LÜBECKER WEG 212

luebeckerweg

Das Nachrichtenblatt des Deutschen Alpenvereins Sektion Lübeck e.V.

gen. Oft kann der Fahrer nur Schrittgeschwindigkeit

fahren. Das Auto lässt Staubfahnen

hinter sich bzw. wir werden durch Gegenverkehr

in diese eingehüllt.

Wir passieren zwei Kontrollstellen. Kurz vor

Dunche müssen wir das gesamte Gepäck

abladen und kontrollieren

lassen. Wir stellen hier

schon fest, dass die

Gepäckstücke arg

eingestaubt sind.

Es empfiehlt sich

diese in Müllsäcke

zu verpacken

- das nächste Mal!

Gegen 16:30 Uhr

erreichen wir den

kleinen Ort Syabru

Besi und das Hotel für

die erste Nacht.

Die kommenden Tage werden im

Wesentlichen immer gleich ablaufen: Aufstehen

nach Tagesanbruch gegen 7 Uhr. Morgentoilette,

Sachen zusammenpacken, Frühstück.

Gegen 8 Uhr loslaufen. Mittagspause. Ankommen

am Tagesziel etwa 16 bis 17 Uhr usw.

Syabru Besi (1.450m) - Lama Hotel

(2.480m)

Der Morgen ist noch etwas kühl, aber nach

kurzer Zeit hat man sich warm gelaufen und

man muss Kleidung ablegen. Gegen Mittag

hat man bei Sonnenschein schon etwa 18

Grad. Hinter dem Ort geht es über die erste

Hängebrücke. Wir werden uns den Weg nur

mit anderen Trekkern, Maultieren und einheimischen

Trägern teilen. Die kommenden Ansiedlungen

sind mit Fahrzeugen nicht zu erreichen

(Hubschrauber fliegen bei Notfällen und

für Spezialtransporte). Bei Begegnung mit

einer Muliherde, sollte man diesen Tieren

unbedingt Platz machen, denn sie folgen stur

ihrem Weg. Zunächst führt der Weg durch

eine vegetationsreiche Landschaft entlang des

Langtang Flusses. Zur Mittagsrast

erreichen wir die kleine Ansiedlung

Bamboo Lodge

(1.970m). Hoch über

dem Fluss, der hier

über ein steiniges

Flussbett abfallend

vorbei rauscht,

genießen wir unsere

Pause.

Das Ziel unserer

ersten Etappe ist die

Siedlung Lama Hotel.

Diese erreichen wir

nach fast 19 km gegen 17

Uhr .

Lama Hotel (2.480m) - Langtang (3.430m)

Der Morgen ist kühl und nach Verlassen des

warmen Schlafsacks kostet die Morgentoilette

im Freien schon einige Überwindung. Der

Frühstücksraum ist auch nicht viel wärmer.

Der warme Tee hilft zwar ein wenig, aber erst

das Laufen wird uns wieder richtig aufwärmen.

Es geht gleich stramm bergauf, teilweise

über Steinstufen und das bringt den Kreislauf

so richtig in Schwung. Wir folgen wieder dem

Lauf des Flusses, immer noch in üppiger Vegetation.

Hin und wieder ein freier Blick auf

die eisigen Gipfel des Langtang. Im dichten

Grün der Rhododendron Bäume und Bambus

entdecken wir in größerer Entfernung einige

Affen (Hanuman Languren), die jedoch recht

scheu sind.

12 LÜBECKER WEG - Ausgabe 212 - Juni 2019