Sachwert Magazin 03/2019

sachwertmagazin

HABEN IMMOBILIEN ZUKUNFT? WALDEMAR MERKEL: Gab nie besseren Zeitpunkt für Einstieg Die Top-Immobilien-Investmentziele DR. DR. RAINER ZITELMANN: Reiche als Sündenböcke BERLIN: Hitzige Debatte über Wohnungsenteignungen HELGE ZIEGLER: Mieterhöhung durch Modernisierung wird schwieriger THOMAS HENNINGS: Die vier großen Herausforderungen unserer Zeit BÖRSE: Kampf gegen Cyberkriminalität BODO SCHÄFER: Rente oder Wohlstand? ALEX FISCHER: Warum Dich der falsche Steuerberater Millionen kosten kann J.P. MORGAN - Der Gigant der Wall Street

Immobilien

kennenlernt. Die richtigen guten Deals

schließt man ab, wenn man mit der Zeit

sein Auge geschult hat, die Branche und

die Marktteilnehmer kennt. Mein erster

Deal war aus heutiger Sicht schlecht, aber

er war auch mein wichtigster. Der ausschlaggebende

Punkt für die Bank war

damals, dass ich als Angestellter ein festes

Einkommen nachweisen konnte. Die Banken

wollen Sicherheit. Alternativ geht es

auch über andere Vermögenswerte, die

man als Sicherheit hinterlegt. Beides hat

damals wie heute funktioniert.

Immobilien decken

das Grundbedürfnis der Menschen,

ein Dach über dem Kopf zu haben.

Das wird auch in

100 Jahren noch so sein.

In der Branche gibt es auch schwarze

Schafe. Wie schwer ist es, die richtigen

Partner zu finden?

Einen Partner zu finden, dem man langfristig

vertrauen kann, ist heute sehr

schwer. Man findet es nur heraus, in dem

man den Leuten eine Chance gibt, sich zu

beweisen. Es braucht Zeit, den wirklichen

Charakter von Menschen zu erkennen.

Ich habe vier Jahre gebraucht, um einen

guten Partner zu finden. Wenn man es

mit einer Busfahrt vergleichen würde,

sind viele auf meiner Reise eingestiegen,

aber bis auf zwei Leute sind alle wieder

ausgestiegen. Es führt kein Weg daran

vorbei, den Leuten erst mal eine Chance

zu geben. Man merkt recht schnell, ob es

der richtige ist.

Der Immobilienmarkt steht derzeit

unter Druck. Ist für neue Investoren

überhaupt ein guter Zeitpunkt für

den Einstieg?

Es ist heute nicht schwieriger als früher -

aber anders. Man braucht heute anderes

Wissen und ein anderes Konzept, aber

wenn man das hat, ist es leicht. Man kann

sogar Immobilien kaufen, die offiziell

noch gar nicht angeboten werden. Wenn

man dann noch die richtigen Geldgeber

hat… denn für Investoren ist es heute

kaum möglich, bei Banken gute Zinsen

zu bekommen. Die suchen nach engagierten

guten Investoren, die ihnen hohe

Zinserträge einbringen - zehn Prozent als

Beispiel. Aus meiner Sicht ist es heute einfacher

als je zuvor. Ich gehe sogar noch

weiter: So einen leichten Einstieg wird es

auch nie wieder geben.

Wenn man ein gutes Konzept hat, kann

man mit allem Geld verdienen und diversifizieren.

Sie haben vor einiger Zeit auch begonnen,

Investoren-Neulinge zu coachen.

Warum das und wie sind die

Ergebnisse?

Ich habe in meiner Anfangszeit selber

auch einen Coach gebraucht. Ich hatte

mehrere, aber keinen, der mich langfristig

begleitet hat. Das hat mir damals gefehlt.

Weil ich heute sehr viel über dieses Geschäft

weiß, möchte ich dieses Wissen

an Neulinge weitergeben. Und zwar vom

ersten Schritt bis zu dem Punkt, an dem

sie wirklich allein gehen können und keine

aktive Unterstützung mehr benötigen.

Das ist mein Anspruch. Mein Coaching ist

sehr intensiv und zeitlich nicht begrenzt.

Es geht solange, bis der Klient seinen

erstes bzw. nächstes Investment abgeschlossen

hat. Das kann ein paar Monate

dauern, aber auch zwei Jahre - wenn

es beispielsweise sehr speziell wird. Ich

nehme bewusst immer nur fünf Klienten

gleichzeitig auf, weil mir die persönliche

Betreuung wichtig ist. Bis auf einen haben

all meine aktuellen Klienten erfolgreich in

Immobilien investiert. Mit zweien ist die

Beziehung sogar so gut geworden, dass

wir gemeinsam investiert haben. Es macht

mir sehr viel Spaß, den Menschen den Einstieg

erleichtern zu können.

Bild: Privat

Sie investieren nicht nur in klassische

Wohngebäude, sondern auch in andere

Formen der Immobilie? Aus Diversifikationsgründen?

In jeder Unterkategorie hat man mit einer

anderen Klientel zu tun. Es gibt viele

Chancen im Markt, die man nutzen kann,

wenn man sich auskennt. Es gibt attraktive

Kategorien wie Garagen, Lager, Stellplätze

und sogar Villen und Schlösser.

SACHWERT MAGAZIN 3/2019 7

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine