Gesund imland - Patientenzeitschrift #4

Visioness

Nr. 4 | Frühjahr/Sommer 2019

Gesund

Ihr Gesundheitsmagazin zwischen Kanal und Küste

Ihr Gesundheitsmagazin zwischen Kanal und Küste

Schutz vor Lungenentzündung –

Symptome rechtzeitig abklären

Neurologie:

Concussion Center an der imland

Klinik im Aufbau

Zertifiziertes

i t

Gute

Darmkrebszentrum

Heilungschancen

bei rechtzeitiger

Vorsorge

Veranstaltungen, Vorträge

und geburtshilfliche Termine:

Alles auf einen Blick

Themen-Special:

Diabetes


Editorial

Liebe Patientinnen und Patienten,

liebe Leserinnen und Leser,

Platzhalter

neues Foto GF

wie gewohnt informieren wir Sie in unserer Broschüre Gesund imland über

wichtige Gesundheitsthemen und die medizinische Versorgung in unserer

Region.

Gestatten Sie mir zunächst eine Mitteilung in eigener Sache: seit Anfang

diesen Jahres wird die imland Klinik von einer Doppelspitze geleitet. Neben

meinem Kollegen Dr. Hans-Markus Johannsen (Kaufmännischer Geschäftsführer)

wurde ich, Dr. Anke Lasserre, als Medizinische Geschäftsführerin

eingesetzt. Zuletzt war ich Geschäftsführerin des Westküstenklinikums in

Heide und Brunsbüttel. Gemeinsam wollen wir mit verteilten Aufgaben die

imland Kliniken in eine erfolgreiche Zukunft zum Wohle aller Menschen im

Kreis führen.

Eine wichtige Neuerung an der imland Klinik ist das Concussion Center

Schleswig-Holstein, das sich vor allem an Sportler richtet. Wem ein solches

Zentrum helfen kann und warum Durchhalteparolen im Spitzensport nicht immer

der beste Ratschlag sind, erfahren Sie ab Seite 4 in diesem Heft. Außerdem

bekommen Sie einen Einblick in den Bereich Hygiene und Infektionsschutz

(Seite 8), der an jeder Klinik eine zentrale Rolle einnimmt und für Patienten und

Personal gleichermaßen von höchster Wichtigkeit ist. In unserem Diabetes-

Ratgeber ab Seite 14 haben wir die wichtigsten Fakten zu dieser Volkskrankheit

zusammengetragen und befragen unter anderem die Experten des Diabeteszentrums

der imland Klinik zu Symptomen und Vorsorgeuntersuchungen. In

weiteren Beiträgen stellen wir Ihnen eine neue Methode zur Behandlung von

chronischen Schmerzen vor, berichten über hochmoderne Diagnostik in der

Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin sowie

über neue Entwicklungen an der Frauenklinik Rendsburg.

Dr. Anke Lasserre

Platzhalter

neues Foto GF

Dass Sie an der imland Klinik medizinische Betreuung auf höchstem Niveau

erwarten können, zeigt sich auch in der erneuten Auszeichnung des Nachrichtenmagazins

Focus für das Gelenkzentrum der imland Klinik Eckernförde

als eine der TOP-Kliniken Deutschlands. In der Ausgabe 10/2018 wird das

Gelenkzentrum bereits zum vierten Mal in Folge als eine der besten orthopädischen

Kliniken bundesweit aufgelistet. Ein weiteres großes Anliegen ist uns

auch die Vorstellung des Fördervereins imland Klinik e. V. Dieser wurde 2003

gegründet; seine Mitglieder leisten wertvolle ideelle und materielle Hilfe. Beispiele

für Projekte, die mit Hilfe des Fördervereins umgesetzt werden konnten,

finden Sie auf Seite 32. Und natürlich freuen wir uns, wenn auch Sie sich durch

eine Mitgliedschaft oder Spende engagieren.

Im Namen unserer Ärztinnen und Ärzte sowie unserer pflegerischen Experten

wünschen wir Ihnen und Ihren Familien alles Gute und vor allem Gesundheit.

Ihre

Dr. Anke Lasserre

(Medizinische Geschäftsführerin)

Dr. Hans-Markus Johannsen

(Kaufmännischer Geschäftsführer)

Impressum

Dr. Hans-Markus

Johannsen

Gesund imland

Ihr Gesundheitsmagazin zwischen Kanal und Küste

Nr. 4 | Frühjahr/Sommer 2019

Herausgeber: imland gGmbH

Postanschrift: imland gGmbH, Lilienstraße 20-28, 24768 Rendsburg

E-Mail: info@imland.de

Telefon: 04331 200-0

Internet: www.imland.de

Redaktionsleitung: Harriet Hielscher,

Unternehmenskommunikation (v.i.S.d.P)

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisierung: Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: dfn! Fotosatz Nord Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Kiel

Bildquellen: Alle Fotos stammen aus den Einrichtungen

der imland gGmbH, wenn nicht anders angegeben.

Alle in diesem Magazin enthaltenen Empfehlungen ersetzen nicht

den ärztlichen Rat. Bitte suchen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden

Ihren Hausarzt oder niedergelassenen Facharzt auf.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt, aber Texte müssen lesbar

sein. Deshalb verzichten wir auf die jeweils weibliche Form der

Begriffe Mitarbeiter, Schüler etc..

2 Gesundimland

Die einzelnen Beiträge müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers

übereinstimmen.


Inhalt

Neurologie:

Concussion Center Mittelholstein _______________________________ 4

14

18

28

Vorhofflimmern: Rechtzeitige Diagnose mindert Risiken

für Schlaganfall oder Herzschwäche _________________________ 8

Gesund leben mit Herzschwäche: Diagnose und Therapie ______ 12

Themen-Special: Diabetes __________________________________ 14

Imland Klinik Rendsburg erhält Zertifikat

als Gefäßzentrum und Aortenzentrum _______________________ 16

Effektive Hygiene

in allen Bereichen des Krankenhauses _______________________ 18

Schutz vor Lungenentzündung _____________________________ 20

Hochmoderne Diagnostik in der Klinik für Gastro -

enterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin _________ 22

Titelthema: Gute Heilungschancen

bei rechtzeitiger Vorsorge __________________________________ 24

Impingement Syndrom –

Nach Schulter-OP zurück in die Schwimmhalle ________________ 28

Narkose: „Wissen gibt Sicherheit“ ___________________________ 30

Die imland Klinik als Arbeitgeber ___________________________ 32

Die IT-Abteilung stellt sich vor: Moderne Technik nutzen _______ 33

Innovative Therapiemethode bei chronischen Leiden ___________ 34

Frauenklinik Rendsburg:

Wo Innovation und Sicherheit im Fokus stehen ________________ 36

Spargel, Kräuter & Co. –

Saisonalität in der imland-Gastronomie ______________________ 39

Hebammen: Ein traditioneller Beruf im Wandel ________________ 40

Passt perfekt: Navigationshilfe für Knieoperationen ____________ 42

Zentrale Notaufnahme an der imland Klinik __________________ 44

15 Jahre Förderverein imland Klinik e. V. ______________________ 46

Hochmoderne Diagnostik – Die Nuklearmedizin

der imland Klinik Rendsburg ________________________________ 48

Service

News ___________________________________________________ 43

Veranstaltungen rund um Schwangerschaft und Geburt ________ 50

Veranstaltungskalender ____________________________________ 51

Services vor Ort für Patienten und Angehörige _________________ 52

Klinikführer ______________________________________________ 54

Gesundimland

3


Neurologie

Verl

durch

Der FC Liverpool verlor das diesjährige Champions League-Finale

gegen Real Madrid wegen zwei Patzern seines deutschen Torwarts

Loris Karius. Wenige Tage später wurde bekannt, dass dieser möglicherweise

zuvor in der 49. Minute eine Gehirnerschütterung durch

einen Ellenbogenschlag von Real-Verteidiger Sergio Ramos erlitten

hatte und nicht mehr Herr seiner Sinne war. Ausrede oder Fakt?

Prof. Dr. Ulrich Pulkowski, Chefarzt der Neurologie der imland Klinik

in Rendsburg, beschäftigt sich seit mehreren Jahren als einer der

wenigen Neurologen in Deutschland mit Gehirnerschütterungen

(„Concussion“) im Spitzensport und warnt schonungslos vor den

Gefahren. Seit einigen Jahren betreut er die Spitzenhandballer des

THW Kiel und steht auch mit dem Profifußball in Verbindung.

Concussion Center

an der imland Klinik

im Aufbau

Die Sportwelt ist alarmiert

Spätestens seit des Hollywood-Krachers

„Concussion – Erschütternde Wahrheit“

im Jahre 2016 wurde in Europa die Aufmerksamkeit

auf Kopfverletzungen im

Sport gelenkt. Der Film beschreibt die

wahre Geschichte eines Neuropathologen

aus den USA, der während der

Obduktion eines jung verstorbenen

Football-Profis eine erschütternde Entdeckung

macht: Das Gehirn des Sportlers ist

so schwer geschädigt, wie es normalerweise

nur bei sehr alten, demenzkranken

Patienten der Fall ist. Ähnliche Befunde

4 Gesundimland


Neurologie

Ein deutsches Handballtrauma

Seit 2016 betreut der Chefarzt neurologisch

die Handballer des THW Kiel, einen

der besten Handballclubs der Welt. Auch

dort spürt er eine zunehmende Sensibilität

für das Thema. „Neben dem direkten

Kontakt des Kopfes mit dem Gegenspieieren

wir

Kopfverletzungen

nicht nur die Champions League?

Neben dem direkten Kontakt des

Kopfes mit dem Gegenspieler

scheinen auch wiederholte

Kopftreffer durch den hart geworfenen

Handball gefährlich zu sein

– insbesondere für den Torwart

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werden im Verlauf auch bei anderen

Football-Profis festgestellt, die nach ihrer

Karriere durch Gedächtnisstörungen, Depressionen

und Suizide oder aggressives

Verhalten auffielen. „Bis heute bekämpft

die National Football League (NFL) in

den USA die offensichtliche Assoziation

von gehäuften Gehirnerschütterungen

und fatalen Gehirnveränderungen – aus

Angst vor einem Publicityschaden für ihren

Sport“, legt Professor Pulkowski dar.

„Mittlerweile besteht jedoch so viel wissenschaftliche

Evidenz für diesen Zusammenhang,

dass niemand ihn noch ernsthaft

abstreiten kann.“ Auch in Europa ist

die Sportwelt seitdem alarmiert, da sich

Zeichen mehren, die darauf hindeuten,

dass auch andere Kontaktsportarten wie

Fußball oder Handball zu dauerhaften

Gehirnschädigungen führen könnten.

ler, zum Beispiel bei Ellenbogenschlägen

oder – noch schlimmer – durch Zusammenstoß

mit dem Torwart beim Tempogegenstoß,

scheinen auch wiederholte

Kopftreffer durch den hart geworfenen

Handball gefährlich zu sein – insbesondere

für den Torwart“, berichtet der Mediziner.

Unvergessen und ein deutsches

Handballtrauma bleibt der furchtbare

Unfall von Joachim Deckarm am 30. März

1978: Der damalige Weltklassespieler

stürzte während eines Spieles beim Tempogegenstoß

auf den Kopf und erwachte

erst nach 131 Tagen wieder aus dem Koma.

Gesundimland

5


Neurologie

Durchhalteparolen und Heldentum

sind im Spitzensport

weit verbreitet. Es gibt jedoch ein

höheres Gut: körperliche und

geistige Unversehrtheit

Seitdem ist er schwer behindert. Erstmals

wird in dieser Saison den Handballern

des THW Kiel eine neuropsychologische

Basisuntersuchung ihrer Hirnleistung angeboten,

um nach einer Kopfverletzung

gegebenenfalls eine Verschlechterung

nachweisen zu können. Dies geschehe

aus Verantwortung des Vereins gegenüber

den ihnen anvertrauten Spielern,

so Viktor Szilágyi, Sportlicher Leiter des

deutschen Rekordmeisters THW Kiel.

Kopfverletzungen und Spätschäden

durch Kopfballspiel

In den letzten Jahren ist auch des Deutschen

liebstes Kind – der Fußball – in

den Fokus der Neuro-Mediziner geraten.

Deutschlandweite Aufmerksamkeit

bekam Professor Pulkowski durch

zwei Interviews in der „Handballwoche“

(20.02.2018), Europas größter Handballzeitschrift,

und im „Kicker“ (28.05.2018),

in denen er schonungslos auf die Gefahren

von Kopfverletzungen im Spitzensport

hinwies und die Verharmlosung

anprangerte. Hierzu befindet er sich im

Austausch mit Professor Inga Koerte, die

als Neurowissenschaftlerin an der LMU in

München sowie an der Harvard Medical

School in Boston arbeitet und bereits seit

mehreren Jahren vor den Folgen wiederholter

„kleiner Gehirnerschütterungen“

durch Kopfbälle im Fußball warnt. Schon

in seinem Kicker-Interview forderte der

Chefarzt deshalb ein Kopfballverbot für

Jugendliche, wie es die USA weltweit als

erster Fußballverband für Kinder unter

elf Jahren eingeführt hat. Wird dennoch

geköpft, gibt es dort Freistoß für den

Gegner. Bei den 11- bis 13-Jährigen ist die

Anzahl der Kopfbälle im Training limitiert.

Gemeinsam mit Professor Hauke

Mommsen, einem der renommiertesten

Sportmediziner in Norddeutschland und

Mannschaftsarzt der deutschen U 21-Nationalmannschaft,

versucht Professor Pulkowski

auch Einfluss auf die Strukturen

im Deutschen Fußballbund (DFB) zu nehmen

und dem Thema Kopfverletzungen

und Spätschäden durch Kopfballspiel zu

mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Durchhalteparolen und Heldentum sind

im Spitzensport weit verbreitet

Der Fokus auf die Gehirnerschütterungen

im Sport hat in den USA vor Jahren zur

Gründung sogenannter Concussion-

Center geführt. In Deutschland gibt

es hiervon bisher sehr wenige – das in

Schleswig-Holstein wird derzeit von der

imland Klinik aufgebaut und soll noch in

diesem Jahr eröffnet werden. In diesem

Zentrum für Gehirnerschütterungen im

Spitzensport wird unter der Leitung von

Professor Pulkowski ein multiprofessionelles

interdisziplinäres Team aus Neu-

6 Gesundimland


Neurologie

rologen, Neurochirurgen (Prof. Stark),

Unfallchirurgen (Dr. Rücker), Neuropsychologen

(Frau Wendt) und ggf. Ergound

Physiotherapeuten die betroffenen

Sportler nach einem Trauma betreuen.

Professor Pulkowski sieht jedoch noch

wichtige zusätzliche Aufgaben: „Die Prophylaxe

und insbesondere die Vorsorgeuntersuchungen

sind für uns ein ebenso

bedeutender Baustein der Betreuung.“

Diese sogenannten Baseline-Untersuchungen

sollen einen Ausgangsstatus

definieren, um nach einer Kopfverletzung

Verschlechterungen objektivieren zu

können. Dies ist sowohl für die Therapieplanung

als auch versicherungsrechtlich

von größter Bedeutung, um Ansprüche

angemessen geltend machen zu können.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, die

Betroffenen selbst zu sensibilisieren, da

Spitzensportler über viele Jahre für ihren

Status trainiert und gekämpft haben

und Verletzungen sowie Ausfallzeiten

ihren Marktwert schwächen. Professor

Pulkowski weiß: „Durchhalteparolen und

Heldentum sind im Spitzensport weit

verbreitet. Es gibt jedoch ein höheres Gut:

körperliche und geistige Unversehrtheit

bis ins hohe Alter, die einem ein selbstbestimmtes

und erfülltes Leben ermöglicht!“

Diese Unversehrtheit aus sportlichem

Ehrgeiz aufs Spiel zu setzen hält

der Neurologe für falsch. Entsprechend

schockiert war er, Christoph Kramer im

WM-Endspiel 2014 nach seinem Kopftrauma

orientierungslos über das Spielfeld

wanken zu sehen. Spieler, Trainer und

Betreuer sollen deshalb über die Risiken

wiederholter, unzureichend ausgeheilter

Gehirnerschütterungen informiert

werden, um im Ernstfall korrekt reagieren

zu können. Die richtigen Fragen und

Untersuchungen am Spielfeldrand, die

„Ziel ist es, dem Patienten so

eine rasche, intensive und

optimale Diagnostik, Therapie und

Betreuung zukommen zu lassen

frühzeitige neurologische Vorstellung

und insbesondere eine anschließend

ausreichend lange Erholungsphase sind

der Schlüssel zu einer vollständigen Gesundung.

„Eine erneute Kopfverletzung

auf ein nach einem Trauma unzureichend

ausgeheiltes Gehirn kann ein sogenanntes

,Second Impact Syndrom‘ auslösen,

das schlimmstenfalls unweigerlich zum

Tod führt“, warnt Professor Pulkowski.

Intensive und optimale Diagnostik, Therapie

und Betreuung

Spitzensportler und –vereine können sich

im Falle eines Kopftraumas oder zur Planung

der Baseline-Untersuchungen künftig

an das Concussion Center Mittelholstein

für Profisportler „Geballte Kompetenz

zwischen Nord- und Ostsee“ in Rendsburg

wenden, das an die Neurologie mit Stroke

Unit der imland Klinik in Rendsburg angegliedert

ist. Die über die Grenzen des

Landkreises hinaus anerkannte Fachklinik

ist eine der größten neurologischen

Abteilungen in Schleswig-Holstein mit

einer überregional zertifizierten Stroke

Unit. Dort werden die Patienten auf einer

Schlaganfallspezialstation von einem

multiprofessionellen, speziell geschulten

Team, bestehend aus Neurologen, Krankenpflege,

Physiotherapie, Ergotherapie

und Logopädie behandelt. „Ziel ist es,

dem Patienten so eine rasche, intensive

und optimale Diagnostik, Therapie und

Betreuung zukommen zu lassen“, erklärt

Professor Pulkowski.

Neben dem Schwerpunkt der Schlaganfallbehandlung

werden alle neurologischen

Akuterkrankungen auf höchstem

Niveau behandelt, insbesondere Epilepsien,

Parkinson-Erkrankungen, Gangstörungen,

Multiple Sklerose, Polyneuropathien,

unklare Schwindelsyndrome

und Bewusstlosigkeiten. Zusätzlich zur

Kooperation mit allen Fachabteilungen

des Hauses besteht außerdem eine sehr

intensive Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie,

der Kardiologie, der Gefäßchirurgie,

der Radiologie und der hiesigen

Geriatrie. Von Beginn der Diagnostik an,

über die Therapie bis hin zur Rehabilitation

bleibt die Behandlung in „einer Hand“,

so dass Wartezeiten und Doppeluntersuchungen

vermieden werden können.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Neurologie mit Stroke Unit

- Concussion Center Mittelholstein

für Profisportler -

Prof. Dr. Ulrich Pulkowski

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-2901

E-Mail: neurologie@imland.de

Gesundimland

7


Kardiologie

Vorhofflimmern:

Rechtzeitige

Diagnose mindert

Risiken für

Schlaganfall

oder Herzschwäche

Schneller und unregelmäßiger Herzschlag, Engegefühle in der

Brust, Erschöpfung und Luftnot schon bei leichter Anstrengung:

„Mein Herz klopft wie verrückt“, sagt Hartmut Bruns*, als er in

die zentrale Notaufnahme des Rendsburger imland Klinikums

kommt. Das EKG zeigt eine Herzfrequenz von knapp 140 Schlägen

pro Minute – und das im Ruhezustand. Die Diagnose: Vorhofflimmern.

Für Hartmut Bruns ein Krankheitsbild, das ihm vollkommen

neu ist und viele Fragen aufwirft. Für die eingespielten

Ärzte im Rendsburger imland Klinkum Routine.

1,8 Millionen Menschen in Deutschland

betroffen

Bruns ist kein Einzelfall. Vorhofflimmern

zählt weltweit zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen.

Laut Zahlen aus

dem Jahr 2010 sind in Europa 6 Millionen

Menschen von Vorhofflimmern betroffen.

Davon lebten nach Auswertung von

Krankenkassendaten etwa 1,8 Millionen

in Deutschland. Tendenz steigend. Statistische

Berechnungen gehen von 14 bis

17 Millionen Patienten in Europa im Jahr

2030 aus.

Die Gründe für den Anstieg liegen für Yazdan

Seivani, Leiter der Rhythmologie der

imland Klinik Rendsburg, auf der Hand:

Neben einer veränderten Altersstruktur

in der Gesellschaft spielen zunehmende

Risikofaktoren wie Bluthochdruck und

Übergewicht, aber auch die bessere Diagnostik

bisher unentdeckter Vorhofflimmer-Episoden

beispielsweise durch

Smartwatches oder Blutdruckmessgeräte

mit Rhythmuserkennungsfunktion eine

Rolle.

8 Gesundimland

* Name von der Redaktion geändert


Kardiologie

Störimpulse bringen das Herz aus dem

Takt

Ausgelöst wird Vorhofflimmern durch

Störimpulse, beispielsweise aus den Lungenvenen.

„Beim normalen Herzrhythmus,

dem sogenannten Sinusrhythmus,

wird ein Impuls im Sinusknoten erzeugt,

der sich über die Herzvorhöfe und dann

weiter in die Herzhauptkammern ausbreitet.

Beim Vorhofflimmern sorgen

hohe Frequenzen von 350 bis 600 Schlägen

in der Minute dafür, dass die Vorhöfe

nicht vollständig kontrahieren können

und der Blutfluss innerhalb der Vorhöfe

gestört ist. Das äußert sich in starkem

Herzklopfen, verminderter Belastbarkeit

bis hin zu Luftnot und Schmerzen in der

Brust.

„Glücklicherweise geht von Herzrhythmusstörungen

sehr selten eine unmittelbare

Gefahr für das Leben aus“, sagt

der leitende Arzt. Die Krankheit ist mit

einer individuell auf den Patienten abgestimmten

Therapie gut behandelbar.

Vorausgesetzt ist jedoch eine rechtzeitige

Diagnose. „Wird Vorhofflimmern mit sehr

schneller Herzfrequenz nicht rechtzeitig

entdeckt und besteht das Herzrasen über

einen langen Zeitraum, kann dies zu einer

akuten Herzschwäche führen“, warnt der

Mediziner. Auch Demenz oder ein Schlaganfall

sind als Folge nicht ausgeschlossen.

Vorhofflimmern ist häufige Ursache für

Schlaganfall

„Bis zu 30 Prozent aller Schlaganfälle

werden über Vorhofflimmern ausgelöst“,

bemüht Seivani die Statistik. Grund sind

feste Blutbestandteile, die sich absetzen

und als kleine Gerinnsel Schlaganfälle

verursachen. „Welcher Mechanismus

zu Demenz führt, ist noch nicht abschließend

geklärt“, berichtet Seivani,

„vermutet wird, dass sehr kleine unentdeckte

Schlaganfälle eine Rolle spielen

könnten“. Das Risiko an Demenz zu erkranken

sei bei Menschen mit Vorhofflimmern

um 30 Prozent höher als bei anderen

und steige, je länger die Krankheit

unbehandelt bleibe.

Die Diagnose Vorhofflimmern geht aufgrund

dieser Erkenntnisse auch immer

mit einer Risikoanalyse einher. Dabei

wird anhand von Faktoren wie Alter, Geschlecht

und Vorerkrankungen das individuelle

Risiko für einen Schlaganfall berechnet.

Bei gefährdeten Patienten kann

mithilfe einer Gerinnungshemmer-Medikation

das Schlaganfallrisiko drastisch

reduziert werden.

Reizleitung des Herzens

bei normalem Sinusrhythmus und bei Vorhofflimmern ausgelöst durch Störimpulse aus den Lungenvenen.

Gesundimland

9


Kardiologie

„Welcher Mechanismus

zu Demenz führt, ist

noch nicht abschließend

geklärt.

Radiofrequenz-Ablation

Zweite Möglichkeit ist eine Frequenzkontrolle,

die das Vorhofflimmern als

Grundrhythmus akzeptiert. Über Medika-

Radiofrequenz-

Ablation der

Lungenvenen mit

3D- Darstellung

des linken Vorhofs

Therapie der Wahl: Rhythmus- oder Frequenzkontrolle

Daneben eigen sich zur Therapie von

Vorhofflimmern Seivani zufolge zwei

wesentliche Therapiekonzepte: Die

Rhythmuskontrolle, bei der mithilfe von

Medikamenten oder einer Elektrokardioversion,

einem Stromstoß in Kurznarkose,

der normale Sinusrhythmus wieder hergestellt

und möglichst erhalten werden

soll. Dieses Verfahren kommt bei Patienten

zum Einsatz, bei denen Vorhofflimmern

zum ersten Mal diagnostiziert wird

oder nur phasenweise auftritt. Darüber

hinaus profitieren aktive Menschen, Patienten

mit hohem Leidensdruck, schwieriger

medikamentöser Einstellung oder

fortgeschrittener Herzschwäche von einer

rhythmuserhaltenden Therapie.

Ist die Rhythmuskontrolle mit Elektroschock

oder medikamentöser Therapie

nicht erfolgreich, erfolgt die Verödung.

„Bei einem Großteil der Patienten lösen

schnelle Störimpulse aus den Lungenvenen

die Vorhofflimmerepisoden aus“,

sagt Seivani. Diese können im Herzkatheter-Labor

der Rendsburger Klinik mithilfe

moderner elektrophysiologischer Verfahren

lokalisiert und stillgelegt werden.

Während des Eingriffs veröden die behandelnden

Ärzte mit einem Kälteballon

oder einem Radiofrequenz-Katheter die

Röntgendarstellung

der elektrischen

Isolation der

Lungenvenen mit

dem Kälteballon

Störareale an den Mündungsstellen der

Lungenvenen in den Vorhof und beseitigen

damit die Hauptursache des Vorhofflimmerns.

10 Gesundimland


Kardiologie

„Es besteht die Vermutung,

dass sehr kleine unentdeckte

Schlaganfälle eine Rolle

spielen könnten.

Herzkatheter-Labor

Das hochmoderne

Herzkatheter-Labor

der imland Klinik

mente wie zum Beispiel Betablocker wird

versucht, die Herzfrequenz des Patienten

auf eine normale Durchschnittsfrequenz

zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute

einzustellen. Diese Methode eignet

sich besonders für Patienten, die sich

schon länger in einem fortgeschrittenen

Stadium der Erkrankung befinden und bei

denen daher die Wiederherstellung des Sinusrhythmus

deutlich erschwert ist. Auch

bei Patienten mit umfangreichen Vorerkrankungen,

mäßiger körperlicher Belastung

im täglichen Leben oder chronisch

schlechtem Gesundheitszustand kommt

die Frequenzkontrolle zum Einsatz.

Ärzte berücksichtigen auch den individuellen

Leidensdruck

Die Wahl der Therapie nehmen die Ärzte

der Rendsburger imland Klinik in enger

und individueller Abstimmung mit den

betroffenen Patienten vor. Berücksichtigt

wird dabei auch der individuelle Leidensdruck.

Während einige Patienten den

unregelmäßigen und zum Teil schnellen

Herzschlag des Vorhofflimmerns kaum bemerken,

verspüren andere trotz optimaler

Frequenzeinstellung – auch bei geringster

Belastung – Symptome wie Luftnot.

Regelmäßige Rhythmussprechstunde

Für Hartmut Bruns brachte bereits die

Rhythmuskontrolle eine deutliche Besserung.

Nach der ersten Hilfe in der Notaufnahme

und einer Nacht an der EKG-

Überwachung konnte er bereits einen

Tag später die Klinik wieder verlassen.

Ihm und allen weiteren von Herzrhythmusstörungen

betroffenen Patienten

steht Yazdan Seivani in der regelmäßigen

Rhythmussprechstunde jeden Mittwoch

und Freitag für Fragen zur Verfügung.

Termine können über das Sekretariat der

Klinik vereinbart werden.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Kardiologisches Zentrum

Prof. Dr. Nour Eddine El Mokhtari

Jonathan Hartmann

Yazdan Seivani

Lilienstr. 20-28

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-2001

E-Mail: innere.klrd@imland.de

Gesundimland

11


Gesund

leben

mit Herzschwäche:

Diagnose und Therapie

250 Millionen Liter Blut pumpt das Herz im Laufe

eines Menschenlebens durch den Körper. Wird es

dabei mit zu wenig Sauerstoff und Energie versorgt,

schwächt dies auf Dauer den Herzmuskel;

Herzmuskelzellen sterben ab. Folge kann eine

Funktionsschwäche des Herzens sein, eine sogenannte

Herzinsuffizienz. In Deutschland sind

rund 1,8 Millionen Menschen davon betroffen.

Bewegung trotz Herzschwäche

Vor Beginn des Trainings überprüft der

Arzt, ob das gewählte Bewegungsprogramm

geeignet ist. Für das weiterführende

Training sind Herzsportgruppen eine

gute Anlaufstelle. Kontaktadressen finden

sich u.a. auf der Website der Deutschen

Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation

von Herz-Kreislauferkrankungen

e. V. (DGPR) unter www.dgpr.de. Eine weitere

empfehlenswerte Informationsquelle

ist die Website der Deutschen Herzstiftung

e. V.: www.herzstiftung.de

Besonders geeignete Sportarten zur Stärkung

des Herzens sind solche, die wenig

Kraftaufwand erfordern, beispielsweise

Nordic Walking, Wandern, Radfahren,

Spazierengehen, gemäßigtes Tanzen oder

Gymnastik

12 Gesundimland

Pumpleistung des Herzens

In der Regel entwickelt sich die Herzschwäche

schleichend. „Häufig spüren

die Patienten in ihrer langjährigen Leidenszeit

Luftnot und Müdigkeit und klagen

über fehlende Leistungsfähigkeit“,

so Dr. Carsten Joachim, Chefarzt des Zentrums

für Innere Medizin an der imland

Klinik Eckernförde. Um abzuklären, ob

und wie stark der Herzmuskel geschädigt

ist, führen Mediziner deshalb eine

Ultraschalluntersuchung durch: „Damit

beurteilen wir die Pumpleistung des Herzens,

eine mögliche Vergrößerung der

Herzkammern oder eine Verdickung des

Herzmuskels, die etwa bei langjährigem

Bluthochdruck auftreten kann.“ Langjähriger

Bluthochdruck ist einer der Haupt-

Risikofaktoren für Herzerkrankungen,

aber auch ein Herzinfarkt kann Ursache

für eine Herzinsuffizienz sein. „Mit einer

Ultraschalluntersuchung können wir

feststellen, ob der Herzmuskel krankhaft

verändert ist oder an Elastizität eingebüßt

hat.“

Belastungen führen zu Atemnot

Bei Bluthochdruck etwa pumpt das Herz

gegen einen dauerhaft hohen Widerstand

im Körperkreislauf an. Die hohe

Belastung führt zu einer krankhaft vermehrten

Muskelmasse des Herzens; es ist

durch die ständige Überforderung zwar

groß, aber schwach. „Patienten verspüren

Atemnot, besonders bei Belastungen

wie Treppensteigen und Hausarbeit“, so

Dr. Joachim. Ist die Herzschwäche weiter

fortgeschritten, kann es aufgrund

des Blutstaus zu Wassereinlagerungen

(Ödemen) kommen, die an Knöcheln und

Füßen beginnen und sich später an den

Unterschenkeln und sogar im Bauchraum

zeigen können.

Schmerzfreie Untersuchung mittels Ultraschall

Neben Blutdruckmessung und Elektrokardiogramm

(EKG), das die elektrischen Vorgänge

im Herzmuskel grafisch darstellt,

ist insbesondere die Ultraschalluntersuchung

des Herzens, die Echokardiografie,


Individuelle Therapie

Die Diagnose Herzinsuffizienz klingt

zunächst einmal dramatisch. Patienten

fragen sich, welchen Einschränkungen

sie zukünftig unterworfen sind. „Wir besprechen

mit jedem Patienten eine individuelle

Therapie“, sagt Dr. Joachim.

„Diese soll das Fortschreiten der Erkrankung

verlangsamen und Lebensqualität

wie auch Lebenserwartung verbessern.“

Zur Behandlung setzen die Mediziner

Medikamente, beispielsweise blutdrucksenkende

und entwässernde Mittel ein.

Zeigt die medikamentöse Therapie nicht

den gewünschten Erfolg, kann ein Herzschrittmacher

eingesetzt werden.

Sport & Bewegung

„Vor allem aber raten wir unseren Patientinnen

und Patienten zu einem ärztlich-therapeutisch

abgestimmten Bewegungsprogramm“,

so Dr. Joachim. Auch für

Betroffene, deren körperliche Belastbarkeit

bereits weit eingeschränkt ist, die also

bei geringen Anstrengungen Atemnot

und Schwäche verspüren, sollte moderate

sportliche Betätigung Teil der Therapie

sein. „Sich nicht anstrengen und schonen

– das war einmal. Heute gilt: Sport,

auch moderat ausgeübt, beeinflusst den

Verlauf der Erkrankung positiv.“ In vielen

Fällen kann eine konsequente Behandlung

der Herzinsuffizienz dazu beitragen, dass

Patienten trotz Herzschwäche wieder ein

aktives Leben führen.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Eckernförde

Zentrum für Innere Medizin

Dr. Carsten Joachim

Schleswiger Straße 114-116

24340 Eckernförde

Tel.-Nr.: 04351 882-301

E-Mail: silke.warneke@imland.de

das wichtigste Mittel zur Diagnose der

Erkrankung. Die Untersuchung ist vollkommen

schmerzfrei. Sie ermöglicht dem

Arzt, die Form des Herzens zu erkennen

und dessen Beweglichkeit zu beurteilen.

„Mithilfe der Ultraschalluntersuchung

diagnostizieren wir die Vergrößerung einzelner

Herzkammern, die Verdickungen

der Herzwände und Veränderungen an

den Herzklappen“, so Dr. Joachim.

Der

Verantwortung

gewachsen.

foerde-sparkasse.de

Wenn man einander eine

helfende Hand reicht. Wir

unterstützen daher seit

vielen Jahren ehrenamtlich

tätige Personen und soziale

Projekte. Und tragen so zum

sozialen Wohl in der Region

bei.

Gemeinsam#AllemGewachsen

Wenn‘s um Geld geht

Förde

Sparkasse

Gesundimland

13


Themen-Special Diabetes

Diabetes-Ratgeber

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit

etwa 350 Millionen Menschen an Diabetes. Am häufigsten tritt

der Typ-2-Diabetes auf: „Die Körperzellen reagieren zunehmend

unempfindlich auf das Hormon Insulin, das eigentlich dazu anregt,

Glucose aus dem Blut aufzunehmen – der Blutzuckerspiegel

steigt“, erklärt Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland von der Deutschen

Diabetes Gesellschaft. Meist sind zu Beginn keine akuten

Symptome erkennbar. „Zu den Risikofaktoren gehören genetische

Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel.“ Anders

beim Typ-1-Diabetes, einer Autoimmunkrankheit. Hier zerstört

das körpereigene Immunsystem die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse,

die das Hormon Insulin herstellen. „Betroffene müssen

sich meist ihr Leben lang Insulin spritzen, um ihren erhöhten Blutzuckerspiegel

zu behandeln“ weiß Prof. Müller-Wieland. Nachfolgend

stellen wir Ihnen einige Symptome vor, die auf Diabetes

hindeuten können:

Starker Durst:

Vermehrter Harndrang kann einen

Wassermangel zur Folge haben.

Jucken:

Durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust

kann es zu trockener Haut

kommen.

Verstärkter Harndrang:

Der Körper versucht, den vermehrt

im Blut vorkommenden Zucker auszuscheiden.

Müdigkeit:

Betroffene fühlen sich schlapp.

Habe ich Diabetes?

Gewichtsverlust:

Durch die schlechte Blutzuckerverwertung,

vor allem bei Typ-1-Diabetes,

können die Zellen ihren Energiebedarf

nicht mehr decken. Der Körper greift

auf Fettdepots zurück.

Infektionen:

Diabetiker sind anfällig für Harnwegsinfektionen,

Fußpilz und andere

Hautinfektionen. Auch Parodontitis

tritt häufiger auf.

Wunden verheilen langsamer:

Das Immunsystem ist geschwächt

und die Durchblutung der Haut

schlechter.

Atemgeruch:

Gelangt nicht ausreichend Zucker in

die Zellen, baut der Körper Fettzellen

ab. Dabei entsteht Azeton, das im

Atem von Typ-1-Diabetikern erkennbar

sein kann.

14 Gesundimland


Themen-Special Diabetes

WICHTIG!

Kontrolltermine bei Diabetes

Diabetes mellitus hat unterschiedliche

Ausprägungen und kann unbehandelt zu

ernsthaften Folgeerkrankungen führen. „Ein

erhöhter Blutzucker schädigt die kleinen

und großen Gefäße“, erklärt Dr. Anja Rueck,

Leiterin des durch die Deutsche Diabetes

Gesellschaft zertifizierten Diabeteszentrums der imland Klinik.

„Nur eine gute und rechtzeitige Betreuung kann dies verhindern.“

Unter dem Motto „Frei leben mit Diabetes“ können Betroffene an

Schulungskursen des Diabeteszentrums teilnehmen. Doch auch

spezielle Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht außer Acht gelassen

werden.

Augenspiegelung

Der Arzt leuchtet mindestens alle zwei

Jahre mit einer Speziallampe durch die

Pupillen auf die Netzhaut. „Deren feine

Blutgefäße können durch den Diabetes

geschädigt werden“, so Prof. Dr. Nicole Eter

von der Deutschen Ophthalmologischen

Gesellschaft. Rechtzeitig erkannt lässt sich

ein Sehverlust häufig verhindern.

Nierencheck

„Ein dauerhaft erhöhter

Zuckerspiegel

kann zu einem Nierenschaden

führen“,

warnt Priv.-Doz. Dr.

Andreas Bannowsky,

Chefarzt der Urologie an der imland Klinik.

Hinweise hierauf liefern ein mindestens

jährlicher Urin- sowie ein Bluttest.

Blutzucker-Langzeitwert-Kontrolle

Der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c gibt

Auskunft über die Höhe des Blutzuckers in

den vergangenen acht bis zwölf Wochen.

Hierfür wird einmal im Quartal Blut aus

einer Fingerkuppe oder Vene entnommen.

Blutdruckmessung

Diabetes und Bluthochdruck treten oft gemeinsam

auf. Die Untersuchung, bei

der der Arzt mit einer Manschette

am Oberarm des Patienten den

Blutdruck misst, wird alle

drei bis sechs Monate

durchgeführt.

„Zur Sicherstellung der Diagnose kann

eine 24-Stunden-Messung nötig sein, bei

der dem Patienten für einen Tag ein Gerät

angelegt wird“, so Thomas Fröber, 1. Vorsitzender

der Initiative „Gesund am NOK“.

Fußinspektion

Diabetes kann Nerven und Durchblutung

in den Beinen beeinträchtigen. Gegebenenfalls

benötigen Betroffene spezielle

Einlagen, Schuhe oder eine Fußpflege. Die

Untersuchung durch den behandelnden

Arzt findet mindestens jährlich statt. Eine

tägliche Inspektion kann selbstständig

durchgeführt werden.

Cholesterinmessung

„Schlechte Blutfette

fördern die Arterienverkalkung

und das

Risiko, einen Herzinfarkt

oder Schlaganfall

zu erleiden“,

erklärt Prof. Dr. Ulrich Pulkowski, Chefarzt

der Stroke Unit an der imland Klinik. Die

Untersuchung findet in der Regel einmal

jährlich statt.

Zahnkontrolle

Diabetiker erkranken häufiger an einer

chronischen Entzündung des Zahnbettes.

Dies gefährdet nicht nur die Zähne – auch

der Blutzucker kann erhöht werden. Zudem

schüttet der Körper dann Stoffe aus,

die eine Gefäßverkalkung fördern. Bei

einer mindestens jährlichen Zahn- und

Zahnfleischkontrolle werden auch hartnäckige

Belage entfernt.

Herz- und Schlagader-Check

Verengungen der

Herzkranzgefäße

und Halsschlagadern

erhöhen das

Risiko für einen Herzinfarkt

oder Schlaganfall.

„Per Ultraschall können wir diese

erkennen“, so Dr. Carsten Joachim, Chefarzt

des Zentrums für Innere Medizin an

der imland Klinik Eckernförde. „Außerdem

wird ersichtlich, ob die Bauchschlagader

erweitert ist.“ Über den Zustand des Herzens

informieren ein EKG, eine Echokardiografie

oder bei Bedarf eine Herzkatheter-

Untersuchung.

Foto: AdobeStock.com

Gesundimland

15


Imland Klinik Rendsburg erhält

Gefäßzentrum

Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) bestätigt das exzellente Niveau der Gefäßmedizin

der imland Klinik Rendsburg: Die Abteilung erhält die Gütezeichen für gefäßchirurgische Eingriffe an Arterien und an

der Aorta. Das unabhängige Prüfungsgremium bestätigt damit, dass die imland Klinik die hohen Anforderungen erfüllt,

die etwa die Krankenkassen an die Versorgung von Aortenaneurysmen und Gefäßerkrankungen stellen.

Krankenversicherer empfehlen Behandlung

in Gefäßzentren

Bei einem Aortenaneurysma handelt es

sich um eine lokal begrenzte Aussackung

der Aorta, der Hauptschlagader unseres

Körpers. Geringe Erweiterungen der Bauchschlagader

sind meist unproblematisch.

Allerdings ist eine regelmäßige, meist jährliche

Kontrolle mit Ultraschall notwendig.

Mit zunehmendem Durchmesser können

Aneurysmen zu lebensbedrohlichen inneren

Blutungen führen. Ein geplatztes Bauchaorten-Aneurysma

muss deshalb sofort

versorgt werden. Schon seit Jahren werden

für die Versorgung von Aortenaneurysmen

strenge Qualitätsanforderungen an die

versorgenden Krankenhäuser gestellt. Wie

zuletzt auch in der Presse berichtet wurde,

fordern die AOK Nord und die BEK als größte

Krankenversicherer in Norddeutschland

dazu auf, Aortenaneurysmen nur noch in

Gefäßzentren behandeln zu lassen, weil

die Ergebnisqualität an Krankenhäusern

mit großer Fallzahl deutlich besser ist.

16 Gesundimland


Zertifikat als

und Aortenzentrum

Alleinstellungsmerkmal: imland Klinik ist

das einzige zertifizierte Gefäß- und Aortenzentrum

Norddeutschlands

„Deswegen haben wir uns entschieden,

unsere Qualitätsstandards in der Gefäßmedizin

durch ein unabhängiges Verfahren

überprüfen zu lassen“ sagt Dr. Markus Siggelkow,

Chefarzt der Klinik für Gefäß- und

Thoraxchirurgie. Die RAL überprüft unabhängig

die Qualitätsstrukturen von Gefäßmedizinischen

Kliniken in

Deutschland.

„Wir sind stolz

darauf, in die

Gütegemeinschaft

aufgenommen

zu

sein und das

einzige zertifizierte Gefäßzentrum und Aortenzentrum

in Norddeutschland zu sein“,

erklärt Dr. Anke Lasserre, medizinische Geschäftsführerin

der imland gGmbH. „So

sichern wir auch langfristig eine hohe gefäßmedizinische

Versorgungsqualität für

die Bevölkerung im Landkreis Rendsburg-

Eckernförde und Schleswig-Holstein.“

Bereits seit 2005 regelmäßig zertifiziert

Die Klinik für Gefäßchirurgie ist bereits seit

2005 regelmäßig als Gefäßzentrum der

Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie

zertifiziert worden. „Das neue Verfahren

ist deutlich aufwendiger und wird nicht

durch die gefäßchirurgische Fachgesellschaft

selbst durchgeführt, sondern von

der RAL, einem auf dieses Gebiet spezialisierten,

unabhängigen bundesweiten

Institut“, erklärt

Rolf Müller, Leiter

des Qualitätsmanagements

der

imland gGmbH.

„Als erstes Gefäßzentrum

in Norddeutschland

haben

wir damit die

besonderen Anforderungen eines zertifizierten

Aortenzentrums erfüllt und dürfen

das Gütezeichen für Aortenchirurgie führen.“

Dr. Siggelkow ist stolz: „Die Erteilung

des Zertifikats ist nur eine Bestätigung der

hervorragenden Arbeit meines erfahrenen

Teams und der kollegialen Zusammenarbeit

mit unseren Kooperationspartnern in

„Wir sind stolz darauf (...) das

einzige zertifizierte Gefäßzentrum

und Aortenzentrum in

Norddeutschland zu sein.

der imland gGmbH in den letzten Jahren.“

Damit reiht sich das RAL-Gefäßzentrum in

die Gruppe der zertifizierten Zentren in der

imland Klinik ein: Darmkrebszentrum, Gelenkzentrum,

Prostatakrebszentrum, Holsteinisches

Brustzentrum und die imland

Klinik selbst erfüllen seit Jahren die strengen

Anforderungen.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Klinik für Gefäß- und Thoraxchirugie

Dr. Markus Siggelkow

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-3002

E-Mail: gefaesschirurgie@imland.de

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Gesundimland

17


Hygiene

Effektive

in allen

Dr. André Bode (2. v. r.)

und Team

Hygiene ist ein Gemeinschaftsprojekt

In der imland Klinik ist umfassendes Hygienemanagement

Teil der Qualitätssicherung.

„Beide Klinikstandorte erfüllen

die gesetzlichen Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes

sowie die Richtlinien

des Robert Koch-Instituts“, bestätigt Dr.

Bode. Für ihn und sein Team steht die

Verhinderung einer Übertragung der

Keime an erster Stelle. Gemeinsam sorgen

sie für Hygiene in allen Bereichen des

Krankenhauses und kümmern sich unter

anderem um die Beratung der Sterilisationsabteilung

bei der Sterilisation von

chirurgischen Instrumenten und Endoskopen,

sowie den richtigen Einsatz von

Desinfektionsmitteln bei der Aufbereitung

von Patientenzimmern. „Unser Ziel

ist es, die Zahl von Infektionen zu kontrollieren,

die für abwehrgeschwächte

Patienten ein erhebliches Risiko darstellen

können. Gleichzeitig wollen wir durch

eine effektive Prävention den bestmöglichen

Infektionsschutz sicherstellen“, erklärt

der imland-Hygiene-Leiter.

Neben den Basishygienemaßnahmen

ist die Abteilung für Hygiene und Infektionsschutz

ebenso für Mitarbeiterschulungen

zum Thema Infektionsvermeidung

zuständig. Personal, Patienten und

Angehörigen steht das Team um Dr. Bode

bei Fragen zur Seite und berät bezüglich

Isolationsmaßnahmen und Antibiotikaeinsatz,

zum Beispiel bei einer Infektion

durch einen multiresistenten Keim.

Auch bei der Beratung zum Einsatz des am

besten wirksamen und verträglichsten Antibiotikums

steht den Ärzten der imland

Kliniken ein Expertenteam zur Verfügung.

Welches Antibiotikum, in welcher Dosis,

welches Medikament ist bei speziellen

Infektionen für den Patienten am besten?

Diese und andere Fragen werden vom

ABS (Antibiotic-Stewardship) Team bearbeitet

und dienen den Ärzten als Hilfe im

alltäglichen Kampf gegen Infektionen.

Zusammen mit dem Gesundheitsamt

wird außerdem die Häufung bestimmter

Erkrankungen wie z. B. Norovirusinfektionen

genauestens erfasst. So sollen

Infektionsgefahren früh erkannt und

deren Ausbreitung eingedämmt werden.

18 Gesundimland


Hygiene

Hygiene

Bereichen des Krankenhauses

Durch regelmäßige Händedesinfektion

(...) kann jeder

dazu beitragen, eine Übertragung

zu verhindern.

Sicherheit für alle: Darum

geht es, wenn streng auf

Hygiene geachtet wird.

Dr. André Bode, Leiter der

Abteilung für Hygiene und

Infektionsschutz an den

imland Kliniken, und sein

Team kümmern sich im

Kampf gegen Keime täglich

um den Schutz für Mitarbeiter,

Patienten und deren

Angehörige.

Beraten werden die Ergebnisse der

Erfassungen auch innerhalb verschiedener

regionaler und überregionaler

Netzwerke des Kreises Rendsburg-

Eckernförde, in dem Fachpersonal

aus unterschiedlichen Bereichen des

Gesundheitswesen (Krankenhaus, Altenpflegeheim,

Rettungsdienst, niedergelassene

Ärzte u. a.) Fragen des Infektionsschutzes

diskutiert.

Kleiner Aufwand – große Wirkung

Mit Vorträgen und Mitmachaktionen

wie dem Händehygienetag nehmen

Dr. Bode und sein Team Patienten und

Angehörigen die Angst vor der unsichtbaren

Gefahr und informieren in Sachen

Infektionsschutz. Schon einfache

Maßnahmen helfen im Kampf gegen

die Keime. „Durch regelmäßige Händedesinfektion

– beispielsweise beim

Betreten oder Verlassen eines Zimmers

– kann jeder dazu beitragen, eine

Übertragung zu verhindern“, erklärt der

Hygiene-Experte. Nur bewusst hygienisches

Handeln kann das Infektionsrisiko

in einem Krankenhaus so gering

wie möglich halten.

Ihre Ansprechpartner vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Abteilung Hygiene und Infektionsschutz

Dr. André Bode

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-9048

E-Mail: hygiene@imland.de

imland Klinik Eckernförde

Abteilung Hygiene und Infektionsschutz

Dr. André Bode

Schleswiger Straße 114-116

24340 Eckernförde

Tel.-Nr.: 04331 200-9048

E-Mail: hygiene@imland.de

Gesundimland

19


Pneumologie

Schutz vor

Lungenen

Husten, Atembeschwerden, ein allgemein schlappes

Gefühl: eine Erkältung – oder doch nicht? Aufgrund

anhaltender Symp tome sucht Lisa

Buchbaum* schließlich ihren Arzt auf.

Dieser verweist sie an die imland

Klinik in Rendsburg. Vor Ort

erkennen die Experten sofort:

Es handelt sich um eine

Lungenentzündung. Warum

eine frühe Diagnose

wichtig ist und wie die

Krankheit schnell behandelt

wird, erklärt

Dr. Alexander von

Freier, leitender

Oberarzt des

Fachbereichs

Kardiologie,

Pneumologie

und Innere

Medizin am

Kardiologischen

Zentrum.

Foto: AdobeStock.com

Etwa 400.000 Menschen in Deutschland

erkranken jährlich an einer Lungenentzündung.

Damit werden mehr Menschen

mit einer Lungenentzündung in eine

Klinik eingewiesen, als mit einem Herzinfarkt

oder Schlaganfall. „In der Regel

ist der Verlauf einer sogenannten Pneumonie

sehr ähnlich“, erklärt Dr. von Freier:

„Zu Beginn werden oft nur schwache

Symptome bemerkt und als Erkältung

fehlgedeutet. Schnell kommen dann aber

Fieber, Schüttelfrost und extreme Hustenanfälle

hinzu.“ Bei älteren Patienten

können sich zudem Verwirrtheit und geistige

Umnachtung einstellen. „In jedem

Fall sollte eine solche Erkrankung nicht

unterschätzt werden“, mahnt der leitende

Oberarzt. Weltweit sterben jedes Jahr

etwa drei bis vier Millionen Menschen an

ihren Folgen.

20 Gesundimland

*Name von der Redaktion geändert


Pneumologie

tzündung

Rasselnden Husten, Fieber

und Schüttelfrost rechtzeitig abklären

Schlagen Antibiotika nicht an, müssen

die Chirurgen eingreifen

Auslöser einer Lungenentzündung sind

am häufigsten bakterielle Erreger wie

Pneumokokken, die über die Atemwege

aufgenommen werden. So gelangen

sie in die Lunge, die Bronchien

und die winzigen Lungenbläschen. Das

Immunsystem versucht, die Bakterien

zu bekämpfen, bildet vermehrt weiße

Blutkörperchen und schüttet sie in die

Lungenbläschen aus. Dort kommt es zu

einer Entzündungsreaktion: Die Lungenbläschen

füllen sich mit Eiter oder Wasser

und die für den Gasaustausch wichtigen

Hohlräume im Lungengewebe werden

verdichtet. Es kann kein Sauerstoff mehr

aus den Lungenbläschen ins Blut

gelangen und der Körper wird nicht

mehr ausreichend versorgt.

Als Lisa Buchbaum im Krankenhaus

ankommt, wird sie in die Klinik für

Kardiologie, Pneumologie und Innere

Medizin unter der Leitung von

Chefarzt Prof. Dr. Nour Eddine El

Mokhtari verwiesen. Hier wird ein

breites Spektrum an Erkrankungen

der Lunge diagnostiziert und behandelt.

Schnell steht fest: Frau Buchbaums Lunge

weist typische Rasselgeräusche auf. Ihr

Blutbild zeigt zudem hohe Entzündungswerte.

Mittels einer Röntgenaufnahme

stellen die Experten das Ausmaß und

die exakte Position der Lungenentzündung

fest. „Abhängig davon, wie schwer

die Erkrankung ist, kann eine stationäre

Behandlung notwendig sein“, so Dr. von

Freier. Für etwa ein Drittel der Patienten

ist das erforderlich. Zunächst erfolgt die

Behandlung mittels eines Antibiotikums.

Die Patienten müssen sich außerdem

schonen – bei Fieber wird Bettruhe empfohlen.

Schlagen die Antibiotika nicht

mehr an, etwa, weil die Lungenentzündung

verschleppt wurde, ist ein chirurgischer

Eingriff nötig. Das ist allerdings

nur bei zwei bis fünf Prozent der Betroffenen

notwendig.

Symptome nicht auf die leichte Schulter

nehmen

Lisa Buchbaum hatte Glück – ihre Lungenentzündung

konnte medikamentös

behandelt werden. „Entscheidend ist eine

frühe Diagnose“, so Dr. von Freier, „je länger

die Behandlung herausgezögert wird,

desto gefährlicher wird es.“ Beispielsweise

seien Komplikationen in Form von

Begleiterkrankungen oder dauerhaften

Zu Beginn werden oft nur

schwache Symptome

bemerkt und als Erkältung

fehlgedeutet

Schädigungen des Atemapparates möglich.

„Im schlimmsten Fall treten die

Bakterien irgendwann ins Blut über, es

kommt zu einer Blutvergiftung oder sogar

zum Organversagen.“ Für Menschen

über 60 Jahren, Personen mit schwachem

Immunsystem und Lungenkranken ist

eine Impfung gegen Pneumokokken ratsam.

Dr. von Freier weist jedoch darauf

hin, dass es nicht immer möglich sei, mittels

einer Impfung einen vollständigen

Schutz zu garantieren: „Dafür sind die

Auslöser zu vielseitig.“

Wer auf ein ausreichendes Maß an Hygiene

achtet, regelmäßig die Hände wäscht

und direkten Kontakt mit bereits betroffenen

vermeidet, kann selbst dazu beitragen,

eine Lungenentzündung zu vermeiden.

Auch wer mit dem Rauchen aufhört,

senkt das Risiko erheblich. Dennoch, so Dr.

von Freier, sei es ratsam bei Erkältungssymptomen

genauer hinzuschauen. Senioren,

Personen mit Vorerkrankungen,

geschwächtem Immunsystem und Kinder

unter dem 10. Lebensjahr sollten

selbst bei einem geringen Verdacht einen

Arzt aufsuchen. Dr. von Freier betont:

„Symptome, die von der Lunge ausgehen,

sollten niemals auf die leichte Schulter

genommen werden!“

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Kardiologie, Pneumologie

und Innere Medizin

Dr. Alexander von Freier

Lilienstr. 20-28

24768 Rendsburg

Tel. -Nr.: 04331 200-2001

E-Mail: innere.klrd@imland.de

Gesundimland

21


Gastroenterologie

Hochmoderne

Untersuchungen im Magen-Darm-

Trakt kosten Betroffene im Vorfeld

viel Überwindung. Die im Jahr 2013

gegründete Klinik für Gastroenterologie,

Onkologie und Allgemeine Innere

Medizin unter Leitung von Chefarzt

Prof. Dr. Stephan Hellmig setzt deshalb

auf eine hochmoderne Ausstattung,

um Patienten einen möglichst

hohen Komfort bieten zu können.

„Bei aller Hochleistungsmedizin,

die wir anbieten

können, steht immer der

Mensch im Mittelpunkt

unserer Bemühungen

Etwa 2500 stationäre und 6000 ambulante

Patienten versorgen Professor Hellmig

und die sieben Oberärzte der Klinik

jährlich. Alle Erkrankungen des Magen-

Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse

können diagnostiziert und

behandelt werden. Ein Schwerpunkt der

Klinik liegt in der diagnostischen und interventionellen

Endoskopie sowie in der

Behandlung von Patienten mit chronischentzündlichen

Darmerkrankungen. Pro

Jahr führt sein Team circa 5000 endoskopische

Untersuchungen durch.

„Zur Klinik gehört weiterhin eine große

onkologische Ambulanz in der fast alle Tumorerkrankungen

der inneren Organe und

des Blutes von einem erfahrenen Team behandelt

werden. Zudem sind wir Teil des

Darmkrebszentrums der imland Klinik“,

erklärt der Chefarzt.

Untersuchungen in Hochauflösung

Es wurden unter anderem neue Endoskopie-Systeme

mit hochauflösenden HDTV

Videoendoskopen angeschafft. „Mit der

uns nun zur Verfügung stehenden Technik

können wir während der Untersuchung

sogar die weißen Blutkörperchen beim

Fließen durch die Gefäße der Dünndarmzotten

beobachten. Das ermöglicht uns

mittlerweile ein fast mikroskopisches Bild

der Schleimhaut während der Untersuchung,

das sonst nur Pathologen unter

dem Mikroskop vergönnt war“, berichtet

der erfahrene Mediziner. Ein besonderer

Schwerpunkt der Klinik ist die interventionelle

Endoskopie. Durch Einsatz modernsten

Techniken gelingt es, kleine Tumoren

heutzutage endoskopisch zu entfernen,

bei denen früherer der Chirurg große

Operationen durchführen musste. Ein Bei-

22 Gesundimland


Diagnostik

in der Klinik für Gastroenterologie,

Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

der imland Klinik

spiel hierfür ist die Submukosa Dissektion

(ESD), bei der mit kleinsten Messern in den

Wandschichten des Darmes operiert wird.

Die Patientin können teilweise am selben

Tag oder nach einer Überwachung über

Nacht die Klinik am folgenden Tage wieder

verlassen, während bei einer Operation

häufig langwierige stationäre Aufenthalte

mit einem langen Genesungsweg nötig

waren.

Kollegiale Zusammenarbeit ist von großer

Bedeutung

Chirurg und Endoskopiker sind jedoch

keineswegs Konkurrenten in der Behandlung

der Patienten – vielmehr Partner, die

aufeinander angewiesen sind. „Wir freuen

uns, dass unsere endoskopische Expertise

wahrgenommen wird und wir einen

ständigen Zuwachs der Untersuchungszahlen,

vor allem der komplexen Eingriffe,

verzeichnen“, so Professor Hellmig. Die Zuweisungen

zu endoskopischen Eingriffen

kommen mittlerweile auch von niedergelassenen

Kollegen, die außerhalb des Einzugsbereichs

der imland Klinik tätig sind.

Hoher Komfort für die Patienten

Nicht nur der moderne Aufwachraum in

Rendsburg mit acht Plätzen, wo stationäre

wie ambulante Patienten optimal überwacht

werden, verspricht hohen Komfort.

Auch setzt das Team von Professor Hellmig

spezielles Kohlenstoffdioxid-Gas bei der

endoskopischen Untersuchung ein. Dieses

diffundiert etwa 150-mal schneller durch

die Darmwand ins Blut als die normalerweise

verwendete Raumluft und wird von

den Patienten abgeatmet. Bauchkneifen

tritt nach der Darmspiegelung quasi nicht

mehr auf. Man spricht in diesem Zusammenhang

auch von der „schmerzlosen

Darmspiegelung“. Nach der Untersuchung

hält die Klinik für Gastroenterologie, Onkologie

und Allgemeine Innere Medizin

einen kleinen Snack für die ambulanten Patienten

bereit, der häufig schon sehnsüchtig

erwartet wird, da die Patienten vor der

Untersuchung nüchtern sein müssen. „Bei

aller Hochleistungsmedizin, die wir anbieten

können, steht immer der Mensch im

Mittelpunkt unserer Bemühungen“, betont

Professor Hellmig.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Klinik für Gastroenterologie,

Onkologie und

Allgemeine Innere Medizin

Prof. Dr. Stephan Hellmig

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-2801

E-Mail: bianca.otten@imland.de

Gesundimland

23


Gute

Heilungschancen

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Jedes Jahr erkranken etwa 70.000 Menschen in Deutschland

an Darmkrebs. Damit ist dieser die zweithäufigste Tumorerkrankung

nach Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs

bei Frauen. Für gute Heilungschancen ist rechtzeitige Vorsorge

besonders wichtig. Wie die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung

funktioniert und wie der Krebs behandelt werden

kann, erklärt Dr. Christos Athanasios Papachrysanthou,

Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der

imland Klinik in Rendsburg und Eckernförde.

Darmkrebs kann in jedem Darmabschnitt

entstehen. Häufigster Entstehungsort ist

der Dickdarm, aber auch andere Bereiche

wie der Dünndarm oder der Analbereich

können betroffen sein. Bei einigen selteneren

erblichen Formen befallen Tumore

den gesamten Dickdarm. Bauchkrämpfe,

starke Blähungen und veränderte

Stuhlgewohnheiten, oft mit Blut im Stuhl,

sind häufige Symptome. „In den meisten

Fällen entsteht der Dickdarmkrebs aus veränderten,

ehemals gesunden Darmzellen,

den sogenannten Darmpolypen, die sich

im Laufe der Zeit in Krebszellen umwandeln“,

erläutert Dr. Papachrysanthou.

24 Gesundimland


„Wir raten (...) jedem

ab dem 55. Lebensjahr,

an der vorsorglichen

Darmspiegelung teilzunehmen

Foto: Felix-Burda-Stiftung

Darmkrebszentrum

Zertifiziertes Darmkrebszentrum

re. „Wir raten deswegen jedem ab dem 55.

Lebensjahr, an der vorsorglichen Darmspiegelung

teilzunehmen“, erklärt der

Experte. Bei bestehenden Symptomen

übernehmen die Krankenkassen die Kosten

der Darmspiegelung auch schon in

jüngeren Jahren. Die Untersuchung auf

Blut im Stuhl ist deutlich unsicherer und

ersetzt die Darmspiegelung nicht. Die

zuverlässigste Methode zur Früherkennung

ist die Darmspiegelung, auch Koloskopie

genannt. Diese Untersuchung

dauert circa 15 bis 20 Minuten und gilt

als besonders schonende und risikoarme

Methode der Vorsorgeuntersuchung, bei

der auch schon Krebsvorstufen, die Polypen,

gleich mit entfernt werden können.

Der Patient bekommt hierfür ein Beruhigungsmittel

oder eine Kurznarkose, so

dass der Betroffene während der Untersuchung

schläft. „Bei Menschen, die an

einer Vorsorgeuntersuchung teilnehmen,

kann der Darmkrebs verhindert werden,

bevor er sich zu einem bösartigen Tumor

entwickelt, indem vorhandene Krebsvorstufen,

die Polypen, entfernt werden“, so

Dr. Papachrysanthou, „so werden die Veränderungen

im Darm früh erkannt und

entfernt.“

Foto: Privat

Operation bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf

Sollte sich ein bereits ein Darmkrebs gebildet

haben, stellt sich dies ebenfalls

bei der Darmspieglung heraus. „Dann

werden aus dem Tumor Proben entnommen,

damit die Diagnose gesichert wird“,

betont Dr. Papachrysanthou, „die Tumorerkrankung

lässt sich dann durch eine

vollständige Entfernung des befallenen

Darmabschnittes mittels einer Operation

sehr häufig heilen.“ Bei Dickdarmkrebs,

der am häufigsten auftritt, wird

zwischen dem Rektumkarzinom und

Kolonkarzinom unterschieden. Beim Rektumkarzinom

befindet sich der Tumor im

Mastdarm (dem Rektum), also im letzten

Abschnitt des Dickdarms vor dem Schließmuskel.

Von einem Kolonkarzinom wird

gesprochen, wenn höhere Darmabschnitte

befallen sind. Der Tumor wird immer

mit den angrenzenden Lymphknoten

vollständig entfernt, damit sich der Krebs

nicht weiter verbreitet. „Bei Patienten

mit Enddarmkrebs, einem Rektumkarzinom,

entfernen wir den betroffenen

Bereich des Darms und die umliegenden

Fett- und Bindegewebskörper zusammen

mit den darin liegenden Lymphknoten“,

bei rechtzeitiger

Vorsorge

Veränderungen im Darm frühzeitig

erkennen

Bei der Entstehung von Darmkrebs spielt

das Alter eine wichtige Rolle – je älter der

Mensch ist, desto höher auch sein Erkrankungsrisiko.

Vor dem 40. Lebensjahr tritt

der Krebs eher selten auf, danach steigt

die Wahrscheinlichkeit deutlich an. Die

meisten Betroffenen sind älter als 55 Jah-

so der zertifizierte Darmkrebsoperateur.

Wenn das zu entfernende Gewebe nahe

am Schließmuskel liegt, muss dieser gegebenenfalls

mit entfernt und ein künstlicher

Darmausgang gelegt werden. Das

ist allerdings nur in wenigen Fällen nötig.

„Bei Auftreten von Metastasen reicht die

Operation bei weit fortgeschrittenem

Krebs nicht aus“, erklärt der Chefarzt, „die

Patienten müssen sich dann im weiteren

Behandlungsverlauf einer ambulanten

Chemo- und ggf. Strahlentherapie unterziehen,

die aber heute deutlich besser

verträglich sind und auch gute Ergebnisse

erzielen.“ So werden noch im Körper

vorhandene Krebszellen bekämpft.

Anschließend ist dann häufig auch eine

operative Entfernung von Leber- oder

Lungenmetastasen möglich, um eine Tumorfreiheit

für den Patienten zu erreichen.

Gesundimland

25


Darmkrebszentrum

Nach der Operation

War die Therapie erfolgreich, sind regelmäßige

Nachsorgeuntersuchungen

notwendig, damit der Krebs nicht unbemerkt

zurückkehrt. Durch regelmäßige

Kontrolluntersuchungen (CT, Tumormarker,

Ultraschall und gegebenenfalls

Darmspiegelungen) können die Bildung

von Metastasen oder ein örtlicher

Rückfall früh erkannt und behandelt

werden. Wenn die Befunde über einen

Zeitraum von fünf Jahren unauffällig

bleiben, gilt der Patient als vollständig

geheilt. Eine ausgewogene Ernährung

und regelmäßige sportliche Betätigung

unterstützen die Heilung maßgeblich.

Foto: Privat

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. Christos Athanasios Papachrysanthou

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-4301

E-Mail: allgemeinchirurgie.klrd@imland.de

imland Klinik Eckernförde

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. Christos Athanasios Papachrysanthou

Schleswiger Str. 114-116

24340 Eckernförde

Tel.-Nr.: 04351 882-401

E-Mail:allgemeinchirurgie.kleck@imland.de

Das sagt die Fachgesellschaft

Fragen an Dr. Christa Maar,

Vorstand der Felix Burda Stiftung.

Foto: Felix-Burda-Stiftung

Warum ist Vorsorge bei Darmkrebs so

wichtig?

Dr. Christa Maar: Dieser Krebs ist der

einzige, der sich durch Vorsorge in den

meisten Fällen zu hundert Prozent verhindern

lässt. Wichtig ist, dass man als

Gesunder, das heißt ohne Symptome,

an der Vorsorgeuntersuchung teilnimmt.

Die Krankenkasse zahlt Darmkrebsvorsorge

ab dem Alter von 50 Jahren.

Wenn man wartet, bis ein eventuell

vorhandener Darmkrebs Beschwerden

macht, hat man schlechte Karten für

die Heilung, da die Erkrankung dann in

aller Regel bereits weit fortgeschritten

ist. Wird der Krebs hingegen in einem

frühen Stadium erkannt, lässt er sich in

der Mehrheit der Fälle heilen.

Wodurch zeichnet sich die Felix Burda

Stiftung aus?

Dr. Christa Maar: Wir sind die einzigen,

die mit großen Werbe- und PR-

Kampag nen über die Wichtigkeit von

Darmkrebsvorsorge aufklären. Zusammen

mit unseren Partnern haben wir

in den vergangenen Jahren viel erreicht,

um die Menschen in Deutschland gesund

zu halten: Über 6,5 Millionen Bundesbürger

waren seit ihrer Einführung

2002 bereits bei der Vorsorgekoloskopie.

Über 120.000 Todesfälle konnten

dadurch verhindert werden.

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Stiftung sagt Ihnen, ob und wann Sie

zur Vorsorge gehen sollten:

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Kontakt

Felix Burda Stiftung

Arabellastraße 27

81925 München

Tel.-Nr.: 089 9250-2710

E-Mail: kontakt@felix-Burda-stiftung.de

www.felix-burda-stiftung.de

26 Gesundimland


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IN DER AUGENKLINIK RENDSBURG

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AUGENKLINIK

RENDSBURG

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Gesundimland

27


Schulterendoprothetik

In der Wohnung von Thomas

Renner* stehen große

Renovierungsarbeiten an.

Doch jedes Mal, wenn er den

Arm mit der Malerrolle anheben

will, um die Wand zu streichen,

fährt ihm ein stechender Schmerz

durch die Schulter. Der 35-jährige Vereinsschwimmer

versucht dem Schmerz

mit Dehnübungen und Krafttraining

entgegenzuwirken, doch die Beschwerden

verschlimmern sich. Wochenlange

Dauerschmerzen und schlaflose Nächte

später trifft Renner die Entscheidung, dem

Schmerz auf den Grund zu gehen. Er fragt

seine Teamkollegen um Rat, die ihm das Gelenkzentrum

an der imland Klinik Eckernförde

empfehlen. Dort wird er von Dr. Steffen Oehme,

Chefarzt des Gelenkzentrums sowie der Orthopädie

und Unfallchirurgie untersucht. Die Diagnose:

Das sogenannte Impingement-Syndrom.

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Impingement-Syndrom –

Nach Schulter-OP

zurück in die

Schwimmhalle

28 Gesundimland

*Name von der Redaktion geändert


Schulterendoprothetik

Wie Thomas Renner leiden etwa 10% der

Bevölkerung an dem Impingement-Syndrom.

Menschen, die Überkopfarbeit ausüben,

wie Maler oder Flugzeugmonteure

leiden besonders unter dem Syndrom.

Am häufigsten sind aber Sportler betroffen,

die mit ihren Armen Überkopfbewegungen

ausführen, wie Schwimmer,

Hand- und Volleyballer oder

Bodybuilder. „Auch wenn

Schwimmen sehr gelenkschonend

und gesund ist,

muss gerade bei dieser

Sportart darauf geachtet

werden,

dass die Bewegungsabläufe

richtig

unter dem Namen Rotatorenmanschette

zusammengefasst werden, sorgen dafür,

dass das Kugelgelenk an der richtigen Stelle

bleibt. „Einerseits ist das Schultergelenk

dadurch extrem beweglich“, so Dr. Oehme,

„andererseits auch sehr anfällig für Verletzungen.“

Bei ausgiebigem Schwimmtraining

werden die Brustmuskeln, die für

eine Innenrotation der Schulter zuständig

sind, trainiert und verkürzen sich entsprechend.

Die Schulterblattmuskeln hingegen

verkümmern, da sie nur gering beansprucht

werden. Auf diese Weise entsteht

ein Ungleichgewicht. Eine mögliche Folge

ist, dass das Kugelgelenk in der Schultergelenkpfanne

in eine schiefe Position gezogen

wird und bei entsprechender Bewegung

für eine Reizung und Entzündung

der Sehnen sorgt. Die Sehnen werden

förmlich ein- oder abgek lemmt. Im weiteren

Krankheitsverlauf kann die Beweglichkeit

der Schulter deutlich abnehmen bis

hin zu einer Versteifung des Gelenks.

Beruf ausüben können oder aktiv einer

Überkopfsportart wie Herr Renner nachgehen,

empfehlen wir eine Operation.“

Künstliches Schultergelenk für neue Lebensqualität

In einer etwa einstündigen Operation wird

ein künstliches Schultergelenk eingesetzt.

Nach etwa zwölf Wochen sind die Patienten

meist wieder fit und können ihre

Schulter beschwerdefrei bewegen. In den

nächsten Wochen nach der Operation stehen

Bewegungsübungen auf dem Plan.

Ziel ist es mithilfe von Krankengymnastik

die Muskeln der Rotatorenmanschette

schrittweise wiederaufzubauen und zu

kräftigen. Um das künstliche Gelenk zu

schonen, sollten ruckartige Sportarten

wie Volleyball oder Handball vermieden

werden. Thomas Renner hat Glück: Er kann

weiterhin schwimmen. Gleichförmige

Schwimmbewegungen wie beim Brustschwimmen

sind ohne weiteres mit einem

künstlichen Schultergelenk möglich.

ausgeführt werden“, erklärt Dr. Oehme,

„besonders die Schultern werden beim

Schwimmen stark beansprucht, weswegen

oft von der sogenannten Schwimmerschulter

gesprochen wird.“ Oft kann

der Schmerz bereits mit Ausgleichtraining

geheilt werden. Treten die Schmerzen dennoch

auf, sollten Betroffene unbedingt einen

Arzt aufsuchen.

Ungleichgewicht im Schultergelenk

„Das Schultergelenk besteht aus drei Knochen“,

erläutert der Gelenkexperte, „Schulterblatt,

Schlüsselbein und Oberamknochen.“

Durch das Kugelgelenk, das in der

Schultergelenkpfanne sitzt, werden diese

drei Knochen verbunden. Vier Muskeln, die

Konservative Therapie: Kraftsport

und Medikamente

Dumpfe Schmerzen im Schultergelenk

aufgrund einer

Überbeanspruchung können

in der Regel durch

Ruhe und entzündungshemmende

Medikamente gelindert

werden. „Die Betroffenen erhalten meist

Kortisonspritzen und werden physiotherapeutisch

behandelt“, so Dr. Oehme, „es

braucht allerdings häufig Monate, bis die

Schmerzlinderung eintritt.“ Gezielte Krankengymnastik

mit Muskelaufbautraining

können die Muskeln der Rotatorenmanschette

kräftigen und die Position des Kugelgelenks

in der Schultergelenkpfanne so

verändern, dass unter dem Schulterdach

wieder genug Platz für die Sehnen bleibt.

„Wenn diese Formen der Therapie nicht

helfen und die Schulterschmerzen bestehen

oder sich sogar verschlimmern, muss

operiert werden“, konstatiert Dr. Oehme,

„gerade Menschen, die sonst nicht ihren

Dr. Steffen Oehme

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Eckernförde

Gelenkzentrum – Orthopädie

und Unfallchirurgie

Dr. Steffen Oehme

Schleswiger Straße 114-116

24340 Eckernförde

Tel.-Nr.: 04351 882-575

E-Mail: gelenkzentrum@imland.de

Gesundimland 29


Narkose: „Wissen gibt

Egal ob großer oder kleiner Eingriff:

Viele Menschen fühlen sich

unwohl, wenn ihnen eine Narkose

bevorsteht. Doch das muss nicht

sein, wie Dr. Andreas Kirchmann,

Chefarzt der Klinik für Anästhesie

und Schmerztherapie der imland

Klinik Rendsburg, berichtet. Dank

hochentwickelter Medizintechnik,

lückenloser Überwachung

und der individuellen Anpassung

von Medikamenten sei es bei fast

allen Patienten möglich, eine sehr

sichere Narkose durchzuführen.

„Wir können die

genutzten Mittel heute

auf den Punkt steuern

Der OP-Termin steht fest, der Eingriff wurde

im Detail mit dem Chirurgen besprochen

– alles scheint soweit klar, nur der Gedanke,

sich ganz und gar in die Hände des

Anästhesisten zu begeben, macht Betroffene

unsicher. „Es ist nicht zuträglich, diese

Angst kleinzureden“, weiß Dr. Kirchmann.

„Viel wichtiger ist es, ein ausführliches

Anästhesiegespräch mit den Patienten zu

führen, denn Wissen gibt Sicherheit.“

Sämtliche Fragen werden im Vorhinein

geklärt

In der Regel dauert eine solche vorbereitende

Unterredung mit dem Anästhesisten

zwischen 15 und 30 Minuten. Bereits jetzt

wird geplant, welches Betäubungs- beziehungsweise

Narkoseverfahren für den

geplanten Eingriff am besten geeignet ist.

„Hierfür fragen wir nicht nur Körpergröße

und Gewicht ab“, erklärt der Chefarzt. „Für

uns ist unter anderem wichtig, welche Risiken

der Patienten mitbringt, ob es bestehende

Erkrankungen, Allergien oder Vorerfahrungen

mit Narkosen gibt.“

Auch den organisatorischen Ablauf der

Narkose, den Aufwach-Vorgang sowie die

anschließende Betreuung im Aufwachraum

und auf der Bettenstation spricht

der Anästhesist an. „Je mehr wir von den

Patienten erfahren, desto besser können

wir auch auf diese eingehen – in emotionaler

sowie fachlich-medizinischer Hinsicht.

Natürlich können auch seitens des

Patienten alle offenen Fragen angebracht

werden.“ Außerdem erfährt der Betroffene,

wie er sich selbst am besten auf die

Narkose vorbereiten kann.

Umfangreiche Betreuung während der

Operation

Es werden verschiedene Medikamente

genutzt: Während ein Hypnotikum für

Bewusstlosigkeit sorgt, entspannen Relaxanzien

die Muskeln und Analgetika

nehmen den Schmerz. Hochmoderne

Überwachungsgeräte prüfen die Tiefe

der Narkose während des gesamten

Eingriffs, sodass der ständig anwesende

Anästhesist gegebenenfalls sofort eingreifen

kann. „Während der Operation ist

ein Team aus qualifizierten Ärzten und

Fachpflegepersonal für Schmerzfreiheit

und Narkosetiefe verantwortlich und

überwacht dabei die lebenswichtigen

Funktionen wie Kreislauf und Atmung.“,

versichert Dr. Kirchmann. „Viele Patienten

haben Angst, während eines Eingriffs

plötzlich aufzuwachen. Dank der lückenlosen

Überwachung würden wir eine zu

flache Narkose aber sofort erkennen und

reagieren.“

30 Gesundimland


Anästhesie

Sicherheit“

„Wir können die genutzten Mittel heute

auf den Punkt steuern“, so der Chefarzt.

Es könne beinah minutengenau prognostiziert

werden, wann ein Patient wieder

aufwache. Wenn Komplikationen aufträten,

dann in der Regel nicht aufgrund der

Narkose: „Problematisch können Begleiterkrankungen

sein, die die Betroffenen

gegebenenfalls mitbringen, beispielsweise

Stoffwechselerkrankungen oder ein

schwaches Herz.“ Entsprechend wichtig

sei das ausführliche, vorbereitende Gespräch.

„Gelegentlich kommt es bei Patienten

nach dem Eingriff zu Übelkeit oder

Erbrechen. Wer intubiert wurde – also

während der Operation beatmet – verspürt

nach dem Eingriff manchmal Heiserkeit

oder Halsschmerzen.“

Postoperative Versorgung

Auch nach dem Eingriff ist die Anästhesie

weiterhin in Verantwortung für den

Patienten. „Die Patienten werden im

Aufwachraum so lange betreut, bis sie

endgültig wach sind“, berichtet Dr. Thorsten

Nickel, Oberarzt für den Bereich der

Schmerztherapie. Außerdem umfasst die

weitere anästhesiologische Behandlung

mitunter eine individuelle Schmerztherapie,

welche häufig bereits im Vorgespräch

konzeptioniert wird. Dies betrifft insbesondere

rückenmarksnahe oder periphere

Regionalanästhesien, deren lokale Betäubung

während und nach der Narkose eine

sehr verträgliche Analgesie ermöglicht.

Bei kleineren Eingriffen sind häufig Tabletten,

Tropfen oder bedarfsweise Infusionen

bzw. Injektionen für die wirksame

Schmerzbehandlung ausreichend. Diese

werden im weiteren Verlauf individuell

für den Patienten angepasst und regelmäßig

in ihrer Wirksamkeit überprüft. Bei

größeren Eingriffen werden ergänzende

Pumpenverfahren genutzt, über welche

der Patient seine Schmerzmittel selbst abfordern

kann.

Nach der Verlegung aus dem Aufwachraum

sorgt ein erfahrenes Team auf der

peripheren Station für die nahtlose Fortführung

der Schmerzbehandlung der

Patienten, wie Dr. Nickel versichert: „Das

Schmerzmanagement steht dem Patienten

jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.“

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Klinik für Anästhesie und

Schmerztherapie

Dr. Andreas Kirchmann

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-4601

E-Mail: anaesthesie@imland.de

Gesundimland

31


l

Klinik

Rendsburg

Klinik

Eckernförde

Die imland Klinik

als Arbeitgeber

Menschen helfen – das ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Dieser Berufung gehen

wir mit unseren über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich nach und sind

damit einer der größten Arbeitgeber Schleswig-Holsteins. Als solcher haben wir 798

Planbetten an zwei Klinikstandorten, an denen wir ca. 68.300 Patientinnen und Patienten

im Jahr helfen.

Die Tätigkeitsfelder in unserer Klinik sind

vielfältig, aber sie alle haben eines gemein:

Unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sind unser Kapital, von ihren

Fähigkeiten und ihrem Arbeitseifer

hängt unser gesamtes Wirken ab.

Jeder Einzelne ist wichtig, deswegen

investieren wir in die Aus- und Weiterbildung

unserer Beschäftigten.

Die beiden Standorte der imland

Kliniken befinden sich im Herzen

Schleswig-Holsteins und sind direkt

am Wasser gelegen: Die „Straße der

Traumschiffe“ – der Nord-Ostsee-

Kanal – und die Eckernförder Bucht

bilden eine malerische Arbeitskulisse für

die Kliniken in Rendsburg und Eckernförde,

die mancher so nur vom Urlaub

an der Küste kennt. Das Umland ist

von Seen, Flüssen und einer einzigartigen

Geest- und Marschlandschaft

geprägt. Die Wälder, Wiesen und

Moorlandschaften der umliegenden

Naturparks laden zu Ausflügen ein,

was durch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen

über das ganze Jahr

hinweg abgerundet wird. Nicht nur

die Ostseeküste, sondern auch der

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches

Wattenmeer ist nicht weit

entfernt. Die Landeshauptstadt

Kiel befindet sich ebenfalls in nur

30 km Entfernung.

Die maritime Umgebung birgt enormes

Erholungspotenzial: Freizeitsportler finden

hier ein wahres Paradies an Betätigungsmöglichkeiten.

Zahlreiche Radwege

sowie ein hervorragendes Netz von ausgewiesenen

Nordic-Walking- und Wanderstrecken

bieten dem Naturliebhaber

alles, was das Herz begehrt. Daneben ist

die Wasserlandschaft noch viel mehr als

nur eine hübsche Kulisse: Die Ostsee und

die zahlreichen Seen und Flüsse bieten

hervorragende Bedingungen für Wassersportler

aller Art. Ob Schwimmer, Surfer

oder Segler, ob Single oder Familie, hier

bleiben keine Wünsche offen. Freizeit und

Arbeit zu einer unglaublich hohen Lebensqualität

verbinden: das zeichnet den

Standort der imland Kliniken aus.

Diese Berufe bilden wir derzeit aus:

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Gesundheits- und Krankenpfleger/-in

• Energieelektroniker/ -in

• Informatikkaufmann/ -frau

• Kaufmann/ -frau im Gesundheitswesen

• B.Sc. Health-Care-Studies

(in Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule)

• Anpassungsqualifizierung

für ausgebildete Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern

• Weiterbildung Intensivpflege

• Weiterbildung Praxisanleiter/-in

Darüber hinaus bieten wir Medizinstudenten im Praktischen

Jahr eine umfassende Betreuung. Um Interessierten

einen praktischen Einstieg in das Feld der Medizin und

Gesundheit zu ermöglichen, ist es außerdem möglich, ein

Freiwilliges Soziales Jahr, den Bundesfreiwilligendienst oder

Praktika in einer unserer Kliniken zu absolvieren.

Ist ein passender Ausbildungsberuf für Sie dabei? Dann

starten Sie jetzt Ihre berufliche Zukunft mit uns! Sie erwartet

ein interessantes und anspruchsvolles Aufgabengebiet

und eine Tätigkeit zum Wohle kranker und hilfebedürftiger

Menschen. Bewerbungen und weitere Infos unter:

www.imland.de/de/jobboerse

32 Gesundimland


Imland-Fachbereiche stellen sich vor: Die IT-Abteilung

Moderne

Technik nutzen

Mitarbeiter der Abteilung IT und

Organisation: (vlnr) Dennis Winzer,

Hannes Bracker, Marcel Wenzel,

Tobias Mierzwiak

Die moderne Technik nutzen, um anderen das Arbeiten zu erleichtern – das ist unsere

Aufgabe. Wir, das ist die Abteilung IT und Organisation der imland gGmbH, 13

Mitarbeiter und drei Auszubildende, die tagtäglich ihre Expertise und Energie dazu

einsetzen, moderne Klinikarbeit zu ermöglichen. Wir stellen reibungslose Abläufe

in der IT-Infrastruktur der imland gGmbH sicher und entwickeln diese Struktur

gleichzeitig permanent weiter.

Gerade in letzter Zeit haben wir einige

Verbesserungen umgesetzt, die unseren

Kollegen im medizinischen und

pflegerischen Bereich den Rücken freihalten

und ihnen ermöglichen, sich mit

ganzer Energie auf unsere Patientinnen

und Patienten zu konzentrieren. Zuletzt

haben wir den Prozess der Leistungsanforderungen

und -dokumentation von

der handschriftlichen Bearbeitung auf

einen komplett digitalisierten Vorgang

umgestellt. Das spart Zeit und schont

die Nerven. Außerdem haben wir die

Ärztinnen und Ärzte beider Klinikstandorte

mit moderner Spracherken-

nungssoftware ausgestattet. Verlaufsdokumentationen

und andere Berichte

müssen nun nicht mehr langwierig getippt,

sondern können mit der Software

ganz einfach diktiert werden. Derzeit

organisieren wir eine weitere, grundlegende

Neuerung, welche die Abläufe in

der Klinik erheblich verändern wird: Die

Umstellung von papiergeführten Patientenakten

auf digitale Dokumentation.

Das ermöglicht einen schnelleren

Zugriff auf wichtige Informationen –

und die sind mitentscheidend für gute

Diagnosen, Behandlungen und Therapien.

Wie ist die Abteilung IT und Organisation

aufgebaut? Unser Hard- und

Netzwerkteam mit drei Mitarbeitern

betreut sämtliche Hardware wie etwa

die PCs als auch das Netzwerk und

WLAN. Das Systemteam mit zwei Mitarbeitern

kümmert sich um alle Server

und unsere Sicherheit sowie Exchange,

das Outlook-Mailprogramm. Das Softwareteam

mit sechs Mitarbeitern betreut

alle 178 in der imland gGmbH

eingesetzten Softwareprodukte und

setzt die durchgeführten Prozessanalysen

digital um. Ach ja, dann gibt es

noch den Abteilungsleiter und seine

Assistentin, welche Projekte planen und

managen, das IT-Budget überwachen

und das Unternehmen auf künftige IT-

Anforderungen vorbereiten. Außerdem

haben wir drei Auszubildende zur/m

Informatikkauffrau/-mann, die eine

fundierte und praktische IT-Ausbildung

mit viel Gestaltungsspielraum erhalten.

Die Vereinfachung des Arbeitsalltags

unserer Kolleginnen und Kollegen und

damit die Verbesserung in der Betreuung

der Patientinnen und Patienten

sind unsere Ziele.

Ab August 2020 haben wir auch wieder

Plätze für die Ausbildung zum Informatikkaufmann/

-frau frei.

www.imland.de/de/jobboerse

Gesundimland

33


Neurochirurgie

Innovative

Therapiemethode

Anhaltende Beschwerden können

die Lebensqualität stark einschränken.

Eine Alternative zu bisherigen

Behandlungsmöglichkeiten stellt der

sogenannte „Schmerzschrittmacher“

dar. Wie die neue Methode funktioniert

und für wen sie geeignet ist,

erklärt Prof. Dr. Andreas M. Stark,

Leiter der Neurochirurgie.

Foto: AdobeStock

34 Gesundimland


Neurochirurgie

bei chronischen Leiden

Zwischen acht und 16 Millionen Menschen

in Deutschland leiden laut einer

Schätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft

e.V. an chronischen Schmerzen.

Weltweit stellen Rücken- und Rücken-

Beinschmerzen die am häufigsten gestellte

Diagnose dar. Stetig nimmt daher die

Nachfrage nach effizienten Behandlungsmöglichkeiten

zu. „Betroffene haben häufig

bereits Operationen und medikamentöse

Behandlungen hinter sich“, berichtet

Professor Stark. „Bei manchen bleibt dennoch

ein hartnäckiger Nervenschmerz

zurück, der nur sehr schwer behandelbar

ist. Das schränkt die Lebensqualität stark

ein.“ Sowohl periphere Nerven als auch

das Rückenmark oder das Gehirn können

von Schädigungen betroffen sein.

Schmerzleitung zum Gehirn unterbrechen

Eine innovative Behandlungsmöglichkeit

auf dem neuesten medizinischen Stand

der Technik bietet die Neuromodulation

mit „Schmerzschrittmachern“. Besonders

für Betroffene, bei denen eine medikamentöse

Therapie nicht anschlug, stellt

sie eine erfolgversprechende Alternative

dar. Bei der Neuromodulation kommen

elektrische Impulse zum Einsatz. „Diese

können Schmerzbahnen hemmen oder

schmerzhemmende Bahnen verstärken“,

berichtet der Experte. „Die Methode wird

vor allem bei chronischen Schmerzen eingesetzt.

Sie bietet eine gute Alternative

zur medikamentösen oder operativ-destruierenden

Behandlung und kann dem

Patienten helfen, verlorene Lebensqualität

zurückzugewinnen.“

Betroffene können in verschiedenen Situationen

von der Therapie profitieren. „Die

Indikationen sind vielfältig und betreffen

beispielsweise schmerzhafte Zustände

nach Operationen, Rückenschmerzen,

Durchblutungsstörungen der Beine,

neuropathische Schmerzsyndrome und

Kopfschmerzsyndrome“, zählt Dr. Stark

exemplarisch auf. Die Behandlung erfolgt

immer auf dieselbe Art und Weise: Bei

der Neuromodulation wird ein Impulsgeber

mit Elektroden an die jeweilige

nervale Struktur angebracht. Dort gibt

er elektrische Impulse an den Nerven ab.

„Der Effekt ist eine Unterbrechung der

Schmerzleitung zum Gehirn“, erklärt der

Neurochirurg. „In vielen Fällen entsteht

ein angenehmes Kribbeln – mit modernen

Technologien im Hochfrequenzbereich

lässt sich aber auch das ausblenden.“

Nerven werden nicht beschädigt

Die Implantation einer solchen Stimulationssonde

kann oft in lokaler Betäubung

minimal-invasisv durchgeführt werden.

Dabei wird eine Sonde in die Nähe des

Rückenmarks dorthin platziert, wo der

Schmerz seinen Ausgangspunkt hat. Die

Elektroden, die den Strom aussenden,

befinden sich am Ende der Sonde. Liegt

sie richtig, reduzieren die Impulse den

Schmerz. An die Implantation schließt

sich eine Test- und Probephase über zwei

Wochen an, in welcher der Patient die

Wirkung ausführlich prüfen kann. Anschließend

implantiert der behandelnde

Chirurg, ebenfalls oft in lokaler Betäubung,

den bisher von außen gesteuerten

Stimulator unter die Haut. „Geräte zur

Neuromodulation lassen sich ebenso

einfach einsetzen wie auch bei Bedarf

wieder herausnehmen, da die nervalen

Strukturen nicht geschädigt werden“, betont

Prof. Stark. „Die Erfolgsquote liegt bei

circa 70 bis 80 Prozent.“

Neuromodulation an der

imland Klinik Eckerförde

Bundesweit

stellen etwa 50

meist größere

Kliniken die

Behandlung

zur Verfügung.

Die imland Neurochirurgie bietet

den Schwerpunkt Neuromodulation

an ihrem Standort in Eckernförde

an. Neurochirurgie-Facharzt André

Jansing ist der dortige Bereichsleiter

und Ansprechpartner. Termine für

die ambulante Beratung können im

Sekretariat (Tel.-Nr.: 04331 200-4501)

vereinbart werden.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Neurochirurgie

Prof. Dr. Andreas M. Stark

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-4501

E-Mail: neurochirurgie@imland.de

Gesundimland

35


Frauenklinik Rendsburg

Frauenklinik Rendsburg:

Wo Innovatio

im Fokus

stehen

Medizin entwickelt sich zunehmend schneller und wird

immer komplexer – so auch im Bereich Frauenheilkunde.

Entsprechend intensiv bildet sich das erfahrene Ärzte-

Team der imland Klinik in Rendsburg zum Wohle der

Patienten weiter. Prof. Dr. Oliver Behrens, Chefarzt der

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, berichtet von

Neuentwicklungen, Sicherheit für Mutter und Kind sowie

dem innovativen Holsteinischen Brustkrebszentrum.

Eine moderne Klinik wie in Rendsburg muss

stets auf dem neuesten Stand sein. Was bedeutet

das für den Bereich Geburtshilfe?

Prof. Dr. Behrens: In der Geburtshilfe müssen

größtmögliche Sicherheit für Mutter

und Kind sowie die Familienorientierung

miteinander in Einklang gebracht werden.

Entbindungen im Wasser oder in jedweder

gewünschten Position, babyfreundlicher

Umgang, Familienzimmer oder die Anwesenheit

des Lebenspartners selbst bei

Kaiserschnittentbindungen sind heute

36 Gesundimland

l

d


Frauenklinik Rendsburg

n und Sicherheit

Chefarzt Dr. Behrens erklärt:

Was erwartet mich in der Klinik bei …

… Inkontinenz?

Für die effektive Behandlung der Inkontinenz

ist eine genaue Diagnosestellung

mittels urodynamischer Messung von großer

Wichtigkeit. Wenn die Patientin stark

leidet und konservative Mittel nicht ausreichen,

behandeln wir entweder medikamentös

oder operativ. Dabei ist auch die

chirurgische Therapie heute ein deutlich

kleinerer Eingriff als noch vor ein paar Jahren.

… einer Senkung der Gebärmutter?

Die konservative Behandlung einer Senkung

mittels Ring, Würfel oder Schale ist

sehr aufwendig und pflegeintensiv. Meist

muss schließlich doch eine operative Therapie

erfolgen, um individuell den gesenkten

Anteilen von Scheide oder Gebärmutter

anzupassen. Die Gebärmutter wird dabei

heute nicht mehr grundsätzlich entfernt.

Im Wiederholungsfall oder in ganz besonderen

Situationen setzen wir sogenannte

Netz-Implantate ein.

© RFBSIP – Fotolia.com

Routine. Durch vorgeburtliche Ultraschalluntersuchungen

können invasive Diagnostiken

vermieden werden. Allerdings ist in

den letzten Jahren die Kaiserschnittrate

in den westlichen Industrienationen stark

angestiegen. Das ist aus unserer Sicht ein

kritisch zu bewertendes Problem. Mit einer

neuen Hebammensprechstunde, ausgiebigen

vorgeburtlichen Beratungen und

dem Angebot äußerer Wendungen von

Beckenendlagenkindern sind wir rundum

für die Familien da und versuchen, die Kaiserschnittrate

durch lückenlose, persönliche

Betreuung und neueste medizinische

Standards günstig zu beeinflussen.

Jährlich erkrankt eine zunehmende Zahl

von Frauen an Brustkrebs – welche Neuerungen

gibt es in diesem Bereich?

Prof. Dr. Behrens: Seit der deutschlandweiten

Einführung des zertifizierten Mammographie-Screenings

wird Brustkrebs

deutlich früher erkannt. Hierdurch können

wir öfter brusterhaltende operative

… einem Myom?

Im Fall von Myomen, also gutartigen Wucherungen

der Gebärmutter, ist zu sagen,

dass die früher so häufig durchgeführte Gebärmutterentfernung

heute viel seltener

geworden ist. Das hängt beispielsweise

damit zusammen, dass diese mit der hochauflösenden

Ultraschalluntersuchung viel

besser beurteilt und bei Beschwerdefreiheit

belassen werden können. Aber auch

im Fall einer Operation können wir mit

der isolierten Myomentfernung oder einer

Teilentfernungen der Gebärmutter den radikalen

Weg oft vermeiden. Dank unserer

Radiologie besteht außerdem die Möglichkeit,

eine vergrößerte Gebärmutter oder

Myome auf dem Gefäßweg zu veröden.

Gesundimland

37


Frauenklinik Rendsburg

Eingriffe durchführen und Chemotherapien

reduzieren. Zum Screening gehört

die Weiterbehandlung in einem zertifizierten

Brustzentrum, wie wir es hier im

Jahr 2005 als erstes zertifiziertes Krebszentrum

in Schleswig-Holstein etabliert

haben. Mit unserer interdisziplinären Tumorkonferenz

unter Mitwirkung aller für

die Behandlung wichtigen Partner – wie

beispielsweise der Strahlentherapie, Nuklearmedizin,

Onkologie oder Pathologie

– erhält die Patientin eine individuelle

Therapie, durch deren einzelnen Schritte

wir sie stets begleiten. Flankiert wird dies

durch Angebote wie Psychoonkologie,

psychosoziale Beratung und spezialisierte

Pflegefachkräfte wie onkologische Fachschwestern

und Brustfachschwestern.

Außerdem haben die guten Erfahrungen

mit dem Brustzentrum dazu geführt,

dass auch die übrigen gynäkologischen

Krebspatientinnen in unserem Krebszentrum

entsprechend unterstützt werden,

beispielsweise mit der Tumorkonferenz

oder den diversen Beratungsangeboten.

Die zur Durchführung von Chemotherapien

von uns geleitete onkologische Tagesklinik

und eine onkologische Sprechstunde

ergänzen das Angebot.

Welche weiteren Behandlungen werden in

Ihrer Klinik angeboten?

Prof. Dr. Behrens: Im Bereich der Gynäkologie

bieten wir das gesamte Spektrum

der Frauenheilkunde an. Bei gutartigen

Eierstockerkrankungen, Endometriose,

Eileiterschwangerschaften, Gebärmutterentfernungen

und Myomabtragungen

können wir minimalinvasiv eingreifen.

Diese Methode, bei der es nur zu kleinsten

Verletzungen der Haut und Weichteile

kommt, hat in allen operativen Fächern

die Standards verändert und die Heilungszeiten

verkürzt. Auch Inkontinenz

und Senkung werden bei uns behandelt.

Alle Therapien werden von einem kompetenten

Team aus erfahrenen Ärzten angeboten.

Unsere Klinik bildet aber auch den

frauenärztlichen ´Nachwuchs´ aus.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Prof. Dr. Oliver Behrens

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Tel.-Nr.: 04331 200-5001

E-Mail: gynaekologie@imland.de

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38 Gesundimland


Spargel, Kräuter & Co.

Saisonalität in der imland-Gastronomie

Frauenklinik Rendsburg

Weißer Spargel und Bundmöhren

in Dill-Vinaigrette

i Zutaten (4-5 Personen)

• 1000 g Spargel, weiß

• 750 g Bundmöhren

• 120 ml Himbeeressig

• 100 ml Ahornsirup

• 80 ml Rapsöl, kaltgepresst

• 1 Bund Dill

Salz, Pfeffer weiß, grob gemahlen

Foto: Adobe Stock

Täglich kümmert sich das Team der

imland-Gastronomie um das leibliche

Wohl der Patienten und Gäste. Eine gesunde

und ausgewogene Ernährung

steht hierbei stets im Fokus. Je nach

Jahreszeit und Saison variieren außerdem

die Rezepte auf dem Speiseplan. So

bleibt das Angebot nicht nur abwechslungsreich,

sondern wird den Anforderungen

des Körpers in Sommer und Winter

optimal angepasst. Was im Frühjahr

auf die Teller kommt, weiß Björn Schneidemesser,

Abteilungsleiter der imland

Gastronomie.

Im Frühling ist eine gesunde Ernährung

von besonderer Bedeutung. Nach den

langen Wintermonaten mit wenig frischem

Obst und Gemüse, gilt es, den

Körper mit ausreichend Nährstoffen zu

versorgen. „In der imland Klinik werden

in dieser Jahreszeit vor allem mediterrane

Gemüsegerichte mit frischen Kräutern

bevorzugt, berichtet Björn Schneidemesser.

Björn Schneidemesser,

Abteilungsleiter der imland

Gastronomie

Gemüsearten wie Spinat, junge Möhren,

Kohlrabi und Spitzkohl liefern wichtige

Vitamine und bringen das Immunsystem

wieder in Schwung. Auch Spargel

und Zuckerschoten werten den Speiseplan

auf. „Außerdem wachsen wieder frische

Kräuter, die die Sonne auch auf den

Teller bringen“, freut sich Herr Schneidemesser.

Im Sommer legt die Küche ihren Schwerpunkt

auf frische Salate als Beilage und

bereitet Sommergemüse nach dem

mediterranen Konzept zu. Dabei wird

immer auf die Empfehlungen der Deutschen

Gesellschaft für Ernährung geachtet.

„Gemüse, Salat, Vollkornprodukte,

Kräuter und Obst nehmen daher den

größten Platz auf den Tellern ein“, erklärt

Björn Schneidemesser. „So sollen

eine gesunde Ernährung während des

Krankenhausaufenthalts gewährleistet,

das Immunsystem gestärkt und ernährungsbedingten

Krankheiten vorgebeugt

werden.“

Zubereitung:

• Spargel und Möhren schälen, schräg

in ca.5 cm lange mundgerechte Stücke

schneiden.

• Himbeeressig mit dem Ahornsirup

verrühren.

• den Spargel und die Möhren in Salzwasser

mit etwas Zucker und Zitronensaft

bissfest garen. Achtung! Das

Gemüse darf nicht mehr knirschen.

• das gegarte Gemüse heiß in die Essig-

Marinade geben und auskühlen lassen.

• das noch warme Gemüse aus der Marinade

nehmen, das Rapsöl hinzugeben.

• den Dill zupfen, nicht zu fein schneiden,

einige Zweige zum Garnieren beiseite

nehmen.

• das noch warme Gemüse aus der

Marinade nehmen, das Rapsöl und den

geschnittenen Dill hinzugeben, mit

Pfeffer und evtl. etwas Salz abschmecken.

Zubereitungszeit: ca.40 Minuten

Diese Spargelzubereitung bietet sich super

als vegane Vorspeise oder Hauptgang an!

Geräucherter Tofu und/oder geschmorte

Kräutersaitlingen oder wer es mag auch

hauchdünn geschnittenen Holsteiner Katenschinken

oder ein geräucherter Käse

wie Scamorza, passt toll zu dieser sommerlich,

leichten Gemüse-zubereitung mit

Bezug zur norddeutschen Region und zum

mediterranen Konzept der imland Kliniken.

Als Beilage:

Neue Ofenblechkartoffeln mit Koriandersaat

gebacken.

Gutes Gelingen und guten Appetit

wünscht Ihr Küchenteam der imland Klinik

Gesundimland 39


Frauenklinik Rendsburg

Hebammen:

Ein traditioneller

Der Arbeitsplatz von Hebammen ist von kleinen und großen

Wundern geprägt, die nicht zuletzt der aufopfernden Tätigkeit

der Geburtshelferinnen zu verdanken sind. Kürzlich hat der

Berufsstand wegen einer Ausbildungsreform viel Aufmerksamkeit

erfahren, die die Akademisierung des Berufs vorsieht.

Die imland Klinik Rendsburg bildet schon seit 2007 duale

Studierende im Hebammenberuf aus. Stefanie Dangel,

leitende Hebamme und Rebecca Liesenberg,

Studentin der Hebammenwissenschaft

an der imland Klinik

Rendsburg, berichten

über ihre Erfahrungen

und die

Auswirkungen

der Reform.

Frau Dangel, was macht den Beruf der Hebamme aus?

Stefanie Dangel: Wir begleiten die Frauen umfassend von Beginn

der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit und sind natürlich

bei der Geburt anwesend. Ein Arzt wird nur bei Notfällen hinzugezogen.

Im medizinischen Umfeld sind wir außerdem ein Sonderfall,

weil wir weder Pflegepersonal sind noch der Ärzteschaft angehören.

Ab 2020 wird der Beruf vollkommen akademisiert. Welche Änderungen

hat das mit sich gebracht?

Stefanie Dangel: Mit der Änderung hat sich der Berufsabschluss

den EU-Richtlinien angepasst und wird

nun europaweit anerkannt. Darüber hinaus ergeben

sich mit der Möglichkeit des Masterstudiums

und der Promotion nun bessere Aufstiegschancen

und interdisziplinäre Forschungsmöglichkeiten für

die Hebammen selbst. Unser Beruf gewinnt damit an

Anerkennung.

Foto: Shutterstock

Zuletzt fanden sich Hebammen aufgrund der hohen

Arbeitsbelastung, finanzieller Aufwendungen (beispielsweise

für Haftpflichtversicherungsbeiträge) und dem

Hebammenmangel im öffentlichen Interesse. Inwiefern

kann die Ausbildungsreform etwas ändern?

Stefanie Dangel: Jeder hat durch die öffentliche Debatte begriffen,

dass eine Hebamme mehr leistet als nur bei der Geburt

Händchen zu halten. Durch die Akademisierung steigt

der Beruf im Ansehen der Akademiker und der Öffentlichkeit.

Wir sind der erste Ansprechpartner bei Fragen und Problemen

und 24 Stunden erreichbar: Erklärungen, Beratungen, Hilfe bei

Schwangerschaftsbeschwerden etc. erhalten die Frauen nicht

beim Gynäkologen, sondern von uns. Das muss entsprechend

vergütet, gefördert und gefordert werden.

Bisher war „Hebamme“ ein klassischer Ausbildungsberuf mit

den damit verbundenen Zugangsvoraussetzungen. Wie ändern

sich diese nun?

Stefanie Dangel: Das (Fach)-Abitur oder der mittlere Schulabschluss

inkl. abgeschlossener Berufsausbildung zum/-r Gesundheits-

und Krankenpfleger/-in, Altenpflegefachmann/-frau oder

einem vergleichbaren Beruf sind künftig die Voraussetzungen. Anderen

Interessierten bleibt nur, eine der beiden Varianten zu erfüllen.

Außerdem können bereits examinierte Hebammen aufbauend zu

ihrer abgeschlossenen Ausbildung das Bachelorstudium absolvieren.

Worin bestehen die Unterschiede im Ausbildungsalltag zwischen

Hebammenstudium und -ausbildung? Welche Möglichkeiten und

Chancen bietet das?

Stefanie Dangel: Das Studium ist mit 3,5 Jahren umfassender als

die dreijährige Ausbildung. Außerdem erwirbt der/ die Studierende

mit Erfüllung der geforderten Berufserfahrung automatisch

40 Gesundimland


Frauenklinik Rendsburg

Beruf im Wandel

„Durch die Akademisierung

steigt der Beruf im

Ansehen der Akademiker

und der Öffentlichkeit.

den Praxisanleiterschein, da während des

Studiums viel Wert auf die Ausbildung

von Nachwuchshebammen gelegt wird.

Durch den Schwerpunkt auf wissenschaftlichem

Arbeiten und Forschung wird das

Studium zudem der Komplexität und dem

Anspruch des Berufs gerecht. In den Praxisphasen

ist die Arbeit von Studierenden

und Auszubildenden aber gleich.

Frau Liesenberg, welche Erfahrungen haben

Sie bisher als duale Studierende der

Hebammenwissenschaft an der imland Klinik

Rendsburg gemacht?

Rebecca Liesenberg: Ich fühle mich sehr

wohl und die Arbeit macht mir viel Spaß.

Die Teams auf den verschiedenen Stationen

machen keinen Unterschied zwischen

Studentinnen und Schülerinnen

und nehmen uns immer herzlich auf. Hinsichtlich

der Arbeit bin ich jedes Mal fasziniert,

was für eine intime und respektvolle

Beziehung man zu den Frauen aufbaut

und wie wir unter Verwendung von Jahrhunderte

altem Wissen nur mit unseren

Händen so viel über die Schwangerschaft,

das Baby und den Geburtsverlauf herausfinden

können. Dabei nimmt mich jede

Kollegin an die Hand und zeigt mir die einzelnen

Abläufe von der Pike auf.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Gynäkologie und Geburtshilfe

Stefanie Dangel

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

E-Mail: gynaekologie@imland.de

„...um Menschen zu helfen!”

Sanitätshaus

Orthopädietechnik

Schuhtechnik

Reha & Pflege

Am Holstenstr. Markt 412

24782 24568 Büdelsdorf Kaltenkirchen

Tel.: 04331 04191/5027674 / 2017280

E-Mail: info@o-t-n.de

www.o-t-n.de

Gesundimland

41


Urologie

Passt perfekt – Navigationshilfe

für Knieoperationen

Betroffene kämpfen mit Schmerzen,

nachts finden sie kaum Ruhe – ein erkranktes

oder abgenutztes Gelenk raubt den Patienten

ihre Lebensqualität. Ein neues Gelenk

kann der Anfang eines schmerzfreien

Lebens sein. Chefarzt des Gelenkzentrums

Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Steffen

Oehme erklärt, wie er Kniegelenke durch

eine Prothese ersetzen kann. Dabei erlauben

neuste Navigationstechniken den

Spezialisten des Gelenkzentrums der imland

Klinik Eckernförde eine hochpräzise

Vorgehensweise.

Unsere Gelenke sind im Laufe des Lebens

vielen Belastungen ausgesetzt. Damit sie

nicht aneinander reiben, sind sie von Knorpelgewebe

umgeben. Mit zunehmenden

Alter kommt es allerdings zum Verschleiß

– Schuld ist häufig die sogenannte Arthrose.

Sie ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung.

Die schützende Knorpelschicht

im Kniegelenk wird dünner, bis die Knochen

schließlich aufeinander reiben und

sich verformen. Schmerzen sind die Folge.

Manchmal können sie nur noch durch den

Einsatz eines künstlichen Kniegelenks gestoppt

werden.

Diagnose Arthrose

Eine sofortige Operation ist aus medizinischer

Sicht nur in etwa zehn Prozent

der Fälle notwendig – wenn größere Knochendefekte

durch den Abrieb des Gelenks

drohen. Bei der überwiegenden Mehrheit

der Betroffenen ist der Gelenkersatz

nicht medizinisch zwingend erforderlich,

er kann die Lebensqualität aber erheblich

verbessern. „Die ausschlaggebenden

Kriterien sind der Schmerz und die Einschränkungen,

die die Betroffenen täglich

haben. Ich versuche meinen Patienten auf

keinen Fall zu vermitteln, dass unbedingt

operiert werden muss. Sie müssen für sich

entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt

gekommen ist“, betont Dr. Oehme.

Verlauf einer Knieoperation

Bei einer Operation wird zunächst das

Gelenk freigelegt. Es sitzt hinter der Kniescheibe.

Der Operateur macht einen 12 bis

15 Zentimeter langen Schnitt. Dieser verläuft

senkrecht von Oberschenkel über die

Kniescheibe zum Unterschenkel. Das Gelenk

befindet sich hinter der Kniescheibe.

Diese wird zurückgeschoben, aber bleibt

erhalten. Dr. Oehme entfernt im Folgenden

die Knorpelreste und bereitet alles nötige

vor, damit die Prothese später guten Halt

hat. Dazu kommt eine Hochleistungs-Akku-Säge

zum Einsatz.

Optimale Anpassung durch neue

Techniken

Damit die Prothese nicht nur gut hält,

sondern auch perfekt sitzt, bedienen sich

Dr. Oehme und sein Operationsteam modernster

Operationstechniken, wie dem

Navigationssystem Assist. Das computergestützte

Gerät ist mit vier würfelförmigen

Navigationssensoren ausgestattet.

Diese werden „Pods“ genannt und funktionieren

ähnlich wie ein Neigungssensor

bei einem Smartphone: Sie reagieren,

wenn sie bewegt werden und geben diese

Information über W-Lan auf einem Bildschirm

wieder. Die Pods prüfen nun, ob die

Sägeschnitte korrekt verlaufen. „Wenn ich

das Bein des Patienten bewege, sehe ich

genaue Angaben über Winkel und Lage“,

erklärt Dr. Oehme, „so kann ich die Prothese

dann im weiteren Verlauf millimetergenau

positionieren und einsetzen.“ Die

Prothese wird danach einzementiert und

das Knie vernäht.

Längere Leistungsfähigkeit der Prothesen

Sitzt das neue Kniegelenk nicht optimal,

nutzt es sich schneller ab und macht

womöglich eine erneute Operation nötig.

„Mit dem Navigationssystem ist das

passgenaue Einsetzen leichter, was einen

großen Vorteil für die Patienten bedeutet“,

freut sich Dr. Oehme. Denn je genauer die

Prothese eingesetzt wird, desto länger

bleibt sie leistungsstark. Die Operation

wird durch die neue Methode kaum verlängert,

nach etwa einer Stunde ist das

neue Gelenk eingesetzt.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Eckernförde

Gelenkzentrum – Orthopädie

und Unfallchirurgie

Dr. Steffen Oehme

Schleswiger Str. 114 –116

24340 Eckernförde

Tel.-Nr.: 04351 882-575

E-Mail: gelenkzentrum@imland.de

42 Gesundimland


Das Gelenkzentrum der

imland Klinik Eckernförde

ist vom Nachrichtenmagazin

Focus

erneut zu einer der

TOP-Kliniken Deutschlands

gekürt worden.

