GuteBesserung_2-2019

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gute besserung!

besserung!

gute

AUSGABE 2 | 2019

Das Hamburger Gesundheitsmagazin

Cannabis

Folgen der

Sucht

Brustkrebs

Bluttest nicht

marktreif

Arthrose

Prävention und

Behandlung

Thema dieser Ausgabe:

ERNÄHRUNG &

LEBENSSTIL

SONNENSCHUTZ

IST KINDERLEICHT

Der Hamburger Liedermacher Rolf Zuckowski über

Hautkrebs-Prävention, neue Musik und sein nächstes Buch

Ihr kostenloses Exemplar zum Mitnehmen!


Rätseln Sie mit !

große

Hülsenfrucht

Baumteile

biblische

Männergestalt

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Baumwollgewebe

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rote

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englisches

Fürwort:

sie

ind.

Soldat

im Kolonialheer

7

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f. vollen

Durchblick

niederl.

Kunst-

Humawortnist,

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† 1536

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Ampelphase

großes

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dieser

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Speiseschgang

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(Radfahren)

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regenreicher

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österr.

Komponist,

† 1809

span.:

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gleichzeitig

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in Tirol

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englisch:

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schmale

Vertiefung

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Hülsenfrucht

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Klosterleiterin

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Cäsars

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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12


Jörn Wessel

Vorstandsvorsitzender

DIE FREIEN.

Verband freigemeinnütziger

Krankenhäuser

in Hamburg e.V.

Liebe Leserinnen

und Leser,

Editorial 3

es ist schon erstaunlich: Einerseits gilt Hamburg als deutsche Fitness-

Hochburg, nirgendwo gibt es so viele Studios und Mitglieder. Jeder Schritt

wird getrackt, dazu gibt es Chia-Samen, Matcha-Tee und Co. Andererseits

leiden die Hamburger Minderjährigen überdurchschnittlich oft an

Adipositas (Quelle: Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit).

Wie es zu dieser Diskrepanz kommt, kann ich Ihnen nicht sagen. Klar ist

aber, dass sehr viele Krankheiten durch die falsche Ernährungsweise und

einen falschen Lebensstil verursacht werden. Deshalb widmen wir uns in

dieser Ausgabe dem Schwerpunktthema „Ernährung und Lebensstil – der sorgsame Umgang mit

dem Körper“. Zum Gesundbleiben gehört nicht nur ausgewogenes Essen und viel Bewegung, sondern

z. B. auch Sonnenschutz. Im Titelinterview verrät der beliebte Hamburger Liedermacher Rolf

Zuckowski, warum er bereits Kinder über Sonnenschutz aufzuklären versucht.

Für alle, die Lust haben, „gute besserung!“ online zu lesen oder digital in alten Ausgaben zu blättern:

Sie finden das Hamburger Gesundheitsmagazin unter www.gute-besserung.hamburg.

Viel Spaß beim Durchblättern und Durchklicken,

Ihr

INHALT

u Titelthema ERNÄHRUNG UND LEBENSSTIL

06

16

23

Interview Rolf Zuckowski im Gespräch ....... 06

Hautkrebs Kinder schützen ........................ 09

Altersmedizin

Ausdauertraining statt Tabletten ................. 09

Cannabis Früh trübt sich ........................... 10

Süchte Therapie für Erkrankte .................... 10

Arthrose Prävention .................................. 11

Arthrose Behandlung ................................. 11

Chemotherapie Nebenwirkungen lindern .... 12

Künstliches Kunstgelenk Sport tut gut ...... 12

Mikrobiom Nützliche Helfer......................... 13

Rezept Pane é pomodore ............................ 13

Reizdarm FODMAPs weglassen.................. 14

Mangelernährung Therapiemöglichkeiten .... 15

Adipositas bei Kindern

MinusXXL-Programme ............................... 15

u MEDIZIN & GESUNDHEIT

In Kürze Neues aus Hamburgs Kliniken....... 04

Altersmedizin

Dreifachwirkung von Medikamenten ........... 18

Trichterbrust Therapiemethoden ................ 18

Blasenkarzinom Entfernung per Roboter ... 19

Herzklappen-OP Neues Verfahren .............. 20

Chest Pain Unit Brustschmerz ................... 21

Schluckstörungen

Gesichtsmuskeln trainieren ............................ 22

Diabetisches Fußsyndrom Vorsorge ......... 23

Brustkrebs Früherkennung per Bluttest? .... 24

Helden des Klinikalltags

Porträts von Pflegenden .............................. 25

u SPASS & UNTERHALTUNG

Spezial Regionale Küche .............................16

Gewinnspiel ..............................................28

u SERVICE

Termine Veranstaltungen für Patienten .......26

Adressen Krankenhäuser in Hamburg .......26

Impressum 04

Online unter

www.gute-besserung.hamburg


4 In Kürze

SO GEHT'S DEN

JÜNGSTEN

Im bundesweiten Vergleich sind

Hamburgs Kinder und Jugendliche

gesünder als ihre Altersgenossen

unter 18 Jahren im restlichen

Deutschland. Allerdings leiden

die jungen Hanseaten überdurchschnittlich

oft an Fettleibigkeit

und Depressionen, so eines der

Ergebnisse der im Auftrag der DAK

von der Universität Bielefeld durchgeführten

repräsentativen Studie.

Laut Studie ist die Wahrscheinlichkeit für

eine Depression bei Kindern mit starkem

Übergewicht bis zu dreifach erhöht.

QR-Code

einscannen und

mehr erfahren

Giesela H. (46) aus Billstedt:

„Welchen Einfluss hat Hitze auf

das Herz-Kreislauf-System?“

Dr. Dimitry Schewel, Oberarzt Kardiologie am Kath. Marienkrankenhaus:

Wenn es draußen warm ist, steigt unsere Körpertemperatur.

Um nicht zu überhitzen, weiten sich unsere Gefäße, der Blutdruck sinkt,

wodurch unser Blut in die Beine sackt. Die Folge: Unser Herz leistet

Schwerstarbeit, um das Blut wieder hochzupumpen und Gehirn sowie

Organe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Bei einer zu hoher

Belastung kann dies zu Schwindel, Mattigkeit oder im schlimmsten Falle

zu einer kurzen Bewusstlosigkeit führen. Besonders herzschwache

Personen sollten hier Vorsicht walten lassen und im Zweifel einen Arzt

aufsuchen.

Aber auch die bei vielen im Sommer so typischen geschwollenen

Beine und Füße lassen sich hierdurch erklären.

Das in den Extremitäten gestaute Blut drückt die vorhandene

Flüssigkeit nach außen – und wir haben

Probleme, in unsere Schuhe zu kommen.

Sie haben auch eine Frage?

Schreiben Sie uns.

DIE FREIEN. c/o schönknecht : kommunikation,

Stadtdeich 3, 20097 Hamburg oder

info@die-freien-hh.de

LESERBRIEF

EXPERTEN-TIPP

Pauline Kludt

aus der

onkologischen

Fachpflege im

Brustzentrum

am Marienkrankenhaus

„Ingwer ist aus der Komplementärmedizin gar nicht

mehr wegzudenken und findet daher immer mehr Zuspruch.

Das liegt auch an den vielen tollen Eigenschaften

der scharfen Knolle. In der Onkologie lieben wir vor

allem die übelkeitslindernde Wirkung. Diese ist auch

in die S3 Leitlinie Supportivmedizin mit aufgenommen

worden.

Es gibt Ingwer in verschiedenen Produktvarianten z. B.

als Kapseln, Tropfen, Pulver oder auch als Bonbons für

unterwegs – ein echtes Multitalent!

Am beliebtesten bei uns im Brustzentrum ist Tee aus

frischem Ingwer. Hierzu nimmt man ein kleines Stück

Ingwer, schält es vorsichtig und schneidet es in Scheiben.

Anschließend wird es mit heißem Wasser übergossen

und man lässt den Tee etwa zehn Minuten ziehen

– je nach gewünschter Schärfe auch länger.

Wer mag, kann den Tee mit etwas frischer

Zitrone, Minze oder Honig

aufpeppen. Dieser Tee

ist übrigens auch super

bei Erkältungen!“

Mehr Tipps von Pauline Kludt

gibt’s auf ihrem Instagram-

Account: www.instagram.

com/brustzentrumhh/

IMPRESSUM

Herausgeber

Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.,

DIE FREIEN Geschäftsstelle c/o AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAM-

BURG gemeinnützige GmbH · Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg

Telefon 040.790 20 10 01 · Telefax 040.790 20 10 09

info@die-freien-hh.de · www.die-freien-hh.de · V.i.S.d.P.: Jörn Wessel

Redaktionsleitung Eckhard Schönknecht, Marthe Westphal

Art Direktion Jana Klüssendorf

Redaktion Maria Dahl (md), Gerit Luisa Gade (gg), Michael Jahr (mj),

Karl Katzig (kk), Inga Kleine (ik), Noemi Schreiner (ns), Tim Schäfer (ts),

Yvonne Schink (ys), Rüdiger Stettinski (rs), Marthe Westphal (mw)

Umsetzung schönknecht : kommunikation GmbH

Stadtdeich 3 · 20097 Hamburg · Telefon 0 40. 30 38 26 70

Telefax 0 40. 30 38 26 74 · info@schoenknecht-kommunikation.de

Fotos Titel: Tine Acke; Agaplesion Diakonieklinikum (S. 3, 25), BG Klinikum Hamburg

(S. 12), Bethesda Krankenhaus Bergedorf (S. 11), dpa picture alliance/Daniel

Reinhardt (S. 3, 6), Edwards Lifesciences (S. 20), Freelens Pool/Martin Zitzlaff

(S. 12), Frischepost/Franziska Evers (S. 3, 16-17, 28), Immanuel Albertinen Diakonie

(S. 18, 19, 25), Israelitisches Krankenhaus Hamburg (S. 25), J. Jarmer/BGKH

(S. 12), Jost Fink/MKH (S. 13, 24), Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift (S. 5),

LungenClinic Grosshansdorf (S. 18, 25), Marienkrankenhaus Hamburg (S. 4, 5,

20), Kirsten Petersen (S. 22), Privat (S. 14), Livia Reber (S. 8), Heike Rössing &

Mirko Eckhardt (S.23), Schattenspringer GmbH (S. 28), Marcus Scherer (S. 13),

Bertram Solcher (S. 5, 19, 20), Trick 17/Christian Merten (S. 8), Universal Music

GmbH (S. 28), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (S. 5), Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand (S. 5)

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(S. 24), BlueOrange Studio (S. 9), Elena Schweitzer (S. 24), Flaffy (S. 15), goffkein.

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Druck O/D Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH

Auflage 25.000 Stück

gute besserung! veröffentlicht Beiträge, die urheberrechtlich geschützt sind. Der Inhalt

von gute besserung! ist nach bestem Wissen und nach aktuellem Erkenntnisstand

erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten

Themen machen es jedoch notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.

Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte. gute besserung! liegt in

Arztpraxen, Krankenhäusern und Seniorenheimen der Metropolregion Hamburg

kostenlos zur Mitnahme aus und wird über den Leserkreis Daheim verteilt.

Hinweis: Für die bessere Lesbarkeit der Texte wird auf die Verwendung

geschlechtsspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen

gelten für alle Geschlechter.


In Kürze 5

VERWALTUNGSKREIS

NEU AUFGESTELLT

Seit März bekleidet Christoph Schmitz

den neu geschaffenen Geschäftsführer-Posten

am Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand. Zuvor war der

Diplom-Volkswirt mit dem Schwerpunkt

Krankenhausmanagement in unterschiedlichen

(konfessionellen) Krankenhäusern in Führungspositionen

beschäftigt. Komplettiert wird der Verwaltungskreis

von Dr. Christina Schmidt, die

seit 1. Mai als Verwaltungsdirektorin

in Wilhelmsburg tätig ist. Die promovierte

Sozialwissenschaftlerin war

zuletzt im Ressort Personalmanagement

am BG Klinikum tätig.

NEUER HNO-CHEFARZT

PD Dr. Adrian Münscher (44) ist ab

August neuer Chefarzt der HNO-Klinik

am Marienkrankenhaus. Er folgt

auf Prof. Dr. Wolfgang Kehrl. Zuvor

war Münscher stellvertretender Klinikdirektor

der Klinik für HNO-Heilkunde am UKE. Mit

rund 12.000 Patienten pro Jahr ist das Marienkrankenhaus

die größte HNO-Klinik in Norddeutschland.

VON EPPENDORF

NACH ALSTERDORF

Seit April ist Prof. Dr. Sönke Arlt Chefarzt der Psychiatrie

und Psychotherapie am Ev. Krankenhaus

Alsterdorf. Prof. Arlt war zuvor langjährig am UKE

tätig. Seine Schwerpunkte umfassen die ganze

Spanne des Erwachsenenalters, u. a. Depressionen,

psychische Störungen nach der Geburt eines Kindes und Alterspsychiatrie.

Zusammen mit den Experten des Fachbereichs Kinder- und

Jugendpsychiatrie behandelt er psychisch kranke Eltern und Kinder.

VOM INTENSIVPFLEGER

ZUM PFLEGEDIREKTOR

Alberto da Silva Correia ist seit dem 1. Mai neuer

Pflegedirektor des Albertinen Krankenhauses und

Albertinen Hauses in Hamburg-Schnelsen. Der

53-jährige bisherige stellvertretende Pflegedirektor und langjährige

Intensivpfleger ist damit für die Belange der Pflege in dem mit 732

Betten größten freigemeinnützigen Krankenhaus Hamburgs zuständig.

DOPPELSPITZE AN NEUER

HAUPTFACHABTEILUNG UROLOGIE

Das Krankenhaus Reinbek hat eine Hauptfachabteilung

für Urologie gegründet, die von einer ärztlichen Doppelspitze

geleitet wird. Dr. Claus Brunken war zuvor

als Chefarzt der Urologie

in der Asklepios Klinik

St. Georg und zuletzt

in Rissen tätig. Der

52-jährige Hamburger

ist spezialisiert auf die

minimal-invasive Behandlung

urologischer

Erkrankungen wie die

schonende Lasertherapie

bei gutartigen Prostatavergrößerungen. Dr. Walter Wagner

war 24 Jahre am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

als Urologe tätig, seit 2003 als Chefarzt der Urologischen

Klinik. Der Schwerpunkt des 62-jährigen Reinbekers liegt

in der Uro-Onkologie, also in der großen Tumorchirurgie

von Blase, Prostata, Hoden und Niere. Er ist Zweitmeinungsgeber

der Deutschen Krebsgesellschaft für die

Behandlung von Hodentumorpatienten.


6 Titelthema Ernährung und Lebensstil

„LIEDER FALLEN

NICHT VOM HIMMEL“


Titelthema Ernährung und Lebensstil 7

„Wie schön, dass du geboren bist!“ oder „In

der Weihnachtsbäckerei“ – Die Songs des

Kinderliedermachers ROLF ZUCKOWSKI sind über

Generationen hinweg bekannt. Warum er nun ein

Hörspiel zum Thema Sonnenschutz in Auftrag gegeben

hat, bei dem er auch als singender Erzähler mitwirkt,

verrät der Hamburger im „gute besserung!“-Interview.

DAS INTERVIEW FÜHRTE MARTHE WESTPHAL

DAS HÖRSPIEL

GIBT’S ZU

GEWINNEN!

Mehr auf der

Magazinrückseite!

Das ist Rolf Zuckowski

Der Autor, Komponist und Musikproduzent

Rolf Zuckowski gehört mit mehr als 20

Millionen verkauften Tonträgern zu den

erfolgreichsten deutschen Künstlern.

2018 wurde Rolf Zuckowski vom

Bundespräsidenten für sein langjähriges,

herausragendes Engagement für

die Stellung von Kindern in unserer

Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz

1. Klasse ausgezeichnet. Sehr am Herzen

liegen ihm seine Stiftung „Kinder

brauchen Musik“, gemeinnützige

Tätigkeiten, die Unterstützung von

Nachwuchskinderliedermachern – und

natürlich seine Enkel.

Mehr: www.musik-fuer-dich.de

Das Hörspiel „Cosmo

und Azura – Das

dunkle Geheimnis

der Sonne“ klärt

kindgerecht, spannend

und unterhaltsam über

die Gefahren ultravioletter

Strahlung auf und gibt Sonnenschutztipps.

Wie kam es zu

dieser CD?

Ich wurde von der Deutschen Gesetzlichen

Unfallversicherung (DGUV) gebeten,

mich diesem wichtigen Thema zu

widmen. Mir war die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge

im frühen Kindesalter

sofort klar, denn die langfristigen Schäden

durch zu intensive Sonnenbestrahlung

waren mir schon vorher bewusst. Mit

Wolfram Eicke und Dieter Faber habe ich

das optimale Autoren- und Produzententeam

gefunden.

Achten denn die Eltern

Ihres Wissens nach nicht

ausreichend darauf, Ihre

Kinder entsprechend zu

schützen?

Ich denke, es fehlt vielfach das

Wissen um die Gefahr, die bei

wiederholten Sonnenbränden

für die junge Haut besteht. Im

späteren Leben kann das zu

Hautkrebs führen. Dagegen ist

wirksame Vorbeugung nötig und

möglich. In den Kindern muss

das Bewusstsein dafür angelegt

werden, ohne sie mit Angst zu belasten.

Darum kommt das Wort „Krebs“ in unserem

Hörspiel nicht vor, wohl aber in den

begleitenden Unterlagen der Kampagne

für die Eltern und Pädagogen.

Das Schwerpunktthema dieser

Ausgabe lautet „Ernährung und

Lebensstil – der sorgsame Umgang

mit dem Körper“. Worauf

achten Sie selbst, um fit und

gesund zu bleiben?

Ich habe zum Glück bisher eine stabile Gesundheit,

eine gute Ausdauer und einen

problemlosen Schlaf. Zu meinem Leben

gehört, ohne viel Sport zu treiben, relativ

viel Bewegung, nicht zuletzt durch die

Kinder. Ich nehme auch lieber die Treppe

als den Aufzug, wenn ich nicht gerade

schwer tragen muss. Meine Ernährung ist

herkömmlich, aber mit Bedacht recht ausgewogen.

Das Rauchen habe ich schon

vor 40 Jahren aufgegeben, Alkohol wird

nur in Maßen genossen.

Sie haben in den vergangenen 50

Jahren rund 700 bis 800 Lieder

geschrieben und möchten nun die

Hintergrundinfos zu den Liedern

in einem Buch veröffentlichen.

Was dürfen Ihre Fans erwarten?

Lieder fallen ja nicht vom Himmel. Manche

entstehen durch kleine Bemerkungen, die

ich aufschnappe. „Ich schaff das schon“,

sagte mein jüngerer Sohn mit drei Jahren

nach einem kleinen Sturz im Blankeneser

Treppenviertel. Andere Lieder sind

das Ergebnis langen Besinnens, in sich

Gehens und Erinnerns. So entstand der

Titel „Für Dich“ (aus dem Album „Deine

»


8 Titelthema Ernährung und Lebensstil

„DAS BEWUSSTSEIN

FÜR SONNENSCHUTZ

SOLLTE BEI KINDERN

BEREITS FRÜH GEFÖR-

DERT WERDEN.“

„Rolfs Vogelhochzeit“ ist ein Klassiker der Kindermusik –

2017 erschien eine neue Fassung

Sonne bleibt“) im Gedenken an meine

im September 2004 verstorbene Mutter

einige Monate später im Mai 2005 bei

einem langen Spaziergang am Strand von

Westerland. Es enthält u. a. die wichtige

Zeile „Kinder werden groß, ich lass dich

los“, nachdem meine Mutter mir auf dem

Sterbebett zugeflüstert hatte: „Auch Eltern

werden groß, man hat sie lieb und

lässt sie los."

Wann wird das Buch erscheinen?

Ich hoffe, es wird in diesem Jahr inhaltlich

fertig. Dann geht es darum, einen Verlag

Rolf Zuckowski, wie man ihn kennt: mit einem Lächeln und einer Ukulele.

zu finden und mit ihm das Konzept im Lektorat

zu überarbeiten.

Welches ist Ihr persönliches Lieblingslied?

Zurzeit „Fahr nur vorbei“ aus dem Album

„Mein Lebensliederbuch“ – das Lied einer

Pusteblume, die jeden Sonnenuntergang

genießt und ihre Kinder bald fliegen lassen

wird, wenn und wohin der Wind es

will. Der Löwenzahn ist meines Wissens

die einzige Blume, die im Alter auf ihre Art

noch einmal besonders schön wird und bei

Kindern besonders beliebt ist.

Welche Ihrer Lieder gefallen Ihren

Enkeln am besten?

Unser Jüngster, Leo, ist fünf Jahre alt

und singt zurzeit besonders gern „Die

Jahresuhr“, nachdem „Stups, der kleine

Osterhase“ für dieses Jahr seinen Dienst

getan hat.

Mit Ihrem Plattenlabel „noch

mal!!!“ unterstützen Sie Nachwuchskünstler,

z. B. die Hip-Hop-

Gruppe „Deine Freunde“. Warum

ist es Ihnen so wichtig, Musiker

zu unterstützen, die Lieder für

Kinder machen?

Ehrlich gesagt, zunächst für mich selber,

denn ich bleibe durch den intensiven und

inspirierenden Kontakt zu den jungen

Musikerinnen und Musikern lebendig

und am Puls der Zeit. Es bedeutet mir

viel, junge Talente mit einer individuellen

Handschrift und unverwechselbaren Gestaltungskraft

einen Weg zu eröffnen,

auf dem sie sich entfalten können. Sie

ergänzen damit mein Liederspektrum

für die heutige Kinder- und Elterngeneration,

ohne der Beliebtheit meiner eigenen

Lieder auch in dieser Zeit etwas zu

nehmen.

Wird es in diesem Jahr außerdem

noch eine neue CD, Konzerte

oder Fernsehauftritte von Ihnen

geben?

Ich freue mich darauf, dass im November

die CD zum Musical „Die Weihnachtsbäckerei“

erscheinen wird. Die umjubelte

erste Spielzeit im Hamburger „Schmidts

Tivoli“ findet in diesem Jahr dort eine Fortsetzung

und dazu kommt nun auch noch

eine bundesweite Tournee!


Titelthema Ernährung und Lebensstil

Hautkrebsrisiko Sonnenbrand

Sonnenbrände in der Kindheit steigern das Risiko deutlich, im fortgeschrittenen Lebensalter an

schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Obwohl das bekannt ist, achten noch immer nicht alle Eltern auf

ausreichenden Sonnenschutz ihrer Kinder.

9

Gerade im Kindesalter ist ein guter Sonnenschutz besonders

wichtig, um späteren Schäden vorzubeugen.

Vielfach fehle das Wissen um die Gefahr,

die bei wiederholten Sonnenbränden für

die junge Haut besteht, vermutet Rolf Zuckowski

im gute besserung!-Titelinterview.

Dr. Dörte Petersen von der Abteilung Pädiatrische

Dermatologie/Allergologie am

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

bestätigt seine Annahme: „Jedes Jahr

kommt es zu Verbrennungen!“ Das große

Problem: Diese Sonnenbrände erhöhen

das Risiko enorm, im fortgeschrittenen

Lebensalter

an schwarzem Hautkrebs

zu erkranken. Was

also tun, um seine Kinder

zu schützen? „Es gibt einen

Merkspruch, der da

lautet: Meidung – Kleidung

– Sonnencreme“,

so Petersen. Heißt: Kinder

sollten zwischen 10

Uhr und 14:30 Uhr nicht

der UV-Strahlung ausgesetzt

werden. Und wenn

sie doch in die Sonne

gehen, nur mit entsprechender textiler

Kleidung, breitkrempigem Sonnenhut, um

auch die Ohren zu schützen, Sonnenbrille

und Sonnencreme. „Wenn keine ausgeprägte

Sonnenlichtempfindlichkeit vorliegt,

reicht ein Lichtschutzfaktor von 30. Ganz

wichtig ist jedoch, dass dieser dick genug

aufgetragen wird!“, so die Dermatologin.

Am besten sind Sonnencremes ohne Duftund

Farbstoffe mit einem hohen Anteil an

physikalischem Lichtschutz für UVB- und

UVA-Strahlung.

mw

Ausdauertraining statt Tabletten

Bewegung ist mehr als nur ein Grundbedürfnis des Menschen – sie hat heilende Wirkung. Insbesondere

typische Alterserkrankungen lassen sich auf diese Weise therapieren.

„Eine angepasste Bewegungstherapie ermöglicht es

bei Diabetes mellitus Typ 2 sowie nach Herzinfarkten

und Schlaganfällen die Medikamenteneinnahme zu

verringern oder sogar komplett darauf zu verzichten“,

sagt Tanja Rados, Qualitätsbeauftragte der Pflege am

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand. Körperliche

Aktivität senkt den Blutzuckerspiegel längerfristig, da

die Muskeln bis zu zwei Tage benötigen, um die leeren

Energiespeicher wieder aufzufüllen. So kann durch regelmäßiges

Ausdauertraining bei Typ-2-Diabetes auf die

Blutzuckerregulierung durch Tabletten verzichtet werden.

Bewegung stärkt zudem das Herz-Kreislauf-System

und beugt dadurch Folgeinfarkten und -schlaganfällen

vor. Der Knochen- und Muskelstoffwechsel wird ebenfalls

angeregt, was Muskeln und Knochen kräftigt. So

können altersbedingte Gebrechen wie Sarkopenie, der

Abbau von Muskelmasse im Alter, mit altersgerechtem

Krafttraining behandelt werden.

Genauso wichtig ist Bewegung bereits bei der Vorbeugung

von Gebrechen und Krankheiten. „Mit einfachen Mitteln wie

einem täglichen Spaziergang von 30 Minuten können Sie sich

Wer sich auch im höheren Alter bewegt, muss mitunter weniger Tabletten schlucken.

im Alter fit halten“, sagt Rados. „Zudem sollten Sie Tätigkeiten

des alltäglichen Lebens, wie Ankleiden oder Haushaltsarbeiten,

so lange es Ihnen möglich ist, selbst ausführen.“ ns


10 Titelthema Ernährung und Lebensstil

FRÜH TRÜBT SICH

Die psychoaktive Wirkung von Cannabis ist seit der Antike bekannt.

Ein andauernder Konsum der Pflanze kann jedoch abhängig machen.

Bei Jugendlichen können die Folgen einer Sucht schwerwiegend sein.

Manche Patienten, die Dr. Peter Hans

Hauptmann von den Heinrich Sengelmann

Kliniken betreut, hatten bereits

mit elf Jahren ihren ersten Joint geraucht.

„Je jünger, desto größer der Schaden“,

weiß der Facharzt für Psychiatrie und

Psychotherapie. Wer in der Jugend über

ein Jahr regelmäßig Cannabis konsumiert,

verzögert die Hirnentwicklung. Danach

kann es mehr als sieben Jahre dauern,

bis sich der Körper erholt hat.

SOZIAL AUSGEGRENZT

Körperliche Symptome rufen noch keine

Cannabissucht hervor. Es ist die seelische

Abhängigkeit – also das psychische Verlangen

nach der Substanz – die zur größten

Last wird. Erkrankungen wie Depressionen

fördern eine Sucht zusätzlich. Oft

stehen Betroffene mit der Zeit

im sozialen Abseits. „Diesen

Rückzug nehmen sie durch

das Hochgefühl im Rausch allerdings

kaum wahr“, so Dr.

Hauptmann. „Doch die Einsicht

des Patienten, dass er ein Problem

hat, ist eine wichtige

Voraussetzung für eine erfolgreiche

Therapie.“

Aufklärung und Beratung

können bereits im Vorfeld

entgegenwirken. Nicht jeder

Mensch, der Cannabis konsumiert,

wird süchtig. Ist eine Behandlung

nötig, wird sie an den

Heinrich Sengelmann Kliniken

individuell auf den Patient abgestimmt.

ts

Sucht braucht Hilfe

Nicht nur illegale Substanzen, auch das Feierabendbier oder Zigaretten können zum

täglichen Muss werden. Wie kann man sich selbst oder anderen helfen, wenn es

nicht mehr ohne geht?

„Zur Beratung kommt der Betroffene meist

sehr spät“, berichtet Frank Ladwig, Leitung

Rekreationstherapie und Suchtberater am

BG Klinikum Hamburg. Aus seiner Erfahrung

haben Angehörige und Arbeitskollegen

häufig das richtige Bauchgefühl, wenn

etwas nicht stimmt. Zieht der Betroffene

sich häufiger zurück oder ist öfter mal

krank, lohnt es sich, aufmerksam zu sein.

In einer Beratung zeigt sich, wie Angehörige

oder Kollegen helfen können und

welche Form von Unterstützung die Beziehung

zum Betroffenen aushält. Wichtig

ist auch, für das Thema Sucht zu sensibilisieren,

nicht aber den Betroffenen als

Alkoholiker oder Ähnliches abzustempeln.

Bei Widerstand gilt: Nicht gleich aufgeben!

„Suchtkranke sind

nicht willensschwach“

Für Frank Ladwig hat eine Suchtkrankheit nichts

mit einer Schwäche zu tun. Es kann prinzipiell jeden

treffen, der versucht Stress oder andere Probleme

auf ungesunde Art zu kompensieren. In einer Therapie

geht es darum, herauszufinden, warum der

Abhängige auf das Suchtmittel zurückgreift, und

Handlungsalternativen zu entwickeln. „Der Betroffene

muss in die Selbstaufmerksamkeit kommen“,

so Ladwig. Dieser Weg der eigenen Reflexion ist

individuell. Dabei können auch Hausärzte, kollegiale

Suchtberater bei der Arbeit oder Selbsthilfegruppen

erste Anlaufpunkte bieten.

ys

Weitere Informationen und Selbsttests auch im

Internet unter: www.dhs.de.


Titelthema Ernährung und Lebensstil 11

Sport zur

Arthrose-

Prävention

In Deutschland leiden rund fünf

Millionen Menschen unter der

Gelenkerkrankung Arthrose. Als

Teil des natürlichen Alterungsprozesses

kann sie jeden treffen.

Umso wichtiger sind vorbeugende

Maßnahmen.

Unsere Gelenke leisten jeden Tag

Schwerstarbeit. Kein Wunder, dass sie

sich über die Zeit abnutzen. Bei etwa 80

Prozent der Menschen entsteht Arthrose

erst im Laufe des Lebens. Eine ungesunde

Lebensweise kann sie begünstigen, sagt

Dr. Uwe Dahn, Leiter Sektion Orthopädie

und Unfallchirurgie am Bethesda Krankenhaus

Bergedorf. So führt vor allem

Übergewicht häufig zu Problemen und

ist gerade für die Kniegelenke sehr belastend.

„Viel Bewegung beugt vor – auch

DR. UWE DAHN

Leiter Sektion Orthopädie

und Unfallchirurgie

am Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

wenn Patienten diese oft mit Schmerzen

in Verbindung bringen, ist sie besonders

zur Prävention von Arthrose sehr wichtig“,

erklärt Dr. Dahn. Er rät Patienten

daher prinzipiell, mehr Sport zu treiben.

Dabei gilt es nicht, Höchstleistungen zu

erbringen, denn tatsächlich leiden gerade

Spitzensportler häufig unter Arthrose.

Vielmehr sind ausgeglichene, wechselnde

Bewegungen wie beim Schwimmen zu

empfehlen. Auch Reha-Kurse, die oft von

Krankenkassen gefördert werden, sollten

seiner Meinung nach öfter in Anspruch

genommen werden. „Eine gesunde Ernährung

kann dabei helfen, Übergewicht

zu reduzieren und dadurch die Gelenke zu

entlasten“, so Dr. Dahn.

md

Gelenkschmerz – und nun?

Präventive Maßnahmen können helfen, um Arthrose vorzubeugen.

Doch was tun, wenn die Erkrankung bereits da ist?

Mit zunehmendem Alter steigt auch die

Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken.

Ihre Anzeichen erkennt man laut Dr.

Sighart Trautwein von der Facharztklinik

Hamburg an den klassischen Symptomen:

„Typisch ist der Anlaufschmerz am Morgen.

Dazu kommen Reizzustände, die das

betroffene Gelenk anschwellen lassen.“

Doch nur, weil die Erkrankung bereits

da ist, heißt das noch nicht, dass nichts

mehr unternommen werden kann, um

sie aufzuhalten: „Kommt ein Patient mit

dickem, schmerzendem Knie zu mir, gilt

es zunächst einmal, mit Medikamenten

die Entzündung rauszubekommen“, so Dr.

Trautwein. „Danach werden die konservativen

Maßnahmen abgeklopft, bis man

herausgefunden hat, welche am besten

funktioniert.“ Dazu gehört Bewegung,

denn hierdurch wird die Nährstoffversorgung

des Knorpels aus der Gelenkschmiere

erheblich verbessert, der Knorpelabrieb

dadurch verlangsamt. Seine Empfehlung:

„Fahrradfahren oder die Bewegung im

Wasser lassen maximale Beweglichkeit

zu und belasten die Gelenke dabei nicht

allzu stark.“ Eine gesunde Ernährung wirkt

ebenfalls unterstützend. So gibt es zum

Beispiel Gewürze wie Muskat, Cummin

und Koriander, die entzündungshemmend

wirken. Schreitet die Arthrose trotz allem

voran und schränkt den Patienten zu stark

In diesen Häusern wird

Arthrose behandelt:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• BG Klinikum Hamburg

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Facharztklinik Hamburg

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

• Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand

ein, ist nach Ausschöpfung der konservativen

Maßnahmen die erste Methode

seiner Wahl die Arthroskopie, ein minimalinvasiver

Eingriff, wobei falls nötig auch

das Ausmaß der notwendigen endoprothetischen

Versorgung festgelegt werden

kann.

md


12 Titelthema Ernährung und Lebensstil

STÄRKUNG NACH DER

CHEMOTHERAPIE

TCM – die traditionelle chinesische Medizin wird immer häufiger

als komplementärmedizinisches Verfahren zur Bekämpfung von

Nebenwirkungen einer Chemotherapie hinzugezogen. Mit Akupunktur

und einem auf die Chemotherapie angepassten Speiseplan kann das

Leiden der Patienten oft gelindert werden.

„Eine gezielte Ernährung und körperliche

Aktivität während und nach einer Chemotherapie

sind unbedingt erforderlich für

eine gute Lebensqualität der Patienten“,

so Barbara Kirschbaum. Seit 2011 leitet

sie die TCM-Ambulanz am Mammazentrum

Hamburg am Krankenhaus Jerusalem,

die von der Dorit-und-Alexander-Otto-

Stiftung getragen wird. Mit Akupunktur,

Physiotherapie und Ernährungsberatung

hilft sie den an Brustkrebs erkrankten

Frauen, ihre Vitalität nach erfolgter Operation

zu stärken und Nebenwirkungen der

Chemotherapie zu kompensieren. „Viele

Frauen sind während der Therapie sehr

müde oder leiden beispielsweise unter

BARBARA

KIRSCHBAUM

Leitung der

TCM-Ambulanz am

Mammazentrum Hamburg

am Krankenhaus

Jerusalem

Schlaflosigkeit, Hitzewallungen und/oder

Übelkeit“, so Kirschbaum. „Akupunktur

kann dabei helfen, die Symptome zu lindern.“

Je nach Behandlung stimmt sie vor

allem auch die Ernährung der betroffenen

Frauen ab – Gemüse und Suppen statt

scharfer Gewürze und zu viel Zucker. Vielen

Patienten helfe TCM dabei, den Verlauf

einer Chemotherapie emotional und

seelisch besser zu verkraften und langfristig

sorgsamer mit dem eigenen Körper

umzugehen.

Sport mit Kunstgelenk: immer sinnvoll!

Regelmäßige Bewegung ist gut für Herz und Kreislauf – und hilft sogar künstlichen Knie- oder Hüftgelenken.

Warum das so ist und welche Sportarten sich eignen, erläutert der Spezialist Dr. Helge Riepenhof.

Ist ein Gelenk in seiner Funktion dauerhaft

beeinträchtigt, kann es oft durch ein

Implantat, die sogenannte Endoprothese,

ersetzt werden. Häufig trifft es Knie, Hüfte

und Schulter. Die künstlichen Gelenke sind

heute so ausgereift, dass drei bis sechs

Monate nach der Operation selbst Sport

schmerzfrei möglich ist. „Patienten sollten

mit der Sportart weitermachen, die ihnen

vertraut ist – sie kennen die Bewegungen

und das gibt ihnen Sicherheit“, rät Dr. Helge

Riepenhof, Chefarzt im Zentrum für

Rehabilitationsmedizin am BG Klinikum

Hamburg.

Die Aktivität erhöht den Stoffwechsel

der Knochen und damit deren Stabilität.

DR. HELGE RIEPENHOF

Chefarzt im Zentrum

für Rehabilitationsmedizin

am BG Klinikum

Hamburg

Radfahren ist auch mit künstlichem Hüftgelenk möglich.

„Dabei werden auch Muskeln aufgebaut.

Zusammen festigt das die Verankerung

der Endoprothese“, führt der Orthopäde

aus. Selbst erstmalig mit Sport zu beginnen,

lohnt sich deshalb nach der OP. „Dazu

ist es nie zu spät. Ideal sind insbesondere

Schwimmen, Radfahren oder Walken“, so

Dr. Riepenhof, der zudem empfiehlt, die

Sportart und Intensität immer fachärztlich

abzustimmen.

mj


Titelthema Ernährung und Lebensstil 13

Mikrobiom – nützliche Darmbewohner

Unzählige Mikroorganismen besiedeln unseren Körper. Sie spielen eine wichtige Rolle für

unser Immunsystem und schützen womöglich vor Krankheiten. Doch wie können wir die

kleinen Helfer am besten unterstützen?

Bakterien, Pilze und Viren – zusammen bilden

sie unser sogenanntes Mikrobiom. Die meisten

dieser Organismen finden wir im Darm. Welche

Aufgaben sie dort erfüllen, weiß Oberarzt Dr. Julian Siegel

vom Israelitischen Krankenhaus Hamburg: „Das Mikrobiom

verwertet nicht nur unsere Nahrung. Man geht

auch davon aus, dass es uns vor äußeren Einflüssen

schützt, quasi als Abwehr gegen Krankheitskeime.“

Dabei gilt: Je größer die Vielfalt an Mikroorganismen

im Darm, desto besser. Diese Vielfalt ist jedoch oft

gefährdet: „Eine zuckerreiche und ballaststoffarme Ernährung

ist in der Lage, unser Mikrobiom ins Ungleichgewicht

zu bringen, was wiederum zu Krankheiten

führen kann“, erklärt Dr. Siegel. Dass jede Krankheit

mit unseren Darmbewohnern zusammenhängen soll,

so wie manchmal behauptet wird, kann er jedoch nicht

bestätigen.

„Bei Übergewicht ist es durchaus möglich, dass die

Veränderung des Mikrobioms als Folgeerscheinung einer

Fehlernährung auftritt.“ Er rät daher zu einer ausgewogenen,

mediterranen Ernährungsweise mit vielen

pflanzlichen Fetten. Auch ein Ernährungstagebuch hilft

Patienten dabei, herauszufinden, welche Nahrungsmittel

ihnen Probleme bereiten.

md

Rezept: Pane é pomodore

Eine pflanzenreiche Ernährung liefert den Mikroorganismen viel nützliches Material. Dieses mediterrane

Gericht von Marcus Scherer, Küchenchef im Israelitischen Krankenhaus Hamburg, enthält einen

großen pflanzlichen Fettanteil und eignet sich somit ideal zur Versorgung unserer kleinen Helfer.

Für 4 Personen:

1 Baguette

250 ml Olivenöl

1 Zucchini

1 Aubergine

Je 1 rote, grüne und gelbe Paprika

Salz

Honig

Rosmarin & Thymian

100 g Oliven schwarz

1 kg Fleischtomaten oder Strauchtomaten

100 g Parmesan (frisch gerieben)

Dieses leckere

vegetarische Gericht

ist eines von vielen

gesunden Rezepten

aus Marcus Scherers

Kochbuch

„ICH KOCHE“.

Zubereitung:

Das Baguette schräg in 1 cm dicke

Scheiben schneiden, auf das Backblech

legen und mit Olivenöl beträufeln. Dann

6–8 Minuten im Ofen goldgelb backen

und auskühlen lassen. Das Gemüse waschen

und in 2–3 cm Stücke schneiden.

Anschließend in etwas Olivenöl anbraten,

mit Salz würzen und die frischen Kräuter

dazu geben. Tomaten waschen und je

nach Größe sechsteln oder achteln. Zusammen

mit den entsteinten Oliven zum

Gemüse geben.

Das Ganze mit etwas Honig und Salz abschmecken

und ca. 15 Minuten köcheln

lassen. Das Ragout in eine Auflaufform

geben, die gerösteten Brotscheiben gefächert

darauf verteilen und im vorgeheizten

Backofen für ca. 8–10 Minuten mit etwas

frisch geriebenem Parmesan überbacken.

Sie können die Gemüsesorten auch variieren!

Mögen und vertragen Sie beispielsweise

Knoblauch, Zwiebeln und Chili,

können Sie diese dem Rezept hinzufügen.


14 Titelthema Ernährung und Lebensstil

Bei Reizdarm auf Kohlenhydrate verzichten

Probleme durch einen gereizten Darm lassen sich oft durch eine Umstellung der Ernährung lindern.

Top Tipp: Bestimmte Kohlenhydrate – die FODMAPs – weglassen!

„FODMAPs sind kurzkettige Kohlenhydrate,

die manche Menschen nicht richtig

verdauen können“, erklärt Prof. Dr.

Andreas de Weerth, Chefarzt für Innere

Medizin und Gastroenterologie am Agaplesion

Diakonieklinikum Hamburg. Das

führt zu typischen Reizdarm-Symptomen,

wie Bauchschmerzen oder Blähungen.

Besonders oft finden sich FODMAPs in

Fertiggerichten. Aber auch bestimmte

Obst- und Getreidesorten

enthalten

sie in natürlicher

Form. „Bei einigen

Diese Kliniken setzen das

FODMAP-Konzept ein:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Israelitisches Krankenhaus

Hamburg

• Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand

Patienten treten sogar Probleme beim

Kauen von Kaugummi mit Süßungsmittel

wie Sorbit auf“, berichtet der Facharzt.

Diät verspricht

Linderung

„Es handelt sich bei

dem Reizdarm damit

nicht um eine Allergie,

wie einige vermuten“,

stellt Prof. Dr. de Weerth

klar. Bei Verdacht auf

eine Unverträglichkeit

erhalten Betroffene im Agaplesion Diakonieklinikum

zunächst eine Beratung. Dazu

gehört eine Liste, die FODMAP-reiche Lebensmittel

aufzählt. Mit ihrer Hilfe wird die

Ernährung umgestellt. In einem Tagebuch

können die Mahlzeiten vermerkt und vom

Arzt ausgewertet werden. Durch eine Diät

stellt sich häufig innerhalb weniger Wochen

eine Linderung ein. „Der Verzicht

auf FODMAP-reiche Lebensmittel ohne

Symptome ist allerdings unnötig“, so Prof.

Dr. de Weerth.

ts

BERATUNGSANGEBOT FÜR KREBSERKRANKTE

Partnerbeitrag

Häufig geht eine Tumorerkrankung mit Ernährungsproblemen einher, weshalb ein individuell auf die Bedürfnisse

der Betroffenen angepasstes Beratungsangebot enorm wichtig ist.

Manchmal führt nicht die generelle

Appetitlosigkeit von

onkologischen Patienten zu

Gewichtsverlusten und Mangelerscheinungen,

sondern die veränderte Nährstoffaufnahme.

„Bei Darmkrebs zum Beispiel

kann es entscheidend sein, welcher

Teil des Organs betroffen ist, sprich welche

Stoffe vom Körper überhaupt noch

aufgenommen werden können“, sagt

Corinna Lauritzen der antares-apotheke

Hamburg, die sich auf die Betreuung von

Patienten in derartigen Ernährungssituationen

spezialisiert hat.

CORINNA LAURITZEN

Ökotrophologin in der antares-apotheke

„Generell spreche ich keine Verbote aus.

Vielmehr ermutige ich die Patientinnen

und Patienten alles das zu essen, was

sie gut vertragen und ihnen schmeckt

– mit geringfügigen Anpassungen wie

die Ergänzung um Zusatznahrung. Das

steigert nicht nur das Wohlbefinden,

sondern wirkt sich auch positiv auf die

Lebensqualität und Genesung aus“, so

die zertifizierte Ernährungsberaterin.

Ein wichtiges Ziel ihrer Arbeit ist es,

Mangelernährung vorzubeugen bzw.

diese frühzeitig zu erkennen und zu

behandeln.


Du bist, was du isst

Richtige Ernährung kann gesund machen.

Falsche Ernährung kann krank machen. Für

Menschen, die an Mangelernährung leiden,

gibt es spezielle Therapien.

Titelthema Ernährung und Lebensstil 15

Früher waren es gefährliche Infektionskrankheiten und

Seuchen, heute sind es Wohlstandserkrankungen wie

Übergewicht, Zuckerkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall,

die tödliche Folgen haben können. Die Ursachen sind häufig

Maßlosigkeit und falsche Ernährung, auch schon bei Kindern.

In der Geriatrie (Altersmedizin) dagegen findet man zusätzlich

oft eine Mangelernährung. „Bis zur Hälfte unserer Patienten

in der Geriatrie sind mangelernährt – in der

Regel bedingt durch eine akute oder chronische

Erkrankung“, sagt Dr. Sigrid Steeb,

Ärztin für Innere Medizin, Geriatrie und Ernährungsmedizin

am Bethesda Krankenhaus

Bergedorf. Die Gründe seien vielfältig,

oft fehle auch das Bewusstsein für die Zusammenhänge.

„Für viele gehören Krankheiten

wie Mangelernährung oder Diabetes

mellitus zum Alter einfach dazu“, so die

Ärztin. Dabei lässt sich vorbeugen! Nebst

Aufklärung bietet das Bethesda Krankenhaus

für seine Patienten, neuerdings unterstützt durch ein Ernährungsteam,

Ernährungstherapien an, mit denen sich gute

Erfolge erzielen lassen. Diese basieren auf den zehn Regeln der

Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. „Wenn jeder diese

Hier wird eine Ernährungstherapie bei

Mangelernährung angeboten:

zehn Regeln – z. B. viel Obst und

Gemüse, ausreichend Vollkornprodukte,

weniger Fleischwaren

und Zucker – von vornherein befolgen

würde, könnten wir uns

die Ernährungstherapien weitgehend

sparen“, meint Dr. Steeb.

„Langfristig helfen würde auch

Gesundheitslehre in der Schule,

denn Fehlernährung beginnt meist schon im Kindesalter. Nach

• Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

• Albertinen Haus

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus Hamburg

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

• Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand

wie vor gilt: Du bist, was du isst!“

Die 10 Ernährungsregeln zum Gesundbleiben:

gute-besserung.hamburg

ik

MinusXXL zeigt Wege zum Abnehmen

Kinder und Jugendliche in Hamburg haben öfter mit starkem Übergewicht zu kämpfen als Gleichaltrige

in anderen Städten. MinusXXL hilft, einen gesunden Lebensstil zu finden.

Das Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift unterstützt übergewichtige

Kinder und Jugendliche von 0 bis 18 Jahren mit seinen

MinusXXL-Programmen. Nach einer zweitägigen umfassenden

Der Weg aus der

Adipositas geht

nicht allein über

Diät. Betroffene

Kinder müssen

sozial besser integriert

und bestärkt

werden.

Diagnostik in der Tagesklinik erhalten Eltern und Kinder die konkrete

Empfehlung für ihren weiteren Weg. Oftmals nehmen

Familien dann auch an einem der MinusXXL-Schulungs angebote

teil. Alle Programme sind multidisziplinär, das heißt, es geht

nicht nur um Sport, Ernährung und die gemeinsamen Speisen,

sondern auch um begleitende psychologische Gespräche. „Kein

Mensch kann seine Adipositas ändern, wenn er sie einseitig

sieht“, sagt Anke Lepanto, Diplom-Oecotrophologin des Kath.

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift. Der Fokus liegt also nicht nur

auf dem Abnehmen allein. „Die Kinder sollen auch in ihrer Persönlichkeit

gestärkt, sozial besser integriert und in ihrem Gesundheitsverhalten

unterstützt werden.“

Bei Mahlzeiten gibt es zusätzlich Tipps zur richtigen Portionierung

und dem Umgang mit Hungergefühl. Mit den MinusXXL-

Schulungen lernen Familien Schritt für Schritt ihren Lebensstil

zu verändern. Je nach Programm und Krankenkasse können

die Kosten anteilig übernommen werden.

ys


16 Spezial

HAMBURG KULINARISCH:

Regional! Lokal! Genial!

Das Rheinland hat den Sauerbraten, der Schwabe seine

Spätzle. Und der Norden? Neben Fisch in allen Variationen,

Rezepten mit Kohl und dem legendären Labskaus sind es

besonders süße und süß-saure Mahlzeiten, die typisch hamburgisch

sind. Nicht zu vergessen: als Dessert

Rote Grütze. Und am besten: Zutaten aus der

Region verwenden!

Neben Labskaus

hat der Norden noch

mehr zu bieten

VON RÜDIGER STETTINSKI

I

n der Hansestadt gibt es mehr als 5.300 gastronomische

Betriebe – vom Drei-Michelin-

Sterne-Restaurant „The Table“ in der Hafen-

City bis zur Fischbrötchen-Bude „Brücke 10“ auf

St. Pauli. Viele bieten traditionelle Speisen an und

sind deshalb auch bei Touristen sehr beliebt, wie die

historischen „Krameramtsstuben“ in der Altstadt

gegenüber dem „Michel“, das heimelig-gemütliche

„Ahrberg“ direkt am Blankeneser Strand und das

„Zur Post“ im Alten Land, das auf fast 300 Jahre

Geschichte zurückblicken kann.

Regionale Produkte:

Vom Acker auf den Teller

ohne lange Wege

Regionale Küche für den vollen Genuss

Häufig erfüllen diese Schlemmer-Oasen gleich einen

weiteren Trend, der zunehmend um sich greift:

vorwiegend Produkte aus der Gegend zu nutzen.

Dabei lässt sich der Begriff „Regionalität“ gar nicht

so einfach definieren. So ergab eine bundesweite

repräsentative Umfrage der Stiftung Warentest,

dass knapp 27 Prozent aller Befragten unter Region

einen begrenzten Naturraum – wie das Allgäu, den

Spreewald oder die Rhön – verstehen. Für 28 Prozent

bildet der Landkreis die Region, für knapp ein

Viertel (23 Prozent) ein Bundesland. Ganz Deutschland

nannten hingegen nur sechs Prozent. Die restlichen

Befragten wählten andere Definitionen wie

direktes Wohnumfeld oder mehrere Bundesländer,

beispielsweise Süd- oder Norddeutschland.

Das „Hobenköök“ stärkt kleine Betriebe

„Unsere Grenze liegt bei etwa 150 Kilometern“,

sagt Thomas Sampl, Koch und einer der drei Geschäftsführer

vom Restaurant „Hobenköök“ im

Oberhafenquartier. „Hobenköök“ ist Plattdeutsch

und heißt Hafenküche. Hier gibt es regionale Produkte

wie Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Molkereiwaren

von kleinen Unternehmen aus der Gegend

zu essen und auch zu kaufen. Die Betriebe haben

sich einem Netzwerk angeschlossen. Dazu gehören

Bauernhöfe, Lebensmittelhandwerker, Händler und

Gastronomen. Die gemeinsame Klammer ist die Beteiligungsgesellschaft

„Regionalwert AG“, die an


Spezial 17

ihnen und auch am „Hobenköök“ Anteile hält. Deren

Aktionäre sind Bürger aus Norddeutschland, die sich

für eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

einsetzen. Alle Firmen des Verbunds

verpflichten sich zu ökologischen und sozialen Kriterien,

enger Zusammenarbeit und zur gegenseitigen

Abnahme von Produkten.

Vlet: Hochküche mit lokalen Produkten

Dem „Hobenköök“ kommt das entgegen. „Es ist

schwierig, Lebensmittel mit Geschmack und konkretem

Herkunftsnachweis zu bekommen“, sagt

Sampl. Warum er dabei auf Regionales setzt? „Weil

es richtig ist! Vor allem aus drei Gründen: Die Produkte

haben einen kurzen Weg, erzeugen weniger

Emissionen, haben gleichzeitig eine höhere Qualität

durch ihre Frische, und die Wirtschaftskraft bleibt in

der Region.“

Der Westfale Sampl arbeitete zuvor als Küchenchef

im Restaurant Vlet in der Speicherstadt und setzte

auch hier diesen Anspruch um, Hochküche mit regionalen

Produkten zu

verwirklichen. Nach

wie vor bezieht das

Vlet, das zudem an

den Alsterarkaden

einen Standort hat, einen

Großteil der Produkte

und Lebensmittel

aus der Umgebung

und arbeitet dafür mit

Familienbetrieben zusammen.

„Perle“: Regional heißt auch saisonal

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute

wächst so nah – nach diesem leicht abgewandelten

Motto wird auch in der „Perle“ im Hamburger

Kontorhausviertel gekocht. Das Team um Mario Tino

Neumann hat sich der modernen Küche mit frischen

und lokalen Zutaten verschrieben. „Die Milch kommt

von Bauer Jan-Hendrik Langeloh aus Reitbrook, der

Fisch wird täglich frisch von Hummer Pedersen geliefert“,

so Neumann. Und weil regional auch saisonal

bedeutet, wird die Lunch-Karte wöchentlich dem

Frischeangebot angepasst.

Das sind nur wenige

Beispiele von Restaurants

in Hamburg, die

den Nachhaltigkeitsgedanken

verinnerlicht

haben. Es gibt sie

in der Hansestadt in

Äpfel aus

dem Alten Land

Hülle und Fülle. Auch

Supermärkte und

Discounter reiten auf

der Welle und achten

immer mehr darauf,

dass ein stattlicher

Anteil ihres Lebensmittel-Angebots

aus

der Gegend stammt.

Bodenständig und

ehrlich, so schmeckt

der Norden

Die Obstbauern

Hinrich und Birgit Wahlen

geniessen eine Pause

„Frischepost“: Vom Feld auf den Teller

Und wer es weder ins Restaurant noch zum Laden

oder Markt schafft, der kann sich die Ausbeute der

regionalen Ernte auch nach Hause schicken lassen.

Bring-Services wie „Frischepost“ beispielsweise

garantieren die Lieferung direkt vom Erzeuger.

Eva Neugebauer und Jule Willing, die 2015

das Unternehmen gründeten, versprechen:

„Unser Salat wird morgens vom Bauern geerntet

und landet noch am selben Tag auf

deinem Teller.“ Im Sortiment finden sich

nicht nur frisches saisonales Gemüse und

Obst, sondern auch Fleisch, Backwaren, Milchprodukte,

Säfte, Spezialitäten und vieles mehr. Alles

lässt sich ganz individuell zusammenstellen. Die

Ware wird in Mehrwegverpackungen oder in biologisch

abbaubaren Tüten sowie in wiederverwendbaren

Kühltaschen per Elektroauto transportiert. Wer

will, kann sie sich im vereinbarten Zeitfenster an einen

Abstellort, direkt vor die Wohnungstür oder ins

kiekmo-Schließfach der Haspa Filiale liefern lassen.

Fazit: Nachhaltiges Kochen und Speisen mit regionalen,

saisonalen Produkten und Rezepten erfreuen

sich zunehmender Beliebtheit.

1 x

FRISCHEPOST

GIBT’S ZU

GEWINNEN!

Mehr auf der

Magazinrückseite!


18 Altersmedizin · Trichterbrust

Dreifachwirkung von Medikamenten

Mit dem Alter steigt bei vielen Menschen die Zahl der Erkrankungen sowie der einzunehmenden Arzneien.

Prof. Dr. Ulrich Thiem, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen Klinik des Albertinen Hauses, erläutert im

Interview mit gute besserung!, worauf zu achten ist.

Verändert sich die Wirkweise

von Medikamenten,

je älter wir werden?

Nicht unbedingt. Es ist so,

dass Patienten, die an chronischen

Krankheiten wie

Bluthochdruck, Diabetes

und Rheuma leiden, gezwungen

sind, viele unterschiedliche

Medikamente

einzunehmen. Es besteht

die Gefahr einer Wechselwirkung,

d. h. sie relativieren oder verstärken

sich gegenseitig. Aber das ist

nur ein Aspekt, der bei der Behandlung

zu berücksichtigen ist.

PROF. DR.

ULRICH THIEM

Chefarzt der

Medizinisch-Geriatrischen

Klinik des

Albertinen Hauses

Was ist bei der medikamentösen

Behandlung noch wichtig?

Wir altern nicht nur äußerlich –

auch unsere Organe kommen in

die Jahre. Leber und Nieren zum

Beispiel werden im Alter weniger

durchblutet. Zusammen

mit möglichen Vernarbungen

und Gewebeschwächen kann

dies die Stoffwechsel- und Ausscheidungskapazität

erheblich

einschränken. Da die Arzneistoffe länger

im Körper bleiben, verlängert sich deren

Wirkung. Dies sollte unbedingt bei der

Dosierung beachtet werden.

Besteht zwischen der körperlichen Verfassung

und der Medikamenteneinnahme

ein Zusammenhang?

Ja, hier kommt die klinische bzw. altersmedizinische

Komponente zum Tragen.

Meist sind ältere Patienten durch

Gedächtniseinschränkung, Depression

oder Schlafstörung vorbelastet. Wird

kognitiv beeinträchtigten Patienten ein

zusätzliches Medikament verschrieben,

sind Nebenwirkungen häufiger. Bei der

Behandlung gilt es also Folgendes zu

beachten: erstens die Gefahr der Wechselwirkung,

zweitens die längere Wirkdauer

und drittens die Anfälligkeit für

Nebenwirkungen.

gg

Eine Trichterbrust ist korrigierbar

Die sogenannte Trichterbrust tritt meist schon im Kindesalter auf. Gesundheitliche Probleme durch die starke

Einsenkung des Brustkorbs sind oft die Folge. Doch die Fehlstellung ist gut behandelbar.

Die ungewöhnliche Delle in der

Brust nimmt meist in der Pubertät

an Ausprägung zu. „Allerdings

sind viele Haus- und Kinderärzte

mit den neuen Therapiemethoden dieser

Diagnose nicht vertraut“, berichtet der

leitende Oberarzt für Thoraxchirurgie der

Patient vor (li.) und 6 Wochen nach der Trichterbrust-OP.

LungenClinic Grosshansdorf Dr. Sönke

von Weihe. Oft werden sie daher gar nicht

erst an eine entsprechend erfahrene Institution

überwiesen.

In fast allen Fällen ist eine Behandlung

jedoch möglich und angebracht. Das stark

abgesenkte Brustbein drückt Lunge und

Herz zur Seite. „Das

kann die Gesundheit

und Belastungsfähigkeit

erheblich beeinträchtigen“,

warnt Dr.

von Weihe.

Gute Aussichten

Unabdingbar ist auch

immer eine physiotherapeutische

Behandlung

im Gesamt-

Therapiekonzept. „Die

operative Korrektur

erfolgt dank neuer

Methoden an der

LungenClinic minimal

invasiv“, erläutert Dr.

DR. SÖNKE

VON WEIHE

Leitender Oberarzt

für Thoraxchirurgie

der LungenClinic

Grosshansdorf

von Weihe. Meistens findet ein Eingriff

im Alter zwischen 14 und 30 Jahren statt.

Dabei werden bei einer kleinen Operation

zwei Bügel eingesetzt, die den Brustkorb

anheben. „Etwa 90 Prozent der Patienten

sind im Anschluss voll leistungsfähig –

auch noch, nachdem die Bügel nach drei

Jahren wieder entfernt werden.“ ts

Diese Häuser operieren

eine Trichterbrust:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Kath. Kinderkrankenhaus

Wilhelmstift

• LungenClinic Grosshansdorf


Moderne roboterassistierte

Therapie bei Blasentumor

Blasenentfernung 19

Das Blasenkarzinom ist mit ca. 16.000 neuen Fällen pro Jahr die zweithäufigste Krebserkrankung des

Harn- und Geschlechtssystems nach dem Prostatakarzinom. Männer sind vor allem im Alter zwischen

70 und 75 betroffen und generell etwa dreimal häufiger als Frauen. Das Risiko, daran zu erkranken, ist

bei Rauchern etwa 2- bis 4-fach erhöht.

Die Therapie ist abhängig

von der Art, Lage und

Ausbreitung des Tumors.

Die nicht muskelinvasiven

und oberflächlichen Tumoren

können durch die Harnröhre entfernt

werden. Hat sich der Krebs schon über

die Schleimhautschichten in den Muskel

des Organs ausgebreitet oder wächst

er besonders aggressiv? Dann wird die

Blase in der Regel zusammen mit dem

Tumor entfernt. Diesen kompletten Eingriff

nennen Fachleute „radikale Zystektomie“.

Sie gehört in vielen Krankenhäusern

zur Routine. Relativ neu ist allerdings

der minimalinvasive Eingriff mithilfe der

DaVinci ® -Methode, wie sie das Albertinen

Krankenhaus vornimmt – als erste Klinik in

Hamburg routinemäßig. Dabei handelt es

sich um eine roboterassistierte OP-Technik.

Das System dafür besteht aus drei wesentlichen

Bausteinen: der Steuerkonsole,

dem Videoturm und dem Patientenwagen.

An der Steuerkonsole sitzt der Operateur

und blickt durch das Okular. Seine Hände

befinden sich in je einer frei beweglichen

Griffeinrichtung. Diese übersetzen die Bewegung

der Finger und Handgelenke in

elektronische Steuersignale, um dann auf

die Arme des roboterassistierten Systems

übertragen zu werden, an denen die chirurgischen

Instrumente und die Kamera

befestigt sind. Das System unterstützt den

Arzt durch eine hochauflösende 3D-Sicht

mit bis zu 10- bis 40-facher Vergrößerung

des Operationsfeldes, sodass selbst feine

Strukturen wie Nerven und Gefäße genau

zu sehen sind und der Operateur auf

engstem Raum zielsicher hantieren kann.

Harnblasen-Ersatz

während der OP

„Ist das Blasenkarzinom lokal nicht fortgeschritten,

so ist eine Heilung und in vielen

Fällen auch die Erhaltung der Erektionsfähigkeit

bei Männern möglich“, erklärt

Dr. Henrik Zecha, Chefarzt der Klinik für

Urologie und Uroonkologie im Albertinen

Krankenhaus. „Zudem wird die Harnblase

während der gleichen Operation ersetzt –

entweder durch ein sogenanntes Ileum

conduit, eine Ableitung an der Bauchwand,

DR. HENRIK

ZECHA

Chefarzt der Klinik

für Urologie und

Uroonkologie

im Albertinen

Krankenhaus

oder durch eine kontinente Neoblase, das

heißt eine neue Harnblase aus ca. 50 cm

Dünndarm.“ Nach einer Übergangszeit

kann der Patient bzw. die Patientin mit der

Neoblase wieder auf natürlichem Wege

Wasser lassen. Dr. Zecha: „Welche Therapieform

die optimale ist, entscheiden

wir gemeinsam mit unseren Patienten abhängig

von Alter, Nebenerkrankungen und

den Vorbefunden.“ Durch dieses moderne

Verfahren verkürzt sich die Krankenhausverweildauer,

und die Risiken des Eingriffs

werden deutlich reduziert.

rs

Mithilfe einer roboterassistierten Technik entfernt der Operateur den Blasentumor.


20 Kardiologie

Herzklappen sind dazu da, den

Blutfluss zu regulieren. Ist auch

nur eine von ihnen geschädigt,

hat dies Auswirkungen auf die

Pumpleistung des Herzens. Der

PASCAL-Clip dichtet eine kaputte

Mitralklappe wieder ab.

PASCAL – kleiner Helfer

bei Herzschwäche

Ü

ber mehrere Wochen

hatte Ursula

A. einen viel

schnelleren Puls

als sonst verspürt. Von

einem Tag auf den anderen

bekam sie dann kaum

noch Luft – sie machte

sich große Sorgen. Ihre Befürchtung

bestätigte sich:

Es war das Herz. Genau

genommen, war eine ihrer

vier Herzklappen undicht.

DIAGNOSE

HERZSCHWÄCHE

Weil die sogenannte Mitralklappe,

welche sich

auf der linken Seite des

Herzens zwischen linker

Herzkammer und linkem

Vorhof befindet, nicht mehr

richtig schloss, litt Ursula A.

unter massiver Luftnot. Bei

einer undichten Mitralklappe fließt das sauerstoffreiche

Blut von der linken Kammer

in den linken Vorhof zurück. Durch den

ständigen Rückfluss (Pendelvolumen)

entwickelt sich eine Überlastung der

Herzkammer, was die Entwicklung einer

Herzschwäche zur Folge haben kann.

Die gute Nachricht für Ursula A. war,

dass Herzklappen repariert werden kön-

PASCAL ist nicht nur ein Jungenname. Es

ist auch der Name einer neuen Behandlung

bei undichter Mitralklappe, eine der vier

Herzklappen. Insbesondere älteren Patienten mit

erhöhtem Operationsrisiko kann die Therapie

helfen. Zu den ersten behandelten Patienten in

Norddeutschland gehört die 84-jährige Ursula A.

Ursula A. kann wieder lachen: Der von Prof. Dr. Ulrich Schäfer

durchgeführte Eingriff war erfolgreich und die Luftnot ist

wie weggeblasen.

nen. Die weniger gute, dass Ursula A.

in ihrem hohen Alter und aufgrund ihrer

Begleiterkrankungen nicht für ein chirurgisches

Verfahren infrage kam.

VORTEILE DES NEUEN VERFAHRENS

Ihr behandelnder Arzt, Prof. Dr. Ulrich

Schäfer, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie,

Angiologie und Intensivmedizin

am Zentrum für Innere

Medizin des Marienkrankenhauses,

riet der hochbetagten

Patientin daher

zu einem neuen Mitralklappen-Clipverfahren.

„Die

minimal-invasive Behandlung

der höhergradigen

Mitralklappen-Insuffizienz

mit einem Clipverfahren

führt nachweislich zur

nachhaltig effektiven Verringerung

der Herzschwäche“,

so der renommierte

Mediziner. „Nun gibt es ein

neues Mitralklappen-Clipverfahren,

das u. a. durch

beweglicheres Material

Vorteile mit sich bringt: die

Implantation des PASCAL-

Clips.“ Mithilfe eines Kathetersystems

führt der

Arzt den PASCAL-Clip über

die Leistenvene bis zum

Herzen. Dann positioniert und befestigt

er den PASCAL an den beiden Segeln der

Mitralklappe. „Durch einen zusätzlich abdichtenden

Füllkörper wird die Undichtigkeit

der Klappe noch besser überbrückt und

die Ventilfunktion der Klappe wiederhergestellt“,

so Schäfer, der diese Behandlung

gemeinsam mit seinem Team erstmalig in

ganz Norddeutschland eingesetzt hat. mw


Chest Pain Unit 21

BRUSTSCHMERZ

RICHTIG DEUTEN

Brustschmerzen sind ein häufiger Grund, warum Menschen

die Notaufnahme des Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

aufsuchen. Die Ursache für die Beschwerden kann völlig

harmlos, aber auch akut lebensbedrohlich sein. Um eine

schnelle und optimale Versorgung sicherzustellen, gibt es

die Spezialeinheit Chest Pain Unit, kurz CPU.

Die Patienten einer CPU sind

entweder Selbsteinweiser,

haben eine Überweisung vom

niedergelassenen Arzt, oder sie werden

durch den Notarzt in die Klinik gebracht

– wie Peter G., 67 Jahre, Verdacht auf

Herzinfarkt. Der Notarzt hat während

der Fahrt bereits ein EKG (Elektrokardiogramm)

geschrieben, sprich die

Aktivität des Herzens gemessen. Die

aufgezeichnete Herzspannungskurve

zeigt, dass Peter G. zum Glück keinen

schweren Infarkt hat.

Geschwindigkeit ist Trumpf

In der CPU erfolgt ein ausführlicheres

EKG und mehrfach eine Blutabnahme,

damit Veränderungen der Werte

rasch sichtbar werden. „Es gilt, möglichst

schnell die sehr ernsthaften

Erkrankungen auszuschließen, wie

den Herzinfarkt, die Lungenembolie

oder ein Einriss in der Aorta“, erklärt

Dr. Matthias Gasthaus, Chefarzt der

Klinik für Innere Medizin – Kardiologie

im Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus.

„Denn dann muss sofort gehandelt

werden, etwa um Herzmuskelgewebe

vor dem Absterben zu retten.“ In

der CPU überwacht ein eingespieltes

Ärzte-Team die Patienten ständig – per

Monitor und regelmäßig auch im persönlichen

Gespräch. Dafür stehen besondere

Räume zur Verfügung sowie

kardiologisch geschultes Pflegepersonal.

Bei Bedarf können auch Kollegen

aus anderen Fachdisziplinen wie der

Gastroenterologie zur Beurteilung des

Falles herangezogen werden.

Alles „aus einer Hand“

Die Blut- und EKG-Werte von Peter

G. sind soweit in Ordnung, die Beschwerden

haben nachgelassen.

Die Ultraschall-Untersuchung ergab,

dass auch eine Lungenembolie nicht

infrage kommt. Doch weil Peter G.

ein hohes Risikoprofil aufweist und

Infarkt typische Symptome hatte, wird

ihm jetzt eine Katheter-Untersuchung

empfohlen, die innerhalb von 72 Stunden

erfolgen sollte. Durch sie lässt

sich feststellen, ob die Herzkranzgefäße

wirklich richtig durchblutet werden,

oder ob es Verschlüsse gibt, die

der Arzt dann bereits während der

Untersuchung aufweiten oder wieder

öffnen kann. Das Herzkatheter-Labor

innerhalb der CPU steht rund um die

Uhr zur Verfügung. Der Patient wird

in der CPU also „aus einer Hand“

betreut – vom Erstkontakt über die

Diagnose bis zur Behandlung. Das

verkürzt die Prozesse.

Engstelle behoben

Tatsächlich stellt sich bei Peter G.

heraus, dass ein Hauptgefäß im Herzen

gefährlich verengt ist. Die Ärzte

erweitern es und setzen dort eine Gefäßstütze,

einen Stent, ein. Nach zwei

Tagen kann Peter G. das Krankenhaus

verlassen.

„Die Chest Pain Unit

als interdisziplinäre

spezielle Diagnostikund

Therapieeinheit

ermöglicht eine optimale

Versorgung der

Patienten mit akuten

Herzerkrankungen

und Brustschmerzen

– ohne Zeitverzögerung

und auf

hohem Kompetenzniveau“, fasst Dr.

Gasthaus zusammen.

rs

Diese Krankenhäuser

verfügen über eine

Chest Pain Unit:

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift


22 Schluckstörung

Was hilft bei Schluckstörungen?

Wir tun es rund 2000 Mal am Tag – und merken erst, wie (lebens-)wichtig das Schlucken ist,

wenn es nicht mehr funktioniert.

