RKH.aktuell 01.2019

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Die Patienten- und Mitarbeiterzeitung der Regionalen Kliniken Holding | Ausgabe der Kliniken des Landkreises Karlsruhe 01.2019

RKH.aktuell

Die Patienten- und Mitarbeiterzeitung der Regionalen Kliniken Holding | Ausgabe der Kliniken des Landkreises Karlsruhe 1. Ausgabe 2019

RKH Kliniken als Arbeitgeber

Serie: Mitarbeitergesundheit | » Seite 03 |

Ausbildungsmessen und

Ausbildungsbotschafter

| » Seite 04 |

Chemoambulanz Frauenklinik

Neue, moderne Räume | » Seite 09 |

Neubau RKH Rechbergklinik

Moderne Klinik. Moderne Medizin | » Seite 13 |

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Simulationstraining in der Pflege | » Seite 05 |

Konferenz Frühmobilisierung | » Seite 05 |

Ehrung von Mitarbeitern | » Seite 06 |

10 Jahre Psychosomatik | » Seite 07 |

10 Jahre Blutspendezentrale | » Seite 08 |

Wickelplatz und Stillzimmer | » Seite 10 |

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02

INHALTSVERZEICHNIS

1. Ausgabe 2019

Klinikverbund & Service

03 RKH Klinikverbund als Arbeitgeber

Serie – Teil 3: Gesundheit – Betriebliches

Gesundheitsmanagement BGM

04 Ausbildung in den RKH Kliniken

Ausbildungsbotschafter und Ausbildungsmessen

05 Erstes Simulationstraining für Pflegende

Zeitgemäße Trainings für die Pflege in der Weiterbildung

05 Überregionale Konferenz zur Frühmobilisierung

Internationale und nationale Experten tauschen sich in der

RKH Akademie aus

06 Ehrung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und Rechbergklinik Bretten

19 Sudoku

19 Veranstaltungskalender

Bruchsal

05

07 „Eine Medizin der Zukunft“

10 Jahre Psychosomatik an der RKH-Fürst-Stirum Klinik Bruchsal

08 10 Jahre Blutspendezentrale an der Fürst-Stirum-Klinik

Weil jede Spende zählt

09 Neue Chemoambulanz in der Frauenklinik

Großer Zugewinn für die Patientinnen und das Klinikpersonal

10 Stillzimmer und Wickelplatz in der Frauenklinik

Mehr Komfort für die Wöchnerinnen

12 Gemeinsam gegen den Darmkrebs

Darmzentrum Bruchsal informierte mit Vorträgen

Bretten

04

13 Neubau der Rechbergklinik

Säule der medizinischen Versorgung im östlichen Landkreis

14 Eine Klinik zieht um

Patienten werden in neue Klinik gebracht/Umzug

der Intensivstation am heikelsten

15 Einweihung der Rechbergklinik

16 „Medizin ist eigentlich ganz einfach“

Die „Wunderwaffen“ der Inneren sowie der Chirurgie

an der Rechbergklinik

17 Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Rechbergklinik

Jährlich werden annähernd 3.000 Anästhesieleistungen

an der Klinik erbracht

17 Radiologische Fachversorgung rund um die Uhr

Institut für bildgebende Diagnostik und interventionelle Radiologie

18 Rechbergklinik Bretten: Moderne Pflege

Pflegedienst als zentraler medizinischer Dienstleistungsbereich

Impressum

Herausgeber

Regionale Kliniken Holding

RKH GmbH

Redaktion

Alexander Tsongas,

Regionale Kliniken Holding

RKH GmbH

Gestaltung

Tom Markert

WMV Werbung, Marketing &

Verlag GmbH & Co. KG

Pforzheimer Str. 46, 75015 Bretten

Druck

Heilbronner Stimme

Pressedruck

Austraße 50, Heilbronn.

Anzeigen

Suzanne Pfefferle,

Annette Zabel,

WMV Werbung, Marketing &

Verlag GmbH & Co. KG

Pforzheimer Str. 46, 75015 Bretten

Bilder

Fotolia, RKH GmbH, Archiv


1. Ausgabe 2019

Serie: Arbeitgeber

KLINIKVERBUND

03

RKH Klinikverbund als Arbeitgeber

Teil 3: Gesundheit – Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM

Gesundheitsförderung mit System

Jeder kennt die Weisheit des Philosophen Arthur Schopenhauer:

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit

ist alles nichts“. Darum sollte es das wichtigste

Ziel eines jeden Menschen sein, das hohe Gut

der Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Da für den

RKH Klinikverbund die Beschäftigten das höchste Gut

sind, liegt dem Klinikunternehmen die Gesundheit seiner

Beschäftigten am Herzen. Denn nur gesunde, zufriedene

und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

tragen langfristig zum Erfolg bei.

Mit einem breiten Angebot an Leistungen des Betrieblichen

Gesundheitsmanagements BGM und der unter

ihrem Dach angesiedelten Betrieblichen Mobilitätsmanagement

BMM leistet der RKH Klinikverbund einen

wichtigen Beitrag für das Wohlbefinden, die Zufriedenheit

und eine ausgewogene Work-Life-Balance.

Seit seiner Einführung im Jahr 2013 wurde kontinuierlich

am Ausbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

BGM gearbeitet. Unter Federführung der

BGM-Koordinatorin Ulrike Stoiber-Lipp hat der BGM

Steuerungskreis vielfältige Maßnahmen und Leistungen

wie Sportgruppen, vergünstigte Trainings- und

Beratungsangebote, Gesundheitstage und Kurse entwickelt.

Die einzelnen Aktivitäten im Rahmen des Betrieblichen

Gesundheitsmanagements BGM dienen nicht

nur der Gesundheit, sondern haben auch einen großen

Einfluss auf die Unternehmenskultur. Gemeinsame

Veranstaltungen und Erfolge schweißen zusammen

und lassen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entstehen.

Egal ob Gesundheits- und Wandertage, Kurse

oder Laufwettbewerbe, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

unterschiedlicher Berufsgruppen, Hierarchiestufen

und Klinikstandorte lernen sich kennen und

sich gegenseitig zu unterstützen.

Weil die Zeit reif ist

Den demographischen Wandel spüren die RKH Kliniken

nicht nur bei der Versorgung der Patientinnen

und Patienten, sondern auch bei ihren eigenen

Auch eine gute Arbeitsplatzergonomie trägt zur Mitarbeitergesundheit bei.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Fest steht: In

den kommenden Jahren werden die Mitarbeiter in

Deutschland und damit auch in den Kliniken immer

älter. Doch die Regionale Kliniken Holding RKH

schätzt die Stärken ihrer „alten Hasen“: Schließlich

zeichnen sich diese häufig in besonderem Maße

durch Umsichtigkeit, höhere Bindung, zeitliche Flexibilität

und gute kommunikative Fähigkeiten aus.

Dennoch stellt das Älterwerden eine körperliche Herausforderung

dar – und auch die inhaltlichen Anforderungen

und psychischen Belastungen werden

häufig größer. Mitarbeiter, die den fachlichen Veränderungen

und der steigenden Arbeitsverdichtung

aus Altersgründen nicht mehr gewachsen sind, lassen

nicht selten die notwendige Energie und Freude

an ihrem Job vermissen oder werden krank. Dieser

Entwicklung schiebt der RKH Klinikverbund einen

Riegel vor: indem er die Motivation und das Bewusstsein

der eigenen Stärken und Schwächen seiner

Foto: RKH GmbH

Beschäftigten steigert, auf Techniken der Stressbewältigung

und körperliches Training setzt.

Dazu bietet die RKH ein breites Angebot an Informationsveranstaltungen,

Fortbildungen und Programmen

der betrieblichen Gesundheitsförderung

an, die speziell auf ältere Mitarbeiter zugeschnitten

sind. Dabei werden unterschiedlichste Kenntnisse

und Techniken vermittelt: zur Motivation, zum Verständnis

der Ursachen und Wirkungen physischer

und psychischer Belastungen, zur Bewältigung von

Stress und Burn-out, zur Entspannung und Verbesserung

der körperlichen Leistungsfähigkeit, zum bewussten

Umgang mit Schichtarbeit und zur Klärung

von Fragen rund um Rente und Vorsorge. Darüber hinaus

wird im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements

(BEM) neben verschiedenen Gesprächsmöglichkeiten

auch ein spezielles Reha-Programm

für Mitarbeiter angeboten.

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04

KLINIKVERBUND

1. Ausgabe 2019

Ausbildung in den RKH Kliniken

Ausbildungsbotschafter und Ausbildungsmessen

Wenn man sich für das Wohlergehen anderer Menschen

einsetzen möchte, ist eine berufliche Zukunft im

Gesundheits- und Pflegeumfeld genau das richtige. Ist

man sich seiner Sache noch nicht sicher und will man

erst mal in ein Berufsfeld in der Klinik hineinschnuppern,

dann ist ein Praktikum oder ein freiwilliger Dienst

zu empfehlen. So findet man schnell heraus, ob ein Beruf

im Gesundheits- und Pflegebereich oder ein anderer

Beruf im Krankenhaus das Richtige ist. Die RKH Kliniken

bieten für ein Praktikum, das Freiwillige Soziale Jahr

(FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) vielseitige

Einsatzmöglichkeiten..

Hat man sich mit Kopf, Herz und Bauch bereits für eine

Ausbildung im Gesundheitswesen entschieden, dann

trifft man bei den RKH Kliniken auf ein breites Angebot

an unterschiedlichen Berufsfeldern, vielfältigen Aufgaben,

guten Arbeitsbedingungen und erstklassigen

Perspektiven. Über 500 Ausbildungsplätze warten in

unseren acht Kliniken auf engagierte Talente, die etwas

aus sich machen wollen. Näheres finden Interessenten

auch im Karriereportal der RKH Kliniken unter

www.rkh-karriere.de.

Ausbildungsbotschafter

Viele Jugendliche wissen bis zum Verlassen der Schule

nicht, welchen Beruf sie ergreifen wollen und dementsprechend

welche Ausbildung sie starten sollen. Deshalb

entscheiden sich viele für eine weiterführende

Schule. Um dem entgegenzuwirken und den jungen

Menschen viele Berufsbilder und deren berufliche Perspektiven

aufzuzeigen, wurde die Initiative Ausbildungsbotschafter

gestartet. Dabei werben Auszubildende

in Schulen für eine Berufsausbildung.

Auf Initiative und mit Förderung des Ministeriums für

Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

werden Auszubildende als Ausbildungsbotschafter

qualifiziert. Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende,

die in Schulen oder auf Ausbildungsmessen

auf Augenhöhe für eine Berufsausbildung werben.

Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und

ermöglichen Schülerinnen und Schülern authentische

Einblicke in interessante Ausbildungsberufe.

Für diese wichtige Aufgabe haben sich in den RKH Kliniken

Ludwigsburg-Bietigheim und den RKH Kliniken

des Landkreises Karlsruhe Ausbildungsbotschafter

Anja Rebmann, Leiterin Personalentwicklung, und Auszubildende informierten auf der Ausbildungsmesse in Pforzheim. Foto:

RKH GmbH

qualifizieren lassen. Sie motivieren Schülerinnen und

Schüler für eine Berufsausbildung in der Gesundheits-

und Krankenpflege und zeigen bei Ausbildungsmessen,

in Schulen und im Rahmen ihrer Einsätze die

Chancen und Möglichkeiten, die sich nach der erfolgreichen

Abschlussprüfung zur Gesundheits- und Krankenpflege

innerhalb der RKH Kliniken ergeben.

Ausbildungsmessen

Insgesamt etwa 7000 Besucher informierten sich am

Samstag, 2. Februar 2019 im Congresscentrum und in

der Jahnhalle in Pforzheim über die verschiedenen Ausbildungs-

und Studienangebote in der Region. Reger Andrang

herrschte auch am Stand der RKH Kliniken. Dabei

lag das Hauptinteresse der Jugendlichen auf den Ausbildungsmöglichkeiten

im Pflegeberuf und als Medizinische

Fachangestellte. Auch die Möglichkeit, ein Freiwilliges

Soziales Jahr (FSJ) im Vorfeld einer Ausbildung zu absolvieren,

wurde häufig nachgefragt. Einige Jugendliche

brachten sogar ihre Bewerbungsunterlagen gleich mit.

Die RKH Kliniken waren auch auf der Ausbildungsmesse

bam im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg

vertreten. Die bam-Messe Ludwigsburg ist die größte

Ausbildungsmesse für den Landkreis Ludwigsburg.

Rund 120 Firmen und Einrichtungen präsentieren sich

dort als Arbeitgeber und stellen mehr als 200 Ausbildungsplätze

und Berufe vor.

Am Messestand der RKH Kliniken im Theaterfoyer fanden

junge Menschen Informationen zu Ausbildungsund

Studienmöglichkeiten und unterschiedlichen Karrieremodellen.

Vorgestellt wurden die Berufsfelder

Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und

Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflegehilfe,

weitere Gesundheitsberufe wie Hebamme,

Medizinische Fachangestellte und Operationstechnische

Assistenten, kaufmännische und technische

Berufe, aber auch Praktika und Freiwilligendienste.

Ein Film über das

Freiwillige Soziale

Jahr (FSJ) in der RKH

Seit Kurzem ist auf dem Youtube Kanal

der RKH Kliniken ein neuer Film

über das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) online.

https://www.rkh-karriere.de/ausbildung/praktika-und-freiwillige-dienste/

Viel Spaß beim Ansehen!


1. Ausgabe 2019

KLINIKVERBUND

05

Erstes Simulationstraining für Pflegende

Zeitgemäße Trainings für die Pflege in der Weiterbildung

Am 21. Februar 2019 fand das erste Simulationstraining

für Pflegende in der

Weiterbildung an der RKH Akademie in

Markgröningen statt. Nach zwei Jahren

der Vorbereitung und Entwicklung

wurde das erste Skills- und Zwischenfalltraining

für angehende Intensivpfleger

durchgeführt. Das Programm wurde

inhaltlich und didaktisch von der RKH

Akademie in Zusammenarbeit mit dem

durchführenden RKH Simulationszentrum

entwickelt.

Pflegende sind in der Patientenversorgung

zunehmend komplexeren Behandlungssituationen

ausgesetzt. Über die

Einbindung spezieller Simulationstrainings

in die Qualifizierungsmaßnahmen

von Aus-, Fort- und Weiterbildung können

Pflegende ihre beruflichen Handlungskompetenzen

festigen und erweitern.

„Speziell für die Intensivpflege

gilt: Richtige Patienteneinschätzung,

schnelle Reaktionsfähigkeit und kollegiale

Zusammenarbeit im Team fördern

die Patientensicherheit“, so Denise

Die Teilnehmer des Weiterbildungskurses Intensivpflege & Anästhesie waren sich einig: Das Simulationstraining sollte fester Bestandteil in der

Pflegeweiterbildung bleiben.

Foto: RKH GmbH

Schindele, die als Pflegepädagogin die

Weiterbildung leitet. Für die neuen Trainingsunterrichte

wurden von der Fachweiterbildungsstätte

Intensivpflege der

RKH Akademie Entwicklungen für ein

entsprechendes Training angestoßen

und mit dem RKH Simulationszentrum

in Vaihingen gemeinsam konzeptioniert.

Das erste Training fand nun im Rahmen

der Blockwoche der Weiter-

bildungsteilnehmer statt und wurde

mit großer Begeisterung aufgenommen.

Die Pflegenden konnten realitätsnahe

Situationen am Intensivpatienten

erleben, mussten Krankheitssymptome

in Kleingruppen erkennen, bewerten

und behandeln und sich der jeweiligen

Auswertung der aufgezeichneten

Sequenzen im Team stellen. Tilmann

Müller-Wolff, Leiter der RKH Akademie,

begrüßte die Integration der Simulation

in die moderne Weiterbildung und

führte aus: „Damit wird die Lehre in der

Fachweiterbildung methodisch erweitert

und der Theorie-Praxis-Transfer für

die Lernenden zusätzlich unterstützt.“

Die Kursteilnehmer waren vom ausgeweiteten

Lehrspektrum begeistert und

zeigten sich von den Lerneffekten beeindruckt.

Überregionale Konferenz zur Frühmobilisierung

Internationale und nationale Experten tauschen sich in der RKH Akademie aus

Am 23. November 2018 fand die nunmehr vierte Konferenz

Frühmobilisierung an der RKH Akademie in Markgröningen

mit vier internationalen und elf nationalen

Referenten statt. Das Netzwerk Frühmobilisierung

hatte die RKH Akademie als Veranstaltungsort 2018

ausgewählt. 121 Teilnehmer unterschiedlicher Professionen

im Gesundheitswesen reisten aus über dreißig

verschiedenen regionalen und überregionalen Einrichtungen

zur Konferenz an. Diese Interprofessionalität

spiegelte sich auch in der Gestaltung des Programmes

wider, da jeder Vortragsblock jeweils einen Vortrag

eines medizinischen, eines therapeutischen und eines

pflegerischen Experten beinhaltete.

121 Teilnehmer unterschiedlicher Professionen aus mehr als 30 überregionalen Einrichtungen tauschten sich zum Thema Frühmobilisierung

aus.

Foto: RKH GmbH

Im ersten Vortragsblock der Veranstaltung „Allgemeine

Einführung in Frühmobilisierung“ stellte Privatdozent

Dr. Stefan Schaller, Assistenzarzt der Klinik

für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum

rechts der Isar der Technischen Universität München,

verschiedene Studien vor, die die Evidenz der Frühmobilisierung

in den Blick nehmen und leitete hieraus

ein Fazit ab. Wie genau die praktische Umsetzung

von Frühmobilisierung im klinischen Alltag aussieht,

wurde daraufhin von Stefan Nessizius, Physiotherapist

am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation

am Landeskrankenhaus/Universitätskliniken

Innsbruck verdeutlicht. Tobias Melms, Intensivpfleger

im Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege

der Universitätsmedizin Greifswald, legte weiterführend

dar, welche Barrieren bei der Implementierung

von Frühmobilisierung auftauchen können

und wie die Einführung dennoch gelingen kann. Im

Vortragsblock „Spezielle Fragestellungen“ beleuchtete

Dr. Tobias Wollersheim, Assistenzarzt der Klinik

für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Medizin

an der Charité Universitätsmedizin Berlin, die erworbene

Muskelschwäche des kritisch kranken Patienten

und führte aus, wie Frühmobilisierung die Genesung

bei diesem Krankheitsbild unterstützen kann.

Als Logopädin widmete Natalie Rommel, Bereichsexpertin

der Logopädie am Therapiezentrum am Universitätsklinikum

Tübingen, sich der Schluckstörung – in

der Fachsprache Dysphagie genannt – und legte dar,

mit welchen Möglichkeiten dieses Krankheitsbild erkannt

und wie den betroffenen Patienten durch Therapie

geholfen werden kann. Wie eine frühe Mobilisation

auch bei Patienten mit invasiven Zugängen

möglich ist, verdeutlichte Katrin Lichy, Teamleitung

der interdisziplinären Intensivstation am RKH Klinikum

Ludwigsburg, in ihrem Vortrag. Nach einer Mittagspause

konnten die Teilnehmer sich in vier angebotenen

Workshops den Herausforderungen in der

praktischen Umsetzung der Frühmobilisierung stellen

und Handlungsmöglichkeiten erkennen. Inhaltlich befassten

sich die Workshops mit den Themen Atemtraining,

Mobilisation von adipösen Patienten, Mobilisation

mit Beatmung und Delir-Scoring. Den Abschluss

der Konferenz Frühmobilisierung bildete der Vortrag

von Dr. Marike van der Schaaf, Associate Professorin

und Physiotherapeutin am Academic Medical Center

der Universität Amsterdam, zum Thema „top care =

top sport“, in welchem sie die Parallelen zwischen Genesung

und Training darlegte und damit auch aufzeigte,

was die Frühmobilisierung auf der Intensivstation

vom Spitzensport lernen kann.


06

KLINIKVERBUND

1. Ausgabe 2019

Ehrung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und Rechbergklinik Bretten

Verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der RKH Fürst-Stirum-Klinik

Bruchsal und der RKH Rechbergklinik

Bretten waren an beiden Standorten zu

einer Feierstunde eingeladen. Regionaldirektorin

Susanne Jansen würdigte die

Leistungen der Beschäftigten, die in den

Ruhestand verabschiedet wurden, seit

25 oder gar 40 Jahren im öffentlichen

Dienst tätig sind oder ein 20-, 30,- 35,-

bzw. 45 jähriges Hausjubiläum feierten.

Den Ruheständlern und Jubilaren dankte

Jansen für die treu geleistete Arbeit und

verwies dabei auf die positive Entwicklung

der Kliniken, an der die Geehrten

einen bedeutenden Anteil hätten und

wesentlich zur hochwertigen Patientenversorgung

beitrügen. Sie zeigte sich zuversichtlich,

dass die Kliniken auch in

den kommenden Jahren den Anforderungen,

insbesondere durch den Neubaubezug

in Bretten und die weiter geplanten

baulichen Veränderungen in

Bruchsal gewachsen sein werden.

Ulrika Buser, Beate Day, Reiner Friedrich,

Veronika Hargesheimer, Rita Herrmann,

Karola Lang, Ute Möhn, Claudia Pfeiffer,

Lioba Reger, Klaus Stolzenthaler und Karin

Zesinger konnten im vergangenen

Jahr ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Marga Lichtner-Maier und Marianne

Zirkelbach wurden für eine 45-jährige

Betriebszugehörigkeit geehrt.

Als Zeichen der Anerkennung überreichten

Regionaldirektorin Susanne Jansen

und Pflegedirektorin Jutta Ritzmann-

Geipel den Anwesenden eine Urkunde

und ein Präsent mit den besten Wünschen

für eine Zeit mit guter Gesundheit.

Ehrung der Mitarbeiter in der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal.

Ehrung der Mitarbeiter in der RKH Rechbergklinik Bretten.

Foto: RKH Akademie

Foto: RKH Akademie

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Ambulante Dienste

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Sozialstationen

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2019.

Anzeigenschluss: 31. Mai 2019

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sowie flexible Mitarbeiter*innen für alle weiteren Bereiche

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Wunsch, so lange wie möglich zu Hause versorgt

zu werden.

Wir freuen uns, wenn auch du ein Teil unserer kollegialen

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Bretten Frau Huber Tel. 07252-973 006

Bruchsal-Untergrombach Frau Ghadiri Tel. 07257-930 521

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Weingarten/Pfinztal Frau Geßler Tel. 07244-705 410 6

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1. Ausgabe 2019

BRUCHSAL

07

„Eine Medizin der Zukunft“

10 Jahre Psychosomatik an der RKH-Fürst-Stirum Klinik Bruchsal

Nicht mehr wegzudenken und doch erst

1o Jahre im Dienst für unsere Patienten:

Die Klinik für Psychosomatische Medizin

und Psychotherapie der RKH-Fürst-Stirum-Klinik

Bruchsal feiert in diesem Jahr

ein Jubiläum. Eine ehemals chirurgische

Station wandelte sich über Kurzzeitpflege

und Psychiatrie in das Zukunfts-

Projekt „Psychosomatik an der Fürst-Stirum-Klinik“.

2009 wurde unter dem damaligen

Chefarzt Dr. med. Peter Rochlitz und

der Pflegedienstleitung Marianne Zirkelbach

die erste 16-Betten-Station für

„Psychotherapeutische Medizin“ eröffnet.

2011 kam eine Tagesklinik mit 8

Behandlungsplätzen hinzu, die unter

dem neuen Chefarzt Dr. med. Bernhard

Hain 2015 auf 12 Plätze erweitert

wurde. 2018 konnte die Bettenstation

in den neu errichteten G-Bau

einziehen und angenehm-funktionelle

Behandlungsräume sowie mehr Komfort

in den Patientenzimmern bieten.

„Zeitweise behandeln wir bis zu 30

Patienten stationär und tagesklinisch

gleichzeitig“ berichtet Chefarzt Dr.

med. Bernhard Hain. „Dazu begleiten

wir den Patienten über seinen ersten

Anruf bei uns, ein diagnostisches und

beratendes Vorgespräch, einen Rundgang

auf der Station oder Tagesklinik

bis zur Aufnahme“ ergänzt Oberärztin

Caroline Linn den Weg des Patienten

zur Aufnahme „Meist können wir

durch ein bewährtes Aufnahme-System

die Wartezeiten auf 2-4 Wochen begrenzen,

im Krisenzustand sind auch

kurzfristigere Aufnahmen möglich. Die

Behandlungen dauern durchschnittlich

ca. 6 Wochen, im Spektrum von 2 bis

10 Wochen“ berichtet der Oberarzt der

Station, Dr. med. Klaus Blumenstiel.

Aufnahmen sind möglich für alle psychosomatischen

Krankheitsbilder, insbesondere

schwere Depressive Erkrankungen,

Angststörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen,

Somatoforme Schmerzstörungen

und andere Somatoforme Störungen,

Posttraumatische Belastungsstörungen,

sowie psychische Belastung

bei körperlichen Erkrankungen wie zum

Beispiel Herzerkrankungen, Diabetes,

Tumorerkrankungen u.a.

„Die Tagesklinik ermöglicht Patienten,

für die die Herausnahme aus dem Alltag

nicht notwendig oder gar ungünstig ist,

das vollständige Therapieprogramm bei

täglicher Erprobungsmöglichkeit im Alltag“

berichtet Oberazt Dr. med. Robert

Oettinger.

Über die psychosomatischen Konsil- und

Liaisondienste für das ganze Krankenhaus

steht allen Patienten ein diagnostischer,

beratender und behandelnder

Dienst zur Verfügung.

Mit der Rechbergklinik Bretten ist über

den dortigen Konsil- und Liaisondienst,

der 2015 eingerichtet wurde, eine enge

Zusammenarbeit entstanden, die Patienten

aus der Rechbergklinik, die sich in

psychischen Belastungssituationen befinden

oder unter chronischen Schmerzen

leiden, zeitnah Behandlungsmöglichkeiten

zur Verfügung stellt.

„Für die nahe Zukunft würden wir uns

erweiterte vor- und nachstationäre

ambulante Behandlungsmöglichkeiten

wünschen, daran arbeiten wir mit den

Fachgesellschaften bei nachweisbar

großem Behandlungsbedarf“ berichtet

Chefarzt Dr. med. Bernhard Hain.

Der Zukunft und auch ein wenig der

Rückschau widmet sich die Jubiläumstagung

am 28. September 2019.

„Bindungsorientierte Psychotherapie“,

„Wirksamkeit von Musiktherapie“ und

„Psychosomatische Fallarbeit in der Geburtshilfe“

werden dann die Themen

sein. „Alles Zukunftsthemen, an denen

wir heute schon arbeiten“ freut sich

Chefarzt Dr. med. Bernhard Hain stellvertretend

für sein ganzes Team bestehend

aus den Sekretärinnen Susen Bachmann

und Alexandra Sartorius, Kunst- und

Körpertherapeuten, Psychosomatischer

Fachpflege unter Leitung von Marianne

Zirkelbach, Psychologischen Psychotherapeuten

und Diplom-Psychologen, sowie

Assistenzärzten, Fachärzten und

Oberärzten sowie externen Supervisoren.


Dr. med. Bernhard Hain

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Das Team der Psychosomatik.

Foto: RKH GmbH

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08

BRUCHSAL

1. Ausgabe 2019

10 Jahre Blutspendezentrale an der Fürst-Stirum-Klinik

Weil jede Spende zählt

Seit zehn Jahren öffnet die Blutspendezentrale

an der Fürst-Stirum-Klinik jeden

Montagnachmittag um 15.00 Uhr

ihre Pforten. Bald darauf ertönt ein kurzer

Klingelton von der Blutmischwaage:

soeben wurde ein halber Liter Blut gespendet,

die Standardmenge bei einer

Vollblutspende – und ein/e BlutspenderIn

an der Blutspendezentrale in der

Fürst-Stirum-Klinik hat das besondere

Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.

Die Fürst-Stirum-Klinik braucht jedes

Jahr ca. 3000 Blutkonserven und dass

diese Präparate auch tatsächlich zur

Verfügung stehen, ist keine Selbstverständlichkeit.

Immer wieder stehen Krankenhäuser

vor der Situation, gefährliche Versorgungsengpässe

vermeiden zu müssen.

Denn auch heute hängen große Bereiche

der modernen Medizin davon ab,

dass Blut und Blutbestandteile in ausreichender

Menge zur Verfügung stehen.

Durch einen Verkehrsunfall, eine

schwere Operation, eine Erkrankung

des blutbildenden Systems oder im

Rahmen einer Tumorerkrankung kann

jeder plötzlich in die Lage geraten, Blutprodukte

zu benötigen.

Rund 70 % aller Menschen in Deutschland

brauchen irgendwann in ihrem

Leben fremdes Blut oder Blutprodukte.

Dem stehen 3-4 % der Bevölkerung

gegenüber, die regelmäßig

Blut spenden. Aufgrund der demographischen

Entwicklung ist mittelfristig

mit einem Rückgang der Blutspenderzahlen

bei gleichzeitig steigendem

Bedarf zu rechnen, obwohl

anzeigen

Eine Blutspende kann Leben retten.

die Krankenhäuser zahlreiche Maßnahmen

zum Einsparen von Blutprodukten

etabliert haben.

Die Blutspender und Blutspenderinnen

an der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal

können sich daher zu Recht als Lebensretter

fühlen, denn auch in der modernen

Medizin gibt es keinen künstlichen

Ersatz für Blut.

Dass die Versorgung rundum gesichert

bleibt – dazu leistet die Blutspendeeinrichtung

in der Fürst-Stirum-Klinik, die

in Kooperation mit dem Städtischen

Foto: Adobe Stock / jat306

Klinikum in Karlsruhe betrieben wird,

seit 10 Jahren ihren Beitrag.

Dank zunehmender Akzeptanz in der

Bevölkerung trägt die seit 2009 bestehende

hauseigene Blutspendezentrale

inzwischen wesentlich zur Blutversorgung

der Fürst-Stirum-Klinik bei.

Die Woche mit einer guten Tat beginnen:

„Am Montag ist Blutspendetag“ – wenn

dieses Wissen ins Bewusstsein noch vieler

weiterer Bürgerinnen und Bürger in und

um Bruchsal dringt, setzt sich die Erfolgsgeschichte

an der Fürst-Stirum-Klinik fort.

Dies ist umso leichter möglich, als fast

jeder Blut spenden kann:

Gesunde Erwachsene zwischen 18 und

68 Jahren (Erstspender 60 Jahren) mit

mindestens 50 kg Körpergewicht können

Blut spenden – Männer alle zwei

Monate, Frauen alle drei Monate. Jeder

Spender wird vor der Blutspende kurz

untersucht und auch das gespendete

Blut wird gründlich unter die Lupe genommen,

so dass eventuelle gesundheitliche

Probleme frühzeitig erkannt

werden können. Alle Spender erhalten

nach der zweiten Spende einen persönlichen

Blutspender-Pass, aus dem

Blutgruppe einschließlich Rhesusformel

und eventuell vorliegende Antikörper

hervorgehen. Ab der zweiten Spende erhalten

die Blutspender eine pauschalierte

Aufwandsentschädigung.

In der Fürst-Stirum-Klinik besteht jeden

Montag von 15.00 bis 19.00 Uhr die

Möglichkeit zur Blutspende. Für eventuelle

Fragen und Informationen steht

das Blutspendeteam unter der Telefonnnummer

07251/ 708 57293 gerne

zur Verfügung.

Die Blutspenderinnen und Blutspender

an der Fürst-Stirum-Klinik wissen, wie

unkompliziert eine Blutspende abläuft.

Das Beste aber ist das gute Gefühl,

einem Menschen in einer Notsituation

geholfen zu haben.

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RKH.aktuell

Die Patienten- und Mitarbeiterzeitung der Regionalen Kliniken Holding | Ausgabe der Kliniken des Landkreises Karlsruhe 01.2018

Investition in die Zukunft

Aktue ler Stand der Bauprojekte | » Seite 07 |

Neu: Dysphagiezentrum

Hilfe bei Schluckstörungen | » Seite 12 |

Klinik. Karriere. Leben.

Neues Karriereportal

| » Seite 03 |

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Ethikkomitee | » Seite 06 |

Projekt Belegungsmanagement | » Seite 08 |

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Vorbild für Integration | » Seite 10 |

Telemetrie | » Seite 11 |

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1. Ausgabe 2019

BRUCHSAL

09

Neue Chemoambulanz in der Frauenklinik

Großer Zugewinn für die Patientinnen und das Klinikpersonal

Die Chemoambulanz der Frauenklinik der Fürst Stirum

Klinik Bruchsal ist seit dem Jahr 2000 ein fester Bestandteil

des Brustzentrums.

Die Anfänge der ambulanten Chemotherapie in der

Frauenklinik waren im Jahr 2001 in einem Krankenzimmer

auf der gynäkologischen Station.

Die Initative zur Gründung einer Chemoambulanz, unter

deren Leitung sie auch heute noch geführt wird,

ging von dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Jürgen

Wacker aus. Er ist Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde

mit dem Schwerpunkt Gynäkologische

Onkologie und Palliativmedizin.

Die Chemoambulanz ist Bestandteil des zertifizierten

Brustzentrums. In der Ambulanz werden gemäß den

Konferenzbeschlüssen des interdisziplinären Tumorboards

am NCT in Heidelberg Chemotherapien verabreicht,

welche den aktuellen Leitlinien und Standards

entsprechen.

Ab 2001 befand sich die ambulante Chemotherapie

separat im E-Bau in einem Zimmer. Im Jahr 2010

wurde die Ambulanz um ein Zimmer erweitert, mit

nun insgesamt sechs Behandlungsplätzen. Im Oktober

2018 ist die ambulante Chemotherapie in die renovierten

und umgebauten Räume des ehemaligen

Kreißsaals gezogen, welcher nach dem Neubau des G-

Baus frei wurde.

Die Abteilung besteht nun aus vier Räumen und verfügt

über eine Anmeldung, einen Raum für Aufklärungsgespräche

und Injektionen sowie zwei Therapieräume

mit insgesamt neun Plätzen.

Für die Klinik und die Patientinnen ist der Umzug ein

großer Zugewinn. Es handelt sich jetzt um eine abgeschlossene

Abteilung, in der sich die Patientinnen frei

bewegen können. Hier werden die neoadjuvanten und

die adjuvanten medikamentösen Therapien der Patientinnen

des Brustzentrums sowie des gynäkologischen

Krebszentrums durchgeführt.

Neoadjuvant sind Therapien, welche vor der operativen

Therapie verabreicht werden. Adjuvante

Therapien nennt man Therapien, welche nach erfolgter

Operation verabreicht werden.

Die Patientinnen werden nach dem stationären Aufenthalt

in der Ambulanz der Chemotherapie ambulant

weiterbehandelt. Im speziell onkologisch ausgebildeten

Behandlungsteam arbeiten vier Mitarbeiterinnen

unter der Leitung von Anja Becker-Paluschka.

Sie ist ausgebildete Onkologische Fachkraft und Palliativ-Care

Nurse. Im Team arbeiten außerdem Ana

Markovic und Jasmin Ebelle, sowie Renate Duchardt,

die ebenfalls als Palliativ-Care Nurse eine Zusatzausbildung

besitzt.

Die Mitarbeiterinnen des Teams arbeiten eng mit Prof.

Dr. med. Jürgen Wacker und den zuständigen Ärzten

zusammen und sorgen für einen individuellen, sicheren

Ablauf der Therapie und das Wohl der Patientinnen.

Durch die familiäre Atmosphäre entsteht trotz der

häufigen Sorge vor einer Chemotherapie ein angenehmer

Austausch unter den Patientinnen, welcher

zum Wohlbefinden beiträgt und dadurch auch zu einer

Erleichterung der Therapie führt.

Während der Therapie kümmern sich die Pflegekräfte

um die Verabreichung der Medikamente und stehen

dabei in einem engen Kontakt mit den Patientinnen.

Beispielsweise können bei der täglichen Visite individuell

auftretende Nebenwirkungen festgestellt werden,

auf die das Behandlungsteam unmittelbar reagieren

kann. Der Patient bekommt hier entsprechende

individuelle Beratung und Schulung. Dies können z.B.

Kurzschulungen zur Hautpflege oder zur Ernährung

sein.

Um Nebenwirkungen gezielt zu erfassen, zu behandeln

aber auch schon vorzubeugen, wurde speziell ein

Formular entwickelt, in dem die Patienten während

der Behandlungszyklen ihre individuelle Einschätzung

ihres Gesundheitszustands beurteilen können.

Das Team ist regelmäßig auf Fort- und Weiterbildungen,

um die komplexen Therapieschemata und die

damit verbundenen Supportiv-Therapien zur Verringerung

der Nebenwirkungen fachkompetent durchführen

zu können.

Die Mitarbeiter haben sich zum Ziel gesetzt, den Patientinnen

soviel Informationen wie möglich zukommen

zu lassen, um sie damit bestmöglichst durch die

Zeit der Therapie zu begleiten. Dadurch soll das sogenannte

Selbstpflegemanagement der Patienten gefördert

werden.

Als Besonderheit bietet die Chemoambulanz der Frauenklinik

den Krebspatientinnen mit Unterstützung der

Gesellschaft DKMS live jährlich mehrere Kosmetikseminare

an. Dabei werden die Frauen angeleitet sich als

Frau wieder in den Fokus zu setzen, denn sich wohl zu

fühlen fördert das Selbstwertgefühl und unterstützt

den Heilungsprozess.

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sind für die Patientinnen kostenlos und finden

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10

BRUCHSAL

1. Ausgabe 2019

Stillzimmer und Wickelplatz in der Frauenklinik

Mehr Komfort für die Wöchnerinnen

Auf der neuen Station G2 der Bruchsaler

Frauenklinik befindet sich ein Stillzimmer,

das nicht nur Mütter der Wochenbettstation,

sondern auch Besucherinnen

und Klinikmitarbeiterinnen zum

Stillen aufsuchen können. Der Raum ist

lichtdurchflutet, in warmen Farben gestaltet

und mit bequemen Sesseln ausgestattet.

