Nr. 5 / 2019

Hausapotheke2017

GESCHLECHTSLOSE ERZIEHUNG | ERNÄHRUNG GEGEN HAUTALTERUNG | EISENTHERAPIE | STUMPFE VERLETZUNGEN | VEGANE NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL | DARMGESUNDHEIT IM LEISTUNGSSPORT | WIRKUNG VON HEILPFLANZEN | WALLWURZ | SOMMERLICH LEICHT | HOMÖOPATHIE GEGEN HEISSHUNGER | ARNICA-GEL | FUSSPFLEGE | KOMFORTSCHUHE | BIER ALS HEILMITTEL | NOTRUF-UHREN | VENENPROBLEME | TIPPS FÜR DEN BADESPASS | HAUTPROBLEME | PFLANZLICHE HEILCREME | ZAHNIMPLANTATE | HEILKRÄFTE DER KURKUMA | VERDAUUNGSBESCHWERDEN | TIEFENPFLEGE DER HAUT | RÜCKENSCHMERZEN | EINSAMKEIT | SCHLAFSTÖRUNGEN | THERMALBAD | MEGATREND SELFIES | VITAL- UND MIKRONÄHRSTOFFE | WORTWEISE | ECHTES JOHANNISKRAUT | JUBILÄUMSWETTBEWERB | TROCKENE AUGEN | ZIVILISATIONSKRANKHEITEN | BOUILLON – MEHR ALS SUPPE | BLASENENTZÜNDUNG OHNE ANTIBIOTIKA | BLASENSCHWÄCHE | UNTERBAUCHSCHMERZ UND BECKENBODENSTÖRUNG | NARBENPFLEGE | POSITIV DENKEN | HOMÖOPATHIE UND PHYTOTHERAPIE

Nr. 5 Juli/August 2019

91. Jahrgang

Gesunde Lektüre seit 1929

GESCHLECHTSLOSE

ERZIEHUNG


Neue, klinisch geprüfte

Ernährung gegen die

Haut alterung

BeautyCollagenMatrix® ist die neuste,

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teil. Die Frauengruppe, welche täglich ein standardisiertes

bio aktives Kollagen Peptid (in BeautyCollagenMatrix®

enthalten) einnahmen, hatten bereits nach 8 Wochen

eine signifikativ höhere Haut Prokollagen- (+65%)

und Elastin (+18%) Synthese als Frauen mit Placebo

(Ab bildung 1*). Die Falten rund um die Augenpartie

reduzierten sich zudem um durchschnittlich -22%, bei

einem Maximal wert bis -49% (Abbildung 2*).

BeautyCollagenMatrix® ist eine äusserst komplette

Formu lierung mit bioaktiven Kollagenpeptiden, Hirse,

essentiellen Aminosäuren L-Lysin, L-Valin, L-Threonin,

1 | Prokollagen und Elastin Synthese im Vergleich mit Placebo

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B6, B12, Biotin, Pantothensäure, Folsäure, D3, E sowie

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25 Beutel in einer Packung.

Zunahme in %

160

140

120

100

80

60

40

20

0

Nach 8 Wochen

+65%

Prokollagen

Type I

+18%

Elastin

Placebo

BCP

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2 | Augenpartie

Beginn der Studie

Nach 8 Wochen

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Wrinkles and Increases Dermal Matrix Synthesis. Department of Dermatology,

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Pippi, Heulsuse und Co.

Als ich das erste Mal von geschlechtsloser Erziehung gelesen habe, wusste ich

zuerst nicht, was überhaupt gemeint ist. Soll die Erziehung nun mit Nachdruck

absolut einheitlich sein? Werden die rein biologischen Unterschiede, die sich im

Äusseren und im Inneren manifestieren und seit jeher so sind, tabuisiert oder

übergangen? Ich möchte hier nicht über Gender schreiben oder dazu Stellung

beziehen. Dass aber künftig Generationen folgen sollen, die eine Erziehung

geniessen, welche die Unterschiede zwischen Mädchen und Buben «auflöst»,

befremdet mich. Kinder sind Kinder, die früh merken, dass ein Mädchen rein

körperlich nicht gleich aussieht wie ein Knabe. Kinder gehen von sich aus

ungezwungen damit um. Ohne Steuerung in eine bestimmte Richtung, spielen

Buben auch mit Puppen und Mädchen mit Autos. Dies ist ein banales Beispiel;

es soll verdeutlichen, dass Kinder ohne Beeinflussung kein Problem mit unterschiedlichen

Rollen haben. Erst die Vorbilder – Eltern, Erzieherinnen und

Erzieher – steuern oder leben etwas vor, das in die eine oder andere Richtung

zielt. Als ehemalige Kindergärtnerin konnte ich das unzählige Male beobachten. Ab dem

Kindergartenalter setzt sich das Kind ständig mit seinem Persönlichkeitskern auseinander.

Es stellt sich die Frage: Wer bin ich? Es wird sich bewusst, dass Kind nicht gleich Kind ist.

Das ist auch im Spiegel deutlich sichtbar. Menschen sind in ihrer Vielfalt, ihrem Verhalten,

Charakter, ihren Traditionen und Eigenheiten so unterschiedlich, dass es fast unmöglich

scheint, alle gleich zu machen. Mich beunruhigt dieser neue Hype – die Auswirkungen und

deren Folgen werden wir erst viel später erkennen …

Lesen Sie den Artikel von Dr. Rudolf Buchmann zu diesem brisanten

Thema ab Seite 6.

Sylvia Felber

PS: Seit fast drei Jahrzehnten war die Grafikerin Renate Hainfeld für

die Gestaltung unserer Zeitschrift mitverantwortlich. Die vorliegende

Ausgabe ist nun die letzte, die ihre Handschrift trägt. Sie möchte

vor ihrer definitiven Pensionierung ein wenig kürzertreten und mehr

Freizeit geniessen – ein weiser Entscheid!

Liebe Renate, du warst für mich eine äusserst genaue Grafikerin

und hast deinen Reichtum an Kreativität mit viel Herzblut und

Freude täglich gelebt. Ich bedanke mich bei dir für die wunderbare

Zusammenarbeit und Freundschaft und wünsche dir viele glückliche

Stunden und magische Momente.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 3


Eisen -––

ein lebenswichtiger Stoff

Menschen, die zu wenig Eisen aufnehmen,

leiden meist unter Müdigkeit,

Erschöpfung, Depressionen

und Konzentrationsschwierigkeiten.

Dieser Prozess ist schleichend

und wird oft erst in einem späten

Stadium wahrgenommen.

Die tägliche Eisenzufuhr sollte je

nach Alter und Geschlecht zwischen

10 bis 15 mg Eisen betragen.

In der Regel genügen diese Mengen,

doch während der Schwangerschaft

und während dem Stillen,

bei starken Monatsblutungen

und für ambitionierte Sportler sollte

die Zufuhr an Eisen erhöht werden.

Fleisch ist ein wichtiger und guter

Eisenlieferant. Auch eine Vielzahl

pflanzlicher Nahrungsmittel enthalten

viel Eisen. Hierzu zählen

neben Gewürzen vor allem Roggenvollkorn,

Haferflocken, Weizenvollkorn,

Feldsalat, Erbsen, Broccoli

und Nüsse.

Eisenmangel kann zwei Hauptursachen

haben: gestörte Aufnahme

oder mangelnde Zufuhr über die

Nahrung. Bei der Therapie wird dem

Körper meist isoliertes, hoch dosiertes

Eisen zugeführt – und der

Patient kann unter Nebenwirkungen

wie Verdauungsbeschwerden,

Bauchschmerzen und Verstopfung

leiden, weil der Körper grössere

Mengen von Eisen gar nicht aufnehmen

kann.

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Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen

Eisensupplementen enthalten

die Eisenpräparate von Nutrexin

nebst vielen eisenhaltigen Pflanzen

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pflanzliche Bestandteile und

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Müdigkeit

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Power sind Nahrungsergänzungsmittel,

die dem Körper Eisen in einer

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Defizit von Eisen

zu vermeiden, indem sie dazu beitragen,

dem Körper die täglich notwendige

Menge Eisen zuzuführen.

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Wirkung aus.

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Tabletten zu sich nehmen können.

Dank dem höheren Anteil an Folsäure

und Vitamin B12 ist es auch

für Schwangere und Stillende gut

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der Eisenaufnahme und bei starken

Eisenmangelsymptomen wie

Müdigkeit, Schwächezuständen

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4

Schweizer Hausapotheke 5-2019

Unbenannt-2 1 28.01.19 14:39


6 33 40

INHALT

06 Blickpunkt

Geschlechtslose Erziehung

12 Heilpflanzen

Was sie können – und was nicht

14 Sommerlich leicht

Viel Frische auf dem Teller

16 Fusspflege

Zuwendung für Schwerstarbeiter

17 Impressum

18 Bier als Heilmittel

Unbekannte Seite des Genusses

20 Venenprobleme

Auf Alarmzeichen achten

28 Hautpflege

Oberflächenschutz unterstützen

30 Einsamkeit

Positive oder negative Erfahrung?

33 Selfies

Grenzenloser Megatrend

36 Wortweise

37 Gemmotherapie

Echtes Johanniskraut

38 Jubiläumswettbewerb

40 Zivilisationskrankheiten

Kostspielige Herausforderung

42 Blasenentzündung

Ohne Antibiotika behandeln

46 Positiv denken

Warum das nicht immer klappt

Sun-Snack: Trockenfrüchte

Für natürliches Wohlbefinden

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Geschlechtslose

Erziehung –

Gefahr

oder Vorteil?

Wir leben in einer Zeit der kulturellen

Grenzauflösung. Mix

ist angesagt: In der Kunstszene

entwickelte sich über Jahrzehnte

die Idee der Grenzüberwindung

(Cross-over) und die

Philosophie zieht mit «Dekonstruktion»

nach. Kategorien sollen

nicht mehr gelten. Was bedeutet

das für Kinder und für die

menschliche Entwicklung, wenn

diese Idee die biologische Ebene

des Leibes erreicht?

Dass die Idee einer geschlechtslosen Erziehung

aufkommen kann, sehe ich in einem

grösseren Zusammenhang: Häufig beginnt

in Kreisen der Kreativen, vielleicht auch

der Randständigen, eine Veränderung der

gerade gültigen Selbstverständlichkeiten.

Die Vorstellungen der Elterngenerationen

werden «hinterfragt». In einer Nische der

Gesellschaft wird ausprobiert, was bisher

undenkbar oder doch ungehörig war. In die

Öffentlichkeit gebracht, soll es schockieren.

Aber sobald es sich heutzutage als marktgängig

erwiesen hat, wird vieles modisch

propagiert und so zur neuen Normalität.

Marktgängig

Dass die Marktfähigkeit zum entscheidenden

Kriterium wurde, ist übrigens auch ein

Zeitphänomen. Wo früher Glaubenslehren

Massstäbe alles Erwünschten respektive

Verbotenen setzten – oder politische Ideen

von Idealisten getragen und opfervoll erkämpft

wurden – scheint heute rasch alles

eingepreist zu werden; auch Patriotismus,

Genderthemen (inklusive Pornografierung

der Gesellschaft) oder Erziehungslehren

werden vermarktet und in entsprechende

Artikel und Reklame verpackt. Der geldwerte

Markt ist zu einem mächtigen Mit-Erzieher

herangewachsen.

Die Macht des Marktes entscheidet nicht

zuletzt darüber, welche Kunstexperimente

«gross rauskommen» und welche bestenfalls

in Nischen überleben. So wurde zum Beispiel

die «Bohème» marktfähig. Wo früher nur

Freaks, Arme oder «Heruntergekommene»

in zerrissenen Klamotten rumlaufen konnten

(mussten), sind Jugendliche im Moment völlig

out, wenn sie nicht für teures Geld künstlich

abgeschabte, geschlenzte Kleider kaufen.

Wenn vor Jahren Seeleute mit Tattoos als solche

geduldet, aber kaum in «feinen Kreisen»

auftreten konnten, müssen sich jetzt alle –

fast schon als Kinder – tätowieren lassen, um

in zu sein. Von Künstlern erfunden, an sich

oder ihren Produkten erprobte Rebellion, verharmlost

der Markt ihre Extravaganzen zur

neuen Normalität.

Rebellen

Jugendrebellionen werden gleichsam eingekauft.

Die evolutionäre Aufgabe von Rebellen

und Künstlern ist es, Verkrustungen aufzubrechen.

Sie sind Motoren der Entwicklung

und bieten manchmal ein riesiges Potential

zukünftiger Lebensformen an. Vorstellungen,

die nur schon vor dreissig Jahren noch sakrosankt

waren, müssen offenbar gar nicht oder

doch nicht so sein! Oft werden geheiligte Gewohnheiten

aber auch «nur» in ihr Gegenteil

verkehrt oder zur neuen Religion pervertiert.

Die positive Kraft von Rebellion gerät und

wird dort zur Gefahr, wo sich daraus neue

und oft sehr rigorose Verhaltensnormen

entwickeln. Wenn die Frauenemanzipation

beispielsweise die engen Korsetts und freiheitsberaubenden

Vorstellungen des biedermeierlichen

Familienbildes sprengen sollten,

wurde der Verhaltenskodex bald einmal in ein

libertinäres Diktat gegossen. Mädchen und

Frauen, die sich als Hausfrauen fantasierten

und gar heiraten wollten, waren beschämend

unmodern und sexuelle Treue wurde zum

Auslaufmodell erklärt.

Künstliche Grenzen

Es gibt verschiedene Sorten von Grenzen

und Abgrenzungen. Für unsere Orientierung,

unser Denken und unsere Intelligenz sind

geistig festgelegte Abgrenzungen unverzichtbar:

Wir nennen dies «Definieren». Das

Wort kommt vom lateinischen finis (Grenze).

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Schweizer Hausapotheke 5-2019


Wenn wir miteinander reden, sollten wir wissen,

worüber wir im Moment sprechen. Das

muss oft in ausführlicher Diskussion geklärt

werden, um nicht in babylonischem Durcheinander

und Gequatsche zu enden. Wer sich

an die Sendung «Arena» gemahnt fühlt, hat

mich verstanden.

Auch für die Organisation des Zusammenlebens

brauchen wir Grenzen, und diese

müssen einigermassen stabil, klar bezeichnet

und anerkannt sein. Nicht überall kann (und

soll) dasselbe gelten: Sprachtraditionen,

philosophische und religiöse Vorstellungen

entwickeln sich überall parallel und durcheinander.

Um einigermassen friedlich und vor

allem sicher zu leben, sollten wir wissen, was

wo gilt. Um uns in der Fremde zu orientieren,

müssen wir wiederum wissen, in welchem

Land wir reisen und welche Regeln, Werte und

Gewohnheiten hier normal sind. Andernorts

ist es anders, das sollten wir zunächst wertungsfrei

anerkennen. Die Orte unterscheiden

sich; zwar ist die Grenze weder natur- noch

gottgegeben, sondern prinzipiell künstlich –

aber trotzdem real und wirkmächtig.

Diese Grenzen, die Begriffe, Definitionen und

Territorien sind von Menschen geschaffen

und verhandelbar. Sie ändern sich laufend,

leider oft auch in Kämpfen. Wer nicht reden

kann, braucht Gewalt. Wo Mächtige (und

seien es Erziehende) nicht mit sich reden

lassen, kommt es zu Revolten, Aufständen,

Machtkämpfen und Kriegen.

Natürliche Grenzen …

Dank unserer menschlichen Fähigkeit,

herkömmliche Begrenzungen im Denken,

im Experimentieren und im Forschen immer

wieder auszuweiten, entdeckt die Menschheit

immer wieder neue Formen, wie über Grenzen

hinweg kommuniziert wird. Wenn eine

Maispflanze einer anderen mitteilt, dass sie

von einem Schädling befallen wird, muss sie

dazu ihre Abgrenzung aber nicht auflösen;

nur wenn diese erhalten bleibt, kann sie sich

so entwickeln, wie es ihrer inneren Anlage

entspricht. Natürliche Grenzen sind nicht

verhandelbar, sondern eine Frage über Leben

und Tod. Natürliche Grenzen sind also von

künstlichen grundsätzlich zu unterscheiden.

Nur wo sich Leben innerhalb seiner Grenzen

entfalten kann, bleibt es erhalten.

Individuen kommunizieren miteinander über

ihre Grenzen hinaus. Nur wo die Grenze des

andern unangetastet bleibt, gibt es einen

Austausch zwischen beiden. Lösen sich die

Grenzen etwa in einer Fangruppe zwischen

den Individuen auf, entsteht eine Masse, mit

der niemand kommunizieren kann. Zwar

können solche Entgrenzungserlebnisse für

Teilnehmende ekstatisch sein, aber als Dauerzustand

taugen sie nicht zum Leben.

Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 7


… und der Persönlichkeitskern

Menschen sind natürlich viel komplexere

Wesen als Maispflanzen. Sie können sich über

ihre Begrenztheit hinaus in andere Wesen

einfühlen. Auch dabei lösen wir unsere Grenzen

aber nicht auf! Wir bleiben in unserem

Inneren – gleichsam als Kern – dieselben.

Grosse Schwierigkeiten oder gar Störungen

drohen, wenn Selbstbild und Selbstgefühle

sich auflösen, wenn jemand seine leiblichen

Grenzen nicht mehr richtig spürt oder seine

Selbstgewissheit über den inneren Kern zerfällt.

Innerlich setzen wir uns – ab spätestens

dem Kindergartenalter – mit diesem Persönlichkeitskern

ständig auseinander: Wer bin

ich? Der Zeitpunkt fällt zusammen mit dem

Bewusstwerden, dass Kind nicht gleich Kind ist

und ich ein Bub respektive ein Mädchen bin.

Wir können das ja auch im Spiegel sehen.

Als geistig-leibliche Doppelwesen sind wir

einerseits in unserem Körper festgelegt.

Unser Verhalten und unser Denken werden

zu einem guten Teil von Hormonen gesteuert.

Wir sind und bewegen uns in diesen Grenzen,

wie Verhaltens- und Hirnforschung nachweisen.

Aber wir sind auch wieder nicht gänzlich

Gefangene des Leibes! Wir können unsere

Grenzen übersteigen. Zudem wirken unser

Bewusstsein und unsere Umgebung auf unseren

Körper ein: Fantasien, Substanzen (wie

Essen, Medikamente, Drogen), Normen und

andere Vorstellungen steuern unser Verhalten

mit. Sie beeinflussen auch, ob Hormone

ausgeschüttet oder zurückgehalten werden.

Alle diese Einflussnahmen brechen zusammen,

physisch, wenn wir die Abgrenzungen

zerstören, psychisch, wenn wir sie leugnen.

Es gibt gegenwärtig gesellschaftliche Trends,

die Bedeutung von Grenzen nicht zu verstehen;

so auch die Geschlechtsdifferenz.

Teils werden sie aktiv geleugnet, teils wenig

bewusst ignoriert. Tatsächlich gibt es auch

in der Natur nicht nur ein Entweder-oder: Die

Abgrenzung zwischen männlich und weiblich

ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich

dominant ausgeprägt. Und es gibt Mischformen,

die schwierig zuzuordnen sind; dennoch

bildet letztere Gruppe eine Ausnahme. Im

Kern bleibt immer die biologische Tatsache

bestehen, dass nur Frauen Kinder gebären

und nur Männer sie zeugen können. Letzteres

verunsichert allerdings die Männer,

wenn sie – ein tolles Geschäftsmodell – durch

Samenbanken ersetzt und durch das Frauenrecht

auf den eigenen Bauch entmündigt

werden sollen. Trotzdem: Der biologische

Normalfall – das heisst, die statistisch weit

überwiegende Mehrheit der Menschen – ist

weiblich oder männlich angelegt.

Geschlechtslos?

Eine völlig andere Ebene ist jedoch, was

wir gesellschaftlich mit dieser Dualität verbinden.

Verhaltensnormen sind über weite

Strecken künstlich. Dass nur die Mädchen

Kinder im Bauch tragen können, erfahren Buben

und Mädchen aber meist im frühen Alter.

Die Rolle der Buben bleibt dabei für viele ein

Geheimnis.

Aus diesem Keim im Fantasieleben des

Kindes entwickelt sich die Suche nach dem

adäquaten Leben. Vielleicht können Mädchen

da besser schlafen, weil sie ihren Wert

in sich selber wissen; Buben müssen ihn irgendwo

ausserhalb suchen. Besser dran sind

beide, wenn sie ihr jeweiliges Geschlecht als

Tatsache akzeptieren können. Die Erziehung

kann hier helfen oder behindern. Fragen

tauchen bei jedem Kind auf: Muss ich mich

auf eine Genderrolle reduzieren lassen (wie

in einigen Kulturen noch heute und bei uns

als Bürgerfrau bis noch weit ins letzte Jahrhundert)?

Kann ich auch anders werden?

Wie? Geht das nur, wenn ich biologisch eine

Änderung vornehme? Will ich gesellschaftlich

Rollen tauschen, missachten, dagegen

rebellieren oder mich einfügen? Viele Jungen

und Mädchen träumen sich früh ins andere

Geschlecht: Gebärneid ist wohl ebenso häufig

wie Penisneid. Adoleszente sind sehr oft unsicher,

ob sie mit ihrem Geschlecht glücklich

sind respektive werden können: Im Alter der

Rollen- und Selbstbildauflösung, das dem

Puppenstadium des Schmetterlings gleicht,

wird auch der Bezug zum biologischen Leib

neu geordnet. In der menschlichen Fantasie

ist alles möglich; in der menschlichen Natur

gibt es Geschlechtslosigkeit nur als Ausnahme,

die die Regel bestätigt.

Pippi Langstrumpf muss sich

nicht umoperieren lassen!

Die reale – oder nur die angebliche? – Auflösung

der gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen

hat Erzieherinnen und Erzieher in

Unsicherheit gestürzt. Es gilt nicht mehr, was

noch vor einigen Jahrzehnten unhinterfragt

jeder und jedem klar war. In der Genderdiskussion

werden unglücklicherweise oftmals

die Ebenen vermischt. Manche haben es

nicht bemerkt, andere die naturgegebene

Abgrenzung bewusst angegriffen. Aber diese

biologische Grenze zwischen den Geschlechtern

lässt sich nicht auflösen, sie lässt sich

nur verleugnen; und das ist ein gesellschaftliches

Problem.

Mädchen und Buben sollen ihre Lebensvorstellungen

leben können, ohne dass ihre

Geschlechtsidentität in Frage gestellt wird!

Auch innerhalb ihrer Geschlechtsidentität

gibt es – zum Glück für die Entwicklung der

Menschheit – sehr unterschiedliche Anlagen,

Präferenzen und Verhaltensmuster. Die

Rollenbilder – für Mädchen und gerade auch

für Buben – müssen variabler und variantenreicher

werden, ohne dass die Kernidentität

in Zweifel gerät. Ein wildes Mädchen, das sich

mit Pippi identifiziert, darf, ja soll ein Mäd-

8

Schweizer Hausapotheke 5-2019


Verzichten Sie auf Fleisch?

Unser Organismus kann die acht

essenziellen Aminosäuren, die für

die Proteinsynthese und den Stoffwechsel

unerlässlich sind, nicht

selbst herstellen.

Pflanzen enthalten nur kleine Mengen

dieser speziellen Aminosäuren.

In genügender Menge und optimaler

Zusammensetzung finden

sie sich nur in Proteinen tierischer

Herkunft. Fehlt eine Aminosäure,

wird die gesamte Proteinsyn these

gestört.

Ohne tierische Proteine besteht die

Gefahr eines Muskelabbaus. Veganerinnen

und Veganer müssen deshalb

besonders auf eine ausgeglichene

tägliche Zufuhr von Aminosäuren

achten.

Mangelerscheinungen beheben

Diese Mangelerscheinungen sind

nicht immer auf einen Proteinmangel,

sondern auf das Fehlen einer

oder mehrerer bestimmter essenzieller

Fettsäuren zurückzuführen.

Diese essenziellen Aminosäuren

werden zum «limitierenden Faktor»,

der die gesamte Proteinsynthese

im Körper beeinflusst.

Die Folgen sind: Stoffwechselstörungen,

insbesondere hormonelle

Störungen, die zur Rückbildung

verschiedener Gewebearten wie

Knochen und Muskulatur führen

können.

Ideale Zusammensetzung

Die meisten proteinhaltigen

Nahrungs ergänzungsmittel sind

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 9


chen bleiben. Aber nicht alle müssen Pippis

werden! So dumme Sprüche wie «sie ist ein

halber Bub» können falsche Zweifel auslösen.

Auch die «Heulsuse» ist als Etikett nicht

mehr zu gebrauchen, weder für Mädchen

noch viel weniger für Buben. Sie gehören

nicht bloss in die Mottenkiste, sondern in den

Schredder.

Geschlechtslose Erziehung?

Was wäre der Sinn dahinter? Wollte man die

Biologie belehren oder den Körper abschaffen?

Jedenfalls liesse die Tabuisierung der

Geschlechtlichkeit sowohl Buben als auch

Mädchen im Stich auf ihrer Suche nach der

eigenen, bewussten Identität. Gerade Identität

entwickelt sich in Abgrenzungen: ich

und die andern. Eine ganz zentrale und tiefe

Abgrenzung ist die Geschlechtsidentität. Ich

muss die meinige nicht feindlich verteidigen

und die andere mit Hohn oder Wut überziehen,

wenn ich meiner eigenen und ihres Wertes

sicher bin. Nur Verunsicherte oder (Ver-)

Zweifelnde müssen gegen andere zu Felde

ziehen. Eine andere Verteidigungsstrategie

ist es, jeglichen Vergleich zu verhindern,

indem keine Unterschiede anerkannt werden.

Und dann darf um Himmels Willen niemand

einen Unterschied sehen; denn sonst bricht

der innere Konflikt so gefährlich auf, dass ich

10 Schweizer Hausapotheke 5-2019

meinen Schutzschild gegen diese Erkenntnis

mit Vehemenz verteidigen muss. An dem

Punkt treffen sich übrigens Hass gegen das

andere Geschlecht und Rassenhass, und natürlich

auch Religionshass. Schliesslich kann

ich über alles einen Mantel des Schweigens

ziehen: Wir sprechen dann – dem Vogel Unrecht

tuend – von Vogel-Strauss-Politik.

Erzieherisch müssen wir drei Ebenen auseinanderhalten:

Beide Geschlechter wissen

und fühlen in der weit überschiessenden

Zahl, dass sie Buben oder Mädchen sind

(die Tatsachenebene). Eine andere Frage ist,

ob sie damit zufrieden sind oder nicht (die

Wertungsebene). Die Klärung, was die Tatsache

für das Leben bedeutet, gehört in die

Interpretationsebene. Nur diese letzte Ebene

gehört in den Genderdiskurs. Veränderungen

der Bedeutung des jeweiligen Geschlechts

werden durch die gesellschaftliche Entwicklung

bestimmt. Die Genderdiskussion

ist zweifellos ein sehr fruchtbarer Treiber

gesellschaftlicher Veränderungen und Entwicklungen.

Abgrenzung der Geschlechter anerkennen

Die individuelle Entwicklung geschieht zunächst

wesentlich auf der Wertungsebene:

Kinder suchen nach Vorbildern, die ihrem

Wesen entsprechen. Sie bewundern sie,

wenn sie ihr Geschlecht gernhaben oder

hassen sie, wenn sie darüber enttäuscht sind.

Offen oder insgeheim werfen viele Kinder in

bestimmten Lebensabschnitten den Eltern –

mehrheitlich der Mutter – vor, dass sie sie so

geboren hat, wie sie sind. In diesen Phasen

sollte man nicht Transgenderfantasien nähren

und am physischen Leib rumschnippeln

(um gar keine oder eine noch bessere Frau zu

werden), sondern sich erzieherisch mit dem

Geschlecht und dem Geschlechtlichen auf

allen drei Ebenen befassen. Enttäuschungen

sind ernst zu nehmen und Gespräche darüber

intensiv und einfühlsam zu führen. Chancen

und Freude am eigenen Geschlecht, in das

man geboren ist, sollen aufgezeigt werden.

Dazu kann auch gehören, dass der Einsatz

gefördert wird, sich auf der Interpretationsebene

einzusetzen und beispielsweise gesellschaftliche

Genderdeutungen zu verändern.

Die Abgrenzung der Geschlechter zueinander

ist eine biologische Tatsache, mit der sich zu

arrangieren erster erzieherischer Einsatz ist.

Was wir (individuell) daraus machen, ist eine

zweite zentrale Aufgabe; und drittens gehört

die gesellschaftliche Auseinandersetzung

darüber hinzu, was das jeweilige Geschlecht

in dieser Gesellschaft bedeuten soll.

Die Auflösung der Geschlechtergrenze ist in

der Fantasie, in der Kunst und in der Mode

möglich. Werden diese Ebenen aber als

physische Realität missverstanden, stürzen

Kinder, Jugendliche und in ihrem Persönlichkeitsbild

ungefestigte Menschen in schwere

Konflikte, die auch Krankheiten oder Suizide

zur Folge haben.

Zwar will ich davor warnen, Menschen mit

uneindeutigen Geschlechtsidentitäten abzuwerten

oder auszugrenzen; ihr Schicksal soll

aber Mädchen und Buben nicht darin behindern,

Freude und Glück an ihrem Geschlecht

zu finden und dazu zu stehen. Es ist die Aufgabe

der Erziehung und der Gesellschaft, sie

darin zu unterstützen.

Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut

für Kinder, Jugendliche und Familien.

www.praxis-buchmann.ch


Härter trainieren und dabei

gesund bleiben

Sich richtig auszupowern ist für

viele ambitionierte Hobbysportler

ein bekanntes Ziel. Die Adjektive

höher, weiter, schneller oder länger

sind jedem Sportler gut bekannt

und dominieren nicht selten die

gesteckten Ziele. Zu bedenken

gilt aber, dass Regeneration ein

wichtiger Schlüssel zum persönlichen

Erfolg ist.

Eine der wichtigsten Komponenten,

um sich beim sportlichen Training

nicht nur auszupowern, sondern

auch zu verbessern, ist die Berücksichtigung

ausreichend langer

Erholungsphasen. Denn was

kann passieren, wenn dem Körper

nach einer intensiven Sporteinheit

bis zur nächsten nicht ausreichend

Zeit für die Erholung zur Verfügung

steht? Eine körperliche Überbelastung

kann laut medizinischer

Forschung neben Trainingsabbrüchen

nicht selten die gefürchteten,

ausbleibenden Trainingsfortschritte

sowie leistungsmindernde

Magen-Darm-Beschwerden mit

sich bringen. Daraus können noch

längere, notwendige Erholungszeiten

sowie erhöhte Laktatwerte und

Pulsfrequenzen resultieren. Da die

genannten Beschwerdebilder vielerlei

Ursachen haben können, konsultieren

Sie bei allen gesundheitlichen

Fragen oder Beschwerden immer

den Arzt und Apotheker Ihres

Vertrauens! Neuste Erkenntnisse

zeigen, wie wichtig die körperliche

Erholung nach Sporteinheiten ist

und wie diese beim angestrebten

Trainingserfolg eine wesentliche

Rolle spielen kann.

Intensive Sporteinheiten

können auf den Magen-

Darm-Trakt schlagen

141 internationale Untersuchungen

belegen, dass sowohl bereits

nach kurzen sportlichen Belastungen

mit hoher Intensität als auch

bei langem Ausdauertraining der

Darm undicht werden kann. Im

Fachjargon spricht man von einem

sogenannten Leaky Gut (= undichter

Darm). Dabei können Giftstoffe,

die wir über die Ernährung zu uns

nehmen, oder die bei der Verdauung

selbst entstehen, sowie Krankheitserreger

in den Blutkreislauf

gelangen, die sich am Ende leistungsmindernd

auswirken können.

Das Ziel, sich sportlich zu verbessern,

kann dadurch in die Ferne

rücken.

Die Rolle der Darmgesundheit

im Leistungssport

In der Ausgabe 01/2019 der renommierten

deutschen Sportärztezeitung

beschreiben der Mediziner

und Performance Coach

Gerrit Keferstein und der Athletik-Trainer

der Augsburger Panther,

Sven Herzog, die Wichtigkeit

der Darmgesundheit im Leistungssport.

Dabei steht Leaky Gut

(= undichter Darm) als möglicher

Auslöser von leistungsmindernden

Magen-Darm-Beschwerden (z. B.

Blähungen, Krämpfe, Durchfall etc.)

im Fokus. In der täglichen Praxis

handelt man bei Verdacht auf Leaky

Gut vielfach mit Stressmanagement:

dem bewussten Vermindern

von Stressfaktoren und dem gleichzeitigen

Erhöhen positiver Einflüsse.

Dazu zählen unter anderem

die Abstinenz von alkoholischen,

koffeinhaltigen oder zuckerhaltigen

Getränken, Vermeidung von

verarbeiteten Lebensmitteln (Konservierungsstoffe),

die Zufuhr von

fermentierten Lebensmitteln (z. B.

Kombucha, rohes Sauerkraut, Kefir),

ballaststoffreiche sowie präbiotische

Ernährung (grünes Gemüse

und Salate, Vollkornprodukte etc.),

ausreichend Schlaf und Erholung

sowie die Unter stützung der Darmgesundheit

durch die Gabe von

PMA-Zeolith in Form von Panaceo

Sport.

Ein Beitrag aus der Natur

mit Goldstandard

Panaceo Sport kann eine undichte

Darmwand (Leaky Gut) reparieren

und dafür sorgen, dass diese

auch dicht bleibt. Diese in einer

Goldstandard Untersuchung bewiesene

Wirkung sorgt für eine

erhöhte sportliche Belastbarkeit.

Da der Darm ausserdem als Zentrum

des Immunsystems angesehen

wird, wirkt sich die Einnahme

von Panaceo Sport zusätzlich auf

die Gesundheit aus. Wie heisst es

so schön: Nur ein gesunder Körper

ist leistungsfähig!

Von erfolgreichen Sportlern

empfohlen

Der 5fache Race across America-

Gewinner Christoph Strasser

schwört auf PANACEO SPORT

beim Training sowie vor und nach

dem Rennen. Warum? Weil er so

den intensiven Belastungen besser

standhalten kann.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 11


Können uns Heilpflanzen helfen?

Schätzungsweise ein Viertel

aller pharmazeutischen Mittel,

auf die Menschen in der heutigen

Zeit angewiesen sind, wurden

ursprünglich ganz oder teilweise

aus pflanzlichen Substanzen

gewonnen – eine Tatsache, die

von Befürwortern verschiedener

Kräutermittel oft angeführt wird.

Seit jeher werden Pflanzen zur Behandlung

von Krankheiten verwendet. In den ägyptischen

Papyros Ebers (zirka 1550 v. u. Z.) sind

Hunderte von volksmedizinischen Rezepten

gegen die unterschiedlichsten Beschwerden

aufgezeichnet. In der Regel wurde das Wissen

über die Heilpflanzen jedoch mündlich

überliefert. Die abendländische Pflanzenheilkunde

nahm anscheinend mit dem

griechischen Arzt Dioskurides aus Anazarbos

(1. Jahrhundert v. Chr.) ihren Anfang. Dieser

schrieb das Werk «De Materia Medica», das

für die nächsten 1600 Jahre massgebend

blieb.

Vielfältige Überlieferungen

In vielen Teilen der Welt wird die überlieferte

Pflanzenheilkunde immer noch häufig

angewendet. Manchmal wird die Ansicht

vertreten, Heilkräuter oder die Volksmedizin

seien weniger gefährlich als die heutigen

pharmazeutischen Präparate. Das ist aber

nicht immer der Fall. Daher stellt sich die

Frage: Welche Vorsichtsmassnahmen oder

Hinweise sind zu berücksichtigen, wenn allein

eine Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln

erwägt wird? Durch das selber durchgeführte

Heilprogramm wird womöglich eine leichte

Erkrankung geheilt, doch eine andere verschlimmert

sich vielleicht, wie zum Beispiel

der Bluthochdruck. Eine weitere potenziell

12 Schweizer Hausapotheke 5-2019

gefährliche Kombination besteht darin, dass

Heilpflanzen und Arzneimittel sich gegenseitig

in ihrer Wirkung beeinflussen können.

Wer verschreibungspflichtige Medikamente

einnimmt, fragt deshalb zuvor besser seinen

Arzt.

Heilkräuter werden in den unterschiedlichsten

Formen angewendet: unter anderem

als Aufguss, Absud, Tinktur, Salbe, Creme

oder als Breiumschlag. Bei Aufgüssen werden

Pflanzenteile mit siedendem Wasser

übergossen. Es wird aber davon abgeraten,

Heilkräuter, die für Aufgüsse verwendet werden,

in Wasser zu kochen. Bei Absuden von

Wurzeln und Rinde werden die Pflanzenteile

dagegen gekocht, damit ihre Wirkstoffe freigesetzt

werden.

Wie Heilpflanzen helfen können

In der traditionellen europäischen Naturheilkunde

werden um die 150 Heilpflanzen

genutzt und zu therapeutischen Zwecken

gezielt ausgewählt – primär aus der Region.

Pflanzen werden viele Heilwirkungen

zugeschrieben. Ein pflanzliches Heilmittel

vermag den Menschen auf den drei Ebenen

von Psyche, Regulation und Stoffwechsel zu

erfassen. Manche sollen dem Körper bei der

Abwehr von Infektionen helfen, andere die

Verdauung fördern, die Nerven beruhigen,

abführend wirken oder die Drüsentätigkeit

beeinflussen.

Heilpflanzen haben neben heilenden Stoffen

auch solche, die für die Ernährung wichtig

sind. Zum Beispiel sind manche harntreibenden

Pflanzen wie die Petersilie auch reich an

Kalium. Das über die Nieren ausgeschiedene

Kalium wird durch das pflanzliche wieder

ersetzt. In ähnlicher Weise enthält Baldrian

(Valeriana officinalis), der schon lange zur

Beruhigung eingenommen wird, viel Kalzium.

Das Kalzium kann die beruhigende Wirkung

des Baldrians verstärken. Oder beispielweise

die Wirkungsweise der Heilpflanze Arnica bei

rheumatischen Beschwerden wie Arthrose,

Arthritis und Gicht.

Mit Vorsicht zu geniessen

Auch wenn eine Heilpflanze allgemein als

ungefährlich gilt, ist Vorsicht geboten: Man

sollte nicht weniger vorsichtig sein, nur

weil irgendetwas als «natürliches Mittel»

bezeichnet wird. Manche pflanzlichen

Substanzen können die Herzfrequenz oder

den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Wer an

einer Herzkrankheit, unter dem erwähnten

Bluthochdruck oder an Diabetes leidet,

muss besonders vorsichtig sein. In der Regel

beschränken sich die Nebenwirkungen auf

allergische Reaktionen: Zu diesen gehören

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und

Hautausschläge. Es kann auch sein, dass

Heilpflanzen eine sogenannte Erstverschlimmerung

verursachen, bei der Symptome

auftreten können wie bei einer Grippe oder

Ähnlichem. Diese Reaktion wird angeblich

durch Abbauprodukte ausgelöst, die im

Anfangsstadium der Behandlung vermehrt

ausgeschieden werden.

Fazit: Nicht jede Krankheit kann mit pflanzlichen

Heilmitteln allein behandelt werden,

aber als Basis oder Abrundung sind sie ein

bedeutender Teil jeder umfassenden Therapie;

denn jede Heilpflanze ist einzigartig und

überträgt ihren eigenen Charakter auf den

Körper des Menschen.

Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit

1994 schreibt sie als selbständige Journalistin

und Redaktorin für diverse Medien.


Die Wallwurzpflanze blüht

Die Wurzeln der Wallwurzpflanze

enthalten eine Reihe von Wirkstoffen,

die sich hervorragend zur Behandlung

von Schmerzen und Entzündungen

eignen. Nur sorgfältig

zubereitete Extrakte garantieren

eine gute Wirkung. Deshalb legt

Dr. Andres viel Wert auf Anbau,

Ernte und Verarbeitung der frischen

Wurzeln.

Erdbeeren können fad und geschmacklos

oder aber süss und köstlich

sein – jeder kennt das. Je nachdem,

woher sie stammen, wann sie

geerntet wurden und unter welchen

Bedingungen sie gewachsen sind.

Genau so verhält es sich auch mit

der Heilpflanze Wallwurz. Soll sie von

bester Qualität sein, muss sie aus

biologischem Anbau stammen, auf

geeignetem Boden wachsen können,

sorgfältig gepflegt sein und zum richtigen

Zeitpunkt geerntet werden.

Zum Extrahieren

natürliche Stoffe

Dr. Andres ist persönlich bei der

Ernte der Wallwurzpflanze dabei,

die für seine Original Wallwurzsalbe

bestimmt ist. Verwendet werden die

Wurzeln einer bestimmten Unterart.

Unmittelbar nach der Ernte

werden die frischen Wurzeln extrahiert.

Denn die Wirkstoffe der

Wallwurz sind sehr empfindlich.

Sie müssen rasch verarbeitet werden,

damit sie ihre volle Wirkung

behalten.

Für die Extraktion gelten strenge

Regeln. Dr. Andres erklärt dazu:

«Für einen guten Extrakt sollen nur

Lösungsmittel verwendet werden,

an die der menschliche Organismus

seit Jahrtausenden gewöhnt

ist. In unserem Fall ist dies ein Gemisch

von Wasser und Alkohol.»

Nur so kann vermieden werden,

dass auch Stoffe aus der Pflanze

herausgelöst werden, die der Körper

nicht kennt und die nicht selten

zu Nebenwirkungen führen.

Gegen Schmerzen und

Entzündungen

Dank dieser sorgfältigen Zubereitung

und den angenehmen Anwen-

Die Wallwurzernte ist

aufwändige Handarbeit.

Die gewaschenen Wurzeln

werden unmittelbar

nach der Ernte schonend

weiterverarbeitet.

In der Schweiz biologisch angebaute Wallwurzpflanze.

dungseigenschaften ist die Wallwurzsalbe

so erfolgreich. Schmerzen

in Gelenken bei Rheuma,

Arthritis und Arthrose, Sportverletzungen

wie Prellungen, Verstauchungen

und Sehnenscheidenentzündungen,

Venenentzündungen,

Krampfadern und Hämorrhoiden

lassen sich rasch und wirksam behandeln.

Achten Sie einfach darauf,

dass es das Original ist. Denn

wie gesagt: Wie bei den Erdbeeren

gibt es auch bei der Wallwurz entscheidende

Unterschiede.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 13


Sommerlich leicht

Der Sommer bringt uns ganz automatisch dazu, Ballast abzuwerfen: Bei vielen regt sich

schon im Frühling das Verlangen, das Zuhause durchzuputzen und Schränke auszumisten;

wir sind mit leichteren Kleidern, offenen Schuhen oder auch mal barfuss unterwegs – und

verspüren diesen grossen Appetit auf ganz frisches, leichtes Essen.

Am ersten schönen Frühlingstag nach einer

längeren Kälteperiode habe ich mich mit

Cornelia Eiberli, Drogistin und Ernährungsberaterin,

über die sommerliche Leichtigkeit

unterhalten; und wir haben sie beide gespürt,

die sofort erwachende Lust auf Frische, Farbe

und Draussensein: «Nach langen Monaten

mit wenig Sonne, trockener Heizungsluft und

eher schwerer Hausmannskost dürsten wir

nach Frische in allen Variationen: Frische

in der Wohnung dank dem Frühlingsputz,

frische Farben und Düfte, frische Luft, mehr

Bewegung und viel Frische auf dem Teller. Mit

der Vorfreude wächst auch täglich das Angebot

an saftigen Früchten und knackigem

Gemüse, das gluschtig macht auf neue Rezepte

und Kreativität weckt in der Küche; sei

es in vielfältigen Salaten, mit Sprossen, verschiedensten

Gemüsen und (Wild-)Kräutern,

in Smoothies oder mit Fruchtglacen – der

Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.»

Cornelia Eiberli ist gelernte Drogistin sowie

ärztlich geprüfte Diät- und Ernährungsberaterin.

Seit 2002 arbeitet sie als Filialleiterin bei

der Müller Reformhaus Vital Drogerie in Thalwil.

14 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Erfrischung in der Sommerhitze

Im letztjährigen Hitzesommer war der

Wunsch nach Abkühlung gross – und entsprechend

auch der Durst. Cornelia Eiberli rät

hier zu selbstgemachten Tees, beispielsweise

mit frischer Minze, Zitronenmelisse, Karkade,

Hagebutte, Ingwerwurzel, Kardamomsamen

und Kurkumawurzel: «Wählen Sie nach

Möglichkeit statt der klassischen die marokkanische

Minze, die einen eher kühlenden

Effekt auf den Organismus hat.» Und sie

räumt auch gleich mit einem klassischen

Trugschluss auf: «Eiswürfel und stark gekühlte

Getränke kühlen auch das Verdauungssystem

aus und

verursachen dem

Körper Mehrarbeit,

weil er dieses wieder

auf Betriebstemperatur

bringen

muss. Frische und

Geschmack bringen

in ungekühlten

Getränken die

Zutaten, wie die

erwähnte Minze, geschnittene Früchte und

ein guter Schuss Zitronensaft, der befeuchtet

und erfrischt.» In längeren Hitzeperioden suche

man sich seine Abkühlung besser «von

aussen», etwa in einem kühlen Raum, beim

Schwimmen und Baden, mit erfrischendem

Rosenblütenwasserspray, einem Ausflug in

den Wald oder beim Mittags-Picknick im natürlichen

Schatten eines Baumes im Park.

Leichte Sommerküche

In der Saison der frischen Beeren und Früchte

bieten sich leichtere Frühstücksvarianten

an als die winterliche Honigschnitte oder

das Käsebrot: «Ein grüner Smoothie mit

Gemüse und Beeren oder ein leichtes Müesli

mit Getreideflocken, Früchten und ein paar

Mandeln sind ein sommerlich leichter Start

in den Tag.» Mittags biete sich ein grosser

Salatteller an: Mit Blattsalaten, sättigenden

Wurzelgemüsen wie Rüebli und Randen, aber

auch mal Mozzarella, einem gekochten Ei

oder einem Pouletschnitzel, «der klassische

Fitnessteller also. Auch rohes oder gegrilltes

Gemüse mit einem Dipp aus Magerquark oder

Hüttenkäse mit frischen Kräutern oder auch

eine Avocado sind leichte Menüs. Milchprodukte,

Rohkost und tierische Produkte empfehle

ich eher zum Zmittag, wenn die Verdauung

noch besser läuft als abends. Denken Sie

auch an Bitterstoffe, also bittere Salatsorten,

Sprossen oder Kurkuma, welche die bei Hitze

sowieso beeinträchtigte Verdauung einleiten

und die Darmbewegung anregen.» Oft habe

man an heissen Tagen aber sowieso weniger

Appetit.

Abends sei bei Rohkost eher Zurückhaltung

angesagt, je nachdem, wie man es vertrage:

«Gegrilltes oder gedünstetes Gemüse sind

eine gute Wahl, begleitet von vegetarischen

Produkten. Oder kochen Sie sich Reis oder

Quinoa, die dann kalt, mit einer Salatsauce

und Zutaten wie Maiskörnern, Tomaten und

Gurken ein bekömmliches Sommergericht

ergeben; auch Couscous-Salat, Getreide mit

Gemüse oder ein Linsengemüsegericht sind

Varianten.» Eine besondere Note verleihen

kühlende, erfrischende Gewürze wie Koriander,

Fenchelsamen oder Kardamom – eine

reine Geschmackssache. «Auch frische

Kräuter vom Minigarten auf dem Fenstersims

oder Balkon und selber gesammelte Wildpflanzen

wie Gänseblümchen, Löwenzahn

oder Brennnessel sorgen für überraschende,

kulinarische Erlebnisse.»

Ann-Brita Dähler


Leicht und beschwingt

in die Badesaison

Die Temperaturen steigen, die

Luft riecht eindeutig nach Sommer.

Der Kleiderschrank ist bereits

der Jahres zeit angepasst:

die Wollsachen liegen hinten, die

leichten Outfits vorne. Doch bald

wird klar, es haben sich über die

Wintermonate einige Kilos zu viel

auf die Rippen geschlichen.

Auch wenn die Versuchung gross

ist: Einseitige Crashdiäten können

zur Figurfalle werden. Zwar purzeln

die Kilos zunächst drastisch, aber

sie kommen ebenso rasch wieder

zurück. Wir kennen ihn alle, den

Jo-Jo-Effekt.

Vor allem durch Wasserverlust, Abbau

von Muskelmasse und entleerte

Fettzellen, die aber nicht abgebaut

werden, glaubt man erfolgreich

gewesen zu sein. Das dicke

Ende kommt, sobald die Diät gestoppt

wird. Sofort füllen sich die

hungrigen Fettzellen wieder auf.

Was an Muskelmasse abgenommen

wird, setzt sich als Fett sehr

rasch wieder an. Denn Fett endgültig

zu reduzieren ist schwieriger, als

Muskelmasse abzunehmen, umgekehrt

aber bildet sich leichter

wieder Fett, als der Muskel aufgebaut

wird – dazu braucht es Training.

Zudem geht der Körper auf

Sparflamme, wenn er mit sehr wenigen

Kalorien auskommen muss.

Kampf dem Heisshunger

Tabu ist das Essen im Vorbeigehen –

immer hinsetzen und in Ruhe geniessen.

Ganz wichtig ist es, zwischen

den Mahlzeiten (drei) bis

sechs Stunden absolut nichts zu

essen und nur Tee ohne irgendwelche

Zusätze oder Wasser zu trinken.

Gesüsste Fette und Zucker in

jeder Form sollten gemieden werden.

So kann sich ein entgleister

Stoffwechsel wieder erholen und

einpendeln. Damit funktioniert die

natürliche Fettverbrennung wieder

optimal und die Nahrung kann entsprechend

für die Körperfunktionen

ausgenutzt werden.

Zubereitungen aus dem asiatischen

Madarstrauch (Kronenblume,

Calotropis gigantea) tragen

nachweislich dazu bei, Heisshunger-Attacken

zu reduzieren, die

Esslust zu verringern, ohne abhängig

zu machen und den eigenen

Sättigungspunkt wieder wahrnehmen

zu können. Zubereitungen aus

Madar sind keine Entwässerungsmittel

und haben keinen Einfluss

auf die Schilddrüse. Sie fördern die

Fettverbrennung nicht.

Sie unterstützen schonend und auf

natürliche Weise die Gewichtsabnahme.

Zur Wirkungsoptimierung

ist die regelmässige Einnahme

wichtig, damit der Erfolg schon

nach kurzer Zeit «spürbar» wird.

Bei abendlichen Heisshungerattacken

zwei Tabletten gleichzeitig

im Munde zergehen lassen.

Madar-Zubereitungen können zur

Langzeittherapie angewendet

werden.

Auch nach längerfristiger, kurmässiger

Anwendung treten keine

Gewöhnungseffekte ein.

Das ABC für den Erfolg

Ausgewogene Ernährung

Ändern Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten.

Wichtig ist vor allem eine dauerhafte

Umstellung der Essgewohnheiten.

Gehen Sie Schritt für Schritt vor: Zu

grosse Änderungen aufs Mal können

nicht verkraftet werden und

der Misserfolg ist vorprogrammiert.

Verzichten Sie auf sogenannte

Crashdiäten.

Tipp: nur 3 x essen pro Tag und dazwischen

ausschliesslich Getränke

(Tee, Wasser) ungesüsst ohne

Milch/Rahm. Abstand zwischen

den Mahlzeiten – zwingend mindestens

drei und besser sechs Stunden

– hilft, Ihren Stoffwechsel einzupendeln

und verringert Gelüste.

Bewegung ist Leben!

Dieser Grundsatz sollte jedem bewusst

sein. Regelmässige Aktivitäten

wie zum Beispiel Wandern, Nordic-Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Fitnesskurse, Tanzen steigern

nicht nur Ihr körperliches und seelisches

Wohlbefinden, sondern helfen

Ihnen auch dabei, Ihr Gewicht

zu reduzieren. Denken Sie auch daran,

dass Bewegung vom ständigen

Verlangen nach Essen ablenkt.

Calotropis gigantea (Madar)

Verwirklichen Sie jetzt Ihre guten

Vorsätze.

Zur Unterstützung der Gewichtsabnahme

können Arzneimittel mit

homöopathischer Zubereitung der

Wurzelrinde der Madar-Pflanze

sehr hilfreich sein.

steinberg pharma ag/Winterthur

Schweizer Hausapotheke 5-2019 15


Gepflegt & schön

Unsere Füsse müssen einiges leisten – sie gehören

zu den am meisten beanspruchten Teilen unseres

Körpers. Darum ist Fusspflege auch wichtiger, als

viele denken. Allzu oft jedoch vernachlässigen wir

diese Aufgabe, die eigentlich mehr der Gesundheit

denn der Schönheit dient.

Unsere Füsse sind nicht nur dafür verantwortlich, uns zu tragen –

im Laufe des Lebens rund dreimal um die Erdkugel. Sie stabilisieren

vielmehr unseren ganzen Körper und haben Einfluss auf ganz

viele Bereiche, weil sich in den Füssen eine Vielzahl an Nervenenden

bündelt. Geht es unseren Füssen schlecht, leiden wir auch

insgesamt mehr. Zeit also, sich mit etwas mehr Bewusstsein um

ihre Gesundheit zu kümmern.

SCHMERZ

LASS NACH!

Weleda Arnica-Gel

bei Prellungen

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie

die Packungsbeilage. Weleda AG, Schweiz

Ein Bad für zarte Füsse

Fusspflege beginnt stets mit einem Fussbad. Die Wassertemperatur

sollte dabei nicht mehr als 38 Grad betragen. Ein Badezusatz

mit Salicylsäure erweicht die Haut und macht raue Stellen

geschmeidiger. Das funktioniert durchaus auch mit Zutaten aus

der Küche: eine Tasse Olivenöl und grobes Meersalz, dazu einige

Tropfen Minz- und Rosmarinöl. Die Öle lindern den Geschmack

übelriechender Bakterien. Abgestorbene Hautschuppen lassen

sich mit einer Bürste oder Peelingcreme entfernen. Länger als

zehn Minuten sollte ein Fussbad aber nicht dauern, sonst quillt die

Haut auf und wird langfristig immer trockener.

Nach dem Bad müssen die Füsse gut abgetrocknet werden. Dann

ist die Hornhaut an der Reihe – aber Vorsicht mit sogenannten

Hornhauthobeln: Die Gefahr, sich Kanten in die Fussflächen zu

hobeln oder abzurutschen und sich zu schneiden, ist sehr hoch.

Besser geeignet sind Bimsstein und Feile. Auf keinen Fall sollte

man die Hornhaut zu stark reduzieren; denn sie schützt unsere

Füsse vor den täglichen Belastungen. Wer sich nach dem Duschen

eincremt, kann die Bodylotion für die Füsse mitverwenden und auf

spezielle Fusscremes verzichten.

Fussnägel richtig schneiden

Mit einer Nagelzange oder einer starken Nagelschere sollte man

die Fussnägel kürzen. Anders als Fingernägel sollten Zehennägel

gerade geschnitten werden. Die seitlichen Ränder bleiben stehen;

16 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Wel_Anz_Arnica_92x256_df.indd 1 10.05.19 15:28


sonst entstehen scharfe Ecken, die einwachsen oder zu Nagelbettentzündungen

führen können. Am besten werden die Ecken

anschliessend mit der Feile abgerundet. Die Nagelhaut, die sich

durch ein Fussbad leicht löst, kann mit einem Rosenholzstäbchen

zurückgeschoben werden. Abstehende Hautfäden darf man mit

der Pinzette abzupfen, aber keinesfalls abschneiden; denn alles,

was abgeschnitten wird, wächst stärker nach und verhornt. Beim

Eincremen sollte man auch an die Nagelhaut denken. Erweichen

lässt sich die Haut – statt mit einer Fusslotion – auch mit dem

Fruchtfleisch einer reifen Avocado oder mit Mandelöl.

Übrigens: Hühneraugen sind ebenfalls nur Hornhaut. Spezielle

Tinkturen oder Pflaster weichen die Hornhaut durch konzentrierte

Salicylsäure auf, damit sie sich mit einem Bimsstein abtragen

lässt. Diese Prozedur muss man mehrmals wiederholen, bis das

Hühnerauge verschwunden ist.

THINA

Empfindliche Diabetikerfüsse

Für Diabetiker ist die regelmässige Fusspflege besonders wichtig.

Bei ihnen kommt es oft zu Funktionsstörungen der Nerven in den

Füssen, sodass sie kleine Verletzungen nicht spüren. Ausserdem

ist bei ihnen auch die Wundheilung schlechter und damit die Infektionsgefahr

erhöht. Darum sollten Diabetiker ihre Füsse täglich auf

Verletzungen hin untersuchen, sie sorgfältig eincremen und besonders

vorsichtig mit Bimsstein, Nagelschere und Co. umgehen.

THELMA

Gutes Schuhwerk und barfuss laufen

Schmerzfrei durchs Leben laufen heisst auch, auf gutes Schuhwerk

zurückzugreifen – im Idealfall auf flache, atmungsaktive und

gedämpfte Exemplare. Diese unterstützen die richtige Körperhaltung

und verhindern die Bildung von Fussschweiss, der zur Folge

hat, dass die Fusshaut aufquillt und sich bei Reibung schneller

verletzt.

Durch die Enge der Schuhe werden viele Muskeln nicht beansprucht

und bilden sich in der Folge zurück. Barfuss gehen, laufen

oder springen stärkt die Fussmuskulatur. Es fördert aber auch die

Gesundheit der Beine und gibt sogar dem Rücken mehr Halt – und

obendrein erhalten Waden, Oberschenkel und Po eine noch schönere

Form.

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-

Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbständig

im Bereich Gesundheit und Gesellschaft.

Impressum Schweizer Hausapotheke

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern,

Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28, info@schweizerhausapotheke.ch •

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a.daehler@schweizerhausapotheke.ch • Leiter Marketing & Kommunikation

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Gestaltung Silvia Bretscher, Alexia Ackermann, Renate Hainfeld • Auflage

(deutsch + französisch) 238 834 (beglaubigt WEMF 2018) Abonnement Fr. 24.–

Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37,

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Bierseliges Heilen

Bier ist ein beliebtes Genussmittel. Massvoll konsumiert, soll der Gerstensaft

eine heilende Wirkung haben, schön und gar nicht dick machen.

Shirts mit der Aufschrift «Bier

formte diesen wunderschönen

Körper» verfehlen ihre

Wirkung selten. Dass die

meist männlichen Träger ihren

Bauchansatz eher fettigen

Würsten und Pommes frites als

dem dazu genossenen, kühlen

Blonden zu verdanken haben, ist

wahrscheinlich; denn moderater Bierkonsum

macht nicht dick. Der Energiegehalt

des Gerstensafts variiert zwischen

25 kcal/dl (alkoholfreies Bier) und 60 kcal/dl

(Starkbier), hält die Schweizerische Gesellschaft

für Ernährung (SGE) fest. Im Vergleich

dazu schlagen zuckerhaltige Limonaden

und Orangensaft mit 42 kcal/dl und frischgepresster

Süssmost mit 50 kcal/dl zu Buche.

2017 tranken Schweizerinnen und Schweizer

rund 55 Liter Bier pro Kopf, meldet die Eidgenössische

Zollverwaltung (EZV). Im gleichen

Jahr konsumierten Herr und Frau Schweizer

durchschnittlich 33 Liter Wein und 3,6 Liter

Spirituosen.

Bier ist nicht nur das meist getrunkene

alkoholische Getränk hierzulande, sondern

hat sich auch als Hausmittel bewährt. So soll

warmes Bier, angereichert mit etwas Honig,

Schlafstörungen und Erkältungen lindern,

laut SGE den Appetit anregen, die Verdauung

fördern und harntreibend wirken.

Massvoller Genuss

Bereits die alten Ägypter sollen Hopfen

angebaut haben, um daraus Bier zu brauen.

Auch Griechen und Römer stellten Bier her,

wenngleich sie dieses weniger als Genussdenn

als Heilmittel verwendeten. So setzten

sie das Gebräu gegen Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden

und zur Entwässerung

ein. Bekannt sind die bierbrauenden Mönche,

welche die Entwicklung der Braukunst in

Mitteleuropa ab dem 9. Jahrhundert entschieden

prägten. Wenngleich die Ordensbrüder

mehrheitlich für den Eigenbedarf brauten,

da auch sie um die beruhigende Wirkung des

Gerstensafts wussten. Sie versorgten auch

hungrige Bedürftige, die an ihre Klosterpforte

klopften, mit dem nahrhaften Getränk. Auch

die Universalgelehrte Hildegard von Bingen

(1098-1179) empfahl den regelmässigen Konsum

zur Stärkung der Gesundheit. Genauso

wie der Schweizer Arzt Paracelsus (1493-

1541), der das Getränk gar als «göttliche

Medizin» bezeichnete.

Bier enthält – neben den Grundzutaten Wasser,

Hefe, Hopfen und Malz – Mineralstoffe,

Spurenelemente und B-Vitamine. Vor allem

die Inhaltsstoffe von Hopfen und die überwiegend

im Malz enthaltenen B-Vitamine gelten

als gesund. Wohl auch deshalb erregen

immer wieder Untersuchungen mit neuen

Erkenntnissen rund um die gesundheitsfördernde

Wirkung des Gerstensafts Aufmerksamkeit.

Insbesondere der Hopfeninhaltsstoff

Xanthohumol soll positive Eigenschaften

haben. Bis heute gibt es allerdings noch

keine aussagekräftigen Untersuchungen die

belegen, dass Xanthohumol ernsthaften Erkrankungen

entgegenwirken kann: Tatsächlich

ist die Menge an Hopfen und Malz im Bier

zu gering, um wirksam zu sein.

Sich schön trinken

Eine anregende Wirkung des Alkohols auf

das Herz-Kreislauf-System sehen viele Untersuchungen

als gegeben. Ernährungsfachleute

und Wissenschaftler sind sich aber einig,

dass lediglich ein massvoller Bierkonsum von

etwa ein bis zwei Gläsern à drei Dezilitern

täglich der Gesundheit zuträglich sein kann.

Und inwieweit unterstützt ein moderater

Biergenuss gutes Aussehen? Den im Gerstensaft

enthaltenen B-Vitaminen sagt man

den Erhalt einer strahlend schönen Haut

nach. Fachleute bestätigen zwar, dass die im

Weizenbier enthaltenen Vitamine der Haut

zuträglich sein können; doch die Menge sei

so gering, dass sie kaum ins Gewicht falle.

Für die Schweizerische Gesellschaft für

Ernährung ist Bier kein Heil-, sondern ein

Genussmittel. So habe das Getränk, massvoll

konsumiert, zwar Platz in einer ausgewogenen

Ernährung – zwingender Bestandteil

sei es aber nicht. Kindern, Jugendlichen,

Schwangeren und Stillenden sei vom Genuss

gänzlich abzuraten.

Angela Bernetta

18 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Optimales

Sicherheitsgefühl

Wer ist nicht froh, wenn er seine

Familie und Angehörigen in Sicherheit

weiss?

«Ich bin vollauf zufrieden», sagt

Herr Matthias Kopp, der für seinen

Vater eine Essence Notruf-Uhr von

Smartwatcher gekauft hat.

Wie sind Sie auf die Idee

gekommen, eine Notfalluhr

zu kaufen?

Im Bekanntenkreis habe ich eine

Notfalluhr gesehen. Daraufhin habe

ich mir einen Überblick über den

Markt verschafft und für meinen

betagten Vater eine Smartwatcher

Uhr erworben. Seit mein Vater diese

Notfall-Uhr am Handgelenk trägt,

fühlen wir uns beide viel sicherer.

Es war für alle eine gute Entscheidung.

Warum haben Sie sich für

Smartwatcher entschieden?

Die für mein Empfinden sinnvolle

Reduktion der auf der Uhr verfügbaren

Funktionen und der Umfang

des Vertriebsnetzes waren wesentliche

Argumente für Smartwatcher;

ausserdem hatte ich bei meinen

Recherchen einen positiven Eindruck

von der Innovationsfähigkeit

und vom Entwicklungspotential

des Anbieters gewonnen. Nicht

unerwähnt bleiben soll schliesslich,

dass der Support offene Fragen innerhalb

nützlicher Frist positiv beantworten

konnte, was mich definitiv

überzeugte.

Würden Sie diese Notruf-Uhr

Ihren Freunden empfehlen?

Warum?

Unbedingt. Die Smartwatch ergänzt

wirkungsvoll die mensch liche

Begleitung und steigert – objektiv

wie subjektiv – das Sicherheitsgefühl.

Neben der Möglichkeit, im

Notfall direkt auf die Uhr anrufen

zu können, überzeugt das Verwaltungsportal,

mit dessen Hilfe die

Uhr aus der Ferne (via Internet) gesteuert

und unter anderem auch

lokalisiert werden kann.

Smartwatcher Notruf-Uhren sind in

zweihundert Geschäften in der

ganzen Schweiz erhältlich. Einen

Shop in Ihrer Nähe finden Sie unter

www.smartwatcher.com.

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 19


NATÜRLICH DIE

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Strapazierte Haut nach

dem Sonnenbad?

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Pflege für sonnenstrapazierte

Haut.

Gesunde

Gefässwände

Geschwollene Knöchel und schmerzhafter Stau in den Venen sind

ein Alarmzeichen. Das Krankheitsbild der Venen ist schon lange bekannt

und keine Erscheinung der heutigen Zivilisation. Gleichwohl

haben sich die Lebensgewohnheiten in einer Art und Weise verändert,

die dem Venensystem nicht sehr zuträglich ist.

MADE IN

THE BLACK FOREST

EST.

20 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Viele Berufe erfordern langes Stehen

oder Sitzen; und Arbeitsplätze sind oft so

angelegt, dass möglichst wenige, unrentable

Botengänge anfallen. Endlich müde

zu Hause angekommen, fehlt oft der Antrieb,

einen ausgedehnten Spaziergang

an der frischen Luft zu unternehmen.

Dennoch gibt es einige Möglichkeiten,

seinem Venensystem Gutes zu tun.

Wer kennt nicht das lästige Gefühl der

müden und schweren Beine am Abend,

oftmals geschwollen und begleitet

von starken Schmerzen? Wie gesagt,

abendliche Unternehmungen sind unter

solchen Umständen praktisch undenkbar.

Das muss aber nicht sein. Gerade

jetzt, wenn warme Abende wieder zum

Ausgehen einladen, ist es an der Zeit,

aktiv gegen Beinbeschwerden vorzugehen.

Solche sind häufig die Folge einer

chronischen Venenschwäche. In die

Venen eingebaut sind Klappen, die den

Rückfluss verhindern; das Bindegewebe

hält die Venenhaut straff, und um die Venen

herum arbeiten die Muskeln wie Pumpen. Ist

das Bindegewebe schwach und werden die

Muskeln zu wenig betätigt, kann es zu einem

Stau kommen. Und wenn dann noch die Venenklappen

schlappmachen und nicht mehr

dicht schliessen, fliesst das Blut zurück statt

aufwärts zum Herzen.

Der Arzt unterscheidet zwischen dem

oberflächlichen Venensystem, dem tiefen

Venensystem und den Verbindungsvenen

zwischen diesen beiden. Die oberflächlichen

Venen ziehen sich in zahlreichen kleinen Verästelungen

direkt unter der Haut durchs Fettgewebe

und verbinden sich über Seitenäste

mit den zwei Stammvenen. Die Stammvenen

verlaufen vom Innenknöchel des Fusses an

der Innenseite des Beines hinauf zur Leistenbeuge

und vom äusseren Knöchel über

die Rückseite des Unterschenkels bis zur


Kniehöhle. Zahlreiche kleinere Venen verbinden

die oberflächlichen mit den tiefliegenden

Leitvenen. In diesem komplexen Netzwerk

kann es zu mancherlei Störungen kommen:

zu Stauungen und Wasseransammlungen

(Ödeme), Blutungen, Entzündungen und Blutgerinnseln.

Oft sind die sichtbaren Krampfadern nur

Warnzeichen für Probleme in den tiefen Venen.

Das Schlimmste, was passieren kann, ist

ein Blutgerinnsel (Thrombose) in den tiefen

Leitvenen. Eine Thrombose kündigt sich oft

nur durch Spannung, Schwellung, dumpfe

Schmerzen und Druckempfindlichkeit im

Bein an. Löst sich das Blutgerinnsel von der

Venenwand, kann es über die Blutbahn in

die Lungen gelangen und zu einer Lungenembolie,

im Extremfall zum Tod führen. Eine

umfassende Grundabklärung und Beratung

sowie das Einzeichnen der Venenläufe vor

einer eventuell notwendigen Operation steht

bei der Konsultation des Gefässspezialisten

an erster Stelle; denn es handelt sich fast

ausschliesslich um Folgen genetisch bedingter,

venöser Gefässerkrankungen.

Schmerzen an den Beinen können sehr verschiedene

Ursachen haben: Muskelkater wegen

ungewohnter Anstrengung, Muskelrheumatismus,

Überlastung der Beine, Plattfüsse

oder Arthrose. Krampfadern beispielsweise

sind oft die Folge von etwas anderem, etwa

einer Schwangerschaft, einer Krankheit oder

von Tumoren in einem anderen Körperteil.

Es gehen auch Leute zum Arzt, die glauben,

ein Wadenmuskel sei gezerrt, aber

tatsächlich an einer Thrombose leiden.

Eine sorgfältige Untersuchung ist die

Voraus setzung zur richtigen Behandlung.

Ein idealer Rückfluss des Venenblutes

aus den Beinen zum Herzen könnte zwar

im Hand- oder Kopfstand erzielt werden,

das ist aber nicht praktizierbar. Doch das

Flach- oder leicht Hochlagern der Beine

hilft, den venösen Rückstrom zu unterstützen.

Deshalb sind Beinschwellungen, die

wegen eines Venenproblems entstehen,

am Morgen fast vollständig verschwunden

und entwickeln sich im Tagesverlauf

erneut. Gefragt sind also vor allem Strategien

für den Tag, die den Druck im Venensystem

absenken.

Was also kann man tun? Viel Bewegung

während des Stehens und Sitzens; gesunde

Ernährung und Verdauung; genug trinken,

wenig Alkohol; Verzicht aufs Rauchen;

keine einengende Bekleidung; flache

Absätze anstelle von High Heels; gesundes

Wassertreten und Wechselduschen;

regelmässiges Tragen von angepassten

Kompressionsstrümpfen (Frauen und

Männer) – insbesondere beim Reisen –

sowie Vermeidung von Übergewicht. Und:

Bewegtes Blut hat viel weniger Tendenz,

zu gerinnen.

Jacqueline Trachsel

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 21


Fröhlicher Badespass

am See

Ein Tag in der Badi oder am See

steht bei vielen ganz weit oben auf

der Wunschliste: Baden, schwimmen,

picknicken, spielen, die Sonne

und das Leben geniessen –

ein Sommertag wie aus dem

Bilderbuch. Damit alle ihren

Spass haben, lohnen sich ein paar

Gedanken und Tipps zur Vorbereitung.

Nicht von ungefähr sind viele sogenannte

«Badetaschen» riesig:

Es gibt ja auch eine ganze Menge

Sachen, die für einen Tag am

Wasser unentbehrlich scheinen:

Angefangen bei den Badesachen

und -schlappen, Spielzeug und

Lesestoff über reichlich Getränke

und Essen bis hin zu Sonnencreme,

-brillen, -schirm ... Wer nicht

Stammgast mit eigenem Kästchen

oder gar einer Kabine ist, freut sich,

wenn das Wunschziel gut erreichbar

ist.