In der aktuellen Oktober-Ausgabe

taucht

Eckernförde damit zum

vierten Mal in Folge als

eines der besten orthopädischen

Krankenhäuser

bundesweit auf.

„Besonders gefreut hat mich auch, dass

wir hinsichtlich der Reputation sowie

Patientenzufriedenheit wieder sehr

hohe Werte erreichen konnten“, sagte

uns Dr. Steffen Oehme, Chefarzt des

Gelenkzentrums an der imland Klinik in

Eckernförde. Im Bereich der Reputation,

also welchen Ruf die Klinik hat, schneidet

seine Klinik erneut mit zwei von drei

Sternen ab, die Patientenzufriedenheit

liegt bei 82 Prozent.

Ausgezeichnet wurde damit auch die

qualitativ hochwertige Medizin im Bereich

der orthopädischen Chirurgie am

Gelenkzentrum in Eckernförde. Modernste

minimalinvasive Operationsverfahren,

die ohne jegliche Muskelablösung

das Einsetzen von künstlichen

Gelenken im Hüft- und Kniebereich

erlauben, sind in der Klinik schon seit

vielen Jahren der Standard.

„Unsere Patienten profitieren von den

minimalinvasiven Operationstechniken

hinsichtlich einer schnellen und

sicheren Mobilisation nach dem operativen

Eingriff“ erklärt Dr. Oehme. Ergänzt

wird das Spektrum durch arthroskopische

Operationen im Bereich aller

Gelenke sowie zunehmend auch von

TOP

NATIONALES

KRANKENHAUS

2019

ORTHOPÄDIE

DEUTSCHLANDS

GRÖSSTER

KRANKENHAUS-

VERGLEICH

FOCUS–GESUNDHEIT

08 | 2018

News

Erneute Auszeichnung für überdurchschnittliche

Qualität am Gelenkzentrum Eckernförde

Schultergelenkersatz.

Unverändert gehört

auch der Wechsel früher

eingesetzter Kunstgelenke

zum Spektrum

der Klinik.

Bevor es aber zu einer

Operation kommt,

schöpft das Team um

Dr. Oehme alle möglichen

nicht-operativen

Verfahren aus. „Ein

wichtiges Anliegen ist

uns, dass wir mit dem Patienten zusammen

alle Behandlungsoptionen eingehend

erörtern – insbesondere auch

im Hinblick darauf, ob eventuell durch

nicht operative Therapiemaßnahmen

ein Behandlungserfolg möglich ist“,

so der Chefarzt. Daher gehören auch

ergänzende Beratungen der Patienten

zur Lebensführung und Belastbarkeit

bei Arthroseerkrankungen und Gelenkersatz

sowie physiotherapeutische

Behandlungen im stationären und ambulanten

Bereich zum Spektrum.

Das Nachrichtenmagazin Focus

zeichnet jährlich die besten Kliniken

Deutschlands aus und veröffentlicht sie

in einer Sonderausgabe. Bewertet werden

Daten zu Fallzahlen, Behandlungsergebnissen

und Komplikationsraten,

ausführliche Interviews mit renommierten

Ärzten, große Umfragen in Zusammenarbeit

mit medizinischen Fachgesellschaften

und wissenschaftliche

Publikationen. Bereits in den vergangenen

beiden Jahren wurde das Gelenkzentrum

in die Liste der besten Kliniken

aufgenommen. Darüber hinaus war

Chefarzt Dr. Oehme auch 2018 als einer

der bundesweit besten Mediziner in

den Bereichen Hüft- und Kniechirurgie

ausgezeichnet worden.

Nuklearmedizin Rendsburg

Check-Out bis

11 Uhr

Wir möchten, dass Sie sich auch am Tag

Ihrer Entlassung gut informiert fühlen

und tun alles für einen reibungs losen

Ablauf. Patienten erhalten ihren Arztbrief

mit allen wichtigen Angaben deshalb

bis spätestens 10 Uhr am Tag der

Entlassung. Bis spätestens 11 Uhr sollten

dann alle Formalitäten abgeschlossen

sein. Sie können die Klinik verlassen, und

wir wünschen Ihnen gute Genesung!

Gesund imland

kostenlos s im Abo

Möchten Sie Ihr persönliches Exemplar

unseres Patientenmagazins „Gesund

imland“ ab der kommenden Ausgabe

kostenlos und unabhängig von einem

Klinikbesuch nach Hause gesendet bekommen?

Dann schicken Sie uns eine

E-Mail (Betreff: „Gesund imland im Abo“)

mit Namen und Ihrer vollständigen

Adresse an presse@imland.de oder

schicken Sie uns den unten stehenden

Abschnitt mit Ihrer Adresse per Post:

imland Klinik gGmbH / Unternehmenskommunikation

– „Gesund imland im

Abo“/ Lilienstraße 20-28 / 24768 Rendsburg.

Weitere Informationen erhalten

Sie telefonisch unter 04331 200 - 9031.

Vorname, Name

Straße, Nr.

PLZ, Ort

Gesundimland

43


Zentrale Notaufnahme

Leichte Symptome

z. B. Halsschmerzen, Schnupfen, grippaler

Infekt, leichte Bauchschmerzen etc.

Anlaufstellen:

1. Hausarzt aufsuchen

2. Ärztlichen Bereitschaftsdienst der

KVSH anrufen

(außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten):

Tel. 116 117

oder: Anlaufpraxis der KVSH in der

imland Klinik

Öffnungszeiten Rendsburg:

Mo, Di, Do 19-21 Uhr Mi, Fr 16-21 Uhr

Sa, So und Feiertage 10-13 Uhr, 17-20 Uhr

Öffnungszeiten Eckernförde:

Mo, Di, Do 19-21 Uhr Mi, Fr 16-20 Uhr

Sa, So und Feiertage 10-13 Uhr, 17-20 Uhr

3. Kinder- und Jugendärztlicher

Notdienst der KVSH

Tel. 116 117

Öffnungszeiten: Mi, Fr 17-19 Uhr

Sa, So und Feiertage 10-13 Uhr, 17-19 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten des Ärztlichen

Bereitschaftsdienstes können Sie

sich in Notfällen an die Zentrale Notaufnahme

wenden.

Zentrale

Notaufnahme

an der imland Klinik

Schwere, bedrohliche Symptome

z. B. starke Brustschmerzen, schwere Atemnot,

Schlaganfallsymptome, Knochenbrüche, stärkste

Bauchschmerzen, Bewusstlosigkeit etc.

Anlaufstelle:

Zentrale Notaufnahme

Dr. Thomas Fleischmann,

Leiter der Zentralen Notaufnahme

an der imland Klinik Rendsburg

Die Zentralen Notaufnahmen stehen in

Rendsburg und Eckernförde 24 Stunden

am Tag für Notfälle bereit. In akuten Notfällen

erreichen Sie den Rettungsdienst

unter der

112

44 Gesundimland


Zentrale Notaufnahme

„Wo bekomme ich die beste

medizinische Hilfe?

Muss ich in die Klinik oder gehe

ich zum Hausarzt?

„Wenn ein Notfall eintritt, ist es wichtig

zu wissen, wie man sich richtig verhält

und an wen man sich wenden muss“, sagt

Dr. Thomas Fleischmann, Chefarzt der

Zentralen Notaufnahme der imland Klinik,

und ergänzt: „Wichtige Fragen sind:

Wo bekomme ich die beste medizinische

Hilfe? Muss ich in die Klinik oder gehe ich

zum Hausarzt? Diese Fragen stellen sich

viele Menschen, spätestens wenn wirklich

ungeplante ärztliche Hilfe benötigt wird.“

Viele Bürgerinnen und Bürger sind unsicher,

an wen sie sich bei akuten Beschwerden

wenden sollen. Wann ist man eigentlich

ein Notfall-Patient? Wann muss man

ins Krankenhaus? Was erwartet Patienten

und Angehörige in der Notaufnahme? Wie

funktioniert der Ablauf und warum können

Wartezeiten entstehen?

Einteilung von

Notfällen nach

dem Manchester

Triage

System (MTS)

Schweregradsystem

Gruppe

1

2

3

4

5

Was tun im Notfall?

Besonders wichtig ist es, möglicherweise

lebensbedrohliche Situationen zu erkennen,

bei denen der sofortige Notruf 112

zum Rettungsdienst richtig ist, um innerhalb

weniger Minuten notfallmedizinische

Hilfe zu erhalten und einen sicheren

Transport in eine Klinik zu gewährleisten.

Wichtige Symptome zum sofortigen Notruf

sind:

• Bewusstlosigkeit

• Akute Atemnot

• Akuter, neu aufgetretener Brustschmerz

• Akute Lähmungen

• Schwere Verletzungen

Wann muss man in die Notaufnahme?

Dies ist im Einzelfall schwierig zu beantworten.

Grundsätzlich gilt: Je schwerer

Beschwerden sind und je schneller sie aufgetreten

sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit,

dass sie in der Notaufnahme

behandelt werden müssen.

Bezeichnung

Sofort

Sehr Dringend

Dringend

Normal

Nicht dringend

Maximale Wartezeit

0 Minuten

10 Minuten

30 Minuten

90 Minuten

120 Minuten

handelt werden müssen. Das bedeutet:

Je schwerer eine Erkrankung oder Verletzung,

desto kürzer warten die Patienten.

Wenn Patienten länger warten müssen,

dann deshalb, weil es jemanden gibt, dem

es schlechter geht. Auch bei hohem Patientenaufkommen

versuchen Ärztinnen,

Ärzte und Pflegekräfte, die Wartezeiten

kurz zu halten. Da Notaufnahmen aber

überall in Deutschland stark in Anspruch

genommen werden und da schwere medizinische

Notfälle oft sehr zeitintensiv sind,

können Wartezeiten für Patienten entstehen,

die nicht so schwer erkrankt oder verletzt

sind. Bei sehr schwer erkrankten oder

verletzten Patienten sind oft fast alle Ärzte

und Pflegenden der Notaufnahme mit

nur diesem einem Patienten beschäftigt,

um Leben und Gesundheit zu retten. Dies

kann manchmal lange dauern, und dann

sind Wartezeiten für andere Patienten unvermeidbar.

Hausarzt oder Ärztlicher Bereitschaftsdienst?

Nicht so schwere Erkrankungen sind beim

Hausarzt oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst

gut aufgehoben. Dieser ist

bundesweit unter der Telefonnummer 116

117 erreichbar. An vielen Krankenhäusern

haben die Kassenärztlichen Vereinigungen

zudem Ärztliche Bereitschaftsdienstpraxen

eingerichtet.

Professionelle Notfallversorgung – eine

der wichtigsten Aufgaben

Sicher ist: Die Notfallversorgung von Patienten

mit Erkrankungen oder Verletzungen

ist eine der Hauptaufgaben der

Ärztinnen, Ärzte und Pflegenden an der

imland Klinik. Deshalb geben die Beschäftigten

in den Notaufnahmen in Rendsburg

und Eckernförde ihr Bestes, damit Patientinnen

und Patienten rund um die Uhr

medizinisch gut aufgehoben und versorgt

sind.

Dringlichkeit der Behandlung

Bei der Ankunft in der Notaufnahme

schätzt eine speziell ausgebildete Pflegekraft

die Dringlichkeit der Behandlung

ein. Mit Hilfe eines Schweregradsystems

(Triage) wird die Behandlungsreihenfolge

der Patienten festgelegt. Diese nach internationalen

Regeln festgelegte Einschätzung

dient dazu, aus einer großen Zahl

an Patienten möglichst schnell und sicher

diejenigen zu finden, die aufgrund der Art

und Schwere ihrer Erkrankung zuerst be-

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Zentrale Notaufnahme

Dr. Thomas Fleischmann

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Gesundimland

45


Förderverein imland Klinik e. V.

15 Jahre Förder

imland

Foto:

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Die imland Kliniken in Rendsburg und

Eckernförde sind unverzichtbar für die

Menschen im Kreis und darüber hinaus.

Über 100.000 Patienten lassen sich im

Jahr in den imland Kliniken behandeln.

Die Patienten werden medizinisch, pflegerisch

und auch menschlich von ausgebildetem

Personal exzellent versorgt und

betreut und stellen die Versorgung für

über 280.000 Menschen im Land sicher.

Im Jahre 2003 wurde der Förderverein mit

dem Ziel gegründet, die imland Kliniken

ideel wie materiell zu unterstützen. Menschen

zu helfen ist eine Herzangelegenheit

und ohne die tatkräftige Hilfe wäre

vieles gar nicht möglich. Die geldliche Unterstützung

unseres Fördervereins hilft

unseren Fachbereichen nachhaltig, direkt

und unmittelbar.

Wie können Sie uns helfen?

Damit die Arbeit des Fördervereins auch

zukünftig erfolgreich weitergeführt werden

kann, freuen wir uns, wenn auch Sie

die Aktivitäten durch eine Mitgliedschaft

im Förderverein und/oder durch eine

Spende unterstützen (IBAN DE02 2105

0170 0000 0261 20). Eine Beitrittserklärung

können Sie auf der Homepage www.

imland.de herunterladen oder bei Harriet

Hielscher, Tel. 04331 200-9032 erhalten.

Selbstverständlich stellen wir Ihnen eine

Spendenbescheinigung aus.

Wir möchten die Patientenzufriedenheit

erhöhen:

Gerne würden wir das imland-Informationsangebot

erweitern und Patienten, Angehörigen

und Besuchern über Screens

Informationen aufzeigen, um Wartezeiten-

und bereiche angenehmer zu gestalten.

Durch Wasserspender, bequeme

Sitzmöbel, interessanten Lesestoff etc.

können wir „Wohlfühloasen“ schaffen.

Gerne erläutern wir Ihnen in einem persönlichen

Gespräch, welche Wünsche

noch auf den Wunschzetteln unserer

Fachbereiche stehen.

Für Ihre persönliche Unterstützung möchte

sich der Vorstand des Fördervereins

und die imland Klinik, auch im Namen

der über 2000 Mitarbeiter, sehr herzlich

bedanken.

46 Gesundimland


Förderverein imland Klinik e. V.

verein

Klinik e. V.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum

„Förderverein imland Klinik e. V.“

.............................................................................................................

Vorname, Nachname

Wir brauchen Ihre Hilfe!

Damit unsere Arbeit weiterhin erfolgreich

bleibt, ist es wichtig, dass möglichst

viele Bürgerinnen und Bürger die

Aktivitäten durch eine Mitgliedschaft im

Verein und/oder durch Spenden unterstützen.

Ihre Spende lenken Sie bitte an:

IBAN DE02 2105 0170 0000 0261 20

Für den Beitritt zum Förderverein füllen

Sie bitte die Beitrittserklärung aus und

senden diese an:

Imland Klinik Rendsburg

Geschäftsführung

Stichwort: Förderverein

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

.............................................................................................................

Straße, Nr.

.............................................................................................................

PLZ, Ort

.............................................................................................................

E-Mail

.............................................................................................................

Geburtsdatum

Die Mitgliedschaft beginnt am ..................................................

Ich möchte den Förderverein unterstützen,

mit einem Jahresbeitrag von:

Beispiele über

bereits getätigte

Anschaffungen:

2017 hat der Förderverein der imland

Klinik 18.000 € zur Verfügung gestellt.

Es wurden Kindersitzgruppen

für die Notaufnahme, Bilder für

Aufwachräume und Wartebereiche,

Reanimationspuppen, Musikanlagen

für Kreißsäle, Stillsessel, Spielzeug

und Kinderwagen für die Kinderklinik

u.v.m. angeschafft.

Bitte helfen Sie uns,

auch weiterhin interne

Projekte zu fördern.

30 c 50 c 80 c 100 c 200 c

Ich bin mit der Erhebung, Speicherung und Nutzung der vorstehenden

personenbezogenen Daten einverstanden. Meine Daten werden nur

für die Zwecke des „Fördervereins imland Klinik e.V.“ erhoben, gespeichert

und genutzt. Die E-Mail-Adresse kann für den Versand von Einladungen

zur Mitgliederversammlung genutzt werden. Der Versand

der Einladungen auf elektronischem Wege steht in diesem Fall dem

Postweg gleich.

.............................................................................................................

Ort/Datum

.............................................................................................................

Unterschrift

Gesundimland

47


Nuklearmedizin Rendsburg

Hochmoderne

Diagnostik

– Die Nuklearmedizin der

imland Klinik Rendsburg

In der nuklearmedizinischen Diagnostik werden radioaktive Substanzen zur

Funktions- und Lokalisationsdiagnostik verwendet. Anders als bei radiologischen

Verfahren (beispielsweise Röntgen oder Computertomographie)

dient die Nuklearmedizin nicht dazu, anatomische Fragestellungen wie

Knochenbrüche zu beantworten, sondern stellt die Funktion beziehungsweise

den Stoffwechsel einzelner Organe oder ganzer Organsysteme dar.

48 Gesundimland


Nuklearmedizin Rendsburg

Schon kleinste

Entzündungen werden

sichtbar. Und das bei

geringer Strahlenbelastung

Im Krankheitsverlauf ist es häufig so, dass

die Organfunktion frühzeitiger gestört ist

als die sichtbare Gewebeveränderung, so

dass beispielsweise Tochtergeschwulste

im Knochen zeitiger erkannt werden als

im Röntgenbild oder in der Computertomographie.

Auch wenn es bedrohlich

klingt, dass radioaktive Substanzen verwendet

werden, so ist die Strahlenbelastung

für Patienten der Nuklearmedizin der

imland Klinik Rendsburg häufig geringer

als bei anderen häufig eingesetzten radiologischen

Verfahren wie der Computertomographie.

Die radioaktive Strahlung ist

so gering, dass die Untersuchungen ambulant

durchgeführt werden.

Experten nutzen spezielle Gammakamera

In der Nuklearmedizin nutzen die Experten

das sogenannte Tracerprinzip. Sie

verwenden eine Substanz, die in dem zu

untersuchenden Organ verstoffwechselt

wird und koppeln sie mit einer schwach

radioaktiven Substanz. Danach wird diese

schwach radioaktiv markierte Substanz in

eine Vene injiziert und mit einer speziellen

Kamera, der sogenannten Gammakamera

im Körper verfolgt und sichtbar gemacht.

Eine der am häufigsten durchgeführten

Untersuchungen ist die Knochenszintigraphie.

Hierzu verwendet man eine Substanz,

die sich an die Knochenoberfläche

anlagert. Gesunder Knochen nimmt diesen

Stoff nur in geringem Maße auf. Zeigt

sich jedoch eine kräftige Aufnahme, lässt

dies auf krankhafte Zustände schließen.

Hier ist die Anamnese des Patienten sehr

wichtig. Da es sich bei der Knochenszintigraphie

um ein sehr sensibles Verfahren

handelt, können bereits Prellungen

beziehungsweise Stürze zu auffälligen

Mehranreicherungen führen, die nicht mit

bösartigen Veränderungen verwechselt

werden dürfen. Auch degenerative und

entzündliche wie rheumatische Veränderungen

können zu Auffälligkeiten in der

Knochenszintigraphie führen.

Einblicke ins menschliche Skelett

Bei der Frage nach rheumatischen Gelenkveränderungen

kann die sogenannte

Drei-Phasen-Knochenszintigraphie bei

der Diagnosestellung weiter helfen. Hierbei

macht man sich zunutze, dass sich die

radioaktive Substanz mit dem Blutstrom

im ganzen Körper verteilt und bereits

frühzeitig an die entzündlich veränderten

Gelenke bindet. Direkt im Anschluss an

die Tracer-Injektion werden zunächst dynamische

Aufnahmen von bestimmten

Körperregionen sowie anschließend vom

ganzen Körper zu verschiedenen Zeitpunkten

aufgenommen. Mit dieser Methode

können alle Gelenke des Körpers in einer

Untersuchung hinsichtlich einer Entzündung

untersucht werden.

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Nuklearmediziner untersuchen auch Niere

und Schilddrüse

Eine ebenfalls häufig durchgeführte Untersuchung

ist die Nierenszintigraphie.

Mit Hilfe dynamischer Aufnahmen lässt

sich zum Beispiel die seitengetrennte Nierenfunktion

bestimmen, auch lassen sich

Abflusshindernisse aus den Nieren in die

Harnblase beurteilen. Es ist vor Nieren-

Operationen wichtig zu wissen, wie beide

Nieren arbeiten und ob die geplante Operation

ohne größeres Risiko durchführbar

ist. Selbst Kinder werden mit dieser Methode

untersucht, wenn möglicherweise

der Harnabfluss aus den Nieren behindert

ist und abgeschätzt werden muss, ob das

Abflusshindernis operativ beseitigt werden

kann beziehungsweise sollte, da durch

aufgestauten Harn Nierengewebe geschädigt

werden kann. Daher ist es gerade bei

dieser Fragestellung wichtig, die Untersuchung

frühzeitig durchzuführen, damit

die betroffene Niere erhalten bleiben

kann und nicht funktionslos wird. Auch die

Schilddrüse kann szintigraphisch untersucht

werden. Hier lässt sich unter anderem

beurteilen, wie aktiv die Schilddrüse

arbeitet. Sind im Ultraschall Knoten in der

Schilddrüse nachgewiesen worden, kann

man mit Hilfe der Szintigraphie beurteilen,

ob es sich um sogenannte „heiße“ Knoten

handelt, die die Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion

sein können, oder ob es

sich um „kalte“ Knoten handelt, die weiter

abgeklärt werden sollten. Bei den „kalten“

Knoten handelt es sich in den meisten

Fällen um gutartige Veränderungen, allerdings

können sich hier auch bösartige

Veränderungen finden, die jedoch deutlich

seltener sind als die gutartigen.

Ihre Fachklinik vor Ort

imland Klinik Rendsburg

Strahlentherapie und Nuklearmedizin

Dr. Roland Panzer

Lilienstraße 20

24768 Rendsburg

Tel. -Nr.: 04331 200-6201

E-Mail: strahlentherapie@imland.de

Gesundimland 49


Veranstaltungen rund um

Schwangerschaft und Geburt

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imland Klinik Rendsburg

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Arztinformationsabende

Informationsabende mit den Chefärzten der Frauenklinik,

Kinderklinik und Anästhesieabteilung

Termine: siehe Homepage

Jeweils montags um 19 Uhr im Großen Konferenzraum

Anmeldung: Tel. 04331 200-5020

Hebammensprechstunde

Dienstags, 8-14 Uhr in der Gynäkologischen Ambulanz

Anmeldung: Tel. 04331 200-5020

Individuelle Einzelkreißsaalführung

Terminvereinbarung: Tel. 04331 200-5020

Geburtsvorbereitungskurse mit und ohne Partner

Mo–Do, 19-20.45 Uhr, 8 Abende, einmal wöchentlich

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Anmeldung & Information: Tel. 04331 200-5020

Stillvorbereitungskurse

Termine: siehe Homepage

Jeweils sonntags, 9-15.30 Uhr im Großen Konferenzraum

Kosten: Einzelpersonen 30 Euro, mit Partner insgesamt 40 Euro

Anmeldung & Information bei Stillberaterin Christin Mauer,

Tel. 04357 685

Stillsprechstunde

Individuelle und fachliche Beratung im Einzelgespräch

Anmeldung & Information bei Stillberaterin Christin Mauer,

Tel. 04357 685 (privat) oder Tel. 04331 200-7401 (Kinderklinik)

Geschwisterschule

Termine: siehe Homepage

Jeweils samstags, 9.30-11.30 Uhr im Großen Konferenzraum

Kosten: erstes Geschwisterkind 6 Euro, jedes weitere

Geschwisterkind 4 Euro

Anmeldung & Information bei Frau Raun, Tel. 04331 200-9041

Säuglingspflegekurs

Geeignet zwischen der 28. und 34. Schwangerschaftswoche

Termine: siehe Homepage

Jeweils samstags, 9-15.30 Uhr im Großen Konferenzraum

Kosten: Einzelpersonen 30 Euro, mit Partner insgesamt 40 Euro

Anmeldung bei Kinderkrankenschwester Christin Mauer,

Tel. 04357 685

Treffpunkt Stillgruppe

Mittwochs, 9.30-11 Uhr im Buffetraum der Geburtshilfe

(5. Stock)

Wochenbettbetreuung

Bitte rechtzeitig anfragen (ab der 14. Schwangerschaftswoche).

Eine Hebammenliste können Sie beim Gesundheitsamt

Rendsburg unter Tel. 04331 202-561 anfordern.

Rückbildungsgymnastik

Montags ab 18.30 Uhr, 8 Abende

Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Anmeldung & Information: Tel. 04331 200-5020

imland Klinik Eckernförde

Schleswiger Straße 114-116

24340 Eckernförde

Infoabende – Kreißsaalführung

Jeden 2. und 4. Freitag im Monat (außer Feiertage),

jeweils 17.30 Uhr

Treffpunkt: Eingangshalle der imland Klinik Eckernförde

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hebammensprechstunde

zur Anmeldung in der Klinik (ohne feste Hebamme)

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter

Tel: 04351 882380

Stillcafé

Donnerstags, 10-12 Uhr im 4. Stock der imland Klinik Eckernförde

Ohne Anmeldung, Info Tel. 04351 882-351 (Entbindungsstation)

50 Gesundimland


Nuklearmedizin Rendsburg

Veranstaltungskalender

Medizin erleben

Laufveranstaltungen

26. Juni 2019, 18 Uhr, Hohes Arsenal

Alternative Behandlungsmethoden bei Arthrose,

Tennisellenbogen, Fersensporn

Dr. Roland Panzer

Chefarzt Strahlentherapie und Nuklearmedizin

imland Klinik Rendsburg

11. September 2019, 18 Uhr, Hohes Arsenal

Prof. Dr. Nour Eddine El Mokhtari

Chefarzt Kardiologie, Pneumologie

und Innere Medizin

imland Klinik Rendsburg

25. Mai 2019

Lauf zwischen den Meeren

www.lauf-zwischen-den-meeren.de

21. Juni 2019

imland Lauf

www.imlandlauf.aco

06. November 2019, 18 Uhr, Hohes Arsenal

Prof. Dr. UIrich Pulkowski,

Chefarzt Neurologie mit Stroke Unit

imland Klinik Rendsburg

Gesundimland

51


Services vor Ort für Patienten und Angehörige

imland Klinik

Rendsburg

imland Klinik

Eckernförde

Café

In der Eingangshalle der imland

Klinik Rendsburg (EG) befindet sich

das Café von Werner Behrendt. Seine

Lebensgefährtin Kirsten Nordmann

unterstützt ihn tatkräftig. Sie können

Kaffee und Kuchen sowie ab 12 Uhr

Angebote einer kleinen Mittagskarte

genießen.

Öffnungszeiten

Mo–Fr 10-18 Uhr

Sa 13.30-17 Uhr

So und an Feiertagen 10-17 Uhr

Kiosk

Im Kiosk, der direkt an das Café

angeschlossen ist, erwartet Sie eine

Auswahl an Zeitungen, Süßigkeiten,

Tabakwaren, kleineren Geschenkartikeln

und Stofftieren sowie ein

kleines Sortiment an Hygieneartikeln

und Grußkarten. Hat das Café noch

geschlossen, gibt es hier auch Kaffee

zum Mitnehmen.

Rösterei Café

Das Rösterei Café gehört zur Kaffeerösterei

in der Eckernförder Innenstadt,

das auch in der Einkaufspassage

am Hafen vertreten ist. Die Eckernförder

Werkstätten beschäftigen

dort Menschen mit Behinderung und

wollen ihnen damit den Einstieg ins

Arbeitsleben ermöglichen.

Der Betreiber der Eckernförder Kaffeerösterei

sowie des Rösterei Cafés ist

Jan Drzewicki.

Im Café werden Kaffee, Pralinen sowie

weitere Kleinigkeiten angeboten.

Außerdem gibt es einen integrierten

Kiosk, in dem Sie neben Zeitschriften,

Taschenbüchern und Tageszeitungen

auch verschiedene Drogerieartikel,

Süßes, Coffee to go, Säfte, Milchgetränke,

Briefmarken, Postkarten und

vieles mehr erhalten.

Öffnungszeiten

Mo-Fr 9-17 Uhr

Sa, So und an Feiertagen 13-17 Uhr

Leckeren Kuchen können Sie in der

Eckernförder Kaffeerösterei in der

Langebrückstraße 20 neben vielen

anderen Köstlichkeiten genießen.

Öffnungszeiten

Mo-Fr 9-18 Uhr

Sa 9-14 Uhr

Öffnungszeiten

Mo-Fr 8-12, 13-18 Uhr

Sa 8-12, 13-17 Uhr

So und an Feiertagen 9–12, 13–17 Uhr

Friseur

Der Friseursalon von Heidrun Tiede

befindet sich in der Eingangshalle

der imland Klinik Rendsburg (EG).

Sie ist bereits 19 Jahre dort tätig –

davon 17 Jahre angestellt. Im

September 2015 übernahm

sie den Salon als Inhaberin.

Öffnungszeiten

Mo 9-12 Uhr

Di-Fr 9-16 Uhr

Stationsbesuche und

Termine nach Absprache

unter Tel. 04331 200-9582

Unsere

Fleischtheke

ist für Sie geöffnet:

Mo-Sa 7:00-20:00 Uhr

von Ostern bis 3.10.: So 11:00-17:00 Uhr

Genießen Sie unsere hochwertigen

Fleisch- und Wurstprodukte aus

Gutfleisch-Sortiment

Wir freuen uns auf Sie!

52 Gesundimland


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Gesundimland

53


Klinikführer

imland Klinik Eckernförde

Schleswiger Straße 114-116

24340 Eckernförde

Tel. 04351 882-0

Fax 04351 882-228

E-Mail: info@imland.de

Kliniken und Fachbereiche/

Leitende Ärzte

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. Christos Athanasios

Papachrysanthou

Anästhesie und Schmerztherapie

Dr. Wolfgang Urbach

Frauenklinik Eckernförde

Dr. Ralf Kröger

Tom Martin

Gelenkzentrum –

Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Steffen Oehme

Innere Medizin

Dr. Carsten Joachim

Neurochirurgie

Prof. Dr. Andreas M. Stark

Psychiatrische Tagesklinik

Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois

Belegabteilungen

Augenheilkunde

Dr. Patricia Kübek

Dr. Moritz Pünder

Dr. Katharina Föry

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Dr. Dr. Mirko S. Bartsch

Urologie

Dr. Frank Schäfer

Ralf Wolter

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Dr. Hajo Schulz

Dr. Jens Bäumken

imland MVZ Chirurgie

Dr. Ralf Föry

Dr. Matthias Siemsen

Dr. Bastian Unold

imland MVZ Psychiatrie

Dr. Jörg Borowski

Peter Hoffmann

imland Klinik Rendsburg

Lilienstraße 20-28

24768 Rendsburg

Tel. 04331 200-0

Fax 04331 200-9010

E-Mail: info@imland.de

Kliniken und Fachbereiche/

Leitende Ärzte

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. Christos Athanasios

Papachrysanthou

Anästhesie und Schmerztherapie

Dr. Andreas Kirchmann

Elektrophysiologie

Yazdan Seivani

Gefäß- und Thoraxchirurgie

Dr. Markus Siggelkow

Geriatrie

Dr. Zita Krasemann

Gynäkologie und Geburtshilfe

Prof. Dr. Oliver Behrens

Innere Medizin – Gastroenterologie,

Onkologie und Allgemeine Innere

Medizin

Prof. Dr. Stephan Hellmig

Innere Medizin – Kardiologie,

Pneumologie und Innere Medizin

Prof. Dr. Nour Eddine El Mokhtari

Intensivmedizin

Dr. Nils Haake, LL.M.

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. Malte Lange

Neurochirurgie

Prof. Dr. Andreas M. Stark

Neurologie mit Stroke Unit

Prof. Dr. Ulrich Pulkowski

Onkologische Tagesklinik

Dr. Henning Schiller

Pathologie

Dr. Frank Grezella

Psychiatrie und Psychosomatik

Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois

Radiologie

Kommissarischer Chefarzt

Dr. Klaus Graeber

Strahlentherapie und Nuklearmedizin

Dr. Roland Panzer

Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Dr. Andreas H. Ruecker

Urologie

Priv.-Doz. Dr. Andreas Bannowsky

Zentrale Notaufnahme

Dr. Thomas Fleischmann

Belegabteilungen

Augenheilkunde

Dr. Martin Wüstenberg

Dr. Ute Backheuer

Priv.-Doz. Dr. Stephan Behrendt

Dr. Georg Häring

Dr. Jon-Marten Heisler

Dr. Carsten Klatt

Dr. Doris Neumann

Dr. Jörn-Wolff Prüter

Dr. Jan Reichelt

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Dr. Florian Bosse

Dr. Christian Cordes

Prof. Dr. Stefan Gottschlich

Dr. Markus Scherl

Dr. Anja Grapengiesser

Dr. Jürgen Kleeberg

Dr. Martin Klopf

Dr. Thomas Luetgebrune

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Jens Peter Gellenbeck

Dr. Dr. Frank Hornberger

Jan-Detlef Romeike

Hinrich Peter Romeike

imland MVZ Gynäkologie und

Geburtshilfe

Dr. Susanne Oelmann

Dr. Eva Vokuhl

imland MVZ Pädiatrie

Dr. Malte Lange

imland MVZ Strahlenmedizin

Dr. Roland Panzer

imland MVZ Innere Medizin

Dr. Henning Schiller

Dr. Götz Hagemann

54 Gesundimland


Unsere Raumluft ist

alles andere als sauber.

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Menschen mit Allergien reagieren meist auf mehrere Auslöser: Hausstaub, Milben, Pollen, Tierhaare und

Schimmelsporen. Sie lösen die typischen Beschwerden wie tränende, geschwollene Augen, verstopfte

Nase, Juckreiz oder Niesanfälle aus. Die Raumluft in Innenräumen ist voll von diesen Auslösern,

Krankheitserregern sowie Schadstoffen, die in unsere Atemwege und bis zu unseren Lungenbläschen

vordringen können.

5 gute Gründe für

Luftreiniger

Reduzieren Beschwerden

Filtern Pollen und Allergene

sowie andere Schadstoffe

aus der Raumluft.

Wirken vorbeugend

Können eine

Verschlimmerung und

Ausweitung von Allergien

verhindern.

Sorgen für Erholung

Ermöglichen wieder ruhiges

Durchschlafen, um neue

Energie zu tanken.

Weniger Schmutz

Minimieren Schmutzpartikel

in der Raumluft - somit

verschmutzen Oberflächen

weniger.

Wieder voll leistungsfähig

Fördern Konzentration und

reduzieren

Krankheitsausfälle.

Saubere Luft lohnt sich.

Bisher eher unbekannt war, dass durch Lufthygiene Allergie-

Symptome gelindert werden können. Luftreinigung verhilft zu

einer deutlichen Verbesserung der Symptome. Werden die

Allergene aus der Luft entfernt, reagiert das Immunsystem nicht!

Durch hochwertige Filter minimieren Luftreiniger Inhalationsallergene

und schaffen so eine gesunde Raumluft.

Krankheits- und Fehltage sinken. Leistung und Motivation

steigen.

In Büroräumen kann die Bakterien- und Virendichte schnell

ansteigen. Vor allem während der Erkältungszeit entwickelt sich

der Arbeitsplatz zur wahren Infektionsquelle. Dank hocheffizienter,

mehrstufiger Filter eliminieren Luftreiniger Krankheitserreger

und Schadstoffe fast vollständig aus der Raumluft.

Endlich wieder frei atmen.

Das gut gemeinte Lüften bringt – je nach Standort – oft nur neue

Schadstoffe, Allergene und Partikel ins Zimmer und verschlechtert

die Raumluft unter Umständen sogar noch.

Die IDEAL Luftreiniger befreien belastete Raumluft von kleinsten

Partikeln wie Allergenen, Pollen und Krankheitserregern. Dank

innovativer, hochwirksamer Filtertechnologien werden diese

Schadstoffe zu fast 100% entfernt.

Weitere Informationen zu den Produktlösungen von IDEAL bietet

die Büro-Center Jahn GmbH. Einfach selbst erleben und

ausprobieren: www.bcjahn.de - 04331/45070

Gesundimland

55


Klinik

Eckernförde

Wir sorgen für Gesundheit

und Wohlbefinden in der Region

Klinik

Rendsburg

Gesunde Nähe –

engagierte Betreuung

Im Herzen Schleswig-Holsteins übernimmt die imland gGmbH

mit den beiden Klinikstandorten Rendsburg und Eckernförde

die medizinische Versorgung für insgesamt 270.000 Menschen.

Rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen

täglich weit über 1.000 Patienten.

Zertifizierte Zentren

• Diabeteszentrum Eckernförde

• Darmkrebszentrum

• Gefäßzentrum

• Gelenkzentrum – Orthopädie und Unfallchirurgie

• Holsteinisches Brustzentrum

• Prostatakrebszentrum

• Stroke Unit

• Traumazentrum

Notfall

Die Zentralen Notaufnahmen stehen in Rendsburg und

Eckernförde 24 Stunden am Tag für Notfälle bereit. In akuten

Notfällen erreichen Sie den Rettungsdienst unter der 112.

Bei Vergiftungsunfällen können Sie sich unter der Telefonnummer

0551 3 83 18 0 an den Giftnotruf Göttingen oder

unter 030 19 2 40 an den Giftnotruf Berlin wenden.

Außerdem stehen Ihnen die Anlaufpraxis der Kassenärztlichen

Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) sowie

der Kinder- und Jugendärztliche Notdienst der KVSH

zur Verfügung. Sie erreichen den ärztlichen Notdienst

unter 116 117.

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www.facebook.com/imlandKlinik

www.imland.de

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