KAV MAGAZIN - AUSGABE 2/2019

KoelnerAnwaltverein

In der aktuellen Ausgabe unseres KAV Magazins informieren wir Sie unter anderem über die KAVCAREERDAYS und die KAV Juniormitgliedschaft. Zudem können Sie in der Revue zum 12. Kölner Anwaltstag und der Ordentlichen Mitgliederversammlung alle Details des 08. Mai 2019 noch einmal nachlesen. Zudem informieren wir Sie über unsere bevorstehenden Fortbildungsveranstaltungen und unsere Ausschüsse und Arbeitskreise informieren Sie über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten in den jeweiligen Rechtsgebieten. In der Rubrik KAVRECHTPERSÖNLICH standen uns für diese Ausgabe Herr Joachim Roth, Leitender Oberstaatsanwalt in Köln und Herr Kollege Dr. Frank Seebode, Mitglied des Vorstands des Kölner Anwaltverein e.V. als Interviewpartner zur Verfügung. Mit JURTOUR gehen wir wieder auf Reisen und stellen Ihnen die Metropole des Orients, Dubai vor. Auch diesmal haben Sie wieder Gelegenheit einen Aufenthalt vor Ort zu gewinnen. Diesmal im Steigenberger Hotel Business Bay, Dubai. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und viel Freude mit dieser Ausgabe.

Ausschüsse & Arbeitskreise | 57

Fazit: Im Ergebnis sollte ein effizientes Antragsformular wie folgt

gegliedert sein:

A. Unmittelbar entscheidungserheblich sind:

• Kontaktdaten Schuldner, Kontaktdaten Antragsteller und ggf.

Nachweis der Vertretungsbefugnis durch Vollmacht bzw. Kopie

Handelsregisterauszug

• Sämtliche Anträge, Anregungen und Hinweise (Eröffnungsantrag,

Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung und Stundung der

Verfahrenskosten, Antrag vorläufige Eigenverwaltung, Anregung

vorläufige Insolvenzverwaltung, Anregung fakultativer vorläufiger

Gläubigerausschuss, Vorschläge zur Besetzung des vorl.

Gläubigerausschusses oder der Person des Insolvenzverwalters/

Gutachters)

• Kennzahlen nach § 22 a Abs. 1 InsO, Angaben zur örtlichen

Zuständigkeit, Angaben zur Verfahrensart, Angaben zu einem

Verfahrenskostenvorschuss

• Liste aller verfahrensbeteiligten Gläubiger mit vollständigen

Namen und Anschriften und Erklärung zur jeweiligen Fälligkeit

(mit Kompatibilität zu Excel/csv-Formaten), einschl. Mitarbeiter,

Sozialversicherungsträger, Behörden und Anzahlungen von

Kunden

• Vollständigkeitserklärung zur Gläubigerliste

• Angaben zur stichtagsbezogenen Liquidität (einschließlich ggf.

offenem Kontokorrentkredit) – geschäftlich und privat

• Angaben zu Einzahlungen und Auszahlungen innerhalb von 21

Tagen nach Stichtag (Aktiva und Passiva II) bzw. Negativerklärung

als Zugeständnis nach § 288 ZPO

• Sonstiges privates Vermögen (Gliederung nach ForStaB)

• Sonstiges geschäftliches Vermögen (Gliederung nach ForStaB

bzw. § 266 HGB, einschließlich offener Stammeinlage)

• Vollständigkeitserklärung zur Vermögensaufstellung

• Angaben bei laufendem Geschäftsbetrieb (Art und Umfang)

• Bei Antrag auf vorläufige Eigenverwaltung: Vergleichsrechnung

und ggf. Bescheinigung n. § 270b InsO

• Betriebswirtschaftliche Unterlagen:

BWA, SuSa und Jahresabschlüsse für die letzten fünf Jahre, alle

bebuchten Konten mit Einzelbuchungen bzw. GdPDU-Daten

• Kontoauszüge und Kassenbücher, Online-Zugänge zu den Geschäfts-

und Privatkonten

• Verträge in Kopie

Versicherungsverträge/Bausparverträge/Darlehensverträge/Verträge

zu Kreditsicherheiten/Mietverträge/Finanzierungsverträge

• Aktuelle Grundbuchauszüge bei Grundeigentum

• Ausgangsrechnungen und Lieferscheine/Leistungsnachweise zu

den offenen Forderungen, Verträge zu laufenden Aufträgen

• Inventarverzeichnis

• Gesellschaftsrechtliche Unterlagen, Nachweis über die Erbringung

der Stammeinlage

• Mitarbeiterliste, Arbeitsverträge und letzte 12 Gehaltsabrechnungen

der aktuellen eigenen Mitarbeiter

• Bei natürlichen Personen: laufender Arbeitsvertrag und bisherige

Gehaltsabrechnungen

• Erfolgreiche Zwangsvollstreckungen innerhalb von sechs Monaten

vor Eingang des Insolvenzantrages

• Korrespondenz (E-mail und Post) mit Banken, Steuerberater und

vollstreckenden Gläubigern (Finanzamt, Sozialversicherungsträger)

aus den letzten drei Jahren

• Eigene Stundungsbitten (E-mail und Post) an Gläubiger

Dr. Franz Zilkens

Insolvenzverwalter, RA, MBA, FAInsR

Mitglied des Ausschuss für Insolvenzrecht im Kölner Anwaltverein

B. Mittelbar entscheidungserheblich für die die Auswahl des

passenden Insolvenzverwalters sind:

• Angaben zu einem eingestellten Geschäftsbetrieb, bei natürlichen

Personen: Angaben zur Berufsausbildung, gegenwärtigen

Tätigkeit, Arbeitgeber und Unterhaltspflichten

• Kontaktdaten Steuerberater, anwaltlicher Berater, Unternehmensberater,

insolvenzrechtliche Beratung

• Erklärung zur Vorbefassung gelisteter Gutachter/Insolvenzverwalter

• Sanierungsansätze im Insolvenzverfahren, Anforderungen an

die Person des Insolvenzverwalters

C. Ankündigung der vom Gutachter/Insolvenzverwalter benötigten

Unterlagen und Informationen

• Bei laufendem Geschäftsbetrieb: Liquiditätsplanung für acht

Wochen, Aufstellung laufende Projekte, Aufstellung Kreditsicherheiten,

Aufstellung erhaltene Anzahlungen

• Entbindungserklärung von der Schweigepflicht für Kreditinstitute

und Behörden

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