BremerSport_Juni_2019-web

MagazinverlagBremen

Juni 2019

BREMER SPORT

MAGAZIN DES LANDESSPORTBUNDES FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

E-Sport

Zurück in die Vereine

Rempeln auf Rollen

Rollerderby mit den Meatgrinders

Schwimm mit uns!

Erstes mobiles Schwimmbad

Lina Goncharenko, Bremer Sportlerin des Jahres

Der Traum von Olympia


2

Zuhause

in Bremen.


Andreas Vroom, Präsident des

Landessportbundes Bremen.

Herausgeber & Verlag:

Landessportbund Bremen e. V. (LSB)

Auf der Muggenburg 30

28217 Bremen

0421 / 7928723

info@lsb-bremen.de

WESER-KURIER Mediengruppe

Magazinverlag Bremen GmbH,

Martinistraße 43, 28195 Bremen

04 21 / 36 71-4990

info@magazinverlag-bremen.de

Redaktion:

Martin Märtens (V.i.S.d.P.),

Kristina Wiede, Jennifer Fahrenholz,

Boris Butschkadoff (LSB)

Grafik/Layout:

B.O. Beckmann

Foto: LSB

IMPRESSUM

BREMER SPORT

MAGAZIN FÜR BREMEN & BREMERHAVEN

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

die Sommerferien stehen vor

der Tür und in unseren Sportvereinen

kehrt entsprechend vielerorts eine Pause

für den Spiel- und Sportbetrieb ein. Für die

Sportvereine, die u. a. in Zusammenarbeit

mit der Bremer Sportjugend ein attraktives

Sommerferienprogramm für unsere Kinder

und Jugendlichen in Bremen und Bremerhaven

gestalten und anbieten, geht es munter

weiter.

Auch die Kreissportbünde in Bremen

Stadt und Bremen Nord sind darauf vorbereitet,

den Kindern einen sportlichen und

abwechslungsreichen Sommer zu ermöglichen.

Darüber hinaus bietet das Deutsche

Sportabzeichen für Familien und Einzelpersonen

den ganzen Sommer lang ein abwechslungsreiches

Bewegungsangebot an.

Schauen Sie doch spontan bei einem unseren

Sportabzeichen-Treffs in Bremen und

Bremerhaven vorbei.

Die Bürgerschaftswahl in Bremen wurde

erfolgreich durchgeführt und die deutlich

gestiegene Wahlbeteiligung von 64

Prozent gibt Anlass zur Freude. Dass sich

so viele Menschen entschlossen haben ihr

Wahlrecht zu nutzen, ist ein gutes Zeichen

für die Demokratie. Jetzt warten alle – auch

die Sportler – gespannt auf die neue Regierungszusammensetzung.

Der Landessportbund

wird die politische Konstellation und

die Regierungsbildung aufmerksam verfolgen.

Wir werden auch in Zukunft mit

Nachdruck für die Interessen des organisierten

Sports eintreten. Selbstverständlich

fordern wir weiterhin eine eigenständige

Sportdeputation, die sich politisch um die

Belange der Sportvereine im Bundesland

Bremen kümmert. Zudem hoffen wir, dass

die Zusagen in Bezug auf unsere Wahlprüfsteine

und dem Wahlhearing umgesetzt

werden.

Mit dem Kampf für eine Wiedereinführung

des Sportstudiengangs an der Uni Bremen

und dem damit verbundenen Erhalt

der Universitätssportstätten hat der LSB

verbandspolitisch derzeit alle Hände voll

zu tun. Wir hoffen, dass die Universitätshallen

u. a. auch für den Sportstudiengang

erhalten bleiben. Die Wiedereinführung

wäre für den organisierten Sport ein Segen.

Nicht zuletzt, um wieder Anschluss an die

angehenden Sportlehrerinnen und Sportlehrer

zu finden, die aktuell so schmerzlich

in unseren Mitgliedsorganisationen fehlen.

Überdies ist aber auch ein qualifizierter

Sportunterricht in den Schulen unverzichtbar,

um Lernfähigkeit zu erhalten, Körperschulung

durchzuführen und Bewegung als

Gesundheitsprävention zu lehren.

Jetzt wünsche ich Ihnen zunächst einmal

eine schöne und hoffentlich sonnige

Urlaubszeit. Lassen Sie es sich gut gehen

und bleiben Sie in Bewegung!

Ihr

Andreas Vroom

EDITORIAL

Mit Nachdruck für die

Interessen des organisierten

Sports eintreten

Anzeigen:

Volker Schleich (verantwortlich),

Anne Zeidler, Susanne Franke, Dieter Kück,

Yvonne Bittner

Druck:

Bonifatius GmbH Druck - Buch - Verlag

Karl-Schurz-Straße 26

33100 Paderborn

Urheberrechte:

Der Nachdruck von

Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages

und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild:

Raniero Corbelletti

3


INHALT

STORY

Der Traum von Olympia 14

Rollkunstläuferin Lina Goncharenko

AKTUELLES

Leben für den Handball 6

Trio auf dem Weg zur U17-Europameisterschaft

Es rockt in Halle 7 7

Handball: dextra FM-Cup mit vier Bundesligisten

Nachwuchstalent:

Lea Kaemena vom CzV

18

Oscar des Breitensports 8

Jetzt für „Sterne des Sports“ bewerben

Schwimm mit uns! 9

Bremens erstes mobiles Schwimmbecken

Generalprobe vor der EM 13

Deutsche Volleyballerinnen treffen auf Polen

Der Weg als Ziel 17

Der 8. Gewoba City Triathlon

BREMER SPORTJUGEND

Fotos: Bea Ruffer, MÄR

Rempeln auf Rollen:

Die Meatgrinders

30

Zurück in die Vereine 24

E-Football-Projekt soll die Jugend in die Vereine bringen

AUS DEN VEREINEN

Zuwachs für die Flotte 38

Neues Einsatzboot für die DLRG

Velo-Sport

Ihr Radsporthaus GmbH

Karl-Schmidt-Cup 49

Jugendturnier mit mehr als 200 Mannschaften in Borgfeld

4

Ihr Spezialist für Renn-,

City- und Trekkingräder

Martinistraße 30-32 · 28195 Bremen

Tel. 0421 - 18260 · www.velo-sport.de

RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

Kolumne 50


Sorge um marode Uni-Sportstätten

Vereine, Verbände und Schulen sind alarmiert / Schnelle Lösungsansätze gesucht

AKTUELLES

Der Sportturm an der Universität Bremen.

Foto: C. Kuhaupt

Die Bürgerschaftswahlen im Land

Bremen sind vorüber. Noch aber ist

nicht abschließend geklärt, wer in

Bremen und Bremerhaven politisch künftig

das Sagen hat. Soviel steht fest: Auf den

neuen Bremer Senat warten im Hinblick auf

den organisierten Sport eine Menge Hausaufgaben.

Vor allem im Bereich der Sportinfrastruktur

ist schnelles und zielgerichtetes

Handeln erforderlich.

Denn nicht nur ein Großteil der Bremer

Schulsport- und städtischen Sporthallen

ist dringend sanierungsbedürftig, sondern

auch die Sportanlagen an der Universität

Bremen. Auf diesen Umstand weist der

Landessportbund (LSB) bereits seit Jahren

hin. Angesichts der Zustände rund um

den Sportturm dürfte sich der Präsident

des Deutschen Olympischen Sportbundes

(DOSB), Alfons Hörmann, der Bremen

bei einem Besuch im Rathaus im Jahr 2016

vielsagend als „Sportnotlageland“ bezeichnete,

in seiner damaligen Aussage bestätigt

fühlen. Immerhin scheint in der Politik

mittlerweile ein Umdenken eingesetzt zu

haben. Die Abschaffung des Sportstudiengangs

an der Uni Bremen soll mittelfristig

korrigiert werden. Dafür sind funktionierende

Sportstätten allerdings unabdingbar.

Die Mängelliste der Universitätssportanlagen

ist lang. Die Schließung oder Sperrung

einzelner Gebäude wäre für den Leistungs-

und Breitensport, aber auch für den

Schulsport, der Supergau. Schon jetzt sind

die Sporthallen der Universität Bremen

nur eingeschränkt bzw. mit Auflagen nutzbar.

Denn die in die Jahre gekommene Klima-

und Belüftungsanlage ist so marode,

dass in den Hallen bis auf Weiteres keine

Zuschauer mehr Platz nehmen dürfen. Zudem

wurde kürzlich bekannt, dass auch die

Heizungsanlage nicht mehr funktionstüchtig

ist. Schulen, Verbände und Sportvereine

sind angesichts der Zustände besorgt,

zumal durch die Sperrung der Uni-Hallen

für Besucher eine zentrale Wettkampfstätte

fehlt.

Imageschaden wäre immens

Zwar hat die Universität Bremen zwischenzeitlich

provisorische Abhilfe für die in die

Jahre gekommene Heizungsanlage in Aussicht

gestellt, um Training und Sportunterricht

im kommenden Herbst und Winter

nicht gänzlich zu gefährden. Das Grundproblem

der maroden und störungsanfälligen

Uni-Sportanlagen aber bleibt. „Es

ist eine Katastrophe, was da passiert“, sagt

LSB-Geschäftsführerin Karoline Müller

und verweist darauf, dass der LSB keinerlei

Zugriff auf das Hallenmanagement an

der Uni habe. Daher müssten dringend Ansprechpartner

benannt werden, an die sich

die betroffenen Klubs bei Bedarf wenden

könnten. „Wir brauchen schnelle Lösungsansätze

für die Organisatoren von sportlichen

Wettkampfveranstaltungen“, fordert

Müller. Andernfalls wäre der Imageschaden

für Bremen immens.

Auch bei den Vereinen und der sportbetonten

Oberschule an der Ronzelenstraße,

die die Uni-Hallen aufgrund ihres Sportprofils

aktuell für rund 191 Stunden in der

Woche nutzt, herrscht Alarmstimmung.

Denn eine Schließung einzelner Uni-Anlagen

kann jederzeit zu einem folgenschweren

Engpass an Hallenkapazitäten führen.

„Ein Wegfall der Hallen wäre katastrophal“,

sagt Björn Jeschke vom TV Eiche Horn.

Bislang sei zwar „nur“ der Wettkampfsport

betroffen, aber ab Herbst sei der Tagesbetrieb

der Sportvereine in den Uni-Hallen

nicht mehr aufrechtzuerhalten, wenn

keine Heizung vorhanden sei. Peter Lüttmann,

stellvertretender Leiter der Oberschule

Ronzelenstraße, sieht die Lage nicht

weniger dramatisch. „Die Uni-Sporthalle

ist für unsere Schule existenziell“, betont

Lüttmann. Zumal im kommenden Schuljahr

erstmals neun Sport-Leistungskurse

angeboten werden sollen. Wenn keine verlässliche

Sicherung der Hallenzeiten erfolge,

fliege der Schule alles um die Ohren, so

Lüttmann.

5


6

AKTUELLES

Leben für den Handball

Werder-Trio für U17-Nationalmannschaft nominiert

Hanna Ferber-Rahnhöfer, Naomi Conze und Nina Engel (v.l.n.r.). Foto: M. Rospek

Werders Handball-Talente Hanna

Ferber-Rahnhöfer, Naomi Conze

und Nina Engel haben ein großes

Ziel: Sie wollen mit der deutschen U17-Nationalmannschaft

Ende Juli zur Europameisterschaft

in Slowenien.

Die gute Jugendarbeit beim SV Werder

Bremen bleibt auch bei den Verantwortlichen

des DHB nicht unbemerkt. U17-Nationaltrainer

Maik Nowak hatte mit Hanna

Ferber-Rahnhöfer, Naomi Conze und Nina

Engel gleich drei Talente für den letzten

Lehrgang vom 29. April bis zum 2. Mai

2019 in Kienbaum nominiert. Damit stellt

der SV Werder neben Bayer Leverkusen das

größte Kontingent für den Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft.

Die Spielerinnen

„Nina ist für ihr Alter bereits eine erstaunlich

komplette Spielerin“, weiß Werders

hauptamtlicher Trainer Dominic Buttig,

der die 2003 geborene Linkshänderin des

jüngeren B-Jugend-Jahrgangs bereits in die

A-Jugend integriert und ihr außergewöhnliches

Spielverständnis lobt: „Sie versteht

es, im Angriff sehr gute Entscheidungen

zu treffen.“ Engel entstammt einer Handball-Familie,

begann 2010 bei den Minis

des Hagener SV und kam über die HG Bremerhaven

zu den Grün-Weißen.

Ebenfalls bereits seit den Minis jagt

Naomi Conze dem Ball nach. „Ich hatte

2006 mit meinem Opa die Fußball-WM

in Deutschland geguckt und wollte unbedingt

zum Fußball“, verrät sie. „Allerdings

gab es in der Nähe keine Mädchen-Mannschaft.

Also bin ich einfach zum Handball

gegangen.“ Später kickte sie dann doch

noch einige Jahre beim Vf L Stenum, entschied

sich letztlich aber für den Handball,

wechselte erst aus Bookholzberg zur TSG

Hatten-Sandkrug und schließlich zum SV

Werder. Naomi Conze kam im Januar in der

Schweiz zu ihren ersten Länderspiel-Einsätzen

und war dabei „sehr aufgeregt“, denn:

„Erst beim Aufwärmen habe ich richtig realisiert,

dass ich für Deutschland spiele und

gleich das erste Länderspiel habe“, erinnert

sich die großgewachsene Rückraumspielerin,

die schon vor einiger Zeit ins Blickfeld

des DHB gerückt war, sich dann aber

ausgerechnet bei einem Auswahl-Lehrgang

einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Conzes

Stärke ist zweifellos die enorme Wurfkraft

aus der zweiten Reihe.

Hanna Ferber-Rahnhöfer ist nicht nur

in den Werder-Teams, sondern auch in der

Nationalmannschaft eine feste Größe am

Kreis. „Hannas Stärken sind ihre Dynamik

und ihr Durchsetzungsvermögen“, lobt Buttig.

Zwar ist Ferber-Rahnhöfer beim DHB

fast schon ein ‚alter Hase‘, ihre ersten Länderspiele

liegen bereits einige Zeit zurück,

aber: „Es ist eine große Ehre, für Deutschland

zu spielen, ich habe jedes Mal wieder

Gänsehaut.“

Als einzige Spielerin des talentierten

Trios begann Hanna Ferber-Rahnhöfer

beim SV Werder mit dem Handball – in

der E-Jugend, durch eine Schulaktion der

Grün-Weißen. „Ich habe damals schon

Leichtathletik bei Werder gemacht, aber ich

brauchte dringend noch mehr Bewegung“,

erinnert sie sich. „Also bin ich wie meine

Schwester zum Handball gegangen. Das

war etwas körperlicher und hat mir gut gefallen.“

Mittlerweile besucht sie wie Conze

die Sportbetonte Oberschule an der Ronzelenstraße

und kommt dort zusätzlich zum

Vereinstraining in den Genuss von zwei

Frühtrainingseinheiten pro Woche, ebenfalls

geleitet von Werder-Coach Dominic

Buttig.

DHB-Stützpunkt

Der hat dadurch gewissermaßen den kompletten

Überblick über seine Spielerinnen.

Zumal der SV Werder seit einigen Monaten

auch DHB-Stützpunkt und Buttig für

diese Stützpunkt-Einheiten verantwortlich

ist. Nicht nur die Handballerinnen

der Grün-Weißen, sondern auch weitere

Top-Talente aus der Region kommen dabei

in Bremen zusammen. „Wir sehen uns als

Ausbildungsverein, haben dafür sukzessive

Strukturen aufgebaut und wollen diese

weiter ausbauen und optimieren“, sagt

Patrice Giron, Koordinator Leistungssport

der Abteilung Handball. „Mit unseren Jugend-Oberliga-Teams

sowie der ersten und

zweiten Frauen-Mannschaft können wir

sehr gute Bedingungen für leistungsstarke

Spielerinnen bieten. Dass wir DHB-Stützpunkt

geworden sind, ist Zeugnis der guten

Arbeit unserer Trainerinnen und Trainer

und zeigt das Vertrauen in die strukturelle

Arbeitsweise unserer Abteilung.

Welche Bedeutung gute, möglichst professionelle

Strukturen haben, wird auch

durch die große Belastung, der die Top-Talente

ausgesetzt sind, deutlich. Während

Hanna Ferber-Rahnhöfer das Privileg genießt,

mit dem Fahrrad in kürzester Zeit

zur Schule und zum Training zu kommen,

nehmen Naomi Conze aus Bookholzberg

und Nina Engel aus Hagen im Bremischen

weite Wege für ihre Handballkarriere beim

SV Werder auf sich: 5.45 Uhr Aufstehen, um

6.30 Uhr zum Zug, um um 7.45 Uhr in der

Schule zu sein – das ist zum Beispiel der

Start in den Tag für Naomi Conze, deren

Zug abends nach dem Training um 22.45

Uhr wieder in Bookholzberg ankommt.

„Ganz schön stressig“, gibt sie zu.

Auch Nina Engel kommt mit der täglichen

Belastung nach eigener Aussage „gut

klar“. Dennoch: „Um zwischen Schule, täglichem

Training, Spielen am Wochenende

und Lehrgangsmaßnahmen noch Zeit für

Familie und Freunde zu haben, bedarf es

einer sehr guten Organisation“, weiß Patrice

Giron. „Die sportliche und mentale Belastung

ist hoch. Diese Belastung sinnvoll

zu steuern, Regenerationstage einzuhalten,

aufeinander aufbauende Trainingsinhalte

zu gewährleisten – das ist die große Herausforderung

und erfordert viel Kommunikation

zwischen den Trainerinnen und

Trainern in Verein, Verband und DHB sowie

den Spielerinnen und Eltern.“

Naomi Conze, Nina Engel und Hanna

Ferber-Rahnhöfer beklagen sich nicht.

Vielmehr machen sie deutlich, dass sie in

ihrer Karriere noch einiges vorhaben. Und

wer weiß, vielleicht gelingt der nächste große

Coup ja bereits Ende Juli bei der EM in

Slowenien. (WERDER.DE)


AKTUELLES

Handball rockt die Halle 7

dextra FM-Cup mit Melsungen, Göppingen, Bergischer HC sowie Hannover-Burgdorf

Nationalspieler Finn Lemke tritt mit MT Melsungen

in der Halle 7 an.

Foto: FR

Der Name ist neu, die Qualität bleibt

gleich: Mitte August rocken beim

dextra FM-Cup (ehemals Erima-Cup)

mit MT Melsungen, Frisch Auf!

Göppingen, Bergischer HC sowie der TSV

Hannover-Burgdorf vier ambitionierte

Handball-Bundesligisten das Parkett in

Halle 7. Mit dabei: der gebürtige Bremer und

Europameister von 2016 Finn Lemke.

Nach drei Jahren Pause kehrt das Vorbereitungsturnier

nach Bremen zurück. „Ich

freue mich auf das Turnier, Spiele machen

immer mehr Spaß als Training“, sagte Handballnationalspieler

Finn Lemke Anfang

April im Rahmen einer Pressekonferenz im

Weserstadi0n. „Es ist die Möglichkeit, kurz

vor Saisonbeginn noch einmal auf höchstem

Niveau zu testen“, so Lemke weiter.

Hautnah und live sind dabei aktuelle

Weltmeister und ehemalige Europameister

ebenso wie diverse Nationalspieler zu erleben:

Unter anderem werden mit Sebastian

Heymann (Göppingen), Christopher

Rudeck (BHC), Timo Kastening (Hannover)

Julius Kühn (Melsungen),Weltmeister

Morten Olsen (Hannover), Arnor Gunnarson

(Löwen) und Ivan Sliskovic (Frisch Auf

Göppingen) nationale und internationale

Stars auf dem Parkett zu erleben sein.

„Für uns ist der dextra FM Cup in Bremen

seit Jahren eine sehr gute Standortbestimmung

vor dem Saisonstart. Es ist uns

wichtig, sich auf höchstem Niveau mit Ligakonkurrenten

zu messen“, sagt Sven-Soeren

Christophersen, Sportlicher Leiter TSV

Hannover Burgdorf. Und Christian Schöne,

Sportlicher Leiter von Frisch Auf! Göppingen,

fügt an: „Das Turnier bietet uns kurz

vor Saisonbeginn attraktive Spiele gegen

starke Gegner und ist somit eine wichtige

Maßnahme in unserem Vorbereitungskalender.“

10. und 11. August in Halle 7. Die Spiele finden

täglich um 14 Uhr und um 16 Uhr statt. Für

Vereine gibt es gesonderte Angebote.

VERLOSUNG

Wir verlosen für beide Tage je 3 x 2 Eintrittskarten.

Schicken Sie uns bis zum 10. Juli eine

E-Mail mit dem Betreff „dextra FM Cup“ sowie

Ihren Kontaktdaten an pr@lsb-bremen.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

HaNdball dER ExTRaklaSSE IN bREMEN

P R Ä S E N T I E R T V O M :

In der Halle 7

auf der Bürgerweide

in bremen

Paarungen:

Sa. 10.08.19

14:00 Uhr

Sa. 10.08.19

16:00 Uhr

Spiel um Platz 3 und Finale: Sonntag 11.08.19, 14:00 Uhr & 16:00 Uhr

Einlass: 12:00 Uhr, am Samstag, d. 10.08.19 findet ein Jugend-Vorspiel statt.

Tickets erhalten Sie an allen NWT-Vorverkaufsstellen, auf www.nordwest-ticket.de oder unter der 0421 / 36 36 36.

Veranstalter: | langemarckstraße 122 | 28199 bremen | Tel.: 0421 / 322 778 5

bke fislage

7


AKTUELLES

Oscar des Breitensports

Wichtigster Vereinswettbewerb: Jetzt bewerben für die „Sterne des Sports“

Der Deutsche Olympische Sportbund

und die Volksbanken Raiffeisenbanken

zeichnen Sportvereine aus,

die sich über ihr sportliches Angebot hinaus

besonders gesellschaftlich engagieren.

Seit 1. April sind die

Vereine in Sportdeutschland

wieder aufgerufen, sich wieder

für den „Oscar des Breitensports“

2019 zu bewerben und

mit ihren Angeboten ins Rennen

zu gehen.

Die „Sterne des Sports“

sind der bedeutendste Wettbewerb

im Breitensport, mit

dem das vorbildliche gesellschaftliche

Engagement in

den rund 90.000 Vereinen in

Sportdeutschland gewürdigt

wird“, sagte DOSB-Präsident

Alfons Hörmann. „Nur mithilfe

der wertvollen ehrenamtlichen

Arbeit von mehr als 8 Millionen

Menschen in den Vereinen ist es möglich,

dass der Sport aktiv Brücken für ein gutes

Miteinander in unserer Gesellschaft baut.

Und zwar von Grund auf: Kinder und Jugendliche

können in den Vereinen durch

den Sport fürs Leben lernen – vom Fairplay,

Respekt und Miteinander bis hin zum guten

Umgang mit Niederlagen.“

Der Bewerbungsprozess für den Wettbewerb

2019 erfolgt digital. Auf den Websites

der teilnehmenden Volksbanken und

Raiffeisenbanken finden die Vereine das

entsprechende Online-Formular. Für die

Sportvereine in der Stadt Bremen ist die

Bremische Volksbank (www.BremischeVB.

de/Sterne-des-Sports) zuständig.

Vereine aus Bremen-Nord

finden bei der

Volksbank Bremen-Nord eG

den richtigen Ansprechpartner

für die „Sterne des

Sports“ (www.vbbremennord.

de/Sterne-des-Sports). Die

Sportvereine aus Bremerhaven

können ihre Bewerbung

über das folgende Bewerbungsformular

einreichen:

www.sterne-des-sports.de/

vereine/bewerbung.

Bundesweiter Bewerbungsschluss

ist am 30. Juni

2019. Mitmachen können alle

Sportvereine, die unter dem

Dach des DOSB organisiert sind, also in

einem Landessportbund/Landessportverband,

in einem Spitzenverband oder einem

Sportverband mit besonderen Aufgaben.

Foto: FR

8

Projekt „Platzwechsel“

Neue Kampagne zur Bewegungsförderung in Walle

Bewegung ist enorm wichtig für Körper

und Geist. Ob zum Stressabbau, zur allgemeinen

Förderung der Gesundheit und

körperlichen Fitness oder der gezielten Gewichtsreduktion:

Bewegung macht Spaß

und tut gut. Um die Bewegung nachhaltig

zu fördern, wurde das Projekt „Platzwechsel

– Bewege dein Leben“ initiiert. Im September

startet das Gesundheits-Projekt in

Bremen-Walle.

Die bundesweite Kampagne zur Bewegungsförderung

wird federführend von der

Team Gesundheit GmbH in Partnerschaft

mit dem Deutschen Olympischen Sportbund

(DOSB) in Städten und Kommunen

umgesetzt. Als regionale Partner in Bremen

beteiligen sich der TV Bremen-Walle 1875

e.V., der Landessportbund Bremen, dessen

Präsident Andreas Vroom die Schirmherrschaft

für „Platzwechsel“ übernommen hat,

der Beirat Walle und die Betriebskrankenkasse

BKK firmus.

Beim Sportverein TV Bremen-Walle

können ab September zahlreiche spannende

Bewegungsangebote und Bewegungsformen

kostenlos ausprobiert werden.

Ausführliche Infos zum Projekt finden

Sie online auf www.platzwechsel.jetzt/

Bremen-Walle.


