19

17:30 Uhr

10.8.19 /

28.9.19

11 – 15 Uhr

1.9.19

14 Uhr

16.10.19

19 Uhr

22.11.19

18 Uhr

12.12.19

19 Uhr

Express Yourself

Kay P. Rinha (Lamda Berlin)

Nichts für Weicheier

Unterstützung zum Selbstmanagement

Dirk Mokrus (Sociosus e. V.)

Safer Sex mit beiden Händen

Das Gebärden-AIDS-Team informiert

Projekt Dietrich

Wir bringen Generationen zusammen

Florian Gastell (AIDS-Hilfe Hamburg)

PrEP 2020

So geht HIV-Prävention heute

Christian Giebel (AIDS-Hilfe Hamburg)

Neues aus der HIV-Welt

Bericht vom Welt-AIDS-Kongress

Dr. Thomas Buhk (HIV-Schwerpunktarzt)

AIDS-Hilfe Hamburg e.V. | Lange Reihe 30 – 32 | 20099 Hamburg

www.aidshilfe-hamburg.de

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CSD KIEL

Die Veranstalter in Kiel haben immerhin schon das Motto

„50 Jahre Stonewall“ und das Datum für den CSD in

der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein bekannt

gegeben. Mehr Infos online!

6.7., www.csd-kiel.de

Der CSD Wendland

CSD WENDLAND-ALTMARK

Trecker fahren! Kein Scherz. Der Wendland-CSD ist der

wohl schrägste der ganzen Republik. Schräg aber nur aus

dem Blickwinkel von Städtern, wenn es mit Landmaschinen

von Salderatzen auf die Bundesstraße 493 geht.

Den Handtaschenweitwurf und eine Party mit Wine

Tittler im Herrenhaus sollte man auch nicht verpassen.

27.7., www.facebook.com/wendlandcsd/


28

NORD

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SA 1.6.

23:00 Shagall, Gaykiss-

Pride Opening mit

Dommy Dean!,

House, Black, Gay-

Club, Rembertiring

4, Bremen

MO 3.6.

20:15 DESiMOs spezial

Club im Apollo,

Dave Davis: GENIAL

VERRÜCKT! Nichts

reimt sich auf

Mensch, Limmerstr.

50, Hannover

MI 5.6.

19:00 Zone 283, Feierabend

Cruising,

Kornstraße 283,

Bremen

FR 7.6.

19:00 Opernplatz, Silent

Disco - Kopfhörer-

Party, Opernplatz,

Hannover

22:00 Schwule Sau, CSD

Opening Party,

Schaufelder Str. 30a,

Hannover

SA 8.6.

12:00 Opernplatz, CSD

Demo und Straßenfest,

Hannover

14:00 K13 Sauna,

Schaumparty +

Youngster-Tag,

Schaum ab 22 Uhr

in der Fun-Area,

Klävemannstr 13,

Oldenburg

23:00 Funpark, VOLUME

XXL – Pride World,

DJ SuperZandy, DJ

MaryQ, DJ Franky

P., Expo Plaza 9,

Hannover

SO 9.6.

22:00 Baggi Osho Discothek,

feel good, die

offizielle CSD-Party,

mit CarrieGold,

Frau Raschplatz 7L,

Hannover

MO 10.6.

20:15 Apollo Kino, Mon-

Gay: Mapplethorpe,

OmU, Limmerstr.

50, Hannover

MI 12.6.

19:00 Bootshaus des

Oldenburger Yacht

Club, Bären &

Kerle Stammtisch,

Sophie-Schütte-

Str. 22, Oldenburg

DO 13.6.

19:00 Pavillon, Das Gendersternchen

ist

dem Altherrenwitz

sein Tod, Diskussionsrunde,

Lister

Meile 4, Hannover

FR 14.6.

16:00 PERSEUS Club

Sauna, FKK-Tag,

wie der Name

schon sagt ..., Waller

Heerstr. 126,

Bremen

SA 15.6.

11:00 Schloßplatz, CSD

Nordwest, Auftaktprogramm,

Schloßplatz,

Oldenburg

21:00 Alhambra, CSD-

MännerFabrik, men

only., Hermannstraße

83, Oldenburg

SA 22.6.

15:00 Bernay-Platz, CSD

Cloppenburg „Lasst

uns reden“, ab 16

Uhr Kundgebung

+ Straßenfest bis

23 Uhr, Mühlenstr.

20-22, Cloppenburg

SA 29.6.

21:00 Schlachthof Magazinkeller,

40 Jahre

CSD in Deutschland

Geburtstagsparty,

mit DJ Jens,

Findorffstraße 51,

Bremen

DO 4.7.

20:00 Hempels – Lesbenund

Schwulenzentrum,

Lesbenkneipe,

Ziegelhofstr. 83,

Oldenburg

FR 5.7.

20:00 ehem. Schule

IV, Rainbow Point

Ostrhauderfehn,

Hauptstr. 57,

Ostrhauderfehn

SA 6.7.

11:30 CSD Kiel, CSD

Demonstration - 50

Jahre Stonewall,

Asmus-Bremer-

Platz, Kiel

SO 7.7.

15:00 Bronx, Kaffeeklatsch

mit Heinz,

Bohnenstraße 1B,

Bremen

FR 12.7.

19:30 Bier Akademie,

QUEERfriday,

offener LGBTI-

Stammtisch Marktstr.

53, Wilhelmshaven

MO 15.7.

11:00 RAT & TAT, Schwulen-

und Aidsberatung,

(04 21) 70

41 70; Bis 13 Uhr,

Theodor-Körner-Str.

1, Bremen

DO 18.7.

18:00 Joe‘s Hannover,

Yellow Submarine,

Golden Shower

Party, Odeonstr. 5,

Hannover

SA 20.7.

13:00 CSD Rostock,

17. CSD Rostock

„REMEMBER STO-

NEWALL“ - Stotz

trotz Vorurteil,

Neuer Markt,

Rostock

14:00 K13 Sauna, 22:00

Alhambra, MÄN-

NERfabrik, men

only., Hermannstraße

83, Oldenburg

SO 21.7.

10:00 Herrenhaus Salderatzen,

Schwule

Landpartie, Anreise:

21. Juli und Abreise:

28. Juli 2018. Infos:

www.herrenhaussalderatzen.de,

Salderatzen Nr. 3,

Waddeweitz

SA 27.7.

14:00 Salderatzen, CSD

Wendland-Altmark –

Demonstrationszug

durch die Dörfer,

Salderatzen Nr. 3,

Waddeweitz

23:00 Alhambra, Rosa

Disco, Dance, Charts,

House und Klassiker,

Hermannstraße

83, Oldenburg

Wöchentlich

SONNTAG

16:00 HuK, Sonntags

– Cafe, bis 18 Uhr,

Schuhstr. 4, Hannover

MONTAG

18:00 Andersraum, Fit

ohne Sprit, Asternstr.

2, Hannover

DIENSTAG

14:00 K13 Sauna,

Single-Tag, 13 Euro

Eintritt (plus 3 Euro

Mindestverzehr),

Klävemannstr 13,

Oldenburg

MITTWOCH

14:00 Vulkan-Sauna,

Youngster Day

(U30), bis 30 Jahre

nur 10 Eur, Otto-

Brenner-Str. 15,

DONNERSTAG

20:00 Bistro Capitol,

Stammtisch

SchwuLes Ammerland,

Kirchenstr. 4,

Westerstede

FREITAG

18:00 RAT & TAT,

Jugendgruppe

Respekt, 16 - 25

Jahre. KWEER,

Theodor-Körner-

Str. 1, Bremen

FR 21.6.

15:00 EGO Erotikfachmarkt

Bockel, Bi

Tag, An der Autobahn

1, Gyhum

(Bockel)

SO 14.7.

20:00 Marlene, Die Bösen

Schwestern: FRIE-

DE, FREUDE, FEGEfeuer,

Prinzenstr. 10,

Hannover

SO 28.7.

15:00 RAT & TAT, Sonntagscafé,

KWEER,

Theodor-Körner-Str.

1, Bremen

SAMSTAG

20:00 Bronx, Barbetrieb,

Bohnenstraße

1B, Bremen

Abschied in Würde

www.hamburger-bestattungsinstitut.de

„Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“ ...

...erklärt Sven Havemeister vom Hamburger Bestattungsinstitut „Wir sind

der Meinung, dass jeder sich in Ruhe und Würde verabschieden können

sollte, und genau darum unterstützen wir die Hinterbliebenen in ihrer

Trauer, wo wir können“. Der Geschäftsführer und sein erfahrenes Team

kümmern sich um alle Notwendigkeiten, an die im Trauerfall gedacht

werden muss – persönlich, preisgünstig und zuverlässig. Ob See-, Erdoder

Feuerbestattung, auch individuelle Wünsche werden gerne nach

fachkundiger Beratung berücksichtigt.

Fuhlsbüttler Straße 775,

22337 Hamburg

Für eine unverbindliche

Beratung sind wir unter

Tel.: 040 44 44 77

für Sie da.


HAMBURG

SUPERIOR

RUBIN


30 DESIGN

INTERVIEW

Michael Windmüller

ist der Glasschneider

Viele in der Szene kennen Michael

Windmüller. 1995 gründete er als

Glasermeister seinen Betrieb in Bramfeld

und bietet mit seinem Team von der

Planung über die Durchführung bis zur

Reparatur individuelle Lösungen für alles,

was gläsern ist. Außer Autospiegel, wie er

uns erzählte.

Was macht ein Glaser?

Prinzipiell mache ich alles, was man aus

Glas machen kann: individuelle Ablagen,

Glasmöbel, Tische, Wände, Spiegel in

Übergrößen, Schiebetüranlagen, Duschkabinen,

um nur einige zu nennen.

Wenn der liebe Nachwuchs in der

Regenbogenfamilie den Fußball

durch die Scheibe jagt, bist du auch

der richtige Ansprechpartner?

Natürlich. Für Familien habe ich einen

dringenden Hinweis: Die Scheiben in den

Zimmertüren im Haus oder der Wohnung

sind von den 1960ern an bis zu den

1980ern kein Sicherheitsglas. Erst seit

circa 2000 ist in Neubauten Sicherheitsglas

Pflicht. Wenn Kinder spielen und da

durchbrechen, ist das äußerst gefährlich.

Haben sich die Anforderungen verändert

in den 24 Jahren?

Als der Baumarkt in Bramfeld vor 15

Jahren mit seiner riesigen Badausstellungsfläche

aufgemacht hat, habe ich

das schon gemerkt. Auch die Normung

am Bau macht individuelle Lösungen

oftmals überflüssig – da, wo genormt ist,

wird meist genormt gekauft. Obwohl es

gerade im Vergleich mit dem Baumarkt

doch Qualitätsunterschiede geben kann.

Ich arbeite aber auch mit Architekten zusammen,

die meine Fachkenntnis und die

Qualität von Beschlägen und Glas schätzen.

Das „Shower Protect“-Duschglas für

Duschkabinen wird im Härteverfahren

beschichtet, sodass die Beschichtung unlösbar

ist. Günstigere Verfahren sind nicht

so beständig, was besonders in Duschen

schnell unansehnlich werden kann.

Ist denn Individuelles sehr viel teurer

als Standardprodukte?

Ein Beispiel: Eine Kundin hatte einen

Spiegel mit LED-Beleuchtung und sandgestrahlten

Elementen gesehen und fragte,

was er bei mir kosten würde. Dadurch,

dass ich alle Einzelteile kaufe und nicht

wie der Baumarkt gleich in großen Stückzahlen,

hätte er bei mir 380 Euro plus

Mehrwertsteuer gekostet, im Baumarkt

ist man mit 249

Euro dabei. Bei mir

ist der Einbau mit

drin und ich kann

die Kundenwünsche

umsetzen, sodass

es ein Unikat wird.

Es geht aber auch

genau andersrum.

Was meinst du

damit?

Wenn heute gebaut

wird, oder saniert,

bieten andere Gewerke

wie Klempner

auch gleich die Glasarbeiten im Bad mit

an. Eine Kundin, für die ich eine Küchenrückwand

aus rotem Glas angefertigt

und angebracht hatte, fragte mich, was

ich denn für den Duschkabineneinbau

verlangt hätte. Ich habe es nachkalkuliert

und statt 3.200 Euro, die sie dem

Klempner bezahlt hat, hätte sie bei mir

nur 2.400 Euro bezahlt. Die Leidenschaft,

mit der ich diese Einbauten vornehme, ist

immer noch die gleiche wie vor zwanzig

Jahren. Ich würde das bei mir zu Hause

genauso machen, und das – so höre ich

es von meinen Kunden immer wieder –

merkt man wohl.

*Interview: Christian Knuth

Der Glasschneider – Michael

Windmüller & Team, Fabriciusstr. 79,

Hamburg, 040 6905614,

www.derglasschneider.de


DESIGN 31

SCHLAFEN

Das „WÜNSCH

DIR WAS BETT“

Schlafen mit

System

Nicht immer ist es einfach, das

passende Bett für die individuellen

Bedürfnisse zu finden.

So manch einer braucht eine große

Liegefläche auf Komforthöhe und ein

anderer hingegen schwärmt für ein

trendiges Bett im Materialmix aus Massivholz,

Metall und Leder. Jeder dieser

Wünsche kann bei Futonia erfüllt werden.

Das Bett „Easy Sleep“ ist ein Baukastensystem

zur individuellen Gestaltung des

eigenen Traumbettes mit unendlichen

Möglichkeiten. Verschiedene Beinvarianten,

Kopfteile und Schubkastenmodule

sind frei kombinierbar und lassen keine

Gestaltungswünsche offen. Der Bettrahmen

in drei Rahmenhöhen (Standard-,

Komfort- und Komfortplushöhe) in drei

Holzarten mit fünf verschiedenen Oberflächen

passt für jedes Alter und in jedes

Schlafzimmer. So vielfältig wie die Natur

ist auch das unterschiedliche Design

dieses Bettes. Die warme Ausstrahlung

des massiven Holzes lädt zu schönen

Träumen ein. Zusätzlich gibt es eine Auswahl

an Nachttischen, Anstecktischen

und für alle, die gerne lesen im Bett,

eine Beleuchtungsmöglichkeit. Mögliche

Holzarten und Oberflächen: Kiefer

massiv gelaugt/geölt, Kiefer massiv weiß

lackiert, Kernbuche massiv geölt, Eiche

massiv geölt, Eiche massiv bianco.

www.futonia.de

3DVD

mit Halbfinale

und Finale

ab 21.06.

erhältlich!

Nordanker

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Sven-Uwe Blum

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32 DESIGN

Kai Debski:

„Der Barcelona-Sessel ist Teil meines Lebens“

Das Bauhaus – eine der wichtigsten

Designschulen der Moderne – wird

100 Jahre alt. Mit seiner inhaltlichen

Verbindung von Kunst und Handwerk übt

es bis heute einen stilbildenden Einfluss

aus. Daran erinnern nicht nur zahlreiche

Ausstellungen in ganz Deutschland, auch

Einrichtungshäuser wie clic im stilwerk

stellen Klassiker der Epoche neu vor. Ein

besonders ikonisches Stück ist der Barcelona-Sessel

(MR90), designt vom vierten

und letzten Leiter der Bauhaus-Schule,

Ludwig Mies van der Rohe. Wir sprachen

mit Shopleiter und Einrichtungsberater

Kai Debski.

Was verbindest du persönlich mit

dem MR90?

Das ist eine Beziehung, die bis in meine

Kindheit zurückreicht. Meine Großmutter

hatte einen MR90 und ich habe dementsprechend

auf diesem Sessel geschlafen,

gespielt, mich eingekuschelt – er ist ein

Teil meines Lebens.

Euer MR90 ist limitiert. Was macht

ihn besonders?

Knoll International hat den Sessel anlässlich

des Jubiläumsjahres in einer auf 365

Stücke limitierten Variante auf der Kölner

Möbelmesse präsentiert. Er hat einen

wunderschönen Lederbezug in Flaschengrün

und ein Schwarzchromgestell. Den

mussten wir einfach haben. Er ist außerdem

mit der Relaxpolsterung gefertigt

– wer das Original kennt, weiß, dass der

Sessel nicht unbedingt der bequemste

war. Ohne die Formsprache zu verändern,

hat Knoll International darauf reagiert und

die Relaxvariante weicher und flexibler

hinbekommen.

Welchen Einfluss hat denn Bauhaus

heute noch? Anders gefragt: Sehen

Möbel heute anders aus?

Die Formgebung bestimmter Produkte

wie des MR90 oder der Liege LC4 von Le

Corbusier hat sicher prägenden Einfluss.

Das kann man nicht abstreiten. Es ist

aber – wie bei fast allem – eine Wellenbewegung.

Auch das Bauhaus war zu seiner

Zeit etwas ganz Neues,

Ungewöhnliches – bis dahin

war alles ja eher opulent

und verspieltDas Bauhaus

selber hat sich in seiner

kurzen Existenzphase auch

laufend fortentwickelt, und

so gibt es auch heute einen

ständigen Wandel.

Welchen Trend siehst

du aktuell?

Ich glaube, dass es aktuell eher darum

geht, verschiedene Stile geschickt zu

kombinieren. Zurzeit dominieren weichere

Formen und es sind Materialien wie

Kupfer und Messing wieder da – die Zeit,

wo man stringent nur in eine Richtung

denkt und einrichtet, ist vorbei. So gehen

wir auch an unsere Ausstellungen in den

clic Stores heran. Wir gehen nicht zu

einem Designer oder Hersteller, weil wir

unbedingt die Kollektion zeigen wollen,

sondern kreieren Wohnwelten, von denen

wir glauben, dass sie unsere Kunden

ansprechen.

Gibt es heute Designer, von denen

man in 100 Jahren noch sprechen

wird?

Es gibt sehr gute und bekannte Namen

wie Piero Lissoni, Rodolfo Dordoni oder

den kürzlich verstorbenen Paolo Piva, um

drei Italiener zu nennen. Aber auch ganz

junge neue Designer wie Sebastian Herkner

aus Deutschland. Er hat in den letzten

Jahren sehr schöne Möbel und Leuchten

entworfen. Ich will nicht behaupten, dass

alles der Genannten 100 Jahre Bestand

haben wird, aber das ein oder andere

Produkt ganz sicher.

Letzte Frage: Was steht in deinem

Wohnzimmer?

Auch bei mir steht eine Komposition aus

verschiedensten Elementen. Aber auch

etwas ganz Besonderes für mich: der

Barcelona-Sessel meiner Großmutter.

*Interview: Christian Knuth

clic im stilwerk, Große Elbstr. 68,

Hamburg, www.clic.de


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DIE WÄSCHEREI

DAS RESTAURANT

Feinste Speisen & gute Drinks, täglich frisch.


34 DESIGN

TIPP

Außergewöhnlich?

Machen wir selber!

Die Wäscherei hat sich schon vor Jahren auf den

Weg gemacht, jenseits der Möbel- und Designmessen

nach besonderen Ideen für die Wohnungen

ihrer Kunden zu suchen: „Wir sind immer auf

der Suche nach etwas Außergewöhnlichem“, sagt

Wäscherei-Geschäftsführer Michael Eck. „Und weil

wir das auf den vielen Möbelmessen nicht mehr

fanden, haben wir irgendwann begonnen, unsere

eigenen Möbelstücke zu entwerfen. Die Reaktionen

unserer Kunden zeigen, dass wir damit genau

den richtigen Weg gehen. Mit ROMANCE und

CREDO gehen wir diesen Weg konsequent weiter.“

Die beiden Namen sind die aktuellsten Hingucker

made by DIE WÄSCHEREI. Der Tisch ROMANCE ist

eine Hommage an den ausschweifenden Barock.

Verspielte Details, geschwungene Beine und eine

Tischplatte aus massivem Eichenholz kennzeichnen

das neue Eigendesign. Bei CREDO zieht die

Wäscherei Inspiration nicht aus der Vergangenheit,

sondern gibt einen Ausblick auf die Zukunft des

Polster-Designs. Bei dem Sofa vermitteln gerade

Linien und auffallende Quernähte einen modernen

Look bei erstklassigem Sitzkomfort. *ck

Die Wäscherei, Mexikoring 27 – 29, Hamburg,

www.die-waescherei.de

MODE

Drei Jahre Marlowe men & sport

Im März 2016 eröffneten Uli & Manfred

Ott und ihr Team den deutschlandweit

einzigen Modeladen mit nachhaltig hergestellter

Kleidung eigens für Männer.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie 25 Jahre

Erfahrung mit Biomode für Frauen gesammelt,

und nun war die Zeit reif: Als der Eckladen

Bogenstraße / Beim Schlump im Grindelviertel

frei wurde, griffen sie zu und gestalteten

den hellen Laden mit viel Liebe und sehr viel

Recyclingmaterial. Angeboten wird die ganze

Palette der Männermode von Jeans über Socken,

Pullis, Shirts und Outdoor bis zu weißen

Hemden, Blazern und Unterwäsche.

Die Marken sind dabei Knowledge Cotton

Apparel, Armedangels, Hempage, recolution

aus Hamburg, Hafendieb und im Winter die

irischen Stricker mit ihren weichen Wollpullis.

Mann kann bei Marlowe ein komplettes Outfit

kaufen im Bewusstsein, dass alles nachhaltig

und ethisch produzert wurde. Sowohl für Büro

als auch für die Freizeit gibt es ein reichhaltiges

Sortiment!

Marlowe nature – men & sports, Beim

Schlump 9, Hamburg,

www.marlowe-nature.de


Deine Reise beginnt hier. Teile deine Liebe auf dem spannendsten Netzwerk für Schwule,

Bi-Männer und Transgender. Downloade die ROMEO-App in deinem App-Store,

oder melde dich auf unserer Webseite an.

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DESIGN

NACHGEFRAGT

Designer

HEAVYTOOL

FOTO: LAURENT BURST

„Ich lebe auch selbst gerne mit

den Dingen, die ich schaffe“

Über den Designer berichteten wir

schon mehrmals. Gründe genug

liefert er ja auch: immer wieder neue und

spannende (Design-)Projekte. Wir

chatteten mit dem in Berlin-Wedding

lebenden Kreativen unter anderem über

die Rückkehr eines Designklassikers und

seine jüngste Kooperation mit dem

Latexlabel S.A.R.

Ernst Moeckls Design-Klassiker,

der Z-Stuhl aus den 1970ern, feiert

2019 sein Comeback. Inwiefern bist

du daran beteiligt und wie kam es

dazu?

Ich habe für den Hersteller der Stühle eine

Kollektion an Farben komponiert: Olivgrün,

Cyan, Violett und Magenta. Der Kontakt

kam über meinen Marketing-Manager

zustande, der sich unter anderem um

das „heavytool.berlin & heavytool.gear“-

Instagram kümmert. Da ich eine große

Zahl der Stühle aus alter Produktion selbst

besitze und über die Jahre erworben und

aufgearbeitet habe und diese auch bei der

Kooperation mit dem Teppich-Label RUG

STAR teilweise zu sehen waren, für das ich

2018 einen Teppich designt habe, wurden

sie auf mich aufmerksam.

Bei einem Treffen in meinem Berliner

Studio haben wir dann festgestellt, dass

wir beide sehr stark für diese Design-

Ikone brennen, und direkt beschlossen,

ein Projekt zusammen zu starten. So kam

es, dass ich für diesen Klassiker Farben

ausgesucht habe, die für verschiedene

Stimmungen stehen, die ich mit dem

Stuhl verbinde. Wir hatten dann zusammen

den ersten Messeauftritt dieses Jahr

auf der IMM in Köln: „an icon is back“. Im

Frühsommer ist auch ein erster Event in

einem Store in Berlin-Mitte geplant, auf

dem ich die Stühle und meine Farben

vorstellen werde.

Obwohl in Ulm entwickelt, denken

viele bei dem Stuhl an die DDR …

Ob das viele denken, weiß ich nicht, aber

der Stuhl taucht in Berlin oft auf, da er

im Osten sehr beliebt war, was ja toll ist.

Zudem leben hier unzählige Kreative und

man findet den Stuhl in vielen Wohnungen

wieder, da er einfach ein schöner Klassiker

ist und sehr bequem.

Die neu produzierten Z-Stühle – sowohl

mit als auch ohne Lehne – kommen dann

upgedated auf den Markt, der Größe

heutiger Personen angepasst für optimalen

Komfort. Und in einer Lackqualität, die

atemberaubend ist. Der Stuhl ist unter

anderem auch outdoor-geeignet und sehr

robust. Ein Möbelstück das in Deutschland

(Chemnitz) teils in Handarbeit hergestellt

wird und Eindruck macht – in jeglicher

Hinsicht.

Ich war sehr beeindruckt bei der ersten

Werksführung im letzten Herbst, vor allem,

was die Qualität der Verarbeitung angeht,

da ich bei meinen eigenen Produkten für

HEAVYTOOL genau darauf sehr viel Wert

lege und alles regional produzieren lasse, in

und um Berlin.

Wie entstehen deine Möbel und Objekte,

wo holst du dir deine Ideen?

Ich habe meist spontan eine Idee, und

die ersten Skizzen kommen in mein rotes

Moleskin, das ich immer bei mir habe.

Wenn ich mich hinsetze und versuche, etwas

Neues zu entwickeln, passiert bei mir

meist gar nichts. Ich brauch alltäglichen

Input. Also besteht meine Arbeit oftmals

darin, mich spontan in den Flieger zu

setzen und meine Tage in Europas Städten

bei Freunden zu verbringen. Museen

besuchen, durch die Straßen schlendern

die mannigfaltigen Kulturen Europas zu

konsumieren … Und auf einmal macht es

„klick“ und ich habe eine Idee, oder mich


inspiriert etwas durch Zufall und ich entwickle

das im Kopf dann direkt weiter.

Ich verbringe momentan viel Zeit in Barcelona,

London, Prag, Mailand und Paris bei

Freunden, fühle mich dort auch sehr zu

Hause und lasse mich von der Energie der

Städte inspirieren!

Ich bin sehr dankbar, Europäer zu sein

und mich so spontan und frei bewegen zu

können, zudem selbst in einer Metropole

wie Berlin zu leben, die es mir ermöglicht,

innerhalb weniger Stunden an einem ganz

anderen Ort den Tag zu verbringen. Ich

habe den Flughafen ja quasi vor der Haustür

mit Tegel! Manche Objekte/Ideen gehe ich

dann sofort an, andere bleiben Monate oder

Jahre liegen, bis ich sie weiterentwickle.

Dann mache ich meist weitere Zeichnungen

im Büro oder ein Modell im Atelier.

Danach kommen Fachzeichnungen für das

Werk oder den Fabrikanten zur Produktion

eines Prototyps. So entstehen meine eignen

Produkte. Mir sind dann der Austausch

und eine gute Zusammenarbeit mit den

Profis sehr wichtig: mit dem Tischler,

Lackierer oder Metallbauer, damit am

Schluss die beste Qualität erzielt wird für

das Designobjekt oder Möbel.

Bei Produkten für andere Marken mache

ich Entwürfe und man bespricht dann die

Details, Qualität und Feinheiten für die

Fertigung.

Hast du denn ein Lieblingsmöbelstück?

Eines? Nun ja, das wechselt bei

mir immer wieder. Momentan

ist das ein Teppich, den ich sogar

selbst entworfen habe für meinen

Freund Jürgen Dahlmanns. Hätte ich auch

nie gedacht, aber der RUG STAR-Teppich

Tape-01 hat mich schwer beeindruckt, als

er in Berlin ankam. Damit waren wir 2018

in Paris auf der Maison & Objet zusammen

und er wurde direkt am ersten Messetag

das erste Mal verkauft. Die Arbeit ist insgeheim

eine Hommage an meinen besten

Freund Lolo, der es liebt, mit Gaffa Dinge

zu verpacken und zu bekleben. Er hat

mich damit irgendwann angesteckt und

ich beklebe seitdem auch alles mit bunten

Gaffas, was mir in den Weg kommt. Das ist

schon toll, wenn man Objekte schafft, die

andere Menschen happy machen und ein

Teil ihrer Welt werden. Dafür lebt man ja als

Designer. Und ich lebe auch selbst gerne

mit den Dingen, die ich schaffe. Eigentlich

bin ich, was das angeht, dann doch eher

untreu mit der Liebe: So viele schöne Objekte,

ich kann mich da schwer festlegen

auf ein Lieblingsstück.

Apropos untreu: Gerade startete

deine Zusammenarbeit mit einem

jungen Fetischmodelabel.

Haha, ja, ich gehe fremd und schau mal

in der Modewelt vorbei auf ein Date. Ich

mach das wie Lagerfeld, der dann irgendwann

angefangen hat, nebst Modedesign

zu fotografieren. Toll, sich in anderen

Gebieten auch zu entwickeln, zu lernen

und sich kreativ auszutoben. Mal was ganz

anderes als Aluminium- und Betonobjekte

auf Maß. Mein bisher exotischstes

Projekt, wie ich finde. Mein lieber Freund

Sven Appelt hat ein eigenes Latex-Label

gegründet, weil er sich auch weiterentwickeln

wollte mit seiner Arbeit und vor allem

der Qualität, da er damit nicht weiterkam

im alten Unternehmen. Ich hatte ihn ins

Bauhaus nach Dessau eingeladen, für ein

paar Tage Klausur und Brainstorming, um

Ideen zu entwickeln für seine

neue Firma. Dabei kam mir dann

die Idee, selbst eine Kollektion zu

entwerfen für ihn unter meinem

Brand HEAVYTOOL. Die Idee

FOTO: S.A.RUBBER

haben wir dann weiterentwickelt und ich

habe eine erste Kollektion entworfen, die

zum Osterwochenende im April auf den

Markt kam – exklusiv erhältlich in seinem

Store in Berlin-Schöneberg und in seinem

Online-Store www.sar.berlin.

Was macht deine Kollektion

besonders?

Nun, ich arbeite verstärkt mit meinem

Logo und den vier HEAVYTOOL Streifen,

also wird das Ganze etwas sporty und

prollig. Da schwirrt ja viel Nachgemachtes

auf dem Markt rum, von bekannten

Sportmarken, was es nicht wirklich in Latex

gibt. HEAVYTOOL kommt damit jetzt auf

den Markt und ist original! Die Hauptfarbe

der ersten Kollektion ist ein Olivgrün in

Kombination mit Orange. Wahlweise auch

in Schwarz oder Weiß. Ich mag Details, und

so wandert zum Beispiel das Size-Label

bei einigen Teilen mit nach außen in einer

Akzentfarbe und gehört zum Design dazu.

