Neuester Rundbrief von Aktion Verzicht

patrik.senn

Rundbrief Juli 2019 des Hilfswerks Aktion Verzicht

Rundbrief Nr. 124

Juli 2019

Verzicht der Einen -̶ Leben und Hoffnung für die Anderen!

Aus dem Inhalt:

Andreas Baumann, Seite 2

Impuls

Patrik Senn, Seite 5

Quer durch die

Ukraine

Aktion Verzicht, Seite 12

Gebetskampf auf

dem Maidan

Aktion Verzicht, Seite 13

Freundestreffen

Danke, dass ihr uns

nicht vergesst!“ Seite 4

Mettmenstetten, Seite 14

36 Mal „Ma ttmi“!


2 Zurück aus der Ukraine

Impuls

3

Aktuell

Liebe Freunde von Aktion Verzicht

Nun sind wir wieder zurück! Die Zeit in

der Ukraine war spannend und intensiv.

Während 11 Tagen im Mai reisten wir

quer durch dieses grosse Land, von Osten

nach Westen. Wir konnten alle Hilfsprojekte

von Aktion Verzicht besuchen,

Freud und Leid teilen. Gemeinsam unterwegs

waren (v. links): Patrik Senn, Geschäftsführer,

Andreas und Brigitta

Baumann, Max Reinhard und Silvia Boller

als Vorstandsmitglieder, sowie Ruth Frösch

als Übersetzerin. Gerne berichten wir

aktuell von unseren Begegnungen und

Eindrücken—mit vielen neuen Bildern.

Schwerpunkte der Reise waren Ermutigung

der Mitarbeiter, Kontrolle der Projekte,

Gebetszeiten, herzliche Gemeinschaft

und der Besuch verschiedener

Tatorte des Holocaust.

Impuls

Liebe Freunde, liebe Leser und Leserinnen,

Als nun jenes mächtige Brausen vom

Himmel einsetzte, strömten sie in Scharen

zusammen. Sie waren zutiefst verwirrt,

denn jeder hörte die Apostel und

die bei ihnen waren, in seiner eigenen

Sprache reden. Fassungslos riefen sie:

„Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wie kommt es dann, dass jeder von

uns sie in seiner Muttersprache reden

hört?“

Apostelgeschichte 2,6-8

Mit diesen Worten beschreibt uns der

Evangelist Lukas, was am damaligen jüdischen

Schawuotfest in Jerusalem geschah.

An Schawuot erinnern sich die

Juden an den zweiten Empfang der 10

Gebote; nachdem Mose die ersten Gesetzestafeln,

wegen des goldenen Kalbes,

zerschmettert hatte. Schawuot ist

ausserdem ein Erntedankfest, da in Israel

zu dieser Zeit die Gerste und der erste

Weizen geerntet werden. Wir Christen

feiern die Herabkunft des Geistes Gottes,

zuerst auf die Jünger Jesu und dann auf

alle Menschen, die bereit sind sich dem

Geist Gottes zu öffnen. Das ist unser

christliches Pfingstfest. Bei all diesen Ge-

gebenheiten geht es um Offenbarungen

unseres himmlischen Vaters zu uns Menschen.

Das Sprachenwunder vor 2000

Jahren könnte eine Antwort sein auf die

Sprachenverwirrung beim Turmbau zu

Babel.

Gottes Reden zu uns Menschen, insbesondere

durch die Bibel, geht weiter.

Dankbar denken wir an das Wirken eines

John Wycliff, der als erster die lateinische

Bibel ins Englische übersetzte. Wie

Luther erkannte er die Notwendigkeit,

die Bibel allen Menschen in ihrer Muttersprache

zugänglich zu machen. Daraus

ist eine Organisation entstanden, welche

die Bibel schon in fast alle Weltsprachen

übersetzt hat. Die heutige Organisation

Wycliff wurde 1934 von William Cameron

Townsend gegründet. Diese Arbeit

geht weiter! Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit

geworden die Bibel in

der Muttersprache zu lesen.

Vom 1.-11. Mai war der Vorstand von

Aktion Verzicht in der Ukraine unterwegs.

Für unseren neuen Geschäftsführer,

Patrik Senn, waren es die die ersten

Kontakte vor Ort in allen unseren Einsatzgebieten

und zu den Projektleitern in

der Ukraine. Auch da liess uns Gott eine

Art von Sprachwunder erleben: Gemeinsame

Gebete in unserer Mundart und

Ukrainisch/Russisch sind möglich. Doch

sind wir dankbar, für die grosse Hilfe unserer

professionellen Dolmetscherin

Ruth Frösch. Die Not ist nach wie vor

gross und die Hoffnung war beschränkt,

dass es dem neuen Präsidenten Wolodymyr

Selenskyj gelingen möge, die

allgegenwärtige Korruption einzudämmen.

Für den Krieg im Osten ist keine

Lösung in Sicht. Überall wurden wir gefragt,

wie es die Schweiz schaffe, gesicherte

Altersrenten und ein funktionierendes,

korruptionsarmes politisches

System zur Verfügung zu stellen. Fast

alle Ukrainer sind mit sinkenden Renten

und steigender Teuerung konfrontiert.

Sind wir Gott für unsere geordneten Verhältnisse

genügend dankbar?

Aber es gibt auch Wunder! Ein Schwiegersohn

der Familie Kochay startete ein

Bibelprojekt an den staatlichen Schulen.

In der Umgebung von Ozhenino darf, mit

Bewilligung der Behörden, Bibelkunde

unterrichtet werden. Eine grosse Anzahl

ehrenamtlicher Mitarbeiter erteilt den

Unterricht. In diesem Fach werden auch

Prüfungen abgelegt und die Besten an

Andreas Baumann mit Anatoly Kochay (r.)


4 Ukraine—Ermutigen

Ukraine—Ermutigen

5

öffentlichen Veranstaltungen geehrt. Wir

durften an einer solchen Feier teilnehmen.

Ein Wunder in einem Land, in dem

über Jahrzehnte Atheismus die Staatsdoktrin

war!

Junge Bibelexperten an der Diplomfeier

Die Sommerferien nahen. Erfahrungsgemäss

sind dies für Aktion Verzicht finanziell

eher magere Monate. Wenn Sie an

eine Spende gedacht haben ist es eine

gute Idee, dies noch vor den Ferien in

die Tat umzusetzen. Der Vorstand

wünscht Ihnen sonnige Sommertage und

allenfalls gesegnete, erholsame Ferien.

Danke für Ihre Treue und Verbundenheit

mit Aktion Verzicht.

Andreas Baumann

Präsident Hilfswerk Aktion Verzicht

Ina (links) und Irina

Irina und Alexander

Küche der Gemeinde: Oksana (l.), Galja

Gemeinde von Irina, Galja und Alexander

Quer durch die Ukraine

„Ich habe zwei Reisepässe. Einen für

mich und einen für meine Katze!“, meinte

Ina, als wir sie zuhause in Charkiw besuchten.

Ihre Katze, die sie selber gezüchtet

hat, hat schon mehrere Preise

gewonnen, auch im Ausland. Sie ist eine

grosse Freude für Ina, die schon zwei

Hirnschläge erlitten hat. Ina gehört zur

messianischen Gemeinde von Pastor

Alexander, seiner Frau Galja und der Sozialdiakonin

Irina. Dank der Finanzhilfe

von Aktion Verzicht ist die Gemeinde in

der Lage, Ina und andere gefährdete

Menschen mit und ohne jüdischen Hintergrund

mit regelmässigen Mahlzeiten

zu unterstützen. In der Gemeinde hat Ina

aber auch Freunde, die sie nicht einsam

werden lassen. „Danke, dass ihr uns

nicht vergesst“, freut sich Ina.

Shepetovka: Zinovij, Rosa und Ruth

Vinnytsa: Sergej und Marina

Sie betreiben die Hilfsprojekte in Vinnytsa

Feiern mit Marina und ihren Helferinnen

Ermutigung ist ein wichtiges Anliegen,

das wir auf diese Reise mitgenommen

haben. Ermutigung brauchen aber auch

unsere Projektverantwortlichen, die Suppenküchen

und weitere Hilfsprojekte vor

Ort betreiben. Mit ihnen haben wir soviel

Zeit verbracht, wie auf dieser Reise

möglich war. Es gab tiefe Gespräche,

spontane Gebetszeiten, liebevoll vorbereitete

Essen; es wurde gesungen und

gefeiert. Wir sind überzeugt, dass dort

wo die Beziehungen zu unseren ukrainischen

Partnern tief und vertrauensvoll

sind, dass dort auch gewissenhaft mit

den anvertrauten Spenden und Hilfsgütern

umgegangen wird. Vertrauen ist die

Grundlage aller Zusammenarbeit!


6 Ukraine—Projektkontrolle

Ukraine—Projektkontrolle

7

Genau hinsehen

Die Kleidertransporte von Aktion Verzicht

werden bei MIR („Friede“), einem

befreundeten ukrainischen Hilfswerk in

Ozhenino, eingelagert. Von dort werden

die Güter verteilt an die Bedürftigen.

Leiter von MIR ist Anatoly Kochay. Er hat

uns sehr freundlich empfangen und alles

gezeigt. Das Hilfsgüterlager war fast leer,

was bedeutet, dass die Schuhe und Kleider

bereits verteilt wurden.

Tatsächlich! Beim anschliessenden Besuch

im Alters und Pflegeheim von Ostrog,

nahe Ozhenino, fanden wir ein gut

assortiertes Kleiderlager vor. Von diesen

Kleidern profitieren alte und behinderte

Menschen, die sich nicht selbst helfen

können.

Essen wird an Bedürftige gegeben

...die mit ihrer Unterschrift

den Erhalt bestätigen. In

Drohobych begleitet Tanya

die Essensausgabe. Sie würde

gerne noch mehr Menschen

versorgen, bräuchte

dafür aber mehr Spenden.

Kleiderdepot im Alters– und Pflegeheim

Diese Frau im Pflegeheim

freut sich

über Kleiderspenden

aus der Schweiz

Seit Jahren werden die Transporte von

Tolik betreut, der rechten Hand von Anatoly.

Mit ihm konnten wir wichtige organisatorische

Fragen klären.

Wer Hilfe wie Essen oder Lebensmittelpakete

erhält, quittiert das in einem

grossen Buch. So kann genau nachverfolgt

werden, wer was wann erhalten

hat. Damit ist es Aktion Verzicht möglich,

aufzuzeigen, welche Hilfsleistungen mit

den eingegangenen Spenden erbracht

wurden.

Die Projektverantwortlichen vor Ort haben

uns ihre Buchhaltungen und

Quittungsbücher gezeigt—sie sind akribisch

geführt. Das ist auch wichtig wegen

den staatlichen Steuerkontrollen in

der Ukraine.

Die Verantwortliche der städtischen Sozialbehörde

nimmt einen Augenschein (l.).

Langjähriger Partner: Tolik

Das grosse Hilfsgüterlager von MIR

Anatoly, Tochter Schanna und Nadja

Nimmt es genau: Buchhalterin Rosa


8 Ukraine—Holocaust

Ukraine—Holocaust

9

Spuren des Holocaust

Im Winter 1941/42 trieb die Wehrmacht

jüdische Menschen zusammen. Viele

Juden flohen nicht vor den Nazis, weil sie

nicht glauben konnten, dass eine

„Kulturnation“ wie Deutschland zu solchen

Verbrechen fähig ist. Von der deutschen

Rassenlehre aufgewiegelt, schlossen

sich zahlreiche ukrainische Polizisten

den Mordaktionen an und halfen ihre

Mitbürger

zu töten.

Klara erzählt

die Geschichte

eines deutschen

Soldaten,

der einen

ukrainischen

Juden

verschonte,

weil er gleich wie er selbst hiess: Herrmann.

Die Zeit heilt keine Wunden. Dieser Jude

erzählt von seiner Mutter: Am Markttag

war es den Juden verboten aus dem

Haus zu gehen. Um ihre Familie zu versorgen

ging sie trotzdem auf den Markt.

Sie wurde erwischt und sofort erschossen.

Ihren noch warmen Körper steckte

man in einen derben Sack und verscharrte

ihn am Strassenrand.

Zwei von 11 jüdischen Massengräbern im

Wald bei Drohobych. Unten ein Kinder-

Massengrab in einer alten Lehmgrube bei

Schmerynka nahe Vinnytsa.

Das Holocaust-Memorial „Drobytsky Jar“ bei Charkiw.

Hier wurden 16‘000 Menschen erschossen, v.a. Juden.

Darunter waren zahlreiche Kinder und alte Menschen.


10

Ukraine—Sabbat

Ukraine—Sabbat

11

Gemeinsam feiern

Später am Abend wird musiziert; Walodja

stimmt ein Lied an, andere singen mit.

Unterstützung heisst für Aktion Verzicht

auch, jüdisches Leben zu stärken und

seine Feste gemeinsam zu feiern.

Lev

Tanya leitet die Sabbatfeier

Freitagabend in Drohobych:

Tanya hat ein Festessen organisiert

zum Sabbatbeginn. Die

Feier findet in der Kantine statt,

wo jüdische Menschen dank

der Unterstützung von Aktion

Verzicht zu essen erhalten. Lev

segnet den Wein, ein anderer

das Brot. Es werden fröhliche

und tragische Geschichten erzählt.

Tanya stellt den Juden

Fragen zur Bedeutung von Brot

und Wein. „Sag Du es uns“,

meinen sie höflich. Es ist spannend

zu sehen, dass bereits in

der Sabbatfeier die Zeichen

angelegt sind, die Jesus später

auf seinen Leib und sein Blut

bezog.

Walodja


12 Ukraine—Gebetskampf

Freundestreffen, Statuten

13

Gebetskampf auf dem

Maidan

Charkiw, oder Charkow, wie die Russen

sagen, liegt nur etwa 30km von der russischen

Grenze entfernt. Als 2014 die

Krim von Russland annektiert wurde und

später die Gebiete um Donezk und

Luhansk, wurde die Lage auch in der

Stadt Charkiw brenzlig: Auf dem Gebäude

der Gebietsverwaltung wurde zeitweise

die russische Flagge gehisst; es

wurde geschossen. Am 14. März 2014

gab es bei Schiessereien zwischen prorussischen

und proukrainischen Kräften

zwei Tote und sechs Verletzte. Auch in

den folgenden Monaten kam die Stadt

nicht zur Ruhe. Es gab weitere gewaltsame

Auseinandersetzungen, darunter

einen tödlichen Bombenanschlag. Die

OSZE entsandte Beobachter in die Grossstadt,

die rund 1.5 Mio. Einwohner hat.

Seit diesen Ereignissen treffen sich Gläubige

aller Denominationen auf dem grossen

Platz, dem Maidan, zum Gebet. Alexander

(Seite 4) war regelmässig dabei.

Jeden Tag um 7 Uhr früh treffen sie sich

bei jedem Wetter und kämpfen im Gebet

einen geistlichen Kampf für die Freiheit

ihrer Stadt und ihres Landes. Seit dem

Frühling 2015 ist Ruhe in die Stadt eingekehrt.

Aber die Beter bleiben weiter aktiv.

Gebietsverwaltung am Maidan in Charkiw

Gebetstreffen Im Schnee: Gebetstreffen auf dem Maidan, auf dem Fotos Maidan von

Alexanders Fotos von Pastor Handy Alexanders Handy

Geschoss aus

Russland: Artillerierakete,

die auf

ukrainischem

Gebiet einschlug.

Die Rakete ist Teil

einer kleinen,

patriotischen

Ausstellung auf

dem Maidan.

Freundestreffen

Wir freuen uns auf einen Gast, der vielen

von euch schon bekannt ist: Viola

Szczepocka. Sie lebt in Krakau, Polen,

und besucht regelmässig unsere Projekte

in Weissrussland. Über ihre Besuche bei

hungernden und einsamen Menschen

haben wir im Februar ausführlich berichtet.

An folgenden Daten freut sie sich auf

eine Begegnung mit euch:




Freundestreffen Bern am Freitag,

25. Okt. 2019

Freundestreffen Zürich am Samstag,

26. Okt. 2019

Freundestreffen Basel am Sonntag,

27. Okt. 2019

Viola beim Verteilen von Lebensmitteln

Statutenreform

An der Mitgliederversammlung 2019

wurde beschlossen, die Statuten des

Hilfswerks Aktion Verzicht zu überarbeiten.

Zurzeit besteht diese „Statuen-

Gruppe“ aus drei Personen; wir wünschen

uns noch zwei weitere Teilnehmerinnen

oder Teilnehmer. Wir rechnen

mit einem Aufwand von etwa drei Sitzungen.

Spätestens an der nächsten Mitgliederversammlung

(April/Mai 2020)

sollen die neuen Statutenvorschläge präsentiert

werden. Dem sog. Zweckartikel

wird die meiste Aufmerksamkeit zukommen.

Dort geht es darum, was das Hilfswerk

Aktion Verzicht für Ziele und Aufgaben

hat. Es macht Sinn, darüber regelmässig

nachzudenken.

Moderiert wird die Gruppe von Patrik

Senn. Interessierte sind willkommen und

melden sich bitte bei ihm. Kontakt siehe

letzte Seite.

Gefragt: Treffende Worte und relevante

Perspektiven für unsere Statuten!


14

Mettmenstetten

Mettmenstetten

15

36 Mal „Ma ttmi“

Ein wichtiger Pfeiler für die Hilfslieferungen

in die Ukraine waren die Sammlungen

im Dorf Mettmenstetten/ZH, oder

„Mättmi“, wie die Einheimischen sagen.

Vom 24. April 2001 bis 6. Oktober 2018

wurden insgesamt 36 Sammelaktionen

durchgeführt.

Erste Sammlung im Oktober 2001. 1.v.l. M. Zangger

Zuerst wurde mit Autos und Kleinbussen

ins Zentrallager an den Rhein geliefert,

später per Bahn und schliesslich mit dem

Lastwagen direkt in den Osten.

Jeweils im Frühling und Herbst,

wenn es Zeit war zum Kleiderwechseln,

öffnete die Sammelstelle

ihre Pforten: Zuerst im „Huber-

Keller“, dann in der Scheune Bahnhofstrasse

7, später bei der Rampe

SBB-Schuppen und schliesslich 25

Mal in der Firma Hawa AG. Dort

wurden die gespendeten Kleider

sortiert und Aussortiertes von der

Firma freundlicherweise gratis entsorgt!

Nebst tonnenweise Kleidern und Schuhen

wurden ganze Schulzimmereinrichtungen,

gut erhaltene Bäckereimaschinen,

Gartenwerkzeuge, Nähmaschinen

und Velos gespendet. Damals wie heute

wurden notleidende Menschen durch

diese Güter versorgt und ermutigt. Damals

wie heute lautet das Signal: „Wir

haben euch nicht vergessen!“ Was

Ende der 90er-Jahre aus einer persönlichen

Betroffenheit von Myriam

Zangger entstand, geht bis

heute weiter. Sie schreibt: Es war

im Jahr 1994, als viele Menschen

aus Deutschland dem Aufruf folgten,

einen grossen Buss- und Gebetsmarsch

von Berlin nach Moskau

durchzuführen. Auch einige

Schweizerinnen schlossen sich diesem

Zug an. Besonders für sie wurde auf dieser

tragischen, geschichtsträchtigen Strecke

sichtbar, was für eine unvorstellbare

April 2004. 1. v.r. Myriam Zangger, 3.v.r. Helga Guidon

Kinder verpacken Waren für Kinder in der Ukraine

Not noch lange nach Ende des 2. Weltkriegs

herrschte. Es wurde ihnen bewusst,

dass wir in der Schweiz eine Menge

im Überfluss besitzen, und für die

andern reicht es kaum zum Überleben.

Dieser Erfahrung erwuchs die Hilfsaktion,

und auf Beten folgte Handeln.

An dieser Stelle sei all den Menschen

herzlich gedankt, die Kleider, Schuhe,

oder sonstige Hilfsgüter gespendet haben.

Ein grosser Dank gilt den Spendern

April 2007, Sortieren in der Firma Hawa

für die Transportkosten und der

Firma Hawa für ihre jahrelange

Unterstützung! Auch ohne die

vielen praktisch zupackenden,

helfenden Hände wären die 36

Sammlungen nicht möglich gewesen!

Grossen Dank auch an euch!

Es gibt weiterhin eine Hilfsgüter-

Sammelstelle in „Mättmi“. Alle

aktuellen Sammelstellen sind aufgelistet

auf der Webseite

www.aktion-verzicht.ch

Dank einem beherzten Einsatz

ihrer Spender konnte Aktion Verzicht

diesen LKW der Firma Schöne

günstig abkaufen.


16 Aktion Verzicht

Irina, Sozialdiakonin in Charkiw, zeigt uns im Holokaust-Denkmal „Drobytsky Jar“ auf der Gedenktafel

die Namen ihrer hier ermordeten Grosseltern. Irina kümmert sich heute um verarmte

jüdische Menschen. S. Foto auf der Titelseite. Aktion Verzicht unterstützt ihre Arbeit.

Impressum

Sitz des Vereins

Andreas Baumann, Präsident

Geschäftsstelle

Patrik Senn, Geschäftsführer

Hubelmattstrasse 18, 4500 Solothurn Rössligasse 30, 4125 Riehen

Tel. 032 622 97 82 Tel. 043 888 96 03

Mail: baumann@aktion-verzicht.ch

Spenden:

PC-Konto

Mail: patrik.senn@aktion-verzicht.ch

80-30596-8 Hilfswerk „Aktion Verzicht“, 4500 Solothurn

IBAN CH89 0900 0000 8003 0596 8 BIC POFICHBEXXX

Web www.aktion-verzicht.ch Mail info@aktion-verzicht.ch

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