AKTUELLES

„Schwimm mit uns!“

Erste mobile Schwimmschule hat in Huchting ihren Betrieb aufgenommen

Fotos: Matthias Sabelhaus (3), LSB

Ein vergleichbares Projekt gab es im

Land Bremen noch nie: Ende Mai wurde

auf dem Gelände der Kindertagesstätte

St. Georg in Huchting die erste mobile

Schwimmschule eröffnet. Unter Anleitung

von qualifizierten Trainerinnen und Trainern

sollen rund 70 Huchtinger Kinder bis

zu den kommenden Sommerferien gezielt an

das nasse Element herangeführt und durch

frühzeitige Wassergewöhnung auf spätere

Schwimmkurse vorbereitet werden. Das

mobile Becken hat eine Fläche von rund 30

qm, ist 95 Zentimeter tief und wird auf eine

Wassertemperatur von 27 Grad erwärmt.

Das Pilotprojekt „Schwimm mit uns“

gründet auf eine Initiative der Bürgerstiftung

Bremen in Kooperation mit dem Landesschwimmverband

Bremen, dem DLRG Landesverband

Bremen und dem Landessportbund

(LSB) Bremen. Dank der Unterstützung

und Spendenbereitschaft engagierter Organisationen,

Sponsoren und Privatpersonen

konnte das in Italien gefertigte Schwimmbecken

nach nur drei Monaten Vorlaufzeit in

Betrieb genommen werden.

Auslöser für die Idee einer mobilen

Schwimmschule war die hohe Zahl von

Badetoten im vergangenen Sommer. Neun

Menschen sind 2018 in Bremen gestorben,

darunter drei Kinder unter fünf Jahren. „Wir

waren geschockt nach den vielen tödlichen

Badeunfällen. Untersuchungen haben gezeigt,

dass die Hälfte der Grundschüler in

Bremen nicht sicher schwimmen kann.

Schwimmkurse haben oft lange Wartezeiten

und kosten pro Kurs rund 80 Euro

– etliche Familien können sich das nicht

leisten. Deshalb wollten wir etwas tun und

haben den Kontakt zum Landessportbund

und den beiden Fachverbänden gesucht“,

erklärt Eberhard Muras, Vorsitzender der

Bürgerstiftung Bremen. „Dank der hervorragenden

Zusammenarbeit mit den drei

Verbänden und einer großen Spendenbereitschaft

konnten wir die Idee sehr schnell

in die Tat umsetzen“, freut sich Muras.

Die mobile Schwimmschule in Huchting

kostet insgesamt rund 30.000 Euro.

Rund die Hälfte davon entfällt auf das patentierte

Schwimmbecken, das vom Bremer

Landesverband der Evangelischen

Tageseinrichtungen für Kinder erworben

wurde. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen

Helferinnen und Helfer, beispielsweise

von der DLRG oder der Freiwilligen

Feuerwehr Huchting, wäre das aufwendige

Schwimm-Projekt allerdings kaum

zu stemmen. Auch deshalb halten die

„Schwimm mit uns“-Initiatoren um Astrid

Touray vom LSB-Projekt „Sport interkulturell“

Ausschau nach weiteren Partnern und

Unterstützern.

Nach Ablauf der vierwöchigen Pilotphase

in der Kita St. Georg wollen die

Projektverantwortlichen eine erste Bestandsaufnahme

machen, sagt LSB-Geschäftsführerin

Karoline Müller. „Wir hoffen

natürlich, dass wir zukünftig möglichst

viele Kinder an unterschiedlichen Standorten

mit dem Element Wasser in Berührung

bringen können.“ Wenn es gut laufe,

die Nachfrage da und die Finanzierung gesichert

sei, könne der mobile Pool perspektivisch

auch an anderen Kitas in Bremen

aufgebaut werden, so Müller.

9


AKTUELLES

Neuer Sportentwicklungsbericht

DOSB fordert höhere Freibeträge für Ehrenamtliche

Ehrenamtliche Funktionsträger*innen,

Übungsleiter*innen und Trainer*innen

zu gewinnen und zu binden, ist

eine der größten Herausforderungen

der Zukunft für die rund 90.000

Sportvereine in Sportdeutschland.

So lautet eine zentrale Erkenntnis

des Sportentwicklungsberichtes

2017/2018 (SEB).

Auffällig ist, dass einerseits die

Motivation für Ehrenamtliche keinesfalls

auf materiellen Aspekten

beruht, sondern rein intrinsische

Motive den Ausschlag für ein Engagement

geben. Andererseits sind

die befragten Zielgruppen, wenn

sie denn im Ehrenamt angekommen

sind, am wenigsten zufrieden

mit den aktuellen steuerlichen Vergünstigungen.

Für den Deutschen

Olympischen Sportbund (DOSB)

Grund genug, um das Thema in der

Politik anzusprechen und entsprechende

Forderungen zu stellen.

Andreas Silbersack, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung:

„Das ist ein eindeutiges

Zeichen, dass sich im Steuerrecht

für die Ehrenamtlichen im Sport etwas ändern

muss. Mit dieser Rückmeldung unserer

Engagierten sehen wir uns in der Vorgehensweise

bestätigt, die Bundesregierung aufzufordern,

die gesetzlichen Freibeträge im Jahressteuergesetz

2020 zu erhöhen“.

Der 90 Seiten umfassende Bundesbericht

steht zum Download unter www.

dosb.de/seb oder als E-Book beim Bundesinstitut

für Sportwissenschaft (BISp) zur

Verfügung. Auftraggeber sind das BISp, der

DOSB und die Landessportbünde.

Die rund 90.000 deutschen

Sportvereine leisten wertvolle

Arbeit für ihre Mitglieder und übernehmen

wichtige gesellschaftliche

Aufgaben. Sie legen viel Wert auf

Gemeinschaft, demokratische Beteiligung

sowie die Qualifizierung

ihrer Übungsleiter*innen und Trainer*innen.

Zudem engagieren sie

sich besonders im Kinder- und Jugendsport

und bieten umfangreiche

Angebote im Gesundheitsbereich

an. Damit sind sie mit großem Abstand

auch weiterhin Deutschlands

Sportanbieter Nr. 1.

Insgesamt haben sich rund

20.000 Sportvereine an der Vereinsbefragung

beteiligt. Die Rücklaufquote

lag bei rund 26 Prozent. Die

Ergebnisse sind die Grundlage der

Politik- und Verbandsberatung und bieten

wichtige Anhaltspunkte für Entscheidungs-

und Entwicklungsprozesse im gemeinwohlorientierten

Sport.

Zuschüsse für junge Leistungssportler

Sportstiftung Bremen schüttet neue Fördermittel für Nachwuchstalente aus

Zweimal pro Jahr schüttet die Sportstiftung

Bremen Fördergelder an junge Nachwuchstalente

aus Bremen und Bremerhaven aus.

Welche Sportlerinnen und Sportler in der

jüngsten Förderrunde bedacht wurden,

konnten die Besucher des Bremer Weserparks

vor kurzem hautnah erleben.

Über Zuschüsse für Trainingslager,

Fahrten oder Sportgeräte können sich

nicht nur acht Tänzerinnen und Tänzer von

Grün-Gold Bremen sondern auch Luise

Asmussen (Rudern/Vegesacker RV), Sandy

Kruse und Julia Stavickaja (RSG/Bremen

1860), Jerry Nhdine (Basketball/BTS

Neustadt), Karina Schönmaier (Turnen/

TuS Huchting) und Lennox Vogt (Squash/

1. Bremer SC) freuen.

10

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage

der Bremer Sportstiftung unter

www.sportstiftung-bremen.de.

Die Vorstandsmitglieder Peter Gagelmann und Anke Precht mit den Nachwuchstalenten. Foto: Sportstiftung


Ungewisse Zukunft

Quo Vadis, Eisbären Bremerhaven?

Nach 14 Jahren Erstligazugehörigkeit

sind die Seestadt-Korbjäger aus

der Basketball-Bundesliga abgestiegen.

Ob und wie es für den Klub in der Zweiten

Basketball-Bundesliga weitergeht, ist zum

Leidwesen der Basketball-Fans noch offen.

Aktuell sind die Eisbären-Verantwortlichen

bemüht, (neue) Sponsoren für das Abenteuer

„Zweite Liga“ zu finden. Auch mit der

Stadt Bremerhaven, die die Eisbären in der

Basketball-Bundesliga (BBL) von Beginn

an finanziell unterstützt hat, sei man im Gespräch,

sagt Eisbären-Boss Wolfgang Grube.

Eine Entscheidung darüber, ob die Eisbären

tatsächlich in der Pro A an den Start gehen

werden, dürfte frühestens Mitte Juni fallen,

wenn sich die vier Gesellschafter des Klubs

zum Krisengipfel in Bremerhaven treffen.

Unabhängig von der ungewissen Zukunft

AKTUELLES

Eisbären Bremerhaven steigen nach 14 Jahren aus der Basketball-Bundesliga ab

Auch Trainer Michael Mai konnte den Sturz in die Zweitklassigkeit nicht mehr verhindern.

Foto: A. Bez

der Eisbären ist der BBL-Abstieg sowohl

für die Sportstadt Bremerhaven, als auch für

den Spitzensport im Land Bremen ein herber

Rückschlag. Immerhin drei ihrer insgesamt

17 Heimspiele in der Basketball-Bundesliga

trugen die Eisbären pro Saison in

der Bremer ÖVB Arena aus – und lockten

zu Hochzeiten über 10.000 Zuschauer in die

riesige Halle auf der Bürgerweide. Bundesliga-Basketball

in Bremen, das war lange

Zeit eine Erfolgsgeschichte, die durch den

Gang in die Zweitklassigkeit allerdings ein

jähes Ende findet. Bis auf weiteres wird es

in Bremen schon allein aus finanziellen

Gründen keinen Bundesliga-Basketball

mehr geben. Da die Veranstaltungskosten

für die so genannten „Hanse-Games“ in der

ÖVB-Arena im Vergleich zu den Spielen

in der Stadthalle Bremerhaven doppelt so

hoch sind, schließt das Eisbären-Management

künftige Zweitliga-Auftritte in Bremen

aus.

„Das tut uns sehr weh, denn es hat allen

Beteiligten viel Spaß gemacht, in der ÖVB

Arena vor großer Kulisse zu spielen“, sagt

der stellvertretende Eisbären-Geschäftsführer

Marc Bergmann. Die Gegner in der

Pro A seien jedoch längst nicht so attraktiv

wie die EWE Baskets Oldenburg oder Bayern

München. „Deshalb ist das wirtschaftlich

einfach nicht mehr lukrativ für uns“, so

Bergmann.

Tennis on the Road

28. talentino-Streettennis-Tour des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen

Sie gehört inzwischen zum Portfolio des

Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen

(TNB), wie die Punktspielsaison: Wie bereits

in den vergangenen Jahren geht der

TNB im Juni wieder auf „Streettennis-Tour“

quer durch Niedersachsen und Bremen.

Was ist die Streettennis-Tour? In 15 Orten

wird der TNB in Zusammenarbeit mit

den örtlichen Tennisvereinen sowie den

Schulen die Kinder auf die Straße holen

und mit ihnen Tennisturniere durchführen.

Neben dem Turnier wird ein abwechslungsreiches

und buntes Rahmenprogramm angeboten,

sodass der Vormittag zu einem

großen Sport- und Spielfest wird.

Auf diesem Weg konnte der TNB im

vergangenen Jahr mehreren zehntausend

Kindern bereits zeigen, wie spielerisch die

Sportart Tennis auch außerhalb des klassischen

Sandplatzes umzusetzen ist. In

diesem Jahr nehmen über 5000 Kinder der

ersten bis sechsten Klassen an der Tour teil.

Die Veranstaltung soll den Kindern ein

Angebot zur Freizeitgestaltung unterbreiten

und erst auf die Straße und dann von der

Straße in den Verein holen. Darüber hinaus

bietet es den Vereinen die Möglichkeit zur

Mitgliederwerbung und zur Zusammenarbeit

mit den örtlichen Schulen.

Streettennis wird nach einfachsten Regeln

gespielt. Jede teilnehmende Schulklasse

erhält einen Kleinfeld-Tennisplatz am

Veranstaltungsort zugewiesen. Dort werden

im K.o.-System unter Spielzeitvorgabe

und nach Tischtenniszählweise jeweils die

Klassensiegerin und der Klassensieger ermittelt.

Die Klassenbesten spielen dann

– mit Kurzschläger und „Softball“ – den

Foto: TNB

Tagessieg aus. Beginn der Veranstaltung ist

jeweils um 08:15 Uhr, Ende inklusive Siegerehrung

gegen 13:00 Uhr. Bei der Siegerehrung

ist oftmals der Bürgermeister des

Ortes vertreten.

Die Veranstaltung läuft vom 12. Juni bis zum

2. Juli und macht dabei am 26. Juni auch beim

TV Süd Station. Informationen zu den Veranstaltungen

der Tour unter www.tnb-tennis.de

11


AKTUELLES

Foto: Privat

Frauen-Tagung

Jährliches Treffen der nördlichen

Landessportbünde in Schwerin

Auf Einladung des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern

fand in Schwerin die jährliche Frauen-Tagung der

nördlichen Landessportbünde statt. Für den Landessportbund

(LSB) Bremen waren Elke Regensdorff-Gloistein, LSB-Präsidiumsmitglied

für Frauen und Gleichstellung, und LSB-Vizepräsidentin

Helke Behrendt dabei.

Das interessante Treffen diente unter anderem der Vorbereitung

der nächsten Frauen-Tagung des Deutschen Olympischen

Sportbundes (DOSB), die im September 2019 in Leipzig stattfindet.

Beim Nord-Treffen in Schwerin wurde unter anderem über

den Stellwert des Ehrenamtes, das Thema „E-Sport“, Frauenförderpläne,

Frauensporttage und die Arbeitsschwerpunkte für das

kommende Jahr diskutiert.

Tag der Fans

Genau eine Woche, bevor die Bundesligakicker von Werder Bremen

mit der ersten Begegnung im DFB-Pokal offiziell in die neue

Saison starten, findet der „Tag der Fans“ am 3. August statt. Gestartet

wird wie im vergangenen Jahr um 15 Uhr mit einem Testspiel

gegen den FC Everton, bevor es dann von circa 17.45 bis 20

Uhr mit dem Rahmenprogramm rund ums Weserstadion weitergeht.

Der Kader und die Trainer werden in gewohnter Weise auf

der Bühne vorgestellt. Zudem soll es wieder ein musikalisches

Programm geben. Und es darf auch mit der einen oder anderen

Überraschung gerechnet werden. Nach dem offiziellen Bühnenprogramm

werden die Spieler und Trainer wieder an verschiedenen

Ständen für die Fans erreichbar sein.

Foto: Gumz

12

Buntes Programm

30-jähriges Jubiläum: Bremer Kindertag

Der Bremer Bürgerpark wird am

Sonntag, 18. August, wieder zu einem

Paradies für Kinder: Der Bremer

Kindertag, ausgerichtet vom Landesbetriebssportverband

Bremen, feiert

in diesem Jahr 30. Geburtstag. Zahlreiche

Vereine und Initiativen stellen

den Besuchern ab 11 Uhr Angebote

vor, die Kinder stark machen und Eltern

unterstützen können.

Ein buntes Bühnenprogramm

mit Musik von Raimund Michels und

den Stars des Kika-Kanals, wie Wicki

und Biene Maja runden das umfangreiche

Angebot ab. Der Kindertag wird traditionell rund um den

Marcus-Brunnen veranstaltet. Geplant sind mehr als 100 Attraktionen.

2018 kamen über 60.000 Besucher.

www.bremer-kindertag.de

Foto: C. Kuhapt

Spielfest für die ganze Familie

Spaß und Freude an Bewegung und Sport

Am Mittwoch, 3. Juli, findet im Spielpark Bremerhaven-Leherheide

das traditionelle Kindersport- und Spielfest für die ganze Familie

statt.

Vorrangiges Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von

Spaß und Freude an Bewegung und Sport durch eine bunte Palette

verschiedenster Mitmach- und Kennenlern-Aktionen. Sport und

Spiel bieten ideale Möglichkeiten, damit Menschen mit und ohne

Migrationshintergrund sich begegnen und miteinander in Kontakt

kommen können.

Das Fest wird um 14 Uhr eröffnet. Organisiert wird die Veranstaltung

vom Netzwerk Leherheide – unter anderem in Kooperation

mit der Integrationsabteilung des Landessportbundes

Bremen. Ein buntes Programm soll für einen erlebnisreichen und

spaßvollen Nachmittag sorgen. Bewegungshungrige Gäste können

sich auf der Hüpfburg oder in der Turnlandschaft austoben. Zudem

gehören Ponyreiten, Straßenschach, ein Taucherspiel und ein Fußballturnier

zum Programm. Für das leibliche Wohl sind Kaffee-,

Kuchen- und Getränkestände sowie eine Grillecke aufgebaut.


AKTUELLES

Generalprobe vor der Europameisterschaft

Volleyball Nationalmannschaft der Frauen: Schmetterlinge schlagen in der ÖVB-Arena auf

Mitte August kommen alle Sportfans in Bremen in den Genuss

eines weiteren Heimspiels der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft

der Frauen. Die Schmetterlinge,

so der Spitzname des Teams, treffen vor dem großen Saison-Highlight,

der Europameisterschaft, in ihrem letzten Testspiel auf Polen.

Tickets gibt es bei ADticket.de.

Bundestrainer Felix Koslowski, der mit gerade einmal 35 Jahren

schon in sein viertes Jahr als Chef-Coach für Deutschland geht,

freut sich auf die Fans: „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder nach

Bremen kommen. Für uns ist das letzte Spiel gegen Polen die perfekte

Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Natürlich wollen

wir vor den eigenen Fans und mit einem Sieg Selbstvertrauen für

die anstehenden Aufgaben bei der EM tanken“, sagt er.

Dabei hat sich der Bremer „Boden“ schon 2018 als Glückbringer

erwiesen, als man vor der Weltmeisterschaft gegen die Niederlande

testete. Anschließend flogen die Schmetterlinge bei der WM

in Japan zum historisch ersten Sieg über Brasilien. Bei der EM soll

2019 mindestens das Viertelfinale erreicht und in der ÖVB-Arena

der Grundstein für eine weitere Erfolgsstory gelegt werden.

Die EM wird vom 23. August bis 8. September erstmals von

vier Nationen in Polen, der Türkei, der Slowakei sowie Ungarn

ausgetragen. Mit insgesamt 24 Teams gibt es außerdem ein Rekord-Teilnehmerfeld

zu verzeichnen. Für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft

startet die EM in der slowakischen Hauptstadt

Bratislava. Dort heißen die Gegner in Pool D Slowakei, Spanien,

Schweiz, Russland und Weißrussland.

Freitag, 16. August, ÖVB-Arena, 18 Uhr

VERLOSUNG

Wir verlosen 10 x 2 Eintrittskarten. Schicken Sie uns bis zum 10. Juli

eine E-Mail mit dem Betreff „Schmetterlinge“ sowie Ihren Kontaktdaten

an pr@lsb-bremen.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Fotoduda/DVV

Tickets unter:

www.volleyball-verband.de

16. August 2019,

18:00 Uhr

ÖVB Arena Bremen

olleyball

Länderspiel Frauen Deutschland – Polen

13


TITELTHEMA

Foto: Raniero Corbelletti

„Ich bin ein sehr

ehrgeiziger Mensch“

Lina Goncharenko (Rollkunstlauf),

Bremer Sportlerin des Jahres 2018

Lina Goncharenko während eines Wettkampfs (Foto linke Seite), mit ihrer Trainerin Astrid Hoßfeld-Bader (oben links), mit der Goldmedaille und weiteren Medaillen-

14

Bereits im Alter von drei Jahren

stand die kleine Lina erstmals

auf damals noch viel zu großen

Rollschuhen. Mittlerweile ist

die 22-Jährige, die in Freiburg

Molekularmedizin studiert

und für den ERC Bremerhaven

startet, Europameisterin

in der Pflicht und zur Bremer

Sportlerin des Jahres 2018

gekürt worden. Wie Sie zum

Rollkunstlaufen kam, warum

die Verbindung nach Bremerhaven

nie abgebrochen ist und

welche Ziele sie für die Zukunft

hat, verrät Lina Goncharenko

im Interview.

Wie sind Sie zum Rollkunstlaufen gekommen?

Es war zu der Zeit, als ich noch im Kindergarten

war. Ich war damals einfach viel zu

hibbelig, konnte einfach nicht still sitzen.

Zu der Zeit war ich zwar schon als Leichtathletin

und Schwimmerin aktiv, das reichte

aber nicht. Dann habe ich in der Zeitung

einen Artikel übers Rollschuhlaufen gefunden

und einen Tag der offenen Tür fürs

Rollschuhlaufen in Verden. Also sind wir

dahin. Meine Mutter erzählt noch heute:

„Du bist damals immer hingefallen, hast

geweint, bist wieder aufgestanden und hast

weitergemacht. Du wolltest die Rollschuhe

einfach nicht ausziehen.“ So bin ich zum

Rollschuhlaufen gekommen.

Wie ging es dann weiter?

Ich trat in den Verein in Verden ein. Dem Trainer

der Leistungsgruppe bin ich dann relativ

schnell aufgefallen und er hat mich hochgezogen.

Anschließend schaffte ich es in den Landes-

und auch in den Bundeskader.

Gehen Sie privat beispielsweise mit Freunden

Rollschuhlaufen oder Inlineskaten?

Nein, das hängt wohl auch damit zusammen,

dass ich so schon viel auf den Rollen stehe.

Brauchen Sie Herausfordeungen?

Ich glaube, dass ich den Sport ohne Wettkämpfe

nicht betreiben würde. Ich bin ein

sehr ehrgeiziger Mensch. Wenn ich etwas

mache, möchte ich es richtig machen – dann

auch unbedingt etwas erreichen.

Wieviel trainieren Sie in der Regel?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich in diesem

Jahr bisher mit den Wettkämpfen pausiert,

da ich viele kleinere Krankheiten hatte.

Entsprechend wenig habe ich trainiert.

Wenn aber Wettkämpfe anstehen, trainiere

ich mindestens sechs Mal in der Woche

für drei Stunden. Und am siebten mache ich

eigentlich zumeist auch noch was.

Was trainieren Sie dann genau?

Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Winter

geht es vor allem um Ausdauer und Muskeltraining,

im Frühjahr und Sommer dann

mehr um die Technik. Man geht dann mehr

auf die Bahn. Es beginnt mit Sprüngen, die

einzeln trainiert werden, bis hin zu einer

kompletten 4:30-Minuten-Kür. Hinfallen

ist komplett tabu! (lacht).

Wie wichtig ist für Sie ihre Trainerin Astrid

Hoßfeld-Bader?


TITELTHEMA

gewinnerinnen bei der EM 2018 (unten links), in Aktion (rechts) und als Dreijährige in damals noch viel zu großen Rollschuhen (kleines Foto).

Fotos: Raniero

Enorm wichtig. Ich bin zwar ein sehr ehrgeiziger

Mensch, dennoch brauche ich ab

und zu jemanden, der hinter mir steht und

mir in den Allerwertesten tritt, wenn ich

mal wieder nicht von alleine hochkomme.

Ich studiere zwar derzeit in Freiburg, bin

aber trotzdem permanent mit Bremerhaven

in Verbindung. Frau Hoßfeldt-Bader ist

zwar sehr streng, seit ich in Freiburg studiere

habe ich aber gemerkt, wie sehr ich

diese Strenge auch brauche. In Freiburg ist

zwar der deutsche Rollkunstlaufstützpunkt

und es gibt hier wirklich sehr gute Trainer.

Für mich ist aber Astrid Hoßfeld-Bader die

beste Trainerin, wir stehen ständig in Kontakt

– auch wenn ich nicht mehr ganz so oft

in Bremerhaven sein kann.

Wie verträgt sich das Studentenleben mit

dem Sport?

Eigentlich ganz gut. Zwar gehe ich auch ab

und zu mit den Freunden feiern – aber natürlich

nicht, wenn ein wichtiges Training oder

ein Wettkampf ansteht. Außerdem schmeckt

mir Alkohol nicht, von daher braucht man

sich auch keine Sorgen zu machen.

Rollkunstlauf ist eine körperlich sehr beanspruchende

Sportart mit Drehungen und

Sprüngen. Sie sprachen eingangs davon, in

diesem Jahr häufiger krank gewesen zu sein.

Wie sieht es mit Verletzungen aus?

Davon bin ich bisher zum Glück größtenteils

verschont geblieben. Das Schlimmste

war eine Verstauchung, die ich mir bei den

Norddeutschen Meisterschaften zugezogen

hatte. Und einmal habe ich mir die

Achillessehne überdehnt, dann aber trotz

Schmerzen weitergemacht. Hinzu kommen

noch ein paar Prellungen und kleinere

Blessuren, aber alles nichts wirklich

Ernstes.

Guckt man als Rollkunstläuferinnen neidisch

auf die Eiskunstläuferinnen?

Was heißt neidisch? Ich denke nicht allzu

viel darüber nach, fände es aber natürlich

super, wenn der Rollkunstlauf auch einmal

olympisch würde. Aber im Gegensatz

zum Eiskunstlauf haben wir einfach viel

weniger Sponsoren, was sehr schade ist. Im

Prinzip ähneln sich die beiden Sportarten ja

sehr, nur dass die Eiskunstläufer auf Kufen

statt auf Rollen stehen und auf Eis unterwegs

sind. Aber wer weiß, vielleicht wird

Rollkunstlauf ja irgendwann noch einmal

olympisch. Hoffentlich bin ich dann noch

nicht zu alt …

Wie war es für Sie, als Sie zur Bremer

Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurden?

Vor allem sehr überraschend. Ich hatte im

Leben nicht damit gerechnet. Rollkunstlaufen,

so dachte ich, sei dazu gar nicht

populär genug. Und dann diese Gala zur

Verleihung im GOP. Ein großartiges Gefühl,

danke noch einmal dafür.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?

(lacht) Ich würde wahnsinnig gerne einmal

bei Olympischen Spielen starten.

Das Interview führte Martin Märtens

Erfolge

Europameisterin in der Pflicht sowie

sechste bei der Weltmeisterschaft in

der Pflicht in 2018, mehrfache Deutsche

Meisterin sowie Deutsche Juniorenmeisterin

und weitere Medaillen

bei Europameisterschaften.

15


82

2 Ilmenau

Gewässer.

ser.

5 0m

MARDORF

360

HAGENBURG

STEINHUDE

STRAND

WINZLAR KLEIN

HEIDORN

bis wir an unserem Start- und Zielbahnhof

Neustadt am Rübenberge sind, wo wir schon

vom Zugfenster aus den namensgebenden

Anhang, den „Rübenberge“, suchen. Umsonst.

Von einem Berg aus Rüben keine Spur.

Vielleicht hä te man der Stadt besser und

passenderweise den Zusatz „an der Leine“

Aber gut – es gibt einen Berg bei Neustadt –

den weithin sichtbaren, als „Kalimandscharo“

verniedlichten weißen Kali-Abraum bei

Wunstorf. Der ist mit ungefähr 140 Meter

Höhe wirklich schon fast ein Berg und wird

währen der Rundfahrt um das Steinhuder

Meer immer mal wieder leuchtend zu sehen

sein. Vie leicht hat der Dichter Robert Gernhardt

(1937 – 2006) in seiner Trilogie „Hannover-Bremen.

Eine Winterreise“ reise“ (Fischer,

2008) ja ihn gemeint, als er sich während

einer Zugreise Gedanken über Mit-oderohne-Berg-Neustadt

machte:

41

ALTENHAGEN

45

STEINHUDER

MEER

BADEINSEL

Länge: 55,2 km

dass er jene Stadt verzwerge,

347

31535 Neustadt am Rübenberge

31535 Neustadt am Rübenberge

31

32

Schwierigkeit:

42

Kindertauglichkeit:

34

WUNSTORF

Anhängertauglichkeit:

Sehenswürdigkeiten:

41

42

3 4

ist. Wenn in einigen Jahren die letzten Genehmigungen

für den Torfabbau ablaufen,

33

6

Rauf auf den Sattel!

36 37

TOUR 8 NEUSTADT

TOUR 8

WEISSER

BERG

AM RÜBENBERGE

4

3

WILHELMSTEIN

1

POGGENHAGEN

2

V

on Bremen schnell mal ans Meer

– das geht, auch wenn es nicht

die Nordsee wird für diese Tour.

Wir brauchen mit der Bahn eine

knappe Stunde – nicht nach Nordwesten,

sondern nach Südosten. Wir fahren durch

Verden, überqueren die A ler, weiter durch

Eystrup und Nienburg, sehen Kiefernwälder,

Spargelfelder und Wiesenlandschaften,

Anfang: B a h n h o f N e u s t a d t / R b g e .

An der Eisenbahn

Ende: B a h n h o f N e u s t a d t / R b g e .

Ost-Seite

TOUR 8

„Aufsteigt da ein Hügel riesig,

134 Seiten

Eine Meerumrundung

Von Neustadt am Rübenberge geht es über Steinhude und

Mardorf fast ausschließlich durch naturgeschützte Landschaft

TOUR 19

geben sollen – denn das stark mäandernde

Flüsschen dieses Namens bindet Neustadt

tatsächlich an seinen Verlauf.

die zu schaun ich nie erträumte

,Neustadt‘, sprich: ,Am Rübenberge‘“.

Aber wir suchen ja keine Berge, sondern

wo len ans Meer. Also raus aus dem Zug und

aus Neustadt. Gleich hinter dem Bahnhof

geht’s auf der alten Moorbahntrasse ganz

beschaulich durch ruhige Wohngebiete.

Nach den letzten Häusern beginnt die Moorlandschaft:

zur Linken birkendurchsetzter

Kiefernwald, zur Rechten ein großes Torfabbaugebiet,

das zum Toten Moor gehört: eine

2300 Hektar große Fläche Hochmoor, die

teilweise noch industrie l abgetorft wird, zu

großen Teilen aber schon Naturschutzgebiet

wi l die Region Hannover auch diesen Teil

renaturieren. Man könnte dann mit einer

Fläche von mehr als 3300 Hektar stolz auf

das größte Naturschutzgebiet in der Region

und das viertgrößte Niedersachsens sein.

Ungefähr sieben Kilometer fahren wir ent-

lang der Straße auf einem streckenweise

etwas holprigen Radweg durch die zweigeteilte

Landschaft, bevor es links ab geht

– richtig hinein ins Moor. Der Weg ist nicht

nur für Radfahrer da, weshalb man – wie übrigens

häufig auf der Meerumrundung – an

Sonn- und Feiertagen wirklich umsichtig

fahren muss. Wir haben an einem Werktag

freie Fahrt. Mehrere gut ausgebaute Bohlenwege

führen zu Aussichtspla tformen,

und man so lte sich die Zeit nehmen, zu-

82 83

TIPPS

1 Café Samocca

Menschen mit Behinderungen und Menschen

mit psychischen Erkrankungen

arbeiten mit. Das Café ist ein Standort

und Außenste le der Werkstatt t Arbeit &

Produktion. Ob Frühstück, Mi tag oder

Café, die Speisekarte ist vielfältig. Eine

Auszeit, hier im Herzen der Stadt, ist

empfehlenswert. Das Café verfügt über

eine eigene Rösterei, in der die angebotenen

Ka feesorten vor Ort geröstet

werden. Daneben bietet das Samocca ca

eine kleine, feine Auswahl an Speisen

und Getränken, die sich vom üblichen

Angebot abhebt.

Veerßer Straße 2, 29525 Uelzen

9,80 €

Der Flu s schlängelt sich durch Wiesen

und Weideflächen, vorbei an Baumreihen,

Sümpfen, durch kleine Orte und

größere Städte. Die Ilmenau entsteht

südlich von Uelzen aus dem Zusammenflu

s der Gerdau und Stederau. Sie

mündet kurz vor Hamburg bei Hoopte in

die Elbe. Gut 100 Kilometer lang ist der

Flu s, der mit den Bächen Lebensraum

für zahlreiche schützenswerte Tier- und

Pflanzenarten bietet. Der Ilmenauradweg

mit 31 Natur-Informationspunkten

führt an ihm entlang.

In einem Abschni t von Uelzen bis Lüneburg

bietet die Ilmenau auch für Paddler

ein besonderes abwechslungsreiches

3 St.-Nicolai-Kirche, Holdenstedt

In der Nähe des Schlosses ses liegt die

evangelisch-lutherische St.-Nicolai-Kirche.

Sie ist eine der ältesten Kirchen in

der Region und die früheste urkund-

liche Erwähnung liegt im Jahr 1266. Das

Kirchenschi f wurde 1690 an den erhal-

tenen gotischen Chor barock verbreitert

und neu angebaut. Dabei entstand der

wuchtige Westbau des Turms in romani-

schen Formen.

4 Suderburg

Der Ort hat rund 5000 Einwohner,

darunter viele Studenten. An der Ostfalia-Hochschule

für angewandte Wi senschaften

bieten sich eine Vielzahl von

Studienangeboten an. Von Angewandte

Informatik über Soziale Arbeit bis hin

zum Wa ser- und Bodenmanagement

(Umweltingenieurwesen).

5 Hö seringen

Ein besonderer Tipp ist der Besuch der

alten Dorfschule, die auch bis 1975 als

Schule genutzt wurde. Jetzt ist es ein

kleines Café, in dem Erinnerungen an

die Schule früher geweckt werden. Nicht

nur das Café mit Bistro bietet ein tolles les

hausgemachtes Angebot. Hingucker ist

der Tante-Emma-Laden im anliegenden

zweiten Klassenzimmer. Mischung

von Waren mit Kindheitserinnerungen

(Liebesmarken, besondere Lo lies), aber

auch ein Angebot an Bio- und Regionalwaren

sind zu haben.

Nach der Stadtbesichtigung in Uelzen geht es

aufs Land. An der Strecke gibt es in Suderburg die

„Radfahrer-Kirche“ St. Remigius. Wer den weiten

Überblick sucht, findet ihn auf dem Au sichts-sichts

turm bei Hö seringen, und wer sich für das Leben

seiner Vorfahren intere siert, wird im Museums-Museums

dorf vielfach fündig.

rüche des Waldes, dann und wann landwirtschaftliche

Motorgeräusche. Nach wenigen

Kilometern entdecke ich ein He renhaus,

das Schloss Holdenstedt, das seit 1985 als

Heimatmuseum und Veranstaltungsort von

verschiedenen kulture len Vereinigungen

genutzt wird. Weiter geht es, durch kleine

Dörfer mit alten Fachwerkbauernhäusern,

das Niedersachsenpferd auf dem Dach.

Schafgeblöke. Treckertuckern. Und wieder

Wald. Sogar Heide, die im Herbst sicherlich

mit ihrer leicht viole ten Farbe to le Farbkleckse

bildet.

Ich weiß, dass ein wenig abseits des Weges

noch Besonderes zu sehen ist. In dieser idyllischen

Landschaft liegt der 80000 Quadratmeter

große Hardausee. Ein Kleinod zum

Baden, Bootfahren, Angeln und am Strand in

der Sonne liegen. Der Kinderspielplatz soll

beliebter Tre fpunkt für die Kleinen sein.

Ich e reiche Suderburg. Am Ortsrand liegt

die St.-Remigius-Kirche mit ihrem fast 1000

Jahre alten ursprünglichen Wehrturm. Weiter

geht es Richtung Hösseringen. Nein, kein

Stopp im Dorf-Café. Noch nicht. Ein paar

Kilometer noch. Zwischen dem Dorf Räber

und Hösseringen ragt ein Aussichtsturm

aus dem Grün, der einen to len Blick in die

Landschaft erlaubt. In 32 Meter Höhe ist die

Aussichtsplattform.

Ich radle weiter nach Hösseringen und noch

ein schönes Stückchen weiter in den tiefen

Wald. Natürlich auf Sand. Mi ten im Wald

liegt am Landtagsplatz des ehemaligen Fürstentums

Lüneburg das Freilichtmuseum der

Lüneburger Heide. 1975 ist es als Museumsdorf

auf einer zwölf Hektar großen Fläche

entstanden: Dort sind 26 Gebäud e richtet

worden. Imponierend ist das Niederdeutsche

Ha lenhaus, der Brümmerhof. Darin

ist etwas über das ländliche Wohnen und

Arbeiten früherer Zeiten bis 1900 zu sehen

TOUR 19

und erfahren und davor ein wunderschöner,

üppig blühender Bauerngarten der Zeit um

1900 bis 1930. Aus dem Prospekt lese ich

über besondere Veranstaltungen, werde auf

die Dauerausste lungen zur Imkerei, Schafhaltung,

Schmiede, Spinnen und Weben verwiesen.

Doch mich zieht es ins schöne „Haus

am Landtagsplatz“.

Ich freue mich auf ein Stückchen frisch gebackener

Torte und habe die Qual der Wahl.

Ich genieße und lasse die bereichernden

letzten Stunden Revue passieren. Schön

war’s. Diese Tour und die folgenden drei

lassen sich gut hintereinander kombinieren!

Ute Bautsch

16

Das Magazin des

WESER-KURIER

> Weitere 22 neue Touren durch Bremen

und die Region – getestet und empfohlen

vom ADFC und der WESER-KURIER-Redaktion

> Für Familien, Freizeitradler

und sportliche Fahrer

> Mit heraustrennbaren Streckenkarten,

GPS-Daten und ausführlichen

Streckeninformationen

Pressehaus Bremen und regionale

Zeitungshäuser, ADFC Radstation

am Bremer Hauptbahnhof

04 21 / 36 71 66 16

weser-kurier.de/shop

Auch als In-App-Kauf in der E-Paper-App

erhältlich. Versandkostenfreie Lieferung dieses

Verlagsproduktes innerhalb Deutschlands.

Angebot solange der Vorrat reicht.


Fotos: A. Fanslau


AKTUELLES

Der Weg ist das Ziel

8. GEWOBA City Triathlon für Profis und Hobbytriathleten

Laufen, Schwimmen, Radfahren – am

11. August 2019 startet der achte

„GEWOBA City Triathlon Bremen“ für

Profis und Hobbytriathleten!

Bremen wird erneut vom Triathlon

Fieber gepackt – denn der GEWOBA City

Triathlon steht in den Startlöchern. Keine

Frage, längst gilt Triathlon als eine der beliebtesten

und angesagten Sportarten in

ganz Deutschland mit stetig zunehmenden

aktiven Sportlern. Auch in Bremen an der

Weser spürt man das deutlich. Unter anderem

auch, weil sich der Mehrkampf als

ausgeglichene Balance aus Schwimmen,

Radfahren und Laufen perfekt für Hobbysportler

und Profis eignet. Das zeigt sich

an den hunderten Athleten, die in Bremen

jährlich an den Start gehen und ihre Kräfte

und Ausdauer messen, wie auch an den

tausenden Zuschauern in der Überseestadt

und entlang der Schlachte.

Längst sind es nicht mehr nur Teilnehmer

aus der Region, sondern Athleten aus

ganz Deutschland sowie den Mitgliedsländern

der Europäischen Union, die am

11. August in Bremen an den Start gehen

werden. Für eine sportliche Meisterschaftsatmosphäre

der Extraklasse sorgen in diesem

Jahr die Deutschen Meisterschaften

der Altersklassen auf der Sprintdistanz von

der Deutschen Triathlon Union.

Sportliche Herausforderung:

„Ab ins Wasser, rauf auf’s Rad

und rein in die Laufschuhe“

Der Triathlon startet am Vormittag um

11 Uhr mit den Rennen der Deutschen

Meisterschaften auf der Sprintdistanz.

Eine Stunde später machen sich dann auch

schon die Teilnehmer der Olympischen

Disziplin bereit. Am frühen Nachmittag

gehen die Volkstriathleten sowie die Staffel-Teams

und damit die größte Gruppe

an den Start. Dank der zeitlich gestaffelten

Startschüsse kommt sich beim Wettkampf

niemand in die Quere, und dem begeisterten

Publikum stehen somit viele adrenalingeladene

Momente von der Startlinie bis

zur Zielgeraden bevor.

Los geht’s mit einem beherzten Sprung

ins kühle Nass – und zwar ins Hafenbecken

im Europahafen der Überseestadt. Volksund

Staffeltriathleten durchqueren eine

500 Meter lange Schwimmstrecke. Teilnehmer

der DTU Meisterschaften schwimmen

eine Runde mit 750 Metern und die Sportler

der olympischen Distanz schwimmen

diese Distanz gleich zwei Mal. Zügig muss

jetzt sowohl der personelle Wechsel der

Staffelteams als auch der Switch aus dem

Wasser aufs Rad erfolgen.

Schließlich läuft die Uhr in der Wechselzone

am Hafenbecken unaufhaltsam weiter.

Die flache Radstrecke führt mit einigen

Kurven durch die Bremer Überseestadt bis

zum Einkaufszentrum Waterfront und wieder

zurück. Der Rundkurs ist 10 km lang.

Die Athleten der Volksdistanz, die Radfahrer

der Staffeln sowie die DM-Teilnehmer

fahren die Strecke zwei Mal und die Sportler

der Olympischen Distanz vier Mal. Vor

allem die langen Geraden der Radstrecke

und die hervorragenden Asphaltbedingungen

sorgen für spannende Kopf-an-Kopf

Rennen unter Applaus der am Wegesrand

stehenden Zuschauer.

Adrenalin pur

In der Wechselzone heißt es nun „Rein in

die Laufschuhe“ und damit startet die finale

Laufrunde mit 5 Kilometern an der

Schlachte entlang und zurück zum Ziel

in der Überseestadt. Jetzt ist es (fast) geschafft.

Nur die Olympic Triathleten drehen

eine weitere letzte Runde, bis sie sich unter

dem Jubel der Zuschauer bei ihrem Zieleinlauf

feiern lassen.

„Es wird ein tolles Triathlon-Event mit

Meisterschaftsflair und spannenden Wettkämpfen“,

verspricht Jan Brüning von der

Agentur Spospom GmbH, die den Triathlon

ausrichtet, „die Zuschauer am Europahafen,

dem Herzen der Veranstaltung, können sich

auf faszinierende Rennen sowie auf eine

Reihe informativer Messestände freuen.

In diesem Jahr haben wir die Messestände

entlang der Promenade des Hafenbeckens

gelegt, so dass sich kulinarisches

Angebot der Restaurant und Cafés mit den

Ausstellern noch besser ergänzen und für

die Besucher ein harmonisches Angebot

entsteht. Auf einige bauliche Veränderungen

am Europahafen werden wir ebenfalls

reagieren und eine Wechselzone verlegen.

Besucher können sich weiterhin freuen,

hautnah bei allen Disziplinen dabei zu sein!“

Dabei sein ist alles

Auch in diesem Jahr haben die Teilnehmer

bei ihrer Anmeldung wieder die Chance,

sich eines der beliebten Finisher-Shirts

zu sichern, dessen frisches Design jährlich

wechselt. Wer das bei seiner Online-Anmeldung

versäumt hat, kann noch per Mail

nachbestellen. Das Team des GEWOBA

City Triathlon benötigt außerdem noch

Unterstützung für die Ausgabe der Startunterlagen,

in der Wechselzone sowie an

der Schwimm-, Rad- und Laufstrecke. Wer

Lust hat, bei dem sportlichen Wettkampf

als Helfer dabei zu sein, kann über die Website

mit den Organisatoren Kontakt aufnehmen.

Auf geht’s zum GEWOBA City Triathlon

Bremen – Anmeldung und weitere Infos

unter https://citytriathlonbremen.de/start/

und noch mehr Impressionen bei Facebook

sowie Instagram.

17


AKTUELLES

„Ich möchte

Profi werden“

18

Lea Kaemena vom Club zur Vahr

Foto: Das gute Portrait, Bremen


AKTUELLES

Fotos: MÄR (4), Das gute Portrait, Bremen

„Wir unterstützen sie so gut wir

können, fordern aber nichts von ihr

ein. Letztendlich entscheidet Lea

ihren Weg im Tennis selbst“.

Silke und Jens-Christian Kaemena

hart um gut zu werden, dann

arbeite hart, um besser zu werden.“

„Arbeite

Dieser Satz von Tennisstar Roger

Federer erscheint auf der Internetseite von

Lea Emilia Kaemena. Die 11-Jährige vom

Club zur Vahr (CzV), die im Mai Zweite bei

den Norddeutschen Meisterschaften der

U-11-Juniorinnen geworden ist, scheint

das Motto verinnerlicht zu haben. Wobei

das Tennisspielen bei ihr nicht wie Arbeit

wirkt – der Spaß am Sport steht im Vordergrund.

Vorhand Topspin an die Grundlinie, ein

paar Zwischenschritte, dann eine krachende

doppelhändige Rückhand bevor der Ballwechsel

mit einem zielgenauen Volley beendet

wird. Wenn Lea auf dem Platz steht,

ist es vorbei mit dem bescheidenen und

zurückhaltenden Mädchen, mit dem man

eben noch gesprochen hat. Lea gibt auch

im Training keinen Ball verloren und ihr

gegenüber, in diesem Fall Vater Jens-Christian

(immerhin Vereinsmeister der Herren

40 im CzV), bekommt das zu spüren. „Sie

war schon immer sehr sportlich und hatte

einen großen Bewegungsdrang“, erklärt

Mutter Silke. „Aber erst beim Tennis konnten

wir das richtig kanalisieren“.

Weil die Eltern Tennis spielten, hatte

Lea im Alter von sechs Jahren auch Lust,

den Sport einmal auszuprobieren. Also

wurde sie im Tenniskindergarten des Clubs

angemeldet und offenbarte schon dort

recht schnell ihr außergewöhnliches Talent.

Im Winter 2017 holte Trainer Lars Graubohm

sie aufgrund Ihrer Stärke schon ein

Jahr früher in seinen Turnierkader. Mittlerweile

trainiert sie sechs Mal in der Woche

– im Verein, im Verband und sogar in

der Schule in der Kaderklasse der sportbetonten

Oberschule Ronzelenstraße. Zudem

ist Lea eine feste Größe im Tennisverband

Niedersachsen-Bremen (TNB) und wird

in ihrer Altersklasse derzeit auf Position

eins geführt. Mit dem Verband holten Lea

und ihr Team den Titel der Jüngsten-Meisterschaften

Winter 2017/2018, Jüngsten-

Meisterschaften Sommer 2018 und Verbands-Jüngsten-Mehrkampf

2018. Seit

dem Sieg bei den Jüngsten Meisterschaften

im Winter 2017/2018 steht Lea im D2-Kader

des TNB. In der DTB-Rangliste Jahrgang

2007/2008 steht Lea auf dem 91. Platz

(Stand 11.04.2019).

„Eigentlich habe ich derzeit immer Lust,

Tennis zu spielen“ sagt Lea. Das sei aber

nicht immer so gewesen. Früher habe es

schon mal Tage gegeben, an denen sie lieber

etwas anderes machen wollte. „Dann

ist es ganz klar, dass Lea entscheidet, ob

sie ein Turnier spielt oder nicht“, so Vater

Jens-Christian. In diesem Fall läuft die Zusammenarbeit

des Club zur Vahr mit dem

TNB auch sehr gut. Aber Lea hat fast immer

Lust auf Tennis und beschreibt sich

selbst als „sehr ehrgeizig“. Lea: „Wenn ich

mal einen Tag kein Tennis spiele, fehlt mir

auch irgendwie etwas“. Lars Graubohm,

Trainer von Lea und sportlicher Leiter Tennis

CzV: „Manchmal muss ich Lea bremsen,

damit alles nicht zu viel wird. Sie hat großes

Potenzial, was nicht verbrannt werden darf.

Auf der anderen Seite geht es darum, das

Feuer am Laufen zu halten.“

Einen richtigen Lieblingsschlag beim

Tennis habe sie nicht, erklärt die Schülerin.

„Früher war es mal die Rückhand, heute

eher die Vorhand. Mal hart, mal mit Spin.

Man muss aber auch immer etwas variieren,

um damit die Gegnerin aus dem Konzept

zu bringen.“ Am liebsten mag Lea den

Wettkampf, die Turniere. Und die möchte

sie nach Möglichkeit auch alle gewinnen.

Das klappt schon sehr oft, aber eben nicht

immer. „Ich glaube, dass ich auch ganz gut

verlieren kann. Ich bin danach zwar traurig,

so wie nach dem Finale bei den norddeutschen

Juniorenmeisterschaften. Aber dann

heißt es Kopf hoch und weiter geht es.“

Für die Zukunft hat die Elfjährige auch

schon ganz klare Pläne: „Ich möchte Tennisprofi

werden“. Vorher, da ist sich die Familie

aber einig, wird noch die Schule zu Ende

gemacht. Und wer weiß, vielleicht schafft

sie tatsächlich einmal, so wie ihre Vorbilder

Novak Djokovic und Angelique Kerber auf

dem Center Court in Paris oder Wimbledon

zu stehen. Zumindest mit der ehemaligen

Nummer eins im Damen-Tennis, Angelique

Kerber, hat Lea etwas gemein: Beide wurden

in Bremen geboren. (MÄR)

Mehr über Lea Kaemena auf ihrer Internetseite:

www.kaemena-tennis.de.

19


NACHBERICHTE

Foto: F. T. Koch

FCO Pokalsieger und im DFB-Pokal dabei

Durch einen 1:0-Erfolg im Endspiel über den Bremer SV sicherte sich der FC Oberneuland nicht nur den Lotto-Pokal sondern

gleichzeitig die Teilnahme am DFB-Pokal. Damit darf der Bremen-Ligist für den August auf eine attraktive Auslosung Erstrundenmatch

hoffen. Die Spieler um Torschütze Ebrima Jobe (mit Pokal) freuten sich jedenfalls schon einmal ausgiebig und auch

Trainer Kristian Arambasic kam nicht ohne Bierdusche davon.

20


NACHBERICHTE

Foto: O. Kowalzik

Sensationell – ATSV Habenhausen

gewinnt den DHB-Amateur-Pokal

Damit hätten wohl nur die wenigstens gerechnet: Die Oberliga Handballer des ATSV Habenhausen sicherten sich im Vorfeld des

DHB-Pokalfinales in Hamburg den Deutschen Amateurpokal der Männer. Im Enspiel besiegten die Spieler um Trainer Matthias Ruckh

den BTB Aachen mit 31:29 nach Siebenmeter-Werfen. Der Pokalsieg berechtigt zudem am 17./18. August zum Ausrichten eines der bundesweiten

DHB-Pokalturniere.

Rekordergebnis

Zum 5. Mal „Kinder laufen für Kinder“

Rund 915 Kinder waren in diesem Jahr beim Benefiz-Lauf „Kinder

laufen für Kinder“ am Start. Mit großer Motivation und sichtlich

Spaß gingen die jungen Sportlerinnen und Sportler auf die etwa

1200 Meter lange Laufstrecke in der Pauliner Marsch. Nach insgesamt

rund 5700 Kilometern kam so ein Gesamtspendenergebnis

von etwa 15.000 Euro zusammen. Ein Großteil dieses Geldes bleibt

in Bremen. Zehn Prozent der Gesamtspendensumme können die

teilnehmenden Schulen und Kitas für eigene Zwecke verwenden.

Seit mittlerweile 17 Jahren sammelt die bundesweite Aktion Spenden

für Projekte aus den drei Themenschwerpunkten Gesundheit,

Bildung und Soziales in Deutschland und der Welt. Der Erfolg

spricht für sich: Etwa 800.000 Kinder und Jugendliche haben in

dieser Zeit rund 3,4 Millionen Kilometer zurückgelegt und damit

eine Spendensumme von circa 7,2 Millionen Euro erlaufen. Jedes

Jahr finden neben den beiden großen Schulläufen in Bremen und

München Benefizläufe an Schulen in ganz Deutschland statt.

Foto: J. Rathke

21


BREMER SPORTJUGEND

BSJ erhöht

Förderbetrag

„Kids in die Clubs“

Die Bremer Sportjugend (BSJ) hat sich mit

ihrem Projekt „Kids in die Clubs“ zum Ziel

gesetzt, möglichst vielen Kindern aus einkommensschwachen

Familien die Mitgliedschaft

im Sportverein ermöglichen.

Dafür sammelt die BSJ Spenden, die nach

entsprechender Beantragung durch die

Familien an Bremer und Bremerhavener

Sportvereine weitergeleitet werden.

Rückwirkend zum 1. Januar 2019 hat

die Bremer Sportjugend eine Erhöhung

des Förderbetrages für „Kids in die Clubs“

auf 12 Euro pro Monat beschlossen. Alle

weiteren Fördermodalitäten der Rahmenvereinbarung

mit den am Projekt beteiligten

Sportvereinen bleiben bestehen.

Die entsprechenden Anträge für „Kids in

die Clubs“ stehen online unter https://

www.bremer-sportjugend.de/ Ueber_uns/

Downloads/Index.aspx zum Download bereit.

Das Projekt richtet sich an Kinder und

Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren. Die

Leistung ist vom Familieneinkommen abhängig.

www.bremer-sportjugend.de

Dank diverser Spenden konnten seit

dem Projektstart von „Kids in die Clubs“

über 2700 Kinder aus Bremen und Bremerhaven

am sportlichen Spiel- und Wettkampfbetrieb

in den Partnervereinen teilhaben.

Seit Beginn des Programms wurden

bereits mehr als 255.000 Euro für sozial

schwache „Kids“ zur Übernahme von Vereinsmitgliedschaften

ausgeschüttet.

Weitere Informationen zu „Kids in die

Clubs“ gibt es unter https://www.bremersportjugend.de/

Themen/Kids_in_die_

Clubs/Index.aspx per E-Mail (info@

bremer-sportjugend.de) oder telefonisch

unter 0421/792 87 20. Da das Projekt ausschließlich

über Zuschüsse und Spenden getragen

wird, ist die Bremer Sportjugend für

jede Unterstützung dankbar.

SPENDENKONTO

Bremer Sportjugend im LSB Bremen e.V.

IBAN: DE40 2905 0101 0001 1588 56

Stichwort: Kids in die Clubs

Erwachsenenwelt im Miniaturformat

Erste Bremer Kinderstadt soll Ende Juli ihre Türen öffnen

Die Planungen der Bremer Sportjugend

(BSJ) für die erste Kinderstadt

in Bremen laufen auf Hochtouren.

Die Erwachsenenwelt im Miniaturformat

mit eigener Regierung, Wirtschaft, Arbeit,

Kultur und Freizeitmöglichkeiten soll in

den kommenden Sommerferien auf dem

Vereinsgelände des TV Bremen-Walle ihre

Tore öffnen.

Um die Vorbereitungen für das Projekt

„Bremopolis“ zu finalisieren, traf sich die

Arbeitsgruppe mit verschiedenen Vertreterinnen

und Vertretern aus unterschiedlichsten

Institutionen und allen Interessierten

am 13. Juni zum Informations- und Planungstreffen.

Die Initiatoren suchen dringend

weitere Unterstützung. Vor allem Personen

und Institutionen, die beim Projekt

aktiv mithelfen und finanziell unterstützen

wollen, sind aufgerufen sich zu beteiligen.

Die Kinderstadt soll vom 29. Juli bis

2. August sowie vom 5. bis 9. August 2019

von jeweils 8 bis 16 Uhr geöffnet werden. Pro

Woche sind bis zu 100 Anmeldungen möglich.

Der Aufwand für die Kinderstadt ist

enorm. Organisiert werden muss eine professionelle

Betreuung und die entsprechende

Infrastruktur – von den sanitären Anlagen

über Verpflegung, Energieversorgung

und Müllentsorgung, Zelte und Mobiliar. Vor

Ort dürfen sich die teilnehmenden Kids täglich

verschiedenen Berufen annähern und

zugleich durch pädagogische Begleitung aus

den Bereichen Umweltbildung, Demokratiebildung,

Gesundheitsbildung, Medienbildung,

kulturelle Bildung und sportliche

Bildung spannende Lernerlebnisse erfahren.

Interessierte, die sich an der Gestaltung

der Bremer Kinderstadt beteiligen möchten

beziehungsweise Ideen für Angebote, Projektpartner

oder Sponsoring haben, können

sich telefonisch unter 0421/992 87 20 oder

per Email (info@bremer-sportjugend.de)

an die BSJ wenden.

Für das Projekt „Kinderstadt“ wird Hilfe in folgenden Bereichen benötigt:

XX

Ein/e Expert/in (Pädagoge/in) für Demokratieprozesse auf Honorarbasis

XX

Ein/e Expert/in (Pädagoge/in) für Umweltbildung / Nachhaltigkeit / Ökologie auf Honorarbasis

XX

Ein/e Expert/in (Pädagoge/in) für Kultur / Theater / Musik auf Honorarbasis

XX

Ein/e Expert/in (Pädagoge/in) für Gesundheit / Ernährung auf Honorarbasis

XX

Bis zu 15 engagierte Betreuer/innen täglich Kernzeit: 8 bis 16 Uhr, Aufwandsentschädigung

XX

Firmen, die (eine/n) Mitarbeiter/in täglich vormittags zur Verfügung stellen, um mit Kleingruppen

ihre Expertise zu erarbeiten (z. B. Bank, Post, Werkstatt, Gastronomie, Supermarkt, Polizei,

Feuerwehr, Maurer, Energie, usw.)

XX

Sachspenden oder Leihgaben: Musikinstrumente, Werkzeug, Holz, T-Shirts, (Brett)Spiele,

Bücher, Material, Straßenbahntickets, Sportmaterial, Stifte, Bastelsachen etc.

XX

Sponsoren, die das Projekt finanziell unterstützen

XX

Sponsoren, die das Projekt sachlich unterstützen: z. B. mit Obst, Brötchen, Aufschnitt, Getränken

XX

Ehrenamtliche Helfer/innen und Helfer, die beim Transport sowie Auf- und Abbau unterstützen

XX

Paten, die für „bedürftige“ Kinder den Teilnahmebeitrag übernehmen (100 Euro)

Foto: W. Gerbracht

22


BREMER SPORTJUGEND

Thema Digitalisierung

Bremer Sportjugend bietet erstmalig Freiwilliges Soziales Jahr im Sport #digital an

Digitale Medien sind für Sportvereine

und deren Freiwilligendienstleistende

bereits seit vielen Jahren alltäglich.

Zum Beispiel im Bereich der Informationsweitergabe

an Mitglieder*Innen und

Medien. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im

Bereich Sport #digital soll den Einsatzstellen

ermöglichen, gezielt junge Menschen anzusprechen,

die bereits eine hohe Affinität zu

digitalen Medien mitbringen. Die Deutsche

Sportjugend befasst sich mit dem Thema

Digitalisierung bereits seit Jahren und befürwortet

das Erweiterungskonzept der Bremer

Sportjugend. Das FSJ im Sport bekommt

#digital als Zusatz und ist keine Sonderform

des Freiwilligendienstes. Es beinhaltet neben

den üblichen Themenfeldern im Kinder- und

Jugendbereich eine zusätzliche digitale Komponente.

Die Freiwilligen erwerben digitale

Kompetenzen in Seminarform, um diese gezielt

in den Einsatzstellen umsetzen zu können.

Der Zugang zu Computer, Internet und

anderen Medien muss von der jeweiligen

Einsatzstelle ermöglicht werden. Die Anzahl

der Stellen ist zunächst auf vier begrenzt.

Für weitere Informationen zum

FSJ Sport #digital stehen Beke Herbst,

b.herbst@bremer-sportjugend.de, 0421-

79 287 48 und Neele Tödter, n.toedter@

bremer-sportjugend.de, 0421-79 287 49 zur

Verfügung.

Neues Stellenportal für Freiwilligendienste

im Sport

Im Rahmen der Digitalisierung hat die

Bremer Sportjugend ein Stellenportal für

den Freiwilligendienst geschaffen. Ziele des

Bewerberportals ist der schnelle Kontakt

zwischen Einsatzstellen und potenziellen

Freiwilligen sowie die Vereinfachung der organisatorischen

Abwicklung der Stellenbesetzung

für Bewerber*Innen, Einsatzstellen

und Bremer Sportjugend. Anerkannte Einsatzstellen

können ihre aktuellen Stellenangebote

für ein Freiwilliges Soziales Jahr

oder für Bundesfreiwilligendienste im Portal

einstellen.

Bewerber*Innen können sich auf diese Stellen

direkt bewerben und ihre Unterlagen hochladen.

Erreichbar ist das neue FSJ-Stellenportal

unter https://www.bremer-sportjugend.de/

Themen/Freiwilligendienste/Index.aspx.

Foto: BSJ

Jeder einzelne Fall einer zuviel

Bremer Sportjugend und Landessportbund Bremen unterstützen Aufruf zur

Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs im Kontext Sport

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung

sexuellen Kindesmissbrauchs in

Deutschland hat einen Aufruf im Kontext

Sport gestartet. Der Aufruf richtet sich explizit

an Menschen, die in ihrer Kindheit

oder Jugend sexuellem Missbrauch im

Sport ausgesetzt waren. Sexualisierte Gewalt

ist ein gesellschaftliches Problem und

auch für den organisierten Sport ein wichtiges

Thema, weil jeder einzelne Fall einer

zu viel ist.

Ebenso wie der DOSB und die Deutsche

Sportjugend sehen auch die Bremer Sportjugend

und der Landessportbund Bremen

diesen Aufruf als wichtigen Beitrag, damit

das noch immer vorhandene Tabu weiter

gebrochen wird und Betroffene von sexualisierter

Gewalt sich einer unabhängigen

Stelle anvertrauen können.

Die Kommission möchte weitere wichtige

Erkenntnisse gewinnen, damit Kinder

und Jugendliche in Zukunft besser geschützt

werden können. Darum ruft sie erwachsene

Betroffene auf, die in ihrer Kindheit und

Jugend sexueller Gewalt beim Freizeit-,

Breiten- und Leistungssport sowie beim

Schulsport ausgesetzt waren, von ihren Erfahrungen

zu berichten. Die Kommission

bietet dafür einen geschützten Rahmen in

Form von vertraulichen Anhörungen oder

von schriftlichen Berichten. Alle Informationen

zum Aufruf erhalten Interessierte

unter www.aufarbeitungskommission.de/

sport oder telefonisch unter 0800 40 300 40

(kostenfrei und anonym).

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen

spielt auch für die Bremer Sportjugend

eine zentrale Rolle. Ziel ist es, das

Thema sexualisierte Gewalt im Sport noch

stärker in den Fokus der Vereine zu rücken

und sie dabei zu unterstützen, das Thema

proaktiv anzugehen.

Informationen zum Thema sind unter

www.bremer-sportjugend.de/ Themen/

Kinderschutz/Index.aspx abrufbar.

23


BREMER SPORTJUGEND

Zurück in die Klubs

Neues E-Football-Projekt soll Nachwuchs-Kicker an die Sportvereine binden

Fotos: BFV/S. Peter

24

Der Bremer Fußball-Verband (BFV)

und die Bremer Sportjugend (BSJ)

haben ein E-Football-Pilotprojekt

für Bremer Klubs ins Leben gerufen, um

junge Mitglieder im Verein zu halten und

gleichzeitig neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Bewerbungsphase für „E-Football im

Jugendsport“ läuft noch bis Ende Juni. Interessierte

Vereine können sich per Email unter

efootball@bremerfv.de bewerben. Hintergrund

des Projekts ist die Tatsache, dass

Jugendliche immer mehr Zeit an der Spielkonsole

verbringen. Allerdings vornehmlich

in den eigenen vier Wänden. Deshalb haben

BFV und BSJ eine gemeinsame Initiative gestartet,

um die Jugend-Fußballer/innen zurück

in die Vereine zu holen.

„In verschiedenen Gesprächsrunden

mit Führungsspielern aus den Fußballvereinen

kam heraus, dass viele Jugendliche

Probleme haben, Schule, Fußball und Playstation

unter einen Hut zu kriegen“, sagt

BFV-Projektleiter Sönke Löhmann. „Am

Ende leidet meist das Training darunter,

weil das Zocken den Jungs eben auch verdammt

wichtig ist.“ Hier setzte die Grundidee

des Projekts an. E-Football und das

klassische Fußball-Training sollen unter

einen Hut gebracht werden.

Ein wichtiger Punkt: Die Jugendlichen

sollen nach der Schule nicht mehr im heimischen

Zimmer an die Konsole, sondern

bei ihren Fußball-Klubs. Dort kann unter

entsprechender Aufsicht E-Football gespielt

und anschließend trainiert werden.

„Wir rüsten bis zu zehn Bremer und Bremerhavener

Sportvereine mit jeweils einer

Konsole, Controllern und einem entsprechenden

Sport-Simulations-Spiel aus“, so

Löhmann. Starten soll das Projekt Ende

August, laufen soll es bis Dezember 2020.

Um einen reibungslosen und nachhaltigen

Verlauf zu gewährleisten, sollen Fachleute

eingebunden werden, um Fragen zu

Suchtverhalten, Ernährung und Gesundheit

mit den beteiligten Jugendlichen zu diskutieren.

Interessierte Vereine müssen zudem

verschiedene Kriterien erfüllen: Einmal

pro Woche muss es ein offenes Angebot für

E-Football geben, bei dem Jugendliche bis

zu zwei Stunden unter Aufsicht einer Begleitperson

spielen können. Darüber hinaus

ist pro Quartal ein Treffen mit allen

Projekt-Beteiligten geplant, um sich detailliert

auszutauschen.

Perspektivisch plant die Sportjugend,

anhand der Erfahrungen aus diesem Projekt

weitere Fachverbände und Sportarten einzubeziehen.

Mittelfristig könne das Projekt

zur modernen Jugend- und Vereinsentwicklung

beitragen. Denkbar sei auch, durch

dieses Angebot junge Menschen für neue

Formate des ehrenamtlichen Engagements

im Verein zu gewinnen, so Bernd Giesecke,

Vorsitzender der Bremer Sportjugend.

Interessierte Vereine, die mehr zu dem

Vorhaben erfahren möchten, können sich

gerne an info@bremer-sportjugend.de

oder 0421/792 87 20 wenden.


BREMER SPORTJUGEND

„Junge Menschen für einen

modernen Sportverein begeistern“

Interview mit Tobias Ketz, Verantwortlicher für den E-Sport-Bereich beim Habenhauser FV

Herr Ketz, was bedeutet E-Sport eigentlich?

Tobias Ketz: E-Sport ist ein ganz normales

Hobby, bei dem die Spieler eine virtuelle

Sportart am Computer oder an der Konsole

betreiben. Bei uns im Verein spielen wir

ausschließlich das Fußballsimulationsspiel

Fifa. Die Kinder und Jugendlichen haben

Controller in der Hand, steuern Fußballspieler,

gehen Taktiken nach, trainieren und

wollen sich im Wettkampf messen.

Wie oft mussten Sie schon erklären, dass

E-Sport nicht nur „Zocken“ bedeutet?

Ich werde immer wieder gefragt, ob

E-Sport wirklich Sport ist. Der Deutsche

Olympische Sportbund differenziert zwischen

E-Gaming und virtuellen Sportarten.

Wir im Verein bieten E-Sport als virtuelle

Sportart an, weil wir ein reiner Fußballverein

sind. Fifa zu spielen, verlangt sicherlich

nicht die Ausdauer, die ein Fußballer auf

dem Platz mitbringen muss, aber es bedeutet

ein sehr hohes Stresslevel und ist damit

mental sehr anstrengend. Die Spieler müssen

sehr viele Interaktionen am Controller

und viele kleine Bewegungen in kurzer Zeit

ausführen.

Was macht einen guten E-Sportler aus?

Das kommt darauf an. Es gibt sehr strategische

Spiele, bei denen geht es um bis zu 400

Klicks pro Minute. Diese E-Sportler müssen

eine sehr gute Wahrnehmung haben

und in Sekundenschnelle reagieren können.

Fifa ist ein eher langsames Spiel, bei

dem es darauf ankommt, ein gutes Spielverständnis

zu haben, sich eine gute Taktik

zu überlegen und – wie im echten Fußball

– die Taktik des Gegners zu lesen und sich

daran anzupassen. Die Spieler benötigen

also gute analytische Fähigkeiten und müssen

außerdem bestimmte Schusstechniken

und Tricks kennen.

Sie setzen sich dafür ein, dass E-Sport als

Sportart anerkannt wird. Warum?

Wir möchten, dass E-Sport unter eine Förderrichtlinie

fällt, damit Vereine auf Mittel

zugreifen und den virtuellen Sport für Jugendliche

und Kinder anbieten können. Wir

im Habenhauser FV wollen diese Sparte vor

allem deshalb anbieten, weil es junge Menschen

interessiert. Für uns ist der virtuelle

Möchte E-Sport als Breitensport im Verein: Tobias Ketz.

Sport ein neues Medium, um junge Menschen

für einen modernen Sportverein begeistern

zu können. Wir wollen eben nicht,

dass die Jugendlichen zu Hause alleine auf

der Couch „zocken“. Im Verein lernen sie soziale

und demokratische Strukturen kennen.

Ist es nicht schwer, eine Grenze zu ziehen

zwischen intensivem Training und zu viel

Zeit vor der Konsole?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen

Leistungssport und Breitensport. Gerade

beim professionellen E-Sport kommt

oft die Frage auf, ob es sich dabei nur um

Kommerz handelt. Die Bundesliga oder die

Champions League werden ja auch nicht

infrage gestellt. Ähnlich ist es beim E-Sport

als Leistungssport, der dadurch massiv im

Fokus steht, dass sehr hohe Preisgelder ausgeschüttet

werden. Wir im Verein wollen

E-Sport allerdings als Breitensport betreiben,

und da sitzen wir nicht acht Stunden

am Tag vor der Konsole, sondern treffen uns

ein bis zweimal die Woche zum Trainieren.

Dabei gehen wir am Whiteboard Strategien

durch, schauen uns Trainingsvideos an und

diskutieren.

Videospiele haben nicht gerade den Ruf,

besonders sozial zu sein, weil die Jugendlichen

dabei meistens alleine vor dem Bildschirm

sitzen.

Den Gamern wird häufig angelastet, sie

säßen zu Hause allein vor der Konsole.

Das war früher sicherlich auch so. Das hat

Fotos: Privat/MÄR

sich aber etwas gewandelt, da die meisten

Spiele heute Multiplayer-Spiele sind, also

mehrere Spieler benötigen. Trotzdem sind

sie nur über das Internet verbunden und

räumlich getrennt. Wenn Jugendliche alleine

spielen, haben sie niemanden, mit dem

sie sich freuen oder ärgern können. Sie haben

keinen Kanal, um mit ihren Emotionen

umzugehen. Im Verein können wir dagegen

soziale Kontakte bieten und die Jugendlichen

anleiten. Dazu gehört es auch, zum

Beispiel zusammen mit Krankenkassen

Suchtprävention anzubieten.

Im Moment gibt es in Bremen kaum Vereine,

die E-Sport anbieten. Was muss sich

ändern?

Ich wünsche mir einen organisierten Wettbewerb,

etwa eine Bremen-Liga, wie es sie

auch beim Fußball gibt. Und zwar unter dem

Dachverband des Bremer Fußballverbands

mit einem Spieltag pro Woche. Anstatt,

dass die Spieler ihre Schienbeinschoner und

Schuhe anziehen und auf den Platz gehen,

streifen sie ihr Trikot über und nehmen die

Controller in die Hand. Sie kommen mit den

Gegnern in Kontakt, gratulieren sich und

können Fair-Play lernen. Den Leistungsbereich

streben wir nicht an. Sollte es einen

Spieler von uns dennoch zu einem der Profivereine

ziehen, dann würde ich sagen, wir

haben gute Nachwuchsarbeit geleistet.

Das Gespräch führte Ina Bullwinkel vom

WESER-KURIER.

25


AUS DEM LSB

Fotos: LSB/Sven Peter

Große Sportabzeichen-Ehrung

Der Landessportbund Bremen und die Sparkasse Bremen übergaben die Urkunden

26

Der Landessportbund Bremen (LSB)

hat die Wiederholer, Prüfer, Familien

und Vereine zur alljährlichen

Ehrung für das Deutsche Sportabzeichen in

die Sportgalerie Oslebshausen eingeladen.

Nach der Begrüßung durch LSB-Vizepräsidentin

Monika Wöhler und Lothar Fäsenfeld

von der Sparkasse Bremen (kl. Foto rechts)

führte Moderator Torven Schröder durch die

Veranstaltung, die mit der Ehrung der Sportvereine

begann. Die Urkundenübergabe und

Prämierung erfolgte durch die Sparkasse

Bremen. Der Vereinswettbewerb wird seit

Jahren gemeinsam vom LSB und der Sparkasse

durchgeführt. Die ersten Plätze gingen

an die Seriensieger LG Bremen-Nord

(Gruppe A), Blumenthaler TV (Gruppe B),

LTS Bremerhaven (Gruppe C) und TSV Osterholz-Tenever

(Gruppe D). Erstmalig dabei

waren der ATS Buntentor, Bremer Sport-

Club und Bremen 1860 (alle Gruppe D).

Im zweiten Block der Ehrungsveranstaltung

wurde es familiär, denn die Familien,

die im Jahr 2018 das Deutsche Sportabzeichen

erworben hatten, standen im

Mittelpunkt. Auch dieses Jahr variierte die

Konstellation der Familienmitglieder und

Generationen. Mit sieben Personen stellten

Familie Kietzmann und Familie Gerke

den „Rekord“ auf. Überreicht wurden die

Urkunden durch LSB-Präsident Andreas

Vroom.

Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und

eiserner Wille – diese Attribute beschreiben

die Sportlerinnen und Sportler, die

zum wiederholten Male das Deutsche

Sportabzeichen abgelegt haben. Spitzenreiter

ist Gerd Steenken (85 Jahre) mit dem

65. Sportabzeichen im Jahr 2018, dicht gefolgt

von Hans-Georg Wolf (90 Jahre) mit

55 Sportabzeichen. Zusätzlich zu den Urkunden

überreichte Kathy Path, LSB-Präsidiumsmitglied

für Breiten- und Gesundheitssport

(kl. Foto links, mit Gerd

Steenken), noch ein Präsent des Deutschen

Olympischen Sportbundes.

Zum Schluss wurden die langjährig

verdienten Prüfer des Sportabzeichens geehrt,

denn ohne sie wären die Abnahmen

unmöglich. Für 25 Jahre ehrenamtliches

Engagement wurde Iris Fuge, für 30 Jahre

Günter Finke, für 40 Jahre Hans-Jürgen

Böschen, Ehepaar Heike und Heiko Köhn

sowie für die 45 Jahre Prüferengagement

Adolf Mudder ausgezeichnet. Nach den Ehrungen

klang die Veranstaltung mit kleinen

Snacks und alkoholfreien Getränken aus

und die Anwesenden nutzten die Gelegenheit

für den einen oder anderen Plausch.

Das Deutsche Sportabzeichen ist eine

Auszeichnung des Deutschen Olympischen

Sportbundes (DOSB). Es ist die höchste

Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports

und wird als Leistungsabzeichen

für überdurchschnittliche und vielseitige

körperliche Leistungsfähigkeit verliehen.

Jede(r) kann es machen, auch Nicht-Mitglieder

von Sportvereinen. In den vier Disziplingruppen:

Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit

und Koordination muss jeweils eine

Disziplin aus den Sportarten Leichtathletik,

Radfahren, Schwimmen oder Geräteturnen

absolviert werden. Die Leistungen

sind nach Alter und Geschlecht gestaffelt.

Der Nachweis der Schwimmfähigkeit ist

Voraussetzung für den Erwerb des Deutschen

Sportabzeichens.

Kontakt Landessportbund Bremen e.V.,

Daniel Fangmann, Tel.: 0421/792 87 30, Email:

d.fangmann@lsb-bremen.de.