Ich bin schon an der nächsten Kollektion

mit Skizzen, während in Svens Atelier

gerade die aktuelle und erste Kollektion

entsteht. Ich finde das superspannend und

habe so viele Ideen dazu.

Trägst du solche Mode?

Ich trage eher Sports Gear, da sind wir parallel

ebenfalls dran, eine erste Kollektion zu

entwickeln, aber als eigenständige Marke

von HEAVYTOOL: HEAVYTOOL GEAR.

Ich habe eigentlich keinen Fetisch,

finde das Material Latex aber superspannend

und werde das bestimmt

auch mal anprobieren, klar!

Die Bilder dazu macht ein weiterer

Berliner Künstler, Andreas Fux. Ihr

seid Freunde, oder?

Ja, wir kennen uns schon ein paar Jahre,

gehen gerne mal ins Borchardt zusammen

essen und haben uns ursprünglich über

seine Arbeit kennengelernt, da ich ein

großer Fan seiner Bilder bin und mehrere

Arbeiten von ihm besitze. Über Fux

ergab sich zudem der erste Kontakt mit

Sven und es ist spannend, dass wir uns

kreativ gegenseitig ergänzen und an den

Projekten alle zusammen mitwirken. Auch

freundschaftlich sind wir alle füreinander

da, so richtig Berlin halt.

Wie ist die Zusammenarbeit mit

ihm?

Er ist Profi, Urberliner, sehr spontan und

hat den richtigen Blick für sein Werk … also

immer spannend, inspirierend und etwas

crazy! Toller Typ.

*Interview: Michael Rädel

DESIGN

www.heavytool.com,

www.instagram.com/heavytool.berlin

www.instagram.com/heavytool.gear


DESIGN

LAGOM

Macht es euch schön!

Man sagt, das Zentrum einer jeden Wohnung

ist die Küche – oder das Esszimmer. Und dieser

Raum wird richtig zum hyggeligen Wohlfühlraum,

wenn ihn Blumen zieren.

Diese kann man entweder als Topfpflanzenvariante

in seine Wohnung einbringen oder als

Schnittblumen. Und dafür braucht man schöne

Vasen. Besonders schön finden wir die verschiedenen

Vasen von Villeroy & Boch, zum Beispiel

die Collier-Vase Carré, die jeden Wohnraum

veredelt – auch ohne Blumenschmuck. Warum?

Nun, diese neue Vasenkollektion namens Collier

sei inspiriert von „der schönen Welt

des Schmucks.“ Wie sich Perlen

oder Edelsteine an so manchen

Hals schmiegen, „so

legen sich feine Reliefs

mit zurückhaltenden

Strukturen um die

Vasen aus Premium

Porcelain im formal reduzierten

Design.“ Mit

Blumen finden wir sie

aber noch schöner. *rä

www.villeroy-boch.de

NEU

Marcus Rahn

Kunst trifft auf Handwerk:

Möbeldesigner

Marcus Hotzan und Alexander

Sobota – die zwei Macher der

Marke Marcus Rahn –

starteten Mitte April ihre

gemeinsamen Aktivitäten.

Das Besondere an den handgefertigten

Möbeln von Marcus

Rahn ist ihr puristisches Design,

das aufgrund seiner Verarbeitung

auch herrlich vintage wirkt

– und es auch ist. Denn: „Für

die Möbel werden bevorzugt

Materialien genutzt, welche

bisher Verwendung in diversen

Lebensbereichen fanden.“ Zum

Beispiel Gerüstbohlen, die für

den Häuserbau verwendet

wurden, oder Dachbalken von

alten Gebäuden sowie „angerosteter

Stahl, dessen Patina

speziell behandelt wird, damit

er jeder Witterung standhält“,

verrät der Möbeldesigner Hotzan.

Upcycling de luxe! *rä

www.marcus-rahn.de

TIPP

Design aus Österreich

Von wegen, die können nur rustikal und urig.

FOTO: WWW.MEIBERTPHOTOGRAPHY.DE

Die „Crafted Collection“ von Joka beweist dir das

hippe und bequeme Gegenteil. Uns besonders

angesprochen haben der schwarze Stuhl/Sessel

und der ebenfalls dunkle runde Tisch. Hochwertige

Wohnobjekte aus ehrlicher Handwerkerhand.

Schön, das. *rä

www.moebel.at


DESIGN

TECHNIK

So fühlst du dich

#DISCO!

Keine Kompromisse macht man heute mehr. Man will den vollen und

optimalen Klang, man will seine Lieblingsmusik überall so hören, wie

sie es verdient: perfekt.

Und jetzt kommt die skandinavische Marke Urbanears ins Spiel, denn

die liefert dir die klangtechnisch einwandfreie und optisch schöne

Technik zum Kulturgenuss. Schicke kabellose Kopfhörer in verschiedenen

Farben – auch mit glitzerndem Farbverlauf und holografisch

schimmernden Ohrmuscheln. Die Designverliebten haben sich für die

Kopfhörer übrigens mit der Sängerin Tove Lo zusammengetan: „Urbanears

kooperiert mit verschiedenen Künstler*innen und stellt ihnen

Speaker und Kopfhörer im charakteristisch minimalistischen Look zur

Verfügung. Die Produkte dienen als unbeschriebene Leinwand, auf

der die kreativen Köpfe ihre innere Stimme frei zum Ausdruck bringen

können.“ Finden wir ziemlich gut! *rä

www.urbanears.com

QUEER

DESIGN

FÜR ALLE

Skateboards, Lifestyle-Produkte und Mode für

„Subkulturen innerhalb der Subkulturen“. Na,

das ist ein Vorhaben.

Hinter der Marke UNIV ERSE steckt der – sehr

kunstvoll tätowierte – queere Designer Brody

Polinsky, selbst Skateboarder, Tätowierer und

ein Mann mit einem kleinen, aber feinen Ziel:

Er will, dass alle ihren Lifestyle ohne Angst und

Unsicherheiten ausleben können, egal welche

Sexualität, egal welche Szene. Klar, dass Brody

sich für Body Positivity und gegen Bodyshaming

starkmacht! Wer Lust auch Skateboarding,

Körperschmuck und Ungewöhnliches hat, der

ist hier richtig. *rä

universeskateboards.com

FOTO: DIE WÄSCHEREI

ARCHITEKTUR

Ein Designtraum zum

Abtanzen

Von wegen, es tut sich nix bis kaum was im

Hamburger Nachtleben ...

FOTO: JOE GENE

Es gibt was Gutes und noch Unverbrauchtes! Natürlich

in der Talstraße lockt eine szenige – relativ neue

– Adresse: das NIKKI TIGER. 2018 legte hier schon

das Team der WÄSCHEREI los, und 2019 The Midnite

Monkey. Der auch von außen interessante Klub von

Linus Nakielski, Elias Grzmot-Bilski, Hasan Aydemir

und Kemal überzeugte uns sofort mit seiner etwas

an die 1980er und Japan erinnernden Innenarchitektur,

ein fürwahr stylisher Tanztempel. Und hätten

wir die Rubrik „Klo des Monats“, dieser Klub würde

gewinnen. Was für ein schicker Thronsaal! Musikalisch

setzt man auf Vielfalt: „We ain’t Techno, we ain’t

Disco, we ain’t Soul, we ain’t House, we ain’t Pop, we

ain’t Rock – we are an all around mashup.“ Fun Fact:

Früher residierte hier das Ego beziehungsweise die

Villa Nova. *rä

NIKKI TIGER, Talstr. 9, S Reeperbahn, Hamburg,

www.facebook.com/nikkitigerclub


DESIGN

FOTOS: WESTERHOFF

ARCHITEKTUR

Tu dir etwas Gutes, bau was Schönes

Richtiges Saunieren tut deinem

Körper gut, reinigt die Haut,

entspannt und kann auch in geselliger

Runde Spaß machen. Nur: Nicht jeder hat

eine Sauna. Aber diese lohnen, gebaut zu

werden.

Ansgar Westerhoff hat mit seinem Team

gleich eine ganze Kollektion an maximal

6 x 3 m großen Design-Saunahäusern

entwickelt, die minimalistisches Design,

modernste Technik und Funktionalität

perfekt verbinden sollen. „Bei der Realisierung

eines Design-Saunahauses steht für

uns im Fokus, dass der Kunde nicht lange

auf eine Baustelle im Garten schaut oder

auf die Gewerke warten muss. Wir liefern

daher sein individuell angefertigtes Saunahaus

vormontiert per LKW an. Einmal

per Autokran auf den gewünschten Platz

im Garten abgesetzt und an die Versorgungsleitungen

angeschlossen, steht dem

Saunavergnügen in einer stilvoll gemütlichen

Atmosphäre im Grünen nichts

mehr im Weg“, wird über den scheinbar

einfachen Aufbau verraten. Die – übrigens

multifunktionalen – Saunahäuser aus sibirischer

Lärche werden nach eingehender

Bedarfsanalyse genau nach den Wünschen

und Anforderungen der Kunden angefertigt.

„Nach außen demonstrieren sie

entschlossene Einfachheit in einer kompromisslosen

klaren Form der Reduktion.

Im Inneren sind die Design-Saunahäuser

wahre Multitalente, die ein komplexes

Zusammenspiel von technischem Einfallsreichtum,

handwerklicher Erfahrung

und besten Materialien vereinen“, betont

Ansgar Westerhoff. Erwähnenswert ist

noch, dass die Saunahäuser mit Holz aus

nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigt

werden, man muss also kein schlechtes

Gewissen haben. *rä

www.blockhaus-westerhoff.de

NATUR

Öko-Designmöbel

Gerade feiert der Naturmöbelhersteller

Team 7 seinen 60. Geburtstag – wir gratulieren

herzlichst! Und natürlich wird dieses

Wiegenfest mit vielen tollen Designideen

zum Leben und Arbeiten zelebriert.

„Um eine perfekte Verbindung von Funktionalität

mit filigraner, präziser Handwerksleistung

zu schaffen, bedarf es einer

besonderen Kunst“, erklärt Inhaber und

Geschäftsführer Dr. Georg Emprechtinger.

Und diese Design-, Wohn-, Möbel-Kunst

kannst du natürlich auch kaufen – und du

schonst dabei die Umwelt. Uns besonders

gefallen haben der Stuhl „grand lui“,

die Ladeneinteilung „pro“ und der Tisch

„tema“. *rä

www.team7.de


PURISTISCH

Larvikit-Gestein

Die neuen Design-Ideen des Natursteinherstellers Lundhs

überzeugen voll und ganz – und sind durchaus ungewöhnlich.

Design /// BODY /// TRAVEL ///

Zusammen mit dem britisch-norwegischen Designduo

Jenkins & Uhnger entstanden klasse Objekte wie Schneidebretter,

zwei Vasen, drei Tabletts sowie ein Mörser samt

Stößel. Alles gefertigt aus Larvikit-Gestein in Kombination

mit Holz- und Messingdetails. Großartige und vor allem

nützliche Objekte für ein besseres Leben und in geilem

Design. Toll! *rä

lundhsrealstone.com/de

KÜCHE

Design aus

Finnland

&

JETZT AUF

READLY.COM

LESEN

Deine Küche freut sich über Mumins!

Die nilpferdähnlichen Klopse aus Finnland begeistern seit

Jahrzehnten über Generationen hinweg, ihre Geschichten

vermitteln ohne Zeigefinger Werte wie Nächstenliebe und

Toleranz und lassen den Leser auch einfach mal schmunzeln.

Erschaffen wurden sie von Tove Jansson (1914

– 2001), leben aber dank vieler neuer Zeichner und moderner

Technik als Comic, Puppen oder Trickfiguren weiter.

Und als Geschirr! Uns besonders gefallen hat diese Salatoder

auch Nudelschüssel aus Porzellan namens „Die Treue

zum Ursprung“. Hochwertig, ofenfest, mikrowellengeeignet,

gefrierfest, süß – und gar nicht kindisch. *rä

www.iittala.com

TABLET

ONLY:

BONUSBILDER

AUS DER FOTO-

STRECKE


DESIGN

INTERVIEW

Oliver Sperl:

„...Andy Warhol oder Captain Future ...“


DESIGN

Seine Kunst bebildert unter anderem

die immer viel beachteten Flyer

vom Berghain und die Nachrichten der

Zeitung taz. Wir trafen den Künstler in

seinem Büro in Berlin-Kreuzberg.

Was inspiriert dich?

Surreales, Comics, Märchen wie Rotkäppchen

– aber surreal gebrochen, Erinnerungen

an die Jugend. Zum Beispiel

an die Flamingos im Gropius-Bau in Selb,

einer Porzellanfabrik.

Flamingos?

Ja, in diesem Bauhaus-Komplex befinden

sich Vogelvolieren ... Mitten im Wald. Das

allein ist schon surreal. Aber auch Andy

Warhol oder Captain Future waren, sind

Inspiration. Und Comics, etwa Donald

Duck. Lustig daran war, dass ganz vieles

aus den Comics genau auf meine Kindheit

gepasst hat. Erst später habe ich

gerafft, dass die Übersetzerin Erika Fuchs

im Nachbardorf in Franken gewohnt hat,

daher passten ihre Übersetzungen so zu

meinem Leben damals. (lacht)

Dein Atelier ist in Kreuzberg. Magst

du diesen Stadtteil besonders?

Ursprünglich bin ich aus Franken, bin

dann aber nach Berlin, dann nach Hamburg

gezogen. Doch so schön Hamburg-

Altona auch ist – wobei, die Stadt gefiel

mir erst nach drei Jahren so richtig –,

Berlin lockte mich. Hamburg war mir

dann doch zu clean und rein. Und hier

fand ich vor 19 Jahren meine Wohnung –

auf Anhieb. An mein Büro kam ich durch

einen Kunden, der seinen Konferenzraum

direkt hier eine Etage tiefer hat. Er sagte

mir, dass hier ein Büro frei wird, da habe

ich zugeschlagen. Anfangs habe ich

immer von zu Hause aus gearbeitet, dann

in den Sarotti-Höfen am Mehringdamm

... Ich finde es richtig toll. Man ist so

mittendrin. Ich mag auch den Blick aus

den schönen alten und großen Fenstern.

(lächelt) Ich mag den Stadtteil, er ist

spannend, man sieht sehr viel. Manchmal

auch zu viel, das stresst dann, weil man

so viel verarbeiten will (und muss).

Wie schaltest du dann ab?

Zusammen mit einer Freundin habe ich

eine Datsche in Brandenburg gekauft. Vor

allem im Sommer sind wir dann meistens

da.

Ist der Garten naturnah oder ein

Nutzgarten?

Hm, eher naturnah. Bislang waren wir

auch viel damit beschäftigt, alten Schrott

aus dem Haus dort zu entsorgen. Die

restliche Zeit haben wir im und am Wasser

verbracht.

Ist der Garten smartphone- und

internetfreie Zone?

Nein, da kommen mir mitunter gute

Ideen und Motive! Aber natürlich nutze

ich die Zeit zur Erholung.

Arbeitest du nach Auftrag oder

reichst du Bilder ein?

Beim Berghain habe ich mich handschriftlich

per Brief an die Besitzer

Norbert und Michael gewandt. Ich fand

deren Flyer so toll und wollte meinen

Entwurf einreichen. Und schon im

nächsten Monat war mein Motiv der

Flyer. Dem Grafiker Yusuf hat mein Bild

gefallen. Seitdem mache ich regelmäßig

die Flyer, aber nicht immer. Ich melde

mich ca. einmal im Jahr mit einem Entwurf

... Bisher hat es immer geklappt, ich

darf völlig frei arbeiten. Bei der taz sind

es Auftragsarbeiten, mir wird das Thema

genannt, dann lege ich los.

Worauf legst du Wert?

Auf künstlerische Freiheit. Die ist mir

sehr wichtig. Aber natürlich mache ich

auch das, was der Kunde wünscht – auch

wenn es mir mitunter schwerfällt.

*Interview: Michael Rädel

oliversperl.de


DESIGN

NACHGEFRAGT

Eric Jung:

„... habe mit meiner eigenen

Regenbogenfamilie ein eher

‚traditionelles‘ Eigenheim

geplant“

Den Traum vom eigenen Heim, sei

es ein Haus oder eine Wohnung,

den will doch jeder verwirklichen. Die

Hoesch & Partner GmbH hilft bei der

Finanzierung des Wohntraums. Wir

fragten bei Diplom-Immobilienwirt

und Baufinanzierungsberater Eric

Jung nach. *rä

Was bieten Sie genau an?

Der ganz überwiegende Teil unserer

Kunden ist noch immer erstaunt, wie

unkompliziert sie durch uns Zugang

zu maßgeschneiderten Immobilienfinanzierungen

erhalten. Denn der

klassische erste Weg zum Berater

des Vertrauens ist zugleich der zur

Hausbank um die Ecke. Aber schon

beim Einholen eines Vergleichsangebotes

wird es dann zumeist bereits

anstrengend. Schließlich will die

Hausbank umfangreiche Auskünfte

und die Angebote unterscheiden sich

in Form und Inhalt und sind für Laien

nur schwer vergleichbar. Mit uns hat

der Kunde einen Initialaufwand. Damit

erhält er auf einen Schlag Zugang zu

über 300 potentiellen Kreditgebern –

auf Wunsch auch inklusive der eigenen

Hausbank! Wir prüfen und vergleichen

alle Angebote, beraten unsere Kunden

zu den Optionen und wickeln den

gesamten Prozess als Dienstleister ab.

Und das Beste: Die Rechnung für unsere

Leistungen zahlt der Kreditgeber!

Worauf müssen „Häuslebauer“

achten?

Jede Immobilienfinanzierung hat ihre

Eigenheiten. Nach wie vor unterschätzen

beispielsweise viele den großen

Einfluss des eigenen Lebensentwurfes.

Der stellt sich im Moment der Kaufentscheidung

meist positiv dar. Doch

gilt es gerade dann, die Zukunft einzubeziehen

und Veränderungen oder

Rückschläge einzukalkulieren. Nichts

belastet Besitzer einer Immobilie mehr

als eine zu optimistisch kalkulierte

Kreditrate! Aber auch positive Ereignisse

– Kinder beispielsweise – sollten

in die Überlegungen eingeschlossen

werden. Daher ist es auch so wichtig,

einen Partner hinzuzuziehen, der

sich auskennt und vertrauensvoll und

professionell mit den Zielen und Wünschen

seiner Kunden umgeht.

Der Erwerb einer

Immobilie sollte

lieber einmal zu

viel überdacht

werden.

Was empfehlen Sie Ihren Kunden

oder Interessenten?

Auch wenn ein passgenaues Angebot

vorliegt: Der Erwerb einer Immobilie

sollte lieber einmal zu viel überdacht

werden. Einmal gezeichnet kann der

Kauf natürlich nicht ohne weiteres

rückgängig gemacht werden. Und

nicht jeder fühlt sich wohl bei dem

Gedanken, nicht innerhalb weniger

Wochen oder Monate kündigen und

umziehen zu können. Vor allem aber

sollte das finanzielle Fundament

stabil und tragfähig sein. Wir würden

aber eine brüchige Finanzierung von

vornherein ausschließen beziehungsweise

gar nicht erst anbieten. Da

helfen uns über 20 Jahre Erfahrung in

der Baufinanzierung natürlich bei der

Bewertung.

Gibt es eigentlich unterschiedliche

Tipps oder Wünsche von

queeren und „normalen“

Kunden?

Gerade dadurch, dass „eigene“ Kinder

in der Community immer selbstverständlicher

werden, haben schwule

und lesbische Paare mittlerweile ganz

ähnliche Anforderungen wie „klassische“

Konstellationen. Diese streben

zwar nach wie vor eher das Eigenheim

in ländlicher Idylle im Speckgürtel

mit guter Metropolenanbindung an,

während Buben und Mädels eine

Immobilie zu zweit nutzen. Aber auch

ich habe mit meiner eigenen Regenbogenfamilie

ein eher „traditionelles“

Eigenheim geplant. Welche Immobilie

zur jeweiligen Lebenssituation passt,

ist also weniger die Frage nach queer

oder „normal“. Und wenn es sinnvoll

finanziert ist – ob Loft in der Innenstadt,

Altbauwohnung im Gründerzeitviertel

oder Häuschen am Land –, ist

eine Immobilie immer ein Meilenstein

im Leben der Eigentümer und eine

hervorragende Altersvorsorge.

www.hoesch-partner.de


was

andere auch

Es ist deine Entscheidung, mit einer

erfolgreichen Behandlung kannst du

leben, wie du es willst.

Nimm dein Leben in die Hand und erfahre

mehr auf NOCHVIELVOR.de

www.nochvielvor.de

Eine Initiative von

für ein positives Leben mit HIV.


DESIGN

HYGGE

Aktuelle

Möbeltrends

Schon im ganzen Heft haben wir

für dich einen spannenden Designteil

geschaffen. Als Outro bekommst du

hier noch beste Tipps, was zu dir passen

könnte. Oder zu euch? Streitet nicht,

lasst euch inspirieren.

FOTO: MAX ZAMBELLI

Jil Sanders Stildevise „Erst wenn ich

nichts mehr weglassen kann, dann ist

es gut“ passt nicht jedem. Etwa dem

Gründerzeitmobiliar-Liebhaber oder

Jugendstilfreund. Aber zumindest

polarisiert die Aussage und macht klar,

dass man sich entscheiden sollte, wie

man leben will. Denn zwischen Behelfsmobiliar

und unter unschönen Decken

kommt man nicht so gut drauf und

durchs Leben. Deine Wohnung solltest

du dazu nutzen zu leben, dich zu erholen,

zu lieben und auch, um dich selbst

auszudrücken. Seinen Rückzugsort sollte

man immer so gestalten, dass man gerne

seine Zeit dort verbringen will – auch mit

der Familie und Freunden. Ganz egal, ob

minimalistisch, barock, streng, kühl oder

tuffig: Gefallen muss es! *rä

IST DAS KUNST? ODER ...

... etwa ein Heizkörper? Letzteres! Der „Milano Free-standing“ ist ein Heizkörper

aus Stahl, der keiner Installationsarbeiten bedarf. Dank seiner selbsttragenden

Konstruktion ist er ein Objekt, das frei nach Belieben in jedem Zimmer aufgestellt

werden kann – und sofort die Blicke auf sich ziehen wird. Er besteht aus

modularen Elementen zu je 13 cm Höhe und einer maximalen Breite von 25,8

cm und ist in über 260 Farbtönen erhältlich. *rä

www.tubesradiatori.com

DARF ES ETWAS WENIGER SEIN?

Ein Hoch auf Bauhaus, den Brutalismus und

den Purismus. Weniger ist mehr, heißt es

bei CEM von der Linea Light Group. Deren

Lampen- und Leuchtenideen sind knallhart

reduziertes Design in bester Qualität. Der ein

oder andere muss sich noch daran gewöhnen,

klar, aber wenn es mal klick gemacht hat,

dann mag man diese puristische Kunst mit

Strahlkraft. *rä

www.linealight.com

FÜR SAMMLER

Irgendwann in der Kindheit hat

man begonnen, Dinge aufzubewahren:

die Kastanien

vom Herbstspaziergang, den

Mauskopfschädel aus der

Scheune, die Falkenfedern vom

Feld, die erste Colaflasche vom

ersten Trip in die USA oder die

ersten Liebesbriefe. Und jetzt als

Erwachsener merkt man, dass

das doch ganz schön viel ist.

Gut, dass Designer Enrico Franzolini

dafür ein recht passendes

Sideboard entworfen hat. „Ad

Box SIDEBOARD“ heißt sein

praktisches Möbelstück, in dem

du all die Kisten und Kästchen

verstauen kannst, ohne dich von

deinen Schätzen trennen zu

müssen. Natürlich kannst du es

auch als Bücherort oder Vasenlager

gebrauchen, auf jeden Fall

macht es was her, das Sideboard

von POTOCCO ITALY! *rä

www.potoccospa.com


DESIGN

AUTHENTISCHE

ELEGANZ

AURA aus dem Hause Rolf

Benz gefällt den Puristen

und überzeugt die, die es

bequem haben wollen.

„Luxuriöse Kissen ruhen

in dieser Komposition

auf einer feinen Platte,

die in den Oberflächen

Nussbaum (furniert) oder

echtem Schieferstein

(furniert) ausgeführt wird“,

verrät das Unternehmen.

„Die Sofa-Grundrisse und

die integrierten Funktionen

bieten ein maximales

Maß an Flexibilität. Rolf

Benz AURA hat niedrige

Rückenkissen, die zu einer

hohen Lehne aufgeklappt

werden können. Schwenkt

man die Sitze nach vorn

und klappt sie aus, wird die

Plattform zur Ablage für

Gläser, Bücher, Teller oder

Tabletts.“ Uns besonders

angetan hat es das Einzelsofa

(244 cm breit). *rä

www.rolf-benz.com

DE-ÖKO-003

EU-/Non-EU agriculture

KOMM AUF MEINE CHAISELONGUE

Wer gerne Gäste hat, der will, dass sie es gemütlich

haben beim Schnack am Mittag oder Streaming-

TV-Abend. Und nein, das Bett ist nicht immer

genau das Richtige! Aber diese, oder auch eine

andere, Chaiselongue von Flou schon. Sechs Grundelemente

bilden zusammen Massimo Castagnas

„Softbench“: zwei Sitzflächen, eine Armlehne, drei

Rückenlehnen, die frei nebeneinander angeordnet

werden können – und das sieht nicht nur super aus,

es ist auch noch verdammt bequem. *rä

www.flou.it/de

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IMMER AKTUELL


DIVERSITY

INTERVIEW

Bayer AG Personalvorstand

DR. HARTMUT KLUSIK

Die Bayer AG als einer der

größten globalen Player

im Pharma- und Agrarsegment

fördert das Thema Inklusion und

Diversity nicht nur konzernweit,

sondern hat die diesbezügliche

Aufsicht ganz oben in der Unternehmensführung

angesiedelt. Wir

trafen den zuständigen Vorstand

Dr. Hartmut Klusik in der Berliner

Pharma-Zentrale von Bayer.

Herr Dr. Klusik, wie betrachten Sie

ganz persönlich das öffentliche

Eintreten Bayers für LGBTIQ* zum

Beispiel bei den CSDs?

Es ist eine ganz bewusste Entscheidung,

auch nach außen zu zeigen, dass wir bei

Bayer eine offene, inklusive Unternehmenskultur

pflegen. Mir hat besonders

das Motto gefallen, das unser queeres

Mitarbeiternetzwerk BLEND dafür

entwickelt hat: „Bayer: Respecting your

right to be you“. Es drückt perfekt die

Grundsätze unserer Unternehmens- und

Führungskultur aus. Der Auftritt auf den

CSDs und in der Öffentlichkeit soll auch

potenziellen neuen Mitarbeiter*innen

zeigen, dass bei Bayer wirklich jeder

willkommen ist – unabhängig von seiner

sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen

Identität. Nicht umsonst gehören

wir zu den beliebtesten Arbeitgebern

Deutschlands, wie Umfragen wie die

des „Focus“ regelmäßig zeigen. Das gilt

übrigens nicht nur für die Anliegen von

BLEND, über die wir heute reden, sondern

auch für alle anderen Aspekte von

Diversity und Inklusion. Wir machen das

nicht, weil es so schön bunt ist wie die

Regenbogenfahne, sondern weil es letztlich

auch gut fürs Geschäft ist. Gelebte

Vielfalt und Inklusion sind für unsere

Mitarbeiter*innen und das Unternehmen

gleichermaßen von Vorteil. Das möchten

wir öffentlich zeigen.

Gibt es ein persönliches Erlebnis,

das Sie näher an dieses Thema

gebracht hat?

Nein, ein spezielles Erlebnis gab es nicht.

Ich habe in meinem Leben viele Kollegen

und Freunde kennengelernt, von denen

ich zum Teil anfangs gar nicht wusste,

ob sie homosexuell, heterosexuell oder

sonst wie orientiert waren - weil mich

das auch nicht interessiert hat. Es wurde

für mich beruflich ein Thema, als ich

Personalvorstand und Arbeitsdirektor

von Bayer wurde. Ich beschäftige mich

mit dieser Thematik heute also deswegen

so intensiv, weil sie tatsächlich

ein elementarer Teil meiner Tätigkeit ist

und wir unser Bekenntnis zu Vielfalt und

Inklusion sehr ernst nehmen.

Gab es für Bayer einen Punkt, an

dem die Geschäftsführung entschied,

Diversity in den Fokus zu

nehmen?

Der Impuls zur Gründung von BLEND

kam aus den Reihen der Belegschaft.

Schon vor etwa 20 Jahren hat sich am

Unternehmensstandort in Berlin die

„Regenbogengruppe“ formiert, die bald

auch Nachahmer und Unterstützer an


den anderen Standorten in Deutschland

gefunden hat. In den USA war der Vorläufer

von BLEND die Mitarbeiter-Community

ANGLE-B, die sich dort ebenfalls schon

vor vielen Jahren an mehreren Standorten

gebildet hat. Als global agierender Konzern

haben wir aber natürlich schon vorher

keinerlei Diskriminierung akzeptiert –

sei es aufgrund von Herkunft, Geschlecht,

sexueller Orientierung, Behinderung oder

sonstiger Merkmale.

Stichwort USA. Die Übernahme

von Monsanto ist ein medial sehr

beachteter Schritt gewesen. Etwas

weniger öffentlich bekannt ist die

Tatsache, dass Monsanto noch im

Jahr der Übernahme von Human

FOTOS: BAYER AG

Rights Campaign als LGBTIQ*-

freundlichster Arbeitgeber ausgezeichnet

wurde. Hat Bayer mit der

Übernahme also auch Know-how

auf diesem Gebiet erworben?

Es wird in der öffentlichen Wahrnehmung

tatsächlich zu wenig beachtet,

dass Monsanto in den USA ein guter und

angesehener Arbeitgeber war. Diversity

und Inklusion standen dort sehr weit

oben auf der Agenda der Unternehmensführung.