Seit 2013 ist die Bruchsaler Frauenklinik

als Babyfreundliche Geburtsklinik nach

den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) und des Kinderhilfswerks

UNICEF ausgezeichnet. Die im

Jahr 2016 ausgesprochene Verlängerung

dieser Auszeichnung ist für den

Ärztlichen Direktor der Frauenklinik,

Prof. Dr. Jürgen Wacker, nicht nur Anerkennung,

sondern auch Ansporn, das

Erreichte durch neue Angebote immer

weiter zu verbessern. In diesem Jahr

wird wiederum mit einer erfolgreichen

Rezertifizierung gerechnet.

Die Förderung des Stillens steht in einer

Babyfreundlichen Geburtsklinik an

Stationsleitung Rosalinde Schneider freut sich über den neuen Wickelplatz

erster Stelle. Dieser Anspruch bezieht

sich nicht nur auf die Wöchnerinnen,

die in der Klinik entbunden haben. Vielmehr

soll für alle stillenden Mütter,

die sich in der Klinik aufhalten, auch

Foto: RKH GmbH

Besucherinnen und Mitarbeiterinnen,

ein Raum zur Verfügung stehen, in den

sich die Frauen zurückziehen und sich

in aller Ruhe und in entspannter Atmosphäre

dem Stillen widmen können.

Als weiteres Angebot steht auf der Station

G2 außerdem ein Wickelplatz zur

Verfügung. Diesen dürfen ebenso wie

das Stillzimmer alle Eltern mit ihren Babys

und Kleinkindern nutzen, die sich in

der Klinik aufhalten und Bedarf haben.

Prof. Wacker und Stationsleiterin Rosalinde

Schneider sind stolz und erfreut,

dass sowohl das Stillzimmer als

auch der Wickelplatz gut angenommen

werden.

Das Stillzimmer und der Wickelplatz befinden

sich auf der Station G2. Wer die

Angebote nutzen möchte, kann sich am

Stationsstützpunkt melden.

Alles weitere zu den geburtshilflichen

Angeboten der Fürst-Stirum-Klinik

Bruchsal und auch zur Förderung des

Stillens erfahren werdende Eltern bei

den Elterninformationsabenden, die regelmäßig

jeden ersten Dienstag im Monat

in der Klinik stattfinden. Der nächste

Termin ist am Dienstag, 2. April 2019

um 18.30 Uhr.

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BRUCHSAL

1. Ausgabe 2019

Gemeinsam gegen den Darmkrebs

Darmzentrum Bruchsal informierte mit Vorträgen

Bereits zum 18. Mal stand der März in ganz Deutschland

im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Erneut wurden

bundesweit vielfältige Veranstaltungen angeboten.

Auch das Darmzentrum Bruchsal unter der Leitung

von Professor Dr. Tom M. Ganten, Ärztlicher Direktor

der Klinik für Gastroenterologie, Hämato-Onkologie,

Pneumologie, Infektiologie und Intensivmedizin und

Professor Dr. Sven Richter, Ärztlicher Direktor der Klinik

für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie wirkten an

diesen Aktionen mit.

Am Mittwoch, 20. März 2019, fand im Vortragsraum

Augenzentrum eine Vortragsveranstaltung rund um

die Themen Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung

von Darmkrebs statt. Nach der Begrüßung

referierte Professor Dr. Tom M. Ganten zum Thema

„Früherkennung und Vorsorge von Darmkrebs rettet

Menschenleben“. Anschließend ging es bei Professor

Dr. Sven Richter um die minimal-invasive Chirurgie

bei Darmkrebs 2019, verbunden mit der Frage

„Braucht es den Roboter?“ Anschließend widmete

sich Dr. Matthias Kraft, leitender Oberarzt der Klinik

für Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Pneumologie,

Infektiologie und Intensivmedizin dem Thema

„Ernährungstherapie bei Darmkrebs – nur Prophylaxe

oder mehr?“. Nach den Vorträgen nahmen die

Besucher die Gelegenheit wahr, Fragen an die Referenten

zu stellen.

Jährlich sterben allein in Deutschland rund 26.000

Menschen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung.

Das Team des Darmzentrums Bruchsal.

Dabei kann man kaum einer Krebsart so leicht vorbeugen.

Durch Früherkennung könnten die überwiegende

Zahl der Darmkrebsfälle verhindert oder

geheilt werden. Seit 2002 organisieren die Stiftungen

Felix Burda und LebensBlicke zu diesem

Zweck jährlich den Darmkrebsmonat März. Deshalb

Fotos: RKH GmbH

wurden auch alle Interessierten aus Bruchsal und

der Region zur Informationsveranstaltung der Spezialisten

des Bruchsaler Darmzentrums eingeladen,

um sich aus erster Hand über aktuelle Entwicklungen

in der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie

von Darmkrebs zu informieren.

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1. Ausgabe 2019

BRETTEN

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Neubau der Rechbergklinik

Säule der medizinischen Versorgung im östlichen Landkreis

Der am 1. März eingeweihte und am 12. März bezogene

Neubau der Rechbergklinik schafft die räumlichen

Voraussetzungen für das neue medizinische

Konzept im Verbund mit Bruchsal.

Mit einer Feierstunde für geladene Gäste ist am 1.

März die neue Rechbergklinik offiziell eingeweiht worden.

Den am folgenden 2. März veranstalteten Tag der

offenen Tür nutzte die Bevölkerung, um sich mit dem

Neubau auf dem Rechberg vertraut zu machen. Mit

der Inbetriebnahme am 12. März ist nach vierjähriger

Bauzeit die wichtigste Etappe auf dem Weg der Sicherung

und Neuausrichtung einer flächendeckenden,

wohnortnahen und qualitativ hochwertigen medizinischen

Versorgung im östlichen Landkreis Karlsruhe

geschafft. In einer weiteren Etappe soll das Erreichte

ab 2020 mittels Campuslösung aus neuem Fachärztezentrum,

Pflegeeinrichtungen und altersgerechten

Wohnformen noch zukunftsfester gemacht werden.

Erhaltung durch Spezialisierung

Möglich wurde die Erhaltung der Rechbergklinik dadurch,

dass sie 2012 kraft Kreistagsbeschluss mit der

ebenfalls zur Regionale Kliniken Holding (RKH) gehörenden

Bruchsaler Klinik zu einem einheitlichen Plankrankenhaus

unter dem Namen „Kliniken des Landkreises

Karlsruhe“ (KLK) zusammengelegt wurde. Statt

gegeneinander um Patienten zu konkurrieren, ergänzen

sich nun beide Standorte mit unterschiedlichen

Spezialangeboten. So wurde die früher auch in Bretten

angesiedelte Geburtshilfe in Bruchsal zentralisiert, dafür

behält Bretten mit der Palliativmedizin ein Alleinstellungsmerkmal.

Mit dem Bezug des Neubaus kann

Die neue Rechbergklinik sichert im Verbund mit der Bruchsaler Klinik eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige

medizinische Versorgung im östlichen Landkreis Karlsruhe.

Foto: ch

das gemeinsame medizinische Konzept für die KLK in

Bretten räumlich optimal und technisch auf dem allerneuesten

Stand umgesetzt werden.

Kurze Wege für Mitarbeiter und Patienten

Das Stuttgarter Architekturbüro Arcass hat das auf

Grundlage seines Siegerentwurfs beim vorangegangenen

Wettbewerb geplante Klinikgebäude direkt neben

dem Altbau aus den 1960er Jahren errichtet.

Nicht gehfähige Patienten gelangen über den neuen

Liegendkrankeneingang auf der Südseite in die Klinik.

Unter einem schmetterlingsartig aufgespannten

Vordach werden sie aus den Fahrzeugen direkt in

die Zentrale Notaufnahme im Erdgeschoss (Ebene 0)

des Bettenbaus gebracht. Beherrschendes Merkmal

sind kurze Wege: Die Aufnahme ist mit der hausärztlichen

Notfallpraxis verknüpft, nebenan in der Radiologie

werden Röntgenaufnahmen angefertigt. In den

Ebenen darüber liegen die Allgemeinpflegestationen 1

und 2 mit zusammen 76 Betten. Weitere 34 Betten beherbergen

die Wahlleistungs- und die Palliativstation

in der obersten Etage, Ebene 3. Ob Ein- oder Zweibettzimmer,

alle sind mit eigenen Patientenbädern ausgestattet.

Zusammen mit weiteren zehn Betten der Intensivstation

bietet die neue Klinik insgesamt 120 Betten.

„Ich bin froh, dass wir die 120 Betten genehmigt

bekommen haben und damit die medizinische Versorgung

in der Region sicherstellen können“, sagt RKH-

Regionaldirektorin Susanne Jansen.

Allgegenwärtige Digitalisierung

Alte und neue Klinik: Der Altbau aus den 1960er Jahren (links) soll bis Ende 2019 abgerissen werden, danach beginnt die Aufstockung

des roten Laborgebäudes zum Fachärztezentrum.

Foto: ch

Für weitere Untersuchungen werden die Patienten

im Erdgeschoss einfach über den Mittelgang hinüber

in den Behandlungsbau geschoben. Dort sind Ernährungsberatung,

Endoskopie und die Cafeteria angesiedelt.

Auf Ebene 1 liegen drei OP-Säle, die Intensivstation,

die Zwischenstation zwischen Intensivstation

und Normalstation (Intermediate-Care) sowie die

Schlaganfallstation (Stroke-Unit). In Form modernster

Medientechnik macht sich allerorten die Digitalisierung

bemerkbar. Die Untergeschosse sind der Pathologie,

Personalräumen, Versorgungsfunktionen sowie

einer von zwei Technikzentralen vorbehalten. Die

zweite sitzt auf dem Dach des Behandlungsbaus.

Gute Verkehrsanbindung

Der geräumige Gang (Magistrale) mit durchgehendem Oberlichtband verbindet den Bettenbau (links) mit dem Behandlungsbau

(rechts).

Foto: ch

Besucher betreten die Klinik durch den von einem Vordach

überwölbten Haupteingang und melden sich am

Empfang. Bei gutem Wetter können sie sich mit gehfähigen

Patienten auf dem Vorplatz in einem Außenbereich

der Cafeteria treffen. Auf dem Besucherparkplatz

an der Edisonstraße finden 113 Autos Platz. Taxistellplätze

und die verlegte Haltestelle der Buslinie 141

sind gleich nebenan. Die Stadtbahnhaltestelle Mitte ist

in zehn Minuten zu Fuß erreichbar. Durch seine maßvolle

Höhe von nur zwei Vollgeschossen an der Virchowstraße

und vier Vollgeschossen am entgegengesetzten

Südhang fügt sich der Neubau gut ins Gelände und in die

benachbarte Wohnbebauung ein. Alle Patientenzimmer

sind barrierefrei, klimatisiert und nach Süden ausgerichtet.

Mit bodentiefen Fenstern erlauben sie sonnige und

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14

BRETTEN

1. Ausgabe 2019

Eine Klinik zieht um

Patienten werden in neue Klinik gebracht/Umzug der Intensivstation am heikelsten

Es herrscht eine angespannte Ruhe auf

der Intensivstation der alten Rechbergklinik

am Dienstagmittag, 12. März,

13.15 Uhr. Rund 50 Augenpaare sind

auf Roland Walther von der Regionaldirektion

der Regionalen Kliniken Holding

(RKH) gerichtet. Er erklärt den wartenden

Ärzten und Pflegern noch einmal minutiös

den Ablauf des wohl heikelsten Teils

des Umzugs von der alten in die neue

Klinik: Die Verlegung der acht Patienten

der Intensivstation. „Wir haben alle Zeit

und Ruhe der Welt“, betont Walther gegenüber

den Anwesenden mit ruhiger

Stimme und geht dann noch einmal den

genauen Ablauf der Verlegung durch.

Transporteinheit für Intensiv-Patienten

Zuerst werden die Patienten mit ihrem

Bett an eine mobile Transporteinheit

„angedockt“. Diese enthält

neben einem Beatmungsgerät und

einem Monitor für die Herzzeichen

auch noch einen Defibrillator. „Wichtig

ist, dass die Patienten dadurch

während des Umzugs in ihren Betten

bleiben können“, sagt Walther.

Denn die sogenannte „Umladung“

von einem Bett zum anderen, sei immer

der heikelste Moment. Diese erfolgt

dann nur einmal, wenn der Patient

in sein neues Bett im modernen

Klinikbau umgebettet wird. Und dann

geht es los. Doch von Aufregung keine

Spur. Mit einer ruhigen Gewissenhaftigkeit

werden Schläuche und Infusionen

vom Pflegepersonal routiniert

aus- und an die Transporteinheit wieder

angesteckt. Gesprochen wird nicht

viel, weder von den Pflegern noch von

den ebenfalls anwesenden Ärzten, die

sämtliche Vorgänge genau überwachen.

Die Intensivstation war der letzte Teil des Klinik-Umzugs.

„Da sitzt jeder Handgriff“

„Dieses Team arbeitet 24 Stunden am

Tag an sieben Tagen die Woche und

365 Tagen im Jahr zusammen, da versteht

man sich einfach und da sitzt jeder

Handgriff“, betont Walther mit stolzem

Blick. Und so ist die erste Patientin schon

nach wenigen Minuten transportfähig.

Mit Bett und angedockter Transporteinheit

schiebt sich der Tross von Pflegern

und Ärzten dann durch die Flure der alten

Klinik, vorbei an leeren Zimmern und

leeren Büros. Denn bis auf die Intensivstation

ist der Umzug bereits vollauf geglückt.

Durch den Einsatz von rund 100

Menschen sind dabei knapp 70 Patienten

verlegt worden. „Und das sechs

Stunden vor unserem eigentlichen Zeitplan“,

freut sich Walther. Das liegt auch

daran, dass man beim Umzug von einem

‚Worst-Case-Szenario‘ ausgegangen ist,

also, dass alle 120 Betten der Klinik belegt

sind. „Nun hatten wir aber Gott

Fotos: swiz

sei Dank ein ‚Best-Case-Szenario‘“, so

Walther. Ein großes Lob hat er dabei

noch für die Pflegeschüler und -schülerinnen

parat. „Die haben die Patienten

wirklich vorbildlich betreut, sich um sie

gekümmert, mit ihnen gesprochen und

ihnen damit auch viel von der Aufregung

genommen, die so ein Umzug natürlich

bedeutet.“

Von Aufregung keine Spur

Der Tross mit der ersten Intensivpatientin

ist inzwischen am Aufzug angekommen

und gelangt durch einen Gang in

die Magistrale der neuen Klinik und von

dort in den ersten Stock zur neuen Intensivstation.

Dort angekommen, folgt

dann der heikle Moment, das Verlegen

von einem Bett ins andere. Doch auch

dort, von Aufregung keine Spur. Alles

funktioniert reibungslos und die Patientin

kann an ihren Platz in der neuen Station

gebracht werden. „Das lief jetzt optimal“,

erklärt Walther erleichtert. Doch

Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Es wartet

schon die nächste Patientin auf ihre

Verlegung. Als die Pfleger und Ärzte bemerken,

dass die Frau nervös ist, reagieren

sie. Die Gruppe unterbricht ihre Arbeit

und nach einer ruhigen, fast schon

liebevollen Ansprache von Pflegern und

Ärzten, beruhigt sich die Patientin und es

kann weitergehen. Die Prozedur wiederholt

sich noch sechsmal, bevor Walther

verkündet: „Alle Patienten sind verlegt.“

Um im gleichen Atemzug zu betonen:

„Jetzt muss ich meinen Leuten erst einmal

ein ganz dickes Lob aussprechen“.

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1. Ausgabe 2019

BRETTEN

15

Einweihung der Rechbergklinik

Gespannte Blicke der geladenen Gäste bei

der offziellen Einweihung der Rechbergklinik.

Fotos: hk

Mit einem großen Festakt wurde die

neue Rechbergklinik Bretten am 1.

März offiziell eingeweiht. Zahlreiche

Gäste, darunter Abgeordnete, Oberbürgermeister

und Bürgermeister, Vertreter

des Kreistags, Gemeinderäte,

Klinikmitarbeiter, Vertreter der Ärzteschaft

und viele mehr waren der Einladung

von Landrat Christoph Schnaudigel

und der RKH gefolgt. Am 2. März

hatte die Klinik dann beim Tag der offenen

Tür ihre Pforten für die Bevölkerung

geöffnet. Und das Angebot, sich

die modernen neuen Räume einmal

vor ihrer Inbetriebnahme genau anzusehen,

wurde rege angenommen.

Zwischen 5.000 und 6.000 Besucher

nutzten die Gelegenheit.

Dr. Monika Vierheilig, OB Martin Wolff, Landrat Christoph Schnaudigel und Prof. Dr. Jörg Martin.

Großer Andrang bei der Einweihung herrschte in der Magistrale der neuen Rechbergklinik.

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BRETTEN

1. Ausgabe 2019

„Medizin ist eigentlich ganz einfach“

Die „Wunderwaffen“ der Inneren sowie der Chirurgie an der Rechbergklinik

„Ein Beruf ohne Engagement und ohne

Spaß ist wie ein vergeudetes Leben.“

Wenn es nach der berühmten deutschen

Schauspielerin Inge Meysel geht, dann

hat Dr. Martina Varrentrapp, Ärztliche

Direktorin der Medizinischen Klinik der

Rechbergklinik Bretten, alles richtig gemacht,

denn sie liebt und lebt den Arztberuf.

An ihren ersten Eindruck von der

Rechbergklinik erinnert sie sich noch gut.

„Es waren vor allem die Menschen, bei

denen man sich sofort willkommen gefühlt

hat. Das ist nicht überall so und da

ist bei mir der Funke übergesprungen.“

Überhaupt muss es für Varrentrapp

menschlich stimmen. Das wird deutlich,

wenn sie vom Team der Rechbergklinik

spricht. „Dieser wunderbare Umgang aller

Fachabteilungen untereinander, das

ist in der Kliniklandschaft wirklich selten.“

Das reiche von den Oberärzten und

Spezialisten der jeweiligen Fachgebiete

– „das sind wahre Wunderwaffen“, so

Varrentrapp lächelnd – bis zu den Pflegekräften,

die jeden Tag Großartiges leisten.

„Ohne diese Leute, die sich immer

gegenseitig aushelfen und für den anderen

einspringen, wäre die Arbeit nicht

so gut machbar.“ Und im Mittelpunkt

der Arbeit, der Patient. Für diesen sieht

Varrentrapp die „ungeteilte Innere Abteilung“

der Rechbergklinik als entscheidenden

Vorteil. Durch eine „ungeteilte

Innere“ Abteilung werden Krankheiten

ganzheitlich gesehen, aber dennoch

von Spezialisten behandelt. „Wir sehen

alles“, gibt sich Varrentrapp selbstbewusst.

Genau deswegen sei auch ihr Steckenpferd,

die Differenzialdiagnostik, so

wichtig. Also die Antwort auf die Frage:

„Was steckt hinter den Symptomen?“.

„Ich sage meinen jungen Assistenzärzten

immer: ‚Medizin ist eigentlich

ganz einfach, man muss nur immer die

Frage Warum stellen‘“, schmunzelt Varrentrapp.

„Wir müssen hinter die Kulissen

der Symptome schauen, die Grunderkrankung

erkennen, um dann die Menschen

in die richtige Behandlungsrichtung

zu lenken.“

„Versorgung auf dem Land und in der

Stadt müssen gleich sein“

Mit der Zeit entwickle man dann eine Intuition

und lerne auch auf die kleinen

Zeichen bei einem Patienten zu achten.

Dabei müsse man den Menschen mit

großer Empathie und hochsensibel begegnen.

Gemeinsam mit der RKH hat

Varrentrapp auch immer wieder eine

Lösung für die reduzierte Bettenzahl in

der neuen Klinik gesucht. „Wir haben

es, gemeinsam mit der Regionaldirektion

geschafft, die Bettenverweildauer

Dr. Volker Sauer, Dr. Evgenios Tzifris, Dr. Martina Varrentrapp und Dr. Volker Ihle (von links).

der Patienten durch eine Intensivierung

der poststationären Behandlung, zu verringern.

Das schafft neue Kapazitäten“,

erklärt Varrentrapp. Denn eines sei klar,

so Varrentrapp, „ohne Teil der Holding

zu sein, könnten wir diesen Auftrag nicht

erfüllen“. Und dieser sei unabdingbar,

gibt sich die Direktorin überzeugt: „Jemand,

der in einer ländlichen Region

lebt, hat das gleiche Recht auf eine einwandfreie

und zügige Behandlung, wie

jemand, der in einer großen Stadt lebt.“

Das gilt natürlich auch für die chirurgische

Abteilung am Standort Bretten,

die nahezu das ganze Spektrum an chirurgischen

Eingriffen und in der Zentralen

Notaufnahme rund um die Uhr,

24 Stunden am Tag, eine kompetente

Notfallbehandlung bietet. Federführend

sind in dieser Abteilung Dr. Volker Sauer,

Ärztlicher Direktor der Endoprothetik

und geschäftsführender Leiter der Chirurgie,

Dr. Evgenios Tzifris, Sektionsleiter

der Unfallchirurgie und Orthopädie, und

Dr. Volker Ihle, Sektionsleiter Allgemeine

und Viszeralchirurgie.

Dr. Sauer ist ärztlicher Direktor der Sektion

Endoprothetik an der Rechbergklinik

und der Fürst-Stirum-Klinik. Nach

seinem Studium in Heidelberg kehrte er

nach Stationen in Neuenbürg und Mosbach

dorthin zurück. Seit 2014 ist er zusätzlich

in Bretten, seit Januar 2017 ist

er Chefarzt. Sein Gebiet, die Endoprothetik,

umfasst die Implantation künstlicher

Gelenke, in seinem Fall Hüfte und

Knie. Für Schulter- und Ellbogengelenke

ist in Bretten und Bruchsal Dr. Markus

Schneider zuständig. Rund 1000 Endoprothesen

werden in Bruchsal und Bretten

im Jahr implantiert. Dr. Sauer macht

bis zu vier Operationen täglich in diesem

Bereich und kommt so jährlich auf 550

Eingriffe.

Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. Evgenios Tzifris ist seit April 2014

Sektionsleiter der Unfallchirurgie und

Orthopädie an der Rechbergklinik. Als

sein Hauptaufgabengebiet als Leiter

der Unfallchirurgie in Bretten bezeichnet

Dr. Tzifris die Alterstraumatologie,

also die Behandlung von Verletzungen

im Alter wie zum Beispiel

Oberschenkelhalsbrüchen. Ein weiterer

Schwerpunkt ist die Behandlung

von Schwerverletzten. In der Zentralen

Notaufnahme gibt es einen großen

Schockraum mit direkter Anbindung

ans CT (Computertomografie). Verunfallte

werden zeitnah nach den neuesten

Kriterien vom Team aus Anästhesisten,

Chirurgen und Pflegepersonal

behandelt. Zusätzlich können sämtliche

Eingriffe nach Sportverletzungen

wie Kreuzbandrisse oder Meniskuserkrankungen

und auch komplexe fußchirurgische

Operationen in den Kliniken

in Bretten und Bruchsal angeboten

werden.

Der OP-Saal ist mit der neuesten Technik ausgestattet.

Allgemeine und Viszeralchirurgie

Dr. Volker Ihle, seit Juli 2016 Sektionsleiter

Allgemeine und Viszeralchirurgie,

operiert die gesamte Palette seines Fachgebiets

mit Ausnahme von Transplantationen,

Speiseröhrenchirurgie, Bauchspeicheldrüsenkopf-Entfernungen

und

Enddarm-Krebsoperationen (Rektumkarzinom).

Am häufigsten behandelt er

Leisten- und Bauchwandbrüche, Gallenblasenentfernungen,

Operationen

am Magen, Dünn- und Dickdarm, Blinddarm,

Operationen am Darmausgang

(Hämorrhoiden, Fisteln, Abszesse) sowie

Schilddrüsenoperationen. Bei Standard-

Operationen wie Blinddarm sind auch

Kinder ab zehn Jahren in der Rechbergklinik

gut aufgehoben. Einer seiner Schwerpunkte

ist die minimal-invasive Chirurgie

(Schlüsselloch-Chirurgie), die er bei rund

80 Prozent der Eingriffe anwendet.

Neueste Technik, effiziente Abläufe

Auf dem neuesten Stand sind in der

Rechbergklinik auch Abläufe und Technik.

Die Patienten kommen entweder als

Notfall über die Zentrale Notaufnahme

oder über die Terminsprechstunden in

die chirurgische Abteilung. Dort erfolgt

die Anamnese, die klinische Untersuchung,

und dann, soll tatsächlich operiert

werden, das Aufklärungsgespräch

zu Operation und Narkose. Dank moderner

Implantate und neuester operativer

Techniken mit schonenden Verfahren

erlangen die Patienten nach der Operation

zügig wieder ihre Mobilität. Ältere

Patienten profitieren von der engen Kooperation

mit der Geriatrischen Abteilung,

die darauf abzielt, dass sie schnell

wieder ihre Alltagsaktivität erlangen.

Die OP-Säle sind funktionell nach den

allerneusten Standards ausgerüstet

und eingerichtet, zum Beispiel einem C-

Bogen zum Röntgen (3D-Scan). ch

Fotos: ch


1. Ausgabe 2019

BRETTEN

17

Anästhesiologie und Intensivmedizin

Jährlich werden rund 3.000 Anästhesieleistungen an der Rechbergklinik erbracht

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und Schmerztherapie

arbeitet standortübergreifend

an der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

und der RKH Rechbergklinik Bretten.

Jährlich werden annähernd 3.000

Anästhesieleistungen an der Rechbergklinik

erbracht. Die interdisziplinäre

Intensivstation, die innerklinische

Notfallversorgung und das am Hause

stationierte Notarzteinsatzfahrzeug

werden von der Klinik für Anästhesiologie

organisatorisch geleitet.

Die Klinik für Anästhesiologie ist mit

dem OP-Management und der OP-Koordination

in der Rechbergklinik beauftragt.

Die Klinik beschäftigt am

Standort Bretten elf ärztliche Mitarbeiter.

Die volle Weiterbildungszeit

für das Fach Anästhesiologie und die

Zusatzweiterbildungen Intensivmedizin,

Schmerztherapie und Notfallmedizin

kann standortübergreifend

in beiden Kliniken (RKH Fürst-Stirum-

Klinik Bruchsal und RKH Rechbergklinik

Bretten) absolviert werden.

Versorgung bei geplanten

und notfallmäßigen Eingriffen

In der Klinik für Anästhesiologie werden

alle modernen Anästhesieverfahren

durchgeführt. Sie versorgt am Standort

Rechbergklinik die Patienten der Allgemein-

und Viszeralchirurgie, Unfall-,

Hand- und orthopädischen Chirurgie

Ärztlicher Direktor der Klinik für

Anästhesiologie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und Schmerztherapie:

Prof. Dr. Martin Schuster

Facharzt für Anästhesiologie

Zusatzbezeichnungen: Intensivmedizin,

Notfallmedizin

In der Klinik seit 2011

Sektionsleiter Anästhesiologie

an der Rechbergklinik:

Dr. Otmar Gültlinger

Facharzt für Anästhesiologie

Zusatzbezeichnungen:

Intensivmedizin, Notfallmedizin,

Schmerztherapie

In der Klinik seit 1993

und Endoprothetik bei geplanten und

notfallmäßigen Eingriffen. Der Regionalanästhesieanteil

(auch lokale oder

Teilnarkose genannt) liegt bei etwa 20

Prozent. Die Regionalanästhesie wird

als alleiniges Verfahren, häufig aber

auch in Kombination mit der Allgemeinanästhesie

eingesetzt.

Behandlung auf der Intensivstation

Die interdisziplinäre Intensivstation mit

10 Betten (davon 6 Beatmungsplätze)

wird von der Klinik für Anästhesiologie

organisatorisch geleitet. Die Patienten

werden in der Regel nach größeren

Operationen direkt aus dem OP-Bereich

übernommen oder werden aus der Notaufnahme

wegen lebensbedrohlicher

Akuterkrankungen übernommen. Die

Behandlung auf der Intensivstation erfolgt

in enger Zusammenarbeit aller behandelnden

Abteilungen und es finden

täglich gemeinsame Visiten statt.

Notfallmedizin als wichtige Säule

Das am Standort Rechbergklinik stationierte

Notarzteinsatzfahrzeug wird durch

Ärzte der Klinik für Anästhesiologie und

qualifizierte externe Notärzte besetzt.

Jährlich werden ca. 1.500 Einsätze geleistet

und die Klinik stellt mehrere Leitende

Notärzte im Rettungsdienstbereich Karlsruhe.

Auch das innerklinische Notfallmanagement

(Reanimationsteam und

Schockraum-Team) wird durch die Klinik

für Anästhesiologie sichergestellt.

Radiologische Fachversorgung rund um die Uhr

Institut für bildgebende Diagnostik und interventionelle Radiologie

Die Radiologien der Fürst-Stirum-Klinik

Bruchsal und der Rechbergklinik Bretten

werden unter einheitlicher Leitung

im Verbund betrieben und sind mit

RIS/PACS untereinander komplett vernetzt.

Ein zehnköpfiges Ärzteteam und

eine adäquate Anzahl an technischen

Assistentinnen und Assistenten sorgt

an beiden Standorten für eine radiologische

Fachversorgung rund um die

Uhr. Die Radiologie ist interdisziplinär

als Kooperationspartner eingebunden

in die vorhandenen Zentren (Brust-,

Darm- und Traumazentrum).

Ein Teil des Leistungsspektrums ist die

Röntgendiagnostik. Dazu gehören die gesamten

konventionellen Röntgenuntersuchungen,

wie Thorax- und Skelett-Aufnahmen,

Untersuchungen des Verdauungstraktes,

der Nieren und ableitenden

Harnwege und Spezialuntersuchungen

wie zum Beispiel Sialographien. Weiter

zeichnet sich die Radiologie durch Blutgefäßuntersuchungen

aus. Dazu werden

Arterien mittels Gefäßkatheter in

arterieller digitaler Subtraktionstechnik

und kathetergestützte Gefäßeingriffe

wie zum Beispiel Gefäßdilatation (PTA)

untersucht, falls erforderlich auch mit

Stentimplantation.

Neueste Technik für viele

Untersuchungen

Möglich sind auch Untersuchungen der

Venen bei Krampfaderleiden oder Thromboseverdacht

sowie die kathetertechnische

Behandlung (Embolisation) von Varikozelen

(Hodenkrampfadern) mit Fruchtbarkeitsstörung.

Mit der Mammographie

und Mammasonographie, also der Röntgen-

und Ultraschalluntersuchung der Brüste

sind im Besonderen Frauen angesprochen.

Zu den Leistungen der Radiologie gehören

auch Darstellungen der Milchgänge

(Galaktographie) und ultraschallgezielte

Punktionen/Probeentnahmen zur Herdabklärung

oder zum Beispiel zur Zystenentlastung.

Im Rahmen der Computertomographie

erfolgen die Untersuchungen an

einem aktuellen Mehrzeilen-CT mit entsprechend

kurzen Aufnahmezeiten und

Arzt für Radiologische Diagnostik:

Dr. med. Karl-Heinz Simon

Seit dem 01.07.1991 Leiter

der Radiologie der Rechbergklinik,

seit dem 01.04.2010 der Fürst-

Stirum-Klinik und Rechbergklinik.

Erster gemeinsamer Ärztlicher

Direktor für Fürst-Stirum-

Klinik und Rechbergklinik und

z.Zt. dienstältester Ärztlicher

Direktor der Landkreiskliniken

Mitglied der DRG (Deutsche

Radiologische Gesellschaft) und

der DEGIR (Gesellschaft für

Interventionelle Radiologie)

umfangreichen Möglichkeiten der Bildrekonstruktion.

Neben rein diagnostischen

Untersuchungen werden auch zahlreiche

CT-gesteuerte Eingriffe durchgeführt (Entnahme

von Gewebsproben, Entlastung

von Abszessen, Facettengelenkblockaden).

Hierzu besteht die Möglichkeit einer

kontinuierlichen Bildüberwachung der Nadelführung

(CT-Durchleuchtung). Seit Jahresende

2009 besteht eine Gerätekooperation

mit der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

zur gemeinsamen Nutzung des dort

neu installierten 3-Tesla Kernspintomographen.


18

BRETTEN

1. Ausgabe 2019

Rechbergklinik Bretten: Moderne Pflege

Pflegedienst als zentraler medizinischer Dienstleistungsbereich

Zu einer guten Patientenversorgung

gehört neben der medizinischen Versorgung

auch eine gute Pflege. Diese

geht vom traditionellen Pflegedienst bis

hin zu einem zentralen medizinischen

Dienstleistungsbereich mit hoher sozialer

Kompetenz und Verantwortung.

Durch das vielfältige Angebot an Ausund

Weiterbildungen innerhalb des

RKH Klinikverbunds werden in der RKH

Rechbergklinik Bretten qualifizierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in der

Pflege eingesetzt. Diese hohe Professionalisierung

gewährleistet jederzeit die

Versorgung der Patienten nach modernen

und zeitgemäßen Methoden und

Verfahren.

Ziel der Pflege ist es, eine Atmosphäre

zu schaffen, die den Heilungsprozess

der Patienten fördert und begünstigt.

Ein würdevoller Umgang durch Wertschätzung,

Respekt und Freundlichkeit

ist nicht nur eine Grundvoraussetzung,

Die Pflegeschule an der RKH Rechbergklinik Bretten sorgt für qualifizierten Nachwuchs in der Pflege.

Foto: RKH GmbH

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seit 1999

Pflegedienst Schulz

Ihr kompetenter Partner

für die häusliche Pflege!

• Altenpflege

• Krankenpflege

• Hauswirtschaftliche

Versorgung

• Essen auf Rädern

• Hausnotruf

sondern auch eine Selbstverständlichkeit.

Die im RKH Klinikverbund geltenden

Standards sind Garant dafür,

dass die Patienten nach den neuesten

Erkenntnissen gepflegt und betreut

werden.

Eine Erkrankung und der damit verbundene

Klinikaufenthalt werfen sowohl

für Patienten als auch für Angehörige

eine Menge Fragen auf. So können beispielsweise

Probleme im körperlichen,

seelischen oder familiären Bereich auftreten.

Hierfür wird ein großes Spektrum

an Pflegefachkräften bereitgestellt,

welche die Patienten während

dem stationären Aufenthalt begleiten

und unterstützen. unter anderem bei

der modernen Wundversorgung, bei

der Unterstützung der Schmerztherapie

oder in der Diabetes- und Ernährungsberatung.

Um diesen hohen Qualitätsanspruch

auch zukünftig halten zu können, erfolgt

eine enge Zusammenarbeit mit

der Pflegeschule der RKH Kliniken des

Landkreises Karlsruhe, die ihren Sitz

an der RKH Rechbergklinik Bretten hat.

Mit haupt- und nebenberuflichen Praxisanleitern

auf allen Stationen wird

der Nachwuchs, die Gesundheits- und

Krankenpflegeschüler auf die hohen

Anforderungen einer professionellen

Pflege vorbereitet und individuell durch

die Ausbildung geführt.

In der neuen RKH Rechbergklinik Bretten

werden die Patienten auf vier Stationen

bestehend aus zwei Allgemeinstationen,

einer Wahlleistungsstation mit

angeschlossener Palliativeinheit und einer

Intensiv- und Überwachungsstation

im Rahmen der Bereichspflege versorgt.

Hierbei arbeiten unter der Leitung der

Direktorin für Pflege- und Prozessmanagement,

Jutta Ritzmann-Geipel, die

kompetenten Bereichs-, Stations- und

Teamleitungen mit ihren engagierten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng

zusammen. Die spezialisierten Pflegefachkräfte

und die jeweiligen Leitungen

der Zentralen Notaufnahme, der Chirurgischen

Sprechstunde, des Funktionsdienstes

OP und Anästhesie ergänzen

das Team des Pflegedienstes der RKH

Rechbergklinik Bretten.

Wir sind Vertragspartner

aller Kranken- und

Pflegekassen.

Pflegedienst Schulz GmbH

Pfluggasse 9, 75015 Bretten

Tel. 07252 80502, Fax 07252 958649

info@pflegedienst-schulz.de

www.pflegedienst-schulz.de

Infobox

In den folgenden Ausgaben der RKH.aktuell wird der Pflege- und Funktionsdienst

der RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe im Rahmen einer Artikel-Serie mit seinen

Berufsbildern, den Dienstleistungen und seiner Struktur vorgestellt.

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2019.

Anzeigenschluss: 31. Mai 2019


1. Ausgabe 2019

SERVICE

19

Sudoku

Sudoku besteht aus einem quadratischem Spielfeld, das aus neun mal neun Feldern

besteht, das in neun 3x3-Blöcke unterteilt ist. Darin sind einige Zahlen vorgegeben.

Die Aufgabe des Spielers ist es, in jedes freie Feld eine Zahl so einzutragen, dass

• in jeder Zeile jede Zahl von Eins bis Neun einmal vorkommt

• in jeder Spalte jede Zahl von Eins bis Neun einmal vorkommt

• in jedem 3x3-Block jede Zahl von Eins bis Neun einmal vorkommt.

Veranstaltungskalender

Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

27.03.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

03.04.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

11.04.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

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08.05.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

23.05.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

06.06.2019 MammaCare Kurs

19 Uhr Frauenklinik, Station E2, Zimmer 272

Kurse der Elternschule: Informationen und Termine unter

Telefon 07251-708-57351, Informationsabende für werdende Eltern

an jedem 1. Dienstag im Monat

Rechbergklinik Bretten

11.04.2019 Vortragsreihe „Moderne Medizin“:

19 Uhr Die neue Rechbergklinik stellt sich vor

Chirurgische Klinik, Medizinische Klinik, Cafeteria

27.04.2019 Diabeteswanderung

9 Uhr Diabetesteam, Rechbergklinik Bretten

09.05.2019 Vortragsreihe „Moderne Medizin“:

19 Uhr „Sigmadiverticulitis – was ist das eigentlich

und was kann man dagegen tun?“

Chirurgische Klinik, Cafeteria

13.06.2019 Vortragsreihe „Moderne Medizin“:

19 Uhr „Jogger, Jäger, Naturfreunde – wo lauern Gefahren?“

Chirurgische Klinik, Cafeteria

Auflösung des Rätsels auf Seite 12

SCHENKEN SIE

Menschen auf der Flucht Zuversicht!

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Flüchtlingshilfe

www.Spenden-DRK.de/Flüchtlinge


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