AUS DEM LSB

Übersicht Sportabzeichen-Ehrungen 2018

Gruppe A – bis 500 Mitglieder

1. LG Bremen-Nord e.V.

2. LAZ Bremen im Marathonclub HB e.V.

3. Bf FnL Bremen

4. Lüssumer Sportverein e.V.

5. Airbus Sportgemeinschaft Bremen e.V.

Gruppe B – 501 - 1000 Mitglieder

1. Blumenthaler TV von 1862 e.V.

2. Schwimmverein Bremen von 1910 e.V.

3. Bremer Turnvereinigung v. 1877

Gruppe C – 1001 - 1500 Mitglieder

1. Leher Turnschaft v. 1898 e.V.

Gruppe D – mehr als 1500 Mitglieder

1. TSV Osterholz-Tenever

2. TuS Komet Arsten

3. Bremer Sport-Club e.V.

3. ATSV Habenhausen

5. TURA Bremen

6. TuS Huchting von 1904 e.V.

7. TV Eiche Horn

8. ATS Buntentor

9. Bremer Ski-Club e.V.

10. SV Werder Bremen / Abt. Leichtathletik

11. Bremen 1860 / Abt. Leichtathletik

35. Sportabzeichen

Anke Fiebig

40. Sportabzeichen

Ilse Birnbaum, Manfred Fluß, Olaf Neidhardt

45. Sportabzeichen

Peter Fautek

50. Sportabzeichen

Wolfgang Hartwig, Walter Sassenberg

55. Sportabzeichen

Friedrich Funke, Hans-Georg Wolf

65. Sportabzeichen

Gerd Steenken

Übersicht langjährige Prüfer

25 Jahre ehrenamtliches Engagement

Iris Fuge und Jens Arkenau

30 Jahre ehrenamtliches Engagement

Günter Finke

35 Jahre ehrenamtliches Engagement

Cornelia Narloch

40 Jahre ehrenamtliches Engagement

Hans-Jürgen Böschen, Heike und Heiko Köhn,

Bernhild Rosenthal

45 Jahre ehrenamtliches Engagement

Ehrhardt Boyke und Adolf Mudder

Übersicht Familien

Übersicht Wiederholer

25. Sportabzeichen

Martin Ganswindt, Manfred Pflüger, Frank Schröder,

Manfred F. Schröder, Helmut Weichert, Rosemarie Weidanz,

Bernhard Woiwode

30. Sportabzeichen

Rolf Ellermeyer, Jürgen Jaracewski, Susanne Meyer,

Bernd Rosenthal, Frank Schindehütte, Dr. Gunda Sudmeyer,

Katja Stöhr, Rosemarie Wöltjen, Hans-Jürgen Wünsch

Zwei Generationen

Biroth, Böhmer, Brünjes, Buss, Cullmann, Dahlmann, Gerken,

Gottwald, Haas, Hadeler, Klosa, Kluge, Krieger-Ewen,

Krüger, Maas, Manz , Mellin, Milz, Otremba, Philipp, Rohde,

Schmieder, Ströhlein, Ullrich

Drei Generationen

Bolte, Gercke, Kietzmann/Dembny/Schilling, Pawlik,

Runge/Szerbakowski, Schiemann

Sportabzeichen-Abnahmen

Bremen und Bremerhaven verzeichnen im

Ländervergleich den größten Zuwachs

Der DOSB hat kürzlich die neue Statistik für die Abnahmen des

Deutschen Sportabzeichens veröffentlicht. Im Jahr 2018 haben

bundesweit insgesamt 793.552 Menschen das Sportabzeichen abgelegt.

Das ist ein Plus von 1,88% im Vergleich zum Vorjahr. Auch

im Land Bremen gewinnt das Deutsche Sportabzeichen immer

mehr an Popularität. 2.794 Personen aus Bremen und Bremerhaven

haben sich 2018 der Herausforderung des Deutschen Sportabzeichens

erfolgreich gestellt. Dank der tollen Arbeit in den beteiligten

Sportvereinen und Stützpunkte sind das 284 Sportabzeichen mehr

als 2017. Das entspricht einer Steigerung von satten 11,3 Prozent.

Damit sind Bremen und Bremerhaven im Ländervergleich prozentual

an der Spitze.

Weitere Informationen: www.deutsches-sportabzeichen.de

27


AUS DEM LSB

Integration

durch Sport

DOSB-Sondermagazin

Anfang Juni ist das Sondermagazin „Integration

durch Sport“ zum 30-jährigen Bestehen

des Bundesprogramms des Deutschen

Olympischen Sportbundes (DOSB)

erschienen. Das Heft wird gefördert durch

das Bundesministerium des Innern, für Bau

und Heimat (BMI) und das Bundesamt für

Migration und Flüchtlinge (BAMF). Herausgekommen

ist ein Magazin voller Geschichten,

Interviews und Gastbeiträgen,

die die Rolle vertiefen, die der Sport bei der

Integration spielen kann.

Sie nähern sich aus verschiedenen Perspektiven

dem Thema Integration und spüren

der bisweilen schwierigen Suche nach

einer kulturellen und nationalen Identität

der Menschen mit ausländischen Wurzeln

nach. Das geschieht mal persönlich, mal

politisch, mal rückschauend, mal vorausblickend,

mal nachdenklich, mal unterhaltend,

mal mit deutscher Sicht und mal mit

internationaler. Es ist ein Heft, das anregen

möchte, über das aktuelle und zukünftige

Zusammenleben im Einwanderungsland

Deutschland nachzudenken. Und über die

Möglichkeiten, die der Sport als sozialer

Akteur dabei einnehmen kann.

Auf 84 Seiten kommen unter anderem

Fußball-Weltmeister Miroslav Klose, die

ehemalige Bundestagspräsidentin Rita

Süssmuth und der aktuelle Amtsinhaber

Wolfgang Schäuble, der Stadtentwickler

Hans Fürst, die Volleyballerin Lenka Dürr,

die Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama

Jamanka, die Judoka Samira Bouizgarne

und der Chef der Punkrockband „Broilers“

zu Wort.

Das Magazin erscheint in einer Auflage

von 40.000 Exemplaren. Die Hefte gehen

an den organisierten Sport, die Mitglieder

des deutschen Bundestages und an die des

Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Sie liegen im Juni bei den Ruhr Games in

Duisburg, an diversen Lufthansa-Gates sowie

in ausgewählten Cafés und Geschäften

aus. Zudem können die Magazine sowohl

im Bahnhofsbuchhandel als auch im Onlineshop

erworben werden.

Foto: DOSB

Lizenzausbildung

LSB-Bildungswerk kooperiert

mit der Hochschule

Länderübergreifende Zusammenarbeit

Nordtreffen „Integration durch Sport“ beim LSB Bremen

28

Ab dem Sommersemester 2019 können

sportbegeisterte Studierende

der Hochschule Bremen (HSB) die

DOSB-Übungsleiter-Lizenz erwerben.

Voraussetzung ist die erfolgreiche Absolvierung

des Wahlmoduls „Übungsleiter-Ausbildung“

aus dem Modulpool der

Hochschule Bremen. Im Internationalen

Studiengang „Angewandte Freizeitwissenschaft“

sind die Übungsleiter-Ausbildung

und weitere sportpädagogische

Inhalte des LSB-Bildungswerks ab sofort

verbindlich implementiert. Damit ist es

den Verantwortlichen erstmalig gelungen,

die DOSB-Übungsleiterausbildung

in der Hochschulausbildung zu verankern.

Ziel der neuen Kooperation ist es,

qualifizierte Übungsleiter/innen für die

Sportvereine und Verbände in Bremen

und Bremerhaven zu gewinnen.

Im 30. Jahr des Bundesprogramms „Integration

durch Sport“ (IdS) haben sich Vertreterinnen

und Vertreter der nördlichen

Bundesländer Schleswig-Holstein, Bremen,

Mecklenburg- Vorpommern, Hamburg

und Niedersachsen sowie interessierte

IdS-Gäste aus Nordrhein-Westphalen,

Rheinland-Pfalz und Bayern kürzlich zum

Fachkräfteaustausch in Bremen getroffen.

Dabei standen verschiedene Pilotprojekte

im Bildungs- und Projektbereich, die

länderübergreifende Zusammenarbeit im

Themenfeld Integration, die Öffentlichkeitsarbeit

sowie die Bedarfe und Probleme

der zu erreichenden Vereine und Personen

auf der Tagesordnung.

Ziel des zweitägigen Treffens im Veranstaltungscenter

des Landessportbundes

Bremen war es, Synergien zu schaffen und

die Erfahrungen der Nachbarn zu nutzen,

um die eigenen Arbeitsabläufe, Projekte

und Inhalte zu verbessern.

Foto: LSB


Das neue Magazin


AUS DEM LSB

des WESER-KURIER

132 Seiten

9,80 €

Die Magazine des WESER-KURIER erhalten Sie hier:

Pressehaus Bremen und regionale Zeitungshäuser

04 21 / 36 71 66 16

weser-kurier.de/shop

Zeitschriftenhandel

Auch als In-App-Kauf in der E-Paper-App erhältlich. Versandkosten 1,95 €

(ab 30 € Bestellwert versandkostenfrei). Angebot solange der Vorrat reicht.

29


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

Rempeln auf acht Rollen

Ausprobiert: Ein Training bei den Meatgrinders

Fotos (5): Bea Ruffer

VON KRISTINA WIEDE

Als Kind habe ich mit meinen Freunden

Fangen auf Rollschuhen gespielt,

dabei unzählige Löcher in die Hosenbeine

geschlittert und mit jedem Buckel

im Asphalt unserer Wohnsiedlung nähere

Bekanntschaft geschlossen. 30 Jahre später

stehe ich beim Training des Bremer Rollerderby-Vereins

Meatgrinders erneut auf acht

Rollen. Ein Selbstversuch.

Ein greller Pfiff, dann sprintet die Fahrerin

los. Weit kommt sie jedoch nicht, zwei Blockerinnen

verstellen ihr in den Weg, Hüften

und Schultern drängeln bis es kracht.

Die Trainerin pfeift ein zweites Mal, blitzschnell

entwirrt sich das Knäuel und das

Manöver beginnt von Neuem. Drehe ich

zwar am Osterdeich und Werdersee gern

ab und zu meine Runde auf Rollschuhen

und fühle mich dabei einigermaßen sicher,

so bin ich beim Anblick der Fortgeschrittenen

Spielerinnen trotzdem aufgeregt, als

ich mir in der Halle an der Grazer Straße die

Skates schnüre. Was für eine Energie!

Mut zur Nähe

Während die Fortgeschrittenen bereits

trainieren, hantiere ich noch mit der

Schutzkleidung herum. „Du hast deine

Handgelenkschützer falsch rum an“, sagt

Anne, die Trainerin der Anfängerinnengruppe,

und prüft skeptisch meine restliche

Ausrüstung. Helm, Knie- und Ellenbogenschoner

sitzen und die Rollschuhe habe

ich zum Glück richtig herum angezogen.

Immerhin. Dann geht es auf den Track, ein

ovales Spielfeld von etwa 27 mal 17 Metern.

Wir bilden eine Kette, fahren hintereinander

her. Die hinterste Spielerin überholt

im Slalom und arbeitet sich vor. „Ihr könnt

ruhig an den Hüften eurer Vorderfrau zupacken,

um Schwung zu holen“, ermuntert

uns die Trainerin. Zimperlich geht es hier

also nicht zu und Mut zur Nähe ist von Vorteil.

Wer gerade erst mit dem Roller Derby

begonnen hat, scheut sich zuzupacken, das

ist spürbar – auch für mich ist der Körperkontakt

ungewohnt.

Auch darum geht es: Geschlechterrollen

umzudefinieren. Frauen eine Sportart

anzubieten, die rasant ist, die sie aus ihrer

Wohlfühlzone holt und bei der sie ihre starke

Seite entwickeln. Dreimal pro Woche

30

Redakteurin Kristina Wiede (rechtes Bild) im Selbstversuch: Beim Training der Nachwuchsspielerinnen stehen diesmal Bremsübungen und die Stärkung der Rumpfmuskulatur

auf dem Programm. Der Vollkontaktsport auf Rollschuhen erfordert Fahrtechnik, Fitness und Mut zur Nähe.


AUSSERGEWÖHNLICHE SPORTARTEN

„Ein bestimmter Typ“

Sylvia Träris im Kurzinterview

In Aktion: Das Blocken ist ein zentraler Bestandteil des Spiels.

trainieren die Meatgrinders, seit 2013

ist der Verein Mitglied im Landessportbund

Bremen. Zum festen Team

zählen unter anderem Bombina, Bioshock

und Clitbull, so ihre Derby-Namen.

„Die Namen gehören zur Show, es

sind Kampfansagen“, sagt Roxy Nyda,

die eigentlich Sylvia Träris heißt, und

sich als Erste Vereinsvorsitzende um

die Geschicke des Vereins kümmert.

Vom Showbizz zum

Breitensport

Roller Derby wird in Nordamerika seit

den 1930ern gespielt. In Deutschland

sind die ersten Teams ab 2006 mit einer

klaren Botschaft auf den Plan getreten:

Frauensport darf derbe sein. Mittlerweile

gibt es bundesweit mehr als 50

Teams, die sich zunehmend professionalisieren.

Seit 2010 wird die Deutsche

Meisterschaft ausgetragen, die erste

Rollerderby-WM fand 2011 statt, die

Deutsche Roller-Derby-Bundesliga

formierte sich 2015.

Sicherheit geht vor

Vom Kräftemessen bei Wettkämpfen ist

unsere Anfängerinnengruppe noch weit

entfernt. Wer im Spiel an den Start gehen

will, muss vorher einen Test bestehen.

Er prüft ein Minimum an Fahrvermögen

und Sicherheitsstandards ab. Um die

Anfängerinnen auf diese Prüfung vorzubereiten,

üben wir nach dem Slalomfahren

das Blocken in Zweierteams. In

der Praxis bedeutet dies: Wir schieben

uns gegenseitig von einem Hallenende

zum anderen. „Das trainiert die Po- und

Beinmuskulatur“, weiß Anne – und meine

besagten Muskelpartien stimmen zu.

Zehn Neulinge, die Anne „Fresh Meat“

(Frischfleisch) nennt, stärken im Anschluss

ihre Rumpfmuskulatur. Wer sich

ins körperbetonte Spiel wagt, soll gut

vorbereitet sein.

Die Regeln in Kürze

Zwei Teams mit jeweils fünf Skaterinnen

treffen bei einem Spiel aufeinander.

Eine von ihnen wird als sprintende

Jammerin bestimmt, die restlichen

vier bilden das Pack und blocken. Ziel

der Jammerin ist es, das gegnerische

Team zu überholen und so Punkte für

das eigene Team zu holen. Blocken ist

mit Einsatz des Rumpfs erlaubt, um die

konkurrierende Jammerin am Durchkommen

zu hindern. Hat die Sprinterin

zweimal die gegnerische Mauer durchbrochen,

erhält das Team für jede überholte

Gegnerin einen Punkt.

Das Spiel hat jedoch etliche weitere

Facetten: Rund 70 Seiten umfasst

das offizielle Regelwerk. Bei Verstößen

wie Schubsen und Ellenbogen-Checks

muss die Fahrerin für 30 Sekunden auf

die Strafbank. Platzverweise und Platzwunden

kommen vor, schwere Verletzungen

sind jedoch laut Statistik seltener

als beim Fußball.

Auch mein 90-minütiges Probetraining

hinterlässt Spuren. An die

kräftezehrenden Übungen und die

Frauenpower soll mich während der

kommenden Tage ein heftiger Muskelkater

erinnern. (KW)

Termine der Meatgrinders:

Sommerfest: 3. August im Rollsportstadion.

Das nächste Heimspiel: 23. November,

der Austragungsort stand bei Redaktionsschluss

noch nicht fest.

Weitere Infos:www.meatgrinders.de.

Wie kamen Sie zum Rollerderby?

Durch Zufall habe ich einen Bericht in die Hand

bekommen – das muss Anfang der 2000er Jahre

gewesen sein. Damals hatte sich in Stuttgart

gerade das erste deutsche Team gegründet.

Dann habe ich mir eine

Dokumentation über

texanische Rollerderby

Girls auf DVD bestellt.

Damals war das Ganze

ein riesiges Spektakel

mit kommerziellem

Showcharakter. Gespielt

wurde auf abgeschrägten

Bahnen, so wie beim

Sechs-Tage-Rennen.

Diese Bahnen sind aber

sehr teuer und daher

selten. Heute ist das

massenkompatibele Flat

Track Derby angesagt.

„Roxy Nyda“ (sprich:

Wie wurden Sie Teil der Rock sie nieder) lautet

Meatgrinders Bremen? der Derby-Name der

Die Meatgrinders haben

sich 2008 gegrünzenden

Sylvia Träris.

Ersten Vereinsvorsitdet,

2009 wurden sie als

Verein eingetragen. Damals war ich noch in

Bayreuth. Seit meiner Rückkehr nach Bremen

im Jahr 2011 bin ich im Team und seit 7 Jahren

als Erste Vereinsvorsitzende.

Was hat sich seitdem verändert?

Damals war der Sport eher ein Szeneding.

Die Anfangsimpulse kamen aus der Alternative-

und Punk-Ecke. Es ging darum, einen

von Frauen dominierten Sport zu etablieren

und ein aggressives Image zu pflegen. Das hat

einen bestimmten Typ Frauen angesprochen,

was sich auch in der Namensgebung der Meatgrinders

widerspiegelte. Blutrünstige Namen

gibt es heute immer noch, aber genauso gern

wählen die Spielerinnen heute Referenzen auf

starke Frauen aus Kunst und Wissenschaft.

Heute überwiegt der sportliche Charakter.

Wo steht das Team heute?

Die Meatgrinders haben sich Schritt für Schritt

professionalisiert. Zwar spielen wir nur in der

dritten Bundesliga, aber mit etwa 30 aktiven

Vereinsmitgliedern sind wir ganz gut aufgestellt.

Darunter sind auch einige Officials, die

sich während des Spiels um Punktzahlen und

Strafen kümmern und als Schiedsrichter fungieren.

Dieser Part ist beim Roller Derby sehr

arbeitsintensiv, aber genauso wichtig, wie das

aktive Spiel. (KW)

Foto: Meatgrinders Bremen e.V.

31


GESUNDHEIT

Auf zur Venus 2019

Solidaritätsläufe zugunsten krebskranker Menschen

Der Benefizlauf im Bürgerpark wird von Marie Rösler (rechtes Bild) organisiert.

Fotos: C. Kuhaupt

Die Vorbereitungen laufen bereits auf

Hochtouren und erste Teams haben sich

bereits angemeldet. Im September finden

die Solidaritätsläufe „Auf zur Venus“ zugunsten

von Bewegungsangeboten für Menschen mit

und nach Krebserkrankungen statt. Die Bremer

Krebsgesellschaft e. V. veranstaltet den Bremer

Venuslauf gemeinsam mit dem Landessportbund

und den Bremer Krebs-Selbsthilfegruppen.

In Bremerhaven ist der Lauf eine Kooperationsveranstaltung

des Turnkreises und des GTV Bremerhaven

mit dem Verein Leben mit Krebs.

Der Bremer Venuslauf findet in diesem Jahr

zum 19. Mal statt. 2018 drehten 3177 Bremerinnen

und Bremer ihre Runden zu Fuß oder per

Fahrrad im Bürgerpark, ruderten oder paddelten

auf der Weser und legten sich beim ersten

„Crown Mountain Survival“ des ATS Buntentor

oder auf dem Golfplatz Bremer Schweiz für die

gute Sache ins Zeug. Bremer Unternehmen und

engagierte Bürger wandelten jeden zurückgelegten

Kilometer in bares Geld um. „Dieses Engagement

in der ganzen Stadt erhoffen wir uns

auch für die 19. Auflage des Venuslaufs“, so Marie

Rösler, Leiterin der Krebsberatungsstellen der

Bremer Krebsgesellschaft und Organisatorin der

Veranstaltung. Alle Bremer Sportvereine, Unternehmen

und Organisationen sind herzlich eingeladen,

sich mit ihren Teams an der Benefizveranstaltung

zu beteiligen. Einzelpersonen können

sich vor Ort für den Venuslauf anmelden.

Die Teilnahme dient einem guten und wichtigen

Zweck. Denn die Bremer Krebsgesellschaft

finanziert von dem Erlös des Venuslaufs

Aus- und Fortbildungen für Übungsleiterinnen

im Krebs-Rehasport, fördert den Aufbau neuer

Rehasport-Gruppen in den Vereinen und sorgt

mit ihrer Krebssport-Lotsin dafür, dass krebsbetroffene

Menschen den Weg dorthin finden.

Venusläufe 2019: 22. September (Bremen) und

8. September (Bremerhaven)

Anmeldung unter: www.krebs-bremen.de/index.php/

venuslauf/team-anmeldung.

Sport gegen

Krebs

„Sport ist so wichtig wie ein Medikament.“

Dr. Christoph Sick,

Krebsspezialist und Mitglied der

Arbeitsgruppe Krebs und Sport

des Landessportbundes, bringt

es auf den Punkt. Studien zeigen

eindrucksvoll den positiven Einfluss

von körperlicher Aktivität:

Ausreichend Bewegung unterstützt

den Genesungsprozess

und wirkt sich positiv auf den

weiteren Krankheitsverlauf und

die Lebensqualität von Krebspatienten

aus. Durch körperliche

Aktivität lassen sich Nebenwirkungen

von Krebstherapien

reduzieren, der Kopf wird frei

und die körperliche Leistungsfähigkeit

bessert sich. Studien

deuten sogar darauf hin, dass

erhöhte körperliche Aktivität

das Rückfallrisiko senken kann.

Diese Fakten unterstreichen

eindrucksvoll den Wert des Reha-Sports

für krebsbetroffene

Menschen. Es lohnt sich also, am

8. September in Bremerhaven

und am 22. September in Bremen

dabei zu sein, wenn es heißt

„Auf zur Venus 2019!“

Weitere Informationen unter

www.bremerkrebsgesellschaft.de

oder Telefon 0421-491 92 22.

AMBULANT. NICHT OPERATIV. SPORTMEDIZIN. ORTHOPÄDIE. KARDIOLOGIE.

Schmerzende Gelenke, Muskeln, Sehnen? Steifer Nacken? Hexenschuss?

Dr. Dimanski und sein Team! – Über 30 Jahre Erfahrung in Leistungssport und Praxis.

Chronischer Schmerz, Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, Raucher? Erwerbsfähigkeit bedroht?

RehaZentrum Bremen! – Über 30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Rehabilitation.

32

RehaZentrum Bremen GmbH | Senator-Weßling-Straße 1 | 28277 Bremen | Tel. +49 (0) 421 / 80 60 6 -3 | Fax +49 (0) 421 / 80 60 6 -459

info@rehazentrum-bremen.de | www.rehazentrum-bremen.de


SPORTMEDIZIN

„Das Tempo ist entscheidend“

Was Sportanfänger wissen sollten: Dr. Götz Dimanski vom RehaZentrum im Interview

Sport ist gesundheitsfördernd, birgt aber auch Risiken. Je nach

Sportart stellt Bewegung ganz unterschiedliche Ansprüche

an den Körper, derer sich insbesondere Anfänger gewahr sein

sollten. Worauf ist zu achten und wer liefert verlässliche Informationen?

Dr. Götz Dimanski, Ärztlicher Geschäftsführer des

RehaZentrum Bremen, klärt auf.

„Sport ist Mord“ oder „Bewegung ist die

beste Medizin“?

Dr. Götz Dimanski: „Sport ist Mord“ ist im

übertragenden Sinne gemeint. Unfälle können

im Sport zwar vorkommen, denn es bestehen

je nach Sportart durchaus erhebliche

Verletzungsgefahren. Mit Bedacht und in

einem angemessenen Umfang ausgeführt

ist Bewegung aber definitiv gesundheitsfördernd.

Wer sich einer neuen Sportart

widmen möchte, sollte sich im Vorfeld über

Risiken informieren, um Gefahren zu minimieren.

Darauf kommt es an.

Wo informiere ich mich richtig?

Das kann der Hausarzt, Orthopäde, Kardiologe

sein oder im jungen Alter auch der

Kinderarzt. Ideal sind Ärzte, die eine sportmedizinische

Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen

haben.

Welche Ärzte haben diese Qualifikation?

Die kann grundsätzlich jeder Mediziner erwerben,

unabhängig von der Fachrichtung.

Was untersucht der Arzt?

Er kann eine sportmedizinische Untersuchung

anstellen oder andere Methoden

anwenden. Je nach Sportart sind die Anforderungen

an den Körper unterschiedlich.

Boxen erfordert andere körperliche Voraussetzungen

als Rhythmische Sportgymnastik

– da muss man auf ganz unterschiedliche

Dinge achten, bevor es losgeht.

Wie dosiere ich den Umfang an sportlicher

Betätigung angemessen?

Das hängt zunächst von der Motivation ab.

Warum mache ich Sport? Ist das Ziel, gesund

zu werden? Oder möchte ich den Körper fit

halten, ihn formen, oder die eigene Leistung

steigern? Wieder andere genießen das Gemeinschaftsgefühl

beim Sport. Bei der passenden

Dosierung kann auch der Arzt beratend

zur Seite stehen.

Wie entscheidend ist das Alter für das Erlernen

einer neuen Sportart?

Jungen Menschen fällt es generell viel leichter,

neue Bewegungsabläufe zu erlernen und

sie haben einen deutlich höheren Bewegungsdrang.

Wichtig ist generell, dass die

Sportart möglichst unterschiedliche Fähigkeiten

trainiert. Trainiert werden sollten die

Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination.

Unbedingt ist darauf zu achten, nicht zu

hohe Ansprüche an den eigenen Körper zu

stellen – das Tempo ist entscheidend!

Was bedeutet das konkret?

Man sollte dem Körper viel Zeit gönnen, um

sich an die neue Belastung zu gewöhnen.

Reißerischen Versprechen in Zeitschriften

wie „in drei Monaten zum Marathon“ sind

skeptisch zu betrachten. Selbst wenn Anfänger

diese Distanz bewältigen, zahlen sie

dafür einen hohen Preis.

Was passiert im Körper, wenn ich ihn „von

null auf hundert“ bringe?

Der Punkt ist: In Bezug auf die Muskulatur,

Herz-Kreislauf-Leistung, Atmung zeigen

sich im Training recht schnell Fortschritte.

Andere Strukturen des Körpers hingegen

entwickeln sich recht langsam. Auch die

Sehnen, Knochen und Knorpel müssen sich

erst an die neuen Belastung anpassen, sonst

bestehen erhebliche Verletzungsgefahren.

Welche sind das?

Bleiben wir beim Beispiel Marathon: Die

zu schnelle Leistungssteigerung setzt gravierende

degenerative Prozesse in Gang:

Arthrosen im Hüftgelenk, Kniegelenk und

Sprunggelenk können der Preis sein, den der

übermotivierte Sportler zahlt.

Spielt das Internet in diesem Zusammenhang

als unzuverlässiger Ratgeber eine Rolle?

Ja, das Internet stellt sowohl verführerische

Informationen als auch verlässliche bereit,

die der Laie aber nur schwer unterscheiden

kann. Auch versteckte Werbebotschaften,

etwa für Nahrungsergänzungsmittel, stellen

ein Problem dar, wenn sie Gesundheit versprechen.

Zur Person

Dr. Götz Dimanski erlangte 1989

den Facharzt für Sportmedizin. 1991

kam er von Leipzig nach Bremen, wo

er 23 Jahre Werder Bremens Fußballer

als Mannschaftsarzt betreute.

Heute führt er die Geschäfte des RehaZentrum

Bremen und praktiziert

dort als Chefarzt der Abteilung für

Sportmedizin und Physiotherapie.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen

im Bereich der nichtoperativen

Diagnostik sowie der Therapie von

Erkrankungen und Verletzungen des

gesamten Bewegungsapparats. In seiner

Freizeit dreht der frühere Leichtathlet

im Bürgerpark seine Runden

auf der Finnbahn.

Was halten Sie von solchen Produkten?

Davon rate ich dringend ab! Auch die großen

Sportverbände warnen vor ihrem Gebrauch.

Anders als Medikamente sind Nahrungsergänzungsmittel

keinen Qualitätsanforderungen

unterworfen. Untersuchungen

zeigen: Oft sind diese Präparate mit Schwermetallen

verunreinigt, die zu chronischen

Vergiftungen führen können. Auch die Zufuhr

von Magnesium kann fatale Auswirkungen

haben, da es im Verdauungstrakt

mit Eisen um die Aufnahme wetteifert.

Chronischer Eisenmangel kann die Folge

sein. Während die positiven Auswirkung

überhaupt nicht erwiesen sind, wurden die

negativen vielfach belegt. Mein Fazit lautet

also: Finger weg von Nahrungsergänzungsmitteln!

Das Interview führte Kristina Wiede.

Foto: RehaZentrum

33


GESUNDHEIT

Karate gegen Parkinson

GTV Bremerhaven: Training unter ärztlicher Aufsicht und mit Karatetrainer

Seit einem Jahr gibt es in der Karate-Abteilung

des GTV Bremerhaven

die Gruppe „Karate gegen Parkinson“.

Ins Leben gerufen haben die Initiative der

Chefarzt für Geriatrie des Klinikums Reinkenheide,

Dr. Helmut Ackermann, und

GTV-Karatetrainer Manfred Schramm.

Vorbild für das Gesundheitsangebot

war eine Studie der Uni Regensburg in Zusammenarbeit

mit dem Deutschen Karateverband.

Die durchaus positiven Untersuchungsergebnisse

waren Motivation und Anlass

es in Bremerhaven gleich zu tun! So finden

jeden Donnerstag regelmäßig Trainingsabende

für Parkinson-Betroffene statt. Alle

Übungsstunden finden unter medizinischer

Aufsicht von Dr. Ackermann und Dr. Holger

Honig, Neurologiearzt des Klinikums Reinkenheide,

sowie den Karatetrainern Uli

Hillebrand und Manfred Schramm.

Die Erfolge für die Patienten sind

durchaus positiv zu beurteilen: Stehvermögen,

Gleichgewichtssinn, Koordinationsfähigkeiten

der Teilnehmer wurden deutlich

verbessert. Zudem hilft die gute Stimmung

gegen Depression.

Foto: Schramm

34

Bloß nicht

stolpern

In der Lauf- und Wandersaison

gut auf die Füße achten

Von Frühling bis Herbst ist Hochsaison

für Läufer, Walker und Wanderer. Doch

fast jeder, den der Bewegungsdrang ins

Freie treibt, kennt das: Eine Wurzel auf

dem Waldweg, ein wegrutschender Stein

auf dem Bergpfad, und schon knickt das

Sprunggelenk schmerzhaft um. Dabei werden

Bänder und Gelenkkapsel oft so stark

gedehnt, dass es zu einer Verstauchung,

einer sogenannten Distorsion, kommt, bei

der Schäden und Risse im Gewebe entstehen.

Stechende Schmerzen schießen dann

durch den Knöchel, er schwillt an, wird

„blau“ und man kann nicht mehr richtig

auftreten.

Damit das gar nicht erst passiert, heißt

es: aufgepasst. Beim Laufen oder Wandern

in schwierigem Gelände sollte der Blick

auf den Boden gerichtet sein. Zum Genie-

ßen einer Aussicht oder für den Blick aufs

Smartphone immer anhalten. Wichtig ist

auch das für die jeweilige Aktivität passende

Schuhwerk, das dem Fuß guten Halt

geben und eine rutschsichere Sohle aufweisen

sollte. Aufwärm- und Dehnübungen

vor dem Start sind ebenfalls nützlich

– zu großer Ehrgeiz dagegen nicht, denn Erschöpfung

schwächt die Konzentration und

macht Fehltritte wahrscheinlicher.

Ist man trotz aller Vorsicht umgeknickt,

sollte möglichst sofort die PECH-Regel angewendet

werden: Pause machen (P), das

Sprunggelenk kühlen (E wie Eis), einen

leichten Druckverband anlegen (C wie

Compression) und den Fuß hochlegen (H).

Gerade Wanderer, die sich weitab von Ortschaften

bewegen, sollten dafür immer eine

Notfallapotheke mit Bandagen im Rucksack

haben. (DJD)

Foto: djd/Traumeel/Getty


Bremer Geschichte

GESUNDHEIT

auf der Spur!

132 Seiten

6,90 €

Die neue Magazin-Reihe

des WESER-KURIER

> WK|Geschichte erscheint ab sofort regelmäßig zu besonderen

Bremer Ereignissen und Themen.

> Den Auftakt bildet das Magazin zur 120-jährigen Geschichte

von Werder Bremen.

> Von der Idee einiger Oberschüler über den Europapokalsieg

bis hin zum Lebensgefühl einer ganzen Region.

Pressehaus Bremen und

regionale Zeitungshäuser

weser-kurier.de/shop

04 21 / 36 71 66 16

Zeitschriftenhandel

Auch als In-App-Kauf in der E-Paper-App

erhältlich. Versandkosten 1,95 € (ab 30 €

Bestellwert versandkostenfrei). Angebot

solange der Vorrat reicht.

35


BILDUNG

Auszug aus den

Fortbildungen

des LSB-

Bildungswerks

23.06.2019 | Bremerhaven

Sport trifft Pubertät –

Was nun?

Sport als Ausgleich zum Lernstress. Sport als Rückhalt – der Teenager

fühlt sich aufgenommen und wohl. Der Trainer – mehr als nur

Trainer, sondern auch Berater und Zuhörer?

Wie schaffe ich es als Übungsleiter, Jugendliche zu motivieren, weiter

zum Sport zu gehen und nicht nur auf der Couch zu chillen?

Körperlicher Sport contra Konsolensport. Zusammenarbeit zwischen

Eltern, Teenager und Trainer – eine neue Herausforderung?

25.06.2019 | Bremen

ARAG Sportversicherung

Kennen Sie den Umfang Ihrer Leistungen? Nein?

Kein Problem. Wir bieten Ihnen in Kooperation mit der ARAG

speziell zu diesem Thema eine Fortbildung an.

Erfahren Sie mehr über die Bereiche der Sportversicherung:

XX

Unfall

XX

Haftpflicht

XX

Vertrauensschaden

XX

Rechtschutz

Die Sicherheit Ihrer Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Sportler und

Vorstandsmitglieder, sowie die Absicherung Ihrer Sportanlagen

und Sportgeräte stehen im Mittelpunkt dieser Fortbildung.

Auch Ihre Fragen sind herzlich willkommen!

27.07.2019 – 28.07.2019 | Bremen

Einführung in das

Herz-Qigong

Das Herz-Qigong ist eine Methode des medizinischen Qigong. Es

hat sowohl vorbeugende als auch therapeutische Wirkung gegen

die für unsere Zeit typischen Zivilisationskrankheiten, z. B. des

Herz-Kreislauf-Systems.

Die Übungsfolge besteht aus acht sanften, leicht zu erlernenden

Einheiten, in denen besonderer Wert gelegt wird auf das Zusammenwirken

von Bewegung und Atmung, innerer und äußerer Haltung,

Entspannung des Körpers und Beruhigung des Geistes.

07.09.2019 | Bremen

Steuerliche und finanzielle

Risiken im Verein

Wiederholung der Grundlagen sowie Aufbau und Erweiterung:

XX

Kassenführung

XX

interne und externe Rechnungslegung

XX

Muster für Haushaltsplanungen

XX

steuerliche Risiken im Verein

Foto: Fotolia

INFORMATION UND BERATUNG

Landessportbund Bremen – Abteilung Bildung und Sportentwicklung

Telefon: 0421-7 92 87 17/36

E-Mail: bildungswerk@lsb-bremen.de

Eine Übersicht mit allen Fortbildungen des LSB-Bildungswerks gibt es online unter

www.lsb-bremen.de/bildung.aspx?id=567747. Dort ist auch die Anmeldung möglich.

36


Einradfahren mit Schläger und Ball

Wir stellen vor: Die Co-Trainerinnen im Einradhockey Alina Glinski und Lena Brückner

In dieser Rubrik präsentiert

der Ausschuss Frauen und

Gleichstellung des Landessportbundes

Bremen Frauen,

die in ihrem Sportverein

ehrenamtlich aktiv sind und

oftmals unbemerkt von der

Öffentlichkeit wertvolle

Arbeit leisten.


FRAUENPOWER IM SPORT

Im Straßenverkehr streng verboten – für

Alina und Lena ist freihändig Fahrrad

fahren Hobby, und das auf einem einzigen

Rad, dazu noch mit Schläger und Ball: Die

beiden spielen Einradhockey. Inzwischen

haben sie schon einige Erfahrungen im Turnverein

Lilienthal von 1862 sammeln können.

Da ergibt es sich, dass man bei plötzlichem

Ausfall des Trainers gebeten wird, die Anleitung

der Jüngeren mit zu übernehmen.

Als Alina Glinski und Lena Brückner

gefragt wurden, ob sie regelmäßig als

Co-Trainerin an der Ausbildung des jungen

Nachwuchs mitwirken wollen, war für

beide klar: Schule bzw. Ausbildung geht

vor. Jede Woche Training betreuen, und das

zusätzlich zum eigenen Sport, wird zu viel.

Also teilen sich die beiden die Aufgabe im

wöchentlichen Wechsel. Im Internet stehen

sie als Team bei den drei Angeboten Einradfahren

für Anfänger, für Fortgeschrittene

sowie Einradhockey für Kinder und

Jugendliche.

Der Trainer hat eine entsprechende

Ausbildung und Lizenz und trägt die

Hauptverantwortung. Wenn er jemanden

zur Co-Trainerin ernennt, dann ist er sicher,

dass diejenige dieser Aufgabe auch

gewachsen ist. So empfinden Lena und Alina

Wertschätzung für ihre Arbeit. Lena will

Erzieherin werden. Da passen Ehrenamt

und Beruf perfekt zusammen. Sie bringt aus

ihrer Ausbildung inklusive Berufspraktika

und Auslandsaufenthalt vielfältige Kompetenzen

mit. Umgekehrt kann sie aus der

Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen

im Sport Erfahrungen für ihren Beruf mitnehmen.

Lena ist sportbegeistert von klein

auf, hat schon diverse Sportarten ausprobiert.

Beim Einrad ist sie jetzt seit elf Jahren

dabei. Es macht ihr Spaß anzuleiten, sie

arbeitet gerne mit den Kindern und freut

sich mit ihnen, wenn sie Erfolgserlebnisse

haben.

Alina hat sich erst mit dem Einradfahren

als Sportlerin entdeckt. Das ist aber

auch schon zehn Jahre her. Jetzt steht sie

kurz vor dem Abitur und hat vor ihrem

Auslandsjahr schon einmal als Co-Trainerin

gearbeitet. Der Freitag als Trainingstag

passt perfekt, die Schule endet ohne Nachmittagsunterricht

früher. Alina hat selbst

auf die gleiche Weise von jungen Trainerinnen

Einradfahren gelernt und möchte diese

Erfahrung weitergeben. Sie kann Tipps geben

und ist nah dran an den Kindern.

Zwei Ansprechpersonen

bringen Abwechslung

Lena und Alina sind sich einig im Konzept,

ermuntern und motivieren, nehmen die

Vorschläge und Ideen der Kinder auf. Sie

erwarten von ihnen aber auch ein gewisses

Wollen und Bemühen. Sie geben Hilfestellung

bei den ersten Versuchen freihändig zu

fahren. Im wöchentlichen Training werden

zum Aufwärmen ein paar Runden gefahren.

Dann gibt es Techniktraining, Pässe

spielen, Tore schießen – locker anfangen

und am Ende immer ein Spiel. Dass dabei

jemand vom Einrad fällt, kommt schon mal

vor. Glücklicherweise hat es bisher höchstens

blaue Flecke gegeben, und die eher von

den Hockeybällen als von Stürzen. Dann ist

Beruhigen, Trösten, Kühlen angesagt. Dass

nicht mehr passiert, darum sorgen sich die

beiden und ihr Trainer natürlich sehr.

Die Kinder finden die verschiedenen

Ansprechpersonen gut und genießen die

Abwechslung. Im Verein ist das Engagement

von Lena und Alina sehr willkommen.

Sie kümmern sich selbstständig um das

Training und um Belange ihrer Abteilung

wie z. B. die Organisation der Weihnachtsfeier.

So tragen sie zur Außenwirkung des

Vereins bei und gestalten einen Teil des

Vereinslebens mit.

Der zeitliche Aspekt spielt für sie eine

entscheidende Rolle, daher finden sie Teilen

super. Die Arbeit als Co-Trainerin ist

eine gute Möglichkeit sich ausprobieren

und zu gucken, ob das etwas für einen ist.

Wenn man selbst Spaß am Sport hat, dann

färbt das auch auf die Kinder ab. Man lernt

selbstbewusstes Auftreten, sich etwas trauen

und auch den Kindern Grenzen setzen.

(INGE VOIGT-KÖHLER)

Sie kennen auch eine Frau, die für ihren Sportverein

aktiv ist? Dann schicken sie uns gerne

eine Mail an bildungswerk@lsb-bremen.de.

Foto: Privat

37


Foto: LKV

38

AUS DEN VEREINEN

Zuwachs für Bremer Flotte

Neues Einsatzboot für die DLRG: Starke Maschine begünstigt schnellen Einsatz

Ende April wurde dem Landesverband

Bremen der DLRG durch den Innensenator

Ulrich Mäurer das ehemalige

Polizeiboot Bremen 15 übergeben. Die Bremen

15 ist vielen Wassersportlern bestens

bekannt, da sie in ihrer Zeit als Polizeiboot

hauptsächlich für die Überwachung der

Sportschifffahrt eingesetzt wurde. Mit einer

Restrukturierung der Wasserschutzpolizei

des Landes fiel diese Aufgabe weg und für

die Bremen 15 gab es als Polizeiboot keine

Verwendung mehr.

„Das Boot wird schon diese Saison im

Bremer Wasserrettungsdienst eingesetzt“,

berichtet DLRG-Landesverbandspräsident

Martin Reincke. Nach einer Überholung

durch ehrenamtliche DLRG-Techniker ist

das 300 PS starke Boot optimal für diese Aufgabe

gerüstet. „Die Bremen 15 ist das größte

Rettungsboot der Bremer Flotte und wird

neben dem regulären Streifendienst auch

Großveranstaltungen auf und an der Weser

sichern.“ so Reincke. Die starke Maschine

Ein buntes Kanu-Event für Paddel-Interessierte

und aktive Paddler hat der Landes-Kanu-Verband

(LKV) Bremen Ende

Mai am Werdersee organisiert. Viele Bremerinnen

und Bremer nutzten die Gelegenheit,

sich über den vielseitigen Wassersport

Paddeln zu informieren. Beim

Informationsstand des LKV, in dem 33

Bremer und Bremerhavener Vereine mit 14

Kanu-Disziplinen organisiert sind, holten

sich Hunderte Interessierter Informationen

über das Paddeln allgemein und über

die verschiedenen Sparten des Kanusports

wie Drachenboot, Auslegerkanu, Kanupolo,

Kanurennsport, Stand up Paddling (SUP),

Surfski oder Kanuslalom.

des neuen Motorrettungsbootes sorgt für

eine schnelle Anfahrt der Einsatzstelle und

eignet sich zum Sichern und Schleppen von

manövrierunfähigen Wasserfahrzeugen. Im

Katastrophenschutz, bspw. bei Hochwasserlagen,

ist die Bremen 15 ebenfalls ein ideales

Einsatzmittel auf der Weser.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen

DLRG, Feuerwehr und Polizei ist in der

Feuerprobe auf dem Wasser

Erstes Bremer Kanu-Testival verzeichnet hunderte Besucher

Neben der Theorie interessierte vor allem

auch die Praxis. Über 200 Mutige testeten

verschiedenste Bootstypen. Bremer

Vereine des LKV sowie Hersteller von Kanus

hatten dafür gesorgt, dass Bootsmaterial

zum Probepaddeln zur Verfügung stand.

Ein Höhepunkt war ein Drachenbootrennen,

bei dem die Bootstester, lautstark

angefeuert, ihr Bestes gaben. „Dieses erste

Bremer Kanu-Testival wird nicht das letzte

bleiben.“, so Norbert Köhler, der Präsident

des Landes-Kanu-Verbandes Bremen. „Wir

sind sehr zufrieden mit dem Spektrum der

Aussteller und freuen uns, dass sich so viele

Bremer Kanu-Vereine beim Kanu-Testival

engagiert haben.“

Wasser-Rettung nicht mehr wegzudenken.

Die DLRG ist in der Stadtgemeinde Bremen

ganztägig mit zwei Tauchgruppen inklusive

Rettungsbooten in den Rettungsdienst

eingebunden, die acht Bremer Badeseen

werden durch Ehrenamtliche der DLRG gesichert

und ein DLRG-Rettungsboot kann

im Ernstfall auch durch Beamte der Berufsfeuerwehr

besetzt werden.

Neuer Hallenboden

SG Arbergen-Mahndorf

Nach fast 40 Jahren hat er ausgedient: Der

alte und massenhaft geflickte Boden in der

Halle Heisiusstraße wurde ausgetauscht.

War das Projekt ursprünglich mit über

100.000 Euro veranschlagt, konnte durch

die erfolgreiche Akquisition von Fördergeldern

der Eigenanteil des Vereins auf unter

20.000 Euro gesenkt werden. Dieser Betrag

kann durch die Instandsetzungsumlage für

das Jahr 2019 gedeckt werden und belastet

nicht den laufenden Sportbetrieb. „Ein herzliches

‚Dankeschön‘ gilt Sportdeputation

der Bremischen Bürgerschaft, dem Landessportbund,

dem Sportamt sowie dem Beirat

Hemelingen“, sagt der Vereinsvorstandsvorsitzende

Mike Bleyer. Verlegt wurde ein

hochmoderner Schwingboden der Firma

„Gerflor“. Mit diesem Spitzen-Produkt hoffen

die Vereinsmitglieder auf die nächsten

40 Jahre Ruhe vor einer erneuten Sanierung.

Foto: SG Arbergen Mahndorf Foto: DLRG


Foto: werder.de

Mit Geschmeidigkeit und Eleganz

Balletttraining für Kinder bei Bremen 1860

Noch klappt es nicht ganz so gut. Die Beine gehorchen

noch nicht wirklich, die Füße drehen sich

immer wieder dorthin, wo sie nicht hin sollen. Aller

Anfang ist schwer, erst recht wenn diejenigen,

denen die Beine und Füße gehören, erst vier Jahre

alt sind. Doch mit Ballett fängt man am besten früh

an. Bei Bremen 1860 geht das ab drei Jahre. Die beiden

Trainerinnen Sophia Ernst und Alina Robbers

haben selbst mit fünf Jahren mit dem Balletttanzen

begonnen. Immer montags führen sie nun die

nächste Generation in ihre Passion ein..

Alina Robbers (17) und Sophia Ernst (16) entdeckten

im Kindergarten ihre Leidenschaft für das

Tanzen und meldeten sich gemeinsam bei einem

Verein an, wo sie sieben Jahre lang neben klassischem

Ballett auch kreativ getanzt haben. Mit zwölf

Jahren wechselten sie zu Jazz Modern und tanzten

das lange Zeit beim Grün-Gold-Club. Als ihre Trainerin Eileen Larm Ende 2017 zu Bremen

1860 wechselte, folgten sie ihr. Als eine Nachfolgerin für die scheidende Balletttrainerin

des Vereins gesucht wurde, wurden Alina Robbers und Sophia Ernst angesprochen. Lange

überlegen mussten sie nicht. „Meine Trainerin war ein großes Vorbild für mich“, sagt Sophia

Ernst. Jetzt wolle sie etwas zurückgeben und ihrerseits zum Vorbild werden.

Jeweils montags: Fünf- bis Siebenjährige trainieren von 16.15 bis 17.15 Uhr und Drei- und Vierjährige

von 17.15 bis 18 Uhr in den Hallen im Baumschulenweg 8-10. Infos unter Telefon 21 1860

oder E-Mail info@bremen1860.de.

2. Frauen ist Regionalligameister

SV Werder Bremen bezwingt VfL Jesteburg

Die 2. Frauen des SV Werder Bremen sichert

sich die Meisterschaft in der Frauen-Regionalliga

Nord. Am letzten Spieltag

reichte ein 1:1 beim Vf L Jesteburg, um den

Titel zu gewinnen. Den Ausgleichstreffer

für das Team von Trainer Sven Gudegast erzielte

Julia Suderburg für den SVW.

„Wir freuen uns sehr für die Mannschaft

und das Trainer- und Funktionsteam, gerade

weil alle in dieser Serie ihre Rolle im

Schattendasein des ersten Teams mit einer


Foto: 1860

hohen Kompromissbereitschaft und Professionalität

umgesetzt haben“, sagt Birte

Brüggemann, Abteilungsleiterin Frauenund

Mädchenfußball.

Die 2. Frauen holte in der Spielzeit

2018/2019 44 Zähler in der Frauen-Regionalliga

Nord. Neben 13 Siegen holte das

Team von Trainer Sven Gudegast fünf Unentschieden

und musste nur vier Mal als

Verlierer vom Platz gehen. 44 Treffer stehen

32 Gegentore gegenüber.

AUS DEN VEREINEN

In Kürze

Mecklenburger Seenrunde

300 Kilometer liegen hinter den

Rennradlerinnen und Rennradlern

von Bremen 1860, dem „Team therafit“.

Bei der „Mecklenburger Seenrunde“

gingen 25 Bremerinnen und

Bremer von insgesamt 4000 Sportlerinnen

und Sportlern an den Start.

„So ein Rennen muss man nicht als

Rennen fahren“, sagte 1860er Bernd

Rennies anschließend. Stolz auf seine

neun Stunden und 20 Minuten Fahrzeit

ist er trotzdem. Zweitschnellster

aus dem „Team therafit“ mit neun

Stunden und 37 Minuten war Charly

Ostermann.

Foto: 1860

1860 feiert Sommerfest

Diesen Sommer will Bremen 1860

feiern – und zwar mit allen! Interessierte

sollten sich den 30. Juni dick im

Kalender markieren. Dann laden der

Sportverein und die Grundschule am

Baumschulenweg von 11 bis 16 Uhr

zu den „Summer Action“ powered by

AOK Bremen/Bremerhaven und der

ÖVB Vertretung Joachim Lodders ein;

mit Hüpfburg, Wettbewerben, Food

Court und vielem mehr.

Scheibennageln

Trotz Regens trafen sich am Himmelfahrtstag

rund 150 Mitglieder der

Borgfelder Schützengilde und befreundeter

Vereine in Lilienthal, um

bei Marschmusik zum nahegelegenen

Haus des Schützenkönigs Klaus-Gerd

Zuther zu marschieren. An dessen

Hauswand wurde eine Scheibe angebracht,

die an seine einjährige Regentschaft

erinnern soll. Der 63-jährige

LKW-Fahrer ist bereits zum

zweiten Mal Schützenkönig. Vor 25

Jahren hatte er bereits Königswürden

erlangt. Zuther ist seit 50 Jahren Mitglied

in der Borgfelder Schützengilde.

39


AUS DEN VEREINEN

Caragiuli löst Jeschke ab

Eiche Horn wählt neuen Vorsitzenden

Angelo Caragiuli heißt der neue Vorsitzende

des TV Eiche Horn. Die

über 80 Delegierten des auf 3650

Mitglieder gewachsenen Großvereins wählten

ihn einstimmig als Nachfolger von Björn

Jeschke, der mit viel Beifall und herzlichem

Dank verabschiedet wurde. „Ich bin beruflich

zunehmend auch außerhalb Bremens

tätig und kann daher nicht mehr so häufig

vor Ort sein“, erläutert Jeschke seinen Rückzug

vom Vereinsvorsitz, den er sechs Jahre

lang innehatte. Dennoch sicherte er zu,

den Vorstand bei zentralen Aufgaben weiterhin

zu unterstützen. Diese Zusage war

für Angelo Caragiuli (55), der bereits seit

sechs Jahren Vorstandsmitglied ist, wichtig:

Er möchte die ehrenamtliche Vorstandsarbeit

auf eine breitere Basis stellen, um die

wachsenden Anforderungen bewältigen zu

können. Caragiuli ist beruflich als Personalleiter

und Personalentwickler tätig. Für ihn

sind vernetztes Arbeiten und eine Modernisierung

der Infrastruktur wichtige Elemente,

um den Verein auf einem erfolgreichen

Kurs zu halten.