Deshalb haben wir die globale

Leitung von Talent & Inclusion bei Bayer

ganz bewusst unserer amerikanischen

Kollegin Melissa Harper übertragen, die

schon bei Monsanto dafür verantwortlich

war. Denn wir möchten das hohe Niveau

von Monsanto in diesem Bereich auf den

gesamten Bayer-Konzern übertragen

und dieses wichtige Thema weiter entschlossen

vorantreiben.

Die sehr beachtete Ausstellung der

Initiative „100% Mensch“ mit dem

Titel „WE ARE PART OF CULTURE“

war inzwischen im Bayer-Stammhaus

in Leverkusen zu sehen.

Warum?

Das Team der BLEND-Gruppe ist äußerst

kreativ, wenn es darum geht, ihre Inhalte

auf immer neuen Wegen im Unternehmen

bekannt zu machen. Das zeigt, dass die

Thematik bei uns nicht von oben vorgegeben

wird, sondern aus den Communitys

innerhalb der Belegschaft getrieben wird.

Wir haben die Idee, diese tolle Ausstellung

in unser Unternehmen zu holen, sofort

unterstützt, denn sie ist ein starkes Bekenntnis

zu den Anliegen von BLEND und

den Werten unseres Unternehmens.

*Interview: Sebastian Ahlefeld und

Christian Knuth

DIVERSITY


DIVERSITY

INTERVIEW

MÄNNERBUND

VÖLKLINGER

KREIS?

FOTO: MORITZ LEICK

Verschiedene Netzwerke

und Vereine haben sich in

Deutschland der Förderung queerer

Lebensentwürfe im Berufsleben

verschrieben. Einer der bekanntesten

davon ist der Völklinger Kreis

(VK), der sich selbst als „Netzwerk

schwuler Führungskräfte und

Selbstständiger und Partner für

berufliche Förderung, Wertschätzung

und Chancengleichheit am

Arbeitsplatz“ beschreibt. Gegründet

wurde der VK 1991, was er

erreichen will, und ob er als reiner

Männerverein dem Gedanken von

Diversität nicht entgegensteht,

besprachen wir mit dem VK-

Vorstandsvorsitzenden Matthias

Weber.

Richtet sich der VK wirklich

ausschließlich an Männer und ist

das noch zeitgemäß?

Ja. Da muss man nicht drum herumreden.

Es sind allerdings nicht nur schwule

Männer im VK, sondern auch Transsexuelle

bzw. Transgender und Bisexuelle. Das Wort

schwul im Namen bleibt aus Gründen der

Sichtbarkeit. Wir sind uns der Tatsache

bewusst, dass wir nur diese Dimension

abdecken, haben hierzu aber, wie auch die

meisten Nachbarländer, eine enge Kooperation

mit einem Schwesterverband, den

„Wirtschaftsweibern“.

Gibt es Austausch zwischen euch?

Wir arbeiten sogar sehr lange und eng zusammen

und sind dabei, dies auch sichtbar

zu intensivieren. Dieses Jahr wird es eine

erste gemeinsame Vorstandssitzung

geben und für 2020 ist eine gemeinsame

Mitgliederversammlung geplant.

Das klingt ja fast nach bevorstehender

Fusion?

Nein. Das ist nicht das Ziel. Aber das

Thema Vernetzung hat einen sehr hohen

Stellenwert. Einmal, wie gesagt, die engere

Zusammenarbeit mit den deutschen

Partnerverbänden, zum anderen aber

auch die europäische Vernetzung. Zum

EuroPride in Wien ist eine Konferenz

mit den österreichischen und Schweizer

Verbänden geplant, um politisch mehr

bewirken zu können.

Was heißt für euch politisches

Wirken?

Politische Einflussnahme ist ein wichtiger

Teil, der durch einen eigenen Vorstandsposten

besetzt ist und der in

einer Fachgruppe bearbeitet wird, in der

auch Berufspolitiker sitzen. Dort werden

Wege erarbeitet, wie wir ins Gespräch

mit Parteien und Politik kommen. Ziel ist

es, die bisherigen Rechte für LGBTIQ*

zu festigen, sie gegen den Backlash zu

verteidigen, aber sie auch zu erweitern.

Ein großes aktuelles Thema, an dem wir

arbeiten, ist das kirchliche Arbeitsrecht,

das wir so, wie es ist, nicht akzeptieren.

Es kann nicht sein, dass eine lesbische

Angestellte in einem kirchlichen Krankenhaus

ihren Job verliert, nur weil sie ihre

Partnerin ehelicht.

Und wie wirkt ihr in die Wirtschaft?

Wir sind sehr stark mit den LGBTIQ*-

Mitarbeiter*innennetzwerken vernetzt,

zum Beispiel durch unsere Kooperation

mit PrOut@Work, aber auch direkt mit

den Unternehmen. Das ist auch mein

Bereich als Vorstand, ich bin verantwortlich

für unsere Diversityaktivitäten wie

zum Beispiel den Max-Spohr-Preis, der

besonders inklusive Arbeitgeber auszeichnet

und damit öffentliche Sichtbarkeit

für die Thematik herstellt. Im Jahr

führen wir außerdem mehrere regionale

Veranstaltungen unter dem Label Diverse-

City durch, auf denen wir hochkarätige

Führungskräfte, die Verwaltung, lokale

Unternehmen und die Öffentlichkeit

zusammenbringen. Und nicht zuletzt

engagieren wir uns mit „FutureLeaders“

sehr für den Führungsnachwuchs.

*Interview: Christian Knuth

www.vk-online.de

Auf www.blu.fm lest ihr im zweiten Teil

des Interviews, wie der VK im öffentlichen

Dienst wirkt und wie die Arbeit

mit kleinen Unternehmen konkret

funktioniert.


NOW

IS THE

TIME

Gauri Gill: Untitled aus der Serie „Acts of Appearance“ (2015-fortlaufend), Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg, © Gauri Gill

24.3.-

29.9.19

25 JAHRE SAMMLUNG

KUNSTMUSEUM

WOLFSBURG


MUSIK

INTERVIEW

MARINA

ZWISCHEN ANGST UND LIEBE

Ganze vier Jahre war es still

um Marina Diamandis, nur

erfolgreiche Kollaborationen mit

Clean Bandit durchbrachen die fast

laut wirkende Stille um die Kreative

mit der auffällig variablen Stimme

und den extravaganten Videos und

Performances. Jetzt erscheint mit

„Love + Fear“ dafür gleich ein ganzes

Doppelalbum. Wir trafen die 33-

jährige Waliserin mit griechischen

Wurzeln in Berlin.

Viele deutsche Schwule sind durch

deinen Auftritt in der Fashion Night

von Michael Michalsky auf dich aufmerksam

geworden. Wie wichtig ist

Mode für deine Kunst?

Design, speziell Modedesign, ist sehr wichtig.

Ich denke, Mode ist aber auch verfänglich:

Oft liegt unser Fokus bei der Bewertung

von Star-Designern viel mehr auf

ihrem gesellschaftlichen Status als auf der

Kunst, die sie kreieren. Brillante Kunst, die

unsere Welt so sehr bereichert und einen

so großen Einfluss hat. Als Künstlerin ist

Mode für mich deswegen sehr wichtig, weil

sie mir die Möglichkeit eröffnet, mich dem

Publikum immer wieder neu zu präsentieren,

meine eigene Kunst, die Musik, visuell

auszudrücken.

Ich frage das wegen der Bildsprache

im Video zu „Handmade Heaven“.

Wer hatte die Idee?

Ich wusste vorher nicht, dass ich Rot

tragen werde. Ich wusste, dass wir in einer

verschneiten Landschaft drehen würden.

Es war tatsächlich Minus 17 Grad Celsius

kalt. Also habe ich meinem Stylisten gesagt,

er soll so viele warm haltende Mäntel wie

möglich besorgen, und da war er: dieser rote,

ikonische Mantel mit der riesigen Kapuze.

Ich wusste sofort, dass der es sein sollte,

weil er einfach unglaublich gut im Kontrast

zur Landschaft steht. Er symbolisiert sozusagen

die Idee eines „Handmade Heaven“,

eines schützenden Rückzugsortes.

Denkst du schon beim Texten daran,

wie du einen Song später präsentierst?

Nein, ich habe normalerweise eine Textzeile

oder einen Titel im Kopf. Die reifen dann

rund einen Monat in meinem Kopf, bevor

ich mich hinsetze und

den Text schreibe. Die

Melodie entwickle ich

erst mit dem fertigen

Text am Klavier.

Du hast diesmal

wieder mit verschiedenen

Produzenten

und Songwritern

gearbeitet. Warum?

Weil ich beim letzten

Album alle Songs alleine

geschrieben und nur

mit einem Produzenten gearbeitet habe.

Ich wollte diesmal offener und fließender

herangehen und habe mit Leuten gearbeitet,

die ich schon sehr lange kenne oder

mit denen ich immer schon gerne arbeiten

wollte.

Und trotzdem klingt das Album

viel mehr „aus einem Guss“ als die

vorhergehenden ...

Ich weiß. Ist das nicht echt verrückt?

Ja – wie erklärst du dir das?

Ich bin recht spezifisch, wenn ich mit

Menschen zusammenarbeite. Ich weiß,

wie ich mir meine Songs vorstelle. Und

ich habe allen am Anfang gesagt, dass ich

mir das Album weit und mit bestimmten

Beats vorstelle. Das war meine Richtungsvorgabe.

Vielleicht hat das ja ausgereicht.

Wie bist du auf die Psychologin

Elisabeth Kübler-Ross gekommen?

Ich habe ihre Theorie in einem Buch

gelesen. Ich glaube, es war ein Buch über

Meditation. Ich fand den Gedanken damals

schon sehr spannend,

dass alle menschlichen

Emotionen aus den

Gefühlszuständen Angst

und Liebe entstehen. Als

ich vor ein paar Monaten

16 fertige Songs vor mir

hatte, viel zu viele für

ein einzelnes Album, erinnerte

ich mich an die

Theorie und hab auch

noch mal einiges von

ihr gelesen. Es war auf

einmal sehr einfach und

fühlte sich dazu auch noch ganz natürlich

an, die Songs nach diesem Schema aufzuteilen

und gleichzeitig einen Titel für das

Doppelalbum gefunden zu haben.

*Interview: Christian Knuth

www.marinaofficial.co.uk

FOTOS: WMG


MUSIK

SARAJANE

„Bullets out of Love“ ist eine kämpferische und soulige

Hymne auf das Leben, das Gute und die Liebe,

zu finden auf dem Album „FUEL“.

„Als ich in Hamburg-Altona* in meiner Wohnung saß,

die Helikopter über mir kreisten und der Gestank

von brennenden Autos ins Zimmer zog, war ich so

wütend auf den Zustand der Welt, dass ich dachte,

man muss jetzt etwas ändern“, verrät SaraJane. Also

schrieb sie einen Protestsong. Und der ist so klasse

wie das ganze Album! *rä www.sarajane.eu

CIARA IST ZURÜCK

Wie liebten ihr „1,2 Step“ und „Love Sex Magic“, wir

tanzten begeistert zu „Goodies“ – und wir haben sie

vermisst. Jetzt ist die Ausnahmekünstlerin zurück.

Auf ihrem neuen Album „Beauty Marks“ finden sich

Lieder zusammen mit Künstlern wie Hip-Hopper

Macklemore, Kelly Rowland (Destiny’s Child) und

Tekno. Besonders gefällt uns neben dem Vorab-Hit

„Level Up“ das Lied „Thinkin Bout You“. Willkommen

zurück! *rä

FOTO: BMG

YOUNG CHINESE DOGS

Das Album „The Quiet & The Storm“ entführt auf eine

Reise aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Es handelt

von Abschied und Verlust, den richtigen Freunden

und Türen, die sich öffnen, wenn man den Mut hat,

andere zu schließen. Es ist in einer turbulenten Zeit

entstanden. Birte Hanusrichter ist als Titelrolle der Fernsehserie

„Jenny – echt gerecht!“ zwischenzeitlich zu

einem bekannten Gesicht avanciert. Ihre Musik nimmt

sie dabei immer mit, denn auch „Jenny“ singt mal einen

YOUNG CHINESE DOGS-Song in einer Karaoke-Bar.

DEINE COUSINE

Im Titeltrack des gleichnamigen Albums „Attacke“ von

DEINE COUSINE sind zwei Wahrheiten über Frontfrau

Ina Bredehorn versteckt. DEINE COUSINE ist selbstbewusst,

laut, das Gegenteil von zaghaft. Und trotzdem

reflektiert „viel zu lange still“ auch die Jahre, in denen die

Sängerin ihr großes Ziel kurz mal aus den Augen verloren

hatte. Sie ist ein junger, weiblicher Campino, wie ihn der

Rock gerade so dringend braucht. Ihre Lieder erzählen

vom Weg des Zweifelns, vom Sich-Aufraffen und Nichtunterkriegen-Lassen.

KENNY WAYNE SHEPHERD

Die Zeiten, in denen der junge Revolverheld aus

Louisiana mit seinen feurigen Gitarrensoli und seinem

Songwriting jenseits aller Normen erstmals die

Bluesrockszene der frühen 90er-Jahre aufmischte,

liegen weit zurück. Der inzwischen 41-Jährige hat

sich weiterentwickelt und taucht mit einer Ehrlichkeit,

die nur durch Erfahrung und viele Meilen

auf dem Tacho möglich ist, tief in menschliche

Wahrheiten und Sorgen ein. Im Mai 2019 setzt er

mit „The Traveler“ seine Reise fort.

COMEBACK

Emma Bunton:

erfolgreich

zurück

Schon 1999 – da waren die

Spice Girls noch voll im Geschäft

und landeten mit „Let

Love Lead the Way“ und „Holler“

ein Jahr später noch zwei

Nummer-eins-Hits – hatte sie

einen ersten eigenen Charthit:

„What I Am“. Es folgten Hits

wie „Maybe“ („Ba-da-da-dada,

ba-da-da-da-da-da“) und

„Downtown“, dann machte

Emma Pause. Jetzt, 13 Jahre

nach dem letzten Album,

erscheint mit „My Happy Place“

ein neues Werk. „Der Albumtitel

‚My Happy Place‘ entstand ganz

natürlich“, so Emma. „Ich fühle

mich dort am wohlsten, wo ich

von meiner Familie und meinen

Freunden umgeben bin. Wo ich

Musik hören kann und gleichzeitig

im Studio bin. All das spiegelt

sich auf diesem Album wider.“

Schön. *rä


MUSIK

SOUL

SOLANGE

„When I Get Home“

Es ist bestimmt nicht einfach,

die kleine Schwester der Königin

zu sein. Queen Beys Schatten

ist so groß, dass irgendwann

sogar ihr Ehemann darin verschwand – das

will nun wirklich etwas heißen. Wer kennt

denn noch die Namen der anderen Damen

aus Destiny’s Child? Entweder man hat

also mit unerfüllbar großen Erwartungshaltungen

zu kämpfen oder man legt es

am besten gar nicht erst darauf an, in der

gleichen Welt agieren zu wollen wie die

unantastbare, göttliche Beyoncé.

Oder vielleicht ist es doch andersherum?