Sonne und Schatten

Dort angekommen gilt es, das

perfekte (Schatten-)plätzchen zu

finden und sich gemütlich einzurichten.

Fehlen Bäume als natürliche

Schattenspender, sind Sonnenschirme

Pflicht; insbesondere

von 11 bis 15 Uhr, wenn die Sonne

am höchsten steht. In vielen Badis

kann man Sonnenschirme auch

mieten. Und mit Sonnenschutz

gehts auch gleich weiter: Eincremen

steht auf dem Programm – und

zwar gründlich, von Kopf bis Fuss

und mit einem hohen Schutzfaktor.

Für «Wasserratten» sind wasserfeste

Produkte zu empfehlen;

trotzdem kann Nachcremen – insbesondere

nach ausgiebigem Baden

und Abtrocknen – nicht schaden.

Oder Sie wählen ein Produkt,

das den ganzen Tag hält: Heutzutage

gibt es eine riesige Auswahl

an Sonnenschutzprodukten, mit

chemischen und/oder mineralischen

Filtern, für sensible Haut, in

verschiedenen Konsistenzen und

mit unterschiedlichen Schutzfaktoren

... Wenn Sie unsicher sind,

welches die beste Wahl ist, erhalten

Sie fachkundigen Rat in Ihrer

Topwell Apotheke.

Kühlen Kopf bewahren

Nach dem Abwarten der empfohlenen

Einwirkzeit lockt endlich der

«Sprung ins kühle Nass»: Ihrer Gesundheit

zuliebe nicht ohne Angewöhnung,

sei es mittels Aussendusche

in der Badi oder einer Wasserschlacht

im seichten Uferbereich

des Badesees. Sowieso sollten Sie

niemals in ein (trübes) Gewässer

springen, ohne die zu erwartende

Tiefe und Beschaffenheit des

Untergrunds zu kennen; es könnten

unschöne Verletzungen drohen.

Werfen Sie auch ab und zu einen

Blick aufs Wetter – wenn ein Gewitter

aufzieht, ist der Badespass

vorbei: Wasser leitet Strom, was

bei einem Blitzschlag fatal enden

kann. Bringen Sie sich in einem

festen Gebäude in Sicherheit;

Bäume bieten keinen zuverlässigen

Schutz.

Sommerleiden vermeiden

Nutzen Sie nach dem Baden unbedingt

die desinfizierenden Fussduschen

und tragen Sie Badeschlappen,

insbesondere im WC-, Dusch-

und Garderobenbereich: Beides

verhindert langwierige Infektionen

wie Fuss- oder Nagelpilz. Letzterer

zeigt sich in einer Verfärbung

und Verdickung des Nagels und

kann unbehandelt bis zu dessen

Verlust führen. Und auch dieser

Tipp «aus Grossmutters Zeiten»

hat durchaus seine Berechtigung:

Wechseln Sie in trockene Badesachen!

Feuchtigkeit und Kälte sind

oft Auslöser für unangenehme,

schmerzhafte Blasenentzündungen.

Achten Sie auch darauf, genügend

zu trinken; und falls Sie

speziell anfällig sind, können natürliche

Arzneimittel schon präventiv

eingenommen werden. Für die

beiden typischen Sommerleiden

gibt es in Ihrer Topwell Apotheke

kompetente Beratung, Tests und

wirksame chemische oder natürliche

Präparate.

Für (fast) alles gerüstet

Mit ein paar nützlichen Helfern in

der grossen Tasche wird der Tag

am Wasser noch entspannter: Etwa

mit wasserdichten Pflastern, die

bei einer Verletzung die gereinigte

Wunde sauber halten und vor

Chlorwasser und Keimen schützen;

einem Insektenschutzmittel, das

lästige Plagegeister fernhält – oder

kühlenden Gels, die nach einem Insektenstich

den Juckreiz und die

Schwellung lindern. An die unentbehrlichen

Notfallmedikamente

für Allergiker (etwa bei Bienenstichen)

haben Sie ja sowieso gedacht.

Und falls fürs Picknick an

einer Feuerstelle gekocht oder

gegrillt wird, kann bei einer Verbrennung

rasches Kühlen und ein

befeuchtendes Hydrogel wertvolle

erste Hilfe leisten – übrigens auch

bei Sonnenbrand.

Mit einer Beratung in Ihrer Topwell

Apotheke sind Sie für unbeschwerte,

aktive Sommertage

bestens gerüstet!

22 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Natürliche Behandlung

bei Hautproblemen

Immer mehr Menschen haben

mit Hautproblemen wie trockene

Haut, Neurodermitis, Akne, Rosazea

oder Schuppenflechte zu

kämpfen. Die natürliche Schutzschicht

ist gestört, der Teint wird

trocken und rissig, schuppig, rötet

sich oder es bilden sich Entzündungen

und Pickel.

Die Ursachen für Hautprobleme

sind vielfältig. So können beispielsweise

unzählige Umwelteinflüsse

wie zu viel Sonneneinstrahlung zu

Hautproblemen führen; aber auch

eine aggressive oder zu intensiv

betriebene Hygiene belastet die

Haut und kann ihren natürlichen

Schutzfilm schwächen. Weiter können

sich auch seelische und psychische

Leiden auf die Gesundheit

der Haut auswirken.

Um Hautproblemen vorzubeugen,

kommt es auf die richtige Pflege

an. Ob zur Basispflege oder therapiebegleitend

– auf Grundlage der

Natur hat DADO SENS Dermacosmetics

dermakosmetische Lösungen

für alle sensiblen Hautzustände

geschaffen. Für Menschen jeden

Alters, für Allergiker, Menschen

mit sehr trockener Haut, Neurodermitis,

Diabetes, Schuppenflechte,

Rosazea, unreiner Haut und Akne

ist Dado Sens Experte für Dermakosmetik.

Bei trockener Haut

und Neurodermitis

Dado Sens EXTRODERM umgibt

trockene, sensible Haut mit beruhigender

Feuchtigkeitspflege. Die

sanfte Pflegeformel befeuchtet die

Haut unmittelbar und unterstützt

sie dabei, wieder selbst Feuchtigkeit

zu binden. Die Haut wird geschmeidiger

und ein vorhandener

Juckreiz nimmt nach und nach ab.

Auch therapiebegleitend bei Neurodermitis

und Psoriasis.

Bei unreiner Haut und Akne

Dado Sens PURDERM unterstützt

unreine Haut mit klärender Pflege.

Die Haut fühlt sich ausgeglichener

und angenehm gepflegt an. Unreinheiten

klingen mit pflegenden

und auch entzündungshemmenden

Wirkstoffen sanft ab und der

Entstehung von neuen Pickeln oder

Mitessern wird vorgebeugt. Auch

therapiebegleitend bei Akne und

Spätakne geeignet.

Bei sensibler, allergiegefährdeter

Haut

Dado Sens PROBALANCE besänftigt

sensible, allergiegefährdete

Haut mit schützender Pflege. Die

Wirkstoffe in Probalance helfen

der Haut behutsam, ihr natürliches

Gleichgewicht wiederzufinden

und nach und nach die hauteigenen

Abwehrkräfte zu stärken.

Geeignet bei leichten Reizungen,

Allergien oder therapiebegleitet bei

perioraler Dermatitis.

Bei Couperose und

leichter Rosacea

Dado Sens SENSACEA umsorgt

hypersensible Haut mit speziell

verträglicher Pflege. Die Haut

wird gestärkt und mit wohltuender

Feuchtigkeit versorgt. Leichte bis

hin zu mittleren Rötungen werden

sichtbar gemildert. Die besonders

milden und sanften Produkte von

Sensacea werden auch im Rahmen

einer therapiebegleitenden Pflege

bei leichter Rosacea vertragen.

Bei regenerationsbedürftiger

Haut

Dado Sens REGENERATION E regeneriert

sensible Haut mit intensiver

Anti-Aging-Pflege, damit sich

die Zeichen der Zeit so wenig wie

möglich ausprägen. Der natürliche

Wirkstoff Ectoin versorgt die Haut

mit Feuchtigkeit. Falten werden

gemildert, die Haut wird geglättet

und gestrafft. Sie erhält eine frischere

Ausstrahlung und der natürliche

Hautschutz wird für die Zukunft

gestärkt. Ectoin unterstützt

auch den natürlichen Zellschutz

und hemmt Entzündungen. Hyaluronsäure

spendet Feuchtigkeit,

glättet so die Haut und erhöht ihre

Elastizität.

Die dermatologisch geprüften und

in langjähriger Forschung entwickelten

Pflegeserien auf Naturbasis

unterstützen besonders empfindsame

Haut auf dem Weg zurück

zu ihrer natürlichen Balance. Damit

sie zur Ruhe kommt und wieder

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versucht Dado Sens

eine Konservierung mit

Hilfe der Produktrezeptur

und Darreichungsform

(Verpackung) zu

erreichen. Wenn dies

nicht möglich ist, werden

gut verträgliche,

naturidentische Konservierungsstoffe

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gesunde, schöne Haut

mehr von pflanzlichen

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guttut und sie in ihrer

Eigenregeneration behindert,

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 23


Von Sportlern

für Sportler

Wer wäre geeigneter, ein wirksames

Produkt gegen Sportleiden

zu kreieren, als ein leidgeprüfter

Sportler? Nicht nur, dass ein

schmerzerfahrener Sportler wüsste,

wie eine Creme wirken muss;

es braucht vor allem eine gewaltige

Ausdauer und einen eisernen

Durchhaltewillen, um ein Heilmittel

auf den Markt zu bringen. Markus

Schmid hat das Rennen gemacht.

Der jetzige Gefangenenbetreuer im

Regionalgefängnis Altstätten SG

ist in seiner Amateurkarriere als

Ausdauersportler unzählige Kilometer

gelaufen. Die längste und

beschwerlichste Strecke seines

Lebens führte ihn aber nicht über

Stock und Stein, durch Feld, Wald

und Wiesen; sondern durch Labors,

vorbei an unzähligen Briefkästen

und über die interkantonale Kontrollstelle

für Heilmittel IKS (heute

Swissmedic) in Bern bis hin zur Liste

D für in Apotheken und Drogerien

frei verkäufliche Heilmittel. Sieben

Jahre dauerte damals das Rennen

durch den gesetzlichen Dschungel,

bis die «Schmids Heil- und Sportcreme»

endlich registriert, frei erhältlich

und bereit war, landauf,

landab die üblichen körperlichen

Leiden von aktiven Menschen zu

lindern. Damit die zugelassene Creme

allerdings endgültig der breiten

Öffentlichkeit zugänglich wurde,

brauchte es erst noch einen geeigneten

Vertriebspartner. Die Suche

gestaltete sich schwierig; denn das

Interesse potenzieller Absatzmittler

an einem gänzlich unbekannten

Produkt ist gering. Erst seit die OTC

Pharma AG in Niederurnen (heute

Medicoss AG in Itingen) das pflanzliche

Heilmittel in ihr Sortiment

aufgenommen hat, nimmt der Absatz

so richtig Fahrt auf – und die

Schmids werden je länger, je mehr

für ihren Aufwand entschädigt. Angesprochen

auf die schier endlos

lange Zeit der Ungewissheit, verbunden

mit dem beträchtlichen finanziellen

Aufwand, geben Markus

Schmid und seine Ehefrau Gaby zu,

einige schlaflose Nächte gehabt

zu haben. Heute bezeichnen sie

ihre Creme liebevoll als ihr «drittes

Kind».

Einzigartig in Substanz

und Wirkung

Die Idee, ein eigenes Mittel herzustellen,

entstand quasi aus der

Not heraus: Der einstige Juniorenläufer

Schmid litt während Monaten

an einer lästigen Knochenhautentzündung.

Besserung erfuhr

er erst durch die Behandlung

mit einem pflanzlichen Massageöl,

das ihm vom mittlerweile leider

verstorbenen Naturarzt Jakob

Näf empfohlen wurde. Die plötzliche

Besserung durch das wundersame

Mittel blieb Markus Schmid

in bester Erinnerung – und bildete

den Ausgangspunkt für die heute

frei erhältliche Innovation. Mit

der Geschäftsidee rund um seinen

«Geheimtipp» konfrontiert, übergab

Naturarzt Näf das Rezept unter

der Bedingung, dass Schmid erst

nach seinem Tod mit der Produktentwicklung

und dem kommerziellen

Vertrieb beginnen würde.

Um den klinischen Anforderungen

eines Heilmittels zu genügen,

musste die galenische Form eines

Öls in eine nicht fettende Creme geändert

werden. Heute ist das Produkt

mit seinem sehr hohen Anteil

an ätherischen Ölen (30 %)

auf dem Schweizer Markt einzigartig.

Markus Schmid folgte auf seinem

langen Weg der einleuchtenden

Logik, dass ein Produkt, das in

seiner Wirkung «unschlagbar» ist,

auch Erfolg haben muss. Er sollte

damit Recht behalten, auch wenn

er auf seinen langen Atem als Ausdauersportler

und die tatkräftige

Unterstützung seiner Familie angewiesen

war, um den endgültigen

Durchbruch zu schaffen. Viele

sportlich aktive Menschen aus

der ganzen Schweiz sind ihm dankbar

dafür.

Mischa Felber

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Rezeptfrei erhältlich in Apotheken

und Drogerien.

Zulassungsinhaberin:

Medicoss AG, 4452 Itingen

20 JAHRE

Schmids Heil- und Sportcreme

ist ein pflanzliches Arzneimittel.

Sie hilft bei Schmerzen und

Entzündungen der Gelenke,

Muskeln, Bänder und Sehnen sowie

bei schmerzhaften, stumpfen

Verletzungen wie Verstauchungen,

Prellungen, Quetschungen,

Zerrungen, Blutergüssen und

Schwellungen.

Sie wirkt unterstützend bei

Rheuma, Arthritis, Arthrose und

Gicht.

24 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Feste dritte Zähne in einem Tag – mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten

Wenn alle Zähne fehlen oder entfernt werden müssen und man sich nicht

mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, war der Weg zu festen

Zähnen bisher oft ein rechter Leidensweg: Knochenaufbau, mehrfache

Operationen und schlecht sitzende provisorische Vollprothesen, die bis zu

einem Jahr getragen werden mussten. Zum Glück gibt es heute fortschrittliche

Methoden, die den Weg zu festem Zahnersatz erheblich abkürzen.

Die All-On-Four-Methode erlaubt es, mit nur vier Implantaten pro Kiefer

festsitzenden Zahnersatz als Sofort-Versorgung zu realisieren. Dabei ist

im Regelfall nur ein chirurgischer Eingriff erforderlich, der in Vollnarkose

oder im Dämmerschlaf möglich ist. Noch vorhandene Zähne können gleichzeitig

entfernt werden. Einige Stunden nach dem Eingriff verlässt der Patient

unsere Praxisklinik mit festen, belastungsfähigen Zähnen. Etwa drei

Monate später wird dann die endgültige Brücke angefertigt.

Frau Esther Burckhardt, 67, aus Flamatt:

«Ich litt an fortgeschrittener Parodontitis und konnte mit meinen lockeren Zähnen

kaum noch essen. Die Entzündungen bereiteten mir chronische Schmerzen und ich

musste regelmässig starke Schmerztabletten nehmen. Aus Angst vor schmerzhaften

Operationen und langwierigen Behandlungen hatte ich das Thema Implantate immer

vor mir hergeschoben. Mit meinen abstossenden Zähnen traute ich mich am Ende

gar nicht mehr unter die Leute und fühlte mich zunehmend isoliert und depressiv.

Als ich dann durch meine Tochter von der All-On-Four-Methode erfuhr, schöpfte ich

Hoffnung: Feste Zähne sofort, das war bisher nur ein Wunschtraum gewesen. Eines

Tages raffte ich mich dann zur Totalsanierung in Vollnarkose auf. Ich habe meinen

Entschluss, mein Zahnproblem ein für alle Mal zu lösen, nicht eine Minute bereut. Mit

meinen festen, schönen Zähnen habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl, fühle mich viel jünger und selbstbewusster. Und kann wieder unbeschwert

essen, was ich will. Wer zuletzt lacht, lacht am besten!»

Der «Trick» der All-On-Four-Technik besteht darin, dass die hinteren

Implantate schräg nach vorne geneigt eingesetzt werden.

Dadurch können auch bei reduziertem Knochenangebot

besonders lange und stabile Implantate verwendet werden, die

eine Sofortbelastung zulassen, ohne lange Einheilphasen abwarten

zu müssen. Das bedeutet für den Patienten:

• Nur eine Operation erforderlich

• Keine Knochentransplantate oder -aufbauten,

dadurch vermindertes Operationsrisiko

• Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten

mit herausnehmbaren Prothesen

• Geringere Kosten, da nur vier Implantate pro Kiefer

• Gute Ästhetik, einfache Hygiene, da nur vier Implantate

• Verschraubter Zahnersatz ermöglicht bei Bedarf einfache

Reparatur

Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte

ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie

Praxisklinik:

Zahnarzt Team Luzern

Winkelriedstrasse 37

6003 Luzern

Tel. 041 210 58 58

Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch

Sicherheit und Garantie

Die All-On-Four-Methode wird seit über 14 Jahren weltweit angewandt

und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt.

Alle bisher vorliegenden Untersuchungen ergaben sehr gute Resultate.

Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit 12 Jahren an und hat damit bereits

über 500 Patienten erfolgreich in einem Tag zu festen Zähnen verholfen.

Er ist aufgrund seiner eigenen umfangreichen Erfahrung von den Vorteilen und

der Sicherheit dieser Methode überzeugt. Daher gewähren wir unseren Patienten

eine 10-Jahres-Garantie auf Implantatverlust.

Öffentliche Vorträge von Dr. Markus Schulte zum Thema

«Feste Zähne an einem Tag»:

Luzern: Montag, 19. August 2019, 19.00 Uhr, Zahnarzt Team Luzern,

Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern

Zürich: Montag, 9. September 2019, 19.00 Uhr, Brasserie Lipp,

Uraniastrasse 9, 8001 Zürich

Anmeldung erbeten an Tel. 041 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch

Schweizer Hausapotheke 5-2019 25


Die heilenden Kräfte der

Kurkuma

Sei es die charakteristische Farbe

fast aller Currys oder das Gelb der

Umhänge buddhistischer Mönche:

Beide verdanken ihre Intensität

der Kurkuma. Die Wurzel der tropischen

Pflanze ist tatsächlich intensiv

gelb. Genutzt wird sie schon

seit über 4000 Jahren: als wichtiges

Gewürz, aber auch als fester

Bestandteil der indischen und asiatischen

Medizin.

Die auch als Gelbwurzel oder indischer

Safran bekannte Kurkuma

stammt aus Indien und Südostasien,

gehört zur Familie der Ingwergewächse

und wird in ihrer Heimat

als heilige Pflanze verehrt. In

der traditionellen ayurvedischen

Heilkunst zählt die Kurkumawurzel

zu den heissen Gewürzen; ihr wird

eine reinigende und energiespendende

Wirkung zugeschrieben. In

der Küche zeigt sie verschiedene

Facetten: Frisch gemahlen hat die

Wurzel einen leicht brennenden,

harzigen Geschmack; getrocknet

ist dieser milder, aber auch etwas

bitter.

Über die Seidenstrasse gelangte

die Gelbwurzel zwar schon im Mittelalter

nach Europa; einen grösseren

Bekanntheitsgrad erlangte sie

aber erst in den letzten Jahrzehnten.

Aktuell wird sie im Zusammenhang

mit einem erhöhten Gesundheitsbewusstsein

und modernen

Ernährungsformen nicht von ungefähr

als «Superfood» bezeichnet

– es wiederspiegelt ihre zahlreichen,

gesundheitsfördernden

Eigenschaften. So werden im Alltag

insbesondere die entzündungshemmenden

Eigenschaften des

Wirkstoffs Curcumin bei Gelenkbeschwerden

geschätzt, oder dass er

bei Verdauungsbeschwerden hilft.

Gegenstand vieler

Forschungsprojekte

In unseren Breitengraden sind die

gesundheitsfördernden Eigenschaften

in den letzten Jahren zunehmend

zur Kenntnis genommen

und vertieft recherchiert worden.

Verschiedenste Forschungsprojekte

beschäftigen sich mit der Frage,

ob die Heilwirkung des farbgebenden

Inhaltsstoffs Curcumin wissenschaftlich

nachgewiesen werden

kann; und ob sich daraus gegebenenfalls

auch neue Therapieansätze

für die Behandlung von modernen

Zivilisationskrankheiten erschliessen.

Eine Besonderheit des Wirkstoffs

Curcumin liegt darin, dass er fettlöslich

ist und vom Verdauungsapparat

nur sehr schlecht aufgenommen

werden kann. Wird er

aber mit schwarzem Pfeffer (Inhaltsstoff

Piperin) und anderen Gewürzen

angereichert, verbessert

sich seine Aufnahme in den Stoffwechsel

massiv. Für die weltweite

Forschung liegt eine Herausforderung

schon allein darin, ein standardisiertes

Kurkumapräparat zu

entwickeln, das präzise Ergebnisse

ermöglicht.

Mögliche Indikationen

Experimentell liessen sich bereits

verschiedene Wirkungen des Curcumins

erkennen, wie etwa antientzündliche,

knorpelschützende,

antioxidative, wachstumsund

gerinnungshemmende oder

antidepressive Eigenschaften. In

Bezug auf die Krebsforschung erlaubt

das die Annahme, dass Curcumin

verschiedene Therapieformen

unterstützen oder ergänzen

könnte. Trotz grossem Aufwand ist

die Beweislage zu allen Indikationen,

auch bei Krebserkrankungen,

noch ungenügend.

Dennoch seien hier ein paar Ergebnisse

erwähnt, die aus noch

unveröffentlichten Untersuchungen

stammen. Bei Patienten mit

Darmkrebs zeigten sich unter verschiedenen

Settings Tendenzen,

die bei allgemein guter Verträglichkeit

auf eine antikanzerogene Wirkung

des Kurkumawirkstoffs hinweisen

könnten; auch Gewichtszunahmen

wurden beobachtet.

Bei Fällen von oralen Gewebeveränderungen,

die das Risiko für Mundkrebs

erhöhen können, ergaben

sich nach dreimonatiger Curcumingabe

folgende Hinweise: Das Öffnen

des Mundes schien ein facher,

das Geschmacksempfinden besser

zu sein.

Patienten mit Pankreaskar zinom

wiederum zeigten zwar Verträglichkeitsprobleme

bei hohen

Curcumindosen, die Wirkung auf

das Krebsleiden wurde aber als

günstig eingestuft.

Beobachtungen bei Knochenmarksneoplasien

könnten auf eine

Verlangsamung des Krankheitsverlaufs

hindeuten.

Und Untersuchungen im Rahmen

von Chemo- und Strahlentherapien

unter ergänzender Gabe von

Curcumin wiederum wecken leise

Hoffnungen hinsichtlich deren besserer

Verträglichkeit und der Reduktion

strahlenbedingter Hautentzündungen.

Die intensiven Forschungsbe mühungen

geben Zuversicht, dass

die Geheimnisse der Kurkuma

entschlüsselt werden können.

26 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Verdauungsbeschwerden ?

Kernosan Heidelberger Kräuterpulver

fördert die Verdauung,

hilft bei Blähungen, Völlegefühl

und Aufstossen. Hergestellt aus

erlesenen Kräutern nach dem Rezept

von Bertrand Heidelberger.

Bitterstoffe – Fitnesstraining für

den gesamten Organismus

Pflanzliche Bitterstoffe, wie sie im

Heidelberger Kräuterpulver enthalten

sind, gehören seit Jahrhunderten

zu den anerkannten Naturheilmitteln.

Die lange Erfolgsgeschichte

der sogenannten Amara hat

gute Gründe.

Traditionell bekannt ist die positive

Wirkung von natürlichen Bitterstoffen

auf den Magen und die Verdauungsorgane.

Populäre Beispiele dafür

sind etwa Kräuterbitter-Liköre

als Digestivs nach üppigen Essen.

In der letzten Zeit hat sich die

Erkenntnis durchgesetzt, dass

pflanzliche Bitterstoffe zusätzlich

eine allgemein wohltuende Wirkung

auf den gesamten Organismus

haben. Amara stärken das natürliche

Abwehrsystem des Organismus

und verfügen teils über eine

antioxidative Wirkung. Dadurch

können sie aggressive Sauerstoffmoleküle

(freie Radikale), die über

die Nahrung aufgenommen werden,

abwehren und die Zellen vor

einer Schädigung schützen.

Wie aber funktionieren Bitterstoffe

als Heinzelmännchen im menschlichen

Organismus? Bitterstoffe aktivieren

die Geschmacksnerven der

Zunge. Dadurch werden die Speicheldrüsen

stärker aktiviert. Dies

führt zu einer besseren Magen- und

Darmtätigkeit. Der Magen produziert

mehr Verdauungssäfte; Galle

und Bauchspeicheldrüse geben

ebenfalls mehr Sekret ab. Durch all

dies wird die Verdauung unterstützt

und Gifte, Bakterien oder Pilze

werden aus den Magen- und Darmwänden

befördert.

Das Leben bewusst und in vollen

Zügen geniessen – Heidelberger

Kräuterpulver unterstützt mit seinen

natürlichen Bitterstoffen die

Menschen in einem zeitgemässen

Lifestyle.

Dies ist ein Heilmittel. Bitte lesen

Sie die Packungsbeilage und informieren

Sie sich in Ihrer Apotheke

oder Drogerie.

Vertrieb: E. Kern AG

CH-8867 Niederurnen

Telefon 055 610 27 27

Fax 055 610 25 08

www.kernosan.ch

kern.pharma@bluewin.ch

Sommerzeit - Essigsaure Tonerde-Zeit

Seit Generationen gehört Essigsaure

Tonerde-Gel in jede Hausapotheke.

Für unterwegs gibt es

Essigsaure Tonerde auch als praktischen

Leucen Pic Roll-on.

Seit Grossmutters Zeiten verbindet

der vertraute Duft der Essigsauren

Tonerde Gedanken an das unverwechselbare

Lebensgefühl des

Sommers. Grillpartys, Sport, Spiel

und Spass unter freiem Himmel gehören

fest dazu. Leider werden uns

die Aktivitäten draus sen manchmal

durch einen Sonnenbrand oder

einen lästigen Insektenstich vermiest.

Nach einem langen Sonnenbad

wirkt die Haut durch zu intensive

Bestrahlung irritiert. Sie ist rot,

spannt und brennt. Oder ein Insektenstich

trübt die unbeschwerte Zeit

zum Beispiel am Pool, am Strand

oder beim Wandern. In diesen Fällen

kommt Essigsaures Tonerde-Gel

zum Einsatz. Das angenehme Gel

kühlt zuverlässig irritierte und gerötete

Haut und mildert das lästige Gefühl

nach einem Insektenstich oder

zu intensiven Sonnenbad.

Leucen Pic Roll-on

Im Sommer 2016 wurde die Leucen-

Palette mit dem praktischen Pic

Roll-on ergänzt. Bei dieser attraktiven

Neuheit wurde die Essigsaure

Tonerde mit weiteren Inhaltsstoffen

ergänzt; unter anderem mit

einem ätherischen Öl, das für Menschen

wohlriechend ist, Insekten

aber nicht lieben. So ist der Leucen

Pic Roll-on zweifach bewährt:

Nach einem Insektenstich wird der

praktische Pic Roll-on genau auf

dem Stich dünn aufgetragen. Er

kühlt und lindert die irritierte Stelle.

Nach dem Auftragen hält der

Duft Insekten fern. So können Sie

den Aufenthalt im Freien weiter ungestört

geniessen!

Leucen® Essigsaure Tonerde-Gel

(Kosmetikum) und

Leucen® Pic Roll-on (Kosmetikum)

sind rezeptfrei in Apotheken und

Drogerien erhältlich.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 27


Ernährung bis


in die Tiefe

Kein anderes Körperorgan muss so unterschiedliche Aufgaben erfüllen und so viele

Herausforderungen meistern wie die Haut. Ihr Bedarf an Pflege wird oft unterschätzt.

Erst wenn die Haut durch Brennen, Juckreiz,

Rötungen oder durch häufige Schrunden

Beschwerden verursacht, beginnt man sich

über ihre Pflege Gedanken zu machen.

Hautstörungen haben oft eine längere Vorgeschichte,

häufig weisen sie auf eine chronisch

unterversorgte Haut hin. Wäre sie ein

Sportler, würde man von einem Zehnkampf-

Athleten sprechen, der in unterschiedlichsten

Disziplinen Höchstleistungen vollbringen

muss. Die Körperhülle muss für Zärtlichkeiten

sensibel genug sein, gleichzeitig soll sie im

Winter auf Minusgrade und im Sommer auf

tropische Temperaturen angemessen reagieren,

also grosse Unterschiede abfedern. Sie

muss weiter mit Schlafmangel, Dauerstress,

UV-Licht, Umweltgiften, Heizungsluft, reizenden

Parfüms und Konservierungsstoffen in

Duschmitteln und vielem mehr fertig werden.

Während sie in jungen Jahren auf Beanspruchungen

einigermassen flexibel reagiert, fällt

es ihr in fortgeschrittenen Jahren schwerer,

diese wegzustecken. Sie kann weniger

Flüssigkeit speichern und sie fettet weniger

zurück; in der Folge nimmt ihre Elastizität

ab, es kommt leichter zu Schrunden und zu

Entzündungen.

Oberflächenschutz unterstützen

Um die verschiedenen Funktionen der Haut

zu unterstützen, braucht sie regelmässige

Pflege. Dabei stellen Fachleute einen speziellen

Fehler immer wieder fest: Die Produkte

sind nicht auf die Situation und den Hauttyp

abgestimmt. So braucht etwa die Haut im

Winter ganz besonders eine nährende und

feuchtigkeitsspendende Lotion. Wenn die

Temperaturen unter acht Grad sinken, reduzieren

die rückfettenden Talgdrüsen ihre

Tätigkeit. Der Oberflächenschutz wird dünn

und schadhaft, es kommt leicht zu kleinen

Verletzungen sowie zu Brennen und zu Juckreiz.

Ausgedehntes Duschen und Baden und

das Verwenden von aggressiven Shampoos

reduzieren den Selbstschutzmechanismus

der Haut zusätzlich. Daher sind ölhaltige und

pH-neutrale Badezusätze und Shampoos im

Winter ganz besonders wichtig. Im Weiteren

nähren Lotionen mit einem hohen Anteil

an Hyaluronsäure, Urea, Vitamin E und mit

hochwertigen Ölen die verschiedenen Hautschichten.

Im Winter dürfen sie ruhig etwas

grosszügiger aufgetragen werden, ganz

speziell auch an Ellbogen, Knien und Füssen,

die besonders rasch zu Sprödigkeit und

Schrunden neigen. Es lohnt sich, auf Qualität

zu achten; einige Produkte hinterlassen an

der Oberfläche einen Fettfilm, der nicht in

die Tiefe vordringt und unter Umständen die

Hautatmung behindert.

Für die intensive Pflege und Ernährung der

Haut sind auch regelmässige Molkebäder

sehr zu empfehlen. Mit Hilfe der molkeeigenen

Milchsäure wird der Säureschutzmantel der

Haut ausgeglichen und damit die Abwehrfunktion

gestärkt. Neben der pflegenden und

beruhigenden Wirkung versorgt ein Molkebad

die Haut mit Feuchtigkeit, es wirkt zudem

rückfettend und entzündungshemmend. Die

Molke schützt empfindliche Haut vor dem Austrocknen.

Für ein Vollbad werden 300 Gramm

Molkepulver ins Badewasser eingerührt.

Nährstoffreiche Ernährung

Für eine widerstandsfähige Haut ist

auch der Lebensstil entscheidend.

Regelmässige Spaziergänge, Nordic

Walking-Touren, Wanderungen,

weitere sportliche Aktivitäten sowie

auch Saunabesuche fördern die

Durchblutung von innen. Die Nährstoffe

gelangen vermehrt in die Zellen.

Gleichzeitig werden durch diese

Aktivitäten die Stresshormone reduziert,

was sich zusätzlich vorteilhaft

auswirkt. Stresshormone verengen die Blutgefässe,

es gelangen weniger Nährstoffe in

die Hautschichten. Apropos Nährstoffe: Wie

Untersuchungen gezeigt haben, ist ein obstund

gemüsebetonter Speiseplan für die Haut

generell wichtig. Sie wird so mit schützenden

und regenerierenden Substanzen versorgt.

Im Weiteren benötigt sie ausreichend Trinkflüssigkeit

sowie regelmässige Zeiten der

Entspannung; es muss ja nicht gerade ein

Schönheitsschlaf sein.

Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige

Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit

1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig.

28 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Leidige Rückenschmerzen

80 Prozent der Bevölkerung kennen

Rückenschmerzen aus eigener

Erfahrung. Muskelverspannungen

zählen neben Lumbalgien zu den

häufigsten Ursachen.

Solche chronischen, schmerzhaften

Nervenirritationen in der Lendenwirbelsäulenregion

können

unter anderem durch Stress, Bewegungsmangel,

Fehlhaltungen,

Überbelastung durch schwere körperliche

Tätigkeit, nicht ausgeheilte

Verletzungen der Muskulatur oder

einen Bandscheibenvorfall hervorgerufen

werden.

Angebote und Therapien gegen Rückenschmerzen

gibt es viele: Seien

es Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten,

Osteopathen, Qi-Gong,

Tai-Chi, Yoga, Neuraltherapie und

andere mehr – manche sind nicht

seriös oder in ihrer Wirkung wissenschaftlich

nicht bestätigt; und oft

machen sie nicht einlösbare Heilversprechen.

Zudem sind in den

meisten Fällen von akuten und

chronischen Rückenschmerzen

weder Spritzen noch Operationen

sinnvoll oder notwendig.

Die Reparatur eines Gewebeschadens

kann der Körper selbst übernehmen;

man muss ihm nur die

entsprechenden Mittel zur Verfügung

stellen. Dazu zählen nebst

neurotropen Vitaminen – dem für

den Menschen unentbehrlichen Vitamin

B-Komplex – vor allem Nukleotide.

Diese haben lebensnotwendige

regulatorische Funktionen

in Zellen und sind Grundbausteine

von DNA und RSA.

Mit seiner perfekt abgestimmten

Kombination von spezifischen Nukleotiden

und «Nervenvitaminen»

beschleunigt Neuronal die körpereigenen

Reparaturvorgänge geschädigter,

peripherer Nerven. Der

Bedarf an Schmerzmedikamenten

(NSRA) und die damit verbundenen

schädlichen Nebenwirkungen werden

dadurch drastisch reduziert.

Neuronal ist rezeptfrei in Apotheken

und Drogerien erhältlich.

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 29


Fern von den

Mitmenschen

Einsamkeit ist für viele Menschen

ein Schreckgespenst. Doch das Alleinsein

kann unter entsprechenden Bedingungen

die Lebensqualität erhöhen.

Wer freut sich nicht über eine Einladung zu

einer Party, einer Feier oder an ein Jubiläum?

Manche Personen werden allerdings kaum je

an einen Geburtstag oder an ein Treffen in der

Nachbarschaft eingeladen; das schmerzt. Menschen

sind als soziale Lebewesen angelegt, sie

wollen anerkannt werden und in der Familie,

im Team, in der Kirchgemeinde, im Quartier

oder im Verein eingebunden sein. Ein Grossteil

des Gehirns ist auf den Kontakt mit anderen

Menschen ausgerichtet. Auch wenn sie sich

manchmal über sie ärgern, können viele

Menschen kaum ohne Verwandte, Arbeitskolleginnen

und Nachbarn leben. Nur wenige halten

das Leben in einem abgelegenen Weiler aus.

Sie müssen

nicht immer

müssen!

Medizinprodukt zur Akutbehandlung

und Vorbeugung von

Blasenentzündungen.

Ohne Antibiotika, Zuckerzusatz,

künstliche Farb-, Aroma- oder

Konservierungsstoffe.

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zum kalt oder

warm Trinken

30 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Die Klischeevorstellung vermutet Einsamkeit

insbesondere bei älteren Menschen. Studien

kommen zu einem anderen Ergebnis: Jugendliche,

Personen mittleren Alters sowie Senioren

fühlen sich ungefähr gleichermassen

einsam. Auch Chefs können sich isoliert fühlen.

Vereinsamung ist nicht altersabhängig.

Sogar manche Mütter klagen, allein mit dem

Baby würde ihnen die Decke auf den Kopf fallen,

sie müssten eine Teilzeitstelle annehmen,

um wieder vermehrte Kontakte zu haben. Andererseits

ziehen sich manche Menschen auf

Zeit in ein Kloster zurück, wandern alleine auf

dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela

oder träumen von der einsamen Insel. Wie

lässt sich dieser Widerspruch erklären?

Erholsames Alleinsein

Für ein wissenschaftliches Experiment

wurden Versuchspersonen während dreier

Wochen einzeln in ein fensterloses Zimmer

einquartiert. Die Forscher befürchteten,

einige würden einen Koller bekommen und

den Raum vorzeitig verlassen. Das Gegenteil

trat ein: Vier Fünftel der Teilnehmer wollten

den Aufenthalt nach dem Ende der Studie

verlängern. Sie berichteten, dass sie mit der

Zeit Musik, Literatur und auch ihre Träume

viel intensiver erlebt hatten. Wer wenig durch

andere Personen abgelenkt ist, nimmt mit

der Zeit Aromen, Geräusche oder auch die eigenen

Gedanken und Stimmungen extremer

wahr. Dies führt zu einem Gefühl von mehr

Tiefe und von weniger oberflächlichen und

flüchtigen Reizen. Damit wird ein Spaziergang

am See, ein in Ruhe gelesenes Buch

oder ein Waldlauf zur Wohltat für die Seele.

Sich auf das Wesentliche zu fokussieren und

weniger von aussen bestimmt sein, erleben

viele Menschen als Geschenk. In einer Umfrage

in verschiedenen Ländern landete das

Alleinsein auf Platz drei der Aktivitäten, die

als besonders erholsam empfunden werden.

Auf die Ränge eins und zwei schafften es

das Lesen und Aufenthalte in der Natur. Sich

für eine befristete Zeit aus der Alltagshektik

auszuklinken und durch- und aufzuatmen, erhöht

bei vielen Menschen die Lebensqualität.

Es hilft, sich selber besser wahrzunehmen

und die eigenen Bedürfnisse klarer zu spüren.

Zudem können sich verschiedene Erlebnisse

und Eindrücke setzen und ordnen.

Unterschiedliche Formen von Einsamkeit

Die meisten Menschen, die sich auf Zeit

zurückziehen, haben die Gewissheit, dass

sie mindestens eine Person anschliessend

freundlich empfangen wird. Doch auf längst

nicht alle wartet jemand; hier liegt der Unterschied

zwischen gewähltem Alleinsein und

unfreiwilliger Einsamkeit. Gemäss Erhebungen

des Bundesamtes für Statistik bezeichnet

sich über ein Drittel der Bevölkerung in

der Schweiz als einsam.

Fachleute unterscheiden drei Formen von

Einsamkeit: Die reaktionelle Einsamkeit

entsteht bei Umstellungen im Leben, wie Mutterschaft,

Wohnortwechsel, Arbeitslosigkeit,

Pensionierung, Auszug der flügge werdenden

Kinder, Verlust des Lebenspartners sowie

auch bei Unfall oder Krankheit. Durch die

äussere Veränderung im Leben werden die

bisherigen zwischenmenschlichen Beziehungen

weniger intensiv oder brechen ganz ab.

Das Gefühl von Isoliertheit lässt in der Regel

bald nach, wenn sich ein neues Beziehungsnetz

entwickelt hat.

Die schleichende Einsamkeit intensiviert sich

kontinuierlich. Zwischenmenschliche Kontakte

bestehen zwar, aber die Gespräche bleiben

unverbindlich; sie wirken nicht erfüllend und

befriedigend. Echte Freundschaften bestehen

kaum oder verlieren sich allmählich. Das

Gefühl von Isoliertheit nimmt zu.

Die chronische Einsamkeit besteht oft über

Jahre bis Jahrzehnte. Die Betroffenen sind

kaum fähig, von sich aus neue Kontakte zu

knüpfen und bestehende zu pflegen. Ursache

ist unter Umständen eine depressive

Erkrankung, die den Antrieb hemmt. Dieses

psychische Leiden muss unbedingt ärztlich

oder psychotherapeutisch behandelt werden.

Chronische Einsamkeit kann gesundheitliche


Eine Alternative

zum Schäfchen zählen

Wer kennt das nicht? Man ist

müde, liegt im Bett und möchte

schlafen. Stattdessen wälzt man

sich von links nach rechts und wieder

zurück. Je mehr man versucht

einzuschlafen, desto wacher wird

man. Entspannen heisst des Rätsels

Lösung, aber wie?

Beruflich wie privat fühlt man sich

unter Druck gesetzt: «Dies muss

unbedingt erledigt werden, das

steht schon lange auf der To-do-

Liste und so weiter und so fort …»

Man kann nicht mehr abschalten

und steht Tag und Nacht unter

Strom. Das kann den körpereigenen

biologischen Rhythmus ganz

schön durcheinanderbringen. Als

Folge davon leidet man unter Einund

Durchschlafstörungen.

Leichter abschalten

Wer abends noch durch die Wohnung

tigert oder sein Gedankenkarussell

nicht abschalten kann, sollte

sich unbedingt etwas überlegen.

Doch was hilft? Entspannen kann

man auf verschiedene Arten und jeder

empfindet etwas Anderes als beruhigend.

Doch was immer hilft, ist

ein Ritual, idealerweise ein ganz persönliches.

Finden Sie heraus, was

zu Ihnen passt und lassen Sie sich

von dessen Wirkung überraschen.

Das muss nicht Stunden dauern –

zehn Minuten können genauso entspannend

sein. Machen Sie sich beispielsweise

ein warmes Fussbad mit

etwas Lavendelöl oder bereiten Sie

einen warmen Gute-Nacht-Tee zu

und geniessen Sie ihn ganz bewusst.

Hören Sie ihren Lieblingssong oder

lesen Sie Ihr Lieblingsgedicht. Möglichkeiten,

den Körper hinunterzufahren,

gibt es viele. Welche Sie wählen,

hängt ganz von Ihnen ab.

Den Körper sanft unterstützen

Beim Abschalten unterstützen können

auch Schüssler Salze. Sie helfen,

den Körper auf sanfte Weise zu

regulieren und den natürlichen biologischen

Rhythmus wieder ins Lot

zu bringen. Diese sechs Schüssler

Salze sind dafür optimal:

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6,

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6,

Nr. 12 Calcium sulfuricum D6,

Nr. 19 Cuprum arsenicosum D12,

Nr. 21 Zincum chloratum D12,

Nr. 25 Aurum chloratum natronatum

D12. Sie beruhigen bei Unruhe und

lindern leichte Formen von Ein- und

Durchschlafstörungen. Wer es sich

mit der Einnahme einfach machen

möchte, findet die fertige Mischung

in einem Produkt, dem Adler Calmin.

Die fertige Mischung mit sechs

Schüssler Salzen in einer Tablette

ermöglicht eine schnelle Anwendung

ohne Wasser, was während

der Nacht sehr praktisch ist. Die Tabletten

zum Lutschen sind für die

ganze Familie (ab 3 Jahren) geeignet.

Bei Stress lässt man die Tabletten

idealerweise zwei bis drei Stunden

vor dem Zubettgehen im Mund

zergehen. Wer schon den ganzen

Tag über unruhig ist, sollte über den

ganzen Tag verteilt einige Tabletten

lutschen.

Starten Sie fit in den Tag

nach einem erholsamen

Schlaf mit Adler Calmin!

Dem eigenen Störenfried helfen

Wer den natürlichen biologischen

Rhythmus willkürlich ändert, ist

aus Sicht des Körpers ein «Stö-

renfried». Doch darum kommt

man manchmal nicht herum. Sei

es, weil man während der Nacht

oder in Schichten arbeitet oder auf

Reisen ist. Umso wichtiger ist es,

der inneren Uhr zu helfen, sich umzustellen.

Je eher der Körper wieder

einen «gesunden» Rhythmus

findet, desto besser und fitter fühlt

sich der Mensch. Beginnen Sie bei

vorprogrammierten Umstellungen

deshalb frühzeitig damit, Ihr Ritual

anzupassen und den Körper mit der

Einnahme von Schüssler Salzen zu

unterstützen.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel.

Lassen Sie sich von einer Fachperson

beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

VERFORA AG

Biochemie nach Dr. Schüssler

Der deutsche Arzt und Wissenschaftler Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler

(1821-1898) gilt als Vater der Biochemie. Er vertrat die Ansicht, dass alle

Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen

entstehen. Er identifizierte die zwölf wichtigsten Salze, die

der Körper zur normalen Funktion braucht. Sie entsprechen den heutigen

Basissalzen. Damit die Salze im Körper auch an den richtigen Ort, nämlich

in die Zelle gelangen, verdünnte Dr. Schüssler sie nach homöopathischem

Vorbild auf die Potenzen D6 und D12. Die Therapie «Biochemie nach Dr.

Schüssler» entwickelt sich seit Jahrzehnten permanent weiter, doch hergestellt

werden Schüssler Salze bis heute nach seiner Lehre.

Schüssler Salze wirken sanft und ohne Nebenwirkungen

und sind deshalb für alle Altersgruppen und als

Ergänzung zu bestehenden Therapien geeignet.

Beat Strittmatter ist dipl. Drogist

HF und arbeitet als Filialleiter in

der MÜLLER Reformhaus Vital

Drogerie am Rennweg 15 in Zürich.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 31


Störungen wie häufige Kopfschmerzen,

Verdauungsprobleme, Herzbeschwerden und

Immunschwäche auslösen.

Soziale Angststörungen

In den letzten Jahren wurde auch die Sozialphobie

oder soziale Angststörung zum Thema.

Die Betroffenen ängstigen sich, ständig von

anderen gemustert und kritisiert zu werden,

sie gehen daher sehr ungern unter Leute.

Einladungen lehnen sie unter einem Vorwand

ab. Eine gewisse Gehemmtheit im Umgang mit

Unbekannten ist bei den meisten Menschen

normal. Sie legt sich, sobald man ins Gespräch

gekommen und sich menschlich etwas angewärmt

hat. Ausgeprägte Menschenscheu

benötigt eine therapeutische Behandlung.

Weitere Personen ziehen sich auch aus Enttäuschung

und Verbitterung in die Isolation

zurück; sie führen oft ein freudloses Dasein. In

der Gesellschaft von Personen voller Ressentiments

fühlt sich niemand wohl, deshalb gehen

viele Menschen auf Distanz. Wer ständig mit

sich alleine ist, konzentriert sich notgedrungen

auf sich selber. Die eigenen Gedanken und

Empfindungen bekommen ein hohes Gewicht,

niemand relativiert sie. Keine Gesprächspartner

erzählen von ihren Erlebnissen, bringen

andere Sichtweisen, Argumente und Erfahrungen

in einen Dialog ein. Für Personen, die

temporär das Alleinsein suchen, kann die

Fokussierung auf sich selber eine Wohltat sein,

um die Beziehung zu sich zu selber zu pflegen.

Für Menschen, die sich dauerhaft unfreiwillig

isoliert fühlen, kann sie sich zur Hemmschwelle

entwickeln. Sie sind es nicht mehr gewohnt,

sich mit anderen Menschen auszutauschen –

sie reden hauptsächlich von sich selber. Dies

kann sie zusätzlich in die Isolation treiben;

niemand hört gerne langen Monologen zu. Wer

im Umgang mit anderen wenig geübt ist, kann

die eigene Wirkung auf sie nur schlecht einschätzen.

Menschen, die lange alleine waren,

müssen gelegentlich zuerst wieder üben, sich

in andere hineinzuversetzen und deren unterschiedliche

Sichtweisen und Wertmassstäbe

anzuerkennen.

Interesse an anderen

Einsamkeit wird oft mit einem Mangel an

Kontakten gleichgesetzt, doch dies ist zu

kurz gedacht. Auch manche von Fans umschwärmte

Stars fühlen sich gelegentlich

einsam, weil sie kaum echte Vertrauenspersonen

um sich haben. Alle ihre Kontakte

hängen mit ihrer Stellung in der Gesellschaft

zusammen. Personen, die tragfähige Beziehungen

pflegen, fühlen sich weniger einsam.

Eine Auswertung von 20 Studien zum Thema

Einsamkeit an der Universität von Chicago

kam zu einer aufschlussreichen Feststellung:

Um die dauerhafte Isolation zu überwinden,

braucht es nicht primär ein grösseres Angebot

an Kontaktmöglichkeiten; in erster

Linie muss die Einstellung gegenüber sich

und den Mitmenschen verändert werden. Ein

häufiges Hindernis ist selbstentwertendes

Denken: Man nimmt von sich selber an, für

andere nicht interessant, wichtig und gebildet

genug zu sein. Um mit anderen in Kontakt

zu kommen, muss man kein Expertenwissen

besitzen, keine exotischen Länder bereist

haben und auch kein bildschöner Mensch

sein. Kommunikationsexperte Dale Carnegie

(1888-1955) schreibt dazu in seinem Bestseller

«Wie man Freunde gewinnt» treffend:

«Man kann anderen Menschen kaum ein

grösseres Kompliment machen, als wenn

man ihnen aufmerksam zuhört.»

Adrian Zeller

Sommerliches Familien-Vergnügen

in Bad Zurzach

Ein sonnenwarmes Liegedeck, umspült

von natürlich-frischen Wellen.

Das Thermalbad Zurzach wartet

in den Sommermonaten mit dem

perfekten Mix aus Ruhe und Erfrischung

auf. Während die Eltern

sich in der Textilsauna entspannen

und sich im Naturschwimmbecken

treiben lassen, geniessen die Kinder

das Planschen auf dem Papa

Papa Moll-Familienhit

Moll-Wasserspielplatz im Freien.

Im Innenbereich des Thermalbads

freuen sich die kleinen Wasserratten

über den Wasserfall, die

Rutschbahn und den Staukanal im

Papa Moll-Kinderbecken.

Wem der Sinn nach aktiver Bewegung

steht, kann an den stündlichen

Wassergymnastikeinheiten

• gewünschte Anzahl Übernachtungen im Familienzimmer

• reichhaltiges Frühstücksbuffet

• pro Tag 1 x Papa Moll- Familienpfanne im Badrestaurant

oder Fr. 50.— Gutschein fürs Restaurant

• unbeschränkter Zutritt in die Wellnesswelt des

Thermalbades Zurzach

• Spielsachen im Zimmer

• Babyphone und Kinderbett auf Wunsch

Muskeln und Gelenke wirkungsvoll

trainieren. Eine breite Palette an

Baby- und Kinderschwimmkursen

im gesunden Thermalwasser ergänzen

das Angebot. Auf zum Sommervergnügen

in Bad Zurzach.

Ab Fr. 360.—

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für 2 Erwachsene und

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im Thermalbad Zurzach.

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32 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Megatrend Selfies

Das Wort Selfie klingt neu und modern. Tatsächlich kamen die ersten Selfies im

Jahr 2002 in die Welt. Sie sind ein Attribut der Jugend und des digitalen Zeitalters.

Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1

Zuvor knipste man sich zwar auch hin und

wieder selbst: mit dem herkömmlichen Fotoapparat

und dem Selbstauslöser. Heute hingegen

werden ununterbrochen Selfies, wie man die

Fotos von sich selbst bezeichnet, geschossen.

Das Handy wird auf Armeslänge vor sich hingehalten,

klick und das Selfie ist gespeichert.

Seit 2014 sind ausserdem Selfiesticks gross in

Mode gekommen. Diese «Stange», auf der das

Handy platziert wird, ist eine Armverlängerung,

um Selfies noch einfacher machen zu können.

Nur wenige Jahre nach deren Erfindung hat

fast jeder so ein Ding – besonders beliebt bei

Touristen. Die Menschen stellen sich einzeln,

als Paar oder Gruppe mit dem Rücken zu den

besuchten Sehenswürdigkeiten – und Klick.

Das Wort Selfie ist eine Neuschöpfung, die

sich unglaublich schnell, so richtig digital und

global, weltweit verbreitet hat. Solche rasanten

technischen Entwicklungen sind heute

üblich und vermutlich hinken viele Menschen

diesen immer ein wenig hinterher. Es ist fast

unmöglich, auf dem neusten Stand zu bleiben

und alle Funktionen der technischen Geräte zu

beherrschen. Selbstaufnahmen vom eigenen

Gesicht aber sind ein Megatrend. Noch werden

die meisten Selfies als Foto gespeichert. Dank

dem 3D-Drucker können Selfies aber bereits

als Figuren ausgedruckt werden. Vermutlich

verfügt in ein paar Jahren jeder von uns über

ein solches Gerät, aus dem neben Spaghetti,

Zahnpasta oder blühenden Tulpen auch Selfies

fertig produziert ins Wohnzimmer kullern.

Selbstporträts

Noch sind die meisten Selfies selbst fotografierte,

lächelnde Selbstporträts. Und die

Gewohnheit, sein eigenes Gesicht für die

Ewigkeit zu erhalten, ist alles andere als eine

neue Gewohnheit. Die ersten Selbstbildnisse

sind in der Antike entstanden. Im Mittelalter

wurden zwar fast nur religiöse Bilder im Auftrag

der Kirche gemalt; für die Darstellung der

vielen Figuren standen jedoch Menschen aus

Fleisch und Blut Modell. Sie hatten durch die

Hand von begabten Künstlern die Möglichkeit,

sich abbilden zu lassen. Gut möglich, dass sich

auch einige Künstler auf diese Weise selbst

porträtierten. Wüssten wir, wie sie ausgesehen

haben, könnten wir ihre Gesichter vermutlich in

Batterien

leer ?

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 33


manchen Bildern wiederfinden. Selbstbildnisse

sind in der Zeit vor der Entdeckung der Fotografie

nur als gemalte Bilder vorhanden – in

der Renaissance kamen diese gross in Mode.

Die malenden Künstler verstanden sich nicht

mehr nur als geschickte Handwerker, sondern

fühlten sich als etwas ganz Besonderes. Denn

die Gesellschaft begann, die Kunst als etwas

Wertvolles zu betrachten. Mit den Selbstporträts

setzten die Künstler sich ein dauerhaftes

Denkmal. Zu den bekanntesten Malern dieser

Zeit gehört Albrecht Dürer, der sich in verschiedenen

Lebensaltern porträtierte: als Kind und

Jüngling in Bleistift oder als erwachsener Mann

in unterschiedlichen Posen und Situationen.

Sogar einen Selbstakt malte er.

Spiegelbilder

Es gab verschiedene Arten, sich als Künstler

selbst darzustellen. Oft wurde nur das Gesicht

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34 Schweizer Hausapotheke 5-2019

gemalt, je nach Verfassung des Malers mit verzweifeltem,

traurigem Ausdruck oder stolzem,

selbstbewusstem Blick. Mit dem Selbstporträt

waren dem Künstler, sich der Welt zu präsentieren

,keine Grenzen gesetzt.

Mitunter hatten diese Bilder narzisstische

Züge. Albrecht Dürer zum Beispiel malte sich

als Gottvater. Rembrandt produzierte nicht weniger

als achtzig Selbstporträts und war sich

somit sein liebstes Modell. Er malte sich beim

Malen, als Fürst oder als Apostel Paulus. Mit

Hilfe der Selbstporträts schlüpften die Maler

in fremde Rollen, ganz so, wie das heute in der

virtuellen Welt ein beliebtes Spiel geworden

ist. Doch auch moderne Künstler malen sich

selbst. Kirschner zum Beispiel stellte sich als

Trinker oder Soldat dar.

Selbstbetrachtung

Jeder Künstler sucht nach einem eigenen Stil.

Dies bezeugen auch ihre Selbstporträts, die als

Suche des Ichs philosophisch betrachtet werden

können. Mit Selfies sucht vermutlich kaum

jemand nach dem wahren Ich. Die Ich-Bilder

versuchen eher, das Selbst ins rechte Licht zu

rücken. Da wird ein ideales Bild entworfen und

öffentlich dargestellt. Nicht ich selbst soll da

auf dem Bild sein, sondern das Ich, welches ich

gern sein möchte. Idole werden nachgestellt,

filmreife Lächeln ins Gesicht gezaubert und

strahlend weisse Zähne gezeigt. Um auch wirklich

gut aufs Bild zu kommen, betrachten sich

die «Selfiegrafen» ununterbrochen selbst. Im

Internet gibt es gar Anleitungen, wie man sich

in «selfiegene» Posen bringen kann. Gespiegelt

im Spiegel, sexy gespreizte Beine, nackte Füsse

oder doch lieber mit zierlichen Schuhen ...

Hier geht es um Selbstdarstellung der feinsten

Sorte, die gerade dann besonders wichtig wird,

wenn das Selbstbewusstsein niedrig ist. Fragt

sich nur, wer all die Millionen Selfies im Netz

anschauen mag, wenn jeder mit seiner Eigenbetrachtung

beschäftigt ist.

Öffentliche Privatheit

Statt mit Pinsel und Farbe werden im digitalen

Zeitalter die Selbstbilder mit dem Smartphone

geblitzt. Millionen von Menschen erstellen tagtäglich

ihre Selfies, betrachten sich mit verklärtem

Blick auf dem Bildschirm, so wie sich einst

Narziss im Spiegelbild des Wassers bewunderte.

Doch heute schauen Millionen anderer

Menschen mit. Schlaue Menschen nutzen das,

um auf sich oder politische Missstände aufmerksam

zu machen. So schoss etwa ein chinesischer

Dissident ein Selfie bei seiner Festnahme,

um der ganzen Welt das Unrecht zu

zeigen, das ihm widerfuhr. Bilder sind mächtige

Zeugen, deren Folgen jedoch nicht immer abschätzbar.

Was einst eine private Betrachtung

war, ist heute öffentlich und weltweit sichtbar.

Das hat mitunter schwerwiegende Folgen. Gerade

junge Menschen denken nicht daran und

stellen sich übermütig öffentlich zur Schau.

Stehen die Fotos aber erst einmal im Netz, sind

sie kaum mehr entfernbar. Da schauen nicht

nur der Arbeitgeber, die Versicherung und der

Freundeskreis mit. Bereits sind Fälle bekannt,

in denen Arbeitgeber aufgrund der im Netz

stehenden Fotos Bewerbungen absagten –

oder Ehen daran zerbrachen. Besonders heikel

sind «Nudies»; darunter versteht man Nackt-

Selfies. Nackt im Netz zu stehen bedeutet, sich

weltweit zu entblössen. Der soziale Druck kann

wegen solcher Bilder dermassen gross werden,

dass sich junge Menschen schon mehrmals

nicht mehr anders zu helfen wussten, als sich

das Leben zu nehmen.

Selfiemanie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die

Stelle, an der Krankheiten als medizinische

Diagnosen definiert und anerkannt werden.

Diese «Diagnoseschmiede» hat zwar noch

keine Selfiemanie proklamiert, aber es ist

nicht auszuschliessen, dass es noch so weit

kommen wird. Selfies und Nudies überschwemmen

die sozialen Netzwerke – damit steigt

das Risiko gesundheitlicher Folgen für die

Betroffenen stetig an. Man weiss heute schon,

dass Selfies krank machen können und in

Einzelfällen tödlich enden. Da ist das verliebte

Paar, welches sich vor der malerischen Kulisse

einer Schlucht ablichten will, sich eng umschlungen

ganz nah am Rand postiert – und

Hand in Hand in den Abgrund stürzt. In der Regel

enden Selfies nicht so tragisch, aber einige

Bedenken werden in Fachkreisen dennoch

bereits diskutiert. Man hört Stimmen, die von

«Selfitis» reden; von Menschen also, die ein

zwanghaftes Verhalten entwickeln, sich selbst

aufzunehmen. Sie produzieren wahnhaft Fotos

von sich selbst und können es bei keiner Gelegenheit

mehr unterlassen. Das ist eine Sucht,

eine Obsession und Fachpersonen sehen die

kritische Menge bei mehr als drei geposteten

Selfies pro Tag. Das Risiko, von der Selbstdarstellung

krank zu werden, hatten die früheren

Künstler nicht: ein Gemälde zu malen dauerte

Tage oder gar Wochen.

Judith Dominguez ist Diplom-Biologin,

Pflegefachfrau HF und diplomierte

interdisziplinäre Gerontologin.


Älter

Älter

werden

werden

und

und

sich

sich

dabei

dabei

Eine körperliche aktive Lebens weise

und Eine ausgewählte körperliche aktive Vitalstoffe Lebens helfen, weise

sich und ausgewählte in seiner Haut Vitalstoffe wohl und helfen, leistungsfähig

sich in seiner zu fühlen. Haut wohl und leistungsfähig

zu fühlen.

«Anti-Aging»-Vitalstoffe für

Beauty «Anti-Aging»-Vitalstoffe und Energie: Kollagen- für

Hydrolysat Beauty und und Energie: Astaxanthin Kollagen-

Kollagen Hydrolysat ist das und wichtigste Astaxanthin Strukturprotein

Kollagen unserer ist das Körpergewebe wichtigste Strukturprotein

unserer Sehnen, Körpergewebe Knorpel (Haut, u.a.).

(Haut,

Knochen,

10 Knochen, g Kollagen-Hydrolysat Sehnen, Knorpel während u.a.).

12 10 g Wochen Kollagen-Hydrolysat eingenommen während konnte

in 12 Studien Wochen eine eingenommen deutliche Verbesserung

in Studien der Struktur eine deutliche und der Elastizität Verbesse-

konnte

der rung Haut der Struktur aufzeigen, und Falten der Elastizität wurden

um der 26 Haut bis aufzeigen, 30 Prozent Falten deutlich wurden reduziert,

um 26 bis die 30 Hautfeuchtigkeit Prozent deutlich signifikanduziert,

angehoben! die Hautfeuchtigkeit Glucosaminsulfat signi-

re-

und fikant Kollagen-Hydrolysat angehoben! Glucosaminsulfat unterstützen

und den Kollagen-Hydrolysat gesamten Bewegungsapparazen

den und gesamten damit das Kollagengerüst.

Bewegungsap-

unterstüt-

Die parat Anti-Aging-Eigenschaften und damit das Kollagengerüst. von

Astaxanthin Die Anti-Aging-Eigenschaften und Lycopin, beides von natürliche

Astaxanthin Carotinoide, und Lycopin, wirken beides in erster natürliche

auf Carotinoide, die Haut und wirken das Immunsys-

in erster

Linie

tem und verbessern die Vitalität. Der

«Anti-Aging»-Arzt tem und verbessern Dr. die med. Vitalität. Nicolas Der

Perricone «Anti-Aging»-Arzt sagte dazu: Dr. «Die med. Einnahme

Perricone von Astaxanthin sagte dazu: hat «Die den Einnah-

Effekt

Nicolas

wie me ein von natürliches Astaxanthin Facelifting». hat den Effekt Gerade

wie ein natürliches Kombination Facelifting». mit Coenzym Ge-

10 kann in Kombination man eine deutliche mit Coenzym Leis-

Qrade

tungssteigerung Q 10 kann man eine und deutliche mehr Energie Leistungssteigerung

Coenzym und mehr Q 10 aktiviert Energie

erwarten.

95 erwarten. Prozent der Coenzym gesamten Q 10 Energiegewinnung

95 Prozent und der hilft gesamten gegen Müdigkeit. Energiege-

aktiviert

winnung und hilft gegen Müdigkeit.

Vitalstoffe für Gedächtnis

und Vitalstoffe Konzentration: für Gedächtnis EPA & DHA,

Phospholipide und Konzentration: und Astaxanthin

EPA & DHA,

Omega-3-Fettsäuren Phospholipide und Astaxanthin

EPA und DHA

helfen Omega-3-Fettsäuren dem Gehirn, bei EPA trockenen und DHA

Augen helfen und dem dem Gehirn, Herz-Kreislaufsystem.

Augen Für und eine dem bessere Herz-Kreislaufsys-

Konzentra-

bei trockenen

tion tem. und Für Gedächtnisleistung eine bessere Konzentra-

ist die

Kombination und Gedächtnisleistung von natürlichen Phospholipiden

Kombination und von den natürlichen Omega-3-Fett-

Phos-

ist die

säuren pholipiden EPA, und DHA den und Omega-3-Fettsäuren

Sogar EPA, Stimmungsschwankun-

DHA und Astaxanthin

Astaxanthin

ideal.

gen ideal. verschwinden Sogar Stimmungsschwankungen

verschwinden von EPA vielfach & DHA. Zudem bei der

vielfach bei der

Einnahme

besitzen EPA und DHA in Kombination

besitzen mit Astaxanthin EPA und DHA entzündungshemmendtion

mit Astaxanthin Eigenschaften. entzündungs-

Wichtig

in Kombina-

ist hemmende dabei eine Eigenschaften. kurmässige Einnahme. Wichtig

ist dabei eine kurmässige Einnahme.

Vitalstoffe für die Augen &

Sehkraft: Vitalstoffe Lutein, für die Zeaxanthin Augen &

und Sehkraft: Astaxanthin Lutein, Zeaxanthin

Die und Augengesundheit Astaxanthin ist gerade

im Die Alter Augengesundheit sehr wichtig. Es ist existieren gerade

Vitalstoffe, im Alter sehr die wichtig. Ihren müden Es existieren oder

gestressten Vitalstoffe, die Augen Ihren helfen. müden Gross oder

angelegte gestressten Studien Augen zeigen, helfen. Gross dass

die angelegte natürlichen Studien Carotinoide zeigen, Lutein, dass

Zeaxanthin die natürlichen und Carotinoide Astaxanthin Lutein, die

Entstehung Zeaxanthin einer und Astaxanthin altersbedingten die

Makuladegeneration Entstehung einer altersbedingten

und eines

Grauen Makuladegeneration Stars reduzieren und oder eines sogar

Grauen verhindern Stars reduzieren können und oder die Sehschärfgar

verhindern verbessern. können und die Seh-

soschärfe

verbessern.

Vitalstoffe für die Psyche,

das Vitalstoffe Nervensystem, für die Psyche, Antistress

und das Antimüdigkeit: Nervensystem, Curcuma, Antistress

Astaxanthin, und Antimüdigkeit: Q 10 , L-Carnitin, Curcuma,

B-Vitamine, Astaxanthin, Magnesium Q 10 , L-Carnitin, und Zink

Diese Wirkstoffkombination verhilft

Diese zu Wirkstoffkombination einer starken Psyche und verhilft

einem zu einer resistenten starken Nervensys Psyche tem. und

zu

Unzählige zu einem resistenten Studien belegen Nervensys die einerseits

Unzählige die neuroprotektive Studien belegen die Wirkung einer-

tem.

von seits Curcuma die neuroprotektive und Astaxanthin Wirkung und

anderseits von Curcuma die und guten Astaxanthin Eigenschaften

anderseits gegen Müdigkeit die guten und Eigenschaf-

Zellstress

und

von ten gegen Q 10 und Müdigkeit L-Carnitin. und Damit Zellstress helfen

von Sie Q 10 einerseits und L-Carnitin. der Psyche Damit und helfen

Sie einerseits sind Sie der weniger Psyche müde und

anderseits

und anderseits gestresst. sind Sie weniger müde

und gestresst.

Vitalstoffe für die Gelenke und

den Vitalstoffe gesamten für Bewegungs die Gelenke - und

ap den parat: gesamten Curcuma, Bewegungs Astaxanthin, -

Chondroitin- ap parat: Curcuma, und Glukosaminsulfat

Chondroitin- und Kollagen-Hydrolysat

und Glukosamin-

Astaxanthin,

Diese sulfat und Wirkstoffkombination Kollagen-Hydrolysat verhilft

Diese zu Wirkstoffkombination mehr Beweglichkeit und verhilft

zu gegen mehr abgenützte Beweglichkeit Gelenke. und

wirkt

Nach wirkt einer gegen 3 abgenützte monatigen Kur Gelenke. nehmen

Nach Gelenkbeschwerden einer 3 monatigen Kur deutlich nehmen

und Gelenkbeschwerden die Lebensqualität deutlich

ab

zu. ab Probieren und die Lebensqualität Sie es aus. deutlich

zu. Probieren Sie es aus.

Linie auf die Haut und das Immunsys-

Einnahme von EPA & DHA. Zudem B-Vitamine, Magnesium und Zink

Mikronährstoffe

Mikronährstoffe

für

für

Sie

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Vitalität mit Qualität

Vitalität mit Qualität

jung und vital fühlen !

mit

Kollagen

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Für Mann den

Mann

Beauty | Energie

Beauty | Energie

Kollagen-Hydrolysat | Hyaluronsäure

Astaxanthin Kollagen-Hydrolysat | Lycopin | | Hyaluronsäure

Q10

Beauty-Vitamine Astaxanthin | Lycopin | Glucosaminsulfat

| Q10

Beauty-Vitamine | Glucosaminsulfat

Kollagen UC-II TM | Hyaluronsäure

MSM Kollagen | Pinienrinden-Extrakt UC-II TM | Hyaluronsäure mit OPC

Astaxanthin MSM | Pinienrinden-Extrakt | Coenzym Q10 mit OPC

Astaxanthin | Coenzym Q10

Knorpel | Knochen

Bewegungsapparat

Knorpel | Knochen

Bewegungsapparat

Curcuma | Astaxanthin | Glucosaminsulfat

Chondroitinsulfat Curcuma | Astaxanthin | Vitamine | Glucosaminsulfat

und Spurenelemente

Chondroitinsulfat | Vitamine und Spurenelemente

Energiestoffwechsel

Testosteronspiegel

Energiestoffwechsel

L-Arginin Testosteronspiegel

| L-Carnitin | OPC | Coenzym Q10

Astaxanthin L-Arginin | L-Carnitin | Maca | Safran | OPC | | Coenzym Granatapfel Q10

Vitamine Astaxanthin und | Spurenelemente

Maca | Safran | Granatapfel

Vitamine und Spurenelemente

Gedächtnis | Konzentration

Herz-Kreislauf

Gedächtnis | Konzentration

Phospholipide Herz-Kreislauf | EPA & DHA

Astaxanthin

Phospholipide | EPA & DHA

Astaxanthin

Augen | Sehkraft

Lutein Augen | Zeaxanthin | Sehkraft

Astaxanthin Lutein | Zeaxanthin | OPC | Heidelbeer-Extrakt

Astaxanthin | Vitamin OPC | Heidelbeer-Extrakt

| Vitamin

B2

B2

Nerven | Psyche | Antimüdigkeit

Curcuma Nerven | Astaxanthin Psyche | Antimüdigkeit

Q10 Curcuma | L-Carnitin | Astaxanthin | B-Vitamine

Magnesium Q10 | L-Carnitin | Zink | B-Vitamine

Magnesium | Zink

Schweizer Hausapotheke 5-2019

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WORTWEISE

Willensfreiheit

«Der Mensch kann zwar tun, was er will, er kann aber nicht wollen, was er will.»

Ich muss schon zweimal hinhören – oder

nachlesen –, bevor sich mir dieses Zitat von

Arthur Schopenhauer restlos erschliesst.

Dann überfällt mich aber gleich die alte Frage,

die mich seit meiner Jugend beschäftigt:

Besitzt der Mensch einen freien Willen oder

ist sein Handeln in irgendeiner Weise fremdbestimmt,

sei es nun genetisch oder durch

eine höhere Macht?

Mir fällt eine Anekdote über Napoleon ein. Da

er ständig vom Schicksal redete, wurde er einmal

gefragt, warum er dann überhaupt noch

nachdenke und plane. Er antwortete: «Weil es

das Schicksal ist, das will, dass ich plane.»

Im Grunde genommen spielt es keine Rolle,

ob ich jederzeit frei entscheide oder ob mein

Leben einem Drehbuch gleich aufgeschrieben

ist; und ich nichts weiter bin als ein Schauspieler

auf der Weltbühne, der ein Drama – zuweilen

eher ein verworrenes Lustspiel – nach

den Anweisungen eines ihm nicht wahrnehmbaren,

mysteriösen Regisseurs darbietet. Da

ich nicht weiss, welche Variante zutrifft, bleibt

mir nichts anderes übrig, als Entscheidungen

nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen.

Manchmal ziehe ich es allerdings vor, an die

Vorbestimmung und Lenkung durch eine

höhere Macht zu glauben, in der Hoffnung,

dieser Puppenspieler, der die Fäden zieht,

sei weiser und vorausschauender als wir

Menschen. Die Vorstellung, dass jeder dank

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FORMIX ® Umweltfreundlich und effizient.

seines freien Willens auf das Weltgeschehen

einwirken kann, ist nämlich ganz schön

beängstigend – vor allem in der gegenwärtigen

Zeit der selbstverliebten, verblendeten,

machtbesessenen Herrscher in West und Ost.

Aber natürlich sträubt sich dabei auch etwas

in mir: Ich will doch nicht nur eine Marionette

sein! Ich will selbst über mein Leben bestimmen.

Ich will Fehler machen und daraus

lernen. Ich will Gutes tun und wissen, dass ich

mich frei dafür entschieden habe. Obwohl mir

natürlich klar ist, dass mein freier Wille und

alle meine Bemühungen nicht zwangsläufig

zu den angestrebten Ergebnissen führen.

Andererseits fällt mir mitunter ja auch etwas

in den Schoss, wofür ich meinen Willen nicht

eingesetzt und überhaupt nichts getan habe.

Also was nun? Vorbestimmung oder freier

Wille? Vielleicht einfach nur zwei Seiten der

gleichen Medaille, hier freier Wille und dort

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Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin

von Fachbüchern über Selbstliebe,

Karma Yoga und Spiritualität.

Webseite der Autorin: www.selbstliebe.ch

36 Schweizer Hausapotheke 5-2019


GEMMOTHERAPIE

Hypericum perforatum

Echtes Johanniskraut

Um die Sommersonnenwende herum beginnt das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum)

zu blühen. Seine Blüten eifern dabei der Sonne nach, die goldgelben Blütenblätter und die strahligen

Staubblätter sind ein pflanzliches Abbild unseres lebensspendenden Zentralgestirns.

Das Johanniskraut ist eine der geheimnisvollsten

und mächtigsten einheimischen

Heilpflanzen, umrankt von vielerlei Sagen.

Die «Löchlein» in den Blättern, die zum lateinischen

Namen «perforatum» verhalfen, sind

Öldrüsen. Der Sage nach stammen sie jedoch

vom Teufel persönlich, der das Johanniskraut

in grenzenloser Wut über dessen grosse Heilkräfte

zerstochen hat.

Zerreibt man die goldgelben Blüten zwischen

den Fingern, tritt purpurroter Saft

aus, was ihm zu Namen wie Blutkraut oder

Herrgottsblut verhalf – und zum Nimbus einer

magischen Pflanze. Sie sollte alles Böse vertreiben,

das Vieh vor Zauber schützen, Blitzschlag

abwehren, ja gar Gewitter auflösen.

Zudem diente sie als Liebesorakel: Ein verliebtes

Mädchen musste an seinen Verehrer

denken und gleichzeitig Johanniskrautblüten

ausdrücken. Trat roter Saft heraus, war die

Liebe gegenseitig, bei farblosem Saft nicht.

Da kann man nur hoffen, dass die jungen

Frauen botanisch so versiert waren, dass sie

das Echte Johanniskraut gepflückt hatten

und keine verwandte Art.

Die rote Farbe stammt vom Hauptwirkstoff

Hypericin. Weitere Inhaltsstoffe sind das antibakteriell

wirkende Hyperforin, ätherische

Öle, entzündungshemmende Flavonoide,

Anthocyanidine, Gerbstoffe, Harz und Bitterstoffe.

Johanniskraut wurde 2015 zur Heilpflanze

des Jahres erkoren und gilt als eine

der bestuntersuchten Arzneipflanzen; doch

die Wirkungsmechanismen sind bis heute

nicht vollständig geklärt. Man weiss jedoch,

dass die Reizübertragung in den Nerven verbessert

wird. Hypericin verlangsamt zudem

den Abbau des Gewebehormons Serotonin;

der Serotoninspiegel bleibt auf einem höheren

Niveau, was zu einem ausgeglichenen

Gemütszustand führt. Hypericin wird auch

in der Krebsforschung eingesetzt, da es sich

um Tumorzellen herum sammelt. Unter Lichteinfluss

bildet es Sauerstoff-Radikale und

zerstört so die entarteten Zellen. Man darf

gespannt sein, ob sich daraus eine anwendbare

Therapie ergibt.

Die Lichtpflanze Johanniskraut hat aber auch

ihre Schattenseiten: Sie erhöht die Lichtempfindlichkeit

der Haut und kann bei ausgedehnten

Sonnenbädern zu Hautrötungen

und Bläschen führen. Das ist allerdings nur

bei sehr hohen Dosierungen möglich. Zudem

beschleunigt Johanniskraut den Abbau gewisser

Medikamente wie Immunsuppressiva,

Chemotherapeutika und orale Verhütungsmittel

und verringert so deren Wirkung.

Stabilität und Belastbarkeit

In der Volksmedizin nahm Johanniskraut

stets eine wichtige Stellung ein. So gehörte

ein Ölauszug der Blüten zur medizinischen

Grundausstattung in jedem Haushalt. Dazu

werden Johanniskrautblüten in Olivenöl eingelegt

und an die Sonne gestellt. Nach einigen

Wochen nimmt das Öl eine tiefrote Farbe

an. Es hilft bei Verbrennungen und Sonnenbrand,

bei schlecht heilenden Wunden, aber

auch bei Neuralgien, Gürtelrose, Gelenk- und

Ischiasschmerzen. Johanniskraut ist überall

dort angezeigt, wo Nerven verletzt sind, es

wird deshalb auch als «Arnika der Nerven»

bezeichnet. Das Öl kann auch innerlich

verwendet werden, etwa bei entzündlichen

Magen- und Darmleiden.

Johanniskraut wächst an sonnigen, trockenen

Plätzen entlang von Wegen, an Waldrändern,

in Wiesen und auf Ruderalflächen. Sein Stengel

wirkt viel zu kräftig für die zarten Blätter

und Blüten und weist auf ein wichtiges Thema

von Johanniskraut hin: Stabilität und Belastbarkeit.

Paracelsus lobte die Pflanze in höchsten

Tönen, nannte sie ein Universalheilmittel,

das die Macht habe, alle Krankheiten zu besiegen.

Er erkannte bereits die Eigenschaft der

Pflanze, Licht ins Dunkel der Seele zu bringen,

und setzte sie gezielt bei Melancholie und bei

«Phantasmen» (Geisteskrankheiten) ein. Auch

heute kennt man Johanniskraut vor allem als

Mittel bei Depressionen. Es verleiht Ruhe und

Gelassenheit, hilft bei nervöser Erschöpfung,

geistiger und körperlicher Schwäche, Ruhelosigkeit

und Reizüberflutung.

In der Gemmotherapie werden die Blütenknospen

verwendet. Die Essenz löst

stressbedingte Verspannungen der Verdauungsorgane,

hilft bei nervösen Magen- und

Darmbeschwerden, lindert Angstzustände

und depressive Verstimmungen. Sie aktiviert

den Stoffwechsel, verbessert die Zellatmung,

lindert die Folgen von Gehirn- und Rückenmarksverletzungen

– auch bei Schleudertrauma

– und hilft bei Rückenschmerzen und

Neuralgien. Bei geistiger Erschöpfung gibt

Johanniskraut neue Energie, facht das innere

Feuer wieder an und bringt die Freude am

Tätigsein zurück. Das hilft auch bei Stress

und Burnout-Symptomen. Beschwerden, die

auf Wetterfühligkeit zurückgehen, sind ein

weiteres Anwendungsgebiet, ebenso das

Restless-Legs-Syndrom. Johanniskraut hat

eine starke Verbindung zum Sonnengeflecht,

es löst körperliche und seelische Anspannungen

und verleiht ein

Gefühl der Leichtigkeit.

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».

Schweizer Hausapotheke 5-2019 37


1

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(Betreff: Wettbewerb Jubiläum 5)

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Teilnahme per E-Mail: service@schweizerhausapotheke.ch

(Betreff: Wettbewerb Jubiläum 5)

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Modeströmungen in der Pflegekosmetik in all diesen Jahrzehnten

nicht von seiner Überzeugung, dass Naturkosmetik zukunftsweisend

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38 Schweizer Hausapotheke 5-2019

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Veränderungen im Hormonhaushalt

begünstigen trockene Augen

In den Wechseljahren oder während

einer Schwangerschaft kann

sich bei Frauen Augentrockenheit

einstellen.

Trockene Augen sind ein häufiges

Leiden, das sich in Kribbeln, Brennen,

Tränen, Ermüdung der Augen,

Sehstörungen, roten Augen und

oft in einem Gefühl von Sand oder

Fremdkörpern unter dem Augenlid

äussert. Mindestens 10 Prozent aller

Frauen sind früher oder später

davon betroffen; in der Menopause

kann dieser Wert bis auf 30 Prozent

ansteigen.

Was sind die Gründe dafür?

Hauptsächlich hormonelle Veränderungen,

bestimmte Medikamente

– darunter Antidepressiva und

Mittel gegen Bluthochdruck – sowie

das natürliche Altern des Augengewebes.

Menge und Qualität

der Tränenflüssigkeit nehmen ab,

sodass diese ihre nährende und

schützende Rolle nicht mehr voll

wahrnehmen kann. Dies führt zu

mikroskopisch kleinen Verletzungen

der Hornhaut. Bildlich gesprochen

ist deren Oberfläche glatt und

glänzend wie eine frisch geputzte

Eisbahn; wenn das Auge sehr trocken

ist, dann sieht sie aus, als ob

darauf ein Hockeymatch gespielt

worden wäre.

Ich habe trockene Augen – wieso

tränen sie trotzdem?

Bei Reizungen beginnt unser Auge

automatisch zu tränen; allerdings

sind dies nicht genau dieselben

Tränen, wie sie zum Schutz der

Hornhaut gebildet werden. Sie

schützen das Auge nicht vor Trockenheit.

Welche Auswirkungen haben

Hormonersatztherapien auf

trockene Augen?

Diese Debatte wird sehr kontrovers

geführt: manche Untersuchungen

weisen Verbesserungen, andere

hingegen Verschlechterungen

nach.

Wie werden trockene

Augen behandelt?

Man kann sich mit simplen Vorsichtsmassnahmen

davor schützen:

die Luft befeuchten, genügend

trinken, Klimaanlagen und

Reize wie Zigarettenrauch oder

Make-up auf dem unteren Augenlid

vermeiden.

Gibt es auch Medikamente?

Das Leiden an sich lässt sich nur

selten heilen. Zur Linderung werden

künstliche Tränen eingesetzt,

die als Gleitmittel dienen und die

Augenoberfläche mit Flüssigkeit

versorgen und damit schützen.

Meistens werden Augentropfen auf

Hyaluronsäurebasis verschrieben,

einer Substanz, die natürlicherweise

in unserem Körper vorkommt und

die Wundheilung fördert.

Welche Tropfen wählt

man am besten?

Die Tropfen müssen der Situation

angepasst sein: leichte, mittlere,

schwere Augentrockenheit, solche

für Kontaktlinsenträgerinnen

und andere mehr.

Verzichten Sie auf Augentropfen

mit Konservierungsmitteln. Die Vergütung

durch die Krankenkasse

sagt nichts über die Wirksamkeit

künstlicher Tränen aus.

Dr. André Dosso,

Augenarzt FMH, Genf

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 39


Zivilisationskrankheiten

als Herausforderung

Wir sollten und können für unsere eigene Gesundheit selbst viel tun.

Was das Publikum vorgängig zur Mitgliederversammlung

2019 der NVS Naturärzte

Vereinigung Schweiz von zwei Gesundheitsund

Ernährungsfachleuten zu hören bekam,

war brisant. Prof. Dr. Dr. Fred Harms und Prof.

Dr. Dorothee Gänshirt sprachen zum Thema

«Herausforderung Zivilisationskrankheiten –

Relevanz organischer Mikronährstoffe und

Nutraceuticals».

Alarmierende Zahlen

Vorerst gab Professor Harms einen Überblick

über die rapide Zunahme der Zivilisationskrankheiten

in den modernen Industrieländern.

«Übergewicht» war 1985 auch in den USA

noch kaum ein Thema. Seither nahm es jedoch

nicht nur dort dramatische Ausmasse an,

gefolgt von einer drastischen Zunahme von

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Die USA benötigen heute nurmehr vier Jahre,

um eine Stadt in der Grössenordnung von New

York mit ihren rund 8,6 Millionen Einwohnern

mit zusätzlichen Patienten mit Gefässerkrankungen

und Diabetes Typ 2 zu füllen.

Aber auch in der Schweiz sind die Verhältnisse

alarmierend: Hier dauert es sechs Jahre,

bis wir eine Stadt wie Bern, in der 142 500

Menschen wohnen, mit neuen Gefäss- und

Diabetes-Patienten gefüllt haben. In der

Schweiz, Deutschland und Österreich werden

diese beiden Erkrankungen insgesamt jeden

Tag bei 2000 Personen neu diagnostiziert. Die

diesbezüglichen Behandlungskosten in diesen

Ländern werden 2035 so hoch sein, wie es

heute die gesamten Gesundheitskosten sind.

Medikamente als «Mikronährstoffräuber»

Zugespitzt wird die Problematik der Herz-

Kreislauf- und Diabetes-Erkrankungen

dadurch, dass die heutigen Medikamente – so

wichtig und hilfreich sie im Einzelfall sind – das

vor allem betroffene System der Mikrogefässe

gar nicht erreichen. Sie wirken sich sogar oft

negativ auf jene natürlichen Stoffe aus, die in

unserem Organismus bis hinein in die Mikrogefässe

eine positive Wirkung entfalten – auf

Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe

aus möglichst naturbelassenen

Lebensmitteln. Wegen der herkömmlichen

Medikamente gegen all unsere chronischen

Krankheiten kann unser Organismus diese

lebenswichtigen Stoffe schlechter aufnehmen

und verarbeiten.

Wie vor allem Frau Professor Gänshirt betonte,

genügt es auch nicht, Vitamine und Mineralien

künstlich zu ergänzen. Synthetische Vitamine

und Mineralstoffe sind zwar billig, aber weder

von ihrer Struktur noch von den Begleitsubstanzen

her mit solchen aus natürlichen Quellen

vergleichbar. Das hat bei vielen Ärzten zu

Ratlosigkeit, aber auch zu einem allmählichen

Umdenken geführt. In der Naturheilkunde sind

demgegenüber eine holistische Sichtweise

und das Wissen über tatsächliche Lösungsansätze

schon sehr viel verbreiteter.

Zurück zur Natur

«Der beste Arzt ist die Natur, sie heilt nicht

nur, sondern spricht auch nicht schlecht über

ihre Kollegen», gab Frau Gänshirt im Hinblick

auf die nachhaltige Förderung der Gesundheit

und auf ein auch in Zukunft finanzierbares

Gesundheitswesen zu bedenken. Eine

zentrale Rolle spielt dabei unsere Ernährung.

Zum Beispiel, den Konsum von Früchten und

Gemüse von den heute empfohlenen fünf auf

zehn Portionen zu erhöhen, bedeutet gemäss

einer englischen Studie aus dem Jahr 2017:

24 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

33 Prozent weniger Schlaganfälle,

28 Prozent weniger Herzinfarkte, 13 Prozent

weniger Krebsfälle und 31 Prozent weniger

vorzeitige Todesfälle.

Mit anderen Worten, über eine gesunde, naturbelassene

Ernährung können wir grossen

Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen. Das

Gleiche gilt für genügend Bewegung: «Das

beste Medikament, das wir heute haben,

ist nicht so effizient wie 1000 Schritte pro

Tag», meinte hierzu Professor Harms; und

hob gleichzeitig hervor, wie wichtig eine gute

Beziehung zwischen Arzt/Therapeutin und

Patient auch als Motivationsfaktor ist. Falls

fehlende Mikronährstoffe ergänzt werden

sollten, ist es wichtig darauf zu achten, dass

sie im Sinne von sogenannten Nutraceuticals

aus natürlichen Quellen stammen und die

entsprechenden Begleitstoffe enthalten.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Lesen Sie mehr zu den beiden hochinteressanten

Vorträgen von Herrn Professor

Harms und Frau Professor Gänshirt im

NVS Magazin auf www. nvs.swiss. Unter

www.patientenfuchs.ch finden Sie

zudem interessante Tipps, wie Sie Ihre

Gesundheit fördern können.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär- und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden

oder Fachrichtungen, sondern sämtliche Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden, müssen die Praktizierenden

die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen. Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien.

Die NVS-A-Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

40 Schweizer Hausapotheke 5-2019


Warum die Bouillon

mehr als eine Suppe ist

New York hat die Bouillon als Trendgetränk

längst entdeckt. Vor den

kultigen Brodo-Läden stehen

die Leute bereits zum Frühstück

Schlange. Die Bouillon im to-go-

Becher gilt als Geheimtipp für eine

moderne, trendige, gesundheitsbewusste

Ernährung. Schauspieler,

Geschäftsleute und andere Gesundheitsbewusste

schwören auf

die Wirkung ihrer Bouillon. Doch

was steckt wirklich dahinter?

Es ist effektiv so, dass die Bouillon

mehr ist als Suppengrundlage und

Würzmittel. Eigentlich ist sie auch

schon lange bekannt und nicht

etwa eine völlig neue Entdeckung.

In den letzten Jahren ist die Bouillon

als Snack oder als kleine Mahlzeit

in unseren Kreisen jedoch immer

mehr in Vergessenheit geraten. Früher

konnte man an fast jedem Kaffeeautomaten

auch eine Bouillon

wählen. Dies ist heute nicht mehr

der Fall. Zu Unrecht, wie wir finden.

Als schneller, gesunder Imbiss mit

wenig Kalorien und hervorragendem

Geschmack eignet sie sich für ganz

unterschiedliche Zwecke:

sorgt werden. Zudem ist es wichtig,

dem Körper das ausgeschwitzte

Salz wieder zuzuführen und dies

direkt nach dem Sport auf magenschonende

Weise. Produkte, die

im Spitzensport verwendet werden,

bringen für den normalen Alltagssportler

meist zu viel Energie.

Smoothies liefern Energie, jedoch

auch eine gute Portion Fruchtzucker.

Mit einer Trinkbouillon hingegen

gelingt der Ausgleich von

Salz und Flüssigkeit hervorragend

und auf sehr natürliche, schonende

Art und Weise, ohne dabei überschüssige

Kalorien oder übermässig

andere Stoffe, die der Spitzensportler

braucht, zu liefern.

schafft auch hier Abhilfe. Sie liegt

nicht schwer auf, gibt aber die nötige

Power für den Nachmittag.

Power über den Tag

Wer kennt es nicht: Man müsste

unbedingt noch dies oder das erledigen,

kann sich jedoch kaum

mehr konzentrieren. Eine Tasse

Bouillon wirkt Wunder und belebt

Körper und Geist. Sie wärmt und

stärkt von innen und verleiht den

nötigen Kick, um sich wieder konzentrieren

zu können.

Bei Magen-Darmgrippe

Bei Magen-Darmbeschwerden

empfiehlt sich eine warme Bouil-

aus fünf ganz unterschiedlichen,

spannenden Geschmacksrichtungen,

die für Abwechslung sorgen.

Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker,

Zucker oder andere unerwünschte

Stoffe sucht man auf

der Zutatenliste vergebens: Das

Power Powder enthält rein gar

nichts ausser schonend getrockneten

Kräutern, Gemüse, Meersalz

und Maisstärke. Es ist zudem vegan,

glutenfrei und ohne Maltodextrin.

Ein echter Geheimtipp für all

jene, die die Vorteile einer Bouillon

als Drink zu schätzen wissen und

ihr Getränk ohne Aufwände und

Planung immer griffbereit haben

möchten.

Hilfe beim Abnehmen

Eine Tasse Bouillon – vor allem in

der fettfreien Variante – beinhaltet

wenige Kalorien, reduziert aber

zuverlässig das Hungergefühl. Als

Mahlzeitenersatz oder vor einer

Mahlzeit, um ein schnelleres Völlegefühl

zu erreichen, ist eine Bouillon

ideal. Sie liefert viel Flüssigkeit

und zudem wichtige Mineralstoffe

und Vitamine. Man muss die Mahlzeit

aber nicht unbedingt ausfallen

lassen: Bereits das Trinken einer

Bouillon vor der Hauptmahlzeit

lässt einem beim Hauptgang weniger

grosszügig zugreifen, ohne

dass man das Gefühl hat, verzichten

zu müssen.

Nach dem Sport

Nach dem Sport sollte der Körper

mit ausreichend Flüssigkeit ver-

Als gesunde, schnelle und

unkomplizierte Mahlzeit

Hat man einmal wenig Zeit für

ein gesundes Essen oder keine

Lust zu kochen, greift man oft zu

Snacks. Viele dieser Snacks sättigen

jedoch nicht lange. Sie treiben

aufgrund der meist kurzkettigen

Kohlenhydrate den Insulinspiegel

rasch in die Höhe, dieser

sinkt jedoch auch sehr schnell

wieder, weshalb es meist nicht bei

einem Snack bleibt, sondern immer

wieder genascht wird. Eine Tasse

Bouillon hingegen schmeckt genauso

gut, ohne viele Kalorien zu

liefern, und sättigt für längere Zeit.

Generell führt bei vielen Menschen

ausgiebiges Essen am Mittag zu

Müdigkeit. Eine leichte Bouillon

lon. Sie ist gut verträglich und hilft,

den Flüssigkeits- und Salzverlust

zu kompensieren.

Ob Trend oder nicht – Bouillon ist

effektiv mehr als nur eine Würze.

Ob dies immer als to-go-Variante

aus dem Trendlokal sein muss,

oder ob dazu zu einem Beutel gegriffen

wird, spielt dabei kaum

eine Rolle, solange die Bouillon

im Beutel neben den wertvollen

Inhaltsstoffen ohne Zusatzstoffe

auskommt.

Ein Geheimtipp dazu von uns: Der

Schweizer Lebensmittelhersteller

Morga lanciert diesen Monat

die neue Linie «Power Powder».

Die Power Powder-Linie besteht

Sabrina Fankhauser

ist Filialleiterin im

Reformhaus Ruprecht

im Breitenrain in Bern.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 41


Ohne Antibiotika

Rund die Hälfte der Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Blasenentzündung.

Betroffen sind vor allem junge Frauen und Frauen nach der Menopause. In vielen Fällen können

Blasenentzündungen ohne Antibiotika behandelt werden.

Bei jüngeren Frauen können Harnwegsinfektionen

durch verschiedene Ursachen ausgelöst

werden. Dr. Daniele Perucchini vom

Blasenzentrum in Zürich erklärt: «Die kurze

Harnröhre, die sexuelle Aktivität, aber auch

Verhütungsmittel – zum Beispiel Kondome mit

spermienabtötendem Gel und die Spirale –

können Harnwegsinfekte begünstigen.»

Bekannt ist auch, dass ein Body-Mass-Index

von über 30 und Kälte das Risiko für diese

Infektion erhöhen. Ältere Frauen erkranken

häufig an Blasenentzündungen, weil ihr Östrogenspiegel

in den Wechseljahren sinkt, was

zu einer Veränderung des Scheidenmilieus

führt. Der pH-Wert im Intimbereich steigt, sodass

sich Keime leichter vermehren können.

Ein weiterer Risikofaktor für Harnwegsinfektionen

ist eine Blasensenkung. Davon sind vor

allem ältere Frauen betroffen.

Symptome erkennen

Bei jüngeren Frauen verursacht eine Blasenentzündung

starke Schmerzen beim Wasserlösen.

Betroffene müssen ständig zur Toilette,

und manchmal findet sich Blut im Urin. Ältere

Frauen haben oft weniger akute Symptome

und konsultieren ihren Arzt meist dann, wenn

der Urin auffällig riecht oder wenn sie unspezifische

Schmerzen in der Blase verspüren.

«10 bis 15 Prozent der von Blasenentzündungen

betroffenen Frauen leiden immer wieder

an dieser lästigen Infektionskrankheit, die die

Lebensqualität stark beeinträchtigen kann»,

weiss Daniele Perucchini.

42 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Antibiotikaresistenzen nehmen zu

Früher wurden bei einer Blasenentzündung

meist sofort Antibiotika verschrieben. Der

häufige Einsatz blieb nicht ohne Konsequenzen:

Werden Antibiotika zu oft oder falsch

eingenommen, können Bakterien resistent

werden. In den letzten Jahren haben sich

einige Bakterien zunehmend angepasst

und gelernt, der Wirkung von Antibiotika zu

widerstehen und sich zu vermehren. Dadurch

bleiben immer mehr Antibiotika wirkungslos.

Das Bundesamt für Gesundheit ist besorgt

über diese Entwicklung: Bereits 2015 hat

es zusammen mit anderen Bundesämtern

eine nationale Strategie gegen Antibiotikaresistenzen

lanciert. Im vergangenen Herbst

startete zudem eine breite Sensibilisierungskampagne.

Damit informiert der Bund über

die Bedeutung von Antibiotika, die Risiken

resistenter Bakterien und die korrekte Anwendung

dieser Medikamente.

Es gibt Alternativen

Auch bei den wichtigsten Erregern für Blasenentzündungen,

den E. coli-Bakterien, haben

Resistenzen deutlich zugenommen. Heute

weiss man, dass die meisten Blasenentzündungen

unkompliziert verlaufen und sich auf

die unteren Harnwege beschränken. Doch

welche Alternativen bieten sich zur Behandlung

an? Bewährt hat sich laut Daniele Perucchini

die pflanzliche Therapie mit Bärentraubenblättern,

deren Wirkstoff Arbutin diverse

Bakterien abtötet, Entzündungen hemmt und

dafür sorgt, dass sich die Erreger nicht in

der Schleimhaut der Blase einnisten können.

Um diese Wirkung zu erzielen, ist jedoch

gemäss den Empfehlungen der Europäischen

Wissenschafts-Kooperative für Phytotherapie

eine Mindestdosis von 400 mg Arbutin pro

Tag empfohlen. Bärentraubenblätter-Extrakt

ist heute in Tablettenform oder als Tee in Apotheken

und Drogerien erhältlich. Auch Kapuzinerkresse

hilft bei Harnwegsinfekten.

Der Spezialist setzt auch D-Mannose bei seinen

Patientinnen ein. Dieser in der Natur vorkommende

Einfachzucker verhindert, dass

sich die Bakterien an die Schleimhaut binden

können. Bei wiederkehrenden Blaseninfektionen

verschreibt er manchen Patientinnen ein

Medikament zur Stimulation des Immunsystems,

das abgetötete Escheria-coli-Bakterien

enthält und ähnlich wie eine Impfung wirkt.

Bei manchen Patientinnen injiziert Daniele

Perucchini eine Lösung aus Hyaluronsäure

und Chondroitinsulfat direkt in die Blase, was

die Blasenwand schützt. Bei Frauen nach

der Menopause, die an wiederkehrenden Blaseninfekten

leiden, helfen lokalanwendbare

Östrogenpräparate, das Krankheitsrisiko zu

reduzieren.

Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin

eines Elternratgebers. Als freie Autorin

schreibt sie über diverse Themen.


Kein Tabuthema

Wenn die Blase nicht dichthält

Viele Menschen sind davon betroffen,

aber niemand spricht darüber:

Wenn man das Wasser nicht

mehr halten kann. Blasenschwäche

wird immer noch schamhaft

verschwiegen.

Schon wieder ist es passiert: Beim

Niesen, Husten oder Lachen sind

einige Harntropfen entwischt. Laut

der Schweizerischen Gesellschaft

für Blasenschwäche ist etwa jede

vierte Frau und jeder zehnte Mann

von Blasenschwäche betroffen.

Das stellt für viele Betroffene ein

grosses soziales und hygienisches

Problem dar. Denn es geschieht

auch beim Heben von Gewichten,

beim Treppensteigen oder beim

Sport. Selbst beim Sex kann es zu

unkontrolliertem Urinverlust kommen.

Für die Betroffenen ist das

ausserordentlich peinlich. Sie verlieren

das Vertrauen in ihren Körper

und machen sich ständig Sorgen,

eventuelle Flecken auf der Kleidung

oder der charakteristische

Geruch könnten sie verraten und

den Eindruck von mangelnder Hygiene

hinterlassen. So trauen sie

sich immer weniger ausser Haus

und verlieren den Anschluss an

das soziale Leben. Gesellschaftliche

Anlässe, Theater oder Kinobesuche

werden gemieden, auf längere

Ausflüge wird verzichtet; aus

Angst, es nicht mehr rechtzeitig

auf die nächste Toilette zu schaffen.

Die Scham verhindert, dass Betroffene

darüber sprechen – und

so bestimmt die Blase immer mehr

ihr Leben.

Wirksame Abhilfe mit

Homöopathie

Natürliche Unterstützung gibt es

durch die Globuli und Tropfen von

Blasosan. Blasosan ist ein homöopathisches

Arzneimittel und wird

bei Harnträufeln, häufigem Harnabgang

(auch in der Nacht), Erschlaffung

des Blasenschliessmuskels

im Alter, Reizblase und

Blasenschwäche angewendet. Es

setzt sich aus bewährten und sich

ergänzenden Wirkstoffen zusammen.

Blasosan lässt sich gut mit

anderen Medikamenten kombinieren

und ist frei von Nebenwirkungen.

Dadurch eignet es sich auch

ideal für eine Langzeitbehandlung.

Blasosan Globuli und Tropfen helfen

rasch und zuverlässig. Schon

nach wenigen Tagen verbessert

sich die Kontrolle über die Blase,

und Urintropfen werden seltener.

Die Sicherheit und das Vertrauen

in den eigenen Körper kehren zurück

und die Lebensqualität erfährt

eine deutliche Steigerung. Endlich

kann man sich wieder ungehemmt

bewegen, ohne Bedenken ins Theater

oder Kino gehen und wieder einmal

aus vollem Hals lachen, ohne

«nasse» Überraschungen mit entsprechender

Geruchsbildung befürchten

zu müssen.

Dies sind zugelassene Arzneimittel.

Lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsinhaberin: Tentan AG,

4452 Itingen

Beim Kauf einer Packung Blasosan® Globuli oder Blasosan® Tropfen

erhalten Sie einen Rabatt von CHF 3.–.

Einlösbar in Ihrer Apotheke oder

Drogerie. Angebot gültig bis

31. August 2019.

Händlerhinweis: Bitte Bon mit

Kassenbeleg aufbewahren.

Wird durch den Aussendienst

der Firma Tentan AG vergütet.

Schweizer Hausapotheke 5-2019 43


chronischer unterbauchschmerz und weibliche beckenbodenstörung

Ein verkanntes Problem

Gemäss internationaler Beobachtungsstudien

leiden zirka zehn Prozent

aller Frauen unter Schmerzen

im Beckenbodenbereich, die

länger als sechs Monate anhalten

und nicht den typischen, bekannten

Krankheiten – wie zum Beispiel

Periodenschmerzen, Endometriose

oder Infektionen – zugeordnet

werden können.

Noch schlimmer: Mindestens jeder

zweiten betroffenen Frau kann –

trotz mehrfacher ärztlicher Konsultation

– keine konkrete Diagnose

gestellt werden, um eine entsprechende

Therapie einleiten zu

können. Auch wenn in der Schweiz

noch keine Daten aus grösseren

epidemiologischen Studien vorliegen,

zeigt uns die klinische Erfahrung

doch bereits, dass auch bei

uns etliche Frauen unter diesen

Symptomen leiden, die allzu häufig

auf ein psychisches oder psychosomatisches

Leiden zurückgeführt

werden. Diese Patientinnen tendieren

zu auffällig häufigen Arztbesuchen

oder zum Arztwechsel,

und auch ihre privaten und beruflichen

Aspekte können unter dieser

Situation leiden.

Der Beckenboden als

Schmerzursache

Der weibliche Beckenboden ist ein

komplexer und vielen Ansprüchen

ausgesetzter Bereich. In engem

Kontakt mit dem muskulären Kern

des Beckenbodens befinden sich

verschiedene Organe aus diversen

Systemen des Körpers: Die weiblichen

Geschlechtsorgane (Gebärmutter,

Eierstöcke, Scheide), der

untere Harntrakt (Harnblase, Harnröhre),

der Verdauungstrakt (Mastund

Enddarm, analer Schliessmuskel),

Gelenke und Muskelgruppen

(Hüftgelenk, M. piriformis, M. gluteus),

Nerven und Gefässe, die sowohl

für die Versorgung des Unterleibs

und der unteren Extremitäten

als auch für die Sexualfunktion verantwortlich

sind. All diese Strukturen

sollen in anatomischer Korrektheit

und funktionellem Einklang

«arbeiten».

Unterschiedlich belastende Faktoren

können diese harmonische

Zusammenarbeit jedoch empfindlich

stören: Verletzungen (etwa

nach einer Operation oder einer

schweren Geburt), akute oder

chronische Infektionen (wie Blasen-

oder Darmentzündungen,

Infektionen der Eileiter), chronische

Belastung des Beckenbodens

(Übergewicht, Schwangerschaften,

Hochleistungssport),

systemische Erkrankungen (wie

Diabetes, Multiple Sklerose), aber

auch die Alterung des Bindegewebes.

All diese Faktoren, die wohl

meist in Kombination und seltener

einzeln auftreten, können zu einer

Beckenboden störung führen. Dieses

Problem kann dann bei den

betroffenen Frauen verschiedene

Störungen auslösen – von Inkontinenz

und Organvorfall bis hin zu

Blasen- und Darmentleerungsstörung

und Schmerzen.

Diese Schmerzen wiederum können

im Urogenital-, Scham- oder

Analbereich wahrgenommen werden,

sind meist dumpf und langanhaltend

und sprechen weniger gut

als akute, krampfartige Schmerzen

auf die üblichen Schmerzmittel

an. Neue Untersuchungen

haben gezeigt, dass ein Grossteil

dieser Schmerzen auf eine pathologische

Reaktion (Verspannung)

der Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen

ist. In vielen Fällen

jedoch bleibt – auch nach etlichen

Untersuchungen – die Ursache der

Schmerzen unerkannt.

Wie kann der Arzt helfen?

Eine genaue Untersuchung durch

auf Beckenbodenfunktionsstörungen

spezialisierte Ärztinnen oder

Ärzte kann die Schmerzursache

aufdecken. Eine sehr schmerzhafte

Muskulatur mit Reproduktion der

Beschwerden während des Abtastens,

ein verspannter Beckenboden,

aber auch die Entdeckung der

sogenannten «Triggerpunkte» können

hinweisend für die Diagnose

sein. Triggerpunkte sind empfindliche

Stellen in einem tastbar verspannten

Bündel von Muskelfasern.

Natürlich sollten im voraus

bösartige, entzündliche oder andere

Krankheiten ausgeschlossen

werden, weswegen die Zusammenarbeit

zwischen Ärzten unterschiedlicher

Fachrichtungen von

grosser Bedeutung ist. In unserer

Klinik arbeiten wir dazu sehr eng

mit den Kollegen zum Beispiel aus

der Chirurgie, Urologie und Neurologie,

aber auch mit vielen Hausärzten

zusammen, um unseren Patientinnen

die optimale Behandlung

anbieten zu können.

Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten?

Die Daten zeigen es ziemlich klar:

Es gibt keine einzelne Therapie, die

für alle Patientinnen gleich erfolg-

44 Schweizer Hausapotheke 5-2019


eich ist. Deswegen ist das ärztliche

Gespräch von grosser Bedeutung,

um die individuellen Beschwerden,

die Ziele und Wünsche der Patientin

zu identifizieren und zu definieren.

Wichtig dabei ist, sich nicht

nur auf das Hauptsymptom zu konzentrieren

– in diesem Fall auf den

Schmerz –, sondern die gesamte

Beckenbodenfunktion im Blick zu

haben.

Der Kern der Behandlungsmöglichkeiten

ist ohne Zweifel die Physiotherapie.

Diese spielt nicht nur

in der Linderung der Symptome

eine zentrale Rolle, sondern auch

in der Vorbeugung der Aspekte,

die zum Wiederauftreten der Beschwerden

nach der Therapie führen

können. Zum Glück gibt es in

Tentan der Schweiz AG ein gutes Netz von

professionellen und hochqualifizierten

Physiotherapeutinnen und

Leucen EST_Pic Roll-on

Inserat_Hausapotheke

Physiotherapeuten, mit welchen

wir deutsch erfolgreich und auf hohem

Niveau arbeiten können.

Physiotherapie allein allerdings

ist nicht immer ausreichend. Hier

kommen dann interprofessionelle

und multimodale Therapiemöglichkeiten

zum Einsatz: Diät und

Gewichtsreduktion, Lifestyle-Modifikation

und -Beratung, Behandlung

gynäkologischer, urologischer

oder auch orthopädischer

Probleme, medikamentöse,

aber auch operative Therapien

(zum Beispiel bei ausgeprägter

09. 05. 2019

189 x 126 mm

Druckdaten

Gebärmutter- oder Blasensenkung).

Aus diesem Grunde sollten

Frauen mit solchen Beschwerden

nicht länger schweigend leiden,

sondern sich bei einem Experten

melden.

Der Schmerz ist meistens «nur»

ein Symptom. Die eigentliche Ursache

– nämlich eine Beckenbodenfunktionsstörung

– kann und soll

behandelt werden.

Dr. Tilemachos Kavvadias

Oberarzt Urogynäkologie

Leiter der Spezialsprechstunde

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 45


Positiv denken –

aber wie?

Das positive Denken kann durchaus

seine Tücken haben. Warum klappt

das nicht immer?

In Buchhandlungen sind die Gestelle voll mit

Büchern zum Thema «positives Denken»; und

sie verkaufen sich gut. Es gibt sogar Bücher

mit Anleitungen, wie man beim Universum

ganz einfach etwas bestellen kann – und

wenn man dabei positiv denkt, soll einem das

Universum nach einer gewissen Lieferfrist das

Gewünschte senden. Also alles ganz einfach ...

Die Realität sieht aber ziemlich anders aus:

Obschon viele Menschen krampfhaft positiv

denken, täglich solche Bücher lesen, am

Schrank, Nachttisch und Badezimmerspiegel

kleine Zettelchen hängen haben mit sogenannten

«Affirmationen» (wie zum Beispiel

«ich bin ein erfolgreicher Sänger»), klappt

es dann oft doch nicht mit den gewünschten

Ergebnissen. Und irgendwann mündet

dieses positive Denken in eine fürchterliche

Frustration; und man stellt sich die Frage,

ob denn die Theorie des positiven Denkens

überhaupt stimme. Oder noch schlimmer: Es

keimt allmählich ein Gefühl des Versagens

auf, «ich bin nicht einmal fähig, positiv zu

denken, ich bin ein Versager». Es gibt sogar

Fälle, in denen Menschen in eine Depression

gefallen sind, nachdem sie sich monatelang

mit dem Thema «positiv Denken» befasst, es

angewendet haben – und schliesslich doch

gescheitert sind. Woran kann das liegen?

Die Tatsache, dass positives Denken nicht

immer und auch nicht bei allen Menschen

eine Wirkung erzeugt, muss doch einen

Grund haben. Oder genauer gesagt: Es hat

mehrere Gründe.

46 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Nur einer kann gewinnen

Nehmen wir das Beispiel der Skirennfahrer.

Viele Spitzensportler bereiten sich nicht

nur körperlich, sondern auch mental auf ein

Rennen vor, so auch die Skirennfahrer, zum

Beispiel vor der Lauberhornabfahrt. Nehmen

wir einmal an, zehn Abfahrer denken positiv

und stellen sich vor, wie sie das Rennen gewinnen

werden. Sie trainieren gut, sind fit und

voller Zuversicht. Und obschon alle zehn sich

gedanklich intensiv mit dem Sieg auseinandergesetzt

haben, gewinnt am Schluss halt

doch nur einer. Die anderen neun haben den

Sieg – trotz positivem Denken – verpasst. Eigentlich

haben sie ja nichts falsch gemacht;

doch es liegt in der Natur der Sache, dass

bei einem Rennen nur einer gewinnen kann,

selbst wenn die Abstände nur Hundertstelsekunden

betragen und für die Zuschauer

gar nicht sichtbar sind. So hat das positive

Denken seine Grenzen. Anders sieht es aus,

wenn sich ein Fahrer vorstellt, dass er einfach

ein sehr gutes Rennen fährt: Denn auch

ein fünfter Platz mit nur wenig Rückstand ist

doch ein sehr gutes Ergebnis.

Ein weiterer Grund, weshalb das positive

Denken fehlschlagen kann, ist das «Erzwingen

wollen». Im Leben kann man grundsätzlich

nichts erzwingen. Das ist in diversen

Fernsehsendungen gut ersichtlich, wo

vorwiegend junge Menschen an einem Wettbewerb

teilnehmen, um ein grosser Popstar

oder ein umworbenes Model zu werden – das

klappt bei den Wenigsten. Der Grund dafür

ist einfach: Oft fehlt die wahre Leidenschaft

und Freude an der Sache. Der Erfolg steht im

Mittelpunkt, man will es unbedingt schaffen,

um berühmt, beliebt und reich zu werden.

Und dabei geht die eigentliche Sache – zum

Beispiel die Musik – vergessen.

Ein tolles Vorbild dafür, wie man es machen

sollte, sind die Beatles. Sie gehören zu den

absolut erfolgreichsten Bands in der Popmusik.

Und was war ihr Geheimnis? Als sie in

den Sechzigerjahren ihre Karriere starteten,

ging es ihnen nicht um den Erfolg; es ging

ihnen um die Musik. John Lennon hat einmal

gesagt, dass sie einfach vier gute Freunde

waren und dass sie unglaubliche Freude an

der Musik gehabt hätten. Sie spielten und sie

sangen mit einer riesigen Leidenschaft, ohne

krampfhaft einen bestimmten Erfolg erzielen

zu wollen – dieser stellte sich dann ganz

automatisch ein. Und weshalb? Die Freude

und die Leidenschaft waren bei den Beatles

in fast jedem Takt hörbar und spürbar; und

das hat dem

Publikum gefallen. Natürlich waren

alle vier musikalisch sehr begabt, sonst

wären diese Erfolge auch nicht möglich

gewesen. Eine gewisse Begabung ist unumgänglich,

um Erfolg haben zu können: Man

kann kein erfolgreicher Sänger werden, wenn

man nur über ein minimales Musikgehör

verfügt und die falschen Töne nicht von den

richtigen unterscheiden kann. Andererseits

kann auch nicht jeder Weltmeister im Kugelstossen

werden, ganz einfach deshalb, weil die

körperlichen Voraussetzungen fehlen. Dann

nützt alles positive Denken rein gar nichts.

Was gehört zu mir?

Der Hauptgrund aber, weshalb sich bei vielen

Menschen Erfolge trotz positivem Denken

nicht einstellen, ist die Tatsache, dass sie

sich unrealistische Ziele setzen. Also Ziele

oder Ideen, die gar nicht zu ihnen passen,

die ihrem Wesen und ihrer Persönlichkeit

nicht entsprechen – und deshalb trotz

positivem Denken einfach nicht erreichbar

sind. Dazu können wir einen Vergleich mit

der Natur ziehen. Eine Rose ist eine Rose

und keine Eiche: Das Wesen einer Rose ist

es, eine kleine, zarte, farbenfrohe Pflanze

mit Stacheln zu sein – und kein grosser,

kräftiger, starker Baum. Eine Rose kann also

niemals eine Eiche werden; genauso, wie

eine Maus niemals ein Elefant sein kann oder

eine Amsel kein Adler. Tiere und Pflanzen

quälen sich aber glücklicherweise nicht mit

positivem Denken durch das Leben, sie sind

einfach das, was sie sind.

Bezogen auf den Menschen heisst das

Folgendes: Wenn wir erfolgreich sein wollen

– und damit auch zufrieden oder sogar

glücklich, das ist ja das eigentliche Ziel

des positiven Denkens –, dann sollten wir

als erstes erkennen, was wirklich zu uns

passt. Was entspricht unserem Wesen, unseren

Fähigkeiten, unserer Persönlichkeit?


Statt irgendjemandem

nacheifern zu wollen,

sollten zuerst diese

Fragen geklärt

werden. Nicht

jeder hat die

Begabung zum

Skirennfahrer,

Schauspieler,

Sänger, Arzt oder

Geschäftsmann.

So lauten also die

Fragen: Was gehört

zu mir? Was liegt mir?

Was entspricht mir? Es geht

darum zu erkennen, wo meine

Talente, meine Fähigkeiten

und meine Kompetenzen

liegen. Damit sollten wir uns

dann intensiv befassen. Nicht

aber mit dem vordringlichen

Ziel, Erfolg zu haben, sondern aus

reiner Freude und mit Leidenschaft.

Universelle Gesetze

Man mag daran glauben oder nicht, aber

wahrscheinlich ist es eben doch so, dass

es so etwas wie universelle oder kosmische

Gesetze gibt. Man könnte, sofern man religiös

ist, auch von «göttlichen Gesetzen»

reden. Die Idee, beim Universum etwas zu

bestellen, ist also grundsätzlich gar nicht so

falsch. Nur: Man kann beim Universum nicht

einfach irgendetwas bestellen, sondern wahrscheinlich

nur das, was aus universeller oder

kosmischer Sicht auch wirklich zu einem

gehört; dann kann es gut sein, dass es mit

der Bestellung klappt. Geschieht dies aber

aus reiner Selbstsucht oder mit dem Ziel,

unter allen Umständen besser, schöner oder

reicher sein zu wollen als alle anderen, dann

könnte es schon sein, dass das Universum

die Bestellung ablehnt. Geschieht es hingegen

im Gedanken, das zu bestellen, was für

einem das Wesentliche, das Passende und

das Richtige ist – und was auch wirklich zu

einem gehört –, dann ist die Chance gross,

dass die Bestellung auch eintrifft. Die Welt

braucht Ärzte, Handwerker, Bauern, Sänger,

Schauspieler; sie braucht kräftige Menschen,

intelligente Menschen, hilfsbereite Menschen;

sie braucht Pflegerinnen, Schriftsteller

und Musiker genauso wie Richter, Anwälte

oder Psychotherapeuten. Die Frage ist: Was

gehört zu mir? Was ist – aus universeller

Sicht – meine Aufgabe? Wenn ich das richtig

spüre, bin ich auf dem richtigen Weg; und der

Erfolg wird sich früher oder später einstellen.

So bleibt wohl nur noch eine Frage: Wie finde

ich heraus, was wirklich zu mir passt? Sicher

nicht in einer lauten Disco, im Getümmel eines

Warenhauses oder im Internet; viel eher

ist die Antwort darauf – auch wenn das etwas

altmodisch klingt – in der Ruhe und in der

Stille zu finden.

Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor,

Ins_NORIT_60x91_d.qxp

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sowie Musiklehrer.

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Schweizer Hausapotheke 5-2019 47


Der Schwindel ist weg

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Gut geschlafen,

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