Neben den Wiederwahlen der übrigen

Vorstandsmitglieder gibt es aber auch ein

neues Gesicht: Joaquim Soares (36) wurde

neu in den Vorstand gewählt. Er bringt

neben seiner beruflichen Expertise als Betriebswirt

mehrjährige ehrenamtliche Erfahrung

als Vizepräsident Finanzen des

Landessportbundes mit. Von diesem Amt

hatte er sich im Herbst zurückgezogen.

Zudem stand der Jahresrückblick mit

überwiegend erfreulichen Ergebnissen auf

dem Programm. Gleich in mehreren Abteilungen

wurden aber auch Kapazitätsengpässe

bezüglich der Sportstätten deutlich.

Der Verein möchte hier durch den Bau

einer weiteren (kleinen) Sporthalle Abhilfe

schaffen. Eine Entscheidung hängt aber

noch von vielen Prüfungen ab und kann

frühestens 2020 erfolgen.

Angelo Caragiuli (links) dankt Björn Jeschke.


Foto: Eiche Horn

Deutliche Sorge klang auf der Versammlung

wegen der Zukunft der Unisportstätten

an, denen kürzlich ein erheblicher

Sanierungsstau attestiert wurde.

Der TV Eiche Horn ist insbesondere auf

die „Alte Unihalle“ an der Grazer Straße für

seinen Trainingsbetrieb angewiesen. Aber

auch die Tribünenhalle auf dem Campus

ist für den Sport von großer Bedeutung. Es

wartet also weiter viel Arbeit auf den Vorstand,

die er nun in veränderter Aufstellung

und mit Rückenwind von den Delegierten

angehen wird.

Schwarze Gürtel für den TuS Huchting

Mihriban Özoguz und Hamza Özoguz bestehen im Doppelpack

Neuer Vorstand

1. Bremer Squash Club

40

V. l. n. r.: Wolfgang Kutsche, Hamza Özoguz,

Mihriban Özoguz und Oliver Marahrens.

Karate ist im TuS Huchting sehr präsent.

In den letzten Jahren konnte die Abteilung

ausgebaut und vergrößert werden.

Seit einem Jahr verstärkt Hamza Özoguz

als 4. LSB-ausgebildeter Übungsleiter das

Trainerteam, so dass der Verein seinen

Mitgliedern noch mehr Trainingsmöglichkeiten

bieten kann. Nun hat die Karateabteilung

sogar ein eigenes Dojo in

den Räumlichkeiten des Vereins- und Bewegungszentrums

an der Obervielander

Straße und fühlt sich dort mit derzeit rund

130 Mitgliedern äußerst wohl.

Die Aktiven der Karateabteilung des

TuS Huchting können sich mittlerweile

nicht nur auf der Breitensportebene,

sondern auch auf der Leistungssportebene

sehen lassen. So haben im vergangenen

Jahr einige Mitglieder erfolgreich an

internationalen Turnieren teilgenommen.

Nun hat der TuS Huchting seine Qualität

noch mal steigern können, denn fast alle

Trainer sind nicht nur LSB-ausgebildete

Übungsleiter, sondern haben auch mindestens

den 1. Dan, also die Qualifizierung

für den Schwarzgürtel. Im Mai konnten

Mihriban Özoguz und Hamza Özoguz ihre

Danprüfung im Doppelpack bei den Prüfern

Oliver Marahrens (6. Dan) und Wolfgang

Kutsche (6. Dan) bestehen und dürfen

nun auch den Schwarzen Gürtel tragen.

Mihriban Özoguz leitet nicht nur das

Kindertraining beim TuS Huchting, sie ist

auch eine von neun Sportlotsen*innen

in ganz Bremen/Bremerhaven. Sie hat als

Sportlotsin unter anderem die Aufgabe,

die Sportaktivitäten des TuS insbesondere

den Geflüchteten und Migrierten näherzubringen,

sie zu den Angeboten zu beraten

und Hilfestellungen anzubieten. Der TuS

Huchting ist bunt und stolz auf seine vielfältigen

Sportangebote für Jedermensch.

Im Rahmen des Stadtteilfests am 29. Juni am

Sodenmattsee zeigt der TuS Huchting eine

Kata-Vorführung der Karateabteilung.

Foto: TuS Huchting

Foto: BSC

Der 1. Bremer Squash Club (BSC) hat einen

neuen Vorstand. Neben dem 1. Vorsitzenden

Wilhelm Eickworth zählen Sven Schubert (2.

Vorsitzender) und Jens Lamaack (Kassenwart)

zum dreiköpfigen Gremium. Dem erweiterten

Vorstand gehört unter anderem

BSC-Sportwart Hendrik Sudholt an. Der

BSC-Vorsitzende Wilhelm Eickworth gilt in

Bremen als „Mr. Squash“ und hat die Sportart

fest in der hiesigen Sportlandschaft und

darüber hinaus verankert. Im BSC ist Eickworth

seit 1978 in der Jugendarbeit und im

Vorstand aktiv. Den Squash Rackets Verband

Bremen (SRVB) hat er mitgegründet, wirkte

als Landes-Jugendtrainer und steht seit 1988

als 1. Vorsitzender an dessen Spitze.


Foto: BGC

Minigolf satt!


Mitmachen beim Familientag des BGC Bremen

Am 29. Juni veranstaltet der BGC Bremen

auf seiner Miniaturgolfanlage in der August-Bebel-Allee

5c einen Breitensporttag

unter dem Stichwort „Family Event“! An

diesem Tag heißt es, so viele Runden spielen

wie man möchte und das zum Preis von 5

Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

Einzige Bedingung: Es müssen Familien

eine Spielpaarung bilden. Egal, ob Oma

mit den Enkelkindern oder Mama und Papa

mit Sohn und/oder Tochter, der Onkel mit

Nichten oder Neffen.

AUS DEN VEREINEN

„Profis“ des BGC Bremen geben gerne

Tipps und darüber hinaus gibt es ein paar

weitere Spielerleichterungen. Näheres soll

hier aber noch nicht verraten werden. Die

jeweils beste Familienrunde kommt in die

Endwertung. Die Sieger und Platzierten dürfen

sich bei der Siegerehrung um ca. 16:30

Uhr auf einen Pokal und Medaillen freuen.

Anmeldung per Mail an breitensport@mvbn.de

oder telefonisch unter der Nummer:

0173/821 03 19. Anmeldeschluss ist der 15. Juni.

Fit mit dem Rad

Aktion der SG Findorff und dem BUND:

Punkte sammeln und gewinnen

Der Name ist Programm. Im Rahmen der Klimazone Findorff hat die SG Findorff zusammen

mit dem BUND Bremen eine Aktion aufgelegt, um das „Mit dem Fahrrad zum Sport

fahren“ zu fördern. Denn es gibt gleich mehrere Pluspunkte dabei:

XX

Schon kurze Strecken mit dem Fahrrad zu fahren ist gesund, reduziert Stress und macht

zufriedener.

XX

Fahrradfahren ist Teil des Aufwärmprogramms und macht Spaß.

XX

Wege sind schneller – kein Stau und keine Parkplatzsuche.

XX

Es gibt ein gutes Gefühl von Freiheit.

XX

Die Umgebung lässt sich viel besser wahrnehmen.

XX

Und: es ist es auch gut fürs Klima.

Jetzt als SG Findorff-Mitglied mitmachen: Aktionskarte aus der Geschäftsstelle abholen

(Hemmstr. 357 bis 359, Montag und Donnerstag 16 – 19 Uhr, Dienstag und Freitag 10 – 12

Uhr), fleißig mit dem Fahrrad fahren und Aktionskarte ausfüllen. Das Beste: Zur Belohnung

winkt ein Fahrrad, das unter den Teilnehmern verlost wird. Das Fahrrad wurde von

Conrad-Fahrräder in Findorff gespendet. Dafür schon jetzt ein herzliches Dankeschön.

Setzen sich ein für die Aktion: Celina Niestedt (Korbball)

und Folkert Scherf (Prellball).

Foto: SG Findorff

Später Erfolg

Neuer DAN-Träger bei Villa Vital

Nach monatelanger Vorbereitung hat Matthias Kraaz den 1. DAN

im „Allstyle Do Karate“ erreicht. Matthias Kraaz hat bereits in seiner

Jugend mit dem Karatesport begonnen, dann aber komplett

mit dem Sport aufgehört. Erst kam das Studium, dann die Familie

– doch schließlich fand er seine Leidenschaft für den Kampfsport

wieder.

Stefan Buben, Trainer bei Villa Vital, konnte ihn wieder neu

motivieren. Nun feiert Kraaz im Alter von 43 Jahren seinen späten

sportlichen Erfolg. „Wir sind alle sehr stolz auf Matthias“, so Buben

„denn es ist schon ein Unterschied ob man 20 Jahre oder 40 Jahre

alt ist. Man muss ganz andere Verpflichtungen unter einen Hut bekommen

und trotzdem stets fokussiert bleiben.“

Foto: Villa Vital

41


AUS DEN VEREINEN

Rückblick

25 Jahre Alptraum Buntentor

Ein Testsonntag im Jahr 1994 auf der LBSV

Anlage reichte aus, um den Sonntag zu einer

regelmäßigen Einrichtung werden zu lassen.

1997 spielte Alptraum Buntentor noch in

einer „Wilden Liga“, um sich dann 2000 der

LBSV Liga anzuschließen. Wichtig war und ist

immer der Sonntag gewesen, der unter dem

Motto „Mehr als nur Fußball und etwas weniger

als ganz dicke Freunde“ stand. Heute steht

zum Großteil schon die zweite Generation

auf dem Platz. In den vergangenen 25 Jahren

spielten mehr als 70 Alpträumer und erfreuten

sich an der sonntäglichen Kickerrunde.

Knapp am Finale vorbei

Deutsche Meisterschaften im Doppelminitrampolin

Foto:SVGO

Foto: Alptraum Buntentor

Von Oslebshausen aus starteten neun Ative

des Sportvereins Grambke Oslebshausen

(SVGO) Richtung Süddeutschland, wo die

Deutschen Meisterschaften im Doppelminitrampolin

am Bodensee stattfanden.

Nach acht Stunden Fahrt turnten sich Joy

Wilken, Maja Laubach und Alexandra Rudi

auf den Wertkampfgeräten ein. Alle Qualifikanten

des Sportverein Grambke Oslebshausen

durften sich in der ersten Startklasse

beweisen und zeigten ihre schwierigsten

Sprünge auf dem Doppelminitrampolin. Joy

und Alexandra landeten auf Grund leichter

Unsicherheiten bei der Landung im guten

Mittelfeld. Maja landete einen Durchgang

nicht im vorgegebenen Bereich und verpasste

nur knapp den Finaleinzug. „Wir

sind für die erste Teilnahme an den Deutschen

Meisterschaften mit den geturnten

Leistungen sehr zufrieden“, kommentierte

Sabrina Iwaniuk, eine der Trainerinnen, am

Ende den Wettkampf.

Erfreuliche Bilanz für Taekwondo Verein

Po Eun e.V. holt Medaillen bei diversen Wettbewerben

Sportliche Ferien

Programm TSV Osterholz-Tenever

42

Der Bremer Taekwondo

Verein Po Eun e. V. im Viertel

kann sich bereits nach

dem ersten Halbjahr 2019

über Erfolge freuen. Den

Auftakt hierzu machten

die ITF Open im Februar

in Monheim. 11 Kinder und

Jugendliche aus Bremen

nahmen den weiten Weg

auf sich und kehrten mit

einer Gold-, vier Silberund

vier Bronzemedaillen

zurück. Im April ging es

stark weiter mit der Norddeutschen

Meisterschaft

der World Association of

Kickboxing Organisation,

kurz WAKO, in Hamburg.

Da WAKOs Kampfstil (Leichtkontakt und

Point-Fighting) dem des ITF Taekwondos

ähnelt, ist der Po Eun e. V. seit 2018 auch

hier Mitglied. Bei der Norddeutschen

Meisterschaft traten drei Teilnehmer in

den Disziplinen Leichtkontakt, Pointfighting,

Kick- und Lightboxing an und

holten dreimal Gold, zweimal Silber und

Foto: Po Eun

einmal Bronze. Alle drei Teilnehmer haben

sich zusätzlich für die Deutsche Meisterschaft

qualifiziert. Kickboxstark ging

es dann Anfang Mai in Hamburg weiter,

bei den Heroes of Hamburg, dem größten

Kickboxturnier Deutschlands. Hier trat

nur ein Teilnehmer aus Bremen an und

holte zweimal Gold und einmal Bronze.

Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren bietet

der TSV Osterholz-Tenever e. V. ein sportliches

und aktives Ferienprogramm an. Dies

bedeutet für die Kinder attraktive Ferien

mit Sport und Spiel. Auch die Eltern profitieren,

denn sie können beruhigt sein, dass

ihre Kinder zuverlässig und kompetent betreut

werden. Auch behinderte Kinder mit

eigenem Betreuer können am Ferienprogramm

teilnehmen. Das Sommerferienprogramm

findet an zwei Terminen für jeweils

eine Woche statt:

XX

XX

15. bis 19. Juli

22. bis 26. Juli

Betreut werden die Kinder jeweils Montag

bis Freitag von 9 bis 15 Uhr. Frühbetreuung

ist ab 8 Uhr möglich. Die Kosten betragen

50 Euro für eine Woche inklusive Mittagessen.

Die Frühbetreuung kostet 10 Euro

extra. Die Teilnahme an dem Sommerferienprogramm

ist auf 20 Teilnehmer pro Woche

begrenzt.

Weitere Infos unter www.otbremen.de


Bronze für Edgard Merkine

Bremer Athleten bei der Deutschen Meisterschaft

Edgard Merkine (Nippon Bremerhaven)

ist bei den Deutschen Meisterschaften der

Leistungsklasse im Karate nur knapp am Titel

vorbeigerutscht: Der Kaderathlet errang

auf der Spitzenveranstaltung des Deutschen

Karate Verbandes e. V. die Bronzemedaille.

Die Chancen für Merkine standen sogar

besser als die letztendliche Platzierung

vermuten lässt: In allen Kämpfen der Klasse

bis 60 Kilogramm hatte er nicht einen

Gegenpunkt kassiert. Allerdings sprachen

die Kampfrichter bereits im ersten Kampf

mehrere Verwarnungen aus, die ihm letztlich

einen Finaleinzug verwehrten. Über

die Trostrunde holte sich Merkine dann mit

einem deutlichen 3:0-Sieg die Bronzemedaille.

Etwas weniger Glück hatte das neu

gebildete Kumite Team Herren von Nippon

Bremerhaven. Dessen Mitglieder, Andreas

Mörsch, Anil Gök, Kaan Kabatas, Edgard

Merkine und Martin Pflaum unterlagen im

kleinen Finale den Bayern und erreichte mit

0:3 den fünften Platz.

Martin Pflaum (Nippon Bremerhaven)

errang in der Klasse bis 84 Kilogramm

einen ebenfalls beachtlichen siebten Platz.

Insgesamt ist der Bremer Karate Verband

im Medaillenspiegel auf Rang 13 gelandet.


AUS DEN VEREINEN

Foto: BKV

Das Hobby zum Beruf machen

Impuls e. V. bietet Ausbildungen im Sportbereich an

Kennerlerntag beim Gymnastics Club

Gründerinnen stellen Besuchern ihr Programm vor

Foto: Impuls e.V.

Impuls e. V., der Verein für Bewegung, Tanz

und Gesundheitsförderung bietet Ausbildungen

an, in denen man sein Hobby zum

Beruf machen kann. In der Berufsfachschule

lernen Bewegungspädagoginnen

und Bewegungspädagogen ihr Handwerk.

In der Fachschule des Vereins werden Bewegungstherapeutinnen

und -therapeuten

ausgebildet. Unterrichtsschwerpunkte sind

Prävention, Rehabilitation, Bewegungstherapie

und Bewegung mit Musik. Die theoretischen

Grundlagen beinhalten Medizin,

Psychologie, Pädagogik und stehen mit den

praktischen Fächern Gymnastik, Körperarbeit,

Gesundheitssport und Tanz in enger

Verknüpfung. Die Fachschule kann auch zur

Umschulung genutzt werden und ist nach

AZAV zertifiziert und damit berechtigt, Bildungsgutscheine

anzunehmen. Der nächste

Ausbildungsgang startet im Herbst.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten

unter www.impuls-bremen.de

sowie telefonisch unter 0421/441999.

Sie haben ihren Traum Realität werden lassen:

Mit Gymnastics haben Ulla Becker und

Tanja Ahrens ihren eigenen Verein gegründet

und widmen sich nun voll und ganz ihrer

Leidenschaft für den Turnsport. Das Know

how und die Qualifikationen haben sie sich

über Jahrzehnte angeeignet, um dann zum

Jahresbeginn ihr innovatives Programm in

Bremen anzubieten. Seit Januar bieten sie

bieten die Sportarten Gerätturnen weiblich,

Akrobatik, Show und Fitness/Gesundheitssport

an. Auch die ganz Kleinen wird

sich im Baby Gym immer dienstags gekümmert.

Wer ein Teil der Gymnastics-Familie

werden möchte oder einmal in das Angebot

hineinschnuppern möchte, hat dazu am

Donnerstag, 20. Juni, ab 18 Uhr Gelegenheit.

Dann steht die Halle des Schulzentrum

Walle, für Besucher offen. Der befindet

sich Eingang über den Schulhof.

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter

des Gymnastics Club e.V. unter Telefon

277 47 36 oder Gymnasticsclub@gmx.de zur

Verfügung. Infos stehen zudem auf der Facebookseite

www.facebook.com/GYMNASTIC-

SCLUBBREMEN/ bereit.

Foto: Gymnastics Club

43


AUS DEN VEREINEN

Überraschender Rekord

Bremer Segelflieger fliegen erstmals 1000 Kilometer vom eigenen Flugplatz aus

Rolf Struckmeyer (links) und Björn-Christian Michaelis nach ihrem zehnstündigem Flug in Tarmstedt.

Zum ersten Mal ist ein Flug von tausend

Kilometern im reinen Segelflug

von einem Flugplatz des Deutschen

Aero Club Landesverbandes Bremen aus

gelungen. Da es innerhalb der Grenzen des

Bundeslandes Bremen keine Segelflugplätze

gibt, fliegen alle Bremer Segelflugvereine

von niedersächsischen Flugplätzen aus.

Einer dieser Flugplätze ist Tarmstedt-Westertimke,

auf dem die Airbus Segelfluggemeinschaft

Bremen e. V. zu Hause ist.

Björn-Christian Michaelis und Rolf

Struckmeyer hatten nach der Wettervorhersage

für den 7. Mai einen Flug über eine

Dreiecksstrecke von zunächst 800 Kilometern

geplant, die von Tarmstedt in die Nähe

von Pasewalk, nahe der Grenze zu Polen,

und von dort nach Zerbst bei Dessau führen

sollte. Danach sollte es zurück nach Tarmstedt

gehen. Aufwinde, die sich in fast idealer

Linie entlang des Kurses aufbauten und

kräftiger Rückenwind begünstigten den Beginn

des Fluges der beiden Bremer Piloten.

Schon in einer frühen Phase des Fluges

mutmaßten die beiden, dass das Wetter an

diesem Tag sogar mehr als achthundert Kilometer

erlauben könnte. So war im Cockpit

des Arcus-T die vage Hoffnung geboren,

die Traummarke von 1000 Kilometer zu

brechen. Der auf dem ersten Teilstück hilfreiche

kräftige Rückenwind wäre auf den

übrigen Teilstrecken als Gegenwind hinderlich

gewesen. Die Windstärke nahm jedoch

ab. So konnten die beiden ihre 800 Kilometer

fiel früher als erwartet absolvieren.

Sie flogen dann noch über Bremerhaven

nach Uelzen, um dann endgültig den Heimatplatz

zur Landung anzusteuern. Nach

knapp zehnstündigem Flug setzte der Arcus-T

in Tarmstedt auf. Das Rekordergebnis

kann sich sehen lassen: Genau 1001,8 Kilometer

bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit

von 101,5 Stundenkilometern.

Foto: ACLB

Foto: LFV

44

Petrijünger, Vorstand und Ehrennadeln

Jahreshauptversammlung des Landesfischereiverbands Bremen

Im April veranstaltete der Landesfischereiverband

(LFV) Bremen, seine Jahreshauptversammlung

im Gasthof Würger

in Uthlede. LFV-Präsident Rainer Schiller

begrüßte die Gäste und die Delegierten aus

den Mitgliedsvereinen, sowie die Ehrengäste,

den Präsidenten Werner Gräßner des

LFV Weser-Ems, Direktor Dr. Uwe Brämick

vom Institut für Binnenfischerei aus

Potsdam und Oliver Launer von der obersten

Fischereibehörde in Bremen. Dem LFV

sind 17 Mitgliedsvereine mit 6183 Mitgliedern

angeschlossen. Auf der Tagesordnung

standen Vorstandswahlen, Ehrungen, Ernennung

des Petrijüngers, Aktuelles, Aussprachen,

sowie ein Vortrag von Direktor

Dr. Uwe Brämick, der zum Thema Aal referierte.

Volker Birne vom FV Grambke und Jürgen

Grüneberg vom SFV-Bremen Stuhr

wurden mit der silbernen Ehrennadel geehrt.

Heinz Dierker vom FV Grambke erhielt

die goldene Ehrennadel und Richard Kurbjuhn

wurde die goldene Medaille des DAFV.

Fotowettbewerb

Der Kreissportbund Bremen-Nord organisiert

zum wiederholten Mal einen

Fotowettbewerb. Gesucht wird „Das beste

Sportfoto 2019“ aus Bremen-Nord und

umzu. Teilnehmen können Fotografie-Fans

aus Bremen-Nord und dem Umland, sowohl

Hobbyfotografen als auch Profis. Welches

Sportmotiv den Finger zum Drücken

des Auslösers bewegt, liegt in der Freiheit

des Fotografen. Einzige Bedingung: Das

Bild muss in Bremen-Nord oder im Bremer

Umland aufgenommen worden sein.

Zu gewinnen gibt es drei Geldpreise:

Der Hauptpreis ist mit 150 Euro dotiert, der

zweite Sieger erhält 100 und der Drittplatzierte

50 Euro. Eine Jury mit Vertretern aus

Sport, Politik und Fotografie entscheidet im

November über die Sieger.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019.

Die Wettbewerbs-Bilder können per E-Mail

an info@ksb-bremen-nord.de oder per Post

auf CD oder USB-Stick an folgende Adresse

geschickt werden:

Kreissportbund Bremen-Nord e.V.

Bockhorner Weg 10

28779 Bremen


Querfeldein golfen

Crossgolfen für Einstieger beim TuS Komet Arsten

Matthias Jürgens vermittelt beim

TuS Komet Arsten und dem

1. Bremer Cross Golf Club den

Spaß am Crossgolfen. Wer neugierig

ist und Lust hat, die Sportart

Crossgolf auszuprobieren,

hat immer montags von 16 bis

18 Uhr, dienstags von 11 bis 12

Uhr und donnerstags von 11 bis

12 sowie 16 bis 18 Uhr beim TuS

Komet Arsten, dazu Gelegenheit.

Die erste Teilnahme ist kostenlos,

danach kostet der Kursus für Einsteiger

pro Stunde sechs Euro für

Erwachsene. Schülerinnen und

Schüler ab 5 Jahre zahlen ab dem

zweiten Mal vier Euro.

Weitere Informationen zum Crossgolf

erhalten Interessierte unter

www.tuskometarsten.de und unter

der Telefonnummer 0176/34 29 51 28.

Sportinfrastruktur optimieren

StadtSportBund Bremerhaven setzt sich sportliche Ziele


Foto: Tus Komet Arsten

AUS DEN VEREINEN

In Kürze

Abenteuer-Familientag

Nach vielen Jahren hat der Sportverein

Grambke Oslebshausen wieder

den beliebten Abenteuer-Familientag

veranstaltet. „Nur für diesen Tag,

wird unsere große Halle zu einem

riesigen Abenteuerspielplatz umgebaut“,

erklärt Susanne Hoffmann, die

Organisatorin dieses Tages. Geboten

wurde jede Menge. Unter anderem

wurden Trampoline aufgebaut und

die Akrobaten waren mit einem Airtrack

und einen 16 Meter langen Hindernisparcours

vor Ort.

Foto: SVGO

SG Findorff wählt neuen Vorstand

Foto: D. Oldenbüttel/StadtSportBund

Foto: SG Findorff

Die Wahlprüfsteine des Bremerhavener

Sports waren Thema des sportpolitischen

Frühschoppens, zu dem der StadtSport-

Bund (SSB) Bremerhaven die Bremerhavener

Sportvereine und Organisationen im

April eingeladen hatte. Frank Schildt, Vorsitzender

des SSB Bremerhaven, teilt hierzu

mit: „Für den Bremerhavener Sport ist es

wichtig, seine zukunftsorientierten Aufgaben

und Angebote auf einer soliden finanziellen

Grundlage und in einer optimalen

Sportinfrastruktur umsetzen zu können.