Vielleicht hat man genau deswegen eben

gerade keine Erwartungen zu erfüllen, weil

unter diesen Umständen sowieso niemand

etwas von einem erwartet? In ihrem

Schatten hat man womöglich einfach seine

Ruhe und kann genau deswegen ohne Eile

machen, was man will. Vielleicht konnte

Solange nur deshalb ein so eigenwilliges

– wunderbares – Album wie „When I Get

Home“ aufnehmen und veröffentlichen?

Solange muss eben nicht das opulenteste,

gewaltigste sowie populärste Werk abliefern,

sie kann sich ganz darauf konzentrieren,

so eklektisch zu sein, wie sie will. Sie

muss nichts in die Charts hebeln und kann

ein Album auch mal schon auf Jazz und

anderen unkommerzielleren Genres basieren

lassen … Sagen wir es ruhig: Sie hat die

Freiheit, Kunst machen zu können.

Aber zugegebenermaßen hat es viele Jahre

gedauert, bis ihr selbst das klar wurde. Ihr

erster Soloversuch von 2002 war noch ein

recht normales Unterfangen, das dementsprechend

zu nicht viel führte, wie auch

ihr zweites, an Motown orientiertes Werk.

Erst als sie 2012 neu durchstartete und mit

der EP „True“ etwas ablieferte, das man ein

künstlerisches Statement nennen konnte,

war sie auf dem Weg, sich selbst zu finden

und frei auszudrücken. Kein Nachahmen

mehr. Genau so schafft man es dann eben

auch auf die Nummer eins: „A Seat At The

Table“ etablierte sie 2016 als Star ihres

eigenen Willens, klar politisch, musikalisch

progressiv und ohne Sorgen um das, was

der Rest der Welt sich denken mag. Man

fühlte sich daran erinnert, wie sich klein

Janet damals von ihrem großen Bruder (und

dem Rest des Familienklans) emanzipierte –

ebenfalls auf ihre eigene Art. Solange hatte

nun endgültig die Kontrolle über ihre Musik

und ihr Bild in der Öffentlichkeit. Sie hat

sich selbst definiert – niemand sonst.

Aber natürlich hat sie sich trotzdem auch

ein, zwei Sachen von ihrer großen Sis

abgeschaut – wie zum Beispiel einfach mal

so ein Album ohne Ankündigung herauszubringen.

Auch wenn ein Überraschungsrelease

niemanden mehr überrascht –

Erwartungshaltungen unterläuft man damit

weiterhin problemlos. Und wenn man

den Nachnamen Knowles trägt, macht

man so etwas nicht, ohne multimedial zu

denken – deshalb gibt es auch gleich einen

halbstündigen Film zu „When I Get Home“,

bei dem Solange ganz nebenbei noch die

Regie übernommen hat. Solange analysiert

auf diesem Album sich selbst und ihre

Identität und rahmt diesen Blick in eine

Hymne an ihre Heimatstadt Houston ein.

Wenn man die Musik des Dirty South, wenn

man Trap und psychedelischen Soul (und

eben Jazz) miteinander verwebt, kann nur

etwas Experimentelles herauskommen. Es

sind Schnappschüsse, die inhaltlich doch

zusammengehören. Obwohl die Liste an

Gästen und Kollaborateuren geradezu endlos

ist – Houstons Rap-Legende Devin the

Dude, Tyler The Creater, Pharrell Williams,

Devonte Hynes (Blood Orange), Gucci

Mane, Sampha, Playboi Carti, Earl Sweatshirt

–, ist hier ganz deutlich, dass Solange

die Chefin, verwässert kein unmotiviertes

Feature ihren eigenen Ausdruck.

Tja, dann muss man doch wieder an ihre

Schwester denken, aber nicht, um sie

gegeneinander abzuwägen, zu vergleichen,

wer der bessere Popstar ist, sondern

weil „When I Get Home“ an „Lemonade“

erinnert: zwei unterschiedliche Alben, die

zeigen, wie beide mit sich selbst und ihrer

Welt aufräumen und dabei musikalische

Rahmen sprengen. Dabei steht keine der

Schwestern im Schatten der anderen –

sondern beide treffen sich auf Augenhöhe.

*fis


MUSIK

FUNK

Eine große Portion PRINCE

Ende der 1990er veröffentlichte

Prince das Album „Rave Un2 the Joy

Fantastic“, zwei Jahre später folgte mit

„Rave In2 the Joy Fantastic“ das passende

Remixalbum des Sinnlichen.

Der Musiker, der auch Größen wie Sarah

Connor inspirierte, präsentierte sich auf dem

Album „Rave Un2 the Joy Fantastic“ gewohnt

experimentierfreudig. So überraschte er mit

einem Duett mit Gwen Stefani („So Far, So

Pleased“), unterhielt mit einem Feature der damals

populären Rapperin Eve („Hot Wit U“) und

zeigte mit Liedern wie „The Sun, the Moon

and Stars“ und „Every Day Is a Winding Road“

auch solo, was er 1999 noch drauf hatte.

2001 erschien das Remixalbum: „Rave In2 the

Joy Fantastic“ – das allerdings nicht Elektro

oder House, sondern Funk, Rock, R ‘n‘ B und

Pop im Angebot hatte. Unser Anspieltipp ist

„Baby Know (featuring Sheryl Crow)“.

Beide Alben erschienen gerade neu! Ebenfalls

Ende April wurde „Ultimate Rave“ veröffentlicht,

ein Konzert aus dem Jahr 2000, das mit

Hits wie „Gett Off“, „Kiss“ und „Purple Rain“

aufwartet. *rä

HOUSE

Black Arts Lab

'Lectric Veve

POP

Lena:

„Only Love, L“

ROCK

P!NK:

„Hurts 2B Human“

„Es wurde ursprünglich als Instrumentalalbum

produziert, entwickelte

sich jedoch beim Experimentieren

mit dem Layering von Vokal-Samples

schnell über meine Erwartungen

hinaus und enthüllte versehentlich

Parallelen zwischen einem afroamerikanischen

Pfingst-Gottesdienst am

Sonntagmorgen und einer Vodun-

Zeremonie in Benin“, verrät der

Wahlberliner über sein neues Album.

Unser Anspieltipp ist „Keeper of the

Crossroads“. *rä

blackartslab.com

FOTO: MARIE HOCHHAUS

Gereift, noch besser und persönlicher

– Lena ist zurück. Die Sängerin,

die für uns den Eurovision Song

Contest gewann, präsentiert sich

auf dem neuen Album „Only Love,

L“ in Bestform. Lieder wie „Note to

Myself“ und „Scared“ sind Pop mit

Tiefgang – Welten von „Satellite“ entfernt.

Sie habe ihren „Tiefpunkt als

Wendepunkt“ verstanden und denkt,

„dass man alles mit Liebe abschließen

sollte“. Stimmt. Willkommen

zurück! Unsere Anspieltipps sind

„Skinny Bitch“, „Don’t Lie to Me“ und

„Thank You“. *rä

TOUR

Live: Vivie Ann

„Walk Me Home“ hieß das Lied, das

das 2019er-Comeback der Rock-

Popperin einläutete. Eine starke

Ballade, geradezu eine Hymne auf die

Liebe ... Jetzt folgt ein ganzes Album.

Oh, wie schön! P!NK steht für Stärke,

Leidenschaft und Emanzipation: „Ich

würde mich niemals ändern, nur weil

einigen Leuten meine Art nicht passt.

Ich bin keine Schaufensterpuppe, die

man beliebig gestalten kann.“ Aber sie

steht auch für Romantik, und das alles

kannst du auf ihrem neuen Album

hören. Ab Juli ist die Tolle auch live in

Deutschland unterwegs und macht

mit Liedern des neuen Albums „Hurts

2B Human“ unter anderem in Hannover,

Stuttgart, München und Köln

musikalische Station. *rä

„Wir waren vier Kinder und mein Vater ist Jazzpianist, meine Mutter Chansonsängerin

– und die haben uns überallhin mitgenommen. Es war ganz normal für uns,

im Tourbus zu sein“, verriet uns die Sängerin Vivie Ann vor wenigen Wochen im

Interview. Jetzt kommt sie auf Tour und macht unter anderem in München (6.5.,

Ampere), Frankfurt (7.5., Brotfabrik) und Stuttgart (17.5., Schräglage Stuttgart)

musikalische Station. *rä

www.vivieann.com


MUSIK

FOTOS: FIFOU

ESC

BILAL HASSANI:

ZU QUEER FÜR SPIESSER

Eigentlich ist alles ganz einfach:

Bilal Hassani liebt Popmusik.

Schon immer, „seit ich ein

Baby bin“. Seitdem er denken kann,

mag er Aufmerksamkeit, er mag

es, im Zentrum zu stehen. Er kann

gar nicht anders, als für andere zu

performen. „Seitdem ich zwei bin,

habe ich immer Shows abgezogen.

Für meine Familie, für meine Freunde.

Das war schon immer mein

Leben.“ Und so hat es niemanden in

seinem Umfeld gewundert, dass er

bei der französischen Ausgabe von

„The Voice Kids“ teilnahm, wo er es

durch die Blind Auditions schaffte,

indem er Conchita Wursts „Rise

Like a Phoenix“ sang. Dass er jetzt

selbst zum Eurovision Song Contest

als Vertreter seines Landes reisen

wird, ist eigentlich nur die logische

Konsequenz.

Doch natürlich ist es nicht wirklich so

einfach, denn dass ein schwuler Mann, der

Sohn einer ursprünglich marokkanischmuslimischen

Familie, nun ganz Frankreich

vertreten wird, bringt auch die zu

erwartenden Reaktionen der Dummen mit

sich. Der Hass kocht mal wieder über – und

er kommt aus allen Richtungen. Zu queer

für Spießer und Nationalisten und alle

Dogmatiker. Gleichzeitig ist Bilal aber auch

gerade deshalb Vorbild, viele sehen zu ihm

auf. Das alles könnte ganz schön viel sein

für einen gerade Neunzehnjährigen. Doch:

„Ich würde eigentlich nicht sagen, dass

es schwierig ist – eher verwirrend“, erklärt

Bilal. Er klingt dabei sehr ruhig. „Manchmal

bist du sehr glücklich, manchmal sehr

traurig. Aber Liebe triumphiert immer über

Hass. Ich kümmere mich nicht um das,

was diese Menschen denken.“ Und wie

ist es mit der Meinung seiner Fans? Allein

auf Instagram beobachtet ihn eine halbe

Million Menschen – und das werden in den

kommenden Wochen sicher nicht weniger.

„Ich bin ein Kind des Internets, der sozialen

Medien. Für mich ist das alles einfach da,

einfach ein Teil meines Lebens. Ich teile,

worauf ich Lust habe, ich gehe damit sehr

leichtherzig um. Ich lebe einfach – wenn

ich mich wirklich darum kümmern würde,

würde ich bestimmt irre werden.“

Stattdessen hat er sich auf sein Debütalbum

„Kingdom“ konzentriert. Natürlich

wird sich darauf auch der ESC-Beitrag

„Roi“ befinden, sein Lied über Selbstakzeptanz,

darüber, wie man der König in seinem

eigenen Reich wird. Doch das Album ist

nicht um dieses Lied herum gebaut. „Es ist

alles Popmusik, denn ich wollte unbedingt

ein echtes Pop-Album machen – das

war mir sehr wichtig. Kein Lied klingt wie

das andere.“ Schon die neue Single „Fais

Beleck“, ein Dance-Pop-Banger, beweist,

dass ihm das gelungen ist. „Wir waren ein

sehr kleines Team und alle haben mir geholfen.

99 Prozent der Melodien sind von

mir, bei den Texten ist es auch so.“ Bilal

hat also nicht nur die Ausstrahlung und die

Persönlichkeit eines Stars, bei ihm kommt

auch noch das Talent dazu.

Doch wenn es um den ESC geht, ist er vor

allem noch immer Fan. Er kennt alle Lieder

seiner Mitbewerber, auch wenn er keinen

Favoriten hat. Aber das geht ihm immer so.

„Jedes Jahr rufe ich für viele verschiedene

Kandidaten an“, lacht er. „Ich bin so unentschlossen!

Darüber findet sich übrigens

ein Lied auf dem Album – ich kann mich

einfach nicht entscheiden …“ Was aber

nicht der Grund dafür ist, dass bisher jeder

seiner Auftritte mit „Roi“ völlig anders aussah.

„Ich liebe Veränderung! Ich kann nicht

zweimal dasselbe tun, vielleicht wirklich,

weil ich ein Kind der sozialen Medien bin.

Alles ist schnell und alles ist Veränderung.“

Deshalb wird sein Auftritt in Israel auch

nichts mit dem beim Vorentscheid zu tun

haben. „Ich werde alles verändern!“, erklärt

er nachdrücklich, ohne preiszugeben, was

er genau vorhat. Aber er geht mit der gleichen

Einstellung an diesen einzigartigen

Moment heran wie an seine Konzerte. „Ich

will etwas abliefern, etwas Großes! Mein

Ziel ist immer, dass die Leute alles andere

vergessen, alles was draußen vor sich

geht.“ Normalerweise ist das Haupt, das

die Krone trägt, ja schwer. Doch König zu

sein, ist manchmal eben nur eine Frage der

Einstellung. Und dann ist alles auf einmal

doch ganz leicht – und einfach. *fis


MUSIK

ESC

Die Musik vom

„GRAND PRIX“

2019

Kichern und Mitsingen erlaubt! Jedes Jahr ist

der „Eurovision Song Contest“ (früher „Grand

Prix“) ein willkommener Anlass, all den Spaß

bringenden und spießigen Bräuchen zu

frönen, die man eigentlich ablehnt.

DAS

AKTUELLE

ALBUM JETZT

ERHÄLTLICH!

& SPECIAL GUEST

20.11.19 Bremen

21.11.19 Braunschweig

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27.12.19 Schwerin

29.12.19 Berlin

30.12.19 Zwickau

endlich

LIVE IN CONCERT

Ja, man hat das Gefühl, die

ganze Welt rückt jedes Jahr

am Abend vom Eurovision

Song Contest zusammen,

vor dem Fernseher, dem

Computer oder am iPad.

Noch schöner wird es aber,

wenn man das Musikspektakel,

das uns Hits wie

„Euphoria“, „Waterloo“, „Ein

bisschen Frieden“ und „Satellite“ brachte, danach erneut

zusammen genießt und feiert. Egal ob mit oder

ohne Käse-(Mett-?)Igel, aber bitte mit der richtigen

Compilation zum Tel-Aviver Musikfest.

Und all den Kritikern sei gesagt: Wo und wann

kommen sonst so viele Crossdresser, bunt bemalte

Burschen und Fähnchen schwingende Kerls zum

Schmachten und Tanzen zusammen? Wann sonst

kann ein Transvestit, eine Trans*, eine Lesbe, ein

Schwuler unter dem Schutz der a„westlichen Welt“

im Scheinwerferlicht sein Innerstes ausleben? Also:

Einfach mitsingen, feiern und toben! *rä

neue Termine und Zusatzshows

ab 21.10. auf „Kleine große Liebe“ Tournee

Hamburg, Düsseldorf, Köln, Berlin, Dresden, Frankfurt a.M.,

Hannover, Nürnberg, München und viele weitere Städte!

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SOLANGE

»WHEN I GET HOME«

JETZT IHR NEUES, BRILLIANTES ALBUM

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FILM

INTERVIEW

NICHOLAS HOULT:

„ ... immer auf der Suche nach kleinen Details ...“

Unser Interview mit dem

Weltstar, der einst als Knabe

bei „About a Boy oder: Der Tag der

toten Ente“ begann, bei der Serie

„SKINS“ begeisterte und jetzt einer

DER Schauspieler überhaupt ist.

Nicholas, Sie spielen in „X-Men: Dark

Phoenix“ nun schon zum vierten Mal

Hank McCoy alias Beast. Ist Ihr Job

dabei jedes Mal der gleiche?

Nein, denn die Figur hat sich über die

Jahre immer weiterentwickelt. Als ich ihn

2011 das erste Mal spielte, war er noch

ein Schüler und alles war neu für ihn.

Inzwischen unterrichtet er selbst an der

Schule von Professor X und ist einer der

Teamleiter unter den X-Men geworden.

Mit seinen Mutanten-Fähigkeiten ist er

inzwischen im Reinen, stattdessen steht

er vor Herausforderungen. Im neuen Film

gilt es neu auszuloten, woran er glaubt

und wie er die Zukunft der Mutanten sieht,

denn alles steht auf dem Spiel. Unser

Regisseur Simon Kinberg, der schon früher

als Drehbuchautor an den „X-Men“-Filmen

beteiligt war, bringt die Geschichte nämlich

zurück zu ihrem emotionalen Kern,

sodass „Dark Phoenix“ fast so etwas wie

ein Familiendrama geworden ist.

Eine solche Comicfigur zu spielen ist

sicher etwas ganz anderes als eine

reale Person zu verkörpern, so wie

Sie es in Ihrem zweiten neuen Film

„Tolkien“ tun, oder?

Für mich ist der Unterschied gar nicht so

groß. Natürlich musste ich für „Tolkien“

ein wenig recherchieren, aber ansonsten

ist die Vorbereitung und Arbeit an einer

Rolle für mich kaum anders. Auch Hank

in den „X-Men“-Filmen oder meine Figur

damals in „Mad Max: Fury Road“ haben

eine Persönlichkeit und eine Biografie, in

die ich mich hineinversetzen muss. Auch

die Erwartungen sind oft ähnlich. Bei

einer Comic-Verfilmung gibt es die Fans,

die damit aufgewachsen sind und ganz

konkrete Vorstellungen haben, wie etwas

auszusehen hat. Und wenn es um eine

wahre Geschichte geht, haben auch viele

Zuschauer eine Meinung, wie es wirklich

gewesen ist.

Wie haben Sie sich denn einem

legendären Schriftsteller wie J. R. R.

Tolkien genähert?

Ich habe so viel über ihn gelesen, wie ich

konnte. Gar nicht, weil ich für diesen Film

unbedingt alles über ihn wissen musste,

sondern weil ich immer auf der Suche

bin nach kleinen Details, die mir dabei

helfen, eine Person wirklich menschlich

zu verstehen. Von Tolkien gibt es natürlich

auch Videos, allerdings ist er da schon sehr

alt und ich spiele im Film den jungen Mann.

Diese Archivaufnahmen halfen also nur

bedingt bei einer Annäherung. Viel wichtiger

war es für mich, Kopien seiner Zeichnungen

aufzutreiben und nachzumalen. Während

der Dreharbeiten zu „X-Men: Dark Phoenix“

zum Beispiel saß ich abends im Hotel und

habe versucht so zu zeichnen, wie Tolkien

es getan hat.

Anfang des Jahres waren Sie auch

schon in „The Favourite“ zu sehen,

der nun auf DVD erscheint. Noch

mal ein ganz anderer Film und eine

vollkommen andere Rolle als die beiden,

über die wir gerade gesprochen

haben ...

Das können Sie laut sagen. Genau deswegen

liebe ich ja meinen Job auch so: Ständig

taucht man in den unterschiedlichsten

Welten ab und lernt verschiedene Zeitalter

und andere Menschen kennen. Kein Tag

gleicht dem nächsten, und ich kann mir

ganz ehrlich kaum einen abwechslungsreicheren

Beruf vorstellen.

Für „The Favourite“ standen Sie

unter anderem mit Rachel Weisz

vor der Kamera, die auch damals in

„About a Boy oder: Der Tag der toten


FILM

FOTOS: 20TH CENTURY FOX

Ente“ mitspielte. Für Sie war das die

erste Hauptrolle, da waren Sie noch

nicht einmal Teenager.

Damals war ich bei den Dreharbeiten elf

oder zwölf Jahre alt und ziemlich verschossen

in Rachel. Dass ich jetzt mehr

als 15 Jahre später als Erwachsener wieder

mit ihr drehen durfte, war mir echt eine

Ehre, denn heute weiß ich erst recht, was

für eine umwerfend tolle Frau sie ist. Und

in all den Jahren dazwischen sind wir uns

nie begegnet, soweit ich mich erinnere.

Sie haben gerade so von Ihrem Job

geschwärmt. Sind sie am glücklichsten,

wenn Sie arbeiten, oder genießen

Sie Ihre Freizeit genauso?

Sagen wir es mal so: Ich werde besser

darin, mit der Zeit umzugehen, in der ich

nicht arbeite. (lacht) Was natürlich auch

viel damit zu tun hat, dass ich letztes Jahr

Vater geworden bin. Spätestens jetzt ist

mir klar, wie kostbar Zeit und damit eben

nicht zuletzt freie Zeit ist. Trotzdem kann

ich nicht leugnen, dass ich sehr viel Spaß

habe an der Arbeit, nicht zuletzt, wenn ich

mich an Neuem ausprobieren kann. Und

allgemein bin ich nicht gut im Herumsitzen

und Nichtstun. Nach einem sehr anstrengenden

Dreh hocke ich gerne mal ein Wochenende

auf dem Sofa oder verabschiede

mich für eine Woche in den Urlaub. Aber

das reicht meistens auch schon.

Wo Sie gerade Ihren kleinen Sohn

erwähnten: Wie gut sind Sie im

Wickeln?

Ziemlich gut, würde ich sagen. Wobei ich

es leider nie geschafft habe, den Kleinen

in der einen Hand zu halten und mit der

anderen zu wickeln. Das habe ich

online mal gesehen und war

von so viel Heldenhaftigkeit

echt beeindruckt. (lacht)

Aber insgesamt kann

sich auch meine Technik

sehen lassen, denke ich.

Zumindest bin ich flott.

Klingt, als seien Sie

als Vater ein Naturtalent.

War die Erfahrung

trotzdem erst einmal

überwältigend?

Ich hatte mit Kindern vorher eigentlich

keine Erfahrungen, aber ich bin von Natur

ziemlich anpassungsfähig. (lacht) Und

wahrscheinlich tun doch erst einmal alle

jungen Eltern so, als wüssten sie, was

sie da machen, bevor sie nach und nach

lernen, worauf es wirklich ankommt. Aber

klar, trotzdem ist es überwältigend, wenn

man plötzlich ein Kind hat. Mit einem Mal

hat man einen neuen, fremden Mitbewohner,

der dir nicht mitteilen kann, was er will

oder was mit ihm los ist. Und trotzdem

kann man nicht anders, als ihn aus tiefstem

Herzen zu lieben. Das verändert das

ganze Leben.

Apropos Veränderung: Dieses Jahr

werden Sie dreißig Jahre alt. Ist das

eine große Sache für Sie?

Oh ja, irgendwie schon. Im

Moment ist das noch

recht weit weg, aber ein

bisschen steht mir das

bevor. Dreißig ist halt

schon ein richtiges

Alter. Nicht dass ich

Schiss hätte oder so.

Aber auf jeden Fall ist

das so eine Gelegenheit,

wo man über die Zeit

nachdenkt, die vergangen ist,

und vor allem über die, die noch

kommt. Das ist so eine Art neuer Lebensabschnitt.

Allerdings freue ich mich auch

sehr darauf, schon allein, weil viele von mir

bewunderte Kollegen in ihren Dreißigern

beruflich die Zeit ihres Lebens hatten. Es

wird also spannend.

*Interview: Jonathan Fink

„X-Men: Dark Phoenix“, ab 6. Juni

im Kino, „Tolkien“, ab 20. Juni im Kino,

„The Favourite“, ab 30. Juni auf

DVD & Blu-Ray

KINO

Elton Johns Leben als Kinofilm

FOTO: DAVID APPLEBY

Unter anderem Starfotograf David

LaChapelle ist mitbeteiligt an dem

im Mai startenden (Musical-)Film

„ROCKETMAN“, einem Elton-John-Biopic.

Der Film von Regisseur Dexter Fletcher,

der auch „Bohemian Rhapsody“ drehte,

lässt uns Elton Johns Leben miterleben.

Der wortwitzige Musiker, der der Welt Hits

wie „Candle in the Wind“, „Your Song“,

„Don’t Let the Sun Go Down on Me“ (mit

George Michael), „I Guess That’s Why They

Call It the Blues“ und eben „Rocket Man“

schenkte, wurde gegen den Willen seines

Vaters und in einer höchst homophoben

Zeit zu einem DER queeren Künstler überhaupt.

„Das Großartige am Rock ’n’ Roll ist,

dass jemand wie ich ein Star sein kann.“

Sir Elton John wird in dem Film von Taron

Egerton („Kingsman: The Golden Circle“,

„Robin Hood“) gespielt, als sein Songwriting-Partner

Bernie Taupin ist Jamie Bell zu

sehen – singend. Der Kinostart ist am 30.

Mai. *rä


MODE

INTERVIEW

SIMON MARTINELLI:

„ ... Leidenschaft, mich kreativ und künstlerisch auszudrücken ... “

Der Wahlberliner Fotograf und

Retuscheur aus Würzburg ist

einer der Besten seines Fachs. Die

Bildästhetik des 1981 Geborenen ist

der zeitgemäße Brückenschlag zwischen

den alten Meistern, VOGUE-

Ästhetik und aktueller Fotografie. Mit

ihm mussten wir einfach zusammenarbeiten!

Hier erfährst du mehr über

den Künstler.

Wann hast du mit der Fotografie

begonnen?

Die Leidenschaft, mich kreativ und

künstlerisch auszudrücken, entwickelte

sich schon in meiner frühen Kindheit.

Die Fotografie kam schließlich vor zehn

Jahren hinzu. Durch meinen Mentor und

großes Vorbild (einen Porträt- und Werbe-

Fotograf aus Berlin) habe ich gelernt, mit

Menschen so zu kommunizieren, dass sie

ein Vertrauen vor der Kamera entwickeln.

Dies ist auch einer meiner Schlüssel, um

zu einem guten Bild zu gelangen.

Worauf achtest du bei

einem Bild?

Bei meinen Arbeiten als Porträtfotograf ist

es mir wichtig, eine klare, unverklemmte

und charakterstarke Stimmung auszudrücken.

Dabei lege ich großen Wert auf

Details, die jedes einzelne Bild zu etwas

Besonderem machen sollen. Wenn man all

meine Bilder betrachtet, lässt sich zusammengefasst

sagen, dass ich versuche, mit

meinen Werken eine „Story“ zu erzählen

und nicht nur ein Foto eines Menschen

oder eines Produktes zu erstellen.

Und bei deinen Models?

In meiner aktuellen Bilderserie porträtiere ich

überwiegend junge Männer, mich fasziniert

die jugendliche Leichtigkeit und starke

Dynamik im Ausdruck dieser Models. Körper

und Gesichter erscheinen in manchen

Bildern wie ein weißes, vom Leben unbeschriebenes

Blatt Papier.

Was inspiriert dich?

Ich bin ein sehr spontaner,

lebensfroher und

impulsiver Mensch,

meist inspiriert mich

die Umgebung,

in der ich arbeite,

oder die Menschen,

mit denen ich

arbeite. Ich lass mich

aber auch von Mode,

Musik und

aktuellen Ereignissen

inspirieren. Momentan arbeite ich

an einem Projekt, von dem ich mir erhoffe

Menschen anzuregen, sich selbst zu reflektieren.

Selbstreflexion ist meiner Meinung nach

sehr wichtig! Gerade in unserer Gay-Community

fehlt es mir sehr oft an genau dieser

Eigenschaft. Mode ist eine persönliche und

große Leidenschaft von mir! Sie ist für mich

nicht nur Mittel zum Zweck, sondern eine

Art, mich auszudrücken, und vielleicht gerade

deshalb auch eine große Inspiration.

Und was war dein bestes Alter?

Ich habe bisher jedes Alter sehr genossen.

Ich feier meine Geburtstage schon

seit Jahren nicht mehr richtig. Für mich

persönlich hat das Lebensalter kaum einen

Wert! Aber wenn ich mich jetzt entscheiden

müsste, würde ich mich für mein jetziges

Alter entscheiden. Das liegt aber nicht an

der Zahl an sich, sondern vielmehr daran,

dass ich momentan das Gefühl habe,

mich selbst gefunden zu haben.

Was ich etwas vermisse, sind die

jugendliche Leichtigkeit und

Naivität, die einem das Leben

manchmal etwas leichter

gemacht haben. Man hatte

das Gefühl, alle Zeit der Welt

zu haben. Uhren tickten

langsamer, „gechillter“ würde

man vielleicht heute sagen. Das

war mit Anfang zwanzig schon

sehr schön, jetzt habe ich oft das

Gefühl, dass die Zeit gegen mich rennt!

*Interview: Michael Rädel

www.simonmartinelli.photography


MODE

BILAL HASSANI

»ROI«

DOUZE POINTS

FÜR DEN ROYALEN HIT

AUS FRANKREICH


MODE

ALLTAGSTAUGLICH

Selbstakzeptanz:

Ich bin gut.

Genau so, wie ich bin.

Jeder Mensch hat im Leben Zweifel an sich. Stimmt

das Äußere? Bin ich zu dick? Ist die Hüfte zu breit,

sind die Schenkel zu dick, ist die Stimme zu schrill oder bin

ich zu langweilig? Sind alle anderen interessanter als ich?

Und die auf Social Media perfekt inszenierte, oft im

Übermaß von Profis (oder mäßig begabten Filterzauberern)

bearbeitete dauerheile Grinsewelt macht es einem

nicht leichter, sich gut und wohlzufühlen. Dabei lohnt es

sich überhaupt nicht, sich mit anderen zu vergleichen!

Wenn Leute so viel Energie und Zeit in ihre Social-Media-

Präsenz stecken, wie leben die denn dann eigentlich?

Verkümmert vorm Smartphone? In der Instagram-Dauerschleife

(bitte die Sponsoren nicht vergessen!)?

Wir wollen den Spaß an der virtuellen Welt nicht

madigmachen, aber sie erzeugt auch Druck.

Dabei ist jeder so schön, wie er ist.

„Say Yes To Yourself“ ist ein Claim, der Mut

machen soll – und es ist eine ziemlich gute

Sache, dass das Modehaus Tom Tailor genau den

transportieren will – mit ungewöhnlichen Models.

Haarig. Über 45. Bärtig.

Natürlich gibt es teurere Marken, aber das Modehaus

transportiert (gerade) auch in seinen Bildern

die richtige Botschaft: Es gibt nicht zu viel Körperhaare,

es gibt kein zu schmächtig, zu alt oder

zu langhaarig. Jeder Körper ist schön. Und wenn

man die Teile von Tom Tailor trägt, kann man das

auch dazu nutzen, das eigene Ich zu feiern. Body

Positivity statt Bodyshaming. *rä

www.tom-tailor.de

POPPIG

BACK TO

BUSINESS

„The hustle and bustle of The New

York Stock Exchange.“

Ausgerechnet die größte Wertpapierbörse

der Erde, die New York Stock

Exchange, inspirierte den in Berlin

lebenden Designer Ivan Mandzukic

zu seiner Kollektion für den Frühling

und Sommer 2019. Und die ist grandios.

Sportswear trifft auf Business-

Klamotten, klassische Schnitte auf

Sportives und pop-artige Namensschilder,

die mit Klett angebracht

sind. Supertrendig! *rä

www.ivanman.org

FOTOS: KOWA BERLIN


Play Well,

Sleep Well

Mitten im Herzen von

Frankfurt und nur 50m vom

Festplatz entfernt liegt das

Westin Grand Frankfurt!

Ob auf dem Paradewagen

oder im Heavenly Bed -

“Simply the Best” for you!

staygayatwestin.com

TREND

Kilian Kerner: KXXK x Crocs

Ganze drei Jahre hatte der Modedesigner in Sachen Bekleidung

bei der Berliner Fashion Week pausiert. Vor wenigen

Wochen präsentierte er seine aktuelle Kollektion: eine

Zusammenarbeit mit Crocs. „Es hat einfach gepasst. Crocs

sind eine tolle Ergänzung zu meinen verschiedenen City-

Looks. Ich war überrascht, wie viele verschiedene Modelle

Crocs im Angebot hat“, verrät der Designer. Freilich kann

man seine Mode auch ohne die robusten Schuhe tragen!

Uns besonders gefallen haben die Statement-Stücke mit

Aussagen zu LGBTIQ* und Rassismus. Mehr davon! *rä

www.kiliankerner.de

CSD Frankfurt

19. - 21. Juli 2019


INTERNET

INTERVIEW

FOTO: M. RÄDEL

KATY BÄHM

INTERNATIONAL ERFOLGREICH

Musik auflegen und Shows,

das war dem DJ- und

Internet-Star Katy Bähm nicht

genug. Jetzt sorgt sie auch dafür,

dass alle Damen und Transen besser

aussehen: Sie macht Perücken.

Wie kamst du auf die Idee?

Der entscheidende Punkt war für mich die

Lieferzeit. In Deutschland gibt es in dieser

Form keinen Onlineshop für Wigs. Ich habe

meine Wigs immer aus England, Australien

oder Amerika bezogen und die schnellste

Lieferung dauerte im Schnitt zehn Tage. Das

hat mich einfach genervt, bis sie dann da

war, fand ich sie schon wieder langweilig und

hatte andere Pläne. Mit bähmbähmwigs.com

habe ich mir somit auch einen eigenen Traum

erfüllt und habe immer eine Wig für jeden

Zweck und Look griffbereit!

Und wer hilft dir dabei?

Die größte Unterstützung ist mein Schatz

Francis, er kümmert sich um den ganzen

Bürokram und das, was im Hintergrund

läuft. Weitere große Hilfen waren für mich

meine Wig-Models: Bambi Mercury, Tanita

Renz, Victoria Bacon, Lola Palooza, Nikita

und Alice Dee. Dafür bedanke ich mich

auch nochmals bei ihnen an dieser Stelle.

Ein besonders großer Dank geht auch an

Alice, die hier tagelang besoffen meine

Labels in die Wigs genäht hat.

Wie ist die Resonanz der bundesweiten

Szene?

Bis jetzt höre ich nur Positives und werde

überall direkt angesprochen. Große Namen

der Szene wie Nina Queer, Stella deStroy,

Destiny Drescher und Amanda Cox tragen

auch schon Bähmbähmwigs. International

habe ich auch bereits mehrere Bestellungen

versendet.

Kannst du davon schon leben?

Meine Hunde bekommen jetzt auf jeden

Fall besseres Futter! (lacht) Der Verdienst

bei meinem Shop ist erst mal zweitrangig,

denn ich lege ja weiterhin als Drag-DJane

auf, mache Shows und gehe auch noch

meinem Job im Fitnessstudio nach.

*Interview: Michael Rädel

www.bähmbähmwigs.com


ROMAN

„Friede, Freude, Coming-out“

Die Pubertät ist für jeden eine

schwere Zeit. Ein Coming-out

setzt dem Stress noch die Krone auf.

Daraus können aber auch äußerst

lesenswerte Geschichten entstehen.

Geschichten wie diese: Gerade wurde

der Roman „Friede, Freude, Comingout“

von Torsten Widua als Taschenbuch

und eBook veröffentlicht. Das

Buch des Wahlkölners erzählt von

zwei Freunden, Lukas und Tim, die in

den 1980er und 1990er-Jahren ihr

Coming-out erleben. „Auch wenn das

Buch nicht meine persönliche Outing-

Geschichte widerspiegelt, so weiß

ich sehr wohl, wovon ich rede, wenn

ich schreibe. Ich bin selbst schwul

und habe das Coming-out auf dem

Das Buch „Bus 57 – Eine wahre

Geschichte“ von Dashka Slater

ist ein ungewöhnliches Buch.

Ungewöhnlich, weil es in der Geschichte

nicht den bösen Queer-Hasser gibt,

der einfach nur Täter ist. Das Buch

beleuchtet beide Seiten, und dazu hat

die Journalistin, die den Gerichtsprozess

monatelang verfolgte, mit Beteiligten

gesprochen, Hintergründe recherchiert

und sich die Zeit genommen aufzuzeigen,

wie es zu diesem Hate Crime kam.

Der Afroamerikaner Richard ist Opfer

und Täter zugleich, Sasha nur Opfer, klar,

trotzdem sind beide Kinder ihrer Zeit

in der aktuellen US-Gesellschaft. „Die

Einzelheiten der Geschichte wurden aus

Land erlebt“, verrät der 1978 in Bayern

Geborene.

„Das Buch ist durchaus ein ratgebender

Mutmacher für alle, die zögern,

sich zu outen. Denn es zeigt: Die

Reaktionen von Familie, Freunden und

privatem Umfeld müssen nicht immer

negativ ausfallen. So manch einer, bei

dem man denkt ‚Er wird mich sozial

verstoßen‘ reagiert oft viel positiver –

wie ich aus eigenen Erfahrungen weiß.“

Und auch Lukas und Tim machen

diese Erfahrung, nachdem sie es endlich

wagen, ihren Mitmenschen – der

Dorfgemeinschaft – zu sagen, dass sie

mehr als nur Freunde sind. Lesenswert.

*rä

www.torstenwidua.de,

www.friede-freude-comingout.de

Ein bisschen schwierig, ein Buch über Diätversuche und

Sport mit einem Elefanten (!) zu bebildern, oder?

„Herr Mertens nimmt ab“ von Margret Bielenberg

und Jochen Mertens tritt aber trotzdem nicht in die

Bodyshaming-Falle. Das Buch ist durchaus unterhaltsam

zu lesen und wird seinem Ziel gerecht, ein

„ratgebendes Lesebuch für den eigenen Weg zum

Wohlfühlgewicht“ zu sein. Im Fokus steht Herr

Mertens, Ende fünfzig, der mithilfe von Ernährungsveränderung,

Sport und Verhaltenstherapie

nicht nur zehn Kilogramm verloren hat (so, wie er es wollte), sondern auch

noch das Gewicht – seit vier Jahren – halten kann. Das Buch strotzt nur so

vor Tipps, fröhlichen Bildern und Experten. Gut geworden. *rä

www.herr-mertens-nimmt-ab.de

KRIMINALGESCHICHTE

Die Wahrheit

RATGEBER

Herr Mertens nimmt ab

verschiedenen Quellen zusammengetragen:

unter anderem aus Interviews,

Dokumenten, Briefen, Videos, Tagebüchern,

Beiträgen in sozialen Medien und

öffentlich zugänglichen Behördenunterlagen“,

verrät die Autorin. „Zitate aus

diesen Quellen sind wortwörtlich wiedergegeben

– außer in ein paar Fällen,

in denen ich Nachnamen entfernt und

durch lange Gedankenstriche ersetzt

habe.“

Warum Richard Sasha anzündete, nur

weil dieser einen weißen Rock trug, wird

man nie ganz verstehen können und

wollen, aber zumindest erfährt man, was

hinter dem Hass steckt. *rä

www.loewe-verlag.de

BUCH

COMIC

Dick ist nicht lustig.

Dieses Buch schon.

Die gebürtige Hamburgerin Katharina

Greve – bekannt als Zeichnerin

unter anderem für das Satiremagazin

Titanic – knüpfte sich den Kinderbuchklassiker

von Antoine de Saint-Exupéry

„Der kleine Prinz“ vor.

Herausgekommen ist ein absolut komisches,

extrem witziges und irgendwie cooles

Büchlein, das wir dir hiermit ans Herz

legen. Im Zentrum der Handlung steht die

missmutige, vollschlanke und völlig unsentimentale

Prinzessin Petronia. Die einzige

Gesellschaft, die sie auf ihrem Planeten

– dem wohl winzigsten und langweiligsten

Knödel im All – hat, ist der Multifunktionswurm

Mirco. Mit ihm versucht die Mathematikvernarrte,

die Rosa-Hassende, die

verkannte existenzialistische Philosophin,

Stars wie David Bowie zu treffen, um wenigstens

irgendeine Art von Unterhaltung

zu bekommen. Doch das ist schwer. Und

wie stellt sie so treffend fest: „Vor dem

Urknall war die Welt noch in Ordnung“. Ja,

genau. *rä

www.avant-verlag.de


GESUNDHEIT

INTERVIEW

Schlau zu HIV mit Dr. Heiko Jessen

Heiko Jessen ist einer der profiliertesten

forschenden Ärzte

im Bereich HIV. Der erste Berliner Patient,

der seit 1996 ohne eine antiretrovirale

Therapie lebt und dennoch

keine nennenswerte HI-Viruslast hat,

stammt aus seiner Praxis Jessen2

+ Kollegen in Berlin-Schöneberg

(www.praxis-jessen.de). Der richtige

Ansprechpartner also, wenn es um

angebliche Heilung von HIV und die

Einschätzung der Langzeitfolgen

einer modernen HIV-Therapie geht.

Wir trafen uns zum Gespräch.

Vor kurzem wurde in den Medien darüber

berichtet, dass erste Patienten

durch eine Stammzelltransplantation

von einer HIV-Infektion geheilt

wurden. Provokativ gefragt: Ist eine

Heilung auf diese Weise erstrebenswerter

als die lebenslange Behandlung

mit der modernen Antiretroviralen

Therapie?

Nein. Die Stammzelltherapie ist extrem

aggressiv. Durch Bestrahlung und Chemotherapie

wird das gesamte Immunsystem

des Patienten zerstört. Selbst wenn man

das überlebt, bleiben meist körperliche

Schäden. Es ist unethisch Jemanden mit

einer Therapie zu versehen, bei der zwei von

drei Patienten*innen sterben, nicht vertreten.

Das geht nur, wenn eine Leukämie nicht

mehr anders behandelbar ist. Die moderne

HAART besteht dagegen im Idealfall aus

einer Therapie mit nur noch einer Tablette

am Tag und absolut überschaubaren bis

gar keinen Nebenwirkungen. Das bringt

fast immer eine normale Lebenserwartung

und -qualität. Wenn ich mir persönlich

heute aussuchen müsste, ob ich lieber eine

koronare Herzerkrankung, aggressiven Bluthochdruck

oder HIV haben möchte, würde

ich mich für HIV entscheiden, weil meine

Lebenserwartung meist höher wäre als bei

den anderen chronischen Erkrankungen.

Was müsste sich aus Ihrer Sicht

ändern, damit Menschen mit HIV

unbeschwert älter werden können?

Ganz wichtig ist es, das HIV-Stigma zu

durchbrechen. Über die eben genannten

Krankheiten kann ich mich bei meinem

Nachbarn unterhalten, mit HIV geht das

nach wie vor nicht. Die Schwelle, sich

testen zu lassen, muss weiter gesenkt

werden, um sogenannte Late Presenter

früher zu erreichen. Der gerade eingeführte

Selbsttest aus der Apotheke ist ein gutes

Beispiel. Insgesamt muss aber gerade

vonseiten der BzgA und der Aidshilfen

noch viel mehr in Richtung Aufklärung der

Hausärzt*innen getan werden. Deutschland

hinkt da hinterher.

*Interview: Christian Knuth

Das ganze Gespräch findet ihr auf

www.blu.fm.

ÖSTERREICH

#HIV: LIFE BALL 2019

Letztes Jahr wurde er 25, jetzt reist

er über den Regenbogen.

„Der diesjährige Life Ball begibt sich auf

eine Reise über den Regenbogen und

landet mit einer umherziehenden Zirkustruppe

in einer fantastischen Welt der

Farben. Auf dem Weg finden sich mehr

und mehr skurrile Figuren zusammen,

alle auf ihre Art Freaks, jeweils auf der

Suche nach einem Zuhause, nach Herz,

Verstand und Mut“, verrät das Team über

das Motto des LGBTIQ*-Events in Wien,

den auch schon Barbie Breakout, Elton

John und Anastacia besuchten. „Auch der

Life Ball ging einen ähnlich steinigen Weg

wie die LGBT-Bewegung und verstand

sich stets als ein Ort der Sichtbarmachung

von Menschen und Anliegen,

die eine Gesellschaft zu stigmatisieren

versucht. Nur durch das Sichtbarmachen

und einen offenen Diskurs lassen sich

HIV und AIDS besiegen“, ergänzt LIFE+

Gründer und Life-Ball-Organisator Gery

Keszler. „Außenseiter bleiben nur so

lange Freaks und in einer Gesellschaft

heimatlos, wie sie sich in ihren Nischen

verstecken. Als vor 50 Jahren im Stonewall

Inn erstmals Homosexuelle und Lesben

vehement gegen die Schikanen der Polizei

rebellierten, war der Weg in die Sichtbarkeit

gewählt, die Regenbogenflagge ihr

augenfälliges Symbol“, positioniert sich

das Team vom Life Ball. „Ein Regenbogen

zeigt nicht nur Schönheit, die aus dem

Zusammenwirken von Vielfalt entsteht,

er ist auch ein hauchzartes Gebilde, eine

Brücke zwischen Himmel und Erde, ein Tor

zu einer Traum- und Vorstellungswelt, so

wie in dem von Judy Garland interpretierten

Song ‚Over the Rainbow‘, der stets ein

Topos der schwulen Subkultur war.“ *rä

8.6., Life Ball, Wien, lifeplus.org

FOTO: LIFE BALL / MARCO OVANDO 2019; ISA FOLTIN/GETTY IMAGES (BETH DITTO)


50 Jahre Stonewall,

50 Jahre LSBTI*- Emanzipation.

www.antidiskriminierungsstelle.de

Picture: © Peter Hujar, Gay Liberation Front Poster Image. All rights reserved, peterhujararchive.com

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