KAV MAGAZIN - AUSGABE 2/2019

KoelnerAnwaltverein

In der aktuellen Ausgabe unseres KAV Magazins informieren wir Sie unter anderem über die KAVCAREERDAYS und die KAV Juniormitgliedschaft. Zudem können Sie in der Revue zum 12. Kölner Anwaltstag und der Ordentlichen Mitgliederversammlung alle Details des 08. Mai 2019 noch einmal nachlesen. Zudem informieren wir Sie über unsere bevorstehenden Fortbildungsveranstaltungen und unsere Ausschüsse und Arbeitskreise informieren Sie über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten in den jeweiligen Rechtsgebieten. In der Rubrik KAVRECHTPERSÖNLICH standen uns für diese Ausgabe Herr Joachim Roth, Leitender Oberstaatsanwalt in Köln und Herr Kollege Dr. Frank Seebode, Mitglied des Vorstands des Kölner Anwaltverein e.V. als Interviewpartner zur Verfügung. Mit JURTOUR gehen wir wieder auf Reisen und stellen Ihnen die Metropole des Orients, Dubai vor. Auch diesmal haben Sie wieder Gelegenheit einen Aufenthalt vor Ort zu gewinnen. Diesmal im Steigenberger Hotel Business Bay, Dubai. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Freude mit dieser Ausgabe.

Mitgliederversammlung |

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Herr Kollege Trude eröffnete die Mitgliederversammlung

um 18.27 Uhr und dankte für

das zahlreiche Erscheinen. Er begrüßte dann

die Ehrengäste. Zu nennen sind:

Der Minister der Justiz, Peter Biesenbach;

die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln,

Henriette Reker;

die Präsidentin des Oberlandesgerichts Köln,

Margarete Gräfin von Schwerin; der

Generalstaatsanwalt Köln, Thomas Harden;

der Präsident der Rechtsanwaltskammer

Köln, Dr. Thomas Gutknecht;

der Vizepräsident des Deutschen Anwaltverein,

Martin Schafhausen; der Präsident

des Landgerichts Köln, Roland Ketterle;

der leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft

Köln, Joachim Roth;

der Präsident des Amtsgerichts Köln,

Henning Banke; der Präsident des Landesarbeitsgerichts

Köln, Dr. Jürgen vom Stein;

der Präsident des Finanzgerichts Köln,

Benno Scharpenberg;

die Präsidentin des Verwaltungsgerichts

Köln, Birgit Herkelmann-Mrowka;

der Direktor des Arbeitsgerichts Köln,

Dr. Dirk Gilberg.

Nach der Begrüßung stellte Herr Kollege

Trude fest, dass die Mitgliederversammlung

ordnungsgemäß einberufen wurde. Die

satzungsgemäße Vier-Wochen-Frist wurde

durch Verteilung und Versendung der Einladung

nebst Tagesordnung im KAV Magazin

Ausgabe 01/2019 eingehalten.

Sodann wurde der seit der letzten

Mitgliederversammlung im Jahre 2018

verstorbenen Kolleginnen und Kollegen,

die namentlich genannt wurden, mit einer

Schweigeminute gedacht.

Der Vorsitzende ging sodann zur Tagesordnung

über:

TOP 1 – Jahresbericht des

Vorsitzenden

Herr Kollege Trude teilte mit, dass für ihn

wichtigste Thema des letzten Jahres, das

sich durch alle Veranstaltungen gezogen

habe, sei der demografische Wandel in

der Gesellschaft. Dieser habe mittlerweile

auch die Anwaltschaft erreicht. Das

Durchschnittsalter in der Anwaltschaft läge

bei mittlerweile über 50 Jahren. Eine Anwaltsschwemme

gäbe es nicht mehr. Weil

immer weniger junge Leute Jura studierten,

kämen auch immer weniger junge Absolventen

in unsere Kanzleien.

Daraus ergebe sich, dass sich die Anwaltschaft

immer neuen, großen Herausforderungen

stellen müsse. Neue Arbeitszeitmodelle

seien gefragt, dies bedinge auch,

dass immer weniger junge Kolleginnen

und Kollegen eine eigene Kanzlei anstrebten.

Daraus folge, dass auch die Anwaltvereine

immer weniger Mitglieder hätten.

Dem müssten sich die Vereine stellen. Es

sei deswegen wichtig, jedenfalls den Organisationsgrad

zu halten. Natürlich müsse

auch weiterhin alles dafür getan werden,

um junge Kolleginnen und Kollegen für den

Verein zu gewinnen.

Herr Kollege Trude berichtete sodann über

die Mitgliederzahlen des KAV, wonach zum

31.12.2018 3.917 Kolleginnen und Kollegen

Mitglieder des KAV waren. Das waren

35 Mitglieder weniger als im Jahr zuvor.

Allerdings gelang es dem Kölner Anwaltsverein,

bezogen auf den Tag der Mitgliederversammlung,

die Mitgliederzahl um

63 zu steigern, sodass der Organisationsstand

nach wie vor rund 50 % beträgt. Herr

Kollege Trude wies in diesem Zusammenhang

darauf hin, dass es wichtig sei, das

Profil des Anwaltvereins zu schärfen, um

die Interessen der Anwaltschaft vertreten

zu können. Er war der Auffassung, dass dies

in Zukunft stärker von den Anwaltvereinen

und auch vom Deutschen Anwaltverein

thematisiert werden müsse.

Herr Kollege Trude nannte dazu ein Beispiel:

Zu Beginn des Jahres 2019 fand eine

außerordentliche Kammerversammlung

statt. Zweck der Versammlung war, die

Kammermitglieder darüber entscheiden zu

lassen, ob eine neue Immobilie angemietet

werden sollte, deren verfügbare Fläche

größer sei als diejenige der jetzt genutzten

Immobilie in der Riehler Straße. Der KAV

hatte dazu eine Stellungnahme erarbeitet

und diese per Newsletter an seine Mitglieder

veröffentlicht. Dies war auf große Resonanz

gestoßen. Herr Kollege Trude dankte

in diesem Zusammenhang der Rechtsanwaltskammer

Köln für die Professionalität,

mit der die RAK Köln auf die Stellungnahme

reagiert hatte.

Herr Kollege Trude verwies sodann auf

zahlreiche Veranstaltungen, die der Kölner

Anwaltverein für den anwaltlichen Nachwuchs

etabliert habe. Dabei stellte er heraus,

dass man in Konkurrenz zu Justiz und

Verwaltung stehe, die ähnliche Nachwuchssorgen

hätten. Zu nennen sind dabei die

Veranstaltungen „Referendariat, und was

dann?”, den Moot Court zum bürgerlichen

Recht der Universität zu Köln, den der KAV

mit begleitet, und neue Veranstaltungen

wie die KAVCAREERDAYS, die unter dem

Oberbegriff „Young Lawyers” eingerichtet worden

seien. Herr Kollege Trude betonte, dass

Referendare Juniormitglied im KAV werden

könnten und auch schon einige geworden

seien.

Er bedankte sich für die Unterstützung bei

der Mitgliederwerbung beim Ausschuss

Junge Anwälte des KAV, beim Kammerpräsidenten,

Herrn Kollegen Dr. Gutknecht,

und bei der Richterschaft, allen voran bei

der Präsidentin des OLG Köln, Gräfin von

Schwerin, dem Präsidenten des LG Köln,

Herrn Ketterle, sowie bei dem Präsidenten

des AG Köln, Herrn Banke.

Damit schloss Herr Kollege Trude seinen

Jahresbericht, zu dem keine Fragen gestellt

wurden.

TOP 2 – Grußworte

Zunächst richtete sich die Oberbürgermeisterin

der Stadt Köln, Frau Henriette Reker,

selbst Rechtsanwältin von Beruf, an die

Mitgliederversammlung. Nach Begrüßung

der Anwesenden bemerkte Frau Reker, sie

komme gerne zu Mitgliederversammlungen

des KAV, weil man dort immer etwas

Neues lerne. Sie ging sodann auf das Motto

des diesjährigen Anwaltstages ein, „KAV

Generationen”. Es gefiele ihr, wenn auch

nicht in allen Konsequenzen, dass junge

Leute wieder vermehrt auf die Straße

gingen, um zu demonstrieren. In diesem

Zusammenhang teilte sie mit, ihrer Ansicht

nach müsse die Schule gestrafft werden,

chancengerechte Bildung sei wichtig.

Ebenso wichtig sei allerdings der Umweltschutz;

Frau Reker verwies darauf, dass die

Verkehrswende in Köln in vollem Gange

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