Motocross Enduro Ausgabe 07/2019

mce71

Los geht die Ausfahrt mit der 250 SX

Im Einsatz

Wie vor jeder Testfahrt kontrollieren wir sämtliche Bedienelemente und

passen diese unseren Wünschen an. Bei der 250 SX haben wir den Fußbremshebel

ein wenig höher positioniert, ansonsten war für uns alles

am rechten Platz und wir mussten keine weiteren Anpassungen vornehmen.

Zusätzlich muss jedoch vor der Fahrt der Luftdruck in der WP-

AER-48-Telegabel überprüft werden. Das erfolgt mit Hilfe der mitgelieferten

Luftdruckpumpe. Der empfohlene Druck liegt bei 10,1 bar.

Schnelle Richtungswechsel sind dank Agilität einfach zu vollziehen

spricht. Das spürt man in fast jeder Streckenpassage und lässt das alte

Zweitakt-Feeling wieder aufkommen. Enge Kurven, schnelle Spurwechsel

sowie kontrollierte Sprünge sind weitere positive Fahreigenschaften.

Sehr positiv ist auch das Sitzgefühl auf der neu entwickelten Sitzbank,

sie bietet neben besserem Grip auch ein besseres Seitengefühl beim

Fahren in Kurven.

Kicken statt Knöpfchen drücken ist angesagt!

Startverhalten

Ein wenig sind wir schon verwöhnt, denn alle anderen Modelle sind mittlerweile

mit einem elektrischen Anlasser ausgestattet, nicht so die KTM

SX 250. Hier muss man noch den Kickstarter bedienen. Dazu ist es auf jeden

Fall angebracht, von ganz oben durchzukicken, um den Motor zum

Laufen zu bringen. Für Ungeübte ist das wohl der erste Kraftakt, bevor

die Fahrt beginnen kann. Damit ist man auch nicht so schnell beim Re-

Start falls das Motorrad einmal ungewollt ausgebremst wird. Der Mikuni-

Vergaser besitzt einen Choke-Hebel, den man im kalten Zustand benutzten

sollte, damit der Motor ohne Probleme startet. Im warmen Zustand

bzw. bei höheren Außentemperaturen (ca. 15 °C) ist der Choke kaum notwendig.

Thema: Handlichkeit

Mit knapp 95 kg Leergewicht ist die 250 SX enorm leicht und bietet im

Vergleich zu den Viertaktmaschinen ein besseres Handling. Agilität und

Handlichkeit sind die Pluspunkte, was für einen Einsatz der Zweitakter

Überall und immer ist genug Leistung parat ;-)

Der Motor

Hier hat die Entwicklung eine gute Arbeit geleistet und zeigt, was ein

Zweitaktmotor aktuell bieten kann. Der Motor ist vibrationsarm und

gleichmäßig zu fahren. Dennoch empfehle ich, einen Mappingschalter

zu verwenden und auf den meisten Strecken eher die sanfte Leistungsstufe

zu wählen. Die 250 ccm sind mehr als ausreichend und in der kräftigen

Mappingstufe für den Hobbypiloten schon fast zu viel des Guten ;-)

Somit ist die Leistungsabgabe und der damit verbundene Traktionsaufbau

angenehm, kommt aber noch nicht an die Traktionswerte einer Viertaktmaschine

heran. Also muss der Fahrer kontrollierter mit dem Gas

umgehen und gegebenenfalls mehr mit der Kupplung dosieren.

Positiv ist auch die Abstufung des 5-Gang-Getriebes. Um dem Ganzen

vielleicht noch die Krone aufzusetzen, wäre ein elektrischer Anlasser

und gegebenenfalls eine Einspritzanlage wie bei den Enduromodellen

wünschenswert.

MOTOCROSS ENDURO 27

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine