Freiberg aktuell 2019

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WIRTSCHAFT & WISSENSCHAFT

NEUES TECHNIKUM ENTSTEHT

HELMHOLTZ INSTITUT WIRD ERWEITERT

Gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange vollzogen Vertreter des

Helmholtz-Instituts, der TU Bergakademie und der Stadt Freiberg den ersten Spatenstich.

Die Ausbildungsmesse „Schule macht Betrieb“ führt Ausbildungssuchende und

Unternehmen zusammen. Fotos (2): Wieland Josch

Seit Mitte 2016 befindet sich in einem

sanierten Gebäudekomplex das

Helmholtz-Institut Freiberg für

Ressourcentechnologie, welches

zum Helmholtz-Zentrum Dresden-

Rossendorf gehört, an der Chemnitzer

Straße 40. Mit dem ersten

Spatenstich nahm der Bau eines

neuen Metallurgie-Technikums

seinen Anfang. 10,2 Millionen Euro

wird das Projekt insgesamt kosten.

9,8 Millionen Euro stammen davon

aus dem Europäischen Fonds für

regionale Entwicklung, 0,4 Millionen

steuert der Freistaat Sachsen bei.

Dafür entsteht bis voraussichtlich

Mitte 2021 eine zwölf Meter hohe

Versuchshalle mit einem 15 Meter

hohen Kopfbau, in welchem diverse

Funktionsräume untergebracht sind.

Auf rund 950 Quadratmeter werden

in der Versuchshalle künftig Anlagen

und Geräte für die gesamte Band-

breite metallurgischer Forschung,

von der Pyrometallurgie bis zur

Hydrometallurgie, worunter man wärmegeführte

bzw. wassergebundene

Prozesse versteht, aufgebaut. Weitere

110 Quadratmeter sollen als Lagerfläche

dienen. Ermöglicht wird durch

die neue Halle, dass die Forscher mit

Materialströmen zwischen einem

und 500 Kilogramm experimentieren

können, was der Lücke zwischen

Labor- und Industriemaßstab entspricht.

Ziel ist es, die Forschungen

zur nachhaltigen Gewinnung und

zum Recycling strategischer Wertstoffe

weiter auszubauen. Die enge

Kooperation mit der TU Bergakademie

ist dabei ein großer Gewinn. So setzt

man in der Silberstadt Visionen um,

die wirtschaftlich weltweit Relevanz

besitzen.

WWW.HZDR/DE/HIF

EIN ERFOLGSMODELL

AUSBILDUNGSMESSE „Schule macht Betrieb“

Nach wie vor beschäftigt der Fachkräftemangel

die Wirtschaft, und

das nicht nur in Sachsen, sondern

bundesweit. Zahlreiche Ideen wurden

schon geboren, um dem abzuhelfen,

aber kaum eine hat eine so durchschlagende

Wirkung gezeigt wie die

Ausbildungsmesse „Schule macht

Betrieb“, organisiert vom Landkreis

Mittelsachsen, der Industrie- und Handelskammer,

der Handwerkskammer,

der Bundesagentur für Arbeit und der

Gizef GmbH. Knapp 2.500 Besucher

nutzten auf der Ausbildungsmesse 2018

in Freiberg die Gelegenheit, sich über

regionale Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten

zu informieren. An drei

WWW.SCHULE-MACHT-BETRIEB.DE

Orten im Landkreis Mittelsachsen findet

sie auch in diesem Jahr wieder statt.

Einer davon ist selbstredend Freiberg,

wo am 14. September die Türen des

Deutschen Brennstoff Instituts weit

offen stehen. Tausende Schüler werden

dann wieder vor Ort sein, um mit

den ausstellenden Firmen, Schulen

oder Institutionen über Ausbildung,

Studium und Karrieremöglichkeiten

zu sprechen. Direkter geht es kaum.

Das wissen auch die Unternehmen,

die unbedingt dabei sein wollen.

Schon jetzt ist die Nachfrage größer

als der zur Verfügung stehende Platz.

Damit schreibt sich in Freiberg eine

weitere Erfolgsgeschichte.

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