„Nach einem Schlaganfall, bei Parkinson

oder auch bei Krebs im Mundraum kann

der Schluckvorgang gestört sein“, erklärt

Kathrin Westphal, leitende Logopädin

am Ev. Krankenhaus Alsterdorf. Zum Beispiel,

weil das Kauen eingeschränkt ist,

die Zunge Essen oder Flüssigkeit

nicht mehr zum Rachen

schieben kann und beim eigentlichen

Schlucken Speisereste

bis in die Lunge rutschen

und dort eine Entzündung

auslösen können. Die Folge:

eine stark eingeschränkte Lebensqualität,

Angst vor dem

Essen, Gewichtsabnahme, im

schlimmsten Fall sogar eine

tödlich verlaufende Lungenentzündung.

Warnzeichen für eine

Schluckstörung sind u. a. Husten

und Räuspern beim Essen.

Logopädinnen und Logopäden

unterstützen Menschen mit

Schluckstörungen dabei, das Schlucken

wieder zu normalisieren oder im Alltag

damit zurechtzukommen. Es sollte leicht

zu schluckende, passierte Kost zubereitet

werden. „Wichtig ist eine aufrechte Haltung

beim Essen – auch im Krankenhausbett.

Sie macht das Schlucken leichter“,

sagt Logopädin Westphal. Schließlich

können auch gezielt Muskelgruppen im

Gesicht trainiert werden – das hilft zum

Beispiel nach einem Schlaganfall mit Gesichtslähmung.


Was lustig aussieht, trainiert die Gesichtsmuskeln. Das kann die Schluckfähigkeit verbessern.

Gesunde Currywurst?

Das Ingwergewächs Kurkuma erlebt seit einiger Zeit

einen unglaublichen Hype – nicht nur als Hipster-

Getränk in Form der „Golden Milk“ oder als Zutat

der Currywurst, sondern auch in der Medizin.

Partnerbeitrag

Einer der wichtigsten Bestandteile des farbgebenden Inhaltsstoffs

der Currygewürzmischung ist das Polyphenol

Kurkumin, was nach Chemie klingt, aber zu 100 Prozent

natürlich ist. Die Gruppe der Polyphenole gehört zu den sekundären

Pflanzeninhaltsstoffen, die u. a. auch in Rotwein,

Grünkohl, Grapefruit, Tomaten, Kakao sowie Grünem Tee zu

finden und nachweislich gesund sind.

So hat sich die Gelbwurz, wie Kurkuma auch genannt wird,

bei der Regulierung von erhöhten Blutfetten als wirksam erwiesen.

In der Leber übernimmt es die Rolle eines cholesterinsenkenden

Medikaments (Statine), im Darm mindert

es die Cholesterinaufnahme. Aufgrund seiner starken antioxidativen

Eigenschaften schützt Kurkuma darüber hinaus die

Gefäße. „Viel Currywurst zu essen, hilft leider nicht. Doch

Kurkuma gibt es in der Apotheke als Extrakt in Form eines

Nahrungsergänzungsmittels, z. B. KURKUMA 2400 BIO. Es

sollten entweder sogenannte Mizellenprodukte oder solche

mit schwarzem Pfeffer als Resorptionsvermittler eingenommen

werden, da Kurkuma in Reinform kaum vom Körper verstoffwechselt

werden kann“, rät Matthias Bastigkeit, Fachdozent

für Pharmakologie und Medienjournalist (DJV).


Diabetisches Fußsyndrom 23

Vorsorge verhindert

Amputationen

Schätzungen zufolge entwickeln jährlich 250.000 Deutsche ein

Diabetisches Fußsyndrom. Bei 16 Prozent muss sogar eine Amputation am Fuß

vorgenommen werden. Einer der Betroffenen ist Dirk Steffens*.

Um die Jahrtausendwende wurden 29.000 Fußamputationen

pro Jahr durchgeführt. Inzwischen sind es etwa

40.000 jährlich. Hintergrund ist, dass die Zahl der Diabetiker

in Deutschland weiter wächst, und

rund eine Million der knapp sieben Millionen

Diabetiker hierzulande ein erhöhtes

Risiko für offene Wunden haben.

Mit einer kleinen Entzündung begann

im Februar 2015 auch die Krankengeschichte

des heute 52-jährigen Dirk

DR. OLEG

YASTREBOV

Chefarzt der Klinik

für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

des

Agaplesion Diakonieklinikums

Steffens. „Ich habe das erste Mal bei

der Arbeit gespürt, dass der Fuß gerötet

ist. Das Auftreten ist dann schnell sehr

schmerzhaft geworden. Zu diesem Zeitpunkt

wusste ich noch nicht einmal von

meinem Diabetes.“ Innerhalb von einer

Woche verfärbte sich sein Zeh, dann der Fuß und er wurde

ins Krankenhaus überwiesen. Für die Mediziner des Wundund

Fußzentrums stand nach eingehender Diagnostik fest,

dass der Schaden am Fuß bereits so groß war, dass eine

Teilamputation unausweichlich war. Mitbehandelt hat ihn

damals der Chefarzt der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

des Agaplesion

Diakonieklinikums Dr.

Oleg Yastrebov. „Wir haben

uns für eine Mittelfußamputation,

den aus unserer

Sicht erfolgversprechendsten

Eingriff für eine später

effektive Schuhversorgung

und Vermeidung von erneuten

Druckgeschwüren, entschieden.“

Dass der Patient

Diese Häuser behandeln das

Diabetische Fußsyndrom:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• BG Klinikum Hamburg

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Kath. Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

diese Situation psychologisch mitgetragen hat, ist für den

Chefarzt ein entscheidender Faktor für das Gelingen des

Eingriffs. „Das ist eine immense psychische Belastung für

den Patienten“, so Dr. Yastrebov. „Denn natürlich steht bei

einer Amputation immer der Verlust im Vordergrund. Nicht

jedem Patient leuchtet der Ansatz ‘etwas nehmen, damit

etwas gewonnen werden kann‘ sofort ein. Deswegen ist

die psychologische Betreuung im Umfeld der Diabetologie

ein sehr wichtiger Faktor.“

Generell gilt, dass es ein enges Zusammenwirken vieler

Stationen bedarf, um das Risiko für Folgebeschwerden so

gering wie möglich zu halten. „Für Patienten ist es optimal,

wenn alle Fachabteilungen von der

Diabetologie über die Fußchirurgie und

Gefäßmedizin bis hin zu Psychologen

und Wundtherapeuten an einem Ort

wie dem Agaplesion Diakonieklinikum

versammelt sind“, sagt der Chefarzt der

Klinik für Diabetologie Dr. Jürgen Wernecke.

So lässt sich viel Zeit sparen und das

Risiko für Folgebeschwerden sinkt. Um

als Diabetiker die Wahrscheinlichkeit für

einen diabetischen Fuß von vornherein

zu minimieren, empfiehlt Dr. Wernecke

sorgfältige podologische Fußpflege, Verletzungen

und Druckstellen durch spezielles Schuhwerk zu

vermeiden sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Dirk Steffens hat von seiner Behandlung profitiert. „Ich

kann heute wieder normal arbeiten. Nur das Laufen fällt

natürlich schwerer als damals. Trotzdem sind

Dinge wie Gartenarbeit und Fahrradfahren

kein Problem für mich.“

kk

*Name von der Redaktion geändert

DR. JÜRGEN

WERNECKE

Chefarzt der Klinik

für Diabetologie des

Agaplesion Diakonieklinikums


24 Brustkrebs

BRUSTKREBS

Vorsicht bei

Früherkennung

per Bluttest

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei

Frauen. In Deutschland ist jede achte betroffen.

Heutzutage sind jedoch fast 90 Prozent der Fälle

heilbar. Denn neue Therapien entwickeln sich

ständig weiter. Auch auf dem Gebiet der Tumor-

Früherkennung wird weltweit intensiv geforscht.

Eine zukunftsträchtige Methode ist hier ein neuartiger Bluttest,

den Heidelberger Forscher Ende Februar mit großem

Medien-Tamtam präsentierten. Mithilfe der Analyse können

sogenannte Biomarker erkannt werden, die auf eine Krebserkrankung

schließen lassen. Mehr als 900 Frauen – 500 davon mit

Brustkrebs – wurden dafür untersucht. Die

Treffsicherheit lag bei den Brustkrebspatientinnen

bei 75 Prozent. Bei den unter

50-Jährigen sei die Quote mit 86 Prozent

höher, bei den über 50-Jährigen liege sie

mit 60 Prozent niedriger. Der Test könne

gängige Diagnoseverfahren wie Mammografie,

Ultraschall oder MRT erweitern,

ließen die Forscher verlauten.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

stehen aus

Prof. Dr. Christoph Lindner, Chefarzt der

Frauenklinik sowie Leiter des Brustzentrums

und Gynäkologischen Tumorzentrums

im Agaplesion Diakonieklinikum,

mahnt allerdings zur Vorsicht: „Bisher

haben die Forscher das Produkt nur auf

einem Kongress vorgestellt, wissenschaftliche

Veröffentlichungen zu der

Studie liegen nicht vor.“ Auch die geringe

Datenbasis und die durchschnittliche

Treffsicherheit des Tests seien nicht optimal.

„Weil das Hauptkollektiv der Brustkrebspatientinnen

über 50 ist, bedeuten

die Resultate, dass in dieser Kernzielgruppe

fast die Hälfte der Tumore durch den

Test nicht erkannt wird.“


Pflege 25

Hier werden Mammografien

durchgeführt:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Kath. Marienkrankenhaus

• Mammazentrum am

Krankenhaus Jerusalem

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

Heldinnen

und Helden

des Klinikalltags

Pflegefachkräfte sind die Stütze

für Patienten und Angehörige.

Ihre täglichen Erfahrungen sind

dabei ganz verschieden. Von

einem berichten jedoch alle: der

Sinnhaftigkeit ihres Berufes und

der Freude, anderen Menschen

zu helfen und Zeit zu schenken.

In jeder guten besserung! stellen

wir Ihnen professionell Pflegende

vor. Wer Interesse an

dem Beruf hat, findet unter

www.die-freien-hh.de weitere

Informationen zu den schulischen

Ausbildungsstätten in

Hamburg.

„Mein Beruf ist vielseitig und

abwechslungsreich, anstrengend

und belastend, aber auch

immer wieder schön. Denn ich

kann Menschen in besonderen

Lebenslagen helfen. Gerade

in der Intensivpflege erlebe

ich besondere Momente des

Glücks, der menschlichen Nähe

und einer großen Dankbarkeit.

Das gibt mir Kraft auch

für die schwierigen Momente.“

Ariane Hoffmann,

Pflegerische Abteilungsleitung

Interdisziplinäre Intensivstation,

Albertinen Krankenhaus

Belastendes Testergebnis

Wichtig sei auch die Frage, wie oft die

Untersuchung ein sogenanntes falsch-positives

Ergebnis liefert, sprich bei Frauen,

die gesund sind, den Verdacht auf Krebs

weckt. „Denn ist der Tumor ansonsten

nicht zu erkennen, ist das Testergebnis für

sie eine ganz erhebliche psychische Belastung

und eher ein Schaden.“ Es fehlen

also noch viele wichtige Informationen,

bevor der Bluttest in den klinischen Alltag

Einzug halten kann. Prof. Dr. Lindner

rechnet innerhalb der kommenden fünf

Jahre nicht damit. Er rät daher, weiterhin

die gesetzlichen Brustkrebs-Früherkennungsprogramme

wahrzunehmen. Bei

Frauen ab 30 tastet der Gynäkologe einmal

jährlich die Brüste und Achselhöhlen

ab. Frauen zwischen 50 und 69 werden

alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening

eingeladen.

rs

PROF. DR.

CHRISTOPH LINDNER

Chefarzt der Frauenklinik

sowie Leiter des Brustzentrums

und Gynäkologischen

Tumorzentrums

im Agaplesion Diakonieklinikum

„Am meisten liebe ich meinen

Beruf, weil er mir gezeigt hat,

wie wichtig gute Gespräche, zuhören

und liebevolle Fürsorge

bei der Genesung von Patienten

sind. Als Pflegekraft bringt

jeder Arbeitstag Abwechslung

mit sich, das schätze ich.

Langeweile kommt so nie auf.

Man hat mit den unterschiedlichsten

Charakteren zu tun,

aber gemeinsam haben wir eine

Mission: Der Mensch steht bei

uns immer im Mittelpunkt.“

Yvonne Weckmann-Schwäblein,

Internistische Station 2C,

Israelitisches Krankenhaus Hamburg

„Ich bin seit über 20 Jahren

in diesem wunderbaren Beruf

tätig. In meinem Bereich – vor

oder nach Narkosen bzw. OPs

– befinden sich die Patienten

oft in einer Ausnahmesituation.

Es ist einfach schön, dass

man seine medizinisch-pflegerische

Expertise hier einbringen

kann, um den Patienten

bestmöglich zu versorgen.

Andererseits gibt es auch viele

menschliche, nahe Momente,

wenn man beispielsweise einen

aufgeregten Patienten vor

der Narkose beruhigen kann

und er sich vertrauensvoll in

unsere Hände begibt.“

Claudia Maria Struck,

Pflegekraft im Anästhesiebereich,

LungenClinic Grosshansdorf


26 Veranstaltungen · Adressen

Veranstaltungen

für Patienten

Juli bis Oktober 2019

Montag, 1.7., auch am 15.7., 5.8., 19.8.,

2.9., 16.9. und 7.10.19, 19:00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 2.7., auch am 6.8., 3.9. und

1.10.19, 19:30 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Dienstag, 2.7., auch am 16.7., 6.8., 20.8.,

3.9., 17.9., 1.10. und 15.10.19, 20:00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 3.7.19, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Montag, 8.7. + 13.7. + 15.7.19, 14:30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs

für pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Mittwoch, 10.7.19, 18:00–19:00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg

Sonntag, 14.7., auch am 18.8., 15.9. und

20.10.19, 18:00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Montag, 15.7.19, 9:00–15:00 Uhr

Kinderakademie – was passiert eigentlich

in einem Krankenhaus?

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift,

Anmeldung:

kkh-wilhelmstift.de/veranstaltungen

Dienstag, 16.7.19, 16:30 Uhr

Seminar für Patienten mit

Herzinsuffizienz: Bluthochdruck

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Donnerstag, 25.7., auch am 29.8. und

26.9.19, 17:30-19:00 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Montag, 5.8. + 10.8. + 12.8.19, 14:30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs für

pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Mittwoch, 7.8.19, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Dienstag, 13.8.19, 17:00 Uhr

Albertinen Patienten-Seminar: Behandlung

von Herzklappenerkrankungen: Katheter

oder Skalpell – was ist das Beste?

Albertinen Krankenhaus,

Anmeldung: 040.55 88-6595,

patienten-seminar@albertinen.de

Albertinen Krankenhaus

Israelitisches

Krankenhaus Hamburg

Facharztklinik Hamburg

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Krankenhaus

Tabea

Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand

Albertinen Haus

Krankenhaus

Jerusalem

Dienstag, 13.8.19, 18:30–19:30 Uhr

Patientenforum: Normale Vergesslichkeit

oder Demenz?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 14.8.19, 18:00–19:00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg

Dienstag, 20.8.19, 16:30 Uhr

Seminar für Patienten mit

Herzinsuffizienz: Richtige Ernährung

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 21.8.19, 17:30 Uhr

Info-Abend: Harnröhrenverengungen

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Dienstag, 27.8.19, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Schmerzen

im Fuß – vom Großzehenballen bis

zum Sprunggelenk

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Heinrich Sengelmann

Krankenhaus

LungenClinic

Grosshansdorf

Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf

Kath. Kinderkrankenhaus

Wilhelmstift

Kath. Marienkrankenhaus

BG Klinikum

Hamburg

Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

DIE FREIEN. Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.

www.die-freien-hh.de

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg · 040.790 20-0 · www.d-k-h.de

Albertinen Haus Sellhopsweg 18–22 · 22459 Hamburg · 040.55 81-0 · www.albertinen-haus.de

Albertinen Krankenhaus Süntelstraße 11a · 22457 Hamburg · 040.55 88-1 · www.albertinen-krankenhaus.de

BG Klinikum Hamburg Bergedorfer Strasse 10 · 21033 Hamburg · 0 40. 7 30 6-0 · www.bg-klinikum-hamburg.de

Bethesda Krankenhaus Bergedorf Glindersweg 80 · 21029 Hamburg · 040.725 54-0 · www.klinik-bergedorf.de

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus Haselkamp 33 · 22359 Hamburg · 040.644 11-0 · www.amalie.de

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf Elisabeth-Flügge-Straße 1 · 22337 Hamburg · 040.50 77-03 · www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de

Facharztklinik Hamburg Martinistraße 78 · 20251 Hamburg · 040.490 65-0 · www.facharztklinik-hamburg.de

Heinrich Sengelmann Kliniken Kayhuder Straße 65 · 23863 Bargfeld-Stegen · 04535.505-0 · www.heinrich-sengelmann-kliniken.de

Israelitisches Krankenhaus Hamburg Orchideenstieg 14 · 22297 Hamburg · 040.511 25-0 · www.ik-h.de

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift Liliencronstraße 130 · 22149 Hamburg · 040.673 77-0 · www.kkh-wilhelmstift.de

Kath. Marienkrankenhaus Alfredstraße 9 · 22087 Hamburg · 040.25 46-0 · www.marienkrankenhaus.org

Krankenhaus Jerusalem Moorkamp 2-6 · 20357 Hamburg · 040.441 90-0 · www.kh-jerusalem.de

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift Hamburger Straße 41 · 21465 Reinbek · 040.72 80-0 · www.krankenhaus-reinbek.de

Krankenhaus Tabea Kösterbergstraße 32 · 22587 Hamburg · 040.866 92-0 · www.tabea-krankenhaus.de

LungenClinic Grosshansdorf Wöhrendamm 80 · 22927 Großhansdorf · 04102.601-0 · www.lungenclinic.de

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand Groß-Sand 3 · 21107 Hamburg · 040.752 05-0 · www.gross-sand.de


Veranstaltungen 27

Mittwoch, 28.8.19, 17:00–19:00 Uhr

Physiotherapie nach Brustkrebsoperation

– Hilfe bei Schmerzen, Narbenproblemen

und Bewegungsstörungen

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus

Jerusalem, Anmeldung:

office@stiftung-mammazentrum.de

Mittwoch, 29.8.19, 17:30 Uhr

Info-Abend: Gefäßerkrankungen

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Dienstag, 3.9.19, 18:30–19:30 Uhr

Patientenforum: Sucht – Wege aus

der Abhängigkeit

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 4.9.19, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 4.9.19, 17:30 Uhr

Info-Abend: Rückenerkrankungen

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 4.9.19, 18:00-19:00 Uhr

Patientensingen mit Hanjo Gäbler

BG Klinikum Hamburg

Dienstag, 10.9.19, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Sportverletzungen

an Armen und Beinen

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 17.9.19, 16:30 Uhr

Seminar für Patienten mit

Herzinsuffizienz: Reanimation

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Montag, 23.9. + 28.9. + 30.9.19, 14:30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs für

pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: 0173.35 80 731

Dienstag, 24.9.19, 17:00 Uhr

Albertinen Patienten-Seminar:

Erweiterung der Hauptschlagader;

Aorten-Aneurysma: Eine große Gefahr

Albertinen Krankenhaus,

Anmeldung: 040.55 88-6595,

patienten-seminar@albertinen.de

Dienstag, 24.9.19, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Verwirrtheit nach

Operation und Intensivbehandlung

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Dienstag, 24.9.19, 18:30–19:30 Uhr

Patientenforum: Leistenbruch –

muss es immer eine OP sein?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Freitag, 27.9.19, 15:00 Uhr

42. Hamburger ilco-Nachmittag

für Stomaträger

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Mittwoch, 28.9.19, 17:30 Uhr

Info-Abend: Chronische Schmerzen

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 2.10.19, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 9.10.19, 17:00–19:00 Uhr

Mikronährstoffe in der Onkologie

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus

Jerusalem, Anmeldung:

office@stiftung-mammazentrum.de

Dienstag, 15.10.19, 9:00–15:00 Uhr

Kinderakademie – was passiert eigentlich

in einem Krankenhaus?

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift,

Anmeldung:

kkh-wilhelmstift.de/veranstaltungen

Mittwoch, 16.10.19, 12:45–18:00 Uhr

Palliative Stadtrundfahrt

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: info@d-k-h.de

Mittwoch, 16.10.19, 17:00–19:00 Uhr

Brustkrebs in der Familie: Sinn und

Unnsinn prophylaktischer Operationen

Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus

Jerusalem, Anmeldung:

office@stiftung-mammazentrum.de


Wie viele gastronomische

Betriebe gibt es in Hamburg?

(Die Antwort finden Sie im Text auf Seite 16-17 oder

unter www.gute-besserung.hamburg.)

GEWINN

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Schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen Lösung an:

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Oder per E-Mail an: info@die-freien-hh.de

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Einsendeschluss ist der 17. September 2019.

Es gilt das Datum des Poststempels oder des E-Mail-Versands. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Teilnahme über Gewinnspiel-Agenturen

oder sonstige Dritte, die den Teilnehmer bei einer Vielzahl

von Gewinnspielen anmelden, ist ausgeschlossen.

Wir akzeptieren nur eine Einsendung pro Person. Der Teilnehmer erklärt sich

im Falle des Gewinns mit der Veröffentlichung seines Namens in der Printsowie

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umfasst fünf Parcours in drei bis zehn

Metern Höhe für alle Kletterbegeisterten ab

6 Jahre. Dank modernster Sicherung und

geschultem Personal dürfen Kinder hier auch

schon allein klettern. Die Erwachsenen können

aus sicherer Entfernung zuschauen oder

selbst aktiv werden – denn was schafft schönere

Erinnerungen und Bilder als gemeinsame

spannende Momente?! Also Helme auf und

ran an die Gurte!

Weitere Informationen und

Reservierungsmöglichkeit auf

www.hanserock.de.

3 x 1 KLASSIKER-

BOX VON

FRISCHEPOST

Frischepost ist keine gewöhnliche

Bio-Kiste! Es ist eine Mischung aus

Heimatliebe, Vielfalt, Qualität, Frische,

Transparenz und Nachhaltigkeit. Für

und mit seinen Produzenten bildet

das Team ein Netzwerk für kleinere

Betriebe, die wegen industrieller Lebensmittelkonzerne oftmals um

ihre Existenz kämpfen. Die Produkte stammen ausschließlich aus

nachhaltigem Anbau und artgerechter Tierhaltung. Gebacken, gemolken

und geerntet werden die Köstlichkeiten der „Klassikerkombi“ von

hart arbeitenden Menschen, die ihre Höfe und Manufakturen mit viel

Leidenschaft und Hingabe oft schon seit Generationen führen.

Weitere Informationen unter www.frischepost.de

3 x 1 CD MIT

ROLF ZUCKOWSKI

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs, gerade in

jungen Jahren ist Prävention wichtig. In dem Musik-Hörspiel

„Cosmo und Azura – Das dunkle Geheimnis der Sonne“

wollen Maulwurf Cosmo und Libelle Azura schon den

Jüngsten in Kita und Grundschule aufzeigen, wie sie ein

Gespür für den bewussten Umgang mit Risiken entwickeln

können. Produziert wurde

es auf Vermittlung von Rolf

Zuckowski vom Institut

für Arbeitsschutz der

Deutschen Gesetzlichen

Unfallversicherung und

Universal Music. Mit vielen

Sonnenschutz-Tipps!

Unsere Gewinner der Ausgabe 1/2019

Die Gutscheine für die Hobenköök sowie die Tickets für Märchenwelten und die Elbinsel-Tour haben gewonnen:

S. Alberi, E. Dargel, B. Dursch, P. Frantzen, F. Husmann, B. Lackner, R. Merretig, M. Mundil, U. Schobert und K. Schulte. Herzlichen Glückwunsch!

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