LÜBECKER WEG 212

luebeckerweg

Das Nachrichtenblatt des Deutschen Alpenvereins Sektion Lübeck e.V.

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck

Nachrichtenblatt der Sektion

Juni 2019

Jahrgang 60


Die Apotheken für

Gipfelstürmer

Wir packen Ihre Rucksack-Apotheke,

damit Sie immer gesund und sicher

über den Berg kommen.

2 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Das bietet der Sommer (Grafik: Wilfried Matthies) Titel

Editorial 4

150 Jahre DAV 5

Grußwort 1. Vorsitzende 6

Neu in der Bücherei 7

Auf Tour: Nepal Trekking - Teil 2 8

Wandern in der Region 20

Mitgliederversammlung 24

Tipp: Archiv LÜBECKER WEG 25

DAV Mitgliedschaft 29

Kontakte 31

Herausgeber:

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Redaktion:

Schriftleitung: Wilfried Matthies

E-Mail: schriftleiter@davluebeck.de

Druck: Gemeindebriefdruckerei,

29393 Groß Oesingen

Bankverbindung:

IBAN: DE08 2305 0101 0001 0021 79

BIC: NOLADE21SPL

(Sparkasse zu Lübeck)

Auflage: 1.250 Stück

Erscheinungsintervall: vierteljährlich -

Anfang März, Juni, September und Dezember.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Ein Beitrag mit Angabe des Verfassers gibt nicht

unbedingt die Meinung des Vereins wieder und wird

zum Teil in digital erhaltener Formatierung und

Rechtschreibung unverändert übernommen.

Druckfehler sind bewusst integriert worden.

Nachdruck nur mit Quellenangabe.

Nächste Ausgabe: Anfang September 2019

Redaktionsschluss: 9. August 2019

3


Moin

und herzlich willkommen im Juni!

Tja, was soll ich sagen? Da feiert der

Hauptverband des Alpenvereins voller

Stolz ein beachtenswertes 150-jähriges

Jubiläum und zeitgleich zu dieser

druckfrischen Juni-Ausgabe hat unsere

Lübecker Sektion ein vergleichsweise

eher spärlicheres Programmangebot

für die Sommermonate aufzuweisen.

Auf die Rubrik TERMINE IM ÜBER-

BLICK konnte diesmal ganz verzichtet

werden.

Es wäre für den Verein schon von

großer Bedeutung, diese nicht gerade

zufriedenstellende Situation zu verbessern.

Mit erhöhtem und gemeinsamem Engagement

von Vorstand, den bereits

aktiven Ehrenamtlern und natürlich

nicht zuletzt mit zunehmender Unterstützung

frischer, tatkräftiger Mitglieder

wird ein Umschwung zum Positiven

gelingen. MACH MIT!

Zum Glück ist da noch unser Sektionsmitglied

Peter Keller, der diese Ausgabe

mit seiner Trekking-Tour in Nepal

inhaltlich aufwertet.

Und….

….es gibt noch eine weitere eindrucksvolle

Herausforderung für sportive

Mitglieder, die es auch in regionalen

Gefilden etwas extremer lieben.

Unser neuer Wanderführer Andreas

Petersen bietet eine Tagestour über 53

km von Preetz nach Eutin an.

Ich bin sehr gespannt, wie viele Mitstreiter

sich auf diesen sicherlich beschwerlichen

Weg machen werden

und hoffe zugleich auf einen ausführlichen

Tourenbericht mit vielen Fotos

für die nächste Ausgabe des LÜBE-

CKER WEGs im September.

Bis dahin eine gute Zeit.

Wilfried Matthies

4 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


150 Jahre DAV

Wir lieben die Berge - und das schon seit 1869!

Im Jahr 2019 feiert der Deutsche Alpenverein

sein 150-jähriges Bestehen.

A

m Abend des 9. Mai 1869 traf sich in München eine kleine Gruppe

deutscher und österreichischer Bergsteiger und gründete im Gasthaus

„Zur blauen Traube“ den Deutschen Alpenverein. Sie verstanden

ihn als „bildungsbürgerlichen Bergsteigerverein“ und verfolgten

das Ziel, touristische Erschließung voranzutreiben und „die Kenntnis der Alpen

zu verbreitern und Ihre Bereisung zu erleichtern“. Der Grundstein war gelegt

für den heute fünftgrößten Sport- und größten Naturschutzverband Deutschlands.

In 2019 blickt der DAV auf 150 Jahre bewegter Geschichte zurück.

Quelle: www.alpenverein.de/geschichte

Dort mehr zur Geschichte des Deutschen Alpenvereins.

Was uns in Lübeck betrifft: Erst vor zwei Jahren feierten Mitglieder und Gäste

das 125-jährige Bestehen unserer Sektion mit einer Schifffahrt auf der Wakenitz

und einem Galaabend in der historischen Schiffergesellschaft.

5


Werte Vereinsmitglieder!

M it großer Freude durfte ich

beim Edelweißabend 25 Vereinsmitglieder

begrüßen. 12 von ihnen ehrte ich für

ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft.

Frau Witte ehrte ich für 65 Jahre Treue

zum Verein. Solch eine Ehrung ist äußerst

selten! Ganz besonders gefreut hat

es mich, dass Frau Braun zugegen war.

Frau Braun ist mit ihren 95 Lebensjahren

ältestes Mitglied unseres Vereins. Ein

Verbleiben über die aktive Zeit hinaus ist

nicht selbstverständlich, vor allen Dingen

in der heutigen Zeit. Mit einem Blumenstrauß

bedankte ich mich für ihr Kommen

und auch für ihre Treue.

Als nächstes stand unsere Mitgliederversammlung

an! Im Haus Stettin konnte ich

16 Mitglieder, darunter auch Frau Braun

und 5 Funktionsträger willkommen heißen.

Alle Achtung bei inzwischen 1600

Mitgliedern!

Sicher überrascht es Sie nicht, dass ich

einstimmig wieder gewählt wurde, mangels

Gegenkandidat/in. Ich habe mich

gefreut, weil ich gerne für den Verein da

bin.

Zu unser aller Freude stellte sich Herr

Bründel wieder zur Wahl als Schatzmeister.

Auch er wurde einstimmig gewählt.

Das Protokoll ersehen Sie auf Seite 24.

Wir haben die Gewinner unseres Preisrätsels

gezogen. Ein Gewinner war vor Ort,

sodass er seinen Preis mitnehmen konnte.

Die Gewinner sind nochmals auf Seite 24

aufgelistet.

Die Gewinne liegen zur Abholung bereit.

Für den Verein war ich in Göttingen.

Dort feierte die Sektion ihren 130. Geburtstag.

Es war ein netter zwangloser Abend in

der Kletterhalle mit Reden, Ehrungen,

Essen und Tanz.

Am Samstag fand der Große Verbandstag

statt. Alle Mitgliedssektionen waren vertreten.

Wenn das Protokoll verfügbar ist,

stellen wir es online.

Heute möchte ich nicht schließen, ohne

an alle Mitglieder zu appellieren, sich

Gedanken über die Mitarbeit im Verein

zu machen. Bitte melden Sie sich und

bringen sich in die Vereinsarbeit ein.

Wenn Sie in die Geschäftsstelle kommen

möchten, rufen Sie vorher an, ob und wie

lange jemand da ist. Wir, die jeden Mittwoch

oder Samstag vor Ort sind, können

nicht garantieren, dass die Öffnungszeiten

eingehalten werden können.

Mit diesem Aufruf entlasse ich Sie in

eine schöne Sommerzeit mit vielen Erlebnissen.

Seien Sie herzlichst gegrüßt

Angelika Lohr

(1. Vorsitzende)

6 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


demnächst

in unserer Bücherei

Dreitausender Schweiz

75 Gipfel für Wanderer und Bergsteiger

3000 Meter, eine magische Höhenmarke – sie

zu erreichen, ist eine Herausforderung für alle

ambitionierten Alpinwanderer. Die Auswahl

reicht dabei von relativ einfachen Wegen für

Einsteiger bis hin zu anspruchsvollen Touren

für erfahrenere Bergsteiger. Spannende Anstiege,

die in der Regel jedoch keine Seilsicherung

erfordern, spaltenreiche Gletscher vermeiden

und den II. Schwierigkeitsgrad nicht

überschreiten.

Alle 75 Tourenvorschläge werden mit genauen

Wegbeschreibungen, aussagekräftigen

Höhenprofilen, meist mehreren Bildern und

Wanderkärtchen mit eingetragenem Routenverlauf

nachvollziehbar charakterisiert. Zusätzlich

stehen GPS-Daten zum Download

bereit.

Die großzügige Ausstattung des Selection-

Bandes und exzellente Farbbilder machen

Lust darauf, sich auf den Weg zu machen.

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Format 16,3 x 23 cm

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26,90 Euro

Rügen

mit Hiddensee und Fischland-Darß-Zingst

Deutschlands größte Insel ist für viele Besucher

zugleich die schönste. Rügen bietet

schneeweiße Kreidefelsen und dunkelgrüne

Alleen, stille Buchenwälder und lebhafte Seebäder

– Wandern lässt es sich in dieser attraktiven

Natur- und Kulturlandschaft bestens. Der

Rother Wanderführer »Rügen« stellt 50 ausgewählte

Wanderungen an den Küsten und im

Hinterland von Deutschlands schönster Ostseeinsel.

Jede Tour wird durch eine übersichtliche

Kurzinfo mit allen wichtigen Angaben,

einer zuverlässigen Beschreibung, einem

Wanderkärtchen mit eingetragenem Routenverlauf

und einem Streckenprofil vorgestellt.

GPS-Tracks stehen zum Download bereit.

Viele Tipps zu schönen Einkehrgelegenheiten,

Badestellen und Sehenswürdigkeiten machen

den Rother Wanderführer zu einem unverzichtbaren

Urlaubsbegleiter auf Rügen.

Für die fünfte Auflage wurde der Rother Wanderführer

»Rügen« gründlich aktualisiert.

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Maßstab 1:500.000 und 1:850.000

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8 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


9


Vorbemerkung:

, das kleine Land am Fuße

des Himalaja, zwischen China und Indien

gelegen, beherbergt eine faszinierende

landschaftliche und kulturelle Vielfalt, die

uns immer wieder begeistert und Fremde

(Touristen) magisch anzieht.

Mit den 8 höchsten Bergen der Welt zieht

es vor allem hochalpine Gipfelstürmer

jedes Jahr aufs Neue an, die sich diesen

extremen Herausforderungen stellen.

Mittlerweile ist Nepal aber auch ein Hotspot

für Trekking Tourismus geworden,

und die Auswahl an Routen ist breit gefächert.

Die Touren bieten Einblicke in das

einfache Leben der Bewohner abgelegener

Bergregionen und spektakuläre Ausblicke

auf die Eisriesen des Himalaja.

Der Preis für diese Abenteuer ist jedoch

die weite Anreise und die Reduzierung

auf das Wesentliche unterwegs. Loslassen

und Einlassen.

Unser Trekking wird in den Nationalpark

Langtang, nördlich von Kathmandu, unweit

der tibetischen Grenze, gehen. Wir

benötigen einen Tag mit dem Auto, um

zum Ausgangspunkt zu gelangen. Wie

gewohnt wird es teilweise über abenteuerliche

Fahrwege gehen, so dass wir für

etwa 120 km einen ganzen Tag brauchen.

Der Weg wird uns durch abwechslungsreiche

Vegetation bis in alpines Hochgebirge

führen. Die Strecke bietet Ausblicke

auf die Himalaja Riesen Ganesh und

Langtang Himal sowie die Annapurna-

Kette. Die hier ansässige Bevölkerungsgruppen

der Sherpa und Tamang sind

Anhänger des tibetischen Buddhismus.

Wir treffen auf offene, herzliche Menschen

und gastfreundliche Atmosphäre.

Höhepunkt ist der Pilgerweg zu den heiligen

Seen von Gosainkund.

Flug nach Kathmandu über Doha.

Wir haben schon unsere Visa, so dass die

Einreise am Flughafen zügig verläuft, auch

das bestellte Shuttle-Taxi nimmt uns vor dem

Airport in Empfang und bringt uns zu unserem

Hotel (Kathmandu Guest House) in Thamel

(Kathmandus touristisch geprägter Stadtteil).

Nach einem guten Frühstück brechen wir auf,

um die Stadt und einige Sehenswürdigkeiten

zu besuchen. Der Tag ist sonnig und warm.

Mit einem Taxi fahren wir zur Stupa nach

Swayambhunath. Sie liegt im Nordwesten der

Stadt auf einem Hügel über dem Tal und gilt

als eines der Wahrzeichen Kathmandus.

Ein erster schweißtreibender Aufstieg über

Hunderte Steintreppen (365 Stufen), um den

Tempel zu erreichen. Die Treppen nach oben

sind mit vielen Statuen von Tieren und Buddhafiguren

flankiert. Unzählige frei lebende

10 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Affen bevölkern das ganze Areal. Sie haben

sich an die leicht zu erlangende Nahrung gewöhnt,

die sie den Opfergaben entnehmen,

von Touristen erhalten oder diesen stibitzen.

Der Tempelkomplex wird von einer zentralen

Stupa beherrscht, um die sich kleinere Tempel

gruppieren, hinzu kommen buddhistische

Klöster und kleine Souvenir- und Imbiss-

Geschäfte. Von hier oben hat man bei gutem

Wetter einen fantastischen Blick über Kathmandu.

Häusern umringt ist, in denen sich Souvenirgeschäfte,

Handwerksbetriebe und Restaurants

eingerichtet haben. Die Stupa von Boudhanath

ist einer der wichtigsten Orte für buddhistische

Pilger. Wir umrunden die Stupa und drehen an

den zahlreichen Gebetsmühlen.

Die große Stupa von Boudhanath

Am Nachmittag treffen wir uns mit dem Leiter

der Agentur und unserem Guide (beide kennen

wir schon von unseren vorjährigen Touren).

Wir besprechen die Modalitäten für den morgigen

Start und die Route. Mit einem gemeinsamen

Essen, in einem Restaurant in Thamel,

beschließen wir den Abend.

Die Stupa von Swayambhu

Ein anderes Taxi bringt uns danach zur großen

Stupa nach Boudhanath. Diese Stupa ist von

beeindruckender Größe, bildet den Mittelpunkt

eines riesigen Platzes, der von alten

Kathmandu (1.300m) - Syabru Besi

(1.450m)

08:00 Uhr. Unser Jeep, der Guide und die

Träger erwarten uns, und nachdem das Gepäck

auf dem Dach des Autos verstaut ist,

geht es los. Es ist Sonntag, der Verkehr noch

gering, und so kommen wir zügig durch die

Stadt. Vor uns liegt eine fast 8-stündige Fahrt

(mit Mittagspause) nach Syabru Besi.

Die Straße, anfänglich noch in recht gutem

Zustand, wird jedoch bald abgelöst von einem

mehr oder minder provisorischen Fahrweg mit

Schlaglöchern und anderen Beeinträchtigun-

11


gen. Oft kann der Fahrer nur Schrittgeschwindigkeit

fahren. Das Auto lässt Staubfahnen

hinter sich bzw. wir werden durch Gegenverkehr

in diese eingehüllt.

Wir passieren zwei Kontrollstellen. Kurz vor

Dunche müssen wir das gesamte Gepäck

abladen und kontrollieren

lassen. Wir stellen hier

schon fest, dass die

Gepäckstücke arg

eingestaubt sind.

Es empfiehlt sich

diese in Müllsäcke

zu verpacken

- das nächste Mal!

Gegen 16:30 Uhr

erreichen wir den

kleinen Ort Syabru

Besi und das Hotel für

die erste Nacht.

Die kommenden Tage werden im

Wesentlichen immer gleich ablaufen: Aufstehen

nach Tagesanbruch gegen 7 Uhr. Morgentoilette,

Sachen zusammenpacken, Frühstück.

Gegen 8 Uhr loslaufen. Mittagspause. Ankommen

am Tagesziel etwa 16 bis 17 Uhr usw.

Syabru Besi (1.450m) - Lama Hotel

(2.480m)

Der Morgen ist noch etwas kühl, aber nach

kurzer Zeit hat man sich warm gelaufen und

man muss Kleidung ablegen. Gegen Mittag

hat man bei Sonnenschein schon etwa 18

Grad. Hinter dem Ort geht es über die erste

Hängebrücke. Wir werden uns den Weg nur

mit anderen Trekkern, Maultieren und einheimischen

Trägern teilen. Die kommenden Ansiedlungen

sind mit Fahrzeugen nicht zu erreichen

(Hubschrauber fliegen bei Notfällen und

für Spezialtransporte). Bei Begegnung mit

einer Muliherde, sollte man diesen Tieren

unbedingt Platz machen, denn sie folgen stur

ihrem Weg. Zunächst führt der Weg durch

eine vegetationsreiche Landschaft entlang des

Langtang Flusses. Zur Mittagsrast

erreichen wir die kleine Ansiedlung

Bamboo Lodge

(1.970m). Hoch über

dem Fluss, der hier

über ein steiniges

Flussbett abfallend

vorbei rauscht,

genießen wir unsere

Pause.

Das Ziel unserer

ersten Etappe ist die

Siedlung Lama Hotel.

Diese erreichen wir

nach fast 19 km gegen 17

Uhr .

Lama Hotel (2.480m) - Langtang (3.430m)

Der Morgen ist kühl und nach Verlassen des

warmen Schlafsacks kostet die Morgentoilette

im Freien schon einige Überwindung. Der

Frühstücksraum ist auch nicht viel wärmer.

Der warme Tee hilft zwar ein wenig, aber erst

das Laufen wird uns wieder richtig aufwärmen.

Es geht gleich stramm bergauf, teilweise

über Steinstufen und das bringt den Kreislauf

so richtig in Schwung. Wir folgen wieder dem

Lauf des Flusses, immer noch in üppiger Vegetation.

Hin und wieder ein freier Blick auf

die eisigen Gipfel des Langtang. Im dichten

Grün der Rhododendron Bäume und Bambus

entdecken wir in größerer Entfernung einige

Affen (Hanuman Languren), die jedoch recht

scheu sind.

12 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Wir überqueren den Fluss über eine neue

Stahlbrücke, die durch finanzielle Hilfe und

Spenden des DAV realisiert wurde. Das Erdbeben

im April 2015 hat in diesem Gebiet

große Zerstörungen angerichtet und viele Opfer

gefordert. Über eine Hochebene erreichen

wir nach erneuter Flussquerung den Ort Ghoda

Tabela. Mittagspause.

Dann wechselt die Vegetation. Nur noch niederes

Buschwerk und freier Blick auf die Berge.

Wir durchqueren ein riesiges Geröllfeld, unter

dem die ehemalige Ortschaft Langtang begraben

wurde. Man läuft buchstäblich über einen

Naturfriedhof. Der Ort wurde wieder neu aufgebaut

und wir erreichen ihn kurze Zeit danach.

Unsere Unterkunft, das Tibetan Guesthouse,

hat sogar warmes Wasser zum Duschen für

uns. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es in

dieser Höhe schon empfindlich kalt.

Langtang (3.430m) - Kyanjing Gompa

(3.850m)

Der Weg heute geht moderat weiter aufwärts.

Durch eine weite offene Berglandschaft mit

schönen Ausblicken führt uns der Weg nach

Kyanjing. Vereinzelt sehen wir Yak Herden

grasen. Wir kommen vorbei an Mani-

Steinmauern und kleinen Chörten. An einem

Mittels Wasserrad angetriebene

Gebetsmühle

Wasserlauf werden zwei große Gebetsmühlen

über Wasserräder angetrieben. Eine Teepause

machen wir an einem kleinen Haus, das an

einen riesigen Felsblock angebaut wurde. Die

Betreiber nennen es „Hard Rock Cafe“, einfach

passend.

Über eine Hängebrücke erreichen wir gegen

Mittag Kyanjing und unser Hotel (Panorama

Guest House). Wir nehmen das Mittagessen

ein. Nach Beziehen der Zimmer folgen wir für

eine kurze Wanderung noch der Trekkingroute,

die weiter in das Helambu Gebiet führt.

Auch dieser Ort war durch das Erdbeben zerstört

und ist wieder neu erbaut worden.

Die Bewohner leben vom Tourismus, bauen

Gemüse an und betreiben Weidewirtschaft mit

Yaks.

Kyanjing Gompa

13


Kyanjing Gompa (Ruhetag)

Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen.

Nach dem Frühstück sehen wir uns den Ort

etwas genauer an. Überwiegend neu errichtete

Steinhäuser. Vereinzelt wird noch gebaut.

Überall liegt Baumaterial. An den Ortsrändern

Viehställe, kleine Felder und Gewächshäuser.

Es gibt eine Bäckerei, eine Käserei und sogar

ein Café.

Die Kaffeevariationen daraus schmecken

wirklich gut, ebenso die Torte. Zufrieden verlassen

wir diese hier so nicht erwartete gastronomische

Einrichtung. Unbedingte Empfehlung.

Die Zeit nach Sonnenuntergang ist doch schon

empfindlich kalt. Im Gastraum des Hotels

wird ein kleiner Eisenofen, der in der Mitte

des Raumes steht, zum Abend angeheizt.

Warm wird es lediglich in unmittelbarer Nähe,

sonst ist der Raum ein wenig überschlagen.

Der Kyiomoshung Gletscher

von ca. 5.500m bis 4.500m

Unser Ziel ist heute der Langtang-Lirung Gletscher.

Den Gletscher selbst werden wir nicht

erreichen, jedoch einen guten Blick darauf

haben. Es geht steil bergan. Oft geht hier offensichtlich

niemand lang, der Pfad ist entsprechend.

Bei 4.200m erreichen wir ein kleines

Plateau, von dem wir einen guten Blick

auf die Gletscher haben. Nach einer Pause

geht es wieder zurück. Jetzt am frühen Nachmittag

finden wir das im Ort in zentraler Lage

befindliche „Cafehaus“ geöffnet und betreten

es in gespannter Erwartung. Überraschung.

Es werden verschiedene Backwaren angeboten,

sogar Schwarzwälder Kirschtorte und, oh

Wunder, eine echt italienische Kaffee/

Espressomaschine ziert den kleinen Tresen.

Kyanjing Gompa (3.850m) - Lama Hotel

(2.480m)

Es geht zunächst auf gleichem Weg zurück

und fast nur bergab. Die Ausblicke quasi zurück

erscheinen anders. Wieder ist es ein sonniger

Tag. Am gegenüberliegenden Ufer des

Langtang Flusses stehen vereinzelt Laubbäume.

Die Blätter in herbstliches Gelb getaucht.

Am Berghang wachsen auch Nadelbäume.

Wir machen wieder Teepause im „Hard Rock

Café“. Später geht es erneut über das verschüttete

Langtang. Im Ort Chamki können wir Yak

Joghurt probieren. Mittagspause ist im Ort

Ghoda Tabela (wir haben jetzt 800 Hm hinter

14 Der LÜBECKER Ort Langtang WEG wurde - Ausgabe durch 212 das - Erdbeben Juni 2019 2015

von einer gewaltigen Steinlawine begraben.


uns gelassen). Dann taucht unser Weg wieder

in die üppige Vegetation mit Bambus und

Rhododendron-Bäumen ein. Nach ermüdenden

23 km erreichen wir Lama Hotel zur

Übernachtung.

Lama Hotel (2.480m) - Thulo Syabru

(2.210m)

Es geht heute weiter über steinige Pfade und

Steintreppen abwärts. Um uns herum dichtes

Grün. Wir erreichen Bamboo Lodge und machen

eine Teepause. Wir sehen an der gegenüberliegenden

Felswand Nester wilder Bienen,

auch lassen sich kurze Zeit später wieder die

Affen im dichten Geäst erspähen. Nach gut

einer Stunde erreichen wir ein paar Hütten, die

Hot Spring genannt werden. Hier machen wir

Mittagspause.

Wir sind jetzt bis auf ca. 1.800 m abgestiegen

und nach kurzer Wegstrecke teilt sich der

Pfad, wir folgen der Abzweigung in Richtung

Thulo Syabru. Es geht durch dichten Rhododendron-Wald

recht steil bergan. Der steile

Pfad trifft am Ende auf eine Hütte einer Sherpa

Familie, und wir machen dort eine Teepause.

Die Frau arbeitet an einer Art kleinem

Webstuhl, mit dem sie bunte breite Bänder

herstellt - eine Art Gürtel. Sie betreiben in der

Saison hier ihren kleinen Versorgungspunkt.

Ein paar Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen

ein. Man kann Wasser und andere Getränke

in Flaschen, kleine Snacks und andere Kleinigkeiten

kaufen - Tee wird frisch zubereitet.

Der Pfad geht ab hier erst einmal ziemlich

gerade weiter, kurz abwärts, dann über eine

Hängebrücke, dann geht es wieder bergan und

schließlich erreichen wir das Bergdorf Thulo

Syabru. Vom ersten Haus, auf das wir treffen,

geht es aber noch weiter hinauf, bis wir dann

Auf dem Weg nach ThuloSyabru

den Dorfkern erreichen. Auch hier viele neu

gebaute Häuser und noch im Bau befindliche

Gebäude. Das Erdbeben von 2015 hat auch

hier große Schäden verursacht.

Unser Hotel ist ebenfalls ganz neu und sollte

die komfortabelste Unterkunft unserer Tour

werden. Die Zimmer haben eigene Toilette

und Dusche. Es gibt warmes Wasser.

Thulo Syabru (2.210m) - Shin Gompa

(3.350m)

Der kommende Morgen ist wie gewohnt sehr

frisch, aber der Weg, anfangs über viele Steintreppen

weiter aufwärts, lässt uns schnell

„Betriebstemperatur“ erreichen. Wir genießen

tolle Ausblicke auf das Dorf, das zwar ein

kleines Zentrum besitzt, die meisten Häuser

sind jedoch an den Berghängen in der Landschaft

verstreut. Zwischendurch die unterschiedlichsten

Felder. Da und dort Ziegen,

Pferde oder Yaks. Weiter oben wieder durch

dichten Wald mit Nadelbäumen und Rhododendron.

Wenn der Wald einen Blick frei

gibt schaut man auf die fernen Gipfel des Himalaja.

Teepause bei der Mountain View

Lodge.

15


Danach geht es aufwärts bergan, bis wir die

Häuser der Sunset View Lodge erreichen. Wir

bekommen hier ein ausgezeichnetes Mittagessen,

sitzen draußen in der Sonne und haben

einen tollen Rundblick. Sind jetzt auf 3.140m

und müssen doch noch ein wenig aufsteigen,

um Shin Gompa zu erreichen. Um 16:30 Uhr

kommen wir dort recht erschöpft an und freuen

uns auf eine Tasse Tee mit einem kleinen

Kuchen. Vorher haben wir im Dorf noch die

Yak- Käserei in Augenschein genommen, die

recht bekannt für ihren guten Käse ist. Wir

essen schon die ganze Zeit über diesen Käse,

meist zum Frühstück.

Der Abend und die Nacht sind wieder sehr

kalt. Nach dem Abendessen also wieder

schnell in den Schlafsack.

Shin Gompa (3.350m) - Gosainkund

(4.400m)

Der Treck nach Gosainkund ist eine Herausforderung

und verlangt einiges an Kondition.

Es sind über 1000 Höhenmeter im Anstieg zu

bewältigen. Hinter Shin Gompa führt der Weg

ein Stück steil bergan, dann geht es moderater

durch dichten Wald mit Nadel- und Rhododendron

Bäumen. Nach knapp 2 Stunden

erreichen wir die kleine Lodge Siedlung Chalangpati

(3.580m). Wir legen eine Teepause

ein. Durch die Bäume hat man einen guten

Blick auf die fernen, eisigen Gipfel des Langtang

Lirung. Im Verlauf des weiteren Aufstiegs

weichen die Bäume niederem Buschwerk.

Es geht steil nach oben, häufig muss

man stehen bleiben, um zu verschnaufen.

Gegen 12 Uhr erreichen wir Laurebina

(3.950m), ebenfalls eine Ansiedlung mehrerer

Lodges mit Restaurants. Mittagspause. Eine

Pause und Stärkung ist für den noch zu meisternden

Weg nötig. Hier oben herrscht reger

Betrieb. Die Pilgerroute zu den heiligen Seen

von Laurebina ist stärker frequentiert als der

Weg nach Langtang. Hauptsächlich sind zur

Zeit junge Nepalesen (Studenten) unterwegs,

die dazu Feiertage (Dashain Fest: 10. bis

24.10.2018) nutzen.

Blick von Chalangpati zum

Langtang Lirung Massiv (7.246m)

Es geht weiter bergan in einer kargen Hochgebirgslandschaft.

Der Boden ist teilweise mit

Flechten und Heidekraut bedeckt, es weht ein

kühler Wind. Auf 4.200m treffen wir auf einen

hinduistischen Schrein in Form einer

Steinpyramide, umrankt mit vielen Gebetsfahnen.

Unser Guide und die Träger befestigen

hier ebenfalls eine Gebetsfahnen-Girlande.

Eine Hinweistafel sagt, noch 1,5 Stunden bis

Gosainkund. Noch ca. 100 weiteren Höhenmeter,

dann führt der Weg fast eben am Bergrücken

des Chalang Pati Danda vorwärts, und

nach etwa 2 km erblicken wir rechts unten den

ersten See (Saraswati Kund), eingebettet in

eine kraterähnliche Senke.

Von Laurebina nach Gosainkund:

16 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019

Aufstieg am Chalang Pati Danda


In einiger Entfernung vor uns sehen wir schon

die Gebäude des Pilgerortes. Um 16:15 Uhr

erreichen wir den Ort, der eine Ansammlung

von mehreren Steinhäusern ist, die überwiegend

saisonal als Lodges für Pilger und Trekking-Touristen

betrieben werden. Erst einmal

bei einer heißen Tasse Tee verschnaufen, dann

suchen wir unsere Lodge für die Nacht auf

und richten uns ein. Wir stellen fest, dass es

schon ganz schön kalt ist. In den Häusern aber

ist man zumindest vor Wind und Wetter geschützt,

nur ein geheizter Kanonenofen im

Gastraum verbreitet etwas Wärme. Die Toilette

befindet sich separat vor dem Haus, das ist

nicht lustig, wenn man nachts mal aus dem

warmen Schlafsack raus muss.

Der Gosainkund See (4.381m)

im Abendlicht

Am anderen Morgen gehen wir zum Gosainkund

See, der unmittelbar unterhalb unserer

Lodge liegt. Unseren Begleitern ist es natürlich

ein besonderes Bedürfnis, diesen heiligen

Ort aufzusuchen, sich mit dem Wasser zu

benetzen bzw. etwas davon in einer Getränkeflasche

abzufüllen. Eine Girlande mit Gebetsfahnen

wird ebenfalls angebracht. Zur Zeit des

Janai Purnima Festes bei Vollmond im August

erleben die Seen einen wahren Ansturm von

Pilger. Besonders die Hindus vollziehen dann

ein Bad im See zur inneren Reinigung.

Wir halten uns wegen der Kälte nicht lange

auf und eilen zum Frühstück. Die Sachen stehen

für den Rückmarsch bereit. Vorher noch

ein Gruppenfoto vor der Lodge, die Sonne

kommt über die Berge und wir laufen los.

Die Wandergruppe mit Guide, Trägern

(links die Wirtin der Lodge)

Wir werfen noch einmal den Blick auf die

Seen Bhairab und Saraswati links unter uns.

Auf dem Herweg achtlos vorbei gelaufen,

entdecken wir jetzt eine im Felsen eingelassene

Nische, die eine Ganescha Figur enthält,

erreichen dann, bevor es wieder abwärts geht,

das Hochplateau mit der fantastischen rundum

Aussicht auf die Bergketten des Langtang

Himal, Manaslu und Annapurna. Weiter unten,

schon wieder in Laurebina, machen wir

Mittagspause, bevor es weiter hinunter bis

Chalangpati und schließlich Shin Gompa zu

unserer letzten Übernachtung auf dem Trek

geht.

Shin Gompa (3.350m) - Dunche (1.960m)

Der letzte Tag. Es wird ca. 1500 Hm abwärts

gehen. Wir starten schon früh, um 7:30 h.

Rückweg nach Laurebina.

Links der Bhairab See.

17


Der Weg durch das Dorf führt uns noch einmal

an der Yak-Käserei vorbei, in der wir

gestern noch Käse für zuhause gekauft hatten.

Wir laufen in dichtem Wald und haben hin

und wieder freien Blick auf ein Tal und umgebende

Bergrücken. Häufig kommen uns Pilger,

die sicher auf dem Weg hinauf nach Gosainkund

sind, entgegen. Wir beneiden sie

nicht, um diesen langen und anstrengenden

Weg nach oben. Der Weg nach unten hat es

aber auch in sich, geht auf die Gelenke und

man muss aufpassen, wohin man tritt.

Auf einem kleinen Plateau treffen wir auf eine

Pilgerherberge, wo wir mit vielen anderen

Rast machen. Weiter unten überqueren wir

den Bachlauf des Ghattekol über eine Hängebrücke.

Abstieg nach Laurebina.

Im Hintergrund die Gipfel des Ganesh Himal

Weiter geht es abwärts, kurz vor Dunche noch

kurzer Anstieg, dann ist der Ortseingang erreicht.

Wir werden schon von unserem Jeep

für die Rückfahrt nach Kathmandu erwartet.


Pension Danler

Heidi Danler

A-6165 Telfes / Oberplövenweg 4

Tel.:+43 - 5225 - 62476

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19


Juni

29

Samstag

20 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


iebe Wanderfreunde,

mit dieser neuen Herausforderung sprechen wir alle an, die Langstrecken

lieben. 53 Kilometer sind schon eine harte Nuss. Wer sich

untrainiert zu dieser Wanderung anmeldet, diejenigen möchte ich

dringlichst warnen! Für geübte Wanderprofis ist es ein Vergnügen.

Für alle anderen kann es sehr schmerzhaft werden. Wir fahren in der

Früh mit der Bahn von Lübeck nach Plön. Von dort starten wir den gut ausgewiesenen

Fernweg. Über Malente, Sielbeck und Kirchnüchel führt uns der Weg zum Bungsberg

(30 km). Dort hoffen wir auf eine Einkehrmöglichkeit (ggf. Tischreservierung).

Es erwarten uns nun noch weitere 23 km nach Eutin.

Hier durchwandern wir viel Wald und am Schluss

umrunden wir zur Hälfte den Großen Eutiner See. In

Eutin angekommen, fahren wir dann mit dem Zug

wieder zurück nach Lübeck.

Bei dieser Distanz bitte ich um Verständnis, dass es

der Gruppe zuliebe einen Zeitrahmen geben muss.

Wir wandern im Schnitt 5 km pro Stunde. Alle 2

Stunden machen wir einen Stopp, trinken, essen und

wandern weiter. Auf dem Bungsberg rechnen wir

mit einer 45-minütigen Pause. Aus meinen Erfahrungen

kann ich berichten, dass wir, nur wenn wir

sportlich unterwegs sind (nicht gehetzt), erst frühestens

gegen 20 Uhr in Eutin sein werden, also eher 21

Uhr! Dann erst besteigen wir die Bahn und treten die Rückfahrt

an! Es ist ein langer Tag und für ausreichend Essen und Trinken

muss gesorgt sein. Natürlich muss je nach Wettervorhersage die

Kleidung angepasst werden.

Ich würde mich freuen, wenn mich viele von Euch begleiten.

Strecke: Plön – Malente – Sielbeck – Bungsberg – Schönwalde –

viel, viel Wald – Eutin

Treffen:

29. Juni 2019 - 6:45 Uhr Lübeck HBF.

Anmeldung bis zum 12.06.2019 in der Geschäftsstelle,

danach ….

beim Wanderführer Andreas Petersen: 0160-90916041 .

21


D

er Wetterbericht kündigte für

diesen Tag Aprilwetter mit

Schnee- und Regenschauern sowie

starkem Ostwind an. Daher kostete es

alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer

schon etwas Überwindung heute an der

Wanderung teilzunehmen. Dennoch fanden

sich auf dem Hauptbahnhof in

Lübeck 10 Personen zur Zugabfahrt nach

Haffkrug ein. Mit 10 Minuten Verspätung

kamen wir gegen 9:50 Uhr dort an. Jetzt

konnte die Wanderung beginnen. Nach

wenigen Minuten durchquerten wir einen

Wald und erreichten die kleine, aus wenigen

Häusern bestehende Ortschaft Stawedder.

Der Himmel hatte sich verdunkelt

und es begann zu schneien, erst nur

wenig, dann aber sehr heftig. Wir gingen

auf der wenig befahrenen Straße etwa 2

Kilometer in das Dorf Süsel mit der alten

Kirche, die leider verschlossen war. Inzwischen

hatte auch der Schneefall aufgehört

und allmählich kam auch die Sonne

hinter den Wolken hervor. Auf einem

hübschen Weg erreichten wir den Süseler

See mit Badestelle. Hier machten wir die

Frühstückspause bei herrlichem Sonnenschein.

Dann ging es weiter auf einem

romantischen Pfad mit schöner Landschaft

zum Gut Oevelgönne mit sehenswertem

Fachwerktorhaus des frühen 17.

Jahrhunderts. Der Weg führte nun weiter

leicht auf und ab durch Felder in Richtung

Ostsee. Auf einer Anhöhe sahen wir

das Meer erstmalig in der Ferne. Bevor

wir jedoch dorthin kamen, wanderten wir

am Gut Wintershagen vorbei. Dort stehen

alle Häuser unter Denkmalschutz,

auch der Eiskeller, der durch eine Kastanienallee

mit dem Gut verbunden ist

(Privatgelände, nicht öffentlich). Nun

ging es nochmals weiter durch weite Felder

bis zur Ostsee. Dort bogen wir nach

Norden in Richtung Neustadt ab. Hier

blies der Wind sehr heftig. Leider mussten

wir noch an einem Industriegebiet

vorbeilaufen.

Dann aber kamen wir an unserem Ziel,

Klüvers Brauhaus, direkt am Hafen in

Neustadt gelegen, an und ließen uns das

vorzügliche Essen dort schmecken. Satt

und zufrieden traten wir anschließend am

späten Nachmittag die Heimreise nach

Lübeck an.

Wir hatten einen wundervollen Tag erlebt,

den uns niemand nehmen kann.

Jörn Mecker

22 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


23


P r o t o k o l l

der Jahresmitgliederversammlung des Deutschen Alpenverein Lübeck e.V. am 11.April

2019 im Hause Stettin, Hüxterdamm 18a in Lübeck

1) Beginn 19:05h. Zunächst begrüßt Herr Kreis die Erschienenen im Namen der Freunde

der Stettiner Hütte und wünscht einen guten Verlauf. Sodann begrüßt Frau Lohr als

Erste Vorsitzende die Anwesenden und eröffnet die Sitzung

2) Die Mitglieder erheben sich, um der im zurückliegenden Jahr Verstorbenen zu gedenken

3) Die im Nachrichtenblatt abgedruckte Tagesordnung wird einstimmig genehmigt

4) Die Herren Rainer Krohn und Günter Kämer erklären sich zur Mitunterzeichnung

des Protokolls bereit und werden gewählt

5) Es werden 21 anwesende stimmberechtigte Mitglieder gezählt

6) Jahresberichte:

- Timm Bußhaus berichtet von der durchgeführten Jugendversammlung, auf der Jonte

Nagel zum Jugendvertreter gewählt worden ist

- Herr Fritz Meyer stellt sich vor und bekundet seine Bereitschaft, die im Aufbau befindliche

Familiengruppe zu leiten und für sie Unternehmungen (Bergfahrten) durchzuführen

7) Herr Bründel erläutert die Einnahmen-Überschussrechnung- Seite 40/41 des Nachrichtenblattes

211.

8) Herr Schmidt trägt den Bericht über die am 7. Februar 2019 durchgeführte Kassenprüfung

vor

9) Das Jahresergebnis, die Vermögensübersicht und die Einnahmen-Überschussrechnung

für 2018 werden einstimmig genehmigt

10) Auf Vorschlag der Kassenprüfer wird dem Vorstand bei Stimmenthaltung desselben,

im übrigen einstimmig Entlastung erteilt.

11) Für die anstehenden Wahlen wird Herr Reinhard Falter zum Leiter bestimmt.

- für das Amt des/der Erster/n Vorsitzenden kandidiert einzig Frau Lohr und wird bei

eigener Stimmenthaltung einstimmig gewählt. Sie erklärt, die Wahl anzunehmen.

- für das Amt des Schatzmeisters kandidiert einzig Herr Bründel und wird bei eigener

Stimmenthaltung einstimmig gewählt. Er erklärt, die Wahl anzunehmen.

- der frisch gewählte Jugendvertreter Jonte Nagel wird von der Mitgliederversammlung

einstimmig bestätigt

- zum Rechnungsprüfer in der Nachfolge von Herrn Schmidt wird Herr Robert Löffler-

Reetz einstimmig gewählt

12) Der Schatzmeister Herr Bründel erläutert den Haushaltsvoranschlag für 2019 und

beantwortet Fragen dazu. Der Voranschlag wird sodann einstimmig angenommen.

24 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


13) Satzungsänderungen:

Erste(r) und Zweiter Vorsitzende(r) sowie der Schatzmeister erläutern die im Nachrichtenblatt

S. 36/37 abgedruckten und vorgeschlagenen Änderungen der Satzung, die

durch entsprechende Änderungen der Mustersatzung veranlasst sind.

Im Folgenden wird einzeln über die zu ändernden Satzungsbestimmungen abgestimmt.

- die neue Fassung von §13 wird einstimmig beschlossen

- die neue Fassung von §21 wird einstimmig beschlossen

- die neue Fassung von §24 wird einstimmig beschlossen

14) Beitragserhöhung

Erste und Zweiter Vorsitzende(r) sowie Schatzmeister erläutern die Notwendigkeit der

Beitragserhöhung ab 2021 gemäß der Übersicht auf S.35 d. Nachrichtenblattes , die im

Wesentlichen in der sog. Digitalisierungsoffensive des Hauptvereins begründet ist, und

beantworten Fragen dazu.

Bei der Abstimmung hierüber werden 19 Ja-Stimmen gezählt, Herr Schmidt ist dagegen,

Herr Vieth enthält sich.

15) Frau Erkek fungiert als Glücksfee bei der Auslosung der Preise für die Teilnehmer

am Gewinnspiel. Es haben gewonnen

10. Preis: Andrea Krüger; 9. Preis: Bodo Koch; 8. Preis: Lutz Riedemann; 7. Preis:

Marthe Krüger; 6. Preis: Susanne Weinknecht, 5. Preis: Villads Krüger, 4. Preis: Olaf

Krüger, 3. Preis: Peter Keller (ist persönlich anwesend und nimmt den Preis in Empfang)

2. Preis: Henrike Krüger; 1. Preis Christina Kahns

Verschiedenes:

Herr Fritz Meyer schlägt vor, ein Initiativ- bzw. Kennenlerntreffen der Kletterer durchzuführen

Die Erste Vorsitzende schließt die Versammlung um 20:37 h.

Lübeck, den 13. April 2019

Joachim Vieth (Schriftwart)

Günter Kämer (Mitunterzeichner) Rainer Krohn (Mitunterzeichner)

25


S

eit einigen Monaten haben Sie die Möglichkeit, unser aktuelles Nachrichtenblatt

sowie auch ältere Ausgaben als blätterbare Version über eine Verknüpfung

auf der Startseite unserer Homepage nachzulesen und als PDF

herunterzuladen:

http://www.davluebeck.de/index.html .

26 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Begrenzt ist das Leben

unendlich die Erinnerung

wir verabschieden uns von

Volker Schütz

* 01. September 1934 † 29. April 2019

Vorstand & Beirat

der Sektion Lübeck

Nachruf

Ende April verstarb in seinem 85. Lebensjahre unser langjähriges Mitglied und ehemaliger

Zweiter Vorsitzender Volker Schütz.

Bereits als Schüler trat er 1951 der Sektion bei und wirkte in ihr mit. Ganz zu Anfang – wie

er mir einmal schmunzelnd erzählte - bei der Einlasskontrolle zu den Großen Alpenvereinsvorträgen,

für die damals und auch späterhin noch vom Publikum Eintrittsgeld erhoben

wurde.

Im Jahre 1989 und zeitgleich mit der Wahl unseres Ehrenvorsitzenden H.-J. Röhl zum Ersten

Vorsitzenden rückte Volker Schütz als Beisitzer in den Sektionsvorstand. Als dort im

Jahre 1998 wieder einmal Umbesetzungen erforderlich wurden, erklärte er sich bereit, der

Sektion neben seiner umfangreichen beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar und

anderen Verpflichtungen als Zweiter Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. In dem Nachrichtenblatt

6/1998 wurde er anlässlich seiner Wahl mit den Worten wiedergegeben, er habe

sich bereit erklärt, weil offenbar kein anderer diese Arbeit habe übernehmen wollen; er wolle

sich Mühe geben und werde bei Gegenwind gewiss nicht gleich die Segel streichen. Diese

Haltung verlangt, in Erinnerung gerufen zu werden.

In ihrem Sinne hat er das Amt bis zum Jahre 2006 ausgeübt, als ihn gesundheitliche Gründe

zwangen es aufzugeben.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand ist Volker Schütz der Sektion ein engagiertes

Mitglied geblieben, das seine Stimme in den Jahresversammlungen vernehmlich

erhob. Ohne seine Fähigkeit und Bereitschaft, auch anfänglich unpopuläre Kritik zum Wohle

des Vereins tätig zu üben, wäre es um die Sektion heute anders, aber nicht besser bestellt.

Wir werden Volker Schütz ein ehrendes Andenken bewahren.

Joachim Vieth

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28 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Beitrittserklärung

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Datenschutzerklärung

1. Informationen zum Datenschutz

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die von Ihnen in Ihrer Beitrittserklärung angegebenen Daten über Ihre

persönlichen und sachlichen Verhältnisse (sogenannte personenbezogene Daten) gleichermaßen auf Datenverarbeitungs-Systemen

der Sektion, der Sie beitreten, wie auch des Bundesverbandes des Deutschen Alpenvereins (DAV)

gespeichert und für Verwaltungszwecke der Sektion, bzw. des Bundesverbandes verarbeitet und genutzt werden.

Verantwortliche Stelle im Sinne des § 3 (7) BDSG ist dabei die Sektion der Sie beitreten,

Wir sichern Ihnen zu, Ihre personenbezogenen Daten vertraulich zu behandeln und nicht an Stellen außerhalb des

DAV, weder außerhalb der Sektion, noch außerhalb des Bundesverbandes, weiterzugeben. Sie können jederzeit

schriftlich Auskunft über die, bezüglich Ihrer Person gespeicherten Daten erhalten und Korrektur verlangen, soweit die

bei der Sektion und der Bundesgeschäftsstelle gespeicherten Daten unrichtig sind. Sollten die gespeicherten Daten für

die Abwicklung der Geschäftsprozesse der Sektion, bzw. des Bundesverbandes nicht erforderlich sein, so können Sie

auch eine Sperrung, gegebenenfalls auch eine Löschung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen,

Der Bundesverband des DAV sendet periodisch das Mitgliedermagazin DAV Panorama in der von Ihnen gewählten

Form (Papier *der Digital) zu. Sollten Sie kein Interesse am DAV Panorama haben, so können Sie dem Versand

bei Ihrer Sektion des DAV schriftlich widersprechen.

Nach einer Beendigung der Mitgliedschaft werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht, soweit sie nicht, entsprechend

der steuerrechtlichen Vorgaben, aufbewahrt werden müssen.

Eine Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten für Werbezwecke findet weder durch die Sektion, den Bundesverband,

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Ich habe die oben stehenden Informationen zum Datenschutz zur Kenntnis genommen und akzeptiert.

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Ich willige ehe, dass die Sektion sowie der Bundesverband des DAV, soweit erhoben, meine Telefonnummern zum

Zwecke der Kommunikation nutzen. Eine Übermittlung der Telefonnummern an Dritte ist dabei ausgeschlossen.

Ort:_______________________ Datum: _____________________ Unterschrift: _____________________________

Datenschutzbeauftragter:

Prof. Dr, Rolf Lauser

Dr.-Gerhard-Hanke-Weg 31

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E-Mail: rolf@lauser-nhk.de

30 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019


Öffnungszeiten:

mittwochs: 15:30 bis 18:30 Uhr

samstags: 10:00 bis 12:00 Uhr

Geschäftsstelle:

Hüxterdamm 8, 23552 Lübeck

Postanschrift:

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Telefon: 0451/73297

Telefax: 0451/29170398

E-Mail: buero@davluebeck.de

Homepage: www.davluebeck.de

V o r s t a n d B e i r a t E h r e n r a t

1. Vorsitzende

Angelika Lohr

0151 54645009

vorstand@davluebeck.de

Mitgliederverwaltung

Angelika Lohr

mvm@davluebeck.de

2. Vorsitzender

und Ausbildungsreferent

Andreas Aurich

0171 2888271

ausbildung@davluebeck.de

Schatzmeister

Andreas Bründel

0451 / 4894395

schatzmeister@davluebeck.de

Schriftwart

Joachim Vieth

0451 / 31535

schriftwart@davluebeck.de

Jugendreferent

Timm Bußhaus

0179 3925413

jugend@davluebeck.de

Ehrenvorsitzender

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0451 / 32630

Büro Geschäftsstelle

Hale Erkek

0451 / 73297

buero@davluebeck.de

Wanderwart

Horst Geese

0170 8472215

wandern@davluebeck.de

Freunde der Stettiner Hütte

Joachim Kreis

0451 / 73640

freunde-der-stettinerhuette@davluebeck.de

Naturschutzreferent

Dietmar Zahn

04533-206398

naturschutz@davluebeck.de

Sportbeauftragter

Klaus-Dieter Rickert

0451 / 8973415

sport@davluebeck.de

Homepage

Dieter Otte

0451 / 59 61 37

webmaster@davluebeck.de

Redaktion „Lübecker Weg“

Wilfried Matthies

04156 / 8477993

schriftleiter@davluebeck.de

Kletterreferent

Christian Schwarz

klettern@davluebeck.de

Vorsitzender

Georg Bornemann

0451 / 792854

Vertreter des Vorstands

Timm Bußhaus

0179 3925413

jugend@davluebeck.de

Ellen Spies

0451 / 31535

Waltraud Giese

0451 / 605565

Klaus-Dieter Rickert

0451 / 8973415

sport@davluebeck.de

Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft für verantwortlichen Umgang der Waldressourcen zum Wohle heutiger und zukünftiger Generatio-

Tourenreferent

Nils Neumann

touren@davluebeck.de

Jugendvertreterin

(unbesetzt)

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Post A 12557 DPAG - Entgelt bezahlt

Deutscher Alpenverein

Sektion Lübeck e. V.

Postfach 11 67, 23501 Lübeck

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