Wir haben Ideen ausgearbeitet, die wir in

Zusammenarbeit mit den Bremerhavener

Vereinen und Organisationen entwickeln

und als Anforderungen an die Kommunalpolitik

formulieren haben.“ Aus der Politik

nahmen teil: Sönke Allers Fraktionsvorsitzender

der SPD Stadtverordnetenfraktion,

Peter Skusa sportpolitischer Sprecher der

CDU Stadtverordnetenfraktion, Doris Hoch

Bündnis 90/Die Grünen, Sascha Schuster

Bürger in Wut und Paul Bödeker Stadtrat

für Sport und Gesundheit.

Der SG Findorff hat einen neuen Vorstand

gewählt. Nachdem der langjährige

1. Vorsitzende Rüdiger Rosenkötter

im Vorfeld seinen Rücktritt erklärt

hatte, bedankte sich die Versammlung

für seinen unermüdlichen Einsatz für

die SG. Für die Vorsitzposition wählte

die Versammlung dann den bisherigen

Stellvertreter Frank Steinhardt,

die Position des 2. Stellvertreters wird

von Jürgen Zachar übernommen.

45


AUS DEN VEREINEN

BMX-Parcours mit Wellen und Kurven

Zusätzlicher Trainingsbereich: Neuer Pumptrack auf Anlage der Leher Turnerschaft

was?“, mögen sich viele fragen.

Die BMX-Abteilung der Leher Turnerschaft

(LTS) hat einige Wochen-

„Pump

enden damit verbracht, für ihre Fahrer einen

so genannten Pumptrack zu bauen. Dieser

ist nun für die Fahrer geöffnet und soll den

BMX-Fahrern künftig als zusätzlicher Trainingsbereich

dienen.

Ein Pumptrack ist ein speziell gestalteter

Rundkurs mit Wellen und Kurven. Beim

Fahren auf einem Pumptrack wird die Geschwindigkeit

durch Gewichtsverlagerung

und gezielten Zieh- und Drückbewegungen

aufgebaut. Geübte Fahrer können den Track

ganz ohne Pedalumdrehung durchfahren.

Das Fahren auf dem Pumptrack sieht

deutlich einfacher aus, als es ist. Wichtig

sind die geeignete Schutzausrüstung und

natürlich das dafür geeignete Vehikel – das

BMX. So kann man mit einem Straßenfahrrad

nicht auf die Bahn. Die Kurbeln sind

viel zu lang, man würde sich selbst aushebeln

und Verletzungen riskieren!

Besonders schön: Auch die Kleinsten

können schon mit dem Laufrad über den

Parcours düsen und so ihre motorischen

Fähigkeiten trainieren. Sie entwickeln zudem

ihre sozialen Kompetenzen durch das

Fahren mit anderen BMX-Begeisterten

und das gemeinsame Trainieren. Kinder

ab zwei Jahren können und ihr Gleichgewicht

verbessern. Sie stärken die Muskeln,

entwickeln die Grobmotorik und bereiten

sie darauf vor, die BMX-Bahn zu meistern.

Alles auf spielerische Weise. Der Wechsel

vom Laufrad zum Fahrrad wir danach ein

Kinderspiel sein.

Die Laufrad-Liga trainiert mittwochs von 15

bis 16 Uhr auf der LTS-Anlage, anschließend

die BMXer von 16 bis 18 Uhr. Der Verein verleiht

die nötige Schutzausrüstung, bestehend

aus Helm, Handschuhe und Knieschonern.

Spatenanstich für Kunstrasenplatz

Freude beim TSV Wulsdorf: Verhandlungen führen zu rascher Umsetzung

Foto: LTS

46

Nachdem beim SFL Bremerhaven im April der

Spatenanstich für den neuen Kunstrasenplatz

eine neue Ära eingeläutet hatte, trafen sich

Politiker, Sportfunktionäre und Diplom-Ingenieur

Jonas Heidbreder vom Planungsbüro

Pätzold + Snowadsky in Osnabrück bei der

TSV Wulsdorf zum Spatenanstich.

Die Wulsdorfer müssen wie SFL

150.000 Euro der insgesamt 800.000 Euro

als Eigenanteil leisten. „Das ist heute ein

ganz besonderer Tag für die TSV Wulsdorf,

da wir in vielen Sitzungen auf diesen Tag

hingearbeitet haben. Dass es nach dem

Versprechen von Oberbürgermeister Melf

Grantz während des Sommerfestes 2018

so schnell gehen würde, hat wohl keiner

gerechnet“, freute sich der TSV-Vorsitzende

Jens Schwedhelm in seiner Dankesrede

kurz vor dem Spatenanstich.

Schwedhelm ist stolz auf das große Interesse

am neuen Kunstrasenprojekt der

TSV-Familie und den Geschäftsleuten aus

dem Stadtteil: „Wir haben schon etliche

Tausender für Patenschaften für den neuen

Kunstrasenplatz eingenommen. Macht bitte

weiter so. Jeder Euro hilft uns.“

Necati Kahvecioglu von der ansässigen

Weser-Elbe Sparkasse in Wulsdorf überreichte

Schwedhelm drei Spenden: eine für

den Kunstrasenplatz, zwei für die Turnabteilung

des Vereins. „Ich bin froh, dass wir

nach den Koalitionsverhandlungen nun

zwei neue Kunstrasenplätze in Wulsdorf

und Leherheide bekommen. Die Umsetzungen

sind hervorragend angelaufen. In

beiden Vereinen wird es in der Außenarbeit

im Winter Entspannung geben. Ich bin mir

sicher, dass sich beide Vereine weiterentwickeln

werden und wünsche ihnen alles

Gute“, betonte Stadtsportrat Paul Bödeker.

Foto: Schmidt


Keine Chance für die Konkurrenz

TURA: Imke Turner verteidigt in Antalya souverän ihren EM-Titel

600 Taekwondo-Sportlerinnen

und Sportler aus 25 Nationen

kämpften bei den 14. Technik Europameisterschaften

im türkischen Antalya um die

Medaillen. Auch die amtierende Taekwondo

Europa- und Weltmeisterin vom Turn- und

Rasensportverein (Tura), Imke Turner, war

für die deutsche Nationalmannschaft nominiert

und in die Türkei gereist, um ihren

Europameistertitel zu verteidigen.

Bereits der überlegene Gewinn der Vorund

Zwischenrunde ließ erahnen, dass die

Titelverteidigung erfolgreich sein würde,

denn zu groß zeigte sich die Überlegenheit

der Turanerin in den Formen 10 und 15.

Auch in der Endrunde mit den Formen 13

und 16 bekam ihre Konkurrenz keine Chance

auf die Goldmedaille. Mit der perfekten

technischen Darbietung, den hohen Trittkombinationen

in Verbindung mit sicher

gestandenen Sprungtechniken – und insbesondere

mit ihrer eindrucksvollen Präsentation

– unterstrich Imke Turner erneut ihre

weltweite Ausnahmestellung in der Disziplin

Technik. Vier Punkte betrug schließlich

der Abstand auf Platz 2 der Vizeweltmeisterin

Charlotte Dalquist aus Schweden. Platz

3 ging an die Sportlerin aus der Türkei.

Bei ihrem Verein Tura Bremen und Trainer

Roland Klein herrscht große Freude

über diesen Titelgewinn in Antalya, da an

dieser Wettkampfstätte 1997 mit Brigitte

Karrasch erstmalig der Bundesverband und

Tura eine Europameisterin stellen konnten.


AUS DEN VEREINEN

Auch dieses Mal war Imke Turner die einzige

Goldmedaillen-Gewinnerin der Deutschen

Taekwondo Union (DTU). Insgesamt

belegte die Bundesrepublik Deutschland

den dritten Platz hinter der Türkei und Dänemark.

Foto: TURA

Familientag mit Tennisverein Süd

Kleinfeldtennis am Roland-Center in Huchting

Jagd auf den Ball

Neu: Riensberger Pandas

Der Huchtinger Tennisverein Süd aus

Bremen zeigte sich mit einer Reihe Kleinfeld-Tennisplätzen

und engagierten

Tennis-Jugendlichen. Der mit dem verkaufsoffenen

Sonntag kombinierte Familien-Tag

in Huchting bot Vereinen aus

dem Stadtteil die tolle Möglichkeit, ihr

Angebot zu präsentieren. Der Tennisverein

Süd ist seit vielen Jahren dabei und

auch am Sonntag wurde Kleinfeldtennis

zum Ausprobieren für Jung und Alt großgeschrieben.

Das Roland-Center gab das Motto

„Mitmachen und Spaß haben“ vor und der

Huchtinger Tennisverein führte dies mit

seinen Vereinsmitgliedern vor. Erstaunt

stellten die vielen interessierten Kinder

und Familien fest, wie einfach es sein

kann, einen Ball über ein Netz zu spielen.

Der erklärte Breitensportfan Olaf

Lücke – begeisterter Tennisspieler und

-trainer – ist gerade dabei, Schnupper-Gutscheine

zu verteilen: „Wir bieten

nicht nur Schnupper-Training an, sondern

mit ‚Fast Learning‘ ein Kursangebot,

bei dem Erwachsene zwischen 25 und 60

Jahren in 10 Einheiten die spielerischen

Grundlagen des Tennisspielens erlernen

können. Es geht hier mehr um Freude, Fitness

und Spiel, als um Punkte.“ Wer mehr

möchte, ist eingeladen, die erfolgreichen

Mannschaften des TV Süd zu unterstützen.

Derzeit kämpfen drei Mannschaften

in der Nordliga und weitere 15 Mannschaften

messen sich in anderen Ligen. Da

ist für jeden etwas dabei.

Foto: TV Süd

Der FC Riensberg hat eine neue Kinderabteilung

gegründet. Jungen und Mädchen im

Alter von 5 bis 7 Jahren sollen dort die Möglichkeit

bekommen, mit Spaß den Ballsport

zu erleben. Trainiert wird immer montags

von 16 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem Sportplatz

der Uni Bremen. Die „Riensberger Pandas“

werden von Dennis Coppel, Jennifer Meyer

und Houman Shokati trainiert und betreut.

Auch das Funktionärs-Team hat sich erst

Ende letzten Jahres gefunden.

Weitere Infos unter www.fc-riensberg.de

Foto: FC Riensberg

47


AUS DEN VEREINEN

Volleyball-Anlage lockt Kaderathleten an

Leistungssport beim TV Bremen Walle 1875: Training und Ranglistenturnier

Die neue Beachvolleyball-Anlage lockt den

Leistungssport nach Bremen. An einem

Maiwochenende haben die Beachvolleyball-Landeskader

des Nordwestdeutschen

Volleyballverbandes (NWVV) auf dem Vereinsgelände

trainiert. Insgesamt 24 Jungs

und 10 Mädchen aus den Jahrgängen 2003

bis 2006 wurden in den verschiedenen Elementen

des Spiels trainiert.

Die Verbandsphysiotherapeutin Mareike

Müller lehrte die Kaderathleten Methoden

zur Regeneration nach hoher Belastung.

Mithilfe von Videoanalysen wurden

Spielbeobachtungen auf professioneller

Ebene durchgeführt. Trotz der hohen physischen

Belastung von bis zu 14 Stunden Training

in 3 Tagen, zum Teil im Regen und bei

moderaten Temperaturen, haben die Jungs

und Mädchen sehr gut durchgehalten.

Während für die jüngeren Jahrgänge am

Samstag Abend der Lehrgang zu Ende war,

konnten die Älteren am Sonntag noch das

Ranglistenturnier der Kategorie B nutzen,

um Spielerfahrung gegen etablierte Teams

zu sammeln. Für einige Teams, die in der

Konstellation noch nie zusammen gespielt

haben, war dies auch ein Aha-Effekt: Wenn

der Partner ungefähr die gleiche Spielidee

hat und das gleiche Spielkonzept verwendet,

dann kann man auch spontan gut zusammen

spielen. Trotz der schweren Beine

waren tolle Spiele zu sehen, in denen das

Gelernte umgesetzt wurde.

Wie beim A-Turnier am vorhergegangenen

Wochenende wurde das hervorragende

Catering von Hartmut Grucca und

Co übernommen. Mit fast schon professionellem

Barbecue-Equipment wurden die

insgesamt knapp 100 Gäste sehr gut versorgt.

Die Verbandstrainer Knut Powilleit,

Michael Maurus und Philipp Huke sind

einhellig der Meinung, dass die Anlage

optimale Bedingungen für die Leistungssport-Lehrgänge

bietet und wollen diese

häufiger nutzen. Dementsprechend ist der

nächste Lehrgang schon geplant.

Foto: TV Walle

Foto: Vegesacker Schützenverein

48

Bitte nicht verwechseln!

Ostereierschießen birgt Missverständnis

Beim Vegesacker Schützenverein findet seit den 1950er Jahren am

Karfreitag das Ostereierschießen statt. Jedes Jahr finden sich Nachbarn

und Freunde des Vereins und jene zusammen, die einfach mal

einen kleinen Schießwettbewerb austragen wollen. Der Verein betont

an dieser Stelle, dass beim Ostereierschießen um (rohe) Ostereier

geschossen wird und nicht auf Ostereier geschossen wird.

Die Eier sind also nur im übertragenen Sinn das Ziel der Übung.

135 Schützen waren dieses Jahr am Schießen beteiligt und setzten

wieder eine neue Rekordmarke in der Beteiligung. Die Bestplatzierten

konnten 40 Eier mit nach Hause nehmen.

Mehr SVGO geht nicht

Vor zwanzig Jahren ging es

ganz schnell. Die Tochter

war neu im Verein und auf

der Abteilungsversammlung

wurde ein Kassenprüfer gesucht.

„Meinen Mitgliedsantrag

habe ich noch am selben

Abend unterschrieben

und sechs Wochen später

war ich erster Vorsitzender

des Sportvereins“. So schilderte

Heiko Strohmann

seine steile Karriere innerhalb

der Sportgemeinschaft

Oslebshausen (SVGO) anlässlich

seines 20-jährigen

Jubiläums, zu dem er zu einem kleinen Sektempfang in die

Vereinsgaststätte „Sportgalerie“ eingeladen hatte. Mittlerweile

heißt es Sportverein Grambke Oslebshausen und aus

dem ersten Vorsitzenden ist laut Satzung ein Präsident geworden.

Fast hundert Gäste aus dem Verein und aus den kooperierenden

Einrichtungen waren gekommen.

Foto: SVGO


AUS DEN VEREINEN

Von der Pampersliga bis zu den B-Junioren

SC Borgfeld: 30. Internationaler Karl-Schmidt-Cup mit mehr als 200 Mannschaften

Fotos: SC Borgfeld

ist es inzwischen her, dass

sich drei Vereinsmitglieder Fred

30Jahre

Wirth, Manni Menken und Dieter

Sotta dachten, es wäre doch eine tolle

Idee ein D-Jugendturnier zu organisieren.

Gemeinsam mit dem damaligem Jugendleiter

Hans-Walter Eiteljörge stellten sie

das erste Turnier auf die Beine, ahnten aber

sicher nicht, welche Erfolgsgeschichte es

schreiben sollte. Mittlerweile umfasst das

Turnier Mannschaften von der G- bis zur

B-Jugend. Heute gilt der Karl-Schmidt-Cup

als eines der größten Jugend-Fußballturniere

Norddeutschlands.

Insgesamt werden mehr als 200 Teams

zum diesjährigen Turnier in Borgfeld erwartet.

Von Schulmannschaften über Jungen

und Mädchen, die Jüngsten aus der

G-Jugend-Pampersliga, aber auch Einlageturniere

der Frauen und Herren am Freitagabend

und den Senioren am Samstagabend.

Zudem ist es gelungen, mit dem Hamburger

TV von 1816 ein Team vom ältesten Verein

Deutschlands als Gast begrüßen zu können.

Die weiteste Anreise dürfte es dabei für 16

Kicker aus Afrika geben. Die Academy Kabongo

de Parakou besucht den SC Borgfeld

im Rahmen eines Jugendaustausches und

wird als absolutes Highlight erstmalig beim

KSC teilnehmen. Zudem starten mit Arena

Kharkiv und JFC Arsenal Kyiv erstmals

auch zwei Teams aus der Ukraine.

Vom 28. bis zum 30. Juni auf der Anlage des

SC Borgfeld.

Auf ein Neues

Borgfelder Schützengilde:

Wiederwahl Ingo Buchenaus

Alter und neuer Vorsitzender der Borgfelder

Schützengilde ist Ingo Buchenau. Auf der

mit 65 Mitgliedern gut besuchten Jahreshauptversammlung

wurde der 45-jährige

Polizeibeamte einstimmig wiedergewählt.

In seinem Jahresbericht blickte Buchenau

auf ein erfolgreiches Schützenjahr zurück.

Die Schützengilde habe ihre Mitgliederzahlen

von 316 auf 336 steigern können, berichtete

Buchenau. Auf Antrag der Jugendabteilung

beschloss die Versammlung, dass

Jugendliche und Heranwachsende bis zum

Alter von 21 Jahren künftig bei Ausmärschen

statt der Tracht auch ein grünes Poloshirt

oder einen grünen Pulli mit Gildeaufdruck

zur schwarzen Hose tragen können.

Damit soll einerseits der Tradition Rechnung

getragen werden, andererseits mehr

Beteiligung von Jugendlichen bei Ausmärschen

erreicht werden, da diese sich nicht

immer gleiche eine teurere Tracht leisten

können.

Auch für 2019 haben sich die Schützen

wieder viel vorgenommen. Allen voran das

Borgfelder Schützenfest, das in diesem Jahr

vom 23. bis 26. August stattfindet. Traditionell

beginnt dieses am Freitagabend

mit dem Bierfassanstich im Festzelt. Neuer

Programmpunkt: Am Samstagabend sorgt

die Band Top Secret für Livemusik.

Foto: Borgfelder Schützengilde

49


KOLUMNE

Die Schattenseiten der Digitalen Revolution

Lars Figura, ehemaliger Leichtathlet und Trainer, hält ein Plädoyer für den Schulsport

Foto: F. Bramkamp

50

Sport wird zunehmend zu einem Konsumgut,

ist Teil der Unterhaltungsindustrie.

Als medial aufbereitetes

Produkt nimmt die Bedeutung von „Sport-

Events“ und dem „Drumherum“ zu, was zuletzt

bei „Kloppos Krönung“ veranschaulicht

wurde. Das sport- und fußballbegeisterte

Deutschland durfte an der Ankunft des

Champions-League-Siegers, dem FC Liverpool,

der von dem deutschen Fußballlehrer

Jürgen Klopp trainiert wird, in Liverpool

teilhaben – ein deutscher Privatsender

machte es möglich. In gleichem Maße wie

das Interesse am Zuschauen beim Sport

steigt, geht die sportliche Betätigung im gesellschaftlichen

Durchschnitt aber zurück.

Die Gesellschaft – insbesondere die jugendliche

Gesellschaft – wird bewegungslos.

Wenig Freizeit – viel Technik

Die Gründe liegen auf der Hand: Die bei früheren

Generationen von (vormittäglicher)

Schule und (nachmittäglicher) Freizeit geprägte

Kindheit und Jugend stellt sich für die

heutige Schülergeneration in den Ganztagsschulen

weitaus einseitiger dar. Die Freizeit

von Schülerinnen und Schülern (nachfolgend

kurz, gender- und politisch korrekt:

Beschulten) wurde eingeschränkt und auch

das Freizeitverhalten in der verbliebenen

Freizeit hat sich einem (digitalen) Wandel

unterzogen. Binnen einer Generation ging

die Freizeit von Beschulten um deutlich

mehr als 50 % zurück. Für Sport, Spiel und

Musik, für das Erleben eigener Interessen

bleibt wenig Zeit – und Raum. Interessen

werden nicht erlebt, sondern digital ausgelebt.

Der durchschnittliche Tag eines Kindes

besteht inzwischen aus neun Stunden Liegen,

neun Stunden Sitzen, fünf Stunden stehen

und einer Stunde Bewegung, wovon nur

Bruchteile die gesundheitlich wertvollen

„Intensivminuten“ sind. Der Anteil von Kindern,

die höchstens einmal pro Woche an

der frischen Luft Sport treiben oder aktivem

kindlichem Spiel nachgehen, liegt heute bei

25 Prozent, nur circa 33 Prozent der Kinder

spielen noch täglich im Freien.

Die Folgen des Rückgangs der Bewegung

sind allgemein sichtbar und individuell

spürbar. Die Zahl der übergewichtigen

Beschulten steigt seit Jahrzehnten stetig.

Das Konditionsvermögen und die Koordinationsfähigkeiten

gehen in gleichem Maße

zurück. Eine Umkehr der Entwicklung ist

nicht absehbar – im Gegenteil. Es ist zu befürchten,

dass sich diese Entwicklung mit

der fortschreitenden Digitalen Revolution

noch verstärkt. Das Allheilmittel gegen das

schlechte Abschneiden von deutschen Beschulten

in internationalen Bildungsvergleichstests

– und selbstverständlich auch

das Allheilmittel gegen das schlechte Abschneiden

von in Bremen Beschulten im

nationalen Vergleich – ist der Digitalpakt.

Fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung

von Schulen – sicherlich gut gemeint

und hoffentlich wird das Geld auch sinnbringend

in funktionierende Technik (und

deren Wartung) investiert.

Es ist ein gutes Zeichen, wenn eine Gesellschaft

erkennt, dass ihre Zukunft in den

Kindern liegt und entsprechende Mittel

für deren Ausbildung zur Verfügung stellt.

Ebenso dringend wie Bits und Bytes fehlen

im Bildungssystem aber Bewegungsangebote.

Die Anzahl von schulischen Sportstunden

ging seit den 1990er-Jahren um 50 Prozent

zurück. Sporteinrichtungen in Bremen sind

stark sanierungsbedürftig. Im nahezu gleichen

Maß ist der Bildungserfolg rückläufig.

Körper und Geist

Ein Blick zurück mag Erkenntnis schaffen:

Die Ursprünge des Gymnasiums liegen im

antiken Griechenland. Das Gymnásion war

ein Ort der körperlichen, charakterlichen

und intellektuellen Erziehung, wo das Körperliche

im Vordergrund stand und in den

Ruhepausen, den Phasen der körperlichen

Erschöpfung der unverändert freie Geist in

der Schola gefördert wurde.

Heutige Studien belegen die Zusammenhänge

von körperlicher und geistiger

Leistungsfähigkeit. Es gibt Belege, dass

regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere

koordinative Bewegungsaufgaben,

eine Zunahme von Synapsen im Gehirn

bewirken. Weitere positive Nebeneffekte

sind ein Abbau von Aggression, Zunahme

von Toleranz und Rücksichtnahme sowie

höhere Aufgeschlossenheit gegenüber dem

Unterricht.

Der richtige Schritt zur besseren Ausstattung

unserer Schulen mit digitaler Infrastruktur

darf daher nicht zu einem weiteren

Rückgang der Bewegungsangebote

führen. Vielmehr gilt es, neben der Investition

in Bits und Bytes auch in die gesamtheitliche

körperliche Ausbildung unserer

Kinder und Jugendlichen zu investieren.

Der römische Dichter und Satiriker Juvenal

drückte es treffend aus: Mens sana in

corpore sano (ein gesunder Geist in einem

gesunden Körper). Er wollte seinerzeit keineswegs

auf den heute nachgewiesenen Zusammenhang

von Körper und Geist hinweisen,

sondern prangerte damit stattdessen

die römischen Bürger an, die sich mit törichten

Gebeten und Fürbitten an die Götter

wandten.

Bei der heutigen Technikgläubigkeit,

die die Lösung aller Probleme in der Digitalisierung

erhofft, hätte er unverändert

recht. Um es auf den Punkt zu bringen: Die

Digitalisierung der Schulen ist ein richtiger

Schritt, dem umgehend der zweite Schritt

in Bezug auf Sportangebote an und in den

Schulen folgen muss. Hierzu ist die Landesregierung

unabhängig von ihrer zukünftigen

Zusammensetzung dringend aufgerufen!

Zur Person

Lars Figura wurde 1976 in Bremen geboren

und verzeichnete seine ersten

Erfolge im Schulsport, wo er sich als

leistungsstarker Sprinter im 400-Meter-Lauf

hervortat. Bei seinem Verein

SV Werder war er Konditionstrainer

bei den Jugendfußballmannschaften,

bevor er ab 1997 der deutschen

Leichtathletik-Nationalmannschaft

angehörte und mehrfach den Meistertitel

holte. Nach mehreren Vereinswechseln

verabschiedete sich Figura

2004 vom aktiven Sport, um sein Jurastudium

zu beenden. 2008 folgte die

Promotion, seit 2009 praktiziert er als

zugelassener Rechtsanwalt. Zudem ist

er Vorstandsmitglied der Sportstiftung

Bremen und Mitglied der Kommission

Jugend trainiert für Olympia

der Deutschen Schulsportstiftung.


ARAG. Auf ins Leben.

Abfahren auf Sicherheit:

unsere Kfz-

Zusatz versicherung

Vorfahrt für vollen Versicherungsschutz! Mit der ARAG Kfz-Zusatzversicherung

sind Mitglieder und Helfer Ihres Vereins sicher unterwegs.

Europaweit. Versichert sind alle Unfallschäden an Fahrzeugen, die im

Auftrag des Vereins genutzt werden – dies gilt neben Pkw auch für

Krafträder und Wohnmobile bis 2,8 Tonnen.

Mehr Infos unter www.ARAG.de

Rechtsschutz

inklusive

51


KÖNNT

IHR DAS, AOK?

Können wir – 2019 gibt’s noch

mehr Leistung * für noch weniger Beitrag.

Versprochen.

*Im Rahmen unseres Programms 750 € PLUS.

Infos unter aok.de/bremen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine