SPORTaktiv Juni 2019

Sportaktiv.Magazin

CLEMENS DOPPLER

und ALEX HORST

sind die Urgesteine des österreichischen

Beachvolleyballs. Bereits mit

anderen Partnern sehr erfolgreich,

taten sich die beiden 2012 zusammen

und bilden seitdem das mit Abstand

erfolgreichste Duo Österreichs. Zu

den größten Erfolgen des Teams gehören

die Vize-Weltmeisterschaft

2017, Platz neun bei Olympia in Rio

2016 sowie Rang drei bei der EM

2014. „Das Einzige, das uns noch

fehlt, ist eine Medaille bei Olympia“,

sagt Alexander Horst. Das soll sich

2020 in Tokio ändern, wenn die zwei

ihre insgesamt vierten Spiele in Angriff

nehmen, Qualifikation vorausgesetzt.

Ihr Ritual: So lange sie bei

einem Turnier gewinnen, wird das

Gewand weder gewaschen noch

gewechselt. „Das kann bei einem

langen Event schon mal unangenehm

werden“, verrät Alex.

weniger als eine Sekunde Zeit hat. Aber

auch hier gilt wie so oft im Sport: alles

eine Frage der Automatisation. Nach der

fünften gelungenen Annahme schlägt

Clemens vor, die erste Spielform zu machen.

Drei Sprünge über Hindernisse,

zur Mitte des Feldes laufen und einen

von Clemens geworfenen Ball für Alex,

der am Netz steht, aufspielen. Ein Desaster.

Zu tief, zu weit hinten, im Netz. Da

hilft auch der Halbkreis, den Alex zur

Orientierung in den Sand zeichnet, nur

wenig. „Nimm dir mehr Zeit, achte auf

dein Positionsspiel“, beruhigt Clemens.

Und siehe da: Der letzte von 20 Bällen

hat sein Ziel nur ganz knapp verfehlt.

„Jetzt ist Zeit für ein kleines Match“,

meint Alex. Da man bekanntlich zu

viert sein muss, haben die beiden

U22-Nationalspieler Moritz Kindl, der

Österreich demnächst bei der Europameisterschaft

vertritt, mitgebracht. Clemens

und Moritz gegen Alex und mich.

Und schlagartig wird mir klar, warum

Doppler/Horst den Ruf haben, Aufschlag-Monster

zu sein. Wir stellen uns

auf, um das 64 Quadratmeter große

Feld, das es zu verteidigen gilt, möglichst

gerecht aufzuteilen. „Achtung,

Sprungangabe“, warnt mich Alex vor.

Am Ende meines „Aha“ schlägt der Ball

auch schon ein. „Das wäre deiner gewesen.“

Ja, klar.

Dankenswerterweise lässt es Clemens

danach etwas sanfter angehen, ich erwische

den Ball, Alex pritscht ihn zum

Netz, wohin ich mich derweil durch den

Sand geschleppt habe – und dresche ihn

kläglich ins Netz. „Wird schwierig,

wenn deine Hände unterhalb der Netz-

SCHMET-

TERN WIRD

SCHWIERIG

MIT DEN

HÄNDEN

UNTER DER

NETZKANTE.

Fotos: Thomas Polzer (5x), GEPA Pictures

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